Die Youngsters der Eisbären Berlin im monatlichen Update – November 2023

Das monatliche Update ist wieder da, hier geht es rund um die Youngsters, egal wo sie gerade sind. Jule schreibt euch alle wichtigen Ereignisse rein. Eric Hördler fiel aufgrund einer Schädelprellung im Laufe des Novembers leider aus. Viel Spaß beim Lesen!

3. November EBB vs. KEC  0:1 n.P.

Im Line Up: Korbi Geibel, Maxi Heim und Eric Hördler. Korbi wieder mit knapp zehn Minuten Eiszeit, weiterhin sehr regelmäßig zu sehen, teilweise mehr als Eric Mik (knapp acht Minuten Eiszeit). Bei Eric Hördler sah das gegen Köln schon wieder besser aus mit der Eiszeit, er war insgesamt knapp sieben Minuten auf dem Eis, Maxi hingegen nur 5:49 Minuten.

5. November ERC vs. EBB 1:4 

Dritter Saisonstart für unsere Nr.1 Jonas Stettmer, letztes Jahr noch im ERC Trikot. Nach zuletzt starken Spielen durchaus verdient, dass Jonas den Vorzug vor Jake Hildebrand bekommen hat. (Jake hatte sich natürlich auch mal wieder eine Pause verdient 😉 ) Wieder mal ein starkes Spiel gemacht und nur ein Gegentor zugelassen, 17 Saves und wieder ein Sieg geholt für die Eisbären. 94,44% ist die Fangquote aus dem Spiel. Ü B E R R A G E N D! Für die anderen Youngsters eher ein durchwachsenes Spiel mit wenig Eiszeit. Hördler mit knapp 3:30 Minuten und Heim mit knapp fünf Minuten. Geibel blieb bei seinen zehn Minuten Eiszeit.

16. November AEV vs. EBB 2:3

Nach der Deutschland-Cup Pause das erste Auswärtsspiel für unsere Eisbären. Im Line-Up: Korbi Geibel, Maxi Heim und Michael Bartuli. Geibel mit einem wunderschönen Assist auf Byron, der von der Strafbank gekommen war und Einnetzen konnte. Maxi Heim und Bartuli mit nicht ganz so viel Eiszeit in diesem Spiel, da es zum Ende hin ziemlich eng wurde.

18. November EBB vs. WOB 6:9

Im Line-Up: Korbi Geibel, Maxi Heim und Michael Bartuli. MAXI HEIM mit zwei Toren, wovon ein Tor zum Tor der Woche bei Magenta Sport gewählt wurde – absolut verdient! Ansonsten haben die anderen Youngsters ordentlich gespielt. Schwieriges Spiel aus allen Sichten. Quapp stand für die letzten zwei Drittel im Tor, bekam genau wie Jake vier Gegentore eingeschenkt. (ein Empty Net Goal, zähle ich nicht dazu)

24. November EBB vs DEG 1:4

Debütierte im November für die Profis: Clemens Sager (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Gegen die DEG hatten wir gleich zwei Debütanten: Clemens Sager und Linus Vieillard. Ehrenrunde durfte natürlich nicht fehlen! Die beiden wurden aufgrund von Verletzungen aus der DNL lizensiert. Clemens Sager hatte in 18 Spielen 14 Punkte gesammelt und Linus Vieillard 13 Spiele gespielt für die DNL-Mannschaft (Deutsche Nachwuchs Liga)

Im Line-Up: Linus Vieillard, Jonas Stettmer, Korbi Geibel, Maxi, Heim, Clemens Sager und Michael Bartuli.

26.November EBB vs. IEC 0:3

War in den letzten beiden Spielen der Back-up Goalie der Eisbären Berlin: Linus Vieillard (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Jonas Stettmer stand auch bei diesem Heimspiel wieder im Tor, Back Up: Linus Vieillard. Clemens Sager bekam 2:40 Minuten Eiszeit, beim Rest sah das schon deutlich besser aus. Heim mit fast 14 Minuten, Geibel fast 15 Minuten und Bartuli bekam sechs Minuten. Heim und Geibel hatten einige gute Aktionen und versuchten viel, vieles passte leider nicht zusammen, was nicht an ihnen lag.

