Nürnberg, Köln, Krefeld: Die Eisbären mit schweren Aufgaben bei DEL-Auswärtstour

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, der Liga-Alltag geht wieder los. Wobei von Pause für die Eisbären Berlin nicht zu reden war, denn die Berliner waren als letzte DEL-Mannschaft noch in der Champions Hockey League (CHL) aktiv. Aber im Achtelfinale bekam der DEL-Rekordmeister deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Gegen den schwedischen Meister und CHL-Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg schied man am Ende deutlich mit 2:10 (1:6 in Berlin/1:4 in Göteborg) aus. Gegen das schwedische Top-Team waren unsere Jungs chancenlos, da zeigte sich, wie groß die Lücke zu anderen internationalen Ligen ist und wie weit die DEL von diesen Ligen entfernt ist.

In der DEL geht es aber für die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp nicht einfacher weiter. Innerhalb von fünf Tagen stehen für unsere Jungs gleich drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Morgen Abend ist man bei den Thomas Sabo Ice Tigers zu Gast (Bully: 19:30 Uhr), Sonntag folgt der Klassiker bei den Kölner Haien (16:30 Uhr) und am Dienstag endet die Auswärtstour mit dem Gastspiel bei den Krefeld Pinguinen (19:30 Uhr). Man kann diese Woche wohl getrost als „Woche der Wahrheit“ bezeichnen. Denn mit 24 Punkten sind die Eisbären als Siebter momentan nur im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Gibt es auf der Auswärtstour kaum etwas zu jubeln, droht der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der drei Auswärtsspiele wie folgt:

Wir haben bei Frölunda so gespielt, wie du spielen musst, mit dem Kader, den wir haben. Wir müssen nur schauen, dass wir in Zukunft der gegnerischen Mannschaft nicht so viele Möglichkeiten in Überzahl geben.

Wirklich verbessert hat sich die Personalsituation der Berliner nicht. Marcel Noebels, Laurin Braun und Frank Hördler fehlen weiterhin, ein Einsatz von Kapitän André Rankel ist durch seinen fiebrigen Infekt mehr als unwahrscheinlich. So müssen also die Youngsters um Kai Wissmann, Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder in die Bresche springen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen, vor allem, wenn es in der Liga mit dem Auf und Ab so weitergeht wie vor der Länderspielpause. Das vor der Saison erklärte Ziel, man wolle oben mitspielen, ist so nicht zu erreichen.

Zumal die nächsten Aufgaben nicht einfach sind und man sich auswärts alles andere als leicht tut in dieser Saison. Nur drei von acht Spielen wurden auf fremden Eis gewonnen. 10 von 24 Punkten wurden nur eingefahren. Da man zu Hause noch nicht die erhoffte Heimstärke hat, muss man endlich auswärts anfangen, konstant zu punkten. Sonst wird die direkte Play-Off-Qualifikation diese Saison nicht leicht.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgImmerhin tut sich der morgige Gegner Nürnberg auf eigenem Eis sehr schwer, gewann nur drei von sieben Heimspielen und holte nur 10 von möglichen 21 Punkten. Die Franken stehen punktgleich vor den Eisbären dank der deutlich besseren Tordifferenz, zudem hat Nürnberg aber auch noch zwei Spiele weniger als die Eisbären absolviert. Und in Nürnberg taten sich die Berliner zuletzt sehr schwer, gewannen nur zwei der letzten neun Auftritte im Frankenland. Das letzte Spiel in Nürnberg gewannen die Eisbären allerdings mit 2:1. Und das erste Duell in dieser Saison gewannen die Eisbären auf eigenem Eis mit 3:2 n.P.

130px-Koelner-haie-logo_svgSonntag ist man dann bei der Kölner Haien zu Gast, die bisher eine sehr starke Saison spielen und die aktuell auf Platz Zwei der DEL stehen. Während es auswärts bei den Haien perfekt läuft (vier Spiele, vier Siege, drei davon zu Null), hat man zu Hause manchmal schon Probleme gehabt. Sechs der bisherigen zehn Heimspiele wurden gewonnen, u.a. unterlag man aber Aufsteiger Bremerhaven auf eigenem Eis mit 0:2. Gegen die Hauptstädter sieht die Haie-Bilanz aber gut aus. Sechs der letzten neun Spiele gewannen die Kölner gegen Berlin, bei den drei Niederlagen punkteten sie ebenfalls. Letztmals nach regulärer Spielzeit verlor Köln am 19. April 2013, als man im Finale den Eisbären mit 3:6 unterlag. Es waren noch die glorreichen Zeiten der Berliner. In dieser Saison verloren die Eisbären das erste Aufeinandertreffen gegen Köln auf eigenem Eis mit 0:3.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoZum Abschluss der Auswärtstour geht es am Dienstagabend zu den Krefeld Pinguinen, die aktuell mit 19 Punkten Zehnter der DEL-Tabelle sind. Ein Sieg dort ist durchaus drin, hat Krefeld doch erst eins von bisher acht (!) Heimspielen gewinnen können. Drei der letzten fünf Auftritte im KönigPalast konnten die Eisbären für sich entscheiden. In der letzten Saison gewann man beide Duelle in der Seidenstadt (2:1 n.V./3:2). Das erste Duell in dieser Saison ging jedoch an Krefeld, mit 3:1 setzten sich die Pinguine in Berlin durch. Eine weitere Niederlage gegen Krefeld sollte man sich nicht leisten, da die Pinguine hinter den Eisbären in der Tabelle stehen und somit näher heran rücken würden an die Berliner.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 11.11.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun, Bruno Gervais

Angriff:

Maximilian Adam, Nick Petersen, Spencer Machacek, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

Verletzt:

