1:2 – Harmlose Eisbären blamieren sich in Schwenningen

Selbst gegen ihren Lieblingsgegner können die Eisbären Berlin nicht gewinnen. Neun der letzten zehn Gastspiele hatten die Hauptstädter bei den Schwenninger Wild Wings zuletzt gewonnen, zudem auch bei der einzigen Niederlage gepunktet. Heute Abend jedoch blamierte man sich beim Tabellenvorletzten und verlor mit 1:2 (1:1,0:0,0:1). Die dritte Niederlage in Folge, die fünfte Niederlage aus den letzten sieben Ligaspielen. Das wird langsam aber sicher immer peinlicher, Eisbären.

Ebenso peinlich war der Auftakt in die Partie, als man nach nur 30 Sekunden die erste Strafzeit des Spiels kassierte. Eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Zum dritten Mal in Folge. Unglaublich, das ist einfach nur noch peinlich und wenn man es noch drastischer ausdrücken will – das ist einfach nur dumm. Zum Glück konnten die Hausherren das folgende Powerplay nicht nutzen.
Das erste Drittel bot den 3.880 Zuschauern in der Helios-Arena ein munteres hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Es gab immer wieder Phasen, wo eine Mannschaft das Spiel für kurze Zeit bestimmte. So die Eisbären, die in der sechsten Spielminute die erste gute Chance des Spiels hatten. Aber André Rankel scheiterte vor dem Tor stehend nach einem klasse Pass von Micki DuPont an Dustin Strahlmeier im SERC-Tor. Eine Minute später sprang die schwarze Hartgummischeibe von der Bande zurück vor das Tor, wo es Kyle Wilson mit der Rückhand probierte, aber ebenso an Strahlmeier scheiterte. Erneut nur eine Minute später war dann abermals Kyle Wilson in Aktion. Laurin Braun mit einem Querpass durch die SERC-Defensive auf Kyle Wilson, welcher den Puck per Rückhand im linken oberen Eck versenken konnte – 1:0 (8.). Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Berliner Führung, da sich der Führungstreffer die Minuten zuvor angedeutet hatte.
Aber die Hausherren fanden zurück ins Spiel und waren Mitte des ersten Drittels nun am Drücker. 13 Minuten waren gespielt, als Simon Danner von Rechtsaußen abgezogen hatte, in Petri Vehanen jedoch seinen Meister fand. Noch in der selben Minute Uli Maurer mit einem Schuss von Rechtsaußen, Vehanen konnte diesmal nur nach rechts prallen lassen, wo Ex-Eisbär Alex Trivellato zur Stelle war und den Puck im leeren Berliner Gehäuse unterbringen konnte – 1:1 (13.).
Nur wenige Sekunden später bekam Daniel Schmölz die Scheibe vor dem Tor, war alleine vor Vehanen, doch der finnische Goalie verhinderte mit einem Wahnsinns-Reflex den Berliner Rückstand. Vehanens rechter Schoner parierte den Schuss von Schmölz.
Schwenningen danach im ersten Drittel noch einmal mit einer weiteren guten Chance durch Jerome Samson, aber auch er scheiterte am finnischen Torhüter. Somit blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Das zweite Drittel bot dann nicht mehr so munteres Eishockey wie noch im Auftaktdrittel. Beide Mannschaften waren nun auf eine kompakte Defensive bedacht, worunter das Offensivspiel litt. Wenn überhaupt mal eine Mannschaft nach vorne etwas probierte – wenn auch nicht oft – dann waren es die Hausherren.
Glück hatten die Eisbären in der 24. Spielminute, als Kyle Wilson beim herausschießen des Pucks aus dem eigenen Drittel Jerome Samsom mit seinem Schläger im Gesicht traf. Der Schwenninger ging blutend zu Boden, Wilson jedoch kam ungestraft davon. Da hätten sich die Berliner nicht über eine Strafzeit beschweren können.
Auch nach 40 Minuten zeigte der Spielstand ein 1:1 an.

