Ryan McKiernan vor dem Wolfsburg-Spiel: „Auswärtsspiele sind etwas, an dem wir diese Saison arbeiten müssen“

Elf Spiele ist die PENNY DEL-Saison für die Berliner bereits alt und die Eisbären Berlin zeigen weiterhin ihre zwei Gesichter. Während man zu Hause alle bisherigen sechs Heimspiele gewinnen konnte und dabei auch noch keinen einzigen Punkt abgab, holte man aus den ersten fünf Auswärtsspielen gerade mal einen Sieg und mickrige fünf Punkte. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, wo man den einzigen Sieg einfuhr (Krefeld), dann weiß man, wie schlecht die Bilanz der Eisbären in dieser Saison auf fremden Eis ist. Morgen Abend bekommt man die nächste Chance, diese Statistik ein wenig aufzubessern. Ab 17:00 Uhr (Sport 1 überträgt live) ist man bei den Grizzlys Wolfsburg zu Gast. Und mit den Niedersachsen hat man noch eine Rechnung vom ersten Aufeinandertreffen in der Autostadt offen. Damals verloren die Berliner mit 0:1 n.P., die Niedersachsen sind also das einzige Team, gegen das die Eisbären in dieser Saison noch nicht getroffen haben. Das soll sich morgen natürlich ändern. Aber man weiß, dass es ein hartes Spiel wird, wie Trainer Serge Aubin heute sagte:

Ich denke, es wird ein hartes Spiel werden. Wir haben sie in letzter Zeit etwas beobachtet – sie arbeiten extrem hart und sie spielen sehr schnell. Aber wir sind definitiv ein anderes Team heute, als wir es waren, als wir das letzte Mal gegen sie gespielt haben. Wir müssen einfach ins Spiel gehen und versuchen auf dem aufzubauen, was wir im letzten Spiel gemacht haben und gucken, was passiert. Wir werden immer besser als Team, aber wir erwarten ein hartes Spiel.

Die Eisbären haben neben dem Auswärtsproblem aber noch ein zweites. Sie schaffen es in dieser Saison einfach nicht, über 60 Minuten ihr Spiel durchzuziehen. Es kommt immer wieder zu Phasen, in denen es nicht läuft und wo man im Spiel komplett den Faden verliert. Während man in den Heimspielen dann aber immer noch einen Weg zum Sieg gefunden hat, so fällt den Eisbären das auswärts ganz gewaltig auf die Füße. Und bisher hat man immer nur davon gesprochen, es besser machen zu wollen. Geklappt hat es bisher noch nicht. Auch nicht beim Heimspiel gegen Iserlohn am Donnerstagabend, als man im ersten Drittel auch komplett aus dem Spiel kam und einem Rückstand hinterher laufen musste. Dank einer starken Teamleistung sicherte man sich am Ende aber doch noch den Sieg und die drei Punkte. Ryan McKiernan wurde daher vor dem Duell in Wolfsburg gefragt, ob dieses Teamwork auch morgen wichtig sein wird:

Sehr wichtig. Auswärtsspiele sind etwas, an dem wir diese Saison arbeiten müssen, besonders wie wir in diese Spiele starten. Wir haben darüber diese Woche gesprochen und hoffen das im Spiel umsetzen zu können. Teamwork und die richtigen Sachen über 60 Minuten machen.

Die Auswärtsbilanz der Hauptstädter haben wir angesprochen, aber die Heimbilanz der Wolfsburger ist nicht viel besser. Sechs Heimspiele hat die Mannschaft von Trainer Pat Cortina bisher absolviert, nach zwei Siegen zum Auftakt setzte es zuletzt vier Niederlagen in Folge. Zwei Spiele gingen in der Verlängerung verloren und ein Spiel nach Penaltyschießen. Wolfsburg hat also nur in einem dieser sechs Heimspiele nicht gepunktet. Das war beim letzten Heimspiel vergangenen Sonntag gegen Bremerhaven der Fall, als man zum dritten Mal in Folge mit 1:2 auf eigenem Eis verlor. Torgefährlich sind sie auf eigenem Eis also aktuell auch nicht, die Grizzlies. Da muss es doch morgen mit einem Sieg in Wolfsburg klappen.
Wenn man sich die Statistik der letzten fünf Spiele beider Mannschaften gegeneinander anschaut, fällt auf, dass die letzten vier Spiele alle mit einem Tor Unterschied endeten. Zweimal siegten die Eisbären, zweimal Wolfsburg.

Schaut man sich die Statistiken der Wolfsburger an, fällt auf, dass sie schwer auszurechnen sind. Kein Spieler hat bisher zweistellig gescort. Die beiden Top-Scorer sind Matti Järvinen (4 Tore/4 Assists) und Max Görtz (2/6) mit je acht Scorerpunkten. Bei den Torhüter sind sowohl Dustin Strahlmeier als auch Chet Pickard aktuell bei unter 90 Prozent Fangquote. Bei Über- und Unterzahl reiht sich das Team im Mittelfeld der Liga ein. Bei der Torschusseffizienz sind die Grizzlies Vorletzter, bei den Strafminuten dafür auf Platz Eins als das fairste Team der Liga.

Sechster Heimsieg im sechsten Heimspiel! Auch Iserlohn muss die Heimreise ins Sauerland ohne Punkte antreten

Ausgabe #5:

Reisen nach Berlin lohnen sich für Touristen eigentlich. Reisen für Eishockey-Mannschaften aber aktuell nicht. Denn nach Köln, Bremerhaven (je 2x) und Krefeld waren die Iserlohn Roosters die vierte Mannschaft, welche es versuchte, in Berlin zu gewinnen. Aber auch die Sauerländer wurden mit null Punkten nach Hause Richtung Seilersee geschickt. Die Arena am Ostbahnhof bleibt also weiterhin eine uneinnehmbare Festung. Mit 4:2 (1:2,2:0,1:0) setzten sich die Eisbären gegen Iserlohn durch und bauten damit ihre beeindruckende Heimserie aus. Sechs Heimspiele, sechs Heimsiege, 18 Punkte. Wenn man nun auch noch auswärts so eine Serie starten würde, dann könnte es in dieser Saison weit gehen. Aber dafür muss man auch anfangen, endlich über 60 Minuten konstant zu spielen. Denn auch heute waren wieder Phasen dabei, in denen Trainer Serge Aubin nicht zufrieden war. 

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Bei den Eisbären kehrte PC Labrie ins Line-up zurück, zudem gab Neuzugang Zach Boychuk sein Debüt im Eisbären-Trikot. Haakon Hänelt, Nino Kinder und Mark Olver fehlten dafür. Sebastian Streu rückte aufgrund der Personalsorgen in den Kader der Eisbären, vorher war er für Kooperationspartner Lausitzer Füchse aktiv. Daher kam es auch zu Änderungen in den Reihen-Zusammenstellungen. So blieben in der Defensive Jonas Müller und John Ramage sowie in der Offensive die Reihe um Leo Pföderl, Marcel Noebels und Lukas Reichel zusammen, alles andere wurde oder musste umgestellt werden. Im Tor stand heute wieder Mathias Niederberger.

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Hinein ins Spiel, wo der Neuzugang Zach Boychuk nach nicht einmal zwei Minuten seinen ersten Wechsel im Trikot der Eisbären hatte, aber da noch keine Akzente setzen konnte.
Die Anfangsphase war von vielen Zweikämpfen an der Bande geprägt, Torraumszenen gab es nicht zu bestaunen, da tasteten sich die beiden Mannschaften erst einmal noch ab.
Als Jonas Müller und Joe Whitney in der fünften Spielminute aneinander gerieten und für zwei Minuten auf die Strafbank mussten, ging es mit Vier-gegen-Vier auf dem Eis weiter. Und da bekam Leo Pföderl plötzlich im Angriffsdrittel die Scheibe, kurvte vors Tor und zog dann blitzschnell ab – 1:0 (6.).
Die Eisbären danach mit einem guten Forecheck, sie wollten sofort nachlegen und setzten Iserlohn unter Druck. Kris Foucault und Giovanni Fiore hatten gute Chancen, aber Andreas Jenike im Iserlohner Tor hatte etwas gegen ein weiteres Gegentor.
Danach war es das aber mit Eisbären-Offensive. Iserlohn wurde nun immer aktiver und kam immer öfters ins Drittel der Eisbären. Als Ryan Johnston an die Scheibe kam, fuhr er bis zum rechten Bullykreis wurde nicht angegriffen und zog per trockenem Handgelenkschuss ab – 1:1 (9.)
Mitte des ersten Drittels kassierte Jonas Müller die nächste Strafzeit wegen Stockschlags. Allerdings pfiffen die beiden Hautschiedsrichter Gordon Schukies und Bastian Steingross die Strafe relativ spät, weshalb Müller auch verwundert war. Den Sauerländern war es aber egal, die können Powerplay und das zeigten sie auch. Joe Whitney zog rechts stehend von hinter der Torlinie einfach mal vor das Tor, wurde dabei aber auch überhaupt nicht gestört und zog dann blitzschnell ab – 1:2 (11.).
Noch in der selben Minute gewannen die Roosters ein Bully und ein Onetimer durch Casey Bailey von der blauen Linie schlug hinter Mathias Niederberger ein. Doch die Hauptschiedsrichter fuhren zum Videobeweis und gaben den Treffer anschließend wegen einer visuellen Behinderung des Torhüters im Torraum nicht. Glück für die Eisbären, die in dieser Phase des Spiels gar nicht wussten, was hier gerade passierte.

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Die Eisbären hatten dann aber mal Zeit zur Befreiung, als sie ihr erstes Überzahlspiel hatten. Doch dieses war einfach zu statisch, da fehlte die Bewegung, keiner bot sich mal für den Pass an. So sprang lediglich ein Onetimer von Matt White heraus, welcher ins Fangnetz ging. Bezeichnend für das Powerplay.
Wie man ein Powerplay spielt, zeigten anschließend die Gäste vom Seilersee. Diese fanden in die Formation, ließen die Scheibe laufen und kamen zu Chancen durch Robert Raymond, Alexandre Grenier und Brody Sutter. Nur ein Tor gelang den Roosters nicht, aber so spielt man Powerplay.
Erst in den letzten beiden Minuten die Eisbären nochmal mit Chancen durch Frank Hördler, Leo Pföderl und Kai Wissmann Alle vorbereitet von Marcel Noebels. Und 13,4 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels war Zach Boychuk bereits durch, wurde dann aber noch per Stockschlag von Ryan Johnston gestört, weshalb dieser auf die Strafbank musste. Die Eisbären also nochmal mit einem Überzahlspiel für wenige Sekunden, aber man nahm den 1:2-Rückstand mit in die Kabine.

