2:0-Führung verspielt! Die Eisbären verlieren Finalspiel eins in Bremerhaven mit 2:4

Fehlstart in die Finalserie für die Eisbären Berlin: Der DEL-Rekordmeister unterlag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven verdient mit 2:4 (2:2,0:2,0:0). Dabei erwischten die Berliner einen Traumstart ins Spiel und führten früh mit 2:0, doch danach nutzten die Gastgeber Fehler der Berliner und holten sich den ersten Sieg in der Finalserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte wieder auf Kapitän Kai Wissmann zurückgreifen. Dafür fehlte Lean Bergmann gesperrt. Die große Frage vor dem ersten Finalspiel war die, wer Bergmann ersetzen würde. Aubin hat sich für Jaedon Descheneau entschieden. Er rückte auch direkt in die Reihe von Bergmann und spielte zusammen mit Manuel Wiederer und Ty Ronning.
Zudem blieben Morgan Ellis und Yannick Veilleux draußen, dafür kehrte neben Wissmann auch Eric Mik ins Line-up zurück. Während Wissmann wieder an der Seite von Jonas Müller verteidigte, spielte Mik als Allrounder in der vierten Reihe zusammen mit Maximilian Heim und Patrice Cormier. Eric Hördler war als 13. Stürmer dabei.
Alles andere blieb unverändert. Somit stand natürlich auch Jake Hildebrand wieder im Tor. Kann „The Wall“ auch Bremerhaven zur Verzweiflung bringen?

Die Ausgangslage war klar: Beide Teams stehen zurecht im Finale der PENNY DEL und wollen ihre Saison nun auch mit dem Meistertitel krönen. Während es für Bremerhaven die erste Meisterschaft wäre, würden die Berliner bereits die zehnte Meisterschaft feiern. Die Erfahrung spricht also klar für die Eisbären. Und trotzdem wird es keine typische Serie „David gegen Goliath“, denn beide Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe. Kleinigkeiten werden am Ende entscheiden. Die Special Teams werden enorm wichtig sein. Und dann kommt es natürlich auch auf die beiden Giganten im Tor an – Kristers Gudlevskis vs. Jake Hildebrand. Wer sicherte sich Spiel eins?

Traumstart für die Eisbären Berlin. Zach Boychuk bejubelt sein Tor zum 1:0 nach nur 43 Sekunden. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Traumstart für die Eisbären, aber Bremerhaven schlägt eiskalt zurück

Traumstart für die Eisbären, die nach nur 43 Sekunden Bremerhaven schockten. Nach gewonnenem Bully im Angriffsdrittel hatte Zach Boychuk auf einmal die Scheibe vor dem Schläger und netzte problemlos ein – 1:0 (1.). Pech für die Hausherren, denn die Scheibe blieb beim Pass von Leo Pföderl an Alex Friesen hängen und landete nur so vor dem komplett frei stehenden Boychuk, der sich diese Chance nicht nehmen ließ.
Von Beginn an war hier viel Intensität drin im Spiel. Es ging hin und her, Bremerhaven wollte direkt die Antwort geben, doch es waren die Berliner, welche direkt das 2:0 nachlegen konnten. Mit seinem ersten Versuch scheiterte Leo Pföderl noch, doch dann nutzte er seinen eigenen Rebound zum 2:0 (6.). Da stimmte ein weiteres Mal die Zuordnung in der Defensive der Pinguins nicht.
Die Eisbären waren hier von Beginn an hellwach und eiskalt vor dem Tor, Bremerhaven wirkte sichtlich geschockt durch diesen Start der Eisbären. Das hatte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch natürlich ganz anders vorgestellt. War die Nervosität vielleicht doch zu groß bei den Gastgebern vor dem ersten Finalspiel?
Das Spiel bot keine Verschnaufpause. Beide Teams spielten das mit enorm viel Tempo, überbrückten sehr schnell die neutrale Zone und kamen dann auch zu Chancen. Die Berliner bis hierhin aber mit der besseren Effektivität vor dem gegnerischen Tor.
In der zwölften Spielminute schlugen die Hausherren aber eiskalt zu. Lukas Kälble hatte vom linken Bullykreis aus abgezogen und Jake Hildebrand mit seinem Schuss überrascht. Die Scheibe rutschte dem Berliner Goalie durch die Fanghand – 2:1.
Und Bremerhaven war jetzt im Finale angekommen, denn nur eine gute Minute später glichen die Pinguins aus. Ross Mauermann wurde vor dem Tor angespielt, hatte zu viel Zeit und düpierte Jake Hildebrand – 2:2 (13.). Was für ein Start in dieses erste Finalspiel, was für ein Tempo. Beste Werbung für das deutsche Eishockey von beiden Mannschaften!
Bremerhaven hatte sich also sichtlich vom Schock des frühen 0:2 erholt gezeigt, nun war es an den Eisbären, sich ebenso schnell vom Doppelschlag der Hausherren zu erholen. Schon das erste Drittel der Finalserie bot einen unglaublichen Vorgeschmack auf ein hoffentlich episches Finale.
Bremerhaven drückte am Ende des ersten Drittels nochmal gehörig und daraus resultierte das erste Powerplay für die Gastgeber. Und da war natürlich Vorsicht geboten, denn Bremerhaven hat schließlich das beste Powerplay der Liga. Doch sie trafen auf das beste Penalty Killing der Liga. Es waren somit die beiden besten Mannschaften in der jeweiligen Disziplin im Einsatz, mit dem besseren Ende für die Berliner. Es blieb also beim 2:2 nach 20 furiosen Minuten.

Bremerhaven schockte die Eisbären mit zwei Toren im Mitteldrittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären lassen Hochkaräter aus, während Bremerhaven eiskalt vor dem Tor ist

Auch im Mitteldrittel ging es weiter hin und her, aber beide Mannschaften waren nun vermehrt darauf bedacht, in der eigenen Defensive kompakt zu stehen. Dennoch war die Intensität weiterhin sehr hoch in dieser Partie, das Tempo zu Beginn des zweiten Drittels aber noch nicht.
Auf die erste dicke Chance im Mitteldrittel mussten die Fans bis zur 26. Minute warten. Bremerhaven mit dem Turnover, doch Leo Pföderl scheiterte an Kristers Gudlevskis. Das war die Riesenchance zur erneuten Berliner Führung.
Nur wenige Augenblicke später tauchte Blaine Byron frei vor Gudlevskis auf, auch er hatte die Führung auf dem Schläger, doch erneut war der Bremerhavener Goalie der Sieger im Duell Eins-gegen-eins.
Berlin provozierte die Turnover der Gastgeber, konnte aber bis hierhin noch kein Kapital aus diesen schlagen. Aber man näherte sich der erneuten Führung an. Doch diese erzielten dann die Hausherren. Die Eisbären mit mangelnder Zuordnung in der eigenen Defensive, Ziga Jeglic mit dem Querpass vor dem Tor auf Miha Verlic und der hatte das leere Tor vor Augen – 2:3 (30.). Die Gastgeber hatten das Spiel komplett gedreht. Wow, was für ein Comeback der Pinguins!
Aber die Eisbären hatten in der Folge ihre Chancen zum Ausgleich. Doch Kristers Gudlevskis wuchs schon wieder über sich hinaus und ließ die Berliner mittlerweile verzweifeln. In diesem Drittel sprach die Effektivität also für die Gastgeber. Noch ein Beispiel? Ross Mauermann mit dem Sahne-Pass auf Alex Friesen und der schloss trocken und humorlos ab – 2:4 (36.).
Die Eisbären vergaben vorne zu viele Chancen und wirkten hinten nicht immer sicher, was Bremerhaven eiskalt ausnutzte. Und wie sich die Pinguins hier ins Spiel nach dem schlechten Start zurück gekämpft hatten, verdiente den aller größten Respekt.
Und somit bewahrheitete sich bereits im ersten Spiel, dass Bremerhaven ein ganz schwerer Brocken werden würde, welcher die Eisbären und deren Trainerteam vor eine sehr große Herausforderung stellte. Mit einem zwei-Tore-Rückstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Ließ sich nur zweimal von den Eisbären überwinden: Kristers Gudlevskis (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Bremerhaven lässt nichts mehr anbrennen

Früh im Schlussdrittel bot sich den Eisbären die Chance in Überzahl zum Ausgleich, aber man betrieb weiterhin Chancenwucher. Die Effektivität der vergangenen Spiele schien den Berlinern heute irgendwie abhanden gekommen zu sein.
Die Eisbären blieben weiterhin am Drücker, gaben dieses Spiel noch nicht verloren. Aber man fand nach wie vor keinen Weg vorbei an Kristers Gudlevskis. Bremerhaven verteidigte nun aber auch mit allem, was sie zur Verfügung hatten.
Bremerhaven hatte dann die dicke Chance zur Vorentscheidung, denn die Hausherren mit dem nächsten Powerplay. Doch die Eisbären überstanden diese dank eines aggressiven Unterzahlspiels. Somit blieb den Eisbären noch die Hoffnung auf ein Happy Ende in Spiel eins, doch dafür brauchte man Tore. Aber die Zeit lief gegen die Berliner. Und Bremerhaven hielt die Eisbären gut weg vom eigenen Tor.
Die Eisbären bissen sich an der Pinguins-Defensive die Zähne aus, fanden kein Mittel dagegen, um mal etwas Gefährliches in der Schlussphase zu kreieren. Und dann schwächte man sich auch noch selbst mit einer weiteren Strafzeit kurz vor Ende der Partie. Bremerhaven konnte somit weitere Zeit von der Uhr nehmen.
Serge Aubin nahm knapp zwei Minuten vor dem Ende seine Auszeit und Goalie Jake Hildebrand vom Eis. Die Eisbären riskierten noch einmal alles, aber man hatte Probleme, mal einen geordneten Spielaufbau hinzubekommen. Somit verpuffte diese Chance mit einem Mann mehr und man verlor Spiel eins verdient in Bremerhaven. Man wird dieses Spiel genau analysieren und die Fehler abstellen müssen, will man in Spiel zwei in Berlin zurückschlagen.

3:2 gegen Mannheim! Zach Boychuk schießt die Eisbären Berlin ins Halbfinale!!!

