3:2 n.V.! Manuel Wiederer sichert den Eisbären den Zusatzpunkt – Leo Pföderl mit Doppelpack beim Ex-Verein

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #21:

Die Eisbären Berlin haben zurück in die Erfolgsspur gefunden. Am Sonntagnachmittag haben die Berliner ihr Auswärtsspiel bei den Nürnberg Ice Tigers nach hartem Kampf mit 3:2 n.V. (1:2,0:0,1:0/1:0) gewonnen. Leo Pföderl sorgte in der Schlussminute mit seinem zweiten Treffer dafür, dass dieses Spiel in die Verlängerung ging. In dieser avancierte Manuel Wiederer dann zum Matchwinner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm ein paar Veränderungen am Kader der Berliner vor. Jake Hildebrand stand gar nicht im Kader. Jonas Stettmer hütete das Tor, Linus Vieillard nahm als Back-up auf der Bank Platz. In der Defensive rückte Olivier Galipeau für Markus Niemeläinen in den Kader und verteidigte an der Seite von Mitch Reinke.
In der Offensive blieb lediglich die Pföderl-Boychuk-Ronning-Reihe zusammen. Marcel Noebels und Liam Kirk stürmten zusammen mit Blaine Byron. Gabriel Fontaine, Lean Bergmann und Freddy Tiffels wurden komplett neu zusammen gestellt. Und in der vierten Reihe spielten Maxim Schäfer, Manuel Wiederer und Yannick Veilleux.

Bei den Eisbären stellte sich vor dem Spiel heute die Frage, ob man bei den Franken die Torflaute beenden konnte. 119:23 Minuten war man vor dem heutigen Spiel ohne eigenes Tor. Da kam doch der heutige Gegner eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt, hatte man doch die letzten fünf Duelle gegen die Ice Tigers gewonnen. Folgte heute der sechste Streich?

Drehte die Partie im ersten Drittel mit seinem Doppelpack: Jeremy McKenna (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären legten gut los und belohnten sich für den guten Start auch früh mit dem 1:0. 2:48 Minuten waren gespielt, da beendete Leo Pföderl die torlose Zeit. Er war es auch, der das letzte Berliner Tor in Bremerhaven erzielt hatte. Gabriel Fontaine kam über links mit viel Speed ins Angriffsdrittel, fand den Ex-Nürnberger im Slot und die Nummer 93 netzte humorlos ein – 1:0 (3.).
Genau diesen Start hatten sich die Berliner gewünscht und das war vor allem für das Selbstvertrauen gut. Die Eisbären überzeugten in der Anfangsphase mit einem sehr guten Defensivspiel. Man ließ Nürnberg kaum mal gefährlich zum Abschluss kommen und machte die gefährlichen Räume gut zu. Vorne konnte man durch Pföderl das frühe 1:0 erzielen.
Diese Phase hielt rund zehn Minuten, dann wurde eine Strafzeit gegen die Eisbären angezeigt und Nürnberg konnte sich mit dem sechsten Mann im Angriffsdrittel festsetzen. Nürnberg ließ die Scheibe gut laufen, suchte immer wieder Jeremy McKenna. Dessen erster Onetimer flog am Tor vorbei, doch der zweite schlug hinter Stettmer ein. Das war stark von Nürnberg gespielt und so glichen die Hausherren zum 1:1 aus (10.).
Von diesem Moment an gab es einen Bruch im Spiel der Eisbären, die im Anschluss komplett den Faden verloren hatten. Nürnberg holte sich durch das 1:1 neues Selbstvertrauen und wurde minütlich stärker. Und Nürnberg hatte danach sein erstes „richtiges“ Powerplay, wo sie praktisch die Kopie des Spielzuges, der zum 1:1 führte, nochmal aufzogen. Erneut kam die Scheibe zu Jeremy McKenna, welcher erneut per Onetimer erfolgreich war – 1:2 (15.).
Nürnberg hatte das Spiel gedreht und die Berliner liefen in dieser Phase gefühlt nur hinterher und leisteten sich zudem zu viele Turnover. Der Rückstand von 1:2 nach 20 Minuten war daher absolut verdient.

Schockte seinen Ex-Verein mit dem 2:2 53 Sekunden vor dem Ende des Spiels: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel die Eisbären mit ihrem ersten Powerplay und der Chance zum schnellen Ausgleich. Man ließ die Scheibe gut laufen und zweimal wurde es auch brenzlig vor Niklas Treutle, aber die Ice Tigers überstanden diese Unterzahl schadlos.
Fortan ein Spiel, was über weite Strecken nur in eine Richtung ging – und zwar in die des Nürnberger Tores. Die Eisbären durchaus bemüht und auch mit Abschlüssen. Aber Nürnberg verteidigte das einerseits mit viel Leidenschaft, anderseits wollten es die Eisbären in manchen Situationen mal wieder zu schön spielen. Das typische komplizierte Spiel der Eisbären mal wieder.
Nürnberg wurde erstmals Mitte des zweiten Drittels gefährlich, aber Jonas Stettmer war auf der Höhe und hielt die Berliner im Spiel. Eine Zwei-Tore-Führung wäre in diesem Moment auch alles andere als verdient gewesen.
Nürnberg dann nochmal mit einem Powerplay zum Ende des zweiten Drittels und da wussten die Eisbären, auf welchen Spieler bzw. welchen Spielzug sie aufpassen müssen. Diesmal klappte es besser und die Hauptstädter überstanden die Unterzahl ohne weiteres Gegentor. So lag man auch nach 40 Minuten weiterhin mit 1:2 hinten. Noch war nichts verloren und die Eisbären durchaus sehr bemüht, doch noch fehlte ihnen das nötige Glück im Abschluss.

Sorgte für den Zusatzpunkt in Nürnberg: Manuel Wiederer (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch das Schlussdrittel hätte beinahe mit dem Schock für die Eisbären begonnen. Scheibenverlust der Eisbären, die Scheibe kommt zu McKenna, aber Stettmer war hellwach. Das wäre ein Nackenschlag gewesen, von dem die Berliner sich nur schwer hätten erholen können.
Die Franken kurz darauf mit dem nächsten Powerplay, Alarmstufe Rot also für die Eisbären. Und Nürnberg schnupperte erneut am dritten Treffer, doch erneut überstanden die Eisbären die Unterzahl ohne Gegentor.
Kaum wieder komplett versuchten die Eisbären wieder ihr Glück und diesmal standen die Eisbären kurz vor dem Ausgleich, aber Jonas Müller hatte etwas zu genau gezielt – Latte! Die Zeit lief gegen die Eisbären, welche ordentlich Druck machten, aber Nürnberg hielt mit allem dagegen, was sie zur Verfügung hatten.
Serge Aubin nahm in der Schlussphase seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und die letzte Minute brach an. Leo Pföderl bekam die Scheibe oben zugespielt und wenn sich einer auf dieser Eisfläche und in dieser Arena auskennt, dann ist es die Nummer 93. Leo schaute kurz und nahm dann Maß. Mit Erfolg, denn die Scheibe schlug im Winkel ein – 2:2 (60.). 53 Sekunden vor dem Ende schockte Pföderl seinen Ex-Club. Aber der Ausgleich war mehr als verdient, denn die Eisbären hatten klare Vorteile gehabt. So rettete Pföderl die Eisbären in die Verlängerung und sorgte damit schon mal für einen Zähler.

Und die Overtime dauerte gerade einmal 110 Sekunden, ehe Manuel Wiederer einen Konter eiskalt mit dem 3:2 abgeschlossen hatte. Wiederer hatte Tempo aufgenommen und fuhr zusammen mit Fredy Tiffels den Zwei-auf-eins-Konter. Da der Passweg zugestellt war, entschied sich die Nummer 21 dafür, selbst abzuschließen. Was am Ende auch die richtige Entscheidung war, denn mit seinem Schuss sicherte Wiederer den Eisbären den Zusatzpunkt im Frankenland.
Am Ende ein Sieg des unbedingten Willens. Die Eisbären gaben nie auf und liefen immer wieder an. Nicht immer traf man dabei die richtigen Entscheidungen, aber auch davon ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende wurde man für diese Geduld mit zwei Punkten belohnt. Das auch heute nicht alles gut war, wissen die Spieler selbst. Aber letztendlich zählt jetzt erstmal nur der Sieg. Somit geht man mit einem guten Gefühl ins Hinspiel des CHL-Viertelfinales gegen die ZSC Lions. Da wartet ein sehr harter Brocken auf die Eisbären Berlin.

1:2 in Bremerhaven! Die Eisbären verlieren das Spitzenspiel trotz Traumstart

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #19:

Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel in der PENNY DEL bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven knapp mit 1:2 (1:2,0:0,0:0) verloren. Eine Niederlage, die man sich selbst zuzuschreiben hatte. Die Eisbären hatten über weite Strecken ein optisches Übergewicht und schnürten die Pinguins ins eigene Drittel ein, doch dort mangelte es dann an der nötigen Kreativität, um das Defensiv-Bollwerk mal in ernsthafte Gefahr zu bringen. Dabei war vor dem Spiel klar gewesen, dass man auf die mit Abstand beste Defensive der Liga treffen würde. Ein weiterer Fakt, weshalb die Partie verloren ging, fand man am Ende aber auch bei den beiden Hauptschiedsrichtern, die dem 2:0 die Anerkennung verweigerten. Gibt man dieses Tor, nimmt das Spiel vermutlich einen gänzlich anderen Verlauf. Mehr dazu aber im Verlauf des Spielberichtes.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm erneut nur minimale Veränderungen am Line-up seiner Mannschaft vor. Während im Tor und der Defensive alles beim alten blieb, rückte in der Offensive Maxim Schäfer ins Line-up und ersetzte dort Eric Hördler. Schäfer stürmte zusammen mit Lean Bergmann und Manuel Wiederer. Yannick Veilleux rückte dadurch in die Reihe zu Blaine Byron und Freddy Tiffels.

