1:2 in Augsburg: Der nächste harmlose Auftritt der Eisbären Berlin

150px-AEV_Panther_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgWürde es Schmerzensgeld für die Leistung der eigenen Mannschaft geben, die Fans der Eisbären Berlin würden es immer mehr verdienen. Am Freitagabend setzte es bei den Augsburger Panthern eine verdiente 1:2 (1:0,0:1,0:1)-Niederlage. Es war bereits die achte Niederlage in den letzten neun Auswärtsspielen (!). Unfassbar für eine Mannschaft wie die Eisbären. Und was noch viel schlimmer ist, man zeigte keine Reaktion auf die schwache Leistung vom Straubing-Spiel am Mittwochabend.

Es war das 90. Aufeinandertreffen des AEV und des EHC in der DEL. Augsburg startete angesichts von drei Heimsiegen in Folge selbstbewusst ins Spiel und setzte die Eisbären gleich einmal gehörig unter Druck und kam auch zu den ersten Torchancen. Die Eisbären hatten durch Top-Scorer Nick Petersen nach zwei Minuten die erste Chance.
Fortan war wenig Tempo drin, beide Mannschaften stellten die neutrale Zone gut zu und so gab es kaum Torraumszenen zu bewundern. Erst in der achten Minute gab es wieder eine gelungene Aktion zu sehen, André Rankel auf Kyle Wilson in den Slot, doch Jonathan Boutin im Augsburger Tor war zur Stelle.
Augsburg war danach die aktivere Mannschaft, machte mehr nach vorne und hatte mehr Torabschlüsse als die Eisbären. Was aber auch daran lag, dass die Panther zwei Überzahlspiele im ersten Drittel hatten. Nur nutzen konnte Augsburg das Powerplay nicht.
Zur Überraschung aller Fans gingen dann die Eisbären in der 19. Spielminute mit 1:0 in Führung. Spencer Machacek zog von außen vor das Tor, zog ab, Boutin ließ prallen und Jamie MacQueen staubte ab. Das war zugleich auch der Pausenstand. Continue reading

1:2 n.V. gegen Straubing: Die Eisbären quälen ihre Fans

logo_wbn_1617Ausgabe #9:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoAlle Eisbären-Fans, die heute Abend nicht den Weg in die Arena am Ostbahnhof angetreten haben, hatten die richtige Entscheidung getroffen. Die 10.077 Fans, die sich auf den Weg in die Mercedes-Benz Arena gemacht haben, lasst Euch gesagt sein. Ich habe genauso gelitten wie ihr und bin mächtig frustriert nach Hause gegangen. Wie viele von Euch wahrscheinlich auch. Was war passiert? Die Eisbären Berlin haben am Mittwochabend das DEL-Spiel gegen die Straubing Tigers mit 1:2 n.V. (0:1,1:0,0:0/0:1) verloren. Nun werden viele von Euch sagen, Niederlagen gehören zum Sport dazu, was auch stimmt. Aber was auch bei Niederlagen stimmen muss, ist die eigene Leistung und die hat bei den Hausherren heute überhaupt nicht gestimmt. Und so baute man mal wieder ein sich in der Krise befindendes Team (sechs Niederlagen in Folge) auf. Nicht zum ersten Mal baute man Straubing in dieser Saison auf, auch beim 2:5 in Niederbayern gewannen die Tigers gegen die Eisbären erstmals nach einer Niederlagenserie wieder ein Ligaspiel. Man gibt halt gerne den Aufbaugegner.

Nach zwei Siegen in Folge und 8:0-Toren sollte man meinen, die Mannschaft hätte Selbstvertrauen getankt und würde nur allzu gerne den dritten Sieg in Folge einfahren. Zumal es gegen ein Gegner ging, der nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzte. Aber es sollte anders kommen. Es wurde so ein typisches „Dienstagspiel“ an einem Mittwochabend. Mit Eishockey hatte das jedenfalls überhaupt nichts zu tun.

