6:1-Auswärtssieg in Wolfsburg: Eine ganz starke Mannschaftsleistung führt zu drei Punkten in der Autostadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #18:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim Lieblingsgegner Grizzlys Wolfsburg verdient mit 6:1 (2:0,1:0,3:1) gewonnen und damit die richtige Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt. Über 60 Minuten war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Defensiv stand man sehr kompakt, während man offensiv zu alter Torgefahr zurückfand. So hält man einen Konkurrenten in der Tabelle vorerst auf Abstand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtsspiel in Ingolstadt. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen blieben gleich. Die erste Reihe bildeten Liam Kirk, Andreas Eder und Leo Pföderl. Die zweite Reihe bestand aus Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann stürmten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Manuel Wiederer und Matej Leden.

Die Eisbären trafen mit Wolfsburg heute auf einen Gegner, der zuletzt zweimal 4:0 gewonnen hatte. Die Eisbären hingegen waren so ein wenig auf der Suche nach ihrer Form. Einem desaströsen Auftritt gegen München folgte eine ganz starke Leistung in Straubing. Doch direkt danach konnte man in Ingolstadt nur im letzten Drittel sein gewohntes Eisbären-Hockey spielen. Welche Eisbären bekam man heute zu sehen?

Liam Kirk traf gleich zweimal im ersten Drittel und somit auch im dritten Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Partie. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und brachten die Scheiben direkt auf das gegnerische Tor. Und nach rund vier Minuten waren es die Eisbären, welche in Führung gingen. Liam Kirk setzte stark nach und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (4.). Das dritte Spiel in Folge mit einem Kirk-Treffer. Der Brite läuft so langsam aber sicher heiß. Nach zwei Zu-Null-Siegen musste Dustin Strahlmeier also mal wieder hinter sich greifen.
Auch danach blieb es ein wildes Spiel. Die Eisbären wirkten heute von Beginn an wach und entschieden viele Zweikämpfe für sich. Durchaus etwas, was Trainer Serge Aubin zuletzt kritisierte. Das führte dazu, dass man immer wieder für Gefahr vor dem Wolfsburger Tor sorgen konnte. Aber auch die Grizzlys hatten ihre offensiven Momente. So entwickelte sich hier eine muntere und sehr kurzweilige Partie.
Defensiv wirkten die Berliner sehr konzentriert und machten die gefährlichen Räume zu. Offensiv zog man immer wieder gefährliche Spielzüge auf, wirkte dabei aber manchmal auch etwas zu verspielt.
64 Sekunden vor dem Ende stellten die Eisbären dann aber doch auf 2:0. Erneut war es Liam Kirk gewesen. Wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Bekam im Mitteldrittel einiges zu tun: Eisbären-Goalie Jake Hildebrand. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begannen die Grizzlys in Überzahl, konnten dieses trotz bester Chancen aber nicht nutzen. Kurz darauf folgte direkt das nächste Wolfsburger Powerplay, diesmal bekamen es die Eisbären aber besser verteidigt und ließen kaum etwas Gefährliches zu.
Die Hausherren wirkten in der Anfangsphase aktiver, wollten den Anschlusstreffer erzielen, aber die Berliner standen defensiv weiterhin sehr kompakt und gaben wenig ab. Nach vorne ging zu Beginn des zweiten Drittels nicht so viel von den Eisbären, was aber angesichts des Spielstandes auch nicht verwunderlich war.
Der Druck der Gastgeber wurde in der Folge größer, die Chancen zwingender, aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach und ließ keine Scheibe durch. Und die Eisbären? Die präsentierten sich anschließend als äußerst effektiv und gnadenlos vor dem Tor. Freddy Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Markus Vikingstad und der stellte in der 32. Spielminute auf 3:0. Ein Tor des unbändigen Willens der Eisbären. Genau das, was Trainer Aubin zuletzt vermisst hat. Umso mehr dürfte ihn dieser Auftritt heute gefreut haben. Und natürlich fiel dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Wolfsburger Anschlusstreffer lag schon so ein bisschen in der Luft.
Rund fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Niedersachsen in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer, denn die Eisbären kassierten eine Strafzeit wegen Spielverzögerung. Wolfsburg fand die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und suchte auch den Abschluss. Aber die Eisbären verteidigten das heute extrem stark und hatten immer einen Schläger dazwischen.
Zum Ende hin hatten die Eisbären Powerplay. Man ließ die Scheibe geduldig laufen, verpasste es aber, im entscheidenden Moment zum Abschluss zu kommen. So blieb dieses Überzahlspiel ungenutzt und man führte nach 40 Minuten mit 3:0.

Die Wolfsburger bejubeln den Anschlusstreffer zu Beginn des dritten Drittels. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel war aber nochmal mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Wolfsburger Mannschaft zu rechnen. Und so verwunderte es auch nicht, dass Justin Feser früh dank einer starken Einzelaktion auf 1:3 verkürzen konnte (42.).
Dieser Treffer gab den Gastgebern aber nochmal kurz Rückenwind und die Grizzlys blieben dran. Jake Hildebrand war in dieser Phase nun mehr denn je gefordert und bisher war er auch der erwartet sichere Rückhalt im Berliner Tor.
Wie reagiert man auf einen Gegentreffer? Genau, mit dem 4:1. Freddy Tiffels überwand Dustin Strahlmeier und stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (47.). Nach diesem Treffer waren die Eisbären wieder am Drücker und wollten das Spiel endgültig entscheiden. Andreas Eder tat dies sieben Minuten vor dem Ende. Wolfsburg griff nicht richtig an und so hatte Eder keine große Mühe, die Scheibe an Strahlmeier vorbei ins Tor zu schießen – 5:1.
Die Eisbären hatten also die erhoffte Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt und heute mal wieder über 60 Minuten eine starke und konzentrierte Leistung abgeliefert. Defensiv ließ man wenig Gefährliches der Niedersachsen zu, offensiv kreierte man eine Vielzahl an Chancen und nutzte diese dann auch sehr effektiv. Nun gilt es für die Berliner, diese Leistung konstant in den nächsten Spielen abzurufen. Denn genau das war zuletzt das große Problem, denn die Leistungen schwankten arg von Spiel zur Spiel.
In der Schlussminute machten die Eisbären dann das halbe Dutzend noch voll. Mitch Reinke mit dem 6:1 in Überzahl. An so einem Abend klappt es selbst im Powerplay. Ganz starke Leistung, Jungs. Am Sonntag sollte man gegen die Kölner Haie genau daran anknüpfen, dann kann man mal eine Siegesserie starten.

2:5-Niederlage in Ingolstadt: Ein gutes Drittel reicht in der PENNY DEL nicht aus

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt verdient mit 2:5 (0:1,0:2,2:2) verloren. Man konnte in den ersten 40 Minuten nicht an die Leistung aus dem Straubing-Spiel anknüpfen und ging somit mit einer 0:3-Hypothek ins Schlussdrittel. Dort konnte man dann wieder überzeugen, Druck aufbauen und auf 2:3 verkürzen. Wenn Freddy Tiffels seine Chance nutzt, kann man das Spiel sogar komplett drehen. Am Ende kassierte man aber noch zwei Empty-Netter und hat einmal mehr gesehen, dass nur ein gutes Drittel in dieser engen Liga bei weitem nicht ausreicht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Line-up wie beim 4:2-Sieg am Sonntagnachmittag in Straubing. Somit stand also auch heute wieder Jonas Stettmer zwischen den Pfosten.

Für die Eisbären stand eine denkbar schwere Aufgabe an, musste man doch beim aktuell heißesten Team der Liga antreten. Ingolstadt hatte die letzten acht Spiele in Folge gewonnen und von den bisherigen zehn Heimspielen auch nur eins verloren. Das war am 1. Spieltag gegen Iserlohn, seitdem folgten neun Heimsiege in Serie. Konnten die Berliner die Serien der Schanzer beenden und nach dem 3:0-Heimsieg im ersten Duell auch das zweite Spiel gegen Ingolstadt gewinnen?

