2:1-Arbeitssieg: Die Eisbären mühen sich zum Heimsieg gegen unbequeme Augsburger

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #11:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther nach hart umkämpften 60 Minuten knapp mit 2:1 gewonnen und damit die Tabellenführung verteidigt. In einem eher mäßigen DEL-Spiel war einmal mehr Goalie Jonas Neffin der Matchwinner für seine Mannschaft, in der durch Tore von Yannick Veilleux und Manuel Wiederer heute auch das Secondary Scoring funktioniert hat. 

Eisbären-Trainer Éric Dubois vertraute dem selben Line-up wie beim 4:0-Auswärtssieg in Krefeld. Somit begann also erneut Jonas Neffin im Tor und auch Gregor Stocker stand erneut im Kader. Ob es diesmal für Eiszeit reichte?

Die Eisbären gingen als klarer Favorit in das Spiel gegen die Fuggerstädter, welche am vergangenen Wochenende satte zwölf Gegentore kassiert hatten. Das Wochenende davor war es jedoch nur ein Gegentor, weshalb die Defensive der Panther durchaus als Wundertüte zu betrachten war. Welche bekamen die Eisbären heute zu sehen: die anfällige oder die, die Bollwerk anbaut?

Musste im ersten Drittel zwei-, dreimal bei Augsburger Chancen eingreifen: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zähes erstes Drittel

Das Spiel war keine 30 Sekunden alt, da musste Jonas Neffin schon zweimal eingreifen und gefährliche Schüsse abwehren. Kurz darauf hatten die Eisbären das erste Powerplay, welches aber noch nicht wie gewohnt funktionierte.
Danach ging es zwar hin und her, gefährliche Chancen kamen dabei aber nicht heraus. Daher entwickelte sich hier ein doch eher zähes erstes Drittel. Jonas Neffin riss die Fans dann nochmal kurz von ihren Sitzen, als er im ersten Augsburger Powerplay kurz mal gefordert wurde. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Auftaktdrittel torlos zu Ende ging.

Zum Ende des zweiten Drittels wurde es ziemlich ruppig zwischen Berlin und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Am Ende wurde es ruppig

Im zweiten Drittel war es erneut ein Augsburger Powerplay, in dem Jonas Neffin einmal entscheidend eingreifen musste, um seine Mannschaft vor dem Rückstand zu bewahren. Die Saves von Neffin sind einfach unglaublich – gefühlt hat der Neuzugang aus Regensburg mehrere Arme und Beine. Die gegnerischen Spieler verzweifeln jedenfalls reihenweise an ihm, wenn er das Berliner Tor hütet.
Die Gäste wirkten in dieser Phase deutlich aktiver als die Eisbären, von denen nach vorne wenig Produktives kam. Einzig Neffin hatte man es zu verdanken, dass es hier noch 0:0 stand. Und einmal auch Adam Smith, der für seinen bereits geschlagenen Goalie gerettet hatte.
Offensiv wirkte es von den Berlinern genauso ideenlos wie vor einer Woche bei der Heimniederlage gegen München. Das ist dann auch damit gemeint, wenn Kapitän Kai Wissmann sagt, dass man trotz Tabellenführung noch genügend Verbesserungspotential hat.
Fünf Minuten vor der ersten Drittelpause zeigten die Eisbären dann jedoch auch, was sie in dieser Saison auszeichnet: die gnadenlose Effektivität vor dem Tor. Yannick Veilleux versenkte die Scheibe per Onetimer im langen Eck – 1:0 (35.). Seinen ersten beiden Assists im Spiel in Krefeld ließ die Nummer 38 das erste Saisontor folgen. Da nimmt jemand gerade so richtig Fahrt auf.
Für die Pausenführung reichte es jedoch nicht, denn 24,8 Sekunden vor der zweiten Drittelpause sorgte Cameron Wright für den Ausgleich. Beim Stand von 1:1 ging es anschließend in die Pause. Begleitet von kleinen Raufereien, welche bereits beim Ausgleich angefangen hatten.

Sorgte für die 2:1-Führung im Schlussdrittel: Manuel Wiederer/2. v.l. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer mit dem Gamewinner

Auch im letzten Drittel entwickelte sich kein Eishockey-Leckerbissen. Das war hier weiterhin extrem schwere Kost und auch nicht schön zum anschauen. Aber immerhin gingen die Eisbären wieder in Führung. Manuel Wiederer stand im Slot und versenkte die Scheibe zum 2:1 im Augsburger Tor (46.).
Kurze Zeit später erhöhten die Eisbären auf 3:1, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde. So waren die Panther noch im Spiel und weiterhin auf Provokation aus. Mit ihrer Spielweise wollten sie den Eisbären unter die Haut fahren, welche sich aber gut zur Wehr setzten.
Im weiteren Spielverlauf blieb es angesichts des knappen Spielstandes eine hart umkämpfte Partie. Augsburg gab sich hier nicht geschlagen und wollte den Ausgleich erzwingen, während die Eisbären für die Vorentscheidung sorgen wollten.
Die Panther versuchten am Ende alles und zogen ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Augsburg machte auch nochmal ordentlich Druck, doch die Defensive der Eisbären ließ nichts mehr zu. Damit brachte man das knappe 2:1 über die Zeit und feierte einen hart erkämpften Arbeitssieg gegen die Fuggerstädter.

3:0 in Bremerhaven: Die Eisbären gewinnen auch beim Angstgegner – Vierter Shutout für Jonas Neffin

Die Eisbären Berlin sind nicht zu stoppen: Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven setzten sich die Berliner mit 3:0 durch, feierten damit den sechsten Sieg in Serie und bauten zugleich die Tabellenführung aus. Jonas Neffin feierte seinen vierten Shutout im fünften Saisonspiel. Dagegen endeten die Punkte-Streaks von Ty Ronning und Liam Kirk, was man aber angesichts der aktuellen Erfolgsserie verschmerzen kann. Und zugleich ist es auch schön zu sehen, dass die Eisbären Spiele gewinnen können, in denen die beiden Top-Stars nicht punkten.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Gabriel Fontaine (leicht angeschlagen), Leo Pföderl (schaut man von Tag zu Tag) und Mitch Reinke (Geburt des Kindes steht kurz bevor) verzichten. Das führte zu Änderungen am Line-up: So verteidigte Korbinian Geibel an der Seite von Eric Mik und ersetzte damit Reinke. In der Offensive rückte Tobias Krestan in die Reihe zu Yannick Veilleux und Markus Vikingstad. Dessen Platz in der nominell vierten Reihe nahm Eric Hördler ein und stürmte zusammen mit Manuel Wiederer und Rihards Griva. Im Tor stand erneut Jonas Neffin.

Für die Eisbären ging es heute zum Angstgegner, hatte man doch die letzten sieben Duelle gegen Bremerhaven verloren. Doch die Vorzeichen sahen heute ganz anders aus, denn die Berliner kamen als Tabellenführer zu den angeschlagenen Pinguins, welche noch nicht so richtig in Form sind und zudem arge Personalprobleme zu beklagen haben. Konnten die Eisbären das nutzen und den Negativlauf gegen Bremerhaven stoppen oder setzte es die achte Niederlage in Serie?

Tobias Krestan hatte im ersten Drittel zwei gute Chancen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Torlos im ersten Drittel

Es war eine muntere Anfangsphase in Bremerhaven, weil beide Teams offensiv ausgerichtet waren. Bei den Eisbären fiel vor allem Neuzugang Tobias Krestan auf, der Kristers Gudlevskis im Tor der Gastgeber zweimal in der Anfangsphase prüfte. Bremerhaven hatte seine erste Top-Chance nach dem Powerbreak, als Colt Conrad aus dem Slot heraus zum Abschluss kam. Jonas Neffin war aber zur Stelle und hielt sein Tor weiterhin sauber.
Insgesamt gesehen hatten die Hauptstädter hier mehr vom Spiel und waren auch die torgefährlichere Mannschaft, einzig das Tor fehlte dem Tabellenführer hier noch. Aber dennoch musste man hellwach sein, wenn Bremerhaven Angriffe Richtung Berliner Tor fuhr.
In der Schlussphase durften die Pinguins dann erstmals in Überzahl ran. Durchaus eine Spezial-Disziplin der Gastgeber in den letzten Jahren, nur in diesem Jahr klappte das bisher noch nicht so gut. Conrad hätte daran etwas ändern können, fand jedoch erneut seinen Meister in Jonas Neffin. So blieb es beim 0:0 nach den ersten 20 Minuten.

