Eisbären Berlin: Rückblick auf den Sieg gegen Mannheim – Vorschau auf das Heimspiel gegen Iserlohn morgen Abend

Freitagabend empfingen die Eisbären Berlin die Adler Mannheim zum ewig jungen DEL-Klassiker in der Arena am Ostbahnhof. 10.198 Zuschauern wollten sich dieses Duell der beiden Erzrivalen nicht entgehen lassen und sorgten somit erstmals seit dem 08. März 2020 mal wieder für eine fünfstellige Zuschauerzahl in der Mercedes-Benz Arena. Und sie sollten ihr Kommen auch nicht bereuen. Denn die Berliner setzten sich am Ende verdient mit 3:1 gegen die Kurpfälzer durch, welche arg dezimiert in die Hauptstadt gereist waren, den Umständen aber trotzten und den Hauptstädtern alles abverlangten. Einfach machte man es dem Deutschen Meister jedenfalls nicht. Auch Eisbären-Coach Serge Aubin lobte daher den Auftritt des Spitzenreiters auf der Pressekonferenz:

Es war ein hartes Spiel von beiden Mannschaften. Das Startdrittel war sehr umkämpft. Anfangs hat man gemerkt, dass wir einige Tage nicht gespielt haben. Im Laufe der Partie haben wir aber die Kontrolle übernommen. Ab dem zweiten Drittel sind wir sehr gut geskatet, haben den Gegner früh unter Druck gesetzt und in der Offensivzone für Turnover gesorgt. Frans Nielsen Treffer war eine gute Einzelleistung. Das dritte Tor entstand durch einen guten Einsatz der ganzen Mannschaft im Spiel gegen den Puck. Respekt an Mannheim. Trotz der angespannten Personalsituation haben sie uns heute gefordert und starken Widerstand geleistet.

Und die Mannschaft von Co-Trainer Mike Pellegrims, welcher Chefcoach Pavel Gross vertrat, erwischte auch den besseren Start in diesen Klassiker. Die Berliner mussten zunächst einmal eine Anfangsoffensive der Mannheimer über sich ergehen lassen, überstanden diese aber schadlos. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Eisbären aber besser ins Spiel, hatten zu ihrem System gefunden und erspielten sich gute Chancen. Doch sowohl diese als auch ein Powerplay konnte man nicht nutzen.
Das zweite Powerplay nahm man mit ins Mitteldrittel und dort schlug man eiskalt zu. Die Hausherren fanden ihre Formation und Frank Hördler hatte abgezogen. Die Scheibe sprang jedoch an die Bande hinter dem Tor, von dort aber direkt auf die Kelle von Yannick Veilleux, welcher am linken Pfosten lauerte und Mannheims Goalie Felix Brückmann zum 1:0 überwinden konnte.
Doch die Freude über diese Führung hielt nicht lange, denn Mannheim überzeugte direkt beim ersten Überzahlspiel der Partie. Die Adler fanden sofort in ihre Formation, ließen die Scheibe sehr gut laufen und am Ende war es Markus Eisenschmid, welcher den Puck zum 1:1 im Berliner Tor versenken konnte. 24 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt.
Die Partie ging also wieder von vorne los und war wie bereits im ersten Drittel hart umkämpft und von vielen Nickligkeiten geprägt. Was aber normal ist im Duell der beiden Erzrivalen. Lean Bergmann forderte Simon Després zum Faustkampf heraus, machte damit ein mögliches Mannheimer Powerplay kaputt, denn zuvor waren bereits zwei Minuten gegen Manuel Wiederer angezeigt. So ging es also bei gleicher Spieleranzahl weiter, während die beiden Streithähne sich erst einmal auf der Strafbank abkühlen durften.
Acht Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als Ex-NHL-Star Frans Nielsen endlich seinen großen Auftritt in der Arena am Ostbahnhof hatte. Im eigenen Drittel gestartet, ließ er zwei Mannheimer Spieler ganz alt aussehen und tanzte am Ende auch noch den starken Mannheimer Goalie Felix Brückmann aus und vollendete sein Super-Solo mit der erneuten Berliner Führung. Ein überragendes Tor, eins zum mit der Zunge schnalzen.
Nun merkte man Mannheim deutlich an, dass so langsam aber sicher die Kräfte ausgingen, während die Hausherren noch einmal einen Gang hoch schalteten und ordentlich Druck entfachten. Und dieser sollte sich auch bezahlt machen, denn Zach Boychuk war es, der sieben Minuten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1 stellte und somit bereits für den Endstand sorgte. Denn im letzten Drittel gab Mannheim noch einmal alles, warf nochmal alles nach vorne, aber am Spielstand sollte sich nichts mehr ändern. Sowohl die Eisbären als auch Mannheim konnten ihre Chancen nicht verwerten, wobei gerade die Berliner das leere Tor vor Augen hatten, es dann aber doch nicht trafen. So blieb es beim 3:1 gegen den Erzrivalen und drei wichtigen Punkten. So wichtig und gut der Sieg auch war, man darf eben auch nicht vergessen, dass es ein ganz anderes Spiel geworden wäre, wenn Mannheim hätte in Bestbesetzung antreten können. Dennoch genoss Boychuk das Spiel und den Sieg gegen die Kurpfälzer:

Es hat Spaß gemacht heute. Es war eine körperbetonte Partie mit vielen Checks. Durch Mannheims dezimierten Kader konnten wir unser Spiel gut entfalten. Psychologisch war der Sieg heute sehr wichtig für uns. Wir hatten uns vorgenommen, den Gegner frühzeitig zu stören. Das hat gut funktioniert.

Nicht nur für die Fans beider Vereine war es ein besonderes Spiel angesichts der Rivalität. Auch für Stürmer Marco Baßler war es ebenso ein besonderes Spiel, absolvierte er doch gegen Mannheim sein erstes Spiel im Eisbären-Trikot, nachdem er in der Länderspielpause im Tausch gegen Parker Tuomie in die Hauptstadt gewechselt war. Sein Statement zum ersten Auftritt im Bärenfell, in dem er elf Wechsel und 8:16 Minuten Eiszeit hatte:

Es war ein enges Spiel. Nach dem torlosen Startdrittel haben wir im mittleren Spielabschnitt einen Weg gefunden, Tore zu schießen. Ich denke, dass der aggressive Forecheck der Schlüssel zum Erfolg war. Mein erstes Spiel für die Eisbären hätte nicht besser laufen können. Meine Reihe hat heute sehr gut gespielt. Wir haben kaum Fehler gemacht und uns offensiv einige Chancen erspielt. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich zufrieden.

Am Freitag gab es also das Duell gegen den Liga-Primus, morgen Abend ist der Tabellenzehnte aus dem Sauerland zu Gast. Ein Duell der Gegensätze also, auch in Sachen der vorhandenen und gesunden Spieler. Im ersten Duell bei den Iserlohn Roosters  fielen satte elf Tore, die Eisbären gewann das Spiel am Seilersee damals mit 7:4. Um die Torgefährlichkeit der Roosters weiß man in Berlin, man hat also jede Menge Respekt vor dem morgigen Gegner. Simon Després dazu im Interview:

Iserlohn kann Tore schießen. Sie haben Kris Foucault, ein Top-Scorer der Liga, und auch Joe Whitney. Die müssen wir im Auge behalten, aber ich habe Vertrauen in die Gruppe, dass wir deren Torchancen gering halten können. Wir haben eine gute Verteidigung und gute Torhüter. Nach fast 20 Spielen in der Saison sind wir glaube ich ein abgerundetes Team. Es wird ein Kampf, aber ich habe Selbstvertrauen, dass wir uns durchsetzen können.

Eben jener Kris Foucault spielte letztes Jahr noch für die Eisbären, aktuell ist der Stürmer der zweitbeste Scorer der Penny DEL mit 25 Scorerpunkten. Doch nicht nur auf die Scorer im Team muss man Acht geben, auch sollte man es vermeiden, vermehrt Strafen zu nehmen. Denn die Sauerländer stellen zwei extrem gefährliche Special Teams. Das Powerplay ist mit einer Erfolgsquote von 24 Prozent das zweitbeste der gesamten Liga. Das Penaltykilling steht mit 80,77 Prozent auf Rang fünf in der Unterzahltabelle. Von daher verwundert es nicht, wenn Trainer Serge Aubin davon spricht, dass der Plan sei, 5-5 zu spielen:

Iserlohn ist definitiv ein gefährliches Team, nicht nur im 5-5, sondern auch im Powerplay. Sie schießen gut und haben viele andere Fertigkeiten. Unser Plan ist 5-5 zu spielen und dann unser Spiel zu machen. Keine Zeit lassen und keinen Platz zu geben, einfach hart arbeiten und unsere Möglichkeiten ausnutzen.

Kann man denn für das Spiel gegen die Sauerländer mit Rückkehrern im Line-up rechnen? Blaine Byron und Kevin Clark fehlten ja verletzungsbedingt gegen Mannheim. Aubin mit einem Update zu den beiden Stürmern:

Bei beiden Jungs geht es von Tag zu Tag. Bei Clark kann es aber noch bis zu einer Woche dauern, aber bei Blaine ist es hoffentlich wirklich von Tag zu Tag. Sie sind ohne Zweifel wichtige Spieler und wir würden uns wünschen, dass sie dabei sein könnten, aber mir gefällt, dass jeder einspringt und wir die Sache als Team angehen.

