5:1-Heimsieg gegen München: Mit fünf Siegen in Folge sichern sich die Eisbären Berlin das letzte direkte Viertelfinalticket

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #38:

Die Eisbären Berlin haben es am Ende tatsächlich geschafft und sich das letzte direkte Viertelfinalticket gesichert. Dank des fünften Sieges in Serie beendet man die Hauptrunde am Ende als Tabellensechster. Gegen Red Bull München feierte man einen verdienten 5:1-Sieg und trifft im Playoff-Viertelfinale nun auf die Straubing Tigers. Eine Playoff-Serie gegen gute, alte Bekannte also.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses doch zuletzt mehr als überzeugt und den Grundstein dafür gelegt, dass man mit einem Sieg heute direkt das Ticket für das Viertelfinale buchen konnte.

Für die Eisbären ging es darum, Platz sechs bis zum Ende der Hauptrunde zu verteidigen. Diesen hatte man sich zuletzt dank vier Siegen in Serie erobert und dabei vor allem spielerisch eine deutliche Verbesserung gezeigt. Der Schlüssel zum Erfolg war dabei, dass man das Spiel einfach hielt und hart in den Forecheck ging. Damit nahm man dem jeweiligen Gegner Raum und Zeit und ging ihm richtig auf die Nerven. Mit diesem Gameplan wollte man heute auch München in die Knie zwingen. Doch auch für die Mannschaft vom Oberwiesenfeld ging es um wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei.

Es war die erwartet intensive Partie zwischen Berlin und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn ähnlich wie am Freitagabend gegen Mannheim. Beide Teams spielten offensives Eishockey und hatten in der Anfangsphase ihre Momente in der Angriffszone. Vor allem die Eisbären sorgten zweimal für echte Gefahr vor dem Tor von Antoine Bibeau. Hätte man die Abpraller besser unter Kontrolle bekommen, wäre das frühe 1:0 möglich gewesen.
Die Eisbären waren in der Folge die aktivere Mannschaft, welche die Scheibe immer gut Richtung Tor brachte und dann darauf hofften, dass sie entscheidend vor dem Tor abgefälscht wird. Ein guter Auftritt bis hierhin von den Gastgebern.
Kurz vor dem Powerbreak dann zwei Aufreger: Zunächst trafen die Gäste nur den Pfosten, im Gegenzug sorgte Manuel Wiederer für die verdiente Führung – 1:0 (10.).
Dem Spiel der Eisbären war das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten Spielen anzuerkennen. Zudem überzeugte man durch ein sehr geduldiges Aufbauspiel. Auch in den Zweikämpfen wurde wieder hart gearbeitet.
Kurz vor der ersten Drittelpause durften die Hauptstädter erstmals in Überzahl ran, doch München ließ in Unterzahl wenig zu, weshalb es bei der 1:0-Führung nach dem ersten Drittel blieb.

Die Eisbären spielten sich im Mitteldrittel regelrecht in einen Rausch und erzielten drei Tore. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht denkbar schlecht. Nur 43 Sekunden dauerte es, ehe Chris DeSousa zum 1:1 traf (21.). Und München durfte wenig später auch noch für vier Minuten Überzahl spielen. Ein denkbar schlechter Start ins Mitteldrittel also für die Berliner. Aber das war den Hausherren egal, denn die schnappten sich die Scheibe und fuhren den Zwei-auf-Null-Konter in Unterzahl! Liam Kirk mit dem Querpass auf Freddy Tiffels und der verwandelte die Arena am Ostbahnhof in einen Party-Tempel – 2:1 (25.). Noch lauter wurde es, als die Eisbären die vier Minuten Unterzahl schadlos überstanden. Überragendes Penalty Killing der Hauptstädter!
Nach dem Powerbreak durften dann die Eisbären für 64 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren und hatten somit die dicke Chance auf 3:1 stellen. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass wollte nicht ankommen. Damit vergab man eine große Chance, hier auf zwei Tore davon zu ziehen.
Im nächsten Powerplay klappte es dann aber. Les Lancaster scheiterte noch, aber Andy Eder drückte die Scheibe anschließend über die Linie – 3:1 (37.).
Nun war das Viertelfinale sehr nahe. Und es musste ein Sieg nach 60 Minuten her, da Bremerhaven am Torverhältnis arbeitete. Denn gegen den sportlichen Absteiger Dresden führten die Pinguins nach 40 Minuten mit 5:0.
Aber die Eisbären erledigten ihre Hausaufgaben selbst und erzielten den vierten Treffer an diesem Nachmittag. Die Eisbären fuhren in der Schlussphase den nächsten Zwei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning eiskalt abschloss – 4:1 (38.). Mit einer souveränen Drei-Tore-Führung ging es dann in die zweite Drittelpause.

Auch Jonas Stettmer kommt immer besser in Form und ist der erhofft sichere Rückhalt im Eisbären-Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es für die Berliner nun darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und nicht mehr viel zuzulassen. Das klappte beim ersten Münchner Powerplay schon mal sehr gut. Auch das darauffolgende zweite Powerplay verteidigte man mit viel Leidenschaft und dank einem starken Jonas Stettmer weg.
Viele Fans rieben sich die Augen und fragten sich, ob das wirklich die Eisbären da unten auf dem Eis sind? Schließlich war es eine sehr schwere Hauptrunde, in der man lange um die direkte Playoff-Teilnahme bangen musste. Doch dank einer furiosen Siegesserie von fünf Spielen am Stück sicherte man sich doch noch das letzte direkte Viertelfinalticket. Vor allem spielerisch sah man eine komplett andere Mannschaft als in den ersten 47 Spielen. Man spielte endlich wieder Eisbären-Hockey und dominierte damit jeden Gegner. Egal ob Absteiger Dresden oder Hauptrundensieger Köln. Auch Mannheim und München fanden kein Mittel gegen die Eisbären, welche dem Gegner mit ihrem harten Forechecking unter die Haut fahren und wenig Raum und Zeit lassen. So sind die Berliner rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Top-Form und dürften für jeden Gegner sehr unbequem zu spielen sein. Denn dass die Mannschaft von Trainer Serge Aubin eine Playoff-Mannschaft ist, weiß jeder. Und wenn diese Mannschaft einmal ins Rollen kommt, wird es sehr schwer, sie viermal in einer Serie zu besiegen. Hinzu kommt, dass die Eisbären noch lange nicht ihr bestes Eishockey spielen, sondern laut Aubin noch besser werden können.
Spielerisch passierte im Schlussdrittel nicht mehr viel. München versuchte es zwar nochmal in Überzahl, aber Jonas Stettmer war stets hellwach und zur Stelle. Somit konnten die Eisbären im letzten Drittel vor allem nochmal ihr Unterzahlspiel üben und überzeugten dabei durchgehend. Die Berliner verteidigten das im letzten Drittel mit großer Leidenschaft und als Team zu Ende. Und sie legten am Ende sogar noch das 5:1 durch Yannick Veilleux nach (58.).
Die letzten fünf Spiele waren ein großer Vorgeschmack auf die Playoffs, welche jetzt endlich beginnen. Und somit lautet ab sofort auch wieder das Motto: „Keine Gnade bis ins Finale!“

4:2-Heimsieg gegen Mannheim: Die Eisbären feiern den vierten Sieg in Serie und haben die direkte Playoff-Qualifikation vor Augen

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #37:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auch gegen den Erzrivalen weiter. Gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg und gewannen damit auch das vierte Spiel in Folge. Die Hauptstädter scheinen also tatsächlich rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt ihre Top-Form zu erreichen, welche sie zur einer sehr unbequemen Mannschaft in den Playoffs macht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses Team doch zuletzt mehr als überzeugt und vor allem beim 1:0-Auswärtssieg in Köln mit großer Leidenschaft begeistert. Mit diesem Team will man es nun auch direkt ins Viertelfinale schaffen und den Umweg Pre-Playoffs vermeiden.

Wo wir bei der Ausgangslage wären. Während die Mannheimer bereits das Heimrecht für das Viertelfinale sicher hatten und nur noch um die Platzierungen spielten, ging es für die Eisbären um wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs. Vor dem Spiel lag man zwei Zähler vor dem Konkurrenten aus Bremerhaven, welcher heute zeitgleich in Nürnberg ran musste. Bei einem Sieg der Eisbären und einer Niederlage der Pinguins, würde bereits heute Abend die direkte Viertelfinal-Qualifikation feststehen. Gab es am Ende Grund zum Feiern oder steht am Sonntag der absolute Showdown im Heimspiel gegen München bevor?

