3:5 in Straubing: Zehn schwache Minuten im zweiten Drittel sorgen am Ende für die Niederlage am Pulverturm

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Eisbären Berlin schaffen es weiterhin nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen. Auch beim Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war das wieder der Fall und man verlor aufgrund der letzten zehn Minuten im Mitteldrittel das Spiel am Pulverturm mit 3:5 (1:1,1:3,1:1). Im Schlussdrittel stemmte man sich nochmal mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage, am Ende jedoch leider vergebens. So warten die Eisbären weiter auf den Start einer richtigen Siegesserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf zwei Positionen. Im Tor kehrte Jake Hildebrand zurück, weshalb der Straubinger Junge Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. In der Offensive tauschten Liam Kirk und Markus Vikingstad die Reihen. Vikingstad stürmte in der ersten Reihe zwischen Freddy Tiffels und Leo Pföderl, Kirk bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann die zweite Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Der heutige Gegner Straubing stürzte nach einem sehr starken Saisonstart bis auf Platz fünf ab und blieb in drei der letzten vier Spiele ohne eigenes Tor. Zwei dieser drei Spiele fanden übrigens am heimischen Pulverturm statt. Die Eisbären hatten die letzten fünf Auswärtsspiele in Straubing gewonnen. Setzten die Berliner diese Serie auch heute fort?

In dieser Szene erzielte Manuel Wiederer das wichtige 1:1 in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Rasanter Beginn in Straubing. Von Abtasten keine Spur, denn beide Teams überbrückten die neutrale Zone relativ schnell und suchten direkt den Weg vor das Tor, wo es auch gleich die ersten gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten gab.
Die Eisbären hatten in der Folge das erste Powerplay, es waren aber die Tigers, welche zweimal durch Stephan Daschner und Justin Scott frei vor Hildebrand auftauchten. Der Berliner Goalie verhinderte dort bereits den Rückstand. Kaum waren die Tigers aber wieder komplett, beendete Adrian Klein die Torlosserie der Niederbayern – 0:1 (9.). Ein Tor mit Ansage, denn die Eisbären waren in dieser Phase überhaupt nicht bei der Sache und das Gegentor die Folge.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Fehler der Hausherren, Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären und Manuel Wiederer mit dem 1:1 (12.).
Im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels war es eine hart umkämpfte Partie der beiden Tabellennachbarn. Die Tigers hatten in der letzten Minute nochmal ein Powerplay, doch Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Niederbayern noch in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Die Eisbären drehten wenig später dann das Spiel komplett. Leo Pföderl wurde vor dem Tor angespielt, drehte sich kurz und spielte die Scheibe dann hoch zu Markus Vikingstad, welcher zum 2:1 einnetzte (24.). Ganz stark von den Berlinern gespielt.
In der Folge ließen die Hausherren ein weiteres Powerplay ungenutzt, weil das Penalty Killing der Eisbären aber auch rein gar nichts zuließ. Das Unterzahlspiel läuft seit sechs Spielen richtig gut bei den Berlinern.
Nach einem Zuckerpass von Nicolas Beaudin auf Justin Scott war dieser frei durch und nutzte diesmal den Alleingang eiskalt aus und stellte auf 2:2 (30.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Straubing drehte das Spiel wieder zurück. Marcel Brandt sein Schuss ging über das Tor, die Scheibe sprang aber wieder zurück. Tyler Madden schaltete am schnellsten und brachte seine Mannschaft wieder in Führung – 2:3 (31.). 1:31 Minuten lag zwischen den beiden Gegentoren.
Auch nach den schnellen beiden Toren hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem Tor von Jake Hildebrand. Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe Treffer Nummer vier folgen musste. Danjo Leonhardt mit einer überragenden Vorarbeit und dem Pass vor das Tor, wo Skyler McKenzie lauerte und auf 4:2 erhöhte (39.).
Nach der Führung sind die Eisbären von ihrem Spiel abgekommen, während Straubing minütlich mehr Selbstvertrauen aufbaute und so eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause nahm.

Am Ende jubeln die Straubing Tigers über den Heimsieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Berliner mit einem Mann mehr, aber das Powerplay bleibt weiterhin das große Sorgenkind des DEL-Rekordmeisters.
Dafür klappte es bei Fünf-gegen-Fünf. Yannick Veilleux wurde vor dem Tor angespielt, spielte Henrik Haukeland aus und verkürzte auf 4:3 (44.). Die Hoffnung bei den Eisbären war also wieder zurück und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Da Straubing zu viele Spieler auf dem Eis hatte, durften die Hauptstädter weiter an ihrem Powerplay üben. Die Eisbären hatten dicke Chancen. Straubing geriet richtig ins Schwimmen hinten, Henrik Haukeland saß ein ums andere mal auf dem Eis, aber die Berliner schafften es nicht, die Scheibe über die Linie zu drücken.
Die Eisbären blieben weiter druckvoll, schnürten die Niederbayern immer wieder ins eigene Drittel und brachten die Scheiben auf das Tor. Nur war das Scheibenglück nicht auf Seiten der Berliner.
In Überzahl konnten die Hausherren mal für Entlastung sorgen und hatten durchaus die Chance zur Vorentscheidung, aber Jake Hildebrand war zur Stelle.
Wenig später sah der Berliner Goalie aber nicht so gut aus. Adrian Klein hatte abgezogen, Hildebrand konnte die Scheibe nicht festhalten, Josh Melnick brachte sie Richtung Tor, wo Nick Halloran sie nur noch über die Linie schieben musste – 3:5 (56.).
Nun wurde der Weg wieder sehr weit für die Eisbären, wollte man noch etwas Zählbares vom Pulverturm mit nach Hause nehmen. Man versuchte zwar nochmal alles und zog auch Jake Hildebrand vom Eis, doch Straubing ließ sich diese drei Punkte nicht mehr nehmen. Und für die Eisbären bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass es nach wie vor nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten reicht. Das Spiel hat man im Mitteldrittel verloren.

2:3 in München: Die Siegesserie der Eisbären endet am Oberwiesenfeld

Die Siegesserie der Eisbären Berlin ist beendet: Am Donnerstagabend unterlag man bei Red Bull München mit 2:3 (0:0,2:2,0:1) und verlor damit erstmals nach sechs Siegen in Serie mal wieder ein Ligaspiel. Die Eisbären waren auch heute wieder sehr bemüht, doch am Ende fehlte es an den nötigen Mitteln, die Defensive der Red Bulls zu knacken. Diese ließen aber auch nicht viel zu und sicherten sich somit am Ende einen verdienten Sieg gegen die Berliner. Was auch am starken Powerplay der Hausherren lag.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf den zuletzt angeschlagenen Marcel Noebels zurückgreifen. Somit kam es in der Offensive zu Umstellungen. Yannick Veilleux, Markus Vikingstad und Lean Bergmann bildeten die erste Reihe. Freddy Tiffels, Leo Pföderl und Ty Ronning – die Paradereihe aus der vergangenen Saison – spielte heute in der zweiten Reihe zusammen. Rückkehrer Noebels stand in der dritten Reihe zusammen mit Liam Kirk und Andreas Eder. Und Matej Leden sowie Eric Hördler waren die zusätzlichen Stürmer.
In der Defensive blieb alles unverändert. Somit stand erneut Jake Hildebrand im Tor, während Manuel Wiederer erneut in der Verteidigung aushalf.

Es war mal wieder Zeit für das Duell München vs. Berlin. Von einem Spitzenspiel war man aber weit entfernt. Denn München hinkt in dieser Saison den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher und ist mit Platz neun alles andere als zufrieden. Die Eisbären plagen in dieser Saison arge Verletzungssorgen, trotzdem feierte man zuletzt sechs Siege in Serie und ist vor dem Spiel auf Platz vier. Damit gingen die Eisbären als Favorit in dieses Duell, welches zudem auch noch Jubiläen hervorbrachte. Denn Patrick Hager absolvierte heute sein 1000. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Meilenstein! Für Leo Pföderl war es derweil das 700. DEL-Spiel und für Andreas Eder sein 450. DEL-Spiel.

Freddy Tiffels im Zweikampf mit Ex-Eisbär Gabriel Fontaine. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären fanden gut rein ins Spiel und setzten München in den ersten Minuten ordentlich unter Druck. Die Hausherren fanden nach ein paar Minuten auch hinein ins Spiel und meldeten sich erstmals vor dem Berliner Tor an. In der Folge vergab München das erste Powerplay, weil die Eisbären defensiv nichts zuließen und durch Andreas Eder sogar die Chance zum Shorthander hatte.
Danach war es die erwartet hart umkämpfte Partie. München wollte das Spiel unbedingt für Hager gewinnen, während die Eisbären ihre Serie aufrechterhalten wollten. Auf die erste hundertprozentige Chance warteten die Fans im SAP Garden aber weiter. Ebenso auf Tore, denn torlos endeten die ersten 20 Minuten. Was kein Wunder ist, denn das war bereits zum siebten Mal in dieser Saison der Fall bei den Eisbären (Danke an Statistik-Hannes!).