Youngster des Monats: Maximilian Heim! Glückwunsch zu deinen ersten beiden Toren in dieser Saison, mögen noch viele dazu kommen!

Jules Youngster des Monats: Maximilian Heim (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

 

Eisbären Berlin Statistik – November

Nikita Quapp  „1“ Spiel  SV% 71,43 GAA 6,1 -> nicht repräsentativ, weil 40 min, da lief einfach nichts zusammen! 

Jonas Stettmer: 3 Spiele  SV% 89  GAA 2,35 

Korbi Geibel 6 Spiele; 0 Tore;  1 Assist; Punkt: 1

Maxi Heim 6 Spiele; 2 Tore;  0 Assists; Punkte 2

Eric Hördler 2 Spiele; 0 Tore;  0 Assists; Punkte: 0

Michael Bartuli 4 Spiele; 0 Tore;  0 Assists; Punkte: 0

 

Lausitzer Füchse Statistik – November 

Jonas Stettmer 3 Spiele SV% 94,6 GAA: 1,66 

Nikita Quapp 4 Spiele SV% 88,98 GAA: 3,25 

Rayan Bettahar 2 Spiele;  fällt auf unbestimmte Zeit aus, nach einem üblen Foul. Gute Besserung, Rayan!

Eric Hördler 0 Spiele; 0 Tore;  0 Assists; Punkte: 0, verletzt. 

Michael Bartuli 2 Spiele; 0 Tore; 1 Assists; Punkt: 1

Rio Kaiser 5 Spiele, 1 Tor in der DEL 2 gegen die Krefeld Pinguine, Glückwunsch Rio! Punkt: 1

Eisbären Juniors Frauen vs. Mad Dogs Mannheim

Samstag, 25.11.23 19 Uhr – im Welli brannte noch Licht!

Die Kapitänin Anna-Maria Nickisch fiel aufgrund einer Verletzung aus, die heutige Kapitänin war Korinna Fiedler! Die Starting Six der Eisbärinnen: 41 – 10 – 26 – 16 – 8 – 14

Foto: eisbaerlin.de/Jule

1. Drittel

Beide Mannschaften starteten gut ins erste Drittel, der Puck lief gut bei beiden Mannschaften, es ging hin und her.
Ein guter Konter in der sechsten Minute von den Mad Dogs Mannheim und schon stand es 0:1, Carmen Lasis (G) hatte keine Chance. In der Folge der ein oder andere starke Save von Carmen Lassis #41, die ordentlich zu tun bekommen hatte. Es wurde langsam etwas rauer zwischen Berlin und Mannheim. Richtig schönes Solo von Anastasia Gruss #11, WHAT A MOVE, und schon stand es 1:1. Sie hatte der Torhüterin der Mad Dogs keine Chance gelassen. Stratton wenig später mit dem nächsten Versuch auf das 2:1, ganz knapp am Tor vorbei. In der 19. Minute startete die #23 Bartell durch und schoss die Eisbärinnen in Führung.

Foto: eisbaerlin.de/Jule

2. Drittel

Es ging munter weiter und fast das 3:1 für unsere Eisbärinnen. Beide Teams schenkten sich nichts, die Mad Dogs machten weiterhin Druck auf unsere Torhüterin (Carmen Lassis). Die erste Strafe für unsere Eisbärinnen, die #4 Hoppe musste für 2 min runter wegen eines Stockcheck. Das PP war nicht ungefährlich von den Mad Dogs Mannheim, jedoch konnten die Eisbärinnen gut klären. Kurz vor Ablauf der Strafe fiel dann doch der Gegentreffer für die Mad Dogs – 2:2. In der 31 Minute klingelte es erneut und #42 Frida Geyer schoss ihr erstes DFEL Tor! Herzlichen Glückwunsch – 3:2!

