3:2 in Düsseldorf! Die Eisbären Berlin zittern sich zum nächsten Sieg

Die Eisbären Berlin haben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen Vizemeister Ingolstadt gewannen die Hauptstädter das erste Auswärtsspiel der Saison bei der Düsseldorfer EG knapp mit 3:2 (1:0,1:1,1:1). Bis zur Schlusssirene mussten die Berliner um den Sieg zittern, doch am Ende hielt Jake Hildebrand die drei Punkte fest. Zudem überzeugten die Special Teams mit einem Shorthander und zwei Powerplaytoren.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte dasselbe Personal wie beim Saisonauftakt gegen Ingolstadt zur Verfügung, änderte aber dennoch ein wenig sein Line-up. So bekam in der Defensive Morgan Ellis mit Eric Mik einen neuen Verteidiger-Partner. In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Ty Ronning die Reihen. Somit kam es zur Wiedervereinigung der einstigen Paradereihe mit Pföderl, Marcel Noebels und Blaine Byron. Ronning stürmte an der Seite von Frederik Tiffels und Zach Boychuk. Manuel Wiederer rückte an die Seite von Yannick Veilleux und Tobias Eder, für den es als ehemaliger Düsseldorfer ein besonderes Spiel war. Als zusätzliche Stürmer standen noch Michael Bartuli ind Maximilian Heim zur Verfügung.
Nach seinem starken Heim-Debüt durfte Jake Hildebrand auch heute von Beginn an das Berliner Tor hüten.

Für die Eisbären ging es darum, den nächsten Sieg einzufahren. Was aber nicht einfach werden sollte, tat man sich doch in den vergangenen Jahren stets schwer im Rheinland. Doch der heutige Gegner litt unter argen Personalsorgen und wollte zudem den Fehlstart verhindern. Am 1. Spieltag hatte die DEG mit 2:4 in München verloren.

Sorgte für die Führung in Unterzahl: Manuel Wiederer (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Guter Beginn der DEG, aber die Eisbären mit dem Tor in Unterzahl

Den ersten Triumph feierte die DEG schon vor dem ersten Bully. Ihr Top-Goalie Henrik Haukeland hat gleich mal für satte sechs Jahr im Rheinland verlängert. Das ist mal eine Ansage der DEG. Der Jubel war dementsprechend riesig in der Arena. Es blieb zu hoffen, dass es der einzige Jubelschrei der DEG-Fans bleiben würde.
Diese Meldung verlieh der DEG zunächst einmal Flügel, denn die Hausherren legten richtig gut los und sorgten früh für Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand. Aber auch die Eisbären versteckten sich hier nicht in der Anfangsphase. Ein munterer Auftakt in den DEL-Klassiker mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Victor Svensson hätte den Aufwand der DEG auch beinahe belohnt, als er frei vor Hildebrand auftauchte. Aber der Berliner Goalie packte die Fanghand aus. Starker Save von Jake!
In der zweiten Hälfte des ersten Drittels gab es die ersten Strafzeiten, vor allem gegen die Eisbären. Doch das starke Penalty Killing der Berliner ließ kaum etwas von der DEG zu. Und dann ging es auf einmal ganz schnell. Manuel Wiederer tauchte in Unterzahl frei vor Haukeland auf und düpierte den DEG-Goalie – 1:0 (17.). Das aggressive Penalty Killing der Eisbären sorgte für den Scheibengewinn und dann behielt Wiederer die Nerven vor dem Tor.
Zum Ende hin durften die Gäste auch nochmal in Überzahl ran. Dort fanden die Eisbären schnell in ihre Aufstellung, ließen die Scheibe sehr gut laufen und waren dem 2:0 sehr nahe. Doch das fiel nicht, weshalb es mit einer am Ende verdienten 1:0-Führung für die Berliner in die erste Drittelpause ging. Verdient aufgrund der letzten zehn Minuten.

Erzielte das 2:0 gegen seinen Ex-Club: Tobias Eder (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Anschlusstreffer bringt die DEG zurück ins Spiel

Früh im zweiten Drittel mussten die Hauptstädter erneut in Unterzahl ran. Aber das Penalty Killing heute einfach überragend bis hierhin. Die aggressive Spielweise in Unterzahl machte es der DEG enorm schwer, überhaupt einmal in die Formation zu kommen. Dennoch waren das einfach zu viele Strafzeiten, was sich im weiteren Spielverlauf auch durchaus rächen könnte.
Zur Abwechslung waren anschließend die Gäste mal wieder in Überzahl. Die Scheibe lief sehr gut, aber der letzte Pass wollte zunächst nicht ankommen. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe fand aber ein Pass von Frederik Tiffels Tobias Eder im Slot und der ehemalige Düsseldorfer ließ sich diese Chance nicht entgehen – 2:0 (28.). Dabei ist es doch eigentlich eine Spezialität von Ex-Eisbären, gegen ihr Team zu treffen. Aber uns sollte es egal sein, schönes Tor von Tobi!
Die Hausherren mussten sich kurz schütteln, doch das dauerte nicht lange. Kapitän Philip Gogulla brach auf links durch und überwand Jake Hildebrand zum ersten Mal an diesem Nachmittag – 2:1 (31.).
Fortan entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Es ging hin und her, beide Teams suchten immer wieder den Abschluss. Beide Goalies bekamen nun ordentlich was zu tun.
Die Rheinländer blieben am Drücker und hatten im Powerplay durchaus die Chance zum 2:2, aber die Eisbären überstanden auch die nächste Unterzahl schadlos. Doch die DEG schnupperte am Ausgleich.
Zwei Minuten vor dem Ende war Jake Hildebrand blitzschnell mit dem Schoner zur Stelle, als es Philip Gogulla aus dem Slot probierte. Der Berliner Goalie lenkte die Scheibe an den Pfosten.
Inzwischen wäre der Ausgleich für Düsseldorf durchaus verdient gewesen, so ehrlich muss man an dieser Stelle sein. Aber die Eisbären nahmen die knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Rettete den Eisbären Berlin am Ende den Sieg und die drei Punkte: Jake Hildebrand (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Bennet Roßmy bringt die Spannung zurück

Im Schlussdrittel war die DEG erneut nah dran am Ausgleich, hatten das leere Tor vor Augen, doch sie trafen die Scheibe nicht richtig. Und wie es dann meistens im Sport so ist. Wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, bekommst du sie hinten rein. Die Berliner in Überzahl, ließen die Scheibe sehr gut laufen und die DEG-Spieler überhaupt nicht wechseln. Und so spielte man die Düsseldorfer müde und Yannick Veilleux netzte ein – 3:1 (45.). Ein enorm starkes Powerplay, wo die DEG nicht mal in die Nähe der Scheibe kam.
Damit hatten bis hierhin alle drei Stürmer der ersten Reihe getroffen. Die drei Spieler harmonieren richtig gut miteinander. Und auch das ist etwas, was die Eisbären in diesem Jahr unberechenbar macht. Denn alle dachten heute, die ehemalige Paradereihe um Noebels, Pföderl und Byron würde der Schlüsselfaktor in diesem Spiel werden. Doch dann waren es Wiederer, Eder und Veilleux.
War die Partie damit entschieden? Nein! Denn die DEG gab nicht auf und blieb dran. Victor Svensson scheiterte noch an Hildebrand, bekam aber erneut die Scheibe und hatte das Auge für Bennet Roßmy im Slot. Der ehemalige Berliner packte den Onetimer aus und hämmerte die Scheibe ins Tor – 3:2 (51.). Da war es also dann doch wieder, das Tor eines ehemaligen Eisbären-Spielers. Diese Serie hätte nun nicht unbedingt fortgesetzt werden müssen.
Die Partie wurde nun deutlich hitziger. Was sich auch in den Zweikämpfen widerspiegelte. Die DEG drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, die Eisbären kamen in dieser Phase kaum noch vor das Düsseldorfer Tor. Man konnte so auch kaum mal für Entlastung sorgen.
Als die DEG ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, wurde der Druck der Hausherren noch größer. Jake Hildebrand rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Mehrfach musste der Berliner Goalie retten. Der Ausgleich der Gastgeber lag in der Luft. Und Sekunden vor der Schlusssirene lag die Scheibe vor der Linie, aber Julian Melchiori räumte das Spielgerät weg und sorgte somit dafür, dass die drei Punkte am Ende mit in die Hauptstadt gehen. Was für eine irre Schlussphase mit dem besseren Ende für die Eisbären Berlin!
Am Ende waren Jake Hildebrand und die Special Teams (ein Shorthander/zwei Powerplaytore) die Hauptgründe für den Auswärtssieg.

2:1 n.P.! Rückkehrer Blaine Byron schießt die Eisbären zum Auftaktsieg gegen Vizemeister Ingolstadt

WalkersBarenNews 2023/2024 – #3

Die Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena hatten zum Saisonauftakt das All-Inclusive-Paket gebucht. 60 Minuten, Verlängerung und Penaltyschießen. Erst danach stand der Sieger fest. Und der hieß Eisbären Berlin. Blaine Byron krönte seine Rückkehr nach Berlin mit dem entscheidenden Penalty zum 2:1-Auftaktsieg gegen den Vizemeister.

Bei den Eisbären fehlten heute Lean Bergmann und Patrice Cormier (leicht angeschlagen) sowie die Youngster Rayan Bettahar, Rio Kaiser und Eric Hördler.
Im Tor gab Neuzugang Jake Hildebrand sein DEL-Debüt im Eisbären-Trikot. Mit Jonas Stettmer saß ein weiterer Neuzugang als Back-up auf der Bank.
Die Defensiv-Pärchen blieben im Vergleich zum Spiel gegen Oslo gleich. Einzig der siebte Verteidiger war heute ein anderer. Statt Eric Mik, welcher im Sturm aushalf, kehrte Marco Nowak ins Line-up zurück.
In der Offensive blieben die ersten beiden Reihen gleich, die dritte und vierte Reihe änderte sich aber aufgrund der Ausfälle. So bildeten Maximilian Heim, Tobias Eder und Yannick Veilleux die dritte Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Michael Bartuli, Manuel Wiederer und Eric Mik.

Die Eisbären standen vor einer großen Hürde im ersten Saisonspiel, war doch der Vizemeister aus Ingolstadt der erste Gast in der Jubiläumssaison der PENNY DEL. In der vergangenen Saison gewannen beide Teams je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Für die Berliner begann heute die Wiedergutmachung für die verkorkste letzte Saison. Gelang direkt im ersten Saisonspiel ein Sieg gegen die Schanzer?

Ehrung der WM-Silberhelden von den Eisbären Berlin und dem ERC Ingolstadt. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor dem Spiel gab es zunächst aber erst einmal die angekündigte Ehrung (extra angefertigte Buddybären) für die Silberhelden der WM aus beiden Mannschaften. Eine großartige Geste der Eisbären Berlin! Diese Ehrung wird es jetzt in jedem Heimspiel geben, in denen ein WM-Held vom Gegner dabei ist. Planmäßiges Ende dieser Aktion ist der 21. Dezember, wenn die Augsburger Panther in Berlin zu Gast sind.

Kampf um den Puck im ersten Drittel. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Eisbären lassen doppeltes Powerplay ungenutzt

Munterer Beginn in dieses Top-Spiel. Beide Teams versuchten schnell vors Tor zu kommen und sorgten dort auch schon das ein oder andere Mal für Gefahr. Sowohl Jake Hildebrand als auch Michael Garteig bekamen zu Beginn an ordentlich was zu tun. Zudem war die Partie auch von der ersten Sekunde hart umkämpft. Verlieren wollte keine Mannschaft diese Auftaktpartie.
Mit zunehmender Spieldauer bestimmten aber auch die Zweikämpfe das Spiel, die Scheiben waren hart umkämpft. Es war also bis hierhin das von Trainer Serge Aubin erwartete Spiel, denn der Coach hatte ein Kampf um jeden Zentimeter Eis prophezeit.
Nach rund zwölf Minuten bot sich den Hausherren aber die dicke Chance zur Führung, denn man hatte fast 1:40 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis. Und wenn in der Vorsaison etwas rund lief, dann war es das Powerplay bei den Eisbären. Die Hauptstädter fanden auch ihre Formation, ließen die Scheibe gut laufen, aber im entscheidenden Moment war immer ein Schläger der Ingolstädter Spieler dazwischen. Und wenn die Berliner sich mal klasse durch kombiniert hatten, war Michael Garteig zur Stelle, der einmal mehr bewies, dass er zu den Top-Goalies der DEL zählt. Die Hausherren ließen diese Riesenchance ungenutzt, wenn sich das im weiteren Spielverlauf mal nicht noch rächen würde. Schließlich können Special Teams der entscheidende Faktor in solch engen Spielen sein.
In der Schlussphase tauchten dann mal wieder die Panther vor dem Tor von Jake Hildebrand auf und prompt wurde es gefährlich. Erst im zweiten Anlauf konnte der Neuzugang aus Frankfurt die Scheibe unter sich begraben. In der letzten Saison wäre der Puck wahrscheinlich noch rein gegangen.
Direkt im Anschluss durfte das Powerplay der Schanzer ran, Jonas Müller mit der ersten Strafe für die Berliner. Hat immerhin fast 16 Minuten gedauert. Aber das Penalty Killing der Eisbären ließ nichts zu und so überstanden die Berliner die erste Unterzahl problemlos.
Mehr passierte im Auftaktdrittel nicht mehr und somit ging es torlos in die erste Drittelpause der neuen Saison.