WalkersBarenNews 2023/2024 – #36:

HALBFINALE!!! Die Eisbären Berlin haben das fünfte Viertelfinalspiel gegen die Adler Mannheim mit 3:2 (1:1,1:0,1:1) gewonnen und ziehen damit ins Playoff-Halbfinale ein. Mal wieder war es eine reine Nervenschlacht, in der die Eisbären erneut die besseren Nerven hatten. Dennoch Hut ab an die Adler Mannheim für eine geile und hart umkämpfte Viertelfinalserie, in der am Ende Kleinigkeiten entschieden haben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute der selben Aufstellung wie in Spiel vier in Mannheim. Alle Verteidiger-Pärchen und Offensivreihen blieben somit gleich. Und im Tor begann erneut Jake „The Wall“ Hildebrand.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim musste dieses Spiel gewinnen, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Den Eisbären fehlte noch genau ein Sieg zum Einzug ins Halbfinale der DEL-Playoffs. Spannung war also garantiert in der Uber Arena. Doch der letzte Sieg in einer Serie ist immer der schwerste, das wussten auch die Eisbären. Gelang ihnen dennoch der vierte Sieg gegen den Erzrivalen?

Blitzstart der Eisbären: Julian Melchiori bejubelt sein Tor zum 1:0 nach nur 59 Sekunden. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären am Drücker, aber Mannheim effektiv

Der Start war jedenfalls schon einmal vielversprechend. Ganze 59 Sekunden dauerte es nur, ehe die Eisbären mit 1:0 in Führung gingen. Blaine Byron verteidigte die Scheibe sehr stark an der Bande, Marcel Noebels spielte anschließend den Querpass auf Julian Melchiori und der Verteidiger netzte in Stürmer-Manier ein (1.). Was für ein Auftakt in Berlin!
Und die Eisbären machten weiter, Marcel Noebels verpasste zweimal das 2:0. Arno Tiefensee war jeweils zur Stelle. Die Berliner machten von Beginn an klar, dass sie nicht noch einmal nach Mannheim fahren wollten.
Die Spielfreude war den Hausherren deutlich anzusehen. Für Mannheim ging das alles teilweise zu schnell, weshalb die Berliner immer wieder zu Abschlüssen kamen. Mannheim ließ den Eisbären zu viel Platz und die erarbeiteten sich Chance um Chance. Was noch fehlte, war das 2:0.
Nach dem Powerbreak durften die Adler sich dann auch mal offensiv präsentieren, denn sie hatten das erste Powerplay der Partie. Durchaus eine Stärke der Kurpfälzer. Aber das Penalty Killing der Eisbären leistete mal wieder eine hervorragende Arbeit und ließ nur zwei Schüsse zu. Beim letzten wurde es durchaus gefährlich, aber da war es wieder, das mangelnde Scheibenglück der Adler. Wenn man in Spiel eins zu gierig ist, bleibt eben nichts mehr für die anderen Spiele übrig…
Das Spiel war nun deutlich ausgeglichener, denn die Eisbären hatten ein wenig Tempo raus genommen, während Mannheim defensiv nun etwas kompakter stand. Mannheim suchte nun auch ab und zu mal den Weg in die Offensive, traf da aber ebenfalls auf eine kompakte Eisbären-Defensive.
Knappe drei Minuten vor der ersten Drittelpause lag die Scheibe aber plötzlich im Berliner Tor. John Gilmour hatte die Scheibe von oben einfach mal Richtung Berliner Tor gebracht, wo Matthias Plachta sie entscheidend abfälschen konnte – 1:1 (18.).
Heute waren die Gäste bis hierhin das effektivere Team. Die Eisbären verpassten es das 2:0 zu machen, nahmen anschließend ein wenig Tempo raus und prompt fällt hinten einer rein. So stand es nach 20 Minuten 1:1, was aus Adler-Sicht natürlich schmeichelhaft war. Aber danach fragt keiner.

Es war eine hart umkämpfte Partie in Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim am Drücker, aber Berlin schlägt in Überzahl zu

Das zweite Drittel begann deutlich verhaltener, weil beide Mannschaften defensiv sehr sicher standen und nur wenig zu ließen. Mit fünf Minuten Anlaufzeit kamen die ersten Schüsse auf die Tore und Mannheim hatte die ersten beiden guten Abschlüsse, Jake Hildebrand war aber zur Stelle.
Den Gästen gehörte anschließend auch das erste Powerplay im Mitteldrittel. Und da wurde es gefährlich. John Gilmour, Kris Bennett und Tyler Gaudet mit guten Chancen, die aber allesamt knapp am Tor vorbei gingen.
Die Adler blieben aber am Drücker, hatten in dieser Phase das Momentum auf ihrer Seite. Mannheim wollte die erstmalige Führung an diesem Abend erzielen. Mannheim wirkte giftiger in den Zweikämpfen. Diese Phase unterbrach dann aber Leon Gawanke mit einer Strafzeit wegen Spielverzögerung. Die große Chance für die Eisbären, um mal für ein wenig Entlastung zu sorgen.
Und daraus wurde sogar eine doppelte Überzahl für 71 Sekunden, denn Korbinian Holzer musste wenig später auch in die Kühlbox. Und das nutzten die Berliner mit einem sehr starken Angriff zur erneuten Führung. Man ließ die Scheibe wie am Schnürchen laufen und am Ende war es Zach Boychuk, welcher Arno Tiefensee keine Chance ließ – 2:1 (29.). Durch die ständigen Richtungswechsel hatten die Eisbären Tiefensee aus seiner Position gelockt und Boychuk somit leichtes Spiel. Ganz stark gespielt!
Mannheim hatte sich sein bis dahin gutes zweites Drittel durch zwei Strafzeiten wieder selbst kaputt gemacht und musste daher einem erneuten Rückstand hinterherlaufen. Die Partie war fortan auch wieder ausgeglichener. Es ging hin und her, beide Defensivreihen machten jedoch die gefährlichen Räume gut zu.
In der Arena am Ostbahnhof herrschte derweil eine atemberaubende Stimmung, weil alle Fans die Eisbären nach vorne peitschten. Gänsehaut-Atmosphäre! Die Partie nahm sich in den letzten Minuten eine kleine Auszeit vor dem finalen Showdown im letzten Drittel, wo Mannheim dann kommen musste, wollte man nicht in 20 Minuten mit der Sommerplanung beginnen.

Ließ die Adler ein weiteres Mal in dieser Serie verzweifeln: Jake Hildebrand (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zach Boychuk schießt die Eisbären ins Halbfinale

Yannick Veilleux hätte nach gerade einmal drei Minuten für etwas Beruhigung sorgen können. Mannheim war zu weit aufgerückt, Veilleux hatte dadurch zu viel Platz und stand frei vor Arno Tiefensee, doch er vergab diesen Hochkaräter. Nur wenig später wurde es noch knapper für Tiefensee. Mannheim strapazierte in dieser Phase sein Glück fast schon über.
Die Eisbären machten das einzig richtige, setzten Mannheim früh unter Druck und ließen sie so kaum ins Spiel kommen. Die Berliner waren dem 3:1 deutlich näher als Mannheim dem Ausgleich. Nur man nutzte seine Chancen einfach nicht.
Mannheim schöpfte dann wieder ein wenig Hoffnung, denn man bekam das nächste Powerplay. Die große Chance zum erneuten Ausgleich also. Aber die Eisbären erneut mit einem überragenden Penalty Killing.
Die Eisbären warfen sich jetzt in alle Schüsse. Bestes Beispiel dafür Manuel Wiederer, der schon nach dem ersten Block ein schmerzverzerrtes Gesicht hatte, sich aber nicht dafür zu schade war, auch noch den zweiten Block zu nehmen. Was für eine Einstellung, Stark!
Mannheim war jetzt am Drücker und schnürte die Berliner ins eigene Drittel. Jake Hildebrand war aber wie immer zur Stelle, wenn er gefordert wurde. Spannung pur in der Schlussphase des fünften Viertelfinalspiels.
Sieben Minuten vor dem Ende bekamen die Kurpfälzer das nächste Powerplay und die erneute Chance zum Ausgleich. Wieder einmal war die Berliner Defensivarbeit gefordert. Oder besser gesagt „The Wall“. Der packte in der Crunch-Time mal eben zwei spektakuläre Saves aus. Was für ein Teufelskerl, dieser Jake Hildebrand! Aber leider musste er anschließend doch noch hinter sich greifen. John Gilmour gelang der erneute Ausgleich – 2:2 (55.).
Und wieder ging die Partie von vorne los. Genauso wie am Sonntag auch. Noch blieben beiden Mannschaften aber rund fünf Minuten, um die Verlängerung zu verhindern. Die Adler hatten das Momentum auf ihrer Seite und wollten die Partie jetzt komplett drehen. Doch es waren die Eisbären, welche 2:27 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erneut trafen. Zach Boychuk traf die Mannheimer mitten ins Herz – 3:2 (58.). Was für eine Nervenstärke der Berliner, welche erneut den Ausgleich der Adler schnell mit dem Führungstor beantworteten. Wie am Sonntag in der Kurpfalz.
Mannheim riskierte nun natürlich alles, nahm eine Auszeit und Goalie Arno Tiefensee vom Eis. Doch es reichte nicht mehr. Die Eisbären brachten das knappe 3:2 über die Zeit und zogen damit verdient ins Halbfinale der Playoffs ein!

6:4! Leo Pföderl mit fünf Scorerpunkten gegen Iserlohn – CHL-Qualifikation perfekt

WalkersBarenNews 2023/2024 – #29:

Die Eisbären Berlin haben ihr einziges Spiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters setzte man sich am Ende verdient mit 6:4 (1:0,2:2,3:2) durch und verteidigte damit erfolgreich die Tabellenführung. Am Ende machte man es aber spannender als es eigentlich nötig gewesen wäre. Aber die Eisbären haben immer zur richtigen Zeit auf die Tore der Sauerländer reagiert. Mit diesem Sieg hat man sich zudem das Ticket für die Champions Hockey League (CHL) gesichert. Hoffen wir auf eine bessere Europapokal-Saison als in den letzten Jahren.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte wieder auf Patrice Cormier zurückgreifen. Dafür fehlte Jaedon Descheneau im Line-up. Damit bedingt waren auch kleinere Änderungen im Line-up. Im Tor blieb jedoch alles beim alten. Jake Hildebrand stand im Tor. Mit Nikita Quapp war jedoch ein neuer Goalie als Back-up dabei. Eric Mik und Korbinian Geibel tauschten in der Defensive die Positionen. Mik verteidigte an der Seite von Morgan Ellis und Geibel war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive blieben die Reihen Noebels-Boychuk-Pföderl sowie Heim-Wiederer-Hördler zusammen. Freddy Tiffels und Blaine Byron bekamen Lean Bergmann an ihre Seite. Bergmann ersetzte Descheneau in dieser Reihe. Den Platz von Bergmann neben Yannick Veileux und Tobias Eder nahm Rückkehrer Cormier ein.

