FINALE!!! Die Eisbären schalten den Hauptrundensieger aus und erreichen zum dritten Mal in Serie das Finale

Playoff-Halbfinale – Endstand: 2:4 (3:6/5:1/2:4/4:3 n.V./2:5/1:4)

Diese Mannschaft lässt sich durch nichts aufhalten: Weder von Verletzungen noch vom Hauptrundensieger Kölner Haie. Mit 4:1 gewannen die Eisbären Berlin Spiel sechs der Halbfinalserie und entschieden am Ende die Serie mit 4:2-Siegen für sich. Damit stehen die Eisbären tatsächlich im DEL-Finale. Damit war zur Olympiapause nicht wirklich zu rechnen. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Eric Mik kehrte zurück in die Verteidigung und verteidigte zusammen mit Les Lancaster. Moritz Kretzschmar rückte dafür an die Stelle des siebten Verteidigers, während Lennard Nieleck in die vierte Reihe ging und an der Seite von Eric Hördler und Manuel Wiederer stürmte.

Die Ausgangslage war klar: Köln musste gewinnen, um das vorzeitige Saisonende abzuwenden. Die Eisbären hingegen brauchten nur noch einen Sieg, um den dritten Finaleinzug in Folge perfekt zu machen. Gab es heute Abend die Entscheidung oder sorgten die Domstädter für den ultimativen Showdown am Mittwochabend?

Jonas Müller ist der Top-Torjäger der Eisbären in der Halbfinalserie und erzielte beim 1:0 seinen vierten Treffer gegen Köln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Ausgeglichener Beginn in dieses möglicherweise entscheidende Spiel. Der erwartete druckvolle Start der Gastgeber kam nicht zu Stande, weil die Eisbären selbst aktiv am Spiel teilnahmen und hinten sehr kompakt standen. Erstmals Gefahr drohte nach rund vier Minuten, als die Haie das erste Powerplay in diesem Spiel hatten. Gregor MacLeod war am dichtesten dran, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite kam aber auch Yannick Veilleux zu einer Chance in Unterzahl. Ohne Gegentor überstanden die Berliner schlussendlich die erste Unterzahl dieses Spiels.
Danach hatten die Eisbären die erste Drangphase, aus der das 1:0 resultierte. Jonas Müller war es am Ende, der die Scheibe über die Linie drückte und bereits zum vierten Mal in dieser Halbfinalserie traf – 1:0 (7.). Das war genau der Start, den sich die Eisbären gewünscht hatten.
Und es sollte noch besser kommen. Freddy Tiffels legte blitzschnell das 2:0 nach. Ty Ronning brachte die Scheibe auf das Tor, Jean-Sébastien Dea konnte Janne Juvonen noch nicht überwinden, aber Tiffels staubte erfolgreich ab – 2:0 (10.). Direkt wurde es ruhiger in der Lanxess Arena und die Eisbären kamen in den Köpfen der Haie-Spieler an.
Köln hätte kurze Zeit später antworten können, doch der Schuss von Veli-Matti Vittasmäki traf nur den Pfosten. Bisher lief es überhaupt nicht für die Domstädter, welcher kein Mittel gegen starke Eisbären fanden.
Bis zur 16. Spielminute, denn da tunnelte Parker Tuomie Jonas Stettmer und verkürzte auf 1:2. Plötzlich war auch die Arena wieder wach und feuerte die Haie an, die kurz darauf das nächste Powerplay hatten. Daraus wurde sogar ein doppeltes Powerplay für satte 36 Sekunden. Schwierige Phase für die Eisbären jetzt, doch sie überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor und nahmen die knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Es war der erhoffte Playoff-Fight zwischen Köln und Berlin.(Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel bekamen dann die Eisbären ihr erstes Powerplay und hatten somit die Chance, die alte Zwei-Tore-Führung wieder herzustellen. Vor allem, weil man für 53 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber wie Köln konnten auch die Berliner diese große Chance nicht nutzen, obwohl man dicke Chancen hatte. So blieb es hier weiterhin ein Ein-Tor-Spiel und die Spannung war zum Greifen nahe.
Köln nahm viel Selbstvertrauen aus der überstanden Unterzahlsituation mit und hatte danach eine richtig gute Drangphase, in der man die Eisbären im eigenen Drittel fest spielen konnte. Doch Kapital konnten die Gastgeber daraus nicht schlagen.
Auch die Eisbären versteckten sich hier keinesfalls und hatten ihrerseits durch Leo Pföderl, Marcel Noebels und Andreas Eder Riesenchancen, aber Janne Juvonen zeigte einmal mehr, warum er Spieler des Jahres geworden ist. Gleiches galt für Jonas Stettmer, der ebenfalls ein überragendes Spiel ablieferte.
Es war inzwischen der erhoffte Playoff-Fight auf höchstem Niveau, in dem es schnell hin und her ging. Auf beiden Seiten wurde es immer wieder gefährlich, weil beide Teams ihre offensiven Momente hatten. Zudem arbeiteten beide unglaublich hart in den Zweikämpfen, um am Ende den Puck zu erobern. Am Ende blieb es bei der knappen 2:1-Führung für die Eisbären, welche noch 20 Minuten vom Finale entfernt waren.

Jonas Stettmer zeigte eine überragende Leistung im Berliner Tor. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch davor standen noch 20 harte Minuten in der Domstadt. Denn Köln hatte noch 20 Minuten Zeit, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Die Eisbären hingegen waren nur noch ein Drittel vom dritten Finaleinzug in Serie entfernt.
Beide Teams versuchten viel, doch die Defensivreihen ließen wenig Gefährliches zu. Was für die Eisbären nicht unbedingt schlimm war, denn Köln lief die Zeit hier so langsam aber sicher davon. Doch so richtig fiel den Gastgebern nichts ein, um das Berliner Abwehr-Bollwerk um Jonas Stettmer und seinen Vorderleuten mal zu knacken.
Je näher das Ende der regulären Spielzeit rückte, desto mehr hielten alle Fans die Luft an, wenn eine der beiden Mannschaften vor das gegnerische Tor kam. Die Haie-Fans versuchten nochmal ihre Mannschaft nach vorne zu brüllen, damit die Kölner doch noch den Ausgleich erzielen. Aber die Eisbären verteidigten mit enorm großer Leidenschaft und wenn doch ein Schuss durchkam, war Jonas Stettmer zur Stelle.
In der Schlussphase hatte Manuel Wiederer bei einem Drei-auf-eins-Konter die Chance zur Entscheidung, doch er ließ sie liegen. Kurz darauf nahm KEC-Trainer Kari Jalonen seine Auszeit und zog Janne Juvonen zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Da waren noch rund drei Minuten zu spielen. Doch das nutzten die Eisbären durch Yannick Veilleux zur Entscheidung und machten damit zum dritten Mal in Folge den Finaleinzug perfekt – 3:1 (59.). Markus Vikingstad erhöhte sogar noch auf 4:1 (60.).
Damit schalteten die Eisbären tatsächlich den Hauptrundensieger und Top-Favoriten aus. Die Domstädter spielten eine überragende Saison, während die Eisbären eine von Verletzungen geplagte Hauptrunde spielten und nur als Sechster die Playoffs erreichten. Mit einer Finalteilnahme hatte im Umfeld der Eisbären niemand gerechnet und von daher ist dieser Erfolg nicht hoch genug anzurechnen. Die Eisbären trotzten dem Verletzungspech in der Hauptrunde und auch jetzt in den Playoffs. Und noch ist diese Reise nicht zu Ende, denn jetzt wartet im DEL-Finale der Erzrivale Adler Mannheim. Jetzt wollen die Eisbären diese Saison auch noch mit dem dritten Meistertitel in Folge krönen.

5:2-Heimsieg gegen Köln: Die Eisbären Berlin holen sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #46:

Playoff-Halbfinale – Stand: 3:2 (6:3/1:5/4:2/3:4 n.V./5:2)

Matchpuck für die Eisbären Berlin: Der Titelverteidiger hat auch sein drittes Heimspiel in der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie gewonnen. Am Ende setzte man sich verdient mit 5:2 (0:0,2:1,3:1) durch und benötigt somit nur noch einen Sieg für den dritten Finaleinzug in Folge. Die Eisbären erwiesen sich über die 60 Minuten als die stärkere Mannschaft, welche ihre Chancen eiskalt nutzte und die zudem ihre Nerven im Griff hatte. Das galt für die Haie nicht, denn diese handelten sich am Ende noch jeweils zwei Disziplinarstrafen ein wegen unsportlichen Verhaltens.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Yannick Veilleux zurückgreifen, der zuletzt zwei Spiele gesperrt war. Dafür rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Es kam zu einigen Änderungen im Line-up.
In der Defensive verteidigte Moritz Kretzschmar an der Seite von Les Lancaster und ersetzte Eric Mik, welcher in die vierte Reihe zu Eric Hördler und Manuel Wiederer gestellt wurde. Veilleux stürmte in einer Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad. Im Tor begann Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es das letzte Heimspiel in dieser Halbfinalserie und es musste ein Sieg her, um am Montag mit dem Matchpuck im Gepäck in die Domstadt zu reisen. Bei einer Niederlage hätten die Haie diesen. Gelang den Eisbären der nächste Heimsieg oder gelang Köln der erste Auswärtssieg in dieser Serie?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die erwartete Drangphase der Eisbären zu Beginn des Spiels blieb aus, auch wenn sie bemüht waren, genau diese aufzuziehen. Aber die Haie-Defensive war sehr gut darauf eingestellt und ließ diese daher nicht so viel zu wie erhofft. Dennoch versuchten beide Mannschaften offensiv zu spielen, auf die erste hochkarätige Torchance musste man jedoch noch warten.
Die Eisbären hatten dann das erste Powerplay, aber die Domstädter störten mit einem aggressiven Forechecking früh den Spielaufbau der Berliner. So verpuffte dieses Powerplay, in dem Köln sogar die beste Chance hatte.
Das Spiel hatte bei weitem noch nicht die Intensität der letzten Spiele erreicht und war auch noch lange nicht so hochklassig. Weil beide Mannschaften aber auch wussten, wie wichtig Spiel fünf dieser Halbfinalserie war. Es ging schließlich um den Matchpuck in dieser Serie. Daher war die Partie auch hart umkämpft.
Da auf dem Eis nicht so viel passierte, konnte man derweil mal in den sozialen Netzwerken stöbern und stieß sofort auf zwei wichtige Jubiläen in diesem Spiel: Denn Leo Pföderl absolvierte heute sein 750. Spiel in der PENNY DEL und Andreas Eder sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Torlos endeten derweil die ersten 20 Minuten, was die Nerven der Fans definitiv nicht beruhigte.

