5:8 in Mannheim! Die Eisbären erneut mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel und mangelnder Disziplin

So haben sich das die Eisbären Berlin sicherlich nicht vorgestellt: Einen Abend vor Heiligabend kassiert der DEL-Rekordmeister eine derbe 5:8-Niederlage beim Erzrivalen Adler Mannheim. Die zweite in der Höhe auf fremden Eis in Folge. Und erneut hat man sich gefühlt wieder selbst geschlagen. Zu viele Fehler und unnötige Strafzeiten in den falschen Momenten werden von einem Top-Team wie es Mannheim nun mal ist, eiskalt bestraft. Von einem Top-Team sind die Eisbären derzeit meilenweit entfernt und das Interview von Freddy Tiffels nach dem Spiel lässt zudem tief blicken und erahnen, dass derzeit alles andere als eitel Sonnenschein in der Kabine der Eisbären herrscht

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Stürmer Manuel Wiederer nicht zur Verfügung. Dessen Platz neben Lean Bergmann und Andreas Eder nahm Verteidiger Les Lancaster ein. Der verteidigte gegen Köln noch an der Seite von Adam Smith, das tat heute Norwin Panocha. Ansonsten gab es nur noch eine weitere Änderung und die gab es im Tor: Jake Hildebrand stand im Tor, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es war wieder Zeit für den DEL-Klassiker zwischen Berlin und Mannheim. Dieses Duell hat bereits unzählige Geschichten geschrieben – sowohl auf als auch neben dem Eis. Auch in dieser Saison gab es schon wieder einigen Gesprächsstoff. In den ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gewann stets das Heimteam. An das erste Duell in Mannheim hatten die Berliner jedoch keine guten Erinnerungen, kam man doch mit 1:7 unter die Räder. Konnte man sich dafür heute revanchieren oder gab es die nächste Niederlage in der Kurpfalz?

Das Bild zum ersten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 1:54 Minuten gab es die erste Schlägerei und natürlich war Yannick Veilleux involviert, der besonders „beliebt“ in Mannheim ist. Tobias Fohrler war sein Kontrahent und am Ende durften beide für fünf Minuten in die Kühlbox. Damit war natürlich zu rechnen heute nach der Vorgeschichte. Beide gerieten abseits des Spielgeschehens aneinander und lieferten sich eine handfeste Schlägerei. Vermutlich hatte man sich Veilleux absichtlich ausgesucht, wundern würde es mich nicht, so wie Fohrler danach auf der Mannheimer Bank gefeiert wurde.
Spielerisch setzten die Hauptstädter das erste Highlight. Die Eisbären konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen und gingen durch Blaine Byron vermeintlich in Führung. Doch der Treffer wurde aberkannt, da eine klare Kick-Bewegung vorlag und somit zurecht aberkannt wurde.
Aber die Eisbären waren die spielbestimmende Mannschaft und sorgten immer wieder für Gefahr vor Maximilian Franzreb. Doch das 1:0 gelang den Hausherren. Konter der Adler, Jake Hildebrand konnte den ersten Schuss nicht parieren und wusste für einen Moment nicht, wo die Scheibe ist. Zach Solow wusste es und drückte sie über die Linie (13.). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich dieser Treffer nicht angedeutet.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Mannheim nahm den Schwung des Führungstreffers mit, setzte sich im Drittel der Eisbären fest und erhöhte auf 2:0. Leo Gawanke hatte von der blauen Linie abgezogen und Maximilian Heim erfolgreich abgefälscht (15.).
Wie reagierten die Eisbären auf diesen Doppelschlag der Adler? Mit dem Anschlusstreffer nur 14 Sekunden später. Leo Pföderl mit der Rückhand von hinter dem Tor an den Schoner von Franzreb, wovon der Puck letztendlich ins Tor ging – 2:1 (15.).
Wenn Eisbären-Spiele derzeit eins nicht sind, dann langweilig. 13 Tore in Ingolstadt, sieben Tore gegen Köln und hier auch schon wieder drei nach noch nicht mal einem kompletten Drittel. Und es war ja noch lange nicht Schluss. Nun waren wieder die Kurpfälzer dran. Zach Solow behauptete die Scheibe ganz stark, brachte sie dann rüber zu Kris Bennett, der auf 3:1 stellte (17.).
Ein Wechselfehler der Eisbären (der dritte in Serie) sorgte für das erste Powerplay der Adler, welches Nicolas Mattinen zu nutzen wusste – 1:4 (19.). Puh, nach gutem Start fielen die Eisbären komplett auseinander und lagen deutlich hinten. Gefühlt war jeder Adler-Schuss ein Tor, weshalb das nächste Debakel in Mannheim drohte.

Kein schöner Anblick für Eisbären-Fans: Jubelnde Adler-Spieler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Eisbären noch Powerplay, aber das man dieses nicht nutzen konnte, braucht man in dieser Saison auch nicht extra erwähnen. Danach hatten die Adler ein Powerplay und die Chance auf 5:1 davonzuziehen. Doch Lean Bergmann und Blaine Byron fuhren den Angriff und Letzterer verkürzte per Shorthander auf 4:2 (23.).
Es ging weiter mit den Strafzeiten, diesmal waren wieder die Adler an der Reihe und die Eisbären durften erneut in Überzahl ran. Für 53 Sekunden war es sogar ein doppeltes Powerplay, welches die Berliner zwar nicht nutzen konnten, aber eine Sekunde nachdem Mannheim wieder zu viert war, schlug Liam Kirk in einfacher Überzahl zu – 4:3 (28.).
Danach waren wieder die Adler ein Mann mehr auf dem Eis und dort schlugen sie zum 5:3 zu. Gewühl vor Jake Hildebrand und Matthias Plachta behielt die Übersicht (30.). Acht Tore zur Hälfte des Spiels, den Fans wurde hier einiges geboten einen Tag vor Heiligabend. Die beiden Trainer dürften derweil graue Haare bekommen haben bei dem Spielverlauf.
Die Eisbären hatten danach ihre Nerven nicht im Griff und kassierten weiterhin fleißig Strafen. Jonas Müller durfte vorzeitig duschen gehen nach einem unnötigen Check gegen die Bande. Die Spieldauer hatte er sich auch mehr als verdient. Trainer Serge Aubin dürften die Disziplinlosigkeiten seiner Mannschaft aber überhaupt nicht gefallen haben. Denn man kämpfte sich zurück ins Spiel, nahm sich durch dumme Strafzeiten aber selbst wieder raus aus dem Spiel.
Denn Mannheim wusste dieses Powerplay zu nutzen. Anthony Greco machte das halbe Dutzend voll und erzielte den dritten Powerplay-Treffer an diesem Abend – 6:3 (33.). Und noch waren über drei Minuten Powerplay auf der Uhr. Und daher war ein weiterer Treffer vorprogrammiert, Justin Schütz stellte auf 7:3 (34.). Mehr Gegentreffer kassierte man in den fünf Minuten zum Glück nicht.
Aber es war bereits das zweite Auswärtsspiel in Folge mit je vier Gegentoren in Unterzahl, was für eine Spitzenmannschaft einfach zu schlecht ist. Das beste an dem zweiten Drittel war die Schlusssirene, was einer Erlösung für die Eisbären-Fans gleich kam.

Zu Beginn des Spiels lieferten sich Tobias Fohrler und Yanncik Veilleux eine wilde Schlägerei. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel gab es eigentlich nur die Hoffnung, dass es nicht zweistellig in Mannheim wird. Denn das wäre die Höchststrafe für die Eisbären-Fans.
Die Berliner hatten früh im dritten Drittel das nächste Powerplay, konnten dieses aber nicht nutzen, um zu verkürzen. Die Eisbären blieben aber danach weiterhin bemüht und spielten offensiv nach vorne. Man wollte zumindest das Schlussdrittel für sich entscheiden, um wenigstens noch ein kleines positives Erfolgserlebnis zu haben.
Liam Kirk arbeitete daran, denn er traf zum zweiten Mal an diesem Abend in Überzahl – 7:4 (52.). Kurz zuvor liefen die Adler aber mit zwei Mann alleine auf das Berliner Tor zu, in Unterzahl, was einfach nicht geht. Zum Glück trafen die Mannheimer nur den Pfosten, das wäre die Krönung an diesem Abend gewesen.
In der Schlussphase hatten die Eisbären das nächste Powerplay und in diesem erzielten sie tatsächlich ihr drittes Powerplaytor. Eine klasse Kombination schloss Mitch Reinke mit dem Treffer zum 7:5 ab (56.).
Ging hier also doch noch was? Nein, weil man sich wieder selbst um die Aufholjagd brachte. Lean Bergmann mit der Strafzeit, welche die Schlussoffensive der Berliner verhinderte. Es passte zum gesamten Spielverlauf, denn wann immer man drauf und dran war, nahm man sich selbst durch unnötige Strafen aus dem Spiel. Immerhin kassierte man keinen weiteren Gegentreffer in Unterzahl.
Den kassierte man dann aber kurz vor Spielende, als Alexander Ehl die Scheibe im leeren Berliner Tor unterbrachte. Somit verloren die Berliner das zweite Auswärtsspiel in Folge mit 5:8. Mal wieder hat man sich am Ende selbst geschlagen, wie bereits in Ingolstadt. Aus diesem Spiel müssen die Eisbären ihre Lehren ziehen und es in Zukunft endlich besser machen. Und vor allem sollte man so langsam aber sicher wieder anfangen zu punkten, denn die Teams hinter den Eisbären rücken immer näher, während man für die Teams vor sich mittlerweile ein Fernglas braucht.