So viel zur Aufstellung. Ein Blick in die Statistik dieses Duells zeigt, dass die Eisbären zwei der bisherigen drei Duelle gegen Iserlohn in dieser Saison gewonnen haben. Allerdings gelangen diese Siege in Iserlohn. Spiel eins in Berlin ging mit 0:3 verloren. Doch nicht nur deswegen war Vorsicht geboten, nein, auch die Tatsache, dass Iserlohn im Jahr 2024 eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt hat, machte die Sauerländer zu einem sehr schweren Gegner. Setzten sich die Berliner dennoch gegen die Roosters durch oder setzte es auch im zweiten Heimspiel der Saison eine Niederlage gegen Iserlohn?

Nur einmal konnten die Eisbären Andreas Jenike im Tor der Roosters im ersten Drittel überwinden: (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dominante Eisbären, aber nur 1:0

Verhaltener Beginn in der Hauptstadt. Torchancen gab es in der Anfangsphase keine, dafür war es eine sehr umkämpfte Partie. Was verständlich war, da es für beide Mannschaften um wichtige Punkte ging. Für die Eisbären im Kampf um Platz eins, für Iserlohn im Kampf um den Klassenerhalt.
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Angriffe der Hausherren aber zielstrebiger, die Abschlüsse waren jedoch noch zu ungenau. Doch die Eisbären erhöhten den Druck und drängten die Roosters ins eigene Drittel, doch die Sauerländer machten die gefährlichen Räume zu. Iserlohn verteidigte sein Tor mit allen verfügbaren Mitteln.
Gefühlt war es ein Spiel auf ein Tor, aber bis hierhin war Andreas Jenike im Iserlohner Tor nicht zu bezwingen. Doch die Eisbären näherten sich mit jeder Chance dem Torerfolg an. Und das 1:0 fiel dann auch sechs Minuten vor der ersten Drittelpause. Leo Pföderl mit dem Zuspiel auf Zach Boychuk, welcher zu viel Platz hatte und Jenike erstmals an diesem Abend überwinden konnte. Die verdiente Führung für die Hausherren!
Iserlohn bekam aber kurz darauf die Chance zum Ausgleich, doch Taro Jentzsch vergab sie. Direkt im Gegenzug spielten die Eisbären einen Angriff nicht sauber zu Ende. Beide Angriffe hätten ein Tor verdient gehabt.
Zum Drittelende hin vergaben beide Mannschaften auch noch ein Powerplay, Iserlohn nahm aber noch ein paar Sekunden davon mit ins zweite Drittel. Somit führten die Eisbären knapp aber hochverdient mit 1:0 nach dem ersten Drittel. 20:2 zeigte die Torschussstatistik nach 20 Minuten an. Da war Iserlohn mit dem Spielstand noch gut bedient.

War an fünf von sechs Eisbären-Toren direkt beteiligt: Leo Pföderl (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären lassen eine Chance nach der nächsten liegen

Die paar Sekunden Powerplay konnte die Mannschaft von Trainer Doug Shedden aber auch nicht nutzen und so rannte Iserlohn dem knappen Rückstand weiter hinterher. Und der wuchs in der Folge aber auf zwei Tore an. Erneut war es Leo Pföderl, welcher diesmal Marcel Noebels vor dem Tor klasse in Szene setzte. Noebels ließ sich diese Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (22.). Fast eine Kopie des 1:0, nur das diesmal Noebi der Abnehmer war.
Die Eisbären waren auch danach weiter am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohn kam in dieser Phase kaum mal aus dem eigenen Drittel heraus. Warum Iserlohn zuletzt so stark war, zeigten sie heute bis hierhin jedenfalls nicht. Was aber natürlich auch mit dem dominanten Spiel der Berliner zu tun hatte. Die machten hier deutlich, dass sie Platz eins nach der Hauptrunde haben wollten.
In der Folge beteiligte sich Iserlohn aber auch wieder am Spiel und hatte eine gute Phase. Und mitten in diese herein verkürzte Emil Quaas auf 2:1 (29.). Somit war die Spannung hier wieder zurück. In einer Partie, in der die Eisbären bis zum Anschlusstreffer eigentlich alles im Griff hatten.
Die Eisbären stellten aber relativ schnell den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Powerplay für die Eisbären und diesmal legte Marcel Noebels für Leo Pföderl auf – 3:1 (31.). Drei-Punkte-Spiel für die Nummer 93 bis hierhin. Leo kommt je näher die Playoffs kommen immer besser in Fahrt. Was sehr wichtig für die Eisbären ist. Was aber auch erwähnenswert ist: Thomas Schemitsch bekam bei diesem Treffer den zweiten Assist und steht damit nach vier Spielen bereits bei vier Scorerpunkten. Bis hierhin eine absolute Top-Verstärkung für den Hauptstadtclub!
In der Folge hatten die Eisbären das nächste Powerplay und auch da wieder ein, zwei gute Chancen. Diesmal konnte man die numerische Überlegenheit jedoch nicht nutzen. Und wer seine Chancen nicht nutzt, der wird hinten eben bestraft. Hunter Shinkaruk verkürzte zwei Minuten vor der zweiten Drittelpause auf 3:2 (38.). Was zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten war.

Erzielte früh im Schlussdrittel das 4:2 für die Eisbären: Freddy Tiffels /Nummer 95 (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Tor-Spektakel im letzten Drittel

29 Sekunden war das Schlussdrittel erst alt, da erhöhten die Eisbären schon auf 4:2. Blaine Byron setzte Freddy Tiffels vor dem Tor in Szene und der ließ sich diese Chance nicht entgehen (41.). Traumstart für die Berliner ins letzte Drittel und somit wurde der Weg für Iserlohn sehr weit, wollte man hier noch Punkte im Kampf um den Klassenerhalt mitnehmen.
Nach dem vierten Treffer der Eisbären war so ein wenig die Luft raus aus dem Spiel. Erstmals wieder Torgefahr gab es beim nächsten Powerplay der Eisbären, die in diesem für die endgültige Entscheidung sorgen wollten. aber nicht an Andreas Jenike vorbeikamen.
Iserlohn hatte dann die Chance zum erneuten Anschlusstreffer, denn nun waren die Roosters ein Mann mehr auf dem Eis. Die Sauerländer fanden zwar ihre Formation, aber die Eisbären mit einem ganz starken Penalty Killing, ließen nichts gefährliches des IEC zu.
Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin, bis vier Minuten vor dem Ende der Partie. Auf einmal tauchten die Gäste mal wieder vor dem Berliner Tor auf. Tyler Boland kam mit viel Speed über links ins Angriffsdrittel und verkürzte ein drittes Mal für die Roosters – 4:3 (57.).
Iserlohn gab hier einfach nicht auf, wie schon in den vergangenen Wochen. Den Eisbären stand nun eine heiße Schlussphase bevor. Eine gute Probe für die bevorstehenden Playoffs, wo es solche Situation im Spiel sehr oft geben wird. Und die Berliner lösten diese bestmöglich und erhöhten schnell auf 5:3. Eric Mik durfte ebenso eine Vorlage vom Matchwinner Leo Pföderl verwerten (58.).
Doug Shedden versuchte dennoch alles und nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das nutzte der überragende Mann des Abends zur endgültigen Entscheidung. Leo Pföderl mit seinem zweiten Treffer und insgesamt fünften Scorerpunkt an diesem Abend zum 6:3 (59.).
Der Schlusspunkt? Nein, denn Charlie Jahnke hatte das letzte Wort in diesem verrückten Eishockeyspiel – 6:4 (60.). Danach war das Spiel zu Ende und die Eisbären verteidigten ihre Tabellenführung vor Bremerhaven.

2:3 n.P.: Die Eisbären verlieren ihr Heimspiel gegen Ingolstadt

WalkersBarenNews 2023/2024 – #28:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt knapp mit 2:3 n. P. (0:0,1:2,1:0/0:0,0:1) verloren. Die Eisbären konnten dabei erneut nicht über die volle Spielzeit überzeugen und taten sich vor allem im Spielaufbau immer wieder schwer. Bis zu den Playoffs muss man das jedoch dringend in den Griff bekommen, sonst droht es eine kurze Playoff-Reise zu werden.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den gesperrten Patrice Cormier (zwei Spiele) verzichten, dafür kehrte Freddy Tiffels nach Sperre wieder zurück ins Line-up. Yannick Veilleux (gesperrt) und Ty Ronning (verletzt) fehlten nach wie vor.
Im Tor gab es ein Änderung. Jonas Stettmer stand im Tor, Jake Hildebrand nahm als Back-up auf der Bank Platz. Die Defensive davor blieb unverändert.
Im Sturm blieb einzig die Noebels-Reihe zusammen. Die zweite Reihe bestand heute aus Jaedon Descheneau, Tobias Eder und Rückkehrer Freddy Tiffels. Die dritte Reihe bildeten Lean Bergmann, Manuel Wiederer und Maximilian Heim. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Mik, Blaine Byron und Eric Hördler.

Die Eisbären hatten alle drei bisherigen Duelle in dieser Saison gegen den Vizemeister gewonnen. Mit einem vierten Sieg im vierten Spiel wollte man die nächsten wichtigen drei Punkte im Kampf um Platz eins einfahren. Für die Schanzer ging es aber auch um wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn und die Pre-Playoffs. Die direkte Playoff-Qualifikation ist angesichts von zwölf Punkten Rückstand eher unwahrscheinlich. Wer sicherte sich heute die drei wichtigen Punkte?

Wenig Highlights im ersten Drittel. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Torloses erstes Drittel

Vor Beginn der Partie wurde Stürmer Leo Pföderl noch für sein 600. DEL-Spiel geehrt. Glückwunsch zu diesem Meilenstein, Leo!
Druckvoller Beginn der Eisbären, welche Ingolstadt direkt ins eigene Drittel drängten und gefühlt jeden Schuss auf das Tor brachten. Das erste Powerplay verpuffte dafür ohne jegliche Gefahr.
Nach dem verheißungsvollen Start in die Partie kam anschließend nicht mehr viel. Beide Teams neutralisierten sich und so passierte in dieser Phase nicht wirklich viel auf dem Eis. Auch nicht im ersten Powerplay der Gäste aus Ingolstadt. Bis hierhin war es ein schwaches Spiel in der Hauptstadt. Kein Vergleich zum Retro-Spiel von Freitagabend. Beide Teams auch mit vielen Fehlern im Spiel, weshalb die Angriffe nie wirklich sauber zu Ende gespielt wurden.
In der Schlussphase die Hausherren noch einmal in Überzahl, aber erneut wurde es zu kompliziert gespielt. Statt den einfachen Spielzug zu wählen entschied man sich für den schweren Spielzug und somit war es kaum verwunderlich, dass auch dieses Powerplay ohne Gefahr verpuffte. Damit endete das erste Drittel torlos. Es konnte nur besser werden.