Gegen Düsseldorf und Ingolstadt waren den Eisbären Tore in der ersten Minute geglückt, heute kamen sie überhaupt nicht ins Spiel. Straubing überraschte die Eisbären mit einer offensiven Spielweise, die Niederbayern dominierten das erste Drittel, waren die aktivere Mannschaft, setzten die Eisbären immer wieder unter Druck und hatten auch gute Chancen. Einzig Petri Vehanen zeigte hier Normalform und verhinderte mehrfach ein Gegentor. Die Eisbären brauchten sechs Minuten (!) bis zur ersten Torchance. Jedoch war in der Offensive von den Hausherren in den ersten 20 Minuten nicht viel zu sehen. Lediglich mit Einzelaktionen konnte man für zaghafte Gefahr sorgen, so wie Nick Petersen, der es immer wieder mal alleine versuchte.
Straubing brauchte bis zur 16. Spielminute, ehe die verdiente Führung da war. Derek Whitmore war im Powerplay erfolgreich – 0:1. Was zugleich der Pausenstand war. Continue reading

1:3 in Mannheim: Eisbären verschlafen den Start und wachen zu spät auf

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker bei den Adler Mannheim verloren. Vor 9.227 Zuschauern in der SAP-Arena verloren die Hauptstädter mit 1:3 (0:3,0:0,1:0) bei den Kurpfälzern und müssen einen Rückschlag im Kampf um die Top-6-Plätze hinnehmen. Das Spiel haben unsere Jungs vor allem im ersten Drittel verloren, welches man komplett verschlafen hatte.

Die Eisbären mussten in Mannheim auf Marcel Noebels, Frank Hördler, Laurin Braun und Julian Talbot verzichten. Im Tor stand erneut Petri Vehanen.

Chefcoach Uwe Krupp hatte davor gewarnt, dass Mannheim von Beginn an Druck machen würde und man von daher vom ersten Bully weg konzentriert zu Werke gehen müsse, vor allem in der Defensive. Denn die Adler hatten zwei Heimspiele in Folge verloren und wollten Revanche nehmen für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen der Saison in Berlin, als die Adler mit 3:4 unterlagen. Das Vorhaben der Eisbären ging jedoch komplett schief, denn man verschlief die ersten 20 Minuten komplett.
Schon in der Anfangsphase mussten die Eisbären zweimal in Unterzahl ran. Während man das erste Powerplay der Adler dank eines guten Forecheckings schadlos überstand, klingelte es im zweiten Überzahlspiel der Hausherren dann doch im Tor von Petri Vehanen. Ein Schuss der Adler wurde noch geblockt, über Chad Kolarik kam die Scheibe zu Daniel Sparre, welcher die Scheibe im halbleeren Berliner Tor versenkte – 1:0 (4.).
Mannheim war von Beginn an die aktivere Mannschaft, übte viel Druck auf die Berliner aus, ohne dabei jedoch Vollgas zu geben. Denn die Eisbären machten es den Hausherren zu leicht. Die Eisbären fanden zu keinem geordneten Spielaufbau und konnten somit für keinerlei Gefahr vor dem Adler-Gehäuse sorgen. Und Mannheim wurde das Toreschießen leicht gemacht.
Neun Minuten waren gespielt, als Christoph Ullmann den Puck quer zu Daniel Richmond passte, welcher auf Höhe des linken Bullykreises überhaupt nicht angegriffen wurde und so zum 2:0 abschließen konnte.
Den Eisbären unterliefen zu viele Scheibenverluste und wenn man sich mal nach vorne wagte, dann entstand dies aus Einzelaktionen. Schön anzusehen war der Auftritt der Eisbären überhaupt nicht. Die einzige richtig gute Chance hatten die Eisbären in der 15. Spielminute, als Daniel Fischbuch per Rückhand an Dennis Endras scheiterte.
Im Gegenzug Christoph Ullmann auf Chad Kolarik, der völlig frei vor Vehanen mit dem Abschluss zum 3:0 (15.). Und zwei Minuten später David Wolf alleine vor Vehanen, doch sein Schuss ging knapp drüber. So blieb es beim Pausenstand von 3:0 für Mannheim. Und das aus Sicht der Mannheimer ohne großen Aufwand. Continue reading

4:3 gegen Iserlohn: Eisbären feiern vierten Heimsieg in Folge, machen es aber am Ende noch einmal spannend