Es war die Final-Neuauflage und das an dem Ort, an dem die Eisbären in der vergangene Saison die zehnte deutsche Meisterschaft perfekt machten. In dieser Saison war es aber bereits das zweite Aufeinandertreffen der letztjährigen DEL-Finalisten. In Berlin setzten sich die Eisbären damals knapp durch. Auch heute erwarteten beide Mannschaften wieder eine hart umkämpfte und sehr enge Partie.

Leo Pföderl sorgte für den Traumstart in Bremerhaven nach gerade einmal 37 Sekunden. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch die Eisbären legten wie die Feuerwehr los und gingen nach gerade einmal 37 Sekunden in Führung. Ty Ronning mit dem Auge für Leo Pföderl und der ließ sich nicht zweimal bitten – 1:0 (1.).
Gerade die Anfangsphase musst du als Gast in Bremerhaven überstehen, wenn du von dort etwas mit nach Hause nehmen willst. Den Berlinern gelang der Blitzstart und sie legten nur kurze Zeit später bereits das vermeintliche 2:0 nach. Justin Büsing düpierte seinen eigenen Goalie und plötzlich stand es 2:0 für die Eisbären. Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden auf dem Eis auf Tor und fuhren anschließend zum Videobeweis. Dort muss dann das Gegenteil bewiesen werden, um den Treffer wieder abzuerkennen. Auf dem Video ist aber nicht hundertprozentig zu erkennen, ob die Scheibe nun in vollem Umfang über der Linie war oder nicht. Und wenn man die On-Ice-Entscheidung nicht zweifelsfrei widerlegen kann, gilt die On-Ice-Entscheidung. Jedoch nicht bei den beiden Hauptschiedsrichtern. So blieb es weiter beim 1:0. Eine sehr strittige Entscheidung…
Danach kamen die Special Teams ins Spiel. Die Eisbären mit zwei schnellen Strafzeiten nacheinander und Bremerhaven damit mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und das die Pinguins Powerplay spielen können, ist jedem Verein bekannt. Bremerhaven ließ die Scheibe sehr gut laufen, Jan Urbas legte am Ende für Phillip Bruggisser auf und der hämmerte die Scheibe ins Netz – 1:1 (8.).
Die Gastgeber auch danach weiter in Überzahl, erneut lief die Scheibe sehr gut und dann hatte Bruggisser oben zu viel Platz. Und der Blueliner lässt sich nicht zweimal bitten und nutzte auch diese Chance eiskalt aus – 1:2 (9.).
Nach dem Traumstart der Berliner nun also die kalte Dusche und genau das, was man vermeiden wollte. Einen Rückstand im ersten Drittel in Bremerhaven. Aber noch war ja genügend Zeit, das Spiel wieder zu drehen. Und man bekam dann auch die XXL-Chance zum Ausgleich, denn nun waren die Berliner zwei Mann mehr auf dem Eis. Die Formation fand man auch, aber dann spielte man es zu langsam und zu kompliziert. Man fand kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Pinguins, die das aber auch sehr leidenschaftlich verteidigten. Dennoch muss bei fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis wesentlich mehr Gefahr entstehen. Die Eisbären ließen in Überzahl die nötige Kreativität vermissen und lagen somit nach 20 Minuten mit 1:2 hinten.

War am Ende mit seinen beiden Treffern der Matchwinner im Spitzenspiel: Verteidiger Phillip Bruggisser (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel war es dann ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und das merkte man auch in den Zweikämpfen auf dem Eis. Beide suchten immer mal wieder den Weg in die Offensive, kamen aber auch dort nicht so richtig durch. Vor allem die Eisbären hatten im zweiten Drittel über weite Strecken ein optisches Übergewicht, drängten die Hausherren immer wieder ins eigene Drittel. Doch dann kam wieder das Problem der fehlenden Kreativität im Offensivspiel zum Vorschein. Die Eisbären schafften es einfach nicht Lösungen zu finden, um die beste Defensive in Gefahr zu bringen. Die Schüsse waren für Kristers Gudlevskis meist zu einfach zu sehen, weil man sich zu selten vor dem Tor platzierte. Manchmal nahm man aber auch die Schüsse zum falschen Zeitpunkt, als die Bremerhavener Verteidiger fast schon zum blocken am Boden waren. Man traf zu oft die falschen Entscheidungen und spielte es zudem nach meinem Gefühl auch zu langsam. So lag man auch nach 40 Minuten weiterhin mit 1:2 hinten.

So wirklich in Gefahr bringen konnten die Eisbären sein Tor nicht: Kristers Gudlevskis (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es dann weiter hart umkämpft zur Sache. Während die Eisbären den Ausgleich erzielten wollten, wollte Bremerhaven natürlich das vorentscheidende 3:1 erzielen. Das Spiel lebte vor allem von seiner Spannung in dieser Phase. Die Eisbären investierten im letzten Drittel auch nochmal alles, rannten immer wieder an und kamen auch zu Chancen, aber Kristers Gudlevskis bewies einmal mehr seine Extra-Klasse. Was auch für die Pinguins-Defensive galt, die leidenschaftlich verteidigte und den Eisbären so das Leben schwer machte.
Aber ich bleibe dabei, wenn du mit etwas mehr Kreativität spielst – und die ist notwendig gegen so eine starke Abwehr – kannst du Bremerhaven ins Wanken bringen. Und den Eisbären bot sich in der Schlussphase auch nochmal die große Chance in Überzahl, aber am Ende war es eben so ein Spiel, wo du noch gefühlt drei weitere Drittel hättest spielen können, du hättest den Ausgleich nicht erzielt.
Die Eisbären nahmen in der Schlussphase dann auch noch Goalie Jake Hildebrand vom Eis, allerdings verloren die Eisbären just in dem Moment die Scheibe, aber Bremerhaven schaffte es nicht, die Scheibe im leeren Berliner Tor zu versenken. Da es die Eisbären in den letzten Sekunden aber auch nicht mehr schafften, das 2:2 zu erzielen, stand am Ende die erst zweite Niederlage nach 60 Minuten in dieser Saison. Auswärts war es sogar die erste nach 60 Minuten.

Wenn man die Gründe aus der Einleitung noch ergänzen will, dann wären es noch die Special Teams, welche am Ende eine großen Anteil am Ausgang des Spiels hatten. Während Bremerhaven das Spiel in doppelter Überzahl drehte, schafften es die Eisbären in ihrer doppelten Überzahl nicht, mal gefährlich vor das Tor von Kristers Gudlevskis zu kommen. Solange man am Ende die wichtigen Spiele gegen Bremerhaven gewinnt, kann man diese Niederlage verschmerzen. Und doch bleibt ein fader Beigeschmack hängen…

5:3 nach 1:3! Die Eisbären erkämpfen sich drei Punkte in Düsseldorf

Die Eisbären Berlin bleiben weiter in der Erfolgsspur. Am Freitagabend setzte sich der Tabellenführer mit 5:3 (0:2,3:1,2:0) beim Tabellenletzten Düsseldorfer EG durch. Die DEG verlangte den Eisbären alles ab und lag zweimal mit zwei Toren vorne, doch am Ende fanden die Eisbären mal wieder einen Weg, um ein Spiel zu gewinnen. So bleibt es auch nach 18 Spielen dabei, dass die Berliner erst drei Spiele in dieser Saison verloren haben. Und nur eins davon nach regulärer Spielzeit. Wow, was für ein Lauf der Eisbären!

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum CHL-Spiel gegen Sheffield wieder ein wenig. Im Tor begann Jonas Stettmer, Jake Hildebrand bekam eine Pause. In der Defensive fehlte Olivier Galipeau als überzähliger Importspieler. In der Offensive blieb lediglich die Ronning-Boychuk-Pföderl-Reihe zusammen. Gabriel Fontaine und Liam Kirk bekamen heute Marcel Noebels an ihre Seite. Freddy Tiffels, der in der CHL noch in der Reihe stürmte, bildete heute zusammen mit Eric Hördler und Blaine Byron eine komplett neue Reihe. Und Yannick Veilleux und Manuel Wiederer bekamen heute Lean Bergmann an ihre Seite.

Wurde es heute wieder so dramatisch wie beim ersten Aufeinandertreffen in der Hauptstadt? Damals ging die DEG in der 59. Spielminute mit 3:2 in Führung, doch am Ende verlor Düsseldorf das Spiel noch in der Verlängerung. Leo Pföderl hatte die Berliner 13 Sekunden vor dem Ende noch in die Overtime gerettet, in der Jonas Müller für den Zusatzpunkt sorgte.

