4:1 in Mannheim! Eisbären siegen dank starker Teamleistung beim besten Team der Liga

So kann man mal auf eine Niederlage in Schwenningen reagieren: Nur einen Tag nach dem 2:4 im Schwarzwald besiegten die Eisbären Berlin die Adler Mannheim in deren eigener Arena hochverdient mit 4:1 (2:0,1:0,1:1) und gaben damit die richtige Antwort auf die Niederlage 24 Stunden zuvor, aber vor allem auf die beiden doch recht deutlichen Klatschen gegen München. Heute war man nahe dran am perfekten Auswärtsspiel hatte Matt White nach Spielende gesagt. Und damit hatte er recht, denn der Auftritt der Berliner war bärenstark und schockte die Mannheimer sichtlich.

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin musste verletzungsbedingt auf Leo Pföderl verzichten. Was genau die Berliner Nummer 93 hat, wird man spätestens Dienstag nach eingehenden Untersuchungen erfahren. So wurde die deutsche Top-Reihe auseinander gerissen, denn an der Seite von Marcel Noebels spielten Matt White und Zach Boychuk. Giovanni Fiore, der in Schwenningen noch mit White und Boychuk zusammenspielte, bildete eine Formation mit Lukas Reichel und Kris Foucault. Dadurch kam es zur Wiedervereinigung der Reihe um Mark Olver, Sebastian Streu und Parker Tuomie. Olver rotierte also aus der vierten Formation heraus, wo stattdessen Eric Mik an der Seite von Nino Kinder und Fabian Dietz spielte. Alle Sturmreihen wurden also durcheinander gewirbelt durch den Ausfall von Leo Pföderl. Und auch im Tor stand heute Mathias Niederberger, der gestern noch geschont wurde. Tobias Ancicka nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es war das Duell der beiden besten Teams in der diesjährigen Saison. Mannheim ging als Tabellenführer im Süden in dieses Spiel, die Eisbären als Erster im Norden. Auf dieses Duell hatte ganz Eishockey-Deutschland gewartet. Ein Duell, was viele sich auch als diesjähriges DEL-Finale vorstellen können.
Die Eisbären kamen top motiviert aus der Kabine und waren in der Anfangsphase leicht überlegen, hatten die ersten guten Abschlüsse. Und nach vier Minuten hatten sie auch gleich das erste Überzahlspiel in diesem Spiel, nachdem Thomas Larkin wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank musste. Das beste Powerplay war also im Einsatz. Ihnen gegenüber stand aber das beste Unterzahlspiel der Liga. Das erste Duell ging jedoch klar an das Penaltykilling der Adler, die nicht einen einzigen Torschuss zu ließen.
Fortan weiterhin die Eisbären im Vorwärtsgang. Mannheim kam bisher nicht nach vorne und auch zu keinem Torschuss, denn die Berliner Defensive stand sehr sicher. Den ersten Torschuss gaben die Kurpfälzer erst nach acht Minuten ab. Der Versuch von Florian Elias war aber zugleich die beste Chance des Spiels bis dahin. Mathias Niederberger war jedoch zur Stelle.
Doch Berlin war weiterhin die bessere Mannschaft und ging nach zehn Minuten in Führung. Fabian Dietz brachte die Scheibe zu Simon Després, der sie per Rückhand auf das Tor bringt. Nino Kinder fälschte sie noch ab, Dennis Endras bekam sie nicht unter Kontrolle und Fabian Dietz staubte zu seinem ersten Saisontor ab – 1:0.
Und noch in der selben Minute legten die Gäste einen nach. Zach Boychuk mit dem Sahne-Pass von rechts rüber auf links, durch zwei Verteidiger durch, auf Matt White, welcher problemlos zum 2:0 einschießen konnte. Was für ein Start der Eisbären! Zwei Tore innerhalb von nur 42 Sekunden.
Mannheim danach mit wütenden Angriffen, aber die Eisbären hielten dagegen. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft. Die Eisbären hielten Mannheim weiterhin in Schach, die Adler bekamen in der Offensive nichts auf die Reihe, was an der starken Berliner Defensive lag.
Die Eisbären ärgerten Mannheim immer wieder mit ihrem aggressiven Forechecking, was sie wütend machte. Matthias Plachta griff Jonas Müller vor dem eigenen Tor unsauber von hinten an, was ihm zwei Minuten einbrachte. Das zweite Powerplay für die Eisbären also. Aber auch diesmal keine einzige Torchance für die Eisbären. Das Unterzahlspiel war das einzige, was in diesem Drittel gut lief bei den Adlern. Kaum waren die Mannheimer wieder komplett, konnten die Eisbären die Hausherren im eigenen Drittel festsetzen und hatten durch John Ramage eine dicke Chance. Dennis Endras rettete in höchster Not.
Die Eisbären nahmen eine hochverdiente 2:0-Pausenführung mit in die erste Drittelpause. Mannheim wirkte vom Auftritt der Berliner überrascht. Mannheims Verteidiger Thomas Larkin mit seiner Analyse zu den ersten 20 Minuten:

Wir sind nicht gut genug. Wir müssen besser Schlittschuh laufen. Wir haben nicht unser Spiel gespielt und müssen unser Tempo finden.

Zu Beginn des Mitteldrittels musste man mit einem anderen Auftritt der Kurpfälzer rechnen. In der Kabine dürfte die Ansprache von Coach Pavel Gross deutlich gewesen sein. Und so kamen die Hausherren sehr engagiert und schwungvoll aus der Kabine. Mannheim war nun besser drin im Spiel, machten viel Druck, noch aber taten sie sich schwer, die kompakte Defensive der Berliner zu knacken. Jason Bast hatte dann mal eine richtig gute Chance, aber Mathias Niederberger war zur Stelle.
Fünf Minuten waren gespielt, als Zach Boychuk wegen Haltens die erste Strafzeit für die Eisbären kassierte. Nun also die große Chance für Mannheim zum Anschlusstreffer. Das Problem nur: Die Adler haben das zweitschlechteste Powerplay der Liga. Und das Penaltykilling der Hauptstädter ist in dieser Saison bekannt für seine unheimliche Stärke. Und mehr als ein Onetimer von Matthias Plachta kam so auch nicht dabei heraus.
Mannheim war aber in diesem Drittel deutlich besser drin im Spiel. Sie spielten wesentlich druckvoller, setzten die Eisbären mit ihrem aggressiven Forechecking früh unter Druck. Die Zweikämpfe wurden härter, die Nickligkeiten nahmen zu. Berlin ließ sich provozieren und so musste Simon Després wegen übertriebener Härte auf die Strafbank. Mannheim nun also erneut in Überzahl. Doch mehr als zwei Schüsse ließen die Eisbären nicht zu. Und die Schüsse waren für Mathias Niederberger kein Problem, die parierte er sicher.
Auch fortan Mannheim weiter im Vorwärtsgang. Sie kamen zu Abschlüssen, doch immer wieder war Niederberger zur Stelle. So eine richtig hundertprozentige Chance hatten die Hausherren aber nicht. Was aber auch an der starken Defensivarbeit der Eisbären lag, welche die gefährlichen Räume vor dem Tor zu machten.
Gegen Ende des Mitteldrittels kassierte David Wolf die erste Strafzeit gegen die Adler in diesem Drittel wegen eines unkorrekten Körperangriffes. Aber auch im dritten Unterzahlspiel die Mannheimer mit einem starken Penaltykilling.
Was in Überzahl heute nicht klappen wollte, funktioniert dafür bei Fünf-gegen-Fünf. Giovanni Fiore mit dem Schuss aus der Drehung, Dennis Endras konnte die Scheibe nicht kontrollieren und Parker Tuomie staubte ab – 3:0 (39.).
Zum Ende hin dann nochmal eine Strafzeit gegen die Eisbären. Mark Olver musste für zwei Minuten in die Kühlbox, Mannheim also in der letzten Spielminute nochmal in Überzahl. Aber es blieb dabei, dass in Sachen Special Teams das Penaltykilling bisher am Besten funktionierte.
So nahmen die Eisbären trotz eines besseren Auftritts der Adler eine souveräne 3:0-Führung mit in die zweite Drittelpause.
Fabian Dietz mit seinem Fazit nach 40 Minuten und einen Ausblick auf das letzte Drittel:

Wir machen alles richtig. Die Kleinigkeiten zählen heute und da sind wir größtenteils dabei, die gut umzusetzen. Ich glaube, das ist heute ausschlaggebend. Wir haben 40 Minuten gut gespielt. Jetzt schauen wir, dass die letzten 20 Minuten auch noch gut laufen und wir das Ding mit nach Hause nehmen.

48 Sekunden hatte Mannheim zu Beginn des letzten Drittels noch Überzahl, wo Matthias Plachta zwei gute Chancen hatte, sie aber nicht nutzen konnte.
Doch die nächste Chance für ein Powerplay folgte zugleich. Kapitän Frank Hördler kassierte in der 44. Spielminute wegen eines Stockschlags die nächste Berliner Strafzeit. Die Disziplin ließ doch arg zu wünschen übrig. Aber bisher ging es ja zum Glück noch gut. Pavel Gross nahm vor dem Überzahlspiel eine Auszeit, um seine Jungs darauf einzuschwören. Er hatte das Spiel noch nicht abgeschenkt. Und Dennis Endras ging 30 Sekunden später auch noch vom Eis. Pavel Gross also mit dem „Don-Jackson-Move“, der gerne mal seinen Goalie einige Minuten vor dem Spielende vom Eis nimmt. Vielleicht war es aber auch eine Übung für die Playoffs von Pavel Gross, für ein entscheidendes Spiel in einer sehr kurzen Serie. Am Ende ging es jedoch schief, denn Matt White versenkte die Scheibe im verwaisten Mannheimer Tor – 4:0 in Unterzahl (45.).
Damit war das Spiel natürlich entschieden, aber die restliche Spielzeit wurde dann dafür genutzt, um in Sachen Härte ein Zeichen Richtung Playoffs zu setzen. Da waren dann schon einige harte Checks dabei, die beide Teams zu Ende fuhren. Da wollte man dem Gegner deutlich machen, was ihn in den Playoffs erwartet, wenn man erneut aufeinander treffen könnte.
Die Special Teams waren trotzdem noch im Dienst. Sinan Akdag mit der nächsten Strafzeit für die Adler, Powerplay für die Eisbären also. Was aber natürlich ohne Torerfolg blieb.
Mannheim dann auch nochmal mit einem Powerplay nach einer Strafe gegen Kai Wissmann. Und jetzt zappelte die Scheibe im Tor. Matthias Plachta mit dem Ehrentreffer für die Adler – 4:1 (57.).
Damit war die Partie hier durch und die Eisbären nahmen einen überraschend deutlichen Auswärtssieg beim Erzrivalen mit.

Ein Sieg aber, der hochverdient war. Denn man lieferte über 60 Minuten ein Top-Spiel ab und hielt das beste Team der Liga fast über die komplette Spielzeit vom Tor fern. Die Schüsse, die auf das Tor von Mathias Niederberger kamen, waren keine großen Torchancen. Das Gegentor kurz vor Schluss ist sicherlich ärgerlich, war aber zu dem Zeitpunkt egal. Viel mehr überzeugten die Berliner heute mit ihrer kämpferischen Leistung. Man spielte als Team zusammen, jeder half dem anderen und vor dem Tor erwies man sich – im Gegensatz zu gestern – als eiskalt. Vier Tore in Mannheim hat in dieser Saison noch kein Team geschossen.
Die Eisbären überzeugten mit einer starken Defensivarbeit, machten die Räume vor dem Tor zu und zwangen Mannheim so zu Schüssen von außen. Nach vorne schaltete man immer blitzschnell um und nutzte die sich bietenden Chancen effektiv aus. Das Penaltykilling erwischte einen starken Tag, auch wenn es am Ende doch noch einen Gegentreffer gab. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits entschieden. Wenn man heute überhaupt etwas kritisieren möchte, dann das Powerplay, was heute überhaupt nicht gefährlich war. Weil aber auch das Penaltykilling der Mannheimer sehr stark war.
Auch die Reihenumstellungen und die kurze Pause vor dem Spiel schwächte die Hauptstädter überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, sie zeigten eine sehr starke Leistung und gaben ein Statement in Richtung Playoffs ab, wenn gleich Matt White von einem Statement nichts wissen wollte:

Es ist wirklich ein sehr gutes Auswärtsspiel gewesen, das war ganz nahe dran am perfekten Auswärtsspiel. Vor allen Dingen hat uns geholfen, dass wir früh gut ins Spiel gekommen sind mit den beiden Toren. Auch vom Schlittschuhlaufen her war das heute eine sehr gute Leistung und das hat durchaus einen Unterschied gemacht. Aber ein Statement war es nicht so kurz vor den Playoffs. Ich erwarte auch in den Playoffs solche Spiele mit viel Körper, mit viel Intensität.

2:4 in Schwenningen: Kein Sieg im 900. DEL-Spiel von Eisbären-Kapitän Frank Hördler

Alles war angerichtet: Eisbären-Kapitän Frank Hördler absolvierte im Schwarzwald sein 900. DEL-Spiel, welches er natürlich gewinnen wollte. Doch daraus wurde nichts. Am Ende verloren die Eisbären Berlin bei den Schwenninger Wild Wings mit 2:4 (0:1,1:2,1:1) und kassierten damit die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen. So knapp vor den Playoffs kommen die Eisbären also ins Straucheln, wenn gleich man nicht schlecht gespielt hat. Nur schlief man im Mitteldrittel für fünf Minuten, was Schwenningen eiskalt ausnutzte. Und zudem stockt der Offensiv-Motor ordentlich, denn zwei Tore bei 57 Torschüssen sind dann doch eindeutig zu wenig.

