3:1 – Eisbären ringen Wolfsburg nieder – 7. Sieg in Folge

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Die Eisbären Berlin haben am zweiten Weihnachtsfeiertag den siebten Sieg in Folge gefeiert. Gegen die Grizzly Adams Wolfsburg setzten sich die Mannen von Trainer Uwe Krupp mit 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) durch und überholten die Niedersachsen damit auch in der Tabelle. 14.200 Zuschauer in der ausverkauften (nun ja, die Lücken – vor allem in der Fankurve – waren deutlich zu sehen…) Arena am Ostbahnhof sahen eine hart umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften viel Geduld beweisen mussten. Am Ende hatten die Eisbären das bessere und glücklichere Ende auf ihrer Seite und konnten sich somit über den vierten Sieg im vierten Spiel unter der Leitung von Trainer Uwe Krupp freuen.

Das Banner mit der Nummer 27 von Steve Walker unter der Hallendecke der O2 World. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Das Banner mit der Nummer 27 von Steve Walker unter der Hallendecke der O2 World. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Bevor es mit dem Spiel los ging, kam es auf dem Eis aber erst einmal noch zur Ehrung vom ehemaligen Eisbären-Kapitän Steve Walker, dessen Trikot mit der Nummer 27 feierlich unter die Hallendecke gezogen wurde. Walker war dabei sichtlich gerührt und hatte mit den Tränen zu kämpfen. Verständlich, denn dieser Moment bescherte wohl jedem Zuschauer in der Arena eine Gänsehaut. Auf dem Videowürfel wurden noch einmal Ausschnitte aus Steve Walker seiner Zeit in Berlin gezeigt, Sven Felski, Don Jackson und Rob Zepp grüßten den ehemaligen Kapitän per Videobotschaft. Und dann kam der große Moment, als das Banner mit der Nummer 27 unter die Hallendecke gezogen wurde. Unter großem Applaus und „Steve Walker“-Sprechchören wurde das Banner hochgezogen.

Danach ging es aber mit dem Spiel los. Uwe Krupp musste auf den Langzeitverletzten Constantin Braun verzichten. Auch die Youngsters Sven Ziegler, John Koslowski, Vincent und Jonas Schlenker (Einsatz in Dresden) sowie Kai Wissmann und Jonas Müller (U20-WM) standen dem Berliner Headcoach nicht zur Verfügung. Im Tor stand Petri Vehanen.

Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften an, dass sie hier vor allem auf eine sichere Defensive setzen

Wolfsburgs Goalie Felix Brückmann sichert die Scheibe. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Wolfsburgs Goalie Felix Brückmann sichert die Scheibe. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

wollten. Beide verteidigten stark ihr Tor, weshalb es in den ersten fünf Minuten auch nicht so viele Torschüsse zu verzeichnen gab. Dennoch war es eine Partie mit hohem Tempo, welche geprägt von vielen Zweikämpfen war. Beide Mannschaften kämpften verbissen um jeden Puck.
Danach waren es die Eisbären, die sich die ersten richtig guten Torchancen erspielen konnten. Doch Matt Foy, Frank Hördler, Marcel Noebels und Darin Olver konnten den Puck nicht im Tor der Wolfsburger unterbringen.
Aber auch die Niedersachsen kamen immer mal wieder gefährlich Richtung Eisbären-Tor und dort auch zum Abschluss. Doch Petri Vehanen war stets zur Stelle und bewies mal wieder seine Klasse.
Torlos ging es dann in die erste Drittelpause. Continue reading

Petri Vehanen: „Ich interessiere mich nicht für meinen Shutout. Die Hauptsache sind die drei Punkte.“

Petri Vehanen (Torhüter Eisbären Berlin/ Shutout gegen Wolfsburg):

Das Fünf-Punkte-Wochenende ist ungeheuer wichtig. Wir haben die Punkte wegen dem Tabellenstand gebraucht. Jeder in der Mannschaft hat vollen Einsatz gezeigt. Ich interessiere mich nicht für meinen Shutout. Die Hauptsache sind die drei Punkte. 

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin):

Es war glaube ich ein interessantes Spiel zum zuschauen gewesen. Wir haben eine super Teamleistung über 60 Minuten gezeigt. Über den meisten Teil des Spiels waren wir besser. Wir haben bei 5-gegen-5 sehr gutes Hockey gespielt. Petri im Tor hat heute einen super Job gemacht. 

