3:1 vs. Augsburg! Die Eisbären feiern einen glanzlosen Sieg

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022 – Ausgabe #19:

Die Eisbären Berlin haben im zweiten Heimspiel des neuen Jahres den ersten Sieg eingefahren. Gegen die Augsburger Panther gewann man am Ende glanzlos mit 3:1 (0:1,1:0,2:0). Hatte man am Sonntag gegen Bietigheim das Spiel im letzten Drittel noch verloren, gewann man es heute dank zweier Tore in den letzten 20 Minuten. Doch zufrieden gewesen sein dürfte Coach Serge Aubin mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht komplett. 

Eisbären-Coach Serge Aubin hatte das selbe Personal zur Verfügung wie bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen am Sonntagnachmittag gegen Aufsteiger Bietigheim. Dennoch änderte er an den Reihenzusammenstellungen etwas. So kehrte Blaine Byron wieder in die Paradereihe mit Marcel Noebels und Leo Pföderl zurück. Seinen Platz in der zweiten Reihe zwischen Kevin Clark und Matt White nahm Mark Zengerle ein. Eine Belohnung für seine beiden Tore gegen Bietigheim. Die dritte Formation bildeten Giovanni Fiore, Manuel Wiederer und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe spielten Marco Baßler, Sebastian Streu und Eric Mik.
In der Defensive gab es nur eine Änderung: Simon Després verteidigte an der Seite von Kapitän Frank Hördler. Dort ersetzte er Eric Mik, welcher heute im Sturm aushalf. Das machte Després am Sonntag noch selbst. Und im Tor stand erstmals in diesem Jahr Stammgoalie Mathias Niederberger.

Natürlich wollten die Eisbären Wiedergutmachung betreiben, nach dem der Start ins neue Jahr gegen Bietigheim verpatzt wurde. Coach Aubin war auch keinesfalls zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft und dürfte daher heute eine Reaktion seiner Mannschaft erwartet haben.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Doch die Gäste aus Augsburg kamen gut rein ins Spiel und konnten sich sofort im Berliner Drittel festsetzen. Und nach wenigen Sekunden hatte Colin Campbell bereits die erste dicke Chance, als er im Slot angespielt wurde und zum Abschluss kam. Mathias Niederberger war aber zur Stelle und parierte dessen Schuss. Aber die Eisbären standen dem in nichts nach und hatten durch Sebastian Streu die erste gute Chance.
Direkt danach hatten die Berliner das erste Powerplay und da wäre beinahe das 1:0 gefallen. Die Scheibe trudelte Richtung rechten Pfosten, wo Marcel Noebels sie nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen, doch das schaffte er nicht. Pech für die Hausherren, Glück für die Gäste, welche die Unterzahl schadlos überstanden.
Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin, typisch für einen Dienstagabend. Doch dann kam der AEV mal ins Angriffsdrittel, konnte die Scheibe dort auch behaupten, Matt Puempel wurde im Slot angespielt, nahm die Scheibe an, drehte sich einmal und zog dann ab und überwand Niederberger erstmals an diesem Abend – 0:1 (8.).

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Auch im zweiten Heimspiel des neuen Jahres also ein Rückstand für die Eisbären. Und so wirklich eine Antwort darauf fanden die Berliner nicht. Weil sie auch nicht wirklich drin waren im Spiel, der Spielaufbau wirkte doch arg langsam, als ob die Spieler noch schwere Beine hätten. So richtig in Tritt kam man hier jedenfalls nicht und so konnte man bis hierhin auch noch keine Wiedergutmachung für das Bietigheim-Spiel betreiben. Die Panther hatten so auch keine großen Probleme, das eigene Tor zu verteidigen und der Spielstand spielte der Mannschaft von Coach Mark Pederson ja auch noch in die Karten.
Die Chance auf das zweite Tor bot sich den Gästen knapp acht Minuten vor der ersten Pause, als Marcel Noebels die erste Strafzeit der Eisbären kassierte. Unterzahl? Da kamen Erinnerungen an Sonntag hoch, als die Steelers mit drei Powerplaytoren im Schlussdrittel die Partie drehten. Doch diesmal überstand man die Unterzahl schadlos, außer zwei Schüssen von Torschütze Puempel kam nicht viel vom AEV in Überzahl.
Die Eisbären kamen auch weiterhin nicht ins Spiel, alleine der Spielaufbau bereitete ihnen schon große Probleme. Da fehlte es an der nötigen Kreativität, mal einen gelungenen Angriff aufzuziehen. Man konnte wieder vom typischen verschlafen des ersten Drittels sprechen. Und Augsburg merkte, dass hier was gehen könnte in der Hauptstadt und suchte immer wieder den Weg nach vorne und hatte da durchaus ein, zwei gefährliche Abschlüsse bei. Die Panther wirkten schneller, spritziger, agiler, man merkte ihnen die Lust auf Eishockey an. Selbiges ließen die Eisbären mal wieder vermissen. Muss wohl noch der Neujahrsblues sein. So führte der AEV hier nicht unverdient mit 1:0 nach 20 Minuten in Berlin.

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Im Mitteldrittel war die vierte Reihe verantwortlich für den Ausgleich. Marco Baßler setzte an der gegnerischen blauen Linie nach, über Sebastian Streu kam die Scheibe zu Eric Mik, welcher ins Drittel hinein fuhr und abzog. Gegen seinen Schlagschuss hatte Ex-Eisbären-Goalie Markus Keller keine Chance – 1:1 (23.).
Das Spiel der Hausherren wirkte schon besser und auch offensiver als noch im ersten Drittel. Hinten leistete man sich aber weiterhin Fehler und so hatte auch Augsburg seine Möglichkeiten. Aber so richtig vom Hocker riss diesen Spiel niemanden. Immerhin war es umkämpft, aber hochklassig keinesfalls.
Für einen kurzen Wachmacher sorgte dann Ex-Eisbär Henry Haase, als sein Schuss von der blauen Linie ans Aluminium ging. Auch ein Augsburger Powerplay kurz darauf sorgte nicht für mehr Action auf dem Eis. Man musste hier schon fast aufpassen, nicht einzuschlafen, so langweilig war dieses Spiel.
Fortan ging es hin und her, aber hochkarätige Chancen gab es erst zum Ende des Mitteldrittels zu sehen. Doch sowohl die Eisbären als auch Augsburg konnten diese nicht nutzen.
79 Sekunden vor der zweiten Drittelpause bot sich den Eisbären nochmal die Chance, in Überzahl für Torgefahr zu sorgen. Das schafften sie aber nicht und so stand es nach 40 Minuten 1:1-Unentschieden und die Eisbären nahmen noch 40 Sekunden Powerplay mit ins Schlussdrittel.

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Doch Erfolg brachte das Überzahlspiel nicht mehr ein. Und so lebte dieses Spiel vor allem von der Spannung. Die Eisbären waren zu Beginn die aktivere Mannschaft, belagerten das Augsburger Tor, doch deren Defensive stand hinten sehr kompakt und ließ wenig zu. Aber durch das druckvolle Forechecking holten die Berliner eine Strafzeit heraus, welcher aber nur angezeigt wurde. Denn ausgesprochen wurde sie nicht. Simon Després spielte die Scheibe links raus zu Giovanni Fiore und der zog humorlos ab – 2:1 (46.).
Und jener Fiore war wenige Sekunden später schon wieder in Aktion, tankte sich klasse bis vor das Tor von Markus Keller durch, scheiterte aber im letzten Moment am Augsburger Schlussmann.
Nach dem Powerbreak konnten die Gäste in Überzahl agieren, da Manuel Wiederer auf der Strafbank Platz nehmen musste. Doch das Penaltykilling der Eisbären zeigte sich heute stark verbessert und überstand somit auch diese Situation ohne Gefahr und Gegentor.

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Die Gäste aus der Fuggerstadt rannten in der Folgezeit nochmal an, wollten hier noch unbedingt den Ausgleich erzielen. Aber noch stand die Defensive der Eisbären sehr kompakt und alles was auf das Tor kam, war eine sichere Beute von Mathias Niederberger.
Die Gäste schwächten sich in der Schlussphase aber selbst, als Colin Campbell rund fünf Minuten vor dem Ende der Partie in die Kühlbox musste. Im Powerplay fanden die Berliner zwar die Formation, aber keine Idee, das Bollwerk der Augsburger mal zu knacken. Dafür hätte mehr Bewegung im Überzahlspiel sein müssen, doch das wirkte teilweise wie Stand-Hockey. So mussten die Eisbären noch zittern, denn sie ließen die Chance zur Vorentscheidung liegen.
Für die sorgte man dann 92 Sekunden vor dem Spielende, als Augsburg bereits seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatte. Yannick Veilleux hatte die Scheibe aus dem eigenen Drittel heraus im leeren Panther-Tor versenkt – 3:1 (59.). Damit war die Partie entschieden und die Eisbären fuhren die ersten drei Punkte im neuen Jahr ein.

Ein hartes Stück Arbeit war der Sieg aber schon. Die Eisbären kamen schlecht rein ins Spiel, liefen keine Schlittschuhe, wirkten immer einen Schritt langsamer und lagen somit folgerichtig mit 0:1 hinten. Im zweiten Drittel war es der vierten Reihe zu verdanken, dass man den Ausgleich erzielen konnte. Doch danach flachte die Partie weiter ab. Im Schlussdrittel sorgte Giovanni Fiore für die erstmalige Führung, welche man anschließend mit viel Einsatz und Leidenschaft vor dem eigenen Tor verteidigte und kurz vor dem Ende noch auf 3:1 ausbauen konnte. Ein am Ende glanzloser Sieg, der aber eben auch drei Punkte gebracht hat. Aber nach wie vor fehlt die Konstanz über 60 Minuten.

Platz Eins zu Weihnachten! Kapitän Frank Hördler schießt die Eisbären zum Heimsieg gegen Schwenningen

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022 – Ausgabe #16:

Die Eisbären Berlin haben einen Abend vor Heiligabend ihr Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings gewonnen. Am Ende setzte man sich mit 4:3 (2:1,1:2,1:0) gegen die Schwenninger Wild Wings durch. Ausgerechnet Kapitän Frank Hördler sicherte den Berlinern die drei Punkte. 

Eisbären-Coach Serge Aubin setzte auf die selbe Aufstellung, welche am Dienstagabend knapp mit 2:3 n.P. bei den Grizzlys Wolfsburg verloren hatte. Einzig im Tor gab es einen Wechsel, denn Tobias Ancicka stand zwischen den Pfosten, während Mathias Niederberger eine Pause bekam und auf der Bank als Back-up Platz nahm.

Statistisch gesehen war es das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellenvorletzten. Und die Eisbären waren auf Wiedergutmachung aus, hatte man doch das erste Duell daheim gegen Schwenningen mit 1:3 verloren. Im Schwarzwald revanchierte man sich dann mit einem 4:0-Auswärtssieg und heute sollte auf heimischen Eis ebenso ein Sieg her.

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Doch den Start verpennte man gleich mal komplett. Ganze 44 Sekunden waren gespielt, da lagen die Wild Wings schon vorne. Alexander Karachun war der Torschütze gewesen, doch eigentlich wollte er die Scheibe nur in den Slot passen. Doch er fand nur Leo Pföderl und von dem ging der Puck ins Tor – 0:1. Ein unglückliches Gegentor gleich zu Beginn des Spiels.
Aber den Eisbären bot sich früh die Chance zum Ausgleich, denn nach nur drei Minuten hatte man bereits das erste Powerplay des Spiels. Gut sah es nicht aus, das Überzahlspiel der Berliner, aber wenn es am Ende effizient ist, dann ist das egal. Denn die Hausherren glichen mit einem Mann mehr auf dem Eis aus. Matt White hatte von der blauen Linie abgezogen, Yannick Veilleux vor dem Tor geparkt und die Scheibe entscheidend abgefälscht – 1:1 (5.).
Zwei Tore in den ersten fünf Minuten, so konnte es hier gerne weitergehen. Doch so ging es nicht weiter, eher schleppte sich die Partie so dahin. Die Eisbären wirkten dabei noch etwas besser, aber von den Sitzen haute das Spiel hier keinen.

