Die Eisbären Berlin in der Saison 2023/2024: Vom Abstiegskampf zur zehnten deutschen Meisterschaft

Die Saison 2023/2024 ist seit etwas mehr als einer Woche beendet und die Eisbären Berlin haben ihre zehnte deutsche Meisterschaft gefeiert. In der Finalserie setzten sich die Hauptstädter mit 4:1-Siegen gegen das Überraschungsteam der Saison, die Fischtown Pinguins Bremerhaven, durch und bauten somit ihren Vorsprung als DEL-Rekordmeister aus. Wir blicken heute noch einmal zurück auf diese Meistersaison der Eisbären.

Wer hatte vor dieser Saison ernsthaft mit dem Ausgang der Saison 2023/2024 gerechnet? Die Eisbären hatten in der Vorsaison als zweifacher deutscher Meister in Folge erstmals seit 22 Jahren wieder die Playoffs verpasst. Am Ende der Hauptrunde reichte es nur zu Platz elf mit drei Punkten Rückstand auf Platz zehn, den damals die Löwen Frankfurt belegten und somit sich das letzte Ticket für die erste Playoff-Runde sicherten. Lange Zeit steckten die Berliner in der Saison im Abstiegskampf, es drohte der Absturz in die DEL2. Während bei anderen Vereinen in der DEL Panik ausgebrochen wäre und man sich mit sofortiger Wirkung vom Trainerteam getrennt hätte, behielt die Chefetage der Eisbären Berlin absolute Ruhe, analysierte die Situation bereits während der katastrophalen Saison und kam zum Entschluss, dass man mit Trainer Serge Aubin und Co-Trainer Craig Streu weiter arbeiten möchte. Für diese Entscheidung hagelte es seinerseits ordentlich Kritik, doch mit ein wenig Abstand werden auch die Kritiker heute einsehen, dass das genau die richtige Entscheidung von Geschäftsführer Thomas Bothstede und Sportdirektor Stéphane Richer war. Denn Serge Aubin zahlte genau dieses Vertrauen jetzt mit dem Gewinn der zehnten deutschen Meisterschaft zurück.

Enttäuschte Gesichter nach dem Verpassen der Playoffs 2023: (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)

Die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs setzten sich nach dem Verpassen der Playoffs zusammen, analysierten alles ganz genau und sorgten im Sommer für einen radikalen Umbruch im Kader. Satte 15 Spieler mussten die Eisbären damals verlassen. Beide Torhüter (Tobias Ancicka/Juho Markkanen), zwei Verteidiger (darunter auch die Club-Legende Frank Hördler, welchen es nach Selb in die DEL2 zog) und elf Stürmer (u.a. Matt White, Giovanni Fiore, Peter Regin) erhielten keinen neuen Vertrag bei den Eisbären.
Dem gegenüber standen zwölf Neuzugänge vor und zwei Neuzugänge während der Saison 2023/2024. Und im Gegensatz zur Vorsaison, wo fast kein Transfer zum Volltreffer wurde, schlugen nahezu alle Neuzugänge in der abgelaufenen Saison ein. Sportdirektor Stéphane Richer hatte diesmal mehr als nur einmal ein goldenes Händchen und bastelte im vergangenen Sommer ein Team, welches definitiv das Zeug hatte, am Ende die Meisterschaft wieder nach Berlin zu holen.

Das Bild der Saison – Deutscher Meister 2024: Eisbären Berlin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Fangen wir aber an bei der so wichtigen Torhüter-Position, wo sich die Eisbären mit Jonas Stettmer (Ingolstadt) und Jake Hildebrand (Frankfurt) verstärkten. Ich glaube, uns allen liegen noch die kritischen Aussagen einiger Fans im Ohr, die damals die Verpflichtung von Jake Hildebrand kritisierten, dass man mit ihm keine Meisterschaft gewinnen kann. Ich glaube, Jake hat alle Kritiker Lügen gestraft und deutlich bewiesen, dass er zu den absoluten Top-Goalies in der PENNY DEL zählt. In der Hauptrunde überzeugte Hildebrand bereits mit einer Fangquote von 91,72 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,38 pro Spiel sowie drei Shutouts. In den Playoffs steigerte sich Hildebrand nochmal und wuchs förmlich über sich hinaus. In den Playoffs kam er auf eine Fangquote von 93,60 Prozent und einen Gegentorschnitt von 1,91 pro Spiel. In den letzten drei Finalspielen kassierte er nur noch zwei Gegentore und feierte im entscheidenden fünften Spiel sogar einen Shutout. Jake Hildebrand war mit einer der wichtigsten Faktoren, warum die Berliner am Ende die zehnte deutsche Meisterschaft feiern konnten.
Jonas Stettmer kam in der Hauptrunde in 13 Spielen zum Einsatz, wo er stets zu überzeugen wusste. Auch seine Werte nach der Hauptrunde konnten sich mehr als sehen lassen. Eine Fangquote von 91,33 Prozent sowie einen Gegentorschnitt von 2,28 pro Spiel zeigten, dass die Eisbären über ein sehr starkes Torhüter-Duo verfügten. Stettmer feierte zudem auch noch einen Shutout.

Vor der Saison kritisiert, am Ende dann aber der gefeierte Held: Goalie Jake „The Wall“ Hildebrand“: (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

In der Defensive sorgte Richer mit der Rückkehr von Kapitän Kai Wissmann für den Königstransfer vor der Saison. Dazu kamen Ben Finkelstein (Wien), der jedoch während der Saison seine Karriere beenden musste, und Rio Kaiser (Salzburg). Während der Saison stieß dann auch noch Thomas Schemitsch dazu.
Wissmann übernahm sofort wieder Verantwortung in der Berliner Defensive und wurde wieder zu einem unverzichtbaren Leistungsträger. Mit 30 Scorerpunkten (5T/25A) war Wissmann am Ende der Hauptrunde sogar sechstbester Scorer in der internen Scorer-Wertung der Eisbären. Und das in nur 44 Spielen, denn der Verteidiger fehlte zwischenzeitlich verletzt. Wissmann verlieh der in der Vorsaison doch arg anfälligen Berliner Defensive deutlich mehr Stabilität und das machte zugleich auch seine Mitspieler besser. In den Playoffs scorte Wissmann auch nochmal stark und kam am Ende auf zehn Scorerpunkte (2T/8A), was ihm Platz fünf in der internen Scorer-Wertung einbrachte.
Finkelstein kam mit vielen Vorschusslorbeeren in die Hauptstadt, leider musste er aber im Laufe der Hauptrunde seine Karriere vorzeitig beenden. Am Ende standen für ihn 15 Vorlagen zu Buche. Es wäre spannend gewesen, wie sich Finkelstein in Berlin weiter entwickelt hätte.
Rio Kaiser kam insgesamt nur auf drei Spiele in der letzten Saison, was eine Bewertung extrem schwierig macht. Aber seine Zeit wird noch kommen und vielleicht kommt er in der neuen Saison auf mehr DEL-Einsätze.
Kommen wir zu Thomas Schemitsch, welchen die Eisbären kurz vor Ende der Hauptrunde verpflichteten. In fünf Hauptrundenspielen kam er auf starke vier Scorerpunkte (1T/3A). Man merkte ihm seine lange Pause überhaupt nicht an, er fügte sich nahtlos ins Team der Eisbären ein und harmonierte direkt mit seinem alten Kumpel Julian Melchiori, welchem er direkt zu den ersten Saisontoren verhalf. In den Playoffs kamen nochmal vier Assists hinzu. Die Verpflichtung von Schemitsch war zunächst mit einem Risiko versehen, entpuppte sich am Ende aber als Volltreffer. Bleibt zu hoffen, dass wir ihn nächste Saison wieder in Berlin auf dem Eis sehen.

Zwei enorm wichtige Leistungsträger in der Defensive der Eisbären Berlin: Jonas Müller (links) und Kapitän Kai Wissmann (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

In der Offensive gab es den größten Umbruch und dort gelang es Sportdirektor Richer, echte Kracher nach Berlin zu holen. Ty Ronning (Ingolstadt), Rückkehrer Blaine Byron (Oskarshamn), Patrice Cormier (Yekaterinburg), Michael Bartuli (Bad Nauheim), Lean Bergmann (Mannheim), Tobias Eder (Düsseldorf) und Frederik Tiffels (München). Zudem kam Jeadon Descheneau während der Hauptrunde. Gerade die Transfers auf dem deutschen Spielersektor sorgten für Aufsehen bei der Konkurrenz, denn da waren schon einige Top-Spieler dabei.
Ronning machte in der vergangenen Saison in Ingolstadt auf sich aufmerksam und diese Leistung konnte er in Berlin bestätigen. In der Hauptrunde kam der kleine Flitzer nur auf 27 Spiele, sammelte dort aber starke 20 Scorerpunkte (13T/7A). In den Playoffs steigerte sich Ronning nochmal und erzielte acht Tore und bereitete ein weiteres Tor vor. Gerade sein Hattrick im vierten Finalspiel gegen Bremerhaven bleibt in Erinnerung, als er die Schwachstelle von Pinguins-Goalie Kristers Gudlevskis offenbarte. Mit den acht Treffern wurde er zu Berlins Top-Torjäger in den Playoffs.
Byron machte nach einem Jahr Pause direkt da weiter, wo er in Berlin vor einem Jahr aufgehört hatte. Auch er kam verletzungsbedingt nur auf 33 Spiele, in denen er aber auf satte 26 Scorerpunkte (9T/17A) kam. In den Playoffs kamen nochmal elf Scorerpunkte (5T/6A) hinzu, wovon er vier Punkte in Überzahl sammelte.
Auch Cormier wurde zu einem wichtigen Puzzleteil auf dem Weg zur Meisterschaft und entwickelte sich zu seinem Spieler, gegen den man nicht gerne spielte. In 37 Hauptrundenspielen kam er auf 21 Scorerpunkte (12T/9A). Vier seiner zwölf Tore erzielte er dabei in Überzahl. In den Playoffs kam nur noch ein Assist hinzu, aber da war Cormier auch eher als physischer Spieler gefragt, der dem Gegner unter die Haut gehen sollte.
Bartuli war als U23-Spieler eingeplant und kam in 32 Spielen auf eine Torvorlage. Viel Eiszeit bekam er von Trainer Serge Aubin aber nicht.
Lean Bergmann kam verletzungsbedingt in der Hauptrunde nur auf 15 Spiele, in denen er aber bereits andeutete, wie wichtig er für die Mannschaft von Trainer Aubin werden könnte. Drei Tore und drei Assists standen für ihn am Ende der Hauptrunde zu Buche. In den Playoffs kam dann die Serie gegen Mannheim und sein legendärer Torjubel sowie der Fight gegen Leon Gawanke. Spätestens seit dem ist Bergmann ein Publikumsliebling in Berlin. Zwei Tore und zwei Assists steuerte die Nummer zehn in den Playoffs noch hinzu.
Tobi Eder schlug voll ein und erzielte in der Hauptrunde starke 22 Tore und bereitete zudem noch neun weitere Tore vor. Vier Tore erzielte er dabei in Überzahl. Drei Tore und drei Vorlagen folgten noch in den Playoffs. Die erste Saison von Tobi Eder als Eisbär war ein voller Erfolg!
Mit Freddy Tiffels gelang Richer ein weiterer Königstransfer. In 50 Hauptrundenspielen erzielte der deutsche Nationalstürmer zwölf Tore und bereitete 26 (!) Tore vor. Fünf Tore erzielte er dabei in Überzahl. Aber gerade seine Arbeit in Unterzahl zeichnete die Nummer 95 aus, als er die Gegner immer wieder früh im Spielaufbau störte – meistens auch erfolgreich. In den Playoffs sammelte er nochmal starke neun Punkte (2T/7A) und war somit auch ein Garant für die Meisterschaft. Wie eigentlich nahezu alle Spieler im Kader der Eisbären Berlin!
Descheneau kam in der Hauptrunde 17-mal zum Einsatz, erzielte fünf Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Drei Neuzugänge, die direkt eingeschlagen haben: Tobi Eder (links), Blaine Byron (mitte) und Freddy Tiffels (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Natürlich schauen wir auch auf die Spieler, die nach der verkorksten Saison 2022/2023 weiterhin das Trikot der Eisbären trugen. In der Defensive waren das Morgan Ellis, Marco Nowak, Eric Mik, Jonas Müller, Korbinian Geibel und Julian Melchiori. Und da muss man allen voran Eric Mik nennen, der mit sechs Toren in der Hauptrunde der Top-Torjäger unter den Verteidigern wurde. Mik hat den nächsten Schritt gemacht und bewiesen, was für ein starker und vor allem wichtiger Spieler er für die Eisbären ist.
Ellis kam wie Wissmann auf fünf Tore in der Hauptrunde, Müller und Melchiori auf je vier Treffer. Müller stach vor allem mit seinen 20 Torvorlagen in der Hauptrunde hervor, welche ihm Platz sechs in der teaminternen Scorer-Wertung einbrachte. Aber auch Ellis (16A) und Melchiori (13A) scorten in Sachen Assists zweistellig.
Besonders hervorheben möchte ich aber Korbinian Geibel, denn der Youngster hat sich seinen Stammplatz im Profiteam erspielt und das absolut zurecht. Er absolvierte alle 52 Hauptrundenspiele und bereitete vier Tore vor. Geibel hat definitiv eine große Zukunft vor sich und es bleibt zu hoffen, dass er den Eisbären noch viele Jahre erhalten bleibt.
Und dann muss man natürlich auch noch Marco Nowak erwähnen, der keine einfache Saison hatte und meist als überzähliger Spieler auf der Tribüne saß. Und trotzdem hat er sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Was nicht selbstverständlich in so einer Situation ist, aber einmal mehr beweist, was für ein feiner Mensch Marco Nowak ist.
In den Playoffs trugen sich Müller (3), Wissmann (2) und Melchiori (1) nochmal in die Torschützenliste ein und gerade Müller sein Solo gegen Bremerhaven in Finalspiel zwei bleibt wohl auf ewig in Erinnerung. In Sachen Assists sticht natürlich Kapitän Kai Wissmann hervor, der insgesamt acht Tore vorbereitete. Ebenso erwähnenswert sind die je drei Assists von Marco Nowak (da er nur dreimal zum Einsatz kam) und Korbinian Geibel, der wie bereits erwähnt den nächsten Schritt gemacht hat.
Insgesamt hatten die Eisbären eine deutlich gefährlichere Defensiv-Abteilung als noch in der verkorksten Vorsaison.