Die Eisbären konnten Michael Garteig nur einmal im zweiten Drittel überwinden, (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ingolstadt schockt die Eisbären mit zwei Toren

Das zweite Drittel begann mit je einem Powerplay für beide Mannschaften. Aber auch die Überzahlspiele trugen zu keiner Verbesserung des Spiels bei. Beiden Teams versprangen immer wieder die Scheiben und sie blieb es ein fehlerbehaftetes Spiel.
In der 26. Spielminute kam endlich Bewegung aufs Scoreboard, allerdings auf Ingolstädter Seite. Wojciech Stachowiak hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und konnte sich aussuchen, wo er die Scheibe hin schießt. Er schoss sie Stettmer durch die Beine – 0:1.
Die Eisbären hätten aber beinahe die schnelle Antwort parat gehabt, aber sie ließen zwei Riesenchancen liegen. Zunächst vergab Leo Pföderl freistehend (!) vor Michael Garteig, wenig später scheiterte Marcel Noebels ebenso am Ingolstädter Goalie. Das hätte der Ausgleich sein müssen!
Und es kam noch dicker für die Eisbären, denn direkt im Gegenzug stellte Mirko Höfflin auf 2:0. Dieses Gegentor fiel in die Kategorie „Kacktor“, denn den Treffer legte sich Stettmer selbst rein. Der erste Schuss ging an den Pfosten und von dort ging die Scheibe an den Rücken von Stettmer. Er versuchte noch alles, aber die Scheibe rutschte über die Linie – 0:2 (29.).
So hieß es statt Ausgleich 0:2. Aber die Eisbären fanden diesmal die schnelle Antwort. Zach Boychuk behielt im Slot die Ruhe und die Übersicht und verkürzte so auf 1:2 (31.).
Die Eisbären kurz darauf mit dem nächsten Powerplay und der Chance zum Ausgleich, aber auch hier wurde es wieder zu kompliziert gespielt. Ingolstadt überstand die Unterzahl daher ohne größere Probleme.
Fortan hatten die Berliner gute Chancen, ließen jedoch den Ausgleich mehrfach liegen. Aber auch Ingolstadt hätte in der Schlussphase auf 1:3 stellen können, die Eisbären konnten aber in letzter Sekunde retten. Die Schanzer ließen zudem ein Powerplay in der letzten Minute ungenutzt, nahmen aber noch 34 Sekunden Überzahl mit ins Schlussdrittel.

Hart umkämpft ging es zur Sache zwischen den Eisbären und Ingolstadt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Julian Melchiori schickt das Spiel in die Verlängerung

Doch auch dort konnten die Panther keinen Powerplaytreffer erzielen. Die Eisbären fortan bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Aber es mangelte ihnen an den nötigen Ideen. Das wirkte doch alles sehr kopflos. Ingolstadt hatte so keine große Mühe, den knappen Vorsprung zu verteidigen.
Trainer Serge Aubin hatte es bereits am Freitag angesprochen, dass die Eisbären noch lange nicht in Playoff-Form sind. Das bestätigte sich auch heute wieder. Kein guter Spielaufbau, zu wenig Tempo im Spiel, vor dem Tor trifft man zu oft die falsche Entscheidung. Von der Playoff-Form waren die Eisbären heute jedenfalls sehr weit entfernt. Dabei sind gerade die letzten Spiele der Hauptrunde genau dafür da, um sich für die Playoffs einzuspielen. Das heutige Spiel sorgt daher zumindest bei mir für leichte Kopfschmerzen, was die Playoffs angeht. Aber da geht ja letztendlich alles wieder von vorne los.
Zurück zum Spiel, in dem sich das Bild nicht wirklich verändert hatte. Die Eisbären weiterhin bemüht, aber ohne die zündende Idee im Angriff. Ingolstadt konzentrierte sich vermehrt aufs verteidigen, was sie jedoch nicht vor große Probleme stellte bei den Berliner Angriffsbemühungen.
Die Eisbären verrannten sich des Öfteren in Einzelaktionen und versuchten es mit dem Kopf durch die Wand. Dass das nicht von Erfolg gekrönt war, war schon beim Angriff zu sehen.
Exakt sechs Minuten vor dem Ende dachte sich Julian Melchiori, er zieht einfach mal von der blauen Linie ab und damit hatte er Erfolg, wenn gleich die Scheibe auch unhaltbar abgefälscht wurde – 2:2 (54.). Das dritte Saisontor und zugleich dritte Tor an diesem Wochenende. Seit sein Kumpel Thomas Schemitsch in Berlin spielt, dreht der Verteidiger auf.
Doch die Berliner schwächten sich kurz darauf wieder einmal selbst mit der nächsten unnötigen Strafzeit. Das Thema Disziplin bleibt bei den Eisbären ganz oben auf der Agenda. Zum Glück überstand man die Unterzahl ohne Gegentor. Im weiteren Verlauf der regulären Spielzeit passierte nicht mehr viel und somit hatten sich beide Mannschaften schon mal einen Punkt gesichert.

Und in der Overtime hatte Ingolstadt die dicke Chance, doch die Scheibe ging nur ans Aluminium. Glück für die Eisbären! Die hatten dann jedoch die noch größere Chance, denn Ingolstadt kassierte in der Verlängerung eine Strafzeit und ermöglichte den Berlinern somit ein Powerplay in der Overtime. Serge Aubin reagierte und nahm direkt seine Auszeit. Die Berliner konnten sich auch im Ingolstädter Drittel festsetzen, spielten es dann aber wieder zu behäbig und ließen diese Top-Chance daher liegen. Es ging also ins Penaltyschießen.

Im Penaltyschießen traf einzig Brandon Kozun für die Schanzer, die sich damit den Zusatzpunkt sicherten. Die Eisbären blieben dennoch Tabellenführer. Ingolstadt machte sich anschließend keine Freunde, denn vor der Heimkurve zu feiern und dort noch in die Bande zu springen (Michael Garteig) gehört sich nicht wirklich…

1:2 in Wolfsburg: Die Eisbären verzweifeln an Dustin Strahlmeier

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:2 (1:0,0:1,0:1) verloren. Eigentlich war es kein schlechtes Spiel der Berliner, aber am Ende hadern die Hauptstädter mit der eigenen Chancenverwertung. Was aber auch an Goalie Dustin Strahlmeier lag, der einmal mehr die Eisbären zur Verzweiflung brachte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Team nur auf einer Position. Blaine Byron und Eric Hördler tauschten die Reihen. Byron war Center der vierten Reihe zwischen Yannick Veilleux und Tobias Eder. Und Hördler bildete zusammen mit Maximilian Heim und Michael Bartuli die nominell vierte Reihe. Alles andere blieb im Vergleich zum Frankfurt-Spiel gleich. Somit stand auch Jake Hildebrand wieder im Tor.

Es war das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Hauptrunde. Die Eisbären gewannen bisher zwei der drei Duelle (5:0 in Wolfsburg/2:1 in Berlin). Wolfsburg gewann das Tor-Spektakel in der Hauptstadt (9:6). Gab es heute wieder so ein Tor-Festival oder konzentrierten sich beide Teams eher auf die Defensive?

Erzielte das einzige Tor im ersten Drittel: Zach Boychuk (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Souveränes erstes Drittel der Eisbären

Verhaltener Beginn in der Autostadt. Die Hausherren ergriffen dann als erstes so ein wenig die Initiative und brachten die ersten Scheiben Richtung Berliner Tor. Etwas gefährliches war da aber noch nicht dabei.
Die erste echte Chance der Partie gehörte aber den Berlinern. In der neunten Spielminute war es Yannick Veilleux, welcher aber nicht an Dustin Strahlmeier vorbei kam.
Die Hausherren hatten Mitte des ersten Drittels das erste Powerplay der Partie und da war Vorsicht geboten, kassierten die Eisbären doch in den letzten sechs Spielen sechs Gegentore in Unterzahl. Aber das Penalty Killing der Berliner funktionierte hier sehr gut und so überstand man die erste Unterzahl ohne größere Probleme.
Wolfsburg war offensiv deutlich präsenter, aber die dickste Chance hatten die Eisbären. Marcel Noebels mit dem Schuss aus dem Slot, aber Dustin Strahlmeier war sehr stark mit der Fanghand zur Stelle. Da staunte selbst Noebels nicht schlecht, wie Strahlmeier da die Fanghand noch hoch bekommen hatte.
Aber im nächsten Angriff schlugen die Eisbären eiskalt zu. Die Eisbären fingen einen Pass der Wolfsburger ab, dann wurde der Konter blitzschnell gefahren und Leo Pföderl setzte Zach Boychuk in Szene. Der netzte zum 21. mal in dieser Saison ein – 1:0 (13.). Da waren sie wieder, die effektiven Eisbären.
Leo Pföderl hatte dann in der Schlussphase das 2:0 auf dem Schläger, verpasste es aber denkbar knapp. Die Eisbären hatten die besten Chancen, obwohl Wolfsburg präsenter in der Offensive war. Aber die Defensive der Berliner ließ eben kaum etwas zu und machte die Räume äußerst gut zu, was es Wolfsburg sehr schwer machte, mal zu einem gefährlichen Abschluss zu kommen. Bis hierhin ein sehr abgezockter Auftritt der Hauptstädter.
Und diese vergaben die nächste hundertprozentige Chance. Manuel Wiederer kam frei im Slot zum Abschluss, aber erneut war Strahlmeier zur Stelle. In der Schlussphase die Eisbären noch mit einem guten Powerplay, aber auch da legten sie das zweite Tor nicht nach. So blieb es am Ende beim verdienten 1:0 nach 20 Minuten.