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Und dort muss es mächtig laut geworden sein, denn die Hausherren kam wie ausgewechselt zurück auf das Eis. Zunächst hatten sie ja noch das Powerplay und dort gab es schon zwei gute Möglichkeiten durch Ryan McKiernan und Matt White.
Fortan ging es fast ausnahmslos in eine Richtung und zwar links von uns. Da musste man auf der Pressetribüne schon mal kurz den Kopf nach rechts drehen, wenn eine Unterbrechung war, damit man keinen steifen Hals bekam. Die Eisbären dominierten dieses Mitteldrittel nach Belieben. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Andreas Jenike zu. In einem Wechsel scheiterten Lukas Reichel an Jenike und Giovanni Fiore und Zach Boychuk am Pfosten.
Die Eisbären traten komplett anders auf, spielten ein aggressives Forechecking, fuhren jeden Check zu Ende. Fragt mal bei Marko Friedrich nach, der gleich zweimal von Ryan McKiernan zusammengefahren wurde. Da musste sich der Iserlohner erstmal kräftig schütteln.
Das Einzige was bisher nicht stimmte, war der Ertrag des Aufwandes, den die Eisbären betrieben. Auch Marcel Noebels hatte eine dicke Chance, aber sein Schuss ging zunächst an Jenikes Schoner und von dort aus an den Pfosten. Doch irgendwann musste der Druck ja belohnt werden. In der 32. Spielminute war es endlich so weit. Mark Zengerle kam über rechts ins Angriffsdrittel, legte die Scheibe per Rückhand zurück auf Kris Foucault und der zog humorlos ab – 2:2.
Auch danach weiterhin enormer Druck der Eisbären. Sie schossen aus allen Lagen. Sie zauberten sich manchmal sogar vor das Tor. Iserlohn konnte sich kaum noch befreien. Und letztendlich nur mit Fouls helfen. Lukas Reichel wollte Jenike umkurven, dieser stellte ihm die Beine und folglich gab es ein Überzahlspiel für die Eisbären. In diesem fackelten die Berliner nicht lange und nach zwei vergebenen Chancen hämmerte Ryan McKiernan das Spielgerät in die Maschen – 3:2 (34.).
Die Eisbären waren top motiviert, sie hatten das Spiel komplett im Griff, wirkten aber manchmal sogar etwas über motiviert. Deshalb musste PC Labrie nach einem harten Bandencheck auch zu Recht in die Kühlbox. Doch die Eisbären stellten das starke Iserlohner Powerplay kalt und hatten durch Matt White sogar die beste Chance, aber die Nummer 97 verzog knapp.
Nach einer Strafe gegen Marko Friedrich beendeten die Eisbären erneut das Drittel in Überzahl und konnten dieses im letzten fortsetzen. Dann mit einer 3:2-Führung im Rücken.

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Und dort hatten Kris Foucault und Matt White gute Möglichkeiten, aber die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor gehen. Auch nicht zwei Minuten später, als mal wieder die Noebels-Reichel-Pföderl-Reihe auf dem Eis war. Die drei Jungs sorgten immer wieder für Gefahr vor Andreas Jenike, so auch diesmal. Luki mit dem Zuspiel in den Slot auf Leo, aber auch er fand in Jenike seinen Meister.
Iserlohn schwächte sich dann im Schlussdrittel durch Strafen selbst beim Vorhaben, hier noch etwas Zählbares mitzunehmen. Beim ersten Powerplay lief die Scheibe zwar, aber man fand nicht die Lücke zum Abschluss. Beim zweiten Überzahlspiel sah es besser aus und da hatte man auch Chancen. Mark Zengerle kam mit Zug zum Tor, scheiterte aber mit seinem Rückhandschuss an Jenike, für den Nachschuss war leider keiner da. Und mit Ablauf der Strafe kam Leo Pföderl nochmal zum Abschluss, aber ihr ahnt es schon, auch hier war wieder einmal Andreas Jenike der Sieger.
Richtig gefährlich drohte es eigentlich erst vier Minuten vor dem Ende des Spiels zu werden. Frank Hördler kassierte eine Strafzeit und das Iserlohner Powerplay ist gefürchtet, das wissen vor allem die Eisbären ganz gut. Aber nur einmal musste man kurz die Luft anhalten, nämlich als Brody Sutter vor dem Tor den Tip-in versuchte, die Scheibe aber knapp am Tor vorbei ging. Sonst war es ein starkes Penaltykilling der Berliner.
In der 59. Spielminute sorgten die Hauptstädter für die Entscheidung. Parker Tuomie hatte von der blauen Linie abgezogen, Andreas Jenike konnte die Scheibe nur prallen lassen und Mark Zengerle stand genau da, wo ein Stürmer stehen muss – 4:2.
Iserlohn nahm anschließend noch den Goalie vom Eis, doch dieser kehrte wenige Sekunden später nach einer Strafe gegen Iserlohn wieder zurück auf das Eis. Am 4:2 änderte sich bis zur Schlusssirene nichts mehr.

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Zwei Ziele hatten die Eisbären vor dem Spiel: Zum einen den nächsten Heimsieg und zum anderen, endlich über 60 Minuten konstant sein Spiel durchzuziehen. Ziel Eins hat man geschafft, Ziel Zwei leider nicht. Diesmal waren es gut 45 Minuten, in denen man überzeugen konnte. Man fand gut rein ins Spiel und ging auch in Führung, aber danach verlor man mal wieder den Faden und Iserlohn konnte das Spiel mühelos drehen. Und die Roosters hatten Pech, dass das 3:1 nur kurze Zeit nach dem 2:1 aberkannt wurde. Wenn die Sauerländer hier mit zwei Toren vorne gewesen wären, wer weiß, vielleicht wäre das Spiel am Ende anders ausgegangen. Aber so haben sich die Eisbären in der Kabine zusammengesetzt und kamen zu Drittel Zwei wie ausgewechselt zurück auf das Eis. Fortan sah man Kampfgeist, es wurden Checks zu Ende gefahren, man zeigte gute Kombinationen und auch kleine Zaubereien. Und hinten verteidigte man sehr stark, ließ kaum noch etwas zu. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte man sich so am Ende verdient die nächsten drei Punkte auf heimischen Eis.
Zach Boychuk feierte also gleich im ersten Spiel einen Sieg mit den Eisbären. Er zeigte bereits gute Ansätze und wurde sowohl in Über- als auch Unterzahl eingesetzt und war somit in spielentscheidenden Situationen auf dem Eis. An ihm werden wir noch viel Freude haben. Je mehr die Jungs zusammen trainieren, desto besser werden seine Leistungen auf dem Eis.

Morgen gegen Iserlohn: Die Eisbären wollen über 60 Minuten ihr Spiel durchziehen

Morgen Abend geht es für die Eisbären Berlin mit dem sechsten Heimspiel in der laufenden PENNY DEL-Saison weiter. Dann erwarten die Eisbären die Iserlohn Roosters in der Arena am Ostbahnhof (Bully: 18:30 Uhr). Jene Sauerländer, bei denen man im ersten Duell am Seilersee deutlich unterging. Mit 2:5 verlor man bei den Roosters, kassierte dabei satte vier Gegentore in eigener Unterzahl. Mit dem Spiel dort konnte man also überhaupt nicht zufrieden sein, weshalb Coach Serge Aubin nun natürlich eine Reaktion auf das erste Duell in Iserlohn erwartet:

Ja, ich denke schon. Wir sind immer noch dabei, unsere Identität als Team aufzubauen und volle 60 Minuten an einem Strang zu ziehen. Wenn ich über Düsseldorf nachdenke, die letzten 20 Minuten war ich erfreut über unser Spiel. Und nun ist es Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Morgen Abend sind wir zu Hause, Iserlohn spielt echt gut. Aber im Endeffekt müssen wir unser Hockey spielen. Und das intensiv, direkt ins Gesicht und 60 Minuten lang.

Aubin spricht das große Problem der Hauptstädter in dieser Saison an. Sie spielen zu selten über 60 Minuten ihr Spiel durch, weshalb ihnen viele Punkte verloren gehen. Vor allem auswärts ist das den Eisbären bisher auf die Füße gefallen, gewann man doch bisher nur ein Spiel auf fremden Eis. Und das war in Krefeld, was jetzt nicht wirklich überraschend kam. Aber ansonsten zeigen die Eisbären zwei verschiedene Gesichter – einmal das Heim-Gesicht und einmal das Auswärts-Gesicht. Während man zu Hause noch ungeschlagen ist und dort auch mal nicht so gute Auftritte dennoch erfolgreich abschloss, schafft man es auswärts einfach nicht, erfolgreich zu sein. Hofft Serge Aubin deswegen morgen auf den Heimvorteil?

Nun, es ist auf jeden Fall wichtig, sich ordentlich um sein Zuhause zu kümmern. Und offensichtlich fühlen wir uns zu Hause wohl. Aber ich möchte, dass wir ein gutes Team werden, egal ob zu Hause oder auswärts. Wir wissen, was wir zu tun haben. Unsere Heimstatistik ist sehr gut, die wollen wir natürlich auch behalten. Und das setzen wir hoffentlich morgen Abend fort.

Um diese Serie aber mit dem sechsten Heimsieg im sechsten Heimspiel auch fortzusetzen, ist es vor allem sehr wichtig, von der Strafbank wegzubleiben. Das hat das erste Duell am Seilersee eindrucksvoll bewiesen. Parker Tuomie weiß das auch und sagte daher vor dem Spiel gegen die Mannschaft von Jason O’Leary:

Das Wichtigste ist, dass man gegen Iserlohn sehr diszipliniert spielt. Die haben natürlich ein sehr starkes Powerplay und auch drei, vier Spieler, die oben bei den Punkten mit dabei sind, auf die müssen wir natürlich aufpassen. Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und so viel wie möglich Fünf-gegen-Fünf spielen. Ich glaube, dass wir in Iserlohn nicht genug Druck gemacht haben, vor allem nicht von Anfang an. Jetzt müssen wir einfach einen besseren Start erwischen.

Einen besseren Start zu erwischen, ist schon einmal ein guter Ansatz. Nur dann muss man es endlich schaffen, dieses Spiel über die gesamte Spielzeit durchzuziehen. Zu oft hat man von den Eisbären zuletzt nur ein oder zwei gute Drittel gesehen, was in dieser Liga einfach nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Daher Kai Wissmann mit der einfachen Marschroute für morgen Abend:

Ja, wir müssen einfach schauen, dass wir 60 Minuten unser Spiel spielen. Nicht 20, nicht 40, sondern 60 Minuten. Dann haben wir eine sehr gute Chance, drei Punkte zu holen.

Doch ausgerechnet vor dem Spiel gegen Iserlohn plagen Trainer Serge Aubin erstmals Personalprobleme. Aus Düsseldorf brachte man mit Mark Olver und Haakon Hänelt zwei verletzte Stürmer mit. Die Beiden werden erst einmal für die nächsten Spiele ausfallen.
Deswegen beorderten die Eisbären Youngster Sebastian Streu vom Kooperationspartner Lausitzer Füchse zurück in die Hauptstadt. Und dann wäre da ja auch noch der neue Stürmer Zach Boychuk, welcher die Spielgenehmigung rechtzeitig heute erhalten hat und somit morgen sein Debüt für die Eisbären feiern wird. Was hat denn Zach Boychuk über die Eisbären zu berichten?

