Eisbären Berlin – Deutscher Meister 2021: Die Krönung einer außergewöhnlichen Saison


Acht lange Jahre mussten wir Eisbären-Fans auf die achte Deutsche Meisterschaft warten. Heute vor neun Tagen war es dann endlich wieder so weit. Mit einem 2:1-Heimsieg im alles entscheidenden dritten Finalspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg kürten sich die Hauptstädter zum Deutschen Meister der PENNY DEL-Saison 2020/2021. Es war die Krönung einer außergewöhnlichen Saison, welche zweimal verschoben wurde, welche in zwei Gruppen stattfand und welche im Best-of-three-Modus ausgetragen wurde. Und natürlich einer Saison, in der das Herz in allen Stadien und Arenen in Eishockey-Deutschland fehlte: Die Fans konnten die Saison leider nur vor dem Fernseher verfolgen und so konnten die Berliner auch nicht mit ihren Fans die achte Meisterschaft feiern. Aber, das haben die Eisbären bereits versprochen, soll alles nachgeholt werden, wenn es wieder möglich ist. Die Gesundheit steht eben in diesen Zeiten ganz besonders an erster Stelle!

Mathias Niederberger nach dem 1:0-Heimsieg im Vorbereitungsspiel gegen München. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Das ich in meiner Saison-Analyse, welche ich nach jeder Saison geschrieben habe, heute über eine Meister-Saison berichten kann, damit habe ich zu Beginn der Vorbereitung nicht gerechnet. Denn die Vorbereitung war doch alles andere als gut, wenn gleich man da aber auch sagen muss, dass das Team, welches letztendlich in der Saison die Meisterschaft holte, zu diesem Zeitpunkt noch nicht zusammen war und man u.a. von Leihspielern des Kooperationspartner Los Angeles Kings verstärkt wurde.
Bis zum Beginn des Magenta-Sport Cups, welcher als Saison-Vorbereitung dienen sollte und an dem nur acht DEL-Teams teilnahmen, standen fünf Vorbereitungsspiele für die Berliner auf dem Programm. Zweimal testete man gegen München und dreimal gegen DEL2-Teams. In Weißwasser und Kassel konnte man gewinnen, gegen München gewann man ein Spiel und verlor das andere und in Bad Nauheim setzte es in der Generalprobe vor dem Auftakt des Magenta-Sport Cups eine knappe 3:4-Niederlage n.P.

Zu Beginn des Vorbereitungsturnieres trafen die Eisbären im Wellblechpalast auf die Schwenninger Wild Wings und bekamen von denen eine Lehrstunde erteilt. Mit 1:5 ging man auf eigenem Eis unter. Auch die nächsten drei Spiele waren nicht von Erfolg gekrönt. In Mannheim setzte es ein 0:3, in München holte man beim 2:3 n.V. wenigstens den einzigen Punkt und in Schwenningen bekam man mit 2:7 erneut eins auf die Mütze. Die letzten beiden Heimspiele fielen Corona bedingt aus, was vielleicht auch gut war. Denn der Magenta-Sport Cup ließ schlimmes für die Saison erwarten.

Erstes Bully in der Saison 2020/2021. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Doch kurz vor dem Saisonstart schlugen die Verantwortlichen der Eisbären nochmal auf dem Transfermarkt zu und holten mit Giovanni Fiore, Matt White und Kris Foucault drei Spieler, welche im Saisonverlauf eine entscheidende Rolle einnehmen sollten. Und zum Auftakt der PENNY DEL-Saison wartete mit Bremerhaven ein Team, welches vor der Saison als Geheimfavorit galt, spielten die Bremerhavener doch einen sehr starken Magenta-Sport Cup und mussten sich erst im Finale dem EHC Red Bull München geschlagen geben. Doch die Eisbären kamen perfekt aus den Startlöchern und sicherten sich beim 3:2-Heimsieg die ersten drei Punkte der neuen Saison.

Was zu Beginn der Saison auffiel? Die Eisbären waren extrem heimstark, nur auswärts wollte nichts gelingen. Die ersten drei Auswärtsspiele gingen allesamt verloren, den ersten Auswärtssieg feierte man im vierten Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen (5:2), von den ersten sieben Auswärtsspielen gewann man nur deren zwei – beide in Krefeld, Spiel Zwei endete mit 6:1. Nur konnte man diese Siege nicht wirklich feiern, gewann zu dieser Zeit doch jedes Team gegen die Seidenstädter.
Dabei waren die Berliner schon im dritten Auswärtsspiel kurz davor, den ersten Sieg einzufahren. Mit 3:0 führte man bereits bei der DEG, am Ende verlor man mit 4:5 n.V.
Das erste Ausrufezeichen auswärts setzte man nur 24 Stunden nach dem 6:1-Sieg in Krefeld in Iserlohn, als man am Seilersee mit 4:1 gewann. Von da an lief es auch auswärts rund für die Mannschaft von Chefcoach Serge Aubin.

Jubelnde Eisbären gab es in den ersten acht Heimspielen der neuen Saison. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Zu Hause lief es wie geschmiert für die Eisbären, welche die ersten acht Heimspiele in Folge gewannen und dabei die volle Punktzahl einfuhren. Erst die Grizzlys Wolfsburg stoppten diese Heimserie im neunten Heimspiel der Saison, als man sich mit 3:2 n.P. durchsetzen konnte. Es war der Auftakt in die erste Niederlagenserie der Eisbären, denn es folgte eine weitere Niederlage in Bremerhaven und auch das zweite Heimspiel gegen die Niedersachsen ging mit 2:3 n.V. verloren. Doch im zweiten Duell in Bremerhaven zeigten die Eisbären ihre Krallen und gewannen verdient mit 5:1 an der Küste.
Es war der Auftakt einer vier Spiele andauernden Siegesserie zum Abschluss der Nordrunde, darunter auch ein 8:1-Kantersieg auf eigenem Eis gegen die Düsseldorfer EG. Zum Auftakt der Südrunde folgte der fünfte Sieg in Serie, mit 5:3 setzte man sich gegen die Augsburger Panther durch.

Die Spiele gegen Ingolstadt waren voller Nickligkeiten. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Der Auftakt in die Spiele gegen die Süd-Teams verlief sehr gut für die Eisbären, gewann man doch fünf der ersten sechs Spiele und verlor nur das Auswärtsspiel in Ingolstadt mit 3:4. Man wähnte sich auf dem richtigen Weg, fühlte sich gut gerüstet für die beiden Duelle gegen München, welche eine Saison mit Höhen und Tiefen gespielt hatten bis zu diesem Zeitpunkt. Doch in den beiden Duellen mit Ex-Eisbären-Trainer Don Jackson bekamen die Eisbären deutlich ihre Grenzen aufgezeigt. Am Oberwiesenfeld verlor man mit 1:4 und zu Hause gar mit 0:5. Auf einmal musste man die Eisbären vorerst aus dem Kreise der Titel-Favoriten herausnehmen, denn es war anzunehmen, dass im Halbfinale München als Gegner warten würde. Dass es am Ende alles anders kam, konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen. Dazu aber später mehr.

Die Eisbären trafen danach zweimal in Folge auf ihren Angstgegner aus dem Magenta-Sport Cup, die Schwenninger Wild Wings. Während man zu Hause klar und deutlich mit 6:2 gewann, setzte es im Schwarzwald eine 2:4-Niederlage. Noch bitterer als die Pleite wog jedoch die Verletzung von Leo Pföderl, dessen Saison anschließend für beendet erklärt wurde. Ein herber Rückschlag für die Eisbären Berlin. Doch auch hier sollte alles anders kommen. Später mehr dazu.

Von den letzten vier Hauptrundenspielen gewannen die Eisbären zwei, darunter ein 4:1-Auswrtssieg beim Top-Favoriten Adler Mannheim. Die revanchierten sich aber mit einem 3:1-Sieg in der Hauptstadt. Zum Abschluss der Hauptrunde verlor man mit 5:6 n.P. bei den Augsburger Panthern und ging somit mit zwei Niederlagen in Folge ins Playoff-Viertelfinale gegen die Iserlohn Roosters.

Endstation Andreas Jenike, Iserlohn gewann Spiel Eins in Berlin. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Dort sollte Niederlage Nummer Drei folgen, denn die Sauerländer erzielten in der letzten Spielminute der regulären Spielzeit den 4:3-Siegtreffer in Berlin und fuhren mit dem Matchpuck zurück an den Seilersee. Dort erlebten die Mannen von Chefcoach Brad Tapper ihr blaues Wunder, denn die Eisbären fegten wie ein Orkan über den Seilersee, holten die Serie mit einem 6:0-Kantersieg noch einmal zurück nach Berlin.
Und in Spiel Drei legten die Roosters wieder los wie die Feuerwehr, führten bereits mit 2:0, doch die Eisbären spielten in den diesjährigen Playoffs ihr bestes Eishockey, wenn sie mit dem Rücken zur Wand standen. So drehte man das Spiel am Ende noch in einen 5:3-Heimsieg um und buchte somit das Ticket für das Halbfinale.

