Schon wieder in Ingolstadt: Eisbären wollen den zweiten Sieg bei den Schanzern und die Auswärtsbilanz aufbessern

Hinein ins zweite Saisonviertel. Fast alle Mannschaften haben nun 13 Spiele absolviert und dabei gegen jeden Konkurrenten aus der DEL gespielt. Die Eisbären Berlin stehen als eine von vier Mannschaften aber noch bei zwölf Spielen und treffen in ihrem 13. Saisonspiel bereits zum zweiten Mal auf den ERC Ingolstadt. Vor elf Tagen trafen die Schanzer und die Berliner bereits in der Saturnarena aufeinander, damals siegten die Hauptstädter mit 4:2. An die damals gezeigte Leistung will die Mannschaft von Trainer Serge Aubin nun auch morgen Abend (Bully: 19:30 Uhr) anknüpfen, doch der Respekt vor dem Team von Coach Doug Shedden ist groß (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 24.10.2019):

Ingolstadt ist eine gute Mannschaft, wir sollten bereit sein. Wir spielen derzeit gutes Eishockey, hatten einige gute Phasen auswärts, aber können da auch besser sein.

Recht hat Serge Aubin damit, wenn er sagt, dass die Eisbären derzeit gutes Eishockey spielen. Dabei klammern wir aber natürlich das 0:4 in Düsseldorf aus, denn da erwischten die Berliner einen gebrauchten Tag und bekamen nichts auf die Reihe und stattdessen die Grenzen von der DEG aufgezeigt. Es war die einzige Niederlage in den letzten sechs Spielen, die restlichen fünf Spiele gewannen die Eisbären. Darunter waren auch zwei Auswärtssiege, dem in Ingolstadt ging ein 2:1 in Augsburg hervor, der erste Auswärtssieg in dieser Saison.

Während unsere Jungs bisher alle fünf Heimspiele gewannen, klemmt es auswärts noch hier und da. Fünf der bisherigen sieben Auswärtsspiele wurden verloren, weshalb ein Top-4-Platz noch nicht herausgesprungen ist. Man sollte auch auswärts Konstanz in die eigene Leistung hineinbekommen und genauso auftreten wie auf heimischen Eis. Wie es gehen kann, haben die beiden Auftritte in Augsburg und Ingolstadt gezeigt.
Und was auch Hoffnung machen sollte, ist der Fakt, dass die Schanzer keinesfalls eine Heimmacht in dieser Saison bisher waren. Sechs der bisherigen acht Heimspiele verlor der ERCI, diese Serie kann aus Sicht der Eisbären morgen Abend natürlich gerne weitergehen.

Im Team der Berliner gibt es keine Änderung, nach wie vor sind 22 Spieler einsatzbereit und somit wird auch in Ingolstadt wieder ein Spieler auf die Tribüne müssen. In Düsseldorf war es Florian Kettemer, gegen Nürnberg Constantin Braun. Bisher traf es also stets einen Verteidiger. Für morgen Abend hat Trainer Aubin schon „eine ziemlich gute Idee, aber final entschieden ist noch nichts„.

Aber egal, welche 21 Spieler morgen auf dem Spielberichtsbogen stehen werden. Treten die Berliner so auf wie gegen Nürnberg, ist der dritte Auswärtssieg durchaus möglich. Und wie es bei den Schanzern geht, zeigte man ja bereits vor elf Tagen, als Maxim Lapierre (2), Ryan McKiernan und Austin Ortega die Eisbären auf die Siegerstraße brachten. Macht es noch einmal, Jungs!

Der Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt am 25.10.2019:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sean Backman, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Für Weißwasser im Einsatz:

Eric Mik, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Sebastian Streu

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Charlie Jahnke (Ausleihe DEG), Florian Busch

Serge Aubin vorm Spiel in Düsseldorf: „Wir wollen so weitermachen, wie in den letzten Spielen“

Für die Eisbären Berlin geht es morgen Abend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum Lieblingsgegner Düsseldorfer EG. Denn bei den Rheinländern gewannen die Berliner sechs der letzten sieben Gastspiele. Und nach zuletzt vier Siegen in Folge in der Liga wollen unsere Jungs diese Serie natürlich auch im ISS-Dome fortsetzen. Dabei wollen die Eisbären an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, wie Trainer Serge Aubin im Vorfeld der Partie bei der DEG sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 17.10.2019):

Wir wollen so weitermachen, wie in den letzten Spielen. Ja, unsere Special Teams sind besser geworden, aber auch unsere Disziplin. Da meine ich nicht nur die Strafzeiten, sondern auch die Vermeidung von kleinen Fehlern, die Disziplin im Spielsystem.

Mit vier Siegen am Stück haben sich die Eisbären vom letzten auf den sechsten Platz verbessert und haben nur noch vier Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten Straubing, dazu noch ein Spiel weniger. Zudem läuft es auch noch in der Offensive endlich wieder sehr gut, erzielte man doch 15 Tore alleine in den letzten drei Spielen. Davor waren es 13 in 7, es läuft also derzeit in einigen Bereichen richtig gut für die Hauptstädter. Defensiv steht man auch sehr gut, kassierte in den letzten vier Spielen nur sieben Gegentore, was ein Verdienst der starken Abwehrarbeit war, aber natürlich auch der von Goalie Sebastian Dahm, der zuletzt bärenstarke Leistungen zeigte. An diese will das ganze Team morgen anknüpfen.

Und dabei hat Trainer Aubin sogar die Qual der Wahl, denn die Berliner sind mit 22 Mann in Düsseldorf vor Ort, ein Spieler wird also noch auf die Tribüne müssen. Und zwar, weil Neuzugang Landon Ferraro sein Debüt geben wird. Ob es einen Verteidiger oder Stürmer trifft, stand nach dem heutigen Training noch nicht fest. Aber dennoch ist es eine ungewohnte, aber für die Berliner doch sehr gute Situation.

