Nürnberg, Köln, Krefeld: Die Eisbären mit schweren Aufgaben bei DEL-Auswärtstour

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, der Liga-Alltag geht wieder los. Wobei von Pause für die Eisbären Berlin nicht zu reden war, denn die Berliner waren als letzte DEL-Mannschaft noch in der Champions Hockey League (CHL) aktiv. Aber im Achtelfinale bekam der DEL-Rekordmeister deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Gegen den schwedischen Meister und CHL-Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg schied man am Ende deutlich mit 2:10 (1:6 in Berlin/1:4 in Göteborg) aus. Gegen das schwedische Top-Team waren unsere Jungs chancenlos, da zeigte sich, wie groß die Lücke zu anderen internationalen Ligen ist und wie weit die DEL von diesen Ligen entfernt ist.

In der DEL geht es aber für die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp nicht einfacher weiter. Innerhalb von fünf Tagen stehen für unsere Jungs gleich drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Morgen Abend ist man bei den Thomas Sabo Ice Tigers zu Gast (Bully: 19:30 Uhr), Sonntag folgt der Klassiker bei den Kölner Haien (16:30 Uhr) und am Dienstag endet die Auswärtstour mit dem Gastspiel bei den Krefeld Pinguinen (19:30 Uhr). Man kann diese Woche wohl getrost als „Woche der Wahrheit“ bezeichnen. Denn mit 24 Punkten sind die Eisbären als Siebter momentan nur im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Gibt es auf der Auswärtstour kaum etwas zu jubeln, droht der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der drei Auswärtsspiele wie folgt:

Wir haben bei Frölunda so gespielt, wie du spielen musst, mit dem Kader, den wir haben. Wir müssen nur schauen, dass wir in Zukunft der gegnerischen Mannschaft nicht so viele Möglichkeiten in Überzahl geben.

Wirklich verbessert hat sich die Personalsituation der Berliner nicht. Marcel Noebels, Laurin Braun und Frank Hördler fehlen weiterhin, ein Einsatz von Kapitän André Rankel ist durch seinen fiebrigen Infekt mehr als unwahrscheinlich. So müssen also die Youngsters um Kai Wissmann, Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder in die Bresche springen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen, vor allem, wenn es in der Liga mit dem Auf und Ab so weitergeht wie vor der Länderspielpause. Das vor der Saison erklärte Ziel, man wolle oben mitspielen, ist so nicht zu erreichen.

Zumal die nächsten Aufgaben nicht einfach sind und man sich auswärts alles andere als leicht tut in dieser Saison. Nur drei von acht Spielen wurden auf fremden Eis gewonnen. 10 von 24 Punkten wurden nur eingefahren. Da man zu Hause noch nicht die erhoffte Heimstärke hat, muss man endlich auswärts anfangen, konstant zu punkten. Sonst wird die direkte Play-Off-Qualifikation diese Saison nicht leicht.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgImmerhin tut sich der morgige Gegner Nürnberg auf eigenem Eis sehr schwer, gewann nur drei von sieben Heimspielen und holte nur 10 von möglichen 21 Punkten. Die Franken stehen punktgleich vor den Eisbären dank der deutlich besseren Tordifferenz, zudem hat Nürnberg aber auch noch zwei Spiele weniger als die Eisbären absolviert. Und in Nürnberg taten sich die Berliner zuletzt sehr schwer, gewannen nur zwei der letzten neun Auftritte im Frankenland. Das letzte Spiel in Nürnberg gewannen die Eisbären allerdings mit 2:1. Und das erste Duell in dieser Saison gewannen die Eisbären auf eigenem Eis mit 3:2 n.P.

130px-Koelner-haie-logo_svgSonntag ist man dann bei der Kölner Haien zu Gast, die bisher eine sehr starke Saison spielen und die aktuell auf Platz Zwei der DEL stehen. Während es auswärts bei den Haien perfekt läuft (vier Spiele, vier Siege, drei davon zu Null), hat man zu Hause manchmal schon Probleme gehabt. Sechs der bisherigen zehn Heimspiele wurden gewonnen, u.a. unterlag man aber Aufsteiger Bremerhaven auf eigenem Eis mit 0:2. Gegen die Hauptstädter sieht die Haie-Bilanz aber gut aus. Sechs der letzten neun Spiele gewannen die Kölner gegen Berlin, bei den drei Niederlagen punkteten sie ebenfalls. Letztmals nach regulärer Spielzeit verlor Köln am 19. April 2013, als man im Finale den Eisbären mit 3:6 unterlag. Es waren noch die glorreichen Zeiten der Berliner. In dieser Saison verloren die Eisbären das erste Aufeinandertreffen gegen Köln auf eigenem Eis mit 0:3.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoZum Abschluss der Auswärtstour geht es am Dienstagabend zu den Krefeld Pinguinen, die aktuell mit 19 Punkten Zehnter der DEL-Tabelle sind. Ein Sieg dort ist durchaus drin, hat Krefeld doch erst eins von bisher acht (!) Heimspielen gewinnen können. Drei der letzten fünf Auftritte im KönigPalast konnten die Eisbären für sich entscheiden. In der letzten Saison gewann man beide Duelle in der Seidenstadt (2:1 n.V./3:2). Das erste Duell in dieser Saison ging jedoch an Krefeld, mit 3:1 setzten sich die Pinguine in Berlin durch. Eine weitere Niederlage gegen Krefeld sollte man sich nicht leisten, da die Pinguine hinter den Eisbären in der Tabelle stehen und somit näher heran rücken würden an die Berliner.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 11.11.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun, Bruno Gervais