Hart umkämpft war die Halbfinalserie gegen Ingolstadt. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Dort wartete der ERC Ingolstadt, welcher im Viertelfinale die große Überraschung schaffte und den EHC Red Bull München mit 2:0-Siegen in die Sommerpause schickte. Ein ganz harter Brocken also, welcher da auf die Eisbären wartete, doch die bekamen unerwartete Hilfe. Denn Leo Pföderl wurde noch einmal untersucht, seine Verletzung stellte sich nun doch nicht mehr als so schlimm dar und somit konnte die Nummer 93 wieder eingreifen.
Aber auch gegen die Schanzer ging Spiel Eins mit 3:4 verloren. Weil ein Ex-Eisbär zur Höchstform auflief – Louis-Marc Aubry.
In Spiel Zwei mussten die Eisbären also wieder liefern, doch sie lagen nach 40 Minuten mit 1:2 hinten. Das Saisonende drohte, aber diese Mannschaft gab einfach nicht auf. Man glich aus und als alles schon nach Verlängerung aussah, kam Ryan McKiernan und hämmerte die Scheibe 63 Sekunden vor der Schlusssirene ins Eck. Bäääm, 1:1, Spiel Drei in Berlin!
Doch auch dort erwischten die Eisbären wie gegen Iserlohn den schlechteren Start, liefen erneut einem 0:2-Rückstand hinterher. Doch Rückstände und die Aussicht auf die frühzeitige Sommerpause machten die Eisbären nur noch stärker und sie schlugen eiskalt zurück. Mit 4:2 wurde Ingolstadt besiegt und so zog man ins DEL-Finale ein.

Der Fels in der Brandung in Spiel Drei gegen Wolfsburg: Mathias Niederberger. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Dass dort am Ende dieser Saison zwei Teams aus dem Norden standen, hätten die Experten vor der Saison nicht gedacht, denn der Süden sollte ja viel stärker sein. Doch deren acht Teams waren bereits in der Sommerpause und so kämpften zwei Teams aus dem Norden um den DEL-Pokal. Die Eisbären Berlin trafen dabei auf ihren Angstgegner Grizzlys Wolfsburg. Denn alle vier Hauptrundenspiele hatte man gegen die Niedersachsen verloren, wenn gleich man aber auch sagen muss, dass drei dieser vier Spiele erst in der Verlängerung oder im Penaltyschießen entschieden wurden.
Und so ging auch Spiel Eins in die Verlängerung und dort schlug Wolfsburg eiskalt zu, 3:2-Auswärtssieg in Berlin. Die Grizzlys standen vor ihrer ersten deutschen Meisterschaft, während die Eisbären erneut Spiel Eins verloren. Doch auch dieses Mal zogen die Eisbären ihren Kopf aus der Schlinge und schlugen auswärts zurück. Mit 4:1 zeigte man den Wolfsburgern deutlich die Grenzen auf und machte deren Hoffnung, Meister auf eigenem Eis zu werden, zu Nichte.
Und in Berlin folgte dann die Krönung dieser Saison. Die Eisbären drehten zum dritten Mal eine Serie nach 0:1-Rückstand und kürten sich zum Deutschen Meister, zum achten Mal in der Vereinsgeschichte. Den Siegtreffer erzielte übrigens Leo Pföderl, der eigentlich gar nicht mehr spielen sollte. Am Ende erzielte er das Meistertor, solche Geschichten schreibt eben nur der Sport.

Der Jubel nach der Schlusssirene kannte dann natürlich keine Grenzen mehr und die Spieler der Eisbären Berlin feierten den Titelgewinn ausgelassen. Und Frank Hördler hatte als einziger schon richtig Routine darin, war es doch sein achter Meistertitel mit den Eisbären. Wahnsinn!

Der Wille und der Charakter dieser Mannschaft war unglaublich. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Aber dieser Titelgewinn war nur möglich, weil diese Mannschaft während der Saison so unglaublich zusammengewachsen ist. Da kämpfte Jeder für jeden, kein Spiel wurde verloren gegeben. Die Jungs glaubten immer bis zum Ende des Spiels an die Chance zum Sieg. Der unbändige Siegeswille war immer da, der Charakter dieses Teams war unglaublich. Frank Hördler erzählte vor kurzem auch in einem Podcast, was das Geheimnis der Eisbären war. Diese hatten sich schon während der Spiele gegen die Süd-Teams in den Playoff-Modus versetzt und wussten so, was zu tun war, wenn man Spiel Eins verlor. Dann setzte das Teams alles daran, die nächsten beiden Spiele zu gewinnen. Und das bereits in der Hauptrunde. Dieser Fakt stärkte die Eisbären so sehr, dass sie die drei Auftakt-Niederlagen in den Playoffs gut wegsteckten und eiskalt zurückschlugen.

Meistercoach Serge Aubin. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Chefcoach Serge Aubin meinte daher auch, dass seine Mannschaft ihr bestes Eishockey spielte, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stand. Wahrscheinlich brauchten die Jungs immer dieses besondere Druckgefühl, dass man mit einer weiteren Niederlage in die Sommerpause müsste. Anders kann man die drei Niederlagen in Spiel Eins nicht erklären. Wie sie sich dann aber immer wieder in die Serie zurück kämpften, verdient aller größten Respekt. Sowohl die Spielers als auch das Trainerteam um Serge Aubin und Craig Streu. Denn die änderten jeweils nach Spiel Eins ihr System und führten die Eisbären somit letztendlich zur Meisterschaft. Am Ende braucht es natürlich auch Spieler, die dieses System perfekt umsetzen, die hatten die Eisbären und so wurde man am Ende verdient Deutscher Meister.

Weil man eben die perfekte Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern hatte. Denkt man nur mal an das Torhüter-Duo aus Mathias Niederberger und Tobias Ancicka, welche beide eine überragende Saison spielten. Beide hatte weit mehr als 90 Prozent Fangquote aufzuweisen, Niederberger feierte fünf Shutouts und der junge Ancicka einen. Wann immer Ancicka gebraucht wurde, war er da und bewies seine Extraklasse. Dem jungen Goalie steht eine große Zukunft bevor.
Und Mathias Niederberger feierte in den Playoffs noch seinen sechsten Shutout der Saison und avancierte im alles entscheidenden Finalspiel gegen Wolfsburg zum Matchwinner. Denn als die Niedersachsen im letzten Drittel alles nach vorne warfen, war Niederberger der Fels in der Brandung. Mit diesem Torhüter-Duo sind die Eisbären auch für die kommende Saison bestens aufgestellt.

Playoff-MVP Ryan McKiernan (rechts), hier bei einem Fan-Talk Anfang 2020. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

In der Defensive ragte natürlich der Playoff-MVP Ryan McKiernan heraus. In der Hauptrunde kam er schon auf 25 Scorerpunkte (7 Tore/18 Assists), doch in den Playoffs wurde er zum Playoff-Monster. Dort sammelte er nochmal zehn Scorerpunkte und traf erneut sieben Mal. Einfach eine Weltklasse Saison der Berliner Nummer 58. Man kann nur hoffen, dass er seinen Vertrag in Berlin verlängert. Die Verhandlungen laufen noch.
Seine punktemäßig beste Saison spielte Jonas Müller, welcher wie in der Vorsaison zwar auf 15 Scorerpunkte kam, damals aber 51 Spiele dafür benötigte, während es in dieser Saison nur 37 waren. Zudem waren es in der vergangenen Saison 15 Vorlagen, diesmal erzielte Müller sieben Tore selbst und bereitete acht weitere vor.
Frank Hördler spielte seine erste Saison als Kapitän und führte seine Eisbären gleich zur Meisterschaft. „Nante“ kam auf drei Tore und zehn Vorlagen in der Hauptrunde und nochmal einem Tor und drei Vorlagen in den Playoffs.
Abgerundet haben die starke Defensive Kai Wissmann, John Ramage und Simon Després. Hinzu kommt natürlich noch der junge Eric Mik, der auf vier Assists in der Saison kam und sowohl in der Defensive als auch der Offensive eingesetzt wurde.
Aus diesem Verbund haben die Eisbären bisher einzig John Ramage verabschiedet, welcher sich den Schwenninger Wild Wings angeschlossen hat. Der Großteil der Defensive bleibt aber zusammen und soll, Gerüchten zu Folge, mit Morgan Ellis aus Ingolstadt und Nicholas B. Jensen aus Düsseldorf verstärkt werden. Damit wäre die Verteidigung des Deutschen Meisters noch tiefer besetzt.

