CHL-Auftakt am Donnerstag: Nur Köln gewinnt – Herbe Klatschen für Meister Ingolstadt und Mannheim

Heute hat die Champions Hockey League (CHL) begonnen und vier der sechs Mannschaften aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren bereits heute am Start. Lediglich die Kölner Haie konnten dabei ihr Auftaktspiel gewinnen. Die Haie gewannen zu Hause mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) gegen HC Kosice (Slowakei).

Eine knappe Niederlage mussten die Krefeld Pinguine einstecken. Die Seidenstädter verloren zu Hause mit 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) gegen Skelleftea AIK (Schweden).

Deutliche Niederlagen gab es hingegen für den ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim. Der Deutsche Meister Ingolstadt unterlag beim HC Vitkovice (Tschechien) mit 1:5 (0:0, 1:2, 0:3). Mannheim verlor bei den Växjö Lakers (Schweden) mit 1:6 (0:1, 1:1, 0:4)

Morgen Abend greifen dann auch die Eisbären Berlin (vs. PSG Zlín) und die Hamburg Freezers (vs. Luleå Hockey) in die CHL ein.

20 Jahre Deutsche Eishockey Liga: Die Jubiläumssaison in der DEL

DEL-LogoSeit Dienstagabend ist die Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu Ende. Und mit dem ERC Ingolstadt ist eine Mannschaft Deutscher Meister geworden, die man vor der Saison nicht auf der Liste hatte und der man es nach dem Saisonverlauf auch nicht zugetraut hätte. Doch die Oberbayern trotzen allen Widrigkeiten und feierten die erste Meisterschaft in der 50-jährigen Vereinsgeschichte.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgLange Zeit galten die Schanzer als die unvollendete Mannschaft. Denn fast in jeder Saison hatten die Panther eine schlagkräftige Truppe zusammen, doch weiter als ins Halbfinale schafften es die Ingolstädter nie. Viermal qualifizierten sich die Schanzer für das Halbfinale, viermal war dann dort auch Schluss. In diesem Jahr qualifizierte sich der ERCI erstmals für das DEL-Finale und holte am Ende dann auch noch sensationell den Pott.

Dabei verlief die Hauptrunde der Panther überhaupt nicht so gut. Sportlich konnte man die Erwartungen nicht wirklich erfüllen, was auch zu Fanprotesten führte. Zudem krachte es gewaltig hinter den Kulissen der Schanzer. Trainer Niklas Sundblad stand angesichts seiner sehr harten Trainingsweise in der Kritik. Doch vielleicht waren es genau diese Umstände, die aus der Mannschaft des ERC Ingolstadt am Ende eine eingeschworene Einheit gemacht haben.

Denn alles, was in der Hauptrunde war, war für die Schanzer mit Beginn der Play-Offs vergessen. in den Pre-Play-Offs verlor man zwar Spiel Eins in Berlin (0:1), doch dann drehte man die Serie noch und zog dank eines 3:2-Sieges n.V. in Berlin ins Viertelfinale ein. Auch dort starteten die Panther mit einer Niederlage (0:5) in Krefeld, aber dann drehten die Oberbayern auf und gewannen vier Spiele in Serie und warfen nach dem Titelverteidiger Berlin nun auch den Vorrundenzweiten Krefeld raus. Im Halbfinale wartete dann der Vorrundensieger Hamburg, welchen man in sechs Spielen nieder kämpfte und somit den erstmaligen Einzug ins DEL-Finale perfekt machte. Mit den Kölner Haien lieferten sich die Ingolstädter wohl eine der besten DEL-Finalserien aller Zeiten. Am Ende setzten sich die Schanzer im alles entscheidenden siebten Spiel in Köln durch und feierten den größten Triumph der Vereinsgeschichte.

200px-Hamburg-freezers_svgDie Meisterschaft hätten am Liebsten auch die Hamburg Freezers gefeiert. Die Hanseaten kamen zwar sehr schlecht in die Saison und fanden sich auch am Tabellenende wieder, doch dann drehten die Freezers auf und spielten eine bärenstarke Vorrunde, welche man am Ende verdient auf Platz Eins beendete. Als großer Favorit und mit hohen Erwartungen gingen die Hamburger dann in die Play-Offs, wo man die Leistung aus der Hauptrunde nicht mehr wirklich bestätigen konnte. Gegen Iserlohn hatte man mehr Mühe als gedacht, setzte sich erst in sechs Spielen durch. Gegen Ingolstadt war dann mal wieder im Halbfinale Endstation.

130px-Koelner-haie-logo_svgAuch der Ingolstädter Finalgegner Köln wollte dieses Jahr endlich zum großen Wurf ausholen. Nach der verlorenen Finalserie im letzten Jahr gegen die Eisbären Berlin wollten die Domstädter nun in diesem Jahr die Meisterschaft an den Rhein holen. Dort ist die Sehnsucht nach dem DEL-Pott riesengroß, war man doch 2002 letztmals Deutscher Meister. Aber auch in diesem Jahr sollte es für die Haie nichts werden. In der Hauptrunde konnten sie wie auch im vergangenen Jahr überzeugen, auch in den Play-Offs zeigten die Mannen von Coach Uwe Krupp starkes Eishockey und schalteten Mannheim und Wolfsburg aus. Doch in der Finalserie musste man sich dem ERC Ingolstadt geschlagen geben.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDie Thomas Sabo Ice Tigers sorgten in der Jubiläumssaison der DEL für den ersten Höhepunkt. Die Franken starteten mit neun Siegen in die Saison. Sie stellten damit den DEL-Startrekord ein. Danach ging es für die Franken rauf und runter mit den Leistungen in der Hauptrunde, am Ende sicherte man sich als Dritter aber das Heimrecht im Viertelfinale. Dort war dann aber bereits Endstation für Nürnberg, gegen Wolfsburg schied man in sechs Spielen aus. So war es dann doch keine so erfolgreiche Saison für die Franken, denn die Ansprüche im Frankenland sind doch weitaus höher als das Viertelfinale.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoWie in der letzten Saison sorgten auch in dieser Saison wieder die Krefeld Pinguine für Furore. Mit einem Mix aus aus jungen, talentierten und erfahrenen Spielern waren die Seidenstädter einmal mehr eine der Überraschungsmannschaften in der DEL. Am Ende der Hauptrunde wurden die Pinguine sehr überraschend Zweiter. Demnach ging man in Krefeld mit großen Erwartungen ins Viertelfinale, wo man aber am Ende gegen den späteren Meister Ingolstadt ausschied.