Im letzten Drittel ging es ähnlich wie im zweiten Drittel weiter, Offensiv-Aktionen waren weiterhin Mangelware. Das Spiel lebte viel mehr von der Spannung. Fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als es Will Acton mal probierte, aber auch hier war Vehanen zur Stelle. Kurz darauf die Eisbären in Unterzahl, Jens Baxmann saß wegen Spielverzögerung. Das Powerplay konnten die Wild Wings zwar nicht nutzen, direkt nach Ablauf der Strafe aber schlugen die Hausherren zu. Tim Bender kam an die Scheibe und hämmerte sie direkt ins Berliner Tor – 2:1 (47.).
Der Führungstreffer verlieh den Hausherren Rückenwind, Schwenningen mit viel Druck in der Folgezeit auf das Berliner Tor. André Hult hatte gleich zweimal die Chance zu erhöhen. Einmal ging die Scheibe knapp am Tor vorbei, beim zweiten Versuch war Vehanen zur Stelle. Die Hausherren hatten noch weitere gute Chance während der Drangphase.
Und was kam von den Eisbären? Entwickelten sie noch einmal so etwas wie eine Schlussoffensive, um hier doch noch Punkte mitzunehmen? Sie versuchten zwar nach vorne etwas, aber wirklich zwingend war das nicht. Bezeichnend, das ein Schuss von Spencer Machacek ans Außennetz noch mit das Gefährlichste war, was die Eisbären in der Schlussphase zu bieten hatten (57.).
Uwe Krupp nahm dann zwar noch einmal eine Auszeit und 103 Sekunden vor dem Spielende Petri Vehanen vom Eis, aber auch das brachte keinen Erfolg mehr. Schwenningen stand hinter kompakt, kämpfte mannschaftlich geschlossen um den Sieg und die drei Punkte, was ihnen am Ende auch glückte. Der Sieg ging am Ende auch in Ordnung.

Die nächste Niederlage für die Eisbären Berlin, der nächste herbe Rückschlag im Kampf um die Play-Off-Plätze. Und ich will Schwenningen auch nicht zu nahe treten, die haben nach ihren Möglichkeiten heute ein gutes Spiel, vor allem kämpferisch, hingelegt. Aber solche Spiele gegen die vermeintlichen kleinen Teams musst du gewinnen. Aber wie willst du ein Spiel gewinnen, wenn deine Offensive so dermaßen harmlos ist? Im ersten Drittel, als es munter hin und her ging, hatte man ja durchaus Chancen gehabt. Aber ab dem zweiten Drittel ging nach vorne aus Berliner Sicht so gut wie gar nichts mehr. Hier und da mal ein harmloser Schuss, das war es dann aber auch gewesen. Der Auftritt war einmal mehr erschreckend und hatte keine Punkte verdient. Und so muss man am Ende halt von einer Blamage reden, denn wer in die Play-Offs will und dringend Punkte benötigt, der muss so ein Spiel gewinnen. Aber dafür fehlte heute der nötige Wille, Schwenningen hatte diesen Siegeswillen an den Tag gelegt und am Ende verdient gewonnen.

1:3 vs. Nürnberg: Eisbären, wie viele Fans wollt Ihr noch vergraulen?

Ausgabe #12:

Das war ein Wochenende zum vergessen für die Eisbären Berlin. Am Freitag holte man beim 3:4 n.P. bei den Iserlohn Roosters immerhin noch einen Punkt, heute gegen die Thomas Sabo Ice Tigers waren es dann aber null Punkte. Gegen die Franken unterlagen die Berliner verdient mit 1:3 (0:1,1:1,0:1). 9.690 Zuschauer (!) in der Mercedes-Benz Arena sahen eine blutleere Vorstellung der Eisbären in einer sehr mäßigen DEL-Partie. So einfach hatte es Nürnberg wohl noch nie, drei Punkte in Berlin mitzunehmen.