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Die Gäste hatten Mitte des ersten Drittels ihr erstes Überzahlspiel und da wissen wir ja von Dienstag noch, dass da höchste Vorsicht geboten ist. Und Schwenningen setzte sich auch im Angriffsdrittel fest und versuchte, Chancen zu kreieren, doch das Penaltykilling der Eisbären mit starker Arbeit in Unterzahl und somit überstand man die erste Unterzahl ohne größere Probleme.
Fortan ging es hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss. Während sich Tobias Ancicka auf Berliner Seite mit zwei starken Saves auszeichnen konnte, musste sein Gegenüber Joacim Eriksson ein zweites Mal hinter sich greifen. Die Eisbären kamen ins Angriffsdrittel, über Frank Hördler und Matt White kam die Scheibe zu Frans Nielsen, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und sich den Schwenninger Goalie ausgucken konnte – 2:1 (16.). Diese Führung nahmen die Hausherren mit in die Kabine.

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Im zweiten Drittel kassierten die Berliner nach nur neun Sekunden die zweite Strafzeit der Partie. Aber auch dieses Mal funktionierte das Penaltykilling wieder hervorragend. Schwenningen hatte nicht eine gefährliche Chance.
Danach die Eisbären in der Vorwärtsbewegung und mit einigen Schüssen, aber Joacim Eriksson ließ keine weitere Scheibe passieren. Doch auch die Wild Wings versteckten sich nicht und suchten auch immer mal wieder den Weg vor das Berliner Tor. Der einzige Unterschied: Die Gäste aus dem Schwarzwald trafen. Die Eisbären mit dem Scheibenverlust und Travis Turnbull war auf und davon. Zwar parierte Tobias Ancicka dessen Schuss ganz stark, doch den Rebound bekam Turnbull, sah Patrik Lundh vor dem Tor lauern, spielte die Scheibe zu ihm und Lundh glich zum 2:2 aus (28.).
Nun kamen auch mal ein paar Emotionen rein in dieses vorweihnachtliche Spiel. Ex-Eisbär John Ramage hatte ein paar Dinge mit Neu-Eisbär Kevin Clark zu klären. Travis Turnbull wollte auch „mitspielen“, er durfte aber nicht mit in die Kühlbox. Dahin durften nur Ramage und Clark für je zwei Minuten wegen unnötiger Härte. Und das anschließende 4-4 nutzten die Eisbären zur erneuten Führung. Marcel Noebels mit einem Tor zum „Zunge schnalzen“. Morgan Ellis brachte die Scheibe von der blauen Linie runter zu Leo Pföderl, der spielte sie sofort rechts raus auf Marcel Noebels und der nahm sie an, spielte Eriksson eiskalt aus und netzte ins leere Tor ein – 3:2 (32.). Was für ein genialer Spielzug und ein ebenso geniales Tor des Spieler des Jahres!

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Fortan waren die Eisbären die aktivere Mannschaft, hatten aber Probleme beim Passspiel und der Passannahme. Wenn die Scheiben aber doch mal den Mitspieler fanden, kam man auch zum Abschluss, vergab aber auch beste Möglichkeiten. Selbst ein „Geschenk“ von Joacim Eriksson konnte man nicht annehmen. Der hatte seinen Arbeitsplatz verlassen, die Eisbären kamen aber an die Scheibe, konnten sie aber nicht im verwaisten Schwenninger Tor unterbringen.
Und Schwenningen? Die kamen 91 Sekunden vor der zweiten Drittelpause zum Ausgleich. Marcel Noebels mit dem Fehlpass, Ken-André Olimb nahm das „Geschenk“ dankend an, fuhr ins Angriffsdrittel, legte die Scheibe quer rüber zu John Ramage und der ehemalige Berliner Verteidiger war komplett frei vor Ancicka und überwand ihn im kurzen Eck – 3:3 (39.).
Und die Schwenninger Nummer 55 wollte in den zweiten 20 Minuten besonders viel Aufmerksamkeit, denn in der Schlussminute musste er zum zweiten Mal in die Kühlbox. Ein Tor und zwei Strafzeiten in einem Drittel. Mal schauen, was da noch im Schlussdrittel von Ramage kam, der schien heute richtig heiß zu sein. Die Eisbären nahmen jedenfalls das Powerplay mit ins letzte Drittel.

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71 Sekunden standen noch auf der Powerplayuhr, nur nutzen konnten die Eisbären das Überzahlspiel nicht. Dafür hämmerte Kapitän Frank Hördler die Scheibe in der 43. Minute aus dem Slot heraus in die Maschen – 4:3! Was sollte er auch machen, wenn sie direkt vor seinen Schläger fiel. Da lässt sich auch die Berliner Nummer sieben nicht zweimal bitten und schon gar nicht so kurz vor Weihnachten.
Kurz darauf Schwenningen mit dem dritten Powerplay des Abends, Morgan Ellis suchte die Strafbank zum zweiten Mal in dieser Partie auf. Aber erneut die Eisbären mit einem ganz starken Unterzahlspiel, ließen die Wild Wings gar nicht erst in ihre Formation kommen.
Vor allem viel Kampf bestimmte die nächsten Minuten in diesem DEL-Spiel. Keine Mannschaft gab auch nur einen Zentimeter Eis verloren, um jede Scheibe wurde hart gekämpft. Torchancen waren in dieser Phase dadurch eher Mangelware. Weil es beide Teams eben auch verstanden, gut und hart vor dem eigenen Tor zu arbeiten und so wenig Raum in der gefährlichen Zone anzubieten.

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Erst in der Schlussphase wurde es noch mal brenzlig vor beiden Toren. Da bekamen sowohl Tobias Ancicka als auch Joacim Eriksson nochmal etwas zu tun. Schwenningen versuchte zum Ende hin nochmal ordentlich Druck aufzubauen, aber die Eisbären schafften es, die Wild Wings vom Tor fernzuhalten. 90 Sekunden vor dem Ende des Spiels nahm Coach Christof Kreutzer seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und 36,7 Sekunden vor der Schlusssirene zudem auch noch seine Auszeit. Er versuchte also noch einmal alles, um hier die Verlängerung in Berlin zu erreichen. Doch das gelang der Mannschaft aus dem Schwarzwald nicht mehr. Sie schafften es nicht mehr, sich im Berliner Drittel festzusetzen und leisteten sich zwei unerlaubte Weitschüsse am Ende. So lief die Zeit herunter und die Eisbären gewannen diese Partie mit 4:3.

Auch dieser Sieg fällt wieder unter die „Kategorie“ Arbeitssieg. Man fand schlecht rein ins Spiel und lag schon in der ersten Spielminute mit 0:1 hinten. Danach kämpfte man sich zwar zurück ins Spiel und drehte dieses auch, ging im zweiten Drittel ein zweites Mal in Führung, aber durch zwei unnötige Fehler im Spielaufbau lud man Schwenningen jeweils zum Ausgleich im Mitteldrittel ein. Im Schlussdrittel war es eine Granate von Kapitän Frank Hördler, welche die drei Punkte gegen die Wild Wings sicherte. Drei weitere Punkte im Kampf um Platz Eins.
Es gab Licht und Schatten in diesem Spiel: An der Disziplin hatte man im Vergleich zum Dienstag gearbeitet und sich zudem auch im Penaltykilling stark verbessert gezeigt. Aber bei der Passannahme und generell beim Spielaufbau unterliefen den Eisbären doch zu viele unnötige Fehler. Zu oft kamen die Pässe nicht an oder man tat sich schwer beim annehmen dieser. Daraus resultierten am Ende zwei Gegentore. Da aber die Offensive wieder ihre Normalform hatte und man vier Treffer erzielte, fielen die Fehler am Ende nicht ins Gewicht.

5:1 in Krefeld! Die Eisbären verteidigen dank einer souveränen Vorstellung die Tabellenführung

Nach einer Woche Pause sind die Eisbären Berlin mit einem Sieg in den Liga-Alltag zurückgekehrt. Bei den Krefeld Pinguinen setzten sich die Berliner verdient mit 5:1 (1:0,1:1,3:0) durch und feierten dabei den dritten Sieg in Serie. Damit bleiben die Hauptstädter weiterhin an der Tabellenspitze der PENNY DEL.

Eisbären-Coach Serge Aubin musste auf die Verteidiger Morgan Ellis und Korbinian Geibel sowie Stürmer Bennet Roßmy verzichten. Dafür kehrte Blaine Byron ins Line-up zurück und nahm natürlich sofort seinen angestammten Platz in der Paradereihe zwischen Marcel Noebels und Leo Pföderl ein. Yannick Veilleux, welcher Byron sehr stark vertreten hatte, rutschte daher in die dritte Reihe zu Mark Zengerle und Giovanni Fiore. Dort spielte in der Vorwoche noch Simon Després, der zurück in die Verteidigung rückte. Die zweite Reihe um Kevin Clark, Matt White und Frans Nielsen blieb ebenso zusammen wie die vierte Formation um Sebastian Streu, Marco Baßler und Manuel Wiederer.
In der Defensive gab es durch die Ausfälle auch Umstellungen. Kai Wissmann verteidigte an der Seite von Kapitän Frank Hördler. Dessen Partner gegen Köln, Nicholas B. Jensen, bildete ein Duo mit Jonas Müller, welcher letzten Freitag noch zusammen mit Kai Wissmann verteidigte. Erik Mik bildete das dritte Verteidiger-Pärchen zusammen mit Simon Després, welcher den Platz von Morgan Ellis einnahm. Und im Tor stand auch heute wieder Mathias Niederberger.

Die Eisbären kamen mit zwei Siegen und 7:1-Toren im Gepäck in die Seidenstadt und natürlich als neuer Tabellenführer. Den Platz an der Sonne hatte man am spielfreien Sonntag übernommen und wollte ihn in Krefeld gerne verteidigen. Und mit den Pinguinen hatte man noch eine Rechnung offen, gewann der KEV doch das letzte Aufeinandertreffen in der Hauptstadt mit 5:2. Das hatten die Berliner nicht vergessen, doch einfach sollte das nicht werden.

Die Eisbären fanden gut ins Spiel und waren von Beginn an konzentriert bei der Sache. Manuel Wiederer und Marcel Noebels scheiterten noch an Sergei Belov, doch der dritte Versuch saß dann aber. Die Berliner setzten hinter dem Tor gut nach, Mark Zengerle mit dem Pass in den hohen Slot auf Yannick Veilleux und der Torjäger hatte viel Zeit und Platz, was er eiskalt ausnutzte – 1:0 (5.).
Der Torschütze war auch der Hauptakteur in der nächsten Szene, denn da kassierte er die erste Strafzeit der Partie. Aber die Unterzahl überstanden die Hauptstädter problemlos.
Während das Penaltykilling also schon mal funktionierte, hatte man darauf gleich die Chance, auch mal das Powerplay zu testen. Und das war ja bisher eines der größten Sorgenkinder im Spiel der Eisbären. Dort stehen die Berliner nur auf dem 13. Platz im Überzahl-Ranking. Zwar blieb das Powerplay ungenutzt, aber dennoch sah das schon sehr viel versprechend aus, was die Eisbären da zeigten. Man fand die Formation und ließ die Scheibe auch sehr gut laufen, nur am Abschluss gab es noch was zu verbessern.
Die Eisbären waren die aktivere Mannschaft im ersten Drittel, man ließ hinten wenig zu und hatte vorne schon die ein oder andere Chance. Doch entweder stand Belov im Weg oder aber die Spieler vor ihm blockten die Schüsse weg. Krefeld verteidigte auf jeden Fall aufopferungsvoll, was dazu führte, dass es aus Krefelder Sicht beim 0:1 nach den ersten 20 Minuten blieb.

