3:4 nach Verlängerung: Die Eisbären verspielen eine 3:1-Führung und lassen den ersten Matchpuck ungenutzt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #49:

Playoff-Finale-Stand: 3:1 (7:3/5:1/5:1/3:4 n.V.)

Ist das bitter! Die Eisbären Berlin verlieren Spiel vier der Finalserie mit 3:4 nach der zweiten Overtime und verpassen damit die erste Chance, die erneute Titelverteidigung perfekt zu machen. Im letzten Drittel lag man bereits mit 3:1 vorne, doch dann drehten die Adler nochmal auf und erkämpften sich die Verlängerung. In dieser waren die Eisbären die dominante Mannschaft, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen. Am Ende gelang Mannheim der goldene Treffer, der die Serie zurück nach Mannheim bringt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dessen Platz neben Jonas Müller nahm Mitch Reinke ein. Den Platz von Reinke neben Adam Smith nahm Markus Niemeläinen ein, welcher durch den Ausfall von Wissmann zurück ins Line-up kam. Alles andere blieb unverändert. Warum auch etwas ändern, schließlich hatte dieses Team eine souveräne 3:0-Führung in der Finalserie herausgespielt.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären waren einen Sieg von der zwölften Meisterschaft entfernt. Mannheim musste gewinnen, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Gab es am Ende die große Party in der Hauptstadt oder spielten die Kurpfälzer den Party-Crasher?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden war das Spiel alt, da hatte Ty Ronning den ersten Alleingang, scheiterte aber an Johan Mattsson, welcher heute für Maxi Franzreb im Tor stand. Aber auch Mannheim hatte direkt die erste gute Chance durch Matthias Plachta, aber auch Jonas Stettmer war von Beginn an hellwach.
Insgesamt war es ein munterer Beginn ins vierte Finalspiel. Kein Abtasten, beide Mannschaften suchten direkt den Weg vor das gegnerische Tor. Was aber auch zu erwarten war, schließlich musste Mannheim heute gewinnen, während die Eisbären den Sack vor den eigenen Fans zu machen wollte.
Die Gäste hatten früh das erste Powerplay im Spiel, doch die Eisbären überstanden dieses ohne größere Probleme. Mannheim blieb aber dran und war zu Beginn die aktivere Mannschaft. Doch die Berliner blieben konzentriert und ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Trotzdem fanden die Hausherren noch nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel aus den ersten drei Spielen. Da half auch das erste Powerplay nicht.
Danach blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, die Zweikämpfe waren dementsprechend hart umkämpft. Aber man merkte dem Spiel an, was hier auf dem Spiel stand, weshalb beide Teams noch nicht ins letzte Risiko gingen.
Kurz vor Ende hatten die Berliner durch Marcel Noebels das 1:0 auf dem Schläger, als er frei vor Mattsson zum Abschluss kam, doch die Nummer 92 konnte diese dicke Chance nicht nutzen. So blieb es beim 0:0 nach spannenden 20 Minuten.

Les Lancaster (links) eröffnete Finalspiel vier mit dem 1:0 im zweiten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und diesmal schlug es im Adler-Tor ein. „Connor McLancaster“ mit dem 1:0 für die Eisbären, welches das Arenadach abheben ließ (23.). Diese Torgefährlichkeit der Verteidiger ist brutal und findet man so in dieser Liga kein zweites Mal.
Nun waren die Gäste gefordert, wollten sie nicht in die vorzeitige Sommerpause gehen. Doch diese rückte immer näher, denn Liam Kirk legte das 2:0 nach (28.). Der Weg für Mannheim wurde also immer weiter, während die Eisbären dem 12. Titelgewinn sehr nahe kamen.
Die Kurpfälzer hatten Mitte des Spiels das nächste Powerplay und damit die große Chance auf den Anschlusstreffer, der das Spiel hier nochmal spannend machen würde. Und dieser fiel auch. Nicolas Mattinen mit dem trockenen Schuss von der blauen Linie zum 2:1 (32.).
Alexander Ehl hätte fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels das Spiel wieder von vorne beginnen lassen können, als er frei zum Abschluss kam. Jonas Stettmer war aber zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Marcel Noebels das halbleere Tor vor Augen, doch auch diese Chance ließ er ungenutzt.
Ebenso ungenutzt ließen die Hauptstädter in Powerplay in der Schlussphase des Mitteldrittels. Auch Andy Eder hatte das 3:1 auf der Kelle, scheiterte aber mit seinem Tip-in-Versuch an Mattsson. So blieb es bei der knappen 2:1-Führung nach 40 Minuten.

Pure Erleichterung nach dem 3:1 durch Markus Vikingstad. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Schlussdrittels hatten beide Mannschaften je eine Minute lang Powerplay, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da hob das Dach zum dritten Mal an diesem Abend ab. Markus Vikingstad stellte auf 3:1 und brachte seine Mannschaft noch näher an den DEL-Pokal ran (47.). Nun waren die Adler gefordert, wollten sie die Finalserie nochmal in die Kurpfalz bringen. Doch es fiel schwer daran zu glauben, wenn man alle bisherigen Spiele betrachtet. Doch sie bekamen nochmal die Chance auf dem Silbertablett serviert, denn Markus Niemeläinen musste nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären warfen alles rein und verteidigten das enorm leidenschaftlich, trotzdem kassierte man in der 53. Spielminute den 3:2-Anschlusstreffer durch Zach Solow, der erfolgreich abstaubte.
Nun war hier also wieder Spannung drin im vierten Finalspiel und Mannheim hatte weiterhin Powerplay, da das Tor noch innerhalb der ersten Strafzeit fiel. Und Mannheim hatte Blut geleckt und wollte in Überzahl den Ausgleich erzielen, scheiterte aber an Teufelskerl Jonas Stettmer im Berliner Tor. Die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne ein weiteres Gegentor.
Die Partie steuerte immer mehr auf ihren Höhepunkt und die Crunchtime zu. Die Stimmung war überragend und das auf beiden Seiten. Die Spannung war zum Greifen nah und nun begann sie, die Zeit des Fingernägelkauen. Vor allem deswegen, weil Mannheim nochmal die zweite Luft bekam und die Berliner ins eigene Drittel drängte. Hut ab vor der Moral der Mannschaft von Trainer Dallas Eakins, die Spiel vier zur spannendsten der gesamten Finalserie machten. Erst recht, als Alexander Ehl drei Minuten vor dem Ende zum 3:3 traf (57.). Dieser Treffer sorgte für pure Ekstase im Gästeblock, während der Treffer für die Eisbären-Fans ein Stimmungsdämpfer war.
Denn nun begann die Partie wieder von vorne und das Momentum war auf Seiten der Adler. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel nur hinterher und wirkten angeknockt. Und beinahe hätte es den Lucky Punch durch die Adler gegeben, die nach Ablauf der Schlusssirene das vermeintliche 4:3 erzielten. Zum Glück für die Eisbären war die Zeit aber bereits abgelaufen, weshalb Spiel vier in die Verlängerung ging.

Ty Ronning konnte nicht glauben, dass die Eisbären in der ersten Overtime kein Tor erzielt haben trotz klarer Überlegenheit. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Dort entschied ein Tor über Meisterschaft und Sommerpause oder Spiel fünf in Mannheim. Spannender kann ein mögliches entscheidendes Finalspiel nicht sein. Die Eisbären waren zu Beginn die aktivere und gefährlichere Mannschaft und schnupperten mehrmals am Siegtreffer. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Jungs waren nun wieder deutlich besser drin im Spiel. Und die Overtime bestimmte letztendlich nur Berlin, was aber fehlte, war das erlösende Tor. Johan Mattsson ließ einfach keine Scheibe durch. Mannheim tauchte zwar auch ab und zu mal vor Jonas Stettmer auf, doch so gefährlich wie vor dem eigenen Tor wurde es nicht.
Zwei Minuten waren noch auf der Uhr, da hatten alle Eisbären-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch das Gestänge rettete für Mannheim. Und so endete die erste Overtime torlos und die Nerven wurden hier weiter strapaziert.

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Overtime gespielt, da war Jean-Sébastien Dea nah dran am 4:3, doch sein Schuss ging denkbar knapp am Pfosten vorbei. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, kassiert hinten einen. In der 84. Spielminute sorgte Luke Esposito für die Entscheidung und schickte die Serie zurück in die Kurpfalz. Dort haben die Berliner erneut die Chance, die Titelverteidigung perfekt zu machen.

