4:2 vs. Straubing: Die Eisbären starten mit einem Heimsieg in die Ära nach Serge Aubin

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #3:

Der Titelverteidiger eröffnet die neue DEL-Saison mit einem Heimsieg. Gegen die Straubing Tigers setzten sich die Eisbären Berlin knapp mit 4:2 (1:0,2:0,1:2) durch, mussten am Ende aber nochmal um die ersten drei Punkte der neuen Saison zittern. Vermeintlich souverän führte man bis rund neun Minuten vor Spielende mit 3:0, ehe Straubing daraus nochmal eine richtig enge Kiste machte. Doch Eric Mik erstickte sämtliche Straubinger Hoffnung auf etwas Zählbares im Keim.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten (saß noch eine Sperre aus der letzten Saison ab), weshalb Eric Mik an die Seite von Korbinian Geibel rückte. Alles andere blieb in der Defensive unverändert.
In der Offensive änderte sich lediglich etwas in der vierten Reihe, weil Mik zurück in die Abwehr rotierte. So standen nur Manuel Wiederer und Rihards Griva in der vierten Reihe.
Im Tor vertraute Dubois Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Alles war angerichtet für den DEL-Saisonstart: Die Eisbären Berlin empfingen die Straubing Tigers zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinalserie. Während die Hauptstädter in den Playoffs der Angstgegner der Niederbayern sind, waren die Tigers in der vergangenen Saison in der Hauptrunde der Angstgegner der Eisbären. Drei der vier Duelle gingen an Straubing – darunter auch beide Spiele hier in der Arena am Ostbahnhof. Setzte sich diese Serie auch in der neuen Saison fort oder konnten die Hauptstädter direkt das erste Spiel gegen Straubing für sich entscheiden?

Vor Spielbeginn wurde es aber zunächst einmal noch emotional, denn die Meisterschaft 2026 wurde gebührend gefeiert. Neben einem Video wurde natürlich wie gewohnt das bereits zwölfte Meisterbanner unter das Dach der Arena gezogen.

Der erste Torjubel der neuen DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer eröffnet die neue DEL-Saison

Der Spielbeginn passte zur Stimmung in der Arena, wo beide Fanlager gegen Donnerstagsspiele protestierten. Diese sind den Fanszenen seit Jahren ein Dorn im Auge, weshalb bis zum ersten Powerbreak auf Stimmung verzichtet wurde. Die Straubinger Fans verließen sogar fast komplett den Gästeblock. Erst nach rund fünf Minuten musste Jack LaFontaine erstmals rettend eingreifen. Bis dahin war es noch recht ereignislos gewesen.
Man merkte beiden Mannschaften die Sommerpause noch so ein wenig an. Der Rost war noch nicht komplett runter und das Spiel wirkte bis hierhin sehr zäh. Immerhin kam aber nun wieder so ein wenig Eishockey-Feeling auf, als die Hartmut Nickel Kurve mit ihrem Support begann.
Die erste richtig gute Chance für die Eisbären gab es nach rund zwölf Minuten zu bestaunen. Ein schöner langer Aufbaupass, eine Ablage und Liam Kirk mit dem Schuss, doch Jakub Skarek lenkte die Scheibe über das Straubinger Tor. Kurz darauf leitete erneut ein langer Pass die nächste Chance ein, als Ty Ronning frei zum Abschluss kam. Doch auch der Berliner Torjäger konnte den neuen Straubinger Goalie nicht überwinden.
Ansonsten bestimmten vor allem Zweikämpfe das erste Drittel. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Doch drei Minuten vor der ersten Drittelpause fand Manuel Wiederer die Lücke in der Defensive der Niederbayern und versenkte die Scheibe im langen Eck – 1:0 (17.).
Kurz darauf hätten die Hausherren in Überzahl beinahe das 2:0 nach gelegt, doch die Tigers retteten sich mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause.

Das neue Meisterbanner hängt unter der Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk und Ty Ronning mischen Straubing auf

Im zweiten Drittel ging es ganz schnell. Über Jonas Müller und Ty Ronning kam die Scheibe zu Liam Kirk und der ließ sich nicht zweimal bitten – 2:0 (22.). Der britische Nationalstürmer knipste also direkt im ersten Spiel und zeigte, dass der Tor-Knoten auch mal ganz früh in der Saison platzen kann.
Die Niederbayern waren aber auf der Suche nach einer Antwort und bekamen die dicke Chance in doppelter Überzahl. Ganze 40 Sekunden war die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft mit zwei Mann mehr auf dem Eis und hatte das 2:1 auf dem Schläger. Doch Jack LaFontaine kratzte die Scheibe mit dem Schläger in letzter Sekunde von der Linie. Was für ein Save, der ihm natürlich viel Applaus von den Rängen einbrachte.
Und Straubing durfte direkt danach nochmal für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren. Schwierige Phase für den DEL-Rekordmeister, der aber mit allem verteidigte, was ihm zur Verfügung stand. Dazu wuchs Neuzugang Jack LaFontaine im Tor über sich hinaus und strahlte dabei eine unglaubliche Ruhe aus. Ohne Gegentor kamen die Eisbären aus diesem Unterzahlspiel raus – überragend!
Dafür nutzten die Hauptstädter ihre Chancen. Zwei-auf-eins-Konter von Liam Kirk und Ty Ronning, Letzterer erhöhte schlussendlich auf 3:0 (37.). Gegen diese beiden Top-Stürmer sieht jede DEL-Defensive alt aus, wenn sie Tempo aufnehmen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es anschließend in die Kabinen.

Weiß auch in der neuen Saison wo das Tor steht: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing macht es am Ende nochmal spannend

Im Schlussdrittel waren die Eisbären zunächst nicht nur auf Verwalten des Ergebnisses aus, sondern spielten weiterhin offensiv nach vorne. Defensiv ließ man nach wie vor nur wenig von den Gästen zu. Wenn doch ein Schuss durch kam, konnte man sich auf Jack LaFontaine verlassen, der ein mehr als gelungenes DEL-Debüt feierte.
Dennoch wurde es nichts mit einem Shutout, da Adrian Klein sich zu einfach vor das Tor spielen konnte und zum 3:1 verkürzte (51.). Wurde es hier nun also doch nochmal spannend? Die Chance für die Tigers war jedenfalls da, als man in der Schlussphase für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay hatte. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor.
Dennoch musste man hier tatsächlich nochmal zittern. 3:48 Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Niederbayern das 3:2 durch Stefan Loibl (57.). Für ihre Passivität in dieser Phase wurden die Eisbären eiskalt bestraft.
Doch 68 Sekunden vor dem Ende des Spiels nutzte Eric Mik das leere Straubinger Tor zur Entscheidung aus – 4:2 (59.). Damit feierten die Berliner ein am Ende verdienten Heimsieg gegen die Tigers, der nur am Ende nochmal kurz ins Wanken geriet.

4:1-Heimsieg gegen Graz: Der doppelte Leo Pföderl führt die Eisbären zum ersten CHL-Sieg

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #1:

Perfekte Antwort auf das Schweiz-Wochenende: Die Eisbären Berlin sind in der Champions Hockey League (CHL) angekommen und haben ihren ersten Sieg gefeiert. Gegen den österreichischen Meister Graz 99ers feierte man einen souveränen 4:1-Heimsieg und sicherte sich damit die ersten drei Punkte in der CHL. Offensiv wusste man zu brillieren – vor allem Leo Pföderl mit zwei Toren. Defensiv wirkte man deutlich stabiler als noch in den beiden Spiel in Genf und Davos.

Eisbären-Trainer Éric Dubois stellte seine Reihe im Vergleich zum Spiel in Davos um. Kapitän Kai Wissmann bekam Korbinian Geibel an die Seite. Jonas Müller verteidigte dafür zusammen mit Adam Smith. Dessen Verteidigungspartner Mitch Reinke spielte zusammen mit Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Gabriel Fontaine Youngster Eric Hördler an die Seite gestellt. Liam Kirk, der in Davos in der Reihe stürmte, fehlte heute im Line-up. Den Platz von Hördler Junior in der Reihe mit Andreas Eder und Leo Pföderl nahm Allrounder Eric Mik ein. Der Rest blieb unverändert.
Im Tor startete Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für beide Mannschaften ging es darum, den kompletten Fehlstart in die CHL zu vermeiden. Denn sowohl die Eisbären als auch Graz starteten mit zwei Niederlagen in die neue CHL-Saison. Wem gelang heute der Turnaround und wer musste die dritte Niederlage in Serie einstecken?

