Zwölf Sekunden fehlen zum Auswärtssieg: Die Eisbären zeigen viel Kampf und Leidenschaft in Frankfurt, am Ende springt aber doch nur ein Punkt dabei heraus

Ausgabe #18:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel an diesem Wochenende verloren. Wie am Freitagabend gegen Straubing hieß es auch am Sonntagnachmittag bei den Löwen Frankfurt 1:2. Gegen die Niederbayern hatte man in der regulären Spielzeit verloren, bei den Hessen immerhin in der Verlängerung. Und doch sind diese beiden Spiele komplett unterschiedlich gewesen. Gegen Straubing legten die Eisbären einen blutleeren Auftritt hin, der einer Resignation gleich kam. Da ließ man alles vermissen, was ein gutes Eishockeyspiel ausmacht. Und mit diesen Eindrücken reiste man am Sonntagmorgen gen Hessen, um die Eisbären beim Aufsteiger und DEL-Rückkehrer lautstark zu unterstützen.

Rund 1.500 Eisbären Fans, welche per Sonderzug, Bussen, Autos, Zug usw. in die Mainmetropole gereist waren, verwandelten die Eissporthalle in Frankfurt in ein Tollhaus. Der Support der Eisbären-Fans war gigantisch gewesen und zwar über die gesamte Spieldauer. Das ließ die sonst eigentlich auch sehr enthusiastischen Löwen-Fans beeindruckt zurück. Die Frankfurter Fans waren anscheinend so beeindruckt, dass sie darüber hinaus den eigenen Support ihrer Mannschaft vergessen hatten. Oder wir haben es schlichtweg einfach nicht gehört, weil wir so laut waren.
Von dem Support ihrer Fans waren letztendlich auch die Eisbären sichtlich beflügelt, denn die Berliner legten das beste Spiel in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hin. Ich hatte alles erwartet, aber nicht so einen Auftritt der Eisbären. Die Berliner warfen alles rein in dieses Spiel, kämpften über fast 60 Minuten und legten ebenso lange eine unglaubliche Leidenschaft an den Tag. In der aktuellen Situation dürfen wir keine „Hurra-Spiele“ der Hauptstädter erwarten. Im Abstiegskampf zählen andere Tugenden – eben solche wie Kampf und Leidenschaft.

Foto: Ela on Tour

Und genau das zeigten die Eisbären gestern vom ersten Bully weg. Welches übrigens erst mit zehnminütiger Verspätung stattfand, weil das Eis in Frankfurt Probleme machte. Doch auch diese außerplanmäßige Pause brachte die Eisbären nicht aus der Ruhe. Ganz im Gegenteil. Sie legten einen Start wie die Feuerwehr hin und drängten die Gastgeber in der Anfangsphase mehrfach ins eigene Drittel. Die Hessen hatten mit diesem Start der Gäste nicht gerechnet und waren sichtlich beeindruckt. Dieser Turbostart der Eisbären hätte ein Tor verdient gehabt und beinahe wäre das 1:0 auch in der dritten Spielminute gefallen. Da hatten die Eisbären die Scheibe regelrecht ins Tor ackern wollen und waren auch der Meinung, dass sie es geschafft hätten. Doch der Videobeweis gab Aufschluss darüber, dass dem nicht so war. Es blieb also weiterhin beim 0:0.
Die Eisbären blieben im ersten Drittel die spielbestimmende Mannschaft. Die Berliner dominierten das erste Drittel, setzten sich immer wieder im Angriffsdrittel fest und feuerten aus allen Rohren. Dabei gingen die Scheiben zwar nicht immer auf das Tor sondern manchmal auch knapp daneben. Aber die Angriffe waren allesamt gefährlich. Das 1:0 lag mehrfach in der Luft, nur fallen wollte es einfach nicht. Weil Jake Hildebrand im Löwen-Tor einmal mehr seine Klasse bewies.
Von den Löwen war im ersten Drittel wenig zu sehen. Ja, sie hatten auch ihre kurzen Phasen Richtung Berliner Tor, aber sie konnten von Glück reden, dass sie hier mit einem 0:0 aus dem ersten Drittel heraus kamen.

Foto: Ela on Tour

Auch im Mitteldrittel dasselbe Bild. Die Eisbären mit viel Offensivpower und Chancen über Chancen. Aber wenn du im Tabellenkeller stehst, gehen eben die besten Chancen nicht rein. Würden die Berliner wie gewohnt oben in der Tabelle stehen, hätten sie hier wahrscheinlich schon locker mit 3:0 oder 4:0 geführt. Gut, dass selbst so eine Führung gegen Frankfurt nicht ausreichend ist, haben wir diese Saison auch schon gemerkt. Aber in der aktuellen Situation wäre es Balsam für die geschundenen Seelen gewesen.
Aber die Berliner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, marschierten einfach immer weiter Richtung Jake Hildebrand. Aber der wollte einfach keine Scheibe durchlassen.
Wenn Frankfurt zu Angriffen kam, war die Defensive der Berliner immer wieder zur Stelle. Die Spieler unterstützten sich in jeder Situation gegenseitig und vor allem unterstützten sie endlich auch mal wieder ihren Goalie, der ebenso zur Stelle war, wenn er gefordert wurde. Und Tobias Ancicka sollte im Laufe des Spiels noch jede Menge zu tun bekommen.
Denn in der Schlussphase des Mitteldrittels ließ die Disziplin der Eisbären arg zu wünschen übrig, weshalb es auf einmal Strafen hagelte. Jonas Müller kassierte wegen eines Checks gegen die Bande fünf Minuten, Kapitän Frank Hördler bekam wegen eines Hohen Stocks 2+2-Minuten. Frankfurt also fortan mit einem langen Überzahlspiel und das sogar mit zwei Mann mehr. Die Löwen versuchten auch alles im Powerplay, aber nun schlug die Stunde von Tobias Ancicka, der seinem Gegenüber Jake Hildebrand in nichts nach stand und alle Chancen der Hausherren parierte. So stand es auch nach 40 Minuten noch 0:0.

Foto: Ela on Tour

Auch das letzte Drittel begannen die Berliner mit zwei Mann weniger und das für satte 80 Sekunden. Aber das Defensiv-Bollwerk stand und ließ nichts zu vom schlechtesten Powerplay der Liga. So eine überstandene Strafzeit sollte der Mannschaft nun natürlich nochmal einen Push für die restliche Spielzeit geben. Denn auch die Spieler merkten inzwischen, dass hier was drin war und man Punkte mit nach Hause nehmen könnte.
Kaum wieder komplett, mussten die Eisbären erneut in Unterzahl ran, doch da wäre Manuel Wiederer beinahe der Shorthander gelungen. Doch sein Schuss trudelte knapp am Tor vorbei. Es war einfach nicht zu fassen, wie viele Chancen die Eisbären hier liegen gelassen hatten.
Doch zwölf Minuten vor dem Ende war es endlich soweit. Giovanni Fiore lauerte auf einen Frankfurter Fehler und schmiss dann seinen Turbo an. Auf dem Weg zum Tor war er nicht mehr aufzuhalten und ließ beim Abschluss Jake Hildebrand keine Chance – 1:0! Nun war volle Ekstase im Gästeblock angesagt.
Fortan ging es hin und her. Frankfurt wollte den Ausgleich erzielen, die Eisbären einen Konter zum vorentscheidenden 2:0 abschließen. Und da Frankfurt aufmachen musste, boten sich den Eisbären Räume zum Kontern. Erneut war Manuel Wiederer auf und davon, leider vergab er aber auch diesen Alleingang.
Die Zeit lief runter, Löwen-Coach Gerry Fleming nahm seine Auszeit und zog seinen Goalie vom Eis. Klappte ja gegen Mannheim unter der Woche auch schon hervorragend. Doch die Eisbären verteidigten das bärenstark und ließen die Frankfurter Angriffe allesamt abprallen.
Bis zwölf Sekunden vor der Schlusssirene. Da fand ein Hammer von Dylan Wruck den Weg vorbei an Tobias Ancicka ins Tor – 1:1. Ekstase auf Seiten der Löwen-Fans, was nicht verwundert, hatten die sich ja die 59 Minuten vorher ausgeruht und kaum Stimmung verbreitet. Und auf Seiten der Eisbären war es pure Verzweiflung, dass man erneut drei Punkte kurz vor Schluss so einfach weg geworfen hatte. Man hätte die Konzentration, den Kampf und die Leidenschaft eben noch ganze zwölf Sekunden aufrecht erhalten müssen. So aber musste man hier doch noch in die Verlängerung und nahm vorerst nur einen Zähler mit.

Bei diesem einen Zähler blieb es anschließend auch, weil Marcel Noebels die Scheibe vertändelte und dann zu lange brauchte, um hinterher zu gehen und seinen Fehler wieder auszubaden. In der Zeit war David Elsner ihm schon enteilt und erzielte den 2:1-Siegtreffer nach 69 Sekunden in der Overtime.

Foto: Ela on Tour

Die Eisbären hatten es also geschafft, einen eigentlich schon sicher geglaubten Sieg noch wegzuwerfen und zwei wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu verschenken. Denn der Sieg der Löwen war nicht wirklich verdient, sie hatten am Ende schlichtweg Glück, dass die Eisbären aus ihren Chancen kein Kapital geschlagen haben und dass Jake Hildebrand mal wieder überragend hielt. Dabei hätten die Eisbären das Spiel frühzeitig entscheiden müssen. Spätestens, als Frankfurt seinen Goalie gezogen hatte. Da überstehst du zuvor gut zehn Minuten mit einem oder zwei Mann in Unterzahl und kassierst dann doch zwölf Sekunden vor dem Ende bei gezogenem Goalie das Gegentor. Das kannst du dir nicht ausdenken. Und es ist so bitter, dass man dieses Spiel verloren hatte. Weil es eben so unnötig war. Und weil man dadurch auf Platz 14 abgerutscht ist. Die Situation in Berlin wird also immer bedrohlicher. Denn nun steht man auf einem Abstiegsplatz (wenn es denn einen Aufsteiger aus der DEL2 am Ende der Saison gibt).

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Die Spieler selbst konnten es nach dem Spiel auch nicht fassen, dass sie das Spiel noch aus der Hand gegeben hatten. Das hätte der Turnaround-Sieg sein können, doch nun könnte es eine Niederlage sein, die dem mangelnden Selbstvertrauen der Spieler den Rest gibt. Denn keiner der Spieler kennt so eine Situation, in der die Eisbären gerade stecken. Keiner kennt sich mit Abstiegskampf aus und das macht das Ganze noch schlimmer. Viel weiter geht es nun nicht mehr runter in der Tabelle. Es wird nun Zeit, endlich wieder Punkte einzufahren. Auf die gestrige Leistung kann man auf jeden Fall aufbauen, denn wenn man in jedem Spiel so einen Kampf und so eine Leidenschaft an den Tag legt, dann wird man auch wieder Spiele gewinnen und Punkte einfahren. Aber dafür musst du bis zum Ende, also bis zur letzten Sekunde, dein Spiel durchziehen.

Ein wenig enttäuscht war ich gestern persönlich von der Mannschaft nach dem Spiel. Ein Teil der Spieler kam nach dem Spiel nochmal raus und wollte sich für den unglaublichen Support bei den Fans bedanken. Schade nur, dass nicht ALLE Spieler rausgekommen sind. Denn das hätten die Fans allemal verdient, denn der Support während des Spiels war einmal mehr atemberaubend.

1:2 gegen Straubing! Die Eisbären legen einen blutleeren Auftritt hin und verlieren erneut

Ausgabe #17:

Man wollte eine Reaktion zeigen, doch man hat die Fans erneut bitter enttäuscht: Die Eisbären Berlin verloren ihr Heimspiel gegen die Straubing Tigers verdient mit 1:2 (0:0,1:1,0:1). Damit bleiben die Berliner tief im Keller stecken und beweisen einmal mehr, dass sie den Abstiegskampf noch immer nicht angenommen haben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin reagierte auf das Debakel in Schwenningen und krempelte sein Team komplett um. Back-up Kristian Hufsky, Peter Regin, Eric Hördler und Giovanni Fiore standen heute nicht im Kader. Dafür rotierten Jan Nijenhuis, Juho Markkanen, Julian Melchiori und Maximilian Heim zurück ins Line-up. Das hatte natürlich auch ordentliche Änderungen in der Defensive und Offensive zur Folge.
Die drei Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Morgan Ellis/Jonas Müller, Marco Nowak/Julian Melchiori, Brendan Guhle/Frank Hördler. Ryan Bettahar war als siebter Verteidiger dabei.
Und in der Offensive gab es vier komplett neue Reihen: Leo Pföderl/Alex Grenier/Marcel Noebels, Kevin Clark/Zach Boychuk/Matt White, Frank Mauer/Manuel Wiederer/Yannick Veilleux, Jan Nijenhuis/Bennet Roßmy/Maximilian Heim.
Im Tor stand heute Juho Markkanen, Tobias Ancicka saß als Back-up auf der Bank.

Die Ausgangslage war klar: Es zählte nur ein Sieg für die Eisbären, egal wie. Doch mit Straubing kam ein enorm schwerer Gegner heute in die Hauptstadt. Die Tigers haben die letzten drei Spiele allesamt mit 6:3 gegen die Eisbären gewonnen. Diese Serie wollten die Berliner heute stoppen und den so wichtigen Heimsieg einfahren. Dieser war auch von großer Bedeutung im Abstiegskampf. Ja, in diesem befinden sich die Hauptstädter in dieser Saison.

