2:3 in Köln: Die Eisbären stecken weiter in der Krise und somit im Tabellenkeller fest

Man wollte nach dem Sieg in Bietigheim eine Siegesserie starten, doch das klappte nicht. Die Eisbären Berlin verloren ihr Auswärtsspiel bei den Kölner Haien verdient mit 2:3 (2:2,0:1,0:0). Weil man erneut nicht über 60 Minuten sein Spiel durchzog, vor dem Tor nur für zehn Minuten im zweiten Drittel enorm viel Druck erzeugen konnte und defensiv nach wie vor zu fehlerbehaftet spielt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute zwei Rückkehrer im Line-up begrüßen. Verteidiger Marco Nowak stand in der Defensive wieder zur Verfügung. Und im Sturm gab Yannick Veilleux sein Debüt in dieser Saison. Was natürlich gleichbedeutend mit einigen Umstellungen im Kader war. Morgan Ellis und Julian Melchiori blieben als Verteidiger-Paar zusammen. Die anderen beiden Defensiv-Pärchen sahen wie folgt aus: Frank Hördler/Eric Mik, Jonas Müller/Marco Nowak.
In der Offensive blieben die ersten beiden Sturmreihen gleich – Marcel Noebels/Zach Boychuk/Leo Pföderl, Matt White/Alex Grenier/Kevin Clark. Die dritte Reihe bestand aus Rückkehrer Veilleux, Peter Regin und Giovanni Fiore. Und die nominell vierte Reihe bildeten Bennet Roßmy, Manuel Wiederer und Frank Mauer. Jan Nijenhuis war als 13. Stürmer im Kader dabei.
Im Tor stand Tobias Ancicka, Felix Noack saß als Back-up auf der Bank.

Die Ausgangslage war klar: Die Haie wollten Revanche nehmen für die 3:7-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen in Köln. Die Domstädter kamen mit dem Rückenwind des Last-Second-Derbysieg in Düsseldorf. Diesen vergoldete man mit einem knappen Auswärtssieg in Augsburg. Heute wollten die Haie nachlegen. Die Eisbären hingegen wollten nach ein paar Tagen Pause an den Auswärtssieg in Bietigheim anknüpfen.

Der Beginn der Partie war doch recht verhalten. Wenn was nach vorne ging, dann waren es die Haie, welche vor dem Berliner Tor auftauchten. Ohne dabei jedoch eine hochkarätige Chance zu haben.
Diese erspielten sich die Eisbären dann im ersten Powerplay. „One-Touch-Hockey“ der Berliner, Boychuk runter auf Clark, der quer rüber zu Noebels und der mit dem frühen 1:0 (8.). Das Überzahlspiel ist auswärts eben unheimlich stark, was auch hier wieder zum Vorschein kam. Und dann war es auch noch so ein Traumtor.
Doch die Haie fanden schnell eine Antwort. Zwei-auf-eins-Konter der Domstädter, Louis-Marc Aubry kam über links ins Angriffsdrittel, passte die Scheibe quer vors Tor, wo Andreas Thuresson die Kelle hin hielt – 1:1 (11.).
Köln blieb auch danach am Drücker und tauchte erneut zweimal gefährlich vor Tobias Ancicka auf. Doch der Berliner Goalie war zur Stelle. Auf der Gegenseite dann eine kuriose Szene. Bennet Roßmy brachte die Scheibe tief, Mirko Pantkowski wollte die Scheibe stoppen, aber sie rutschte ihm irgendwie unglücklich durch – 2:1 (15.). Da sah der Kölner Goalie natürlich überhaupt nicht gut aus, er selbst konnte das auch nicht glauben, als er sah, dass die Scheibe im Tor war. Glück für die Eisbären, Pech für die Haie. Aber jede Scheibe zum Tor ist eben eine gute…
Aber den Gastgebern bot sich die schnelle Chance zum erneuten Ausgleich, denn Köln bekam sein erstes Powerplay. Und das war gleich ein doppeltes Überzahlspiel. Köln fand direkt die Formation und kam zum 2:2. Schuss von der blauen Linie, Ancicka konnte die Scheibe nicht festhalten und Maximilian Kammerer staubte erfolgreich ab (17.). Die Haie danach weiterhin mit einem einfachen Powerplay, doch das überstanden die Eisbären ohne ein weiteres Gegentor.
So ging es nach torreichen 20 Minuten in die erste Drittelpause. Den Zuschauern wurde einiges geboten, Köln mit einem Chancenplus, von daher das 2:2 aus Berliner Sicht sogar ein wenig glücklich.

Im Mitteldrittel waren die Eisbären zunächst die gefährlichere Mannschaft. Von Beginn an die Berliner deutlich druckvoller als noch im ersten Drittel. Da hatte Mirko Pantkowski alle Hände voll zu tun. So bestimmten die Berliner die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels, ohne jedoch daraus Kapital zu schlagen.
Nachdem Powerbreak konnten die Domstädter das Spiel mal wieder in Richtung Berliner Drittel verschieben und sich dort auch festsetzen. Am Ende der Druckphase holten die Haie sogar eine Strafe heraus und hatten folglich das nächste Powerplay. Einmal war man da ja heute schon erfolgreich gewesen. Und auch dieses Powerplay sorgte durchaus ein-, zweimal für Gefahr vor dem Berliner Tor. Aber die Eisbären überstanden diese Unterzahl ohne Gegentor.
Nachdem die Gäste die ersten zehn Minuten bestimmten, waren es die Kölner, welchen die zweite Hälfte des Mitteldrittels gehörte. Und im Gegensatz zu den Eisbären konnten die Haie ihre Druckphase in ein Tor ummünzen. Nick Bailen stand auf der rechten Seite komplett frei, die Scheibe kam durch zu ihm und diese Chance ließ sich der Kölner Verteidiger nicht nehmen – 2:3 (39.). So lagen die Hauptstädter nach 40 Minuten mit 2:3 hinten.

Im letzten Drittel passierte zunächst nicht viel. Köln konzentrierte sich angesichts der Führung erst einmal um die Defensive und lauerte auf Fehler der Eisbären, um dann zu kontern. Die Berliner hingegen waren bemüht, fanden aber bis hierhin noch keinen Weg vorbei an der nun sehr kompakten Haie-Defensive.
Köln sorgte dann aber für das erste Highlight im Schlussdrittel. Bei den Eisbären stimmte die Zuordnung in der Defensive nicht, so kam Maximilian Kammerer über rechts relativ problemlos ins Angriffsdrittel und zum Abschluss. Sein Schuss klatschte an den Pfosten. Glück für die Eisbären, für die der Weg bei einem vierten Gegentreffer noch weiter geworden wäre.
Aber auch so taten sich die Berliner offensiv im letzten Drittel relativ schwer. Wenn es im Schlussdrittel gefährlich vor einem Tor wurde, dann war es das der Eisbären. Köln war dem vierten Treffer näher als die Eisbären dem Ausgleich.
Und es wurde nicht einfacher für die Berliner, denn vier Minuten vor dem Ende kassierte Marcel Noebels die nächste Strafzeit für die Eisbären. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine Strafzeit. Gerade bei diesem Spielstand. Doch die Hauptstädter überstanden diese Unterzahl schadlos, Köln kam zu keinem gefährlichen Abschluss.
Serge Aubin versuchte noch einmal alles, um hier doch noch die Verlängerung zu erreichen. Auszeit und Goalie raus. Und Köln kassierte 74 Sekunden vor dem Ende noch eine Strafzeit, weshalb die Eisbären mit zwei Mann mehr agieren konnten. Eine bessere Chance kann man nicht haben, um den Ausgleich zu erzielen. Gefährlich wurde es nochmal, aber am Ende sollte es nicht mehr reichen. Köln sicherte sich somit die drei Punkte.

Und das absolut verdient. Weil die Eisbären weiterhin ein Problem haben, ihre Spiel über 60 Minuten durchzuziehen. Im ersten Drittel hatten die Haie eine Chancenplus, da konnte man schon von Glück reden, nicht in Rückstand geraten zu sein. Nur in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels dominierten die Eisbären das Spiel und hatten gute Chancen. Nur konnte man diese nicht in Tore ummünzen. Das gelang aber Köln bei seiner eigenen Druckphase in den zweiten zehn Minuten des Mitteldrittels. Der Treffer war zugleich der Siegtreffer. Denn im Schlussdrittel fiel den Berlinern relativ wenig ein. Sie waren zwar bemüht, fanden aber keinen Weg vorbei an der kompakten Kölner Defensive.
So bleibt man weiter im Tabellenkeller hängen. Weil man offensiv zu wenig gezeigt hat und defensiv weiterhin zu unsortiert wirkt, was sich vor allem beim entscheidenden Treffer zum 2:3 zeigte, als Nick Bailen komplett frei stand. Es liegt also noch viel Arbeit vor den Eisbären, um sich endlich aus der Krise zu befreien.

7:3 in Köln: Die Eisbären zeigen die erhoffte Reaktion – Marcel Noebels und Alex Grenier jeweils mit einem Doppelpack – Tobias Ancicka entnervt die Kölner

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt: Am Sonntagnachmittag gewann der Deutsche Meister sein Auswärtsspiel bei den Kölner Haien mit 7:3 (3:1,2:0,2:2) und rehabilitierte sich somit für das blamable 2:4 gegen Bietigheim vom Freitagabend. Der Erfolg war ein Ergebnis einer starken, geschlossenen Mannschaftsleistung. Und doch muss man drei Spieler hervorheben: Goalie Tobias Ancicka, der mehrfach klasse Saves zeigte sowie die beiden Stürmer Marcel Noebels und Alex Grenier, welche jeweils doppelt trafen. 

Eisbären-Coach Serge Aubin stand heute kurzfristig Frank Mauer (krankheitsbedingt) nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Morgan Ellis in die Defensive zurück. Daher sahen die drei Defensiv-Pärchen wie folgt aus: Ellis/Geibel – Mik/Melchiori – Müller/F. Hördler.
In der Offensive ließ Aubin nur die vierte Reihe (Baßler/Barinka/Nijenhuis) zusammen. Alle anderen Reihen riss er auseinander. So kam es zur Wiedervereinigung von Marcel Noebels und Leo Pföderl. Alexandre Grenier war der Center in dieser ersten Reihe. In der zweiten Reihe spielten Matt White, Zach Boychuk und Kevin Clark zusammen. Fehlt noch die dritte Formation, da fand man Manuel Wiederer, Bennet Roßmy und Giovanni Fiore.
Im Tor bekam erneut Tobias Ancicka den Start, Juho Markkanen blieb ein weiteres Mal nur der Platz auf der Bank.

Die Ausgangslage war klar: Köln ging als Favorit in dieses Spiel. Die Domstädter waren vor dem Spiel Fünfter und hatten zudem alle vier bisherigen Heimspiele gewonnen. Für die Eisbären ging es darum, eine Reaktion zu zeigen nach der Blamage gegen Bietigheim. Trainer Serge Aubin war verständlicherweise mächtig angefressen nach dem Spiel gegen den Tabellenletzten am Freitagabend. „Inakzeptabel und peinlich. Wir müssen aufwachen. So dürfen wir nicht mehr spielen!„, sagte der Berliner Head Coach am Freitag nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Der Trainer hatte alles dafür getan und die Reihen ordentlich durcheinander gewirbelt.

