5:3 gegen Augsburg: Das starke Powerplay rettet den Eisbären den Sieg gegen sehr starke Augsburger

Ausgabe #11:

Puh, das war ein hartes Stück Arbeit: Die Eisbären Berlin haben zum Auftakt der Verzahnungsrunde gegen die Augsburger Panther mit 5:3 (2:1,2:2,1:0) gewonnen und bauten damit ihre Tabellenführung in der Nordgruppe aus. Doch es war das erwartet schwere Spiel gegen ein Team aus dem Süden, welches den Eisbären spätestens nach dem 0:2 alles abverlangt hat. Augsburg scheiterte am Ende an der eigenen Chancenverwertung und den schlechten Special Teams.

Bei den Eisbären kehrten zwei Angreifer zurück ins Line-up. Giovanni Fiore und Fabian Dietz waren wieder einsatzbereit und so stellte Chefcoach Serge Aubin zwei Reihen um. Sebastian Streu wurde aus der dritten Reihe mit Parker Tuomie und Mark Olver herausgenommen, dafür rückte Giovanni Fiore in diese Formation. Streu rotierte in die vierte Reihe zu Haakon Hänelt und Rückkehrer Fabian Dietz. Nino Kinder war somit überzählig und Eric Mik stand als siebter Verteidiger im Kader. Im Tor stand natürlich Mathias Niederberger.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Alle haben auf diesen Vergleich zwischen Nord- und Süd-Teams gewartet. Die Experten schätzten die Süd-Teams stärker als die Nord-Teams ein und die ersten beiden Vergleiche bestätigten diesen Eindruck. Nun war man also gespannt darauf, ob auch im dritten Vergleich das Team aus dem Süden gegen das Team aus dem Norden die Oberhand behalten würde.
Und auch hier die Fuggerstädter mit einem sehr engagierten Beginn und ersten Akzenten vor dem Berliner Tor. Aber die Hausherren hatten ihrerseits früh die Chance zum ersten Überzahlspiel nach einer Strafe gegen Thomas Holzmann. Und dort wurde es drei, viermal brenzlig vor Markus Keller, doch die Scheibe wollte nicht über die Torlinie gehen. Bis acht Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Augsburg. Ryan McKiernan brachte die Scheibe auf das Tor, wo Rückkehrer Giovanni Fiore goldrichtig stand und zum 1:0 abfälschte (5.). Der perfekte Auftakt für die Eisbären.
Und der wurde noch besser. Konter der Hausherren, Parker Tuomie mit dem Schlagschuss, welcher unter der Latte einschlug. Das ging aber wohl zu schnell für die Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz und Aleksi Rantala, denn die zeigten erst auf Bully, dann auf Tor, dann auf Videobeweis, wo sie dann die Gültigkeit des Treffers sahen – 2:0 (6.). 32 Sekunden zwischen dem 1:0 und 2:0, so kann man mal in ein Spiel starten. Und vor allem in den Nord-Süd-Vergleich.

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Diese beiden Treffer sorgten natürlich für ein noch größeres Selbstvertrauen der Eisbären, Augsburg wirkte erst einmal geschockt. Aber den Panthern bot sich in der neunten Spielminute die Chance zum Anschlusstreffer, nachdem Ryan McKiernan wegen Hakens in die Kühlbox musste. Das Problem nur? Die Fuggerstädter verfügen über das schlechteste Powerplay der DEL. Und das bestätigten sie hier auch. Erst zum Ende hin flogen mal zwei Scheiben auf das Tor, welche aber keine Gefahr für Mathias Niederberger darstellten.
Die Eisbären anschließend etwas zu fahrlässig, spielten das nicht mehr so konzentriert und so ließ man Augsburg hier ins Spiel zurückkommen. Die Panther setzten sich im Angriffsdrittel fest, brachten die Scheibe von links mal auf das Tor, wo T.J. Trevelyan am rechten Pfosten lauernd abstauben konnte – 2:1 (12.). Die Scheibe wurde vor dem Tor noch per Tip-abgefälscht, Mathias Niederberger konnte den Schuss noch parieren, gegen den Nachschuss von Trevelyan war er aber machtlos.
Die Hauptstädter wirkten beeindruckt, verzettelten sich anschließend in Einzelaktionen, während die Gäste aus Augsburg hier minütlich Selbstvertrauen tankten und immer besser ins Spiel hinein fanden. Und nach einem Konter drei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels beinahe den Ausgleich erzielt hätten. Doch Frank Hördler störte Jaroslav Hafenrichter entscheidend, musste aber dafür in die Kühlbox. Das anschließende Powerplay sah besser als das erste aus, aber die Berliner standen sehr kompakt vor dem Tor, machten die Schusswege gut zu und so wurde auch das zweite Powerplay der Gäste nicht wirklich gefährlich. Und wenn doch was durchkam, war Mathias Niederberger zur Stelle.
Doch der Eindruck, der sich immer mehr festigte war der, dass Augsburg immer stärker wurde und die Eisbären nach ihrem Spielplan suchten. Den hatten sie nach dem 2:0 irgendwie verloren und bis zum Ende des Auftaktdrittels auch nicht mehr wieder gefunden. Was sie aber stattdessen machten, war Strafen ziehen. 46 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels kassierte Giovanni Fiore die dritte Strafzeit der Eisbären. Augsburg nun also mit der dritten Chance in Überzahl und aller guten Dinge sind ja bekanntlich Drei. Und wenn die Eisbären die Panther so einladen, kann man dann wirklich nein sagen? Eigentlich nicht, aber Spencer Abbott hatte das Pech, das sein Schuss nur den Pfosten traf. Der Ausgleich hier wäre längst verdient gewesen. Aber die Hausherren retteten sich und die knappe 2:1-Führung in die erste Drittelpause. Dort wurde es bestimmt laut, denn zufrieden sein konnte Headcoach Serge Aubin mit den letzten zehn Minuten nicht mehr.

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Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Eisbären aber erst einmal noch die Unterzahl überstehen. Das taten sie auch, aber es wurde auch nochmal brenzlig. Auch danach die Eisbären weiterhin zu sorglos, mit zu vielen Fehlern, womit man Augsburg immer wieder zu Chancen einlud. Das wirkte teils sehr konfus, was die Berliner da vor dem eigenen Tor spielten.
Aber sie hatten dann auch mal eine Konterchance durch Leo Pföderl, diese vergab er aber äußerst kläglich (23.). Doch ansonsten ging das Spiel meistens nur in eine Richtung – und zwar in die von Eisbären-Goalie Mathias Niederberger. Der Fakt, dass der Süden stärker als der Norden sei, verstärkte sich in diesem Moment immer mehr. Augsburg spielte, wie von Serge Aubin noch gewarnt, deutlich körperbetonter. Das war neu für die Eisbären, wurde doch im Norden bei weitem nicht so hart gespielt.
Die Eisbären hatten dann aber mal eine Verschnaufpause, als Wade Bergmann für zwei Minuten auf die Strafbank musste und die Eisbären das zweite Überzahlspiel der Partie hatten. Beim ersten war man ja erfolgreich. Aber auch da taten sich die Berliner sehr schwer, überhaupt mal in die Formation zu finden. Als man es dann mal schaffte und die Scheibe zu Ryan McKiernan brachte, zappelte der Puck im Augsburger Tor – 3:1 (27.). Das Überzahlspiel der Eisbären schien den Eisbären hier den Hintern zu retten. Denn die Erfolgsquote lag bis hierhin bei starken 100 Prozent.

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Danach waren die Eisbären wieder besser drin im Spiel und hielten die Gäste vom eigenen Tor fern. Was aber nicht lange so bleiben sollte, denn Ryan McKiernan suchte erneut die Kühlbox auf. Augsburg also zum vierten Mal in Überzahl. Und dort sah es eigentlich so aus, als würden die Berliner auch diese Unterzahl überstehen, da sie das sehr aktiv verteidigten und immer wieder die Scheiben klauten. Doch kurz vor Ablauf der Strafe gegen McKiernan schlug Scott Valentine zu und verkürzte auf 3:2 (32.).
Augsburg musste sich also nur kurz schütteln nach dem 3:1. Fortan Augsburg wieder besser drin im Spiel und bei den Eisbären schlich sich der Schlendrian wieder ein. Scheibenverlust im eigenen Drittel, David Stieler mit dem Zuspiel auf Scott Valentine, welcher viel zu viel Platz hatte und zum Schlagschuss ansetzen konnte. Keine Chance für Mathias Niederberger, die Scheibe schlug hinter ihm im Tor ein – 3:3 (33.). 71 Sekunden lagen zwischen diesen beiden Toren. Augsburg hatte sich für seinen sehr starken Auftritt hier an der Spree belohnt.
Und Augsburg weiter mit aggressivem Forechecking, was den Eisbären überhaupt nicht schmeckte. Weil sie es nicht gewohnt waren aus den Nord-Spielen und weil sie wohl doch nicht darauf eingestellt waren. Doch als die Eisbären einmal die Scheibe ergaunerten, machte sich Zach Boychuk auf den Weg, entschied sich jedoch gegen den Schuss. Als ein Augsburger die Scheibe blocken konnte, lag sie frei und Simon Després rauschte heran und zimmerte das Spielgerät in die Maschen – 4:3 (34.). 69 Sekunden lagen zwischen dem Augsburger Ausgleich und der erneuten Berliner Führung. Was für wilde Minuten in Berlin.

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Und die sollten weitergehen. Denn der Torschütze Després kassierte die nächste Strafe der Partie und ermöglichte den Panthern somit das nächste Powerplay. Michael Clarke kam im Slot an die Scheibe, hatte die dicke Chance zum Ausgleich, doch er scheiterte an Mathias Niederberger. Augsburg gab sich hier keinesfalls auf, wollte den Ausgleich erzwingen. Goalgetter Scott Valentine versuchte es von der blauen Linie, aber sein Schlenzer landete in den Armen von Mathias Niederberger. Die Berliner überstanden diese Unterzahl also schadlos.
Und die Fuggerstädter danach weiter offensiv ausgerichtet. Beinahe wäre dem AEV auch noch der erneute Ausgleich gelungen, aber T.J. Trevelyan scheiterte mit seinem Versuch aus dem Slot denkbar knapp. Sein Schuss ging rechts am Tor vorbei.
So endete ein wildes und hart umkämpftes zweites Drittel mit einer knappen 4:3-Führung für die Eisbären. Welche aber im letzten Drittel noch 20 harte Minuten vor sich hatten. Denn Augsburg erwies sich als der erwartet schwere Gegner, welcher hier alles rein warf, was er zur Verfügung hatte.

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Und Augsburg machte im Schlussdrittel weiter Druck, das Spiel gaben sie hier verständlich noch nicht verloren. Und ein Tor im Eishockey ist ja auch nicht viel. Aber dann wurde den Panthern der Schwung erst einmal für zwei Minuten genommen, als Simon Sezemsky wegen Hakens in die Kühlbox wanderte. Drittes Powerplay für die Berliner also, die ersten beiden Überzahlspiele wurden ja erfolgreich genutzt. Und auch das dritte war von Erfolg gekrönt. Kris Focault spielte den Pass von hinter dem Tor hoch an den rechten Bullykreis, wo Ryan McKiernan zum Onetimer ansetzte und seinen zweiten Treffer erzielte – 5:3 (45.).
Dieser Treffer beruhigte nun natürlich die Nerven der Hauptstädter. Die waren nun auch darum bemüht, Ruhe ins Spiel zu bekommen. Klappte nur nicht so ganz, denn Kai Wissmann suchte in der 46. Spielminute die Strafbank auf. Die Disziplin ließ in diesem Spiel arg zu wünschen übrig. Und so machte man sich das Leben auch unnötig schwer. Augsburg sorgte in diesem Powerplay auch für Gefahr, nur mangelte es am Zielwasser. Entweder gingen die Scheiben knapp am Tor vorbei und aber landeten an der Latte.

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Sicherheit gab den Eisbären die Zwei-Tore-Führung aber nicht. Weiterhin unterliefen den Hausherren zu viele unnötige Scheibenverluste in der eigenen Zone, welche zu Chancen für Augsburg führten. Nicht auszudenken, was Mannheim, München und Ingolstadt mit diesen Geschenken gemacht hätten. Aber es ist davon auszugehen, dass diese sie dankend angenommen hätten.
Augsburg lief fortan weiter an, wollte hier den Anschlusstreffer erzielen. Die Eisbären mussten hart arbeiten vor dem eigenen Tor. Nach vorne bot ihnen sich dafür die Chance zum Kontern. Marcel Noebels tauchte dann auch mal alleine vor Markus Keller auf, vergab diese Chance zur Vorentscheidung aber.
Der Druck der Panther nahm zu, sie brachten nahezu jede Scheibe auf das Tor. Keine schlechte Entscheidung im Eishockey. Augsburgs Coach Tray Tuomie nahm in der Schlussphase auch noch seinen Goalie vom Eis und versuchte es fortan mit sechs Spielern. Der Druck wurde so nur noch stärker und die Eisbären schwammen hinten ordentlich. T.J. Trevelyan mit der letzten guten Möglichkeit 30,3 Sekunden vor dem Ende. Aber Mathias Niederberger sicherte sich den Puck und den Eisbären letztendlich auch den elften Heimsieg im 13. Heimspiel.

