Serge Aubin vor dem Heimspiel gegen Köln: „Ich erwarte eine Antwort vom Team“

Zwei Spiele, zwei Siege: So lautet die bisherige Saison-Bilanz der Eisbären Berlin vor dem morgigen fünften Saisonspiel gegen die Kölner Haie. Mit den Domstädtern erwartet der Tabellenvierte der Gruppe Nord den Spitzenreiter dieser Gruppe. Während die Hauptstädter beide Heimspiele gewinnen konnten, haben auch die Haie ihre bisherigen drei Auswärtsspiele gewonnen (4:3 in Bremerhaven/5:4 n.P. in Wolfsburg und 7:2 in Krefeld). Eine Serie wird morgen Abend also enden. Bei den Eisbären hofft man darauf, dass es die der Kölner sein wird. Denn Trainer Serge Aubin erwartet eine Antwort auf das Iserlohn-Spiel vor zwei Tagen:

Für uns ist jedes Spiel wichtig und wir haben leider eine Möglichkeit zum Punkten in Iserlohn verpasst. Ich erwarte eine Antwort vom Team. Köln ist ein solides Team, sie haben einen tiefen Kader. Wir kennen ihren Goalie, er spielt den Puck sehr gut. Wir sind noch dabei sicherzustellen, dass wir unser volles Potential ausschöpfen können. Wir haben Respekt vor Köln, aber ich erwarte eine Antwort von uns, besonders zuhause. Wir wollen unsere Halle verteidigen und das Spiel gewinnen. 

In Iserlohn hatten die Berliner 2:5 verloren und in allen vier Unterzahlspielen ein Gegentor kassiert. Zuvor stellte man noch das beste Unterzahlspiel der Liga, was sich nach diesem Spiel natürlich drastisch verändert hat. Inzwischen hat man nur noch das neuntbeste Penaltykilling der gesamten Liga. Und mit Köln kommt morgen das aktuell beste Powerplay-Team nach Berlin. Kapitän Frank Hördler wurde nach dem heutigen Training gefragt, ob die Special Teams gerade in so einer verkürzten Saison von großer Bedeutung sind:

Ich denke, die Special Teams sind in jeder Saison wichtig, ob es eine lange ist, ob es eine kurze ist. Ich glaube, das hat man auch in den letzten Jahren gesehen, gerade wenn man in Unterzahl bei den Prozenten ganz oben steht, hat man eine gute Chance, am Ende auch in der Tabelle oben zu stehen. Dieses Jahr wird es sicherlich noch ein Stückchen wichtiger. 

Einer, der vor allem in Überzahl für Tore sorgen soll, ist Stürmer Matt White. Dieser hat bisher einen guten Streak mit sechs Punkten in vier Spielen vorzuweisen. Was hat White zur bisherigen Saison zu sagen:

Wir wollen ein paar Tore schießen, dafür sind wir da. Nach dem letzten Spiel müssen wir in allen drei Zonen besser werden. In der Offensive haben wir schon viele Chancen, aber müssen sie noch verwandeln. Sobald wir alle drei Zonen gut im Griff haben, werden die Tore dann auch fallen.

Dass Matt White bisher einer d e r Top-Neuzugänge ist, sieht man ja schon an seinen oben genannten Scorerpunkten. Matt White, welcher die DEL bereits aus seiner Zeit bei den Augsburger Panthern kennt, hat sich schon in Berlin eingelebt:

Ja, es war von Anfang an leicht, da ich bereits ein paar Jungs kannte, weil ich schon mit oder gegen sie gespielt habe. Es war ein einfacher Übergang, ich habe mich direkt wohl gefühlt. Alle haben mich super Willkommen geheißen.

Matt White ist also neu in der Hauptstadt. Mit den Kölner Haien kehren morgen aber zwei Spieler zurück, welche in der vergangenen Saison noch das Trikot der Eisbären trugen – Goalie Justin Pogge und Stürmer James Sheppard. Zudem kennt man in Berlin auch den Kölner Trainer Uwe Krupp sehr gut. Frank Hördler weiß daher auch schon, was die Eisbären morgen Abend erwarten wird:

Ja, wir haben ja lange zusammen mit Uwe trainiert und wissen, dass er die Mannschaft gut einstellen wird. Sie werden viel laufen, werden sehr geradlinig spielen. Er ist ja ein erfolgreicher Spieler gewesen und erfolgreicher Trainer. Ich denke es wird ein sehr schweres Spiel.

