5:8-Niederlage! Die Eisbären verlieren das Tor-Festival in Ingolstadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #23:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:8 (2:3,2:2,1:2) verloren und damit verpasst, den Abstand nach oben zu verkürzen. Trotz der Niederlage war es kein schlechtes Spiel der Berliner, was alleine die fünf Tore beweisen, welche du in Ingolstadt erst einmal schießen musst. Aber letztendlich hatte man das Spiel auf der Strafbank verloren, denn alleine vier Gegentreffer kassierte man mit einem Mann weniger. In den acht Spielen zuvor war man gänzlich ohne Gegentor in Unterzahl geblieben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stellte sein Line-up minimal um. Während im Tor erneut Jake Hildebrand stand und die Verteidiger-Pärchen unverändert blieben, gab es kleinere Umstellungen in der Offensive. Jean-Sébastien Dea rückte in die Reihe von Marcel Noebels und Yannick Veilleux. Blaine Byron rotierte aus dieser Reihe heraus und stürmte in der vierten Reihe zusammen mit Eric Hördler und Norwin Panocha, der zurück im Line-up war. Matej Leden war als 13. Stürmer dabei.

Die Eisbären standen vor einer enorm schweren Aufgabe, hatte doch der ERCI seine letzten 13 Heimspiele in Serie gewonnen. Die Berliner hingegen waren weiterhin auf der Suche nach einer konstanten Leistung und dem Start einer Siegesserie. Gelang dies in Ingolstadt oder waren die Schanzer am Ende doch zu stark?

Sammelte vier Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Riley Sheen (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Hauptstädter kamen stark aus der Kabine und gingen nach gerade einmal 68 Sekunden mit 1:0 in Führung. Eric Mik hatte abgezogen, Markus Vikingstad stand vor dem Tor und fälschte entscheidend ab (2.).
Und es sollte noch besser kommen. Die Eisbären fingen einen Aufbaupass der Schanzer ab, Liam Kirk mit dem Zuspiel für Freddy Tiffels und der erhöhte mit der zweiten Chance auf 2:0 (4.). Ingolstadt war wohl mit den Gedanken noch beim CHL-Aus in Göteborg unter der Woche.
Doch als die Hausherren das erste Powerplay der Partie hatten, meldeten sie sich auch in diesem Spiel an. Riley Sheen hatte Maß genommen und Jake Hildebrand erstmals an diesem Abend überwunden – 2:1 (7.). Damit war die gegentorlose Serie in Unterzahl nach acht Partien zu Ende. Und Ingolstadt war nun richtig on Fire und durfte nach einem Wechselfehler der Eisbären erneut in Überzahl ran. Und in diesem legten die Schanzer das 2:2 durch Peter Abbandonato nach (9.).
Doch damit noch nicht genug der Aufholjagd. Die Berliner hatten Austen Keating im Slot komplett alleine gelassen, was der dankend annahm und die Panther erstmals in diesem Spiel in Führung brachte – 2:3 (10.).
Was für ein furioser Start in dieses Spiel. Für die Zuschauer sicherlich ein Spektakel, für die Trainer sorgte die Defensive beider Mannschaften aber eher für neue graue Haare. Die zweiten zehn Minuten des Auftaktdrittels waren dann bei weitem nicht mehr so spektakulär, Chancen hatten beide Mannschaften aber dennoch. Weitere Tore sollten jedoch nicht fallen, weshalb die Eisbären mit einem knappen 2:3-Rückstand in die Kabine gingen.

Setzte seinen Scoringstreak auch in Ingolstadt fort: Yannick Veilleux, der zweimal traf (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Eisbären noch ein Unterzahlspiel überstehen, was ihnen auch gelang. Und dann war es mal wieder Zeit für ein Yannick-Veilleux-Tor, der immer wichtiger für die Berliner wird, was sich auch in seiner Eiszeit widerspiegelt – 3:3 (29.).
Aber die Schanzer konnten relativ schnell darauf antworten, hatten beim erneuten Führungstreffer in Überzahl auch etwas Glück. Eric Hördler bekam die Scheibe ins Gesicht, fuhr direkt vom Eis, was aber dafür sorgte, dass die Eisbären unsortiert waren. Alex Breton war das egal, er hämmerte die Scheibe ins Berliner Tor – 3:4 (30.).
Die Hauptstädter ließen sich aber auch davon nicht aus der Ruhe bringen, spielten weiter nach vorne, scheiterten aber immer wieder an Brett Brochu. Doch als die Eisbären in Überzahl waren, schlug Veilleux zum zweiten Mal zu – 4:4 (35.).
Es war inzwischen ein sehr kurzweiliges Spiel, welches viel Spaß machte – trotz der Gegentore. Aber das Tor-Festival war ja noch lange nicht zu Ende und Alex Breton dachte sich, was Yannick Veilleux kann, kann er auch. In Stürmer-Manier ließ er die Berliner stehen und überwand Jake Hildebrand ebenfalls zum zweiten Mal in diesem Drittel – 4:5 (39.). Damit ging es anschließend auch in die Kabinen.

Sammelte fünf Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Alex Breton (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Noch war hier aber nichts verloren, denn die Mannschaft von Trainer Serge Aubin machte ein starkes Auswärtsspiel – mal abgesehen von den zu vielen Strafen. Liam Kirk schnupperte früh am erneuten Ausgleich, das Gestänge hatte aber etwas dagegen. Wenig später war der Goalgetter aber erfolgreich und stellte auf 5:5 (47.).
Dieses Spiel ging also wieder von vorne los. Es war kein Spiel für schwache Nerven und gerade der Autor dieser Zeilen hatte sich für seine Rückkehr in den Fanblock das richtige Spiel ausgesucht. Die Stimme suche ich übrigens auch einen Tag nach dem Spiel immer noch. Nur gut, dass ich am Sonntag wieder artig oben auf der Pressetribüne sitze und die Stimme schonen kann.
Immer, wenn Hoffnung im Eisbären-Block aufkam, zerstörten die Schanzer diese. Auch diesmal hielt der Ausgleich nicht lange, denn Top-Torjäger Riley Barber sammelte den Abstauber ein und traf zum 5:6 (49.).
Ingolstadt zog wenig später aber den Stecker, denn natürlich legten die Hausherren in Überzahl nach. Riley Sheen schloss eine klasse Kombination ab und erzielte das vierte Powerplaytor in dieser Partie – 5:7 (50.). Das starke Powerplay der Panther musste man neidlos anerkennen. Aber so fällt die Analyse des Spiels natürlich auch leicht, denn verloren wurde die Partie am Ende auf der Strafbank.
Die Eisbären waren danach durchaus bemüht, konnten aber keinen richtigen Druck mehr auf das Tor von Brett Brochu entwickeln. Die Schanzer spielten das aber auch souverän zu Ende, hatten sie doch einen neuen Vereinsrekord vor Augen. Ingolstadt feierte nämlich den 14. Heimsieg in Serie – Glückwunsch an dieser Stelle zu diesen Meilenstein! Austen Keating schloss zehn Sekunden vor dem Ende das Tor-Festival ab und traf zum Endstand von 8:5 für die Panther.
Trotz der Niederlage wurden die Eisbären mit viel Applaus verabschiedet, was verständlich war nach einem insgesamt guten Auftritt. Und bei Fünf-gegen-Fünf war man die bessere Mannschaft. Aus dem Spiel wird man die richtigen Lehren ziehen und es in den nächsten beiden Spielen vor Heiligabend gegen Köln und Mannheim besser machen wollen.

3:5 in Straubing: Zehn schwache Minuten im zweiten Drittel sorgen am Ende für die Niederlage am Pulverturm

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Eisbären Berlin schaffen es weiterhin nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen. Auch beim Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war das wieder der Fall und man verlor aufgrund der letzten zehn Minuten im Mitteldrittel das Spiel am Pulverturm mit 3:5 (1:1,1:3,1:1). Im Schlussdrittel stemmte man sich nochmal mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage, am Ende jedoch leider vergebens. So warten die Eisbären weiter auf den Start einer richtigen Siegesserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf zwei Positionen. Im Tor kehrte Jake Hildebrand zurück, weshalb der Straubinger Junge Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. In der Offensive tauschten Liam Kirk und Markus Vikingstad die Reihen. Vikingstad stürmte in der ersten Reihe zwischen Freddy Tiffels und Leo Pföderl, Kirk bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann die zweite Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Der heutige Gegner Straubing stürzte nach einem sehr starken Saisonstart bis auf Platz fünf ab und blieb in drei der letzten vier Spiele ohne eigenes Tor. Zwei dieser drei Spiele fanden übrigens am heimischen Pulverturm statt. Die Eisbären hatten die letzten fünf Auswärtsspiele in Straubing gewonnen. Setzten die Berliner diese Serie auch heute fort?

