5:2! Furioses Schlussdrittel sorgt für drei Punkte in Frankfurt

Die Eisbären Berlin sind mit einem Auswärtssieg erfolgreich ins Wochenende gestartet. Bei den Löwen Frankfurt setzten sich die Berliner verdient mit 5:2 (0:0,1:1,4:1) durch und verteidigten damit die Tabellenführung in der PENNY DEL. Den Grundstein zum vierten Auswärtssieg in Folge legten die Eisbären im letzten Drittel, als man mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden den Löwen den Zahn zog.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm genau eine Änderung an seinem Line-up vor. Jonas Stettmer bekam sein DEL-Debüt für die Eisbären Berlin und hütete in der Mainmetropole das Berliner Tor, der ehemalige Frankfurter Goalie Jake Hildebrand nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Eisbären gingen als Favorit ins Spiel bei den Löwen Frankfurt. Vergangene Saison gewann man drei der vier Hauptrundenspiele gegen die Hessen. Die einzige Niederlage kassierte man im Sonderzugspiel. Konnten die Berliner ihre Tabellenführung nach dem Spiel bei den Löwen behaupten?

Gab sein Debüt im Eisbären-Trikot: Goalie Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Hohes Tempo, aber keine Tore

Ein temporeicher Beginn in Frankfurt, beide Mannschaften suchten schnell den Weg vor das gegnerische Tor. Auf die erste hundertprozentige Chancen ließen beide Teams aber noch warten. Dennoch war es aber eine gut anzusehende Partie. Denn beide Teams ließen die Scheibe schnell laufen und störten zudem immer wieder früh den gegnerischen Spielaufbau.
Den Löwen gehörte im ersten Drittel das erste Powerplay der Partie und da waren die Hessen vor dem Spiel das drittbeste Team der Liga. Doch die Eisbären ließen bis auf einen Schuss von Ex-Eisbär Dominik Bokk kaum etwas zu.
Auch fortan bestimmten die Defensivreihen dieses Spiel, dennoch war es weiterhin eine klasse DEL-Partie mit sehr hohem Tempo. Die Eisbären durften zum Ende des Drittels auch nochmal in Überzahl ran und dort gab es dann die beste Chance im ersten Drittel. Onetimer von Frederik Tiffels, doch Joe Cannata mit dem Spagat-Save. Damit blieb es beim 0:0 nach unterhaltsamen ersten 20 Minuten.

Brachte die Eisbären in Überzahl mit 1:0 in Führung: Frederik Tiffels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Tiffels legt in Überzahl vor, aber Frankfurt schlägt zurück

Die Eisbären nahmen noch wenige Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel und nach 22 Sekunden klingelte es im Frankfurter Tor. Kai Wissmann brachte die Scheibe ins Angriffsdrittel, blieb dort zwar hängen, aber Ty Ronning nahm die Scheibe auf und spielte sie schnell rüber zu Frederik Tiffels, der zu viel Platz hatte – 1:0 (21.). Traumstart für die Eisbären ins Mitteldrittel!
Und die Eisbären wollten direkt nachlegen, scheiterten aber. Auf der Gegenseite die Hessen mit zwei richtig guten Möglichkeiten, der Pfosten rettete für die Eisbären. Nun war hier richtig Feuer drin im Spiel.
Die Gastgeber dann mit dem nächsten Powerplay, aber erneut die Berliner mit einer sehr starken Leistung in Unterzahl. Dazu ein Jonas Stettmer, der wann immer er gebraucht wurde, zur Stelle war. Ein Torhüterproblem gibt es in dieser Saison bei den Hauptstädtern definitiv nicht!
Frankfurt blieb offensiv am Drücker, setzte die Eisbären in dieser Phase ordentlich unter Druck. Aber die Eisbären hielten diesem Stand und so blieben die Berliner weiterhin in Führung.
Maximilian Heim hätte diese dann beinahe auf 2:0 erhöht. Kai Wissmann mal wieder mit einem Sahnepass auf Heim, der war durch, scheiterte aber an Cannata im Löwen-Gehäuse. Aber diese Pässe von Wissmann aus dem eigenen Drittel heraus sind schon ein Träumchen!
Bei angezeigter Strafzeit schlugen die Hessen Mitte der Partie dann aber eiskalt zu. Eric Mik verlor Cameron Brace vor dem Tor aus den Augen und der Frankfurter Stürmer hatte keine Probleme, die Scheibe im Tor zu versenken – 1:1 (31.).
Die Eisbären fortan mit guten Möglichkeiten, sie wollten unbedingt wieder in Führung gehen, doch Joe Cannata hatte etwas dagegen. Aber die Berliner mit einer guten Phase zum Ende des Mitteldrittels. Die Hessen hingegen lauerten in dieser Phase eher auf Konter, wo sie auch gefährlich wurden. Am Ende blieb es aber beim 1:1 nach 40 sehr spannenden Minuten.

Erzielte in Frankfurt bereits sein neuntes Saisontor: Zach Boychuk (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden entscheidet die Partie

Im letzten Drittel hatte Cody Kunyk die dicke Möglichkeit zur erstmaligen Frankfurter Führung, als die Scheibe plötzlich frei vor ihm im Slot lag. Aber da war Kunyk selbst zu überrascht, um die Scheibe genauer zu platzieren. Direkt im Gegenzug eine Traum-Kombination von Tobias Eder und Manuel Wiederer, Letzterer mit der erneuten Führung – 2:1 (43.).
Und nur 13 Sekunden später machten die Eisbären den Doppelschlag perfekt. Die Eisbären erkämpften an der Bande die Scheibe, Leo Pföderl mit dem Pass vors Tor zu Zach Boychuk und der netzte eiskalt ein – 3:1 (43.).
Nun wurde der Weg für die heimstarken Frankfurter natürlich ein enorm weiter, vor allem bei der starken Defensive der Eisbären. Für die lief hingegen nun alles nach Plan, der nächste Dreier war zum greifen nahe. Die Berliner spielten hier im Stile eines Tabellenführers.
Fortan die Partie sehr zerfahren durch zu viele Unterbrechungen. Vom hohen Tempo aus den ersten zwei Dritteln war in der Phase kaum noch was zu sehen.
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Ty Ronning. Blaine Byron mit dem gewonnenen Bully, die Scheibe blieb frei liegen und Ronning haute sie ins Tor – 4:1 (51.).
Die Eisbären waren aber immer noch nicht satt. Leo Pföderl auf Zach Boychuk, der rüber zu Marcel Noebels und der erhöhte auf 5:1 (54.). Das sieht bei den Eisbären derzeit alles so einfach aus.
Und die Löwen? Die hatten fünf Minuten vor dem Ende ein Powerplay und deren Trainer nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mit Erfolg! Dominik Bokk mit dem Anschlusstreffer zum 2:5 (56.).
Kurz darauf ging Cannata erneut aus seinem Tor und die Hessen entfachten normal ordentlichen Druck auf das Eisbären-Tor. Die Berliner kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel heraus. Doch die Eisbären brachten das 5:2 am Ende souverän über die Zeit und feierten den vierten Auswärtssieg in Serie. Zudem verteidigte man natürlich weiterhin die Tabellenführung.

8:2-Kantersieg am Seilersee! Die Eisbären feiern in Iserlohn ein Schützenfest

Die Eisbären Berlin haben am Dienstagnachmittag einen Kantersieg am Seilersee gefeiert. Bei den Iserlohn Roosters setzten sich die Hauptstädter hochverdient mit 8:2 (4:1,3:0,1:1) durch und setzten damit ein dickes Ausrufezeichen. Schon nach neun Minuten führten die Eisbären mit 4:0. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den verletzten Lean Bergmann verzichten. Für ihn gab Patrice Cormier sein DEL-Debüt. Dadurch gab es Veränderungen in der dritten und vierten Reihe. Cormier stürmte als Center zwischen Yannick Veilleux und Maximilian Heim in Reihe drei. Die nominell vierte Reihe bildeten Eric Hördler, Manuel Wiederer und Tobias Eder.
Und noch eine Änderung gab es im Tor. Dort bekam Jake Hildebrand seine wohlverdiente Pause. Nikita Quapp durfte heute im Sauerland beginnen.

An Iserlohn haben die Eisbären keine guten Erinnerungen, verlor man doch alle vier Spiele in der Hauptrunde der vergangenen Saison. Heute wollte man diese Negativserie beenden. Einfach sollte dies am Seilersee aber nicht werden, dennoch galten die Eisbären als Favorit in diesem Duell.

Eröffnete den Torreigen im ersten Drittel: Zach Boychuk (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

2:0 für die Eisbären nach 64 Sekunden

Und der Favorit mit dem Blitzstart. 45 Sekunden waren gespielt, da fuhr Marcel Noebels über links ins Angriffsdrittel, spielte den klasse Querpass auf Leo Pföderl, welche die Scheibe direkt zurück in den Slot passte, wo Zach Boychuk nur noch ins leere Tor einschießen musste – 1:0 (1.).
Ganze 19 Sekunden später bekamen die Sauerländer die Scheibe nicht raus, Morgan Ellis kam im hohen Slot zum Abschluss und erhöhte so auf 2:0 (2.).
Iserlohns Coach Greg Poss nahm daraufhin erstmal seine Auszeit. Mit diesem Start konnte Poss überhaupt nicht zufrieden sein. Serge Aubin hingegen schon. Traumstart für die Eisbären!
Die Hausherren fortan auf der Suche nach einer schnellen Antwort. Iserlohn fuhr die ersten Angriffe und brachte die ersten Scheiben Richtung Tor, etwas Gefährliches war aber noch nicht dabei gewesen.
Gefährlich wurden dann aber wieder die Eisbären. Die Berliner hatten sich im Angriffsdrittel festgesetzt und Kai Wissmann fuhr an der blauen Linie in Position, um dann den Hammer auszupacken – 3:0 (7.). Nach dem Gegentor verließ Andreas Jenike seinen Kasten, Kevin Reich kam für ihn ins Tor.
Aber auch der Torhüterwechsel half nichts. Die Berliner mit zu viel Platz, die Scheibe kam an den linken Pfosten zu Boychuk, welcher problemlos auf 4:0 stellte (9.). Wow, was für eine Machtdemonstration der Hauptstädter! Iserlohn bestätigte derweil seinen Ruf als schlechteste Defensive der Liga.
Iserlohn unterliefen im Auftaktdrittel unglaublich viele Fehler, die Verunsicherung war deutlich zu spüren. Bei den Eisbären hingegen merkte man die Spielfreude. Angesichts des Spielstands auch kein Wunder.
Doch fünf Minuten vor dem Ende landete ein Schuss der Hausherren mal im Berliner Tor. Balázs Sebök hatte abgezogen und auf 1:4 verkürzt (15.).
Der Treffer sorgte aber für keine Ruhe bei den Sauerländern, denen weiterhin Fehler unterliefen. Die Eisbären verpassten es aber, diese auszunutzen. Somit blieb es bei der souveränen 4:1-Führung nach dem ersten Drittel.