Foto: eisbaerlin.de/walker

In den ersten fünf Minuten hatte Straubing optisch gesehen mehr vom Spiel, konnte sich auch mehrmals im Berliner Drittel festsetzen, zu einer hochkarätigen Chancen kamen sie aber nicht. Bezeichnend für die derzeitige Berliner Situation war gewesen, dass es die vierte Reihe war, welche erstmals gefährlich vor dem Straubinger Tor auftauchte. Zu viele Leistungsträger hinken ihrer eigenen Form in dieser Saison meilenweit hinterher. Die Verunsicherung im Berliner Spiel war bei nahezu jedem Pass zu sehen.
Die Niederbayern kamen zu den ersten Abschlüssen, doch sie konnten keinen Nutzen daraus ziehen. Die Eisbären versuchten im Laufe des ersten Drittels auch immer mal wieder ins Angriffsdrittel zu kommen, wurden dort aber von einer sehr kompakten Straubinger Defensive erwartet. Die Abschlüsse der Hausherren stellten Florian Bugl im Tigers-Tor vor keine größeren Probleme.
So richtig vom Hocker haute dieses Spiel bis hierhin niemanden. Eher plätscherte das Geschehen auf dem Eis so vor sich hin. Es ging hin und her, es gab auch mal Abschlüsse, aber nichts Spektakuläres vor den Toren zu sehen. So endete das Auftaktdrittel wenig verwunderlich torlos.

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Damit war es im zweiten Drittel vorbei, denn da gingen die Gäste aus Niederbayern in Führung. Travis St. Denis fälschte einen Schuss von der blauen Linie ab und die Scheibe trudelte ins Tor – 0:1 (23.).
Was den ohnehin schon verunsicherten Eisbären nicht wirklich mehr Sicherheit gab. Prompt unterlief den Berlinern kurz darauf der nächste Schnitzer in der Abwehr, Straubing nahm das Geschenk aber nicht an.
Die Eisbären kurz danach mit der dicken Chance zum Ausgleich, als man für 83 Sekunden doppelte Überzahl hatte. Und da klingelte es im Straubinger Tor. Die Berliner fanden ihre Formation, ließen die Scheibe gut laufen und am Ende war es Kevin Clark, welcher den Puck am langen Pfosten über die Linie drückte – 1:1 (28.).
Nach dem Ausgleich blieb es eine hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen im Angriffsdrittel, wobei die Niederbayern auch da wieder den Vorteil auf ihrer Seite hatten. Fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause durfte das beste Powerplay der Liga ran und das haben bekanntlich die Tigers. Doch die Eisbären überstanden die Unterzahl schadlos, ließen kaum etwas gefährliches der Niederbayern in Überzahl zu. Das sollte der Mannschaft doch nun einen Push für den weiteren Spielverlauf geben.
Doch den Rest des Drittels wurden die Eisbären fast ausschließlich ins eigene Drittel gedrängt, für Entlastung konnte man kaum noch sorgen. Juho Markkanen war aber weiterhin hellwach und stets zur Stelle, wenn die Gäste zum Abschluss kamen. Was hochkarätiges war aber auch diesmal nicht dabei. So blieb es beim 1:1 nach 40 Minuten. Aufregung kam nur nochmal kurz vor Drittelende auf, als Marco Nowak Luke Adam über den Haufen fuhr und dafür von JC Lipon zur Rechenschaft gezogen wurde. Nowak kassierte für den Kniecheck eine berechtigte Spieldauerdisziplinarstrafe.

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Das führte dazu, dass die Berliner im Schlussabschnitt nach rund eineinhalb Minuten 4-4 in Unterzahl ran mussten. Und das Ganze für satte drei Minuten. Eine Einladung für das beste Powerplay der Liga, um hier in Führung zu gehen. Und natürlich nahmen sie diese dankend an. 36 Sekunden vor Ablauf der fünf Minuten gegen Marco Nowak schlugen die Gäste ein zweites Mal an diesem Abend zu. Jason Akeson fand Parker Tuomie im hohen Slot, der hatte zu viel Zeit und versenkte die Scheibe zum 2:1 im Tor (45.). Mal wieder ein Ex-Eisbär, der gegen die Berliner trifft. Darüber könnte man inzwischen ein Buch schreiben…
Die restlichen Sekunden der Unterzahl überstanden die Eisbären ohne weiteres Gegentor und fortan musste die Devise lauten, die Aufholjagd zu starten. Eine weitere Niederlage durfte man sich schließlich nicht erlauben. Nur auf dem Eis war davon rein gar nichts zu sehen. Erneut so ein blutleerer Auftritt der Eisbären, welcher die Fans mit so vielen Fragezeichen zurücklässt.
Straubing konnte im Berliner Drittel schalten und walten wie so wollten, Gegenwehr sieht anders aus. Und das Bewusstsein, dass man sich mitten im Abstiegskampf befindet, sah man auch heute nicht. Man fühlte sich zwischenzeitlich an ein Freundschaftsspiel erinnert, in dem es um nichts geht. Dabei geht es um verdammt viel im Abstiegskampf der PENNY DEL!
Den Eisbären sah man hier nur eins an: die pure Verunsicherung! Kein Aufbäumen, kein Kampfgeist, nichts kam von den Eisbären. Kein geordneter Spielaufbau. Kein zu erkennendes Spielsystem. Traurig, einfach nur traurig. Mal wieder sah es danach aus, dass man den Worten erneut keine Taten folgen lassen würde.
Aus der Fankurve kam nun auch zurecht der Gesang „Wir wollen euch kämpfen sehen!„. Die Geduld der Fans war eben aufgebraucht.
Straubing war im Schlussdrittel dem dritten Treffer näher als die Eisbären dem Ausgleich. Was aber auch daran lag, dass so gut wie gar nichts offensiv passierte. Und das angesichts der Spieler, welche die Eisbären im Kader haben. Aber gute Einzelspieler machen eben noch lange keine gute Mannschaft. Und in dieser „Mannschaft“ hinken so viele Leistungsträger ihrer eigentlichen Form meilenweit hinterher. Und Abstiegskampf kennt keiner von den Spielern, was die Sache an sich nochmal schlimmer macht.
Serge Aubin nahm in der Schlussphase seinen Goalie vom Eis und versuchte es fortan mit sechs Mann. Aber auch diese Maßnahme half nicht. Straubing brachte das 2:1 locker über die Zeit und freute sich über leicht erspielte drei Punkte beim Deutschen Meister. Der tritt schon lange nicht mehr wie ein Meister auf. Die Folge war ein gellendes Pfeifkonzert nach dem Spiel. Und das absolut verdient!

Erneut eine verdiente Niederlage und eine enttäuschende Leistung der Eisbären vor den eigenen Fans. Man wollte eine Reaktion nach dem Debakel von Schwenningen zeigen. Doch davon war weit und breit nichts zu sehen. Was zu sehen war, war eine von vorne bis hinten verunsicherte Mannschaft, welche als solche auch gar nicht mehr auftritt. Defensiv Fehler über Fehler, ein Spielaufbau, der schlicht und einfach nicht vorhanden ist und ein Spielsystem ist ebenso nicht zu erkennen. Es wird Zeit für Veränderungen in Berlin, denn bisher hat nichts funktioniert, was das Trainergespann vor einem Spiel veränderte. Auch heute wieder nicht, wo gleich vier Spieler neu ins Team kamen und vier andere dafür zuschauen mussten. Jetzt kann es eigentlich nur noch eine Lösung geben…

3:2 n.P.! Matt White sichert den Eisbären den Zusatzpunkt gegen Düsseldorf

Ausgabe #16:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am Sonntagnachmittag gewonnen. Am 1. Advent setzten sich die Berliner verdient mit 3:2 n.P. (1:0,0:1,1:1,/0:0,1:0) gegen die Düsseldorfer EG durch. Die Eisbären zeigten über zwei Drittel eine konzentrierte Leistung, für welche man sich am Ende mit zwei Punkten belohnte. Nur im Mitteldrittel verlor man den Faden, aber das wurde heute nicht bestraft.

Bei den Eisbären kehrte Tobias Ancicka zurück ins Tor, Felix Noack saß als Back-up auf der Bank. Peter Regin rückte in den Kader zurück, weshalb Juho Markkanen auf der Tribüne Platz nehmen musste. Somit ergaben sich auch Änderungen im Line-up.
In der Defensive blieb nur das Pärchen Frank Hördler/Marco Nowak zusammen. Die beiden anderen Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Morgan Ellis/Julian Melchiori, Jonas Müller/Ryan Bettahar. Eric Hördler war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive blieb lediglich die Reihe um Kevin Clark, Zach Boychuk und Marcel Noebels zusammen. Die anderen drei Sturmreihen sahen wie folgt aus: Leo Pföderl/Peter Regin/Matt White, Alex Grenier/Bennet Roßmy/Yannick Veilleux, Frank Mauer/Manuel Wiederer/Giovanni Fiore.
Aubin hatte also ordentlich rotiert. Die Frage war, ob er diesmal damit Glück haben würde.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hängen weiter im Tabellenkeller fest, weshalb sie nur eine Siegesserie retten kann, um den erhofften Weg nach oben endlich einschlagen zu können. Doch aktuell treten die Berliner eher auf der Stelle als das sie vorankommen. Und gegen die DEG sollte es auch keinesfalls leicht werden, auch wenn man das erste Spiel in dieser Saison recht souverän mit 5:2 gewann. In Düsseldorf setzte es dagegen eine 2:4-Niederlage.

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Verhaltener Beginn in Berlin, wo es erstmal mit vorsichtigem Abtasten losging. Erstmals gefährlich vor dem Tor wurde es beim ersten Powerplay der DEG, allerdings auch wirklich nur einmal. Was nicht verwundert, stellt die DEG doch das schlechteste Powerplay der PENNY DEL.
Die Eisbären anschließend mit der optischen Überlegenheit, aber wie am Freitag fand man nur schwer die Lücke in der Düsseldorfer Defensive. Diese fand dann aber Zach Boychuk nach sieben Minuten. Marcel Noebels hatte die Scheibe hoch an die blaue Linie gespielt, wo Morgan Ellis zum Abschluss kam. Sein Schuss blieb vor dem Tor hängen, Boychuk schaltete am schnellsten und schon lagen die Eisbären vorne – 1:0 (7.).
Zum dritten Mal in Folge das 1:0, die große Frage war nun natürlich, wie man heute damit umgehen würde. In Mannheim und am Freitag gegen Nürnberg gab man die Führung schnell ab und lag hinten. Die Eisbären blieben auf jeden Fall am Drücker und drängten die DEG weiter ins eigen Drittel.
Von Düsseldorf kam wenig nach vorne. Erst Mitte des Drittels die Gäste mal wieder mit einem guten Wechsel, wo es auch gleich brenzlig vor dem Tor von Ancicka wurde. Aber der junge Berliner Goalie war hellwach und parierte die Chance der DEG sicher.
Die Eisbären danach mit dem ersten Powerplay und dort schepperte es am Pfosten des DEG-Tores. Der Kapitän hatte zu genau gezielt. Frank Hördler mit dem Aluminiumtreffer.
Fortan weiter dasselbe Bild wie bisher. Die Eisbären die spielbestimmende Mannschaft, welche immer wieder den Weg in die Offensive suchte. Den suchte die DEG sehr selten, wenn sie aber mal durchkamen, wurde es auch gefährlich. So auch wieder bei einer Doppelchance von Philip Gogulla fünf Minuten vor dem Ende des ersten Drittels, doch auch hier war Tobias Ancicka zur Stelle.
Die Berliner in der Schlussphase nochmal in Unterzahl, das schlechteste Powerplay durfte nochmal ran. Und das gleich mit zwei Mann mehr für ganze 71 Sekunden. Doch die Eisbären überstanden die doppelte Unterzahl, so richtig gefährlich wurde es aber auch nicht wirklich. Einzig gegen Alexander Blank musste Ancicka retten. So nahmen die Eisbären eine verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Zu Beginn des Mitteldrittels die DEG deutlich präsenter vor dem Berliner Tor als noch im gesamten ersten Drittel. Da setzte man sich ja vor allem dank des doppelten Powerplays im Berliner Drittel fest, konnte aber nicht für viel Gefahr sorgen. Das änderte sich im zweiten Drittel, denn da schlug die DEG nach nicht einmal drei Minuten zu. Die vierte Reihe der DEG spielte die Eisbären zu einfach aus. Nicolas Geitner auf Ex-Eisbär Cedric Schiemenz, der mit der Ablage für Edmund Junemann und der sorgte für den 1:1-Ausgleichn (23.).
Die Eisbären fanden im Mitteldrittel nicht so zu ihrem Spiel, wie es noch im ersten Drittel der Fall war. Der Spielaufbau gelang nicht mehr so einfach, die Pässe kamen nicht mehr so gut an. Man lief der DEG in der Anfangsphase teilweise hinterher. Die Gäste aus Düsseldorf bestimmten in dieser Phase das Spiel.
Erst Mitte des zweiten Drittels die Eisbären mal wieder mit einer dicken Chance. Marcel Noebels ließ einen Verteidiger klasse stehen, zielte dann aber etwas zu ungenau. Kurz darauf kam Morgan Ellis zum Abschluss, aber er scheiterte an Henrik Haukeland.
Düsseldorf anschließend mit dem nächsten Überzahlspiel. Und dort kam Tobias Eder (der zur nächsten Saison nach Berlin wechseln soll) zweimal zum Abschluss, aber er scheiterte an Tobias Ancicka. So konnte die DEG ihre Powerplayquote weiterhin nicht verbessern.
In der Schlussphase durften die Berliner nochmal mit einem Mann mehr ran. Und Freitag klingelte es ja zweimal in Überzahl. Doch heute fand man zwar die Formation, aber nicht die Lücke, um zu treffen. Die DEG verteidigte das aber auch sehr gut. So stand es nach 40 Minuten 1:1.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das letzte Drittel begann für die Eisbären noch mit 1:46 Minuten in Überzahl, da die DEG kurz vor der zweiten Pause noch eine Strafe wegen zu vieler Spieler kassierte. Matt White hatte im Powerplay kurz vor Ablauf die beste Chance, doch er traf nur das Aluminium. Was auch sonst, treffen das die Berliner doch in dieser Saison besonders häufig. Auch am Freitag gegen Nürnberg, als es fünfmal getroffen wurde.
Danach dasselbe Bild wie im ersten Drittel. Die Eisbären dominierten das Spiel und suchten die Lücke in der Düsseldorfer Defensive. Die DEG lauerte auf Konter, den sie auch bekamen. Tobias Eder war auf und davon, scheiterte aber an Ancicka.
Düsseldorf Mitte des letzten Drittels mit dem nächsten Powerplay, aber auch diesmal konnten die Gäste in diesem für keinerlei Gefahr sorgen. Für Gefahr sorgten danach aber die Berliner im Powerplay, doch entweder traf man das Außennetz oder Haukeland stand im Weg.
Fünf Minuten vor dem Ende fand die Scheibe aber den Weg ins Tor. Morgan Ellis hatte abgezogen und die Scheibe flog ins Tor. Die DEG reklamierte aber lautstark, da sie der Meinung waren, ihr Goalie wäre behindert worden. Die beiden Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz und Andre Schrader prüften das Tor beim Videobeweis und blieben bei ihrer „On-Ice-Entscheidung“ – 2:1 (55.) durch Peter Regin, welcher den Schuss entscheidend abgefälscht hatte. Die letzten Spiele nur der Tribünenplatz, heute das so wichtige 2:1.
Rayan Bettahar hätte in der Schlussphase beinahe den Deckel drauf gesetzt, doch er scheiterte – natürlich – an der Latte. Da war die DEG gerade beim Wechseln und somit hatten die Eisbären richtig viel Platz, den sie leider nicht nutzen konnten.
Düsseldorf nahm kurz vor dem Ende seine Auszeit und zog den Goalie vom Eis. DEG-Trainer Roger Hansson ging also „All-in“. Und wurde dafür belohnt. 36 Sekunden vor dem Ende Philip Gogulla mit dem Ausgleich – 2:2 (60.). Er probierte es von hinter dem Tor, die Scheibe ging irgendwie ins Tor. Dabei blieb es am Ende und so ging es erneut wie am Freitag beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. Für die Eisbären war es bereits die dritte Verlängerung in Folge, weshalb man also zum dritten Mal in Folge punktete. Was ja erst einmal nicht schlecht ist, nur in der Lage, in der sich die Berliner befinden, sollten drei Punkte her.