Die Eisbären müssen und wollen morgen Abend eine Antwort auf das 2:5 am Seilersee geben. Aber sie kämpfen zudem auch gegen ihre eigene Bilanz daheim gegen die Kölner Haie, welche in den letzten Jahren nicht so rosig aussah. Sechs der letzten neuen Heimspiele verloren die Berliner gegen die Domstädter. Die letzten beiden Spiele in der Arena am Ostbahnhof gingen in die Verlängerung, einmal siegte Berlin (3:2), einmal Köln (5:4).

Chefcoach Serge Aubin kann auf das selbe Personal zurückgreifen wie am Dienstagabend in Iserlohn. Magenta Sport überträgt ab 20:15 Uhr (Bully: 20:30 Uhr) live. Und wir berichten für Euch auf unseren sozialen Netzwerken über das Heimspiel der Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie direkt aus der Mercedes-Benz Arena. 

Matthias Niederberger vor dem zweiten Saisonspiel in Wolfsburg: „Wir wollen uns stetig verbessern“

Der Auftakt am Freitagabend war sehr viel versprechend. Mit 3:2 gewannen die Eisbären Berlin das erste Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven und feierten damit einen gelungenen, aber nicht unbedingt erwarteten, positiven Saisonstart. Was vor allem auch an den drei erst vor kurzem verpflichteten Neuzugängen Kris Foucault, Giovanni Fiore und Matt White lag. Denn diese drei Jungs verliehen der Berliner Offensive mehr Tiefe und vor allem mehr Torgefahr. Trainer Serge Aubin unterstrich nach dem heutigen Training auch nochmal die Wichtigkeit dieser drei Stürmer:

Ich denke wir haben im letzten Spiel gesehen, dass sie schon sehr gut waren. Wir haben diese drei Jungs aus bestimmten Gründen geholt. Sie haben Ruhe und Erfahrung in das Lineup gebracht, das Überzahlspiel hat gut harmoniert. Auch in Unterzahl haben die Jungs viel richtig gemacht. Sie passen wirklich gut zum Rest der Gruppe. Mit der Rückkehr von Noebels, Müller und Espeland ist das Lineup tiefer und stärker, so dass wir die Eiszeiten besser managen können.

Eisbären-Coach Serge Aubin schwärmt von seinen drei Neuzugängen. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Aubin (siehe Foto links) spricht sie an, die Special Teams. Waren sie im MagentaSport-Cup noch eines der Sorgenkinder der Eisbären, so waren sie beim ersten Saisonspiel ein Faktor für den Auftaktsieg. Denn zwei der drei Treffer fielen in Überzahl. Und kein Wunder, dass mit Foucault und White zwei der drei neuen Stürmer die Tore in Überzahl erzielten. Und auch morgen Abend in Wolfsburg wird es auf die Special Teams ankommen. Und Kris Foucault kann sozusagen aus dem Nähkästchen plaudern, spielte er doch bereits für die Autostädter in der DEL. 

Der morgige Gegner Wolfsburg startete ebenso erfolgreich in die neue Saison, gewann nach Rückstand noch mit 4:1 gegen die Krefeld Pinguine und grüßt damit nach Spieltag Eins von ganz oben in der Tabelle. Das wollen die Eisbären morgen Abend natürlich ändern und selbst die Tabellenspitze erklimmen. Dabei werden sich die Berliner aber auf eine ganz andere Atmosphäre in Wolfsburg einstellen müssen als sonst. Denn sonst ist man es gewohnt, dort ein Heimspiel zu haben, wenn rund 1000 Fans die Mannschaft nach Wolfsburg begleiten. Aber durch Corona ist alles anders und man muss es morgen Abend ohne Fan-Unterstützung in Wolfsburg schaffen. Trainer Serge Aubin erwartet auf jeden Fall ein schweres Spiel bei der Mannschaft von Coach Pat Cortina:

Wir haben im ersten Spiel viele Dinge richtig gemacht, aber jetzt müssen wir auswärts ran. Natürlich gibt es einen kleinen Nachteil, weil wir erst am Spieltag fahren, aber das sind eben die Dinge, die wir dieses Jahr händeln müssen. Ich erwarte ein schweres Spiel, aber es sind einige Jungs zurück, also hoffentlich können wir das Tempo erhöhen und auch das zweite Spiel gewinnen. 

Aubin spricht es an, er kann auf Stefan Espeland, Jonas Müller und Marcel Noebels zurückgreifen, was dem Kader noch mehr Tiefe verleiht und die Eisbären noch unberechenbarer macht. Keine guten Nachrichten also für Wolfsburg. Denn die Eisbären scheinen gerade die perfekte Mischung gefunden zu haben, war aber Handlungsbedarf nach dem MagentaSport-Cup auch dringend nötig. Und mit Foucault, Fiore und White hat man wohl genau die richtigen Spieler verpflichtet. Nichtsdestotrotz ist man aber weiterhin auf der Suche nach einem Center, denn da gab es genügend Abgänge.