Früh im Spiel hatten die Ingolstädter Grund zum Jubeln. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 25 Sekunden kassierte Mitch Reinke die erste Strafzeit und ermöglichte den Hausherren damit das erste Powerplay der Partie. Aber die Eisbären ließen kaum etwas zu und überstanden das erste Unterzahlspiel somit schadlos.
Ein Turnover von Yannick Veilleux sorgte dann aber für den frühen Rückstand. Veilleux muss die Scheibe eigentlich nur aus dem eigenen Drittel raus bringen, vertändelt sie aber und so hatte Top-Torschütze Riley Barber leichtes Spiel – 0:1 (5.). Jonas Stettmer wurde am kurzen Pfosten überrascht.
Die Eisbären fanden hier überhaupt nicht rein ins Spiel und kassierten zudem früh die zweite Strafzeit der Partie. Immerhin überstand man aber auch dieses Unterzahlspiel ohne Gegentor, doch man musste schleunigst wieder disziplinierter zu Werke gehen.
Ingolstadt dominierte das Spiel von Beginn an, spielte ein aggressives Forechecking, womit sie die Berliner immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau zwangen. Dadurch konnte man sich beste Chancen erspielen, Jonas Stettmer verhinderte einen möglichen höheren Rückstand.
Nach dem ersten Powerbreak hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay und traten so erstmals offensiv in Erscheinung. Zu einem Tor reichte es aber trotzdem nicht. Aber die Berliner waren besser drin im Spiel.
Ein mögliches 2:0 der Schanzer Panther wurde zurecht aberkannt, da Daniel Schmölz die Scheibe per Kick-Bewegung ins Tor befördert hatte. Ingolstadt lauerte in dieser Phase auf Konter und schaltete dann blitzschnell um.
In der Schlussphase nahm Ingolstadt zwei weitere Strafzeiten und ermöglichte den Hauptstädtern zwischenzeitlich ein doppeltes Powerplay für 16 Sekunden. Liam Kirk hatte den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein Schuss ging nur an die Latte. Somit blieb es beim knappen 0:1-Rückstand aus Berliner Sicht nach 20 Minuten.

In dieser Szene verhinderte Jonas Stettmer das 0:3. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begann mit dem nächsten Nackenschlag für die Eisbären. Und erneut war man selbst schuld daran. Austen Keating sah, dass Jonas Stettmer zu weit drüben stand und nahm dieses „Geschenk“ dankend an – 0:2 nach nur 36 Sekunden im Mitteldrittel. Das Ding geht klar auf die Kappe von Stettmer, der es auch selbst wusste und sich darüber maßlos ärgerte.
Danach dominierten die Hausherren das Spiel wieder ganz klar. Die Scheibe lief wie am Schnürchen, man wirbelte gehörig über das Eis und stellte die Eisbären so vor große Probleme. Wenn die Berliner in der Offensive auftauchten, tat man sich schwer, die Lücke zu finden.
Philipp Krauß schnupperte Mitte des zweiten Drittels am 3:0, seine Scheibe blieb aber kurz vor der Linie neben dem Pfosten liegen. Glück für die Eisbären.
Danach war es eine sehr zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen. So ein richtiger Spielfluss wollte nicht mehr aufkommen.
Drei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels fuhren die Schanzer mal wieder einen gefährlichen Angriff. Philipp Krauß scheiterte noch an Jonas Stettmer, doch Kenny Agostino staubte erfolgreich ab – 0:3 (37.). Dabei blieb es bis zur zweiten Drittelpause. Die Eisbären konnten bisher nicht an den Auftritt vom Sonntag anknüpfen und fanden kein Mittel gegen das Top-Team der Liga.

Im Schlussdrittel kamen die Eisbären nochmal auf 2:3 heran. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten waren im letzten Drittel gespielt, da sendete Blaine Byron ein Lebenszeichen – 1:3 (42.).
Die Eisbären blieben danach dran und wollten noch mehr. Abgeschenkt hatten die Berliner das Spiel noch nicht, aber der Weg war noch weit, wenn man etwas Zählbares aus Ingolstadt mitnehmen wollte. Die Hausherren mussten derweil ihren Goalie tauschen. Devin Williams verließ in der 45. Spielminute das Eis, Nico Pertuch kam für ihn ins Tor.
Und der musste in der 50. Spielminute hinter sich greifen. Liam Kirk traf erneut und verkürzte auf 3:2. Auf einmal war das hier wieder eine sehr spannende Partie, in der für die Eisbären plötzlich wieder alles möglich war. Von Ingolstadt kam nach vorne kaum etwas.
Das letzte Drittel war natürlich mal wieder ein Beweis für die starke Moral der Eisbären, welche 40 Minuten kein gutes Spiel gezeigt hatten. Und trotzdem gab man nicht auf und verkürzte in den ersten zehn Minuten auf 2:3. Vier Minuten vor dem Ende hatten die Gäste den Ausgleich auf dem Schläger, aber Freddy Tiffels bekam die Scheibe nicht im leeren Tor unter.
In der Schlussphase investierten beide Mannschaften nochmal alles. Ingolstadt wollte die Entscheidung und hatte die dicke Chance durch Philipp Krauß, aber Stettmer war zur Stelle. Die Eisbären zogen kurz darauf Stettmer vom Eis, was jedoch Peter Abbandonato zum 4:2 nutzte (59.). Als Stettmer erneut vom Eis war, schlug auch noch Alex Breton zu – 2:5, sieben Sekunden vor dem Ende. Damit wurde die Aufholjagd der Eisbären am Ende nicht belohnt. Aber ein gutes Drittel reicht eben nicht aus, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.

4:2-Auswärtssieg in Straubing: Liam Kirk und der Ketchupflaschen-Effekt

Trainer Serge Aubin hatte nach der Niederlage gegen München eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert und diese hat sie am Sonntag geliefert. Die Eisbären Berlin feierten einen überraschend deutlichen 4:2-Auswärtssieg bei den Straubing Tigers. Matchwinner war ganz klar Liam Kirk mit einem Hattrick. Beim Briten gab es heute den Ketchupflaschen-Effekt, nachdem es bei ihm zuletzt vor dem Tor so gar nicht laufen wollte. Dazu trafen die Berliner auch in Überzahl. Ein rundum gelungener Nachmittag also am Straubinger Pulverturm.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Stürmer Ty Ronning (angeschlagen) verzichten. Dadurch stellte er sein Line-up komplett um. Angefangen im Tor, wo fast schon erwartungsgemäß Jonas Stettmer den Start gegen Straubing bekam. Gegen die Niederbayern sah der gebürtige Straubinger immer sehr gut aus. Jake Hildebrand bekam eine Pause und nahm als Back-up auf der Bank Platz.
In der Defensive sahen die drei Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Jonas Müller/Mitch Reinke – Eric Mik/Adam Smith – Norwin Panocha/Les Lancaster.
In der Offensive stürmten Liam Kirk, Andreas Eder und Lean Bergmann in der ersten Reihe. Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Leo Pföderl bildeten die zweite Reihe. Manuel Wiederer kehrte in die Offensive zurück und war der Center der dritten Reihe zwischen Eric Hördler und Yannick Veilleux. Die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Blaine Byron und Matej Leden.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen auf das Top-Team der Liga, welches von bisher zehn Heimspielen nur eins verloren hatte. Dreimal kassierte man zuhause kein Gegentor, viermal nur ein Gegentor. Keine einfache Aufgabe also für die Berliner, von denen Trainer Aubin eine andere Einstellung als zuletzt forderte. Es ist nun an der Zeit, das eigene Level weiter hochzufahren. Klappte es heute ausgerechnet beim Liga-Primus oder setzte es die nächste Niederlage?
Grund zum Feiern hatte Stürmer Freddy Tiffels, der am Pulverturm sein 400. DEL-Spiel absolvierte. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, Freddy!

Beendete in Straubing seine Torflaute: Liam Kirk (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten waren gespielt, da überraschte Straubing die Eisbären mit einem feinen Pass von hinten raus auf Tyler Madden, der frei vor Stettmer auftauchte und dem Berliner Goalie keine Chance ließ – 0:1 (2.).
Genau der Start, den du in Straubing nicht haben willst. Aber früh bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich, denn man bekam das erste Powerplay. Zuletzt lief es dort aber überhaupt nicht, doch heute fand man direkt in die Formation und ließ die Scheibe sehr gut und vor allem geduldig laufen. Zum Torerfolg reichte es aber dennoch nicht, aber zumindest sah das Überzahlspiel schon besser aus als am Freitag. Auch nach dem Powerplay blieben die Eisbären am Drücker.
Jonas Stettmer ermöglichte Straubing dann das erste Powerplay, aber das Penalty Killing der Berliner zeigte sich auch verbessert und überstand die erste Unterzahl relativ problemlos. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, nutzten sie einen Konter durch Liam Kirk zum 1:1 (13.). Damit traf der Brite erstmals seit dem 21. September wieder in einem Ligaspiel für die Eisbären. Seine letzten beiden Treffer resultierten aus dem Penaltyschießen.
Auch das zweite Powerplay der Eisbären sah sehr vielversprechend aus und sorgte für Gefahr vor Henrik Haukeland. Leider konnte man es aber erneut nicht nutzen. So blieb es beim 1:1 nach einem sehr guten ersten Drittel der Eisbären, welche die bessere Mannschaft waren. Aber bei Straubinger Kontern war stets Vorsicht geboten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären schockten die Tigers früh im Mitteldrittel. Lean Bergmann brachte die Scheibe auf das Tor, Haukeland bekam sie nicht unter Kontrolle und Liam Kirk staubte ab – 2:1 (22.). Damit passierte genau das, was Aubin zuletzt angekündigt hatte. Wenn Kirk mal wieder trifft, werden die Scheiben danach auch wieder einfacher reingehen. Heute platzte die Ketchupflasche und die Nummer 94 legte sein zweites Tor direkt nach.
Fortan wurde das Spiel hitziger. Inzwischen hat ja auch dieses Duell genügend Geschichten in der DEL geschrieben. Beide Teams ließen anschließend je ein Powerplay ungenutzt.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels erspielten sich beide Mannschaften richtig gute Torchancen und sorgten somit immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, welcher jedoch ohne weitere Tore blieb. Die Eisbären nahmen also die knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Nur 2:1, weil Liam Kirk die XXL-Chance freistehend vor Haukeland in der Schlussminute liegen ließ.