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRooster_1_E17_ig110307Die Eisbären Berlin haben den Schwung vom 5:3-Sieg in Krefeld mit nach Berlin genommen und den zweiten Ligasieg in Folge gefeiert. Gegen die Iserlohn Roosters setzten sich die Berliner vor 11.324 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 4:3 (1:1,3:0,0:2) durch und gingen somit auch im vierten Heimspiel nacheinander als Sieger vom Eis. Nach 40 Minuten sah es nach einem lockeren Heimsieg der Eisbären aus, doch am Ende machte man es noch einmal unnötig spannend. Aber genau das zeigt eben, dass es bei den Eisbären nach wie vor noch nicht komplett rund läuft. Aber wir haben ja kleine Schritte gefordert und gegen die Sauerländer machten unsere Jungs erneut kleine Schritte Richtung weitere erfolgreiche Spiele.

Chefcoach Uwe Krupp musste im Duell gegen die Sauerländer auf Marcel Noebels, Laurin Braun, Frank Hördler, Julian Talbot und Maximilian Franzreb verzichten. Im Tor stand Stammgoalie Petri Vehanen.

Hier schlägt der Puck zum 1:0 für die Eisbären im IEC-Tor ein. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Hier schlägt der Puck zum 1:0 für die Eisbären im IEC-Tor ein. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof sahen im ersten Drittel ein durchschnittliches DEL-Spiel. Beide Mannschaften mit wenig Tempo und nicht wirklich vielen hochkarätigen Torchancen. Die Eisbären mit der optischen Überlegenheit, aber im Abschluss fehlte es ihnen an der nötigen Genauigkeit, weshalb die Schüsse entweder am Tor vorbei gingen oder am Ende kein Problem für Matthias Lange im IEC-Tor waren. Selbiges galt übrigens auch für Iserlohn, die aber nicht so oft vor dem Berliner Tor auftauchten wie die Eisbären vom Gäste-Tor.
Als die Hausherren aber das erste Powerplay der Partie hatten, klingelte es im Roosters-Tor. Über Micki DuPont und Darin Olver kam die Scheibe zu Kapitän André Rankel, welcher im Slot lauerte und den Puck ins Tor hämmerte – 1:0 (14.). Das dritte Tor von Rankel seit seiner Rückkehr in den Kader am Dienstag in Krefeld, als ihm bereits zwei Tore gelangen. Der Kapitän ist eben wichtig für die Eisbären, gerade dann, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht.
Die Führung sollte aber nicht bis zur Drittelpause reichen. Denn als die Gäste vom Seilersee auch mal Druck ausüben konnten, gelang ihnen der nicht unverdiente Ausgleich. Luigi Caporusso umkurvte Petri Vehanen und netzte zum 1:1 ein (19.). Nur 32 Sekunden später jubelten die Gäste erneut, aber nach Ansicht des Videobeweises gaben die beiden Hauptschiedsrichter Aumüller und Hurtik das Tor wegen eines hohen Stocks nicht. Somit blieb es beim 1:1 nach 20 Spielminuten. Continue reading

5:3-Sieg nach 0:2 in Krefeld: Der Auswärts-Fluch ist nach sechs Niederlagen in Folge endlich besiegt

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNa bitte, es geht doch. Nach sechs Auswärtsniederlagen in Folge haben die Eisbären Berlin endlich mal wieder ein Auswärtsspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. In einem vorgezogenen Spiel des 20. Spieltages gewannen die Hauptstädter bei den Krefeld Pinguinen mit 5:3 (1:2,2:0,2:1). Es war klar, dass in diesem Spiel eine Serie enden würde, denn während die Berliner wie bereits erwähnt sechs Auswärtsniederlagen in Folge kassierten, verlor Krefeld die letzten acht Heimspiele in Folge. Der letzte und bis dato einzige Heimsieg dieser Saison datiert noch vom ersten Spieltag, als man die Adler Mannheim besiegte.