Somit wird es morgen Abend gegen Iserlohn also vermutlich das gleiche Personal richten müssen wie gegen Mannheim. Aber das haben sie ja sehr erfolgreich gemacht, von daher ist auch morgen Abend wieder ein Sieg im Bereich des Möglichen. 

Serge Aubin nach dem Spiel in Wolfsburg: „Es war einfach einer dieser Tage, wo die Pucks ins Tor gingen“

Nach sieben Auswärtssiegen in den ersten sieben Auswärtsspielen der neuen Saison in der PENNY DEL hat es die Eisbären Berlin am Sonntagnachmittag im achten Anlauf erstmals erwischt. Bei den Grizzlys Wolfsburg verloren die Berliner mit 4:5 n.V. (1:1,2:2,1:1/0:1) und mussten sich somit im achten Auswärtsspiel dieser Saison zum ersten Mal geschlagen geben. Immerhin punktete man aber auch im achten Spiel auf fremden Eis, wenn gleich das ein schwacher Trost für die Eisbären war.

Denn eigentlich darfst du das Spiel bei den Niedersachsen nicht verlieren. Die Eisbären hatten das Spiel vor allem im zweiten Drittel deutlich im Griff, dominierten das Spiel nach Belieben und schossen sich auch eine 3:1-Führung nach 28 Minuten heraus. Alles sah also gut aus und man dachte bereits, man wäre auf die Siegerstraße eingebogen. Doch dann erwies sich ausgerechnet das in dieser Saison so starke Penaltykilling als der Knackpunkt in dieser Partie. Denn Wolfsburg hatte insgesamt vier Überzahlspiele und alle vier wurden zu Toren genutzt. So rutschten die Berliner nach dem Spiel in der Autostadt von Platz Drei auf Platz Neun in der Tabelle des Penaltykillings ab. Letztendlich war es eine 2+2-Minuten-Strafe gegen Yannick Veilleux im Mitteldrittel, welche den Eisbären das Genick brach. Denn diese vierminütige Überzahl nutzte Wolfsburg innerhalb von nur 62 Sekunden zu zwei Treffern aus.

Und so kam am Ende mal wieder die alte Sportler-Weisheit zur Geltung: Wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, kassierst du hinten die Gegentore. So ähnlich konnte man das Mitteldrittel der Eisbären ganz gut zusammenfassen. Denn eigentlich war es in den zweiten 20 Minuten ein Spiel auf ein Tor. Die Eisbären boten eine perfekte Leistung, spielten nahezu ein perfektes Drittel, es gab eigentlich kaum etwas zu kritisieren und doch stand man nach dem Mitteldrittel nur mit einem 3:3-Unentschieden da. Selbst Trainer Serge Aubin konnte nicht viel Negatives am Unterzahlspiel seiner Mannschaft feststellen, wie er heute im Interview sagte:

Nein, wir haben natürlich unsere Hausaufgaben gemacht, uns alle Situationen nochmal auf Video angeguckt und besprochen, was wir besser hätten machen sollen. Es war einfach einer dieser Tage, wo die Pucks ins Tor gingen. Bei drei Gegentoren waren unsere Positionen eigentlich perfekt, aber es war einer dieser Tage. Der Prozess geht weiter, aber natürlich wollen wir das minimieren, lieber 5-5 spielen. Strafen ändern momentan das Momentum der Spiele.

Und genau aus diesem Grund gerieten die Eisbären am Ende doch noch auf die Verliererstraße, wenn gleich man natürlich alle Chancen hatte, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Aber da ließ man beste Chancen ungenutzt. Auch in der Verlängerung waren die Hauptstädter dem Siegtreffer sehr nahe, doch Matt White zielte etwas zu genau und traf nur die Latte. Der direkte Gegenzug führte anschließend zum Tor. Aber das zeigt eben auch die ganze Klasse der Wolfsburger, das darf man eben auch nicht vergessen. Man hat gegen ein absolutes Top-Team der DEL verloren. Und unter Mike Stewart hat Wolfsburg nochmal einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht und sich noch mehr zum Titel-Kandidaten gemausert als sie es ohnehin schon waren. Solche Spiele, in denen du bei 5-5 unterlegen bist, musst du eben in den Special Teams für dich entscheiden. Und das haben die Niedersachsen mit vier Überzahltoren gemacht.

Aber dennoch braucht man deshalb nicht zu verzweifeln, denn insgesamt war es trotzdem ein sehr starker Auftritt der Eisbären, welche sich eben einfach nicht für ein ganz starkes Auswärtsspiel belohnt haben. Und wenn man dann in Unterzahl eigentlich gut steht und wenig abgibt, dann aber doch vier Tore kassiert, dann ist es eben einer dieser Tage, der dir immer mal passieren kann. Und sind wir mal ehrlich, lieber nimmt man so einen Tag während der Hauptrunde im Oktober als in einem entscheidenden Finalspiel im April.

Marcel Noebels: „Ich persönlich finde, wir haben in den letzten Wochen einen Riesenschritt gemacht“

14 Spiele haben die Eisbären Berlin in der laufenden PENNY DEL-Saison absolviert. Das erste Saisonviertel ist sozusagen vorüber und die Hauptstädter stehen nach diesem auf dem dritten Tabellenplatz. 48:33-Tore und 28 Punkte weist die Statistik für den Deutschen Meister aus. Mit der Punktzahl wäre man eigentlich Zweiter in der Tabelle, aber Corona ändert eben alles. Durch zuletzt viele Spielausfälle ist das Tabellenbild ordentlich verzerrt und die Teams haben zwischen elf und 15 Spiele absolviert. Daher hat die Liga auch in diesem Jahr wieder den Punkte-Quotienten eingeführt und aufgrund diesen sind die Berliner eben nur Tabellendritter. Zeit also, um ein erstes kleines Fazit zu ziehen.

Was dabei natürlich sofort ins Auge sticht, ist die makellose Auswärtsbilanz der Eisbären. Alle sieben Spiele wurden nach regulärer Spielzeit gewonnen. Damit ist man natürlich das beste Auswärtsteam der gesamten Liga. Zu Hause stehen dagegen nur zwei Siege aus sieben Spielen zu Buche und der vorletzte Platz in der Heim-Tabelle. Klar, dass Coach Serge Aubin gerade auf heimischen Eis noch Verbesserungspotential sieht:

Zuhause in der eigenen Arena müssen wir noch besser spielen. Die Auswärtsbilanz ist natürlich sehr gut. Sieben Spiele, 21 Punkte – besser geht es nicht.

Die Spieler selbst sind auch ratlos, was zuhause anders läuft als auswärts. Immer wieder wurden die Spieler nach den Heimspielen darauf angesprochen, immer wieder fanden sie darauf keine richtige Antwort. Schließlich würde man jedes Spiel gleich angehen und das Ziel haben, dieses zu gewinnen.
Doch dabei fiel dem geneigten Zuschauer schon auf, dass die Mannschaft Zuhause viel zu oft zu hektisch vor dem Tor agierte, während man auswärts die Chancen eiskalt verwertet. Inzwischen ist das aber wieder besser geworden und man konnte nach vier Liga-Heimniederlagen zu Saisonbeginn endlich die ersten beiden Heimsiege feiern und dabei auch ordentlich Tore erzielen. Das 1:3 gegen Schwenningen am Freitag war dann aber wieder ein kleiner Rückfall. Dennoch hat man in den letzten Wochen gesehen, als man sieben Spiele in Serie gewann (inklusive der CHL), dass die Eisbären deutlich besser in Fahrt gekommen sind. Das sah auch Stürmer Marcel Noebels so:

Ich persönlich finde, wir haben in den letzten Wochen einen Riesenschritt gemacht. Wenn man uns am Anfang der Saison gesehen hat oder in der Vorbereitung. Es ist inzwischen schon ein Ritual, dass wir ein bisschen langsam in die Saison oder Vorbereitung starten. Aber wir haben als Mannschaft viele gute Schritte und viele gute Sachen in den letzten paar Tagen und Spielen gesehen, auf die wir aufbauen können.

Noebels, der mit 18 Scorerpunkten zusammen mit Blaine Byron Top-Scorer der Berliner ist, meinte nach dem Schwenningen-Spiel aber auch, dass man noch Bedarf hat, viele Punkte zu verbessern. Er sprach dabei vor allem das Powerplay an, welches man derzeit nur auf Platz 13 in der Liga findet. Zu wenig für ein Team, wie es die Eisbären sein wollen:

Wir haben noch Bedarf, viele Punkte zu verbessern. Auch im Powerplay, gerade heute (Anmerkung: das Interview fand nach dem Schwenningen-Spiel statt), vielleicht das Tor zu machen, um nochmal Schwung zu bekommen. Da beziehe ich mich selbst mit ein. Das sind so Punkte, wo ich froh bin, dass wir noch früh in der Saison sind, die man auf jeden Fall noch verbessern kann.

Während der Siegesserie sah das Überzahlspiel zwar schon deutlich besser aus, aber dennoch ist da viel Luft nach oben. Dagegen läuft das Penaltykilling deutlich besser. Da findet man die Hauptstädter auf dem dritten Platz.

Serge Aubin wurde gefragt, wie zufrieden er mit dem bisherigen Saisonverlauf ist und was man noch verbessern kann und muss:

Ab und zu spielen wir noch zu verspielt, zu fancy. Ich möchte, dass meine Mannschaft offensiv spielt und den Gegner jagt. Die Intensität muss noch erhöht werden. Aber auf lange Sicht bin ich optimistisch. Es braucht immer seine Zeit, bis eine Mannschaft sich komplett findet.