Antti Miettinen (Stürmer Eisbären Berlin/Game-Winning-Goal gegen Wolfsburg):

Das war heute ein richtig schwerer und harter Kampf. Vor allem, als dann auch noch unsere beiden Verteidiger Henry Haase und Frank Hördler ausgefallen sind. Wir haben sehr gut gekämpft, aber es gibt noch einige Dinge, die wir verbessern müssen. 

Pavel Gross (Trainer Grizzly Adams Wolfsburg): 

Die beiden Torhüter waren die besten Spieler auf dem Eis. Wir haben durchaus gute Chancen gehabt, aber uns hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Uns hat der unbedingte Wille gefehlt, das Tor schießen zu wollen.

Jeff Tomlinson (Trainer Eisbären Berlin):

Wir haben uns den Sieg verdient, weil wir so hart gekämpft haben. Wir haben uns in jede Scheibe geschmissen. Wir wollten unbedingt die drei Punkte haben. Unsere Fans haben uns brutal stark unterstützt, die haben unsere Jungs gepusht. Die Jungs haben sich gegenseitig gepusht. 

1:0-Heimsieg gegen Wolfsburg: Antti Miettinen und Petri Vehanen die Matchwinner – Die Hauptschiedsrichter machten sich zur Lachnummer

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Die Eisbären Berlin haben das Fünf-Punkte-Wochenende perfekt gemacht. Zwei Tage nach dem 4:3-Sieg n.P. in Hamburg gewannen die Hauptstädter mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. Nach 25 Sekunden war der einzige Treffer des Spiels gefallen. Danach zeigten sich die Eisbären mal wieder zu kompliziert im Angriff, Wolfsburg scheiterte mehrfach an Petri Vehanen im Eisbären-Tor und dann waren da noch die beiden Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Alfred Hascher, die für genügend Unterhaltung an diesem Sonntagnachmittag sorgten. Mehr dazu aber im Laufe des Spielberichtes.

Chefcoach Jeff Tomlinson musste heute gleich auf sieben Spieler verzichten. Verletzungsbedingt fehlten Laurin und Constantin Braun, Matt Foy, André Rankel, Vincent Schlenker und Henry Haase, welcher sich beim Warm-up verletzte. Zudem war Julian Talbot gesperrt.

Barry Tallackson wartet auf das Zuspiel vor dem Wolfsburger Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Barry Tallackson wartet auf das Zuspiel vor dem Wolfsburger Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Hinein ins Spiel, welches für die Eisbären perfekt begann. Gerade einmal 25 Sekunden waren gespielt, als Antti Miettinen Sebastian Vogl im Wolfsburger Tor überwinden konnte. Jimmy Sharrow hatte ihm den Puck in den Lauf gespielt, Miettinen rannte seinen Gegenspielern davon und chippte die Scheibe letztendlich an Vogl vorbei ins Tor – 1:0 (1.). Wer zu diesem Zeitpunkt mit einem Schützenfest der Eisbären gerechnet hatte, wurde im weiteren Spieverlauf enttäuscht. Denn der Treffer vom Finnen war am Ende das Game-Winning-Goal. Aber dennoch wurde den 12.960 Zuschauern in der Berliner O2 World einiges geboten.
Fortan beide mit guten Aktionen in der Offensive, doch die beiden Torhüter machten die Chancen zu Nichte. 63 Sekunden vor der ersten Drittelpause kam es dann zum ersten Auftritt der beiden Hauptschiedsrichter. Frank Hördler hatte dem Wolfsburger Stürmer Matt Dzieduszycki hinter dem Tor die Beine gestellt und ihn somit zu Fall gebracht. An sich eine Situation, die mehrfach in einem Eishockey-Spiel vorkommt. Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden zunächst auf eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Hördler, gaben dem Berliner Kapitän aber kurze Zeit später dann doch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen angeblichen Foul mit Verletzungsfolge. Also verletzt hatte sich Dzieduszcyki garantiert nicht, denn er spielte ohne Probleme weiter. Eisbären-Coach Jeff Tomlinson war ebenfalls nicht einverstanden mit dem Strafmaß gegen Frank Hördler und beschwerte sich lautstark, was den Eisbären eine Zwei-Minuten-Bankstrafe einbrachte. Sven Ziegler nahm auf der Strafbank Platz, offiziell hieß es „Beschimpfung von Offiziellen“. Das erste Drittel endete mit einem gellenden Pfeifkonzert angesichts der Witz-Entscheidung von Aumüller und Hascher. Continue reading