Marcel Noebels (Knie), Laurin Braun (Unterkörper), Frank Hördler (Knöchel), André Rankel (Infekt)

DNL-Team:

Charlie Jahnke

In Weißwasser:

Maximilian Franzreb

1:6 und 1:4 – Der CHL-Titelverteidiger Göteborg war mindestens eine Nummer zu groß für die Eisbären

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Abenteuer Champions Hockey League (CHL) ist für die Eisbären Berlin beendet. Und da man sich ab dieser Saison ausschließlich sportlich für die CHL qualifizieren kann, bleibt abzuwarten, wann die Berliner auf die europäische Bühne zurückkehren werden. Das vorerst letzte Spiel in der Eishockey-Königsklasse verloren die Hauptstädter bei den Frölunda Indians in Göteborg mit 1:4 (0:2, 0:0, 1:2) und schieden damit im Achtelfinale der CHL aus. 1:6 im Hinspiel in Berlin, 1:4 im Rückspiel in Göteborg, insgesamt also 2:10 gegen die Schweden. Der CHL-Titelverteidiger war dann doch mindestens eine Nummer zu groß für den DEL-Rekordmeister.

Sollte es noch irgendeinen gegeben haben, der an ein Eishockey-Wunder geglaubt hatte, der wurde schnell aus all seinen Träumen gerissen. Denn Göteborg brauchte nur 89 Sekunden bis zum ersten Tor des Abends. Nach einem Schuss dachte Petri Vehanen, er hätte die Scheibe sicher. Hatte er aber nicht, Carl Grundström stocherte den Puck über die Linie zum 1:0 für Göteborg.
Während die Hausherren ihre erste Chance also gleich nutzten, verpassten es die Berliner, mit ihrer ersten richtigen Chance den Ausgleich zu erzielen. Darin Olver sein Schuss prallte nur an den Pfosten. Viele Chancen hatten unsere Jungs im Auftaktdrittel aber auch nicht gehabt, denn man zeigte sich zwar bemüht, aber es fehlte an der nötigen Durchschlagskraft. Gegen die kompakte schwedische Defensive war kaum ein Durchkommen. Wenn, dann nur durch Einzelaktionen. Und da hatte Nick Petersen ein schönes Solo auf Lager, scheiterte aber an Dan Bakala im schwedischen Tor.
Göteborg zeigte sich dagegen eiskalt und äußerst effektiv vor dem Tor. In der elften Spielminute die Hausherren in Überzahl, Matthew Donovan zog von der blauen Linie ab und das 18-jährige Top-Talent Carl Grundström fälschte unhaltbar ab. Sein zweiter Treffer an diesem Abend führte zum 2:0-Pausenstand.

Blick aus dem Gästeblock auf die Eisfläche der Halle in Göteborg. (Foto: eisbaerlin.de/Flo)

Blick aus dem Gästeblock auf die Eisfläche der Halle in Göteborg. (Foto: eisbaerlin.de/Flo)

Im zweiten Drittel dann ein Spiel auf ein Tor. Die Schweden konnten sich zu Beginn des Mitteldrittels immer wieder im Berliner Drittel festsetzen. Die Eisbären konnten kaum für Befreiung sorgen, konnten kaum für einen geordneten Spielaufbau sorgen. Mit zunehmender Spieldauer nahm der Druck der Schweden immer mehr zu, aber aus ihren guten Chancen konnte Göteborg jedoch kein Kapital schlagen. Sowohl Petri Vehanen als auch Marvin Cüpper, welcher ab der 31. Spielminute das Berliner Tor hütete, verhinderten einen möglichen höheren Rückstand aus Berliner Sicht.
Die Eisbären hatten ihren ersten gefährlichen Torschuss eine Minute vor Ende des Mitteldrittels, als Darin Olver und Daniel Fischbuch einen 2-auf-1-Konter liefen und Fischbuch an Dan Bakala scheiterte. So stand es auch nach 40 Spielminuten 2:0 für den CHL-Titelverteidiger.

Im letzten Drittel ging es dann zunächst hin und her ohne allerdings nennenswerte Torchancen. Göteborg tat nicht mehr als nötig, die Eisbären zeigten sich bemüht in der Offensive und kamen auch zum Abschluss. Und für ihren Einsatz sollten sich die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp dann auch belohnen. Barry Tallackson gewann ein Bully im Angriffsdrittel, die Scheibe ging zurück zu Bruno Gervais, welcher direkt abgezogen hatte – 2:1 (51.). So hatten also die mitgereisten Eisbären-Fans dann auch noch Grund zum jubeln. Über die gesamte Spieldauer hatten sie unsere Jungs fantastisch angefeuert und von daher wurden sie praktisch für diesen klasse Support mit dem Ehrentreffer belohnt.
Ein Drittel abgeben wollte Göteborg dann aber doch nicht. Sie legten in der Folgezeit noch zwei Powerplaytreffer nach. Sieben Minuten vor dem Ende Göteborg mit einem Schuss von der blauen Linie, Marvin Cüpper konnte die Scheibe nicht sichern und Mats Rosseli-Olsen staubte zum 3:1 ab (53.). Und eine halbe Minute vor dem Ende der Partie sorgte Victor Oloffson mit einem satten Handgelenkschuss für den Schlusspunkt unter dieser Partie – 4:1 (60.).

1:6 – Erwartete Niederlage für die Eisbären im Achtelfinal-Hinspiel gegen CHL-Titelverteidiger Göteborg

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Abenteuer Champions Hockey League (CHL) wird für die Eisbären Berlin in einer Woche beendet sein. Und da man sich für die nächste CHL-Saison ausschließlich sportlich qualifizieren kann, wird es wohl für eine Weile das letzte Heimspiel der Berliner in der Eishockey-Königsklasse gewesen sein. Und dieses letzte Heimspiel auf europäische Bühne verloren die Hauptstädter vor 4.552 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 1:6 (1:3, 0:1, 0:2) gegen Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg. Damit nahm die Partie den erwarteten Ausgang, denn der schwedische Meister war der klare Favorit in diesem Duell und hätte durchaus höher gewinnen können.