Marcel Noebels bejubelt seinen Treffer zum 1:1. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Marcel Noebels bringt die Eisbären aufs Scoreboard

Das zweite Drittel begann eher schleppend. Viele Torraumszenen gab es nicht zu sehen, dafür einige Fehler im Spiel auf beiden Seiten. Erstmals Torgefahr hätte nach fünf Minuten entstehen können, denn da kassierte Ben Finkelstein die zweite Strafzeit für die Eisbären in dieser Partie. Und so kam es auch. Ganze 14 Sekunden dauerte es, da ging die Scheibe irgendwie an Jake Hildebrand vorbei ins Tor. Wojciech Stachowiak setzte erfolgreich nach und traf aus fast unmöglichem Winkel zum 0:1 (26.).
Der Rückstand machte die Aufgabe gegen den Vizemeister nun natürlich nicht einfacher. Zumal Ty Ronning kurze Zeit später auf die Strafbank wanderte und den Gäste die nächste Chance im Powerplay ermöglichte. Dieses Mal überstanden die Hausherren die Unterzahl aber ohne Gegentor, auch, weil Jake Hildebrand zur Stelle war und zweimal die Fanghand durchaus sehenswert auspackte.
Das Spiel der Eisbären blieb im Mitteldrittel weiterhin fehleranfällig. Kaum mal ein gelungener Spielaufbau, immer wieder schlich sich ein Fehler ein. So konnte man den Schanzern keinesfalls gefährlich werden. Zumal die Gäste die Eisbären durch ihr aggressives Forechecking immer wieder früh im Spielaufbau störten und somit auch zu Fehler zwangen.
Ein Powerplay hätte mal für Chancen sorgen können, aber auch da die Eisbären mit einem zu nervösen Spielaufbau. Die Scheibe lief nicht sauber, es wirkte irgendwie so, als sei der Wurm im Spiel der Eisbären drin. Ingolstadt konnte daher die Unterzahl schadlos überstehen.
Fast aus dem Nichts sorgte dann aber Marcel Noebels für den ersten Jubelschrei in der Mercedes-Benz Arena. Zuvor waren die Eisbären noch an der starken Defensive der Schanzer hängen geblieben, doch dann fand ein Onetimer der Nummer 92 den Weg vorbei an Michael Garteig – 1:1 (35.). Ben Finkelstein hatte ihm die Scheibe mustergültig serviert.
Nur kurze Zeit später die Eisbären erneut in Überzahl und das sah sofort zielstrebiger aus. Das Tor hatte sichtlich für neues Selbstvertrauen gesorgt und so setzten die Hauptstädter die Schanzer in diesem Powerplay enorm unter Druck. Michael Garteig bekam nun deutlich mehr zu tun als noch im Unterzahlspiel zuvor. Dennoch konnten die Berliner auch dieses Powerplay nicht nutzen.
Eine Chance bekamen die Hauptstädter im zweiten Drittel aber noch. Erneut lief die Scheibe sehr gut, man kam auch zu Abschlüssen, doch Michael Garteig ließ keine weitere Scheibe passieren. So blieb es beim 1:1 nach 40 Minuten.

Überzeugte beim Debüt im Eisbären-Trikot: Goalie Jake Hildebrand. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im Schlussdrittel 

Im letzten Drittel war es eine Partie auf Augenhöhe. Beide Teams suchten immer wieder den Weg in die Offensive und wollten dort den Führungstreffer erzielen. Doch beide Defensivreihen sowie die Goalies machten den Spielern das Leben enorm schwer am heutigen Abend. Was jeweils nur ein Tor auf beiden Seiten belegte.
Manchmal spielten es die Hausherren aber auch einfach nur zu kompliziert. Ty Ronning schickte Frederik Tiffels auf die Reise, der Neuzugang wäre frei durch gewesen und hatte auch freie Schussbahn. Doch was macht die Nummer 95? Sucht lieber noch einmal den Querpass, obwohl dort ein Ingolstädter Spieler den Passweg längst zugestellt hatte. Den hätte Tiffels alleine machen müssen!
Die Eisbären waren optisch gesehen die aktivere Mannschaft im Schlussdrittel, doch der letzte Pass wollte nicht ankommen und somit wurde es zu selten gefährlich vor Michael Garteig.
Sieben Minuten vor dem Ende hatten sich die Berliner aber mal stark vor das Tor kombiniert, doch Marcel Noebels scheiterte an Garteig. Direkt auf der Gegenseite wurde es aber auch sehr gefährlich vor Jake Hildebrand. Die Crunch-Time hatte begonnen.
Doch solche Chancen, wie in der Sequenz eben, suchte man vergeblich in der Schlussphase. Beide Defensivreihen standen sehr kompakt und ließen kaum noch etwas zu. Und so kam es dazu, dass es beim Stand von 1:1 nach 60 Minuten in die Verlängerung ging.

Yannick Veilleux im Zweikampf mit Ingolstadts Fabio Wagner. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Und dort bekamen die Eisbären die Chance zum Sieg auf dem Silbertablett serviert. Denn Ingolstadt kassierte eine Strafzeit und die Hausherren hatten somit ein 4:3-Powerplay. Trainer Serge Aubin reagierte sofort und nahm seine Auszeit. Diese Chance auf den Sieg wollte er sich nicht entgehen lassen. Doch seine Schützlinge spielten das Powerplay einfach zu kompliziert. Die Pässe versprangen zu häufig und beinahe wäre ein Fehler im Spielaufbau in einen Unterzahlkonter gemündet, doch den konnte man gerade so noch verhindern.
Die Überzahl blieb ungenutzt und kurz darauf tauschten die Special Teams die Rollen. Nun waren die Berliner in Unterzahl und die Schanzer hatten ein Powerplay. Auch deren Coach Mark French nahm die Auszeit. Und für 25 Sekunden hatten die Panther sogar eine doppelte Überzahl. Doch der Treffer der Gäste kam nach der Schlusssirene – Glück für die Eisbären!

Somit musste also das Penaltyschießen entscheiden. Durchaus keine Lieblingsdisziplin der Eisbären. Doch neue Saison, neues Glück. Marcel Noebels und Blaine Byron trafen für die Eisbären und sicherten dem Hauptstadtclub somit zwei Punkte zum Saisonstart. 

Eisbären Berlin: Rund erneuert zurück in die Spitzengruppe der PENNY DEL?

Gestern Abend startete die PENNY DEL in ihre 30. Saison. Die Eisbären Berlin absolvieren heute Abend mit dem Heimspiel gegen Vizemeister ERC Ingolstadt ihr erstes Spiel der Jubiläumssaison. Für den Rekordmeister beginnt damit die Wiedergutmachung der vergangenen Saison, als man erstmals seit 22 Jahren die Playoffs verpasste und in die längste Sommerpause seitdem gehen musste. Man hat die Schlüsse aus dieser Chaos-Saison nach einer ausführlichen Analyse gezogen und im Sommer dafür gesorgt, dass man in der neuen Saison wieder mit einer schlagkräftigen Truppe an den Start geht. Eine, die am Ende der Saison wieder zu den Top-Teams der Liga zählen will. Das ist das Saisonziel der Berliner, welches Sportdirektor Stéphane Richer bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz am Montagnachmittag in der Mercedes-Benz Arena zu Protokoll gab. Wir schauen uns den Kader mal genauer an und geben unsere Prognose zur Saison 2023/2024 ab.

Soll das Berliner Tor wieder zu einer Festung machen: Jake Hildebrand (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Tor

Die Goalie-Position ist mit die wichtigste in einem Team und da waren die Eisbären in der letzten Saison nicht so gut besetzt. Mathias Niederberger hatte die Eisbären im letzten Sommer verlassen und die Verantwortlichen der Eisbären gaben das Vertrauen zwei jungen Goalies: Tobias Ancicka und Juho Markkanen. Beide standen somit von Beginn an unter Druck, denn die Fußstapfen, die der Nationaltorhüter hinterließ, waren einfach zu groß. Beide Goalies konnten die entstandene Lücke nicht schließen. Ancicka, der im Sommer nach Köln wechselte, absolvierte die Mehrzahl (39) aller Hauptrundenspiele und kam dabei auf eine Fangquote von 91,2 Prozent. Sicherlich kein schlechter Wert, aber am Ende wechselten sich beim Goalie – wie übrigens beim gesamten Team – Licht und Schatten ab und so kam es dazu, dass Ancicka kein Goalie war, der seiner Mannschaft mal im Alleingang ein Spiel gewann. Was man aber auch nicht vergessen darf, ist der Fakt, dass die Goalies auch sehr oft alleine gelassen wurden von ihren Vorderleuten. Dazu steckte die Verunsicherung der Spieler die Goalies an und am Ende kam eben das Verpassen der Playoffs bei heraus. Die Goalies sind aber nicht der Hauptgrund dafür, sondern viel mehr ein Teil vom Ganzen.

In der kommenden Saison setzen die Eisbären Berlin nun erneut auf zwei junge Goalies mit Nikita Quapp und Jonas Stettmer, welcher vom Vizemeister Ingolstadt nach Berlin wechselte. Aber im Vergleich zur letzten Saison holte man auch noch den erfahrenen US-Goalie Jake Hildebrand von Ligarivale Löwen Frankfurt.
Quapp und Stettmer sind aufstrebende Talente und durchaus vielversprechend für die Zukunft. Hildebrand hatte sein Können vor allem im Aufstiegsjahr der Löwen unter Beweis gestellt und konnte daran auch letzte Saison immer wieder anknüpfen. Er absolvierte 52 Spiele, in denen er auf eine Fangquote von 90,8 Prozent kam. Damit lag seine Quote also unter der von Ancicka. Und dennoch sehe ich den US-Goalie als Verstärkung an. Denn im Vergleich zur Frankfurt hat Hildebrand in Berlin nun eine durchaus sehr starke Verteidigung vor sich, was in Hessen nicht immer der Fall war. Wie gut das funktionieren kann, konnte man in den Testspielen schon erahnen.
Und neben Hildebrand hat man eben auch noch Quapp und Stettmer, der in den letztjährigen Playoffs für Furore sorgte. Auch die beiden Goalies haben in der Vorbereitung bereits ihren Einsatz erhalten und konnten ebenso wie Hildebrand überzeugen.

Viele Fans sehen in der Torhüter-Position schon wieder die Schwachstelle im Team. Das sehe ich nicht so, denn mit Hildebrand, Quapp und Stettmer haben die Eisbären ein durchaus sehr starkes Torhüter-Trio unter Vertrag. Gepaart mit der sehr guten Defensive kann da etwas großes zusammenwachsen.

Das sagt Jule: 

Das Torhüter-Trio aus Hildebrand, Stettmer und Quapp wird uns in der Hauptstadt viel Spaß bereiten. Wie Kevin schon geschrieben hat, durften alle in der Vorbereitung bereits ihr Können zeigen. Mit Quapp und Stettmer im Nacken wird es Hildebrand nicht einfach haben, denn die Beiden wollen unbedingt so viele Spiele wie möglich absolvieren. Gute Paraden und schöne Saves werden wir von allen dreien sehen werden in der kommenden Saison. Wer wie viel spielen wird, wird man sehen. Nichtsdestotrotz eine gute Verstärkung für diese Saison. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Goalies nur so gut sind wie die Mannschaft vorne zurück arbeitet. Man kann von dem Transfer von Hildebrand halten was man möchte, er bleibt ein guter Goalie, nicht umsonst hatte er das Spiel für die Löwen aus Frankfurt entscheiden können! Wartet ab, lasst uns die ersten 10-15 Spiele abwarten und erneut über die Statistiken reden. Deal? Prediction: Hildebrand mit einer SV% von 92%!

Ist zurück in Berlin und verleiht der Berliner Defensive noch mehr Tiefe: Kai Wissmann (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Abwehr

In der Defensive waren die Hauptstädter auch zum handeln gezwungen. Denn wenn es in der Offensive mal hakt, dann erhofft man sich durchaus Gefahr von den Verteidigern. Doch in der vergangenen Saison erzielten die Berliner Verteidiger gerade einmal 18 Tore. Zum Vergleich: Kölns Star-Verteidiger Nicholas Bailen kam in 62 Spielen inklusive Playoffs alleine auf 20 Tore. Da galt es also für Verbesserung zu sorgen.

Doch es galt neben der Torgefahr auch noch eine andere Personalie zu ersetzen. Denn Urgestein und Legende Frank Hördler hat die Eisbären im Sommer Richtung Selb verlassen. Natürlich war der ehemalige Kapitän keine Scoring-Maschine, aber dennoch fehlt mit ihm enorm viel Erfahrung. Erfahrung, welche er immer wieder an die jungen Spieler weitergab. Diese fehlt nun in der Berliner Kabine.
Neben Hördler verließ auch Youngster Norwin Panocha die Eisbären, um sein Glück in der QMJHL zu versuchen. Viel Erfolg an dieser Stelle, Norwin!

Den Berliner Verantwortlichen ist es gelungen, die Lücken zu füllen. Königstransfer ist natürlich Rückkehrer Kai Wissmann, der dem Spiel der Eisbären wieder enorm viel Tiefe verleihen wird. Erst bei der WM hat man seine Fähigkeiten wieder gesehen. Diese werden das Defensivspiel der Eisbären nochmal deutlich verstärken.
Dazu konnten sich die Hauptstädter die Dienste vom US-Verteidiger Ben Finkelstein sichern, welcher aus Wien kommt. In der ICEHL absolvierte Finkelstein 25 Spiele, in denen er 25 Scorerpunkte erzielte. Zehn Tore und 15 Assists machen ein Scorerpunkt pro Spiel. Auch er kann dafür sorgen, dass von der Berliner Defensive wieder mehr Gefahr ausgeht als noch in der vergangenen Saison.
Der dritte Neuzugang in der Verteidigung ist Rio Kaiser, der im Oktober erst 17 Jahre jung wird. Ihm prophezeit man eine große Zukunft, er wird aber aller Voraussicht nach erst einmal Spielpraxis in der DEL2 beim Kooperationspartner Weißwasser sammeln.