Und dass sich die Mannschaft in einem Prozess befunden hat bzw. noch immer befindet, dass wurde von Aubin immer wieder gepredigt. Aber man hat in den letzten Wochen gesehen, wie die Mannschaft immer mehr zusammen gewachsen ist, dass sie sich immer besser aufeinander eingestimmt haben und dass auch die Neuzugänge immer besser integriert waren. Daher gab Marcel Noebels auch das Ziel Top-4 heraus, wo man ja aktuell auch steht. Diesen Platz will man festigen

Insgesamt sieht man aber so langsam, wo die Mannschaft hingeht, wo unser Weg sein wird. Wo wir auch hin wollen, ist klar die Top-4, das wollen wir auch festigen.

Das Potential dafür haben die Berliner allemal. Sie haben auch in diesem Jahr wieder einen Kader, der um die Deutsche Meisterschaft mitspielen kann. Die Titelverteidigung wurde ja auch als Saisonziel herausgegeben. Und die Neuzugänge, noch nicht alle, aber immerhin einige, haben ja auch bereits voll eingeschlagen. Blaine Byron hatte ich schon angesprochen, der mit neun Toren und neun Vorlagen bis jetzt voll überzeugt hat. Aber auch Yannick Veilleux (9 Scorerpunkte) und Kevin Clark (8) finden so langsam zu ihrer Form. Um nur mal einige zu nennen. Denn dass die Hauptstädter über eine gute Mannschaft verfügen und die Tiefe im Kader auch gebrauchen werden, wissen alle Spieler, wie Marcel Noebels sagte:

Wir wissen alle, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir haben mit Frans Nielsen nochmal jemanden geholt, der viel Erfahrung mitbringt. Tiefe in so einer langen Saison mit zwei große Turnieren, wo viele Jungs viel Eishockey spielen werden und sich einer mal – toi toi toi – hoffentlich nicht verletzt. Ich glaube, dann zeigt sich auch, wer gut besetzt ist.

Fünf Siege in Serie: Der Deutsche Meister kommt ins Rollen

Elf Spieltage sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert und die Eisbären Berlin haben den Kontakt zur Spitze endgültig hergestellt. Man steht nach elf Spielen mit 22 Punkten auf Platz Vier und liegt damit nur ganze zwei Zähler hinter Spitzenreiter München. Der Grund dafür sind drei Ligasiege in Serie, welche vorher noch nicht gelungen waren. Weil man eben den Heimfluch mit sich herum trug, doch seit vergangenem Dienstag ist dieser vorbei. Dort besiegte man in der Champions Hockey League (CHL) den HC Lugano mit 6:3. Auch in der DEL legte man den ersten Heimsieg hin, gegen Köln gewann man am Sonntag mit 5:3. Elf Tore zu Hause in nur zwei Spielen, zuvor waren es ganze vier in vier Spielen. Der Bann scheint also inzwischen gebrochen zu sein.

Was aber auch daran liegt, dass sich die Mannschaft immer besser aufeinander einstellt und einstimmt, immer besser zusammen harmoniert. Coach Serge Aubin sieht daher derzeit auch keinen Anlass, um irgendetwas zu ändern, weshalb ein Mark Zengerle weiterhin nur der Platz auf der Tribüne bleibt. Ein Wechsel scheint hier durchaus möglich zu sein, wenn gleich sich Zengerle in Berlin trotz der Umstände wohlfühlt und sich durch Leistungen weiterhin anbieten will. Aubin lobte nach dem Spiel gegen Köln seine Mannschaft und erklärte auch, warum derzeit kein Platz für Mark Zengerle im Kader ist:

Die Mannschaft spielt halt zur Zeit sehr gut und deswegen habe ich jetzt keine Änderungen am Line-up vorgenommen.

Fünf Spiele, fünf Siege, 25:12-Tore belegen die Aussage des Berliner Chef Coaches. Die Eisbären hatten auswärts kein Problem mit dem Tore schießen, das hatte man nur zu Hause. Weil man dort einfach zu kompliziert spielte, zu hektisch, zu selten den Schuss in der richtigen Situation abgab. Das änderte man gegen Lugano und gegen Köln und prompt klingelte es elf Mal im gegnerischen Tor. Mit jedem weiteren Tor steigt natürlich auch das Selbstvertrauen der Spieler und die Siegesserie lässt die Brust nur noch breiter werden.
Aubin hatte es immer wieder gepredigt, als man zu Hause Niederlagen kassierte. Immer wieder sagte er, man befinde sich noch im Prozess, es muss sich noch alles finden und jetzt sieht man, dass er damit Recht hatte. Wenn gleich natürlich auch nach wie vor noch nicht alles rund läuft, was aber nach erst elf gespielten Spielen auch kein Wunder ist. Aber man hat die Fehler angesprochen und diese Stück für Stück, Spiel für Spiel abgestellt und so konnte man die jüngste Erfolgsserie starten.

Und war man zu Beginn vielleicht noch zu sehr von der Top-Reihe um Marcel Noebels, Leo Pföderl und Blaine Byron abhängig, so scort nun auch regelmäßig die zweite Reihe, welche am Sonntag Matt White, Zach Boychuk und Yannick Veilleux bildeten. Letzterer kommt immer besser in Fahrt und traf gegen die Haie gleich zweimal.
Doch nicht nur der Offensiv-Motor zu Hause kommt so langsam aber sicher ins laufen. Nein, auch das Powerplay war einer der Hauptgründe für den ersten DEL-Heimsieg in dieser Saison. Die in dieser Spielzeit bekannte Schwäche der Domstädter in Sachen Disziplin fiel ihnen in der Hauptstadt auf die Füße. Die zuvor in Überzahl äußerst harmlosen Eisbären schossen vier der fünf Tore gegen Köln in Überzahl. Zuvor waren es ganze drei Tore in zehn Spielen gewesen, womit man das schwächste Überzahlspiel der gesamten Liga hatte. Die Erfolgsquote lag bei unter zehn Prozent. Jetzt ist man auf Platz Dreizehn angekommen mit einer Erfolgsquote von 17,95 Prozent (7 Tore in 39 Überzahlsituationen).

Es ist kein Geheimnis, dass zwei gut funktionierende Special Teams mit spielentscheidend sein können. Das Penaltykilling der Berliner funktionierte bis dato schon sehr gut, nun also auch das Überzahlspiel. In Unterzahl sind die Berliner gar die drittbeste Mannschaft mit einer Erfolgsquote von 82,05 Prozent. Nur Mannheim und Wolfsburg sind noch besser, das aber auch deutlich.

Die Eisbären basteln also immer mehr an ihrer Meisterform, doch davon ist man natürlich noch ein gutes Stückchen entfernt. Denn noch immer hapert es an den punktgenauen Zuspielen zum Gegner, noch immer bringt man die Scheibe zu langsam aus dem eigenen Drittel. Was gegen Köln aber schon besser wurde.
Das sie viele Torschüsse abgeben, war bereits bekannt, doch führten diese eben bisher nur auswärts zum Erfolg. Jetzt aber hat es auch endlich mal zu Hause geklappt und das, obwohl man mit 31 Schüssen sieben weniger abgab, als das noch in Bietigheim und Nürnberg der Fall war. Aber die Qualität der Schüsse, gerade auf heimischen Eis, war eben deutlich besser als in den ersten vier Ligaspielen zu Hause.

Haben wir oben die beiden ersten Sturmreihen angesprochen, welche sich immer mehr warm schießen, so dürfen wir aber auch nicht andere Spieler vergessen, welche in der vergangenen Woche auf sich aufmerksam gemacht haben. So erzielte zum Beispiel ein Eric Mik gegen Köln sein erstes DEL-Tor. Ein Kai Wissmann legte in Nürnberg ein Drei-Punkte-Spiel (1 Tor/2 Vorlagen) hin. Was natürlich Goldwert ist für die Hauptstädter, dass von immer mehr Spielern Gefahr ausgeht, was es dem jeweiligen Gegner schwer macht, sich auf die Berliner einzustellen. Denn auch die dritte und vierte Reihe kann in einigen Wechseln immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen.
Und dann darf man ja auch nicht vergessen, dass mit Frans Nielsen jetzt auch noch ein echter NHL-Star kurz vor seinem Debüt bei den Eisbären steht. Mit ihm erhalten die Berliner noch mehr Tiefe im Kader, haben noch mehr Möglichkeiten, anzugreifen. Aber: Der Transfer erhöht auch den Konkurrenzkampf in der Offensive, ist Nielsen doch der zehnte Importspieler beim Hauptstadtclub. Neun dürfen allerdings nur auf dem Spielberichtsbogen stehen. Da wird im Training nun also hart gekämpft, um am Spieltag im Line-up zu stehen.

Den Trainer wird das freuen, denn so hat er nach wie vor hungrige Spieler im Kader, welche die Erfolgsserie am liebsten unendlich fortsetzen wollen. Die Chance auf Sieg Nummer Sechs in Folge besteht am Sonntagnachmittag, wenn der ERC Ingolstadt zu Gast ist. Morgen haben die Berliner spielfrei, somit können sie die Akkus nach dem gestrigen Auswärtssieg in Lugano zum Abschluss der CHL wieder aufladen.
Und am Sonntag hat man dann auch einen wohlmöglich noch lauteren siebten Mann hinter sich. Denn nachdem die Eisbären auf „2G“ umgestellt haben, können nun noch mehr Fans in die Arena am Ostbahnhof strömen. Dann kann aus der Arena wieder der altbekannte Hexenkessel werden, der den Gegnern das fürchten lehrt. Der Heimfluch ist besiegt und jetzt wird es Zeit, nicht nur die Siegesserie weiter auszubauen. Nein, jetzt wird es Zeit, eine Heimserie zu starten und die Arena am Ostbahnhof wieder zu einer uneinnehmbaren Festung zu machen.