Heute trafen die Seidenstädter auf die schwächste Auswärts-Defensive (35 Gegentore). Und diese Statistik sollten unsere Jungs gleich einmal ausbauen. Ganze elf Sekunden brauchten die Hausherren, um gegen Berlin in Führung zu gehen. Daniel Pietta hatte mit der Rückhand einfach mal auf das Tor geschossen, allerdings nicht wirklich hart, aber dennoch rutschte der Puck Petri Vehanen durch die Schoner – 1:0 (1.). Der Finne stand heute wieder im Berliner Tor.
20 Sekunden waren gespielt, da marschierten zwei Eisbären (Micki DuPont und Barry Tallackson) sowie ein Krefelder (Dragan Umicevic) auf die Strafbank. Powerplay also für Krefeld. Und die Hausherren brauchten lange, um in ihre Formation zu finden. 15 Sekunden vor Ablauf hatten sie diese aber gefunden und erhöhten auf 2:0. Mike Little hatte von außen abgezogen, sein Schuss wurde wohl noch von Martin Schymainski abgefälscht und schlug hinter Vehanen im Tor ein (3.). 2:0 nach drei Minuten für das zweitschwächste Heimteam der DEL. Es drohte die siebte Auswärtsniederlage in Folge.
Die Eisbären hatten Probleme ins Spiel zu finden, konnten erstmals in der siebten Spielminute für eine kleine Drangphase im Krefelder Drittel sorgen. Die Torschüsse gingen aber meist am Tor vorbei und sorgten so für keine Gefahr. Krefeld im Gegenzug mit der Chance zum 3:0, Marcel Müller und Dragan Umicevic mit einem 2-auf-1-Konter, Letzterer verpasste das Zuspiel von Müller aber denkbar knapp.
Krefeld danach mit einer richtig starken Drangphase und guten Torchancen, da hätte es durchaus 3:0 oder 4:0 stehen können. Krefeld wirkte läuferisch immer einen Schritt schneller als die Eisbären, die sich zu viele Scheibenverluste leisteten. Die Eisbären versuchten es viel mehr über Einzelaktionen, was aber auch nicht wirklich für viel Gefahr sorgte.
Dann aber mal ein gutes Zusammenspiel der Gäste, Nick Petersen auf Micki DuPont, welcher im Slot lauerte und die Scheibe links oben versenkte – 2:1 (17.).
Die Eisbären danach noch einmal mit einem Powerplay und zwei guten Chancen durch DuPont, aber letztendlich blieb es beim 2:1 nach 20 Minuten. Continue reading

6. Auswärtsniederlage in Folge: Entscheidung innerhalb von 16 Sekunden

130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben ein Null-Punkte-Wochenende hingelegt. Und das wollte beim DEL-Rekordmeister sicherlich niemand nach der Länderspielpause erleben. Aber die Hauptstädter verloren am Sonntagnachmittag auch das zweite Spiel an diesem Wochenende. Bei den Kölner Haien verloren die Eisbären mit 1:4 (0:1,1:1,0:2) und kassierten damit die sechste Auswärtsniederlage (!) in Folge. Inzwischen dürfte man getrost von einer Krise in der Hauptstadt reden. Und dass es so nicht weiter gehen darf, ist wohl allen bewusst.

Dabei sah das heute in der Domstadt gar nicht mal so schlecht aus, was die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp da zeigten. Das Spiel begann sehr intensiv und hart umkämpft, beide Mannschaften gaben keinen Zweikampf verloren. Zunächst waren beide Teams auch auf eine sichere Defensive bedacht, um aus dieser die Angriffe einzuleiten.
Die erste richtig gute Chance hatten dann die Gäste in der fünften Spielminute, als Nick Petersen den Puck auf Darin Olver passte und dieser ihn weiter in den Slot zu Vincent Hessler spielte, welcher jedoch an Gustaf Wesslau scheiterte. Kurz darauf scheiterten auch Barry Tallackson und Kyle Wilson am KEC-Goalie.
Es war eine Phase, in der die Partie an Fahrt aufnahm. So schoss bei Köln Dane Byers knapp am Tor vorbei (6.). In der neunten Spielminute dann ein Fehler der Eisbären im Spielaufbau, Köln mit einem 2-auf-0, doch Marvin Cüpper, welcher heute das Berliner Tor hütete, war zur Stelle.
Die Eisbären hatten dann Mitte des ersten Drittels eine weitere gute Chance durch Sven Ziegler, aber auch der Youngster vergab knapp. Im Gegenzug ein katastrophaler Fehlpass von Darin Olver, Köln so mit zwei Mann frei vor Cüpper, Nicholas Krämmer auf Dane Byers und der hatte keine Probleme, die Scheibe im halbleeren Tor unterzubringen – 1:0 (10.).
Köln fortan mit einem sehr aggressiven Forechecking, was es den Eisbären immer wieder erschwerte, in den Spielaufbau zu kommen. Die letzte große Chance hatten dann auch die Haie im ersten Drittel, als Nick Latta im Fallen den Puck knapp am Tor vorbeisetzte. Mit einem 1:0 für Köln ging es in die erste Drittelpause. Continue reading