Zu den Neuzugängen gesellen sich die altbekannten Verteidiger Rayan Bettahar, Morgan Ellis, Marco Nowak, Eric Mik, Jonas Müller, Korbinian Geibel und Julian Melchiori. Für Trainer Serge Aubin wird es enorm schwierig sein, dort die besten Verteidiger für jedes Spiel aufzustellen. Der Konkurrenzkampf in der Defensive der Eisbären ist enorm hoch und zudem gilt es ja auch noch die U23-Regel zu beachten, weshalb es einen Leistungsträger durchaus auch mal auf die Tribüne wehen kann. Wenn man im Training mal für einen Moment nachlässt, könnte das Konsequenzen für das darauffolgende Spiel haben. Aber Konkurrenzkampf belebt ja bekanntlich das Geschäft und von daher sorgt diese Tiefe im Kader auf jeden Fall wieder für eine starke Berliner Defensive, von der wieder mehr Fire-Power ausgehen wird.

Was mit dieser Defensive möglich ist, zeigte schon die Vorbereitung. Denn vier der insgesamt 22 Tore gingen auf das Konto eines Verteidigers. Wenig verwunderlich, dass Rückkehrer Kai Wissmann zwei dieser vier Tore erzielte. Dazu bereitete er auch noch zwei Tore vor. Auch Julian Melchiori machte mit drei Assists auf sich aufmerksam.

Das sagt Jule:

Kai Wissmann – endlich wieder im Eisbären-Trikot! Er ist einer der wichtigsten Verteidiger, den die Eisbären in ihrer Abwehr brauchten. Die Abwehr wurde deutlich verstärkt und wird diese Saison stärker und sicherer sein. Ich freue mich riesig über Ben Finkelstein, Kai Wissmann und Rio Kaiser! Es bleibt spannend, wen Aubin auswählt, zehn Verteidiger zu haben ist Luxus. Klar werden einige von den U 23-Spielern bei den Lausitzer Füchsen Spielpraxis sammeln, nichtsdestotrotz dürfen sich die gestanden Profis nicht auf ihren Erfolgen ausruhen! Die Defensive wird offensiv, sowie defensiv besser als letzte Saison dastehen. Wir werden kompaktes und gutes defensives, sowie offensives Eishockey von unseren Defendern sehen. Prediction: Kai Wissmann mit der besten +/- Statistik!

Soll den Offensiv-Motor der Eisbären wieder zum Laufen bringen: Rückkehrer Blaine Byron (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Angriff

Kommen wir zur Offensive. Auch die war mit ein Problem, weshalb es bereits Anfang März in die Sommerpause ging. Im Vergleich zur Meistersaison davor erzielten die Berliner Angreifer satte 34 Tore weniger. Tore, die am Ende fehlten, um einen der ersten zehn Plätze zu belegen. Kein Wunder also, dass es im Sturm den größten Umbruch im Kader gab. Gleich elf Spieler haben die Eisbären verlassen, darunter so wichtige Spieler wie Kevin Clark, Matt White und Giovanni Fiore. Ihn gegenüber stehen aber auch gleich sieben Neuzugänge.

Gerade auf dem deutschen Sektor haben die Verantwortlich dafür gesorgt, dass die Eisbären deutlich breiter aufgestellt sind. So konnte man Lean Bergmann (Mannheim), Tobias Eder (Düsseldorf) und Frederik Tiffels (München) an die Spree locken. Das allein unterstreicht schon die Ambitionen, welche die Eisbären in der neuen Saison haben. Vor allem auf Tobi Eder bin ich enorm gespannt, denn in der vergangenen Saison sammelte der 25-jährige satte 38 Scorerpunkte. Er erzielte 19 Tore selbst und bereitete 19 weitere Tore noch vor. Was für eine starke Statistik des ehemaligen DEG-Stürmers. In der Vorbereitung knüpfte er nahtlos an diese Leistungen an und sammelte bereits schon wieder vier Scorerpunkte (2T/2A).
Auch Bergmann (1/1) und Frederik Tiffels (1/3) deuteten ihr Können in der Vorbereitung mehr als an.

Mit Michael Bartuli gelang es den Eisbären noch einen vierte deutschen Stürmer unter Vertrag zu nehmen. In der abgelaufenen Saison war er für Bad Nauheim in der DEL2 aktiv. Dort machte er auf sich aufmerksam und die Eisbären schlugen zu. Dass das kein Fehlgriff ist, bewies er in der Vorbereitung, wo er bereits auf starke drei Scorerpunkte (1/2) kam. Ein durchaus vielversprechender Spieler, der in dieser Saison überraschen kann.

Kommen wir zu den letzten drei Neuen im Sturm. Und das sind alles drei richtige Kanten mit Scorer-Potential. Ty Ronning kam aus Ingolstadt, wo er in seinen nur 29 Spielen zu überzeugen wusste. Mehrere Vereine waren an ihm dran, am Ende hat er sich aber für den Hauptstadtclub entschieden.
Mit Blaine Byron kehrt ein alter Bekannter zurück. Was er kann, ist allen Eisbären-Fans noch bekannt und nicht wenige träumen von der Re-Union der alten Paradereihe mit Marcel Noebels und Leo Pföderl.
Und dann wäre da noch Patrice Cormier, welcher aus der KHL nach Berlin wechselte. Mit ihm haben die Eisbären einen guten Bullyspieler bekommen, der dazu auch noch scoren kann. Auch auf ihn bin ich enorm gespannt.

Dazu kommen noch die altbekannten Spieler aus der letzten Saison: Manuel Wiederer, Yannick Veilleux, Eric Hördler, Maximilian Heim, Zach Boychuk, Marcel Noebels und Leo Pföderl. Gleiches wie in der Defensive gilt auch hier: Die Tiefe in der Offensive ist groß und auch hier wird es einen Konkurrenzkampf um die Plätze im Spieltags-Kader geben. Auch immer unter der Berücksichtigung der U23-Regel. Alle Spieler müssen im Training alles geben, sonst winkt im nächsten Ligaspiel nur der harte Tribünenplatz.

Das sagt Jule:

Diesen Sommer ist einiges passiert in der Offensive der Eisbären. Große Namen sind an die Spree gewechselt. Mit Milan vom trashalk habe ich vor meinem Interview über Kevin Clark viel über Tobi Eder gesprochen. Er beneidet uns, dass wir Tobi an die Spree locken konnten. Toller Spieler und super Mensch! Mit den richtigen Reihenpartnern eine absolute Verstärkung fürs Team! Ty Ronning – Ach, diesem Spieler gucke ich einfach gerne zu. Ideen, Kreativität und Schnelligkeit beschreibt Ronning so ziemlich am besten, top Flügelstürmer. Lean Bergmann hingegen hatte etwas schwierige Jahre hinter sich, aber auch eine Verstärkung für die Offensive der Eisbären. Er ist ebenfalls ein schneller Spieler und hart arbeitender Stürmer – er wird den Eisbären in der Offensive weiter helfen. Freddi Tiffels, hatte ebenfalls eine etwas „schlechtere“ Saison beim EHC Red Bull München, dennoch ein absoluter Top Spieler. Es macht ebenfalls Freude ihm zu zuschauen, wie er die Scheibe gewinnt oder einfach trocken abzieht und das Ding im Tor landet. Offensiv ergibt das auf dem Papier schon eine richtig starke Formation. Dazu kommen noch unsere starken U-23 Stürmer mit Maxi Heim, Eric Hördler und Michael Bartuli, die sich nicht verstecken und ihr Können immer wieder beweisen. 

Prediction: an Toren mangelt es den Eisbären diese Saison wohl nicht!

Auf dem Weg zurück zum Top-Team in der PENNY DEL? (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Fazit

Im Vergleich zur Chaos-Saison hat sich bei den Eisbären Berlin einiges im Kader getan. Was aber auch dringend notwendig war, damit die letzte Saison ein Betriebsunfall bleibt. Dafür hat man in den Kader investiert und wie Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz sagte, auch den Etat leicht erhöht. Damit hat man Kai Wissmann und Blaine Byron zurückgeholt, wo man weiß, was sie können. Man hat sich aber auch deutsche Nationalspieler wie Lean Bergmann, Tobias Eder und Frederik Tiffels gesichert. Auch diese Spieler wissen, wo das Tor steht.
Insgesamt sorgen alle Transfers, die Sportdirektor Stéphane Richer getätigt hat, für deutlich mehr Tiefe und vor allem Konkurrenzkampf im Kader. Auch die Goalie-Position ist aus meiner Sicht besser besetzt als im vergangenen Jahr, weil man wirklich drei starke Goalies unter Vertrag hat. Zwei davon sind zudem noch aufstrebende Talente, denen die Zukunft gehören kann.
Natürlich bedarf das Ganze auch einer gewissen Zeit, um sich einzuspielen, damit ein Rädchen in das andere greift. Dafür hatte man schon die Vorbereitung, die ordentlich aber nicht gut verlaufen ist. Doch mit zunehmenden Spielen wird sich das alles verfestigen und die neuen Spieler werden das System von Trainer Serge Aubin verinnerlichen. Wenn das passiert ist, dann sind die Eisbären für mich wieder ein ernstzunehmender Titelkandidat.
Dafür muss man am Ende aber eins hinbekommen und zwar das Disziplin-Problem. Man darf sich nicht zu viele Strafzeiten wie noch in der Vorbereitung leisten. Denn auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Schon gar nicht in so einer ausgeglichenen Liga wie der PENNY DEL.

Das sagt Jule:

Letzte Saison ist zum Vergessen. Viele Faktoren hatten nicht gepasst, ein bisschen Pech kam dazu. Die Saison ist vergessen. Es hat sich eine Menge im Sommer getan und Richer und Aubin, sowie das ganze Team hinter den Eisbären hat das bestmögliche aus allem rausgeholt. Wir werden eine starke Mannschaft zu sehen bekommen, die als Einheit aufs Eis geht. Geblockte Schüsse, Saves, Tore und Asissts werden wieder als Team gefeiert. Das ist eine wirklich gute Mischung aus „Veteranen“ und jungen Spielern, die hungrig auf die Meisterschaft sind. Lassen wir der Mannschaft trotzdem 10 – 15 Spiele um zu sehen, wohin die Reise geht! Deal?

Prediction: Platz 1-4 ist drin! Die Konkurrenz ist diese Saison hoch!

4:2: Die Eisbären gewinnen den DEL-Härtetest bei den Grizzlys Wolfsburg

WalkersBarenNews 2023/2024 – #2

Für die Eisbären Berlin ging es im fünften Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison erstmals gegen einen DEL-Konkurrenten. Nach einem Sieg gegen Weißwasser und drei Niederlagen gegen tschechische Teams (2x Prag/1x Mountfield) wollte man in Niedersachsen zurück in die Erfolgsspur finden. Und das gelang. Man gewann den DEL-Härtetest bei den Grizzlys Wolfsburg verdient mit 4:2 (0:0,2:0,2:2).

Eisbären-Trainer Serge Aubin stellte heute Nikita Quapp ins Berliner Tor. Jake Hildebrand nahm als Back-up auf der Bank Platz. Davor sahen die Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Julian Melchiori/Ben Finkelstein, Kai Wissmann/Jonas Müller, Morgan Ellis/Korbinian Geibel, Marco Nowak.
In der ersten Sturmreihe spielten Leo Pföderl, Zach Boychuk und Frederik Tiffels zusammen. Die zweite Reihe bildeten Ty Ronning, Tobias Eder und Lean Bergmann. In der dritten Reihe stürmten Maximilian Heim, Patrice Cormier und Yannick Veilleux. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Michael Bartuli, Manuel Wiederer und Eric Mik.
Trainer Aubin rotierte als erneut und ließ auch Stammkräfte wie Blaine Byron oder Marcel Noebels draußen. Aber er hatte ja auch vorige Woche gesagt, er wolle in der Vorbereitung alle Spieler sehen und sich einen Bild von der gesamten Mannschaft machen. Und so weit weg ist der Saisonstart auch nicht mehr.

Hart umkämpftes erstes Drittel zwischen Wolfsburg und Berlin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wenn die Eisbären ein Problem in der Vorbereitung offenbarten, dann war es die mangelnde Disziplin. Man nahm zu viele Strafzeiten und daraus resultierten zu viele Gegentreffer. Auch heute dauerte es keine drei Minuten, ehe Korbinian Geibel als erster Berliner in die Kühlbox wanderte. Und wenn Wolfsburg eins kann, dann Powerplay. Die Grizzlys spielten die Überzahl auch sehr stark und hatten zwei gute Abschlüsse, zur Führung reichte es jedoch nicht.
Doch es gab direkt danach die nächste Chance, denn auch Leo Pföderl musste auf die Strafbank. Keine fünf Minuten waren gespielt. Und bereits jetzt sollte in Berlin klar sein, woran man bis zum Saisonstart dringend arbeiten muss. Immerhin überstand man diese Unterzahl diesmal ohne größere Probleme.
Und was kam als Nächstes? Richtig! Die dritte Strafzeit nach gerade einmal sieben Minuten. So kannst du in der DEL kein Spiel gewinnen. Die Disziplin wird immer mehr zum großen Problem der Hauptstädter. Yannick Veilleux musste als dritter Eisbär auf die Strafbank. Das Gute an diesem Nachmittag war aber, das man bisher ohne Gegentor diese Unterzahlspiele überstand. Und im dritten Unterzahlspiel durch Zach Boychuk und Leo Pföderl hatte man sogar zwei gute Abschlüsse.
Danach wurde endlich mal Fünf-gegen-Fünf gespielt. Es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss, aber noch hatten die Spieler kein Zielwasser getrunken. Zudem wurde die Partie immer hart umkämpfter und in den Zweikämpfen durchaus auch leicht nicklig.
Zur Abwechslung durfte dann mal ein Wolfsburger Spieler auf die Strafbank. Somit bot sich den Eisbären die Chance zum ersten Powerplay der Partie. Ty Ronning hatte dabei die beste Chance, als er mit seinem Onetimer am langen Pfosten an Dustin Strahlmeier scheiterte.
Durch das Powerplay wurden die Eisbären offensiv stärker und brachten jede Menge Scheiben auf das Wolfsburger Tor. Nur von Erfolg gekrönt waren die Abschlüsse nicht. Somit blieb es beim 0:0 nach dem ersten Drittel.