Einer, der neben den drei genannten Spielern aber auch seinen Anteil am Sieg gegen Bremerhaven hatte, war Goalie Matthias Niederberger, welcher 33 der 35 Schüsse parierte und so ebenfalls zum Matchwinner avancierte. Auch der Rückkehrer war mit dem Auftakt zufrieden, strebt aber weiter nach Verbesserung:

Man darf natürlich mit dem Einstand zufrieden sein, dass wir ein sehr gutes Spiel gegen Bremerhaven hatten und ein positives Ergebnis erzielt haben und die ersten drei Punkte gesammelt haben. Aber wir wollen uns, egal ob Sieg oder Niederlage, stetig verbessern und wir arbeiten auch stetig an Kleinigkeiten, Natürlich kann noch nicht alles nach einem echten Saisonspiel sitzen.

Eisbären-Torhüter Matthias Niederberger gibt Einblicke in seine Spielvorbereitung. (Foto: eisaberlin.de/jasmin und walker)

Genau das ist die Einstellung, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Genau an der nötigen Einstellung mangelte es den Eisbären im Vorbereitungsturnier. Doch nun scheint man seine Sinne geschärft zu haben und ist voll fokussiert auf die neue Saison. Wenn gleich dabei sicher auch die Zwangspause durch die Corona-Quarantäne geholfen hat, weil man sich da noch mal sammeln und Kräfte tanken konnte. 

Auch gegen Wolfsburg wird es für die Hauptstädter ein sehr schweres Spiel, gehören die Niedersachsen doch stets zu den Playoff-Kandidaten in der Liga. Und auch die Grizzlies haben sich sehr gut verstärkt und sind auf dem Papier eine starke Truppe. Diese wird Berlin vor eine Herausforderung stellen. Doch die Verantwortlichen der Eisbären werden die Mannschaft bestens vorbereiten auf dieses Spiel. 

Doch wie bereitet sich eigentlich ein Torhüter auf so ein DEL-Spiel vor? Matthias Niederberger (siehe Foto links) mit seiner Antwort darauf:

 

Im Wesentlich schaue ich mir das gegnerische Powerplay an, weil das ist denke ich das Wichtigste. Da schaue ich mir die Tendenzen an. Ich gucke mir auch gerne mal an, wer der gefährlichste Torschütze ist und ob er eine bestimmte Tendenz hat und was der Gegner in der offensiven Zone macht. Aber nur grob, nicht im Detail, weil wenn man beginnt Dinge falsch zu antizipieren oder zu spekulieren, dann hat man da eher einen konträren Effekt. 

Alles ist vorbereitet für das zweite Saisonspiel der Eisbären Berlin bei den Grizzlys Wolfsburg. Los geht es morgen Abend um 20:30 Uhr (!) in der Autostadt. Magenta Sport überträgt wie gewohnt live.

Foucault, Fiore, White: Drei Hoffnungsträger für die Sturmflaute – Kommt noch ein Angreifer?

In zwei Tagen beginnt für die Eisbären Berlin die neue PENNY DEL-Saison mit einem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Während die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch eines der Überraschungsteams beim abgelaufenen MagentaSport-Cup war, waren die Hauptstädter das Team, welches am meisten enttäuschte. Letzter Platz in der Gruppe B mit nur fünf Toren in vier Turnierspielen. So war die wohl größte Baustelle vor dem Saisonstart deutlich sichtbar.

Die Fanszene rief laut nach Verstärkungen in der Offensive und sie wurde erhört. Die Verantwortlichen um Stéphane Richer und Peter John Lee gingen nochmal auf Shopping-Tour und verpflichteten gleich drei neue Stürmer. Zwei davon schnupperten bereits DEL-Luft und wussten dabei durchaus zu überzeugen.
Nacheinander verpflichteten die Eisbären Kris Foucault, Giovanni Fiore und Matt White. Diese drei sind sozusagen zu Hoffnungsträgern für die Offensivbemühungen der Hauptstädter geworden.

