DEL/1. Spieltag: Meister Ingolstadt zu Gast in Mannheim – Hamburg empfängt Mitfavorit München

DEL-LogoVorh125px-Adler-Mannheim-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg2B790336ang auf für die 21. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am morgigen Freitag beginnt die neue DEL-Saison und dann wird der amtierende Deutsche Meister ERC Ingolstadt von der Konkurrenz gejagt. 136 Tage nach dem Sensations-Coup der Oberbayern nimmt die DEL also ihren Spielbetrieb wieder auf. Und bereits am ersten Spieltag erwarten die Fans zwei echte Leckerbissen. So empfangen die Adler Mannheim z.B. den Titelträger Ingolstadt zum Saisonauftakt. Ingolstadt erhofft sich natürlich die Titelverteidigung, was laut den Experten aber nicht für möglich gehalten wird. Mannheim gilt als einer der Top-Favoriten auf den Titel und will das natürlich sofort gegen die Panther unter Beweis stellen. In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften ebenfalls aufeinander, Mannheim gewann deutlich mit 5:0. Servus TV überträgt diese Partie live. 

In Hambur200px-Hamburg-freezers_svgrbs_negg trifft der Vorrundensieger der letzten DEL-Saison auf Mitfavorit Red Bull München. Diese wollen sich endlich den Traum von der ersten Meisterschaft erfüllen und haben sich dafür die Dienste des DEL-Rekord-Trainers Don Jackson gesichert. Dieser verfügt zwar über einen Kader voller guter Einzelspieler, nur müssen diese auch als Mannschaft harmonieren. Aber wenn einem das gelingen kann, dann ist es Don Jackson.

Vizemeist125px-Straubing_tigers_logo130px-Koelner-haie-logo_svger Kölner Haie muss zum Saisonbeginn bei den Straubing Tigers antreten. Nach zwei verlorenen Endspielserien in Folge wollen die Haie nun im dritten Anlauf endlich den DEL-Pokal wieder in die Domstadt holen. Der Gegner der Kölner hat als einzige Mannschaft in der DEL seinen Etat gesenkt. Viel erwarten darf man in der neuen Saison von den Niederbayern also nicht. Denn die Konkurrenz im Kampf um Platz Zehn hat zu stark aufgerüstet.

 

Für unsere Eisbären Berlin geht es zu Saisonbeginn nach Augsburg, wo die heimischen Panther warten. Eine ausführliche Vorschau auf diese Partie findet Ihr hier.

Die Gri125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logozzlRZ_DEG_BasisPartner_farbigy Adams Wolfsburg haben sich in den letzten Jahren zu einer Top-6-Mannschaft entwickelt, mit der man auch in der neuen Saison wieder rechnen muss. Der Auftaktgegner Düsseldorf hat sich im Vergleich zur Vorsaison ordentlich verstärkt. Man will sich endlich wieder für die Play-Offs qualifizieren. Ob es damit klappt, bleibt abzuwarten. Wenn überhaupt sollte die DEG die Pre-Play-Off-Ränge ins Auge fassen.

 

Rooster_1_E17_ig110307125px-Krefeld_Pinguine_LogoDie Iserlohn Roosters empfangen die Krefeld Pinguine. Die Sauerländer haben sich gut verstärkt und wollen auch in dieser Saison die Play-Offs wieder erreichen. Krefeld war in den letzten beiden Jahren die Überrraschungsmannschaft der Liga. Die Pinguine haben auch in dieser Saison wieder das Potenzial dafür.

 

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDie letzte Partie des 1. Spieltages steigt in Schwenningen, wo die Wild Wings die Thomas Sabo Ice Tigers empfangen. Die Wild Wings haben sich durchaus gut verstärkt und wollen diese Saison die Pre-Play-Offs erreichen. Auf jeden Fall ist der Kader stärker als der vom Vorjahr, ob es aber für Platz Zehn reicht, ist fraglich.

 

21. DEL-Saison: Freitag geht es endlich los

DEL-LogoIn zwei Tagen hat das lange Warten ein Ende. Dann beginnt endlich die 21. Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Für uns Fans der Eisbären Berlin war es eine ungewohnt lange Sommerpause, haben wir doch das letzte Saisonspiel in der vergangenen Saison vor gut sechs Monaten gesehen. Insofern wird es nun definitiv Zeit, dass es endlich wieder los geht. Auch in der neuen Saison wollen wir Euch von den Spielen unserer Eisbären ausführlich berichten. Von den Heimspielen gibt es wie gewohnt meine WalkersBärenNews. Nach jedem Wochenende wollen wir Euch dann ein kurzes Fazit zu der Leistung der Eisbären geben, dies geschieht in unserer neuen Rubrik Walker`s Meinung. Und dazu wollen wir Euch natürlich auch kurz und knapp über alles Wichtige aus der DEL von den jeweiligen Spieltagen (Vorschau/Spieltag kompakt) informieren. Aber unser Hauptaugenmerk liegt natürlich weiterhin auf unserem Heimatclub Eisbären Berlin. Nun wollen wir Euch aber kurz und knapp einstimmen auf die 21. Spielzeit in der DEL.

Am Freitag nimmt die DEL endlich wieder ihren Spielbetrieb auf und dann werden genau dieselben 14 Mannschaften an den Start gehen, wie vor einem Jahr. Das ist nicht so häufig der Fall gewesen. Erst zum vierten Mal hat es während des Sommers keine Veränderungen am Teilnehmerfeld gegeben. Aber hoffen wir mal, dass wir bald wieder Veränderungen im Teilnehmerfeld der DEL erleben werden. Nämlich dann, wenn endlich wieder der Auf- und Aubstieg eingeführt wird. Aber bis es soweit ist, müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden.

In der neuen DEL-Saison müssen wir uns auf neue Regeln einstellen. So wurde z.B. das Hybrid Icing eingeführt, welches in der NHL schon längst praktiziert wird. D.h., dass nicht mehr jeder Befreiungsschlag automatisch einen Pfiff nach sich zieht. Ist der Linienrichter der Meinung, dass auf Höhe des Bullypunktes in der Endzone der angreifende Spieler näher am Puck ist als der verteidigende Spieler, lässt er weiterspielen. Ist es anders herum, wird abgepfiffen.
Dann sind auch noch die Angriffszonen größer geworden. Die beiden blauen Linien wurden jeweils 1,53 Meter Richtung Mittellinie verschoben. Trainer und Manager glauben, dass dies große Auswirkungen auf das Spiel haben wird.

Servus TV (Sonntags im Free-TV ab 17:30 Uhr) und LAOLA1.tv (Freitags im Stream ab 19:25 Uhr) werden auch in der kommenden Saison Spiele aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) live übertragen. Am Auftakt-Wochenende wird Servus TV jedoch beide Spiele live übertragen. Am Freitag zeigen Sie Adler Mannheim vs. ERC Ingolstadt und am Sonntag Düsseldorfer EG vs. Hamburg Freezers. Die Eisbären sind erstmals am 28.09.2014 zu sehen, wenn die Heimpartie gegen die Adler Mannheim live übertragen wird.

In der vergangenen Jubiläumssaison der DEL wurde am Ende der ERC Ingolstadt völlig überraschend Deutscher Meister. Ein ähnliches Kunststück wird den Panthern in der neuen Saison von den Experten aber nicht zugetraut. Die Favoriten sind die üblichen Verdächtigen (jedenfalls für die Experten) – Kölner Haie, Adler Mannheim und Hamburg Freezers. Gerade die Haie wollen nach zwei verlorenen Endspielen in Folge endlich den DEL-Pott wieder gewinnen. Ich persönlich würde sogar noch den EHC Red Bull München im Favoritenkreis sehen. Mit Don Jackson hat der EHC den Erfolgstrainer der DEL verpflichtet. Jackson weiß, wie man Titel gewinnt. Er hat einen sehr guten Kader zur Verfügung. Gelingt es Jackson, aus den vielen guten Einzelspielen eine starke Mannschaft zu formen, ist München alles zuzutrauen. 