Adam Smith eröffnete Halbfinalspiel fünf mit dem Tor zum 1:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

35 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da durften die Domstädter erstmals in Überzahl ran. Köln hatte in diesem auch eine gute Chance, aber Jonas Stettmer war hellwach. Auf der Gegenseite musste das aber auch Janne Juvonen sein, der gegen Yannick Veilleux rettete. Zwei Top-Chancen zu Beginn des zweiten Drittels.
Nun nahm die Partie so langsam aber sicher Fahrt auf und die Chancen wurden zwingender und gefährlicher. Und prompt erklang „Viva la Vida“ und es schallte der erste Jubelschrei durch die Arena am Ostbahnhof. Adam Smith marschierte locker durch die Haie-Defensive und zog trocken ab – 1:0 (25.).
Doch direkt danach durfte die Mannschaft von Kari Jalonen erneut in Überzahl ran und hatte somit die dicke Chance zur schnellen Antwort. Doch die gab es nicht, stattdessen der Doppelschlag der Eisbären, die erneut eine Top-Chance in Unterzahl hatten. Manuel Wiederer klaute sich die Scheibe und marschierte auf Janne Juvonen zu. Der Spieler des Jahres hatte keine Chance und fing sich den Shorthander – 2:0 (27.).
Nun flog hier fast das Dach der Arena weg, so euphorisch waren die Eisbären-Fans, während im Kölner Block bei den meisten Haie-Fans Schockstarre herrschte. Deren Mannschaft suchte derweil nach einer Reaktion, aber die Defensive der Eisbären ließ die Angriffe der Gäste im Keim ersticken. Aber in der 32. Spielminute fanden die Haie dann doch die Lücke im Berliner Tor. Ein starkes Zuspiel verwertete Dominik Bokk und erwies sich damit einmal mehr als Kölner Lebensversicherung in dieser Halbfinalserie – 2:1 (32.).
Der Treffer gab Köln neuen Rückenwind, denn plötzlich drängten die Haie auf den Ausgleich. Jonas Stettmer verhinderte diesen aber mit mehreren guten Paraden. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel so ein wenig hinterher und mussten versuchen, wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden.
Zum Ende des zweiten Drittels vergaben die Eisbären noch ein Powerplay und nahmen somit die knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Große Freude bei Marcel Noebels (links) und Jonas Müller (rechts) nach dem Treffer zum 3:1. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese bauten die Eisbären aber schnell aus. Es lief die 43. Spielminute, als Jonas Müller den Torjäger in sich erkannte und einmal rum ums Tor fuhr und die Scheibe anschließend im langen Eck versenkte – 3:1.
Nun musste eine Reaktion der Gäste kommen, die ungern mit einem Serienrückstand nach Hause fahren wollten. Denn damit wäre der Druck am Montag enorm, schließlich galten die Domstädter vor Beginn der Playoffs als der Top-Favorit auf die Meisterschaft.
Und die Haie gaben hier auch noch nicht auf und warfen nochmal alles nach vorne. Nur machte es ihnen die Eisbären-Defensive mehr als schwer, mal gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Wenn sich ihnen die Chance bot, spielten die Eisbären auch nach vorne und versuchten dort dann nachzulegen und das Spiel zu entscheiden. Das gelang ihnen aber nicht.
Den Domstädtern wurde in der Schlussphase dann noch ein Powerplay geschenkt, weil nur Markus Vikingstad auf die Strafbank musste, während Dominik Bokk machen durfte, was er wollte. Leider resultierte daraus auch das Gegentor zum 3:2 durch Gregor MacLeod (54.). So machte man das Spiel unnötig wieder spannend.
Rund zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Haie Janne Juvonen aus dem Tor, doch das nutzten die Eisbären zur Entscheidung. Liam Kirk mit dem Empty-Netter zum 4:2 (59.). Doch Kari Jalonen gab noch nicht auf und nahm direkt danach seine Auszeit. Auch Juvonen verließ sein Tor wieder. Marcel Noebels nutzte das aus und traf zum 5:2-Endstand. Ex-Eisbär Louis-Marc Aubry handelte sich danach noch eine Disziplinarstrafe ein, um die er das gesamte Spiel bereits gebettelt hatte. Auch Robin van Calster bekam noch eine Disziplinarstrafe. Beide Spieler erhielten diese wegen unsportlichen Verhaltens.
Nun fahren die Eisbären am Montag nach Köln und können den Einzug ins Finale perfekt machen. Aber der letzte Sieg ist wie immer der schwerste. Aber wenn eine Mannschaft die Nerven dafür hat, dann ist es die von Trainer Serge Aubin. Und dafür hat man sogar zwei Chancen in Köln. Eine davon werden die Jungs nutzen…

3:4 nach Verlängerung: Dominik Bokk ärgert seinen Ex-Verein und gleicht die Halbfinalserie wieder aus

Playoff-Halbfinale – Stand: 2:2 (3:6/5:1/2:4/4:3 n.V.)

Die Halbfinalserie ist nun eine Best-of-three-Serie: Die Eisbären Berlin verlieren nämlich Spiel vier der Halbfinalserie bei den Kölner Haien mit 3:4 nach Verlängerung. Es war ein echter Playoff-Fight auf Augenhöhe. Beide Teams hatten ihre Chancen, am Ende war es aber Dominik Bokk, der seinen Ex-Verein gleich zweimal ärgerte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Stürmer Lean Bergmann verzichten, für den die laufende Saison verletzungsbedingt beendet ist und der auch den Start der kommenden Saison verpassen wird. Für ihn rückte Norwin Panocha ins Line-up. In der Defensive blieben die Verteidiger-Pärchen unverändert. Panocha war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive blieben die ersten beiden Reihen gleich. Eric Hördler nahm derweil den Platz von Bergmann in der Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad ein. Den Platz von Hördler junior nahm Moritz Kretzschmar ein, der an der Seite von Manuel Wiederer und Lennard Nieleck stürmte.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Die Domstädter standen unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage würde man am Freitag mit einem 1:3-Rückstand in der Serie nach Berlin reisen. Das wollte Köln vor eigenem Publikum unbedingt vermeiden. Die Eisbären hingegen wollten genau jenen Matchpuck erspielen, um am Freitag vor den eigenen Fans den erneuten Finaleinzug zu feiern. Denn das ist dann das letzte Heimspiel für die Berliner, ehe Spiel sechs und sieben in Köln stattfinden würden. Holten sich die Haie den erneuten Serienausgleich oder sicherten sich die Hauptstädter den Matchpuck?