Kai Wissmann sorgte für die frühe 1:0-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in den DEL-Klassiker. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und sorgten bereits in der Anfangsphase für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Beide Goalies mussten also vom ersten Bully weg hellwach sein.
Sieben Minuten waren gespielt, da erklang zum ersten Mal an diesem Abend „Viva la vida“. Eric Hördler behauptete überragend die Scheibe im Zweikampf, spielte sie dann hoch zum Kapitän Kai Wissmann, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und die Scheibe im Mannheimer Tor versenkte – 1:0.
Die Antwort der Kurpfälzer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Justin Schütz stellte auf 1:1 (9.). Kurz zuvor hatten die Berliner die Chance zum 2:0 ungenutzt gelassen. Was für ein Auftakt in das Duell der beiden Erzrivalen.
Die Eisbären zeigten im ersten Drittel schöne Kombinationen, welche an die letzten Jahre erinnerten und welche wir in dieser Saison bisher noch nicht so häufig zu sehen bekamen. Auch heute waren die Eisbären wieder konzentriert bei der Sache und fingen die Aufbaupässe der Adler ab.
Während die Eisbären am 2:1 arbeiteten, fiel es auf der anderen Seite. Mannheim fuhr den gefühlt zweiten Angriff und stocherte am Ende die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Marc Michaelis war der Torschütze (15.).
Im ersten Powerplay der Partie hatten die Hausherren die Chance zum Ausgleich, spielten es am Ende aber zu ungenau und so verpuffte diese Chance. So lag man nach dem ersten Drittel mit 1:2 hinten, obwohl man die aktivere Mannschaft war. Die Adler erwiesen sich bis hierhin aber als die effektivere Mannschaft.

Der neue Torjäger Les Lencaster (rechts) sorgte für die 3:2-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären die Mannschaft, welche das Spiel bestimmten und auf das 2:2 drängten. Man spielte es sehr geduldig und wurde dafür belohnt. Yannick Veilleux sorgte nach 24 Minuten für den erneuten Ausgleich.
Mitte des zweiten Drittels wurden dann natürlich auch „Zärtlichkeiten“ ausgetauscht. Leon Gawanke rammte Manuel Wiederer so lange den Schläger in den Rücken, bis es dem Berliner Stürmer reichte. Aber natürlich gab es für beide nur fünf Minuten wegen Fighting. Warum auch dem Mannheimer Verteidiger zwei Minuten wegen Verursachung des Fights geben. Typisch Andre Schrader mal wieder…
In der Folge mussten die Eisbären zweimal nacheinander in Unterzahl ran, überstanden aber beide Unterzahlspiele dank einer überragenden Leidenschaft. Das war ganz starke Teamarbeit von allen Spielern inklusive Jonas Stettmer auf dem Eis.
In den letzten vier Minuten des zweiten Drittels durften die Eisbären dann für vier Minuten mit einem Mann mehr ran. Und das nutzten die Berliner durch ihren neuen Torjäger Les Lancaster aus und drehten die Partie wieder zurück – 3:2 (38.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Zeigte auch heute wieder eine sehr starke Leistung: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzielen, aber Jonas Stettmer war hellwach und hielt sein Tor sauber. Die Eisbären kamen aber relativ schnell auch wieder ins Spiel und drängten ihrerseits auf das vierte Tor.
Die Partie lebte im Schlussdrittel vor allem von der Spannung. Rund neun Minuten vor dem Ende des dritten Drittels durften die Mannheimer erneut in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Doch erneut spielten die Eisbären ganz stark in Unterzahl und überstanden auch diese schadlos und konnten somit weiterhin vom wichtigen Heimsieg gegen den Erzrivalen träumen.
Es stand nun eine extrem spannende Schlussphase bevor. Mannheim machte hinten auf, um hier noch einen Zähler zu sichern. Das wollten die Berliner mit ihren Kontern jedoch verhindern. Als Mannheim den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzten das die Eisbären durch Marcel Noebels zur Entscheidung – 4:2 (58.). Damit feierten die Berliner den vierten Sieg in Serie und behielten die Pole Position im Kampf um Platz sechs gegenüber Bremerhaven. Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation lebt mehr denn je.

5:4 in Nürnberg! Die Eisbären gewinnen einen wilden Schlagabtausch und erobern Platz sechs

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #35:

Die Eisbären Berlin haben direkt nachgelegt und den zweiten Auswärtssieg in Serie eingefahren. Nach dem Sieg in Dresden feierten die Berliner heute einen knappen aber verdienten 5:4-Auswärtssieg bei den Nürnberg Ice Tigers. Durch die zeitgleiche Niederlage von Konkurrent Bremerhaven haben die Hauptstädter damit den sechsten Platz erobert, welcher zur direkten Viertelfinal-Qualifikation berechtigen würde.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste vor dem Spiel die nächste Hiobsbotschaft verkraften, denn Verteidiger Korbinian Geibel zog sich eine Schulterverletzung zu und wird diese Saison nicht mehr spielen können. Durch den Ausfall rückte Moritz Kretzschmar an die Seite von Adam Smith. Ansonsten ließ Aubin erstmals seit ewiger Zeit alles unverändert. Was bleibt ihm auch anderes übrig, bei der angespannten Personalsituation.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Die Eisbären wollten im Kampf um Platz sechs nachlegen, während die Franken um wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn kämpften. Dementsprechend stand viel auf dem Spiel und zudem ist es ja auch möglich, dass sich beide Mannschaften in den Pre-Playoffs gegenüber stehen.

Sammelte in Nürnberg seinen ersten Scorerpunkt in der PENNY DEL ein: Moritz Kretzschmar (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Vom ersten Bully weg merkte man beiden Mannschaften an, was hier auf dem Spiel stand. Dementsprechend intensiv ging es zur Sache. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft, auch nach dem Pfiff ging es immer rund. Beide Teams erspielten sich auch Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Was aber auch im ersten Drittel auffiel, waren die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten. Dadurch entstand auch die ein oder andere Chance. Doch das torlose Unentschieden nach 20 Minuten war durchaus gerecht.

Traf in Nürnberg nach langer Zeit mal wieder für die Eisbären: Jean-Sébastien Dea (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel sollten dann aber endlich auch Tore fallen. Marcel Noebels eröffnete den Torreigen, in dem er seinen eigenen Abstauber verwertete – 1:0 (23.).
Doch Nürnbergs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Eisbären bekamen die Scheibe nicht raus, die Zuordnung passte nicht so ganz und Evan Barratt glich zum 1:1 aus (25.).
In diesem Tempo ging es weiter und nun waren es wieder die Berliner, die trafen. Jean-Sébastien Dea kam im Slot zum Abschluss und überwand Evan Fitzpatrick – 2:1 (26.). Beim Torjubel war die Erleichterung der Nummer 17 zu sehen. Vielleicht ist ja bei ihm jetzt der Knoten geplatzt.
Die Eisbären waren kurze Zeit später in Überzahl und auch dort konnte man treffen – man glaubt es kaum, aber die Tendenz ist dort durchaus leicht steigend. Yannick Veilleux war am Ende der Torschütze und sorgte für eine vermeintlich beruhigende Zwei-Tore-Führung.
Spoiler: Es sollte nie Ruhe in dieses Spiel kommen, woran die beiden Hauptschiedsrichter nicht ganz unbeteiligt waren. Die Eisbären hatten nämlich fortan drei Unterzahlspiele in Folge und gerade die letzte Strafzeit gegen Markus Niemeläinen war sehr fraglich. Während die Eisbären die ersten beiden Unterzahlspiele stark weg verteidigten und ohne Gegentor blieben, führte genau die Strafzeit gegen den Finnen zum Anschlusstreffer. Und auch der war sehr fraglich, denn Jonas Stettmer wurde da klar behindert. Cole Maier war am Ende der Nutznießer – 2:3 (39.). Danach war dieses wilde Drittel zu Ende.