In Hamburg und gegen Wolfsburg: Eisbären vor schwerem Wochenende

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist zu Ende. In drei Tagen nimmt die Liga wieder volle Fahrt auf. Für die Eisbären Berlin geht es dann darum, einen Weg aus der Krise zu finden. Denn vor der Länderspielpause setzte es für den DEL-Rekordmeister vier Niederlagen in Folge. Von den letzten acht Ligaspielen gewannen die Berliner nur zwei. Allerdings wartet auf die Hauptstädter ein schweres Programm am Wochenende. Am Freitagabend ist man zu Gast bei den Hamburg Freezers, die acht der letzten zehn Spiele gewonnen haben und aktuell Tabellensechster sind. Am Sonntagnachmittag sind dann die Grizzly Adams Wolfsburg zu Gast, welche aktuell Tabellendritter sind und kürzlich das letzte Auswärtsspiel in Schwenningen mit 9:1 gewannen. Es gibt also sicherlich einfachere Aufgaben, um eine sportliche Krise zu beenden.

Und als ob die sportliche Krise nicht schon schlimm genug wäre, haben die Eisbären auch noch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Zwar ist eine Rückkehr der Langzeitverletzten Florian Busch und Matt Foy absehbar, doch nun kamen auch noch Constantin Braun und Kapitän André Rankel ins Krankenlager hinzu. Während für C. Braun die Saison bereits beendet ist, fällt Rankel „nur“ vier Wochen aus. Dazu fehlen auch noch weiterhin Laurin Braun und Vincent Schlenker, ein Einsatz von Henry Haase ist noch fraglich.

Manager Peter John Lee schaut sich daher bereits nach Verstärkung für die Defensive um. So überlegen die Eisbären, Youngster Alex Trivellato aus Dresden zurück zu holen. Den italienischen Nationalspieler hatten die Berliner vor Saisonbeginn abgegeben. Lee gegenüber der BZ:

Ja, wir denken darüber nach. Alex hat sich in der 2. Liga sehr gut entwickelt. Jetzt ist er Dresdens bester Verteidiger.

Und Verstärkung für die Defensive hat die Mannschaft definitiv nötig. Die Verteidigung ist so schon sehr schwach besetzt und zudem schwächeln dann auch noch Leistungsträger wie Jimmy Sharrow und Casey Borer.

Aber nicht nur die Defensive ist eine Baustelle im Team der Eisbären, nein, da gibt es viele weitere noch. So stockt z.B, der Offensiv-Motor der Eisbären. In den letzten zehn Ligaspielen gelangen der Mannschaft nie mehr als drei Tore, insgesamt erzielte man in diesem Zeitraum nur 24 Treffer. Der Grund, warum es derzeit am Toreschießen hapert, ist schnell gefunden. Denn die Eisbären haben zwar stets nach den Spielen mehr Schüsse abgegeben als die Gegner, doch spielte man vor dem gegnerischen Tor einfach zu kompliziert. Hier noch ein Pass, da noch ein Kreisel. Es scheint sich derzeit kein Spieler zu trauen, einfach mal abzuziehen. Was passiert, wenn man die Scheibe einfach mal schnell und unkompliziert zum Tor bringt, hat man ja letztens gesehen, als Antti Miettinen gegen München in Überzahl einfach mal von der blauen Linie abgezogen hatte. Der Schuss schlug im Tor ein. So einfach kann es gehen.

Die Mannschaft muss zurück zum einfachen Eishockey, um wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden. Man muss sicher in der Defensive stehen, schnell die neutrale Zone überbrücken und dann vor dem Tor schnell zum Abschluss kommen. Dass die Eisbären das können, haben sie ganz zu Beginn der Saison mal gezeigt, aber in den letzten Spielen war das vor dem Tor schlichtweg zu kompliziert.

Und dann muss die Mannschaft wieder als solche zusammenspielen. Zuletzt waren es zu viele Einzelaktionen, da wollte es jeder auf eigene Faust versuchen anstatt einfach mal geschlossen als Team gegen die Niederlage an zu kämpfen. Gemeinsam können die Eisbären einen Weg aus der Krise finden. Über die einfachen Dinge kann man sich das nötige Selbstvertrauen zurückholen.