In dieser Szene erzielten die Gastgeber das 2:1 gegen die Eisbären. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das zweite Drittel war weiter hart umkämpft. München kam besser rein ins Mitteldrittel und setzte sich im Angriffsdrittel fest. An Jake Hildebrand kamen sie dennoch nicht vorbei. Aber die beste Chance gehörte den Eisbären, die nach einem Bully schnell zum Abschluss kamen und beinahe das 0:1 erzielt hätten. München verteidigte das aber im Verbund sehr stark und brachte die Scheibe weg vom eigenen Tor.
Wenig später waren die Hausherren aber machtlos. Freddy Tiffels mit einer überragenden Vorarbeit und dem Auge für Ty Ronning, der komplett frei im Slot stand – 1:0 (27.). Wenn man den Playoff-MVP der vergangenen Saison so allein lässt, braucht man sich über das Gegentor nicht wundern.
Aber die Gastgeber waren davon nicht geschockt und kamen zum 1:1. Tobias Rieder stand richtig vor dem Tor, um zum Ausgleich abzustauben (32.). Yasin Ehliz hatte zuvor abgezogen, doch Jake Hildebrand konnte dessen Schuss nicht festhalten. München hatte bereits zuvor eine dicke Chance durch Taro Hirose vergeben.
Die Eisbären hätten aber unmittelbar danach wieder in Führung gehen können. Ty Ronning wurde am langen Pfosten angespielt, kam direkt zum Abschluss, aber Matthias Niederberger mit einem sensationellen Save. Gleiches galt auf der Gegenseite, wo Jake Hildebrand ebenso einen starken Save auspackte gegen Ville Pokkas Onetimer.
In Überzahl drehte München dann das Spiel. Gewühl vor dem Tor von Jake Hildebrand, Tobias Rieder behielt die Übersicht und netzte zum zweiten Mal an diesem Abend ein – 1:2 (38.). Aber die Freude über die erstmalige Führung währte nicht lange. 30 Sekunden vor der zweiten Drittelpause war es Manuel Wiederer, der viel Geduld bewies und die Scheibe klug zum 2:2 im Tor versenkte (40.). Danach endete ein furioses Mitteldrittel mit vier Toren.

Am Ende jubelt München über drei Punkte gegen die Eisbären. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel München früh mit dem Powerplay und in diesem sorgte Chris DeSousa für die erneute Führung der Hausherren – 3:2 (45.). Adam Smith fälschte die Scheibe dabei unhaltbar für Jake Hildebrand ab.
Direkt danach hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay der Partie, kamen dabei auch zu guten Abschlüssen, fanden aber keinen Weg vorbei am Ex-Eisbären-Goalie Matthias Niederberger. Kurz vor dem letzten Powerbreak hatte Ryan Murphy die Vorentscheidung auf der Kelle, fuhr den Konter, konnte aber Jake Hildebrand nicht bezwingen.
München schaffte es in der Folge, die Eisbären gut vom eigenen Tor fernzuhalten und sich immer wieder im Berliner Drittel festzusetzen. Die Berliner taten sich schwer, die Lücke in der Münchner Defensive zu finden.
In der Schlussphase hatte München dann das nächste Powerplay und wollte die Entscheidung erzwingen, aber Jake Hildebrand hielt seine Mannschaft noch im Spiel. Aber den Eisbären rannte die Zeit davon und bisher hatte man sich kaum eine gefährliche Chance im Schlussdrittel erspielt. Diese brauchte man nun aber, wollte man hier nicht ohne Punkte nach Hause fahren. Doch München ließ die Eisbären kaum in den Spielaufbau kommen und hielt sie so weiter sehr gut vom eigenen Tor fern.
Serge Aubin nahm am Ende Jake Hildebrand zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis und zog zudem seine Auszeit. Doch einzig Liam Kirk hatte nochmal einen Chance, doch am Ende wäre ein Ausgleich auch nicht mehr verdient gewesen. München war die bessere Mannschaft und sicherte sich verdient die drei Punkte.

3:0 vs. Ingolstadt! Starker Auftritt der Eisbären und ein überragender Jake Hildebrand

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #9:

Fünf-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin: Die Hauptstädter haben ihr Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen den ERC Ingolstadt mit 3:0 (1:0,0:0,2:0) gewonnen und feierten damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Nach schwachem Beginn steigerten sich die Berliner und gewannen am Ende auch dank des überragenden Jake Hildebrand im Tor, der seinen ersten Shutout in dieser Saison feierte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Spiel in Augsburg. In der Defensive blieben nur Eric Mik und Jonas Müller zusammen. Mitch Reinke und Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Norwin Panocha waren die beiden anderen Verteidiger-Pärchen.
In der Offensive rückte Leo Pföderl in die erste Reihe zu Ty Ronning und Freddy Tiffels. Die zweite Reihe bildeten Liam Kirk, Patrick Khodorenko und Eric Hördler. Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann spielten in der dritten Reihe. Manuel Wiederer und Matej Leden waren die weiteren Stürmer. Im Tor stand erneut Jake Hildebrand.

Die Eisbären wollten nach dem Auswärtssieg in Augsburg nachlegen und den ersten Dreier seit dem zweiten Spieltag in Köln einfahren. Die Voraussetzungen dafür waren einerseits gut, hatte der heutige Gegner Ingolstadt doch zwei der bisherigen drei Auswärtsspiele verloren. Andererseits gewannen die Schanzer in der vergangenen Saison beide Gastspiele in der Hauptstadt relativ deutlich (4:0/6:1). Konnten die Eisbären heute endlich wieder einen Heimsieg gegen den ERCI feiern?

Die Eisbären erzielen in dieser Szene das 1:0 durch Freddy Tiffels. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ingolstadt kam äußerst druckvoll ins Spiel und drückte die Eisbären ins eigene Drittel. Die Berliner wirkten schon wieder sehr unsortiert, ließen den Schanzern zu viel Platz. Bei den Befreiungsversuchen spielte man auch zu unsauber und sorgte somit für zwei Icings in Folge.
Auch das erste Powerplay gehörte den Gästen, die sofort in die Formation kamen, aber Jake Hildebrand auch in diesem nicht überwinden konnten. Aber die Hausherren lebten hier sehr gefährlich und das 0:1 lag so ein wenig in der Luft. Die Eisbären wirkten läuferisch immer einen Schritt langsamer als die feilschnellen Gäste aus Ingolstadt.
In der Schlussphase des ersten Drittels durften dann aber auch mal die Eisbären in Überzahl ran. Man konnten sich zwar festsetzen, ließen die Scheibe auch gut laufen, aber man fand keine Lücke in der ERC-Defensive.
Inzwischen konnten die Eisbären das Spiel ausgeglichener gestalten und auch selbst mal für Torgefahr sorgen. Hinten hatte man aber in einem guten Wechsel der Schanzer wieder Glück, dass die Scheibe nicht über die Linie ging.
Wenig später gab es einen Schockmoment vor der Spielerbank der Eisbären, als Neuzugang Patrick Khodorenko sich vor Schmerzen auf dem Eis krümmte. Die Nummer 13 musste direkt in die Kabine, das sah gar nicht gut aus.
Aber danach gab es doch wieder Grund zum Jubeln. Die Eisbären in Überzahl, Ty Ronning sein Schuss ging vorbei, keiner sah die Scheibe außer Freddy Tiffels und der netzte ins leere Tor ein – 1:0 (19.). Der bestmögliche Zeitpunkt für das 1:0, welches die Hausherren mit in die erste Drittelpause nahmen.

Jake Hildebrand heute mit einer überragenden Leistung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begann sehr zerfahren, viele Icings, kaum Spielfluss, Fehler auf beiden Seiten. Beide Defensivreihen standen aber auch kompakt und ließen kaum etwas zu.
Danach wurden die Eisbären aber wieder zwingender und kamen zu guten Chancen, doch Devin Williams war hellwach und ließ keine weitere Scheibe durch.
Die Eisbären überzeugten in diesem Drittel vor allem durch eine deutlich stabilere Defensive. Man schaffte es viel besser, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten. Ein insgesamt besserer Auftritt als noch zu Beginn des Auftaktdrittels. Und wer mir bis hierhin sehr positiv auffiel, war Eric Hördler. Der Youngster mit sehr vielen guten Aktionen heute und beinahe auch einem Tor.
Ingolstadt wurde in der zweiten Phase des Mitteldrittels wieder drückender, aber die Defensive der Eisbären machte weiterhin einen guten Eindruck. Wenn doch etwas durchkam, war Jake Hildebrand zur Stelle.
Kurz darauf folgte der nächste Schreckmoment, denn Leo Pföderl bekam eine Scheibe ins Gesicht und musste darauf in die Kabine. Was die Eisbären derzeit an Verletzungsproblemen haben, ist einfach unglaublich und kann keine Mannschaft der Welt auffangen. Zum Glück war Leo aber nach kurzer Zeit wieder zurück.
Zum Ende die Schanzer nochmal mit einem Powerplay und viel Druck, aber die Defensive der Eisbären mit einer sehr starken kämpferischen Leistung und warfen sich in jeden Schuss. Für den Erfolg des Teams nimmt man halt auch Schmerzen in Kauf. Egal, wie arg dezimiert man auch im Moment ist.
Kaum waren die Eisbären wieder komplett, fuhren sie den Konter und Ty Ronning hämmerte die Scheibe an die Latte. Glück für die Panther!
Die Schlussphase wirkte dann sehr wild, es ging hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, aber ein weiterer Treffer sollte nicht fallen, weshalb die Eisbären die knappe 1:0-Führung mit in die Kabine nahmen.

