5:2 in Frankfurt: Die Eisbären feiern den fünften Sieg in Serie!

Die Eisbären Berlin bleiben in der DEL auf Erfolgskurs. Am Sonntagabend gewann man bei den Löwen Frankfurt verdient mit 5:2 (2:0,1:1,2:1) und feierte damit den fünften Sieg in Serie. Hinten ließ man erneut wenig zu und vorne erwies man sich einmal mehr als eiskalt vor dem Tor. Gabriel Fontaine und Zach Boychuk trafen jeweils doppelt und waren somit die Matchwinner auf Seiten der Berliner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stellte im Vergleich zum Sieg gegen Bremerhaven am Freitagabend rein gar nichts um. So stand also auch Jake Hildebrand beim Gastspiel an alter Wirkungsstätte im Tor.

Die Hessen erwischten einen überraschend guten Saisonstart und empfingen die Berliner daher als Tabellenvierter zum Spitzenspiel in Frankfurt. Vergangene Saison konnten die Eisbären alle vier Hauptrundenspiele gegen die Löwen gewinnen. In Frankfurt setzte man sich zweimal mit 5:2 durch. Folgte heute der nächste Sieg in Hessen?

Machte einfach da weiter, wo er am Freitag aufgehört hat: Gabriel Fontaine traf erneut doppelt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären mit dem Traumstart ins Spiel. Gabriel Fontaine mit dem 1:0 nach gerade einmal 20 Sekunden. Doch danach waren die Eisbären nach drei Strafen in Folge in Unterzahl gefordert, dabei auch mal mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Doch die Berliner überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor.
Danach zur Abwechslung auch mal die Berliner in Überzahl, in der man auch die Formation fand, aber die Lücke in der Frankfurter Defensive nicht.
Fortan gab es endlich mal Fünf-gegen-Fünf-Hockey zu sehen, bei dem es munter rauf und runter ging, ohne sich dabei jedoch nennenswerte Chancen zu erspielen. Frankfurts aggressives Forechecking war in dieser Phase aber sehr auffällig, womit sie die Eisbären früh unter Druck setzten.
Die Berliner erwiesen sich aber wie am Freitag als eiskalt vor dem Tor. Leo Pföderl mit dem Pass in den Slot zu Zach Boychuk und der hämmerte die Scheibe ins Netz – 2:0 (15.). Pföderl scorte saisonübergreifend damit im 15. Spiel in Folge. Was für eine Serie von Leo!
Mit diesem Spielstand ging es am Ende auch in die erste Drittelpause. Die Eisbären effektiv vor dem Tor und stark in Unterzahl, Frankfurt glücklos im Abschluss. Aber trotzdem kein schlechter Auftritt der Hessen.

Scorte saisonübergreifend im 15. Spiel in Folge: Leo Pföderl (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im Mitteldrittel waren die Special Teams wieder gefragt. Zunächst ließen die Eisbären ein Powerplay ungenutzt, wenig später durften die Hessen mit einem Mann mehr ran. Aber da unterlief den Löwen ein kapitaler Fehler hinter dem eigenen Tor. Freddy Tiffels mit dem Forecheck, Juho Olkinuora wurde somit unter Druck gesetzt und sein Pass auf Kevin Maginot wurde von Tiffels abgefangen. Der hatte anschließend das Auge für Fontaine, der mühelos einschießen konnte – 3:0 in Unterzahl (27.). Zehn Torschüsse hatten die Eisbären zu diesem Zeitpunkt abgegeben, drei davon landeten im Netz. Was für eine Quote der Berliner! Im anschließenden Powerplay hatten die Eisbären sogar die Chance auf das vierte Tor, doch es sollte ihnen nicht gelingen.
Die Gastgeber ließen sich aber davon nicht beirren und waren weiterhin bemüht, hier auch auf das Scoreboard zu kommen. Doch die Eisbären standen defensiv sehr kompakt und ließen kaum etwas gefährliches der Hessen zu.
Die Löwen in der Schlussphase mit einem weiteren Powerplay und diesmal klingelte es im Berliner Tor. Dominik Bokk mit einer starken Aktion und einem überragenden Handgelenkschuss aus dem Stand heraus – 3:1 (37.). Und natürlich trifft wieder ein Ex-Eisbär gegen die Hauptstädter.
Frankfurt war durch den Anschlusstreffer jetzt richtig beflügelt und setzte die Eisbären nochmal gehörig unter Druck, schwächte sich durch eine Strafzeit dann aber nochmal selbst. So nahmen die Berliner eine 3:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Auch Frederik Tiffels überzeugte mit drei Scorerpunkten gegen Frankfurt (ein Tor/zwei Assists) (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese bauten die Berliner früh im Schlussdrittel aus. Bullygewinn durch Fontaine, Geibel haute die Scheibe auf das Tor, Olkinuora konnte die Scheibe nicht festhalten, Tiffels schnappte sich den Puck und netzte per Bauerntrick ein – 4:1 (44.). Damit raubte man den Frankfurtern natürlich jegliche Hoffnung auf Punkte gegen den Deutschen Meister. Auch wenn im Eishockey viel möglich ist, so machte es heute Abend nicht den Anschein, als würden die Hessen einen Drei-Tore-Rückstand gegen Berlin aufholen können.
Aber die Hessen versuchten es trotzdem weiter, was man ihnen hoch anrechnen musste. Die Moral stimmte bei den Löwen Frankfurt. Doch die Defensive der Eisbären ließ nach wie vor nicht viel zu und Frankfurt fand auch kein Mittel dagegen.
Löwen-Coach Tom Rowe nahm 5:36 Minuten vor dem Ende seine Auszeit und zog nach dieser den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Man ließ hier also nichts unversucht, doch am Ende nutzten es die Eisbären durch Zach Boychuk zum 5:1 aus (57.).
Der Schlusspunkt war dieser Treffer aber nicht, denn für den sorgte am Ende Markus Lauridsen in der Schlussminute – 5:2 (60.).
Die Eisbären machten also das dritte Sechs-Punkte-Wochenende der Saison klar und feierten zudem den fünften Sieg in Serie. Und zum dritten Mal in Folge hieß es am Ende 5:2 für die Eisbären bei den Löwen Frankfurt.

4:3-Sieg im Spitzenspiel: Die Eisbären beenden Bremerhavens Serien

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #8:

Heimsieg im Spitzenspiel! Die Eisbären Berlin haben die erste Final-Neuauflage gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven knapp mit 4:3 (1:1,1:0,2:2) gewonnen und den Pinguins damit die erste Niederlage nach 60 Minuten zugefügt. Am Ende war es ein Sieg des Willens von den Eisbären, die gleich mehrere Serien des Gegners beendeten. Neben der ersten Niederlage in der regulären Spielzeit war es die gegentorlose Zeit, das erste 0:1 in einem Ligaspiel und zudem die ersten Gegentore in Unterzahl.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte ein wenig aufatmen, denn mit Korbinian Geibel und Marcel Noebels kehrten zwei zuletzt verletzte Spieler zurück ins Line-up. Dadurch ergaben sich natürlich Veränderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen Nürnberg am Sonntag. Geibel rückte in der Defensive an die Seite von Eric Mik. In der Offensive blieb einzig die zuletzt perfekt harmonierende Reihe um Zach Boychuk, Leo Pföderl und Ty Ronning zusammen. Gabriel Fontaine und Freddy Tiffels bekamen Lean Bergmann an die Seite. Liam Kirk und Blaine Byron bildeten zusammen mit Rückkehrer Noebels eine Formation. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Eric Hördler. Maxim Schäfer war als 13. Stürmer dabei. Das Tor hütete Jake Hildebrand, währen Linus Vieillard als Back-up auf der Bank Platz nahm.

So viel zur Aufstellung der Berliner. Kommen wir aber mal zum heutigen Gegner aus Bremerhaven, der in allen sieben Ligaspielen gepunktet und dabei fünf Siege eingefahren hat. Vor allem die Defensive stach bisher heraus, was sechs Gegentore in sieben Spielen beweisen. In den letzten drei Spielen kassierte Bremerhaven mit Maximilian Franzreb im Tor nur ein Gegentor. Dennoch stand heute Kristers Gudlevskis im Tor, aber auch der hatte überragende Werte vorzuweisen (zwei Spiele/ein Shutout). Konnten die Eisbären das Abwehr-Bollwerk der Pinguins knacken oder feierte Bremerhaven den dritten Hauptrundensieg in Folge in Berlin?

Ty Ronning (links) und Leo Pföderl bejubeln das 1:0 gegen Bremerhaven. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären hatten so ihre Probleme, ins Spiel zu finden. Bremerhaven hingegen war das Selbstvertrauen aus den letzten Ligaspielen anzumerken. Die ersten Abschlüsse kamen allesamt von den Gästen, welche Jake Hildebrand aber noch vor keine größeren Probleme stellten.
Die Hausherren tasteten sich so langsam aber sich vor und eröffneten nach acht Minuten das Spitzenspiel. Nach zwei gegentorlosen Spielen hatte es Bremerhaven also mal wieder erwischt. Aber Leo Pföderl wurde auch nicht entscheidend angegriffen, weshalb er die Scheibe problemlos im Tor versenken konnte – 1:0. Die Vorarbeit kam natürlich von seinen Reihenpartnern Zach Boychuk und Leo Pföderl. Da haben sich drei gefunden, die extrem gut zusammen harmonieren.
Die Effektivität war zurück bei den Eisbären, denn mit dem dritten Torschuss der Partie hatten sie Kristers Gudlevskis bereits überwunden. Und zugleich war es Balsam für die geschundene Eisbären-Seele nach dem Debakel in Fribourg.
Doch die Gäste schlugen in Überzahl zurück. Der Karawanken-Express hatte mal wieder geliefert, Miha Verlic vollendete zum 1:1 (11.).
So ein wenig fehlte das Tempo im ersten Drittel des Spitzenspiels. Vor allem die Taktik dominierte hier die ersten 20 Minuten. Beide Mannschaften waren zunächst einmal darauf bedacht, sicher zu stehen und keine Fehler zu produzieren. Für den Zuschauer sicherlich nicht unbedingt schön anzusehen, wenn gleich es bis hierhin bereits zwei Tore zu sehen gab. Dabei blieb es aber auch bis zur ersten Drittelpause.

Ty Ronning vergab im Mitteldrittel einen Penalty. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel nahm das Spitzenspiel dann so allmählich Fahrt auf und Bremerhaven dominierte das Spiel in dieser Phase. Die Eisbären wurden immer mehr ins eigene Drittel gedrängt, konnten dem Druck des Vizemeisters aber bis hierhin standhalten. Doch das 2:1 für die Pinguins lag so ein wenig in der Luft.
Nach dem Powerbreak waren die Eisbären für kurze Zeit wieder besser drin im Spiel und Ty Ronning konnte nur per Haken gestoppt werden. Die Folge war ein Penalty für die Berliner, aber Ronning vergab die dicke Chance zur erneuten Führung.
Doch danach weiterhin Bremerhaven im Vorwärtsgang, die Eisbären taten sich enorm schwer, überhaupt mal gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. Die Möglichkeit dazu ergab sich dann fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause, als Bremerhaven eine Strafzeit kassierte. Das Problem? Die Pinguins waren bisher noch ohne Gegentor in 18 Unterzahlspielen. Bis heute Abend, dann klingelte es erstmals mit einem Mann weniger im eigenen Tor. Gabriel Fontaine war der Torschütze, letztendlich war es aber Maxim Rausch, welcher seinen Goalie überwand – 2:1 (36.).
Die Effektivität war wieder zurück, denn mit dem zehnten Torschuss gingen die Eisbären erneut in Führung. Angedeutet hatte sich das nicht, aber am Ende zählen eben Tore und da lagen die Eisbären wieder mit einem vorne. Und das nach 40 gespielten Minuten. Doch noch lagen 20 harte Minuten vor dem deutschen Meister.