Erzielte das wichtige vierte Tor für die Eisbären: Eric Hördler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel bestimmten Nickligkeiten weiterhin das Spiel. Die Hauptschiedsrichter sorgten mit ihren merkwürdigen Pfiffen für einiges Unverständnis bei allen Beteiligten. Sportlich wurde es erst wieder in den letzten zehn Minuten, als die Youngsters in Erscheinung traten. Moritz Kretzschmar auf Eric Hördler und der düpierte Nürnbergs Goalie Fitzpatrick – 4:2 (52.). Der erste DEL-Scorerpunkt für Kretzschmar. Herzlichen Glückwunsch Moritz!
Die Entscheidung war das aber noch lange nicht, denn es stand den 7.672 Fans in der ausverkauften Nürnberger Arena eine wilde Schlussphase bevor. Zunächst spielte Owen Headrick einen Sahnepass auf Julius Karrer, welcher an der blauen Linie lauerte und Jonas Stettmer keine Chance ließ – 3:4 (57.).
Nürnberg hatte nun wieder Hoffnung und deren Trainer Mitch O´Keefe zog seinen Goalie vom Eis. Das nutzte Liam Kirk aber aus und erhöhte auf 5:3 (58.).
Als Nürnberg dann auch noch eine Strafzeit kassierte, dachten alle, dass das Spiel entschieden wäre. Aber Thomas Heigl wollte nicht aufgeben und verkürzte in Unterzahl auf 4:5 (59.).
Die Franken versuchten am Ende nochmal alles und warfen alles rein, am Ende retteten die Berliner aber das knappe 5:4 über die Zeit und sicherten sich drei extrem wichtige Punkte.
Offensiv wirkte es wieder sehr stark, was fünf Tore belegen. Denn diese erzielte man auch schon in Dresden und beim letzten Sieg gegen Iserlohn. Defensiv wackeln die Berliner aber nach wie vor und daran gilt es zu arbeiten, denn die nächsten drei Gegner haben es in sich. Es geht gegen Köln, Mannheim und München. Dort werden solche Fehler eiskalt bestraft. Der Ausfall von Geibel kommt da natürlich zur Unzeit, denn so wird die Personaldecke in der Defensive immer dünner.

5:8-Niederlage! Die Eisbären verlieren das Tor-Festival in Ingolstadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #23:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:8 (2:3,2:2,1:2) verloren und damit verpasst, den Abstand nach oben zu verkürzen. Trotz der Niederlage war es kein schlechtes Spiel der Berliner, was alleine die fünf Tore beweisen, welche du in Ingolstadt erst einmal schießen musst. Aber letztendlich hatte man das Spiel auf der Strafbank verloren, denn alleine vier Gegentreffer kassierte man mit einem Mann weniger. In den acht Spielen zuvor war man gänzlich ohne Gegentor in Unterzahl geblieben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stellte sein Line-up minimal um. Während im Tor erneut Jake Hildebrand stand und die Verteidiger-Pärchen unverändert blieben, gab es kleinere Umstellungen in der Offensive. Jean-Sébastien Dea rückte in die Reihe von Marcel Noebels und Yannick Veilleux. Blaine Byron rotierte aus dieser Reihe heraus und stürmte in der vierten Reihe zusammen mit Eric Hördler und Norwin Panocha, der zurück im Line-up war. Matej Leden war als 13. Stürmer dabei.

Die Eisbären standen vor einer enorm schweren Aufgabe, hatte doch der ERCI seine letzten 13 Heimspiele in Serie gewonnen. Die Berliner hingegen waren weiterhin auf der Suche nach einer konstanten Leistung und dem Start einer Siegesserie. Gelang dies in Ingolstadt oder waren die Schanzer am Ende doch zu stark?

Sammelte vier Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Riley Sheen (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Hauptstädter kamen stark aus der Kabine und gingen nach gerade einmal 68 Sekunden mit 1:0 in Führung. Eric Mik hatte abgezogen, Markus Vikingstad stand vor dem Tor und fälschte entscheidend ab (2.).
Und es sollte noch besser kommen. Die Eisbären fingen einen Aufbaupass der Schanzer ab, Liam Kirk mit dem Zuspiel für Freddy Tiffels und der erhöhte mit der zweiten Chance auf 2:0 (4.). Ingolstadt war wohl mit den Gedanken noch beim CHL-Aus in Göteborg unter der Woche.
Doch als die Hausherren das erste Powerplay der Partie hatten, meldeten sie sich auch in diesem Spiel an. Riley Sheen hatte Maß genommen und Jake Hildebrand erstmals an diesem Abend überwunden – 2:1 (7.). Damit war die gegentorlose Serie in Unterzahl nach acht Partien zu Ende. Und Ingolstadt war nun richtig on Fire und durfte nach einem Wechselfehler der Eisbären erneut in Überzahl ran. Und in diesem legten die Schanzer das 2:2 durch Peter Abbandonato nach (9.).
Doch damit noch nicht genug der Aufholjagd. Die Berliner hatten Austen Keating im Slot komplett alleine gelassen, was der dankend annahm und die Panther erstmals in diesem Spiel in Führung brachte – 2:3 (10.).
Was für ein furioser Start in dieses Spiel. Für die Zuschauer sicherlich ein Spektakel, für die Trainer sorgte die Defensive beider Mannschaften aber eher für neue graue Haare. Die zweiten zehn Minuten des Auftaktdrittels waren dann bei weitem nicht mehr so spektakulär, Chancen hatten beide Mannschaften aber dennoch. Weitere Tore sollten jedoch nicht fallen, weshalb die Eisbären mit einem knappen 2:3-Rückstand in die Kabine gingen.

Setzte seinen Scoringstreak auch in Ingolstadt fort: Yannick Veilleux, der zweimal traf (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Eisbären noch ein Unterzahlspiel überstehen, was ihnen auch gelang. Und dann war es mal wieder Zeit für ein Yannick-Veilleux-Tor, der immer wichtiger für die Berliner wird, was sich auch in seiner Eiszeit widerspiegelt – 3:3 (29.).
Aber die Schanzer konnten relativ schnell darauf antworten, hatten beim erneuten Führungstreffer in Überzahl auch etwas Glück. Eric Hördler bekam die Scheibe ins Gesicht, fuhr direkt vom Eis, was aber dafür sorgte, dass die Eisbären unsortiert waren. Alex Breton war das egal, er hämmerte die Scheibe ins Berliner Tor – 3:4 (30.).
Die Hauptstädter ließen sich aber auch davon nicht aus der Ruhe bringen, spielten weiter nach vorne, scheiterten aber immer wieder an Brett Brochu. Doch als die Eisbären in Überzahl waren, schlug Veilleux zum zweiten Mal zu – 4:4 (35.).
Es war inzwischen ein sehr kurzweiliges Spiel, welches viel Spaß machte – trotz der Gegentore. Aber das Tor-Festival war ja noch lange nicht zu Ende und Alex Breton dachte sich, was Yannick Veilleux kann, kann er auch. In Stürmer-Manier ließ er die Berliner stehen und überwand Jake Hildebrand ebenfalls zum zweiten Mal in diesem Drittel – 4:5 (39.). Damit ging es anschließend auch in die Kabinen.