Doch in der Overtime fiel erneut keine Entscheidung und so ging es auch im dritten Spiel in Folge ins Penaltyschießen. Die Eisbären reizen also gerade alles aus was geht. Reguläre Spielzeit, Verlängerung und Penaltyschießen. In Mannheim gewann man, gegen Nürnberg verlor man. Auch in diesem ging es nach Treffern von Regin und Gogulla in die Overtime. Und dort entschied Matt White das Spiel. Die Eisbären sicherten sich somit den Zusatzpunkt.

Die Eisbären zeigten über zwei Drittel eine starke und konzentrierte Leistung. Im ersten und letzten Drittel dominierte man das Spiel und hatte gute Chancen. Nur im Mitteldrittel verlor man den Faden und lief der DEG mehr oder weniger hinterher. Am Ende war es ein verdienter Sieg. Weil die Berliner mehr für das Spiel taten, defensiv sehr sicher standen und wenig Chancen abgaben und offensiv dem Aluminium-Pech trotzten. Der Spielaufbau funktionierte heute besser als zuletzt, man spielte diesen deutlich konzentrierter und sauberer, was am Ende zum Erfolg führte. Man ließ sich auch nicht vom schlechten zweiten Drittel aus der Ruhe bringen sondern blieb am Drücker und belohnte sich am Ende mit zwei Punkten. Drei wären aber definitiv wichtiger gewesen und auch verdient.

2:3 n.P. gegen Nürnberg! Das Spiel über weite Strecken dominiert, aber ohne Glück im Abschluss

Ausgabe #15:

Die Eisbären Berlin haben den Auswärtssieg aus Mannheim nicht vergoldet: Am Freitagabend verlor man sein Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 2:3 (1:2,1:0,0:0/0:0,0:1) n.P. Dabei hatte man das Spiel über weite Strecken dominiert, nur fehlte das nötige Quäntchen Glück im Abschluss vor dem Tor. Das bestraften die defensiv eingestellten Nürnberger im Penaltyschießen.

Eisbären-Coach Serge Aubin änderte nicht viel im Vergleich zum Sieg in Mannheim (4:3 n.P.). Neuzugang Rayan Bettahar gab sein Debüt in der Defensive an der Seite von Julian Melchiori, weshalb Frank Mauer wieder zurück in die Offensive kehrte. Dort nahm er den Platz von Jan Nijenhuis in der vierten Reihe ein. Das waren die beiden einzigen Änderungen heute Abend im Spiel gegen die Franken.
Ansonsten blieben die Reihen sowohl in der Defensive als auch in der Offensive unverändert. Im Tor bekam Juho Markkanen seinen zweiten Start in Folge.

Die Ausgangslage war klar: Der 13. empfing den 11. Beides Tabellenplätze, die weder den Eisbären noch den Franken so richtig schmecken. Umso mehr wollten natürlich beide Teams das Spiel für sich entscheiden. Gerade die Eisbären hinken ihren eigenen Ansprüchen doch sehr weit hinterher. Der Sieg am Sonntag in Mannheim war von daher enorm wichtig. Vor allem auch deshalb, weil man einen Rückstand noch drehte und das Spiel am Ende auch verdient gewann. Daran wollten die Berliner heute Abend anknüpfen. Im dritten Aufeinandertreffen mit Nürnberg wollte man nach dem 3:2-Sieg n.V. im ersten Heimspiel dieser Saison den zweiten Sieg einfahren.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Der Start verlief schon mal sehr gut. Frühes Powerplay für die Hausherren, Nürnberg hat statistisch gesehen das schlechteste Penalty Killing der Liga und da war es nur eine Frage der Zeit, bis es im Nürnberger Tor klingeln würde. Alex Grenier, Kevin Clark und Leo Pföderl hatten zuvor schon vergeben, doch der vierte Versuch saß. Marcel Noebels mit dem Zuspiel auf Zach Boychuk, der spielte die Scheibe quer an den langen Pfosten, wo Kevin Clark lauerte und keine große Mühe hatte, die Scheibe im leeren Tor zu versenken – 1:0 (4.).
Und die Eisbären hätten in der siebten Spielminute beinahe nachgelegt. Bennet Roßmy mit zu viel Platz auf der rechten Seite, gleiches galt für Leo Pföderl auf der linken Seite, welchen Roßmy klasse in Szene setzte. Pföderl zog direkt ab, doch Leon Hungerecker parierte diesen Schuss richtig stark. Das hätte das 2:0 sein müssen, aber da muss man auch mal den Save von Hungerecker hervorheben.
Auf der Gegenseite schlug es dann aber im Berliner Tor ein. Blake Parlett kam auf der linken Seite zum Abschluss. Patrick Reimer hatte die Scheibe am linken Bullykreis liegen lassen, der Ex-Eisbär Parlett wartete lange auf den richtigen Moment zum Abschluss, welchen er auch fand. Er schlenzte die Scheibe ins lange Eck – 1:1 (9.).
Das Spiel war noch keine zehn Minuten alt, da führten plötzlich die Franken. Nürnberg im Angriff, Juho Markkanen konnten den ersten Schuss noch parieren, doch die Ice Tigers blieben im Angriffsdrittel und Hayden Shaw zog ansatzlos ab – 1:2 (10.). Zweites Verteidiger-Tor der Gäste und zum zweiten Mal mit Ex-Eisbären-Beteiligung. Julius Karrer und Jake Ustorf mit den Assists zum 2:1.
Frühe Führung, schneller Rückstand danach? Hatten wir doch schon mal, werden sich die Eisbären gedacht haben. Erst im letzten Spiel in Mannheim gingen die Eisbären früh in Führung, lagen nach katastrophalen Minuten aber plötzlich mit 1:2 hinten. Die große Frage heute war, wie man diesmal mit dem Rückschlag umgehen würde?
Besser als in Mannheim, denn man spielte weiter nach vorne, auch wenn Nürnberg die Räume gut zustellte. Aber die Eisbären fanden immer mal wieder eine Lücke, um zum Abschluss zu kommen. Doch dann war auch meist ein Schläger oder ein Spieler der Franken im Weg. Und wenn doch was auf das Tor kam, war Leon Hungerecker hellwach. Defensiv musste man immer wieder auf Nürnberger Konter lauern, welche durchaus für Gefahr sorgten.
Insgesamt gesehen wäre es Unentschieden der gerechte Spielstand, doch Nürnberg nahm die knappe 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause. Und dorthin nahmen die Gäste auch noch ein Powerplay, denn Frank Mauer musste 18,6 Sekunden vor der Pausensirene auf die Strafbank.

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Doch die Unterzahl überstanden die Eisbären problemlos, was ihnen nochmal einen Motivationsschub für den Rest des Spiels geben sollte. Doch die Hauptstädter taten sich enorm schwer. Kurz darauf hatte man selbst ein Powerplay und da wissen wir ja, dass Nürnberg das schlechteste Powerplay der Liga hatte. Doch die Eisbären mit zu vielen Stockfehlern im Spielaufbau, was es für die Franken einfach machte, dieses Unterzahlspiel schadlos zu überstehen.
Die Eisbären blieben zwar am Drücker, spielten nach vorne und suchten die Lücke im Defensivverbund der Ice Tigers. Doch diese fanden sie zu selten. Und wenn man doch mal durchkam, suchte man lieber noch mal den Pass statt einfach selbst abzuschließen. Da war es wieder, das teils zu komplizierte Offensivspiel der Eisbären.
Und was machte Nürnberg? Die lauerten aus einer sicheren Defensive heraus auf Fehler der Eisbären, um den schnellen Gegenangriff zu starten. Kurz vorm Powerbreak waren die Franken mal durch, Blake Parlett wurde im Slot angespielt, doch sein Onetimer wurde zur sicheren Beute von Juho Markkanen.
Nach dem Powerbreak blieben die Gäste dran, setzten sich während einem guten Wechsel im Berliner Drittel fest und hätten beinahe durch Danjo Leonhardt das 3:1 erzielt, doch sein Bauerntrick endete bei Juho Markkanen, der einen Spagat hinlegte und ganz stark parierte. Die Defensive der Eisbären wirkte irgendwie nicht anwesend und machte es Nürnberg zu einfach. Zum Glück war Markkanen hellwach.
Die Eisbären dann mal wieder in Überzahl, aber die verpuffte erneut ohne Gefahr. Das war offensiv extrem harmlos, was die Eisbären da zeigten. Für Nürnberg sehr leicht zu verteidigen.
Die Franken schienen sich jetzt darauf zu verlassen, dass das in Unterzahl heute sehr leicht werden würde. Dritte Strafzeit im Mitteldrittel und aller guten Dinge sind drei. Aber nicht für die Franken sondern für die Eisbären. Marcel Noebels mit dem Onetimer zum 2:2 (36.). Da spielte man das Powerplay mal sehr einfach und das führte am Ende zum Erfolg.
Die Hausherren nun wieder deutlich besser drin im Spiel und mit viel Zug zum Tor. Kevin Clark rauschte über rechts ins Angriffsdrittel, zog ab, scheiterte aber an der Latte. Das hätte das 3:2 sein können. Glück für Nürnberg! Da wäre Leon Hungerecker machtlos gewesen. So blieb es aber beim 2:2 nach 40 Minuten.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Eisbären blieben auch im letzten Drittel am Drücker, doch die Defensive der Franken stand weiterhin sehr kompakt. Die gefährlichsten Chancen hatten aber die Ice Tigers bei ihren Ausflügen ins Berliner Drittel. Marcus Weber mit dem Aluminiumtreffer und Tim Fleischer fand nach einem Berliner Turnover seinen Meister in Juho Markkanen.
Danach weiterhin dasselbe Bild. Die Eisbären liefen immer wieder an, es wirkte fast wie ein Powerplay bei 5-5. Aber noch fand man nicht die Lücke im Nürnberger Abwehrbollwerk. Trotz der optischen Überlegenheit mussten die Eisbären aber auch hinten immer wieder aufpassen, wenn Nürnberg vor das Tor kam. Doch man hatte mit Juho Markkanen einen sehr sicheren Goalie zwischen den Pfosten, der weiterhin hellwach war.
Vorne kam inzwischen auch Pech hinzu. Nach einem Turnover der Franken kam Frank Mauer frei zum Abschluss, doch sein Schuss ging nur an den Pfosten.
Mitte des letzten Drittels bot sich Nürnberg die dicke Chance in Überzahl zur Führung. Doch beinahe wäre den Berlinern der Shorthander gelungen. Giovanni Fiore war frei durch, legte sich die Scheibe aber zu weit vor. Dennoch kam er zweimal zum Abschluss, zweimal war Leon Hungerecker zur Stelle. Die Eisbären überstanden die Unterzahl schadlos und so blieb die Partie auf des Messers Schneide.
In der Schlussphase hatten die Eisbären nochmal für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay. Die Chance zum Sieg also zum Greifen nahe. Doch man nutzte es nicht und so blieb es weiterhin extrem spannend. Wenn aber eine Mannschaft den Sieg hier verdient gehabt hätte, dann die Eisbären, die wesentlich mehr für das Spiel taten als die Gäste.
Doch in der regulären Spielzeit fand sich kein Sieger, weshalb es erneut in die Verlängerung ging. Wie im ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.