Wenn es brenzlig wurde, war Carmen Lassis zur Stelle, versuchte die Eisbärinnen im Spiel zu halten! Mannheim drücke wieder auf den Ausgleich. Durch eine weitere Strafe der Eisbärinnen hatten die Mad Dogs wieder ein PP, jedoch nicht lange, da die Gäste aus Mannheim ebenfalls runter mussten. Gutes 2. Drittel der Eisbärinnen!

Foto: eisbaerlin.de/Jule

3. Drittel

Mannheim wirkte etwas unkonzentrierter im 3 Drittel, die Eisbärinnen mit mehr Kontern, einige davon wurden jedoch nicht belohnt. Die Eisbärinnen machten ordentlich Druck auf das Tor der Mad Dogs. Mir gefiel die Power der Eisbärinnen, obwohl die Bank am Samstag schon sehr schmal besetzt war. Es war Schnell, taktisch wieder besser und die Kommunikation untereinander gefiel mir auch sehr gut! 3:10 Minuten trennten die Eisbärinnen von 3 Punkten, doch dann kam es zum Ausgleich – 3:3.

3:3 also Overtime

Die Overtime versprach alles. Chancen auf beiden Seiten, allerdings fast das Tor für die Mad Dogs! Gemeinsam hatten die Eisbärinnen den Puck von der Linie gekratzt. Immer wieder war Carmen Lassis zur Stelle! Dann das Solo von Ashley Stratton, was für ein Kontor und was für ein schönes Tor! Sieg in der Overtime 4:3! 2 Punkte!

Eisbären Juniors Frauen vs. EC Bergkamener Bären

Spielbericht vom Samstag

18. November 2023, die Eisbären Juniors Frauen sind in der Mercedes Benz Arena! Heute spielen unsere Frauen gegen den EC Bergkamen. Herzlichen Glückwunsch an die #22 Korinna Fiedler, die heute ihr 100. DFEL Spiel absolviert hat. In der aktuellen Tabelle stehen die Eisbären Juniors Frauen auf Platz 4 und der EC Bergkamener Bären auf Platz 6.

Die Frauen haben alles bekommen, was bei den Männern standardmäßig  auch dabei ist. Ihre Hymne, die Eisbären Hymne, durch den Eisbärkopf laufen, Uwe als Stadionsprecher! Die Starting Six der Gäste 9- 66 – 55- 27- 17- 35 und unsere Frauen liefen so auf 10 – 28 – 71 – 86 – 68 – 1.

1. Drittel:

Bergkamen wirkte unaufgeregter  als unsere Eisbärinnen. Die Aufregung legte sich so langsam, jedoch waren kleine technische Fehler bei den Pässen bei beiden Mannschaften zu sehen. In der ersten Minute fiel das Tor auf Seiten der Bergkamener Bären durch Zoe Wintgen. Der Puck sprang aus der Fanghand von Lilly-Ann Riesner, die sich sehr geärgert hatte. Nachdem Gegentreffer stabilisierten sich die Eisbärinnen und kombinierten sich sehr schön aus dem eigenen Drittel raus. Thea-Marleen Bartell hatte einige gute Aktionen gezeigt. Die Eisbärinnen erkämpften sich die Scheibe im gegnerischen Drittel und kamen auch dort zu einigen guten Chancen auf das 1:1.

Gute Saves von Pia Surke, der Torhüterin von Bergkamen,  die einige gefährliche Situationen entschärfen musste. Schöne Bewegung von Anna-Maria Nickisch (C) , die den Puck sehr gut mit ihrem Körper abgeschirmt hat! Sie bringt sehr viel Energie aufs Eis. Es gab viele Chancen für unsere Eisbärinnen, die mittlerweile aus allen Lagen schossen, nur wollte der Puck nicht ins Tor. Erste Strafzeit für die Gäste, zwei Riesen Möglichkeiten im PP für die Frauen – erst durch die #68 Tamina Kehler und dann durch #28 Thea-Marleen Bartell. Die Halle war ordentlich voll, mal sehen, ob es für den Rekord reicht?