Traf bereits zum zweiten Mal an diesem Wochenende: Andreas Eder (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Innerhalb von 48 Sekunden erzielen die Eisbären zwei Tore

Auch im zweiten Drittel bot sich den Pinguins die Chance, in Überzahl zu agieren. Und für 34 Sekunden hatte man sogar zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber die Eisbären verteidigten das sehr gut und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor.
Kaum wieder komplett, sorgte die Top-Reihe für Gefahr vor Gudlevskis. Ty Ronning scheiterte aber am Bremerhavener Goalie. Wenig später klingelte es aber im Tor der Hausherren. Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, passte sie auf Kapitän Kai Wissmann, welcher abzog. Jonas Müller fuhr in Stürmermanier durch den Slot und fälschte entscheidend ab – 1:0 (31.). Nur 48 Sekunden später erhöhte Andreas Eder auf 2:0. Sein Onetimer schlug im langen Eck ein – 2:0 (32.). Diese Effizienz der Eisbären ist einfach unglaublich. Das hier heute die beste Schusseffizienz auf die schlechteste der Liga traf, hatte sich hiermit mehr als bestätigt.
Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause schnupperten die Hausherren am Anschlusstreffer, doch der Pfosten rettete für Neffin und die Eisbären. So nahm der DEL-Rekordmeister eine verdiente 2:0-Führung mit in die Kabine.

Feierte seinen vierten Shutout im fünften Saisonspiel: Jonas Neffin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Neffin erneut nicht zu bezwingen

Kurz nach Wiederbeginn rettete erneut das Gestänge für den Berliner Goalie. Es war zum Verzweifeln für die Hausherren hier, die so weiter dem 0:2 hinterherlaufen mussten. Dass es kein 0:3 war, hatte man Kristers Gudlevskis zu verdanken, der kurz darauf einen Alleingang von Jean-Luc Foudy parierte. Und direkt danach war es die Latte, welche auf der anderen Seite für Neffin rettete. Was für ein Beginn ins Schlussdrittel in Bremerhaven. Und die Hausherren hatten dann das nächste Powerplay, aber erneut konnten sie dieses nicht nutzen.
Die Mannschaft von Trainer Alexander Sulzer blieb danach weiterhin am Drücker und wollte den Anschlusstreffer erzielen, aber sie fanden einfach keinen Weg vorbei an Jonas Neffin im Berliner Tor. Die Eisbären hingegen lauerten vermehrt nur auf Konter, um das Spiel hier endgültig zu entscheiden. Das tat dann Manuel Wiederer, als Bremerhaven seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers gezogen hatte – 3:0 (58.). Dabei blieb es bis zum Ende. Die Eisbären feierten einen souveränen 3:0-Auswärtssieg in Bremerhaven, holten damit den sechsten Sieg in Serie und beendeten die Niederlagenserie gegen die Pinguins. Damit machten die Berliner das perfekte Wochenende klar: Zwei Spiele, zwei Siege, 8:0-Tore, zwei Shutouts für Jonas Neffin. Was für ein Saisonstart!

4:0-Heimsieg gegen Iserlohn: Liam Kirk und Ty Ronning treffen erneut, Jonas Neffin feiert beim Debüt einen Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #4:

Viertes Spiel, dritter Sieg: Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters setzte man sich am Ende problemlos mit 4:0 (1:0,3:0,0:0) durch. Während die Offensive wieder Tore produzierte, ließ die Defensive hinten nichts anbrennen. Wobei man dazu sagen muss, dass Iserlohn die Berliner Abwehr auch nicht vor die aller größten Probleme stellte.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Verteidiger Mitch Reinke zurückgreifen, dafür fehlte Korbinian Geibel in der Defensive. Was jedoch rein dem Zweck der Rotation galt. Reinke nahm dessen Platz an der Seite von Eric Mik ein. Dazu startete heute Jonas Neffin im Tor, während Jack LaFontaine als Back-up auf der Bank Platz nahm. Alles andere blieb unverändert im Line-up.

Die Eisbären trafen heute auf den Tabellenletzten aus dem Sauerland. Gerade gegen die Schlusslichter der PENNY DEL taten sich die Berliner in der Vergangenheit häufig schwer. In der vergangenen Saison konnte man aber beide Heimspiele gegen Iserlohn gewinnen. Setzte sich diese Serie heute fort oder konnten die Roosters in der Hauptstadt den ersten Saisonsieg einfahren?

Torjubel der Eisbären über das 1:0 von markus Vikingstad. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vikingstad trifft im Powerplay

Von Beginn an war es ein schnelles Spiel, in dem die Zweikämpfe hart umkämpft waren. Beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone und zogen dann direkt vor das Tor. Die Eisbären hatten dann auch früh das erste Powerplay, doch das war zu Beginn noch nicht so gefährlich wie am Freitagabend in Köln.
Leo Pföderl hatte Mitte des ersten Drittels das 1:0 auf dem Schläger, aber IEC-Goalie Andreas Jenike rettete in höchster Not und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand in der Hauptstadt. Die Berliner dominierten das Spiel gegen den Tabellenletzten aber klar. Hinten ließ man wenig Gefährliches zu, während man vorne am Führungstreffer arbeitete. Diesen erzielte man im zweiten Powerplay der Partie. Die Eisbären zogen ihr Powerplay geduldig auf, Mitch Reinke und Jean-Luc Foudy spielten sich die Scheibe an der blauen Linie zu, Reinke hatte abgezogen und Markus Vikingstad fälschte vor dem Tor entscheidend ab – 1:0. Die hochverdiente Führung, was auch die Schussstatistik aussagte – 11:0 zu Gunsten der Eisbären.
Die Gäste aus dem Sauerland meldeten sich danach zwar auch mal an, aber Jonas Neffin hielt die 1:0-Pausenführung seiner Mannschaft fest.

Symbolbild: Die Eisbären bringen Iserlohn zu Fall. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Wiederer trifft erneut in Unterzahl

Früh im Mitteldrittel durften die Gäste aus dem Sauerland erstmals in Überzahl ran und hatten damit die Chance auf den schnellen Ausgleich. Doch daraus wurde nichts, denn es kam der große Auftritt von Manuel Wiederer: Er klaute einem Iserlohner Spieler stark die Scheibe, marschierte alleine auf Jenike zu und ließ den Iserlohner Goalie alt aussehen – 2:0 (22.). Bereits das dritte Saisontor der Nummer 21 – zwei davon erzielte der Stürmer in Unterzahl! Ein überragender Saisonstart von Wiederer.
Auch in der Folge wurde es immer wieder brenzlig vor dem Tor der Roosters. Die Effektivität der Eisbären ließ bis hierhin aber zu Wünschen übrig.
Was fehlte in diesem Spiel noch? Richtig, ein Tor von Liam Kirk oder Ty Ronning. Letzterer bediente Kirk und der britische Nationalstürmer spazierte ungestört durch die Iserlohner Defensive und stellte problemlos auf 3:0 (34.). Iserlohn muss sich die Frage gefallen lassen, wie man einen so torgefährlichen Spieler so schlecht verteidigen kann, wie es die Roosters bei diesem Gegentor gemacht haben. DEL-Niveau hatte das bei weitem nicht. Aber das traf auch insgesamt gesehen auf den Auftritt der Sauerländer zu. Was 18:6-Schüsse zu diesem Zeitpunkt auch statistisch gesehen noch einmal unterstrichen.
35,4 Sekunden vor dem Ende erhöhte die Top-Reihe der Eisbären auf 4:0. Über Liam Kirk und Freddy Tiffels kam die Scheibe zu Ty Ronning, der damit auch im vierten Spiel in Folge traf. Das „Duo Infernale“ liefert und liefert und liefert. Mit diesem souveränen Vorsprung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Feierte direkt im ersten Spiel für die Eisbären einen Shutout: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitet am Anschlusstreffer, aber Jonas Neffin feiert am Ende den Shutout

Damit war die Partie im Grunde genommen auch entschieden, denn Iserlohn erweckte in den ersten 40 Minuten nicht den Eindruck, dass sie im Schlussdrittel nun auf einmal vier Tore schießen würden. Dennoch gab sich die Mannschaft von Trainer Stefan Nyman nicht auf und arbeitete am Anschlusstreffer. Doch der ehemalige Iserlohner Goalie Jonas Neffin hatte etwas dagegen. Er hielt weiterhin die Null und wurde dabei auch sehr stark von seinen Vorderleuten unterstützt. Das galt auch für das Iserlohner Powerplay, in dem er keine Scheibe durch ließ.
Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Eisbären mussten nicht mehr tun als nötig war, Iserlohn arbeitete weiter am Anschlusstreffer. Doch es sollte nichts mehr passieren, weshalb die Eisbären das Spiel souverän mit 4:0 gewannen.