5:8-Niederlage! Die Eisbären verlieren das Tor-Festival in Ingolstadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #23:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:8 (2:3,2:2,1:2) verloren und damit verpasst, den Abstand nach oben zu verkürzen. Trotz der Niederlage war es kein schlechtes Spiel der Berliner, was alleine die fünf Tore beweisen, welche du in Ingolstadt erst einmal schießen musst. Aber letztendlich hatte man das Spiel auf der Strafbank verloren, denn alleine vier Gegentreffer kassierte man mit einem Mann weniger. In den acht Spielen zuvor war man gänzlich ohne Gegentor in Unterzahl geblieben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stellte sein Line-up minimal um. Während im Tor erneut Jake Hildebrand stand und die Verteidiger-Pärchen unverändert blieben, gab es kleinere Umstellungen in der Offensive. Jean-Sébastien Dea rückte in die Reihe von Marcel Noebels und Yannick Veilleux. Blaine Byron rotierte aus dieser Reihe heraus und stürmte in der vierten Reihe zusammen mit Eric Hördler und Norwin Panocha, der zurück im Line-up war. Matej Leden war als 13. Stürmer dabei.

Die Eisbären standen vor einer enorm schweren Aufgabe, hatte doch der ERCI seine letzten 13 Heimspiele in Serie gewonnen. Die Berliner hingegen waren weiterhin auf der Suche nach einer konstanten Leistung und dem Start einer Siegesserie. Gelang dies in Ingolstadt oder waren die Schanzer am Ende doch zu stark?

Sammelte vier Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Riley Sheen (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Hauptstädter kamen stark aus der Kabine und gingen nach gerade einmal 68 Sekunden mit 1:0 in Führung. Eric Mik hatte abgezogen, Markus Vikingstad stand vor dem Tor und fälschte entscheidend ab (2.).
Und es sollte noch besser kommen. Die Eisbären fingen einen Aufbaupass der Schanzer ab, Liam Kirk mit dem Zuspiel für Freddy Tiffels und der erhöhte mit der zweiten Chance auf 2:0 (4.). Ingolstadt war wohl mit den Gedanken noch beim CHL-Aus in Göteborg unter der Woche.
Doch als die Hausherren das erste Powerplay der Partie hatten, meldeten sie sich auch in diesem Spiel an. Riley Sheen hatte Maß genommen und Jake Hildebrand erstmals an diesem Abend überwunden – 2:1 (7.). Damit war die gegentorlose Serie in Unterzahl nach acht Partien zu Ende. Und Ingolstadt war nun richtig on Fire und durfte nach einem Wechselfehler der Eisbären erneut in Überzahl ran. Und in diesem legten die Schanzer das 2:2 durch Peter Abbandonato nach (9.).
Doch damit noch nicht genug der Aufholjagd. Die Berliner hatten Austen Keating im Slot komplett alleine gelassen, was der dankend annahm und die Panther erstmals in diesem Spiel in Führung brachte – 2:3 (10.).
Was für ein furioser Start in dieses Spiel. Für die Zuschauer sicherlich ein Spektakel, für die Trainer sorgte die Defensive beider Mannschaften aber eher für neue graue Haare. Die zweiten zehn Minuten des Auftaktdrittels waren dann bei weitem nicht mehr so spektakulär, Chancen hatten beide Mannschaften aber dennoch. Weitere Tore sollten jedoch nicht fallen, weshalb die Eisbären mit einem knappen 2:3-Rückstand in die Kabine gingen.

Setzte seinen Scoringstreak auch in Ingolstadt fort: Yannick Veilleux, der zweimal traf (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Mitteldrittels mussten die Eisbären noch ein Unterzahlspiel überstehen, was ihnen auch gelang. Und dann war es mal wieder Zeit für ein Yannick-Veilleux-Tor, der immer wichtiger für die Berliner wird, was sich auch in seiner Eiszeit widerspiegelt – 3:3 (29.).
Aber die Schanzer konnten relativ schnell darauf antworten, hatten beim erneuten Führungstreffer in Überzahl auch etwas Glück. Eric Hördler bekam die Scheibe ins Gesicht, fuhr direkt vom Eis, was aber dafür sorgte, dass die Eisbären unsortiert waren. Alex Breton war das egal, er hämmerte die Scheibe ins Berliner Tor – 3:4 (30.).
Die Hauptstädter ließen sich aber auch davon nicht aus der Ruhe bringen, spielten weiter nach vorne, scheiterten aber immer wieder an Brett Brochu. Doch als die Eisbären in Überzahl waren, schlug Veilleux zum zweiten Mal zu – 4:4 (35.).
Es war inzwischen ein sehr kurzweiliges Spiel, welches viel Spaß machte – trotz der Gegentore. Aber das Tor-Festival war ja noch lange nicht zu Ende und Alex Breton dachte sich, was Yannick Veilleux kann, kann er auch. In Stürmer-Manier ließ er die Berliner stehen und überwand Jake Hildebrand ebenfalls zum zweiten Mal in diesem Drittel – 4:5 (39.). Damit ging es anschließend auch in die Kabinen.

Sammelte fünf Scorerpunkte gegen die Eisbären Berlin: Alex Breton (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Noch war hier aber nichts verloren, denn die Mannschaft von Trainer Serge Aubin machte ein starkes Auswärtsspiel – mal abgesehen von den zu vielen Strafen. Liam Kirk schnupperte früh am erneuten Ausgleich, das Gestänge hatte aber etwas dagegen. Wenig später war der Goalgetter aber erfolgreich und stellte auf 5:5 (47.).
Dieses Spiel ging also wieder von vorne los. Es war kein Spiel für schwache Nerven und gerade der Autor dieser Zeilen hatte sich für seine Rückkehr in den Fanblock das richtige Spiel ausgesucht. Die Stimme suche ich übrigens auch einen Tag nach dem Spiel immer noch. Nur gut, dass ich am Sonntag wieder artig oben auf der Pressetribüne sitze und die Stimme schonen kann.
Immer, wenn Hoffnung im Eisbären-Block aufkam, zerstörten die Schanzer diese. Auch diesmal hielt der Ausgleich nicht lange, denn Top-Torjäger Riley Barber sammelte den Abstauber ein und traf zum 5:6 (49.).
Ingolstadt zog wenig später aber den Stecker, denn natürlich legten die Hausherren in Überzahl nach. Riley Sheen schloss eine klasse Kombination ab und erzielte das vierte Powerplaytor in dieser Partie – 5:7 (50.). Das starke Powerplay der Panther musste man neidlos anerkennen. Aber so fällt die Analyse des Spiels natürlich auch leicht, denn verloren wurde die Partie am Ende auf der Strafbank.
Die Eisbären waren danach durchaus bemüht, konnten aber keinen richtigen Druck mehr auf das Tor von Brett Brochu entwickeln. Die Schanzer spielten das aber auch souverän zu Ende, hatten sie doch einen neuen Vereinsrekord vor Augen. Ingolstadt feierte nämlich den 14. Heimsieg in Serie – Glückwunsch an dieser Stelle zu diesen Meilenstein! Austen Keating schloss zehn Sekunden vor dem Ende das Tor-Festival ab und traf zum Endstand von 8:5 für die Panther.
Trotz der Niederlage wurden die Eisbären mit viel Applaus verabschiedet, was verständlich war nach einem insgesamt guten Auftritt. Und bei Fünf-gegen-Fünf war man die bessere Mannschaft. Aus dem Spiel wird man die richtigen Lehren ziehen und es in den nächsten beiden Spielen vor Heiligabend gegen Köln und Mannheim besser machen wollen.

2:0-Heimsieg gegen Schwenningen! Veilleux-Serie geht weiter und Dea mit zwei Assists bei Rückkehr

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #22:

Die Eisbären Berlin haben das Wochenende mit einem Heimsieg abgeschlossen. Gegen die Schwenninger Wild Wings setzte man sich am Ende hochverdient mit 2:0 (1:0,1:0,0:0) durch und hielt damit den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Die Berliner zeigten endlich mal wieder über die volle Spielzeit ein gutes Spiel, ließen hinten nichts zu und erspielten sich vorne einige gute Torchancen. Einzig die Chancenverwertung war heute nicht gut. Aber am Ende des Tages zählen die drei Punkte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute der zuletzt lange verletzte Stürmer Jean-Sébastien Dea wieder zur Verfügung. Für ihn rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Das führte natürlich zu Veränderungen im Line-up. Manuel Wiederer rückte in die Defensive und bildete dort zusammen mit Eric Mik ein Verteidigerpaar. Die anderen beiden Verteidiger-Pärchen hießen Mitch Reinke/Jonas Müller sowie Adam Smith/Les Lancaster.
In der Offensive blieb einzig die Reihe um Yannick Veilleux, Blaine Byron und Marcel Noebels zusammen. Freddy Tiffels und Leo Pföderl bekamen heute Liam Kirk als Center in die Reihe. Dafür stürmte Markus Vikingstad zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Rückkehrer Dea, Matej Leden und Eric Hördler. 
Im Tor blieb alles unverändert. Jake Hildebrand stand zwischen den Pfosten, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären ging es erneut darum, endlich mal wieder die eigene Leistung konstant über 60 Minuten abzurufen. Das war zuletzt nicht der Fall gewesen und vor allem fiel vermehrt auf, dass man große Probleme im zweiten Drittel hatte. Konnte man das heute im Heimspiel gegen Schwenningen abstellen oder grüßte erneut täglich das Murmeltier?