Zu den Top-Sechs-Kandidaten zählen die Experten folgende Mannschaften – Eisbären Berlin, EHC Red Bull München, Grizzly Adams Wolfsburg, ERC Ingolstadt und Thomas Sabo Ice Tigers. Wie bereits oben erwähnt, sehe ich München eher im Favoritenkreis. Und unsere Eisbären sehe ich nach derzeitigem Stand eher als Pre-Play-Off-Kandidat. Der Kader ist sicherlich eingespielt und verfügt über Erfahrung, aber er ist für meinen Geschmack zu dünn besetzt. Verletzen sich da mal ein, zwei Spieler, wird man erhebliche Probleme bekommen. Gerade in der Defensive ist die Personaldecke doch sehr dünn – vom Personal her genauso wie von der Qualität.

Als Play-Off-Aspirant werden die Krefeld Pinguine gesehen. Die Seidenstädter haben in der letzten Zeit bewiesen, dass man mit wenig Geld und vielen talentierten Spielern durchaus Erfolg haben kann. Ob Krefeld auch in der neuen Saison wieder für Furore sorgen wird, bleibt abzuwarten. Aber ich denke, dass die Pinguine durchaus für eine Überraschung gut sind.

Als Außenseiter sehen die Experten folgende Mannschaften – Iserlohn Roosters, Schwenninger Wild Wings, Augsburger Panther, Straubing Tigers und Düsseldorfer EG. Auf jeden Fall sind die Mannschaften im unteren Tabellendrittel enger zusammen gerückt, was auf eine sehr spannende und am Ende sicherlich auch dramatische Saison hoffen lässt. Der Kampf um Platz Zehn dürfte bis zum Ende hart umkämpft sein. Auch die beiden Teams vom Tabellenende der vergangenen Saison – Schwenningen und Düsseldorf – sollte man nicht aus den Augen lassen. Beide haben sich durchaus gut verstärkt und werden sich diesmal sicherlich nicht wieder nur um Platz 13 „streiten“.

Ich freue mich auf eine spannende 21. DEL-Saison, mit all den Höhen und Tiefen. Aus Berliner Sicht erhoffe ich mir natürlich ein besseres Abschneiden der Eisbären, aber ich sehe da einige Mannschaften, die definitiv stärker besetzt sind als die Berliner. Man kann gespannt sein, welche zehn Mannschaften sich letztendlich für die Play-Offs qualifizieren und welche acht Mannschaften dann am Ende ab dem Viertelfinale um den DEL-Pott kämpfen werden. Möge der Bessere am Ende gewinnen.

Allen Eishockey-Fans eine tolle und spannende 21. DEL-Saison. 

20 Jahre Deutsche Eishockey Liga: Die Jubiläumssaison in der DEL

DEL-LogoSeit Dienstagabend ist die Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu Ende. Und mit dem ERC Ingolstadt ist eine Mannschaft Deutscher Meister geworden, die man vor der Saison nicht auf der Liste hatte und der man es nach dem Saisonverlauf auch nicht zugetraut hätte. Doch die Oberbayern trotzen allen Widrigkeiten und feierten die erste Meisterschaft in der 50-jährigen Vereinsgeschichte.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgLange Zeit galten die Schanzer als die unvollendete Mannschaft. Denn fast in jeder Saison hatten die Panther eine schlagkräftige Truppe zusammen, doch weiter als ins Halbfinale schafften es die Ingolstädter nie. Viermal qualifizierten sich die Schanzer für das Halbfinale, viermal war dann dort auch Schluss. In diesem Jahr qualifizierte sich der ERCI erstmals für das DEL-Finale und holte am Ende dann auch noch sensationell den Pott.

Dabei verlief die Hauptrunde der Panther überhaupt nicht so gut. Sportlich konnte man die Erwartungen nicht wirklich erfüllen, was auch zu Fanprotesten führte. Zudem krachte es gewaltig hinter den Kulissen der Schanzer. Trainer Niklas Sundblad stand angesichts seiner sehr harten Trainingsweise in der Kritik. Doch vielleicht waren es genau diese Umstände, die aus der Mannschaft des ERC Ingolstadt am Ende eine eingeschworene Einheit gemacht haben.

Denn alles, was in der Hauptrunde war, war für die Schanzer mit Beginn der Play-Offs vergessen. in den Pre-Play-Offs verlor man zwar Spiel Eins in Berlin (0:1), doch dann drehte man die Serie noch und zog dank eines 3:2-Sieges n.V. in Berlin ins Viertelfinale ein. Auch dort starteten die Panther mit einer Niederlage (0:5) in Krefeld, aber dann drehten die Oberbayern auf und gewannen vier Spiele in Serie und warfen nach dem Titelverteidiger Berlin nun auch den Vorrundenzweiten Krefeld raus. Im Halbfinale wartete dann der Vorrundensieger Hamburg, welchen man in sechs Spielen nieder kämpfte und somit den erstmaligen Einzug ins DEL-Finale perfekt machte. Mit den Kölner Haien lieferten sich die Ingolstädter wohl eine der besten DEL-Finalserien aller Zeiten. Am Ende setzten sich die Schanzer im alles entscheidenden siebten Spiel in Köln durch und feierten den größten Triumph der Vereinsgeschichte.

200px-Hamburg-freezers_svgDie Meisterschaft hätten am Liebsten auch die Hamburg Freezers gefeiert. Die Hanseaten kamen zwar sehr schlecht in die Saison und fanden sich auch am Tabellenende wieder, doch dann drehten die Freezers auf und spielten eine bärenstarke Vorrunde, welche man am Ende verdient auf Platz Eins beendete. Als großer Favorit und mit hohen Erwartungen gingen die Hamburger dann in die Play-Offs, wo man die Leistung aus der Hauptrunde nicht mehr wirklich bestätigen konnte. Gegen Iserlohn hatte man mehr Mühe als gedacht, setzte sich erst in sechs Spielen durch. Gegen Ingolstadt war dann mal wieder im Halbfinale Endstation.

130px-Koelner-haie-logo_svgAuch der Ingolstädter Finalgegner Köln wollte dieses Jahr endlich zum großen Wurf ausholen. Nach der verlorenen Finalserie im letzten Jahr gegen die Eisbären Berlin wollten die Domstädter nun in diesem Jahr die Meisterschaft an den Rhein holen. Dort ist die Sehnsucht nach dem DEL-Pott riesengroß, war man doch 2002 letztmals Deutscher Meister. Aber auch in diesem Jahr sollte es für die Haie nichts werden. In der Hauptrunde konnten sie wie auch im vergangenen Jahr überzeugen, auch in den Play-Offs zeigten die Mannen von Coach Uwe Krupp starkes Eishockey und schalteten Mannheim und Wolfsburg aus. Doch in der Finalserie musste man sich dem ERC Ingolstadt geschlagen geben.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDie Thomas Sabo Ice Tigers sorgten in der Jubiläumssaison der DEL für den ersten Höhepunkt. Die Franken starteten mit neun Siegen in die Saison. Sie stellten damit den DEL-Startrekord ein. Danach ging es für die Franken rauf und runter mit den Leistungen in der Hauptrunde, am Ende sicherte man sich als Dritter aber das Heimrecht im Viertelfinale. Dort war dann aber bereits Endstation für Nürnberg, gegen Wolfsburg schied man in sechs Spielen aus. So war es dann doch keine so erfolgreiche Saison für die Franken, denn die Ansprüche im Frankenland sind doch weitaus höher als das Viertelfinale.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoWie in der letzten Saison sorgten auch in dieser Saison wieder die Krefeld Pinguine für Furore. Mit einem Mix aus aus jungen, talentierten und erfahrenen Spielern waren die Seidenstädter einmal mehr eine der Überraschungsmannschaften in der DEL. Am Ende der Hauptrunde wurden die Pinguine sehr überraschend Zweiter. Demnach ging man in Krefeld mit großen Erwartungen ins Viertelfinale, wo man aber am Ende gegen den späteren Meister Ingolstadt ausschied.