War auch heute in den entscheidenden Momenten wieder zur Stelle: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Denn der Vizemeister aus Bremerhaven würde im letzten Drittel nochmal alles geben. Und Miha Verlic hatte die dicke Chance zum 2:2, als er frei durch war, doch sein Endgegner hieß einmal mehr Jake „Die Wand“ Hildebrand. Was für ein überragender Save vom Berliner Goalie!
Die Gäste dann wieder in Überzahl und erneut klingelte es im Berliner Tor. Und es war schon wieder Miha Verlic, der auch das zweite Powerplay von Fischtown nutzen konnte – 2:2 (46.). Der mehr als verdiente Ausgleich für Bremerhaven.
Doch kurz darauf waren die Eisbären wieder ein Mann mehr auf dem Eis. Bis hierhin hatten beide Teams eine 100 Prozent Powerplayquote in diesem Spiel. Was sich auch im zweiten Powerplay der Eisbären nicht änderte, denn Marcel Noebels brachte die Scheibe auf das Tor und Freddy Tiffels hielt die Kelle rein – 3:2 (49.).
Konnten die Gäste auch den dritten Rückstand egalisieren oder schafften es die Eisbären, den Vorsprung auszubauen? Letzteres war der Fall. Die Eisbären mit einer guten Phase, in der sie das 4:2 nachlegen konnten. Freddy Tiffels scheiterte noch, doch Gabriel Fontaine war zur Stelle und traf zum zweiten Mal an diesem Abend (53.).
Den Gästen aus Bremerhaven drohte somit am achten Spieltag in der Hauptstand der erste Nuller der Saison. Und die Zeit lief gegen Fischtown, die hier zwei Tore aufholen mussten, um doch noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause zu nehmen. Und dafür riskierten sie alles, nahmen ihren Goalie vom Eis und belohnten sich dafür. 84 Sekunden waren noch auf der Uhr, da schlug es zum dritten Mal an diesem Abend hinter Jake Hildebrand ein. Phillip Bruggisser hatte abgezogen – 4:3 (59.).
Und die Gäste drängten am Ende nochmal ordentlich und feuerten aus allen Rohren, doch die Eisbären brachten das knappe 4:3 über die Zeit.

3:2 nach 0:2! Ty Ronning schießt die Eisbären zum Sieg im SAP Garden

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #6:

Die Eisbären Berlin haben den ersten Vergleich mit Red Bull München in der Saison 2024/2025 knapp aber verdient für sich entschieden. Am Ende setzte man sich im neuen SAP Garden mit 3:2 (0:1,1:1,2:0) durch und fügte den Münchnern dabei die erste Niederlage in dieser Saison und zugleich die erste Niederlage in der neuen Arena zu. Unterstützt von über 1.000 Eisbären-Fans, welche per Sonderzug, Bussen und Autos angereist sind, dominierten die Eisbären die Partie über weite Strecken und drehten dabei einmal mehr einen 0:2-Rückstand. Ist man in diesen Tagen von den Hauptstädtern ja gewohnt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte wieder auf Stürmer Ty Ronning zurückgreifen, was zu Änderungen an den Offensivreihen führte. So stürmte der Rückkehrer Ronning direkt an der Seite von Zach Boychuk und Leo Pföderl. Liam Kirk, Blaine Byron und Lean Bergmann bildeten die zweite Reihe. Eric Hördler rückte wieder in die dritte Reihe vor und spielte zusammen mit Gabriel Fontaine und Freddy Tiffels. Die nominell vierte Reihe bestand aus Maxim Schäfer, Manuel Wiederer und Yannick Veilleux. Michael Bartuli stand als 13. Stürmer im Line-up.
In der Defensive gab es genau eine Änderung. Jonas Stettmer startete zwischen den Pfosten, während Jake Hildebrand eine Pause bekam und als Back-up auf der Bank saß.

Für die Eisbären eine enorm schwere Aufgabe, hatte Gegner München doch zuvor alle vier Ligaspiele gewonnen. Die Eisbären hingegen kamen mit dem Gefühl von vier Hauptrundensiegen in der vergangenen Saison ans Oberwiesenfeld. Konnte man diese beeindruckende Serie gegen den Erzrivalen fortsetzen?

Andreas Eder mit dem 1:0 für München. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren vom ersten Bully weg richtig gut drin im Spiel. Man spielte ein starkes Forechecking, was München vor Probleme stellte. So spielten sich die ersten Minuten im Drittel der Hausherren ab. Doch dann schnappte sich Konrad Abeltshauser die Scheibe, sah Andreas Eder komplett alleine an der gegnerischen blauen Linie stehen und der war frei durch und ließ Stettmer keine Chance – 0:1 (4.). Mit der ersten Chance die Führung für München und die kalte Dusche für die Eisbären.
Die Berliner ließen sich davon aber nicht beirren und zogen ihren Gameplan weiter durch. Aggressives Forechecking, Schüsse aus allen Lagen und Mathias Niederberger unter Dauerbeschuss nehmen. Der ehemalige Berliner Goalie bekam viel mehr zu tun als ihm lieb war. Das einzige was noch fehlte, war das Berliner Tor. Chancen dafür waren genügend vorhanden, aber u.a. Leo Pföderl und Eric Hördler vergaben beste Chancen. Letzterer scheiterte sogar am Pfosten.
Von München war erstaunlich wenig zu sehen und wenn dann nur nach Fehlern der Eisbären. Ein weiterer Fehler sorgte für den nächsten Alleingang von Chris DeSousa, diesmal ließ sich Jonas Stettmer aber nicht überwinden. So blieb es beim 0:1 aus Eisbären-Sicht und eigentlich fragten sich alle Fans, zumindest die Berliner, warum es so stand. So überlegen wie die Eisbären bei bis dato ungeschlagenen Münchnern waren. Aber noch waren ja 40 Minuten zu spielen.

Hielt seine Mannschaft mehrfach im Spiel: RB-Goalie Mathias Niederberger (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Doch München hatte den besseren Start ins Mitteldrittel, auch bedingt durch zwei Strafzeiten gegen die Eisbären. Und so war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Gastgeber das zweite Tore nachlegten. Taro Hirose brachte die Scheibe aufs Tor und am Ende fälschte sie Tobias Rieder entscheidend ab – 0:2 (24.).
Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf keinesfalls wieder, aber am Ende ist halt entscheidend, was auf dem Videowürfel steht. Und da stand ein 2:0 für München, die zu Beginn des zweiten Drittels ihre beste Phase des gesamten Spiels hatten. Beflügelt vom Spielstand spielte München inzwischen deutlich besser, konnte aber kein weiteres Tor erzielen.
Ab Mitte der Partie übernahmen dann aber die Eisbären wieder das Kommando. Die Eisbären feuerten aus allen Lagen, aber Mathias Niederberger hatte eine sehr starken Tag erwischt. Es schien in der Phase fast schon so, als wäre es eines dieser berühmten Spiele, wo du noch so viel schießen kannst – die Scheibe wird nicht den Weg ins Tor finden. Doch dann kam Freddy Tiffels mit einer richtig schönen Einzelaktion, welche die Eisbären endlich auf das Scoreboard brachte – 1:2 (34.).
Danach nochmal Chancen auf beiden Seiten, aber weitere Tore sollte im Mitteldrittel nicht fallen, weshalb die Eisbären weiterhin einem Rückstand hinterher liefen.

Matchwinner bei Rückkehr in den Kader: Ty Ronning (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Doch nur bis zur 47. Spielminute, denn da sorgte Zach Boychuk für den Ausgleich in Überzahl. Kai Wissmann hatte abgezogen und Boychuk hielt die Kelle in den Schuss – 2:2. Der hochverdiente Ausgleich, der für kollektiven Jubel im Gästeblock und Ruhe im Heimblock sorgte.
Mal wieder hatten die Eisbären also Moral bewiesen und ein 0:2 aufgeholt – zum dritten Mal in Folge. Und die Eisbären wollten jetzt mehr, wollten den Sieg. Aber immer wieder scheiterten sie am Münchner Goalie. Die Berliner dominierten das Spiel weiter nach Belieben, kamen am Ende auf ein Torschussverhältnis von 49:22 – in München, das ist mal eine Ansage. Und knapp drei Minuten vor dem Ende des Spiels hatten die Berliner das Spiel endgültig gedreht. Der Druck der Hauptstädter wurde immer größer, München bekam die Scheibe nicht raus, vor dem Tor von Mathias Niederberger entstand ein Gewühl, in dem Ty Ronning die Übersicht behielt und zum 3:2 traf (57.).
Am Ende war das der Siegtreffer, denn München fand keine Antwort mehr darauf, weil die Eisbären aber auch nichts mehr zugelassen hatten. Mal wieder war es eine am Ende geschlossene Mannschaftsleistung, welche den Sieg möglich gemacht hat. Das Team spielt sich immer mehr ein, die Abläufe werden immer mehr verinnerlicht und auch die Moral ist nach wie vor in Takt. Denn dreimal in Folge einen 0:2-Rückstand aufzuholen, zeugt eben von jener Moral. Wenn gleich man daran arbeiten wird, in den nächsten Spielen nicht schon wieder einem 0:2-Rückstand hinterher zu rennen. Und wie wichtig jeder einzelne Spieler ist, hat man auch in München wieder einmal gesehen. Ty Ronning kehrte zurück in den Kader und war am Ende der Matchwinner.

6:2 in Köln: Statement-Sieg der Eisbären Berlin zum Saisonstart

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #4:

Die Eisbären Berlin sind furios in die neue DEL-Saison gestartet. Bei den Kölner Haien setzte sich der DEL-Rekordmeister verdient mit 6:2 (1:0,3:1,2:1) durch und feierten damit einen perfekten Saisonstart. Die Berliner erwiesen sich einmal mehr als eiskalt und effektiv vor dem Tor, dazu aber auch als sehr abgezockt in der Spielweise. Köln hat trotz des hohen Ergebnis ein gutes Spiel abgeliefert, konnte seine Chancen aber nicht nutzen.

Eisbären-Coach Serge Aubin hatte das selbe Personal zur Verfügung wie beim letzten Spiel in der CHL gegen Prag. Es kam also keiner der verletzten Spieler zurück, weshalb die Reihenzusammensetzungen auch gleich blieben. Somit stand auch Youngster Maxim Schäfer im Kader und gab neben den weiteren Neuzugängen sein DEL-Debüt. Im Tor stand Jake Hildebrand, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es ist der ewig junge DEL-Klassiker zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. In den letzten Jahren meistens mit dem besseren Ende für die Hauptstädter. Auch in der vergangenen Saison, als man drei der vier Vergleiche mit den Domstädtern für sich entscheiden konnte. Aber wie vor jeder Saison starten die Haie auch in dieser Saison wieder mit sehr hohen Erwartungen in die neue Spielzeit. Dafür wurde der Kader sehr gut verstärkt und mit Kari Jalonen hat ein neuer Head Coach das Sagen hinter der Kölner Bande.