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Aber dafür musste man hart arbeiten. Dabei sah es nach der 2:0-Führung nach einem scheinbar ruhigen Nachmittag für die Eisbären aus. Doch dann verlor man aus unerklärlichen Gründen den Faden, der Schlendrian erhielt Einzug ins Berliner Spiel und man ließ Augsburg somit zurück ins Spiel kommen. Deren Selbstvertrauen stieg stetig an und folgerichtig erzielten sie den Anschlusstreffer. Mit Glück rettete man den Vorsprung in die erste Drittelpause. Auch das 3:1 sorgte nicht für Beruhigung, ganz im Gegenteil, Augsburg antwortete mit zwei schnellen Toren und glich hochverdient aus. Das es am Ende nicht mit Punkten für Augsburg klappte, lag einzig und allein an deren Schwäche in den Special Teams. Wer aus sechs Überzahlspielen keinen Treffer erzielt und in drei Unterzahlspielen drei Gegentore kassiert, kann eben kein Spiel gewinnen. Dabei wäre ein Sieg der Augsburger hier definitiv im Bereich des Möglichen gewesen, denn der Auftritt der Augsburger nach dem 0:2 ließ sich mehr als sehen und war ein weiterer Indiz für die Stärke der Süd-Teams.
Die Eisbären können sich also bei ihrem starken Powerplay und Goalie Mathias Niederberger bedanken, dass man am Ende drei weitere Punkte eingefahren hat. Überzeugend war der Auftritt der Eisbären dabei aber nicht. Denn zu viele individuelle Fehler unterliefen den Eisbären immer wieder. Die Disziplin ließ arg zu wünschen übrig. Und an das körperbetonte Spiel wird man sich auch erst noch gewöhnen müssen. Jetzt beginnt die DEL-Saison so richtig und die Eisbären wissen, woran sie noch arbeiten müssen.

8:1 zum Abschluss der Nord-Gruppe: Marcel Noebels und Kris Foucault führen die Eisbären zum Kantersieg gegen Düsseldorf

Ausgabe #10:

So kann man sich aus der Nord-Gruppe verabschieden: Die Eisbären Berlin haben das letzten Hauptrundenspiel in der Gruppe Nord gegen die Düsseldorfer EG mit 8:1 (3:0,4:0,1:1) gewonnen und festigten damit nicht nur ihre Tabellenführung. Nein, viel mehr gaben sie ein Statement an die Süd-Teams ab. Ja, die DEG war heute definitiv kein ebenwürdiger Gegner, aber dennoch musst du einem DEL-Club erst einmal acht Tore einschenken. Und das ist den Eisbären in beeindruckender Art und Weise gelungen.

Bei den Eisbären gab es einzig im Tor eine Änderung. Mathias Niederberger kehrte zwischen die Pfosten zurück, Back-up Tobias Ancicka nahm wieder auf der Bank Platz. Ansonsten blieb beim letzten Nord-Gruppen-Spiel alles beim Alten.

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Die DEG von der ersten Sekunde an mit einem sehr aggressiven Forechecking, setzten die Eisbären früh im eigenen Drittel unter Druck. Die Mannschaft von Chefcoach Harold Kreis war bestens eingestellt auf dieses so wichtige Spiel aus DEG-Sicht. Die ersten Schüsse wurden abgefeuert, während die Eisbären noch nach dem Zugang zum Spiel suchten. Sie wirkten überrascht vom offensiven Forecheck der Gäste.
Und doch waren es die Berliner, welche mit dem ersten richtig gut herausgespielten Angriff in Führung gingen. Es klappte erstmals der Spielaufbau, man kam ins Angriffsdrittel, Marcel Neoebls fand Leo Pföderl auf der linken Seite freistehen, der nahm die Scheibe an, fuhr kurz weiter und zog im entscheidenden Moment aus sehr ungünstigem Winkel ab. Hendrik Hane wurde dabei am kurzen Pfosten getunnelt – 1:0 (5.).
Danach waren die Hausherren drin im Spiel und kontrollierten Puck und Spiel, Düsseldorf lief in der Phase nur hinterher. Die Eisbären sorgten noch ein, zweimal für Gefahr vor dem Tor, die DEG kam selten vor das Berliner Tor.

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Gerade als man dachte, jetzt plätschert das Spiel so vor sich hin, erkämpfte sich Marcel Noebels an der rechten Bande die Scheibe, fand die Lücke zwischen zwei DEG-Spielern und passte die Scheibe genau da durch. Empfänger war erneut Leo Pföderl, welcher komplett allein gelassen wurde und ohne große Mühe zum 2:0 einschießen konnte (12.).
Auch fortan kein hochklassiges Eishockey. Die Eisbären hatten das Spiel im Griff, taten aber nicht mehr als notwendig. Die Rheinländer waren äußerst harmlos, von der DEG kam fast nichts nach vorne. So verlebte der Ex-Düsseldorfer Mathias Niederberger bis dahin einen recht ruhigen Abend in der Arena am Ostbahnhof.
Anders sein Gegenüber Hendrik Hane, bei dem es knapp vier Minuten vor der ersten Drittelpause zum dritten Mal einschlug. Vorlagengeber? Natürlich wieder Marcel Noebels! Torschütze? Diesmal nicht Leo Pföderl, der sammelte dafür einen Assist. Lukas Reichel, der dritte Angreifer in dieser Reihe, netzte am Ende eiskalt ein – 3:0 (17.).
Auch danach die Hausherren weiter sehr offensiv ausgerichtet, die DEG kam nicht zur Ruhe, sondern wurde regelrecht über das Eis gehetzt. Doch nach 20 Minuten waren die Düsseldorfer beim Stand von 3:0 vorerst erlöst. In der Pause konnten sie neue Kraft sammeln, mussten sich aber sicherlich auch einige Takte von Headcoach Harold Kreis anhören. Der dürfte mit dem Auftritt keinesfalls zufrieden gewesen sein.

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Zu Beginn des zweiten Drittels kam Düsseldorf mit einem neuen Goalie zurück auf das Eis. Mirko Pantkowski ersetzte Hendrik Hane. Zu Beginn ging es erst einmal munter rauf und runter mit Abschlüssen auf beiden Seiten, jedoch ohne nennenswerte Torchance. Aber der DEG war schon anzumerken, dass sie sich hier nicht ihrem Schicksal ergeben wollten.
Sechs Minuten waren gespielt, da wurde Kris Foucault von Matt White alleine auf die Reise geschickt und ließ Pantkowski keine Chance – 4:0 (26.).
Und die Hauptstädter hatten heute richtig Lust auf Toreschießen, denn in der 29. Spielminute stellten die Berliner auf 5:0. Ryan McKiernan mit dem Zuspiel von der rechten Bandenrundung aus, Kris Focault verwerte vor dem Tor eiskalt.

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Damit war die Geschichte hier natürlich durch. Den Eisbären gelang heute alles, während Düsseldorf einen gebrauchten Tag erwischte. Als Bernhard Ebner für zwei Minuten auf die Strafbank musste, bauten die Hausherren ihr Powerplay sehr ruhig auf, am Ende kam die Scheibe zu Zach Boychuk, welcher auf Zuspiel von Marcel Noebels die Scheibe im halbleeren Düsseldorfer Tor versenken konnte – 6:0 (34.).
Düsseldorf bekam dann aber mal die Chance, aufs Scoreboard zu kommen, als Sebastian Streu zwei Minuten kassierte und die Rheinländer selbst in Überzahl spielen konnten. Und davor hatte Trainer Serge Aubin ja vor dem Spiel gewarnt, sind die Düsseldorfer doch dort besonders gefährlich. Den Beweis blieben sie jedoch schuldig. Die Berliner hatten in Unterzahl durch Mark Olver und Marcel Noebels die besten Chancen.
Und weil heute irgendwie alles klappte, erhöhte Matt White im Slot stehend aus der Drehung heraus auch noch auf 7:0 (37.). Leo Pföderl hatte ihn klasse in Szene gesetzt. Dabei blieb es dann auch erst einmal und die Eisbären nahmen eine 7:0-Führung mit in die Kabine.

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Das letzte Drittel begann mit einer Strafzeit gegen die Eisbären, Marcel Noebels sammelte statt Vorlagen zur Abwechslung mal zwei Strafminuten – die fehlten ihm heute noch. Und das Powerplay sah gar nicht so schlecht aus, aber hinten stand immer noch Mathias Niederberger zwischen den Pfosten. Wie gut der ist, wissen sie in Düsseldorf nur allzu gut. Aber eine Sekunde vor Ablauf des Überzahlspiels fanden die Rheinländer doch noch irgendwie die Lücke am kurzen Pfosten. Alexander Ehl war am Ende der Torschütze gewesen – 7:1 (44.).
Und kurze Zeit später waren die selben Special Teams wieder gefragt, Kris Foucault kassierte die nächsten zwei Minuten auf Seiten der Hauptstädter. Aber das zweite Überzahlspiel der Rheinländer sorgte für keinerlei Gefahr.
Chance Nummer Drei bot sich Mitte des dritten Drittels, als Haakon Hänelt wegen Spielverzögerung in die Kühlbox wanderte. Und dieses Powerplay der DEG sah deutlich besser als das zweite aus, aber Mathias Niederberger stand stets im Weg. Und nach 77 Sekunden war es auch schon wieder vorbei, denn da musste Maxi Kammerer für zwei Minuten auf die Strafbank. So ging es also mit Vier-gegen-Vier und anschließendem Berliner Powerplay weiter. Und da hatte Kris Foucault mit Ablauf des Überzahlspiels dicke Chance auf das 8:1, aber er scheiterte an Mirko Pantkowski.
Sieben Minuten vor dem Ende des Spiels bot sich Ex-Eisbär Daniel Fischbuch die Chance zur Ergebniskosmetik, als er einen Penalty zugesprochen bekam. Ex-DEG-Goalie Mathias Niederberger ließ sich aber nicht ausspielen und so vergab „Fischi“ diese Chance. Lag aber wohl eher an den Anfeuerungsrufen der Eisbären-Spielerbank vor Ausführung des Penaltys: „Komm schon Matthias!“ und „Come on„.
Aber das Schlussdrittel sollte das der Special Teams werden. Denn nun waren die Eisbären mal wieder in Überzahl und hatten durchaus auch Chancen, welche man jedoch nicht nutzen konnte.
Dafür zauberte sich Kris Foucault zwei Minuten vor der Schlusssirene über die Eisfläche bis hin zum Tor, wo er Mirko Pantkowski keine Chance ließ und seinen Hattrick vollende – 8:1 (59.). Er tankte sich an zwei Verteidigern vorbei und schoss im Fallen per Rückhand ein. Ein Traumtor der Nummer 98! Und einer, der wohl Marcel Noebels den Rang als Spieler des Spiels wegnehmen wollte. Wenn so was dabei herauskommt, dann gerne immer so. Denn am Ende blieb es beim 8:1-Kantersieg der Eisbären gegen Düsseldorf.

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Zu Beginn des Spiels dachte ich noch, die DEG hätte sich hier etwas vorgenommen, so wie sie loslegten. Doch das war nur ein laues Lüftchen, denn vom 1:0 an dominierten die Hauptstädter das Spielgeschehen, zeigten traumhafte Kombinationen und nutzten nahezu jede sich bietende Torchance. Nach 40 Minuten sah alles nach einem zweistelligen Kantersieg aus, doch im Schlussdrittel nahm man deutlichen Tempo aus dem Spiel und schaltete ein paar Gänge zurück. Kräfte schonen für die Duelle mit den Süd-Teams war angesagt. Aber als die DEG den Anschlusstreffer erzielte, wollte man zumindest ein Unentschieden im letzten Drittel erreichen. Nach dem das geschafft war, war die Luft raus aus dem Spiel.
Überragend auf Berliner Seite: Marcel Noebels mit vier Torvorlagen und Kris Foucault mit drei Toren. Zudem Leo Pföderl (2 Tore/1 Assist), Matt White und Zach Boychuk (beide 1/2) mit je drei Scorerpunkten. Ein rundum gelungener Abend also in der Mercedes-Benz Arena. Der Süden kann kommen…

6:3 in Köln: Zehn starke Minuten zu Spielbeginn ebnen den Weg zum Sieg

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Eisbären Berlin haben auch das letzte Duell gegen die Kölner Haie in der diesjährigen Hauptrunde gewonnen. In der LANXESS-arena setzten sich die Hauptstädter verdient mit 6:3 (4:1,0:1,2:1) durch und festigten damit die Tabellenführung in der Gruppe Nord. Den Grundstein zum Auswärtssieg legte man bereits in den ersten zehn Minuten. Danach kam man von seinem Spielplan ab und musste noch einmal bis ins letzte Drittel hinein zittern, ehe man den dritten Sieg in Serie klar machte.

Bei den Eisbären gab es im Vergleich zum 5:2-Heimsieg gegen Iserlohn nur eine personelle Veränderung. Youngster Tobias Ancicka stand in Köln zwischen den Pfosten, Stammgoalie Mathias Niederberger nahm auf der Bank Platz.