Foto: Ela on Tour

Den Eisbären war hier vom ersten Bully weg das Bemühen anzumerken. Die Berliner waren offensiv ausgerichtet und versuchten Köln früh unter Druck zu setzen. Und als die Gäste in Überzahl waren, schlugen sie eiskalt zu. Marcel Noebels mit dem Pass an die blaue Linie zu Julian Melchiori, der links raus zu Zach Boychuk und der direkt wieder zurück. Melchiori mit dem Schuss und dem 1:0 (7.). Das so wichtige Führungstor für die Eisbären! Das sollte dem Selbstvertrauen der Jungs guttun.
Und es ging gleich so weiter. Eric Mik fuhr über links ins Angriffsdrittel, brachte die Scheibe vor das Tor, wo Neuzugang Alexandre Grenier zur Stelle war und auf 2:0 stellte (9.). Erstes Tor für die neue Nummer 82. Was für ein Traumstart der Eisbären in Köln!
Nun waren die Hausherren gefordert. Jon Matsumoto prüfte Tobias Ancicka, doch der fuhr seine Schoner aus und parierte dessen Schuss ohne größere Probleme. Direkt danach hatten die Domstädter ihr erstes Powerplay des Spiels. Und da sind sie durchaus gefährlich in dieser Saison. Es war nicht das beste Überzahlspiel, aber in Ansätzen war es zu sehen, was Köln in Überzahl leisten kann. Die Eisbären überstanden diese erste Unterzahl aber ohne Gegentor, ein-, zweimal war es aber durchaus gefährlich vor dem Tor von Tobias Ancicka.
Die Hausherren danach aber weiterhin am Drücker, die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp wollte hier noch im ersten Drittel den Anschlusstreffer erzielen. Aber bisher boten die Eisbären nicht viel an und wenn die Haie zum Abschluss kamen, war Tobias Ancicka zur Stelle.
In der Schlussphase hatten die Kölner dann das zweite Powerplay und da klingelte es. Gegen Andreas Thuresson konnte Tobias Ancicka noch stark retten, gegen den Schuss von Maximilian Kammerer war er dann aber machtlos. Weil der Schuss von Morgan Ellis ins eigene Tor abgefälscht wurde – 2:1 (17.).
Diesen Anschlusstreffer hatten sich die Hausherren auch redlich verdient. Doch die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Die Berliner ebenfalls in Überzahl und nach sieben Sekunden mit dem 3:1. Giovanni Fiore hatte abgezogen, Mirko Pantkowski ließ die Scheibe nur prallen und Marcel Noebels staubte eiskalt ab – 3:1 (19.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Foto: Ela on Tour

Im zweiten Drittel ging es offensiv weiter. Beide Teams waren darauf aus, schnell vor das gegnerische Tor zu kommen und suchten dort dann auch die Abschlüsse. Den besten hatten die Eisbären, wo Marcel Noebels zwei dicke Chancen liegen ließ. Die erste vergab er noch, bei der zweiten wollte er Leo Pföderl das Tor auflegen, da hätte er selbst abschließen müssen.
Fortan erspielten sich aber die Hausherren gute Chancen, die Hoffnung auf den Anschlusstreffer war da. Aber die Berliner Defensive hielt dem Kölner Druck stand.
Mitte des Spiels hätten die Eisbären beinahe das vierte Tor erzielt. Auf der einen Seite vergab Köln eine dicke Chance, direkt im Gegenzug ein 2-auf-0 der Eisbären, doch Giovanni Fiore vergab diese dicke Chance. Das wäre die perfekte Reaktion auf die Kölner Druckphase gewesen.
Nur wenige Augenblicke später eine ähnliche Situation. Köln mit der Doppelchance, Tobias Ancicka aber stark. Im Gegenzug Konter Berlin und Marcel Noebels eiskalt – 4:1 (31.).
Die Eisbären erwiesen sich hier heute als äußerst effektiv und machten die Tore immer genau zur richtigen Zeit. Köln hingegen verzweifelte mehr denn je an Tobias Ancicka, der seine Ambitionen als Berliner Nummer eins immer weiter untermauert.
Mit dem vierten Treffer zogen die Eisbären dem Kölner Offensivspiel so ein wenig den Stecker. Dieses nahm erst wieder an Fahrt auf, als die Haie zum Ende des Mitteldrittels ein erneutes Powerplay hatten. Der Druck war hoch, aber egal, was Köln versuchte, entweder die Schüsse gingen vorbei oder aber Teufelskerl Tobias Ancicka war zur Stelle.
Und wenn du deine Chancen vorne nicht nutzt, wirst du hinten bestraft. Zach Boychuk arbeitete die Scheibe von hinter dem Tor vor das Tor, wo Torjäger Matt White lauerte und irgendwie die klitzekleine Lücke zwischen Pantkowski und Torpfosten fand – 5:1 (39.).
Der Spielstand passte hier aber definitiv nicht zum Spielverlauf, denn Köln machte hier ein gutes Spiel. Doch die Eisbären glänzten mit ihrer Chancenverwertung und nahmen so eine souveräne Führung mit in die zweite Drittelpause.

Foto: Ela on Tour

Den Hausherren bot sich im Schlussdrittel nach fünf Minuten die XXL-Chance zum 2:5. Zwei Minuten lang hatten die Haie zwei Mann mehr auf dem Eis. Wollte Köln hier nochmal einen Fuß in die Tür bekommen, mussten sie diese doppelte Überzahl jetzt nutzen. Und das taten sie auch. Nick Bailen mit dem trockenen Handgelenkschuss, welchen David McIntyre zum 2:5 abfälschte (46.).
Die Kölner blieben im Anschluss bemüht, verlagerten das Spiel auch ins Berliner Drittel, aber die Defensive der Eisbären ließ wenig hochkarätiges vor dem Tor zu. Als Kölns Trainer Uwe Krupp rund neun Minuten vor dem Ende (!) seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, schlug Nick Bailen zu. Diesmal gehörte das Tor ihm – 3:5 (52.).
Auf einmal war hier wieder Spannung drin und die Haie bis auf zwei Tore dran an den Eisbären. Uwe Krupp zog erneut seinen Goalie und Köln blieb am Drücker. Die Eisbären wurden ins eigene Drittel gedrängt, doch Tobias Ancicka war hellwach.
2:26 Minuten vor dem Ende des Spiels setzte Grenier den Deckel drauf. Er versenkte die Scheibe im verwaisten Kölner Tor – 6:3 (58.). Bereits jetzt erweist er sich als enorm wichtige Verstärkung für die Eisbären. An ihm werden die Eisbären-Fans noch jede Menge Freude haben. Und die Reihe mit ihm, Noebels und Pföderl scheint gut zu harmonieren. Was auch die jeweils zwei Tore von Noebels und Grenier beweisen.
Was in diesem Spiel noch fehlte? Ein Tor von Giovanni Fiore, der den Deckel auch noch richtig verschloss. Mirko Pantkowski war erneut aus seinem Tor raus gewesen – 7:3 (60.). Danach war das Spiel vorbei und die Eisbären hatten die drei Punkte eingefahren.

Foto: Ela on Tour

Ein Sieg, den die Eisbären ihrer unglaublichen Effektivität vor dem Tor zu verdanken hatten. Köln schoss mit 46 Schüssen mehr als doppelt so viel wie die Eisbären auf das Tor, und doch verließen die Haie das Eis als Verlierer. Weil sie eben nicht so effektiv vor dem Tor waren wie die Eisbären. Und zudem bissen sich die Domstädter die Zähne am sehr starken Tobias Ancicka aus. Ohne einen Ancicka in Top-Form hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Denn Köln zeigte trotz allem ein starkes Heimspiel.
Die Eisbären hingegen haben die erhoffte Reaktion gezeigt. Man legte einen Traumstart in das Spiel hin und legte damit den Grundstein für den Sieg. Zudem war es heute auch enorm wichtig, dass die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt erzielt wurden. Vor allem im zweiten Drittel, als Köln zweimal dicke Chancen ausließ und die Eisbären im Gegenzug ihre Konter verwerteten. Das waren wieder die alten und vor allem kaltschnäuzigen Eisbären. Im letzten Drittel war man die meiste Zeit in die Defensive gedrängt, machte das aber sehr gut und sicherte sich somit am Ende dank einer geschlossenen und vor allem sehr starken kämpferischen Leistung drei Punkte in der Domstadt. Ein Sieg und eine Leistung, auf der man aufbauen kann.

4:0 gegen Köln: Die Eisbären Berlin ziehen ins Halbfinale ein!

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022Ausgabe #30:

HALBFINALE! Die Eisbären Berlin haben auch das dritte Viertelfinalspiel gegen die Kölner Haie gewonnen. Mit 4:0 (1:0,1:0,2:0) setzten sich die Hauptstädter durch und zogen damit ungefährdet ins Halbfinale. Auch heute konnten die Haie den Eisbären nichts entgegensetzen und so setzten sich die Berliner hoch verdient in drei Spielen durch.

Eisbären-Coach Serge Aubin rotierte auch im dritten Viertelfinalspiel wieder. Diesmal blieben Simon Després in der Defensive und Leo Pföderl in der Offensive draußen. Dafür rutschten Korbinian Geibel und Kevin Clark in den Kader. Geibel war als siebter Verteidiger dabei und Clark spielte in der dritten Reihe an der Seite von Blaine Byron und Yannick Veilleux. Dort spielte am Sonntag noch Dominik Bokk. Der nahm heute den Platz von Pföderl in der Top-Reihe neben Marcel Noebels und Zach Boychuk ein. Und Im Tor stand erneut Mathias Niederberger.