Feierte heute sein Debüt in der neuen Saison: Goalie Nikita Quapp (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Erstes DEL-Tor von Patrice Cormier

Das zweite Drittel begannen die Eisbären in Überzahl, doch da dauerte es bis zum Ende der Strafzeit, ehe Patrice Cormier auf 5:1 stellen konnte, die Scheibe ging Kevin Reich durch die Schoner (22.). Im ersten Spiel gleich mal sein erstes Tor, was für ein Einstand von Cormier!
Iserlohn kam erstmals nach fünf Minuten mal gefährlich vor das Berliner Tor, doch der Zwei-auf-eins-Angriff blieb ungenutzt. Da wäre mehr drin gewesen für Iserlohn.
Direkt im Gegenzug machten die Eisbären dann das halbe Dutzend voll. Manuel Wiederer brachte die Scheibe von hinter dem Tor einfach mal vors Tor, wo sie irgendwie ins Tor ging – 6:1 (26.).
Selbst in Unterzahl waren die Eisbären die gefährlichere Mannschaft. Iserlohn wirkte komplett von der Rolle. Was auch für eine ruhige Halle am Seilersee sorgte. Die Roosters-Fans waren verständlicherweise komplett bedient.
Und die Eisbären hatten auch weiterhin Lust auf Tore. Kai Wissmann mit dem Auge für Yannick Veilleux auf der linken Seite und der hatte keine großen Probleme, die Scheibe im Iserlohner Tor zu versenken – 7:1 (34.). Gegenwehr von Iserlohn? Fehlanzeige!
Von den heimischen Fans gab es zum Ende des Mitteldrittels auch noch Pfiffe, weil Iserlohn im Powerplay nicht wirklich offensiv nach vorne spielte. Was aber auch kaum möglich war, angesichts des aggressiven Forecheckings der Eisbären. Diese nahmen nach 40 Minuten eine hochverdiente 7:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Erzielte in Iserlohn sein erstes Saisontor für die Eisbären: Frederik Tiffels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Frederik Tiffels mit seinem ersten Saisontor

Ein Aufbäumen der Roosters war im Schlussdrittel zunächst nicht zu sehen. Das Spiel plätscherte eher nur noch so dahin. Die Eisbären waren weiterhin offensiv ausgerichtet, aber nicht mehr mit dem letzten Zug zum Tor. Wer will es ihnen verdenken bei so einer hohen Führung.
Für das erste Highlight im Schlussdrittel sorgte der Eismeister, der eine Scheibe nach einem Check von Morgan Ellis austauschen musste. Die Hausherren steckten die Zwangspause besser weg und kamen in Überzahl durch Michael Dal Colle zum 2:7 aus Iserlohner Sicht (51.).
Doch die Eisbären gaben die schnelle Antwort darauf. Morgan Ellis gab die Scheibe Richtung Tor, Frederik Tiffels war zur Stelle und erhöhte auf 8:2 (52.).
Danach passierte nichts aufregendes mehr am Seilersee. Die Hauptstädter setzten sich am Ende auch in der Höhe verdient mit 8:2 in Iserlohn durch.

3:2 in Düsseldorf! Die Eisbären Berlin zittern sich zum nächsten Sieg

Die Eisbären Berlin haben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen Vizemeister Ingolstadt gewannen die Hauptstädter das erste Auswärtsspiel der Saison bei der Düsseldorfer EG knapp mit 3:2 (1:0,1:1,1:1). Bis zur Schlusssirene mussten die Berliner um den Sieg zittern, doch am Ende hielt Jake Hildebrand die drei Punkte fest. Zudem überzeugten die Special Teams mit einem Shorthander und zwei Powerplaytoren.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte dasselbe Personal wie beim Saisonauftakt gegen Ingolstadt zur Verfügung, änderte aber dennoch ein wenig sein Line-up. So bekam in der Defensive Morgan Ellis mit Eric Mik einen neuen Verteidiger-Partner. In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Ty Ronning die Reihen. Somit kam es zur Wiedervereinigung der einstigen Paradereihe mit Pföderl, Marcel Noebels und Blaine Byron. Ronning stürmte an der Seite von Frederik Tiffels und Zach Boychuk. Manuel Wiederer rückte an die Seite von Yannick Veilleux und Tobias Eder, für den es als ehemaliger Düsseldorfer ein besonderes Spiel war. Als zusätzliche Stürmer standen noch Michael Bartuli ind Maximilian Heim zur Verfügung.
Nach seinem starken Heim-Debüt durfte Jake Hildebrand auch heute von Beginn an das Berliner Tor hüten.

Für die Eisbären ging es darum, den nächsten Sieg einzufahren. Was aber nicht einfach werden sollte, tat man sich doch in den vergangenen Jahren stets schwer im Rheinland. Doch der heutige Gegner litt unter argen Personalsorgen und wollte zudem den Fehlstart verhindern. Am 1. Spieltag hatte die DEG mit 2:4 in München verloren.

Sorgte für die Führung in Unterzahl: Manuel Wiederer (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Guter Beginn der DEG, aber die Eisbären mit dem Tor in Unterzahl

Den ersten Triumph feierte die DEG schon vor dem ersten Bully. Ihr Top-Goalie Henrik Haukeland hat gleich mal für satte sechs Jahr im Rheinland verlängert. Das ist mal eine Ansage der DEG. Der Jubel war dementsprechend riesig in der Arena. Es blieb zu hoffen, dass es der einzige Jubelschrei der DEG-Fans bleiben würde.
Diese Meldung verlieh der DEG zunächst einmal Flügel, denn die Hausherren legten richtig gut los und sorgten früh für Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand. Aber auch die Eisbären versteckten sich hier nicht in der Anfangsphase. Ein munterer Auftakt in den DEL-Klassiker mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Victor Svensson hätte den Aufwand der DEG auch beinahe belohnt, als er frei vor Hildebrand auftauchte. Aber der Berliner Goalie packte die Fanghand aus. Starker Save von Jake!
In der zweiten Hälfte des ersten Drittels gab es die ersten Strafzeiten, vor allem gegen die Eisbären. Doch das starke Penalty Killing der Berliner ließ kaum etwas von der DEG zu. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Manuel Wiederer tauchte in Unterzahl frei vor Haukeland auf und düpierte den DEG-Goalie – 1:0 (17.). Das aggressive Penalty Killing der Eisbären sorgte für den Scheibengewinn und dann behielt Wiederer die Nerven vor dem Tor.
Zum Ende hin durften die Gäste auch nochmal in Überzahl ran. Dort fanden die Eisbären schnell in ihre Aufstellung, ließen die Scheibe sehr gut laufen und waren dem 2:0 sehr nahe. Doch das fiel nicht, weshalb es mit einer am Ende verdienten 1:0-Führung für die Berliner in die erste Drittelpause ging. Verdient aufgrund der letzten zehn Minuten.

Erzielte das 2:0 gegen seinen Ex-Club: Tobias Eder (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Anschlusstreffer bringt die DEG zurück ins Spiel

Früh im zweiten Drittel mussten die Hauptstädter erneut in Unterzahl ran. Aber das Penalty Killing heute einfach überragend bis hierhin. Die aggressive Spielweise in Unterzahl machte es der DEG enorm schwer, überhaupt einmal in die Formation zu kommen. Dennoch waren das einfach zu viele Strafzeiten, was sich im weiteren Spielverlauf auch durchaus rächen könnte.
Zur Abwechslung waren anschließend die Gäste mal wieder in Überzahl. Die Scheibe lief sehr gut, aber der letzte Pass wollte zunächst nicht ankommen. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe fand aber ein Pass von Frederik Tiffels Tobias Eder im Slot und der ehemalige Düsseldorfer ließ sich diese Chance nicht entgehen – 2:0 (28.). Dabei ist es doch eigentlich eine Spezialität von Ex-Eisbären, gegen ihr Team zu treffen. Aber uns sollte es egal sein, schönes Tor von Tobi!
Die Hausherren mussten sich kurz schütteln, doch das dauerte nicht lange. Kapitän Philip Gogulla brach auf links durch und überwand Jake Hildebrand zum ersten Mal an diesem Nachmittag – 2:1 (31.).
Fortan entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Es ging hin und her, beide Teams suchten immer wieder den Abschluss. Beide Goalies bekamen nun ordentlich was zu tun.
Die Rheinländer blieben am Drücker und hatten im Powerplay durchaus die Chance zum 2:2, aber die Eisbären überstanden auch die nächste Unterzahl schadlos. Doch die DEG schnupperte am Ausgleich.
Zwei Minuten vor dem Ende war Jake Hildebrand blitzschnell mit dem Schoner zur Stelle, als es Philip Gogulla aus dem Slot probierte. Der Berliner Goalie lenkte die Scheibe an den Pfosten.
Inzwischen wäre der Ausgleich für Düsseldorf durchaus verdient gewesen, so ehrlich muss man an dieser Stelle sein. Aber die Eisbären nahmen die knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Rettete den Eisbären Berlin am Ende den Sieg und die drei Punkte: Jake Hildebrand (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Bennet Roßmy bringt die Spannung zurück

Im Schlussdrittel war die DEG erneut nah dran am Ausgleich, hatten das leere Tor vor Augen, doch sie trafen die Scheibe nicht richtig. Und wie es dann meistens im Sport so ist. Wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, bekommst du sie hinten rein. Die Berliner in Überzahl, ließen die Scheibe sehr gut laufen und die DEG-Spieler überhaupt nicht wechseln. Und so spielte man die Düsseldorfer müde und Yannick Veilleux netzte ein – 3:1 (45.). Ein enorm starkes Powerplay, wo die DEG nicht mal in die Nähe der Scheibe kam.
Damit hatten bis hierhin alle drei Stürmer der ersten Reihe getroffen. Die drei Spieler harmonieren richtig gut miteinander. Und auch das ist etwas, was die Eisbären in diesem Jahr unberechenbar macht. Denn alle dachten heute, die ehemalige Paradereihe um Noebels, Pföderl und Byron würde der Schlüsselfaktor in diesem Spiel werden. Doch dann waren es Wiederer, Eder und Veilleux.
War die Partie damit entschieden? Nein! Denn die DEG gab nicht auf und blieb dran. Victor Svensson scheiterte noch an Hildebrand, bekam aber erneut die Scheibe und hatte das Auge für Bennet Roßmy im Slot. Der ehemalige Berliner packte den Onetimer aus und hämmerte die Scheibe ins Tor – 3:2 (51.). Da war es also dann doch wieder, das Tor eines ehemaligen Eisbären-Spielers. Diese Serie hätte nun nicht unbedingt fortgesetzt werden müssen.
Die Partie wurde nun deutlich hitziger. Was sich auch in den Zweikämpfen widerspiegelte. Die DEG drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, die Eisbären kamen in dieser Phase kaum noch vor das Düsseldorfer Tor. Man konnte so auch kaum mal für Entlastung sorgen.
Als die DEG ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, wurde der Druck der Hausherren noch größer. Jake Hildebrand rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Mehrfach musste der Berliner Goalie retten. Der Ausgleich der Gastgeber lag in der Luft. Und Sekunden vor der Schlusssirene lag die Scheibe vor der Linie, aber Julian Melchiori räumte das Spielgerät weg und sorgte somit dafür, dass die drei Punkte am Ende mit in die Hauptstadt gehen. Was für eine irre Schlussphase mit dem besseren Ende für die Eisbären Berlin!
Am Ende waren Jake Hildebrand und die Special Teams (ein Shorthander/zwei Powerplaytore) die Hauptgründe für den Auswärtssieg.