Peinliches Defensiv-Verhalten: Eisbären „schenken“ Nürnberg den Sieg

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin wollten mit einem Erfolgserlebnis aus der Länderspielpause kommen. Das ist gehörig schief gelaufen. Bei den Thomas Sabo Ice Tigers setzte es eine 2:5 (0:1,1:3,1:1)-Niederlage. Dabei wäre im Frankenland durchaus was drin gewesen, aber durch zu viele individuelle Fehler und ein mehr als peinliches Defensiv-Verhalten schenkte man die Partie leichtfertig ab und ging somit zum fünften Mal in Folge (!) auswärts als Verlierer vom Eis.

Die Eisbären mussten in Nürnberg auf Frank Hördler, Marcel Noebels, Laurin Braun und André Rankel verzichten. Im Tor stand wieder Stammgoalie Petri Vehanen. .

Beide Mannschaften starteten schwungvoll in die Partie, überbrückten schnell die neutrale Zone, um im Angriffsdrittel zu Chancen zu kommen. Doch beide Defensivreihen standen sehr kompakt hinten und ließen nicht viele hochkarätige Chancen zu. Die Eisbären hatte die erste richtig gute Chance in der achten Spielminute, als Darin Olver per Bauerntrick an Jochen Reimer im Nürnberger Tor scheiterte. Im Gegenzug hatte Andrew Kozek eine gute Chance, sein Schuss ging knapp am Eisbären-Gehäuse vorbei.
Beide Teams legten hier ein hohes Tempo vor, lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und gaben keinen Zweikampf verloren, eine hart umkämpfte Partie war das hier in Nürnberg gewesen. Und die Eisbären hatten die besseren Chancen. Nürnberg zwar mit einem Schuss-Übergewicht nach den ersten 20 Minuten (10:5), aber die gefährlichen Einschuss-Gelegenheiten hatten die Berliner. So scheiterte Florian Busch per Direktabnahme aus dem Slot (10.) und Daniel Fischbuch bekam die Scheibe bei einem 2-auf-1-Konter der Eisbären nach Querpass von Nick Petersen nicht unter Kontrolle.
Als sich alle schon auf ein 0:0 nach dem ersten Drittel einstellten, fuhren die Hausherren noch einmal einen Konter. Philippe Dupuis setzte sich im Angriffsdrittel gegen Sven Ziegler durch und schoss den Puck unter der Stockhand von Petri Vehanen durch ins Tor zum doch etwas überraschenden 1:0 (20.). Mit diesem Paukenschlag endete das erste Drittel. Continue reading

Nürnberg, Köln, Krefeld: Die Eisbären mit schweren Aufgaben bei DEL-Auswärtstour

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, der Liga-Alltag geht wieder los. Wobei von Pause für die Eisbären Berlin nicht zu reden war, denn die Berliner waren als letzte DEL-Mannschaft noch in der Champions Hockey League (CHL) aktiv. Aber im Achtelfinale bekam der DEL-Rekordmeister deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Gegen den schwedischen Meister und CHL-Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg schied man am Ende deutlich mit 2:10 (1:6 in Berlin/1:4 in Göteborg) aus. Gegen das schwedische Top-Team waren unsere Jungs chancenlos, da zeigte sich, wie groß die Lücke zu anderen internationalen Ligen ist und wie weit die DEL von diesen Ligen entfernt ist.