Köln kam schon nach wenigen Sekunden fast zur ersten Chance, als Jonathan Matsumoto frei vor Tobias Ancicka auftauchte, aber der Haie-Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss und wurde anschließend zu weit nach außen gedrängt. Da war mehr drin für Köln in dieser Situation.
Danach aber die Hauptstädter im Vorwärtsgang. Wen wundert es, stellten die Berliner mit 84 Toren doch den besten Angriff in der Gruppe Nord und erzielten in 14 von 22 Spielen mindestens vier oder mehr Tore. Was für eine Statistik! Und die Offensive bekam dann in der fünften Spielminute auch die erste Chance zur Führung, als Jason Akeson die erste Strafzeit der Partie kassierte. Und das war eine der Schwachstellen der Domstädter zuletzt, kassierte man doch in den letzten fünf Spielen neun Gegentore in Unterzahl. Und auch heute dauerte es nicht lange. Simon Després mit dem Pass auf Ryan McKiernan, welcher abzog, Hannibal Weitzmann konnte den Schuss auf den kurzen Pfosten nicht parieren und Parker Tuomie setzte entscheidend nach und netzte per Rückhand ein – 1:0 (5.).
Köln wirkte geschockt und Marcel Müller lud die Berliner schnell zum zweiten Tor ein. Er wollte das Spiel von hinten heraus aufbauen, spielte den Fehlpass, Kris Foucault kam an die Scheibe und war frei vor Weitzmann, dem er mit seinem Rückhandschuss keine Chance ließ – 2:0 (7.).
So hatten sich das die Haie sicherlich nicht vorgestellt, die danach aber einen guten Wechsel hatten und auch zu zwei, drei Möglichkeiten kamen. Ein Erfolgserlebnis hätte den Hausherren in dieser Phase sehr gut getan.
Das hatten dann aber die Gäste von der Spree wieder. Der nächste Angriff rollte auf das Kölner Tor zu, Simon Després brachte die Scheibe Richtung Tor, Lukas Reichel kam zum Abschluss und danach entstand ein Gewühl vor Weitzmann, welcher auch nicht mehr die Übersicht hatte. Marcel Noebels dagegen schon, er stocherte den Puck über die Linie und düpierte damit die Kölner Haie – 3:0 (10.). Haie-Coach Uwe Krupp nahm daraufhin erst einmal eine Auszeit, um seine Mannschaft zu beruhigen.
Köln wirkte danach angeschlagen und die Eisbären machten weiterhin Druck, nur konnten sie kein weiteres Tor erzielen. Köln fing sich nach ein paar Minuten und kam nach einem Scheibenverlust der Berliner zum Anschlusstreffer. Jason Akeson schnappte sich die Scheibe, spielte sie zu James Sheppard, welcher für Freddy Tiffels abtropfen ließ und der hämmerte die Scheibe ins Netz – 3:1 (15.).
Gerade als man dachte, Köln hätte sich gefangen, stimmte die Zuordnung hinten überhaupt nicht. John Ramage fuhr hinter das Tor, spielte die Scheibe vor das Tor, wo Sebastian Streu ohne Mühe und Not auf 4:1 erhöhen konnte (19.).
Aber auch dieses Tor schüttelten die Haie ab und hätten kurz darauf beinahe erneut verkürzt, aber Dominik Tiffels und Jason Akeson scheiterten an Tobias Ancicka. So stand es nach 20 Minuten 4:1 für Berlin.

Das Mitteldrittel begann mit Strafen auf beiden Seiten, doch etwas Zählbares konnten beide Mannschaften in ihren je 20 Sekunden Powerplay nicht zu Stande bringen. Auch bei Vier-gegen-Vier waren Torraumszenen Mangelware.
Danach ging es hin und her, aber weiter mangelte es an Chancen. Die kamen erst in der 27. Spielminute, als Lukas Reichel klasse durchsteckte zu Matt White, welcher frei vor Weitzmann auftauchte, diesen tunneln wollte, aber an ihm scheiterte. Direkt im Gegenzug feuerte Marcel Barinka einen Schuss ab, traf jedoch nur die Latte. Am Aluminium schepperte es auch in der 31. Spielminute, als Jonathan Matsumoto in Überzahl nur den Außenpfosten traf.
Köln zeigte im Mitteldrittel deutliche mehr Gegenwehr und so war es im Mitteldrittel durchaus ein Spiel auf Augenhöhe. Köln kam auch immer wieder zu Abschlüssen vor dem Berliner Tor, die Haie hatten sogar ein optisches Übergewicht in den zweiten 20 Minuten.
Die Eisbären waren offensiv nur selten in Erscheinung getreten. Erst vier Minuten vor der zweiten Drittelpause wurde Matt White am langen Pfosten freigespielt, hatte zu viel Platz, schoss aber knapp am Tor vorbei.
Köln investierte mehr im zweiten Drittel und hatte in der Schlussphase noch einmal eine Chance in Überzahl, als Jonas Müller auf die Strafbank musste. Doch Ex-Eisbär James Sheppard hatte anscheinend keine Lust auf Überzahl, denn er beendete diese nach ganzen zwei Sekunden. Und so ging es mit Vier-gegen-Vier weiter. Aber Zach Boychuk tat den Domstädtern den Gefallen und folgte Müller in die Kühlbox. Köln nun also mit der großen Chance im Vier-gegen-Drei-Überzahlspiel, welche Jason Akeson nutzen konnte. Der Kölner Stürmer behauptete auf der linken Seite die Scheibe, hatte zu viel Platz, guckte sich die Ecke aus und schlenzte die Scheibe in den Winkel – 4:2 (38.).
Mehr passierte dann nicht mehr und Köln verdiente sich durch einen engagierten Auftritt im zweiten Drittel den Anschlusstreffer. Und da Zach Boychuk mit der Pausensirene erneut eine Strafzeit kassierte, konnte Köln das Schussdrittel in Überzahl beginnen.
Eisbären-Verteidiger und Ex-Köln-Spieler Simon Després mit seinem Fazit zum zweiten Drittel und seiner Rückkehr nach Köln:

Köln war besser im Spiel im zweiten Drittel. Ich erwarte noch ein ganz enges Ding im dritten Drittel. Wir müssen wieder etwas aggressiver, etwas wacher sein, um das Spiel im dritten Drittel zu gewinnen. Es ist schön für mich, nach Köln zurückzukommen. Ich hatte hier eine gute Zeit. Aber jetzt freue ich mich, bei den Eisbären Berlin zu sein, mit denen ich Deutscher Meister werden will.

Und das Powerplay zu Beginn des Schlussdrittels nutzten die Haie eiskalt aus. Freddy Tiffels mit dem Zuspiel von hinter dem Tor vor das Tor, wo Mike Zalewski lauerte und Tobias Ancicka ausspielte und die Scheibe im leeren Tor versenkte – 4:3 (41.).
Doch die Eisbären fanden direkt die Antwort. Sebastian Streu behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Parker Tuomie, welcher vor Hannibal Weitzmann die Nerven behielt – 5:3 (43.).
Danach die Eisbären wieder im Vorwärtsgang, ließen Köln kaum noch vor das eigene Tor kommen. Wenn die Haie doch mal durchkamen, dann war immer ein Schläger oder ein Körper im Weg. Die Eisbären verteidigten das im letzten Drittel sehr gut. Und wenn doch mal ein Schuss bis auf das Tor ging, war ja immer noch Tobias Ancicka zur Stelle.
Erschwerend kam hinzu, dass sich die Hausherren dann auch selbst schwächten. Youngster Marcel Barinka kassierte zwei Minuten und die Eisbären fortan in Überzahl. Und da ließ Kapitän Frank Hördler ein Knaller von der blauen Linie los. Hannibal Weitzmann sah den Schuss überhaupt nicht kommen und die Scheibe rutschte ihm abgefälscht durch die Schoner – 6:3 (52.).
Damit war die Partie hier nun endgültig entschieden. Die Hausherren hatten zwar in den letzten zwei Minuten nochmal ein Powerplay, wo sie auch gute Chancen hatten, aber nutzen konnten sie diese nicht und wenn, wäre es auch nur noch Ergebniskosmetik gewesen. Am Ende setzten sich die Mannen von Headcoach Serge Aubin verdient mit 6:3 durch und beendeten damit auch eine Serie. Denn erstmals gewannen die Eisbären in dieser Saison ein Spiel, in dem sie drei oder mehr Gegentreffer kassierten. Zuvor war das sieben Mal der Fall, alle Spiele wurde anschließend verloren.

Ein Sieg, für den man im ersten Drittel oder besser gesagt in den ersten zehn Minuten den Grundstein gelegt hat. Danach hat man unerklärlicherweise das Eishockeyspielen eingestellt und war nicht mehr so konzentriert bei der Sache. So kam Köln nochmal zurück, aber immer zum richtigen Zeitpunkt schlugen die Eisbären eiskalt zu. So nahm man den Domstädtern jegliche Hoffnung auf Zählbares in diesem Spiel. Das erste Drittel war vor allem in den ersten zehn Minuten stark, das zweite Drittel war definitiv das schlechteste heute und im letzten Drittel zeigte man die richtige Reaktion auf Kölns Anschlusstreffer. Drei weitere wichtige Punkte im Kampf um die beste Platzierung im Hinblick auf die Spiele gegen die Teams aus dem Süden und die danach folgenden Playoffs.
Hervorheben muss man heute mal wieder die Reihe Sebastian Streu, Parker Tuomie und Mark Olver, welche insgesamt sechs Scorerpunkte sammelte. Tuomie traf zweimal, Streu einmal und gab zudem ein Assist, Olver bereitete zwei Tore vor. Was wichtig ist im Hinblick auf die schweren Spiele gegen die Süd-Teams, dass man nun also drei Reihen hat, die verlässlich scoren. Und die vierte Reihe um Haakon Hänelt, Nino Kinder und Eric Mik macht auch einen guten Job und ist immer für einen Treffer gut. Eine sehr ausgewogene Mischung also, welche Trainer Serge Aubin da hat.

Doch trotz des 6:3-Auswärtssieges war Stürmer Leo Pföderl keinesfalls zufrieden mit dem Auftritt der Eisbären:

Das war ein abartiges ‚Rumgegurke‘ heute. Das erste Drittel war noch okay. Das zweite war richtig schlecht von uns und im letzten haben wir es dann Gott sei Dank über die Zeit gebracht. Das man nach dem 3:0 zurückschaltet, ist glaub ich menschlich, aber es ist immer noch knapp. Es ist noch viel Eishockey zu spielen nach zehn Minuten und dass die Kölner bei Überzahl gefährlich sind, haben wir gewusst. Leider haben wir ein bisschen nachgelassen, aber zum Glück haben wir es noch über die Zeit gebracht.

Ebenso unzufrieden war Ex-Eisbär James Sheppard, was nach einer Niederlage aber normal ist:

Die ersten zehn Minuten waren hart, da ist Berlin aber richtig wie die Feuerwehr aus der Kabine gekommen und wir waren überhaupt nicht da, überhaupt nicht bereit. Das haben wir dann in den Griff bekommen, aber nichtsdestotrotz müssen wir es schaffen, in den nächsten Spielen 60 Minuten Eishockey zu spielen, sonst wird es schwer, Spiele zu gewinnen.

5:2 gegen Iserlohn: Zach Boychuk trifft doppelt und Simon Després feiert seine Tor-Premiere im Eisbären-Trikot

Ausgabe #9:

Nach kurzer Schwächephase sind die Eisbären Berlin endgültig zurück in der Erfolgsspur. Drei Tage nach dem 5:1-Sieg in Bremerhaven setzten sich die Berliner am Sonntagabend mit 5:2 (1:1,1.0,3:1) gegen die Iserlohn Roosters durch und festigten damit die Tabellenführung in der Gruppe Nord.

Personell gab es bei den Eisbären nur eine Änderung, und zwar im Tor. Da rückte Stammgoalie Mathias Niederberger zurück zwischen die Pfosten, Youngster Tobias Ancicka musste wieder auf der Bank als Back-up Platz nehmen. Ansonsten blieben alle Reihen und Ausfälle wie in Bremerhaven gleich.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Eisbären wollten Wiedergutmachung betreiben nach zwei Heimniederlagen in Folge gegen Wolfsburg. Und nach nur 105 Sekunden klingelte es schon im Iserlohner Tor. Der Spieler des Jahres der vergangenen Saison, Marcel Noebels, netzte nach klasse Zuspiel von Leo Pföderl ein. Die Nummer 93 bekam die Scheibe hinter dem Tor, drehte sich kurz um, spielte die Scheibe in den Slot, wo die Nummer 92 nicht lange fackelte – 1:0 (2.).
Auch danach die Eisbären weiterhin im Vorwärtsgang und viel Druck, schnellem Umschaltspiel. Doch ein Fehler der Eisbären ermöglichte Iserlohn einen Zwei-auf-Eins-Konter, welchen Philip Riefers im zweiten Versuch erfolgreich abschließen konnte. Den ersten Versuch konnte Mathias Niederberger noch parieren, aber ihm rutschte die Scheibe unglücklich durch die Schoner. Den Braten roch Riefers, fuhr weiter zum Tor, setzte nach und traf zum 1:1 (5.).