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin nahm einige Änderungen am Line-up vor. Einzig die Noebels-Reihe blieb zusammen. Zach Boychuk und Matt White bekamen mit Giovanni Fiore einen neuen Außenstürmer in die Reihe. Kris Foucault rotierte aus der Reihe heraus und spielte an der Seite von Parker Tuomie und Rückkehrer Sebastian Streu. Tuomie bekam somit zwei neue Sturmpartner, denn am Mittwoch spielte er noch mit Giovanni Fiore und Mark Olver zusammen. Fiore wurde bereits angesprochen, Olver rückte zwischen Nino Kinder und Fabian Dietz in die vierte Reihe, wo am Mittwoch noch Eric Mik spielte. Der war heute siebter Verteidiger. Im Tor stand erneut Tobias Ancicka, auf der Bank nahm aber nicht Mathias Niederberger Platz. Der wurde geschont, daher war Rihards Babulis Back-up-Goalie.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Berlin wollte Platz Eins weiter festigen, Schwenningen hingegen benötige jeden Punkt im Kampf um einen Playoff-Platz. Somit musste die Eisbären mit einem hochmotivierten Gegner rechnen.
Und früh im Spiel kassierten die Berliner durch Lukas Reichel wegen eines Stockschlags die erste Strafzeit. Da war gerade einmal eine Minute gespielt. Schwenningen, das im Süden noch das zweitbeste Powerplay hatte, tat sich in der Verzahnungsrunde jedoch schwer. Da war man in Überzahl das zweitschlechteste Team. Und das sollte sich auch bestätigen, denn außer zwei Schüssen bekamen die Wild Wings nicht viel zu Stande. Dafür hatte Leo Pföderl in Unterzahl die beste Chance, doch er traf nur den Pfosten.
Danach die Hausherren aber sehr engagiert und druckvoll. Einmal musste Tobias Ancicka in höchster Not retten. Aber auch die Eisbären waren im Vorwärtsgang, doch beide Defensivreihen machten die Räume vor dem Tor eng. So kam es zwar zu Abschlüssen, eine hochkarätige Chance war jedoch nicht dabei. Beide Teams störten sich auch immer wieder früh im Spielaufbau. Man merkte es den Teams an, dass sie hier bereit waren und den Sieg für sich holen wollten.
Die Eisbären waren dann das Team, welches sich immer mehr Chancen heraus arbeitete, aber Joacim Eriksson bewies einmal mehr, warum er zu den besten Goalies der DEL gehört. Doch es wurde immer brenzliger vor dem Tor der Schwarzwälder. Nach vorne ging von Schwenningen in dieser Phase gar nichts mehr. Zu stark war der Druck der Berliner.
Doch wie es im Eishockey nun mal so ist: Nutzt du deine Chancen vorne nicht, kassierst du hinten einen. Troy Bourke blieb vor dem Tor hängen, die Scheibe lag frei und Andreas Thuresson hämmerte sie ins lange Eck – 0:1 (18.). Der Torschütze verletzte sich dabei jedoch und ging sofort in die Kabine.
So nahmen die Hausherren hier eine durchaus glückliche Führung mit in die Kabine. Aber am Ende zählt eben nicht die Statistik sondern das, was auf der Anzeigetafel steht.

Zu Beginn des Mitteldrittels kehrte Andreas Thuresson zurück auf das Eis. Und nur 19 Sekunden nach Wiederbeginn kassierte Ex-Eisbär Darin Olver zwei Strafminuten wegen eines Cross-Checks. Jetzt war Vorsicht für Schwenningen angesagt, denn die Hauptstädter stellen das beste Powerplay der PENNY DEL. Und dort machten es die Wild Wings den Eisbären sehr schwer. Erst gegen Ende des Überzahlspiels schlugen die Eisbären zu. Zunächst vergab Giovanni Fiore noch, doch dann kam die Scheibe über Marcel Noebels und Leo Pföderl zu Jonas Müller, welcher sich Goalie Joacim Eriksson ausguckte und den Puck ins Tor schlenzte. Da die Scheibe so schnell wieder aus dem Tor heraus kam, musste der Videobeweis die Entscheidung bringen. Und dort war klar zu sehen, dass es ein reguläres Tor war – 1:1 (23.). Bereits das siebte Saisontor von Jonas Müller. Wahnsinn!
Dann durften die Gastgeber mal in Überzahl ran, denn Ryan McKiernan musste wegen eines Stockschlags in die Kühlbox. Und auch in diesem Unterzahlspiel hatten die Berliner durch Giovanni Fiore eine gute Chance. Schwenningen hatte seine Chancen, aber Tobias Ancicka mit sehr guten Saves. Starkes Spiel von Tobi!
Dann mal ein Drei-auf-Eins-Konter der Berliner. Sebastian Streu hätte schießen können wenn nicht sogar müssen, entschied sich aber für den Pass auf Matt White, welcher abzog, aber diese Chance nicht nutzen konnte. Es wäre mehr drin gewesen, hätte Streu doch noch selbst abgezogen. Das Selbstvertrauen darf er ruhig haben, denn er spielt eine starke Saison.
Anschließend ein hart umkämpftes Spiel. Beide schenkten sich wenig Platz auf dem Eis. Schwenningen dann mal mit einem guten Angriff und dem guten Auge für den frei stehenden Christopher Fischer, welcher die Scheibe bekam und per Onetimer im Berliner Tor versenken konnte – 1:2 (31.).
Die Hausherren mussten dann aber wieder in Unterzahl ran. Tyler Spink musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Und nur 22 Sekunden später musste der Torschütze zum 2:1 nach einem Kniecheck gegen Leo Pföderl auch auf die Strafbank. Pföderl musste verletzt in die Kabine. Und seine Teamkollegen hatten die dicke Chance zum Ausgleich mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber die Gäste von der Spree hatten Probleme bei der Scheibenannahme und konnten so für keinerlei Gefahr vor dem Tor von Joacim Eriksson sorgen.
Doch die Hausherren hatten nun eine Disziplin-Problem, denn kaum waren die Wild Wings wieder komplett, musste mit Emil Kristensen der nächste Schwenninger in die Kühlbox. Erneutes Powerplay also für die Eisbären. Und dort Ryan McKiernan mit einem unnötigen Fehlpass in den Lauf von Troy Bourke, der den richtigen Riecher hatte und frei vor Tobias Ancicka auftauchte. Bourke ließ sich diese Chance nicht entgehen und nahm die Einladung dankend an – 1:3 (35.).
Die Gastgeber erwiesen sich als eiskalt vor dem Tor. Wenn ihnen sich eine dicke Chance bietet, dann nutzen sie diese auch. Und die Eisbären spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende. Da fehlte die nötige Konzentration, um den Angriff bis zum Ende durchzuziehen. Ob man da mit dem Kopf evtl. schon in Mannheim war? Was natürlich Schwenningen gegenüber nicht fair wäre, denn man sollte jeden Gegner in dieser Liga Ernst nehmen und mit dem nötigen Respekt gegenübertreten. Schwenningen schlägt man nun mal nicht eben im Vorbeigehen.
Dieses Spiel war hier noch nicht verloren, 20 Minuten hatte man noch Zeit. Aber dafür musste man an der Einstellung etwas ändern, denn die war nicht wirklich dem Spiel entsprechend. Und vielleicht sollte man auch mal die Einladungen der Wild Wings annehmen, die gut 30 Sekunden vor der zweiten Pause erneut eine Strafzeit durch David Cerny kassierten. Vom besten Powerplay der Liga war hier aber bisher nichts zu sehen. Doch dieses Überzahlspiel war noch nicht vorbei, zu Beginn des letzten Drittels sollte dieses Powerplay fortgesetzt werden.
Zunächst aber einmal Mark Olver mit seinem Fazit nach 40 Minuten:

Es läuft alles noch nicht so richtig gut für uns. Wir waren gut drin im Spiel, bis Schwenningen die zwei Tore gemacht hat.

Zu Beginn des letzten Drittels also noch 90 Sekunden Powerplay, aber die Konzentration war weiterhin nicht da. Man brauchte fast eine Minute, um mal in die Formation zu kommen. Da blieb dann kaum noch Zeit, sich eine gute Chance zu erspielen. So überstanden die Hausherren diese Unterzahl ohne große Probleme.
Die Eisbären danach zwar immer wieder mit Abschlüssen, doch vor große Probleme stellte man Joacim Eriksson mit diesen Schüssen nicht. Schwenningen hingegen lauerte auf weitere Fehler der Eisbären, um dann zu kontern.
Als sich die Eisbären kurz vor dem Powerbreak mal im Schwenninger Drittel festsetzen konnten, kam Matt White auf der rechten Seite an die Scheibe, guckte sich vor dem Tor Eriksson aus und schlenzte die Scheibe ins lange Eck – 2:3 (49.).
Nun waren die Eisbären also nur noch ein Tor weg und sie investierten jetzt richtig viel in dieses Spiel, während von Schwenningen nichts mehr nach vorne kam. Der Druck der Berliner nahm zu, doch noch stand „die Wand“ Joacim Eriksson im Schwenninger Tor sicher und ließ keine Scheibe durch. Der Auftritt der Hauptstädter war aber nun deutlich besser als noch im zweiten Drittel. Die Chancen waren da, die Angriffe wurden stark zu Ende gespielt.
Gut sechs Minuten vor dem Ende der Partie nahm Serge Aubin bereits seine Auszeit. Der Berliner Chefcoach gab dieses Spiel also noch lange nicht verloren und schwor seine Jungs auf die Schlussphase ein.
Dann nahmen sich die Eisbären in Person von Mark Olver selbst den Schwung durch eine unnötige Strafzeit in der 55. Spielminute. Für die Hausherren mal Zeit zum Durchatmen, für die Eisbären wertvolle Zeit, die ihnen bei der Aufholjagd verloren ging. Doch die Unterzahl überstanden die Berliner schadlos. Gut vier Minuten blieben ihnen nun noch, um den Ausgleich im Schwarzwald zu erzielen.
90 Sekunden vor dem Ende nahm Aubin Goalie Tobias Ancicka vom Eis, doch seine Jungs vertändelten durch Marcel Noebels die Scheibe im Angriffsdrittel, Travis Turnbull kam an die Scheibe und versenkte sie im verwaisten Berliner Tor zur Entscheidung – 2:4 (59.).
Damit war die Partie entschieden und der Wiederstand der Berliner gebrochen. Eine unnötige Niederlage im Schwarzwald.

Weil man im Mitteldrittel den Fuß vom Gas genommen hat und die nötige Konzentration vermissen ließ. In dieser Phase leistete man sich zu viele Fehler, was Schwenningen eiskalt ausnutzte. Hinzu kommt noch die mangelnde Chancenverwertung im ersten und letzten Drittel. Insgesamt 57 Torschüsse gaben die Eisbären am Ende ab, da sind zwei Tore natürlich eindeutig zu wenig.
In dieser Liga musst du nun mal volle 60 Minuten deine Leistung abrufen, machst du das nicht, verlierst du die Spiele. Morgen Nachmittag gibt es die sofortige Chance zur Wiedergutmachung, wenn man auf die Adler Mannheim trifft. Alles andere als einfach, sind die Kurpfälzer doch in dieser Saison das beste Team der PENNY DEL. Da muss man über die gesamte Spielzeit hellwach und konzentriert sein, zudem sich keine Fehler erlauben. Denn die Adler nutzen so etwas konsequent aus.

Jubilar Frank Hördler war trotz allem nicht unzufrieden, außer mit den fünf Minuten im Mitteldrittel:

Es lag an den fünf Minuten im zweiten Drittel. Da haben wir ein bisschen vom Gas abgelassen und dafür wurden wir knallhart bestraft. Ansonsten denke ich, war der Rest ein super Spiel von beiden Mannschaften.

Was genau Leo Pföderl sich zugezogen hat, stand nach Spielende nicht fest. Christopher Fischer, welcher für die Verletzung letztendlich verantwortlich war, hat sich nach dem Spiel im Interview noch bei Leo Pföderl entschuldigt und gesagt, dass es definitiv keine Absicht war und er hofft, dass Leo bald wieder spielen kann. Großartige Geste von Christopher Fischer!

Tobias Ancicka: „Ich muss einfach weiter hart arbeiten und jede Chance nutzen“

Tobias Ancicka hat in der diesjährigen PENNY-DEL-Saison sein Debüt für die Eisbären Berlin gegeben. Gleich in seinem ersten DEL-Spiel in Wolfsburg am 22.12.2020 feierte der 20-jährige Youngster seinen ersten Shutout. In 65 Minuten konnten die Niedersachsen den Eisbären-Goalie nicht überwinden. Das gelang ihnen erst im Penalytschießen.
Seitdem kommt Tobias Ancicka auf zehn DEL-Spiele, in denen er eine sensationelle Fangquote von 93,04 Prozent sowie eine sehr starken Gegentorschnitt von 1,89 pro Spiel aufweist. Mit diesen Werten kann Ancicka natürlich sehr zufrieden sein. Wie er aber selbst sagt, wäre seine bisherige Leistung ohne die Hilfe seiner Vorderleute nicht möglich gewesen:

Ich muss natürlich auch ganz klar sagen, dass wir ein Team haben, das jedes Spiel defensiv hart arbeitet und die mir dabei helfen, jedes Spiel einen guten Job zu machen. Ohne die würde es nicht so gut aussehen.

Von den bisher zehn Spielen in dieser Saison begann Ancicka sieben Mal als Start-Goalie und wurde in den restlichen drei Partien für Mathias Niederberger eingewechselt. Bei seinen sieben Starts blieb er einmal ohne Gegentor, kassierte je zweimal ein und zwei Gegentore, einmal drei Gegentore und einmal sechs Gegentore. Bei seinen drei Einwechslungen waren es zweimal ein Gegentor und einmal zwei Gegentore.
Das alles sind Zahlen, die sich in seiner Debüt-Saison mehr als sehen lassen können. Und in allen Einsätzen hat Tobias Ancicka sein Können angedeutet und bewiesen, dass er in Zukunft ein sehr guter Goalie werden kann. Doch wo sieht er selbst noch Verbesserungspotential?