In der Overtime hatte Matt White die Entscheidung auf dem Schläger, aber er scheiterte am Aluminium. In der letzten Minute der Verlängerung. So stand es auch nach 65 Minuten 2:2, weshalb erneut das Penaltyschießen wie am Sonntag in Mannheim entscheiden musste.

Dieses Mal hatten die Eisbären aber nicht das bessere Ende auf ihrer Seite. Nürnberg sicherte sich im Penaltyschießen den Zusatzpunkt. Bitter für die Eisbären!

Denn der Sieg wäre hier eigentlich verdient gewesen. In der regulären Spielzeit zeigten die Eisbären erneut ihre zwei Gesichter der laufenden Saison. Man fing gut an und ging auch verdient in Führung, doch danach verteidigte man hinten vogelwild und lag prompt mit 1:2 hinten. Danach lief man zwar an, ohne jedoch die entscheidende Lücke in der Nürnberger Defensive zu finden. Im Mitteldrittel wirkte das Spiel über weite Strecken offensiv harmlos und defensiv sehr unsicher. Erst in der Schlussphase fand man nach dem Ausgleich von Marcel Noebels wieder zurück zu seinem Spiel. Das letzte Drittel war gefühlt ein Spiel auf ein Tor, in dem die Eisbären ihre Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen konnten. Am Ende musste das Penaltyschießen entscheiden und diese Lotterie entschieden die Gäste für sich. 

2:4 gegen Iserlohn: Die Offensive bemüht, die Defensive mal wieder gruselig

Ausgabe #14:

Die Eisbären Berlin haben das erste Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gegen die Iserlohn Roosters mit 2:4 (0:2,1:1,1:1) verloren. Eine Niederlage, welche nicht nötig gewesen wäre. Nur dafür hätte man vorne seine Chancen nutzen müssen, aber das Scheibenglück war heute nicht auf Seiten der Berliner. Defensiv enttäuschte man ein weiteres Mal, da leistete man sich erneut Fehler um Fehler.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste auf den verletzten Eric Mik verzichten. Für ihn rückte Frank Mauer von der Offensive in die Defensive. Daher wurden auch alle drei Verteidiger-Pärchen neu formiert: Morgan Ellis/Jonas Müller – Marco Nowak/Frank Hördler – Frank Mauer/Julian Melchiori.
In der Offensive gab es nur eine Änderung: Jan Nijenhuis rückte für Mik in den Kader und ersetzte Mauer in der vierten Reihe. Dort stürmte er neben Peter Regin und Bennet Roßmy.
Im Tor stand erneut Tobias Ancicka und Felix Noack nahm als Back-up auf der Bank Platz.

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Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären waren vor dem Spiel nur 13. in der PENNY DEL, was definitiv nicht den Ansprüchen der Berliner genügt. Von daher wollte man nach der Deutschland-Cup-Pause die Aufholjagd starten. Zugleich wollte man aber auch Revanche nehmen für das erste Aufeinandertreffen gegen Iserlohn in dieser Saison, welches man deutlich mit 1:6 verloren hatte. Wiedergutmachung war heute also angesagt.

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Und der Start war schon mal vielversprechend. Marco Nowak nagelte die Scheibe nach 17 Sekunden an die Latte, Matt White zwang wenige Sekunden später Roosters-Goalie Hannibal Weitzmann zu einer Glanztat. Die Eisbären waren von Beginn an hoch motiviert und offensiv ausgerichtet. Eine frühe Führung wäre daher auch verdient gewesen.
Doch diese gelang den Gästen aus dem Sauerland. Mit der ersten echten Chance schlug Kris Foucault eiskalt zu. Die Defensive der Eisbären mit Lücken, welche der ehemalige Eisbären-Stürmer ausnutzte und zum 0:1 traf (6.). Eine Ex-Eisbären-Co-Produktion, denn die Vorarbeit kam von Sven Ziegler. Das stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf.
Die Eisbären waren aber keinesfalls geschockt und spielten danach weiter nach vorne. Doch die Iserlohner Defensive machte die Räume hinten dicht und so gab es kaum ein Durchkommen für die Berliner.
Erst rund acht Minuten vor der ersten Pause war Leo Pföderl mal durch und bekam das Eins-gegen-Eins, doch Hannibal Weitzmann ließ sich nicht düpieren.
Die Eisbären hatten das Spiel weiterhin im Griff, hatten mehr Abschlüsse als die Roosters, welche aber bei ihren wenigen Vorstößen durchaus für Gefahr vor Ancicka sorgten. Doch die besseren Chancen hatten die Eisbären, die aber etwas zu genau zielten. Giovanni Fiore mit dem nächsten Latten-Kracher (16.). Noch war das Glück also nicht auf Berliner Seite.
Dafür aber auf Seiten der Roosters. Ryan O´Connor mit dem Schuss von rechts außen, die Scheibe ging irgendwie in der kurzen Ecke durch – 0:2 (17.).
Unfassbar eigentlich. Die Eisbären hatten ihre Chancen, nur gingen diese einfach nicht rein. Während bei Iserlohn gefühlt alles klappte. Auch das darauffolgende Powerplay sah durchaus gut aus und sorgte für zwei gute Möglichkeiten, aber Hannibal Weitzmann war einfach nicht zu überwinden.
So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die erste Drittelpause. Der Rückstand war aber keinesfalls verdient, Iserlohn hatte einfach mehr Glück im Abschluss.

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Im Mitteldrittel schaffte es Iserlohn, die Eisbären vom eigenen Tor fernzuhalten. Iserlohn gehörte die Anfangsphase und die Roosters belohnten sich für diesen Start mit dem 0:3. Casey Bailey hatte abgezogen, Ancicka bekam die Fanghand an die Scheibe und von dort ging sie an den Kopf von Kaspars Daugavins. Die Scheibe lag dann frei vor den Füßen des Top-Torjägers und der ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen – 0:3 (26.).
Doch die Eisbären mit der schnellen Antwort nur 37 Sekunden nach dem dritten Gegentor. Marco Nowak mit dem Schuss von der blauen Linie, Weitzmann konnte die Scheibe nur prallen lassen und der Kapitän (!) staubte vor dem Tor ab. Frank Hördler mit dem verdienten Treffer zum 1:3 (26.).
Die Partie war inzwischen hart umkämpft. Beide Teams kämpften in jedem Zweikampf verbissen um die Scheibe. Iserlohn wollte das vierte Tor nachlegen, die Eisbären den Anschlusstreffer erzielen. Es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss.
Iserlohn war Mitte des zweiten Drittels nahe dran am vierten Treffer, doch Maciej Rutkowski traf nur den Pfosten. Glück für die Eisbären in dieser Situation.
Die Eisbären danach mit dem nächsten Powerplay und auch da hatte man seine Chancen. Nur irgendwie war das Scheibenglück heute nicht auf Seiten der Eisbären, die hier offensiv wirklich alles versuchten.
So motiviert und engagiert die Offensive war, so löchrig und fehlerbehaftet war die Defensive. Da bekommen die Eisbären einfach keine Ruhe rein. Immer wieder haarsträubende Fehler sorgten für Gefahr vor Tobias Ancicka. Daran hat man anscheinend in der Pause nicht gearbeitet. Oder die Spieler haben nichts von der Videoanalyse verstanden…
So ging man auch in die zweite Drittelpause mit einem Zwei-Tore-Rückstand. Noch war das Spiel nicht verloren, aber der Weg zum Sieg war eben auch sehr weit.

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Drei Minuten waren im letzten Drittel gespielt, da war Kris Foucault auf und davon, hatte das 1:4 auf dem Schläger. Aber Tobias Ancicka, der in diesem Spiel wieder kritisiert wurde, packte die Fanghand aus und hielt seine Mannschaft im Spiel. Starke Aktion vom jungen Berliner Goalie, der aber auch heute wieder vermehrt von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Ja, er sah beim 0:2 nicht wirklich gut aus, aber dennoch machte er ein gutes Spiel, was man von der Defensive bis hierhin nicht behaupten konnte.
Die Eisbären waren auch im letzten Drittel offensiv ausgerichtet, brachten die Scheiben zum Tor, doch egal was sie auch versuchten, Hannibal Weitzmann war zur Stelle. Aber in der 46. Spielminute war auch der Iserlohner Goalie machtlos. Yannick Veilleux mit dem Querpass in den Slot, wo Matt White die Scheibe nicht bekam. Die Scheibe sprang an die Bande und von dort zurück in den Slot, wo Julian Melchiori angerauscht kam und den Puck mit 108 km/h ins Netz hämmerte – 2:3 (46.). Und dieses Tor war sowas von verdient. Die Eisbären waren bis auf ein Tor wieder dran und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Und die Eisbären blieben am Drücker, drängten die Sauerländer immer wieder ins eigene Drittel und brachten alle Scheiben Richtung Tor. Von Iserlohn kam nichts mehr nach vorne, sie waren nur noch mit verteidigen beschäftigt. Hannibal Weitzmann bekam jede Menge zu tun, doch noch behielt der Iserlohner Goalie stets die Oberhand.
Für Entlastung konnte Iserlohn erst in der Schlussphase wieder sorgen. Da hatten die Roosters ein Powerplay und Casey Bailey die Vorentscheidung auf dem Schläger, doch Tobias Ancicka mit dem nächsten starken Save. Wenig später war aber auch Ancicka machtlos, als Bailey zum Onetimer ausholte – 2:4 (55.).
Dem Spielverlauf wurde das aber nicht gerecht, doch am Ende zählt eben nur das Ergebnis und da lagen die Roosters vorne. Serge Aubin versuchte am Ende nochmal alles und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, was am Ende aber verpuffte. Iserlohn gewann das Spiel mit 4:2.

Eine Niederlage, die unnötig war. Wenn man seine Chancen vorne genutzt hätte. Aber haste Scheiße am Schläger… Dazu kommt, dass Hannibal Weitzmann immer wieder zur Stelle war, als es brenzlig wurde. Aber egal, wie viele Tore den Eisbären heute gelungen wären, die Defensive hätte das getoppt. Was die Jungs da hinten vor Tobias Ancicka veranstalten ist echt gruselig. Fehler um Fehler, damit lud man Iserlohn immer wieder zu Chancen ein. Der junge Berliner Goalie hatte gerade im letzten Drittel zwei sensationelle Saves parat, aber was nützt es, wenn ihn seine Vorderleute am Ende immer wieder alleine lassen. So verlor man auch das zweite Saisonspiel gegen die Sauerländer.

4:3 vs. Bremerhaven! Zwei Überzahltreffer im Schlussdrittel sorgen für den Heimsieg

Ausgabe #13:

Was für ein Kraftakt: Aber dieser ist gut für die Eisbären Berlin ausgegangen. Am Freitagabend besiegte man die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:3 (2:1,0;2,2:0) und feierte damit einen enorm wichtigen Heimsieg. Und der war absolut verdient, waren die Eisbären doch insgesamt gesehen die bessere Mannschaft. Man ließ sich auch nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen und erkämpfte sich am Ende geschlossen die drei Punkte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte das selbe Personal zur Verfügung wie bei der Niederlage in Köln. Dennoch stellte er leicht um. In der Verteidigung spielten Marco Nowak und Eric Mik sowie Frank Hördler und Jonas Müller zusammen.
In der Offensive tauschten Yannick Veilleux und Kevin Clark die Reihen. Veilleux stürmte in der zweiten Reihe neben Matt White und Alex Grenier. Clark bildete die dritte Formation zusammen mit Peter Regin und Giovanni Fiore. Der Rest blieb gleich.
Auch im Tor, wo erneut Tobias Ancicka zwischen den Pfosten stand. Felix Noack nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage war klar: Bremerhaven ging als Tabellendritter als Favorit in das Spiel beim Drittletzten Berlin. In der vergangenen Saison gewannen die Eisbären alle vier Hauptrundenspiele gegen Fischtown, das sollte doch ein Mutmacher für die Mannen von Serge Aubin sein. Doch auf die leichte Schulter sollte man Bremerhaven nicht nehmen, denn die Mannschaft von Coach Thomas Popiesch entwickelt sich immer mehr zu einem Spitzenteam in der PENNY DEL. Und doch waren drei Punkte im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup-Pause von enormer Bedeutung für die Eisbären.