125px-Adler-Mannheim-logo_svgDer einstige DEL-Rekordmeister Adler Mannheim hatte in dieser Saison die Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Doch auch in diesem Jahr wurde es nichts mit dem sechsten Meistertitel für die Kurpfälzer. Die Hauptrunde war ein einziges Auf und Ab. Coach Harold Kreis musste Ende des Jahres gehen, Hans Zach führte Mannheim als Vierter in die Play-Offs, wo man am Ende an Köln scheiterte. In Mannheim muss man also weiter auf den nächsten DEL-Meistertitel warten.

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoDie Grizzly Adams Wolfsburg haben auch in der abgelaufenen Saison einmal mehr bewiesen, dass sich sich in der Spitzengruppe der DEL etabliert haben. Die Niedersachsen spielten eine gute Hauptrunde, an deren Ende sie Sechster wurden und somit direkt in die Play-Offs einzogen. Dort überstand man die erste Runde gegen Nürnberg und musste sich erst im Halbfinale den Kölner Haien geschlagen geben. Für Wolfsburg war es die zweite Halbfinal-Teilnahme in Folge. Auch im letzten Jahr scheiterte man im Halbfinale an Köln.

rbs_negMit sehr großen Erwartungen ist der EHC Red Bull München in die neue Saison gegangen. Für die Experten galt die Truppe von Coach Pierre Pagé sogar als Geheimfavorit. Doch dieser Rolle wurden die Münchner nie gerecht. In der Hauptrunde schwankten die Leistungen zu sehr, am Ende qualifizierte man sich als Siebter für die Pre-Play-Offs, wo man letztendlich an Iserlohn scheiterte. Was für München eine Riesen-Enttäuschung war, denn das Saisonziel in München war ein Anderes gewesen. Coach Pierre Pagé hatte eine Vision, welche er nun aber als Trainer nicht mehr fortführen kann.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgGenauso enttäuschend wie für München verlief die Saison für Titelverteidiger Eisbären Berlin. Im ersten Jahr nach Don Jackson taten sich die Hauptstädter in der Hauptrunde sehr schwer und schafften am Ende nur dank eines furiosen Schlussspurtes noch die Qualifikation für die Pre-Play-Offs. Doch der starke Endspurt täuschte nur über die vielen Probleme, die man über die Saison hatte, hinweg. In den Pre-Play-Offs war daher völlig verdient Endstation gegen Ingolstadt.

Rooster_1_E17_ig110307Auch die Iserlohn Roosters hatten vor der Saison große Erwartungen, hatten dementsprechend auch ordentlich investiert. Doch die Sauerländer konnten die Erwartungen zu selten erfüllen, mussten sehr lange um die Teilnahme an den Play-Offs zittern. Dank eines sensationellen Laufs gegen Ende der Hauptrunde qualifizierten sich die Sauerländer dann doch noch als Zehnter für die Pre-Play-Offs, wo sie ihre wohl beste Saisonleistung zeigten. In den Pre-Play-Offs schaltete man München aus und im Viertelfinale lieferte man dem Favoriten Hamburg einen großen Kampf, den man am Ende leider verlor.

150px-AEV_Panther_svgAuf die Play-Off-Teilnahme hatten sie in Augsburg gehofft, doch die Leistungen der Panther in der Hauptrunde reichten einfach nicht aus, um sich für die Endrunde in der DEL zu qualifizieren. In den letzten beiden Jahren konnte man sich wenigstens noch für die Pre-Play-Offs qualifizieren, doch auch diese erreichte der AEV nicht. Der Kader war dafür eben nicht gut genug besetzt.

125px-Straubing_tigers_logoBei den Straubings Tigers hatten sie Gefallen gefunden an den Play-Offs. In den vergangenen zwei Jahren konnten sich die Niederbayern jeweils für die Play-Offs qualifizieren. Dieses Ziel hatte man nun auch in dieser Saison. Doch die Erwartungen konnte die Mannschaft nicht erfüllen, zu schwach waren die gezeigten Leistungen in der Hauptrunde gewesen.

 

RZ_DEG_BasisPartner_farbigVor der Saison sahen die Experten Aufsteiger Schwenningen und Düsseldorf als Kellerkinder, welche um den 13. Platz kämpfen würden. Es kam auch so, dennoch kann man sowohl bei den Wild Wings als auch bei den Rheinländern sehr zufrieden sein mit der Saison. Denn beide Mannschaften haben alles gegeben, was sie konnten. Beide lieferten immer wieder sehr kämpferische Leistungen ab und gaben sich nie auf, am Ende konnten beide so auch Überraschungssiege feiern. Doch als bei Beiden mal wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlten, merkte man, wie dünn beide Kader besetzt waren. Dann waren beide Teams kaum noch konkurrenzfähig.

Die 20. DEL-Saison hat für einige Überraschungen und neue Rekorde gesorgt. Die größte Überraschung war wohl der ERC Ingolstadt als Deutscher Meister. Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Aber es zeigte mal wieder, wie ausgeglichen diese Liga ist. Am Ende wurde der Tabellenneunte Meister. Was man in der Hauptrunde gezeigt hat, zählt eben in den Play-Offs nicht mehr. Da beginnt die Saison von Vorne. Und der ERCI hatte da zum Schluss das bessere Ende auf seiner Seite.

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf den Saisonstart der 21. DEL-Saison im September. Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Sommerpause.

Play-Offs 2014/Spiel 3: Iserlohner Sensation – Nürnberg meldet sich zurück – Ingolstadt und Mannheim mit Overtime-Siegen

1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014Am Freitagabend standen im Play-Off-Viertelfinale die dritten Spiele an. Und der Abend endete mit der ersten Sensation. Die Iserlohn Roosters haben nämlich beim Vorrundensieger Hamburg Freezers mit 4:3 gewonnen und führen somit nun in der Serie mit 2:1. Auch der ERC Ingolstadt konnte die Serie gegen die Krefeld Pinguine drehen, führt nun dank des 3:2-Auswärtssieges n.V. mit 2:1. Die Thomas Sabo Ice Tigers meldeten sich unterdessen nach zwei Niederlagen mit einem 5:2-Heimsieg gegen die Grizzly Adams Wolfsburg in der Viertelfinalserie zurück und konnten auf 1:2 verkürzen. Auch die Adler Mannheim sind wieder zurück in der Viertelfinalserie gegen die Kölner Haie. Die Kurpfälzer gewannen am Abend mit 2:1 n.V. und verkürzten ebenfalls auf 1:2.