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Rasanter Auftakt von beiden Mannschaften also, die weiterhin nur eine Richtung kannten. Iserlohn kassierte dann in der achten Spielminute durch den Ex-Eisbären Jens Baxmann wegen Beinstellens die erste Strafzeit der Partie und das Powerplay der Hauptstädter sah sehr gut und druckvoll aus, nur hatte man vor dem gegnerischen Tor von Andreas Jenike nicht das nötige Glück auf seiner Seite.
Die Eisbären waren die offensivere Mannschaft und schalteten immer wieder schnell um. Iserlohn konzentrierte sich vor allem auf seine Defensive, um dann ebenfalls blitzschnell umzuschalten und zu kontern.
13 Minuten waren gespielt, als die Sauerländer erstmals in Überzahl agieren konnten. Zach Boychuk musste wegen Bandenchecks in die Kühlbox, Parker Tuomie folgte ihm wenig später wegen Hakens, so dass Iserlohn für 56 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber das Penaltykilling der Hausherren funktionierte. Einzig Brody Sutter aus dem Slot heraus und Joe Whitney, der den Außenpfosten traf, hatten Chancen, mehr ließen die Berliner nicht zu.
Die Special Teams waren auch danach wieder gefragt, diesmal gab es ein Powerplay auf Berliner Seite. Julian Lautenschlager musste wegen eines Stockschlags auf die Strafbank. Aber dieses Überzahlspiel sah diesmal nicht gut aus und so verpuffte diese Chance ereignislos. So endete dieses muntere erste Drittel 1:1-Unentschieden. Die Eisbären mit einem Chancenübergewicht, aber Iserlohn sorgte immer wieder für Gefahr, wenn sie vor das Berliner Tor kamen.

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Die Special Teams waren auch im zweiten Drittel sofort gefragt, Iserlohn Casey Bailey musste wegen Beinstellens in die Kühlbox, doch das Berliner Powerplay sorgte nicht für so viel Gefahr, um das Tor von Andreas Jenike ernsthaft zu gefährden.
Beinstellen war auch der Grund, warum John Ramage in der 25. Spielminute vom Eis musste und nun Iserlohn ein Mann mehr auf dem Eis war. Aber auch Iserlohn ohne echte Torchance.
Als man wieder Fünf-gegen-Fünf spielte, scheiterte Matt White zunächst mit seinem Alleingang an Jenike, der mit dem Schoner parieren konnte. Wenige Sekunden später war es Zach Boychuk, der nach einem parierten Schuss von Mathias Niederberger sich die Scheibe schnappte, den Turbo zündete und Jenike keine Chance ließ – 2:1 (27.).
Fortan die Eisbären die spielbestimmende Mannschaft, die immer wieder den Zug zum Tor suchten. Nur vor dem Tor mangelte es an der nötigen Kaltschnäuzigkeit, um die Führung auszubauen. Iserlohn war zu selten präsent vor dem Eisbären-Tor und wenn sie mal durchkamen, waren die Abschlüsse kein Problem für Mathias Niederberger. Viel mehr waren die Sauerländer in den zweiten 20 Minuten ins eigene Drittel gedrängt und mussten dort ihr eigenes Tor verteidigen. Das taten sie mal besser, mal schlechter. Insgesamt war das kein gutes zweites Drittel der Sauerländer, zu oft luden sie die Eisbären zu Chancen ein. Nur konnten die Berliner diese Einladungen nicht nutzen. So stand es nach 40 Minuten 2:1 für die Eisbären, was für Iserlohn doch eher schmeichelhaft war. Aber so war noch alles offen für das letzte Drittel.

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Und dort sorgten die Eisbären früh für die Vorentscheidung. Parker Tuomie forderte die Scheibe auf der rechten Seite von Mark Olver, bekam sie und spielte sie direkt quer rüber, wo Ryan McKiernan lauerte und per Onetimer auf 3:1 stellte (43.).
Iserlohn aber keinesfalls geschockt. Die Mannschaft von Brad Tapper spielte anschließend nach vorne und setzte sich im Berliner Drittel fest. Eine gute Chance kam auch bei heraus, doch Mathias Niederberger war zur Stelle und verhinderte den Anschlusstreffer.
Auf der Gegenseite erkämpfte Leo Pföderl die Scheibe, spielte sie in den Slot, wo sie Simon Després in Empfang nahm und trocken einnetzte – 4:1 (48.). Das erste Tor im Eisbären-Trikot für die Nummer 47.
Danach passierte nicht mehr so viel aufregendes. Die Eisbären feuerten zwar noch ein paar Schüsse ab, doch Erfolg sollten sie damit nicht haben. Iserlohn tat nicht wirklich viel nach vorne. Wenn sie mal zum Abschluss kamen, war Mathias Niederberger zur Stelle. Die zwei schnellen Gegentreffer zu Beginn des Schlussdrittels schienen den Sauerländern den Stecker gezogen zu haben.

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Aber ihr Trainer Brad Tapper versuchte noch einmal alles und nahm gut fünf Minuten vor dem Ende bereits den Torhüter vom Eis. Und beinahe hätte er damit Erfolg gehabt, doch Casey Bailey pfefferte die Scheibe nur an den Pfosten. Als Leo Pföderl in der 57. Spielminute wegen Spielverzögerung vom Eis musste, schlug Joe Whitney mit einem Hammer von der blauen Linie in Überzahl zu – nur noch 4:2.
Brad Tapper hatte seinen Jungs in der Auszeit nach der Strafe nochmal heiß gemacht und sie trafen sofort. Danach ging Jenike erneut vom Eis, Iserlohn witterte nun Morgenluft und wollte das Unmögliche noch möglich machen. Doch die Eisbären waren es, welche durch Zach Boychuk den Decker auf dieses Spiel machten, er netzte ins verwaiste Iserlohner Tor ein – 5:2 (58.).
Nun war der Widerstand der Roosters gebrochen und die Eisbären fuhren problemlos den Sieg ein und beendeten damit die zwei Spiele andauernde Niederlagenserie auf eigenem Eis.

Ein hochverdienter Sieg für die Hauptstädter, welche im ersten Drittel noch einen Gegner auf Augenhöhe hatten und das 1:1 auch durchaus gerecht war. Im zweiten Drittel aber waren die Berliner die drückend überlegene Mannschaft, nur konnten sie daraus nicht viel Zählbares mitnehmen und mussten so im Schlussdrittel für die Entscheidung sorgen. Dort zog man Iserlohn mit zwei Toren in den ersten sieben Minuten schnell den Stecker. Zwar kam Iserlohn noch einmal kurz heran, doch am ungefährdeten Heimsieg sollte sich nichts mehr ändern.

5:1-Sieg in Bremerhaven! Mit Youngster-Power zum Sieg an der Küste

Die Niederlagenserie ist vorbei: Nach drei Niederlagen in Serie haben die Eisbären Berlin am Donnerstagabend zurück in die Erfolgsspur gefunden. Bei de Fischtown Pinguins Bremerhaven setzte sich der Hauptstadtclub hochverdient mit 5:1 (2:0,3:1,0:0) durch und beendete damit die drei Spiele andauernde Siegesserie der Hausherren. Zugleich distanzierte man mit dem Erfolg den ärgsten Verfolger in der Gruppe Nord. Waren es bei der 3:5-Niederlage vor sechs Tagen 195 Sekunden im Mitteldrittel, die für die Niederlage sorgten, waren es heute 140 Sekunden im zweiten Drittel, welche die Berliner zum Sieg führten. 

Nach drei Niederlagen in Folge wollten die Eisbären wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Grund etwas zu ändern, sahen die Verantwortlichen der Berliner nicht, wie Co-Trainer Craig Streu vor dem Spiel im Interview sagte:

Das Einzige, was für uns zählt, ist das Spiel heute. Was in der Vergangenheit passiert ist, können wir nicht ändern und unser Fokus liegt auf heute Abend. Wir haben nicht viel geändert. Wie gesagt, zwei von den drei Spielen haben wir super gespielt. Wir müssen nicht viel ändern, ein bisschen Puck-Glück hat gefehlt. Wir sind vorbereitet auf heute Abend.

Bei den Eisbären gab es kurz vor Spielbeginn noch einen Ausfall. Fabian Dietz verletzte sich beim Aufwärmen und konnte nicht mitspielen. So bestand die nominell vierte Reihe nur noch aus Nino Kinder und Haakon Hänelt, Verteidiger Eric Mik stürmte während der Partie an der Seite der Beiden. Auch so hatte sich in den Reihen ein bisschen was verändert. Matt White und Zach Boychuk stürmten an der Küste zusammen mit Kris Foucault. Gegen Wolfsburg war es noch Haakon Hänelt gewesen. Neben Mark Olver und Parker Tuomie spielte Sebastian Streu anstelle von Foucault. Einzig die Top-Reihe um Marcel Noebels, Leo Pföderl und Lukas Reichel blieb bestehen. Genau wie die Verteidiger-Pärchen. Und im Tor startete Tobias Ancicka statt Mathias Niederberger

Das Spitzenspiel begann rasant. Sofort war die Intensität und das Tempo hoch, es ging hin und her. Beide Mannschaften suchten sofort den Abschluss zum Tor. Doch ein Hochkaräter an Chancen war da zunächst noch nicht dabei gewesen.
Den hatten die Hausherren dann in der neunten Spielminute, doch Tobias Ancicka mit einem klasse Save.
Die erste große Chance auf Berliner Seite nutzten die Eisbären eiskalt aus. Marcel Noebels fuhr rum ums Tor, spielte den Querpass per Rückhand in den Slot, wo Leo Pföderl lauerte und zum 1:0 traf (10.).
Wenig später hatten die Berliner direkt die Möglichkeit nachzulegen, denn Bremerhaven kassierte die erste Strafzeit der Partie. Und im Powerplay schlugen die Eisbären eiskalt zu. Matt White bekam oben die Scheibe, machte kurz ein paar Schritte und holte dann am linken Bullykreis zu einem satten Schlagschuss an. Die Scheibe schlug im kurzen Eck ein, keine Chance für Ex-Eisbären-Goalie Tomas Pöpperle und auch nicht für seine Trinkflasche – 2:0 (13.)
Auch fortan war es ein Spiel mit hohem Tempo. Beide suchten immer wieder den Weg vor das Tor, dabei waren die Eisbären aber die gefährlichere Mannschaft. Bremerhaven war zwar bemüht, aber die Defensive der Eisbären machte einen sehr guten Job und ließ kaum etwas gefährliches zu. Und wenn mal was durchkam, dann war Tobias Ancicka zur Stelle.
Auch als Bremerhaven zum Ende des ersten Drittels das erste Powerplay hatte, ließen die Eisbären kaum etwas zu. Das beste Überzahlspiel der Liga tat sich schwer, ein Mittel gegen die kompakte Berliner Defensive zu finden. So führten die Eisbären verdient mit 2:0.
Bremerhavens Verteidiger Simon Stowasser mit seiner Analyse zum ersten Drittel:

Der Anfang war ziemlich schwer, wir haben uns ziemlich schwer getan. Aber zum Schluss sind wir besser rein gekommen, haben uns Chancen erarbeitet und so wollen wir weitermachen.

21 Sekunden waren zu Beginn des Mitteldrittels zwar noch auf der Powerplayuhr, aber gefährlich wurde es in der kurzen Zeit nicht mehr.
Gefährlich wurde es dafür in der 22. Spielminute. Simon Després fing die Scheibe in der neutralen Zone ab, Mark Olver schnappte sie sich, spielte sie weiter zu Parker Tuomie, welcher das Auge auf der rechten Seite für Sebastian Streu hatte. Der zog humorlos ab und erhöhte auf 3:0. Das erste Saisontor von „Sebe“, herzlichen Glückwunsch dazu!
Bremerhaven nun komplett von der Rolle und die Eisbären legten nur 50 Sekunden später nach. Nino Kinder vors Tor zu Haakon Hänelt und der 17-jährige Stürmer mit seinem ersten DEL-Tor – 4:0 (23.). Herzlichen Glückwunsch, Haakon!
Bremerhaven ließ den Eisbären viel zu viel Platz und die Berliner spielten sich in einen Rausch. Matt White fuhr rum ums Tor, wollte die Scheibe per Rückhand an Pöpperle vorbeischummeln. Die Scheibe lag frei, White setzte nach, Pöpperle wusste nicht, wo die Scheibe ist und Zach Boychuk stand goldrichtig. Er schob die Scheibe ins leere Tor – 5:0, nur 90 Sekunden nach dem vierten Tor (25.). Danach war Feierabend für den völlig entnervten Tomas Pöpperle, Brandon Maxwell kam für ihn ins Tor.
Die Hausherren wirkten nun angezählt, waren komplett neben der Spur, liefen nicht Schlittschuh, nahmen die Zweikämpfe nicht so wirklich an, spielten kein Forechecking, störten die Eisbären kaum im Spielaufbau und waren vorne nicht präsent. Die Eisbären hingegen hatten die Lust am Eishockey wieder gefunden und spielten weiter offensiv, spielten sich Chancen heraus, wurden dazu aber auch herzlich von Bremerhaven eingeladen. Die Gastgeber ließen nach wie vor zu viel Platz im eigenen Drittel. Die Zuordnung stimmte überhaupt nicht. Das konnte Trainer Thomas Popiesch nicht gefallen.
Serge Aubin hingegen dürfte zufrieden gewesen sein, denn trotz der komfortablen Führung spielten die Eisbären weiter sehr konzentriert, hielten an ihrem Gameplan fest.
Erst in den letzten zwei Minuten Bremerhaven mal so, wie man sie kennt, mit einem druckvollen Wechsel und einem guten Forecheck. Dafür belohnten sie sich auch mit dem Anschlusstreffer. Simon Stowasser hatte von der blauen Linie abgezogen und Christian Hilbrich hielt die Kelle in den Schuss – 1:5 (40.).
Über diesen Gegentreffer kurz vor der zweiten Pause ärgerte sich anschließend auch Lukas Reichel im Pauseninterview bei Magenta Sport:

Wir machen gut Druck, auch hinten sind wir kompakt. Das Tor war jetzt ein bisschen ärgerlich vor der Pause. Alle machen einen guten Job, alle Reihen, die vierte Reihe, die dritte Reihe, Tobi auch. Wir können zufrieden sein, aber wir haben noch ein Drittel und müssen einfach so weiterspielen. Wir müssen aufpassen, Bremerhaven ist eine gute Konter-Mannschaft, das wir hinten weiter kompakt bleiben.