Bereitete die ersten beiden Eisbären-Tore vor: Rückkehrer Jean-Sébastien Dea (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach eineinhalb Minuten wären die Berliner beinahe in Führung gegangen. Vor dem Tor von Joacim Eriksson entstand ein Gewühl, die Eisbären versuchten mehrmals die Scheibe im Gäste-Tor unterzubringen, doch das gelang nicht.
Die Berliner waren die dominante Mannschaft in der Anfangsphase, nur beim Abschluss fehlte es der Mannschaft von Serge Aubin noch am nötigen Schussglück. Die Hauptstädter hatten sich aber sichtbar viel vorgenommen für dieses Heimspiel, nur konnte man sich für den Aufwand noch nicht belohnen. Was aber nicht verwunderlich ist, stand doch mit Joacim Eriksson jener Goalie im Tor, gegen den sich die Eisbären immer wieder schwer tun.
In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels hatten dann die Gäste das erste Powerplay der Partie. Die Eisbären hatten sich aber zuletzt deutlich verbessert gezeigt in Unterzahl, weshalb man in den letzten sieben Spielen keinen Gegentreffer mehr in Unterzahl kassiert hatte. Diese Serie setzte sich auch im ersten Unterzahlspiel in dieser Partie fort.
Kurz darauf durften die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Keine Paradedisziplin der Berliner in dieser Saison, doch heute klingelte es im Tor der Wild Wings. Rückkehrer Dea mit dem Auge für Liam Kirk, welcher komplett frei stand und so problemlos zum 1:0 traf (18.). Das war zugleich auch der Pausenstand in der Hauptstadt. Angesichts von 12:0-Torschüssen eine sehr dünne Führung.

Hatte einen verhältnismäßig ruhigen Arbeitstag gegen schwache Schwenninger Wild Wings: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Gäste hatten zu Beginn des zweiten Drittels noch ein Powerplay, doch auch in diesem konnten sie für keinerlei Gefahr sorgen. Die Eisbären hatten kurz darauf einen Mann mehr auf dem Eis, konnten für etwas mehr Gefahr vor dem Tor sorgen, jedoch nutzen konnten es die Berliner auch nicht.
Es war weiterhin eine einseitige Partie, was 17:1-Torschüsse auch belegten. Von Schwenningen kam rein gar nichts. Das Beste aus Sicht der Wild Wings war der Spielstand, was jedoch auch ein Kritikpunkt an den Eisbären war, die in dieser Partie einfach deutlich höher hätten führen müssen. Denn so blieb es natürlich ein Spiel mit dem Feuer, weil ein gelungener Angriff der Wild Wings hätte hier zum Ausgleich führen können.
Die Chance dazu hatten die Schwenninger im nächsten Powerplay rund sieben Minuten vor Ende des zweiten Drittels. Und in diesem hatte Kyle Platzer tatsächlich die dicke Chance zum 1:1, aber Jake Hildebrand fischte dessen Onetimer weg.
In der Schlussphase legten die Eisbären das 2:0 nach. Erneut war es Dea, der das Tor mit vorbereitet hatte. Am Ende war es Yannick Veilleux, der traf und somit seinen Scoringstreak auf acht Spiele ausbaute (37.). Die 2:0-Führung nahmen die Hausherren anschließend mit in die Kabine.

Yannick Veilleux (links) scorte auch im achten Ligaspiel in Folge. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel hatten die Eisbären früh die Chance zur Vorentscheidung, als man erneut ein Mann mehr auf dem Eis hatte. Doch man ließ diese Chance ungenutzt und so blieb es zumindest vom Spielstand her noch etwas spannend. Denn ein schnelles Schwenninger Tor hätte hier nochmal neue Spannung reingebracht. Aber dafür hätten die Wild Wings auch nach vorne spielen müssen, was sie nicht taten. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Gäste.
Die Berliner erspielten sich in der Folge weiterhin beste Torchancen, aber es blieb heute das große Manko, dass man daraus zu wenig Kapital schlug. Trotzdem war es aber nach langer Zeit endlich mal wieder ein konstant guter Auftritt über 60 Minuten, weil man vor allem auch hinten nichts Gefährliches der Gäste zuließ.
Die Partie plätscherte am Ende ereignislos aus. Von den Eisbären kam fortan nicht mehr als nötig war und von Schwenningen war es heute einfach kein guter Auftritt. So stand am Ende der dritte Heimsieg in Serie für die Eisbären.

5:3! Doppelpack von Andreas Eder beim glanzlosen Heimsieg gegen Iserlohn

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #20:

Die Eisbären Berlin haben das erste von zwei Heimspielen an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters feierte man am Ende einen 5:3-Heimsieg. Doch komplett überzeugen konnten die Hauptstädter nicht, verspielten zwischenzeitlich mal wieder eine Zwei-Tore-Führung und hatten ein Problem mit der Chancenverwertung. Im Schlussdrittel zog man das Spiel dann doch noch auf sein Seite, trotzdem sind die Eisbären derzeit weit davon entfernt, ein Top-Team in der PENNY DEL zu sein.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Da Matej Leden nicht dabei war, rückte Marcel Noebels in die dritte Reihe zu Lean Bergman und Blaine Byron. Eric Hördler rotierte aus dieser Reihe raus und stand mit Manuel Wiederer in der vierten Reihe. Im Tor stand Jake Hildebrand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären gingen als klarer Favorit gegen den Tabellenvorletzten ins Spiel. Aber genau darin lag heute die Gefahr. Denn gegen die vermeintlich kleinen Teams haben sich die Eisbären in der Vergangenheit öfters mal schwer getan. Nahmen die Eisbären Iserlohn heute ernst oder gab es am Ende ein böses Erwachen?

War im ersten Drittel zur Stelle, als er gebraucht wurde: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein schlechtes Omen? Vor dem Spiel läuft normalerweise die Einlaufshow der Eisbären Berlin, doch heute streikte die Technik und somit gab es nur die legendäre Eisbären-Hymne zu hören.
Iserlohn brauchte ganze 18 Sekunden, da fuhren Daniel Fischbuch und Taro Jentzsch einen Zwei-auf-eins-Konter und es wurde erstmals gefährlich vor dem Berliner Tor. Jake Hildebrand war zum Glück schon hellwach und verhinderte den frühen Rückstand gegen die Sauerländer.
Nachdem Iserlohn das erste Powerplay vergab, gingen die Hausherren in Führung. Yannick Veilleux, der auch die erste Strafzeit kassierte hatte, staubte erfolgreich ab – 1:0 (6.).
Mehr Highlights bot dieses Spiel aber auch nicht. Beide Teams mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel. Hochkarätige Torchancen suchte man vergeblich. Beide Goalies wurden so vor keine größeren Probleme gestellt.
Lange Zeit plätscherte das erste Drittel so vor sich hin. Dann hatten die Eisbären mal kurz eine gute Phase, ehe Iserlohn Jake Hildebrand zu zwei starken Paraden zwang. In Überzahl schlugen dann die Eisbären fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause durch Andreas Eder zu – 2:0 (20.). Die Verteidigung der Roosters machte es den Berlinern aber auch sehr leicht. Mit dem 2:0 ging es anschließend in die Kabine.

Stellte auch gegen Iserlohn seine aktuelle Torgefahr unter Beweis: Liam Kirk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitete im zweiten Drittel am Anschlusstreffer, fand aber erneut in Jake Hildebrand seinen Meister. Doch in der 24. Spielminute war auch der Berliner Goalie geschlagen, als der Querpass auf Ex-Eisbär Daniel Fischbuch kam und der das leere Tor vor sich hatte – 2:1.
Doch die Antwort der Eisbären dauerte nicht lange. Liam Kirk bewies erneut seine derzeitige Top-Form und düpierte Hane zum 3:1 (26.). Allerdings hatte der Brite auch zu viel Platz und so etwas lässt sich die Nummer 94 nicht nehmen.
Auch danach blieb es ein eher durchschnittliches DEL-Spiel. Die großen Highlights fehlten auf beiden Seiten. Iserlohns Defensive wirkte ein ums andere Mal unsicher. Die Eisbären konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Fast aus dem Nichts verkürzten die Sauerländer rund drei Minuten vor dem Ende auf 3:2. Robin Norell wurde nicht wirklich angegriffen und hatte daher keine große Mühe, den Puck im Tor zu versenken.
Direkt im Gegenzug war Marcel Noebels frei durch, doch er scheiterte an Hane. So eine Chance in einem vom Spielstand her engen Spiel kann man auch mal nutzen. Doch so ein wenig passte diese Szene zur Saison von der Nummer 92.
Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt und auch aus den Patzern der Roosters kein Kapital schlägt, fängt man sich hinten einen. Kyle Wood stellte in der Schlussminute auf 3:3 (40.). Absolut unnötig, wie die Berliner die 3:1-Führung aus der Hand gegeben haben. So ging man mit einem Unentschieden in die zweite Drittelpause.