200px-Hamburg-freezers_svgRooster_1_E17_ig110307Die Hamburg Freezers sind für viele Experten der große Favorit in den diesjährigen Play-Offs. Und die Hanseaten wurden diesen Ansprüchen auch im ersten Viertelfinalduell gegen Iserlohn gerecht, denn die Hanseaten gewannen mit 4:1. Doch am Seilersee gab es dann den ersten Dämpfer, als die Freezers mit 0:3 in Iserlohn verloren. Heute gab es den nächsten Dämpfer für den Liga-Primus. In eigener Halle verloren die Mannen von Coach Benoit Laporte überraschend den Sauerländern mit 3:4 (0:1, 2:2, 1:1).
Dabei wurde den Hausherren die eigene Chancenverwertung zum Verhängnis. Immer wieder spielten sich die Gastgeber sehr gute Torchancen heraus, doch IEC-Goalie Mathias Lange wuchs über sich hinaus und avancierte so am Ende zum Matchwinner für Iserlohn. Die Roosters überzeugten mit einer großartigen kämpferischen Leistung und einer eiskalten Chancenverwertung. Die Sauerländer nutzten die Fehler der Hanseaten eiskalt aus.
Dreimal konnten die Mannen von Coach Jari Pasanen vorlegen. Alex Foster schoss Iserlohn im ersten Drittel in Führung (4.). Diese Führung sollte bis zum Drittelende halten.
Im Mitteldrittel waren gerade einmal elf Sekunden gespielt, als die Hamburger Paradereihe den Ausgleich besorgte. David Wolf erzielte den Treffer zum 1:1 (21.). Zwischen der 35. und 37. Spielminute fielen dann innerhalb von 72 Sekunden drei Treffer. Zunächst war es Marty Sertich, der Iserlohn erneut in Front brachte – 1:2 (35.). 47 Sekunden später war die Hamburger Paradereihe auf dem Eis und sorgte abermals für den Ausgleich. Diesmal war Garrett Festerling nach einer starken Kombination der Torschütze – 2:2 (36.). 25 Sekunden konnten sich die Hamburger nur über den Ausgleich freuen, denn Brodie Dupont hatte die direkte Antwort parat – 2:3 (37.). Mit diesem Spielstand gingen beide Mannschaften in die Kabinen.
Im Schlussdrittel warfen die Hausherren alles nach vorne, wollten hier mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch fast aus dem Nichts konnten die Gäste vom Seilersee hier erhöhen. Brent Raedeke war in der 47. Spielminute erfolgreich – 2:4. Die Hamburger O2 World war nun komplett ruhig, die Freezers-Fans waren sichtlich geschockt, während die Iserlohner Fans im Oberrang nun am feiern waren. Hamburg versuchte auch fortan weiterhin alles, kam durch David Wolf in der 49. Spielminute auch noch einmal auf 3:4 heran, doch zu mehr sollte es am Ende nicht reichen. Die Iserlohn Roosters brachten die knappe Führung über die Zeit.

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie ersten beiden Spiele zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt waren deutliche Angelegenheiten für die Heimmannschaften. Krefeld gewann Spiel Eins mit 5:0, Ingolstadt Spiel Zwei mit 5:1. So deutlich sollte es heute Abend in Spiel Drei diesmal nicht werden. Denn beide Mannschaften mussten am Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung gehen. Und in dieser hatten am Ende die Schanzer das bessere Ende auf ihrer Seite. Denn der ERCI gewann am Ende mit 3:2 n.V. (1:2, 1:0, 0:0/ 1:0).
Ingolstadt gelang relativ früh der Führungstreffer durch John Laliberte – 0:1 (4./PP). Krefeld konnte die Partie aber noch im Auftaktdrittel drehen. Herberts Vasiljevs sorgte für den 1:1-Ausgleich in Überzahl (7.), Francois Methot schoss Krefeld dann erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (15.).
Diese Führung hielt allerdings nur bis zur 30. Speilminute. Denn da sorgte ausgerechnet der Ex-Pinguin Patrick Hager für den Ausgleich. Das 2:2 markierte Hager übrigens in Unterzahl!
Die restlichen 30 Minuten blieben torlos, trotz deutlichem Krefelder Chancenplus. Somit musste die Verlängerung also die Entscheidung bringen. Und in dieser wurde Robert Sabolic in der 64. Spielminute zum Matchwinner, denn er erzielte den 3:2-Siegtreffer für Ingolstadt und sorgte somit dafür, dass die Panther in der Viertelfinalserie gegen Krefeld nun die Führung übernommen haben (2:1).

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoIn den ersten beiden Spielen waren die Thomas Sabo Ice Tigers hoffnungslos unterlegen gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. 1:4 auf eigenem Eis und 0:4 in Wolfsburg – so lauteten die ersten beiden Ergebnisse dieser Viertelfinalserie. Heute aber schlugen die Franken eindrucksvoll zurück, gewann zu Hause deutlich mit 5:2 (0:0, 1:0, 4:2).
Wobei es nach 40 Minuten erst 1:0 gestanden hatte für Nürnberg. Yasin Ehliz hatte den bis dahin einzigen Treffer der Partie in Überzahl erzielt (29.).
Im Schlussdrittel hatten die Ice Tigers dann aber den perfekten Start und konnten durch Tore von Patrick Reimer (44.) und Leo Pföderl (46.) auf 3:0 erhöhen. Wolfsburg wollte sich hier aber nicht kampflos geschlagen geben und schlug innerhalb von 60 Sekunden zweimal zu. Aleksander Polaczek (48.) und Marco Rosa (49.) trafen für die Niedersachsen und verkürzten somit auf 3:2. Evan Kaufmann sorgte in der 52. Spielminute für Erleichterung in Nürnberg, als er zum 4:2 traf. Kapitän Patrick Reimer sorgte letztendlich für den Schlusspunkt unter dieser Partie. Er versenkte den Puck im verwaisten Wolfsburger Tor – 5:2, 55 Sekunden vor dem Ende des Spiels.

125px-Adler-Mannheim-logo_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDer DEL-Klassiker zwischen den Adler Mannheim und den Kölner Haien war die bisher spannendste Viertelfinalserie. Spiel Eins gewannen die Domstädter mit 1:0 in Mannheim. Spiel Zwei gewann ebenfalls Köln, diesmal setzten sich die Haie aber erst in der Verlängerung durch. 3:2 hieß es am Mittwochabend in der Lanxess-Arena. Auch heute Abend ging die Partie zwischen Mannheim und Köln wieder in die Verlängerung. Und in dieser hatten diesmal die Kurpfälzer das bessere Ende auf ihrer Seite, gewannen mit 2:1 n.V. (0:1, 1:0, 0:0/ 0:0, 1:0) und konnten somit in der Serie auf 1:2 verkürzen.
47 Sekunden waren gerade einmal gespielt, da lagen die Haie schon in Führung. Chris Minard hatte die Mannen von Coach Uwe Krupp in Front gebracht – 0:1 (1.). Diese Führung konnte Jamie Sifers in der 32. Spielminute ausgleichen – 1:1. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit. Es ging also wie bereits am Mittwoch in die Verlängerung.
Die erste Overtime blieb torlos. In der zweiten Overtime waren gerade einmal 1:39 Minuten gespielt, als Simon Gamache den viel umjubelten Siegtreffer für Mannheim erzielte – 2:1 (82.).