Ich habe nur Gutes über die Eisbären gehört und freue mich sehr, hier zu sein. Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Die Eisbären arbeiten auf NHL-Niveau. Sie sind wirklich top organisiert.

Und auf was dürfen sich die Eisbären-Fans bei ihrem neuen Stürmer freuen? Was sind seine Stärken?

Ich sehe Schnelligkeit als eine meiner Stärken. Ich mag es, schnell zu spielen, meine Mitspieler in Szene zu setzen und viele Torschüsse abzugeben.

3:5 in Düsseldorf! Ex-Eisbär Alex Barta schießt die Eisbären mit drei Toren im Alleingang ab

Die Eisbären Berlin zeigen weiterhin ihre zwei Gesichter: Zu Hause ist man nach wie vor ungeschlagen, auswärts hingegen steht aktuell erst ein Sieg zu Buche – und der in Krefeld, wo aktuell jeder gewinnt. Bei der Düsseldorfer EG wollte man endlich einen „richtigen“ Auswärtssieg einfahren, aber am Ende stand man beim 3:5 (2:2,0:2,1:1) erneut mit leeren Händen da. 

Im Kader der Eisbären fehlten heute PC Labrie (verletzt) und Neuzugang Zach Boychuk (Quarantäne). Fabian Dietz stürmte anstelle von Labrie. Im Tor stand wieder Ex-DEG-Keeper Mathias Niederberger.

Beide Mannschaften dürften vor dem Spiel viel Selbstvertrauen gehabt haben. Die Rheinländer gewannen die letzten fünf Spiele in Folge und punkteten in den letzten sieben Spielen, die Berliner hingegen gewannen die letzten drei Spiele in Serie und punkteten in den letzten fünf Spielen. Doch den besseren Start legten die Gastgeber hin. 65 Sekunden waren erst gespielt, da jubelten die Düsseldorfer bereits. Alexander Barta kam über rechts ins Angriffsdrittel, hatte zu viel Platz und zog auf Höhe des Bullykreises ab. Sein Schuss schlug im langen Eck ein – 0:1 (2.).
Aber die Eisbären schlugen früh zurück. Es lief die vierte Spielminute, als Kris Foucault die Scheibe im Angriffsdrittel eroberte, mit ihr rum ums Tor fuhr, vor das Tor zog und dort zu viel Platz hatte. Er zog ab und tunnelte DEG-Goalie Mirko Pantkowski – 1:1.
Von Beginn an war es ein schnelles Siel, welches hin und her ging. Die DEG wirkte zu Beginn offensiv aktiver, hatte mehr Zug zum Tor. Aber die Eisbären waren die effektivere Mannschaft, waren eiskalt vorm DEG-Tor. Die Rheinländer mit dem Fehlpass im gegnerischen Drittel. Marcel Noebels spielte die Scheibe zu Leo Pföderl und der machte sich auf die Reise Richtung Mirko Pantkowski, kam über rechts ins Angriffsdrittel, zog auf links rüber und tunnelte den DEG-Goalie per Rückhand – 2:1 (9.).
Nur wenige Augenblicke später hätte es beinahe erneut im Düsseldorfer Tor eingeschlagen, aber der Pfosten half der DEG. Im Gegenzug machte sich Alexander Barta aus dem eigenen Drittel auf die Reise, kurvte über die gesamte Eisfläche, zog über rechts ins Angriffsdrittel und zog wieder ab, diesmal flach und erneut schlug der Puck hinter Mathias Niederberger ein – 2:2 (10.).
Zwei Minuten später schepperte es erneut am Gestänge des DEG-Tores. Fabian Dietz hatte abgezogen, aber auch er scheiterte am Aluminium. Danach ging es weiter rauf und runter, aber weitere Tore fielen nicht. So stand es nach 20 munteren Minuten 2:2-Unentschieden im ISS-Dome. Bemerkenswert: 81 Prozent aller abgegebenen Schüsse der Eisbären kamen aus dem gefährlichen Slot-Bereich.
Doppel-Torschütze Alex Barta mit seinem Fazit zu den ersten 20 Minuten bei Magenta Sport:

Ich denke, dass wir ganz gut rein gekommen sind, sind früh in Führung gegangen. Aber hinten wissen wir, dass die Berliner gefährlich sind in der Offensive und da haben wir schlechte Entscheidungen getroffen. Es ist ein bisschen unnötig, dass es 2:2 steht. Ich glaube, dass Berlin offensiv ein bisschen mehr hatte, trotzdem müssen wir das besser verteidigen.

Das Mitteldrittel begannen die Hausherren in Überzahl. Und da ist die DEG das fünftbeste Überzahlteam der Liga, die Eisbären haben aber das fünftbeste Penaltykilling der Liga und sogar das beste der Gruppe Nord. Doch außer zwei Schüssen von Matthias From kam nichts bei rum, die Eisbären überstanden die Unterzahl also schadlos.
Dann wurde es zweimal bitter für die Hauptstädter. Zunächst humpelte Mark Olver verletzt in die Kabine und kurze Zeit später klingelte es erneut im Berliner Tor. Tobias Eder hatte trocken abgezogen und Düsseldorf zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung geschossen – 2:3 (24.).
Kurz darauf das erste Powerplay für die Eisbären, in dem auch Haakon Hänelt Eiszeit bekam. Nur kam dabei nichts Zählbares bei raus. Ein Powerplay zum Vergessen. Und das traf auf das gesamte Mitteldrittel zu. Denn von den Eisbären war nichts zu sehen. Nach vorne fehlten einfach die Ideen und hinten musste man die DEG-Angriffe verteidigen. Mit dem aggressiven Spielstil der Gastgeber hatten die Mannen von Chefcoach Serge Aubin große Probleme.
Sieben Minuten vor der zweiten Drittelpause musste dann auch Youngster Tobias Ancicka erstmals hinter sich greifen. Er stand inzwischen im Tor und konnte den Hammer von Nicholas Jensen nicht parieren – 2:4 (33.).
Von den Eisbären sah man eigentlich nur drei Minuten vor der zweiten Pause nochmal eine gute Chance. Mark Zengerle kam bei einem Zwei-auf-Ein-Konter zum Abschluss, scheiterte aber an Mirko Pantkowski. So lag man verdient mit 2:4 nach 40 Minuten im ISS-Dome hinten. Kapitän Frank Hördler war im Interview bei Magenta Sport mit den ersten beiden Drittel überhaupt nicht zufrieden:

Das erste Drittel lief auch nicht so, wie wir es wollten. Ich glaube, wir laufen zwar schon, aber nicht richtig. Wir sind eigentlich immer in der falschen Position und dann sind es so Kleinigkeiten, wo wir gleich von Düsseldorf bestraft werden.

Fürs Schlussdrittel hatten sich die Eisbären dann nochmal etwas vorgenommen und Matt White kam nach bereits 34 Sekunden zur ersten vielversprechenden Chance, doch sein Schuss ging knapp rechts vorbei. Die Eisbären wirkten präsenter als im Mitteldrittel, waren offensiv deutlich öfters zu sehen und wollten hier noch einmal herankommen.
Und sie belohnten sich für den guten Beginn. Jonas Müller bekam die Scheibe an der blauen Linie, zog ab und traf zum 3:4 aus Berliner Sicht (45.). Sein erstes Saisontor und sein erstes Tor seit dem 02. Januar 2019 gegen Iserlohn.
Auch danach die Berliner weiter am Drücker. Aber vor dem Tor manchmal zu ungenau im Passspiel. Die DEG kam erst Mitte des letzten Drittels wieder zu guten Chancen, aber Alexander Karachun vergab zweimal und Daniel Fischbuch einmal. Der DEG bot sich nun auch Platz, wollten die Eisbären doch mit aller Macht noch den Ausgleich und die Verlängerung erzwingen.
Und der Druck der Eisbären nahm auch zu und sie drängten die Rheinländer ins eigene Drittel, aber es fehlte an Genauigkeit vor dem Tor und beim Passspiel. Trainer Serge Aubin nahm 45 Sekunden vor dem Ende Goalie Tobias Ancicka zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und 39 Sekunden vor dem Ende zudem eine Auszeit. Aber die DEG spielte ein aggressives Forechecking und zwang die Eisbären zum Scheibenverlust im eigenen Drittel, welchen Alex Barta mit seinem dritten Treffer an diesem Abend bestrafte – 3:5 (60.). Damit war die Partie entschieden und die Eisbären stehen weiterhin bei nur einem Auswärtssieg.

Auch das zweite Spiel haben die Eisbären in Düsseldorf verloren. Und es war eine verdiente Niederlage, weil man es über 60 Minuten nicht schaffte, sein Spiel durchzuziehen. Man lief zu wenig Schlittschuhe, man zeigte wenig Zweikampfhärte, man war zumeist einen Schritt langsamer und meist in einer völlig falschen Position. Im letzten Drittel bäumte man sich zwar nochmal auf, aber letztendlich war auch das zu wenig, weil die DEG in den letzten zehn Minuten auch nicht mehr viel gefährliches zu ließ. Dass man zudem auch noch mit Mark Olver und Haakon Hänelt zwei Stürmer verletzungsbedingt verlor, passte zum gesamten Abend, den man durchaus als gebraucht bezeichnen kann.

Jonas Müller zog nach dem Spiel bei Magenta Sport folgendes Fazit:

Ich glaube, wir sind zeitweise einfach zu wenig gelaufen, haben nicht gut foregecheckt, haben dem Gegner viel Zeit gelassen. Dadurch ist Düsseldorf gut ins Spiel gekommen. Gerade im zweiten Drittel waren wir lange in der eigenen Zone und hatten wenig Chancen. Ich glaube wir hatten zehn Schüsse in den ersten beiden Dritteln und das ist eindeutig viel zu wenig. Wir sind ein Team, wir haben alle nicht gut zusammen gearbeitet und das wollen wir nächstes Spiel auf jeden Fall besser machen.

Besser gelaunt war dagegen DEG-Torschütze Tobias Eder:

Ich denke, dass wir insgesamt wieder 60 Minuten lang ziemlich konstant gespielt haben. Wir haben es den Berlinern sehr schwer gemacht. Und ja, ich denke, der Sieg geht auch so in Ordnung. Wir wussten, dass Berlin aggressiv kommt, da haben wir ein bisschen Schwierigkeiten gehabt, haben uns aber in der Drittelpause gefangen. Ab dem zweiten Drittel hat es dann viel besser ausgeschaut.