Freddy Tiffels scheitert in Unterzahl mit seinem Alleingang an Hendrik Hane. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun eine Reaktion der Eisbären kommen. In der Kabine dürfte es sicherlich auch laut geworden sein, denn Trainer Serge Aubin konnte nicht zufrieden sein. Und in Überzahl hätte Marcel Noebels beinahe die schnelle Antwort gegeben, doch er scheiterte an der Latte. Das Glück haftet bisher nicht am Schläger vom zweimaligen DEL-Spieler des Jahres. Gerade in solchen Spielen kann die Kaltschnäuzigkeit den Unterschied machen. Die Eisbären hatten sie bis hierhin nicht.
In Unterzahl hatte Freddy Tiffels die nächste XXL-Chance, doch Hendrik Hane gewann das Eins-gegen-Eins-Duell und hielt seiner Mannschaft weiterhin das Unentschieden fest.
Es blieb weiterhin das Drittel der Strafzeiten, denn nun waren wieder die Eisbären im Powerplay. Doch es sah weiter unbeholfen aus, was die Berliner in Überzahl spielten. Ja, man brachte die Scheiben auf das Tor und doch wirkte es teilweise sehr hektisch, was man versuchte.
Rund neun Minuten vor dem Ende sorgte Leo Pföderl dann für die erste Erleichterung auf den Rängen der Arena am Ostbahnhof. Sein Onetimer schlug hinter Hane ein und die Eisbären führten wieder – 4:3 (52.). Endgültig den Deckel auf dieses Spiel machte dann Andreas Eder drauf. Er wurde vor dem Tor angespielt und musste nur noch seine Kelle hinhalten – 5:3 (55.).
So sind die Eisbären am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben vor allem gesehen, dass man jeden Gegner über die gesamte Spielzeit ernst nehmen sollte, sonst gewinnt man auch gegen die Kellerkinder der PENNY DEL nicht so einfach.

6:1-Auswärtssieg in Wolfsburg: Eine ganz starke Mannschaftsleistung führt zu drei Punkten in der Autostadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #18:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim Lieblingsgegner Grizzlys Wolfsburg verdient mit 6:1 (2:0,1:0,3:1) gewonnen und damit die richtige Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt. Über 60 Minuten war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Defensiv stand man sehr kompakt, während man offensiv zu alter Torgefahr zurückfand. So hält man einen Konkurrenten in der Tabelle vorerst auf Abstand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtsspiel in Ingolstadt. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen blieben gleich. Die erste Reihe bildeten Liam Kirk, Andreas Eder und Leo Pföderl. Die zweite Reihe bestand aus Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann stürmten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Manuel Wiederer und Matej Leden.

Die Eisbären trafen mit Wolfsburg heute auf einen Gegner, der zuletzt zweimal 4:0 gewonnen hatte. Die Eisbären hingegen waren so ein wenig auf der Suche nach ihrer Form. Einem desaströsen Auftritt gegen München folgte eine ganz starke Leistung in Straubing. Doch direkt danach konnte man in Ingolstadt nur im letzten Drittel sein gewohntes Eisbären-Hockey spielen. Welche Eisbären bekam man heute zu sehen?

Liam Kirk traf gleich zweimal im ersten Drittel und somit auch im dritten Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Partie. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und brachten die Scheiben direkt auf das gegnerische Tor. Und nach rund vier Minuten waren es die Eisbären, welche in Führung gingen. Liam Kirk setzte stark nach und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (4.). Das dritte Spiel in Folge mit einem Kirk-Treffer. Der Brite läuft so langsam aber sicher heiß. Nach zwei Zu-Null-Siegen musste Dustin Strahlmeier also mal wieder hinter sich greifen.
Auch danach blieb es ein wildes Spiel. Die Eisbären wirkten heute von Beginn an wach und entschieden viele Zweikämpfe für sich. Durchaus etwas, was Trainer Serge Aubin zuletzt kritisierte. Das führte dazu, dass man immer wieder für Gefahr vor dem Wolfsburger Tor sorgen konnte. Aber auch die Grizzlys hatten ihre offensiven Momente. So entwickelte sich hier eine muntere und sehr kurzweilige Partie.
Defensiv wirkten die Berliner sehr konzentriert und machten die gefährlichen Räume zu. Offensiv zog man immer wieder gefährliche Spielzüge auf, wirkte dabei aber manchmal auch etwas zu verspielt.
64 Sekunden vor dem Ende stellten die Eisbären dann aber doch auf 2:0. Erneut war es Liam Kirk gewesen. Wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Bekam im Mitteldrittel einiges zu tun: Eisbären-Goalie Jake Hildebrand. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begannen die Grizzlys in Überzahl, konnten dieses trotz bester Chancen aber nicht nutzen. Kurz darauf folgte direkt das nächste Wolfsburger Powerplay, diesmal bekamen es die Eisbären aber besser verteidigt und ließen kaum etwas Gefährliches zu.
Die Hausherren wirkten in der Anfangsphase aktiver, wollten den Anschlusstreffer erzielen, aber die Berliner standen defensiv weiterhin sehr kompakt und gaben wenig ab. Nach vorne ging zu Beginn des zweiten Drittels nicht so viel von den Eisbären, was aber angesichts des Spielstandes auch nicht verwunderlich war.
Der Druck der Gastgeber wurde in der Folge größer, die Chancen zwingender, aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach und ließ keine Scheibe durch. Und die Eisbären? Die präsentierten sich anschließend als äußerst effektiv und gnadenlos vor dem Tor. Freddy Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Markus Vikingstad und der stellte in der 32. Spielminute auf 3:0. Ein Tor des unbändigen Willens der Eisbären. Genau das, was Trainer Aubin zuletzt vermisst hat. Umso mehr dürfte ihn dieser Auftritt heute gefreut haben. Und natürlich fiel dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Wolfsburger Anschlusstreffer lag schon so ein bisschen in der Luft.
Rund fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Niedersachsen in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer, denn die Eisbären kassierten eine Strafzeit wegen Spielverzögerung. Wolfsburg fand die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und suchte auch den Abschluss. Aber die Eisbären verteidigten das heute extrem stark und hatten immer einen Schläger dazwischen.
Zum Ende hin hatten die Eisbären Powerplay. Man ließ die Scheibe geduldig laufen, verpasste es aber, im entscheidenden Moment zum Abschluss zu kommen. So blieb dieses Überzahlspiel ungenutzt und man führte nach 40 Minuten mit 3:0.

Die Wolfsburger bejubeln den Anschlusstreffer zu Beginn des dritten Drittels. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel war aber nochmal mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Wolfsburger Mannschaft zu rechnen. Und so verwunderte es auch nicht, dass Justin Feser früh dank einer starken Einzelaktion auf 1:3 verkürzen konnte (42.).
Dieser Treffer gab den Gastgebern aber nochmal kurz Rückenwind und die Grizzlys blieben dran. Jake Hildebrand war in dieser Phase nun mehr denn je gefordert und bisher war er auch der erwartet sichere Rückhalt im Berliner Tor.
Wie reagiert man auf einen Gegentreffer? Genau, mit dem 4:1. Freddy Tiffels überwand Dustin Strahlmeier und stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (47.). Nach diesem Treffer waren die Eisbären wieder am Drücker und wollten das Spiel endgültig entscheiden. Andreas Eder tat dies sieben Minuten vor dem Ende. Wolfsburg griff nicht richtig an und so hatte Eder keine große Mühe, die Scheibe an Strahlmeier vorbei ins Tor zu schießen – 5:1.
Die Eisbären hatten also die erhoffte Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt und heute mal wieder über 60 Minuten eine starke und konzentrierte Leistung abgeliefert. Defensiv ließ man wenig Gefährliches der Niedersachsen zu, offensiv kreierte man eine Vielzahl an Chancen und nutzte diese dann auch sehr effektiv. Nun gilt es für die Berliner, diese Leistung konstant in den nächsten Spielen abzurufen. Denn genau das war zuletzt das große Problem, denn die Leistungen schwankten arg von Spiel zur Spiel.
In der Schlussminute machten die Eisbären dann das halbe Dutzend noch voll. Mitch Reinke mit dem 6:1 in Überzahl. An so einem Abend klappt es selbst im Powerplay. Ganz starke Leistung, Jungs. Am Sonntag sollte man gegen die Kölner Haie genau daran anknüpfen, dann kann man mal eine Siegesserie starten.

2:5-Niederlage in Ingolstadt: Ein gutes Drittel reicht in der PENNY DEL nicht aus

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt verdient mit 2:5 (0:1,0:2,2:2) verloren. Man konnte in den ersten 40 Minuten nicht an die Leistung aus dem Straubing-Spiel anknüpfen und ging somit mit einer 0:3-Hypothek ins Schlussdrittel. Dort konnte man dann wieder überzeugen, Druck aufbauen und auf 2:3 verkürzen. Wenn Freddy Tiffels seine Chance nutzt, kann man das Spiel sogar komplett drehen. Am Ende kassierte man aber noch zwei Empty-Netter und hat einmal mehr gesehen, dass nur ein gutes Drittel in dieser engen Liga bei weitem nicht ausreicht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Line-up wie beim 4:2-Sieg am Sonntagnachmittag in Straubing. Somit stand also auch heute wieder Jonas Stettmer zwischen den Pfosten.