Sammelte fünf Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Alex Breton (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Noch war hier aber nichts verloren, denn die Mannschaft von Trainer Serge Aubin machte ein starkes Auswärtsspiel – mal abgesehen von den zu vielen Strafen. Liam Kirk schnupperte früh am erneuten Ausgleich, das Gestänge hatte aber etwas dagegen. Wenig später war der Goalgetter aber erfolgreich und stellte auf 5:5 (47.).
Dieses Spiel ging also wieder von vorne los. Es war kein Spiel für schwache Nerven und gerade der Autor dieser Zeilen hatte sich für seine Rückkehr in den Fanblock das richtige Spiel ausgesucht. Die Stimme suche ich übrigens auch einen Tag nach dem Spiel immer noch. Nur gut, dass ich am Sonntag wieder artig oben auf der Pressetribüne sitze und die Stimme schonen kann.
Immer, wenn Hoffnung im Eisbären-Block aufkam, zerstörten die Schanzer diese. Auch diesmal hielt der Ausgleich nicht lange, denn Top-Torjäger Riley Barber sammelte den Abstauber ein und traf zum 5:6 (49.).
Ingolstadt zog wenig später aber den Stecker, denn natürlich legten die Hausherren in Überzahl nach. Riley Sheen schloss eine klasse Kombination ab und erzielte das vierte Powerplaytor in dieser Partie – 5:7 (50.). Das starke Powerplay der Panther musste man neidlos anerkennen. Aber so fällt die Analyse des Spiels natürlich auch leicht, denn verloren wurde die Partie am Ende auf der Strafbank.
Die Eisbären waren danach durchaus bemüht, konnten aber keinen richtigen Druck mehr auf das Tor von Brett Brochu entwickeln. Die Schanzer spielten das aber auch souverän zu Ende, hatten sie doch einen neuen Vereinsrekord vor Augen. Ingolstadt feierte nämlich den 14. Heimsieg in Serie – Glückwunsch an dieser Stelle zu diesen Meilenstein! Austen Keating schloss zehn Sekunden vor dem Ende das Tor-Festival ab und traf zum Endstand von 8:5 für die Panther.
Trotz der Niederlage wurden die Eisbären mit viel Applaus verabschiedet, was verständlich war nach einem insgesamt guten Auftritt. Und bei Fünf-gegen-Fünf war man die bessere Mannschaft. Aus dem Spiel wird man die richtigen Lehren ziehen und es in den nächsten beiden Spielen vor Heiligabend gegen Köln und Mannheim besser machen wollen.

2:0-Heimsieg gegen Schwenningen! Veilleux-Serie geht weiter und Dea mit zwei Assists bei Rückkehr

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #22:

Die Eisbären Berlin haben das Wochenende mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen die Schwenninger Wild Wings setzte man sich am Ende hochverdient mit 2:0 (1:0,1:0,0:0) durch und hielt damit den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Die Berliner zeigten endlich mal wieder über die volle Spielzeit ein gutes Spiel, ließen hinten nichts zu und erspielten sich vorne einige gute Torchancen. Einzig die Chancenverwertung war heute nicht gut. Aber am Ende des Tages zählen die drei Punkte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute der zuletzt lange verletzte Stürmer Jean-Sébastien Dea wieder zur Verfügung. Für ihn rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Das führte natürlich zu Veränderungen im Line-up. Manuel Wiederer rückte in die Defensive und bildete dort zusammen mit Eric Mik ein Verteidigerpaar. Die anderen beiden Verteidiger-Pärchen hießen Mitch Reinke/Jonas Müller sowie Adam Smith/Les Lancaster.
In der Offensive blieb einzig die Reihe um Yannick Veilleux, Blaine Byron und Marcel Noebels zusammen. Freddy Tiffels und Leo Pföderl bekamen heute Liam Kirk als Center in die Reihe. Dafür stürmte Markus Vikingstad zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Rückkehrer Dea, Matej Leden und Eric Hördler. 
Im Tor blieb alles unverändert. Jake Hildebrand stand zwischen den Pfosten, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären ging es erneut darum, endlich mal wieder die eigene Leistung konstant über 60 Minuten abzurufen. Das war zuletzt nicht der Fall gewesen und vor allem fiel vermehrt auf, dass man große Probleme im zweiten Drittel hatte. Konnte man das heute im Heimspiel gegen Schwenningen abstellen oder grüßte erneut täglich das Murmeltier?

Bereitete die ersten beiden Eisbären-Tore vor: Rückkehrer Jean-Sébastien Dea (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach eineinhalb Minuten wären die Berliner beinahe in Führung gegangen. Vor dem Tor von Joacim Eriksson entstand ein Gewühl, die Eisbären versuchten mehrmals die Scheibe im Gäste-Tor unterzubringen, doch das gelang nicht.
Die Berliner waren die dominante Mannschaft in der Anfangsphase, nur beim Abschluss fehlte es der Mannschaft von Serge Aubin noch am nötigen Schussglück. Die Hauptstädter hatten sich aber sichtbar viel vorgenommen für dieses Heimspiel, nur konnte man sich für den Aufwand noch nicht belohnen. Was aber nicht verwunderlich ist, stand doch mit Joacim Eriksson jener Goalie im Tor, gegen den sich die Eisbären immer wieder schwer tun.
In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels hatten dann die Gäste das erste Powerplay der Partie. Die Eisbären hatten sich aber zuletzt deutlich verbessert gezeigt in Unterzahl, weshalb man in den letzten sieben Spielen keinen Gegentreffer mehr in Unterzahl kassiert hatte. Diese Serie setzte sich auch im ersten Unterzahlspiel in dieser Partie fort.
Kurz darauf durften die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Keine Paradedisziplin der Berliner in dieser Saison, doch heute klingelte es im Tor der Wild Wings. Rückkehrer Dea mit dem Auge für Liam Kirk, welcher komplett frei stand und so problemlos zum 1:0 traf (18.). Das war zugleich auch der Pausenstand in der Hauptstadt. Angesichts von 12:0-Torschüssen eine sehr dünne Führung.

Hatte einen verhältnismäßig ruhigen Arbeitstag gegen schwache Schwenninger Wild Wings: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Gäste hatten zu Beginn des zweiten Drittels noch ein Powerplay, doch auch in diesem konnten sie für keinerlei Gefahr sorgen. Die Eisbären hatten kurz darauf einen Mann mehr auf dem Eis, konnten für etwas mehr Gefahr vor dem Tor sorgen, jedoch nutzen konnten es die Berliner auch nicht.
Es war weiterhin eine einseitige Partie, was 17:1-Torschüsse auch belegten. Von Schwenningen kam rein gar nichts. Das Beste aus Sicht der Wild Wings war der Spielstand, was jedoch auch ein Kritikpunkt an den Eisbären war, die in dieser Partie einfach deutlich höher hätten führen müssen. Denn so blieb es natürlich ein Spiel mit dem Feuer, weil ein gelungener Angriff der Wild Wings hätte hier zum Ausgleich führen können.
Die Chance dazu hatten die Schwenninger im nächsten Powerplay rund sieben Minuten vor Ende des zweiten Drittels. Und in diesem hatte Kyle Platzer tatsächlich die dicke Chance zum 1:1, aber Jake Hildebrand fischte dessen Onetimer weg.
In der Schlussphase legten die Eisbären das 2:0 nach. Erneut war es Dea, der das Tor mit vorbereitet hatte. Am Ende war es Yannick Veilleux, der traf und somit seinen Scoringstreak auf acht Spiele ausbaute (37.). Die 2:0-Führung nahmen die Hausherren anschließend mit in die Kabine.

Yannick Veilleux (links) scorte auch im achten Ligaspiel in Folge. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel hatten die Eisbären früh die Chance zur Vorentscheidung, als man erneut ein Mann mehr auf dem Eis hatte. Doch man ließ diese Chance ungenutzt und so blieb es zumindest vom Spielstand her noch etwas spannend. Denn ein schnelles Schwenninger Tor hätte hier nochmal neue Spannung reingebracht. Aber dafür hätten die Wild Wings auch nach vorne spielen müssen, was sie nicht taten. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Gäste.
Die Berliner erspielten sich in der Folge weiterhin beste Torchancen, aber es blieb heute das große Manko, dass man daraus zu wenig Kapital schlug. Trotzdem war es aber nach langer Zeit endlich mal wieder ein konstant guter Auftritt über 60 Minuten, weil man vor allem auch hinten nichts Gefährliches der Gäste zuließ.
Die Partie plätscherte am Ende ereignislos aus. Von den Eisbären kam fortan nicht mehr als nötig war und von Schwenningen war es heute einfach kein guter Auftritt. So stand am Ende der dritte Heimsieg in Serie für die Eisbären.

