WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #46:
Playoff-Halbfinale – Stand: 3:2 (6:3/1:5/4:2/3:4 n.V./5:2)

Matchpuck für die Eisbären Berlin: Der Titelverteidiger hat auch sein drittes Heimspiel in der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie gewonnen. Am Ende setzte man sich verdient mit 5:2 (0:0,2:1,3:1) durch und benötigt somit nur noch einen Sieg für den dritten Finaleinzug in Folge. Die Eisbären erwiesen sich über die 60 Minuten als die stärkere Mannschaft, welche ihre Chancen eiskalt nutzte und die zudem ihre Nerven im Griff hatte. Das galt für die Haie nicht, denn diese handelten sich am Ende noch jeweils zwei Disziplinarstrafen ein wegen unsportlichen Verhaltens.
Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Yannick Veilleux zurückgreifen, der zuletzt zwei Spiele gesperrt war. Dafür rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Es kam zu einigen Änderungen im Line-up.
In der Defensive verteidigte Moritz Kretzschmar an der Seite von Les Lancaster und ersetzte Eric Mik, welcher in die vierte Reihe zu Eric Hördler und Manuel Wiederer gestellt wurde. Veilleux stürmte in einer Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad. Im Tor begann Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.
Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es das letzte Heimspiel in dieser Halbfinalserie und es musste ein Sieg her, um am Montag mit dem Matchpuck im Gepäck in die Domstadt zu reisen. Bei einer Niederlage hätten die Haie diesen. Gelang den Eisbären der nächste Heimsieg oder gelang Köln der erste Auswärtssieg in dieser Serie?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)
Die erwartete Drangphase der Eisbären zu Beginn des Spiels blieb aus, auch wenn sie bemüht waren, genau diese aufzuziehen. Aber die Haie-Defensive war sehr gut darauf eingestellt und ließ diese daher nicht so viel zu wie erhofft. Dennoch versuchten beide Mannschaften offensiv zu spielen, auf die erste hochkarätige Torchance musste man jedoch noch warten.
Die Eisbären hatten dann das erste Powerplay, aber die Domstädter störten mit einem aggressiven Forechecking früh den Spielaufbau der Berliner. So verpuffte dieses Powerplay, in dem Köln sogar die beste Chance hatte.
Das Spiel hatte bei weitem noch nicht die Intensität der letzten Spiele erreicht und war auch noch lange nicht so hochklassig. Weil beide Mannschaften aber auch wussten, wie wichtig Spiel fünf dieser Halbfinalserie war. Es ging schließlich um den Matchpuck in dieser Serie. Daher war die Partie auch hart umkämpft.
Da auf dem Eis nicht so viel passierte, konnte man derweil mal in den sozialen Netzwerken stöbern und stieß sofort auf zwei wichtige Jubiläen in diesem Spiel: Denn Leo Pföderl absolvierte heute sein 750. Spiel in der PENNY DEL und Andreas Eder sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Torlos endeten derweil die ersten 20 Minuten, was die Nerven der Fans definitiv nicht beruhigte.

Adam Smith eröffnete Halbfinalspiel fünf mit dem Tor zum 1:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)
35 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da durften die Domstädter erstmals in Überzahl ran. Köln hatte in diesem auch eine gute Chance, aber Jonas Stettmer war hellwach. Auf der Gegenseite musste das aber auch Janne Juvonen sein, der gegen Yannick Veilleux rettete. Zwei Top-Chancen zu Beginn des zweiten Drittels.
Nun nahm die Partie so langsam aber sicher Fahrt auf und die Chancen wurden zwingender und gefährlicher. Und prompt erklang „Viva la Vida“ und es schallte der erste Jubelschrei durch die Arena am Ostbahnhof. Adam Smith marschierte locker durch die Haie-Defensive und zog trocken ab – 1:0 (25.).