Hart umkämpftes Spiel zwischen Berlin und Ingolstadt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Gäste zu Beginn des letzten Drittels für etwas mehr als eine Minute in Überzahl, aber die Eisbären schafften es erneut, die Räume sehr eng zu machen und Ingolstadt zu Schüssen von außen zu zwingen.
Es war klar, dass es im Schlussdrittel auf Kleinigkeiten ankommen würde. Und so kam auch das 2:0 zu Stande. Die Eisbären mit der Scheibeneroberung und dem Zwei-auf-eins-Konter, Andreas Eder mit dem perfekten Querpass auf Manuel Wiederer, welcher die Scheibe im leeren Tor unterbringen konnte – 2:0 (45.).
Nun musste Ingolstadt hinten aufmachen, wollten sie in Berlin noch etwas Zählbares mitnehmen. Das gab den Eisbären Platz zum Kontern. Die Gäste rannten auch an, wollten hier unbedingt den Anschlusstreffer erzielen, aber Jake „The Wall“ Hildebrand heute mit einer überragenden Leistung.
ERC-Coach Mark French zog in der Schlussphase seinen Goalie und nahm auch seine Auszeit. Ingolstadt riskierte noch einmal alles. Aber die Eisbären verteidigten geschlossen als Team und arbeiteten jetzt auch für den Shutout von Jake Hildebrand. Schön zu sehen, wie sich die Jungs gegenseitig unterstützen. 56,4 Sekunden vor dem Ende des Spiels machte Markus Vikingstad den Deckel drauf und traf zum 3:0. Ein perfekter Abschluss eines starken Wochenendes. Die Eisbären sind wieder da!

Schon wieder 7:0! Die Eisbären Berlin demütigen die Kölner Haie ein weiteres Mal

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #56:

Finalspiel 4 (Stand: 1:3)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg vom erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft entfernt: Am Mittwochabend gewannen die Eisbären auch Spiel vier bei den Kölner Haien mit 7:0 (2:0,2:0,3:0) und sicherten sich damit die Matchpucks. Es fällt schwer, für diese Mannschaft noch irgendwelche Superlative zu finden. Zweimal in der Finalserie in Folge mit 7:0 zu gewinnen ist einfach unbeschreiblich. Ein Klassenunterschied wurde einmal mehr deutlich. Aber auch der Fakt, dass Köln einer Finalserie einfach unwürdig ist. So hart es klingt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Stürmer Zach Boychuk zurückgreifen, was zu Änderungen in der Offensive führte. Ty Ronning rückte wieder in die Reihe neben Leo Pföderl und Freddy Tiffels. Yannick Veilleux ging in die Reihe zu Gabriel Fontaine und Liam Kirk. Lean Bergmann, Blaine Byron und Eric Hördler blieben zusammen. Boychuk rückte in die vierte Reihe zu Marcel Noebels und Manuel Wiederer. Matej Leden war als 13. Stürmer im Line-up.
In der Defensive gab es keine Änderungen. Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank saß.

Köln war vor dem Spiel gefordert, eine Reaktion auf das Debakel in Spiel drei zu zeigen. Die Eisbären hingegen standen vor der Herausforderung, kühlen Kopf zu bewahren und das 7:0 am Ostermontag richtig einzuordnen. Wem gelang es besser?

Zweiter Final-Shutout in Folge: Jake Hildebrand (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Den Spielbeginn verpasste ein Großteil der Eisbären-Fans aufgrund eines Unfalles auf der Autobahn zwischen einem LKW und einem Bus. Glücklicherweise war kein Fan-Bus darin verwickelt und somit war es auch egal, ob man zu spät kommt oder wie ein anderer Bus erst zum letzten Drittel. Da freut man sich lieber daran, gesund in Köln angekommen zu sein. An dieser Stelle gute Besserung an die Verletzten und eine möglichst schnelle Genesung.
Als wir die Arena betraten lief gerade ein Powerplay für die Eisbären, nachdem Moritz Müller auf die Strafbank geschickt wurde. Doch nutzen konnten die Berliner das Überzahlspiel nicht, weil Köln stark verteidigte.
Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe die Eisbären das Tor-Festival starteten. Liam Kirk ließ Julius Hudacek keine Chance – 1:0 (10.).
Danach eine lustige Szene, denn Back-up Goalie Jonas Stettmer erhielt zwei Minuten wegen Behinderung. Er wollte halt auch am Spiel dran teilhaben, aber die Strafe ging natürlich in Ordnung. Doch die Haie konnten die Chance nicht nutzen und rannten so weiter dem Rückstand hinterher.
Beinahe hätte Ex-Eisbär Parker Tuomie ausgeglichen, doch er scheiterte und im Gegenzug zeigte Berlin, wie eiskalt diese Truppe ist. Lean Bergmann und Blaine Byron setzten Marcel Noebels in Szene und schon stand es 2:0 (16.).
Den Eisbären gelang also genau das, was sie sich vorgenommen hatten. Früh die Arena zum Schweigen zu bringen, denn der Rückstand war natürlich ein ordentlicher Dämpfer für die Haie. Die waren sichtlich bemüht, aber gegen diese Eisbären-Mannschaft musst du dir etwas ganz Besonderes einfallen lassen. So aber stand es nach dem ersten Drittel 2:0 für die Eisbären.

Liam Kirk traf doppelt in Köln. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Berliner ließen aber überhaupt nicht nach und drückten Köln immer wieder ins eigene Drittel. Selbst bei angezeigter Strafzeit wurde Köln festgespielt, die Scheibe lief wie am Schnürchen. Es war einfach herrlich, dieser Mannschaft beim spielen zuzuschauen. Und doch fehlte mir so ein wenig die Gegenwehr von Köln, aber die kam einfach nicht.
Manuel Wieder sorgte in der 27. Spielminute für das 3:0 und raubte wohl auch dem letzten Haie-Fan die Hoffnung auf den Serien-Ausgleich.
Auch fortan hatten die Eisbären weiterhin alles im Griff, spielten ein sensationelles Eishockey und machten deutlich, wer die Nummer eins in der DEL ist. Und zudem zauberte man dann auch noch die Scheiben ins Tor. Eric Hördler mit einer überragenden Vorarbeit für Byron und der netzte zum 4:0 ein (39.). Mehr passierte im Mitteldrittel nicht und auch heute kann man einfach nur ein Wort sagen: Machtdemonstration!

Eric Hördler mit einer überragenden Leistung und einem Tor sowie einem Assist. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlimme für Köln war, dass das Spiel noch nicht vorbei war. Und die Eisbären hatten richtig Bock heute. In der 42. Spielminute beruhigten sich dann auch die Nerven des Autors, denn endlich hatte Ty Ronning getroffen – 5:0 (42.). Das 27. Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt. Ty, was sollen wir da noch sagen über dich? Wahrscheinlich gibt´s bald den MVP-Preis von der PENNY DEL für die Playoffs und von der Eishockey News bald wieder den Preis für den „Spieler des Monats“. Wer soll diesen unglaublichen Spieler denn stoppen? Ronning hat mehr als eine halbe Hauptrunde jetzt gepunktet. WAHNSINN!!!
Im Gästeblock lief längst die Party, aufs Eis wurde nur selten noch geguckt. Da konnte ja auch nichts mehr anbrennen. Und was machten eigentlich die Haie-Fans, die noch da waren? Denn einige Plätze blieben zum letzten Drittel leer. Man gewinnt und verliert mit seiner Mannschaft zusammen. Auch im Finale. Und man muss halt auch als Köln-Fan anerkennen, dass die Eisbären einfach einer Übermacht sind und Köln hoffnungslos unterlegen ist. Dennoch feierten die noch anwesenden Haie-Fans ihr Team für eine wirklich starke Saison, an deren Ende man mit Bremerhaven und Ingolstadt zwei Favoriten aus den Playoffs geworfen hat. Doch genau diese beiden Serien haben scheinbar zu viel Kraft gekostet, während die Eisbären weniger Spieler absolvieren mussten und zudem Kräfte sparen konnte.
Und die Eisbären kannten keine Gnade mit Köln, Liam Kirk mit dem 6:0 in der 57. Spielminute. 47 Sekunden vor dem Spielende gab es dann auch noch eine Co-Produktion der Youngsters Matej Leden und Eric Hördler, Letzterer sorgte für den 7:0-Endstand in Spiel vier (60.).