In der DEL geht es aber für die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp nicht einfacher weiter. Innerhalb von fünf Tagen stehen für unsere Jungs gleich drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Morgen Abend ist man bei den Thomas Sabo Ice Tigers zu Gast (Bully: 19:30 Uhr), Sonntag folgt der Klassiker bei den Kölner Haien (16:30 Uhr) und am Dienstag endet die Auswärtstour mit dem Gastspiel bei den Krefeld Pinguinen (19:30 Uhr). Man kann diese Woche wohl getrost als „Woche der Wahrheit“ bezeichnen. Denn mit 24 Punkten sind die Eisbären als Siebter momentan nur im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Gibt es auf der Auswärtstour kaum etwas zu jubeln, droht der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der drei Auswärtsspiele wie folgt:

Wir haben bei Frölunda so gespielt, wie du spielen musst, mit dem Kader, den wir haben. Wir müssen nur schauen, dass wir in Zukunft der gegnerischen Mannschaft nicht so viele Möglichkeiten in Überzahl geben.

Wirklich verbessert hat sich die Personalsituation der Berliner nicht. Marcel Noebels, Laurin Braun und Frank Hördler fehlen weiterhin, ein Einsatz von Kapitän André Rankel ist durch seinen fiebrigen Infekt mehr als unwahrscheinlich. So müssen also die Youngsters um Kai Wissmann, Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder in die Bresche springen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen, vor allem, wenn es in der Liga mit dem Auf und Ab so weitergeht wie vor der Länderspielpause. Das vor der Saison erklärte Ziel, man wolle oben mitspielen, ist so nicht zu erreichen.

Zumal die nächsten Aufgaben nicht einfach sind und man sich auswärts alles andere als leicht tut in dieser Saison. Nur drei von acht Spielen wurden auf fremden Eis gewonnen. 10 von 24 Punkten wurden nur eingefahren. Da man zu Hause noch nicht die erhoffte Heimstärke hat, muss man endlich auswärts anfangen, konstant zu punkten. Sonst wird die direkte Play-Off-Qualifikation diese Saison nicht leicht.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgImmerhin tut sich der morgige Gegner Nürnberg auf eigenem Eis sehr schwer, gewann nur drei von sieben Heimspielen und holte nur 10 von möglichen 21 Punkten. Die Franken stehen punktgleich vor den Eisbären dank der deutlich besseren Tordifferenz, zudem hat Nürnberg aber auch noch zwei Spiele weniger als die Eisbären absolviert. Und in Nürnberg taten sich die Berliner zuletzt sehr schwer, gewannen nur zwei der letzten neun Auftritte im Frankenland. Das letzte Spiel in Nürnberg gewannen die Eisbären allerdings mit 2:1. Und das erste Duell in dieser Saison gewannen die Eisbären auf eigenem Eis mit 3:2 n.P.

130px-Koelner-haie-logo_svgSonntag ist man dann bei der Kölner Haien zu Gast, die bisher eine sehr starke Saison spielen und die aktuell auf Platz Zwei der DEL stehen. Während es auswärts bei den Haien perfekt läuft (vier Spiele, vier Siege, drei davon zu Null), hat man zu Hause manchmal schon Probleme gehabt. Sechs der bisherigen zehn Heimspiele wurden gewonnen, u.a. unterlag man aber Aufsteiger Bremerhaven auf eigenem Eis mit 0:2. Gegen die Hauptstädter sieht die Haie-Bilanz aber gut aus. Sechs der letzten neun Spiele gewannen die Kölner gegen Berlin, bei den drei Niederlagen punkteten sie ebenfalls. Letztmals nach regulärer Spielzeit verlor Köln am 19. April 2013, als man im Finale den Eisbären mit 3:6 unterlag. Es waren noch die glorreichen Zeiten der Berliner. In dieser Saison verloren die Eisbären das erste Aufeinandertreffen gegen Köln auf eigenem Eis mit 0:3.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoZum Abschluss der Auswärtstour geht es am Dienstagabend zu den Krefeld Pinguinen, die aktuell mit 19 Punkten Zehnter der DEL-Tabelle sind. Ein Sieg dort ist durchaus drin, hat Krefeld doch erst eins von bisher acht (!) Heimspielen gewinnen können. Drei der letzten fünf Auftritte im KönigPalast konnten die Eisbären für sich entscheiden. In der letzten Saison gewann man beide Duelle in der Seidenstadt (2:1 n.V./3:2). Das erste Duell in dieser Saison ging jedoch an Krefeld, mit 3:1 setzten sich die Pinguine in Berlin durch. Eine weitere Niederlage gegen Krefeld sollte man sich nicht leisten, da die Pinguine hinter den Eisbären in der Tabelle stehen und somit näher heran rücken würden an die Berliner.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 11.11.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun, Bruno Gervais