Von Beginn an war es eine sehr elektrisierende Atmosphäre in der Lanxess-Arena. Die Fans waren heiß auf den Saisonstart. Und in Köln sehnt man sich seit über 20 Jahren nach der nächsten Meisterschaft. Druckvoller Start von beiden Mannschaften, welche direkt die neutrale Zone überbrückten und im Angriffsdrittel auch den Abschluss suchten. Beide Teams hatten immer wieder ihre Phasen im gegnerischen Drittel. Auch das aggressive Forechecking von beiden Teams war in der Anfangsphase gut zu sehen.
Hochkarätige Torchancen suchten man zunächst vergebens, weil beide Defensivreihen sehr gut verteidigten. Auch im jeweils ersten Powerplay beider Teams überzeugten eher die Penalty Killing Teams als die Powerplay-Formationen. Trotz allem ein sehr ansehnliches Spiel.
In der 13. Spielminute dann die Führung für den Deutschen Meister. Gabriel Fontaine mit seinem Premierentor, welches er förmlich hinein gearbeitet hatte – 1:0.
Danach die Hausherren bemüht, aber die Eisbären verteidigten weiterhin sehr leidenschaftlich. Nach vorne hatten die Berliner noch ein, zwei gute Chancen, aber es blieb beim 1:0 nach dem ersten Drittel. Auch, weil Justin Schütz die erste hochkarätige Chance liegen ließ kurz vor der ersten Pause. Das hätte der Ausgleich sein müssen, aber Jake Hildebrand hatte etwas dagegen.

Jener Schütz hatte auch früh im zweiten Drittel die nächste dicke Chance. So frei darfst du den Torjäger nicht zum Schuss kommen lassen. Zum Glück für die Eisbären vergab er auch diese Chance.
Weiterhin war es eine sehr muntere und sehr temporeiche Partie, in der es hin und her ging. Die Chancen wurden auch immer zwingender und gefährlicher. Vor allem Köln hatte eine richtig druckvolle Phase, in der die Eisbären große Probleme hatten. Da lag der Ausgleich so ein wenig in der Luft.
Der sollte Mitte der Partie auch fallen, aber es war eine Sequenz, in der zunächst Marcel Noebels einen Alleingang vergab und Köln im Gegenzug einen Konter eiskalt abgeschlossen hatte. Die dritte Chance nutzte Justin Schütz diesmal und glich zum verdienten 1:1 aus (31.).
Köln drückte direkt nach dem Ausgleich weiter aufs Tempo und war in dieser Phase dem Führungstreffer sehr nahe. Die Eisbären suchten in diesem Drittel so ein wenig nach ihrer Form, hatten wenig Offensivaktionen. Eric Hördler hatte dann mal eine gute Chance per Onetimer, traf die Scheibe jedoch nicht richtig.
Kari Jalonen hatte in der Kabine die richtigen Worte gefunden, denn Köln trat hier deutlich anders auf als im ersten Drittel.
Fortan eine doch sehr zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen. Keine Mannschaft konnte sich wirklich einen Vorteil erarbeiten. Es ging munter hin und her, aber es schlichen sich zunehmend viele Fehler im Spielaufbau ein.
In der Schlussphase drehten dann die Hauptstädter auf und schockten Köln mit zwei schnellen Toren. Zunächst war es Freddy Tiffels, welcher auf 2:1 stellen konnte (36.). Und nur 24 Sekunden später eine klasse Einzelaktion von Eric Hördler, welche er sehr sehenswert zum 3:1 abgeschlossen hatte (37.).
Die Eisbären erwiesen sich also wieder als sehr effektiv und kaltschnäuzig. Köln machte hier eine überragende Partie, einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Aber es zeigte sich bereits in diesem Drittel, dass du deine Chancen gegen die Berliner nutzen musst, wenn du sie schlagen willst. Ein weiteres Beispiel war das Berliner Powerplay kurz vor Ende des Mitteldrittels, als zunächst der Pfosten im Weg stand und Gabriel Fontaine eiskalt abstaubte – 4:1 (39.).
So führten die Gäste aus der Hauptstadt nach 40 Minuten sehr deutlich, was dem Spielverlauf der ersten 15 Minuten im zweiten Drittel aber nicht gerecht wurde. Doch Trainer Serge Aubin stellte ein wenig um und das griff sofort. Nun war Kari Jalonen wieder gefragt, ein Gegenmittel zu finden. 20 Minuten blieben ihm dafür noch.

Früh im letzten Drittel bot sich den Gastgebern die Chance, in Überzahl wieder heranzukommen. Aber das Penalty Killing der Eisbären ließ kaum etwas zu. Ein Tor hätte die Haie nochmal zurück ins Spiel gebracht und die Arena wäre damit natürlich auch wieder da gewesen.
Die Eisbären konzentrierten sich im Schlussdrittel zunächst vorrangig auf die eigene Defensive und lauerten auf Konter, um das Spiel endgültig zu entscheiden. Köln blieb zwar weiterhin bemüht, aber die Eisbären verteidigten das gut weg.
Die Hauptstädter ließen wenig anbrennen im Schlussdrittel, beschäftigten die Haie fortan mehrfach im eigenen Drittel und ließen sie einfach nicht mehr ins Spiel kommen. Das Forechecking der Eisbären stellte Köln vor große Probleme. Und vor allem nahm man damit Zeit von der Uhr.
In den letzten drei Minuten überschlugen sich die Ereignisse nochmal. Zunächst war es Liam Kirk mit seinem Premierentor zum 5:1 (57.), ehe Marco Münzenberger den zweiten Treffer für Köln erzielte (59.). Für den Schlusspunkt sorgte am Ende erneut Liam Kirk, der das halbe Dutzend vollmachte – 6:2 (60.).

Am Ende ein in der Höhe vielleicht etwas zu hoher Sieg, aber spiegelt er doch die Kaltschnäuzigkeit der Eisbären vor dem Tor wider. Das Team harmoniert schon wieder sehr gut zusammen, die Neuzugänge haben sich nahtlos ins Top-Team der Berliner eingefügt. Gabriel Fontaine ragte dabei mit vier Scorerpunkten hervor. Auch die Youngster Eric Hördler und Maxim Schäfer lieferten eine klasse Partie. Es war also ein rundum perfekter Abend in Köln, der auf eine weitere erfolgreiche Berliner Saison hoffen lässt.

3:2 n.P. gegen Pardubice: Die Eisbären erkämpfen sich mit einer sehr leidenschaftlichen Leistung zwei Punkte gegen das tschechische Top-Team

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #2:

Die Eisbären Berlin haben ein Ausrufezeichen in der Champions Hockey League (CHL) gesetzt. Am Freitagabend bezwang man das tschechische Top-Team Dynamo Pardubice verdient mit 3:2 n. P. (1:1,1:0,0:1/0:0,1:0) und feierte damit den zweiten CHL-Sieg in Serie. 4.227 Zuschauer im ausverkauften Wellblechpalast sahen eine Partie auf sehr hohem europäischen Niveau. So diesem Zeitpunkt der Saison durchaus überraschend. Am Ende hatten die Eisbären das bessere Ende auf ihrer Seite und das, obwohl Serge Aubin einige Personalprobleme zu verkraften hatte.

In der Defensive musste der Head Coach gleich auf drei Spieler verzichten. Marco Nowak, Rio Kaiser und Korbinian Geibel fehlten verletzungsbedingt. Auch in der Offensive stand u.a. Ty Ronning nicht zur Verfügung. So mussten die Berliner heute mit nur fünf Verteidigern auskommen. Jonas Müller und Kai Wissmann sowie Olivier Galipeau und Mitch Reinke bildeten die Verteidigerpaare. Eric Mik war der fünfte Defender im Line-up des Deutschen Meisters.
Auch in der Offensive musste Serge Aubin umstellen. Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leo Pföderl blieben als einzige Angriffsreihe zusammen. Liam Kirk und Blaine Byron bekamen statt Ty Ronning heute Lean Bergmann an ihre Seite. Freddy Tiffels stürmte mit Gabriel Fontaine und Eric Hördler zusammen. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Maxim Schäfer, Manuel Wiederer und Yannick Veilleux.
Im Tor stand Jake Hildebrand, Jonas Stettmer saß als Back-up auf der Bank.

Hart umkämpft ging es zur Sache zwischen den Eisbären und Pardubice (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Voraussetzungen waren also nicht die besten für das Duell mit dem CHL-Tabellenführer. Und doch hielt es die Eisbären nicht davon ab, druckvoll ins Spiel zu starten. Von Beginn an spielten die Berliner mit sehr hohem Tempo und sehr hoher Intensität. Man hatte sich sichtbar etwas vorgenommen gegen die Tschechen. Man spielte ein gutes Forechecking und störte Pardubice damit immer wieder. Damit stellte man sie auch vor Probleme, denn damit hatten sie nicht so recht gerechnet. Auch im ersten Powerplay überzeugten die Eisbären mit guten Spielzügen und einem guten Aufbau. Von Erfolg war dieses aber noch nicht gekrönt.
Mit zunehmender Spieldauer kam auch Pardubice besser ins Spiel und es entwickelte sich ein weiterhin sehr rasantes Spiel. Auf Tore mussten die Zuschauer jedoch bis zur zwölften Spielminute warten. Lean Bergmann war es, der den Torreigen eröffnete – 1:0. Die Führung sollte jedoch nur knappe zwei Minuten halten, denn dann glichen die Gäste in Überzahl zum 1:1 aus. Martin Kaut war der Torschütze (14.). Dabei hatten die Eisbären bis dahin ein sehr starkes Penalty Killing gezeigt, aber am Ende war es ein Tor des Willens, denn die Scheibe wurde förmlich herein gearbeitet. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Brachte die Eisbären im Mitteldrittel wieder in Führung: Freddy Tiffels (links) (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das Mitteldrittel begann mit sehr hoher Intensität. Jeder Zuschauer, der heute den Weg in den altehrwürdigen Wellblechpalast gefunden hatte, hatte sein Kommen nicht bereut. Denn beide Teams boten europäisches Eishockey auf Spitzen-Niveau. Die Eisbären fanden wieder besser rein ins Drittel und erspielten sich leichte Vorteile. Und dennoch war immer wieder Vorsicht geboten, wenn Pardubice im Angriff war. Was aber weiterhin nicht sehr oft der Fall war, denn die Hauptstädter verstanden es, Pardubice so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Man hielt sie sehr gut weg vom eigenen Tor und aus den gefährlichen Räumen. Die Tschechen konterten das mit einer teilweise sehr ruppigen Spielweise, auf die sich die Eisbären aber einließen und gut dagegen hielten.
Auch im Mitteldrittel ließen Tore lange auf sich warten und am Ende war es auch nur eins, aber dieses hatte es in sich. Kapitän Kai Wissmann hatte sich klasse durchgetankt und genau im richtigen Zeitpunkt die Scheibe in den Lauf von Freddy Tiffels gespielt, welcher am Ende zum 2:1 einnetzen konnte (34.). Was für eine starke Kombination!
Erst in der Schlussphase konnte Pardubice mal so etwas wie Druck entfachen, aber die Defensive der Eisbären verteidigte das mit enorm viel Leidenschaft weg. Aber nicht nur die Defensive, nein, alle Feldspieler arbeiteten heute enorm hart für den Erfolg. Genau das hatte Trainer Aubin nach Spielende auch nochmal hervorgehoben, als er Verteidiger und Stürmer für ihren Einsatz lobte.