In dieser Szene erzielte Manuel Wiederer das wichtige 1:1 in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Rasanter Beginn in Straubing. Von Abtasten keine Spur, denn beide Teams überbrückten die neutrale Zone relativ schnell und suchten direkt den Weg vor das Tor, wo es auch gleich die ersten gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten gab.
Die Eisbären hatten in der Folge das erste Powerplay, es waren aber die Tigers, welche zweimal durch Stephan Daschner und Justin Scott frei vor Hildebrand auftauchten. Der Berliner Goalie verhinderte dort bereits den Rückstand. Kaum waren die Tigers aber wieder komplett, beendete Adrian Klein die Torlosserie der Niederbayern – 0:1 (9.). Ein Tor mit Ansage, denn die Eisbären waren in dieser Phase überhaupt nicht bei der Sache und das Gegentor die Folge.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Fehler der Hausherren, Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären und Manuel Wiederer mit dem 1:1 (12.).
Im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels war es eine hart umkämpfte Partie der beiden Tabellennachbarn. Die Tigers hatten in der letzten Minute nochmal ein Powerplay, doch Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Niederbayern noch in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Die Eisbären drehten wenig später dann das Spiel komplett. Leo Pföderl wurde vor dem Tor angespielt, drehte sich kurz und spielte die Scheibe dann hoch zu Markus Vikingstad, welcher zum 2:1 einnetzte (24.). Ganz stark von den Berlinern gespielt.
In der Folge ließen die Hausherren ein weiteres Powerplay ungenutzt, weil das Penalty Killing der Eisbären aber auch rein gar nichts zuließ. Das Unterzahlspiel läuft seit sechs Spielen richtig gut bei den Berlinern.
Nach einem Zuckerpass von Nicolas Beaudin auf Justin Scott war dieser frei durch und nutzte diesmal den Alleingang eiskalt aus und stellte auf 2:2 (30.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Straubing drehte das Spiel wieder zurück. Marcel Brandt sein Schuss ging über das Tor, die Scheibe sprang aber wieder zurück. Tyler Madden schaltete am schnellsten und brachte seine Mannschaft wieder in Führung – 2:3 (31.). 1:31 Minuten lag zwischen den beiden Gegentoren.
Auch nach den schnellen beiden Toren hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem Tor von Jake Hildebrand. Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe Treffer Nummer vier folgen musste. Danjo Leonhardt mit einer überragenden Vorarbeit und dem Pass vor das Tor, wo Skyler McKenzie lauerte und auf 4:2 erhöhte (39.).
Nach der Führung sind die Eisbären von ihrem Spiel abgekommen, während Straubing minütlich mehr Selbstvertrauen aufbaute und so eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause nahm.

Am Ende jubeln die Straubing Tigers über den Heimsieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Berliner mit einem Mann mehr, aber das Powerplay bleibt weiterhin das große Sorgenkind des DEL-Rekordmeisters.
Dafür klappte es bei Fünf-gegen-Fünf. Yannick Veilleux wurde vor dem Tor angespielt, spielte Henrik Haukeland aus und verkürzte auf 4:3 (44.). Die Hoffnung bei den Eisbären war also wieder zurück und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Da Straubing zu viele Spieler auf dem Eis hatte, durften die Hauptstädter weiter an ihrem Powerplay üben. Die Eisbären hatten dicke Chancen. Straubing geriet richtig ins Schwimmen hinten, Henrik Haukeland saß ein ums andere mal auf dem Eis, aber die Berliner schafften es nicht, die Scheibe über die Linie zu drücken.
Die Eisbären blieben weiter druckvoll, schnürten die Niederbayern immer wieder ins eigene Drittel und brachten die Scheiben auf das Tor. Nur war das Scheibenglück nicht auf Seiten der Berliner.
In Überzahl konnten die Hausherren mal für Entlastung sorgen und hatten durchaus die Chance zur Vorentscheidung, aber Jake Hildebrand war zur Stelle.
Wenig später sah der Berliner Goalie aber nicht so gut aus. Adrian Klein hatte abgezogen, Hildebrand konnte die Scheibe nicht festhalten, Josh Melnick brachte sie Richtung Tor, wo Nick Halloran sie nur noch über die Linie schieben musste – 3:5 (56.).
Nun wurde der Weg wieder sehr weit für die Eisbären, wollte man noch etwas Zählbares vom Pulverturm mit nach Hause nehmen. Man versuchte zwar nochmal alles und zog auch Jake Hildebrand vom Eis, doch Straubing ließ sich diese drei Punkte nicht mehr nehmen. Und für die Eisbären bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass es nach wie vor nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten reicht. Das Spiel hat man im Mitteldrittel verloren.

5:1-Heimsieg gegen Dresden! Die Eisbären machen das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #21:

Sechs-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin: Nach dem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Iserlohn folgte heute ein deutlicher 5:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Dresdner Eislöwen. Am Ende ein absolut verdienter Sieg, auch wenn sich die Berliner im zweiten Drittel eine kurze Auszeit nahmen und Dresden kurze Zeit am Ausgleich schnupperte. Doch letztendlich war es ein Klassenunterschied zwischen dem DEL-Rekordmeister und dem DEL-Aufsteiger.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Iserlohn. Im Tor stand heute Jonas Stettmer, während Lennart Neiße auf der Bank Platz nahm. Jake Hildebrand bekam eine Pause. Die Defensiv-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive gab es vier neue Reihen. Leo Pföderl, Liam Kirk und Freddy Tiffels stürmten in der ersten Reihe. Andreas Eder rotierte aus dieser Reihe raus und spielte zusammen mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann in der zweiten Reihe. Blaine Byron und Marcel Noebels bekamen Yannick Veilleux in der dritten Reihe an die Seite gestellt. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Matej Leden, Manuel Wiederer und Eric Hördler.

Die Eisbären gingen als klarer Favorit ins Spiel gegen den Tabellenletzten. Dresden wollte aber den Aufschwung vom Trainerwechsel und dem Sieg in Augsburg mit ins heutige Spiel nehmen, um die Aufholjagd fortzusetzen. Nahmen die Eisbären die Eislöwen heute ernst oder gab es ein böses Erwachen gegen den Aufsteiger?

In dieser Szene traf Markus Vikingstad in Unterzahl zum 2:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Anfangsphase machte deutlich, dass man sich einiges vorgenommen hatte, denn bereits nach wenigen Sekunden wurde es brenzlig vor dem Tor von Janick Schwendener. Und so war der erste Treffer nur eine Frage der Zeit. 2:30 Minuten waren gerade einmal gespielt, da knipste Yannick Veilleux „Viva la Vida“ an – 1:0 (3.). Profitiert hatte die Nummer 38 von einem Fehler im Aufbau der Eislöwen, welche die Scheibe von hinter dem Tor durch den Slot klären wollten. Keine so gute Idee, wie sie selbst mitbekommen hatten.
Die Berliner hatten das Spiel in der Anfangsphase komplett im Griff und ließen den Aufsteiger nicht zur Entfaltung kommen. Auch nicht im ersten Überzahlspiel. Da ließen die Eisbären kaum etwas zu und schlugen sogar selbst in Unterzahl zu. Freddy Tiffels mit dem Auge für Markus Vikingstad und der war frei durch – 2:0 (9.).
Dresden machte es den Eisbären aber auch bei beiden Gegentoren zu einfach. Solche Geschenke darfst du in Berlin nicht verteilen, denn dann wirst du gnadenlos bestraft.
Fortan ließen die Eisbären ihr erstes Powerplay ungenutzt, obwohl die Defensive der Eislöwen einige Einladungen verteilte. Und so passierte drei Minuten vor der ersten Drittelpause das, was momentan immer passiert: Der Gegner kommt zum Anschlusstreffer. Travis Turnbull brachte den Aufsteiger nach einem Fehler von Norwin Panocha zurück ins Spiel – 2:1. Aber nur vom Ergebnis her, denn spielerisch war das ein Klassenunterschied und das Defensivverhalten der Gäste nicht DEL-tauglich.
Kurz vor der ersten Drittelpause ließen die Berliner auch das zweite Powerplay ungenutzt, nahmen aber neben der 2:1-Führung noch 36 Sekunden mit in die Kabine.