An Dustin Strahlmeier bissen sich die Eisbären die Zähne aus. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären lassen das 2:0 liegen, Wolfsburg bestraft das

Zu Beginn des zweiten Drittels ging es munter hin und her. Aber es fehlten die dicken Torchancen. Wolfsburg bot sich dann die Chance in Überzahl, mal etwas Gefährliches zu kreieren, doch die Berliner ließen die Gastgeber nicht einmal in ihre Formation kommen. Erneut ein starkes Unterzahlspiel der Eisbären.
Danach die Berliner wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis und da wurde es auch sofort gefährlich, aber erneut ließ man das zweite Tor liegen. Und das wurde im Nachhinein bestraft. Es lief die 30. Spielminute, da kam Ryan O´Connor aus dem hohen Slot zum Abschluss und stellte die Partie auf 1:1.
Fortan ging es wieder schnell hin und her, aber beide Defensivreihen ließen keine hochkarätigen Torchancen zu.
Die Niedersachsen in der Schlussphase mit dem nächsten Powerplay und das war schon besser als die vorherigen, aber dennoch blieb es ohne Torerfolg. Wolfsburg blieb aber dran und wollte den Führungstreffer, aber die Eisbären ließen weiterhin wenig vor dem eigenen Tor zu. So blieb es beim Stand von 1:1 nach 40 Minuten. Aus Sicht der Gastgeber durchaus glücklich, denn die Eisbären ließen einige Chancen liegen.

Janik Möser entschied am Ende das Spiel zu Gunsten der Grizzlys.(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Janik Möser entscheidet das Spiel

Das letzte Drittel bot zunächst keine Highlights. Beide Teams waren auf eine sichere Defensive bedacht und wollten nicht den entscheidenden Fehler machen. Wolfsburg kassierte dann aber die erste Strafzeit im Schlussdrittel. Und die Eisbären hatten auch in diesem Powerplay beste Chancen. Aber an Dustin Strahlmeier war einfach kein vorbeikommen.
Die Berliner blieben dran und drängten auf den erneuten Führungstreffer. Doch wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. In der 50. Spielminute hatten die Grizzlys mal wieder einen Angriff und Janik Möser schloss diesen erfolgreich ab – 1:2. Das zweite Gegentor und erneut war es ein Verteidiger. Die zeigten den Berlinern heute, wie man seine Chancen eiskalt nutzt.
Nun waren die Eisbären wieder gefordert, wollte man etwas Zählbares aus der Autostadt mit nach Hause nehmen. Doch beinahe hätte Chris Wilkie den Eisbären den Stecker gezogen, als er frei vor Hildebrand auftauchte. Doch diesen Hochkaräter nutzte der Wolfsburger Stürmer nicht. Das hätte die Vorentscheidung sein können.
Sechs Minuten blieben den Eisbären noch, um das Spiel zu drehen. Doch die Wolfsburger standen nun sehr kompakt und machten den Berlinern somit das Leben enorm schwer. Die Eisbären fanden keine Lücke, um mal gefährlich vor das Tor von Dustin Strahlmeier zu kommen. So lief der Mannschaft von Trainer Serge Aubin die Zeit davon.
Aber Wolfsburg spielte das am Ende sehr clever zu Ende und sicherte sich damit die drei Punkte. Am Ende mussten sich die Eisbären an die eigene Nase fassen, denn Chancen waren genug da, aber man fand keinen Weg vorbei an Dustin Strahlmeier.

4:3 gegen Frankfurt: Die Eisbären zittern sich am Ende zum nächsten Heimsieg

WalkersBarenNews 2023/2024 – #24:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Heimspiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Löwen Frankfurt setzten sich die Berliner am Ende knapp mit 4:3 (0:1,2:1,2:1) durch. Im Schlussdrittel sah eigentlich schon alles nach einem sicheren Sieg aus, ehe man am Ende doch nochmal um die drei Punkte zittern musste. Am Ende ist es aber nochmal gut gegangen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm genau zwei Änderungen im Vergleich zum Heimsieg gegen Köln vor. Zum einen stand Jake Hildebrand heute gegen seinen Ex-Verein im Tor. Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz. Und zum anderen kehrte Blaine Byron nach Verletzungspause zurück ins Line-up. Er rückte für Rio Kaiser in den Kader und war der Center der vierten Reihe zwischen Maximilian Heim und Michael Bartuli. Marco Nowak übernahm somit die Position des siebten Verteidigers. Alles andere blieb gleich.

Die Eisbären trafen heute auf einen zuletzt sehr starken Gegner. Nach dem Trainerwechsel gewannen die Hessen alle drei Spiele und kassierten mit dem neuen Goalie auch nie mehr als zwei Gegentore. Die Eisbären wollten diese Serie der Löwen heute beenden und damit den vierten Sieg im vierten Duell in der Hauptrunde einfahren.

Die Frankfurter bejubeln den einzigen Treffer im ersten Drittel. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären bemüht, Frankfurt effektiv

Verhaltener Beginn in der Hauptstadt. Es ging zwar munter hin und her, aber richtige Torchancen ließen beide Defensivreihen kaum zu. Doch beide Teams machten vom ersten Bully weg deutlich, offensiv spielen zu wollen. Frankfurt kam ja auch mit drei Siegen im Rücken und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen nach Berlin.
Auf die erste echte Torchance wartete man aber auch bis zur Mitte des ersten Drittels immer noch, weil es beide Teams verstanden, defensiv kompakt zu stehen. Viele Räume boten sich den Spielern daher nicht.
Die Eisbären näherten sich aber im weiteren Spielverlauf dem Tor der Löwen immer mehr an und die Abschlüsse wurden zwingender.
Von Frankfurt war bis dato nichts zu sehen, doch mit dem gefühlt ersten Torschuss schlugen die Hessen eiskalt zu. Top-Torjäger und Verteidiger Makism Matushkin kam am linken Bullykreis zum Schuss und überraschte Jake Hildebrand in der lange Ecke – 0:1 (13.).
Das Führungstor gaben den Hessen Auftrieb und sie waren in den Minuten danach die aktivere Mannschaft. Die Eisbären mussten sich erst einmal schütteln und zurück zu ihrem Spiel finden. Kurz vor dem Drittelende konnten die Berliner nochmal für Gefahr vor Julius Hudacek sorgen, aber insgesamt war das in den ersten 20 Minuten zu wenig, was die Eisbären nach vorne zeigten. Auch wenn die Bemühungen zu sehen waren. So nahmen effektive Frankfurter eine knappe 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Zweikampf zwischen Dominik Bokk und Michael Bartuli (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Doppelschlag der Eisbären, aber Dominik Bokk schlägt in Überzahl zurück

Auch im Mitteldrittel zunächst das gleiche Bild. Die Eisbären sehr bemüht, aber im Angriffsdrittel angekommen, mangelt es ihnen an Ideen, um die Defensive der Löwen mal entscheidend auseinander zu ziehen. Das war bis hierhin ein sehr dürftiger Auftritt der Hauptstädter.
In der 26. Spielminute spielten es die Eisbären dann aber mal einfach. Marco Nowak mit dem Schuss auf das Tor, dort blieb die Scheibe hängen, Tobias Eder nahm sie auf, zog vor das Tor und ließ Julius Hudacek keine Chance (26.).
Wenn es einmal läuft, dann läuft es. Die Eisbären legten kurze Zeit später das 2:1 nach. Marcel Noebels bediente Zach Boychuk im Slot und der sorgte für die erstmalige Eisbären-Führung an diesem Nachmittag (27.). 77 Sekunden lagen zwischen den Toren von Eder und Boychuk. Starke Reaktion der Eisbären auf ein bis dahin eher mageres Spiel.
Die Eisbären waren nach diesen beiden Toren auch deutlich besser im Spiel und hatten weitere gute Chancen. Von Frankfurt kam kaum noch was Richtung Berliner Tor.
Fortan wirkte die Partie ein wenig zerfahren. Es passierte auch nicht mehr so viel auf dem Eis, das Spiel plätscherte so ein wenig vor sich hin.
Es dauerte bis zur 37. Spielminute, ehe es die erste Strafzeit der Partie gab. Es traf Yannick Veilleux und somit waren die Eisbären in Unterzahl. Das Powerplay nutzten die Hessen am Ende auch. Ex-Eisbär Dominik Bokk stellte die Partie auf 2:2 (38.). Er fälschte einen Schuss von Ville Lajunen ab. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die Kabinen. Noch war also alles offen in Berlin.

Freddy Tiffels erzielt das 3:2 für die Eisbären. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Am Ende zittern die Eisbären nochmal um die drei Punkte

Die Berliner starteten druckvoll ins letzte Drittel und drängten auf das erneute Führungstor. Dazu hatte man auch noch ein Powerplay, zwischenzeitlich sogar für 18 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis. Und bei einfacher Überzahl schlugen die Hausherren zu. Kai Wissmann hatte die Scheibe zu Marcel Noebels gepasst, der mit seinem Onetimer aber an Hudacek scheiterte. Freddy Tiffels stand jedoch dort, wo ein Torjäger zu stehen hat und staubte zum 3:2 ab (45.).
Die Eisbären hatten danach das Spiel komplett im Griff und ließen es auch bei Fünf-gegen-Fünf wie ein Powerplay aussehen. Man ließ die Scheibe gut laufen und Frankfurt so gar nicht mehr ins Spiel kommen.
Das Problem der Eisbären war aber, dass sie ihre Chancen liegen ließen und die Partie somit noch nicht vorentscheiden konnten. Und so waren die Frankfurter nur einen erfolgreichen Angriff vom Ausgleich entfernt.
Aber nur bis neun Minuten vor dem Ende des Spiels. Dann kam Kapitän Kai Wissmann, der zunächst einen Schuss antäuschte, dann aber weiter Richtung Tor zog und dort Julius Hudacek ganz alt aussehen ließ – 4:2 bei Vier-gegen-Vier auf dem Eis (51.). Ein Tor in absoluter Stürmer-Manier. Also wenn Trainer Aubin nochmal die Stürmer ausgehen, hätte er neben Mik jetzt auch noch eine weitere Geheimwaffe, die er problemlos in der Offensive einsetzen kann.
Nun wurde der Weg für die Löwen ein weiter, wollten sie hier aus der Hauptstadt noch etwas Zählbares mit in die Mainmetropole nehmen. Aber eher waren es die Eisbären, die hier dem fünften Treffer näher waren als die Hessen dem Anschlusstreffer.
Frankfurt in der Schlussphase nochmal mit einem Powerplay und der Riesenchance durch Cody Kunyk, welcher nur die Latte traf. Direkt im Gegenzug vergab Tobias Eder den Konter in Unterzahl. Die Eisbären überstanden die Unterzahl am Ende ohne weiteres Gegentor.
Die Löwen riskierten am Ende noch einmal alles und zogen ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und das nutzten die Gäste 77 Sekunden vor dem Ende zum Anschlusstreffer. Bullygewinn der Hessen im Angriffsdrittel und Cody Kunyk verkürzte auf 3:4 (59.). Trainer Franz Fritzmeier nahm kurz darauf seine Auszeit und zog erneut seinen Goalie vom Eis.
Erneut kam Kunyk zum Abschluss, aber erneut stand das Aluminium im Weg. Die Eisbären gerieten noch einmal ordentlich unter Druck am Ende und machten sich das Leben selbst unnötig schwer. Doch am Ende zitterte man sich über die Ziellinie und gewann damit auch das zweite Heimspiel an diesem Wochenende.