Die Vorzeichen vor Spiel 3 waren klar: Ein Sieg der Eisbären würde den Halbfinaleinzug bedeuten. Ein Sieg der Kölner Spiel 4 am Ostersamstag. Aber alle Anzeichen sprachen für einen Sieg der Hauptstädter, die ja bereits als Favorit in diese Serie und die gesamten Playoffs gestartet waren.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Und den besseren Start hatten einmal mehr die Eisbären. 2:35 Minuten waren gespielt, da blieb die Scheibe vor Justin Pogge liegen und Manuel Wiederer hämmerte sie ins Tor – 1:0 (3.). Das Tor war eine Kombination der vierten Reihe, denn die Assists gingen auf das Konto von Bennet Roßmy und Sebastian Streu. Secondary Scoring, in den Playoffs nochmal wichtiger als in der Hauptrunde.
Die Chance zum 2:0 ließen die Hauptstädter anschließend liegen, als man das erste Powerplay der Partie hatte, sich dabei aber wie erwartet schwer tat. Aber die Eisbären blieben bei gleicher Anzahl auf dem Eis am Drücker. Von Köln war rein gar nichts zu sehen. Dafür, dass es für die Haie hier um alles oder nichts ging, war das ganz schön wenig, was sie zeigten.
Mit zunehmender Spieldauer wurden auch die Zweikämpfe wieder härter und nickliger. Gerade die Domstädter fingen wieder an, ihre harte Gangart auszupacken. Auffällig vor allem Kapitän Moritz Müller, der wegen übertriebener Härte auch für das zweite Powerplay der Berliner sorgte. Dieses Überzahlspiel war deutlich zielstrebiger als das erste und sorgte auch ein-, zweimal für Gefahr vor dem Kölner Tor. Doch Tore fielen auch diesmal keine.
In der Schlussphase des Auftaktdrittels durften die Kölner dann mal Powerplay spielen, aber gegen das Penalty Killing der Eisbären ist derzeit kein Kraut gewachsen. Und beinahe hätte Giovanni Fiore einen Unterzahlkonter erfolgreich abgeschlossen. Doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. So blieb es beim verdienten 1:0 für die Hausherren nach 20 Minuten.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das zweite Drittel begann mit einem frühen Powerplay für die Eisbären, doch erfolgreich war auch dieses nicht. Dafür dann aber das nächste. Zunächst war es noch ein 4-3-Überzahlspiel, welches die Eisbären nicht nutzen konnten, das 5-4 dann aber schon. Matt White scheiterte noch, doch Zach Boychuk verwertete den Abstauber zum 2:0 (28.).
Die Berliner stellten also Mitte des Spiels die Weichen auf Halbfinale. Die Frage war ja auch, wie diese Kölner Mannschaft das Spiel hier noch drehen wollte. Denn es kam nichts von den Haien, dafür umso mehr von den Eisbären. Die waren zwischendurch drückend überlegen, konnten aber ihre Chancen nicht nutzen. Weil man es am Ende auch zu schön spielen wollte. Statt dem letzten Pass wäre der Schuss dann die bessere Option gewesen.
Was machte eigentlich Pat Sieloff, welcher am Dienstag von Yannick Veilleux noch verhauen wurde? Diesmal versuchte er sich mit Giovanni Fiore anzulegen, was beiden Spielern je zehn Minuten einbrachte. Da keine zehn Minuten mehr zu spielen waren, durften beide Spieler vorzeitig in die Kabine, was Sieloff aber dazu nutzen wollte, um Fiore erneut zu provozieren. Diesmal wurde ein Fight jedoch rechtzeig verhindert. Das war bis zu diesem Zeitpunkt das einzige, was von der Mannschaft von Uwe Krupp kam. Gefahr für dieses Spiel und das Ergebnis bestand daher nicht.
Ein Powerplay hätte die Haie zurück ins Spiel bringen können, aber die Eisbären verteidigten mit Mann und Maus und ließen rein gar nichts zu. Bei einem 2-auf-1-Konter wäre man zudem beinahe selbst erfolgreich gewesen.
Bereits im zweiten Drittel deutete wenig auf eine Aufholjagd der Kölner hin. Uwe Krupp wirkte auch nicht so, als hätte er eine Lösung parat, wie seine Mannschaft hier nochmal einen Fuß in dieses Spiel und die Serie bekommen könnte. Zu überlegen waren die Eisbären. Das einzige, was Köln überhaupt Hoffnung machen konnte, war der Spielstand. Aber dafür mussten sie auch mal für Torgefahr sorgen. Doch zwei Tore in zwei Spielen zeigten deutlich, wo der Schuh der Kölner u.a. drückt. Das wurde nochmal im Powerplay kurz vor der zweiten Drittelpause deutlich. Mit einem 0:2-Rückstand aus Kölner Sicht ging es in die zweite Pause.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Im letzten Drittel ging es für die Gäste nun um alles. Das Saisonende drohte. Und Köln kam engagiert aus der Kabine. Man wollte hier noch einmal alles versuchen und kam auch zu Abschlüssen. Aber Mathias Niederberger hielt sein Tor nach wie vor sauber. Ein Tor der Haie und die Partie wäre hier nochmal spannend geworden. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen, denn Zach Boychuk sorgte in der 45. Spielminute für die endgültige Entscheidung – 3:0.
Damit war auch so ein wenig die Luft raus aus der Partie. Die Eisbären ließen es von da an doch lockerer angehen. Köln wollte zwar, konnte aber nicht mehr zeigen. Auch die Domstädter wussten, dass deren Saison heute enden würde. Aber sie gaben immerhin nicht auf und kämpften bis zum Ende.
Uwe Krupp nahm rund sechs Minuten vor dem Ende seinen Goalie vom Eis, wollte also noch einmal alles riskieren. Aber das sorgte letztendlich für die Entscheidung. Giovanni Fiore versenkte die Scheibe im verwaisten Kölner Tor und ließ die Party in der Arena am Ostbahnhof vor fast 14.000 Zuschauern steigen – 4:0 (55.).
Denn damit stand endgültig fest, dass die Eisbären heute ins Playoff-Halbfinale einziehen würden. Und das letztendlich ungefährdet. Es blieb bis zum Ende beim 4:0-Heimsieg!

Ein absolut verdienter Sieg für die Eisbären, die das Spiel vom ersten Bully an im Griff hatten. Bei einer besseren Chancenverwertung, gerade im Mitteldrittel, wäre auch ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Köln konnte den Eisbären heute und in der gesamten Serie nichts entgegensetzen, was sie auch nur ansatzweise hätte gefährden können. Zwei Tore in drei Viertelfinalspielen sprechen eine deutliche Sprache. Einzig David McIntyre konnte die „Krake von Riga“ überwinden. Wenn du die Eisbären schlagen willst, brauchst du aber gefährliche Sturmreihen und die hatte Köln in allen drei Spielen nicht.
Und bei den Eisbären zeigte sich einmal mehr, wie tief der Kader besetzt ist. Auch ohne Leo Pföderl schossen die Hauptstädter vier Tore. Zudem ebnete die vierte Reihe mit dem 1:0 den Weg zum Sieg und letztendlich ins Halbfinale. Und doch haben die Eisbären ihr komplettes Potential in allen drei Spielen noch nicht abgerufen, weil sie es nicht mussten. Im Halbfinale wird ihnen ein schwerer Gegner gegenüber stehen, der ihnen mehr abverlangen wird. Doch bis es soweit ist, können die Eisbären ihre Akkus wieder aufladen.

5:1 in Köln! Die Eisbären gewinnen auch das zweite Spiel gegen Köln

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg vom Einzug ins Playoff-Halbfinale entfernt. Am Dienstagabend gewannen die Hauptstädter Spiel zwei der Viertelfinalserie bei den Kölner Haien absolut verdient mit 5:1 (2:1,2:0,1:0). Leo Pföderl ebnete den Weg zum Sieg mit seinem Führungstor nach nur 33 Sekunden. Danach geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. 

Zwei Tage nach dem 2:1-Auftaktsieg in der Viertelfinalserie gegen Köln änderte Trainer Serge Aubin sein Team auf zwei Positionen. Korbinian Geibel und Kevin Clark mussten diesmal auf der Tribüne Platz nehmen. Dafür rückten Nicholas B. Jensen und Bennet Roßmy in den Kader. Das führte auch zu Änderungen im Line-up. In der Defensive blieb nur das Duo Morgan Ellis/Jonas Müller zusammen. Rückkehrer Jensen verteidigte zusammen mit Kai Wissmann. Dessen Partner am Sonntag war Frank Hördler, welcher heute ein Verteidiger-Pärchen mit Eric Mik bildete. Am Sonntag verteidigte Mik noch zusammen mit Després. Der war heute nominell siebter Verteidiger.
In der Offensive blieb nur die Reihe um Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leo Pföderl zusammen. Matt White und Frans Nielsen bekamen mit Giovanni Fiore einen neuen Reihenpartner. Er ersetzte Kevin Clark, welcher wie bereits erwähnt heute überzählig war. Am Sonntag stand Fiore noch in der dritten Reihe zusammen mit Blaine Byron und Dominik Bokk. Diesen Platz nahm heute Yannick Veilleux ein. In Spiel eins war Veilleux noch in der vierten Reihe mit Sebastian Streu und Manuel Wiederer. Die letzten Beiden bildeten die vierte Reihe heute zusammen mit Bennet Roßmy.
Und im Tor blieb alles beim alten. Mathias Niederberger hütete auch in Spiel zwei das Berliner Gehäuse.

Foto: Haie-Pictures

Köln stand vor Spiel zwei bereits unter Druck. Denn eine weitere Niederlage heute auf heimischen Eis und am Donnerstag würde den Haien in Berlin das Saisonende drohen. Von daher erwarteten die Eisbären eine noch aggressivere Kölner Mannschaft als es noch in Spiel eins der Fall war. Dort war die Gangart der Domstädter doch zumeist hart an der Grenze. Aber die Eisbären hielten gut dagegen und genau das wollte man heute auch tun.

Foto: Haie-Pictures

Traumstart für die Berliner! Nach 17 Sekunden gab es die erste Strafzeit gegen Köln und nach 33 Sekunden stand es 1:0 für die Eisbären. Leo Pföderl staubte in Überzahl eiskalt ab (1.). Als wäre er nie weg gewesen. Und für die Stimmung in Köln war es natürlich ein erster Dämpfer in diesem so wichtigen Spiel.
Die Eisbären machten auch danach weiter Druck, waren hellwach von der ersten Sekunde an. Köln kam zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel, tat sich mit dem aggressiven Forechecking der Hauptstädter enorm schwer. Natürlich hatten sich die Domstädter den Start ins Spiel anders vorgestellt, der Schock saß sichtlich noch tief.
Ein zweites Powerplay konnten die Eisbären nicht nutzen und direkt danach schlug Köln aus dem Nichts zu. Ex-Eisbär Alex Roach hatte abgezogen und David McIntyre fälschte entscheidend ab – 1:1 (10.).
Die Haie danach mit zwei Überzahlspielen in Folge, aber wie stark das Penalty Killing der Eisbären ist, wussten auch die Kölner und so blieben beide Powerplays ungenutzt. Da hätte die Partie komplett gedreht werden können.
Danach war das Spiel ausgeglichener, beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Den Eisbären bot sich gegen Ende des ersten Drittels die Chance zur erneuten Führung, als man wieder in Überzahl ran durfte. Doch nutzen konnte man das nicht. Erst bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis rauschte Jonas Müller ins Angriffsdrittel und brachte die Gäste von der Spree wieder in Führung – 2:1 (19.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause. Nach der Schlusssirene gab es noch Provokationen auf beiden Seiten. Am Ende schnappte sich Marcel Müller Nicholas B. Jensen beim heraus fahren vom Eis und es gab den ersten Fight im Spiel. Beide durften nicht mehr weiterspielen, denn sie kassierten dafür je eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Aber auch Kölns Bacup Tomas Pöpperle erhielt eine Spieldauer.

Foto: Haie-Pictures

Köln kam druckvoll aus der Kabine und wollte schnell den Ausgleich erzielen. Doch die „Krake von Riga“ ließ keine Scheibe durch. Und die Eisbären? Die reagierten cool und nutzten eiskalt einen Fehler der Haie aus. Dominik Bokk mit dem lässigen Handgelenkschuss – 3:1 (26.). Die richtige Antwort auf den guten Beginn der Domstädter.
Danach waren die Eisbären wieder drin in ihrem Spiel und drückten ordentlich auf das Tempo. Man wollte früh für die Vorentscheidung sorgen. Doch das gelang nicht. Dafür gelang es den Berlinern aber, ein Powerplay der Haie ohne Gegentor zu überstehen. Das war die große Chance für die Hausherren, hier wieder einen Fuß ins Spiel zu bekommen.
Viel passierte danach nicht. Die Eisbären mussten nicht, Köln konnte nicht mehr zeigen. Zudem fehlte es den Hausherren an der Unterstützung der eigenen Fans. Fast durchgehend waren nur die Eisbären-Fans zu hören. Erst als die Domstädter rund vier Minuten vor der zweiten Drittelpause erneut ein Powerplay hatten, waren die Haie-Fans mal wieder zu hören. Aber Grund zum Jubeln hatten sie nicht, weil das Penalty Killing der Eisbären einfach nicht zu knacken war.
29 Sekunden vor der zweiten Drittelpause sorgten die Eisbären für die Vorentscheidung. Giovanni Fiore erkämpfte die Scheibe in der Bandenrundung, passte sie zu Matt White und wenn der zum Abschluss kommt, klingelt es meistens im gegnerischen Tor – 4:1 (40.).
Damit ging es dann auch in die Kabinen und während der zweite Sieg für die Eisbären zum Greifen nahe war, wurde der Weg für die Haie immer weiter.

Foto: Haie-Pictures

Zum Schlussdrittel wechselte Haie-Coach Uwe Krupp seinen Goalie. Justin Pogge ging raus, Niklas Lunemann kam zu seinem Debüt in der PENNY DEL. In Spiel 2 der Viertelfinalserie. Damit hatte der auch nicht gerechnet. Doch nach der Spieldauer gegen Backup Tomas Pöpperle musste er von der Tribüne rein in die Ausrüstung und ab auf die Bank. Und zu Beginn des dritten Drittels stand er plötzlich zwischen den Pfosten. Was für ein Tag für den jungen Goalie.
3:03 Minuten konnte er sein Tor sauber halten. Dann kam Jonas Müller an die Scheibe und zog trocken ab – 5:1 (44.).
Danach passierte relativ wenig. Köln konnte nicht mehr zeigen und die Eisbären mussten nicht mehr zeigen, zu deutlich war die Führung. Selbst ein Powerplay rund acht Minuten vor dem Ende der Partie ließen die Haie ungenutzt. Weil die Eisbären erneut ein starkes Penalty Killing zeigten.
Spielerisch gab es danach nichts mehr zu sehen. Aber Yannick Veilleux schnappte sich noch Pat Sieloff, nachdem der seine fünfminütige Strafe abgesessen hatte. Der Grund: Sieloff hatte Manuel Wiederer vollkommen unnötig und unsauber gecheckt. Veilleux hatte ihn schon auf dem Eis und auf der Strafbank mit Sprüchen belegt, nachdem Sieloff wieder auf dem Eis war, wartete bereits Veilleux auf ihn und feierte einen eindeutigen Punktsieg. Man solle sich eben nie mit einem Eisbären anlegen.
Kölns Coach Uwe Krupp sorgte nach dem Spiel dafür, dass es keine weitere Auseinandersetzung auf dem Eis gab. Er schickte seine Jungs sofort in die Kabine. Doch eine Fortsetzung könnte am Donnerstag folgen.