125px-Adler-Mannheim-logo_svgDer einstige DEL-Rekordmeister Adler Mannheim hatte in dieser Saison die Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Doch auch in diesem Jahr wurde es nichts mit dem sechsten Meistertitel für die Kurpfälzer. Die Hauptrunde war ein einziges Auf und Ab. Coach Harold Kreis musste Ende des Jahres gehen, Hans Zach führte Mannheim als Vierter in die Play-Offs, wo man am Ende an Köln scheiterte. In Mannheim muss man also weiter auf den nächsten DEL-Meistertitel warten.

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoDie Grizzly Adams Wolfsburg haben auch in der abgelaufenen Saison einmal mehr bewiesen, dass sich sich in der Spitzengruppe der DEL etabliert haben. Die Niedersachsen spielten eine gute Hauptrunde, an deren Ende sie Sechster wurden und somit direkt in die Play-Offs einzogen. Dort überstand man die erste Runde gegen Nürnberg und musste sich erst im Halbfinale den Kölner Haien geschlagen geben. Für Wolfsburg war es die zweite Halbfinal-Teilnahme in Folge. Auch im letzten Jahr scheiterte man im Halbfinale an Köln.

rbs_negMit sehr großen Erwartungen ist der EHC Red Bull München in die neue Saison gegangen. Für die Experten galt die Truppe von Coach Pierre Pagé sogar als Geheimfavorit. Doch dieser Rolle wurden die Münchner nie gerecht. In der Hauptrunde schwankten die Leistungen zu sehr, am Ende qualifizierte man sich als Siebter für die Pre-Play-Offs, wo man letztendlich an Iserlohn scheiterte. Was für München eine Riesen-Enttäuschung war, denn das Saisonziel in München war ein Anderes gewesen. Coach Pierre Pagé hatte eine Vision, welche er nun aber als Trainer nicht mehr fortführen kann.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgGenauso enttäuschend wie für München verlief die Saison für Titelverteidiger Eisbären Berlin. Im ersten Jahr nach Don Jackson taten sich die Hauptstädter in der Hauptrunde sehr schwer und schafften am Ende nur dank eines furiosen Schlussspurtes noch die Qualifikation für die Pre-Play-Offs. Doch der starke Endspurt täuschte nur über die vielen Probleme, die man über die Saison hatte, hinweg. In den Pre-Play-Offs war daher völlig verdient Endstation gegen Ingolstadt.

Rooster_1_E17_ig110307Auch die Iserlohn Roosters hatten vor der Saison große Erwartungen, hatten dementsprechend auch ordentlich investiert. Doch die Sauerländer konnten die Erwartungen zu selten erfüllen, mussten sehr lange um die Teilnahme an den Play-Offs zittern. Dank eines sensationellen Laufs gegen Ende der Hauptrunde qualifizierten sich die Sauerländer dann doch noch als Zehnter für die Pre-Play-Offs, wo sie ihre wohl beste Saisonleistung zeigten. In den Pre-Play-Offs schaltete man München aus und im Viertelfinale lieferte man dem Favoriten Hamburg einen großen Kampf, den man am Ende leider verlor.

150px-AEV_Panther_svgAuf die Play-Off-Teilnahme hatten sie in Augsburg gehofft, doch die Leistungen der Panther in der Hauptrunde reichten einfach nicht aus, um sich für die Endrunde in der DEL zu qualifizieren. In den letzten beiden Jahren konnte man sich wenigstens noch für die Pre-Play-Offs qualifizieren, doch auch diese erreichte der AEV nicht. Der Kader war dafür eben nicht gut genug besetzt.

125px-Straubing_tigers_logoBei den Straubings Tigers hatten sie Gefallen gefunden an den Play-Offs. In den vergangenen zwei Jahren konnten sich die Niederbayern jeweils für die Play-Offs qualifizieren. Dieses Ziel hatte man nun auch in dieser Saison. Doch die Erwartungen konnte die Mannschaft nicht erfüllen, zu schwach waren die gezeigten Leistungen in der Hauptrunde gewesen.

 

RZ_DEG_BasisPartner_farbigVor der Saison sahen die Experten Aufsteiger Schwenningen und Düsseldorf als Kellerkinder, welche um den 13. Platz kämpfen würden. Es kam auch so, dennoch kann man sowohl bei den Wild Wings als auch bei den Rheinländern sehr zufrieden sein mit der Saison. Denn beide Mannschaften haben alles gegeben, was sie konnten. Beide lieferten immer wieder sehr kämpferische Leistungen ab und gaben sich nie auf, am Ende konnten beide so auch Überraschungssiege feiern. Doch als bei Beiden mal wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlten, merkte man, wie dünn beide Kader besetzt waren. Dann waren beide Teams kaum noch konkurrenzfähig.