Ich muss einfach jedes Spiel weiter nutzen, so wie ich das bis jetzt gemacht habe. Natürlich kann ich immer irgendwo an Kleinigkeiten arbeiten. Ich habe hier mit Sebastian Elwing einen Torwarttrainer, der sehr, sehr gut ist und der mir in jedem Training Tipps gibt und weiter hilft. Ich muss einfach weiterhin hart arbeiten und jede Chance nutzen.

In Berlin bildet der 20-jährige Goalie ein Torhüter-Duo mit Mathias Niederberger. Der ehemalige Düsseldorfer Schlussmann gehört zu den besten Torhütern der DEL. Im Vergleich zu Niederberger weist Ancicka die bessere Fangquote und den besseren Gegentorschnitt auf. In 26 Spielen wehrte Niederberger 92,22 Prozent aller Schüsse ab und weist einen Gegentorschnitt von 2,14 auf. Was natürlich auch noch sehr gute Werte sind. Bei den Shutouts liegt Mathias Niederberger mit fünf deutlich vorne.
Wie versteht sich Ancicka aber mit seinem Goalie-Kollegen?

Ja na klar, er gibt mir viele Tipps, er hilft mir da unglaublich, auch im Training gibt er mir Tipps. Es ist natürlich gut für mich, dass ich da so einen guten Torhüter vor mir habe, wo ich auch viel abgucken kann.

Morgen Nachmittag wird Tobias Ancicka zu seinem elften Einsatz in dieser Saison kommen. Beim Duell im Schwarzwald gegen die Schwenninger Wild Wings bekommt er seinen achten DEL-Start. Auf der Bank wird dann aber nicht Mathias Niederberger als Back-up sitzen. Den Platz wird der Youngster Rihards Babulis einnehmen, da Niederberger für das Duell am Sonntag in Mannheim geschont werden soll. Aber mit Tobias Ancicka hat man einen gleichwertigen Ersatz im Tor stehen. Und am Mittwoch stand der 20-jährige auch schon im Tor gegen Schwenningen, ließ nur zwei Tore zu und zeigte jede Menge überragende Paraden. Das darf er morgen gerne wiederholen.

6:2 gegen Schwenningen: Die Eisbären zeigen die erhoffte Reaktion, aber überzeugen dennoch nicht über die volle Spielzeit

Ausgabe #15:

Die Wiedergutmachung nach der 0:5-Schmach gegen München ist geglückt: 24 Stunden nach der Klatsche gegen Red Bull München gewannen die Eisbären Berlin ihr Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings klar mit 6:2 (2:2,2:0,2:0) und zeigten damit die erhoffte Reaktion. Man machte in den entscheidenden Momenten die Tore und konnte sich hinten bei Tobias Ancicka bedanken, dass man am Ende vom Ergebnis her ohne große Mühe gewann. Denn das Ergebnis spiegelte nicht unbedingt den Spielverlauf wider. Denn die Gäste aus dem Schwarzwald zeigten über 40 Minuten eine ansprechende Leistung und hatten gute Chancen. 

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin änderte an den Sturmreihen nur zwei Spieler. Giovanni Fiore rückte in die Reihe von Matt White und Zach Boychuk. Er nahm den Platz von Kris Foucault ein, welcher dafür an der Seite von Mark Olver und Parker Tuomie stürmte. Dort spielte gestern noch Fiore. Und in der vierten Reihe gab es einen erwarteten Wechsel, da Haakon Hänelt zur Nationalmannschaft düste. Eric Mik nahm seinen Platz neben Nino Kinder und Fabian Dietz ein. Und auch im Tor gab es einen wohl zu erwartenden Wechsel angesichts des straffen Spielplans. Tobias Anicka, welcher bereits im letzten Drittel gegen München das Tor hütete, stand heute von Beginn an zwischen den Pfosten.

Guter Beginn, dann aber nachgelassen

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Für die Eisbären gab es nach dem gestrigen Spiel nur ein Ziel: Sie wollten das heutige Spiel gewinnen, egal wie. Man wollte eine Reaktion gegen Schwenningen folgen lassen. Dass das nicht einfach werden würde, hatte man jedoch bereits beim Magenta-Sport-Cup gesehen, als man in beiden Spielen deftige Niederlagen einstecken musste.
Doch davon war zu Beginn noch nicht viel zu sehen. Eher war es ein verhaltener Beginn von beiden Seiten.
Nach fünf Spielminuten setzten sich die Hausherren aber mal fest im Angriffsdrittel. Lukas Reichel spielte die Scheibe von hinter dem Tor hoch in den Slot zu Marcel Noebels, welcher direkt abzog. Die Scheibe kam aber so schnell wieder aus dem Tor heraus, dass die beiden Hauptschiedsrichter Aleksander Polaczek und Marian Rohatsch sicherheitshalber noch einmal zum Videobeweis fuhren, dort aber nur ihre Meinung bestätigt sahen – 1:0. Die Top-Reihe der Berliner hatte also mal wieder produziert, denn neben Noebels und Reichel war auch Leo Pföderl an diesem Tor beteiligt.
Und die Hauptstädter legten gleich nach. Nur zwei Minuten später ertönte der Tor-Jingle erneut in der Arena am Ostbahnhof. Und es war eine Kopie des 1:0. Diesmal mit umgekehrter Rollenverteilung. Marcel Noebels mit dem Pass von hinter dem Tor hoch in den Slot, wo diesmal Lukas Reichel per Onetimer einnetzte – 2:0 (7.). Der zweite Assist ging erneut an Leo Pföderl, die Top-Reihe hatte sich also sichtlich viel vorgenommen, nachdem es ja bisher in den Nord-Süd-Vergleichen nicht wirklich rund lief für sie.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Aber dann kam die Antwort der Schwäne. Tylor Spink zog mit viel Speed von links vor das Tor, wo er Tobias Ancicka umkurvte und zum Anschlusstreffer einnetzte – 2:1 (10.). Die Mannschaft von Chefcoach Niklas Sundblad gab also sofort ein Lebenszeichen ab und deutete an, dass das Spiel noch lange nicht entschieden war.
Fortan war viel Intensität drin, es ging rauf und runter, beide Teams suchten immer wieder den Torabschluss. Es war ein munteres Spiel, welches man sich gut anschauen konnte. Und Schwenningen belohnte sich für seinen guten Aufwand. Denn sie kamen hier nach einem 0:2-Rückstand tatsächlich zurück. Daniel Pfaffengut war auf Zuspiel von Maximilian Hadraschek per Onetimer erfolgreich. Sein Schuss ging in der kurzen Ecke rein – 2:2 (15.).
Die Gäste aus dem Schwarzwald wirkten in dieser Phase spritziger, immer einen Schritt schneller als die Eisbären und zudem scheibensicherer. Als John Ramage auf die Strafbank wanderte, hatte Schwenningen zudem sein erstes Powerplay der Partie. Was jedoch nur 35 Sekunden dauern sollte, denn dann folgte ihm Colby Robak wegen eines hohen Stocks in die Kühlbox. Somit ging es mit Vier-gegen-Vier und einem anschließenden kurzen Berliner Überzahlspiel weiter. Doch beide Situationen brachten keinerlei Torgefahr und so stand es nach dem ersten Drittel 2:2-Unentschieden.

Erneut zwei Tore der Eisbären und ein sehr starker Tobias Ancicka

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Auch zu Beginn des zweiten Drittels war wieder viel Intensität drin. Das Spiel war hart umkämpft. Es ging weiter hin und her mit Abschlüssen auf beiden Seiten. Eine richtig torgefährliche Chance war aber noch nicht mit dabei gewesen.
Doch dann kamen die Eisbären wie aus dem Nichts zur erneuten Führung. Parker Tuomie bezwang Patrik Cerveny, nachdem dieser zuvor noch gegen Kris Foucault parieren konnte. Foucault setzte nach, fuhr rum ums Tor, spielte den Pass an den kurzen Pfosten auf Tuomie, welcher Cerveny keine Chance ließ – 3:2 (26.). Der Schwenninger Goalie hatte sich bei seinem Abwehrversuch wohl weh getan, jedenfalls musste er auf dem Eis kurz behandelt werden.
Und er hatte sich wohl nicht nur weh getan, denn nur 41 Sekunden später schlug die Scheibe erneut hinter dem Wild-Wings-Goalie ein. Jonas Müller hatte abgezogen und auf 4:2 erhöht (26.). Cerveny verließ danach das Eis und humpelte anschließend in die Kabine. Gute Besserung an dieser Stelle. Für ihn kam Luis Benzing ins Tor.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Trotz des Doppelschlags gaben die Gäste hier nicht auf. Sie spielten weiter munter nach vorne und konnten die Eisbären auch mal im eigenen Drittel festsetzen und sie dabei ganz schön unter Druck setzen. Einzig das Glück im Torabschluss fehlte der Mannschaft aus dem Schwarzwald. Aber der Einsatz stimmte und sie hatten dann auch die Chance, in Überzahl zu verkürzen. Doch daraus wurde nichts, denn das Penaltykilling der Eisbären ließ nichts zu.
Fortan ging es weiter hin und her. Die Eisbären suchten nach der vermeintliche Vorentscheidung, während Schwenningen hier nochmal einen Fuß in die Tür bekommen wollte. Und den Schwänen bot sich in der Schlussphase nochmal die Chance dazu, als Lukas

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Reichel für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Schwenningen also nochmal in Überzahl. Und die Gäste spielten ein starkes Powerplay, nahmen Tobias Ancicka unter Beschuss, doch der junge Berliner Schlussmann mit einem guten Stellungsspiel. Er parierte sämtliche Versuche der Wild Wings in Überzahl. Ganz stark, Tobi!
Dank der Paraden nahmen die Hausherren hier eine 4:2-Führung mit in die zweite Drittelpause. Ein Drittel geprägt von Verletzungen. Neben Cerveny erwischte es bei Schwenningen auch noch Maximilian Hadraschek. Am Schlimmsten jedoch traf es Schiedsrichter Aleksander Polaczek, welcher sich eine Ellbogenverletzung zu gezogen hatte und noch während des Spiels ins Krankenhaus gefahren wurde. Gute Besserung an dieser Stelle an alle Drei!

Die Eisbären lassen nichts mehr anbrennen

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Das letzte Drittel bot zunächst viel Kampf, aber wenig Torraumszenen. Einzig ein Pfostenschuss von Dylan Yeo und eine gute Chance von Leo Pföderl konnte man in den ersten gut zehn Minuten notieren. Ansonsten waren beide Mannschaften zwar bemüht, jedoch ohne die nötige Durchschlagskraft in der Offensive.
Dann aber mal die Eisbären, welche sich im Angriffsdrittel festsetzen konnten und gut Druck aufbauten. An deren Ende war es Zach Boychuk, welcher die Scheibe nach einem Gewühl vor Benzing aus der Luft volley nahm – 5:2 (49.).
Damit dürfte die Berliner Nummer 89 für die endgültige Vorentscheidung gesorgt haben, wenn gleich man Schwenningen nie abschreiben sollte. Das hat das Spiel in den ersten knapp 50 Minuten bereits bewiesen. Aber der Weg für die Schwäne wurde nun natürlich weit, um wieder zurück ins Spiel zu finden. Das Problem für Schwenningen war aber auch, dass die Eisbären trotz der Drei-Tore-Führung nicht aufhörten, nach vorne zu spielen. Immer mal wieder tauchten sie vor Luis Benzing auf, doch der junge SERC-Schlussmann machte einen guten Job hinten im Tor.
In der Defensive ließen die Eisbären nicht viel zu, eine richtige Schlussoffensive der Schwarzwälder war hier aber auch nicht zu sehen. Weil sie mit zunehmender Spieldauer auch einsehen mussten, dass das hier nichts mehr werden würde.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Nachdem sich die beiden ehemaligen Team-Kameraden Frank Hördler und Alexander Weiß von ihrem „Oster-Wochenende“ erzählten und dafür für zwei Minuten auf die Strafbank musste, nahm Niklas Sundblad doch noch seine Auszeit. Vielleicht wollte er das Spiel hier doch noch nicht abschenken. Was aber bei drei Toren Rückstand doch sehr ambitioniert war. Aber er riskierte alles und nahm seinen Goalie raus und so konnte Schwenningen ein Fünf-gegen-Vier-Überzahl spielen. Mit dem Letzten Mute der Verzweiflung versuchte es Niklas Sundbald also. Doch das brachte ihm nur den sechsten Gegentreffer ein. Matt White machte das halbe Dutzend voll und schoss die Scheibe ins verwaiste Schwenninger Tor – 6:2 (57.).
Die Gäste in den letzten drei Minuten dann noch mit einem weiteren Powerplay, aber das sollte natürlich am Spielausgang nichts mehr ändern. Die Eisbären brachten das 6:2 souverän zu Ende und zeigten damit die erhoffte Reaktion nach dem 0:5 gegen München gestern Abend.