Einfach wird es gegen die DEG jedoch nicht werden, stehen die Mannen von Trainer Harold Kreis doch auf dem vierten Platz und haben nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn inzwischen acht Siege gefeiert und nur einmal verloren. Da man aber auch bei der Niederlage punktete, hat die DEG nun in neun aufeinanderfolgenden Spielen gepunktet. Das zehnte Spiel in Folge wollen die Eisbären verhindern, der Angstgegner der DEG.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG am 18.10.2019:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sean Backman, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Für Weißwasser im Einsatz:

Eric Mik, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Sebastian Streu

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Charlie Jahnke (Ausleihe DEG), Florian Busch

Drei Spiele, drei Siege: Hält die Heimserie auch gegen Krefeld?

Die Grizzlys Wolfsburg, die Kölner Haie und zuletzt die Straubing Tigers haben es versucht, doch alle drei Mannschaften haben mit Niederlagen im Gepäck die Heimreisen antreten müssen. Morgen Abend versucht es mit den Krefeld Pinguine nun die vierte Mannschaft, den Eisbären Berlin die erste Heimniederlage der neuen Saison zuzufügen. Ab 19:30 Uhr kommt es in der Mercedes-Benz Arena zum Duell des Tabellenneunten mit dem Tabellenelften.

Während die Eisbären zuletzt zwei Siege in Folge einfahren konnten, befinden sich die Seidenstädter im Sinkflug, verloren die Pinguine doch die letzten fünf Spiele in Folge und holten dabei nur einen mickrigen Punkt. Während die Formkurve der Krefelder also nach unten zeigt, geht die der Eisbären Stück für Stück hoch. Gegen den KEV soll der dritte Sieg in Serie sowie der vierte Heimerfolg im vierten Heimspiel der Saison herausspringen.

Doch auch wenn es beim Team aus der Seidenstadt aktuell nicht so gut läuft, nehmen die Eisbären den Gegner nicht auf die leichte Schulter. EHC-Coach Serge Aubin im Vorfeld der Partie (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 10.10.2019):

Krefeld ist ein Team, das durchaus was drauf hat, sie haben mit Costello den Topscorer der DEL in ihren Reihen und auch die Stärke von Daniel Pietta kennen wir alle. Sie sind ein Konterteam, das auf seine Chance wartet und eiskalt nutzt. Wir müssen unser Spiel durchziehen und Puckverluste dürfen nicht passieren.

Aubin spricht es an, man darf sich nicht mehr so viele ungenaue Abspiele erlauben wie noch zuletzt. Denn das könnten die Krefelder bestrafen. Man sollte nicht allzu viele Alleingänge der Krefelder zulassen, denn sonst könnte man ins offene Messer laufen. Denn wie Aubin schon angesprochen hat, wird der Gameplan der Pinguine morgen Abend vorsehen, hinten sicher zu stehen, die Räume so eng wie möglich zu machen, die Eisbären zu Schüssen von außen zwingen und dann im richtigen Moment auf seine Chance lauern und eiskalt zuzuschlagen.

Aber einfach werden es die Eisbären den Krefeldern keinesfalls machen und zudem stand die Defensive der Berliner zuletzt nicht schlecht, da haben sich schon so manche Teams in den letzten Spielen die Zähen ausgebissen. Nicht ohne Grund haben die Eisbären zusammen mit Bremerhaven, Nürnberg und Iserlohn die drittbeste Abwehr der Liga. Was nicht nur ein Verdienst der Verteidiger ist sondern auch vom neuen Goalie Sebastian Dahm, der in der Fanszene nach wie vor kritisch gesehen wird. Was aber nicht wirklich verständlich ist, zeigte Dahm doch gerade seit dem Chicago-Spiel ausgezeichnete Leistungen, als hätte ihn das NHL-Spiel beflügelt. Auch dank ihm konnten die Berliner zuletzt zwei Siege in Folge feiern.

Dass morgen Abend der dritte Sieg in Serie sowie der vierte Heimsieg der Saison gelingt, dafür spricht die Bilanz der letzten Heimspiele. Denn zuletzt gewannen die Eisbären vier der letzten fünf Heimspiele gegen Krefeld und punkteten auch bei der einzigen Niederlage in diesem Zeitraum. Im Oktober 2016 gelang es dem KEV letztmals, die volle Punktzahl aus Berlin zu entführen. Damals setzten sich die Pinguine mit 3:1 an der Spree durch.

Für die Partie gegen Krefeld gibt es eine Änderung im Kader. Verteidiger Constantin Braun kehrt in den Kader der Hauptstädter zurück, dafür spielt Stürmer Sebastian Streu am Wochenende für Kooperationspartner Lausitzer Füchse. Somit fehlen morgen Abend noch Marvin Cüpper, Vincent Hessler und Florian Busch.
Ein besonderes Spiel wird es für Rückkehrer „Tine“ Braun auf jeden Fall werden, spielt doch beim morgigen Gegner sein Bruder und Ex-Eisbär Laurin „Lolle“ Braun.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine am 11.10.2019 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sean Backman, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Für Weißwasser im Einsatz:

Eric Mik, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Sebastian Streu

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Charlie Jahnke (Ausleihe DEG), Florian Busch

Morgen am Seilersee in Iserlohn: Eisbären wollen den Schwung aus dem Chicago-Spiel mit in den Liga-Alltag nehmen

Zwei Tage ist das Highlight-Spiel gegen die Chicago Blackhawks schon wieder Geschichte, nun richten sich alle Augen auf den grauen Liga-Alltag. Und da kommt es für die Eisbären Berlin morgen Abend ab 19:30 Uhr zum Kellerduell bei den Iserlohn Roosters. Denn während die Berliner Tabellenvorletzter sind, stehen die Sauerländer nur einen Platz vor den Hauptstädtern auf Platz Zwölf. Höchste Zeit also für die Mannschaft von Coach Serge Aubin, die oberen Tabellenregionen anzusteuern. Dabei helfen soll ein Sieg am Seilersee und der Schwung, welchen man im Chicago-Spiel aufgenommen hat.