Ty Ronning sorgte für das wichtige 1:1 im ersten Drittel. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Blitzstart für die Haie, die nach gerade einmal 42 Sekunden mit 1:0 in Führung gingen. Frederik Storm war der Torschütze. Das war genau der Start, den die Eisbären nicht haben wollten. Viel mehr wollte man selbst in Führung gehen.
In der Folge hatten die Domstädter zwei weitere dicke Chancen in der Anfangsphase. Einmal rutschte die Scheibe knapp am Tor vorbei, einmal rettete das Gestänge. Mit dem schnellen Umschaltspiel der Hausherren hatten die Eisbären große Probleme.
Auch im ersten Powerplay der Partie schnupperten die Kölner mehrfach am zweiten Tor. Die Haie zeigten die erhoffte Reaktion auf Spiel drei in Berlin, während die Eisbären überhaupt nicht an ihre Leistung vom Sonntag anknüpfen konnten. Einzig Goalie Jake Hildebrand war schon wieder in Normalform unterwegs, während die anderen Spieler noch überhaupt nicht drin waren im Spiel.
Kurz darauf hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay und prompt stellten sie den Spielverlauf auf den Kopf. Ty Ronning mit dem überraschenden 1:1-Ausgleich (14.).
Nach dem Treffer waren die Eisbären plötzlich drin im Spiel und drängten auf das zweite Tor. Das Momentum hatte durch den Ausgleich die Seiten gewechselt. Und die Haie mussten erneut in Unterzahl ran. Doch in dieser hatte Maxi Kammerer die dicke Chance zur erneuten Kölner Führung, doch Hildebrand vereitelte seinen Alleingang. Ohne Hildebrand hätten die Eisbären hier deutlich mehr Gegentreffer kassiert. So blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Eisbären-Goalie Jake Hildebrand verletzte sich beim Gegentor zum 2:3 und musste anschließend in die Kabine. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel erwischten diesmal die Eisbären den Traumstart. 20 Sekunden dauerte es nur, ehe Kapitän Kai Wissmann auf 2:1 stellte (21.). Die Eisbären hatten das Spiel also tatsächlich gedreht.
Aber die Domstädter schlugen schnell zurück. Zwei-auf-eins-Angriff und Tanner Kero stellte auf 2:2 (24.). Die Eisbären waren in diesem Spiel zu anfällig für Konter der Haie, diesmal schlug es hinten auch ein.
Mit dem Treffer wechselte direkt wieder das Momentum auf die Seite der Haie, welche danach eine gute Phase hatten. Jake Hildebrand musste wieder hellwach sein. Aber so ging es das ganze Spiel, immer wieder hatten beide Teams ihre starken Phasen in der Offensive. Es ging munter hin und her.
Und Köln drehte das Spiel zurück. Dominik Bokk tunnelte Jake Hildebrand und stellte auf 3:2 (33.). Beim Spagat verletzte sich Hildebrand und musste gestützt vom Eis gefahren werden. Wie bitter kann eine Saison bitte verlaufen? Nach Lean Bergmann der nächste Spieler, der sich zu den anderen Langzeitverletzten gesellt. Jonas Stettmer kam somit wieder ins Tor.
Fortan blieb es ein echter Playoff-Fight. Die Eisbären suchten die schnelle Antwort, fanden sie aber nicht und so nahm man einen knappen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause.

Liam Kirk schickte das Spiel in die Overtime. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel begann diesmal nicht mit einem Blitzstart, auch wenn die Eisbären eine dicke Chance durch Andreas Eder hatten. Aber Janne Juvonen war hellwach und parierte dessen Schuss.
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach der Lücke in der Kölner Defensive. Doch die Haie boten diese nicht an und drängten die Berliner Spieler nach außen und machten die gefährlichen Räume vor dem Tor zu. Aber gleiches galt auch für die Defensive der Eisbären.
Mitte des letzten Drittels hatte dann Gregor MacLeod die Vorentscheidung auf dem Schläger, doch Jonas Stettmer hielt seine Mannschaft im Spiel.
Die Eisbären hatten dann wieder ein Powerplay und zum zweiten Mal schlug man in diesem zu. Leo Pföderl und Ty Ronning scheiterten bereits an Jane Juvonen, Liam Kirk zielte dann ganz genau – 3:3 (52.).
Nun ging die Partie wieder von vorne los und der Druck wechselte auf die Seite der Domstädter, die den Matchpuck der Eisbären abwehren und die Serie definitiv wieder nach Hause holen wollten. Die Spannung war zum Greifen nah. Und Köln bekam vier Minuten vor dem Ende ein Powerplay und damit die dicke Chance zur erneuten Führung. Doch die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor.
Es blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit beim 3:3 und somit ging es erstmals in dieser Halbfinalserie in die Verlängerung.

Ex-Eisbär Dominik Bokk entschied das vierte Halbfinalspiel in der Overtime. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch die Overtime war an Dramatik nicht zu überbieten. Ein echter Playoff-Fight, in dem es hin und her ging. Beide Teams hatten ihre Chancen, doch beide Goalies waren weiterhin hellwach. Es war eine hart umkämpfte Partie, jeder Zweikampf wurde äußerst intensiv geführt.
Leo Pföderl und Liam Kirk hatten die Entscheidung auf dem Schläger, kamen aber nicht an Janne Juvonen vorbei. Auf der Gegenseite war es Dominik Bokk, der Ex-Eisbär, der in der 78. Spielminute dieses vierte Halbfinalspiel entschied – 3:4. Nun heißt es Mund abputzen und nach vorne schauen. Denn der Druck wechselt nach Berlin, die am Freitag ihr letztes Heimspiel in dieser Serie gewinnen müssen, um mit einem Matchpuck nach Köln zu fahren. Heute waren es Kleinigkeiten, die dieses Spiel entschieden haben.

4:2 gegen Köln: Die Eisbären dominieren lange Zeit das Spiel, müssen aber am Ende nochmal zittern

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #45:

Playoff-Halbfinale – Stand: 2:1 (6:3/1:5/4:2)

Die Eisbären Berlin haben Spiel drei der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie mit 4:2 gewonnen und damit die Führung in dieser Serie wieder übernommen. Über 53 Minuten hatte man das Spiel klar im Griff und haderte lediglich mit seiner Chancenverwertung. Doch dann wachten die Domstädter auf und kamen noch auf 3:2 heran, ehe Leo Pföderl ihnen mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel den Stecker zog.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Yannick Veilleux verzichten, der zurecht für zwei Spiele gesperrt wurde. Dafür kehrten Mitch Reinke und Marcel Noebels zurück ins Line-up. Markus Niemeläinen musste weichen. Das führte zu Veränderungen im Line-up.
Les Lancaster nahm den Platz von Niemeläinen neben Eric Mik ein. Reinke verteidigte an der Seite von Adam Smith. Moritz Kretzschmar war siebter Verteidiger.
In der Offensive nahm Noebels den Platz von Lancaster in der Reihe mit Liam Kirk und Andreas Eder ein. Leo Pföderl nahm den Platz von Yannick Veilleux in der Reihe mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann ein. Und Lennart Nieleck rotierte in die vierte Reihe an die Seite von Eric Hördler und Manuel Wieder.
Im Tor begann heute Jake Hildebrand anstelle von Jonas Stettmer, der am Freitag während des zweiten Drittels ausgewechselt wurde. Puh, harte Entscheidung vom Trainerteam. Stettmer hatte die Eisbären schließlich erst ins Halbfinale geführt und ein schlechtes Spiel kann man immer mal haben – siehe Janne Juvonen. Hoffentlich keine Entscheidung, die man später bereuen wird.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Sieg der Haie am Freitag stand es in der Halbfinalserie 1:1, weshalb es heute wieder von vorne losging und es somit eine Best-of-Five-Serie wurde. Der Druck wanderte aus der Domstadt in die Hauptstadt, denn die Eisbären wollen ungern mit einem 1:2-Rückstand in der Serie am Mittwoch nach Köln reisen. Wenn es die Eisbären schaffen, an ihre Leistung aus den ersten vier Dritteln in dieser Halbfinalserie anzuknüpfen, kann ein Sieg klappen. Sieht man allerdings die Eisbären aus den letzten beiden Dritteln vom Freitag, drohte ein böses Erwachen. Welches Gesicht zeigten die Eisbären heute?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel, wo die Eisbären direkt deutlich machten, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren und eine Reaktion auf Freitagabend in Köln zeigen wollten. Die Defensive der Haie wurde gut beschäftigt, doch bisher ließen die Domstädter wenig zu. Köln lauerte auf Konter, um dann wieder blitzschnell umzuschalten. Insgesamt war es wieder ein Beginn auf Augenhöhe, denn beide Teams hatten ihre offensiven Momente.
Auf die erste große Torchance wartete man weiter vergebens. Beide Mannschaften verstanden es weiterhin sehr gut, defensiv kompakt zu stehen. Auch in der neutralen Zone war es eine hart umkämpfte Partie.
Die Domstädter hatten in der Schlussphase das erste Powerplay, aber auch in diesem ließ die Berliner Defensive nichts zu. So blieb es beim 0:0 nach dem ersten Drittel.

Leo Pföderl (links) erzielte das 1:0 gegen Köln und damit sein erstes Tor in den diesjährigen Playoffs. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften dann die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Bisher konnten die Haie in den Playoffs in Unterzahl noch nicht bezwungen werden und bisher hatte Leo Pföderl noch kein Playofftor erzielt. Mit dem heutigen Spiel endeten beide Serien, denn die Nummer 93 netzte ein zum 1:0 (23.). Rückkehrer Mitch Reinke und Ty Ronning waren die Assistenten bei diesem Tor.
Kurz darauf hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay, doch diesmal überstanden die Haie die Unterzahl schadlos.
Die Berliner blieben auch danach gefährlich und sorgten für viel Arbeit für Janne Juvonen. Das einzige Manko der Eisbären war heute jedoch die Chancenverwertung, denn das 1:0 war aus Sicht der Haie noch das beste. Eigentlich hätten die Berliner hier gut und gerne 2:0 oder 3:0 führen können. So ließ man die Gäste aber im Spiel. Von Köln kam derweil kaum etwas im zweiten Drittel, weil die Berliner das Offensivspiel der Haie komplett kalt gestellt hatten.
In der Schlussphase hatten die Haie dann Glück, keine Strafzeit zu bekommen. Denn Jonas Müller bekam mit voller Wucht und Absicht was auf die Hand, die Hauptschiedsrichter hatten es aber nicht gesehen. Glück für Köln, denn das war eine klare Strafzeit.
Damit noch nicht genug, denn Juhani Tyrväinen sorgte für den nächsten Aufreger, als er einen Kniecheck gegen Lean Bergmann fuhr. Dafür gab es natürlich nur zwei Minuten. Ein Tyrväinen darf eben alles machen und wird dafür nicht groß bestraft. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung, aber auch zwei angeschlagene Spieler, mit in die zweite Drittelpause. Angesichts von 40:10-Torschüssen äußerst schmeichelhaft für Köln.