Machte in der letzten Saison einen großen Schritt nach vorne: Korbinian Geibel (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Kommen wir aber nun zum Prunkstück der Meistersaison, nämlich der Offensive. Ganze sieben Stürmer blieben noch übrig nach der Saison 2022/2023: Manuel Wiederer, Yannick Veilleux, Eric Hördler, Maximilian Heim, Zach Boychuk, Marcel Noebels und Leo Pföderl.
Noebels lieferte wie eh und je ab und war am Ende der Hauptrunde der Top-Scorer der Eisbären mit 47 Scorerpunkten (13T/34A). Pföderl folgte direkt dahinter mit 45 Scorerpunkten (15T/30A). Boychuk wurde mit 23 Toren zum Top-Torjäger der Berliner, bereitete zudem auch nur 21 Tore vor. Veilleux traf 14-mal und gab 15 Assists, auch Wiederer traf zweistellig und kam auf elf Tore, dazu kommen noch 14 Assists.
Die Youngster Maxi Heim (2T/7A) und Eric Hördler (1T/5A) hatten natürlich auch ihren Anteil. Gerade das erste DEL-Tor von Eric in Wolfsburg bleibt natürlich in positiver Erinnerung.
In den Playoffs muss man natürlich wen zuerst nennen? Genau! Leo Pföderl, den MVP der Playoffs. Der hat alleine im Finale nochmal ordentlich aufgedreht und war am Ende auch der Top-Scorer der Eisbären. Fünf Tore und zehn Assists steuerte die Nummer 93 in den Playoffs nochmal dazu. Diesmal gab es die umgekehrte Reihenfolge, denn diesmal folgte Noebels auf Platz zwei mit vier Toren und zehn Assists. Auch ein Boychuk lieferte mit elf Punkten (3T(8A) wieder enorm stark ab. Auch Manuel Wiederer, der auf drei Tore und drei Assists kam, ist wohl der am meisten unterschätzte Spieler im Kader der Eisbären. Was sicherlich auch daran liegt, dass er häufig in Reihe vier eingesetzt wurde. Aber was er kann, zeigte er, als er in den vorderen Reihen eingesetzt wurde. Ich sage nur Hattrick in München. Und dann muss man natürlich in den Playoffs auch Eric Hördler erwähnen, dem zwei Assists gelangen. Ja, kein berauschender Wert, aber Eric ist eben ein Youngster und bekam nicht so viel Eiszeit, was das dann eben wieder zu etwas ganz Besonderem machte.

Playoff-MVP Leo Pföderl. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Insgesamt muss man sagen, dass der Mix aus jungen und erfahrenen Spielern in diesem Jahr perfekt harmonierte. Die Eisbären hatten die verkorkste Saison 2022/2023 komplett aufgearbeitet und die richtigen Schlüsse gezogen. Waren die Transfers in der Vorsaison fast ausschließlich Fehlgriffe bzw. passten nicht ins Team-Gefüge, so schlugen in dieser Saison alle Neuzugänge ein. Stéphane Richer hat mal wieder bewiesen, dass er ein absoluter Top-Sportdirektor ist. Ja, er hat auch das Team der Vorsaison zusammengestellt und war sich der Schuld auch bewusst. Aber wie man darauf reagiert hat, verdient den aller größten Respekt. Auch der Mut, an Serge Aubin festzuhalten, ist in diesem Geschäft alles andere als üblich. Aber die Eisbären haben sich trotz Kritik dafür entschieden, am Trainer festzuhalten. Und somit kommen wir zum Trainer Serge Aubin.

Der Vater des Erfolges: Sportdirektor Stéphane Richer (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Aubin feierte mit den Eisbären seine dritte Meisterschaft in den vergangenen vier Jahren und hat mit den Berlinern noch keine Playoff-Serie verloren. Auch an ihm nagte die Vorsaison mit dem Verpassen der Playoffs. Aber wie er die neuen Spieler ins Team integrierte und daraus eine Spitzen-Mannschaft formte, verdient ebenso den aller größten Respekt. Man hatte zu Beginn der Saison damit gerechnet, dass es ein etwas holpriger Start werden könnte angesichts des doch großen Umbruchs im Sommer. Doch es kam anders und man startete mit drei Siegen zu Beginn und sieben Siegen aus den ersten zehn Spielen in die neue Spielzeit. Serge Aubin und seine beiden Co-Trainer Craig Streu und André Rankel hatten aus dem vorhandenen Personal schnell eine Spitzen-Mannschaft geformt, welche früh ihre Ansprüche deutlich machte. Vor der Saison war das ausgegebene Saisonziel ein Platz unter den ersten Vier. Relativ schnell wurde aber deutlich, dass diese Mannschaft in der Lage ist, um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen.
Man kassierte nie mehr als drei Niederlagen in Folge. Und diese kassierte man zum einen nach bzw. inklusive dem chaotischen Heimspiel gegen Wolfsburg (6:9), als man danach auch die Heimspiele gegen Düsseldorf (1:4) und Iserlohn (0:3) verlor. Auch zu Beginn des neuen Jahres verlor man nochmals drei Spiele in Serie (2:3 gegen Schwenningen/1:5 in Bremerhaven/2:6 in Straubing). Aber auch davon ließen sich die Berliner nie von ihrem Weg abbringen und gaben stets die Antwort danach auf dem Eis.

Meistercoach Serge Aubin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Auch vom Fehlstart in die Playoffs, als man Spiel eins gegen Mannheim mit 1:7 verlor und in Spiel zwei nach nicht einmal fünf Minuten bereits mit 0:2 hinten lag, ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Eisbären fanden immer eine Antwort, wurden immer wieder perfekt vom Trainerteam auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Oder wie es Hannes in unserer Meisterfolge im Podcast sagte, dass die Eisbären es immer schafften, das zu zerstören, was den Gegner so stark und so gefährlich machte. Auch das ist ein Verdienst des Trainerteams.
Nach dem 1:7 gegen Mannheim folgten inklusive dem Halbfinale gegen Straubing sieben Siege in Serie. Erst in Spiel vier setzte es mal wieder eine Niederlage am Pulverturm. Danach sollten die Berliner nur noch das erste Finalspiel in Bremerhaven verlieren, ehe sie bis zum zehnten Meistertitel durch marschierten.
Und Niederlagen im Auftaktspiel einer Playoff-Serie sind für Serge Aubin auch nichts Neues. 2020/2021 in der Corona-Saison, als man nur Best-of-Three spielte, verloren die Berliner stets das erste Spiel. 2021/2022 verlor man das erste Finalspiel gegen München. Und in dieser Saison verlor man das erste Spiel im Viertelfinale gegen Mannheim und das erste Finalspiel in Bremerhaven. Die Eisbären standen also stets mit dem Rücken zur Wand, doch Serge Aubin fand immer einen Weg, die Serie anschließend doch noch zu gewinnen. Inzwischen steht er bei neun gewonnenen Playoff-Serien in Folge.

Hatte auch seinen Anteil am Gewinn der deutschen Meisterschaft: Co-Trainer Craig Streu (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären Berlin haben also die richtigen Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen und entgegen der Gesetze im Sport bewiesen, dass man nicht immer den Trainer austauschen muss, wenn es mal nicht läuft. So ein Seuchenjahr kannst du immer mal wieder haben, das ist im Sport nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist nur, wie du darauf reagierst und welche Schlüsse du daraus ziehst. Die Eisbären sind ein Paradebeispiel dafür, dass man nach einer Saison, welche im Fast-Abstieg endete, gestärkt zurückkommen kann. Dass man dann sofort die Meisterschaft wieder gewinnt, macht diese fast schon märchenhafte Geschichte perfekt. Serge Aubin und die Eisbären Berlin, das passt einfach wie die Faust aufs Auge!

Auch er hat einen großen Anteil am Gewinn der deutschen Meisterschaft: Geschäftsführer Thomas Bothstede (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

2:0 in Bremerhaven: Die Eisbären Berlin sind Deutscher Meister 2024!!!

WalkersBarenNews 2023/2024 – #43:

Es ist vollbracht: Die Eisbären Berlin sind am großen Ziel angekommen und sind tatsächlich Deutscher Meister 2024. Mit einem 2:0-Sieg im entscheidenden fünften Finalspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven machten die Berliner die Meisterschaft perfekt und feierten damit in der 30. DEL-Saison ihren zehnten Meistertitel. Wow, was für eine Bilanz des Hauptstadtclubs.

Und sind wir mal ehrlich, vor 19 Jahren hat wohl kein Eisbären-Fan daran gedacht, dass wir 2024 bereits die zehnte Meisterschaft unseres Lieblingsvereins feiern würden. Es war jene Nacht, in der die Eisbären zum ersten Mal die Meisterschaft in der DEL gewannen. Und es war eigentlich auch immer nur das Ziel, einmal diesen verdammten Henkelpott in die Hauptstadt zu holen. Und das hatten wir 2005 geschafft und damit alles erreicht, was wir jemals wollten. Der Rest ist bekannt und wir konnten dieses Gefühl Meister zu werden anschließend noch neun weitere Male ausleben – also jetzt bereits zum zehnten Mal!

Deutscher Meister 2024: Eisbären Berlin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Und noch ein weiteres Mal sind wir ehrlich: Wer hätte nach der letzten Saison damit gerechnet? Letzte Saison kämpften die Eisbären sehr lange gegen den Abstieg und jetzt feiern sie zum zehnten Mal (falls ich es noch nicht erwähnt hatte…) die Deutsche Meisterschaft. Das Vertrauen, welches die Geschäftsführung der Berliner in Trainer Serge Aubin und dessen Trainerteam hatte, wurde somit mit dem größtmöglichen Erfolg belohnt. Es zeigt sich also einmal mehr, dass es nicht immer am Trainer liegt, wenn es nicht läuft. Während andere Vereine immer das Nervenflattern bekommen, wenn sie mal gefühlt einen schlechten Monat haben und alle Verantwortlichen rausschmeißen, bewiesen die Eisbären Geduld. Trotz Kritik von außen, aber nun sollten auch alle Kritiker verstummt sein, denn die Eisbären Berlin sind wieder da, wo sie hingehören. An der Spitze des deutschen Eishockeys!