Für neun Sekunden war es zu Beginn des zweiten Drittels noch ein 4-4, danach hatte Krefeld für über eine Minute ein Powerplay, doch für Gefahr konnten die Pinguine in diesem nicht sorgen. Das schafften aber kurz darauf die Eisbären. Yannick Veilleux kam von der Strafbank zurück, bekam die Scheibe, zog ab und Sergei Belov dachte, er hätte die Scheibe sicher. Doch der Puck rutschte durch seine Schoner, Sebastian Streu roch den Braten und drückte die Scheibe über die Linie – 2:0 (22.).
Fortan ging es hin und her. Die Eisbären wollten noch einen Treffer nachlegen, während man Krefeld die Bemühungen nicht absprechen konnte. Doch Glück hatten die Pinguine vor dem gegnerischen Tor nicht. Auch nicht im dritten Powerplay der Partie, denn das Penaltykilling der Berliner war weiterhin sehr stark.
Nach eher ereignislosen Minuten wurde es erst kurz vor dem Ende des Mitteldrittels wieder spannend auf dem Eis. Das vierte Powerplay nutzte Krefeld nämlich. Eine klasse Kombination schloss Lucas Lessio aus dem Slot heraus ab. Er fand die Lücke zwischen Mathias Niederberger und dem kurzen Pfosten – 2:1 (39.). Dieser Treffer sorgte nun also nochmal für Spannung im letzten Drittel, denn da würden die Pinguine alles nach vorne werfen. Schließlich lag man hier nur einen Treffer in Rückstand.

Wer nun aber mit einer Offensivpower seitens der Gastgeber zu Beginn des letzten Drittels rechnete, der sah sich getäuscht. Beide Mannschaften kamen eher langsam rein in den Schlussabschnitt. Und Krefeld schwächte sich dann auch noch früh selbst, als man die nächste Strafzeit kassierte. Kai Wissmann und Frans Nielsen spielten den Doppelpass, Wissmann zog ab, traf jedoch nur die Bande hinter dem Tor. Von dort sprang die Scheibe aber direkt auf die Kelle von Frans Nielsen und der Ex-NHL-Star hatte keine großen Probleme, die Scheibe anschließend im Krefelder Tor zu versenken – 3:1 (45.).
Der denkbar schlechteste Start in die letzten 20 Minuten also für Krefeld, denn nun wurde es natürlich noch schwerer, hier etwas Zählbares gegen den Deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer mitzunehmen. Und so ein richtiges Aufbäumen war auch nicht zu erkennen, was aber auch am schmalen Kader der Pinguine lag, welche hier nur mit drei Reihen antreten konnten. Es ging zwar rauf und runter, ohne jedoch hochkarätige Chancen auf beiden Seiten. Und endgültig entschieden war die Partie fünf Minuten vor dem Ende, als die Eisbären die Scheibe an der Bande erkämpften. Kevin Clark und Matt White spielten den Doppelpass und am Ende war es White, welcher auf 4:1 stellte (55.).
Und White hatte nun so richtig Lust auf Tore schießen. In der 58. Spielminute wurde er von Nielsen am langen Pfosten angespielt. Den ersten Schuss konnte Belov noch parieren, gegen den Nachschuss war der Krefelder Goalie dann aber machtlos – 5:1. Dabei blieb es dann bis zum Ende und die Eisbären fuhren so ohne große Mühe die nächsten drei Punkte auf fremden Eis ein.

Am Ende natürlich ein verdienter Sieg für die Eisbären, welche sich über die gesamten 60 Minuten an ihren Gameplan hielten. Hinten ließ man kaum etwas zu, während man vorne immer zum richtigen Zeitpunkt traf. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet, weil man Krefeld eben nicht auf die leichte Schulter nahm, eine nahezu fehlerfreies Spiel hinlegte und Krefeld so kaum Chancen ermöglichte. Das Penaltykilling funktionierte auch heute wieder sehr gut – auch trotz des Gegentores. Und der Powerplaytreffer war sicherlich Balsam für die Seele, ist doch das Überzahlspiel weiterhin ein großes Problem der Eisbären.
Was aber zurzeit kein Problem mehr zu sein scheint, ist die Defensiv-Schwäche, welche man noch beim 6:7 n.V. gegen die DEG offenbarte. Seitdem gewann man alle drei Spiele und ließ nur ganze zwei Gegentore zu. In dieser Form sind die Eisbären nur schwer zu schlagen. Wenn man weiter an seinem Gameplan festhält, defensiv so wenig wie möglich zu lässt und vorne die sich bietenden Chancen eiskalt ausnutzt, hat es jedes Team der PENNY DEL schwer gegen den Tabellenführer.

3:1! Die Eisbären gewinnen mit einer durchschnittlichen Leistung das Verfolgerduell gegen Köln

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022 – Ausgabe #14:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Heimspiel gegen die Kölner Haie in dieser Saison gewonnen. Am Ende setzte man sich vor 2.500 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof mit 3:1 (1:0,1:1,1:0) durch und feierte damit den zweiten Sieg in Serie. Am Ende reichte eine durchschnittliche Leistung zu drei Punkten. 

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin konnte heute wieder auf Stürmer Frans Nielsen zurückgreifen. Er nahm den Platz in der zweiten Reihe zwischen Kevin Clark und Matt White ein. Dort spielte am Sonntag in Schwenningen noch Mark Zengerle. Der rückte heute in die dritte Formation zwischen Giovanni Fiore und Simon Després. Dort ersetzte er Sebastian Streu, welcher gegen Köln in der vierten Reihe zusammen mit Marco Baßler und Manuel Wiederer spielte. Korbinian Geibel rückte dafür auf die Position des siebten Verteidigers. Ansonsten ließ Aubin alles beim alten. Die neue Paradereihe um Yannick Veilleux, Marcel Noebels und Leo Pföderl blieb ebenso zusammen wie alle drei Verteidiger-Pärchen. Im Tor stand erneut Mathias Niederberger, nur auf der Back-up-Position nahm heute mal wieder Tobias Ancicka Platz. Dort saß am Sonntag bei den Wild Wings noch Leon Hungerecker.

Soviel also zur Aufstellung der Eisbären. Uns erwartete heute ein absolutes Spitzenspiel. Nicht nur, weil mit den Eisbären und Köln zwei Traditionsvereine aufeinander trafen. Nein, auch tabellarisch gesehen war es ein Top-Spiel, traf doch der Vierte auf den Fünften. Beide Teams hatten bisher 47 Punkte eingesammelt. Und das erste Aufeinandertreffen in der Hauptstadt ging mit 5:3 an die Eisbären. An die Leistung vom Spiel damals durften die Berliner heute sehr gerne anknüpfen.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Domstädter traten jedoch ersatzgeschwächt an, hatten nur vier etatmäßige Verteidiger im Aufgebot. Mit Alexander Oblinger half ein Stürmer als fünfter Verteidiger in der Defensive aus. Oblinger war einer von insgesamt sechs ehemaligen Eisbären-Spielern im Line-up der Haie.
Die Hausherren waren sofort drin im Spiel und nach fünf Minuten ertönte erstmals die Tor-Musik in der Arena am Ostbahnhof. Kevin Clark bediente Rückkehrer Frans Nielsen im Slot, der zog direkt ab und sein Onetimer schlug hinter Justin Pogge im Tor ein – 1:0 (5.).
Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Eisbären, die hier viel Druck ausübten, sich immer wieder im Kölner Drittel festsetzen konnten. Die Haie hatten zu Beginn arge Probleme, waren zumeist einen Schritt langsamer als die Eisbären und konnten nur selten für Entlastung sorgen.
Doch die Kölner konnten sich aus der Umklammerung befreien und hatten in der achten Spielminute die erste dicke Chance durch Maximilian Kammerer, doch Mathias Niederberger fuhr die Schoner aus und machte sie ganz lang. Ein klasse Save von der „Krake von Riga“, welcher ihm natürlich Applaus von den Rängen einbrachte.
Fortan ging es hin und her, beide Mannschaften suchten auch mal den Abschluss, vom Hocker riss das Geschehen auf dem Eis aber keinen so wirklich. Das optische Übergewicht gehörte zwar den Eisbären, doch noch machten sie zu wenig daraus. Was aber bis hierhin nicht schlimm war, denn man führte ja durch das Nielsen-Tor mit 1:0 nach den ersten 20 Minuten gegen die Domstädter.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das Mitteldrittel begann aus Berliner Sicht äußerst unglücklich. Moritz Müller hatte vor dem Tor nachgesetzt und er war am Ende auch der Torschütze, doch letztendlich war es Marcel Noebels, welcher die Scheibe über die eigene Linie drückte – 1:1 (22.). Ein Tor, was sich in diesem Spiel so nicht angekündigt hatte, den Haien war es jedoch vollkommen egal, die nahmen den Ausgleichstreffer natürlich sehr gerne mit.
Und die Kölner waren es auch, welche das erste Powerplay in diesem Spiel hatten. Eric Mik kassierte die erste Strafzeit für die Eisbären, welche hier nun also in Unterzahl gefordert waren, dass das Spiel nicht gänzlich zu kippen drohte. Die Domstädter fanden schnell in ihre Formation und ließen die Scheibe sehr gut laufen. Die Box der Eisbären stand aber sehr gut und machte immer wieder geschickt die Räume zu. So überstand man das erste Unterzahlspiel schadlos.
Doch das zweite folgte sogleich. Die Eisbären wirkten in dieser Phase nicht ganz bei der Sache, Julian Chrobot konnte sich fast ungehindert bis vor das Tor kämpfen, wurde erst dort unsauber von Nicholas B. Jensen per Haken gestoppt. Die Haie hatten also sofort das zweite Powerplay in Folge und die dicke Chance, erstmals an diesem Abend in Führung zu gehen. Aber Manuel Wiederer war es, der Justin Pogge zweimal prüfte. Einmal war der Kölner Goalie seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und hatte seinen Arbeitsplatz verlassen. Wiederer setzte nach und wollte Pogge düpieren, doch sein Schuss landete nur am Aluminium. Beim zweiten Versuch packte Pogge sicher zu. So vergaben die Gäste also auch das zweite Überzahlspiel an diesem Abend und hatten dabei sogar Glück, dass sie nicht einen Shorthander kassierten.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Fortan versuchten die Eisbären mal wieder offensiv präsent zu sein. Doch so richtig drin waren sie weder in diesem Drittel noch in diesem Spiel. Die Kombinationen wirkten nicht flüssig, generell war das Spiel der Hausherren doch sehr langsam und statisch, da war teilweise zu wenig Bewegung vor dem gegnerischen Tor. Das Spiel der Gäste wirkte im Mitteldrittel irgendwie einfacher. Mit zwei, drei Pässen kamen die Domstädter da schon mal vor das Tor der Eisbären.
Zum Ende des zweiten Drittels hatten die Hauptstädter dann mal das erste Powerplay, Ex-Eisbär Alex Roach musste auf die Strafbank. Doch dass die Berliner dort in dieser Saison so gut wie gar nichts auf die Reihe bekommen, bewiesen sie heute einmal mehr. Durch zwei Turnover lud man Köln zu Unterzahlchancen ein, welche die Haie jedoch nicht nutzen konnten. Fünf Sekunden vor Ablauf der ersten Strafzeit kassierten die Haie die nächste Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Vielleicht konnte man ja jetzt seine Überzahlquote aufbessern. Taten sie, weil Mark Zengerle ins Angriffsdrittel fuhr, aus dem Slot abzog und die Eisbären in Überzahl erneut in Führung schoss – 2:1 (39.).
So nahmen die Hausherren auch nach dem zweiten Drittel eine Führung mit in die Kabine, welche angesichts der Spielanteile im Mitteldrittel nicht unbedingt verdient war. Aber auch den Eisbären war das genauso egal wie den Kölnern der überraschende Ausgleich zu Beginn des zweiten Drittels. Um diese Führung im Schlussdrittel nun auch zu verteidigen und über die Zeit zu bringen, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Denn es sollte allen klar gewesen sein, dass sich Köln hier noch lange nicht geschlagen geben würde.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Und das letzte Drittel begannen die Haie noch in Überzahl, doch das Penaltykilling der Eisbären funktionierte bis hierhin wieder sehr gut.
Die Hausherren investierten im Schlussdrittel nun wieder mehr in die Offensive und kreierten auch Torchancen. Man wollte die Partie natürlich schnellstmöglich vorentscheiden. Köln war auf jeden Fall mehr in die Defensive gedrängt, als ihnen lieb war. Schließlich war deren Ziel doch der Ausgleich, um hier etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit zurück in die Domstadt zu nehmen. Dafür taten die Haie aber noch zu wenig. Ja, sie kamen auch mal zu Chancen, doch diese waren eine sichere Beute von Mathias Niederberger. Die Eisbären wirkten in dieser Phase stärker, griffiger, hatten mehr Zug zum Tor.
Die Eisbären machten sich es aber in der Schlussphase selbst unnötig schwer. Knapp acht Minuten vor dem Ende musste Nicholas B. Jensen auf die Strafbank. Die Berliner mussten also noch einmal in Unterzahl ran und das sogar für knappe 30 Sekunden mit Drei-gegen-Vier. Aber wenn etwas heute über 60 Minuten konsequent gut funktionierte, dann war es das Penaltykilling.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Gut vier Minuten vor dem Ende durften die Eisbären aber mal wieder in Überzahl ran. Und da klingelte es heute bereits einmal. Doch das war wohl eher eine Ausnahme, denn dieses Überzahlspiel sah schon wieder mehr nach dem der Eisbären in dieser Saison aus. Und so blieb es weiterhin spannend, denn nach wie vor trennte beide Mannschaften nur ein Tor in diesem Verfolgerduell. Aber Köln lief natürlich die Zeit davon.
Kölns Coach Uwe Krupp nahm 81 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit und Goalie Justin Pogge vom Eis. Krupp ging also „All-in“. Genauso wie sein rheinischer Trainer-Kollege Harold Kreis letzte Woche, welcher damit ja bekanntlich Erfolg hatte und am Ende in der Verlängerung das Spiel noch tatsächlich gewann. Das sollte heute aber nicht mehr passieren. Denn 18,3 Sekunden vor dem Ende war Yannick Veilleux auf und davon und versenkte die Scheibe im verwaisten Kölner-Tor – 3:1. Unter den Vorlagengebern u.a.? Mathias Niederberger! Die Eisbären setzten sich somit am Ende mit 3:1 gegen den direkten Konkurrenten aus der Domstadt durch.