5:1 vs. Ingolstadt: Die Eisbären halten die Playoff-Hoffnung weiterhin am Leben

Ausgabe #32:

Die Eisbären Berlin haben den Abstand auf Platz zehn weiter verkürzt: Gegen den ERC Ingolstadt feierte man am Sonntagabend einen verdienten 5:1-Heimsieg und hat damit nur noch drei Punkte Rückstand auf den heiß begehrten zehnten Platz. Eine überragende Defensivleistung, ein erneut sehr starker Tobias Ancicka und eine ebenso erneut eiskalte Chancenverwertung sorgten am Ende für den so wichtigen Heimsieg im Kampf um einen Platz in der ersten Playoff-Runde.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte im Vergleich zum 5:2-Sieg in Mannheim rein gar nichts. Die Verteidiger-Pärchen blieben ebenso gleich wie die vier Offensivreihen. Auch im Tor gab es keine Änderung, das hütete erneut Tobias Ancicka.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären benötigen Siege, um noch Platz zehn zu erreichen. Am Freitag fing man damit an, heute wollte man den Sieg beim Erzrivalen gegen das Top-Team aus Ingolstadt vergolden. Was aber keinesfalls einfach werden sollte. Und zwei der bisherigen drei Duelle gingen auch an die Schanzer. Doch der „Wundertüte Eisbären“ ist alles zuzutrauen. Welches Gesicht zeigten die Berliner heute?

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Anfangsphase war von vorsichtigem Abtasten beider Mannschaften geprägt. Auf die erste echte Torchance musste man bis zur vierten Spielminute warten. Die Gäste aus Ingolstadt hatten diese, doch der Schuss stellte Tobias Ancicka vor keinerlei Probleme.
Die Panther bestimmten anschließend die Partie, spielten ein aggressives Forechecking und kamen zu weiteren Chancen, allerdings noch zu keiner hundertprozentigen. Die Eisbären waren zwar auch offensiv ausgerichtet, prallten aber zumeist an der Ingolstädter Defensive ab.
Was macht man, wenn man keine Lücken findet? Man zieht von außen einfach mal ab. Leo Pföderl tat dies in der zwölften Spielminute, als auch er keine Lücke im Bollwerk der Panther fand. Über rechts fuhr er ins Angriffsdrittel, zog einfach mal ab und überraschte damit Kevin Reich im ERC-Tor – 1:0.
Die Effektivität schien also auch heute auf Seiten der Eisbären zu sein. Denn mit der gefühlt ersten Chance ging man in Führung, während Ingolstadt bis dahin die gefährlichere Mannschaft war.
Nach dem Führungstor war die Partie aber deutlich ausgeglichener. Es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss. Und dabei sprangen gute Chancen raus. Auf der einen Seite traf Emil Quass mit seinem Onetimer von der blauen Linie nur den Pfosten, direkt im Gegenzug wurde Giovanni Fiore alleine auf die Reise geschickt und entscheidend beim Abschluss gehindert. Den fälligen Penalty verwandelte Marcel Noebels eiskalt zum 2:0 (18.).
Das hatte schon Mannheim-Züge. Der Gegner vergab seine Chancen bzw. traf das Aluminium, die Eisbären hingegen verwerteten ihre Chancen äußerst effektiv. Da darf man sich schon fragen, warum nicht öfters so in der Saison gespielt wurde?
Die Eisbären nahmen diese souveräne Pausenführung anschließend mit in die erste Drittelpause.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Ingolstadt erwischte einen guten Start ins Mitteldrittel und hätte durch Justin Feser beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Erneut Glück für die Berliner.
Doch in der 25. Spielminute schlugen die Gäste eiskalt zu. Ingolstadt hatte gerade ein Berliner Powerplay überstanden, Marko Friedrich kam von der Strafbank und war alleine Richtung Tobias Ancicka unterwegs. Dem Berliner Goalie ließ der Schanzer Stürmer keine Chance – 2:1.
Aber die Eisbären hatten die passende Antwort parat. Ingolstadt bekam die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, die Eisbären blieben dran und Marco Nowak brachte die Scheibe von der blauen Linie einfach mal auf das Tor, wo sie Manuel Wiederer unhaltbar für Kevin Reich abfälschte – 3:1 (27.).
Die Ingolstädter waren anschließend auf der Suche nach der Lücke in der Berliner Defensive. Doch diese stand sehr kompakt und ließ nur wenig zu. Und wenn Schüsse durchkamen, war Ancicka zur Stelle, der erneut eine gute Leistung zeigte. Auch im Powerplay fand Ingolstadt kein Mittel, um das Defensiv-Bollwerk der Hauptstädter zu knacken. In Unterzahl hatten die Berliner gar die beste Chance durch Zach Boychuk.
Die Eisbären standen bis zum Drittelende weiter so kompakt in der Defensive und nahmen daher verdient eine 3:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Mit dem Wissen aber, dass noch 20 harte Minuten auf die Berliner warten würden.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Im Schlussdrittel weiterhin dasselbe Bild wie zuvor. Ingolstadt mit Angriffsbemühungen, welche entweder abgeblockt wurden oder von Tobias Ancicka pariert wurden. Der Berliner Goalie entnervte zunehmend die Ingolstädter Spieler.
Und die Eisbären? Die blieben ihrer Effektivität treu. Zach Boychuk hämmerte die Scheibe zur Vorentscheidung in die Maschen – 4:1 (44.). Dem Treffer war eine klasse Aktion von Yannick Veilleux hervor gegangen. Der Stürmer ließ sich auch unter Druck nicht von der Scheibe trennen und passte sie rüber zu Boychuk, welcher diesen gelungenen Angriff perfekt abschloss.
Es war schon beeindruckend, mit welcher Souveränität die Eisbären am Freitag und heute ihre Chancen nutzten und wie kompakt und geschlossen sie hinten verteidigten. Man stelle sich nur mal vor, was möglich gewesen wäre, wenn man diese Leistung die gesamte Saison über durchgezogen hätte. Platz 13 wäre dabei sicherlich nicht heraus gesprungen. Aber noch hat man ja die Chance, Platz zehn und damit die erste Playoff-Runde zu erreichen. Dank zweier Siege gegen zwei Top-Teams der Liga hat man die Playoff-Hoffnung am Leben gehalten.
Auch im weiteren Verlauf des dritten Drittels ließen die Hausherren hinten nichts anbrennen. Man verteidigte weiterhin mit enorm viel Leidenschaft und hatte zudem mit Tobias Ancicka einen sehr sicheren Rückhalt im Tor. Schade, dass man ihn nächste Saison wohl nicht mehr im Berliner Tor sehen wird. Dem Vernehmen nach wechselt er nach Köln. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
In der Arena am Ostbahnhof herrschte im Schlussdrittel bei den knapp 13.000 Zuschauern inzwischen Party-Stimmung. Verständlich angesichts der Leistung der Eisbären. Und so oft wurde man ja zu Hause auch nicht verwöhnt. Da genießt man solche seltenen Feiertage schon mal in vollen Zügen. Und vielleicht kommen ja noch weitere hinzu, wenn die Hauptrunde nach dem Heimspiel gegen Schwenningen am nächsten Sonntag doch noch eine Fortsetzung finden sollte. Was vor Wochen kaum noch für möglich gehalten wurde, ist bei nun nur noch drei Punkten Rückstand auf Platz zehn wieder im Bereich des Möglichen. Und in dieser Form ist es den Eisbären auch zuzutrauen, dass sie im aller letzten Moment doch noch auf den Playoff-Zug aufspringen.
Im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde versuchte es der Gegner aus Ingolstadt mittlerweile ohne Torhüter – bei noch rund sechs Minuten Spielzeit auf der Uhr. Was die Eisbären zur endgültigen Entscheidung nutzten und die Arena noch mehr in Partylaune versetzten. Yannick Veilleux hatte aus dem eigenen Drittel abgezogen und auf 5:1 gestellt (57.). Dabei blieb es bis zur Schlusssirene.
Oh wie ist das schön“ hallte es durch die Arena. In der Tat, denn die Eisbären hatten im vorletzten Heimspiel ihre beste Leistung vor den eigenen Fans in dieser Saison abgerufen. Zum bestmöglichen Zeitpunkt, welcher die Fans wieder träumen lässt.

3:1 vs. Frankfurt: Die Special Teams führen die Eisbären zum zweiten Sieg in Folge

Ausgabe #31:

Die Eisbären Berlin haben das nächste direkte Duell im Kampf um Platz zehn gewonnen: Gegen die Löwen Frankfurt setzte man sich am Ende verdient mit 3:1 (1:1,1:0,1:0) durch und hält damit die Playoff-Chance am Leben. Der Schlüssel zum Sieg lag heute bei den Special Teams, wo den Eisbären zwei der drei Tore gelangen. Zudem ließ man in Unterzahl keinen Treffer zu. Was am Ende für sehr gute Stimmung in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof sorgte.