Dieses Team ist einfach unglaublich! (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nun ist es also noch ein Schritt bis zur ersehnten elften Meisterschaft. Aber genau jener letzter Sieg ist immer der schwerste. Das wissen auch die Spieler, dass weiß das Trainerteam um Serge Aubin. Und dennoch fehlt mir der Glaube, dass sich die Eisbären das noch nehmen lassen. Sie haben ihr großes Ziel vor Augen und können dieses am Freitagabend auch noch zuhause vor den eigenen Fans erreichen. Dort, wo man letztmals vor zwölf Jahren eine Meisterschaft feiern konnte. Gegner damals? Die Kölner Haie! Nun kann sich Geschichte also wiederholen.
Und man kann gar nicht genügend Hüte vor dieser Mannschaft ziehen. Wie sie mit dem Schicksalsschlag von Tobi Eder umgegangen sind, verdient den aller größten Respekt. Die Jungs hätten danach in ein Loch fallen können und die Saison abschenken können – keiner hätte es ihnen übel genommen. Weil es am Ende eben nur Sport ist und es viel wichtigere Dinge auf der Welt gibt. Aber man hat aus dem Schicksal neue Kraft und Energie gezogen und will die Saison nun für und mit Tobi Eder zu Ende bringen. Ich bin mir sicher, Tobi sitzt oben auf seiner Wolke und kommt aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Er ist stolz auf seine Mitspieler und freut sich jetzt schon tierisch auf Freitagabend. Doch davor stehen noch 60 Minuten, in denen Köln noch einmal alles versuchen wird. Aber die Mission „Titel mit Tobi“ soll am Freitag zu Ende gebracht werden.

6:3-Heimsieg gegen Wolfsburg: Die Eisbären Berlin qualifizieren sich erneut für die Champions Hockey League

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #43:

Jetzt haben sich die Eisbären Platz zwei auch rein rechnerisch gesichert: Im letzten Hauptrunden-Heimspiel setzte man sich mit 6:3 (3:1,1:1,2:1) gegen die Grizzlys Wolfsburg durch und sicherte sich damit Platz zwei nach der Hauptrunde. Das heißt, die Eisbären spielen auch nächstes Jahr wieder in der Champions Hockey League (CHL).

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm kleine Veränderungen im Line-up vor. Im Tor begann heute Jake Hildebrand, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz. In der Defensive rückte Markus Niemeläinen ins Line-up und verteidigte an der Seite von Adam Smith. Olivier Galipeau bildete dafür zusammen mit Korbinian Geibel ein Paar. Eric Mik stürmte dafür in der Offensive anstelle von Maxim Schäfer zusammen mit Manuel Wiederer und Eric Hördler.

Es war mal wieder Zeit für das Duell mit den Autostädtern. Die Eisbären gewannen alle bisherigen drei Duelle gegen Wolfsburg in dieser Saison. Für die Grizzlys ging es aber noch um einiges und zwar um wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn. Die Eisbären hingegen wollten sich einspielen für die Playoffs. Wer hatte das bessere Ende auf seiner Seite?

Manuel Wiederer erzielte in dieser Szene das 3:0 gegen Wolfsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach nur sieben Sekunden kassierten die Gäste die erste Strafzeit und so durfte direkt zu Spielbeginn das beste Powerplay der Liga ran. Doch das funktionierte so früh noch gar nicht, weil Wolfsburg die Räume auch perfekt zu machte.
Danach entwickelte sich das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Berlin und Wolfsburg. Nach dem Powerbreak durften die Berliner erneut mit einem Mann mehr ran. Und diesmal klingelte es im Powerplay und wer kann nur das 1:0 erzielen und „Viva la vida“ erklingen lassen? Natürlich, Ty Ronning mit seinem 35. Saisontor (10.). Der neue Rekord-Torschütze in einer Saison baut seinen Vorsprung weiter aus. Unfassbar, diese Saison der kleinen Nummer neun!
Und die Eisbären legten direkt nach und das zuletzt fehlende Secondary Scoring schlug zu. Lean Bergmann mit dem trockenen Abschluss zum 2:0 (12.). Es war ein besonderes Tor, denn Bergmann traf zum 50. mal in der DEL. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein, Lean!
Die Hauptstädter hatten alles im Griff, von Wolfsburg kam so gut wie gar nichts. Die beiden Gegentore hatten ihre Wirkung hinterlassen. Und es wurde nicht besser, denn die Berliner erhöhten auf 3:0 nach gerade einmal 14 Minuten. Erneut war es Manuel Wiederer, der seit seiner Rückkehr wie ausgewechselt wirkt und auch heute wieder traf.
Aber direkt im Gegenzug durften plötzlich die Gäste jubeln. Tanner John Kaspick praktisch aus dem Nichts mit dem 3:1 (15.). 23 Sekunden lagen nur zwischen den beiden Treffern.
In der Schlussphase die Hausherren mit dem nächsten Powerplay, doch dieses spielte man nicht mit der nötigen Konsequenz zu Ende. So blieb es beim mehr als verdienten 3:1 nach dem ersten Drittel.

War einer der Torschützen heute gegen Wolfsburg: Lean Bergmann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel waren es die Eisbären, welche früh die erste Strafzeit kassierten. 22 Sekunden waren gerade einmal gespielt, da durfte Wolfsburg erstmals in diesem Spiel mit einem Mann mehr ran. Und prompt verkürzten die Niedersachsen auf 3:2. Ryan O´Connor mit dem Schuss von der blauen Linie, welcher den Weg vorbei an Jake Hildebrand ins Tor fand.
Weiter ging es mit den Special Teams, jetzt waren wieder die Eisbären mit einem Powerplay dran. Und auch die Berliner schlugen eiskalt zu. Leo Pföderl mit seinem 25. Saisontor zum 4:2 (22.). Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die Fans in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof nicht beschweren. Sie bekamen einiges geboten am Sonntagnachmittag.
Vor allem Special Teams, denn erneut waren es die Eisbären, welche in Überzahl ran durften. Die Niedersachsen hatten ein Problem mit der Disziplin. Kaum war die eine Strafzeit fast abgelaufen, musste der nächste Spieler in die Kühlbox. Keine so gute Idee gegen das beste Powerplay der Liga, die in diesem Spiel auch schon zweimal Kapital daraus schlagen konnten. Doch diese beiden Überzahlspiele blieben eher ungefährlich.
Danach war es weiterhin ein hart umkämpftes Spiel zwischen beiden Mannschaften. Beide Teams auch mit zu vielen leichtfertigen Fehlern in ihrem Spiel. Es wirkte in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels so ein wenig zerfahren. Mehr passierte nicht mehr und so blieb es bei der Zwei-Tore-Führung für die Eisbären nach 40 Minuten.

Hart umkämpft war die Partie zwischen Berlin und Wolfsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel plätscherte zunächst nur so vor sich hin. Die Eisbären wollten nicht mehr investieren, Wolfsburg konnte nicht mehr investieren. Dabei waren es die Niedersachsen, welche die Punkte dringend benötigen, will man es noch in die Pre-Playoffs schaffen. Aber dafür war es heute ein zu schwacher Auftritt der Grizzlys in der Hauptstadt.
Aber nach rund acht Minuten stand es plötzlich 4:3. Onetimer von Andy Miele und schon war hier wieder Spannung drin. Und Wolfsburg witterte Morgenluft und wollte nun den Ausgleich. Die Eisbären waren gut beraten, wieder mehr für das Spiel zu machen.
Nach dem Powerbreak bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich, denn Wolfsburg mit dem nächsten Powerplay im Spiel. Aber die Eisbären verteidigten das gut und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor.
In der Schlussphase lebte die Partie vor allem von der Spannung. Den Niedersachsen lief die Zeit davon, aber sie investierten noch einmal alles. Aber als Hannibal Weitzmann gerade dabei war, sein Tor zu verlassen, schlug es zum fünften Mal im Wolfsburger Tor ein. Ty Ronning mit dem 36. Saisontor (58.). Dieser Junge ist einfach Weltklasse!
Aber für den Schlusspunkt sorgte Manuel Wiederer 31,8 Sekunden vor dem Ende. Wolfsburg in Überzahl und ohne Torhüter, doch das nutzten die Eisbären erneut aus – 6:3 (60.). Das nächste Saisonziel war damit erreicht: die erneute Qualifikation für die CHL ist perfekt!

5:4 gegen Köln: Die Eisbären feiern einen hart erkämpften Heimsieg gegen die Domstädter

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #42:

Spannung pur am Sonntagabend: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am Sonntagabend gegen die Kölner Haie knapp mit 5:4 (1:1,3:0,1:3) gewonnen und damit den zweiten Platz gefestigt. Nach 40 Minuten sah es nach einem souveränen Heimsieg aus, aber am Ende gerieten die Berliner nochmal arg ins schwimmen. Man konnte eigentlich nur im Mitteldrittel überzeugen, Drittel eins und drei offenbarten einige Schwächen – vor allem in der Defensive.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum 5:0-Heimsieg gegen Augsburg nur auf einer Position. Maxim Schäfer rückte für Elias Schneider in die vierte Reihe und stürmte dort an der Seite von Matej Leden und Eric Hördler. Alles andere blieb unverändert, somit stand auch heute wieder Jake Hildebrand im Tor.