Den Torreigen eröffneten die Schweden in Minute Sechs. Sebastian Stalberg alleine vor dem Berliner Tor, umkurvt Petri Vehanen und netzt zum 1:0 ein. In der zwölften Minute die Gäste aus Göteborg mit einem Powerplay, Joel Lundqvist verwertete einen Pass von Casey Wellmann zum 2:0 für die Schweden. Knapp vier Minuten vor dem Ende des ersten Drittels aber ein Lebenszeichen der Eisbären, als Sven Ziegler den Puck unter die Latte hämmerte – 1:2 aus Berliner Sicht. Nur zwei Minuten später stellte Casey Wellmann jedoch den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her – 3:1. Was zugleich auch der Pausenstand war. Dieser hätte aber auch höher ausfallen können, doch Simon Hjalmarsson scheiterte Mitte des ersten Drittels am Pfosten.

Im zweiten Drittel sollte dann nur ein Treffer fallen, dieser aber erneut für den Favoriten. Joel Lundqvist stellte in der 28. Minute auf 4:1. Auch in diesem Drittel die Gäste mit einem Aluminiumtreffer, Olofsson traf eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause nur die Latte. Glück für die Hausherren, dass sie hier also nicht noch höher zurück lagen.

Sechs Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da war es Christoffer Ehn, der auf 5:1 für Frölunda erhöhte. Eine gute Minute später fast das sechste Tor für Frölunda, aber Casey Wellmann mit dem dritten Aluminium-Treffer der Schweden an diesem Abend – diesmal stand der Pfosten im Weg. Erneut eine Minute später machte es Henrik Tommernes besser und machte das halbe Dutzend voll – 6:1 (49.). Nach diesem Treffer hatte Petri Vehanen Feierabend, Marvin Cüpper kam für ihn ins Tor. Diese musste in den folgenden elf Minuten aber nicht mehr hinter sich greifen und somit blieb es am Ende beim hochverdienten 6:1 für Frölunda.

In einer Woche findet das Rückspiel in Göteborg statt, was aber nur noch reine Formsache für die Frölunda Indians sein sollte. Danach sollten sich unsere Jungs wieder voll und ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren, denn da lief es zuletzt nicht wirklich gut.

1:0! Sven Ziegler erlöst die Eisbären-Fans – Marvin Cüpper feiert Shutout

logo_wbn_1617Ausgabe #5:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgwild_wings_logo_4c_rgbDie Eisbären Berlin haben das Null-Punkte-Wochenende verhindert, konnten beim knappen und mühsamen 1:0-Heimsieg gegen die Schwenninger Wild Wings aber überhaupt nicht überzeugen. 13.339 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena hätten sich am Sonntanachmittag besser eine andere Beschäftigung gesucht. Denn das, was die Eisbären auf dem Eis boten, war schon sehr erschreckend und überhaupt nicht schön anzusehen. Am Ende zählen sicherlich nur die drei Punkte, aber die Art und Weise, wie diese zu Stande gekommen sind, bereiten einem schon Kopfschmerzen. Immerhin traf man auch heute wieder auf eine Mannschaft, welche sieben Spiele in Folge verloren hatte.

Die Eisbären mussten heute auf die Verletzten Frank Hördler, Marcel Noebels, Florian Busch und Laurin Braun verzichten. Die Youngster Maximilian Franzreb und Charlie Jahnke waren für Kooperationspartner Weißwasser im Einsatz. Und im Tor bekam Stammgoalie Petri Vehanen eine Ruhepause, Marvin Cüpper hütete für den Finnen das Bären-Gehäuse.

Die Eisbären im Angriff und im Powerplay. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Eisbären im Angriff und im Powerplay. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Gäste aus Schwenningen hatten die Taktik, aus einer sicheren Defensive heraus schnelle Konter nach vorne zu tragen. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Hausherren hier optisch die überlegene Mannschaft waren. Nur sie wussten nicht wirklich so viel mit der Scheibe anzufangen. Irgendwie fehlte den Berlinern ein Konzept gegen die seit sieben Spielen sieglosen Schwäne. Die Schüsse, die auf das Tor von Joey MacDonald kamen, stellten zu selten eine Gefahr für Schwenningen dar. Die Gäste waren mit ihren wenigen Angriffen fast schon gefährlicher als die Eisbären. Torlos sollte das erste Drittel zu Ende gehen.

Im zweiten Drittel eigentlich das selbe Bild wie im ersten. Die Eisbären mit mehr Scheibenbesitz und häufig im Schwenninger Drittel, aber es gelang ihnen zu selten mal für Gefahr vor dem Schwenninger Tor zu sorgen. Insgesamt kam viel zu wenig von den Eisbären, die zu selten was anzufangen wussten mit der schwarzen Hartgummischeibe.
Selbst in Überzahl tat man sich – wie so oft in der dieser Saison – schwer. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass Schwenningen in Unterzahl die größte Chance hatte. Einen 2-auf-0-Konter vergab Simon Danner äußerst knapp. Das wäre hier noch die Krönung des Ganzen gewesen.
0:0, ein kaum anzusehendes Eishockey auf dem Eis und was schallt es aus der Fankurve? Richtig! „Die ganze Liga fürchtet unser Team, wir sind die Macht im Land Eisbären Berlin!“. Nun ja, wenn es von denen, die es gesungen haben, nicht wirklich ernst gemeint wäre, könnte man drüber schmunzeln. Aber wann waren unsere Eisbären das letzte Mal die Macht im Land? Muss schon eine Ewigkeit her sein. Jedenfalls sind solche Gesänge aus meiner Sicht mehr als unangebracht. Viel mehr wäre es langsam mal an der Zeit, denen da auf dem Eis zu zeigen, dass man mit dem Gezeigten nicht einverstanden ist. Wenn wenigstens der Einsatz stimmen würde, wäre es ja noch in Ordnung. Aber derzeit fehlt es dem Eisbären-Spiel an allem und es nur auf die vielen verletzten Spieler zu schieben, wäre zu einfach.
Aber zurück zum heutigen Spiel, bei dem es auch nach 40 Minuten 0:0 stand.