Dennoch war es kein komplett überzeugender Auftritt der Hausherren. Zwar fing man stark an und führte auch früh mit 2:0, doch dann kam man unerklärlicherweise von seinem Spielplan ab und Schwenningen wurde immer stärker. Der Lohn der guten Leistung der Schwenninger war der Ausgleich noch im ersten Drittel. Im zweiten Drittel sorgten die Eisbären per Doppelschlag innerhalb von nur 41 Sekunden für die Vorentscheidung in dieser Partie. Dennoch gab die Mannschaft von Niklas Sundblad nicht auf und erspielte sich im Mitteldrittel, vor allem in der Schlussphase in Überzahl, einige gute Möglichkeiten, welche jedoch der sehr stark haltende Tobias Ancicka zu Nichte machte. Erst im letzten Drittel spielte man das Spiel dann souverän zu Ende und baute das Ergebnis sogar noch aus. Schwenningen versuchte es zwar nochmal, aber letztendlich waren sie im Schlussdrittel nicht mehr wirklich gefährlich.
So fahren die Hauptstädter einen sehr wichtigen Sieg für das Selbstvertrauen ein, dennoch muss man an der Konzentration über 60 Minuten arbeiten. Man hat Schwenningen zwischendurch zu viel Platz gelassen und ihnen so die Chancen ermöglicht. Gegen Mannheim, die beste Mannschaft der diesjährigen PENNY-DEL-Saison, muss man sich enorm strecken, will man den Liga-Primus in die Knie zwingen. Kleiner Tipp: Vorher auf großspurige Ansagen in Richtung Kurpfalz verzichten…

0:5! Die Eisbären waren am Ende chancenlos gegen München

Ausgabe #14:

Der EHC Red Bull München ist mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Nummern zu groß für die Eisbären Berlin. Auch das zweite Duell verloren die Hauptstädter, diesmal mit 0:5 (0:2,0:2,0:1). Die Berliner waren am Ende chancenlos gegen eine starke Münchner Mannschaft, die nur so vor Spielfreude sprühte. Mit so einer Leistung zählt man aktuell nicht mehr zu den Titel-Kandidaten. 

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin konnte heute wieder auf Zach Boychuk zurückgreifen, welcher direkt in seiner alten Sturmreihe zwischen Matt White und Kris Foucault stürmte. Giovanni Fiore rotierte daher aus dieser Reihe heraus und bildete stattdessen eine Formation mit Parker Tuomie und Mark Olver. Aus dieser Reihe ging somit Eric Mik raus und stand als siebter Verteidiger im Kader. Das Tor hütete wie auch beim „Hinspiel“ in München Mathias Niederberger.

Ein komplett verschlafenes erstes Drittel

Verteidiger Simon Després hatte München direkt nach dem Spiel am Oberwiesenfeld eine Kampfansage für das heutige „Rückspiel“ gemacht. Selbige gab man auch schon vor dem „Hinspiel“ in München ab. Der Ausgang ist allen bekannt. Also war heute die Frage, ob den Worten auch Taten folgten?
Auf jeden Fall kamen die Hausherren wild entschlossen aus der Kabine und gaben bereits in der ersten Spielminute die ersten drei Warnschüsse auf das Tor von Kevin Reich ab. Zweimal waren die Schüsse sichere Beute vom Münchner Goalie, einmal ging die Scheibe über das Tor. Aber es war den Eisbären durchaus anzumerken, dass sie hier auf Wiedergutmachung aus waren, nachdem man das Spiel in München mit 1:4 verloren hatte.

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Aber die erste dicke Chance gehörte den Gästen vom Oberwiesenfeld. Chris Bourque mit dem Versuch von der rechten Seite und dem Pfostentreffer. Glück für die Berliner also. Auch die zweite dicke Chance hatten die Gäste, als Yasin Ehliz überraschend im Slot aus der Drehung zum Abschluss kam. Mathias Niederberger konnte die Scheibe gerade so noch abwehren. Solche Unaufmerksamkeiten dürfen sich die Eisbären gegen München nicht allzu oft erlauben.
München fortan die bessere, weil zielstrebigere Mannschaft. Bei München sah das spielend leicht aus, wie sie sich vor das Berliner Tor kombinierten, während die Eisbären im Spielaufbau etwas zu behäbig wirkten, mal wieder nach einem Mittel gegen die kompakte Münchner Defensive suchten.
Hinten wirkten die Eisbären anfällig und offen wie ein Scheunentor. Derek Roy war der Nutznießer einer chaotischen Situation vor dem Berliner Tor, als weder Mathias Niederberger noch zwei Berliner Spieler vor dem Tor wussten, wo die Scheibe gerade ist. Roy war hellwach, rauschte heran und schoss den Puck ins leere Berliner Tor ein – 0:1 (10.). Die verdiente Führung für die Mannschaft von Coach Don Jackson.
Auch fortan taumelten die Eisbären weiterhin durch das Spiel, leisteten sich einen Fehlpass nach dem anderen. Sie waren stets zu weit weg vom Gegenspieler. München dürfte nach der Ansage von Simon Després alles erwartet haben, nur nicht harmlose und tollpatschige Eisbärchen. Ein weiteres Beispiel: Parker Tuomie ließ sich im eigenen Drittel die Scheibe ohne Not abnehmen, J.J. Peterka stand somit auf einmal frei vor Niederberger, konnte den Berliner Goalie aber nicht überwinden. Auch nicht mit seinem zweiten Versuch nur wenige Sekunden später.

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Knapp fünf Minuten vor der ersten Drittelpause schlug es dann aber doch ein zweites Mal im Berliner Tor ein. Matt Maione zog vom rechten Bullykreis ab, sein Schuss schlug im langen Eck ein, keine Chance für Niederberger, der aber auch komplett alleine gelassen wurde – 0:2 (16.).
Das Zweikampfverhalten der Eisbären ließ arg zu wünschen übrig. Immer wieder kam München zu einfach vor das Berliner Tor, weil die Eisbären einfach einen Schritt langsamer waren. Unerklärlich, hatten doch beide das letzte Spiel gegeneinander und somit die gleiche Regenrationszeit. Aber München wirkte wacher, spritziger, zielstrebiger, während die Berliner in allen Belangen unterlagen waren. Von einer Ansage war man im ersten Drittel erneut weit entfernt.
In den Schlusssekunden dann noch einmal Chaos vor Mathias Niederberger, der das 0:3 dank seines Einsatzes verhindern konnte. Zuvor rettete der Pfosten beim Schuss von Ethan Prow, den Rebound bekamen seine Teamkollegen nicht aus der Gefahrenzone. So lagen die Eisbären, aus ihrer Sicht sehr schmeichelhaft, mit 0:2 zurück. Serge Aubin dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden gewesen sein und so dürfte es eine deftige Kabinenansprache gegeben haben.

Auch im zweiten Drittel keine Gegenwehr der Eisbären

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So wirklich viel gebracht hatte sie jedoch nicht. Denn die haarsträubenden Fehler vor dem eigenen Tor waren auch zu Beginn des Mitteldrittels noch zu sehen und so bot sich Yasin Ehliz die erste gute Möglichkeit. Doch Mathias Niederberger war der einzige Eisbär mit Normalform, parierte diesen Schuss und hielt seine Mannschaft weiterhin im Spiel.
Danach sah man das Spiegelbild dieser Partie: Berlin rannte planlos an. Entweder spielte man die Scheibe tief und lief hinterher oder aber man versuchte es mit dem Kopf durch die Wand. München hingegen baute sein Spiel durchdacht auf, Chris Bourque kam über rechts ins Angriffsdrittel, hatte natürlich viel zu viel Platz, zog ab und die Scheibe ging über die Fanghandseite rein ins Tor – 0:3 (25.). Mathias Niederberger konnte einem leid tun, denn was nützt dir einer der besten Goalies der Liga, wenn du ihn so im Stich lässt, wie es die Eisbären heute Abend taten.

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Mitte des zweiten Drittels zeigten die Hausherren mal so etwas wie Einsatz, als es nach einem Angriff hinter dem Münchner Tor mal zum kurzen Austausch von Nettigkeiten kam. An deren Ende musste John Ramage und Yannic Seidenberg in die Kühlbox und durften sich abkühlen. Beide bekamen 2+2-Minuten, bei München musste zudem noch Andrew MacWilliam für zwei Minuten auf die Strafbank, so die Eisbären also in Überzahl. Vielleicht ging ja mal mit einem Mann mehr etwas. Und beinahe wäre der Anschlusstreffer gefallen, aber Zach Boychuk scheiterte am Pfosten. Doch zu mehr Torgefahr reichte es dann nicht mehr. Das war einfach zu wenig von den Hauptstädtern. Selbst mit einem Mann mehr fand man die Lücke in der Münchner Defensive nicht.
Wenn Torgefahr kam, dann von München. Klasse Aufbaupass der Gäste aus dem eigenen Drittel heraus auf Maxi Kastner, der frei vor Niederberger auftauchte, doch der Berliner Goalie verhinderte den vierten Gegentreffer. Wenn doch nur alle Eisbären die selbe Leistung wie ihr Goalie abgerufen hätten, dann wäre man hier nicht so chancenlos gewesen.

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München wirkte trotz der klaren und hochverdienten Führung immer noch hungrig, wollte vor den Playoffs noch eine richtige Duftmarke in der Hauptstadt setzen. Davon waren die Eisbären weit entfernt, auch wenn man es vor den Duellen gegen Red Bull ja noch lautstark angekündigt hatte.
Zum Ende des Mitteldrittels dann nochmal ein Powerplay für die Gastgeber nach einer Strafe gegen Daryl Boyle. Doch das Powerplay war unglaublich schlecht und zur absoluten Krönung sorgte Matt Maione auch noch für den Shorthander – 0:4 (40.). Frank Hördler mit dem unnötigen Scheibenverlust in der neutralen Zone und Maione fuhr alleine auf Niederberger zu. Der Berliner Goalie war dann auch machtlos und München nahm das Geschenk natürlich dankend an.
So führte München nach 40 Minuten mit 4:0 und angesichts der Berliner Leistung musste man im Schlussdrittel schlimmes erwarten.

Kein Aufbäumen im Schlussdrittel

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Und dieses begannen die Hausherren mit einem neuen Goalie. Tobias Ancicka stand für die letzten 20 Minuten im Berliner Tor, Mathias Niederberger war erlöst. An seiner Leistung lag es sicherlich nicht, dass er ausgewechselt wurde. Viel mehr wollte Trainer Serge Aubin dem jungen Ancicka Spielpraxis verschaffen und vielleicht sein Team nochmal wachrütteln.
Die Eisbären versuchten es fortan auch nochmal, aber durch unnötige Fehlpässe lud man München zu Kontern ein. So darfst du gegen ein Spitzenteam nicht auftreten, denn die nutzen solche Einladungen meistens aus.
Was den Eisbären aber nicht gelang, trotz ihres Anlaufens im letzten Drittel, war sich eine hundertprozentige Chance herauszuspielen. So waren die Schüsse allesamt kein Problem für Kevin Reich im Tor der Gäste.

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Dafür kassierten sie aber eine Strafzeit in Person von Zach Boychuk und so bekam München die Chance, in Überzahl die Führung noch weiter auszubauen. Und Frank Mauer kam auch zu zwei guten Möglichkeiten aus dem Slot heraus, aber Tobias Ancicka war zur Stelle und hielt sein Tor sauber. Doch dann war auch der junge Berliner Goalie machtlos. Weil seine Vorderleute keine Bewegung in der Box hatten, München sich die Scheibe munter hin und her spielen konnte und Zach Redmond am Ende problemlos zu 5:0 einschießen konnte (51.).
Anschließend passierte nicht mehr viel. Die Luft war raus aus dem Spiel. Beide nochmal mit einem Powerplay, was aber auch nichts Zählbares mehr einbrachte. So brachte München den Sieg souverän über die Zeit und zeigte den Eisbären auch im zweiten Aufeinandertreffen deutlich die Grenzen auf.

Auch die zweite Ansage der Eisbären verlief ins Leere. Zwar dachte man in der ersten Minute noch, sie hätten sich hier wirklich was vorgenommen. Doch relativ schnell musste man feststellen, dass dem nicht so war. München war den Eisbären in allen Belangen überlegen. Sie waren spritziger, waren immer einen Schritt schneller, zogen ihren Spielplan durch und waren vor dem Tor eiskalt. Und trotz ihrer Führung merkte man München den Siegeswillen durchweg an. Sie wollten immer weiter machen und nachlegen. Die Eisbären hingegen wirkten kraftlos, planlos, ohne Esprit, spielten nicht als Team zusammen, trafen stets die falschen Entscheidungen, wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Es fehlte der Mannschaft von Serge Aubin einfach an allem, was man in so einem Spiel zeigen muss. Vor allem dann, wenn man vor den Spielen gegen München solche Ansagen macht, dass man eine Botschaft senden wolle und dass sich München im Rückspiel warm anziehen müsse. Den Worten folgten auf dem Eis jedoch keine Taten und so bekamen die Eisbären in beiden Spielen deutlich ihre Grenzen aufgezeigt. Und mit solchen Leistungen verabschieden sie sich auch aus dem Kreis der Titel-Favoriten, denn Mannheim und München sind dann doch ein ganz anderes Kaliber. Und auch wenn München in dieser Saison geschwächelt hat, so scheinen sie rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt voll da zu sein.
Was auch auffällt, die Top-Reihe um Noebels, Pföderl und Reichel ist längst nicht mehr so gefährlich wie noch in den Nord-Duellen. Auch andere Leistungsträger wie u.a. Kris Foucault und Matt White sind derzeit nicht in den Top-Form. Was aber heute auf die gesamte Mannschaft zu traf. Außer die Goalies, welche einem in solchen Spielen am meisten leid tun.
Eine Chance zur Reaktion haben die Eisbären gleich morgen Abend an selber Stelle, wenn man ab 18:30 Uhr die Schwenninger Wild Wings empfängt. Diese sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und vielleicht auch vorher auf großspurige Ansagen verzichten.

1:4 in München: In 55 Sekunden schenken die Eisbären das Spiel am Oberwiesenfeld her

Man wollte im Hinblick auf die bevorstehenden Playoffs eine Botschaft senden. An München, an Mannheim. Am Ende bekam man die Botschaft vom Gegner selbst gesendet und die saß. Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel am Ostersonntag beim EHC Red Bull München mit 1:4 (1:1,0:2,0:1) verloren und damit die erste Niederlage nach zuvor vier Siegen in Serie kassiert. Der Knackpunkt waren zwei Gegentore innerhalb von 55 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Eisbären nicht mehr. 