Jubel der Eisbären-Spieler über das 2:0 von Yannick Veilleux. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begann wie das erste: Mit einer Strafzeit gegen die Eisbären. Ben Finkelstein war der nächste Berliner Spieler, der auf die Strafbank wanderte. Zum Glück für die Eisbären zündete der Powerplay-Motor der Niedersachsen noch nicht so wie gewohnt. Was wohl aber auch daran liegt, dass deren Co-Trainer Tyler Haskins nicht mehr hinter der Bande steht. Der ehemalige Wolfsburger Spieler war hauptverantwortlich für das Grizzlys-Powerplay.
Fortan das selbe Bild wie zum Ende des ersten Drittels. Die Eisbären mit guten Abschlüssen und in der 25. Spielminute mit dem 1:0. Kai Wissmann wurde im Slot frei gespielt, der Kapitän stand völlig frei und ließ sich diese Chance nicht entgehen – 1:0 (25.).
Nur fünf Sekunden später klingelte es erneut im Wolfsburger Tor. Maximilian Heim und Patrice Cormier setzten Yannick Veilleux in Szene und der netzte von der linken Seite aus ein – 2:0 (26.).
Von diesem Doppelschlag mussten sich die Hausherren nun natürlich erst einmal erholen. Die Eisbären waren auf jeden Fall jetzt mit viel Selbstvertrauen unterwegs und hätten durch Zach Boychuk beinahe auf 3:0 gestellt, doch er scheiterte mit seinem Alleingang an Strahlmeier.
Die Chance zurück ins Spiel zu kommen bot sich den Wolfsburgern dann aber beim nächsten Powerplay, Goalie Nikita Quapp kassierte die nächsten zwei Minuten wegen Haltens. Doch auch dieses Überzahlspiel lief nicht rund für die Hausherren, die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne größere Probleme.
Generell wirkte das Wolfsburger Offensivspiel zu kompliziert. Da waren gefühlt zu viele Schnörkel drin, statt den einfachen Abschluss zu suchen. Das wirkte bei den Eisbären über weite Strecken deutlich zielstrebiger vor dem gegnerischen Tor, was bis hierhin zu zwei Toren geführt hatte und auch sonst zu weiteren guten Chancen. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte man hier auch schon 3:0 führen können. Aber Dustin Strahlmeier packte einige gute Saves aus.
In der Schlussphase kassierten die Eisbären auch im Mitteldrittel die dritte Strafzeit, womit man nach nicht einmal 40 Minuten schon bei sechs Strafzeiten stand. Eindeutig zu viel. Yannick Veilleux musste auf die Strafbank. In diesem Powerplay hatte Ex-Eisbär Laurin Braun die hundertprozentige Chance, als er alleine auf Nikita Quapp zulief, aber der junge Berliner Goalie mit einer starken Parade. Generell war das bis hierhin ein sehr starker und vor allem sehr souveräner Auftritt von Quapp im Berliner Gehäuse. Über ein Torhüter-Problem braucht man sich in Berlin in dieser Saison definitiv keine Sorgen machen. Auch wenn das die üblichen Kritiker wieder anders sehen werden.
Die Eisbären nahmen eine 2:0-Führung mit in die zweite Pause, gewonnen war diese Partie aber noch nicht. Denn die Grizzlys würden im Schlussdrittel nochmal alles nach vorne werfen, davon war auszugehen.

Goalie Nikita Quapp mit einem überzeugenden Auftritt in Wolfsburg. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch der Weg sollte sehr weit werden für Wolfsburg. Zach Boychuk vergab noch die hundertprozentige, als Strahlmeier einen überragenden Save auspackte. Doch nur sieben Sekunden später schlug Leo Pföderl auf Zuspiel von Frederik Tiffels zu – 3:0 nach nur 21 Sekunden im Schlussdrittel.
Zur Abwechslung gab es wenig später die siebte Strafzeit gegen die Eisbären, Manuel Wiederer wanderte in die Kühlbox. Aber auch in diesem Powerplay Wolfsburg mit ungewohnten Schwächen im Spielaufbau. So konnten die Berliner auch dieses Unterzahlspiel ohne Gegentor überstehen.
Bei Vier-gegen-Vier auf dem Eis schlugen die Niedersachsen dann aber doch zu. Und es war fast abzusehen, dass ein Ex-Eisbär treffen würde. So will es das Gesetz einfach. John Ramage versenkte die Scheibe aus dem hohen Slot zum 1:3 (47.).
Doch wieder Hoffnung auf eine Aufholjagd für die Niedersachsen? Nein, denn Jonas Müller schickte Maximilian Heim über die rechte Seite, der hatte das Auge für Patrice Cormier, legte die Scheibe quer rüber und der Neuzugang überwand Strahlmeier zum vierten Mal an diesem Abend – 4:1 (51.).
Die Vorentscheidung im DEL-Härtetest, den die Eisbären bis hierhin mit Bravour bestanden hatten. Man zeigte sich deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten beiden Partien in Tschechien. Sowohl defensiv als auch offensiv sah das schon recht ordentlich aus. Komplett fernhalten vom Tor kannst du die Wolfsburger sowieso nicht, aber man minimierte deren Top-Chancen. Und wenn es doch brenzlig wurde, war Nikita Quapp zur Stelle. Offensiv erspielte man sich einige gute Torchancen, wovon man bis zu diesem Zeitpunkt vier nutzen konnte. Auch wie die Tore entstanden, macht einfach Lust auf die neue DEL-Saison mit diesem Team.
Einzig die mangelnde Disziplin sorgt für Kopfzerbrechen, denn man kassierte bisher in der Vorbereitung deutlich zu viele Strafzeiten. Auch in der Schlussphase dieser Partie gab es nochmal zwei Strafzeiten gegen die Eisbären. Julian Melchiori und Morgan Ellis mussten auf die Strafbank, Ellis kassierte sogar 2+2-Minuten. Also an der Disziplin muss man bis zum Saisonstart definitiv noch arbeiten.
Wolfsburg somit in den letzten Minuten mit drei Mann mehr auf dem Eis, denn Wolfsburg Coach Mike Stewart nahm Goalie Dustin Strahlmeier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Wolfsburg wurde auch nochmal gefährlich, aber man verteidigte das ganz stark vor dem eigenen Tor und hatte mit Nikita Quapp einen überragenden Goalie zwischen den Pfosten.
Als dann aber auch noch Ben Finkelstein in die Kühlbox wanderte, war auch Quapp geschlagen. 28 Sekunden vor dem Ende der Partie war es Darren Archibald, welcher auf 4:2 verkürzte. Mehr passierte im Anschluss nicht mehr. Die Eisbären hatten das ligainterne Spiel mit 4:2 in Wolfsburg gewonnen.

5:1 im ersten Testspiel: Yannick Veilleux und Michael Bartuli führen die Eisbären zum Sieg in Weißwasser.

Die längste Sommerpause für die Eisbären Berlin und deren Fans ist vorbei. Mit dem obligatorischen ersten Testspiel beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse starteten die Hauptstädter in die neue Saison. Eine, in der es definitiv besser laufen soll, als noch in der abgelaufenen Saison, als man die Playoffs verpasste. Dafür gab es im Sommer einen großen Umbruch im Kader des DEL-Rekordmeisters. Das neu formierte Team gewann den ersten Test beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse vor 2.732 Zuschauer verdient mit 5:1 (1:0, 4:1, 0:0).

Eisbären-Trainer Serge Aubin ließ die Youngster Nikita Quapp (Tor), Rio Kaiser, Rayan Bettahar (beide Abwehr) und Eric Hördler (Sturm) heute beim Kooperationspartner Weißwasser auflaufen. Ins Berliner Tor stellte er Jake Hildebrand, Jonas Stettmer nahm zunächst auf der Bank Platz.
Die Verteidiger-Pärchen sahen heute wie folgt aus: Jonas Müller/Kai Wissmann, Julian Melchiori/Ben Finkelstein, Eric Mik/Morgan Ellis, Korbinian Geibel/Marco Nowak.
Die erste Angriffsreihe war eine für Nostalgiker, bestand diese doch aus Blaine Byron, Leo Pföderl und Marcel Noebels. Da werden Erinnerungen wach. Zach Boychuk bildete mit den beiden Neuzugängen Frederik Tiffels und Ty Ronning die zweite Reihe. Auch in der dritten Reihe fand man zwei Neuzugänge. Tobi Eder und Michael Bartuli stürmten dort zusammen mit Yannick Veilleux. Und die nominell vierte Reihe bestand heute aus Maximilian Heim, Manuel Wiederer und Lean Bergmann.
Patrice Cormier wurde vorsichtshalber geschont

Erzielte das erste Saisontor für die Eisbären Berlin: Yannick Veilleux (Foto von City-Press GmbH)

Von abtasten keine Spur hier. Beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone, um ins Angriffsdrittel zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Eisbären die Kontrolle über das Spiel und konnten sich auch einige gute Chancen erspielen, welche man jedoch nicht verwerten konnte. Einmal rettete dabei sogar das Aluminium für die Gastgeber.
Die ersten Minuten waren sehr verheißungsvoll von den Eisbären, denen die Spielfreude durchaus anzusehen war. Und was auch gleich zu sehen war, Byron, Noebels und Pföderl deuten ihre Harmonie in ihrer Reihe schon wieder an.
Nach dem Powerbreak wurde der Aufwand der Berliner mit dem 1:0 belohnt. Gewühl vor dem Tor von Nikita Quapp, Yannick Veilleux lauerte am langen Pfosten und drückte die Scheibe zum ersten Saisontor über die Linie (10.).
Nach vorne sah das im ersten Drittel schon sehr gut von den Eisbären aus für ein Testspiel, mit dem aggressiven Forechecking störten sie auch immer wieder erfolgreich den Spielaufbau der Füchse. Defensiv stand man auch relativ gut, ließ wenig von Weißwasser zu. So die hundertprozentige Chance fehlte auf Seiten der Gastgeber im Auftaktdrittel, welche aber dennoch ein paar Schüsse auf das Tor von Jake Hildebrand abgaben.
Mit einer verdienten 1:0-Führung für die Eisbären ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel bot zunächst vor allem eins: Strafen auf beiden Seiten. Zunächst hatten die Berliner noch ein Powerplay zu Beginn, welches sie aber nicht nutzen konnten und welches auch nicht gut aussah. Das zweite Powerplay dauerte dann nur wenige Sekunden, denn Ben Finkelstein mit dem Halten bei einem Unterzahlkonter der Füchse und der ersten Strafzeit für die Eisbären. Die zweite Strafzeit gegen die Berliner brachte das erste komplette Powerplay der Hausherren, welche in diesem Drittel zunächst durchaus aggressiver nach vorne spielten.
Doch das Tor erzielten die Eisbären. Leo Pföderl mit dem Pass von hinter dem Tor vor das Tor, wo Marcel Noebels komplett frei stand, Nikita Quapp mit einer Bewegung ausspielte und zum 2:0 einschoss (28.).

Tor und Assist im ersten Spiel im Eisbären-Trikot: Tobias Eder. (Foto von City-Press GmbH)

Die Eisbären hatten das Spiel danach besser unter Kontrolle und spielten wieder ihr aggressives Forechecking. Und das zahlte sich am Ende auch aus. Veilleux mit dem Pass von hinter dem Tor vors Tor, wo Neuzugang Tobias Eder nur noch die Kelle hinhalten musste. Die Scheibe flog irgendwie über Quapp hinweg ins Tor – 3:0 (30.). Eder mit seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären, Veilleux und Bartuli mit dem zweiten Scorerpunkt .
Die Spielfreude auf Seiten der Eisbären war zurück und sie legten direkt das vierte Tor nach. Und erneut scorten zwei Neuzugänge das erste Mal im Trikot der Eisbären. Frederik Tiffels mit dem Zuspiel auf Ty Ronning, welcher Zach Boychuk in Szene setzte und der stellte relativ leicht auf 4:0 (32.).
Die Gastgeber danach mit dem nächsten Powerplay und dort bekam Jonas Stettmer, welcher inzwischen im Tor stand, ordentlich was zu tun. Die ersten guten Schüsse konnte der neue Goalie noch stark parieren, doch beim Schuss von Kristian Blumenschein war Stettmer dann aber machtlos – 4:1 (35.).
Doch der Hoffnungsschimmer blieb nicht lange, denn die Spielverderber aus Füchse-Sicht hießen heute Yannick Veilleux und Michael Bartuli. Beide waren zum dritten Mal an einem Treffer beteiligt und das fünfte Tor war bis hierhin das schönste. Eine klasse Kombination über Veilleux und Eder schloss Michael Bartuli zum 5:1 ab (38.).  Dank der eiskalten Chancenverwertung führten die Eisbären hier mit 5:1 nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel merkte man dann doch mehr und mehr den Freundschaftsspiel-Charakter an. Bei dem Spielstand aber auch kein Wunder. Dennoch ging es munter hin und her, ohne dabei jedoch nennenswerte Chancen zu erspielen. Abschlüsse hatten aber beide Teams trotzdem zu verzeichnen. Weißwasser wollte auf jeden Fall noch einen zweiten Treffer für ihre Fans erzielen. Die Eisbären wollten vor allem in der Schlussphase noch das halbe Dutzend voll machen, als man sich eine Zeit lang im Drittel der Füchse festsetzen konnte. Doch Tommi Steffen, der inzwischen im Tor der Hausherren stand, ließ sich einfach nicht überwinden. So blieb es am Ende beim souveränen und verdienten 5:1-Auswärtssieg für die Eisbären Berlin.