Das Wochenende mit Spielen in Hamburg und gegen Wolfsburg ist schwer, aber es kann in dieser Phase auch sehr hilfreich sein. Denn die Eisbären tun sich ja meistens gegen die vermeintlich schwächeren Teams sehr schwer, während man gegen die vermeintlichen Top-Teams durchaus seine Leistung abrufen kann. Man kann nur hoffen, dass das den Eisbären auch am Wochenende gelingt. Wenn nicht, dann drohen schwere Zeiten in der Hauptstadt. Für die Mannschaft und auch für Trainer Jeff Tomlinson.

Walker’s Meinung: Dem Sechs-Punkte-Wochenende folgte das Ein-Punkt-Wochenende

logo_WsM_1415125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgVor einer Woche konnten wir an dieser Stelle von einem Sechs-Punkte-Wochenende berichten. Zwar konnten die Eisbären da nicht komplett überzeugen aber sie holten eben die Punkte. Und das ist am Ende immer das Wichtigste. Heute berichten wir von einem Wochenende, an dem die Eisbären lediglich einen Punkt einfahren konnten. Am Freitag setzte es eine deutliche Heimpleite gegen den Deutschen Meister ERC Ingolstadt (2:5). Und gestern Abend verlor man das „Heimspiel“ in Wolfsburg knapp mit 3:4 n.V. Dadurch, dass in dieser Liga anscheinend jeder Jeden schlagen kann, ist man in der Tabelle durch diese beiden Niederlagen noch nicht so richtig abgerutscht. Mit 16 Punkten belegen die Eisbären derzeit Platz Sechs und haben bei einem Spiel weniger nur drei Zähler Rückstand auf den Zweiten München. Von daher ist also noch alles gut.

Barry Tallackson war am Freitag einer der auffälligsten Spieler, gab genau wie Sven Ziegler acht Torschüsse ab. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Barry Tallackson war am Freitag noch einer der auffälligsten Spieler, gab genau wie Sven Ziegler acht Torschüsse ab. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Am Freitagabend hatten die Eisbären Berlin mit dem ERC Ingolstadt einen angeschlagenen Gegner zu Gast in der Arena am Ostbahnhof. Angeschlagen deswegen, weil die Schanzer im Spiel zuvor in Nürnberg mit 1:9 unter die Räder gekommen waren. Man hätte den ERCI also noch tiefer in die Krise stürzen können. Aber man tat es nicht. Man fand von Beginn an überhaupt nicht ins Spiel, kam überhaupt nicht mit der Spielweise der Schanzer zu Recht. Ingolstadt war den Eisbären nahezu in allen Belangen überlegen. Es schien fast so, als ob der ERCI immer einen Schritt schneller war als der EHC. Die Panther entschieden fast alle Zweikämpfe für sich. Zwar kamen die Eisbären am Freitag zu vielen Torschüssen (40), jedoch war der Großteil dieser Schüsse nicht wirklich gefährlich für Ingolstadts Torhüter Timo Pielmeier. Die Eisbären wirkten in der Offensive ideenlos. Statt als Mannschaft zusammen zu spielen und zu kombinieren, versuchten es die Spieler zu oft mit Einzelaktionen.
Der Knackpunkt waren letztendlich die ersten beiden Tore. Das erste Gegentor kassierte man eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels, das zweite Gegentor 20 Sekunden nach Wiederbeginn. Von diesem Doppelschlag konnten sich die Berliner nicht mehr erholen. Darin Olver sorgte mit seinem 1:2-Anschlusstreffer zwar noch einmal kurzzeitig für Hoffnung, doch Ingolstadt antwortete darauf schnell mit dem 3:1 und ließ das 4:1 folgen.
Am Ende stand eine verdiente Niederlage, welche man sich selbst zuzuschreiben hatte. Continue reading

„Heimspiel“ in Wolfsburg: Eisbären werden von rund 1000 eigenen Fans in der Autostadt unterstützt

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgMorgen Nachmittag treten die Eisbären Berlin bei den Grizzly Adams Wolfsburg an. Zwar treten die Berliner auswärts an, dennoch wird es wieder einmal ein „Heimspiel“ in Wolfsburg sein. Denn wie gestern zu hören war, werden rund 1000 Eisbären-Fans ihre Mannschaft in Wolfsburg unterstützen. Diese will nach der 2:5-Niederlage vom Freitag gegen Ingolstadt zurück in die Erfolgsspur finden. Doch auch der morgige Gegner Wolfsburg will endlich in die Erfolgsspur zurück finden. Denn während die Eisbären immerhin fünf der letzten sieben Spiele gewannen, siegte Wolfsburg nur in einer der letzten sieben Partien. Die Niedersachsen haben also einen Sieg fast noch nötiger als die Eisbären.