5:1 in Spiel drei: Die Eisbären feiern den nächsten Kantersieg und sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #48:

Playoff-Finale-Stand: 0:3 (3:7/1:5/1:5)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Schritt von der erneuten Titelverteidigung entfernt. Auch Spiel drei der Finalserie gewann der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim mit 5:1 und sicherte sich damit den Matchpuck. Auch in Spiel drei fand die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins kein Gegenmittel gegen brutal effiziente und abgezockte Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat seine Top-Reihen gefunden und änderte daher nichts am Line-up. Warum auch, lief es doch in den ersten beiden Finalspielen hervorragend.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim wollte und musste eine Reaktion zeigen, um nicht die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Die Eisbären hingegen wollten genau den dritten Sieg in Serie einfahren, um sich den Matchpuck zu sichern. Gaben die Adler heute ein Lebenszeichen in der Finalserie ab oder feierten die Eisbären im dritten Spiel den dritten Sieg?

Erneut konnten die Mannheimer Jonas Stettmer nur einmal überwinden. Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann denkbar schlecht aus Eisbären-Sicht. 21 Sekunden waren gespielt, da war das Spiel für Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf von Maximilian Heim beendet. Da auch Dan Renouf mit auf die Strafbank musste, folgte das erste Powerplay der Kurpfälzer erst nach Ablauf der Strafe gegen die Nummer vier. Aber die Adler nahmen aus diesem Start viel Schwung mit und spielten druckvoll nach vorne. Marc Michaelis belohnte die Hausherren mit dem frühen 1:0 und sorgte so direkt für Hoffnung im Ufo (3.).
Die Eisbären schüttelten sich einen kurzen Moment, zogen danach aber ihren Gameplan strikt durch. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der es rasant hin und her ging. Die Eisbären fanden Mitte des ersten Drittels die Antwort durch Eric Mik – 1:1 (11.). Die Vorlage kam von Leo Pföderl, der damit seinen 30. Finalscorerpunkt einfuhr. Was für eine Statistik der Nummer 93!
Danach spielten beide Teams weiter offensiv nach vorne und kamen zu guten Chancen, doch sowohl Maximilian Franzreb auf Mannheimer Seite als auch Jonas Stettmer auf Berliner Seite ließen keine weiteren Scheiben ins Tor, weshalb es nach 20 Minuten 1:1 stand.

Les Lancaster erzielte am Ende den Gamewinner. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel drehten die Eisbären die Partie dann komplett. Im Anschluss an eine Drangphase brachte Torjäger Les Lancaster die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (25.).
Mannheim ließ in der Folge ein Powerplay ungenutzt und konnte auch danach weitere Chancen nicht nutzen, weil die Endstation immer wieder Jonas Stettmer hieß. Egal, was Mannheim versuchte, der Straubinger Junge war zur Stelle und ließ die Mannheimer Spieler reihenweise verzweifeln.
Und die Eisbären? Die erwiesen sich einmal mehr als äußerst effizient vor dem Tor und erhöhten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1. Freddy Tiffels behauptete die Scheibe sehr stark, spielte sie dann mit der Hacke (!) weiter zu Leo Pföderl, welcher erneut Mik in Szene setzte. Der Verteidiger hatte heute Bock auf Toreschießen und erzielte bereits sein zweites Tor an diesem Abend. Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Eric Mik schrieb DEL-Geschichte als erster Verteidiger, dem ein Hattrick in der Finalserie gelang. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel dominierten die Eisbären das Spiel weiterhin nach Belieben. Mannheim fiel nichts ein und musste hinten aufpassen, dass sie sich nicht das nächste Gegentor fingen. Unterstützung von den Rängen kam auch kaum noch, da sich viele Adler-Fans schon wieder auf den Heimweg gemacht hatten – wie in Spiel eins. Mitte des letzten Drittels gingen die nächsten Fans, als Eric Mik DEL-Geschichte schrieb. Die Nummer 12 erhöhte auf 4:1 und ist somit der erste Verteidiger, der einen Hattrick in einer DEL-Finalserie feierte (51.). Unglaublich, in diesen Playoffs funktioniert einfach alles. Mal treffen die Verteidiger, mal die Stürmer. Von allen vier Reihen geht große Gefahr aus. Jeder Spieler kann das Spiel entscheiden.
Nur 14 Sekunden später dachte sich Liam Kirk, dass hier auch mal ein Stürmer wieder treffen sollte und sorgte für den 5:1-Endstand (52.). Der Rest war Party pur im Gästeblock, während die noch da gebliebenen Adler-Fans ihre Mannschaft nochmal etwas feierten.
Aber was sagt man zu diesen Eisbären? Nach der Hauptrunde hatte niemand mit der erneuten Finalteilnahme gerechnet. Die Personalprobleme setzten sich in den Playoffs fort und am Ende fehlten satte fünf Spieler. Ausfälle, die eine Mannschaft normalerweise nicht wegstecken kann. Weil dort auch wichtige Leistungsträger dabei waren. Und heute fiel dann nach 21 Sekunden auch noch Wissmann aus und die Eisbären rannten einem 0:1-Rückstand hinterher. Beste Vorzeichen also für Mannheim, um den ersten Sieg in der Finalserie zu feiern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht, welche erneut mit großer Leidenschaft kämpften und sich am Ende den Sieg auch redlich verdienten. Eric Mik hatten die Kurpfälzer sicherlich auch nicht auf ihrer Bingo-Karte, dass er heute gleich dreimal treffen würde.
Diese Mannschaft lässt sich von keinen Widrigkeiten stoppen und in jedem Spiel drückt ein anderer Spieler dem Spiel den Stempel auf. Das macht es Mannheim so schwer, ein Gegenmittel zu finden. Dieses muss Dallas Eakins am Donnerstag aber finden, denn bei einer weiteren Niederlage droht bereits die Vizemeisterschaft, während die Eisbären Berlin kurz vor dem Gewinn der 12. deutschen Meisterschaft stehen. Und das nach dieser Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Nie war es für die DEL-Konkurrenz einfacher, die Eisbären vom Thron zu stoßen. Und am Ende nutzen sie nicht einmal das aus. Auch das spricht nicht gerade für die Konkurrenz, aber umso mehr für die Eisbären und vor allem für Trainer Serge Aubin. Der Berliner Trainer steht vor seiner 15. erfolgreichen Playoff-Serie. Auch das wäre eine Serie für die Ewigkeit.

7:3-Sieg! Die Eisbären demütigen Mannheim im ersten Finalspiel in eigener Arena

Playoff-Finale-Stand: 0:1 (3:7)

Die Eisbären Berlin setzten direkt im ersten Finalspiel ein dickes Ausrufezeichen und sichern sich damit das Heimrecht. In der SAP-Arena setzten sich die Berliner hochverdient mit 7:3 (3:0,2:0,2:3) bei den Adler Mannheim durch und haben damit direkt einmal ihre Titel-Ambitionen untermauert. Gerade die ersten 40 Minuten waren pure Dominanz und gnadenlose Effektivität. Dagegen hatte die Mannschaft von Dallas Eakins kein Gegenmittel und muss jenes nun bis zu Spiel zwei am Sonntagnachmittag entwickeln, um nicht den nächsten Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft zu erleiden.

Eisbären-Trainer Serge veränderte sein Line-up im Vergleich zu Spiel sechs der Halbfinalserie bei den Kölner Haien überhaupt nicht und vertraute somit dem selben Line-up, welches den Finaleinzug perfekt gemacht hatte.

Die Ausgangslage war klar: Es war Spiel eins der Finalserie und beide Teams wollten direkt die erste Duftmarke setzen. Während es für die Eisbären kein Neuland mehr war, absolvierten die Kurpfälzer ihr erstes Endspiel seit 2019. Setzte sich am Ende die Final-Erfahrung der Eisbären durch oder konnte Mannheim sein erstes Heimspiel für sich entscheiden?