Leo Pföderl schnürte gegen Graz den Doppelpack. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Leo Pföderl weiterhin in erstaunlicher Frühform

Vom ersten Bully weg war sie wieder zu spüren, die einmalige Welli-Atmosphäre. Gänsehaut-Feeling im altehrwürdigen Wellblechpalast. Da flog fast das Dach weg, so laut war es hier. Davon beflügelt starteten die Eisbären sehr druckvoll ins Heimspiel und suchten immer wieder direkt den Abschluss. Selbst im ersten Powerplay der Gäste waren die Hausherren gefährlich.
Es dauerte bis zur zehnten Spielminute, ehe Top-Scorer Leo Pföderl den Abend eröffnete – 1:0. Erstaunliche Frühform von der Nummer 93, die dafür bekannt ist, erst mit etwas Anlauf seine Tor-Produktion zu starten. Bereits jetzt stand Pföderl bei drei Toren und einer Vorlage nach noch nicht einmal drei gespielten CHL-Spielen.
Defensiv wirkten die Berliner bis hierhin sehr stabil. Kein vergleich zur löchrigen Abwehr am vergangenen Wochenende in der Schweiz, als es satte 14-mal hinter Jack LaFontaine und Jonas Neffin einschlug. Man arbeitete hart vor dem eigenen Tor und unterstützte sich gegenseitig. Man merkte, dass man unter der Woche vor allem am Defensivverhalten im Training gearbeitet hat.
Vorne sorgte man weiterhin für viel Gefahr und konnte auch erhöhen. Markus Vikingstad mit dem satten Schuss zum 2:0 (19.). Damit noch nicht genug, denn dass das Powerplay derzeit sehr gut läuft, wollte man auch heute beweisen. 39,5 Sekunden vor der ersten Drittelpause legte Leo Pföderl das 3:0 nach (20.).
Neben dieser souveränen und beruhigenden Drei-Tore-Führung nahmen die Eisbären auch noch 58 Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel.

Gabriel Fontaine scheitert in dieser Szene an Graz-Keeper Nicolas Wieser (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ex-Augsburger Chris Collins überwindet Jack LaFontaine

Doch dieses konnte man zu Beginn des Mitteldrittels nicht nutzen. Ebenso wenig konnte Neuzugang Tobias Krestan seinen Alleingang nutzen. Nicolas Wieser im Grazer Tor gewann das Eins-gegen-eins-Duell. Was heute vor allem auffiel, war das starke Penalty Killing, bei dem die Berliner auch immer wieder gefährliche Konter fuhren. Und trotzdem kassierte man einen Gegentreffer in Unterzahl. Der ehemalige Augsburger Stürmer Chris Collins sorgte für den Grazer Anschlusstreffer in Überzahl – 3:1 (28.).
Davon beflügelt drängten die Gäste im Anschluss auf den zweiten Treffer. Die Eisbären wurden nun ordentlich in der eigenen Defensive beschäftigt – mehr als ihnen lieb war. In dieser Phase wurden vermehrt die Zweikämpfe verloren, was Trainer Dubois durchaus geärgert haben dürfte.
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der es beiden Mannschaften nicht gelang, sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels erhöhten die Eisbären nochmal die Intensität und drängten auf den vierten Treffer. Dieser fiel nicht und somit nahm man eine 3:1-Führung mit in die Kabine.

Der Welli war mit 4.227 Zuschauern gut besucht und ausverkauft. Die Fans sorgten für das einmalige Welli-Feeling. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Mik sorgt früh für die Vorentscheidung

35 Sekunden war das Schlussdrittel alt, da stellte Eric Mik den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Sein Nachschuss schlug im Grazer Tor ein und sorgte für den Traumstart ins letzte Drittel – 4:1 (41.).
Damit war die Partie hier im Endeffekt entschieden und die Luft so ein wenig raus aus dem Spiel. Bei Graz war dann auch Frust zu spüren, als Frank Hora und Eric Hördler in einem Gerangel mal kurz aneinander gerieten. Was den Berlinern ein Powerplay einbrachte, da Hora 2+2-Minuten bekam. Somit konnten die Hauptstädter weiter ihr bisher starkes Powerplay trainieren. Chancen erspielte man sich auch, aber man fand keinen Weg vorbei an Nicolas Wieser.
Defensiv ließ man in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr viel anbrennen und rundete damit den Gesamteindruck von diesem Spiel ab. Selbst im letzten Powerplay der Partie von Graz überzeugten die Eisbären mit harter Arbeit aller Spieler inklusive Goalie LaFontaine.
Am Ende feierte man einen nie gefährdeten 4:1-Heimsieg, der Balsam für Eisbären-Seele war und die Hoffnung in der CHL weiter am Leben hält.

5:1 in Spiel drei: Die Eisbären feiern den nächsten Kantersieg und sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #48:

Playoff-Finale-Stand: 0:3 (3:7/1:5/1:5)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Schritt von der erneuten Titelverteidigung entfernt. Auch Spiel drei der Finalserie gewann der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim mit 5:1 und sicherte sich damit den Matchpuck. Auch in Spiel drei fand die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins kein Gegenmittel gegen brutal effiziente und abgezockte Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat seine Top-Reihen gefunden und änderte daher nichts am Line-up. Warum auch, lief es doch in den ersten beiden Finalspielen hervorragend.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim wollte und musste eine Reaktion zeigen, um nicht die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Die Eisbären hingegen wollten genau den dritten Sieg in Serie einfahren, um sich den Matchpuck zu sichern. Gaben die Adler heute ein Lebenszeichen in der Finalserie ab oder feierten die Eisbären im dritten Spiel den dritten Sieg?

Erneut konnten die Mannheimer Jonas Stettmer nur einmal überwinden. Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann denkbar schlecht aus Eisbären-Sicht. 21 Sekunden waren gespielt, da war das Spiel für Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf von Maximilian Heim beendet. Da auch Dan Renouf mit auf die Strafbank musste, folgte das erste Powerplay der Kurpfälzer erst nach Ablauf der Strafe gegen die Nummer vier. Aber die Adler nahmen aus diesem Start viel Schwung mit und spielten druckvoll nach vorne. Marc Michaelis belohnte die Hausherren mit dem frühen 1:0 und sorgte so direkt für Hoffnung im Ufo (3.).
Die Eisbären schüttelten sich einen kurzen Moment, zogen danach aber ihren Gameplan strikt durch. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der es rasant hin und her ging. Die Eisbären fanden Mitte des ersten Drittels die Antwort durch Eric Mik – 1:1 (11.). Die Vorlage kam von Leo Pföderl, der damit seinen 30. Finalscorerpunkt einfuhr. Was für eine Statistik der Nummer 93!
Danach spielten beide Teams weiter offensiv nach vorne und kamen zu guten Chancen, doch sowohl Maximilian Franzreb auf Mannheimer Seite als auch Jonas Stettmer auf Berliner Seite ließen keine weiteren Scheiben ins Tor, weshalb es nach 20 Minuten 1:1 stand.