War am Ende mit zwei Toren im Penaltyschießen der Matchwinner: Leo Pföderl (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Genau diesen leidenschaftlichen Einsatz brauchte es auch im Schlussdrittel, denn die Tschechen warfen im letzten Drittel nochmal alles nach vorne. Pardubice dominierte das letzte Drittel, setzte die Eisbären immer wieder unter Druck und drängte auf den Ausgleich. Aber auch hier verteidigten die Eisbären das mit sehr hoher Leidenschaft. Jeder kämpfte für jeden. Genau das will das Trainerteam sehen.
Die Eisbären waren aber nicht nur in die eigene Zone gedrängt, nein, sie hatten auch ihre Chancen. Und die erste schon Sekunden nach Wiederbeginn, als Liam Kirk mit einem Alleingang scheiterte. Wenn der Neuzugang da getroffen hätte, wäre die Partie wohlmöglich früher entschieden gewesen.
So aber mussten die Eisbären weiter zittern, überstanden auch ein sehr starkes Powerplay von Pardubice, mussten dann aber doch 1:37 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den erneuten Ausgleich hinnehmen. Mit sechs Mann auf dem Eis schlug deren Top-Scorer Roman Červenka zu und sicherte Pardubice doch noch einen Punkt und die Verlängerung.

Erleichterung nach Spielende bei den Spielern der Eisbären Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch diese war hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts und gaben alles. Pardubice dominierte die Overtime, aber auch die Eisbären tauchten zweimal gefährlich vor dem tschechischen Tor auf. Trotzdem blieb die Verlängerung torlos und so musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Durchaus keine Parade-Disziplin der Hauptstädter, aber heute klappte es. Und doch bedurfte es satte zwölf Schützen (beide Teams zusammengerechnet), ehe die Entscheidung fiel. Am Ende war es Leo Pföderl, welcher gleich zweimal im Penaltyschießen erfolgreich war. Somit sicherte er den Eisbären den mehr als verdienten Extrapunkt.

Drei Punkte wären aber möglich gewesen und darüber ärgerte man sich auch kurz. Und doch stellte Kapitän Kai Wissmann nach dem Spiel fest, dass man auch mit den zwei Punkten zufrieden sein muss. Denn man hat gegen ein Top-Team ein super Spiel abgeliefert. Und das arg dezimiert. Aber die Eisbären haben mit enorm viel Leidenschaft gespielt und gezeigt, zu was sie zu leisten imstande sind in dieser Saison. Für den Zeitpunkt der Saison war das schon eine erstaunlich starke Leistung auf sehr hohem Niveau. Der Konkurrenz dürfte Angst und Bange sein, dass die Eisbären bereits wieder in guter Frühform sind. Und wie gesagt, dass noch lange nicht in Bestbesetzung.

4:2 nach 0:2! Die Eisbären beweisen Moral und schlagen Oulu

Im Rahmen des Turniers im tschechischen Budweis trafen die Eisbären Berlin am Freitagabend auf das finnische Top-Team von Kärpät Oulu. Am Ende setzte sich der Deutsche Meister vor 520 Fans mit 4:2 (1:2,1:0,2:0) durch und bewies dabei Moral. Denn der Start ins Spiel verlief nicht nach Maß und so lief man erst einmal einem 0:2-Rückstand hinterher. Aber die Berliner bewiesen Ruhe und kämpften sich zurück in Spiel und feierten am Ende dann auch einen verdienten Sieg.

Im Line-up fehlte Liam Kirk erwartungsgemäß, da er mit der britischen Nationalmannschaft in Dänemark um ein Ticket für Olympia 2026 kämpft. Dafür stand Yannick Veilleux im Kader der Mannschaft von Head Coach. Im Tor stand erneut Jake Hildebrand.

Brachte die Eisbären im ersten Drittel zurück in Spiel: Blaine Byron (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Oulu kam gut rein ins Spiel, auch bedingt durch eine frühe Strafzeit gegen Rio Kaiser. Und die Finnen belohnten sich für die gute Anfangsphase mit dem 1:0 in Überzahl durch Reid Gardiner per Onetimer vom linken Bullykreis (6.). Es war der erste Gegentreffer in der Vorbereitung für die Hauptstädter.
Die Chance auf den schnellen Ausgleich ließen die Berliner ungenutzt, denn auch die Eisbären hatten in den ersten zehn Minuten des Auftaktdrittels ihr erstes Powerplay. Doch Oulu ließ nicht viel zu in Unterzahl.
In der Folge erwies sich Oulu als äußerst abgezockt. Schneller Angriff der Finnen und am Ende eines Doppelpasses erhöhten die Finnen auf 2:0 (13.). Für die Eisbären ging das zu schnell.
Die Mannschaft von Serge Aubin war aber keinesfalls geschockt und hatte ebenso seine Phasen im Angriffsdrittel. Und fünf Minuten vor der ersten Pause schlugen die Eisbären dann auch eiskalt zu. Blaine Byron mit dem 1:2 auf Zuspiel von Eric Hördler (15.).
In der Folge wollten die Berliner auch noch den Ausgleich erzielen, was ihnen aber nicht gelingen sollte. Auch nicht in einem weiteren Powerplay übrigens. So stand es nach sehr unterhaltsamen 20 Minuten 2:1 für Oulu.

Erzielte im Fallen das 2:2: Manuel Wiederer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nachdem die Eisbären zu Beginn noch eine Unterzahl überstehen mussten, das aber problemlos schafften, schalteten sie den Vorwärtsgang ein und waren die spielbestimmende Mannschaft. Dabei erspielte man sich auch gute Chancen. Es wirkte in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels fast wie ein Spiel auf ein Tor. Nur belohnte man sich nicht für den Aufwand, den man betrieb.
Danach war die Partie wieder ausgeglichener und auch Kärpät kam mal wieder zum Abschluss. Auf einmal waren die Finnen die bessere Mannschaft und entfachten nochmal ordentlich Druck auf das Eisbären-Tor. Jake Hildebrand bekam dann doch noch was zu tun im zweiten Drittel, vor allem bei einer doppelten Unterzahl. Aber „Die Wand“ machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre.
93 Sekunden vor der zweiten Drittelpause glichen die Eisbären dann aber doch noch aus. Bei 4-4 schlug Manuel Wiederer im Fallen zu – 2:2 (39.). Wenn man die ersten 40 Minuten nimmt, war es ein absolut gerechter Spielstand. Die Eisbären hatten eine Antwort auf das frühe 0:2 gefunden und waren inzwischen gut drin im Spiel.

Nutzte einen Fehler der Finnen zum 3:2-Siegtreffer aus: Freddy Tiffels (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel war vor allem eins – hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts. Für die Eisbären eine gute Probe für den Pflichtspielauftakt in der CHL.
Beide Defensivreihen verstanden es, die gefährlichen Räume gut zuzumachen. So war es ein eher chancenarmes letztes Drittel. Es war fast klar, dass ein Team einen Fehler machen musste, damit hier ein Treffer fällt. Oulu im Powerplay und deren Goalie Tommi Karhunen wollte die Scheibe seinem Mitspieler hinter dem Tor geben. Doch dabei versprang die Scheibe und Freddy Tiffels hatte genau den richtigen Riecher und versenkte die Scheibe im leeren finnischen Tor – 3:2 (53.).
Die Hauptstädter hatten das Spiel also gedreht und damit starke Moral bewiesen. Doch perfekt war der Sieg damit noch lange nicht. Kärpät Oulu hatte in den letzten drei Minuten nochmal ein Powerplay und deren Trainer zog vor diesem seine Auszeit. Anschließend versuchten die Finnen mit sechs Mann, hier doch noch den Ausgleich zu erzielen. Was ihnen aber nicht gelang, dafür traf Gabriel Fontaine 14 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit zum entscheidenden 4:2 (60.). Die Eisbären starteten somit also erfolgreich ins Turnier in Tschechien.

Die Eisbären Berlin in der Saison 2023/2024: Vom Abstiegskampf zur zehnten deutschen Meisterschaft

Die Saison 2023/2024 ist seit etwas mehr als einer Woche beendet und die Eisbären Berlin haben ihre zehnte deutsche Meisterschaft gefeiert. In der Finalserie setzten sich die Hauptstädter mit 4:1-Siegen gegen das Überraschungsteam der Saison, die Fischtown Pinguins Bremerhaven, durch und bauten somit ihren Vorsprung als DEL-Rekordmeister aus. Wir blicken heute noch einmal zurück auf diese Meistersaison der Eisbären.

Wer hatte vor dieser Saison ernsthaft mit dem Ausgang der Saison 2023/2024 gerechnet? Die Eisbären hatten in der Vorsaison als zweifacher deutscher Meister in Folge erstmals seit 22 Jahren wieder die Playoffs verpasst. Am Ende der Hauptrunde reichte es nur zu Platz elf mit drei Punkten Rückstand auf Platz zehn, den damals die Löwen Frankfurt belegten und somit sich das letzte Ticket für die erste Playoff-Runde sicherten. Lange Zeit steckten die Berliner in der Saison im Abstiegskampf, es drohte der Absturz in die DEL2. Während bei anderen Vereinen in der DEL Panik ausgebrochen wäre und man sich mit sofortiger Wirkung vom Trainerteam getrennt hätte, behielt die Chefetage der Eisbären Berlin absolute Ruhe, analysierte die Situation bereits während der katastrophalen Saison und kam zum Entschluss, dass man mit Trainer Serge Aubin und Co-Trainer Craig Streu weiter arbeiten möchte. Für diese Entscheidung hagelte es seinerseits ordentlich Kritik, doch mit ein wenig Abstand werden auch die Kritiker heute einsehen, dass das genau die richtige Entscheidung von Geschäftsführer Thomas Bothstede und Sportdirektor Stéphane Richer war. Denn Serge Aubin zahlte genau dieses Vertrauen jetzt mit dem Gewinn der zehnten deutschen Meisterschaft zurück.

Enttäuschte Gesichter nach dem Verpassen der Playoffs 2023: (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)

Die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs setzten sich nach dem Verpassen der Playoffs zusammen, analysierten alles ganz genau und sorgten im Sommer für einen radikalen Umbruch im Kader. Satte 15 Spieler mussten die Eisbären damals verlassen. Beide Torhüter (Tobias Ancicka/Juho Markkanen), zwei Verteidiger (darunter auch die Club-Legende Frank Hördler, welchen es nach Selb in die DEL2 zog) und elf Stürmer (u.a. Matt White, Giovanni Fiore, Peter Regin) erhielten keinen neuen Vertrag bei den Eisbären.
Dem gegenüber standen zwölf Neuzugänge vor und zwei Neuzugänge während der Saison 2023/2024. Und im Gegensatz zur Vorsaison, wo fast kein Transfer zum Volltreffer wurde, schlugen nahezu alle Neuzugänge in der abgelaufenen Saison ein. Sportdirektor Stéphane Richer hatte diesmal mehr als nur einmal ein goldenes Händchen und bastelte im vergangenen Sommer ein Team, welches definitiv das Zeug hatte, am Ende die Meisterschaft wieder nach Berlin zu holen.