Während die Eisbären aller Voraussicht nach Zweiter nach der Hauptrunde werden, kämpfen die Domstädter um wichtige Punkte für die direkte Viertelfinal-Qualifikation. Zwei der bisherigen drei Duelle in dieser Hauptrunde gewannen die Domstädter. Konnten die Eisbären heute den zweiten Sieg in der Hauptrunde einfahren oder sicherte sich Köln wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs?

Ty Ronning jubelt über sein 32. Saisontor. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Domstädter erwischten den besseren Start. 80 Sekunden waren gespielt, da legte Moritz Müller für Brady Austin auf und der traf ins lange Eck – 0:1 (2.). Das ging in dieser Situation zu einfach, da fehlte die Gegenwehr der Berliner Defensive.
Die Eisbären hatten Probleme, ins Spiel zu finden. Man war gefühlt immer einen Schritt langsamer als die Haie, welche einen sehr guten Start erwischten. Auch in den Zweikämpfen hatte man zumeist das Nachsehen.
Nachdem Powerbreak erhöhten die Eisbären den Druck und setzten sich im Angriffsdrittel fest. Wirklich fehlerfrei war das Spiel der Hausherren zwar immer noch nicht, aber man war bemüht, die Fehler abzustellen. Doch Köln stand defensiv auch sehr kompakt und machte die Räume zu, was es den Eisbären schwer machte, mal die Lücken für den Abschluss zu finden.
Die Lücke fand dann aber Justin Schütz bei einem Entlastungskonter der Gäste, doch er zielte etwas zu genau und traf nur den Pfosten. Glück für die Eisbären!
Die Eisbären nutzten dann aber einen Wechselfehler der Gäste zum 1:1. Gabriel Fontaine auf Ty Ronning und mal wieder sorgte die Nummer neun für „Viva la vida“ in der Arena am Ostbahnhof – 1:1 (15.).
Insgesamt gesehen war es ein erstes Drittel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, das 1:1 nach 20 Minuten demnach gerecht.

Gleich dreimal klingelte es im Mitteldrittel im Kölner Tor. Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel durfte das beste Powerplay der Liga ran, es wurde auch einige Male gefährlich, aber an Julius Hudacek kam man nicht vorbei.
Danach durften die Domstädter ihr Powerplay präsentieren, doch das Penalty Killing der Eisbären mit einer überragenden Leistung, überstand die erste Unterzahl ohne größere Probleme. Kaum wieder komplett, drehten die Hausherren das Spiel komplett. Adam Smith mit dem Hammer ins Glück – 2:1 (29.). Das erste DEL-Tor des Neuzugangs.
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der es munter hin und her ging, am Ende waren es die Berliner, welche auf 3:1 erhöhten. Lean Bergmann mit dem klasse Zuspiel auf Manuel Wieder und der traf zum dritten Mal an diesem Wochenende (32.).
In der Schlussphase die Berliner dann erneut mit einem Mann mehr und der vermeintlichen Vorentscheidung in dieser Partie. Kai Wissmann mit dem Schuss von der blauen Linie und Zach Boychuk fälschte unhaltbar für Hudacek ab – 4:1 (38.). Mit dieser souveränen Führung ging es anschließend in die zweite Pause. Die Eisbären hatten offensiv eine Schippe drauf gelegt und das eigene Tor leidenschaftlich verteidigt.

Das Traditionsduell zwischen den Eisbären und Köln war hart umkämpft. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

39 Sekunden war das Schlussdrittel alt, da schlugen die Haie durch Marco Münzenberger zu – 4:2 (41.). Wurde es in diesem Traditionsduell also doch nochmal spannend? Die Haie blieben in der Anfangsphase jedenfalls dran und sorgten dafür, dass die Berliner Defensive wie im ersten Drittel ins schwimmen geriet. Die Domstädter belohnten sich für den Aufwand und verkürzten durch Justin Schütz weiter – 4:3 (46.). Die Eisbären mussten schleunigst die Ordnung aus dem zweiten Drittel wiederfinden, wo man mit enorm viel Leidenschaft verteidigt hatte.
Im Powerplay hätten die Hausherren wieder für etwas mehr Ruhe sorgen können, aber man spielte es zu kompliziert und ließ diese große Chance liegen.
Fortan entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die Eisbären wollten das fünfte Tor erzielen, während die Haie am Ausgleich schnupperten. Die Haie wirkten in den Zweikämpfen aggressiver als die Berliner, welche von ihrem einfachen Spiel aus dem zweiten Drittel abgekommen waren.
In der Schlussphase schwächte sich Köln selbst mit einer Spieldauer gegen Juhani Tyrväinen wegen eines Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich. So eine Strafzeit bei dem Spielstand gegen das beste Powerplay der Liga – keine gute Idee. Und die Eisbären bestraften es nach nur 21 Sekunden. Zach Boychuk mit dem vorentscheidenden 5:3 (55.).
Das Powerplay wurde dann aber erst einmal unterbrochen, denn Jonas Müller musste auf die Strafbank. Für zwei Minuten hieß es also Vier-gegen-vier, KEC-Coach Kari Jalonen nahm direkt seine Auszeit. Half aber nicht wirklich viel, denn das Vier-gegen-vier blieb ohne Highlights.
Spannung garantierten aber die letzten zwei Minuten. Die Haie in Überzahl und ohne Torwart, somit also mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Schwerstarbeit für die Eisbären-Defensive also, welche aber den vierten Gegentreffer durch Maximilian Kammerer 31,5 Sekunden vor dem Ende nicht verhindern konnten – 5:4 (60.).
Crunchtime in Berlin, die Haie wollten hier nun unbedingt den einen Zähler holen, aber sie kamen in den letzten Sekunden des Spiels nicht mehr gefährlich vor das Berliner Tor. Die Eisbären feierten somit einen hart erkämpften Heimsieg gegen die Domstädter.

5:0! Souveräner Heimsieg gegen Augsburg

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #41:

Souveräner Heimsieg am Freitagabend: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Augsburger Panther deutlich mit 5:0 (1:0,3:0,1:0) gewonnen und damit die gewünschte Reaktion auf die Niederlage am Mittwochabend in Frankfurt gezeigt. Wirklich gefordert wurde der DEL-Rekordmeister aber nicht. Genau wie Düsseldorf vor neun Tagen ließ auch der AEV seine DEL-Tauglichkeit vermissen. Über weite Strecken sah es wie ein Trainingsspiel aus.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Manuel Wiederer zurückgreifen, der zuletzt verletzungsbedingt fehlte. Dazu rückte Elias Schneider ins Line-up, dafür fehlten Freddy Tiffels (verletzt) und Olivier Galipeau.
Dadurch kam es zu Änderungen in der Aufstellung. In der Defensive verteidigte Eric Mik an der Seite von Korbinian Geibel und ersetzte dort Galipeau. In der Offensive stellte Aubin komplett um. Die erste Reihe bestand aus Ty Ronning, Gabriel Fontaine und Liam Kirk. In der zweiten Reihe kam es zur Zusammenstellung der alten Paradereihe um Leo Pföderl, Zach Boychuk und Marcel Noebels. Die dritte Reihe bildeten Lean Bergmann, Yannick Veilleux und Rückkehrer Wiederer. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Eric Hördler, Matej Leden und Schneider.
Auch im Tor gab es eine Änderung, denn heute hütete Jake Hildebrand das Tor, während Jonas Stettmer eine Pause bekam.

Es war mal wieder eines dieser Spiele, in denen sich die Eisbären gerne sehr schwer tun. Als Titel-Favorit gegen einen Abstiegskandidaten. Das bekam man auch direkt beim ersten Heimspiel der laufenden Saison zu spüren, als die Fuggerstädter mit 6:2 gewannen. Folgte heute die Revanche dafür oder feierten die abstiegsbedrohten Panther einen wichtigen Auswärtssieg in der Hauptstadt?

Bekam im ersten Drittel einiges zu tun: AEV-Goalie Strauss Mann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären mit einem Traumstart. 94 Sekunden waren gespielt, da schlug der DEL-Top-Scorer Leo Pföderl wieder zu. Im Zusammenspiel mit seinen alten Reihenpartnern klappte es direkt in der Anfangsphase mit einem Tor – 1:0 (2.).
Es war ein dominanter Beginn der Berliner, die sich gute Chancen erspielten. Aber auch Augsburg versteckte sich nicht und hatte ein, zwei gute Aktionen bis zum ersten Powerbreak. So entwickelte sich ein kurzweiliges DEL-Spiel.
Auch nach dem Powerbreak hatten die Hausherren beste Chancen, aber man schoss AEV-Goalie Strauss Mann so ein wenig berühmt. Das 1:0 war dem Spielverlauf nicht angemessen. Aber die Eisbären arbeiteten im weiteren Verlauf des ersten Drittels am zweiten Treffer, Augsburg konnte nur selten mal für Entlastung sorgen. Am Ende blieb es aber beim 1:0 nach 20 Minuten.

