Serge Aubin vor dem Düsseldorf-Spiel: „Es ist Zeit für einen Auswärtssieg“

Die Eisbären Berlin und ihre zwei Gesichter: Zu Hause hat man bisher alle drei Heimspiele gewonnen, dabei alle neun Punkte eingesammelt und 13:2-Tore geschossen. Auswärts hat man dagegen beide Spiele verloren, nur einen Punkt geholt bei 2:6-Toren. Dabei ist es in dieser verkürzten Saison von enormer Bedeutung, sowohl zu Hause als auch auswärts Punkte zu holen. Gerade in der sehr engen Gruppe Nord, wo sich bis auf Krefeld alle anderen sechs Teams berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an den Playoffs machen können. Daher wechseln in der Nord-Gruppe auch ständig die Plätze und immer führt ein anderes Team die Tabelle an. Eisbären-Chefcoach Serge Aubin weiß auch um die Bedeutung der Auswärtsspiele, wie er gestern nach dem Training sagte:

Guter Punkt. Unsere Heimspiele waren gut, aber unsere Auswärtsspiele… Wenn ich an Wolfsburg denke, da sind wir schwach ins Spiel gekommen und es dauerte eine Weile, bis wir ins Spiel kamen. Es ist Zeit für einen Auswärtssieg. Wenn man auswärts spielt, muss man ein einfaches, aber hartes Spiel machen und von der Strafbank wegbleiben. Das erwarte ich also von dem Spiel am Montag.

Zu Hause haben die Eisbären bisher nichts anbrennen lassen und sind immer perfekt ins Spiel gekommen. Auswärts dagegen tut man sich schwer, ins Spiel zu finden. Wenn du dann einen schlechten Start hast und zudem ein Gegentor kassierst, wird es noch schwerer, das Selbstvertrauen für diese Partie auf fremden Eis wieder zu finden. Stürmer Mark Olver wurde gefragt, wie wichtig es ist, das Momentum nun auf der eigenen Seite zu behalten und dass man endlich den ersten Auswärtssieg der Saison einfährt. Dabei ging er eben auch auf die Startphase des Spiels ein:

Wir brauchen einen besseren Start ins Spiel, darauf kommt es an. Beim letzten Auswärtsspiel hatten wir einen schwierigen Start. Wir haben früh eine Strafe genommen und sie konnten ein Tor erzielen. Das hat ihnen viel Momentum gebracht. Wir müssen einfach einen besseren Start haben und dann unser System weiterspielen. Einfach selbstbewusst sein mit dem, was wir in der Kabine haben und wie wir als Team sind. 

Worauf es morgen Abend in Düsseldorf (18:30 Uhr/ISS-Dome) auch ankommen wird, sind die Special Teams. Denn vor dem Spiel in Iserlohn stellte man das beste Penaltykilling der Liga. Dann kam das Spiel am Seilersee und man kassierte in vier Unterzahlspielen vier Gegentore. Und mit der DEG trifft man morgen auf das beste Powerplayteam der Liga. Denn die Rheinländer haben neun Tore in 25 Überzahlsituationen erzielt. Serge Aubin auf die Frage, wie wichtig die Special Teams sind und wie wichtig es ist, dass man von der Strafbank weg bleibt:

Es wird sehr wichtig. Wir haben uns schon bewiesen, dass wir bei 5-gegen-5 ein ziemlich solides Spiel machen. In Special Teams Situationen können dann die talentierten Spieler ihre Fähigkeiten zeigen und haben mehr Zeit und Platz. Düsseldorf hat gute Leute, Barta, Fischbuch etc. Wir wollen sichergehen, ihnen nicht erst die Chance zu geben aufzuspielen. Für uns ist es wichtig, ein schnelles Spiel zu machen, 60 Minuten lang gut zu spielen und wenn es dann Zeit für Unterzahl wird, was im Spiel nun mal vorkommt, müssen wir herausfinden, wie wir das meistern können. Ich denke, das braucht kompletten Einsatz von allen. 

Dass man es in Unterzahl schon besser gemacht hatte als in Iserlohn, sah man bereits am Freitagabend beim Heimspiel gegen Köln, wo man diesmal ohne Gegentor blieb. Genau an diese Leistung muss man nun beim rheinischen Rivalen der Haie anknüpfen, um erstmals drei Punkte mit in die Hauptstadt zu nehmen. Einer, der dabei kräftig mithelfen will, ist Mark Olver. Der Stürmer steht aktuell bei einem Tor und vier Vorlagen. Drei Vorlagen gelangen ihm am Freitag gegen Köln. Wie zufrieden ist die Nummer 91 mit seiner bisherigen Leistung in der noch jungen Saison:

Natürlich bin ich das, aber das ist nicht alles. Wir müssen Spiele gewinnen. Das schlimmste ist es, nach einer Niederlage in die Kabine zu kommen. Das ist ein schreckliches Gefühl. Momentan geht es ums Gewinnen und darum, sich einen guten Platz in der Tabelle zu erarbeiten, um in die Playoffs zu kommen. 

Serge Aubin vor dem Heimspiel gegen Köln: „Ich erwarte eine Antwort vom Team“

Zwei Spiele, zwei Siege: So lautet die bisherige Saison-Bilanz der Eisbären Berlin vor dem morgigen fünften Saisonspiel gegen die Kölner Haie. Mit den Domstädtern erwartet der Tabellenvierte der Gruppe Nord den Spitzenreiter dieser Gruppe. Während die Hauptstädter beide Heimspiele gewinnen konnten, haben auch die Haie ihre bisherigen drei Auswärtsspiele gewonnen (4:3 in Bremerhaven/5:4 n.P. in Wolfsburg und 7:2 in Krefeld). Eine Serie wird morgen Abend also enden. Bei den Eisbären hofft man darauf, dass es die der Kölner sein wird. Denn Trainer Serge Aubin erwartet eine Antwort auf das Iserlohn-Spiel vor zwei Tagen:

Für uns ist jedes Spiel wichtig und wir haben leider eine Möglichkeit zum Punkten in Iserlohn verpasst. Ich erwarte eine Antwort vom Team. Köln ist ein solides Team, sie haben einen tiefen Kader. Wir kennen ihren Goalie, er spielt den Puck sehr gut. Wir sind noch dabei sicherzustellen, dass wir unser volles Potential ausschöpfen können. Wir haben Respekt vor Köln, aber ich erwarte eine Antwort von uns, besonders zuhause. Wir wollen unsere Halle verteidigen und das Spiel gewinnen. 

In Iserlohn hatten die Berliner 2:5 verloren und in allen vier Unterzahlspielen ein Gegentor kassiert. Zuvor stellte man noch das beste Unterzahlspiel der Liga, was sich nach diesem Spiel natürlich drastisch verändert hat. Inzwischen hat man nur noch das neuntbeste Penaltykilling der gesamten Liga. Und mit Köln kommt morgen das aktuell beste Powerplay-Team nach Berlin. Kapitän Frank Hördler wurde nach dem heutigen Training gefragt, ob die Special Teams gerade in so einer verkürzten Saison von großer Bedeutung sind:

Ich denke, die Special Teams sind in jeder Saison wichtig, ob es eine lange ist, ob es eine kurze ist. Ich glaube, das hat man auch in den letzten Jahren gesehen, gerade wenn man in Unterzahl bei den Prozenten ganz oben steht, hat man eine gute Chance, am Ende auch in der Tabelle oben zu stehen. Dieses Jahr wird es sicherlich noch ein Stückchen wichtiger. 

Einer, der vor allem in Überzahl für Tore sorgen soll, ist Stürmer Matt White. Dieser hat bisher einen guten Streak mit sechs Punkten in vier Spielen vorzuweisen. Was hat White zur bisherigen Saison zu sagen:

Wir wollen ein paar Tore schießen, dafür sind wir da. Nach dem letzten Spiel müssen wir in allen drei Zonen besser werden. In der Offensive haben wir schon viele Chancen, aber müssen sie noch verwandeln. Sobald wir alle drei Zonen gut im Griff haben, werden die Tore dann auch fallen.