Diese waren nach der Niederlage gestern Abend ziemlich enttäuscht, jedoch war allen Beteiligten klar, dass es eine verdiente Niederlage war, die man sich selbst zuzuschreiben hatte. Vor allem die ersten beiden Gegentore waren zu vermeiden, kassierte man diese doch eine Sekunde vor Ende des ersten und 20 Sekunden nach Wiederbeginn des zweiten Drittels. Kapitän André Rankel äußerte sich dazu wie folgt:

Das sind Unkonzentriertheiten, die uns einfach nicht passieren dürfen. Zudem gab es zu viele Einzelaktionen. Wir müssen als Team besser zusammenspielen. Daran müssen wir arbeiten.

Die Mannschaft wirkte in der Offensive ideenlos, fand überhaupt kein Mittel gegen die Spielweise der Ingolstädter. Obwohl man damit gerechnet hatte, dass Ingolstadt hier ganz anders auftreten würde als noch bei der 1:9-Klatsche in Nürnberg, war man überhaupt nicht darauf eingestellt. Man ließ sich von Beginn an den Schneid abkaufen und fand überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Im Spiel hatte man fast jeden Zweikampf verloren. Und wie André Rankel schon angesprochen hatte, gab es gestern auch kaum ein Zusammenspiel der Mannschaft. Jeder wollte es alleine versuchen statt einfach mal zusammen gegen die Niederlage anzukämpfen.

Wie am Freitag gegen Ingolstadt trifft man nun auch morgen mit Wolfsburg auf einen angeschlagenen Gegner. Man kann nur hoffen, dass man die Niedersachsen nicht auch noch aufbaut. Nach dem starken Saisonstart mit sechs Punkten und 11:1-Toren lief es für Wolfsburg überhaupt nicht mehr rund. Gegen die Hauptstädter will man nun die Wende einleiten.

Doch mit den Eisbären ist der Angstgegner zu Gast in der Autostadt. Nur zwei der letzten zwölf Heimspiele gegen Berlin konnte Wolfsburg gewinnen. Von insgesamt 18 Heimspielen gegen die Eisbären konnte Wolfsburg nur vier gewinnen. Von den letzten zehn Aufeinandertreffen insgesamt gewannen die Niedersachsen nur vier. Aber ein Fakt, der Wolfsburg Hoffnung machen kann, ist der, dass den Grizzlies drei dieser vier Siege in den letzten vier Spielen gelangen. In der letzten Saison gewann Wolfsburg nämlich drei von vier Duellen gegen die Eisbären, darunter war auch das legendäre 8:0. So ein Debakel wollen die Eisbären morgen Nachmittag nicht noch einmal erleben. Wir Fans allerdings auch nicht.

Chefcoach Jeff Tomlinson werden auch morgen wieder Vincent Schlenker, Florian Busch, Laurin Braun und Matt Foy nicht zur Verfügung stehen. Ob Mark Bell in den Kader zurück kehrt, war bisher noch nicht bekannt. Wolfsburg muss auf Stürmer Tyler Haskins verzichten.

Los geht es morgen Nachmittag um 14:30 Uhr in Wolfsburg. Hauptschiedsrichter sind die Herren Piechaczek und Schütz. Von der Partie wird es morgen Abend einen ausführlichen Spielbericht sowie Impressionen geben, da ein Teil unseres eisbaerlin.de-Fanclubs mit nach Wolfsburg fährt.

DEL/1. Spieltag: Meister Ingolstadt zu Gast in Mannheim – Hamburg empfängt Mitfavorit München

DEL-LogoVorh125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg2B790336ang auf für die 21. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am morgigen Freitag beginnt die neue DEL-Saison und dann wird der amtierende Deutsche Meister ERC Ingolstadt von der Konkurrenz gejagt. 136 Tage nach dem Sensations-Coup der Oberbayern nimmt die DEL also ihren Spielbetrieb wieder auf. Und bereits am ersten Spieltag erwarten die Fans zwei echte Leckerbissen. So empfangen die Adler Mannheim z.B. den Titelträger Ingolstadt zum Saisonauftakt. Ingolstadt erhofft sich natürlich die Titelverteidigung, was laut den Experten aber nicht für möglich gehalten wird. Mannheim gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und will das natürlich sofort gegen die Panther unter Beweis stellen. In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften ebenfalls aufeinander, Mannheim gewann deutlich mit 5:0. Servus TV überträgt diese Partie live. 