Zwei Siege, sechs Punkte, 7:1-Tore: Die Eisbären melden sich eindrucksvoll im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze zurück

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Lage vor dem letzten Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war für die Eisbären Berlin sehr angespannt. Der DEL-Rekordmeister hatte fünf Niederlagenin Folge kassiert, war abgerutscht auf Platz Elf und die Pre-Play-Off-Qualifikation war arg in Gefahr. Eisbären-Coach Jeff Tomlinson hatte daher von einem „brutal wichtigen Wochenende“ gesprochen. Die Eisbären mussten am Freitag bei den zuletzt so überragend spielenden Iserlohn Roosters antreten. Die Sauerländer hatten zehn der letzten elf Spiele gewonnen, feierten sechs Ligasiege sowie sechs Heimsiege in Folge. Am Sonntag wartete dann mit der Düsseldorfer EG zwar der Tabellenletzte in der O2 World auf die Hauptstädter, doch gegen die Rheinländer hatten die Berliner zuvor alle drei bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren. Viel Hoffnung auf ein erfolgreiches Wochenende hatte man also nicht.

Doch am Donnerstag kehrte plötzlich die Hoffnung zurück. Denn die Eisbären vermeldeten, dass für das Spiel in Iserlohn die zuletzt Verletzten Rob Zepp, Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot in den Kader zurückkehren würden. Die Eisbären konnten so bis auf Jens Baxmann und Florian Busch in Bestbesetzung am Seilersee antreten.

Und die Rückkehr der vier Spieler machte sich gleich am Freitagabend beim Auswärtsspiel in Iserlohn bemerkbar. Torhüter Rob Zepp spielte so, als wäre er nie weg gewesen. Er hielt alle Schüss der Iserlohner und feierte so seinen ersten Shut-out in dieser Saison. Kapitän André Rankel sammelte gleich einmal zwei Scorerpunkte, bereitete das so wichtige 2:0 von T.J. Mulock vor und steuerte letztendlich noch ein Empty-Net-Goal zum 3:0 bei.

Allgemein hatte man am Freitagabend in der Eishalle am Seilersee das Gefühl, als würde dort eine andere Eisbären-Mannschaft auf dem Eis stehen. Die verunsicherte Mannschaft der letzten Wochen war auf einmal nicht mehr zu sehen. Von Beginn an  setzten die Eisbären die Hausherren unter Druck. Statt dem ständigen hin und her gepasse suchten unsere Jungs immer wieder den Abschluss. Sie versuchten, jeden Schuss auf das Tor von Mathias Lange zu bringen. Immer wieder konnte man sich so sehr gute Torchancen erspielen.
Die Mannschaft sprühte auf einmal wieder vor Spielfreude, zeigte Kampfgeist und Leidenschaft, spielte endlich wieder als Mannschaft zusammen. Alles Sachen, die man in den letzten Wochen schmerzlich vermisst hatte.
Auch die zuletzt so anfällige Defensive der Berliner zeigte einen sehr starken Auftritt, leitete immer wieder das Spiel sehr gut ein und machte es den Hausherren immer wieder schwer, vor das Tor zu kommen.
Auch die Special-Teams funktionierten an diesem Abend sehr gut. In Überzahl nutzte man eins von zwei Überzahlspielen, in Unterzahl überstand man alle fünf Unterzahlspiele. Dabei war man in Unterzahl sogar selbst gefährlich.
Es war einfach ein rundum gelungener Abend für die Eisbären Berlin am Seilersee. Die Partie hatten unsere Jungs verdient mit 3:0 gewonnen.

Das Selbstvertrauen kehrte bei den Eisbären Berlin wieder zurück, man glaubte endlich wieder an die eigene Stärke. Man konnte am Sonntag im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG an die Leistung vom Freitag anknüpfen und gleichzeitig den ersten Saisonsieg gegen die DEG feiern. Mit 4:1 setzten sich die Hauptstädter vor zwei Tagen gegen den Tabellenletzten durch. Auch hier sah man wieder eine Mannschaft, welche Kampfgeist, Leidenschaft und Spielfreude zeigte. Von Beginn an kannten die Eisbären nur den Weg Richtung Bobby Goepfert. Immer wieder erspielte man sich gute Torchancen. Es machte einfach wieder Spaß, der Mannschaft auf dem Eis zuzuschauen. Man hatte das Gefühl, dass da endlich eine Mannschaft auf dem Eis stehen würde, welche es verstanden hatte, um was es im Hauptrunden-Endspurt geht. Die Mannschaft war einfach nicht wieder zu erkennen.
Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt an dem Sechs-Punkte-Wochenende ansprechen muss, dann ist es das Auftreten der Mannschaft nach dem 4:0 am Sonntag gegen Düsseldorf. Klar, die Mannschaft spielte das Spiel letztendlich locker runter und sicherte sich die drei Punkte souverän. Doch Coach Jeff Tomlinson störte der Gegentreffer und auch das Auftreten seiner Mannschaft. Er hätte sich gewünscht, dass die Mannschaft in dieser Phase mehr Killerinstinkt gezeigt hätte und einfach so weiter gespielt hätte, wie bisher. Er fand das Auftreten nach dem 4:0 zu locker und war damit überhaupt nicht zufrieden.

Was ich persönlich schon wieder gut finde. Tomlinson stellt sich jetzt eben nicht hin und sagt, wir haben zwei Spiele in Folge gewonnen, jetzt geht’s los. Nein, er spricht nach diesem so erfolgreichen Wochenende auch Dinge an, die ihm nicht gefallen haben. Und das finde ich ehrlich gesagt sehr gut. Man merkt ihm an, dass er die Mannschaft weiter verbessern will im Hinblick auf die letzten acht Hauptrundenspiele.
Nach dem letzten Wochenende hatte er gesagt, es sind noch zehn Spiele und 30 Punkte, man werde nicht aufgeben und weiter kämpfen. Dieses Versprechen hat er am zurückliegenden Wochenende zumindest schon einmal eingehalten. Sechs Punkte wurden eingefahren, zwei sehr starke Spiele konnten die EHC-Fans sehen. Die Offensive hat ihren Torriecher wieder gefunden, die Defensive findet zu alter Stärke zurück. Das vergangene Wochenende hat einfach allen Eisbären-Fans Spaß gemacht und macht zudem Hoffnung auf den Liga-Endspurt.

Man hat sich zwar auf Platz Zehn verbessert und würde somit aktuell auf einem Pre-Play-Off-Platz stehen, doch damit darf man sich nicht zufrieden geben. Es sind noch acht Spieltage bis zum Ende der Hauptrunde, da kann noch so einiges passieren. Die Mannschaft muss einfach nach der Länderspielpause so weiterspielen, wie in Iserlohn und gegen Düsseldorf. Denn da hat die Mannschaft zurück zu ihrem alten Spiel gefunden. Wenn unsere Jungs jetzt nicht nachlassen und genau so weitermachen wie am zurückliegenden Wochenende, wird es schwer sein, sie zu schlagen.
Der Mannschaft gelangen im bisherigen Saisonverlauf nie mehr als drei Siege in Folge. Zwei konnte man nun in Folge feiern. Der Zeitpunkt, um endlich eine richtige Siegesserie zu starten, könnte nicht besser sein. Die Eisbären Berlin haben anscheinend genau zum richtigen Zeitpunkt zurück in die Erfolgsspur gefunden. Hoffen wir mal, dass die Mannschaft die Leistung nach der Länderspielpause bestätigen kann und dass sie durch die Pause nicht aus dem Tritt gekommen ist.