Die Eisbären Berlin nach neun DEL-Spieltagen: Auswärts Erster – Zuhause Letzter

Die unglaubliche Serie der Eisbären Berlin hält auch nach neun Spieltagen in der PENNY DEL weiterhin an. Am Freitagabend kassierte man beim 1:3 gegen die Düsseldorfer EG die vierte Heimniederlage in Folge – inklusive CHL steht man sogar bei sechs Heimpleiten in Serie. Dafür holte man am Sonntagabend beim 4:2 in Bietigheim den fünften Auswärtssieg im fünften Auswärtsspiel der Saison. Damit sorgte man zugleich für einen neuen Vereinsrekord, denn noch nie zuvor waren die Berliner mit fünf Auswärtssiegen am Stück in die Saison gestartet. Und so hat man weiterhin das kuriose Bild in der Tabelle: Zuhause ist man mit 4:13-Toren und nur einem Punkt das schlechteste Heimteam der Liga, auswärts hingegen führt man die Tabelle mit der vollen Punktzahl von 15 Punkten und 22:7-Toren an. In der Gesamt-Tabelle blieben die Eisbären nach den beiden Spielen auf Platz Fünf mit nun 16 Punkten und 26:20-Toren.

Die Spieler der Eisbären werden immer wieder gefragt, woran dieser Unterschied liegt, dass es auswärts läuft und man zu Hause gefühlt nichts auf die Reihe bekommt. Marcel Noebels wurde daher nach dem Heimspiel gegen Düsseldorf gefragt, was es denn zur Zeit so schwierig macht, zuhause zu spielen?

Daran liegt es jetzt glaube ich nicht, ob wir zuhause oder auswärts spielen. Für mich macht es keinen Unterschied. Ich gehen ins Spiel rein genauso heim wie auswärts. Das sollte eigentlich kein Faktor sein. Eigentlich sollten wir zuhause mehr Punkte holen wie auswärts. Aber den Schalter haben wir bisher nicht umgelegt. Es wird natürlich Zeit, so langsam in die Spur zu finden.

Die Berliner sind auf Spurensuche, doch einen richtigen Ansatz hat man bisher nicht gefunden. Was bei den Heimspielen, insbesondere jetzt wieder am Freitag gegen die DEG auffiel, man erlaubt sich zu viele individuelle Fehler, bekommt den Pass nicht sauber zum Mitspieler gespielt und alleine der Aufbau aus dem eigenen Drittel heraus dauert enorm lange. Und wenn, dann gelingt er auch zu selten. Marcel Noebels wirkte diesbezüglich auch etwas ratlos:

Also ich finde auch, dass wir von hinten viel zu selten vernünftig aus der Zone kommen. Aber wir haben zu viele Scheibenverluste alleine schon im eigenen Drittel. Es fängt ja bei uns schon an, dass wir keinen guten ersten Pass spielen und meistens eigentlich der Scheibe hinterher rennen, obwohl wir sie eigentlich vorher hatten. Wir müssen wieder zusammenfinden, damit wir enger zusammen sind, damit wir uns besser unterstützen, keine 30-Meter-Pässe über das Eis spielen. Ich bin selber so ein bisschen ratlos gerade, warum wir so auftreten. Ich hoffe, dass wir als Mannschaft da wieder raus finden.

Chancen erspielt man sich ja, sowohl zuhause als auch auswärts. Aber die Eisbären schaffen es zurzeit nicht, beste Chancen zu nutzen. Auch Marcel Noebels eben nicht, der am Freitag mit Blaine Byron ein 2-auf-0-fuhr, die Scheibe aber nicht am DEG-Goalie vorbei bekam. Das sind normalerweise sichere Tore für den Berliner Torjäger, der solche Chancen eigentlich mit verbundenen Augen macht. Aber nicht in dieser Saison. Da wirken die Eisbären irgendwie nicht ganz bei der Sache, wenn sie zuhause vor den eigenen Fans spielen. Hinten die bereits angesprochenen individuellen Fehler und das sehr langsame rauskommen aus der eigenen Zone, vorne spielt man das einfach zu hektisch und will lieber noch den einen Pass spielen oder den einen Kringel fahren, statt einfach mal die Scheiben zum Tor zu bringen. Eben das, was sie auswärts machen und wo es ja bisher auch bestens klappt.
Vier Tore in vier Heimspielen sind eines Deutschen Meisters unwürdig. Am Freitag waren es wieder 35 Torschüsse, nur einer fand den Weg ins Netz. In Bietigheim waren es zwei Tage später nur drei Torschüsse mehr, aber eben auch drei Tore mehr. Die Erklärung dafür ist aber einfach: Gegen Düsseldorf gab man nur 16 Prozent aller Schüsse aus dem Slot ab, weil die DEG die gefährlichen Räume gut zu machte und die Eisbären so immer wieder nach außen zwang oder zu Schüssen von der blauen Linie. In Bietigheim kam man dann nach Anlaufschwierigkeiten besser vor das Tor und gab 36 Prozent aller Schüsse aus dem Slot ab.

Was aber bei den Eisbären weiterhin ein Problem ist: Sie sind zu abhängig von der Top-Reihe um Marcel Noebels. Diese war für das einzige Tor gegen Düsseldorf verantwortlich. Dahinter wird es dann schon eng, wobei immer mal wieder die Reihe um Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore auf dem Scoreboard auftaucht. Aber den Berlinern mangelt es da noch an der nötigen Tiefe, dass auch mal die hinteren Reihen treffen. Gestern war da sicherlich schon mal ein guter Ansatz, als die vierte Reihe den so wichtigen Ausgleich erzielte. Aber solche Momente kommen noch zu selten im Berliner Spiel vor.
So verwundert auch nicht die Eiszeit, dass es gegen die DEG Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White und Zach Boychuk waren, welche über 20 Minuten Eiszeit kamen. Bis auf Boychuk hatten die drei anderen Stürmer auch beim Aufsteiger über 20 Minuten Eiszeit. Die Last wird da noch auf zu wenige Schultern verteilt.

Auch das Powerplay bleibt weiterhin eine große Baustelle beim Deutschen Meister. Insgesamt 12:36-Minuten war man am Wochenende in Überzahl, kein einziger Treffer sprang dabei heraus. Inzwischen haben die Eisbären das schwächste Powerplay der gesamten Liga. Gerade in engen Spielen und gegen Spitzenteams kann ein starkes Powerplay von großer Bedeutung sein. Doch das Powerplay der Eisbären sorgt für keinerlei Angst in der PENNY DEL.

Die zur Zeit dürftigen Leistungen auf eigenem Eis mündeten am Freitagabend im ersten kleineren Pfeifkonzert nach der Schlusssirene. So langsam aber sicher ist eben auch die Geduld der Fans zu Ende. Man kann immer verlieren, aber dann muss auch die Leistung stimmen, aber wenn es wie am Freitag in den ersten beiden Dritteln dem Fan weh tut, den Eisbären beim spielen zuzuschauen, dann kommen die Pfiffe nicht von ungefähr. Das wirkte teilweise wie ein planloses Anrennen, ein kopfloses herum stolpern auf eigenem Eis. So einen richtigen Gameplan hat man zuhause noch nicht erkennen können.

In dieser Woche gibt es wieder zwei Möglichkeiten, die Heim-Misere zu beenden. Morgen Abend trifft man in der Champions Hockey League (CHL) auf den HC Lugano aus der Schweiz und am Sonntag sind die Kölner Haie in der PENNY DEL zu Gast in der Hauptstadt. Da sollte der Heimfluch endlich besiegt werden.

Schauen wir noch kurz auf die Youngsters, bleibt festzuhalten, dass Eric Mik weiterhin gut Eiszeit erhält. Gegen die DEG waren es 12:17 Minuten und in Bietigheim 9:42 Minuten. In Bietigheim waren es zudem noch 1:56 Minuten in Unterzahl. Sebastian Streu kam auf 7:49 Minuten (Düsseldorf) und 12:22 Minuten (Bietigheim). Auch Streu kam in Bietigheim in Unterzahl zum Einsatz (1:42 Minuten).
Bennet Roßmy kam nur auf 2:34 Minuten (Düsseldorf) und 3:44 Minuten (Bietigheim).

Ob Trainer Serge Aubin für das morgige CHL-Spiel Spieler schonen wird, stand heute noch nicht fest. Die Berliner waren mit nur einem Punkt in die CHL gestartet und haben nur noch theoretische Chancen auf das Erreichen der KO-Phase. Von daher würde es nicht verwundern, wenn Aubin etwas rotiert, zumal bereits am Donnerstag das nächste Ligaspiel in Nürnberg ansteht.

Heute Abend gegen Düsseldorf: Klappt es im vierten Anlauf endlich mit dem ersten Heimsieg in dieser Saison?