Jubeltraube Eisbären Berlin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Aber zurück zum Freitag, an dem sich gegen 11 Uhr morgens auch die letzten Busse auf den Weg nach Bremerhaven gemacht haben. Wie immer sind auch wir dabei mit „Ela on Tour“ gefahren und an dieser Stelle muss auch einfach mal ein großes Dankeschön an Ela und ihre fleißigen Helferlein ausgesprochen werden. Was sie da immer wieder auf die Beine stellt – Saison für Saison – verdient den aller größten Respekt und wir werden natürlich auch die nächsten 100 Jahre mit dir fahren. Ela, du bist die Beste!!!

Die Stimmung auf der Fahrt war natürlich sehr ausgelassen, klar, schließlich wussten wir alle was passieren konnte an diesem Abend. Je näher das Ziel und der Spielbeginn kamen, desto nervöser wurden dann doch einige Fans. Angekommen in Bremerhaven ging es rein in den bereits gut gefüllten Gästeblock und dann wurde sich auch schon eingesungen. „Hoch im Norden“ und die Nationalhymne durften natürlich nicht fehlen, ebenso das Fischbrötchen, wenn man schon mal an der Küste ist.

Der Moment der Entscheidung. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Und dann ging das Spiel auch schon los. Und wie es zu erwarten war, kam Bremerhaven sehr druckvoll aus der Kabine. Verständlich, denn die Hausherren mussten dieses Spiel gewinnen, sonst wäre die Saison zu Ende. Aber die Eisbären waren bestens darauf eingestellt, ließen die Pinguins das Spiel machen, standen aber in der Defensive sehr kompakt und ließen so kaum etwas gefährliches zu.
Von Beginn an war das Tempo bereits wieder sehr hoch und die Intensität auch. Beide Mannschaften wussten, was auf dem Spiel stand und so war eine gewissen Grundnervosität auch zu spüren. Da waren dann doch einige unsaubere Abspiele dabei oder ein paar Ausrutscher in der Anfangsphase, was aber auch der Qualität des Eises geschuldet sein konnte.
Die Eisbären fanden, je länger das erste Drittel dauerte, immer besser ins Spiel und so entwickelte sich mal wieder ein munteres Auf und ab mit Chancen auf beiden Seiten. Auf Tore mussten die Zuschauer in der Eisarena Bremerhaven aber nach 20 Minuten noch warten.

Der Jubel nach dem Championship-Winning-Goal durch Leo Pföderl (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel erhöhten die Berliner dann sichtlich das Tempo und den Druck. Man hatte hier immer mehr das Gefühl, dass die Eisbären dem Ganzen hier und heute ein Ende setzen wollten. Und so spielten sie auch, aber Bremerhaven verteidigte auch mit enorm viel Leidenschaft. Und Kristers Gudlevskis hielt alles, was auf sein Tor kam.
Bremerhaven hatte insgesamt gesehen weniger vom zweiten Drittel, wenn überhaupt tauchten sie nur in Überzahl im Berliner Drittel auf. Und da kamen sie auch zu Chancen, aber auch Jake Hildebrand ließ einfach keine Scheibe durch.
Dieses Spiel war also schon wieder nichts für schwache Nerven, Nägel kauen war bei den meisten Fans angesagt, denn es war einfach dramatisch spannend. Auch nach 40 Minuten stand auf beiden Seiten die „Null“.

Meistercoach Serge Aubin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Gästeblock sprachen die ersten schon wieder von Verlängerung. Ja, ich gebe es zu, auch ich, der etwa von der achten Verlängerung sprach. War natürlich nicht ernst gemeint.
43:21 Minuten waren gespielt, als der Gästeblock komplett eskalierte. Was war passiert? Eric Mik sah Leo Pföderl, spielte ihn an und er fuhr rein ins Angriffsdrittel. Dort hämmerte Pföderl die Scheibe ins Pinguins-Tor und sorgte für die 1:0-Führung! Die Eisbären waren dem großen Ziel in dieser Minute sehr, sehr nahe.
Aber noch waren ja gut 16 Minuten zu spielen und Bremerhaven gab hier natürlich nicht auf. Das Tempo wurde nochmals erhöht. Bremerhaven wollte hier die schnelle Antwort geben, während die Eisbären auf die Entscheidung drängten. Und elf Minuten vor dem Ende des Spiels war es Manuel Wiederer, welcher auf 2:0 stellte (49.).
Die Eisbären hatten nun eine Hand am begehrten Henkelpott. Aber noch war das Ganze hier nicht zu Ende und wenn es einer Mannschaft zuzutrauen war, hier noch einmal zurückzukommen, dann war es Bremerhaven. Und die Pinguins versuchten nun natürlich alles, drängten nochmal ordentlich. Aber die Eisbären taten das, was sie in den diesjährigen Playoffs immer machten. Sie verteidigten mit allem, was sie zur Verfügung hatten. Sie warfen sich in jeden Schuss und nahmen die Schmerzen bewusst in Kauf. Für das große Ziel kann man das auch mal machen. Und dann war es vorbei, die Schlusssirene ertönte und die Spieler der Eisbären Berlin bildeten eine Jubeltraube vor dem Gästeblock.
Dort brachen auch alle Dämme, die ersten Meister-T-Shirts wurden angezogen und alle Fans lagen sich freudetrunken in den Armen. Männer und Frauen weinten vor Freude. Nicht nur die Spieler, nein auch wir Fans waren am großen Ziel Deutsche Meisterschaft angekommen.

Der Vater des Erfolges: Sportdirektor Stéphane Richer (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Danach ereignete sich in der Eisarena Bremerhaven etwas, was einmal mehr deutlich machte, warum Eishockeyfans die besten Fans der Welt sind. Die Fans der Fischtown Pinguins Bremerhaven feierten ihre Mannschaft für eine grandiose Saison, an deren Ende sie Vizemeister wurden. Und was machten wir Eisbären-Fans? Wir feierten Bremerhaven einfach mit Sprechchören mit. Was für Applaus von den heimischen Fans sorgte. Am Ende sangen ALLE Fans zusammen „Wir sind alle Eishockeyfans„! So etwas würdest du im Fußball niemals erleben, da wollen sie sich selbst nach dem Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft mit den gegnerischen Fans prügeln (Grüße gehen raus nach Leverkusen…). Eishockey ist eben anders und viel familiärer. Das werdet ihr im Fußball nie erleben!!!

Ein Bild für die Ewigkeit: Geschäftsführer Thomas Bothstede mit dem Meisterpokal vor dem Gästeblock (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach der Pokalübergabe feierten die Spieler zusammen mit den Fans den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Und besonders laut wurde es, als nach und nach Trainer Serge Aubin, die Co-Trainer Craig Streu und André Rankel sowie Geschäftsführer Thomas Bothstede und Sportdirektor Stéphane Richer mit dem Pokal vor die Kurve kamen. Die Väter des Erfolges und gerade Thomas Bothstede zeigte auf den Pokal und auf uns Fans. Denn der Pokal gehört auch den Fans!

Nach den Feierlichkeiten in Bremerhaven ging es anschließend mit den Bussen wieder zurück in die Hauptstadt, wo natürlich auch noch einmal auf die Meisterschaft angestoßen wurde. Die Eisbären Berlin und deren Fans waren am großen Ziel angekommen: Deutscher Meister 2024! Wir gratulieren an dieser Stelle ganz herzlich zu diesem Erfolg, liebe Eisbären Berlin!!!

3:1 in Spiel 1! Effektive Eisbären schlagen starke Straubinger

WalkersBarenNews 2023/2024 – #37

Die Eisbären Berlin haben Spiel eins der Halbfinalserie gegen die Straubing Tigers mit 3:1 (1:0,2:0,0:1) gewonnen. Mal wieder war die Berliner Effektivität der Schlüssel für den inzwischen fünften Sieg in Folge in den Playoffs. Die Tigers machten keine schlechte Partie und hatten auch ihre Chancen, aber an Jake Hildebrand fanden sie nur einmal den Weg vorbei.

Die Aufstellung können wir diesmal ganz schnell machen. Es war exakt die selbe Mannschaft wie in Spiel fünf gegen Mannheim. Trainer Serge Aubin vertraute den selben Defensiv-Pärchen und Offensivreihen wie im letzten Viertelfinalspiel. Auch im Tor blieb alles beim alten, denn Jake Hildebrand hütete das Berliner Tor. Verständlich nach seinen überragenden Leistungen zuletzt. Wird „The Wall“ auch für Straubing zur unbezwingbaren Hürde?

In der Hauptrunde hatten die Berliner so ihre Schwierigkeiten mit den Niederbayern, konnte man doch nur eins der vier Duelle für sich entscheiden. Diese Serie sollte in den Playoffs ein Ende finden. Und zumindest dort haben die Hauptstädter eine makellose Bilanz vorzuweisen. Dreimal gab es dieses Duell in den Playoffs bereits, dreimal setzten sich die Eisbären durch. Einmal im Halbfinale (vor zwölf Jahren, als Straubing das bisher einzige Mal ins Halbfinale einzog) und zweimal in den Pre-Playoffs. Diese Serie darf gerne so weitergehen.

Hatte im ersten Drittel wenig zu tun und beim Gegentreffer keine Chance: Hunter Miska (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing hat die Chancen, die Eisbären machen das Tor

Die große Frage war natürlich, wie die Eisbären in diese Serie starten würden nach der Pause. Gegen Mannheim tat die Pause nicht gut und man verlor Spiel eins deutlich mit 1:7. Der Start war jedenfalls schon einmal schwungvoll von beiden Mannschaften, die sofort offensiv ausgerichtet waren.
Straubing hatte früh das erste Powerplay der Partie, aber das verteidigten die Berliner wieder einmal sehr stark weg. Bis auf einmal, als Straubing frei zum Abschluss kam, doch „The Wall“ machte einfach da weiter, wo er gegen Mannheim aufgehört hatte. Erneut eine starke Parade von Jake Hildebrand!
Knappe sieben Minuten waren gespielt, da jubelten die Straubinger über das vermeintliche Führungstor, doch nach Ansicht des Videobeweises wurde auf Torhüterbehinderung entschieden und die Entscheidung auf dem Eis revidiert.
Die Tigers blieben aber am Drücker und waren in dieser Phase das bessere und aktivere Team. Die Gäste spielten das aus einer sehr kompakten Defensive heraus und kamen immer wieder zu Abschlüssen. Die Eisbären taten sich schwer, den Abwehrriegel mal zu durchbrechen.
Da merkte man dann doch so ein wenig, wer im Rhythmus war und wer die Pause hatte. Nach gutem Start liefen die Eisbären in dieser Phase zumeist hinterher.
Doch das erste Tor gelang in der zwölften Spielminute den Eisbären. Da hatten die Hausherren einmal zu viel Platz und das nutzte Kai Wissmann. Die Scheibe wurde hoch gespielt, der Kapitän hatte weit und breit keinen Gegenspieler, was sich Wissmann natürlich nicht nehmen ließ – 1:0!
Das stellte den Spielverlauf auf den Kopf, denn bis dahin hieß das Torschussverhältnis 3:12 aus Sicht der Eisbären.
Diese mussten kurz darauf erneut in Unterzahl ran, aber erneut überstanden die Eisbären diese Unterzahl ohne Gegentor.
In der Folge ging es munter rauf und runter mit Chancen auf beiden Seiten. Ein richtig munteres erstes Halbfinalspiel in der Hauptstadt, in dem die Berliner knapp führten. Straubing versteckte sich aber nicht, was 16:5-Torschüsse nach 20 Minuten auch bestätigten. Aber die Effektivität der Eisbären war schon wieder brutal.