Ich war vor dem Spiel mit ein paar Freunden vom eisbaerlin.de-Fanclub auf dem Weihnachtsmarkt, um sich auf das Spiel gegen Nürnberg einzustimmen. Das Fazit nach dem Spiel: Wären wir mal lieber auf dem Weihnachtsmarkt geblieben. Denn das, was wir in der Arena am Ostbahnhof zu sehen bekamen, war eine absolute Frechheit der Eisbären. Eine Leistung, die es einfach nicht verdient, mit Punkten belohnt zu werden. Mit dieser Leistung wird man selbst die Pre-Play-Off-Ränge nicht erreichen. Dabei sind die Ziele in der Hauptstadt doch ganz andere, man will die Top-Sechs erreichen und damit sicher im Viertelfinale stehen. Es bleibt die Frage, wie man das Ziel erreichen will. Die Fans rennen den Eisbären jedenfalls schon davon, was die Zuschauerzahl heute mehr als deutlich macht. Und es werden wohl auch nicht die Letzten gewesen sein, wenn es nicht bald besser wird.

Schon im ersten Drittel bekam man Eishockey-Schonkost zu sehen. Die Eisbären nach vorne ohne Ideen, da war kein Spielkonzept von Coach Uwe Krupp zu erkennen. Das war ein kopflosen Anrennen, das hatte mit Eishockey nicht viel zu tun. Zweikämpfe nahm man so gut wie keine an, Schlittschuh läuferisch war man auch immer einen Schritt langsamer als die Gäste aus dem Frankenland. Das Powerplay? Mehr als peinlich. Dreimal hatte man im Auftaktdrittel die Möglichkeit in Überzahl zu spielen, für Gefahr sorgte man jedoch überhaupt nicht. Man merkte in Überzahl keinen Unterschied zum Spiel Fünf-gegen-Fünf, wo man doch letztens noch behauptete, bei Fünf-gegen-Fünf spiele man sehr gutes Eishockey. Heute war davon jedenfalls nichts zu sehen.
Und Nürnberg? Ich weiß nicht, welchen Gameplan deren Coach Rob Wilson seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben hatte. Aber ich glaube nicht, dass seine Mannschaft diesen über 60 Minuten konsequent umgesetzt hat. Es sei denn, sein Team sollte hinten sehr kompakt stehen und auf Konter lauern. Denn mehr machte Nürnberg hier nach dem 1:0 nicht mehr. Neun Minuten waren gespielt, als David Steckel seinen eigenen Nachschuss verwertete. Petri Vehanen im Eisbären-Tor war dabei ohne Chance, parierte den ersten Schuss noch klasse.
Nürnberg sorgte mit seinen wenigen Angriffen nach vorne für mehr Gefahr als die Eisbären in ihren drei Überzahlspielen zusammen. Das sagt eigentlich schon alles über dieses erste Drittel aus. Continue reading

3:0 in Düsseldorf: Drei kuriose Tore sorgen für den Auswärtssieg der Eisbären

RZ_DEG_BasisPartner_farbig125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAuswärts lief es für die Eisbären Berlin zuletzt ja überhaupt nicht, nur ein Sieg gelang in den letzten neun Auswärtsspielen. Heute Nachmittag feierten die Hauptstädter aber mal wieder einen der seltenen Auswärtssiege in dieser Saison. Bei der Düsseldorfer EG setzten sich unsere Jungs verdient mit 3:0 (0:0,3:0,0:0) durch und fuhren damit wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze ein. Vor 7.944 Zuschauern im ISS-Dome sorgten die Berlin im Mitteldrittel für klare Verhältnisse, als man der DEG innerhalb von elf Minuten drei Tore einschenkte. Alle Tore fielen aber eher kurios, was aber am verdienten Sieg der Eisbären nichts änderte.

Beide Mannschaften trafen in dieser Saison bereits zum dritten Mal aufeinander. Die ersten beiden Spiele gingen an die Berliner – 4:3 in Düsseldorf, 5:0 in Berlin. Beide Mannschaften begannen die Partie äußerst schwungvoll und hatten gleich in der ersten Spielminute ihren ersten Torschuss. In den ersten Minuten ging es hin und her, beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone und suchten den Weg zum Tor, wo sie aber auf kompakte Abwehrreihen trafen.
Im weiteren Spielverlauf nahm die DEG zu viele Strafzeiten, die Eisbären also sehr oft mit der Chance, in Überzahl zum Erfolg zu kommen. Aber die Eisbären haben das schlechteste Überzahlspiel in dieser Saison und auch heute konnte man nicht wirklich viel draus machen. Ja, man fand zwar in die Formation und ließ die Scheibe auch gut laufen, aber nach wie vor wird zu selten der Abschluss gesucht. Man spielt es halt einfach zu kompliziert.
Die Eisbären waren vor allem durch die vielen Strafzeiten der DEG hier spielbestimmend, machten viel nach vorne, aber es fehlte an hochkarätigen Torchancen. Somit stand es nach 20 Minuten und einem Torschussverhältnis von 12:5 für Berlin 0:0. Continue reading