Auch heute gab es wieder eine Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Mannschaften. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären noch in Überzahl, konnten das aber nicht nutzen. Nur Sekunden später flog die Scheibe dann aber doch noch ein zweites Mal ins Tor von Janne Juvonen. Jonas Müller packte die ganze Wut über den Stockschlag in diesen Schuss und erhöhte auf 2:0 (42.).
Köln fand heute kein Mittel gegen das Spiel der Eisbären und war den Berlinern vor allem läuferisch deutlich unterlegen. Wenn es spielerisch nicht klappt, fängt man eben an zu provozieren. Das konnten die Kölner Spieler heute richtig gut.
Interessierte die Eisbären heute aber relativ wenig, denn die hatten ihre Nerven heute im Griff und konzentrierten sich lieber auf das Wesentliche im Eishockey. Les Lancaster stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis und erhöhte auf 3:0 (46.).
Köln hatte dann mal wieder ein Powerplay, aber in diesem fuhren die Eisbären den Konter. Liam Kirk verpasste bei diesem das 4:0. Die Arena am Ostbahnhof stand inzwischen und applaudierte ihrer Mannschaft, denn die Eisbären lieferten eine ganz starke Vorstellung und zeigten die erhoffte Reaktion auf das 1:5 in Köln.
Auch in der Folge hörten die Eisbären nicht auf, nach vorne zu spielen und sich weitere Chancen herauszuspielen. Zudem setzte man auch weiterhin auf aggressives Forechecking, um Köln nach wie vor nicht ins Spiel kommen zu lassen. Doch die Haie wehrten sich und kamen am Ende doch noch aufs Scoreboard. Dominik Bokk mit dem Treffer zum 3:1 (53.).
Kam hier nun also doch noch einmal Spannung auf, in einer Partie, die eigentlich entschieden war? Kölns Trainer Kari Jalonen glaubte jedenfalls dran. Denn 4:35 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm er seine Auszeit und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und fünf Sekunden später verkürzten die Domstädter auf 3:2 durch Oliwer Kaski (56.).
Nun wurde es also doch nochmal eine äußerst spannende Schlussphase und auf einmal schöpften die Haie-Spieler hier wieder neues Selbstvertrauen, dass man doch noch Spiel drei erfolgreich gestalten würde. Von den Eisbären kam in dieser Phase deutlich zu wenig.
Die Haie zogen erneut ihren Goalie und diesmal nutzten das die Eisbären aber eiskalt aus. Leo Pföderl machte den Doppelpack perfekt – 4:2 (58.) Aber Köln gab sich nicht geschlagen und nahm ein weiteres Mal Janne Juvonen aus dem Tor. Die Haie gaben auch nochmal alles, aber die Berliner verteidigten das stark zu Ende und sicherten sich so den zweiten Sieg in der Halbfinalserie. Am Ende hatte man es aber nochmal unnötig spannend gemacht. Aber daraus wird man seine Lehren ziehen, dass man Köln nur mit 100 Prozent schlagen kann.

1:5 in Spiel 2: Die Eisbären spielen nur ein gutes Drittel und werden dafür gnadenlos von Köln bestraft

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #44:

Playoff-Halbfinale – Stand: 1:1 (3:6/5:1)

Das haben sich die Eisbären Berlin ganz anders vorgestellt: Nach dem erfolgreichen Start in die Halbfinalserie setzte es im zweiten Spiel bei den Kölner Haien eine verdiente 1:5-Niederlage. Mal wieder wurde deutlich, dass 20 Minuten gutes Eishockey nicht reichen. Erst recht nicht in den Playoffs, wo du dein bestes Spiel abliefern musst. Das taten ab dem zweiten Drittel jedoch nur die Domstädter, weshalb sie am Ende verdient zum 1:1 in der Serie ausglichen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand Marcel Noebels heute nicht zur Verfügung, dafür kehrte Jean-Sébastien Dea zurück in den Kader. Während die Verteidiger-Pärchen unverändert blieben, gab es in der Offensive drei neue Reihen. Dea rückte in die erste Reihe zu Freddy Tiffels und Ty Ronning. Liam Kirk und Andreas Eder bekamen Les Lancaster an die Seite gestellt. Der Verteidiger nahm den Platz von Noebels ein. Eric Hördler und Manuel Wiederer stürmten zusammen mit Leo Pföderl. Einzig die Veilleux-Vikingstad-Bergmann-Reihe blieb zusammen.
Jonas Stettmer erhielt erneut den Vorzug vor Jake Hildebrand und hütete das Berliner Tor.

Die Ausgangslage war klar: Nach der Niederlage in Spiel eins standen die Haie heute zuhause bereits unter Druck. Denn bei einer weiteren Niederlage würden die Domstädter mit einem 0:2-Rückstand in der Serie am Sonntag nach Berlin fahren. Konnten die Eisbären an die Leistung vom Mittwoch anknüpfen oder schlugen die Hausherren in der Halbfinalserie zurück?

Hat das Torhüterduell gegen Janne Juvonen heute verloren: Jonas Stettmer (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel, in dem es zunächst ein Abtasten gab. Beide Teams stellten die Räume vor dem eigenen Tor sehr gut zu, weshalb es keine hochkarätigen Chancen zu sehen gab. Mitte der Partie hatten die Haie dann mal den ersten gefährlichen Abschluss zu verzeichnen, aber Jonas Stettmer konnten sie nicht bezwingen. Danach kamen die Eisbären zu ihrer ersten Drangphase im Spiel und daraus resultierte schlussendlich das 1:0. Markus Vikingstad eroberte stark die Scheibe, spielte sie zu Yannick Veilleux und der sorgte für den ersten Jubel im Gästeblock (15.). Da trat die Nummer 38 noch sportlich in Erscheinung – das sollte sich zum Ende des Spiels leider ändern.
Die Haie wollten darauf eine Antwort finden, fanden jedoch nur Jonas Stettmer und fingen wieder an, am Berliner Goalie zu verzweifeln. Die Eisbären hatten in der Schlussphase noch ein Powerplay, konnten dieses jedoch nicht nutzen, nahmen es aber neben der 1:0-Führung mit in die Kabine. Mit dem ersten Drittel konnte man aus Berliner Sicht sehr zufrieden sein, doch das sollte sich ab dem zweiten Drittel leider ändern.

Heute durften die Spieler der Kölner Haie gleich fünfmal jubeln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Powerplay zu Beginn des Mitteldrittels ließen die Eisbären ungenutzt und ab da startete Köln aber mal so richtig durch. Maxi Kammerer scheiterte noch an der Latte, wenige Sekunden später zielte Patrick Russell genauer und glich zum 1:1 aus (22.).
Die Haie bekamen durch den Treffer Selbstvertrauen und setzten die Berliner immer wieder unter Druck. Die Eisbären standen komplett neben sich, liefen der Scheibe nur hinterher und verloren sämtliche Zweikämpfe. Ein Powerplay ließ Köln noch ungenutzt, aber die Drangphase danach ließ nur die Frage offen, wann die Haie das Spiel drehen würden. Erneut war es Russell, der Stettmer überwinden konnte – 1:2 (29.).
Nur 21 Sekunden später war Dominik Bokk unterwegs Richtung Jonas Stettmer und ließ sich auch von zwei Verteidigern (!) nicht stoppen. Da kam der Ex-Eisbär zu einfach durch und ließ anschließend dem Berliner Goalie keine Chance – 1:3 (30.).
Gegenwehr von den Eisbären? Fehlanzeige! Köln dominierte das Mitteldrittel und legte den vierten Treffer nach. Mit Louis-Marc Aubry traf der nächste Ex-Eisbär – 1:4 (34.). Danach war der Arbeitstag von Stettmer beendet und Jake Hildebrand kam für ihn ins Tor. Somit steht es nach Torhüterwechseln 1:1 in dieser Serie. Hatten wir am Mittwoch das Lachen noch auf unserer Seite wegen Janne Juvonen, hatten es die Domstädter heute auf ihrer Seite.
Die Eisbären hatten dann nochmal ein Powerplay im zweiten Drittel, aber reden wir nicht weiter drüber. Wenn das weiterhin so schlecht ist, wird das kein Schlüsselfaktor in dieser Serie. Daran muss man dringend arbeiten. Zum Glück war dann aber erst einmal das zweite Drittel vorbei und Zeit für Serge Aubin, seine Spieler wieder wachzurütteln. Denn war das erste Drittel noch stark, war das zweite Drittel eins zum Vergessen. Mit dem Tempo der Domstädter hatte man große Probleme und leistete sich in der Folge zu viele Turnover im eigenen Spiel.