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

2. Drittel

Die Eisbärinnen starten gut ins zweite Drittel erarbeiten sich Chancen und drängten auf den Ausgleich, Berkamen wehrte sich dagegen. Druckphase der Bergkamener Bären, doch die Nummer 1 im Tor Lilly-Ann Riesner wehrte alle Schüsse ab, hielt die Eisbärinnen im Spiel! Zweite Strafe für die Gäste, zweites PP für unsere Eisbärinnen, die sich im ersten PP durchaus gute Chancen erarbeitet hatten. Das zweite PP konnten sie leider auch nicht nutzen, bis dahin ein richtig gutes Spiel beider Mannschaften.

Anna Maria Nickisch hatte einen ordentlichen Hit abbekommen, blieb kurz liegen, stand dann aber wieder auf, hoffentlich ist da nichts passiert!

Die Eisbärinnen machten die neutrale Zone  gut zu, auch in der Defensive ließen sie jetzt weniger Chancen zu und falls ein Schuss durchkam, war Lilly-Ann Riesner da. Den Gegentreffer aus dem ersten Drittel hatte sie inzwischen abgeschüttelt und hielt die Eisbärinnen weiterhin im Spiel!  Bergkamen hatte eine relativ kurze Bank, das könnte im 3.Drittel interessant werden.

Thea-Marleen Bartell (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

3.Drittel

Eigentlich müsste es schon mindestens 5:1 für die Eisbärinnen stehen, so viele Chancen wie sie kreiert hatten. Bergkamen schaffte es immer noch im letzten Moment, einen Schläger dazwischen zu bekommen. Dritte Strafzeit für die Gäste, also 3. PP für die Eisbärinnen. Gute Möglichkeit nach abgelaufener Strafe für Bergkamen, ein Block und ein Save hatten das zweite Gegentor verhindert.

4. PP, heißt also wieder eine Strafe für Bergkamen. Kleine Fehler schlichen sich im PP ein, die Pässe kamen nicht mehr so gut an. Auch das 4. PP blieb leider ohne Erfolg, denn die Bergkamener spielten ihre Unterzahl clever aus. Wenn Bergkamen vors Tor kam, wurde es fast immer brenzlig, jedoch blieb Lilly-Ann ruhig und behielt die Übersicht. 5. PP für unsere Eisbärinnen, aber Bergkamen machte es auch einfach und spielte den Puck immer tief, wodurch die Eisbärinnen immer wieder neu anlaufen mussten.

(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Endstand EbjF vs ECB 0:1 Glückwunsch an EC Bergkamener Bären

Fazit: Kein schlechtes Spiel der EbjF, die Chancenverwertung war heute jedenfalls nicht wirklich gut, manchmal geht auch einfach nichts rein. Die Mädels haben alles versucht, sich gute Chancen erarbeitet und haben sich leider nicht selbst belohnt.

Stimmen nachdem Spiel von Anna-Maria Nickisch (C) und der Torhüterin Lilly-Ann Riesner:

Anna-Maria Nickisch (C) auf die Frage was gefehlt hat: „Mindestens ein Tor! Der Sieg wäre natürlich schön gewesen, aber man muss auch sagen, wir haben nicht unser bestes Eishockey gezeigt. Wir hatten unsere Chancen, haben sie leider nicht genutzt. Schade, ist jetzt aber so. Vielen Dank, dass so viele Zuschauer da waren, dass war wirklich krass für uns!