In Hambur200px-Hamburg-freezers_svgrbs_negg trifft der Vorrundensieger der letzten DEL-Saison auf Mitfavorit Red Bull München. Diese wollen sich endlich den Traum von der ersten Meisterschaft erfüllen und haben sich dafür die Dienste des DEL-Rekord-Trainers Don Jackson gesichert. Dieser verfügt zwar über einen Kader voller guter Einzelspieler, nur müssen diese auch als Mannschaft harmonieren. Aber wenn einem das gelingen kann, dann ist es Don Jackson.

Vizemeist125px-Straubing_tigers_logo130px-Koelner-haie-logo_svger Kölner Haie muss zum Saisonbeginn bei den Straubing Tigers antreten. Nach zwei verlorenen Endspielserien in Folge wollen die Haie nun im dritten Anlauf endlich den DEL-Pokal wieder in die Domstadt holen. Der Gegner der Kölner hat als einzige Mannschaft in der DEL seinen Etat gesenkt. Viel erwarten darf man in der neuen Saison von den Niederbayern also nicht. Denn die Konkurrenz im Kampf um Platz Zehn hat zu stark aufgerüstet.

 

Für unsere Eisbären Berlin geht es zu Saisonbeginn nach Augsburg, wo die heimischen Panther warten. Eine ausführliche Vorschau auf diese Partie findet Ihr hier.

Die Gri125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logozzlRZ_DEG_BasisPartner_farbigy Adams Wolfsburg haben sich in den letzten Jahren zu einer Top-6-Mannschaft entwickelt, mit der man auch in der neuen Saison wieder rechnen muss. Der Auftaktgegner Düsseldorf hat sich im Vergleich zur Vorsaison ordentlich verstärkt. Man will sich endlich wieder für die Play-Offs qualifizieren. Ob es damit klappt, bleibt abzuwarten. Wenn überhaupt sollte die DEG die Pre-Play-Off-Ränge ins Auge fassen.

 

Rooster_1_E17_ig110307125px-Krefeld_Pinguine_LogoDie Iserlohn Roosters empfangen die Krefeld Pinguine. Die Sauerländer haben sich gut verstärkt und wollen auch in dieser Saison die Play-Offs wieder erreichen. Krefeld war in den letzten beiden Jahren die Überrraschungsmannschaft der Liga. Die Pinguine haben auch in dieser Saison wieder das Potenzial dafür.

 

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDie letzte Partie des 1. Spieltages steigt in Schwenningen, wo die Wild Wings die Thomas Sabo Ice Tigers empfangen. Die Wild Wings haben sich durchaus gut verstärkt und wollen diese Saison die Pre-Play-Offs erreichen. Auf jeden Fall ist der Kader stärker als der vom Vorjahr, ob es aber für Platz Zehn reicht, ist fraglich.

 

21. DEL-Saison: Freitag geht es endlich los

DEL-LogoIn zwei Tagen hat das lange Warten ein Ende. Dann beginnt endlich die 21. Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Für uns Fans der Eisbären Berlin war es eine ungewohnt lange Sommerpause, haben wir doch das letzte Saisonspiel in der vergangenen Saison vor gut sechs Monaten gesehen. Insofern wird es nun definitiv Zeit, dass es endlich wieder los geht. Auch in der neuen Saison wollen wir Euch von den Spielen unserer Eisbären ausführlich berichten. Von den Heimspielen gibt es wie gewohnt meine WalkersBärenNews. Nach jedem Wochenende wollen wir Euch dann ein kurzes Fazit zu der Leistung der Eisbären geben, dies geschieht in unserer neuen Rubrik Walker`s Meinung. Und dazu wollen wir Euch natürlich auch kurz und knapp über alles Wichtige aus der DEL von den jeweiligen Spieltagen (Vorschau/Spieltag kompakt) informieren. Aber unser Hauptaugenmerk liegt natürlich weiterhin auf unserem Heimatclub Eisbären Berlin. Nun wollen wir Euch aber kurz und knapp einstimmen auf die 21. Spielzeit in der DEL.

Am Freitag nimmt die DEL endlich wieder ihren Spielbetrieb auf und dann werden genau dieselben 14 Mannschaften an den Start gehen, wie vor einem Jahr. Das ist nicht so häufig der Fall gewesen. Erst zum vierten Mal hat es während des Sommers keine Veränderungen am Teilnehmerfeld gegeben. Aber hoffen wir mal, dass wir bald wieder Veränderungen im Teilnehmerfeld der DEL erleben werden. Nämlich dann, wenn endlich wieder der Auf- und Aubstieg eingeführt wird. Aber bis es soweit ist, müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden.

