DEL-Klassiker in Mannheim: Eisbären wollen beim Erzrivalen nachlegen

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgEs ist wieder so weit, der DEL-Klassiker schlechthin steht an. Am Dienstagabend empfangen die Adler Mannheim die Eisbären Berlin in der SAP-Arena (Bully: 19:30 Uhr/Telekom Eishockey überträgt live ab 19:15 Uhr). Früher war dies ein Duell zweier DEL-Spitzenteams, über die der Weg zur Meisterschaft führte, inzwischen ist es das Duell des Tabellenvierten gegen den Tabellenachten. Mannheim ist aktuell mit 34 Punkten zehn Zähler hinter Liga-Primus München, Berlin sogar 14 Zähler (30). Beide Mannschaften trennen aktuell also nur vier Zähler und für beide geht es aktuell mehr darum, sich einen Platz unter den Top-6 der Liga zu sichern als Meister München anzugreifen, die derzeit eine Nummer zu groß sind für beide Teams.

Für die Eisbären Berlin ging es in der Liga zuletzt wieder bergauf. Zwei Siege feierte man in Folg – 5:3 in Krefeld, 4:3 gegen Iserlohn. In beiden Spielen gab es Licht und Schatten zu beobachten. Was aber vor allem aktuell in Takt ist, ist der Kampfgeist und die Moral der Mannschaft. In Krefeld lag man schon nach drei Minuten mit 0:2 hinten, aber man gab nicht auf und kämpfte sich geschlossen zurück in die Partie und beendete zugleich eine sechs Spiele andauernde Niederlagenserie auf fremden Eis.
Es folgte ein 4:3-Heimsieg gegen Iserlohn, welcher sicherlich nicht zu den schönsten Eishockeyspielen zählte, welcher aber erneut dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu Stande kam. Vor dem gegnerischen Tor zeigte man sich eiskalt und hatte eine gute Chancenverwertung, vor dem eigenen Tor räumte man gut auf, stand sicher und ließ nur wenige hochkarätige Chancen der Gäste zu. Coach Uwe Krupp hatte von seiner Mannschaft viel Geduld gefordert und diese hatten die EHC-Cracks gegen die Mannen vom Seilersee auch gezeigt und zogen ihre Leistung konzentriert über 60 Minuten durch. Aber auch gegen Iserlohn gab es den ein oder anderen unnötigen Fehlpass und die ein oder andere verpatzte Scheibenannahme zu beobachten. Aber im Moment kann angesichts der angespannten Personalsituation auch nicht alles rund laufen beim DEL-Rekordmeister.

In Mannheim wollen die Hauptstädter nun den dritten Sieg in Folge feiern und so den Rückstand auf die Kurpfälzer auf einen Zähler verkürzen. Aber Krupp erwartet eine schwere Partie in Mannheim und warnt vor den Adlern:

Die Mannheimer werden versuchen, uns zu überrennen. Darauf müssen wir in der Abwehr vorbereitet sein und uns vom ersten Bully an voll konzentrieren.

Beide Mannschaften treffen zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Das erste Aufeinandertreffen in Berlin ging mit 4:3 an die Eisbären. In der vergangenen DEL-Saison gewannen beide Mannschaften jeweils ihre Heimspiele. Mannheim mit 2:1 und 3:2, die Eisbären dagegen deutlich mit 6:2 und 4:0. Die letzten vier Gastspiele in Mannheim gingen für die Eisbären verloren. Zeit, diese Serie zu beenden. Der letzte Auswärtssieg in der DEL-Hauptrunde in Mannheim datiert vom 04.03.2014, als die Berliner mit 3:2 n.V. gewannen.

Mark Olver: „So müssen wir in den Playoffs weiter spielen“

Mark Olver (Stürmer Eisbären Berlin/eine Torvorlage gegen Mannheim):

Das war ein ganz wichtiges Spiel heute für uns. Denn wir haben ja nicht gut gespielt, als wir in Köln waren und hier zu Hause gegen Schwenningen. Es war eine gute Teamleistung heute. So müssen wir in den Playoffs weiter spielen. Wir werden jetzt alles geben, denn jetzt kommt es drauf an. 