Zwischenzeitlich wurde es auch ruppig zwischen Berlin und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des zweiten Drittels das gleiche Bild wie im ersten. Dominante Eisbären mit jeder Menge guter Chancen, aber Strauss Mann mit einer sehr starken Leistung im Augsburger Tor. An ihm verzweifelten die Berliner geradezu.
Gerade, als die Partie so ein wenig vor sich hin plätscherte, erhöhte Manuel Wiederer auf 2:0 (26.).
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Was fast schon eine Überraschung war angesichts der sehr lockeren Leine der beiden Hauptschiedsrichter, die bis dahin rein gar nichts pfiffen. Auch den Stockschlag von Lean Bergmann nach dem 2:0 übersahen sie. Das Powerplay nutzten die Hausherren derweil durch Ty Ronning – wer auch sonst. Das 31. Saisontor der Nummer neun – 3:0 (30.).
Das Powerplay der Hauptstädter durfte rund sechs Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels erneut ran und prompt stand es 4:0. Manuel Wiederer traf zum zweiten Mal bei seinem Comeback, wirklich angegriffen wurde er dabei aber nicht (36.). So führten die Berliner nach 40 Minuten sehr souverän mit 4:0.

War der Matchwinner beim Comeback nach Verletzung: Manuel Wiederer mit zwei Toren (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im Schlussdrittel ging das Spiel nur in eine Richtung und zwar in die des Augsburger Tores. Vom AEV kam rein gar nichts mehr, es sah inzwischen wie ein Trainingsspiel aus. Dementsprechend ereignislos verlief das dritte Drittel aber auch.
In der Schlussphase durften die Fuggerstädter nochmal in Überzahl ran und sorgten dabei durchaus für Gefahr, aber Jake Hildebrand, der den ganzen Abend nahezu beschäftigungslos war, war hellwach und so überstanden die Eisbären das Unterzahlspiel ohne Gegentor.
Vier Minuten vor dem Ende gab es dann aber doch noch ein Highlight für die 14.200 Zuschauer in der erneut ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Leo Pföderl scheiterte noch am inzwischen im Tor stehenden Markus Keller, aber Zach Boychuk war zur Stelle und staubte erfolgreich ab – 5:0 (56.).
Die Panther vergaben zum Ende ein weiteres Powerplay, somit blieben Jake Hildebrand und die Eisbären erstmals in dieser DEL-Saison ohne Gegentor. Dieser Shutout wird der Nummer 30 guttun.

Aus im CHL-Viertelfinale! Die Eisbären Berlin verspielen erneut eine 3:0-Führung und verlieren bei den ZSC-Lions

Aus im CHL-Viertelfinale: Die Eisbären Berlin haben auch das Rückspiel bei den ZSC Lions verloren. Am Ende unterlag man den Schweizern mit 4:5 (3:0,0:2,1:3) und verspielte dabei erneut wie im Hinspiel vor 13 Tagen eine 3:0-Führung. Dabei spielte man ein sehr starkes erstes Drittel, doch ab dem zweiten Drittel übernahmen die Gastgeber das Spiel und gewannen daher am Ende letztendlich auch verdient.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte heute nur fünf Verteidiger zur Verfügung – aber aus einem erfreulichen Grund: Denn bei Markus Niemeläinen kündigt sich der Nachwuchs an, weshalb er verständlicherweise nicht mit dabei war. So verteidigten in Zürich Kai Wissmann/Jonas Müller und Korbinian Geibel/Eric Mik. Olivier Galipeau war der fünfte Verteidiger.
In der Offensive blieben die ersten drei Reihen gleich, nur in der vierten Reihe rückte Michael Bartuli in den Kader und stürmte dort an der Seite von Elias Schneider und Manuel Wiederer.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären fuhren mit einem Tor Rückstand in die Schweiz, nachdem man das Hinspiel in Berlin trotz einer 3:0-Führung noch mit 3:4 verloren hatte. Wie man Zürich knacken kann, zeigten die Hauptstädter in den ersten 30 Minuten. Allerdings bekam man in den zweiten 30 Minuten dann auch seine Grenzen von den Schweizern aufgezeigt. Gelang den Eisbären heute der Coup in Zürich oder zogen die favorisierten Gastgeber ins CHL-Halbfinale ein?

Kai Wissmann sorgte für die frühe Berliner Führung in Zürich. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Spiel gleich die dicke Chance für die Eisbären in Überzahl, welches ja in der CHL nochmal eine höhere Bedeutung hat, da dieses auch nach einem Tor weitergeht. Und die Berliner nutzten dieses Powerplay auch eiskalt aus. Man ließ die Scheibe sehr gut laufen und am Ende war es Kapitän Kai Wissmann, der zum 1:0 traf (3.). Damit hatten die Eisbären das Viertelfinalduell in dem Moment ausgeglichen und genau den Start erwischt, den man haben wollte.
Die Hauptstädter mit einem ganz starken Start. Defensiv verteidigte man mit enorm viel Leidenschaft und ließ Zürich kam mal gefährlich zum Abschluss kommen. Und Offensiv nutzte man direkt das erste Powerplay. Das zweite Powerplay folgte übrigens kurz vorm ersten Powerbreak, aber dieses blieb ohne ein weiteres Berliner Tor.
Die Gastgeber durften ihrerseits dann Mitte des Auftaktdrittels erstmals in Überzahl ran, aber auch dort ließen die Eisbären Zürich nicht in Spiel kommen und überstanden die erste Unterzahl ohne Gegentor. Kaum wieder komplett legten die Berliner das zweite Tor nach. Blaine Byron brachte die Scheibe von links Richtung Tor, wo Manuel Wiederer die Kelle in den Schuss hielt – 2:0 (13.). Was für ein Start der Eisbären, aber man war ja gewarnt aus dem Hinspiel, als man sogar mit 3:0 führte. Doch Stand jetzt standen die Berliner im CHL-Halbfinale.
Zum Drittelende hin die Eisbären mit einer Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis, was den Hausherren die große Chance brachte, hier endlich einen Fuß in dieses Rückspiel zu bekommen. Aber es blieb weiterhin dabei, dass die Berliner nichts Gefährliches von Zürich zu ließen.
Auf der Gegenseite folgte dann der große Auftritt von Freddy Tiffels, der einen Verteidiger klasse aussteigen ließ und am Ende eiskalt abschloss – 3:0, drei Sekunden vor dem Ende. Was für ein erstes Drittel der Eisbären Berlin!

Bekam im zweiten Drittel immer mehr zu tun: Eisbären-Goalie Jake Hildebrand (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

28 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da schlug Zürich direkt zurück. Jesper Frödén staubte erfolgreich zum 3:1 ab (21.). Damit lagen die Eisbären in der Gesamt-Addition nur noch einen Treffer vorne. Es blieb also weiterhin sehr spannend in diesem CHL-Viertelfinalrückspiel.
Die Berliner wirkten keinesfalls geschockt und hielten gut dagegen. Mit ihrem aggressiven Forechecking schafften sie es, Zürich immer mal wieder vom eigenen Tor fernzuhalten. Und vorne erspielte man sich in der Folge zwei richtig gute Möglichkeiten. Leider konnte man diese nicht nutzen, dass hätte die Nerven aller Beteiligten etwas beruhigt.
Kurz vorm ersten Powerbreak im zweiten Drittel die Gastgeber mit einer richtig guten Drangphase und guten Möglichkeiten, die Eisbären überstanden diese brenzlige Phase zum Glück ohne ein weiteres Gegentor.
Die Eisbären schafften es immer seltener für Entlastung zu sorgen. Einmal kam man aber auch mal wieder zum Abschluss, doch Leo Pföderl scheiterte mit einer richtig guten Chance. Solche Chancen hatten aber eher Seltenheitswert im Mitteldrittel.
Nach dem zweiten Powerbreak im zweiten Drittel drohte wieder Gefahr, denn Zürich war erneut in Überzahl. Bis auf zwei kleinere Situationen überstanden die Eisbären diese Unterzahl aber ohne größere Gefahr. Was wichtig in dieser Phase des Spiels war.
Doch der Druck der Hausherren wurde immer größer und die Eisbären mussten richtig hart arbeiten und dagegenhalten. Es war nun das erwartet schwere Rückspiel in Zürich. Und exakt 100 Sekunden vor dem Drittelende verkürzte Justin Sigrist auf 2:3 und glich somit insgesamt in diesem Duell aus (39.). Mit einer knappen 3:2-Führung für die Eisbären ging es anschließend in die zweite Drittelpause. Spannung pur hier in der Schweiz.

(Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Traumstart ins Schlussdrittel für die Eisbären. Jonas Müller mit dem Auge für Blaine Byron und der netzte vor dem Tor stehend zum 4:2 ein (43.). Doch die Zwei-Tore-Führung hielt nur ganze 22 Sekunden, denn dann schlug Zürich durch Juho Lammikko wieder zurück – 4:3 (43.). Was für ein Krimi in der Schweiz!
Danach entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, in dem es hin und her ging. Beide Teams suchten immer wieder den Abschluss. Einmal musste Jake Hildebrand in letzter Sekunde eingreifen, um den Ausgleich in dieser Partie und den Rückstand insgesamt zu verhindern.
Mitte des letzten Drittels gelang dann Zürich aber der Ausgleich. Sven Andrighetto verlud Jake Hildebrand zum 4:4 und schoss seine Mannschaft damit in Führung in diesem Viertelfinale (50.).
Nun waren die Eisbären wieder gefordert, wollten man hier noch das Halbfinale erreichen. Aber zunächst einmal musste man direkt danach in Unterzahl spielen, da Olivier Galipeau genau in der Szene sich eine vollkommen unnötige Strafzeit einhandelte. Zum einen fehlte er mitten in der Szene zum Gegentor und eben jetzt direkt danach. Die Eisbären überstanden diese Unterzahl aber zum Glück ohne weiteres Gegentor.
Die Eisbären mussten in der Folge hinten aufmachen, was Zürich zu nutzen wusste. Eiskalter Konter der Hausherren, an deren Ende Derek Grant zum 5:4 einnetzte (54.). Nun lagen die Gastgeber mit zwei Toren in der Gesamt-Addition vorne. Die Aufgabe für die Berliner wurde also immer schwerer.
Und die Hauptstädter hatten nichts mehr zu verlieren, weshalb Trainer Serge Aubin 4:28 Minuten vor dem Ende seinen Goalie Jake Hildebrand zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch den Eisbären fiel mit einem Mann mehr nicht viel ein, allerdings stand Zürich defensiv auch sehr kompakt und machte die gefährlichen Räume sehr gut zu. Zürich vergab in der Folge einige Male noch das leere Berliner Tor, somit blieb es am Ende bei der knappen 4:5-Niederlage für die Eisbären.
Damit endete die CHL-Reise für die Hauptstädter, die hadern dürften, weil man es erneut nicht schaffte, eine 3:0-Führung gegen Zürich über die Zeit zu bringen. Auch der Traumstart ins letzte Drittel gab nicht den nötigen Rückenwind. Am Ende waren die Schweizer eben doch die eine Klasse besser und bestraften jeden Fehler der Berliner eiskalt. Und doch wäre mehr drin gewesen…

Was bleibt am Ende? Den Eisbären Berlin zu danken für eine überragende CHL-Saison, welche erst im Viertelfinale ihr Ende fand. Und damit haben nur die aller wenigsten vor Saisonbeginn gerechnet. Die Berliner zeigten aber vom ersten Spiel an, dass sie die CHL diesmal ernst nehmen würden und das merkte man – mit Ausnahme vom Spiel in Fribourg – in jedem Spiel. Diese Europapokalsaison hat so viel Spaß gemacht, vor allem die Heimspiele im Welli, den wir alle wieder zum Beben gebracht haben. Allen voran aber für mich auch das Spiel in Sheffield. Also liebe Eisbären, heute dürft ihr noch traurig und enttäuscht sein. Aber morgen blickt ihr mit Stolz auf diese CHL-Saison zurück. Wir sind jedenfalls sehr stolz auf euch!

3:2 n.V.! Manuel Wiederer sichert den Eisbären den Zusatzpunkt – Leo Pföderl mit Doppelpack beim Ex-Verein

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #21:

Die Eisbären Berlin haben zurück in die Erfolgsspur gefunden. Am Sonntagnachmittag haben die Berliner ihr Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers nach hartem Kampf mit 3:2 n.V. (1:2,0:0,1:0/1:0) gewonnen. Leo Pföderl sorgte in der Schlussminute mit seinem zweiten Treffer dafür, dass dieses Spiel in die Verlängerung ging. In dieser avancierte Manuel Wiederer dann zum Matchwinner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm ein paar Veränderungen am Kader der Berliner vor. Jake Hildebrand stand gar nicht im Kader. Jonas Stettmer hütete das Tor, Linus Vieillard nahm als Back-up auf der Bank Platz. In der Defensive rückte Olivier Galipeau für Markus Niemeläinen in den Kader und verteidigte an der Seite von Mitch Reinke.
In der Offensive blieb lediglich die Pföderl-Boychuk-Ronning-Reihe zusammen. Marcel Noebels und Liam Kirk stürmten zusammen mit Blaine Byron. Gabriel Fontaine, Lean Bergmann und Freddy Tiffels wurden komplett neu zusammen gestellt. Und in der vierten Reihe spielten Maxim Schäfer, Manuel Wiederer und Yannick Veilleux.

Bei den Eisbären stellte sich vor dem Spiel heute die Frage, ob man bei den Franken die Torflaute beenden konnte. 119:23 Minuten war man vor dem heutigen Spiel ohne eigenes Tor. Da kam doch der heutige Gegner eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt, hatte man doch die letzten fünf Duelle gegen die Ice Tigers gewonnen. Folgte heute der sechste Streich?

Drehte die Partie im ersten Drittel mit seinem Doppelpack: Jeremy McKenna (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären legten gut los und belohnten sich für den guten Start auch früh mit dem 1:0. 2:48 Minuten waren gespielt, da beendete Leo Pföderl die torlose Zeit. Er war es auch, der das letzte Berliner Tor in Bremerhaven erzielt hatte. Gabriel Fontaine kam über links mit viel Speed ins Angriffsdrittel, fand den Ex-Nürnberger im Slot und die Nummer 93 netzte humorlos ein – 1:0 (3.).
Genau diesen Start hatten sich die Berliner gewünscht und das war vor allem für das Selbstvertrauen gut. Die Eisbären überzeugten in der Anfangsphase mit einem sehr guten Defensivspiel. Man ließ Nürnberg kaum mal gefährlich zum Abschluss kommen und machte die gefährlichen Räume gut zu. Vorne konnte man durch Pföderl das frühe 1:0 erzielen.
Diese Phase hielt rund zehn Minuten, dann wurde eine Strafzeit gegen die Eisbären angezeigt und Nürnberg konnte sich mit dem sechsten Mann im Angriffsdrittel festsetzen. Nürnberg ließ die Scheibe gut laufen, suchte immer wieder Jeremy McKenna. Dessen erster Onetimer flog am Tor vorbei, doch der zweite schlug hinter Stettmer ein. Das war stark von Nürnberg gespielt und so glichen die Hausherren zum 1:1 aus (10.).
Von diesem Moment an gab es einen Bruch im Spiel der Eisbären, die im Anschluss komplett den Faden verloren hatten. Nürnberg holte sich durch das 1:1 neues Selbstvertrauen und wurde minütlich stärker. Und Nürnberg hatte danach sein erstes „richtiges“ Powerplay, wo sie praktisch die Kopie des Spielzuges, der zum 1:1 führte, nochmal aufzogen. Erneut kam die Scheibe zu Jeremy McKenna, welcher erneut per Onetimer erfolgreich war – 1:2 (15.).
Nürnberg hatte das Spiel gedreht und die Berliner liefen in dieser Phase gefühlt nur hinterher und leisteten sich zudem zu viele Turnover. Der Rückstand von 1:2 nach 20 Minuten war daher absolut verdient.

Schockte seinen Ex-Verein mit dem 2:2 53 Sekunden vor dem Ende des Spiels: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel die Eisbären mit ihrem ersten Powerplay und der Chance zum schnellen Ausgleich. Man ließ die Scheibe gut laufen und zweimal wurde es auch brenzlig vor Niklas Treutle, aber die Ice Tigers überstanden diese Unterzahl schadlos.
Fortan ein Spiel, was über weite Strecken nur in eine Richtung ging – und zwar in die des Nürnberger Tores. Die Eisbären durchaus bemüht und auch mit Abschlüssen. Aber Nürnberg verteidigte das einerseits mit viel Leidenschaft, anderseits wollten es die Eisbären in manchen Situationen mal wieder zu schön spielen. Das typische komplizierte Spiel der Eisbären mal wieder.
Nürnberg wurde erstmals Mitte des zweiten Drittels gefährlich, aber Jonas Stettmer war auf der Höhe und hielt die Berliner im Spiel. Eine Zwei-Tore-Führung wäre in diesem Moment auch alles andere als verdient gewesen.
Nürnberg dann nochmal mit einem Powerplay zum Ende des zweiten Drittels und da wussten die Eisbären, auf welchen Spieler bzw. welchen Spielzug sie aufpassen müssen. Diesmal klappte es besser und die Hauptstädter überstanden die Unterzahl ohne weiteres Gegentor. So lag man auch nach 40 Minuten weiterhin mit 1:2 hinten. Noch war nichts verloren und die Eisbären durchaus sehr bemüht, doch noch fehlte ihnen das nötige Glück im Abschluss.