Foto: Haie-Pictures

Ein rundum verdienter Sieg für die Eisbären. Der Traumstart nach 33 Sekunden ebnete letztendlich den Weg zum zweiten Sieg. Die Eisbären standen hinten sehr kompakt und nutzten vorne nicht nur ihre Chancen eiskalt. Nein, sie bestraften auch die Kölner Fehler eiskalt. Die Haie taten sich bei eigenem Powerplay schwer und konnten zudem mal wieder ihre Chancen nicht nutzen. Die Tiefe im Kader der Eisbären macht sich eben deutlich bemerkbar.
So stehen die Eisbären nun vor dem Einzug ins Playoff-Halbfinale. Am Donnerstag kann dieser mit einem weiteren Sieg perfekt gemacht werden. Doch davor stehen noch mindestens 60 Minuten harte Arbeit. Und „hart“ wird auch das Stichwort für das Spiel sein, denn da hat sich so einiges aufgestaut und droht am Donnerstag in Berlin zu eskalieren. Für die Eisbären heißt es dann, kühlen Kopf zu bewahren und den Sack einfach zuzumachen.

2:1 gegen Köln: Marcel Noebels und Leo Pföderl schießen die Eisbären zum ersten Sieg in der Viertelfinalserie

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022Ausgabe #29:

Die Eisbären Berlin haben das erste Viertelfinalspiel gegen die Kölner Haie knapp aber verdient mit 2:1 (0:0,2:0,0:1) gewonnen. Den Grundstein für den Sieg legte man im zweiten Drittel, als man die beiden Tore erzielte. Nach dem Anschlusstreffer der Haie musste man nochmal kurz zittern, brachte aber den ersten Sieg sicher über die Ziellinie.

Die große Frage vor dem ersten Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen Köln war die, welche beiden Importspieler bei den Berlinern auf der Tribüne Platz nehmen mussten. Denn Trainer Serge Aubin hatte den vollen Kader zur Verfügung und da nur neun Importspieler eingesetzt werden durften, musste Aubin sich für zwei Spieler entscheiden, welche nicht spielen durften. Die Entscheidung fiel auf Nicholas B. Jensen und Johan Södergran. Auf Södergran hatte ich ja bereits im Podcast bei den Kollegen Tube und Marcus von Sharkbite getippt. Das Jensen gestrichen wurde, überraschte dann doch schon etwas. Aubin entschied sich für sieben Verteidiger und zwölf Stürmer. Kobrinian Geibel stand als siebter Verteidiger im Line-up. Und im Sturm stand natürlich die Rückkehr von Leo Pföderl im Mittelpunkt. Neben Södergran waren auch Mark Zengerle, Marco Baßler und Bennet Roßmy überzählig. Im Tor stand erwartungsgemäß Mathias Niederberger.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Eisbären hatten wie schon in der Vorsaison alle vier Spiele gegen die Haie in der Hauptrunde gewonnen. Doch letztendlich zählt das in den Playoffs nicht mehr. Denn da geht die Saison von vorne los und jede Mannschaft hat die Chance auf die Deutsche Meisterschaft. Dass es heute ausgerechnet gegen Köln ging, damit hatte vor ein, zwei Monaten keiner gerechnet. Da zitterten die Domstädter viel mehr um den Klassenerhalt in der DEL als dass sie von der Meisterschaft träumen durften. Doch die Mannschaft von Uwe Krupp hatte rechtzeitig ihre Form gefunden und die letzten fünf Spiele in Serie gewonnen. Darunter auch die beiden Siege in der ersten Playoff-Runde gegen Ingolstadt, welche Köln überhaupt erst ins Viertelfinale brachten. Die Eisbären hingegen konnten nur drei der letzten fünf Spiele gewinnen. Zudem hatten die Hauptstädter eine Woche Pause. Ob das nun ein Vor- oder ein Nachteil sein würde, dass sollte die Partie zeigen.

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Schon vorm ersten Bully gab es aber erstmals Gänsehaut-Feeling bei der Eisbären-Hymne. Das Fahnenmeer in der Hartmut-Nickel-Kurve stimmte schon einmal ein auf diese Playoff-Serie. Und auch vom ersten Bully an war die Stimmung auf über 100 Prozent. Die Arena am Ostbahnhof war der erwartete Hexenkessel, der den Haien Angst machen sollte.
Auf dem Eis war sofort Zweikampfhärte angesagt. Die Checks wurden zu Ende gefahren. Vor dem Tor wurde immer wieder aufgeräumt. Und Alexander Oblinger lieferte sich einen Fight mit Jonas Müller. Hier war also sofort Pfeffer drin im Spiel. Aber damit war zu rechnen, da die vier Hauptrundenspiele schon sehr physisch waren. Gerade die Haie waren zu Beginn sehr aggressiv unterwegs. Teilweise hart an der Grenze. Aber die Eisbären hielten gut dagegen und ließen sich nichts gefallen. Es ist halt Playoff-Zeit und das merkte man von Beginn an.
Worauf es in den Playoffs auch ankommt? Auf die Special Teams! Und die Berliner hatten nach dem Powerbreak das erste Powerplay der Partie, doch es blieb dabei, dass man daran nach wie vor arbeiten muss, wenn das ein Faktor in dieser Serie werden soll.
Beim zweiten Powerplay, was nur eine Minute lang war, hatte wenigstens Kapitän Frank Hördler eine gute Chance, fand aber in Justin Pogge seinen Meister. Das Haie-Powerplay, welches zuvor auch nur eine Minute dauerte, sorgte ebenso für eine gute Möglichkeit. Aber noch waren die Überzahlspiele beider Mannschaften nicht gefährlich genug.
Gefährlich wurden die Haie nur beim zwischenzeitlichen 4-4 auf dem Eis, als Mathias Niederberger in höchster Not rettete. Und das gleich zweimal gegen allein vor ihm stehende Kölner Spieler. Wahnsinn, die Krake von Riga!
Torlos endeten die ersten 20 hart umkämpften Minuten. Spielerisch hatte die Partie also noch jede Menge Luft nach oben.

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27 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da fegte ein Jubel-Orkan durch die Arena am Ostbahnhof. Köln mit dem Scheibenverlust im eigenen Drittel, Marcel Noebels und Leo Pföderl spielten mit einem klasse Doppelpass die Kölner Defensive schwindelig und die Nummer 92 schoss ein zum 1:0 (21.).
Das war natürlich der perfekte Start ins zweite Drittel für die Hausherren. Und die Hauptstädter blieben am Drücker und wollten sofort noch ein Tor nachlegen. Doch das gelang ihnen nicht.
Köln bekam dann sein zweites Überzahlspiel und so die Chance zum Ausgleich. Aber wenn man sich um eins keine allzu großen Sorgen machen muss, dann um das Penalty Killing der Eisbären.
Die Hälfte war gespielt, da klingelte es erneut im Kölner Tor. Morgan Ellis hatte per Onetimer von der blauen Linie abgezogen und Rückkehrer Leo Pföderl fälschte die Scheibe entscheidend ab – 2:0 (31.). Marcel Noebels hatte den Pass auf Ellis gespielt und somit auch hier seinen Anteil am Tor.
Der Spielstand entsprach nun auch dem Spielverlauf, denn die Hauptstädter hatten im Mitteldrittel deutlich einen Gang hoch gefahren und für mehr Torgefahr als noch im Auftaktdrittel gesorgt.
Mathias Niederberger musste eigentlich nur zweimal entscheidend eingreifen. Einmal gegen David McIntyre, der frei vor ihm auftauchte und einmal gegen Alexander Oblinger, wo er seine Fanghand auspackte und die Scheibe weg fischte.
Zum Ende hin präsentierte das Penalty Killing der Eisbären nochmal eindrucksvoll, wie man Unterzahl spielt. Keinen gegnerischen Schuss zugelassen und fast mehr die Scheibe in den eigenen Reihen gehabt als Köln. Das sagt schon so einiges über dieses zweite Drittel aus, welches mit einer 2:0-Führung für die Eisbären endete.

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Im Schlussdrittel waren die Eisbären offensiv ausgerichtet. Sie wollten früh für die Entscheidung sorgen. Doch weder in Überzahl noch bei gleicher Anzahl auf dem Eis klappte das trotz guter Chancen. Von Köln war in dieser Phase wenig zu sehen. Viel mehr waren die Domstädter in der Defensive beschäftigt und hatten dort alle Hände voll zu tun mit den Angriffen der Eisbären. Gefühlt lief Köln nur noch hinterher.
Doch danach flachte die Partie wieder ab, wirkte etwas zerfahren. Die Härte auf dem Eis nahm wieder mehr zu. Torraumszenen gab es eher weniger zu sehen.
Die wohlmöglich letzte Chance, nochmal einen Fuß in dieses Spiel zu bekommen, bot sich den Kölnern neun Minuten vor dem Ende, als sie in Überzahl ran durften. Und Marcel Müller hatte da die dicke Chance, doch Niederberger fuhr die Schoner aus und verhinderte den Anschlusstreffer. Für mehr Gefahr sorgten die Domstädter nicht.
Rund sechs Minuten vor dem Ende war es dann aber doch passiert. Luis Üffing hatte von der blauen Linie abgezogen, Mathias Niederberger konnte die Scheibe nicht parieren und sie lag kurz frei vor dem Tor. David McIntyre schaltete am schnellsten und brachte die Hoffnung zurück nach Köln – 2:1 (54.).
Nun war hier also nochmal Spannung drin in der Partie. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm Haie-Coach Uwe Krupp seine Auszeit, um seine Jungs auf die letzten knapp zwei Minuten einzustimmen. Justin Pogge blieb anschließend gleich auf der Bank. Köln versuchte also mit sechs Mann, die Verlängerung in Spiel eins zu erzwingen. Und es wurde auch nochmal brenzlig vor dem Berliner Tor, aber die Krake von Riga hielt sein Tor bis zur letzten Sekunde sauber und sicherte somit den Auftaktsieg in der Viertelfinalserie.

Ein am Ende knapper aber verdienter Sieg für die Eisbären. Im ersten Drittel bestimmte noch die Zweikampfhärte das Spiel. Da bekam man wenig Torchancen zu sehen. Im zweiten Drittel schalteten die Eisbären einen Gang hoch und hatten das Spiel im Griff. Das spiegelte sich dann auch im Ergebnis wider. Im letztem Drittel plätscherte die Partie bis zum Anschlusstreffer nur so vor sich hin. Erst danach wurde es noch einmal spannend, aber die Berliner ließen nichts mehr zu und brachten das knappe 2:1 über die Zeit.

Effektiv und Eiskalt vor dem Tor: Die Eisbären Berlin fegen die Kölner Haie mit 7:1 vom eigenen Eis

So kann man nach einer vierwöchigen Pause zurück in den Ligabetrieb kommen: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Kölner Haien deutlich mit 7:1 (2:0,3:0,2:1) gewonnen und damit einen weiteren Sieg auf fremden Eis gefeiert. Beide Mannschaften hatten dicke Chancen, aber während Köln seine dicken Chancen vergab, nutzten die Berliner ihre Chancen eiskalt aus. 