Im Schlussdrittel hielten die Hauptstädter weiterhin an ihrem Gameplan fest, spielten weiterhin sehr konzentriert, starteten die Angriffe aus einer sehr kompakten Defensive heraus. Man machte weiter Druck auf das Bremerhavener Tor, nur hatte man diesmal kein Scheibenglück vor dem gegnerischen Tor.
Die Hausherren erst in der 47. Spielminute mit einem ersten guten Wechsel, mit viel Druck auf das Berliner Tor, aber die verteidigten ihr Gehäuse weiterhin mit allen Mitteln.
Auch danach Bremerhaven weiterhin bemüht, aber die Eisbären ließen nicht viel zu. Vorne lauerten sie auf Konter und hatten auch einen durch Marcel Noebels und Leo Pföderl, welchen sie jedoch vergaben.
Danach plätscherte die Partie eher ereignislos vor sich hin. Die Eisbären machten nicht mehr als nötig und Bremerhaven konnte nicht mehr zeigen. Am Ende also ein sehr souveräner und hochverdienter 5:1-Auswärtssieg in Bremerhaven.

Ganz starke Leistung auswärts bei einer eigentlich sehr heimstarken Bremerhavener Mannschaft, die normalerweise wie die Feuerwehr aus der Kabine kommt. Aber die Eisbären waren von der ersten Sekunde an hellwach und zogen ihren Gameplan über die vollen 60 Minuten durch. Im ersten Drittel führte man trotz eines Spiels auf Augenhöhe mit 2:0, im Mitteldrittel dominierte man das Spiel nach Belieben und schraubte das Ergebnis innerhalb von 140 Sekunden auf 5:0 hoch. Danach hatte man alles im Griff, außer in den letzten zwei Minuten des Mitteldrittels, als Bremerhaven sich das 1:5 dank einer sehr starken Wechsels erarbeitete. Doch im Schlussdrittel nahm man den Hausherren sofort den Wind aus den Segeln und verwaltete das Spiel sehr solide bis zum Ende.
Hervorheben muss man heute natürlich die Youngsters, welche ihren Anteil am Sieg hatten. Goalie Tobias Ancicka machte eine starke Partie, parierte 16 der 17 Bremerhavener Torschüsse. Sebastian Streu erzielte sein erstes Saisontor und Haakon Hänelt gar sein erstes DEL-Tor. Klar, dass der 17-jährige nach dem Spiel zum Interview musste und dort gleich einmal das Gegentor auf seine Kappe nahm:

Wir haben als Team gut zusammengespielt, uns alle gut unterstützt. Leider ein dummer Fehler von mir, der zum Gegentor führte. Alles in allem ist eine super Mannschaftsleistung gewesen. Natürlich toll, dass wir das Spiel gewonnen haben und das gibt uns Energie für das nächste Spiel.

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch war nicht zufrieden mit dem Spiel:

Wir waren von der ersten Minute an in sehr, sehr vielen Bereichen unterlegen gewesen. Wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen. Wir haben auch gerade in der neutralen Zone viele Puckverluste gehabt. Dann haben wir das Selbstvertrauen nicht aufbauen können. Gerade im letzten Powerplay im ersten Drittel. Wenn wir da ein Tor geschossen hätten, wäre vielleicht nochmal eine Energie gekommen. Aber so hat uns über 60 Minuten heute alles gefehlt.

2:3 n.V.! Auch im vierten Duell unterliegen die Eisbären Berlin den Grizzlys Wolfsburg

Ausgabe #8:

Viertes Spiel, vierte Niederlage: Die Grizzlys Wolfsburg bleiben der Angstgegner der Eisbären Berlin in dieser Saison. Vor den Augen des Bundestrainers Toni Söderholm verloren die Hauptstädter mit 2:3 n.V. (0:0,1:2,1:0/0:1) gegen die Niedersachsen. Dabei war einmal mehr, wie am Freitag in Bremerhaven, das zweite Drittel ausschlaggebend für die knappe Niederlage. Denn da fanden die Eisbären überhaupt nicht zu ihrem Spiel und machten Fehler über Fehler, welche Wolfsburg dankend annahm. Am Ende hätte man das Spiel noch gewinnen können, doch das Glück vor dem gegnerischen Tor ist in Duellen gegen Wolfsburg in dieser Saison irgendwie nicht auf Seiten der Berliner.

Personell fiel bei den Berlinern neben PC Labrie und Mark Zengerle auch Giovanni Fiore aus. Seinen Platz in der Reihe mit Matt White und Zach Boychuk nahm Youngster Haakon Hänelt ein. Den Platz von Hänelt in der Reihe mit Fabian Dietz und Sebastian Streu nahm Nino Kinder ein, welcher aus Weißwasser zurückgeholt wurde. Eric Mik war nominell siebter Verteidiger, da Neuzugang Simon Després an der Seite von Ryan McKiernan verteidigte und sein Debüt im Eisbären-Trikot feierte. Im Tor blieb alles beim alten, Mathias Niederberger hütete das Berliner Gehäuse.

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Rasanter Beginn in dieses Duell, von Beginn an war es eine sehr intensiv und hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften hatten sofort den Vorwärtsgang drin, überbrückten schnell die neutrale Zone, fanden dann aber im gegnerischen Drittel kaum Räume, um sich bestmögliche Chancen zu kreieren. In der vierten Spielminute fanden die Hausherren aber mal die Lücke und Zach Boychuk kam im Slot per Onetimer zum Abschluss, welchen Chet Pickard im Wolfsburger Tor jedoch entschärfen konnte.
Direkt danach Wolfsburg mit einem guten Wechsel und eins, zwei guten Abschlüssen, wo Mathias Niederberger im Berliner Tor gefordert war.
Nach sieben Minuten hatten alle Anwesenden in der Arena am Ostbahnhof bereits den Torschrei auf den Lippen, als Kapitän Frank Hördler nach einer klasse Kombination auf links zum Abschluss kam. Doch sein Schuss ging leider nur an den Innenpfosten und eben nicht rein ins Tor. Glück für die Niedersachsen.
Danach immer wieder gute Phasen von beiden Teams. Sowohl die Eisbären als auch Wolfsburg brachten die Scheiben immer wieder zum Tor, nur richtig viele hundertprozentige Chancen sprangen dabei nicht heraus.
Acht Minuten vor der ersten Drittelpause tänzelte sich Lukas Reichel mit zwei, drei Finten an den Wolfsburger Verteidigern vorbei und kam zum Abschluss, verzog jedoch denkbar knapp. Die Anwesenheit des Bundestrainers sorgte wohl für Extra-Motivation bei „Luki“.
Fortan ging es weiter hart umkämpft zur Sache und immer wieder hin und her. Tore sollten in diesem sehr kurzweiligen ersten Drittel aber keine mehr fallen und so ging es beim Spielstand von 0:0 in die erste Drittelpause.

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Das Mitteldrittel begann aus Eisbären-Sicht nicht so gut. In der Defensive stimmte die Zuordnung überhaupt nicht, Pekka Jormakka mit dem Zuspiel aus der rechten Bandenrundung direkt vor das Tor, wo Anthony Rech komplett frei stand, Mathias Niederberger austanzte und die Scheibe von der Vorhand auf die Rückhand legte, mit welcher er letztlich das Tor erzielte – 0:1 (23.).
Wolfsburg wirkte griffiger, spritziger, einen Schritt schneller als die Eisbären. Garrette Festerling überlief auf links die Eisbären, spielte den scharfen Pass an den rechten Pfosten, wo Ex-Eisbär Spencer Machacek zum Abschluss kam, aber an Mathias Niederberger scheiterte.
Und weiterhin ging es nur in Richtung des Berliner Tores. Guter Wechsel der Gäste aus der Autostadt, die Eisbären kamen gehörig ins schwimmen, nur hatten sie Glück, dass Wolfsburg das nicht ausnutzen konnte.

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Bezeichnend für das Eisbären-Spiel: Mark Olver und Kris Foucault fuhren sich an der gegnerischen blauen Linie gegenseitig über den Haufen. Statt Torgefahr kam der Abseitspfiff.
Kurz darauf kassierte Sebastian Streu die erste Strafzeit der Partie wegen eines Bandenchecks. Die erste Überzahl des Spiels nutzten die Gäste. Klasse Spielaufbau, die Scheibe kam hoch an die blaue Linie zu Julian Melchiori, welcher abzog. Garrett Festerling parkte vor dem Berliner Tor und fälschte die Scheibe so ab, dass sie Mathias Niederberger durch die Schoner rutschte – 0:2 (29.).
Mitte des zweiten Drittels das erste Powerplay für die Hauptstädter, aber das sorgte für keinerlei Gefahr. Harmlos, was die Eisbären mit einem Mann mehr zeigten. Insgesamt war es ein schwacher Auftritt in den zweiten 20 Minuten. Zu viele unnötige Scheibenverluste im Spielaufbau, zu oft unkonzentriert an der Scheibe, zu langsam in den Laufduellen und, und, und…
Zum Ende hin aber wachten die Berliner im zweiten Überzahlspiel der Partie auf. Eine gelungene Kombination über Marcel Noebels, welcher die Scheibe auf rechts runter an den Pfosten zu Lukas Reichel spielte, welcher sie weiter auf die linke Seite passte, wo Zach Boychuk lauerte und zum 1:2 einnetzte (38.). Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Hausherren, welche mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine gingen und im letzten Drittel sich deutlich steigern mussten, um den ersten Saisonsieg gegen die Wolfsburger einzufahren.

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Und früh im Schlussdrittel bot sich die Chance zum Ausgleich, als Jeff Likens wegen eines Bandenchecks in die Kühlbox musste. Und das sah richtig gut aus. Zach Boychuk mit dem Querpass auf Lukas Reichel, doch der Youngster scheiterte mit seinem Onetimer an Chet Pickard. Kris Foucault versuchte es anschließend noch mit dem Bauerntrick, scheiterte aber auch.
Was mit einem Mann mehr nicht klappte, funktionierte dann bei gleicher Spieleranzahl. Torjäger Jonas Müller zog einmal ab, zog zweimal ab und drin war die Scheibe – 2:2 (44.). Der fünfte Saisontreffer des Verteidigers, der sich selbst nicht als stürmender Verteidiger sieht. So langsam muss er das nochmal überdenken.
Die Eisbären waren im letzten Drittel deutlich besser drin, kämpften wieder, liefen Schlittschuh, blockten hinten die Schüsse und hatten viel Zug Richtung Wolfsburger Tor. Aber auch Wolfsburg suchte den Weg vor das Berliner Tor, denen allerdings das optische Übergewicht gehörte. Man hatte sich in der Pause also einiges vorgenommen nach dem miserablen Mitteldrittel.

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Beide wollten in den letzten zehn Minuten die Führung erzielen, den Eisbären merkte man dabei aber mehr Tatendrang an als den Wolfsburgern. Die versuchten es zunächst einmal mit einer kompakten Defensive. Klappte ja letzte Woche auch, als man mit 3:2 n.P. gewann.
In den letzten Minuten tauchte aber auch Wolfsburg wieder im Drittel der Eisbären auf. Man merkte je näher die Schlusssirene kam, desto mehr hofften beide Mannschaften auf den einen, den entscheidenden Fehler des Gegners, um das Siegtor hier zu erzielen.
Zwei Minuten vor dem Spielende fand Leo Pföderl auf rechts die Lücke, spielte die Scheibe in den Slot, wo Marcel Noebels aber die dicke Chance vergab. Auch danach vergaben die Eisbären in den letzten Sekunden noch eine gute Möglichkeit, somit ging es beim Stand von 2:2 erneut in die Verlängerung.