Liam Kirk erzielte das erste und das letzte Tor in Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine sehr intensive und hart umkämpfte Partie. Was aber auch zu erwarten war, schließlich geht es ab sofort um die deutsche Meisterschaft in der PENNY DEL. Die Adler hatten früh im Spiel das erste Powerplay, machten aber direkt Bekanntschaft mit dem drittbesten Penalty Killing der Playoffs, welches nichts Gefährliches zu ließ.
Special Teams können in dieser Finalserie von enormer Bedeutung sein und sie sollten es auch direkt im ersten Drittel werden. Denn die Eisbären nutzten im Gegensatz zu Mannheim ihr erstes Powerplay. Die Scheibe wurde auf das Tor gebracht, blieb dort hängen und am Ende war es Liam Kirk, welcher zum 1:0 traf (8.).
Die Berliner legten genau den Start hin, den man sich gewünscht hatte. Mannheim war zwar äußerst aktiv in Sachen Torschüsse, doch diese wurden eher aus ungefährlichen Positionen abgegeben und stellten Jonas Stettmer daher auch vor keine großen Probleme.
Diese bekamen aber so langsam aber sicher die Hausherren. Maximilian Franzreb konnte den ersten Schuss nur prallen lassen und Jean-Sébastien Dea staubte erfolgreich ab – 2:0 (11.). Trotz 12:4-Torschüssen nach 14 Minuten stand es hier 0:2, was einmal mehr die Kaltschnäuzigkeit der Eisbären in den Playoffs unter Beweis stellte.
Und diese agierten im ersten Drittel äußerst effektiv, denn kurz vor der ersten Drittelpause nutzten sie auch noch einen Konter durch Marcel Noebels und Les Lancaster aus. Letzterer netzte erfolgreich ein zum 3:0 (19.). Danach war dieses Auftaktdrittel zu Ende und alle Fans rieben sich verwundert die Augen. Denn man hatte ja mit allem gerechnet, aber definitiv nicht mit so einem ersten Drittel.

Spiele zwischen Mannheim und Berlin sind immer sehr hitzig. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel war dann pure Dominanz der Eisbären, welche das so einfach aussehen ließen, wie sie Gegner und Puck laufen ließen. Das sah nicht einmal nach großer Anstrengung aus, wie man hier das Spiel dominierte. Von Mannheim kam erschreckend wenig für ein Finalspiel und vor allem für ein Heimspiel. Was die Eisbären aber überhaupt nicht interessierte, da sie sich nur auf sich konzentrierten. Der heute sehr auffällige Dea ließ die Scheibe stark durch zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning in Szene setzte. Der kleine Wirbelwind erhöhte anschließend auf 4:0 (35.).
Nur 70 Sekunden später legten die Eisbären direkt das fünfte Tor nach. Wieder ließ Franzreb die Scheibe nur prallen, was Markus Vikingstad dankend annahm – 5:0 (36.).
Damit war Finalspiel eins bereits nach 40 Minuten entschieden, denn das die Kurpfälzer hier noch einmal zurück ins Spiel kommen würden, war doch eher unwahrscheinlich.

Im letzten Drittel kamen auch die Adler Mannheim zum Torerfolg und konnten Jonas Stettmer dreimal überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dass Mannheim aber noch einmal alles versuchen würde, war jedoch klar. Und so verwunderte das schnelle Anschlusstor nach 42 Minuten auch nicht wirklich. Kris Bennett ließ die eigenen Fans zum ersten Mal in dieser Finalserie jubeln – 5:1.
Kurz darauf kam dann schon eine sehr diskutable Szene im dritten Drittel. Kai Wissmann fuhr einen durchaus harten Check gegen Leo Gawanke und bekam dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe für einen Check gegen die Bande. Puh, auch nach mehrmaligen Anschauen kann ich da keine Spieldauer erkennen. Ja, der Check war hart, aber Gawanke hatte kurz zuvor noch den Puck und somit geht Wissmann erwartungsgemäß in den Zweikampf. Der Mannheimer Verteidiger schien damit jedoch nicht gerechnet zu haben und hatte daher keine Körperspannung, was den Aufprall durchaus spektakulär aussehen ließ. Dafür Wissmann aber zum Duschen zu schicken, ist für mich eine sehr harte Entscheidung.
Zum Glück überstanden die Eisbären die fünfminütige Unterzahl ohne Gegentor, was aber auch an Teufelskerl Jonas Stettmer lag, der einmal mehr ein überragendes Spiel zeigte.
Kurz nach dem die Berliner wieder komplett waren, schlug es aber doch noch hinter Stettmer ein. Alexander Ehl verkürzte auf 2:5 (48.).
Ging hier nun doch noch was für die Hausherren? Die Eisbären ließen es im Schlussdrittel etwas zu ruhig angehen und stellten das Offensivspiel fast komplett ein. Und Dallas Eakins ging früh All-in und zog rund fünf Minuten vor dem Ende des dritten Drittels seinen Goalie, der inzwischen Mattson hieß, vom Eis. 16 Sekunden später fälschte Mitch Reinke einen Schuss von John Gilmour unglücklich ab und schon stand es nur noch 5:3 (56.).
Eakins nahm kurz darauf erneut seinen Goalie vom Eis, weil was einmal klappt, klappt ja auch zweimal. Aber nicht mit Marcel Noebels, der die Scheibe einfach mal blind auf das leere Tor brachte und auf 6:3 stellte (57.). Danach war auch wieder Ruhe im „Ufo“, die Hoffnung war ganz schnell wieder verflogen. Erst recht, als Liam Kirk auch noch den nächsten Empty-Netter nachlegte – 7:3 (58.).
Damit eröffnete der Brite das Spiel und beendete es auch. Und viel wichtiger: Er setzte die Serie der Eisbären fort, die nun im vierten Spiel in Folge sieben Tore in einem Finalspiel erzielt haben. Ein Rekord für die Ewigkeit, den wohl keine Mannschaft mehr knacken wird. Außer vielleicht die Eisbären selbst, denn was die in den Playoffs für gnadenloses Eishockey spielen, ist fast schon beängstigend. Die ersten 40 Minuten waren eine reine Machtdemonstration des Titelverteidigers. Aber ebenso waren die letzten 20 Minuten Warnung genug, dass man gegen Mannheim über 60 Minuten sein Spiel durchziehen muss, egal wie hoch man auch führt. Aber nach diesem Spiel ist bereits klar, dass in auch in dieser Saison der Meistertitel erneut nur über die Eisbären Berlin führt. Damit hätte man im Verlaufe der Hauptrunde auch nicht mit gerechnet.

4:2 gegen Köln: Die Eisbären dominieren lange Zeit das Spiel, müssen aber am Ende nochmal zittern

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #45:

Playoff-Halbfinale – Stand: 2:1 (6:3/1:5/4:2)

Die Eisbären Berlin haben Spiel drei der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie mit 4:2 gewonnen und damit die Führung in dieser Serie wieder übernommen. Über 53 Minuten hatte man das Spiel klar im Griff und haderte lediglich mit seiner Chancenverwertung. Doch dann wachten die Domstädter auf und kamen noch auf 3:2 heran, ehe Leo Pföderl ihnen mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel den Stecker zog.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Yannick Veilleux verzichten, der zurecht für zwei Spiele gesperrt wurde. Dafür kehrten Mitch Reinke und Marcel Noebels zurück ins Line-up. Markus Niemeläinen musste weichen. Das führte zu Veränderungen im Line-up.
Les Lancaster nahm den Platz von Niemeläinen neben Eric Mik ein. Reinke verteidigte an der Seite von Adam Smith. Moritz Kretzschmar war siebter Verteidiger.
In der Offensive nahm Noebels den Platz von Lancaster in der Reihe mit Liam Kirk und Andreas Eder ein. Leo Pföderl nahm den Platz von Yannick Veilleux in der Reihe mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann ein. Und Lennart Nieleck rotierte in die vierte Reihe an die Seite von Eric Hördler und Manuel Wieder.
Im Tor begann heute Jake Hildebrand anstelle von Jonas Stettmer, der am Freitag während des zweiten Drittels ausgewechselt wurde. Puh, harte Entscheidung vom Trainerteam. Stettmer hatte die Eisbären schließlich erst ins Halbfinale geführt und ein schlechtes Spiel kann man immer mal haben – siehe Janne Juvonen. Hoffentlich keine Entscheidung, die man später bereuen wird.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Sieg der Haie am Freitag stand es in der Halbfinalserie 1:1, weshalb es heute wieder von vorne losging und es somit eine Best-of-Five-Serie wurde. Der Druck wanderte aus der Domstadt in die Hauptstadt, denn die Eisbären wollen ungern mit einem 1:2-Rückstand in der Serie am Mittwoch nach Köln reisen. Wenn es die Eisbären schaffen, an ihre Leistung aus den ersten vier Dritteln in dieser Halbfinalserie anzuknüpfen, kann ein Sieg klappen. Sieht man allerdings die Eisbären aus den letzten beiden Dritteln vom Freitag, drohte ein böses Erwachen. Welches Gesicht zeigten die Eisbären heute?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel, wo die Eisbären direkt deutlich machten, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren und eine Reaktion auf Freitagabend in Köln zeigen wollten. Die Defensive der Haie wurde gut beschäftigt, doch bisher ließen die Domstädter wenig zu. Köln lauerte auf Konter, um dann wieder blitzschnell umzuschalten. Insgesamt war es wieder ein Beginn auf Augenhöhe, denn beide Teams hatten ihre offensiven Momente.
Auf die erste große Torchance wartete man weiter vergebens. Beide Mannschaften verstanden es weiterhin sehr gut, defensiv kompakt zu stehen. Auch in der neutralen Zone war es eine hart umkämpfte Partie.
Die Domstädter hatten in der Schlussphase das erste Powerplay, aber auch in diesem ließ die Berliner Defensive nichts zu. So blieb es beim 0:0 nach dem ersten Drittel.