Angriff:

Maximilian Adam, Nick Petersen, Spencer Machacek, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

Verletzt:

Marcel Noebels (Knie), Laurin Braun (Unterkörper), Frank Hördler (Knöchel), André Rankel (Infekt)

DNL-Team:

Charlie Jahnke

In Weißwasser:

Maximilian Franzreb

Micki DuPont: „Zwei Punkte sind besser als gar keiner“

Daniel Fischbuch (Stürmer Eisbären Berlin):

Wir haben uns das Leben teilweise selbst etwas schwer gemacht. Wir hätten noch höher führen können, wir hatten viele Chancen, haben diese aber leider nicht genutzt. Gegen ein Team wie Nürnberg muss man bis zum Ende aufpassen. Ich würde sagen, es war ein super Mannschaftsleistung.

Micki DuPont (Verteidiger Eisbären Berlin):

Nürnberg ist eine Mannschaft, die sehr gutes Forechecking spielt. Sie sind eine sehr talentierte Mannschaft und sie lauern darauf, dass der Gegner Fehler macht, damit sie daraus Kapital schlagen können. Es war ein hartes Spiel. Zwei Punkte sind besser als einer und erst recht als gar keiner.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften hatten Phasen, in denen sie ein bisschen die Oberhand hatten. Die Torchancen waren sehr ähnlich auf beiden Seiten. Beide Mannschaften haben gut verteidigt, die Torhüter waren da. Ich bin froh dass wir noch den Extrapunkt gewinnen konnten im Penaltyschießen.

Rob Wilson (Trainer Thomas Sabo Ice Tigers):

Es war ein hart umkämpftes Spiel. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass es am Ende nicht für ein bisschen mehr gereicht hat als diesen einen Punkt, denn wir hatten dieses Powerplay am Ende des Spiels. Wenn man solche Spiele gewinnen will, dann muss man solche Powerplays auch nutzen. Das 2:2 nach 65 Minuten spiegelt das Spiel relativ gut wieder.

5. Spieltag: Mit Jens Baxmann gegen Nürnberg

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgAm Freitagabend beginnt für die Eisbären Berlin eine Eishockey-Marathon-Woche. Bis zum 09.10.2016 absolvieren die Berliner in zehn Tagen fünf Spiele. Vier davon in der heimischen Mercedes-Benz-Arena. Nimmt man das einzige Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Wolfsburg dazu, wo generell immer Heimspiel-Atmosphäre für die Berliner herrscht, sind sogar alle fünf Partien Heimspiele. Den Auftakt gibt es morgen Abend in der Arena am Ostbahnhof, wenn die Thomas Sabo Ice Tigers zu Gast sind. Der aktuell Tabellendritte empfängt den Tabellenneunten am 5. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Nach einem Sechs-Punkte-Wochenende zu Saisonbeginn mussten sich die Berliner vergangenes Wochenende mit drei Punkten zufrieden geben. Gegen München verlor man auf eigenem Eis 2:4, in Schwenningen gewannen die Eisbären dann jedoch mit 5:3. Gegen München sah das spielerisch schon sehr ansprechend aus und man führte ja auch bereits mit 2:0, doch als die Gäste aggressives Forechecking spielten, stellte das die Eisbären vor große Probleme.

Gegen Schwenningen hatte man Glück, dass man nach 20 Minuten mit 1:0 vorne lag, denn die Wild Wings waren die Mannschaft im Auftaktdrittel, welche die klar besseren Chancen hatte. Aber dank einer Leistungssteigerung im zweiten Drittel und einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung holte man sich dann doch verdient die drei Punkte in der Helios-Arena.

Dennoch bleibt weiterhin viel Luft nach oben, auf die Verantwortlichen um Trainer Uwe Krupp kommt im Training also viel Arbeit zu. Nur viel trainieren wird in den nächsten Wochen kaum möglich sein, denn in den nächsten 31 Tagen stehen 14 Spiele für die Eisbären auf dem Programm. Ein Mammut-Programm, was nicht viel Zeit zum trainieren lässt, da die kurze Zeit zwischen den Spielen zum regenerieren genutzt werden muss.

Gegner Nürnberg ist mit zwei Siegen aus vier Spielen in die neue DEL-Saison gestartet. Die beiden Siege gelangen den Franken allerdings auf fremden Eis. In Iserlohn gewann man mit 4:3 n.P. und in Krefeld setzte man sich mit 5:3 durch. Zu Hause setzte es Niederlagen gegen Augsburg (1:2) und Straubing (3:4).