Für die Eisbären stand eine denkbar schwere Aufgabe an, musste man doch beim aktuell heißesten Team der Liga antreten. Ingolstadt hatte die letzten acht Spiele in Folge gewonnen und von den bisherigen zehn Heimspielen auch nur eins verloren. Das war am 1. Spieltag gegen Iserlohn, seitdem folgten neun Heimsiege in Serie. Konnten die Berliner die Serien der Schanzer beenden und nach dem 3:0-Heimsieg im ersten Duell auch das zweite Spiel gegen Ingolstadt gewinnen?

Früh im Spiel hatten die Ingolstädter Grund zum Jubeln. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 25 Sekunden kassierte Mitch Reinke die erste Strafzeit und ermöglichte den Hausherren damit das erste Powerplay der Partie. Aber die Eisbären ließen kaum etwas zu und überstanden das erste Unterzahlspiel somit schadlos.
Ein Turnover von Yannick Veilleux sorgte dann aber für den frühen Rückstand. Veilleux muss die Scheibe eigentlich nur aus dem eigenen Drittel raus bringen, vertändelt sie aber und so hatte Top-Torschütze Riley Barber leichtes Spiel – 0:1 (5.). Jonas Stettmer wurde am kurzen Pfosten überrascht.
Die Eisbären fanden hier überhaupt nicht rein ins Spiel und kassierten zudem früh die zweite Strafzeit der Partie. Immerhin überstand man aber auch dieses Unterzahlspiel ohne Gegentor, doch man musste schleunigst wieder disziplinierter zu Werke gehen.
Ingolstadt dominierte das Spiel von Beginn an, spielte ein aggressives Forechecking, womit sie die Berliner immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau zwangen. Dadurch konnte man sich beste Chancen erspielen, Jonas Stettmer verhinderte einen möglichen höheren Rückstand.
Nach dem ersten Powerbreak hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay und traten so erstmals offensiv in Erscheinung. Zu einem Tor reichte es aber trotzdem nicht. Aber die Berliner waren besser drin im Spiel.
Ein mögliches 2:0 der Schanzer Panther wurde zurecht aberkannt, da Daniel Schmölz die Scheibe per Kick-Bewegung ins Tor befördert hatte. Ingolstadt lauerte in dieser Phase auf Konter und schaltete dann blitzschnell um.
In der Schlussphase nahm Ingolstadt zwei weitere Strafzeiten und ermöglichte den Hauptstädtern zwischenzeitlich ein doppeltes Powerplay für 16 Sekunden. Liam Kirk hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein Schuss ging nur an die Latte. Somit blieb es beim knappen 0:1-Rückstand aus Berliner Sicht nach 20 Minuten.

In dieser Szene verhinderte Jonas Stettmer das 0:3. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begann mit dem nächsten Nackenschlag für die Eisbären. Und erneut war man selbst schuld daran. Austen Keating sah, dass Jonas Stettmer zu weit drüben stand und nahm dieses „Geschenk“ dankend an – 0:2 nach nur 36 Sekunden im Mitteldrittel. Das Ding geht klar auf die Kappe von Stettmer, der es auch selbst wusste und sich darüber maßlos ärgerte.
Danach dominierten die Hausherren das Spiel wieder ganz klar. Die Scheibe lief wie am Schnürchen, man wirbelte gehörig über das Eis und stellte die Eisbären so vor große Probleme. Wenn die Berliner in der Offensive auftauchten, tat man sich schwer, die Lücke zu finden.
Philipp Krauß schnupperte Mitte des zweiten Drittels am 3:0, seine Scheibe blieb aber kurz vor der Linie neben dem Pfosten liegen. Glück für die Eisbären.
Danach war es eine sehr zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen. So ein richtiger Spielfluss wollte nicht mehr aufkommen.
Drei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels fuhren die Schanzer mal wieder einen gefährlichen Angriff. Philipp Krauß scheiterte noch an Jonas Stettmer, doch Kenny Agostino staubte erfolgreich ab – 0:3 (37.). Dabei blieb es bis zur zweiten Drittelpause. Die Eisbären konnten bisher nicht an den Auftritt vom Sonntag anknüpfen und fanden kein Mittel gegen das Top-Team der Liga.

Im Schlussdrittel kamen die Eisbären nochmal auf 2:3 heran. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten waren im letzten Drittel gespielt, da sendete Blaine Byron ein Lebenszeichen – 1:3 (42.).
Die Eisbären blieben danach dran und wollten noch mehr. Abgeschenkt hatten die Berliner das Spiel noch nicht, aber der Weg war noch weit, wenn man etwas Zählbares aus Ingolstadt mitnehmen wollte. Die Hausherren mussten derweil ihren Goalie tauschen. Devin Williams verließ in der 45. Spielminute das Eis, Nico Pertuch kam für ihn ins Tor.
Und der musste in der 50. Spielminute hinter sich greifen. Liam Kirk traf erneut und verkürzte auf 3:2. Auf einmal war das hier wieder eine sehr spannende Partie, in der für die Eisbären plötzlich wieder alles möglich war. Von Ingolstadt kam nach vorne kaum etwas.
Das letzte Drittel war natürlich mal wieder ein Beweis für die starke Moral der Eisbären, welche 40 Minuten kein gutes Spiel gezeigt hatten. Und trotzdem gab man nicht auf und verkürzte in den ersten zehn Minuten auf 2:3. Vier Minuten vor dem Ende hatten die Gäste den Ausgleich auf dem Schläger, aber Freddy Tiffels bekam die Scheibe nicht im leeren Tor unter.
In der Schlussphase investierten beide Mannschaften nochmal alles. Ingolstadt wollte die Entscheidung und hatte die dicke Chance durch Philipp Krauß, aber Stettmer war zur Stelle. Die Eisbären zogen kurz darauf Stettmer vom Eis, was jedoch Peter Abbandonato zum 4:2 nutzte (59.). Als Stettmer erneut vom Eis war, schlug auch noch Alex Breton zu – 2:5, sieben Sekunden vor dem Ende. Damit wurde die Aufholjagd der Eisbären am Ende nicht belohnt. Aber ein gutes Drittel reicht eben nicht aus, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.

4:2-Auswärtssieg in Straubing: Liam Kirk und der Ketchupflaschen-Effekt

Trainer Serge Aubin hatte nach der Niederlage gegen München eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert und diese hat sie am Sonntag geliefert. Die Eisbären Berlin feierten einen überraschend deutlichen 4:2-Auswärtssieg bei den Straubing Tigers. Matchwinner war ganz klar Liam Kirk mit einem Hattrick. Beim Briten gab es heute den Ketchupflaschen-Effekt, nachdem es bei ihm zuletzt vor dem Tor so gar nicht laufen wollte. Dazu trafen die Berliner auch in Überzahl. Ein rundum gelungener Nachmittag also am Straubinger Pulverturm.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Stürmer Ty Ronning (angeschlagen) verzichten. Dadurch stellte er sein Line-up komplett um. Angefangen im Tor, wo fast schon erwartungsgemäß Jonas Stettmer den Start gegen Straubing bekam. Gegen die Niederbayern sah der gebürtige Straubinger immer sehr gut aus. Jake Hildebrand bekam eine Pause und nahm als Back-up auf der Bank Platz.
In der Defensive sahen die drei Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Jonas Müller/Mitch Reinke – Eric Mik/Adam Smith – Norwin Panocha/Les Lancaster.
In der Offensive stürmten Liam Kirk, Andreas Eder und Lean Bergmann in der ersten Reihe. Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Leo Pföderl bildeten die zweite Reihe. Manuel Wiederer kehrte in die Offensive zurück und war der Center der dritten Reihe zwischen Eric Hördler und Yannick Veilleux. Die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Blaine Byron und Matej Leden.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen auf das Top-Team der Liga, welches von bisher zehn Heimspielen nur eins verloren hatte. Dreimal kassierte man zuhause kein Gegentor, viermal nur ein Gegentor. Keine einfache Aufgabe also für die Berliner, von denen Trainer Aubin eine andere Einstellung als zuletzt forderte. Es ist nun an der Zeit, das eigene Level weiter hochzufahren. Klappte es heute ausgerechnet beim Liga-Primus oder setzte es die nächste Niederlage?
Grund zum Feiern hatte Stürmer Freddy Tiffels, der am Pulverturm sein 400. DEL-Spiel absolvierte. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, Freddy!