Endstation Marvi Cüpper. Der Back-up der Eisbären feierte heute einen Shutout. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Endstation Marvi Cüpper. Der Back-up der Eisbären feierte heute einen Shutout. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Aus Sicht der Zuschauer in der Arena konnte man nur auf ein baldiges Ende hoffen, denn einige Fans sprachen nach dem Spiel davon, dass es Schmerzen bereitete, dem Spiel der beiden Mannschaften zuzuschauen. Kann ich in der Tat bestätigen.
Aber im letzten Drittel entwickelten die Eisbären doch tatsächlich zu Beginn mal so etwas wie Zug auf das Tor der Schwenninger. Und nach einem starken Pass von Micki DuPont zog Sven Ziegler ins Angriffsdrittel und zog einfach mal trocken ab. Mit Erfolg, sein Schuss schlug hinter Joey MacDonald zum 1:0 ein (47.).
Schwenningen gab aber nicht auf und suchte in der Folgezeit immer wieder den Weg vor Marvin Cüpper, kam auch zu guten Chancen, aber der Berliner Goalie parierte stets klasse. Am Ende hielt Marvin Cüpper das knappe 1:0 und die drei Punkte fest. Die Schlusssirene ertönte und erlöste die Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena.

Es ist eigentlich alles erzählt. Mit einer sehr dürftigen Leistung sichert man sich wichtige drei Punkte. Mit den Punkten darf man zufrieden sein, mit der Leistung aber überhaupt nicht. Welches Konzept hat Uwe Krupp, am Spiel der Eisbären sehe ich jedenfalls keins. Wenn man mit der Scheibe im Angriffsdrittel ist, weiß man nicht mehr weiter. Mit so einer Leistung wie heute würde man gegen die Top-Teams der Liga untergehen. Und mit so einer Leistung muss einem Angst und Bange werden vor dem CHL-Spiel am Dienstag, wenn mit Göteborg eine absolute europäische Spitzen-Mannschaft in die Hauptstadt kommt. Vor den Eisbären liegt viel Arbeit, denn es ist eine Frage der Zeit, wie lange sich die Fans das noch bieten lassen. Die ersten EHC-Fans sind bereits angesäuert, so auch ich.

Update 31.10.2016

Torjubel @svenziegler52

Torjubel von @svenziegler52 – Bildquelle: TELEKOM EISHOCKEY – TELEKOM EISHOCKEY buchen
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Kein Sieg im Jubiläumsspiel für Uwe Krupp – Eisbären verlieren 2:5 beim Tabellenletzten

125px-Straubing_tigers_logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin und Spiele gegen Tabellenletzte. Es bleibt eine Geschichte für sich. Mal wieder trafen die Hauptstädter auf einen Tabellenletzten, mal wieder konnte man nicht überzeugen und verließ das Eis am Ende als Verlierer. Bei den Straubing Tigers setzte es am Pulverturm eine 2:5-Niederlage (1:2, 1:1, 0:2). Für die Niederbayern endete eine sieben Spiele andauernde Niederlagenserie, für unsere Jungs war es die zweite Niederlage innerhalb von zwei Tagen in Bayern. Verteidiger Jonas Müller sagte nach dem Spiel, man war zu Beginn einfach nicht bereit Eishockey zu spielen und lag so schnell mit 0:2 hinten. Wie recht der Berliner Youngster damit doch hatte.

Denn das erste Drittel konnte man aus Berliner Sicht als Katastrophe bezeichnen. Dass man am Ende nur mit 1:2 hinten lag, hatte man einmal mehr dem finnischen Stammgoalie Petri Vehanen zu verdanken, welcher hier als einziger Berliner Spieler seine Normalform erreichte.
Straubing begann sehr schwungvoll und setzte die Eisbären sofort unter Druck. Die fanden überhaupt nicht ins Spiel und schwächten sich zudem immer wieder mit dummen Strafzeiten. So hatte sich Berlins Coach Uwe Krupp sein 300. DEL-Spiel als Trainer wohl nicht vorgestellt.
In der siebten Spielminute nutzten die Hausherren gleich das erste Powerplay. Jeremy Williams wurde auf Höhe des Bullykreises überhaupt nicht angegriffen und zog einfach mal ab – 1:0. Schlechte Verteidigungsarbeit der Eisbären.
Ein weiteres Überzahlspiel nutzte der Tabellenletzte in der zehnten Spielminute. Chris Connolly mit dem Pass in den Slot auf Scott Timmins, welcher nur noch seinen Schläger hin halten musste – 2:0.
Immer wieder entwickelte Straubing einen ordentlichen Druck auf das Berliner Tor. Selbst bei 5-gegen-5 sah es wie ein Straubinger Powerplay aus. In der Berliner Defensive stimmte die Zuordnung überhaupt nicht, immer wieder hatten die Tigers große Freiräume, konnte sie aber nicht nutzen, weil eben immerhin ein Berliner eine Top-Leistung zeigte – Petri Vehanen.
Nach 20 Minuten hätte es gut und gerne 5:0 für Straubing stehen können, es stand aber 2:1. Weil ein eher harmloser Schuss von Darin Olver in der 19. Spielminute den Weg ins Tor fand. Matt Climie sah da nicht wirklich gut aus.