Ein am Ende verdienter Sieg für die Eisbären, wenn man den gesamten Spielverlauf sieht. Im ersten Drittel waren die Berliner die bessere Mannschaft und führten folgerichtig mit 1:0, verpassten es aber danach, weiter dran zu bleiben und nachzusetzen. Im zweiten Drittel kam Köln zum glücklichen Ausgleich, welchen man sich aber im weiteren Verlauf des zweiten Drittels verdiente. Das Mitteldrittel war heute das schwächste der Eisbären und dennoch ging man aus diesem mit einer Führung heraus. Im Schlussdrittel fand man zurück zu seinem Spiel und ließ am Ende nichts mehr anbrennen. So gewann man ein an sich äußerst komisches DEL-Spiel, wenn du aus diesem aber drei Punkte mit nimmst, kann man damit durchaus zufrieden sein. Wenn gleich die Leistung deutlich besser sein kann. Aber zwei Siege und 7:1-Tore als Antwort auf das furiose 6:7 n.V. gegen Düsseldorf kann sich dann doch sehen lassen.

2:5 in Ingolstadt: Mit null Punkten und 4:10-Toren verabschieden sich die Eisbären Berlin in die Länderspielpause

Im neunten Auswärtsspiel haben die Eisbären Berlin das Eis erstmals ohne Punkte verlassen. Beim ERC Ingolstadt unterlagen die Berliner verdient mit 2:5 (1:1,1:3,0:1) und verabschieden sich somit mit zwei Niederlagen und null Punkten in die Länderspielpause. Sicherlich nicht das, was die Eisbären sich vorgestellt haben, aber mit so einer Leistung punktest du in der PENNY DEL gegen kein Team.

Eisbären-Coach Serge Aubin hatte dasselbe Personal wie gegen Krefeld zur Verfügung, änderte aber dennoch auf zwei Positionen. So kehrte Mathias Niederberger zurück ins Tor, während Eric Mik heute mal wieder im vierten Sturm aushelfen durfte. Er ist eben der Mann für Alles bei den Berlinern.

Die Eisbären waren natürlich auf Wiedergutmachung aus, hatte man doch am Donnerstagabend sein Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine mit 2:5 verloren. So wollte man sich natürlich nicht in die nun folgende Länderspielpause verabschieden und wollte mit einem Sieg in Ingolstadt in die Pause gehen.
Doch einfach sollte die Partie bei den Schanzern nicht werden und so entwickelte sich auch von Beginn an eine hart umkämpfte Partie, in der Torchancen zu Beginn eher Mangelware waren. Weil beide Teams es verstanden, die Räume vor dem eigenen Tor zuzustellen und so gab es natürlich wenig Platz, um sich mal gute Möglichkeiten zu erspielen. So entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams sich zunächst einmal auf die Defensive konzentrierten.
In der 12. Spielminute gelang den Schanzern dann aber mal ein gelungener Abschluss. Nach gewonnenem Bully im Angriffsdrittel hatte Matt Bodie abgezogen, Mathias Niederberger ließ nur prallen und Davis Koch staubte erfolgreich ab – 0:1. Der Neuzugang spielte vor kurzem noch in der DEL 2, jetzt trifft er in der DEL gegen den Deutschen Meister. Aber das scheint zur Zeit ja auch relativ einfach zu sein, siehe das Krefeld-Spiel.
Die Eisbären setzten sich fortan zwar mal fest im Ingolstädter Drittel, nur für Gefahr konnte man nicht sorgen, weil die Panther eben auch stark vor dem eigenen Tor verteidigten. Aber eben auch, weil es dem Offensivspiel der Berliner derzeit an der nötigen Kreativität fehlt, solche Abwehr-Bollwerke auch mal zu knacken.
90 Sekunden vor der ersten Drittelpause dann aber mal ein genialer Pass von Jonas Müller von hinter dem Tor vor das Tor, wo Morgan Ellis lauerte und eiskalt zum 1:1 einnetzte (19.). Zwei Verteidiger besorgen den Ausgleich, besser kann man die derzeitige Offensivschwäche der Eisbären nicht beschreiben. Und Ellis traf zudem gegen seinen Ex-Verein. Aber auch damit kennen sich die Berliner ja bestens aus, denn normalerweise sind es ehemalige Berliner Spieler, die regelmäßig gegen die Eisbären treffen. Dieses Tor sorgte aber erst einmal für einen Pausenstand von 1:1.

Ins zweite Drittel kam Ingolstadt besser hinein. Von Beginn an die Schanzer Panther druckvoll und mit guten Chancen. Aber sowohl Fabio Wagner als auch Samuel Soramies konnten Ingolstadt für den Aufwand nicht mit der Führung belohnen. Von den Eisbären kam in diese Phase kaum etwas nach vorne.
Danach die Eisbären aber wieder offensiv ausgerichtet, aber Ingolstadt verstand es weiterhin sehr gut, die Räume vor dem eigenen Tor zuzumachen und so war es für die Berliner sehr schwer, sich mal eine hochkarätige Chance zu erarbeiten. Der Druck war zwar da, aber eben ohne nennenswerte Chancen.
Nach dem zweiten Powerbreak mussten die Eisbären erstmals in Unterzahl ran, Nicholas B. Jensen musste wegen Beinstellens für zwei Minuten in die Kühlbox. Berlin und Penaltykilling? Waren zuletzt nicht wirklich die besten Freunde. Und heute auch nicht so richtig. Wayne Simpson mit dem Querpass auf Chris Bourque, der zog direkt ab, doch Jerome Flaake fing die Scheibe vor dem Tor ab und schob sie dann ganz stark über die Linie – 1:2 (30.). Mathias Niederberger machte sich vergeblich lang und so lagen die Eisbären erneut hinten und mal wieder war es ein Gegentor in Unterzahl. Man weiß, woran man in der Länderspielpause dringend arbeiten muss. Besser gesagt sollte man mal der Sache auf den Grund gehen, warum das Penaltykilling derzeit eins der größten Probleme der Eisbären ist, funktionierte das doch eigentlich ganz gut in dieser Saison. Bis zum Wolfsburg-Spiel vor einer Woche, als man vier Gegentreffer in vier Unterzahlspielen kassierte. Die Serie setzte sich in den ersten beiden Unterzahlspielen zu Hause gegen Straubing fort.
Und Ingolstadt legte sofort das dritte Tor nach. 75 Sekunden nach dem 2:1 war es diesmal Chris Bourque selbst, der die schlechte Zuordnung in der Berliner Defensive bestrafte – 1:3 (32.). Und die Führung war eben insgesamt gesehen auch absolut verdient, weil Ingolstadt ein gutes Spiel, sowohl offensiv als auch defensiv, machte.
Bei Kevin Clark entlud sich rund sieben Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels der Frust, als er von Matt Bodie gecheckt wurde. Clark rächte sich sofort mit einem Cross-Check und so durften beide im Anschluss an eine kleine Rauferei für vier Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Das darauf folgende 4-4 nutzen die Hausherren zum 4:1 durch Daniel Pietta (35.).
Doch 44 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels sendeten die Eisbären ein kleines Lebenszeichen. Yannick Veilleux düpierte Kevin Reich am kurzen Pfosten und verkürzte auf 2:4 (40.).
Und nur acht Sekunden später kassierte Kevin Reich eine Zwei-Minuten-Strafe und ermöglichte den Eisbären so das erste Powerplay des Spiels. So war man für den Rest des Mitteldrittels und dann zu Beginn des Schlussdrittels ein Mann mehr auf dem Eis. In die Kabine nahm man neben dem Überzahlspiel aber auch einen 2:4-Rückstand mit.