2:3 n.V.: Eisbären verlieren nach starker Aufholjagd unglücklich gegen Wolfsburg

logo_wbn_1617Ausgabe #11:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svggrizzlys-wolfsburg-logoDie Eisbären Berlin haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 (0:1,0:1,2:0/0:1) n.V. verloren. 12.526 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sahen eine hart umkämpfte und gut anzusehende DEL-Partie, in der die Eisbären erst im letzten Drittel zu ihrem Spiel fanden, da aber Wolfsburg am Rande einer Niederlage hatten. Doch am Ende hatten die Niedersachsen das glücklichere Ende auf seiner Seite, den Eisbären blieb immerhin noch der Zusatzpunkt.

Bei den Eisbären Berlin gab es heute einen Jubilar. Sven Ziegler absolvierte nämlich sein 150. DEL-Spiel. Von unserer Stelle herzlichen Glückwunsch an unsere Nummer 52.

DEL-Rekordmann Felix Brückmann war zunächst nicht zu überwinden. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

DEL-Rekordmann Felix Brückmann war zunächst nicht zu überwinden. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Den Eisbären stellte sich heute Abend eine sehr schwere Aufgabe, galt es doch den neuen DEL-Rekordmann Felix Brückmann im Wolfsburger Tor zu überwinden. Vier Shutouts in Folge sowie 269:57 Minuten war der Wolfsburger Goalie ohne Gegentor bis zu diesem Spiel. Jener Felix Brückmann sah nach 93 Sekunden aber erstmal, wie seine Mitspieler Petri Vehanen überwanden. Wolfsburg in Überzahl, die Grizzlys gewannen das Bully, die Scheibe kam zu Robbie Bina an die blaue Linie, welcher direkt abzog und zum 0:1 einschoss (2.).
Der denkbar schlechteste Beginn für die Eisbären. Die Hausherren waren rein optisch gesehen zwar die aktivere Mannschaft im ersten Drittel, doch zu oft rannten sie planlos an, hatten einfach keine Idee, was sie mit der Scheibe in der Offensive anstellen sollten. Ab und zu kam man aber auch einmal zum Abschluss, doch da fehlte es dann an der nötigen Genauigkeit. Wolfsburg spielte das frühe Tor halt in die Karten, sie standen hinten sehr kompakt und lauerten nun auf Konter. Zudem spielten sie immer wieder mal ein aggressives Forechecking und störten die Eisbären entscheidend im Spielaufbau und zwangen sie zu Fehlern.
Die Eisbären also aktiv und auf dem Weg nach vorne, dort aber zu kompliziert, Wolfsburg sorgte bei seinen wenigen Kontern für Gefahr, so traf Lubor Dibelka nur den Pfosten (9.). Die Mannschaft von Chefcoach Pavel Gross nahm das 1:0 mit in die Kabine.
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4:2 vs. Bremerhaven: Eisbären gelingt erster Sieg gegen DEL-Neuling Bremerhaven

logo_wbn_1617Ausgabe #10:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDEL-Logo Bremerhaven

Die Eisbären Berlin haben das Null-Punkte-Wochenende abgewendet und am Sonntagnachmittag einen Heimsieg gefeiert. Vor 12.190 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof gewannen die Hauptstädter gegen DEL-Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:2 (0:0,3:2,1:0) und nahmen somit erfolgreich Revanche für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen Mitte Oktober an der Küste, als man überraschend mit 1:3 verlor.