Dass Matt White bisher einer d e r Top-Neuzugänge ist, sieht man ja schon an seinen oben genannten Scorerpunkten. Matt White, welcher die DEL bereits aus seiner Zeit bei den Augsburger Panthern kennt, hat sich schon in Berlin eingelebt:

Ja, es war von Anfang an leicht, da ich bereits ein paar Jungs kannte, weil ich schon mit oder gegen sie gespielt habe. Es war ein einfacher Übergang, ich habe mich direkt wohl gefühlt. Alle haben mich super Willkommen geheißen.

Matt White ist also neu in der Hauptstadt. Mit den Kölner Haien kehren morgen aber zwei Spieler zurück, welche in der vergangenen Saison noch das Trikot der Eisbären trugen – Goalie Justin Pogge und Stürmer James Sheppard. Zudem kennt man in Berlin auch den Kölner Trainer Uwe Krupp sehr gut. Frank Hördler weiß daher auch schon, was die Eisbären morgen Abend erwarten wird:

Ja, wir haben ja lange zusammen mit Uwe trainiert und wissen, dass er die Mannschaft gut einstellen wird. Sie werden viel laufen, werden sehr geradlinig spielen. Er ist ja ein erfolgreicher Spieler gewesen und erfolgreicher Trainer. Ich denke es wird ein sehr schweres Spiel.

Die Eisbären müssen und wollen morgen Abend eine Antwort auf das 2:5 am Seilersee geben. Aber sie kämpfen zudem auch gegen ihre eigene Bilanz daheim gegen die Kölner Haie, welche in den letzten Jahren nicht so rosig aussah. Sechs der letzten neuen Heimspiele verloren die Berliner gegen die Domstädter. Die letzten beiden Spiele in der Arena am Ostbahnhof gingen in die Verlängerung, einmal siegte Berlin (3:2), einmal Köln (5:4).

Chefcoach Serge Aubin kann auf das selbe Personal zurückgreifen wie am Dienstagabend in Iserlohn. Magenta Sport überträgt ab 20:15 Uhr (Bully: 20:30 Uhr) live. Und wir berichten für Euch auf unseren sozialen Netzwerken über das Heimspiel der Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie direkt aus der Mercedes-Benz Arena. 

Parker Tuomie vor dem Spiel in Iserlohn: „Wir wollen nachlegen!“

Morgen Abend steigen die Eisbären Berlin in das Eishockey-Jahr 2021 ein. Um 19:30 Uhr ist man als Spitzenreiter der Gruppe Nord beim Tabellendritten Iserlohn Roosters zu Gast. Spiele am Seilersee waren sonst immer enorm schwierig für die Auswärtsteams angesichts der hitzigen Atmosphäre im Sauerland. Doch in dieser Corona-Saison ist alles anders und so auch die morgige Partie, welche die Roosters ohne Unterstützung ihres Publikums bestreiten müssen. Eisbären-Coach Serge Aubin weiß natürlich, dass das einen großen Unterschied ausmacht, wie er nach dem heutigen Training sagte:

Natürlich macht es einen Unterschied, ohne Fans zu spielen. Das geht uns bei den Heimspielen ja aber auch so. Die Stimmung und die besondere Atmosphäre fehlen. Gerade unsere Fans sind ja bekannt für ihre Leidenschaft. Im Augenblick ist es nun mal so. Wir sind froh, dass wir überhaupt spielen können und freuen uns darauf, irgendwann wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Natürlich auch gerne in Iserlohn. 

Mit diesem Problem der fehlenden Zuschauer müssen aber alle Teams gleichermaßen umgehen. Das eine Team kommt damit besser klar, dass andere Team eher weniger. Aber natürlich ist es wohl für die Auswärtsteams gerade in solchen Hexenkesseln ein kleiner Vorteil, wenn deren Fans nicht vor Ort sind. Von daher sicherlich ein Vorteil morgen für die Eisbären, aber letztendlich wird das Spiel auf dem Eis entschieden. 

Und da müssen sich die Berliner im Vergleich zur letzten Saison nicht nur angesichts der fehlenden Stimmung auf den Rängen umstellen. Nein, auch die Mannschaft auf dem Eis ist eine andere und mit dem Keller-Team des letzten Jahres nicht mehr zu vergleichen. Zwei Siegen steht aktuell nur eine Niederlage gegenüber. Die Neuzugänge haben sich schon gut eingefunden in ihrem neuen Team und machen Iserlohn so zu einer durchaus schweren Aufgabe für die Hauptstädter. Dennoch wollen die Berliner am Seilersee nachlegen, wie Parker Tuomie sagt:

Ja, natürlich wollen wir nachlegen. Es war ein super Spiel gegen Krefeld nach dem kleinen Aussetzer in Wolfsburg und jetzt wollen wir hier natürlich weitermachen und einen kleinen Streak anfangen. Es wäre natürlich ein wichtiger Auswärtssieg in Iserlohn.

Bis zum morgigen Spiel hatten die Eisbären jetzt ein bisschen Erholung und konnten durchschnaufen. Trotzdem ist das Team bestens auf Iserlohn vorbereitet, wie Serge Aubin sagt:

Wir hatten ein paar Tage zur Erholung und um Zeit mit der Familie zu verbringen. Heute ging es wieder an die Arbeit und das sehr hart, so dass wir auf das Spiel in Iserlohn vorbereitet sind. Iserlohn spielt gut dieses Jahr. Sie sind sehr jung, aber sehr schnell und nah am Puck dran. Wir wollen den Weg weitergehen, den wir bisher genommen haben. Ich sehe in jedem Spiel, dass wir besser werden und natürlich versuchen wir uns weiter als Team zu verbessern und so drei Punkte zu bekommen. 

Hartes Training ist das Stichwort. Viel Zeit zum trainieren bleibt im Januar nicht wirklich, denn es warten gleich neun Spiele auf die Mannschaft von Chefcoach Serge Aubin. Parker Tuomie auf die Frage, wie wichtig ein Sieg in Iserlohn wäre, um den Flow aufrecht zu erhalten:

Es ist sehr wichtig. Vor allem unsere Special Teams werden wichtig sein. Unterzahl, Überzahl, das haben wir natürlich in den letzten Spielen jetzt besser gemacht. Aber das ist ein Punkt, an dem wir weiterhin arbeiten müssen und dann hoffentlich auch Erfolg haben in Iserlohn.

Spiele in kurzen Abständen ist in den Playoffs für die Mannschaften nichts ungewöhnliches und dafür lebst du als Eishockey-Profi. Aber in dieser Saison ist alles anders – verkürzte Hauptrunde, verkürzte Playoffs. Serge Aubin wurde diesbezüglich gefragt, ob es gerade deshalb so wichtig ist, dass seine Mannschaft derzeit so gut in Fahrt ist:

Insgesamt machen wir als Team und auch die Verteidigung einen guten Job. Egal ob wir eine volle Saison spielen oder nur eine halbe, reden wir immer davon, im Moment zu bleiben und ein Spiel nach dem anderen anzugehen und keine Spiele zu vergeuden. Wir verstehen, wie wichtig jedes einzelne Spiel ist und es ist unser Job sicherzugehen, dass wir bereit sind und gut performen können, wenn wir es müssen. Ich erwarte, dass die Jungs bereit sind und ich bin mir sicher, dass sie es sein werden. 

Personell können die Eisbären fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die Youngsters Eric Mik, Sebastian Streu und Fabian Dietz sind morgen Abend nicht in Iserlohn dabei. Was aber den Grund hat, dass sie bei Kooperationspartner Weißwasser zum Einsatz kommen.