Gegen das NHL-Team boten die Berliner Kufencracks ihre bisher beste Saisonleistung, verloren am Ende nur denkbar knapp mit 1:3 und hatten dabei selbst gute Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. Den Aufwind aus diesem Spiel müssen die Eisbären nun versuchen, mit in die Liga zu nehmen, um dort endlich einmal in Fahrt zu kommen. Vor allem auch auswärts, wo man nach drei Spielen nach wie vor bei null Punkten steht. Es wird höchste Zeit für die ersten Punkte auf fremden Eis, sieht auch Trainer Aubin so (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 01.10.2019):

Wir müssen jetzt auch mal auswärts punkten. Das fängt damit an, diszipliniert zu spielen und Strafzeiten zu vermeiden, denn 5 gegen 5 kassieren wir nicht wirklich viele Tore. Wenn wir das in den Griff bekommen, werden wir punkten.

Damit spricht der Berliner Trainer schon die größten Probleme an. Bei den letzten beiden Auswärtsspielen verlor man u.a. die Spiele auf der Strafbank, weil man zu viele unnötige Strafzeiten nahm. So wirst du in der DEL kaum Spiele gewinnen. Gegen Chicago sah man dann schon eine Verbesserung in Sachen Disziplin und auch, was das Penaltykilling angeht. Daran muss man morgen Abend in Iserlohn anknüpfen, dann kann man auch endlich die ersten Auswärts-Punkte der Saison einfahren.

Auf wen es morgen Abend auch wieder ankommen wird: Ex-Iserlohn-Goalie Sebastian Dahm, der gegen Chicago seine bisher beste Leistung im Eisbären-Trikot zeigte. Kann er an diese Leistung anknüpfen und lässt er die ehemaligen Kollegen reihenweise verzweifeln, stehen die Chancen für einen Sieg sehr gut.
Wenn, ja wenn man die sich vorne bietenden Chancen dann auch nutzt, denn auch die Chancenverwertung war zuletzt ein großes Problem bei den Berlinern. Aktuell stellen die Eisbären, allerdings mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz, mit zehn Toren den schlechtesten Angriff der Liga. Das macht zwei Tore im Schnitt pro Spiel, zu wenig für eine Mannschaft, deren Anspruch ein Platz unter den Top-4 ist.

In Berlin hofft man, dass das Chicago-Spiel die Wende einleiten und man nun in der Tabelle nach oben klettern wird. Sportdirektor Stéphane Richer äußerte sich über das Chicago-Spiel, die bisherige Saisonleistung und über die bevorstehenden Auswärtsspiele in Iserlohn und Augsburg wie folgt:

Es ist eine wichtige Woche für uns. Hoffentlich können wir auf der Leistung gegen Chicago aufbauen. Die Jungs haben richtig gekämpft, alles gegeben. Das war gut für das Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir langsam anfangen, auswärts zu punkten. Mit der Heimleistung können wir bislang zufrieden sein. Aber wenn wir auswärts punkten wollen, müssen wir uns dort besser präsentieren. Erst einmal müssen wir 60 Minuten gut spielen. Wenn du auswärts gewinnen willst, muss du konstant spielen. In Iserlohn und Augsburg zu spielen, ist immer schwer, dort ist immer gute Stimmung. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Mit einer Mannschaftsleistung wie gegen Chicago werden wir in der Tabelle nach oben kommen.

Zuletzt fühlte man sich in Iserlohn sehr wohl, gewann drei der letzten fünf Gastspiele am Seilersee und punktete bei fünf der letzten sieben Auswärtsspiele bei den Roosters. Bei denen dürfte sich vor allem Jens Baxmann auf das Wiedersehen mit seinen alten Kollegen freuen. Für die ehemalige Nummer 29 der Eisbären wird es nach 860 DEL-Spielen für die Hauptstädter ein komisches Gefühl werden, erstmals gegen seine „alte Liebe“ zu spielen.

Was die Personalsituation der Eisbären betrifft, wird es wohl keine großen Veränderungen im Vergleich zum Chicago-Spiel geben. Einzig Kapitän André Rankel könnte in den Kader zurückkehren, ansonsten bleibt alles beim alten. Hoffen wir mal, dass die Leistung der Eisbären an die des Chicago-Spiels anknüpfen wird und nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen in der Liga. Dann kann es auch was werden mit dem ersten Auswärtssieg der Eisbären Berlin in der DEL-Saison 2019/2020.

Der voraussichtliche Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel am 7. Spieltag bei den Iserlohn Roosters:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sean Backman, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Für Weißwasser im Einsatz:

Eric Mik, Jake Ustorf, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung oder Einsatz fraglich:

Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Charlie Jahnke (Ausleihe DEG), André Rankel (Oberkörper), Florian Busch, Constantin Braun

Erster Einsatz von Beginn an: Maximilian Franzreb hütet das Eisbären-Tor beim DEL-Klassiker in Mannheim

Bereits am Donnerstagabend geht es für die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter. Vier Tage nach dem schweren Auswärtsspiel beim Vizemeister Red Bull München (2:4) wird es für die Hauptstädter keinesfalls leichter. Denn ab 19:30 Uhr sind die Adler Mannheim, der Deutsche Meister der vergangenen Saison, der Gegner für die Berliner in der SAP-Arena. Eine schwere Aufgabe also für die Mannen von Trainer Serge Aubin.

Was da vielleicht ein bisschen Hoffnung macht? Die Adler sind noch weit weg von ihrer Top-Form aus der vergangenen Saison, haben noch keins ihrer bisherigen zwei Heimspiele gewonnen und gingen vergangenen Freitag mit 2:7 auf eigenem Eis gegen München unter. Allerdings versprühten die Eisbären bisher auch keine Gefahr auf fremden Eis, sind mit null Punkten und 2:9-Toren das schlechteste Auswärtsteam der Liga.

Aber auch wenn es bei beiden Teams zu Saisonbeginn noch nicht wunschgemäß läuft, so nimmt man die Kurpfälzer bei den Eisbären dennoch nicht auf die leichte Schulter. Jonas Müller äußerte sich nach dem heutigen Training zum Chicago-Spiel, dem schwachen Start der Adler und wie man morgen in Mannheim spielen muss, um erfolgreich zu sein:

Wir konzentrieren uns erstmal auf das Mannheim-Spiel. Wir wollen da auf jeden Fall Punkte holen, es ist ein wichtiges Spiel für uns. Es ist egal, wann man gegen Mannheim spielt. Die haben so eine gute Mannschaft, da ist es egal, ob die jetzt mal nicht so einen guten Start hatten, die sind immer gefährlich. Wir müssen auf jeden Fall die Strafzeiten vermeiden und auch mal im Powerplay das Ding reinhauen. Wir müssen die Kleinigkeiten richtig machen.