3:5 in Straubing: Zehn schwache Minuten im zweiten Drittel sorgen am Ende für die Niederlage am Pulverturm

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Eisbären Berlin schaffen es weiterhin nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen. Auch beim Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war das wieder der Fall und man verlor aufgrund der letzten zehn Minuten im Mitteldrittel das Spiel am Pulverturm mit 3:5 (1:1,1:3,1:1). Im Schlussdrittel stemmte man sich nochmal mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage, am Ende jedoch leider vergebens. So warten die Eisbären weiter auf den Start einer richtigen Siegesserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf zwei Positionen. Im Tor kehrte Jake Hildebrand zurück, weshalb der Straubinger Junge Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. In der Offensive tauschten Liam Kirk und Markus Vikingstad die Reihen. Vikingstad stürmte in der ersten Reihe zwischen Freddy Tiffels und Leo Pföderl, Kirk bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann die zweite Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Der heutige Gegner Straubing stürzte nach einem sehr starken Saisonstart bis auf Platz fünf ab und blieb in drei der letzten vier Spiele ohne eigenes Tor. Zwei dieser drei Spiele fanden übrigens am heimischen Pulverturm statt. Die Eisbären hatten die letzten fünf Auswärtsspiele in Straubing gewonnen. Setzten die Berliner diese Serie auch heute fort?

In dieser Szene erzielte Manuel Wiederer das wichtige 1:1 in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Rasanter Beginn in Straubing. Von Abtasten keine Spur, denn beide Teams überbrückten die neutrale Zone relativ schnell und suchten direkt den Weg vor das Tor, wo es auch gleich die ersten gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten gab.
Die Eisbären hatten in der Folge das erste Powerplay, es waren aber die Tigers, welche zweimal durch Stephan Daschner und Justin Scott frei vor Hildebrand auftauchten. Der Berliner Goalie verhinderte dort bereits den Rückstand. Kaum waren die Tigers aber wieder komplett, beendete Adrian Klein die Torlosserie der Niederbayern – 0:1 (9.). Ein Tor mit Ansage, denn die Eisbären waren in dieser Phase überhaupt nicht bei der Sache und das Gegentor die Folge.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Fehler der Hausherren, Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären und Manuel Wiederer mit dem 1:1 (12.).
Im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels war es eine hart umkämpfte Partie der beiden Tabellennachbarn. Die Tigers hatten in der letzten Minute nochmal ein Powerplay, doch Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Niederbayern noch in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Die Eisbären drehten wenig später dann das Spiel komplett. Leo Pföderl wurde vor dem Tor angespielt, drehte sich kurz und spielte die Scheibe dann hoch zu Markus Vikingstad, welcher zum 2:1 einnetzte (24.). Ganz stark von den Berlinern gespielt.
In der Folge ließen die Hausherren ein weiteres Powerplay ungenutzt, weil das Penalty Killing der Eisbären aber auch rein gar nichts zuließ. Das Unterzahlspiel läuft seit sechs Spielen richtig gut bei den Berlinern.
Nach einem Zuckerpass von Nicolas Beaudin auf Justin Scott war dieser frei durch und nutzte diesmal den Alleingang eiskalt aus und stellte auf 2:2 (30.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Straubing drehte das Spiel wieder zurück. Marcel Brandt sein Schuss ging über das Tor, die Scheibe sprang aber wieder zurück. Tyler Madden schaltete am schnellsten und brachte seine Mannschaft wieder in Führung – 2:3 (31.). 1:31 Minuten lag zwischen den beiden Gegentoren.
Auch nach den schnellen beiden Toren hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem Tor von Jake Hildebrand. Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe Treffer Nummer vier folgen musste. Danjo Leonhardt mit einer überragenden Vorarbeit und dem Pass vor das Tor, wo Skyler McKenzie lauerte und auf 4:2 erhöhte (39.).
Nach der Führung sind die Eisbären von ihrem Spiel abgekommen, während Straubing minütlich mehr Selbstvertrauen aufbaute und so eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause nahm.

Am Ende jubeln die Straubing Tigers über den Heimsieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Berliner mit einem Mann mehr, aber das Powerplay bleibt weiterhin das große Sorgenkind des DEL-Rekordmeisters.
Dafür klappte es bei Fünf-gegen-Fünf. Yannick Veilleux wurde vor dem Tor angespielt, spielte Henrik Haukeland aus und verkürzte auf 4:3 (44.). Die Hoffnung bei den Eisbären war also wieder zurück und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Da Straubing zu viele Spieler auf dem Eis hatte, durften die Hauptstädter weiter an ihrem Powerplay üben. Die Eisbären hatten dicke Chancen. Straubing geriet richtig ins Schwimmen hinten, Henrik Haukeland saß ein ums andere mal auf dem Eis, aber die Berliner schafften es nicht, die Scheibe über die Linie zu drücken.
Die Eisbären blieben weiter druckvoll, schnürten die Niederbayern immer wieder ins eigene Drittel und brachten die Scheiben auf das Tor. Nur war das Scheibenglück nicht auf Seiten der Berliner.
In Überzahl konnten die Hausherren mal für Entlastung sorgen und hatten durchaus die Chance zur Vorentscheidung, aber Jake Hildebrand war zur Stelle.
Wenig später sah der Berliner Goalie aber nicht so gut aus. Adrian Klein hatte abgezogen, Hildebrand konnte die Scheibe nicht festhalten, Josh Melnick brachte sie Richtung Tor, wo Nick Halloran sie nur noch über die Linie schieben musste – 3:5 (56.).
Nun wurde der Weg wieder sehr weit für die Eisbären, wollte man noch etwas Zählbares vom Pulverturm mit nach Hause nehmen. Man versuchte zwar nochmal alles und zog auch Jake Hildebrand vom Eis, doch Straubing ließ sich diese drei Punkte nicht mehr nehmen. Und für die Eisbären bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass es nach wie vor nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten reicht. Das Spiel hat man im Mitteldrittel verloren.

5:1-Heimsieg gegen Dresden! Die Eisbären machen das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #21:

Sechs-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin: Nach dem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Iserlohn folgte heute ein deutlicher 5:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Dresdner Eislöwen. Am Ende ein absolut verdienter Sieg, auch wenn sich die Berliner im zweiten Drittel eine kurze Auszeit nahmen und Dresden kurze Zeit am Ausgleich schnupperte. Doch letztendlich war es ein Klassenunterschied zwischen dem DEL-Rekordmeister und dem DEL-Aufsteiger.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Iserlohn. Im Tor stand heute Jonas Stettmer, während Lennart Neiße auf der Bank Platz nahm. Jake Hildebrand bekam eine Pause. Die Defensiv-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive gab es vier neue Reihen. Leo Pföderl, Liam Kirk und Freddy Tiffels stürmten in der ersten Reihe. Andreas Eder rotierte aus dieser Reihe raus und spielte zusammen mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann in der zweiten Reihe. Blaine Byron und Marcel Noebels bekamen Yannick Veilleux in der dritten Reihe an die Seite gestellt. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Matej Leden, Manuel Wiederer und Eric Hördler.

Die Eisbären gingen als klarer Favorit ins Spiel gegen den Tabellenletzten. Dresden wollte aber den Aufschwung vom Trainerwechsel und dem Sieg in Augsburg mit ins heutige Spiel nehmen, um die Aufholjagd fortzusetzen. Nahmen die Eisbären die Eislöwen heute ernst oder gab es ein böses Erwachen gegen den Aufsteiger?

In dieser Szene traf Markus Vikingstad in Unterzahl zum 2:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Anfangsphase machte deutlich, dass man sich einiges vorgenommen hatte, denn bereits nach wenigen Sekunden wurde es brenzlig vor dem Tor von Janick Schwendener. Und so war der erste Treffer nur eine Frage der Zeit. 2:30 Minuten waren gerade einmal gespielt, da knipste Yannick Veilleux „Viva la Vida“ an – 1:0 (3.). Profitiert hatte die Nummer 38 von einem Fehler im Aufbau der Eislöwen, welche die Scheibe von hinter dem Tor durch den Slot klären wollten. Keine so gute Idee, wie sie selbst mitbekommen hatten.
Die Berliner hatten das Spiel in der Anfangsphase komplett im Griff und ließen den Aufsteiger nicht zur Entfaltung kommen. Auch nicht im ersten Überzahlspiel. Da ließen die Eisbären kaum etwas zu und schlugen sogar selbst in Unterzahl zu. Freddy Tiffels mit dem Auge für Markus Vikingstad und der war frei durch – 2:0 (9.).
Dresden machte es den Eisbären aber auch bei beiden Gegentoren zu einfach. Solche Geschenke darfst du in Berlin nicht verteilen, denn dann wirst du gnadenlos bestraft.
Fortan ließen die Eisbären ihr erstes Powerplay ungenutzt, obwohl die Defensive der Eislöwen einige Einladungen verteilte. Und so passierte drei Minuten vor der ersten Drittelpause das, was momentan immer passiert: Der Gegner kommt zum Anschlusstreffer. Travis Turnbull brachte den Aufsteiger nach einem Fehler von Norwin Panocha zurück ins Spiel – 2:1. Aber nur vom Ergebnis her, denn spielerisch war das ein Klassenunterschied und das Defensivverhalten der Gäste nicht DEL-tauglich.
Kurz vor der ersten Drittelpause ließen die Berliner auch das zweite Powerplay ungenutzt, nahmen aber neben der 2:1-Führung noch 36 Sekunden mit in die Kabine.