Frank Hördler vor dem Krefeld-Spiel: „Wir müssen den Puck gefährlicher vor das Tor bringen und da auch die Tore machen“

Für die Eisbären Berlin verlief der Saisonstart in die neue PENNY DEL-Saison mit vier Punkten aus zwei Spielen durchaus viel versprechend. Dem 3:2 gegen Bremerhaven zum Auftakt in der heimischen Arena am Ostbahnhof folgte am Dienstagabend eine knappe und unglückliche 0:1-Niederlage nach Penaltyschießen bei den Grizzlys Wolfsburg. Doch dennoch war man mit diesem Spiel und dem Auftritt dort sehr zufrieden, wenn gleich man natürlich mit dem Spielausgang haderte. Gegen die Krefeld Pinguine, welche morgen Abend ab 18:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena zu Gast sind, will man nun eine Antwort geben. Trainer Serge Aubin sagte dazu nach dem gestrigen Training:

Ich denke, es gab viel Positives im letzten Spiel, aber dass wir verloren haben, hatte dennoch einen bitteren Nachgeschmack. Wir werden versuchen, eine Antwort darauf zu geben, besonders weil wir zu Hause spielen. Es ist ein großes Spiel für uns, die gesamte Mannschaft ist gesund und bereit loszulegen.

Mit viel Positivem hatte er recht. Man erspielte sich Chancen, man stand hinten sehr kompakt und ließ wenig hochkarätige Chancen zu. Wenn doch was durch kam, war Tobias Ancicka bei seinem DEL-Debüt zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber. Das Einzige, was in diesem Spiel in Niedersachsen nicht stimmte, war die Torausbeute. Daher weiß man auch, was gegen Krefeld besser laufen muss: Kapitän Frank Hördler dazu:

Ich denke doch schon, dass war auch gegen Wolfsburg ein sehr gutes Spiel gewesen auf beiden Seiten. Beide Seiten haben auch das Tor gut verteidigt. Deswegen denke ich, dass wir den Trend fortsetzen können. Das Einzige, was wir halt noch machen müssen, ein bisschen mehr den Puck gefährlicher vor das Tor bringen und da auch die Tore machen.

Man hatte gegen Bremerhaven und auch in Wolfsburg schon gesehen, dass das Team wesentlich stärker spielt, als es noch im MagentaSport-Cup der Fall gewesen war. Man erzeugte viel mehr Torgefahr, man spielte ein besseres Powerplay und zeigte auch ein starkes Penaltykilling. Was mit großer Wahrscheinlichkeit auch an den drei Neuzugängen liegt, welche nach dem Vorbereitungsturnier zu den Hauptstädtern wechselten. Matt White und Kris Foucault, welche die DEL bereits in- und auswendig kennen sowie Giovanni Fiore. Diese drei verliehen dem Kader der Eisbären deutlich mehr Tiefe und Offensivpower.

Dass natürlich noch nicht alles rund laufen kann nach zwei Spieltagen, ist auch verständlich. Aber je länger das Team zusammen ist, zusammen trainiert, desto mehr werden sie sich auch aufeinander abstimmen und dann wird auch das Spiel von mal zu mal besser und die Tore werden fallen.
Denn hinten sieht das schon sehr gut aus, nur vorne muss man eben noch ein bisschen am Abschluss feilen. Aber das tun die Jungs im Training und das gestrige war nach Aussage von Trainer Serge Aubin sehr gut:

Ja, es war sehr gut und wir haben heute auf das Gaspedal gedrückt, um einen Teil des Essens der letzten Tage loszuwerden. Wie ich gesagt habe, wir sind komplett gesund, also sollten wir ein vollständiges Lineup haben.

Und wenn die Eisbären auf alle Spieler zurückgreifen können, werden sie noch unberechenbarer. Dann kann von jeder der vier Angriffsreihen Torgefahr ausgehen und das wird es Krefeld schwer machen. Zumal die Seidenstädter sowieso unter Druck stehen, verloren die Pinguine doch ihre ersten beiden Spiele in der neuen Saison. Dem 1:4 in Wolfsburg folgte ein knappes 2:3 gegen Iserlohn. Auffällig bisher: Krefeld ging in beiden Spielen mit 1:0 in Führung, am Ende aber als Verlierer vom Eis. Von daher sollten die Eisbären Krefeld vielleicht in Führung gehen lassen…

Eine wichtige Frage in Sachen Personal ist sicher die auf der Torhüterposition. Tobias Ancicka musste am Dienstag kurzfristig für den angeschlagenen Stammgoalie Mathias Niederberger zwischen die Pfosten, zeigte da aber eine sehr starke Leistung und feierte so ein gelungenes DEL-Debüt, in dem er in 65 Minuten die Null festhielt. Doch morgen Abend gegen Krefeld wird wohl Mathias Niederberger zwischen die Pfosten zurückkehren. Serge Aubin dazu:

Ja, Mathias ist gesund und bereit loszulegen. Wir warten, bis wir eine endgültige Entscheidung treffen, aber ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass Mathias zwischen den Pfosten gegen Krefeld stehen wird.

Für einen Krefelder Spieler wird es morgen Abend sicher ein ganz besonderes Spiel werden. Die Rede ist natürlich von Verteidiger Constantin Braun, welcher sich von den Eisbären nach Krefeld hat ausleihen lassen. Frank Hördler wurde darauf angesprochen, ob es komisch ist, ihn auf der anderen Seite zu sehen, da das ja noch nie vorgekommen ist:

Beim Constantin nicht, beim Lolle schon. Jetzt kommen ja Beide in einem Team. Ne, das wird schon erstmal, glaube ich, etwas Besonderes für Ihn sein. Auch für ihn wird es, der seit so vielen Jahren für die Eisbären gespielt hat, jetzt auf der anderen Seite zu stehen, glaube ich auch nicht einfach werden. Was mich sehr freut, dass er da viel Eiszeit bekommt, viel spielt, das er eine sehr wichtige Rolle spielt. Dass er sich anscheinend auch sehr wohlfühlt. Die letzten Spiele, die man gesehen hat, war er viel in Szene für Krefeld. Deswegen bin ich gespannt, wie er hier in Berlin auftreten wird und ich freue mich darauf.

Los geht es morgen Abend wie bereits erwähnt schon um 18:30 Uhr, Magenta Sport überträgt wieder live aus der Arena am Ostbahnhof.

Matthias Niederberger vor dem zweiten Saisonspiel in Wolfsburg: „Wir wollen uns stetig verbessern“

Der Auftakt am Freitagabend war sehr viel versprechend. Mit 3:2 gewannen die Eisbären Berlin das erste Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven und feierten damit einen gelungenen, aber nicht unbedingt erwarteten, positiven Saisonstart. Was vor allem auch an den drei erst vor kurzem verpflichteten Neuzugängen Kris Foucault, Giovanni Fiore und Matt White lag. Denn diese drei Jungs verliehen der Berliner Offensive mehr Tiefe und vor allem mehr Torgefahr. Trainer Serge Aubin unterstrich nach dem heutigen Training auch nochmal die Wichtigkeit dieser drei Stürmer:

Ich denke wir haben im letzten Spiel gesehen, dass sie schon sehr gut waren. Wir haben diese drei Jungs aus bestimmten Gründen geholt. Sie haben Ruhe und Erfahrung in das Lineup gebracht, das Überzahlspiel hat gut harmoniert. Auch in Unterzahl haben die Jungs viel richtig gemacht. Sie passen wirklich gut zum Rest der Gruppe. Mit der Rückkehr von Noebels, Müller und Espeland ist das Lineup tiefer und stärker, so dass wir die Eiszeiten besser managen können.