War im ersten Drittel nicht zu überwinden: DEG-Goalie Henrik Haukeland (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Berliner trafen auf eine arg dezimierte DEG, die gerade einmal drei Reihen zur Verfügung hatte. Dazu war es das Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenersten. Alles sprach also im Vorfeld für den CHL-Viertelfinalisten. Und der legte auch erwartet schwungvoll los und suchte immer wieder den Weg Richtung DEG-Tor. Aber auch Düsseldorf versteckte sich nicht und tauchte auch immer mal wieder im Berliner Drittel auf. Und nach knapp fünf Minuten ging das Schlusslicht in Führung. Jakub Borzecki mit dem 1:0 für die DEG.
Auch wenn die Eisbären das schwungvoll spielten in der Anfangsphase, so machte es ihnen die DEG schwer, mal eine Lücke im Defensivverbund zu finden. Genau diese Lücke hatte Borzecki früh im Spiel gefunden.
Die Hauptstädter zeigten sich jedoch unbeeindruckt und drückten Düsseldorf fortan ins eigene Drittel. Und die Chancen wurden minütlich zwingender, der Ausgleich lag so ein wenig in der Luft. Und Mitte des ersten Drittels bot sich den Eisbären die dicke Chance in Überzahl, wo sie das beste Team der Liga sind. Doch auch in diesem gelang den Eisbären kein Tor, weil es die DEG aber auch gut verteidigte.
Kurz darauf konnte Düsseldorf mal für Entlastung sorgen, denn nun waren die Hausherren in Überzahl. Doch auch die DEG blieb ohne Torerfolg im Powerplay.
Dafür legten die Gastgeber bei Fünf-gegen-fünf nach. Sinan Akdag brachte die Scheibe von oben einfach mal auf das Tor, vor Jonas Stettmer war viel Verkehr, weshalb der Berliner Goalie die Scheibe spät sah – 0:2 (17.).
Die DEG erwies sich als eiskalt vor dem Tor und hinten verteidigte man mit enorm viel Leidenschaft, blockte viele Schüsse und versuchte die Eisbären aus den gefährlichen Räumen fernzuhalten. Und dann hatte man noch einen glänzend aufgelegten Henrik Haukeland zwischen den Pfosten. So führte Düsseldorf mit 2:0 nach dem ersten Drittel.

Erzielte in Düsseldorf sein erstes DEL-Tor: Korbinian Geibel (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Wer im zweiten Drittel mit einer Aufholjagd der Eisbären gerechnet hatte, der hatte die Rechnung ohne die DEG gemacht. Die tauchten in der Anfangsphase zweimal vor Jonas Stettmer auf und schon brannte es lichterloh vor dem Berliner Tor. Zum Glück für die Eisbären kassierte man in diesen Szenen kein weiteres Gegentor.
Und die Eisbären? Die kamen nach rund fünf Minuten zum Anschlusstreffer. Liam Kirk wurde im Slot angespielt und überwand Haukeland – 2:1 (25.).
Aber die DEG zeigte sich keinesfalls geschockt und stellte den alten Abstand wieder her. Die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte überhaupt nicht und Paul Postma stellte auf 3:1 (27.).
Doch auch die Eisbären ließen nicht lange mit der Antwort auf sich warten. Korbinian Geibel mit dem ersten DEL-Tor und dem erneuten Anschlusstreffer für die Hauptstädter – 3:2 (29.).
Im Powerplay waren die Gäste dann dicht dran am Ausgleich, aber Henrik Haukeland ließ diesen nicht zu. Die große Frage war inzwischen die, wie lange die dezimierte DEG das hier durchhalten würde. Denn der Druck der Eisbären würde in der Folge nicht kleiner werden. Und die Berliner schnürten die Rheinländer auch fortan im eigenen Drittel ein. Mit Erfolg, denn Mitch Reinke mit dem Treffer von der blauen Linie – 3:3 (36.). Was für eine Moral in der Mannschaft, die hier zweimal mit zwei Toren hinten lag.
Es war inzwischen deutlich zu sehen, dass Düsseldorf dem Tempo der Eisbären nicht mehr folgen und sich kaum mehr aus dem eigenen Drittel befreien konnte. Der Spielstand war daher inzwischen auch so in Ordnung und die Berliner arbeiteten inzwischen an der Führung, welche aber im Mitteldrittel nicht mehr gelingen sollte. Beim Stand von 3:3 ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Erzielte den Siegtreffer für die Eisbären Berlin in Düsseldorf: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären machten im Schlussdrittel aber nicht so druckvoll weiter, sondern konzentrierten sich in erster Linie auf eine kompakte Defensive, aus der man dann seine Angriffe fuhr. Dort warteten die Eisbären geduldig auf die eine entscheidende Chance, um das Spiel endgültig zu drehen.
Insgesamt war das letzte Drittel eher ein Geduldsspiel, weil beide Teams vorrangig auf Sicherheit bedacht waren. Keiner wollte den einen Fehler machen, der das Spiel wohlmöglich entscheiden würde.
Sieben Minuten vor dem Ende kassierte Ex-Eisbär Bennet Roßmy eine Strafzeit und ermöglichte seinen ehemaligen Kollegen somit die dicke Chance zur erstmaligen Führung an diesem Abend. Aber Düsseldorf überstand die Unterzahl dank einer sehr leidenschaftlichen Defensivarbeit.
Doch vier Minuten vor dem Ende hatte Mitch Reinke das Auge für den freien Leo Pföderl, spielte ihn an und die Nummer 93 brachte die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 4:3 (57.).
DEG-Trainer Steven Reinprecht nahm 2:35 Minuten vor dem Ende seine Auszeit und zog zudem Goalie Henrik Haukeland vom Eis. Fortan versuchte es Düsseldorf also mit sechs Mann gegen den Tabellenführer. Doch das nutzten die Eisbären zur endgültigen Entscheidung. Yannick Veilleux mit dem Empty Netter – 5:3 (59.). Die Berliner hatten also erneut einen Weg gefunden, ein DEL-Spiel zu gewinnen. Diese Moral ist einfach unglaublich. Aber dennoch auch ein großes Lob an die DEG, die trotz arger Personalsorgen den Eisbären einen großen Kampf lieferte, am Ende aber dann doch den Kürzeren zog.

5:2! Die Eisbären Berlin feiern einen souveränen Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #16:

Die Eisbären Berlin melden sich mit einem Sieg aus der Länderspielpause zurück: Gegen die Löwen Frankfurt feierten die Berliner einen souveränen und absolut verdienten 5:2-Sieg. Damit gelang den Hauptstädtern die Generalprobe vor dem CHL-Rückspiel gegen die Sheffield Steelers am Dienstagabend im altehrwürdigen Wellblechpalast.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte seine Offensivreihen für das heutige Spiel im Vergleich zum letzten DEL-Spiel gegen Schwenningen. In der Defensive blieben die Pärchen zusammen, einzig Rio Kaiser rückte als siebter Verteidiger ins Line-up. Jake Hildebrand hütete das Berliner Tor.
Manuel Wiederer bildete zusammen mit Liam Kirk und Freddy Tiffels eine Sturmreihe. Lean Bergmann und Blaine Byron bekamen heute Marcel Noebels an ihre Seite. Yannick Veilleux und Eric Hördler stürmten zusammen mit Gabriel Fontaine. Einzig die Formation um Leo Pföderl, Zach Boychuk und Ty Ronning blieb zusammen.

Für die Eisbären war es das erste Heimspiel seit der bitteren Niederlage gegen Schwenningen, deren letzter Treffer irregulär gewesen war. Es war zugleich das Ende der Siegesserie. Nun wollen die Berliner eine neue Serie starten und das gegen die Löwen aus Frankfurt, gegen die man in der vergangenen Saison alle vier Duelle gewonnen hatte und auch im ersten Vergleich in dieser Saison in Hessen die Oberhand behielt.

Bereits vor dem ersten Bully wurde es so richtig emotional. Gestern wäre Eisbären-Legende Harmut Nickel 80 Jahre alt geworden. Zu seinen Ehren lief ein Video mit Momenten von Hartmut Nickel bei den Eisbären Berlin, was wohl bei jedem Fan für Gänsehaut sorgte und auch für das ein oder andere Tränchen. Hartmut, wir werden dich niemals vergessen!!!

Ty Ronning feiert sein Tor zum 1:0. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Und für Hartmut Nickel legten die Eisbären gleich einmal wie die Feuerwehr los. Den ersten Schuss konnte Juho Olkinuora nur prallen lassen, gegen den Nachschuss von Ty Ronning war er dann machtlos – 1:0 (2.). Was für ein lauf von der Nummer neun. Ty ist mal so richtig on Fire!
Die Eisbären blieben auch danach druckvoll und spielten ein starkes erstes Powerplay. Einzig der Torerfolg fehlte. Aber die Anfangsphase bestimmten ganz klar die Hausherren.
Danach konnten die Hessen das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und auch selbst mal Angriffe Richtung ihres ehemaligen Torhüters Jake Hildebrand fahren. Aber die Eisbären blieben dennoch weiter gefährlich vor dem Tor der Löwen.
Und nach dem Powerbreak war es Leo Pföderl, der in einer etwas unübersichtlichen Situation die Übersicht behielt und per Rückhand auf 2:0 stellte (14.). Einer der Vorlagengeber? Ty Ronning, der Junge ist einfach in einer unglaublichen Form. Was natürlich auch für den Torschützen gilt. Nicht ohne Grund ist die Nummer 93 DEL-Top-Scorer.
Die Löwen kurze Zeit später in Überzahl und da schlugen die Hessen zurück. Allerdings auf freundliche Einladung von Jake Hildebrand, der für einen kurzen Moment vergessen hatte, dass er inzwischen für die Eisbären spielt. Er wollte die Scheibe raus schießen, legte sie aber mustergültig für Julian Napravnik auf, welcher sie an der blauen Linie stoppte und das „Geschenk“ dankend annahm – 2:1 (15.). An sich die richtige Entscheidung von Jake, die Scheibe da raus zu schießen. Am Ende eben sehr unglücklich gelaufen, dass Napravnik die Scheibe noch abfangen konnte.
Rund zwei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels stellten die Eisbären aber den alten zwei-Tore-Abstand wieder her. In Überzahl erhöhte Marcel Noebels auf 3:1 (18.). Was zugleich auch der Pausenstand war.