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin):

4:0 sieht leichter aus als es war. Es war ein schweres Spiel. Mannheim hat eine gute Truppe. Kaum zu glauben, dass die jetzt da unten drin stehen. Sie haben uns alles abverlangt. Wir haben aber sehr gut gespielt. Nicht nur heute sondern auch schon am Freitag. Defensiv haben wir sehr gut gespielt. Petri hat uns natürlich auch hin und wieder gerettet. Die ganze Mannschaft hat 60 Minuten konstant gespielt. Das war unser Ziel. Wir können wirklich mehr als zufrieden sein. Der nächste Gegner ist jetzt relativ egal, weil in den Playoffs muss man jetzt wirklich jeden schlagen, der kommt. Egal wer kommt, für müssen direkt da sein. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Es war heute ein sehr enges Spiel. Bis zur 2:0-Führung war das eine enge Angelegenheit. Mannheim war immer wieder gefährlich. Wir haben insgesamt konzentriert gespielt. Wir waren zum größten Teil in den Dritteln organisiert und haben das gemacht, was wir machen wollten. Mannheim ist eine Top-Mannschaft, die sind immer gefährlich. Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte im letzten Heimspiel geholt haben. Ich möchte mich an dieser Stelle auch mal bei unseren Fans bedanken. Die ganze Saison stehen sie hinter uns und auch wenn wir mal durch Phasen gehen, wo es nicht so gut läuft, sind sie da und kommen mit Fan-Zügen zu Auswärtsspielen. Es macht Spaß hier zu spielen für die Spieler und als Trainer zu arbeiten. Es ist einfach eine tolle Atmosphäre in all unseren Heimspielen und Auswärtsspielen, wo wir unterstützt werden. 

Craig Woodcroft (Trainer Adler Mannheim):

Die Eisbären haben heute gezeigt, warum sie oben in der Tabelle stehen. Es sah so aus, als ob die Eisbären mehr hatten, wofür sie gespielt haben als wir. Wir wollen die Hauptrunde jetzt hinter uns lassen und die neue Saison anfangen. 

Sinan Akdag (Verteidiger Adler Mannheim): 

Sie haben drei Überzahltore geschossen, wir hatten nicht so viele Überzahl-Chancen. Wir wollten mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen. Aber egal, wir müssen jetzt nach vorne schauen.

Zwei Verstärkungen für den Hauptrunden-Endspurt: Eisbären wollen als Erster in die Playoffs

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neigt sich dem Ende entgegen. Danach sind es noch acht Spiele bis zum Ende der DEL-Hauptrunde. Acht Spiele, in denen sich entscheidet, welche sechs Teams sich direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifizieren und welche vier Teams den Umweg über die Pre-Playoffs nehmen müssen. Zwölf Teams streiten sich um die insgesamt zehn Plätze. Es steht uns also ein sehr spannender und vermutlich dramatischer Endspurt bevor. Und die Eisbären Berlin gehen vom ersten Tabellenplatz aus in diesen Schlussspurt. Und wenn es nach den Eisbären geht, wollen sie diesen Platz auch nicht mehr hergeben und von diesem Platz aus in die Playoffs starten. 

Aber einfach wird dieses Vorhaben nicht, denn von den letzten acht Hauptrundenspielen absolvieren die Eisbären gleich fünf auswärts. Und auf fremden Eis sind die Eisbären nun nicht wirklich so stark, wie sie es zu Hause sind. Auch wenn die Eindrücke der letzten Heimspiele da etwas anderes vermuten lassen, sind die Eisbären in dieser Saison nach den Iserlohn Roosters das zweitbeste Heimteam. Auswärts belegt man nur den sechsten Platz. Von daher also eine schwere Aufgabe für die Eisbären. 