EHC-Chefcoach Uwe Krupp musste neben Marcel Noebels, Frank Hördler und Jonas Müller heute auch auf Charlie Jahnke und Stammkeeper Petri Vehanen (Unterkörper) verzichten. So stand heute Maximilian Franzreb in seinem zweiten DEL-Spiel für die Eisbären im Tor, Marvin Cüpper saß als Back-up auf der Bank. Laurin Braun kehrte in den Kader zurück.

Immer wieder brannte es lichterloh vor dem Bremerhavener Tor. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Immer wieder brannte es lichterloh vor dem Bremerhavener Tor. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Das Spiel war von Beginn an hart umkämpft. Beide Mannschaften waren zunächst auf eine sichere Defensive bedacht, so waren Torchancen in der Anfangsphase Mangelware. Bremerhaven hatte hier auf Konter gelauert, wollte Fehler der Eisbären zu Chancen nutzen. Die Hausherren waren es aber, die mit zunehmender Spieldauer die Spielkontrolle übernahmen und auch zu Torschüssen kamen. Aber durch Bremerhavens aggressive Spielweise waren nur wenige hochkarätige Chancen zu sehen. So traf Kapitän André Rankel in der zehnten Minute nur die Latte.
Bremerhaven tauchte auch ab und zu mal vor Franzreb auf, doch die Chancen der Gäste waren eine sichere Beute des Ex-Hamburgers im Berliner Tor.
Die Eisbären spielten immer wieder nach vorne und wollten vor dem Gäste-Tor für Gefahr sorgen, aber ihnen fiel nicht viel ein, um durch die kompakte Bremerhavener Abwehr zu kommen. So war man zwar optisch überlegen, aber noch fehlte es an zwingenden Torchancen. Daher stand es nach 20 Minuten auch 0:0-Unentschieden. Continue reading

1:2 in Augsburg: Der nächste harmlose Auftritt der Eisbären Berlin

150px-AEV_Panther_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgWürde es Schmerzensgeld für die Leistung der eigenen Mannschaft geben, die Fans der Eisbären Berlin würden es immer mehr verdienen. Am Freitagabend setzte es bei den Augsburger Panthern eine verdiente 1:2 (1:0,0:1,0:1)-Niederlage. Es war bereits die achte Niederlage in den letzten neun Auswärtsspielen (!). Unfassbar für eine Mannschaft wie die Eisbären. Und was noch viel schlimmer ist, man zeigte keine Reaktion auf die schwache Leistung vom Straubing-Spiel am Mittwochabend.

Es war das 90. Aufeinandertreffen des AEV und des EHC in der DEL. Augsburg startete angesichts von drei Heimsiegen in Folge selbstbewusst ins Spiel und setzte die Eisbären gleich einmal gehörig unter Druck und kam auch zu den ersten Torchancen. Die Eisbären hatten durch Top-Scorer Nick Petersen nach zwei Minuten die erste Chance.
Fortan war wenig Tempo drin, beide Mannschaften stellten die neutrale Zone gut zu und so gab es kaum Torraumszenen zu bewundern. Erst in der achten Minute gab es wieder eine gelungene Aktion zu sehen, André Rankel auf Kyle Wilson in den Slot, doch Jonathan Boutin im Augsburger Tor war zur Stelle.
Augsburg war danach die aktivere Mannschaft, machte mehr nach vorne und hatte mehr Torabschlüsse als die Eisbären. Was aber auch daran lag, dass die Panther zwei Überzahlspiele im ersten Drittel hatten. Nur nutzen konnte Augsburg das Powerplay nicht.
Zur Überraschung aller Fans gingen dann die Eisbären in der 19. Spielminute mit 1:0 in Führung. Spencer Machacek zog von außen vor das Tor, zog ab, Boutin ließ prallen und Jamie MacQueen staubte ab. Das war zugleich auch der Pausenstand. Continue reading