Die 20. DEL-Saison hat für einige Überraschungen und neue Rekorde gesorgt. Die größte Überraschung war wohl der ERC Ingolstadt als Deutscher Meister. Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Aber es zeigte mal wieder, wie ausgeglichen diese Liga ist. Am Ende wurde der Tabellenneunte Meister. Was man in der Hauptrunde gezeigt hat, zählt eben in den Play-Offs nicht mehr. Da beginnt die Saison von Vorne. Und der ERCI hatte da zum Schluss das bessere Ende auf seiner Seite.

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf den Saisonstart der 21. DEL-Saison im September. Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Sommerpause.

Play-Offs 2014/Spiel 3: Iserlohner Sensation – Nürnberg meldet sich zurück – Ingolstadt und Mannheim mit Overtime-Siegen

1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014Am Freitagabend standen im Play-Off-Viertelfinale die dritten Spiele an. Und der Abend endete mit der ersten Sensation. Die Iserlohn Roosters haben nämlich beim Vorrundensieger Hamburg Freezers mit 4:3 gewonnen und führen somit nun in der Serie mit 2:1. Auch der ERC Ingolstadt konnte die Serie gegen die Krefeld Pinguine drehen, führt nun dank des 3:2-Auswärtssieges n.V. mit 2:1. Die Thomas Sabo Ice Tigers meldeten sich unterdessen nach zwei Niederlagen mit einem 5:2-Heimsieg gegen die Grizzly Adams Wolfsburg in der Viertelfinalserie zurück und konnten auf 1:2 verkürzen. Auch die Adler Mannheim sind wieder zurück in der Viertelfinalserie gegen die Kölner Haie. Die Kurpfälzer gewannen am Abend mit 2:1 n.V. und verkürzten ebenfalls auf 1:2.

200px-Hamburg-freezers_svgRooster_1_E17_ig110307Die Hamburg Freezers sind für viele Experten der große Favorit in den diesjährigen Play-Offs. Und die Hanseaten wurden diesen Ansprüchen auch im ersten Viertelfinalduell gegen Iserlohn gerecht, denn die Hanseaten gewannen mit 4:1. Doch am Seilersee gab es dann den ersten Dämpfer, als die Freezers mit 0:3 in Iserlohn verloren. Heute gab es den nächsten Dämpfer für den Liga-Primus. In eigener Halle verloren die Mannen von Coach Benoit Laporte überraschend den Sauerländern mit 3:4 (0:1, 2:2, 1:1).
Dabei wurde den Hausherren die eigene Chancenverwertung zum Verhängnis. Immer wieder spielten sich die Gastgeber sehr gute Torchancen heraus, doch IEC-Goalie Mathias Lange wuchs über sich hinaus und avancierte so am Ende zum Matchwinner für Iserlohn. Die Roosters überzeugten mit einer großartigen kämpferischen Leistung und einer eiskalten Chancenverwertung. Die Sauerländer nutzten die Fehler der Hanseaten eiskalt aus.
Dreimal konnten die Mannen von Coach Jari Pasanen vorlegen. Alex Foster schoss Iserlohn im ersten Drittel in Führung (4.). Diese Führung sollte bis zum Drittelende halten.
Im Mitteldrittel waren gerade einmal elf Sekunden gespielt, als die Hamburger Paradereihe den Ausgleich besorgte. David Wolf erzielte den Treffer zum 1:1 (21.). Zwischen der 35. und 37. Spielminute fielen dann innerhalb von 72 Sekunden drei Treffer. Zunächst war es Marty Sertich, der Iserlohn erneut in Front brachte – 1:2 (35.). 47 Sekunden später war die Hamburger Paradereihe auf dem Eis und sorgte abermals für den Ausgleich. Diesmal war Garrett Festerling nach einer starken Kombination der Torschütze – 2:2 (36.). 25 Sekunden konnten sich die Hamburger nur über den Ausgleich freuen, denn Brodie Dupont hatte die direkte Antwort parat – 2:3 (37.). Mit diesem Spielstand gingen beide Mannschaften in die Kabinen.
Im Schlussdrittel warfen die Hausherren alles nach vorne, wollten hier mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch fast aus dem Nichts konnten die Gäste vom Seilersee hier erhöhen. Brent Raedeke war in der 47. Spielminute erfolgreich – 2:4. Die Hamburger O2 World war nun komplett ruhig, die Freezers-Fans waren sichtlich geschockt, während die Iserlohner Fans im Oberrang nun am feiern waren. Hamburg versuchte auch fortan weiterhin alles, kam durch David Wolf in der 49. Spielminute auch noch einmal auf 3:4 heran, doch zu mehr sollte es am Ende nicht reichen. Die Iserlohn Roosters brachten die knappe Führung über die Zeit.