Versuch Nummer Vier: Heute Abend absolvieren die Eisbären Berlin ihr viertes Heimspiel, dieses Mal ist die Düsseldorfer EG zu Gast in der Mercedes-Benz Arena. Dann wollen die Hauptstädter im vierten Anlauf endlich den ersten Heimsieg der noch jungen Saison feiern. Denn da hat man in den bisherigen drei Spielen nur einen mickrigen Zähler eingefahren, während man auswärts alle zwölf Punkte mitgenommen hat. Nun soll endlich auch zu Hause der Bock umgestoßen werden. Coach Serge Aubin dazu nach dem gestrigen Training:

Sicherlich wollen wir zu Hause gewinnen, Wir hatten ein paar gute Momente und jetzt wollen wir es zusammenbringen, aber wir wachsen als Team auch immer noch. Die Jungs zeigen viel Charakter auswärts und das müssen wir auch zuhause schaffen.

In der Tat wirkt es manchmal so, als gäbe es zwei Gesichter der Eisbären. Das merkt man vor allem in der Offensive beim Chancen herausspielen. Während man auswärts teilweise abgezockt die Chancen nutzt, wirkt es daheim teilweise sehr hektisch. Da fehlt den Jungs des Öfteren der Coolness vor dem Tor. Aber vielleicht haben sie in dieser Woche ja genau daran gearbeitet. Denn das sie im Training hart gearbeitet haben, hat Stürmer Zach Boychuk gesagt:

Wir freuen uns alle darauf, wieder nach Hause zu kommen. Wir sind auswärts sehr gut, aber wir brauchen den ersten Sieg zuhause. Wir hatten die Woche ein paar Tage frei und konnten ein bisschen Teambuilding machen. Wir arbeiten hart im Training und werden für morgen bereit sein. 

Geht es nach Verteidiger Eric Mik, hätten alle drei Heimspiele auch anders ausgehen können. So aber brennt man nun mehr denn je auf den ersten Dreier auf eigenem Eis:

Man brennt natürlich unglaublich und ich glaube, das ist jedes Mal der Anspruch, hier vor den heimischen Fans zu gewinnen. Das konnten wir jetzt die letzten drei Spiele nicht machen, wo man auch sagen muss, das waren alles gute Gegner. Aber wir hatten trotzdem unsere Chancen und hätten alle Spiele gewinnen können. 

Der heutige Gegner Düsseldorf ist derzeit eine der Überraschungen in dieser Saison. Denn fast alle haben die DEG ob ihrer Transferpolitik als potentiellen Abstiegskandidaten gehandelt. Die Rheinländer sind finanziell gezwungen, einen sehr jungen Kurs zu fahren, aber das bekommt der Mannschaft von Harold Kreis bisher sehr gut. Deswegen ist es heute auch ein Duell zweier Tabellennachbarn, denn die DEG steht mit drei Zählern Rückstand auf die Eisbären auf dem fünften Platz, während die Berliner Vierter sind. Zudem verfügen die Rheinländer über ein sehr gefährliches Powerplay. Serge Aubin mit seinen Gedanken zum Spiel gegen Düsseldorf:

Wir wollen 5-5 spielen. Umso länger wir das machen, umso besser für uns. Düsseldorf spielt eine gute Defensive. Sie sind sehr gelassen, wenn sie den Puck nicht haben und geben dir nicht viele Möglichkeiten, was frustrierend sein kann. Für uns ist es ein Drittel nach dem anderen, unsere Vorteile und Gelegenheiten nutzen, dann Tore schießen und solide defensiv spielen. Wir müssen unserer Spielidentität und Spielstruktur vertrauen und dann schaffen wir das. 

Eric Mik meint sogar, man solle keinen Gegner unterschätzen. Er hat aber auch schon einen Plan parat, wie es heute Abend mit dem ersten Heimsieg klappen könnte:

Auf gar keinen Fall. Kein Team ist zu unterschätzen. Jedes Spiel beginnt von Null und daher muss man sagen, dass wir auch auf uns schauen müssen, unsere Chancen machen müssen und wenn wir hinten gut stehen, dann bin ich mir sicher, dass es morgen klappen wird. 

Wie zufrieden ist denn der Verteidiger überhaupt mit seiner eigenen Leistung in dieser Saison?

Für mich ist es eigentlich relativ egal, mit wem ich spiele, Ich möchte so viel Eiszeit wie möglich bekommen und ich glaube das ist das Wichtigste als junger Spieler und alles andere kommt danach.

Heute beginnt der Oktober und dieser ist traditionell bei den Eisbären der Monat, in dem sie in Pink spielen. „Pink in the Rink“ heißt das Motto und dazu wurden Serge Aubin, Eric Mik und Zach Boychuk auch befragt, wie sie diese Aktion finden. Aubin äußerte sich wie folgt dazu:

Absolut. Wir haben Glück das tun zu können, was wir gerade machen. Viele andere Menschen müssen Kämpfe durchstehen, über die sie oft keine wirkliche Kontrolle haben. In Pink zu spielen, erinnert uns daran, was für ein Glück wir haben und es war gut für uns in der Vergangenheit. Wir fühlen uns gut, wenn wir in Pink spielen und so werden wir einfach daraus gehen, hart kämpfen und versuchen das zu kontrollieren, was wir kontrollieren können. 

Zach Boychuk findet die Sache großartig:

Es ist eine großartige Sache und berührt viele Menschen. So eine einfache Sache wie das Tragen eines bestimmten Jerseys ist schön für alle. Die Jungs werden über das Eis mit ihren pinken Trikots fliegen und hart spielen und hoffentlich dabei helfen, für die verschiedenen Charitys Geld zu sammeln.

Und wie findet Eric Mik „Pink in the Rink“?

Über die farbliche Änderung freut man sich schon. Ich muss sagen, es ist immer ein cooles Erlebnis und dadurch, dass es auch für einen guten Zweck ist, erfüllt man damit immer noch einen guten Zweck. 

Die Eisbären Berlin nach sieben DEL-Spieltagen: Auswärts weiterhin stark und zu Hause ohne Sieg

So langsam lohnt sich schon einmal ein erster Blick auf die Tabelle der PENNY DEL. Sieben Spieltage sind absolviert und vorne findet man mit München und Mannheim die zwei Schwergewichte des deutschen Eishockeys. Dahinter kommen der Vizemeister Wolfsburg und Köln, auf Platz Fünf folgen bereits die Eisbären Berlin. Damit hat man in der dritten Saisonwoche mal wieder einen Sprung in der Tabelle gemacht. War man nach dem ersten Wochenende noch auf Platz Sechs, rutschte man in der Woche darauf auf Rang Neun ab. Und nun verbesserte man sich also wieder und machte einen großen Sprung auf Platz Fünf.

Das war aber auch nur möglich, weil die Hauptstädter in der vergangenen Woche zwei der drei Spiele auswärts bestritten haben. Denn da läuft es für die Mannschaft von Coach Serge Aubin nach wie vor wie geschmiert. Das 4:0 in Straubing und das 3:1 in Krefeld waren die Auswärtssiege Nummer drei und vier in dieser Saison. Und das in insgesamt vier Auswärtsspielen. 18:5-Tore zeigt die Statistik in den vier Gastspielen an. Aubin wurde nach dem Sieg am Sonntag in Krefeld gefragt, was denn seine Mannschaft auswärts derzeit so stark macht?

Ich würde sagen, heute war unser härtestes Auswärtsspiel, aber die Jungs sind stabil geblieben. Es ist ihnen wichtig und deshalb haben sie Wege gefunden. Wir wollen natürlich nicht zwei Spiele in Folge verlieren. Gute Teams finden einen Weg nach einer Niederlage wieder zurückzukommen und das haben die Jungs heute getan.

Während man auf fremden Eis weiterhin ungeschlagen und ohne Punktverlust ist, wartet man zu Hause auch nach dem dritten Heimspiel immer noch auf den ersten Sieg. Den beiden deutlichen Niederlagen gegen München (1:4) und Mannheim (0:3) folgte am Freitagabend eine knappe 2:3-Niederlage n.V. gegen Wolfsburg. Wobei man da sagen muss, dass man sich diese Niederlage selbst zuzuschreiben hat. Denn wer in der Verlängerung eine Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis kassiert, braucht sich nicht über die Pleite zu wundern.
Was man aber nach dem Spiel am Freitagabend gegen Wolfsburg merkte, war der Frust, der bei den Spielern enorm tief saß. Leo Pföderl wurde zum Beispiel darauf angesprochen, was man abstellen kann, weil man zu Hause immer so einen schwierigen Start hat?

Ach, das ist doch Schwachsinn. Letztes Jahr haben wir auswärts die ersten fünf Spiele verloren und dann haben wir auf einmal auswärts gewonnen und am Schluss waren wir Meister. Also 6. Spieltag oder 5. oder 7., keine Ahnung. Weiter geht´s. Wir gewinnen unsere Spiele schon.

Ja, ihre Spiele gewinnen die Eisbären. Aber eben zur Zeit nur auswärts. Weil man zu Hause irgendwie das Gefühl hat, dass sie irgendetwas blockiert. Zwar kommt man zu Chancen, man kommt immer wieder vor das gegnerische Tor, aber dann bekommt man den Eindruck, dass sie zu hektisch werden. Hier noch ein Pass, da noch ein Kringel, statt einfach geradlinig zu spielen. So wie auswärts eben. Die Statistik zu Hause spricht da Bände – 3:10-Tore. Chancen waren genügend da, satte 99 Torschüsse gaben die Berliner in den bisherigen drei Heimspielen ab. Die Ausbeute von drei Toren ist dann doch definitiv zu wenig.

Die Heim-Misere nennt Stürmer Yannick Veilleux gar inakzeptabel, wie er nach dem Spiel gegen Wolfsburg am Freitag sagte:

Bei dem Kader, den wir haben, ist es inakzeptabel bei drei Siegen und drei Niederlagen zu stehen. Besonders zu Hause zu verlieren, ist inakzeptabel.