War auch heute wieder „The Wall“ im Berliner Tor: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Effektive Eisbären, glücklose Straubinger

Das zweite Drittel begann eher schleppend, doch dann kam Manuel Wiederer. Der setzte sich klasse durch, ließ sich nicht aufhalten und vollendete dieses Solo mit dem Treffer zum 2:0 (24.). Die Vorlage kam übrigens von Eric Hördler. Bereits der zweite Assist der Nummer 77 und das bei mickrigen drei Minuten Eiszeit im Durchschnitt.
Was neben der Effektivität der Eisbären auch wieder auffiel, war die Tatsache, dass sie weiterhin sehr schwer auszurechnen sind. Mit Wissmann traf ein Verteidiger und mit Wiederer ein Stürmer aus der vierten Reihe. Das macht es dir als Gegner enorm schwer, dich darauf einzustellen, weil von jeder Reihe Gefahr ausgehen kann. Was in den Playoffs noch von großem Vorteil sein kann.
Straubing zeigte sich aber unbeirrt und spielte weiter nach vorne, aber da stand eben immer wieder Jake Hildebrand im Weg. Der Berliner Goalie hat auf jeden Fall seine Form aus der Viertelfinalserie beibehalten.
Aber auch die Eisbären hatten inzwischen zu ihrem Spiel gefunden und spielten ebenso offensiv, was sich am Ende auch auszahlte. Weil sie eben effektiv waren. Thomas Schemitsch hatte die Scheibe Richtung Tor gebracht, wo Blaine Byron nur noch die Kelle hinhalten musste – 3:0 (29.).
Die Eisbären standen fortan deutlich kompakter in der Defensive, machten es Straubing so sehr schwer, gefährlich vors Tor zu kommen. Auch in Überzahl klappte das für die Tigers nicht, weil die Eisbären einfach alles weg verteidigten. Starke Defensivarbeit mal wieder von den Jungs!
In der Schlussphase dann nochmal ein Powerplay für die Eisbären, welches Straubing aber ohne größere Probleme überstand. So nahmen die Eisbären dank ihrer Effektivität eine souveräne 3:0-Führung mit in die zweite Drittelpause. Für die Tigers übrigens nichts Neues, gab es diesen Spielstand doch in allen sieben Spielen ihrer Viertelfinalserie gegen Schwenningen.

Hart umkämpft ging es in Spiel eins zwischen Berlin und Straubing zur Sache. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing gelingt der Anschlusstreffer

Wie wir es bereits in unserer neuesten Podcast-Ausgabe besprochen haben, kam jetzt das Schlussdrittel, wo unser Statistik-Nerd Hannes heraus gesucht hatte, dass die Eisbären vor dem Spiel satte 27-mal mit einer Führung ins Schlussdrittel gegangen waren und kein Spiel mehr verloren hatten. Vor allem aber die Spielweise der Eisbären in den letzten 20 Minuten wurde dort explizit angesprochen und gelobt, weil jede Reihe einen anderen Job hat und diesen mit Bravour meistert. Hört also rein, ihr findet uns auf allen gängigen Plattformen.
Doch hier wollte zunächst kein richtiger Spielfluss aufkommen durch Strafzeiten. Den Eisbären konnte das aber recht sein, denn Straubing musste kommen, wollten sie in Spiel eins noch etwas ausrichten.
Wenn es dann aber mal gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Tigers. Die Eisbären hatten heute richtig Torhunger, während sich Straubing inzwischen schwer tat, mal wieder gefährlich vor das Berliner Tor zu kommen. Was aber auch an der starken Defensivarbeit der Berliner lag.
Diese war dann auch gefordert, als Straubing das nächste Powerplay hatte. Doch in diesem hatte Tobias Eder die XXL-Chance zur Entscheidung, aber er zielte etwas zu hoch. Das Powerplay blieb übrigens ungenutzt.
Kurz darauf war das Spiel für Cody Lampl beendet, der nach einem Check gegen den Kopf eine Spieldauer kassierte. Unnötig angesichts des Spielstandes, aber Lampl wollte ein Zeichen Richtung Spiel zwei setzen. Damit ermöglichte er den Berlinern aber nur die Chance, das Powerplay noch weiter im Spielbetrieb zu üben. Die Eisbären gingen aber nicht mehr mit der letzten Konsequenz zur Sache, zu deutlich die Führung. Mit den Kräften haushalten war angesagt. So blieb dieses Powerplay ungenutzt und eher unspektakulär.
3:25 Minuten vor dem Ende hatten dann die Niederbayern nochmal ein Überzahlspiel, in dem Trainer Tom Pokel seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zog. Auch hier war wieder Bereitschaft der Spieler zu sehen, sich in jeden Schuss zu werfen. Egal wie schmerzhaft es auch werden würde. Trotzdem gelang Straubing exakt zwei Minuten vor dem Ende der Anschlusstreffer durch Tyler Sheehy – 3:1.
Erneut zog Pokel Hunter Miska aus dem Tor und versuchte es erneut mit sechs Mann. Man setzte sich zwar erneut im Berliner Drittel fest, aber die Eisbären brachten das 3:1 über die Zeit. Perfekter Auftakt des DEL-Rekordmeisters in die Halbfinalserie. Am Mittwoch geht´s in Straubing weiter.

3:1-Sieg in Mannheim: Die Eisbären sind nur noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt

WalkersBarenNews 2023/2024 – #35:

Die Eisbären Berlin haben den dritten Sieg in der Viertelfinalserie eingefahren. Am Sonntagnachmittag setzte man sich mit 3:1 (1:0,0:0,2:1) bei den Adler Mannheim durch. 13.600 Zuschauer in der ausverkauften SAP-Arena sahen eine sehr spannende Partie, in der sich am Ende die effektivere Mannschaft durchsetzen konnte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Team nur minimal im Vergleich zu Spiel drei am Freitag in Berlin. Während im Tor und der Defensive alles beim alten blieb, rückte Patrice Cormier für Jaedon Descheneau in den Kader. Was natürlich auch zu Änderungen der Angriffsreihen führte. Die Noebels-Byron-Pföderl-Reihe blieb als einzige Reihe zusammen. Freddy Tiffels und Zach Boychuk bekamen Ty Ronning an ihre Seite. Dort ersetzte er Descheneau. Yannick Veilleux und Tobias Eder bekamen Cormier als Center. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Manuel Wiederer und Lean Bergmann. Michael Bartuli war erneut als 13. Stürmer dabei.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim lag mit 1:2 hinten und wollte die Serie vor den eigenen Fans ausgleichen, um sich noch ein weiteres Heimspiel zu sichern. Die Eisbären hingegen wollten mit einem weiteren Sieg den Matchpuck holen.

Die Eisbären bejubeln das 1:0 durch Marcel Noebels. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Kaltschnäuzige Eisbären

Mannheim startete wie erwartet druckvoll und machte deutlich, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Aber die Eisbären waren von Beginn an hoch konzentriert und standen defensiv sehr kompakt.
Von Beginn an war viel Intensität drin im Spiel, beide Mannschaften fuhren konsequent ihre Checks zu Ende. Es ging hin und her mit Vorteilen für die Hausherren. Die Adler hatten dann auch das erste Powerplay, aber auch hier die Defensive der Eisbären mit einer ganz starken Leistung, weshalb Jake Hildebrand nicht oft eingreifen musste.
Nach den erfolglosen Angriffen der Mannheimer fuhren die Eisbären mal einen Konter und bewiesen dort erneut ihre Kaltschnäuzigkeit in den Playoffs. Leo Pföderl legte vor dem Tor quer rüber auf Marcel Noebels, welcher das Ufo kurzerhand mal verstummen ließ – 1:0 (17.).
Mannheim rannte an und die Eisbären trafen. Ärgerlich für Mannheim natürlich, aber es schien so, als hätte Mannheim sein Scheibenglück im ersten Spiel in Berlin schon komplett verbraucht. So führten die Eisbären dank einer effektiven Chancenverwertung mit 1:0 nach dem ersten Drittel.

Mal wieder verzweifelten die Mannheimer an Jake Hildebrand. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Fehlendes Scheibenglück der Adler und immer wieder Jake Hildebrand

Im zweiten Drittel bot sich den Eisbären die Chance, in Überzahl nachzulegen. Doch beinahe hätte man sich den Shorthander gefangen. Die Adler mit dem Konter und der Riesenchance, aber Tom Kühnhackl vergab aus bester Position. Nur eine Minute später, Mannheim inzwischen wieder komplett, hatte Linden Vey den nächsten Hochkaräter, aber auch diesen ließen die Mannheimer liegen. Die Kurpfälzer machten vieles richtig, am Ende mangelte es ihnen einfach am nötigen Scheibenglück.
Mannheim machte weiter Druck und kam im Powerplay zur nächsten dicken Chance. Diesmal scheiterte man an Jake Hildebrand, der in den Playoffs immer mehr zur Höchstform aufläuft. Mal wieder ließ er die Adler verzweifeln.
Es war auch im zweiten Drittel das gleiche Bild wie im ersten. Mannheim vergab eine Chance nach der nächsten, während die Eisbären hier weiter sehr clever und abgezockt auftraten. Immer mal wieder tauchte man auch mal vor dem Mannheimer Tor auf, doch Tore sollten im Mitteldrittel keine fallen. So blieb es auch nach 40 Minuten beim knappen 1:0. Und sind wir ehrlich, über ein 1:1 oder gar 1:2 hätten sich die Eisbären nicht beschweren dürfen. Aber da Mannheim kein Zielwasser getrunken hatte, sah es gut aus für die Berliner.

Mannheim durfte nur kurz hoffen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim hofft nur kurz

Aber noch mussten 20 Minuten gespielt werden für Sieg Nummer drei. Und Mannheim würde hier nochmal alles in die Waagschale werfen, was möglich ist. Aber die Eisbären zu Beginn weiter sehr konzentriert in der Defensive. Mannheim kam nicht durch und musste so immer wieder anlaufen.
Beide Mannschaften zu Beginn des letzten Drittels auch noch mit einem Powerplay, aus denen jedoch kein Team Kapital schlagen konnte.
Die Zeit lief runter und die Eisbären waren konzentriert, doch einmal ließ man Mannheim zu viel Platz und die wussten das sofort auszunutzen. Markus Hännikäinen wurde auf die Reise geschickt, hatte wie erwähnt zu viel Platz und spielte den Querpass auf Jordan Szwarz, der das leere Tor vor Augen hatte und nur noch einschieben musste – 1:1 (52.).
Das vierte Viertelfinalspiel ging also wieder von vorne los und Mannheim hatte nun wieder die volle Unterstützung seiner Fans. Die waren im Verlaufe des Spiels doch verhältnismäßig ruhig geworden. Doch nach dem 1:1 waren sie wieder lautstark zur Stelle. Mit jedem Angriff stockte jetzt den Zuschauern in der SAP-Arena der Atem, denn jeder Schuss hätte die Entscheidung bringen können. Eins war auf jeden Fall klar, keine Mannschaft wollte in der Schlussphase den entscheidenden Fehler machen.
Matthias Plachta machte ihn dann aber, als er sich mit einem Cross-Check eine selten dämliche Strafzeit in der Crunchtime einhandelte. Die dicke Chance zur Entscheidung also für die Eisbären. Und Tobias Eder nahm das „Geschenk“ dankend an und hämmerte die Scheibe so stark ins Tor, dass sie ganz schnell wieder raus sprang. Die beiden Hauptschiedsrichter mussten sich die Szene daher noch einmal im Video anschauen und revidierten anschließend ihre „On-Ice-Entscheidung“, denn dort hatten sie auf kein Tor entschieden – 2:1 (58.).
Mannheim war nun gefordert und Trainer Dalls Eakins zog Goalie Arno Tiefensee zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Das nutzten die Eisbären jedoch zur endgültigen Entscheidung. Manuel Wiederer mit dem Empty-Netter – 3:1 (59.).
Während der Gästeblock am Feiern war, leerte sich das Ufo in Sekunden. Niederlagen gegen den Erzrivalen tun eben besonders weh, vor allem dann, wenn es zuhause im vermeintlich letzten Saison-Heimspiel passiert. Doch auch wenn die Eisbären jetzt nur noch einen Sieg vom Halbfinale entfernt sind, heißt es weiterhin konzentriert zu bleiben. Denn der letzte Sieg ist immer der schwerste. Zum Glück können die Eisbären diesen aber bereits am Dienstagabend in der eigenen Arena einfahren. Zusammen mit den eigenen Fans den Erzrivalen in die Sommerpause schicken, gibt es was Schöneres?