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie ersten beiden Spiele zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt waren deutliche Angelegenheiten für die Heimmannschaften. Krefeld gewann Spiel Eins mit 5:0, Ingolstadt Spiel Zwei mit 5:1. So deutlich sollte es heute Abend in Spiel Drei diesmal nicht werden. Denn beide Mannschaften mussten am Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung gehen. Und in dieser hatten am Ende die Schanzer das bessere Ende auf ihrer Seite. Denn der ERCI gewann am Ende mit 3:2 n.V. (1:2, 1:0, 0:0/ 1:0).
Ingolstadt gelang relativ früh der Führungstreffer durch John Laliberte – 0:1 (4./PP). Krefeld konnte die Partie aber noch im Auftaktdrittel drehen. Herberts Vasiljevs sorgte für den 1:1-Ausgleich in Überzahl (7.), Francois Methot schoss Krefeld dann erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (15.).
Diese Führung hielt allerdings nur bis zur 30. Speilminute. Denn da sorgte ausgerechnet der Ex-Pinguin Patrick Hager für den Ausgleich. Das 2:2 markierte Hager übrigens in Unterzahl!
Die restlichen 30 Minuten blieben torlos, trotz deutlichem Krefelder Chancenplus. Somit musste die Verlängerung also die Entscheidung bringen. Und in dieser wurde Robert Sabolic in der 64. Spielminute zum Matchwinner, denn er erzielte den 3:2-Siegtreffer für Ingolstadt und sorgte somit dafür, dass die Panther in der Viertelfinalserie gegen Krefeld nun die Führung übernommen haben (2:1).

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoIn den ersten beiden Spielen waren die Thomas Sabo Ice Tigers hoffnungslos unterlegen gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. 1:4 auf eigenem Eis und 0:4 in Wolfsburg – so lauteten die ersten beiden Ergebnisse dieser Viertelfinalserie. Heute aber schlugen die Franken eindrucksvoll zurück, gewann zu Hause deutlich mit 5:2 (0:0, 1:0, 4:2).
Wobei es nach 40 Minuten erst 1:0 gestanden hatte für Nürnberg. Yasin Ehliz hatte den bis dahin einzigen Treffer der Partie in Überzahl erzielt (29.).
Im Schlussdrittel hatten die Ice Tigers dann aber den perfekten Start und konnten durch Tore von Patrick Reimer (44.) und Leo Pföderl (46.) auf 3:0 erhöhen. Wolfsburg wollte sich hier aber nicht kampflos geschlagen geben und schlug innerhalb von 60 Sekunden zweimal zu. Aleksander Polaczek (48.) und Marco Rosa (49.) trafen für die Niedersachsen und verkürzten somit auf 3:2. Evan Kaufmann sorgte in der 52. Spielminute für Erleichterung in Nürnberg, als er zum 4:2 traf. Kapitän Patrick Reimer sorgte letztendlich für den Schlusspunkt unter dieser Partie. Er versenkte den Puck im verwaisten Wolfsburger Tor – 5:2, 55 Sekunden vor dem Ende des Spiels.

125px-Adler-Mannheim-logo_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDer DEL-Klassiker zwischen den Adler Mannheim und den Kölner Haien war die bisher spannendste Viertelfinalserie. Spiel Eins gewannen die Domstädter mit 1:0 in Mannheim. Spiel Zwei gewann ebenfalls Köln, diesmal setzten sich die Haie aber erst in der Verlängerung durch. 3:2 hieß es am Mittwochabend in der Lanxess-Arena. Auch heute Abend ging die Partie zwischen Mannheim und Köln wieder in die Verlängerung. Und in dieser hatten diesmal die Kurpfälzer das bessere Ende auf ihrer Seite, gewannen mit 2:1 n.V. (0:1, 1:0, 0:0/ 0:0, 1:0) und konnten somit in der Serie auf 1:2 verkürzen.
47 Sekunden waren gerade einmal gespielt, da lagen die Haie schon in Führung. Chris Minard hatte die Mannen von Coach Uwe Krupp in Front gebracht – 0:1 (1.). Diese Führung konnte Jamie Sifers in der 32. Spielminute ausgleichen – 1:1. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit. Es ging also wie bereits am Mittwoch in die Verlängerung.
Die erste Overtime blieb torlos. In der zweiten Overtime waren gerade einmal 1:39 Minuten gespielt, als Simon Gamache den viel umjubelten Siegtreffer für Mannheim erzielte – 2:1 (82.).

3:2 n.V. in Mannheim: André Rankel schießt die Eisbären zum Sieg beim Erzrivalen – 5. Sieg in Folge

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgSo langsam dürfte die Konkurrenz immer mehr Angst vor den Eisbären Berlin bekommen. Der Hauptstadtclub spielte eine schwache DEL-Hauptrunde, doch anscheinend kommen die Jungs genau zum Saison-Höhepunkt in Fahrt. Am Dienstagabend gewannen die Mannen von Coach Jeff Tomlinson das Nachholspiel bei den Adler Mannheim mit 3:2 n.V. (1:1, 1:0, 0:1/ 1:0) und feierten damit bereits den fünften Sieg in Folge. Man hat nun acht der letzten neun Ligaspiele gewonnen und dabei starke 24 von 27 möglichen Punkten geholt. Der EHC ist wieder da.

Die Hausherren erwischten aber den besseren Start und gingen in der fünften Spielminute in Überzahl in Führung. Jochen Hecht hatte Eisbären-Goalie Rob Zepp überwunden.
Fünf Minuten vor der ersten Dritrtelpause gab es dann einen Schock-Moment für die Berliner. Nach einem üblen Kniecheck von Mannheims Marcus Kink blieb Darin Olver verletzt auf dem Eis liegen. Eine erste Diagnose aus der Kabine der Eisbären lautete: Verdacht auf Innenbandriss im linken Knie. Kink erhielt für sein übles Foul eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Man hätte da wohl auch über eine Matchstrafe reden können.
Das folgende Powerplay nutzten die Berliner zum Ausgleich. Mark Bell war der Torschütze gewesen – 1:1 (17.). Mark Bell war es auch, der im Mitteldrittel die erstmalige Führung für die Eisbären erzielte – 2:1 (34.). Diese hielt leider nur bis zur 57. Spielminute. Da gelang Ronny Arendt doch noch der 2:2-Ausgleich. Es ging also in die Verlängerung. Und in dieser sorgte Kapitän André Rankel nach 2:45 Minuten für die Entscheidung.