Im Anschluss wurde auch noch ein Penaltyschießen durchgeführt, welches die Berliner mit 1:0 (Tor: Maximilian Heim) für sich entschieden.

Ein Tor und zwei Assist beim Debüt im Eisbären-Trikot: Michael Bartuli (Foto von City-Press GmbH)

Für das erste Testspiel war es durchaus ein sehr guter Auftritt der Eisbären, welchen man aber natürlich nicht überbewerten sollte. Dennoch hat das Spiel die Vorfreude auf die neue Saison erhöht. Denn die Spielfreude war den Eisbären über weite Strecken durchaus anzusehen, die Neuzugänge haben gezeigt, dass sie eine Verstärkung für die Eisbären sein können. Mit Michael Bartuli und Tobias Eder trafen auch gleich zwei Neuzugänge im ersten Testspiel der neuen Saison.
Bartuli darf man auch nochmal extra hervorheben, denn neben seinem Tor bereitete er auch noch zwei weitere Tore vor. Die selbe Statistik hatte auch Yannick Veilleux vorzuweisen. Generell machte es sehr viel Spaß, der dritten Reihe – bestehend aus Veilleux, Eder, und Bartuli – zuzuschauen. Die Drei harmonierten schon recht gut zusammen. Und auch Tobi Eder scorte zweimal (1 Tor/1 Assist).

DEL-Spielplan 2023/2024: Zum Saisonauftakt gegen Vizemeister Ingolstadt – Zum Hauptrundenende gegen Bremerhaven

Die PENNY DEL hat heute den neuen Spielplan für die Jubiläumssaison (30. Saison) bekannt gegeben. Nach dem Abstieg der Bietigheim Steelers in die DEL2 wird es in der kommenden Saison acht Spieltage weniger geben. Somit finden nur 52 statt 60 Spieltage statt. Die Hauptspieltage werden für die Hauptstädter wieder der Freitag und der Sonntag sein, wo man jeweils zehn Heimspiele absolvieren wird. Ebenso sind es jeweils neun Auswärtsspiele am Freitag und Sonntag.
Am Samstag werden die Berliner zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel bestreiten, was durchaus sehr ungewohnt ist, aber sich für die eine Auswärtsfahrt nach Ingolstadt durchaus lohnen könnte. Zumal das Spiel einen Tag vor Silvester stattfindet.
Unter der Woche bestreiten die Eisbären insgesamt vier Heimspiele – je zwei am Dienstag und zwei am Donnerstag. Viermal muss man am Dienstag auswärts ran, zweimal am Donnerstag und einmal am Mittwoch.

Am 1. Spieltag treffen die Eisbären Berlin im ersten Heimspiel der neuen Saison auf den amtierenden Vizemeister ERC Ingolstadt. (Foto von Florian Pohl/City-Press GmbH)

Das erste Saison- und zugleich erste Heimspiel der neuen Saison absolvieren die Eisbären Berlin am ersten Spieltag gegen den amtierenden Vizemeister ERC Ingolstadt. Am Freitagabend, den 15.09.2023, fällt das erste Bully gegen die Schanzer um 19:30 Uhr.
Die restlichen vier Spiele im September finden allesamt auf fremden Eis statt. Darunter fällt auch der DEL-Klassiker bei den Adler Mannheim am Sonntag, den 24.09.2023, um 14:00 Uhr.

Am 01.10.2023 kehren die Eisbären zum zweiten Heimspiel der neuen Saison zurück in die Mercedes-Benz Arena. Zu Gast sind dann die Nürnberg Ice Tigers um 14:00 Uhr.
Auch danach folgt wieder ein Roadtrip für die Berliner, diesmal sind es drei Auswärtsspiele am Stück. Wer die Eisbären zu Beginn der neuen Saison also häufiger sehen will, muss zunächst einmal durch das ganze Land reisen.
Erst am Freitag, den 13.10.2023, absolvieren der Berliner ihr drittes Heimspiel der neuen Saison. Ab 19:30 Uhr geben dann die Straubing Tigers ihre Visitenkarte in der Hauptstadt ab. Bereits zwei Tage später kommt es zum ersten Duell mit dem Titelverteidiger Red Bull München (14:00 Uhr).

Am 18.11.2023 kommt es an einem Samstagabend zum Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg. Durchaus ein ungewohnter Spieltag, welcher aber jedoch dafür sorgen könnte, dass die Arena am Ostbahnhof sehr voll wird. Dieses Spiel ist der Auftakt in vier Heimspiele in Serie. Nach Wolfsburg schauen noch Düsseldorf, Iserlohn und Frankfurt in Berlin vorbei.

Ungewohnter Spieltag: Am Samstag, den 18.11.2023, treffen die Eisbären Berlin zu Hause auf die Grizzlys Wolfsburg. (Foto von Florian Pohl/City-Press GmbH)

Im Dezember kommt es an zwei Adventssonntagen zu zwei absoluten Spitzenspielen in der Arena am Ostbahnhof. Am 10.12.2023 schaut zunächst München ein zweites Mal in der Hauptstadt vorbei (14:00 Uhr). Nur eine Woche später kommt der Erzrivale aus Mannheim nach Berlin (14:00 Uhr).
Das Spiel gegen Mannheim bildet erneut den Auftakt für vier Heimspiele in Serie. Am Donnerstag, den 21.12.2023, sind die Augsburger Panther zu Gast (19:30 Uhr). Einen Tag vor Heiligabend sind die Nürnberg Ice Tigers zum zweiten Mal in dieser Saison in Berlin (16:30 Uhr). Und am zweiten Weihnachtsfeiertag kommen die Grizzlys Wolfsburg an die Spree (14:00 Uhr).

Das neue Jahr beginnen die Berliner mit zwei Heimspielen gegen Düsseldorf (02.01.2024/19:30 Uhr) und gegen Schwenningen (04.01.2024/19:30 Uhr).
Weitere Highlights im Januar sind das erste Auswärtsspiel am Oberwiesenfeld in München (14.01.2024/16:30 Uhr) und das Heimspiel gegen die Kölner Haie (19.012024/19:30 Uhr).

Im Februar stehen gleich vier Heimspiele für die Eisbären an, während es nur zweimal auf Reisen geht. Und die letzten drei Hauptrundenspiele haben es durchaus in sich und könnten durchaus einen Fingerzeig in Richtung Playoffs geben, sofern die Hauptstädter diese diesmal wieder erreichen. Am 50. Spieltag ist man bei den Straubing Tigers zu Gast (01.03.2024/19:30 Uhr). Am vorletzten Spieltag muss man zum Deutschen Meister nach München (03.03.2024/14:00 Uhr). Und am letzten Spieltag schauen die Fischtown Pinguins Bremerhaven nochmal in Berlin vorbei (08.03.2024/19:30 Uhr).

Am letzten Spieltag der Hauptrunde kommen die Fischtown Pinguins Bremerhaven in die Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)

Frank Hördler: Eine Legende verlässt die Eisbären Berlin

Florian Busch, Jens Baxmann, André Rankel und Frank Hördler. Alle vier Spieler gehörten zum berühmten 85er-Jahrgang der Eisbären Berlin, der goldenen Generation. Mit Frank Hördler verlässt nun der letzte Spieler dieser Generation die Eisbären. Hördler geht als der erfolgreichste DEL-Spieler. Am Ende seiner DEL-Karriere kommt der 38-jährige Verteidiger und ehemalige Eisbären-Kapitän auf 1.026 DEL-Spiele. In seinen 20 Jahren bei den Eisbären feierte er neun Meistertitel, einen European-Trophy-Sieg sowie einmal den Pokalsieg. Auch international feierte er einen sehr großen Erfolg. 2018 holte er mit Deutschland Silber bei Olympia. Alles Erfolge für die Ewigkeit.

An so eine lange und vor allem erfolgreiche Zeit hatte Frank Hördler im Jahr 2003 wohl selbst nicht gedacht, als er am 05.09.2003 sein erstes DEL-Spiel absolvierte. Das bestätigte er jedenfalls in der Pressemitteilung, als sein Abgang bekannt gegeben wurde:

Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass dabei am Ende über 1.000 DEL-Spiele und neun Meisterschaften herausspringen. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass mir dies für die Eisbären gelungen ist.

Im Jahr 2003 wechselte der 18-jährige Hördler aus Selb an die Spree und debütierte direkt in der Saison 2003/2004 für die Eisbären, an deren Ende die Berliner Vizemeister wurden. Hördler kam in seiner ersten Saison auf 39 Hauptrundenspiele und sieben Playoff-Spiele. In jener Saison erzielte die Nummer sieben auch sein erstes DEL-Tor für den Hauptstadtclub (16.11.2003). Es folgte noch ein weiterer Assist.
Bereits in seinem zweiten Jahr in Berlin feierte Frank Hördler die erste DEL-Meisterschaft mit den Eisbären. Damals ahnte noch keiner, dass in den nächsten Jahren noch acht weitere Meisterschaften folgen würden.

Insgesamt neunmal durfte Frank Hördler den DEL-Pokal in die Luft stemmen. (Foto: City-Press)

In der zweiten Meistersaison der Eisbären (2005/2006) fiel Hördler auch erstmals als eifriger Punktesammler auf. Inklusive Playoffs kam er auf 61 Spiele, in denen ihm fünf Tore und 17 Vorlagen gelangen. Am Ende stand wie bereits erwähnt die zweite von neun Meisterschaften.

In der Saison darauf war bereits in den Pre-Playoffs gegen Frankfurt Feierabend, doch Frank Hördler feierte in jener Saison seinen nächsten Meilenstein: das 200. DEL-Spiel!
In der darauffolgenden Saison feierten die Berliner das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Man könnte fast meinen, mit der Verpflichtung von Frank Hördler begann die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte. Schließlich hatte man ja bereits in der ersten Profisaison von Hördler nur knapp die Meisterschaft verpasst, wurde am Ende Vizemeister.

Bereits ein Jahr später, wir schreiben die Saison 2008/2009, feierte Frank Hördler schon die vierte Meisterschaft mit seinen Eisbären. Rein von den Toren her war es zu dem Zeitpunkt die beste Saison von Frank Hördler, denn er kam am Ende auf starke sieben Tore.

Ehe die Eisbären den Titel-Hattrick (2011/2012/2013) feiern konnten, musste man eine titellose Saison überstehen. Aber eine, die am Ende besonders schmerzte, hatten die Eisbären doch damals in der Hauptrunde einen neuen Punkterekord aufgestellt, nur um dann im Viertelfinale am späteren Vizemeister Augsburg zu scheitern. Frank Hördler hatte in dieser Saison aber dennoch Grund zum feiern: sein 350. DEL-Spiel!

Es folgte der bereits angesprochene Titel-Hattrick und drei Saisons, in denen Hördler stets seine Punktausbeute ausbauen konnte. 2010/2011 waren es am Ende inklusive Playoffs 22 Scorerpunkte (7 Tore/15 Assists) in 61 Spielen. In der Saison 2011/2012 war es ein Punkt mehr, allerdings in nur 58 Spielen (4/19). In der Saison 2012/2013 kam Hördler am Ende auf 65 Spiele, in denen ihm neun Tore und 20 Vorlagen gelangen. In den letzten beiden Spielzeiten war der Verteidiger übrigens Assistenzkapitän der Eisbären Berlin.

90-mal durfte sich Frank Hördler über ein eigenes Tor freuen. (Foto: City-Press)

Danach folgte in Sachen Titel eine lange Leidenszeit. Frank Hördler feierte in dieser Zeit aber dennoch einige Erfolge. So wurde er u.a. in der Saison 2014/2015 als bester Verteidiger der Saison ausgezeichnet. In dieser Saison absolvierte er auch seine punktbeste Spielzeit im Eisbären-Trikot. In 55 Spielen kam er am Ende auf starke 39 Scorerpunkte (13/26). An diese Werte sollte er in der Zukunft nie wieder herankommen.
Diese Saison sowie die Saison 2019/2020 waren zwei weitere Spielzeiten, in denen er das „A“ auf dem Trikot trug. In den letzten drei Spielzeiten seiner Karriere war Nante, so sein Spitzname, übrigens Kapitän der Eisbären. Mehr Ehre geht nicht!
International feierte er einen weiteren großen Erfolg. 2018 feierte er Olympia-Silber mit der deutschen Nationalmannschaft.

In der Saison 2019/2020 erreichte Hördler den nächsten Meilenstein in seiner einzigartigen Karriere. Er holte den 300. Scorerpunkt. Am Ende seiner unglaublichen DEL-Karriere sind es übrigens 371 Scorerpunkte (90 Tore/281 Vorlagen).