Machte bei den ersten beiden Gegentreffern heute eine unglückliche Figur, bewahrte seine Mannschaft aber im zweiten Drittel auch vor dem 3:3-Ausgleich: Jake Hildebrand (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel war gerade einmal 29 Sekunden alt, da düpierte Dominik Bokk Jake Hildebrand, dem die Scheibe durch die Schoner rutschte – 3:2 (21.). Bei beiden Gegentoren machte der Berliner Goalie heute eine eher unglückliche Figur.
Die Eisbären reagierten mit wütenden Angriffen auf den Gegentreffer und wollten schnell wieder den alten Abstand herstellen. Dabei ließen sie beste Chancen aus. Frankfurt wurde in der Phase ganz schön durcheinander gewirbelt. Teilweise wollten die Eisbären es aber auch wieder zu schön spielen in dieser Phase.
Frankfurt hätte dann aber den Spielverlauf fast komplett auf den Kopf gestellt, als sie einen Konter fuhren. Doch diesmal war Jake Hildebrand wieder hellwach und verhinderte den Ausgleich. Ein ganz wichtiger Save von Jake!
Fortan war es eine Phase, in der es hin und her ging. Beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss. Allerdings unterliefen beiden Teams auch immer wieder leichtfertige Scheibenverluste.
Mit einer knappen 3:2-Führung für die Hausherren ging es am Ende in die zweite Drittelpause. Das letzte Drittel versprach also noch jede Menge Spannung.

Hart umkämpft ging es zur Sache zwischen Den Eisbären Berlin und den Löwen Frankfurt. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel war es angesichts des Spielstandes eine weiterhin hart umkämpfte Partie mit Vorteilen für die Eisbären, die das Spiel mit dem vierten Treffer vorentscheiden wollten. Und dieser gelang ihnen in der 46. Spielminute. Eine traumhafte Kombination über Marcel Noebels und Blaine Byron schloss Lean Bergmann am Ende ab – 4:2. Da musste die Nummer zehn die Scheibe nur noch über die Linie schieben.
Was darf bei einem Duell zwischen den Eisbären und Frankfurt nicht fehlen? Natürlich der Schmähgesang gegen den gemeinsamen Erzrivalen Adler Mannheim. Die Eisbären-Fans bedankten sich anschließend mit „Frankfurt„-Sprechchören und die Löwen-Fans mit „Dynamo„-Rufen. Was für eine geile Nummer war das denn bitte?
Zurück zum Spiel, wo die Eisbären acht Minuten vor dem Ende der Partie für die endgültige Entscheidung sorgten. Freddy Tiffels stellte auf 5:2 (52.). Nach diesem Gegentreffer nahm Löwen Coach Tom Rowe seinen Goalie Juho Olkinuora aus dem Tor und brachte Cody Brenner.
Trotz der deutlichen Führung spielten die Eisbären weiter offensiv nach vorne. Das letzte Spiel hatte die Mannschaft anscheinend geprägt, als man in den letzten 17 Sekunden noch einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gab und das Spiel am Ende noch verlor. Das passierte heute aber nicht, denn die Eisbären brachten das 5:2 souverän über die Zeit und feierten einen mehr als verdienten Heimsieg gegen die Hessen. 

Zehnter Sieg in Serie! Jonas Müller lässt die Arena am Ostbahnhof explodieren

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #13:

Diese Mannschaft bekommst du nicht klein. Auch das zehnte Spiel in Folge gewannen die Eisbären Berlin, obwohl man kurz vor Schluss den Nackenschlag in Form des 2:3 kassierte. Aber Leo Pföderl rettete die Eisbären in die Overtime, in der dann Jonas Müller die Arena zum explodieren brachte. What a Game!!!

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Team nur auf einer Stelle und das war die Torhüterposition, wo heute Jake Hildebrand zwischen den Pfosten stand. Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz. Der Rest blieb identisch zum Spiel am Donnerstagabend in Ingolstadt.

Die Eisbären trafen als Tabellenführer auf den Tabellenletzten. Eine vermeintlich einfache Aufgabe also für den DEL-Rekordmeister. Aber genau da lag die Gefahr, dass man die Rheinländer unterschätzen würde. In der Vergangenheit taten sich die Berliner immer mal wieder mit vermeintlich leichten Gegnern schwer. Doch aktuell ist das Selbstvertrauen riesengroß, gewann man doch neun Spiele in Serie. Folgte heute der zehnte Streich?

Die Eisbären Berlin erzielen in dieser Szene das 1:0 in Überzahl. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Verhaltener Beginn ins Spiel, was man im letzten Jahr so nicht gesehen hatte. Da stand beim Samstagsspiel am Ende eine 6:9-Niederlage gegen Wolfsburg. Mit Toren wurden die Zuschauer in der Anfangsphase nicht verwöhnt. Die Eisbären setzten dann aber nach ein paar Minuten die ersten Akzente und sich auch im Drittel der DEG fest, doch bisher war Henrik Haukeland nicht zu überwinden.
Die Gäste hatten dann das erste Powerplay der Partie, aber auch in diesem fanden sie offensiv kaum statt. Jedenfalls waren die Eisbären in Unterzahl gefährlicher als die DEG in Überzahl.
Fortan wurden die Eisbären immer stärker und zwingender in ihren Torchancen, aber sie ließen beste Chancen aus bzw. Henrik Haukeland war zur Stelle. Das 1:0 für die Hausherren lag hier so ein wenig in der Luft.
Danach konnte die DEG sich vom Druck befreien und das Spiel ausgeglichener gestalten. Torchancen waren in dieser Phase eher Mangelware.
In der Schlussphase dann die Hauptstädter zum ersten Mal in Überzahl und da lief es zuletzt sehr gut, was Platz zwei in der Powerplay-Statistik macht. Und die Quote wurde heute nochmal hoch geschraubt, denn zwei Minuten vor der ersten Drittelpause nutzte Kai Wissmann die numerische Überlegenheit aus und brachte seine Mannschaft in Führung (18.).
Die Rheinländer zum Ende auch nochmal in Überzahl, wo sie den Spielverlauf auf den Kopf stellten. Ein satter Schuss von Philip Gogulla schlug 11,8 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels hinter Jake Hildebrand ein – 1:1. Bitter für die Eisbären, die hier eigentlich hätten führen müssen, aber die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Was aber auch an Henrik Haukeland im DEG-Tor lag.

Hielt seine Mannschaft im Auftaktdrittel im Spiel: DEG-Goalie Henrik Haukeland (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären bestimmten auch im Mitteldrittel die Anfangsphase, spielten es offensiv aber zu kompliziert, statt es einfach zu halten und den direkten Schuss zu suchen.
Danach im Grunde dasselbe Bild, mal von wenigen Düsseldorfer Angriffen abgesehen, aber die Scheibe wollte nicht ins Tor der Gäste.
Die Effektivität, welche die Eisbären zuletzt noch ausgezeichnet hatte fehlte heute so ein wenig. Ebenso die Kreativität vor dem gegnerischen Tor. Doch verwundert dürfte darüber keiner gewesen sein, denn das straffe Programm der letzten Wochen hat halt seine Spuren hinterlassen.
Düsseldorf tauchte in der Folge auch ab und zu mal vor Hildebrand auf, aber so richtig gefährlich wurde es dabei auch nicht.
Die Hausherren in der Schlussphase dann mal wieder mit einem Mann mehr und da sind sie aktuell nicht zu stoppen. Die Scheibe kam zu Leo Pföderl, welcher humorlos und trocken abgezogen hatte – 2:1 (38.). Damit nahmen die Hauptstädter eine knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Diese war natürlich angesichts der Spielanteile mehr als verdient.

Die DEG war der erwartet schwere Gegner, auch wenn sie Tabellenletzter sidn.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Eisbären aber in Unterzahl, da Manuel Wiederer 16,9 Sekunden vor der zweiten Pause noch eine Strafzeit kassiert hatte. Und die Rheinländer nutzten die Überzahl schnell aus. Ganze 26 Sekunden dauerte es, ehe Tyler Gaudet auf 2:2 stellte. Heute waren also die Gäste die effektivere Mannschaft vor dem Tor. 17 Torschüsse brauchte die DEG nur für ihre zwei Tore, bei den Eisbären waren es deren 30.
Die Düsseldorfer waren nur kurze Zeit später erneut ein Mann mehr. Beide Tore fielen in Überzahl, es war also Vorsicht angesagt für die Gastgeber. Doch diesmal überstanden die Eisbären die Unterzahl ohne ein weiteres Gegentor.
Danach blieb die Partie zwar spannend, aber Chancen gab es kaum welche zu sehen. Dafür Stockfehler auf beiden Seiten. Es war jetzt nicht das hochklassigste Spiel, aber wie bereits erwähnt den Strapazen der letzten Wochen geschuldet.
In den letzten zehn Minuten wurden die Chancen ab und zu mal wieder zwingender. Zunächst vor dem Eisbären-Tor, als die DEG mal wieder gefährlich vor Jake Hildebrand auftauchte. Dann aber auch vor Henrik Haukeland.
Aber letztendlich war die Partie in der Schlussphase vor allem eins – hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts, was man in den Zweikämpfen durchaus merkte.
96 Sekunden vor Ende der Partie bekamen die Eisbären die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel und die DEG ging erstmals in Führung. Alexander Ehls Schuss schlug hinter Jake Hildebrand ein – 2:3.
Das Ende der Siegesserie der Eisbären stand also kurz bevor. Oder doch nicht? Serge Aubin nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers raus und 13,9 Sekunden vor dem Ende schlug Leo Pföderl erneut zu – 3:3 (60.). Das ist der pure Wahnsinn, was die Eisbären immer wieder abliefern. Auch heute fanden sie wieder einen Weg und sicherten sich am Ende doch noch den verdienten Punkt. Die Moral der Mannschaft ist einfach unglaublich, egal wie hoch die Strapazen sind.