Wir waren sehr aufgeregt, als wir durch den Eisbär laufen durften. Es ist schon ein Unterschied in so einer großen Halle aufzulaufen als zu Hause im Welli. Keiner hat vor so einem großem Publikum gespielt. Die Kabinenstimmung direkt nach dem Spiel ist natürlich bedrückend aber die Chance hier mal spielen zu dürfen war super. Vielleicht verirren sich ein paar mehr Menschen in den Welli zu unseren Heimspielen.

Anna-Maria Nickisch (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Lilly-Ann Riesner (G): „Ich war sehr froh heute im Tor zu sein, ich hab mich richtig gefreut.
Wann wird entschieden wer im Tor steht? „Der Trainer schaut sich das Training an und entscheidet dann, wer spielt.

Wie ärgerlich war die erste Spielminute?: „Sehr ärgerlich, ich dachte ich geh gleich aus dem Tor, er (der Puck) war in meiner Fanghand und ist dann wieder rausgesprungen.

Wie war das Frühstück heute morgen mit allen? „Richtig schön, die Stimmung war gut und wir sind dann alle gemeinsam zur Mercedes Benz Arena gefahren und wir dachten alle es wäre ein Wandertag. Wir gehen jetzt gleich noch zusammen essen und unterstützen dann die Männer beim Spiel gegen Wolfsburg.

Lilly-Ann Riesner (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vielen Dank an Anna-Maria Nickisch und Lilly-Ann Riesner für die Interviews!

Interview mit Anna-Maria Nickisch

Anna-Maria Nickisch (Foto: Stefan Mittelstädt)

Jule (J) hat die Gelegenheit bekommen, mit einer Spielerin der Eisbären Juniors Frauen zu sprechen. Mit niemand geringerem als mit der Kapitänin selbst, nämlich mit Anna-Maria Nickisch (A)! Es gab viele Dinge, die ich über die Frauen gefragt habe, aber lest selbst.

Vorab: Die Mädels spielen am Samstag um 15 Uhr in der Mercedes-Benz Arena gegen den EC Bergkamen, lasst uns den Zuschauerrekord von 1.632 brechen und die Mädels ordentlich supporten! Verdient haben sie es so oder so 😉

J: Hallo Anna-Maria, wie geht’s dir?

A: Gut soweit, danke.

J: Wie seid ihr in die Saison gestartet?

A: Ziemlich gut, besser als erwartet. Im Sommer gab es viele Veränderungen, vor allem mit einem neuen Trainer. Das Training ist anders aufgebaut, es gibt jetzt mehr Taktik Einheiten. Zum vorherigen Team hat sich bis auf die AL kaum was verändert. Wir sind das jüngste Team in der Liga und haben uns als erstes Ziel die Weiterentwicklung gesetzt. Dadurch das wir noch so jung sind, machen wir uns keinen Druck. Die neuen Trainingsinhalte und Taktiken werden intensiv trainiert, inklusive Bully-Aufstellungen und Laufwege.

J: Wie sieht dein Leben neben dem Eishockey aus?

A: Ich bzw. wir verdienen leider kein Geld mit dem Eishockey. Seit August 2021 mache ich eine Ausbildung. Mein Tag besteht aus Aufstehen, Arbeit/Berufsschule, Training und Schlafen. Bei fast allen sieht der Alltag so aus, abgesehen von den Sportsoldatinnen, dazu später mehr.

J: Was könnt ihr dieses Jahr erreichen? Und wer wird deiner Meinung nach Meister?

A: Unser Ziel sind die Playoffs!

Meister könnten Memmingen oder Ingolstadt werden. Die haben beide starke Mannschaften, unter anderem stellen Ingolstadt und Memmingen die meisten Spielerinnen für die Nationalmannschaft.

J: Was kann man von euch bei einem Heimspiel erwarten?

A: Wir geben immer unser Bestes! Samstags ist im Welli meistens mehr los, als am Sonntag. Im Vergleich zu den Männern ist es bei uns deutlich taktischer, dafür weniger körperbetont, auch weil wir keine Checks fahren dürfen. Ansonsten ist das Fraueneishockey sehr ansehnlich, also kommt und schaut euch unsere Spielweise mal an!