Bei den Eisbären gab es auch heute wieder Änderungen im Kader. In der Defensive fehlte Marco Nowak, weshalb Norwin Panocha als siebter Verteidiger ins Line-up rutschte. Morgan Ellis und Jonas Müller blieben als Duo zusammen. Eric Mik nahm den Platz von Nowak neben Julian Melchiori ein. Rayan Bettahar verteidigte an der Seite von Kapitän Frank Hördler.
In der Offensive blieb erneut nur die Noebels-Reihe zusammen. Die zweite Reihe bildeten heute Giovanni Fiore, Zach Boychuk und Yannick Veilleux. Die dritte Reihe bestand aus Manuel Wiederer , Alex Grenier und Matt White. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Frank Mauer, Rückkehrer Peter Regin (für Bennet Roßmy) und Maximilian Heim.
Im Tor begann Tobias Ancicka, Nikita Quapp nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären lagen vor dem Spiel gegen die Hessen sieben Punkte hinter dem begehrten zehnten Platz, welcher für die erste Playoff-Runde reichen würde. Diesen belegte der heutige Gegner aus Frankfurt. Mit einem Sieg würde man also die Hoffnung auf die Playoffs am Leben halten, mit einer Niederlage würde die Sommerpause immer näher rücken.
Was Hoffnung machte? Zwei der drei bisherigen Duelle hatten die Eisbären für sich entschieden. Mit einem dritten Sieg wollte man drei Punkte auf den direkten Konkurrenten gut machen.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Ausgeglichene Anfangsphase, in der beide Mannschaften offensiv ausgerichtet waren, aber noch nicht zur ersten hundertprozentigen Chance kamen. Die Eisbären näherten sich im weiteren Spielverlauf aber der ersten gefährlichen Torchance.
Die Hessen ermöglichten den Berlinern dann die Chance zum 1:0, als sie zwei Strafzeiten wegen unnötiger Härte kassierten. Die Hausherren fortan mit zwei Mann mehr für volle zwei Minuten. Die Riesenchance zur Führung also und die Eisbären nutzten das natürlich aus. Eine klasse Kombination führte zum 1:0. Frank Hördler runter auf Marcel Noebels, der direkt weiter in den Slot, wo Leo Pföderl lauerte und nicht lange fackelte (8.). Ein herrlich heraus gespieltes Tor der Berliner.
Die blieben auch danach am Drücker und drängten die Hessen ins eigene Drittel ein. Man wollte direkt das 2:0 nachlegen, aber Goalie Jake Hildebrand und das Aluminium hatten etwas dagegen.
Die Löwen konnten erst rund sieben Minuten vor der ersten Drittelpause mal wieder für Entlastung sorgen. Die Schüsse stellte Tobias Ancicka aber vor keine größeren Probleme.
Danach war die Partie wieder ausgeglichener, weil die Hessen das Spiel mehr und mehr vom eigenen Tor fern halten konnten und auch selbst mal Angriffe fuhren. Und prompt glichen sie auch aus. Schneller Angriff der Frankfurter, an deren Ende Jerry D`Amigo auf 1:1 stellte (18.).
Und irgendwie fühlte man sich so ein wenig an Mittwoch erinnert. Man hatte die Führung erzielt und das Spiel im Griff. Man machte weiterhin Druck und hätte eigentlich auch das 2:0 erzielen müssen. Doch ohne Not ließ der Druck fortan nach und so ließ man die Löwen wieder zurück ins Spiel kommen. Und das so etwas in dieser engen Liga bestraft wird, sollte man inzwischen auch in Berlin wissen. Wenn die Konzentration nachlässt, gibt es in der Regel die Quittung. So eben auch heute gegen den Aufsteiger geschehen. So stand es nach 20 Minuten eben 1:1 und nicht 2:0 oder gar 3:0. Weil man wieder einmal zu viele Chancen hat liegen gelassen.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Ins zweite Drittel kamen die Eisbären etwas schleppend rein, Frankfurt kam dagegen besser aus der Pause. Und trotzdem waren es die Berliner, die plötzlich wieder führten. Frankfurt bekam die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, Matt White spielte sie von oben scharf vor das Tor, wo Manuel Wiederer lauerte und Hildebrand eiskalt tunnelte – 2:1 (23.). Die Berliner Nummer 15 hatte die Löwen-Defensive irgendwie aus den Augen verloren, was dieser frech bestrafte.
Frankfurt wirkte aber keinesfalls geschockt vom erneuten Rückstand. Sie spielten weiter nach vorne und waren hier auch die aktivere Mannschaft. Doch die Defensive der Eisbären ließ wenig zu. Nach vorne ging allerdings kaum etwas von den Berlinern.
Zweikämpfe bestimmten mehr und mehr dieses für beide Mannschaften so wichtige Spiel im Kampf um Platz zehn. Die Eisbären kassierte in der Folge auch die erste Strafzeit der Partie, überstanden die Unterzahl aber dank eines starken Penalty Killings ohne Gegentor. Das kurz darauffolgende zweite Powerplay der Löwen war etwas zielstrebiger und sorgte auch ein-, zweimal für Gefahr vor dem Berliner Tor, doch Tobias Ancicka war nicht zu überwinden.
Aber Frankfurt ließ einfach nicht locker, blieb weiterhin die aktivere Mannschaft im Mitteldrittel. Die Eisbären bekam einfach keine Ruhe rein und hatten Schwerstarbeit in der eigenen Defensive zu verrichten.
Alex Grenier fuhr dann mal einen Entlastungsangriff und kam auch zum Abschluss, scheiterte aber denkbar knapp. So blieb es beim knappen 2:1 für die Eisbären nach 40 Minuten. Aber dieses Spiel war noch lange nicht entschieden.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Eisbären hatten früh im Schlussdrittel das nächste Powerplay, welches sie prompt nutzten. Ganze 69 Sekunden waren gespielt, da hatte Leo Pföderl die Kelle in den Schuss von Kapitän Frank Hördler gehalten und auf 3:1 erhöht (42.).
Das schonte erst einmal die strapazierten Nerven der Berliner Fans, denn eine Zwei-Tore-Führung fühlte sich dann doch besser an als das knappe 2:1. Und Manuel Wiederer hätte beinahe für noch mehr Ruhe gesorgt, doch er scheiterte mit seinem Alleingang an Jake Hildebrand.
Die Eisbären wirkten zu Beginn deutlich aktiver als noch im Mitteldrittel. Da ging relativ wenig nach vorne. Doch jetzt war man wieder druckvoll im Spiel nach vorne und wollte den Löwen unbedingt den vierten Treffer einschenken. Die Hessen sahen sich nun vermehrt ins eigene Drittel gedrängt. Zumal sie wenig später erneut in Unterzahl ran mussten und zweimal hatte es ja heute schon im Berliner Powerplay im Tor der Löwen geklingelt. Aber diesmal spielte man es zu kompliziert und ließ daher die Chance zur Vorentscheidung liegen.
Frankfurt hatte kurz darauf selbst die Chance in Überzahl zu agieren. Aber die Special Teams waren heute ein entscheidender Faktor in dieser Partie. In Überzahl gelangen den Berlinern bis hierhin zwei Tore, in Unterzahl überstand man bis dato drei Powerplays der Hessen. Und genau in solch engen Spielen können die Special Teams ein Schlüssel zum Sieg sein.
Heute war es der Schlüssel zum Sieg. Denn im Schlussdrittel war am Ende die Luft raus. Die Eisbären taten nicht mehr als nötig, Frankfurt fiel nicht mehr viel ein, um die Defensive der Eisbären nochmal in Verlegenheit zu bringen. Auch nicht beim vierten Powerplay in der Schlussminute, als es die Löwen mit zwei Mann mehr versuchten. Und so gelang der zweite wichtige Sieg innerhalb von zwei Tagen gegen einen direkten Konkurrenten. Zwar war es auch heute kein Spiel, in dem man über die volle Spieldauer überzeugen konnte, aber man erzielte die Tore eben immer zum richtigen Zeitpunkt. Und am Ende sind die drei Punkte alles, was zählt.

4:1, 4:4, 6:4! Eisbären gewinnen verrückte Achterbahnfahrt in Schwenningen

Die Eisbären Berlin haben das wichtige Duell beim direkten Konkurrenten Schwenninger Wild Wings mit 6:4 (3:1,1:3,2:0) gewonnen und damit drei wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn eingefahren. Dass man dort aber nichts zu suchen hat, machte das heutige Spiel wieder deutlich. Es war ein Spiegelbild der bisherigen Eisbären-Saison.

Eisbären-Trainer Serge Aubin erwartete eine Reaktion auf das Debakel in Bietigheim. Dafür rotierte er ordentlich durch. Lediglich die Verteidiger-Pärchen und der siebte Verteidiger sowie die Angriffs-Formation um Marcel Noebels, Leo Pföderl und Kevin Clark blieben zusammen. Alles andere änderte der Coach. So stand heute Juho Markkanen im Tor, Nikita Quapp nahm als Back-up auf der Bank Platz. Die zweite Reihe bestand heute aus Maximilian Heim, Zach Boychuk und Giovanni Fiore. In der dritten Reihe fand man Matt White, Bennet Roßmy und Alex Grenier. Und die nominell vierte Reihe bildeten Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Frank Mauer. Peter Regin saß als überzähliger Importspieler auf der Tribüne, da Aubin im Tor heute auf Markkanen setzte. Der Trainer versuchte also noch einmal alles, um die letzte Chance im Kampf um Platz zehn zu wahren.

Foto: Flipper

Die Ausgangslage war klar: Nur ein Sieg würde die Chance auf Platz zehn wahren. Bei einer Niederlage wäre es rein rechnerisch zwar auch noch möglich, aber letztendlich doch eher unwahrscheinlich. Wobei es das ja eigentlich sowieso ist, wenn man vor allem den blutleeren Auftritt vom Sonntag beim Tabellenletzten in Bietigheim als Grundlage nimmt. Auf diese Blamage musste heute eine Reaktion folgen. Gegen Schwenningen, einen direkten Konkurrenten im Kampf um die erste Playoff-Runde. Und gegen eben jene Wild Wings hatte man in dieser Saison bisher beide Duelle verloren: 2:6 im Schwarzwald, 2:4 in Berlin. Die Voraussetzungen standen also denkbar schlecht für einen Berliner Erfolg. Die Spieler und Trainer sprachen zwar vor dem Spiel wieder davon, was man alles machen muss, um dieses so wichtige Spiel für sich zu entscheiden. Doch wie oft folgten in dieser Saison den Worten letztendlich auch Taten auf dem Eis? War es heute zur Abwechslung mal anders?

Der Beginn war jedenfalls schon mal vielversprechend. Johannes Huß mit dem Scheibenverlust im eigenen Drittel, die Eisbären nutzten das eiskalt aus. Yannick Veilleux auf Frank Mauer, der stand alleine im Slot und sorgte für das frühe 1:0 (3.).
Im weiteren Spielverlauf waren dann die Special Teams gefragt. Zunächst die Eisbären mit dem Powerplay, was aber noch deutlich Luft nach oben hatte. Danach die Hausherren zweimal in Folge mit einem Mann mehr auf dem Eis. Schwenningen ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber sie fanden keinen Weg vorbei an der kompakten Berliner Defensive. Dafür fingen sie sich einen Shorthander. Erneuter Scheibenverlust der Hausherren, Marcel Noebels schickte Zach Boychuk auf die Reise und der blieb vor Ex-Eisbär Marvin Cüpper relativ cool – 2:0 (13.).
Die Torschussstatistik zu diesem Zeitpunkt? 10:4 für Schwenningen. Die Eisbären erwiesen sich also bisher als äußerst kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Tor. Und auch der fünfte Schuss fand den Weg ins Schwenninger Tor. Frank Hördler hatte von der blauen Linie abgezogen, Giovanni Fiore nahm Marvin Cüpper die Sicht und prompt stand es 3:0 (16.).
Die Eisbären hatten also bis hierhin den Worten auch Taten folgen lassen. Man fand zurück zum einfachen Eishockey, stand hinten sehr kompakt und nutzte vorne jede sich bietende Torchance. Die Hausherren machten es den Berlinern aber auch zu einfach im eigenen Drittel. Nach vorne waren die Gastgeber zwar bemüht, prallten aber immer wieder an der Berliner Defensive ab oder aber scheiterten an Juho Markkanen. Erst wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause verkürzten die Spink-Brüder auf 1:3. Tyson auf Tylor Spink und 16 Sekunden vor der Pausensirene war die Scheibe dann doch im Berliner Tor. Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabinen.

Früh im zweiten Drittel bot sich den Eisbären die Chance in Überzahl nachzulegen. Aber man spielte es im Powerplay weiterhin zu kompliziert und ließ diese Chance daher ungenutzt.
Auch danach gab es wenig spielerische Highlights zu sehen. Die Partie war in dieser Phase doch recht zäh, viele Unterbrechungen prägten das Spiel. Da kam kein richtiger Spielfluss auf.
Fast aus dem Nichts fiel dann aber das 4:1. Kapitän Frank Hördler zog erneut einfach mal von der blauen Linie ab, erneut fand der Schuss den Weg ins Schwenninger Tor – 4:1 (28.).
Die Eisbären blieben also auch im Mitteldrittel ihrer Kaltschnäuzigkeit treu. Und auch heute sah man, wie einfach Eishockey doch sein kann. Jede Scheibe zum Tor ist eine gute Scheibe. Und manchmal schlägt sie auch im Tor ein. So, wie es bei Frank Hördler heute gleich zweimal der Fall war.
Mitte der Partie hatten die Wild Wings ihr nächstes Powerplay und somit die Chance, nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Aber auch da fiel den Neckarstädtern erschreckend wenig ein. Das 1:4 schockte die Hausherren sichtlich, die dadurch wohl auch ein wenig gehemmt in ihrem Spiel wirkten.
Das Spiel plätscherte fortan so vor sich hin, Schwenningen wirkte bemüht, aber glücklos. Die Eisbären taten nicht mehr als nötig und schläferten sich dadurch wohl selbst ein wenig ein. Denn fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause setzte sich Sebastian Uvira klasse durch, scheiterte im ersten Versuch noch an Markkanen und verwertete seinen eigenen Abpraller – 4:2 (35.).
Schwenningen witterte somit seine Chance und wenig später verkürzte Alexander Karachun tatsächlich auf 3:4. Satter Handgelenkschuss und Markkanen war zum dritten Mal überwunden (37.). Und so ein wenig hatten sich die Eisbären das selbst zuzuschreiben, weil man nach vorne relativ harmlos in diesem Drittel blieb. Mit der Führung im Hinterkopf konzentrierte man sich eher auf die eigene Defensive, als weiter offensiv nach vorne zu spielen. So brachte man die Gastgeber wieder zurück ins Spiel, welche die Eisbären für ihre Passivität bestraften.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Die Eisbären vergaben zunächst selbst ein Powerplay, wenig später schlugen die Hausherren mit einem Mann mehr zu. Ville Lajunen stellte drei Sekunden vor der zweiten Pause auf 4:4 (40.). Unglaublich, wie die Eisbären die Führung hier verspielten. Aber es passte eben in das Bild, welches die Eisbären in dieser Saison abgeben.