6:4 in München: Manuel Wiederer mit Hattrick am Oberwiesenfeld

So kann man eine Niederlagenserie beenden: Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel bei Red Bull München verdient mit 6:4 (0:0,3:2,3:2) gewonnen und damit den ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Folge eingefahren. Im ersten Drittel taten sich die Berliner noch schwer, aber ab dem zweiten Drittel nutzten sie ihre Chancen eiskalt und konnten fünfmal vorlegen. München fand nur viermal eine Antwort und verlor somit am Ende auch das dritte Spiel gegen die Eisbären in dieser Hauptrunde.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm im Vergleich zum Spiel in Straubing diesmal nur kleinere Änderungen vor. Jonas Stettmer rückte ins Tor, Jake Hildebrand bekam eine Pause. In der Defensive gab es drei neue Pärchen: Jonas Müller/Morgan Ellis, Julian Melchiori/Kai Wissmann, Korbinian Geibel/Ben Finkelstein. Rio Kaiser war erneut als siebter Verteidiger dabei. In der Offensive blieben die vier Sturmreihen diesmal zusammen.

Die Eisbären wollten nach zuletzt drei Niederlagen in Serie zurück in die Erfolgsspur finden. Einfach sollte das beim amtierenden Deutschen Meister aber nicht werden. Auch wenn man München in dieser Saison schon zweimal besiegen konnte. In der Hauptstadt setzten sich die Berliner mit 6:2 und 2:1 n.P. durch. Folgte heute der dritte Streich oder setzte es die vierte Niederlage in Serie?

Die Eisbären waren im ersten Drittel mit sehr viel Defensivarbeit beschäftigt. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

München am Drücker, aber Tiffels mit der besten Chance

Früh im Spiel bot sich den Eisbären die Chance, in Überzahl zu agieren. Doch das Powerplay war zuletzt eher ein Sorgenkind der Berliner. Hier fand man zwar in die Formation und ließ die Scheibe auch gut laufen, Münchens Box stand aber sehr kompakt und machte es den Eisbären so schwer. Daher blieb das erste Powerplay ungenutzt.
Direkt danach durften die Gastgeber erstmals in Überzahl ran. Eine vermeidbare Strafe, denn es gab sie wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. 43 Sekunden lang war es sogar ein doppeltes Powerplay für München. Die Riesenchance also für die Hausherren zur Führung, aber das Penalty Killing der Berliner ließ nicht viel zu.
München blieb auch nach dem Powerplay am Drücker und setzte sich immer mal wieder im Berliner Drittel fest. Aber die Eisbären überstanden auch diese Phase ohne Gegentor. Was auch am starken Jonas Stettmer im Tor lag, der auch heute wieder zu überzeugen wusste.
München war hier die aktivere und gefährlichere Mannschaft, von den Eisbären kam wenig nach vorne. Weil man auch mehr mit Defensivarbeit beschäftigt war. Offensiv fehlten den Berliner die Ideen, um mal gefährliche Angriffe aufzuziehen.
In der Schlussphase die Eisbären dann aber mal mit einem Konter und dem Lattentreffer von Freddy Tiffels. Im Gegenzug München nochmal mit einem Powerplay und auch dort wurde es gefährlich, aber am Ende blieb es beim 0:0 nach 20 Minuten.

Gleich dreimal durften die Eisbären-Spieler über ein Tor im Mitteldrittel jubeln. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Torreiches Mitteldrittel, in dem die Berliner dreimal vorlegen

Die Eisbären kamen wie verwandelt aus der Kabine, schnürten München ins eigene Drittel und erwiesen sich dann als äußerst eiskalt vor dem Tor. Marcel Noebels mit dem klasse Querpass auf Manuel Wiederer und der mit dem 1:0 (22.).
Es war ein wilder Beginn ins Mitteldrittel. Es ging rauf und runter, beide Teams suchten immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor. Einer dieser Angriffe sorgte dann für den Ausgleich. Trevor Parkes kam zu einfach durch das Angriffsdrittel und zum Abschluss – 1:1 (27.).
Inzwischen war es eine Partie auf Augenhöhe, beide Teams schenkten sich nichts und es ging weiterhin sehr hart umkämpft zur Sache. Und die Berliner legten direkt wieder vor. Ausgerechnet der ehemalige Münchner Freddy Tiffels sorgte für die erneute Führung der Eisbären – 2:1 (29.). Vor allem aber die Vorarbeit von Eric Hördler sollte man hierbei erwähnen, der die Scheibe stark an der Bande behauptete und dann das Auge für Tiffels hat. Good Job, Eric! Bereits der fünfte Scorerpunkt für Hördler Junior.
Die Berliner danach mit einer richtig druckvollen Phase, wo man München ins eigene Drittel drängte. Die Gastgeber kassierten dann auch noch eine unnötige Strafe wegen zu vieler Spieler. Die große Chance für die Eisbären also, um auf 3:1 zu stellen. Die Hauptstädter auch hier druckvoll, aber ohne Glück im Abschluss.
Und München? Die kamen direkt nach der überstandenen Unterzahl zur Chance durch Veit Oswald, welcher Jonas Stettmer keine Chance ließ – 2:2 (34.). Was für ein packendes Spitzenspiel hier inzwischen am Oberwiesenfeld!
Die Eisbären zeigten sich davon überhaupt nicht beeindruckt. Sie spielten einfach weiter nach vorne und belohnten sich. Marcel Noebels auf Kai Wissmann, welcher Manuel Wiederer in Szene setzte und der sorgte für die dritte Führung der Berliner – 3:2 (36.). Das dritte Tor von Manuel Wieder an diesem Wochenende, ganz stark!
In der Schlussphase hielt Jonas Stettmer diese Führung dank eines sensationellen Saves fest. Somit nahmen die Eisbären eine knappe aber durchaus verdiente 3:2-Führung mit in die zweite Drittelpause. Weil man die richtigen Schlüsse aus dem ersten Drittel gezogen und die Vorgaben im zweiten Drittel ganz stark umgesetzt hatte.

Erzielte das 4:3 für die Eisbären im Schlussdrittel: Tobias Eder (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die fünfte Führung reicht am Ende für die Eisbären

Das Schlussdrittel begann mit einer frühen Strafzeit gegen die Eisbären. München hatte auch Chancen zum Ausgleich, traf aber erst nach Ablauf der Strafzeit. Gewühl vor Stettmer und Nicolas Krämmer arbeitete die Scheibe über die Linie – 3:3 (43.).
Erneut ging die Partie von vorne los. Und die Hausherren kamen deutlich druckvoller ins letzte Drittel als die Eisbären. Folglich war der Ausgleich auch verdient. Die Eisbären waren zu Beginn wieder vermehrt in der Defensive beschäftigt.
Fortan tauchten aber auch die Berliner wieder gefährlich vor Mathias Niederberger auf. Es entwickelte sich nun wieder ein offener Schlagabtausch. Beide Teams kamen jetzt zu Chancen, aber beide Torhüter waren stets zur Stelle. Und wenn einer der Goalies mal geschlagen war, dann half der Pfosten. In diesem Fall auf Seiten der Gastgeber, als Patrice Cormier am Aluminium scheiterte.
Neun Minuten vor dem Ende die Eisbären wieder im Angriff und auch erfolgreich. Kai Wissmann mit dem Pass auf Tobias Eder und der traf aus der Drehung zum 4:3 (51.).
Kurz darauf die Berliner auch noch in Überzahl, nach dem Mathias Niederberger zwei Minuten kassierte. Da war der ehemalige Eisbären-Goalie noch leicht gefrustet, nachdem er sich beim Tor zuvor ein paar „nette“ Sprüche von Yannick Veilleux anhören durfte. Da hatte „Matze“ mal kurz seine guten Manieren verloren und fuhr etwas zu forsch in Veilleux rein…
Das Powerplay blieb jedoch ungenutzt und so war München noch drin im Spiel. Und sie bekamen die XXL-Chance zum Ausgleich, denn Korbinian Geibel kassierte 2+2-Minuten. München brauchte nicht lange und glich erneut aus. Markus Eisenschmid mit dem 4:4 nach nur 20 Sekunden in Überzahl.
München blieb aber weiterhin für zwei Minuten in Überzahl. Brenzlige Situation jetzt für die Eisbären. Aber die schockten ganz München. Manuel Wiederer mit der Scheibeneroberung und dem Zwei-auf-eins-Konter. Er schloss diesen alleine ab und machte damit seinen ersten Hattrick in der PENNY DEL perfekt – 5:4 in Unterzahl (57.)!
Was für eine irre Schlussphase in diesem Spitzenspiel. Das war hier definitiv nichts für schwache Nerven! Und nun war der Deutsche Meister wieder gefordert. Doch sie kamen nicht mehr zum Ausgleich, denn Morgan Ellis machte in der Schlussminute das halbe Dutzend voll und den Deckel auf die Partie drauf – 6:4 (60.).
Am Ende entschieden die Eisbären dieses wilde Spiel für sich. Weil man den unbändigen Willen ab dem zweiten Drittel an den Tag legte und deutlich machte, dass man dieses Spiel unbedingt gewinnen will. Man ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich am Ende verdient die drei Punkte. Am Ende war es die fünfte Führung, auf die München keine Antwort mehr fand. Damit endete auch die drei Spiele andauernde Niederlagenserie für den DEL-Rekordmeister.

2:6 in Straubing: Dritte Niederlage in Folge für die Eisbären Berlin!

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers deutlich verloren. Am Ende unterlag man im Stadion am Pulverturm verdient mit 2:6 (2:1,0:2,0:3). 40 Minuten lang war es ein packendes Spitzenspiel auf Augenhöhe, doch nach dem vierten Gegentreffer ergaben sich die Eisbären ihrem Schicksal und ließen sich noch zwei weitere Tore einschenken. Was bei mir persönlich ein faden Beigeschmack hinterlässt, auch wenn Niederlagen im Eishockey dazu gehören. Aber es kommt am Ende auf das „Wie“ an und das war in den letzten 20 Minuten heute einfach nicht akzeptabel. Daraus wird man im Trainerteam der Berliner auch die richtigen Schlüsse ziehen müssen, damit so etwas nicht nochmal vorkommt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte wieder auf Eric Mik zurückgreifen, dafür fehlte heute Marco Nowak krankheitsbedingt. Rio Kaiser gab dagegen sein DEL-Debüt für die Eisbären Berlin.
Aubin stellte nach zuletzt zwei Niederlagen seine Reihen um. So bildeten heute Freddy Tiffels, Zach Boychuk und Leo Pföderl die erste Sturmreihe. Marcel Noebels stürmte in der zweiten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Ty Ronning. In der dritten Reihe fand man heute Patrice Cormier, Yannick Veilleux und Tobias Eder. In der nominell vierten Reihe stürmten die beiden Youngsters Maximilian Heim und Eric Hördler zusammen mit Allrounder Eric Mik.
Auch in der Defensive stellte Aubin einiges um. Kai Wissmann und Jonas Müller blieben zusammen. Die beiden anderen Verteidigerpärchen sahen wie folgt aus: Korbinian Geibel und Morgan Ellis sowie Julian Melchiori und Ben Finkelstein. Rio Kaiser war als siebter Verteidiger im Line-up.
Und im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer wieder als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Beide Mannschaften trafen zum dritten Mal in dieser Hauptrunde aufeinander. Zum ersten Mal allerdings am Pulverturm. In der Hauptstadt gewannen beide je ein Spiel. Die Eisbären mit 3:2 n.V., Straubing mit 4:3 n.P. Am Pulverturm taten sich die Eisbären häufig sehr schwer. Doch heute musste ein Sieg her, wollte man den direkten Tabellennachbarn auf Abstand halten. Und eine dritte Niederlage in Folge wollte man zudem auch noch vermeiden.