Eisbären-Coach Serge Aubin schwärmt von seinen drei Neuzugängen. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Aubin (siehe Foto links) spricht sie an, die Special Teams. Waren sie im MagentaSport-Cup noch eines der Sorgenkinder der Eisbären, so waren sie beim ersten Saisonspiel ein Faktor für den Auftaktsieg. Denn zwei der drei Treffer fielen in Überzahl. Und kein Wunder, dass mit Foucault und White zwei der drei neuen Stürmer die Tore in Überzahl erzielten. Und auch morgen Abend in Wolfsburg wird es auf die Special Teams ankommen. Und Kris Foucault kann sozusagen aus dem Nähkästchen plaudern, spielte er doch bereits für die Autostädter in der DEL. 

Der morgige Gegner Wolfsburg startete ebenso erfolgreich in die neue Saison, gewann nach Rückstand noch mit 4:1 gegen die Krefeld Pinguine und grüßt damit nach Spieltag Eins von ganz oben in der Tabelle. Das wollen die Eisbären morgen Abend natürlich ändern und selbst die Tabellenspitze erklimmen. Dabei werden sich die Berliner aber auf eine ganz andere Atmosphäre in Wolfsburg einstellen müssen als sonst. Denn sonst ist man es gewohnt, dort ein Heimspiel zu haben, wenn rund 1000 Fans die Mannschaft nach Wolfsburg begleiten. Aber durch Corona ist alles anders und man muss es morgen Abend ohne Fan-Unterstützung in Wolfsburg schaffen. Trainer Serge Aubin erwartet auf jeden Fall ein schweres Spiel bei der Mannschaft von Coach Pat Cortina:

Wir haben im ersten Spiel viele Dinge richtig gemacht, aber jetzt müssen wir auswärts ran. Natürlich gibt es einen kleinen Nachteil, weil wir erst am Spieltag fahren, aber das sind eben die Dinge, die wir dieses Jahr händeln müssen. Ich erwarte ein schweres Spiel, aber es sind einige Jungs zurück, also hoffentlich können wir das Tempo erhöhen und auch das zweite Spiel gewinnen. 

Aubin spricht es an, er kann auf Stefan Espeland, Jonas Müller und Marcel Noebels zurückgreifen, was dem Kader noch mehr Tiefe verleiht und die Eisbären noch unberechenbarer macht. Keine guten Nachrichten also für Wolfsburg. Denn die Eisbären scheinen gerade die perfekte Mischung gefunden zu haben, war aber Handlungsbedarf nach dem MagentaSport-Cup auch dringend nötig. Und mit Foucault, Fiore und White hat man wohl genau die richtigen Spieler verpflichtet. Nichtsdestotrotz ist man aber weiterhin auf der Suche nach einem Center, denn da gab es genügend Abgänge.

Einer, der neben den drei genannten Spielern aber auch seinen Anteil am Sieg gegen Bremerhaven hatte, war Goalie Matthias Niederberger, welcher 33 der 35 Schüsse parierte und so ebenfalls zum Matchwinner avancierte. Auch der Rückkehrer war mit dem Auftakt zufrieden, strebt aber weiter nach Verbesserung:

Man darf natürlich mit dem Einstand zufrieden sein, dass wir ein sehr gutes Spiel gegen Bremerhaven hatten und ein positives Ergebnis erzielt haben und die ersten drei Punkte gesammelt haben. Aber wir wollen uns, egal ob Sieg oder Niederlage, stetig verbessern und wir arbeiten auch stetig an Kleinigkeiten, Natürlich kann noch nicht alles nach einem echten Saisonspiel sitzen.

Eisbären-Torhüter Matthias Niederberger gibt Einblicke in seine Spielvorbereitung. (Foto: eisaberlin.de/jasmin und walker)

Genau das ist die Einstellung, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Genau an der nötigen Einstellung mangelte es den Eisbären im Vorbereitungsturnier. Doch nun scheint man seine Sinne geschärft zu haben und ist voll fokussiert auf die neue Saison. Wenn gleich dabei sicher auch die Zwangspause durch die Corona-Quarantäne geholfen hat, weil man sich da noch mal sammeln und Kräfte tanken konnte. 

Auch gegen Wolfsburg wird es für die Hauptstädter ein sehr schweres Spiel, gehören die Niedersachsen doch stets zu den Playoff-Kandidaten in der Liga. Und auch die Grizzlies haben sich sehr gut verstärkt und sind auf dem Papier eine starke Truppe. Diese wird Berlin vor eine Herausforderung stellen. Doch die Verantwortlichen der Eisbären werden die Mannschaft bestens vorbereiten auf dieses Spiel. 

Doch wie bereitet sich eigentlich ein Torhüter auf so ein DEL-Spiel vor? Matthias Niederberger (siehe Foto links) mit seiner Antwort darauf:

 

Im Wesentlich schaue ich mir das gegnerische Powerplay an, weil das ist denke ich das Wichtigste. Da schaue ich mir die Tendenzen an. Ich gucke mir auch gerne mal an, wer der gefährlichste Torschütze ist und ob er eine bestimmte Tendenz hat und was der Gegner in der offensiven Zone macht. Aber nur grob, nicht im Detail, weil wenn man beginnt Dinge falsch zu antizipieren oder zu spekulieren, dann hat man da eher einen konträren Effekt. 

Alles ist vorbereitet für das zweite Saisonspiel der Eisbären Berlin bei den Grizzlys Wolfsburg. Los geht es morgen Abend um 20:30 Uhr (!) in der Autostadt. Magenta Sport überträgt wie gewohnt live.

Vorhang auf! Die Eisbären starten gegen Bremerhaven in eine ganz besondere Saison

Szene aus dem letzten Heimspiel gegen Bremerhaven. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Es war der 08. März 2020, der letzte Hauptrundenspieltag der DEL-Saison 2019/2020. Die Eisbären Berlin empfingen am Frauentag die Fischtown Pinguins Bremerhaven und gewannen dieses Spiel mit 4:3. Die Fans in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof verließen selbige voller Vorfreude auf die Playoffs, in welchen man im Viertelfinale auf die Düsseldorfer EG treffen sollte. Wie wir heute wissen, sollte diese Serie nie beginnen und das Spiel gegen Bremerhaven das letzte für eine ganz lange Zeit gewesen sein.

Morgen schreiben wir den 18. Dezember 2020 und die neue PENNY-DEL-Saison beginnt so, wie die alte aufhörte. Mit einem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Doch auch wenn es der selbe Gegner ist, ist alles andere nicht mehr so wie an jenem 52. Hauptrundenspieltag der vergangenen Saison. Denn das drum herum wird schmerzlich fehlen. Die Arena wird im Vergleich zum 08. März gähnend leer sein, denn aufgrund der COVID-19 Pandemie wird die neue Saison komplett ohne Zuschauer beginnen. Und dieser Zustand wird uns wohl noch eine ganze Weile begleiten. Auf diese ungewohnten Umstände hat man sich bei den Hauptstädtern eingestellt, wie Sportdirektor Stéphane Richer heute bei der Saisoneröffnungspressekonferenz sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 17.12.2020):

Wir müssen in dieser Saison vor allem eines sein: flexibel. Es wird in diesem Jahr nichts so sein, wie wir es bisher kennen. Das hat der Magenta Sport Cup schon gezeigt. Ich denke, dass wir mit kurzfristigen Spielverlegungen und auch Absagen rechnen müssen.

Eine ungewohnte Saison

Nicht nur wir Fans müssen uns auf eine ungewohnte Situation einstellen, müssen wir doch auf die Besuche der Heimspiele schweren Herzens verzichten, wenn gleich die Gesundheit aller dabei im Vordergrund steht und somit diese Tatsache unumgänglich war. Auch die Mannschaften und Spieler werden sich auf eine andere Atmosphäre einstellen müssen. Denn das Salz in der Suppe, die Fans und deren Support, werden schmerzlich fehlen und aus dem Eishockeysport, wie wir ihn lieben, ein komplett anderes Spiel machen. Was sicherlich auch Einfluss auf die Spielausgänge nehmen wird, denn der typische Heimvorteil existiert jetzt nicht mehr. Da tut man sich dann vielleicht als Auswärtsmannschaft sogar leichter, weil man die Hexenkessel in Straubing oder am Seilersee jetzt nicht gegen sich hat.