Die Partie begann also im Schlussdrittel wieder von vorn und beide Mannschaften wollten die drei Punkte, welche für beide enorm wichtig sind im Kampf um Platz zehn. Kampf war auch das Stichwort für das Schlussdrittel, denn die Partie blieb weiter hart umkämpft. Beide Mannschaften kamen auch zu Chancen, welche aber ungenutzt blieben.
Ebenso ungenutzt blieb ein weiteres Powerplay der Eisbären, welche es einfach zu kompliziert spielten. Gerade in solchen Spielen können die Special Teams ein Spiel entscheiden, das Powerplay auf beiden Seiten wirkte aber eher harmlos.
Mitte des Schlussdrittels klappte dann aber erneut das, was zuvor schon zweimal geklappt hatte. Morgan Ellis hatte die Scheibe einfach mal Richtung Tor gebracht, Manuel Wiederer fälschte sie unhaltbar ab und brachte die Eisbären so erneut in Führung – 5:4 (50.).
Doch die Eisbären spielten mit dem Feuer. Innerhalb kürzester Zeit musste man zweimal in Unterzahl ran. Man gab den Wild Wings also zweimal die Chance, um zum Ausgleich zu kommen. Doch das Penalty Killing funktionierte. Und Schwenningen unterlief dann der nächste Turnover, Frank Mauer roch den Braten, lief alleine auf Cüpper zu und erzielte den zweiten Shorthander der Eisbären an diesem Abend – 6:4 (54.). Der zweite Treffer für den Stürmer, der normalerweise der „Chancentod“ der Eisbären ist.
Schwenningen versuchte in der Schlussphase nochmal alles, drückte nochmal ordentlich Richtung Berliner Tor. Doch eine eigene Strafzeit nahm den Hausherren dann den Wind aus den Segeln und ebnete den Eisbären den Weg zum Auswärtssieg.

Am Ende zog man also nochmal den Kopf aus der Schlinge. Aber auch dieses Spiel war ein weiterer Beweis dafür, dass diese Mannschaft nichts in den Playoffs zu suchen hat. Zu unbeständig spielen die Eisbären. Eine souveräne 4:1-Führung ließ man sich aufgrund eigener Passivität aus der Hand nehmen. Im letzten Drittel hätte das Spiel in beide Richtungen kippen können. Die Eisbären hatten aber heute eine gute Chancenverwertung, was ihnen am Ende den Sieg brachte. Es bleibt zu hoffen, dass die richtige Schlüsse aus diesem Spiel gezogen werden. Denn auch wenn man gewonnen hat, mit so einer Leistung sollte man sich am 05. März nach dem letzten Hauptrunden-Spieltag in die Sommerpause verabschieden.

4:3 vs. Bremerhaven! Zwei Überzahltreffer im Schlussdrittel sorgen für den Heimsieg

Ausgabe #13:

Was für ein Kraftakt: Aber dieser ist gut für die Eisbären Berlin ausgegangen. Am Freitagabend besiegte man die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:3 (2:1,0;2,2:0) und feierte damit einen enorm wichtigen Heimsieg. Und der war absolut verdient, waren die Eisbären doch insgesamt gesehen die bessere Mannschaft. Man ließ sich auch nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen und erkämpfte sich am Ende geschlossen die drei Punkte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte das selbe Personal zur Verfügung wie bei der Niederlage in Köln. Dennoch stellte er leicht um. In der Verteidigung spielten Marco Nowak und Eric Mik sowie Frank Hördler und Jonas Müller zusammen.
In der Offensive tauschten Yannick Veilleux und Kevin Clark die Reihen. Veilleux stürmte in der zweiten Reihe neben Matt White und Alex Grenier. Clark bildete die dritte Formation zusammen mit Peter Regin und Giovanni Fiore. Der Rest blieb gleich.
Auch im Tor, wo erneut Tobias Ancicka zwischen den Pfosten stand. Felix Noack nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage war klar: Bremerhaven ging als Tabellendritter als Favorit in das Spiel beim Drittletzten Berlin. In der vergangenen Saison gewannen die Eisbären alle vier Hauptrundenspiele gegen Fischtown, das sollte doch ein Mutmacher für die Mannen von Serge Aubin sein. Doch auf die leichte Schulter sollte man Bremerhaven nicht nehmen, denn die Mannschaft von Coach Thomas Popiesch entwickelt sich immer mehr zu einem Spitzenteam in der PENNY DEL. Und doch waren drei Punkte im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup-Pause von enormer Bedeutung für die Eisbären.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Traumstart für die Eisbären, denn es dauerte nur ganze 23 Sekunden, da zappelte die schwarze Hartgummischeibe bereits im Tor vom ehemaligen Eisbären-Goalie Maximilian Franzreb. Matt White hatte von rechts abgezogen und für die frühe Führung gesorgt – 1:0 (1.). Die Vorarbeit kam übrigens von Yannick Veilleux, welcher heute sein erstes Heimspiel in dieser Saison absolvierte.
Die erste Minute war noch nicht mal rum, da gab es die identische Zwei-auf-Eins-Situation auf der Gegenseite. Und auch da klingelte es im Berliner Tor. Diesmal gab es aber noch den Querpass von Christian Wejse auf Alex Friesen, welche das leere Tor vor Augen hatte – 1:1 nach gerade einmal 59 Sekunden.
Was für ein Start. Normalerweise sollte dir so ein frühes Tor Selbstvertrauen und Rückenwind geben. Aber nicht den Eisbären, die prompt den Ausgleich kassierten und sich danach erst einmal ins eigene Drittel drängen ließen. Da wirkte man doch leicht neben der Spur und kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Bremerhaven konnte aber aus dieser Druckphase kein Kapital schlagen.
Die Eisbären dann mit dem ersten Powerplay, doch da dauerte es satte 90 Sekunden, bis man es überhaupt mal in die Formation schaffte. Es reichte daher nur noch zu zwei Abschlüssen von Yannick Veilleux und Matt White, welche aber für keine große Gefahr sorgten. Weil es ein zu behäbiger Spielaufbau in Überzahl war. Das fehlende Selbstvertrauen war hier förmlich zu greifen.
Direkt im Gegenzug tauschten die Special Teams, dieses Mal waren die Gäste ein Mann mehr auf dem Eis. Aber auch das Powerplay funktionierte noch nicht so wirklich.
Die Eisbären kamen Mitte des ersten Drittels wieder besser ins Spiel, konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen und prompt klingelte es erneut im Tor von Bremerhaven. Manuel Wiederer lauerte im Slot auf das Zuspiel, Frank Mauer tat ihm den Gefallen, fuhr rum ums Tor und setzte Wiederer klasse in Szene – 2:1 (11.). Die Effektivität war heute zumindest schon wieder sehr gut. Denn mit dem fünften Torschuss traf man zum zweiten Mal.
Diesmal gab der Treffer den Eisbären aber das nötige Selbstvertrauen und sie setzten nach. Bremerhaven zog die nächste Strafe und die Eisbären durften es nochmal im Powerplay versuchen. Und diesmal wurde es deutlich gefährlicher, alleine Matt White scheiterte am Aluminium. Das dritte Tor lag jetzt in der Luft, doch die Eisbären konnten kein Kapital aus der Überzahl schlagen.
Dennoch nahmen die Berliner eine inzwischen mehr als verdiente 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause. Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss, hätte man bereits eine Zwei-Tore-Führung haben können.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Im Mitteldrittel waren es die Hausherren, welche die erste dicke Chance hatten. Matt White wurde auf der rechten Seite angespielt, sein Onetimer wurde aber von Maximilian Franzreb pariert. An seiner Reaktion danach sah man, dass White eine große Chance liegen ließ. Das hätte das 3:1 sein können.
Auch Marcel Noebels hatte das 3:1 auf der Kelle, doch er scheiterte am Aluminium. Für Bremerhaven war es inzwischen ein schmeichelhafter 1:2-Rückstand. Die Pinguins hätten sich nicht über ein 1:3 beschweren können.
Dieses fiel dann aber in der 28. Spielminute – oder doch nicht? Alex Grenier hatte abgezogen, der Schuss ging ans Aluminium, so dachten jedenfalls alle Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof und auch Grenier selbst. Doch die beiden Hauptschiedsrichter Benjamin Hoppe und Marian Rohatsch zeigten auf dem Eis ein „gutes Tor“ an. Man schaute sich diese Szene aber nochmal im Videobeweis an. Und da sahen dann auch die beiden Hauptschiedsrichter, dass Greniers Schuss nur ans Aluminium ging. Der dritte Aluminiumtreffer bereits in diesem Spiel.
Und was passiert, wenn du deine Chancen nicht nutzt? Dann kassierst du hinten einen. Konter der Pinguins, Ross Mauermann war frei durch und ließ Tobias Ancicka keine Chance – 2:2 (30.).
Damit hatten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Denn eigentlich hätten die Eisbären hier führen müssen, aber die Chancenverwertung bleibt ein Thema. Wenn gleich man für Aluminiumtreffer nicht wirklich viel kann. Läuft es bei dir, gehen die Schüsse rein, läuft es nicht bei dir, dann gehen sie eben an die Latte oder den Pfosten.
Danach plätscherte die Partie so ein wenig vor sich hin. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft, die Wege zum Tor zugestellt und so passierte wenig interessantes auf dem Eis.
Bis gut drei Minuten vor der zweiten Drittelpause. Und das war ein ganz krummes Ding. Eric Mik wollte die Scheibe aus der Rundung spielen, traf dabei den Schlittschuh von Markus Vikingstad und der fälschte die Scheibe so unglücklich ab, dass sie ins Tor flog – 2:3 (38.). Am Dienstag hatten die Eisbären noch von so einem krummen Ding von Bennet Roßmy profitiert, heute eben den Gegner. Angesichts des Spielverlaufs ein bitterer Rückstand, weil er auch unverdient war. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Eisbären nach dem 2:2 ebenso wenig offensive Ideen hatten wie Bremerhaven. Die hatten jetzt auch nur Glück bei dem Abschluss. Jenes Glück, welches die Berliner bei ihren Aluminiumtreffern nicht hatten. So lag man nach 40 Minuten mit 2:3 gegen Bremerhaven hinten und keiner wusste so recht, warum. Bremerhaven sicherlich auch nicht, wie sie hier führen konnten.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Im Schlussdrittel bot sich den Gästen früh die Chance, auf 4:2 davonzuziehen, denn Frank Mauer musste auf die Strafbank. Powerplay also für Bremerhaven. Doch gefährlich wurde es da nicht, weil die Eisbären nicht viel zuließen.
Die Eisbären versuchten es fortan. Zwei-auf-Eins-Konter, Kevin Clark mit der Chance zum Ausgleich, doch Maximilian Franzreb war zur Stelle. Solche Vorstöße gab es leider nur selten zu sehen. Weil den Eisbären irgendwie die nötige Kreativität im Offensivspiel fehlte.
Mitte des dritten Drittels aber mal die große Chance zum Ausgleich in Überzahl. Und diesmal nutzten sie diese. Man fand sofort in die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und am Ende war es Matt White, welcher von oben abzog – 3:3 (50.).
Was einmal klappt, klappt vielleicht auch zweimal? Bremerhaven kassierte jedenfalls die nächste Strafzeit und ermöglichte den Hausherren somit das nächste Powerplay im letzten Drittel. Serge Aubin schickte die selbe Powerplay-Formation wie eben aufs Eis. Wieder fand man die Formation, wieder lief die Scheibe sehr gut und erneut zappelte das Spielgerät im Bremerhavener Tor. Yannick Veilleux lauerte im Slot auf das Zuspiel von Matt White, der sah die Nummer 38 und setzte ihn perfekt in Szene. Veilleux musste nur noch die Kelle hinhalten – 4:3 (51.).
Wie fiel die Reaktion der Gäste aus? Die waren gefrustet und Christian Wejse verkloppte mal eben Giovanni Fiore nach allen Regeln der Kunst. Da musste wohl der Frust raus bei den Gästen. Fiore musste anschließend erst einmal in die Kabine, um dort genäht zu werden. Der Faustkampf hatte sich irgendwie angedeutet, war Bremerhaven doch heute generell ganz schön ruppig unterwegs.
Acht Minuten vor dem Ende bekamen die Pinguins die Chance zum Ausgleich in Überzahl. Doch die Eisbären überstanden diese Unterzahl schadlos. So lief Bremerhaven die Zeit davon. Und egal, was die Gäste versuchten, die Defensive der Hauptstädter war zur Stelle und klärte rechtzeitig. Ganz starker Einsatz der Berliner.
Das erkannten auch die zuletzt arg gebeutelten Eisbären-Fans an, welche sich zwei Minuten vor Spielende von ihren Sitzen erhoben und ihre Eisbären feierten. Für eine starke kämpferische Leistung im Schlussdrittel, mit der man die Partie gedreht hatte und sich so den Sieg gesichert hatte. Denn man ließ hier nichts mehr anbrennen und brachte das 4:3 über die Zeit.