2021 und 2022 feierte Frank Hördler seine Meisterschaften Nummer acht und neun mit dem Hauptstadtclub. In den Playoffs 2022 wurde er am Ende sogar als Playoff-MVP ausgezeichnet. Man könnte meinen, die Nummer sieben hätte inzwischen alles erreicht, was man als Eishockey-Profi in Deutschland auch nur erreichen kann. Doch noch standen zwei weitere Meilensteine vor ihm. Beide erreichte er in der abgelaufenen Saison.

Einer der emotionalsten Momente in der Karriere von Frank Hördler. Die Ehrung vor seinem 1.000-DEL-Spiel. (Foto: City-Press)

Am 18.09.2022 stand er zum ersten Mal in einem DEL-Spiel mit seinem Sohn Eric auf dem Eis. Am 11.12.2022 folgte sein 1.000 DEL-Spiel. 26 Spiele später war die DEL-Saison der Eisbären beendet und damit auch eine einmalige Karriere.

Was bleibt nach 20 Jahren mit Frank Hördler bei den Eisbären Berlin hängen? Das lassen wir stellvertretend Peter-John Lee, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, sagen:

Ein Abschied ist immer schwer, besonders wenn er eine Legende wie Frank Hördler betrifft. Frank war ein wahrer Champion auf dem Eis und hat unser Team mit seiner Brillanz und Leidenschaft geprägt. Seine Spielweise war eine Inspiration für uns alle. Wir werden Frank und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten vermissen. Möge sein nächstes Kapitel genauso erfolgreich sein wie seine Zeit bei unserem Club.

Mit Frank Hördler verlieren die Eisbären auf jeden Fall eine Identifikationsfigur, welche die Eisbären in 20 Jahren mehr als geprägt hat. Er ging immer voran, egal ob im Erfolg oder in Krisenzeiten, welche es in seinen 20 Jahren auch gab. Trotz neun Meisterschaften. Franky verlor nie die Geduld, war immer einer der Spieler, welcher sich nach den Spielen den Journalisten stellte und Rede und Antwort stand. Dabei nahm er nie ein Blatt vor den Mund und analysierte die Situation immer genau richtig.
Auf dem Eis wurde er in den Jahren zu einem echten Führungsspieler, der am Ende auch ein wichtiger Anker für die Youngsters im Team der Eisbären wurde.

Auch die Fans vergaß Franky nie. Sei es beim Training, als viele Fans ihn um Fotos oder Autogramme gebeten hatten, bei Autogrammstunden, bei Fanclubfesten oder aber beim einkaufen, wo man Franky auch des Öfteren antreffen konnte. Er nahm sich immer viel Zeit für seine Fans und das macht ihn auch zu einem besonderen Menschen, der in Berlin nun Legendenstatus genießt.

Frank Hördler verabschiedet sich nach 20 Jahren von den Eisbären Berlin. (Foto: City-Press)

Seine Karriere wird Frank Hördler nun bei seinem Heimatverein in Selb fortsetzen. Und auch das zeigt nur wieder, was für ein feiner Spieler und vor allem Mensch Frank Hördler ist. Wir wünschen ihm für seine weitere Karriere nur das Beste und danken ihm für Alles, was er in 20 Jahren für die Eisbären geleistet hat. Ich bin mir sicher, dass wir Franky noch das ein oder andere Mal in Berlin wiedersehen werden.

Die Eisbären Berlin in der Saison 2022/2023: Der Absturz nach zwei Meisterschaften in Folge

Die Eisbären Berlin hatten die Saison 2000/2001 nach 60 Spielen auf Platz 13 abgeschlossen. Die Playoffs hatte man deutlich verpasst. Klaus Merk und Alexander Jung hieß das Torhüter-Duo der Berliner. In der Defensive spielten u.a. Schlagschuss-Monster Rob Cowie, Derek „Hol die Kelle raus“ Mayer und der heutige Straubinger Co-Trainer Rob Leask. In der Offensive sorgten Steve Walker (mein Lieblingsspieler), Alex Hicks, Chris Govedaris und Sven Felski (damals 20 Tore/22 Vorlagen) für die Tore. Die meisten Strafminuten sammelte damals der Berliner Top-Scorer Alex Hicks mit satten 189 Minuten.
Jetzt fragt ihr euch sicherlich, was der Autor uns damit erzählen will. Die Antwort ist einfach. Es war die letzte DEL-Saison, in der die Hauptstädter die Playoffs verpasst hatten. 22 Jahre später passierte es dem aktuellen Eisbären-Team erneut, dass sie sich nicht für die Playoffs qualifizieren konnten. Und das mit Ansage über mehrere Monate. Wir blicken nochmal zurück auf die Katastrophen-Saison der Eisbären, an deren Ende das früheste Saisonende seit 22 Jahren stand.

Hängende Köpfe bei den Eisbären, wie hier nach der Last-Second-Pleite in Frankfurt, waren in dieser Saison an der Tagesordnung. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Vor einem Jahr war die Welt bei den Eisbären und deren Fans noch in Ordnung. Nach 55 Spielen beendete man die Saison mit satten 112 Punkten und 194:139-Toren auf dem ersten Platz und war somit der Hauptrundensieger. Ein Jahr später hat man auch wieder eine „1“ in seinem Tabellenplatz stehen, allerdings eine doppelte. Die Berliner beendeten die Hauptrunde auf einem enttäuschenden elften Platz mit 36 Punkten weniger (76 Punkte). Die Offensive produzierte satte 34 Tore weniger (160), die Defensive kassierte 32 Gegentreffer mehr (171). Alles Zahlen, die bereits andeuten, dass in dieser Saison einiges schief lief beim DEL-Rekordmeister. Nur was lief genau schief, dass man diese Saison so dermaßen gegen die Wand gefahren hat? Gibt es ein Problem, gibt es mehrere? Geschäftsführer Thomas Bothstede fasste es am Sonntag kurz nach Spielende gegen Schwenningen in der Mixed-Zone so zusammen:

Das ist das größte Problem, dass es kein wirklich nennbares Kernproblem gibt. Es sind einfach Sachen passiert, die offensichtlich sind, auch zu Beginn der Saison. Verletzungen, Kai Wissmann, der uns sehr spät verlassen hat, Langzeit-Verletzte aus der letzten Saison. Aber das sind keine Entschuldigungen, das darf jetzt nicht gelten. Das ist das eine, was offensichtlich ist. Dafür hat man aber 56 Spiele Zeit, sich da irgendwie heraus zu kämpfen und nicht auf andere angewiesen zu sein, um am letzten Spieltag Zehnter zu werden. Das kann es nicht sein. Wir werden das intern aufarbeiten und dann darauf reagieren. Wir werden gucken, dass so etwas nicht nochmal passiert.

Musste in dieser Saison häufiger Rede und Antwort stehen: Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Klare Worte vom Geschäftsführer der Eisbären. Fragt man die Eisbären-Fans, würden die jede Menge Gründe für diese miserable Saison finden. Angefangen bei dem Torhüter-Duo bis hin zum Management, welches Trainer Serge Aubin nicht entlassen hat. Doch das wäre zu einfach. Und dass man an Aubin festgehalten hat, hätte sich am Saisonende beinahe noch ausgezahlt. Doch dazu im weiteren Verlauf der Analyse mehr.

An den jungen Torhütern allein lag es nicht, dass die Eisbären am Ende der Saison die Playoffs verpasst haben. (Foto: Ela on Tour)

Gucken wir doch mal auf das Torhüter-Gespann der Eisbären. Insgesamt vier verschiedene Goalies standen in dieser Saison auf dem Spielberichtsbogen der Berliner, drei von ihnen wurden eingesetzt. Tobias Ancicka kam in 39 Spielen auf eine Fangquote von 91,08 Prozent (ein Shutout), Juho Markkanen kam in 18 Spielen auf eine Fangquote von 89,41 Prozent (ein Shutout) und Nikita Quapp kam in einem Spiel auf eine Fangquote von 88,89 Prozent. Insgesamt kommen die Berliner Torhüter auf eine Fangquote von 89,78 Prozent, was ligaweit Platz zehn bedeutet.
Ja, die Torhüter waren in dieser Saison durchaus ein Unsicherheitsfaktor, da gibt es keine zwei Meinungen. Aber es alleine an ihnen festzumachen, dass man die Playoffs verpasst hat, wäre einfach falsch und ungerecht. Sehr oft haben sie auch gezeigt, was sie können. Wenn du aber von deinen Vorderleuten ständig im Stich gelassen wirst, dann wird es für jeden Goalie schwer. Und die jungen Torhüter wurden sehr oft im Saisonverlauf alleine gelassen.
Ja, es war ein Risiko, mit zwei so jungen Torhütern in die Saison zu gehen. Aber an sich finde ich es gut, dass die Verantwortlichen der Berliner den jungen Goalies eine Chance geben wollten. Im Nachhinein wäre es aber sicherlich von Vorteil gewesen, zumindest einen erfahren Goalie zu verpflichten und den jungen Goalies an die Seite zu stellen. Dann hätten Ancicka und Co noch mehr lernen und sich weiter etntwickeln können. So aber lag die ganze Last auf ihnen und natürlich haben die Jungs auch das Gerede von außerhalb mitbekommen. Die Kritik war groß und laut, das Selbstvertrauen der jungen Torhüter sowieso schon angekratzt. Da hat das natürlich nicht dazu beigetragen, dass es besser wird. Ganz im Gegenteil.
Zusammengefasst sind die Torhüter sicherlich ein Problem, weshalb es am Ende zu früh in die Sommerpause geht. Aber eben nicht das alleinige Problem, wie es viele sehen. Die Eisbären werden sich für die neue Saison sicherlich besser aufstellen und daraus lernen.

Hat in Berlin nicht an seine Leistungen in Düsseldorf anknüpfen können: Marco Nowak (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Aber dann muss auch die Defensive besser verteidigen, als es in der abgelaufenen Spielzeit der Fall war. Der Verlust von Kai Wissmann hat geschmerzt und ein großes Loch in die Defensive der Eisbären gerissen. Dieses konnten die Verantwortlichen nicht füllen. Und auch die anderen Leistungsträger, welche geblieben sind, konnten den Abgang Wissmanns nicht auffangen. Doch natürlich fehlte nicht nur Wissmann, nein, auch der Verlust von Simon Després war ein herber für die Eisbären.
Marco Nowak, Julian Melchiori, Brendan Guhle und während der Saison Rayan Bettahar hießen die Neuzugänge. Das frühzeitige Karriereende von Guhle konnte man so nicht vorhersehen. Das spielte natürlich auch eine Rolle für die nicht gerade berauschende Defensivarbeit der Eisbären.
Aber auch ein Nowak oder Melchiori konnten nicht annähernd an ihre Leistungen in Düsseldorf bzw. Wolfsburg anknüpfen. Von ihnen hatte man sich deutlich mehr erhofft. Sowohl von der Defensivarbeit als auch vom Scoring-Touch.
Und wenn wir gerade beim Scoring sind. Die Hauptstädter kamen am Ende der Hauptrunde gerade einmal auf schwache 18 Verteidiger-Tore. Nur Bremerhaven war noch schlechter (17 Tore). In der Saison davor waren es noch 27 Verteidiger-Tore. Auch das fehlende Scoring der Defensive war mit ein Fakt für die schlechte Saison.
Einer, der erst spät zum Team stieß, aber durchaus zu überzeugen wusste, war für mich Rayan Bettahar. Er kann durchaus eine tragende Säule in der Defensive der Eisbären sein. Seine Einsätze lassen darauf jedenfalls hoffen.
Die Eisbären müssen sich defensiv definitiv besser aufstellen als in dieser Saison. Und vor allem muss in der Sommerpause sehr stark an der Verteidigungsarbeit gearbeitet werden. Denn wie bereits eingangs erwähnt, die Goalies wurden zu oft im Stich gelassen. Wie oft man Alleingänge in dieser Saison zugelassen hatte, war schon fast abenteuerlich. Ebenso wie die vielen unnötigen Fehler im Spielaufbau. Dazu kommt, dass der Spielaufbau generell sehr langsam von statten ging. Auch daran muss das Trainerteam in der Pause arbeiten.
Die schlechte Verteidigungsarbeit will ich aber nicht komplett alleine nur auf die Verteidiger legen. Nein, auch die Stürmer haben ihre Kollegen hinten zu selten unterstützt. Auch das muss in der neuen Saison besser werden.

Und da sind wir auch schon bei der Offensive, welche in dieser Saison satte 34 Tore weniger produzierte als noch in der Vorsaison. Dort machte sich definitiv das Fehler von Blaine Byron und Frans Nielsen bemerkbar. Deren Tore fehlten der Eisbären-Offensive schmerzlich. Auch ein Dominik Bokk, welcher in dieser Saison in Frankfurt für Furore sorgte und zum Publikumsliebling avancierte, hätte der Berliner Offensive gut zu Gesicht gestanden.
Die Neuzugänge konnten bei weitem nicht überzeugen. Jedenfalls nicht so, wie man es sich bei den Verantwortlichen gewünscht hatte. Von den Scorerpunkten her war Alex Grenier, der während der Saison nach Berlin kam, noch der beste Neuzugang. Er kam auf 22 Scorerpunkte (6T/16A). Aber ihn hatte man auch schon deutlich besser gesehen als in Berlin.
Ein Frank Mauer kam vor allem zum Saisonende hin in Fahrt und auf durchaus beachtliche 17 Scorerpunkte (6T/11A). Aber viel zu oft versemmelte er auch die besten Chancen, was ihm den Namen „Chancentod“ einbrachte (Die „Frank-Mauer-Ultras“ werden es mir verzeihen…).
Peter Regin, als Ersatz für Frans Nielsen verpflichtet, enttäuschte auf ganzer Linie. Marcel Barinka war nach 15 Spielen schon wieder weg und wechselte nach Augsburg. Lewis Zerter-Gossage war durchaus eine Verstärkung, wurde aber dafür zu selten eingesetzt. Vielleicht gibt man ihm in der nächsten Saison nochmal eine Chance.