Das so ein Geisterspiel ein komplett anderes Stadionerlebnis ist, habe ich beim ersten Heimspiel im MagentaSport-Cup gegen Schwenningen (1:5) hautnah mit erlebt. Man nimmt das Spiel ganz anders war, man ist viel mehr drin im Geschehen, weil man aber auch wirklich nahezu alle Gespräche auf dem Eis mitbekommt. Was an sich zwar auch mal interessant zu hören ist, aber meins wird es nicht werden. Die Stimmung ist dann doch das, was das Eishockey zum Gesamtpaket werden lässt. Und genau auf diese Stimmung müssen wir nun leider verzichten.

Überraschungen sind nicht ausgeschlossen

Dass so eine besondere Saison in Pandemie-Zeiten komplett anders verlaufen kann, als gewohnt, zeigte bereits der MagentaSport-Cup, als mit Bremerhaven und Schwenningen zwei Teams auftrumpften, denen man dass in dem Stil so nicht unbedingt zugetraut hätte. Bremerhaven gewann die ersten sieben Spiele in Folge und zeigte auch bei der Final-Niederlage gegen München (5:7) eine sehr starke Leistung. Und bei Schwenningen haben die Eisbären selbst miterlebt, wie gut die Wild Wings auf einmal sind. Das Team wurde komplett umgekrempelt und mischte die Gruppe B mit Berlin, Mannheim und München gehörig auf. Den Eisbären zogen sie mit 5:1 und 7:2 das Fell über die Ohren. Einzig das Corona-Virus stoppte die Mannschaft von Chefcoach Niklas Sundblad und machte einen möglichen Halbfinaleinzug zu Nichte.
Aber das Vorbereitungsturnier zeigte, dass am Ende dieser so besonderen Saison auch ein anderes Team als die üblichen Verdächtigen aus Mannheim oder München den DEL-Pokal in die Höhe stemmen könnten. Denn dieses Jahr spielen so viele Faktoren eine Rolle, welche in einer „normalen“ Saison nicht wirklich zum tragen kommen. Insofern wird uns eine enorm spannende und hochinteressante Saison bevor stehen, wo aber eins ganz im Vordergrund stehen wird: Die Gesundheit alle Spieler und Verantwortlichen, dass alle gesund durch die Saison kommen werden.

Fünf Spieler fehlen zum Saisonstart

Gesund ist auch das Stichwort, um auf das Personal für den Saisonauftakt zu schauen. Denn Trainer Serge Aubin stehen nicht alle Spieler zur Verfügung. Jonas Müller wird noch gesperrt fehlen, Marcel Noebels fehlt verletzungsbedingt und Fabian Dietz, Nino Kinder und Stefan Espeland fehlen allesamt aufgrund von Trainingsrückstand. Die kürzlich verpflichteten Stürmer Kris Foucault, Giovanni Fiore und Matt White sind somit bereit für das Heimspiel gegen die Mannschaft von der Küste.

Trainer Aubin tut sich ebenso schwer, einen Favoriten zu benennen:

In diesem Jahr ist es extrem schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen. Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass sich die Situation bei jedem Club von heute auf morgen ändern kann. Das haben wir ja am eigenen Leib erfahren. In dieser Saison ist wirklich alles möglich. Natürlich auch für uns.

Geheimfavorit Bremerhaven?

Was man aber dennoch sagen kann, Bremerhaven wird eine enorm schwere Aufgabe zum Saisonstart. Was die Mannschaft von Coach Thomas Popiesch im MagentaSport-Cup gezeigt hat, begeisterte alle Fans und Experten gleichermaßen. 17 von 18 möglichen Punkten sammelte man in der Gruppenphase und im Halbfinale fegte man Mannheim mit 6:2 vom Eis. Vorsicht sollte also geboten sein. Vor allem, wenn man auf die Top-Scorer schaut, wo gleich drei Fischtown-Spieler die Top-3 belegen. Jan Urbas mit 15 Scorerpunkten gefolgt von Ziga Jeglic mit zwölf und Anders Krosgaard mit 10. Vor allem die Paradereihe um Urbas, Jeglic und Miha Verlic sorgte immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Verlic kam übrigens auf sieben Scorerpunkte und war einer von insgesamt sechs Bremerhavener Spielern in der Top-10 der Scorerwertung. Und auf der Goalie-Position verfügen sie über ein kongeniales Torhüter-Duo um den erfahrenen Tomas Pöpperle (in Berlin kein Unbekannter) und dem jungen Neuzugang Brandon Maxwell.
Aber insgesamt ist der Kader der Fischtown enorm stark und tief besetzt, von fast jeder Reihe geht Torgefahr aus und die Jungs legen einen unglaublichen Willen an den Tag, geben kein Spiel verloren und wenn sie es verlieren, dann ärgern sie sich am Ende maßlos.

Tipps über Bremerhaven und deren Spielweise konnte man sich bei den Eisbären aber bei zwei Neuzugängen holen, spielten doch Verteidiger Stefan Espeland und Stürmer Mark Zengerle letzte Saison noch im Pinguins-Trikot. Ab dieser Saison gehen beide jedoch für Berlin auf Tore- und Punktejagd.

Der Respekt vor Bremerhaven ist also groß, aber dennoch sind die Fischtowns gern gesehene Gäste in der Hauptstadt. Morgen Abend steigt das neunte Duell an der Spree, die bisherige Bilanz spricht mit 7:1-Siegen klar für die Eisbären, welche auch bei der einzigen Niederlage nach Verlängerung punkteten. 36:18 lautet die Tor-Bilanz in den Duellen zwischen Berlin und Bremerhaven in der Mercedes-Benz Arena. Morgen Abend peilen die Eisbären Sieg Nummer Acht an. 19:30 Uhr beginnt dieses Vorhaben, MagentaSport überträgt wie gewohnt live. Und auch ich werde Euch aus der Arena am Ostbahnhof auf dem Laufenden halten. Schaut also mal bei Facebook rein.

Ohne vier Leistungsträger in der Domstadt: Zu Gast bei den wiedererstarkten Kölner Haien

Morgen Abend reisen die Eisbären Berlin zum letzten Auswärtsspiel der diesjährigen Hauptrunde. Man ist dann ab 19:30 Uhr zu Gast bei den Kölner Haien, für welche es das letzte Heimspiel in dieser Saison sein wird. Wie allen bereits bekannt ist, hat der Traditionsklub die Playoffs verpasst. Weil man zu lange am Ex-Trainer Mike Stewart festgehalten hat. Denn was möglich gewesen wäre mit dieser Mannschaft, hat man in den letzten drei Spielen gesehen.

Seit der Rückkehr von Ex-Eisbären- und Ex-Köln-Coach Uwe Krupp haben die Domstädter kein Spiel mehr verloren. Drei Spiele, drei Siege und 12:3-Tore lautet die Bilanz seit Krupps Rückkehr. Der Coach hat damit die 17 Spiele andauernde Niederlagenserie beendet und Köln wieder zurück in die Erfolgsspur geführt. Zu spät, denn die Haie haben zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Playoffs verpasst. Somit geht es für Köln morgen Abend lediglich darum, sich anständig von ihren Fans zu verabschieden. Diese hat man in dieser Saison oft genug leiden lassen und will somit ein wenig Wiedergutmachung betreiben, wenn gleich diese eine Zeit lang dauern wird. Denn die Haie-Fans sind maßlos enttäuscht und das Vertrauen dieser zurückzugewinnen, wird einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Und um was geht es für die Eisbären morgen Abend? Wenn wir ehrlich sind, eigentlich nicht mehr um viel. Platz Zwei ist fünf Punkte und Platz Drei vier Punkte entfernt. Es müsste schon alles für die Hauptstädter laufen, damit sie in der Tabelle noch ein oder gar zwei Plätze nach oben klettern. Dass man bei den Verantwortlichen der Eisbären selbst nicht mehr daran glaubt, zeigt auch ein Blick auf den morgigen Kader.