Die Eisbären Berlin bejubeln einen verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ließen die Eisbären erst zwei gute Chancen liegen, aber aller guten Dinge sind ja auch drei. Mitch Reinke mit dem Hammer von oben zum 3:1 (44.).
Nun war der Liga-Primus gefordert, wollte er die zweite Heimniederlage in dieser Saison noch abwenden. Aber die Eisbären spielten das weiterhin sehr gut und standen defensiv sehr kompakt. Straubing tat sich schwer und fand kein Mittel dagegen.
Nach dem Powerbreak waren die Eisbären erneut in Überzahl und endlich konnte man auch dort wieder treffen. Und es konnte nur Liam Kirk sein, der auch dort den Bann brach. Mit seinem dritten Treffer stellte er auf 4:1 (52.). Was für ein Spiel von Kirk!
Straubing gab das Spiel aber noch nicht verloren und verkürzte durch Nicolas Beaudin auf 2:4 (54.). Die Niederbayern warfen nun nochmal alles rein und setzten die Eisbären unter Druck. Trainer Craig Woodcroft nahm zudem seine Auszeit und seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Aber die Eisbären verteidigten das mit großer Leidenschaft zu Ende und feierten einen am Ende wichtigen und verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer. Weil man zurück zu den Basics gefunden hat und wieder Eisbären-Hockey gespielt hat. Genau das, was Trainer Aubin gefordert hatte. Daran gilt es nun am Mittwoch in Ingolstadt anzuknüpfen, denn die haben zuletzt acht Siege in Serie gefeiert. Die nächste schwere Aufgabe also für den Hauptstadtclub.

1:3 vs. München! Ernüchternder Auftritt der Eisbären Berlin

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #17:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen Red Bull München verdient mit 1:3 (0:1,1:1,0:1) verloren und dabei ihre eigenen Fans enttäuscht. Der Auftritt wirkte über weite Strecken doch arg ideenlos und auch das Powerplay war einmal mehr miserabel. So reicht es nach wie vor weiter nicht in Spielen gegen die Top-Teams der DEL. Die Baustellen für das Trainerteam der Eisbären Berlin werden nicht kleiner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur auf einer Position. Mitch Reinke rückte in der Defensive an die Seite von Adam Smith, dafür war Norwin Panocha als siebter Verteidiger dabei. Alles andere blieb unverändert. Somit stand also erneut Jake Hildebrand im Tor.

In der vergangenen Saison hatte jeweils das Auswärtsteam die Oberhand behalten. In dieser Saison gab es bereits ein Duell am Oberwiesenfeld, wo diesmal aber München die drei Punkte dank eines 3:2-Sieges zuhause behielt. Die Auswärtsbilanz von München in dieser Saison sieht aber eher dürftig aus, hatte man doch nur drei der bisherigen zehn Auswärtsspiele für sich entschieden. Konnten die Eisbären die Serie der Red Bulls ausbauen und ihrerseits den ersten Saisonsieg gegen München einfahren?

Ließ sich im ersten Drittel nicht überwinden: Goalie Mathias Niederberger (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine muntere Partie, in der beide Teams schnell die neutrale Zone überbrückten und immer wieder direkt den Torabschluss versuchten. Dabei konnten sich sowohl Jake Hildebrand auf Berliner als auch Mathias Niederberger auf Münchner Seite im Tor früh auszeichnen. Die Anfangsphase war so sehr kurzweilig und ohne größere Unterbrechungen. Erwähnenswert war auch ein sehr guter Wechsel der vierten Reihe von Matej Leden, Eric Hördler und Yannick Veilleux, deren schöne Kombination beinahe mit dem Führungstreffer belohnt worden wäre.
Nach dem ersten Powerbreak waren die Gäste vom Oberwiesenfeld die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Auch das erste Powerplay der Partie gehörte München und dort belohnten sie sich für die gute Phase zuvor. Ryan Murphy hatte abgezogen und Patrick Hager fälschte entscheidend ab – 0:1 (14.).
Die Eisbären hatten in der zweiten Hälfte des ersten Drittels so ein wenig ihren Schwung verloren. München machte es den Berlinern aber auch schwer, mal gefährlich vor das Tor zu kommen. Erst in der Schlussphase fanden die Eisbären die Lücken und kamen durch Ty Ronning und Marcel Noebels zu guten Chancen, welche Niederberger aber parieren konnte. So blieb es beim 0:1-Rückstand nach 20 Minuten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

München war zu Beginn des zweiten Drittels die bessere Mannschaft und sorgte gleich zweimal für große Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand. Der Berliner Goalie musste zweimal in höchster Not retten.
Die Eisbären brauchten wieder etwas, bis sie die Lücke in der Münchner Defensive fanden. Andreas Eder war es, der in der 26. Spielminute zu viel Platz hatte und diesen auch zu nutzen wusste – 1:1.
Keine Minute später schlugen die Gäste aber wieder zurück. Patrick Hager hatte die Scheibe einfach mal Richtung Tor geschossen, Markus Eisenschmid hielt die Kelle rein und plötzlich stand es 1:2 (27.). Der Treffer kam so unerwartet, dass ihn nicht mal alle in der Arena mitbekommen hatten.
München blieb auch danach am Drücker und verlagerte das Spiel weiter in die Hälfte der Eisbären. Diese taten sich schwer, mal für Gefahr vor dem Tor von Mathias Niederberger zu sorgen. Das es aus Berliner Sicht nur 1:2 stand, hatte man auch Jake Hildebrand zu verdanken, der in der Folge einen Konter von Veit Oswald entschärfen konnte.
Sechs Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels durften die Eisbären dann mal in Überzahl ran. Daran wollte man ja unter der Woche arbeiten, doch gebracht hat es auch nichts. Man ließ die Scheibe zwar laufen, dennoch sah die Formation arg wild und planlos aus.
2:27 Minuten vor dem Ende ein Schockmoment für München, denn deren Goalie Mathias Niederberger fuhr verletzt vom Eis. Antoine Bibeau kam für ihn ins Tor. Gute Besserung an der Stelle an den ehemaligen Eisbären-Goalie.
Die Eisbären intensivierten die Bemühungen in den letzten Minuten nochmal, aber zu einem weiteren Tor kamen sie nicht. Somit lag man auch nach 40 Minuten weiterhin mit einem Tor zurück.

Verletzte sich im zweiten Drittel und konnte nicht weiterspielen: Goalie Mathias Niederberger (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel liefen die Eisbären weiter an, taten sich aber schwer, die Lücke in der kompakten Münchner Defensive zu finden. Die Gäste wiederum verlagerten sich angesichts des knappen Spielstandes auf Konter, denn die Berliner mussten hinten irgendwann die Räume aufmachen, wollte man aus diesem Spiel noch etwas Zählbares mitnehmen.
Rund fünf Minuten waren gespielt, da durften (mussten) die Eisbären wieder in Überzahl ran, das Sorgenkind der Berliner in dieser Saison. Wie Powerplay sah das aber überhaupt nicht aus, gefühlt war es noch schlechter als letzte Woche. Ich dachte, das geht gar nicht mehr…
Fortan schaffte München das, was den Eisbären nicht gelang: Sie setzten sich immer mal wieder im Drittel der Berliner fest und sorgten so einerseits für Gefahr, nahmen aber vor allem Zeit von der Uhr. Die Eisbären wirkten nach vorne ideen- und ratlos. Wenn man die Scheibe hatte, überlegte man gefühlt immer viel zu lange, ehe man eine Entscheidung traf. Und dann war es meist schon zu spät, da München die Scheibe bereits erobert hatte.
Alle Eisbären-Fans erwarteten zum Ende hin nochmal eine Schlussoffensive der Hausherren, nur die wollte irgendwie nicht kommen. Weil die Eisbären weiter kopflos anrannten und München das so problemlos weg verteidigen konnte.
1:46 Minuten vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin seine Auszeit und zog zudem Goalie Hildebrand vom Eis, doch genau das nutzten die Gäste zur Entscheidung. Markus Eisenschmid mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend – 1:3 (59.). Somit sicherten sich die Gäste mehr als verdient die drei Punkte in der Hauptstadt.