Zunächst wechselte der 30-jährige Kanadier Kris Foucault von den Krefeld Pinguinen zu den Eisbären Berlin. In der DEL spielte Foucault drei Jahre in Wolfsburg, ein Jahr in Ingolstadt und wechselte erst nach der letzten Saison nach Krefeld, wo er aber relativ schnell wieder die Koffer packte und nach Berlin wechselte.
Ganz risikolos ist die Verpflichtung von Foucault nicht, hatte er doch in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Wenn er aber fit war und spielte, war er stets einer der besten Spieler seiner Mannschaft. So auch in der vergangenen Saison, als er alle 52 Hauptrundenspiele absolvierte und dabei starke 42 Scorerpunkte (16 Tore/26 Vorlagen) sammeln konnte.
Für Wolfsburg waren es insgesamt 59 Spiele mit 29 Toren und 21 Vorlagen. Diese Statistiken zeigen, wie gefährlich der Kanadier sein kann.
Vor seiner Zeit in der DEL war er vor allem in der AHL aktiv und wusste auch dort zu überzeugen. Insofern war es kein Wunder, dass Richer Foucault verpflichtete, als Krefeld ihn angeboten hatte. Sein Torriecher ist eben auch in Berlin bekannt.

Ein in Deutschland wohl nur Experten bekannter Stürmer ist Giovanni Fiore, welcher erstmals in Europa aktiv sein wird. Der 24-jährige Kanadier war vorher vor allem in der AHL auf Torejagd und wusste, wo das gegnerische Tor steht. Wenn gleich seine erfolgreichste Zeit bisher sicherlich die in der Juniorenliga war, als er den gegnerischen Teams reihenweise die Scheiben ins Netz hämmerte. Zuletzt war er für das AHL-Team Ontario Reign im Einsatz, dem Farmteam des Kooperationspartners Los Angeles Kings.
Auch in Fiore sieht Richer einen richtigen Goalgetter. Also genau jener, der den Berlinern im MagentaSport-Cup fehlte.

Und zu guter Letzt zauberten die Berliner auch noch Matt White aus dem Hut. Der 31-jährige US-Amerikaner ist den deutschen Fans vor allem aus seinen zwei Jahren in Augsburg bekannt. Dort verzückte er die AEV-Fans mit klasse Leistungen und schönen Toren. In seinem ersten Jahr bei den Panthern waren es in 52 Spielen 16 Tore und 26 Vorlagen. In seinem zweiten Jahr waren es in 50 Spielen sogar 22 Tore und 27 Vorlagen. In 14 Playoff-Spielen kamen nochmal vier Tore und fünf Vorlagen nochmal dazu.
Diese Leistungen machten die KHL auf White aufmerksam und diesem Lockruf konnte er nicht widerstehen. In seiner ersten Saison in Nizhnekamsk waren es 15 Tore und 19 Vorlagen in 60 Spielen, was ihn zum Top-Scorer seiner Mannschaft machten. Nach einem kurzen Gastspiel in Riga zog es White nun zurück in die DEL und zwar nach Berlin. In ihm sieht Richer einen top Offensivspieler, welcher zudem sehr gut in den Berliner Kader passen würde.

Mit Foucault, Fiore und White haben die Eisbären also drei Top-Stürmer verpflichtet, die wissen, wo das Tor steht. Jene Goalgetter, welcher man im MagentaSport-Cup schmerzlich vermisst hat. Mit den Dreien erhofft man sich nun wieder mehr Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Wie die drei Neuzugänge mit ihren neuen Kollegen harmonieren werden, wird man natürlich erst ab Freitagabend sehen.
So wichtig und gut diese Transfers auch sind, so bleibt dennoch ein Fragezeichen übrig. Denn mit James Sheppard, Louis-Marc Aubry und Maxim Lapierre hat man drei Center verloren- Keiner der drei neuen Angreifer ist aber gelernter Center. Da wird es interessant sein, wie es die Verantwortlichem lösen wollen, dass man drei starke Center verloren hat.

Doch Sorgen macht sich Sportdirektor Stéphane Richer nicht, der die drei Angreifer als enorm torgefährlich sieht und zudem wohl noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen möchte (Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News Nr. 51 vom 15.12.2020):

Lapierres Entscheidung, so plötzlich seine Karriere zu beenden, hat uns schon überrascht. Wir werden uns deshalb wahrscheinlich noch nach einem weiteren Stürmer umsehen. Wir müssen aber schauen, was im Moment noch möglich ist.

Also könnte in Sachen Nachverpflichtung bei den Eisbären noch etwas passieren. Was bis Freitag aber sicher nicht erfolgen wird und so wird das vorhandene Personal in das Auftaktspiel gegen Bremerhaven gehen. Und dort hat man gleich einmal einen enorm schweren Gegner vor der Brust. Schließlich gewann die Mannschaft von der Küste die ersten sieben Turnierspiele beim MagentaSport-Cup in Folge, ehe man erst im Finale von München gestoppt wurde. Aber auch dort wurde deutlich sichtbar, wie stark die Mannschaft von Thomas Popiesch in diesem Jahr sein wird.

Mehr zum Auftaktspiel der PENNY DEL-Saison lest Ihr dann morgen Abend bei uns hier im Blog.