Sorgte für den Zusatzpunkt in Nürnberg: Manuel Wiederer (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch das Schlussdrittel hätte beinahe mit dem Schock für die Eisbären begonnen. Scheibenverlust der Eisbären, die Scheibe kommt zu McKenna, aber Stettmer war hellwach. Das wäre ein Nackenschlag gewesen, von dem die Berliner sich nur schwer hätten erholen können.
Die Franken kurz darauf mit dem nächsten Powerplay, Alarmstufe Rot also für die Eisbären. Und Nürnberg schnupperte erneut am dritten Treffer, doch erneut überstanden die Eisbären die Unterzahl ohne Gegentor.
Kaum wieder komplett versuchten die Eisbären wieder ihr Glück und diesmal standen die Eisbären kurz vor dem Ausgleich, aber Jonas Müller hatte etwas zu genau gezielt – Latte! Die Zeit lief gegen die Eisbären, welche ordentlich Druck machten, aber Nürnberg hielt mit allem dagegen, was sie zur Verfügung hatten.
Serge Aubin nahm in der Schlussphase seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und die letzte Minute brach an. Leo Pföderl bekam die Scheibe oben zugespielt und wenn sich einer auf dieser Eisfläche und in dieser Arena auskennt, dann ist es die Nummer 93. Leo schaute kurz und nahm dann Maß. Mit Erfolg, denn die Scheibe schlug im Winkel ein – 2:2 (60.). 53 Sekunden vor dem Ende schockte Pföderl seinen Ex-Club. Aber der Ausgleich war mehr als verdient, denn die Eisbären hatten klare Vorteile gehabt. So rettete Pföderl die Eisbären in die Verlängerung und sorgte damit schon mal für einen Zähler.

Und die Overtime dauerte gerade einmal 110 Sekunden, ehe Manuel Wiederer einen Konter eiskalt mit dem 3:2 abgeschlossen hatte. Wiederer hatte Tempo aufgenommen und fuhr zusammen mit Fredy Tiffels den Zwei-auf-eins-Konter. Da der Passweg zugestellt war, entschied sich die Nummer 21 dafür, selbst abzuschließen. Was am Ende auch die richtige Entscheidung war, denn mit seinem Schuss sicherte Wiederer den Eisbären den Zusatzpunkt im Frankenland.
Am Ende ein Sieg des unbedingten Willens. Die Eisbären gaben nie auf und liefen immer wieder an. Nicht immer traf man dabei die richtigen Entscheidungen, aber auch davon ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende wurde man für diese Geduld mit zwei Punkten belohnt. Das auch heute nicht alles gut war, wissen die Spieler selbst. Aber letztendlich zählt jetzt erstmal nur der Sieg. Somit geht man mit einem guten Gefühl ins Hinspiel des CHL-Viertelfinales gegen die ZSC Lions. Da wartet ein sehr harter Brocken auf die Eisbären Berlin.

4:1 am Seilersee: Die Eisbären Berlin mit einem Sechs-Punkte-Wochenende zum Saisonstart!

Traumstart für die Eisbären Berlin in die neue Saison! Bei den Iserlohn Roosters setzte sich der amtierende deutsche Meister am Ende verdient mit 4:1 (1:1,1:0,2:0) durch und machte damit das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Defensiv ließ man erneut wenig zu und offensiv erwies man sich einmal mehr als eiskalt, was am Ende zu drei Punkten führte. Und doch gibt es nach wie vor noch Luft nach oben im Spiel der Hauptstädter. Aber noch sind wir ja auch erst am Anfang einer langen Saison.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Team nur auf einer Position – das aber aus einem sehr schönen Grund. Denn Jake Hildebrand und seine Frau erwarten die Geburt ihres Babys, weshalb Hildebrand bereits zurück nach Berlin gereist war. Für ihn rückte Jons Stettmer zwischen die Pfosten, Linus Vieillard nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Der Saisonstart war aus Sicht der beiden Vereine unterschiedlich: Während die Berliner deutlich mit 6:2 in Köln gewannen, verloren die Sauerländer nach hartem Kampf mit 5:7 gegen München. Eine weitere Niederlage wollten die Roosters daher heute vermeiden.
In der vorherigen Saison gewannen die Eisbären drei der vier Duelle, davon beide Spiele am Seilersee. Folgte heute ein weiterer Sieg in Iserlohn oder behielten die Roosters die Oberhand?

Da war der Welt für Iserlohn noch in Ordnung. Noel Saffran erzielte das 1:0 für die Gastgeber. (Foto: slapshotbambi/Nadine)

Für Kapitän Kai Wissmann war es eine besondere Partie, denn er absolvierte sein 400. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Die Gastgeber erwischten genau den Start, den sie sich gewünscht haben. Keine drei Minuten war die Partie alt, da schaltete Iserlohn perfekt um. Lennard Nieleck und Noel Saffran mit dem perfekten Konter und Saffran mit dem frühen 0:1 aus Berliner Sicht. Erleben wir diese Saison eine neue Geschichte? Sonst treffen gerne ehemalige Eisbären-Spieler gegen ihren Ex-Verein, jetzt haben wir an beiden Spieltagen bereits Spieler, die ihr erstes DEL-Tor gegen die Berliner schießen. Reicht dann auch wieder damit, solche Einladungen gibt es nur am Auftakt-Wochenende vom deutschen Meister verteilt!
Die Eisbären zeigten sich davon unbeeindruckt und machten fortan Druck auf das Iserlohner Tor, doch deren Defensive stand bis hierhin sehr kompakt und ließ wenig Gefährliches der Berliner zu.
Es blieb auch in der Folge ein munteres Spiel, in dem die Eisbären Vorteile hatten und folgerichtig in der 14. Spielminute den Ausgleich durch Manuel Wiederer erzielten. Die Nummer 21 hatte da trocken abgezogen und Andreas Jenike im Iserlohner Tor keine Chance gelassen.
Die Hausherren hätten wenig später auf den Ausgleich antworten können, hatte man doch das erste Powerplay des Spiels. Iserlohn schnürte die Eisbären auch fast die gesamten zwei Minuten im eigenen Drittel ein, aber das Penalty Killing der Eisbären mit starker Arbeit in Unterzahl, weshalb es ohne Gegentor überstanden wurde. So blieb es beim 1:1 nach dem ersten Drittel in einer sehr unterhaltsamen Partie.

Musste beim Saisondebüt nur einmal hinter sich greifen: Goalie Jonas Stettmer (Foto: slapshotbambi/Nadine)

Auch das zweite Drittel begann wieder sehr schwungvoll von beiden Teams. Sowohl Iserlohn als auch die Eisbären setzten die ersten Duftmarken in der Offensive. Den Berlinern bot sich dann früh im Mitteldrittel die Chance in Überzahl zu agieren. Am Freitag traf man einmal in Überzahl in Köln und heute nutzte man direkt das erste Powerplay. Liam Kirk mit dem Querpass rüber auf Blaine Byron und der sorgte für die erstmalige Führung der Eisbären an diesem Nachmittag – 2:1 (23.). Auch heute also Neuzugang Kirk wieder mit einem Scorerpunkt, starker Saisonstart von der Nummer 94!
Fortan blieb es eine sehr intensive Partie, in der es hin und her ging. Iserlohn machte sich derweil das Leben selbst unnötig schwer, denn man kassierte die nächste Strafzeit in dieser Partie. Doch diesmal konnten die Berliner das Powerplay nicht nutzen und somit blieb es weiterhin sehr spannend am Seilersee.
In der Folge passierte nicht mehr viel aufregendes. Die Eisbären waren nach wie vor die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich dabei jetzt aber eine Vielzahl an Chancen zu erarbeiten. Dafür ließ man aber auch von Iserlohn nichts zu. So blieb es bei der knappen aber absolut verdienten 2:1-Führung für die Hauptstädter nach 40 Minuten.

Viermal zappelte die Scheibe im Iserlohner Tor. (Foto: slapshotbambi/Nadine)

Zu Beginn des Schlussdrittels schnupperten die Gastgeber plötzlich am Ausgleich. Zunächst parierte Jonas Stettmer einen Schuss, kurz darauf schepperte es am Aluminium. Glück für die Eisbären!
Die erwiesen sich wenig später wie am Freitag als eiskalt vor dem Tor. Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären über Manuel Wiederer und Freddy Tiffels. Ein Iserlohner Verteidiger machte den Passweg zu, weshalb es Wiederer selbst machte und auf 3:1 stellte (48.). Damit sorgte man erst einmal für Ruhe am Seilersee, denn die Fans waren vor allem nach dem Pfostentreffer nochmal voller Hoffnung, hier etwas Zählbares gegen den Meister aus der Partie mitzunehmen.
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Gabriel Fontaine, welche per Abstauber in Überzahl auf 4:1 stellte (53.). Bereits der dritte Treffer des Neuzugangs im zweiten DEL-Spiel – was für ein Einstand der Nummer 97!
Trotz der deutlichen Führung spielten die Eisbären weiter nach vorne und wollten auch noch das fünfte Tor erzielen. Das blieb ihnen jedoch verwehrt. Somit blieb es beim 4:1-Sieg, der den Eisbären ein Sechs-Punkte-Wochenende beschert.

Die Spieler der Eisbären Berlin hatten am Wochenende jede Menge Grund zum Jubeln. (Foto: slapshotbambi/Nadine)

Und damit haben die Berliner bereits am ersten DEL-Wochenende wieder angedeutet, dass der Meistertitel nur über sie geht. Zwei schwere Auswärtsspiele am Ende souverän gewonnen, dabei zehn Tore erzielt und nur ganze drei Gegentreffer kassiert. Spielerisch war das schon wieder sehr ansehnlich, wenn gleich die Spieler selbst sagen, dass da noch viel Luft nach oben ist. Die Neuzugänge haben ihr Können bereits angedeutet und sorgen damit für ein rundum gelungenes erstes Saison-Wochenende!