4:2-Heimsieg gegen Frankfurt: Leo Pföderl führt die Eisbären mit einem Doppelpack zum Sieg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #16:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gewonnen. Gegen die Löwen Frankfurt setzte man sich am Sonntagabend mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) durch und behauptete damit den sechsten Tabellenplatz. Das Spiel brachte vor allem die Erkenntnis, dass die Eisbären weiterhin große Probleme im Powerplay haben. Und auch Zwei-Tore-Führungen bringen derzeit keine Sicherheit ins Spiel der Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Er zog Manuel Wiederer wieder zurück in die Defensive, wo er an der Seite von Jonas Müller verteidigte. Les Lancaster und Eric Mik sowie Norwin Panocha und Adam Smith hießen die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Liam Kirk die Reihen. Kirk stürmte zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Pföderl bildete eine Reihe mit Blaine Byron und Marcel Noebels. Matej Leden – am Freitag noch 13. Stürmer – rückte für Wiederer in die Reihe mit Eric Hördler und Yannick Veilleux.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Der heutige Gegner Frankfurt kam mit seinem neuen Trainer Tom Pokel nach Berlin. Zum Einstand feierte der Ex-Trainer der Straubing Tigers einen 3:2-Derbysieg gegen Mannheim. Daher reisten die Löwen heute mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Hauptstadt und wollten dort das erste Wochenende unter Tom Pokel krönen. Aber auch die Eisbären feierten am Freitag einen wichtigen 5:4-Sieg in Nürnberg und wollten zudem Wiedergutmachung betreiben für die 1:4-Heimniederlage gegen Bremerhaven vor der Deutschland-Cup-Pause. Welcher Mannschaft gelang der zweite Sieg an diesem Wochenende?

In dieser Szene erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Eisbären. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 32 Sekunden kassierten die Gäste ihre erste Strafzeit und ermöglichten den Eisbären das erste Powerplay. Wohlwissend, dass die Berliner das schlechteste Powerplay der Liga haben. So sah es dann aber auch aus. Zu ungenaue Pässe und zwei Icings in Überzahl.
Die Eisbären waren danach die aktivere Mannschaft und hatte auch die ersten Chancen, jedoch konnte man Löwen-Goalie Mirko Pantkowski nicht überwinden. Die dickste Chance gehörte aber den Löwen, bei denen Maksim Matushkin in einem guten Wechsel nur den Pfosten traf.
Nachdem ersten Powerbreak hatten die Berliner das zweite Powerplay der Partie, doch auch dieses blieb ungenutzt. Zwar hatte man in diesem durchaus ein, zwei gute Chancen, doch wirkte das Powerplay weiterhin einfach nicht gut genug. Also dachte sich Frankfurt, sie spielen einfach mit sechs Spielern und ermöglichen den Hausherren direkt das dritte Powerplay. Wird ja sowieso nicht gefährlich und damit hatten sie auch recht. Die Eisbären wirkten ideenlos mit einem Mann mehr und es sah nicht danach aus, als hätte man daran in der Pause gearbeitet.
Aber als Frankfurt wieder komplett war, schlugen die Berliner dann doch zu. Liam Kirk hielt die Scheibe im Angriffsdrittel, spielte sie rüber zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning vor dem Tor sah – 1:0 (14.).
In der Schlussphase durften dann aber auch mal die Hessen mit einem Mann mehr ran, aber auch die Löwen wurden nicht wirklich gefährlich. So nahmen die Hauptstädter die verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Hat weiterhin das Pech am Schläger kleben: Liam Kirk von den Eisbären Berlin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel waren es wieder Liam Kirk und Freddy Tiffels, welche das 2:0 einleiteten. Kirk hatte das Auge für Leo Pföderl und der musste nur noch einnetzen (22.).
Frankfurt konnte aber in Überzahl verkürzen. Maksim Matushkin hatte zu viel Zeit und traf in die lange Ecke zum 2:1 (26.). Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden zunächst auf kein Tor, änderten ihre Meinung aber nach Ansicht des Videobeweises. Jake Hildebrand wurde zwar behindert, allerdings außerhalb des Torraumes und somit ist es ein reguläres Tor.
Die Eisbären hätten direkt antworten können, aber Liam Kirk bekam die Scheibe nicht am bereits am Boden liegenden Frankfurter Goalie vorbei. Diese Saison hat der Brite aber auch Pech am Schläger kleben, unglaublich!
Auch danach blieben die Berliner am Drücker und wollten das dritte Tor nachlegen, man fand aber keinen Weg vorbei an Mirko Pantkowski.
Es folgte das vierte Powerplay der Eisbären, zum dritten Mal verschuldet durch Matthew Wedman, dem es auf der Berliner Strafbank zu gefallen schien. Aber viel mehr wusste er von der Berliner Schwäche in Überzahl, denn auch dieses Powerplay blieb ungenutzt.
Frankfurt vergab in der Folge ein weiteres Powerplay und somit die Chance zum Ausgleich. Und Liam Kirk seine Torflaute geht auch weiter. Er fuhr alleine auf Pantkowski zu, bekam die Scheibe aber erneut nicht am Frankfurter Goalie vorbei. So blieb es beim knappen 2:1 nach dem zweiten Drittel.

Erzielte gegen Frankfurt zwei Tore: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wie im zweiten Drittel dauerte es auch im dritten Drittel nur 1:39 Minute, ehe die Eisbären das 3:1 erzielten. Wobei es eigentlich Linus Fröberg war, der die Scheibe in bester Stürmermanier über die eigene Torlinie drückte. Torschütze war am Ende aber Leo Pföderl, der damit sein zweites Tor an diesem Abend bejubeln konnte.
Die Eisbären blieben danach die spielbestimmende Mannschaft, von Frankfurt kam nach vorne fast gar nichts mehr. Bis zur 49. Spielminute, denn da verkürzte Noah Dunham auf 3:2 und sorgte hier nochmal für Spannung in der Hauptstadt.
Nur in der Folge mangelte es an richtig guten Torchancen auf beiden Seiten. Zweikämpfe bestimmten das Spiel in dieser Phase. 2:11 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm Löwen-Coach Tom Pokel seine Auszeit und wenig später auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären durch Yannick Veilleux zur Entscheidung – 4:2 (59.).
Pokel nahm trotzdem nochmal seinen Goalie vom Eis und wollte nochmal alles versuchen, um hier vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Aber die Eisbären ließen nichts mehr zu und feierten am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt.

5:4 n.P. in Nürnberg: Die Eisbären gewinnen das hitzige Auswärtsspiel im Frankenland

Puh, was für ein verrücktes Spiel: Die Eisbären Berlin sind mit einem Auswärtssieg aus der Deutschland-Cup-Pause gekommen. Am Ende gewann man mit 5:4 n.P. (2:2,1:1,1:1/0:0,1:0) bei den Nürnberg Ice Tigers und holte sich am Ende zwei wichtige Punkte. Dennoch gab es wieder Licht und Schatten bei den Eisbären, die erneut eine 2:0-Führung zwischenzeitlich verspielten. Aber man trotzte auch zwei Rückständen und bewies erneut Moral. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Neuzugang Jean-Sébastien Dea (verletzt) verzichten, dafür rückte Marcel Noebels wieder ins Line-up. Die Defensiv-Pärchen wurden komplett neu zusammengestellt: Jonas Müller/Les Lancaster – Eric Mik/Mitch Reinke – Norwin Panocha/Adam Smith.
In der Offensive gab es zwei neue Formationen. Rückkehrer Noebels bildete zusammen mit Blaine Byron und Liam Kirk eine Reihe. Zudem kehrte Manuel Wiederer zurück in die Offensive und stürmte zusammen mit Eric Hördler und Yannick Veilleux. Dazu stand Matej Leden als 13. Stürmer im Kader.
Im Tor begann erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Eisbären spielten zuletzt sehr gerne gegen die Franken, gewann man doch die letzten zehn Spiele in Serie. Was beide Mannschaften in dieser Saison eint, sind die großen Personalprobleme. So traten die Ice Tigers heute nur mit drei Reihen an, während die Eisbären dank des großen Kaders trotz vieler Ausfälle ein volles Line-up auf das Eis schicken konnten. Wer kam besser aus der Deutschland-Cup-Pause?