Chefcoach Serge Aubin musste im Vergleich zum letzten Ligaspiel vor über vier Wochen beim EHC Red Bull München auf die beiden Olympia-Fahrer Morgan Ellis und Leo Pföderl verzichten. Ellis kam erst am Sonntag zurück in die Hauptstadt und wurde heute geschont, Pföderl hat eine kleine Verletzung, welcher aber nicht schlimm ist, wie Aubin am Tag vor dem Auswärtsspiel in der Domstadt sagte. Aber es gab auch gute Nachrichten, denn mit Zach Boychuk und Frans Nielsen kehrten zwei Spieler zurück ins Line-up.
Den Platz von Pföderl in der ersten Reihe neben Marcel Noebels und Blaine Byron nahm Mark Zengerle ein. Rückkehrer Nummer eins, Zach Boychuk, stürmte als Center zwischen Yannick Veilleux und Kevin Clark in der zweiten Formation. Matt White und Giovanni Fiore bildeten in München noch die zweite Reihe zusammen mit Mark Zengerle. Heute stürmten sie in der dritten Angriffsreihe zusammen mit Center und Rückkehrer Nummer zwei Frans Nielsen. Die vierte Reihe bestand aus den Youngsters Sebastian Streu, Manuel Wiederer und Marco Baßler.
Den Platz von Morgan Ellis in der Defensive neben Nicholas B. Jensen nahm Eric Mik ein. Die weiteren Verteidiger-Pärchen bildeten Kai Wissmann und Jonas Müller sowie Frank Hördler und Simon Després. Und im Tor stand erneut Mathias Niederberger.

Beide Teams trafen zum vierten und letzten Mal in der Hauptrunde aufeinander. Alle drei bisherigen Duelle gingen an die Eisbären – 5:3 und 3:1 in der Hauptstadt sowie 2:1 in Köln. Gelang den Eisbären heute der vierte Sieg im vierten Spiel?
Die Haie hatten allerdings einen kleinen Vorteil, absolvierte die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp doch schon zwei Spiele nach der Olympiapause. Und am Sonntag beendeten die Domstädter mit einem 4:3-Sieg gegen Iserlohn ihre zehn Spiele andauernde Niederlagenserie und holten zudem den ersten Dreier seit 15 Ligaspielen. Es war also die Frage, ob Köln durch den Rhythmus oder aber die Eisbären durch das ausgeruht sein im Vorteil waren. Anders herum hätte es auch eine Kraftfrage sein können, denn für Köln war es das dritte Spiel in fünf Tagen.

Den Beginn dominierten aber erst einmal die Eisbären, die hoch konzentriert aus der Kabine kamen, Köln sofort unter Druck setzten und auch schon zweimal für Gefahr vor dem Tor von Ex-Eisbären-Goalie Tomas Pöpperle sorgten. Und für diese starke Anfangsphase belohnten sich die Hauptstädter mit dem frühen 1:0. Kapitän Frank Hördler hatte von der blauen Linie abgezogen und die Scheibe schlug hinter Pöpperle im Tor ein (6.). Evtl. war die Scheibe noch von Mark Zengerle abgefälscht, aber egal, Tor ist Tor, egal wer es macht.
Die Hausherren hatten aber direkt die Chance zum Ausgleich, als Nicholas B. Jensen die erste Strafzeit der Partie kassierte. Ja, die Sache mit den Strafen schien sich auch nach Olympia fortzusetzen. Köln mit einem starken Überzahlspiel, aber Jon Matsumoto, Maury Edwards und vor allem Andreas Thuresson ließen gute Chancen liegen.
Galt aber nicht für die Berliner, die äußerst effektiv und eiskalt vor dem Tor auftraten. Zwei-auf-Eins-Konter der Eisbären, Blaine Byron schickte einen Kölner Verteidiger gekonnt ins Leere, hatte dann noch das Auge für Mark Zengerle am rechten Pfosten und der schoss die Scheibe mühelos ins leere Tor . 2:0 (13.).
Köln im weiteren Verlauf durchaus bemüht, aber die Defensive der Eisbären gab wenig Chancen ab und wenn die Haie Schüsse auf das Tor feuerten, war Mathias Niederberger zur Stelle. So blieb es beim 2:0 nach 20 Minuten, was die Berliner ihrer Effektivität zu verdanken hatten.

Zu Beginn des Mitteldrittels bot sich den Hauptstädtern früh die Chance zur Vorentscheidung, denn man hatte das erste Überzahlspiel. Colin Ugbekile wollte Zach Boychuk „verkloppen“, bekam dafür aber 2+2-Minuten während Boychuk nur zwei Minuten kassierte. Das Powerplay der Berliner ist ja noch mit die größte Baustelle im Team des Tabellenführers. Doch das hier sah schon sehr gut aus, die Scheibe lief gut und man spielte es mit viel Übersicht und vor allem viel Ruhe. Und gerade als die Haie wieder komplett waren, schlug Kevin Clark nach starkem Zuspiel von Marcel Noebels zu – 3:0 (23.).
Der denkbar schlechteste Start für die Hausherren. Und es kam noch dicker. Jonas Müller wurde am linken Bullykreis angespielt, hatte zu viel Platz und Zeit, konnte sich die Ecke aussuchen und erhöhte auf 4:0 (25.). Dem Treffer folgten prompt die ersten Pfiffe der 4.000 Zuschauer in der Lanxess Arena.
Diesen Schock mussten die Haie natürlich erst einmal verdauen. Aber Marcel Müller – ja, ihr ahnt es, auch ein Ex-Eisbär – wäre beinahe Nutznießer eines Fehlpasses von Frank Hördler geworden. Doch Müller schoss frei vor Niederberger am Tor vorbei. Wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht.
Und wenn du Erster bist, dann klappt alles. Blaine Byron auf Marcel Noebels, der hoch zu Nicholas B. Jensen und der Däne nahm genau Maß – 5:0 (31.). Der erste Saisontreffer für Jensen, was an seinem Jubel deutlich zu erkennen war.
Danach war der Arbeitstag des einen Ex-Eisbären Tomas Pöpperle beendet. Mit Justin Pogge kam ein weiterer ehemaliger Eisbär zwischen die Pfosten. Und der verhinderte vier Minuten vor der zweiten Pause ganz stark gegen Yannick Veilleux, der auf einmal frei vor ihm stand und zum Abschluss kam.
Den Gastgebern war die Bemühung hier nicht abzusprechen, aber ihnen fehlte es eben einfach am Glück im Abschluss – selbst bei besten Chancen. So war die Partie im Grunde bereits nach 40 Minuten entschieden, denn die Eisbären nahmen eine 5:0-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel mussten die Haie gleich einmal früh wieder in Unterzahl ran. Doch das nutzten die Hausherren zum Ehrentreffer. Und natürlich war es eine Co-Produktion zweier Ex-Eisbären. Landon Ferraro schickte Mark Olver auf die Reise und der behielt vor Niederberger die Nerven. Er schob dem Berliner Schlussmann die Scheibe durch die Schoner – 1:5, eine Sekunde vor Ablauf der Strafe gegen Köln (45.).
Die Haie hatten sich für den Schlussabschnitt viel vorgenommen, wollten zumindest dieses Drittel für sich entscheiden und so mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen. Der Einsatz stimmte auf jeden Fall und man spielte weiter nach vorne. Die Eisbären waren in den letzten 20 Minuten nur selten vor dem Tor von Justin Pogge zu sehen. Vielmehr konzentrierte sich die Mannschaft von Coach Serge Aubin jetzt auf die Defensive. Allerdings nicht unbedingt immer mit der nötigen Entschlossenheit. Jedenfalls kamen die Kölner manchmal zu einfach vor das Tor und zu Chancen. Mathias Niederberger blieb jedoch die gesamte Spielzeit über hoch konzentriert und entschärfte auch beste Kölner Möglichkeiten.
Entschlossen war man dann aber wieder vor dem gegnerischen Tor. Matt White holte von links mal kurz zum Schlagschuss aus und zimmerte die Scheibe in die Ecke – 6:1 (54.). Die Eisbären trafen also auch in einem bis dahin nicht wirklich guten Drittel, aber auch das macht Spitzenmannschaften eben aus. Man traf mitten in der Drangphase der Kölner. Damit war dann natürlich auch der Kölner Schwung weg und die Eisbären sorgten 58 Sekunden vor dem Ende sogar noch für das 7:1 durch Matt White.

Ein am Ende verdienter Auswärtssieg für die Eisbären Berlin. Diesen hatte man seiner Effektivität und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zu verdanken. Denn während Köln ebenso dicke Chancen hatte, diese aber eben nicht nutzen konnte, waren die Berliner vor dem Tor eiskalt. So hatte man die Partie bereits nach 40 Minuten für sich entschieden. Im Schlussdrittel ließ man es dann zunächst deutlich zu locker angehen und Köln so zum Ehrentreffer kommen. Doch dann zog man das Tempo nochmal kurz an und legte die Treffer Nummer sechs und sieben nach. Marcel Noebels ragte man vier Torvorlagen heraus.

2:1 in Köln! Nicht gut gespielt, aber dennoch drei Punkte geholt

Die Eisbären Berlin haben das Eishockey-Jahr 2021 mit einem Auswärtssieg beendet. Bei den Kölner Haien setzte man sich mit 2:1 (0:0,1:1,1:0) durch und festigte damit die Tabellenführung in der PENNY DEL. Dass es am Ende drei Punkte werden, damit hatte man nach 40 Minuten aber noch nicht rechnen können. Denn die Spieler und auch Trainer Serge Aubin waren sich darüber einig, dass Köln eigentlich die bessere Mannschaft war. Am Ende war es jedoch das Schlussdrittel, was den Berlinern die letzten drei Punkte im Jahr 2021 sicherte. 

Nach torlosem Auftaktdrittel ging Köln früh im Mitteldrittel in Überzahl durch Sebastian Uvira in Führung. Der Stürmer hatte einen Schuss von der blauen Linie von Maury Edwards entscheidend abgefälscht (22.). Rückkehrer Blaine Byron sorgte jedoch in der 31. Spielminute für den Ausgleich. Im dritten Drittel nutzten die Eisbären dann eine Matchstrafe gegen Ex-Eisbär Mark Olver, um dieses Spiel für sich zu entscheiden. Kevin Clark war es am Ende, welcher das 2:1 erzielte.

Clark war zwar der Torschütze des Siegtreffers, doch dass man überhaupt noch die Chance auf drei Punkte hatte, war vor allem Goalie Mathias Niederberger zu verdanken, der von allen am Ende gelobt wurde. So auch von Trainer Serge Aubin: 

Ich freue mich über die drei Punkte. Köln war heute aber sehr stark und die bessere Mannschaft. Die ersten beiden Drittel haben wir nicht gut gespielt, vor allem das Startdrittel hat sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Im Schlussabschnitt waren wir dann etwas besser. Respekt an meine Spieler, sie haben einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Mathias Niederberger hat herausragend gehalten.

Das konnte man in dieser Saison schon mehrfach sehen, dass die Eisbären immer wieder einen Weg finden, Spiele zu gewinnen, in denen sie nicht ihr bestes Eishockey zeigen. Oder aber, wo sie nur ein oder zwei Drittel ihre Leistung abrufen. Und trotzdem stehen die Eisbären auf Platz Eins in der PENNY DEL, obwohl sie noch nicht ihr bestes Eishockey spielen. Noch immer hat man ordentlich Luft nach oben. Sei es bei den Heimspielen, wo es noch nicht so gut läuft wie auswärts in dieser Saison. Oder aber beim Powerplay, was mal wieder ein großes Sorgenkind ist. Oder aber die schwankenden Leistungen, dass man es eigentlich selten schafft, mal über 60 Minuten sein Spiel konstant durchzuziehen. Wenn diese ganzen Sachen nun auch noch besser werden, dann macht man den Berlinern den Platz an der Sonne so schnell nicht streitig.

