WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #30:

Die Eisbären Berlin haben das Wintergame bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 n.V. (0:0,1:1,1:1/1:0) gewonnen und damit im zweiten Wintergame ihren ersten Sieg eingefahren. Spielerisch war es alles andere als schön, aber man hat ja diesen Teufelskerl in seinen Reihen: Liam Kirk. Der Brite erzielte zwei Tore und war somit der Matchwinner für den Hauptstadtclub.
Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up leicht. Ty Ronning rückte in die Reihe mit Leo Pföderl und Liam Kirk. Dafür rückte Freddy Tiffels in die Reihe zu Marcel Noebels und Blaine Byron. Lean Bergmann und Jean-Sébastien Dea bekamen Andreas Eder in ihre Reihe. Eric Hördler und Yannick Veilleux stürmten mit Matej Leden. Die Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Jonas Müller/Les Lancaster, Markus Niemeläinen/Mitch Reinke, Korbinian Geibel/Eric Mik, Norwin Panocha. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. Adam Smith war überzählig.
Für beide Mannschaften galt in diesem Wintergame „Verlieren verboten!“. Die Eislöwen benötigten dringend Punkte für das „Wunder von Dresden“. Die Eisbären brauchten die Punkte im Kampf um Platz sechs. Zwar gingen die Eisbären als klarer Favorit in dieses Outdoorspiel, aber unterschätzen sollte man den Tabellenletzten keinesfalls.

Choreo der Eisbären-Fans. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)
Das Drumherum bei diesem Wintergame war einfach beeindruckend. Ein wunderschönes Stadion, eine atemberaubende Kulisse und eine überragende Choreo der Eisbären-Fans. Den Berlinern gehörte auch das erste Powerplay in diesem Spiel und somit bot sich den Eisbären früh die Chance zum perfekten Start in dieses Outdoorspiel. Die Eisbären ließen die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass war noch zu ungenau, weshalb die Eislöwen die erste Unterzahl ohne Gegentor überstanden.
Die Eisbären versuchten druckvolles Eishockey zu spielen, während die Gastgeber auf Fehler der Gäste warteten, um dann schnell umzuschalten.
Auch das zweite Powerplay gehörte dem Hauptstadtclub, der die Scheibe erneut gut laufen ließ. Doch wie im ersten Überzahlspiel wollte auch diesmal der letzte Pass noch nicht gelingen. Aber dennoch sieht das Powerplay im Vergleich zu den letzten Wochen schon deutlich verbessert aus, weil man die Scheibe auch schneller laufen lässt.
Kurz darauf durften auch die Eislöwen erstmals mit einem Mann mehr ran, aber die Defensive der Eisbären machten die Räume sehr gut zu und so konnten auch die Gastgeber ihr Powerplay nicht nutzen.
In der Schlussphase des ersten Drittels ging es munter hin und her. Dresden schnupperte dabei zweimal kurz an der Führung. Doch die ersten 20 Minuten endeten torlos, waren aber dennoch durchaus ansehnlich.

Die Eisbären bejubeln das 1:1 von Liam Kirk. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)
Viereinhalb Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, da gingen die Eislöwen in Führung. Und diese war nicht mal unverdient. Sekunden zuvor rutschte die Scheibe bereits knapp am Tor vorbei, wenig später traf Tomas Andres zum 1:0 für die Eislöwen.
Das Spiel der Eisbären wirkte längst nicht mehr so druckvoll wie noch zu Beginn des Spiels. Auch im Powerplay wirkte man auf einmal behäbig und nicht so schwungvoll wie noch zuvor. Erst zum Ende hin wurde man etwas gefährlicher, konnte aber nach wie vor Jannik Schwendener nicht überwinden.
Es dauerte bis zur 34. Spielminute, ehe die Eisbären auf dem Scoreboard ankamen. Wenn gar nichts läuft, dann hat man immer noch Liam Kirk. Der Brite staubte erfolgreich ab – 1:1. Kirk ist und bleibt die Lebensversicherung der Hauptstädter. Der einzige Eisbär in Topform, während alle anderen Spieler ihre Form noch suchen. Jedenfalls wenn es um die dauerhafte Konstanz geht.
Nach dem Ausgleichstreffer waren die Berliner wieder besser drin im Spiel, mussten aber weiterhin hellwach hinten sein. Denn Dresden blieb gefährlich bei seinen Angriffen. Beim Stand von 1:1 ging es fortan in die zweite Drittelpause und der Ausgang des Wintergames mehr denn je offen.

Es war ein hart umkämpftes Wintergame zwischen Dresden und Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)
Zu Beginn des letzten Drittels wirkten die Eisbären wieder druckvoller und zielstrebiger. Trainer Serge Aubin dürfte in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit dem bisherigen Auftritt in diesem Wintergame konnte er überhaupt nicht zufrieden sein. Aber die Defensive der Eislöwen verteidigte mit allem, was ihnen zur Verfügung stand und machte es den Eisbären so sehr schwer.
Danach verflachte die Partie wieder und wurde zunehmend taktischer. Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie hier jetzt nicht den einen entscheidenden Fehler machen wollten. Denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr war allen klar, dass dem nächsten Tor eine große Bedeutung beikommen würde.
Und so fiel 6:43 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:1 für die Eislöwen durch Alec McCrea. Ein Tor des unbedingten Willens, weil Dresden nachsetzte, während die Defensive der Eisbären abschaltete.
Nun rannte den Eisbären die Zeit davon, aber eine Schlussoffensive war nicht zu erkennen. Eher drängten die Eislöwen auf das dritte Tor. Der Tabellenletzte wollte den Sieg mehr als die Eisbären und das sagte so ziemlich alles über dieses Spiel aus.
Doch man sollte den DEL-Rekordmeister nicht so einfach abschreiben, denn 1:54 Minuten vor dem Ende staubte Ty Ronning für die Berliner zum 2:2 ab. Ein enorm wichtiger Treffer des Final-MVP von 2025.
So ging es beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. Den 32.248 Zuschauern wurde hier also alles geboten beim Wintergame.
Und die Overtime dauerte nur ganze 14 Sekunden, dann schlug Liam Kirk zu und sorgte für Ekstase bei den Eisbären-Fans. Die Eisbären sind am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn spielerisch war es einfach wieder zu wenig, was die Berliner zeigten. Am Ende nimmt man aber die zwei Punkte mit, welche im Kampf um Platz sechs extrem wichtig sind.





