Beendete in Straubing seine Torflaute: Liam Kirk (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten waren gespielt, da überraschte Straubing die Eisbären mit einem feinen Pass von hinten raus auf Tyler Madden, der frei vor Stettmer auftauchte und dem Berliner Goalie keine Chance ließ – 0:1 (2.).
Genau der Start, den du in Straubing nicht haben willst. Aber früh bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich, denn man bekam das erste Powerplay. Zuletzt lief es dort aber überhaupt nicht, doch heute fand man direkt in die Formation und ließ die Scheibe sehr gut und vor allem geduldig laufen. Zum Torerfolg reichte es aber dennoch nicht, aber zumindest sah das Überzahlspiel schon besser aus als am Freitag. Auch nach dem Powerplay blieben die Eisbären am Drücker.
Jonas Stettmer ermöglichte Straubing dann das erste Powerplay, aber das Penalty Killing der Berliner zeigte sich auch verbessert und überstand die erste Unterzahl relativ problemlos. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, nutzten sie einen Konter durch Liam Kirk zum 1:1 (13.). Damit traf der Brite erstmals seit dem 21. September wieder in einem Ligaspiel für die Eisbären. Seine letzten beiden Treffer resultierten aus dem Penaltyschießen.
Auch das zweite Powerplay der Eisbären sah sehr vielversprechend aus und sorgte für Gefahr vor Henrik Haukeland. Leider konnte man es aber erneut nicht nutzen. So blieb es beim 1:1 nach einem sehr guten ersten Drittel der Eisbären, welche die bessere Mannschaft waren. Aber bei Straubinger Kontern war stets Vorsicht geboten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären schockten die Tigers früh im Mitteldrittel. Lean Bergmann brachte die Scheibe auf das Tor, Haukeland bekam sie nicht unter Kontrolle und Liam Kirk staubte ab – 2:1 (22.). Damit passierte genau das, was Aubin zuletzt angekündigt hatte. Wenn Kirk mal wieder trifft, werden die Scheiben danach auch wieder einfacher reingehen. Heute platzte die Ketchupflasche und die Nummer 94 legte sein zweites Tor direkt nach.
Fortan wurde das Spiel hitziger. Inzwischen hat ja auch dieses Duell genügend Geschichten in der DEL geschrieben. Beide Teams ließen anschließend je ein Powerplay ungenutzt.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels erspielten sich beide Mannschaften richtig gute Torchancen und sorgten somit immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, welcher jedoch ohne weitere Tore blieb. Die Eisbären nahmen also die knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Nur 2:1, weil Liam Kirk die XXL-Chance freistehend vor Haukeland in der Schlussminute liegen ließ.

Die Eisbären Berlin bejubeln einen verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ließen die Eisbären erst zwei gute Chancen liegen, aber aller guten Dinge sind ja auch drei. Mitch Reinke mit dem Hammer von oben zum 3:1 (44.).
Nun war der Liga-Primus gefordert, wollte er die zweite Heimniederlage in dieser Saison noch abwenden. Aber die Eisbären spielten das weiterhin sehr gut und standen defensiv sehr kompakt. Straubing tat sich schwer und fand kein Mittel dagegen.
Nach dem Powerbreak waren die Eisbären erneut in Überzahl und endlich konnte man auch dort wieder treffen. Und es konnte nur Liam Kirk sein, der auch dort den Bann brach. Mit seinem dritten Treffer stellte er auf 4:1 (52.). Was für ein Spiel von Kirk!
Straubing gab das Spiel aber noch nicht verloren und verkürzte durch Nicolas Beaudin auf 2:4 (54.). Die Niederbayern warfen nun nochmal alles rein und setzten die Eisbären unter Druck. Trainer Craig Woodcroft nahm zudem seine Auszeit und seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Aber die Eisbären verteidigten das mit großer Leidenschaft zu Ende und feierten einen am Ende wichtigen und verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer. Weil man zurück zu den Basics gefunden hat und wieder Eisbären-Hockey gespielt hat. Genau das, was Trainer Aubin gefordert hatte. Daran gilt es nun am Mittwoch in Ingolstadt anzuknüpfen, denn die haben zuletzt acht Siege in Serie gefeiert. Die nächste schwere Aufgabe also für den Hauptstadtclub.

1:5 in Bremerhaven: Ein Wochenende zum vergessen

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #5:

Nach dem erfolgreichen ersten Wochenende sind die Eisbären Berlin am zweiten Wochenende auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Dem 1:7 in Mannheim folgte heute ein 1:5 in Bremerhaven. Es war am Ende ein Mix aus der Personalsituation, fehlenden Basics im Spiel, dem nötigen Scheibenglück, schlechter Defensivarbeit und mangelnder Kreativität in der Offensive.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Kai Wissmann, Marco Nowak, Markus Niemeläinen, Marcel Noebels, Ty Ronning, Yannick Veilleux und Blaine Byron verzichten. Somit konnten die Berliner nur mit drei Angriffsreihen spielen, welche aus Tiffels/Vikingstad/Pföderl, Kirk/Eder/Bergmann und Hördler/Leden/Wiederer bestanden. In der Defensive gab es lediglich eine Änderung im Tor, wo Jake Hildebrand im Tor stand, während Jonas Stettmer auf der Bank Platz nahm.

Traf zweimal gegen die Eisbären Berlin: Alex Friesen (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Beide Mannschaften wollten heute Wiedergutmachung betreiben, denn sowohl Berlin als auch Bremerhaven hatten ihr Spiel am Freitagabend verloren. Aber für die Eisbären erwies sich dies schon vor dem Spiel als äußerst schwer angesichts der Personalsituation. Bremerhaven konnte aus dem Vollen schöpfen und so begannen die Pinguins auch äußerst druckvoll, aber die dezimierte Eisbären-Mannschaft hielt zu Beginn sehr gut dagegen.
Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich vermehrt Fehler ins Berliner Spiel, was Bremerhaven zu nutzen wusste. Ex-Eisbär Bennet Roßmy wurde nicht wirklich angegriffen und konnte sich mühelos bis zum Tor vorarbeiten, wo er mit seinem Schuss aber an Jake Hildebrand scheiterte. Alex Friesen war aber zur Stelle und staubte erfolgreich ab – 0:1 (10.).
Danach gab es einen weiteren Unterschied im Spiel zu sehen: Während die Eisbären trotz bester Chancen ihre Überzahl nicht nutzen konnten, schlugen die Gastgeber nach nur sechs Sekunden in Überzahl zu. Christian Wejse hatte die Scheibe ins Tor gehämmert – 0:2 (15.).
Mit der Führung im Rücken ließen es die Pinguins anschließend ruhiger angehen, während man den Eisbären die Verunsicherung anmerkte. Ja, man war heute arg dezimiert und das kann das beste Team nicht wegstecken, aber zwischenzeitlich wirkte es so, als hätten die Spieler, welche alle Eishockey spielen können, die Basics vergessen. Da hatte die deutliche Niederlage aus Mannheim doch deutlich Spuren hinterlassen.

Phillip Bruggisser erhöhte im Mitteldrittel auf 3:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels konnte man das Bemühen der Eisbären dann wieder gut sehen. Man versuchte viel, wollte den Anschlusstreffer unbedingt erzielen, aber es fehlte schlichtweg am Scheibenglück vor dem Tor. „Haste Scheiße am Schläger…“ könnte man da gut sagen. So eine Phase durchlaufen die Eisbären derzeit, aber zum Glück sind wir noch früh in der Saison.
Unnötige Strafzeiten brachten die Eisbären dann aber völlig aus dem Konzept. So konnte Bremerhaven in Überzahl durch Phillip Bruggisser auf 3:0 erhöhen. Gerade im Unterzahlspiel fiel auf, wie kompliziert es die Eisbären spielten. Statt die Scheibe einfach raus zu schießen, versuchte man es spielerisch zu lösen. Statt die Scheibe hoch raus zu spielen, versuchte man den flachen Schuss. Alles Kleinigkeiten, welche die Berliner heute falsch gemacht haben. Und das kannst du eben am Ende nicht auf die Personalsituation schieben, da musst du einfach schlauer spielen und das können die Eisbären. Doch die Turnover im Mitteldrittel häuften sich einfach zu oft.
Dazu hat Bremerhaven es auch immer sehr gut im Forecheck gemacht und den Spieler, der gerade die Scheibe hatte, direkt angegriffen, womit die Eisbären große Probleme hatten. Das Ergebnis war aus Berliner Sicht noch das beste an dem Spiel.

Glänzte mit drei Vorlagen: Ex-Eisbär Bennet Roßmy. (Foto von City-Press GmbH)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären noch in Überzahl, aber auch da wollte den Hauptstädtern nichts gelingen. Kaum war Bremerhaven wieder komplett, klingelte es zum vierten Mal im Tor von Jake Hildebrand. Erneut kamen die Pinguins viel zu einfach vor das Berliner Tor und am Ende netzte Friesen zum zweiten Mal an diesem Abend ein – 0:4 (42.).
Die nächste Klatschte bahnte sich an und die Eisbären präsentierten sich weiterhin äußerst schwach in Überzahl. Und erneut folgte nach dem vergebenen Powerplay der direkte Gegentreffer. Bennet Roßmy mit seinem dritten Assist an diesem Abend und am Ende war es Nicolas Krämmer, der zum 5:0 traf (46.).
Damit war die Partie natürlich längst entschieden, aber die Eisbären waren dennoch auf der Suche nach dem Ehrentreffer. Dafür bekam man sogar ein doppeltes Powerplay, aber das sah zwischendurch auch sehr schlimm aus, weil man sich an der blauen Linie die Scheibe einfach nur hin und her passte, statt den Schuss zu suchen. Da war sie wieder, die Verunsicherung. Bei einfacher Überzahl klappte es dann aber doch und Liam Kirk brachte die Eisbären auf das Scoreboard – 5:1 (56.).
Mehr passierte am Ende nicht mehr und so beendeten die Eisbären das Wochenende mit null Punkten und 2:12-Toren.