Man kann den Eisbären ja nicht den Vorwurf machen, dass sie bisher nicht alles geben und bis zum Schluss kämpfen würden. Viel mehr hapert es zur Zeit an Kleinigkeiten. Chancen erspielen sie sich ja zu Haufe, nur lässt die Chancenverwertung zu Wünschen übrig und dass gerade Top-Teams wie München und Mannheim so was ausnutzen, ist hinlänglich bekannt. Dann nimmt man zu viele und vor allem teilweise unnötige Strafen, was gerade deswegen nicht gut ist, weil das Penaltykilling der Berliner alles andere als überzeugend ist. Und drittens, das Powerplay mag zwar sehr gut aussehen und man hat auch gute Chancen, letztlich will der Puck aber einfach nicht über die Linie gehen. Daher liegt Müller richtig, wenn er sagt, „wir müssen die Kleinigkeiten richtig machen„.

Ob es jetzt große Änderungen im Line-up geben wird, konnte Headcoach Serge Aubin nach dem heutigen Training noch nicht genau sagen. Was er aber bereits bekanntgab, war der Fakt, dass morgen Maximilian Franzreb (siehe Foto) seine Chance bekommen wird:

Es ist ein großes Spiel. Es ist eine super Gelegenheit für uns gegen ein Top-Team der Liga, welches aggressiv und physisch sehr stark spielt. Wir müssen unser bestes Eishockey spielen. Wir geben morgen Maximilian Franzreb eine Chance, er hat sehr gut trainiert.

Das heutige Training war geprägt von sehr hohem Tempo und von viel Intensität. Das Trainerteam um Serge Aubin, Craig Streu und Gerry Fleming ließ viele Sachen üben – Passspiel, Abschluss, 2-auf-0-Situationen, Defensiv-Verhalten, Special-Teams. Gerade bei den Special Teams sah man viele verschiedene Formationen heute auf dem Eis. Da probierte Aubin sehr viel, um dort endlich bessere Ergebnisse zu bekommen. Und was auch auffiel: Serge Aubin unterbrach sehr oft die Einheit, um einzelnen Spielern oder kleineren Grüppchen Anweisungen an der Taktiktafel zu geben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Training von Serge Aubin Hand und Fuß hat, die Jungs gut mitziehen und den Anweisungen des Trainerteams aufmerksam lauschen und die geforderten Sachen sehr gut umsetzen. Nun muss das nur noch auf dem Eis im Spielbetrieb klappen, damit man auch Punkte einfahren kann.

Zunächst einmal gilt noch das volle Hauptaugenmerk dem DEL-Klassiker morgen Abend bei den Adler Mannheim, wo beide Mannschaften ihren dritten Saisonsieg einfahren wollen. Und doch schwebt seit einigen Tagen natürlich das große Spiel am Sonntag in den Köpfen der Spieler und Fans herum, wenn man ab 19:30 Uhr (was nicht gleich der Spielbeginn sein wird, da die NHL noch eine ganz lange Prozedur vor dem Spiel hat…) auf das NHL-Team der Chicago Blackhawks treffen wird. Auf dieses Highlight wurde Jonas Müller natürlich auch angesprochen und zudem auch darauf, ob er sich denn noch Hoffnungen auf eine NHL-Karriere macht:

Klar sollte man jetzt nicht so locker an die Sache herangehen, man sollte es auf jeden Fall genießen gegen Chicago und schon sein Bestes geben. Es ist ein anderes Spiel aber man sollte es schon wie jedes andere Spiel auch spielen. Ja klar, wenn es so ist, ist es schön und wenn nicht, dann halt nicht. Aber ich werde jetzt nicht irgendwelche besonderen Sachen probieren, sondern ich werde einfach so spielen wie immer.

Marcel Noebels: „Wir müssen von Anfang an bereit sein“

Zweiter Härtetest an diesem Wochenende für die Eisbären Berlin. Nach dem knappen 3:2-Sieg n.V. gestern Abend gegen die Kölner Haie, müssen die Hauptstädter morgen Nachmittag ab 17:00 Uhr beim Vizemeister EHC Red Bull München antreten. Und die haben gestern Abend noch einmal eine gehörige Portion Selbstbewusstsein getankt. Denn die Mannschaft von Ex-Eisbären-Coach Don Jackson zerlegte den Deutschen Meister Adler Mannheim in eigener Halle mit 7:2. Die Eisbären sollten also gewarnt sein, zumal man sich in München immer schwer tut. Aber Stürmer Marcel Noebels, dem der Siegtreffer gegen die Domstädter gelang, sieht dennoch eine gute Siegchance für seine Mannschaft in München:

München hat 7:2 in Mannheim gewonnen, das ist natürlich eine große Nummer. Wir müssen von Anfang an bereit sein und dürfen nicht direkt im eigenen Drittel spielen. Ich glaube, so lange wir unser Spiel durchziehen und wir so spielen, wie es der Trainer vorgibt, haben wir gute Chancen, auch in München zu punkten oder auch mit einem Sieg nach Hause zu fahren.

Gegen Köln wollte und musste die Mannschaft eine Reaktion nach dem 0:5 in Bremerhaven zeigen. Sie taten dies, auch wenn sie ein paar Minuten brauchten, um ins Spiel zu kommen. Aber dann waren sie über weite Strecken die bessere Mannschaft und verdienten sich somit den Zusatzpunkt in der Verlängerung.

Will man nun in München den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren, muss man ein perfektes Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde abliefern. Man muss sein bestes Eishockey zeigen und sämtliche Fehler vermeiden, denn München ist eine so starke Mannschaft, die würde jeden Fehler eiskalt bestrafen.
Und zudem sind die Münchner schon wieder auf Betriebstemperatur, grüßen mit neun Punkten aus drei Spielen ungeschlagen von der Tabellenspitze.