1000 Eisbären-Fans sehen 3:0-Sieg in Iserlohn – Rob Zepp feiert ersten Shut-out – Niederlagenserie beendet

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Rooster_1_E17_ig110307125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDieser Sieg ist wie ein Befreiungsschlag. Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend bei den Iserlohn Roosters verdient mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gewonnen. Vor 4.997 Zuschauern am Seilersee zeigten sich die Berliner wie verwandelt, waren von der ersten bis zur letzten Sekunde hoch konzentriert, zeigten ein Spiel voller Leidenschaft und Kampfgeist. Und was vor allem sehr schön zu sehen war, sie schossen endlich mal aus jeder Lage auf das Tor. Kein unnötiges herum kreisen im gegnersichen Drittel, kein sinnloses hin und her gepasse. Immer wieder suchten unsere Jungs den Abschluss. Und Goalie Rob Zepp, der sein Comeback nach sechs Wochen Verletzungspause feierte, strahlte eine unglaubliche Ruhe und Sicherheit aus. Am Ende kann man sagen, dass der Sieg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu Stande kam. Vielleicht war der Sieg ja die Wende zum Guten und die Jungs starten nun die Aufholjagd im Kampf um Platz Zehn. Durch Augsburgs Niederlage in Straubing konnte der Rückstand auf den Zehnten auf zwei Punkte verkürzt werden.

Eisbären-Coach Jeff Tomlinson konnte in Iserlohn fast in Bestbesetzung antreten. Stammgoalie Rob Zepp sowie die Stürmer Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot kehrten in die Mannschaft zurück. Lediglich Jens Baxmann und Florian Busch fehlten nach wie vor. Im Tor stand dann auch gleich wieder Rob Zepp.

Hinein in die stimmunsgeladene Partie am Seilersee. Beide Fanlager sorgten für einen Hexenkessel. Die Iserlohner sollten eigentlich mit jeder Menge Selbstvertrauen antreten nach zuletzt sechs Siegen in Folge. Doch es waren nicht die Hausherren, die zu Beginn das Kommando übernahmen. Nein, es waren die Berliner, die von Beginn an deutlich machten, dass sie hier die drei Punkte mitnehmen und damit die fünf Spiele andauernde Niederlagenserie beenden wollten. Die Eisbären kannten nur eine Richtung. Immer wieder ging es Richtung Iserlohner Tor, welches von Mathias Lange gehütet wurde. Man erkannte die Mannschaft gar nicht wieder. Ein geordenter Spielaufbau, eine starke Defensive, die kaum Chancen zu ließ und eine Offensive, die vorne immer darauf aus war, den Puck Richtung Tor zu bringen. Doch trotz der Bemühungen konnten sich die Eisbären zunächst nicht belohnen.
Doch unsere Jungs gaben nicht auf, machten weiterhin Druck auf das Iserlohnter Tor und so war es dann auch irgendwann klar, dass der Puck ins Tor gehen musste. In Überzahl war es Constantin Braun, der den Puck erstmals an diesem Abend im Tor der Hausherren versenkte – 0:1 (12.).
Dieser Gegentreffer wirkte wie ein Weckruf für die Sauerländer, die fortan besser ins Spiel kamen und auf einmal ordentlich Druck machten. Die letzten fünf Minuten gehörten den Hausherren, die immer wieder Rob Zepp prüften. Doch der Eisbären-Goalie zeigte eine bärenstarke Vorstellung an diesem Abend und sorgte dafür, dass es mit der 1:0-Führung der Eisbären in die erste Drittelpause ging.

Im zweiten Drittel sah man dann wieder die Iserlohn Roosters der letzten Wochen. Die Hausherren kamen immer besser ins Spiel und sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Rob Zepp. Der Eisbären-Goalie stand mehrfach im Mittelpunkt, doch er ging stets als Sieger aus den Situationen hervor.
Auch die Eisbären waren bei ihren Kontern brandgefährlich. Insgesamt war es nun ein Drittel auf Augenhöhe. Ein Spiel, welches sehr schön anzusehen war. Es ging hin und her. Beide Mannschaften kämpften verbissen um den Puck, man merkte hier richtig, dass es ein Sechs-Punkte-Spiel war. Demnach wurde es auch teilweise ruppig auf dem Eis, doch die beiden Hauptschiedsrichter Marian Rohatsch und Florian Zehetleitner hatten die Partie sehr gut im Griff.
Tore fielen im Mitteldrittel keine und somit blieb es auch nach 40 Minuten bei der knappen aber durchaus noch verdienten Berliner Führung.

Im letzten Drittel sah man zwar die Bemühungen der Hausherren, hier den Ausgleich erzielen zu wollen. Doch was sie auch machten, sie fanden kaum ein Mittel gegen die sehr kompakt stehende Abwehr der Eisbären. Die Defensive der Eisbären mit einer sehr guten Leistung an diesem Abend, ließ im Schlussdrittel nur noch ganze vier Iserlohner Torschüsse zu. Die waren zwar durchaus gefährlich, aber hinten stand ja Rob Zepp im Tor, der diese Schüsse auch alle parieren konnte. Es war einfach erstaunlich zu sehen, wie Rob Zepp nach seiner sechswöchigen Verletzungspause zurückkam. Als wäre er nie weg gewesen fing er alles weg, was auf sein Tor kam. Einfach eine unglaublich starke Leistung des Nationaltorhüters.
Der Druck der Eisbären nahm in den letzten zehn Minuten noch einmal zu und es war klar, dass hier irgendwann der zweite Berliner Treffer fallen musste. Und dieser fiel dann in der 53. Spielminute. Kapitän André Rankel mit einem Schuss, IEC-Goalie Mathias Lange konnte nur prallen lassen und T.J. Mulock versenkte den Abstauber – 0:2.
Iserlohn probierte in der Schlussphase noch einmal alles, nahm eine Auszeit und wenig später den Goalie vom Eis. Aber das nutzten letztendlich die Eisbären zur endgültigen Entscheidung. Shawn Lalonde schickte Kapitän André Rankel auf den Weg Richtung leerem Iserlohner Tor und der ließ sich diese Chance nicht nehmen und versenkte den Puck eiskalt im verwaisten Iserlohner Tor – 0:3.
Das Spiel war endgültig entschieden. Auf den Rängen feierten die rund 1000 Eisbären-Fans den Sieg ihrer Mannschaft und verabschiedeten die Mannschaft nach der Schlusssirene mit großem Applaus. Den hatte sich das Team aber auch verdient, nach dieser nahezu perfekten Leistung am Iserlohner Seilersee.

Die Sonderzugfahrt hatte sich also komplett gelohnt gehabt. Gute Stimmung in der Halle, ein Sieg der Mannschaft und dass damit verbundene Ende der Niederlagenserie. Als Eisbären-Fan sollte man nach diesem so wichtigen 3:0-Auswärtssieg also eigentlich hoch zufrieden sein. Doch der Sieg hatte einen bitteren Beigeschmack. Denn kurz nach Ankunft am Bahnhof Letmathe war die Situation eskaliert. Ein Eisbären-Fan hatte die Gleise übertreten, was der Iserlohner Poliezei nicht gefallen hatte. Verständlich, eine Polizistin hatte ihm das auch mitgeteilt und ihn ermahnt. Die Situation war damit eigentlich abgehakt, doch ein Bundespolizist wollte sich den Fan noch einmal greifen. Dadurch eskalierte die Situation dann, die Bundespolizei setzte völlig unnötig und übertrieben Pfefferspray und ihre Schlagstöcke ein und ging auf die Eisbären-Fans los. Und eben nicht die Eisbären-Fans auf die Bundespolizei, wie in vielen Zeitungen heute zu lesen ist. Es war nicht der erste Vorfall in Iserlonh in dieser Saison und dieser Vorfall wird noch ein Nachspiel haben. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht dazu sagen. Das überlassen wir den Verantwortlichen des Vereins, dem Fanbeirat und allen Anderen. Wir selbst waren angesichts dieser Eskalation geschockt, hatten aber leider schon so ein Gefühl, da es auch beim letzten Sonderzug nach Iserlohn im Jahre 2007 schon keine guten Erinnerungen an die Bundespolizei in Iserlohn gab.