Die Offensive wird natürlich überragt von der deutschen Top-Reihe um Leo Pföderl, Lukas Reichel und Marcel Noebels, der erneut Spieler des Jahres in der Penny DEL geworden ist. In der Hauptrunde kam Noebels auf 42 Scorerpunkte (6 Tore/36 Vorlagen), in den Playoffs ließ er nochmal zehn Scorerpunkte (1/9) folgen. Leo Pföderl sammelte 37 Scorerpunkte und war mit 20 Toren der beste Torjäger der Berliner in der Hauptrunde. In den Playoffs kam er nochmal zu sechs Einsätzen, in denen er drei Tore erzielte, darunter das Meisterschaftstor, und zwei weitere Tore vorbereitete. Lukas Reichel kam auf 27 Scorerpunkte (10/17) in der Hauptrunde und fünf (2/3) in den Playoffs. Ob wir ihn nächste Saison noch in Berlin sehen, hängt von den Chicago Blackhawks ab.
Matt White (19/20), Kris Foucault (18/12) und der während der Hauptrunde nachverpflichtete Zach Boychuk (12/13) erwiesen sich als die erhofften Verstärkungen und wurden zu enorm wichtigen Leistungsträgern. White scorte in den Playoffs weitere zehnmal (7/3), Boychuk neunmal (3/6) und Foucault fünfmal (1/4). Kris Foucault erwies sich vor allem in der Hauptrunde als „Mister 1:0“, Matt White erzielte zusammen mit Ryan McKiernan in den Playoffs die wichtigen Tore und Zach Boychuk erwies sich als echte Waffe im Berliner Powerplay.
Giovanni Fiore kam in der Hauptrunde auf acht Tore und zwölf Vorlagen, in den Playoffs waren es nochmal ein Tor und drei Vorlagen. Auch er hat seinen Teil zum Gewinn der Meisterschaft beigetragen.
Mark Zengerle kam verletzungsbedingt nur auf 18 Hauptrundenspiele, in denen ihm zwei Tore und elf Vorlagen gelangen. In den Playoffs folgten nochmal fünf weitere Assists.
Mark Olver kam in der Hauptrunde auf drei Tore und 17 Torvorlagen, in den Playoffs folgten zwei weitere Tore. Doch seine Zeit in Berlin endet mit dem Gewinn der Meisterschaft. Sein Vertrag wurde nicht mehr verlängert.

Sein Abgang tut der Fanszene besonders weh: PC Labrie (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Bei den Youngsters stachen vor allem Parker Tuomie und Sebastian Streu heraus, die eine richtig starke Saison gespielt haben. Auch Haakon Hänelt, Nino Kinder und Fabian Dietz bekamen ihre Eiszeit und konnten Akzente setzen. Dennoch endet die Zeit von Dietz in Berlin.
Ebenso wie die von Kris Foucault nach nur einem Jahr, gut möglich, dass man ihn vielleicht in Mannheim oder München wiedersehen wird. Auch Thomas Reichel, der Bruder von Lukas, wird nicht weiter in Berlin unter Vertrag stehen.
Ein Abgang schmerzt die Fanszene der Eisbären aber ganz besonders. Denn der Vertrag von PC Labrie wurde nicht verlängert. Ja, er war nie der große Scorer, aber alleine sein Auftreten auf dem Eis sorgte für den gehörigen Respekt beim Gegner auf dem Eis. Verletzungsbedingt kam Labrie in der Hauptrunde nur auf 19 Spiele, in denen er zwei Tore beisteuerte. In den Playoffs kam in neun Spielen nochmal ein Assist hinzu. Auch PC verabschiedet sich mit der Meisterschaft aus der Hauptstadt. Wir werden dich nie vergessen, PC!

 

Helden für die Ewigkeit! (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Die Eisbären Berlin haben sich die achte deutsche Meisterschaft gesichert. Manager Peter-John Lee und Sportdirektor Stéphane Richer haben dem Trainerteam um Serge Aubin und Craig Streu ein Team zur Verfügung gestellt, aus dem diese ein Meisterteam geformt haben. Sie haben aus vielen sehr guten Einzelspielern eine Mannschaft geformt, welche nie aufgab, welche immer an den Sieg glaubte, wo immer Jeder für jeden kämpfte und wo der Charakter einmalig war.
Bereits im letzten Jahr hätte man es schaffen können, Deutscher Meister zu werden, so Serge Aubin und Craig Streu. Doch Corona machte dieser Hoffnung einen Strich durch die Rechnung. Nun, ein Jahr später, haben die Beiden es tatsächlich geschafft und die Eisbären Berlin zur achten Deutschen Meisterschaft geführt. Ein Titel, der unter diesen Umständen ganz besonders ist. Ein Titel, der diese außergewöhnliche Saison gekrönt hat. Aber auch ein Titel, den man ohne seine Fans feiern musste. Hoffen wir, dass der Meistertitel 2021 als einziger in die Vereinsgeschichte eingeht, den man ohne seine Fans feiern musste. Denn mit uns Fans ist es dann doch schöner.

Aber eins bleibt für mindestes ein Jahr bestehen:

Alleiniger REKORDMEISTAAAAAAA!!!!

Heute vor einem Jahr: Die Eisbären spielten letztmals in einer ausverkauften Arena am Ostbahnhof


Als gestern Abend nach dem Warm-up der Eisbären-Kultsong „Eisbär’n“ von Kraig Nienhuis durch die Boxen der Arena am Ostbahnhof schallte, schwelgte ich in Erinnerungen an tolle Zeiten in den 90er-Jahren. Was haben wir da nicht alles mitgemacht und was haben wir bis jetzt nicht alles erlebt. Als kurz vor Spielbeginn die Kult-Hymne der Puhdys gespielt wurde, ging mein Blick von der Pressetribüne rechts rüber Richtung Hartmut-Nickel-Kurve und da wurde es sentimental. Denn da dachte ich an jenen 08. März 2020 zurück, als wir letztmals in der Fankurve der Mercedes-Benz Arena standen und die Eisbären lautstark zum 4:3-Sieg im letzten Hauptrundenspiel gegen Bremerhaven supporteten. Es war das Ende der Hauptrunde und man war voller Vorfreude auf die bevorstehenden Playoffs gegen die Düsseldorfer EG. Wie wir heute wissen, kam es nie zu dieser Viertelfinalserie. Und seitdem war die Arena am Ostbahnhof auch nie wieder voller Eisbären-Fans.

Szene aus dem letzten Heimspiel gegen Bremerhaven vor ausverkauften Haus. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Daran dachte vor einem Jahr keiner. Wir vom eisbaerlin.de-Fanclub starteten mit einem leckeren Brunch im Pirates in den letzten Hauptrundenspieltag und schmiedeten bereits Pläne für die Playoffs und bevorstehende Auswärtsfahrten. Die beste Zeit des Jahres stand vor der Tür. Voller Vorfreude zogen wir gut gestärkt weiter zur Arena, wo wir uns mit unseren Freunden trafen und anschließend das Spiel gemeinsam in der Fankurve verfolgten und die Eisbären wie immer lautstark unterstützten. Keiner hatte zu dieser Zeit den Gedanken, dass es für ein Jahr das letzte Spiel sein würde. Nach dem Spiel verabschiedete man sich ganz normal und freute sich auf das Wiedersehen zum Auftakt der Viertelfinal-Serie gegen die DEG.

Mein Weg führte anschließend wie nach jedem Heimspiel in den Presseraum, wo die Pressekonferenz statt fand. Da machte es zuerst die Runde, dass dieses Spiel das vorerst letzte sein könnte für eine ganz lange Zeit. Danach ging es weiter zu den Spielerinterviews, welche ganz normal statt fanden. Aber so richtig wichtig war das Spiel zu dem Zeitpunkt nicht mehr, denn das einzig beherrschende Thema war dieses Corona-Virus. Sportdirektor Stéphane Richer wurde gefordert und sollte sein Statement über mögliche Folgen abgeben. In seinen Augen sah man die Verzweiflung und konnte bereits da ahnen, dass wir die Arena für eine lange Zeit nicht mehr wieder betreten würden:

Ich bin kein Spezialist in diesen Dingen. Wir überlassen den Fachleuten die Entscheidung. Wir konzentrieren uns auf unseren Sport Eishockey. Wir können weiter trainieren und müssen abwarten, wie es sich weiter entwickelt. Es wäre schade für uns und die Jungs, wenn etwas abgesagt werden würde. Die Liga muss im Fall der Fälle entscheiden. Wir können nichts weiter tun.

Sportdirektor Stéphane Richer im Interview nach dem letzten Hauptrundenspiel der Saison 2019/2020. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Das waren damals die Worte von Richer nach dem Spiel. Zu der Zeit vor einem Jahr stand zunächst auch die Idee von Playoffs ohne Fans im Raum, diese wurde dann aber doch recht schnell wieder verworfen, weil das schlichtweg nicht machbar gewesen wäre in einer Sportart, die so sehr von den Ticketeinnahmen abhängig ist. So folgte am 10. März 2020 die Entscheidung, welche unumgänglich war, welche aber bis heute schmerzhaft für alle Eishockey-Fans ist. Die DEL gab bekannt, dass die Saison 2019/2020 mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird und es keinen Deutschen Meister geben wird. Ein Schlag ins Gesicht aller Eishockey-Fans, aber – wie wir heute wissen – die einzig richtige Entscheidung. Denn es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit, da ist auch jedes Eishockeyspiel absolut nebensächlich.

Wie wir heute, ein Jahr später, wissen, ist das Corona-Virus nach wie vor in aller Munde und noch lange nicht verschwunden. Die Eis-Arenen dieser Welt sind nach wie vor leer, aber es wird seit dem 17. Dezember 2020 zumindest wieder Eishockey gespielt. Aber eben ohne uns Fans. Dabei hatten die Vereine Hygiene-Konzepte erarbeitet und konnten diese in Vorbereitungsspielen testen. Aber auch das hielt nicht lange und Corona verbannte auch die wenigen Fans, welche noch hin durften, aus den Arenen.