3:4-Niederlage in Mannheim: Eisbären verspielen frühe 2:0-Führung und kassieren die erste Saisonniederlage

Die Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker bei den Adler Mannheim knapp mit 3:4 (2:2, 0:1,1:1) verloren. Trotz eines Traumstarts und einer 2:0-Führung nach 120 Sekunden, verlor man am Ende beim Erzrivalen. Am Ende waren es zu viele einfache Fehler im Spiel, ein schwaches Powerplay im Vergleich zur CHL und zu ungenaue Abschlüsse in der Offensive.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Kapitän Kai Wissmann und Stürmer Freddy Tiffels zurückgreifen. Wissmann rückte direkt wieder an die Seite von Jonas Müller. Adam Smith rückte dafür an die Seite von Brandon Davidson. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei, Moritz Kretzschmar rotierte aus dem Kader raus.
Tiffels rückte direkt in die erste Reihe zu Liam Kirk und Ty Ronning. Gabriel Fontaine rotierte aus der Reihe raus und stürmte zusammen mit Manuel Wiederer und Rihards Griva. Alles andere blieb unverändert.
Im Tor stand erneut Jack LaFontaine, Jonas Neffin saß als Back-up auf der Bank.

Es war das erste Aufeinandertreffen seit der Finalserie 2026, in der sich die Eisbären mit 4:1-Siegen durchgesetzt hatten. Im Vergleich zur Hauptrunde hatten die Berliner im Finale alle drei Auswärtsspiele gewonnen. In der Hauptrunde setzte es zwei derbe Niederlagen (1:7/5:8.) Welche Eisbären bekam man heute zu sehen: die aus den Playoffs oder die aus der Hauptrunde?

Jonas Müller eröffnete den DEL-Klassiker mit dem 1:0 nach 56 Sekunden. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach 120 Sekunden führen die Eisbären bereits mit 2:0 im Ufo

Furioser Start in der SAP Arena: Jonas Müller verwertete einen Zuckerpass von Ty Ronning und schoss die Scheibe ins leere Mannheimer Tor – 1:0 (1.). Ganze 56 Sekunden war die Partie gerade einmal alt gewesen.
Und es kam noch besser: 120 Sekunden waren gespielt, da traf Ty Ronning zum 2:0 (2.). Zweimal hatten die Hauptstädter auf ihren ehemaligen Goalie Jake Hildebrand geschossen, zweimal schlug es hinter ihm ein. Das hatte sich der Ex-Berliner sicherlich komplett anders vorgestellt.
Wie reagierten die Hausherren? Die schlugen nur 63 Sekunden später zurück und verkürzten durch Anthony Greco auf 1:2 (4.).
Aber nochmal zurück zu den Eisbären und dem Duo Infernale: Liam Kirk und Ty Ronning hatten schon wieder jeweils zwei Scorerpunkte eingefahren. Der britische Nationalstürmer Liam Kirk stockte sein Punktekonto damit auf bereits vier Punkte auf, Ronning auf fünf. Was für überragende Zahlen dieser beiden Ausnahmestürmer.
Danach hatten beide Mannschaften jeweils ein Powerplay. Während die Eisbären ihres nicht nutzen konnten, schlugen die Kurpfälzer zurück. Und wie sollte es in Überzahl auch anders sein: Matthias Plachta bekam die Scheibe am rechten Bullykreis und sein Onetimer schlug in der kurzen Ecke ein – 2:2 (10.).
Danach kehrte erst einmal Ruhe ein in den DEL-Klassiker nach dieser turbulenten Anfangsphase zwischen den beiden Erzrivalen. Bis zum Drittelende passierte nicht mehr fiel und so stand es 2:2 nach 20 Minuten.

Tom Kühnhackl brachte die Adler erstmals an diesem Nachmittag in Führung. (Archivfoto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim dreht das Spiel gegen Berlin

Auch das zweite Drittel begann rasant. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und kamen dann schnell zu guten Abschlüssen. Doch sowohl Jake Hildebrand als auch Jack LaFontaine ließen zunächst keine weiteren Scheiben durch.
Bis zur 26. Spielminute, da spielte Max Calce einen sensationellen No-Look-Pass auf Tom Kühnhackl, der frei vor LaFontaine auftauchte und diesen eiskalt verlud – 2:3. Die Adler hatten also die Partie komplett gedreht.
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben, Mannheim hatte aber leichte Vorteile. In der Schlussphase durften die Berliner nochmal in Überzahl ran, doch das funktionierte bis hierhin überhaupt nicht. Mannheim war in Unterzahl sogar gefährlicher als die Eisbären. Und auch die letzte dicke Chance gehörte den Hausherren. Luke Esposito tauchte frei vor LaFontaine auf, doch der neue Berliner Goalie behielt in diesem Duell die Oberhand. So nahmen die Hauptstädter einen knappen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause.

Manuel Wiederer traf erneut. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Schütz kontert Wiederer und entscheidet das Spiel

Auch im Schlussdrittel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Keiner will dieses Prestige-Duell verlieren, dementsprechend engagiert spielten beide Teams hier. Mannheim bekam dann die Chance zur Vorentscheidung, als sie erneut in Überzahl ran durften. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Eric Hördler setzte stark nach und erkämpfte die Scheibe, Korbinian Geibel brachte die Scheibe aufs Tor, wo Manuel Wiederer entscheidend abfälschte und seinen ehemaligen Kollegen Hildebrand düpierte – 3:3 (49.).
Aber die Reaktion der Adler ließ nicht lange auf sich warten. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, brachte Justin Schütz Mannheim per Abstauber wieder in Führung – 3:4 nur 69 Sekunden später (50.).
Nun waren die Berliner wieder gefordert, eine Antwort auf den Rückstand zu geben. Dafür hatte man auch ein Powerplay kurz danach, aber dieses wurde überhaupt nicht gefährlich. Auch in der Folge konnte man sich nicht mehr entscheidend festsetzen und verlor somit erneut ein Auswärtsspiel in der Hauptrunde in Mannheim. Aus diesem Spiel wird man definitiv lernen und es im nächsten Spiel besser machen.

4:2 vs. Straubing: Die Eisbären starten mit einem Heimsieg in die Ära nach Serge Aubin

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #3:

Der Titelverteidiger eröffnet die neue DEL-Saison mit einem Heimsieg. Gegen die Straubing Tigers setzten sich die Eisbären Berlin knapp mit 4:2 (1:0,2:0,1:2) durch, mussten am Ende aber nochmal um die ersten drei Punkte der neuen Saison zittern. Vermeintlich souverän führte man bis rund neun Minuten vor Spielende mit 3:0, ehe Straubing daraus nochmal eine richtig enge Kiste machte. Doch Eric Mik erstickte sämtliche Straubinger Hoffnung auf etwas Zählbares im Keim.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten (saß noch eine Sperre aus der letzten Saison ab), weshalb Eric Mik an die Seite von Korbinian Geibel rückte. Alles andere blieb in der Defensive unverändert.
In der Offensive änderte sich lediglich etwas in der vierten Reihe, weil Mik zurück in die Abwehr rotierte. So standen nur Manuel Wiederer und Rihards Griva in der vierten Reihe.
Im Tor vertraute Dubois Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Alles war angerichtet für den DEL-Saisonstart: Die Eisbären Berlin empfingen die Straubing Tigers zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinalserie. Während die Hauptstädter in den Playoffs der Angstgegner der Niederbayern sind, waren die Tigers in der vergangenen Saison in der Hauptrunde der Angstgegner der Eisbären. Drei der vier Duelle gingen an Straubing – darunter auch beide Spiele hier in der Arena am Ostbahnhof. Setzte sich diese Serie auch in der neuen Saison fort oder konnten die Hauptstädter direkt das erste Spiel gegen Straubing für sich entscheiden?