1:2 n.V. gegen Straubing: Die Eisbären quälen ihre Fans

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoAlle Eisbären-Fans, die heute Abend nicht den Weg in die Arena am Ostbahnhof angetreten haben, hatten die richtige Entscheidung getroffen. Die 10.077 Fans, die sich auf den Weg in die Mercedes-Benz Arena gemacht haben, lasst Euch gesagt sein. Ich habe genauso gelitten wie ihr und bin mächtig frustriert nach Hause gegangen. Wie viele von Euch wahrscheinlich auch. Was war passiert? Die Eisbären Berlin haben am Mittwochabend das DEL-Spiel gegen die Straubing Tigers mit 1:2 n.V. (0:1,1:0,0:0/0:1) verloren. Nun werden viele von Euch sagen, Niederlagen gehören zum Sport dazu, was auch stimmt. Aber was auch bei Niederlagen stimmen muss, ist die eigene Leistung und die hat bei den Hausherren heute überhaupt nicht gestimmt. Und so baute man mal wieder ein sich in der Krise befindendes Team (sechs Niederlagen in Folge) auf. Nicht zum ersten Mal baute man Straubing in dieser Saison auf, auch beim 2:5 in Niederbayern gewannen die Tigers gegen die Eisbären erstmals nach einer Niederlagenserie wieder ein Ligaspiel. Man gibt halt gerne den Aufbaugegner.

Nach zwei Siegen in Folge und 8:0-Toren sollte man meinen, die Mannschaft hätte Selbstvertrauen getankt und würde nur allzu gerne den dritten Sieg in Folge einfahren. Zumal es gegen ein Gegner ging, der nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzte. Aber es sollte anders kommen. Es wurde so ein typisches „Dienstagspiel“ an einem Mittwochabend. Mit Eishockey hatte das jedenfalls überhaupt nichts zu tun.

Gegen Düsseldorf und Ingolstadt waren den Eisbären Tore in der ersten Minute geglückt, heute kamen sie überhaupt nicht ins Spiel. Straubing überraschte die Eisbären mit einer offensiven Spielweise, die Niederbayern dominierten das erste Drittel, waren die aktivere Mannschaft, setzten die Eisbären immer wieder unter Druck und hatten auch gute Chancen. Einzig Petri Vehanen zeigte hier Normalform und verhinderte mehrfach ein Gegentor. Die Eisbären brauchten sechs Minuten (!) bis zur ersten Torchance. Jedoch war in der Offensive von den Hausherren in den ersten 20 Minuten nicht viel zu sehen. Lediglich mit Einzelaktionen konnte man für zaghafte Gefahr sorgen, so wie Nick Petersen, der es immer wieder mal alleine versuchte.
Straubing brauchte bis zur 16. Spielminute, ehe die verdiente Führung da war. Derek Whitmore war im Powerplay erfolgreich – 0:1. Was zugleich der Pausenstand war. Continue reading

1:3 in Mannheim: Eisbären verschlafen den Start und wachen zu spät auf

125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker bei den Adler Mannheim verloren. Vor 9.227 Zuschauern in der SAP-Arena verloren die Hauptstädter mit 1:3 (0:3,0:0,1:0) bei den Kurpfälzern und müssen einen Rückschlag im Kampf um die Top-6-Plätze hinnehmen. Das Spiel haben unsere Jungs vor allem im ersten Drittel verloren, welches man komplett verschlafen hatte.

Die Eisbären mussten in Mannheim auf Marcel Noebels, Frank Hördler, Laurin Braun und Julian Talbot verzichten. Im Tor stand erneut Petri Vehanen.