Das Bild der Saison – Deutscher Meister 2024: Eisbären Berlin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Fangen wir aber an bei der so wichtigen Torhüter-Position, wo sich die Eisbären mit Jonas Stettmer (Ingolstadt) und Jake Hildebrand (Frankfurt) verstärkten. Ich glaube, uns allen liegen noch die kritischen Aussagen einiger Fans im Ohr, die damals die Verpflichtung von Jake Hildebrand kritisierten, dass man mit ihm keine Meisterschaft gewinnen kann. Ich glaube, Jake hat alle Kritiker Lügen gestraft und deutlich bewiesen, dass er zu den absoluten Top-Goalies in der PENNY DEL zählt. In der Hauptrunde überzeugte Hildebrand bereits mit einer Fangquote von 91,72 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,38 pro Spiel sowie drei Shutouts. In den Playoffs steigerte sich Hildebrand nochmal und wuchs förmlich über sich hinaus. In den Playoffs kam er auf eine Fangquote von 93,60 Prozent und einen Gegentorschnitt von 1,91 pro Spiel. In den letzten drei Finalspielen kassierte er nur noch zwei Gegentore und feierte im entscheidenden fünften Spiel sogar einen Shutout. Jake Hildebrand war mit einer der wichtigsten Faktoren, warum die Berliner am Ende die zehnte deutsche Meisterschaft feiern konnten.
Jonas Stettmer kam in der Hauptrunde in 13 Spielen zum Einsatz, wo er stets zu überzeugen wusste. Auch seine Werte nach der Hauptrunde konnten sich mehr als sehen lassen. Eine Fangquote von 91,33 Prozent sowie einen Gegentorschnitt von 2,28 pro Spiel zeigten, dass die Eisbären über ein sehr starkes Torhüter-Duo verfügten. Stettmer feierte zudem auch noch einen Shutout.

Vor der Saison kritisiert, am Ende dann aber der gefeierte Held: Goalie Jake „The Wall“ Hildebrand“: (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

In der Defensive sorgte Richer mit der Rückkehr von Kapitän Kai Wissmann für den Königstransfer vor der Saison. Dazu kamen Ben Finkelstein (Wien), der jedoch während der Saison seine Karriere beenden musste, und Rio Kaiser (Salzburg). Während der Saison stieß dann auch noch Thomas Schemitsch dazu.
Wissmann übernahm sofort wieder Verantwortung in der Berliner Defensive und wurde wieder zu einem unverzichtbaren Leistungsträger. Mit 30 Scorerpunkten (5T/25A) war Wissmann am Ende der Hauptrunde sogar sechstbester Scorer in der internen Scorer-Wertung der Eisbären. Und das in nur 44 Spielen, denn der Verteidiger fehlte zwischenzeitlich verletzt. Wissmann verlieh der in der Vorsaison doch arg anfälligen Berliner Defensive deutlich mehr Stabilität und das machte zugleich auch seine Mitspieler besser. In den Playoffs scorte Wissmann auch nochmal stark und kam am Ende auf zehn Scorerpunkte (2T/8A), was ihm Platz fünf in der internen Scorer-Wertung einbrachte.
Finkelstein kam mit vielen Vorschusslorbeeren in die Hauptstadt, leider musste er aber im Laufe der Hauptrunde seine Karriere vorzeitig beenden. Am Ende standen für ihn 15 Vorlagen zu Buche. Es wäre spannend gewesen, wie sich Finkelstein in Berlin weiter entwickelt hätte.
Rio Kaiser kam insgesamt nur auf drei Spiele in der letzten Saison, was eine Bewertung extrem schwierig macht. Aber seine Zeit wird noch kommen und vielleicht kommt er in der neuen Saison auf mehr DEL-Einsätze.
Kommen wir zu Thomas Schemitsch, welchen die Eisbären kurz vor Ende der Hauptrunde verpflichteten. In fünf Hauptrundenspielen kam er auf starke vier Scorerpunkte (1T/3A). Man merkte ihm seine lange Pause überhaupt nicht an, er fügte sich nahtlos ins Team der Eisbären ein und harmonierte direkt mit seinem alten Kumpel Julian Melchiori, welchem er direkt zu den ersten Saisontoren verhalf. In den Playoffs kamen nochmal vier Assists hinzu. Die Verpflichtung von Schemitsch war zunächst mit einem Risiko versehen, entpuppte sich am Ende aber als Volltreffer. Bleibt zu hoffen, dass wir ihn nächste Saison wieder in Berlin auf dem Eis sehen.

Zwei enorm wichtige Leistungsträger in der Defensive der Eisbären Berlin: Jonas Müller (links) und Kapitän Kai Wissmann (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

In der Offensive gab es den größten Umbruch und dort gelang es Sportdirektor Richer, echte Kracher nach Berlin zu holen. Ty Ronning (Ingolstadt), Rückkehrer Blaine Byron (Oskarshamn), Patrice Cormier (Yekaterinburg), Michael Bartuli (Bad Nauheim), Lean Bergmann (Mannheim), Tobias Eder (Düsseldorf) und Frederik Tiffels (München). Zudem kam Jeadon Descheneau während der Hauptrunde. Gerade die Transfers auf dem deutschen Spielersektor sorgten für Aufsehen bei der Konkurrenz, denn da waren schon einige Top-Spieler dabei.
Ronning machte in der vergangenen Saison in Ingolstadt auf sich aufmerksam und diese Leistung konnte er in Berlin bestätigen. In der Hauptrunde kam der kleine Flitzer nur auf 27 Spiele, sammelte dort aber starke 20 Scorerpunkte (13T/7A). In den Playoffs steigerte sich Ronning nochmal und erzielte acht Tore und bereitete ein weiteres Tor vor. Gerade sein Hattrick im vierten Finalspiel gegen Bremerhaven bleibt in Erinnerung, als er die Schwachstelle von Pinguins-Goalie Kristers Gudlevskis offenbarte. Mit den acht Treffern wurde er zu Berlins Top-Torjäger in den Playoffs.
Byron machte nach einem Jahr Pause direkt da weiter, wo er in Berlin vor einem Jahr aufgehört hatte. Auch er kam verletzungsbedingt nur auf 33 Spiele, in denen er aber auf satte 26 Scorerpunkte (9T/17A) kam. In den Playoffs kamen nochmal elf Scorerpunkte (5T/6A) hinzu, wovon er vier Punkte in Überzahl sammelte.
Auch Cormier wurde zu einem wichtigen Puzzleteil auf dem Weg zur Meisterschaft und entwickelte sich zu seinem Spieler, gegen den man nicht gerne spielte. In 37 Hauptrundenspielen kam er auf 21 Scorerpunkte (12T/9A). Vier seiner zwölf Tore erzielte er dabei in Überzahl. In den Playoffs kam nur noch ein Assist hinzu, aber da war Cormier auch eher als physischer Spieler gefragt, der dem Gegner unter die Haut gehen sollte.
Bartuli war als U23-Spieler eingeplant und kam in 32 Spielen auf eine Torvorlage. Viel Eiszeit bekam er von Trainer Serge Aubin aber nicht.
Lean Bergmann kam verletzungsbedingt in der Hauptrunde nur auf 15 Spiele, in denen er aber bereits andeutete, wie wichtig er für die Mannschaft von Trainer Aubin werden könnte. Drei Tore und drei Assists standen für ihn am Ende der Hauptrunde zu Buche. In den Playoffs kam dann die Serie gegen Mannheim und sein legendärer Torjubel sowie der Fight gegen Leon Gawanke. Spätestens seit dem ist Bergmann ein Publikumsliebling in Berlin. Zwei Tore und zwei Assists steuerte die Nummer zehn in den Playoffs noch hinzu.
Tobi Eder schlug voll ein und erzielte in der Hauptrunde starke 22 Tore und bereitete zudem noch neun weitere Tore vor. Vier Tore erzielte er dabei in Überzahl. Drei Tore und drei Vorlagen folgten noch in den Playoffs. Die erste Saison von Tobi Eder als Eisbär war ein voller Erfolg!
Mit Freddy Tiffels gelang Richer ein weiterer Königstransfer. In 50 Hauptrundenspielen erzielte der deutsche Nationalstürmer zwölf Tore und bereitete 26 (!) Tore vor. Fünf Tore erzielte er dabei in Überzahl. Aber gerade seine Arbeit in Unterzahl zeichnete die Nummer 95 aus, als er die Gegner immer wieder früh im Spielaufbau störte – meistens auch erfolgreich. In den Playoffs sammelte er nochmal starke neun Punkte (2T/7A) und war somit auch ein Garant für die Meisterschaft. Wie eigentlich nahezu alle Spieler im Kader der Eisbären Berlin!
Descheneau kam in der Hauptrunde 17-mal zum Einsatz, erzielte fünf Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Drei Neuzugänge, die direkt eingeschlagen haben: Tobi Eder (links), Blaine Byron (mitte) und Freddy Tiffels (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Natürlich schauen wir auch auf die Spieler, die nach der verkorksten Saison 2022/2023 weiterhin das Trikot der Eisbären trugen. In der Defensive waren das Morgan Ellis, Marco Nowak, Eric Mik, Jonas Müller, Korbinian Geibel und Julian Melchiori. Und da muss man allen voran Eric Mik nennen, der mit sechs Toren in der Hauptrunde der Top-Torjäger unter den Verteidigern wurde. Mik hat den nächsten Schritt gemacht und bewiesen, was für ein starker und vor allem wichtiger Spieler er für die Eisbären ist.
Ellis kam wie Wissmann auf fünf Tore in der Hauptrunde, Müller und Melchiori auf je vier Treffer. Müller stach vor allem mit seinen 20 Torvorlagen in der Hauptrunde hervor, welche ihm Platz sechs in der teaminternen Scorer-Wertung einbrachte. Aber auch Ellis (16A) und Melchiori (13A) scorten in Sachen Assists zweistellig.
Besonders hervorheben möchte ich aber Korbinian Geibel, denn der Youngster hat sich seinen Stammplatz im Profiteam erspielt und das absolut zurecht. Er absolvierte alle 52 Hauptrundenspiele und bereitete vier Tore vor. Geibel hat definitiv eine große Zukunft vor sich und es bleibt zu hoffen, dass er den Eisbären noch viele Jahre erhalten bleibt.
Und dann muss man natürlich auch noch Marco Nowak erwähnen, der keine einfache Saison hatte und meist als überzähliger Spieler auf der Tribüne saß. Und trotzdem hat er sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Was nicht selbstverständlich in so einer Situation ist, aber einmal mehr beweist, was für ein feiner Mensch Marco Nowak ist.
In den Playoffs trugen sich Müller (3), Wissmann (2) und Melchiori (1) nochmal in die Torschützenliste ein und gerade Müller sein Solo gegen Bremerhaven in Finalspiel zwei bleibt wohl auf ewig in Erinnerung. In Sachen Assists sticht natürlich Kapitän Kai Wissmann hervor, der insgesamt acht Tore vorbereitete. Ebenso erwähnenswert sind die je drei Assists von Marco Nowak (da er nur dreimal zum Einsatz kam) und Korbinian Geibel, der wie bereits erwähnt den nächsten Schritt gemacht hat.
Insgesamt hatten die Eisbären eine deutlich gefährlichere Defensiv-Abteilung als noch in der verkorksten Vorsaison.