Das letzte Hauptrundenspiel der Jubiläumssaison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bestreiten die Eisbären Berlin am kommenden Freitag um 19:30 Uhr beim ERC Ingolstadt. Es wird das „Endspiel“ im Kampf um Platz Acht und damit Heimrecht in den Pre-Play-Offs werden. Die Eisbären sind aktuell Tabellenachter mit 77 Punkten, Ingolstadt ist Neunter mit 75 Punkten. Ein Punkt würde den Eisbären reichen, um Platz Acht am Ende zu behalten.

Sollten die Eisbären Berlin nach der Hauptrunde Achter sein, würden sie am Montag mit einem Heimspiel in den Pre-Play-Offs starten. Werden Sie Neunter, wäre am Sonntag der Start in die Pre-Play-Offs mit einem Auswärtsspiel.

[LiveTicker] Mannheim vs. Berlin

eisbaerlin.de-LiveTicker via twitter – Neue Nachrichten werden hier automatisch nachgeladen:

Nach erfolgreicher Pre-Play-Off-Qualifikation: Eisbären wollen sich das Heimrecht sichern

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Erleichterung war sowohl bei der Mannschaft als auch bei den Fans riesengroß. Die Eisbären Berlin hatten sich am Sonntagnachmittag nach einer 6:1-Gala gegen die Augsburger Panther endgültig für die Pre-Play-Offs qualifiziert. Lange Zeit sah es in dieser Saison danach aus, als würden die Berliner die Play-Offs in diesem Jahr verpassen. Angesichts der gezeigten Leistungen wären die Play-Offs aber auch nicht wirklich verdient gewesen. Doch die Mannschaft fand plötzlich zurück in die Erfolgsspur.

Es war der Tag vor dem Auswärtsspiel in Iserlohn, wo die Mannschaft von rund 1000 Fans unterstützt wurde. Am Tag vor diesem schweren Spiel gab es gute Nachrichten aus dem Eisbären-Lazarett. Denn mit Rob Zepp, Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot kehrten vier enorm wichtige Leistungsträger zurück in den Kader. Prompt gewann die Mannschaft am Tag darauf das Spiel in Iserlohn mit 3:0. Es folgten weitere Siege gegen Düsseldorf (4:1), gegen Nürnberg (5:4), gegen Schwenningen (4:1), in Wolfsburg (2:1), gegen München (3:2 n.P.) und gegen Augsburg (6:1). Zwischendurch verlor man nur in Straubing, da aber auch erst im Penaltyschießen (3:4), so dass man auch da immerhin noch einen Punkt mit nahm. Man gewann sieben der letzten acht Spiele, holte 22 von 24 möglichen Punkten. Die Rückkehr der wichtigen Leistungsträger verhalf der Mannschaft zu neuem Selbstvertrauen und auf einmal sah man eine komplett andere Mannschaft auf dem Eis, die von Spiel zu Spiel immer besser wurde und wieder zurück zum so gefürchteten Eisbären-Eishockey fand.

Genau rechtzeitig ist die Mannschaft von Coach Jeff Tomlinson also doch noch in Form gekommen. So konnte man am Ende immerhin noch das Minimalziel Pre-Play-Offs erreichen. Die Erleichterung darüber war auch Stürmer Barry Tallackson anzumerken, der gestern gleich zwei Treffer gegen seinen Ex-Verein Augsburg erzielte:

Es war harte Arbeit, dorthin zu kommen. Die Gegner sollten uns fürchten. Jetzt wollen wir uns noch das Heimrecht sichern. Vor unseren eigenen Fans zu spielen, ist ein Riesenerlebnis. Das hat das Spiel gegen Augsburg mal wieder gezeigt.

Lange Zeit musste man um die Pre-Play-Off-Teilnahme kämpfen, am Ende hat man sie sich letztendlich doch noch souverän gesichert. Dank der starken Serie von zuletzt sieben Siegen aus den letzten acht Spielen. Die Mannschaft schafft es eben immer irgendwie genau auf den Punkt in Top-Form zu sein. Wenn es um etwas geht, sind die Eisbären da. Das war in der Vergangenheit schon immer so gewesen und scheint auch in diesem Jahr wieder der Fall zu sein. Und wenn man diese Serie fortsetzt, kann man sich auch noch das Heimrecht in den Pre-Play-Offs sichern. Und das will die Mannschaft auch, wie Barry Tallackson bereits schon erwähnt hat.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben unsere Jungs noch genau zwei Spiele Zeit. Morgen Abend müssen die Eisbären beim Erzrivalen Adler Mannheim antreten (19:30 Uhr) und am Freitagabend kommt es zum Endspiel im Kampf um Platz Acht und damit Heimrecht beim ERC Ingolstadt (19:30 Uhr). Und die Voraussetzungen für die Hauptstädter stehen sehr gut. Denn sollten unsere Jungs morgen Abend in Mannheim gewinnen, könnte man sich am Freitag in Ingolstadt sogar eine Niederlage erlauben. Diese sollte dann nur nicht zu hoch ausfallen. Denn am Ende kann es durchaus der Fall sein, dass die Eisbären und Ingolstadt punktgleich sind. Dann würde die Tordifferenz entscheiden und da haben die Berliner aktuell die Nase vorn (Eisbären: -4 / Ingolstadt: -8). Die Eisbären haben es also selbst in der Hand.