Nach 19 Sekunden in der Verlängerung: Manuel Wiederer schießt die Eisbären zum Heimsieg gegen Köln!

WalkersBarenNews 2023/2024 – #23:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am Freitagabend gegen die Kölner Haie mit 5:4 n.V. (2:0,1:3,1:1,1:0) gewonnen. Das Spiel glich einer Achterbahnfahrt. Zunächst nutzten die Haie ihre Chancen nicht, dafür trafen die Eisbären. Im Mitteldrittel war es dann genau anders herum und die Berliner ließen Chancen liegen. Köln bestrafte das mit drei Toren in Folge. Die Hausherren drehten die Partie fortan aber wieder zurück und ließen weitere Chancen liegen. Am Ende rutschte Jonas Stettmer die Scheibe am kurzen Pfosten durch und die Partie ging in die Verlängerung. Dort avancierte Manuel Wiederer mal wieder zum Matchwinner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste unter der Woche leider drei neue Spieler im Verletzten-Lazarett begrüßen. Ben Finkelstein, Ty Ronning und Patrice Cormier standen dem Head Coach bis auf weiteres nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Lean Bergmann wieder zurück ins Line-up.
Damit verbunden waren natürlich Reihen-Umstellungen. So rückte Rückkehrer Bergmann direkt in die erste Reihe an die Seite von Manuel Wiederer und Freddy Tiffels. Die zweite Reihe bestand aus Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leo Pföderl, die sich in- und auswendig kennen. Die dritte Reihe bildeten Eric Hördler, Tobias Eder und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe spielten Marco Nowak, Maximilian Heim und Michael Bartuli.
In der Defensive gab es die einzige Änderung bedingt durch den Ausfall von Finkelstein. Eric Mik verteidigte zusammen mit Korbinian Geibel. Alles andere blieb beim alten. Somit gab Rio Kaiser heute sein Heim-Debüt für die Eisbären Berlin in der PENNY DEL.
Und im Tor erhielt erneut Jonas Stettmer den Vorzug vor Jake Hildebrand, welcher als Back-up auf der Bank Platz nahm.

So viel zur personellen Situation der Berliner. Beide Mannschaften trafen zum dritten Mal in dieser Hauptrunde aufeinander. Bisher gewann stets die Auswärtsmannschaft. Berlin mit 5:2 in der Domstadt, die Haie mit 1:0 n.P. an der Spree. Diese Serie durfte aus Eisbären-Sicht heute gerne reißen. Dafür musste man aber den zuletzt sehr starken Kölner Goalie Tobias Ancicka auch überwinden, was im ersten Heimspiel gegen die Haie nicht funktionierte.

Innerhalb von 38 Sekunden konnten die Eisbären zweimal im ersten Drittel jubeln. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

18 schwache Minuten, doch dann schlagen die Eisbären zweimal eiskalt zu

Hektischer Beginn in der Hauptstadt. Die Scheibe sprang zu Beginn noch nicht so wie gewünscht in den ersten Minuten der Partie. Köln kam mit den Bedingungen etwas besser klar. Daher gehörten die ersten Abschlüsse auch der Mannschaft von Coach Uwe Krupp. Und da waren durchaus ein, zwei gefährliche Aktionen der Haie dabei.
Die Turnover der Eisbären häuften sich im ersten Drittel, was es ihnen nicht wirklich leicht machte, da die Haie auch immer früh den Spielaufbau störten. Auch die Defensivarbeit ließ arg zu wünschen übrig, teilweise wurden die gegnerischen Spieler überhaupt nicht richtig angegriffen. Das ging teilweise zu einfach für die Haie.
Glück für die Eisbären, dass Köln vergessen hatte, genug Zielwasser vor dem Spiel zu trinken. Denn die ließen schon dicke Dinger liegen. Auch Torjäger Justin Schütz u.a. Die Eisbären waren vorrangig in der eigenen Defensive beschäftigt und hatten nach knapp zwölf Minuten gerade einmal vier Schüsse auf das Tor von Tobias Ancicka abgegeben. Der ehemalige Berliner Goalie hatte bis hierhin einen relativ ruhigen Abend in der alten Heimat.
Man merkte dem Eisbären-Spiel schon an, dass einige Leistungsträger fehlten und die Reihen teilweise neu zusammengestellt wurden. Aber so etwas lassen die Berliner selbst nie als Ausrede gelten.
In Überzahl konnten sich die Eisbären dann mal im Angriffsdrittel festsetzen, aber auch da wirkte es alles andere als rund. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe gegen Justin Schütz zog Tobias Eder einfach mal aus der Drehung ab – 1:0 (18.). Zu diesem Zeitpunkt die glückliche Führung, aber danach fragt hinterher keiner mehr.
Ganze 38 Sekunden später stellte Marcel Noebels den Spielverlauf der ersten 20 Minuten komplett auf den Kopf – 2:0 (19.). Mit diesem doch überraschenden Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause. Und mit diesem Spielstand hatte hier keiner gerechnet, so schwach waren die Berliner in den ersten 18 Minuten. Aber dann reichten ganze 38 Sekunden, um nach dem ersten Drittel mit 2:0 vorne zu liegen.

Marcel Noebels trifft zum 2:0 für die Eisbären. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Köln dreht zunächst das Spiel, aber die Eisbären schlagen zurück

Im Mitteldrittel hatte Freddy Tiffels das 3:0 auf dem Schläger, aber der Pfosten rettete für Tobias Ancicka. Mittlerweile waren es die Berliner, welche beste Chancen liegen ließen. Tobias Eder mit der nächsten, er tauchte frei vor Ancicka auf, scheiterte aber am Kölner Goalie.
Und dann passierte genau das, was im ersten Drittel passierte. Die Eisbären nutzten ihre Chancen nicht, Köln dagegen schon. Jonas Stettmer konnte den ersten Schuss nur prallen lassen und Carter Proft verwertete den Abpraller – 2:1 (28.). Ein verdienter Anschlusstreffer, wenn man den gesamten Spielverlauf bis hierhin betrachtet.
Was die Eisbären können, kann auch Köln. Doppelschlag der Domstädter innerhalb von 79 Sekunden. Chaos vor dem Eisbären-Tor und Stanislav Dietz behielt die Übersicht – 2:2 (29.).
Die Partie ging wieder von vorne los. Und die Eisbären reagierten mit wilden Angriffen, wollten sofort wieder zurückschlagen. Doch es kam noch schlimmer. Unterzahl Berlin und dann rutscht Jonas Stettmer eine Scheibe durch die Fanghand. Justin Schütz mit der erstmaligen Führung der Domstädter, weil er die Scheibe entscheidend abfälschte – 2:3 (32.). Die Fankurve baute den jungen Goalie direkt mit „Stettmer-Rufen“ wieder auf.
Die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Powerplay der Eisbären und Leo Pföderl schloss eine Traum-Kombination zum 3:3 ab (33.). Was für ein wildes Spiel hier inzwischen in Berlin. Für die Fans ein wahres Fest, für die Trainer eher weniger.
Mehr passierte anschließend nicht mehr, weshalb es beim Stand von 3:3 in die Kabinen ging. Noch war also alles offen im DEL-Klassiker zwischen den Eisbären und Köln.

Gab sein Comeback nach Verletzungspause: Lean Bergmann (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer entscheidet den DEL-Klassiker

Im Schlussdrittel passierte zunächst nicht viel, doch dann schlugen die Eisbären in Minute 44 eiskalt zu. Marcel Noebels fing einen Aufbaupass der Haie ab, legte klasse auf Zach Boychuk ab und der netzte humorlos ein – 4:3.
Die Eisbären hatten das Spiel also zurück gedreht und einen Turnover der Haie durch ihr aggressives Forechecking erzwungen.
Inzwischen wurde die Partie auch zunehmend ruppiger und die Spieler beider Mannschaften gerieten immer wieder aneinander. Das tat dem Spielfluss allerdings auch nicht gut, weshalb die Partie in der Phase doch recht zerfahren war.
Die Eisbären spielten das fortan sehr ruhig und konzentriert, ließen hinten kaum etwas zu. Und vorne ließ man einen Drei-auf-eins-Konter ungenutzt. Da wollte man es zu schön machen und scheiterte am Ende an Tobias Ancicka.
In der Schlussphase ging es dann wieder wild zur Sache und munter rauf und runter. Die Eisbären wollten für die Vorentscheidung sorgen, während die Haie den Ausgleich erzielen wollten. Und der sollte Köln auch gelingen. Fünf Minuten waren noch auf der Uhr, da glich Maximilian Kammerer zum 4:4 aus. Sein Schuss rutschte Stettmer am kurzen Pfosten durch. Da sah der junge Goalie nicht so gut aus.
Und wieder begann dieses Spiel von vorne. Und die Spannung war zum greifen nahe. Beim jedem Angriff knisterte es in der Arena am Ostbahnhof. Die Crunchtime war längst erreicht und beide Mannschaften wollten jetzt die drei Punkte. Die Eisbären waren in der Schlussminute zweimal sehr, sehr nahe dran am Siegtreffer, aber Tobias Ancicka war einfach nicht zu bezwingen. Somit sicherten sich beide Teams erneut einen Punkt nach 60 Minuten im direkten Duell in der Hauptstadt.

Die Verlängerung dauerte ganze 19 Sekunden, dann kam der Auftritt von Manuel Wiederer, welcher die Partie mit dem Treffer zum 5:4 entschied. Die Eisbären sicherten sich somit den Zusatzpunkt in diesem Eis-Krimi. 