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Traumstart für die Eisbären, denn es dauerte nur ganze 23 Sekunden, da zappelte die schwarze Hartgummischeibe bereits im Tor vom ehemaligen Eisbären-Goalie Maximilian Franzreb. Matt White hatte von rechts abgezogen und für die frühe Führung gesorgt – 1:0 (1.). Die Vorarbeit kam übrigens von Yannick Veilleux, welcher heute sein erstes Heimspiel in dieser Saison absolvierte.
Die erste Minute war noch nicht mal rum, da gab es die identische Zwei-auf-Eins-Situation auf der Gegenseite. Und auch da klingelte es im Berliner Tor. Diesmal gab es aber noch den Querpass von Christian Wejse auf Alex Friesen, welche das leere Tor vor Augen hatte – 1:1 nach gerade einmal 59 Sekunden.
Was für ein Start. Normalerweise sollte dir so ein frühes Tor Selbstvertrauen und Rückenwind geben. Aber nicht den Eisbären, die prompt den Ausgleich kassierten und sich danach erst einmal ins eigene Drittel drängen ließen. Da wirkte man doch leicht neben der Spur und kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Bremerhaven konnte aber aus dieser Druckphase kein Kapital schlagen.
Die Eisbären dann mit dem ersten Powerplay, doch da dauerte es satte 90 Sekunden, bis man es überhaupt mal in die Formation schaffte. Es reichte daher nur noch zu zwei Abschlüssen von Yannick Veilleux und Matt White, welche aber für keine große Gefahr sorgten. Weil es ein zu behäbiger Spielaufbau in Überzahl war. Das fehlende Selbstvertrauen war hier förmlich zu greifen.
Direkt im Gegenzug tauschten die Special Teams, dieses Mal waren die Gäste ein Mann mehr auf dem Eis. Aber auch das Powerplay funktionierte noch nicht so wirklich.
Die Eisbären kamen Mitte des ersten Drittels wieder besser ins Spiel, konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen und prompt klingelte es erneut im Tor von Bremerhaven. Manuel Wiederer lauerte im Slot auf das Zuspiel, Frank Mauer tat ihm den Gefallen, fuhr rum ums Tor und setzte Wiederer klasse in Szene – 2:1 (11.). Die Effektivität war heute zumindest schon wieder sehr gut. Denn mit dem fünften Torschuss traf man zum zweiten Mal.
Diesmal gab der Treffer den Eisbären aber das nötige Selbstvertrauen und sie setzten nach. Bremerhaven zog die nächste Strafe und die Eisbären durften es nochmal im Powerplay versuchen. Und diesmal wurde es deutlich gefährlicher, alleine Matt White scheiterte am Aluminium. Das dritte Tor lag jetzt in der Luft, doch die Eisbären konnten kein Kapital aus der Überzahl schlagen.
Dennoch nahmen die Berliner eine inzwischen mehr als verdiente 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause. Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss, hätte man bereits eine Zwei-Tore-Führung haben können.

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Im Mitteldrittel waren es die Hausherren, welche die erste dicke Chance hatten. Matt White wurde auf der rechten Seite angespielt, sein Onetimer wurde aber von Maximilian Franzreb pariert. An seiner Reaktion danach sah man, dass White eine große Chance liegen ließ. Das hätte das 3:1 sein können.
Auch Marcel Noebels hatte das 3:1 auf der Kelle, doch er scheiterte am Aluminium. Für Bremerhaven war es inzwischen ein schmeichelhafter 1:2-Rückstand. Die Pinguins hätten sich nicht über ein 1:3 beschweren können.
Dieses fiel dann aber in der 28. Spielminute – oder doch nicht? Alex Grenier hatte abgezogen, der Schuss ging ans Aluminium, so dachten jedenfalls alle Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof und auch Grenier selbst. Doch die beiden Hauptschiedsrichter Benjamin Hoppe und Marian Rohatsch zeigten auf dem Eis ein „gutes Tor“ an. Man schaute sich diese Szene aber nochmal im Videobeweis an. Und da sahen dann auch die beiden Hauptschiedsrichter, dass Greniers Schuss nur ans Aluminium ging. Der dritte Aluminiumtreffer bereits in diesem Spiel.
Und was passiert, wenn du deine Chancen nicht nutzt? Dann kassierst du hinten einen. Konter der Pinguins, Ross Mauermann war frei durch und ließ Tobias Ancicka keine Chance – 2:2 (30.).
Damit hatten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Denn eigentlich hätten die Eisbären hier führen müssen, aber die Chancenverwertung bleibt ein Thema. Wenn gleich man für Aluminiumtreffer nicht wirklich viel kann. Läuft es bei dir, gehen die Schüsse rein, läuft es nicht bei dir, dann gehen sie eben an die Latte oder den Pfosten.
Danach plätscherte die Partie so ein wenig vor sich hin. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft, die Wege zum Tor zugestellt und so passierte wenig interessantes auf dem Eis.
Bis gut drei Minuten vor der zweiten Drittelpause. Und das war ein ganz krummes Ding. Eric Mik wollte die Scheibe aus der Rundung spielen, traf dabei den Schlittschuh von Markus Vikingstad und der fälschte die Scheibe so unglücklich ab, dass sie ins Tor flog – 2:3 (38.). Am Dienstag hatten die Eisbären noch von so einem krummen Ding von Bennet Roßmy profitiert, heute eben den Gegner. Angesichts des Spielverlaufs ein bitterer Rückstand, weil er auch unverdient war. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Eisbären nach dem 2:2 ebenso wenig offensive Ideen hatten wie Bremerhaven. Die hatten jetzt auch nur Glück bei dem Abschluss. Jenes Glück, welches die Berliner bei ihren Aluminiumtreffern nicht hatten. So lag man nach 40 Minuten mit 2:3 gegen Bremerhaven hinten und keiner wusste so recht, warum. Bremerhaven sicherlich auch nicht, wie sie hier führen konnten.

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Im Schlussdrittel bot sich den Gästen früh die Chance, auf 4:2 davonzuziehen, denn Frank Mauer musste auf die Strafbank. Powerplay also für Bremerhaven. Doch gefährlich wurde es da nicht, weil die Eisbären nicht viel zuließen.
Die Eisbären versuchten es fortan. Zwei-auf-Eins-Konter, Kevin Clark mit der Chance zum Ausgleich, doch Maximilian Franzreb war zur Stelle. Solche Vorstöße gab es leider nur selten zu sehen. Weil den Eisbären irgendwie die nötige Kreativität im Offensivspiel fehlte.
Mitte des dritten Drittels aber mal die große Chance zum Ausgleich in Überzahl. Und diesmal nutzten sie diese. Man fand sofort in die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und am Ende war es Matt White, welcher von oben abzog – 3:3 (50.).
Was einmal klappt, klappt vielleicht auch zweimal? Bremerhaven kassierte jedenfalls die nächste Strafzeit und ermöglichte den Hausherren somit das nächste Powerplay im letzten Drittel. Serge Aubin schickte die selbe Powerplay-Formation wie eben aufs Eis. Wieder fand man die Formation, wieder lief die Scheibe sehr gut und erneut zappelte das Spielgerät im Bremerhavener Tor. Yannick Veilleux lauerte im Slot auf das Zuspiel von Matt White, der sah die Nummer 38 und setzte ihn perfekt in Szene. Veilleux musste nur noch die Kelle hinhalten – 4:3 (51.).
Wie fiel die Reaktion der Gäste aus? Die waren gefrustet und Christian Wejse verkloppte mal eben Giovanni Fiore nach allen Regeln der Kunst. Da musste wohl der Frust raus bei den Gästen. Fiore musste anschließend erst einmal in die Kabine, um dort genäht zu werden. Der Faustkampf hatte sich irgendwie angedeutet, war Bremerhaven doch heute generell ganz schön ruppig unterwegs.
Acht Minuten vor dem Ende bekamen die Pinguins die Chance zum Ausgleich in Überzahl. Doch die Eisbären überstanden diese Unterzahl schadlos. So lief Bremerhaven die Zeit davon. Und egal, was die Gäste versuchten, die Defensive der Hauptstädter war zur Stelle und klärte rechtzeitig. Ganz starker Einsatz der Berliner.
Das erkannten auch die zuletzt arg gebeutelten Eisbären-Fans an, welche sich zwei Minuten vor Spielende von ihren Sitzen erhoben und ihre Eisbären feierten. Für eine starke kämpferische Leistung im Schlussdrittel, mit der man die Partie gedreht hatte und sich so den Sieg gesichert hatte. Denn man ließ hier nichts mehr anbrennen und brachte das 4:3 über die Zeit.

Ein enorm wichtiger Heimsieg für die Eisbären, welcher zudem auch noch absolut verdient war. Die Eisbären waren über die gesamte Spieldauer gesehen die bessere Mannschaft. Im ersten Drittel wackelte man nur kurz nach dem schnellen Ausgleich, fand danach aber zurück zu seinem Spiel und ging mit einer Führung in die erste Pause. Diese hätte sogar höher ausfallen können. Spätestens im Mitteldrittel aber hätten die Eisbären mit 3:1 oder 4:1 führen müssen, hatten aber Pech vor dem gegnerischen Tor. Bremerhaven hatte hingegen Glück und drehte das Spiel und lag plötzlich vollkommen unverdient hier vorne. Doch die Eisbären brachen nicht ein, kämpften sich im Schlussdrittel zurück ins Spiel und fanden einen Weg, dieses Spiel noch zu drehen und zu gewinnen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Am Ende belohnte man sich für einen ganz starken Einsatz. Nun heißt es, im letzten Spiel am Sonntag an die heute gezeigte Leistung anzuknüpfen.

2:3 n.P. nach 2:0-Führung gegen Mannheim: Die Eisbären zeigen die erhoffte Reaktion, stehen am Ende aber nur mit einem Punkt da

Ausgabe #12:

Reaktion gezeigt, aber dennoch verloren: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Adler Mannheim mit 2:3 (2:0,0:2,0:0/0:0,0:1) n.P. verloren. Dennoch zeigten die Eisbären die erhoffte Reaktion, vor allem im überragenden ersten Drittel. Doch am Ende reichte es doch nicht zum Sieg. Aber trotzdem war es ein Schritt in die richtige Richtung.

Eisbären-Trainer Serge Aubin krempelte seine Reihen komplett um. Die drei Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Morgan Ellis/Eric Mik, Manuel Wiederer/Julian Melchiori, Jonas Müller/Frank Hördler.
Auch die Offensivreihen wurden verändert. So spielten heute Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leo Pföderl in der Top-Reihe zusammen. Die zweite Reihe bildeten Kevin Clark, Alexandre Grenier und Matt White. Die dritte Reihe bestand aus Frank Mauer, Peter Regin und Giovanni Fiore. Und die nominell vierte Reihe war die Youngster-Formation: Jan Nijenhuis, Bennet Roßmy und Marcel Barinka.
Und im Tor stand erneut Tobias Ancicka. Somit die einzige Position, die im Vergleich zum Iserlohn-Spiel gleich blieb.

Die Ausgangslage war klar: Die Mannheimer waren der Favorit in diesem Spiel. Die Eisbären mussten Wiedergutmachung betreiben nach den zwei bitteren Heimniederlagen gegen Bietigheim und Iserlohn, jeweils der Tabellenletzte in den Duellen. Und vor allem waren die Eisbären auf der Suche nach ihrer Auswärtsform, denn da präsentiert man sich in dieser Saison besser als vor den eigenen Fans. Es war also an der Zeit, auch mal wieder zuhause eine überzeugende Leistung abzurufen. Und welcher Gegner eignet sich dafür besser als der Erzrivale aus Mannheim.

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Ganze 34 Sekunden waren gespielt, da öffnete sich erstmals an diesem Nachmittag die Strafbanktür der Kurpfälzer. Nigel Dawes musste wegen hohen Stocks für zwei Minuten in die Kühlbox. Und die ganze Zeit hielten sich die Eisbären auch im Angriffsdrittel der Adler auf. Man fand direkt seine Formation, ließ die Scheibe gut laufen und kam durch Marcel Noebels und Alexandre Grenier auch zu guten Chancen. Aber leider blieben diese Chancen ungenutzt. Das wäre der Traumstart für die Eisbären gewesen.
Doch die Berliner nahmen den Schwung mit und waren gut drin im Spiel. Eric Mik mit dem nächsten guten Abschluss, da waren noch keine fünf Minuten gespielt. Direkt nach dem folgenden Bully schlug die Scheibe aber hinter Felix Brückmann ein. Marcel Noebels hatte Maß genommen und zur Führung getroffen – 1:0 (5.). Und das absolut verdient, man hatte sich für die starke Anfangsphase belohnt.
Und sie machten einfach weiter. Besser gesagt Marcel Noebels. Starke Kombination über Leo Pföderl und Zach Boychuk, welche Noebels in Szene setzten. Der kam von rechts zum Abschluss, die Scheibe rutschte einem Adler-Verteidiger durch die Beine und Brückmann am kurzen Pfosten durch. Da sah der Adler-Goalie nicht gut aus – 2:0 (6.).
Mannheim wirkte geschockt, hatte mit so einem Auftritt der Berliner wohl nicht gerechnet. Egal was die Adler nach vorne versuchten, die Eisbären bekamen immer einen Schläger dazwischen. Das war von vorne bis hinten eine klasse Auftritt bis hierhin.
Und vorne hätte es beinahe erneut geklingelt. Klasse Scheibengewinn hinter dem Tor, Alexandre Grenier war komplett blank und kam zum Abschluss. Die Scheibe ging denkbar knapp am Tor vorbei. Eine 3:0-Führung hätte auch was gehabt und vor allem wäre sie eins gewesen: Absolut verdient!
Die Eisbären hatten das Spiel hier komplett im Griff. Vorne hatte man weitere Chancen, um die Führung auszubauen. Felix Brückmann hielt seine Adler aber im Spiel. Ein 3:0 oder 4:0 wäre möglich gewesen. Und ich glaube das sagt alles über dieses erste Drittel aus. So blieb es aber bei einer hochverdienten 2:0-Führung. Bei einen Schuss-Verhältnis von 20:6!