Und wenn man mal auf die Gegner schaut, geht es für sechs der acht Gegner noch um jede Menge im Kampf um die Playoff- bzw. Pre-Playoff-Plätze. Lediglich Krefeld und Schwenningen haben mit dem Kampf um Platz zehn nichts mehr zu tun, sie kämpfen stattdessen gegeneinander um den vorletzten Platz. Aber gerade diese Gegner sind nicht zu unterschätzen, haben sie doch nichts mehr zu verlieren. Und gerade gegen die vermeintlichenKellerkinder tun sich die Eisbären ja gerne mal schwer. Gegen Krefeld hat man z.B. auf eigenem Eis eine derbe 0:4-Klatsche hinnehmen müssen. Und gegen Schwenningen gewann man daheim zwar deutlich mit 6:2, gewann aber auswärts beide Spiele nur mit einem Tor Unterschied – darunter auch das legendäre 8:7 n.V. Also auf die leichte Schulter nehmen sollte man diese beiden Mannschaften definitiv nicht. Continue reading

Zu viele individuelle Fehler: Eisbären verlieren 2:3 in Mannheim

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgEs bleibt dabei: In Mannheim ist derzeit nichts zu holen für die Eisbären Berlin. Der DEL-Rekordmeister verlor am Sonntagabend beim Deutschen Meister Adler Mannheim mit 2:3 (0:1, 2:2, 0:0) und kassierte damit die fünfte Niederlage in den letzten sechs Gastspielen in der SAP-Arena. Die Niederlage hätte man durchaus vermeiden können, wenn man sich nicht zu viele Fehler geleistet hätte. Sei es im Spielaufbau oder bei den Gegentoren – die Eisbären leisteten sich einfach zu viele individuelle Fehler und konnten somit nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.

Dabei fing die Partie eigentlich recht gut an für die Hauptstädter. Bereits nach 25 Sekunden hätte man führen können, doch Julian Talbot scheiterte an Dennis Endras. In der dritten Spielminute war Dennis Endras erneut zur Stelle. Marcel Noebels mit dem Querpass vor das Tor, wo Darin Olver lauerte, aber am Mannheimer Goalie scheiterte.
Das Spiel war von Beginn an von hohem Tempo geprägt. Beide Mannschaften tasteten sich nicht ab sondern suchten sofort den Weg in die Offensive und überbrückten die neutrale Zone schnell. Die erste richtig gute Chance der Hausherren hatte Jamie Tardif in der siebten Spielminute, als er mit einer Direktabnahme an Petri Vehanen scheiterte.
Im weiteren Spielverlauf versuchten beide den Gegner früh im Spielaufbau zu stören und hinten kaum Chancen zuzulassen. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe in einer hart umkämpften Partie. Mannheim wurde in den letzten Minuten des ersten Drittels noch einmal stärker und machte ordentlich Druck. Und genau in dieser Phase erzielten die Adler auch den Führungstreffer. Christoph Ullmann spielte die Scheibe tief, Ryan MacMurchy nahm die Scheibe im Angriffsdrittel auf und konnte ungehindert durch das Berliner Drittel fahren um die bestmögliche Schussposition zu finden. Die Eisbären griffen ihn nicht an und so konnte er ungestört zum 1:0 einschießen (19.). Das Tor hätte man verhindern können, wenn man MacMurchy gestört hätte. So führten die Kurpfälzer nach 20 Minuten mit 1:0.