Gegen den morgigen Gegner Adler Mannheim haben unsere Jungs in dieser Saison eine positive Bilanz. Zwei der bisherigen drei Duelle konnten die Mannen von Jeff Tomlinson gewinnen. Beide Spiele gewann man dabei auf eigenem Eis (4:2 und 3:2). Mannheim gewann das erste Heimspiel gegen die Eisbären mit 1:0. Alle drei Spiele waren hart umkämpft und sehr spannend. Auch morgen dürfte es wieder eine sehr interessante und hart umkämpfte Partie werden, in der am Ende ein Treffer den Unterschied machen kann.
Für beide Mannschaft geht es noch um etwas. Mannheim will Heimrecht im Play-Off-Viertelfinale, die Eisbären Heimrecht in den Pre-Play-Offs.

Los geht der DEL-Klassiker morgen Abend um 19:30 Uhr in der SAP-Arena. Hauptschiedsrichter sind die Herren Brüggemann und Zehetleitner.

Nach Siegen gegen Mannheim und Krefeld: Eisbären wollen gegen Wolfsburg den dritten Sieg in Folge

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoWir hatten diese Woche als „Woche der Wahrheit“ für die Eisbären Berlin angekündigt. Und unsere Hoffnungen auf eine erfolgreiche Woche waren sehr gering. Doch die Eisbären haben uns in den ersten drei Spielen dieser „Woche der Wahrheit“ überzeugt. Am Dienstag hatte man zum Auftakt bei den Hamburg Freezers eine 0:3-Niederlage kassiert, sich dabei aber trotz neun Ausfällen achtbar geschlagen. Am Freitag folgte dann der erste Eisbären-Streich. Gegen den Erzrivalen Adler Mannheim gewann man mit 3:2 und beendete damit eine vier Spiele andauernde Niederlagenserie. Doch das Sahnehäubchen sollte dann gestern Abend folgen, als man bei den Krefeld Pinguinen einen 7:3-Kantersieg feierte. Die Eisbären also mit bisher sechs Punkten von möglichen neun, eine starke Ausbeute gegen so eine starke Konkurrenz.

Doch noch viel mehr als über die wichtigen Punkte freute man sich über die Leistung der Mannschaft. In Hamburg gab man sein Bestes, ließ sich trotz der vielen Ausfälle nicht hängen und hielt gut dagegen. Am Ende verlor man trotzdem, was aber bei den in dieser Saison so starken Hamburgern keine Schande war.
Gegen Mannheim fing man sehr stark an, kassierte aber nach einem Puckverlust den Rückstand. Doch die Mannschaft zeigte an dem Abend sehr viel Leidenschaft und Kampfgeist, konnte die Partie drehen und ließ sich auch nicht vom zwischenzeitlichen Mannheimer Ausgleich schocken. Am Ende kämpfte man die Adler stark nieder.
Und gestern zeigte man dann wohl das bisher beste Spiel in dieser Saison. In Krefeld glänzte die Mannschaft wieder mit sehr viel Leidenschaft und Kampfgeist, zeigte viel Laufbereitschaft und fand vor dem Tor zu seiner Kaltschnäuzigkeit zurück. So war es auch möglich, die Überraschungsmannschaft dieser Saison in eigener Halle abzuschießen. Und der Sieg war auch in der Höhe verdient gewesen.

Und was auch noch zu erwähnen wäre: Die Youngsters der Eisbären werden immer besser. In den letzten drei Spielen machte vor allem Jonas Schlenker einen bärenstarken Eindruck. Am Freitag bereitete er den Siegtreffer klasse durch Frank Hördler vor und auch gestern glänzte Jonas Schlenker mit einer tollen Vorarbeit.
In den letzten Wochen hatte auch Jonas Müller bei seinen Einsätzen gute Leistungen gezeigt und Alex Trivellato hat sich fest gespielt in der Abwehr der Eisbären. Auch Trivellato konnte gestern über ein Tor jubeln.
Ich denke mal, dass wir an den Youngsters der Eisbären in den nächsten Jahren noch sehr viel Spaß haben werden. Da wächst eine neue 85er-Generation heran – Henry Haase, Thomas Supis, Vincent Schlenler, Jonas Schlenker, Jonas Müller und Alex Trivellato. Nicht zu vergessen John Koslowski und Christoph Kabitzky, die in dieser Saison auch schon im DEL-Team standen.

Morgen Abend können die Eisbären diese „Woche der Wahrheit“ noch einmal krönen. Am Abend sind die Grizzly Adams Wolfsburg zu Gast in der Arena am Ostbahnhof (Bully 19:30 Uhr). Erneut eine Mannschaft, die in dieser Saison bisher für Furore gesorgt hat und vollkommen zu Recht unter den ersten sechs Teams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht. Trainer Pavel Gross hat aus den Niedersachsen eine echte Spitzenmannschaft gemacht, mit der auch in Zukunft durchaus zu rechnen ist.

Zuletzt lief es aber nicht mehr ganz so rund bei den Wolfsburgern. Nur fünf der letzten zehn Ligaspiele wurden gewonnen, zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge. Aber dennoch ist Vorsicht geboten, denn Wolfsburg gewann drei der letzten vier Auswärtsspiele, zwei davon sogar zu Null (5:0 in Mannheim/4:0 in Ingolstadt). Auf die leichte Schulter nehmen sollte man die Grizzly Adams Wolfsburg also definitiv nicht.