Leo Pföderl (links) erzielte das 1:0 gegen Köln und damit sein erstes Tor in den diesjährigen Playoffs. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften dann die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Bisher konnten die Haie in den Playoffs in Unterzahl noch nicht bezwungen werden und bisher hatte Leo Pföderl noch kein Playofftor erzielt. Mit dem heutigen Spiel endeten beide Serien, denn die Nummer 93 netzte ein zum 1:0 (23.). Rückkehrer Mitch Reinke und Ty Ronning waren die Assistenten bei diesem Tor.
Kurz darauf hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay, doch diesmal überstanden die Haie die Unterzahl schadlos.
Die Berliner blieben auch danach gefährlich und sorgten für viel Arbeit für Janne Juvonen. Das einzige Manko der Eisbären war heute jedoch die Chancenverwertung, denn das 1:0 war aus Sicht der Haie noch das beste. Eigentlich hätten die Berliner hier gut und gerne 2:0 oder 3:0 führen können. So ließ man die Gäste aber im Spiel. Von Köln kam derweil kaum etwas im zweiten Drittel, weil die Berliner das Offensivspiel der Haie komplett kalt gestellt hatten.
In der Schlussphase hatten die Haie dann Glück, keine Strafzeit zu bekommen. Denn Jonas Müller bekam mit voller Wucht und Absicht was auf die Hand, die Hauptschiedsrichter hatten es aber nicht gesehen. Glück für Köln, denn das war eine klare Strafzeit.
Damit noch nicht genug, denn Juhani Tyrväinen sorgte für den nächsten Aufreger, als er einen Kniecheck gegen Lean Bergmann fuhr. Dafür gab es natürlich nur zwei Minuten. Ein Tyrväinen darf eben alles machen und wird dafür nicht groß bestraft. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung, aber auch zwei angeschlagene Spieler, mit in die zweite Drittelpause. Angesichts von 40:10-Torschüssen äußerst schmeichelhaft für Köln.

Auch heute gab es wieder eine Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Mannschaften. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären noch in Überzahl, konnten das aber nicht nutzen. Nur Sekunden später flog die Scheibe dann aber doch noch ein zweites Mal ins Tor von Janne Juvonen. Jonas Müller packte die ganze Wut über den Stockschlag in diesen Schuss und erhöhte auf 2:0 (42.).
Köln fand heute kein Mittel gegen das Spiel der Eisbären und war den Berlinern vor allem läuferisch deutlich unterlegen. Wenn es spielerisch nicht klappt, fängt man eben an zu provozieren. Das konnten die Kölner Spieler heute richtig gut.
Interessierte die Eisbären heute aber relativ wenig, denn die hatten ihre Nerven heute im Griff und konzentrierten sich lieber auf das Wesentliche im Eishockey. Les Lancaster stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis und erhöhte auf 3:0 (46.).
Köln hatte dann mal wieder ein Powerplay, aber in diesem fuhren die Eisbären den Konter. Liam Kirk verpasste bei diesem das 4:0. Die Arena am Ostbahnhof stand inzwischen und applaudierte ihrer Mannschaft, denn die Eisbären lieferten eine ganz starke Vorstellung und zeigten die erhoffte Reaktion auf das 1:5 in Köln.
Auch in der Folge hörten die Eisbären nicht auf, nach vorne zu spielen und sich weitere Chancen herauszuspielen. Zudem setzte man auch weiterhin auf aggressives Forechecking, um Köln nach wie vor nicht ins Spiel kommen zu lassen. Doch die Haie wehrten sich und kamen am Ende doch noch aufs Scoreboard. Dominik Bokk mit dem Treffer zum 3:1 (53.).
Kam hier nun also doch noch einmal Spannung auf, in einer Partie, die eigentlich entschieden war? Kölns Trainer Kari Jalonen glaubte jedenfalls dran. Denn 4:35 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm er seine Auszeit und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und fünf Sekunden später verkürzten die Domstädter auf 3:2 durch Oliwer Kaski (56.).
Nun wurde es also doch nochmal eine äußerst spannende Schlussphase und auf einmal schöpften die Haie-Spieler hier wieder neues Selbstvertrauen, dass man doch noch Spiel drei erfolgreich gestalten würde. Von den Eisbären kam in dieser Phase deutlich zu wenig.
Die Haie zogen erneut ihren Goalie und diesmal nutzten das die Eisbären aber eiskalt aus. Leo Pföderl machte den Doppelpack perfekt – 4:2 (58.) Aber Köln gab sich nicht geschlagen und nahm ein weiteres Mal Janne Juvonen aus dem Tor. Die Haie gaben auch nochmal alles, aber die Berliner verteidigten das stark zu Ende und sicherten sich so den zweiten Sieg in der Halbfinalserie. Am Ende hatte man es aber nochmal unnötig spannend gemacht. Aber daraus wird man seine Lehren ziehen, dass man Köln nur mit 100 Prozent schlagen kann.

4:2 am Pulverturm: Die Eisbären gewinnen das intensive Spiel in Straubing und holen sich das Heimrecht in der Viertelfinalserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #40:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:2 (5:1/1:2/2:4)

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur minimal. Marcel Noebels und Yannick Veilleux tauschten die Reihen. Noebels stürmte an der Seite von Andreas Eder und Ty Ronning. Veilleux bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Jean-Sébastien Dea eine Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Serienausgleich der Eisbären am Freitag stand uns nun eine Best-of-five-Serie bevor. Daher lag der Druck so ein wenig auf den Niederbayern, welche ihr Heimspiel gewinnen mussten, um nicht mit einem Rückstand nach Berlin zu fahren. Die Berliner hingegen hatten die Chance, mit einem Sieg das Heimrecht zu holen und hätten dann in Spiel vier zuhause die Chance, sich die ersten Matchpucks zu erspielen. Bestanden die Hauptstädter diesmal im Hexenkessel am Pulverturm oder gab es erneut ein böses Erwachen für den DEL-Rekordmeister?

Auch heute war es wieder eine sehr hart umkämpfte Partie zwischen Straubing und den Eisbären. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach den ersten beiden Spielen war klar, dass in dieser Serie viel Feuer drin steckte. Dementsprechend intensiv ging es vom ersten Bully weg zur Sache. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, nach Abpfiff gerieten beide Mannschaften immer wieder aneinander. Es war ein richtiger Playoff-Fight in Straubing. Die Eisbären erwischten dabei einen deutlich besseren Start als noch am Dienstag, als man nach nicht einmal zwei Minuten mit 0:3 hinten lag. Heute überstand man nicht nur die Anfangsphase, man konnte sogar selbst in Führung gehen. Der neue Torjäger Les Lancaster trat mal wieder in Erscheinung und sorgte für die erste Ekstase im gut gefüllten und lautstarken Gästeblock – 1:0 (4.). Egal, ob er in der Defensive oder Offensive spielt – er hat Gefallen am Toreschießen gefunden. Was für die Eisbären im weiteren Verlauf der Playoffs noch sehr wichtig werden kann.
Die Niederbayern wirkten jedoch keinesfalls geschockt und kamen schnell zum Ausgleich. Gewühl vor Jonas Stettmer und Mike Connolly drückte die Scheibe zum 1:1 über die Linie (7.).
Kam nun wieder die gefürchtete Drangphase der Tigers? Nein, weil die Eisbären weiterhin sehr geduldig spielten und sich an ihren Gameplan hielten. Und sie haben mit Les Lancaster einen Spieler, der weiß, wo das Tor steht. Denn der gelernte Verteidiger überwand Henrik Haukeland zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – 2:1 (11.).
Im weiteren Verlauf hatten die Berliner durchaus weitere Chancen, um das Ergebnis noch auszubauen. Da ihnen das nicht gelang, ging es mit einer knappen, aber verdienten 2:1-Führung in die erste Drittelpause.