Den dort fehlen gleich vier Leistungsträger, wenn gleich PC Labrie aufgrund seiner am Dienstag erhaltenen dritten Disziplinarstrafe automatisch gesperrt ist. Neben Labrie werden aber auch Goalie Justin Pogge, Verteidiger John Ramage und Stürmer Maxim Lapierre nicht dabei sein. Warum ließen die Eisbären unbeantwortet. Will man die drei Spieler nur schonen oder haben sie sich am Dienstag etwas zugezogen? In dieser Jahreszeit spricht man ja nicht mehr über Verletzungen, damit der Gegner dann nicht genau auf die verletzte Stelle des Spielers gehen kann.

Ersetzt werden Pogge, Ramage und Lapierre von Goalie Marvin Cüpper, Verteidiger Eric Mik und Stürmer Thomas Reichel. Somit wird also morgen Abend sehr wahrscheinlich Sebastian Dahm mal wieder zum Einsatz kommen. Ob das dann auch am Sonntag beim Heimspiel gegen Bremerhaven der Fall sein wird, steht noch nicht fest. Das wird kurzfristig entschieden, teilten die Eisbären mit. 

Trotzdem will Trainer Serge Aubin die letzten beiden Spiele gewinnen (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 05.03.2020):

Wir haben noch zwei Spiele, um besser zu werden. Ich erwarte, dass wir rausgehen und alles geben, um das Spiel zu gewinnen.

Aubin spricht es an, noch sind kleine Baustellen zu beheben, bis man bestmöglich vorbereitet in die Playoffs starten kann. Zum einen sollte man weiter an der Chancenverwertung feilen, da hat man immer noch Verbesserungsbedarf. Zudem muss das Powerplay noch gefährlicher werden. Ja, man hat dort zuletzt einige Tore erzielt, aber in den Playoffs muss es noch gefährlicher werden und man ließ in dieser Zeit trotzdem viele Überzahlspiele kläglich ungenutzt. Was dagegen gut lief, war das Penaltykilling. Doch damit dieses erst gar nicht zum Einsatz kommen muss, sollte man dringend an der Disziplin arbeiten. Denn die Eisbären haben zuletzt eindeutig zu viele Strafzeiten genommen, verbrachten einfach zu viel Zeit auf der Strafbank. Das muss besser werden, denn auf der Strafbank gewinnst du keine Spiele und in den Playoffs wird jede noch so unnötige Strafzeit eiskalt bestraft. Und beim unnötigen Strafzeiten nehmen sind die Berliner ganz vorne mit dabei. 

Im Endeffekt muss man einfach spielen. Man sollte sich 60 Minuten, oder aber mehr, an den Spielplan halten, hinten so kompakt wie möglich stehen und vorne jede Scheibe aufs Tor bringen. Die sich bietenden Chancen sollte man dann natürlich so gut wie möglich ausnutzen. Und dann muss man von der Strafbank weg bleiben. Sein Spiel also so einfach wie möglich halten. Das Spiel gegen Köln wird dabei ein guter Härtetest, sind die Haie doch derzeit richtig gut drauf unter ihrem neuen alten Trainer Uwe Krupp und haben sie doch auch nichts mehr zu verlieren in dieser Saison. 

Die bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen alle in die Verlängerung. Die Eisbären gewannen zweimal (3:2 n.V. in Berlin und 4:3 n.V. in Köln), Köln einmal (5:4 n.V. in Berlin).

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Kölner Haien am 06.03.2020 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Eric Mik, Jonas Müller, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Thomas Reichel, André Rankel, Landon Ferraro, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

Nicht zur Verfügung:

Justin Pogge, John Ramage, Pierre-Cédric Labrie, Maxim Lapierre, Constantin Braun (Knie), Vincent Hessler (Hand), Sean Backman, Florian Busch

Endspiel um Platz Vier: Mit einem Sieg gegen den möglichen Viertelfinal-Gegner Düsseldorf können die Eisbären das Heimrecht nahezu perfekt machen

Viele Menschen sehnen sich nach dem Frühling, der bald beginnen soll. Wir Eishockey-Fans sehnen uns dagegen auch nach der nächsten Jahreszeit. Und zwar den Playoffs, welche kurz bevor stehen. Vier Hauptrundenspieltage sind es noch, bis die Paarungen feststehen. Die Eisbären Berlin haben sogar noch fünf Spiele zu absolvieren, da es noch das Nachholspiel gegen Schwenningen gibt. Von welchem Platz aus der Hauptstadtclub ins Viertelfinale gehen wird, steht noch nicht hundertprozentig fest. Aber morgen Abend könnte es fast so weit sein. Denn ab 19:30 Uhr empfangen die Berliner die Düsseldorfer EG in der Arena am Ostbahnhof (Bully: 19:30 Uhr). Die Rheinländer stehen aktuell auf Platz Fünf, also einen Platz hinter den Eisbären und weisen fünf Zähler (85 Punkte Berlin/80 Punkte Düsseldorf) Rückstand auf. Dazu hat die DEG aber auch noch ein Spiel mehr absolviert. Sozusagen ist dieses Spiel morgen Abend also ein „Endspiel um Platz Vier„, denn bei einem Sieg hätte man acht Punkte Vorsprung und das Heimrecht im Viertelfinale nahezu sicher. Bei einer Niederlage müsste man weiterhin zittern, hat aber auch noch das Nachholspiel gegen Schwenningen in der Hinterhand.

Vieles deutet daraufhin, dass es morgen nicht das letzte Duell in dieser Saison zwischen den Berlinern und den Rheinländern sein wird. Denn die Mannschaft von Chefcoach Harold Kreis könnte sehr wahrscheinlich im Viertelfinale der Gegner der Eisbären sein. In dieser Hinsicht wird man also morgen bereits erste Duftmarken setzen und dem jeweiligen Gegner zeigen wollen, was ihm im möglichen Viertelfinale bevorstehen könnte. Und das Heimrecht in dieser möglichen Serie könnte Goldwert sein, hat doch in den bisherigen drei Duellen jeweils das Heimteam gewonnen – Düsseldorf mit 2:1 und 4:0, Berlin mit 3:1.

Und die Eisbären scheinen genau zur richtigen Zeit in Bestform zu kommen. Auch wenn es zuletzt nach fünf Siegen in Folge eine Niederlage in Nürnberg setzte, so sind die Eisbären auf dem richtigen Weg. Der Kader scheint so gut und vor allem tief besetzt wie schon lange nicht mehr. Man verfügt über vier Angriffsreihen, die ein Spiel entscheiden können. Dabei sticht natürlich die Paradereihe um James Sheppard, Leo Pföderl und Top-Scorer Marcel Noebels hervor. Und Pföderl ist voll des Lobes über seine Reihenpartner (Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey NEWS Nr. 09 vom 25.02.2020):

Sie sind überragend. ‚Noebi‘ ist im Moment richtig stark unterwegs und momentan vielleicht der beste Spieler in der Liga. Und ‚Sheppi“‚ kann eigentlich auch alles, er kann hart spielen und hat eine gute Übersicht. Es macht Spaß mit den beiden.