Dieses Powerplay sollte man aber nun nutzen, wollte man hier noch etwas Zählbares aus Ingolstadt mit in die Hauptstadt nehmen. Doch die Berliner ließen diese Chance ungenutzt und hatten nun noch rund 18 Minuten Zeit, um das Spiel zu drehen oder aber zumindest noch die Verlängerung zu erreichen.
Doch da hatte man die Rechnung ohne Ingolstadt gemacht, denn die ließen die Eisbären komplett alt aussehen. Wojciech Stachowiak entwischte allen Berliner Spielern und ließ Mathias Niederberger ebenso alt aussehen – 2:5 (46.). Das zehnte Gegentor an diesem Wochenende, was einer Spitzen-Mannschaft unwürdig ist. Ebenso einem Titel-Kandidaten. Und erst recht einem amtierenden Deutsche Meister, der innerhalb kürzester Zeit komplett von der Spur abgekommen ist.
Nach dem dritten Powerbreak durfte man zwar nochmal in Überzahl ran, aber auch das ist ein großes Problem der Berliner in dieser Saison. Wobei, das zieht sich ja nun auch schon über einige Jahre. Wie gerne erinnert man sich da an die Jahre unter Pierre Pagé zurück, als man „Torpedo-Eishockey“ spielte und ein gefürchtetes Powerplay hatte.
Immerhin überstanden die Eisbären in der Schlussphase mal eine Unterzahl, was ja derzeit auch Seltenheitswert hat. Mehr gab es zum Schlussdrittel aber nicht mehr zu sagen, da Ingolstadt das 5:2 souverän über die Zeit brachte und die Eisbären somit die zweite 2:5-Niederlage in Folge kassierten.

Die Pause kommt für die Eisbären Berlin vermutlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit null Punkten und 4:10-Toren verabschieden sich die Berliner in die Deutschland-Cup-Pause. Aber noch viel schlimmer: Auch spielerisch wussten die Eisbären in der zurückliegenden Woche mit Niederlagen gegen Wolfsburg, Krefeld und nun Ingolstadt nicht zu überzeugen. Auch der Sieg gegen Straubing war nur dank eines Kraft-Aufwandes möglich. Die Offensive präsentiert sich derzeit äußerst harmlos, allen voran die Top-Reihe um Marcel Noebels und Leo Pföderl, welche ohne Blaine Byron nicht mehr so stark ist wie mit ihm. Defensiv wirken die Eisbären unkonzentriert und zumeist ohne Zuordnung. Das Penaltykilling ist aktuell ein richtig großes Sorgenkind, ebenso das Powerplay. Es gibt einige Baustellen, an denen das Trainerteam um Serge Aubin und Craig Streu nach der Pause arbeiten müssen. Denn die Eisbären spielen aktuell nicht wie ein Deutscher Meister. Und der erste Gegner nach der Länderspielpause ist kein Geringerer als der Liga-Primus aus Mannheim. In der Form gibt es dort eine derbe Niederlage. Hoffen wir mal, dass den Eisbären die Pause gut tun wird und man nach der Pause wieder andere Eisbären zu sehen bekommt. 

Marcel Noebels: „Ich persönlich finde, wir haben in den letzten Wochen einen Riesenschritt gemacht“

14 Spiele haben die Eisbären Berlin in der laufenden PENNY DEL-Saison absolviert. Das erste Saisonviertel ist sozusagen vorüber und die Hauptstädter stehen nach diesem auf dem dritten Tabellenplatz. 48:33-Tore und 28 Punkte weist die Statistik für den Deutschen Meister aus. Mit der Punktzahl wäre man eigentlich Zweiter in der Tabelle, aber Corona ändert eben alles. Durch zuletzt viele Spielausfälle ist das Tabellenbild ordentlich verzerrt und die Teams haben zwischen elf und 15 Spiele absolviert. Daher hat die Liga auch in diesem Jahr wieder den Punkte-Quotienten eingeführt und aufgrund diesen sind die Berliner eben nur Tabellendritter. Zeit also, um ein erstes kleines Fazit zu ziehen.

Was dabei natürlich sofort ins Auge sticht, ist die makellose Auswärtsbilanz der Eisbären. Alle sieben Spiele wurden nach regulärer Spielzeit gewonnen. Damit ist man natürlich das beste Auswärtsteam der gesamten Liga. Zu Hause stehen dagegen nur zwei Siege aus sieben Spielen zu Buche und der vorletzte Platz in der Heim-Tabelle. Klar, dass Coach Serge Aubin gerade auf heimischen Eis noch Verbesserungspotential sieht:

Zuhause in der eigenen Arena müssen wir noch besser spielen. Die Auswärtsbilanz ist natürlich sehr gut. Sieben Spiele, 21 Punkte – besser geht es nicht.

Die Spieler selbst sind auch ratlos, was zuhause anders läuft als auswärts. Immer wieder wurden die Spieler nach den Heimspielen darauf angesprochen, immer wieder fanden sie darauf keine richtige Antwort. Schließlich würde man jedes Spiel gleich angehen und das Ziel haben, dieses zu gewinnen.
Doch dabei fiel dem geneigten Zuschauer schon auf, dass die Mannschaft Zuhause viel zu oft zu hektisch vor dem Tor agierte, während man auswärts die Chancen eiskalt verwertet. Inzwischen ist das aber wieder besser geworden und man konnte nach vier Liga-Heimniederlagen zu Saisonbeginn endlich die ersten beiden Heimsiege feiern und dabei auch ordentlich Tore erzielen. Das 1:3 gegen Schwenningen am Freitag war dann aber wieder ein kleiner Rückfall. Dennoch hat man in den letzten Wochen gesehen, als man sieben Spiele in Serie gewann (inklusive der CHL), dass die Eisbären deutlich besser in Fahrt gekommen sind. Das sah auch Stürmer Marcel Noebels so:

Ich persönlich finde, wir haben in den letzten Wochen einen Riesenschritt gemacht. Wenn man uns am Anfang der Saison gesehen hat oder in der Vorbereitung. Es ist inzwischen schon ein Ritual, dass wir ein bisschen langsam in die Saison oder Vorbereitung starten. Aber wir haben als Mannschaft viele gute Schritte und viele gute Sachen in den letzten paar Tagen und Spielen gesehen, auf die wir aufbauen können.

Noebels, der mit 18 Scorerpunkten zusammen mit Blaine Byron Top-Scorer der Berliner ist, meinte nach dem Schwenningen-Spiel aber auch, dass man noch Bedarf hat, viele Punkte zu verbessern. Er sprach dabei vor allem das Powerplay an, welches man derzeit nur auf Platz 13 in der Liga findet. Zu wenig für ein Team, wie es die Eisbären sein wollen:

Wir haben noch Bedarf, viele Punkte zu verbessern. Auch im Powerplay, gerade heute (Anmerkung: das Interview fand nach dem Schwenningen-Spiel statt), vielleicht das Tor zu machen, um nochmal Schwung zu bekommen. Da beziehe ich mich selbst mit ein. Das sind so Punkte, wo ich froh bin, dass wir noch früh in der Saison sind, die man auf jeden Fall noch verbessern kann.

Während der Siegesserie sah das Überzahlspiel zwar schon deutlich besser aus, aber dennoch ist da viel Luft nach oben. Dagegen läuft das Penaltykilling deutlich besser. Da findet man die Hauptstädter auf dem dritten Platz.

Serge Aubin wurde gefragt, wie zufrieden er mit dem bisherigen Saisonverlauf ist und was man noch verbessern kann und muss:

Ab und zu spielen wir noch zu verspielt, zu fancy. Ich möchte, dass meine Mannschaft offensiv spielt und den Gegner jagt. Die Intensität muss noch erhöht werden. Aber auf lange Sicht bin ich optimistisch. Es braucht immer seine Zeit, bis eine Mannschaft sich komplett findet.

Und dass sich die Mannschaft in einem Prozess befunden hat bzw. noch immer befindet, dass wurde von Aubin immer wieder gepredigt. Aber man hat in den letzten Wochen gesehen, wie die Mannschaft immer mehr zusammen gewachsen ist, dass sie sich immer besser aufeinander eingestimmt haben und dass auch die Neuzugänge immer besser integriert waren. Daher gab Marcel Noebels auch das Ziel Top-4 heraus, wo man ja aktuell auch steht. Diesen Platz will man festigen

Insgesamt sieht man aber so langsam, wo die Mannschaft hingeht, wo unser Weg sein wird. Wo wir auch hin wollen, ist klar die Top-4, das wollen wir auch festigen.

Das Potential dafür haben die Berliner allemal. Sie haben auch in diesem Jahr wieder einen Kader, der um die Deutsche Meisterschaft mitspielen kann. Die Titelverteidigung wurde ja auch als Saisonziel herausgegeben. Und die Neuzugänge, noch nicht alle, aber immerhin einige, haben ja auch bereits voll eingeschlagen. Blaine Byron hatte ich schon angesprochen, der mit neun Toren und neun Vorlagen bis jetzt voll überzeugt hat. Aber auch Yannick Veilleux (9 Scorerpunkte) und Kevin Clark (8) finden so langsam zu ihrer Form. Um nur mal einige zu nennen. Denn dass die Hauptstädter über eine gute Mannschaft verfügen und die Tiefe im Kader auch gebrauchen werden, wissen alle Spieler, wie Marcel Noebels sagte:

Wir wissen alle, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir haben mit Frans Nielsen nochmal jemanden geholt, der viel Erfahrung mitbringt. Tiefe in so einer langen Saison mit zwei große Turnieren, wo viele Jungs viel Eishockey spielen werden und sich einer mal – toi toi toi – hoffentlich nicht verletzt. Ich glaube, dann zeigt sich auch, wer gut besetzt ist.

Fünf Siege in Serie: Der Deutsche Meister kommt ins Rollen

Elf Spieltage sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert und die Eisbären Berlin haben den Kontakt zur Spitze endgültig hergestellt. Man steht nach elf Spielen mit 22 Punkten auf Platz Vier und liegt damit nur ganze zwei Zähler hinter Spitzenreiter München. Der Grund dafür sind drei Ligasiege in Serie, welche vorher noch nicht gelungen waren. Weil man eben den Heimfluch mit sich herum trug, doch seit vergangenem Dienstag ist dieser vorbei. Dort besiegte man in der Champions Hockey League (CHL) den HC Lugano mit 6:3. Auch in der DEL legte man den ersten Heimsieg hin, gegen Köln gewann man am Sonntag mit 5:3. Elf Tore zu Hause in nur zwei Spielen, zuvor waren es ganze vier in vier Spielen. Der Bann scheint also inzwischen gebrochen zu sein.

Was aber auch daran liegt, dass sich die Mannschaft immer besser aufeinander einstellt und einstimmt, immer besser zusammen harmoniert. Coach Serge Aubin sieht daher derzeit auch keinen Anlass, um irgendetwas zu ändern, weshalb ein Mark Zengerle weiterhin nur der Platz auf der Tribüne bleibt. Ein Wechsel scheint hier durchaus möglich zu sein, wenn gleich sich Zengerle in Berlin trotz der Umstände wohlfühlt und sich durch Leistungen weiterhin anbieten will. Aubin lobte nach dem Spiel gegen Köln seine Mannschaft und erklärte auch, warum derzeit kein Platz für Mark Zengerle im Kader ist:

Die Mannschaft spielt halt zur Zeit sehr gut und deswegen habe ich jetzt keine Änderungen am Line-up vorgenommen.

Fünf Spiele, fünf Siege, 25:12-Tore belegen die Aussage des Berliner Chef Coaches. Die Eisbären hatten auswärts kein Problem mit dem Tore schießen, das hatte man nur zu Hause. Weil man dort einfach zu kompliziert spielte, zu hektisch, zu selten den Schuss in der richtigen Situation abgab. Das änderte man gegen Lugano und gegen Köln und prompt klingelte es elf Mal im gegnerischen Tor. Mit jedem weiteren Tor steigt natürlich auch das Selbstvertrauen der Spieler und die Siegesserie lässt die Brust nur noch breiter werden.
Aubin hatte es immer wieder gepredigt, als man zu Hause Niederlagen kassierte. Immer wieder sagte er, man befinde sich noch im Prozess, es muss sich noch alles finden und jetzt sieht man, dass er damit Recht hatte. Wenn gleich natürlich auch nach wie vor noch nicht alles rund läuft, was aber nach erst elf gespielten Spielen auch kein Wunder ist. Aber man hat die Fehler angesprochen und diese Stück für Stück, Spiel für Spiel abgestellt und so konnte man die jüngste Erfolgsserie starten.