Doch das werden sie bei den Eisbären sicherlich auch nicht tun. Klar ist man nun erst einmal froh über die beiden wichtigen Siege in Folge. Doch man darf jetzt nicht denken, dass man schon irgendetwas erreicht hätte. Die Pre-Play-Offs sind nach wie vor nicht sicher. Man muss in den nächsten Wochen an die Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen. Wenn man so weiter spielt, wie vor allem in den letzten beiden Spielen, ist mit den Eisbären in dieser Saison durchaus noch zu rechnen. Platz Sechs mag immer noch das Ziel sein, aber zunächst sollte man sich lieber darauf konzentrieren, die Pre-Play-Off-Ränge zu sichern. Denn einen Ausrutscher darf man sich nicht erlauben, da die Konkurrenz lauert. Der Elfte Iserlohn war zuletzt sehr gut drauf und hat weiterhin nur fünf Zähler Rückstand auf die Eisbären.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Jungs ihr Heimspiel morgen Abend gegen Wolfsburg gewinnen werden. Wenn sie an die Leistung vom Wochenende anknüpfen, kann eigentlich gar nichts schief gehen. Aber auch auf uns Fans wird es ankommen. Das Wochenende hat gezeigt, was möglich ist, wenn die Mannschaft ihre Leistung wieder abruft und was möglich ist, wenn die Fans wie eine Wand hinter den Eisbären stehen. Am Freitag hatte die gesamte Arena die Eisbären angefeuert, am Samstag beim Training wurden unsere Jungs von rund 500 Fans lautsark unterstützt und auch gestern wurden die Eisbären von den migereisten Fans lautsark angefeuert. Denn Zusammenhalt ist vor allem in dieser Zeit sehr wichtig.

GemeinsamLautstarkNUR DER EHC

Alex Trivellato: „Gegen so einen Gegner zu gewinnen, ist das Schönste, was passieren kann“

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37. DEL-Spieltag:

Eisbären Berlin vs. Adler Mannheim 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)

Stimmen zum Spiel:

 

Frank Hördler (Eisbären Berlin/Verteidiger):

Das war ein super Sieg. Die ganze Mannschaft hat gut gespielt. Jeder ist gelaufen, jeder hat Qualität gehabt heute.

Mads Christensen (Eisbären Berlin/Stürmer):

Das Wichtigste heute waren die Punkte. Momentum hin oder her, Selbstvertrauen hin oder her. Wir brauchten die Punkte dringend und heute konnten wir alle drei Punkte einfahren. Die Mannschaft spielt und arbeitet immer hart. Aber nach wie vor ist die wichtigste Tatsache, dass die drei Punkte eingefahren werden können.

Alex Trivellato (Eisbären Berlin/Verteidiger):

Es war ein super Spiel für uns. Wir haben die Punkte dringend gebraucht. Und gegen so einen Gegner zu gewinnen, ist das Schönste, was passieren kann. Der entscheidende Punkt war der, dass wir deutlich weniger Scheiben in der neutralen Zone verloren haben. Dadurch standen wir hinten solide und konnten vorne unsere Chancen nutzen.

Hans Zach (Adler Mannheim/Trainer):

Berlin hat gut gespielt, sie waren sehr motiviert. Sie standen mit dem Rücken zur Wand, brauchten Punkte. Wir haben unsere Sache auch ganz gut gemacht, sind aber leider durch unseren individuellen Fehler zum Schluss auf die Verlierstraße geraten. Obwohl wir danach Charakter gezeigt haben und in den letzten drei Minuten das Berliner Tor belagert haben und hart gekämpft haben, um den Ausgleich zu erzielen.

Jeff Tomlinson (Eisbären Berlin/TRainer)r

Unser Gameplan war, keine Puckverluste in der neutralen Zone. Das ist uns beim ersten Gegentor nicht gelungen, da ist uns ein Puckverlust unterlaufen. Mannheim macht die neutrale Zone sehr stark dicht. Wir mussten um jeden Zentimeter in der neutralen Zone kämpfen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir das dann besser gemacht. Die Jungs haben sehr hart gekämpft bis zum Ende. Die Youngsters haben solide gespielt, sie haben uns geholfen, sie haben Energie ins Spiel gebracht. Es hat Spaß gemacht.

3:2 – Eisbären mit Befreiungsschlag gegen Mannheim – Frank Hördler schießt die Eisbären zum Sieg

logo_WBN_1314Ausgabe #23:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Adler-Mannheim-logo_svgDieser Sieg tut so gut: Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend die Adler Mannheim mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) besiegt und feierten damit einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um die Teilnahme an den Pre-Play-Offs. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen gelang den Hauptstädtern also der so lang ersehnte Befreiungsschlag nach zuvor vier Niederlagen in Folge. 12.800 Zuschauern sahen eine sehr gute kämpferische Leistung der Eisbären, die sich den Sieg und die damit verbundenen drei Punkte am Ende auch redlich verdient hatten.

Eisbären-Coach Jeff Tomlinson musste im Duell gegen den Erzrivalen auf gleich sieben Spieler verzichten. Rob Zepp, Thomas Supis, Shawn Lalonde, Jens Baxmann, André Rankel, Florian Busch und Julian Talbot standen dem DEL-Rekordmeister nicht zur Verfügung. Dafür kehrten Mads Christensen und Constantin Braun zurück in den Kader, welcher von den Youngsters Vincent Schlenker, Jonas Schlenker und Sven Ziegler verstärkt wurde. Im Tor stand wie in den letzten Wochen auch heute wieder Sebastian Elwing. Dominik Gräubig saß als Back-up auf der Bank.