Bei den Berlinern kehrte Kris Foucault in den Kader zurück. Deshalb stellte Chefcoach Serge Aubin die Sturmreihen um. Mark Olver wurde aus der Reihe mit Giovanni Fiore und Matt White heraus genommen, denn Kris Foucault nahm diesen Platz in der zweiten Reihe wie vor seiner Verletzung wieder ein. Mark Olver bildete mit Parker Tuomie und Eric Mik die dritte Reihe. Fabian Dietz und Haakon Hänelt, welche gegen Straubing noch an der Seite von Parker Tuomie stürmten, waren nun zusammen mit Nino Kinder die vierte Reihe. Somit hatte Aubin also im Kracher-Duell wieder volle vier Reihen zur Verfügung. Was in so einem Spiel von großem Vorteil ist. Und ebenso wichtig war natürlich die Torhüter-Position, welche Mathias Niederberger bei den Eisbären bekleidete.

Die Special Teams dominieren das erste Drittel

Yasin Ehliz gab die Marschroute vor dem Spiel vor, als er sagte, man wolle Berlin früh stören, damit diese nicht ins Rollen kommen. Denn das die Eisbären in diesem Jahr enorm stark spielen und zum Favoritenkreis auf die Meisterschaft gehören, ist auch der Mannschaft von Ex-Eisbären-Coach Don Jackson nicht entgangen.
Von Beginn an war es das erwartet hart umkämpfte Spiel. Es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg zum Tor und kamen auch zu guten Abschlüssen. Beide Goalies, Danny Aus den Birken und Mathias Niederberger, standen also sofort im Mittelpunkt des Geschehens. Doch beide Torhüter zeigten, dass sie zu den Besten ihres Fachs gehören. München dabei das etwas aktivere Team, was zu Hause nichts Neues ist.
Die Special Teams kamen nach sechs Minuten erstmals zum Einsatz, als Andrew MacWilliam wegen eines Stockschlags auf die Strafbank musste. Powerplay also für die Eisbären, wo sie in diesem Jahr zu den besten Teams gehören. Und zweimal wurde es auch gefährlich vor dem Münchner Tor, doch zum Torerfolg sollte es nicht reichen.
Aber die nächste Chance folgte sogleich. Maximilian Daubner kassierte nach neun Minuten die zweite Strafe für München, diesmal wegen Beinstellens. Die zweite Chance also für die Hauptstädter, in Überzahl die Führung zu gehen. Und diesmal klappte es. Leo Pföderl mit seinem 20. Saisontor. Frank Hördler brachte die Scheibe auf das Tor, wo Lukas Reichel und Leo Pföderl alleine standen. Reichel mit dem Pass auf Pföderl und der hatte keine großen Probleme, die Scheibe ins leere Tor einzuschießen – 1:0 (10.).
Das Berlin gut im Powerplay ist, schien sich jedoch nicht bis nach München herum gesprochen zu haben, denn J.J. Peterka mit der dritten Strafzeit für München in der elften Spielminute wegen Hakens. Erneut wurde es gefährlich vor dem Tor von Danny Aus den Birken, aber auch München hatte durch Justin Schütz die dicke Möglichkeit zum Ausgleich, doch er scheiterte mit seinem Alleingang an Mathias Niederberger.
Die Special Teams waren weiterhin im Einsatz, diesmal war aber mal das Münchner Powerplay an der Reihe. Fabian Dietz kassierte die erste Berliner Strafzeit wegen eines hohen Stocks. Doch München kam nur zu einer dicken Möglichkeit durch Yannic Seidenberg, aber dessen Onetimer parierte Niederberger äußerst stark.
Machtlos war der Berliner Goalie dann aber drei Minuten vor der ersten Drittelpause. Maxi Daubner und J.J. Peterka mit der klasse Vorarbeit für Maxi Kastner, welcher die Scheibe im langen Eck versenkte – 1:1 (17.).
Und die schlechten Nachrichten für die Eisbären gingen weiter. Eric Mik mit der zweiten Strafzeit auf Berliner Seite wegen Beinstellens. Und auch in diesem Überzahlspiel wurde es gefährlich vor dem Berliner Tor, aber die Hauptstädter überstanden diese brenzlige Situation und so ging es beim Stand von 1:1 und noch sechs Sekunden Powerplay für München in die erste Drittelpause.
J.J. Peterka mit seiner Analyse zum Auftaktdrittel:

Es ist ein sehr hart umkämpftes Spiel. Wir müssen mehr von der Strafbank wegbleiben und unser Spiel denen aufzuzwingen und in deren Drittel zu spielen.

Ein Doppelschlag schockt die Eisbären

Und das Mitteldrittel begann denkbar schlecht aus Berliner Sicht. Yannic Seidenberg mit dem Sahnepass von hinten heraus auf Frank Mauer, welcher frei vor Mathias Niederberger auftauchte und ihm die Scheibe lässig durch die Schoner schob – 1:2 (21.). 36 Sekunden war das zweite Drittel da gerade einmal alt. Die kalte Dusche also für die Berliner, welche aber noch kälter ausfallen sollte. Fehler der Eisbären im Angriffsdrittel, Justin Schütz mit dem Konter über links, dann mit dem Querpass rechts rüber auf Yasin Ehliz, welcher die Scheibe eiskalt im Tor versenkte – 1:3 (22.). 55 Sekunden lagen zwischen diesen beiden Toren.
Und wenn es einmal schlecht läuft, dann richtig. Kris Foucault kassierte nur 13 Sekunde später die nächste Strafzeit für die Eisbären. Und im Powerplay hatte Trevor Parkes die Riesenchance zum 4:1, als er frei vor Niederberger auftauchte, diese Chance aber vergab.
Die Berliner mussten sich von diesem Schock zu Beginn des Drittels erstmal erholen, das merkte man ihnen an. Sie waren fortan zwar bemüht, nach vorne zu spielen, aber München ließ nicht viel zu, machte die Räume eng. Die Hausherren taten nicht mehr als nötig, wenn sie aber mal vor das Tor der Eisbären kamen, wurde es durchaus gefährlich. Den Eisbären mangelte es an Ideen, die kompakte Defensive der Gastgeber mal zu knacken, auch der Spielwitz ging verloren.
Diesen könnte man vielleicht in Überzahl wiederfinden, denn diese bekam man fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause. Philip Gogulla mit der Strafe wegen eines hohen Stocks. Und das Überzahlspiel lief ja heute sehr gut und einmal konnte man schon treffen. Aber das Powerplay glich sich dem zweiten Drittel der Eisbären an. Sie bekamen nichts auf die Reihe und so überstand München die Unterzahl ohne große Mühe schadlos.
Erst in der Schlussphase die Eisbären mal mit der besten Chance im zweitem Drittel, als Parker Tuomie bei einem Zwei-auf-Eins-Konter nur die Latte traf. So blieb es beim 1:3-Rückstand aus Berliner Sicht nach dem zweiten Drittel. Kapitän Frank Hördler mit seinem Fazit zum zweiten Drittel:

Ja, tatsächlich wissen wir ja, dass München solche Chancen nutzt und da haben wir viel zu viel zugelassen. München ist auch im zweiten Drittel stärker raus gekommen, hat viele, viele schnelle Spielzüge gemacht. Das haben sie gut gemacht. Wir müssen die Kleinigkeiten besser machen, gerade in der neutralen Zone. Dass wir eben jedes Mal den Puck tief kriegen und dass wir auch unser Forecheck einbringen können, dass wir auch Druck ausüben können. Wir müssen auch Schüsse auf das Tor bekommen, Danny ist ein guter Torhüter, da müssen wir schießen, schießen, schießen.

Schwungvoller Beginn, aber das 1:4 zog den Stecker

Und die Eisbären kamen wild entschlossen zurück auf das Eis und machen gleich Druck auf das Münchner Tor, gaben wie von Frank Hördler gefordert sofort Schüsse auf das Tor von Danny Aus den Birken ab.
Doch dann kam München mal ins Angriffsdrittel, Jakob Mayenschein ließ sich hinter dem Tor nicht von Ryan McKiernan am Pass vor das Tor hindern und Maxi Daubner netzte eiskalt ein – 1:4 (43.). Auch da stimmte die Zuordnung nicht. Daubner zu frei vor dem Tor und McKiernan kann, obwohl er an Mayenschein dran ist, ihn nicht am Zuspiel hindern. Das ist einfach kein gutes Defensivverhalten.
Und man schwächte sich weiter. Mark Olver mit einer unnötigen Strafzeit im Angriffsdrittel wegen Hakens. Doch München konnte diese „Einladung“ nicht annehmen, sorgte für keinerlei Gefahr vor Mathias Niederberger.
Mitte des letzten Drittels die Eisbären mit einem guten Wechsel und guten Chancen durch Kris Foucault und Matt White, aber ohne Glück im Abschluss. Das hatte auch Lukas Reichel nicht, als er fünf Minuten vor dem Ende nur den Pfosten traf. Chancen waren also am Ende nochmal da, aber nutzen konnte man sie nicht mehr.
Ryan McKiernan stoppte dann den Schlussspurt durch die nächste Strafe wegen Hakens. München nun also mit zwei Minuten Powerplay. Zwei Minuten, die sie die Eisbären vom eigenen Tor fernhalten und so dem sicheren Sieg entgegensteuern konnten. Den fuhren sie am Ende auch ein. München setzte seine Siegesserie fort und beendete zugleich die der Eisbären.

Fazit

Im ersten Drittel sah das Spiel der Berliner noch gut aus, vor allem in Überzahl. Da konnte man auch durch Leo Pföderl in Führung gehen, doch verpasste man es, auch noch ein zweites Tor nachzulegen. So kam München dank einer guten Schlussoffensive zum Ausgleich. Der Knackpunkt war dann letztendlich der Start ins zweite Drittel, den die Hauptstädter komplett verschliefen. Innerhalb von 55 Sekunden schenkte man das Spiel in München her, sah zudem bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Da hatte man es den Hausherren deutlich zu einfach gemacht. Danach fanden die Eisbären nicht mehr zurück ins Spiel und waren auch immer einen Schritt zu weit weg vom Gegenspieler. Auch im Schlussdrittel, wo man sicherlich nochmal gute Chancen hatte, schaffte man es nicht mehr, das Ruder hier rumzureißen. Weil man sich aber auch immer wieder unnötige Strafzeiten leistete und dadurch selbst schwächte. Und auch so mangelte es heute am Spielwitz und der nötigen Kreativität, die Münchner Defensive mal in Verlegenheit zu bringen. Das war heute eindeutig zu wenig, auch einige Leistungsträger wurden von München heute kaltgestellt. Da klingt die Ansage von Verteidiger Simon Després nach dem Spiel in Richtung München fast etwas zu überheblich: „Macht euch bereit für Dienstag!„. Das ging ja heute schon schief, denn von der Botschaft, die man in München setzen wollte, war rein gar nichts zu sehen. Die setzten dagegen die Münchner. Und zwar deutlich.

München vs. Eisbären: Die Eisbären wollen im Kracher-Duell eine Botschaft senden

Die PENNY DEL geht in ihre entscheidende Phase. Nicht mehr lange ist es bis zum Ende der Hauptrunde und dann beginnt sie, die schönste Zeit des Jahres – die Playoffs. Und für die sind die Eisbären Berlin seit dem letzten Spiel bereits qualifiziert. Morgen Nachmittag trifft man mit dem EHC Red Bull München (Bully: 14:30 Uhr) auf einen Gegner, auf dem man im Halbfinale treffen könnte. Berlin und München sind neben den Adler Mannheim die großen Favoriten auf den DEL-Titel in diesem Jahr. Morgen treffen München und Berlin erstmals in dieser Saison aufeinander. Und diese Spiele haben es zuletzt immer in sich gehabt. Daher erwartet PC Labrie, welcher kurzfristig nun doch passen muss, da im Abschlusstraining seine Leistenprobleme wieder aufgetreten sind, ein Spiel mit Playoff-Atmosphäre:

Ja, das wird auf jeden Fall Playoff-Atmosphäre haben. München wird jeden Einzelnen von uns antreiben. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir wissen ja, wie wir Spiele gewinnen können. Darauf haben sich die Jungs im letzten Monat, als ich nicht dabei sein konnte, fokussiert.

Labrie spricht die Siegesserie an. Neun der letzten zehn Spiele haben die Berliner gewonnen, verloren nur in Ingolstadt mit 3:4. Es ist also enorm schwer, diese Berliner Mannschaft in diesem Jahr zu schlagen. Doch was ist der Grund für die bisher so starke Saison, was macht dieses Team so aus, Serge Aubin?

Nun der Grund, warum wir so ein gutes Team sind, ist einfach der, weil sich einfach jeder einbringt. Jeder hat eine unterschiedliche Rolle, einige sind dafür da, sich offensiv zu produzieren, einige verteidigen. Aber jeder tut das für den anderen und für alle gemeinsam. Das ist eine unserer großen Stärken. Wenn wir einmal auf dem Eis sind, dann gibt es kein Ego. Jeder macht seinen Job und der ist immer unterschiedlich, abhängig vom Line-up und dem speziellen Spiel gerade. Wir können auf viele verschiedene Arten gewinnen.

Dabei lassen sich die Hauptstädter auch nicht von Personalproblemen davon abhalten. Sie finden auch mit dem kleinsten Line-up immer wieder Wege, Spiele zu gewinnen. Weil die Jungs dann immer noch mehr geben, als sie es ohnehin schon immer tun. Die Willensstärke ist für PC Labrie dabei der ausschlaggebende Faktor:

Wir hatten ja mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, als wir mit den Spielen die Grenze in den Süden überschritten haben. Bei jedem Spiel mussten die Jungs Schläge einstecken, haben sich aber sofort wieder aufgerappelt. Das hat mir so sehr gezeigt, wie stark ihr Wille ist, das durchzustehen. Für mich ist diese Willensstärke des Teams einfach grenzenlos. Wir tauchen ein. Ich liebe die Stimmung.