Serge Aubin: „Wir wollen über 60 Minuten die Geschwindigkeit beibehalten“

Nach zwei Heimspielen in Folge treten die Eisbären Berlin am Montagabend mal wieder auswärts an. Ab 18:30 Uhr ist man dann bei der Düsseldorfer EG zu Gast. Zwei Wochen zuvor war man bereits schon einmal zu Gast im ISS-Dome und im ersten Drittel sah alles nach dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison aus, führte die Mannschaft von Headcoach Serge Aubin doch bereits mit 3:0. Am Ende stand man erneut als Verlierer da, nahm beim 4:5 n.V. aber immerhin noch einen Zähler mit. Morgen Abend will man es aber besser machen und alle drei Punkte mit in die Hauptstadt nehmen. Dass es nicht einfach wird, weiß Serge Aubin, schließlich hat die DEG erst einmal nach regulärer Spielzeit in dieser Saison verloren:

Natürlich möchten wir einen Start wie im letzten Spiel gegen Düsseldorf haben, aber die Geschwindigkeit dann 60 Minuten lang beibehalten. Über die letzten drei Spiele haben wir uns gut entwickelt. Wir haben es geschafft, auch enge Spiele für uns zu entscheiden, selbst wenn wir mal nicht so gut waren. Diese Konsistenz ist wichtig für uns und wir brauchen jeden Einzelnen. Düsseldorf spielt sehr gut, sie haben eine starke Verteidigung und können Tore schießen. Wir spielen gegen ein Team, das nur einmal in regulärer Spielzeit verloren hat. Wenn wir das Spiel gewinnen wollen, müssen wir die gesamten 60 Minuten durchspielen.

Aubin spricht es an. Man muss die gesamten 60 Minuten durchspielen. Das war beim ersten Duell im Rheinland nicht der Fall, da kassierte man noch im ersten Drittel den Anschlusstreffer und danach machte man die DEG durch unnötige Fehler wieder stark und brachte sie zurück ins Spiel. Und die Mannschaft von Trainer Harold Kreis hat dann die Qualität, so ein Spiel noch zu drehen und zu gewinnen. Das haben die Eisbären am eigenen Leib erfahren müssen.

Doch seit dem ist einiges passiert. Die Eisbären haben seitdem drei Spiele in Folge gewonnen und dabei volle neun Punkte eingefahren, weshalb man nun von ganz oben in der Nord-Gruppe grüßt. Dabei wurde man aber nur in zwei der drei Spiele gefordert. Gegen Krefeld gewann man mühelos, hätte bei besserer Chancenverwertung auch noch deutlicher gewinnen können. Im Heimspiel gegen Köln lief man zweimal einem Rückstand hinterher, blieb aber geduldig und fand irgendwann zu seinem Spiel und auch den Schlüssel, um dieses Spiel zu gewinnen. Und gegen Bremerhaven wusste man am Ende gar nicht so richtig, wie man dieses Spiel gewinnen konnte. Bremerhaven hatte die Berliner vor allem im Mitteldrittel komplett im Griff, scheiterte da aber immer wieder am eigenen Unvermögen im Abschluss oder aber an Mathias Niederberger im Berliner Tor. Aber Aubin sprach es ja an, man findet im Moment eben auch einen Weg zum Sieg, wenn man mal nicht überzeugend spielt. Und das ist in dieser verkürzten Saison von großer Bedeutung.

Und die Siege bringen den Spielern vor allem eins – Selbstvertrauen. Und dieses haben die Jungs aus dem Bremerhaven-Spiel mitgenommen und sind nun bereit für die nächste Herausforderung, wie es Verteidiger John Ramage sagte:

Das Team ist gut, wir haben Selbstvertrauen aus dem letzten Heimspiel gegen Bremerhaven. Ich denke, wir sind bereit für die nächste Herausforderung. Wir wussten, dass das letzte Spiel in Düsseldorf ein schweres war und so wie wir verloren haben, hat es einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Aber wir sind für dieses Spiel bereit und wollen sichergehen, dass wir einen guten Start haben.

In diesem Spiel nicht mithelfen können zwei Stürmer. Zum einen fehlt PC Labrie aufgrund muskulärer Probleme. Er ist in Berlin geblieben, ein Einsatz am Donnerstag ist aktuell fraglich. Ebenso in der Hauptstadt weilt Neuzugang Zach Boychuk, was aber keine Verletzungsgründe hat. Boychuk muss wegen der Hygienebestimmungen weiterhin auf sein DEL-Debüt im Eisbären-Trikot warten. Frühestens am Donnerstag könnte es soweit sein.
Dafür rückt Youngster Fabian Dietz in den Kader, er spielte zuletzt für Kooperationspartner Lausitzer Füchse in der DEL2.

Statistisch gesehen wäre mal wieder ein Eisbären-Sieg schön. Vier der letzten fünf Spiele verlor man gegen Düsseldorf, darunter dreimal im Rheinland. Vor zwei Wochen war man nah dran am Sieg, doch wenn man nicht 60 Minuten sein Spiel konsequent durchzieht, wird das eben nichts. Von daher muss die Devise morgen lauten: 60 Minuten die Geschwindigkeit beibehalten und konsequent die Chancen nutzen.

2:0 gegen Bremerhaven! Nicht schön gespielt, aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht

Ausgabe #4:

Die Eisbären Berlin bleiben auch im fünften Heimspiel der PENNY DEL-Saison 2020/2021 ungeschlagen. Am Donnerstagabend gewannen die Berliner ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer der Gruppe Nord, die Fischtown Pinguins Bremerhaven, mit 2:0 (0:0,0:0,2:0) und eroberten nach dem fünften Heimsieg im fünften Heimspiel zugleich die Tabellenführung. Zudem war es der dritte Sieg in Folge, aber danach sah es im Mitteldrittel überhaupt nicht aus. Denn da konnte man sich bei Goalie Mathias Niederberger bedanken, dass man es überhaupt mit einem 0:0 in die Kabine schaffte. Am Ende aber jubelten die Eisbären über drei Punkte und Mathias Niederberger über seinen bereits dritten Shutout der Saison. 

Im Vergleich zum Köln-Spiel gab es keine personellen Veränderungen im Kader der Eisbären. Dafür tauschte Trainer Serge Aubin in den Sturmreihen ein kleines bisschen. So rutschte Giovanni Fiore in die Reihe mit Matt White und Mark Zengerle. Kris Foucault rotierte aus dieser Reihe raus und stürmte dafür heute mit Mark Olver und Parker Tuomie. Im Tor vertraute Aubin wieder auf Stammgoalie Mathias Niederberger.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Eisbären legten offensiv los und hatten in der ersten Minute schon den Drang zum Tor von Ex-Eisbär Tomas Pöpperle entwickelt. Aber sowohl Matt White als auch Ex-Bremerhaven-Stürmer Mark Zengerle verpassten im Slot zwei Zuspiele denkbar knapp. Ryan McKiernan scheiterte wenige Augenblicke später von der blauen Linie an Pöpperle. Man merkte den Eisbären sofort an, dass sie hier das Spiel gewinnen wollten. Bremerhaven war zunächst gar nicht anwesend.
Erstmals in Erscheinung traten die Gäste von Trainer Thomas Popiesch in der fünften Spielminute, als Mitch Wahl und McKiernan mal kurz aneinander gerieten und sich dafür anschließend für zwei Minuten auf der Strafbank abkühlen durften. Bei Vier-gegen-Vier hatte Leo Pföderl mit einem Onetimer die Chance zur Führung, Pöpperle war aber zur Stelle.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Mitte des ersten Drittels tauchte auf einmal Verteidiger Jonas Müller in der Offensive auf, tankte sich klasse vor das Tor, doch sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei.
Danach wurde Bremerhaven immer stärker, das Forechecking wurde aggressiver und die Eisbären wurden stark unter Druck gesetzt. Und in der 14. Spielminute schepperte es am rechten Berliner Torpfosten. Nach einem Fehlpass von John Ramage kam Ziga Jeglic auf der linken Seite an die Scheibe, spielte sie quer rüber auf Mike Moore, doch sein Onetimer ging nur an den Pfosten. Glück für die Eisbären!
Fortan war Bremerhaven hier spielbestimmend, von den Eisbären kam nicht mehr so viel nach vorne. Dafür waren sie nun hinten gefordert und mussten in der Defensive alles geben, um das Tor zu verteidigen. Das gelang und so stand es nach 20 Minuten 0:0 in der Arena am Ostbahnhof.

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Auch ins Mitteldrittel fanden die Hausherren zunächst gut, Mark Zengerle schoss knapp am Tor vorbei. Aber danach das selbe Bild wie im ersten Drittel. Bremerhaven am Drücker, die Gäste von der Küste spielten weiterhin sehr offensiv und setzten die Eisbären immer wieder unter Druck. Die Berliner wussten teilweise gar nicht, wie ihnen geschieht. Sie wirkten überfordert mit dem Spiel der Bremerhavener.
Früh im Mitteldrittel ein Powerplay für die Fischtown Pinguins, sie fanden die Formation und gaben Schüsse ab, aber die Eisbären überstanden die Unterzahl dank Mathias Niederberger schadlos.
Von den Eisbären kam nichts im zweiten Drittel, lediglich Fehlpässe und zudem sah man große Probleme, wenn man sich vom Bremerhavener Dauerdruck befreien wollte. Sie wirkten ratlos und fanden kein Mittel gegen das Forechecking der Gäste.

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In der 28. Spielminute gab Kai Wissmann mal ein Berliner Lebenszeichen ab, als er von der blauen Linie abzog, allerdings harmlos und kein Problem für Tomas Pöpperle. Danach fiel nur noch Jonas Müller durch einen vollkommen übertrieben Check gegen den Kopf- und Nackenbereich auf, welcher ihm zu Recht 2+10-Minuten an Strafe brachte. Und im folgenden Powerplay hatten die Eisbären großes Glück und konnten sich bei Mathias Niederberger bedanken, aber auch für das nicht vorhandene Zielwasser der Mannschaft von Thomas Popiesch. Ziga Jeglic, Jan Urbas, Maxime Fortunus, Ross Mauermann – sie alle hatten in diesem Überzahlspiel die Chance zur Führung.
Es ging danach weiter in eine Richtung. Auf Fehler der Eisbären folgten Chancen für Bremerhaven. Mathias Niederberger war hier der einzige Eisbär mit Normalform. Ohne ihn hätte man längst 0:2, 0:3 hinten gelegen.
In den letzten zwei Minuten nochmal Powerplay für Bremerhaven, in welchem die Eisbären nach einem Fehler von den Gästen mal die dicke Chance hatten. PC Labrie tauchte auf einmal alleine vor Pöpperle auf, doch er vergab diese Riesenchance. So blieb es beim aus Berliner Sicht sehr schmeichelhaften 0:0 nach 40 Minuten. Angesichts von 19:3-Torschüssen für Bremerhaven kann man wohl definitiv von schmeichelhaft sprechen.