Viermal konnten die Spieler der Eisbären Berlin am Pulverturm jubeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften die Hausherren in Überzahl ran und prompt stand es 2:2. Marcel Brandt – der durchaus Glück hatte, heute überhaupt auf dem Eis zu stehen – staubte erfolgreich ab (23.).
Danach hatten die Niederbayern eine sehr gute Drangphase, in der das Spiel hätte durchaus kippen können. Die Eisbären überstanden diese aber ohne Gegentor und zeigten dann eindrucksvoll, wie eine Spitzenmannschaft spielt. Eric Hördler behauptete ganz stark die Scheibe, brachte sie dann von der blauen Linie auf das Tor, wo Lean Bergmann lauerte und entscheidend abfälschte – 3:2 (27.).
Und die Eisbären machten daraus einen Doppelschlag. Konter über Ty Ronning, welcher alleine den Abschluss suchte und auf 4:2 stellte (29.). Die Nummer neun läuft so langsam aber sicher richtig heiß.
Diese beiden Tore hatten die Tigers sichtlich getroffen, welche anschließend auf der Suche nach einer Antwort waren, sich aber die Zähne an der starken Berliner Defensive ausbissen. So führten die Eisbären nach 40 Minuten mit 4:2.

Jonas Stettmer ließ seinen Heimatverein mal wieder verzweifeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel war dann gefühlt ein Spiel auf ein Tor – und zwar das von Jonas Stettmer. Durch einige Überzahlspiele hatten die Niederbayern einige Torchancen und dadurch mehr Spielanteile. Straubing baute ordentlich Druck auf und belagerte das Tor von Jonas Stettmer. Die Eisbären warfen alles rein, verteidigten mit enorm viel Leidenschaft und überstanden somit sämtliche Druckphasen der Gastgeber. Diese schnupperten durchaus mehrmals am Anschlusstreffer. Doch entweder stand Jonas Stettmer im Weg oder aber der Schuss wurde geblockt oder aber die Scheibe rutschte knapp am Tor vorbei. So liefen die Niederbayern im Schlussdrittel vergeblich an und liegen nun mit 1:2 in der Viertelfinalserie hinten. Die Eisbären haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, was es braucht, um in den Playoffs erfolgreich zu sein. Eine leidenschaftliche Defensive mit einem starken Torhüter sowie eine Offensive, welche sich Chancen erarbeitet und diese am Ende auch nutzt. Insgesamt hat die gesamte Mannschaft in den letzten beiden Spielen vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugt. Alle Spieler haben sich gegenseitig unterstützt und belohnten sich damit mit der 2:1-Serienführung. Doch am Dienstag geht es wieder von vorne los und Straubing wird eine Antwort in Berlin geben wollen. Aber die Eisbären werden auch dann wieder bereit und ein unbequemer Gegner sein.

4:2-Heimsieg gegen Mannheim: Die Eisbären feiern den vierten Sieg in Serie und haben die direkte Playoff-Qualifikation vor Augen

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #37:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auch gegen den Erzrivalen weiter. Gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg und gewannen damit auch das vierte Spiel in Folge. Die Hauptstädter scheinen also tatsächlich rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt ihre Top-Form zu erreichen, welche sie zur einer sehr unbequemen Mannschaft in den Playoffs macht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses Team doch zuletzt mehr als überzeugt und vor allem beim 1:0-Auswärtssieg in Köln mit großer Leidenschaft begeistert. Mit diesem Team will man es nun auch direkt ins Viertelfinale schaffen und den Umweg Pre-Playoffs vermeiden.

Wo wir bei der Ausgangslage wären. Während die Mannheimer bereits das Heimrecht für das Viertelfinale sicher hatten und nur noch um die Platzierungen spielten, ging es für die Eisbären um wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs. Vor dem Spiel lag man zwei Zähler vor dem Konkurrenten aus Bremerhaven, welcher heute zeitgleich in Nürnberg ran musste. Bei einem Sieg der Eisbären und einer Niederlage der Pinguins, würde bereits heute Abend die direkte Viertelfinal-Qualifikation feststehen. Gab es am Ende Grund zum Feiern oder steht am Sonntag der absolute Showdown im Heimspiel gegen München bevor?

Kai Wissmann sorgte für die frühe 1:0-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in den DEL-Klassiker. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und sorgten bereits in der Anfangsphase für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Beide Goalies mussten also vom ersten Bully weg hellwach sein.
Sieben Minuten waren gespielt, da erklang zum ersten Mal an diesem Abend „Viva la vida“. Eric Hördler behauptete überragend die Scheibe im Zweikampf, spielte sie dann hoch zum Kapitän Kai Wissmann, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und die Scheibe im Mannheimer Tor versenkte – 1:0.
Die Antwort der Kurpfälzer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Justin Schütz stellte auf 1:1 (9.). Kurz zuvor hatten die Berliner die Chance zum 2:0 ungenutzt gelassen. Was für ein Auftakt in das Duell der beiden Erzrivalen.
Die Eisbären zeigten im ersten Drittel schöne Kombinationen, welche an die letzten Jahre erinnerten und welche wir in dieser Saison bisher noch nicht so häufig zu sehen bekamen. Auch heute waren die Eisbären wieder konzentriert bei der Sache und fingen die Aufbaupässe der Adler ab.
Während die Eisbären am 2:1 arbeiteten, fiel es auf der anderen Seite. Mannheim fuhr den gefühlt zweiten Angriff und stocherte am Ende die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Marc Michaelis war der Torschütze (15.).
Im ersten Powerplay der Partie hatten die Hausherren die Chance zum Ausgleich, spielten es am Ende aber zu ungenau und so verpuffte diese Chance. So lag man nach dem ersten Drittel mit 1:2 hinten, obwohl man die aktivere Mannschaft war. Die Adler erwiesen sich bis hierhin aber als die effektivere Mannschaft.

Der neue Torjäger Les Lencaster (rechts) sorgte für die 3:2-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären die Mannschaft, welche das Spiel bestimmten und auf das 2:2 drängten. Man spielte es sehr geduldig und wurde dafür belohnt. Yannick Veilleux sorgte nach 24 Minuten für den erneuten Ausgleich.
Mitte des zweiten Drittels wurden dann natürlich auch „Zärtlichkeiten“ ausgetauscht. Leon Gawanke rammte Manuel Wiederer so lange den Schläger in den Rücken, bis es dem Berliner Stürmer reichte. Aber natürlich gab es für beide nur fünf Minuten wegen Fighting. Warum auch dem Mannheimer Verteidiger zwei Minuten wegen Verursachung des Fights geben. Typisch Andre Schrader mal wieder…
In der Folge mussten die Eisbären zweimal nacheinander in Unterzahl ran, überstanden aber beide Unterzahlspiele dank einer überragenden Leidenschaft. Das war ganz starke Teamarbeit von allen Spielern inklusive Jonas Stettmer auf dem Eis.
In den letzten vier Minuten des zweiten Drittels durften die Eisbären dann für vier Minuten mit einem Mann mehr ran. Und das nutzten die Berliner durch ihren neuen Torjäger Les Lancaster aus und drehten die Partie wieder zurück – 3:2 (38.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Zeigte auch heute wieder eine sehr starke Leistung: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzielen, aber Jonas Stettmer war hellwach und hielt sein Tor sauber. Die Eisbären kamen aber relativ schnell auch wieder ins Spiel und drängten ihrerseits auf das vierte Tor.
Die Partie lebte im Schlussdrittel vor allem von der Spannung. Rund neun Minuten vor dem Ende des dritten Drittels durften die Mannheimer erneut in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Doch erneut spielten die Eisbären ganz stark in Unterzahl und überstanden auch diese schadlos und konnten somit weiterhin vom wichtigen Heimsieg gegen den Erzrivalen träumen.
Es stand nun eine extrem spannende Schlussphase bevor. Mannheim machte hinten auf, um hier noch einen Zähler zu sichern. Das wollten die Berliner mit ihren Kontern jedoch verhindern. Als Mannheim den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzten das die Eisbären durch Marcel Noebels zur Entscheidung – 4:2 (58.). Damit feierten die Berliner den vierten Sieg in Serie und behielten die Pole Position im Kampf um Platz sechs gegenüber Bremerhaven. Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation lebt mehr denn je.