Die Eisbären konnten ihre Akkus zuletzt wieder aufladen. Was auch bitter nötig war nach drei Spielen in vier Tagen. Den Kräfteverschleiß hatte man dann auch während des Spiels gegen Straubing am Mittwochabend gesehen. Und doch fand die Mannschaft einen Weg, auch dieses Spiel zu gewinnen. Am Ende stand ein 1:0-Sieg zu Buche. Untypisch für die Eisbären, welche doch in dieser Saison mit 114 Toren die zweitbeste Offensive der Liga stellen. Aber es beweist eben auch, dass sie sich auch mal auf die Defensive konzentrieren und dann auch mal 1:0 gewinnen können, was in den letzten beiden Heimspielen übrigens der Fall war.
Auf die Defensive wird es auch morgen ankommen, wenn die beiden offensivstärksten Teams gegeneinander spielen. Denn München hat mit 123 Toren den besten Angriff der PENNY DEL. Doch genau deshalb erwarten sowohl Trainer Serge Aubin als auch Verteidiger Ryan McKiernan ein von der Defensive geprägtes Spiel in München. Serge Aubin dazu, ob die Defensive morgen den Ausschlag über den Sieg geben wird:

Das denke ich auch. Gerade wenn du gegen ein Team wie München auswärts spielst. Ein Team, welches auch abseits des Pucks sehr aufmerksam ist, sich immer viel Platz verschafft. Aber ich bin selbstbewusst, dass wir das auch können. Wir wissen, wie man verteidigen muss, das haben wir in unserer Gruppe ja schon das ganze Jahr gezeigt. Aber das wird schon ein großer Test. Wir müssen uns ebenfalls viel Platz verschaffen. Wir müssen selbstbewusst spielen und dann schauen wir mal, was passiert.

McKiernan ergänzte noch, dass morgen zwei in etwa gleiche Systeme aufeinander treffen werden:

Ja, da stimme ich dir absolut zu. Unsere beiden Teams spielen in gewisser Wiese schon recht ähnlich. Wir müssen unser Netz vorn frei halten und sicherstellen, dass Mathias alle Schüsse sehen kann. Ja, da hast du recht, es wird ein defensives Spiel. Möge das bessere Team gewinnen.

Beide Mannschaften erwarten eine hart umkämpfte Partie. Von daher war es für die Eisbären jetzt nochmal enorm wichtig, dass man die Akkus wieder auflasen konnte. Denn das Spiel in München wird sehr viel Kraft kosten, zumal beide Teams eine Visitenkarte abgeben wollen für ein mögliches Aufeinandertreffen in den Playoffs. Ryan McKiernan spricht daher von einer Botschaft, die man ihnen senden möchte:

Auf jeden Fall. Wie du schon gesagt hast, es war super wichtig für uns, dass wir uns zwei volle Tage hier richtig gut erholen konnten. Ja, das ist wichtig für uns jetzt, zumal die Chance, dass wir in den späteren Playoffs auf sie treffen, ziemlich hoch ist. Und so ist das eine gute Möglichkeit für uns, Ihnen eine Botschaft zu senden. Ihnen zu zeigen, wie wir spielen werden. Wir müssen einfach so weiter spielen wie bisher. Wir haben es geschafft, unsere letzten Spiele zu gewinnen. Und wenn wir diese Einstellung für die nächsten Spiele beibehalten, werden wir auch erfolgreich sein.

Aber einfach wird es nicht werden. München hat seit einer 3:8-Niederlage in Iserlohn vier Siege in Folge gefeiert. Und was für welche – 6:2 gegen Köln, 9:2 gegen Krefeld, 5:2 in Köln und 8:1 in Krefeld. Die Offensive erzielte in diesen vier Spielen satte 28 Tore, die Defensive kassierte dagegen nur ganze sieben Gegentore. So einfach wird es gegen Berlin aber definitiv nicht werden. Aber viele Tore muss München schon schießen, will man gegen die Eisbären gewinnen. Mindestens vier Tore waren bisher nötig, um volle drei Punkte gegen Berlin einzufahren.
Die Mannschaft von Chefcoach Don Jackson spielt eine Saison, welche einer Achterbahnfahrt gleicht. Aktuell befindet man sich zwar auf dem zweiten Platz in der Gruppe Süd, aber lange Zeit stand man hinter dem ERC Ingolstadt auf Platz Drei. Doch dank der vier Siege in Serie ist man an den Schanzern vorbei gezogen.
Auf der Goalie-Position überzeugt München in diesem Jahr überhaupt nicht, was die durchschnittliche Fangquote ihrer Goalies auch zeigt. Mit einer Fangquote von 89,35 Prozent ist man in dieser Kategorie nur auf Rang Zehn zu finden. Ebenso ein Sorgenkind ist das Powerplay bei München, was mit einer Erfolgsquote von 20 Prozent nur das achtbeste der gesamten Liga ist. Dafür ist man in Unterzahl mit 83,33 Prozent die viertbeste Mannschaft und in Sachen Chancenverwertung mit einer Torschusseffizienz von 11,5 Prozent gar das zweitbeste Team.
Bei München geht auch von der Defensive Torgefahr aus. Zach Redmond kommt auf 27 Scorerpunkte (6 Tore/21 Vorlagen) und Yannic Seidenberg auf 22 (8/14). In der Offensive haben gleich sechs Spieler mehr als 20 Scorerpunkte, darunter u.a. Chris Bourque mit 32 (5/27) und Trevor Parkes mit 30 (19/11). Fehler sollten sich die Berliner also keine erlauben, denn die würden Münchens Angreifer gnadenlos ausnutzen. Und wenn die Tormaschine einmal im Laufen ist, ist sie nur schwer aufzuhalten.

Doch wie stellt Trainer Serge Aubin seine Mannschaft auf diesen Kracher eigentlich ein?

Eigentlich ist es total einfach, diese Spiele jetzt zu coachen. Denn ich muss die Jungs gar nicht großartig motivieren. Die wissen ganz genau, wenn wir nicht voll obenauf sind, dann wird das ein langer, langer Tag. Das ist schon mal klar. Ja, wir sind obenauf und das erwarte ich auch. Ich weiß, die Jungs sind bereit. Und bestimmt wird es hier und da Fehler geben, aber wir werden unsere Chancen nutzen und ihnen nur sehr wenig Gelegenheiten lassen.

1:0 gegen Straubing! Per Shorthander zum Heimsieg und zur Playoff-Qualifikation

Ausgabe #13:

Die Eisbären Berlin bleiben weiterhin in der Erfolgsspur: Am Mittwochabend gewannen die Berliner auch den zweiten Vergleich mit den Straubing Tigers. Am Ende stand ein 1:0 (0:0,0:0,1:0) zu Buche. Beiden Teams merkte man den Kräfteverschleiß der letzten Wochen an, dennoch investierten beide enorm viel in das Spiel. Am Ende hatten die Eisbären das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite und feierten einen weiteren Heimsieg. 

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Eisbären traten mit einer Rumpftruppe und nur drei vollen Reihen an. Neben den bereits verletzten Spielern fiel heute auch noch die „Powerplay-Geheimwaffe“ Zach Boychuk verletzungsbedingt aus. So blieb einzig die Reihe um Lukas Reichel, Marcel Noebels und Leo Pföderl zusammen. Den Platz von Boychuk in der Reihe mit Matt White und Giovanni Fiore nahm Mark Olver ein. Haakon Hänelt und Fabian Dietz rutschten aus der vierten Reihe vor in die dritte, wo sie zusammen mit Parker Tuomie stürmten. Nino Kinder war überzähliger Stürmer und Eric Mik war überzähliger Verteidiger. Schwere Aufgabe also für die Eisbären in diesem so eng getakteten Spielplan.
Im Tor blieb dafür alles beim alten, Mathias Niederberger hütete auch heute das Berliner Tor. Tobias Ancicka nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Straubing hatte bis jetzt vier seiner fünf Nord-Süd-Vergleiche gewonnen. Einzig gegen die Eisbären gab es am Sonntagnachmittag eine 1:3-Niederlage. Dafür hatten die Niederbayern alle drei bisherigen Auswärtsspiele im Norden gewonnen. In Düsseldorf, Krefeld und Bremerhaven holten die Mannen von Coach Tom Pokel nicht nur insgesamt neun Punkte, nein, sie gewannen auch alle Spiele je 4:0 und kamen so mit 12:0-Toren aus diesen drei Auswärtsspielen zurück an den Pulverturm. Das Selbstvertrauen auf fremden Eis war also enorm groß bei den Niederbayern. Aber sie trafen eben auch auf eine sehr heimstarke Berliner Mannschaft, welche in allen bisherigen 14 Heimspielen gepunktet und zwölf dieser Spiele auch gewonnen hat. Einzig Wolfsburg konnte bisher hier in der Hauptstadt gewinnen.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Ausgangslage vor diesem Duell war also klar. Und so begannen die Gäste aus Straubing sehr schwungvoll und setzten sich gleichmal im Drittel der Berliner fest. Man merkte dabei nicht, dass es Straubing war, welches gestern noch im Einsatz war, während die Eisbären einen Tag frei hatten. Das aggressive Forechecking der Tigers überrumpelte die Berliner so ein wenig, so dass sie sich in der Anfangszeit zweimal mit einem Icing befreien mussten. Die Hausherren wirkten immer einen Schritt langsamer, sie verschliefen komplett den Start des Spiels. Was in der Vergangenheit zu Hause eigentlich nie der Fall war. Da kam man stets wie die Feuerwehr aus der Kabine. Nur heute war man vom forschen Auftritt der Niederbayern sichtlich überrascht.
Nach drei, vier Minuten hatten die Eisbären aber ihre Beine gefunden und fanden auch ins Spiel. Viel passierte aber trotzdem nicht, weil sich beide Teams neutralisierten. Vor dem Tor wurden die Schusswege zugemacht, in den Zweikämpfen wurde hart gearbeitet. Es war definitiv kein Eishockey-Leckerbissen in den ersten zehn Minuten. Torchancen waren keine zu sehen. Und auch so war wenig Feuer drin im Spiel.

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Die erste gefährliche Chance hatten die Hausherren nach elf Minuten, als Mark Olver im Slot angespielt wurde und gegen die Laufrichtung von Goalie Sebastian Vogl schoss. Doch sein Schuss ging knapp links am Tor vorbei. Eine Minute später bot sich dann den Tigers die erste gute Chance zur Führung, nach dem John Ramage wegen Stockchecks die erste Strafzeit der Partie kassierte. Powerplay für Straubing also. Doch das Penaltykilling bei den Eisbären funktionierte zuletzt hervorragend. Und so machten sie den Straubingern auch heute das Leben schwer. Sie machten die Räume geschickt zu und gaben so kaum Lücken für den Abschluss frei. Zweimal kamen die Tigers durch, aber da war Mathias Niederberger zur Stelle und so wirklich gefährlichen waren diese Abschlüsse auch nicht.
Auch danach weiterhin ein sehr zerfahrenes Spiel, wenig Spielfluss und kaum spannende Szenen. Ein typisches Mittwoch-Spiel gegen Straubing eben. Aber eben auch der Tatsache geschuldet, dass die Teams zur Zeit ein Mammutprogramm absolvieren müssen und die Berliner nur drei Reihen zur Verfügung hatten. Aber das lassen sie ja nie als Ausrede gelten, wenn es mal nicht rund läuft. Doch vergessen durfte man das eben auch nicht.
Vier Minuten vor der ersten Pause zauberte sich Matt White mal bis vor das Tor, wurde aber beim Abschluss dabei von Benedikt Schopper per Haken gestört und so holte er mit dieser Aktion immerhin ein Überzahlspiel für die Hausherren heraus. Doch auch das wurde nicht wirklich gefährlich. Auch hier fehlte so ein wenig das Tempo im Spielaufbau. So endete ein ereignisarmes Drittel folgerichtig torlos.

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Enorm heiß auf das zweite Drittel schienen einige Straubinger Spieler zu sein, jedenfalls erweckte es den Eindruck. Sieben Minuten waren noch Pause, da stand u.a. T.Mulock schon im Kabinengang und wollte zurück auf das Eis. Da konnte man ja fast schon gespannt sein, wie die Niederbayern hier zurück auf das Eis kommen würden.
Und Straubing suchte in der Tat gleich den Weg Richtung Berliner Tor, gleiches galt aber auch für die Eisbären. Beide machten aber hinten auch weiterhin die Räume zu und blockten die Schüsse.
Die Eisbären dann mal mit einer guten Phase, wo sie viel Druck entfachten und sich im Angriffsdrittel festsetzen konnten. Aber auch hier wieder die Defensive mit sehr starker Arbeit. Wenn Schüsse kamen, wurden sie entweder geblockt oder aber gingen neben das Tor.
Eisbären-Coach Serge Aubin probierte es dann mal mit Reihenumstellungen. So tauschte er Lukas Reichel mit Matt White. White stürmte also fortan an der Seite von Leo Pföderl und Marcel Noebels, während Reichel eine Formation mit Mark Olver und Giovanni Fiore bildete. Was zwar noch nicht den gewünschten Erfolg brachte, aber die Eisbären waren das aktivere Team. Dennoch sprangen nach wie vor keine hochkarätigen Torchancen bei heraus.
Straubing wurde zum Ende des zweiten Drittels wieder etwas aktiver und kam auch zu Abschlüssen, doch auch die Niederbayern konnten nicht den ersten Treffer des Spiels erzielen. So stand es auch nach 40 Minuten 0:0 an der Spree.