Gegen Nürnberg trifft man auch zwei alte Bekannte wieder, die erst vor der Saison bzw. während der Saison ins Frankenland gewechselt sind. Stürmer Vladislav Filin sah in Nürnberg die bessere Perspektive und ging daher nach Nürnberg. Verteidiger Milan Jurcina schloss sich nach Saisonbeginn den Ice Tigers an. Zum Saisonende der letzten Saison war Jurcina noch für ein paar Spiele bei den Eisbären im Einsatz.

Auswärtsreisen in die Hauptstadt konnte sich Nürnberg in den letzten Jahren eigentlich sparen. Seit 2008 gewann Nürnberg nämlich nur ganze drei (!) Spiele in Berlin. Einen dieser drei Siege feierten die Ice Tigers aber im letzten Duell in der Mercedes-Benz Arena, als Nürnberg mit 6:2 gewann. Die Bilanz der letzten Saison war ausgeglichen. Beide Mannschaften gewannen und verloren je einmal zu Hause. Berlin gewann auf eigenem Eis mit 5:2 und verlor das zweite Spiel wie bereits erwähnt mit 2:6. Nürnberg gewann Spiel Eins zu Hause mit 3:2 n.P., verlor dann aber Spiel Zwei mit 1:2.

Bei den Eisbären kehrt Verteidiger Jens Baxmann nach überstandenem Magen-Darm-Infekt zurück in den Kader. Maximilian Franzreb nimmt die Back-up-Position auf der Bank ein. Stürmer Marcel Noebels fehlt weiterhin auf unbestimmte Zeit. Trainer Uwe Krupp im Vorfeld der Partie gegen Nürnberg (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 29.09.2016):

Nürnberg hat eine talentierte Mannschaft, die in den letzten Jahren besonders in der Offensive sehr stark war. Aufgrund dessen, was wir bisher von Nürnberg gesehen haben, wissen wir, dass sie ein paar Sachen umgestellt haben und wir müssen auf diese Änderungen vorbereitet sein.

t_eishockey_bg_3cLos geht die Partie morgen Abend um 19:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Aumüller und Haupt. Telekom Eishockey überträgt die Partie auf Kanal 3 live ab 19:15 Uhr.

 

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers am 29.09.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Bruno Gervais, Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Nick Petersen, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

Verletzt:

Marcel Noebels (Knie)

FASS Berlin:

Vincent Hessler, Charlie Jahnke, Maximilian Adam

In Weißwasser:

Marvin Cüpper

Heimrecht im Viertelfinale – Eisbären gewinnen 2:1 in Nürnberg

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben die richtige Antwort auf die peinliche 2:4-Heimniederlage gegen Schwenningen vom Mittwoch gegeben. Am Freitagabend setzten sich die Berliner mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) bei den Thomas Sabo Ice Tigers durch und sicherten sich somit das Heimrecht im Viertelfinale. Und das kann am Ende den Ausschlag über das Weiterkommen geben. 

Das erste Drittel dominierten die Eisbären über weite Strecken. Folgerichtig gingen sie in der neunten Spielminute auch mit 1:0 in Führung. Barry Tallackson war erfolgreich gewesen und ließ die Berliner erstmals jubeln – 1:0. Chancen waren auch danach noch genügend da (15:6 für die Gäste), aber die Eisbären verpassten es, das Ergebnis zu erhöhen und somit ging es beim Stand von 1:0 für Berlin in die erste Drittelpause. 

Im Mitteldrittel hatten die Berliner dann kurz nach Wiederbeginn die Chance, in Überzahl zu erhöhen. Und beinahe wäre ihnen das auch gelungen, aber zweimal stand der Pfosten dem Torerfolg im Weg. Doch den Hauptstädtern gelang dennoch der zweite Treffer. Florian Busch vollendete ein klasse Solo per Rückhand zum 2:0 (29.). Nürnberg war in diesem Drittel zwar besser drin im Spiel und hatte sogar ein leichtes Chancenplus (13:12), die Führung der Eisbären war aber dennoch verdient.  

Im Schlussdrittel gelang den Hausherren dann der Anschlusstreffer. Marius Möchel war in der 47. Spielminute der Torschütze gewesen und brachte so die Hoffnung zurück ins Frankenland. 32 Sekunden nach dem 1:2 kassierte Nürnbergs David Steckel wegen eines unkorrekten Körperangriffes gegen Jonas Müller eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Da innerhalb dieser fünf Minuten auch noch Patrick Reimer und Kurtis Foster nacheinander auf die Strafbank mussten, hatten die Eisbären zwei Mann mehr auf dem Eis. Und das für sehr lange Zeit, aber die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp ließen das lange Powerplay ungenutzt. So musste man bis zur Schlussirene um die drei Punkte zittern, welche man sich aber am Ende aber doch sicherte und somit auch das Heimrecht im Viertelfinale. 

Zwei Verstärkungen für den Hauptrunden-Endspurt: Eisbären wollen als Erster in die Playoffs

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neigt sich dem Ende entgegen. Danach sind es noch acht Spiele bis zum Ende der DEL-Hauptrunde. Acht Spiele, in denen sich entscheidet, welche sechs Teams sich direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifizieren und welche vier Teams den Umweg über die Pre-Playoffs nehmen müssen. Zwölf Teams streiten sich um die insgesamt zehn Plätze. Es steht uns also ein sehr spannender und vermutlich dramatischer Endspurt bevor. Und die Eisbären Berlin gehen vom ersten Tabellenplatz aus in diesen Schlussspurt. Und wenn es nach den Eisbären geht, wollen sie diesen Platz auch nicht mehr hergeben und von diesem Platz aus in die Playoffs starten. 