Sorgte für das erste Powerplaytor nach zuvor fünf Spielen ohne Überzahltor: Marcel Noebels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Spiel hatten die Berliner das erste Powerplay und genau da drückte in der bisherigen Saison doch der Schuh. Die Eisbären stellten nämlich das schlechteste Powerplay der Liga und trafen in den letzten fünf Spielen nicht mehr in Überzahl. Aber eine Länderspielpause ist auch dafür da, um an Baustellen zu arbeiten. Gesagt, getan – denn Marcel Noebels traf zum 1:0 in Überzahl (4.). Blaine Byron hatte Niklas Treutle sehr gut die Sicht vor dem Tor genommen. Und auch von Noebels war es die richtige Antwort auf seinen Tribünenplatz im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup-Pause.
Die Eisbären blieben auch danach sehr druckvoll und standen defensiv sehr kompakt. Insgesamt war es eine Partie, welche von hohem Tempo geprägt war.
Mitte des ersten Drittels durfte dann Nürnberg erstmals in Überzahl spielen. Und auch das Unterzahlspiel – vor allem auswärts – war ein großes Problem bei den Eisbären. Denn statistisch gesehen hatte man auswärts das schlechteste Penalty Killing aller Teams in der PENNY DEL. Aber auch daran schien man in der Pause gearbeitet zu haben, denn die erste Unterzahl überstand man ohne größere Probleme.
Die Eisbären spielten vor allem sehr effektiv. Direkt nach einem Bully im Angriffsdrittel schnappte sich Ty Ronning die Scheibe und fackelte nicht lange – 2:0 (12.).
Nur 29 Sekunden später fuhren die Franken aber einen Konter, welchen Charlie Gerard eiskalt abschloss und auf 2:1 verkürzte (13.).
Fortan ließen die Eisbären das zweite Powerplay ungenutzt und kassierten praktisch im Gegenzug das 2:2. Vorausgegangen war ein Fehler im Spielaufbau von Eric Mik, welchen Nürnberg durch Samuel Dove-McFalls zu nutzen wusste (18.). Ein wildes erstes Drittel in Nürnberg, in dem die Berliner mal wieder eine 2:0-Führung verspielten. Daran hatte man in der Pause also nicht gearbeitet, wie man mit einer Zwei-Tore-Führung umgeht.
Nürnberg hatte danach das Momentum auf seiner Seite und wollte noch im ersten Drittel das Spiel komplett drehen, was ihnen aber nicht gelang. Doch Nürnberg nahm ein vierminütiges Powerplay mit in die erste Drittelpause. Vier Minuten, weil Lean Bergmann mit seiner Strafe nicht einverstanden war.

Erzielte den wichtigen Ausgleich zum 3:3 – Eric Mik (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Lange Zeit sah es so aus, als würden die Eisbären diese lange Unterzahl überstehen, aber in der letzten Minute schlug Brett Murray doch noch zu und fälschte die Scheibe entscheidend vor dem Tor ab – 2:3 (24.). Damit hatte Bergmann seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen, denn ohne sein Meckern wäre die Strafe ohne Konsequenz geblieben. So war es aber die zweite Strafe, in der das Tor fiel. Die Eisbären hatten das Spiel also komplett abgegeben und mussten fortan einem Rückstand hinterherlaufen.
Die Berliner taten sich weiterhin schwer, konnten auch ein weiteres Powerplay nicht nutzen. Dabei waren die Hausherren sogar die gefährlichere Mannschaft, weil den Eisbären schlichtweg zu viele Fehler unterliefen.
Doch in der Folge hatten die Eisbären ihre Chancen, aber Liam Kirk (Powerplay) und Andreas Eder ließen jeweils den Ausgleich liegen. Die Berliner hatten die Schlagzahl deutlich erhöht und drängten die Gastgeber ins eigene Drittel. Da machte sich der Kräfteverschleiß so langsam aber sicher bemerkbar.
Das die Eisbären zum Ende hin kein weiteres Powerplay hatten, war auch eine krasse Fehlentscheidung. Justus Böttner mit zwei Crosschecks gegen Ty Ronning, der nichts gemacht hat, aber dennoch wurden beide rausgeschickt. Muss man nicht verstehen, da hätte eigentlich nur Böttner eine Strafzeit verdient gehabt.
Die „Strafe“ folgte auf dem Fuß, denn Eric Mik belohnte die Eisbären für den Aufwand mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3. Sein Onetimer schlug hinter Treutle ein, starkes Tor vom Allrounder der Eisbären (40.). Somit stand es auch nach 40 Minuten Unentschieden.

Ty Ronning sorgte für den Ausgleich 61 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das letzte Drittel begannen die Berliner in Unterzahl, aber in einfacher. Diesmal überstanden die Eisbären die Unterzahl aber ohne größere Probleme.
Danach entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch, beide Teams wollten das Spiel nun für sich entscheiden. Es waren die Berliner, welche im Powerplay nach dem Powerbreak richtig viele gute Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten. Im selben Powerplay lief aber auch Greg Meireles alleine auf Hildebrand zu, ließ die ebenso dicke Chance aber auch liegen.
Das Spiel blieb weiter spannend und von hohem Tempo geprägt. Und Nürnberg bot sich in der Schlussphase die dicke Chance in Überzahl, um den Führungstreffer zu erzielen. Doch die Hauptstädter überzeugten mit einem starken Penalty Killing. Trotzdem kassierten die Eisbären den Gegentreffer, als sie wieder komplett waren. Murray mit dem Auge für Evan Barratt und der überwand Jake Hildebrand in der kurzen Ecke – 3:4 (58.).
Nun waren die Eisbären gefordert, wollten sie die Niederlage in Nürnberg noch abwenden. Trainer Serge Aubin zog den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers und das nutzten die Berliner zum 4:4 durch Ty Ronning, 61 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels. Da war sie also wieder, diese unglaubliche Moral der Eisbären. Damit sicherten sich die Berliner einen Punkt in einem am Ende sehr hitzigen Spiel, woran die beiden Hauptschiedsrichter einen großen Anteil hatten. Ein sehr unglücklicher Auftritt von den Beiden.

In der Overtime hatten die Franken dann ein Powerplay und die dicke Chance zur Entscheidung. Aber die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor, obwohl Nürnberg gute Chancen hatte. Aber auch die Eisbären hatten ihre Chance, welche sie nicht nutzen konnten. Somit musste dieses Spiel im Penaltyschießen entschieden werden. Und dort hatten die Eisbären das bessere Ende auf ihrer Seite. Ty Ronning und Liam Kirk trafen für die Berliner und sicherten so am Ende den Zusatzpunkt in einem verrückten Eishockeyspiel.

1:4-Niederlage gegen Bremerhaven: Ein gebrauchter Nachmittag für die Eisbären Berlin

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #15:

Die Eisbären Berlin verabschieden sich mit einer Niederlage gegen Bremerhaven in die Deutschland-Cup-Pause. Am Ende hieß es 1:4 (0:2,1:1,0:1). Die Eisbären waren zwar sichtbar bemüht und haben viel versucht, aber es mangelte an den nötigen Mitteln, um die Defensive der Pinguins zu knacken. So war es auch für deren Neuzugang Julius Hudacek im Tor ein einfaches Spiel, der ja mit den Eisbären bisher keine so guten Erfahrungen gemacht hatte. Zu allem Überfluss konnten mit Eric Hördler und Jean-Sébastien Dea zwei Stürmer das Spiel nicht beenden. Hoffen wir mal, dass sich da nicht die nächsten Spieler für längere Zeit verabschiedet haben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Lean Bergmann zurückgreifen. Dafür fehlte Marcel Noebels im Line-up. Bergmann nahm direkt den Platz von Noebels in der Reihe mit Andreas Eder und Markus Vikingstad ein. Zudem wechselten Matej Leden und Norwin Panocha ihre Positionen – zumindes auf dem Spielberichtsbogen. Leden stand in der nominell vierten Reihe mit Eric Hördler und Blaine Byron, Panocha war als siebter Verteidiger gelistet. Im Tor begann heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Eisbären trafen heute auf ihren Angstgegner, schließlich hatte man die letzten vier Spiele gegen Bremerhaven verloren. Darunter war auch das erste Duell an der Küste, welches mit 1:5 deutlich verloren ging. Damals traten die Berliner aber auch nur mit einem Rumpfkader an. Heute hatte man ein volles Line-up dabei und wollte endlich mal wieder ein Sieg gegen Bremerhaven einfahren. Klappte das oder setzte es die fünfte Niederlage in Serie?