Erzielte gegen Dresden sein 10. Saisontor: Andreas Eder (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese konnte man aber auch zu Beginn des zweiten Drittels nicht nutzen. Danach wirkten die Eisbären defensiv sehr anfällig, was Dresden merkte und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. Die Eislöwen kamen teilweise zu leicht vor das Tor von Jonas Stettmer.
Das Spiel war inzwischen deutlich ausgeglichener als noch im ersten Drittel. Im Powerplay schnupperten die Gäste tatsächlich am Ausgleich, weil die Eisbären von ihrem Spiel mal wieder abgekommen waren. Ohne Jonas Stettmer hätte es hier gut und gerne schon 2:2 stehen können.
Nach dem zweiten Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und konnten so das Spiel mal wieder in die Hälfte der Eislöwen verlagern. Man fand zwar in die Formation und ließ die Scheibe gut laufen, aber Dresden stand sehr kompakt und überstand diese Unterzahl daher ohne Gegentor.
Kurz darauf ein kapitaler Fehlpass der Eisbären und Rourke Chartier kam zum Abschluss, zum Glück zielte der Dresdner Stürmer etwas zu ungenau.
Vier Minuten vor der zweiten Drittelpause hatten die Eisbären einen guten Wechsel und sorgten wieder für etwas mehr Erleichterung auf den Rängen. Andreas Eder hatte Janick Schwendener zum dritten Mal an diesem Abend überwunden – 3:1 (36.).
Nach einem unsportlichen Verhalten von Simon Karlsson unmittelbar nach dem Tor, hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay. Und dort lief die Scheibe wie am Schnürchen, nur wollte die Scheibe nicht ins Tor gehen. Ins Tor ging sie aber bei einem Alleingang von Freddy Tiffels 64 Sekunden vor dem Ende. Da umkurvte die Nummer 95 Janick Schwendener mustergültig und stellte auf 4:1 (39.). So gingen die Berliner mit einer beruhigenden Drei-Tore-Führung in die zweite Drittelpause.

Bekam einiges heute zu tun: Dresdens Goalie Janick Schwendener (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten war das letzte Drittel alt, da erhöhte Yannick Veilleux auf 5:1 (42.). Bereits sein drittes Tor an diesem Wochenende. Die Nummer 38 kommt immer besser in Fahrt.
Kurz vor dem letzten Powerbreak hatten die Eislöwen für 58 Sekunden ein doppeltes Powerplay, welches aber für den Ausgang des Spiels nicht mehr entscheidend sein sollte. Für die Eisbären hingegen war es nochmal ein gutes Unterzahlspiel-Training, welches man erfolgreich abschloss. Die Berliner ließen kaum etwas Gefährliches zu und holten bei der einfachen Überzahl am Ende sogar noch eine Strafe gegen Dresden heraus, womit das Powerplay frühzeitig beendet war. Gerade in diesem doppelten Powerplay merkte man, dass Dresden die DEL-Tauglichkeit in sehr vielen Belangen fehlt. Ob Gerry Fleming und Craig Streu das Rudel beim Aufsteiger umreißen können, bleibt fraglich.
Angesichts des deutlichen Spielstandes plätscherte das Spiel in der Folge natürlich vor sich hin. Dresden konnte nicht mehr zeigen, während die Eisbären nicht mehr zeigen mussten. Auf den Rängen war die Party längst in Gange, da wurde freudestrahlend gehüpft.
Dresden konnte derweil in der Schlussphase nochmal knapp vier Minuten lang in Überzahl spielen, aber wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. So machten die Hauptstädter das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und schickten den Aufsteiger mit einer 5:1-Packung wieder nach Hause.

6:1-Auswärtssieg in Wolfsburg: Eine ganz starke Mannschaftsleistung führt zu drei Punkten in der Autostadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #18:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim Lieblingsgegner Grizzlys Wolfsburg verdient mit 6:1 (2:0,1:0,3:1) gewonnen und damit die richtige Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt. Über 60 Minuten war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Defensiv stand man sehr kompakt, während man offensiv zu alter Torgefahr zurückfand. So hält man einen Konkurrenten in der Tabelle vorerst auf Abstand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtsspiel in Ingolstadt. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen blieben gleich. Die erste Reihe bildeten Liam Kirk, Andreas Eder und Leo Pföderl. Die zweite Reihe bestand aus Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann stürmten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Manuel Wiederer und Matej Leden.

Die Eisbären trafen mit Wolfsburg heute auf einen Gegner, der zuletzt zweimal 4:0 gewonnen hatte. Die Eisbären hingegen waren so ein wenig auf der Suche nach ihrer Form. Einem desaströsen Auftritt gegen München folgte eine ganz starke Leistung in Straubing. Doch direkt danach konnte man in Ingolstadt nur im letzten Drittel sein gewohntes Eisbären-Hockey spielen. Welche Eisbären bekam man heute zu sehen?

Liam Kirk traf gleich zweimal im ersten Drittel und somit auch im dritten Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Partie. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und brachten die Scheiben direkt auf das gegnerische Tor. Und nach rund vier Minuten waren es die Eisbären, welche in Führung gingen. Liam Kirk setzte stark nach und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (4.). Das dritte Spiel in Folge mit einem Kirk-Treffer. Der Brite läuft so langsam aber sicher heiß. Nach zwei Zu-Null-Siegen musste Dustin Strahlmeier also mal wieder hinter sich greifen.
Auch danach blieb es ein wildes Spiel. Die Eisbären wirkten heute von Beginn an wach und entschieden viele Zweikämpfe für sich. Durchaus etwas, was Trainer Serge Aubin zuletzt kritisierte. Das führte dazu, dass man immer wieder für Gefahr vor dem Wolfsburger Tor sorgen konnte. Aber auch die Grizzlys hatten ihre offensiven Momente. So entwickelte sich hier eine muntere und sehr kurzweilige Partie.
Defensiv wirkten die Berliner sehr konzentriert und machten die gefährlichen Räume zu. Offensiv zog man immer wieder gefährliche Spielzüge auf, wirkte dabei aber manchmal auch etwas zu verspielt.
64 Sekunden vor dem Ende stellten die Eisbären dann aber doch auf 2:0. Erneut war es Liam Kirk gewesen. Wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Bekam im Mitteldrittel einiges zu tun: Eisbären-Goalie Jake Hildebrand. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begannen die Grizzlys in Überzahl, konnten dieses trotz bester Chancen aber nicht nutzen. Kurz darauf folgte direkt das nächste Wolfsburger Powerplay, diesmal bekamen es die Eisbären aber besser verteidigt und ließen kaum etwas Gefährliches zu.
Die Hausherren wirkten in der Anfangsphase aktiver, wollten den Anschlusstreffer erzielen, aber die Berliner standen defensiv weiterhin sehr kompakt und gaben wenig ab. Nach vorne ging zu Beginn des zweiten Drittels nicht so viel von den Eisbären, was aber angesichts des Spielstandes auch nicht verwunderlich war.
Der Druck der Gastgeber wurde in der Folge größer, die Chancen zwingender, aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach und ließ keine Scheibe durch. Und die Eisbären? Die präsentierten sich anschließend als äußerst effektiv und gnadenlos vor dem Tor. Freddy Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Markus Vikingstad und der stellte in der 32. Spielminute auf 3:0. Ein Tor des unbändigen Willens der Eisbären. Genau das, was Trainer Aubin zuletzt vermisst hat. Umso mehr dürfte ihn dieser Auftritt heute gefreut haben. Und natürlich fiel dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Wolfsburger Anschlusstreffer lag schon so ein bisschen in der Luft.
Rund fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Niedersachsen in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer, denn die Eisbären kassierten eine Strafzeit wegen Spielverzögerung. Wolfsburg fand die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und suchte auch den Abschluss. Aber die Eisbären verteidigten das heute extrem stark und hatten immer einen Schläger dazwischen.
Zum Ende hin hatten die Eisbären Powerplay. Man ließ die Scheibe geduldig laufen, verpasste es aber, im entscheidenden Moment zum Abschluss zu kommen. So blieb dieses Überzahlspiel ungenutzt und man führte nach 40 Minuten mit 3:0.