Brachte die Eisbären kurz vor der ersten Drittelpause per Penalty mit 2:1 in Führung: Ty Ronning
(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensives erstes Drittel

Das Spitzenspiel brauchte nicht viel Anlaufzeit. Beide Mannschaften hielten sich nicht lange in der neutralen Zone auf und kamen früh im Spiel zur jeweils ersten dicken Chance. Die Eisbären mit einem deutlich besseren Beginn als in Bremerhaven. Mit ihrem aggressiven Forechecking störten sie die Tigers früh in deren Spielaufbau.
Beide Teams schenkten sich nichts, es ging hin und her, beide Mannschaften fuhren ihre Checks zu Ende. Man merkte beiden Mannschaften an, dass hier viel auf dem Spiel stand. Die Eisbären wollten einen Konkurrenten auf Abstand halten, Straubing hingegen wollten den Rückstand verkürzen. Immer wieder wurde es gefährlich vor den gegnerischen Toren.
Und Mitte der Partie schlugen die Niederbayern zu. Konter der Hausherren, zweimal scheiterte Kapitän Sandro Schönberger an Jake Hildebrand und im dritten Versuch war es Michael Clarke, welcher im Fallen das 1:0 für Straubing erzielte (10.).
Die Eisbären waren aber nicht lange geschockt. Bully nach dem Gegentor, Angriff Berlin und Manuel Wiederer mit dem Onetimer ins Glück – 1:1 (10.). Ganze 15 Sekunden lagen nur zwischen diesen beiden Toren. Was für ein Spiel am Pulverturm, welches bis hierhin alles hielt, was es vor Spielbeginn versprochen hatte.
Für Yannick Veilleux war die Partie dann frühzeitig beendet nach einem Check gegen den Kopf und Nackenbereich. Die große Chance für die Niederbayern also, um erneut in Führung zu gehen. Aber die Eisbären mit einem überragenden Penalty Killing, ließen kaum etwas von Straubing zu. Ganz stark von den Berlinern!
8,1 Sekunden vor der ersten Drittelpause bot sich Ty Ronning die dicke Chance zur erstmaligen Führung per Penalty und diese Chance ließ sich die Nummer neun nicht entgehen – 2:1 (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die Kabinen.

Schockte die Eisbären mit zwei Schlagschusstoren im Mitteldrittel: Marcel Brandt (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Marcel Brandt dreht die Partie im Alleingang

Straubing arbeitete zu Beginn des Mitteldrittels am Ausgleich, doch die Eisbären ließen zunächst kaum etwas zu. Doch dann hatten die Tigers mal zu viel Platz und Marcel Brandt hämmerte die Scheibe ungestört von der blauen Linie in den Winkel – 2:2 (24.).
Die Partie begann also wieder von vorne und die Intensität nahm immer mehr zu. Es krachte nur so an den Banden. Das war schon ein Vorgeschmack auf die Playoffs.
Straubing dann mal wieder in Überzahl und die Eisbären bekamen Marcel Brandt nicht in den Griff. Brandt holte erneut zum Schlagschuss aus und sorgte für die erneute Straubinger Führung an diesem Abend – 2:3 (29.). Verdient, denn die Tigers waren im Mitteldrittel bis hierhin die aktivere und bessere Mannschaft.
Auch in der Folge waren die Hausherren die gefährlichere Mannschaft. Die Eisbären fanden im zweiten Drittel kein Mittel, um mal gefährlich vor das Straubinger Tor zu kommen. Die Bemühung war da, aber mehr auch nicht.
Wenn es im zweiten Drittel gefährlich wurde, dann vor dem Berliner Tor. Bestes Beispiel war der Schuss von Mario Zimmermann, der ebenfalls zu viel Platz hatte und am Ende die Latte traf. Glück für die Berliner!
Kurz vor der zweiten Drittelpause bot sich den Eisbären dann aber die Riesenchance zum Ausgleich, doch Florian Bugl und Marcel Brandt im Verbund hielten die Straubinger Führung nach 40 Minuten fest.

Sorgte mit seinem Schlitzohr-Tor im dritten Drittel für die Vorentscheidung im Spitzenspiel: Michael Connolly (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ergeben sich die Eisbären ihrem Schicksal

Und diese Führung baute Michael Connolly im Schlussdrittel aus. Er zog von hinter der Torlinie ab, traf die Maske von Jake Hildebrand und von dort ging die Scheibe ins Tor – 2:4 (44.). Ein typisches Kacktor!
Noch bitterer war es, weil Freddy Tiffels kurz zuvor das 3:3 auf der Kelle hatte, aber an Florian Bugl scheiterte.
Nun wurde der Weg für die Eisbären noch weiter, wollte man hier etwas Zählbares mitnehmen und die dritte Niederlage in Folge verhindern. Das erste Powerplay der Partie sollte eine Chance darstellen, doch Straubing stellt das beste Unterzahlteam der Liga. So verwunderte es auch nicht, dass die Berliner das Powerplay nicht nutzen konnten und sich stattdessen einen Shorthander durch Justin Scott fingen. Turnover der Eisbären und der schnelle Konter der Niederbayern – 2:5 (48.). Zwei bittere Gegentore für Jake Hildebrand, der bei beiden Toren nicht gut aussah.
Und es wurde noch heftiger aus Eisbären-Sicht. Die Eisbären offen wie ein Scheunentor hinten und Sandro Schönberger mit dem Zuspiel für Michael Clarke, welcher problemlos das halbe Dutzend voll machte – 2:6 (50.).
Die Eisbären fanden überhaupt nicht mehr ins Spiel und ließen sich fortan hinten rein drücken. Straubing ließ es bei Fünf-gegen-Fünf wie ein Powerplay aussehen und schlug ein siebtes Mal zu. Mario Zimmermann aus dem Slot heraus mit dem Treffer zum 2:7, welcher aber zum Glück nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde.
Am Spielausgang änderte diese Entscheidung aber nichts mehr. Die Eisbären zogen mal wieder den Kürzeren am Pulverturm und kassierten die dritte Niederlage in Folge. 40 Minuten lang war es eine enge Partie, welche in beide Richtungen hätte ausgehen können. Aber im Schlussdrittel waren die Hausherren die bessere Mannschaft, welche ihre Chancen eiskalt nutzten. Die Eisbären müssen sich im letzten Drittel den Vorwurf gefallen lassen, sich einfach ihrem Schicksal ergeben und kein Aufbäumen gezeigt zu haben. Verlieren gehört im Eishockey dazu, aber es kommt eben auf das „Wie“ an und das gefiel mir heute im Schlussdrittel nicht. Ich denke, Serge Aubin auch nicht.
Jetzt heißt es Mund abputzen und am Sonntag in München eine Reaktion zeigen. Dass sie es können, haben sie streckenweise heute bewiesen. Wenn man so über 60 Minuten in München spielt, sind drei Punkte beim Meister drin.

Neunter Auswärtssieg in Folge! Die Eisbären gewinnen das Spitzenspiel in Bremerhaven mit 4:3 n.V.

Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel in der PENNY DEL bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:3 (1:1,1:2,1:0/1:0) n.V. gewonnen und damit die Tabellenführung verteidigt. Zwei Drittel lang taten sich die Hauptstädter sehr schwer, ehe man im letzten Drittel den Schalter umlegen konnte und Power-Hockey spielte. Debütant Jaedon Descheneau schickte das Spitzenspiel am Ende in die Verlängerung, in der Tobias Eder das Tor zum neunten Auswärtssieg in Folge erzielte.

Rechtzeitig zum Spitzenspiel in Bremerhaven konnte Trainer Serge Aubin Neuzugang Jaedon Descheneau im Line-up begrüßen. Zudem kehrte der zuletzt verletzte Stürmer Ty Ronning zurück ins Line-up. Was dadurch natürlich zu Änderungen in den Offensivreihen führte. Einzig die Reihe Noebels-Boychuk-Pföderl blieb zusammen. Yannick Veilleux und Patrice Cormier bekamen Tobias Eder an ihre Seite. Freddy Tiffels bekam Neuzugang Descheneau und Rückkehrer Ronning an seine Seite. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Manuel Wiederer und Maximilian Heim.
Die Defensiv-Pärchen blieben alle zusammen, einzig Eric Mik rückte von der Offensive zurück in die Defensive und war dort der siebte Verteidiger. Und im Tor stand erneut Jake Hildebrand

Eine sehr schwere Aufgabe für die Eisbären. Die letzten drei Duelle gegen Bremerhaven verloren die Berliner gegen Bremerhaven. Darunter die letzten beiden Gastspiele bei den Pinguins (2:3/1:2) und das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison in Berlin (2:4). Konnten die Eisbären diese Serie heute beenden und den neunten Auswärtssieg in Folge in der laufenden Saison einfahren?

Tor bei der Rückkehr nach Verletzungspause: Ty Ronning (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Ty Ronning trifft bei der Rückkehr

Ganze 15 Sekunden hatte es nur gedauert, da mussten die Eisbären in Person von Patrice Cormier zum ersten Mal auf die Strafbank. Dabei hatte man noch vor zu vielen Strafen gewarnt, hat Bremerhaven doch das zweitbeste Powerplay der Liga. Doch zum Glück überstanden die Berliner die erste Unterzahl der Partie äußerst schadlos.
Danach passierte bis zur sechsten Minute relativ wenig, bis die Eisbären erstmals gefährlich vor das Tor der Gastgeber kamen. Ben Finkelstein mit dem scharfen Pass an den langen Pfosten zu Ty Ronning, welcher sich nicht zweimal bitten ließ – 1:0 (6.). Was für ein Comeback der Nummer neun!
Die Hausherren bekamen aber kurz darauf die Chance zum schnellen Ausgleich, denn Patrice Cormier wanderte bereits zum zweiten Mal in die Kühlbox. Aber erneut konnte Bremerhaven nicht den Beweis abliefern, warum sie auf Platz zwei in der Überzahl-Statistik sind.
Doch die Hausherren bekamen im weiteren Verlauf des ersten Drittels noch eine dritte Chance in Überzahl. In diesem Powerplay bekam es Bremerhaven zwar hin, mehr Druck zu entfachen, aber die Berliner überstanden auch das dritte Unterzahlspiel in Folge.
In der Schlussphase lief Marcel Noebels den Konter, scheiterte aber am Ende an Kristers Gudlevskis im Tor der Pinguins und verpasste somit das mögliche 2:0. Fast im Gegenzug ließ Christian Wejse das 1:1 liegen, als er ein gutes Zuspiel knapp verpasste. Aber in der Schlussminute war es Ziga Jeglic, welcher Jake Hildebrand doch noch überwinden konnte. Sein Schuss rutschte Hildebrand durch die Fanghandseite durch – 1:1 (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Erzielte zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich, konnte aber mit dem Gesamtauftritt der Eisbären nach 40 Minuten nicht zufrieden sein. Manuel Wieder (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären defensiv äußerst anfällig

Auch im zweiten Drittel mussten die Eisbären wieder früh in Unterzahl ran. Das Problem mit den Strafzeiten bekam man bis hierhin nicht in den Griff und irgendwann musste sich das auch rächen. Alex Friesen sorgte für die erstmalige Führung der Hausherren – 1:2 (24.). Die Eisbären bekamen die Scheibe nicht raus und am Ende war Friesen der Nutznießer.
Die Eisbären taten sich fortan schwer, kamen kaum vor das Tor der Gastgeber. Aber dann spielten sie mal einen gelungen Angriff und erwiesen sich als äußerst eiskalt. Manuel Wiederer leitete den Angriff selbst ein, spielte die Scheibe zu Eric Hördler, welche die Scheibe mustergültig zurückspielte – 2:2 durch Wiederer (27.).
Doch nur 49 Sekunden nach dem Ausgleich lag Bremerhaven wieder vorne. Bully im Berliner Drittel, die Zuordnung stimmte überhaupt nicht und Nicolas Appendino mit dem 3:2 (28.).
Die Defensive der Eisbären offenbarte im Mitteldrittel einige Lücken, welche Bremerhaven zu Chancen einluden. Immer mal wieder brannte es lichterloh vor dem Tor von Jake Hildebrand. Trainer Serge Aubin konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft bis hierhin nicht zufrieden sein.
Die Gastgeber waren im weiteren Verlauf dem 4:2 deutlich näher als die Eisbären dem Ausgleich. Die Berliner kamen aber auch überhaupt nicht mal gefährlich vor das Tor der Pinguins. Gefühlt waren die Eisbären immer einen Schritt langsamer als ihre Gegenspieler.
Das einzig Gute aus Eisbären-Sicht war der Spielstand, denn Bremerhaven hätte deutlich höher führen können. So blieb es aber beim knappen 2:3 nach 40 Minuten.