Die Eisbären waren zu Beginn des Mitteldrittels noch in Überzahl, aber Micki DuPont sorgte schnell dafür, dass es mit 4-gegen-4 weiter ging. Die Adler kamen sehr durckvoll aus der Kabine, provozierten somit diese Strafe und konnten kurz darauf auf 2:0 erhöhen. Marc Olver vertändelte die Scheibe im Angriffsdrittel. Mannheim mit einem 3-auf-2-Konter. Christoph Ullmann spielte in den Slot zu Chrstopher Fischer, welcher ungestört zum 2:0 einnetzen konnte (22.). Auch hier wurde der Torschütze überhaupt nicht angegriffen. Das Abwehrverhalten der Eisbären war absolut unterirdisch in diesen Situationen.
Mannheim hatte hier in den ersten Minuten des zweiten Drittels alles im Griff, die Eisbären kamen mit dem Mannheimer Druck nicht klar. Und die Adler konnten die Führung weiter ausbauen. Die Hausherren erkämpften sich die Scheibe und kamen zum Schuss, welcher allerdings geblockt wurde. Die Scheibe lag frei, Glen Metropolit schaltete am Schnellsten und schoss den Puck ins Tor – 3:0 (26.). Auch Metropolit wurde nicht beim Abschluss gestört, was auch daran lag, dass drei Eisbären-Spieler schon wieder Richtung Angriffsdrittel unterwegs waren.
Die Führung war auch in der Höhe verdient, denn die Adler machten hier ordentlich Druck. Andererseits wären die Tore auch vermeidbar gewesen, wenn die Eisbären sich mehr konzentriert und nicht diese einfachen Fehler gemacht hätten.
Hoffnung keimte dann in der 31. Spielminute auf. Die Eisbären im Angriff, André Rankel legte die Scheibe zurück auf Micki DuPont, welcher von der blauen Linie abzog. Dennis Endras ließ den Puck nur prallen und vom Schoner von Mark Olver sprang die Scheibe ins Tor – 3:1.
Die Eisbären waren fortan nun wieder besser im Spiel und hatten auch gute Chancen. Bruno Gervais hätte nur eine Minute nach dem 3:1 auf 3:2 verkürzen können, doch er scheiterte mit einer Direktabnahme aus dem Slot an Dennis Endras. In der 35. Spielminute war die Partie für Gervais dann aber beendet. Ein Mannheimer Spieler fiel unglücklich auf das Bein von Gervais, welcher sich dabei wohl eine Verletzung am Knie zugezogen hat. Das sah sehr übel aus und seine Reaktion lässt auch nichts Gutes erahnen. Gute Besserung an dieser Stelle!
Die Eisbären nach wie vor bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch zu oft unterliefen den Eisbären Fehler im Spielaufbau, was Mannheim in Scheibenbesitz brachte und Chancen ermöglichte. Die größte Chance des zweiten Drittels hatte aber Florian Busch zwei Minuten vor der zweiten Drittelpause. Er setzte sich klasse im Drittel der Adler durch und stand alleine vor Dennis Endras, welcher eine Ecke im Tor völlig offen ließ. „Buschi“ hätte also nur dorthin schießen müssen. Doch „Buschi“ schoss genau in die andere Ecke und direkt am Tor vorbei. Das hätte das 3:2 sein MÜSSEN.
Besser machte es Laurin Braun in der 39. Spielminute, als er von der rechten Seite einen Hammer los ließ und damit auch Dennis Endras überraschte – 3:2. Dieser Stand war zugleich auch der Pausenstand in Mannheim.

Die Eisbären kamen schwungvoll aus der Kabine und wollten hier schnellstmöglich den Ausgleich erzielen. Und sie hatten zu Beginn auch gute Chancen, aber Dennis Endras war stets zur Stelle. Je länger das letzte Drittel dauerte desto stärker verteidigten die Mannheimer. Die Eisbären rannten immer wieder an, fanden aber kaum eine Lücke im Abwehr-Bollwerk der Adler. Diese konzentrierten sich nun vermehrt auf die Defensive und konterten nur noch gelegentlich, waren dabei aber immer wieder gefährlich. In der 50. Minute hätte Glen Metropolit beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, aber sein Solo-Lauf endete am Pfosten.
Die Eisbären versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, nahmen eine Auszeit und Goalie Petri Vehanen vom Eis. Aber Mannheim verteidigte das geschickt,ließ nichts mehr zu und sicherte sich somit die drei Punkte.

Beim Vizemeister und Meister: Eisbären vor Auswärts-Wochenende

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgTabellenführer Eisbären Berlin ist am kommenden Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gleich zweimal auswärts gefordert. Am Freitag sind die Berliner zu Gast beim Vizemeister von 2015, dem ERC Ingolstadt (Bully: 19:30 Uhr). Zwei Tage später kommt es zum DEL-Klassiker, wenn die Hauptstädter beim Deutschen Meister von 2015, den Adler Mannheim, antreten werden. (Bully: 17;45 Uhr). Beide Mannschaften konnten die Erwartungen bisher nicht erfüllen und haben arge Probleme, sich für die Play-Offs zu qualifizieren. Die Kurpfälzer haben als Siebter bereits 13 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Berlin und nur sechs Zähler Vorsprung auf den Elften Köln, die zudem noch ein Spiel weniger als die Adler absolviert haben. Die Schanzer Panther haben sogar nur zwei Punkte Vorsprung auf Köln und auch schon ein Spiel mehr absolviert als die Domstädter. Von daher benötigen beide Mannschaften am Wochenende also die drei Zähler.