2:3 gegen Schwenningen: Die Eisbären verzweifeln an Cody Brenner

WalkersBarenNews 2023/2024 – #21:

Die Siegesserie auf eigenem Eis ist beendet: Die Eisbären Berlin unterlagen am Donnerstagabend den Schwenninger Wild Wings knapp mit 2:3 (0:2,2:0,0:1). Die Eisbären konnten sich im Spielverlauf steigern und holten einen 0:2-Rückstand auf, waren im letzten Drittel am Drücker und standen kurz vor dem Führungstreffer. Doch am Ende waren es die Gäste, welche eine Chance im Schlussdrittel eiskalt verwerteten und somit drei Punkte aus der Hauptstadt entführen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste die Reihen aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Jaedon Descheneau umstellen. Für Descheneau rückte Marco Nowak in den Kader.
In der Defensive gab es zwei neue Verteidiger-Pärchen: Morgan Ellis verteidigte zusammen mit Julian Melchiori, Kapitän Kai Wissmann mit Jonas Müller. Nowak war als siebter Verteidiger eingeplant, da Allrounder und Goalgetter Eric Mik wieder in die Offensive wechselte.
Dort bildete er die vierte Reihe zusammen mit Michael Bartuli und Manuel Wiederer. Maximilian Heim, welcher am Dienstag noch dort stürmte, rückte an die Seite von Patrice Cormier und Yannick Veilleux. Dessen Reihenpartner vom Düsseldorf-Spiel Tobias Eder nahm den Platz von Descheneau in der Reihe mit Marcel Noebels und Leo Pföderl ein. Der Rest blieb gleich.
Außer im Tor, wo Jonas Stettmer heute den Vorzug vor Jake Hildebrand erhielt.

Die Eisbären trafen heute auf das Überraschungsteam aus Schwenningen. Bisher gewann stets das Heimteam. Die Berliner setzten sich zuhause mit 5:3 durch, Schwenningen mit 4:1. Diese Serie durfte heute gerne so weitergehen. Es wäre der fünfte Heimsieg für die Hauptstädter, sollte auch im zweiten Heimspiel der Saison ein Heimsieg gegen Schwenningen gelingen.

Gleich zweimal durften die Spieler der Schwenninger Wild Wings im ersten Drittel über ein Tor jubeln. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären verschlafen komplett das erste Drittel

Verhaltener Beginn in der Hauptstadt. So ein richtiger Spielfluss wollte hier nicht aufkommen. Aber nichts ungewöhnliches bei Spielen unter der Woche. Passend dazu gingen die Gäste auch in Führung. Boaz Bassen überwand Jonas Stettmer im zweiten Versuch – 0:1 (5.).
Die Eisbären wirkten verschlafen und immer einen Schritt langsamer, fanden kaum zu ihrem Spiel. Die Pässe kamen nicht immer an. So reichte der Mannschaft von Ex-Eisbär Steve Walker eine durchschnittliche Leistung, um hier zu führen.
Und die Führung bauten sie in Überzahl aus. Chris Brown mit dem Onetimer zum 0:2 (9.). Der Fehlstart der Eisbären ins erste Drittel war endgültig perfekt. Nun waren die Berliner gefordert. Eine Reaktion musste her, wollte man die Heimserie am Laufen halten.
Die Hausherren danach durchaus bemüht, aber die Schwenninger Defensive stand sehr kompakt und machte die Räume eng. Da war kein durchkommen für die Eisbären. Deren Spielaufbau ließ aber auch arg zu wünschen übrig. Generell war das Spiel der Berliner sehr fehlerbehaftet. Da merkte man den Spielern die Belastungen der letzten Wochen deutlich an.
So gingen die Hausherren mit einem 0:2-Rückstand in die erste Drittelpause. Dort durfte es sicherlich laut geworden sein, denn Trainer Serge Aubin konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht zufrieden sein.

Im zweiten Drittel konnten die Eisbären Cody Brenner endlich überwinden. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären kommen zurück und gleichen aus

Aubin reagierte und stellte die Reihen um. Noebels und Pföderl bekamen Boychuk an die Seite, Eder rückte zu Cormier und Veilleux und Tiffels und Ronning stürmten fortan mit Wiederer an ihrer Seite. Die Berliner waren auch offensiv ausgerichtet, aber die Wild Wings spielten das defensiv weiterhin enorm stark. Somit hatten die Änderungen noch nicht die gewünschte Wirkung erzielt.
Die Veilleux-Reihe hatte dann aber mal in einem guten Wechsel zwei gute Möglichkeiten, um auf 1:2 zu verkürzen. Aber Cody Brenner hielt sein Tor weiterhin sauber. Solche Chancen brauchte es fortan mehrere, um die Heimserie doch noch am Laufen zu halten. Doch bis hierhin machte relativ wenig Hoffnung, dass es am Ende den fünften Heimsieg in Serie geben würde.
Doch Mitte des zweiten Drittels schlugen die Eisbären zu. Zach Boychuk vertändelte zunächst die Scheibe, holte sie sich zurück und verkürzte auf 1:2 (30.).
Die Hausherren erhöhten jetzt zwar den Druck, aber der Spielaufbau blieb weiterhin sehr unbeständig und fehlerbehaftet. Auch im Powerplay mühten sich die Eisbären. Man fand zwar in die Formation, spielte es aber auch dort wieder zu umständlich. Die beste Chance gehörte dabei sogar Schwenningen, aber Alexander Karachun scheiterte an Jonas Stettmer.
85 Sekunden vor der zweiten Drittelpause arbeiteten die Eisbären die Scheibe förmlich ins Tor. Am Ende war es Tobias Eder, welcher zum 2:2 einnetzen konnte (39.). Somit ging die Partie wieder von vorne los. Aber zunächst einmal ging es beim Stand von 2:2 in die Kabinen.

Leo Pföderl scheitert an Cody Brenner im Schwenninger Tor. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären verzweifeln an Cody Brenner

Im letzten Drittel merkte man beiden Mannschaften an, dass sie zunächst auf eine sichere Defensive ausgerichtet waren. Keiner wollte den entscheidenden Fehler machen, um in Rückstand zu geraten. Schwenningen machte ihn und Freddy Tiffels war frei durch, aber er kam nicht an Cody Brenner vorbei. Das war die dicke Chance zur erstmaligen Führung für die Eisbären.
Eine weitere war ein Powerplay nach einer Strafe wegen Spielverzögerung gegen Schwenningen. Aber erneut war es kein gutes Powerplay der Eisbären, was aber auch am aggressiven Unterzahlspiel der Wild Wings lag.
Die Eisbären hielten den Druck aber aufrecht und setzten sich im Angriffsdrittel fest. Und die Hausherren näherten sich dem Führungstreffer an, die Chancen wurden klarer, noch aber fehlte es am nötigen Zielwasser im Abschluss. Aber die Eisbären hätten längst die Führung verdient gehabt. Schwenningen wusste sich in dieser Phase nur mit unerlaubten Weitschüssen zu helfen. Lange konnte das für die Gäste nicht gut gehen. Es hatte sich inzwischen zu einem Spiel auf ein Tor entwickelt. Aber an Cody Brenner bissen sich die Eisbären ihre Zähne aus. Ihm hatte es Schwenningen zu verdanken, dass es hier nach wie vor 2:2 stand.
2:18 Minuten vor dem Ende kam Schwenningen mal wieder zu einer Chance und prompt lagen sie wieder vorne. Chris Brown schockte die Eisbären und brachte seine Mannschaft vollkommen überraschend mit 3:2 in Führung. So ist eben der Sport. Wenn du deine Chancen vorne nicht nutzt, kassierst du hinten einen. Ob verdient oder unverdient – danach fragt am Ende des Tages keiner mehr.
Serge Aubin reagierte, nahm seine Auszeit und Goalie Jonas Stettmer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und die Eisbären bekamen zudem auch noch ein Powerplay und konnten es so mit zwei Mann mehr versuchen. Eine noch größere Chance würde sich dem Tabellenführer hier nicht mehr bieten. Doch sie konnten diese nicht nutzen und verloren somit am Ende unverdient gegen Schwenningen. Damit endete auch die Siegesserie auf eigenem Eis.

4:0! Die Eisbären feiern in Ingolstadt den zwölften Auswärtssieg in Folge und erobern die Tabellenführung zurück

WalkersBarenNews 2023/2024 – #19:

Die Eisbären Berlin haben zum Jahresabschluss beim ERC Ingolstadt gewonnen. Am Ende setzte man sich in der ausverkauften Saturn-Arena deutlich mit 4:0 (0:0,3:0,1:0) durch. Dadurch baute man die Siegesserie auf fremden Eis auf zwölf Siege in Folge aus. Am Ende war es der eiskalten Chancenverwertung und einem überragenden Jonas Stettmer im Tor zu verdanken, dass man am Ende mit drei Punkten nach Hause fährt. Stettmer feierte übrigens sein erstes Shutout. Glückwunsch!

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Team im Vergleich zum Frankfurt-Spiel nur auf einer Position. Jonas Stettmer hütete bei seinem Ex-Verein das Tor, Jake Hildebrand bekam eine Pause und saß als Back-up auf der Bank.

Heute gibt es das erste Mal seit fast zwei Jahren mal wieder einen Spielbericht eines Spiel, welches ich aus der Fankurve aus betrachtet habe. Ich muss ja schon sagen, war eine kleine Umstellung zu sonst, wenn ich die Berichte immer direkt während des Spiels schreibe. Aber tat auch mal wieder gut, die Mannschaft über 60 Minuten zu supporten. Nun aber zum Spiel.

Brachte die Ingolstädter heute reihenweise zur Verzweiflung: Jnas Stettmer (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Das erste Drittel war von hohem Tempo geprägt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, dementsprechend hart waren die Zweikämpfe auch geführt. Es ging rauf und runter, aber beide Defensivreihen verstanden es, die Räume vor dem Tor zuzumachen.
Im weiteren Spielverlauf waren die Schanzer die Mannschaft, welche mehr Schüsse als die Eisbären abgaben (11:3), aber es fehlte an der hochkarätigen Torchance. Alle Schüsse des ERCI waren am Ende eine sichere Beute von Jonas Stettmer. Insgesamt aber war es ein von der Defensive und harten Zweikämpfen geprägtes Spiel, welches torlos in die erste Drittelpause ging.

Traf gegen seinen Ex-Verein: Ty Ronning (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das sollte sich aber im zweiten Drittel ändern, wo auch endlich Tore fallen sollten. Ganze 70 Sekunden dauerte es nur, ehe Leo Pföderl nach feinem Doppelpass mit Marcel Noebels per Onetimer zum 1:0 traf (22.).
Die Berliner erwiesen sich im Mitteldrittel als äußerst eiskalt und effektiv. 26 Minuten waren gespielt, da legten die Eisbären nach einem Bully direkt nach. Die Scheibe ging Richtung Tor, der ehemalige Ingolstädter Ty Ronning erkannte die Situation am schnellsten und düpierte Michael Garteig – 2:0.
Die Gäste legten einen perfekten Start ins zweite Drittel hin und nutzten praktisch die ersten beiden Chancen. Das nahm Mark French zum Anlass, seine Auszeit zu ziehen. Es gefiel dem Ingolstädter Coach überhaupt nicht, was er in den ersten knapp fünf Minuten von seiner Mannschaft zu sehen bekam.
Die Eisbären blieben danach weiter offensiv ausgerichtet und hatten auch weitere gute Abschlüsse. Dennoch wies die Torschussstatistik auch nach dem zweiten Drittel ein Plus zu Gunsten der Schanzer aus (11:6). Aber deren Chancen waren entweder eine sichere Beute von Stettmer und eher aus der Kategorie harmlos, auch weil die Berliner defensiv einen brutalen Job machten.
Und vorne erwiesen sich die Hauptstädter weiterhin als eiskalt. Sechs Torschüsse, drei Tore. Auch wenn das 3:0 wohl nicht hätte zählen dürfen. Zach Boychuk verschaffte sich regelwidrig Platz vor dem Ingolstädter Tor und konnte so problemlos das dritte Tor erzielen (38.). Da die Hauptschiedsrichter diese Szene wohl nicht gesehen hatten, durften sie sich die Situation auch nicht nochmal im Video anschauen. Glück für die Berliner! Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Pause.