Das zweite Drittel bot zunächst schnelles Eishockey. Es ging hin und her, beide überbrückten schnell die neutrale Zone und suchten immer wieder den Weg vor das Tor. Die Eisbären erarbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer ein Übergewicht und so fiel der Ausgleich auch fast erwartungsgemäß. Daniel Fischbuch bekam die Scheibe im Slot zugespielt, drehte sich einmal um den eigenen Körper und schloss dann im Fallen zum 2:2 ab (27.).
Die Hausherren wirkten im Mitteldrittel angeschlagen, die Niederlagenserie war nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen und nun hatte man eine 2:0-Führung auch noch verspielt. Aber die Eisbären nutzten das nicht aus, sie waren zwar optisch überlegen und hatten auch Chancen, aber so die zwingende hundertprozentige Torchance fehlte eben.
Und was machte Straubing? Die kamen kurz vor der zweiten Drittelpause doch mal wieder vor das Berliner Tor und da staubte Mike Hedden nach einem Schuss von Maury Edwards zum 3:2 ab (40.). So schmeichelhaft das 1:2 aus Berliner Sicht nach dem ersten Drittel war, so glücklich war das 3:2 für Straubing nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel wirkten die Eisbären weiter optisch überlegen, sie waren die aktivere Mannschaft, aber zwingende Torchancen waren weiterhin Fehlanzeige. Straubing verlegte sich angesichts der Führung aufs Kontern. Und vier Minuten vor dem Ende sorgte Steven Zalewski am kurzen Pfosten für die Entscheidung, als er den Puck über die Linie drückte – 4:2 (56.).
Die Eisbären riskierten nun alles, nahmen drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit und Goalie Petri Vehanen vom Eis. Nutzte nur nichts mehr, denn Straubing fing die Scheibe im eigenen Drittel ab und Mike Hedden sorgte mit seinem Empty-Net-Goal für den Schlusspunkt unter dieser Partie – 5:2 (60.).

Ja, die Eisbären hatten in letzter Zeit sehr viele Spiele in kurzer Zeit zu absolvieren. Ja, die Eisbären haben viele verletzte Spieler, aber sie spielen trotzdem mit vier Reihen. Dass den Eisbären die Kraft heute fehlte, verneinte Jonas Müller ja auch bereits im Interview nach dem Spiel. Aber unsere Jungs müssen sich schon die Frage gefallen lassen, warum man ausgerechnet gegen den Tabellenletzten immer wieder so eine dürftige Leistung abliefert. Das erste Drittel war mit das schlechteste, was ich seit einiger Zeit erlebt habe. Im Mitteldrittel hat man einen Gegner gegenüber, der angeschlagen in den Seilen hängt, man nutzt es aber nicht aus und bringt ihn stattdessen wieder zurück ins Spiel. Das waren jetzt zwei vermeidbare Niederlagen in Folge. In München kann man sicher mal ein Spiel verlieren, aber beim angeschlagenen Tabellenletzten Straubing so aufzutreten, ist dann doch schon enttäuschend und bedarf eine entsprechenden Reaktion der Mannschaft am Sonntag im Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings.

0:3 –Eisbären verlieren deutlich bei Mulock-Rückkehr

Hinweis vom eisbaerlin.de-Team: Hannes schickte uns seinen Bericht schon gestern (Samstag Vormittag), die Datumsangaben im Bericht sind unverändert: Das Spiel gegen Krefeld fand heute statt. Es endet mit 1:3. Aus administrativen Gründen konnte Hannes Bericht erst heute veröffentlicht werden. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für den super Spielbericht. Viel Spaß beim Lesen! Hannes würde sich sicher auch über Eure Bewertung seines Beitrags am Ende des Berichte freuen. Die drei Bilder wurden nachträglich vom eisbaerlin.de-Team eingefügt.


 

Es war das erste Spiel auf Berliner Eis nachdem TJ Mulock im Sommer die Eisbären in Richtung Köln verlassen hat und ohne Frage wurde es für Mulock ein Spiel, an das er sich wohl lange erinnern wird – sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht.

Nach sieben Jahren Eisbären, bei denen er sich u.a. durch sein Game Winning Goal zum 5:6 nach Overtime in Mannheim in der Finalserie 2012 ein Denkmal gesetzt hat, wechselte Mulock im Sommer zu den Kölner Haien, die die Eisbären im Viertelfinale der letzten Saison aus den Playoffs warfen. Im Interview mit dem Kölner Express wird er mit den Worten „Das war schon komisch. Ich wusste damals schon, dass ich gerade gegen meine neuen Teamkollegen spiele. Die ganz dreckigen Dinger habe ich mir dann gespart. – Quelle: http://www.express.de/23966428 ©2016“ zitiert. Wenig verwunderlich, dass dies beim Eisbären-Anhang nicht gut ankam. Bereits bei der Vorstellung der Starting Six als auch später bei eine kurzen Highlight-Clip, der auf dem Videowürfel gezeigt wurde, wurde Mulock von Teilen der Fans ausgebuht und ausgepfiffen. Im Interview mit dem Tagesspiegel (https://eisbaerlin.de/blog/2016/10/09/tagesspiegel-interview-tj-mulock/) zeigte sich Mulock enttäuscht von der Reaktion der Fans, entschuldigte sich, betonte aber auch, dass er nicht wüsste, was er falsch gemacht habe.