Aber die Eisbären werden etwas dagegen haben. Die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp wollen ihre Tabellenführung verteidigen und bestenfalls sogar ausbauen. Und die Eisbären waren zuletzt auch ganz gut drauf, haben sieben der letzten zehn Ligaspiele gewonnen. Und die Berliner sind auswärts die viert-beste Mannschaft. Mannheim ist nur sechst-bestes, Ingolstadt siebt-bestes Heimteam der DEL.

Geht man allerdings nach den letzten beiden Auswärtsspielen, sieht es nicht so gut aus für die Eisbären. Denn die letzten beiden Gastspielen wurden verloren – 0:3 in München, 2:3 n.P. in Nürnberg. Und Uwe Krupp erwartet auch zwei sehr schwere Spiele am Wochenende (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 14.01.2016):

Die Ingolstädter sind das erste Mal in dieser Saison in den Top 10, die werden natürlich alles dafür tun, dass es für sie weiterhin in diese Richtung geht. Mannheim hat an diesem Wochenende nur ein Spiel, die werden natürlich versuchen 3 Punkte zu gewinnen, zu Hause. Das werden zwei richtig harte Spiele.

Den Eisbären werden auch am Wochenende wieder Mark Bell, Frank Hördler (beide verletzt), Marvin Cüpper, Vladislav Filin und Kai Wissmann (alle Dresden) fehlen. Zudem wird auch Shuhei Kuji fehlen. Der Japaner muss sich einer Routine-Operation unterziehen.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn den letzten beiden Jahren war der ERC Ingolstadt zweimal im DEL-Finale, wurde 2014 Deutscher Meister und 2015 Vizemeister. In diesem Jahr haben die Schanzer aber Probleme, sich überhaupt für die Pre-Play-Offs zu qualifizieren. Erstmals in dieser Saison steht der ERCI unter den ersten zehn Mannschaften der Liga und wäre damit für die Pre-Play-Offs qualifiziert. Die Saisonziele waren aber ganz andere in Ingolstadt. Genau wie die Eisbären haben auch die Schanzer Panther sieben der letzten zehn Spiele gewonnen. In den ersten beiden Aufeinandertreffen dieser Teams in dieser Saison waren Tore Mangelware. Die Eisbären gewannen sowohl zu Hause als auch in Ingolstadt mit 2:1. Zuvor hatte es noch drei Niederlagen in Folge für die Berliner in der Saturnarena gesetzt.

125px-Adler-Mannheim-logo_svgMeister Adler Mannheim hinkt ebenso den eigenen Erwartungen weit hinter her. Platz Sieben würde aktuell Pre-Play-Offs bedeuten, was eine herbe Enttäuschung für die Kurpfälzer darstellen würde. Die Bilanz der letzten Spiele macht den Verantwortlichen der Adler aber wenig Hoffnung auf Besserung. Denn nur drei der letzten zwölf Ligaspiele konnten die Adler gewinnen. Zwei dieser drei Siege gelangen den Mannheimern am vergangenen Wochenende, als man sowohl gegen Iserlohn als auch in Wolfsburg mit 2:1 n.V. gewann. Bisher gewannen die Heimteams die Duelle in dieser Saison – Mannheim mit 2:1, Berlin mit 6:2. Mannheim gewann vier der letzten fünf Heimspiele gegen die Eisbären und punktete auch bei der einzigen Niederlage.

2B790336Die Partie zwischen Ingolstadt und den Eisbären leiten die Herren Mullner und Rohatsch. Das Duell zwischen Mannheim und Berlin leiten die Herren Brüggemann und Daniels. Den DEL-Klassiker zwischen Meister Mannheim und DEL-Rekordmeister Eisbären überträgt Servus TV ab 17:45 Uhr live. 