Die Eisbären Berlin melden sich mit einem wichtigen 5:2-Sieg in Dresden im Kampf um Platz sechs zurück

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #34:

Die Eisbären Berlin haben ihr erstes von drei Auswärtsspielen in Folge gewonnen. Beim sportlichen Absteiger Dresdner Eislöwen setzten sich die Berliner verdient mit 5:2 durch und verkürzten dadurch den Rückstand auf Bremerhaven auf einen Punkt. Zwar war es erneut kein fehlerfreier Auftritt der Eisbären, aber zumindest ein konzentrierter über 60 Minuten.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste mit Mitch Reinke und Lean Bergmann auf die nächsten verletzten Spieler verzichten. Dafür rückte Eric Mik an die Seite von Markus Niemeläinen, während Adam Smith zurück in den Kader rotierte und an der Seite von Korbinian Geibel verteidigte.
Auch in der Offensive gab es Reihenumstellungen. Freddy Tiffels, Leo Pföderl und Ty Ronning bildeten die erste Reihe. Marcel Noebels, Rückkehrer Jean-Sébastien Dea und Liam Kirk stürmten in der zweiten Reihe. Yannick Veilleux, Markus Vikingstad und Andreas Eder spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Manuel Wiederer und Les Lancaster. Moritz Kretzschmar war zusätzlich mit im Line-up.
Und im Tor stand natürlich Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für Dresden war die Saison sportlich gelaufen, trotzdem wollte man diese anständig zu Ende spielen. Für die Eisbären hingegen ging es noch um Platz sechs und die direkte Playoff-Qualifikation. Dafür braucht es aber Siege und den ersten wollte man in Dresden einfahren.

Les Lancaster tritt immer mehr als Torjäger in Erscheinung. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel und dort machten die Eisbären von Beginn an deutlich, dass sie sich hier heute etwas vorgenommen hatten. Es dauerte keine zwei Minuten, da setzte Leo Pföderl Ty Ronning in Szene und der netzte ein zum 1:0.
Die Berliner wirkten von Beginn an sehr konzentriert und griffig in den Zweikämpfen. Zweikämpfe war auch das Stichwort, denn das Spiel war hart umkämpft. Wenn man bei den Eisbären zuletzt etwas kritisieren konnte, dann war es die Chancenverwertung. Doch im ersten Drittel war diese herausragend. Denn Les Lancaster stellte in der neunten Minute auf 2:0. Nach einem gewonnenen Bully stand er derart frei, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als zu treffen. Das ging so schnell, dass wir es im Gästeblock gar nicht mitbekommen haben.
Die Eislöwen gaben aber nicht auf und wurden im Verlaufe des ersten Drittels immer mutiger. Das erste Powerplay der Partie bot die erste Chance zum Anschlusstreffer, doch die Eisbären überstanden die erste Unterzahl schadlos. Jedoch nicht das erste Drittel ohne Gegentor. Die Eisbären waren zu weit aufgerückt und luden Dresden zum Konter ein. Sebastian Gorcik verwertete diesen und sorgte 24 Sekunden vor der ersten Drittelpause für Hoffnung in Elbflorenz – 2:1.

Während Kai Wissmann (links) traf, lieferte sich Korbi Geibel (rechts) eine Schlägerei. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein bisschen Nostalgie gab es in der Drittelpause, denn „Quaster“ von den Puhdys trat mit „Alt wie ein Baum“ auf. Emotional ging es weiter, denn in der 22. Spielminute wurde Tobi Eder gedacht, der an diesem Tag Geburtstag gehabt hätte. Wir vermissen dich, Tobi!
Sportlich gesehen legten die Hauptstädter nach. Der Kapitän selbst übernahm die Verantwortung und stellte auf 3:1 (26.).
Aber Ruhe kam trotzdem nicht rein, weil sich die Hausherren nicht aufgaben und auch ihre Chancen hatten. So blieb es eine enge Partie. Und diese sollte noch enger werden. Denn die Eislöwen ließen die Scheibe sehr gut laufen und am Ende musste Tomas Andres sie nur noch ins leere Tor schießen – 2:3 (35.).
Ein bisschen aus dem Nichts gab es dann kurz vor der zweiten Drittelpause noch einen Faustkampf zwischen Matthias Pischoff und Korbinian Geibel. Die Nummer 40 ist dafür ja nun weniger bekannt, hielt sich aber tapfer in diesem Fight. Anschließend war Drittelpause und die Eisbären lagen weiterhin mit einem Tor vorne.

Traf am Geburtstag seinen verstorbenen Bruders: Andreas Eder. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Einen klaren Punktsieg hatten derweil die Eisbären-Fans gefeiert, denn diese hatten das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht. Was aber nichts Neues ist, wenn die Eisbären auswärts von über 500 Fans unterstützt werden.
Im letzten Drittel wollten die Eisbären alle Zweifel am Ausgang dieses Spiels beseitigen und erhöhten dafür nochmal das Tempo. Und dann wurde es erneut emotional. Es lief die 48. Spielminute und Andreas Eder erhöhte am Geburtstag von Tobi Eder auf 4:2. Solche Geschichten schreibt nur der Sport!
Nur 26 Sekunden später sorgte Jonas Müller für die endgültige Entscheidung, als er zum 5:2 traf (49.).
Danach spielten es die Eisbären souverän zu Ende. Dresden versuchte zwar nochmal zum Anschlusstreffer zu kommen, aber letztendlich brannte hier nichts mehr an. Für die Eisbären waren es zum einen extrem wichtige drei Punkte, zum anderen war dieser Sieg aber auch wichtig für das Selbstvertrauen. Nichtsdestotrotz darf man aber nicht den Fehler machen, den Sieg zu hoch zu hängen. Denn es war am Ende „nur“ Dresden, was gar nicht negativ klingen soll. Aber von den verbleibenden vier Hauptrundenspielen treffen die Eisbären noch auf Köln, Mannheim und München. In diesen Spielen muss die Mannschaft von Trainer Serge Aubin ihr bestes Eishockey über 60 Minuten abrufen, die Fehler weiter abstellen und offensiv die Chancen eiskalt verwerten. Denn da warten andere Kaliber auf die Berliner. Bevor es aber gegen die drei genannten Teams geht, folgt am Freitagabend noch das Gastspiel im Frankenland bei den Nürnberg Ice Tigers.

5:2 gegen Iserlohn: Les Lancaster glänzt mit Doppelpack beim Arbeitssieg gegen die Roosters

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #32:

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 gewonnen. Komplett fehlerfrei war es zwar immer noch nicht, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn man hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Allen voran Les Lancaster, der heute seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. An diese Leistung gilt es nun in den nächsten Spielen anzuknüpfen und dabei die Fehler weiter zu minimieren.

Im Vergleich zum letzten Spiel blieben heute Eric Mik und Jean-Sébastien Dea draußen. Dafür kehrten Les Lancaster und Jonas Müller zurück ins Line-up. Trainer Serge Aubin rotierte einmal komplett durch. In der Defensive spielten Kai Wissmann/Jonas Müller, Mitch Reinke/Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Markus Niemeläinen zusammen.
In der Offensive bildeten Lean Bergmann, Andreas Eder und Liam Kirk die erste Reihe. Ty Ronning, Leo Pföderl und Marcel Noebels standen in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe bestand aus Frederik Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Les Lancaster, Manuel Wiederer und Eric Hördler.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße wieder als Back-up auf der Bak saß.

Für die Eisbären war es das nächste wichtige Spiel im Kampf um Platz sechs. Nach der enttäuschenden Leistung am Mittwoch gegen Straubing wurde heute eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Trainer Serge Aubin hatte gefordert, dass seine Mannschaft über die volle Spielzeit ihre Leistung abrufen muss und nicht nur für ein paar Minuten oder ein Drittel. Gab es die Reaktion gegen Iserlohn oder folgte der nächste ernüchternde Auftritt der Eisbären?

Es war die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den Eisbären und Iserlohn. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren von Beginn an bemüht und setzten sich auch immer mal wieder im Angriffsdrittel fest. Dort lief die Scheibe auch durchaus gut, aber im Abschluss mangelte es noch an der Genauigkeit. Doch man wusste die Defensive der Roosters gut zu beschäftigen. Iserlohn sorgte aber bei seinen Vorstößen auch immer mal wieder für Gefahr. Auf die erste Top-Chance der Partie mussten die Fans aber dennoch warten.
Im ersten Powerplay der Partie sorgten die Hausherren für gute Abschlüsse und belohnten sich am Ende mit der Führung. Die Eisbären ließen die Scheibe gut laufen und am Ende hämmerte Marcel Noebels seinen Onetimer ins Iserlohner Tor – 1:0 (17.).