Machte in der letzten Saison einen großen Schritt nach vorne: Korbinian Geibel (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Kommen wir aber nun zum Prunkstück der Meistersaison, nämlich der Offensive. Ganze sieben Stürmer blieben noch übrig nach der Saison 2022/2023: Manuel Wiederer, Yannick Veilleux, Eric Hördler, Maximilian Heim, Zach Boychuk, Marcel Noebels und Leo Pföderl.
Noebels lieferte wie eh und je ab und war am Ende der Hauptrunde der Top-Scorer der Eisbären mit 47 Scorerpunkten (13T/34A). Pföderl folgte direkt dahinter mit 45 Scorerpunkten (15T/30A). Boychuk wurde mit 23 Toren zum Top-Torjäger der Berliner, bereitete zudem auch nur 21 Tore vor. Veilleux traf 14-mal und gab 15 Assists, auch Wiederer traf zweistellig und kam auf elf Tore, dazu kommen noch 14 Assists.
Die Youngster Maxi Heim (2T/7A) und Eric Hördler (1T/5A) hatten natürlich auch ihren Anteil. Gerade das erste DEL-Tor von Eric in Wolfsburg bleibt natürlich in positiver Erinnerung.
In den Playoffs muss man natürlich wen zuerst nennen? Genau! Leo Pföderl, den MVP der Playoffs. Der hat alleine im Finale nochmal ordentlich aufgedreht und war am Ende auch der Top-Scorer der Eisbären. Fünf Tore und zehn Assists steuerte die Nummer 93 in den Playoffs nochmal dazu. Diesmal gab es die umgekehrte Reihenfolge, denn diesmal folgte Noebels auf Platz zwei mit vier Toren und zehn Assists. Auch ein Boychuk lieferte mit elf Punkten (3T(8A) wieder enorm stark ab. Auch Manuel Wiederer, der auf drei Tore und drei Assists kam, ist wohl der am meisten unterschätzte Spieler im Kader der Eisbären. Was sicherlich auch daran liegt, dass er häufig in Reihe vier eingesetzt wurde. Aber was er kann, zeigte er, als er in den vorderen Reihen eingesetzt wurde. Ich sage nur Hattrick in München. Und dann muss man natürlich in den Playoffs auch Eric Hördler erwähnen, dem zwei Assists gelangen. Ja, kein berauschender Wert, aber Eric ist eben ein Youngster und bekam nicht so viel Eiszeit, was das dann eben wieder zu etwas ganz Besonderem machte.

Playoff-MVP Leo Pföderl. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Insgesamt muss man sagen, dass der Mix aus jungen und erfahrenen Spielern in diesem Jahr perfekt harmonierte. Die Eisbären hatten die verkorkste Saison 2022/2023 komplett aufgearbeitet und die richtigen Schlüsse gezogen. Waren die Transfers in der Vorsaison fast ausschließlich Fehlgriffe bzw. passten nicht ins Team-Gefüge, so schlugen in dieser Saison alle Neuzugänge ein. Stéphane Richer hat mal wieder bewiesen, dass er ein absoluter Top-Sportdirektor ist. Ja, er hat auch das Team der Vorsaison zusammengestellt und war sich der Schuld auch bewusst. Aber wie man darauf reagiert hat, verdient den aller größten Respekt. Auch der Mut, an Serge Aubin festzuhalten, ist in diesem Geschäft alles andere als üblich. Aber die Eisbären haben sich trotz Kritik dafür entschieden, am Trainer festzuhalten. Und somit kommen wir zum Trainer Serge Aubin.

Der Vater des Erfolges: Sportdirektor Stéphane Richer (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Aubin feierte mit den Eisbären seine dritte Meisterschaft in den vergangenen vier Jahren und hat mit den Berlinern noch keine Playoff-Serie verloren. Auch an ihm nagte die Vorsaison mit dem Verpassen der Playoffs. Aber wie er die neuen Spieler ins Team integrierte und daraus eine Spitzen-Mannschaft formte, verdient ebenso den aller größten Respekt. Man hatte zu Beginn der Saison damit gerechnet, dass es ein etwas holpriger Start werden könnte angesichts des doch großen Umbruchs im Sommer. Doch es kam anders und man startete mit drei Siegen zu Beginn und sieben Siegen aus den ersten zehn Spielen in die neue Spielzeit. Serge Aubin und seine beiden Co-Trainer Craig Streu und André Rankel hatten aus dem vorhandenen Personal schnell eine Spitzen-Mannschaft geformt, welche früh ihre Ansprüche deutlich machte. Vor der Saison war das ausgegebene Saisonziel ein Platz unter den ersten Vier. Relativ schnell wurde aber deutlich, dass diese Mannschaft in der Lage ist, um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen.
Man kassierte nie mehr als drei Niederlagen in Folge. Und diese kassierte man zum einen nach bzw. inklusive dem chaotischen Heimspiel gegen Wolfsburg (6:9), als man danach auch die Heimspiele gegen Düsseldorf (1:4) und Iserlohn (0:3) verlor. Auch zu Beginn des neuen Jahres verlor man nochmals drei Spiele in Serie (2:3 gegen Schwenningen/1:5 in Bremerhaven/2:6 in Straubing). Aber auch davon ließen sich die Berliner nie von ihrem Weg abbringen und gaben stets die Antwort danach auf dem Eis.

Meistercoach Serge Aubin (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Auch vom Fehlstart in die Playoffs, als man Spiel eins gegen Mannheim mit 1:7 verlor und in Spiel zwei nach nicht einmal fünf Minuten bereits mit 0:2 hinten lag, ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Eisbären fanden immer eine Antwort, wurden immer wieder perfekt vom Trainerteam auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Oder wie es Hannes in unserer Meisterfolge im Podcast sagte, dass die Eisbären es immer schafften, das zu zerstören, was den Gegner so stark und so gefährlich machte. Auch das ist ein Verdienst des Trainerteams.
Nach dem 1:7 gegen Mannheim folgten inklusive dem Halbfinale gegen Straubing sieben Siege in Serie. Erst in Spiel vier setzte es mal wieder eine Niederlage am Pulverturm. Danach sollten die Berliner nur noch das erste Finalspiel in Bremerhaven verlieren, ehe sie bis zum zehnten Meistertitel durch marschierten.
Und Niederlagen im Auftaktspiel einer Playoff-Serie sind für Serge Aubin auch nichts Neues. 2020/2021 in der Corona-Saison, als man nur Best-of-Three spielte, verloren die Berliner stets das erste Spiel. 2021/2022 verlor man das erste Finalspiel gegen München. Und in dieser Saison verlor man das erste Spiel im Viertelfinale gegen Mannheim und das erste Finalspiel in Bremerhaven. Die Eisbären standen also stets mit dem Rücken zur Wand, doch Serge Aubin fand immer einen Weg, die Serie anschließend doch noch zu gewinnen. Inzwischen steht er bei neun gewonnenen Playoff-Serien in Folge.

Hatte auch seinen Anteil am Gewinn der deutschen Meisterschaft: Co-Trainer Craig Streu (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären Berlin haben also die richtigen Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen und entgegen der Gesetze im Sport bewiesen, dass man nicht immer den Trainer austauschen muss, wenn es mal nicht läuft. So ein Seuchenjahr kannst du immer mal wieder haben, das ist im Sport nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist nur, wie du darauf reagierst und welche Schlüsse du daraus ziehst. Die Eisbären sind ein Paradebeispiel dafür, dass man nach einer Saison, welche im Fast-Abstieg endete, gestärkt zurückkommen kann. Dass man dann sofort die Meisterschaft wieder gewinnt, macht diese fast schon märchenhafte Geschichte perfekt. Serge Aubin und die Eisbären Berlin, das passt einfach wie die Faust aufs Auge!

Auch er hat einen großen Anteil am Gewinn der deutschen Meisterschaft: Geschäftsführer Thomas Bothstede (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Matchpuck! Ty Ronning schießt die Eisbären zum 4:1-Heimsieg gegen Bremerhaven

WalkersBarenNews 2023/2024 – #42:

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg von der zehnten Meisterschaft entfernt. Der DEL-Rekordmeister gewann Spiel vier der Finalserie am Ende deutlich mit 4:1 (1:0,0:1,3:0). Nach 40 Minuten sah es aber noch nicht nach so einer deutlichen Angelegenheit aus, weil die Eisbären ein miserables Mitteldrittel spielten. Aber am Ende sorgten Ty Ronning (Hattrick) und Leo Pföderl (vier Assists) für den dritten Sieg in dieser Finalserie.

Keine Änderung im Line-up der Eisbären Berlin. Trainer Serge Aubin hatte die gleichen Spieler zur Verfügung wie beim längsten Finalspiel in Bremerhaven vor zwei Tagen. Auch an den Reihenzusammenstellungen änderte Aubin nichts. Und auch im Tor blieb alles beim alten, Jake Hildebrand stand natürlich wieder im Tor.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären konnten sich mit einem weiteren Sieg den Matchpuck holen. Bremerhaven hingegen stand mit dem Rücken zur Wand und wollte in Berlin unbedingt zurückschlagen. Denn die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch benötigt nun einen Sieg in Berlin, will man am Ende erstmals Deutscher Meister werden. Wer hatte heute in Spiel vier die Nase vorne?

Eine Finalserie ist erst dann eine echte, wenn Bernd Römer vor dem Spiel die Nationalhymne spielt. Heute war es endlich wieder soweit und es war wie immer einfach nur stark. Und die beste Präsentation der Nationalhymne in allen vier Spielen.

Entschied die Partie mit drei Toren im Alleingang: Ty Ronning (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ty Ronning trifft in Überzahl

Das Spiel begann verhalten, beide Defensivreihen versuchten wieder sehr kompakt zu stehen. Die Eisbären übernahmen dann aber nach ein paar Minuten die Kontrolle und erhöhten den Druck auf das Tor der Pinguins. Bisher jedoch noch ohne Erfolg.
Von Bremerhaven kam relativ wenig zu Beginn, sie überließen den Eisbären das Spiel und lauerten auf Konter. Doch diese gaben die Berliner kaum ab.
Die Gäste versuchten es nach dem Powerbreak mit einem sehr aggressiven Forechecking, um auch mal ein Bein ins Spiel zu bekommen. Was aber nur bedingt klappte, da die Eisbären defensiv wieder sehr konzentriert zu Werke gingen.
Auch heute war es spielerisch noch kein Leckerbissen, aber davon konnte man auch nicht ausgehen. Zu viel stand auf dem Spiel, gerade für Bremerhaven.
Die Gäste aus Bremerhaven bekamen dann rund acht Minuten vor der ersten Drittelpause die große Chance in Überzahl, wo sie durchaus gefährlich sind. Aber die Berliner verteidigten das einmal mehr ganz stark weg und ließen Bremerhaven überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.
In der Schlussphase durften dann die Eisbären mal ihr Powerplay zeigen und im Gegensatz zu den Pinguins nutzten sie es. Ty Ronning fand die Lücke und überwand Kristers Gudlevskis in der 18. Spielminute – 1:0.
Es sind eben die Kleinigkeiten, welche wichtig sind. Special Teams gehören dazu und nach dem ersten Drittel sorgten diese für eine 1:0-Führung der Eisbären. Aber noch waren lange 40 Minuten zu spielen.

