Die Eisbären Berlin haben bisher keine leichte Saison erlebt. Viele Verletzungen haben den Verlauf der Hauptrunde geprägt. Morgen endet die Hauptrunde der DEL-Saison 2025/2026 mit dem Heimspiel gegen Red Bull München. Die Berliner gehen dabei als Sechster in das Rennen um das letzte direkte Viertelfinalticket. Zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf Konkurrent Bremerhaven, der mit dem sportlichen Absteiger Dresden jedoch die vermeintlich einfachere Aufgabe vor der Brust hat. Doch die Hauptstädter sind rechtzeitig zu den bevorstehenden Playoffs in Form gekommen und haben erstmals seit Mitte Oktober wieder vier Spiele am Stück gewonnen. Doch wie erklärt man sich beim Hauptstadtclub diesen Aufschwung? Trainer Serge Aubin hat die Antwort:
Wir halten das Spiel einfach und nicht zu kompliziert. Wir versuchen nicht zwangsläufig in jedem Shift ein Tor zu erzielen. Wir gehen sehr früh in den Forecheck, was sehr gut funktioniert. Wir nehmen dem Gegner Raum und Zeit weg. Zudem können wir mit vier vollen Reihen spielen.
Auch Kapitän Kai Wissmann betont, dass man zur Zeit viel einfacher spielt als davor:
Wir spielen ein bisschen einfacher durch die neutrale Zone und ein bisschen geradliniger nach vorne. Wir wollen unseren Forecheck nutzen, weil das eigentlich immer unsere Stärke war. Durch unseren harten Forecheck gehen wir dem Gegner immer auf die Nerven. Zudem sind wir eng am Mann und geben ihnen wenig Raum und Zeit. Ich denke, dass wir das seit der Pause sehr gut umsetzen.

Kapitän Kai Wissmann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Die Pause ist ein gutes Stichwort. Seitdem haben die Eisbären fünf der sieben Spiele gewonnen und liegen in diesem Zeitraum auf Platz drei. Nur Straubing und München haben eine bessere Punkteausbeute als der Titelverteidiger. Für den Hauptstadtclub kam die Pause zum richtigen Zeitpunkt, wie Trainer Aubin verrät:
Die ganze Saison war von vielen Verletzungen geprägt. Von daher war es gut für die Jungs, mal weg zu kommen und sich nicht um Eishockey kümmern zu müssen. So kam man auf andere Gedanken und konnte auch mal die Stadt verlassen. Das war für alle wie ein Neustart. Wir wissen aber, dass noch viel auf uns wartet und wir noch besser spielen können.

Trainer Serge Aubin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Doch der aktuelle Weg scheint der richtige zu sein. Denn der Spaß am Eishockey ist wieder zurück gekommen, wie Stürmer Eric Hördler sagt:
Zuletzt haben wir einfach und hart gespielt. Wir haben gezeigt, dass wir so noch spielen können. Diese Spiele haben wieder Spaß gemacht, weil wir wieder unser Hockey gespielt haben. Genauso müssen wir weiterspielen.
Gerade Hördler Junior und seine Reihe haben einen großen Anteil am Aufschwung. Zusammen mit Manuel Wiederer und Les Lancaster sorgte Eric Hördler zuletzt für Aufsehen auf dem Eis. Die Nummer 77 versucht das zu erklären:
Die Chemie zwischen uns ist sehr gut. Der Les ist ein brutaler Goalscorer geworden. Also ich habe noch nie so einen Verteidiger im Sturm gesehen. Das macht natürlich viel aus, wenn er da einen nach dem anderen einklinkt. Es macht brutal viel Spaß mit denen zusammenzuspielen. Wir spielen sehr einfach, arbeiten hart und daraus resultieren dann gute Ergebnisse.

Stürmer Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Für Trainer Serge Aubin ergeben sich dadurch natürlich viel mehr Möglichkeiten im Spielverlauf:
Die Drei harmonieren sehr gut und haben eine gute Chemie. Les Lancaster macht einen fantastischen Job. Manuel Wiederer und Eric Hördler verstehen einfach ihre Rolle, die sie in dieser Reihe erfüllen. Eric hat gegen Mannheim einen wichtigen Beitrag zum 1:0 geleistet. Ich habe überhaupt keine Sorge, diese Reihe auf das Eis zu schicken. Das gibt mir mehr Möglichkeiten.
Zudem dürfte auch eine große Rolle spielen, dass das Trainerteam seine vier Reihen gefunden hat. Denn in den letzten Spielen wurde nicht mehr rotiert. Die Mannschaft spielt sich immer mehr in Playoff-Form und dürfte so wieder für jede Mannschaft ein sehr unbequemer Gegner werden. Die Eisbären Berlin sind bereit für das erste Endspiel der Saison gegen München. Mit einem Sieg würde man das direkte Viertelfinalticket buchen.




