Das Gute daran ist, dass die Eisbären nicht immer abhängig von dieser Reihe sind. Klar haben die Drei maßgeblichen Anteil an der guten Saison der Eisbären, haben sie über weite Strecken der Saison getragen, wie Trainer Serge Aubin kürzlich auf der Pressekonferenz sagte. Aber wenn die Drei sich mal eine Auszeit genehmigen, dann springen eben die drei anderen Reihen in die Bresche und richten das für die Mannschaft.
Und was auch ein Faustpfand für die Eisbären ist, sie haben eine unglaubliche Moral, geben nie auf und finden immer einen Weg, Spiele zu gewinnen. Auch wenn sie mal nicht so gut spielen oder sie Rückschläge kassieren. Dann hören sie nicht auf zu spielen oder an sich zu glauben, sondern machen immer weiter. Bis zur letzten Sekunde. All das ist auch ein Verdienst des neuen Trainerteams um Chefcoach Serge Aubin und seinen beiden Co-Trainern Gary Fleming und Craig Streu. Diese haben den Eisbären eine neue Identität verliehen und sie wieder zu einem Top-Team in der DEL gemacht, welches in den Playoffs definitiv ein Wörtchen mitreden kann und wird. Die Kritiker aus der Sommerpause dürften also verstimmt sein, denn Aubin leistet gute Arbeit und seine Verpflichtung war durchaus ein Glücksgriff von Sportdirektor Stéphane Richer.

Aber trotzdem liegen vor den Verantwortlichen der Eisbären noch kleine Baustellen, um bestmöglich in die Playoffs zu gehen. Und da ist allen voran das Powerplay zu nennen, welches zuletzt zwar Tore produzierte, aber dennoch das drittschlechteste der Liga ist. Nur, wenn dein Powerplay funktioniert und du von der Strafbank fern bleibst, kannst du in den Playoffs Erfolg haben. Die Disziplin ist angesprochen worden, auch da müssen sich die Eisbären zusammen reißen und von der Kühlbox weg bleiben, unnötige Strafen vermeiden. Auch die individuellen Fehler, welche durchaus immer noch im Spiel vorhanden sind, muss man abstellen, denn in den Playoffs wird jeder Fehler eiskalt bestraft.

Und man muss seine Chancen nutzen, an der Chancenverwertung müssen die Jungs auch noch arbeiten. Gegen Düsseldorf bekommt man da schon mal einen Vorgeschmack auf die Playoffs, verfügen die Rheinländer doch über die beste Defensive der Liga (107 Gegentore). Da wird es auch für den viertbesten Sturm der DEL nicht so einfach, Tore zu schießen. Umso wichtiger, dass man klug spielt, jede Scheibe zum Tor bringt und die wenigen sich bietenden Chancen eiskalt verwertet. Dann klappt es auch mit einem Sieg gegen zuletzt äußerst starke Düsseldorfer.

Denn die DEG überraschte am vergangenen Wochenende mit zwei Auswärtssiegen in Mannheim (6:2) und München (3:2). Sieben der letzten zehn Spiele hat die Mannschaft von Chefcoach Harold Kreis gewonnen. Und die beiden Siege beim Meister und Vizemeister haben für Aufsehen gesorgt und gezeigt, dass man die DEG keinesfalls unterschätzen soll. Auch nicht in den Playoffs, wenn sich diese beiden Mannschaften evtl. wieder gegenüber stehen werden.

Serge Aubin kann auf alle Spieler vom Nürnberg-Spiel zurückgreifen. Es fehlen lediglich die Langzeitverletzten Vincent Hessler, Florian Busch, Sean Backman und Constantin Braun. Ansonsten sind alle Spiele an Board und bereit für Düsseldorf.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG am 28.02.2020 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Ersatz:

Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

In Weißwasser:

Eric Mik, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Constantin Braun (Knie), Vincent Hessler (Hand), Sean Backman, Florian Busch

In Krefeld und gegen Mannheim: Hinein in den Hauptrunden-Endspurt

Jetzt geht es in die Crunch-Time der diesjährigen Hauptrunde der DEL-Saison 2019/2020. Mit dem Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen morgen Abend startet für die Eisbären Berlin das zehn Spiele umfassende Restprogramm bis zum Ende der Hauptrunde. Es wird mal wieder eines dieser Wochenenden der Gegensätze sein. Schließlich trifft man am Wochenende neben dem Kellerkind Krefeld am Sonntagmittag auch noch auf das Top-Team der Adler Mannheim. Das werden also zwei komplett unterschiedliche Spiele werden, denn für Krefeld geht es nicht mehr wirklich um die Playoffs und Mannheim kämpft genau wie Berlin noch um jeden Punkt im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition für die bevorstehenden Playoffs.

Serge Aubin hat dennoch großen Respekt vor dem morgigen Gegner Krefeld (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 13.02.2020):

Krefeld ist eine offensiv sehr gefährliche Mannschaft. Sie brauchen nicht viele Chancen, um Tore zu erzielen. Ich freue mich wirklich darauf, unser Team zu sehen, wie es eine sehr solide defensive Partie abliefert, sehr viel Schlittschuh läuft und den Gegner unter Druck setzt.

Beide Mannschaften werden morgen Abend zum letzten Mal in dieser Saison aufeinander treffen. Bisher spricht die Bilanz mit 2:1-Siegen für Berlin, welche das erste Heimspiel mit 6:2 und das erste Gastspiel in der Seidenstadt mit 4:1 gewannen, dafür aber im zweiten Heimspiel an der Spree von den Pinguinen mit 5:1 abgeschossen wurden. Da ist also noch eine Rechnung offen, welche man mit großer Wahrscheinlichkeit begleichen möchte.
Man darf gespannt sein, wie Krefeld in dieses Spiel gehen wird, geht es doch für sie eigentlich um rein gar nichts mehr angesichts von 14 Punkten Rückstand auf Platz Zehn, welcher für die Pre-Playoffs berechtigen würde. Die Eisbären hingegen werden klar fokussiert in dieses Spiel gehen, geht es doch darum, im Kampf mit Bremerhaven und Düsseldorf Platz Vier und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale abzusichern. Geht man also mit der nötigen Konzentration in dieses Spiel, nimmt Krefeld auch wirklich ernst und hält 60 Minuten konstant an seinem Gameplan fest, dann sollten die drei Punkte im Gepäck mit zurück in die Hauptstadt reisen.
Aufpassen und in den Griff bekommen müssen die Eisbären vor allem die beiden Angreifer Chad Costelle (46 Scorerpunkte) und Daniel Pietta (42). Wenn die Eisbären diese beiden Spieler aus dem Spiel nehmen, dann sollte es mit dem Sieg klappen.

Das komplette Gegenteil wird dann die Partie am Sonntagmittag (Achtung: Bully um 13:15 Uhr!!!) gegen den Erzrivalen Adler Mannheim werden. Dort wird man eine mehr als hart umkämpfte Partie auf Playoff-Niveau erleben. Beide Mannschaften kämpfen um wichtige Punkte und werden diese nicht kampflos herschenken. Alleine schon aus diesem Grund wird uns da ein hochinteressantes Spiel mit Playoff-Charakter erwarten. Aber natürlich auch aufgrund der Geschichte dieser beiden Traditionsvereine, denn es ist kein Geheimnis, dass sich Berlin und Mannheim auf keinen Fall mögen. Was für noch mehr Würze in diesem ohnehin schon wichtigen Spiel sorgen wird.
In diesem Duell kann man durchaus davon ausgehen, dass das Aufeinandertreffen am Sonntag noch nicht das letzte in dieser Saison sein wird. In den Playoffs könnten sich die Wege dieser beiden Mannschaften durchaus erneut kreuzen. Und die bisherige Hauptrunden-Bilanz spricht mit 2:1-Siegen für Mannheim. Die Adler gewannen beide Heimspiele (4:1/7:3), verloren dafür aber das erste Spiel in Berlin deutlich mit 5:1. Sie werden am Sonntag also auf Wiedergutmachung aus sein.
Bei den Kurpfälzern muss man natürlich auf jede Menge Spieler aufpassen, denn sie verfügen über richtig gute Spieler in ihren Reihen. Zum Beispiel Verteidiger Mark Katic mit satten 31 Scorerpunkten oder aber den Stürmern Borna Rendulic (42), Ben Smith (41), Andrew Desjardins, Jan-Mikael Järvinen (beide 38) und Matthias Plachta (37).
Vorsicht ist also geboten, aber gleiches gilt natürlich auf für Mannheim, denn die Eisbären verfügen aktuell über die Top-Reihe Leo Pföderl, James Sheppard und Marcel Noebels, die im Moment alles kurz und klein schießt.