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Im letzten Drittel hatten sich die Eisbären wieder mehr vorgenommen und Parker Tuomie hatte die erste Chance, aber sein Schuss ging knapp am Gehäuse vorbei. In der 47. Spielminute klingelte es aber im Bremerhavener Tor. Fehler im Spielaufbau der Gäste, Marcel Noebels schnappte sich die Scheibe an der blauen Linie, zog Richtung Tor, scheiterte aber mit seinem ersten Versuch an Pöpperle. Dem Bremerhavener Goalie rutschte die Scheibe durch, Noebels roch den Braten und setzte erfolgreich nach – 1:0.
Danach wirkten die Eisbären weiterhin sehr engagiert in der Offensive. Bremerhaven konnte nicht ans zweite Drittel anknüpfen, hatte mit dem überraschenden Rückstand erst einmal zu kämpfen. Die Eisbären hingegen wirkten deutlich verbessert im Vergleich zum zweiten Drittel.

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Acht Minuten vor dem Ende bot sich den Hausherren die Chance zur Entscheidung, denn man hatte ein Überzahlspiel. Man fand zwar in die Formation, aber lediglich ein Onetimer von Kris Foucault fand die Lücke, doch Pöpperle war zur Stelle.
In der Schlussphase wurden die Gäste wieder aktiver, aber die Eisbären standen hinten sehr kompakt, ließen wenig zu. Wenn doch etwas durchkam, war Mathias Niederberger zur Stelle.
In den letzten zwei Minuten nahmen die Gäste ihren Goalie Tomas Pöpperle zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und nahmen wenig später auch eine Auszeit. Aber egal, was Bremerhaven versuchte, die Defensive der Hauptstädter ließ nichts mehr zu. Und das verwaiste Tor nutzte Leo Pföderl zur endgültigen Entscheidung – 2:0, 44,8 Sekunden vor dem Ende des Spiels.

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Ein wichtiger Sieg gegen den Tabellenführer der Gruppe Nord, welchen man als Arbeitssieg bezeichnen kann. Man hatte gut angefangen und Chancen gehabt, dann aber den Faden komplett verloren. Bremerhaven wurde minütlich stärker und drängte die Eisbären immer mehr ins eigene Drittel. Mit dem Druck kamen die Berliner nicht klar und so dachte man, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis Bremerhaven in Führung gehen würde. Aber dank einem überragenden Mathias Niederberger zwischen den Pfosten rettete man sich in die zweite Drittelpause. In der Pause konnte man sich nochmal sammeln und für das letzte Drittel einstimmen. Am Ende ging es dann nochmal gut und man hat das wichtige 1:0 erzielt.
Aber trotz des Sieges und der drei Punkte weiß man im Lager der Blau-Weiß-Roten, dass so eine Leistung sich nicht wiederholen darf. Nicht ohne Grund sagte Marcel Noebels, dem der Gamewinner gelang, nach dem Spiel, dass zwei Drittel nicht gut spielen normalerweise eine Niederlage in dieser Liga bedeuten. Man habe auch nicht so gespielt, wie man es sich vorgestellt hat. Man war im Lager der Eisbären trotz des Sieges also selbstkritisch. Und das ist auch gut so. Man nimmt das Spiel nicht einfach so hin und sagt sich, man hat doch gewonnen, was will man mehr. Man weiß, dass es nicht das war, was man zeigen wollte und das ist eigentlich neben dem Spielausgang das Positivste an diesem Spiel gegen Bremerhaven.
Die Mannschaft hat immer noch Luft nach oben und hat immer noch teilweise unerklärliche Aussetzer im Spiel. Diese sorgen dann für Chancen des Gegners, welche dieser heute zum Glück nicht ausgenutzt hat. Aber immer geht so etwas nicht gut und daran müssen und werden die Eisbären arbeiten. Dann ist in dieser Corona-Saison einiges möglich. Dafür muss man aber endlich Konstanz in die eigene Leistung bringen und auch mal über einen längeren Zeitraum seine Leistung bringen. Denn es ist kein Geheimnis, dass die Süd-Gruppe stärker eingeschätzt wird als die Nord-Gruppe. Und um am Ende der Saison ein Wörtchen mitzureden im Kampf um den Silberpokal, müssen sich die Hauptstädter strecken. Aber so lange sie sich nach Siegen nicht zufrieden hinstellen und sagen alles ist gut, kann man weiter vom achten Stern träumen.

Vier Scorerpunkte! Youngster Lukas Reichel führt die Eisbären im 50. DEL-Spiel zum 4:2-Heimsieg gegen Köln

Ausgabe #3:

Die Arena am Ostbahnhof bleibt eine uneinnehmbare Festung. Auch das vierte Heimspiel gewannen die Eisbären Berlin, zum zweiten Mal hieß der Gegner dabei Kölner Haie. Dem 5:0 im ersten Aufeinandertreffen folgte heute ein 4:2 (2:2,0:0,2:0)-Sieg. Vor 13 Pressevertretern und vier Fotografen avancierte eine Reihe zum Matchwinner – Leo Pföderl, Lukas Reichel und Marcel Noebels waren an allen vier Toren beteiligt.

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Bei den Eisbären änderte sich im Vergleich zum 5:2-Auswärtssieg bei den Krefeld Pinguinen nur die Position zwischen den Pfosten. Mathias Niederberger kehrte ins Gehäuse zurück, während Youngster Tobias Ancicka wieder als Back-up auf der Bank Platz nahm. Und für einen anderen Youngster war es ein rundes Jubiläum, denn Lukas Reichel bestritt heute sein 50. DEL-Spiel für die Hauptstädter. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, Luki!

 

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Das Spiel begann schnell. Beide Mannschaften suchten sofort den Weg Richtung Tor und gaben die ersten Versuche in Richtung Tor ab. Zunächst setzten sich die Domstädter im Drittel der Berliner fest, danach war es anders herum. Doch so ging es zunächst nicht weiter, denn für eine kurze Zeit verflachte die Partie doch etwas, wirkte zerfahren wegen einiger Unterbrechungen durch Abseits oder Icing.
Der Torreigen ging erst in Minute Sieben los. Marcel Müller wollte die Scheibe von rechts in den Slot bringen, wo er aber nur den Schlittschuh von Eisbär Matt White traf. Von dort aus trudelte die Scheibe zurück an den rechten Pfosten, wo sich Marcel Müller diesmal für den Abschluss entschied – 0:1 (7.).
Danach wirkten die Eisbären zwar bemüht, doch mangelte es an zwingenden Ideen im Offensivspiel. So musste man bis zur zwölften Spielminute warten, ehe den Gastgebern der Ausgleich gelang. Lukas Reichel führte die Scheibe über rechts ins Angriffsdrittel, kam dann aber etwas nach außen ab. Marcel Noebels kam an die Scheibe, spielte sie in den Slot, wo Leo Pföderl lauerte und per Onetimer zum 1:1 traf.
Die Eisbären waren nach dem Ausgleich die aktivere Mannschaft, aber es gelang ihnen nicht, etwas aus der Überlegenheit zu machen. Und so kamen die Haie mal wieder druckvoll vor das Berliner Tor und belohnten sich auch dafür. Freddy Tiffels zog mit der Scheibe vor das Tor und wollte einen großen Bogen um Mathias Niederberger machen. Er zog ab, Niederberger konnte zwar parieren, aber die Scheibe wurde genau vor den Schläger von Marcel Müller geklärt und der Torschütze zur Kölner Führung ließ sich diese Chance nicht nehmen und schoss den Puck ins verwaiste Berliner Tor zur erneuten Gäste-Führung ein – 1:2 (16.).

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Aber die Eisbären fanden auch darauf eine Antwort. Sie kamen druckvoll ins Kölner Drittel, Marcel Noebels brachte die Scheibe Richtung Justin Pogge, welcher per Hechtsprung klären wollte. Allerdings kam die Scheibe direkt auf den Schläger von Leo Pföderl und der kurvte noch ein wenig weiter und suchte nach der perfekten Lücke, welche er schließlich fand – 2:2 (18.).
Zum Schluss mussten die Berliner noch erstmals in Unterzahl ran, nach dem John Ramage in der Kühlbox Platz nahm, aber das Unterzahlspiel überstanden die Eisbären schadlos. Kein Wunder, ist doch das Penaltykilling auf eigenem Eis deutlich besser als auf fremden Eis. So stand es nach 20 unterhaltsamen Minuten 2:2 an der Spree. Kurioses am Rande: Nicht nur die Torschützen waren bei den Toren der beiden Mannschaften identisch, nein, auch die jeweiligen Vorlagengeber: Marcel Noebels und Lukas Reichel bei den Eisbären, Freddy Tiffels und James Sheppard bei Köln.

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Die Eisbären kamen stark ins Mitteldrittel, schnürten nach kurzer Zeit die Kölner im eigenen Drittel ein und hätten sich die Haie eigentlich zu Recht legen können. Aber es reichte nur zu zwei dicken Chancen durch Leo Pföderl, der heute heiß lief. Beim ersten Versuch scheiterte er an Justin Pogge, beim zweiten am Pfosten. Dennoch, bei diesem druckvollen Wechsel hätte ein Tor raus springen müssen.
Kurz darauf die Eisbären mit dem ersten Powerplay der Partie, aber da waren gerade einmal zwei, drei Versuche dabei, jedoch nichts gefährliches für das Kölner Tor.
Als die Gäste wieder komplett waren, hatten die Eisbären in einem Wechsel mehr Chancen als im gesamten Powerplay. Doch die Scheibe wollte einfach nicht an Justin Pogge vorbeigehen. Auch danach die Eisbären weiter präsent, aber zu anfällig im Passspiel und zudem verzettelte man sich zu oft in Einzelaktionen, wollte mit dem Kopf durch die Wand.
Köln kam erst gegen Mitte des zweiten Drittels besser ins Spiel und auch zu Chancen. So scheiterte Freddy Tiffels mit seinem Onetimer aus dem Slot heraus und Goalgetter Jonathan Matsumoto fand einmal in Mathias Niederbrger seinen Meister und einmal schoss er knapp am Tor vorbei.
Die Domstädter waren nun besser drauf und wirkten auch aktiver als die Eisbären. Erst recht, als Jonas Müller für zwei Minuten in die Kühlbox wanderte. Doch James Sheppard vergab zweimal aus dem Slot heraus und Jason Akeson scheiterte ebenfalls mit einem guten Schuss an Mathias Niederberger. Die Eisbären hatten aber in diesem Unterzahlspiel auch einen Zwei-auf-Eins-Konter, den Parker Tuomie jedoch vergab.
So stand es also auch nach 40 Minuten 2:2-Unentschieden in der Arena am Ostbahnhof.