Ich selbst hatte bei einem Vorbereitungsturnier in Dresden oder aber den Testspielen im Welli die Möglichkeit, Eishockey unter Corona-Bedingungen zu schauen. Während man in Dresden noch singen durfte, konnte man in Berlin lediglich da stehen und klatschen. Mehr war nicht erlaubt. So stellt man sich seinen Eishockey-Besuch aber nicht vor, denn wenn man hingeht, dann will man sein Team auch voller Leidenschaft über 60 Minuten supporten. Doch wegen Corona war dies ab sofort nicht mehr möglich und es durften auch keine Fans mehr in die Hallen.

So bleiben den Eishockey-Fans in Deutschland im Moment nur die Übertragungen auf Magenta Sport, um ihre Lieblings-Mannschaft zu sehen. Was eine Gefahr für die Zukunft des Eishockeys darstellt, denn viele Fans finden Gefallen an den bequemen Übertragungen, wo man nicht extra das Haus mehr verlassen muss. Viele Fans sind sogar der Meinung, den Spielen unter der Woche gänzlich fernzubleiben, wenn man mal wieder ins Stadion gehen darf. Oder aber man will nur noch Auswärtsspiele besuchen. Dieses Corona-Virus hat also schlichtweg alles verändert.

Die Eisbären feiern nach dem Spiel vor der Fankurve. Ob es das auch in Zukunft noch geben wird, ist aktuell mehr als fraglich. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Bei den Eisbären-Fans ist es aber noch viel mehr das Desinteresse der Eisbären Berlin an seinen eigenen Fans. Wie man da seit vielen Jahren mit den treuesten Fans umgeht, ist einfach nur erbärmlich. Aus ganz früheren Zeiten ist man noch Aktionen der Spieler mit den Fans gewöhnt, da machte man gemeinsame Dauerkarten-Partys mit der Mannschaft zusammen, da war das Wort der Fans noch wichtig. Heute aber sehen die Verantwortlichen der Eisbären nur das Geld in den Augen und das bringt der harte Kern der Eisbären-Fans, die Fankurve, eben nicht ein. So ist die Angst unter der Anhängerschaft des Berliner Traditionsclubs groß, dass man diese Corona-Pandemie dafür ausnutzt, um den treuen Eisbären-Fans das Wichtigste zu nehmen – ihre Fankurve. Dass diese den Herren in den USA ein großer Dorn im Auge ist, ist hinlänglich bekannt. Und wenn sie wirklich vor haben, die Fankurve zu entfernen, dann wäre es jetzt die beste Zeit dafür.

Wenn es aber so kommt, dann ist das gleichbedeutend mit dem Untergang der Fanszene der Eisbären Berlin. Denn dann wird die Stimmung in der Arena am Ostbahnhof, mit der sich der Verein ja immer so brüstet, nie wieder so sein, wie sie vor einem Jahr im letzten Hauptrundenspiel gegen Bremerhaven war, als 14.200 Zuschauer den 4:3-Sieg der Berliner sahen. Dann werden sich viele Eisbären-Fans von ihrem Verein für immer abwenden und die Spiele nur noch vor dem Fernsehen verfolgen und wenn überhaupt mal auswärts dabei sein.

So sieht aktuell die Arena am Ostbahnhof bei Heimspielen der Eisbären Berlin aus. (Foto: Holli)

Wie aber ist es überhaupt, so ein Spiel im Stadion während der Corona-Pandemie zu verfolgen? Ich bin ja in der privilegierten Situation, dass ich mir die Heimspiele live vor Ort von der Pressetribüne aus anschauen darf, um weiterhin über die Heimspiele zu berichten. Da hört man dann immer wieder, „du hast es gut, du bist ja live dabei„. Ja, das stimmt auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite ist es eben nicht dasselbe wie vor einem Jahr.
Damals hat man sich schon gut zwei Stunden vor dem Spiel mit seinen Freunden getroffen, um vor dem Spiel noch was zu essen und zu trinken, danach ist man gemeinsam in die Halle gegangen. Heute sieht mein Eishockey-Alltag so aus, dass ich mich eine gute Stunde vor dem ersten Bully auf den Weg zur Arena mache, wo ich gut 45 Minuten vor Spielbeginn in die Arena rein komme. Dort angekommen, packt man seine Sachen auf der Pressetribüne aus und schreibt während des Spiels seinen Spielbericht. Zwar ist es schön, die Jungs live zu sehen, aber in der Fankurve zu stehen und mit seinen Freunden zusammen die Eisbären zu supporten, das ist das Wahre, was den Eishockey-Sport ausmacht. Die Fans sind das Herz der gesamten Sportart – an jedem Standort.

Ich hatte gestern in der ersten Drittelpause des Spiels gegen Iserlohn die Möglichkeit, mich kurz mit Rick Goldmann zu unterhalten, der das Spiel bei Magenta Sport als Co-Kommentator verfolgte. Er meinte zu mir, dass er nach wie vor immer noch Probleme damit hat, in eine leere Halle zu kommen und das Spiel zu schauen. Das wäre skurril für ihn. Auch er wird oft darauf angesprochen, dass er es gut hätte, live vor Ort zu sein. Aber er sieht das genauso wie ich, es ist einfach nicht dasselbe wie Eishockey mit Fans. Es ist ein bedrückendes Gefühl, in so einer menschenleeren Arena zu sitzen und zu kommentieren.

Auch Rick Goldmann hofft wie alle Eishockey-Fans, dass der Albtraum bald vorbei ist und in die Eis-Arenen wieder Leben einzieht. Bis es aber so weit ist, wird noch viel Zeit vergehen. In dieser Saison wird es definitiv keine Fan-Rückkehr in die Stadien geben. Diese peilt man für die kommende DEL-Saison 2021/2022 an. Mit wieviel Prozent man dann planen darf, steht noch in den Sternen. Genau wie die Frage, ob die Fans überhaupt wieder zurückkommen, wenn sie wieder dürfen. Das hängt nämlich auch davon ab, wie der Verein in der Corona-Pandemie mit seinen eigenen Fans umgeht. In Berlin sollten da jedenfalls die Alarmglocken schrillen, denn dass dort die gesamte Fanszene wieder zurückkehrt, ist Stand jetzt eher fraglich.

Foucault, Fiore, White: Drei Hoffnungsträger für die Sturmflaute – Kommt noch ein Angreifer?

In zwei Tagen beginnt für die Eisbären Berlin die neue PENNY DEL-Saison mit einem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Während die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch eines der Überraschungsteams beim abgelaufenen MagentaSport-Cup war, waren die Hauptstädter das Team, welches am meisten enttäuschte. Letzter Platz in der Gruppe B mit nur fünf Toren in vier Turnierspielen. So war die wohl größte Baustelle vor dem Saisonstart deutlich sichtbar.

Die Fanszene rief laut nach Verstärkungen in der Offensive und sie wurde erhört. Die Verantwortlichen um Stéphane Richer und Peter John Lee gingen nochmal auf Shopping-Tour und verpflichteten gleich drei neue Stürmer. Zwei davon schnupperten bereits DEL-Luft und wussten dabei durchaus zu überzeugen.
Nacheinander verpflichteten die Eisbären Kris Foucault, Giovanni Fiore und Matt White. Diese drei sind sozusagen zu Hoffnungsträgern für die Offensivbemühungen der Hauptstädter geworden.

Zunächst wechselte der 30-jährige Kanadier Kris Foucault von den Krefeld Pinguinen zu den Eisbären Berlin. In der DEL spielte Foucault drei Jahre in Wolfsburg, ein Jahr in Ingolstadt und wechselte erst nach der letzten Saison nach Krefeld, wo er aber relativ schnell wieder die Koffer packte und nach Berlin wechselte.
Ganz risikolos ist die Verpflichtung von Foucault nicht, hatte er doch in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Wenn er aber fit war und spielte, war er stets einer der besten Spieler seiner Mannschaft. So auch in der vergangenen Saison, als er alle 52 Hauptrundenspiele absolvierte und dabei starke 42 Scorerpunkte (16 Tore/26 Vorlagen) sammeln konnte.
Für Wolfsburg waren es insgesamt 59 Spiele mit 29 Toren und 21 Vorlagen. Diese Statistiken zeigen, wie gefährlich der Kanadier sein kann.
Vor seiner Zeit in der DEL war er vor allem in der AHL aktiv und wusste auch dort zu überzeugen. Insofern war es kein Wunder, dass Richer Foucault verpflichtete, als Krefeld ihn angeboten hatte. Sein Torriecher ist eben auch in Berlin bekannt.

Ein in Deutschland wohl nur Experten bekannter Stürmer ist Giovanni Fiore, welcher erstmals in Europa aktiv sein wird. Der 24-jährige Kanadier war vorher vor allem in der AHL auf Torejagd und wusste, wo das gegnerische Tor steht. Wenn gleich seine erfolgreichste Zeit bisher sicherlich die in der Juniorenliga war, als er den gegnerischen Teams reihenweise die Scheiben ins Netz hämmerte. Zuletzt war er für das AHL-Team Ontario Reign im Einsatz, dem Farmteam des Kooperationspartners Los Angeles Kings.
Auch in Fiore sieht Richer einen richtigen Goalgetter. Also genau jener, der den Berlinern im MagentaSport-Cup fehlte.