Und war man zu Beginn vielleicht noch zu sehr von der Top-Reihe um Marcel Noebels, Leo Pföderl und Blaine Byron abhängig, so scort nun auch regelmäßig die zweite Reihe, welche am Sonntag Matt White, Zach Boychuk und Yannick Veilleux bildeten. Letzterer kommt immer besser in Fahrt und traf gegen die Haie gleich zweimal.
Doch nicht nur der Offensiv-Motor zu Hause kommt so langsam aber sicher ins laufen. Nein, auch das Powerplay war einer der Hauptgründe für den ersten DEL-Heimsieg in dieser Saison. Die in dieser Spielzeit bekannte Schwäche der Domstädter in Sachen Disziplin fiel ihnen in der Hauptstadt auf die Füße. Die zuvor in Überzahl äußerst harmlosen Eisbären schossen vier der fünf Tore gegen Köln in Überzahl. Zuvor waren es ganze drei Tore in zehn Spielen gewesen, womit man das schwächste Überzahlspiel der gesamten Liga hatte. Die Erfolgsquote lag bei unter zehn Prozent. Jetzt ist man auf Platz Dreizehn angekommen mit einer Erfolgsquote von 17,95 Prozent (7 Tore in 39 Überzahlsituationen).

Es ist kein Geheimnis, dass zwei gut funktionierende Special Teams mit spielentscheidend sein können. Das Penaltykilling der Berliner funktionierte bis dato schon sehr gut, nun also auch das Überzahlspiel. In Unterzahl sind die Berliner gar die drittbeste Mannschaft mit einer Erfolgsquote von 82,05 Prozent. Nur Mannheim und Wolfsburg sind noch besser, das aber auch deutlich.

Die Eisbären basteln also immer mehr an ihrer Meisterform, doch davon ist man natürlich noch ein gutes Stückchen entfernt. Denn noch immer hapert es an den punktgenauen Zuspielen zum Gegner, noch immer bringt man die Scheibe zu langsam aus dem eigenen Drittel. Was gegen Köln aber schon besser wurde.
Das sie viele Torschüsse abgeben, war bereits bekannt, doch führten diese eben bisher nur auswärts zum Erfolg. Jetzt aber hat es auch endlich mal zu Hause geklappt und das, obwohl man mit 31 Schüssen sieben weniger abgab, als das noch in Bietigheim und Nürnberg der Fall war. Aber die Qualität der Schüsse, gerade auf heimischen Eis, war eben deutlich besser als in den ersten vier Ligaspielen zu Hause.

Haben wir oben die beiden ersten Sturmreihen angesprochen, welche sich immer mehr warm schießen, so dürfen wir aber auch nicht andere Spieler vergessen, welche in der vergangenen Woche auf sich aufmerksam gemacht haben. So erzielte zum Beispiel ein Eric Mik gegen Köln sein erstes DEL-Tor. Ein Kai Wissmann legte in Nürnberg ein Drei-Punkte-Spiel (1 Tor/2 Vorlagen) hin. Was natürlich Goldwert ist für die Hauptstädter, dass von immer mehr Spielern Gefahr ausgeht, was es dem jeweiligen Gegner schwer macht, sich auf die Berliner einzustellen. Denn auch die dritte und vierte Reihe kann in einigen Wechseln immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen.
Und dann darf man ja auch nicht vergessen, dass mit Frans Nielsen jetzt auch noch ein echter NHL-Star kurz vor seinem Debüt bei den Eisbären steht. Mit ihm erhalten die Berliner noch mehr Tiefe im Kader, haben noch mehr Möglichkeiten, anzugreifen. Aber: Der Transfer erhöht auch den Konkurrenzkampf in der Offensive, ist Nielsen doch der zehnte Importspieler beim Hauptstadtclub. Neun dürfen allerdings nur auf dem Spielberichtsbogen stehen. Da wird im Training nun also hart gekämpft, um am Spieltag im Line-up zu stehen.

Den Trainer wird das freuen, denn so hat er nach wie vor hungrige Spieler im Kader, welche die Erfolgsserie am liebsten unendlich fortsetzen wollen. Die Chance auf Sieg Nummer Sechs in Folge besteht am Sonntagnachmittag, wenn der ERC Ingolstadt zu Gast ist. Morgen haben die Berliner spielfrei, somit können sie die Akkus nach dem gestrigen Auswärtssieg in Lugano zum Abschluss der CHL wieder aufladen.
Und am Sonntag hat man dann auch einen wohlmöglich noch lauteren siebten Mann hinter sich. Denn nachdem die Eisbären auf „2G“ umgestellt haben, können nun noch mehr Fans in die Arena am Ostbahnhof strömen. Dann kann aus der Arena wieder der altbekannte Hexenkessel werden, der den Gegnern das fürchten lehrt. Der Heimfluch ist besiegt und jetzt wird es Zeit, nicht nur die Siegesserie weiter auszubauen. Nein, jetzt wird es Zeit, eine Heimserie zu starten und die Arena am Ostbahnhof wieder zu einer uneinnehmbaren Festung zu machen.

5:3! Die Eisbären feiern gegen Köln den ersten DEL-Heimsieg in dieser Saison – Vierter Pflichtspielsieg in Folge

Der Deutsche Meister kommt ins Rollen: Die Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag endlich den ersten Heimsieg in dieser DEL-Saison eingefahren. Gegen die Kölner Haie setzte man sich am Ende mit 5:3 (0:1,3:1,2:1) durch und feierte damit zudem den vierten Pflichtspielsieg in Folge. So langsam aber sicher nehmen die Berliner also Fahrt Richtung Tabellenspitze auf. Und auch zu Hause scheint endgültig der Knoten geplatzt, da man ja unter der Woche bereits gegen Lugano den ersten Heimsieg überhaupt in dieser Saison eingefahren hatte.

Im Vergleich zum Nürnberg-Spielt stellte Coach Serge Aubin in der Offensive nur zwei Spieler um: Yannick Veilleux und Giovanni Fiore tauschten die Plätze. So spielte Veilleux an der Seite von Matt White und Zach Boychuk in der zweiten Reihe und Fiore in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Bennet Roßmy. Im Tor begann erneut Mathias Niederberger.

Foto: eisbaerlin.de/andrea

Das Ziel war klar: Nach vier Liga-Heimpleiten zum Start sollte heute endlich der Bock zu Hause umgestoßen werden. Wie sich so ein Heimsieg anfühlt, spürte man unter der Woche in der Champions Hockey League (CHL), als man gegen den HC Lugano erstmals in dieser Saison zu Hause siegen konnte. Doch die Partie begann zunächst mit einer Abtastphase. Danach nahmen beide Teams so langsam aber sicher Fahrt auf und kamen zu den ersten Torabschlüssen. Doch die Domstädter waren es, welche in der fünften Spielminute dank Luis Üffing in Führung gingen. Jon Matsumoto sah den Youngster am rechten Pfosten stehen und der bedankte sich für das Zuspiel – 0:1. Nur wenige Sekunden später kassierten die Berliner dann auch noch die erste Strafzeit der Partie und so hatte Köln die schnelle Chance auf das 2:0, schließlich stellt die Mannschaft von Coach Uwe Krupp das beste Powerplay der Liga. Doch die Berliner bewiesen einmal mehr, dass das Penaltykilling zu den besseren Special Teams bei den Eisbären gehört.
Die Partie nahm nun also wirklich an Fahrt auf und auch die Eisbären hätten beinahe den Ausgleich erzielt, aber Matt White scheiterte an Justin Pogge. Doch die Hausherren mussten immer hellwach sein, denn Köln war stets gefährlich bei seinen Angriffen.
Jetzt wurde es aber auch immer mehr nickliger in den Zweikämpfen, doch die Schiedsrichter ließen die Spieler beider Mannschaften noch an der langen Leine. Noch sahen sie anscheinend keinen Grund, ein erstes Zeichen in Form einer Strafzeit zu setzen. Aber genau diese Spielweise ist eben das Kölner Markenzeichen, haben die Haie doch in dieser Saison mit 129 Strafminuten die meisten aller Teams in der DEL kassiert.
Die Eisbären taten sich schwer mit der Spielweise der Haie, welche es den Berliner schwer machten, gefährlich vor das Tor zu kommen. Das Gesicht von Coach Serge Aubin sprach daher auch Bände, der „not amused“ war. Zum einen wegen dem Spiel seiner Mannschaft, zum anderen weil die Eisbären die zweite Strafzeit der Partie rund drei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels nahmen. Aber auch diese Unterzahl überstanden die Berliner ohne Gegentor. Dennoch schmeckte Serge Aubin der Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht. Nach 20 Minuten lagen die Gastgeber mit 0:1 gegen die Haie hinten.

Foto: eisbaerlin.de/andrea

Die Hausherren kamen schwungvoll aus der Kabine und setzten die Haie unter Druck. Man nahm jetzt auch die Schüsse und beschäftigte den Ex-Eisbären-Goalie Justin Pogge. Und was passiert, wenn man einfach mal die Scheiben auf das Tor bringt, sah man in der 26. Spielminute. Marcel Noebels legte die Scheibe hoch zur blauen Linie zu Eric Mik, der zog ab und Ex-Eisbär Landon Ferraro fälschte unhaltbar für Pogge ab – 1:1. Das erste DEL-Tor für Eric Mik im 63. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Kurz darauf das erste Powerplay für die Eisbären, wo man die schlechteste Mannschaft der Liga ist. Und so passierte das, was am Donnerstag in Nürnberg auch geschah. Landon Ferraro fuhr den Konter, scheiterte mit seinem Schuss an Mathias Niederberger, doch Lucas Dumont verwertete den Rebound und schoss Köln 62 Sekunden später wieder in Front – 1:2 (27.) in Unterzahl! So blieb das Powerplay ungenutzt und man lag durch den Shorthander sogar erneut hinten.
Aber den Eisbären bot sich gleich die nächste Möglichkeit, die Überzahlquote zu verbessern. Was dringend nötig ist. Doch auch hier hatte nur Köln eine gute Chance, von den Eisbären geht in Überzahl einfach keine Gefahr aus.
Bei 5-5 hatten die Berliner dann aber mal eine gute Phase, einen guten Wechsel, wo man die Domstädter mal gut beschäftigte und unter Druck setzen konnte. Aber die Scheibe wollte nicht über die Linie gehen. Doch diesen Schwung konnte man nicht mitnehmen, da die Eisbären im Anschluss die erste Strafzeit im Mitteldrittel kassierten. Powerplay also für die Haie und da wissen wir ja, dass sie die beste Mannschaft der Liga sind. Die Haie fanden in die Formation, ließen die Scheibe auch gut laufen, aber Mathias Niederberger verhinderte den dritten Einschlag an diesem Nachmittag.
Und die Special Teams waren weiterhin gefordert, diesmal wieder das Powerplay der Eisbären. Daraus wurden sogar 50 Sekunden doppelte Überzahl für die Hauptstädter. Jetzt musste doch der Ausgleich her, eine bessere Chance bekommst du nicht. Und sie nutzten diese dicke Chance. Serge Aubin schickte fünf Stürmer auf das Eis und am Ende war es Matt White, welcher die Verantwortung übernahm und vom linken Bullykreis abzog und die Scheibe im Tor versenkte – 2:2 (38.). Die Eisbären ließen die Scheibe super laufen und White machte das, was er am besten kann – Tore schießen.
Powerplay funktioniert bei den Berlinern nicht? In dieser Minute dann doch. Denn nur zwölf Sekunden später war es Kevin Clark, welcher die Arena am Ostbahnhof in ein Tollhaus verwandelte – 3:2 bei einfacher Überzahl (38.).
In der letzten Minute kassierten die Haie die nächste Strafzeit der Partie und sie machten ihrem Ruf wieder alle Ehre in Sachen Strafminuten sammeln. Und die Eisbären nun mit der nächsten Chance, in Überzahl einen Treffer zu erzielen. Doch bis zum Ende des zweiten Drittels blieb es vorerst beim 3:2, aber 1:14 Minute Powerplay stand zu Beginn des letzten Drittels noch auf der Uhr.