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Das letzte Drittel begann sehr zerfahren, mit vielen Unterbrechungen, alleine drei Icings durch Köln in den ersten drei Minuten. Erst nach gut fünf, sechs Minuten gab es die ersten Chancen zu sehen. Die Eisbären hatten durch Parker Tuomie und Mark Olver gute Möglichkeiten, im Gegenzug aber auch Köln mit guten Chancen, die Eisbären konnten sich da nur mit einem Icing retten.
Danach kam der zweifache Auftritt von Kris Foucault. Zunächst tankte er sich über die gesamte Eisfläche bis hin vors Tor, dort scheiterte er aber denkbar knapp an Justin Pogge. Zwei Minuten später tankte er sich im Angriffsdrittel klasse durch bis vors Tor, da verzog er dann aber knapp.
Neun Minuten vor dem Ende war Justin Pogge dann aber geschlagen. Lukas Reichel mit dem Querpass von links in den Slot vor das Tor, wo Marcel Noebels zu viel Platz hatte. Sein Onetimer schlug hinter Pogge ein – 3:2 (51.). Der dritte Scorerpunkt von beiden Spielern.
Danach ging es hin und her. Während die Eisbären die Entscheidung suchten, wollte Köln den Ausgleich erzielen. Vier Minuten vor dem Ende bot sich den Berlinern dann in Überzahl auch die Chance zur Entscheidung. Doch lediglich ein Onetimer von Marcel Noebels kam dabei heraus. Justin Pogge bekam gerade so noch die Beine zusammen.
Köln riskierte am Ende alles, nahm den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und zudem 29,7 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Ex-Eisbären-Coach Uwe Krupp wollte seinen Haien also letzte Anweisungen für die Schlussphase geben. Half aber alles nichts, denn Lukas Reichel bekam auf links im eigenen Drittel die Scheibe, fuhr bis zur Mittellinie und schoss die Scheibe dann ins verwaiste Kölner Tor zum 4:2 ein – 19,8 Sekunden vor Ende des Spiels. Lukas Reichel krönte sein Jubiläum also mit einem Vier-Punkte-Spiel. Leo Pföderl gab übrigens zusammen mit Frank Hördler die Vorlage, somit also neben Marcel Noebels auch Leo Pföderl mit einem Drei-Punkte-Spiel.

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Erstmals haben die Eisbären in dieser Saison zwei Siege in Folge gefeiert. Das ist natürlich vor allem der Tatsache geschuldet, dass man beim 5:2 in Krefeld endlich den ersten Auswärtssieg einfahren konnte. An den Sieg konnte man heute anknüpfen, wenn gleich man zunächst ein bisschen brauchte, um ins Spiel hineinzufinden. Aber man hat sich auch nicht vom zweimaligen Rückstand vom Weg abbringen lassen, blieb ruhig und nahm ab dem zweiten Drittel Kurs in Richtung Sieg, welchen man im dritten Drittel sicherstellen konnte.
Der große Trumpf der Eisbären ist wohl die Ausgeglichenheit. Wenn die Top-Reihe um Kris Foucault, Matt White und Mark Zengerle mal nicht wie gewohnt scort, dann springt eben eine andere Reihe in die Bresche. In dem Fall war es heute die deutsche Reihe um die bereits mehrfach genannten Pföderl, Noebels und Reichel. Diese Reihe war an allen vier Toren beteiligt, Lukas Reichel scorte vierfach, seine Nebenleute dreifach. Für Trainer Serge Aubin also eine Luxus-Situation und für die Gegner wird es so immer schwerer, die Eisbären auszurechnen, wenn von allen Reihen Torgefahr ausgeht.
Wichtig war vor allem, dass die Eisbären an den Sieg in Krefeld anknüpfen würden, welchen man natürlich nicht zu hoch bewerten sollte, denn gegen Krefeld gewinnt im Moment jeder. Von daher war der Sieg gegen Köln heute enorm wichtig, um zum einen einen Konkurrenten auf Abstand zu halten und zum anderen, um eine Serie zu starten. Denn das Ziel hat man ja bereits ausgegeben: Man will Platz Eins anvisieren. Aktuell steht man auf Platz Zwei. Am Donnerstag empfängt man Spitzenreiter Bremerhaven. Dann kann die Serie fortgesetzt und Platz Eins erobert werden.

5:2 in Krefeld! Die Eisbären fahren mühelos den ersten Auswärtssieg der Saison ein

Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Die Eisbären Berlin haben den ersten Auswärtssieg der PENNY DEL-Saison 2020/2021 eingefahren. Bei den sieg- und punktlosen Krefeld Pinguinen feierten die Berliner einen ungefährdeten 5:2 (3:1,1:0,1:1)-Auswärtssieg und gewannen somit auch den zweiten Vergleich gegen die Seidenstädter, nachdem man das erste Aufeinandertreffen in der Hauptstadt mit 5:0 für sich entscheiden konnte. Nach zuvor drei vergeblichen Anläufen auf fremden Eis, hat es heute also endlich mit drei Punkten geklappt. Aber sind wir mal ehrlich, wenn nicht in Krefeld, wo sonst hätten die Eisbären den ersten Auswärtssieg einfahren sollen? Denn die Pinguine standen vor dem Spiel mit sieben Niederlagen und null Punkten am Tabellenende der Gruppe Nord. Heute kam Niederlage Nummer Acht dazu. Dass Krefeld kein Wort um die Vergabe der Playoffs mitsprechen wird, ist wohl allen klar. Dafür läuft dort einfach zu viel falsch im Verein. Aber das soll hier nicht Thema sein, sondern viel mehr das Spiel der Eisbären.

Und für dieses gab es Änderungen im Kader der Eisbären. Zum einen rückte Eric Mik in den DEL-Kader zurück, nachdem Leon Gawanke von den Winnipeg Jets zurück gerufen wurde. Und im Tor bekam Youngster Tobias Ancicka seinen zweiten Saisoneinsatz. Das erste Spiel hatte er unglücklich mit 0:1 n.P. in Wolfsburg verloren.

Verteidiger Jonas Müller gab die Marschroute für das Spiel in Krefeld raus:

Wir haben gut angefangen in Düsseldorf, aber auch stark nachgelassen. Es wird Zeit für den ersten Auswärtssieg. Wir dürfen nicht zu viele Strafzeiten nehmen. Wir müssen unser Spiel konstant durchziehen, dann werden wir das Spiel auch gewinnen.

Gesagt, getan. Das Spiel war gerade einmal elf Sekunden alt, da jubelten die Eisbären bereits zum ersten Mal an diesem Abend. Nach dem Bullygewinn chippte John Ramage die Scheibe tief, Ex-Eisbär Alex Trivellato erkämpfte die Scheibe an der linken Bandenrundung und wollte sie nach vorne auf einen Mitspieler passen. Doch sein Pass kam genau auf den Schläger von Kris Foucault, welcher viel Platz und Zeit hatte, Sergei Belov im Krefelder Tor auszuspielen und den Puck im halbleeren Tor zu versenken – 1:0 (1.). Blitzstart für die Eisbären also!
Die Eisbären machten also von Beginn an klar, dass sie heute endlich den ersten Auswärtssieg der Saison feiern wollen. Aber beinahe hätte Krefeld früh ausgeglichen. PC Labrie mit dem Fehlpass im eigenen Drittel, Martins Karsums bekam den Puck und wollte Ancicka umkurven, doch der Berliner Goalie behielt die Nerven.
Jener Karsums musste dann auch in die Kühlbox und die Berliner hatten das erste Powerplay. Und in diesem hatten zweimal Kris Foucault und einmal Lukas Reichel gute Möglichkeiten, aber sie führten noch nicht zum erhofften Torerfolg.
Danach Krefeld mit dem ersten Überzahlspiel, aber Gefahr brauchte man da nicht zu befürchten. Denn Krefeld stellt das schlechteste Powerplay und die Eisbären das beste Penaltykilling der Nord-Gruppe. Dementsprechend gibt es zum Überzahlspiel der Pinguine auch nichts zu sagen.
Krefeld tauchte selten vor Ancicka auf, wenn das aber mal der Fall war, so wie in Minute Zwölf, als Brett Olson frei im Slot zum Abschluss kam, war Ancicka zur Stelle.
Und die Eisbären betrieben Chancenwucher. Nino Kinder wollte Belov umkurven, scheiterte damit jedoch. Und ein Konter über Foucault und Ramage vergab Letzterer, seinen Schuss konnte Belov gerade so noch mit dem Schoner parieren.
Ramage fiel sehr oft im Auftaktdrittel auf. Zum einen durch seine Aktion direkt nach dem ersten Bully, dann durch die eben beschriebene Chance, aber auch durch zwei Strafzeiten. Die erste Strafe blieb noch unbestraft, die zweite leider nicht. Aus dem Nichts heraus Kristofers Bindulis mit dem Schuss vom rechten Bullykreis, der Schuss schlug abgefälscht hinter Ancicka ein – 1:1 (16.).
Die Eisbären schalteten dann mal kurz zwei, drei Gänge hoch und gaben die Antwort. Marcel Noebels spielte die Scheibe hoch an die blaue Linie, wo Kapitän Frank Hördler lauerte. Der spielte die Scheibe gerade runter vor das Tor, wo Leo Pföderl die Scheibe nur noch abfälschen musste – 2:1 (18.), sein 150. DEL-Tor! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum, Leo!
Und als Krefeld zum Ende hin noch einmal in Unterzahl ran musste, schlugen die Eisbären erneut zu. Zweimal scheiterte Kris Foucault mit seinen gefürchteten Onetimern vom rechten Bullykreis aus. Nach dem zweiten spielte er die Scheibe zurück hinter das Tor zu Mark Zengerle, welche den Puck vor das Tor zu Giovanni Fiore spielte. Und der hatte viel Platz und schoss ins lange Eck ein – 3:1 (20.). Das erste DEL-Tor von der Nummer 21!
Somit führten die Eisbären verdient mit 3:1 in Krefeld. Deren Stürmer Alexander Blank war nach dem ersten Drittel bedient:

Wir haben nach elf Sekunden unser erstes Tor kassiert, obwohl wir uns sehr viel vorgenommen haben für dieses Spiel. Aber wir sind eigentlich ganz gut zurückgekommen, haben das 1:1 im Powerplay geschossen. Wir haben eigentlich ganz gut gespielt, aber dann hat die Konzentration drei Minuten vor dem Ende aufgehört. Und das darf nicht passieren, dass wir drei Minuten vor Schluss da so zwei Tore kassieren und eine dumme Strafe machen. Da muss sich jeder Spieler mit sich selber beschäftigen, wie er das angeht, wie er sich vor dem Spiel vorbereitet. Aber eigentlich haben wir gut trainiert jetzt die Tage nach der Niederlage in Bremerhaven. Keine Ahnung, was da passiert ist, aber das müssen wir jetzt abstellen und die letzten 40 Minuten noch gut konzentrieren.