So spielten wir also mal wieder Verlängerung und an diese hatten wir zuletzt ja äußerst gute Erinnerungen. Und warum sollte sich daran etwas ändern dachte sich Jonas Müller und spazierte durch die Düsseldorfer Abwehr und sorgte für die Entscheidung in der 62. Spielminute – 4:3. Damit sicherte er zugleich den zehnten Sieg in Serie für die Eisbären Berlin. Einfach nur Wahnsinn, was diese Mannschaft derzeit leistet.

4:2! Die Eisbären gewinnen auch in Ingolstadt und feiern den neunten Sieg in Serie

Die Eisbären Berlin sind nicht zu stoppen. Am Donnerstagabend entschied man auch das Topspiel beim Verfolger ERC Ingolstadt mit 4:2 (1:1,1:1,2:0) für sich und feierte damit den neunten Sieg (!) in Serie. Nebenbei beendete man die Heimserie der Schanzer, die zuvor alle fünf Spiele gewannen und noch keinen Punkt dabei abgaben. Das sollte sich heute ändern.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up wieder nur minimal. Im Tor begann Jonas Stettmer, Jake Hildebrand bekam eine Pause. Und in der Offensive tauschten Marcel Noebels und Liam Kirk die Reihen. Noebels stürmte an der Seite von Gabriel Fontaine und Freddy Tiffels, während Kirk zusammen mit Lean Bergmann und Blaine Byron eine Sturmreihe bildete.

Es war das mit Spannung erwartete Giganten-Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenführer. Oder zwischen dem besten Heimteam und dem besten Auswärtsteam. So oder so stand den Fans eine packende Begegnung bevor, in der die Eisbären ihren neunten Sieg in Serie einfahren wollten.

Eröffnete das Spitzenspiel mit dem Treffer zum 1:0 in Überzahl: Ty Ronning (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Spiel bot sich den Eisbären direkt die Chance in Überzahl zu spielen, wo es zuletzt sehr gut lief. Was heute so weiter ging und wer konnte in Ingolstadt nur treffen? Natürlich Ty Ronning mit dem Onetimer. Da ließ man dem ehemaligen Schanzer einfach zu viel Platz – 1:0 (3.).
Die Hausherren durften kurz darauf aber selbst in Überzahl ran und glichen dort nach einem klasse Angriff aus. Alex Breton mit dem klasse Move vor Jonas Stettmer und dem Treffer zum 1:1 (6.).
Kurz danach gleich das nächste Powerplay für den ERC, was für ein Start in dieses Spitzenspiel. Zum Glück für die Eisbären blieb die zweite Strafzeit ohne Folgen.
Nach zehn Minuten kam dann endlich auch Stimmung im Umfeld auf, denn die Fans beider Vereine hatten in den ersten zehn Minuten den Support eingestellt, um gegen die Donnerstagsspiele zu protestieren. Dieser Protest findet in diesen Wochen ligaweit statt, aber nicht alle Vereine nehmen dran teil.
Beide Mannschaften spielten mit enorm viel Tempo und suchten immer wieder schnell den Weg vor das gegnerische Tor, wo sie dann auch die Schüsse abgaben. Beide hatten ihre offensiven Momente, der ERC dabei mit Vorteilen, was zu erwarten war im Heimspiel. Trotzdem stand nach 20 Minuten ein 1:1 auf dem Videowürfel.

Sorgte im zweiten Drittel für den Ausgleich, nach dem Ingolstadt zuvor das Spiel gedreht hatte: Marcel Noebels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Schanzer Panther erwischten einen guten Start ins Mitteldrittel und machten gleich wieder Druck auf das Berliner Tor. Man merkte den Schanzern schon an, dass sie frischer waren als die Eisbären, die zuletzt im Zwei-Tage-Rhythmus ran mussten.
Leo Pföderl meldete die Berliner dann im zweiten Drittel auch mal an, als er die erste Möglichkeit für die Gäste hatte. Fortan ging es auch wieder rasant hin und her, beide Teams schenkten sich hier rein gar nichts. Beide wollten den Sieg und damit Platz eins erobern bzw. verteidigen.
Den Anfang machten Mitte der Partie die Schanzer, die das Spiel drehten. Die Eisbären vergaben zuvor noch eine gute Chance, Ingolstadt fuhr den Konter und Riley Sheen netzte zum 2:1 ein (30.).
Aber die Hauptstädter waren keinesfalls geschockt, sondern suchten direkt nach der Antwort. Und diese fanden sie auch. Marcel Noebels leitete den Angriff selbst ein und schloss diesen perfekt ab, stark gespielt – 2:2 (35.).
Auch danach beide Mannschaften immer wieder mit guten offensiven Momenten, es war das erwartete Spitzenspiel, welches richtig gut anzuschauen war. Und in diesem Drittel nun auch mit Vorteilen für die Berliner. Da die Schanzer im Auftaktdrittel Vorteile hatten, war der Spielstand von 2:2 nach 40 Minuten auch gerecht.

Schockte Ingolstadt früh im Schlussdrittel mit dem Treffer zum 3:2: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch der hatte im Schlussdrittel nicht lange Bestand, denn Leo Pföderl brachte die Eisbären früh im letzten Drittel in Führung – 3:2 (42.). Auch das war wieder ganz stark herausgespielt!
Ingolstadt hätte aber beinahe den direkten Ausgleich erzielt, doch Jonas Stettmer war zur Stelle. Im darauffolgenden Powerplay war Stettmer bereits geschlagen, doch der Pfosten rettete für die Berliner. Ingolstadt wollte es jetzt nochmal wissen. Der Druck nahm zu, schließlich wollte man die Heimserie verteidigen.
Zunächst einmal mussten die Schanzer aber ihr eigenes Tor verteidigen, denn die Eisbären hatten nun ein Powerplay, in dem sie für die Vorentscheidung sorgen wollten. Aber Ingolstadt mit einem guten Penalty Killing und so blieb es weiterhin beim knappen 3:2 für die Berliner.
Und die Hausherren mussten in der Schlussphase erneut in Unterzahl ran, natürlich ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, wenn du hinten liegst. Doch die Panther überstanden auch diese Unterzahl und durften weiter auf den Ausgleich hoffen.
Doch die Hoffnung hielt nicht lange, denn es gab die nächste Strafzeit gegen die Gastgeber. Die spielten es dennoch ohne Torhüter am Ende, was Marcel Noebels zur endgültigen Entscheidung nutzte – 4:2 (60.). Damit entschieden die Eisbären das Spitzenspiel der PENNY DEL, bauten den Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus und feierten zudem den neunten Sieg in Serie Und das angesichts enormer Strapazen, was man somit gar nicht hoch genug anrechnen kann. Was für eine Teamleistung in den letzten Wochen. Respekt, Jungs!

8:0-Sieg gegen SønderjyskE: Die Eisbären Berlin stehen im CHL-Achtelfinale!

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #9:

Die Eisbären Berlin haben ihr erstes Saisonziel erreicht. Durch einen ungefährdeten 8:0-Heimsieg vor 3.722 Zuschauern im altehrwürdigen Wellblechpalast gegen die Dänen von SønderjyskE Vojens erreichten die Berliner souverän das Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL). Das Spiel gegen die sieglosen Dänen hatte am Ende mehr den Charakter eines Trainingsspiels, in dem das Trainerteam einiges trainieren konnte. Allen voran das Powerplay.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte heute zwei Spieler mehr zur Verfügung. Rio Kaiser und Maxim Schäfer rückten ins Line-up als siebter Verteidiger bzw. 13. Stürmer. Sowohl die Defensiv- als auch die Offensivreihen blieben zusammen. Im Tor gab es dagegen eine Änderung, denn Jonas Stettmer startete, während Jake Hildebrand als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Den Eisbären würde ein Sieg für den Einzug ins Achtelfinale reichen, während es für die Dänen von SønderjyskE Vojens einzig darum ging, sich anständig aus der CHL zu verabschieden. Denn die ersten fünf Spiele verloren die Dänen. Eine auf dem Papier also vermeintlich leichte Aufgabe für die Hauptstädter, doch genau darin lag auch die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen.