Bei den Eisbären gab es im Vergleich zum CHL Spiel gegen den EV Zug einige Änderungen. Der Dienstag noch geschonte Bruno Gervais stand genau wie Florian Busch wieder im Kader, zudem gab es Reihenänderungen in der Offensive. Daniel Fischbuch, der vorher zusammen mit Darin Olver und Nick Petersen in einer Reihe stürmte, tauschte mit Barry Tallackson die Plätze, der vorher zusammen mit André Ranke und Kyle Wilson auf dem Eis stand.te161007baxmann

Jens Baxmann läuft ein.
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Mulocks neues Team, die beste Defensive der Liga, stand dann also der bis dato besten Offensive der Liga gegenüber. Nach anfänglichem Abtasten war es Frederik Eriksson, der die Haie in der 6. Minute durch einen Schlagschuss von der blauen Linie in Führung brachte. Ausgangspunkt war ein verlorener Zweikampf Daniel Fischbuchs hinter dem eigenen Tor, Jean-Francois Boucher legte auf Eriksson ab, der unhaltbar für Vehanen einnetzte (6.). Die Eisbären wurden danach mehrfach von den Kölnern im Drittel eingeschnürt, konnten dank einer erneut guten Leistung von Goalie Petri Vehanen aber weitere Gegentreffer vermeiden. Die erste Großchance der Eisbären hatte dann Kyle Wilson, der einen Pass von Salmonsson im gegnerischen Drittel abfing, allein auf Gustaf Wesslau zulief, aber am Schlussmann der Kölner scheiterte.

Auch im zweiten Drittel standen anfangs die Torhüter im Mittelpunkt. Vehanen parierte gegen Patrick Hager, der freistehend im Slot einen Pass von Philipp Gogulla Richtung Tor abfälschte, auf der Gegenseite vereitelte Wesslau innerhalb weniger Sekunden die Versuche von Florian Busch, Laurin Braun und Micki DuPont. Beide Teams kamen im Verlauf des Drittels auch zu Überzahlmöglichkeiten, auf Seiten der Eisbären musste Jonas Müller für zwei Minuten wegen Crosschecks, Julian Talbot sogar für 2+10 Minuten wegen Checks gegen die Bande auf die Strafbank. Einen Unterzahlkonter von André Rankel und Kyle Wilson konnte die Kölner Defensive mit ein wenig Glück vereiteln, mit dem Nachschuss von Constantin Braun hatte Wesslau keine Probleme. Kurze Zeit später traf Kölns Patrick Hager im Powerplay nur die Querlatte. Die Eisbären kamen in ihren beiden, leider erneut schwachen Powerplays, zu keinen nennenswerten Torchancen.

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Am 07.10.2001 bekam der Wellblechpalast offiziell seinen Namen verliehen und hatte gestern seinen 15. Jahrestag seiner Namensgebung. Seit dem letzten Jahr twittert er inoffiziell unter @wellblechpalast
Bildquelle: https://eisbaerlin.de/161007Welli30minTwitter

Im letzten Abschnitt waren ca. neun Minuten gespielt, als Köln sich durch zwei schnelle Pässe aus dem eigenen Drittel befreite. Kai Hospelt nahm den Puck an der Mittellinie entgegen, nutze seinen Platz und schloss durch ein Handgelenksschuss auf die Stockhandseite zum 0:2 ab (52.). Symptomatisch für die darauf folgenden Angriffsbemühungen der Eisbären war die Situation, als Darin Olver mit Geschwindigkeit ins Kölner Drittel fuhr, das Tor umkurvte, wieder an der blauen Linie ankam und ohne nennenswerten Druck einen Kölner Spiele anschoss.  Köln machte seinem Ruf als beste Defensive der Liga alle Ehre und ließ bis auf eine Nachstocher-Chance von Tallackson nach Schuss von DuPont in Überzahl keine weiteren Großchancen zu. Die Eisbären fanden kaum noch Wege, um den Puck gefährlich vors Tor zu bringen, da Köln geschickt die blaue Linie verteidigte. Die Entscheidung fiel, als Johannes Salmonsson 40 Sekunden vor Spielende von der Strafbank kam, DuPont an der blauen Linie den Puck abnahm und ins leere Tor zum 0:3 Endstand einschieben konnte (60.).

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Kurz vor Schluss bei leerem Eisbären-Kasten versuchen die Eisbären mit aller Macht noch ein Tor zu erzielen.
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Die Kölner Haie haben zum aktuellen Stand der Saison den Eisbären aufgezeigt, wo ihre Grenzen liegen. Im Gegensatz zum Spiel gegen den EV Zug am Dienstag fehlte es in der Offensive an Kreativität und auch an Härte, das Powerplay war oftmals zu statisch und berechenbar, als dass wirklich Gefahr von den Akteuren ausging.

André Rankel resümierte das Spiel mit den Worten: „Ich finde nicht, dass wir schlecht gespielt haben, aber Köln war sehr stark. Wir müssen schnell wieder in die Spur finden, denn Krefeld ist individuell sehr gut besetzt.“

Für das Spiel am morgigen Sonntag gegen die Krefeld Pinguine (14 Uhr, live Telekom Eishockey) müssen die Eisbären aller Voraussicht nach erneut auf Florian Busch verzichten, der zwar gegen Köln nach seiner Knieverletzung sein Comeback gab, am Samstag allerdings erneut beim Training fehlte.