Chefcoach Uwe Krupp hatte davor gewarnt, dass Mannheim von Beginn an Druck machen würde und man von daher vom ersten Bully weg konzentriert zu Werke gehen müsse, vor allem in der Defensive. Denn die Adler hatten zwei Heimspiele in Folge verloren und wollten Revanche nehmen für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen der Saison in Berlin, als die Adler mit 3:4 unterlagen. Das Vorhaben der Eisbären ging jedoch komplett schief, denn man verschlief die ersten 20 Minuten komplett.
Schon in der Anfangsphase mussten die Eisbären zweimal in Unterzahl ran. Während man das erste Powerplay der Adler dank eines guten Forecheckings schadlos überstand, klingelte es im zweiten Überzahlspiel der Hausherren dann doch im Tor von Petri Vehanen. Ein Schuss der Adler wurde noch geblockt, über Chad Kolarik kam die Scheibe zu Daniel Sparre, welcher die Scheibe im halbleeren Berliner Tor versenkte – 1:0 (4.).
Mannheim war von Beginn an die aktivere Mannschaft, übte viel Druck auf die Berliner aus, ohne dabei jedoch Vollgas zu geben. Denn die Eisbären machten es den Hausherren zu leicht. Die Eisbären fanden zu keinem geordneten Spielaufbau und konnten somit für keinerlei Gefahr vor dem Adler-Gehäuse sorgen. Und Mannheim wurde das Toreschießen leicht gemacht.
Neun Minuten waren gespielt, als Christoph Ullmann den Puck quer zu Daniel Richmond passte, welcher auf Höhe des linken Bullykreises überhaupt nicht angegriffen wurde und so zum 2:0 abschließen konnte.
Den Eisbären unterliefen zu viele Scheibenverluste und wenn man sich mal nach vorne wagte, dann entstand dies aus Einzelaktionen. Schön anzusehen war der Auftritt der Eisbären überhaupt nicht. Die einzige richtig gute Chance hatten die Eisbären in der 15. Spielminute, als Daniel Fischbuch per Rückhand an Dennis Endras scheiterte.
Im Gegenzug Christoph Ullmann auf Chad Kolarik, der völlig frei vor Vehanen mit dem Abschluss zum 3:0 (15.). Und zwei Minuten später David Wolf alleine vor Vehanen, doch sein Schuss ging knapp drüber. So blieb es beim Pausenstand von 3:0 für Mannheim. Und das aus Sicht der Mannheimer ohne großen Aufwand. Continue reading

4:3 gegen Iserlohn: Eisbären feiern vierten Heimsieg in Folge, machen es aber am Ende noch einmal spannend

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRooster_1_E17_ig110307Die Eisbären Berlin haben den Schwung vom 5:3-Sieg in Krefeld mit nach Berlin genommen und den zweiten Ligasieg in Folge gefeiert. Gegen die Iserlohn Roosters setzten sich die Berliner vor 11.324 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 4:3 (1:1,3:0,0:2) durch und gingen somit auch im vierten Heimspiel nacheinander als Sieger vom Eis. Nach 40 Minuten sah es nach einem lockeren Heimsieg der Eisbären aus, doch am Ende machte man es noch einmal unnötig spannend. Aber genau das zeigt eben, dass es bei den Eisbären nach wie vor noch nicht komplett rund läuft. Aber wir haben ja kleine Schritte gefordert und gegen die Sauerländer machten unsere Jungs erneut kleine Schritte Richtung weitere erfolgreiche Spiele.

Chefcoach Uwe Krupp musste im Duell gegen die Sauerländer auf Marcel Noebels, Laurin Braun, Frank Hördler, Julian Talbot und Maximilian Franzreb verzichten. Im Tor stand Stammgoalie Petri Vehanen.

Hier schlägt der Puck zum 1:0 für die Eisbären im IEC-Tor ein. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Hier schlägt der Puck zum 1:0 für die Eisbären im IEC-Tor ein. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof sahen im ersten Drittel ein durchschnittliches DEL-Spiel. Beide Mannschaften mit wenig Tempo und nicht wirklich vielen hochkarätigen Torchancen. Die Eisbären mit der optischen Überlegenheit, aber im Abschluss fehlte es ihnen an der nötigen Genauigkeit, weshalb die Schüsse entweder am Tor vorbei gingen oder am Ende kein Problem für Matthias Lange im IEC-Tor waren. Selbiges galt übrigens auch für Iserlohn, die aber nicht so oft vor dem Berliner Tor auftauchten wie die Eisbären vom Gäste-Tor.
Als die Hausherren aber das erste Powerplay der Partie hatten, klingelte es im Roosters-Tor. Über Micki DuPont und Darin Olver kam die Scheibe zu Kapitän André Rankel, welcher im Slot lauerte und den Puck ins Tor hämmerte – 1:0 (14.). Das dritte Tor von Rankel seit seiner Rückkehr in den Kader am Dienstag in Krefeld, als ihm bereits zwei Tore gelangen. Der Kapitän ist eben wichtig für die Eisbären, gerade dann, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht.
Die Führung sollte aber nicht bis zur Drittelpause reichen. Denn als die Gäste vom Seilersee auch mal Druck ausüben konnten, gelang ihnen der nicht unverdiente Ausgleich. Luigi Caporusso umkurvte Petri Vehanen und netzte zum 1:1 ein (19.). Nur 32 Sekunden später jubelten die Gäste erneut, aber nach Ansicht des Videobeweises gaben die beiden Hauptschiedsrichter Aumüller und Hurtik das Tor wegen eines hohen Stocks nicht. Somit blieb es beim 1:1 nach 20 Spielminuten. Continue reading