Die Wolfsburger bejubeln den Anschlusstreffer zu Beginn des dritten Drittels. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel war aber nochmal mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Wolfsburger Mannschaft zu rechnen. Und so verwunderte es auch nicht, dass Justin Feser früh dank einer starken Einzelaktion auf 1:3 verkürzen konnte (42.).
Dieser Treffer gab den Gastgebern aber nochmal kurz Rückenwind und die Grizzlys blieben dran. Jake Hildebrand war in dieser Phase nun mehr denn je gefordert und bisher war er auch der erwartet sichere Rückhalt im Berliner Tor.
Wie reagiert man auf einen Gegentreffer? Genau, mit dem 4:1. Freddy Tiffels überwand Dustin Strahlmeier und stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (47.). Nach diesem Treffer waren die Eisbären wieder am Drücker und wollten das Spiel endgültig entscheiden. Andreas Eder tat dies sieben Minuten vor dem Ende. Wolfsburg griff nicht richtig an und so hatte Eder keine große Mühe, die Scheibe an Strahlmeier vorbei ins Tor zu schießen – 5:1.
Die Eisbären hatten also die erhoffte Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt und heute mal wieder über 60 Minuten eine starke und konzentrierte Leistung abgeliefert. Defensiv ließ man wenig Gefährliches der Niedersachsen zu, offensiv kreierte man eine Vielzahl an Chancen und nutzte diese dann auch sehr effektiv. Nun gilt es für die Berliner, diese Leistung konstant in den nächsten Spielen abzurufen. Denn genau das war zuletzt das große Problem, denn die Leistungen schwankten arg von Spiel zur Spiel.
In der Schlussminute machten die Eisbären dann das halbe Dutzend noch voll. Mitch Reinke mit dem 6:1 in Überzahl. An so einem Abend klappt es selbst im Powerplay. Ganz starke Leistung, Jungs. Am Sonntag sollte man gegen die Kölner Haie genau daran anknüpfen, dann kann man mal eine Siegesserie starten.

4:3 n.V.! Markus Vikingstad erlöst die Eisbären in der Overtime

Die Eisbären Berlin können aktuell nicht ohne Spannung und Dramatik: Beim Auswärtsspiel in Schwenningen feierten die Hauptstädter am Ende einen knappen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Dabei verspielte man zwischenzeitlich eine 2:0-Führung, tat sich danach sehr schwer, fand am Ende dann aber doch wieder einen Weg, um ein Spiel zu gewinnen. Wahnsinn!

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute endlich wieder Blaine Byron zur Verfügung. Dafür fehlte Lean Bergmann krankheitsbedingt, während Jake Hildebrand eine Pause erhielt. Jonas Stettmer stand im Tor, Lennart Neiße war als Back-up dabei.
In der Defensive tauschte Aubin zwei Verteidiger-Pärchen. Eric Mik bekam Les Lancaster an die Seite und Adam Smith verteidigte mit Mitch Reinke zusammen.
In der Offensive rückte Marcel Noebels für Bergmann in die Reihe mit Markus Vikingstad und Andreas Eder. Die vierte Reihe bestand aus Norwin Panocha, Rückkehrer Byron und Eric Hördler. Matej Leden stand ebenso im Kader.

Die Eisbären kamen mit viel Selbstvertrauen in den Schwarzwald, hatte man doch am Mittwoch die große Aufholjagd gegen Mannheim mit einem Sieg gekrönt. Aber heute traf man auf den Angstgegner der letzten Jahre, denn neun der letzten 13 Partien gingen an die Wild Wings. Vergangene Saison gewannen beide Teams je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Wer hatte heute das bessere Ende auf seiner Seite?

Eric Mik brachte die Eisbären früh in Führung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Es war ein munterer Beginn in der Helios Arena mit Vorteilen für die Eisbären, welche dann auch folgerichtig mit 1:0 in Führung gingen. Joacim Eriksson konnte nur prallen lassen und Eric Mik staubte trocken ab (7.).
Die Eisbären schafften es, den sonst gewohnten druckvollen Start der Wild Wings nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Man stand defensiv sehr kompakt und machte die gefährlichen Räume gut zu. Erst nach dem Powerbreak hatten die Hausherren mal einen starken Wechsel, der zu einer guten Chance von Mirko Höfflin führte.
Fortan waren die Gastgeber wach und nahmen auch am Spiel teil. Haakon Hänelt hatte den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Stettmer. Direkt im Gegenzug erwiesen sich die Eisbären als eiskalt und stellten durch Ty Ronning auf 2:0 (16.).
Beide Mannschaften hatten in der Folge beste Chancen, aber weitere Treffer sollten keine mehr fallen. So nahmen starke Eisbären eine verdiente 2:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Jordan Szwarz nutzte ein katastrophales Stellungsspiel der Eisbären zum 2:2 aus. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel sorgte Andreas Eder für das erste Highlight, doch sein Solo endete nicht mit dem 3:0. Dafür gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Zwei-auf-Null-Konter der Wild Wings, Jonas Stettmer kamen einen Tick zu spät aus seinem Tor, Sebastian Uvira schnappte sich die Scheibe und passte sie rüber auf Tyson Spink, welcher nur noch ins leere Tor einschieben musste – 2:1 (26.).
Fortan war es ein Duell auf Augenhöhe und Schwenningen schnupperte am Ausgleich. Daniel O´Regan kam zum Abschluss, Jonas Stettmer fälschte die Scheibe entscheidend ab und lenkte sie so an den Pfosten. Glück für die Eisbären!
In der Schlussphase hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay, doch da kassierten sie den Ausgleich. Schwenningen brachte die Scheibe durch Ben Marshall aus dem eigenen Drittel, Alexander Karachun behauptete sie hinter dem Tor und sah Jordan Szwarz komplett blank im Slot stehen – 2:2 (37.). In Unterzahl hatte Szwarz zu viel Platz, da stimmte überhaupt nichts im Stellungsspiel der Eisbären. Dieses Gegentor dürfte dem Trainerteam überhaupt nicht gefallen haben. Aber es hatte sich so ein wenig angekündigt, denn die Wild Wings waren nach dem Anschlusstreffer besser drin im Spiel. So stand es nach 40 Minuten 2:2.

Ty Ronning schickte das Spiel in die Verlängerung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Und es sollte noch schlimmer für die Eisbären kommen. Keine drei Minuten waren gespielt, da drehte Daniel O´Regan das Spiel komplett. Mit seinem ersten Versuch scheiterte er noch an Stettmer, fuhr rum ums Tor und traf zum 3:2 (43.).
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach einer Antwort, taten sich aber schwer. Schwenningen blieb derweil weiterhin gefährlich und schnupperte am 4:2. Das Momentum war nun ganz klar auf Seiten der Wild Wings.
Die Partie blieb auch in der Folge weiter sehr hart umkämpft. Schwenningen hatte weiter die gefährlicheren Chancen. Die Eisbären blieben weiterhin bemüht, aber die Wild Wings bekamen es sehr gut hin, die gefährlichen Räume zuzumachen.
Den Eisbären bot sich aber nach dem Powerbreak die Chance zum Ausgleich in Überzahl, aber auch da fanden die Berliner nicht die Lücke in der Schwenninger Defensive. Was aber generell gerade ein Problem ist, denn es war das zehnte Powerplay in Serie ohne eigenes Tor.
Doch die Eisbären haben eine Geheimwaffe im Kader. Freddy Tiffels mit einem herausragenden Pass auf Ty Ronning, der wurde arg bedrängt, setzte sich aber trotzdem durch und netzte eiskalt ein – 3:3 (56.). Starker Pass, starker Abschluss!
Danach passierte nichts mehr und somit ging es für die Eisbären zum dritten Mal in die Verlängerung.

Und in dieser hatten die Eisbären zwei dicke Chancen zur Entscheidung, aber Teufelskerl Eriksson schlug mal wieder zu. Er bewies einmal mehr seine Extraklasse im Tor. Beim entscheidenden Gegentor konnte er dann aber nichts machen. Markus Vikingstad schoss Ben Marshall an und vom Verteidiger rutschte die Scheibe über die Linie – 4:3 (64.). Ein glückliches Ende für die Eisbären also, aber auch wieder ein Sieg der großartigen Moral der Berliner. Man hatte eine 2:0-Führung verspielt, lag 2:3 hinten, kommt am Ende aber wieder zurück und sichert sich zwei Punkte. Und der nächste Sieg mit einem Tor Unterschied. Auch das verdient die größte Anerkennung!

3:4 n.V.! Die Eisbären verlieren das hart umkämpfte Spitzenspiel gegen Augsburg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel gegen die Augsburger Panther knapp mit 3:4 n.V. verloren und damit auch das zweite Spiel an diesem Wochenende. Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel, in dem die Eisbären Licht und Schatten in ihrem Spiel hatten. Selbst eine 2:0-Führung sorgte nicht für die nötige Sicherheit gegen eine zurzeit sehr starke Augsburger Mannschaft. Somit war dieser Sieg der Panther am Ende auch nicht unverdient.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute direkt die beiden Neuzugänge einsetzen. Jean-Sébastien Dea stürmte in der ersten Reihe zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Les Lancaster bildete ein Verteidiger-Duo mit Adam Smith. Alles andere blieb in der Defensive gleich. Jedoch fehlte heute Norwin Panocha. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei, während Jake Hildebrand erneut das Tor hütete.
In der Offensive bildeten Leo Pföderl, Liam Kirk und Marcel Noebels die zweite Reihe. Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Matej Leden und Yannick Veilleux.