 

2:3 n.V. – Eisbären mit dem schlechteren Ende in Wolfsburg

grizzlys-wolfsburg-logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgSchade, die Eisbären Berlin haben ihr Auswärts-„Heimspiel“ in Wolfsburg mit 2:3 n.V. (1:0,1:1,0:1/0:1) verloren. Vor 3.372 Zuschauern (darunter rund 1.000 Fans aus Berlin) in der Eisarena Wolfsburg hatten die Hausherren in der Verlängerung das bessere Ende auf ihrer Seite und sicherten sich mit dem ersten Heimsieg der Saison den Zusatzpunkt in der Partie gegen den Spitzenreiter Berlin.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp nahm zwei Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Nürnberg am Freitag vor. Stürmer Florian Busch fehlte nach seinem Zusammenprall mit der Bande vom Freitag verletzungsbedingt, im Tor ersetzte Maximilian Franzreb Stammkeeper Petri Vehanen, der mal eine Pause bekam.

Gleich zu Beginn der Partie die Hausherren mit der Möglichkeit, in Überzahl in Führung zu gehen. Aber das Penaltykilling der Eisbären war sehr gut und so überstanden die Berliner diese Unterzahl. Wolfsburg von Beginn an sehr kompakt in der Defensive und mit einem aggressiven Forechecking, die Eisbären hatten Mühe ins Spiel zu finden.
In der fünften Spielminute wanderten innerhalb von 36 Sekunden gleich drei Wolfsburger auf die Strafbank, die Eisbären also in doppelter Überzahl. Man fand zwar in die Formation und ließ die Scheibe auch gut laufen, aber irgendwie wollte man die Scheibe mal wieder ins Tor tragen. Da war viel zu viel Schönspielerei dabei, statt einfach mal aus allen Lagen auf das Tor von Felix Brückmann zu schießen. Als Micki DuPont dann mal abzog, ging die Scheibe an die Bande hinter dem Tor und kam anschließend zurück vor das Tor, wo Nick Petersen aus sehr spitzen Winkel die Scheibe ins Tor beförderte – 1:0 (7.).
In der neunten Spielminute dann ein Powerplay mal wieder für Wolfsburg. Und in diesem prüfte Jeff Likens gleich dreimal Maximilian Franzreb im Berliner Tor. Franzreb behielt stets die Oberhand.
Und weiter ging das Strafzeiten-Festival, welches die beiden Hauptschiedsrichter Benjamin Hoppe und Marc Iwert hier veranstalteten. Sie hatten zwar eine sehr kleinliche Linie, hielten diese aber konsequent durch. In der elften Spielminute die Eisbären für 1:46 Minuten wieder einmal mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber nein, das Powerplay hatte heute nicht den Namen verdient, denn erneut versuchte man den Puck mit Schleife drum ins Tor der Wolfsburger zu legen. Eine große Chance leichtfertig vertan.
Beim Stand von 1:0 ging es in die erste Drittelpause, angesichts zweiter 5-3-Überzahlspiele eher zu wenig aus Berliner Sicht. Continue reading

3:2 n.P.: Nick Petersen rettet den Eisbären zwei Punkte gegen Nürnberg

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgNein, einen Eishockey-Leckerbissen sahen die 11.023 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena am Freitagabend nicht. Die Partie der Eisbären Berlin gegen die Thomas Sabo Ice Tigers hatte ein eher durchwachsenes Niveau. Am Ende siegten die Berliner knapp mit 3:2 n.P. (2:1,0:1,0:0/0:0) gegen die Franken, konnten dabei aber nicht wirklich überzeugen. Wie so oft bisher in dieser noch jungen DEL-Saison schaffen es die Eisbären einfach nicht über die gesamte Spieldauer konzentriert zu Werke zu gehen.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp konnte auf Jens Baxmann zurück greifen. Im Tor stand erneut Petri Vehanen.

Viele Zweikämpfe waren in der Partie Berlin vs. Nürnberg zu sehen. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Viele Zweikämpfe waren in der Partie Berlin vs. Nürnberg zu sehen. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Im ersten Drittel ging es zunächst ausgeglichen zur Sache. Beide Mannschaften versuchten sich erst einmal ins Spiel hinein zu finden. Die Eisbären schafften das besser und als sie in doppelter Überzahl waren, schlugen sie sehenswert zu. Nick Petersen bekam die Scheibe vor das Tor gespielt, ließ Nürnbergs Goalie Andreas Jenike klasse aussteigen und netzte zum 1:0 ein (8.).
Das Tor sorgte aber nicht wirklich für Ruhe im Eisbären-Spiel. Den Berlinern unterliefen im Spielaufbau zu viele Fehlpässe, was es Nürnberg ermöglichte, zu Chancen zu kommen. Von Nürnberg wäre ansonsten wohl kaum etwas zu sehen gewesen. Und die Berliner selbst betrieben jetzt auch nicht den größten Aufwand, konnten aber vier Minuten vor der ersten Drittelpause nachlegen. André Rankel zog im Bullykreis stehend einfach mal ab und sein Schuss ging überraschend für alle Beteiligten auf dem Eis ins Tor – 2:0 (16.).
Exakt drei Minuten vor der Pausensirene brachte ein Fehler der Eisbären Nürnberg zurück ins Spiel. Oliver Mebus fing einen Aufbaupass ab, über Philippe Dupuis kam die Scheibe zu Andrew Kozek, welcher relativ freie Schussbahn hatte und auch nicht angegriffen wurde. Er zog ab und ließ Petri Vehanen keine Chance – 2:1 (17.).
Dabei sollte es bis zur ersten Drittelpause bleiben. Eine sicherlich verdiente Berliner Führung, wenn gleich von Nürnberg aber auch nicht wirklich viel Gefahr aus ging und man die Franken praktisch selbst zurück in ein Spiel brachte, in dem man nicht viel Aufwand betreiben musste, um zu führen. Continue reading

5:3! Arbeitssieg im Schwarzwald

wild_wings_logo_4c_rgb125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Serie im Schwarzwald hält weiterhin. Die Eisbären Berlin haben nunmehr neun der letzten zehn Gastspiele in der Helios-Arena gewonnen. Am Sonntagnachmittag setzte sich der DEL-Rekordmeister vor 3.433 Zuschauern bei den Schwenninger Wild Wings mit 5:3 (1:0,3:1,1:2) durch und gab damit die richtige Antwort auf die 2:4-Heimniederlage vom Freitagabend gegen Meister Red Bull München.