Die Sauerländer hätten unmittelbar nach dem Rückstand antworten können, denn nun waren die Gäste vom Seilersee ein Mann mehr. Aber die Eisbären ließen nichts zu und überstanden die erste Unterzahl schadlos. Doch nur wenige Sekunden später kassierte man doch den Ausgleich. Man hatte Christian Thomas am langen Pfosten vergessen und der sagte artig „Danke“ – 1:1 (20.). Der Nackenschlag zum Drittelende, denn mit dem Unentschieden ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike bekam einiges zu tun. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Kontertor von Torjäger Liam Kirk. Der kam mit Speed über links ins Drittel und zog dann trocken ab. Andreas Jenike im Iserlohner Tor konnte der Scheibe nur noch hinterherschauen – 2:1 (22.).
Die Eisbären blieben auch danach am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohns Goalie bekam nun einiges zu tun. Defensiv mussten die Eisbären einmal aufpassen und hatten letztendlich Glück bei einer Iserlohner Chance.
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran, aber diesmal konnte man es nicht nutzen und diesmal merkte man auch, warum man in dieser Disziplin auf dem letzten Platz ist. Eigentlich unverständlich bei der ganzen Qualität im Kader der Berliner.
Rund sechs Minuten vor dem Ende herrschte wieder mal Chaos vor dem Berliner Tor, in dessen Folge Iserlohn zur XXL-Chance zum Ausgleich kam. Zum Glück ging die Scheibe aber nur an die Latte.
In der Schlussphase durften beide Mannschaften nochmal in Überzahl ran. Die Eisbären ließen die Scheibe sehr gut laufen, verpassten aber immer wieder den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Auch Iserlohn ließ die Scheibe gut laufen, fand aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. So nahmen die Hausherren eine knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Les Lancaster, hier im Zweikampf vor dem Tor, traf gegen Iserlohn doppelt.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im letzten Drittel erwischten die Eisbären den Traumstart. Der stürmende Verteidiger Les Lancaster hämmerte die Scheibe ins Iserlohner Tor und sorgte für eine erleichternde 3:1-Führung (42.).
Beruhigend war sie dennoch nicht, denn Iserlohn verkürzte nur wenige Augenblicke später in Überzahl auf 3:2. Colin Ugbekile war am Ende der Torschütze (44.).
So blieb die Partie spannend und beide Teams investierten nochmal alles. Die Eisbären hätten kurz vor dem Powerbreak für die Vorentscheidung sorgen können, doch den Drei-auf-eins Konter spielte man zu schlampig zu Ende. Der Pass von Noebels auf Ronning war zu ungenau, weshalb die Nummer neun den Schuss nicht im Iserlohner Tor unterbringen konnte.
Aber die Eisbären hatten ja heute Les Lancaster, der erneut den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte – 4:2 (51.). Ob man sich in München bereits ärgert, ihn nicht lizenziert zu haben?
In der Folge durften beide Mannschaften nochmal ihr Powerplay üben, wo beide Teams zu den schlechtesten der Liga gehören. Auch wenn beiden Mannschaften heute ein Treffer mit einem Mann mehr gelungen ist. Ein zweiter Treffer blieb beiden Teams in den Überzahlspielen zum Ende der Partie verwehrt.
Iserlohn riskierte am Ende nochmal alles – Auszeit und Goalie raus. Doch das nutzten die Hauptstädter zur endgültigen Entscheidung. Mit der Schlusssirene versenkte Markus Vikingstad die Scheibe im verwaisten Iserlohner Tor – 5:2 (60.). Danach war Schluss und die Erleichterung sichtbar zu spüren. Zumal Bremerhaven und Wolfsburg erneut für die Eisbären gespielt haben. Die Eisbären haben aktuell nur noch einen Zähler Rückstand auf den Sechsten Bremerhaven. Und die Pinguins sind am Sonntag der nächste Gegner. 

3:2 in München! Die Eisbären verpatzen das erste Drittel, doch drehen das Spiel dank starker 40 Minuten

Die Eisbären Berlin haben ein Ausrufezeichen in der PENNY DEL gesetzt: Der zuletzt wankende Titelverteidiger gewann sein Auswärtsspiel bei Red Bull München mit 3:2 (0:1,2:0,1:1) und feierte damit den zweiten Sieg in Serie. Nach einem schwachen ersten Drittel setzte man sich in der Kabine zusammen, wie Freddy Tiffels nach dem Spiel bei Magenta Sport sagte und meinte, dass es so nicht weitergehen darf. Gesagt, getan! Die Eisbären kamen wie verwandelt aus der Kabine und spielten fortan starke 40 Minuten, für die man sich mit drei Punkten am Oberwiesenfeld belohnte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte nur seine Verteidiger-Pärchen im Vergleich zum Heimsieg gegen Augsburg am Sonntagnachmittag. Jonas Müller verteidigte zusammen mit Eric Mik, Markus Niemeläinen mit Mitch Reinke und Korbinian Geibel mit Adam Smith. Im Tor stand auch heute wieder Jonas Stettmer und die vier Offensivreihen blieben zusammen.

Für die Eisbären ging es heute darum, endlich eine Siegesserie zu starten. Beim 6:3-Heimsieg gegen Augsburg sah man wieder die zwei Gesichter der Eisbären. Man wartet nach wie vor darauf, dass man Konstanz in sein Spiel bringt und dieses über 60 Minuten durchzieht. Klappte das heute am Oberwiesenfeld oder folgte die achte Niederlage in den letzten elf Spielen?

Jonas Stettmer bekam im ersten Drittel einiges zu tun, hielt seine Mannschaft aber stark im Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine hart umkämpfte Partie zwischen München und Berlin. Beide Teams hatten ihre Phasen in der offensiven Zone. Bedingt durch das erste Powerplay hatten die Hausherren aber mehr vom Spiel. Wenn es fortan gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Eisbären. Daher verwunderte das 1:0 in der Schlussphase auch nicht. Nach einem gewonnenen Bully ging es ganz schnell und Jeremy McKenna sorgte für die verdiente Führung der Gastgeber (17.). Für die Eisbären ging es fast schon zu schnell.
Die Defensive wirkte ein ums andere Mal sehr wackelig im ersten Drittel, was München zu Chancen einlud. Die Hausherren setzten die Eisbären auch immer wieder durch ihr aggressives Forechecking unter Druck, womit die Berliner ihre Probleme hatten. Mit dem 0:1 konnten die Eisbären sehr gut leben.

Er trifft und trifft und trifft: Liam Kirk (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ins zweite Drittel fanden die Eisbären besser rein und versuchten auch Druck auf das Münchner Tor zu entfachen. Jetzt waren die Berliner die Mannschaft, die ein aggressives Forechecking spielten und den Gegner damit im Spielaufbau vor Probleme stellten. Die Eisbären gewannen die meisten Zweikämpfe zu Beginn des Mitteldrittels und arbeiteten am Ausgleich.
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Chancen auch zwingender. Liam Kirk tauchte frei vor Simon Wolf auf, scheiterte aber am jungen Münchner Goalie. Wenig später traf Leo Pföderl nur das Außennetz. Wenig später belohnten sich die Berliner aber und glichen zum 1:1 aus (31.). Liam Kirk leitete den Angriff von hinten selbst ein und schloss ihn vorne am Ende stark ab. Ein überragender Angriff über Kirk, Eric Mik und Freddy Tiffels.
München kam danach zwar etwas besser rein ins zweite Drittel, doch eine Antwort konnten die Hausherren nicht geben. Dafür legten die Eisbären durch Lean Bergmann nach. Sein erster Schuss ging am Tor vorbei, sprang aber auf der anderen Seite wieder vor das Tor, wo er seinen eigenen Rebound verwertete – 2:1 (38.). Starkes Tor von Lean!