Sieg-Torschütze Kevin Clark meinte nach dem Spiel auch, dass es nicht das beste Spiel gewesen sei, man aber glücklich über die drei Punkte sei:

Es war eine intensive und körperbetonte Partie. Die Special Teams haben heute den Unterschied ausgemacht. Unser Unterzahlspiel hat sehr gut funktioniert. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir sind sehr glücklich über die drei Punkte. Ich freue mich über mein Tor und dass ich meiner Mannschaft zum Sieg verhelfen konnte. Mathias Niederberger hat uns einige Male im Spiel gehalten.

Und der Berliner Goalie fand es ein sehr schweres Spiel in Köln, sah aber im Schlussdrittel den Grund für den nächsten Auswärtssieg:

Das war wirklich schwierig, weil am Anfang ist Köln gekommen. Die waren wirklich bereit, das Spiel zu übernehmen und zu gewinnen. Aber wir haben dagegen gehalten, haben aber ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Im dritten Drittel haben wir dann dominiert und das war ausschlaggebend dafür, dass wir gewinnen konnten.

Was aber macht die Hauptstädter so stark auf gegnerischem Eis, wo man elf Siege eingefahren und nur dreimal verloren hat? Dabei holte man nur einmal keine Punkte auf fremden Eis. Mathias Niederberger mit seiner Erklärung dazu:

Wir sind relativ kompakt und dann zwingen wir die Gegner zu Fehlern. Wir sind früh am Mann, wenn die aufbauen und dann kriegen wir große Chancen, weil der Gegner normalerweise zuhause immer ein bisschen offener spielt. Wir schaffen es dann immer ein Tor zu schießen, was uns das Spiel dann öffnet. 

Dass es gestern aber noch mit einem Auswärtssieg klappte, war am Ende doch auch ein wenig glücklich, wie Verteidiger Kai Wissmann nach dem Spiel zu gab:

Vor allem im ersten Drittel war es eins der schlechtesten Drittel von uns in dieser Saison. Aber Mathias hat uns grandios im Spiel gehalten, vor allem im ersten Drittel aber auch danach natürlich. Im dritten Drittel haben wir dann gut gespielt, haben auch vorne Druck aufbauen können. Das zweite Drittel war auch schon einen Tick besser, aber auch nicht so, wie wir spielen wollen. Am Ende sicherlich ein bisschen glücklich der Sieg. 

 

3:1! Die Eisbären gewinnen mit einer durchschnittlichen Leistung das Verfolgerduell gegen Köln

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022 – Ausgabe #14:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Heimspiel gegen die Kölner Haie in dieser Saison gewonnen. Am Ende setzte man sich vor 2.500 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof mit 3:1 (1:0,1:1,1:0) durch und feierte damit den zweiten Sieg in Serie. Am Ende reichte eine durchschnittliche Leistung zu drei Punkten. 

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin konnte heute wieder auf Stürmer Frans Nielsen zurückgreifen. Er nahm den Platz in der zweiten Reihe zwischen Kevin Clark und Matt White ein. Dort spielte am Sonntag in Schwenningen noch Mark Zengerle. Der rückte heute in die dritte Formation zwischen Giovanni Fiore und Simon Després. Dort ersetzte er Sebastian Streu, welcher gegen Köln in der vierten Reihe zusammen mit Marco Baßler und Manuel Wiederer spielte. Korbinian Geibel rückte dafür auf die Position des siebten Verteidigers. Ansonsten ließ Aubin alles beim alten. Die neue Paradereihe um Yannick Veilleux, Marcel Noebels und Leo Pföderl blieb ebenso zusammen wie alle drei Verteidiger-Pärchen. Im Tor stand erneut Mathias Niederberger, nur auf der Back-up-Position nahm heute mal wieder Tobias Ancicka Platz. Dort saß am Sonntag bei den Wild Wings noch Leon Hungerecker.

Soviel also zur Aufstellung der Eisbären. Uns erwartete heute ein absolutes Spitzenspiel. Nicht nur, weil mit den Eisbären und Köln zwei Traditionsvereine aufeinander trafen. Nein, auch tabellarisch gesehen war es ein Top-Spiel, traf doch der Vierte auf den Fünften. Beide Teams hatten bisher 47 Punkte eingesammelt. Und das erste Aufeinandertreffen in der Hauptstadt ging mit 5:3 an die Eisbären. An die Leistung vom Spiel damals durften die Berliner heute sehr gerne anknüpfen.

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Die Domstädter traten jedoch ersatzgeschwächt an, hatten nur vier etatmäßige Verteidiger im Aufgebot. Mit Alexander Oblinger half ein Stürmer als fünfter Verteidiger in der Defensive aus. Oblinger war einer von insgesamt sechs ehemaligen Eisbären-Spielern im Line-up der Haie.
Die Hausherren waren sofort drin im Spiel und nach fünf Minuten ertönte erstmals die Tor-Musik in der Arena am Ostbahnhof. Kevin Clark bediente Rückkehrer Frans Nielsen im Slot, der zog direkt ab und sein Onetimer schlug hinter Justin Pogge im Tor ein – 1:0 (5.).
Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Eisbären, die hier viel Druck ausübten, sich immer wieder im Kölner Drittel festsetzen konnten. Die Haie hatten zu Beginn arge Probleme, waren zumeist einen Schritt langsamer als die Eisbären und konnten nur selten für Entlastung sorgen.
Doch die Kölner konnten sich aus der Umklammerung befreien und hatten in der achten Spielminute die erste dicke Chance durch Maximilian Kammerer, doch Mathias Niederberger fuhr die Schoner aus und machte sie ganz lang. Ein klasse Save von der „Krake von Riga“, welcher ihm natürlich Applaus von den Rängen einbrachte.
Fortan ging es hin und her, beide Mannschaften suchten auch mal den Abschluss, vom Hocker riss das Geschehen auf dem Eis aber keinen so wirklich. Das optische Übergewicht gehörte zwar den Eisbären, doch noch machten sie zu wenig daraus. Was aber bis hierhin nicht schlimm war, denn man führte ja durch das Nielsen-Tor mit 1:0 nach den ersten 20 Minuten gegen die Domstädter.

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Das Mitteldrittel begann aus Berliner Sicht äußerst unglücklich. Moritz Müller hatte vor dem Tor nachgesetzt und er war am Ende auch der Torschütze, doch letztendlich war es Marcel Noebels, welcher die Scheibe über die eigene Linie drückte – 1:1 (22.). Ein Tor, was sich in diesem Spiel so nicht angekündigt hatte, den Haien war es jedoch vollkommen egal, die nahmen den Ausgleichstreffer natürlich sehr gerne mit.
Und die Kölner waren es auch, welche das erste Powerplay in diesem Spiel hatten. Eric Mik kassierte die erste Strafzeit für die Eisbären, welche hier nun also in Unterzahl gefordert waren, dass das Spiel nicht gänzlich zu kippen drohte. Die Domstädter fanden schnell in ihre Formation und ließen die Scheibe sehr gut laufen. Die Box der Eisbären stand aber sehr gut und machte immer wieder geschickt die Räume zu. So überstand man das erste Unterzahlspiel schadlos.
Doch das zweite folgte sogleich. Die Eisbären wirkten in dieser Phase nicht ganz bei der Sache, Julian Chrobot konnte sich fast ungehindert bis vor das Tor kämpfen, wurde erst dort unsauber von Nicholas B. Jensen per Haken gestoppt. Die Haie hatten also sofort das zweite Powerplay in Folge und die dicke Chance, erstmals an diesem Abend in Führung zu gehen. Aber Manuel Wiederer war es, der Justin Pogge zweimal prüfte. Einmal war der Kölner Goalie seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und hatte seinen Arbeitsplatz verlassen. Wiederer setzte nach und wollte Pogge düpieren, doch sein Schuss landete nur am Aluminium. Beim zweiten Versuch packte Pogge sicher zu. So vergaben die Gäste also auch das zweite Überzahlspiel an diesem Abend und hatten dabei sogar Glück, dass sie nicht einen Shorthander kassierten.

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Fortan versuchten die Eisbären mal wieder offensiv präsent zu sein. Doch so richtig drin waren sie weder in diesem Drittel noch in diesem Spiel. Die Kombinationen wirkten nicht flüssig, generell war das Spiel der Hausherren doch sehr langsam und statisch, da war teilweise zu wenig Bewegung vor dem gegnerischen Tor. Das Spiel der Gäste wirkte im Mitteldrittel irgendwie einfacher. Mit zwei, drei Pässen kamen die Domstädter da schon mal vor das Tor der Eisbären.
Zum Ende des zweiten Drittels hatten die Hauptstädter dann mal das erste Powerplay, Ex-Eisbär Alex Roach musste auf die Strafbank. Doch dass die Berliner dort in dieser Saison so gut wie gar nichts auf die Reihe bekommen, bewiesen sie heute einmal mehr. Durch zwei Turnover lud man Köln zu Unterzahlchancen ein, welche die Haie jedoch nicht nutzen konnten. Fünf Sekunden vor Ablauf der ersten Strafzeit kassierten die Haie die nächste Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Vielleicht konnte man ja jetzt seine Überzahlquote aufbessern. Taten sie, weil Mark Zengerle ins Angriffsdrittel fuhr, aus dem Slot abzog und die Eisbären in Überzahl erneut in Führung schoss – 2:1 (39.).
So nahmen die Hausherren auch nach dem zweiten Drittel eine Führung mit in die Kabine, welche angesichts der Spielanteile im Mitteldrittel nicht unbedingt verdient war. Aber auch den Eisbären war das genauso egal wie den Kölnern der überraschende Ausgleich zu Beginn des zweiten Drittels. Um diese Führung im Schlussdrittel nun auch zu verteidigen und über die Zeit zu bringen, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Denn es sollte allen klar gewesen sein, dass sich Köln hier noch lange nicht geschlagen geben würde.

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Und das letzte Drittel begannen die Haie noch in Überzahl, doch das Penaltykilling der Eisbären funktionierte bis hierhin wieder sehr gut.
Die Hausherren investierten im Schlussdrittel nun wieder mehr in die Offensive und kreierten auch Torchancen. Man wollte die Partie natürlich schnellstmöglich vorentscheiden. Köln war auf jeden Fall mehr in die Defensive gedrängt, als ihnen lieb war. Schließlich war deren Ziel doch der Ausgleich, um hier etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit zurück in die Domstadt zu nehmen. Dafür taten die Haie aber noch zu wenig. Ja, sie kamen auch mal zu Chancen, doch diese waren eine sichere Beute von Mathias Niederberger. Die Eisbären wirkten in dieser Phase stärker, griffiger, hatten mehr Zug zum Tor.
Die Eisbären machten sich es aber in der Schlussphase selbst unnötig schwer. Knapp acht Minuten vor dem Ende musste Nicholas B. Jensen auf die Strafbank. Die Berliner mussten also noch einmal in Unterzahl ran und das sogar für knappe 30 Sekunden mit Drei-gegen-Vier. Aber wenn etwas heute über 60 Minuten konsequent gut funktionierte, dann war es das Penaltykilling.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Gut vier Minuten vor dem Ende durften die Eisbären aber mal wieder in Überzahl ran. Und da klingelte es heute bereits einmal. Doch das war wohl eher eine Ausnahme, denn dieses Überzahlspiel sah schon wieder mehr nach dem der Eisbären in dieser Saison aus. Und so blieb es weiterhin spannend, denn nach wie vor trennte beide Mannschaften nur ein Tor in diesem Verfolgerduell. Aber Köln lief natürlich die Zeit davon.
Kölns Coach Uwe Krupp nahm 81 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit und Goalie Justin Pogge vom Eis. Krupp ging also „All-in“. Genauso wie sein rheinischer Trainer-Kollege Harold Kreis letzte Woche, welcher damit ja bekanntlich Erfolg hatte und am Ende in der Verlängerung das Spiel noch tatsächlich gewann. Das sollte heute aber nicht mehr passieren. Denn 18,3 Sekunden vor dem Ende war Yannick Veilleux auf und davon und versenkte die Scheibe im verwaisten Kölner-Tor – 3:1. Unter den Vorlagengebern u.a.? Mathias Niederberger! Die Eisbären setzten sich somit am Ende mit 3:1 gegen den direkten Konkurrenten aus der Domstadt durch.