Vor Spielbeginn wurde es aber zunächst einmal noch emotional, denn die Meisterschaft 2026 wurde gebührend gefeiert. Neben einem Video wurde natürlich wie gewohnt das bereits zwölfte Meisterbanner unter das Dach der Arena gezogen.

Der erste Torjubel der neuen DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer eröffnet die neue DEL-Saison

Der Spielbeginn passte zur Stimmung in der Arena, wo beide Fanlager gegen Donnerstagsspiele protestierten. Diese sind den Fanszenen seit Jahren ein Dorn im Auge, weshalb bis zum ersten Powerbreak auf Stimmung verzichtet wurde. Die Straubinger Fans verließen sogar fast komplett den Gästeblock. Erst nach rund fünf Minuten musste Jack LaFontaine erstmals rettend eingreifen. Bis dahin war es noch recht ereignislos gewesen.
Man merkte beiden Mannschaften die Sommerpause noch so ein wenig an. Der Rost war noch nicht komplett runter und das Spiel wirkte bis hierhin sehr zäh. Immerhin kam aber nun wieder so ein wenig Eishockey-Feeling auf, als die Hartmut Nickel Kurve mit ihrem Support begann.
Die erste richtig gute Chance für die Eisbären gab es nach rund zwölf Minuten zu bestaunen. Ein schöner langer Aufbaupass, eine Ablage und Liam Kirk mit dem Schuss, doch Jakub Skarek lenkte die Scheibe über das Straubinger Tor. Kurz darauf leitete erneut ein langer Pass die nächste Chance ein, als Ty Ronning frei zum Abschluss kam. Doch auch der Berliner Torjäger konnte den neuen Straubinger Goalie nicht überwinden.
Ansonsten bestimmten vor allem Zweikämpfe das erste Drittel. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Doch drei Minuten vor der ersten Drittelpause fand Manuel Wiederer die Lücke in der Defensive der Niederbayern und versenkte die Scheibe im langen Eck – 1:0 (17.).
Kurz darauf hätten die Hausherren in Überzahl beinahe das 2:0 nach gelegt, doch die Tigers retteten sich mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause.

Das neue Meisterbanner hängt unter der Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk und Ty Ronning mischen Straubing auf

Im zweiten Drittel ging es ganz schnell. Über Jonas Müller und Ty Ronning kam die Scheibe zu Liam Kirk und der ließ sich nicht zweimal bitten – 2:0 (22.). Der britische Nationalstürmer knipste also direkt im ersten Spiel und zeigte, dass der Tor-Knoten auch mal ganz früh in der Saison platzen kann.
Die Niederbayern waren aber auf der Suche nach einer Antwort und bekamen die dicke Chance in doppelter Überzahl. Ganze 40 Sekunden war die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft mit zwei Mann mehr auf dem Eis und hatte das 2:1 auf dem Schläger. Doch Jack LaFontaine kratzte die Scheibe mit dem Schläger in letzter Sekunde von der Linie. Was für ein Save, der ihm natürlich viel Applaus von den Rängen einbrachte.
Und Straubing durfte direkt danach nochmal für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren. Schwierige Phase für den DEL-Rekordmeister, der aber mit allem verteidigte, was ihm zur Verfügung stand. Dazu wuchs Neuzugang Jack LaFontaine im Tor über sich hinaus und strahlte dabei eine unglaubliche Ruhe aus. Ohne Gegentor kamen die Eisbären aus diesem Unterzahlspiel raus – überragend!
Dafür nutzten die Hauptstädter ihre Chancen. Zwei-auf-eins-Konter von Liam Kirk und Ty Ronning, Letzterer erhöhte schlussendlich auf 3:0 (37.). Gegen diese beiden Top-Stürmer sieht jede DEL-Defensive alt aus, wenn sie Tempo aufnehmen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es anschließend in die Kabinen.

Weiß auch in der neuen Saison wo das Tor steht: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing macht es am Ende nochmal spannend

Im Schlussdrittel waren die Eisbären zunächst nicht nur auf Verwalten des Ergebnisses aus, sondern spielten weiterhin offensiv nach vorne. Defensiv ließ man nach wie vor nur wenig von den Gästen zu. Wenn doch ein Schuss durch kam, konnte man sich auf Jack LaFontaine verlassen, der ein mehr als gelungenes DEL-Debüt feierte.
Dennoch wurde es nichts mit einem Shutout, da Adrian Klein sich zu einfach vor das Tor spielen konnte und zum 3:1 verkürzte (51.). Wurde es hier nun also doch nochmal spannend? Die Chance für die Tigers war jedenfalls da, als man in der Schlussphase für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay hatte. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor.
Dennoch musste man hier tatsächlich nochmal zittern. 3:48 Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Niederbayern das 3:2 durch Stefan Loibl (57.). Für ihre Passivität in dieser Phase wurden die Eisbären eiskalt bestraft.
Doch 68 Sekunden vor dem Ende des Spiels nutzte Eric Mik das leere Straubinger Tor zur Entscheidung aus – 4:2 (59.). Damit feierten die Berliner ein am Ende verdienten Heimsieg gegen die Tigers, der nur am Ende nochmal kurz ins Wanken geriet.

5:1 in Spiel zwei! Die Eisbären demütigen Mannheim erneut

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #47:

Playoff-Finale-Stand: 2:0 (7:3/5:1)

Auch Spiel zwei geht an die Eisbären Berlin: Vor den eigenen Fans setzte sich der Titelverteidiger und DEL-Rekordmeister verdient mit 5:1 durch und führt in der Finalserie nun mit 2:0. Die Eisbären überzeugten erneut durch gnadenlose Effektivität vor dem Tor, während Mannheim zum einen an Jonas Stettmer scheiterte, zum anderen mal wieder seine Nerven nicht im Griff hatte. Der PENNY DEL droht erneut eine einseitige Finalserie, weil Mannheim bisher alles andere als ein würdiger Finalgegner ist.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Team wie in Finalspiel eins, welches Mannheim in eigener Arena gedemütigt hat.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hatten nach dem Auftaktsieg die große Chance auf den zweiten Sieg in der Finalserie. Aber Mannheim musste eine Reaktion auf das 3:7 in der eigenen Arena zeigen. Damit war auf jeden Fall auch zu rechnen. Aber reichte es, um das Heimrecht wieder in die Kurpfalz zu holen oder fuhren die Berliner den zweiten Sieg ein?

Starke Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve vor Spiel zwei der Finalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Adler starteten druckvoll ins Spiel und hatten auch schon bei einem Zwei-auf-eins-Konter eine gute Chance, doch Jonas Stettmer war zur Stelle. Generell fiel auf, dass Mannheim die Scheiben schnell auf das Tor brachte. Aber für den ersten Treffer sorgten die Hausherren durch Manuel Wiederer, der einmal mehr die Effektivität der Berliner unter Beweis stellte – 1:0 (3.). Zudem auch wieder ein Beweis für das Secondary Scoring, wo eben nicht alles nur an Ty Ronning hängt, wie noch im Vorjahr. Das macht die Mannschaft von Trainer Serge Aubin in diesem Jahr so schwer auszurechnen.
Was aber auch auffiel: Die Eisbären liefen in den ersten fünf Minuten zweimal in einen Mannheimer Konter, was dir gegen eine Mannschaft wie Mannheim nicht so oft passieren darf. Zum Glück war Jonas Stettmer beide Male hellwach.
Mannheim war zu Beginn die aktivere Mannschaft, was aber auch Freitag schon der Fall gewesen war. Aber auch da erwiesen sich die Eisbären als die effektivere Mannschaft. Im Laufe des ersten Drittels war es aber ein Duell auf Augenhöhe, in denen beide Teams ihre offensiven Momente hatten.
In der Schlussphase wurde es dann erstmals ruppig, denn Ty Ronning und Kris Bennett tauschten „Nettigkeiten“ aus. Wenn es spielerisch nicht klappt, muss man eben den Top-Scorer der Eisbären versuchen auszuschalten. Auch Dan Renouf versuchte sich einen Partner zum kämpfen zu suchen, weil auch er für nichts anderes im Team von Dallas Eakins zuständig ist. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung anschließend mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine starke Vorstellung im Berliner Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