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In der kassierten die Gäste aus der Autostadt in der 62. Spielminute eine dämliche Strafe wegen Stockschlags, Pekka Jormakka nahm diese, obwohl der Schiedsrichter zuvor bereits zur Ruhe gemahnt hatte. In der Verlängerung sollte man so eine unnötige Strafzeit nicht nehmen. Eisbären-Coach Serge Aubin reagierte prompt und holte seine Jungs zu sich, um das Powerplay zu besprechen. Half nur nicht viel, denn den Eisbären fiel nicht viel ein, um das Abwehrbollwerk der Niedersachsen zu knacken. Während des Überzahlspiels durften sich Jeff Likens und Zach Boychuk schon abkühlen, denn während der gesamten Partie war hier ordentlich Gift drin. Freunde werden beide Mannschaften nicht mehr.
Als Wolfsburg wieder komplett war, vertändelte Marcel Noebels die Scheibe, Pekka Jormakka fuhr alleine auf Mathias Niederberge zu und netzte trocken ein – 2:3, 48 Sekunden vor dem Ende. Riesenjubel auf Wolfsburger Seite, Ernüchterung bei den Eisbären. Da die Wolfsburger der Meinung waren, sie müssten provokant Richtung Eisbären jubeln, kam es hier beinahe noch zu einer Massenschlägerei, welche die Hauptschiedsrichter und die Linienrichter unterbinden konnten. Komplett unnötige Aktion der Wolfsburger, die heute ganz schön mit Meckern auffielen. Sie sollten sich einfach freuen über den Sieg und gut ist.

Eine Niederlage, die man nach dem schlechten zweiten Drittel erwarten konnte, nach dem dritten Drittel aber eher nicht. Denn im letzten Drittel waren die Berliner die bessere Mannschaft, machten nur die Chancen nicht rein. Das Glück vor dem Tor fehlte den Eisbären irgendwie in allen Spielen gegen die Mannschaft aus der Autostadt. In der Verlängerung fehlte es dann an der Kreativität, die Überzahl in einen Sieg umzumünzen. Durch einen individuellen Fehler verlor man am Ende auch den vierten Vergleich gegen die Mannschaft von Pat Cortina. In den Playoffs möchte man sicherlich nicht auf die Niedersachsen treffen. Sollte es doch dazu kommen, droht dort die Fortsetzung der hitzigen Auseinandersetzung.
Ansonsten bleibt festzuhalten, dass es einfach nicht reicht, wenn du nur ein bis zwei gute Drittel spielst. Man muss seinen Gameplan über 60 Minuten durchziehen, um in dieser Liga Erfolg zu haben. Und man hat es auch im vierten Duell nicht geschafft, Wolfsburgs Defensive zu knacken. So bleibt es also dabei, dass man gegen Wolfsburg bisher als einziges Team nicht gewinnen konnte.

3:5 in Bremerhaven: In 195 Sekunden zur Niederlage

Es ist bisher nicht die Woche der Eisbären Berlin. Dem 2:3 n.P. gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte am Freitagabend eine 3:5 (1:1,0:3,2:1)-Niederlage bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven, welche dem Tabellenführer durch den Sieg ein bisschen auf die Pelle rücken. Die Entscheidung in dieser Partie fiel dabei Mitte des zweiten Drittels, als Bremerhaven innerhalb von 195 Sekunden von 1:1 auf 4:1 stellte. Unter gütiger Mithilfe der Eisbären.

Die mussten beim Spiel an der Küste übrigens nicht nur auf PC Labrie verzichten. Nein, auch Mark Zengerle wird den Berlinern wie Labrie in den nächsten Wochen verletzungsbedingt fehlen. Der Respekt vor dem heutigen Gegner war  übrigens sehr groß. Leo Pföderl dazu:

Wir wissen, dass Bremerhaven hinten wie vorne eine starke Mannschaft hat. Aber wir schauen auf uns. Wir wollen unser Eishockey spielen. Und wenn wir das gut umsetzen, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.

Bremerhaven kam wie eigentlich in jedem Heimspiel stark aus der Kabine und suchte sofort den Weg in Richtung Berliner Tor. Keine Minute war gespielt, da hatten die Fischtowns schon zwei, drei gute Schüsse auf das Tor von Mathias Niederberger abgegeben.
Doch die Eisbären brauchten nicht lange und kamen dann auch gut ins Spiel. Sie kontrollierten den Puck und bauten das Spiel aus einer sehr kompakten Defensive heraus auf. Auch die Hauptstädter gaben in der Folgezeit erste Warnschüsse auf das Tor von Brandon Maxwell ab.
Als Kris Foucault in der achten Spielminute die erste Strafzeit der Partie kassierte, hatte das beste Powerplay der Liga die erste Chance, sein Können zu beweisen. Gesagt, getan. Alex Friesen mit dem klasse Seitenwechsel, spielte die Scheibe von rechts rüber in den Lauf von Carson McMillan, welcher die rechte Ecke anvisierte und die Scheibe halbhoch über die Fanghand von Niederberger ins Tor schoss – 0:1 (9.).
Der Rückstand also für die Mannschaft von Headcoach Serge Aubin, doch geschockt waren die Berliner keinesfalls. Sebastian Streu hatte in der elften Spielminute die dicke Chance, als er im Slot angespielt wurde und völlig freistehend zum Abschluss kam. Aber Brandon Maxwell hielt stark.
In der selben Minuten musste Ziga Jeglic wegen Spielverzögerung für zwei Minuten in die Kühlbox. Dort saß er aber nur ganze sieben Sekunden. Die Eisbären verloren zwar das Bully, aber Lukas Reichel setzte stark nach, erkämpfte die Scheibe, welche sich Leo Pföderl schnappte. Der Torjäger mit dem Auge für den mitgelaufenen Zach Boychuk, welcher im Slot angespielt wurde und per Schlagschuss zum 1:1 ausgleichen konnte (11.).
Danach ein Duell auf Augenhöhe, zwischenzeitlich mit Vorteilen für die Gäste von der Spree. Beide Mannschaften hatten anschließend noch je ein Powerplay, doch Tore sollten keine fallen. Dabei hatten vor allem die Eisbären in ihrem Überzahlspiel zwei gute Möglichkeiten durch Leo Pföderl, welcher gefährlich vor dem Tor stehend abfälschte und Eric Mik, der knapp am Tor vorbei schoss. Bremerhaven nahm noch 64 Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel.

Doch die Berliner überstanden diese Unterzahl schadlos. Danach weiterhin ein hohes Tempo und beide Teams mit Zug zum gegnerischen Tor.
Als Bremerhaven in der 25. Spielminute die nächste Chance in Überzahl hatte, waren es die Eisbären, welche die besseren Chancen hatten. Dreimal (!) kamen sie zum kontern in Unterzahl, aber zweimal Parker Tuomie und einmal Matt White vergaben diese großen Möglichkeiten. Das gab den Berliner Auftrieb, die in der Phase danach leichte Vorteile hatten.
Doch ab Mitte der Partie verloren die Eisbären den Faden, verloren sie ihre Zuordnung in der Defensive und erlebten 195 katastrophale Sekunden. Fehler im Spielaufbau der Gäste, Jan Urbas brachte die Scheibe ins Angriffsdrittel, spielte sie rechts raus auf Ziga Jeglic, welcher die Scheibe vor das Tor brachte, wo Jan Urbas noch ran kam und zum 2:1 für Bremerhaven traf (30.).
Kurz darauf Patch Alber mit einer Strafe wegen Behinderung. 14 Sekunden später folgte ihm Marcel Noebels wegen eines zerbrochenen Stocks. Das Vier-gegen-Vier nutzten die Hausherren eiskalt aus. Jan Urbas behauptete auf der rechten Seite die Scheibe gegen Kapitän Frank Hördler, fuhr hoch an die blaue Linie, brachte die Scheibe Richtung Tor, wo Maxime Fortunus entscheidend die Kelle in den Schuss hielt und auf 3:1 erhöhen konnte (31.).
Die Eisbären nun offen wie ein Scheunentor. Bremerhaven kam spielend leicht ins Angriffsdrittel, mit einem kurzen Pass stand Carson McMillan relativ frei im Slot und hatte Zeit, die Scheibe in das kurze Eck zu schlenzen – 4:1 (33.). Nach diesem Gegentor verließ Mathias Niederberger entnervt seinen Arbeitsplatz, Tobias Ancicka kam für ihn ins Tor.
Auch danach kam Bremerhaven immer wieder ins Angriffsdrittel, kam immer wieder leicht zu Abschlüssen. Weil die Eisbären ihre Defensivarbeit einstellten und nicht wirklich am Gegner dran waren. Nur hatte man Glück, dass Bremerhaven das nicht weiter eiskalt ausnutzte. Die Eisbären versuchten es zwar auch nochmal, aber wirklich gefährlich wurden sie nicht. So musste man mit einem Drei-Tore-Rückstand in die zweite Drittelpause gehen.

Das letzte Drittel begann sehr schleppend, ohne größere Highlights vor beiden Toren. Die Eisbären hatten dann aber mal in der 45. Spielminute die Chance, in Überzahl heran zu kommen. Man kam auch in die Formation und ließ die Scheibe laufen, nur spielte man es einfach zu kompliziert, weshalb Bremerhaven ohne große Mühe die Unterzahl überstehen konnte.
Die Eisbären wirkten fortan zwar bemüht, taten sich aber schwer nach vorne. Die Hausherren lauerten ihrerseits auf Konter, um das Spiel endgültig zu entscheiden.
In den letzten zehn Minuten nahmen die Berliner Spieler ihre Beine nochmal in die Hand und starteten die Schluss-Offensive. Die Eisbären im Angriffsdrittel, Jonas Müller bekam die Scheibe an der blauen Linie und zog per Handgelenkschuss ab. Die Scheibe ging halbhoch auf der Fanghandseite von Brandon Maxwell ins Tor – 4:2 (53.).
Die Hoffnung war also zurück, aber mit einer Strafe fünf Minuten vor dem Ende gegen Kris Foucault nahm man sich selbst den Wind aus den Segeln. Doch man überstand die Unterzahl schadlos und konnte gut drei Minuten vor dem Ende weiter verkürzen. John Ramage hatte von der blauen Linie abgezogen, Leo Pföderl parkte vor dem Tor und fälschte die Scheibe unhaltbar für Maxwell ab – 4:2 (58.).
131 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin eine Auszeit, welche sein Co-Trainer Craig Streu führte. Man nahm Goalie Tobias Ancicka vom Eis und versuchte es fortan mit sechs Feldspielern. Und man konnte sich auch im Drittel der Gastgeber festsetzen, nur verlor man dann im entscheidenden Zweikampf die Scheibe und Niklas Andersen marschierte alleine Richtung leerem Berliner Tor – 5:3, 88 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren.

Die zweite Niederlage in Folge und erneut wird man mit der Chancenverwertung hadern. Bremerhavens Goalie Brandon Maxwell hat die Eisbären mit seinen Paraden komplett entnervt. Aber das war nicht der Grund für die Niederlage. Den muss man im Mitteldrittel suchen. Um genau zu sein in den 195 Sekunden, in denen man die drei entscheidenden Gegentreffer kassierte. Da fehlte es am Einsatz, an der Zuordnung, da hielt man sich nicht an den Gameplan, welchen man in den ersten 20 Minuten noch nahezu perfekt umgesetzt hatte. Man wussten um Bremerhavens Konterstärke und deren ausschwärmende Spielweise, aber dennoch tappte man in diese Falle und machte es den Gastgebern in dieser Phase deutlich zu leicht. Dementsprechend sauer war auch Kapitän Frank Hörder im Pausen-Interview bei Magenta Sport:

Das muss man auch mal anerkennen. Bremerhaven hat das sehr gut gemacht. Sie haben sehr diszipliniert gespielt, wir eben nicht ganz so. Wir haben nicht so diszipliniert im System gespielt und das wurde knallhart bestraft. Wir haben im Allgemeinen ein kleines bisschen vorsichtiger agiert und das kann man hier nicht machen. Bremerhaven nutzt das sofort aus. Wir können das Spiel in dem Stil, in dem wir spielen, auch noch drehen. Aber dann müssen wir eben zurück zu den einfachen Sachen. Die Details müssen wir richtig machen. In der neutralen Zone dürfen wir die Pucks nicht verlieren und denen Auftrieb geben.

Im Schlussdrittel sah man dann ab Minute 50 auch eine andere Eisbären-Mannschaft. Eine, die die einfachen Sachen wieder richtig machte und die Scheiben zum Tor brachte. Dort nahm man dem Goalie die Sicht und konnte so ein Tor erzielen. Aber im Eishockey reichen eben nicht eineinhalb bis zwei gute Drittel. Vor allem nicht in Bremerhaven. Und das weiß die Mannschaft auch und wird es in der nächsten Woche besser machen wollen, wenn es erneut gegen Wolfsburg und Bremerhaven geht. Sozusagen in Runde Zwei.

