
Die Eisbären Berlin haben einen perfekten Start in die diesjährige European Trophy gefeiert. Der DEL-Rekordmeister gewann sein Auftaktspiel bei Kärpät Oulu klar mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0). Überragende Akteure auf Seiten der Hauptstädter waren Goalie Rob Zepp, der eine überragende Leistung zeigte und Stürmer Barry Tallackson, der gleich zwei Treffer erzielen konnte.
Dabei erwischten die Gastgeber den besseren Start und setzten die Berliner sofort unter Druck. Doch bereits in der Anfangsphase zeigte Rob Zepp im Eisbären-Tor mehrfach sein Können. Fast wie aus dem Nichts fiel dann in der siebten Minute die Führung der Eisbären. Oulu hatte zwar ein Überzahlspiel, doch Barry Tallackson netzte in Unterzahl zum 1:0 ein.
Die Führung gab den Eisbären mehr Selbstvertrauen, fortan übernahmen die Mannen vom neuen Chefcoach Jeff Tomlinson mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Doch ein weiterer Treffer sollte im Auftaktdrittel nicht mehr gelingen, auch nicht bei einer doppelten Überzahl. Somit gingen die Berliner also mit einer 1:0-Führung in die erste Drittelpause.
Für das zweite Drittel hatte sich Kärpät Oulu anscheinend sehr viel vorgenommen. Denn sie kamen sehr schwungvoll aus der Kabine und setzten die Eisbären mehrfach unter Druck. Ein ums andere Mal musste Keeper Rob Zepp in höchster Not retten.
Und wie bereits im ersten Drittel kamen die Berliner auch im zweiten Drittel zu einem Treffer, der sich mal so überhaupt nicht angedeutet hatte. Laurin Braun fuhr zusammen mit Mads Christensen einen Entlastungsangriff und schloß den 2-auf-1-Konter dann mustergültig ab – 2:0 (22.).
Auf diesen Treffer reagierten die Hausherren mit wütenden Angriffen, doch sie bissen sich weiterhin die Zähne am überragend haltenden Rob Zepp aus.
Die Eisbären übernahmen auch in diesem Drittel wieder so nach und nach die Kontrolle und konnte Mitte des zweiten Drittels selbst einmal ordentlich Druck erzeugen, doch mit einem Torerfolg konnten sie diese Druckphase nicht abschließen.
Beim Stand von 2:0 ging es dann in die zweite Drittelpause.
Das Schlussdrittel begann deutlich ruhiger als die beiden Drittel zuvor. Erst nach fünf Minuten im letzten Drittel nahm die Partie wieder etwas an Fahrt auf. Beide Mannschaften suchten nun wieder vermehrt den Weg zum Tor. Doch während die Spieler von Oulu weiterhin an Rob Zepp verzweifelten, zeigten die Eisbären, wie man seine Chancen eiskalt nutzt. Darin Olver lief alleine auf Jussi Rynnäs zu und ließ ihm keine Chance – 3:0 (54.).
Sechs Minuten vor dem Ende der Partie hatte Kärpät Oulu nochmal ein Überzahlspiel. Deren Trainer nahm dafür den Torhüter aus dem Tor, Oulu spielte somit nun also 6 gegen 4. Doch erneut scheiterten die Spieler der Hausherren an Rob Zepp. Und als Zepp gerade zweimal stark pariert hatte, nahm Barry Tallackson die Scheibe und schoss sie in Richtung des leeren Tores. Mit Erfolg, der Puck ging rein und Tallackson hatte bereits seinen zweiten Treffer an diesem Abend erzielt – 4:0 (56.).
Mehr passierte danach nicht mehr. Die Eisbären brachten die 4:0-Führung über die Zeit und feierten den ersten Sieg in der diesjährigen European Trophy.
Nach dem Spiel wurde Eisbären-Keeper Rob Zepp als Spieler des Spiels gewählt. Zweitbester Spieler war T.J. Mulock (Eisbären Berlin) und drittbester Spieler Saku Mäenalanen von Kärpät Oulu.

Die vergangene DEL-Saison begann für die Grizzly Adams Wolfsburg keinesfalls gut, am Ende war die Saison 2012/2013 aber dennoch ein großer Erfolg für die Niedersachsen. Denn trotz des Fehlstarts erreichte die Mannschaft von Coach Pavel Gross das Play-Off-Halbfinale und scheiterte erst dort an den Kölner Haien. Während andere Mannschaften wahrscheinlich nach dem Fehlstart den Trainer entlassen hätten, hielten die Niedersachsen an Gross fest. Eine kluge Entscheidung, wie sich später heraus stellen sollte.
Und wieder liegt eine weitere Woche der Sommerpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hinter uns. Aber immerhin ist der Saisonstart so langsam in Sicht. Etwas mehr als einen Monat dauert es noch, bis die Jubiläumssaison der DEL beginnt. Eishockey wird aber bereits jetzt schon wieder gespielt, denn die Teams absolvieren derzeit Testspiele im Hinblick auf die neue Saison. Was in dieser Woche so alles passiert ist, zeigt Euch unser Wochenrückblick:
In der vergangenen Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren die Krefeld Pinguine die große Überraschungsmannschaft. Vor der Saison galten die Seidenstädter für die Experten als krasser Außenseiter mit kaum Chancen im Hinblick auf die Play-Off-Qualifikation. Zu viele unerfahrene junge deutsche Spieler und zudem sehr dünn besetzt. Doch die Pinguine spielten eine überragende Saison, wurden Dritter nach der Hauptrunde und mussten sich erst im Halbfinale dem späteren Meister Eisbären Berlin geschlagen geben. Ob der KEV den Erfolg in der neuen Saison wiederholen kann, ist fraglich. Denn die Konkurrenz – allen voran München und Augsburg – haben stark investiert.