2:25 Minuten dauerte es im ersten Drittel, ehe die Eisbären trafen. Im zweiten Drittel dauerte es ganze acht Sekunden länger, ehe Liam Kirk seine klasse Einzelleistung mit dem Tor zum 2:0 abschloss (23.).
Mannheim wollte kurz darauf die schnelle Antwort geben und hatte auch zwei Top-Chancen, aber Jonas Stettmer hatte bisher auch im zweiten Duell mit Maximilian Franzreb klar die Nase vorne. Der Straubinger Junge wächst in den Playoffs einmal mehr über sich hinaus.
Aber auch die Eisbären hatten in der Folge beste Chancen, welche sie nicht nutzen konnten. Es entwickelte sich in dieser Phase ein munteres Spiel, in dem es rasant hin und her ging. Zudem wurden die Zweikämpfe auch immer hart umkämpfter.
Mannheim bekam Mitte des zweiten Drittels ein Powerplay, aber auch in diesem gelang ihnen nicht der Anschlusstreffer. Der Berg für die Kurpfälzer wurde also immer steiler, wollte man die Finalserie heute noch ausgleichen. Doch sie hatten das große Problem, dass mit Jonas Stettmer ein Teufelskerl im Berliner Tor stand, der die Adler-Spieler reihenweise zur Verzweiflung brachte.
Währenddessen wuchs auch der Frust bei den Mannheimer Spielern, was in einer Disziplinarstrafe für Nicolas Mattinen mündete, der einfach so lange unsportlich agierte bis es den Hauptschiedsrichtern zu viel wurde. Wundern musste sich darüber keiner, denn das gehört zum Gameplan von Dallas Eakins, der selbst in Mannheim nicht bei allen Fans beliebt ist. Und für diese Spielweise hat er auch das richtige Personal im Kader. Zum Glück behielten die Eisbären ihre Nerven und konzentrierten sich auf das Wesentlich und das war Eishockey. Die 2:0-Führung nahm man mit in die zweite Drittelpause.

Leo Pföderl (vorne) stellte im Schlussdrittel auf 3:0.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel gab es diesmal kein frühes Eisbären-Tor zu bejubeln. Was angesichts des Spielstandes aber auch nicht schlimm war. Mannheim war gefordert, hier eine Reaktion zu zeigen. Doch bisher war wenig von den Kurpfälzern zu sehen. Was aber auch an einer starken Berliner Defensive lag, die wenig zuließ.
Leo Pföderl sorgte dann aber für die endgültige Entscheidung. In der 47. Spielminute fuhr er rein ins Angriffsdrittel, zog einfach mal ab und überwand Maximilian Franzreb zum dritten Mal an diesem Abend – 3:0.
Die Kurpfälzer hatten zwar nochmal ein Powerplay und somit die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Aber auch in diesem lief wenig bei Mannheim zusammen. Die Adler wirkten in den bisherigen zwei Spielen nicht finalwürdig – mal vom letzten Drittel in Spiel eins abgesehen. Aber auch das war nur möglich, weil die Eisbären den Fuß vom Gaspedal genommen hatten. Bisher dominierten die Berliner diese Finalserie deutlich, was Leo Pföderl auch nochmal unterstreichen wollte. Sein Hammer schlug hinter Franzreb ein – 4:0 (54.). Nur zehn Sekunden später erhöhte Eric Hördler sogar auf 5:0 (54.).
Die Arena am Ostbahnhof glich inzwischen einem Partyhaus, während es im Gästeblock sehr ruhig wurde. Das einzige Ziel, was die Eisbären nun noch haben konnten, war die Serie, die seit vier Spielen lief. Denn in den letzten vier Finalspielen traf man jeweils sieben Mal, heute waren es auch schon wieder fünf Tore.
Mannheim fiel nur noch durch Provokationen von Dan Renouf und Luke Esposito auf, deren Hauptaufgabe das zu sein scheint. Denn Eishockey spielten beide Spieler hier nicht.
Mannheim durfte in der Schlussphase nochmal Powerplay spielen und Dallas Eakins zog direkt seinen Goalie. Warum auch immer, das wird sein Geheimnis bleiben. Denn das Spiel war längst entschieden. Daran änderte der Ehrentreffer durch Zach Solow auch nichts mehr – 5:1 (58.). Die Eisbären gewinnen damit auch Spiel zwei in beeindruckender Manier und es fehlt aktuell der Glaube daran, dass diese Berliner Mannschaft viermal in den nächsten fünf Spielen gegen diese Mannheimer verlieren soll. Zu eindeutig dominiert die Mannschaft von Trainer Serge Aubin diese Finalserie. Der halbe Weg auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung ist gemacht, der zweite Teil wird aber genauso schwer. Aber die Eisbären haben alles in der eigenen Hand.

5:2-Heimsieg gegen Köln: Die Eisbären Berlin holen sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #46:

Playoff-Halbfinale – Stand: 3:2 (6:3/1:5/4:2/3:4 n.V./5:2)

Matchpuck für die Eisbären Berlin: Der Titelverteidiger hat auch sein drittes Heimspiel in der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie gewonnen. Am Ende setzte man sich verdient mit 5:2 (0:0,2:1,3:1) durch und benötigt somit nur noch einen Sieg für den dritten Finaleinzug in Folge. Die Eisbären erwiesen sich über die 60 Minuten als die stärkere Mannschaft, welche ihre Chancen eiskalt nutzte und die zudem ihre Nerven im Griff hatte. Das galt für die Haie nicht, denn diese handelten sich am Ende noch jeweils zwei Disziplinarstrafen ein wegen unsportlichen Verhaltens.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Yannick Veilleux zurückgreifen, der zuletzt zwei Spiele gesperrt war. Dafür rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Es kam zu einigen Änderungen im Line-up.
In der Defensive verteidigte Moritz Kretzschmar an der Seite von Les Lancaster und ersetzte Eric Mik, welcher in die vierte Reihe zu Eric Hördler und Manuel Wiederer gestellt wurde. Veilleux stürmte in einer Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad. Im Tor begann Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es das letzte Heimspiel in dieser Halbfinalserie und es musste ein Sieg her, um am Montag mit dem Matchpuck im Gepäck in die Domstadt zu reisen. Bei einer Niederlage hätten die Haie diesen. Gelang den Eisbären der nächste Heimsieg oder gelang Köln der erste Auswärtssieg in dieser Serie?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die erwartete Drangphase der Eisbären zu Beginn des Spiels blieb aus, auch wenn sie bemüht waren, genau diese aufzuziehen. Aber die Haie-Defensive war sehr gut darauf eingestellt und ließ diese daher nicht so viel zu wie erhofft. Dennoch versuchten beide Mannschaften offensiv zu spielen, auf die erste hochkarätige Torchance musste man jedoch noch warten.
Die Eisbären hatten dann das erste Powerplay, aber die Domstädter störten mit einem aggressiven Forechecking früh den Spielaufbau der Berliner. So verpuffte dieses Powerplay, in dem Köln sogar die beste Chance hatte.
Das Spiel hatte bei weitem noch nicht die Intensität der letzten Spiele erreicht und war auch noch lange nicht so hochklassig. Weil beide Mannschaften aber auch wussten, wie wichtig Spiel fünf dieser Halbfinalserie war. Es ging schließlich um den Matchpuck in dieser Serie. Daher war die Partie auch hart umkämpft.
Da auf dem Eis nicht so viel passierte, konnte man derweil mal in den sozialen Netzwerken stöbern und stieß sofort auf zwei wichtige Jubiläen in diesem Spiel: Denn Leo Pföderl absolvierte heute sein 750. Spiel in der PENNY DEL und Andreas Eder sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Torlos endeten derweil die ersten 20 Minuten, was die Nerven der Fans definitiv nicht beruhigte.

