
Es bleibt dabei: Zu Hause sind die Eisbären zur Zeit eine Macht, Auswärts hingegen haben die die Berliner das Siegen verlernt. Nach dem man am Freitagabend gegen Schwenningen den siebten Heimsieg in Folge einfahren konnte, kassierte man heute beim Erzrivalen die vierte Auswärtsniederlage in Folge. Mit 4:6 (1:1, 2:3, 1:2) unterlag der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim. Während die Kurpfälzer weiterhin auf Platz Eins der Tabelle stehen, rutschten die Eisbären auf Platz Sechs ab.
Keine 20 Sekunden waren gespielt, da hatte Eisbären-Top-Scorer Petr Pohl die erste richtig gute Chance der Partie. Doch er scheiterte an Dennis Endras im Adler-Tor. Beide Mannschaften begannen mit sehr hohem Tempo, überbrückten schnell die neutrale Zone und suchten immer wieder den Weg zum Tor. Die Hausherren hatten nach zwei Minuten ihre erste gute Chance, als Jochen Hecht einen Schuss von Frank Mauer abfälschte. Danach übernahmen die Kurpfälzer klar das Kommando und setzten die Eisbären stark unter Druck und in deren Drittel fest. Mannheim erspielte sich richtig gute Torchancen. Nach viereinhalb Minuten zeigte die Schussstatistik 9:2 zu Gunsten der Adler. Ein Beleg für die Überlegenheit der Mannheimer.
Doch bis zum ersten Tor der Adler dauerte es bis zur elften Spielminute. Der Puck wurde vor das Tor gebracht, Petri Vehanen bekam den Puck an seinen Schoner, Christoph Ullmann stocherte so lange nach, bis der Puck im Tor war. Die beiden Hauptschiedsrichter Gordon Schukies und Stefan Vogl fuhren zum Videobeweis und gaben den Treffer anschließend. Doch eigentlich hätte dieser Treffer nicht fallen dürfen. Denn vor dem Treffer gab es ein Bully vor dem Eisbären-Tor, welches es hätte nicht geben dürfen. Denn ein Mannheimer Spieler schoss den Puck aus dem Angriffsdrittel Richtung eigenes Tor, die Hauptschiedsrichter werteten dies jedoch als Icing der Berliner. Eine Fehlentscheidung, die letztlich zur Mannheimer Führung führte.
50 Sekunden nach dem Führungstreffer der Adler kassierten die Hausherren eine Zwei-Minuten-Strafe. Und in diesem Überzahlspiel gelang den Eisbären der schmeichelhafte Ausgleich. Frank Hördler hatte von links abgezogen und Denis Reul fälschte den Schuss unhaltbar ab – 1:1 (12.). Das siebte Saisontor des Eisbären-Verteidigers.
Fortan weiterhin die Kurpfälzer die spielbestimmende Mannschaft, welche sich noch einige Chancen heraus spielen konnte. Doch Eisbären-Goalie Petri Vehanen bewies einmal mehr seine Klasse und verhinderte hier schlimmeres. Mit einem schmeichelhaften 1:1 ging es für die Berliner in die erste Drittelpause.
Zu Beginn des zweiten Drittels kassierten die Hausherren nach nur 20 Sekunden eine Strafzeit, die Eisbären also wieder in Überzahl. Aber beinahe hätte Mannheim in diesem Unterzahlspiel ein Tor erzielt. Die Adler mit einem 2-auf-1-Konter, doch Christoph Ullmann scheiterte an Petri Vehanen. Direkt im Gegenzug dann ein Konter der Eisbären, Barry Tallackson mit dem Pass in den Slot, wo Darin Olver lauerte und den Puck zur erstmaligen Eisbären-Führung an diesem Abend im Tor versenkte – 2:1 (22.)
28 Sekunden nach dem Berliner Treffer musste Jens Baxmann für zwei Minuten in die Kühlbox, nun also Mannheim mit einem Powerplay. Und auch die Adler wussten dieses zu nutzen. Bully vor Petri Vehanen, Frank Mauer kam an den Puck, zog ab, John Rheault fälschte den Puck unhaltbar ab und drin war die Scheibe – 2:2 (24.).
Das Spiel begann also wieder von vorne. Beide Mannschaften auch weiterhin mit sehr hohem Tempo in einer hart umkämpften Partie. Beide suchten auch immer wieder den Weg zum Tor und kamen auch immer wieder zu guten Chancen.
In der 28. Spielminute gab es dann das nächste Powerplay für die Eisbären. Und zum dritten Mal an diesem Abend konnte die Berliner die numerische Überlegenheit nutzen. Casey Borer hatte von der blauen Linie abgezogen, André Rankel nahm Dennis Endras die Sicht, dieser ließ die Scheibe daher nur prallen, was Darin Olver ausnutzen konnte. Er versenkte die Scheibe im leeren Adler-Gehäuse – 2:3 (29.).
Nur eine Minute später hätte Matthias Plachte beinahe den Ausgleich erzielt, doch er scheiterte am Pfosten. Nur wenige Sekunden später machte es Denis Reul besser. Er schnappte sich die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie, tankte sich klasse durch und schloss die Einzelaktion mit dem Tor zum 3:3 ab (31.).
Das Spiel ging weiter hin und her, sowohl Mannheim als auch Berlin mit guten Spielzügen und guten Chancen. Beide Torhüter mussten stets auf der Hut sein. Vier Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels unterlief Mannheims Kurtis Foster ein Fehler im Spielaufbau im eigenen Drittel, Sven Ziegler kam so an die Scheibe und frei zum Schuss, doch er scheiterte an Dennis Endras.