Les Lancaster erzielte am Ende den Gamewinner. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel drehten die Eisbären die Partie dann komplett. Im Anschluss an eine Drangphase brachte Torjäger Les Lancaster die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (25.).
Mannheim ließ in der Folge ein Powerplay ungenutzt und konnte auch danach weitere Chancen nicht nutzen, weil die Endstation immer wieder Jonas Stettmer hieß. Egal, was Mannheim versuchte, der Straubinger Junge war zur Stelle und ließ die Mannheimer Spieler reihenweise verzweifeln.
Und die Eisbären? Die erwiesen sich einmal mehr als äußerst effizient vor dem Tor und erhöhten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1. Freddy Tiffels behauptete die Scheibe sehr stark, spielte sie dann mit der Hacke (!) weiter zu Leo Pföderl, welcher erneut Mik in Szene setzte. Der Verteidiger hatte heute Bock auf Toreschießen und erzielte bereits sein zweites Tor an diesem Abend. Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Eric Mik schrieb DEL-Geschichte als erster Verteidiger, dem ein Hattrick in der Finalserie gelang. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel dominierten die Eisbären das Spiel weiterhin nach Belieben. Mannheim fiel nichts ein und musste hinten aufpassen, dass sie sich nicht das nächste Gegentor fingen. Unterstützung von den Rängen kam auch kaum noch, da sich viele Adler-Fans schon wieder auf den Heimweg gemacht hatten – wie in Spiel eins. Mitte des letzten Drittels gingen die nächsten Fans, als Eric Mik DEL-Geschichte schrieb. Die Nummer 12 erhöhte auf 4:1 und ist somit der erste Verteidiger, der einen Hattrick in einer DEL-Finalserie feierte (51.). Unglaublich, in diesen Playoffs funktioniert einfach alles. Mal treffen die Verteidiger, mal die Stürmer. Von allen vier Reihen geht große Gefahr aus. Jeder Spieler kann das Spiel entscheiden.
Nur 14 Sekunden später dachte sich Liam Kirk, dass hier auch mal ein Stürmer wieder treffen sollte und sorgte für den 5:1-Endstand (52.). Der Rest war Party pur im Gästeblock, während die noch da gebliebenen Adler-Fans ihre Mannschaft nochmal etwas feierten.
Aber was sagt man zu diesen Eisbären? Nach der Hauptrunde hatte niemand mit der erneuten Finalteilnahme gerechnet. Die Personalprobleme setzten sich in den Playoffs fort und am Ende fehlten satte fünf Spieler. Ausfälle, die eine Mannschaft normalerweise nicht wegstecken kann. Weil dort auch wichtige Leistungsträger dabei waren. Und heute fiel dann nach 21 Sekunden auch noch Wissmann aus und die Eisbären rannten einem 0:1-Rückstand hinterher. Beste Vorzeichen also für Mannheim, um den ersten Sieg in der Finalserie zu feiern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht, welche erneut mit großer Leidenschaft kämpften und sich am Ende den Sieg auch redlich verdienten. Eric Mik hatten die Kurpfälzer sicherlich auch nicht auf ihrer Bingo-Karte, dass er heute gleich dreimal treffen würde.
Diese Mannschaft lässt sich von keinen Widrigkeiten stoppen und in jedem Spiel drückt ein anderer Spieler dem Spiel den Stempel auf. Das macht es Mannheim so schwer, ein Gegenmittel zu finden. Dieses muss Dallas Eakins am Donnerstag aber finden, denn bei einer weiteren Niederlage droht bereits die Vizemeisterschaft, während die Eisbären Berlin kurz vor dem Gewinn der 12. deutschen Meisterschaft stehen. Und das nach dieser Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Nie war es für die DEL-Konkurrenz einfacher, die Eisbären vom Thron zu stoßen. Und am Ende nutzen sie nicht einmal das aus. Auch das spricht nicht gerade für die Konkurrenz, aber umso mehr für die Eisbären und vor allem für Trainer Serge Aubin. Der Berliner Trainer steht vor seiner 15. erfolgreichen Playoff-Serie. Auch das wäre eine Serie für die Ewigkeit.

1:2 nach Verlängerung: Die Viertelfinalserie kommt zurück in die Hauptstadt

Playoff-Viertelfinale – Stand: 2:3 (5:1/1:2/2:4/1:2/2:1 n.V.)

Die Viertelfinalserie geht am Ostersamstag weiter: Die Eisbären Berlin haben Spiel fünf bei den Straubing Tigers mit 1:2 n.V. verloren und haben nun am Samstagnachmittag die zweite Chance, den Matchpuck zu verwandeln. Insgesamt war es heute einfach zu wenig, um am Ende als Sieger das Eis zu verlassen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dadurch rotierte Jean-Sébastien Dea zurück in den Kader. Das führte zu Änderungen im Line-up. Les Lancaster nahm den Platz von Wissmann neben Jonas Müller ein. Die beiden anderen Verteidiger-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive blieben die ersten beiden Reihen gleich. Dea rückte in die Reihe zu Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Lean Bergmann rotierte aus dieser Reihe raus und stürmte zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer.

Die Ausgangslage war klar: Mit einem weiteren Sieg würden die Eisbären den Halbfinaleinzug perfekt machen. Bei einer Niederlage würde die Serie noch einmal in die Hauptstadt zurückkehren. Von daher lag der Druck vollends auf Straubing. Konnten die Tigers noch einmal zurückschlagen oder sicherten sich die Berliner den entscheidenden vierten Sieg?

Sorgte für das 1:0 im ersten Drittel: Eric Mik (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die erwartete Druckphase der Tigers blieb zu Beginn des Spiels aus, weil die Eisbären selbst offensiv nach vorne spielten und hinten wie in den letzten drei Spielen sehr kompakt standen.
Erstmals nach rund neun Minuten gelang es den Niederbayern mal, sich im Angriffsdrittel festzusetzen und die Scheiben auf das Tor von Jonas Stettmer zu bringen. Vor größere Probleme stellte man den gebürtigen Straubinger Jungen damit aber nicht.
Probleme hatten dann aber die Tigers, denn Eric Mik brachte die Scheibe von oben auf das Tor und überwand Henrik Haukeland zum ersten Mal an diesem Abend. Die Scheibe wurde kurz vorher entscheidend abgefälscht – 1:0 (10.). Der erste Schritt Richtung Halbfinale war also gemacht und der Druck auf Straubing wurde immer größer.
Beide Teams konzentrierten sich bis hierhin vorrangig aufs Eishockey. Provokationen suchte man bisher vergebens. Hart umkämpft war die Partie trotzdem. Weitere Tore gab es nicht zu sehen und so nahmen die Eisbären eine knappe 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Wade Allison brachte die Tigers zurück ins Spiel. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Hausherren kamen wild entschlossen aus der Kabine und wollten den schnellen Ausgleich erzielen. Das Spiel verlagerte sich ins Drittel der Eisbären und die Tigers belohnten sich mit dem 1:1 durch Wade Allison (27.). Da hatten die Berliner zuvor die Scheibe schlecht geklärt.
Somit war die Hoffnung zurück am Pulverturm, dass man diese Serie doch noch ein letztes Mal nach Berlin schicken könnte. Aber die Eisbären wollten ihrerseits schnell eine Antwort auf den Ausgleich geben und erhöhten in der Folge den Druck auf das Tor der Tigers.
Für einen kurzen Moment mussten dann die Eisbären-Fans den Atem anhalten, denn Tim Fleischer war durch und wurde von Moritz Kretzschmar zu Fall gebracht. Die Hauptschiedsrichter ließen die Szene laufen, was die Straubinger Fans richtig wütend machte.
Nur kurze Zeit später kam Ryan Merkley zu einfach durch die Berliner Defensive und prüfte anschließend Jonas Stettmer, der die Eisbären vorm Rückstand bewahrte. Auch die Eisbären hatten nochmal ihre Chance, aber es blieb beim 1:1 nach 40 Minuten.

Beide Teams schenkten sich nichts. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel war also Hochspannung garantiert. Denn es stand vor allem für Straubing sehr viel auf dem Spiel. Die Niederbayern wollten die vorzeitige Sommerpause unbedingt verhindern, während die Eisbären ein freies Osterfest haben wollten. Die Spannung war zum Greifen nahe. Und die Hausherren schnupperten kurzzeitig am 2:1, doch Jonas Stettmer hatte etwas dagegen. Die Tigers waren in dieser Phase die bessere Mannschaft, konnten sich aber für den Aufwand nicht belohnen. Die Eisbären liefen nur hinterher und machten zu wenig für das Spiel. Bis zum Powerbreak wies die Torschussstatistik 6:1 für Straubing aus.
Acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kassierte Straubing die erste Strafzeit in dieser Partie und ermöglichte den Eisbären die große Chance zum 2:1. Aber das Berliner Powerplay erinnerte wieder an jenes aus der Hauptrunde, wo es das schlechteste der gesamten Liga war.
Inzwischen lief längst die Crunchtime und Straubing war erneut nah dran am Führungstreffer. Wade Allison hatte die dicke Chance, aber Stettmer rettete in höchster Not. Auf der Gegenseite hatten die Eisbären einen Zwei-auf-eins-Konter, welchen Liam Kirk vergab.
In der letzten Minute hatten die Hausherren nochmal dicke Chancen, aber die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation und so ging dieses fünfte Viertelfinalspiel in die Verlängerung.

Was in Playoff-Serien zwischen Straubing und Berlin nichts Neues ist. Und bisher gewannen stets die Eisbären am Ende die Verlängerung. Ging diese Serie auch heute weiter?
Den Niederbayern gehörten die ersten gefährlichen Aktionen, aber Jonas Stettmer behielt einmal mehr die Oberhand und ließ die Tigers wieder verzweifeln. Doch dann stand die Berliner Goalie noch mehr im Mittelpunkt, denn ausgerechnet in der Overtime bekamen die Straubinger ihr erstes Powerplay. Und dieses nutzten die Gastgeber durch Elis Hede in der 68. Spielminute. Damit bringen die Niederbayern die Viertelfinalserie zurück nach Berlin und beendeten zeitgleich den Overtime-Fluch gegen Berlin. Insgesamt gesehen haben die Eisbären heute zu wenig investiert, um die Serie bereits heute Abend zu beenden. Daher Glückwunsch an Straubing zum verdienten Sieg.