Sorgte am Ende wieder für negative Schlagzeilen: Yannick Veilleux (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel hieß es nun Schadensbegrenzung aus Berliner Sicht, doch Köln wollte da nicht mitspielen. Die Eisbären zunächst noch im Angriff, Köln blockte die Scheibe und dann fuhren die Haie den Zwei-auf-eins-Konter. Der heute überragende Russell mit dem Querpass auf Gregor MacLeod und der überwand Hildebrand zum ersten Mal an diesem Abend – 1:5 (44.).
Spätestens jetzt hatten auch die Optimisten unter den Eisbären-Fans festgestellt, dass das heute nichts mehr werden würde. Dafür war das heute einfach zu wenig von den Eisbären und von Köln zu stark. Die Haie spielten sich am Ende in einen echten Rausch und ließen die Eisbären für ihre Fehler eiskalt bezahlen.
Bei den Eisbären machte sich derweil Frust breit. Angesichts des Spielstandes auch kein Wunder. Manuel Wiederer leistete sich das erste Frustfoul, das Powerplay konnten die Domstädter aber nicht nutzen. Immer wieder gerieten jetzt auch Spieler beider Mannschaften aneinander. Bei den Eisbären provozierten vor allem Lean Bergmann und Yannick Veilleux. Auch die Kölner waren aber keine Kinder von Traurigkeit und machten da auch munter mit. Es ist eben Playoff-Zeit und da geht es etwas härter zur Sache. Veilleux übertrieb es aber am Ende mit einem Crosscheck weit nach Abpfiff einer Szene gegen Juhani Tyrväinen, wofür er eine Spieldauer erhielt und damit als Wiederholungstäter durchaus gesperrt werden könnte. Da hatte man mal wieder die beiden Gesichter der Nummer 38 gesehen. Einerseits überzeugt er durch spielerische Akzente und seine Torgefährlichkeit, andererseits knallen Veilleux zu oft die Sicherungen durch, was er am Ende vielleicht als „Zeichen setzen“ beschreiben würde. Aber mit solchen Aktionen leistet er seiner Mannschaft lediglich einen Bärendienst, der sie in den nächsten Spielen dezimiert antreten lässt. Die Personalsituation ist ja nicht ohnehin schon angespannt genug.
Das Tyrväinen danach noch Kraft hatte, vor der Eisbären-Bank zu „pöbeln“, war ebenso unnötig.
So nahm dieses Spiel noch ein unnötiges Ende und sorgt für zusätzlich Feuer in dieser Halbfinalserie. Am Sonntag liegt es nun an den Eisbären, eine sportliche Antwort auf dem Eis zu geben und die eigenen Nerven im Griff zu haben. Der Druck liegt nun bei unseren Jungs, die ungern mit einem 1:2-Rückstand am Mittwoch nach Köln fahren wollen.

6:3 in Spiel eins: Die Eisbären Berlin legen den Traumstart hin – Moritz Kretzschmar trifft doppelt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #43:

Playoff-Halbfinale – Stand: 1:0 (6:3)

Traumstart ins Playoff-Halbfinale: Am Mittwochabend gewannen die Eisbären Berlin Spiel eins gegen die Kölner Haie hochverdient mit 6:3 und setzten damit das erste Ausrufezeichen in dieser Serie, in der die Domstädter als Favorit gelten. Jonas Stettmer gewann jedoch das Duell gegen seinen Kontrahenten Janne Juvonen recht deutlich und spielte im Gegensatz zum Kölner Torhüter das Spiel zu Ende. Zudem überzeugten die Verteidiger der Berliner mit fünf Toren. Zwei davon erzielte Youngster Moritz Kretzschmar, der sogar doppelt traf.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute wieder Marcel Noebels zur Verfügung, der bekanntlich seine letzten Playoffs für die Eisbären spielt und Gerüchten zufolge in dieser Halbfinalserie auf seinen kommenden Arbeitgeber trifft. Er rückte in die Reihe zu Liam Kirk und Andreas Eder. Jean-Sébastien Dea, der am Samstag noch in der Reihe gespielt hat, stand gar nicht im Kader. Eine weitere Änderung gab es noch in der vierten Reihe, wo Lennart Nieleck raus rotierte und als 13. Stürmer im Line-up stand. Torjäger Les Lancaster rückte an seiner Stelle an die Seite von Manuel Wiederer und Eric Hördler. Die anderen beiden Reihen blieben unverändert.
In der Defensive gab es durch Lancasters Wechsel in die Offensive auch wieder Veränderungen. Markus Niemeläinen nahm dessen Platz neben Eric Mik ein. Den Platz des Finnen neben Adam Smith nahm Youngster Moritz Kretzschmar ein.
Die spannendste Frage war aber die, wer das Berliner Tor hüten würde. Aubin entschied sich für Jonas Stettmer und gegen Jake Hildebrand. Nach den starken Auftritten von Stettmer im Viertelfinale gegen seine Heimatstadt auch eine nachvollziehbare Entscheidung.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es die schwerstmögliche Aufgabe im Halbfinale der DEL-Playoffs. Mit Köln traf man auf den Hauptrundenmeister und auf den letztjährigen Finalgegner. Allen Fans war natürlich klar, dass die Domstädter Revanche nehmen wollten und dass es keinesfalls wieder so einfach werden würde wie in der Finalserie 2025, als die Berliner die letzten drei Spiele mit 7:0 gewannen. Die Haie sind eine komplett andere Mannschaft, die viel tiefer besetzt ist als noch im Vorjahr und die mit Janne Juvonen den besten Goalie der gesamten Liga in ihren Reihen hat. Konnten die Eisbären den Hauptrundensieger heute ein Bein stellen oder wurden die Domstädter ihrer Favoritenrolle gerecht?

Erzielte gegen Köln seine ersten beiden DEL-Tore: Moritz Kretzschmar (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Traumstart für die Eisbären, denn bei Vier-gegen-Vier brachte Adam Smith die Scheibe auf das Tor und Janne Juvonen rutschte sie durch und schon stand es 1:0 (5.). Genau der Start, den sich die Berliner gewünscht hatten und man sah direkt, dass der Kölner Goalie auch nur mit Wasser kocht.
Und gegen Juvonen darf man auch mal sein erstes DEL-Tor schießen. Moritz Kretzschmar wurde klasse frei gespielt und hatte anschließend sehr viel Platz, welchen der Youngster eiskalt nutzte – 2:0 (7.).
Da waren sie plötzlich wieder, die Final-Vibes aus dem letzten Jahr. Mit diesem Start hatte hier keiner gerechnet und Köln dürfte sie auch gehabt haben, die Flashbacks aus der Finalserie 2025.
Aber dass es nicht die Domstädter aus dem letzten Jahr waren, sah man direkt nach dem Powerbreak. Die Haie in Überzahl und ein Schuss von der blauen Linie flog ins Berliner Tor. Valtteri Kemiläinen hatte erfolgreich abgezogen – 2:1 (9.).
Danach war es ein Duell auf Augenhöhe, in der beide Mannschaften ihre Phasen in der Offensive hatten und auch zu Chancen kamen. Die Haie drängten dabei auf den Ausgleich, während die Eisbären auf 3:1 stellen wollten. Es entwickelte sich nun eine rasante Partie zwischen zwei absoluten Top-Mannschaften. Die Eisbären nahmen schließlich die 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause.

Jubelnde Eisbären und Janne Juvonen am Boden – das Symbolbild von Spiel eins der Halbfinalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln kam wild entschlossen aus der Kabine und drängte die Hausherren direkt ins eigene Drittel. Jonas Stettmer musste von der ersten Sekunde des Mitteldrittels hellwach sein, um den Ausgleich der Gäste zu verhindern.
Auf der Gegenseite klingelte es dann aber zum dritten Mal im Tor von Janne Juvonen. Marcel Noebels tauchte frei vor dem Kölner Tor auf und ließ Juvonen keine Chance – 3:1 (24.). Nur eine Minute später fand auch Jonas Müller eine Lücke und schenkte Juvonen das vierte Tor ein – 4:1 (25.). Diese Effektivität und Kaltschnäuzigkeit der Eisbären war schon wieder beängstigend und hatten die Domstädter so sicherlich auch nicht erwartet. Bereits im ersten Spiel schafften es die Eisbären in den Kopf der Haie-Spieler und vor allem in den von Janne Juvonen, der zweifelsfrei der beste Goalie der Liga ist. Nur davon war heute mal so gar nichts zu sehen, viel mehr war es Jonas Stettmer, der deutlich die Nase im Torhüterduell vorne hatte.
Auch in Überzahl gelang es den Gästen aus der Domstadt nicht, den deutschen Goalie ein zweites Mal an diesem Abend zu bezwingen. Dafür aber in Unterzahl. Scheibenverlust im Angriffsdrittel der Eisbären und dann zündeten die Haie den Turbo. Patrick Russell vollendete den Konter und traf ins halbleere Berliner Tor – 4:2 (34.).
Doch die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten, denn Moritz Kretzschmar hatte Gefallen gefunden am Toreschießen und überwand Juvonen zum zweiten Mal an diesem Abend – 5:2 (36.). Was für ein Spiel des Youngsters, der seine ersten beiden DEL-Tore gegen den besten DEL-Goalie erzielte. Kann man mal machen, Moritz – Glückwunsch dazu! Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende des zweiten Drittels.