5:3-Sieg nach 0:2 in Krefeld: Der Auswärts-Fluch ist nach sechs Niederlagen in Folge endlich besiegt

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNa bitte, es geht doch. Nach sechs Auswärtsniederlagen in Folge haben die Eisbären Berlin endlich mal wieder ein Auswärtsspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. In einem vorgezogenen Spiel des 20. Spieltages gewannen die Hauptstädter bei den Krefeld Pinguinen mit 5:3 (1:2,2:0,2:1). Es war klar, dass in diesem Spiel eine Serie enden würde, denn während die Berliner wie bereits erwähnt sechs Auswärtsniederlagen in Folge kassierten, verlor Krefeld die letzten acht Heimspiele in Folge. Der letzte und bis dato einzige Heimsieg dieser Saison datiert noch vom ersten Spieltag, als man die Adler Mannheim besiegte.

Heute trafen die Seidenstädter auf die schwächste Auswärts-Defensive (35 Gegentore). Und diese Statistik sollten unsere Jungs gleich einmal ausbauen. Ganze elf Sekunden brauchten die Hausherren, um gegen Berlin in Führung zu gehen. Daniel Pietta hatte mit der Rückhand einfach mal auf das Tor geschossen, allerdings nicht wirklich hart, aber dennoch rutschte der Puck Petri Vehanen durch die Schoner – 1:0 (1.). Der Finne stand heute wieder im Berliner Tor.
20 Sekunden waren gespielt, da marschierten zwei Eisbären (Micki DuPont und Barry Tallackson) sowie ein Krefelder (Dragan Umicevic) auf die Strafbank. Powerplay also für Krefeld. Und die Hausherren brauchten lange, um in ihre Formation zu finden. 15 Sekunden vor Ablauf hatten sie diese aber gefunden und erhöhten auf 2:0. Mike Little hatte von außen abgezogen, sein Schuss wurde wohl noch von Martin Schymainski abgefälscht und schlug hinter Vehanen im Tor ein (3.). 2:0 nach drei Minuten für das zweitschwächste Heimteam der DEL. Es drohte die siebte Auswärtsniederlage in Folge.
Die Eisbären hatten Probleme ins Spiel zu finden, konnten erstmals in der siebten Spielminute für eine kleine Drangphase im Krefelder Drittel sorgen. Die Torschüsse gingen aber meist am Tor vorbei und sorgten so für keine Gefahr. Krefeld im Gegenzug mit der Chance zum 3:0, Marcel Müller und Dragan Umicevic mit einem 2-auf-1-Konter, Letzterer verpasste das Zuspiel von Müller aber denkbar knapp.
Krefeld danach mit einer richtig starken Drangphase und guten Torchancen, da hätte es durchaus 3:0 oder 4:0 stehen können. Krefeld wirkte läuferisch immer einen Schritt schneller als die Eisbären, die sich zu viele Scheibenverluste leisteten. Die Eisbären versuchten es viel mehr über Einzelaktionen, was aber auch nicht wirklich für viel Gefahr sorgte.
Dann aber mal ein gutes Zusammenspiel der Gäste, Nick Petersen auf Micki DuPont, welcher im Slot lauerte und die Scheibe links oben versenkte – 2:1 (17.).
Die Eisbären danach noch einmal mit einem Powerplay und zwei guten Chancen durch DuPont, aber letztendlich blieb es beim 2:1 nach 20 Minuten. Continue reading