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Zu Beginn des letzten Drittels waren die Reihen wieder dieselben wie zu Beginn des Spiels. Und die Eisbären waren sofort in Richtung des Tores von Sebastian Vogl unterwegs und wollten endlich das Führungstor erzielen. Gleiches galt aber auch für die Niederbayern. Beide Teams kamen schwungvoll rein ins letzte Drittel.
Nach fünf Minuten bot sich den Tigers die Chance in Überzahl zu agieren. Ryan McKiernan kassierte zwei Minuten wegen Beinstellens. Und das Powerplay sah sehr gut aus. Straubing kam in die Formation und auch zu guten Chancen. Aber Mathias Niederberger ließ die Tigers-Spieler verzweifeln, denn er hielt sein Tor weiterhin sauber.
Doch Mitte des letzten Drittels bot sich den Niederbayern die nächste Chance in Überzahl. Diesmal musste Kai Wissmann wegen Haltens in die Kühlbox. Aber da waren es die Berliner, welche in Unterzahl in Führung gingen. Giovanni Fiore besorgte das 1:0. Matt White spielte die Scheibe aus der linken Bandenrundung an zwei Verteidigern vorbei in den Slot, wo Fiore alleine lauerte. Er nahm die Scheibe an, zog sie rechts rüber, Sebastian Vogl lag am Boden, Fiore legte sich die Scheibe zu recht und schlenzte sie ins halbleere Tor (52.). Am Jubelschrei der Spieler konnte man die Erleichterung hören.
Und für Straubing kam es noch dicker. Corey Tropp kassierte eine Minute später zwei Minuten wegen Hakens. Die Eisbären nun also in Überzahl und mit der Chance zur Vorentscheidung. Und da wurde es mehrmals brenzlig vorm Straubinger Tor, aber der Puck wollte einfach nicht über die Linie gehen.
Nach dem überstandenen Unterzahlspiel blieben den Gästen hier noch gut fünf Minuten. Doch die Eisbären machten hinter weiterhin dicht, wie schon in den letzten Spielen. 45 Sekunden vor dem Ende des Spiels nahm Straubings Coach Tom Pokel seinen Goalie vom Eis, fünf Sekunden später zudem auch noch seine Auszeit. Die Tigers wollten es in den Schlusssekunden also nochmal versuchen. Der Ausgleich sollte her. Doch der fiel nicht mehr. Die Eisbären brachten erneut ein 1:0 zu Hause über die Zeit. Und damit machte man zugleich die Playoff-Qualifikation perfekt.

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Ein weiteres hartes Stück Arbeit. Die Eisbären traten mit einer Rumpftruppe an, mussten mit nur drei Reihen auskommen. Und das merkte man der Mannschaft auch an. Aber auch anzumerken war beiden Mannschaften der Kräfteverschleiß der letzten Tage mit sehr vielen Spielen innerhalb kürzester Zeit. Dennoch versuchten es beide immer wieder, am Ende waren es die Eisbären, welche den einen goldenen Schuss abgaben.
Defensiv verteidigte man das erneut ganz stark, ließ kaum hochkarätige Chancen der Niederbayern zu. Und wenn doch etwas durchkam, war Mathias Niederberger zur Stelle, welcher sein Tor zum zweiten Mal in Folge zu Hause sauber hielt und seinen insgesamt fünften Shutout der Saison feierte.
In so einer strapaziösen Phase muss man auch solche Spiele erst einmal gewinnen. Und das taten die Eisbären, was sie immer mehr zum zweiten echten Titelkandidaten neben den Adler Mannheim macht.
Nun kann man erst einmal ein paar Tage durchatmen und dann steht am Sonntag der nächste harte Brocken im Weg. Denn dann geht es nach München. In der Verfassung von dieser Saison sind die Eisbären da wohl Favorit. Denn München spielt keinesfalls eine souveräne Saison.

Erneut 3:1! Matt White führt die Eisbären zum Auswärtssieg in Nürnberg

Erfolgreicher Roadtrip für die Eisbären Berlin: Nur einen Tag nach dem Sieg bei den Straubing Tigers setzten sich die Hauptstädter auch bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:1 (1:0,0:1,2:0) durch. Damit feierten die Berliner den dritten Sieg in Folge mit insgesamt 7:2-Toren. Die Mannschaft legt zur Zeit also den Fokus auf die Defensive. Die Tor-Maschine tritt also derzeit kürzer. Aber wie heißt es so schön: „Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften.

Im Vergleich zum Straubing-Spiel gestern Nachmittag änderte Trainer Serge Aubin sein Team nur auf einer Position. Mathias Niederberger kehrte zwischen die Pfosten zurück, Back-up Tobias Ancicka nahm nach seiner sehr starken Leistung am Pulverturm wieder auf der Bank Platz. Aber es wird gewiss nicht sein letzter Auftritt in der diesjährigen Hauptrunde der PENNY DEL gewesen sein. Auch der „harte Hund“ von gestern, John Ramage, war mit dabei. Die Berliner Nummer 55 bekam gestern zweimal einen Schläger ins Gesicht und musste genäht werden. Zudem lieferte er sich auch noch einen Faustkampf mit Kael Mouillierat.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Nürnberg war als Gruppenletzter im Süden der Außenseiter, Berlin als Erster im Norden der klare Favorit. Und für beide Mannschaften war es eine große Herausforderung, waren doch beide gestern noch im Einsatz. Aber sowohl Nürnberg als auch die Eisbären gingen mit einem Erfolgserlebnis ins Spiel, denn die Ice Tigers setzten sich mit 3:1 gegen Bremerhaven durch, während die Berliner ebenfalls 3:1 in Straubing gewannen.

Abtasten war aber nicht angesagt. Beide Teams kamen schwungvoll in die Partie, den Franken gehörte aber die Anfangsphase. Sie entwickelten viel Zug zum Tor, doch die Berliner Defensive machte wie schon in den letzten beiden Spielen die Räume hinten zu. Erstmals brenzlig wurde es nach sieben Minuten, als Jonas Müller die Scheibe in der eigenen Zone nicht unter Kontrolle bekam, Daniel Schhmölz die Scheibe weiter zu Luke Adam spielte, doch der  diese dicke Möglichkeit vergab.
Aber direkt im Gegenzug wurden auch die Berliner zweimal gefährlich, Matt White kam dem Torerfolg dabei sehr nahe, doch er traf mit seinem Schuss nur das Außennetz. Nun waren die Hauptstädter gut drin und hatten ebenfalls Zug zum Tor entwickelt. Daraus resultierte die erste Strafzeit des Spiels für Nürnberg. Andrej Bires musste wegen Behinderung auf die Strafbank. Ihm folgte Marcus Weber nur 32 Sekunden später wegen eines Stockschlags. Somit die Berliner für 88 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und das nutzten sie aus. Mark Olver mit dem Querpass vom linken Pfosten auf den rechten Pfosten, wo Matt White per Onetimer erfolgreich war – 1:0 (11.). Das darauffolgende einfache Überzahlspiel konnten die Berliner aber nicht nutzen. Dennoch nahmen sie aus dieser Situation die Führung mit.
Nürnberg musste sich erst einmal sammeln, kam dann aber in der 14. Minute durch Youngster Roman Kechter zu einer richtig guten Chance, doch der Nürnberger Stürmer vergab denkbar knapp. Gleiches galt für Chris Brown, welcher nach Zuspiel von Luke Adam zweimal an Mathias Niederberger scheiterte. Nürnberg arbeitete also am Ausgleich.
In den restlichen Minuten ging es hin und her, doch beide Mannschaften arbeiteten sehr stark in der Defensive und so kamen auch keine weiteren Torchancen mehr heraus. Die Eisbären nahmen also eine knappe 1:0-Führung mit in die Kabine.
Ex-Eisbär Julius Karrer mit seinem Fazit zu den ersten 20 Minuten:

Wenn wir da die unnötige Strafe sein lassen, dann spielen wir hier ein gutes erstes Drittel. Wir bringen die Scheiben tief, sind hart in den Zweikämpfen, geben den Berliner nicht allzu viel Platz im eigenen Drittel. Wir sind mittendrin im Spiel.

Das zweite Drittel begann mit einer dicken Chance für die Eisbären durch Zach Boychuk, welcher alleine vor Niklas Treutle auftauchte, aber am Nürnberger Schlussmann scheiterte. Ganze 14 Sekunden war das Mitteldrittel da erst alt.
Fortan entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch zwischen zwei offensiv ausgerichteten Mannschaften. Ein so gravierender Unterschied, wie es die Tabelle hätte vermuten lassen, war definitiv nicht zu sehen. Eher war es ein Duell auf Augenhöhe, was vor allem natürlich auch an Nürnberg lag, die hier nicht wie ein Gruppenletzter spielten. Und die Eisbären spielten halt einfach so weiter wie zuletzt.
Sechs Minuten waren gespielt, als sich Luke Adam die nächste unnötige Strafzeit leistete, als er den Schläger gegen Jonas Müllers Gesicht drückte. Die zwei Minuten kassierte Adam vollkommen zurecht. Aber das Penaltykilling der Franken mit richtig guter Arbeit, die Ice Tigers ließen die Eisbären erst gar nicht in die Formation kommen. Und so hatte die unnötige Aktion von Luke Adam keine weiteren Folgen für die Franken.
Anschließend ging es hart umkämpft weiter. Beide Mannschaften gaben keinen Zweikampf verloren, kämpften verbissen um jede Scheibe. Beide investierten enorm viel in dieses Spiel. Was nicht selbstverständlich war, angesichts des „Back-to-back-Spiels“.
Aber Nürnberg schwächte sich erneut. Andrew Bodnarchuk mit der nächsten Strafzeit wegen Beinstellens. Das Powerplay sah dann schon etwas besser aus, aber nach einem Scheibenverlust der Eisbären Nürnberg mit einem Konter. Frank Hördler konnte Timo Walther nur unfair stoppen und so musste der Berliner Kapitän ebenfalls in die Kühlbox. Und es kam noch schlimmer für die Eisbären, denn auch Marcel Noebels musste wenig spät vom Eis. So hatten die Franken vorerst ein Vier-gegen-Drei-Powerplay und danach zwei Mann mehr auf dem Eis. Die dicke Chance zum Ausgleich also, denn man hatte für 80 Sekunden die zwei Mann mehr auf dem Eis. Und da schlugen die Hausherren zu. Luke Adam behauptete auf rechts die Scheibe, wartete auf den richtigen Zeitpunkt zum Pass in den Slot, wo Daniel Schmölz lauerte und zum 1:1 traf (35.).
Die Berliner danach noch in einfacher Unterzahl, wo Matt White die erneute Führung hätte erzielen müssen. Dreimal kam er zum Abschluss, zweimal war er dabei sogar vollkommen frei vor Niklas Treutle. Doch er konnte den Nürnberger Schlussmann einfach nicht überwinden.
Die Intensität wurde fortan immer höher, die Zweikämpfe waren hart umkämpft. Beide wollten hier den Führungstreffer erzielen. Und Lukas Reichel war kurz vor Ende der zweiten Pause nah dran, doch sein Schuss ging denkbar knapp am Tor vorbei. So stand es nach 40 sehr unterhaltsamen Minuten 1:1-Unentschieden.
Doch Leo Pföderl war keinesfalls zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft:

Zähe Nummer. Es geht ganz gut auf und ab. Es ist eng. Es muss alles besser werden bei uns. Von hinten bis vorne. Wir spielen eigentlich nicht das, was wir spielen wollen.

Und besagter Leo Pföderl übernahm dann einfach mal Verantwortung. Marcel Noebels mit dem klasse Pass auf Pföderl, der mit Speed durch zwei Nürnberger Spieler hindurch und zum Abschluss mit dem perfekten Schlenzer ins lange Eck – 2:1 (43.).
Direkt im nächsten Angriff kam Jonas Müller aus ähnlicher Position zum Abschluss, doch sein Schuss ging nur an den Pfosten. Da hätten die Eisbären innerhalb von nur einer Minute auf die Siegerstraße einbiegen können.
Bei Nürnberg sorgte im Schlussdrittel vor allem Roman Kechter immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Mathias Niederberger. Doch dem Youngster wollte einfach kein Treffer gelingen.
Der gelang dann aber Matt White in der 50. Spielminute, als er die Scheibe im Laufduell gegen David Trinkberger durch einen Sprint eroberte und vor dem Tor eiskalt blieb – 3:1 (50.).
Die Vorentscheidung in der Partie. Nürnberg konnte den Eisbären nicht mehr viel entgegensetzen. Die Berliner hatten das Spiel nach dem dritten Tor komplett im Griff und spielten weiter nach vorne, wollten das vierte Tor nachlegen. Doch egal was die Eisbären auch versuchten, der Puck wollte einfach kein weiteres Mal über die Torlinie gehen. Was aber angesichts des beruhigenden Spielstandes nicht weiter schlimm war.
Zwei Minuten vor dem Ende des Spiels nahm Ice-Tigers-Coach Frank Fischöder seinen Goalie Niklas Treutle vom Eis. Nürnberg versuchte es nun also mit sechs Feldspielern. Und 75 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm er auch noch seine Auszeit, um seinen Jungs letzte Anweisungen zu geben. Doch die Eisbären erneut mit enorm starker Defensivarbeit. Sie machten die Schusswege zu und drängten die Nürnberger auf die Außenseite, wo dann natürlich keine gefährliche Torchance entstehen konnte. So brachten die Hauptstädter das 3:1 souverän über die Zeit und feierten damit den zweiten Auswärtssieg in Folge.