Erzielte gegen Dresden sein 10. Saisontor: Andreas Eder (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese konnte man aber auch zu Beginn des zweiten Drittels nicht nutzen. Danach wirkten die Eisbären defensiv sehr anfällig, was Dresden merkte und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. Die Eislöwen kamen teilweise zu leicht vor das Tor von Jonas Stettmer.
Das Spiel war inzwischen deutlich ausgeglichener als noch im ersten Drittel. Im Powerplay schnupperten die Gäste tatsächlich am Ausgleich, weil die Eisbären von ihrem Spiel mal wieder abgekommen waren. Ohne Jonas Stettmer hätte es hier gut und gerne schon 2:2 stehen können.
Nach dem zweiten Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und konnten so das Spiel mal wieder in die Hälfte der Eislöwen verlagern. Man fand zwar in die Formation und ließ die Scheibe gut laufen, aber Dresden stand sehr kompakt und überstand diese Unterzahl daher ohne Gegentor.
Kurz darauf ein kapitaler Fehlpass der Eisbären und Rourke Chartier kam zum Abschluss, zum Glück zielte der Dresdner Stürmer etwas zu ungenau.
Vier Minuten vor der zweiten Drittelpause hatten die Eisbären einen guten Wechsel und sorgten wieder für etwas mehr Erleichterung auf den Rängen. Andreas Eder hatte Janick Schwendener zum dritten Mal an diesem Abend überwunden – 3:1 (36.).
Nach einem unsportlichen Verhalten von Simon Karlsson unmittelbar nach dem Tor, hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay. Und dort lief die Scheibe wie am Schnürchen, nur wollte die Scheibe nicht ins Tor gehen. Ins Tor ging sie aber bei einem Alleingang von Freddy Tiffels 64 Sekunden vor dem Ende. Da umkurvte die Nummer 95 Janick Schwendener mustergültig und stellte auf 4:1 (39.). So gingen die Berliner mit einer beruhigenden Drei-Tore-Führung in die zweite Drittelpause.

Bekam einiges heute zu tun: Dresdens Goalie Janick Schwendener (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten war das letzte Drittel alt, da erhöhte Yannick Veilleux auf 5:1 (42.). Bereits sein drittes Tor an diesem Wochenende. Die Nummer 38 kommt immer besser in Fahrt.
Kurz vor dem letzten Powerbreak hatten die Eislöwen für 58 Sekunden ein doppeltes Powerplay, welches aber für den Ausgang des Spiels nicht mehr entscheidend sein sollte. Für die Eisbären hingegen war es nochmal ein gutes Unterzahlspiel-Training, welches man erfolgreich abschloss. Die Berliner ließen kaum etwas Gefährliches zu und holten bei der einfachen Überzahl am Ende sogar noch eine Strafe gegen Dresden heraus, womit das Powerplay frühzeitig beendet war. Gerade in diesem doppelten Powerplay merkte man, dass Dresden die DEL-Tauglichkeit in sehr vielen Belangen fehlt. Ob Gerry Fleming und Craig Streu das Rudel beim Aufsteiger umreißen können, bleibt fraglich.
Angesichts des deutlichen Spielstandes plätscherte das Spiel in der Folge natürlich vor sich hin. Dresden konnte nicht mehr zeigen, während die Eisbären nicht mehr zeigen mussten. Auf den Rängen war die Party längst in Gange, da wurde freudestrahlend gehüpft.
Dresden konnte derweil in der Schlussphase nochmal knapp vier Minuten lang in Überzahl spielen, aber wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. So machten die Hauptstädter das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und schickten den Aufsteiger mit einer 5:1-Packung wieder nach Hause.

5:3! Doppelpack von Andreas Eder beim glanzlosen Heimsieg gegen Iserlohn

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #20:

Die Eisbären Berlin haben das erste von zwei Heimspielen an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters feierte man am Ende einen 5:3-Heimsieg. Doch komplett überzeugen konnten die Hauptstädter nicht, verspielten zwischenzeitlich mal wieder eine Zwei-Tore-Führung und hatten ein Problem mit der Chancenverwertung. Im Schlussdrittel zog man das Spiel dann doch noch auf sein Seite, trotzdem sind die Eisbären derzeit weit davon entfernt, ein Top-Team in der PENNY DEL zu sein.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Da Matej Leden nicht dabei war, rückte Marcel Noebels in die dritte Reihe zu Lean Bergman und Blaine Byron. Eric Hördler rotierte aus dieser Reihe raus und stand mit Manuel Wiederer in der vierten Reihe. Im Tor stand Jake Hildebrand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären gingen als klarer Favorit gegen den Tabellenvorletzten ins Spiel. Aber genau darin lag heute die Gefahr. Denn gegen die vermeintlich kleinen Teams haben sich die Eisbären in der Vergangenheit öfters mal schwer getan. Nahmen die Eisbären Iserlohn heute ernst oder gab es am Ende ein böses Erwachen?

War im ersten Drittel zur Stelle, als er gebraucht wurde: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein schlechtes Omen? Vor dem Spiel läuft normalerweise die Einlaufshow der Eisbären Berlin, doch heute streikte die Technik und somit gab es nur die legendäre Eisbären-Hymne zu hören.
Iserlohn brauchte ganze 18 Sekunden, da fuhren Daniel Fischbuch und Taro Jentzsch einen Zwei-auf-eins-Konter und es wurde erstmals gefährlich vor dem Berliner Tor. Jake Hildebrand war zum Glück schon hellwach und verhinderte den frühen Rückstand gegen die Sauerländer.
Nachdem Iserlohn das erste Powerplay vergab, gingen die Hausherren in Führung. Yannick Veilleux, der auch die erste Strafzeit kassierte hatte, staubte erfolgreich ab – 1:0 (6.).
Mehr Highlights bot dieses Spiel aber auch nicht. Beide Teams mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel. Hochkarätige Torchancen suchte man vergeblich. Beide Goalies wurden so vor keine größeren Probleme gestellt.
Lange Zeit plätscherte das erste Drittel so vor sich hin. Dann hatten die Eisbären mal kurz eine gute Phase, ehe Iserlohn Jake Hildebrand zu zwei starken Paraden zwang. In Überzahl schlugen dann die Eisbären fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause durch Andreas Eder zu – 2:0 (20.). Die Verteidigung der Roosters machte es den Berlinern aber auch sehr leicht. Mit dem 2:0 ging es anschließend in die Kabine.

Stellte auch gegen Iserlohn seine aktuelle Torgefahr unter Beweis: Liam Kirk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitete im zweiten Drittel am Anschlusstreffer, fand aber erneut in Jake Hildebrand seinen Meister. Doch in der 24. Spielminute war auch der Berliner Goalie geschlagen, als der Querpass auf Ex-Eisbär Daniel Fischbuch kam und der das leere Tor vor sich hatte – 2:1.
Doch die Antwort der Eisbären dauerte nicht lange. Liam Kirk bewies erneut seine derzeitige Top-Form und düpierte Hane zum 3:1 (26.). Allerdings hatte der Brite auch zu viel Platz und so etwas lässt sich die Nummer 94 nicht nehmen.
Auch danach blieb es ein eher durchschnittliches DEL-Spiel. Die großen Highlights fehlten auf beiden Seiten. Iserlohns Defensive wirkte ein ums andere Mal unsicher. Die Eisbären konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Fast aus dem Nichts verkürzten die Sauerländer rund drei Minuten vor dem Ende auf 3:2. Robin Norell wurde nicht wirklich angegriffen und hatte daher keine große Mühe, den Puck im Tor zu versenken.
Direkt im Gegenzug war Marcel Noebels frei durch, doch er scheiterte an Hane. So eine Chance in einem vom Spielstand her engen Spiel kann man auch mal nutzen. Doch so ein wenig passte diese Szene zur Saison von der Nummer 92.
Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt und auch aus den Patzern der Roosters kein Kapital schlägt, fängt man sich hinten einen. Kyle Wood stellte in der Schlussminute auf 3:3 (40.). Absolut unnötig, wie die Berliner die 3:1-Führung aus der Hand gegeben haben. So ging man mit einem Unentschieden in die zweite Drittelpause.