Und zu guter Letzt zauberten die Berliner auch noch Matt White aus dem Hut. Der 31-jährige US-Amerikaner ist den deutschen Fans vor allem aus seinen zwei Jahren in Augsburg bekannt. Dort verzückte er die AEV-Fans mit klasse Leistungen und schönen Toren. In seinem ersten Jahr bei den Panthern waren es in 52 Spielen 16 Tore und 26 Vorlagen. In seinem zweiten Jahr waren es in 50 Spielen sogar 22 Tore und 27 Vorlagen. In 14 Playoff-Spielen kamen nochmal vier Tore und fünf Vorlagen nochmal dazu.
Diese Leistungen machten die KHL auf White aufmerksam und diesem Lockruf konnte er nicht widerstehen. In seiner ersten Saison in Nizhnekamsk waren es 15 Tore und 19 Vorlagen in 60 Spielen, was ihn zum Top-Scorer seiner Mannschaft machten. Nach einem kurzen Gastspiel in Riga zog es White nun zurück in die DEL und zwar nach Berlin. In ihm sieht Richer einen top Offensivspieler, welcher zudem sehr gut in den Berliner Kader passen würde.

Mit Foucault, Fiore und White haben die Eisbären also drei Top-Stürmer verpflichtet, die wissen, wo das Tor steht. Jene Goalgetter, welcher man im MagentaSport-Cup schmerzlich vermisst hat. Mit den Dreien erhofft man sich nun wieder mehr Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Wie die drei Neuzugänge mit ihren neuen Kollegen harmonieren werden, wird man natürlich erst ab Freitagabend sehen.
So wichtig und gut diese Transfers auch sind, so bleibt dennoch ein Fragezeichen übrig. Denn mit James Sheppard, Louis-Marc Aubry und Maxim Lapierre hat man drei Center verloren- Keiner der drei neuen Angreifer ist aber gelernter Center. Da wird es interessant sein, wie es die Verantwortlichem lösen wollen, dass man drei starke Center verloren hat.

Doch Sorgen macht sich Sportdirektor Stéphane Richer nicht, der die drei Angreifer als enorm torgefährlich sieht und zudem wohl noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen möchte (Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News Nr. 51 vom 15.12.2020):

Lapierres Entscheidung, so plötzlich seine Karriere zu beenden, hat uns schon überrascht. Wir werden uns deshalb wahrscheinlich noch nach einem weiteren Stürmer umsehen. Wir müssen aber schauen, was im Moment noch möglich ist.

Also könnte in Sachen Nachverpflichtung bei den Eisbären noch etwas passieren. Was bis Freitag aber sicher nicht erfolgen wird und so wird das vorhandene Personal in das Auftaktspiel gegen Bremerhaven gehen. Und dort hat man gleich einmal einen enorm schweren Gegner vor der Brust. Schließlich gewann die Mannschaft von der Küste die ersten sieben Turnierspiele beim MagentaSport-Cup in Folge, ehe man erst im Finale von München gestoppt wurde. Aber auch dort wurde deutlich sichtbar, wie stark die Mannschaft von Thomas Popiesch in diesem Jahr sein wird.

Mehr zum Auftaktspiel der PENNY DEL-Saison lest Ihr dann morgen Abend bei uns hier im Blog.

Serge Aubin: „Die Mannschaft ist genau da, wo ich sie haben wollte“

In zwei Tagen beginnt die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aus diesem Grund fand heute wieder die alljährliche Saisoneröffnungspressekonferenz bei der GASAG statt. Dort stand natürlich die Vorbereitung und die neue DEL-Saison im Mittelpunkt des Geschehens. Wir fassen in diesem Bericht für Euch noch einmal die wichtigsten Infos zusammen, damit Ihr auch bestens informiert in die am Freitag beginnende DEL-Saison gehen könnt.

Mit der letztjährigen Hauptrunde konnte man bei den Eisbären Berlin nicht zufrieden gewesen sein, man zog bereits während dieser die Notbremse und entließ Trainer Clément Jodoin. Sportdirektor Stéphane Richer trat dessen Nachfolge an und führte die Mannschaft noch in die lange nicht für möglich gehaltenen Pre-Play-Offs, an deren Ende man sich für das Viertelfinale qualifizieren konnte, dort dann aber am späteren Vizemeister München scheiterte. Richer blickte noch einmal zurück und dann natürlich voraus auf die neue Spielzeit:

Im Sport Eishockey ist mit allem zu rechen, wir sind ein Tag-zu-Tag-Business. Das haben wir letzte Saison schon erlebt. Wir haben im Sommer alle unsere Spieler analysiert. Wir haben Entscheidungen getroffen. Manchmal nicht so populär. Aber wir glauben daran, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben mit Serge Aubin einen neuen Trainer verpflichtet. Das passt gut zu unserer Philosophie. Er ist ein junger Trainer, er gehört zur neuen Generationen von Trainern. Er ist sehr kommunikativ, er redet viel mit seinen Spielern. Dazu ist er aber auch sehr strukturiert und erwartet auch viel von seinen Spielern. Er hat Erfahrung in Europa gesammelt und auch schon Erfolg in Europa gehabt. Für uns war im Sommer wichtig, dass unser Team jünger wird. Wir sind im Vergleich zur letzten Saison ein Jahr jünger.

Das neue Team hat nun acht Testspiele hinter sich, in denen die Mannschaft die letzten vier Spiele in Folge gewann, nachdem man die ersten vier noch in Folge verloren hatte. Was aber laut Trainer Serge Aubin auch daran lag, dass man zu Beginn der Vorbereitung sehr viele Spieler da hatte, viel rotiert hat und man deswegen auch so manches Spiel verloren hat. Doch inzwischen sieht Aubin sein Team genau da, wo er es haben wollte:

Wir hatten einen Plan und ich sehe die Mannschaft genau da, wo ich sie haben wollte. Alle haben sehr hart gearbeitet während der Vorbereitung und momentan ist alles so, wie ich es vorher geplant habe. Was mir im Moment besonders Freude macht, sind die jungen Spieler, die sehr viel Tempo ins Training bringen und somit auch die älteren Spieler mitziehen. Somit üben sie natürlich auch Druck auf die älteren Spieler aus und so ein bisschen Wettbewerb schadet auf keinen Fall dem Team. Ich kann auf alle Fälle versprechen, dass die Eisbären ein Team sind, welches jeden Tag hart arbeitet – ob im Training oder im Spiel. Ich will mit den Eisbären, dass die Stadt Berlin stolz ist auf diese Mannschaft und dafür werden wir hart arbeiten.

Für Verteidiger Jonas Müller war es klar, dass es zu Beginn der Vorbereitung noch holprig werden würde, was angesichts der vielen neuen Spieler und des neuen Trainerteams normal sei:

Am Anfang lief es nicht ganz so gut. Ich glaube, das ist auch relativ normal. Wir hatten viele neue Spieler dabei, da ist es ganz normal, dass man sich erst einmal finden muss. In den letzten vier Spielen, ab dem ersten Sieg, wurde es immer besser und ich denke, wir sind alle froh, dass die Vorbereitung jetzt vorbei ist und dass es am Freitag endlich losgeht. 

Einer, der in der Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht und damit alle überrascht hat, war Youngster Luks Reichel, auf den sie in Berlin ganz große Stücke halten. So sagt zum Beispiel Trainer Serge Aubin, dass Lukas Reichel sich bis jetzt alles selbst verdient hätte, was er bisher bekommen hat:

Lukas hat all das, was er bis jetzt bekommen hat, sich auch selbst verdient. Grundsätzlich ist es meine Aufgabe und auch Pflicht, Lukas einfach in die Position zu bringen, wo er sein Talent ausnutzen kann. Was dann aber auch wieder positive Effekte für das Team hat. Er wird noch kein Penaltykilling am Freitag spielen, da sehe ich ihn noch nicht. Grundsätzliche habe ich ihn mir aber sehr genau angeschaut. Er trifft sehr viele gute Entscheidungen, auch ohne den Puck. Lukas wird seinen Weg gehen.  

Für Sportdirektor Richer ist Reichel ein Ausnahmetalent, aber nicht das einzige in dieser DEL-Saison. Für Richer sei die kommende DEL-Saison eine ganz spezielle. Warum? Deswegen:

Wir haben in der Vorbereitung neun Förderlizenzspieler im Kader gehabt und alle haben mindestens ein Vorbereitungsspiel absolviert. Wir haben mit Lukas Reichel ein Ausnahmetalent. Er hat uns in der Vorbereitung überrascht. Er ist erst 17 Jahre alt und wird diese Saison mit uns spielen. Diese Saison ist für mich eine spezielle für die DEL. Weil, wir haben Lukas, Mannheim hat auch einen 17-jährigen Spieler, München auch. Und ich bin über 20 Jahre in Deutschland und das erste Mal sind zu einem Vorbereitungsspiel im Welli vier Scouts gekommen. Das ist für mich sehr wichtig und sehr gut für unsere Liga. Unser Ziel mit Lukas für die kommende Saison ist dieses, dass er gedraftet wird. Unser Traum ist, dass er in der ersten Runde gedraftet wird. Es ist unsere Arbeit, dass er in eine gute Position für den Draft kommt.

Einer, von dem man bisher noch nicht so viel gesehen hat, von dem man sich in Berlin aber sehr viel erhofft, ist Leo Pföderl. Bisher hat er seine Leistungen aus Nürnberger Zeiten noch nicht zeigen können. Aber Trainer Serge Aubin macht sich da noch überhaupt keine Sorgen deswegen:

Ich mache mir keine Sorgen um Leo Pföderl. Er wird noch viele Tore schießen. Ich hab meine finale Entscheidung noch nicht getroffen, mit wem Pföderl zusammen spielen wird. Aber er wird im Powerplay spielen, er wird bei 5-gegen-5 spielen. Er hat gute Anlagen, die er mitbringt und er wird, wenn er das alles mit ins Spiel einbringt, seine Tore schießen. 

Das neue Team der Eisbären hat den Umbruch im Sommer gut überstanden und sich so langsam aber sicher gefunden, was die vier Siege in Folge zum Abschluss der Saison-Vorbereitung beweisen. Daher spricht man in Berlin sein Saisonziel auch deutlich aus. Stéphane Richer formulierte die Saisonziele der Berliner wie folgt:

Unser Saisonziel ist dieses, dass wir uns direkt für die Playoffs qualifizieren wollen. Natürlich wollen wir unter die Top-4 kommen. Das ist unser Anspruch und muss unser Anspruch sein. In den Play-Offs wäre dann alles möglich und man weiß nicht, wo die Reise hingeht. 

Das neue Team bekommt den alten Kapitän. André Rankel wird auch in der kommenden Saison das „C“ auf dem Trikot tragen. Das bestätigte Aubin heute. Seine Assistenten sind Frank Hördler und John Ramage.

Einer, den alle immer noch als einen Youngster ansehen, ist Verteidiger Jonas Müller. Dabei gehört er längst zu den Leistungsträgern im Team des siebenfachen DEL-Meisters. Und er selbst hat auch hohe Anforderungen an sich selbst, was die neue Saison betrifft:

Ich versuche mich immer weiter rein zu kämpfen. Klar will man auch irgendwann mal im Powerplay spielen. Aber ich glaube, das muss man sich auch verdienen. Ich werde immer versuchen, mein Bestes zu geben und mich weiterzuentwickeln und vielleicht wird es dann auch irgendwann mal klappen. Und ich werde versuchen, was mir vielleicht ein bisschen schwerer fällt als manch anderen, Verantwortung in der Mannschaft zu übernehmen. Ich bin jetzt auch nicht mehr der jüngste Spieler und ich glaube, es wird dann auch langsam mal Zeit, dass ich mich dazu zwinge und das mache. 

So, gesprochen wurde nun viel über die Vorbereitung und die neue Saison der Eisbären Berlin. Ab Freitag kommt es darauf an, den Worten auch Taten auf dem Eis folgen zu lassen. Mit dem Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg will man in eine hoffentlich bessere Saison starten, als es die vergangene über weite Strecken war. Die Ansätze waren da, die Leistungen wurden zuletzt auch besser und die Ergebnisse stimmten am Ende auch. Die Vorfreude auf die neue Eishockey-Saison ist in Berlin riesengroß und man sehnt sich wieder besseren Zeiten entgegen. In den nächsten Wochen und Monaten wird man sehen, ob die Entscheidungen der Verantwortlichen im Sommer die richtigen waren oder aber ob uns erneut eine katastrophale Saison bevorsteht. 

Stéphane Richer: „Wir haben entschieden, eine andere Richtung zu gehen“

Am heutigen Donnerstag fand im Loretta an der Spree das Saisonabschluss-Pressegespräch mit Stéphane Richer, Peter-John Lee und Stefan Ustorf statt. Man blickte noch einmal kurz zurück auf die am vergangenen Freitag abgelaufene DEL-Saison und schaute dann natürlich auch schon einmal voraus auf die neue Spielzeit, welche im September beginnen wird. Demnach wurden heute weitere Personalentscheidungen bekannt gegeben, nachdem in den letzten Tagen ja bereits die Verpflichtung von Leo Pföderl (Nürnberg) endlich offiziell bestätigt wurde und zudem die Abgänge von Jens Baxmann (Iserlohn) und Maximilian Adam (Wolfsburg) verkündet wurden.

Manager Peter-John Lee hätte sich viel lieber später im April zum Saisonabschluss-Pressegespräch getroffen, aber:

Es gibt halt gute und schlechte Zeiten. Im vergangenen Sommer haben wir eigentlich gedacht, dass wir auf dem Papier eine gute Mannschaft haben, die in die Top-4 kommen kann. Aber schon in der Vorbereitung kamen dann die ersten vier Verletzungen.

Lee spricht es an, die vielen Verletzungen. Minimum auf fünf Stammspieler musste man fast durchgehend verzichten. Erst nach der Februar-Pause hatte man ein volles Line-up zusammen und musste mit Jens Baxmann sogar einen gesunden Spieler überzählig auf die Tribüne setzen. Lee zum Saisonverlauf:

Wir haben uns durch Verletzungspech und Trainerwechsel keine gute Ausgangsposition für die Playoffs geschaffen. Nach der Februar-Pause wurde es besser, wir haben sechs von sieben Spielen gewonnen und das Viertelfinale erreicht. München ist eine gute Mannschaft, wir haben uns aber gut präsentiert. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Das Ende einer Saison ist zugleich der Anfang einer neuen Saison.

Stefan Ustorf, Peter-John Lee und Stéphane Richer (von links) – Foto: eisbaerlin.de/walker

Und die Vorbereitungen auf die 26. DEL-Spielzeit laufen in der Hauptstadt bereits auch Hochtouren. Nach einer miserablen Hauptrunde, welche man auf einem mehr als enttäuschenden neunten Platz beendet hatte und einem immerhin versöhnlichen Saisonabschluss in den Playoffs, sind die Rufe nach einem großen Umbruch im Team der Eisbären aus der Fanszene sehr groß gewesen. Und in der Tat scheint es diesen zu geben, jedenfalls stehen zum jetzigen Zeitpunkt bereits neun Abgänge schon fest. Weitere sind nicht ausgeschlossen.

Neben den bereits bekannten Abgängen von Baxmann und Adam kamen heute noch sieben weitere hinzu: Mark Cundari, Danny Richmond, Brendan Ranford, Jamie MacQueen, Micki DuPont, Daniel Fischbuch und Colin Smith haben ebenso keine Zukunft mehr in der Hauptstadt. Bei Fischbuch haben die Berliner Verantwortlichen sogar den Vertrag aufgelöst und ihm mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm planen wird.
Sportdirektor Stéphane Richer sprach von keinen einfachen Tagen zuletzt:

Wir hatten keine einfachen Tage zuletzt. Wir haben alles analysiert. Es ist nicht einfach, einem Spieler wie z.B. DuPont zu sagen, wir planen anders und können nicht mit dir verlängern. Wir haben entschieden, in eine andere Richtung zu gehen. Wir hatten gute Jungs mit gutem Charakter.

Da waren für viele Fans natürlich Entscheidungen dabei, die man so nicht ganz nachvollziehen kann. Gerade die Abgänge von DuPont und MacQueen seien da genannt. Ersterer nahm die meiste Eiszeit, Zweiterer war für die Tore zuständig. Auch Ranford war für manch einen eine Überraschung, aber Richer meinte, er häte zwar 15 Tore geschossen aber man denkt, man findet einen noch besseren Stürmer als Ranford.
Anders herum muss man natürlich auch sagen, immer wieder wurde sich aus der Fanszene ein solcher Umbruch gewünscht und auch, dass vor alten Leistungen kein Halt gemacht wird und nun handeln die Berliner, aber recht machen können sie es eben nicht allen. Manch ein Fan wünschte sich da zum Beispiel den Abgang eines Rankels oder Buchwiesers, nur diese Spieler bleiben in Berlin.

Via Medieninformation teilten die Hauptstädter noch Richers Dank an die wechselnden Spieler mit:

Wir danken allen Spielern für ihren Einsatz in ihren Saisons im Eisbären-Trikot und wünschen ihnen viel Erfolg für die Zukunft! Besonders möchte ich Micki DuPont für sieben Saisons Leidenschaft für die Eisbären danken. Er war bereits beim ersten DEL-Meistertitel 2005 dabei und hat den Club geprägt.

Noch offen ist dagegen die Zukunft von Torhüter Kevin Poulin, Stürmer Thomas Oppenheimer und Youngster Jake Ustorf. Richer zum Stand der Verhandlungen mit Poulin und Oppenheimer:

Wir sind in Verhandlung mit dem Agent von Kevin Poulin. Aber eine finale Entscheidung kommt erst, wenn der neue Trainer vorgestellt wird. Bei Thomas Oppenheimer haben wir uns, Stand jetzt, dazu entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern. Aber das kann in einem Monat schon wieder anders aussehen. Aktuell ist er auf dem Markt und schaut sich nach anderen Vereinen um. Wichtig ist aber, dass er gesund wird.

Nach all den weniger schönen Nachrichten bezüglich der Abgänge gab es aber auch eine frohe Botschaft zu verkünden. Denn Austin Ortega bleibt in Berlin, der Vertrag mit ihm wurde verlängert. Richer dazu in der Medieninformation:

Austin Ortega hat uns in der kurzen Zeit absolut überzeugt. Wir sind froh, dass wir ihn in Berlin halten können.

Und Ortega selbst ist natürlich auch froh über seine Verlängerung:

Ich war nur eine kurze Zeit hier bisher, aber es hat mir sehr gut gefallen. Der Club, das Team, die Stadt und die Fanbase hier sind etwas Besonderes. Ich freue mich, dass ich nächste Saison wiederkommen kann.

Verlängert haben die Eisbären darüber hinaus auch mit zwei wichtigen jungen Spielern in der Defensive. Kai Wissmann und Jonas Müler werden auch in der kommenden DEL-Saison das Eisbären-Trikot tragen. Richer dazu in der Medieninformation:

Jonas und Kai sind schon jetzt Stützen in unserer Defensive. Sie haben aber noch Entwicklungspotential und sollen nun den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.

Mit diesen beiden jungen Spielern haben die Berliner also verlängert, mit Maxi Adam hingegen nicht, was vielen Fans sauer aufstieß. Richer dazu:

Wir können nicht alle jungen Spieler halten. Wir sind aber froh, wenn sie in der DEL spielen können.

Und Stefan Ustorf ergänzte:

Charlie Jahnke wird nächste Saison seine Chance im Eisbären-Kader bekommen. Wir sind sehr zufrieden mit der Kooperation mit Weißwasser, unsere jungen Spieler entwickeln sich sehr gut dort. Die Kooperation funktioniert hervorragend.

Neben dem bereits feststehenden Transfer vom deutschen Top-Stürmer Leo Pföderl wurde heute eine weitere Verpflichtung bekannt gegeben. Vom Kooperationspartner Weißwasser wechselt Stürmer Fabian Dietz an die Spree und wird seinen ersten DEL-Vertrag unterschreiben. Er wird aber auch mit einer Förderlizenz für Weißwasser ausgestattet, ist also auch für die Füchse weiterhin spielberechtigt. In der vergangenen DEL2-Saison kam Dietz auf 13 Tore und sieben Vorlagen in 56 Spielen. Nun will man ihm den nächsten Schritt in seiner Karriere ermöglichen.
Was sicherlich auch daran liegt, dass in der nächsten Saison zwei U23-Spieler auf dem Spielberichtsbogen stehen müssen und da wollen die Eisbären natürlich die besten spielen lassen.

Neun Spieler haben die Eisbären also bis jetzt verlassen, was laut Richer aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass man jetzt auch neun neue Spieler verpflichten wird. Auf jeden Fall will man noch je zwei Importspieler für die Defensive und Offensive holen, in der Offensive könnten es aber auch mehr werden. Aktuell plant man aber erst einmal mit zwei. Und in der Defensive hätte man dann acht Verteidiger.

Neben möglichen Neuzugängen brennt den Fans aber natürlich vor allem eine Frage auf der Seele: Wer wird neuer Trainer in Berlin? Auch heute gab es diesbezüglich keine Antwort, nur die, dass der neue Coach in zwei bis drei Wochen präsentiert wird. Noch sind lt. Richer ein paar Dinge zu klären, aber man ist auf dem Weg in die richtige Richtung.
Er selbst wird das Traineramt wie bereits erwähnt niederlegen. Das war von Anfang an klar:

Es hat Spaß gemacht, Trainer zu sein. Aber es war von Anfang an klar, dass ein neuer Trainer kommen wird. Meine Arbeit als Trainer war von Anfang an nur temporär gedacht.

Die zweite wichtige Personalie ist die des Torhüters. Wie bereits erwähnt, stehen die Eisbären noch in Verhandlung mit Poulins Agent. So richtig Stellung pro Poulin wollte aber keiner der drei anwesenden Verantwortlichen beziehen, das ist jedenfalls mein Eindruck gewesen. Richer zur Torhüter-Personalie:

Wir haben mit Maximilian Franzreb und Marvin Cüpper zwei gute Torhüter, die sich noch entwickeln können. Dazu kommt noch Tobias Ancicka. Wir sind auf der Goalie-Position breit aufgestellt. Ob Poulin bleibt oder geht, wer dann kommt, das alles hängt natürlich auch vom neuen Trainer ab, wie er plant. Wir analysieren alles.

Generell war man bei den Verantwortlichen der Ansicht, dass der Kader im letzten Jahr zu groß war, was aber auch daran lag, dass man eben diese unglaubliche Verletztenmisere hatte. Insgesamt 34 Lizenzen vergaben die Eisbären in der letzten Saison, darunter neun Verteidiger. So würden die Eisbären nie planen, sagte Richer, aber die Situation machte es eben nötig.

Zum Schluss kam noch die Frage auf, ob man evtl. während der Sommerpause auch über eine neue Besetzung des Kapitänsamt nachdenken wird. Darauf sagte Richer nur:

Es gibt viel zu besprechen. Wenn der neue Trainer kommt, gucken wir, wie sein Plan ist und dann entscheiden wird.

Sind also vielleicht auch die Tage von André Rankel als Kapitän in Berlin gezählt? Gut möglich und ein lang gehegter Wunsch der Berliner Fanszene.
Was aber bereits jetzt schon fest steht, am 28.07. treffen die letzten Spieler in der Hauptstadt zur Saisonvorbereitung wieder ein. Man wird u.a. am Dolomiten-Cup teilnehmen und danach eine Woche ein Trainingslager machen, in Österreich oder Italien, das steht allerdings noch nicht fest.

Ihr seht also, beim Hauptstadtclub hat sich bis jetzt schon einiges getan und es wird sich noch einiges in den nächsten Monaten tun. Wir halten Eich darüber auf unseren sozialen Medien auf dem Laufenden.

Stéphane Richer, Stefan Ustorf und Peter-John Lee: Die sportliche Leitung redet Klartext

Die Eisbären Berlin spielen aktuell eine sehr enttäuschende Saison und stehen nur auf dem zehnten Platz. Die Verantwortlichen selbst sind damit natürlich alles andere als zufrieden und die Fans erst recht nicht. Genau aus diesem Grund gab es am Mittwochabend ein „Im Dialog mit…“ im Fanbogen mit dem Trainer und Sportdirektor Stéphane Richer, dem Leiter für Spielerentwicklung und Scouting Stefan Ustorf und Manager Peter-John Lee.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Verantwortlichen den Unmut der Fans verstehen können, aber sie versuchten an diesem Abend auch zu erläutern, woran es aus ihrer Sicht liegt, dass die Eisbären derzeit den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher hinken. Als erstes Fazit kann man bereits hier anmerken, dass die Saison keinesfalls abgeschenkt wird und man bis zum Saisonende kämpfen wird.

Lee sagte zur aktuellen Situation folgendes:

Der Kader, welchen wir auf dem Papier im Sommer gehabt haben, war sehr gut. Wenn dieser Kader auf dem Eis gestanden hätte und wir Zehnter in der Tabelle wären, dann hätten wir Probleme. Aber wir hatten von Beginn an Probleme mit Verletzungen. Das fing ja schon im Sommer mit Sean Backman oder Frank Hördler an. Hördler kämpfte sich bereits mit Schmerzen durch die Playoffs. Zu Beginn der Saison waren schon fünf Leute verletzt raus. Dann verletzt sich Thomas Oppenheimer gleich im ersten Spiel. Das alles hat uns hart getroffen. Sechs Leute aus dem Line-up kann keine Mannschaft in der DEL kompensieren.

Die verletzten Spieler sind sicherlich ein Grund für die aktuelle Misere, aber man selbst hat ja bereits immer betont, man wolle das nicht als Ausrede für die Leistungen nehmen. Dann müssen eben die erfahrenen Spieler in die Bresche springen, versuchen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Viele Fans haben dabei den Namen des Kapitäns André Rankel in den Raum geworfen, doch Richer betonte, es kann nicht nur von einem Spieler abhängen:

Die Führung einer Mannschaft kann nicht nur vom Kapitän erfolgen, sondern von einer Gruppe an Leadern. Das muss unser Ziel sein.

Durch die vielen Ausfälle mussten die Eisbären in dieser Saison vermehrt auf die jungen Spieler setzen und diesen mehr Eiszeit geben, als ihnen selbst eigentlich lieb gewesen wäre. Stefan Ustorf sagte ja erst kürzlich beim Fantalk nach dem desolaten 0:7 gegen Mannheim, dass die Spieler noch nicht so weit wären, um jetzt schon bei den Profis spielen zu können. Generell verstand Ustorf die Kritik nicht, die Eisbären würden keine jungen Spieler einbauen. Ustorf führte etwas ausführlicher dazu aus:

Es sind aktuell fünf U25-Eisbären-Spieler bei der Nationalmannschaft dabei, die meisten mit Köln zusammen. Unsere jungen Spieler, ich nehme hier mal als Beispiel Charlie Jahnke, sind weiter als ein Andreas Eder aus München zum selben Zeitpunkt. Ich verstehe nicht, warum man uns immer nachsagt, wir bauen keine jungen Spieler ein. Ein Kai Wissmann spielt schon mehrere Jahre, über ihn redet keiner. Dass ein Jahnke zwischen zwei erfahrenen Spielern besser zur Geltung kommt als zwischen einem Nino Kinder und Maximilian Adam ist doch auch klar. Aber wir haben nicht genügend Leute, um die jungen Spieler mit erfahrenen Spielern zusammenspielen zu lassen. Wenn die Jungs zusammen als vierte Reihe aufs Eis gehen müssen, sind sie nicht so weit, die Leistung zu bringen, als würden sie neben erfahrenen Spielern auflaufen. Wir haben Jonas Müller und Kai Wissmann vor Jahren eingesetzt, beide sind nun Stammspieler.

Ustorf blickte dabei auch noch einmal auf die letzte Saison zurück, in der die Eisbären unter Trainer Uwe Krupp Vizemeister wurden. Da war Ustorf nicht zufrieden mit der Situation der jungen Spieler und er kritisierte dabei auch den Ex-Coach:

Ich war mit der Situation unserer jungen Spieler letzte Saison nicht zufrieden. Weil entweder hat Uwe Krupp sie nicht eingesetzt oder aber sie zusammen spielen lassen. Ich war öfters anderer Meinung als Uwe. Ein Florian Busch ist auch erst ein guter Spieler geworden, als er an der Seite von Steve Walker und Denis Pederson spielen durfte.

An den jungen Spielern darf man aber die schlechte Saison nicht festmachen. Das sind noch diejenigen, die sich noch den Hintern aufreißen und in den Spielen alles geben. Es sind die erfahrenen Leistungsträger, die nicht ihre Form bringen. Klar, manch ein Fan würde sich daher Konsequenzen vom Trainer wünschen, doch Richer sind dabei die Hände gebunden, sein Grund dafür klingt nachvollziehbar:

Wenn acht Spieler fehlen, ist es schwer, Konsequenzen zu ziehen. Da fehlen mir einfach die Spieler. Aber intern gab es Konsequenzen, welche wir hier aber nicht nennen werden.

Kampflos wollen die Eisbären diese Saison aber nicht aufgeben, was Peter John Lee noch einmal klar stellte. Er fordert:

Ich erwarte, dass wir hart kämpfen, bis wir die Pre-Playoffs erreicht haben. Ich hoffe, wir können dann in den Playoffs überraschen. Ich will mit den verletzten Spielern keinesfalls die Saison entschuldigen. Aber aktuell sind wir, wenn einige verletzte Spieler zurück kommen, hinten gut besetzt. Vorne dagegen nicht so sehr wie hinten. Nach der Pause könnten wir bei 80,90 Prozent vom Kader des Sommers angekommen sein.

Viele Fans bemängelten auch die fehlenden Emotionen bei den Spielern, lediglich ein Kevin Poulin oder ein Florian Kettemer würden auf dem Eis Emotionen zeigen. Spieler, die gerade mal seit dieser Saison beim Hauptstadt-Club sind. Vielmehr hätte man diese von langjährigen Spielern erwartet, aber diese vermissen die Fans seit Jahren schon. Ein Fan meinte auch, dass Kevin Poulin bei einem Spiel mal wutentbrannt zur Bank gefahren ist und den Kollegen die Meinung gegeigt hatte, diese ihn aber nicht wirklich beachtet haben. Richer über Poulin:

Poulin zeigt manchmal zu viel Emotionen. Andere wollen Emotionen zeigen, können es aber nicht.

Dass es im Team der Eisbären aber an allen Ecken Probleme gibt, ist unübersehbar. Daher wurde natürlich die große Frage angesprochen, warum ein Clément Jodoin entlassen wurde und warum ein Stéphane Richer immer noch Trainer ist. Darauf gaben die Drei folgendes an:

Für viele Spieler war Clément Jodoin zu streng, er erreichte damit irgendwann nicht mehr die Mannschaft und man habe sich dann eingestanden, das es wohl ein Fehler war, Clément Jodoin zum Headcoach zu ernennen. Deshalb kam es zur Trennung.

Natürlich kam die weitere Frage auf, warum man für die restliche Hälfte keinen neuen Trainer engagiert hatte und stattdessen mit Richer weiter machte, der ja anscheinend nicht viel besser als Jodoin ist und dem Team nicht zum erhofften Erfolg verholfen hat. Richer begründete das damit, dass er so näher an der Mannschaft wäre und genau sehen könne, warum es nicht läuft und was besser gemacht werden muss. Zur Trainersuche sagte er, dass die Eisbären eben keinen Trainer für drei Monate haben wollen, so wie es die Eisbären-Philosophie halt vorgibt. Da hatte man immer Trainer über eine längerfristige Zeit – Pierre Pagé, Don Jackson, Uwe Krupp:

Wir wollen uns die Zeit nehmen, einen langfristigen Trainer zu finden. Einen mit Führungsqualität und Kommunikation. Einen, der eine klare Linie hat und diese auch zieht. Einen, der dann auch mit den Spielern spricht.

Was sicher einleuchtend ist, bringt doch ein Schnellschuss nur selten etwas, nur sollte man so etwas den Fans auch einmal genau erklären, denn sonst kommt es so rüber, dass man gar kein Interesse hat, etwas zu ändern. Denn unter Richer wurden die Leistungen noch schlechter, aber es tat sich nichts bei den Eisbären. Fehlende Transparenz wurde heute immer wieder angemahnt, ein Problem, welches sich über Jahre bei den Eisbären schon wie ein roter Faden durchzieht. Aber die Eisbären haben heute einige plausible Erklärungen abgegeben, womit sicherlich nicht jeder Fans zufrieden ist, aber es war endlich mal ein erster Schritt. Denn Richer sagte auch, dass man selbst wenn man die Pre-Playoffs erreichen sollte, darüber ins Viertelfinale einzieht und dann noch weiter kommt, man trotzdem Konsequenzen ziehen wird. Man wird einen langsamen Umbruch vollziehen, aber erst einmal hat die Trainersuche höchste Priorität.

Man hat zum Beispiel auch einen Fehler beim Abgang von Nick Petersen eingeräumt. Er war einer der wichtigsten Leistungsträger in der Vizemeister-Saison, doch letztendlich wechselte er nach Österreich. Richer meinte, man habe früh mit ihm gesprochen, doch da hat er sein Ziel KHL geäußert und dann ist es natürlich schwer, so einen Spieler zu halten, denn die KHL ist noch einmal eine andere Hausnummer. Und dann kam doch alles anders als gedacht und Richer gestand Fehler ein, dass man Petersen dann hat zu einfach ziehen lassen, weil man eben dachte, er würde in die KHL gehen. Man hätte mehr Geduld haben müssen, hätte dran bleiben müssen.

Diese Saison ist aber nun eh für viele Fans gelaufen und nicht wenige Fans wünschen sich ein frühes Saisonende nach der Hauptrunde. Aber nun sagten die Verantwortlichen ja, man würde selbst bei Erreichen der Playoffs Konsequenzen nach dieser Saison ziehen. Angesprochen darauf, welche Philosophie die Eisbären überhaupt verfolgen, antwortete Richer:

Unsere Philosophie ist es, erfolgreich Eishockey zu spielen. Wir wollen offensiv spielen, wir wollen Tore schießen.

Die Eisbären verfolgen seit Jahren das Ziel Top-4, doch sind wir ehrlich, schon seit der letzten Meisterschaft 2013 sind einige Dinge schief gelaufen, auch schon in der letzten Meistersaison wurden viele Fehler gemacht, aber der Titel hat vieles verdeckt. So war es auch mit der letzten Saison, welche mit der Vizemeisterschaft und der knappen Entscheidung in Spiel Sieben nach außen hin sicher eine klasse Saison darstellen mag, aber auch da liefen viele Dinge nicht so gut wie es aussah.

Stéphane Richer ist vor drei Jahren mit einem Drei-Jahres-Plan angetreten. Man hatte natürlich am Ende das Ziel, Meister zu werden. Man hat sich über das Halbfinale im ersten Jahr ins Finale im zweiten Jahr vorgearbeitet. Klar hatte man dann für diese Saison das große Ziel Meisterschaft ausgegeben, aber dieses werden die Jungs wohl deutlich verfehlen und daran sind einige Punkte dran schuld.
Man habe wie bereits erwähnt immer das Ziel Top-4, man wolle sich auf der deutschen Seite verjüngern und hat dies in der vergangenen Saison auch getan mit dem Trade mit Ingolstadt, als man sich im Tausch Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser sicherte. Man hat einen Weg eingeschlagen und diesen versuchen die Eisbären auch zu verfolgen. Aber viele Fans würden sich wünschen, dass die Verantwortlichen viel offener mit den Fans umgehen und sagen, was sie vor haben. Keiner hat damit ein Problem, mal drei schlechte Jahre während eines Umbruchs zu haben. Wenn man einen Plan verfolgt, an diesem festhält und junge Spieler einbauen möchte, dann dauert das eben seine Zeit, aber wenn man weiß, was der Verein vor hat, dann werden die Fans diesen Weg mitgehen und viel Geduld zeigen.
Aber wenn man dann so eine Saison wie diese sieht, wo man sich denkt, die Spieler auf dem Eis haben keinen Bock und den Verantwortlichen ist alles egal, dann wird man zu Recht sauer und machte bereits mehrfach berechtigterweise seinem Unmut deutlich. Aber wenn die Eisbären so offen agieren würden, wie sie es heute teilweise getan haben, dann wäre vieles einfacher und die Fans würden viele Dinge viel besser verstehen und nachvollziehen können.

Beenden wollen wir den Bericht mit den Worten von Trainer und Sportdirektor Stéphane Richer, welche er zu Beginn des Abends gesagt hatte:

Ich bin ein Mensch wie Ihr. Ein Eisbär wie Ihr. Ich war in Mannheim, Frankfurt und Hamburg. Aber die Vergangenheit ist Vergangenheit. Ich bin Eisbär durch und durch. Ich will immer gewinnen und gebe immer mein Bestes.