3:4 n.P.! Die Eisbären Berlin verlieren den spannenden DEL-Klassiker gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #19:

Sieg und Niederlage wechseln sich weiterhin bei den Eisbären Berlin ab. Am 1. Advent verlor man sein Heimspiel gegen die Kölner Haie knapp mit 3:4 n.P. (1:2,2:0,0:1/0:0,0:1) und verpasste damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und vergaben zwischenzeitlich beste Chancen. Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können, am Ende hatten die Kölner aber das bessere Ende auf ihrer Seite.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute der selben Mannschaft wie beim 6:1-Sieg in Wolfsburg. Verständlich, war doch dieser Auftritt einer der besten in dieser Saison. Heute galt es aber, genau an diese Leistung anzuknüpfen und mal eine Siegesserie zu starten, um sich weiter nach oben zu arbeiten in der Tabelle.

Die Eisbären trafen heute auf eine sehr starke Kölner Mannschaft, die an die erfolgreiche letzte Saison hat anknüpfen können. Während des Saisonverlaufs verpflichtete man mit Janne Juvonen zudem noch einen Goalie, der die Haie noch einen Tick stärker gemacht hat. Ihn zu bezwingen, ist nicht so einfach. Von daher sprach heute wenig für das fünfte Spiel in Folge, in denen die Eisbären sieben Tore gegen Köln schießen würden.
An der Eisbären-Bande stand heute der verletzte Kapitän Kai Wissmann. Ein gutes Omen? Schließlich hatte man in der Finalserie mit ihm an der Bande die drei 7:0-Siege eingefahren.

Erzielte gegen Köln sein erstes DEL-Tor: Matej Leden (Mitte) (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Hart umkämpfter Beginn in den DEL-Klassiker. Jeder Puck-führende Spieler wurde sofort angegriffen und zwar auf beiden Seiten. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen so zu Beginn wenig Gefährliches zu. Die erste dicke Chance gehörte den Eisbären, als Yannick Veilleux frei auf Juvonen zu fahren konnte. Doch der Kölner Goalie fischte die Scheibe relativ problemlos weg (6.).
Die Domstädter versuchten die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau zu stören, was meistens auch gelang. Doch einmal klappte es nicht und die Eisbären fuhren einen Angriff erfolgreich zu Ende. Gewühl vor dem Haie-Tor und Youngster Matej Leden staubte erfolgreich zum ersten DEL-Tor ab – 1:0 (9.).
Danach war es ein Spiel, in dem beiden gute Abschlüsse hatten. Doch es trafen nur die Haie. Den ersten Schuss von Brady Austin konnte Jake Hildebrand nicht festhalten, Kevin Niedenz schnappte sich die Scheibe, spielte sie rüber zu Maximilian Kammerer, welche das leere Tor traf – 1:1 (15.).
Kurz darauf hätten die Gäste das erste Powerplay der Partie gehabt und das wäre gefährlich geworden, haben die Haie doch das beste Powerplay der Liga. Doch nur neun Sekunden später folgte Nate Schnarr Matej Leden in die Kühlbox. Aber auch bei Vier-gegen-Vier schlugen die Domstädter zu. Patrick Russell mit einem klasse Move und dem Tor zum 1:2 (17.). Das war ganz stark gemacht, muss man zugeben. Und unverdient war die Führung auch nicht, waren die Haie doch die gefährlichere Mannschaft.
In der Schlussphase fuhren die Kölner einen Zwei-auf-Null-Konter, aber Jake Hildebrand rettete sensationell gegen Kammerer. Die Berliner wirkten in den letzten Minuten generell sehr anfällig und hatten Glück, dass Köln das nicht nutzen konnte. Somit blieb es beim knappen 1:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Eisbären aber wieder komplett bei der Sache und glichen nach nur 71 Sekunden zum 2:2 aus. Auf Zuspiel von Freddy Tiffels war Allrounder Eric Mik erfolgreich. Wichtiges Tor nach den schwachen letzten zehn Minuten im ersten Drittel.
Kurz darauf hatten die Eisbären die dicke Chance zur erneuten Führung, konnten diese aber nicht nutzen. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Eisbären fanden wieder zurück zu ihrem Spiel und erspielten sich beste Chancen.
Köln musste sich nach dem starken Start der Eisbären erstmal schütteln und suchte anschließend nach einer Antwort, fand aber keinen Weg vorbei an Jake Hildebrand.
Die Eisbären wirkten im Mitteldrittel immer einen Schritt schneller als die Haie und behielten zudem in den meisten Zweikämpfen auch die Oberhand. Ein weiterer Unterschied zu Köln war die Chancenverwertung, denn die Berliner glänzten wieder einmal durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Mitte des zweiten Drittels war es Yannick Veilleux, der Janne Juvonen das dritte Tor einschenkte – 3:2. Mit dem hohen Tempo der Eisbären hatte die Mannschaften von Kari Jalonen inzwischen große Probleme.
Nach dem Powerbreak bestimmten die Zweikämpfe das Spiel. Köln war auf der Suche nach einer Antwort, fand aber die Lücke nicht im Defensivverbund der Berliner. Wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, war Jake Hildebrand zur Stelle. Auf der anderen Seite blieben die Eisbären gefährlich, aber Janne Juvonen ließ keine weitere Scheibe durch. So nahmen die Eisbären die knappe 3:2-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Sorgte für das zwischenzeitliche 3:2 gegen Köln: Yannick Veilleux (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Domstädter kamen schwungvoll aus der Kabine und machten deutlich, dass sie hier noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen wollten. Aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach.
Doch in der 47. Spielminute war auch der Berliner Goalie machtlos, als Frederik Storm zum 3:3 traf. Somit ging dieser DEL-Klassiker wieder von vorne los. Und die Eisbären hatten nach dem Powerbreak die große Chance in Überzahl wieder in Führung zu gehen. Allerdings traf das schlechteste Powerplay auf das beste Unterzahlspiel der Liga. Von daher verwunderte es auch nicht, dass man diese Chance ungenutzt ließ.
Fortan bestimmten die Defensivreihen das Spiel. Beide Mannschaften verstanden es nun, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. Das Spiel lebte in dieser Phase vor allem von der Spannung, denn es hätte in jede Richtung kippen können.
Zwei Minuten vor dem Ende hatte der KEC dann einen starken Wechsel und kam zu zwei richtig gefährlichen Chancen, welche sie letztendlich nicht nutzen konnten. Glück für die Eisbären in dieser Situation. So blieb es beim am Ende gerechten 3:3 nach 60 Minuten, womit beide Mannschaften schon mal einen Punkt sicher hatten.

In der Overtime hatte Lean Bergmann die Entscheidung auf dem Schläger, aber Janne Juvonen rettete im letzten Moment. Auch Mitch Reinke hatte kurz darauf freie Schussbahn, bekam die Scheibe aber ebenfalls nicht an Juvonen vorbei.
Die dickste Chance hatten aber die Gäste, denn Oliwer Kaski scheiterte am Gestänge. Direkt im Gegenzug liefen die Eisbären den Konter und spielten ihn fast perfekt aus, bekamen aber die Scheibe nicht am Kölner Goalie vorbei. Was für eine atemberaubende Verlängerung, welche dennoch torlos blieb. Eigentlich unglaublich bei den Chancen auf beiden Seiten.

Somit musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Auch in diesem ging es in die Verlängerung, nach dem Liam Kirk und Nate Schnarr zunächst getroffen hatten. Schnarr verwandelte anschließend auch seinen zweiten Penalty, während Kirk mit seinem zweiten Penalty an Juvonen scheiterte. Damit ging der Zusatzpunkt in die Domstadt.