Ein Tor mit Seltenheitswert: Korbinian Geibel traf zum 2:0 (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Munterer Beginn ins letzte Spiel der Ligaphase. Beide Teams starteten mit hohem Tempo und suchten auch direkt den Weg vor das gegnerische Tor. Nach vier Minuten lag die Scheibe auch erstmals im dänischen Tor und alle Fans jubelten bereits. Stadionsprecher Uwe Schumann verkündete bereits den Torschützen, als die Linesmen wieder zurück auf das Eis kamen. Diese waren nämlich beim Videobeweis nach einer Coaches Challenge des dänischen Trainers. Es wurde eine Abseitsstellung vor dem Tor geprüft, welche auch tatsächlich vorlag. Somit wurde der Treffer wieder aberkannt. Die Coaches Challenge kennt man sonst nur von Weltmeisterschaften, gibt es aber anscheinend auch in der CHL. Wieder etwas gelernt.
Die Berliner blieben danach am Drücker und suchten vermehrt den Weg Richtung Vojens Tor. Die Dänen lauerten vermehrt auf Konter und einer davon wurde Mitte des ersten Drittels auch sehr gefährlich, doch nutzen konnten die Dänen diese Chance nicht.
Genutzt haben dann aber die Eisbären ihr erstes Powerplay in der Partie. Was zunächst noch etwas stockend aussah, da die Pässe nicht richtig ankamen, wurde am Ende doch zu einem Erfolg. Leo Pföderl war es, der den Abend dann endgültig eröffnete – 1:0 (11.). Er scort eben auch in der CHL munter weiter, der gute Leo!
SønderjyskE wirkte jedoch keinesfalls geschockt und versuchte eine Antwort auf den Rückstand zu finden. Wie ein Tabellenletzter traten die Dänen hier zu Beginn definitiv nicht auf. Sie setzten alles dagegen, was sie hatten und versuchten so die spielerischen Defizite, die sie hatten, auszugleichen. Was bis hierhin auch gut klappte.
Aber irgendwann setzte sich die Klasse der Eisbären auch durch und die Folge war das 2:0 drei Minuten vor der zweiten Drittelpause. Und der Torschütze hatte Seltenheitswert, denn Korbinian Geibel hatte getroffen. Der Coach der Gäste zog zwar erneut seine Challenge, doch diesmal ohne Erfolg. Der Treffer zählte, da keine Behinderung vorlag.
Es sollte noch dicker für SønderjyskE kommen, denn wenige Sekunden später legten die Berliner das 3:0 nach und buchten damit fast schon sicher das Ticket für das Achtelfinale. Ty Ronning sorgte für den dritten Treffer an diesem Abend (18.).
Die Gäste kassierten 15 Sekunden vor der ersten Drittelpause gleich zwei Strafen und mussten so mit zwei Mann wenig antreten. Das nutzten die Eisbären nach nur fünf Sekunden aus. Leo Pföderl erhöhte auf 4:0, was zugleich der Pausenstand war.

Ein Bild mit Symbolcharakter an diesem Abend: Jubelnde Eisbären-Spieler (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Da das Powerplay in der CHL auch nach Toren weitergeht, durften die Berliner das Mitteldrittel mit zwei Mann mehr beginnen. Und Liam Kirk packte direkt den Hammer aus und stellte auf 5:0 (21.). Ein Debakel für die Dänen drohte.
Erst recht, nach dem Freddy Tiffels in der 22. Spielminute auf 6:0 stellte und somit das halbe Dutzend voll machte. Zur Verteidigung der Dänen sei aber erwähnt, dass diese nur mit drei Reihen antraten und ihre Importspieler schonten. Somit relativiert sich das Ergebnis auch wieder.
SønderjyskE hatte dann selbst mal ein Powerplay und war in diesem durchaus gefährlich, aber Jonas Stettmer war zur Stelle und hielt weiterhin die Null.
Die Null stand schon längst nicht mehr auf Seiten der Dänen, die Mitte des zweiten Drittels auch noch das siebte Tor hinnehmen mussten. Yannick Veilleux konnte problemlos vor dem Tor abschließen – 7:0 (31.).
Prompt skandierten die Fans „Nur noch 3!“. Es war ein reiner Party-Abend im erneut sehr stimmungsvollen Wellblechpalast zu Hohenschönhausen, an dem auch die dänischen Fans ihren Anteil hatten. Mit ihren Farben erinnerten sie einen aber viel mehr an die Hamburg Freezers, die hatten früher auch so ein hellblaues Trikot. Aber bei weitem nicht so einen stimmungsvollen Support…
Die Eisbären konnten heute vor allem ihr Powerplay üben, was ja auch nicht so schlecht im Hinblick auf das DEL-Wochenende ist, wo man auf zwei starke Gegner mit Mannheim und Wolfsburg trifft.
Was man SønderjyskE zu Gute halten musste, war ihr Kampfgeist. Denn sie ließen die Köpfe nicht hängen sondern suchten immer mal wieder selbst den Abschluss und da waren auch gefährliche Chancen mit bei. Bedingt aber auch durch schlechtes Defensivverhalten der Berliner, die manchmal einfach nur wild nach vorne stürmten und dabei die eigene Verteidigung vernachlässigten. Einen Ehrentreffer wollte man den zahlreich mitgereisten Fans dann doch schenken, aber Jonas Stettmer hatte etwas dagegen.
Mehr passierte anschließend nicht mehr und so ging mit einer komfortablen 7:0-Führung in die zweite Drittelpause.

Ein weiteres Bild mit Symbolcharakter: Die Dänen am Boden, die Eisbären obenauf. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Das ganze war hier inzwischen natürlich ein besseres Trainingsspiel für die Eisbären, die in den letzten beiden CHL-Spielen nun aber auch beide Seiten kennengelernt hatten. Vor einer Woche war man selbst deutlich unterlegen, als man in Fribourg mit 3:9 unter die Räder kam. Heute war man selbst das Team, welches dem Gegner die Grenzen aufzeigte.
Und man schenkte den Dänen im letzten Drittel dann auch noch das achte Tor ein. Lean Bergmann hatte so genau gezielt, dass die Hauptschiedsrichter nochmal nachschauten, ob die Scheibe auch wirklich drin war. War sie und so stand es nach 44 Spielminuten 8:0!
Die einzige Frage war letztendlich nun diese, ob die Eisbären es noch zweistellig machten. Zwei Tore fehlten dazu noch und die Fans wollten das natürlich sehr gerne sehen.
Die Spieler arbeiteten auf jeden Fall dran, die Dänen wiederum wollten das natürlich vermeiden. Die größte Chance dazu ergab sie beim nächsten Powerplay in dieser Partie rund sechs Minuten vor dem Ende der Partie. Aber so ein wenig war auch die Luft raus aus dem Spiel, weshalb die Eisbären dieses Überzahlspiel nicht nutzen konnten. Danach war auch Schluss und die Eisbären gewannen das letzte Spiel in der Ligaphase absolut souverän mit 8:0 und stehen damit im Achtelfinale der CHL.

4:3-Sieg im Spitzenspiel: Die Eisbären beenden Bremerhavens Serien

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #8:

Heimsieg im Spitzenspiel! Die Eisbären Berlin haben die erste Final-Neuauflage gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven knapp mit 4:3 (1:1,1:0,2:2) gewonnen und den Pinguins damit die erste Niederlage nach 60 Minuten zugefügt. Am Ende war es ein Sieg des Willens von den Eisbären, die gleich mehrere Serien des Gegners beendeten. Neben der ersten Niederlage in der regulären Spielzeit war es die gegentorlose Zeit, das erste 0:1 in einem Ligaspiel und zudem die ersten Gegentore in Unterzahl.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte ein wenig aufatmen, denn mit Korbinian Geibel und Marcel Noebels kehrten zwei zuletzt verletzte Spieler zurück ins Line-up. Dadurch ergaben sich natürlich Veränderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen Nürnberg am Sonntag. Geibel rückte in der Defensive an die Seite von Eric Mik. In der Offensive blieb einzig die zuletzt perfekt harmonierende Reihe um Zach Boychuk, Leo Pföderl und Ty Ronning zusammen. Gabriel Fontaine und Freddy Tiffels bekamen Lean Bergmann an die Seite. Liam Kirk und Blaine Byron bildeten zusammen mit Rückkehrer Noebels eine Formation. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Eric Hördler. Maxim Schäfer war als 13. Stürmer dabei. Das Tor hütete Jake Hildebrand, währen Linus Vieillard als Back-up auf der Bank Platz nahm.

So viel zur Aufstellung der Berliner. Kommen wir aber mal zum heutigen Gegner aus Bremerhaven, der in allen sieben Ligaspielen gepunktet und dabei fünf Siege eingefahren hat. Vor allem die Defensive stach bisher heraus, was sechs Gegentore in sieben Spielen beweisen. In den letzten drei Spielen kassierte Bremerhaven mit Maximilian Franzreb im Tor nur ein Gegentor. Dennoch stand heute Kristers Gudlevskis im Tor, aber auch der hatte überragende Werte vorzuweisen (zwei Spiele/ein Shutout). Konnten die Eisbären das Abwehr-Bollwerk der Pinguins knacken oder feierte Bremerhaven den dritten Hauptrundensieg in Folge in Berlin?

Ty Ronning (links) und Leo Pföderl bejubeln das 1:0 gegen Bremerhaven. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären hatten so ihre Probleme, ins Spiel zu finden. Bremerhaven hingegen war das Selbstvertrauen aus den letzten Ligaspielen anzumerken. Die ersten Abschlüsse kamen allesamt von den Gästen, welche Jake Hildebrand aber noch vor keine größeren Probleme stellten.
Die Hausherren tasteten sich so langsam aber sich vor und eröffneten nach acht Minuten das Spitzenspiel. Nach zwei gegentorlosen Spielen hatte es Bremerhaven also mal wieder erwischt. Aber Leo Pföderl wurde auch nicht entscheidend angegriffen, weshalb er die Scheibe problemlos im Tor versenken konnte – 1:0. Die Vorarbeit kam natürlich von seinen Reihenpartnern Zach Boychuk und Leo Pföderl. Da haben sich drei gefunden, die extrem gut zusammen harmonieren.
Die Effektivität war zurück bei den Eisbären, denn mit dem dritten Torschuss der Partie hatten sie Kristers Gudlevskis bereits überwunden. Und zugleich war es Balsam für die geschundene Eisbären-Seele nach dem Debakel in Fribourg.
Doch die Gäste schlugen in Überzahl zurück. Der Karawanken-Express hatte mal wieder geliefert, Miha Verlic vollendete zum 1:1 (11.).
So ein wenig fehlte das Tempo im ersten Drittel des Spitzenspiels. Vor allem die Taktik dominierte hier die ersten 20 Minuten. Beide Mannschaften waren zunächst einmal darauf bedacht, sicher zu stehen und keine Fehler zu produzieren. Für den Zuschauer sicherlich nicht unbedingt schön anzusehen, wenn gleich es bis hierhin bereits zwei Tore zu sehen gab. Dabei blieb es aber auch bis zur ersten Drittelpause.