Angriff:

Maximilian Adam, Nick Petersen, Spencer Machacek, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

Verletzt:

Marcel Noebels (Knie), Laurin Braun (Unterkörper), Frank Hördler (Knöchel), André Rankel (Infekt)

DNL-Team:

Charlie Jahnke

In Weißwasser:

Maximilian Franzreb

1:6 und 1:4 – Der CHL-Titelverteidiger Göteborg war mindestens eine Nummer zu groß für die Eisbären

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Abenteuer Champions Hockey League (CHL) ist für die Eisbären Berlin beendet. Und da man sich ab dieser Saison ausschließlich sportlich für die CHL qualifizieren kann, bleibt abzuwarten, wann die Berliner auf die europäische Bühne zurückkehren werden. Das vorerst letzte Spiel in der Eishockey-Königsklasse verloren die Hauptstädter bei den Frölunda Indians in Göteborg mit 1:4 (0:2, 0:0, 1:2) und schieden damit im Achtelfinale der CHL aus. 1:6 im Hinspiel in Berlin, 1:4 im Rückspiel in Göteborg, insgesamt also 2:10 gegen die Schweden. Der CHL-Titelverteidiger war dann doch mindestens eine Nummer zu groß für den DEL-Rekordmeister.

Sollte es noch irgendeinen gegeben haben, der an ein Eishockey-Wunder geglaubt hatte, der wurde schnell aus all seinen Träumen gerissen. Denn Göteborg brauchte nur 89 Sekunden bis zum ersten Tor des Abends. Nach einem Schuss dachte Petri Vehanen, er hätte die Scheibe sicher. Hatte er aber nicht, Carl Grundström stocherte den Puck über die Linie zum 1:0 für Göteborg.
Während die Hausherren ihre erste Chance also gleich nutzten, verpassten es die Berliner, mit ihrer ersten richtigen Chance den Ausgleich zu erzielen. Darin Olver sein Schuss prallte nur an den Pfosten. Viele Chancen hatten unsere Jungs im Auftaktdrittel aber auch nicht gehabt, denn man zeigte sich zwar bemüht, aber es fehlte an der nötigen Durchschlagskraft. Gegen die kompakte schwedische Defensive war kaum ein Durchkommen. Wenn, dann nur durch Einzelaktionen. Und da hatte Nick Petersen ein schönes Solo auf Lager, scheiterte aber an Dan Bakala im schwedischen Tor.
Göteborg zeigte sich dagegen eiskalt und äußerst effektiv vor dem Tor. In der elften Spielminute die Hausherren in Überzahl, Matthew Donovan zog von der blauen Linie ab und das 18-jährige Top-Talent Carl Grundström fälschte unhaltbar ab. Sein zweiter Treffer an diesem Abend führte zum 2:0-Pausenstand.

Blick aus dem Gästeblock auf die Eisfläche der Halle in Göteborg. (Foto: eisbaerlin.de/Flo)

Blick aus dem Gästeblock auf die Eisfläche der Halle in Göteborg. (Foto: eisbaerlin.de/Flo)

Im zweiten Drittel dann ein Spiel auf ein Tor. Die Schweden konnten sich zu Beginn des Mitteldrittels immer wieder im Berliner Drittel festsetzen. Die Eisbären konnten kaum für Befreiung sorgen, konnten kaum für einen geordneten Spielaufbau sorgen. Mit zunehmender Spieldauer nahm der Druck der Schweden immer mehr zu, aber aus ihren guten Chancen konnte Göteborg jedoch kein Kapital schlagen. Sowohl Petri Vehanen als auch Marvin Cüpper, welcher ab der 31. Spielminute das Berliner Tor hütete, verhinderten einen möglichen höheren Rückstand aus Berliner Sicht.
Die Eisbären hatten ihren ersten gefährlichen Torschuss eine Minute vor Ende des Mitteldrittels, als Darin Olver und Daniel Fischbuch einen 2-auf-1-Konter liefen und Fischbuch an Dan Bakala scheiterte. So stand es auch nach 40 Spielminuten 2:0 für den CHL-Titelverteidiger.