J:  Wie gefällt euch eure neue Hymne?

A: Anfangs waren wir skeptisch, aber mittlerweile gehört sie zu unserem Pre-Game-Ritual. Sie wird während des Warm-ups auf dem Eis und nach der Ansprache vor dem Spiel abgespielt. (gemeint ist hier „Geboren in Hohenschönhausen von Skamarley“)

J: Verdient ihr Geld mit dem Eishockey oder ist das „nur“ ein Hobby?

A: Wir verdienen leider kein Geld damit. Der monatliche Mitgliedsbeitrag von 40 Euro deckt Essen, Fahrten und Hotels für Auswärtsfahrten mit dem Bus. Unsere Helme, Handschuhe, Hosen und die offizielle Teamkleidung werden vom Verein gestellt.

J: Wie sieht die Situation im internationalen Vergleich aus?

A:  International kann man mehr körperbetont spielen, während in Deutschland Checks eingeschränkt sind. Dort sind die „großen“ Nationen etwas im Vorteil, weil die die „Härte“ gewohnt sind. Wir würden auch gerne Checks in der DFEL fahren, wir wollen uns nicht so unterscheiden zu den Männern.

J:  Wie ist die Situation im Fraueneishockey allgemein in Deutschland?

A: Es wäre cool, wenn mehr DEL und DEL2 Standorte Frauenmannschaften aufstellen würden, damit die Liga qualitativ besser wird. Eiszeiten sind in Ordnung, aber manchmal schwierig mit der Arbeit/Berufsschule etc. alles unter einen Hut zubekommen.

J: Es gibt ja sogenannte Sportsoldatinnen, kannst du mehr dazu erzählen?

A: Ja, es gibt, glaube ich, 14 Plätze für die Bundeswehr. Dort wird man frei gestellt  für den Sport und darüber finanziert man sich dann.  Einmal im Jahr gibt es einen Grundlehrgang, den alle Spielerinnen absolvieren müssen. Es wird ständig darüber diskutiert, ob es mehr Plätze geben sollte, für mehr Spielerinnen. Das hängt auch von der sportlichen Leistung ab, z.B. bei einem WM-Abstieg könnten 3-4 Plätze wieder abgezogen werden.

J: Das deutsche Fraueneishockey hat leider nicht so viel Aufmerksamkeit oder?

A: Nein leider nicht, aber der Deutschland Cup war gut, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren! Es war super das die Männer und die Frauen  jetzt zum ersten mal gemeinsam einen Cup ausgetragen haben.

J: Wie sah deine Jugendzeit aus?

A:Ich habe in Crimmitschau Eishockey spielen gelernt. Dort war ich meine komplette Jugendzeit bei den Jungs und hab viel gelernt. In der Kabine gab es zwischen uns keine Unterschiede. Man will auch keine extra Wurst, nur weil man eine Spielerin ist.

J: Gibt es Herausforderungen im Fraueneishockey?

A: Manchmal werden Frauen nicht so supported wie die Männer, gerade im Jugendbereich, wenn es keine eigene Frauenmannschaft gibt. Ist jedoch nicht bei allen Trainern so, aber auch solche Fälle gibt es dann, wo du nur auf die Bank gesetzt wirst und nicht spielen darfst. Hängt natürlich auch von deinem Skill ab, ob du spielen darfst oder nicht. Teilweise haben sich die Jungs nicht getraut mich zu checken, dabei hatte ich keine Angst davor.

J: Wie sieht die Unterstützung, abgesehen von den Fans, für das Team aus?

A: Wir haben, wie die Männer auch, einen Co-Trainer für die Defensive und unser Head Coach ist für die Offensive zuständig. Gelegentlich bekommen unsere Goalies ein Torwarttraining. Skills Coaches sind auch vorhanden, aber die sind auch eher selten mit uns auf dem Eis. Unser Athletiktrainer stellt uns alle 4 Wochen einen neuen Plan zusammen. Für die Physios reicht momentan unser Geld leider nicht aus.