Jaedon Descheneau schickt das Spiel mit seinem Debüttor in die Verlängerung

Für das Schlussdrittel hatten sich die Eisbären viel vorgenommen. Man kam sehr druckvoll aus der Kabine und brachte viele Scheiben Richtung Tor der Bremerhavener. Man wollte hier den Ausgleich erzielen und der Beginn ins letzte Drittel war sehr vielversprechend.
Und mit zunehmender Spieldauer wurden die Angriffe der Eisbären gefährlicher. Man näherte sich dem Ausgleich immer mehr an, doch noch hielt die Defensive der Gastgeber dem Druck Stand. Auch beim ersten Powerplay der Eisbären.
Doch irgendwann konnten die Hausherren dem Druck nicht mehr standhalten. Die Eisbären belohnten sich für ein extrem starkes Schlussdrittel. Julian Melchiori mit dem Auge für? Na klar, Jaedon Descheneau! Der Neuzugang trägt sich gleich bei seinem Debüt für die Eisbären in die Torschützenliste ein. Genau dafür wurde er verpflichtet – 3:3 (49.)!
Und die Berliner blieben weiterhin am Drücker. Plötzlich wirkte Bremerhaven komplett von der Rolle und kam zwischenzeitlich kaum noch aus dem eigenen Drittel heraus.
Doch dann hatten die Pinguins in der Schlussphase mal einen guten Wechsel und prompt wurde es auch mal wieder vor dem Berliner Tor gefährlich. Aber Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch.
Das Spiel war nun wieder deutlich offener und nicht mehr so dominant von den Eisbären geführt. Die Partie war nun richtig hart umkämpft, beide Mannschaften wollten jetzt die drei Punkte.
Bremerhaven bekam in der Schlussminute die XXL-Chance in Überzahl. Doch die Eisbären überstanden die ersten 68 Sekunden in Unterzahl und somit ging es beim Stand von 3:3 in die Overtime. Durch den Punktgewinn sicherten sich die Eisbären weiterhin die Tabellenführung.

Erzielte in der Overtime den Siegtreffer für die Eisbären Berlin: Tobias Eder (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Tobias Eder schießt die Eisbären zum Auswärtssieg

Bremerhaven hatte zu Beginn der Verlängerung noch 52 Sekunden lang einen Mann mehr auf dem Eis. Aber auch diese überstanden die Berliner ohne Gegentor, obwohl es kurze Zeit brenzlig wurde. Danach ging es hin und her und am Ende war es Tobias Eder, welcher den Siegtreffer dank einer klasse Einzelaktion erzielte – 4:3 (64.). Die Eisbären sicherten sich somit am Ende doch noch zwei Punkte und den neunten Auswärtssieg in Serie! Wahnsinn!

2:4 gegen Bremerhaven: Dem starken ersten Drittel folgen zwei schwache Drittel

WalkersBarenNews 2023/2024 – #8

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven verdient mit 2:4 (2:0,0:2,0:2) verloren. Die Eisbären legten eigentlich einen sehr guten Start hin, stellten aber das Spielen ab Drittel zwei ein und offenbarten einige Konzentrationsschwächen im Spiel. Zudem unterliefen den Eisbären in der Folge zu viele Fehler im Spielaufbau.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Spiel in Frankfurt wieder nur auf einer Position. Jake Hildebrand kehrte ins Berliner Tor zurück, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz. Ansonsten blieb alles beim alten.

Für die Eisbären die nächste Herausforderung in der PENNY DEL. Bremerhaven ist im Oktober bisher sehr gut drauf gewesen und konnte sechs der sieben Spiele gewinnen. Darunter waren auch die beiden Auswärtsspiele. Letzte Saison konnten sowohl die Eisbären als auch Bremerhaven ihre Heimspiele im direkten Duell gewinnen. Ging diese Serie heute weiter?

Zweimal schlug es im ersten Drittel im Bremerhavener Tor ein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer krönt starke Berliner Anfangsphase

Die Eisbären starteten mit dem Selbstvertrauen der letzten Wochen in das Heimspiel und waren vom ersten Bully weg offensiv ausgerichtet. Viele Scheiben wurden auf das Tor von Ilya Andryukhov gebracht. Man wollte von der ersten Sekunde an deutlich machen, wer hier der Herr im Hause ist. Patrice Cormier hatte dabei die beste Chance in der Anfangsphase, als er alleine auf das Tor zulief, dort dann aber zu viele Gedanken im Kopf hatte und diese Chance vergab. Dafür machte es Manuel Wiederer nur wenige Sekunden später besser und brachte die Eisbären absolut verdient in Führung – 1:0 (7.).
Die Eisbären hatten hier alles im Griff und ließen hinten kaum etwas zu. Die erste Chance, mal gefährlich vor das Berliner Tor zu kommen, hatte Bremerhaven nach rund 13 Minuten, als Torschütze Wiederer die erste Strafzeit der Partie kassierte. In Überzahl sind die Pinguins das fünftbeste Team der Liga. Aber auch in Unterzahl ließen die Berliner kaum etwas zu. Und wenn doch was durchkam, dann waren die Schüsse für Jake Hildebrand kein Problem.
Bremerhaven wirkte in den zweiten zehn Minuten des ersten Drittels deutlich bemühter als zu Beginn, aber wie bereits erwähnt machten die Eisbären die gefährlichen Räume vor dem Tor zu.
In der Schlussphase durften dann auch die Berliner in Überzahl ran und da arbeiteten sie die Scheibe ins Tor. Marcel Noebels brachte die Scheibe von hinter der Grundlinie scharf vors Tor, dort behielt Blaine Byron die Übersicht und erhöhte auf 2:0 (17.).
Die Pinguins gaben in der Folge aber nicht auf und probierten es weiter, die Defensive der Eisbären zu knacken. Bisher jedoch ohne Erfolg. Auch ein zweites Powerplay wurde blieb zum Ende des ersten Drittels ungenutzt, weshalb es beim 2:0 für die Eisbären blieb. 40 Sekunden Powerplay nahmen die Gäste aber noch mit ins Mitteldrittel.

Konnten mit dem Auftritt der Eisbären im zweiten Drittel nicht zufrieden sein: Co-Trainer André Rankel (links) und Trainer Serge Aubin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Bremerhaven schockt die Eisbären nach nur sechs Sekunden

Und da nutzten sie nach nur sechs Sekunden die Überzahl aus. Kai Wissmann verlor die Scheibe und Colt Adam Conrad nutzte diesen Fehler eiskalt aus – 2:1 (21.).
Die Hausherren dann selbst in Überzahl, dort fand man auch seine Formation und ließ die Scheibe gut laufen, aber ein weiterer Treffer sprang nicht dabei heraus.
Die Eisbären blieben aber dran, setzten Bremerhaven mit aggressivem Forechecking immer wieder unter Druck. Man wollte unbedingt auf den Anschlusstreffer reagieren.
Doch hinten machte man sich das Leben unnötig schwer. Bremerhaven mit dem Konter, Zach Boychuk konnte den Stürmer nur per Stockschlag stoppen und so kassierte man die nächste Strafzeit. Und erneut schlug es hinter Hildebrand ein. Zunächst scheiterte Ex-Eisbär Nicholas B. Jensen mit seinem Schlagschuss noch am Aluminium, wenige Sekunden später schlug sein Hammer von der blauen Linie im Berliner Tor ein – 2:2 (28.).
Die Hauptstädter hatten im ersten Drittel fast alles im Griff, im zweiten Drittel ließ man angesichts der Führung dann aber die Zügel schleifen und prompt war Bremerhaven zurück im Spiel. Durch zwei Powerplaytore, was wieder einmal zeigt, dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt.
Die Eisbären waren gehörig unter Druck in dieser Phase des Spiels, Bremerhaven hatte hier inzwischen die Oberhand und war dem 3:2 näher als die Eisbären, die sich erst einmal wieder sammeln mussten.
Bremerhaven drängte bei einem weiteren Powerplay erneut auf die Führung, aber die Eisbären überstanden auch diese Unterzahl.
In der Schlussphase die Hauptstädter durchaus wieder bemüht, etwas nach vorne zu machen, aber zielstrebig war das noch nicht. Die Schüsse flogen meist am Tor vorbei. Aber genau so musste man im letzten Drittel spielen, wollte man das Spiel hier gewinnen. Nur musste man dann etwas genauer zielen.

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären verschlafen erneut den Start ins Drittel

Doch es sollte zunächst ganz anders kommen. Im Schlussdrittel dauerte es ganze 23 Sekunden, da hatten die Gäste das Spiel komplett gedreht. Erneut war es Colt Adam Conrad, welcher traf – 2:3 (41.).
Anscheinend hatte die Pausenansprache von Serge Aubin noch nicht ihre Wirkung erzielt, denn so wie man den Start ins Mitteldrittel verschlief, tat man selbiges auch im Schlussdrittel. Untypische Konzentrationsschwächen im Spiel der Eisbären.
Die Berliner taten sich auch im Spielaufbau seit dem zweiten Drittel schwer, während das Spiel der Gäste deutlich strukturierter aussah. So ein wenig fehlte es den Eisbären an der nötigen Spielidee, um mal gefährlich vor das Tor zu kommen. Wenn es gefährlich wurde im Schlussdrittel, dann meistens vor dem Berliner Tor. Jake Hildebrand hielt seine Mannschaft aber noch im Spiel.
Ty Ronning und Morgan Ellis hatten dann mal gute Möglichkeiten, aber Ilya Andryukhov war nicht zu überwinden. Den Eisbären lief so ein wenig die Zeit davon, wollte man hier noch etwas Zählbares mitnehmen. Nur den Hausherren fiel nach wie vor nichts ein. Bremerhaven störte den Spielaufbau bereits an der Mittellinie, was die Berliner vor große Probleme stellte. Sie fanden einfach kein Mittel und leisteten sich zudem durch Marcel Noebels unnötige Scheibenverluste, welche zum Glück nicht zum Gegentor führten.
Rund zwei Minuten vor dem Ende dann mal ein Fehler der Pinguins vor dem eigenen Tor, aber selbst diese Chance konnten die Eisbären nicht zum Ausgleich nutzen. Serge Aubin nahm kurz darauf seine Auszeit, welche erneut Craig Streu führte. Zudem blieb Goalie Jake Hildebrand auf der Bank. Die Eisbären versuchten es in der Schlussphase also mit sechs Mann. Das nutzte Bremerhaven unter gütiger Mithilfe der Eisbären zur Entscheidung. Die Eisbären passten sich die Scheibe lieber hin und her statt einfach mal den Schuss zu suchen. Ein Pass rutschte vom Schläger und Jan Urbas sorgte für das 2:4 (60.).
Eine am Ende verdiente Niederlage, weil man mit Beginn des zweiten Drittels nicht mehr zu seinem Spiel fand und zu viele Fehler im eigenen Spiel hatte. Aber vielleicht auch mal ein Dämpfer zur richtigen Zeit.

5:2! Furioses Schlussdrittel sorgt für drei Punkte in Frankfurt

Die Eisbären Berlin sind mit einem Auswärtssieg erfolgreich ins Wochenende gestartet. Bei den Löwen Frankfurt setzten sich die Berliner verdient mit 5:2 (0:0,1:1,4:1) durch und verteidigten damit die Tabellenführung in der PENNY DEL. Den Grundstein zum vierten Auswärtssieg in Folge legten die Eisbären im letzten Drittel, als man mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden den Löwen den Zahn zog.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm genau eine Änderung an seinem Line-up vor. Jonas Stettmer bekam sein DEL-Debüt für die Eisbären Berlin und hütete in der Mainmetropole das Berliner Tor, der ehemalige Frankfurter Goalie Jake Hildebrand nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Eisbären gingen als Favorit ins Spiel bei den Löwen Frankfurt. Vergangene Saison gewann man drei der vier Hauptrundenspiele gegen die Hessen. Die einzige Niederlage kassierte man im Sonderzugspiel. Konnten die Berliner ihre Tabellenführung nach dem Spiel bei den Löwen behaupten?