Eisbären gegen Augsburg, Spitzenspiel in der PENNY DEL. Denn der Tabellenfünfte empfing den Tabellenvierten. Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet, aber der AEV legte ein starkes erstes Saisonviertel hin und feierte zuletzt sechs Siege in Serie. Die letzte Niederlage kassierten die Fuggerstädter derweil gegen den heutigen Gegner. Es wurde also Zeit, dass die Eisbären die Serie der Panther heute wieder beendeten.

Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Eisbären im ersten Drittel gleich zwei Tore bejubeln. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann mit einer sensationellen Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve. Wieder einmal überragend, Jungs und Mädels!
Und nach rund fünf Minuten gab es bereits Grund zum Jubeln, denn der Neuzugang Jean-Sébastien Dea netzte im Slot stehend zum frühen 1:0 ein. Traum-Einstand der neuen Nummer 17 und anscheinend wieder mal ein glückliches Händchen von Sportdirektor Stéphane Richer.
Die Hausherren blieben dran, drückten Augsburg immer wieder ins eigene Drittel und arbeiteten in der achten Spielminute die Scheibe förmlich über die Linie. Am Ende war es Markus Vikingstad, der auf 2:0 stellte. Die Eisbären hatten sich hier richtig was vorgenommen gegen die zuletzt so starken Panther. Aber man merkt, wie schwer es ist gegen die Eisbären zu spielen, wenn sie in voller Stärke sind. Nach langer Zeit konnte Trainer Aubin heute wieder mit dem vollen Line-up spielen, was man sofort sah.
Die Gäste aus Augsburg hatten große Probleme mit dem aggressiven Forechecking der Berliner und mussten sich von dem Doppelschlag erstmal erholen. Das taten sie erfolgreich, denn Alexander Blank verkürzte in der 13. Spielminute auf 2:1.
Augsburg schaffte es in der Folge, den Schwung aus dem Spiel der Eisbären zu nehmen und selbst mal gefährlich vor das Berliner Tor zu kommen. Nun waren es die Panther, welche die Eisbären früh im Spielaufbau störten. Inzwischen war es das erwartet hart umkämpfte Spitzenspiel zwischen Berlin und Augsburg.
Die Panther hatten in der Schlussphase das erste Powerplay der Partie und somit die Chance zum Ausgleich. Aber die Eisbären mit einem starken Penalty Killing. Daran hatte man also in der kurzen Zeit zwischen dem Auswärtsspiel in München am Donnerstag und heute gearbeitet, denn am Oberwiesenfeld hatte man kein Mittel parat gehabt in Unterzahl und verlor am Ende das Spiel knapp mit 2:3. So nahmen die Eisbären eine knappe 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel blieb es ein munterer Schlagabtausch. Die Panther bekamen im Mitteldrittel das zweite Powerplay der Partie, diesmal konnten sie es nutzen. D.J. Busdeker hatte abgezogen und für das 2:2 gesorgt (28.). Somit ging das Spitzenspiel wieder von vorne los und Augsburg bewies, dass es derzeit zurecht weit oben in der Tabelle steht.
Die Eisbären wirkten in dieser Phase völlig unsortiert in der Defensive, was Augsburg beinahe zum 3:2 nutzte. Querpass auf Riley Damiani und der bekam die Scheibe nicht im leeren Tor unter. Glück für die Eisbären. Damiani konnte es selbst nicht fassen, dass er diese dicke Chance liegen ließ.
Danach war es wieder ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor suchten. Dabei waren die Augsburger die gefährlichere Mannschaft. Zweimal rettete Jake Hildebrand in höchster Not. Defensiv wirkten die Eisbären längst nicht mehr so stabil wie noch im ersten Drittel.
Den Eisbären bot sich in der Schlussphase die dicke Chance zur erneuten Führung, denn man hatte für 1:36 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis. Die Berliner ließen die Scheibe gut laufen und suchten nach der Lücke in der AEV-Defensive, welche man jedoch nicht fand und so diese XXL-Chance ungenutzt ließ. Doch direkt danach die Eisbären erneut in Überzahl, da Alexander Blank einen auf „Schwalbe“ machte und dafür zwei Minuten in die Kühlbox durfte. Liam Kirk hätte es beinahe bestraft, doch seine starke Aktion vor dem Tor endete mit dem Pfostenschuss. So stand es nach 40 Minuten 2:2 im Spitzenspiel.

Am Ende jubeln die Augsburger Panther in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

30 Sekunden dauerte es im Schlussdrittel nur, ehe Andreas Eder den Hammer auspackte und bei angezeigter Strafzeit das 3:2 erzielte (41.). Die perfekte Reaktion der Hauptstädter auf das nicht so gute Mitteldrittel.
Aber Augsburg kombinierte sich wenig später zum Ausgleich. Am Ende schloss Cody Kunyk ab und stellte auf 3:3 (44.). Die Moral der Gäste ist einfach unglaublich, sie steckten hier nie auf, egal wie es stand.
Im Augsburger Powerplay tanzte sich auf einmal Andreas Eder bis zum Tor durch, scheiterte aber an Peyton Jones. Das wäre die perfekte Antwort auf den Ausgleich der Gäste gewesen.
Kurz vor dem Powerbreak die Gäste mit einer guten Drangphase, aber die Eisbären konnten diese ohne ein weiteres Gegentor überstehen.
Die Panther wirkten auch nach dem Powerbreak griffiger, wollten weiter das Führungstor erzielen. Die Eisbären waren zwar auch bemüht, nach vorne zu spielen, fanden aber nur selten den Weg vorbei an der AEV-Defensive.
Am Ende blieb es nach 60 Minuten beim 3:3 und somit ging auch das zweite Duell zwischen Berlin und Augsburg in die Verlängerung. Absolut leistungsgerecht.

Im ersten Spiel in Augsburg dauerte es nur fünf Sekunden, ehe Freddy Tiffels das Spiel in der Overtime entschieden hatte. Heute sollte es aber länger dauern. Beide Teams suchten in der Verlängerung die Entscheidung, auf Seiten der Eisbären wäre beinahe Neuzugang Les Lancaster der Matchwinner geworden, doch er scheiterte mit seinem Schuss denkbar knapp. Und so kam es, wie es kommen musste. Zwei-auf-eins-Konter der Panther und am Ende war es Alexander Blank, der die Scheibe im leeren Tor versenkte – 3:4 (63.). Das war überragend ausgespielt und Ex-Eisbär Alex Grenier gab die Vorlage. Am Ende kein unverdienter Sieg der Fuggerstädter, die damit den siebten Sieg in Serie eingefahren haben.

3:2 n.P.! Arg dezimierte Eisbären erkämpfen sich zwei Punkte in Frankfurt

Die Eisbären Berlin setzten ihre Siegesserie in der PENNY DEL fort: Am Freitagabend gewann man ein hart umkämpftes Spiel bei den Löwen Frankfurt mit 3:2 n.P. (0:0,1:0,1:2/0:0,1:0). Dabei verspielte man im Schlussdrittel noch eine 2:0-Führung, kämpfte sich aber mit einem arg dezimierten Team noch zu zwei Punkten. Ein wichtiger Sieg für die Moral!

Eisbären-Trainer Serge Aubin ist derzeit nicht zu beneiden. Zu den vielen verletzten Spielern gesellte sich mit Mitch Reinke heute ein neuer Spieler hinzu. Nach Aussagen der Eisbären fehlte der Verteidiger angeschlagen. Somit musste mal wieder Freddy Tiffels in der Defensive aushelfen und an der Seite von Jonas Müller verteidigen. Korbinian Geibel/Eric Mik sowie Norwin Panocha/Adam Smith waren die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
Dadurch, dass Tiffels in der Defensive spielen musste, hatte Aubin nur noch drei Sturmreihen zur Verfügung. Liam Kirk, Leo Pföderl und Ty Ronning bildeten dabei die erste Formation. Die zweite Reihe bestand aus Eric Hördler, Markus Vikingstad und Andreas Eder. Und in der nominell dritten Reihe stürmten Matej Leden, Manuel Wiederer und Lean Bergmann.
Im Tor bekam Jake Hildebrand den Vorzug vor Jonas Stettmer, dem nur der Platz als Back-up auf der Bank blieb.

Die Hessen hatten nach einem katastrophalem Saisonbeginn ausgerechnet im Derby bei den Adler Mannheim die Niederlagenserie beendet und stehen mittlerweile bei drei Siegen in Serie. Auch die Eisbären beendeten am vergangenen Wochenende ihre Niederlagenserie und stehen aktuell bei zwei Siegen in Folge. Wessen Serie ging heute weiter, wessen Serie fand heute ein jähes Ende?