Der voraussichtliche Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt am 15.01.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Kevin Nastiuk

Abwehr:

Bruno Gervais, Henry Haase, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Mark Olver, Marcel Noebels

Verletzt:

Mark Bell (Sprunggelenk), Frank Hördler (Handgelenk), Shuhei Kuji

In Dresden im Einsatz:

Kai Wissmann, Marvin Cüpper, Vladislav Filin

Uwe Krupp: „Um so eine Mannschaft zu schlagen, musst du ein besonderes Spiel spielen“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin/kehrte gegen Mannheim zurück ins Team):

Die Tore, die wir im zweiten Drittel geschossen haben, waren das Resultat von dem, was wir vorher geleistet haben. Und das haben wir konstant über 60 Minuten gemacht. Und das ist ein Lob an die Mannschaft. Das ist harte Arbeit gewesen. Wir haben viel investiert, aber auch Fehler in Kauf genommen. Aber am Ende hat es sich ausgezahlt.

Petr Pohl (Stürmer Eisbären Berlin/zwei Tore und eine Vorlage gegen Mannheim):

Man kann ja durchaus sagen, dass wir das Spiel im zweiten Drittel gewonnen haben, da wo wir viele Tore erzielen konnten. Aber man hat gesehen, dass es ein heiß um gekämpftes Spiel war. Das erste und letzte Drittel war heiß umkämpft. Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft und die Chancen eiskalt ausgenutzt. Es ist nur ein Spiel und wir müssen das Momentum nun in die nächsten Wochen mitnehmen.

Shuhei Kuji (Stürmer Eisbären Berlin):

Der Gegner hat heute hart gekämpft, ist physisch gut rein gegangen, aber am Ende haben sie verloren. Weil wir stärker waren.  

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Mannheim ist die beste Mannschaft der Liga. Sie dominieren das deutsche Eishockey in allen Kategorien, die nennenswert sind. Und um so eine Mannschaft zu schlagen, musst du ein besonderes Spiel spielen. Und das ist uns heute gelungen. Das war eine gute Mannschaftsleistung. Vom Torwart bis hin zum letzten Spieler. Ich freue mich für die Jungs, dass sie sich belohnen konnten. 

Greg Ireland (Trainer Adler Mannheim):

Wenn man fast ein ganzes Drittel auf der Strafbank sitzt, kann man schlecht ein Spiel gewinnen. Wir haben ganz gut angefangen, haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Die Eisbären haben einfach ein gutes zweites Drittel gespielt und haben dort ihre Chancen genutzt. Das war der Unterschied. 

Steve Walker (Co-Trainer Adler Mannheim/Eisbären-Legende):

Wir haben in unserem eigenen Drittel einfach nicht gut gespielt. Wir haben zu viele 2-auf-1-Situationen zugelassen und zu oft Gegenspieler frei stehen gelassen. Berlin ist eine gute Mannschaft und kann schnell umschalten. Wenn man da nicht am Mann ist, verliert man das Spiel.

6:2 – Bärenstarke Eisbären entzaubern den Spitzenreiter und Erzrivalen Mannheim

logo_WBN_1516Ausgabe #15:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Adler-Mannheim-logo_svg

Was bitte war das für ein geiles Spiel? Die Eisbären Berlin haben mal so eben den Spitzenreiter Adler Mannheim mit 6:2 (1:1, 5:1, 0:0) aus der Arena am Ostbahnhof geschossen. Gegen das Team der Stunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) (13 der letzten 14 Spiele gewonnen) zeigten die Berliner wohl ihre beste Saisonleistung, spielten die Adler vor allem im überragenden zweiten Drittel an die Wand und setzten sich somit auch in dieser Höhe absolut verdient durch. Die Eisbären wirkten wie verwandelt im Vergleich zu den letzten Wochen, als ob dieses verrückte 8:7 n.V. in Schwenningen der Mannschaft nochmal neues Selbstvertrauen eingehaucht hätte. Unsere Jungs waren nicht wieder zu erkennen und sie zeigten auch, dass sie an richtig guten Tagen jede Mannschaft dieser Liga schlagen und auch vorführen können. Nur leider rufen die Jungs dieses definitiv vorhandene Potenzial zu selten ab. Aber heute haben sie es abgerufen und das ausgerechnet im Duell gegen den Erzrivalen. Eishockey-Herz, was willst du mehr?

Chefcoach Uwe Krupp musste auf Bruno Gervais, Marl Bell (beide verletzt), Marvin Cüpper, Vladislav Filin, Jonas Schlenker (alle Dresden) und Jens Baxmann verzichten. „Baxi“ wurde zum zweiten Mal Vater, Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Im Tor stand wieder Petri Vehanen.