Bremerhaven gelingt im Mitteldrittel der mehr als verdiente Ausgleich. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Bremerhaven dominiert das Mitteldrittel, schießt aber nur ein Tor

Früh im Mitteldrittel waren wieder einmal die Special Teams gefragt. Bremerhaven durfte ein zweites Mal ran und hatte so die Chance auf den Ausgleich. Und diesmal waren die Pinguins brandgefährlich, aber „The Wall“ machte seinem Namen wieder alle Ehre und ließ Bremerhaven verzweifeln.
Aber die Gäste blieben auch nach dem Powerplay am Drücker, wollten den Schwung und das Momentum nutzen. Die Eisbären hatten in dieser Phase so ihre Probleme und auch ein wenig Glück, dass Bremerhaven nicht zum Ausgleich kam.
Nach vorne kam bis hier kaum etwas von den Eisbären. Bremerhaven hatte das Spiel mittlerweile im Griff, das einzige was fehlte, war das Tor. Aber die nächste Chance bot sich den Seestädtern beim erneuten Powerplay. Die Berliner bettelten jetzt aber auch so ein wenig um das Gegentor. Das konnte Trainer Serge Aubin nicht gefallen, wie seine Mannschaft im Mitteldrittel auftrat. Zum Glück sah das Penalty Killing jetzt wieder besser aus und ließ kaum etwas Gefährliches zu.
Dafür klingelte es dann nach dem Powerplay. Phillip Bruggisser hatte von oben abgezogen und Jake Hildebrand überwunden – 1:1 (32.). Es war der verdiente Ausgleich, so ehrlich muss man sein.
Nun waren die Berliner gefordert, wieder mehr nach vorne zu machen. Weiter so passiv durfte man nicht auftreten. Aber so wirklich viel kam nicht, eher von Bremerhaven. Man sehnte förmlich die Drittelpause herbei, denn lange konnte das passive Spiel der Hausherren hier nicht gut gehen.
Die Eisbären hatten dann aber mal nach langer Zeit wieder einen guten Wechsel und konnten sich in diesem auch im Angriffsdrittel festsetzen, schafften es aber nicht, Kristers Gudlevskis zu überwinden. Doch solche Momente gab es einfach zu wenige im zweiten Drittel, weshalb das Beste an diesem Drittel eigentlich der Spielstand war. Denn über einen Rückstand hätte sich auch keiner beschweren dürfen.
So stand es nach 40 Minuten 1:1 und wir waren genauso schlau wie zu Spielbeginn. Aktuell schlug das Pendel eher Richtung Bremerhaven aus, die in diesem Drittel die deutlich aktivere Mannschaft waren.

Die Eisbären bejubeln das wichtige 2:1 im Schlussdrittel. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Ty Ronning macht den Hattrick perfekt

Im Schlussdrittel ging es dann wieder munter hin und her, auch die Eisbären hatten also den Weg in die Offensive wieder gefunden. Serge Aubin wird in der Pause die richtigen Worte gefunden haben.
Und den Berlinern bot sich dann die dicke Chance in Überzahl, erneut in Führung zu gehen. Das taten sie auch und wieder war es Ty Ronning, welcher Kristers Gudlevskis ausguckte und zum 2:1 einnetzte (48.).
Da waren sie wieder, die Effizienzbären. Zweites Tor, zweites Mal im Powerplay. Bremerhaven hatte mehr Spielanteile, nutzte seine Chancen aber nicht, was die Eisbären dagegen taten und somit wieder einmal eiskalt agierten. Weil man bis hierhin eine 100 Prozent-Quote in Überzahl hatte.
Diese Statistik konnte man fortan auch noch ausbauen, denn man bekam eine vierminütige Überzahl rund zwölf Minuten vor dem Ende des Spiels. Daraus wurde am Ende sogar eine zweiminütige doppelte Überzahl. Die Eisbären bekamen den Matchpuck auf dem Silbertablett serviert. Und Serge Aubin nahm direkt seine Auszeit, weil er auch die Chance zur Vorentscheidung witterte. Chancen hatte man zwar, aber man ließ diese XXL-Chance ungenutzt.
Da hätte man Bremerhaven fast schon den K.O. verpassen können. So aber durften die Pinguins weiter von einem Auswärtssieg in Berlin träumen.
Und Vladimir Eminger hatte dann tatsächlich den Ausgleich auf dem Schläger, vergab seinen Alleingang aber. Ihr ahnt schon, was kurz darauf geschah. Ty Ronning setzte zum Schuss an und machte seinen Hattrick perfekt – 3:1 (56.).
Thomas Popiesch nahm kurz darauf seinen Goalie vom Eis und riskierte nun alles. Musste er auch, denn Bremerhaven drohte die dritte Niederlage in der Finalserie. Die Pinguins drängten auch auf den Anschlusstreffer, aber die Defensive der Berliner ließ kaum etwas zu, verteidigte das mit extrem viel Leidenschaft weg. Freddy Tiffels entschied am Ende die Partie mit dem Empty-Net-Goal zum 4:1 (59.). Damit sicherten sich die Berliner den Matchpuck und können am Freitagabend in Bremerhaven tatsächlich zum zehnten Mal Deutscher Meister werden.

2:3 in Straubing: Die Eisbären verpassen den vorzeitigen Finaleinzug

WalkersBarenNews 2023/2024 – #38:

Alles war angerichtet für eine Party am Pulverturm. Über 500 Eisbären-Fans hatten sich auf den Weg nach Niederbayern gemacht, um dort den vorzeitigen Finaleinzug der Eisbären Berlin zu feiern. Doch die Straubing Tigers machten dem einen Strich durch die Rechnung, denn sie gewannen Spiel vier der Halbfinalserie auf heimischen Eis mit 3:2 (1:0,0:1,2:1) und verkürzten in der Halbfinalserie damit auf 1:3. Die Tigers hatten diesmal das Scheibenglück auf ihrer Seite, was ihnen in den ersten drei Spielen fehlte. Daher war es auch kein unverdienter Sieg.

Bei den Eisbären fehlte Kapitän Kai Wissmann, weshalb Marco Nowak ins Line-up rückte. Daher rückte Morgan Ellis an die Seite von Jonas Müller, während Nowak dessen Platz neben Korbinian Geibel einnahm.
In der Offensive tauschten Ty Ronning und Eric Hördler die Reihen. Ronning stürmte an der Seite von Lean Bergmann und Manuel Wiederer, während Hördler zusammen mit Patrice Cormier und Yannick Veilleux spielte.
Im Tor blieb alles beim alten. Jake Hildebrand stand zwischen den Pfosten und Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage war klar: Straubing musste das Spiel gewinnen, um die Serie nochmal zurück nach Berlin zu schicken. Die Eisbären hingegen wollten direkt den ersten Matchpuck verwandeln und ins Finale einziehen.

Hart umkämpft ging es am Pulverturm zur Sache. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Starker Start der Eisbären, aber Straubing trifft

Straubing startete nicht so druckvoll wie erwartet, was aber daran lag, dass die Eisbären das einfach nicht zu ließen. Die Berliner mit einem ganz starken Start am Pulverturm und im Powerplay beinahe mit der Führung. Ty Ronning zielte aber etwas zu genau, denn der Puck ging nur an die Latte.
Die Berliner bestimmten hier durchaus die Anfangsphase, doch dann verteidigte man einmal zu sorglos und schon stand es 0:1. Cole Fonstad kam zu einfach rein ins Angriffsdrittel und dort auch zum Abschluss. Jake Hildebrand konnte da nichts mehr machen und so führte Straubing mit 1:0.
Der Pulverturm explodierte mal kurz und die Tigers wollten direkt nachlegen, hatten kurz darauf auch ein Powerplay, welches sie aber nicht nutzen konnten. Straubing kam nach dem Treffer besser ins Spiel, die Eisbären mussten den Rückstand kurz verdauen, waren danach aber auch wieder torgefährlich. Die Partie ging in dieser Phase hin und her, aber ein weiterer Treffer sollte nicht fallen. So nahmen die Hausherren eine knappe 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Zweimal durften die Eisbären über Tore jubeln, am Ende aber nicht über den Finaleinzug. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären belohnen sich für ein starkes Mitteldrittel

Die Eisbären kamen wild entschlossen aus der Kabine und wollten direkt den Ausgleich erzielen. Straubing war sichtlich überrascht vom druckvollen Auftritt der Eisbären, ist es doch normalerweise die Spezial-Disziplin der Tigers am Pulverturm. Das Spiel ging in den ersten zehn Minuten fast ausschließlich auf das Straubinger Tor, es dauerte aber bis zur 30. Spielminute, ehe Tobias Eder Freddy Tiffels auf die Reise schickte. Der zündete den Turbo und ließ Hunter Miska keine Chance – 1:1 (30.).
Eigentlich hatte man gedacht, dass der Treffer den Eisbären Rückenwind verleihen würde. Doch Straubing kam danach wieder besser ins Spiel und hatte auch seine gefährlichen Momente vor dem Tor. Erneut ging es hin und her, aber beide Torhüter ließen keine weiteren Scheiben durch. Straubing vergab in der Schlussphase noch ein Powerplay, welches man zwar noch mit ins Schlussdrittel nahm, in den 23 Sekunden passierte aber auch nichts mehr.

Sorgte für das frühe 2:1 im Schlussdrittel: Ex-Eisbär Mark Zengerle (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Knackpunkt der Partie

Und so war Spannung vorprogrammiert, denn für die Tigers hätten es die letzten 20 Minuten der Saison sein können. Dementsprechend lag der Druck auf Seiten der Niederbayern. Doch die Niederbayern nutzten einen Fehler der Eisbären zur erneuten Führung. Ausgerechnet Ex-Eisbär Mark Zengerle sorgte für das 2:1 (43.).
Beide Mannschaften ließen anschließend ein Powerplay ungenutzt und dann kam die Szene des Spiels, welche am Ende durchaus als Knackpunkt gesehen werden kann. Zach Boychuk lief alleine auf Hunter Miska zu, hatte den Ausgleich also auf dem Schläger, scheiterte jedoch am Straubinger Schlussmann. Die Tigers direkt im Gegenzug mit dem Gegenangriff, mit etwas Glück bekam Joshua Samanski die Scheibe und erhöhte auf 3:1 (50.). Nun explodierte der Pulverturm förmlich, standen die Hausherren doch vor dem historischen ersten Halbfinalsieg in der PENNY DEL.
Die Eisbären waren nun gefordert und bekamen auch ein Powerplay, welches sie nutzen konnten. Marco Nowak hatte abgezogen, Blaine Byron fälschte entscheidend ab und zack war die Hoffnung im Gästeblock wieder da – 2:3 (54.).
Die Eisbären waren also wieder dran, Straubing verteidigte das aber gut. In die Karten spielte Straubing dann eine bittere Strafzeit gegen Lean Bergmann. Doch die Niederbayern wollten das Powerplay nicht dazu nutzen, um für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Viel mehr versuchten sie, die Scheibe in den eigenen Reihen zu behalten und so Zeit von der Uhr zu nehmen. Das klappte und auch das mit dem Sieg, denn die Defensive der Tigers verteidigte das eigene Tor mit enorm viel Leidenschaft, weshalb den Eisbären der Ausgleichstreffer verwehrt blieb. So verpasste man den vorzeitigen Einzug ins Finale, kann diesen aber am Mittwochabend in der eigenen Arena perfekt machen.