Foto: eisbaerlin.de/andrea

Da hätten die Eisbären also für eine beruhigende Zwei-Tore-Führung sorgen können und das taten sie auch mit Ablauf der Strafe. Simon Després mit dem Querpass links raus und Yannick Veilleux nahm Maß und überwand Justin Pogge in der kurzen Ecke – 4:2 (42.).
Doch Köln steckte nicht auf und fand einen Weg zurück ins Spiel. Marcel Barinka zog vor das Tor und vollendete per Rückhand zum 4:3 (44.). Köln war also noch drin im Spiel und sorgte somit wieder für Spannung in der Arena am Ostbahnhof.
Und so war es fortan ein Spiel, in dem beide Mannschaften darauf bedacht waren, keinen Fehler zu machen. Während die Eisbären natürlich auf die erneute Vorentscheidung aus waren, wollten die Haie den Ausgleich erzielen. Und dann unterlief den Domstädtern knapp fünf Minuten vor dem Ende ein wohlmöglich entscheidender Fehler. Denn Köln kassierte eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Somit die Eisbären also in einer wichtigen Phase mit einem weiteren Powerplay und das lief ja heute schon wesentlich besser, vor allem natürlich in den 12 Sekunden des zweiten Drittels. Und wenn es einmal läuft, dann aber richtig. Die Berliner spielten das mit viel Geduld, um so viel Zeit wie möglich von der Uhr zu nehmen und als sich die Lücke bot, schlugen die Eisbären zu. Yannick Veilleux versuchte es, der erste Versuch wurde noch geblockt, aber den Rebound verwerte Veilleux und traf bereits zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – 5:3 (57.).
Der erste DEL-Heimsieg und der zweite Heimsieg dieser Saison in Folge deutete sich somit immer mehr an. Und bei den Haien entlud sich der Frust und Landon Ferraro kassierte wegen eines Bandenchecks die nächste Kölner Strafzeit. Damit war die Partie hier nun also endgültig durch und die Eisbären hielten ihre Serie von nun vier Pflichtspielsiegen in Folge aufrecht.

Und der Sieg war am Ende nicht unverdient. Im ersten Drittel tat man sich noch schwer mit dem Spiel der Kölner und musste auch den Rückstand hinnehmen. Aber im zweiten Drittel schalteten die Eisbären ein, zwei Gänge hoch und belohnten sich mit dem Ausgleich. Selbst der erneute Rückstand brachte die Berliner nicht vom Weg ab. Im Gegenteil, man spielte weiter nach vorne und scorte endlich auch in Überzahl. Zwei Überzahltreffer innerhalb von 12 Sekunden ebneten letztendlich den Weg zum Sieg. Im letzten Drittel ließ man nichts mehr anbrennen und führte den Streak weiter. Weil man sich auch nicht von Köln provozieren ließ. Die Eisbären behielten einen kühlen Kopf und fanden am Ende einen Weg zum Sieg.
Großen Anteil am Sieg hatten u.a. Yannick Veilleux mit zwei Toren und Matt White mit vier Scorerpunkten (1 Tor/3 Assists). Und dann natürlich das Powerplay, wo den Eisbären heute vier Tore gelangen (wenn das erste Tor von Veilleux als Überzahltor gewertet wird, aktuell ist das noch der Fall). Da ist heute wohlmöglich der Knoten geplatzt, denn bisher hatte man ja das schlechteste Powerplay der gesamten PENNY DEL.

6:3-Sieg gegen Lugano! Die Eisbären schießen sich beim ersten Heimsieg der Saison den Heim-Frust von der Seele

WalkersBärenNews/Saison 2021/2022 – Ausgabe #7:

Im siebten Anlauf hat es endlich geklappt: Die Eisbären Berlin haben am Dienstagabend im Rahmen der Champions Hockey League (CHL) den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Gegen den HC Lugano setzte man sich hochverdient mit 6:3 (2:1,3:1,1:1) durch und konnte somit den ersten Heimsieg mit den eigenen Fans bejubeln. Dennoch nützte ihnen der Sieg am Ende nichts, weil im Parallelspiel Skelleftea gewann und somit keine Chance mehr auf das Erreichen der KO-Phase besteht. Doch die Chancen waren eben schon vor dem Spiel sehr gering und so nimmt man die positiven Dinge aus diesem Spiel mit. Und davon gab es ja einige.

Eisbären Chefcoach Serge Aubin ließ Kapitän Frank Hördler heute draußen, dafür kehrten Mark Zengerle und Korbinian Geibel in den Kader zurück. Die vier Angriffsreihen blieben wie in Bietigheim zusammen, in der Defensive waren es Morgan Ellis und Jonas Müller, welche erneut ein Verteidiger-Pärchen bildeten. Den Platz von Hördler neben Kai Wissmann nahm Nicholas B. Jensen ein und den Platz vom Dänen neben Eric Mik übernahm Simon Després, welcher beim Aufsteiger noch siebter Verteidiger war. Diese Position übernahm heute Korbinian Geibel, während Mark Zengerle 13. Stürmer war. Im Tor stand heute Youngster Tobias Ancicka. Stammgoalie Mathias Niederberger bekam eine Pause, schließlich geht es ja bereits am Donnerstag im Liga-Alltag weiter.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Ausgangslage war klar. Nur zwei Siege würden die theoretische Chance der Hauptstädter Aufrecht erhalten, es doch noch in die KO-Phase zu schaffen. Und der Start der Hausherren war gut. Keine zwei Minuten waren gespielt, da fuhren die Eisbären einen Zwei-auf-Eins-Konter, Parker Tuomie mit dem Pass rechts raus auf Kevin Clark, doch Thibault Fatton im Tor von Lugano fuhr die Schoner aus.
Nur eine Minute später kassierten die Schweizer die erste Strafzeit der Partie, die Berliner somit mit dem ersten Powerplay der Partie. Doch das war wie gewohnt äußerst schwach, die Pässe kamen nicht an und so ließ man diese Chance ungenutzt und konnte auch für keinerlei Gefahr sorgen.
Sieben Minuten waren gespielt, da konterte Lugano mit einem Zwei-auf-Eins, Alessio Bertaggia netzte eiskalt ein – 0:1. Angekündigt hatte sich das nicht, weil Berlin schon im Vorwärtsgang war, aber weiterhin zu unsicher im Passspiel auftrat und so die Scheiben immer wieder schnell verlor.
Nach dem ersten Powerbreak hatte Lugano das erste Powerplay, Leo Pföderl musste auf die Strafbank. Doch das Penaltykilling mit ganz starker Arbeit, brachte immer wieder einen Schläger dazwischen und konnte sich immer wieder befreien. Während das Überzahl also weiterhin kränkelt, überzeugte das Unterzahlspiel gleich beim ersten Einsatz mit guter Arbeit.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Eisbären spielten anschließend weiter nach vorne und kamen auch immer mal wieder zum Abschluss, leider bisher ohne Erfolg. Bis zur 14. Spielminute, da zog Simon Després einfach mal von links außen ab und erzielte damit den Ausgleich – 1:1.
Und die Hausherren machten weiter, man merkte ihnen den unbedingten Willen an, den Heimfluch heute endlich zu besiegen. Die Mannschaft von Coach Serge Aubin kannte nur einen Weg und der war nach vorne ausgerichtet. Und knapp vier Minuten vor dem Ende belohnten sich die Berliner mit der erstmaligen Führung. Die Eisbären erkämpften in der linken Bandenrundung die Scheibe und am Ende war es Zach Boychuk, welcher Fatton ein zweites Mal an diesem Abend überwinden konnte – 2:1 (17.). Mit etwas Glück, denn Boychuk wollte eigentlich eine Pass spielen, doch vom Verteidiger rutschte die Scheibe über die Linie. Diese Führung nahmen die Hauptstädter auch mit in die erste Drittelpause. Und sie war redlich verdient, denn die Eisbären investierten viel in dieses Spiel, wenn gleich noch nicht alles klappte.

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Auch ins Mitteldrittel fanden die Eisbären gleich richtig gut rein und hatten einen starken Wechsel direkt zu Beginn. Da hätte durchaus schon das dritte Tor fallen können. Das fiel dann aber in der 25. Spielminute. Die Eisbären erkämpften den Puck an der gegnerischen blauen Linie, Leo Pföderl war durch und zog ab – 3:1 (25.). Endlich belohnten sie sich mal für ihre herausgespielten Chancen.
Und anscheinend war heute der Tag der Tage, an dem die Eisbären sich ihren Frust von der Seele schießen würden. Denn noch immer war die Hälfte des Spiels nicht um und die Eisbären erhöhten auf 4:1. Nicholas B. Jensen brachte die Scheibe Richtung Tor, Blaine Byron fälschte entscheidend ab (28.). Danach war der Arbeitstag von Thibault Fatton beendet, für ihn kam Davide Fadani zwischen die Pfosten.

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Da kommt jetzt natürlich immer mehr der Gedanke auf, dass es an den fantastischen Eisbären-Fans gelegen hatte. Denn in der DEL waren stets über 6.000 Zuschauer da und die bekamen keinen Heimsieg zu sehen. Heute waren es nur 1.418 Zuschauer und schon platzt bei den Eisbären der Knoten. Denn auch fortan die Eisbären immer wieder gefährlich und mit guten Chancen.
Nach dem zweiten Powerbreak im Mitteldrittel mussten die Eisbären aber erst einmal wieder Defensivarbeit verrichten, denn Matt White suchte die Strafbank der Gastgeber auf. Und in Überzahl verkürzten die Gäste aus der Schweiz auf 4:2. Calvin Thurkauf war in Überzahl erfolgreich (34.).
Können die Eisbären auch Powerplay? Den Beweis durften sie knapp vier Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels erbringen, als Lugano eine Strafzeit wegen Spielverzögerung bekam. Und sie konnten es beweisen. Blaine Byron drehte sich einmal kurz rum und zog dann ab – 5:2 (38.). Wenn der Knoten einmal platzt, dann geht alles. Vielleicht lag es aber auch daran, dass es sich bis zur Eisbären-Spielerbank herum gesprochen hatte, dass Skelleftea gegen Tampere mit 6:1 gewann und somit alle Hoffnungen auf das Erreichen der KO-Phase zu Nichte gemacht waren.
Egal, der sich anbahnende Sieg wäre auf jeden Fall Balsam für die geschundene Heim-Seele und würde jede Menge Selbstvertrauen mit sich bringen. Doch zunächst einmal musste man noch weiter hart arbeiten und zum Ende hin auch nochmal in Unterzahl agieren. Eric Mik musste auf die Strafbank und die Schweizer wieder in Überzahl. Doch bis zum Ende der Sirene passierte nichts mehr und somit nahmen die Eisbären eine souveräne 5:2-Führung mit in die Kabine. 44 Sekunden musste man zu Beginn des Schlussabschnitts aber noch mit einem Mann weniger überstehen.