Das Torhüterduell ging ganz klar an Jonas Stettmer. Sein Kontrahent Janne Juvonen beendete das Spiel nicht einmal.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels kam Felix Brückmann ins Tor, für Juvonen war der Arbeitstag also beendet. Erinnerungen an Julius Hudacek wurden wach. Damit war jedenfalls vor dem Spiel nicht zu rechnen, dass der Torhüter des Jahres Spiel eins nicht beenden würde.
Für die Domstädter wurde es derweil ein weiter Weg, wollte man Spiel eins der Halbfinalserie nicht verlieren. Ein Powerplay hätte die Haie zurück ins Spiel bringen können, aber Jonas Stettmer ließ nichts durch und Freddy Tiffels hätte beinahe den Shorthander erzielt.
Den Haien unterliefen in diesem Spiel ungewohnt viele Fehler, welche die Eisbären zu Chancen einluden. Köln wirkte nicht bereit für das Halbfinale, während die Eisbären im Gegensatz zu Spiel eins der Viertelfinalserie in Straubing von Beginn an da waren. Aber letztendlich ist es nur ein Spiel in einer langen Serie und Köln wird nicht noch einmal so auftreten wie heute Abend.
Diesem Spiel merkte man derweil an, dass so ein wenig die Luft raus war. Köln konnte hier keine Aufholjagd starten und die Eisbären mussten nicht mehr fürs Spiel tun, da man deutlich vorne lag. Trotzdem nahm Kölns Trainer Kari Jalonen rund sechs Minuten vor dem Ende des Spiels nochmal seine Auszeit und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären dazu, um das halbe Dutzend voll zu machen. Les Lancaster versenkte die Scheibe im halbleeren Tor – 6:2 (58.).
Der Schlusspunkt war das aber noch nicht, denn Gregor MacLeod hatte das letzte Wort in diesem Spiel – 6:3 (59.). Danach war Spiel eins vorbei und die Eisbären wurden mit sehr großem Applaus verabschiedet.

1:0-Sieg in Köln! Die Eisbären feiern den dritten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #36:

Die Eisbären Berlin haben erstmals seit Mitte Oktober mal wieder drei Spiele in Folge gewonnen. Beim Hauptrundensieger Kölner Haie setzten sich die Berliner mit 1:0 (1:0,0:0,0:0) durch und verteidigten damit Platz sechs. Die Mannschaft lieferte über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung ab und überzeugte mit enormer Leidenschaft. Rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt scheinen die Berliner in Fahrt zu kommen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtssieg in Nürnberg nicht. Anscheinend hat das Trainerteam endlich die Reihen gefunden, die zusammen harmonieren.

Die Ausgangslage war klar: Für Köln ging es maximal um das Einspielen für die Playoffs. Die Eisbären hingegen benötigen weiterhin Punkte, will man direkt ins Playoff-Viertelfinale einziehen.

Erzielte am Ende den Siegtreffer in Köln: Andreas Eder (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Ganze 27 Sekunden waren gespielt, da musste Markus Vikingstad direkt auf die Strafbank. Die Eisbären mussten also früh in Unterzahl ran, aber man verteidigte das mit viel Leidenschaft und überstand somit die erste brenzlige Situation in diesem Spiel.
Köln kam erwartet druckvoll ins Spiel und setzte die Eisbären früh unter Druck. Die Eisbären brauchten ein wenig, fanden dann aber auch ins Spiel. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe.
Fortan durften auch die Eisbären erstmals in Überzahl ran, von Erfolg war dieses aber nicht gekrönt. Dennoch gelang den Hauptstädtern noch im ersten Drittel ein Treffer. Über Yannick Veilleux und Markus Vikingstad kam die Scheibe zu Andreas Eder, welcher Janne Juvonen erstmals an diesem Nachmittag überwinden konnte – 1:0 (19.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Feierte in Köln sein erstes Shutout in dieser Saison: Jonas Stettmer(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel wollten die Haie den Ausgleich erzielen und erhöhten die Schlagzahl. Für die Eisbären hieß es daher im Mitteldrittel vermehrte Defensivarbeit. Nach vorne ging dafür kaum etwas.
Die Eisbären überzeugten durch eine sehr konzentrierte Spielweise und wirkten auch sehr kontrolliert in ihrem Spiel. Dazu spielte man als Mannschaft und die Spieler unterstützen sich gegenseitig. Dazu war Jonas Stettmer mit starken Saves zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
In der Schlussphase hatten die Domstädter nochmal ein Powerplay und setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor und führten auch nach 40 Minuten mit 1:0.

Am Ende jubeln die Eisbären über einen Auswärtssieg in Köln. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Somit standen den Eisbären noch 20 schwere Minuten bevor. Während Köln auf den Ausgleich drängte, hatten die Eisbären durchaus die Chance auf 2:0 zu erhöhen.
Den Gastgebern rannte so langsam aber sicher die Zeit davon. Aber Köln gab sich nicht auf und setze die Eisbären in den letzten zehn Minuten gehörig unter Druck. Die Berliner mussten alles geben, um das eigene Tor zu verteidigen. Wenn Köln aber zum Abschluss kam, war auf Jonas Stettmer Verlass.
Köln riskierte am Ende alles – Auszeit und Goalie raus. Der Druck wurde nochmal erhöht, aber die Eisbären verteidigten das stark zu Ende und entführten somit drei extrem wichtige Punkte.

Das Spiel heute war das Sonderzugspiel der Eisbären. Um kurz nach 5 Uhr ging es von Berlin-Lichtenberg aus Richtung Domstadt. Die Zugfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse, so dass wir 15 Minuten früher Köln erreichten. Dass es das heutzutage noch gibt, die Deutsche Bahn ist über pünktlich. Wahnsinn!
Angekommen in Köln ging es für über 1.000 Eisbären-Fans per Marsch zur Lanxess-Arena, welchen die Haie-Fans mit großen Augen verfolgten.
Dass über 1.000 Eisbären-Fans heute anreisen würden, hatte sich scheinbar nicht bis nach Köln herum gesprochen, denn es waren sage und schreibe nur zwei Türen geöffnet. Und das geht einfach nicht, da sollte Köln mal dran arbeiten.
Neben dem Sieg der Eisbären auf dem Eis, feierten auch die Fans einen klaren Punktsieg auf den Rängen. Die Stimmung von den Köln-Fans war ehrlich gesagt schlecht. Die Mannschaft spielt die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte und steht als Hauptrundensieger bereits fest. Doch anhand der Stimmung war davon nichts zu sehen. Erst in den letzten beiden Minuten erhob sich das Publikum und feuerte die Haie lautstark an.
Wie großartiger Support geht, haben dagegen die Eisbären gezeigt. Weiter geht’s am nächsten Wochenende mit den letzten beiden Spielen gegen Mannheim und München. Und für uns Fans im Sonderzug geht’s jetzt weiter Richtung Berlin.
Der Autor dieser Zeilen kommt somit mit drei Siegen aus drei Spielen von seiner Auswärtstour zurück. Ob ich jetzt der neue Glücksbringer bin?

3:4 n.P. gegen Köln: Nate Schnarr ärgert die Eisbären Berlin erneut

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #24:

Die Eisbären Berlin bleiben an diesem Wochenende sieglos. Gegen die Kölner Haie verlor man am Ende mit 3:4 n.P. und holte damit an diesem Wochenende nur einen Punkt. Zu wenig, wenn man die Top-5 angreifen will. Dabei wäre auch heute ein Sieg möglich gewesen, aber man vergab im zweiten Drittel ein doppeltes Powerplay, was am Ende zum Knackpunkt werden sollte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte nach langer Verletzungspause wieder auf Verteidiger Korbinian Geibel zurückgreifen. Er rückte an die Seite von Eric Mik. Die anderen beiden Verteidiger-Pärchen blieben unverändert. Norwin Panocha rotierte aus dem Sturm zurück in die Defensive und war siebter Verteidiger.
In der Offensive änderte Aubin die Offensivreihen ein wenig. Freddy Tiffels und Liam Kirk bekamen Blaine Byron als Center in die Reihe. Die Reihe um Leo Pföderl, Markus Vikingstad und Eric Hördler wurde komplett neu zusammengestellt. Manuel Wiederer kehrte in den Sturm zurück und bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann eine Reihe. Einzig die Reihe um Marcel Noebels, Yannick Veilleux und Jean-Sébastien Dea blieb zusammen. Matej Leden blieb daher kein Platz mehr im Line-up.
Im Tor stand heute Jonas Stettmer, während Jake Hildebrand eine Pause bekam.

Für die Eisbären war es die nächste schwere Aufgabe. Gegen Köln brauchte es einen perfekten Auftritt, wollte man die drei Punkte in Berlin behalten. Und vor allem musste man von der Strafbank fernbleiben, denn was passiert, wenn das nicht der Fall ist, hatte man beim Auswärtsspiel am Donnerstagabend in Ingolstadt gesehen, als man beim 5:8 vier Gegentreffer in Unterzahl kassierte. Gab es am vierten Advent ein versöhnliches Ende für die Eisbären oder beendete man dieses Wochenende mit der zweiten Niederlage?