2:3 n.P.! Gegen Angstgegner Wolfsburg endet die Heimserie trotz Dauer-Druck der Eisbären

Ausgabe #7:

Im neunten Spiel ist es dann doch passiert: Die Eisbären Berlin verlieren ihr Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 n.P. (1:1,0:0,1:1/0:0,0:1) und kassieren somit die erste Heimniederlage der laufenden Saison. Immerhin punktete man aber auch im neunten Heimspiel, was aber nur ein schwacher Trost sein wird. Denn eigentlich darfst du dieses Spiel nicht verlieren, denn das war streckenweise Einbahnstraßen-Eishockey, was die Eisbären zeigten. Nur fanden sie eben kaum ein Gegenmittel gegen dass zu erwartende Abwehr-Bollwerk der Wolfsburger.

Im Line-up der Eisbären gab es im Vergleich zum letzten Spiel in Köln (6:1) zwei Änderungen. Zum einen rotierte Youngster Tobias Ancicka wieder als Back-up zurück auf die Berliner Bank. Dort saß in der Domstadt noch Rihards Babulis. Zum anderen fehlte Stürmer PC Labrie aufgrund muskulärer Probleme. Für ihn kehrte Haakon Hänelt nach überstandener Knieprellung zurück in den Kader. Daher stellte Trainer Serge Aubin auch zwei Sturmreihen leicht um. In die Formation mit Kris Foucault und Mark Zengerle rückte Mark Olver, Parker Tuomie rotierte aus dieser Reihe raus und spielte stattdessen an der Seite von Fabian Dietz und Sebastian Streu. Dort, wo eigentlich Labrie gespielt hätte. Hänelt stand als 13. Stürmer im Berliner Line-up.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Das Selbstvertrauen war vor dem Spiel auf beiden Seiten groß. Berlin kam mit einer Serie von fünf Siegen in Folge ins Duell gegen die Wolfsburger, welche sogar sechs Spiele am Stück für sich entschieden. Das sah man beiden Mannschaften auch vom ersten Bully weg an. Sofort war das Tempo hoch, die Partie intensiv und die Zweikämpfe hart umkämpft. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und kamen zu ersten Abschlüssen. Doch die beiden Defensivreihen zeigten in der Anfangsphase das, was sie zuletzt auszeichnete: Starke Arbeit vor dem eigenen Tor. Nicht ohne Grund kassierten Berlin und Wolfsburg nur je vier Gegentreffer in den letzten vier Spielen.
Die Eisbären übernahmen dann so langsam das Kommando und auf einmal hatte Giovanni Fiore zu viel Platz. Doch sein Schuss ging nur an den Pfosten (5.). In dieser Phase waren die Eisbären aber am Drücker und das 1:0 war nur eine Frage der Zeit. In Spielminute Acht sollte es fallen. Eric Mik hatte von der blauen Linie abgezogen, doch die Scheibe ging nur an die Bande hinter dem Tor. Von dort sprang sie aber direkt zurück vor den rechten Pfosten, wo Matt White lauerte und zum 1:0 abstauben konnte.
Als die Berliner durch Mark Zengerle die erste Strafzeit der Partie kassierten, schlugen die Niedersachsen in Überzahl zu. Dabei sah das Powerplay bis zu diesem Zeitpunkt jetzt nicht wirklich gefährlich aus. Aber auf einmal zogen die Grizzlies ab, Mathias Niederberger wehrte den Schuss ab, doch von Anthony Rech aus rutschte die Scheibe irgendwie ins Tor – 1:1 (12.).
Wolfsburg kam danach besser rein ins Spiel und suchte öfters den Weg vor das Berliner Tor. Als Kapitän Frank Hördler die zweite Strafzeit der Partie kassierte, schrillten bei den Hauptstädtern die Alarmglocken. Würde Wolfsburg auch das zweite Überzahlspiel nutzen? Nein, denn mehr als zwei Schüsse kamen nicht bei heraus und nach 75 Sekunden war das Powerplay auch beendet. Mathis Olimb kassierte eine Strafzeit wegen Stockschlags und so ging es für 45 Sekunden noch mit Vier-gegen-Vier weiter, danach aber hatten die Berliner 75 Sekunden lang Powerplay. Und da nahmen sie das Tor von Chet Pickard richtig unter Beschuss. Zach Boychuk (2), Frank Hördler, Leo Pföderl und Lukas Reichel vergaben beste Chancen. Die Führung lag mehrfach in der Luft, nur konnten die Berliner aus ihren Chancen kein Kapital schlagen.
So stand es nach 20 intensiven Minuten 1:1-Unentschieden, was für Wolfsburg angesichts der Berliner Schlussoffensive jedoch äußerst schmeichelhaft war.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Das Mitteldrittel begann mit Strafen für Jonas Müller und Spencer Machacek, die sich wohl noch kurz über alte Geschichten während ihrer gemeinsamen Eisbären-Zeit austauschten und evtl. nicht einer Meinung waren. Im darauffolgenden Vier-gegen-Vier stand Kris Foucault plötzlich frei vor Chet Pickard, wollte ihn umkurven, wurde dabei aber so weit nach außen gedrängt, dass der Winkel dann zu spitz war und er die Chance nicht nutzen konnte.
In der 26. Spielminute ertönte bereits die Tor-Musik in der Arena am Ostbahnhof, weil alle dachten, die Eisbären hätten getroffen. Kai Wissmann mit dem Zuckerpass von rechts runter an den linken Pfosten, wo Mark Zengerle das leere Tor vor sich hatte. Eine sichere Kiste also. Denkste! Zengerle schaffte es nicht, die Scheibe im Tor unterzubringen, er schoss sie auf de Schoner von Pickard. Unglaublich!
Auch danach Einbahnstraßen-Eishockey in der Mercedes-Benz Arena. Wolfsburg spielte erwartet sehr defensiv, parkte den Bus vor dem eigenen Tor und stellte die Berliner so vor große Probleme Die liefen immer und immer wieder an. Aber sie verzweifelten an dem Abwehr-Bollwerk der Niedersachsen. Man gab zwar jede Menge Schüsse ab, aber die entschärfte entweder Chet Pickard im Grizzlys-Tor oder aber die Verteidiger blockten die Schüsse vorher bereits weg oder aber die Scheibe gingen am Tor vorbei. Den Eisbären fehlte das Gegenmittel, um diese Defensive zu knacken.
Und Wolfsburg? Die hätten kurz vor der zweiten Drittelpause beinahe selbst das 2:1 erzielt. Max Görtz hatte abgezogen, Mathias Niederberger war bereits geschlagen, doch der Pfosten rettete für die Eisbären. So stand es auch nach 40 Minuten 1:1-Unentschieden.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Im letzten Drittel bot sich den Gästen früh die Chance in Überzahl, nachdem Ryan McKiernan zwei Minuten wegen Behinderung kassierte. Anthony Rech und Garrett Festerling scheiterten jedoch an Mathias Niederberger. Gegen Letzteren packte der Berliner Goalie einen starken Save mit dem Schoner aus.
Danach weiterhin das selbe Bild von anrennenden Eisbären gegen defensiv kompakt stehende Wolfsburger. Sie fanden einfach kein Schlüssel zum Erfolg. Und Wolfsburg? Die kamen in der 47. Minute per Zwei-auf-Eins-Konter vor das Berliner Tor, scheiterten jedoch. Doch nur eine Minute später zappelte die Scheibe im Berliner Tor. Max Görtz wollte die Scheibe von rechts außen in den Slot bringen, dabei traf er die Kelle eines Berliners und von dort ging die Scheibe über Mathias Niederberger hinweg ins Tor – 1:2 (48.).
Danach die Hausherren mit wütenden Angriffen, aber leider kopflos. Ihnen fehlten die nötigen Ideen, um die Wolfsburger Defensive mal in Gefahr zu bringen. Die Schüsse, die durch kamen, stellten Chet Pickard vor keine großen Probleme. Um den starken Wolfsburger Goalie zu überwinden muss man sich schon deutlich mehr einfallen lassen.
Die Zeit lief den Berlinern davon und sie versuchten es immer weiter. Matt White vergab den Onetimer fünf Minuten vor dem Spielende. Nur eine Minute später bekam Parker Tuomie die Scheibe, fuhr in den hohen Slot und zog ab. Der Schuss schlug hinter Pickard ein, weil ihm vor dem Tor die Sicht von Kris Foucault genommen wurde – 2:2 (56.).
Danach versuchten es die Eisbären weiter, aber die Partie sollte in die Verlängerung gehen.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Dort hatten die Eisbären zwei dicke Chancen. Matt White scheiterte mit seinem Alleingang am überragenden Chet Pickard. Dieser entnervte dann auch noch Zach Boychuk bei dessen Versuch. Wolfsburg wurde zum Ende der Overtime nochmal gefährlich, doch keine der beiden Mannschaften sollte ein Tor erzielen. Es ging also ins Penaltyschießen. So wie bereits beim ersten Duell der beiden Teams in der Autostadt.

Dort hatten die Niedersachsen bereits das bessere Ende. Und auch heute erwiesen sich die Grizzlies als nervenstärker. Pekka Jormakka und Sebastian Furchner überwanden Mathias Niederberger, bei den Eisbären traf nur Matt White. So nahm Wolfsburg hier durchaus glücklich den Zusatzpunkt mit und beendete die Heimserie und generell die Siegesserie der Eisbären Berlin. Dagegen setzt Wolfsburg seine nun sieben Spiele andauernde Siegesserie fort.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Wie eingangs des Spielberichts schon erwähnt, diese Niederlage war vermeidbar. Die Eisbären dominierten das Spiel, verbrachten deutlich mehr Zeit in der Offensive als die defensiv eingestellten Niedersachsen. Nur wenn man es in 65 Minuten nicht hinbekommt, das Abwehr-Bollwerk der Autostädter zu knacken, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende nur mit einem statt mit der erhofften drei Punkte da steht.
Dabei dürfte es die Eisbären nicht gewundert haben, wie Wolfsburg hier gespielt hat, war doch damit zu rechnen. Schließlich spielt Wolfsburg diese Saison aus einer sehr kompakten Defensive heraus und unternimmt nur wenig nach vorne. Und wenn die Eisbären dann die besten Chancen – ich sage nur Mark Zengerle und das leere Tor – die Wolfsburg ihnen ja zwischendurch auch gab, nicht nutzen und man selbst hinten echt dreckige Tore kassieren, dann stehst du am Ende eben mit leeren Händen oder in diesem Fall mit nur einem Punkt da. Der Ansatz nach vorne zu spielen war ja richtig, nur in manchen Momenten versuchte man es mit dem Kopf durch die Wand, drehte lieber noch eine Runde oder verlangsamte das Spiel, statt die Wolfsburger Defensive mit schnellem Passspiel aus der Formation zu bringen.
Am Ende war es also eine Mischung aus fehlendem Glück vor dem Tor, der fehlenden Kreativität aber auch einem starken Schlussmann namens Chet Pickard. Die Chance zum ersten Saisonsieg gegen Wolfsburg bietet sich den Berlinern gleich nächste Woche Montag nochmal, wenn die Mannschaft von Chefcoach Pat Cortina erneut in der Hauptstadt vorbeischaut. Bis dahin können die Eisbären einen Plan schmieden, wie man diese Defensive knackt.

Klappt es im dritten Anlauf? Die Eisbären wollen den ersten Saisonsieg gegen Wolfsburg einfahren

Die Eisbären Berlin schweben derzeit auf einer richtigen Erfolgswelle. Souveräner Tabellenführer in der Gruppe Nord, fünf Siege in Serie sowie die unglaubliche Heimserie mit acht Siegen in acht Spielen. Und doch gibt es in dieser PENNY DEL-Saison noch ein Team in der Gruppe Nord, gegen welches die Hauptstädter noch nicht gewinnen konnten. Gegen die Grizzlys Wolfsburg, welche man morgen Abend ab 20:30 Uhr in der Arena am Ostbahnhof empfängt, hat man beide bisherigen Duelle in der Autostadt verloren. Das erste ging denkbar knapp mit 0:1 n.P. verloren, beim zweiten wurde es mit 4:6 schon deutlicher.

Morgen Abend soll der erste Sieg gegen die Niedersachsen eingefahren werden, aber der Respekt ist riesengroß, denn nicht nur die Eisbären befinden sich derzeit in einer Siegesserie. Headcoach Serge Aubin erwartet ein schweres Spiel gegen die Grizzlies:

Ich erwarte ein schwieriges und sehr enges Spiel gegen Wolfsburg. Die Grizzlys befinden sich in guter Verfassung. Sie haben uns in den ersten beiden Spielen einige Schwierigkeiten bereitet. Aber auch wir sind gerade sehr gut drauf. Alle vier Reihen harmonieren, die Defensive steht kompakt und unser Über- und Unterzahlspiel funktioniert zurzeit. Wenn wir wie zuletzt auftreten und unser Spiel über die komplette Spieldauer spielen, ist es schwer uns zu schlagen. Wir dürfen keine unnötigen Strafen nehmen, Wolfsburg hat ein gutes Powerplay.