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Im zweiten Drittel wirkten die Mannheimer etwas besser, jedenfalls suchten sie jetzt auch mal den Weg Richtung Berliner Tor, wo sie auch zu den ersten Abschlüssen kamen. Diese stellten Tobias Ancicka aber vor keine größeren Probleme. Bei den Eisbären dauerte es bis zur 25. Spielminute, ehe Giovanni Fiore den ersten nennenswerten Abschluss im Mitteldrittel hatte. Direkt danach wurde Zach Boychuk auf die Reise geschickt, auch er fand seinen Meister in Felix Brückmann.
Mannheim offenbarte hinten jetzt große Lücken. Auch Matt White hatte viel Platz und Zeit, schoss aus meiner Sicht sogar etwas zu früh. Da hätte er noch ein, zwei Meter weiter fahren können. So konnte Brückmann auch diesen Schuss entschärfen.
In der 29. Spielminute kamen die Adler nach langer Zeit mal wieder vor das Tor. Und wie. Jordan Swarz ließ die Scheibe für Borna Rendulic liegen und der hämmerte das Spielgerät ins Tor – 2:1 (29.). Wirklich angekündigt hatte sich dieser Anschlusstreffer in dieser Phase nicht. Aber Mannheim ist eben ein Spitzenteam, die darfst du nie unterschätzen.
Mannheim dann in der Schlussphase mit dem ersten Powerplay der Partie und da wurde es gleich einmal brenzlig. Am Ende fiel in dieser Unterzahl tatsächlich der Ausgleich. Und der war auch verdient. Nicolas Krämmer mit dem scharfen Querpass vor das Tor, wo Jordan Szwarz zur Stelle war – 2:2 (36.).
Die Kurpfälzer hatten sich eindrucksvoll zurückgemeldet und waren im zweiten Drittel über weite Strecken die bessere Mannschaft.
Die große Frage nun: Wie würden die Eisbären mit diesem Rückschlag umgehen? Denn bereits im ersten Drittel hätte man den Grundstein zum Sieg legen können. Man hätte aber auch einfach so weiter spielen können. Tat man aber nicht und so begann dieses Duell wieder von vorne. Beim Stand von 2:2 ging es in die zweite Drittelpause. Obwohl die Eisbären zum Ende nochmal ordentlich Druck ausübten.

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Im Schlussdrittel die Kurpfälzer früh mit einem Powerplay. Doch da bot sich den Eisbären der Konter. Ausgerechnet Ex-Adler Frank Mauer war auf dem Weg Richtung Felix Brückmann, doch Mauer scheiterte. Das wäre es gewesen. Von Mannheim kam nicht viel in dieser Überzahl, die Eisbären überstanden diese Unterzahl somit schadlos. Kurz vor dem Powerplay war Mannheim aber gefährlich, da hatte Stefan Loibl abgezogen, doch das Aluminium rettete für Tobias Ancicka.
Mitte des letzten Drittels ein ganz starker Wechsel der Eisbären, in dem sie richtig viel Druck machten. Da wurde es zwei-, dreimal richtig brenzlig vor dem Adler-Gehäuse. Die Führung lag bei diesem Wechsel in der Luft.
Danach wollten beide Teams vor allem eins: Nicht den spielentscheidenden Fehler machen. So ging es zwar hin und her, jedoch ohne nennenswerte Chance. Weil beide Mannschaften wussten, dass der nächste Fehler dieses Spiel entscheiden würde. Mehr für die Offensive taten die Eisbären. Mannheim lauerte eher auf Fehler der Eisbären und den entscheidenden Konter.
In der Schlussphase dann aber mal wieder Mannheim am Drücker und mit zwei guten Chancen. Da musste Tobias Ancicka hellwach sein, was er aber auch war. Starkes Spiel von ihm!
Am Ende blieb es beim 2:2 nach der regulären Spielzeit. Somit ging es in die Verlängerung.

Auch in der Verlängerung spielten beide Mannschaften mit offenem Visier, weshalb es sowohl vor Tobias Ancicka als auch Felix Brückmann brenzlige Situationen gab. Wenige Sekunden vor dem Ende der Overtime reagierte Ancicka nochmal ganz stark und sorgte dafür, dass dieses Spiel ins Penaltyschießen ging.

Und das ist ja nun nicht gerade die Spezial-Disziplin der Eisbären. Auch dort ging es in die Verlängerung. Kevin Clark hatte für Berlin getroffen, Matthias Plachta für die Adler. Beide traten danach direkt nochmal an, scheiterten diesmal aber. Plachta dabei sogar an der Latte. Danach trafen Stefan Loibl für Mannheim, doch Marcel Noebels konterte. Am Ende war es Nigel Dawes, welcher den Zusatzpunkt für die Adler sicherte.

Die Eisbären wollten eine Reaktion zeigen und das taten sie auch. Vor allem im ersten Drittel, als man die Mannheimer förmlich an die Wand spielte. Da hätte man bereits 3:0 oder 4:0 führen können. Im Mitteldrittel waren die Gäste über weite Strecken die bessere Mannschaft, weshalb das 2:2 auch in Ordnung ging. Doch auch die Eisbären hatten in diesem Drittel die ein oder andere Chance. Im Schlussdrittel waren die Eisbären wieder die spielbestimmende Mannschaft, fanden aber keinen Weg an Felix Brückmann vorbei. Penaltyschießen ist am Ende eben eine Lotterie, welche die Eisbären nicht wirklich können. Auch wenn das heute mit das beste Penaltyschießen der Berliner seit langem war. Aber Mannheim war in dieser Disziplin eben noch besser. 

1:6 gegen den Tabellenletzten Iserlohn: Erneutes Debakel vor den eigenen Fans

Ausgabe #11:

Die Eisbären bleiben weiter ein Rätsel in dieser Saison: Sieg in Köln dank einer gnadenlosen Effektivität, knappe Niederlage in München mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum ersten Spiel am Oberwiesenfeld. Und heute? Da ging man gegen den Tabellenletzten (!) Iserlohn Roosters mit 1:6 (0:3,1:2,0:1) unter und offenbarte weiterhin große Schwächen. Ja, die Offensive war bemüht, aber letztendlich war das eben zu wenig. Und zur Defensive fällt einem nicht mehr viel ein außer katastrophal, was die Berliner vor dem eigenen Tor spielen.

Durch die Rückkehr von Frank Mauer konnte Manuel Wiederer wieder zurück in den Sturm kehren. Trainer Serge Aubin änderte daher alle drei Verteidiger-Pärchen, welche somit wie folgt aussahen: Ellis/Melchiori, Mik/Müller, Mauer/Hördler.
In der Offensive tauschte Aubin Marcel Noebels und Matt White. So stürmte White heute in der ersten Reihe zusammen mit Alexandre Grenier und Leo Pföderl. Und Noebels fand man in Reihe zwei an der Seite von Kevin Clark und Zach Boychuk. In der dritten Reihe bekamen Giovanni Fiore und Peter Regin mit Marcel Barinka einen neuen Sturmpartner. Und in der vierten Reihe rotierte Kevin Handschuh aus dem Kader, so dass die vierte Reihe aus Manuel Wiederer, Bennet Roßmy und Jan Nijenhuis bestand.
Im Tor bekam heute wieder Tobias Ancicka den Vorzug vor Juho Markkanen. Am Mittwoch wurde Ancicka noch geschont.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären empfingen wie vor einer Woche mit Iserlohn den Tabellenletzten der PENNY DEL. Heute wollte man natürlich ein besseres Ergebnis erzielen als gegen Bietigheim, gegen welche man mit 2:4 verlor. Dazu muss auch noch gesagt werden, dass die Steelers damals nur mit einer Rumpftruppe angetreten und den Eisbären dennoch überlegen waren.
Gegner Iserlohn hatte am Wochenende Trainer Kurt Kleinendorst entlassen und Greg Poss zurück ins Sauerland geholt. Seitdem Trainerwechsel fuhren die Roosters zwei Siege ein, darunter ein 7:1 gegen Bietigheim. Die Eisbären sollten also gewarnt sein. Es war heute das 47. Heimspiel zwischen diesen beiden Mannschaften, 36 Spiele davon gingen an die Berliner.

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Doch der Start ging schon mal in die Hose. Trotz gutem Beginn mit aggressivem Forechecking ging Iserlohn in der vierten Spielminute in Führung. Die Roosters konnten sich erstmals im Angriffsdrittel festsetzen, Chris Brown hatte geschossen, Tobias Ancicka bekam die Scheibe nicht unter Kontrolle und Eric Cornel nutzte den Rebound zur Führung – 0:1.
Die Sauerländer blieben auch danach am Drücker und setzten die Eisbären früh mit ihrem aggressivem Forechecking unter Druck. Die Berliner waren ihrerseits auf der Suche nach einer Antwort nach dem frühen Rückstand.
Diese hätten sie beinahe gefunden. Neun Minuten waren gespielt, da setzte Marcel Noebels Kevin Clark klasse in Szene, doch sein Schuss verfehlte das Ziel. Aber da hatte man sich mal gut durch gespielt.
Anders Iserlohn, Scheibenverlust der Eisbären, Konter Iserlohn, ansatzloser Schuss von rechts durch Eric Cornel, welcher seinen Weg ins Tor fand – 0:2 (10.).
Die Gäste glänzten hier mit ihrer Effektivität, während die Eisbären nach dem Rückstand wieder in ihre Lethargie verfielen und wenig Kreativität im Angriffsspiel zeigten. Hinzu kamen einige Wackler in der Defensive, welche eben zu einem 0:2-Rückstand gegen den Tabellenletzten führen. Dazu mangelte es den Eisbären auch am nötigen Tempo, da wirkte doch alles sehr behäbig von den Hausherren.
Auch im Powerplay, immerhin gegen das zweitschlechteste Unterzahlspiel der Liga, fiel den Eisbären zu wenig ein. Und auch hier fehlte das Tempo, die Scheibe wurde zu langsam bewegt, die Spieler boten sich aber auch nicht an und so wirkte es fast ein wenig wie ein Stand-Powerplay. Einmal hatte man die Chance, da lag Hannibal Weitzmann auch schon am Boden, aber selbst in dieser Szene bekam man die Scheibe nicht unter Kontrolle.
In der Schlussphase hatten die Gastgeber dann aber nochmal zwei gute Chancen, doch Leo Pföderl scheiterte zweimal – einmal an Hannibal Weitzmann, einmal an der Iserlohner Defensive. Da wäre der Anschlusstreffer drin gewesen.
Hinten leistete man sich weitere Schnitzer und lud Iserlohn so zu Chancen ein. Tobias Ancicka verhinderte aber das 0:3.
Im Powerplay kurz vor der ersten Drittelpause hatte Giovanni Fiore den Anschlusstreffer auf der Kelle, aber auch hier machte Weitzmann sein Tor dicht. Kaum war Iserlohn wieder komplett kassierten die Eisbären das dritte Gegentor. Und erneut war es ein Rebound, welcher genutzt wurde. Diesmal war Kaspars Daugavins der Nutznießer eines Abprallers vor dem Berliner Tor – 0:3. Da müssen die Verteidiger ihrem Torhüter auch mal helfen und die Rebounds verhindern. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Drittelpause, begleitet von einem Pfeifkonzert.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Auch im Mitteldrittel waren die Defensivfehler zunächst noch nicht abgestellt. Ein Schuss an die Bande hinter das Tor, Casey Bailey erlief sie und kam ungestört zwei-, dreimal zum Abschluss. Erst dann hatte Tobias Ancicka die Scheibe unter Kontrolle. Von Unterstützung seiner Vorderleute war weit und breit keine Spur.
Trainer Serge Aubin versuchte aber alles, stellte die Offensivreihen um. So spielten Kevin Clark,
Alexandre Grenier und Matt White zusammen. Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leo Pföderl waren wiedervereint. Manuel Wiederer rückte in die dritte Reihe vor zu Peter Regin und Giovanni Fiore. Und diese Maßnahmen hatten Erfolg. Kurz zuvor war Kevin Clark mit einem Tip-in noch gescheitert, aber die Eisbären hielten die Scheibe im Angriffsdrittel. Eric Mik hatte dann von der blauen Linie abgezogen und dieses Mal klappte es mit dem Tor von Clark, der entscheidend abgefälscht hatte – 1:3 (26.). Ein Tor beim Jubiläumsspiel, denn „Clarky“ absolvierte heute sein 200. DEL-Spiel.
Die Freude über den Anschlusstreffer währte aber nur ganze 35 Sekunden. Iserlohn mit dem Angriff, Lean Bergmann legte klasse auf Chris Brown zurück, welcher abzog. Den ersten Schuss konnte Ancicka noch parieren, gegen den Rebound war er machtlos – 1:4 (27.). Drei Eisbären-Spieler standen im Slot, keiner griff Brown an und störte ihn entscheidend beim Abschluss. So darfst du in der DEL nicht verteidigen. Das dritte Gegentor, welches per Rebound fiel.
Die Hausherren waren danach wieder auf der Suche nach einer Antwort. Zwar brachte man die Scheiben zum Tor, aber zumeist aus ungefährlichen Situationen, welcher keine Gefahr für Hannibal Weitzmann darstellten. Wenn man es aber doch mal gefährlich vor das Iserlohner Tor schaffte, dann war Weitzmann der Fels in der Brandung.
Ansonsten blieb festzuhalten, dass man die Turnover auch im Mitteldrittel nicht abgestellt hatte. Ebenso fand man nach wie vor nicht seine Kreativität wieder.
Und Iserlohn? Die blieben eiskalt vor dem Tor. Sven Ziegler mit dem 1:5, Tim Bender und Eugen Alanov hatten ihn mustergültig in Szene gesetzt. Im Fallen drückte der Ex-Eisbär die Scheibe über die Linie (34.).
Hey, wir wollen die Eisbären seh´n“ schallte es aus der Fankurve der Eisbären, „Und ihr wollt Deutscher Meister sein“ schallte es aus dem Gästeblock. Beides gerechtfertigte Gesänge. Denn der Auftritt der Eisbären ist mit den beiden Worten zu beschreiben, welche Trainer Serge Aubin bereits vor einer Woche gegen Bietigheim verwendete: „Inakzeptabel und Peinlich“
Der Spielstand von 1:5 sprach Bände und die Reaktion der Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof war deutlich. Ein gellendes Pfeifkonzert als Quittung für die Leistung der Eisbären. So vergrault man auch noch die letzten Zuschauer…