Sechs-Punkte-Spiel in Iserlohn: Zepp, Tallackson, Talbot und Rankel sind zurück im Kader

Rooster_1_E17_ig110307125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAuf diese Nachricht haben sie bei den Eisbären Berlin so lange gewartet. Und heute kam sie endlich. Das Lazarett der Berliner hat sich am heutigen Donnerstag stark geleert. Vor dem so wichtigen Wochenende mit Spielen in Iserlohn (Freitag/19:30 Uhr) und gegen Düsseldorf (Sonntag/14:30 Uhr) kann Trainer Jeff Tomlinson nahezu sein bestes Team auf das Eis schicken. Lediglich Jens Baxmann (Kreuzbandriss/Saisonende) und Florian Busch (Magen-Darm) fehlen morgen Abend am Seilersee. Stammgoalie Rob Zepp sowie die Stürmer Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot sind alle wieder fit und stehen für das Spiel in Iserlohn im Kader. Zepp wird dabei wieder das Tor hüten, Back-up Sebastian Elwing wird demnach wieder auf der Bank Platz nehmen. Und Stürmer Kris Sparre wird als überzähliger Stürmer das Spiel sogar nur von der Tribüne aus beobachten.

EHC-Coach Jeff Tomlinson freut sich auf den voll besetzten Kader:

Endlich sind wir wieder flexibel, können während des Spiels reagieren. Im Prinzip haben wir ja in dieser Saison zum ersten Mal den Luxus eines vollen Kaders.

Auch Kapitän André Rankel freut sich auf seine Rückkehr. Bei ihm bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, welcher sich zum Glück nicht bestätigt hat. Die Halswirbelsäule sorgte für die lange Ausfallzeit des Eisbären-Kapitäns:

Ich habe zehn lange Wochen gewartet. Endlich kann ich wieder helfen. Ich bin zu 100 Prozent fit. Mein Einsatz hat nichts mit der derzeitigen Situation zu tun.

Und die Eisbären brauchen diese vier Spieler auch sehr dringend. Zuletzt setzte es fünf Niederlagen in Folge. Die Folge war der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Als Elfter hat man aktuell vier Zähler Rückstand auf den Zehnten Augsburg. Und der morgige Gegner Iserlohn ist aktuell im absoluten Form-Hoch, gewann zehn der letzten elf Ligaspiele. Die letzten sechs Spiele wurden dabei sogar in Folge gewonnen, genauso wie die letzten sechs Heimspiele. Von daher ist es natürlich sehr gut, dass unsere Jungs morgen Abend fast in Bestbesetzung am Seilersee antreten können.

Zudem werden die Eisbären auch zahlreich und vor allem lautstark unterstützt. Ein Sonderzug mit ca. 700 Fans wird sich auf den Weg ins Sauerland machen. Dazu kommen noch Fan-Busse sowie zahlreiche Einzelfahrer, so dass mit rund 1000 Eisbären-Fans in der Eissporthalle am Seilersee gerechnet wird. Auch ein Teil unseres eisbaerlin.de-Fanclubs wird sich morgen mit dem Sonderzug auf den Weg Richtung Iserlohn machen. Hoffen wir, dass wir am Ende mit drei Punkten im Gepäck zurückkehren. Und vielleicht wird ja dann bei der Rückfahrt auch die Mannschaft mit an Board sein… 😉

Gemeinsamt – Lautstark – NUR DER EHC!!!

Jeff Tomlinson: „Vor uns steht ein brutal wichtiges Wochenende“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNoch sind es zehn Spiele in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für die Eisbären Berlin. In diesen verbleibenden zehn Partien will der DEL-Rekordmeister so viele Punkte wie möglich holen, um am Ende doch noch das Minimalziel Pre-Play-Offs zu erreichen. Bei den Verantwortlichen der Hauptstädter hofft man derweil auf Besserung nach der Länderspielpause. Denn dann könnten einige wichtige Leistungsträger wieder in das Team zurückkehren und der Mannschaft für den Rest der Hauptrunde noch einmal neuen Mut geben. Doch bis zur Länderspielpause stehen für die Eisbären noch zwei enorm wichtige Spiele an. Coach Jeff Tomlinson sprach gestern Abend beim Fan-Dialog in den Fanbögen von einem „brutal wichtigen Wochenende“, welches die Mannschaft da erwartet. Am Freitag sind die Berliner bei den Iserlohn Roosters zu Gast (19:30 Uhr) und am Sonntag kommt Schlusslicht Düsseldorf in die O2 World (14:30 Uhr). Zwei Spiele, in denen dringend zwei Siege her müssen.

Rooster_1_E17_ig110307Doch einfach wird das für die Mannschaft absolut nicht. Denn am Freitag ist man bei den zur Zeit überragend aufspielenden Iserlohnern zu Gast. Die Sauerländer haben zehn der letzten elf Ligaspiele gewonnen. In diesem Zeitraum verlor man nur in Köln. Und auch da punktete man bei der 1:2-Niederlage nach Verlängerung. Sechs Siege feierten die Roosters zuletzt in Folge. Iserlohn hat zudem die letzten sechs Heimspiele in Folge gewonnen und dabei nur gegen Straubing mehr als einen Gegentreffer zugelassen (insgesamt 23:9-Tore in den letzten sechs Heimspielen).
Die Sauerländer werden also mit jeder Menge Selbstvertrauen in die Partie am Freitag gehen, welche man definitiv als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen kann. Iserlohn hat als Neunter aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Eisbären, welche Elfter sind. Eine Niederlage dürfen sich unsere Jungs also keinesfalls erlauben, sonst gerät das Minimalziel Pre-Play-Offs immer weiter weg.
Wenn den Eisbären für diese Partie überhaupt etwas Hoffnung machen kann, dann ist es ein Blick in die Statistik dieser Saison. Denn alle bisherigen drei Aufeinandertreffen gingen an die Hauptstädter (7:5 und 2:1 n.P. in Berlin/5:4 n.V. in Iserlohn).

RZ_DEG_BasisPartner_farbigMindestens genauso schwer wie das Spiel in Iserlohn am Freitag wird die Partie am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG. Der Tabellenletzte der Liga hat kein Wort im Kampf um die Pre-Play-Off-Ränge mehr mitzureden, die Rheinländer können also befreit aufspielen. Und das taten sie zuletzt auch, konnten vor kurzem drei Spiele in Serie gewinnen, verloren die zurückliegenden drei Spiele aber wieder in Folge. Die DEG gleicht in dieser Saison einer Wundertüte. Sie ist immer für eine Überraschung gut.
Und wer wüsste das besser als die Eisbären? Denn die Berliner haben alle drei bisherigen Duelle gegen Düsseldorf in dieser Saison verloren. Wobei man eher sagen muss, die Eisbären haben gegen DEG-Goalie Bobby Goepfert verloren. Denn der DEG-Torhüter ließ die Berliner Spieler reihenweise verzweifeln. In Düsseldorf gewann die DEG mit 3:1 und 2:1 n.P., in Berlin setzte sich Düsseldorf mit 2:1 n.P. durch. Eine vierte Niederlage gegen das Schlusslicht der Liga wollen die Eisbären unbedingt verhindern.