Erneut ein Sieg dank einer geschlossenen Teamleistung. Die Eisbären haben auch heute wieder leidenschaftlich über 60 Minuten gekämpft, haben keine Scheibe verloren gegeben und am Ende erneut einen Weg gefunden, ein enges Spiel für sich zu entscheiden – wie schon gegen Ingolstadt und Straubing. Aus dem ersten Drittel nahm man eine Führung mit, obwohl Nürnberg dort durchaus leichte Vorteile hatte. Im Mitteldrittel musste man dann den überfälligen Ausgleich hinnehmen, verpasste es im Anschluss aber sofort nachzulegen. Das tat man dann im Schlussdrittel mit zwei Toren zum Sieg. Wer weiß, was sich die Jungs in der Kabine vor dem letzten Drittel gesagt haben. Denn so wirklich zufrieden war man anscheinend nicht mit den ersten 40 Minuten, wenn man Leo Pföderls Statement nach dem zweiten Drittel hört. Aber das zeichnet die Berliner eben aus. Sie geben sich erst zufrieden, wenn sie führen und die Spiele gewinnen. Und dieser unbändige Siegeswille kann in den Playoffs Goldwert sein und zum erhofften achten Stern führen.

3:1 in Straubing: Starke Defensive, starker Tobias Ancicka, starke Special Teams und ein harter Hund namens John Ramage

Erfreuliches Jubiläum für Serge Aubin: Der Berliner Chefcoach stand heute zum 80. Mal als Eisbären-Trainer hinter der Bande und durfte sich am Ende über einen Auswärtssieg freuen. Die Eisbären Berlin gewannen am Pulverturm bei den Straubing Tigers mit 3:1 (0:0,2:1,1:0) und feierten damit den ersten Auswärtssieg im Süden.

Aubin musste verletzungsbedingt umbauen. Kris Foucault und Sebastian Streu fielen heute aus, nachdem sie das Spiel am Freitag nicht beenden konnten. Den Platz von Foucault neben Matt White und Zach Boychuk nahm daher Giovanni Fiore ein. Dieser rotierte aus der Formation mit Mark Olver und Parker Tuomie heraus. Statt Fiore stürmte Eric Mik an der Seite von Olver und Tuomie. Den Platz von Streu in der vierten Reihe neben Fabian Dietz und Nino Kinder nahm Haakon Hänelt ein. Einzig Leo Pföderl, Lukas Reichel und Marcel Noebels blieben wie gegen Ingolstadt zusammen. Und im Tor stand diesmal Tobias Ancicka, während Mathias Niederberger nach seinem vierten Shutout eine Pause bekam. Zu den oben genannten Spielern fehlten weiterhin PC Labrie und Mark Zengerle.

Spiele gegen Straubing sind für die Berliner nie leicht, vor allem nicht am Pulverturm. Wie wollte man dieses Spiel heute angehen, Fabian Dietz?

Straubing ist immer unangenehm und sie sind natürlich auch gut drauf zur Zeit. Wir müssen einfach spielen, die einfachen Sachen machen und natürlich auch viel Körper spielen.

Und die Partie begann aus Berliner Sicht mit einer unnötigen Strafzeit gegen Giovanni Fiore nach zwei Minuten. Er kassierte die zwei Minuten wegen eines Checks von Hinten, welcher in der Situation unnötig war. Die Niederbayern fanden auch in ihre Powerplay-Formation, aber das Penaltykilling der Eisbären funktionierte wie bereits am Freitag sehr gut. Nach Ablauf der Strafe fuhren die Berliner einen Zwei-auf-Eins-Konter, welchen Matt White vergab. Starker Save von Sebastian Vogl, welcher zuletzt zwei Shutouts in Folge feierte.
Seine „Zu-Null-Serie“ wurde dann aber auf die Probe gestellt, als Nick Latta die erste Strafzeit der Tigers kassierte. Powerplay also für die Berliner, welches in dieser Saison durchaus eine Waffe ist. Vier Minuten hatten die Hauptstädter nun Zeit, die Führung zu erzielen. Vier Minuten, weil Latta John Ramage mit dem Schläger am Kinn verletzte, welcher daraufhin in der Kabine genäht werden musste. Die Berliner ließen die Scheibe auch gut laufen, doch Straubing machte die Räume vor dem Tor geschickt zu. So überstanden die Tigers diese brenzlige Situation schadlos.
Fortan ging es hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss, doch beide Defensivreihen arbeiteten gut vor dem Tor und ließen kaum gefährliche Torchancen zu. Viel mehr war diese Partie von der Taktik geprägt. Beide Teams stellten die Räume zu und so mussten die Aufbauspiele der Teams gut durchdacht sein.
Wenn mal Platz da war, dann durch Überzahlspiele. Sena Acolatse kassierte die nächste Straubinger Strafzeit. Berlin also mit dem nächsten Powerplay und der Chance zur Führung. Doch auch hier überzeugte die Defensivarbeit der Niederbayern, weshalb es nach 20 hart umkämpften Minuten noch 0:0 am Pulverturm stand.
Ex-Eisbär Sven Ziegler mit seinem Fazit zum Auftaktdrittel:

Es ist keine Überraschung. Berlin ist nicht umsonst auf dem ersten Platz in der Nordgruppe. Dass die hart spielen, ist auch kein Geheimnis und darauf haben wir uns eingestellt. Ich denke, die ersten 20 Minuten waren relativ ausgeglichen, Chancen auf beiden Seiten. Wir müssen weiter defensiv sehr gut stehen, so wie wir das die letzten beiden Spiele schon gemacht haben, und vorne viele Pucks aufs Tor bringen, dann sollte es klappen.

Erstmals brandgefährlich wurde es in der ersten Minute des zweiten Drittels. Jeremy Williams kam auf links zum Abschluss, sein Schuss ging an den Pfosten. Glück für die Eisbären.
Die hatten danach erneut die Möglichkeit, an ihrem Powerplay zu arbeiten. Ex-Eisbär T.J. Mulock mit der nächsten Strafzeit auf Straubinger Seite. Und die Gäste näherten sich so langsam an, aber erfolgreich waren sie auch in diesem Überzahlspiel nicht.
Fortan weiterhin eine ausgeglichene Partie, in der es hin und her ging. Beide arbeiteten hart, um sich gute Möglichkeiten zu erspielen. Und dann jubelten die Eisbären. Matt White mit dem Zuspiel von hinter dem Tor hoch an den rechten Bullykreis, wo Ryan McKiernan lauerte und per Onetimer zum 1:0 einschoss. McKiernan also wie am Freitag mit dem ersten Tor des Spiels und zudem beendete er die „Zu-Null-Serie“ vom Straubinger Goalie Sebastian Vogl. Der hatte bei diesem Schuss keine Chance, die Scheibe schlug im langen Eck ein (29.).
Dann wurden mal kurz Nettigkeiten vor Tobias Ancicka ausgetauscht. John Ramage und Kael Mouillierat mit einem guten Schlagabtausch, Ramage hatte das provoziert, weshalb Straubing aus dieser Situation mit einem Powerplay heraus kam. Doch dieses war 53 Sekunden später schon wieder Geschichte, als Marcel Brandt sich durchtankte und frei vor Ancicka zu Fall kam. Der Straubinger dachte, er wäre gefoult worden, doch er kam ins straucheln und dann zu Fall. Da er sich lautstark beschwerte, musste er wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Minuten in die Kühlbox. So ging es mit Vier-gegen-Vier weiter und danach hatte Berlin für eine gute Minute ein erneutes Powerplay. Doch in beiden Situationen passierte nichts, was den Spielstand ändern sollte.
Straubing arbeitete danach am Ausgleich, fand aber in Tobias Ancicka stets ihren Meister. Der junge Berliner Goalie mit einer sehr guten Leistung. Wie immer, wenn er in dieser Saison eingesetzt wurde. Die Eisbären lauerten auf Konter und waren dabei auch gefährlich.
Nach einem Fehler im Berliner Spielaufbau kam Benedikt Kohl an die Scheibe, legte sie an der blauen Linie quer rüber auf Adrian Klein, welcher abzog und zum 1:1 ausglich (37.). Erstes DEL-Tor für Klein, der Ancicka keine Chance ließ. Die Scheibe flatterte und nahm eine komische Flugkurve, so war Ancicka machtlos.
Zum Ende des Mitteldrittels kassierte Sena Acolatse erneut eine Strafzeit, diesmal wegen Torhüter-Behinderung. Und diesmal nutzten die Eisbären das Powerplay. Zach Boychuk mit seinem siebten Powerplaytor. Lukas Reichel bekam von Leo Pföderl die Scheibe, sah hinter dem Tor stehend Boychuk frei vor dem Tor, spielte die Scheibe zu ihm und die Berliner Nummer 89 brachte die Eisbären per Onetimer mit 2:1 in Führung (39.). 61 Sekunden vor der zweiten Drittelpause. Der perfekte Zeitpunkt für die Führung, welche die Gäste auch mit in die Kabine nahmen.
Jonas Müller, der das 1:0 durch einen klasse Check erst ermöglichte, mit seiner Analyse zum Mitteldrittel:

Wir müssen allgemein körperbetonter spielen und wir sehen ja dann, was daraus resultiert. Ich glaube, dass wir in der Nord-Runde noch nicht so viel Körper spielen mussten und ich glaube, dass die Süd-Runde wesentlich aggressiver ist, da ein bisschen mehr Körper gespielt wird. Wir können das auch und wenn wir das machen, haben wir gute Chancen.

Straubing war im Schlussdrittel nun also gefordert und nach 45 Minuten bot sich den Hausherren die Chance, in Überzahl zu spielen. John Ramage musste auf die Strafbank. Die Niederbayern ließen die Scheibe gut laufen, aber sie fanden keine Lücke. Die Box der Eisbären stand sehr gut und drängte Straubing immer wieder nach außen, von wo sie keine Lücken zum Abschluss fanden. Ein ganz starkes Penaltykilling heute wieder, wie bereits am Freitag zu Hause gegen Ingolstadt.
Danach traf es zum dritten Mal heute Nachmittag Sena Acolatse mit einer Strafzeit, welcher aber auch immer wieder darum gebettelt hat. Acolatse eben… Nun hieß es also Powerplay für die Eisbären, welche kurz vor der zweiten Pause in Überzahl erfolgreich waren. Und auch diesmal scorten die Berliner in Überzahl. Straubing bekam die Scheibe nicht raus, dann stimmte die Zuordnung nicht und Mark Olver tauchte frei vor Vogl auf. Diesen tanzte er aus und netzte per Rückhand ein – 3:1 (48.). Acolatse hatte seinem Team also erneut einen Bärendienst erwiesen mit seiner Strafzeit.
Die Special Teams waren auch danach wieder gefragt, diesmal musste das Penaltykilling der Eisbären ran. Marcel Noebels suchte die Kühlbox auf. Straubing ließ die Scheibe laufen, suchte die Abschlüsse, welche aber stets bei Tobias Ancicka endeten.
Straubing lief danach weiter an, aber die Defensivarbeit der Eisbären war weiterhin sehr stark. Sie ließen kaum etwas zu und wenn doch, war Tobias Ancicka zur Stelle. Nach vorne lauerten die Berliner auf Konter, um das Spiel endgültig zu entscheiden.
Knapp fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Hausherren die letzte Chance, noch einmal in dieses Spiel zurückzukommen. Zach Boychuk mit der nächsten Strafzeit, erneutes Powerplay für die Tigers also. Und dort hatte Matt White nach einem Fehlpass der Tigers die dicke Konterchance, aber kurz vorm Tor verlor er die Scheibe und bekam sie nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle. Glück für Straubing. Die Tigers konnten das Powerplay auch nicht nutzen.
Tom Pokel nahm auch noch eine Auszeit und Goalie Vogl vom Eis. Sie versuchten also noch einmal alles, um hier irgendwie nochmal zurückzukommen. Und sie liefen an, machten Druck, doch die Berliner Defensive machte bis zur letzten Sekunden einen sehr guten Job. Gleiches galt auch für Tobias Ancicka, der wie ein alter Hase hinten agierte und die Schüsse wegfing. So gewannen die Eisbären mit 3:1 in Straubing und feierten damit im vierten Nord-Süd-Vergleich den dritten Sieg.

Ein hartes Stück Arbeit war das aber gewesen. Doch die Eisbären nahmen den Kampf an, kämpften trotz kurzer Bank leidenschaftlich und geschlossen. Die Defensivarbeit und ein starker Goalie Tobias Ancicka sowie die Special Teams sorgten für den Unterschied heute. Zweimal trafen die Berliner in Überzahl, in Unterzahl ließen sie nichts zu. Der Siegeswille war über die vollen 60 Minuten zu sehen.
Headcoach Serge Aubin tauschte zwischendurch immer mal wieder Zach Boychuk und Lukas Reichel in der Berliner Top-Reihe, was aber laut Noebels auch an den vielen Überzahlsituationen lag:

Ja, es ist nie einfach hier. Egal ob mit oder ohne Fans. Es ist natürlich auch ein ganz schöner Kessel hier wenn es voll ist. Straubing hat uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht und wir mussten alles dafür geben und alles reinlegen, damit wir gewinnen. Wir haben hin und wieder mal den Luki mit Zach getauscht, hatte aber auch viel damit zu tun, weil wir auch im Powerplay zusammen spielen. Ich glaube der Trainer wollte mal was ausprobieren, was neues. Man muss ehrlich sagen, wir haben unsere Chancen die letzten Spiele auch nicht so genutzt, wie die Zeit davor. Wir haben genug Chancen, deswegen glaube ich, ist jetzt noch nicht der Zeitpunkt, uns Sorgen zu machen. Anders herum wäre es glaube ich schlimmer. Von uns wird halt viel verlangt und wenn es nicht läuft, sind wir halt die Ersten, die es zu spüren bekommen.

Ein weiterer Held des Spiels war übrigens John Ramage, welcher heute ordentlich was abbekommen hat. Zweimal landete ein Schläger in seinem Gesicht, im ersten Drittel wurde er danach sofort genäht und kam wieder zurück auf das Eis. Kurz vor Spielende erwischte es ihn erneut. Im Mitteldrittel lieferte er sich zudem noch einen kurzen Faustkampf. Aber Ramage ist ein harter Hund und spielte durch. Great Job, John!