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Zu Beginn des Schlussdrittels das nächste Powerplay für die Eisbären. Aber haste Sch*** am Schläger haste Schei*** am Schläger. Egal, was man versuchte, die Scheibe ging nicht rein. Marcel Noebels und Kevin Clark mit den besten Chancen, aber Hannibal Weitzmann war nicht zu bezwingen. Als Iserlohn wieder komplett war, hatte Matt White das halbleere Tor vor sich, aber auch sein Schuss ging am Tor vorbei. Sinnbildlich für das Offensivspiel der Berliner heute Abend. Sie wollten, aber sie konnten nicht.
Noch ein Beispiel? Leo Pföderl wurde auf die Reise geschickt, setzte sich klasse gegen einen Iserlohner Verteidiger durch, kam zum Abschluss, aber Weitzmann parierte die Scheibe sicher.
Ja, im letzten Drittel war es zunächst gefühlt ein Spiel auf ein Tor, aber wenn dann keine hundertprozentigen Chancen dabei herausspringen, dann sagt das glaube ich alles über das Offensivspiel des Deutschen Meisters aus. Weil eben die nötige Kreativität fehlte. Da laufen aktuell einige Leistungsträger ihrer Normalform hinterher. Iserlohn konnte sich voll und ganz auf die Defensive konzentrieren.
In der Schlussphase Iserlohn dann aber auch mal mit einem Powerplay, wo sie das halbe Dutzend vollmachten. Ryan O´Connor mit dem 1:6.
Die Eisbären zum Ende nochmal mit dem Konter, doch Zach Boychuk scheiterte am Aluminium. Was anderes hätte mich in diesem Spiel auch gewundert. Am Ende blieb es beim 1:6, quittiert von einem gellenden Pfeifkonzert der eigenen Fans!

Eine Niederlage mit Ansage. Mal wieder verliert man gegen einen Tabellenletzten. Weil das Offensivspiel weiter äußerst harmlos ist. Ja, man hatte Chancen, aber da fehlte dann auch das nötige Scheibenglück vor dem Tor. Aber größtenteils sorgte das Offensivspiel für Kopfzerbrechen, denn das sah dann doch mehr nach kopflosem Anrennen aus. Wirklich viel Kreativität legten die Eisbären vorne nicht an den Tag. Aber die Offensive war heute immerhin noch bemüht. Aber wenn es nicht läuft, dann eben richtig.
Doch noch viel mehr Sorgen macht aktuell die Defensive der Eisbären. Das ist ein wildes Durcheinander, da stimmt die Zuordnung überhaupt nicht, da leistet man sich zu viele Fehler. Bei den Rebounds ist man nicht zur Stelle und unterstützt den Goalie. Mit so einer Defensivleistung kannst du auch kein Spiel gewinnen. An den Goalies liegt es bei weitem nicht, die sind richtig arm dran mit so einer Defensive vor ihnen.
Am Sonntag kommt der Erzrivale aus Mannheim, gegen die ein Debakel droht, wenn man so auftritt wie gegen Bietigheim und Iserlohn. Aufwachen Eisbären und zwar JETZT! Von jedem einzelnen Spieler muss eine deutliche Leistungssteigerung kommen!

2:4 gegen den Tabellenletzten: Die Eisbären werden mit einem gellenden Pfeifkonzert von den eigenen Fans verabschiedet

Ausgabe #10:

Die Eisbären Berlin haben sich am Freitagabend bis auf die Knochen blamiert. Gegen den Tabellenletzten und arg dezimierte Bietigheim Steelers verloren die Berliner am Ende verdient mit 2:4 (2:2,0:0,0:2). Die Leistung der Eisbären lässt am Ende viele Fragen offen, die das Trainerteam um Serge Aubin schnellstmöglich aufarbeiten muss.

Eisbären-Coach Serge Aubin konnte zwei neue Spieler im Line-up begrüßen. Leo Pföderl gab sein Comeback nach Verletzungspause. Und Neuzugang Alexandre Grenier gab sein Debüt im Eisbären-Trikot. Das verlieh dem Berliner Kader wieder etwas mehr Tiefe – zumindest in der Offensive. Denn in der Verteidigung gab es keine Veränderung.
In der Offensive kehrte Kevin Clark zurück ins Line-up, somit war die Paradereihe mit ihm, Marcel Noebels und Zach Boychuk wieder vereint. In der zweiten Reihe war dann Neuzugang Alexandre Grenier zu finden, welcher zusammen mit Rückkehrer Leo Pföderl und Matt White eine Formation bildete. Die dritte Reihe bestand aus Frank Mauer, Bennet Roßmy und Giovanni Fiore. Und die nominell vierte Reihe bildeten Marco Baßler, Marcel Barinka und Jan Nijenhuis.
Im Tor kehrte Tobias Ancicka zurück zwischen die Pfosten. Juho Markkanen nahm als Back-up auf der Bank Platz.
Während sich die Personalsituation bei den Berlinern also so langsam wieder entspannt, sah es bei Gegner Bietigheim ganz anders aus. Die Steelers traten nur mit fünf Verteidigern und drei Reihen in Berlin an. Die beiden ersten Goalies fielen ebenso aus wie das Trainergespann. Harte Zeiten also für den letztjährigen DEL-Aufsteiger.

Von daher war die Ausgangslage klar: Die Eisbären gingen – so oder so – als klarer Top-Favorit in dieses Spiel. Zwar weiß man, dass sich die Berliner gegen die vermeintlich kleinen Teams gerne mal schwer tun. Die Tatsache, dass Bietigheim hier jedoch arg ersatzgeschwächt antrat, machte die Sache noch deutlicher. Ein Sieg war bei dieser Ausgangslage fast schon Pflicht. Was keinesfalls überheblich klingen soll, aber als Deutscher Meister und Titelverteidiger solltest du dein Heimspiel gegen arg geschwächte Bietigheimer gewinnen.

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Schon vor dem ersten Bully brandete der erste Applaus von den Rängen auf. Und zwar bei der Spielervorstellung von Leo Pföderl. Der Publikumsliebling hatte den Eisbären sichtlich gefehlt. Sowohl der Mannschaft als auch den Fans.
Nach etwas nervösem Beginn auf beiden Seiten hatten die Hausherren nach rund drei Minuten das erste Powerplay der Partie. Dieses dauerte nur ganze 55 Sekunden bis es genutzt wurde. Giovanni Fiore war per Abstauber erfolgreich. Marcel Noebels scheiterte noch an Leon Doubrawa, Fiore war zur Stelle und knipste sofort – 1:0 (4.).
Bietigheim sorgte bei Kontern immer wieder für Gefahr. So scheiterten die Steelers nach rund neun Minuten zweimal an Tobias Ancicka. Benjamin Zientek hatte es versucht. Bei den schnellen Kontern der Gäste stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht immer.
Die Eisbären waren die spielbestimmende Mannschaft, einzig am Torabschluss haperte es noch ein wenig. Die Schüsse, die die Berliner abgaben, flogen zumeist am Tor vorbei. Beinahe ins Tor geflogen wäre der Versuch von Rückkehrer Leo Pföderl in der zwölften Spielminute. Doch sein Rückhandschuss flog übers Tor. Das wäre ein Traum-Comeback der Nummer 93 gewesen.
Neuzugang Alexandre Grenier trat in der 13. Spielminute erstmals in Erscheinung und zwar mit einer Strafzeit. Warum erwähne ich das? Weil Bietigheim dort tatsächlich den Ausgleich erzielte. Ganze 17 Sekunden brauchten die Steelers nur, um die numerische Überlegenheit zu nutzen. Teemu Lepaus bezwang Tobias Ancicka – 1:1 (14.). Wie das schlechteste Powerplay der Liga sah das aber überhaupt nicht aus. Statistiken sind eben dann doch meistens Schall und Rauch.
Ein weiterer Beweis? Die Gäste nutzten auch das zweite Überzahlspiel aus. Eine Ex-Eisbären-Produktion ging voraus. Constantin Braun hatte abgezogen, Tobias Ancicka konnte nicht festhalten und Daniel Weiß schaltete am schnellsten – 1:2 (16.).
So ein wenig hatte sich das angedeutet, denn die Eisbären hatten nur nach dem 1:0 eine Phase, wo sie spielbestimmend wirkten. Danach lief das Spiel so ein wenig an ihnen vorbei, während Bietigheim zwei Powerplays eiskalt verwertete und so nicht unverdient in der Hauptstadt führte. Die Rumpftruppe der Steelers schlug sich im ersten Drittel richtig gut und profitierte immer wieder von einer mangelhaften Zuordnung in der Berliner Defensive.
Die konnten von Glück reden, dass sie Giovanni Fiore haben. Denn der brachte sie zurück ins Spiel. Bennet Roßmy hatte ihn in Szene gesetzt und Fiore fackelte nicht lange – 2:2 (18.).
Wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause hätte Bennet Roßmy beinahe die erneute Führung erzielt, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. So endete ein munteres erstes Drittel 2:2.

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Gleich zu Beginn des zweiten Drittels bot sich den Gästen die dritte Chance in Überzahl, doch in der Drittelpause schien das in der Eisbären-Kabine Thema gewesen zu sein. Denn das dritte Unterzahlspiel überstand man schadlos und hatte durch Marcel Noebels sogar die beste Chance.
Das Spiel wirkte auch im Mitteldrittel weiter sehr hektisch. Beide Mannschaften immer wieder mit leichtfertigen Fehlern. So kamen beide Teams auch immer wieder zu Abschlüssen. Es entwickelte sich ein munteres Hin und Her, ohne sich dabei jedoch hochkarätige Chancen zu erspielen. Auf jeden Fall war es kein schön anzusehendes DEL-Spiel.
Mitte des Spiels wäre den Eisbären ein erneuter Fehlpass in der eigenen Zone beinahe um die Ohren geflogen. Teemu Lepaus stand frei vor Tobias Ancicka, ließ ihn bereits klasse aussteigen und kam per Rückhand zum Abschluss. Sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Da hatte Lepaus aber auch nicht die nötige Kraft hinter den Schuss bringen können, sonst wäre der wohl rein gegangen.
Nein, das Spiel riss keinen so wirklich von den Sitzen. Eher sorgten die vielen unnötigen Scheibenverluste auf beiden Seiten für jede Menge graue Haare bei den Trainern. Wobei eher bei Serge Aubin, denn Rupert Meister durfte doch ganz zufrieden sein, wenn man bedenkt, wie arg dezimiert sie hier antraten. Da hatte man wohl schlimmeres erwartet. Aber noch war ja ein Drittel zu spielen und wie es ist, wenn dann die Kraft ausgeht, davon können die Eisbären ein Lied singen. Hier blieb erst einmal beim 2:2 nach 40 Minuten.