Trotz Überlegenheit konnten die Eisbären Julius Hudacek im ersten Drittel nicht überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären traten heute mit ihrem dritten Trikot an. Dieses erinnerte an die erste Meistersaison 2005, als die Eisbären im Finale gegen den Erzrivalen Mannheim gewannen. Sehr schickes Jersey!
Die Hausherren dominierten die Anfangsphase ganz klar. Dazu hatte man auch zweimal die Chance in Überzahl zu agieren. Man drückte Bremerhaven ins eigene Drittel, ließ die Scheibe sehr gut laufen, tat sich aber im Abschluss sehr schwer. Es hat halt Gründe, warum die Eisbären das schlechteste Powerplay der Liga haben. Aber immerhin zeigte man sich sehr bemüht und engagiert, daran etwas zu ändern.
Von Bremerhaven kam hier rein gar nichts, die Eisbären beschäftigten sie ausnahmslos im eigenen Drittel.
Als sich Bremerhaven aber auch mal vor dem Berliner Tor zeigte, klingelte es. Rayan Bettahar hatte die Scheibe unter die Latte genagelt – 0:1 (12.). Mit dem ersten Torschuss und dann auch noch ein Ex-Eisbär. Kannst du dir nicht ausdenken, aber wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird eben hinten bestraft.
Die Pinguins waren danach besser drin im Spiel und bekamen selbst ihr erstes Powerplay, welches die Eisbären problemlos überstanden. Das 0:1 hatte so ein wenig den Schwung aus dem Berliner Spiel genommen.
In der Schlussphase die Gäste mit dem nächsten Powerplay und dieses nutzten sie zum 0:2. Alex Friesen hatte getroffen und sorgte so für eine überraschende Pausenführung der Pinguins, welche sich so in den ersten zehn Minuten nicht angedeutet hatte. Nun waren einmal mehr die Comeback-Qualitäten der Eisbären gefragt.

Bremerhaven machte den Eisbären das Leben enorm schwer. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des zweiten Drittels drückten die Eisbären Bremerhaven wieder ins eigene Drittel und wollten den Anschlusstreffer erzwingen. Doch es mangelte weiterhin an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor der Gäste. Die Pinguins verteidigten das aber auch sehr stark und gaben den Berlinern nur wenig Raum, um die gefährlichen Spielzüge aufzuziehen.
Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Angriffsbemühungen der Eisbären prallten an der Pinguins-Defensive ab. Bremerhaven tat nicht mehr als nötig, das Ergebnis spielte ihnen da in die Karten.
Auch im nächsten Powerplay fanden die Eisbären keine Lücke in dem Abwehr-Bollwerk. Und wenn doch was durchkam, war es leichte Beute für Julius Hudacek. Der trumpfte heute Nachmittag gegen seinen persönlichen Angstgegner auf.
Und Bremerhaven spielte das weiterhin eiskalt und effektiv. Schneller Konter, Querpass und 0:3 (35.). Nicolas Krämmer war der Torschütze. Das war heute wieder so ein Nachmittag, an dem du noch so viel investieren kannst, am Ende geht keine Scheibe rein.
Kaum schreibe ich das, arbeiteten die Eisbären die Scheibe ins Tor und bezwangen endlich Julius Hudacek. Rückkehrer Blaine Byron hatte die Scheibe am Ende über die Linie gedrückt – 1:3 (37.). Liam Kirk war klasse mit der Scheibe hinters Tor gefahren und brachte sie dann gefährlich vor das Tor, wo Byron zur Stelle war.
Damit brachte er die Hoffnung nochmal zurück, aber die Eisbären waren nun im letzten Drittel gefordert, wollte man die fünfte Niederlage in Serie gegen Bremerhaven abwenden.

Vor dem Tor erwies sich Bremerhaven heute als sehr effektiv und äußerst eiskalt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im Schlussdrittel änderte sich nicht viel. Die Eisbären weiterhin bemüht, aber ebenso weiterhin sehr ungenau im Spielaufbau. Die Strapazen der letzten Wochen merkte man der Mannschaft doch deutlich an. Die Deutschland-Cup-Pause kommt da genau zum richtige Zeitpunkt.
Bremerhaven lauerte auf Konter, um das Spiel zu entscheiden. Andy Miele war dann auch mal durch, scheiterte aber an Jake Hildebrand.
Egal, was die Eisbären im Anschluss versuchten, es war immer ein Schläger oder sonst etwas im Weg. Bremerhaven verteidigte das wirklich mit enorm viel Leidenschaft und machte es den Berlinern somit sehr schwer, hier zum Torerfolg zu kommen.
So stand am Ende eine Heimniederlage gegen Bremerhaven, welche am Ende sogar 1:4 ausging. Bennet Roßmy (ein weiterer Ex-Eisbär) traf. Aber das war auch eher ein Slapsticktor, die Scheibe spielte Ping-Pong und ging am Ende über die Linie. Das Gegentor passte irgendwie zu diesem Nachmittag. Vermutlich hätten die Eisbären auch noch weitere drei Drittel spielen können, sie hätten kein weiteres Tor mehr erzielt. Die Pause kommt jetzt wirklich zum besten Zeitpunkt. Die Spieler können ihre Akkus wieder aufladen und nach der Deutschland-Cup-Pause wieder angreifen. Mit den ersten 17 Saisonspielen und der Punkteausbeute kann man angesichts der großen Personalsorgen mehr als zufrieden sein. Und dafür gilt nach wie vor der aller größte Respekt, wie sie diese schwierige Phase gemeistert haben.

4:3 n.V.! Markus Vikingstad erlöst die Eisbären in der Overtime

Die Eisbären Berlin können aktuell nicht ohne Spannung und Dramatik: Beim Auswärtsspiel in Schwenningen feierten die Hauptstädter am Ende einen knappen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Dabei verspielte man zwischenzeitlich eine 2:0-Führung, tat sich danach sehr schwer, fand am Ende dann aber doch wieder einen Weg, um ein Spiel zu gewinnen. Wahnsinn!

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute endlich wieder Blaine Byron zur Verfügung. Dafür fehlte Lean Bergmann krankheitsbedingt, während Jake Hildebrand eine Pause erhielt. Jonas Stettmer stand im Tor, Lennart Neiße war als Back-up dabei.
In der Defensive tauschte Aubin zwei Verteidiger-Pärchen. Eric Mik bekam Les Lancaster an die Seite und Adam Smith verteidigte mit Mitch Reinke zusammen.
In der Offensive rückte Marcel Noebels für Bergmann in die Reihe mit Markus Vikingstad und Andreas Eder. Die vierte Reihe bestand aus Norwin Panocha, Rückkehrer Byron und Eric Hördler. Matej Leden stand ebenso im Kader.

Die Eisbären kamen mit viel Selbstvertrauen in den Schwarzwald, hatte man doch am Mittwoch die große Aufholjagd gegen Mannheim mit einem Sieg gekrönt. Aber heute traf man auf den Angstgegner der letzten Jahre, denn neun der letzten 13 Partien gingen an die Wild Wings. Vergangene Saison gewannen beide Teams je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Wer hatte heute das bessere Ende auf seiner Seite?

Eric Mik brachte die Eisbären früh in Führung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Es war ein munterer Beginn in der Helios Arena mit Vorteilen für die Eisbären, welche dann auch folgerichtig mit 1:0 in Führung gingen. Joacim Eriksson konnte nur prallen lassen und Eric Mik staubte trocken ab (7.).
Die Eisbären schafften es, den sonst gewohnten druckvollen Start der Wild Wings nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Man stand defensiv sehr kompakt und machte die gefährlichen Räume gut zu. Erst nach dem Powerbreak hatten die Hausherren mal einen starken Wechsel, der zu einer guten Chance von Mirko Höfflin führte.
Fortan waren die Gastgeber wach und nahmen auch am Spiel teil. Haakon Hänelt hatte den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Stettmer. Direkt im Gegenzug erwiesen sich die Eisbären als eiskalt und stellten durch Ty Ronning auf 2:0 (16.).
Beide Mannschaften hatten in der Folge beste Chancen, aber weitere Treffer sollten keine mehr fallen. So nahmen starke Eisbären eine verdiente 2:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Jordan Szwarz nutzte ein katastrophales Stellungsspiel der Eisbären zum 2:2 aus. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel sorgte Andreas Eder für das erste Highlight, doch sein Solo endete nicht mit dem 3:0. Dafür gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Zwei-auf-Null-Konter der Wild Wings, Jonas Stettmer kamen einen Tick zu spät aus seinem Tor, Sebastian Uvira schnappte sich die Scheibe und passte sie rüber auf Tyson Spink, welcher nur noch ins leere Tor einschieben musste – 2:1 (26.).
Fortan war es ein Duell auf Augenhöhe und Schwenningen schnupperte am Ausgleich. Daniel O´Regan kam zum Abschluss, Jonas Stettmer fälschte die Scheibe entscheidend ab und lenkte sie so an den Pfosten. Glück für die Eisbären!
In der Schlussphase hatten die Eisbären ihr erstes Powerplay, doch da kassierten sie den Ausgleich. Schwenningen brachte die Scheibe durch Ben Marshall aus dem eigenen Drittel, Alexander Karachun behauptete sie hinter dem Tor und sah Jordan Szwarz komplett blank im Slot stehen – 2:2 (37.). In Unterzahl hatte Szwarz zu viel Platz, da stimmte überhaupt nichts im Stellungsspiel der Eisbären. Dieses Gegentor dürfte dem Trainerteam überhaupt nicht gefallen haben. Aber es hatte sich so ein wenig angekündigt, denn die Wild Wings waren nach dem Anschlusstreffer besser drin im Spiel. So stand es nach 40 Minuten 2:2.