Adam Smith eröffnete Halbfinalspiel fünf mit dem Tor zum 1:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

35 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da durften die Domstädter erstmals in Überzahl ran. Köln hatte in diesem auch eine gute Chance, aber Jonas Stettmer war hellwach. Auf der Gegenseite musste das aber auch Janne Juvonen sein, der gegen Yannick Veilleux rettete. Zwei Top-Chancen zu Beginn des zweiten Drittels.
Nun nahm die Partie so langsam aber sicher Fahrt auf und die Chancen wurden zwingender und gefährlicher. Und prompt erklang „Viva la Vida“ und es schallte der erste Jubelschrei durch die Arena am Ostbahnhof. Adam Smith marschierte locker durch die Haie-Defensive und zog trocken ab – 1:0 (25.).
Doch direkt danach durfte die Mannschaft von Kari Jalonen erneut in Überzahl ran und hatte somit die dicke Chance zur schnellen Antwort. Doch die gab es nicht, stattdessen der Doppelschlag der Eisbären, die erneut eine Top-Chance in Unterzahl hatten. Manuel Wiederer klaute sich die Scheibe und marschierte auf Janne Juvonen zu. Der Spieler des Jahres hatte keine Chance und fing sich den Shorthander – 2:0 (27.).
Nun flog hier fast das Dach der Arena weg, so euphorisch waren die Eisbären-Fans, während im Kölner Block bei den meisten Haie-Fans Schockstarre herrschte. Deren Mannschaft suchte derweil nach einer Reaktion, aber die Defensive der Eisbären ließ die Angriffe der Gäste im Keim ersticken. Aber in der 32. Spielminute fanden die Haie dann doch die Lücke im Berliner Tor. Ein starkes Zuspiel verwertete Dominik Bokk und erwies sich damit einmal mehr als Kölner Lebensversicherung in dieser Halbfinalserie – 2:1 (32.).
Der Treffer gab Köln neuen Rückenwind, denn plötzlich drängten die Haie auf den Ausgleich. Jonas Stettmer verhinderte diesen aber mit mehreren guten Paraden. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel so ein wenig hinterher und mussten versuchen, wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden.
Zum Ende des zweiten Drittels vergaben die Eisbären noch ein Powerplay und nahmen somit die knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Große Freude bei Marcel Noebels (links) und Jonas Müller (rechts) nach dem Treffer zum 3:1. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese bauten die Eisbären aber schnell aus. Es lief die 43. Spielminute, als Jonas Müller den Torjäger in sich erkannte und einmal rum ums Tor fuhr und die Scheibe anschließend im langen Eck versenkte – 3:1.
Nun musste eine Reaktion der Gäste kommen, die ungern mit einem Serienrückstand nach Hause fahren wollten. Denn damit wäre der Druck am Montag enorm, schließlich galten die Domstädter vor Beginn der Playoffs als der Top-Favorit auf die Meisterschaft.
Und die Haie gaben hier auch noch nicht auf und warfen nochmal alles nach vorne. Nur machte es ihnen die Eisbären-Defensive mehr als schwer, mal gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Wenn sich ihnen die Chance bot, spielten die Eisbären auch nach vorne und versuchten dort dann nachzulegen und das Spiel zu entscheiden. Das gelang ihnen aber nicht.
Den Domstädtern wurde in der Schlussphase dann noch ein Powerplay geschenkt, weil nur Markus Vikingstad auf die Strafbank musste, während Dominik Bokk machen durfte, was er wollte. Leider resultierte daraus auch das Gegentor zum 3:2 durch Gregor MacLeod (54.). So machte man das Spiel unnötig wieder spannend.
Rund zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Haie Janne Juvonen aus dem Tor, doch das nutzten die Eisbären zur Entscheidung. Liam Kirk mit dem Empty-Netter zum 4:2 (59.). Doch Kari Jalonen gab noch nicht auf und nahm direkt danach seine Auszeit. Auch Juvonen verließ sein Tor wieder. Marcel Noebels nutzte das aus und traf zum 5:2-Endstand. Ex-Eisbär Louis-Marc Aubry handelte sich danach noch eine Disziplinarstrafe ein, um die er das gesamte Spiel bereits gebettelt hatte. Auch Robin van Calster bekam noch eine Disziplinarstrafe. Beide Spieler erhielten diese wegen unsportlichen Verhaltens.
Nun fahren die Eisbären am Montag nach Köln und können den Einzug ins Finale perfekt machen. Aber der letzte Sieg ist wie immer der schwerste. Aber wenn eine Mannschaft die Nerven dafür hat, dann ist es die von Trainer Serge Aubin. Und dafür hat man sogar zwei Chancen in Köln. Eine davon werden die Jungs nutzen…

5:1-Heimsieg gegen München: Mit fünf Siegen in Folge sichern sich die Eisbären Berlin das letzte direkte Viertelfinalticket

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #38:

Die Eisbären Berlin haben es am Ende tatsächlich geschafft und sich das letzte direkte Viertelfinalticket gesichert. Dank des fünften Sieges in Serie beendet man die Hauptrunde am Ende als Tabellensechster. Gegen Red Bull München feierte man einen verdienten 5:1-Sieg und trifft im Playoff-Viertelfinale nun auf die Straubing Tigers. Eine Playoff-Serie gegen gute, alte Bekannte also.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses doch zuletzt mehr als überzeugt und den Grundstein dafür gelegt, dass man mit einem Sieg heute direkt das Ticket für das Viertelfinale buchen konnte.

Für die Eisbären ging es darum, Platz sechs bis zum Ende der Hauptrunde zu verteidigen. Diesen hatte man sich zuletzt dank vier Siegen in Serie erobert und dabei vor allem spielerisch eine deutliche Verbesserung gezeigt. Der Schlüssel zum Erfolg war dabei, dass man das Spiel einfach hielt und hart in den Forecheck ging. Damit nahm man dem jeweiligen Gegner Raum und Zeit und ging ihm richtig auf die Nerven. Mit diesem Gameplan wollte man heute auch München in die Knie zwingen. Doch auch für die Mannschaft vom Oberwiesenfeld ging es um wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei.

Es war die erwartet intensive Partie zwischen Berlin und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn ähnlich wie am Freitagabend gegen Mannheim. Beide Teams spielten offensives Eishockey und hatten in der Anfangsphase ihre Momente in der Angriffszone. Vor allem die Eisbären sorgten zweimal für echte Gefahr vor dem Tor von Antoine Bibeau. Hätte man die Abpraller besser unter Kontrolle bekommen, wäre das frühe 1:0 möglich gewesen.
Die Eisbären waren in der Folge die aktivere Mannschaft, welche die Scheibe immer gut Richtung Tor brachte und dann darauf hofften, dass sie entscheidend vor dem Tor abgefälscht wird. Ein guter Auftritt bis hierhin von den Gastgebern.
Kurz vor dem Powerbreak dann zwei Aufreger: Zunächst trafen die Gäste nur den Pfosten, im Gegenzug sorgte Manuel Wiederer für die verdiente Führung – 1:0 (10.).
Dem Spiel der Eisbären war das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten Spielen anzuerkennen. Zudem überzeugte man durch ein sehr geduldiges Aufbauspiel. Auch in den Zweikämpfen wurde wieder hart gearbeitet.
Kurz vor der ersten Drittelpause durften die Hauptstädter erstmals in Überzahl ran, doch München ließ in Unterzahl wenig zu, weshalb es bei der 1:0-Führung nach dem ersten Drittel blieb.