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Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Eisbären ein Powerplay und somit die dicke Chance zur Führung. Aber man spielte es mal wieder zu kompliziert und offenbarte zudem große Schwächen bei der Passannahme.
Und Bietigheim? Die gingen in der 46. Spielminute erneut in Führung. Auch hier ein unnötiger Scheibenverlust durch Eric Mik und Daniel Weiß brachte die Scheibe irgendwie an Ancicka vorbei – 2:3. Die Reaktion der Fankurve? „Aufwachen“ und „Wir wollen die Eisbären sehen!„. Die Fans machten lautstark deutlich, dass sie mit der Leistung ihrer Mannschaft nicht zufrieden waren.
Die Eisbären waren fortan auf der Suche nach einer Antwort. Doch so richtig strukturiert sahen die Berliner Angriffe nicht aus. Bietigheim machte das aber auch sehr gut hinten und kämpfte mit den letzten Kräften. Marcel Noebels brachte die Scheibe vor dem Powerbreak dann einfach mal Richtung Tor. Beinahe mit Erfolg, doch der Pfosten stand im Weg.
Das Powerbreak war also gekommen und die Chance für Trainer Serge Aubin, seiner Mannschaft nochmal letzte Anweisungen zu geben. Tat er nur nicht. Die Spieler standen an der Bande, unterhielten sich teilweise untereinander, aber auch nicht so richtig. Anscheinend war allen Beteiligten klar, was jetzt zu tun war. Denn eine Niederlage gegen ein arg dezimiertes Bietigheim wäre doch schon sehr peinlich.
Doch so richtig viel fiel den Eisbären auch nach dem Powerbreak nicht ein. Das Offensivspiel wirkte ideenlos. Bietigheim wirkte bei seinen wenigen Angriffen gefährlicher als die Berliner.
Den Hausherren lief mehr und mehr die Zeit davon. Und den Steelers schien hier nicht die Kraft auszugehen. 90 Sekunden vor dem Ende zog Trainer Aubin seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Doch im Gegensatz zum Nürnberg-Spiel ging der Schachzug diesmal nicht auf. Benjamin Zientek setzte den Schlusspunkt – 2:4 (60.).

Eine Niederlage, welche absolut in Ordnung geht. Die Eisbären wirkten über die gesamte Spieldauer ideenlos. Defensiv zu anfällig, offensiv fehlten die nötigen Spielideen. Das Passspiel war unterirdisch. Am Ende fehlte es sogar am notwendigen Aufbäumen, um das Spiel hier noch zu drehen. Für mich auch entscheidend die Körpersprache der Spieler sowohl auf dem Eis als auch auf der Bank. Trainer Serge Aubin sprach während des Powerbreaks nicht mit seinen Spielern, die Spieler taten selbiges aber auch nicht. In der Schlussphase, während die Steelers-Spieler gespannt an der Bande standen und dem Spiel zuschauten, saßen die Eisbären-Spieler regungslos auf der Bank. Da fehlten so ein wenig die Emotionen bei den Spielern.
Wie man auch mit einer arg dezimierten Mannschaft über 60 Minuten überzeugend spielen kann, zeigte Bietigheim. Die Fans machten am Ende deutlich, was sie von dieser Leistung hielten. Ein gellendes Pfeifkonzert nach der Schlusssirene war die Quittung für diese peinliche Vorstellung.

3:2 nach 0:2 gegen Nürnberg! Die Eisbären drehen dank einer Energieleistung ein schon verloren geglaubtes Spiel in einen Sieg um

Ausgabe #9:

Gerade nochmal den Kopf aus der Schlinge gezogen: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers knapp mit 3:2 (0:0,0:1,2:1/1:0) n.V. gewonnen. Bis in die 58. Spielminute hinein lagen die Berliner mit 0:2 hinten. Weil sie sichtlich ohne Kraft waren. Das erklärt auch die Unsicherheiten in der Defensive und die Ideenlosigkeit in der Offensive. Aber am Ende hat man einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Was Trainer Serge Aubin auch stolz gemacht hat, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz gesagt hat. Der Tank ist offensichtlich leer, wie Aubin weiter sagte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg in Ingolstadt nichts. Es waren die gleichen Defensiv-Pärchen und die gleichen vier Offensivreihen. Im Tor stand erneut Tobias Ancicka. Einzig der siebte Verteidiger vom Freitag, Eric Hördler, war nicht dabei. Warum auch etwas ändern, war doch das 3:1 bei den Schanzern der bisher beste Saisonauftritt der Berliner in dieser Saison. Vor allem, weil man endlich einmal über die vollen 60 Minuten sein Spiel durchgezogen hatte.

Die Eisbären kamen mit dem Rückenwind von zwei Ligasiegen in Folge in dieses Spiel. Diese kleine Siegesserie wollte man gegen Nürnberg nun natürlich ausbauen und sich gleichzeitig für die 2:4-Auftaktniederlage im Frankenland revanchieren. Nürnberg hatte wie die Eisbären mit Personalsorgen zu kämpfen. So stand zum Beispiel heute Leon Hungerecker im Tor. Der hütete letzte Saison noch für ein paar Spiele das Berliner Tor.

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Ausgeglichener Beginn, beide Mannschaften mit Zug zum Tor und den ersten Abschlüssen, welche aber die beiden Goalies – Tobias Ancicka und Leon Hungerecker – vor keine größeren Probleme stellten. Mit zunehmender Spieldauer bestimmten aber mehr denn je die Defensivreihen das Spiel. Beide Teams standen hinten sehr kompakt und machten es dem jeweiligen Gegner so schwer, zum Abschluss zu kommen.
Dadurch entwickelte sich auch kein richtig ansehnliches DEL-Spiel, weil es eben wenig zu sehen gab auf dem Eis. Auch viel Tempo war nicht drin im Spiel, wobei das nicht wirklich überraschend kam, bei den arg dezimierten Kadern beider Mannschaften.
Mitte des ersten Drittels mal der erste gelungene Angriff des Spiels. Giovanni Fiore tankte sich klasse durch und kam zum Abschluss, Leon Hungerecker war aber hellwach und parierte dessen Schuss. Kurz darauf mal die erste kleinere Drangphase der Hausherren, an deren Ende Marcel Noebels zum Schuss kam, aber auch hier war Hungerecker zur Stelle.
Aber solche Aktionen hatten eher Seltenheitswert im ersten Drittel, welches sich dadurch doch ganz schön in die Länge zog.
In der Schlussphase dann mal die Franken mit einem guten Wechsel, in dem Tobias Ancicka endlich auch mal etwas zu tun bekam. Der Berliner Goalie bewies, dass er noch nicht eingeschlafen war und bei beiden Abschlüssen der Ice Tigers hellwach war.
Kurz vor Ende die Hausherren nochmal mit einem Powerplay und da hätte doch was gehen müssen, waren doch die Franken das schlechteste Team in Unterzahl. Doch auch da ging noch nicht viel zusammen und so verpuffte diese Gelegenheit ohne Gefahr. Zu allem Überfluss übertrieb es dann auch noch Nürnbergs Verteidiger-Hüne Oliver Mebus mit einem satten Check gegen Bennet Roßmy, der nach dem Aufprall an die Bande das Eis unter Schmerzen verließ. Das hätte man durchaus ahnden können, taten Benjamin Hoppe und Gordon Schukies aber nicht und das quittierten die Fans mit einem satten Pfeifkonzert. Torlos endeten die ersten 20 Minuten. Da war noch deutlich Luft nach oben und zwar auf beiden Seiten.

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Die gute Nachricht vorneweg: Bennet Roßmy kehrte zu Beginn des zweiten Drittels zurück auf das Eis. Ein weiterer Ausfall wäre auch echt bitter gewesen für die Eisbären.
Das war aber vorerst auch die einzig gute Nachricht gewesen. Denn auf dem Eis änderte sich nach wie vor nicht viel. Besserung war vorerst auf beiden Seiten nicht in Sicht.
Die Nürnberger dann mal mit einer ersten Drangphase und da klingelte es sofort im Tor. Julius Karrer brachte die Scheibe vor das Tor, da blieb sie zunächst hängen, doch Ryan Stoa staubte zum 0:1 ab (28.).
Die Hausherren hatten aber sofort die Chance zur direkten Antwort, denn es gab das zweite Powerplay des Spiels. Aber auch dieses sah nicht gut aus. Nürnberg konnte sich leicht befreien und überstand diese Unterzahl daher relativ problemlos.
Das kurz darauffolgende nächste Powerplay sah schon deutlich besser aus und sorgte auch zweimal für Gefahr vor Leon Hungerecker. Doch so richtig zwingend war auch das nicht. Viel besser sah Nürnbergs Powerplay wenig später aber auch nicht aus.
In den letzten fünf Minuten wurden die Berliner dann mal zwingender bei ihren Chancen. Doch zunächst vergab Kevin Clark denkbar knapp, wenig später ging ein Geschoss von Zach Boychuk knapp über das Tor. Den Eisbären fehlte in diesen Situationen das nötige Zielwasser, um den Ausgleich zu erzielen.
Kurz darauf folgte das vierte Powerplay für die Eisbären gegen das statistisch gesehen schlechteste Penaltykilling der Liga. Dieses überzeugte aber bis hierhin vollends in Berlin. Gleiches galt auch für das vierte Unterzahlspiel der Franken. Das war rein gar nichts, was da von den Eisbären mit einem Mann mehr kam. Enttäuschend! So stand nach 40 Minuten ein 0:1 aus Berliner Sicht und die berechtigte Frage, wie man mit dieser Leistung heute ein Tor schießen wollte?

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Zu Beginn des Schlussdrittels waren es die Franken, welche hier für Gefahr sorgten und dem 2:0 sehr nahe waren. Tobias Ancicka verhinderte dieses aber und hielt seine Mannschaft somit noch im Spiel.
Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte inzwischen die Offensivreihen verändert. Er ließ hier also nichts ungenutzt, um dieses Spiel noch zu gewinnen.
Die Eisbären im Schlussdrittel mit dem insgesamt fünften Powerplay. Chancen zum Ausgleich waren da, aber sie nutzten sie einfach nicht. So blieb Nürnberg bis hierhin bei einer PK-Quote von 100 Prozent. Dafür, dass deren Erfolgsquote in Unterzahl vor dem Spiel bei 60 Prozent lag, war das schon beeindruckend. Und wenn man fünf Powerplays nicht nutzt, dann braucht man sich auch nicht beschweren, wenn es erneut hinten einschlägt. Daniel Schmölz versuchte es einfach mal von links und aus ganz spitzem Winkel, fast schon von hinter der Torlinie. Die Scheibe rutschte irgendwie zwischen Tobias Ancicka und dem kurzem Pfosten durch – 0:2 (48.).
Nun wurde der Weg noch weiter für die heute wenig überzeugenden Eisbären. Was aber wie eingangs erwähnt auch nicht überraschend kam. Der Tank war einfach leer. Sie waren im letzten Drittel durchaus bemüht und kamen auch zu Abschlüssen, aber diese stellten Ex-Eisbären-Goalie Leon Hungerecker vor keine großen Probleme. Der Nürnberger Goalie strahlte viel Sicherheit und Ruhe aus.
In der Schlussphase waren die Franken dem 0:3 sogar näher als die Eisbären dem Anschlusstreffer, die alles andere als sicher in der Defensive wirkten. Den Eisbären bot sich aber noch eine letzte Chance. Das sechste Überzahlspiel stand an und Trainer Aubin nahm seine Auszeit und Goalie Ancicka zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und diese Maßnahme hatte Erfolg. Matt White scheiterte noch an der Latte, die Scheibe fiel Zach Boychuk vor die Füße und der drückte die Scheibe über die Linie – 1:2 (59.).
Was war jetzt noch drin für die Eisbären? Aubin zog erneut seinen Goalie und die Eisbären glichen tatsächlich noch aus. Kevin Clark brachte die Arena am Ostbahnhof 47 Sekunden vor dem Ende zum Beben – 2:2 (60.). Ein Tor des unbändigen Willens der Hauptstädter. Damit war nicht mehr zu rechnen. Aber die Eisbären erkämpften sich hier tatsächlich noch den einen Punkt gegen Nürnberg und somit ging das Spiel in die Verlängerung.

Dort bot sich den Franken die dicke Chance zur Entscheidung, denn Eisbären-Kapitän Frank Hördler musste auf die Strafbank. Beinahe hätten die Ice Tigers das Spiel entschieden, aber die Latte rettete für die Berliner. Kurz darauf kassierten auch die Nürnberger eine Strafzeit und es ging fortan mit 3-3 weiter. Und dann kam der große Auftritt der Nummer 21. Giovanni Fiore hatte die Scheibe sich erst zu weit vorgelegt, kam dann aber doch am Nürnberger Verteidiger vorbei und überwand schlussendlich Leon Hungerecker per Rückhand zum 3:2 (64.). Der Rest war Ekstase pur!

Die Eisbären haben am Ende ein Spiel gewonnen, welches doch eigentlich schon verloren schien. 58 Minuten war das eine sehr schwache Vorstellung der Eisbären. Defensiv zu anfällig, nach vorne zu ideenlos. Nürnberg wirkte nicht viel besser, erzielte aber zwei sogenannte „dreckige Tore“. Solche Tore brauchst du eben, wenn es spielerisch nicht läuft. Aber wen wunderte es, schließlich waren beide Mannschaften arg dezimiert und die Eisbären hatten zudem ein Mammut-Programm hinter sich.
Am Ende setzte Trainer Serge Aubin alles auf eine Karte und wurde für diesen Mut belohnt. Gut, was anderes blieb ihm auch nicht übrig, wollte er hier noch etwas Zählbares mitnehmen. Die Eisbären kamen tatsächlich noch zum Ausgleich und sicherten sich dann in der Verlängerung auch noch den Zusatzpunkt. Am Ende eine Energieleistung, welche für zwei Punkte reichte. Dennoch war es über 58 Minuten keine gute Partie. Was aber angesichts des straffen Programms der Berliner auch nicht verwundert. Somit feierten die Eisbären am Ende doch noch den dritten Sieg in Serie. Dennoch bleibt zu hoffen, dass sich das Lazarett bald lichtet. Denn immer kann es am Ende nicht gut ausgehen.