Erzielte das letzte Eisbären-Tor im Jahr 2023: Kapitän Kai Wissmann (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel ließen die Eisbären dann die Ingolstädter reihenweise verzweifeln. Die Hausherren hatten hier noch nicht aufgegeben und probierten viel. Das Problem der Schanzer war heute nur, dass die Eisbären defensiv einen überragenden Job machten und es Ingolstadt so sehr schwer machten, überhaupt mal gefährlich vor das Tor zu kommen. Wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, war Jonas Stettmer zur Stelle.
Man muss dazu sagen, dass die gesamte Mannschaft heute einfach überragend zusammengespielt hat. Hinten verteidigte man als Mannschaft geschlossen zusammen und machte es den Hausherren so enorm schwer. Immer wieder stand man in seiner Aufstellung und ließ Ingolstadts Angriffe so ein ums andere Mal eiskalt abprallen. Mit welcher Souveränität und wie abgezockt die Eisbären das über die gesamte Spieldauer durchzogen, verdient definitiv großen Respekt. Man spielte als Mannschaft zusammen, jeder unterstützte jeden und so machte man am Ende ein perfektes Auswärtsspiel.
Ingolstadt erhöhte in der Schlussphase auch nochmal den Druck, aber auch das überstanden die Berliner dank ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung. Mark French zog am Ende sogar noch seinen Goalie, aber das nutzte Kapitän Kai Wissmann schlussendlich zum 4:0 (58.).
Der Rest war pure Freude im Gästeblock und ein unglaublicher Support über 60 Minuten. Die Eisbären fuhren so am Ende relativ problemlos, dafür aber in einer sehr überzeugenden Manier, den zwölften Auswärtssieg in Serie ein. Diese Serie ist einfach nur unglaublich!

Nach dem Spiel feierten Fans und Mannschaft zusammen den perfekten Jahresabschluss, welcher durch die Tabellenführung noch gekrönt wurde. Jonas Stettmer wurde an alter Wirkungsstätte frenetisch gefeiert und stellte sich am Ende vor die Kurve und fing selbst an, mit den Fans zu feiern. Die Spieler kamen am Ende nochmal geschlossen aufs Eis und bedankten sich für den großartigen Support bei den Fans. Der Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft ist in dieser Saison einfach besonders und macht einmal mehr deutlich, wie einmalig dieser Verein und deren Fanszene ist. So kann man das Jahr 2023 beenden.

Das war der letzte Spielbericht in diesem Jahr. Geschrieben auf der Rückfahrt im Bus. Ungewohnte Umgebung, aber dennoch war es mir eine Ehre, auch den letzten Spielbericht noch in diesem Jahr für euch zu schreiben. Zwar nicht so ausführlich und tief in der Analyse, aber das ist eben der feine Unterschied, wenn man Spiele von oben aus schaut. Da bekommt man einen besseren Überblick über das gesamte Spiel. Und dennoch hat es mal wieder unheimlich viel Spaß gemacht, die Mannschaft über 60 Minuten zu supporten. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr und bedanke mich für eure Treue im abgelaufenen Jahr. Wir lesen uns 2024 wieder. Jetzt gibt´s auch für mich dann einen wohlverdienten Sieger-Drink 😉

5:2 nach 0:2 in Frankfurt! Die Eisbären feiern den elften Auswärtssieg in Folge

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt verdient mit 5:2 (0:2,3:0,2:0) gewonnen. Dabei bewiesen die Berliner einmal mehr Moral, denn man drehte am Ende einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel noch in einen Sieg und feierte damit am Ende den elften Auswärtssieg in Serie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte nichts an seinem Team und vertraute dem selben Personal und den selben Reihen wie beim Heimsieg gegen Wolfsburg vor zwei Tagen. Somit stand heute auch wieder der ehemaliger Frankfurter Jake Hildebrand im Tor.

Beide Teams trafen zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Bisher gewannen stets die Berliner. In Frankfurt setzte man sich mit 5:2 durch, in Berlin mit 3:1. Diese Serie wollten die Hauptstädter heute natürlich fortsetzen. Aber auch eine andere Serie, denn es winkte der elfte Auswärtssieg in Serie. Gingen beide Serien weiter oder endeten sie heute in der Eissporthalle Frankfurt?

Schockte die Eisbären mit dem frühen 1:0 – Maksim Matushkin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Frankfurt geht mit dem ersten Angriff in Führung

Druckvoller Beginn der Berliner, die alle Scheiben Richtung Tor von Marvin Cüpper brachten. Die Hessen konnten sich nur selten mal aus dem eigenen Drittel befreien.
Doch mit dem ersten gelungenen Angriff schlugen die Löwen zu. Maksim Matushkin sorgte mit seinem 14. Saisontreffer (als Verteidiger!) für die überraschende Frankfurter Führung – 0:1 (6.).
Kurz darauf durfte das zweitbeste Powerplay der Liga ran. Die Eisbären mit der ersten Strafzeit und Frankfurt somit in Überzahl. Die Scheibe lief zwar gut, aber die Berliner überstanden die erste Unterzahl ohne größere Probleme.
Danach eine etwas hektische Partie. Beide Teams bekamen nicht so richtig Ruhe ins Spiel. Frankfurt hatte in dieser Phase zweimal die große Chance auf das 2:0, aber zweimal scheiterte Eugen Alanov an Jake Hildebrand.
Der Führungstreffer der Hessen hatte den Berlinern etwas den Schwung genommen. Fortan waren die Hessen definitiv besser drin im Spiel und hatten vorne auch ihre Möglichkeiten. Die Berliner waren mehr in der eigenen Defensive beschäftigt als ihnen lieb war.
Zum Ende des ersten Drittels hatten die Eisbären dann aber auch nochmal dicke Möglichkeiten für den Ausgleich, aber der wollte nicht fallen. Dafür fiel auf der Gegenseite das 0:2 durch Nathan Burns. Den ersten Schuss von Ville Lajunen konnte Hildebrand nicht festhalten und Burns verwertete den Abpraller (19.). So ging es anschließend in die erste Drittelpause. Die Eisbären standen vor einer extrem schweren Aufgabe in den folgenden 40 Minuten.

Brachte die Eisbären erstmals in Führung: Tobias Eder (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären drehen mit zwei Shorthandern das Spiel

Im Mitteldrittel bot sich den Berlinern aber die dicke Chance in Überzahl, den Anschlusstreffer zu erzielen. Aber die Eisbären spielten das mal wieder zu kompliziert. Frankfurt stand aber auch sehr kompakt vor dem eigenen Tor und machte die Räume eng.
Doch die Eisbären blieben dran, waren weiterhin bemüht und belohnten sich dann doch für den Aufwand. Patrice Cormier hatte abgezogen, Marvin Cüpper ließ die Scheibe nur prallen und Allrounder Eric Mik staubte erfolgreich ab – 1:2 (27.).
Beide Teams schenkten sich in der Folge nichts. Frankfurt wollte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen, während die Eisbären weiterhin munter offensiv ausgerichtet und auf der Suche nach dem Ausgleich waren.
Die Aufholjagd wurde aber jäh gestoppt, als Ty Ronning wegen eines Cross-Checks eine Spieldauer kassierte und Frankfurt somit die Möglichkeit gab, fünf Minuten lang in Überzahl zu agieren. Und die Löwen mit richtig guten Chancen, aber Jake Hildebrand baute „die Wand“ wieder auf und brachte seine ehemaligen Kollegen so zur Verzweiflung.
Als die Eisbären ein weiteres Mal in Unterzahl waren, schlugen die Eisbären eiskalt zu. Manuel Wiederer erkämpfte die Scheibe und fuhr den Angriff. Vor dem Tor hatte er das Auge für Yannick Veilleux, welche das 2:2 erzielte (39.).
In der selben Unterzahl legten die Eisbären direkt das 3:2 nach. Frankfurt bekam die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, Marcel Noebels legte sie in den Slot, wo Tobias Eder aus der Drehung erfolgreich abschloss – 3:2, nur 49 Sekunden später. Das Kuriose: Eder wollte eigentlich zum wechseln fahren, dann kam die Scheibe und er hämmerte sie einfach humorlos ins Netz.
Was für eine Moral der Eisbären und was für ein Ende im zweiten Drittel. Was für ein Spiel in Frankfurt, welches die Berliner mit zwei Shorthandern gedreht hatten.

Sorgte früh im Schlussdrittel für die Vorentscheidung und setzte am Ende auch den Schlusspunkt: Zach Boychuk (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Zach Boychuk beseitigt die letzten Zweifel

Nun waren die Gastgeber wieder gefordert, wollten sie etwas Zählbares in Frankfurt behalten. Doch der Weg wurde noch weiter. Konter der Eisbären über Zach Boychuk, welcher trocken abzog und Marvin Cüpper eiskalt tunnelte – 4:2 (45.).
Der elfte Auswärtssieg in Folge (!) rückte so immer näher. Zumal man defensiv wieder sehr kompakt stand und kaum mehr etwas von Frankfurt zuließ. Das war schon wieder sehr abgezockt, was die Eisbären inzwischen hier zeigten.
Frankfurt blieb weiterhin sehr bemüht, aber die Eisbären ließen die Angriffe der Hessen nach wie vor abprallen. Und so lief die Zeit gegen die Löwen. Die starteten dann aber doch noch mal eine Schlussoffensive und nahmen rund drei Minuten vor dem Ende Goalie Marvin Cüpper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das nutzten die Berliner durch Zach Boychuk zur endgültigen Entscheidung – 5:2 (58.). Damit war am Ende auch der elfte Auswärtssieg in Serie perfekt. Was für eine unglaubliche Serie auf fremden Eis!