Und bereits nach sieben Sekunden im zweiten Drittel bot sich den Hausherren erneut die Chance, an der Überzahlquote etwas zu machen. Mark Zengerle musste wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Und das Powerplay sah auch ganz gut aus, aber Krefeld konnte keinen Nutzen daraus ziehen.
Doch fortan entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Man konnte fast sagen, es spielten die Eisbären gegen Sergei Belov. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Krefelder Torhüter zu. Bereits in der 23. Spielminute stand Foucault auf einmal frei vor ihm, aber er konnte parieren. Doch nur eine Minute später war auch der Krefelder Schlussmann geschlagen. Fiore kam mit viel Speed über links ins Drittel, machte den Bauerntrick und spielte die Scheibe in den Slot, wo Mark Olver lauerte und viel zu viel Platz hatte – 4:1 (24.).
Krefeld konnte sich in der Folgezeit bei Sergei Belov bedanken, dass man nach 40 Minuten nur mit 1:4 hinten lag. Denn die Eisbären ließen eine Reihe guter Chancen aus. Leo Pföderl, Lukas Reichel, Haakon Hänelt, Mark Zengerle – um mal nur einen Auszug der Chancen im Mitteldrittel zu nennen. Die Eisbären hätten bereits im zweiten Drittel die Weichen ganz klar auf Sieg stellen können. Aber selbst jetzt glaubte eigentlich niemand mehr an eine Krefelder Wiederauferstehung. Zu deutlich überlegen waren die Eisbären, zu sehr hatten sie das Spiel fest in der Hand.

Das letzte Drittel begannen die Eisbären dann in Unterzahl, aber beinahe wäre Matt White der Shorthander gelungen. Er war frei durch und hatte die Chance, aber Sergei Belov hatte etwas dagegen. Egal was Matt White heute versuchte, der Krefelder Schlussmann hatte das letzte Wort.
Aber in der 46. Spielminute war auch Krefelds Goalie wieder geschlagen. Den ersten Versuch von der blauen Linie konnte er noch parieren, gegen den Nachschuss von Lukas Reichel, welcher die Scheibe unter die Latte nagelte, war er aber machtlos – 5:1.
Danach machten die Eisbären nicht mehr als nötig, aber dennoch hatten sie das Spiel komplett im Griff. Weil, so hart es klingt, Krefeld im Moment einfach nicht DEL-tauglich ist. Auch wenn Krefeld fünf Minuten vor dem Ende noch das 2:5 durch Brett Olson erzielte, die Krefelder Fans können einem schon fast leid tun, bei dem, was da gerade in Krefeld abgeht. Bei einem Traditionsverein der DEL. Die Unruhe im Umfeld der Mannschaft scheint sich auf das Team auszuwirken, das in dieser Saison wohl mehr Kanonenfutter für die Konkurrenz ist als ein ernstzunehmender Gegner auf Augenhöhe. Die Eisbären jedenfalls siegten am Ende mit 5:2 und sicherten sich so die ersten drei Punkte auf fremden Eis, worüber man sich freuen darf, mehr aber auch nicht.

Denn dieser Sieg ist definitiv kein Gradmesser für die nächsten beiden Heimspiele gegen Köln und Bremerhaven. Da erwartet die Eisbären viel mehr Gegenwehr vom Gegner, da wird man nicht so viel Platz vor dem Tor haben und so oft frei vorm gegnerischen Goalie stehen. Da muss man dann wieder hart für den Sieg arbeiten. Daher braucht man diesen Sieg auch nicht wirklich analysieren, aber zumindest festhalten, dass die Eisbären das Spiel eben nicht auf die leichte Schulter genommen haben. Sie haben ihr Spiel 60 Minuten konstant durchgezogen und hatten jede Menge Chancen für einen höheren Sieg. Trainer Serge Aubin hat gesehen, dass von allen vier Reihen Torgefahr ausging. Aber wie gesagt, dieses Spiel ist kein Gradmesser für die Duelle gegen die anderen fünf Konkurrenten in dieser Gruppe.

Lukas Reichel mit seinem Statement zum Spiel in Krefeld:

Wir haben 60 Minuten gut konstant durchgespielt. Ich denke, wir hatten das Spiel auch über 60 Minuten unter Kontrolle. Wir können heute zufrieden sein. Wir haben viele Schüsse aufs Tor gebracht, wir hätten vielleicht noch ein paar Dinger mehr machen können. Wir können zufrieden sein und mit dem Bus nach Hause fahren. Es ist immer noch Luft nach oben. Wir wollen in jedes Spiel rein gehen und es gewinnen. Ich denke, wir können in unserer Gruppe den ersten Platz anvisieren.

Und Krefelds Torschütze Brett Olson mit einer schonungslosen Analyse nach der achten Niederlage im achten Spiel:

Das ist unser Hauptproblem in dieser Saison, dass wir viel zu viel Raum und Platz dem Gegner vor allem im Zentrum vor unserem Tor lassen. Und woran liegt das? Weil wir immer nur den Gegenspieler mit dem Puck im Auge haben und nicht die Mitspieler. Alle konzentrieren sich nur auf den Puck, sehen die Leute im Rücken nicht und die sind dann auf einmal frei vorm eigenen Goalie. Und so wird Sergei Belov auch im heutigen Spiel ganz oft allein gelassen und dann hat es schon wieder fünf Gegentore gegeben.

4:5 n.V. in Düsseldorf! Auch eine 3:0-Führung reicht nicht für den ersten Auswärtssieg der Saison

Die Eisbären Berlin warten weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg der Saison. Am Montagabend reichte nicht mal eine 3:0-Führung nach 16 Minuten für den ersten Auswärtssieg, am Ende stand man nach einem 4:5 n.V. (3:1,0:0,1:3/0:1) wieder nur mit einem Zähler da. Weil man das Eishockey spielen nach 40 Minuten eingestellt hat und die DEG so wieder zurück ins Spiel gebracht hat. Dementsprechend angesäuert war Trainer Serge Aubin nach dem Spiel auch, weil es ihm unbegreiflich war, wie seine Jungs das Spiel noch aus der Hand geben konnten.

Bei den Eisbären nahm auf der Bank heute ein anderer Back-up-Goalie Platz. Tobias Ancicka weilte bei Kooperationspartner Weißwasser, so nahm der junge Rihards Babulis auf der Bank der Profis Platz. Im Tor stand natürlich wieder Mathias Niederberger. 

Die Eisbären wollten einen besseren Start in das dritte Auswärtsspiel der Saison haben und vor allem von der Strafbank fern bleiben. Und dieses Vorhaben setzten die Mannen von Chefcoach Serge Aubin perfekt um. Die Eisbären kamen gut aus der Kabine und Lukas Reichel hätte früh das 1:0 erzielen können, wurde aber entscheidend beim Abschluss gestört. Das Tor wäre frei gewesen. Aber das Führungstor sollte dann doch schnell fallen. Die DEG kassierte die erste Strafzeit und Powerplay können die Eisbären in dieser Saison. Zweimal hatte man es schon versucht, Kris Foucault per Onetimer in Szene zu setzen, zweimal klappte es nicht. Beim dritten Mal klingelte es dann aber, getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“. Mark Zengerle hatte die Scheibe auf der linken Seite am Pfosten und suchte nach der perfekten Anspielstation, er fand sie in Kris Foucault auf der rechten Seite und die Nummer 98 zog zum dritten Mal per Onetimer ab – 1:0 (5.).
Auch danach die Eisbären sehr druckvoll, mit einem aggressiven Forechecking. Sie setzten sich immer wieder im DEG-Drittel fest und stellten die Rheinländer vor große Probleme. Diese hatten große Mühe, sich überhaupt mal aus dem eigenen Drittel zu befreien. In der achten Spielminute hätte eine überragende Kombination beinahe zum 2:0 geführt. Frank Hördler spielte die Scheibe von der blauen Linie gerade runter zu Leo Pföderl, welcher gleich weiter in den Slot spielte, wo Matt White direkt abzog, aber an Mirko Pantkowski scheiterte.
Die Hauptstädter hatten dann das zweite Powerplay und die DEG stellte das schlechteste Penaltykilling der gesamten Liga. Zwar fanden die Eisbären die Formation und ließen die Scheibe gut laufen, aber Leon Gawanke scheiterte per Onetimer an Pantkowski und Matt White am Pfosten.
Aber es geht auch ohne Überzahl. Marcel Noebels mit dem Pass hoch zur blauen Linie, Parker Tuomie zog von der blauen Linie ab, die Scheibe rutschte Pantkowski durch die Schoner und PC Labrie schaltete am schnellsten, drückte sie über die Linie – 2:0 (14.).
Eine Minute später kassierte Düsseldorfs Top-Scorer Daniel Fischbuch die dritte Strafzeit der Partie und zum zweiten Mal klingelte es im Berliner Powerplay im Düsseldorfer Tor. Wieder eine starke Kombination der Berliner, Leon Gawanke mit dem Pass von links in den Slot, wo Leo Pföderl das Auge für Marcel Noebels hatte und sie direkt auf rechts weiterspielte, wo Marcel Noebels Maß nahm, um per Onetimer zu seinem ersten Saisontor zu treffen – 3:0 (16.).
Es wirkte fast so, als ob die Hausherren hier total überfordert waren mit dem Power-Hockey der Eisbären. Als ob es ihnen alles zu schnell ging.
Aber zum Ende hin kamen die Rheinländer doch nochmal auf. Sie hielten die Eisbären lange im eigenen Drittel fest, diese konnte so nicht wechseln und leisteten sich den Fehler im Spielaufbau. Nicolas Jensen chippte die Scheibe vor das Tor, wo Jerome Flaake das Spielgerät aus der Luft ins Tor beförderte. Nach Ansicht des Videobeweises ein reguläres Tor – 3:1 (18.).
Und auf einmal waren die Gastgeber für 1:54 Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und die DEG stellt das beste Powerplay der Liga, traf bisher in jedem Ligaspiel in Überzahl. Aber das Penaltykilling der Eisbären funktionierte und so nahm man eine souveräne 3:1-Führung mit in die erste Drittelpause.
Ex-Eisbär Charlie Jahnke war nach den ersten 20 Minuten im Interview bei Magenta Sport nicht zufrieden:

Das ist zu wenig von uns. Wir spielen zu kompliziert. Wir müssen von der Strafbank fern bleiben. Wir wissen, dass die Eisbären da gut sind, wir haben denen die Tore geschenkt.

Das zweite Drittel bot dann bei weitem nicht mehr so viel Torraumszenen wie noch das erste Drittel und Tore sollten auch keine fallen. Dabei hatten die Eisbären früh die dicke Chance zum 4:1, aber Giovanni Fiore scheiterte mit seinem Versuch aus der Drehung am Pfosten.
Anschließend zwei Überzahlspiele für die Eisbären, aber sie bekamen diesmal nicht so wirklich Druck auf das Düsseldorfer Tor. Die DEG verteidigte das sehr kompakt und überstand die Unterzahlspiele somit schadlos.
Chancen waren Mangelware im Mitteldrittel. Sechs Minuten vor der zweiten Pause mal ein Zwei-auf-Eins-Konter der Gäste, Mark Zengerle auf Giovanni Fiore, doch der scheiterte freistehend an Pantkowski. Danach die Eisbären zum zweiten Mal mit zwei Mann weniger auf dem Eis, aber auch dieses Mal schaffte es das beste Powerplay der Liga nicht, den Unterzahl-Riegel der Eisbären zu knacken. In der letzten Minute dann nochmal beide Teams mit je einer guten Chance, aber auch diese vereitelten die beiden Goalies.
Kai Wissmann mit seinem Statement zu den ersten 40 Minuten:

Ich denke, wir sind bei Fünf-gegen-Fünf auf jeden Fall die bessere Mannschaft. Das Spiel ist doch sehr zerfahren, dafür, dass es für alles eine Strafzeit gibt. Ganze Zeit Überzahl, Unterzahl. Wir müssen schlauer sein mit unseren Schlägern, vor allem in der offensiven Zone. Wir haben zweimal Fünf-gegen-Drei gekillt, aber das geht nicht immer gut.