In der Hauptstadt weiß man, dass die restlichen zehn Hauptrundenspiele alles Endspiele sein werden. Die Eisbären müssen in jeder Partie alles geben, müssen über die gesamte Spielzeit hoch konzentriert zu Werke gehen. Man darf sich nun keine Aussetzer mehr leisten. Tomlinson meinte gestern auch, dass es für die Eisbären aktuell bereits Play-Offs sind. Denn sie dürfen eben kein Spiel bis zum Hauptrundenende mehr verlieren. In Berlin glaubt man nach wie vor an das Erreichen der Pre-Play-Offs. Tomlinson meinte, „es sind noch zehn Spiele und 30 Punkte, da kann noch sehr viel passieren“.

Man weiß, was man in den letzten Spielen falsch gemacht hat. Und Fehler hatte man reichlich gemacht. Die letzten fünf Spiele haben unsere Jungs in Folge verloren. Die Mannschaft trat nicht als solche auf, machte zu viele Fehlpässe, der Spielaufbau klappte so gut wie nie, Einsatz, Kampfgeist und Leidenschaft waren nur sehr selten vorhanden. Und wenn man mal FREI vor dem Tor stand, schoss man nicht sondern passte den Puck lieber zum Gegenspieler, der allerdings viel schlechter positioniert war als man selbst. Den Jungs fehlt eben zur Zeit das nötige Selbstvertrauen, um die Scheiben auch mal selbst ins Tor zu schießen. Und Selbstvertrauen bekommt man nur durch Erfolge. Wenn die Jungs mal wieder ein Spiel gewinnen würden, dann sollte auch das nötige Selbstvertrauen zurück kommen und dann ist auch noch was möglich in dieser DEL-Hauptrunde. Nur wenn unsere Jungs auch am Wochenende leer ausgehen, dann ist die Saison endgültig gelaufen. Dann rückt das Minimalziel immer weiter weg.

Es liegt nun an der Mannschaft, den Bock umzustoßen. Alle rechnen am Freitag mit einem Sieg der zur Zeit sehr starken Iserlohn Roosters gegen die kriselnden Eisbären Berlin. Vielleicht liegt darin die Chance der Berliner. Vielleicht gehen die Roosters angesichts der Erfolgsserie etwas überheblich in die Partie gegen die Eisbären. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen. Man sollte sich einfach auf seine Stärken verlassen und sich vielleicht noch einmal das Krefeld-Spiel vorher anschauen, welches man nach einer sehr starken Leistung mit 7:3 gewann. Die Mannschaft kann Eishockey spielen, dass wissen wir und das wissen auch die Jungs auf dem Eis. Hoffen wir auf ein erfolgreiches Eishockey-Wochenende unserer Jungs.

Jeff Tomlinson: „Es war nicht das erwartete Tor-Festival“

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27. DEL-Spieltag:

Eisbären Berlin vs. Iserlohn Roosters 2:1 n.P. (0:1, 0:0, 1:0/ 0:0, 1:0)

Stimmen zum Spiel:

 

 Darin Olver (Eisbären Berlin/Stürmer):

Im ersten Drittel waren wir heute nicht ganz auf der Höhe, nicht so zielstrebig. Aber im zweiten und dritten Drittel haben wir ganz gut gespielt. Das Tor zum 1:1 von Barry Tallackson war eine absolute Erleichterung für die ganze Mannschaft. Es fühlte sich schon so ein bisschen an, als würde es wieder so ein Spiel wie gegen Düsseldorf werden.

Barry Tallackson (Eisbären Berlin/Stürmer):

Man sollte immer darauf aufpassen, dass Iserlohn eine sehr talentierte Mannschaft ist, die uns heute einige Probleme bereitet hat. Mit ihrem Konterspiel sorgen sie immer für Gefahr. Es war eine sehr gute Abwehrleistung von uns heute. Aber wir müssen mehr aus unseren Chancen machen.

Tyson Mulock (Iserlohn Roosters/Stürmer):

Beide Mannschaften haben viele Chancen gehabt, aber beide Goalies waren auch sehr gut. Wir haben ein bisschen Glück gehabt, sie haben ein bisschen Glück gehabt. So ist Eishockey.

Jari Pasanen (Iserlohn Roosters/Trainer):

Ich glaube, dass wir heute insgesamt ein gutes Spiel gesehen haben. Am Anfang hatten die Eisbären sicherlich die Nase ein bisschen vorne und hatten richtig gute Chancen, aber wir haben den ersten Sturmlauf überstanden. Danach haben wir immer besser ins Spiel gefunden. Die Eisbären hatten mehr die Scheibe und haben auch mehr dominiert, aber das wollten wir auch so. Wir wollten kontern.

Jeff Tomlinson (Eisbären Berlin/Trainer):

Es war nicht das erwartete Tor-Festival, was wohl alle erwartet hatten. Beide Mannschaften hatten viel Respekt voreinander, das hat man gesehen. Wir hatten viel Respekt vor der Iserlohner Offensive. Iserlohn hat sehr schlau gespielt. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, aber das ist nicht immer das Rezept zum Erfolg. Kompliment an Iserlohn für ein sehr schlaues Spiel.

2:1 n.P.: Eisbären mit Arbeitssieg gegen Iserlohn – Shawn Lalonde erneut der Matchwinner

logo_WBN_1314Ausgabe #18:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRooster_1_E17_ig110307Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters knapp gewonnen. Vor 11.100 Zuschauern in der mal wieder nicht ausverkauften O2 World setzten sich die Hausherren mit 2:1 n.P. (0:1, 0:0, 1:0/ 0:0, 1:0) gegen die Sauerländer durch und feierten damit den dritten Sieg in Folge. Doch schön anzusehen war diese Partie nicht. Die Berliner taten sich schwer gegen sehr defensiv eingestellte Iserlohner. Erst nach dem Ausgleich im letzten Drittel wurden die Chancen der Eisbären richtig zwingend, doch konnte man diese nicht nutzen und vergab damit den möglichen Drei-Punkte-Sieg.

Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson musste erneut auf Verteidiger Jens Baxmann und Kapitän André Rankel verzichten. Im Tor stand wie bereits am Dienstag gegen Köln Rob Zepp.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Foto: eisbaerlin.de/walker

Von Beginn an merkte man den Roosters ihren Spielplan an. Sie waren nur darauf bedacht, sicher in der Defensive zu stehen und dann gelegentlich mal einen Konter zu fahren. Mit dieser Spielweise hatten die Eisbären richtig viele Probleme. Die Mannen von Jeff Tomlinson waren zwar die überlegene Mannschaft, mit deutlich mehr Spielanteilen, doch im Abschluss taten sich die Hausherren enorm schwer. Man wirkte teilweise ideenlos, man fand einfach kein Mittel gegen die Abwehr der Sauerländer. Immer wieder passte man den Puck hin und her, es fand sich sehr selten eine Lücke zum schießen. Die Schüsse, die auf das Tor kamen, waren eine sichere Beute vom Iserlohner Back-up Mathias Lange, der den verletzten Stammgoalie Erik Ersberg vertrat.
Der Plan des Iserlohner Trainers Jari Pasanen schien aufzugehen. Die Eisbären ließ man anrennen und dabei an der Defensive verzweifeln und vorne setzte man den einen oder anderen gefährlichen Konter. Das war zwar nicht schön anzusehen, war aber effektiv und nur das zählt. So kam es, wie es kommen musste. Es lief die 15. Spielminute, Iserlohn profitierte vom Scheibenverlust der Berliner im Aufbauspiel und Ex-Eisbär Tyson Mulock konnte zur Führung der Gäste einschießen – 0:1. Ausgerechnet Tyson Mulock sorgte also für den ersten Paueknschlag an diesem Abend. Er sorgte zugleich auch für die Pausenführung der Gäste, denn mehr passierte in den letzten fünf Minuten dann nicht mehr. Continue reading