Ließ sich im ersten Drittel nicht überwinden: Löwen-Goalie Cody Brenner. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Löwen kamen druckvoll und mit viel Selbstvertrauen aus der Kabine, doch die erste XXL-Chance gehörte den Eisbären. Liam Kirk fuhr alleine auf Cody Brenner zu, ließ diese dicke Chance jedoch liegen.
Nach einer eher ereignisarmen Phase waren es erneut die Eisbären, welche Mitte des ersten Drittels die nächste große Chance hatten. Drei-auf-eins-Konter der Berliner, aber Cody Brenner war selbst im Liegen nicht zu bezwingen. Den Hauptstädtern fehlt weiterhin die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.
Die Löwen ließen nach dem Powerbreak in Überzahl ebenfalls beste Chancen liegen. Es hätte hier auch gut und gerne 2:1 für die Eisbären stehen können, so aber stand weiterhin die Null auf beiden Seiten.
Auch fortan suchten beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor, beide Goalies ließen aber nach wie vor keine Scheibe durch. So blieb es nach 20 unterhaltsamen Minuten beim 0:0.

Sorgte für das erlösende 1:0 in der 40. Spielminute: Markus Vikingstad (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das zweite Drittel blieb hart umkämpft. Auf Torchancen und einen echten Spielfluss mussten die Zuschauer in der Eissporthalle aber lange warten. Selbst ein Powerplay der Eisbären früh im Mitteldrittel blieb ohne Torgefahr.
Es dauerte bis zur 28. Spielminute, ehe es erneut die Eisbären waren, die eine Riesenchance hatten. Eric Hördler wurde vor dem Tor angespielt und kam ohne Bedrängnis zum Abschluss. Leider ging sein Schuss aber knapp am Tor vorbei. Das hätte das 1:0 sein müssen!
Mitte des zweiten Drittels die Löwen mit ihrer bis dahin besten Phase, setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Aus dieser Phase resultierte eine Strafe gegen Eric Hördler, weshalb die Frankfurter nun in Überzahl waren. Und in diesem wurde es wild. Zunächst Frankfurt an den Pfosten, im Gegenzug scheiterte Kirk mit dem Break in Unterzahl an Brenner.
Es war der Auftakt in eine vogelwilde Phase in Frankfurt. Es ging rauf und runter, beide ließen Chancen liegen. Und die Eisbären sogar zwei weitere Powerplays.
46,2 Sekunden vor dem Ende belohnten sich die Eisbären dann aber doch noch. Markus Vikingstad arbeitete die Scheibe förmlich über die Linie. Cody Brenner hielt den ersten Schuss, dann entstand ein Gewühl vor seinem Tor, in dem der aus Bremerhaven gekommene Stürmer die Übersicht behielt und das erste Tor in diesem Spiel erzielte – 1:0. Was zugleich der Pausenstand nach 40 Minuten war.

Sorgte mit seinem ersten DEL-Tor für das 1:2: Frankfurts Timo Kose (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein spätes Tor zum Ende des zweiten Drittels, ein frühes Tor zu Beginn des dritten Drittels. Liam Kirk hatte von oben abgezogen, Leo Pföderl parkte vor dem Tor und fälschte die Scheibe entscheidend ab – 2:0 (43.). Die Eisbären mit den Toren zum psychologisch richtigen Zeitpunkt.
Aber die Hessen ließen sich davon nicht schocken und kamen zum schnellen Anschlusstreffer. Timo Kose wurde perfekt am langen Pfosten angespielt und verkürzte auf 1:2 (46.). So blieb es also weiterhin eine extrem spannende Partie.
Und Frankfurt gab dieser Treffer noch mal Aufschwung, denn plötzlich waren die Löwen dicht dran am Ausgleich. Aber ihr ehemaliger Goalie Jake Hildebrand ließ sich in dieser Phase kein zweites Mal überwinden.
Das arg dezimierte Team von Serbe Aubin musste nun nochmal alle Kraftreserven bündeln und sich dagegen stemmen. Vor allem, als Ty Ronning für zwei Minuten in die Kühlbox musste und ihm wenig später auch noch Jonas Müller folgte. Frankfurt war also für 50 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und mit Ablauf der Strafe gegen Ronning gelang den Hausherren der 2:2-Ausgleich durch Michael Joyaux (53.).
Nun waren die Eisbären wieder gefordert, aber die große Frage war natürlich, wieviel Sprit dieses Team noch im Tank hatte? Schließlich hatte man unter der Woche noch in der CHL gegen Göteborg gespielt.
Frankfurt hatte jetzt natürlich Oberwasser und brachte jede Scheibe auf das Tor von Hildebrand. Doch der ließ sich in der regulären Spielzeit kein weiteres Mal überwinden und somit ging es in die Overtime.

Und auch in dieser ging es hin und her. Beide Mannschaften wollten nun für die Entscheidung sorgen, Frankfurt wirkte frischer als die Berliner. Doch die Eisbären hatten erneut die besseren Chancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Cody Brenner. Daher ging es ins Penaltyschießen. Keine Lieblingsdisziplin der Berliner. Bis heute: denn Ty Ronning, Leo Pföderl (ja, wirklich!) und Liam Kirk verwandeln alle drei Penaltys auf Seiten der Eisbären. Bei Frankfurt trafen nur zwei der drei Schützen, weshalb der Zusatzpunkt an die Berliner ging.

Am Ende ein hart erkämpfter, aber enorm wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat alles gegeben und nochmal die letzten Kräfte mobilisiert, was am Ende mit zwei Punkten belohnt wurde. Hoffen wir mal, dass kein weiterer Spieler ins Lazarett dazukommt und sich dieses bald etwas lichtet. 

3:0 vs. Ingolstadt! Starker Auftritt der Eisbären und ein überragender Jake Hildebrand

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #9:

Fünf-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin: Die Hauptstädter haben ihr Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen den ERC Ingolstadt mit 3:0 (1:0,0:0,2:0) gewonnen und feierten damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Nach schwachem Beginn steigerten sich die Berliner und gewannen am Ende auch dank des überragenden Jake Hildebrand im Tor, der seinen ersten Shutout in dieser Saison feierte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Spiel in Augsburg. In der Defensive blieben nur Eric Mik und Jonas Müller zusammen. Mitch Reinke und Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Norwin Panocha waren die beiden anderen Verteidiger-Pärchen.
In der Offensive rückte Leo Pföderl in die erste Reihe zu Ty Ronning und Freddy Tiffels. Die zweite Reihe bildeten Liam Kirk, Patrick Khodorenko und Eric Hördler. Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann spielten in der dritten Reihe. Manuel Wiederer und Matej Leden waren die weiteren Stürmer. Im Tor stand erneut Jake Hildebrand.

Die Eisbären wollten nach dem Auswärtssieg in Augsburg nachlegen und den ersten Dreier seit dem zweiten Spieltag in Köln einfahren. Die Voraussetzungen dafür waren einerseits gut, hatte der heutige Gegner Ingolstadt doch zwei der bisherigen drei Auswärtsspiele verloren. Andererseits gewannen die Schanzer in der vergangenen Saison beide Gastspiele in der Hauptstadt relativ deutlich (4:0/6:1). Konnten die Eisbären heute endlich wieder einen Heimsieg gegen den ERCI feiern?

Die Eisbären erzielen in dieser Szene das 1:0 durch Freddy Tiffels. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ingolstadt kam äußerst druckvoll ins Spiel und drückte die Eisbären ins eigene Drittel. Die Berliner wirkten schon wieder sehr unsortiert, ließen den Schanzern zu viel Platz. Bei den Befreiungsversuchen spielte man auch zu unsauber und sorgte somit für zwei Icings in Folge.
Auch das erste Powerplay gehörte den Gästen, die sofort in die Formation kamen, aber Jake Hildebrand auch in diesem nicht überwinden konnten. Aber die Hausherren lebten hier sehr gefährlich und das 0:1 lag so ein wenig in der Luft. Die Eisbären wirkten läuferisch immer einen Schritt langsamer als die feilschnellen Gäste aus Ingolstadt.
In der Schlussphase des ersten Drittels durften dann aber auch mal die Eisbären in Überzahl ran. Man konnten sich zwar festsetzen, ließen die Scheibe auch gut laufen, aber man fand keine Lücke in der ERC-Defensive.
Inzwischen konnten die Eisbären das Spiel ausgeglichener gestalten und auch selbst mal für Torgefahr sorgen. Hinten hatte man aber in einem guten Wechsel der Schanzer wieder Glück, dass die Scheibe nicht über die Linie ging.
Wenig später gab es einen Schockmoment vor der Spielerbank der Eisbären, als Neuzugang Patrick Khodorenko sich vor Schmerzen auf dem Eis krümmte. Die Nummer 13 musste direkt in die Kabine, das sah gar nicht gut aus.
Aber danach gab es doch wieder Grund zum Jubeln. Die Eisbären in Überzahl, Ty Ronning sein Schuss ging vorbei, keiner sah die Scheibe außer Freddy Tiffels und der netzte ins leere Tor ein – 1:0 (19.). Der bestmögliche Zeitpunkt für das 1:0, welches die Hausherren mit in die erste Drittelpause nahmen.