Ty Ronning vergab im Mitteldrittel einen Penalty. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel nahm das Spitzenspiel dann so allmählich Fahrt auf und Bremerhaven dominierte das Spiel in dieser Phase. Die Eisbären wurden immer mehr ins eigene Drittel gedrängt, konnten dem Druck des Vizemeisters aber bis hierhin standhalten. Doch das 2:1 für die Pinguins lag so ein wenig in der Luft.
Nach dem Powerbreak waren die Eisbären für kurze Zeit wieder besser drin im Spiel und Ty Ronning konnte nur per Haken gestoppt werden. Die Folge war ein Penalty für die Berliner, aber Ronning vergab die dicke Chance zur erneuten Führung.
Doch danach weiterhin Bremerhaven im Vorwärtsgang, die Eisbären taten sich enorm schwer, überhaupt mal gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. Die Möglichkeit dazu ergab sich dann fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause, als Bremerhaven eine Strafzeit kassierte. Das Problem? Die Pinguins waren bisher noch ohne Gegentor in 18 Unterzahlspielen. Bis heute Abend, dann klingelte es erstmals mit einem Mann weniger im eigenen Tor. Gabriel Fontaine war der Torschütze, letztendlich war es aber Maxim Rausch, welcher seinen Goalie überwand – 2:1 (36.).
Die Effektivität war wieder zurück, denn mit dem zehnten Torschuss gingen die Eisbären erneut in Führung. Angedeutet hatte sich das nicht, aber am Ende zählen eben Tore und da lagen die Eisbären wieder mit einem vorne. Und das nach 40 gespielten Minuten. Doch noch lagen 20 harte Minuten vor dem deutschen Meister.

War auch heute in den entscheidenden Momenten wieder zur Stelle: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Denn der Vizemeister aus Bremerhaven würde im letzten Drittel nochmal alles geben. Und Miha Verlic hatte die dicke Chance zum 2:2, als er frei durch war, doch sein Endgegner hieß einmal mehr Jake „Die Wand“ Hildebrand. Was für ein überragender Save vom Berliner Goalie!
Die Gäste dann wieder in Überzahl und erneut klingelte es im Berliner Tor. Und es war schon wieder Miha Verlic, der auch das zweite Powerplay von Fischtown nutzen konnte – 2:2 (46.). Der mehr als verdiente Ausgleich für Bremerhaven.
Doch kurz darauf waren die Eisbären wieder ein Mann mehr auf dem Eis. Bis hierhin hatten beide Teams eine 100 Prozent Powerplayquote in diesem Spiel. Was sich auch im zweiten Powerplay der Eisbären nicht änderte, denn Marcel Noebels brachte die Scheibe auf das Tor und Freddy Tiffels hielt die Kelle rein – 3:2 (49.).
Konnten die Gäste auch den dritten Rückstand egalisieren oder schafften es die Eisbären, den Vorsprung auszubauen? Letzteres war der Fall. Die Eisbären mit einer guten Phase, in der sie das 4:2 nachlegen konnten. Freddy Tiffels scheiterte noch, doch Gabriel Fontaine war zur Stelle und traf zum zweiten Mal an diesem Abend (53.).
Den Gästen aus Bremerhaven drohte somit am achten Spieltag in der Hauptstand der erste Nuller der Saison. Und die Zeit lief gegen Fischtown, die hier zwei Tore aufholen mussten, um doch noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause zu nehmen. Und dafür riskierten sie alles, nahmen ihren Goalie vom Eis und belohnten sich dafür. 84 Sekunden waren noch auf der Uhr, da schlug es zum dritten Mal an diesem Abend hinter Jake Hildebrand ein. Phillip Bruggisser hatte abgezogen – 4:3 (59.).
Und die Gäste drängten am Ende nochmal ordentlich und feuerten aus allen Rohren, doch die Eisbären brachten das knappe 4:3 über die Zeit.

3:9 in Fribourg: Bitterer Abend für die Eisbären Berlin

Das hatten sich die Eisbären Berlin ganz anders vorgestellt: Am Dienstagabend kam man im fünften Gruppenspiel der CHL bei Fribourg-Gottéron mit 3:9 (0:3,2:5,1:1) unter die Räder und muss damit das letzte Spiel in der Ligaphase gewinnen, um ins Achtelfinale einzuziehen. Heute war deutlich zu sehen, dass der Tank der Spieler leer war. Zudem spielte Fribourg mit viel Wut im Bauch, da es in deren Liga nicht so gut läuft. So haben sich die Schweizer in einen Rausch gespielt und gefühlt mit jedem Schuss getroffen. Von daher sollte man das Spiel jetzt schnell abhaken und nach vorne schauen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte das gleiche Personal zur Verfügung wie beim Heimsieg gegen Nürnberg am Sonntagnachmittag. Einzig auf der Torhüterposition rotierte er wieder. So stand Jonas Stettmer zwischen den Pfosten, während Jake Hildebrand gar nicht im Kader stand. Als Back-up nahm daher Linus Vieillard Platz. Alles andere blieb gleich.

Nach der Auftakt-Niederlage in Växjö gewannen die Eisbären die nächsten drei CHL-Spiele in Folge. Somit standen bisher acht Punkte aus vier Spielen auf dem Konto und mit einem weiteren Sieg heute Abend winkte bereits der Einzug in die KO-Phase. Einfach würde das jedoch nicht werden, denn Schweizer Teams sind in der Regel immer sehr unangenehme Gegner. Und auch Fribourg hatte das Ziel KO-Phase vor Augen.

Musste im ersten Drittel gleich drei Gegentreffer hinnehmen: Jonas Stettmer (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Munterer Auftakt in Fribourg mit klaren Vorteilen für die Gastgeber, die nach nicht einmal zwei Minuten den ersten Konter fuhren. Doch Top-Scorer Marcus Sörensen scheiterte an Jonas Stettmer. Der Berliner Goalie bekam einiges zu tun in der Anfangsphase, denn Fribourg mit einem sehr starken Beginn in dieses Spiel. Den hatten die Eisbären noch nicht, weshalb Trainer Serge Aubin im ersten Powerbreak auch mehr Einsatz seiner Spieler forderte, da ihnen sonst ein langer Abend drohen würde.
So überraschte die Führung der Schweizer auch nicht. Es war die Top-Reihe von Fribourg, welche für den Treffer verantwortlich war. Lucas Wallmark mit dem scharfen Pass von links vor das Tor, wo Jan Dorthe nur noch den Schläger hinhalten musste – 0:1 (8.).
Die Berliner liefen hier zunächst fast nur hinterher, konnten dem Tempo der Hausherren nicht viel entgegensetzen. Und sie liefen dann auch einem 0:2-Rückstand hinterher. Denn in Überzahl fälschte erneut Dorthe einen Schuss von Ryan Gunderson entscheidend ab (10.).
Und die Eisbären mussten wenig später erneut in Unterzahl ran. Was ärgerlich daran war? Wie bereits bei der vorherigen Strafe hätte auch Fribourg eine Strafe bekommen müssen. So waren es aber nur die Berliner und die kassierten das 0:3 durch Yannick Rathgeb (16.).
Spielerisch war das definitiv ein schlechtes Drittel der Berliner, aber die Strafenverteilung sorgte halt auch für einen faden Beigeschmack. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Powerplay in der CHL weiter läuft. So aber liefen die Berliner nach dem ersten Drittel einem 0:3-Rückstand hinterher.

Kam nach dem achten Gegentreffer zu seinem Profi-Debüt: Linus Vieillard (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wie würde die Reaktion der Eisbären darauf ausfallen? Genau so! Ganze 19 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da war Ty Ronning auf und davon und sorgte für den Anschlusstreffer zum 1:3. Der perfekte Start und die perfekte Reaktion der Hauptstädter auf dieses erste Drittel. Und Ronning deutete einmal mehr an, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Seit seiner Rückkehr läuft er richtig heiß.
Doch Fribourg stellte nur wenig später den alten Abstand wieder her. Powerplay für die Hausherren und Killian Mottet zielte ganz genau – 1:4 (22.). Der nächste Nackenschlag für die Berliner in Unterzahl, denn es war bereits der dritte Gegentreffer im dritten Powerplay der Schweizer.
Die Eisbären fortan wieder unter Dauerbeschuss der Schweizer. Die Eisbären liefen nur hinterher, kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe und mussten dann durch Sandro Schmid auch noch das 1:5 hinnehmen (26.). Das Tempo war viel zu hoch für die Berliner, denen man die Strapazen der letzten Tage und die dünne Bank dann doch so langsam aber sicher anmerkt.
Und es kam noch schlimmer, denn Christoph Bertschy stellte nach gerade einmal 27 Spielminuten auf 6:1 für Fribourg. Die Hausherren spielten sich jetzt natürlich auch in einen Rausch und schossen sich den Frust aus der heimischen Liga so richtig von der Seele.
Das Spiel war gerade einmal zur Hälfte rum, da erhöhte Jan Dorthe mit seinem dritten Treffer auf 7:1 (30.). Gefühlt war im Mitteldrittel jeder Schuss ein Treffer, denn Bertschy legte wenige Sekunden später auch noch das 8:1 nach (31.). Puh, was für ein Abend für Jonas Stettmer, der danach erlöst wurde. Linus Vieillard kam für ihn ins Tor. Zu beneiden war der junge Goalie definitiv nicht, denn es war sein Profi-Debüt. Dafür wünschst du dir natürlich eine andere Situation als so ein Spiel, in dem deine Mannschaft gnadenlos abgeschossen wird.
Doch auch die Eisbären durften im Mitteldrittel noch einmal jubeln. Erstmals Powerplay für die Berliner und Leo Pföderl mit dem Treffer zum 2:8 aus Eisbären-Sicht. Und die Eisbären-Fans skandierten „Nur noch sechs!“. Selbstverständlich, schließlich ist im Eishockey alles möglich…
Mehr passierte nicht und so stand es nach 40 Minuten 2:8, was aber wie bereits erwähnt auch den Strapazen der letzten Tage geschuldet ist. Aber um auch mal etwas Positives zu erwähnen: Linus Vieillard blieb bis hierhin noch ohne Gegentor.