Während die Berliner fünf Spiele in Serie gewonnen haben, startete Wolfsburg seine Siegesserie ausgerechnet beim 6:4 gegen die Eisbären. Inklusive diesem Spiel stehen die Niedersachsen bei sechs Siegen in Serie. Die letzten drei Spiele gingen über die reguläre Spielzeit hinaus, zweimal fiel die Entscheidung dabei in der Overtime, einmal im Penaltyschießen. Neun Tore erzielten die Mannen von Headcoach Pat Cortina in den letzten vier Spielen nur. Normalerweise keine Ausbeute, mit der du alle Spiele gewinnst. Wenn du aber selbst nur vier Gegentreffer kassiert hast, dann schon. Wolfsburg ist also richtig gut drauf.

In der Gruppe Nord stellen die Autostädter mit 45 Treffern den zweitschlechtesten Angriff, mit 41 Gegentoren aber auch die zweitbeste Defensive der Gruppe Nord. Wolfsburg steht also zunächst einmal sehr kompakt vor dem eigenen Tor, um Gegentore zu vermeiden. Daher suchen die Niedersachen seltener den Weg in die Offensive. Vermutlich getreu dem Motto „Offensive gewinnt Spiele, Defensive Meisterschaften“. Die Eisbären erwartet morgen Abend also eine sehr schwere Aufgabe, vor allem defensiv. Was aber auch für Wolfsburg gilt, denn auch die Eisbären kassierten nur vier Gegentreffer in den letzten vier Spielen. Viele Tore kann man morgen also nicht wirklich erwarten.

Unter den drei Top-Scorern der Grizzlies befinden sich mit Max Görtz (5 Tore/10 Assists) und Matti Järvinen (4/10) zwei Neuzugänge an der Spitze der internen Scorer-Wertung. Gefolgt werden sie von einem ehemaligen Eisbären-Stürmer. Spencer Machacek (9/2) ist der drittbeste Scorer der Niedersachsen. Mit den neun Toren ist er zugleich mit Abstand der beste Torschütze der Wolfsburger. Auf ihn sollten die Eisbären also gehörig aufpassen. 

Vermeiden sollten die Eisbären auch unnötige Strafzeiten, stellt Wolfsburg doch mit einer Erfolgsquote von 23,61 Prozent das viertbeste Powerplay der Liga. In Unterzahl steht Wolfsburg nur auf Platz Neun (80 Prozent). Viele Überzahlspiele werden die Berliner aber wohl nicht bekommen, ist Wolfsburg doch die zweitfairste Mannschaft der gesamten Liga. Dagegen hapert es bei den Niedersachsen mit der Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Da liegt man mit nur 7,92 Prozent Erfolgsquote auf Rang Elf. 

Auf die Special Teams hofft auch Eisbären-Stürmer Kris Foucault, welcher auf die derzeitige Stärke in Überzahl verweist:

Wir wollen unsere Siegesserie ausbauen und die der Grizzlys beenden. Unsere beiden bisherigen Spiele in Wolfsburg waren nicht unsere besten Partien, das wollen wir jetzt ändern. Unsere Special Teams funktionieren zurzeit gut, das müssen wir fortsetzen und weiter darauf aufbauen. Es ist gut fürs Momentum, wenn du in Überzahl triffst, oder in der Unterzahl kein Tor des Gegners zulässt.

Doch die Eisbären strotzen nur so vor Selbstvertrauen. Angesichts von fünf Siegen in Serie kein Wunder. Und jetzt, wo man auch die Probleme auswärts abstellen konnte, läuft es sowieso bestens in der Hauptstadt. Daher wollen die Eisbären ihre Siegesserie auch ausbauen. Leo Pföderl glaubt, dass die Eisbären aktuell nur sehr schwer zu schlagen sind:

Wir wissen, dass Wolfsburg gut drauf ist, aber wir schauen nur auf uns und wollen so spielen wie zuletzt. Wir haben durch die Bank eine gute Truppe und man merkt immer mehr, wie die Rädchen ineinandergreifen. Wir sind über die Wochen immer besser geworden. Wenn wir so weitermachen, jeder seine Rolle ausfüllt und Gas gibt, bin ich mir sicher, dass wir schwer zu schlagen sind.

Im Kader der Eisbären gibt es kaum eine Veränderung. Auf der Back-up Position kehrt Youngster Tobias Ancicka wieder ins Line-up zurück. Nino Kinder spielt weiter in Weißwasser und Haakon Hänelt fehlt nach wie vor verletzungsbedingt. Neuzugang Simon Després befindet sich noch in Quarantäne.

Ob die Siegesserie der Eisbären in der Liga und auf heimischen Eis weitergeht, und ob Stürmer Marcel Noebels seinen Scoring-Streak auf 16 Spiele ausbaut, werden wir morgen ab 20:30 Uhr verfolgen können. Wir sind für Euch wieder live vor Ort und berichten über unsere bekannten Social-Media-Kanäle.

6:1 in Köln! Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auf beeindruckende Art und Weise weiter – Erster Scorerpunkt in der DEL für Eric Mik

Es läuft bei den Eisbären Berlin: Der Hauptstadtclub hat sein Auswärtsspiel am Freitagabend bei den Kölner Haien deutlich gewonnen. Mit 6:1 (4:1,1:0,1:0) setzten sich die Berliner in der LANXESS arena durch und feierten damit den fünften Sieg in Folge. Somit wurde also auch die Tabellenführung in der Gruppe Nord ausgebaut. Die Formkurve der Eisbären kennt also weiterhin nur einen Weg – steil nach oben.

Das Selbstvertrauen steigt damit auch immer weiter. Selbstvertrauen, welches man sich vor allem letzte Woche holte, als man innerhalb von 24 Stunden zwei Auswärtssiege in Folge in Krefeld und Iserlohn feierte. Lukas Reichel wurde daraufhin vor dem Spiel noch einmal angesprochen:

Ja, für uns waren die Spiele sehr wichtig. Einfach mal wieder auswärts ein Spiel zu gewinnen. Und dann auch noch zwei gleich hintereinander. Wir wollen auswärts weiter so spielen, wie die letzten zwei Auswärtsspiele. Wir haben immer einen Weg gefunden, ein Spiel zu gewinnen und ich hoffe, das machen wir heute wieder.

Es trafen die beiden formstärksten Teams der letzten fünf Spiele aufeinander. Köln und Berlin gewannen vier der letzten fünf Spiele. Da Köln bei der einzigen Niederlage in diesem Zeitraum auch noch punktete, holten sie satte 13 Zähler au diesen fünf Spielen. Berlin holte starke zwölf Zähler.

Beide Teams zuletzt also mit guten Leistungen, doch den Hausherren merkte man den Aufwind zu Beginn mehr an. Köln kam couragiert aus der Kabine und legte gut los. Die Folge war das frühe 1:0 durch Youngster Julian Chrobot in der vierten Spielminute. Eric Mik bekam die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, Sebastian Uvira legte sie von hinter dem Tor vor das Tor, wo Chrobot im Slot lauerte und per Onetimer abzog. Sein erster DEL-Treffer. Unter gütiger Mithilfe von Ryan McKiernan, der ihn einen kurzen Augenblick aus den Augen verloren hatte.
Die Eisbären brauchten ein bisschen, um in dieser Partie anzukommen. Aber mit zunehmender Spieldauer wurden sie immer besser und aktiver. Mark Olver hatte in der neunten Spielminute die erste gute Chance für die Eisbären, doch er verzog denkbar knapp.
Die Gäste von der Spree hatten dann das erste Powerplay und das zelebrierten sie in 15 Sekunden. Frank Hördler mit dem Pass von der blauen Linie rechts runter auf Marcel Noebels, der quer rüber auf Zach Boychuk, welcher die Scheibe nur abtropfen ließ und Lukas Reichel war der Nutznießer, schoss am rechten Pfosten stehend ein – 1:1 per „Tic Tac Toe“ (11.).
Nun nahmen die Eisbären Fahrt auf, Köln verlor irgendwie den Faden und das nutzten die Gäste eiskalt aus. Matt White brachte den Puck von rechts auf das Tor, Giovanni Fiore fing die Scheibe vor Justin Pogge ab, fuhr um den Kölner Goalie rum und schob eiskalt ein – 2:1 (16.).
68 Sekunden später jubelten die Mannen von Headcoach Serge Aubin erneut. Mark Olver brachte die Scheibe über links ins Angriffsdrittel, spielte den Querpass auf Leo Pföderl, welcher eiskalt abschloss – 3:1 (17.).
Der Doppelschlag saß und schockte Köln. Doch die Haie waren noch nicht erlöst. Einen hatten die Berliner noch. Dank eines aggressiven Forechecking erkämpften sich die Hauptstädter die Scheibe, Eric Mik wurde über links auf die Reise geschickt, er spielte die Scheibe durch zu Matt White welcher vor dem Tor die Nerven bewahrte und Justin Pogge düpierte – 4:1, 49 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels. Der erste Scorerpunkt für Eric Mik in der DEL! Die Eisbären nahmen also eine deutliche 4:1-Führung mit in die erste Drittelpause. Angesichts einer Schussstatistik von 20:6 auch mehr als verdient.
Debüt-Torschütze Julian Chrobot mit seiner Analyse zu den ersten 20 Minuten bei Magenta Sport:

Wir haben vorne gut gearbeitet, defensiv hatten wir einige Lücken und da ging einfach zu viel Richtung unser Tor. Da müssen wir einfach schauen, dass wir das in den nächsten 20 Minuten hinten besser machen.

Köln hatte sich auch etwas vorgenommen für das zweite Drittel. Aber die Hauptstädter traten hier weiterhin sehr selbstbewusst auf. Sie spielten erneut ein sehr aggressives Forechecking, wirkten sehr scheibensicher und machten hinten dicht.
Vorne bewiesen sie ihre Kaltschnäuzigkeit vor Justin Pogge. Zweites Powerplay für die Eisbären, zweites Tor. Und erneut eine traumhafte Kombination. Marcel Noebels spielte die Scheibe rechts runter auf Lukas Reichel, der die Übersicht behielt und Zach Boychuk auf der linken Seite frei stehen sah. Er spielte den Querpass und Boychuk netzte ein – 5:1 (26.).
Danach zwei Überzahlspiele für Köln in Folge, aber das erste verpuffte harmlos. Im zweiten sah es dann schon besser aus, doch James Sheppard und Frederik Tiffels vergaben die besten Möglichkeiten.
Die Eisbären standen hinten sehr kompakt, machten die gefährlichen Schusswege zu und wann immer sie vorm Kölner Tor auftauchten, wurde es gefährlich. Die Scheibe lief sehr gut, die Pässe kamen an, die Kombinationen saßen. Ein rund um perfekter Auftritt der Berliner.
Leo Pföderl hätte drei Minuten vor der zweiten Pause das halbe Dutzend vollmachen können. Er wurde von Mark Zengerle auf die Reise geschickt, stand frei vor Justin Pogge, legte sich die Scheibe auf die Rückhand, doch Pogge rettete in höchster Not.
Nach 40 Minuten stand es somit 5:1 für sehr souverän auftretende Eisbären. Das Selbstvertrauen war dieser Mannschaft deutlich anzusehen.

Im Schlussdrittel machten die Eisbären gleich weiter. Frühes Powerplay, das dritte in diesem Spiel. Und aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Die Scheibe lief wieder sehr gut, Kris Foucault wurde am linken Bullykreis frei gespielt, nahm Maß und zimmerte den Puck ins Netz – 6:1 (43.).
Danach verflachte die Partie. Köln weiterhin bemüht, aber ohne ein Gegenmittel gegen starke Eisbären. Die Berliner machten nicht mehr als nötig im letzten Drittel. Angesichts des Spielstandes kein Wunder. Ein viertes Powerplay ließ man anschließend ungenutzt. Auch das wird man verkraften können.
Köln versuchte es in der Folgezeit nochmal und hatte auch noch zwei, drei gute Möglichkeiten, aber die Eisbären ließen hier nichts mehr zu und feierten somit den fünften Sieg in Folge. Zudem war es der dritte Auswärtssieg in Serie und zugleich der dritte 6:1-Sieg in den letzten vier Spielen. Wahnsinn!

Die Eisbären sind nicht zu stoppen. Nach holprigen Beginn und etwas schleppenden gut zehn Minuten nahmen die Berliner spätestens nach dem Ausgleich in Überzahl Kurs auf den dritten Auswärtssieg in Serie. Danach zogen sie ihr Spiel über die restlichen 50 Minuten durch. Hinten stand man kompakt, im Spielaufbau zeigte man sich sehr Scheibensicher und auch die Pässe saßen. Vor dem gegnerischen Tor zeigte man teilweise traumhafte Kombinationen. Gepaart mit der nötigen Ruhe am Puck war es ein sehr starkes Auswärtsspiel, welches die Eisbären in der Domstadt ablieferten.
Hervorheben muss man heute sicherlich Zach Boychuk, der sich immer besser ins Berliner Team einfügt und mit drei Scorerpunkten (ein Tor/zwei Assists) brillierte. Auch White sammelte drei Scorerpunkte (1/2). Und Marcel Noebels seine unglaubliche Serie geht auch im 15. Spiel (!) weiter. Der Kerl ist unglaublich und auf bestem Wege, erneut Spieler des Jahres in der PENNY DEL zu werden. Aber natürlich gilt auch dem ganzen Team das große Lob, denn das war ein bärenstarkes Auswärtsspiel bei zuletzt sehr starken Kölner Haien.