Jake Hildebrand heute mit einer überragenden Leistung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begann sehr zerfahren, viele Icings, kaum Spielfluss, Fehler auf beiden Seiten. Beide Defensivreihen standen aber auch kompakt und ließen kaum etwas zu.
Danach wurden die Eisbären aber wieder zwingender und kamen zu guten Chancen, doch Devin Williams war hellwach und ließ keine weitere Scheibe durch.
Die Eisbären überzeugten in diesem Drittel vor allem durch eine deutlich stabilere Defensive. Man schaffte es viel besser, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten. Ein insgesamt besserer Auftritt als noch zu Beginn des Auftaktdrittels. Und wer mir bis hierhin sehr positiv auffiel, war Eric Hördler. Der Youngster mit sehr vielen guten Aktionen heute und beinahe auch einem Tor.
Ingolstadt wurde in der zweiten Phase des Mitteldrittels wieder drückender, aber die Defensive der Eisbären machte weiterhin einen guten Eindruck. Wenn doch etwas durchkam, war Jake Hildebrand zur Stelle.
Kurz darauf folgte der nächste Schreckmoment, denn Leo Pföderl bekam eine Scheibe ins Gesicht und musste darauf in die Kabine. Was die Eisbären derzeit an Verletzungsproblemen haben, ist einfach unglaublich und kann keine Mannschaft der Welt auffangen. Zum Glück war Leo aber nach kurzer Zeit wieder zurück.
Zum Ende die Schanzer nochmal mit einem Powerplay und viel Druck, aber die Defensive der Eisbären mit einer sehr starken kämpferischen Leistung und warfen sich in jeden Schuss. Für den Erfolg des Teams nimmt man halt auch Schmerzen in Kauf. Egal, wie arg dezimiert man auch im Moment ist.
Kaum waren die Eisbären wieder komplett, fuhren sie den Konter und Ty Ronning hämmerte die Scheibe an die Latte. Glück für die Panther!
Die Schlussphase wirkte dann sehr wild, es ging hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, aber ein weiterer Treffer sollte nicht fallen, weshalb die Eisbären die knappe 1:0-Führung mit in die Kabine nahmen.

Hart umkämpftes Spiel zwischen Berlin und Ingolstadt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Gäste zu Beginn des letzten Drittels für etwas mehr als eine Minute in Überzahl, aber die Eisbären schafften es erneut, die Räume sehr eng zu machen und Ingolstadt zu Schüssen von außen zu zwingen.
Es war klar, dass es im Schlussdrittel auf Kleinigkeiten ankommen würde. Und so kam auch das 2:0 zu Stande. Die Eisbären mit der Scheibeneroberung und dem Zwei-auf-eins-Konter, Andreas Eder mit dem perfekten Querpass auf Manuel Wiederer, welcher die Scheibe im leeren Tor unterbringen konnte – 2:0 (45.).
Nun musste Ingolstadt hinten aufmachen, wollten sie in Berlin noch etwas Zählbares mitnehmen. Das gab den Eisbären Platz zum Kontern. Die Gäste rannten auch an, wollten hier unbedingt den Anschlusstreffer erzielen, aber Jake „The Wall“ Hildebrand heute mit einer überragenden Leistung.
ERC-Coach Mark French zog in der Schlussphase seinen Goalie und nahm auch seine Auszeit. Ingolstadt riskierte noch einmal alles. Aber die Eisbären verteidigten geschlossen als Team und arbeiteten jetzt auch für den Shutout von Jake Hildebrand. Schön zu sehen, wie sich die Jungs gegenseitig unterstützen. 56,4 Sekunden vor dem Ende des Spiels machte Markus Vikingstad den Deckel drauf und traf zum 3:0. Ein perfekter Abschluss eines starken Wochenendes. Die Eisbären sind wieder da!

1:7 in Mannheim: Das Ende der Serien – Verletzung von Luke Esposito überschattet den DEL-Klassiker

Ein gebrauchter Abend für die Eisbären Berlin: Der DEL-Rekordmeister verlor sein Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim deutlich mit 1:7 (0:1,0:5,1:1) und musste damit die erste Niederlage der noch jungen Saison hinnehmen. Vom ersten Bully weg war viel Feuer drin im Spiel, welches während des Spiels in Schlägereien und unsauberen Aktionen mündete. Mit Ty Ronning und Luke Esposito mussten zwei Spieler vorzeitig verletzungsbedingt das Spiel beenden. Vor allem den Mannheimer Esposito hatte es nach einem üblen Check von Yannick Veilleux äußerst hart erwischt. Gute Besserung an dieser Stelle! Und für die Verantwortlichen der Eisbären gilt es, dieses Spiel so schnell wie möglich aufzuarbeiten, um es am Sonntagnachmittag in Bremerhaven wieder besser zu machen. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste mit Marcel Noebels unter der Woche den nächsten langfristigen Ausfall verkraften. Für den Nationalstürmer rückte Matej Leden ins Line-up und bildete zusammen mit Manuel Wiederer und Eric Hördler die vierte Reihe. Die erste Reihe bestand aus Ty Ronning, Leo Pföderl und Freddy Tiffels. Yannick Veilleux, Blaine Byron und Liam Kirk stürmten zusammen in der zweiten Reihe. Einzig die dritte Reihe um Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann blieb zusammen.
In der Defensive gab es lediglich eine Veränderung im Tor, wo Jonas Stettmer seinen ersten Saisoneinsatz bekam. Jake Hildebrand nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es war mal wieder Zeit für den DEL-Klassiker schlechthin. Während Mannheim zu Beginn dieser Geschichte stets die Nase vorne hatte, hat sich das Blatt inzwischen deutlich Richtung Berlin gedreht, welche die letzten zwölf Duelle in Folge gegen die Kurpfälzer gewannen. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre für jeden Adler-Fan, verloren die Mannheimer auch die letzten sieben Playoff-Serien in Serie. Konnten die Eisbären diese Serie heute fortsetzen oder gelang Mannheim der lang ersehnte Sieg gegen die Berliner?

Der Auftakt in eine skandalöse Partie. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Direkt nach dem ersten Bully forderte Lean Bergmann Matthias Plachta zum Fight auf, der hatte aber keine Lust und so nahm Luke Esposito die „Einladung“ an. Nebenbei „trafen“ sich auch Dan Renouf und Yannick Veilleux zum Kampf. Alle genannten Spieler durften sich danach erst einmal für fünf Minuten auf der Strafbank abkühlen. Was für ein Start, da gibt es wohl noch einige offene Rechnungen.
Danach wurde aber auch Eishockey gespielt und es ging munter hin und her mit guten Abschlüssen auf beiden Seiten, bis sich Leon Gawanke und Blaine Byron in die Haare bekamen.
Für das erste spielerische Highlight sorgten dann die Adler, die das 1:0 erzielten. Nick Mattinen hatte von oben abgezogen und Zach Solow entscheidend abgefälscht (8.).
Mannheim hatte Vorteile im ersten Drittel, die Eisbären suchten noch nach der Lücke in der Adler-Defensive.
Die Partie war zudem auch weiter sehr intensiv und hart geführt, warum die PENNY DEL in so einem Spiel dann aber Roman Gofman als Hauptschiedsrichter ansetzt, bleibt ihr Geheimnis. Wirklich im Griff hatten er und sein Kollege Martin Frano das Spiel nicht. Darüber durften sie dann in der ersten Drittelpause nachdenken, denn beim Stand von 1:0 ging es in die Kabinen.