Den Eisbären war von Beginn an anzumerken, dass sie dieses Spiel hier gewinnen wollten. Zwar hatten die Gäste aus Mannheim bereits nach 29 Sekunden die erste Chance des Spiels, doch Jochen Hecht scheiterte an Sebastian Elwing im Eisbären-Tor. Danach sah man eigentlich nur noch die Hausherren spielen. Mannheim sah einen Angriff nach dem anderen auf sich zukommen, war fast nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Eisbären hatten richtig gute Chancen, doch wie so oft in den letzten Wochen fehlte auch heute wieder das nötige Glück im Abschluss. Es war einfach zum verzweifeln.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Scheibenverlust der Berliner, Jochen Hecht schnappte sich die Scheibe und lief alleine auf Sebastian Elwing zu. Und der Ex-NHL-Spieler ließ sich diese Chance nicht nehmen  – 0:1 (13.). Ärgerlich, die Eisbären bis dahin die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen, dann passiert ein Fehler und die Kurpfälzer machen mit der zweiten Chance das erste Tor. Aber so ist es eben, wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt.
Der Führungstreffer gab den Mannen von Coach Hans Zach neues Selbstvertrauen. Auf einmal traten die Adler wesentlich anders auf, suchten auch selber mal den Weg in die Offensive. Man hatte das Gefühl, dass der Rückstand die Eisbären aus dem Konzept brachte. Jedenfalls lief danach nicht mehr viel zusammen bei den Eisbären. Beim Stand von 0:1 ging es letztendlich in die Kabine. Continue reading

Morgen gegen Mannheim: Die jungen Wilden der Eisbären fordern den Erzrivalen

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Adler-Mannheim-logo_svgDie Eisbären Berlin stecken in der schwersten Krise seit der Saison 2006/2007. Damals hatten sich die Hauptstädter als Neunter nur für die Pre-Play-Offs qualifiziert, scheiterten dort aber in drei Spielen an den Frankfurt Lions und verpassten damit das Play-Off-Viertelfinale. Dieses Szenario droht dem DEL-Rekordmeister in dieser Saison auch. Und wenn es ganz schlimm läuft, dann droht sogar das Saison-Aus nach dem Ende der Hauptrunde. Das war letztmals in der Saison 2000/2001 der Fall. Denn nach vier Niederlagen in Folge beträgt der Vorsprung der Eisbären auf Platz Elf, welcher eben jenes Saison-Aus nach der Hauptrunde bedeuten würde, nur noch fünf Punkte. Die Pre-Play-Offs sind also in großer Gefahr. Und der nächste Gegner in der „Woche der Wahrheit“ hat es in sich.

Denn morgen Abend treffen die Eisbären Berlin auf den Erzrivalen Adler Mannheim. Auch die Kurpfälzer konnten die eigenen Erwartungen in dieser Saison bisher nicht erfüllen. Zwar stehen die Adler mit Platz Fünf deutlich besser da als die Eisbären, dennoch zogen die Kurpfälzer am Silvestertag die Reißleine und beurlaubten Trainer Harold Kreis. Einen Tag später präsentierte man Hans Zach als neuen Coach. Unter der Regie des ehemaligen deutschen Bundestrainers verloren die Mannheimer in Krefeld (2:3), konnten aber die beiden Heimspiele gegen München (3:0) und Düsseldorf (3:2) gewinnen.

Und am heutigen Tag gab es erneut einen (vorläufigen) Abgang zu vermelden. So haben die Kurpfälzer mitgeteilt, das Yanick Lehoux bis zum Saisonende nicht mehr für die Adler Mannheim auflaufen wird. Man entsprach damit den Wünschen des Trainers und des Spielers, hieß es in einer Mitteilung der Mannheimer. Hans Zach räumt also erst einmal ordentlich auf in Mannheim.

Aber auch in der Hauptstadt läuft in diesen Tagen und Wochen nicht alles nach Plan. Die Verletzungsprobleme machen Trainer Jeff Tomlinson arg zu schaffen. Am Dienstag fehlten beim Gastspiel in Hamburg (0:3) gleich neun Stammspieler. Und die Personalsituation der Berliner hat sich nicht wirklich verbessert, so dass wohl auch morgen wieder die Youngsters Vincent Schlenker, Jonas Müller, Jonas Schlenker, Christoph Kabitzky und John Koslowski im Kader der Eisbären stehen werden. Aber wenn in den letzten Wochen überhaupt etwas Hoffnung auf bessere Zeiten gemacht hat, dann waren es die Auftritte der jungen Spieler, die in ihren Einsätzen immer alles gegeben haben und dabei auch überzeugen konnte. Allen voran Jonas Müller, der keinerlei Respekt vor großen Namen hat und einfach seinen Spielstil durchzieht. Morgen werden die jungen Wilden der Eisbären also den großen Erzrivalen der Berliner fordern. Auch da werden die Youngsters angesichts der großen Personalsorgen der Eisbären wieder eine große Rolle im Team von Jeff Tomlinson spielen.

Bisher trafen beide Mannschaften in dieser Saison zweimal aufeinander. Beide Male siegte das Heim-Team – Mannheim mit 1:0, Berlin mit 4:2. Aber Mannheim war zuletzt so etwas wie der Lieblingsgegner der Eisbären auf eigenem Eis. Von den letzten 13 Hauptrunden-Heimspielen haben die Eisbären elf gewonnen und punkteten zudem auch bei den beiden Niederlagen gegen die Kurpfälzer. Letztmals vor sieben Jahren entführten die Adler alle drei Punkte in der Hauptrunde aus der Hauptstadt (2:1).

Los geht es morgen Abend um 19:30 Uhr in der O2 World. Hauptschiedsrichter sind die Herren Brüggemann und Krawinkel.