5:4 n.P. in Nürnberg: Die Eisbären gewinnen das hitzige Auswärtsspiel im Frankenland

Puh, was für ein verrücktes Spiel: Die Eisbären Berlin sind mit einem Auswärtssieg aus der Deutschland-Cup-Pause gekommen. Am Ende gewann man mit 5:4 n.P. (2:2,1:1,1:1/0:0,1:0) bei den Nürnberg Ice Tigers und holte sich am Ende zwei wichtige Punkte. Dennoch gab es wieder Licht und Schatten bei den Eisbären, die erneut eine 2:0-Führung zwischenzeitlich verspielten. Aber man trotzte auch zwei Rückständen und bewies erneut Moral. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Neuzugang Jean-Sébastien Dea (verletzt) verzichten, dafür rückte Marcel Noebels wieder ins Line-up. Die Defensiv-Pärchen wurden komplett neu zusammengestellt: Jonas Müller/Les Lancaster – Eric Mik/Mitch Reinke – Norwin Panocha/Adam Smith.
In der Offensive gab es zwei neue Formationen. Rückkehrer Noebels bildete zusammen mit Blaine Byron und Liam Kirk eine Reihe. Zudem kehrte Manuel Wiederer zurück in die Offensive und stürmte zusammen mit Eric Hördler und Yannick Veilleux. Dazu stand Matej Leden als 13. Stürmer im Kader.
Im Tor begann erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Eisbären spielten zuletzt sehr gerne gegen die Franken, gewann man doch die letzten zehn Spiele in Serie. Was beide Mannschaften in dieser Saison eint, sind die großen Personalprobleme. So traten die Ice Tigers heute nur mit drei Reihen an, während die Eisbären dank des großen Kaders trotz vieler Ausfälle ein volles Line-up auf das Eis schicken konnten. Wer kam besser aus der Deutschland-Cup-Pause?

Sorgte für das erste Powerplaytor nach zuvor fünf Spielen ohne Überzahltor: Marcel Noebels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Spiel hatten die Berliner das erste Powerplay und genau da drückte in der bisherigen Saison doch der Schuh. Die Eisbären stellten nämlich das schlechteste Powerplay der Liga und trafen in den letzten fünf Spielen nicht mehr in Überzahl. Aber eine Länderspielpause ist auch dafür da, um an Baustellen zu arbeiten. Gesagt, getan – denn Marcel Noebels traf zum 1:0 in Überzahl (4.). Blaine Byron hatte Niklas Treutle sehr gut die Sicht vor dem Tor genommen. Und auch von Noebels war es die richtige Antwort auf seinen Tribünenplatz im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup-Pause.
Die Eisbären blieben auch danach sehr druckvoll und standen defensiv sehr kompakt. Insgesamt war es eine Partie, welche von hohem Tempo geprägt war.
Mitte des ersten Drittels durfte dann Nürnberg erstmals in Überzahl spielen. Und auch das Unterzahlspiel – vor allem auswärts – war ein großes Problem bei den Eisbären. Denn statistisch gesehen hatte man auswärts das schlechteste Penalty Killing aller Teams in der PENNY DEL. Aber auch daran schien man in der Pause gearbeitet zu haben, denn die erste Unterzahl überstand man ohne größere Probleme.
Die Eisbären spielten vor allem sehr effektiv. Direkt nach einem Bully im Angriffsdrittel schnappte sich Ty Ronning die Scheibe und fackelte nicht lange – 2:0 (12.).
Nur 29 Sekunden später fuhren die Franken aber einen Konter, welchen Charlie Gerard eiskalt abschloss und auf 2:1 verkürzte (13.).
Fortan ließen die Eisbären das zweite Powerplay ungenutzt und kassierten praktisch im Gegenzug das 2:2. Vorausgegangen war ein Fehler im Spielaufbau von Eric Mik, welchen Nürnberg durch Samuel Dove-McFalls zu nutzen wusste (18.). Ein wildes erstes Drittel in Nürnberg, in dem die Berliner mal wieder eine 2:0-Führung verspielten. Daran hatte man in der Pause also nicht gearbeitet, wie man mit einer Zwei-Tore-Führung umgeht.
Nürnberg hatte danach das Momentum auf seiner Seite und wollte noch im ersten Drittel das Spiel komplett drehen, was ihnen aber nicht gelang. Doch Nürnberg nahm ein vierminütiges Powerplay mit in die erste Drittelpause. Vier Minuten, weil Lean Bergmann mit seiner Strafe nicht einverstanden war.

Erzielte den wichtigen Ausgleich zum 3:3 – Eric Mik (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Lange Zeit sah es so aus, als würden die Eisbären diese lange Unterzahl überstehen, aber in der letzten Minute schlug Brett Murray doch noch zu und fälschte die Scheibe entscheidend vor dem Tor ab – 2:3 (24.). Damit hatte Bergmann seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen, denn ohne sein Meckern wäre die Strafe ohne Konsequenz geblieben. So war es aber die zweite Strafe, in der das Tor fiel. Die Eisbären hatten das Spiel also komplett abgegeben und mussten fortan einem Rückstand hinterherlaufen.
Die Berliner taten sich weiterhin schwer, konnten auch ein weiteres Powerplay nicht nutzen. Dabei waren die Hausherren sogar die gefährlichere Mannschaft, weil den Eisbären schlichtweg zu viele Fehler unterliefen.
Doch in der Folge hatten die Eisbären ihre Chancen, aber Liam Kirk (Powerplay) und Andreas Eder ließen jeweils den Ausgleich liegen. Die Berliner hatten die Schlagzahl deutlich erhöht und drängten die Gastgeber ins eigene Drittel. Da machte sich der Kräfteverschleiß so langsam aber sicher bemerkbar.
Das die Eisbären zum Ende hin kein weiteres Powerplay hatten, war auch eine krasse Fehlentscheidung. Justus Böttner mit zwei Crosschecks gegen Ty Ronning, der nichts gemacht hat, aber dennoch wurden beide rausgeschickt. Muss man nicht verstehen, da hätte eigentlich nur Böttner eine Strafzeit verdient gehabt.
Die „Strafe“ folgte auf dem Fuß, denn Eric Mik belohnte die Eisbären für den Aufwand mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3. Sein Onetimer schlug hinter Treutle ein, starkes Tor vom Allrounder der Eisbären (40.). Somit stand es auch nach 40 Minuten Unentschieden.

Ty Ronning sorgte für den Ausgleich 61 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das letzte Drittel begannen die Berliner in Unterzahl, aber in einfacher. Diesmal überstanden die Eisbären die Unterzahl aber ohne größere Probleme.
Danach entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch, beide Teams wollten das Spiel nun für sich entscheiden. Es waren die Berliner, welche im Powerplay nach dem Powerbreak richtig viele gute Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten. Im selben Powerplay lief aber auch Greg Meireles alleine auf Hildebrand zu, ließ die ebenso dicke Chance aber auch liegen.
Das Spiel blieb weiter spannend und von hohem Tempo geprägt. Und Nürnberg bot sich in der Schlussphase die dicke Chance in Überzahl, um den Führungstreffer zu erzielen. Doch die Hauptstädter überzeugten mit einem starken Penalty Killing. Trotzdem kassierten die Eisbären den Gegentreffer, als sie wieder komplett waren. Murray mit dem Auge für Evan Barratt und der überwand Jake Hildebrand in der kurzen Ecke – 3:4 (58.).
Nun waren die Eisbären gefordert, wollten sie die Niederlage in Nürnberg noch abwenden. Trainer Serge Aubin zog den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers und das nutzten die Berliner zum 4:4 durch Ty Ronning, 61 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels. Da war sie also wieder, diese unglaubliche Moral der Eisbären. Damit sicherten sich die Berliner einen Punkt in einem am Ende sehr hitzigen Spiel, woran die beiden Hauptschiedsrichter einen großen Anteil hatten. Ein sehr unglücklicher Auftritt von den Beiden.

In der Overtime hatten die Franken dann ein Powerplay und die dicke Chance zur Entscheidung. Aber die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor, obwohl Nürnberg gute Chancen hatte. Aber auch die Eisbären hatten ihre Chance, welche sie nicht nutzen konnten. Somit musste dieses Spiel im Penaltyschießen entschieden werden. Und dort hatten die Eisbären das bessere Ende auf ihrer Seite. Ty Ronning und Liam Kirk trafen für die Berliner und sicherten so am Ende den Zusatzpunkt in einem verrückten Eishockeyspiel.

4:3 n.V.! Markus Vikingstad erlöst die Eisbären in der Overtime

Die Eisbären Berlin können aktuell nicht ohne Spannung und Dramatik: Beim Auswärtsspiel in Schwenningen feierten die Hauptstädter am Ende einen knappen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Dabei verspielte man zwischenzeitlich eine 2:0-Führung, tat sich danach sehr schwer, fand am Ende dann aber doch wieder einen Weg, um ein Spiel zu gewinnen. Wahnsinn!