Les Lancaster ärgerte seinen Ex-Verein und erzielte den Gamewinner in München. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel blieb hart umkämpft. München wollte den Ausgleich erzielen, aber die Eisbären machten ihnen das Vorhaben enorm schwer, weil sie defensiv sehr kompakt standen und wenig abgaben. Und vorne traf man unmittelbar nach einem gewonnenen Bully durch Les Lancaster – 3:1 (50.). Ein Treffer gegen seinen Ex-Verein, der ihn nicht lizenzieren wollte. Lancaster gab darauf die richtige Antwort!
Auch als München in Überzahl war, schafften es die Eisbären, die defensive Zone weitestgehend zuzumachen und es den Hausherren somit so schwer wie möglich zu machen. Einzig Torschütze McKenna hatte eine gute Chance, welche er jedoch nicht nutzen konnte.
Rund drei Minuten vor dem Ende sorgte Freddy Tiffels für die vermeintliche Entscheidung, da aber Leo Pföderl die Scheibe per Handpass auf Tiffels spielte, wurde dem Treffer vollkommen zurecht die Anerkennung verweigert. So blieb München noch die Hoffnung, aber die Zeit lief den Hausherren mehr denn je davon.
Als Münchens Trainer Oliver David seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zog, verkürzte München durch Brady Ferguson auf 2:3 (60.). 40,4 Sekunden waren da noch auf der Uhr und die Hoffnung bei den heimischen Fans wieder da. Aber die Eisbären brachten das 3:2 über die Zeit und feierten den zweiten Sieg in Folge.
Ein Sieg, mit dem man nach dem ersten Drittel noch nicht rechnen konnte. Aber ab dem zweiten Drittel war das ein starker Auftritt der Eisbären, die München im zweite Drittel nicht zur Entfaltung kommen lassen haben und am Ende durch eine starke Defensivleistung sich den Sieg auch verdienten. Mit diesen drei Punkten bleibt man am sechsten Platz und der direkten Viertelfinal-Qualifikation dran.

5:2-Heimsieg gegen Nürnberg: Die Eisbären zeigen eine starke Reaktion und beenden die Niederlagenserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #26:

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gezeigt und einen 5:2-Kantersieg gegen die Nürnberg Ice Tigers gefeiert. Der DEL-Rekordmeister brillierte mit tollen Spielzügen in der Offensive und überzeugte mit starker Defensivarbeit. Darauf muss man in den nächsten Spielen aufbauen und vor allem daran anknüpfen, um die lang ersehnte Siegesserie zu starten. Mit Bremerhaven wartet am Dienstag bereits der nächste direkte Konkurrent, wo ein Sieg sehr wichtig wäre

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Wolfsburg nur minimal. Eric Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel, Les Lancaster zusammen mit Adam Smith. In der Offensive tauschten Blaine Byron und Markus Vikingstad die Reihen. Byron rückte als Center in die Reihe zu Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels, Vikingstad in die Reihe zu Yannick Veilleux und Eric Hördler. In der vierten Reihe kehrte Matej Leden zurück in den Kader und stürmte an der Seite von Lean Bergmann und Andreas Eder.

Für die Eisbären ging es heute darum, den Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Top-5 scheinen unerreichbar, stattdessen ist der Vorsprung auf die Teams hinter den Berliner zusammen geschrumpft und der heutige Gegner Nürnberg nur noch vier Zähler entfernt. Daher war diese Partie heute besonders wichtig, da man mit einem Sieg einen direkten Konkurrenten auf Abstand halten konnte. Bei einer Niederlage wäre der Vorsprung aber nur noch ein Punkt. Und generell wäre es für das Selbstvertrauen wichtig, nach vier Niederlagen in Serie mal wieder einen Sieg zu holen.

Les Lancaster nach seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor dem Spiel wurde erst einmal noch Verteidiger Marco Nowak nach 713 DEL-Spielen verabschiedet. Die ehemalige Nummer acht wechselt bekanntlich in die Geschäftsstelle der Eisbären. Herzlichen Glückwunsch zu einer einmaligen Karriere Marco und viel Erfolg bei deiner neuen Aufgabe!
Die Eisbären hatten sich viel vorgenommen für dieses Spiel und kamen druckvoll aus der Kabine. Dennoch merkte man in den Angriffen, dass derzeit das Selbstvertrauen fehlt, was nicht verwunderlich ist. Eric Hördler hatte nach rund vier Minuten die erste Top-Chance, als er alleine auf Niklas Treutle zu fuhr, ihn aber nicht überwinden konnte. Wenige Sekunden später Gewühl vor dem Nürnberger Tor und am Ende war es Verteidiger Les Lancaster, der mit dem 1:0 sein erstes Tor im Eisbären-Trikot erzielte (4.).
Die dezimierte Nürnberger Mannschaft hatte sichtbar Probleme mit der druckvollen Spielweise der Berliner. Das führte am Ende auch zur ersten Strafzeit der Partie und somit dem ersten Powerplay, welches die Hausherren nach gerade einmal sechs Sekunden nutzen konnten. Liam Kirk erhöhte auf 2:0 (7.).
Traumstart der Eisbären, welche die erhoffte Reaktion auf das Spiel gegen Wolfsburg zeigten. Danach tauchten aber auch die Franken erstmals vor dem Tor von Jake Hildebrand auf, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Nach einer Schlägerei zwischen Evan Barratt und Blaine Byron hatten die Gäste aber ihr erstes Powerplay, da Byron zusätzlich zwei Minuten wegen Stockschlags kassierte. Aber das Penalty Killing der Hauptstädter funktionierte sehr gut und so überstand man die erste Unterzahl ohne große Probleme.
Die Brisanz der Partie merkte man an den vielen Nickligkeiten nach Abpfiff. Marcus Weber und Lean Bergmann waren die nächsten Spieler, die aneinander gerieten. Die Eisbären nahmen eine 2:0-Führung mit in die Kabine, aber auch die Erkenntnis, dass noch nicht alles wieder rund läuft. Aber der erste Schritt war gemacht.

Zwischendurch wurde es auch ruppig zwischen Berlin und Nürnberg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel legte Freddy Tiffels das 3:0 nach. Er schnappte sich die Scheibe an der blauen Linie, fuhr auf Treutle zu und ließ ihn klasse aussteigen. Starkes Tor von der Nummer 95 (23.)!
Die Berliner hatten hier alles im Griff. Nürnberg hatte große Probleme mit der Spielweise der Eisbären und war zumeist einen Schritt langsamer als die Berliner. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Nürnberger Tor. Die Offensive der Eisbären kreierte gefährliche Chancen, während die Defensive hinten sehr kompakt stand und wenig Lücken ließ.
Als Nürnberg in Überzahl war, hätten sie mal für Entlastung sorgen können, aber die Berliner fuhren den Konter, zogen in diesem eine Strafzeit für Nürnberg und hatten durch Liam Kirk sogar die Chance zum Shorthander, welchen man jedoch nicht nutzen konnte. Man hatte aber noch 90 Sekunden Powerplay, nachdem man wieder komplett war. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss.
Rund fünf Minuten vor dem Ende erhöhten die Gastgeber dann aber auf 4:0. Blaine Byron scheiterte noch, aber Jean-Sebastien Dea drückte die Scheibe über die Linie (35.).
Genau so ein Spiel braucht es in so einer Phase mal, wo man sich den Frust von der Seele schießen und neuen Selbstvertrauen tanken kann. Dennoch muss man es richtig einschätzen und berücksichtigen, dass Nürnberg nur mit drei Reihen gespielt hat. Und trotzdem muss man seine Chancen dann erst einmal nutzen.
Nutzen war auch das Stichwort für Nürnberg, die im Powerplay auf 4:1 verkürzten. Owen Headrick hatte die Scheibe an der blauen Linie für Evan Barratt liegen lassen und der schlenzte sie ins Tor – 4:1 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabine, die Eisbären nahmen zudem noch 66 Sekunden Powerplay mit ins letzte Drittel.

Jean-Sébastien Dea feiert das Tor zum 4:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Kapital konnte man daraus aber nicht schlagen. Trotz der souveränen Führung hieß es weiterhin, die Konzentration hochzuhalten. Das taten die Berliner einmal nicht, vertändelten vor dem eigenem Tor die Scheibe, was Nürnberg eine gute Chance bescherte. Jake Hildebrand war aber hellwach und parierte den Nürnberger Schuss.
In der 45. Spielminute beseitigten die Eisbären auch die letzten Zweifel am heutigen Sieg. Liam Kirk traf bereits zum zweiten Mal an diesem Abend – 5:1. Kurz darauf hatten die Eisbären beste Chancen in Überzahl für Treffer Nummer sechs, aber Niklas Treutle hatte etwas dagegen.
Die Partie plätscherte danach so vor sich hin, bis fünf Minuten vor dem Ende. Da verkürzte Greg Meireles für die Gäste auf 5:2, was den Nürnberger Anhang nochmal kurz aufweckte, denn die waren inzwischen komplett verstummt und verfolgten das Geschehen regungslos im Gästeblock. Manche Fans hatten diesen aber auch schon vorher verlassen. Nach dem Treffer gab es dann aber doch nochmal Gesänge von den Fans der Franken.
Die Eisbären-Fans feierten derweil den Heimsieg ihrer Mannschaft und somit einen versöhnlichen Ausklang aus dem Heimspieljahr 2025. In den folgenden Spielen gilt es nun daran anzuknüpfen.