Ein enorm wichtiger Heimsieg für die Eisbären, welcher zudem auch noch absolut verdient war. Die Eisbären waren über die gesamte Spieldauer gesehen die bessere Mannschaft. Im ersten Drittel wackelte man nur kurz nach dem schnellen Ausgleich, fand danach aber zurück zu seinem Spiel und ging mit einer Führung in die erste Pause. Diese hätte sogar höher ausfallen können. Spätestens im Mitteldrittel aber hätten die Eisbären mit 3:1 oder 4:1 führen müssen, hatten aber Pech vor dem gegnerischen Tor. Bremerhaven hatte hingegen Glück und drehte das Spiel und lag plötzlich vollkommen unverdient hier vorne. Doch die Eisbären brachen nicht ein, kämpften sich im Schlussdrittel zurück ins Spiel und fanden einen Weg, dieses Spiel noch zu drehen und zu gewinnen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Am Ende belohnte man sich für einen ganz starken Einsatz. Nun heißt es, im letzten Spiel am Sonntag an die heute gezeigte Leistung anzuknüpfen.

5:2 in Bietigheim! Die Eisbären zeigen eine Reaktion und beenden die Niederlagenserie

Die Niederlagenserie ist beendet: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Bietigheim Steelers verdient mit 5:2 (1:0,1:1,3:1) gewonnen und damit die vier Spiele andauernde Niederlagenserie beendet. Weil man sich heute auf die einfachen Dinge konzentrierte und sein Spiel über die volle Spielzeit durchzog. Der Lohn waren die wichtigen drei Punkte in Bietigheim.

Trainer Serge Aubin hatte das selbe Personal zur Verfügung wie vor zwei Tagen in Düsseldorf (2:4). Trotzdem änderte der Berliner Trainer wieder ein wenig seine Reihen. Die drei Verteidiger-Pärchen sahen komplett anders aus – Julian Melchiori/Morgan Ellis, Frank Hördler/Frank Mauer, Eric Mik/Jonas Müller.
Die ersten beiden Sturmreihen blieben unverändert. Dagegen veränderte Aubin die letzten beiden Reihen. Manuel Wiederer kehrte aus der Defensive zurück in die Offensive und bildete die dritte Formation zusammen mit Bennet Roßmy und Giovanni Fiore. Und die nominell vierte Reihe bestand heute aus Jan Nijenhuis, Peter Regin und Marcel Barinka.
Auch im Tor gab es eine Veränderung. Denn Juho Markkanen bekam den Start in Bietigheim.

Die Ausgangslage war klar: Es war das Kellerduell zwischen dem Tabellenvorletzten und dem Tabellenzwölften. Das erste Duell verloren die Berliner in der Hauptstadt mit 2:4. Heute wollte man Wiedergutmachung betreiben. Dafür musste aber eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel von vor zwei Tagen her. Das sagen auch immer wieder die Spieler, nur lassen sie zu selten ihren Worten auch Taten folgen. War das heute auch wieder der Fall?

Den besseren Start hatten jedenfalls die Hausherren, die sich bereits beim ersten Wechsel direkt im Angriffsdrittel festsetzen konnten und zu den ersten beiden guten Chancen kamen.
Den Eisbären bot sich aber die erste Chance, in Überzahl zu agieren. Und gerade auswärts läuft das Powerplay enorm gut, da hat man eine Erfolgsquote von 40 Prozent. In Überzahl hatten Kevin Clark und Giovanni Fiore gute Chancen, konnten Sami Aittokallio jedoch nicht überwinden. Mit Ablauf der Strafe traf Fiore dann aber doch zum 1:0. Gewühl vorm Bietigheimer Tor, Fiore behielt die Übersicht und sorgte für die frühe Führung (8.).
Direkt nach dem Powerbreak waren erneut die Special Teams gefordert, dieses Mal war das Unterzahlspiel der Berliner an der Reihe. Und das Penalty Killing funktionierte sehr gut, ließ die Gastgeber nicht einmal in die Formation kommen. So verpasste Bietigheim die direkte Antwort auf den Rückstand.
Die Eisbären fortan die spielbestimmende Mannschaft. Immer wieder setzte man sich im Drittel der Steelers fest. Doch die Hausherren standen bis hierhin sehr kompakt in der Defensive, ließen kaum etwas zu. Und wenn doch, dann waren es Schüsse von außen, welche zu selten für große Gefahr sorgten. Aber Schüsse zum Tor sind ja generell erstmal keine schlechte Idee.
Fünf Minuten vor der ersten Pause mal eine gelungene Kombination durch Leo Pföderl und Marcel Noebels. Letzterer scheiterte aber am Steelers-Goalie. Eine weitere geniale Kombination folgte wenig später. Giovanni Fiore auf Manuel Wiederer, der wartete mit dem Pass auf Bennet Roßmy, der kam zum Abschluss, fand aber ebenso seinen Meister in Sami Aittokallio. Beide Spielzüge hätten ein Tor verdient gehabt.
Der Steelers-Goalie war auch kurz vor der erste Drittelpause nochmal im Brennpunkt, als Kapitän Frank Hördler zum Onetimer ausgeholt hatte. Die Scheibe wäre beinahe Richtung Torlinie getrudelt, doch Aittokallio rettete in letzter Sekunde. So blieb es bei der knappen 1:0-Führung. Schmeichelhaft aus Sicht von Bietigheim. Die Eisbären haderten einmal mehr mit der Chancenverwertung.

Früh im zweiten Drittel gab es das zweite Powerplay für die Eisbären. Und dort machte man sehr viel Druck und hatte auch die Chance zum 2:0, leider blieb dieses Überzahlspiel aber ungenutzt. Und wie das nun mal im Eishockey ist. Wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, kassierst du hinten einen. Aber was für ein „Gurken-Tor“. Bietigheim spielte die Scheibe tief, ging nach und Mathew Maione zog einfach mal von der verlängerten Torlinie ab. Irgendwie fand die Scheibe den Weg ins Tor, hinweg durch die Schoner von Juho Markkanen – 1:1 (25.).
Nun war die große Frage wieder, wie die Eisbären mit dem Rückschlag umgehen würden. Ganz cool und mit der schnellen Antwort. Kevin Clark nutzte den Rebound zum 2:1 (28.). Dem Treffer war ein klasse Forecheck hervor gegangen, welcher den Scheibenverlust der Steelers provozierte.
Die Hausherren fortan mit der Chance in Überzahl zum Ausgleich. Aber auch hier leistete das Penalty Killing der Eisbären wieder gute Arbeit und so überstand man auch diese Unterzahl schadlos.
Viele Torraumszenen bot die zweite Hälfte des Mitteldrittels nicht. Erst in der Schlussphase kam Robert Kneisler zu einer guten Chance für Bietigheim, welche Juho Markkanen aber gut parierte.
Mehr passierte anschließend nicht mehr, die Eisbären nahmen also eine knappe aber verdiente 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel bestimmten zunächst die Eisbären das Spiel, zogen dann aber eine Strafzeit und ermöglichten Bietigheim so das nächste Powerplay. Die Steelers fanden zwar nach kurzer Anlaufzeit ihre Formation, aber das Berliner Penalty Killing ließ wenig zu und überstand somit auch die dritte Unterzahl schadlos. Erst kurz vor Ablauf der Strafzeit hatte Chris Wilkie die einzige nennenswerte Chance, aber Markkanen war zur Stelle und parierte stark.
Bietigheim dann mit einem Turnover in der neutralen Zone, was die Eisbären bestraften. Manuel Wiederer kam über rechts ins Drittel und ließ Aittokallio keine Chance – 3:1 (48.). Peter Regin hatte Wiederer klasse in Szene gesetzt.
Danach die Eisbären am Drücker, setzten sich im Drittel der Hausherren fest, schafften es aber nicht, die Führung auszubauen. Bietigheim sorgte dann aber bei einem seltenen Ausflug ins Berliner Drittel für den Anschlusstreffer. Ein Schuss von der blauen Linie von Tim Schüle, Evan Jasper hielt die Kelle in den Schuss und prompt stand es nur noch 3:2 (51.).
So stand den Eisbären hier nochmal eine heiße Schlussphase bevor. Was nicht nötig gewesen wäre, hätte man eine bessere Chancenverwertung gehabt. Durch harte Zweikämpfe war die Atmosphäre jetzt auch noch zusätzlich aufgeheizt.
Doch die Eisbären sorgten für Ruhe in der EgeTrans Arena. Tim Schüle kümmerte sich lieber um Kevin Clark, machte dadurch den Platz für Zach Boychuk frei. Sami Aittokaillo wusste für kurze Zeit auch nicht, wo die Scheibe ist und so hatte Boychuk keine große Mühe, sie im Tor zu versenken – 4:2 (56.).
Endgültig entschieden war die Partie nur 39 Sekunden später. Marcel Noebels mit dem Querpass vor das Tor, wo Zach Boychuk lauerte und auf 5:2 stellte (57.).
Dabei blieb es bis zur Schlusssirene. Die Eisbären entschieden das Kellerduell für sich und beendeten damit die vier Spiele andauernde Niederlagenserie.