Für das letzte Drittel hatten sich die Rheinländer hier jede Menge vorgenommen, das sah man sofort. Charlie Jahnke vergab noch freistehend eine gute Chance, wenig später klingelte es aber im Berliner Kasten. Und wie sollte es anders sein, es war ein Powerplaytor der DEG. Leo Pföderl saß in der Kühlbox und Nicolas Jensen hatte von der blauen Linie zu einem Onetimer ausgeholt, den Mark Olver unhaltbar abfälschte – 3:2 (44.).
Direkt im Gegenzug die Eisbären aber beinahe mit der Antwort, ein Drei-auf-Zwei-Konter, Matt White mit dem Abschluss, aber knapp am Tor vorbei. Aber im nächsten Angriff schepperte es im Tor von Mirko Pantkowski. Mark Zengerle bekam zu viel Platz, kurvte im DEG-Drittel von rechts nach links, legte sich die Scheibe von der Rückhand auf die Vorderhand und schlenzte die Scheibe ins lange Eck – 4:2 (48.).
Mitten in eine Drangphase der Hausherren also das vierte Berliner Tor. Und noch in der selben Minute hätte Giovanni Fiore fast das 5:2 nachgelegt, aber die Latte stand im Weg.
Das war es dann aber auch schon fast mit der offensiven Herrlichkeit der Eisbären. Danach ging es eigentlich nur noch in Richtung Mathias Niederberger. Johannes Johannesen zog von der blauen Linie ab, Mathias Niederberger parierte, Jerome Flaake setzte nach, scheiterte am Berliner Goalie, welcher nun am Boden lag und gegen den nächsten Nachschuss von Maximilian Kammerer in die lange Ecke keine Chance – 4:3 (51.).
Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit Fehlpass von Kapitän Frank Hördler auf Matt Carey, welcher die Scheibe per Rückhand und No-Look-Pass auf Ken-Andre Olimb passte und der behielt vor Mathias Niederberger die Nerven, tanzte ihn aus und schoss ein zum 4:4 (54.).
Die Eisbären wirkten angeschlagen, bekamen keinen sauberen Pass mehr gespielt. Und die DEG hatte Oberwasser und wollte hier nun auch die drei Punkte holen. Alexander Karachun hatte den Führungstreffer drei Minuten vor dem Ende auf der Kelle, aber der Pfosten stand im Weg.
Die Eisbären eigentlich nur noch einmal gefährlich. Fiore stibitzte die Scheibe im Angriffsdrittel, zog vor das Tor, scheiterte aber an Mirko Pantkowski. So stand es nach 40 Minuten 4:4 und beide Teams hatten einen Punkt sicher.

In der Overtime waren es die Eisbären, die durch Marcel Noebels die erste dicke Chance hatten, aber er schoss knapp vorbei. Danach nur noch die DEG. Daniel Fischbuch und Nicolas Jensen scheiterten an Mathias Niederberger, aber die dritte Chance saß dann. Nicolas Jensen über rechts mit dem Querpass auf die linke Seite, wo Maximilian Kammerer lauerte und zum 5:4 einschoss. Die DEG sicherte sich den Zusatzpunkt, während die Eisbären auch die dritte Heimfahrt von einem Auswärtsspiel ohne Sieg antreten mussten.

Das muss man erst mal sacken lassen. Nach 16 Minuten sahen die Eisbären eigentlich wie der sichere Sieger aus. Sie hatten das Spiel und die DEG im Griff, führten mit 3:0. Nichts sah danach aus, als ob Düsseldorf hier noch etwas mitnehmen würde. Auch das 1:3 nahm man noch so mit. Im zweiten Drittel war es dann von beiden Seiten nicht viel, was kam. Aber die Eisbären hielten die DEG vor dem eigenen Tor in Schacht. Eigentlich hätte man im letzten Drittel nicht viel daran ändern müssen und stattdessen vielleicht auf das vierte Tor gehen müssen.
Doch unerklärlicherweise stellten die Eisbären das Eishockey spielen ein und überließen den Hausherren mehr und mehr das Spiel. Dadurch konnte die DEG Selbstvertrauen aufbauen und sich Stück für Stück zurück ins Spiel kämpfen. Weil den Eisbären nichts mehr gelang. Die Rheinländer dagegen spielten sich in einen Rausch und es hätte fast zu diesem Spiel gepasst, wenn die Mannschaft von Chefcoach Harold Kreis hier sogar die ganzen drei Punkte mitgenommen hätte.
Das Trainerteam um Serge Aubin wird diese Niederlage aufarbeiten müssen und wird dem Team vor allem das letzte Drittel zeigen. Aubin fiel es auf der PK nach dem Spiel auch schwer, das Spiel zu analysieren, weil er enttäuscht war. Da dürfte der Mannschaft eine ungemütliche Rückfahrt bevorstehen.
Auch Marcel Noebels war nach dem Spiel enttäuscht:

Wir haben aufgehört zu spielen. Wir haben viel zu viel Raum und Platz gelassen, wir haben den Gegner so selber wieder ins Spiel gebracht, was völlig unnötig war. Wir haben zwei Drittel wirklich sehr, sehr gutes Eishockey gespielt, aber am Ende haben wir uns selbst ins Bein geschossen. Wir haben 40 Minuten sehr, sehr gutes Eishockey gespielt. Aber wir wissen, dass 40 Minuten in dieser Liga nicht ausreichen. Wir müssen uns deswegen zum Vorwurf machen, dass wir in den letzten 20 Minuten nicht unser Spiel gespielt haben und aufgehört haben, zu laufen. Düsseldorf ist dann eine Mannschaft, die kreiert dann Torchancen und gewinnt das Spiel.

Serge Aubin vor dem Düsseldorf-Spiel: „Es ist Zeit für einen Auswärtssieg“

Die Eisbären Berlin und ihre zwei Gesichter: Zu Hause hat man bisher alle drei Heimspiele gewonnen, dabei alle neun Punkte eingesammelt und 13:2-Tore geschossen. Auswärts hat man dagegen beide Spiele verloren, nur einen Punkt geholt bei 2:6-Toren. Dabei ist es in dieser verkürzten Saison von enormer Bedeutung, sowohl zu Hause als auch auswärts Punkte zu holen. Gerade in der sehr engen Gruppe Nord, wo sich bis auf Krefeld alle anderen sechs Teams berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an den Playoffs machen können. Daher wechseln in der Nord-Gruppe auch ständig die Plätze und immer führt ein anderes Team die Tabelle an. Eisbären-Chefcoach Serge Aubin weiß auch um die Bedeutung der Auswärtsspiele, wie er gestern nach dem Training sagte:

Guter Punkt. Unsere Heimspiele waren gut, aber unsere Auswärtsspiele… Wenn ich an Wolfsburg denke, da sind wir schwach ins Spiel gekommen und es dauerte eine Weile, bis wir ins Spiel kamen. Es ist Zeit für einen Auswärtssieg. Wenn man auswärts spielt, muss man ein einfaches, aber hartes Spiel machen und von der Strafbank wegbleiben. Das erwarte ich also von dem Spiel am Montag.

Zu Hause haben die Eisbären bisher nichts anbrennen lassen und sind immer perfekt ins Spiel gekommen. Auswärts dagegen tut man sich schwer, ins Spiel zu finden. Wenn du dann einen schlechten Start hast und zudem ein Gegentor kassierst, wird es noch schwerer, das Selbstvertrauen für diese Partie auf fremden Eis wieder zu finden. Stürmer Mark Olver wurde gefragt, wie wichtig es ist, das Momentum nun auf der eigenen Seite zu behalten und dass man endlich den ersten Auswärtssieg der Saison einfährt. Dabei ging er eben auch auf die Startphase des Spiels ein:

Wir brauchen einen besseren Start ins Spiel, darauf kommt es an. Beim letzten Auswärtsspiel hatten wir einen schwierigen Start. Wir haben früh eine Strafe genommen und sie konnten ein Tor erzielen. Das hat ihnen viel Momentum gebracht. Wir müssen einfach einen besseren Start haben und dann unser System weiterspielen. Einfach selbstbewusst sein mit dem, was wir in der Kabine haben und wie wir als Team sind. 

Worauf es morgen Abend in Düsseldorf (18:30 Uhr/ISS-Dome) auch ankommen wird, sind die Special Teams. Denn vor dem Spiel in Iserlohn stellte man das beste Penaltykilling der Liga. Dann kam das Spiel am Seilersee und man kassierte in vier Unterzahlspielen vier Gegentore. Und mit der DEG trifft man morgen auf das beste Powerplayteam der Liga. Denn die Rheinländer haben neun Tore in 25 Überzahlsituationen erzielt. Serge Aubin auf die Frage, wie wichtig die Special Teams sind und wie wichtig es ist, dass man von der Strafbank weg bleibt:

Es wird sehr wichtig. Wir haben uns schon bewiesen, dass wir bei 5-gegen-5 ein ziemlich solides Spiel machen. In Special Teams Situationen können dann die talentierten Spieler ihre Fähigkeiten zeigen und haben mehr Zeit und Platz. Düsseldorf hat gute Leute, Barta, Fischbuch etc. Wir wollen sichergehen, ihnen nicht erst die Chance zu geben aufzuspielen. Für uns ist es wichtig, ein schnelles Spiel zu machen, 60 Minuten lang gut zu spielen und wenn es dann Zeit für Unterzahl wird, was im Spiel nun mal vorkommt, müssen wir herausfinden, wie wir das meistern können. Ich denke, das braucht kompletten Einsatz von allen. 

Dass man es in Unterzahl schon besser gemacht hatte als in Iserlohn, sah man bereits am Freitagabend beim Heimspiel gegen Köln, wo man diesmal ohne Gegentor blieb. Genau an diese Leistung muss man nun beim rheinischen Rivalen der Haie anknüpfen, um erstmals drei Punkte mit in die Hauptstadt zu nehmen. Einer, der dabei kräftig mithelfen will, ist Mark Olver. Der Stürmer steht aktuell bei einem Tor und vier Vorlagen. Drei Vorlagen gelangen ihm am Freitag gegen Köln. Wie zufrieden ist die Nummer 91 mit seiner bisherigen Leistung in der noch jungen Saison:

Natürlich bin ich das, aber das ist nicht alles. Wir müssen Spiele gewinnen. Das schlimmste ist es, nach einer Niederlage in die Kabine zu kommen. Das ist ein schreckliches Gefühl. Momentan geht es ums Gewinnen und darum, sich einen guten Platz in der Tabelle zu erarbeiten, um in die Playoffs zu kommen.