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Aber das war kein Problem, auch diese Zeit überstand man schadlos und steuerte weiter dem ersten Heimsieg entgegen. Erst recht, als man in der 44. Spielminute das halbe Dutzend voll machte. Bennet Roßmy steckte klasse durch und Yannick Veilleux schob locker und lässig zum 6:2 ein.
Damit war die Messe hier natürlich endgültig gelesen. Und doch war es schön anzuschauen, wie befreit die Eisbären jetzt hier aufliefen. Denn immer wieder rollte der Eisbären-Express Richtung Lugano-Tor und hätte durchaus noch mehr Tore erzielen können. Die Spielfreude war endlich auch auf eigenem Eis zurück und das genossen die Spieler sichtlich.
Auf den Rängen war die Party längst im vollen Gange, da störte auch der Anschlusstreffer der Schweizer in der 57. Spielminute nicht mehr. Die Partie war längst entschieden und die Eisbären hatten den ersten Heimsieg in der Tasche.

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Da ist er also, der erste Heimsieg der Saison. Und das die Jungs den heute holen wollten, das machten sie von der ersten Sekunde an deutlich. Selbst der Rückstand verunsicherte die Eisbären nicht, stattdessen blieben sie geduldig. So, wie sie es auswärts immer sind und damit hatte man ja stets Erfolg. Heute hatte man die Geduld endlich auch auf dem eigenen Eis und konnte seine zahlreichen Chancen eiskalt nutzen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr sah man die Spielfreude bei den Eisbären, denen sichtlich mehr als nur ein Stein vom Herzen gefallen war. Denn das nagte doch schon sehr an den Spielern. Doch nun ist diese Zeit vorbei und man holte den zweiten Sieg in Serie. Vielleicht ist das ja jetzt der Start der ersten Siegesserie der Eisbären Berlin.

4:2 in Bietigheim! Fünfter Auswärtssieg im fünften Auswärtsspiel – Auswärts fühlen sich die Eisbären pudelwohl

Auswärts ist es doch am schönsten – jedenfalls, wenn man ein Spieler der Eisbären Berlin ist: Denn am Sonntagnachmittag feierte der Deutsche Meister im fünften Auswärtsspiel der noch jungen Saison den fünften Auswärtssieg. Mit 4:2 (0:1,2:0,2:1) setzte man sich beim Aufsteiger Bietigheim Steelers durch und setzte somit die Serie fort. Ein leichtes Spiel war es aber nicht, denn Bietigheim lieferte den Berlinern einen großen Kampf. Am Ende setzte sich aber die Klasse der Hauptstädter durch.

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Eisbären-Coach Serge Aubin hatte dasselbe Personal zur Verfügung wie am Freitag gegen Düsseldorf, doch nur die Top-Reihe um Marcel Noebels, Blaine Byron und Leo Pföderl blieb zusammen. Ansonsten wechselte Aubin ordentlich durch. So spielten heute nach kurzer Trennung wieder Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore zusammen. Parker Tuomie bildete zusammen mit Sebastian Streu und Kevin Clark die dritte Reihe. Und die nominell vierte Reihe waren heute Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Bennet Roßmy.
Auch in der Defensive stellte Aubin um. So spielten Jonas Müller und Morgan Ellis, Frank Hördler und Kai Wissmann sowie Eric Mik und Nicholas B. Jensen zusammen. Simon Després war der siebte Verteidiger. Und im Tor stand erneut Mathias Niederberger.

Ex-Eisbär Daniel Weiß gab die Marschroute vor dem Spiel raus: „Es wird Zeit, dass sie auswärts mal verlieren!„. Weiß spielte dabei natürlich auf die Auswärtsstärke der Eisbären an, welche alle bisherigen vier Auswärtsspiele gewinnen konnten, dafür aber zu Hause alle vier Spiele verloren. Beim Aufsteiger sollte aus Berliner Sicht natürlich der fünfte Sieg in Folge auf fremden Eis her.

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Aber die Hausherren machten es den Berlinern von Beginn an schwer, spielten ein aggressives Forechecking und versuchten sich immer mal wieder im Angriffsdrittel festzusetzen. Die Anfangsphase gehörte somit den Steelers. Die Eisbären taten sich zu Beginn schwer, kamen erst in der achten Minute zur ersten guten Möglichkeit durch Zach Boychuk. Und kurz danach kam Giovanni Fiore zur nächsten Chance, nun waren die Eisbären drin im Spiel.
Fortan entwickelte sich ein munteres hin und her, wo beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor suchten. Und die Eisbären waren nahe dran am 1:0, doch Leo Pföderl scheiterte an der Latte.
Sechs Minuten vor dem Ende des ersten Drittels kassierte Manuel Wiederer die erste Strafzeit der Partie und ermöglichte Bietigheim somit das erste Powerplay an diesem Nachmittag. Doch das erste Unterzahlspiel überstanden die Berliner ohne Gegentor und hatten durch Sebastian Streu sogar eine gute Konterchance, aber diese vergab der Youngster.

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Und die Chancenverwertung wurde schon wieder zum großen Problem. Parker Tuomie wurde auf rechts klasse frei gespielt, hatte viel Platz und Zeit, schoss die Scheibe aber am Tor vorbei. Und direkt danach gab es die zweite Strafzeit gegen Berlin, diesmal musste Kevin Clark in die Kühlbox. Dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt, sollte sich auch bis nach Berlin rumgesprochen haben. Denn das zweite Powerplay nutzten die Steelers. Mitchell Heard kam etwas überraschend an die Scheibe, behielt vor Mathias Niederberger die Nerven und netzte eiskalt ein – 0:1 (19.). Überraschend, weil die Scheibe von Blaine Byron kam und Heard freie Bahn hatte. Es war also kein typisches Powerplaytor, aber Bietigheim war das egal, denn so führten sie nach dem ersten Drittel mit 1:0 gegen den Deutschen Meister.

Die Eisbären kamen mit Wut im Bauch aus der Kabine und drückten zu Beginn des Mitteldrittels ordentlich auf das Tempo. Doch Leo Pföderl und Zach Boychuk ließen beste Chancen liegen. Und Kai Wissmann scheiterte am Aluminium, zum zweiten Mal an diesem Nachmittag für die Berliner.

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Egal, was die Eisbären auch versuchten, sie kamen an Cody Brenner nicht vorbei. Bis zur 27. Minute, da wurde Yannick Veilleux im Slot angespielt und sorgte für den hochverdienten Ausgleich der Berliner – 1:1. Für das Tor verantwortlich? Die vierte Reihe, denn die Vorlagen kamen von Bennet Roßmy und Manuel Wiederer.
Und dann drehten die Hauptstädter die Partie komplett. Konter der Eisbären. Frank Hördler leitete diesen ein, spielte die Scheibe rechts raus zu Matt White, welcher den Querpass nach links zu Zach Boychuk spielte und der brachte die Gäste erstmals in Führung – 2:1 (29.). Für Hördler war es der 250. Assist in der DEL und das elfte Auswärtsspiel in Folge mit einem Punkt des Kapitäns. Ganz stark!
Die Führung war natürlich verdient, denn die Eisbären hatten sich im zweiten Drittel enorm gesteigert und hatten auch die Chancen, welche man dieses Mal auch nutzen konnte. Und von Bietigheim ließ man wenig im Mitteldrittel zu. Nur ganz selten schaffte es der Aufsteiger mal für Gefahr vor Mathias Niederberger zu sorgen.

 

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Knapp fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause gab es das erste Powerplay für die Eisbären, doch Gefahr war da eigentlich nicht zu erwarten, stellen die Berliner doch das schlechteste Powerplay der Liga. Aber: Bietigheim hat das schlechteste Penaltykilling in der PENNY DEL. Hier bestätigte sich aber nur das schlechte Powerplay der Liga, welches für keinerlei Gefahr sorgte. Und die Steelers hatten durch Benjamin Zientek sogar die Chance in Unterzahl, doch er scheiterte mit seinem Konter.
Die Gäste nahmen die 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause, weil Mathias Niederberger in der letzten Minute noch einen überragenden Fanghand-Save gegen Zientek auspackte. Was für ein Wahnsinns-Save von der „Krake von Riga“.

Das letzte Drittel begann mit einer frühen Strafzeit gegen die Eisbären, Matt White musste auf die Strafbank. Aber Giovanni Fiore stibitzte die Scheibe und fuhr den Break, scheiterte aber an Cody Brenner. Da hätte er mehr draus machen müssen. Das Powerplay konnten die Hausherren nicht nutzen und somit blieb es weiterhin beim knappen 2:1 für die Berliner.
Zach Boychuk hätte anschließend beinahe das dritte Tor erzielt, doch er vergab zweimal denkbar knapp. Da brannte es kurz mal lichterloh vorm Steelers-Tor.

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Sechs Minuten waren gespielt, da gab es einen Schock-Moment, als Alex Preibisch Nicholas B. Jensen zu Fall brachte. Der Berliner Verteidiger musste daraufhin in die Kabine, die Eisbären bekamen nach diesem Foul das nächste Powerplay. Und in diesem machte es zum dritten Mal in diesem Spiel „Peng“ am Aluminium, Marcel Noebels hatte da etwas zu genau gezielt.
So blieb die Partie weiterhin spannend, denn Bietigheim war nach wie vor drin im Spiel und mit einem gelungenen Angriff hätte man das Spiel wieder ausgeglichen. Während die Steelers also auf der Suche nach dem Ausgleich waren, wollten die Berliner die Vorentscheidung erzielen.
Und die Eisbären waren es, welche dann das Tor erzielten. Bully im Angriffsdrittel, Morgan Ellis hatte abgezogen und Blaine Byron fälschte unhaltbar für Cody Brenner ab – 3:1 (54.).
Aber die Steelers gaben nicht auf. Praktisch im Gegenzug war es Brandon Ranford, welcher vom linken Bullykreis aus zum 2:3 einschoss. Sein Onetimer ging über die Fanghand von Mathias Niederberger und somit war die Spannung hier wieder zurück. 1:24 Minuten lagen zwischen dem 3:1 und dem 3:2. Und das mit Ranford ein weiterer Ex-Eisbär in dieser Saison gegen Berlin trifft, daran hat man sich inzwischen auch schon gewöhnt.

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Doch die Eisbären zerstörten die Hoffnung der Hausherren wieder. Giovanni Fiore setzte sich klasse durch, Matt White kam auf links an den Puck und aus sehr spitzem Winkel überraschte er Cody Brenner im kurzen Eck 4:2 (58.).
Steelers-Coach Danny Naud riskierte nun noch einmal alles und nahm zwei Minuten vor dem Ende seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und zudem auch noch seine Auszeit. Er wollte sein Team noch einmal auf die Schlussphase einstimmen. Noch gaben die Hausherren das Spiel nicht verloren.
Doch nach einer Strafe gegen C.J. Stretch war das Spiel entschieden. Cody Brenner kehrte somit wieder an seinen Arbeitsplatz zurück und die Eisbären spielten in Überzahl die Uhr souverän runter. Der fünfte Auswärtssieg war damit perfekt.

Die Eisbären taten sich anfangs schwer, hatten Probleme mit dem aggressiven Forechecking der Steelers. So nach und nach kam man dann aber besser ins Spiel, doch in Unterzahl kassierte man den Rückstand. Aber ab dem zweiten Drittel steigerten sich die Eisbären und drehten die Partie hochverdient. Das man hier so lange zittern musste, lag mal wieder an der mangelnden Chancenverwertung. Diese und das Powerplay bleiben weiterhin die Sorgenkinder bei den Eisbären. Doch am Ende zählen nur die drei Punkte. Das nächste Ziel sollte dann aber jetzt wirklich mal der erste Heimsieg sein. Die nächste Chance dazu hat man am Dienstagabend in der Champions Hockey League (CHL), wenn der HC Lugano aus der Schweiz zu Gast ist.