Freddy Tiffels scheitert in Unterzahl mit seinem Alleingang an Hendrik Hane. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun eine Reaktion der Eisbären kommen. In der Kabine dürfte es sicherlich auch laut geworden sein, denn Trainer Serge Aubin konnte nicht zufrieden sein. Und in Überzahl hätte Marcel Noebels beinahe die schnelle Antwort gegeben, doch er scheiterte an der Latte. Das Glück haftet bisher nicht am Schläger vom zweimaligen DEL-Spieler des Jahres. Gerade in solchen Spielen kann die Kaltschnäuzigkeit den Unterschied machen. Die Eisbären hatten sie bis hierhin nicht.
In Unterzahl hatte Freddy Tiffels die nächste XXL-Chance, doch Hendrik Hane gewann das Eins-gegen-Eins-Duell und hielt seiner Mannschaft weiterhin das Unentschieden fest.
Es blieb weiterhin das Drittel der Strafzeiten, denn nun waren wieder die Eisbären im Powerplay. Doch es sah weiter unbeholfen aus, was die Berliner in Überzahl spielten. Ja, man brachte die Scheiben auf das Tor und doch wirkte es teilweise sehr hektisch, was man versuchte.
Rund neun Minuten vor dem Ende sorgte Leo Pföderl dann für die erste Erleichterung auf den Rängen der Arena am Ostbahnhof. Sein Onetimer schlug hinter Hane ein und die Eisbären führten wieder – 4:3 (52.). Endgültig den Deckel auf dieses Spiel machte dann Andreas Eder drauf. Er wurde vor dem Tor angespielt und musste nur noch seine Kelle hinhalten – 5:3 (55.).
So sind die Eisbären am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben vor allem gesehen, dass man jeden Gegner über die gesamte Spielzeit ernst nehmen sollte, sonst gewinnt man auch gegen die Kellerkinder der PENNY DEL nicht so einfach.

3:4 n.P.! Die Eisbären Berlin verlieren den spannenden DEL-Klassiker gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #19:

Sieg und Niederlage wechseln sich weiterhin bei den Eisbären Berlin ab. Am 1. Advent verlor man sein Heimspiel gegen die Kölner Haie knapp mit 3:4 n.P. (1:2,2:0,0:1/0:0,0:1) und verpasste damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und vergaben zwischenzeitlich beste Chancen. Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können, am Ende hatten die Kölner aber das bessere Ende auf ihrer Seite.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute der selben Mannschaft wie beim 6:1-Sieg in Wolfsburg. Verständlich, war doch dieser Auftritt einer der besten in dieser Saison. Heute galt es aber, genau an diese Leistung anzuknüpfen und mal eine Siegesserie zu starten, um sich weiter nach oben zu arbeiten in der Tabelle.

Die Eisbären trafen heute auf eine sehr starke Kölner Mannschaft, die an die erfolgreiche letzte Saison hat anknüpfen können. Während des Saisonverlaufs verpflichtete man mit Janne Juvonen zudem noch einen Goalie, der die Haie noch einen Tick stärker gemacht hat. Ihn zu bezwingen, ist nicht so einfach. Von daher sprach heute wenig für das fünfte Spiel in Folge, in denen die Eisbären sieben Tore gegen Köln schießen würden.
An der Eisbären-Bande stand heute der verletzte Kapitän Kai Wissmann. Ein gutes Omen? Schließlich hatte man in der Finalserie mit ihm an der Bande die drei 7:0-Siege eingefahren.

Erzielte gegen Köln sein erstes DEL-Tor: Matej Leden (Mitte) (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Hart umkämpfter Beginn in den DEL-Klassiker. Jeder Puck-führende Spieler wurde sofort angegriffen und zwar auf beiden Seiten. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen so zu Beginn wenig Gefährliches zu. Die erste dicke Chance gehörte den Eisbären, als Yannick Veilleux frei auf Juvonen zu fahren konnte. Doch der Kölner Goalie fischte die Scheibe relativ problemlos weg (6.).
Die Domstädter versuchten die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau zu stören, was meistens auch gelang. Doch einmal klappte es nicht und die Eisbären fuhren einen Angriff erfolgreich zu Ende. Gewühl vor dem Haie-Tor und Youngster Matej Leden staubte erfolgreich zum ersten DEL-Tor ab – 1:0 (9.).
Danach war es ein Spiel, in dem beiden gute Abschlüsse hatten. Doch es trafen nur die Haie. Den ersten Schuss von Brady Austin konnte Jake Hildebrand nicht festhalten, Kevin Niedenz schnappte sich die Scheibe, spielte sie rüber zu Maximilian Kammerer, welche das leere Tor traf – 1:1 (15.).
Kurz darauf hätten die Gäste das erste Powerplay der Partie gehabt und das wäre gefährlich geworden, haben die Haie doch das beste Powerplay der Liga. Doch nur neun Sekunden später folgte Nate Schnarr Matej Leden in die Kühlbox. Aber auch bei Vier-gegen-Vier schlugen die Domstädter zu. Patrick Russell mit einem klasse Move und dem Tor zum 1:2 (17.). Das war ganz stark gemacht, muss man zugeben. Und unverdient war die Führung auch nicht, waren die Haie doch die gefährlichere Mannschaft.
In der Schlussphase fuhren die Kölner einen Zwei-auf-Null-Konter, aber Jake Hildebrand rettete sensationell gegen Kammerer. Die Berliner wirkten in den letzten Minuten generell sehr anfällig und hatten Glück, dass Köln das nicht nutzen konnte. Somit blieb es beim knappen 1:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Eisbären aber wieder komplett bei der Sache und glichen nach nur 71 Sekunden zum 2:2 aus. Auf Zuspiel von Freddy Tiffels war Allrounder Eric Mik erfolgreich. Wichtiges Tor nach den schwachen letzten zehn Minuten im ersten Drittel.
Kurz darauf hatten die Eisbären die dicke Chance zur erneuten Führung, konnten diese aber nicht nutzen. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Eisbären fanden wieder zurück zu ihrem Spiel und erspielten sich beste Chancen.
Köln musste sich nach dem starken Start der Eisbären erstmal schütteln und suchte anschließend nach einer Antwort, fand aber keinen Weg vorbei an Jake Hildebrand.
Die Eisbären wirkten im Mitteldrittel immer einen Schritt schneller als die Haie und behielten zudem in den meisten Zweikämpfen auch die Oberhand. Ein weiterer Unterschied zu Köln war die Chancenverwertung, denn die Berliner glänzten wieder einmal durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Mitte des zweiten Drittels war es Yannick Veilleux, der Janne Juvonen das dritte Tor einschenkte – 3:2. Mit dem hohen Tempo der Eisbären hatte die Mannschaften von Kari Jalonen inzwischen große Probleme.
Nach dem Powerbreak bestimmten die Zweikämpfe das Spiel. Köln war auf der Suche nach einer Antwort, fand aber die Lücke nicht im Defensivverbund der Berliner. Wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, war Jake Hildebrand zur Stelle. Auf der anderen Seite blieben die Eisbären gefährlich, aber Janne Juvonen ließ keine weitere Scheibe durch. So nahmen die Eisbären die knappe 3:2-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Sorgte für das zwischenzeitliche 3:2 gegen Köln: Yannick Veilleux (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Domstädter kamen schwungvoll aus der Kabine und machten deutlich, dass sie hier noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen wollten. Aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach.
Doch in der 47. Spielminute war auch der Berliner Goalie machtlos, als Frederik Storm zum 3:3 traf. Somit ging dieser DEL-Klassiker wieder von vorne los. Und die Eisbären hatten nach dem Powerbreak die große Chance in Überzahl wieder in Führung zu gehen. Allerdings traf das schlechteste Powerplay auf das beste Unterzahlspiel der Liga. Von daher verwunderte es auch nicht, dass man diese Chance ungenutzt ließ.
Fortan bestimmten die Defensivreihen das Spiel. Beide Mannschaften verstanden es nun, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. Das Spiel lebte in dieser Phase vor allem von der Spannung, denn es hätte in jede Richtung kippen können.
Zwei Minuten vor dem Ende hatte der KEC dann einen starken Wechsel und kam zu zwei richtig gefährlichen Chancen, welche sie letztendlich nicht nutzen konnten. Glück für die Eisbären in dieser Situation. So blieb es beim am Ende gerechten 3:3 nach 60 Minuten, womit beide Mannschaften schon mal einen Punkt sicher hatten.