Ty Ronning schickte das Spiel in die Verlängerung. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Und es sollte noch schlimmer für die Eisbären kommen. Keine drei Minuten waren gespielt, da drehte Daniel O´Regan das Spiel komplett. Mit seinem ersten Versuch scheiterte er noch an Stettmer, fuhr rum ums Tor und traf zum 3:2 (43.).
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach einer Antwort, taten sich aber schwer. Schwenningen blieb derweil weiterhin gefährlich und schnupperte am 4:2. Das Momentum war nun ganz klar auf Seiten der Wild Wings.
Die Partie blieb auch in der Folge weiter sehr hart umkämpft. Schwenningen hatte weiter die gefährlicheren Chancen. Die Eisbären blieben weiterhin bemüht, aber die Wild Wings bekamen es sehr gut hin, die gefährlichen Räume zuzumachen.
Den Eisbären bot sich aber nach dem Powerbreak die Chance zum Ausgleich in Überzahl, aber auch da fanden die Berliner nicht die Lücke in der Schwenninger Defensive. Was aber generell gerade ein Problem ist, denn es war das zehnte Powerplay in Serie ohne eigenes Tor.
Doch die Eisbären haben eine Geheimwaffe im Kader. Freddy Tiffels mit einem herausragenden Pass auf Ty Ronning, der wurde arg bedrängt, setzte sich aber trotzdem durch und netzte eiskalt ein – 3:3 (56.). Starker Pass, starker Abschluss!
Danach passierte nichts mehr und somit ging es für die Eisbären zum dritten Mal in die Verlängerung.

Und in dieser hatten die Eisbären zwei dicke Chancen zur Entscheidung, aber Teufelskerl Eriksson schlug mal wieder zu. Er bewies einmal mehr seine Extraklasse im Tor. Beim entscheidenden Gegentor konnte er dann aber nichts machen. Markus Vikingstad schoss Ben Marshall an und vom Verteidiger rutschte die Scheibe über die Linie – 4:3 (64.). Ein glückliches Ende für die Eisbären also, aber auch wieder ein Sieg der großartigen Moral der Berliner. Man hatte eine 2:0-Führung verspielt, lag 2:3 hinten, kommt am Ende aber wieder zurück und sichert sich zwei Punkte. Und der nächste Sieg mit einem Tor Unterschied. Auch das verdient die größte Anerkennung!

4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand: Ty Ronning sorgt für Ekstase in der Arena am Ostbahnhof

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #14:

Was für ein Spiel: Die Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker gegen die Adler Mannheim mit 4:3 n.V. (1:2,0:1,2:0/1:0) gewonnen. 40 Minuten tat man sich sehr schwer gegen effektive Mannheimer. Doch im Schlussdrittel spielten nur noch die Eisbären und feierten am Ende einen verdienten Sieg in der Verlängerung. Siege gegen Mannheim schmecken immer besonders gut! Gerade nach so einem Spielverlauf.

Eisbären-Trainer Serge Aubin setzte heute wieder Norwin Panocha als siebten Verteidiger ein und ließ somit Moritz Kretzschmar draußen. Ansonsten blieb die Defensive unverändert. Jake Hildebrand hütete erneut das Berliner Tor.
In der Offensive blieb einzig die Reihe um Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann zusammen. In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Freddy Tiffels heute Leo Pföderl als Center an die Seite gestellt. Die zweite Reihe wurde komplett neu zusammengestellt und bestand aus Yannick Veilleux, Jean-Sébastian Dea und Liam Kirk. Und die nominell vierte Reihe bildeten Eric Hördler, Matej Leden und Marcel Noebels.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem 1:7 am dritten Spieltag in Mannheim wollten die Eisbären Revanche nehmen. Das aber rein auf sportliche Art und Weise, denn keiner wollte mehr so ein Skandalspiel erleben wie an jenem Freitagabend in der Kurpfalz. Da rückte das Sportliche und auch das erste DEL-Tor von Max Penkin in den Hintergrund. Konzentrierten sich beide Mannschaften heute lieber auf das Sportliche und boten den Zuschauern in der Uber Arena ein klasse Eishockeyspiel oder gab es die nächste Schlacht zwischen den beiden Erzrivalen?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zumindest begann das Spiel ganz normal und ohne Schlägerei nach dem ersten Bully. Ein Fortschritt zum ersten Spiel in Mannheim. Kein Fortschritt war das schnelle Gegentor nach nur 25 Sekunden. Lukas Kälble mit der kalten Dusche für die Eisbären – 0:1 (1.).
Die Hausherren hatten aber unmittelbar danach das erste Powerplay und somit die Chance zum schnellen Ausgleich, man konnte dieses aber nicht nutzen, weil Mannheim das insgesamt gut weg verteidigte.
Danach war es das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den beiden Erzrivalen. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen wenig zu. Mitte des ersten Drittels war es aber Lean Bergmann, der mal den Turbo zündete und die Lücke in der Adler-Defensive aufriss. Er fand Markus Vikingstad und der ließ die Arena am Ostbahnhof erstmals an diesem Abend beben – 1:1 (10.).
Aber Mannheim war keinesfalls geschockt und schlug im Stile einer Spitzenmannschaft direkt zurück. Max Penkin war der Torschütze. Jener Penkin also, der im ersten Duell sein erstes DEL-Tor überhaupt erzielt hatte. Das 2:1 war sein zweites Saisontor. Die Eisbären scheinen dem Youngster also zu liegen.
Man merkte beiden Mannschaften an, dass es hier um viel mehr als nur um drei Punkte ging. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, um jede Scheibe verbissen gekämpft. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen in der Offensive. Nach 20 Minuten führten die Adler mit 2:1 in Berlin.

Erzielte auch im zweiten Spiel gegen die Eisbären ein Tor: Youngster Max Penkin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren zu Beginn des Mitteldrittels sichtlich bemüht, sich Torchancen zu erspielen. Mannheim machte aber die gefährlichen Räume gut zu und es den Berliner so schwer. Auch ein Powerplay konnte man in dieser Anfangsphase nicht nutzen. Doch die Berliner blieben weiter dran, während Mannheim sich eher auf Konter konzentrierte.
Erstmals für Gefahr sorgten die Kurpfälzer nach dem Powerbreak, als sie in Überzahl agierten. Mannheim setzte sich im Angriffsdrittel fest und kam auch zu Chancen, welche Jake Hildebrand jedoch allesamt zunichte machte. Aber just in dem Moment, als die Berliner wieder vollzählig waren, schlug es hinten ein. Anthony Greco hatte zum 1:3 getroffen (31.).
Das Problem lag auf der Hand: Mannheim nutzte seine Chancen effektiv, die Eisbären hingegen nicht. Nach einem feinen Pass auf Liam Kirk kam der zum Abschluss, Johan Mattsson war jedoch zur Stelle. Ein Mannheimer Spieler rutschte aus und Freddy Tiffels war durch, überlegte vor dem Tor jedoch zu lange. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte den Eisbären in dieser Partie, aber auch generell in letzter Zeit.
Auch mit einem weiteren Powerplay zum Ende des zweiten Drittels fand man keinen Weg an Mattsson vorbei, weshalb es nach 40 Minuten 1:3 stand.

Markus Vikingstad (rechts) düpierte die Mannheimer mit seinem Solo im Schlussdrittel zum 3:3. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären hatten also einen weiten Weg vor sich, wollten sie hier noch etwas Zählbares mitnehmen. Aber Mannheim schaffte es weiterhin, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. So zwang man die Berliner zu Schüssen von außen, was natürlich für weniger Gefahr vor Mattsson sorgte.
In der 48. Spielminute fand man dann aber die Lücke und konnte auf 2:3 verkürzen. Leo Pföderl brachte die Hoffnung zurück nach Berlin.
Und in der 50. Spielminute eskalierte die Arena am Ostbahnhof komplett, als Markus Vikingstad die Adler-Spieler wie Slalomstangen benutzte und am Ende auch Johan Mattsson alt aussehen ließ – 3:3!
Mannheim verlor daraufhin mal kurz die Nerven – wie sollte es auch anders sein. Anthony Greco und Eric Mik lieferten sich eine kurze aber heftige Schlägerei, welche Mik für sich entscheiden konnte. Kurz darauf die Eisbären mit einem Mann mehr und der großen Chance, das Spiel zu drehen. Mannheim wirkte angeknockt und konnte sich kaum noch befreien. Aber die Berliner ließen diese Chance ungenutzt.
Doch hier lag inzwischen der Führungstreffer für die Hauptstädter in der Luft. Diese hatten das Schlussdrittel komplett im Griff gegen einen wankenden Tabellenführer, der hier erst in den letzten Minuten auch mal wieder für Torgefahr vor Jake Hildebrand sorgte.
In der Folge sollte kein weiterer Treffer mehr fallen, weshalb beide Mannschaften nach 60 Minuten einen Punkt sicher hatten. Dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel verdienten sich die Eisbären diesen auch redlich, bei besserer Chancenverwertung wären sogar drei Punkte möglich gewesen. Aber dennoch Hut ab vor der Moral und dem Kampfgeist dieser Mannschaft!