Aber einfach wird dieses Vorhaben nicht, denn von den letzten acht Hauptrundenspielen absolvieren die Eisbären gleich fünf auswärts. Und auf fremden Eis sind die Eisbären nun nicht wirklich so stark, wie sie es zu Hause sind. Auch wenn die Eindrücke der letzten Heimspiele da etwas anderes vermuten lassen, sind die Eisbären in dieser Saison nach den Iserlohn Roosters das zweitbeste Heimteam. Auswärts belegt man nur den sechsten Platz. Von daher also eine schwere Aufgabe für die Eisbären. 

Und wenn man mal auf die Gegner schaut, geht es für sechs der acht Gegner noch um jede Menge im Kampf um die Playoff- bzw. Pre-Playoff-Plätze. Lediglich Krefeld und Schwenningen haben mit dem Kampf um Platz zehn nichts mehr zu tun, sie kämpfen stattdessen gegeneinander um den vorletzten Platz. Aber gerade diese Gegner sind nicht zu unterschätzen, haben sie doch nichts mehr zu verlieren. Und gerade gegen die vermeintlichenKellerkinder tun sich die Eisbären ja gerne mal schwer. Gegen Krefeld hat man z.B. auf eigenem Eis eine derbe 0:4-Klatsche hinnehmen müssen. Und gegen Schwenningen gewann man daheim zwar deutlich mit 6:2, gewann aber auswärts beide Spiele nur mit einem Tor Unterschied – darunter auch das legendäre 8:7 n.V. Also auf die leichte Schulter nehmen sollte man diese beiden Mannschaften definitiv nicht. Continue reading

Beim Angstgegner und gegen den Lieblingsgegner: Eisbären am Wochenende in Nürnberg und gegen Augsburg

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin sind hervorragend in das neue Jahr gestartet. Zwei Spiele, zwei Siege, 9:3-Tore und die Tabellenführung zurück erobert. So kann es für den DEL-Rekordmeister gerne weiter gehen. Am Wochenende wollen die Berliner ihre Tabellenführung verteidigen und weiter siegen. Am Freitagabend gastiert man bei den Thomas Sabo Ice Tigers (Bully: 19:30 Uhr) und am Sonntagnachmittag kommen die Augsburger Panther (Bully: 14:30 Uhr) in die Hauptstadt. Tabellarisch gesehen sind es die Spiele des Tabellensechsten gegen den Tabellenersten bzw. des Tabellenersten gegen den Tabellenneunten.

Mit zwei Niederlagen hatten die Eisbären das Jahr 2015 beendet und dabei spielerisch nicht überzeugen können. Mit zwei Siegen sind sie in das neue Jahr gestartet und konnten dabei spielerisch auch wieder überzeugen. Schwenningen hatte beim 6:2 keine Chance, versuchte hinten zwar dicht zu machen, aber die Eisbären fanden immer wieder die Lücke in der Defensive der Wild Wings und schickten diese mit einer derben Klatsche auf die Heimreise.
Schwerer machten es den Eisbären da schon die Kölner Haie. Die Eisbären kamen zwar wie die Feuerwehr aus der Kabine und hatten auch gute Torchancen, aber Köln führte mit 1:0 nach dem zweiten Drittel. Köln stand hinten sehr kompakt und versuchte immer wieder, die Schussbahn zuzustellen. Klappte auch gut, aber nicht immer. Trotzdem taten sich die Berliner vor dem Tor schwer, den Puck im selbigen unterzubringen. Erst dank eines furiosen Schlussdrittels konnte man das Spiel noch drehen und verdient die drei Punkte einfahren. Nach einem harten Stück Arbeit.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgAuch morgen Abend wird es nicht einfacher werden, wenn man in Nürnberg zu Gast ist. Dort, wo man sechs der letzten sieben Gastspiele verlor. In Nürnberg hatten die Eisbären in letzter Zeit sehr oft Probleme und mussten daher ohne Punkte nach Hause fahren. In der vergangenen Saison schied man in den Pre-Play-Offs gegen die Franken aus, weil man beide Spiele in Nürnberg verlor. Während die Eisbären mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet sind, hat Nürnberg bisher ein Spiel gewonnen und eins verloren. Gegen München verlor man zu Hause mit 2:4, an selber Stelle gewann man zwei Tage später gegen Meister Mannheim mit 5:3. Zuletzt waren die Ice Tigers aber nicht so gut drauf, gewannen nur drei der letzten sieben Ligaspiele. Aber morgen kommen ja die Eisbären, der Lieblingsgegner, ins Frankenland.