Zum Ende muss ich aber auch hier im Spielbericht noch etwas loswerden, was ich bereits gestern auf der Rückfahrt in den sozialen Netzwerken geschrieben habe. Mit der Schlusssirene bekam ein Teil des Gästeblocks eine Bierdusche der Straubinger Fans ab. Was im Eifer des überschwänglichen Jubels über den ersten Halbfinalsieg der Vereinsgeschichte vielleicht auch mal passieren kann, es aber trotzdem nicht entschuldigt. Das eigentliche Problem war dann aber die Security bzw. die Ordner, die das Ganze mitbekommen haben, aber nichts (!) dagegen unternommen haben. Auf unsere durchaus wütenden Nachfragen muss man sich am Ende den Satz gefallen lassen, dass man selbst Schuld sei und es eigenes Risiko ist, wenn man auswärts fährt. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis, sind doch diese Leute eigentlich dafür da, um für Sicherheit zu sorgen. Das haben sie gestern definitiv nicht getan am Spielende. Und wenn ich mir jetzt noch einmal Straubinger Kommentare zu meinen Beiträgen auf Facebook und X durch den Kopf gehen lasse, dann bleibt bei mir nur ein Kopfschütteln zurück. Da wurde dieser Becherwurf allen ernstes verteidigt und man solle doch bitte kein Fass aufmachen.
Ja, auch wir in Berlin haben uns durchaus auswärts auch schon einmal daneben benommen. Das streite ich auch nicht ab. Aber in diesem speziellen Fall ging es gestern um das Spiel in Straubing und die Ereignisse danach. Und das für mich schlimme ist, dass es mein zweites Spiel in Straubing innerhalb von gut vier Wochen war. Und auch beim Spiel Anfang März flogen Becher in den Berliner Block. Daher hat sich an meiner Meinung zu Anfang März nichts geändert, dass der Standort Straubing für alles steht, aber nicht für Gastfreundschaft.

6:3-Sieg am Oberwiesenfeld: Die Eisbären gewinnen auch das vierte Hauptrundenspiel gegen München!

WalkersBarenNews 2023/2024 – #31:

Die Eisbären Berlin haben ihr Bayern-Wochenende mit einem Sieg beendet. Beim amtierenden Deutschen Meister Red Bull München setzte sich der DEL-Rekordmeister am Ende verdient mit 6:3 (2:0,2:1,2:2) durch und feierte damit im vierten Hauptrundenspiel gegen München den vierten Sieg. Was für eine Ansage der Eisbären! Der Sieg war heute zu keiner Zeit gefährdet und die Berliner zeigten, dass man in den Playoffs nicht gerne gegen sie spielen will. Denn das heute war schon eine Playoff-taugliche Leistung der Hauptstädter.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute kurzfristig auf Marcel Noebels verzichten. Dadurch musste Aubin natürlich seine Reihen ändern. Marco Nowak, am Freitag in Straubing noch siebter Verteidiger, nahm den Platz neben Julian Melchiori in der Defensive ein. Dafür rückte Allrounder Eric Mik mal wieder in die Offensive und bildete dort zusammen mit Maximilian Heim und Eric Hördler die vierte Reihe.
Manuel Wiederer nahm den Platz von Noebels zwischen Zach Boychuk und Leo Pföderl ein. Die zweite Reihe bestand aus Freddy Tiffels, Blaine Byron und Jaedon Descheneau. Und in der dritten Reihe stürmten Yannick Veilleux, Patrice Cormier und Tobias Eder.
Im Tor stand heute Jake Hildebrand, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage vor dem Spiel sprach klar für die Eisbären, welche die ersten drei Hauptrundenduelle gegen München gewonnen hatten. Für die Gastgeber ging es aber heute noch um wichtige Punkte im Kampf um das Heimrecht im Viertelfinale. Für die Eisbären ging es derweil aber auch um wichtige Punkte und zwar im Kampf um Platz eins. Wer holte sich die wichtigen drei Punkte in diesem Prestige-Duell?

Ganze vier Alleingänge in Unterzahl ließen die Eisbären ungenutzt. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Drei Alleingänge der Eisbären in Unterzahl

Hinein ins Spiel, in dem zu Beginn gleich einmal die Special Teams gefragt waren. Während München sein Powerplay nicht nutzen konnte, schlugen die Eisbären eiskalt zu. Freddy Tiffels hatte einen Schuss von Jonas Müller unhaltbar für Mathias Niederberger im Münchner Tor abgefälscht und eine starke Anfangsphase der Berliner mit der frühen Führung gekrönt – 1:0 (5.).
Die Eisbären hatten im Vergleich zum Straubing-Spiel die Anfangsphase nicht verschlafen sondern waren vom ersten Bully weg hoch konzentriert. Zwar passte das mit der Disziplin heute noch nicht so, aber wenn man so ein bärenstarkes Unterzahl spielt wie die Eisbären, dann sieht man darüber auch mal hinweg. In Unterzahl hatten die Berliner nämlich gleich drei (!) Alleingänge, doch weder Manuel Wiederer noch Tobias Eder und Patrice Cormier konnten diese hochkarätigen Chancen nutzen. Unfassbar, wie aggressiv die Eisbären spielten, München dadurch zu Fehler zwangen und sich Top-Chancen erspielten – auch in Unterzahl!
Die Partie hatte hier definitiv Playoff-Charakter, was man auch an den Nickligkeiten zwischen beiden Mannschaften spürte. Die Atmosphäre wurde dann noch mehr aufgeheizt, als München in knapp zwei Minuten drei Strafzeiten kassierte. Den Eisbären war das aber egal, sie behielten einen kühlen Kopf und trafen in Überzahl zum 2:0. Zunächst traf Zach Boychuk nur die Latte, wenig später zielte Kapitän Kai Wissmann ganz genau (19.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Pause, in welche die Berliner mit stehenden Ovationen ihrer eigenen Fans verabschiedet wurden. Was für eine starke Leistung in den ersten 20 Minuten!

Vorgeschmack auf die Playoffs, wo es auch sehr intensiv und ruppig zur Sache gehen wird. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

München hofft nur kurz

Die Hausherren hatten aber nicht vor, dieses Spiel hier bereits abzuschenken und kamen dementsprechend hoch motiviert aus der Kabine. Die Eisbären wussten sich zu Drittelbeginn nur mit Strafen zu helfen, was München ein doppeltes Powerplay ermöglichte. Und so eine Chance lässt sich der Deutsche Meister natürlich nicht entgehen. Chris DeSousa hauchte den Hausherren wieder Leben ein – 2:1 (25.).
München nun natürlich mit Rückenwind und nur 20 Sekunden später hatte Trevor Parkes die dicke Chance zum Ausgleich, aber Jake Hildebrand packte mal wieder einen sensationellen Save aus. Die Hoffnung der Münchner wurde dann wenig später schnell wieder gedämpft. Und zwar mit einem sehr kuriosen Tor von Freddy Tiffels, der die Scheibe von hinter dem Tor einfach mal aufs Tor brachte und auf einmal lag der Puck im Tor. Die ganze Szene war aus dem Gästeblock erst gar nicht richtig zu sehen, so wirklich jubeln tat auch kein Spieler. Aber nach Ansicht des Videobeweises wurde auf Tor entschieden – 3:1 (28.).
Der ehemalige Eisbären-Goalie durfte sich danach natürlich die Häme der Eisbären-Fans anhören, die ihn mit „Niederberger, Niederberger hey hey„-Sprechchören feierten.
Danach ein Spiel, welches hin und her wog. München inzwischen besser drin und auch gefährlich, aber sie bekamen in ihrem eigenen Powerplay heute die Berliner Alleingänge nicht in den Griff. Diesmal war wieder Manuel Wieder auf und davon, aber erneut scheiterte er an Niederberger. Sehr zur Verzweiflung der Berliner Fans.
Doch im Powerplay kurz vor der zweiten Drittelpause sorgten die Eisbären wieder für Jubel im Gästeblock. Kai Wissmann mit dem Auge für Tobias Eder und der erhöhte in München auf 4:1 (39.). Die Eisbären führten somit nach 40 Minuten mit drei Toren und ließen die Hausherren nur kurz hoffen. Mit so einer Leistung in den Playoffs hat es jedes Team gegen die Berliner sehr schwer – auch der aktuelle Tabellenführer Bremerhaven, deren Leistung man aber einfach auch mal anerkennen muss. Die spielen einfach eine überragende Saison!

Grandioser Support der Eisbären-Fans in München! (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären machen das halbe Dutzend voll

Aber zurück zu diesem Spiel, denn Bremerhaven kommt erst Freitag in die Hauptstadt. Und hier waren die drei Punkte noch nicht final eingetütet. Aber relativ früh im Schlussdrittel sorgten die Eisbären für Party-Stimmung bei den eigenen Fans. Die Berliner mit einem blitzsauberen Angriff, an deren Ende Yannick Veilleux auf 5:1 stellte (45.). Wow, was für eine Machtdemonstration der Eisbären!
Die heimischen Fans waren mit dem Auftritt ihrer Mannschaft überhaupt nicht zufrieden und zeigten gleich zweimal in dieser Partie ein Spruchband mit der Aufschrift „Wehrt Euch„. Da scheint einiges nicht so gut zu laufen in München, was man auch nach dem Spiel in Gesprächen mit Münchner Fans hörte. Da rechnet man bereits mit einem schnellen Playoff-Aus im Viertelfinale.
Ans Aufgeben dachte München aber noch lange nicht und rund neun Minuten vor dem Ende des Spiels verkürzte Patrick Hager in Überzahl auf 2:5 (51.). Ging hier doch noch etwas für München? Nein! Denn die Eisbären spielten das ziemlich abgezockt zu Ende, auch in Unterzahl. Und als München den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers zog, war es Julian Melchiori, welcher das halbe Dutzend voll machte – 6:2 (58.). Austin Ortega versuchte noch zu retten, ging aber nach hinten los. Störte uns aber nicht wirklich. Denn im Gästeblock war längst Party angesagt und nach dem sechsten Treffer sangen wir „Reißt die Hütte ab„. Braucht ja auch keiner mehr das Stadion, zieht München doch nach der Saison in den SAP Garden.
Aber die Eisbären „gönnten“ München noch das letzte Tor des Spiels. Trevor Parkes mit dem Schlusspunkt zum 6:3 aus Eisbären-Sicht. Die Berliner gaben somit die richtige Antwort auf das Straubing-Spiel und haben den Beweis abgeliefert, dass sie bereit sind für den ultimativen Showdown am Freitagabend. Dann kommt Bremerhaven zum Endspiel um Platz eins. Besser hätten es die Spielplangestalter nicht machen können. Kommt alle am Freitag in die Arena und unterstützt die Eisbären im ersten Endspiel der Saison.

Noch eine kleine Anmerkung: Freitag hatte ich die Verhältnisse in Straubing kritisiert und dafür über verschiedene Wege auch Zustimmung erhalten. Heute muss ich aber sagen, dass das Gastspiel in München total entspannt war. Auch vor dem Stadion schon, als man sich gemütlich mit Münchner-Fans unterhalten konnte. Die üblichen Gesänge gegeneinander während des Spiels gehören einfach dazu, aber auch nach dem Spiel hat man auf dem Heimweg sachlich das Spiel analysiert. So sollte Eishockey sein. Auch die Ordner und die Polizei waren hier deutlich entspannter als in Straubing. Schaut mal rüber nach München, liebe Straubinger, so geht Gastfreundschaft!