Darin Olver lauert vor dem Tor auf das Zuspiel. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Darin Olver lauert vor dem Tor auf das Zuspiel. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Von Beginn an war diese Partie sehr intensiv, die Zweikämpfe waren hart umkämpft und beide Mannschaften suchten sofort den Weg Richtung gegnerisches Tor. Doch beide Defensivreihen waren gut organisiert und ließen nur wenige hochkarätige Torchancen zu. Die größte Chance in der Anfangsphase hatten die Hausherren, als Florian Busch nur die Latte traf (5.)
Danach eine Phase, in der es vor den Toren nicht viel zu sehen gab, was an der hervorragenden Defensivarbeit beider Mannschaften lag. Aber trotzdem sollten in diesem ersten Drittel auch Tore fallen. Und den Anfang machten die Gäste aus Mannheim. In der 13. Spielminute bekam Marcus Kink die Scheibe von Kai Hospelt zugespielt und zog direkt ab. Der Schuss schlug hinter Petri Vehanen ein, für mich sah es so aus, als ob dieser Schuss noch abgefälscht war, Kink wurde aber offiziell als Torschütze gemeldet – 0:1.
Dieses Tor schien die Eisbären kurz aus dem Konzept gebracht zu haben. Mannheim machte hinten dicht und die Eisbären fanden kurze Zeit kein Mittel durch die kompakte Defensive der Adler. Die Kurpfälzer störten die Eisbären früh im Spielaufbau und machten ihnen das Leben so schwer wie möglich.
Aber die Berliner fanden zurück ins Spiel und auch ein Mittel, die Mannheimer Defensive zu knacken. Die Hausherren in Überzahl. Darin Olver fuhr um das Tor der Adler, passte die Scheibe vor das Tor zu Micki DuPont, welcher im Slot lauerte und den Pass sofort verwertete – 1:1 (18.).
Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause. Ein gerechtes Ergebnis in einer sehr ansehnlichen und interessanten DEL-Partie. Continue reading

Gegen Mannheim und Iserlohn am Wochenende: „Das sind zwei harte Brocken“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin stehen mal wieder vor einem Doppel-Heimspiel-Wochenende. An das letzte haben Mannschaft und Fans keine guten Erinnerungen, denn Mitte November verlor man beide Heimspiele (2:6 gegen Nürnberg/2:3 n.P. gegen Hamburg) und holte nur einen von sechs möglichen Punkten. Das soll nun am Wochenende deutlich besser werden und man will zugleich an das Fünf-Punkte-Auswärts-Wochenende anknüpfen, als man mit 2:1 in Ingolstadt und 8:7 n.V. in Schwenningen gewann. Aber die Eisbären empfangen an diesem Wochenende ausgerechnet den Spitzenreiter Adler Mannheim (Fr., 19:30 Uhr) und den Tabellenzweiten Iserlohn Roosters (So., 14:30 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof. Schwerer hätte es für den DEL-Rekordmeister nicht kommen können.

Der Respekt vor den Kurpfälzern und den Sauerländern ist dementsprechend groß. Chefcoach Uwe Krupp sagte im Vorfeld der beiden Spiele folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 03.12.2015):

Mannheim und Iserlohn sind derzeit die besten Teams der Liga. Das sind zwei harte Brocken für uns am Wochenende und wir wollen sechs gute Drittel Eishockey spielen.

Sechs gute Drittel? Das war in den letzten Wochen DAS große Problem der Eisbären. Zu oft schwankten die Leistungen in den drei Dritteln EINER Partie. Die Berliner schafften es einfach nicht, konstant gute Leistung über die vollen 60 Minuten zu bringen. Ein gutes Beispiel stellt da sicher auch das verrückte 8:7 in Schwenningen dar. Was für die Fans sicherlich ein Spektakel ist, ist für die Trainer der beiden Mannschaften grausam mit anzusehen.