Ein am Ende verdienter Sieg für die Eisbären, wenn man den gesamten Spielverlauf sieht. Im ersten Drittel waren die Berliner die bessere Mannschaft und führten folgerichtig mit 1:0, verpassten es aber danach, weiter dran zu bleiben und nachzusetzen. Im zweiten Drittel kam Köln zum glücklichen Ausgleich, welchen man sich aber im weiteren Verlauf des zweiten Drittels verdiente. Das Mitteldrittel war heute das schwächste der Eisbären und dennoch ging man aus diesem mit einer Führung heraus. Im Schlussdrittel fand man zurück zu seinem Spiel und ließ am Ende nichts mehr anbrennen. So gewann man ein an sich äußerst komisches DEL-Spiel, wenn du aus diesem aber drei Punkte mit nimmst, kann man damit durchaus zufrieden sein. Wenn gleich die Leistung deutlich besser sein kann. Aber zwei Siege und 7:1-Tore als Antwort auf das furiose 6:7 n.V. gegen Düsseldorf kann sich dann doch sehen lassen.

5:3! Die Eisbären feiern gegen Köln den ersten DEL-Heimsieg in dieser Saison – Vierter Pflichtspielsieg in Folge

Der Deutsche Meister kommt ins Rollen: Die Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag endlich den ersten Heimsieg in dieser DEL-Saison eingefahren. Gegen die Kölner Haie setzte man sich am Ende mit 5:3 (0:1,3:1,2:1) durch und feierte damit zudem den vierten Pflichtspielsieg in Folge. So langsam aber sicher nehmen die Berliner also Fahrt Richtung Tabellenspitze auf. Und auch zu Hause scheint endgültig der Knoten geplatzt, da man ja unter der Woche bereits gegen Lugano den ersten Heimsieg überhaupt in dieser Saison eingefahren hatte.

Im Vergleich zum Nürnberg-Spielt stellte Coach Serge Aubin in der Offensive nur zwei Spieler um: Yannick Veilleux und Giovanni Fiore tauschten die Plätze. So spielte Veilleux an der Seite von Matt White und Zach Boychuk in der zweiten Reihe und Fiore in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Bennet Roßmy. Im Tor begann erneut Mathias Niederberger.

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Das Ziel war klar: Nach vier Liga-Heimpleiten zum Start sollte heute endlich der Bock zu Hause umgestoßen werden. Wie sich so ein Heimsieg anfühlt, spürte man unter der Woche in der Champions Hockey League (CHL), als man gegen den HC Lugano erstmals in dieser Saison zu Hause siegen konnte. Doch die Partie begann zunächst mit einer Abtastphase. Danach nahmen beide Teams so langsam aber sicher Fahrt auf und kamen zu den ersten Torabschlüssen. Doch die Domstädter waren es, welche in der fünften Spielminute dank Luis Üffing in Führung gingen. Jon Matsumoto sah den Youngster am rechten Pfosten stehen und der bedankte sich für das Zuspiel – 0:1. Nur wenige Sekunden später kassierten die Berliner dann auch noch die erste Strafzeit der Partie und so hatte Köln die schnelle Chance auf das 2:0, schließlich stellt die Mannschaft von Coach Uwe Krupp das beste Powerplay der Liga. Doch die Berliner bewiesen einmal mehr, dass das Penaltykilling zu den besseren Special Teams bei den Eisbären gehört.
Die Partie nahm nun also wirklich an Fahrt auf und auch die Eisbären hätten beinahe den Ausgleich erzielt, aber Matt White scheiterte an Justin Pogge. Doch die Hausherren mussten immer hellwach sein, denn Köln war stets gefährlich bei seinen Angriffen.
Jetzt wurde es aber auch immer mehr nickliger in den Zweikämpfen, doch die Schiedsrichter ließen die Spieler beider Mannschaften noch an der langen Leine. Noch sahen sie anscheinend keinen Grund, ein erstes Zeichen in Form einer Strafzeit zu setzen. Aber genau diese Spielweise ist eben das Kölner Markenzeichen, haben die Haie doch in dieser Saison mit 129 Strafminuten die meisten aller Teams in der DEL kassiert.
Die Eisbären taten sich schwer mit der Spielweise der Haie, welche es den Berliner schwer machten, gefährlich vor das Tor zu kommen. Das Gesicht von Coach Serge Aubin sprach daher auch Bände, der „not amused“ war. Zum einen wegen dem Spiel seiner Mannschaft, zum anderen weil die Eisbären die zweite Strafzeit der Partie rund drei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels nahmen. Aber auch diese Unterzahl überstanden die Berliner ohne Gegentor. Dennoch schmeckte Serge Aubin der Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht. Nach 20 Minuten lagen die Gastgeber mit 0:1 gegen die Haie hinten.

Foto: eisbaerlin.de/andrea

Die Hausherren kamen schwungvoll aus der Kabine und setzten die Haie unter Druck. Man nahm jetzt auch die Schüsse und beschäftigte den Ex-Eisbären-Goalie Justin Pogge. Und was passiert, wenn man einfach mal die Scheiben auf das Tor bringt, sah man in der 26. Spielminute. Marcel Noebels legte die Scheibe hoch zur blauen Linie zu Eric Mik, der zog ab und Ex-Eisbär Landon Ferraro fälschte unhaltbar für Pogge ab – 1:1. Das erste DEL-Tor für Eric Mik im 63. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Kurz darauf das erste Powerplay für die Eisbären, wo man die schlechteste Mannschaft der Liga ist. Und so passierte das, was am Donnerstag in Nürnberg auch geschah. Landon Ferraro fuhr den Konter, scheiterte mit seinem Schuss an Mathias Niederberger, doch Lucas Dumont verwertete den Rebound und schoss Köln 62 Sekunden später wieder in Front – 1:2 (27.) in Unterzahl! So blieb das Powerplay ungenutzt und man lag durch den Shorthander sogar erneut hinten.
Aber den Eisbären bot sich gleich die nächste Möglichkeit, die Überzahlquote zu verbessern. Was dringend nötig ist. Doch auch hier hatte nur Köln eine gute Chance, von den Eisbären geht in Überzahl einfach keine Gefahr aus.
Bei 5-5 hatten die Berliner dann aber mal eine gute Phase, einen guten Wechsel, wo man die Domstädter mal gut beschäftigte und unter Druck setzen konnte. Aber die Scheibe wollte nicht über die Linie gehen. Doch diesen Schwung konnte man nicht mitnehmen, da die Eisbären im Anschluss die erste Strafzeit im Mitteldrittel kassierten. Powerplay also für die Haie und da wissen wir ja, dass sie die beste Mannschaft der Liga sind. Die Haie fanden in die Formation, ließen die Scheibe auch gut laufen, aber Mathias Niederberger verhinderte den dritten Einschlag an diesem Nachmittag.
Und die Special Teams waren weiterhin gefordert, diesmal wieder das Powerplay der Eisbären. Daraus wurden sogar 50 Sekunden doppelte Überzahl für die Hauptstädter. Jetzt musste doch der Ausgleich her, eine bessere Chance bekommst du nicht. Und sie nutzten diese dicke Chance. Serge Aubin schickte fünf Stürmer auf das Eis und am Ende war es Matt White, welcher die Verantwortung übernahm und vom linken Bullykreis abzog und die Scheibe im Tor versenkte – 2:2 (38.). Die Eisbären ließen die Scheibe super laufen und White machte das, was er am besten kann – Tore schießen.
Powerplay funktioniert bei den Berlinern nicht? In dieser Minute dann doch. Denn nur zwölf Sekunden später war es Kevin Clark, welcher die Arena am Ostbahnhof in ein Tollhaus verwandelte – 3:2 bei einfacher Überzahl (38.).
In der letzten Minute kassierten die Haie die nächste Strafzeit der Partie und sie machten ihrem Ruf wieder alle Ehre in Sachen Strafminuten sammeln. Und die Eisbären nun mit der nächsten Chance, in Überzahl einen Treffer zu erzielen. Doch bis zum Ende des zweiten Drittels blieb es vorerst beim 3:2, aber 1:14 Minute Powerplay stand zu Beginn des letzten Drittels noch auf der Uhr.

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Da hätten die Eisbären also für eine beruhigende Zwei-Tore-Führung sorgen können und das taten sie auch mit Ablauf der Strafe. Simon Després mit dem Querpass links raus und Yannick Veilleux nahm Maß und überwand Justin Pogge in der kurzen Ecke – 4:2 (42.).
Doch Köln steckte nicht auf und fand einen Weg zurück ins Spiel. Marcel Barinka zog vor das Tor und vollendete per Rückhand zum 4:3 (44.). Köln war also noch drin im Spiel und sorgte somit wieder für Spannung in der Arena am Ostbahnhof.
Und so war es fortan ein Spiel, in dem beide Mannschaften darauf bedacht waren, keinen Fehler zu machen. Während die Eisbären natürlich auf die erneute Vorentscheidung aus waren, wollten die Haie den Ausgleich erzielen. Und dann unterlief den Domstädtern knapp fünf Minuten vor dem Ende ein wohlmöglich entscheidender Fehler. Denn Köln kassierte eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Somit die Eisbären also in einer wichtigen Phase mit einem weiteren Powerplay und das lief ja heute schon wesentlich besser, vor allem natürlich in den 12 Sekunden des zweiten Drittels. Und wenn es einmal läuft, dann aber richtig. Die Berliner spielten das mit viel Geduld, um so viel Zeit wie möglich von der Uhr zu nehmen und als sich die Lücke bot, schlugen die Eisbären zu. Yannick Veilleux versuchte es, der erste Versuch wurde noch geblockt, aber den Rebound verwerte Veilleux und traf bereits zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – 5:3 (57.).
Der erste DEL-Heimsieg und der zweite Heimsieg dieser Saison in Folge deutete sich somit immer mehr an. Und bei den Haien entlud sich der Frust und Landon Ferraro kassierte wegen eines Bandenchecks die nächste Kölner Strafzeit. Damit war die Partie hier nun also endgültig durch und die Eisbären hielten ihre Serie von nun vier Pflichtspielsiegen in Folge aufrecht.

Und der Sieg war am Ende nicht unverdient. Im ersten Drittel tat man sich noch schwer mit dem Spiel der Kölner und musste auch den Rückstand hinnehmen. Aber im zweiten Drittel schalteten die Eisbären ein, zwei Gänge hoch und belohnten sich mit dem Ausgleich. Selbst der erneute Rückstand brachte die Berliner nicht vom Weg ab. Im Gegenteil, man spielte weiter nach vorne und scorte endlich auch in Überzahl. Zwei Überzahltreffer innerhalb von 12 Sekunden ebneten letztendlich den Weg zum Sieg. Im letzten Drittel ließ man nichts mehr anbrennen und führte den Streak weiter. Weil man sich auch nicht von Köln provozieren ließ. Die Eisbären behielten einen kühlen Kopf und fanden am Ende einen Weg zum Sieg.
Großen Anteil am Sieg hatten u.a. Yannick Veilleux mit zwei Toren und Matt White mit vier Scorerpunkten (1 Tor/3 Assists). Und dann natürlich das Powerplay, wo den Eisbären heute vier Tore gelangen (wenn das erste Tor von Veilleux als Überzahltor gewertet wird, aktuell ist das noch der Fall). Da ist heute wohlmöglich der Knoten geplatzt, denn bisher hatte man ja das schlechteste Powerplay der gesamten PENNY DEL.