Und dieses muss man unterschiedlich bewerten: Zum einen wäre da die Personalsituation, welche die Eisbären derzeit arg schwächt und welche kein Team so einfach auffangen kann. Daran hatten die Berliner an diesem Wochenende definitiv zu knabbern und Sportdirektor Stéphane Richer wird sicherlich in Kürze aktiv werden. Denn, da sind wir uns einig, wären die Berliner in Bestbesetzung angetreten, wären die beiden Spiele an diesem Wochenende gänzlich anders ausgegangen. Und da meine ich nicht, dass man diese gewonnen hätte. Aber sie wären deutlich enger gewesen als sie es jetzt waren.
Und zum anderen wäre da die Leistung der anderen Spieler, welche irgendwie verunsichert gewirkt haben. Defensiv sehr anfällig und löchrig, vorne fehlte die nötige Durchschlagskraft, aber auch die mangelnde Kreativität. Denn die Spieler, welche auf dem Eis standen, können alle Eishockey spielen, aber heute mangelte es an den einfachen Basics, welche sie nicht auf das Eis bekamen.
Aber dennoch bleiben wir noch ruhig, denn es war erst das zweite Wochenende in dieser Saison und die Niederlagen sind erklärbar. Und trotzdem wird es in dieser Woche viel Videostudium geben.

4:5-Niederlage trotz 3:0-Führung: Die Eisbären verpatzen ihre Generalprobe vor dem Saisonstart gegen Dresden

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #3:

Ernüchterndes Wochenende für die Eisbären Berlin. Der 2:6-Niederlage gegen Lukko Rauma vom Freitagabend folgte heute eine bittere 4:5-Niederlage n.P. gegen Grenoble. Nach 21 Minuten sah es eigentlich alles nach einem verdienten Heimsieg der Eisbären aus, führte man doch mit 3:0. Doch drei Gegentreffer in einer vierminütigen Unterzahl drehten die Partie und die Berliner gaben die vermeintlich sicher geglaubten drei Punkte noch aus der Hand. Damit müssen in den beiden abschließenden Gruppenspielen zwei Siege her, möchte man das erste Saisonziel nicht frühzeitig verpassen. Denn die Playoffs in der CHL wollte man unbedingt erreichen. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Rauma gehörig. Einzig das Verteidigerpärchen Norwin Panocha und Adam Smith blieb zusammen. Die beiden anderen Verteidiger-Duos hießen Korbinian Geibel/Eric Mik sowie Jonas Müller/Mitch Reinke. Die Angriffsreihen wirbelte Aubin ordentlich durcheinander. Ty Ronning und Leo Pföderl bekamen Liam Kirk an die Seite gestellt. Freddy Tiffels rotierte aus der Paradereihe raus und stürmte zusammen mit Yannick Veilleux und Markus Vikingstad. Die dritte Reihe bildeten Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann. Die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Andreas Eder und Manuel Wiederer. Im Tor begann diesmal Jake Hildebrand.

Die Eisbären wollten Wiedergutmachung für die 2:6-Klatsche vom Freitagabend gegen Lukko Rauma betreiben. Vor dem Wochenende galt man in diesem Spiel auch als der klare Favorit. Das man Grenoble allerdings nicht auf die leichte Schulter nehmen darf, bewies deren Auswärtsspiel am Freitagabend in Bremerhaven, welches die Franzosen sensationell mit 8:5 gewannen. Die Berliner waren also gewarnt vor Grenoble, konnten die Franzosen die Eisbären dennoch überraschen und ärgern?

Zweimal konnten die Eisbären Berlin im ersten Drittel über Tore jubeln.. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal fünf Sekunden kassierten die Franzosen die erste Strafzeit und ermöglichten den Eisbären früh das erste Powerplay. Sieben Sekunden vor dem Ende schlugen die Hausherren dann auch eiskalt zu. Liam Kirk hatte die frühe Führung erzielt (2.). Zuvor ließen die Berliner die Scheibe schon sehr gut laufen und sorgten für Torgefahr, doch es dauerte bis kurz vor Ablauf der Strafe, ehe der Druck zum Erfolg führte.
Die Eisbären blieben auch nach dem Führungstreffer dran und setzten Grenoble stark unter Druck. Die Franzosen waren damit teilweise überfordert. Lean Bergmann ließ in der Folge bei einem Konter das 2:0 liegen. Starker Auftritt der Hauptstädter bis hierhin.
Und im zweiten Powerplay erhöhten die Eisbären auch auf 2:0. Marcel Noebels war der Torschütze und sorgte für die hochverdiente Zwei-Tore-Führung. Die Eisbären hatten die richtigen Schlüsse aus dem Spiel gegen Rauma gezogen und zudem auch den heutigen Gegner perfekt analysiert, denn die in Bremerhaven so offensivstarken Franzosen waren heute fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt.
Grenoble bekam dann aber mal ein Powerplay, doch dort überzeugte das Penalty Killing der Eisbären und so überstand man die erste Unterzahl ohne Gegentor. Die Franzosen waren nun aber etwas besser drin im Spiel und wirkten in den Zweikämpfen sehr bissig. Aber die Berliner hielten gut dagegen. Torraumszenen gab es in dieser ausgeglichenen Phase kaum zu sehen. Mit einer 2:0-Führung und einem Powerplay ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Zwischendurch wurde es immer mal ruppig zwischen Berlin und Grenoble. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begannen die Hausherren mit einem Mann mehr und hatten somit die große Chance, auf drei Tore davonzuziehen. Gesagt, getan. Ty Ronning mit dem 3:0 nach gerade einmal 46 Sekunden im Mitteldrittel. Das dritte Powerplaytor an diesem Abend – starke Quote!
Die Eisbären konnten fortan weiterhin ihr Powerplay üben, denn Grenoble kassierte eine 2+2-Minuten Strafe, aus der diesmal aber kein Berliner Tor resultieren sollte. Dennoch hatte auch dieses Überzahlspiel gute Ansätze bei, was Trainer Serge Aubin freuen wird. Denn gerade in engen Spielen kann ein gutes Powerplay entscheidend sein.
Auch die Franzosen durften im zweiten Drittel vier Minuten lang in Überzahl spielen und nutzten das zu ihrem ersten Treffer. Kurz zuvor scheiterte Lean Bergmann mit einem Konter am gegnerischen Goalie, im Gegenzug schlug Grenoble durch Ex-DEL-Profi Sacha Treille zu – 3:1 (33.).
Ein gutes Powerplay kann dich aber auch zurück ins Spiel bringen, Francois Beauchemin verkürzte auf 3:2 (34.). Die Franzosen hatten jetzt Blut geleckt und drängten auf den Ausgleich. Die Eisbären mussten sich erst einmal schütteln von diesem Doppelschlag. Bis dahin hatten sie das Spiel ja ganz klar im Griff. Doch plötzlich ging das Spiel wieder von vorne los, denn Grenoble nutzte dieses Powerplay tatsächlich zum 3:3, erneut war Treille der Torschütze (36.). Jetzt sah man die Franzosen, die Bremerhaven am Freitag acht Stück eingeschenkt hatten.
Die Chance zur direkten Antwort bot sich den Eisbären aber schnell, denn Grenoble mit einem Wechselfehler, der den Berliner das nächste Powerplay bescherte. Doch man tat sich deutlich schwerer als zuvor, aber vier Sekunden vor Ablauf der Strafzeit gingen die Hauptstädter wieder in Führung. Blaine Byron hatte die Lücke gefunden und zum 4:3 getroffen (39.). Mit diesem Spielstand ging es am Ende in die Kabinen und dort hieß es erst einmal die Nerven wieder zu beruhigen. Was für ein Mitteldrittel!

Die Partie war am Ende hart umkämpft. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels mussten die Eisbären noch eine Unterzahl überstehen, was sie am Ende auch taten. Was auch gut war, denn ein erneuter Ausgleich zu diesem Zeitpunkt hätte Grenoble nochmal einen richtigen Aufschwung gegeben.
Fortan war es eine hart umkämpfte Partie. Die Eisbären waren auf der Suche nach dem fünften Treffer und der Vorentscheidung, während Grenoble natürlich erneut zurück ins Spiel kommen wollte. Die Hausherren waren dem fünften Treffer aber näher als die Franzosen ihrem vierten. Doch Matija Pintaric hielt seine Mannschaft weiterhin im Spiel und so stand allen Zuschauern eine spannende Schlussphase im altehrwürdigen Wellblechpalast bevor. Und diese sollte noch spannender werden, als es den Eisbären lieb war. Denn sechs Minuten vor dem Ende glich Grenoble tatsächlich erneut aus. Valentin Grossetete mit dem 4:4. Was für ein verrücktes Spiel in Berlin!
Die Eisbären rannten nun wieder an, wollten unbedingt die drei Punkte holen, die auch enorm wichtig wären. Aber Grenobles Defensive stand sehr kompakt und ließ wenig zu. Ein hartes Stück Arbeit für die Berliner. Doch in den letzten zwei Minuten bot sich den Hauptstädtern die XXL-Chance in Überzahl. Dort, wo heute Abend sieben der acht Treffer gefallen waren. Die Eisbären setzten sich im Angriffsdrittel fest, spielten mit viel Geduld und ließen die Scheibe gut laufen. Aber Grenoble überstand diese brenzlige Situation und somit ging es in die Overtime. Ein verschenkter Punkt für die Berliner, die eine 3:0-Führung verspielt hatten.