Reisen nach München konnten sich die Hauptstädter zuletzt eigentlich sparen. Ganze zweimal holten die Eisbären erst drei Punkte in der Hauptrunde in München. Nur eins der letzten fünf Gastspiele gewannen die Eisbären zuletzt in München, das war beim 3:0 im Play-Off-Viertelfinale der letzten Saison. Dort scheiterten die Berliner am Ende an München, morgen gibt es also erstmals die Chance zur Revanche.

DEL-Klassiker gegen Köln: Eisbären wollen Wiedergutmachung nach dem 0:5-Debakel in Bremerhaven

Licht und Schatten beim DEL-Saisonstart der Eisbären Berlin. Dem starken und souveränen 4:1-Heimsieg am 1. Spieltag gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte ein ernüchterndes 0:5 am 2. Spieltag in Bremerhaven. So schnell die Euphorie in Berlin aufkeimte, so schnell wurde sie an der Küste auch gleich wieder im Keim erstickt. Am 3. Spieltag haben die Hauptstädter nun die Chance zur Wiedergutmachung, wenn die Kölner Haie in die Hauptstadt reisen und mit den Eisbären ab 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena die Schläger auf dem heiligen Eis kreuzen werden.

Und die Spieler wollen auch einiges wieder gutmachen, wie Stürmer Marcel Noebels im Vorfeld des Köln-Spiels sagte:

Es war ein Spiel, in dem wir uns selbst geschlagen haben. Wir waren nicht clever genug und zu gewissen Zeitpunkten nicht anwesend. Wir waren zu spät am Mann, zu oft zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Wir sind jetzt lange genug zusammen. Alle wissen, wie das System funktioniert. Ich will nicht alles schlecht reden. Es sind am Ende Kleinigkeiten, die so ein Spiel entscheiden. Wir haben in Überzahl kein Tor gemacht, das hat viel Kraft gekostet. Dann waren viele Strafzeiten dabei. Wir sind Freitag auch viel mehr gelaufen als Sonntag, das muss man ganz klar sagen. Wenn sich nur der bewegt, der die Scheibe hat, ist es schwer. Es stehen schließlich Fünf auf dem Eis. Die Reise hätten wir uns sparen können. Aber das Spiel ist jetzt vorbei und wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Wichtig ist, dass wir jetzt am Wochenende zwei gute Mannschaften vor uns haben, die ein guter Test für uns sind. Da können wir wieder einiges gutmachen.

Mit den zwei guten Mannschaften meinte Marcel Noebels zum einen die Kölner Haie und zum anderen den Vizemeister Red Bull München. Zwei echte Härtetests also für die Mannschaft von Trainer Serge Aubin. In diesen Duell wird den Eisbären alles abverlangt und sie müssen an ihre Leistungsgrenze gehen, um diese beiden Spiele für sich zu entscheiden. Neben Bremerhaven ist München das zweite Team, welches in dieser Saison noch ohne Punktverlust ist. Die Eisbären werden dies ändern wollen. Zwei knappe Siege feierten die Mannen von Ex-Eisbären-Coach Don Jackson – 2:1 in Augsburg, 3:2 gegen Düsseldorf. Köln musste bis jetzt zweimal in die Verlängerung, einmal verloren die Haie daheim 2:3 gegen Iserlohn und einmal gewannen die Domstädter mit 2:1 beim Meister in Mannheim und sorgten somit für ein erstes Ausrufezeichen. 

Serge Aubin fasste kurz und knapp zusammen, wie man gegen die Haie spielen muss, um diese zu besiegen (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 19.09.2019):

Wir müssen über 60 Minuten alle zusammen unser Eishockey spielen. Köln ist ein Team, das sehr hart arbeitet. Wir müssen genauso intensiv wie sie spielen.

Am besten spielen die Berliner genau so, wie gegen Wolfsburg zum Saisonstart. Da spielten sie ein starken Forecheck, störten die Niedersachsen somit früh in deren Spielaufbau und zwangen sie zu Scheibenverlusten. Vor dem Tor erwies man sich als eiskalt, auch bei Kontern. Und hinten ließ man relativ wenig zu, wenn doch etwas durchkam, dann war Sebastian Dahm zur Stelle. Dieser, so haben es die Eisbären inzwischen bekanntgegeben, wird vorerst die Nummer Eins des Hauptstadtclubs sein. Somit haben sich die Eisbären-Verantwortlichen wohl früher als von allen Fans erwartet in dieser Personalie entschieden. 

Die Personalsituation in der Hauptstadt hat sich derweil deutlich gebessert. So stehen nur noch hinter den Einsätzen von Verteidiger Kai Wissmann und Kapitän André Rankel Fragezeichen. Für Kooperationspartner Weißwasser sind indes Marvin Cüpper, Eric Mik, Jake Ustorf und Thomas Reichel im Einsatz.

In der vergangenen Saison haben beide Mannschaften je ein Spiel an der Spree gewonnen. Die Eisbären setzten sich mit 5:4 durch, die Haie gewannen deutlich mit 4:0. Die Bilanz in Berlin spricht für die Eisbären, die 35 der bisherigen 60 Spiele in der Hauptstadt für sich entscheiden konnten. Die aktuelle Statistik allerdings spricht für Köln, welche drei der letzten fünf Gastspiele an der Spree gewannen.

Der Eisbären-Kader für das zweite Heimspiel gegen die Kölner Haie am 20.09.2019:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Charlie Jahnke, Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, Florian Busch, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sean Backman, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Für Weißwasser im Einsatz:

Marvin Cüpper, Eric Mik, Jake Ustorf, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung oder Einsatz fraglich:

Vincent Hessler (Hand), Kai Wissmann, André Rankel

 

PS: Bitte wundert Euch morgen nicht, wenn Ihr weder im Blog noch in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram) von uns etwas zum Spiel lesen werdet. Den Grund dafür erfahrt Ihr morgen hier im Blog. Der Spielbericht wird dann aber ab Samstag online verfügbar sein und die Stimmen zum Spiel lest Ihr dann auch wie gewohnt auf unserer Facebookseite. 