Und dieses Spiel hatte noch nicht den Höhepunkt erreicht: Es lief die 62. Spielminute, Mannheim scheiterte an Jake Hildebrand, die Eisbären fuhren den Konter und Ty Ronning sorgte für den nächsten Jubel-Orkan in der Arena am Ostbahnhof – 4:3! Und dieser Sieg war am Ende dank des Schlussdrittels auch mehr als verdient, da von Mannheim nichts mehr kam. Ganz starke Leistung, Jungs!

3:4 n.V.! Die Eisbären verlieren das hart umkämpfte Spitzenspiel gegen Augsburg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel gegen die Augsburger Panther knapp mit 3:4 n.V. verloren und damit auch das zweite Spiel an diesem Wochenende. Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel, in dem die Eisbären Licht und Schatten in ihrem Spiel hatten. Selbst eine 2:0-Führung sorgte nicht für die nötige Sicherheit gegen eine zurzeit sehr starke Augsburger Mannschaft. Somit war dieser Sieg der Panther am Ende auch nicht unverdient.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute direkt die beiden Neuzugänge einsetzen. Jean-Sébastien Dea stürmte in der ersten Reihe zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Les Lancaster bildete ein Verteidiger-Duo mit Adam Smith. Alles andere blieb in der Defensive gleich. Jedoch fehlte heute Norwin Panocha. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei, während Jake Hildebrand erneut das Tor hütete.
In der Offensive bildeten Leo Pföderl, Liam Kirk und Marcel Noebels die zweite Reihe. Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Matej Leden und Yannick Veilleux.

Eisbären gegen Augsburg, Spitzenspiel in der PENNY DEL. Denn der Tabellenfünfte empfing den Tabellenvierten. Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet, aber der AEV legte ein starkes erstes Saisonviertel hin und feierte zuletzt sechs Siege in Serie. Die letzte Niederlage kassierten die Fuggerstädter derweil gegen den heutigen Gegner. Es wurde also Zeit, dass die Eisbären die Serie der Panther heute wieder beendeten.

Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Eisbären im ersten Drittel gleich zwei Tore bejubeln. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann mit einer sensationellen Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve. Wieder einmal überragend, Jungs und Mädels!
Und nach rund fünf Minuten gab es bereits Grund zum Jubeln, denn der Neuzugang Jean-Sébastien Dea netzte im Slot stehend zum frühen 1:0 ein. Traum-Einstand der neuen Nummer 17 und anscheinend wieder mal ein glückliches Händchen von Sportdirektor Stéphane Richer.
Die Hausherren blieben dran, drückten Augsburg immer wieder ins eigene Drittel und arbeiteten in der achten Spielminute die Scheibe förmlich über die Linie. Am Ende war es Markus Vikingstad, der auf 2:0 stellte. Die Eisbären hatten sich hier richtig was vorgenommen gegen die zuletzt so starken Panther. Aber man merkt, wie schwer es ist gegen die Eisbären zu spielen, wenn sie in voller Stärke sind. Nach langer Zeit konnte Trainer Aubin heute wieder mit dem vollen Line-up spielen, was man sofort sah.
Die Gäste aus Augsburg hatten große Probleme mit dem aggressiven Forechecking der Berliner und mussten sich von dem Doppelschlag erstmal erholen. Das taten sie erfolgreich, denn Alexander Blank verkürzte in der 13. Spielminute auf 2:1.
Augsburg schaffte es in der Folge, den Schwung aus dem Spiel der Eisbären zu nehmen und selbst mal gefährlich vor das Berliner Tor zu kommen. Nun waren es die Panther, welche die Eisbären früh im Spielaufbau störten. Inzwischen war es das erwartet hart umkämpfte Spitzenspiel zwischen Berlin und Augsburg.
Die Panther hatten in der Schlussphase das erste Powerplay der Partie und somit die Chance zum Ausgleich. Aber die Eisbären mit einem starken Penalty Killing. Daran hatte man also in der kurzen Zeit zwischen dem Auswärtsspiel in München am Donnerstag und heute gearbeitet, denn am Oberwiesenfeld hatte man kein Mittel parat gehabt in Unterzahl und verlor am Ende das Spiel knapp mit 2:3. So nahmen die Eisbären eine knappe 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel blieb es ein munterer Schlagabtausch. Die Panther bekamen im Mitteldrittel das zweite Powerplay der Partie, diesmal konnten sie es nutzen. D.J. Busdeker hatte abgezogen und für das 2:2 gesorgt (28.). Somit ging das Spitzenspiel wieder von vorne los und Augsburg bewies, dass es derzeit zurecht weit oben in der Tabelle steht.
Die Eisbären wirkten in dieser Phase völlig unsortiert in der Defensive, was Augsburg beinahe zum 3:2 nutzte. Querpass auf Riley Damiani und der bekam die Scheibe nicht im leeren Tor unter. Glück für die Eisbären. Damiani konnte es selbst nicht fassen, dass er diese dicke Chance liegen ließ.
Danach war es wieder ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor suchten. Dabei waren die Augsburger die gefährlichere Mannschaft. Zweimal rettete Jake Hildebrand in höchster Not. Defensiv wirkten die Eisbären längst nicht mehr so stabil wie noch im ersten Drittel.
Den Eisbären bot sich in der Schlussphase die dicke Chance zur erneuten Führung, denn man hatte für 1:36 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis. Die Berliner ließen die Scheibe gut laufen und suchten nach der Lücke in der AEV-Defensive, welche man jedoch nicht fand und so diese XXL-Chance ungenutzt ließ. Doch direkt danach die Eisbären erneut in Überzahl, da Alexander Blank einen auf „Schwalbe“ machte und dafür zwei Minuten in die Kühlbox durfte. Liam Kirk hätte es beinahe bestraft, doch seine starke Aktion vor dem Tor endete mit dem Pfostenschuss. So stand es nach 40 Minuten 2:2 im Spitzenspiel.

Am Ende jubeln die Augsburger Panther in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

30 Sekunden dauerte es im Schlussdrittel nur, ehe Andreas Eder den Hammer auspackte und bei angezeigter Strafzeit das 3:2 erzielte (41.). Die perfekte Reaktion der Hauptstädter auf das nicht so gute Mitteldrittel.
Aber Augsburg kombinierte sich wenig später zum Ausgleich. Am Ende schloss Cody Kunyk ab und stellte auf 3:3 (44.). Die Moral der Gäste ist einfach unglaublich, sie steckten hier nie auf, egal wie es stand.
Im Augsburger Powerplay tanzte sich auf einmal Andreas Eder bis zum Tor durch, scheiterte aber an Peyton Jones. Das wäre die perfekte Antwort auf den Ausgleich der Gäste gewesen.
Kurz vor dem Powerbreak die Gäste mit einer guten Drangphase, aber die Eisbären konnten diese ohne ein weiteres Gegentor überstehen.
Die Panther wirkten auch nach dem Powerbreak griffiger, wollten weiter das Führungstor erzielen. Die Eisbären waren zwar auch bemüht, nach vorne zu spielen, fanden aber nur selten den Weg vorbei an der AEV-Defensive.
Am Ende blieb es nach 60 Minuten beim 3:3 und somit ging auch das zweite Duell zwischen Berlin und Augsburg in die Verlängerung. Absolut leistungsgerecht.

Im ersten Spiel in Augsburg dauerte es nur fünf Sekunden, ehe Freddy Tiffels das Spiel in der Overtime entschieden hatte. Heute sollte es aber länger dauern. Beide Teams suchten in der Verlängerung die Entscheidung, auf Seiten der Eisbären wäre beinahe Neuzugang Les Lancaster der Matchwinner geworden, doch er scheiterte mit seinem Schuss denkbar knapp. Und so kam es, wie es kommen musste. Zwei-auf-eins-Konter der Panther und am Ende war es Alexander Blank, der die Scheibe im leeren Tor versenkte – 3:4 (63.). Das war überragend ausgespielt und Ex-Eisbär Alex Grenier gab die Vorlage. Am Ende kein unverdienter Sieg der Fuggerstädter, die damit den siebten Sieg in Serie eingefahren haben.