Die Eisbären spielten sich im Mitteldrittel regelrecht in einen Rausch und erzielten drei Tore. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht denkbar schlecht. Nur 43 Sekunden dauerte es, ehe Chris DeSousa zum 1:1 traf (21.). Und München durfte wenig später auch noch für vier Minuten Überzahl spielen. Ein denkbar schlechter Start ins Mitteldrittel also für die Berliner. Aber das war den Hausherren egal, denn die schnappten sich die Scheibe und fuhren den Zwei-auf-Null-Konter in Unterzahl! Liam Kirk mit dem Querpass auf Freddy Tiffels und der verwandelte die Arena am Ostbahnhof in einen Party-Tempel – 2:1 (25.). Noch lauter wurde es, als die Eisbären die vier Minuten Unterzahl schadlos überstanden. Überragendes Penalty Killing der Hauptstädter!
Nach dem Powerbreak durften dann die Eisbären für 64 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren und hatten somit die dicke Chance auf 3:1 stellen. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass wollte nicht ankommen. Damit vergab man eine große Chance, hier auf zwei Tore davon zu ziehen.
Im nächsten Powerplay klappte es dann aber. Les Lancaster scheiterte noch, aber Andy Eder drückte die Scheibe anschließend über die Linie – 3:1 (37.).
Nun war das Viertelfinale sehr nahe. Und es musste ein Sieg nach 60 Minuten her, da Bremerhaven am Torverhältnis arbeitete. Denn gegen den sportlichen Absteiger Dresden führten die Pinguins nach 40 Minuten mit 5:0.
Aber die Eisbären erledigten ihre Hausaufgaben selbst und erzielten den vierten Treffer an diesem Nachmittag. Die Eisbären fuhren in der Schlussphase den nächsten Zwei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning eiskalt abschloss – 4:1 (38.). Mit einer souveränen Drei-Tore-Führung ging es dann in die zweite Drittelpause.

Auch Jonas Stettmer kommt immer besser in Form und ist der erhofft sichere Rückhalt im Eisbären-Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es für die Berliner nun darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und nicht mehr viel zuzulassen. Das klappte beim ersten Münchner Powerplay schon mal sehr gut. Auch das darauffolgende zweite Powerplay verteidigte man mit viel Leidenschaft und dank einem starken Jonas Stettmer weg.
Viele Fans rieben sich die Augen und fragten sich, ob das wirklich die Eisbären da unten auf dem Eis sind? Schließlich war es eine sehr schwere Hauptrunde, in der man lange um die direkte Playoff-Teilnahme bangen musste. Doch dank einer furiosen Siegesserie von fünf Spielen am Stück sicherte man sich doch noch das letzte direkte Viertelfinalticket. Vor allem spielerisch sah man eine komplett andere Mannschaft als in den ersten 47 Spielen. Man spielte endlich wieder Eisbären-Hockey und dominierte damit jeden Gegner. Egal ob Absteiger Dresden oder Hauptrundensieger Köln. Auch Mannheim und München fanden kein Mittel gegen die Eisbären, welche dem Gegner mit ihrem harten Forechecking unter die Haut fahren und wenig Raum und Zeit lassen. So sind die Berliner rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Top-Form und dürften für jeden Gegner sehr unbequem zu spielen sein. Denn dass die Mannschaft von Trainer Serge Aubin eine Playoff-Mannschaft ist, weiß jeder. Und wenn diese Mannschaft einmal ins Rollen kommt, wird es sehr schwer, sie viermal in einer Serie zu besiegen. Hinzu kommt, dass die Eisbären noch lange nicht ihr bestes Eishockey spielen, sondern laut Aubin noch besser werden können.
Spielerisch passierte im Schlussdrittel nicht mehr viel. München versuchte es zwar nochmal in Überzahl, aber Jonas Stettmer war stets hellwach und zur Stelle. Somit konnten die Eisbären im letzten Drittel vor allem nochmal ihr Unterzahlspiel üben und überzeugten dabei durchgehend. Die Berliner verteidigten das im letzten Drittel mit großer Leidenschaft und als Team zu Ende. Und sie legten am Ende sogar noch das 5:1 durch Yannick Veilleux nach (58.).
Die letzten fünf Spiele waren ein großer Vorgeschmack auf die Playoffs, welche jetzt endlich beginnen. Und somit lautet ab sofort auch wieder das Motto: „Keine Gnade bis ins Finale!“

3:5 in Straubing: Zehn schwache Minuten im zweiten Drittel sorgen am Ende für die Niederlage am Pulverturm

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Eisbären Berlin schaffen es weiterhin nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen. Auch beim Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war das wieder der Fall und man verlor aufgrund der letzten zehn Minuten im Mitteldrittel das Spiel am Pulverturm mit 3:5 (1:1,1:3,1:1). Im Schlussdrittel stemmte man sich nochmal mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage, am Ende jedoch leider vergebens. So warten die Eisbären weiter auf den Start einer richtigen Siegesserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf zwei Positionen. Im Tor kehrte Jake Hildebrand zurück, weshalb der Straubinger Junge Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. In der Offensive tauschten Liam Kirk und Markus Vikingstad die Reihen. Vikingstad stürmte in der ersten Reihe zwischen Freddy Tiffels und Leo Pföderl, Kirk bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann die zweite Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Der heutige Gegner Straubing stürzte nach einem sehr starken Saisonstart bis auf Platz fünf ab und blieb in drei der letzten vier Spiele ohne eigenes Tor. Zwei dieser drei Spiele fanden übrigens am heimischen Pulverturm statt. Die Eisbären hatten die letzten fünf Auswärtsspiele in Straubing gewonnen. Setzten die Berliner diese Serie auch heute fort?

In dieser Szene erzielte Manuel Wiederer das wichtige 1:1 in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Rasanter Beginn in Straubing. Von Abtasten keine Spur, denn beide Teams überbrückten die neutrale Zone relativ schnell und suchten direkt den Weg vor das Tor, wo es auch gleich die ersten gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten gab.
Die Eisbären hatten in der Folge das erste Powerplay, es waren aber die Tigers, welche zweimal durch Stephan Daschner und Justin Scott frei vor Hildebrand auftauchten. Der Berliner Goalie verhinderte dort bereits den Rückstand. Kaum waren die Tigers aber wieder komplett, beendete Adrian Klein die Torlosserie der Niederbayern – 0:1 (9.). Ein Tor mit Ansage, denn die Eisbären waren in dieser Phase überhaupt nicht bei der Sache und das Gegentor die Folge.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Fehler der Hausherren, Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären und Manuel Wiederer mit dem 1:1 (12.).
Im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels war es eine hart umkämpfte Partie der beiden Tabellennachbarn. Die Tigers hatten in der letzten Minute nochmal ein Powerplay, doch Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Niederbayern noch in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Die Eisbären drehten wenig später dann das Spiel komplett. Leo Pföderl wurde vor dem Tor angespielt, drehte sich kurz und spielte die Scheibe dann hoch zu Markus Vikingstad, welcher zum 2:1 einnetzte (24.). Ganz stark von den Berlinern gespielt.
In der Folge ließen die Hausherren ein weiteres Powerplay ungenutzt, weil das Penalty Killing der Eisbären aber auch rein gar nichts zuließ. Das Unterzahlspiel läuft seit sechs Spielen richtig gut bei den Berlinern.
Nach einem Zuckerpass von Nicolas Beaudin auf Justin Scott war dieser frei durch und nutzte diesmal den Alleingang eiskalt aus und stellte auf 2:2 (30.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Straubing drehte das Spiel wieder zurück. Marcel Brandt sein Schuss ging über das Tor, die Scheibe sprang aber wieder zurück. Tyler Madden schaltete am schnellsten und brachte seine Mannschaft wieder in Führung – 2:3 (31.). 1:31 Minuten lag zwischen den beiden Gegentoren.
Auch nach den schnellen beiden Toren hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem Tor von Jake Hildebrand. Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe Treffer Nummer vier folgen musste. Danjo Leonhardt mit einer überragenden Vorarbeit und dem Pass vor das Tor, wo Skyler McKenzie lauerte und auf 4:2 erhöhte (39.).
Nach der Führung sind die Eisbären von ihrem Spiel abgekommen, während Straubing minütlich mehr Selbstvertrauen aufbaute und so eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause nahm.