Pre-Playoffs/Straubing Tigers vs. Eisbären Berlin: Zuletzt sehr starke Eisbären treffen auf ihren Angstgegner

Die Hauptrunde ist Geschichte und die Playoffs stehen vor der Tür. Eine aus Sicht der Eisbären grausame Hauptrunde nahm am Ende doch noch ein versöhnliches Ende. Zwar entspricht Platz Neun keinesfalls den Ansprüchen der Berliner und waren die Pre-Playoffs nicht das erklärte Ziel der Hauptstädter, doch zeigte die Formkurve gerade rechtzeitig deutlich nach oben. Erstmals in dieser Spielzeit gelangen dem Team von Chefcoach Stéphane Richer vier Siege in Folge. Zudem gewann man sechs der letzten sieben Spiele, ist das aktuell heißeste Team der Liga. Das Problem? Die Niederlage setzte es bei den Niederbayern,  dem jetzigen Gegner im Kampf um einen Platz im Viertelfinale. Mit 3:7 kamen die Eisbären vor kurzem am Pulverturm unter die Räder. Generell lag Straubing den Eisbären in dieser Saison überhaupt nicht und war der Pulverturm zuletzt kein gutes Pflaster für Berlin.

Schauen wir aber auf die Historie dieses Duelles, dann kann man positiv der Serie entgegen blicken. Denn sowohl die Halbfinalserie 2012 als auch die Pre-Playoff-Serie vor zwei Jahren entschied der Hauptstadt-Club für sich. Besonders Jamie MacQueen dürfte die Serie von vor zwei Jahren bestens in Erinnerung haben, war er es doch, der damals den Einzug ins Viertelfinale perfekt machte, als er in der dritten Verlängerung das 3:2 erzielte. Es war der einzige Sieg in den letzten sieben Gastspielen in Niederbayern.
So oder so sind also noch Rechnungen offen, auf beiden Seiten.

In dieser Saison trafen beide Mannschaften viermal aufeinander. Straubing gewann beide Heimspiele (5:3/7:3) und einmal in Berlin (1:0 n.P.). Die Eisbären gewannen 4:0 auf eigenem Eis.

Lässt Kevin Poulin die Straubinger verzweifeln? (Foto: eisbaerlin.de/walker)

In dieser kurzen Serie über maximal drei Spiele wird es allen voran auf die Torhüter ankommen. Und da verfügen beide Teams in Jeff Zatkoff (Straubing) und Kevin Poulin über zwei enorm starke Goalies. Beide können Spiele im Alleingang gewinnen. Gerade Poulin haben es die Berliner zu verdanken, dass sie überhaupt noch spielen können, denn so mancher Sieg war nur dank seiner unglaublichen Paraden möglich. Zwar ließ sich Poulin zuletzt auch von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken, fing sich aber relativ schnell wieder.
Poulin wehrte 91,5 % aller Schüsse ab, Zatkoff 91,0 %. Beide Goalies feierten vier Shutouts.
Ich sehe hier keinen Goalie im Vorteil.

Vor den Goalies ist die Defensive tätig und da kassierten die Tigers 151 Gegentore, Berlin mit 164 deutlich mehr. Da stand die Abwehr der Tigers in manchen Situationen sicherer als die der Eisbären.
Aber beide Mannschaften verfügen über Verteidiger, die sich entscheidend ins

Trumpft Florian Kettemer auch in den Playoffs auf und sorgt für Siegtreffer? (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Offensivspiel einschalten können. Bei Straubing sei da allen voran Oldie Frederik Eriksson genannt (5 Tore/25 Vorlagen). Aber auch auf Marcel Brandt, dem acht Tore gelangen, sollten die Berliner aufpassen. Insgesamt punkteten fünf Tigers-Defender zweistellig.
Ebenso auch bei den Eisbären, wo das Hauptaugenmerk auf Oldie Micki DuPont (5 Tore/23 Vorlagen) und Neuzugang Florian Kettemer (10/9) liegt.
Beide Teams verfügen über gefährliche Verteidiger, ihren eigentlichen Job während der Hauptrunde, das Tore verteidigen, machten die Niederbayern aber etwas besser. Von daher ist Straubing hier sicher leicht im Vorteil.

Defensive gewinnt Meisterschaften, Offensive Spiele. Da es derzeit nur um Siege geht, um in den Playoffs möglichst weit zu kommen, ist natürlich auch die Offensive von großer Bedeutung. Und auch hier ist Straubing 13 Tore besser (159 zu 146).

Jubeln die Eisbären öfters als die Straubinger?
Foto: eisbaerlin.de/walker

Gerade auf Jeremy Williams sollten die Eisbären gehörig aufpassen, erzielte der Angreifer doch satte 30 Tore. Mit Stefan Loibl (21) und Ex-Eisbär Sven Ziegler (18) trafen zwei deutsche Stürmer so gut wie nie zuvor. Sechs Straubinger Angreifer trafen doppelt.
Auch bei den Eisbären waren es deren sechs Stürmer. Vor allem die Paradereihe Aubry-Ortega-Ranford wirbelte die gegnerischen Abwehrreihen zuletzt nur so durcheinander. Aubry scorte in den letzten acht Spielen, sammelte 18 Scorerpunkte und wurde so am Ende mit 16 Toren und 23 Vorlagen noch Top-Scorer der Berliner. Jamie MacQueen war mit 21 Treffern der Top-Torschütze der Eisbären.
Hier sehe ich beide Offensivreihen durchaus auf Augenhöhe.

Entscheidend können auch die Special Teams sein. Und da haben die Berliner die Nase vorne. Mit 19,2 % stellen sie das zweitbeste Powerplay der Hauptrunde. Nicht unwichtig, hat Straubing doch das schlechteste Penaltykilling der DEL (78,0 %).
Straubing stellt mit 18,2 % das fünftbeste Powerplay, Berlin mit 83,1 % das siebtbeste Unterzahlspiel.
Die Eisbären sollten Straubing also dazu bringen, Strafen zu nehmen, dann könnte das Powerplay eine entscheidende Rolle spielen. Und das in diesem Duell immer viel Gift drin ist, weiß man. Selbst wenn Sena Acolatse den Tigers vorerst fehlen wird, aber auch andere Straubinger Spieler sind keine Kinder von Traurigkeit.