Gab sein Debüt im Eisbären-Trikot: Goalie Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Hohes Tempo, aber keine Tore

Ein temporeicher Beginn in Frankfurt, beide Mannschaften suchten schnell den Weg vor das gegnerische Tor. Auf die erste hundertprozentige Chancen ließen beide Teams aber noch warten. Dennoch war es aber eine gut anzusehende Partie. Denn beide Teams ließen die Scheibe schnell laufen und störten zudem immer wieder früh den gegnerischen Spielaufbau.
Den Löwen gehörte im ersten Drittel das erste Powerplay der Partie und da waren die Hessen vor dem Spiel das drittbeste Team der Liga. Doch die Eisbären ließen bis auf einen Schuss von Ex-Eisbär Dominik Bokk kaum etwas zu.
Auch fortan bestimmten die Defensivreihen dieses Spiel, dennoch war es weiterhin eine klasse DEL-Partie mit sehr hohem Tempo. Die Eisbären durften zum Ende des Drittels auch nochmal in Überzahl ran und dort gab es dann die beste Chance im ersten Drittel. Onetimer von Frederik Tiffels, doch Joe Cannata mit dem Spagat-Save. Damit blieb es beim 0:0 nach unterhaltsamen ersten 20 Minuten.

Brachte die Eisbären in Überzahl mit 1:0 in Führung: Frederik Tiffels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Tiffels legt in Überzahl vor, aber Frankfurt schlägt zurück

Die Eisbären nahmen noch wenige Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel und nach 22 Sekunden klingelte es im Frankfurter Tor. Kai Wissmann brachte die Scheibe ins Angriffsdrittel, blieb dort zwar hängen, aber Ty Ronning nahm die Scheibe auf und spielte sie schnell rüber zu Frederik Tiffels, der zu viel Platz hatte – 1:0 (21.). Traumstart für die Eisbären ins Mitteldrittel!
Und die Eisbären wollten direkt nachlegen, scheiterten aber. Auf der Gegenseite die Hessen mit zwei richtig guten Möglichkeiten, der Pfosten rettete für die Eisbären. Nun war hier richtig Feuer drin im Spiel.
Die Gastgeber dann mit dem nächsten Powerplay, aber erneut die Berliner mit einer sehr starken Leistung in Unterzahl. Dazu ein Jonas Stettmer, der wann immer er gebraucht wurde, zur Stelle war. Ein Torhüterproblem gibt es in dieser Saison bei den Hauptstädtern definitiv nicht!
Frankfurt blieb offensiv am Drücker, setzte die Eisbären in dieser Phase ordentlich unter Druck. Aber die Eisbären hielten diesem Stand und so blieben die Berliner weiterhin in Führung.
Maximilian Heim hätte diese dann beinahe auf 2:0 erhöht. Kai Wissmann mal wieder mit einem Sahnepass auf Heim, der war durch, scheiterte aber an Cannata im Löwen-Gehäuse. Aber diese Pässe von Wissmann aus dem eigenen Drittel heraus sind schon ein Träumchen!
Bei angezeigter Strafzeit schlugen die Hessen Mitte der Partie dann aber eiskalt zu. Eric Mik verlor Cameron Brace vor dem Tor aus den Augen und der Frankfurter Stürmer hatte keine Probleme, die Scheibe im Tor zu versenken – 1:1 (31.).
Die Eisbären fortan mit guten Möglichkeiten, sie wollten unbedingt wieder in Führung gehen, doch Joe Cannata hatte etwas dagegen. Aber die Berliner mit einer guten Phase zum Ende des Mitteldrittels. Die Hessen hingegen lauerten in dieser Phase eher auf Konter, wo sie auch gefährlich wurden. Am Ende blieb es aber beim 1:1 nach 40 sehr spannenden Minuten.

Erzielte in Frankfurt bereits sein neuntes Saisontor: Zach Boychuk (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden entscheidet die Partie

Im letzten Drittel hatte Cody Kunyk die dicke Möglichkeit zur erstmaligen Frankfurter Führung, als die Scheibe plötzlich frei vor ihm im Slot lag. Aber da war Kunyk selbst zu überrascht, um die Scheibe genauer zu platzieren. Direkt im Gegenzug eine Traum-Kombination von Tobias Eder und Manuel Wiederer, Letzterer mit der erneuten Führung – 2:1 (43.).
Und nur 13 Sekunden später machten die Eisbären den Doppelschlag perfekt. Die Eisbären erkämpften an der Bande die Scheibe, Leo Pföderl mit dem Pass vors Tor zu Zach Boychuk und der netzte eiskalt ein – 3:1 (43.).
Nun wurde der Weg für die heimstarken Frankfurter natürlich ein enorm weiter, vor allem bei der starken Defensive der Eisbären. Für die lief hingegen nun alles nach Plan, der nächste Dreier war zum greifen nahe. Die Berliner spielten hier im Stile eines Tabellenführers.
Fortan die Partie sehr zerfahren durch zu viele Unterbrechungen. Vom hohen Tempo aus den ersten zwei Dritteln war in der Phase kaum noch was zu sehen.
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Ty Ronning. Blaine Byron mit dem gewonnenen Bully, die Scheibe blieb frei liegen und Ronning haute sie ins Tor – 4:1 (51.).
Die Eisbären waren aber immer noch nicht satt. Leo Pföderl auf Zach Boychuk, der rüber zu Marcel Noebels und der erhöhte auf 5:1 (54.). Das sieht bei den Eisbären derzeit alles so einfach aus.
Und die Löwen? Die hatten fünf Minuten vor dem Ende ein Powerplay und deren Trainer nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mit Erfolg! Dominik Bokk mit dem Anschlusstreffer zum 2:5 (56.).
Kurz darauf ging Cannata erneut aus seinem Tor und die Hessen entfachten normal ordentlichen Druck auf das Eisbären-Tor. Die Berliner kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel heraus. Doch die Eisbären brachten das 5:2 am Ende souverän über die Zeit und feierten den vierten Auswärtssieg in Serie. Zudem verteidigte man natürlich weiterhin die Tabellenführung.

8:2-Kantersieg am Seilersee! Die Eisbären feiern in Iserlohn ein Schützenfest

Die Eisbären Berlin haben am Dienstagnachmittag einen Kantersieg am Seilersee gefeiert. Bei den Iserlohn Roosters setzten sich die Hauptstädter hochverdient mit 8:2 (4:1,3:0,1:1) durch und setzten damit ein dickes Ausrufezeichen. Schon nach neun Minuten führten die Eisbären mit 4:0. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den verletzten Lean Bergmann verzichten. Für ihn gab Patrice Cormier sein DEL-Debüt. Dadurch gab es Veränderungen in der dritten und vierten Reihe. Cormier stürmte als Center zwischen Yannick Veilleux und Maximilian Heim in Reihe drei. Die nominell vierte Reihe bildeten Eric Hördler, Manuel Wiederer und Tobias Eder.
Und noch eine Änderung gab es im Tor. Dort bekam Jake Hildebrand seine wohlverdiente Pause. Nikita Quapp durfte heute im Sauerland beginnen.

An Iserlohn haben die Eisbären keine guten Erinnerungen, verlor man doch alle vier Spiele in der Hauptrunde der vergangenen Saison. Heute wollte man diese Negativserie beenden. Einfach sollte dies am Seilersee aber nicht werden, dennoch galten die Eisbären als Favorit in diesem Duell.

Eröffnete den Torreigen im ersten Drittel: Zach Boychuk (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

2:0 für die Eisbären nach 64 Sekunden

Und der Favorit mit dem Blitzstart. 45 Sekunden waren gespielt, da fuhr Marcel Noebels über links ins Angriffsdrittel, spielte den klasse Querpass auf Leo Pföderl, welche die Scheibe direkt zurück in den Slot passte, wo Zach Boychuk nur noch ins leere Tor einschießen musste – 1:0 (1.).
Ganze 19 Sekunden später bekamen die Sauerländer die Scheibe nicht raus, Morgan Ellis kam im hohen Slot zum Abschluss und erhöhte so auf 2:0 (2.).
Iserlohns Coach Greg Poss nahm daraufhin erstmal seine Auszeit. Mit diesem Start konnte Poss überhaupt nicht zufrieden sein. Serge Aubin hingegen schon. Traumstart für die Eisbären!
Die Hausherren fortan auf der Suche nach einer schnellen Antwort. Iserlohn fuhr die ersten Angriffe und brachte die ersten Scheiben Richtung Tor, etwas Gefährliches war aber noch nicht dabei gewesen.
Gefährlich wurden dann aber wieder die Eisbären. Die Berliner hatten sich im Angriffsdrittel festgesetzt und Kai Wissmann fuhr an der blauen Linie in Position, um dann den Hammer auszupacken – 3:0 (7.). Nach dem Gegentor verließ Andreas Jenike seinen Kasten, Kevin Reich kam für ihn ins Tor.
Aber auch der Torhüterwechsel half nichts. Die Berliner mit zu viel Platz, die Scheibe kam an den linken Pfosten zu Boychuk, welcher problemlos auf 4:0 stellte (9.). Wow, was für eine Machtdemonstration der Hauptstädter! Iserlohn bestätigte derweil seinen Ruf als schlechteste Defensive der Liga.
Iserlohn unterliefen im Auftaktdrittel unglaublich viele Fehler, die Verunsicherung war deutlich zu spüren. Bei den Eisbären hingegen merkte man die Spielfreude. Angesichts des Spielstands auch kein Wunder.
Doch fünf Minuten vor dem Ende landete ein Schuss der Hausherren mal im Berliner Tor. Balázs Sebök hatte abgezogen und auf 1:4 verkürzt (15.).
Der Treffer sorgte aber für keine Ruhe bei den Sauerländern, denen weiterhin Fehler unterliefen. Die Eisbären verpassten es aber, diese auszunutzen. Somit blieb es bei der souveränen 4:1-Führung nach dem ersten Drittel.

Feierte heute sein Debüt in der neuen Saison: Goalie Nikita Quapp (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Erstes DEL-Tor von Patrice Cormier

Das zweite Drittel begannen die Eisbären in Überzahl, doch da dauerte es bis zum Ende der Strafzeit, ehe Patrice Cormier auf 5:1 stellen konnte, die Scheibe ging Kevin Reich durch die Schoner (22.). Im ersten Spiel gleich mal sein erstes Tor, was für ein Einstand von Cormier!
Iserlohn kam erstmals nach fünf Minuten mal gefährlich vor das Berliner Tor, doch der Zwei-auf-eins-Angriff blieb ungenutzt. Da wäre mehr drin gewesen für Iserlohn.
Direkt im Gegenzug machten die Eisbären dann das halbe Dutzend voll. Manuel Wiederer brachte die Scheibe von hinter dem Tor einfach mal vors Tor, wo sie irgendwie ins Tor ging – 6:1 (26.).
Selbst in Unterzahl waren die Eisbären die gefährlichere Mannschaft. Iserlohn wirkte komplett von der Rolle. Was auch für eine ruhige Halle am Seilersee sorgte. Die Roosters-Fans waren verständlicherweise komplett bedient.
Und die Eisbären hatten auch weiterhin Lust auf Tore. Kai Wissmann mit dem Auge für Yannick Veilleux auf der linken Seite und der hatte keine großen Probleme, die Scheibe im Iserlohner Tor zu versenken – 7:1 (34.). Gegenwehr von Iserlohn? Fehlanzeige!
Von den heimischen Fans gab es zum Ende des Mitteldrittels auch noch Pfiffe, weil Iserlohn im Powerplay nicht wirklich offensiv nach vorne spielte. Was aber auch kaum möglich war, angesichts des aggressiven Forecheckings der Eisbären. Diese nahmen nach 40 Minuten eine hochverdiente 7:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Erzielte in Iserlohn sein erstes Saisontor für die Eisbären: Frederik Tiffels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Frederik Tiffels mit seinem ersten Saisontor

Ein Aufbäumen der Roosters war im Schlussdrittel zunächst nicht zu sehen. Das Spiel plätscherte eher nur noch so dahin. Die Eisbären waren weiterhin offensiv ausgerichtet, aber nicht mehr mit dem letzten Zug zum Tor. Wer will es ihnen verdenken bei so einer hohen Führung.
Für das erste Highlight im Schlussdrittel sorgte der Eismeister, der eine Scheibe nach einem Check von Morgan Ellis austauschen musste. Die Hausherren steckten die Zwangspause besser weg und kamen in Überzahl durch Michael Dal Colle zum 2:7 aus Iserlohner Sicht (51.).
Doch die Eisbären gaben die schnelle Antwort darauf. Morgan Ellis gab die Scheibe Richtung Tor, Frederik Tiffels war zur Stelle und erhöhte auf 8:2 (52.).
Danach passierte nichts aufregendes mehr am Seilersee. Die Hauptstädter setzten sich am Ende auch in der Höhe verdient mit 8:2 in Iserlohn durch.