Am Ende jubeln die Straubing Tigers über den Heimsieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Berliner mit einem Mann mehr, aber das Powerplay bleibt weiterhin das große Sorgenkind des DEL-Rekordmeisters.
Dafür klappte es bei Fünf-gegen-Fünf. Yannick Veilleux wurde vor dem Tor angespielt, spielte Henrik Haukeland aus und verkürzte auf 4:3 (44.). Die Hoffnung bei den Eisbären war also wieder zurück und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Da Straubing zu viele Spieler auf dem Eis hatte, durften die Hauptstädter weiter an ihrem Powerplay üben. Die Eisbären hatten dicke Chancen. Straubing geriet richtig ins Schwimmen hinten, Henrik Haukeland saß ein ums andere mal auf dem Eis, aber die Berliner schafften es nicht, die Scheibe über die Linie zu drücken.
Die Eisbären blieben weiter druckvoll, schnürten die Niederbayern immer wieder ins eigene Drittel und brachten die Scheiben auf das Tor. Nur war das Scheibenglück nicht auf Seiten der Berliner.
In Überzahl konnten die Hausherren mal für Entlastung sorgen und hatten durchaus die Chance zur Vorentscheidung, aber Jake Hildebrand war zur Stelle.
Wenig später sah der Berliner Goalie aber nicht so gut aus. Adrian Klein hatte abgezogen, Hildebrand konnte die Scheibe nicht festhalten, Josh Melnick brachte sie Richtung Tor, wo Nick Halloran sie nur noch über die Linie schieben musste – 3:5 (56.).
Nun wurde der Weg wieder sehr weit für die Eisbären, wollte man noch etwas Zählbares vom Pulverturm mit nach Hause nehmen. Man versuchte zwar nochmal alles und zog auch Jake Hildebrand vom Eis, doch Straubing ließ sich diese drei Punkte nicht mehr nehmen. Und für die Eisbären bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass es nach wie vor nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten reicht. Das Spiel hat man im Mitteldrittel verloren.

2:3 in München: Die Siegesserie der Eisbären endet am Oberwiesenfeld

Die Siegesserie der Eisbären Berlin ist beendet: Am Donnerstagabend unterlag man bei Red Bull München mit 2:3 (0:0,2:2,0:1) und verlor damit erstmals nach sechs Siegen in Serie mal wieder ein Ligaspiel. Die Eisbären waren auch heute wieder sehr bemüht, doch am Ende fehlte es an den nötigen Mitteln, die Defensive der Red Bulls zu knacken. Diese ließen aber auch nicht viel zu und sicherten sich somit am Ende einen verdienten Sieg gegen die Berliner. Was auch am starken Powerplay der Hausherren lag.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf den zuletzt angeschlagenen Marcel Noebels zurückgreifen. Somit kam es in der Offensive zu Umstellungen. Yannick Veilleux, Markus Vikingstad und Lean Bergmann bildeten die erste Reihe. Freddy Tiffels, Leo Pföderl und Ty Ronning – die Paradereihe aus der vergangenen Saison – spielte heute in der zweiten Reihe zusammen. Rückkehrer Noebels stand in der dritten Reihe zusammen mit Liam Kirk und Andreas Eder. Und Matej Leden sowie Eric Hördler waren die zusätzlichen Stürmer.
In der Defensive blieb alles unverändert. Somit stand erneut Jake Hildebrand im Tor, während Manuel Wiederer erneut in der Verteidigung aushalf.

Es war mal wieder Zeit für das Duell München vs. Berlin. Von einem Spitzenspiel war man aber weit entfernt. Denn München hinkt in dieser Saison den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher und ist mit Platz neun alles andere als zufrieden. Die Eisbären plagen in dieser Saison arge Verletzungssorgen, trotzdem feierte man zuletzt sechs Siege in Serie und ist vor dem Spiel auf Platz vier. Damit gingen die Eisbären als Favorit in dieses Duell, welches zudem auch noch Jubiläen hervorbrachte. Denn Patrick Hager absolvierte heute sein 1000. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Meilenstein! Für Leo Pföderl war es derweil das 700. DEL-Spiel und für Andreas Eder sein 450. DEL-Spiel.

Freddy Tiffels im Zweikampf mit Ex-Eisbär Gabriel Fontaine. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären fanden gut rein ins Spiel und setzten München in den ersten Minuten ordentlich unter Druck. Die Hausherren fanden nach ein paar Minuten auch hinein ins Spiel und meldeten sich erstmals vor dem Berliner Tor an. In der Folge vergab München das erste Powerplay, weil die Eisbären defensiv nichts zuließen und durch Andreas Eder sogar die Chance zum Shorthander hatte.
Danach war es die erwartet hart umkämpfte Partie. München wollte das Spiel unbedingt für Hager gewinnen, während die Eisbären ihre Serie aufrechterhalten wollten. Auf die erste hundertprozentige Chance warteten die Fans im SAP Garden aber weiter. Ebenso auf Tore, denn torlos endeten die ersten 20 Minuten. Was kein Wunder ist, denn das war bereits zum siebten Mal in dieser Saison der Fall bei den Eisbären (Danke an Statistik-Hannes!).

In dieser Szene erzielten die Gastgeber das 2:1 gegen die Eisbären. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das zweite Drittel war weiter hart umkämpft. München kam besser rein ins Mitteldrittel und setzte sich im Angriffsdrittel fest. An Jake Hildebrand kamen sie dennoch nicht vorbei. Aber die beste Chance gehörte den Eisbären, die nach einem Bully schnell zum Abschluss kamen und beinahe das 0:1 erzielt hätten. München verteidigte das aber im Verbund sehr stark und brachte die Scheibe weg vom eigenen Tor.
Wenig später waren die Hausherren aber machtlos. Freddy Tiffels mit einer überragenden Vorarbeit und dem Auge für Ty Ronning, der komplett frei im Slot stand – 1:0 (27.). Wenn man den Playoff-MVP der vergangenen Saison so allein lässt, braucht man sich über das Gegentor nicht wundern.
Aber die Gastgeber waren davon nicht geschockt und kamen zum 1:1. Tobias Rieder stand richtig vor dem Tor, um zum Ausgleich abzustauben (32.). Yasin Ehliz hatte zuvor abgezogen, doch Jake Hildebrand konnte dessen Schuss nicht festhalten. München hatte bereits zuvor eine dicke Chance durch Taro Hirose vergeben.
Die Eisbären hätten aber unmittelbar danach wieder in Führung gehen können. Ty Ronning wurde am langen Pfosten angespielt, kam direkt zum Abschluss, aber Matthias Niederberger mit einem sensationellen Save. Gleiches galt auf der Gegenseite, wo Jake Hildebrand ebenso einen starken Save auspackte gegen Ville Pokkas Onetimer.
In Überzahl drehte München dann das Spiel. Gewühl vor dem Tor von Jake Hildebrand, Tobias Rieder behielt die Übersicht und netzte zum zweiten Mal an diesem Abend ein – 1:2 (38.). Aber die Freude über die erstmalige Führung währte nicht lange. 30 Sekunden vor der zweiten Drittelpause war es Manuel Wiederer, der viel Geduld bewies und die Scheibe klug zum 2:2 im Tor versenkte (40.). Danach endete ein furioses Mitteldrittel mit vier Toren.

Am Ende jubelt München über drei Punkte gegen die Eisbären. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel München früh mit dem Powerplay und in diesem sorgte Chris DeSousa für die erneute Führung der Hausherren – 3:2 (45.). Adam Smith fälschte die Scheibe dabei unhaltbar für Jake Hildebrand ab.
Direkt danach hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay der Partie, kamen dabei auch zu guten Abschlüssen, fanden aber keinen Weg vorbei am Ex-Eisbären-Goalie Matthias Niederberger. Kurz vor dem letzten Powerbreak hatte Ryan Murphy die Vorentscheidung auf der Kelle, fuhr den Konter, konnte aber Jake Hildebrand nicht bezwingen.
München schaffte es in der Folge, die Eisbären gut vom eigenen Tor fernzuhalten und sich immer wieder im Berliner Drittel festzusetzen. Die Berliner taten sich schwer, die Lücke in der Münchner Defensive zu finden.
In der Schlussphase hatte München dann das nächste Powerplay und wollte die Entscheidung erzwingen, aber Jake Hildebrand hielt seine Mannschaft noch im Spiel. Aber den Eisbären rannte die Zeit davon und bisher hatte man sich kaum eine gefährliche Chance im Schlussdrittel erspielt. Diese brauchte man nun aber, wollte man hier nicht ohne Punkte nach Hause fahren. Doch München ließ die Eisbären kaum in den Spielaufbau kommen und hielt sie so weiter sehr gut vom eigenen Tor fern.
Serge Aubin nahm am Ende Jake Hildebrand zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis und zog zudem seine Auszeit. Doch einzig Liam Kirk hatte nochmal einen Chance, doch am Ende wäre ein Ausgleich auch nicht mehr verdient gewesen. München war die bessere Mannschaft und sicherte sich verdient die drei Punkte.