Wird der Heimvorteil entscheidend sein? Straubing gewann wie Berlin nur 14 der 26 Heimspiele, was nur Platz Acht bedeutet. Als heimstark ist Straubing also in dieser Saison nicht unbedingt bekannt, wenn gleich jeder weiß, wie ungemütlich der Pulverturm werden kann. Das Stadion wird ein Hexenkessel werden, in dem die Eisbären vor allem die Anfangsphase schadlos überstehen müssen. Je länger es morgen Abend 0:0 steht, desto größer wird der Druck auf Straubing werden. Verlieren sie Spiel Eins, droht in Berlin am Freitag das Saisonende.

Nun ist viel über diese Serie geschrieben und gesprochen worden. Am Ende wird

Können die Eisbären schon am Freitag mit den Fans den Einzug ins Viertelfinale feiern? (Foto: eisbaerlin.de/walker)

die Entscheidung auf dem Eis fallen. Und geht man nach der aktuellen Form, sind die Eisbären Favorit. Aber sie müssen einmal in Straubing gewinnen und am einfachsten wird das in Spiel Eins werden, denn der Druck liegt auf Seiten der Niederbayern. Bei einem alles entscheidenden dritten Spiel am Pulverturm wäre der Vorteil klar auf Seiten der Tigers, denn deren Fans würden das Stadion in einen Hexenkessel verwandeln.
Gewinnen die Eisbären Spiel Eins, kommen sie weiter, verlieren sie morgen, wird es ganz schwer.

In Schwenningen und gegen Krefeld: Mit Verstärkung in den Hauptrunden-Endspurt

Die Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, morgen Abend geht es für die Eisbären Berlin wieder zurück auf das Eis. Der Hauptrunden-Endspurt wird mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings (Morgen, 19:30 Uhr)  eingeläutet. Fortgesetzt wird dieser mit dem enorm wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um Platz Zehn, die Krefeld Pinguine (So., 17:00 Uhr). Zwei Spiele, in denen es für die Eisbären um sehr wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn geht. Dabei steht vor allem das Heimspiel gegen den KEV im Mittelpunkt, stehen die Seidenstädter doch aktuell nur fünf Zähler hinter den Eisbären.

Treffen am Sonntag zum Endspiel im Kampf um Platz Zehn aufeinander – Eisbären vs. Krefeld (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Und diese Partie ist nicht nur sozusagen ein vorgezogenes Endspiel im Kampf um Platz Zehn, nein, es ist auch ein Krisen-Duell. Denn bei beiden Teams lief es zuletzt überhaupt nicht. Die Eisbären verloren neun der letzten zehn Ligaspiele, Krefeld kassierte gar acht Niederlagen in Folge. Selbstvertrauen haben beide Mannschaften nicht, aber beide wissen, was am Sonntag auf dem Spiel stehen wird. Vom Charakter her ist das ein Playoff-Spiel, spielerisch werden beide Teams aber sicher kein Playoff-Niveau erreichen können. Vor allem der Kampf wird im Mittelpunkt stehen.

Doch bevor es zu diesem Endspiel um Platz Zehn kommt, müssen die Hauptstädter am Freitagabend beim Tabellenletzten in Schwenningen ran. Dort sollten die Eisbären natürlich auch schon drei Punkte einfahren. Die Wild Wings haben nach einem kurzen Zwischenhoch inzwischen auch wieder zwei Niederlagen am Stück eingefahren. Und die Bilanz in eigener Halle gegen Berlin ist nicht gerade rosig, verlor der SERC doch zwölf der 14 Gastspiele gegen die Hauptstädter. Auf viele Tore sollten sich die Zuschauern auch nicht einstellen, fielen doch in den letzten vier Spielen in Schwenningen nur acht Treffer zwischen beiden Teams. Dreimal behielten die Eisbären die Oberhand (1:0 n.P., 2:1, 1:0), einmal Schwenningen (2:1).

Gerade in der entscheidenden Saisonphase lichtet sich das Eisbären-Lazarett. Die Verletzten-Misere in dieser Saison ist schon einfach unglaublich, wenn gleich sie nicht als Ausrede für die Katastrophen-Saison her halten darf und auch nicht tut, wie die Verantwortlichen immer wieder betonen. Zum Glück kann Trainer Stéphane Richer jedoch morgen auf drei Rückkehrer und einen Neuzugang zurückgreifen.
In der Defensive steht Florian Kettemer wieder zur Verfügung. Und im Sturm kehren Louis-Marc Aubry und James Sheppard zurück ins Line-up. Aber die Beiden sind nicht die einzigen Spieler, welche die Offensive verstärken. Auch Neuzugang Austin Ortega wird in Schwenningen sein DEL-Debüt feiern und dem Kader der Berliner mehr Tiefe verleihen.

Durch die vier Änderungen Kader werden die beiden Youngsters Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder für Weißwasser auflaufen. Was vielen Fans sicherlich nicht unbedingt gefallen wird, dass man die jungen Spieler, die sich während der großen Personalprobleme so ins Zeug gelegt hatten, nun wieder zum Kooperationspartner abschiebt.

Doch egal, welche Spieler morgen Abend auflaufen werden. Das Ziel können nur drei Punkte sein. Die Eisbären stehen unter Druck, stecken in einer großen Krise, aus welcher sie nur mit positiven Ergebnissen wieder herauskommen können. Richer sagte im Vorfeld der Partie (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 14.02.2019):

Wir haben eine sehr intensive und gute Trainingswoche gehabt. Jetzt fangen unsere Playoffs an. Wir müssen uns auf jedes der letzten sieben Spiele wie auf ein Playoff-Spiel vorbereiten. Wir müssen morgen von der ersten Sekunde an mit dem Kopf da und bereit sein.