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute endlich wieder Blaine Byron zur Verfügung. Dafür fehlte Lean Bergmann krankheitsbedingt, während Jake Hildebrand eine Pause erhielt. Jonas Stettmer stand im Tor, Lennart Neiße war als Back-up dabei.
In der Defensive tauschte Aubin zwei Verteidiger-Pärchen. Eric Mik bekam Les Lancaster an die Seite und Adam Smith verteidigte mit Mitch Reinke zusammen.
In der Offensive rückte Marcel Noebels für Bergmann in die Reihe mit Markus Vikingstad und Andreas Eder. Die vierte Reihe bestand aus Norwin Panocha, Rückkehrer Byron und Eric Hördler. Matej Leden stand ebenso im Kader.

Die Eisbären kamen mit viel Selbstvertrauen in den Schwarzwald, hatte man doch am Mittwoch die große Aufholjagd gegen Mannheim mit einem Sieg gekrönt. Aber heute traf man auf den Angstgegner der letzten Jahre, denn neun der letzten 13 Partien gingen an die Wild Wings. Vergangene Saison gewannen beide Teams je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Wer hatte heute das bessere Ende auf seiner Seite?

Eric Mik brachte die Eisbären früh in Führung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Es war ein munterer Beginn in der Helios Arena mit Vorteilen für die Eisbären, welche dann auch folgerichtig mit 1:0 in Führung gingen. Joacim Eriksson konnte nur prallen lassen und Eric Mik staubte trocken ab (7.).
Die Eisbären schafften es, den sonst gewohnten druckvollen Start der Wild Wings nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Man stand defensiv sehr kompakt und machte die gefährlichen Räume gut zu. Erst nach dem Powerbreak hatten die Hausherren mal einen starken Wechsel, der zu einer guten Chance von Mirko Höfflin führte.
Fortan waren die Gastgeber wach und nahmen auch am Spiel teil. Haakon Hänelt hatte den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Stettmer. Direkt im Gegenzug erwiesen sich die Eisbären als eiskalt und stellten durch Ty Ronning auf 2:0 (16.).
Beide Mannschaften hatten in der Folge beste Chancen, aber weitere Treffer sollten keine mehr fallen. So nahmen starke Eisbären eine verdiente 2:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Jordan Szwarz nutzte ein katastrophales Stellungsspiel der Eisbären zum 2:2 aus. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel sorgte Andreas Eder für das erste Highlight, doch sein Solo endete nicht mit dem 3:0. Dafür gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Zwei-auf-Null-Konter der Wild Wings, Jonas Stettmer kamen einen Tick zu spät aus seinem Tor, Sebastian Uvira schnappte sich die Scheibe und passte sie rüber auf Tyson Spink, welcher nur noch ins leere Tor einschieben musste – 2:1 (26.).
Fortan war es ein Duell auf Augenhöhe und Schwenningen schnupperte am Ausgleich. Daniel O´Regan kam zum Abschluss, Jonas Stettmer fälschte die Scheibe entscheidend ab und lenkte sie so an den Pfosten. Glück für die Eisbären!
In der Schlussphase hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay, doch da kassierten sie den Ausgleich. Schwenningen brachte die Scheibe durch Ben Marshall aus dem eigenen Drittel, Alexander Karachun behauptete sie hinter dem Tor und sah Jordan Szwarz komplett blank im Slot stehen – 2:2 (37.). In Unterzahl hatte Szwarz zu viel Platz, da stimmte überhaupt nichts im Stellungsspiel der Eisbären. Dieses Gegentor dürfte dem Trainerteam überhaupt nicht gefallen haben. Aber es hatte sich so ein wenig angekündigt, denn die Wild Wings waren nach dem Anschlusstreffer besser drin im Spiel. So stand es nach 40 Minuten 2:2.

Ty Ronning schickte das Spiel in die Verlängerung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Und es sollte noch schlimmer für die Eisbären kommen. Keine drei Minuten waren gespielt, da drehte Daniel O´Regan das Spiel komplett. Mit seinem ersten Versuch scheiterte er noch an Stettmer, fuhr rum ums Tor und traf zum 3:2 (43.).
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach einer Antwort, taten sich aber schwer. Schwenningen blieb derweil weiterhin gefährlich und schnupperte am 4:2. Das Momentum war nun ganz klar auf Seiten der Wild Wings.
Die Partie blieb auch in der Folge weiter sehr hart umkämpft. Schwenningen hatte weiter die gefährlicheren Chancen. Die Eisbären blieben weiterhin bemüht, aber die Wild Wings bekamen es sehr gut hin, die gefährlichen Räume zuzumachen.
Den Eisbären bot sich aber nach dem Powerbreak die Chance zum Ausgleich in Überzahl, aber auch da fanden die Berliner nicht die Lücke in der Schwenninger Defensive. Was aber generell gerade ein Problem ist, denn es war das zehnte Powerplay in Serie ohne eigenes Tor.
Doch die Eisbären haben eine Geheimwaffe im Kader. Freddy Tiffels mit einem herausragenden Pass auf Ty Ronning, der wurde arg bedrängt, setzte sich aber trotzdem durch und netzte eiskalt ein – 3:3 (56.). Starker Pass, starker Abschluss!
Danach passierte nichts mehr und somit ging es für die Eisbären zum dritten Mal in die Verlängerung.

Und in dieser hatten die Eisbären zwei dicke Chancen zur Entscheidung, aber Teufelskerl Eriksson schlug mal wieder zu. Er bewies einmal mehr seine Extraklasse im Tor. Beim entscheidenden Gegentor konnte er dann aber nichts machen. Markus Vikingstad schoss Ben Marshall an und vom Verteidiger rutschte die Scheibe über die Linie – 4:3 (64.). Ein glückliches Ende für die Eisbären also, aber auch wieder ein Sieg der großartigen Moral der Berliner. Man hatte eine 2:0-Führung verspielt, lag 2:3 hinten, kommt am Ende aber wieder zurück und sichert sich zwei Punkte. Und der nächste Sieg mit einem Tor Unterschied. Auch das verdient die größte Anerkennung!

4:3 n.V. in Augsburg! Frederik Tiffels sorgt mit zwei Toren für das Ende der Niederlagenserie

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #8:

Dieser Sieg tut so gut: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern mit 4:3 n.V. gewonnen und damit die vier Spiele andauernde Niederlagenserie beendet. Dennoch hatte auch dieses Spiel wieder Licht und Schatten und dürfte bei dem ein oder anderen Fan wieder für mehr graue Haare gesorgt haben. Aber am Ende ist dieser Sieg vor allem für die Moral und das Selbstvertrauen enorm wichtig.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste sein Team auf einer Position umstellen. Markus Niemeläinen verletzte sich im letzten Heimspiel gegen Schwenningen. So rückte Norwin Panocha an die Seite von Mitch Reinke. Alles andere blieb unverändert – bis auf die Position im Tor. Jake Hildebrand stand zwischen den Pfosten, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Eisbären kamen mit vier Niederlagen in Folge im Gepäck ins Curt-Frenzel-Stadion. An Augsburg hatten die Berliner aber gute Erinnerungen, schließlich gewann man vergangene Saison beide Gastspiele bei den Panthern. Der AEV zeigte sich in dieser Saison aber bisher als heimstark, gewann zwei seiner bisherigen drei Heimspiele. Konnten die Hauptstädter trotzdem ihren Negativlauf beenden?