Und die Verlängerung bot weiterhin spannendes Eishockey, es ging munter hin und her. Beide Teams suchten nun die Entscheidung und hatten auch gute Chancen. Doch beide Goalies ließen keine Scheibe mehr durch und so endeten spektakuläre fünf Minuten torlos. Das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen und anders als in der DEL gibt es in der CHL fünf Schützen auf beiden Seiten.
Und bei den Eisbären traf nur ein Schütze, während bei Grenoble drei Schützen trafen und so den Zusatzpunkt sicherten. Eine bittere Niederlage, die man sich aber selbst zuzuschreiben hatte. Man verspielte eine 3:0-Führung ab und kassierte in einer Strafzeit drei Gegentore. Dieses Spiel wird viel Aufarbeitung aus Berliner Sicht benötigen.

Schon wieder 7:0! Die Eisbären Berlin demütigen die Kölner Haie ein weiteres Mal

WalkersBaerenNews 2024/2025: Ausgabe – #56:

Finalspiel 4 (Stand: 1:3)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg vom erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft entfernt: Am Mittwochabend gewannen die Eisbären auch Spiel vier bei den Kölner Haien mit 7:0 (2:0,2:0,3:0) und sicherten sich damit die Matchpucks. Es fällt schwer, für diese Mannschaft noch irgendwelche Superlative zu finden. Zweimal in der Finalserie in Folge mit 7:0 zu gewinnen ist einfach unbeschreiblich. Ein Klassenunterschied wurde einmal mehr deutlich. Aber auch der Fakt, dass Köln einer Finalserie einfach unwürdig ist. So hart es klingt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Stürmer Zach Boychuk zurückgreifen, was zu Änderungen in der Offensive führte. Ty Ronning rückte wieder in die Reihe neben Leo Pföderl und Freddy Tiffels. Yannick Veilleux ging in die Reihe zu Gabriel Fontaine und Liam Kirk. Lean Bergmann, Blaine Byron und Eric Hördler blieben zusammen. Boychuk rückte in die vierte Reihe zu Marcel Noebels und Manuel Wiederer. Matej Leden war als 13. Stürmer im Line-up.
In der Defensive gab es keine Änderungen. Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank saß.

Köln war vor dem Spiel gefordert, eine Reaktion auf das Debakel in Spiel drei zu zeigen. Die Eisbären hingegen standen vor der Herausforderung, kühlen Kopf zu bewahren und das 7:0 am Ostermontag richtig einzuordnen. Wem gelang es besser?

Zweiter Final-Shutout in Folge: Jake Hildebrand (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Den Spielbeginn verpasste ein Großteil der Eisbären-Fans aufgrund eines Unfalles auf der Autobahn zwischen einem LKW und einem Bus. Glücklicherweise war kein Fan-Bus darin verwickelt und somit war es auch egal, ob man zu spät kommt oder wie ein anderer Bus erst zum letzten Drittel. Da freut man sich lieber daran, gesund in Köln angekommen zu sein. An dieser Stelle gute Besserung an die Verletzten und eine möglichst schnelle Genesung.
Als wir die Arena betraten lief gerade ein Powerplay für die Eisbären, nachdem Moritz Müller auf die Strafbank geschickt wurde. Doch nutzen konnten die Berliner das Überzahlspiel nicht, weil Köln stark verteidigte.
Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe die Eisbären das Tor-Festival starteten. Liam Kirk ließ Julius Hudacek keine Chance – 1:0 (10.).
Danach eine lustige Szene, denn Back-up Goalie Jonas Stettmer erhielt zwei Minuten wegen Behinderung. Er wollte halt auch am Spiel dran teilhaben, aber die Strafe ging natürlich in Ordnung. Doch die Haie konnten die Chance nicht nutzen und rannten so weiter dem Rückstand hinterher.
Beinahe hätte Ex-Eisbär Parker Tuomie ausgeglichen, doch er scheiterte und im Gegenzug zeigte Berlin, wie eiskalt diese Truppe ist. Lean Bergmann und Blaine Byron setzten Marcel Noebels in Szene und schon stand es 2:0 (16.).
Den Eisbären gelang also genau das, was sie sich vorgenommen hatten. Früh die Arena zum Schweigen zu bringen, denn der Rückstand war natürlich ein ordentlicher Dämpfer für die Haie. Die waren sichtlich bemüht, aber gegen diese Eisbären-Mannschaft musst du dir etwas ganz Besonderes einfallen lassen. So aber stand es nach dem ersten Drittel 2:0 für die Eisbären.

Liam Kirk traf doppelt in Köln. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Berliner ließen aber überhaupt nicht nach und drückten Köln immer wieder ins eigene Drittel. Selbst bei angezeigter Strafzeit wurde Köln festgespielt, die Scheibe lief wie am Schnürchen. Es war einfach herrlich, dieser Mannschaft beim spielen zuzuschauen. Und doch fehlte mir so ein wenig die Gegenwehr von Köln, aber die kam einfach nicht.
Manuel Wieder sorgte in der 27. Spielminute für das 3:0 und raubte wohl auch dem letzten Haie-Fan die Hoffnung auf den Serien-Ausgleich.
Auch fortan hatten die Eisbären weiterhin alles im Griff, spielten ein sensationelles Eishockey und machten deutlich, wer die Nummer eins in der DEL ist. Und zudem zauberte man dann auch noch die Scheiben ins Tor. Eric Hördler mit einer überragenden Vorarbeit für Byron und der netzte zum 4:0 ein (39.). Mehr passierte im Mitteldrittel nicht und auch heute kann man einfach nur ein Wort sagen: Machtdemonstration!

Eric Hördler mit einer überragenden Leistung und einem Tor sowie einem Assist. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlimme für Köln war, dass das Spiel noch nicht vorbei war. Und die Eisbären hatten richtig Bock heute. In der 42. Spielminute beruhigten sich dann auch die Nerven des Autors, denn endlich hatte Ty Ronning getroffen – 5:0 (42.). Das 27. Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt. Ty, was sollen wir da noch sagen über dich? Wahrscheinlich gibt´s bald den MVP-Preis von der PENNY DEL für die Playoffs und von der Eishockey News bald wieder den Preis für den „Spieler des Monats“. Wer soll diesen unglaublichen Spieler denn stoppen? Ronning hat mehr als eine halbe Hauptrunde jetzt gepunktet. WAHNSINN!!!
Im Gästeblock lief längst die Party, aufs Eis wurde nur selten noch geguckt. Da konnte ja auch nichts mehr anbrennen. Und was machten eigentlich die Haie-Fans, die noch da waren? Denn einige Plätze blieben zum letzten Drittel leer. Man gewinnt und verliert mit seiner Mannschaft zusammen. Auch im Finale. Und man muss halt auch als Köln-Fan anerkennen, dass die Eisbären einfach einer Übermacht sind und Köln hoffnungslos unterlegen ist. Dennoch feierten die noch anwesenden Haie-Fans ihr Team für eine wirklich starke Saison, an deren Ende man mit Bremerhaven und Ingolstadt zwei Favoriten aus den Playoffs geworfen hat. Doch genau diese beiden Serien haben scheinbar zu viel Kraft gekostet, während die Eisbären weniger Spieler absolvieren mussten und zudem Kräfte sparen konnte.
Und die Eisbären kannten keine Gnade mit Köln, Liam Kirk mit dem 6:0 in der 57. Spielminute. 47 Sekunden vor dem Spielende gab es dann auch noch eine Co-Produktion der Youngsters Matej Leden und Eric Hördler, Letzterer sorgte für den 7:0-Endstand in Spiel vier (60.).

Dieses Team ist einfach unglaublich! (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nun ist es also noch ein Schritt bis zur ersehnten elften Meisterschaft. Aber genau jener letzter Sieg ist immer der schwerste. Das wissen auch die Spieler, dass weiß das Trainerteam um Serge Aubin. Und dennoch fehlt mir der Glaube, dass sich die Eisbären das noch nehmen lassen. Sie haben ihr großes Ziel vor Augen und können dieses am Freitagabend auch noch zuhause vor den eigenen Fans erreichen. Dort, wo man letztmals vor zwölf Jahren eine Meisterschaft feiern konnte. Gegner damals? Die Kölner Haie! Nun kann sich Geschichte also wiederholen.
Und man kann gar nicht genügend Hüte vor dieser Mannschaft ziehen. Wie sie mit dem Schicksalsschlag von Tobi Eder umgegangen sind, verdient den aller größten Respekt. Die Jungs hätten danach in ein Loch fallen können und die Saison abschenken können – keiner hätte es ihnen übel genommen. Weil es am Ende eben nur Sport ist und es viel wichtigere Dinge auf der Welt gibt. Aber man hat aus dem Schicksal neue Kraft und Energie gezogen und will die Saison nun für und mit Tobi Eder zu Ende bringen. Ich bin mir sicher, Tobi sitzt oben auf seiner Wolke und kommt aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Er ist stolz auf seine Mitspieler und freut sich jetzt schon tierisch auf Freitagabend. Doch davor stehen noch 60 Minuten, in denen Köln noch einmal alles versuchen wird. Aber die Mission „Titel mit Tobi“ soll am Freitag zu Ende gebracht werden.