Gucken wir in die Statistik, sind Punkte morgen Abend in Krefeld definitiv garantiert. Denn seit September 2015 traten die Eisbären nur einmal die Heimreise ohne Punkte im Gepäck an. Und auch Punkte gegen Mannheim sind im Bereich des Möglichen, haben die Berliner doch seit 2017 viermal zu Hause fünf oder sogar mehr Treffer gegen die Kurpfälzer erzielt. Die Aussichten auf dieses Wochenende sehen also schon einmal gut aus, nun liegt es an den Spielern, diese auch in Punkte umzuwandeln.

Und im Hinblick auf die Schlussphase der diesjährigen DEL-Hauptrunde ist es von enormer Bedeutung, dass Stürmer Louis-Marc Aubry wieder zur Verfügung steht. Er wird dem Kader noch mehr Tiefe verleihen und den Berlinern noch mehr Möglichkeiten in der Offensive geben. Sie sind also noch schwerer auszurechnen als ohnehin schon.
Weiterhin fehlen werden hingegen Vincent Hessler, Florian Busch, Sean Backman und Constantin Braun. Dafür kehrt Goalie Marvin Cüpper am Samstag nach seiner Leihe zu Kooperationspartner Weißwasser zurück in die Hauptstadt.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen am 14.02.2020:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

In Weißwasser:

Marvin Cüpper, Eric Mik, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Constantin Braun (Knie), Vincent Hessler (Hand), Sean Backman, Florian Busch

Bayrisches Wochenende: Die Eisbären sind heiß auf die beiden wegweisenden Heimspiele gegen Straubing und Ingolstadt

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) biegt auf die Zielgerade der diesjährigen Hauptrunde ein und somit kommen wir dem Höhepunkt einer jeden Saison immer näher. Die Playoffs stehen vor der Tür und für die Eisbären Berlin bietet das kommende Wochenende gleich einmal die beste Gelegenheitdafür, für den Saisonhöhepunkt zu proben. Denn man trifft am Freitagabend (19:30 Uhr) auf die Straubing Tigers, ihres Zeichens Tabellendritter mit sieben Punkten Vorsprung auf die Eisbären, und am Sonntagnachmittag auf den ERC Ingolstadt (17:00 Uhr), ihres Zeichens Tabellensechster mit acht Punkten Rückstand auf die Berliner. Für die Hauptstädter also zwei enorm wichtige Heimspiele, in denen man wichtige Punkte im Kampf um Heimrecht im Viertelfinale einfahren, mit Straubing aber sogar im Falle eines Sieges dem Dritten näher kommen kann. Mit zwei Siegen würde man dem Saisonziel näher kommen, mit zwei Niederlagen aber würde dieses noch einmal in große Gefahr geraten.

Aber die Eisbären wissen um die große Bedeutung der Spiele am Freitag und Sonntag, wollen beide Spiele siegreich gestalten und damit nach dem Sieg in München ein weiteres Zeichen in Richtung Playoffs setzen. Dennoch blicken die Berliner laut Trainer Serge Aubin nicht auf die Tabelle (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 30.01.2020):

Ich weiß, ich wiederhole mich hier, aber die Tabelle interessiert uns derzeit nicht wirklich. Wir konzentrieren uns komplett auf uns und unser Spiel. Morgen ist natürlich eine gute Gelegenheit, um uns gegen ein Team, das über uns steht zu beweisen. Wir konzentrieren uns derzeit vor allem darauf, Eishockeyspiele zu gewinnen.

Verteidiger Frank Hördler äußerte sich nach dem letzten Heimspiel gegen Schwenningen auch über den morgigen Gegner Straubing und da merkte man schon, wie groß der Respekt vor den Niederbayern ist:

Wenn man sich die Tabelle anguckt, ist jedes Spiel wichtig. Weil von unten drücken sie und von oben sieht man so langsam ein bisschen Licht. Was wir wissen ist, dass Straubing eine unheimlich gute Mannschaft ist, das haben sie über die ganze Saison bewiesen. Jeder kleinste Fehler wird genutzt von denen. Ich glaube, und das wissen wir auch, da müssen wir von Anfang an da sein.

Den Respekt haben sich die Jungs von Chefcoach Tom Pokel auch redlich verdient, spielen sie doch die beste Hauptrunde ihre DEL-Geschichte. Die Niederbayern werden dieses Jahr im Viertelfinale mit dabei sein und dort könnten sie für jeden Gegner zum großen Stolperstein werden. Wenn man bei den Tigers überhaupt etwas bemängeln muss, dann vielleicht den Fakt, dass das beste Heimteam der DEL das schlechteste Auswärtsteam aus den Top-6 der Tabelle sind. Von daher wollen die Niederbayern sich natürlich Heimrecht im Viertelfinale sichern. Aufpassen müssen die Eisbären vor allem auf das kongeniale Sturm-Duo Michael Connolly (35 Punkte) und Jeremy Williams (32 Punkte) aufpassen.
Es ist das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der diesjährigen Hauptrunde, in den Playoffs könnten sich die Schläger beider Teams aber erneut kreuzen. Bisher spricht die Bilanz für Berlin, die sich mit 5:2 auf heimischen Eis und 2:1 am Pulverturm durch setzten. Das erste Spiel in Straubing ging mit 3:5 verloren. In Berlin haben die Tigers vier der letzten fünf Spiele verloren und warten seit 14 Spielen auf einen Dreier in der Hauptstadt.
Mit einem Heimsieg könnten die Eisbären den Rückstand auf Straubing auf vier Zähler verkürzen, bei einer Niederlage wächst der Rückstand aber auf zehn Punkte an.

So ein Sechs-Punkte-Spiel wird auch das zweite Heimspiel an diesem Wochenende gegen den ERC Ingolstadt, welcher sich noch Chancen auf Heimrecht im Viertelfinale ausrechnet. Bei acht Punkten bedarf es aber eines Sieges in der Hauptstadt, um diese Chance am Leben zu halten. Die Schanzer spielen so ein bisschen eine Achterbahn-Saison, so richtig einzuschätzen ist die Mannschaft von Coach Doug Shedden nicht. Mal sind sie richtig stark, dann aber im nächsten Spiel wieder schlecht. In den letzten drei Spielen zeigten die Panther wieder ihr schlechtes Gesicht, verloren dreimal in Folge mit 1:4.
Aber in Berlin fühlten sie sich zuletzt pudelwohl, gewannen dreimal in Folge in der Hauptstadt. So auch das erste Duell in dieser Saison, was mit 5:4 n.P. an den ERCI ging. In Ingolstadt gewannen die Eisbären mit 4:2 und 4:1.

Bei den zuletzt dreimal in Folge siegreichen Eisbären wird sich im Vergleich zum Schwenningen-Spiel nichts ändern. Heißt also auch, dass weiterhin Vincent Hessler, Florian Busch, Louis-Marc Aubry und Sean Backman fehlen werden.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Straubing Tigers am 31.01.2020 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

In Weißwasser:

Marvin Cüpper, Eric Mik, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Vincent Hessler (Hand), Louis-Marc Aubry (Knie), Sean Backman, Florian Busch