Auswärts hat man bis 128 Torschüsse abgegeben und dabei satte 18 Tore erzielt. Man hat das Gefühl, auswärts tun sich die Berliner leichter als zu Hause. Jedenfalls spielen sie auf fremden Eis befreiter auf und nutzen ihre Chancen deutlich besser als zu Hause. Auch steht man auswärts defensiv besser als zu Hause.
Dabei kam man ja in den drei Spielen der vergangenen Woche auch zu Chancen aus der gefährlichen Zone vor dem Tor. Waren es in Straubing noch 29 Prozent aller Schüsse, welche man aus dem Slot abgab, waren es gegen Wolfsburg und in Krefeld bereits 38 Prozent. Aber nutzen konnte man die Chancen eben nur auf gegnerischem Eis. Daran muss man definitiv arbeiten.

Woran man aber auch arbeiten muss? Man ist zur Zeit zu sehr von einzelnen Spielern abhängig. Wenn Tore geschossen werden, dann sind es meistens nur die Spieler aus Reihe eins oder zwei. So auch in den letzten drei Spielen, als Blaine Byron (3 Tore/0 Assists), Leo Pföderl (1/2) und Marcel Noebels (0/3) wieder am besten scorten. Hinzu kommt Matt White mit zwei Toren und auch Yannick Veilleux, welcher zweimal in den drei Spielen traf. Doch die Last des Toreschießens verteilt sich derzeit noch auf zu wenige Schultern.

Bei den Special Teams besteht weiterhin Luft nach oben. Zwar erzielte man in Straubing zwei Überzahltreffer, doch in den beiden anderen Spielen blieb man ohne Tor. Dafür kassierte man gegen Wolfsburg und in Krefeld je ein Gegentor in Unterzahl. Der Gegentreffer gegen Wolfsburg war dabei spielentscheidend und die Strafzeit vollkommen unnötig. Denn da hatte man zuvor das Zählen vergessen und wurde dafür bitter böse bestraft.
Das Powerplay bleibt weiterhin ein Sorgenkind, auch trotz der zwei Treffer am Pulverturm. Mit einer Erfolgsquote von 13,64 Prozent stellt man mit Krefeld aktuell das schlechteste Überzahlspiel der Liga.
Dafür sieht es in Unterzahl besser aus. Das Penaltykilling der Eisbären belegt zur Zeit Rang sechs mit einer Erfolgsquote von 79,31 Prozent.

Schauen wir auf die Youngsters der Berliner. Da wäre zunächst einmal Eric Mik zu erwähnen, denn ihm gelangen zwei Torvorlagen in den letzten drei Spielen. Von der Eiszeit her spielte Mik in Straubing 8:29 Minuten, gegen Wolfsburg 16:25 Minuten (was da aber an der Verletzung von Nicholas B. Jensen lag) und in Krefeld 14:35 Minuten (da ersetzte er Jensen in der Verteidigung komplett). Sebastian Streu kam auf 8:52 Minuten (Straubing), 4:44 Minuten (Wolfsburg) und 11:52 Minuten (Krefeld.). Bennet Roßmy kam auf 4:57 Minuten (Straubing) und 2:57 Minuten (Wolfsburg). Gegen Krefeld war er nicht dabei, dafür spielte Korbinian Geibel. Und der kam auf 5:37 Minuten. Mik und Streu bekamen zudem Eiszeit in den Special Teams.

Auf der Torhüterposition bestritt Mathias Niederberger alle drei Spiele. In Straubing feierte er seinen ersten Shutout in dieser Saison. In den Spielen gegen Wolfsburg und Krefeld kassierte er vier Gegentore. Inzwischen ist die „Krake von Riga“ wieder bei starken 93,04 Prozent Fangquote angekommen und weist einen Gegentorschnitt von 1,97 Gegentoren pro Spiel auf.

Am kommenden Wochenende haben die Eisbären die Chance, ihren Heimfluch zu brechen. Dann ist die Düsseldorfer EG in der Arena am Ostbahnhof zu Gast. Am Sonntag reisen die Berliner zum Aufsteiger nach Bietigheim. Während die Serie am Freitag zu Hause bitte enden soll, darf die auswärts gerne immer so weiter gehen.

Die Eisbären Berlin nach vier DEL-Spieltagen: Auswärts läuft es bisher, zu Hause dagegen nicht

Es geht Schlag auf Schlag in der PENNY DEL: Am zurückliegenden Wochenende fanden die Spieltage Nummer Drei und Vier statt und in dieser Woche steht uns bereits die erste englische Woche bevor. Zwei der bevorstehenden drei Spiele absolvieren die Eisbären Berlin dann auswärts, was wohl aktuell ein Vorteil für die Berliner ist. Denn nach vier Spieltagen ist man zu Hause nach wie vor sieglos, während man auswärts beide Spiele gewann. Am Freitag holte man sich mit einem 4:0-Sieg in Bremerhaven den zweiten Auswärtssieg der Saison, ehe man am Sonntag beim 0:3 gegen Mannheim die zweite Heimniederlage kassierte. So rutschte man nach diesen beiden Spieltagen von Platz Sechs auf Platz Neun ab, wo man derzeit mit sechs Punkten und 12:11-Toren steht.

Während man zu Hause also noch auf den ersten Sieg wartet, ist man auswärts noch ungeschlagen und ohne Punktverlust. In der letzten Saison war das ja noch genau anders herum, da hatte man zu Beginn der Saison auswärts große Probleme, in Tritt zu kommen. Daher sagte Stürmer Marcel Noebels gestern nach dem Spiel auch, dass man schnell wieder zurück zur alten Heimstärke kommen muss:

Zwei Spiele zu Hause zu verlieren, war so nicht eingeplant. Auswärts haben wir es bis jetzt gut hinbekommen, aber zu Hause hatten wir bis jetzt immer so einen holprigen Start. Gegen München war das genauso. Unsere Stärke war eigentlich immer zu Hause zu gewinnen und dahin müssen wir wieder zurückkommen.

Das Wochenende war schon eins der Gegensätze. Während man in Bremerhaven das bisher beste Saisonspiel (O-Ton Serge Aubin) ablieferte und seinen Gameplan über 60 Minuten durchzog, verzweifelte man am Sonntag gegen Mannheim an der Chancenverwertung. Chancen hatte man genügend, auch in Überzahl, nur wollte die Scheibe einfach nicht ins Tor gehen. Verteidiger Kai Wissmann analysierte das Spiel anschließend so:

Wir hatten Alleingänge, wir hatten Zwei-auf-Eins, wir konnten aber kein Tor schießen. Es war so ein Tag, wo wir glaube ich noch zwei Drittel hätten spielen können, der Puck wollte einfach nicht rein.

Dieses Problem hatte man zwar auch noch im ersten Drittel in Bremerhaven, am Ende platze dann aber im Mitteldrittel der Knoten und man traf dreimal ins Tor der Hausherren, fing dabei sogar an zu zaubern. Da reichten 31 Torschüsse für vier Tore aus. Gegen Mannheim schoss man 39-mal auf das Tor von Felix Brückmann und traf nicht einmal. Es hätten 60 Schüsse sein können, man hätte vermutlich auch dann kein Tor erzielt, wie Kai Wissmann treffend nach dem Spiel analysierte.

Hatte man am Freitag in den ersten 40 Minuten noch die Disziplin der Eisbären gelobt, so wurde sie den Berlinern am Sonntag zum Verhängnis. Wie in Bremerhaven kassierte man auch gegen Mannheim acht Strafminuten. Während die Fischtown Pinguins in 6:39 Minuten Überzahl kein einzigen Treffer erzielen konnten, reichten den Kurpfälzern 4:18 Minuten in Überzahl aus, um zwei der drei Treffer in Berlin zu erzielen. Es waren die beiden Strafzeiten gegen Kai Wissmann, welche das Spiel letztendlich entschieden haben. Weil die Eisbären in acht Minuten Überzahl es nicht schafften, ein Tor zu erzielen. So bleibt das Powerplay eine Baustelle bei den Eisbären, denn an diesem Wochenende blieb man ohne Tor und steht nun bei einem Treffer aus zwölf Überzahlspielen, was einer Erfolgsquote von mickrigen 8,33 Prozent entspricht. Nur Augsburg und Krefeld sind schlechter, haben aber auch ein Spiel weniger als die Eisbären absolviert.

Aber egal, ob nun in Überzahl oder bei Fünf-gegen-Fünf. Wenn du in zwei Spielen insgesamt 70 Torschüsse abgibst und dann nur vier Tore erzielst, dann muss du dir Gedanken über die Chancenverwertung machen. Dass die Eisbären Tore erzielen und dabei teilweise sogar zaubern können, hatten wir in den beiden Spielen in Iserlohn und Bremerhaven gesehen, als man elf Tore erzielte. Aus übrigens insgesamt 69 Torschüssen. Da bleibt die Frage, was die Mannschaft auswärts anders macht als zu Hause. Denn dort steht man jetzt bei 1:7-Toren in zwei Spielen, während man auswärts bei 11:4-Toren steht.

Coach Serge Aubin war daher ziemlich angefressen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Mannheim. Er sah zwar auch, dass sich die Mannschaften Chancen erspielt, diese aber eben nicht verwertet hatte. Aubin sagte daher:

Im ersten Drittel waren wir noch etwas langsam. Das zweite Drittel war besser, aber irgendwie waren wir so ein bisschen dazwischen. Weil, wir haben uns zwar Chancen erspielt, aber konnten die leider nicht nutzen. Ich muss mich vor allem bei den Fans entschuldigen, weil für ein Heimspiel war das inakzeptabel, da muss mehr kommen. Wir müssen besser spielen. Die Special Teams haben den Unterschied ausgemacht. Kein Powerplaytor zu schießen bei den Chancen, ist leider nicht gut genug.