In der neuen DEL-Saison müssen wir uns auf neue Regeln einstellen. So wurde z.B. das Hybrid Icing eingeführt, welches in der NHL schon längst praktiziert wird. D.h., dass nicht mehr jeder Befreiungsschlag automatisch einen Pfiff nach sich zieht. Ist der Linienrichter der Meinung, dass auf Höhe des Bullypunktes in der Endzone der angreifende Spieler näher am Puck ist als der verteidigende Spieler, lässt er weiterspielen. Ist es anders herum, wird abgepfiffen.
Dann sind auch noch die Angriffszonen größer geworden. Die beiden blauen Linien wurden jeweils 1,53 Meter Richtung Mittellinie verschoben. Trainer und Manager glauben, dass dies große Auswirkungen auf das Spiel haben wird.

Servus TV (Sonntags im Free-TV ab 17:30 Uhr) und LAOLA1.tv (Freitags im Stream ab 19:25 Uhr) werden auch in der kommenden Saison Spiele aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) live übertragen. Am Auftakt-Wochenende wird Servus TV jedoch beide Spiele live übertragen. Am Freitag zeigen Sie Adler Mannheim vs. ERC Ingolstadt und am Sonntag Düsseldorfer EG vs. Hamburg Freezers. Die Eisbären sind erstmals am 28.09.2014 zu sehen, wenn die Heimpartie gegen die Adler Mannheim live übertragen wird.

In der vergangenen Jubiläumssaison der DEL wurde am Ende der ERC Ingolstadt völlig überraschend Deutscher Meister. Ein ähnliches Kunststück wird den Panthern in der neuen Saison von den Experten aber nicht zugetraut. Die Favoriten sind die üblichen Verdächtigen (jedenfalls für die Experten) – Kölner Haie, Adler Mannheim und Hamburg Freezers. Gerade die Haie wollen nach zwei verlorenen Endspielen in Folge endlich den DEL-Pott wieder gewinnen. Ich persönlich würde sogar noch den EHC Red Bull München im Favoritenkreis sehen. Mit Don Jackson hat der EHC den Erfolgstrainer der DEL verpflichtet. Jackson weiß, wie man Titel gewinnt. Er hat einen sehr guten Kader zur Verfügung. Gelingt es Jackson, aus den vielen guten Einzelspielen eine starke Mannschaft zu formen, ist München alles zuzutrauen. 

Zu den Top-Sechs-Kandidaten zählen die Experten folgende Mannschaften – Eisbären Berlin, EHC Red Bull München, Grizzly Adams Wolfsburg, ERC Ingolstadt und Thomas Sabo Ice Tigers. Wie bereits oben erwähnt, sehe ich München eher im Favoritenkreis. Und unsere Eisbären sehe ich nach derzeitigem Stand eher als Pre-Play-Off-Kandidat. Der Kader ist sicherlich eingespielt und verfügt über Erfahrung, aber er ist für meinen Geschmack zu dünn besetzt. Verletzen sich da mal ein, zwei Spieler, wird man erhebliche Probleme bekommen. Gerade in der Defensive ist die Personaldecke doch sehr dünn – vom Personal her genauso wie von der Qualität.

Als Play-Off-Aspirant werden die Krefeld Pinguine gesehen. Die Seidenstädter haben in der letzten Zeit bewiesen, dass man mit wenig Geld und vielen talentierten Spielern durchaus Erfolg haben kann. Ob Krefeld auch in der neuen Saison wieder für Furore sorgen wird, bleibt abzuwarten. Aber ich denke, dass die Pinguine durchaus für eine Überraschung gut sind.

Als Außenseiter sehen die Experten folgende Mannschaften – Iserlohn Roosters, Schwenninger Wild Wings, Augsburger Panther, Straubing Tigers und Düsseldorfer EG. Auf jeden Fall sind die Mannschaften im unteren Tabellendrittel enger zusammen gerückt, was auf eine sehr spannende und am Ende sicherlich auch dramatische Saison hoffen lässt. Der Kampf um Platz Zehn dürfte bis zum Ende hart umkämpft sein. Auch die beiden Teams vom Tabellenende der vergangenen Saison – Schwenningen und Düsseldorf – sollte man nicht aus den Augen lassen. Beide haben sich durchaus gut verstärkt und werden sich diesmal sicherlich nicht wieder nur um Platz 13 „streiten“.