150px-AEV_Panther_svgAm Sonntag soll dann der dritte Heimsieg im dritten Spiel im Jahr 2016 folgen. Die Augsburger Panther schauen vorbei und wollen den dritten Sieg natürlich verhindern. Was aber schwer werden dürfte. Denn die Panther haben die letzten elf Gastspiele in Berlin allesamt verloren. Der letzte Sieg stammt aus dem April 2010, als man im Play-Off-Viertelfinale mit 6:2 in Berlin gewann. Die Fuggerstädter kommen mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Berlin. Denn auch Augsburg hat die ersten beiden Spiele in 2016 gewonnen. Und das in beeindruckender Manier: 6:1 in Ingolstadt und 4:1 vs. Schwenningen. Der AEV hat vier der letzten zehn  Ligaspiele gewonnen. 

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp sagte im Vorfeld der Nürnberg-Partie folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 07.01.2016):

Nürnberg ist eine offensiv sehr gefährliche Mannschaft. Sie kommen im Angriff mit viel Tempo und deshalb müssen wir die Räume eng halten. Sie spielen auch sehr diszipliniert und haben gerade ein gutes Match gegen Mannheim gespielt. Sie werden also hoch motiviert sein.

Im Kader der Berliner wird es keine Veränderungen geben. Frank Hördler und Mark Bell fehlen weiterhin verletzungsbedingt, auch wenn Sie heute auf dem Eis trainierten. Kai Wissmann, Marvin Cüpper und Vladislav Filin sind am Samstag für Kooperationspartner Dresdner Eislöwen beim Wintergame gegen die Lausitzer Füchse im Einsatz.

Der voraussichtliche Kader der Eisbären Berlin für die Partie bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 08.01.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Kevin Nastiuk

Abwehr:

Bruno Gervais, Henry Haase, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Shuhei Kuji, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Mark Olver, Marcel Noebels

Verletzt:

Mark Bell (Sprunggelenk), Frank Hördler (Handgelenk)

In Dresden beim Winterderby der DEL2 im Einsatz:

Kai Wissmann, Marvin Cüpper, Vladislav Filin

Ideenlos und kein Selbstvertrauen: Eisbären holen nur einen Punkt am Doppel-Heimspiel-Wochenende

logo_WBN_1516Ausgabe #14:

Die Eisbären Berlin hatten an diesem Wochenende gleich zwei Heimspiele vor sich. Am Freitag gastierten die Thomas Sabo Ice Tigers in der Arena am Ostbahnhof, am heutigen Nachmittag kam es dann zum Bruderduell gegen die Hamburg Freezers. Insgesamt 25.230 Zuschauer haben sich diese beiden Spiele an diesem Wochenende angesehen und sind zu beiden Spielen mit der Hoffnung hin gegangen, dass die Berliner diese beiden Spiele für sich entscheiden würden. So hoffnungsvoll wie man zu den Spielen hin gegangen ist, so enttäuscht und teilweise auch wütend hat man sich nach den beiden Spielen auf die Heimreise begeben. Denn die Berliner schafften es, beide Spiele zu verlieren und nahmen nur einen einzigen Punkt aus diesen beiden Spielen mit. Zu wenig für die Ansprüche der Eisbären, aber die Niederlagen hatte man sich letztendlich auch selbst zuzuschreiben. Vor dem Wochenende hatte Uwe Krupp noch gesagt, man wolle über 60 Minuten konzentriert spielen, um erfolgreich zu sein. Was davon umgesetzt wurde? Nicht viel, wenn es hoch kommt, haben die Jungs von sechs Dritteln am Wochenende gerade einmal zwei gut gespielt. Und das reicht in dieser engen Liga nicht aus. Durch diese zwei Niederlagen gegen zwei direkte Verfolger hat man sich aus der Spitzengruppe vorerst verabschiedet. Wobei man mit der gezeigten Leistung da oben definitiv nichts zu suchen hat.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg

Das erste Drittel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers am Freitagabend gehörte zu den guten Dritteln der Eisbären am Wochenende. Da zeigte man eine gute Leistung, zeigte sich kämpferisch und erspielte sich auch Torchancen, wovon man aber nur eine durch Neuzugang Mark Olver in der neunten Spielminute nutzen konnte. Die Franken kamen in der 13. Minute durch David Stecker verdient zum Ausgleich und hätten beinahe in der 18. Minute das 1:2 erzielt, aber Leo Pföderl scheiterte mit einem Penalty an Petri Vehanen, dem man als einzigen Spieler an diesem Wochenende keinen Vorwurf machen kann. Es blieb also beim 1:1 nach 20 Minuten.

Eisbären vs. Nürnberg (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Eisbären vs. Nürnberg (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht dann auch noch ganz gut, denn Bruno Gervais sorgte für die schnelle erneute Führung (22.). Doch mit zunehmender Spieldauer im zweiten Drittel wurden die Nürnberger immer stärker, sie setzten die Berliner arg unter Druck, diese konnten sich kaum befreien und konnten sich aber mehrfach bei Petri Vehanen bedanken, der hier eine klasse Parade nach der anderen zeigte. Steven Reinprecht gelang zwar das 2:2 (25.), aber Nürnberg hätte nach diesem Drittel eigentlich klar führen müssen, was eben jener Vehanen zu verhindern wusste.
Die Eisbären waren Nürnberg im Mitteldrittel spielerisch und auch läuferisch klar unterlegen. Nürnberg wirkte irgendwie frischer und war immer einen Schritt schneller als unsere Jungs. Mit Glück rettete man das 2:2 in die Pause.