Als sich alle schon auf das Unentschieden nach 40 Minuten eingestellt hatten, kam Mannheim noch einmal zu einer Chance. Frank Mauer zog von links einfach mal ab. Mit Erfolg, sein Schuss ging in letzter Sekunde ins Berliner Tor – 4:3 (40.).
Im Schlussdrittel kassierte Eisbären-Kapitän André Rankel früh eine Strafe, weshalb Mannheim also in Überzahl agieren konnte. Doch Mark Bell hatte in diesem Mannheimer Powerplay die beste Chance, als er in Unterzahl einen Konter fuhr, doch er scheiterte an Dennis Endras.
In der 45. Spielminute stimmte dann die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht, Marcus Kink hatte auf der rechten Seite freie Bahn und konnte den Puck unter die Latte hämmern. Auch dieser Treffer wurde erst nach Ansicht des Videobeweises gegeben – 5:3.
Als Mannheims Martin Buchwieser in der 49. Spielminute eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, riskierte Eisbären-Coach Uwe Krupp alles. Er nahm Petri Vehanen aus dem Tor, um mit 6-gegen-4 das Powerplay spielen zu können. Doch die Eisbären konnte das nicht nutzen und letztlich nahm Matt Foy den Eisbären nach etwas mehr als einer Minute in Überzahl den Vorteil, als er selbst eine Strafzeit kassierte. Es ging zunächst 4-gegen-4 weiter und als Mannheim dann in Überzahl spielen konnte, schlugen die Adler zu. Eine klasse Kombination der Adler, welche Frank Mauer mit seinem dritten Tor an diesem Abend vollendete. Er konnte einen Querpass im halbleeren Berliner Tor unterbringen – 6:3 (51.).
Die Eisbären danach zwar bemüht, aber die Adler standen sehr gut in der Defensive und ließen nicht mehr viel zu. Mannheim selbst versuchte es vorne auch nochmal sporadisch mit Schüssen, aber letztlich war die Partie hier entschieden.
Für den Schlusspunkt unter dieser Partie sorgten dann die Eisbären zweieinhalb Minuten vor dem Ende des Spiels. Casey Borer zog von der blauen Linie ab, ein Mannheimer Spieler stoppte den Puck, Laurin Braun kam an die Scheibe und zog sofort ab – 6:4 (58.).
Uwe Krupp versuchte dann noch einmal alles und nahm Vehanen ein weiteres Mal aus dem Tor, doch am Spielstand änderte sich bis zur Schlusssirene nichts mehr.







Vorh
ang auf für die 21. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am morgigen Freitag beginnt die neue DEL-Saison und dann wird der amtierende Deutsche Meister ERC Ingolstadt von der Konkurrenz gejagt. 136 Tage nach dem Sensations-Coup der Oberbayern nimmt die DEL also ihren Spielbetrieb wieder auf. Und bereits am ersten Spieltag erwarten die Fans zwei echte Leckerbissen. So empfangen die Adler Mannheim z.B. den Titelträger Ingolstadt zum Saisonauftakt. Ingolstadt erhofft sich natürlich die Titelverteidigung, was laut den Experten aber nicht für möglich gehalten wird. Mannheim gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und will das natürlich sofort gegen die Panther unter Beweis stellen. In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften ebenfalls aufeinander, Mannheim gewann deutlich mit 5:0. 
g trifft der Vorrundensieger der letzten DEL-Saison auf Mitfavorit Red Bull München. Diese wollen sich endlich den Traum von der ersten Meisterschaft erfüllen und haben sich dafür die Dienste des DEL-Rekord-Trainers Don Jackson gesichert. Dieser verfügt zwar über einen Kader voller guter Einzelspieler, nur müssen diese auch als Mannschaft harmonieren. Aber wenn einem das gelingen kann, dann ist es Don Jackson.
er Kölner Haie muss zum Saisonbeginn bei den Straubing Tigers antreten. Nach zwei verlorenen Endspielserien in Folge wollen die Haie nun im dritten Anlauf endlich den DEL-Pokal wieder in die Domstadt holen. Der Gegner der Kölner hat als einzige Mannschaft in der DEL seinen Etat gesenkt. Viel erwarten darf man in der neuen Saison von den Niederbayern also nicht. Denn die Konkurrenz im Kampf um Platz Zehn hat zu stark aufgerüstet.
zzl
y Adams Wolfsburg haben sich in den letzten Jahren zu einer Top-6-Mannschaft entwickelt, mit der man auch in der neuen Saison wieder rechnen muss. Der Auftaktgegner Düsseldorf hat sich im Vergleich zur Vorsaison ordentlich verstärkt. Man will sich endlich wieder für die Play-Offs qualifizieren. Ob es damit klappt, bleibt abzuwarten. Wenn überhaupt sollte die DEG die Pre-Play-Off-Ränge ins Auge fassen.
Die Iserlohn Roosters empfangen die Krefeld Pinguine. Die Sauerländer haben sich gut verstärkt und wollen auch in dieser Saison die Play-Offs wieder erreichen. Krefeld war in den letzten beiden Jahren die Überrraschungsmannschaft der Liga. Die Pinguine haben auch in dieser Saison wieder das Potenzial dafür.
Die letzte Partie des 1. Spieltages steigt in Schwenningen, wo die Wild Wings die Thomas Sabo Ice Tigers empfangen. Die Wild Wings haben sich durchaus gut verstärkt und wollen diese Saison die Pre-Play-Offs erreichen. Auf jeden Fall ist der Kader stärker als der vom Vorjahr, ob es aber für Platz Zehn reicht, ist fraglich.