Ich freue mich auf eine spannende 21. DEL-Saison, mit all den Höhen und Tiefen. Aus Berliner Sicht erhoffe ich mir natürlich ein besseres Abschneiden der Eisbären, aber ich sehe da einige Mannschaften, die definitiv stärker besetzt sind als die Berliner. Man kann gespannt sein, welche zehn Mannschaften sich letztendlich für die Play-Offs qualifizieren und welche acht Mannschaften dann am Ende ab dem Viertelfinale um den DEL-Pott kämpfen werden. Möge der Bessere am Ende gewinnen.

Allen Eishockey-Fans eine tolle und spannende 21. DEL-Saison. 

2:4 gegen Wolfsburg: Eisbären verlieren auch ihr zweites Testspiel

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoDie Eisbären Berlin haben am Freitagabend auch ihr zweites Testspiel in der Saisonvorbereitung auf die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verloren. Eine Woche nach der 2:3-Niederlage n.P. gegen Sparta Prag kassierten die Hauptstädter am Freitagabend in Crimmitschau eine 2:4 (1:1, 1:0, 0:3)-Niederlage gegen die Grizzly Adams Wolfsburg.

1887 Zuschauer im Sahnpark sahen einen guten Beginn der Eisbären, die aber ein ums andere Mal am neuen Wolfsburger Goalie Felix Brückmann (kam aus Mannheim) scheiterten. Die Niedersachsen waren dann die Mannschaft, die erstmals am Abend jubeln konnte. Es lief die achte Minute und die Mannen von Coach Pavel Gross hatten gerade ein doppeltes Überzahlspiel. Jeff Likens hatte von der blauen Linie abgezogen und sein Schuss schlug hinter Petri Vehanen im Eisbären-Tor ein. Doch die Führung der Wolfsburger hielt nur ganze elf Sekunden. Dann spielte T.J. Mulock einen klasse Pass auf Julian Talbot und der netzte in Unterzahl (!) zum 1:1 ein. Mit diesem Spielstand ging es letztendlich auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel erspielten sich beide Mannschaften gute Chancen, doch vorbei kamen sie an den beiden Torhütern – Petri Vehanen (Berlin) und Felix Brückmann (Wolfsburg) – vorerst nicht. Vehanen sollte sein Tor auch das ganze Drittel über „sauber“ halten. Brückmann musste jedoch einmal hinter sich greifen. In der 27. Spielminute machte sich Neuzugang Petr Pohl auf den Weg Richtung Wolfsburger Tor, wo er nur noch unfair gestoppt werden konnte. Die beiden Hauptschiedsrichter Aicher und Piechachzek entschieden sofort auf Penalty, welchen Pohl sicher verwandelte – 2:1. Mit dieser knappen Führung der Eisbären ging es in die Kabinen. Continue reading

Zweites Testspiel: Eisbären testen morgen in Crimmitschau gegen Wolfsburg – Laurin Braun fehlt

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoFür die Eisbären Berlin steht morgen Abend das zweite Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf dem Programm. Um 20:00 Uhr treffen unsere Jungs dabei in Crimmitschau auf DEL-Konkurrent Grizzly Adams Wolfsburg. Beide Mannschaften haben bisher ein Testspiel absolviert, beide haben es mit 2:3 n.P. verloren. Während die Berliner vergangenen Freitag gegen Sparta Prag verloren, unterlagen die Niedersachen Ligarivale Iserlohn.

Drei Spieler, die gegen Sparta Prag noch im Kader standen, werden morgen nicht mit dabei sein. Die jungen Verteidiger Jonas Müller und Kai Wissmann werden für Kooperationspartner Dresdner Eislöwen auflaufen, Stürmer Laurin Braun fehlt hingegen aufgrund von Leistenbeschwerden.
Dagegen steht morgen  André Rankel erstmals in der Vorbereitung im Kader.

Das Tor der Berliner wird der neue Stammgoalie Petri Vehanen hüten. Chefcoach Jeff Tomlinson sagte zur morgigen Partie folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären vom 14.08.2014):

Die Reihen sind etwas anders gegen Wolfsburg, als sonst. Es geht mir morgen vor allem darum zu sehen, inwiefern die Talente, die Älteren besser machen können und umgedreht, wie die erfahrenen Spieler die jungen führen können.

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