Am Ende auch ein verdienter Sieg. Die Eisbären zogen ihr Spiel über 60 Minuten durch. Defensiv stand man heute definitiv besser und ließ wenig hochkarätige Chancen zu. Vorne hatte man bis zu den beiden Toren von Zach Boychuk mal wieder Probleme mit der Chancenverwertung, was am Ende aber nicht mehr wichtig war.
Die Eisbären wollten eine Antwort geben und das taten sie auch. Wichtig war vor allem heute, dass man nach den Gegentoren keinen Einbruch wie zuletzt erlitten hatte. Sondern viel mehr zeichnete die Eisbären heute aus, dass sie ihre Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht hatten. Das 1:0 nach einer starken Anfangsphase der Steelers. Das 2:1 kurz nach dem Ausgleich der Hausherren. Und natürlich die beiden Boychuk-Tore, welche Bietigheim den Zahn gezogen hatten. Denn nach dem 2:3 war Bietigheim nochmal nah dran am Ausgleich, aber letztendlich war es ein verdienter Sieg der Eisbären, welcher Balsam für die geschundene Seele sein sollte. Und welcher natürlich wichtig für das Selbstvertrauen ist.
Denn es war auch heute wieder zu sehen, dass man nach beiden Gegentoren kurz an sich zweifelte ob der vergebenen Chancen zuvor. Aber die Eisbären hielten den Kopf oben und spielten das souverän zu Ende. Am Ende belohnte man sich für eine engagierte Leistung und machte damit den ersten Schritt aus der Krise. Was gerade im Hinblick auf die nun anstehenden vier Tage Pause von großer Bedeutung ist. So lässt es sich ruhiger in die kurze Verschnaufpause gehen als mit der fünften Niederlage im Gepäck. Und am Dienstag sollte man dann an die heute gezeigte Leistung anknüpfen und den nächsten Sieg einfahren.

3:1 in Ingolstadt! Die Eisbären feiern den ersten Auswärtssieg der Saison – Maximilian Heim gelingt beim DEL-Debüt direkt das erste DEL-Tor

Die Eisbären Berlin haben den zweiten Sieg in der DEL in Folge eingefahren. Beim ERC Ingolstadt setzten sich die Berliner verdient mit 3:1 (0:0,2:0,1:1) durch und feierten damit den ersten Auswärtssieg in der noch jungen Saison. Youngster Maximilian Heim wird dieses Spiel besonders in Erinnerung bleiben. Er feierte heute Abend sein DEL-Debüt und krönte seine sehr starke Leistung auch noch mit seinem ersten DEL-Tor. Ganz stark, Maxi!

Eisbären-Coach Serge Aubin standen auch heute Peter Regin und Marco Nowak nicht zur Verfügung. Kapitän Frank Hördler und Jan Nijenhuis kehrten in den Kader zurück. Verteidiger Jonas Müller saß eine Sperre ab. Frank Hördler verteidigte zusammen mit Eric Mik. Julian Melchiori hatte den Allrounder Frank Mauer an seiner Seite. Morgan Ellis und Korbinian Geibel spielten wie am Mittwoch in der CHL zusammen. Eric Hördler war als siebter Verteidiger dabei. Fünf der sieben Spieler waren gelernte Verteidiger. Mauer und Eric Hördler halfen in der Defensive aus.
In der Offensive gab es nur eine Änderung im Vergleich zum Spiel gegen Mountfield. Rückkehrer Jan Nijenhuis rückte für Eric Hördler in die vierte Reihe zu Kevin Handschuh und Marco Baßler.
Und im Tor stand heute Tobias Ancicka. So sah also das letzte Aufgebot des Deutschen Meisters aus. Denn neben den bereits genannten Ausfällen fehlten auch Leo Pföderl, Brendan Guhle und Yannick Veilleux. Alle Drei haben noch nicht ein einziges Saisonspiel bestritten. Bei Pföderl sieht es dabei noch am besten mit einer Rückkehr aus. Bei Guhle und Veilleux sieht es dagegen eher noch nach längeren Pausen aus. Allen voran bei Veilleux, der sich in den letztjährigen Playoffs verletzte.

Die Ausgangslage war klar: Die Schanzer Panther gingen als Favorit in dieses Spiel. Die Mannschaft von Mark French hatte einen sehr starken Saisonstart und stand vor dem Spiel auf Platz zwei. Die Eisbären hingegen standen nur auf Platz 13. Am Sonntag hatte man gegen Düsseldorf den ersten Dreier der Saison eingefahren. Dennoch hinken die Eisbären den eigenen Erwartungen weit hinterher.

Für die Hauptstädter war es das fünfte Spiel in den letzten acht Tagen. Daher war auch heute wieder die große Frage, ob die Kraft für volle 60 Minuten reichen würde. Denn dieses Mammut-Programm absolvierten die Berliner zuletzt mit einem arg dezimierten Kader. Die Quittung dafür erhielt man am Mittwochabend im letzten Drittel, als man fünf Gegentreffer von Mountfield eingeschenkt bekam. Davor hatte man 40 Minuten überzeugend gespielt.

Foto: Ela on Tour

Heute brauchten die Berliner die ersten zwei Minuten, um im Spiel anzukommen. Die Hausherren kamen druckvoll aus der Kabine und setzten früh erste Akzente in der Partie. Danach zeigten sich aber auch die Berliner vor dem Ingolstädter Tor.
Die Schanzer hatten dann die ersten guten Chancen. Doch sowohl Jerome Flaake als auch Leon Hüttl vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Den Panthern gehörte auch das erste Powerplay in diesem Spiel. Doch das Penaltykilling der Berliner funktionierte erneut gut und durch Frank Hördler hatte man sogar diese beste Chance in Unterzahl.
Es war ein munterer Beginn in der Saturn Arena. Beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone. Die Eisbären sogar mit einem Torschuss-Plus zur Mitte des ersten Drittels. Aber die dickste Chance gehörte Ingolstadt. Brian Gibbons steckte klasse durch zu Wojciech Stachowiak, der es gegen die Laufrichtung von Tobias Ancicka versuchte. Die Scheibe ging knapp am Tor vorbei.
Den Eisbären waren die Strapazen der letzten Tage nicht anzusehen. Die Berliner waren gut drin im Spiel und hatten selbst gute Offensivaktionen. So entwickelte sich eine sehr gut anzusehende DEL-Partie, in der es schön hin und her ging. Ein Duell auf Augenhöhe zwischen dem Zweiten und dem Dreizehnten in der Tabelle. Aber zu Saisonbeginn ist diese noch nicht so wirklich aussagekräftig.
Die Hauptstädter wirkten hellwach, vor allem auch defensiv, wo man immer wieder die Angriffe der Gastgeber durch geschickte Verteidigungsaktionen vereitelte. Torlos endete dieses gute erste Drittel in Oberbayern. Die Eisbären nahmen aber noch über eine Minute Überzahl mit ins Mitteldrittel.

Foto: Ela on Tour

Und dieses nutzten sie eiskalt aus. Kapitän Frank Hördler mit seiner ganzen Routine an der blauen Linie, wartete auf den entscheidenden Moment zum Schuss. Kevin Clark hielt die Kelle in den Schuss und zack führten die Eisbären in Ingolstadt – 1:0 nach 57 Sekunden im Mitteldrittel.
Die Eisbären liefen nun heiß und erhöhten in der 23. Spielminute auf 2:0. Morgen Ellis feuerte die Scheibe von der blauen Linie an die Bande hinter dem Tor. Von dort sprang sie zurück vor das Tor, wo Maximilian Heim lauerte und bei seinem DEL-Debüt das erste DEL-Tor erzielte. Was für ein DEL-Debüt!
Marco Baßler hatte wenig später das 3:0 auf dem Schläger, verpasste es aber knapp. Zu viel für den ERCI-Coach Mark French, der erstmal eine Auszeit nahm. Sein Team wirkte hier zu Beginn völlig von der Rolle.
Die Schanzer waren danach wieder besser drin im Spiel und auch gefährlich vor dem Berliner Tor. Doch entweder gingen die Schüsse vorbei oder aber Tobias Ancicka war zur Stelle. Der junge Berliner Goalie wusste erneut zu überzeugen. Wie auch schon am Dienstag gegen San José in den 30 Minuten, in denen er spielte.
Die Hauptstädter schafften es dann aber immer mehr, die Schanzer vom eigenen Tor fernzuhalten. Selbst fuhr man dann auch wieder Angriffe und sorgte dabei immer wieder für Gefahr. Michael Garteig verhinderte das 0:3 aus Ingolstädter Sicht.
Und auf Berliner Seite war es Tobias Ancicka, welcher mehrfach den Anschlusstreffer der Hausherren verhinderte. Einmal half aber auch das Aluminium für den Berliner Schlussmann. Insgesamt gesehen hätten die Schanzer den Anschlusstreffer verdient gehabt.
In der Schlussphase die Eisbären nochmal mit einer doppelten Überzahl. Julian Melchiroi und Giovanni Fiore vergaben aber die besten Chancen. Ingolstadt versuchte in der Zwischenzeit immer mehr zu provozieren, aber die Eisbären blieben cool und ließen sich nicht darauf ein. Die Berliner nahmen die 2:0-Führung mit in die Pause.

Foto: Ela on Tour

Die Eisbären gingen also wie am Mittwoch mit einer Führung ins letzte Drittel. Die große Frage war nun natürlich, ob diesmal die Kräfte halten würden? Zumal die Eisbären im letzten Drittel bisher nicht wirklich überzeugen konnten. Elf Gegentore im letzten Drittel in sechs Spielen macht Platz 14 in dieser Statistik. Hinzu kommen die fünf Gegentreffer vom CHL-Spiel gegen Mountfield.
Aber heute wirkten die Berliner sattelfest, ließen hinten wenig hochkarätige Chancen zu. Das war eine kompakte Mannschaftsleistung heute Abend.
Für die Vorentscheidung sorgten die Berliner dann in der 46. Spielminute. Manuel Wiederer schickte Michael Garteig mit der Rückhand in die falsche Ecke – 3:0. Das wirkte sehr abgezockt, wie die Eisbären hier heute nach vorne spielten.
Den Oberbayern fiel hier nicht wirklich viel ein, wie sie die Berliner Defensive mal knacken können. Und wenn was durchkam, dann bissen sie sich die Zähne an Tobias Ancicka aus. Der untermauerte seine Ambitionen als feste Nummer eins im Berliner Tor. Ein Torhüter-Problem, wie von vielen Fans prognostiziert, haben die Eisbären also definitiv nicht!
In den letzten fünf Minuten die Gastgeber nochmal mit einem Powerplay. In diesem zog deren Coach Mark French seinen Goalie, um mit zwei Mann mehr zum Anschlusstreffer zu kommen. Aber egal was die Panther versuchten, Tobias Ancicka war zur Stelle.
Zum Shutout reichte es am Ende aber doch nicht. Den ersten Schuss von Wayne Simpson parierte Ancicka noch sehr stark, den Rebound verhinderten seine Vorderleute nicht und so war es Jerome Flaake, welcher auf 1:3 verkürzte (58.).
Die Hausherren versuchte in der Schlussphase nochmal alles, aber die Eisbären verteidigten geschlossen das eigene Tor und fuhren den ersten Auswärtssieg der Saison ein.

Foto: Ela on Tour

Ein am Ende absolut verdienter Sieg. In den ersten zwei Minuten waren die Eisbären noch nicht im Spiel angekommen. Da machten die Schanzer enorm viel Druck. Doch je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde das Selbstvertrauen der Berliner. Die zeigten anschließend eine sehr souveräne und vor allem sehr reife Leistung. Was schon erstaunlich ist, wenn man sich den arg dezimierten Kader anschaut, in dem viele Youngsters zum Einsatz kamen. Aber das fiel überhaupt nicht auf. Die Mannschaft wirkte hervorragend aufeinander abgestimmt und auch die Youngsters hatten ihren Anteil am souveränen Auswärtssieg in Oberbayern. Einen jungen Spieler will ich dann aber doch noch hervorheben: Maximilian Heim. Der absolvierte heute sein erstes DEL-Spiel und in diesem überzeugte er vollends. Das nicht nur wegen seines Tores, auch so zeigte Heim einige gute Aktionen. Trainer Serge Aubin hatte es noch vor dem Spiel gesagt: Die Personalnot ist eine Chance für die Jugend. Heute kann man sagen: Chance genutzt!