Pure Erleichterung nach dem Tor zum 2:0 bei Blaine Byron. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Start verlief jedenfalls nach Maß. Keine drei Minuten waren gespielt, da hatte Eric Hördler Janne Juvonen zum ersten Mal an diesem Abend überwunden und damit sein erstes Saisontor erzielt – 1:0. Da hatte sich die Nummer 77 endlich belohnen können, denn Chancen hatte er sich in den 29 Spielen zuvor schon genügend erarbeitet. Glückwunsch, Eric!
Und die Eisbären machten direkt weiter, wollten Wiedergutmachung für die Niederlage in Ingolstadt betreiben. Blaine Byron erhöhte aus der Drehung auf 2:0 (7.).
Doch die Domstädter gaben nur 14 Sekunden später die schnelle Antwort. Eine Ex-Eisbären-Co-Produktion führte zum 2:1. Parker Tuomie traf auf Zuspiel von Dominik Bokk und Louis-Marc Aubry (7.). So ein wenig fühlte man sich direkt an Donnerstagabend erinnert, als die Berliner auch schnell mit 2:0 führten, Ingolstadt aber in weniger als vier Minuten das Spiel drehte und mit 3:2 führte. Aber statt Powerplay Köln hieß es hier nun Powerplay Eisbären, was ja durchaus eine große Baustelle in dieser Saison ist. Das sollte sich auch nicht in dieser Überzahl ändern.
Direkt danach hatte Liam Kirk die dicke Chance zum 3:1, doch er vergab seinen Penalty und scheiterte an Juvonen. Was für ein wilder Beginn in der Hauptstadt.
Danach beruhigte sich das Spiel aber auf beiden Seiten. Die Haie hatten in den letzten zwei Minuten ihr erstes Powerplay und da war nach Donnerstagabend Vorsicht geboten. Doch mehr als eine Chance durch Oliwer Kaski ließen die Eisbären nicht zu und führten somit nach 20 Minuten mit 2:1.

Die Partie zwischen den Eisbären und Köln wurde zunehmend ruppiger. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel hatten die Domstädter ihr zweites Powerplay. Und auch in diesem wurde es gefährlich, Maximilian Kammerer scheiterte mit seinem Onetimer an Jonas Stettmer. Aber die Berliner überstanden auch die zweite Unterzahl der Partie ohne Gegentor.
Direkt danach hatten die Hausherren ihr zweites Powerplay und in diesem schlugen sie 20 Sekunden vor Ablauf eiskalt zu. Nach einer traumhaften Kombination war es Marcel Noebels, der auf 3:1 erhöhte (27.). Ausgerechnet Noebels, der nach übereinstimmenden Medienberichten bereits einen Vertrag bei den Kölner Haien für die kommende Saison unterschrieben hat.
Es blieb auch fortan eine hart umkämpfte Partie. Die Haie arbeiteten am Ausgleich, fanden aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. Gegen Ende wurde das Spiel auch zunehmend nickliger. Das führte zu einer doppelten Überzahl für die Eisbären. Aber dort spielte man es einfach zu ungenau und verpasste mehrfach den richtigen Moment zum Abschluss. So vergab man eine dicke Chance zur möglichen Vorentscheidung.
Die Gäste hatten zum Ende hin ihr viertes Powerplay und somit die Chance auf den Anschlusstreffer, sieben Sekunden vor Ablauf der Strafe gelang ihnen dieser auch. Natürlich traf mit Dominik Bokk erneut ein Ex-Eisbär. Statt mit einer beruhigenden 4:1-Führung ging es mit einer knappen 3:2-Führung in die Kabine.

Erzielte am 30. Spieltag endlich sein erstes Saisontor: Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Damit war Spannung vorprogrammiert für das drittel Drittel. Die Partie blieb daher weiterhin hart umkämpft. Beide Mannschaften gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Köln machte Druck, traf aber auf eine kompakte Berliner Defensive, die wenig zuließ. Und wenn doch was durch kam, war Jonas Stettmer zur Stelle.
Vorne hatten die Eisbären auch ihre Chancen, die Partie vorzuentscheiden. Aber entweder ging die Scheibe am Tor vorbei oder wurde von Juvonen im Haie-Tor pariert.
Den Domstädtern lief fortan die Zeit davon und eine echte Schlussoffensive wollte nicht so richtig aufkommen. Brauchte es aber auch nicht, denn 5:22 Minuten vor dem Ende schlug ein Schuss von Nate Schnarr im langen Eck ein – 3:3 (55.).
Somit ging der DEL-Klassiker wieder von vorne los. Und Köln witterte hier jetzt die Chance, das Spiel komplett zu drehen und wollte direkt nachlegen. Aber Jonas Stettmer hatte etwas dagegen und hielt den Eisbären das Unentschieden fest.
In der Schlussphase schnupperten aber auch die Berliner nochmal am Siegtreffer, doch Janne Juvonen ließ sich kein viertes Mal überwinden. Somit ging es wie im ersten Aufeinandertreffen in Berlin in die Verlängerung.

Und in dieser bot sich den Eisbären in der Schlussphase die Riesenchance zur Entscheidung, denn man bekam ein Powerplay. Ex-Eisbär Aubry musste in die Kühlbox, Trainer Serge Aubin reagierte sofort und nahm seine Auszeit. Die Eisbären ließen die Scheibe laufen und hatten auch die dicke Chance, aber das Gestänge rettete für die Haie. Jonas Müller hatte abgezogen. Damit ging auch das zweite Duell beim Stand von 3:3 ins Penaltyschießen.

Beim ersten Duell hatten die Haie dank Nate Schnarr das bessere Ende auf ihrer Seite. Heute war es erneut Schnarr, der den Domstädtern den Zusatzpunkt sicherte. Er traf als einziger Schütze am heutigen Abend. Eine Niederlage, die man sich am Ende selbst zuzuschreiben hatte. Denn beim Stand von 3:1 vergab man eine doppelte Überzahl, stattdessen schlugen die Haie einen Moment später zu und verkürzten auf 3:2.

3:4 n.P.! Die Eisbären Berlin verlieren den spannenden DEL-Klassiker gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #19:

Sieg und Niederlage wechseln sich weiterhin bei den Eisbären Berlin ab. Am 1. Advent verlor man sein Heimspiel gegen die Kölner Haie knapp mit 3:4 n.P. (1:2,2:0,0:1/0:0,0:1) und verpasste damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und vergaben zwischenzeitlich beste Chancen. Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können, am Ende hatten die Kölner aber das bessere Ende auf ihrer Seite.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute der selben Mannschaft wie beim 6:1-Sieg in Wolfsburg. Verständlich, war doch dieser Auftritt einer der besten in dieser Saison. Heute galt es aber, genau an diese Leistung anzuknüpfen und mal eine Siegesserie zu starten, um sich weiter nach oben zu arbeiten in der Tabelle.

Die Eisbären trafen heute auf eine sehr starke Kölner Mannschaft, die an die erfolgreiche letzte Saison hat anknüpfen können. Während des Saisonverlaufs verpflichtete man mit Janne Juvonen zudem noch einen Goalie, der die Haie noch einen Tick stärker gemacht hat. Ihn zu bezwingen, ist nicht so einfach. Von daher sprach heute wenig für das fünfte Spiel in Folge, in denen die Eisbären sieben Tore gegen Köln schießen würden.
An der Eisbären-Bande stand heute der verletzte Kapitän Kai Wissmann. Ein gutes Omen? Schließlich hatte man in der Finalserie mit ihm an der Bande die drei 7:0-Siege eingefahren.