Im letzten Drittel dann das selbe Bild, ratlose und ideenlose Eisbären gegen druckvolle Nürnberger. Die Eisbären

Eisbären vs. Nürnberg (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Eisbären vs. Nürnberg (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

wirkten völlig verunsichert, liefen nach wie vor den Gästen hinterher und diese zeigten sich eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Steven Reinprecht (46.), Patrick Reimer (49.) und Dany Heatley (50.) sorgten innerhalb von knapp vier Minuten für die Entscheidung in der Hauptstadt, als sie das Ergebnis auf 5:2 stellten. Leo Pföderl sorgte sechseinhalb Minuten vor dem Ende mit einem Empty-Net-Goal (!) für die endgültige Entscheidung.
Und die Eisbären? Die schoben sich die Scheibe planlos hin und her, wirkten verkrampft, wussten nicht so wirklich was mit der Scheibe anzufangen und irgendwie hatte man das Gefühl, als wolle jeder die Verantwortung abgeben, denn zu schießen traute sich irgendwie keiner. Am Ende war man froh, als die Schlusssirene ertönte und man dieses Spiel als Fan überstanden hatte. Auf den Rängen machte sich auch Unmut über die Leistung der eigenen Mannschaft breit, welche jedoch das Spiel vollkommen anders sah, als die meisten Fans an diesem Abend.

Marcel Noebels zum Beispiel war der Meinung, man habe 40 Minuten gut gespielt:

Wir haben im letzten Drittel in den entscheidenden Szenen leider nicht aufgepasst. Nürnberg war sehr clever, sie haben ihre Chancen sehr gut ausgenutzt und uns eiskalt bestraft. Wir sind im letzten Drittel hinterher gelaufen. Wir haben über 40 Minuten gut gespielt, reicht leider nicht um drei Punkte einzufahren.

Auch T.J. Mulock fand, dass man eigentlich gut genug gespielt hatte, um zu gewinnen:

Wir haben eigentlich gut genug gespielt, um zu gewinnen. Aber wir haben unsere Chancen nicht ausnutzen können. Nürnberg hat das getan. Wir haben am Anfang unsere Chancen nicht nutzen können, da hätten wir das Spiel eigentlich schon entscheiden können.

Und zur Krönung war dann auch noch Trainer Uwe Krupp mit der Leistung an sich zufrieden:

Wir haben gut genug gespielt, um zu gewinnen, aber wir haben am Ende keine Punkte. Wir haben gut begonnen im ersten Drittel, haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Das 2:3 war eine spielentscheidende Szene. Die Mannschaft hat über weite Strecken gut gespielt. Wir machen zu wenig Tore aus unseren Chancen.

Wenn sich die Mannschaft nach so einem Spiel hinstellt und davon redet, man habe ja eigentlich über 40 Minuten gut gespielt und hätte das Spiel gewinnen müssen, dann fasse ich mich an den Kopf. Denn jeder hatte doch gesehen, dass die Eisbären ab dem zweiten Drittel arg unter Druck standen, sowohl läuferisch als auch spielerisch Nürnberg unterlegen waren und dass Nürnberg den Sieg im letzten Drittel definitiv mehr wollte als unsere Jungs. Diese hatten aber nur zwei Tage später die Chance, die Niederlage gegen Nürnberg vergessen zu machen, denn bereits am Sonntag stand das Bruderduell gegen die Hamburg Freezers an. Continue reading

Presseschau | Eisbären Berlin vs. Nürnberg IceTigers – 20.11.2015

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Heimspiel-Doppelpack: Eisbären am Wochenende gegen Nürnberg und Hamburg

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin sind nicht berauschend aus der Länderspielpause zurück gekehrt. Gegen die Düsseldorfer EG mühte man sich zu einem 2:1-Sieg, zeigte dabei aber fast 30 Minuten lang keine gute Leistung und konnte die DEG am Ende nur durch ein Powerplaytor in den letzten drei Minuten besiegen. Am Sonntag verlor man dann bei den Augsburger Panthern mit 2:4 und verpasste dabei den Sprung an die Tabellenspitze. Spielerisch sah es dabei schon wesentlich besser aus als noch am Freitag, aber die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Und im Schlussdrittel konnte man nicht mehr zulegen und musste sich den Augsburgern geschlagen geben. Diese wollten den Sieg unbedingt, das merkte man ihnen an, während die Eisbären dem nichts mehr entgegen zu setzen hatten.

Das soll am kommenden Wochenende nun besser werden. Die Hauptstädter haben gleich zwei Heimspiele vor sich. Und das werden keine leichten Spiele, denn die beiden Verfolger der Berliner sind zu Gast in der Arena am Ostbahnhof. Morgen Abend gastiert mit den Thomas Sabo Ice Tigers der Vierte in der Hauptstadt (Bully: 19:30 Uhr), am Sonntag schauen dann die Hamburg Freezers, aktuell Fünfter der Tabelle, in der Mercedes-Benz Arena vorbei (Bully: 14:30 Uhr). In diesen beiden Spielen kann man zwei Konkurrenten also auf Abstand halten, es kann aber auch sein, dass beide Mannschaften an den Eisbären in der Tabelle vorbei ziehen.