Eisbären Berlin: Sorgt der zweitbeste Angriff der vergangenen Saison erneut für viel Torgefahr?

Seit gestern läuft die neue PENNY-DEL-Saison. Heute Abend geht der 1. Spieltag weiter. Und am Sonntagnachmittag greift dann auch der amtierende Deutsche Meister in den Spielbetrieb ein. Das Ziel nach zwei Meisterschaften in Folge ist klar: Man will auch in dieser Saison wieder um den Titel mitspielen und dann den Titel-Hattrick perfekt machen. Dieses Ziel gehen die Hauptstädter mit einem stark veränderten Team an. Satte zwölf Spieler haben den Verein verlassen, ebenso viele Spieler sind aber auch neu dazu gestoßen. In unserem letzten Teil des Kader-Checks sind wir heute in der Offensive angekommen, welche wir einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Mit 194 Toren stellte das Team von Head Coach Serge Aubin den zweitbesten Angriff in der vergangenen Hauptrunde. Nur Finalgegner München erzielte zwei Tore mehr als Berlin. 173 Tore davon erzielte die Berliner Angreifer. 44 dieser 173 Tore erzielten sechs Stürmer, welche in der kommenden Spielzeit nicht mehr in der Hauptstadt spielen werden. Zwei dieser sechs Abgänge trafen zweistellig und hinterlassen in Berlin doch große Lücken.
Zum einen wäre da natürlich Blaine Byron zu nennen, welcher in der Hauptrunde auf 18 Tore und 24 Vorlagen kam. Seine 42 Scorerpunkte in nur 43 Spielen beweisen, wie wichtig er für die Eisbären war. In den Playoffs steigerte sich Byron nochmal deutlich und avancierte mit 14 Scorerpunkten (5 Tore/9 Assists) zum Playoff-Top-Scorer der Eisbären. Sein Abgang schmerzt die Eisbären besonders, doch die Verlockung in Schweden zu spielen, war dann für Byron doch größer, als mit Berlin erneut um die Meisterschaft zu spielen.
Er kam während der Hauptrunde, spielte sich sofort in die Herzen der Fans und hatte am Ende ebenso einen großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft. Die Rede ist von Frans Nielsen, welcher seine Karriere beendet hat. In der Hauptrunde traf der Däne in 33 Spielen zwölfmal und bereitete zudem 15 weitere Treffer vor. In den Playoffs folgten nochmal sieben Scorerpunkte (4/3). Auch sein Abgang trifft die Eisbären hart.
Die restlichen vier Abgänge im Sturm hatten natürlich auch ihren Anteil an der Meisterschaft, doch schmerzt der Verlust der vier Spieler nicht so sehr wie der von Byron und Nielsen. Mark Zengerle kam in der Hauptrunde auf 18 Scorerpunkte (6/12). In den Playoffs kam er nur noch viermal zum Einsatz, wo er keinen Punkt verbuchte. Ihn wird man in der Liga weiterhin sehen, wechselte Zengerle doch nach Straubing.
Ebenso ein Wiedersehen geben wird es mit Sebastian Streu und Dominik Bokk. Streu kam in der Hauptrunde auf sieben (4/3) und in den Playoffs auf zwei Scorerpunkte (0/2). Ihn zog es nach Iserlohn an den Seilersee. Der während der Hauptrunde nachverpflichtete Bokk kam auf elf Scorerpunkte (3/8) in 14 Hauptrundenspielen. Drei Scorerpunkte (2/1) legte er in den Playoffs nochmal nach. Er wechselte zum Aufsteiger und DEL-Rückkehrer Frankfurt.
Der letzte Abgang ist Johan Södergran, welcher ebenso während der Saison nachverpflichtet wurde. In der Hauptrunde kam er in sieben Spielen auf vier Scorerpunkte (1/3). In fünf Playoff-Spielen legte er noch ein Tor und eine Vorlage nach. Ihn zog es wie Byron nach Schweden.

Über wie viele Tore werden sich die Spieler der Eisbären Berlin in dieser Saison freuen können? (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Den sechs Abgängen im Sturm stehen sieben Neuzugänge gegenüber. Die Neuzugänge sind ein Mix aus erfahrenen und jungen, talentierten Spielern. Mit Frank Mauer kommt ein Spieler zu den Eisbären, der weiß, wie man Deutscher Meister wird. Er wurde viermal in Folge Deutscher Meister – einmal mit Mannheim, dreimal mit München. In der vergangenen Saison brachte Mauer es in 43 Hauptrundenspielen auf 17 Scorerpunkte (5/12). Drei Vorlagen folgten dann noch in elf Playoff-Spielen. Mit ihm bekommen die Berliner enorm viel Erfahrung, die vor allem für die vielen jungen und talentierten Spieler im Kader der Eisbären von Vorteil sein kann.
Peter Regin ist der zweite erfahrene Neuzugang der Hauptstädter. Der Däne kam aus der Schweiz von Ambri-Piotta nach Berlin, wo er in der vergangenen Saison 23 Scorerpunkte (3/20) in 41 Spielen kam. Regin bringt die Erfahrung von 254 NHL-Spielen (Chicago, New York Islanders, Ottawa), zehn WM- und einer Olympia-Teilnahme mit. Er soll sozusagen die Lücke füllen, die Frans Nielsen hinterlassen hat.
Zwei junge und vor allem sehr talentierte Spieler konnten die Eisbären von direkten Konkurrenten verpflichten. Da wäre zum einen Marcel Barinka, welcher aus Köln nach Berlin kam. Mit 23 Scorerpunkten (11/12) in 48 Spielen war er der achtbester Scorer der Haie in der Hauptrunde. In der Hauptstadt will Barinka nun den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
Den will auch Jan Nijenhuis machen, welcher aus Wolfsburg nach Berlin gewechselt ist. Mit sechs Scorerpunkten (2/4) in 46 Hauptrundenspielen weist er dabei natürlich nicht die Statistiken eines Marcel Barinkas auf. Dennoch kann man sich in Berlin auf Nijenhuis freuen, das haben seine bisherigen Auftritte in der CHL durchaus gezeigt. Er ist schnell unterwegs und hatte dabei auch viel Zug zum Tor.
Die restlichen drei Neuzugänge sind aus der Kategorie Youngsters. Von den Eisbären Juniors sind Eric Hördler und Kevin Handschuh hoch zu den Profis gezogen worden. Hördler, der Sohn von Eisbären-Kapitän Frank Hördler, sammelte dabei in 35 DNL-Spielen 31 Scorerpunkte (15/16). Handschuh kam in 33 DNL-Spielen sogar auf 40 Scorerpunkte (17/23).
Maximilian Heim kam von den Jungadlern Mannheim in die Hauptstadt. Für die Jungadler kam er in elf DNL-Spielen auf fünf Scorerpunkte (2/3).
Alle drei Youngsters sollen behutsam aufgebaut und an das Profi-Niveau herangeführt werden. Sie werden sicherlich vermehrt Eiszeit beim Kooperationspartner Weißwasser erhalten. Aber wenn in die Berlin Personalnot bestehen sollte, wird sich Serge Aubin nicht davor scheuen, die jungen Spieler ins Line-up zu werfen.

Zu den sieben Neuzugängen gesellen sich noch zehn Stürmer, welche bereits in der vergangenen Saison für die Eisbären auf Torejagd gingen. Sieben der zehn Spieler trafen dabei zweistellig. Matt White (32/41) und Marcel Noebels (21/45) waren dabei die mit Abstand besten Scorer der Berliner.
Leo Pföderl (22/30), Kevin Clark (15/24), Zach Boychuk (22/12), Giovanni Fiore (19/15) und Yannick Veilleux 13/20) scorten ebenso regelmäßig. Leider fehlen Pföderl und Veilleux aktuell verletzungsbedingt. Wann sie zurückkehren werden, steht noch in den Sternen.
Einer, der sich im Verlaufe der letzten Saison immer mehr gesteigert hat, war Manuel Wiederer. Er hat in Berlin zurück zu alter Stärke gefunden und kam am Ende auf insgesamt 17 Scorerpunkte (9/8) inklusive Playoffs.
Bennet Roßmy (2/2) und Marco Baßler (1/3) kamen auf je vier Scorerpunkte. Wobei hier das Hauptaugenmerk klar auf Roßmy liegen dürfte, dem man eine ähnliche Karriere wie Lukas Reichel zutraut. Bei der U20-WM machte er erst kürzlich auf sich aufmerksam und aktuell weilt er beim Camp der Los Angeles Kings. Es würde nicht verwundern, sollte es Roßmys letzte Saison in Berlin sein, bevor er Reichel und Kai Wissmann in die NHL folgt.

Die Eisbären Berlin verfügen auf dem Papier wieder über eine sehr tief besetzte Offensive. Diese besteht aus einem Mix von erfahrenen und jungen, talentierten Spielern. Viel wird davon abhängen, ob Peter Regin und Frank Mauer die schmerzhaften Abgänge von Blaine Byron und Frans Nielsen auffangen können. Denn diese beiden Spieler werden der Offensive der Eisbären doch deutlich fehlen.
Mit Marcel Barinka und Jan Nijenhuis hat man zwei hoffnungsvolle Talente unter Vertrag genommen. Ihnen kann man durchaus zutrauen, zweistellig zu scoren. Barinka hatte das bereits in Köln getan.
Scoren Matt White, Marcel Noebels, Zach Boychuk und Co. auch in der neuen Saison wieder so zuverlässig, kann es für die Eisbären erneut eine torreiche Saison werden. In der letzten Saison war vor allem die Unberechenbarkeit der große Faustpfand der Hauptstädter. Denn es ging von allen vier Reihen Gefahr aus. Das ist auch in dieser Saison wieder möglich.
Allerdings hängt es natürlich auch davon ab, was mit Leo Pföderl und Yannick Veilleux passiert. Beide fehlen aktuell verletzungsbedingt und lt. Sportdirektor Stéphane Richer wird bei beiden Spielern von Woche zu Woche entschieden. Wann die beiden Leistungsträger also wieder auf Torejagd gehen können, ist derzeit noch unklar. Fakt ist, dass den Eisbären dadurch zwei enorm wichtige und gefährliche Angreifer fehlen werden.
Dass es aber auch ohne sie zu Toren reichen kann, hat die Vorbereitung gezeigt, wo die Eisbären bereits schon wieder schwer auszurechnen waren. Zach Boychuk war mit fünf Toren der Top-Torjäger in der Vorbereitung inklusive CHL. Matt White und Marcel Noebels folgten mit je drei Toren. Es scheint also fast so, als ob die da gebliebenen Stürmer nichts von ihrer Torgefahr eingebüßt haben.
Nun liegt es am Trainerteam um Serge Aubin, aus den 17 Stürmern eine torgefährliche Offensive zu formen. Wenn ihm das gelingt und Leo Pföderl und Yannick Veilleux schnellstmöglich zurückkehren, dann dürfte die Berliner Offensive wieder für Angst und Schrecken sorgen.