Erzielte gegen Köln sein erstes DEL-Tor: Matej Leden (Mitte) (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Hart umkämpfter Beginn in den DEL-Klassiker. Jeder Puck-führende Spieler wurde sofort angegriffen und zwar auf beiden Seiten. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen so zu Beginn wenig Gefährliches zu. Die erste dicke Chance gehörte den Eisbären, als Yannick Veilleux frei auf Juvonen zu fahren konnte. Doch der Kölner Goalie fischte die Scheibe relativ problemlos weg (6.).
Die Domstädter versuchten die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau zu stören, was meistens auch gelang. Doch einmal klappte es nicht und die Eisbären fuhren einen Angriff erfolgreich zu Ende. Gewühl vor dem Haie-Tor und Youngster Matej Leden staubte erfolgreich zum ersten DEL-Tor ab – 1:0 (9.).
Danach war es ein Spiel, in dem beiden gute Abschlüsse hatten. Doch es trafen nur die Haie. Den ersten Schuss von Brady Austin konnte Jake Hildebrand nicht festhalten, Kevin Niedenz schnappte sich die Scheibe, spielte sie rüber zu Maximilian Kammerer, welche das leere Tor traf – 1:1 (15.).
Kurz darauf hätten die Gäste das erste Powerplay der Partie gehabt und das wäre gefährlich geworden, haben die Haie doch das beste Powerplay der Liga. Doch nur neun Sekunden später folgte Nate Schnarr Matej Leden in die Kühlbox. Aber auch bei Vier-gegen-Vier schlugen die Domstädter zu. Patrick Russell mit einem klasse Move und dem Tor zum 1:2 (17.). Das war ganz stark gemacht, muss man zugeben. Und unverdient war die Führung auch nicht, waren die Haie doch die gefährlichere Mannschaft.
In der Schlussphase fuhren die Kölner einen Zwei-auf-Null-Konter, aber Jake Hildebrand rettete sensationell gegen Kammerer. Die Berliner wirkten in den letzten Minuten generell sehr anfällig und hatten Glück, dass Köln das nicht nutzen konnte. Somit blieb es beim knappen 1:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Eisbären aber wieder komplett bei der Sache und glichen nach nur 71 Sekunden zum 2:2 aus. Auf Zuspiel von Freddy Tiffels war Allrounder Eric Mik erfolgreich. Wichtiges Tor nach den schwachen letzten zehn Minuten im ersten Drittel.
Kurz darauf hatten die Eisbären die dicke Chance zur erneuten Führung, konnten diese aber nicht nutzen. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Eisbären fanden wieder zurück zu ihrem Spiel und erspielten sich beste Chancen.
Köln musste sich nach dem starken Start der Eisbären erstmal schütteln und suchte anschließend nach einer Antwort, fand aber keinen Weg vorbei an Jake Hildebrand.
Die Eisbären wirkten im Mitteldrittel immer einen Schritt schneller als die Haie und behielten zudem in den meisten Zweikämpfen auch die Oberhand. Ein weiterer Unterschied zu Köln war die Chancenverwertung, denn die Berliner glänzten wieder einmal durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Mitte des zweiten Drittels war es Yannick Veilleux, der Janne Juvonen das dritte Tor einschenkte – 3:2. Mit dem hohen Tempo der Eisbären hatte die Mannschaften von Kari Jalonen inzwischen große Probleme.
Nach dem Powerbreak bestimmten die Zweikämpfe das Spiel. Köln war auf der Suche nach einer Antwort, fand aber die Lücke nicht im Defensivverbund der Berliner. Wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, war Jake Hildebrand zur Stelle. Auf der anderen Seite blieben die Eisbären gefährlich, aber Janne Juvonen ließ keine weitere Scheibe durch. So nahmen die Eisbären die knappe 3:2-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Sorgte für das zwischenzeitliche 3:2 gegen Köln: Yannick Veilleux (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Domstädter kamen schwungvoll aus der Kabine und machten deutlich, dass sie hier noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen wollten. Aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach.
Doch in der 47. Spielminute war auch der Berliner Goalie machtlos, als Frederik Storm zum 3:3 traf. Somit ging dieser DEL-Klassiker wieder von vorne los. Und die Eisbären hatten nach dem Powerbreak die große Chance in Überzahl wieder in Führung zu gehen. Allerdings traf das schlechteste Powerplay auf das beste Unterzahlspiel der Liga. Von daher verwunderte es auch nicht, dass man diese Chance ungenutzt ließ.
Fortan bestimmten die Defensivreihen das Spiel. Beide Mannschaften verstanden es nun, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. Das Spiel lebte in dieser Phase vor allem von der Spannung, denn es hätte in jede Richtung kippen können.
Zwei Minuten vor dem Ende hatte der KEC dann einen starken Wechsel und kam zu zwei richtig gefährlichen Chancen, welche sie letztendlich nicht nutzen konnten. Glück für die Eisbären in dieser Situation. So blieb es beim am Ende gerechten 3:3 nach 60 Minuten, womit beide Mannschaften schon mal einen Punkt sicher hatten.

In der Overtime hatte Lean Bergmann die Entscheidung auf dem Schläger, aber Janne Juvonen rettete im letzten Moment. Auch Mitch Reinke hatte kurz darauf freie Schussbahn, bekam die Scheibe aber ebenfalls nicht an Juvonen vorbei.
Die dickste Chance hatten aber die Gäste, denn Oliwer Kaski scheiterte am Gestänge. Direkt im Gegenzug liefen die Eisbären den Konter und spielten ihn fast perfekt aus, bekamen aber die Scheibe nicht am Kölner Goalie vorbei. Was für eine atemberaubende Verlängerung, welche dennoch torlos blieb. Eigentlich unglaublich bei den Chancen auf beiden Seiten.

Somit musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Auch in diesem ging es in die Verlängerung, nach dem Liam Kirk und Nate Schnarr zunächst getroffen hatten. Schnarr verwandelte anschließend auch seinen zweiten Penalty, während Kirk mit seinem zweiten Penalty an Juvonen scheiterte. Damit ging der Zusatzpunkt in die Domstadt.

7:3 nach 0:3! Die Eisbären zeigen eine starke Reaktion und fügen den Kölner Haien die nächste herbe Niederlage zu

Was für ein Statement: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Kölner Haien deutlich mit 7:3 (0:0,3:3,4:0) gewonnen und sich dabei auch nicht von einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand beeindrucken lassen. Die Eisbären behielten die Ruhe und starteten danach die Aufholjagd, welche sie eindrucksvoll zu Ende gebracht haben. Somit erzielten die Eisbären auch im vierten Spiel in Folge gegen Köln sieben Tore.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Team im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Aufsteiger Dresden nicht. Somit stand also auch im zweiten Saisonspiel wieder Jake Hildebrand im Tor, während Jonas Stettmer nur der Platz auf der Bank blieb.

Es war die Final-Neuauflage zwischen den Haien und Berlin. Köln dürfte mit Wut im Bauch angetreten sein, hatte man doch die letzten drei Finalspiele mit 0:7 verloren. Doch die erfolgreiche Finalserie ist nach eigenen Aussagen kein Thema mehr in der Hauptstadt, wo man sich viel mehr auf sich und sein eigenes Spiel konzentrieren will. Gelang das auch heute im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison?

Sehr intensives Spiel zwischen Köln und Berlin. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in der Domstadt. Beide Teams hatten keine Lust auf Abtasten und suchten vom ersten Bully weg den direkten Zug zum Tor. Liam Kirk und Kevin Niedenz hatten die ersten guten Abschlüsse für ihre Teams. So entwickelte sich eine muntere Anfangsphase, in der es rauf und runter ging.
In der Folge schafften es die Hausherren immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand zu sorgen, weil sie die Lücken in der Berliner Defensive zu nutzen wussten. Der Berliner Goalie hatte einiges zu tun, hielt aber mit starken Paraden die Null.
Aber auch die Eisbären kamen in einem guten Wechsel zu einer dicken Chance durch Leo Pföderl, Ex-Eisbär Tobias Ancicka war aber mit einem starken Save zur Stelle. Doch solche Momente gab es zu selten von den Berlinern. Mit einem aus Berliner Sicht schmeichelhaften 0:0 ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Ty Ronning scorte auch im 30. Spiel in Folge. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

75 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da belohnten sich die Haie und gingen durch Valtteri Kemiläinen verdient mit 1:0 in Führung (22.). Nur 30 Sekunden später legten die Domstädter durch Frederik Storm das 2:0 nach. Storm wurde vor dem Tor angeschossen, reagierte am schnellsten und überwand Jake Hildebrand zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (22.).
Die Eisbären hatten überhaupt keine Zuordnung in der Defensive und konnten sich bei Jake Hildebrand bedanken, der das 0:3 gegen Nate Schnarr verhinderte. Kurz darauf die Eisbären für zwei Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Kemiläinen scheiterte noch am Aluminium, doch Nate Schnarr erhöhte in Überzahl auf 3:0 (26.).
Ein katastrophaler Start ins Mitteldrittel für die Berliner, welche jetzt aufpassen mussten, nicht unter die Räder zu kommen. Doch die Eisbären gaben die richtige Antwort. Freddy Tiffels legte für Adam Smith ab und der verkürzte auf 1:3 (27.). Es sollte aber noch besser kommen und die Verteidiger übernahmen die Verantwortung. Jonas Müller stand komplett frei und sorgte per Onetimer für das 2:3 (29.).
Was für ein verrücktes zweites Drittel und was für eine Reaktion des deutschen Meisters. Und die Eisbären hatten nun richtig Blut geleckt, denn Ty Ronning mit dem 3:3 in Überzahl (31.). Das 30. Spiel in Folge mit einem Scorerpunkt von der Nummer neun – Wahnsinn!
Nun waren die Gastgeber wieder gefordert, die hier eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben hatten und somit auch das Momentum. Und die Lanxess Arena war mittlerweile auch verstummt, die nach dem 3:0 noch gefühlt die Meisterschaft gefeiert hatte.
Danach beruhigte sich die Partie wieder und so ging es mit einem 3:3 in die zweite Drittelpause.

Kamen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus: Die Spieler der Eisbären Berlin. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären hellwach und gingen nach 19 Sekunden erstmals in Führung. Ty Ronning mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag – 4:3 (41.). Nur 21 Sekunden später ein blitzsauberer Konter über Blaine Byron und Marcel Noebels, Letzterer netzte ein zum 5:3 (41.). Tobias Ancicka verließ daraufhin sein Tor, Felix Brückmann kam für ihn und durfte nach weiteren 14 Sekunden erstmals die Scheibe aus dem Tor holen. Markus Vikingstad mit seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären zum 6:3 (41.).
Köln dürfte sich wie im falschen Film gefühlt haben, hatte sich sicherlich einiges vorgenommen für das Schlussdrittel und kassierte dann innerhalb von 35 Sekunden drei Tore. Aber wenn die Eisbären gegen Köln spielen, fallen „in der Regel“ sieben Tore. Gesagt, getan – Andreas Eder mit dem 7:3 (44.). Was für eine brutale Effizienz der Eisbären und was für ein Auftritt nach einem 0:3-Rückstand, der die Liga in Angst und Schrecken versetzen dürfte. Selbst so ein Rückstand scheint den Rekordmeister nicht zu beeindrucken und man zieht einfach sein Spiel bis zum Ende durch.
Damit war das Spiel natürlich entschieden und die Partie plätscherte so vor sich hin, während die Haie-Fans vermehrt den Heimweg antraten. Spiele gegen Berlin bleiben momentan nicht in guter Erinnerung für Köln. Für die Eisbären-Fans hingegen schon. Ihre Mannschaft feierte derweil einen Traumstart und hat schon wieder sechs Punkte auf dem Konto.