Scorte auch in dieser Saison wieder zuverlässig: Marcel Noebels (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Zur Wahrheit der schlechten Offensivleistung zählt aber auch, dass es nicht nur an den nicht eingeschlagenen Neuzugängen lag. Nein, auch einige Leistungsträger der letzten beiden Jahre produzierten nicht so wie gewohnt. Marcel Noebels und Matt White mal ausgenommen. „Noebi“ kam erneut auf 56 Scorerpunkte. In der Vorsaison waren es 20 Tore und 36 Vorlagen, diese Saison waren es 16 Tore und 40 Vorlagen. Matt White kam in der letzten Saison auf starke 59 Scorerpunkte (28T/31A), in dieser Saison waren es immerhin noch 51 Scorerpunkte (16T/35A).
Sciherlich konnten sich auch andere Stürmer durchaus verbessern, aber wenn man deren Leistung über den gesamten Saisonverlauf sieht, dann gab es schon zwischendurch viele Spiele, wo diese Spieler eher untergetaucht waren als dass sie dem Team geholfen hatten.
Dennoch sollte man natürlich erwähnen, dass Giovanni Fiore mit 21 und Kevin Clark mit 20 Saisontoren für die Eisbären schon so manchen wichtigen Treffer erzielten.
Man sollte dabei aber natürlich auch beachten, dass ein Einspielen der Reihen kaum möglich war, da Trainer Serge Aubin die Reihen zu oft durcheinander wirbelte und somit es kaum mal eingespielte Reihen gab. Auch ein Punkt, welcher in der neuen Saison besser werden muss.

So sehr man die Eisbären für ihren Mut, mit zwei jungen Goalies in die Saison zu gehen, lobte, so kritisch muss man mit ihnen umgehen, was den Einsatz der anderen Youngsters betrifft. Zehn U23-Spieler standen in dieser Saison bei den Berlinern unter Vertrag. 23 Scorerpunkte (4T/19A) sammelten die jungen Spieler, welche in der Hauptrunde allerdings nur auf durchschnittlich 9:03 Minuten Eiszeit pro Spiel kamen. Damit belegten die Hauptstädter den letzten Platz in dieser Kategorie in der gesamten Liga.
Zu oft wurden die Youngsters von Serge Aubin in der vierten Reihe „geparkt“, welche bei engen Spielen kaum noch eingesetzt wurde. Mit ein Grund, warum viele junge Talente Berlin verlassen, weil ihre Entwicklung hier doch eher stagniert als vorangetrieben wird. Auch darauf sollte man in Berlin in Zukunft wieder mehr den Fokus legen.
Zum Vergleich: In der Meistersaison 2021/2022 hatte man nur sechs U23-Spieler unter Vertrag, welche allerdings satte 40 Scorerpunkte (12T/28A) erzielten und auf eine durchschnittliche Eiszeit von 10:09 Minuten pro Spiel kamen. Damals waren die Eisbären in dieser Kategorie auf Platz acht.

Im Powerplay gab es in dieser Saison genug Grund zum Jubeln. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Aber trotz dieser schlechten Saison war nicht alles schlecht bei den Eisbären. Schauen wir zum Beispiel mal auf die Special Teams. Im Powerplay waren die Berliner nämlich das zweitbeste Team mit einer Erfolgsquote von 26,67 Prozent. Vor einem Jahr war man in dieser Statistik nur auf Rang zwölf mit 18,02 Prozent.
Dafür ist das Penalty Killing im Vergleich zur Vorsaison schlechter geworden. Letzte Saison war man in dieser Kategorie noch die drittbeste Mannschaft mit einer Erfolgsquote von 83,94 Prozent. In diesem Jahr reichte es gerade einmal für Platz neun mit einer Erfolgsquote von 78,36 Prozent.
Doch die Werte des PK sehen dabei schlechter aus, als es die Leistung auf dem Eis war. Denn dort verrichtete das PK durchaus immer wieder gute Arbeit.

Bleibt auch in der neuen Saison Trainer in Berlin: Serge Aubin (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Kommen wir am Ende noch zum viel diskutierten Thema bzgl. Serge Aubin und warum man ihn nicht im weiteren Saisonverlauf entlassen hat. Bei einigen Standorten hätte man garantiert zwischenzeitlich die Nerven verloren und die Reißleine gezogen. So aber nicht in Berlin. Und letztendlich haben sie mit dieser Entscheidung auch alles richtig gemacht. Warum? Weil die Eisbären sich im weiteren Saisonverlauf enorm gesteigert haben und, hätte man durchweg diese Leistungen gebracht, sich am Ende definitiv für die Playoffs qualifiziert.
Bis zum Jahresende hatten die Eisbären 35 Spiele absolviert, in denen man gerade einmal 38 Punkte (1,09 Pkt. pro Spiel) holte. Im neuen Jahr absolvierte man noch 21 Spiele, in denen man allerdings ebenfalls 38 Punkte (1,81 Pkt. pro Spiel) holte. Während man mit den 38 Punkten aus 2022 nur 13. in der Tabelle war, stand man mit den 38 Punkten aus 21 Spielen in 2023 auf einem starken vierten Platz. Nicht weit weg von Spitzenreiter und Top-Favorit München.

Serge Aubin hatte es also im weiteren Saisonverlauf geschafft, die Mannschaft doch noch in Tritt zu bekommen. Und zwischenzeitlich sah es ja auch tatsächlich so aus, als würden die Berliner im letzten Moment doch noch auf den Playoff-Zug aufspringen. Eine fünf Spiele andauernde Siegesserie (die längste der Saison) hätte dieses Szenario beinahe noch möglich gemacht.
Doch dann zeigten die Eisbären wieder ihr zweites Gesicht, in dem sie Spiele vollkommen unnötig verloren. Weil die Einstellung nicht stimmte. Weil die Konstanz nicht stimmte. Weil man sich zu viele Turnover erlaubte. Die Liste der Spiele und Gegner ist lang, in denen man die Playoffs verspielt hat. Hier nur mal ein Auszug meinerseits: Gleich im zweiten Heimspiel verschenkte man einen Punkt, als man gegen Aufsteiger Frankfurt im letzten Drittel eine 4:0-Führung verspielt hatte. Oder aber die 2:4-Heimniederlage gegen Bietigheim, welche damals ersatzgeschwächt mit ich glaube 13 oder 14 Spielern nur angetreten waren. Das waren drei verschenkte Punkte. Die Spiele gegen Schwenningen in dieser Saison, wo man auch genügend Punkte hat liegen lassen. Ebenso gegen Iserlohn. Alles Duelle gegen direkte Konkurrenten im Kampf um Platz zehn. Oder der Zwölf-Sekunden-Schock von Frankfurt, wo man am Ende nur mit einem statt der erhofften drei Punkte da stand. Und zu guter Letzt die 2:6-Klatsche bei Absteiger Bietigheim, in der die Berliner eine der schlechtesten Saisonleistungen überhaupt zeigten.

Man hat die Playoffs also in mehreren Spielen verspielt. Wäre man diese Spiele mit der nötigen Einstellung angegangen und hätte man Konstanz in die eigenen Leistungen bekommen, dann würden wir heute nicht über das Saisonende und die Analyse schreiben sondern würden uns der Playoff-Vorschau widmen. Nun ist es aber so gekommen und es war am Ende keine große Überraschung mehr. Viel wichtiger ist es jetzt, dass man die richtigen Schlüsse aus dieser Saison zieht und den Kader dementsprechend umbaut, damit man in der nächsten Saison wieder neu angreifen kann.
Wie heute bekannt wurde, wird man mit Serge Aubin als Trainer in die neue Saison starten. Für mich die einzig richtige Entscheidung. Denn Aubin hat aus den Eisbären wieder eine Spitzen-Mannschaft geformt und sie zu zwei Meisterschaften in Folge geführt. Das vergessen leider viele Fans.
Ja, diese Saison lief nicht rund und er selbst übernimmt dafür auch die komplette Verantwortung. Doch letztendlich und wie in dieser Analyse ausführlich beschrieben, liegen die Gründe für das Scheitern der Eisbären und den damit verbundenen Absturz in mehreren Bereichen und sind vielschichtig. Ich bin mir aber sicher, dass die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen und eine tatkräftige Mannschaft für die neue Saison an den Start bringen werden.

Mit der Saisonanalyse verabschiede auch ich mich in die Sommerpause. Vielen lieben Dank wieder für Eure Treue während der nicht so einfachen Saison. Natürlich halten wir Euch auf unseren sozialen Netzwerken auch während der Sommerpause auf dem Laufenden und werden berichten, wenn es was Neues bei den Eisbären gibt. Und je nachdem, was in der Sommerpause bei unserem Lieblingsverein passieren wird, wird es bestimmt auch mal zwischendurch den ein oder anderen Bericht im Blog geben. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und freue mich schon riesig auf die neue Saison!

Euer Walker

3:4 n.P. gegen Schwenningen: Saisonende nach der Hauptrunde!

Ausgabe #33:

Das war´s: Die Eisbären Berlin verlieren ihr letztes Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings mit 3:4 n.P. und verpassen damit die Playoffs.  Am Ende der Saison hätten die Berliner auch nichts anderes verdient. Auch heute verspielte man wieder eine 2:0-Führung und somit die Chance auf Platz zehn am Ende der Hauptrunde. So muss man nach zwei Meisterschaften in Folge die Playoffs vor dem Fernseher verfolgen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm im Vergleich zum 4:3-Sieg in Augsburg keine Veränderungen im Kader vor. Die Defensivpärchen sowie die Offensivreihen blieben gleich, auch im Tor gab es keine Änderung. Dort begann Tobias Ancicka. Aubin hoffte also darauf, dass das erfolgreiche Team vom Freitagabend auch heute die drei Punkte einfahren würde.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hatten es bei zwei Punkten Rückstand auf Platz zehn nicht mehr in der eigenen Hand. Man musste heute zum einen sein Heimspiel gegen Schwenningen gewinnen und zum anderen darauf hoffen, dass Frankfurt sein Heimspiel gegen Augsburg nicht gewinnt. Nur dann würden die Hauptstädter mit einem Sieg an den Hessen vorbeiziehen und tatsächlich im aller letzten Moment noch auf den Playoff-Zug aufspringen.
Somit hieß es heute also, immer mit einem Auge auf das Spiel in Frankfurt zu schauen. Denn letztendlich würde bei einem Berliner Heimsieg dort die Entscheidung fallen. Spannung war also garantiert.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Eisbären kamen entsprechend schwungvoll aus der Kabine und sorgten früh schon das ein oder andere Mal für Gefahr vor dem Tor von Joacim Eriksson. Die Bedeutung dieser Partie war der Mannschaft sichtlich bewusst. Aber Schwenningen machte es den Eisbären nicht leicht, verteidigte sein Tor mit enorm viel Leidenschaft.
Die schlechte Kunde der Anfangsphase kam derweil aus Hessen, wo Rylan Schwartz die Hessen in der sechsten Spielminute in Führung brachte. Stand jetzt würden die Playoffs also ohne die Berliner stattfinden, egal was hier noch passieren würde.
In Berlin spielten es die Eisbären im ersten Drittel mittlerweile zu umständlich, wollten lieber noch einen Pass mehr spielen als einfach mal auf das Tor zu schießen. So machte man sich das Leben selbst unnötig schwer.
Umständlich traf auch auf das erste Berliner Powerplay zu, in dem man es nur einmal schaffte, für Gefahr zu sorgen. Ansonsten tat man sich schwer, überhaupt mal in die Formation zu finden. Somit ließ man diese dicke Chance ungenutzt.
Mit dem Spielstand von 0:0 ging es anschließend in die erste Drittelpause. Wo man noch eine gute Nachricht bekam, denn Augsburg hatte mittlerweile durch Ryan Kuffner in Frankfurt ausgeglichen. Die Hoffnung lebte also noch.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Doch so lange die Eisbären ihre eigenen Hausaufgaben gegen Schwenningen nicht erledigen, ist es egal, wie es in Hessen steht. Schwenningen erwies sich als der erwartet schwere Gegner. Und die Wild Wings waren nicht nur auf die eigene Defensive bedacht, nein, sie suchten auch immer mal wieder selbst den Weg Richtung Berliner Tor.
Im Mitteldrittel war das Spiel inzwischen wesentlich ausgeglichener, beide Mannschaften hatten ihre guten Chancen zur Führung. Was den Eisbären aber nicht gefallen konnte, denn ein möglicher Rückstand würde das Ziel Pre-Playoffs in weite Ferne rücken lassen. Von der Spannung her war es daher gefühlt ein siebtes Playoff-Spiel, in dem es eben um alles oder nichts ging.
Mitte des zweiten Drittels ließ Matt White die Hausherren bei einem Zwei-auf-eins-Konter jubeln. Er brachte die Eisbären nicht nur mit 1:0 in Führung, nein, in diesem Moment standen die Hauptstädter tatsächlich auf Platz zehn. Denn in Frankfurt stand es weiterhin nur 1:1.
Die Eisbären legten nur 64 Sekunden später direkt nach und setzten somit Frankfurt unter Druck. Giovanni Fiore war im Fallen erfolgreich – 2:0 (31.).
Die Berliner hätten zu diesem Zeitpunkt ihre Hausaufgaben erfüllt und guckten nun noch mehr nach Frankfurt. Dort würde, das war bereits vor dem Spielbeginn klar, die Entscheidung fallen, wer als Zehnter noch in die Playoffs kommt.
Die Gäste aus Schwenningen hatten sich kurz geschüttelt und forderten dann wieder Tobias Ancicka, welcher aber weiterhin hellwach war und sein Tor nach wie vor sauber hielt. Allerdings nur bis zum ersten Powerplay der Gäste. Tyson Spink hatte Tobias Ancicka überwunden und auf 2:1 verkürzt (37.).
Die Eisbären mussten nun also wieder zittern, dabei lief das Spiel in Frankfurt aktuell zu Gunsten der Berliner. Denn Sebastian Wännström hatte die Panther in Überzahl in Führung gebracht. Die Berliner also weiterhin auf Platz zehn und in den Playoffs.
Das Spiel war in den letzten Minuten des zweiten Drittels sehr wild, es blieb aber beim knappen 2:1 für die Hauptstädter. Welche Stand jetzt in den Playoffs wären, auch wenn Frankfurt mittlerweile durch Brett Breitkreuz in Überzahl zum 2:2 ausgeglichen hatte. Aber noch stand das dritte Drittel bevor, in dem sich wieder alles ändern konnte.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Und das Schlussdrittel bot weiterhin sehr hart umkämpftes Eishockey. Ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Und Schwenningen wollte hier unbedingt den „Party-Crasher“ spielen und den Ausgleich erzielen. Aber noch verteidigten die Eisbären das ganz stark weg und konnten sich zudem auf Tobias Ancicka verlassen. Doch der Druck der Mannschaft von Harold Kreis nahm immer mehr zu. Die Eisbären hingegen waren in dieser Phase eindeutig zu passiv, machten kaum noch etwas nach vorne. Angesichts der knappen Führung äußerst riskant.
Die Quittung dafür bekam man in der 48. Spielminute, als Carl Neill den mehr als verdienten Ausgleich erzielte – 2:2. In diesem Moment waren die Eisbären wieder raus aus den Playoffs und Frankfurt drin.
Die Eisbären anschließend auf der Suche nach der direkten Antwort. Man machte nun wieder mehr nach vorne, so ein wenig sah das aber aus, als ob man es mit der Brechstange versuchen wollte. Durchdachter wirkten in dieser Phase dagegen schon eher die Angriffe der Gäste aus dem Schwarzwald.
Den Berlinern rannte inzwischen aber auch die Zeit davon, denn da auch Frankfurt auf Verlängerungskurs war, wären drei Punkte nötig, um es doch noch in die Playoffs zu schaffen. Die Spannung war kaum mehr auszuhalten. Zumal man hinten auch noch aufpassen musste, nicht in Rückstand zu geraten. Denn dann wäre die Saison endgültig heute beendet.
Und es wirkte in der Schlussphase des Spiels auch relativideenlos, was die Eisbären nach vorne machten. Dafür, dass man unbedingt die drei Punkte brauchte, war es einfach zu wenig, was von den Eisbären kam. Das merkte auch Trainer Serge Aubin, der 2:45-Minuten vor dem Ende All-in ging und Ancicka zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Was Schwenningen zur erstmaligen Führung nutzte. Ken-André Olimb mit dem 3:2, 75 Sekunden vor dem Ende der Partie. Fast zeitgleich erzielte Frankfurt das 3:2. Platz zehn rückte in sehr weite Ferne.
Aber die Eisbären gaben sich nicht auf. Erneut nahm Aubin seinen Goalie vom Eis und diesmal nutzten die Eisbären die numerische Überlegenheit aus. Kevin Clark mit dem 3:3 28,2 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. Und plötzlich schienen Platz zehn und die Playoffs wieder möglich, denn in Frankfurt fiel ebenso der 3:3-Ausgleich. Das war einfach nicht auszuhalten, was für eine Nervenschlacht.