Um am Wochenende nun Mannheim und Iserlohn zu besiegen, brauchst du aber eine hoch konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit. Denn diese Teams nutzen den kleinsten Fehler zum Torerfolg aus. Daher müssen sich die Eisbären auf ihre Stärken besinnen, müssen hinten versuchen sicher zu stehen und so wenig wie möglich hochkarätige Chancen zuzulassen. Vor dem gegnerischen Tor muss man so eiskalt wie am vergangenen Sonntag in Schwenningen agieren. Dort trugen sich sieben verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein, die Eisbären waren für Schwenningen vor dem Tor da also unberechenbar.

Der Eisbären-Trainer gegenüber der BZ:

Um gegen diese Teams bestehen zu können sind Bestleistungen in allen Bereichen erforderlich. In Unterzahl müssen alle vier Feldspieler und der Torwart ihren Job machen. Der Puck muss in solchen Situationen kompromissloser aus dem eigenen Drittel geschlagen werden.

Uwe Krupp begrüßt morgen einen Rückkehrer im Kader. Verteidiger Frank Hördler kehrt nach überstandendem Innenbandteilabriss im Knie zurück in den Kader. Seine letzte Partie absolvierte Hördler am 23. Oktober beim Auswärtsspiel in Mannheim.
Es ist auch ganz gut, das Frank Hördler zurück ist, denn Bruno Gervais fällt weiterhin aus. Auch Stürmer Mark Bell steht nach wie vor nicht zur Verfügung. Marvin Cüpper, Jonas Schlenker und Vladislav Filin sind zudem bei Kooperationspartner Dresdner Eislöwen im Einsatz.

125px-Adler-Mannheim-logo_svgDen Saisonstart hatte sich der Deutsche Meister sicherlich ganz anders vorgestellt. Zu Saisonbeginn lief noch nicht viel zusammen bei den Adlern, man fand sich im Mittelfeld der DEL-Tabelle wieder. Doch inzwischen spielen die Mannheimer wieder meisterlich, führen die Liga an und haben 13 der letzten 14 Spiele gewonnen. Keine leichte Aufgabe also für die Eisbären morgen Abend gegen den Erzrivalen. Und der kommt ja auch noch mit der absoluten Eisbären-Legende Steve Walker in die Hauptstadt. Die ehemalige Nummer 27 der Berliner ist bekanntlich Co-Trainer der Adler seit dieser Saison. In der vergangenen Saison gewann Mannheim erstmals seit der Saison 2006/2007 wieder beide Gastspiele in der Hauptstadt. Drei Siege am Stück gelangen den Adlern zuletzt vor zwölf Jahren. Und von mir aus kann das morgen Abend auch gerne so bleiben. In dieser Saison trafen beide Mannschaften bereits in Mannheim aufeinander, die Adler gewannen knapp mit 2:1.

Rooster_1_E17_ig110307Man muss sich schon verwundert die Augen reiben, wer da aktuell auf dem zweiten Platz in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht. Die Iserlohn Roosters sind DAS Überraschungsteam der laufenden DEL-Saison. Die Sauerländer spielen bisher eine absolut überragende DEL-Saison und stehen vollkommen zu Recht auf Platz Zwei. Die Verantwortlichen der Sauerländer haben im Sommer eine gute Arbeit geleistet und eine sehr starke Truppe zusammen gestellt, der alles zuzutrauen ist. Das haben auch die Eisbären in dieser Saison schon zu spüren bekommen, als man am 2. Spieltag mit 2:3 am Seilersee verlor. Und in der Vorsaison gewann der einstige Punktelieferant Iserlohn beide Spiele in der Hauptstadt. Die Eisbären sollten also mehr denn je gewarnt sein vor diesen Roosters. 

Die Partie am Freitagabend gegen Mannheim leiten die Herren Daniels und Piechaczek, das Heimspiel am Sonntag gegen Iserlohn leiten die Herren Brill und Winnekens.

Der voraussichtliche Kader der Eisbären Berlin für das Heimspiel gegen die Adler Mannheim am 04.12.2015:

Tor:

Petri Vehanen, Kevin Nastiuk

Abwehr:

Henry Haase, Frank Hördler, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Kai Wissmann, Constantin Braun

Angriff:

Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Shuhei Kuji, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Mark Olver, Marcel Noebels

Verletzt:

Mark Bell (Sprunggelenk), Bruno Gervais (Oberkörperverletzung)

In Dresden:

Jonas Schlenker, Marvin Cüpper, Vladislav Filin