AEV-Goalie Michael Garteig ließ die Eisbären reihenweise verzweifeln. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären spielten in den ersten 20 Minuten sehr stark, erspielten sich erneut eine Vielzahl an Chancen und waren vor allem bei Fünf-gegen-Fünf die klar dominierende und gefährlichere Mannschaft. Aber Michael Garteig bewies einmal mehr, dass er zu den besten DEL-Goalies zählt.
Augsburg, die in der Regel gerade zu Beginn eines Heimspiels wie die Feuerwehr aus der Kabine kommen, waren vom Forecheck der Berliner überrascht und konnten lediglich in Überzahl für Torgefahr sorgen. Gerade da war auch Vorsicht geboten, waren die Eisbären doch vor dem Spiel die zweitschlechteste Mannschaft in Unterzahl.
Die Eisbären müssen sich derweil an das letzte Heimspiel gegen Schwenningen erinnert gefühlt haben, denn die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Manchmal braucht es dann aber eben auch mal etwas Gewalt. Eric Mik holte den Hammer raus und ließ Garteig keine Chance – 1:0 (18.). Der erlösende Führungstreffer, der zudem natürlich redlich verdient war. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Erzielte in Augsburg sein erstes DEL-Tor: Neuzugang Patrick Khodorenko. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem Blitzstart der Hauptstädter. Patrick Khodorenko stoppte einen Augsburger Aufbau und machte sich auf den Weg Richtung Michael Garteig, dem er bei seinem Schuss alt aussehen ließ – 2:0 nach nur 47 Sekunden. Bei angezeigter Strafzeit erzielte der Neuzugang sein erstes Tor.
Normalerweise hätte dieses Tor den Eisbären mehr Sicherheit verleihen müssen, doch das Gegenteil war der Fall. Man wirkte in der Folge unkonzentriert, meist einen Schritt langsamer und unsortiert in der Defensive. So lud man den AEV zu Top-Chancen ein. Fabrizio Pilu nutzte einen Turnover der Berliner, bewies vor dem Tor aber, dass er Verteidiger ist und löffelte die Scheibe über die Latte.
Und Augsburg erspielte sich weitere gute Chancen, Trevelyan schoss knapp am Tor vorbei. Bowey scheiterte an Jake Hildebrand. Der Anschlusstreffer lag mehr denn je in der Luft, während die Eisbären immer verunsicherter wirkten.
Und dann fiel der verdiente Treffer für die Panther. Cody Kunyk nahm sich der Sache selbst an, wurde nicht wirklich beim Abschluss gehindert und verkürzte auf 1:2 (33.). Da waren die Eisbären einfach zu passiv und haben nicht energisch genug verteidigt.
Die Eisbären hatten aber auch ihre Chancen im Mitteldrittel, aber erneut musste man den Chancenwucher der Berliner bemängeln. Allerdings war es nicht nur dem geschuldet, sondern auch dem weiterhin fehlenden Glück vor dem gegnerischen Tor. Die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie.
Die Torlinie überquert haben dann aber die Hausherren 39 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels. Fehler der Eisbären, Konter von Augsburg und D.J. Busdeker sorgte für den verdienten 2:2-Ausgleich. Somit stand es nach 40 Minuten Unentschieden.

War mit zwei Toren der Matchwinner der Eisbären: Frederik Tiffels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel wurde es dann deutlich ruhiger vor den gegnerischen Toren, weil beide Mannschaften jetzt bewusst darauf achteten, so wenig Fehler wie möglich zu machen. Die Eisbären übernahmen aber nach einigen Minuten das Kommando und setzten sich fest. Aber es blieb dabei, die Scheibe wollte nicht ins Tor.
Sieben Minuten vor dem Ende kam dann weiteres Pech hinzu, als Korbinian Geibel die Scheibe aus dem eigenen Drittel spielen wollte. Der Puck stellte sich unglücklich auf und so flog die Scheibe über das Plexiglas. Die Folge war ein Powerplay für den AEV und die Hausherren wussten dieses zu nutzen. Alex Grenier mit dem Auge für Florian Elias, welcher am langen Pfosten stehend zum 3:2 einnetzte (54.).
Nun waren die Eisbären wieder gefordert und sie kamen auch, aber sie hatten weiterhin Sch… am Schläger. Gewühl vor dem Augsburger Tor, aber die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie gehen.
Die Eisbären riskierten am Ende alles und zogen Goalie Hildebrand zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Patrick Khodorenko mit dem Traumpass auf Freddy Tiffels, welcher für Ekstase im Gästeblock sorgte – 3:3 (59.). Auch Jonas Müller war an diesem Tor beteiligt und erzielte somit seinen 150. Assist. Die Nummer 95 schickte dieses dramatische Spiel also in die Verlängerung.

Und dort sorgte Tiffels nach nur sechs Sekunden für das schnelle Ende – 4:3 (61.). Er kam mit viel Speed ins Angriffsdrittel und ließ Garteig keine Chance. Freddy Tiffels hätte sich keinen besseren Zeitpunkt für seine ersten beiden Saisontore aussuchen können. Dieser Sieg tat der gesamten Mannschaft gut, die am Ende doch wieder einen Weg gefunden haben, dieses Spiel zu gewinnen. Man wird die positiven Dinge aus dem Spiel mit ins Spiel am Sonntag nehmen wollen. Dazu wird man aber auch die Fehler aus dem heutigen Spiel in der Videoanalyse aufarbeiten und versuchen, am Sonntag abzustellen. Aber jetzt freuen wir uns erstmal alle über das Ende der kurzen Niederlagenserie.

6:3 in Schwenningen: Die Eisbären feiern den dritten Sieg in Serie

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei Angstgegner Schwenninger Wild Wings mit 6:3 (1:2,3:1,2:) gewonnen und damit den dritten Sieg in Serie gefeiert. Gabriel Fontaine mit zwei Toren und einem Assist sowie Adam Smith mit drei Vorlagen hatten großen Anteil am klaren Auswärtssieg.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm nur eine Änderung im Line-up vor. Leo Pföderl wurde heute geschont, dafür rückte Maxim Schäfer ins Line-up. Eric Hördler nahm den Platz von Pföderl in der Reihe mit Marcel Noebels und Zach Boychuk ein. Schäfer stürmte in der vierten Reihe an der Seite von Manuel Wiederer und Eric Mik. Alles andere blieb unverändert im Vergleich zum 6:3-Sieg gegen Wolfsburg. Somit stand auch heute wieder Jake Hildebrand im Tor. Es bleibt also weiterhin spannend, wer in den Playoffs das Berliner Tor hüten wird.

Es war ein Spiel, wo es nur für eine Mannschaft noch um etwas ging. Schwenningen benötigte noch Punkte im Kampf um einen Platz in den Pre-Playoffs. Die Eisbären hingegen hatten Platz zwei sicher und sind so nun dabei, die Spannung hochzuhalten. Aber Trainer Serge Aubin meinte nach dem Spiel am Sonntag, dass es immer noch Kleinigkeiten gibt, an denen man bis zum Playoff-Start arbeiten muss. Da kam mit Schwenningen genau der richtige Gegner, denn gegen die Wild Wings taten sich die Berliner zuletzt doch immer sehr schwer. Vor allem in Schwenningen. Fanden die Eisbären heute ein Mittel gegen die Schwäne oder setzte es die dritte Niederlage im vierten Duell in dieser Hauptrunde?

Ty Ronning traf auch in Schwenningen und knackte damit die 70er Marke in Sachen Scorerpunkte. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Schwenningen begann wie erwartet sehr druckvoll und sorgte direkt für Torgefahr vor Jake Hildebrand. Früh durften die Hausherren auch in Überzahl ran und hatten somit die Chance, die starke Anfangsphase mit dem Führungstor zu krönen. Die Wild Wings ließen die Scheibe richtig gut laufen, aber am Zielwasser musste man noch arbeiten und so überstanden die Berliner die erste Unterzahl sowie die Anfangsphase ohne Gegentor.
Auch in der Folge offenbarten die Berliner einige Lücken und liefen in so manchen Konter der Gastgeber. Diese bekamen Mitte des ersten Drittels das nächste Powerplay und diesmal schlug es hinter Hildebrand ein. Jordan Murray hatte von oben abgezogen und Sebastian Uvira fälschte unhaltbar für den Berliner Goalie ab – 0:1 (11.).
Es war die verdiente Führung für die Wild Wings, aber die Eisbären hatten zwölf Sekunden später die perfekte Antwort parat. Ty Ronning mit dem 37. Saisontor und dem 70. Scorerpunkt – 1:1 (12.). Was für eine unglaubliche Saison der Nummer neun.
Fortan vergaben beide Teams je ein Powerplay, die Wild Wings ließen eine XXL-Chance liegen, gingen dann aber nach eine sehr starken Einzelaktion von Alexander Karachun erneut in Führung – 1:2 (19.).
Schwenningen dann nochmal in Überzahl und zwar zum vierten Mal im ersten Drittel. Insgesamt fünf Strafzeiten (zehn Minuten) kassierten die Berliner in 20 Minuten, was eindeutig zu viel ist. Da überraschte der 1:2-Rückstand auch überhaupt nicht.