Max Penkin erzielt sein erstes DEL-Tor und avanciert mit 16 Jahren zum jüngsten Torschützen in der DEL-Geschichte. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

In dieser blieb auch Ty Ronning, der nach einer unsauberen Aktion von Kris Bennett nicht weiterspielen konnte. Da wollte Bennett die Nummer neun nur verletzen und die Hauptschiedsrichter haben es nur mit zwei Minuten belegt – unglaublich. Somit ist auch der Scoring-Streak von Ty Ronning beendet. Aber das ist nur eine Randnotiz. Hoffen wir, dass Ronning nicht schlimmer verletzt ist. 
Zurück zum Spiel, wo die Eisbären nach einem Wechselfehler in Unterzahl ran mussten und durch Kristian Reichel das 0:2 kassierten (23.). Bitterer Start ins Mitteldrittel für den Meister.
Danach wurde es leider unschön: Yannick Veilleux mit einem brutalen Check gegen Luke Esposito, der den Hit überhaupt nicht sehen kam und regungslos auf dem Eis liegen blieb. Er musste mit einer Trage vom Eis gefahren werden. An dieser Stelle gute und schnelle Genesung an Esposito! Und Veilleux dürfte sehr lange aus dem Verkehr gezogen werden und das – auch aus Berliner Sicht – vollkommen zu Recht. Da hatte er mal wieder seine Nerven nicht im Griff.
In der fünfminütigen Überzahl erhöhte Marc Michaelis auf 3:0 (29.), was aber nur eine Randnotiz war, denn alle Gedanken waren bei Luke Esposito. Man merkte es dem Spiel und der Stimmung auch an, das dieser Check bei allen noch tief saß.
Dieses Spiel hatte dann aber doch noch eine schöne Anekdote: Jonas Müller mit dem Scheibenverlust und der erst 16-jährige Max Penkin war auf und davon und verlud Jonas Stettmer – 0:4 (35.). Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum, Max!
Für die Eisbären ein komplett gebrauchter Abend, denn Kristian Reichel stellte in Unterzahl auf 5:0 (37.). Und Zach Solow machte das halbe Dutzend voll – 6:0 (38.) Aber dieses Spiel konnte man nicht mehr unter normalen Gesichtspunkten betrachten und daran hatten auch die beiden Hauptschiedsrichter ihren großen Anteil daran, die das Spiel nicht im Griff hatten und es so aus dem Ruder laufen ließen. Was aber die Aktion von Veilleux nicht entschuldigen soll und darf, denn das war grob unsportlich. Mit einem deutlichen 0:6-Rückstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Erzielte das 7:0: Ex-Eisbär Maximilian Heim. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Was man von den Eisbären aber noch erwarten konnte, war Gegenwehr. Nur diese sah man beim schnellen 0:7 durch Ex-Eisbär Maximilian Heim so gar nicht (42.).
Fortan die Eisbären durchaus auf der Suche nach dem Anschlusstreffer, aber ihr ehemaliger Goalie Maximilian Franzreb hatte etwas dagegen. Auf der Gegenseite wollten die Adler nun aber auch weitere Tore erzielen und den Erzrivalen so richtig demütigen. Doch Jonas Stettmer legte im Schlussdrittel noch zwei sensationelle Paraden hin.
2:10 Minuten vor dem Ende der Partie gelang Markus Vikingstad immerhin noch der Ehrentreffer in diesem sehr denkwürdigen Spiel – 1:7. Danach war die Partie aber beendet und die Eisbären sowie deren Fans erlöst. Und dennoch wird man an dieses Spiel noch sehr lange zurückdenken. Somit endete auch die zwölf Spiele andauernde Siegesserie der Berliner gegen Mannheim.

7:3 nach 0:3! Die Eisbären zeigen eine starke Reaktion und fügen den Kölner Haien die nächste herbe Niederlage zu

Was für ein Statement: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Kölner Haien deutlich mit 7:3 (0:0,3:3,4:0) gewonnen und sich dabei auch nicht von einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand beeindrucken lassen. Die Eisbären behielten die Ruhe und starteten danach die Aufholjagd, welche sie eindrucksvoll zu Ende gebracht haben. Somit erzielten die Eisbären auch im vierten Spiel in Folge gegen Köln sieben Tore.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Team im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Aufsteiger Dresden nicht. Somit stand also auch im zweiten Saisonspiel wieder Jake Hildebrand im Tor, während Jonas Stettmer nur der Platz auf der Bank blieb.

Es war die Final-Neuauflage zwischen den Haien und Berlin. Köln dürfte mit Wut im Bauch angetreten sein, hatte man doch die letzten drei Finalspiele mit 0:7 verloren. Doch die erfolgreiche Finalserie ist nach eigenen Aussagen kein Thema mehr in der Hauptstadt, wo man sich viel mehr auf sich und sein eigenes Spiel konzentrieren will. Gelang das auch heute im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison?

Sehr intensives Spiel zwischen Köln und Berlin. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in der Domstadt. Beide Teams hatten keine Lust auf Abtasten und suchten vom ersten Bully weg den direkten Zug zum Tor. Liam Kirk und Kevin Niedenz hatten die ersten guten Abschlüsse für ihre Teams. So entwickelte sich eine muntere Anfangsphase, in der es rauf und runter ging.
In der Folge schafften es die Hausherren immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand zu sorgen, weil sie die Lücken in der Berliner Defensive zu nutzen wussten. Der Berliner Goalie hatte einiges zu tun, hielt aber mit starken Paraden die Null.
Aber auch die Eisbären kamen in einem guten Wechsel zu einer dicken Chance durch Leo Pföderl, Ex-Eisbär Tobias Ancicka war aber mit einem starken Save zur Stelle. Doch solche Momente gab es zu selten von den Berlinern. Mit einem aus Berliner Sicht schmeichelhaften 0:0 ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Ty Ronning scorte auch im 30. Spiel in Folge. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

75 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da belohnten sich die Haie und gingen durch Valtteri Kemiläinen verdient mit 1:0 in Führung (22.). Nur 30 Sekunden später legten die Domstädter durch Frederik Storm das 2:0 nach. Storm wurde vor dem Tor angeschossen, reagierte am schnellsten und überwand Jake Hildebrand zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (22.).
Die Eisbären hatten überhaupt keine Zuordnung in der Defensive und konnten sich bei Jake Hildebrand bedanken, der das 0:3 gegen Nate Schnarr verhinderte. Kurz darauf die Eisbären für zwei Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Kemiläinen scheiterte noch am Aluminium, doch Nate Schnarr erhöhte in Überzahl auf 3:0 (26.).
Ein katastrophaler Start ins Mitteldrittel für die Berliner, welche jetzt aufpassen mussten, nicht unter die Räder zu kommen. Doch die Eisbären gaben die richtige Antwort. Freddy Tiffels legte für Adam Smith ab und der verkürzte auf 1:3 (27.). Es sollte aber noch besser kommen und die Verteidiger übernahmen die Verantwortung. Jonas Müller stand komplett frei und sorgte per Onetimer für das 2:3 (29.).
Was für ein verrücktes zweites Drittel und was für eine Reaktion des deutschen Meisters. Und die Eisbären hatten nun richtig Blut geleckt, denn Ty Ronning mit dem 3:3 in Überzahl (31.). Das 30. Spiel in Folge mit einem Scorerpunkt von der Nummer neun – Wahnsinn!
Nun waren die Gastgeber wieder gefordert, die hier eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben hatten und somit auch das Momentum. Und die Lanxess Arena war mittlerweile auch verstummt, die nach dem 3:0 noch gefühlt die Meisterschaft gefeiert hatte.
Danach beruhigte sich die Partie wieder und so ging es mit einem 3:3 in die zweite Drittelpause.

Kamen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus: Die Spieler der Eisbären Berlin. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären hellwach und gingen nach 19 Sekunden erstmals in Führung. Ty Ronning mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag – 4:3 (41.). Nur 21 Sekunden später ein blitzsauberer Konter über Blaine Byron und Marcel Noebels, Letzterer netzte ein zum 5:3 (41.). Tobias Ancicka verließ daraufhin sein Tor, Felix Brückmann kam für ihn und durfte nach weiteren 14 Sekunden erstmals die Scheibe aus dem Tor holen. Markus Vikingstad mit seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären zum 6:3 (41.).
Köln dürfte sich wie im falschen Film gefühlt haben, hatte sich sicherlich einiges vorgenommen für das Schlussdrittel und kassierte dann innerhalb von 35 Sekunden drei Tore. Aber wenn die Eisbären gegen Köln spielen, fallen „in der Regel“ sieben Tore. Gesagt, getan – Andreas Eder mit dem 7:3 (44.). Was für eine brutale Effizienz der Eisbären und was für ein Auftritt nach einem 0:3-Rückstand, der die Liga in Angst und Schrecken versetzen dürfte. Selbst so ein Rückstand scheint den Rekordmeister nicht zu beeindrucken und man zieht einfach sein Spiel bis zum Ende durch.
Damit war das Spiel natürlich entschieden und die Partie plätscherte so vor sich hin, während die Haie-Fans vermehrt den Heimweg antraten. Spiele gegen Berlin bleiben momentan nicht in guter Erinnerung für Köln. Für die Eisbären-Fans hingegen schon. Ihre Mannschaft feierte derweil einen Traumstart und hat schon wieder sechs Punkte auf dem Konto.