Die Eisbären mussten wie am Freitag auf Marcel Noebels und Jens Baxmann verzichten. Für Baxmann rückte Youngster Maximilian Adam in den Kader. Darin Olver war hingegen doch dabei.

Die Eisbären starteten druckvoll in die Partie und hatten bereits nach 20 Sekunden die erste gute Chance durch Spencer Machacek, welcher sich gut durchtankte aber an Dustin Strahlmeier scheiterte. Die Eisbären fanden gut ins Spiel und hatten in den ersten zehn Minuten ein Chancenplus. Durch unnötige Scheibenverluste machte man Schwenningen aber stark und ließ sie so ins Spiel kommen.
In der neunten Spielminute die Hausherren mit einem 2-auf-1-Konter, Daniel Schmölz mit dem Abschluss, aber Petri Vehanen war zur Stelle. In der 12. Spielmiunte die Riesenchance für die Wild Wings zur Führung, Jake Hansen auf Will Acton, welcher jedoch am leeren Tor vorbei schoss.
Direkt im Gegenzug Nick Petersen auf Daniel Fischbuch, der lief über links ins Drittel und zog einfach mal ab – 1:0 (13.).
Die Führung gab den Eisbären aber nicht die nötige Sicherheit. Ganz im Gegenteil, Schwenningen wurde richtig stark und hatte jede Menge gute Torchancen, Sascha Goc (zweimal) Simon Gysbers und Jerome Samson scheiterten an Petri Vehanen und Will Acton schaffte es erneut nicht, den Puck im leeren Tor unterzubringen.
So war die 1:0-Führung der Berliner nach 20 Minuten äußerst schmeichelhaft. Continue reading

2:4 nach 2:0 – München siegt dank cleverer und abgezockter Spielweise verdient in Berlin

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Und da ist es passiert: Am dritten Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlieren die Eisbären Berlin ihr erstes Saisonspiel. Vor 11.307 Zuschauern verloren die Mannen von Coach Uwe Krupp gegen den amtierenden Meister Red Bull München mit 2:4 (2:1, 0:1, 0:2). Eine Niederlage, nach der es nach fünf Minuten nun mal überhaupt nicht aussah. Denn da führten die Hausherren dank einer sehr starken Anfangsphase bereits mit 2:0. Aber im weiteren Spielverlauf stellte sich München als der erwartet schwere Gegner heraus, welcher zudem noch sehr clever und abgezockt agierte und so die drei Punkte durchaus verdient aus der Hauptstadt entführte.

Die nächsten beiden Banner unter der Hallendecke der Arena am Ostbahnhof. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die nächsten beiden Banner unter der Hallendecke der Arena am Ostbahnhof. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Vor dem Spiel wurde es erst einmal feierlich. Denn da ehrten die Eisbären zwei Club-Legenden für ihre jahrelange Arbeit beim Verein. Hartmut Nickel und Bernd Karrenbauer wurden in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Eine Zeremonie, welche für viel Gänsehaut bei den Anwesenden sorgte. Das Motto, unter dem die Zeremonie stand – „Ehre, wem Ehre gebührt“ – war absolut angemessen und wer hätte so eine Zeremonie mit anschließender sensationeller Choreo der Fankurve verdient, wenn nicht „Papa Bär“ und „Karre“. Alles Gute von unserer Seite aus für Eure Zukunft und vielen Dank für all das, was Ihr für den Verein in Eurer langen Zeit getan habt!

Man hatte mit einer hart umkämpften Partie von der ersten Sekunde an gerechnet. Doch die Eisbären interessierte das nicht. Die legten erneut so los wie im ersten Heimspiel gegen Straubing und dieses Mal trafen sie auch gleich. Frank Hördler kommt mit der Scheibe auf der linken Seite ins Drittel, hätte mit Nick Petersen eine Anspielmöglichkeit vor dem Tor, doch der Verteidiger macht es selbst. Mit Erfolg, denn sein Schuss rutschte durch Aus den Birken’s Schoner hinein ins Tor – 1:0 (2.).
Und die Eisbären wollten gleich nachlegen. Was ihnen auch gelang. Nick Petersen narrte die komplette Münchner Defensive, passte die Scheibe vor das Tor, wo Darin Olver lauerte und plötzlich lag die Scheibe zum zweiten Mal an diesem Abend im Tor von Danny Aus den Birken. Erst beim Videobeweis war zu sehen, dass der Puck nicht durch Olver sondern Smaby’s Schlittschuh ins Tor bugsiert wurde. Egal, die Berliner führten nach fünf Minuten mit 2:0.
München kam erst so nach und nach besser ins Spiel, trafen da aber auf einer sehr gut organisierte Eisbären-Defensive. Aber dennoch fanden die Mannen von Coach Don Jackson einen Weg, um zum Torerfolg zu kommen. Es lief die 13. Spielminute, Kapitän André Rankel saß in der Kühlbox und Deron Quint mit dem Querpass auf Michael Wolf. Der zog direkt ab, Jonathan Matsumoto hielt die Kelle rein und schon stand es nur noch 2:1.
Bei diesem Spielstand sollte es bis zu ersten Drittelpause bleiben. Beide Mannschaften zwar noch einmal mit Akzenten nach vorne, aber ohne Glück im Abschluss. Continue reading