Drehte im Mitteldrittel auf und traf zweimal: Gabriel Fontaine (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel verhinderte Jake Hildebrand zunächst das 1:3, ehe Joacim Eriksson beim 2:2-Ausgleich der Eisbären durch Gabriel Fontaine sehr unglücklich aussah und sich die Scheibe selbst ins Tor legte (24.).
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der es munter hin und her ging. Und plötzlich führten die Eisbären. Doppelpass zwischen Adam Smith und Liam Kirk und auf einmal lagen die Eisbären hier vorne – 3:2 (27.).
Die Hausherren hatten dann aber die große Chance zum Ausgleich in Überzahl, denn Zach Boychuk kassierte 2+2-Minuten. Die Eisbären eigentlich mit einem guten Penalty Killing, ließen wenig zu, aber fünf Sekunden vor dem Ende der Überzahl glich Tylor Spink zum 3:3 aus (32.).
Es war ein wildes zweites Drittel, in dem nun wieder die Eisbären einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Und in Überzahl sind die Berliner das beste Team der Liga. Doch Schwenningen ließ außer einer Chance von Yannick Veilleux nichts Gefährliches zu.
In der Schlussphase war erneut Gabriel Fontaine Nutznießer eines Fehlers von Joacim Ericsson, der die kurze Ecke nicht zu machte und so das 4:3 der Eisbären kassierte (38.). Diese Führung nahmen die Berliner mit in die zweite Drittelpause.

Sorgte für die Entscheidung im Schlussdrittel: Allrounder Eric Mik (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es weiter munter hin und her, gefährlich vor dem jeweiligen Tor wurde es aber zunächst eher selten. Denn beide Defensivreihen standen sehr kompakt und ließen kaum etwas zu.
Mit zunehmender Spieldauer änderte sich das aber, dann hatten sowohl die Eisbären als auch Schwenningen gute Chancen. Am Ende waren es die Berliner, die einen Alleingang von Allrounder Eric Mik eiskalt abschlossen – 5:3 (53.).
Nach diesem Treffer war so ein wenig die Luft raus. Schwenningen versuchte es zwar nochmal, aber die Berliner ließen weiterhin äußerst wenig defensiv zu. Und vorne traf Zach Boychuk ins leere Tor und erhöhte auf 6:3 (59.). Danach war diese Partie vorbei und die Eisbären feierten den zweiten 6:3-Sieg in Folge und zudem den dritten Erfolg in Serie.

Die Eisbären verspielen eine 2:0-Führung: Die DEG hadert zunächst mit der Chancenverwertung, belohnt sich aber am Ende für beherzten Auftritt

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #33:

Die Eisbären Berlin haben ihren Auswärts-Marathon mit einer Niederlage abgeschlossen und beenden diesen damit mit zwei Siegen und zwei Niederlagen. Am Sonntagnachmittag verlor man beim Tabellenletzten Düsseldorfer EG verdient mit 2:3 n.V. (2:0,0:0,0:2/0:1). Die Rheinländer waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, haderten lange Zeit jedoch mit der eigenen Chancenverwertung. Erst im Schlussdrittel belohnte sich die DEG, während sich die Berliner den Vorwurf gefallen lassen müssen, es nicht clever genug zu Ende gespielt zu haben. Aber aus solchen Spielen lernt man für die Playoffs.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Stürmer Marcel Noebels zurückgreifen. In der Defensive blieben nur Jonas Müller und Kai Wissmann zusammen. Markus Niemeläinen verteidigte mit Eric Mik, Korbinian Geibel mit Olivier Galipeau. Jake Hildebrand hütete das Tor, während Linus Vieillard als Back-up auf der Bank Platz nahm.
Rückkehrer Noebels rückte in die dritte Reihe zu Blaine Byron und Lean Bergmann. Eric Hördler rotierte dadurch in die vierte Reihe an die Seite von Maxim Schäfer und Manuel Wiederer. Michael Bartuli blieb als 13. Stürmer im Kader.

Es war mal wieder das Duell Titel-Favorit gegen Abstiegskandidat. Und wie oft haben die Eisbären sich in solchen Spielen schwer getan und den vermeintlich „kleineren“ Verein wieder aufgebaut. Heute sollte in dieser Thematik ein neues Kapitel hinzukommen.

Erzielte in Düsseldorf sein zweites Saisontor: Verteidiger Eric Mik (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Tabellenletzte hatte sich hier ordentlich was vorgenommen, dass machten sie vom ersten Bully weg deutlich. Immer wieder rollte der rot-gelbe Express Richtung Eisbären-Tor. Die Berliner Defensive hatte ordentlich zu tun. Auch Jake Hildebrand musste sich mehrfach auszeichnen. Einmal war der Goalie bereits geschlagen, da half ihm der Pfosten. Die Hausherren machten eigentlich alles richtig, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.
Wie man eiskalt seine Chancen verwertet, das zeigten die Eisbären rund vier Minuten vor dem Ende des ersten Drittels. Eric Mik wurde klasse frei gespielt und überwand Henrik Haukeland zum 1:0 (17.).
Ganze 47 Sekunden später legten die Berliner direkt das 2:0 nach. Blaine Byron hatte abgezogen und Rückkehrer Noebels entscheidend abgefälscht – 2:0 (18.).
Damit hatte der Hauptstadtclub den Spielverlauf im ersten Drittel auf den Kopf gestellt. Aber einmal mehr bewies man seine Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Mit der dann doch überraschenden 2:0-Führung ging es in die erste Drittelpause.

Tor beim Comeback: Marcel Noebels traf zum 2:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel zeigte dann wieder optisch überlegene Düsseldorfer, die aber zu selten mal gefährlich zum Abschluss kamen. Die Eisbären verteidigten das im Mitteldrittel sehr gut und waren bei ihren Angriffen durchaus gefährlich. Mit einem 3:0 hätte man hier vermutlich für die Vorentscheidung gesorgt. So aber blieb es weiterhin spannend.
Düsseldorf vergab zudem in diesem Drittel das erste Powerplay in dieser Partie. Die DEG konnte sich zwar festsetzen und Druck entfachen, aber die Defensive der Eisbären mit einem sehr guten Job. Wenn Schüsse mal durchkamen, flogen sie am Kasten von Jake Hildebrand vorbei. So blieb es beim 2:0 für die Eisbären, die aber noch lange nicht durch waren.

War am Ende der Matchwinner mit einem Tor und zwei Vorlagen: Tyler Gaudet. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel begann mit einem frühen Powerplay der Gastgeber und in diesem hätten sie eigentlich das 1:2 erzielen müssen. Wieder war Hildebrand geschlagen, doch Leo Pföderl – seines Zeichen Stürmer – kratzte den Puck gerade so noch von der Linie. Es schien wie verhext für Düsseldorf.
Die DEG blieb weiter am Drücker, die Eisbären einfach zu passiv. Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe es hinten im Tor einschlagen würde. Sinan Akdag hatte abgezogen, Markus Niemeläinen fälschte die Scheibe unhaltbar für Hildebrand ab – 2:1 (47.).
Auf einmal war die Arena wieder wach, die ehrlich gesagt recht ruhig war und kaum die Mannschaft unterstützt hat. Mal von den „Heja, Heja DEG„-Rufen abgesehen. Aber der Anschlusstreffer brachte die Hoffnung zurück und die Rheinländer spielten weiter nach vorne. Die Eisbären mussten hier hart arbeiten, was sie aber auch taten.
In der Schlussphase bot sich den Eisbären dann sogar die Chance zur Vorentscheidung, denn man durfte in Überzahl ran, was ja in dieser Saison durchaus gut ist. Doch die Berliner verpassten es, den dritten Treffer nachzulegen.
So stand uns hier eine sehr spannende Schlussphase bevor, in der die DEG nochmal alles versuchte. Auszeit, Goalie raus – man ließ nichts unversucht. Und 24 Sekunden vor dem Ende wurden die Eisbären für ihre Passivität doch noch bestraft. Alexander Ehl mit dem mehr als verdienten Ausgleich – 2:2 (60.). Von einer Spitzen-Mannschaft muss man einfach erwarten, dass sie die knappe Führung dann auch clever über die Zeit bringt. Doch genau das schafften die Eisbären nicht, was Trainer Serge Aubin am Ende auch sauer machte. So musste man hier in die Verlängerung, welche man gerne vermieden hätte.

Und am Ende sollte es noch bitterer kommen, denn Düsseldorf drehte das Spiel komplett und belohnte sich für einen beherzten Auftritt mit dem Zusatzpunkt. Tyler Gaudet wurde nicht wirklich angegriffen, zog ab und Jonas Müller fälschte entscheidend ab – 2:3 (64.). Wenn man etwas Positives aus dem Spiel ziehen kann, dann der Fakt, dass man genügend Videomaterial hat, wie man es in den Playoffs nicht machen sollte, wenn man das Eis nicht als Verlierer verlassen will.