Es dürfte laut geworden sein in der Kabine der Eisbären nach dem gestrigen Spiel. Serge Aubin nimmt kein Blatt vor den Mund. Wenn er die Mannschaft loben kann, tut er dies, aber genauso kritisiert er sie, wenn es nicht so läuft, wie es laufen sollte. Die Eisbären haben nach der ersten Niederlage gegen München die richtige Antwort auf dem Eis gegeben. Gleiches wird man für das Auswärtsspiel am Mittwoch in Straubing hoffen.

Es liegt auf den Hand, was in Straubing wieder so klappen sollte, wie in den beiden Auswärtsspielen zuvor: Die Chancenverwertung muss besser sein als gegen Mannheim. Auch im Penaltykilling muss man konstanter werden, denn es sind durchaus immer wieder Unterzahlspiele dabei, wo dieses hervorragend funktioniert. Nur interessiert das am Ende keinen, wenn es zwei Unterzahlgegentore sind, welche das Spiel letztendlich entscheiden. Vielleicht sollte man sich in manchen Situationen aber auch einfach noch schlauer verhalten, um die Strafzeiten zu reduzieren.

Defensiv gab es in Sachen Schüsse der Gegner keine gravierenden Veränderungen. An den ersten beiden Spieltagen ließ man 53 Schüsse zu, diesmal waren es insgesamt 50. Hatte man gegen München noch 47 Prozent der Schüsse aus dem Slot abgegeben, verbesserte man sich gegen Iserlohn bereits deutlich, als es dort nur noch 28 Prozent waren. Auch gegen Bremerhaven machte man den Slot wieder gut zu, die Gastgeber kamen ebenfalls auf nur 28 Prozent. Gegen Mannheim war es mit 38 Prozent dann schon wieder schlechter, wenn gleich es aber von dort aus nicht einschlug, sondern von außen.

Schauen wir auf die Eiszeit, fiel in Bremerhaven auf, dass mit Nicholas B. Jensen (21:51 Minuten), Jonas Müller (21:02) und Morgan Ellis (20:28) drei Verteidiger die meiste Eiszeit des gesamten Teams hatten. Was aber sicher auch daran lag, dass man am Ende deutlich führte und vorne mehr rotieren konnte.
Denn gegen Mannheim sah das schon wieder anders aus, da war es die erste Reihe, welche die meiste Eiszeit bekam – Leo Pföderl (23:30), Marcel Noebels (23:28) und Blaine Byron (23:21). Auch hier verständlich, versuchten die Eisbären doch da bis zum Ende noch vergeblich ein Tor zu erzielen.

Angesichts der Ergebnisse fiel auch die Eiszeit der Youngster aus. In Bremerhaven kam einzig Eric Mik (7:18) auf weniger als zehn Minuten Eiszeit. Sebastian Streu kam auf 10:46 Minuten, Bennet Roßmy auf 10:18 Minuten.
Gegen Mannheim blieben alle Drei unter sieben Minuten Eiszeit – Eric Mik (6:56), Sebastian Streu (6:44) und Bennet Roßmy (4:38).

In Überzahl änderte sich in Sachen Eiszeit auch nicht wirklich viel, auch hier bekamen die üblichen Verdächtigen die meiste Eiszeit – Morgan Ellis (4:38), Kevin Clark (4:34), Marcel Noebels (4:25) und Leo Pföderl (4:15). Einzig Clark war neu in dieser Aufzählung, was aber auch daran lag, dass Mark Zengerle beide Spiele nur auf der Tribüne saß. Ihn setzte Aubin an den ersten beiden Spieltagen vermehrt in Überzahl ein.

Mit Tobias Ancicka konnte ein weiterer Youngster am Wochenende seine Fangquote im Vergleich zum ersten Wochenende, als er in Iserlohn zwischen den Pfosten stand, aufbessern. Dem Shutout in Bremerhaven folgte gegen Mannheim eine Fangquote von 89,22 Prozent, womit Ancicka jetzt insgesamt bei einer Fangquote von 90,54 Prozent liegt. Sein Gegentorschnitt liegt nach drei Spielen bei 2,33 Gegentoren pro Spiel.

Die erste englische Woche der neuen Saison beschert den Eisbären drei Spiele – in Straubing, gegen Wolfsburg und in Krefeld. Dann werden wir sehen, ob man an den Baustellen weiter gearbeitet hat, ob Mathias Niederberger wieder fit geworden ist und ob man endlich den ersten Heimsieg einfahren kann.

Simon Després vor dem Duell gegen Mannheim: „Es wird ein aufregender Kampf und endet hoffentlich mit einem Sieg für uns“

Es kommt wieder einmal zum DEL-Klassiker zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim. Heute Nachmittag um 14:00 Uhr beginnt dieses Top-Spiel in der Mercedes-Benz Arena. Die Berliner gehen als Vierter in das Spiel, die Adler als Neunter. Während die Hauptstädter zuletzt zwei Siege in Serie einfahren konnten, feierten die Kurpfälzer am Freitag mit einem 3:2 gegen Nürnberg den ersten Saisonsieg. Das erste Spiel hatten die Mannheimer in Straubing mit 2:4 verloren. Am 2. Spieltag war die Mannschaft von Coach Pavel Gross spielfrei. Was erwartet Berlins Coach Serge Aubin von diesem Spiel?

Schweres Spiel. Immer wenn man gegen Mannheim spielt, wird es sehr intensiv. Wir müssen einfach volle 60 Minuten spielen, das machen, was wir gut können und uns bewusst sein, was auf uns zukommt. Einfach weitermachen wie bisher.

Und am besten an die letzten beiden Spiele anknüpfen. Denn da holten die Eisbären ihre ersten beiden Pflichtspielsiege in dieser Saison und zeigten sich deutlich verbessert. Das Spiel gegen Bremerhaven nannte Aubin daher auch als das bisher beste Saisonspiel inklusiver der CHL-Duelle. Den Eisbären ist die Herausforderung bewusst, vor der sie heute stehen, aber dennoch wollen sie auch gegen Mannheim den nächsten Sieg einfahren. Simon Després dazu:

Wir hatten zwei Auswärtssiege und wollen am Ball bleiben. Es ist definitiv eine Herausforderung gegen Mannheim. Wir müssen den Gegner respektieren. Sie sind seit Jahren ein Top-Team der Liga. Es wird ein aufregender Kampf und endet hoffentlich mit einem Sieg für uns. 

Es wäre der erste Heimsieg der Berliner in dieser Saison. In der CHL setzte es zwei Niederlagen und auch der Liga-Auftakt gegen München wurde verpatzt. Umso heißer sind die Eisbären nun auf das Spiel gegen den Erzrivalen. Diese Spiele sind immer sehr besonders und dann den ersten Heimsieg der noch jungen Saison ausgerechnet gegen Mannheim zu feiern, hätte schon etwas. Aber wie werden die Hauptstädter das Spiel angehen? Genauso wie in Bremerhaven oder wird man etwas verändern? Simon Després hat die Antwort darauf:

Wir nehmen auf jeden Fall die guten Dinge mit und übertragen sie auf das Mannheim-Spiel. Ich denke Mannheim ist ein anderes Kaliber als Bremerhaven. Es wird auf jeden Fall kein einfaches Spiel, kein 4 gegen 0 Spiel. Hoffentlich wird es das, aber ich denke eher nicht. Es wird eng und wir müssen um jedes Stück Eis kämpfen.

Die Kurpfälzer gelten als d e r Top-Favorit in der neuen Saison. Die Adler haben sich enorm verstärkt, gefühlt jeder Top-Spieler wechselte nach Mannheim. Dementsprechend hoch sind daher auch die Erwartungen in Mannheim – sowohl beim Team und den Verantwortlichen als auch im Umfeld bei den Fans. Doch noch sind die Mannheimer nicht in Bestbesetzung, da noch einige Spieler ausfallen. Dennoch steht den Eisbären morgen ein sehr starker Gegner gegenüber. Aber machen sich die Mannheimer auch so ihre Gedanken vor dem Spiel in Berlin, werden sie sich über irgendetwas Sorgen machen müssen in Bezug auf das Spiel in Berlin, Simon Després?

Wir haben einen heiß gelaufenen Torhüter momentan, ebenso gute Stürmer und unsere Defensive fügt sich zusammen. Insgesamt sind wir ein solides Team. Wir sind die amtierenden Meister und das wollen sie uns wegnehmen. Gegen jedes Team müssen wir unseren Titel verteidigen.

Allen voran sollten die Adler auf die neue Paradereihe der Berliner aufpassen. Denn Marcel Noebels, Blaine Byron und Leo Pföderl laufen derzeit richtig heiß und finden immer besser zueinander, was keine guten Aussichten für die Mannheimer sind. Hinzu kommt auch noch die starke zweite Reihe mit Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore, die auch immer für ein Tor gut sind. Dazu hat man am Freitag auch noch einen starken Stürmer mit Yannick Veilleux dazu bekommen, der sein Können angedeutet hat. Und die Eisbären verfügen derzeit auch noch über starke Special Teams, gerade in Sachen Penaltykilling. Da dürfte es den Berlinern entgegen kommen, dass Mannheim nach zwei Spielen das schlechteste Powerplay der Liga hat, denn die Adler haben bisher alle sechs Überzahlspiele nicht nutzen können. 