Um am Wochenende erfolgreich zu sein, müssen die Eisbären zunächst einmal hellwach von der ersten Sekunde an sein. Denn gegen Düsseldorf hatte man den Start komplett verschlafen, traf auf eine hellwache und frische Mannschaft aus Düsseldorf, welche nicht angereist war, um ohne Punkte die Heimfahrt anzutreten. Gerade gegen zwei Konkurrenten in der Tabelle darf so etwas nicht erneut passieren.
Dann müssen es die Eisbären endlich mal wieder schaffen, über die vollen 60 Minuten eine konzentrierte Leistung zu bringen. Zu oft wechselten sich in den letzten Wochen die Leistungen WÄHREND eines Spieles ab. Da hatte man dann mal einen super Start ins Spiel, zeigte einen Leistungsabfall im Mitteldrittel, um dann im letzten Drittel noch einmal Gas zu geben. Aber da gibt es noch genügend andere Beispiele.
Und drittens muss man vor dem gegnerischen Tor wieder eiskalt werden und die Chancen besser verwerten. Gegen Augsburg schaffte es z.B. Mark Olver, den Puck nicht im halbleeren Tor unterzubringen, traf nur den Pfosten. Oder Florian Busch war zu verspielt, statt es einfach mal alleine zu versuchen. Da fehlt es den Spielern auch ein wenig an dem nötigen Mut und Selbstvertrauen, in entscheidenden Situationen die Verantwortung zu übernehmen.
Chefcoach Uwe Krupp sagte vor dem Heimspiel-Doppelpack folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 19.11.2015):

Die Spiele am Wochenende werden für uns eine gute Standortbestimmung. Natürlich ist die Liga weiterhin sehr eng. Wir wollen drei Drittel durchziehen und 100 Prozent geben.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDer Gegner vom Freitag, die Thomas Sabo Ice Tigers, haben bisher eine gute Saison gespielt und stehen aktuell auf Platz Vier in der Tabelle. Die Franken weisen mit 31 Punkten nur einen Punkt weniger auf als die Eisbären (32). Die Ice Tigers kamen nicht so gut aus der Länderspielpause, verloren am Freitag zu Hause gegen Augsburg mit 2:6, was zugleich die dritte Niederlage in Folge bedeutete. Am Sonntag beendete man diesen Negativlauf dann aber mit einem 3:1-Sieg in Schwenningen. Mit Nürnberg gastiert morgen Abend die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga in der Hauptstadt (17 Punkte). Allerdings hatten sich die Reisen nach Berlin für Nürnberg zuletzt eher selten gelohnt. Die letzten sechs Auswärtsspiele in Berlin wurden verloren, man konnte nur einen Sieg aus den letzten elf Spielen in der Hauptstadt feiern. In dieser Saison traf man am ersten Spieltag bereits in Berlin aufeinander, die Hausherren gewannen dieses Duell klar und deutlich mit 5:2.

200px-Hamburg-freezers_svgAm Sonntag kommt es dann zum Bruderduell gegen die Hamburg Freezers. Die Hanseaten sind aktuell zwei Plätze und zwei Punkte hinter den Eisbären (5./30 Punkte). Die Freezers feierten nach der Länderspielpause beim 4:3 n.P. gegen die Krefeld Pinguine den vierten Sieg in Folge. Am Sonntag setzte es dann aber eine deftige 1:6-Schlappe bei den Kölner Haien. Die Hamburger sind aktuell das zweitschlechteste Auswärtsteam der Deutschen Eishockey Liga (DEL) (9 Punkte/nur Schlusslicht Ingolstadt ist mit fünf Punkten noch schlechter). Nicht viel besser sieht die Bilanz der Freezers in Berlin aus. Von bisher 37 DEL-Spielen in der Hauptstadt verloren die Hanseaten satte 29. Die 30. Niederlage könnte also am Sonntag folgen. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison ging in Hamburg mit 3:0 an die Freezers.

Die Partie gegen Nürnberg am Freitag leiten die Herren Schimm und Steinecke, gegen Hamburg sind die Herren Haupt und Iwert die Hauptschiedsrichter.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers am 20.11.2015:

Tor:

Petri Vehanen, Kevin Nastiuk

Abwehr:

Bruno Gervais, Henry Haase, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Kai Wissmann, Constantin Braun

Angriff:

Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Shuhei Kuji, Barry Tallackson, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Mark Olver, Marcel Noebels

Verletzt:

Mark Bell (Sprunggelenk), Frank Hördler (Innenbandanriss im Knie), André Rankel (Nackenverletzung)

In Dresden:

Jonas Schlenker, Marvin Cüpper, Vladislav Filin

Walkers Meinung zum ersten DEL-Wochenende der Saison 2015/2016

logo_WsM1516DEL-LogoDas lange Warten auf die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatte am Freitagabend endlich ein Ende gehabt. Die neue Saison begann und endlich konnten sich die Eishockey-Fans wieder in die heimischen Arenen und Hallen begeben. Für manche Vereine und deren Fans war die Sommerpause einfach zu lang gewesen, so auch für unsere Eisbären und uns Fans. Gut sechs Monate mussten wir auf das erste Ligaspiel unserer Mannschaft warten.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgUmso glücklicher waren wir, als dann auch noch das erste Saisonspiel so super lief und man Nürnberg mit 5:2 nach Hause schickte und sich zugleich an die Tabellenspitze setzte. Diese musste man aber bereits heute Nachmittag wieder abgeben, als man in Iserlohn knapp mit 2:3 verlor. Dennoch hatte man vor allem am Freitag bereits gute Ansätze gesehen, welche auf eine gute Saison hoffen lassen. Auch schön zu sehen, dass Florian Busch anscheinend wieder zur alter Stärke zurück findet. Nach dem ersten DEL-Wochenende ist „Buschi“ mit zwei Toren und zwei Vorlagen Top-Scorer der Eisbären. Damit hat nun wirklich keiner gerechnet.

125px-Straubing_tigers_logoNicht damit gerechnet ist auch das richtige Stichwort für den Saisonstart der Straubing Tigers. Denn die Niederbayern sind nach den ersten beiden Spieltagen tatsächlich Spitzenreiter in der Liga. Sechs Punkte aus zwei Spielen bei einem Torverhältnis von 10:4 – damit hat niemand vor der Saison gerechnet. Am Freitag erkämpfte man sich einen 2:1-Heimsieg gegen Iserlohn, Sonntag feierte man dann einen sehr überraschenden Kantersieg in Krefeld, wo man mit 8:3 das Eis als Sieger verließ. Wenn man bedenkt, wie Straubing letztes Jahr in die Saison gestartet ist (nur drei Siege aus den ersten 21 Spielen), ist das schon sehr bemerkenswert. 

grizzlys-wolfsburg-logoMal wieder seine Konstanz bewiesen haben die Grizzlys Wolfsburg. Seit Jahren sind die Niedersachsen die Mannschaft mit der konstantesten Leistung in der Liga. Und das, obwohl Wolfsburg nicht gerade zu den finanzstärksten Teams der Liga gehört. Am ersten Wochenende der neuen Saison feierten die Grizzlys ein 2:0-Heimsieg gegen Düsseldorf und einen 3:2-Auswärtssieg in Schwenningen. Bedeutet Platz Zwei nach Spieltag Zwei. Die Wolfsburger haben es die letzten Jahre mehrfach bewiesen, dass mit Ihnen zu rechnen ist. Auch ein schlechter Saisonstart hält sie nicht davon ab, am Ende der Hauptrunde doch noch die Play-Offs zu erreichen.

130px-Koelner-haie-logo_svgDie Kölner Haie hatten nach zwei Vizemeisterschaften in der vergangenen Saison als Elfter die Play-Offs verpasst. In der Sommerpause haben die Domstädter ihren Kader gehörig umgekrempelt und sich sehr gut verstärkt. Was sich gleich am ersten Saison-Wochenende bemerkbar gemacht hat. Die Haie hatten ein durchaus schweres Auftakt-Wochenende mit Spielen gegen München und in Nürnberg. Dennoch gewannen die Kölner beide Spiele und sicherten sich fünf Punkte. Freitag gewann man mit 3:2 n.P. gegen München, heute ließ man ein 4:2-Sieg in Nürnberg folgen. Die Transferpolitik der Kölner Haie hat sich bisher ausgezahlt. Mal sehen, wo es in dieser Saison hingeht für die Haie.

125px-Adler-Mannheim-logo_svgDer absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft, Titelverteidiger Adler Mannheim, hat einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Drei Punkte aus zwei Spielen und Platz Zehn nach den ersten beiden Spielen entsprechen nicht den Erwartungen der Adler. Die Leistung war bisher auch noch nicht so berauschend. Freitag siegte man nur mit Ach und Krach 1:0 gegen Schwenningen. Den ersten Härtetest der Saison verloren die Kurpfälzer dann heute Nachmittag mit 2:4 in München. Trotz hochkarätig besetzten Kader ist in Mannheim noch viel Luft nach oben. 

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgLuft nach oben, und zwar deutlich, gilt auch für die Thomas Sabo Ice Tigers. Die Franken starten eigentlich in jede Saison mit hohen Zielen, welche sie am Ende nicht wirklich erreichen. Den Saisonstart hat man sich in Nürnberg sicherlich auch anders vorgestellt. Tabellenletzter nach zwei Spieltagen mit null Punkten und 4:9-Toren. Damit hatte man in Nürnberg nicht gerechnet, wenn gleich man sagen muss, dass das Auftakt-Programm mit Spielen in Berlin und gegen Köln auch nicht gerade einfach war. Ob das bisherige Abschneiden der Ice Tigers mit dem langfristigen Ausfall von Stammgoalie Jochen Reimer zusammen hängt, ist eher fraglich. Denn sein Backup Andreas Jenike konnte in den ersten beiden Spielen durchaus überzeugen. Überzeugen konnte auch Nürnbergs Torjäger Patrick Reimer in den ersten beiden Spielen. Drei Tore hat der deutsche Nationalspieler schon wieder auf dem Konto. Damit gehen drei der vier Nürnberger Saisontore auf sein Konto.