Erzielte das dritte Tor der Eisbären im letzten Drittel: Blaine Byron (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären gaben sich trotzdem nicht auf und spielten im letzten Drittel weiter nach vorne. Und dafür wurden sie auch belohnt. Jonas Müller mit dem klasse Zuspiel auf Blaine Byron, welcher das dritte Tor für die Berliner an diesem Abend erzielte – 3:8 (44.).
Das dürfte auch das Ziel der Eisbären für das Schlussdrittel gewesen sein, wenigstens dieses zu gewinnen und so mit einem etwas besseren Gefühl aus dem Spiel zu gehen. Und so spielten die Berliner hier in den letzten 20 Minuten zu Beginn auch.
Dennoch kassierte man hier auch noch das neunte Gegentor. Die Zuordnung stimmte ein weiteres Mal nicht und Santiago Näf erhöhte zehn Minuten vor dem Ende der Partie auf 9:3 (50.). Fribourg war damit nur noch einen Treffer von einem zweistelligen Ergebnis entfernt, was die Eisbären natürlich liebend gern verhindern wollten. Was ihnen am Ende auch gelang. So blieb es beim 3:9 aus Sicht der Eisbären.
Zumindest das letzte Drittel nicht verloren, was die Verantwortlichen als positiv ansehen werden. Den Rest wird man einzuordnen wissen und aufarbeiten. Jetzt heißt es in den nächsten beiden Tagen die Akkus wieder aufzuladen, um am Freitag bereit zu sein, wenn Bremerhaven in die Uber Arena kommt.

Tore, Choreos, Party! Die Eisbären gewinnen mit 6:2 gegen Nürnberg

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe –  #7:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers verdient mit 6:2 (2:1,2:1,2:0) gewonnen und feierten damit bereits das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison. An einem ganz besonderen Tag, denn die Fanszene der Eisbären hatte gleich satte drei Choreos vorbereitet. Was für ein atemberaubender Eishockey-Sonntag in Berlin, welchen die Mannschaft am Ende krönte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf einer Position. Jake Hildebrand rückte zwischen die Pfosten, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz. Ansonsten blieb alles beim alten.

Die Eisbären trafen heute auf einen angeschlagenen Gegner, denn Nürnberg hatte am Freitag mit 0:9 zuhause gegen Bremerhaven verloren. Die Franken waren also auf Wiedergutmachung aus. Vergangene Saison verlor man alle vier Duelle in der Hauptrunde gegen die Eisbären. Diese Serie durfte aus Berliner Sicht heute gerne weitergehen.

Teilweise ging es sehr ruppig zur Sache. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die richtige Motivation für das Spiel gab die Fanszene der Mannschaft mit. Mit einer riesigen 70-Jahre-Choreo in der gesamten Arena wurden die Spieler auf das Spiel eingestimmt. Doch die Berliner mussten erst einmal früh im Spiel in Unterzahl agieren nach einer Strafzeit gegen Mitch Reinke. Aber das machten die Hausherren mit Bravour und ließen nichts gefährliches der Franken zu.
Nürnberg versteckte sich hier keinesfalls und war durchaus sehr aktiv zu Beginn der Partie. Man sah keine Verunsicherung nach der 0:9-Klatsche gegen Bremerhaven. Die Eisbären standen defensiv aber sehr kompakt und ließen daher kaum hochkarätige Chancen der Ice Tigers zu.
Gleiches galt aber auch auf der Gegenseite, wo die Eisbären nicht wirklich an der Nürnberger Defensive vorbeikamen. So bestimmten beide Defensivreihen den Auftakt dieser Partie.
Mitte des ersten Drittels wurden beide Teams dann zwingender in ihren Angriffen. Während auf der einen Seite Jake Hildebrand retten konnte, war sein Gegenüber Leon Hungerecker in der zwölften Spielminute machtlos. Leo Pföderl mit dem 1:0 aus der Drehung, starke Aktion von der Nummer 93 und ein klasse Zuspiel von Ty Ronning. Gut, dass er wieder zurück im Team ist.
Die Eisbären waren nun richtig heiß gelaufen und legten knappe zwei Minuten später das 2:0 nach. Lean Bergmann mit dem Knaller von der blauen Linie, welcher hinter Hungerecker einschlug (14.). Das wir das noch erleben dürfen, die Eisbären führen selbst mal mit 2:0…
Die Gäste aus dem Frankenland schüttelten sich kurz und spielten dann weiter nach vorne. Dafür belohnten sie sich in der 16. Spielminute auch. Will Graber brachte Nürnberg aufs Scoreboard. Keinesfalls unverdient der Treffer.
Kurz vor der ersten Drittelpause die Eisbären nochmal in Überzahl, doch der dritte Treffer wollte nicht fallen. So blieb es bei einer knappen 2:1-Führung. Spannung war also weiterhin garantiert und so ein bisschen lag auch eine Schlägerei in der Luft, denn Nürnberg spielte doch recht ruppig nach Abpfiff.

Liam Kirk mit dem Treffer zum 4:2 per Penalty. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des zweiten Drittels gab es eine Choreo, diesmal nur in der Fankurve aber auch wieder sehr gigantisch. Diese konnten sich insgesamt sechs Spieler (je drei Spieler beider Mannschaften) in aller Ruhe auf der Strafbank anschauen, denn nach Drittelende gab es noch ein paar Auseinandersetzungen auf dem Eis.
Für das erste spielerische Highlight sorgte dann Nürnberg, als Owen Headrick nur den Pfosten traf (23.). Die Ice Tigers blieben auch in der Folge gefährlich, die Eisbären mussten weiterhin hellwach sein.
Lean Bergmann hatte Mitte der Partie die erste dicke Chance für die Eisbären, als er den Konter fuhr, dabei aber nur per Halten gestoppt werden konnte. Die Folge war ein Powerplay für die Berliner und somit die Chance auf das 3:1, welche sie auch nutzten. Und wie, Querpass von Liam Kirk auf Gabriel Fontaine und dessen Onetimer schepperte im Nürnberger Tor (30.).
Aber Powerplay kann auch Nürnberg, wenn dafür auch eine Einladung von Manuel Wiederer nötig war. Der mit dem Fehlpass direkt vor das Tor, wo sich Ryan Stoa nicht zweimal bitten ließ – 3:2 (32.).
Die Franken blieben auch danach weiter sehr gefährlich, die Berliner hatten so ihre Probleme mit den Ice Tigers. Aber auch die Eisbären hatten ihr Chancen, so dass es weiterhin eine sehr muntere Partie in der Hauptstadt war.
Vier Minuten vor der zweiten Drittelpause war Liam Kirk nach einer klasse Scheibenannahme durch, konnte aber noch im letzten Moment per Haken gestoppt werden. Somit gab es also Penalty für die Eisbären, welchen Kirk eiskalt verwandelte – 4:2. Beruhigend für die Nerven der Eisbären-Fans war es auf jeden Fall. Mit der Zwei-Tore-Führung ging es anschließend auch in die zweite Drittelpause.

Dritte Choreo heute Abend! (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel begann – ihr ahnt es schon – mit einer Choreo. Der dritten an diesem Abend. Respekt an die Fanszene der Eisbären Berlin für die drei überragenden Choreos (Bilder folgen in den sozialen Netzwerken). Das war eine überragende Arbeit und ein Beleg dafür, dass wir die beste Fanszene der Liga haben! Da diesmal auch Konfetti mit dabei war, gab es erst einmal ein paar Minuten Pause.
Diese steckten die Hausherren besser weg, denn nur kurze Zeit später erhöhten die Eisbären auf 5:2. Gewühl vor dem Nürnberger Tor, am Ende war es Zach Boychuk, der die Übersicht behielt (42.).
Aber auch nach dem fünften Gegentreffer steckten die Franken nicht auf und spielten weiter mutig nach vorne. Aber Jake Hildebrand ließ eben nichts durch und so rannte Nürnberg weiterhin einem Drei-Tore-Rückstand hinterher.
Auch die Eisbären hatten im letzten Drittel noch ihre Momente im Offensivdrittel, einer davon schlug 57,8 Sekunden vor dem Ende im Nürnberger Tor ein. Lean Bergmann machte das halbe Dutzend voll – 6:2.
So konnten die Eisbären-Fans in Ruhe ihre Mannschaft und sich selbst feiern. Geniale Stimmung in Berlin, wo das gesamte Stadion am Ende auch hüpfte. Eishockey-Herz, was willst du mehr? Zum Spiel gab es im letzten Drittel nicht mehr viel zu sagen. Angesichts des Spielstandes war auch so ein wenig die Luft raus. Die Eisbären feierten ein am Ende souveränen und verdienten Sieg und machten damit das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison perfekt. Und das Ganze in einem sehr besonderen Rahmen. Danke an die Hartmut-Nickel-Kurve dafür!!!