In der Overtime hatte Lean Bergmann die Entscheidung auf dem Schläger, aber Janne Juvonen rettete im letzten Moment. Auch Mitch Reinke hatte kurz darauf freie Schussbahn, bekam die Scheibe aber ebenfalls nicht an Juvonen vorbei.
Die dickste Chance hatten aber die Gäste, denn Oliwer Kaski scheiterte am Gestänge. Direkt im Gegenzug liefen die Eisbären den Konter und spielten ihn fast perfekt aus, bekamen aber die Scheibe nicht am Kölner Goalie vorbei. Was für eine atemberaubende Verlängerung, welche dennoch torlos blieb. Eigentlich unglaublich bei den Chancen auf beiden Seiten.

Somit musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Auch in diesem ging es in die Verlängerung, nach dem Liam Kirk und Nate Schnarr zunächst getroffen hatten. Schnarr verwandelte anschließend auch seinen zweiten Penalty, während Kirk mit seinem zweiten Penalty an Juvonen scheiterte. Damit ging der Zusatzpunkt in die Domstadt.

4:2-Heimsieg gegen Frankfurt: Leo Pföderl führt die Eisbären mit einem Doppelpack zum Sieg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #16:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gewonnen. Gegen die Löwen Frankfurt setzte man sich am Sonntagabend mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) durch und behauptete damit den sechsten Tabellenplatz. Das Spiel brachte vor allem die Erkenntnis, dass die Eisbären weiterhin große Probleme im Powerplay haben. Und auch Zwei-Tore-Führungen bringen derzeit keine Sicherheit ins Spiel der Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Er zog Manuel Wiederer wieder zurück in die Defensive, wo er an der Seite von Jonas Müller verteidigte. Les Lancaster und Eric Mik sowie Norwin Panocha und Adam Smith hießen die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Liam Kirk die Reihen. Kirk stürmte zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Pföderl bildete eine Reihe mit Blaine Byron und Marcel Noebels. Matej Leden – am Freitag noch 13. Stürmer – rückte für Wiederer in die Reihe mit Eric Hördler und Yannick Veilleux.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Der heutige Gegner Frankfurt kam mit seinem neuen Trainer Tom Pokel nach Berlin. Zum Einstand feierte der Ex-Trainer der Straubing Tigers einen 3:2-Derbysieg gegen Mannheim. Daher reisten die Löwen heute mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Hauptstadt und wollten dort das erste Wochenende unter Tom Pokel krönen. Aber auch die Eisbären feierten am Freitag einen wichtigen 5:4-Sieg in Nürnberg und wollten zudem Wiedergutmachung betreiben für die 1:4-Heimniederlage gegen Bremerhaven vor der Deutschland-Cup-Pause. Welcher Mannschaft gelang der zweite Sieg an diesem Wochenende?

In dieser Szene erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Eisbären. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 32 Sekunden kassierten die Gäste ihre erste Strafzeit und ermöglichten den Eisbären das erste Powerplay. Wohlwissend, dass die Berliner das schlechteste Powerplay der Liga haben. So sah es dann aber auch aus. Zu ungenaue Pässe und zwei Icings in Überzahl.
Die Eisbären waren danach die aktivere Mannschaft und hatte auch die ersten Chancen, jedoch konnte man Löwen-Goalie Mirko Pantkowski nicht überwinden. Die dickste Chance gehörte aber den Löwen, bei denen Maksim Matushkin in einem guten Wechsel nur den Pfosten traf.
Nachdem ersten Powerbreak hatten die Berliner das zweite Powerplay der Partie, doch auch dieses blieb ungenutzt. Zwar hatte man in diesem durchaus ein, zwei gute Chancen, doch wirkte das Powerplay weiterhin einfach nicht gut genug. Also dachte sich Frankfurt, sie spielen einfach mit sechs Spielern und ermöglichen den Hausherren direkt das dritte Powerplay. Wird ja sowieso nicht gefährlich und damit hatten sie auch recht. Die Eisbären wirkten ideenlos mit einem Mann mehr und es sah nicht danach aus, als hätte man daran in der Pause gearbeitet.
Aber als Frankfurt wieder komplett war, schlugen die Berliner dann doch zu. Liam Kirk hielt die Scheibe im Angriffsdrittel, spielte sie rüber zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning vor dem Tor sah – 1:0 (14.).
In der Schlussphase durften dann aber auch mal die Hessen mit einem Mann mehr ran, aber auch die Löwen wurden nicht wirklich gefährlich. So nahmen die Hauptstädter die verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Hat weiterhin das Pech am Schläger kleben: Liam Kirk von den Eisbären Berlin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel waren es wieder Liam Kirk und Freddy Tiffels, welche das 2:0 einleiteten. Kirk hatte das Auge für Leo Pföderl und der musste nur noch einnetzen (22.).
Frankfurt konnte aber in Überzahl verkürzen. Maksim Matushkin hatte zu viel Zeit und traf in die lange Ecke zum 2:1 (26.). Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden zunächst auf kein Tor, änderten ihre Meinung aber nach Ansicht des Videobeweises. Jake Hildebrand wurde zwar behindert, allerdings außerhalb des Torraumes und somit ist es ein reguläres Tor.
Die Eisbären hätten direkt antworten können, aber Liam Kirk bekam die Scheibe nicht am bereits am Boden liegenden Frankfurter Goalie vorbei. Diese Saison hat der Brite aber auch Pech am Schläger kleben, unglaublich!
Auch danach blieben die Berliner am Drücker und wollten das dritte Tor nachlegen, man fand aber keinen Weg vorbei an Mirko Pantkowski.
Es folgte das vierte Powerplay der Eisbären, zum dritten Mal verschuldet durch Matthew Wedman, dem es auf der Berliner Strafbank zu gefallen schien. Aber viel mehr wusste er von der Berliner Schwäche in Überzahl, denn auch dieses Powerplay blieb ungenutzt.
Frankfurt vergab in der Folge ein weiteres Powerplay und somit die Chance zum Ausgleich. Und Liam Kirk seine Torflaute geht auch weiter. Er fuhr alleine auf Pantkowski zu, bekam die Scheibe aber erneut nicht am Frankfurter Goalie vorbei. So blieb es beim knappen 2:1 nach dem zweiten Drittel.

Erzielte gegen Frankfurt zwei Tore: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wie im zweiten Drittel dauerte es auch im dritten Drittel nur 1:39 Minute, ehe die Eisbären das 3:1 erzielten. Wobei es eigentlich Linus Fröberg war, der die Scheibe in bester Stürmermanier über die eigene Torlinie drückte. Torschütze war am Ende aber Leo Pföderl, der damit sein zweites Tor an diesem Abend bejubeln konnte.
Die Eisbären blieben danach die spielbestimmende Mannschaft, von Frankfurt kam nach vorne fast gar nichts mehr. Bis zur 49. Spielminute, denn da verkürzte Noah Dunham auf 3:2 und sorgte hier nochmal für Spannung in der Hauptstadt.
Nur in der Folge mangelte es an richtig guten Torchancen auf beiden Seiten. Zweikämpfe bestimmten das Spiel in dieser Phase. 2:11 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm Löwen-Coach Tom Pokel seine Auszeit und wenig später auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären durch Yannick Veilleux zur Entscheidung – 4:2 (59.).
Pokel nahm trotzdem nochmal seinen Goalie vom Eis und wollte nochmal alles versuchen, um hier vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Aber die Eisbären ließen nichts mehr zu und feierten am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt.