3:1 – Jamie MacQueen entscheidet nervenaufreibendes erstes Spiel gegen Straubing

Ausgabe #25:

Die Eisbären Berlin haben Spiel Eins der ersten Playoff-Runde gegen den Angstgegner Straubing Tigers gewonnen. Vor 9.617 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena setzten sich die Berliner mit 3:1 (1:0,0:1,2:0) gegen die Tigers durch und holten sich damit den so wichtigen ersten Sieg in dieser Serie. Aber diese nervenaufreibende und am Ende dramatische Partie hätte auch ganz anders ausgehen können. Am Ende jedoch die Eisbären mit dem besseren und glücklicheren Ende auf ihrer Seite.

Chefcoach Uwe Krupp musste erneut auf Micki DuPont, André Rankel und Sven Ziegler verzichten, dazu musste Barry Tallackson als überzähliger Importspieler auf die Tribüne. Im Tor stand wie erwartet Petri Vehanen. Für Nick Petersen war diese Partie ein Jubiläum, nämlich sein 200. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an die Nummer Acht der Eisbären.

Riesenubel bei den Eisbären nach dem 1:0. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Bereits im ersten Drittel entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, beide Mannschaften wollten dieses Spiel hier gewinnen. Das machten sie von Beginn an deutlich. In den ersten zehn Minuten ging es zwar hin und her, doch beide Defensivreihen zwangen die gegnerischen Spieler immer wieder zu Fernschüssen, weshalb es zunächst keine Hochkaräter zu verzeichnen gab.
In der zwölften Minute kassierten die Gäste die erste Strafzeit des Spiel. Und das Powerplay der Eisbären war ja nun nicht gerade gefürchtet in der Hauptrunde. Aber die Berliner nutzten die Überzahl nach nur 13 Sekunden aus. Spencer Machacek scheiterte noch, doch Jamie MacQueen drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (12.).
Danach dann aber die Gäste mit der Chance in Überzahl und das gleich mit zwei Mann mehr für gut eine Minute. Und das Powerplay der Straubinger war gefürchtet in der Vorrunde. Straubing ließ die Scheibe auch gut laufen, aber die Eisbären standen sehr gut in Unterzahl und ließen den Gästen kaum Platz für Schüsse. So überstanden die Eisbären die beiden Strafzeiten schadlos.
Dank der Special Teams führten die Hausherren also mit 1:0 nach 20 Minuten. Vorne das Powerplay genutzt und hinten in Unterzahl hart und erfolgreich gearbeitet. Continue reading

4:1 gegen Iserlohn: Eisbären sichern sich Heimrecht in erster Playoff-Runde

Ausgabe #24:

Das Minimalziel erste Playoff-Runde hatten die Eisbären Berlin bereits am Freitagabend nach dem 5:4-Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt erreicht. Heute Nachmittag wurde sich dann auch noch das Heimrecht für die Pre-Playoffs gesichert. Durch das 4:1 (2:1,0:0,2:0) gegen die Iserlohn Roosters beenden die Eisbären die Vorrunde auf Platz Acht und treffen ab Mittwoch auf die Straubing Tigers. Heute mussten unsere Jungs noch einmal hart für das Heimrecht arbeiten, setzten sich aber am Ende verdient durch und gehen so mit zwei Erfolgserlebnissen in die erste Playoff-Runde.

Im Vergleich zur Freitag-Partie gegen Ingolstadt gab es im Kader der Eisbären eine Änderung. Jamie MacQueen kehrte ins Team zurück, Spencer Machacek musste dafür diesmal aussetzen. Im Tor stand Petri Vehanen.

Frank Hördler mit dem Schuss von der blauen Linie. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Die Partie begann aus Eisbären-Sicht jedoch denkbar schlecht. 39 Sekunden waren gespielt, da stand es schon 0:1 für Iserlohn. Blaine Down setzte sich gegen die Eisbären-Defensive durch und ließ danach auch Petri Vehanen keine Chance.
Auch danach taten sich die Eisbären enorm schwer. Ja, sie rannten zwar an, aber an der gegnerischen blauen Linie wurden sie immer wieder von den aggressiv verteidigenden Iserlohnern erwartet und gestoppt. Die Eisbären hatten mit der aggressiven Defensivarbeit der Sauerländer arge Probleme.
Aus einer sicheren Defensive heraus versuchten die Gäste bei Kontern immer wieder für Gefahr zu sorgen. Das 1:0 spielte der Mannschaft von Coach Jari Pasanen natürlich in die Karten.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Eisbären aber einen Weg vor das Iserlohner Tor und konnten Mitte des ersten Drittels ausgleichen. Daniel Fischbuch brachte die Scheibe auf das Tor und Louis-Marc Aubry sorgte letztendlich für den Ausgleich – 1:1 (10.).
Danach ging es rauf und runter, beide mit guten Offensivaktionen. Aber es waren die Eisbären, die hier nachlegen konnten. Daniel Fischbuch versuchte es erneut, scheiterte aber wieder mal, fuhr um das Tor herum und passte den Puck zu Florian Busch, welcher zum 2:1 einnetzte (14.). Erst der 300. Assist für „Buschi“ beim 1:1, und dann sein 444. Scorerpunkt im 707. Spiel für die Eisbären. Läuft bei Berlins Nummer 26, die sich in den letzten Wochen enorm gesteigert hat.
Diese Führung brachten die Eisbären über die Zeit und lagen somit mit einem Tor nach 20 Minuten vorne. Nach anfänglichen Schwierigkeiten arbeitete man sich ins Spiel und konnte die Partie drehen. Allen voran die Aubry-Fischbuch-Busch-Reihe sorgte immer wieder für Gefahr und war auch an beiden Toren beteiligt. Continue reading

5:4-Krimi gegen Ingolstadt: Marcel Noebels löst für die Eisbären das Ticket für die erste Playoff-Runde

Ausgabe #23:

Eishockey-Herz, was willst du mehr? 13.726 Zuschauer bekamen am Freitagabend in der Mercedes-Benz Arena all das geboten, was diesen Sport so ausmacht und warum wir ihn so lieben. Neun Tore, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Spannung und Dramatik bis zur Schlusssirene und am Ende der krönende Abschluss mit der Qualifikation der Eisbären Berlin für die erste Playoff-Runde. Mit 5:4 (3:2,0:1,2:1) setzten sich die Berliner am Freitagabend gegen den ERC Ingolstadt durch und sicherten sich somit ihren Platz unter den ersten Zehn der Liga. Am Sonntag ist gegen Iserlohn sogar noch das Heimrecht möglich. Gegen Ingolstadt machte man es am Ende aber noch einmal unnötig spannend, führte man doch bereits mit 3:0 und sah sich schon auf der Siegerstraße. Doch die Jungs mussten noch einmal zittern, mussten kämpfen, mussten alles geben bis zum Schluss und wurden am Ende für ihren Einsatz und ihre Moral belohnt.

Chefcoach Uwe Krupp stand vor dem Spiel gegen Ingolstadt vor einem Luxus-Problem. Er hatte zehn gesunde Importspieler zur Verfügung. Neun dürfen jedoch nur spielen, weshalb Stürmer Jamie MacQueen die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen durfte. Zudem fehlten Micki DuPont, André Rankel und Sven Ziegler. Frank Hördler absolvierte sein 700. DEL-Spiel für die Eisbären, herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubiläum, Nante! Und Petri Vehanen hütete das Bären-Gehäuse.

Powerplay für die Eisbären. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Hinein in eine denkwürdige Partie am 51. Spieltag der Saison 2016/2017. Ingolstadt kassierte nach dreieinhalb Minuten die erste Strafzeit der Partie, die Eisbären also in Überzahl. Die Eisbären zwar bemüht, aber ohne Glück im Abschluss. Kaum wieder komplett, klingelte es im Kasten der Schanzer. Louis-Marc mit dem Querpass auf Bruno Gervais, welcher abzog, aber an Marco Eisenhut scheiterte. Florian Busch stand goldrichtig am kurzen Pfosten und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (6.).
Danach die Eisbären mit enorm viel Druck auf das Gäste-Tor, aber ohne weiteren Torerfolg. Aber auch die Schanzer suchten fortan immer wieder den Weg in die Offensive. Aber auch deren Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Tor.
In der 13. Minute sorgten die Hausherren dann aber mit einem Doppelschlag für eine Beruhigung der Nerven. Jonas Müller schickte Daniel Fischbuch auf die Reise, der entwischte seinem Gegenspieler und behielt frei vor Eisenhut die Nerven und schloss den Angriff eiskalt ab – 2:0 (13.).
Nur 41 Sekunden später gab es den nächsten Grund zum Jubeln. Charles Linglet zog von der blauen Linie einfach mal ab. Marco Eisenhut sah die Scheibe zu spät und hatte so keine Chance, den Einschlag zu verhindern – 3:0 (14.). Diesen Treffer gaben die beiden Hauptschiedsrichter Bauer und Piechaczek jedoch erst nach Ansicht des Videobeweises.
Wow, 3:0 lagen die Eisbären in diesem so wichtigen Spiel hier vorne. Wer hätte das gedacht.
Aber die Schanzer gaben sich nicht auf und kamen fünf Minuten vor der ersten Pause zum Anschlusstreffer. Thomas Greilinger stocherte die Scheibe über die Linie – 3:1 (15.). Drei Eisbären standen zwar im Torraum, aber keine hinderte Greilinger am Abschluss.
Zwei Minuten vor der ersten Drittelpause setzte Brandon Buck erneut Thomas Greilinger in Szene, welche eiskalt abschloss und Petri Vehanen keine Chance ließ – 3:2 (19.).
Dann war dieses furiose erste Drittel aber vorbei und alle Beteiligten konnten erst einmal tief durchatmen. Continue reading

12. Auswärtsniederlage in Folge: Eisbären verlieren auch beim Tabellenletzten und schwächsten Heimteam der DEL

Gestern Abend hatte ich noch geschrieben, wann wollen die Eisbären Berlin ihre Auswärts-Niederlagenserie von elf Niederlagen in Folge beenden, wenn nicht beim Tabellenletzten und schwächsten Heimteam der DEL, den Krefeld Pinguinen? Heute Abend dann die Ernüchterung für alle Berliner Fans. Auch bei den Krefeld Pinguinen geht die Negativserie auf fremden Eis weiter. Mit 2:3 n.V. (0:0,0:1,2:1/0:1) verlieren die Hauptstädter im KönigPalast, machen aber dank der gleichzeitigen Düsseldorfer Niederlage sogar noch einen Punkt auf die DEG gut. Das war aber auch gleich das einzig positive an diesem Dienstagabend.

Im Vergleich zum Bremerhaven-Spiel gab es nur eine Veränderung im Kader der Eisbären. Laurin Braun rückte für Kapitän André Rankel ins Line-up. Petri Vehanen hütete wieder das Berliner Gehäuse.

Die Hausherren begannen äußerst engagiert und hätten bereits in der ersten Spielminute in Führung gehen können. Aber Nick St. Pierre konnte den Querpass von Dragan Umicevic am langen Pfosten nicht verwerten, schoss knapp am halbleeren Berliner Tor vorbei.
Die Eisbären wirkten zu Beginn verunsichert, fanden überhaupt nicht ins Spiel und waren vielleicht auch vom offensiven Auftritt der Pinguine überrascht. Sechs Minuten waren gespielt, da hatte Mike Mieszkowski die nächste gute Chance für den KEV, auch er schoss knapp vorbei.
Es dauerte bis Mitte des ersten Drittels, ehe die Berliner die erste gute Chance hatten. Ein Schuss von der blauen Linie prallte von der Bande zurück vor das Tor, wo Daniel Fischbuch die schwarze Hartgummischeibe aber nicht unter Kontrolle bringen konnte. KEV-Goalie Niklas Treutle war bereits geschlagen auf dem Boden.
Zwei Minuten später die nächste Chance für den EHC, Nick Petersen vergab diese jedoch. Die Eisbären nun besser drin und mit einer klasse Kombination von Florian Busch und Daniel Fischbuch vor dem Tor, jedoch mit einem Pass zu viel. Busch schoss die Scheibe Treutle praktisch in die Fanghand.
Auch danach die Berliner mit weiteren Offensiv-Aktionen durch Barry Tallackson, Charles Linglet, Marcel Noebels und Bruno Gervais, aber ohne Erfolg.
Krefeld lauerte derweil auf Fehler der Eisbären und versuchte über Konter für Gefahr vorm Berliner Tor zu sorgen. Die Eisbären hingegen in der Schlussminute noch einmal mit einem Powerplay, welches man mit ins zweite Drittel nahm. Denn es blieb beim 0:0 nach 20 Minuten. Continue reading

4:1 gegen Bremerhaven: Eisbären holen die von Stefan Ustorf geforderten drei Punkte

Ausgabe #22:

Die Eisbären Berlin wollen wohl doch noch nicht in die Sommerpause gehen, wenn die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nächsten Sonntag beendet ist. Am Freitagabend setzten sich die Berliner vor 13.141 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 4:1 (1:0,2:0,1:1) gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven durch und holten somit drei enorm wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn. Man hat sich sogar auf Platz Neun verbessert und den Rückstand auf Platz Acht, welcher Heimrecht in der ersten Playoff-Runde bedeuten würde, auf drei Zähler verkürzt. Und ganz nebenbei beendete man auch seine Torflaute. Nachdem man in den letzten fünf Spielen nur ganze vier Tore erzielt hatte, gelangen gestern Abend gleich in einem Spiel vier Treffer.

Chefcoach Uwe Krupp musste auf Maximilian Adam, Micki DuPont, Laurin Braun, Kyle Wilson, Vincent Hessler und Sven Ziegler verzichten. Im Tor stand Petri Vehanen.

Hinein in eine Partie, welche von Anfang an hart umkämpft war. Beide Mannschaften kämpften schließlich noch um wichtige Punkte im Kampf um die erste Playoff-Runde. Bremerhaven mit den ersten beiden Möglichkeiten der Partie, allerdings ohne Erfolg. Die Eisbären mussten auf ihre erste Chance eine Weile warten. Erst, als man in Überzahl agieren konnte, kam man zu den ersten nennenswerten Chancen. Und im ersten Powerplay ging man dann auch gleich in Führung. Neuzugang Louis-Marc Aubry setzte sich im Angriffsdrittel klasse durch, fuhr vor das Gäste-Tor, zog dann mit der Rückhand ab und tunnelte damit Jerry Kuhn im Bremerhavener Tor – 1:0 (6.). Das erste DEL-Tor der Nummer 41.
Fortan gab es Chancen auf beiden Seiten, jedoch ohne Torerfolg. Bremerhaven hatte im Auftaktdrittel noch zweimal die Gelegenheit, in Überzahl zum Ausgleich zu kommen. Aber zweimal leistete das Penaltykilling der Hausherren eine gute Arbeit und so konnte man die insgesamt vier Minuten Unterzahl schadlos überstehen. So nahm man eine 1:0-Führung mit in die Kabine.

Gleich nach Wiederbeginn die Eisbären mit dem nächsten Powerplay, aber leider konnte man dieses nicht nutzen. Auch im Mitteldrittel war es weiterhin eine hart umkämpfte Partie, keiner schenkte dem Anderen hier irgendetwas. Zunächst war es wieder sehr ausgeglichen, aber mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste aus dem Norden immer aktiver und tauchten immer wieder vor dem Eisbären-Tor auf. Die Berliner in dieser Phase immer einen Schritt zu weit weg vom Gegenmann, mit zu vielen Fehlern und teilweise auch meistens einen Schritt langsamer als die Gäste. Diese wollten hier den Ausgleich erzielen, aber Petri Vehanen hatte etwas dagegen.
In den letzten Spielen mangelte es den Eisbären an der Chancenverwertung, gestern Abend war diese aber richtig gut und zudem gelangen den Eisbären auch die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt. 65 Sekunden vor der zweiten Pause Nick Petersen mit einem klasse Querpass auf Charles Linglet, der am langen Pfosten lauerte und die Scheibe zum 2:0 über die Linie drückte (39.). Auch für die Nummer Neun das erste DEL-Tor.
Und die nächste Tor-Premiere sollte nur 32 Sekunden auf sich warten lassen. Julian Talbot mit dem Bullygewinn, Barry Tallackson scheiterte noch an Jerry Kuhn und Marcel Noebels staubte bei seinem ersten Heimspiel dieser Saison zum 3:0 ab (40.).
Bremerhaven war durchaus dran am Ausgleich, aber die Eisbären machten im richtigen Moment die beiden Tore und sorgten so für eine beruhigende Pausenführung nach 40 Minuten.

Zu Beginn des letzten Drittels ging es wieder hin und her mit Abschlüssen auf beiden Seiten. Es waren die Eisbären, denen der nächste Treffer an diesem Abend gelingen sollte. Über Noebels und Aubry kam die Scheibe an die blaue Linie zu Jonas Müller, welcher keine Anspielstation fand und so zum Schuss ansetzte. Mit Erfolg, denn Nick Petersen parkte vor dem Tor von Jerry Kuhn und nahm dem Gäste-Goalie damit die Sicht und so schlug die Scheibe zum vierten Mal im Bremerhavener Tor ein – 4:0 (45.).
Nach diesem Tor war der Drops hier gelutscht, die Eisbären führten souverän gegen Konkurrent Bremerhaven, ließen nun nicht mehr allzu viel anbrennen und machten nach vorne auch nicht mehr als nötig. 81 Sekunden vor dem Ende tauschten Spencer Machacek und Jack Combs noch einmal „Nettigkeiten“ aus und bekamen dafür je zwei Minuten aufgebrummt. Mit 4-gegen-4 ging es anschließend auf dem Eis weiter, was Bremerhaven 34 Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 4:1 durch Cody Lampl ausnutzte (60.). Was zugleich der Schlusspunkt unter dieser Partie war.

Ein wichtiger Sieg im Kampf um Platz Zehn. Eine ordentliche Leistung der Mannschaft, der aber gerade im Mitteldrittel doch noch der ein oder andere Fehler unterlaufen ist. Da war Bremerhaven durchaus dran, den Ausgleich zu erzielen. Aber die Eisbären haben praktisch immer im richtigen Moment die Tore gemacht. Das 1:0 in Überzahl war wichtig, um das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. Das 2:0 und 3:0 fiel ebenso richtig, um Bremerhaven auf Abstand zu halten. Und das 4:0 sorgte dafür, dass Bremerhaven endgültig bewusst wurde, dass hier nichts zu holen ist. Das Gegentor am Ende ist zwar unnötig gewesen aber was zählt, sind die drei Punkte.
Vor dem Tor räumte man gestern auch mal auf, was in Köln ja noch nicht so der Fall war. Vor dem Tor nutzte man endlich mal seine Chancen. Aubry und Linglet haben gezeigt, dass sie auch treffen können. Und Noebels ist eine echte Verstärkung für unsere Jungs.
Aber wie so oft in der Vergangenheit gilt auch dieses Mal wieder: Man muss die gezeigte Leistung konstant auch in den nächsten Spielen abrufen und die Kleinigkeiten, die nicht so gut waren, abstellen. Aber ein erster Schritt in die richtige Richtung war es schon einmal.

11. Auswärtsniederlage in Folge: Zwei Fehler führen zu 0:2-Niederlage bei den Kölner Haien

Auswärtsreisen können sich die Eisbären Berlin und deren Fans weiterhin sparen. Am Sonntagnachmittag setzte es bei den Kölner Haien beim 0:2 (0:0,0:2,0:0) die elfte Auswärtsniederlage in Folge. Und seit dem heutigen Spieltag haben unsere Jungs nun auch offiziell den schlechtesten Angriff (110 Tore) der Deutschen Eishockey Liga (DEL), was angesichts von vier Toren in den letzten fünf Spielen nicht wirklich verwunderlich ist. Der DEL-Rekordmeister taumelt also dem Hauptrunden-Ende entgegen.

Chefcoach Uwe Krupp konnte heute drei Rückkehrer im Team begrüßen. Petri Vehanen hütete wieder das Berliner Tor, Nick Petersen und Marcel Noebels stürmten für die Berliner. Dagegen fielen Bruno Gervais, Micki DuPont, Kyle Wilson, Julian Talbot und Sven Ziegler aus.

Die Eisbären kamen gut aus der Kabine und hatten gleich in den ersten 40 Sekunden der Partie drei gute Chancen. Und nach zwei Minuten bekam man dann auch erstmals die Chance, in Überzahl zu agieren, welche man jedoch ungenutzt ließ.
Uwe Krupp hatte von seinem Team Disziplin gefordert, man sollte die Strafbank vermeiden. Klappte jedoch nur fünf Minuten. Innerhalb von sieben Minuten kassierten die Berliner drei Strafen in Folge, Köln fand so hinein in die Partie. Christian Ehrhoff traf im Powerplay nur das Außennetz, Alex Bolduc vergab eine weitere gute Chance für die Domstädter. Allerdings ließen die Eisbären in Unterzahl nicht mehr zu, spielten teilweise ein sehr aggressives Forechecking und stellten Köln so vor Probleme. Die Hausherren konnten so ihre drei Überzahlspiele nicht nutzen.
Die Eisbären standen weiterhin sehr kompakt hinten, aber komplett konnte man Kölner Angriffe nicht vermeiden. Dane Bayers scheiterte mit seinem Versuch aus dem Slot heraus, Max Reinhart zielte knapp vorbei und T.J. Mulock scheiterte aus kurzer Distanz. Beim Stand von 0:0 ging es in die erste Drittelpause. Continue reading

1:7-Blamage in Wolfsburg: Die Eisbären-Fans zeigen mehr Leidenschaft und Einsatz als die Mannschaft

Was bitte war das? Die Eisbären Berlin haben sich am Sonntagnachmittag bis auf alle Knochen blamiert. Vor 4.354 Zuschauern verloren unsere Jungs mit 1:7 (0:3,1:2,0:2) bei den Grizzlys Wolfsburg und boten dabei eine unterirdische Leistung an. Aber was will man auch erwarten, wenn die Fans auf den Rängen mehr Leidenschaft und Einsatz zeigen als die Mannschaft unten auf dem Eis. Dann kann das ja nur in die Hose gehen. Und genau das ist heute auch passiert.

Sein Jubiläum hatte sich Kapitän André Rankel sicherlich anders vorgestellt. Die Nummer 24 der Eisbären absolvierte heute sein 700. DEL-Spiel für die Berliner. Glückwunsch an dieser Stelle zum Jubiläum. Im Tor gab es wieder einen Wechsel, Maximilian Franzreb stand statt Marvin Cüpper heute im Tor.

Am Freitagabend gab Louis-Marc Aubry sein DEL-Debüt im Eisbären-Trikot. Seine erste Amtshandlung war eine Strafzeit, die zum 1:0 der Augsburger führte. Das schien Aubry ziemlich gut gefallen zu haben, also dachte er sich heute, das mache ich nochmal. 24 Sekunden waren gespielt, da kassierte Aubry die erste Strafe der Partie. Das Wolfsburg ein sehr starkes Powerplay hat, sollten die Eisbären wissen. 19 Sekunden dauerte es daher nur, ehe die Grizzlys das Überzahlspiel nutzten. Brent Aubin mit dem Rückhandschuss, Nick Johnson nahm Franzreb die Sicht und die Scheibe rutschte dem EHC-Goalie durch die Schoner – 1:0 nach 43 Sekunden.
Und Wolfsburg legte nicht viel später sofort nach. Tyler Haskins wurde von Frank Hördler nicht entscheidend gestört, kurvte ums Tor und passte die Scheibe rüber auf Gerrit Fauser, welcher am langen Pfosten lauerte und den Puck mühelos zum 2:0 einschieben konnte (4.).
Im Gegenzug der erste Abschluss der Eisbären, André Rankel auf Florian Busch, der scheiterte aber an Felix Brückmann. Die Eisbären taten sich enorm schwer, spielten zu viele ungenaue Pässe, kamen so selten in einen geordneten Spielaufbau. Wolfsburg zu Beginn mit einem aggressiven Forechecking.
Elf Minuten waren gespielt, da spielte Patrick Seifert einen klasse Aufbaupass quer über die Eisfläche auf Tyler Haskins, der fuhr über rechts ins Drittel und schoss die Scheibe ins rechte Eck zum 3:0. Danach war der Arbeitstag von Maximilian Franzreb vorbei, Marvin Cüpper stand von nun an im Tor. Franzreb traf jedoch keine Schuld an dem Spielstand.
Die Eisbären im ersten Drittel dann noch einmal mit zwei Überzahlspielen, aber lassen wir es sein, darüber braucht man kein Wort zu verlieren. Wolfsburg hätte hier beinahe sogar 4:0 nach 20 Minuten geführt, aber der Treffer wurde wegen Torraumabseits nicht gegeben. So stand es 3:0 für die Hausherren nach 20 Minuten. Continue reading

Bittere Niederlage in Augsburg: Eisbären belohnen sich nicht für ihren Aufwand

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel am Freitagabend bei den Augsburger Panthern knapp verloren. Vor 5.661 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion unterlagen die Berliner mit 1:2 (0:1,1:0,0:1). Die Hauptstädter zeigten ab dem zweiten Drittel eine gute Leistung und erarbeiteten sich auch einige Chancen, letztendlich scheiterte man an der Chancenverwertung.

Chefcoach Uwe Krupp konnte seit langer Zeit mal wieder auf einen kompletten Kader zurückgreifen. Jonas Müller und Darin Olver kehrten nach Verletzung wieder zurück ins Team. Louis-Marc Aubry gab sein Debüt für die Eisbären. Dafür fehlte Micki DuPont, der die nächsten fünf Wochen ausfallen wird. Im Tor stand erneut Marvin Cüpper.

Der sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf, hatte vor der Partie bei Telekom Eishockey gesagt, man muss von der Strafbank weg bleiben und bei 5-gegen-5 gutes Eishockey spielen. Schien sich nicht bis zu Neuzugang Louis-Marc Aubry herum gesprochen zu haben, der nach nur vier DEL-Minuten bereits seine erste Strafzeit kassierte. Und Augsburg hat ein sehr starkes Powerplay und nutzte die folgende Überzahl sofort aus. Mark Cundari hatte auf der linken Seite zu viel Platz und Zeit, fuhr bis zum Bullykreis vor und zog dann ab. Die Scheibe schlug im linken Eck ein – 1:0 (5.).
Die Eisbären hatten jedoch gleich danach die Chance zum Ausgleich, denn auch die Berliner bekamen ihr erstes Powerplay zugesprochen. Aber in diesem konnten sie für keinerlei Gefahr sorgen. Augsburg fortan mit einem aggressiven Forechecking, sie störten die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau. Den Eisbären mangelte es an Ideen, um mal nach vorne etwas zu machen.
Erst Mitte des ersten Drittels tauchten die Berliner mal gefährlich vor dem Tor von Jonathan Boutin auf. Daniel Fischbuch hatte die Chance nach einem Augsburger Fehler im Spielaufbau, scheiterte jedoch an Boutin (11.). Zwei Minuten später vergab Charles Linglet zweimal.
Ansonsten war es ein Chancenarmes erstes Drittel, die Schussstatistik zeigte 7:6 für Augsburg an. Continue reading

1:0 – André Rankel und Marvin Cüpper führen die Eisbären zu wichtigem Heimsieg gegen Verfolger Schwenningen

Ausgabe #21:

Die Eisbären Berlin haben das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen die Schwenninger Wild Wings gewonnen. Vor 10.124 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena setzten sich die Berliner am Dienstagabend denkbar knapp mit 1:0 (0:0,1:0,0:0) durch und gewannen somit auch das zweite Heimspiel gegen die Wild Wings mit 1:0. Und für Marvin Cüpper war es der zweite Shutout der Saison, den ersten holte er – na klar – ebenfalls gegen Schwenningen. Im Kampf um Platz Zehn waren das natürlich enorm wichtige drei Punkte und zudem hielt man einen Verfolger auf Abstand.

Auf sieben Spieler musste Chefcoach Uwe Krupp heute verzichten. Petri Vehanen, Jonas Müller, Nick Petersen, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler und Marcel Noebels standen auch heute nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Bruno Gervais in den Kader zurück und auch Micki DuPont konnte mitspielen. Florian Busch absolvierte sein 700. DEL-Spiel für die Eisbären und Charles Linglet sein erstes. Im Tor stand heute, wie oben bereits erwähnt, Marvin Cüpper.

Das erste Drittel bot wenige Highlights. Es ging hin und her und beide Mannschaften kamen auch immer wieder zum Abschluss. Nur fehlte es an den echten Hochkarätern an Chancen. Man merkte beiden Mannschaften an, um was es in diesem Spiel ging. Dementsprechend umkämpft war es auch, beide versuchten hinten auch relativ sicher zu stehen und wenig zuzulassen. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, was sehr ausgeglichen war und beim Stand von 0:0 in die erste Drittelpause ging. Continue reading

1:6 – Arg dezimierte Eisbären ohne Chance in Nürnberg

Die Eisbären Berlin bleiben ohne Punkt an diesem DEL-Wochenende. Zwei Tage nach der 3:4-Niederlage gegen Tabellenführer Red Bull München verloren die Hauptstädter auch beim Tabellenzweiten Thomas Sabo Ice Tigers. Vor 5.030 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherung hieß es am Ende 1:6 (1:1,0:2,0:3). Die Eisbären gingen zwar in Führung, doch letztendlich hatte man dem Top-Team nicht viel entgegenzusetzen.

Wie auch, fehlten Chefcoach Uwe Krupp im Frankenland doch heute Abend tatsächlich acht Stammspieler (!). Am Freitag fehlten bereits Bruno Gervais, Jonas Müller, Nick Petersen, Darin Olver, Sven Ziegler und Marcel Noebels. Heute fehlten dann auch noch Torhüter Petri Vehanen und Stürmer Julian Talbot. So begannen die Berliner mit Maximilian Franzreb im Tor und Marvin Cüpper auf der Bank. Youngster Vincent Hessler war der neunte Stürmer im Kader der Eisbären.

Keine guten Voraussetzungen also für die Partie bei den so starken Franken. In den ersten zehn Minuten passierte jedoch noch nicht viel. Die Eisbären standen hinten relativ sicher, Nürnberg zeigte noch nicht, warum sie auf Platz Zwei der Tabelle stehen.
Gegen Mitte des Drittels wurden die Hausherren dann aber stärker und kamen auch zu guten Torchancen. Aber Maximilian Franzreb im Berliner Tor ließ nichts zu. Als Nürnberg in der Schlussphase zwei Strafzeiten innerhalb von vier Sekunden kassierte, waren die Berliner plötzlich in doppelter Überzahl. Und da klingelte es im Nürnberger Tor. Frank Hördler mit dem Querpass, Micki DuPont mit der Direktabnahme und der 1:0-Führung der Gäste (18.). Zu diesem Zeitpunkt sehr überraschend.
Aber Nürnberg schlug in Unterzahl (!) zurück. Frank Hördler vertändelte die Scheibe vor dem eigenen Tor, Brandon Prust legte die Scheibe zurück auf Brandon Segal, welcher zum 1:1 traf (20.).
Angesichts eines Torschuss-Verhältnis von 16:5 für Nürnberg ein schmeichelhafter Spielstand für die Eisbären. Continue reading