Im letzten Drittel ging es dann zunächst hin und her ohne allerdings nennenswerte Torchancen. Göteborg tat nicht mehr als nötig, die Eisbären zeigten sich bemüht in der Offensive und kamen auch zum Abschluss. Und für ihren Einsatz sollten sich die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp dann auch belohnen. Barry Tallackson gewann ein Bully im Angriffsdrittel, die Scheibe ging zurück zu Bruno Gervais, welcher direkt abgezogen hatte – 2:1 (51.). So hatten also die mitgereisten Eisbären-Fans dann auch noch Grund zum jubeln. Über die gesamte Spieldauer hatten sie unsere Jungs fantastisch angefeuert und von daher wurden sie praktisch für diesen klasse Support mit dem Ehrentreffer belohnt.
Ein Drittel abgeben wollte Göteborg dann aber doch nicht. Sie legten in der Folgezeit noch zwei Powerplaytreffer nach. Sieben Minuten vor dem Ende Göteborg mit einem Schuss von der blauen Linie, Marvin Cüpper konnte die Scheibe nicht sichern und Mats Rosseli-Olsen staubte zum 3:1 ab (53.). Und eine halbe Minute vor dem Ende der Partie sorgte Victor Oloffson mit einem satten Handgelenkschuss für den Schlusspunkt unter dieser Partie – 4:1 (60.).

1:6 – Erwartete Niederlage für die Eisbären im Achtelfinal-Hinspiel gegen CHL-Titelverteidiger Göteborg

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Abenteuer Champions Hockey League (CHL) wird für die Eisbären Berlin in einer Woche beendet sein. Und da man sich für die nächste CHL-Saison ausschließlich sportlich qualifizieren kann, wird es wohl für eine Weile das letzte Heimspiel der Berliner in der Eishockey-Königsklasse gewesen sein. Und dieses letzte Heimspiel auf europäische Bühne verloren die Hauptstädter vor 4.552 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 1:6 (1:3, 0:1, 0:2) gegen Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg. Damit nahm die Partie den erwarteten Ausgang, denn der schwedische Meister war der klare Favorit in diesem Duell und hätte durchaus höher gewinnen können.

Den Torreigen eröffneten die Schweden in Minute Sechs. Sebastian Stalberg alleine vor dem Berliner Tor, umkurvt Petri Vehanen und netzt zum 1:0 ein. In der zwölften Minute die Gäste aus Göteborg mit einem Powerplay, Joel Lundqvist verwertete einen Pass von Casey Wellmann zum 2:0 für die Schweden. Knapp vier Minuten vor dem Ende des ersten Drittels aber ein Lebenszeichen der Eisbären, als Sven Ziegler den Puck unter die Latte hämmerte – 1:2 aus Berliner Sicht. Nur zwei Minuten später stellte Casey Wellmann jedoch den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her – 3:1. Was zugleich auch der Pausenstand war. Dieser hätte aber auch höher ausfallen können, doch Simon Hjalmarsson scheiterte Mitte des ersten Drittels am Pfosten.

Im zweiten Drittel sollte dann nur ein Treffer fallen, dieser aber erneut für den Favoriten. Joel Lundqvist stellte in der 28. Minute auf 4:1. Auch in diesem Drittel die Gäste mit einem Aluminiumtreffer, Olofsson traf eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause nur die Latte. Glück für die Hausherren, dass sie hier also nicht noch höher zurück lagen.

Sechs Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da war es Christoffer Ehn, der auf 5:1 für Frölunda erhöhte. Eine gute Minute später fast das sechste Tor für Frölunda, aber Casey Wellmann mit dem dritten Aluminium-Treffer der Schweden an diesem Abend – diesmal stand der Pfosten im Weg. Erneut eine Minute später machte es Henrik Tommernes besser und machte das halbe Dutzend voll – 6:1 (49.). Nach diesem Treffer hatte Petri Vehanen Feierabend, Marvin Cüpper kam für ihn ins Tor. Diese musste in den folgenden elf Minuten aber nicht mehr hinter sich greifen und somit blieb es am Ende beim hochverdienten 6:1 für Frölunda.

In einer Woche findet das Rückspiel in Göteborg statt, was aber nur noch reine Formsache für die Frölunda Indians sein sollte. Danach sollten sich unsere Jungs wieder voll und ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren, denn da lief es zuletzt nicht wirklich gut.