Reden konnten die Eisbären in dieser Saison schon viel, nur zu selten folgten den Worten am Ende auch taten und zurück blieben immer wieder enttäuschte Eisbären-Fans. Hat man während der Länderspielpause nun den Ernst der Lage verstanden und wird dementsprechend auftreten? Die Antwort darauf können die Jungs morgen ab 19:30 Uhr auf dem Eis der Helios-Arena geben.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings am 15.02.2019 um 19:30 Uhr:

Tor:

Kevin Poulin, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Austin Ortega, Jamie MacQueen, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Thomas Oppenheimer, Mark Olver, Marvin Cüpper, André Rankel, Mark Cundari, Jake Ustorf (alle verletzt)

Für das DNL-Team oder Weißwasser im Einsatz:

Tobias Ancicka, Thomas Reichel, Lukas Reichel, Cedric Schiemenz, Vincent Hessler, Maximilian Adam

Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um Platz Zehn: Können die Eisbären in Nürnberg die Niederlagenserie stoppen?

Lange Zeit dachten sich alle, die Pre-Playoffs wären sicher, die Eisbären Berlin hätten zumindest diese erreicht. Doch vor dem morgigen Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers (Bully: 19:30 Uhr) ist der Vorsprung auf eben jene elftplatzierte Nürnberger auf mickrige drei Zähler zusammen geschrumpft. Und die Franken haben sogar noch ein Spiel weniger als die neuntplatzierten Eisbären absolviert. Bereits mit einem Sieg morgen Abend im direkten Duell könnten die Ice Tigers an den Eisbären in der Tabelle vorbeiziehen. Und wenn Krefeld zeitgleich in Schwenningen siegt, würden die Eisbären sogar komplett aus den Playoff-Rängen rutschen.

Und das alles nur, weil die Eisbären sich derzeit in der schwersten Krise der letzten Jahre befinden. Sechs Niederlagen setzte es in Folge, nur ein Sieg gelang in den letzten neun Spielen und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht. Wenn gleich man sagen muss, dass die Eisbären am Sonntag in Wolfsburg zwei Drittel gut spielten und bis 73 Sekunden vor dem Ende des Spiels auf Punktekurs waren. Doch ein sehr harmloses und schwaches letztes Drittel brachte die Hauptstädter erneut um mögliche Punkte und ließ das Selbstvertrauen weiter sinken. Da warst du so nah dran, endlich mal wieder zu punkten und gibst die Punkte dann so leichtfertig wieder aus der Hand, was nicht einfach zu verkraften gewesen sein dürfte. Vor allem nicht in der jetzigen Situation und Verfassung, in der sich die Berliner befinden.

Und morgen Abend trifft man auf einen sehr heißen Gegner, welcher in den letzten Wochen den Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze kontinuierlich reduziert hat und im direkten Duell nun an den Eisbären vorbeiziehen kann. Die Nürnberger sind heiß auf dieses Spiel, wollen ihre Aufholjagd am Ende natürlich mit einem Platz unter den ersten Zehn krönen. Hoch motivierte Ice Tigers treffen auf sehr verunsicherte Eisbären, die ein Weg aus der Krise finden müssen.

Aber das Vorhaben werden sie erneut mit einer Rumpftruppe angehen. Gleich auf neun Stammspieler muss Trainer Stéphane Richer im Frankenland verzichten. Neu im Lazarett sind Verteidiger Danny Richmond und Stürmer Louis-Marc Aubry.
Dafür gibt es aber auch gute Nachrichten vom Hauptstadtclub. Denn die beiden Verteidiger Kai Wissmann und Constantin Braun kehren in den Kader zurück. „Tine“ wird sogar sein Saisondebüt in Nürnberg geben, was doch sehr überraschend kommt, aber er wollte es selbst so (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 24.01.2019):

Wir haben diese Woche gut gearbeitet und müssen auch morgen wieder kämpfen, kämpfen,
kämpfen, um einen Weg zu finden, das Spiel zu gewinnen. Brauni ist zu mir gekommen und hat gesagt, er will spielen, der Mannschaft helfen. Er hat die letzten Wochen sehr hart gearbeitet und man sieht, dass er mit dem Tempo kein Problem hat. Wir haben uns auch mit seinen Therapeuten unterhalten. Auch sie haben einen Einsatz empfohlen.

Natürlich darf man von Constantin Braun nach der langen Zeit noch keine Wunderdinge erwarten, aber vielleicht bringt er ja den so dringend benötigten frischen Wind ins Team der Eisbären. Wollen die Berliner Nürnberg siegreich verlassen und damit die Niederlagenserie beenden, müssen sie zurück zum einfachen Eishockey finden. Hinten kompakt stehen und so wenig wie möglich zu lassen. Und wenn sie offensiv spielen, jede Scheibe zum Tor bringen und für Verkehr vor dem gegnerischen Tor sorgen, um dem gegnerischen Goalie die Sicht zu nehmen. Einfach spielen, nicht kompliziert, keine verrückten Sachen probieren sondern sich einfach auf die einfachsten Dinge konzentrieren. 60 Minuten hoch konzentriert seinen Gameplan durchziehen und wenn möglich von der Strafbank fernbleiben. Denn in der Partie steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel, dementsprechend wird es heiß her gehen und es wird sehr umkämpft werden. 

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Die verletzten Spieler tun sicherlich weh, aber dann müssen jetzt eben die übrig gebliebenen Akteure alles geben, die erfahrenen Spieler müssen in die Bresche springen und die Youngsters führen. Die Mannschaft muss morgen Abend ein Zeichen setzen, dass sie noch lebt, dass sie die Pre-Playoffs noch erreichen will. Es wird ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, gewinnen die Eisbären, halten sie Nürnberg vorerst auf Abstand, verlieren sie jedoch, droht der Sturz auf Platz Elf. Man kann nur hoffen, dass der Mannschaft der Ernst der Lage klar ist und sie sich morgen 60 Minuten lang zerreißen und alles geben für das Team, für den Kampf um die Pre-Playoffs. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 25.01.2019 um 19:30 Uhr:

Tor:

Maximilian Franzreb, Kevin Poulin

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Eric Mik, Constantin Braun

Angriff:

Maximilian Adam, Nino Kinder, Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Florian Busch, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Louis-Marc Aubry, Danny Richmond, Thomas Oppenheimer, Mark Olver, Marvin Cüpper, Florian Kettemer, Mark Cundari, André Rankel, James Sheppard, Jake Ustorf (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Tobias Ancicka, Cedric Schiemenz, Thomas Reichel, Lukas Reichel