6:3 in Köln: Zehn starke Minuten zu Spielbeginn ebnen den Weg zum Sieg

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Eisbären Berlin haben auch das letzte Duell gegen die Kölner Haie in der diesjährigen Hauptrunde gewonnen. In der LANXESS-arena setzten sich die Hauptstädter verdient mit 6:3 (4:1,0:1,2:1) durch und festigten damit die Tabellenführung in der Gruppe Nord. Den Grundstein zum Auswärtssieg legte man bereits in den ersten zehn Minuten. Danach kam man von seinem Spielplan ab und musste noch einmal bis ins letzte Drittel hinein zittern, ehe man den dritten Sieg in Serie klar machte.

Bei den Eisbären gab es im Vergleich zum 5:2-Heimsieg gegen Iserlohn nur eine personelle Veränderung. Youngster Tobias Ancicka stand in Köln zwischen den Pfosten, Stammgoalie Mathias Niederberger nahm auf der Bank Platz.

Köln kam schon nach wenigen Sekunden fast zur ersten Chance, als Jonathan Matsumoto frei vor Tobias Ancicka auftauchte, aber der Haie-Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss und wurde anschließend zu weit nach außen gedrängt. Da war mehr drin für Köln in dieser Situation.
Danach aber die Hauptstädter im Vorwärtsgang. Wen wundert es, stellten die Berliner mit 84 Toren doch den besten Angriff in der Gruppe Nord und erzielten in 14 von 22 Spielen mindestens vier oder mehr Tore. Was für eine Statistik! Und die Offensive bekam dann in der fünften Spielminute auch die erste Chance zur Führung, als Jason Akeson die erste Strafzeit der Partie kassierte. Und das war eine der Schwachstellen der Domstädter zuletzt, kassierte man doch in den letzten fünf Spielen neun Gegentore in Unterzahl. Und auch heute dauerte es nicht lange. Simon Després mit dem Pass auf Ryan McKiernan, welcher abzog, Hannibal Weitzmann konnte den Schuss auf den kurzen Pfosten nicht parieren und Parker Tuomie setzte entscheidend nach und netzte per Rückhand ein – 1:0 (5.).
Köln wirkte geschockt und Marcel Müller lud die Berliner schnell zum zweiten Tor ein. Er wollte das Spiel von hinten heraus aufbauen, spielte den Fehlpass, Kris Foucault kam an die Scheibe und war frei vor Weitzmann, dem er mit seinem Rückhandschuss keine Chance ließ – 2:0 (7.).
So hatten sich das die Haie sicherlich nicht vorgestellt, die danach aber einen guten Wechsel hatten und auch zu zwei, drei Möglichkeiten kamen. Ein Erfolgserlebnis hätte den Hausherren in dieser Phase sehr gut getan.
Das hatten dann aber die Gäste von der Spree wieder. Der nächste Angriff rollte auf das Kölner Tor zu, Simon Després brachte die Scheibe Richtung Tor, Lukas Reichel kam zum Abschluss und danach entstand ein Gewühl vor Weitzmann, welcher auch nicht mehr die Übersicht hatte. Marcel Noebels dagegen schon, er stocherte den Puck über die Linie und düpierte damit die Kölner Haie – 3:0 (10.). Haie-Coach Uwe Krupp nahm daraufhin erst einmal eine Auszeit, um seine Mannschaft zu beruhigen.
Köln wirkte danach angeschlagen und die Eisbären machten weiterhin Druck, nur konnten sie kein weiteres Tor erzielen. Köln fing sich nach ein paar Minuten und kam nach einem Scheibenverlust der Berliner zum Anschlusstreffer. Jason Akeson schnappte sich die Scheibe, spielte sie zu James Sheppard, welcher für Freddy Tiffels abtropfen ließ und der hämmerte die Scheibe ins Netz – 3:1 (15.).
Gerade als man dachte, Köln hätte sich gefangen, stimmte die Zuordnung hinten überhaupt nicht. John Ramage fuhr hinter das Tor, spielte die Scheibe vor das Tor, wo Sebastian Streu ohne Mühe und Not auf 4:1 erhöhen konnte (19.).
Aber auch dieses Tor schüttelten die Haie ab und hätten kurz darauf beinahe erneut verkürzt, aber Dominik Tiffels und Jason Akeson scheiterten an Tobias Ancicka. So stand es nach 20 Minuten 4:1 für Berlin.

Das Mitteldrittel begann mit Strafen auf beiden Seiten, doch etwas Zählbares konnten beide Mannschaften in ihren je 20 Sekunden Powerplay nicht zu Stande bringen. Auch bei Vier-gegen-Vier waren Torraumszenen Mangelware.
Danach ging es hin und her, aber weiter mangelte es an Chancen. Die kamen erst in der 27. Spielminute, als Lukas Reichel klasse durchsteckte zu Matt White, welcher frei vor Weitzmann auftauchte, diesen tunneln wollte, aber an ihm scheiterte. Direkt im Gegenzug feuerte Marcel Barinka einen Schuss ab, traf jedoch nur die Latte. Am Aluminium schepperte es auch in der 31. Spielminute, als Jonathan Matsumoto in Überzahl nur den Außenpfosten traf.
Köln zeigte im Mitteldrittel deutliche mehr Gegenwehr und so war es im Mitteldrittel durchaus ein Spiel auf Augenhöhe. Köln kam auch immer wieder zu Abschlüssen vor dem Berliner Tor, die Haie hatten sogar ein optisches Übergewicht in den zweiten 20 Minuten.
Die Eisbären waren offensiv nur selten in Erscheinung getreten. Erst vier Minuten vor der zweiten Drittelpause wurde Matt White am langen Pfosten freigespielt, hatte zu viel Platz, schoss aber knapp am Tor vorbei.
Köln investierte mehr im zweiten Drittel und hatte in der Schlussphase noch einmal eine Chance in Überzahl, als Jonas Müller auf die Strafbank musste. Doch Ex-Eisbär James Sheppard hatte anscheinend keine Lust auf Überzahl, denn er beendete diese nach ganzen zwei Sekunden. Und so ging es mit Vier-gegen-Vier weiter. Aber Zach Boychuk tat den Domstädtern den Gefallen und folgte Müller in die Kühlbox. Köln nun also mit der großen Chance im Vier-gegen-Drei-Überzahlspiel, welche Jason Akeson nutzen konnte. Der Kölner Stürmer behauptete auf der linken Seite die Scheibe, hatte zu viel Platz, guckte sich die Ecke aus und schlenzte die Scheibe in den Winkel – 4:2 (38.).
Mehr passierte dann nicht mehr und Köln verdiente sich durch einen engagierten Auftritt im zweiten Drittel den Anschlusstreffer. Und da Zach Boychuk mit der Pausensirene erneut eine Strafzeit kassierte, konnte Köln das Schussdrittel in Überzahl beginnen.
Eisbären-Verteidiger und Ex-Köln-Spieler Simon Després mit seinem Fazit zum zweiten Drittel und seiner Rückkehr nach Köln:

Köln war besser im Spiel im zweiten Drittel. Ich erwarte noch ein ganz enges Ding im dritten Drittel. Wir müssen wieder etwas aggressiver, etwas wacher sein, um das Spiel im dritten Drittel zu gewinnen. Es ist schön für mich, nach Köln zurückzukommen. Ich hatte hier eine gute Zeit. Aber jetzt freue ich mich, bei den Eisbären Berlin zu sein, mit denen ich Deutscher Meister werden will.

Und das Powerplay zu Beginn des Schlussdrittels nutzten die Haie eiskalt aus. Freddy Tiffels mit dem Zuspiel von hinter dem Tor vor das Tor, wo Mike Zalewski lauerte und Tobias Ancicka ausspielte und die Scheibe im leeren Tor versenkte – 4:3 (41.).
Doch die Eisbären fanden direkt die Antwort. Sebastian Streu behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Parker Tuomie, welcher vor Hannibal Weitzmann die Nerven behielt – 5:3 (43.).
Danach die Eisbären wieder im Vorwärtsgang, ließen Köln kaum noch vor das eigene Tor kommen. Wenn die Haie doch mal durchkamen, dann war immer ein Schläger oder ein Körper im Weg. Die Eisbären verteidigten das im letzten Drittel sehr gut. Und wenn doch mal ein Schuss bis auf das Tor ging, war ja immer noch Tobias Ancicka zur Stelle.
Erschwerend kam hinzu, dass sich die Hausherren dann auch selbst schwächten. Youngster Marcel Barinka kassierte zwei Minuten und die Eisbären fortan in Überzahl. Und da ließ Kapitän Frank Hördler ein Knaller von der blauen Linie los. Hannibal Weitzmann sah den Schuss überhaupt nicht kommen und die Scheibe rutschte ihm abgefälscht durch die Schoner – 6:3 (52.).
Damit war die Partie hier nun endgültig entschieden. Die Hausherren hatten zwar in den letzten zwei Minuten nochmal ein Powerplay, wo sie auch gute Chancen hatten, aber nutzen konnten sie diese nicht und wenn, wäre es auch nur noch Ergebniskosmetik gewesen. Am Ende setzten sich die Mannen von Headcoach Serge Aubin verdient mit 6:3 durch und beendeten damit auch eine Serie. Denn erstmals gewannen die Eisbären in dieser Saison ein Spiel, in dem sie drei oder mehr Gegentreffer kassierten. Zuvor war das sieben Mal der Fall, alle Spiele wurde anschließend verloren.

Ein Sieg, für den man im ersten Drittel oder besser gesagt in den ersten zehn Minuten den Grundstein gelegt hat. Danach hat man unerklärlicherweise das Eishockeyspielen eingestellt und war nicht mehr so konzentriert bei der Sache. So kam Köln nochmal zurück, aber immer zum richtigen Zeitpunkt schlugen die Eisbären eiskalt zu. So nahm man den Domstädtern jegliche Hoffnung auf Zählbares in diesem Spiel. Das erste Drittel war vor allem in den ersten zehn Minuten stark, das zweite Drittel war definitiv das schlechteste heute und im letzten Drittel zeigte man die richtige Reaktion auf Kölns Anschlusstreffer. Drei weitere wichtige Punkte im Kampf um die beste Platzierung im Hinblick auf die Spiele gegen die Teams aus dem Süden und die danach folgenden Playoffs.
Hervorheben muss man heute mal wieder die Reihe Sebastian Streu, Parker Tuomie und Mark Olver, welche insgesamt sechs Scorerpunkte sammelte. Tuomie traf zweimal, Streu einmal und gab zudem ein Assist, Olver bereitete zwei Tore vor. Was wichtig ist im Hinblick auf die schweren Spiele gegen die Süd-Teams, dass man nun also drei Reihen hat, die verlässlich scoren. Und die vierte Reihe um Haakon Hänelt, Nino Kinder und Eric Mik macht auch einen guten Job und ist immer für einen Treffer gut. Eine sehr ausgewogene Mischung also, welche Trainer Serge Aubin da hat.

Doch trotz des 6:3-Auswärtssieges war Stürmer Leo Pföderl keinesfalls zufrieden mit dem Auftritt der Eisbären:

Das war ein abartiges ‚Rumgegurke‘ heute. Das erste Drittel war noch okay. Das zweite war richtig schlecht von uns und im letzten haben wir es dann Gott sei Dank über die Zeit gebracht. Das man nach dem 3:0 zurückschaltet, ist glaub ich menschlich, aber es ist immer noch knapp. Es ist noch viel Eishockey zu spielen nach zehn Minuten und dass die Kölner bei Überzahl gefährlich sind, haben wir gewusst. Leider haben wir ein bisschen nachgelassen, aber zum Glück haben wir es noch über die Zeit gebracht.

Ebenso unzufrieden war Ex-Eisbär James Sheppard, was nach einer Niederlage aber normal ist:

Die ersten zehn Minuten waren hart, da ist Berlin aber richtig wie die Feuerwehr aus der Kabine gekommen und wir waren überhaupt nicht da, überhaupt nicht bereit. Das haben wir dann in den Griff bekommen, aber nichtsdestotrotz müssen wir es schaffen, in den nächsten Spielen 60 Minuten Eishockey zu spielen, sonst wird es schwer, Spiele zu gewinnen.