Doch direkt danach durfte die Mannschaft von Kari Jalonen erneut in Überzahl ran und hatte somit die dicke Chance zur schnellen Antwort. Doch die gab es nicht, stattdessen der Doppelschlag der Eisbären, die erneut eine Top-Chance in Unterzahl hatten. Manuel Wiederer klaute sich die Scheibe und marschierte auf Janne Juvonen zu. Der Spieler des Jahres hatte keine Chance und fing sich den Shorthander – 2:0 (27.).
Nun flog hier fast das Dach der Arena weg, so euphorisch waren die Eisbären-Fans, während im Kölner Block bei den meisten Haie-Fans Schockstarre herrschte. Deren Mannschaft suchte derweil nach einer Reaktion, aber die Defensive der Eisbären ließ die Angriffe der Gäste im Keim ersticken. Aber in der 32. Spielminute fanden die Haie dann doch die Lücke im Berliner Tor. Ein starkes Zuspiel verwertete Dominik Bokk und erwies sich damit einmal mehr als Kölner Lebensversicherung in dieser Halbfinalserie – 2:1 (32.).
Der Treffer gab Köln neuen Rückenwind, denn plötzlich drängten die Haie auf den Ausgleich. Jonas Stettmer verhinderte diesen aber mit mehreren guten Paraden. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel so ein wenig hinterher und mussten versuchen, wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden.
Zum Ende des zweiten Drittels vergaben die Eisbären noch ein Powerplay und nahmen somit die knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Große Freude bei Marcel Noebels (links) und Jonas Müller (rechts) nach dem Treffer zum 3:1. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)
Diese bauten die Eisbären aber schnell aus. Es lief die 43. Spielminute, als Jonas Müller den Torjäger in sich erkannte und einmal rum ums Tor fuhr und die Scheibe anschließend im langen Eck versenkte – 3:1.
Nun musste eine Reaktion der Gäste kommen, die ungern mit einem Serienrückstand nach Hause fahren wollten. Denn damit wäre der Druck am Montag enorm, schließlich galten die Domstädter vor Beginn der Playoffs als der Top-Favorit auf die Meisterschaft.
Und die Haie gaben hier auch noch nicht auf und warfen nochmal alles nach vorne. Nur machte es ihnen die Eisbären-Defensive mehr als schwer, mal gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Wenn sich ihnen die Chance bot, spielten die Eisbären auch nach vorne und versuchten dort dann nachzulegen und das Spiel zu entscheiden. Das gelang ihnen aber nicht.
Den Domstädtern wurde in der Schlussphase dann noch ein Powerplay geschenkt, weil nur Markus Vikingstad auf die Strafbank musste, während Dominik Bokk machen durfte, was er wollte. Leider resultierte daraus auch das Gegentor zum 3:2 durch Gregor MacLeod (54.). So machte man das Spiel unnötig wieder spannend.
Rund zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Haie Janne Juvonen aus dem Tor, doch das nutzten die Eisbären zur Entscheidung. Liam Kirk mit dem Empty-Netter zum 4:2 (59.). Doch Kari Jalonen gab noch nicht auf und nahm direkt danach seine Auszeit. Auch Juvonen verließ sein Tor wieder. Marcel Noebels nutzte das aus und traf zum 5:2-Endstand. Ex-Eisbär Louis-Marc Aubry handelte sich danach noch eine Disziplinarstrafe ein, um die er das gesamte Spiel bereits gebettelt hatte. Auch Robin van Calster bekam noch eine Disziplinarstrafe. Beide Spieler erhielten diese wegen unsportlichen Verhaltens.
Nun fahren die Eisbären am Montag nach Köln und können den Einzug ins Finale perfekt machen. Aber der letzte Sieg ist wie immer der schwerste. Aber wenn eine Mannschaft die Nerven dafür hat, dann ist es die von Trainer Serge Aubin. Und dafür hat man sogar zwei Chancen in Köln. Eine davon werden die Jungs nutzen…






