Während es in Berlin in die Verlängerung ging, lief in Frankfurt die Schlussphase des dritten Drittels. Ein Augsburger Sieg nach regulärer Spielzeit und ein Sieg der Eisbären nach Verlängerung würde bedeuten, dass die Eisbären Playoffs spielen. Würde es aber auch in Frankfurt in die Verlängerung gehen, wäre das Saisonende der Eisbären besiegelt. Was für eine unglaubliche Dramatik am letzten Spieltag dieser Hauptrunde.
Und so kam es auch, Frankfurt sicherte sich den einen Zähler und zog damit in die Playoffs ein. Für die Eisbären war es, unabhängig vom Spielausgang heute, das Saisonende. Eines, welches man sich selbst zuzuschreiben hatte. Und angesichts der Leistung über die gesamte Saison gesehen, hätte es diese Mannschaft auch nicht verdient, Playoffs zu spielen. Denn am Ende hätte man sich diese Saison nur wieder schön geredet. So hat man nun aber genügend Zeit, diese Katastrophen-Saison aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Und da gibt es einiges zu analysieren.
Das Spiel gegen Schwenningen ging derweil mit 3:4 n.P. verloren. Das passende Ende dieser unglaublich schlechten Saison.

4:3 in Augsburg: Die Eisbären zittern sich zum Endspiel um Platz zehn

Die Playoff-Hoffnung lebt noch, aber die Eisbären Berlin sind am Sonntagnachmittag auf Schützenhilfe des heutigen Gegners angewiesen. Die Berliner gewannen mit 4:3 (2:0,2:1,0:2) bei den Augsburger Panthern und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz elf. Dabei wäre es am Ende beinahe noch schief gegangen, denn die Eisbären verspielten beinahe noch eine 4:0-Führung beim Vorletzten. Nun kommt es am Sonntag zum Endspiel gegen Schwenningen, welches die Eisbären unbedingt gewinnen müssen. Zugleich muss man aber auf einen Frankfurter Patzer gegen Augsburg hoffen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hatte Marcel Noebels wieder zur Verfügung. Er stürmte in der ersten Reihe an der Seite von Zach Boychuk und Leo Pföderl. Die zweite Reihe bildeten Matt White, Alex Grenier und Giovanni Fiore. In der dritten Reihe spielten Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Kevin Clark. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Bennet Roßmy, Peter Regin und Frank Mauer.
In der Defensive blieben Jonas Müller und Marco Nowak zusammen. Rayan Bettahar verteidigte heute mit Morgan Ellis, Julian Melchiori mit Eric Mik. Im Tor stand Tobias Ancicka, Nikita Quapp nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären gingen mit zwei Punkten Rückstand auf Platz zehn in dieses Spiel. Mit einem Sieg würde man die Playoff-Hoffnung am Leben halten, bei einer Niederlage würde der Playoff-Zug heute wohl bereits abgefahren sein.
Eine besondere Brisanz bot dieses Spiel: Denn im ersten Spiel in Berlin hatten zwei krasse Fehlentscheidungen der Schiedsrichter das Spiel zu Gunsten der Eisbären entschieden. Daher durfte man mit Augsburgern rechnen, welche mit enorm viel Wut im Bauch antreten würden. Und zudem war es das vermeintlich letzte DEL-Heimspiel der Panther in der DEL. Da wollten die sich natürlich anständig von den eigenen Fans verabschieden.
Es war also alles angerichtet für einen spannenden Eishockey-Abend im altehrwürdigen Curt-Frenzel-Stadion.

Foto: Ela on Tour

Die Eisbären kamen äußerst druckvoll ins Spiel und hätten durch Kevin Clark früh das so wichtige 1:0 erzielen können. Doch der Pfosten stand dem Torerfolg im Weg. Aber die Eisbären blieben dran und setzten Augsburg immer wieder unter Druck.
Die Hausherren konnten den Druck aber in der Folge eindämmen und fuhren selbst die ersten Angriffe Richtung Berliner Tor. In dieser Phase entwickelte sich ein munteres hin und her in dieser hart umkämpften Partie.
Nach einem Drei-auf-eins-Konter der Berliner klingelte es im Augsburger Tor. Matt White hatte abgezogen und Markus Keller am kurzen Pfosten düpiert – 1:0 (12.).
Den Führungstreffer hatten sich die Hauptstädter redlich verdient. Sie blieben auch danach am Drücker und hatten weitere gute Chancen.
Nach einem Check von Rayan Bettahar wurde es hitzig, weil Henry Haase danach die Sicherungen durchbrannten. Dafür bekam er fünf Minuten, während Bettahar nur zwei Minuten kassierte. Die Eisbären also mit einem Powerplay zum Ende des Auftaktdrittels. Die Berliner waren auch da am Drücker, wollten unbedingt das 2:0 nachlegen. Und 6,7 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels schlugen sie eiskalt zu. Marco Nowak hatte abgezogen und auf 2:0 gestellt (20.).
Mit dieser verdienten 2:0-Führung ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Foto: Ela on Tour

Im Mitteldrittel sorgten die Eisbären früh für die Vorentscheidung. Matt White sah Giovanni Fiore im Slot, der vollendete zum 3:0 (22.). Die Eisbären waren also dabei, ihre Hausaufgaben im Kampf um Platz zehn zu erledigen. Nun hieß es hoffen auf die Konkurrenz, damit man am Ende der Saison doch noch von Platz zehn den Angriff auf Titel Nummer zehn starten kann. Doch im Parallelspiel Nürnberg gegen Frankfurt stand es zu diesem Zeitpunkt 2:0 für die Hessen.
Die Eisbären ließen sich davon aber nicht beirren und spielten weiter druckvoll nach vorne. Man wollte hier den nächsten Treffer nachlegen, schließlich kann es am Ende auch auf die Tordifferenz ankommen. Die Eisbären hatten das Spiel hier jedenfalls voll und ganz im Griff.
Und frühzeitig war die Partie hier entschieden. Markus Keller konnte den ersten Schuss noch parieren, allerdings fiel die Scheibe direkt auf die Kelle von Leo Pföderl, welcher sich nicht lange bitten ließ – 4:0 (28.).
Doch so sang- und klanglos wollten die Fuggerstädter hier nicht untergehen. Scheibengewinn im eigenen Drittel, schneller Angriff des AEV und Top-Torjäger Sebastian Wännström überwand Tobias Ancicka – 1:4 (30.).
Augsburg kurz darauf mit einem Powerplay und der Chance, weiter zu verkürzen. Doch sie konnten die numerische Überlegenheit nicht nutzen. Mit einem weiteren Gegentreffer hätte die Partie durchaus nochmal kippen können.
Doch die Eisbären konnten das Spiel danach wieder vermehrt vom eigenen Tor fernhalten und sorgten somit wieder für Ruhe. So nahm man eine souveräne 4:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Was im direkten Duell mit den Löwen Frankfurt auch wichtig war, denn die Hessen führten nach 40 Minuten mit 5:1 in Nürnberg.

Foto: Ela on Tour

Im Schlussdrittel hatten die Eisbären im Powerplay gute Chancen, auf 5:1 zu stellen. Aber sie fanden keinen Weg vorbei an Markus Keller.
Wie man sein Powerplay nutzt, zeigten dann die Hausherren. Aber das Tor war eher eins aus der Kategorie „dreckiges Tor“. David Stieler brachte die Scheibe von hinter dem Tor vor das Tor, wo sie von Ancickas Schlittschuh ins eigene Tor trudelte – 2:4 (53.).
Augsburg hatte nun Oberwasser und setzte die Aufholjagd fort. Matt Puempel verkürzte weiter auf 3:4 (55.).
Die Eisbären mussten nun also wieder um den schon sicher geglaubten Sieg und die drei Punkte zittern. Und es standen noch fünf heiße Schlussminuten im Hexenkessel Curt-Frenzel-Stadion bevor.
Der AEV nahm in der Schlussphase seine Auszeit und den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Augsburg versuchte also noch einmal alles und sorgte auch tatsächlich nochmal für Gefahr vor dem Berliner Tor. Die Eisbären zitterten sich aber am Ende ins Ziel und sicherten sich den knappen 4:3-Sieg in Augsburg.

Somit hält man die Rest-Chance auf Platz zehn am Leben. Doch um doch noch im aller letzten Moment auf den Playoff-Zug aufzuspringen, muss man am Sonntag sein Heimspiel gegen Schwenningen gewinnen. Und selbst das reicht nur, wenn gleichzeitig Frankfurt sein Heimspiel gegen Augsburg verliert.
Man hat es also nach wie vor nicht mehr in der eigenen Hand. Und das heutige Spiel spiegelte einmal mehr die Berliner Saison wieder. Bis zum 4:0 war das eine sehr konzentrierte und gute Leistung, danach ließ die Konzentration nach und man brachte die Panther wieder zurück ins Spiel. Am Ende zitterte man sich ins Ziel und sicherte sich die drei enorm wichtigen Punkte.
Und nun kommt es zu einem Szenario, welches man vor Saisonbeginn nicht für möglich gehalten hätte: Der amtierende Deutsche Meister kämpft mit dem Aufsteiger am letzten Spieltag um den letzten Platz in den Playoffs. Und Frankfurt geht als Favorit in den letzten Spieltag. Auch das passt irgendwie zur Eisbären-Saison 2022/2023.

Um euch aber mal ein kleines bisschen Hoffnung zu machen: Am Dienstag verbesserten sich die Eisbären auf Platz zwölf. Heute auf Platz elf. Am Sonntag folgt dann vielleicht der Sprung auf Platz zehn. Möglich ist alles und die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.