Auf jeden Fall erwartet uns heute ein absolutes Top-Spiel in der PENNY DEL. Die Fans freuen sich riesig auf dieses Duell, aber auch die Spieler sind heiß auf Mannheim, wie Tobias Ancicka vor dem Spiel sagte:

Man hat die letzten Jahre gesehen, Berlin gegen Mannheim ist schon ein besonderes Spiel. Es hat schon einige historische Momente hervorgebracht. Ich glaube, die Jungs sind heiß, die Jungs wollen jetzt endlich auch mal zu Hause gewinnen, auch gegen so ein Team wie Mannheim natürlich. Wir sind heiß und wir freuen uns. 

Lasst uns den Mannheimern zeigen, wer hier Herr im Hause ist und wer Deutscher Meister ist! Es wird Zeit für den ersten Heimsieg in dieser Saison und die Voraussetzungen dafür stehen gut. 

Manuel Wiederer vor dem Spiel in Bremerhaven: „Wir können Jeden in der Liga schlagen!“

Heute Abend geht es für die Eisbären Berlin in der PENNY DEL weiter. Die Berliner sind dann an der Küste bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu Gast. Die Mannschaft von Chefcoach Thomas Popiesch hat ihren tollen Start in der Champions Hockey League (CHL) auch in der DEL fortgesetzt und die ersten beiden Ligaspiele gewonnen. Damit begrüßen die Bremerhavener die Eisbären morgen als Tabellendritter, während die Hauptstädter von Platz Sechs grüßen. Aber das ist alles so früh in der Saison noch nicht aussagekräftig.

Der Respekt der Berliner vor Bremerhaven ist dennoch riesengroß, wie Parker Tuomie vor dem Spiel sagte. Der Stürmer kehrt in seine Heimatstadt zurück und freut sich damit sowohl darauf als auch auf das Spiel:

Ich freue mich auf Beides. Bremerhaven ist ein sehr guter Gegner, sie haben es auch in der Champions League gezeigt, dass sie Top-Teams schlagen können. Wir zählen natürlich zu den Top-Teams der Liga dazu, Bremerhaven mittlerweile aber auch. Es wird ein harter Kampf auf Augenhöhe. Wir freuen uns schon auf diese Challenge.

Die Duelle zwischen Bremerhaven und Berlin waren zuletzt immer hart umkämpft und Fischtown zählt zu den unbequemen Mannschaften in der DEL. Und in deren Halle zu gewinnen, ist auch immer sehr schwer. In der vergangenen Saison holten aber beide Teams je einen Sieg an der Küste. Wie wird sich Bremerhaven auf dieses Duell vorbereiten, Parker Tuomie?

Jeder Gegner bereitet sich gut auf die Eisbären vor. Da zählt auch Bremerhaven dazu. Wir sind offensiv sehr stark. Vor allem unsere ersten zwei Reihen haben es gegen Iserlohn gezeigt, dass sie Tore schießen können. Wir wollen das jetzt natürlich auch weiterführen hier im nächsten Auswärtsspiel. Bremerhaven wird sich zwar sehr gut auf uns vorbereiten, aber wir hatten auch eine gute Trainingswoche und sind gut auf Bremerhaven vorbereitet. 

Die positiven Sachen dürfen die Berliner sehr gerne fortsetzen, die negativen aus Sicht von Coach Serge Aubin sicherlich nicht. Doch was hat der Trainer aus dem Spiel in Iserlohn mitgenommen, wie geht er das Spiel in Bremerhaven heute Abend an?

Wir machen einfach so weiter wie in letzter Zeit. Wir haben viele verschiedene Aspekte unseres Spiels besser gemacht. Logischerweise wollen wir weniger Tore zulassen als bisher. Bremerhaven spielt ein rundum solides Spiel bisher. Sie haben gute Special Teams, geben bei Fünf-gegen-Fünf nicht viel ab, sie haben einige robuste Spieler. 60 Minuten lang voller Kraft durchzuspielen wird eine schwere Aufgabe, aber wir freuen uns darauf.

Serge Aubin ging anschließend noch tiefer in die Analyse und sieht sein Team auf einem guten Weg:

Es gab viel Positives in der letzten Partie. Unser gesamtes Spiel als Team war gut, Special Teams ebenso und die wichtigen Jungs haben Tore geschossen, was immer gut ist. Man fühlt, wie es zusammenkommt. Nun kommt es auf die Konsistenz an. Wir müssen Sichergehen, den richtigen Einsatz in jedem Spiel zu zeigen und die kleinen Fehler zu reduzieren. Es wird eine lange Saison, aber ich finde gut, wo es momentan hingeht.

Gegen Bremerhaven erwartet die Eisbären erneut ein sehr schweres Auswärtsspiel, denn Bremerhaven ist unberechenbar und hat sich, wie von Parker Tuomie bereits angesprochen, zu einem absoluten Top-Team in der DEL entwickelt. Vor allem auf das Trio Jan Urbas, Ziga Jeglic und Miha Verlic müssen die Berliner aufpassen. Zudem verfügen die Fischtowns über ein enorm starkes Powerplay. Die Eisbären müssen also ein Top-Spiel abliefern, um an der Küste drei Punkte einzufahren. Geht es nach Manuel Wiederer, können die Eisbären jedes Spiel gewinnen und außerdem werden sie den Trend in Bremerhaven fortsetzen:

Ich denke auf jeden Fall und das ist auch unser Ziel, dass wir weiter in der Siegerstraße bleiben. Wir können Jeden in der Liga schlagen, aber es ist halt auch so, dass es gegen jeden Gegner schwierig wird. Aber wir sind gut vorbereitet und gehen positiv in die Partie rein.

Wiederer wurde zudem darauf angesprochen, ob man auch in Bremerhaven wieder so ein unterhaltsames Spiel abliefern will wie am Seilersee, oder aber ob man sich dieses Mal eher auf das Ergebnis konzentriert?

Ich denke, das Ziel ist immer der Sieg, aber natürlich wollen wir als Erstes so wenig Gegentore kriegen wie es geht. Am Liebsten wäre es uns, wenn dir immer drei, vier Tore reichen zum Sieg, das ist eigentlich das Optimale. Aber im Endeffekt ist ein Sieg ein Sieg und drei Punkte sind drei Punkte.

Manuel Wiederer kehrte in dieser Saison in die DEL zurück. Ist er inzwischen wieder angekommen und hat er sich eingelebt?

Der Anfang war allgemein schwer, weniger wegen der Liga, einfach weil ich lange nicht gespielt habe. Die Kondition fehlte, aber es wird von Spiel zu Spiel besser und ich fühle mich auch immer besser und ich denke, das kann man auch sehen. 

Ob Wiederer heute Abend in Bremerhaven aber spielen wird, steht noch nicht fest. Denn bei den Eisbären gibt es einen Debütanten an der Küste. Yannick Veilleux wird sein DEL-Debüt feiern. Dadurch haben die Berliner nun einen Stürmer mehr zur Verfügung. Serge Aubin über Yannick Veilleux und evtl. taktische Änderungen deswegen:

Es ist super für unser Team, da er ein wichtiger Spieler für uns ist. Er bringt das physische Spiel mit, das wir brauchen können. Er ist ein intensiver Spieler. Wir sind glücklich, dass er nun bei uns ist und wir weitermachen können.

Wir warten den Spieltag ab. Wir reisen heute nach Bremerhaven und entscheiden dann morgen nach dem Skate am Morgen. Wenn alle gesund sind, ist es Fakt, dass einer der Jungs draußen bleiben muss. Die finale Entscheidung wird morgen früh gemacht.

Was aber sagt Yannick Veilleux über sein Debüt, freut er sich darüber, gab es grünes Licht für einen Einsatz und was sagt er über die Aussagen seines Trainers über ihn selbst?

Genau. Ich freue mich sehr auf mein Debüt und dass ich dem Team helfen kann zu gewinnen. Es gab grünes Licht und das bleibt hoffentlich so. Ich muss an meinen Übungen dranbleiben, so dass ich weiterhin stark bleibe und daran knüpfe ich dann an. Hoffentlich kann ich das aufs Eis bringen, den Rest der Jungs so etwas mehr Platz verschaffen und auch ein paar meiner Fähigkeiten in der Offensive zeigen. 

Alles ist also angerichtet für ein Top-Spiel in der PENNY DEL. Um in Bremerhaven erfolgreich zu sein, müssen die Eisbären sich 60 Minuten an den Gameplan halten. Sie müssen die Fehler minimieren, sie müssen hinten sicher stehen und vorne die Chancen eiskalt verwerten. Zudem sollten sie auf das schnelle Umschaltspiel der Fischtowns vorbereitet sein, denn das ist eine echte Waffe der Mannschaft von Coach Thomas Popiesch. Und natürlich sollten sie sich so gut wie möglich von der Strafbank fernhalten, denn das gefährliche Powerplay der Bremerhavener habe ich bereits angesprochen. Halten sich die Eisbären an den Gameplan und überstehen sie die ersten zehn Minuten im Hexenkessel in Bremerhaven ohne ein Gegentor, ist ein Erfolg an der Küste durchaus möglich. Einfach wird es aber nicht. Doch wie sagte Manuel Wieder so schön: „Wir können Jeden in der Liga schlagen!“ Na dann, zeigt den Fischtowns eure Krallen, Eisbären!