 

Es war ein sehr angenehmer und schöner Nachmittag mit Anna-Maria. ALSO alle am Samstag in die Mercedes-Benz Arena. Wir sehen uns dort! Ich hoffe, euch hat das Interview gefallen!

Die Mädels brauchen dringend einen Physio, der sie das Spielwochenende betreut, aber lest gerne hier weiter worum es genau geht!

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Eure Jule

Tabellenführer nach 18 Spieltagen: Ein erstes Fazit zum Saisonstart der Eisbären Berlin

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) befindet sich derzeit in der Länderspielpause. 18 Spieltage liegen bisher hinter uns und den Eisbären Berlin, weshalb es Zeit wird, ein erstes Fazit zu ziehen. Und dafür bietet sich so ein spielfreies Wochenende am besten an, denn so hat man auch die Zeit, den Saisonstart der Hauptstädter mal kurz und knapp zu analysieren.

Nach 18 Spieltagen thronen die Berliner ganz oben auf dem ersten Platz. Mit 39 Punkten liegt man je drei Punkte vor den aktuell ärgsten Verfolgern aus Bremerhaven und Straubing. Satte acht Zähler Vorsprung sind es auf Meister München, ganze neun Punkte auf Mannheim. Eben jene Mannschaften, welche als Top-Favoriten auf die Meisterschaft 2024 vor Saisonbeginn galten. Doch aktuell ist wohl allen Teams in der PENNY DEL klar, dass die Meisterschaft in dieser Saison nur über die Eisbären Berlin geht.

Haben bisher allen Grund zur Freude: Die Spieler der Eisbären Berlin (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Denn die bisherigen Auftritte der Eisbären glichen teilweise einem echten Statement an die Konkurrenz. Die 73 erzielten Tore sind die meisten, die 37 kassierten Gegentore die wenigsten in der gesamten Liga.
13 Siege feierte das Team von Trainer Serge Aubin in den ersten 18 Spielen, in 15 Spielen punktete man und nur dreimal verlor man nach regulärer Spielzeit. Die Eisbären sind in dieser Saison also enorm schwer zu schlagen.
Wenn man die Berliner derzeit ins Wanken bringen will, dann hat man Stand jetzt die besten Chancen dazu, wenn man in der Hauptstadt zum Spiel antritt. Denn vor den eigenen Fans tun sich die Eisbären mal wieder sehr schwer, konnten nur fünf der bisherigen acht Spiele gewinnen. Vor allem in Sachen Toreschießen tut man sich daheim enorm schwer, die 26 Tore sind die zweitwenigsten Heim-Tore aller Teams. Der Druck vor den eigenen Fans scheint sehr hoch zu sein und da verkrampfen die Berliner dann doch des Öfteren.
Denn auswärts hat man bisher kaum Probleme, konnte acht der zehn Auswärtsspiele für sich entscheiden und ist mit Abstand das beste Auswärtsteam in der PENNY DEL. Man erzielte mit Abstand die meisten Auswärts-Tore (47) und kassierte die wenigsten Gegentore (20) auf fremdem Eis.
Wenn man also nach Verbesserungspunkten beim Hauptstadtclub sucht, kann man die Probleme bei Heimspielen ansprechen. Das man aber auch mit einer „Heimschwäche“ Meister werden kann, haben wir ja erst vor kurzem gesehen. Insofern ein Punkt, der zwar verbesserungswürdig ist, aber aktuell noch nicht zu sehr ins Gewicht fällt.

Hat alle Kritiker eines Besseren belehrt: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die größte Sorge vor dem Saisonstart hatten die Fans mal wieder auf der Torhüter-Position. Nach dem das Experiment mit zwei jungen Goalies in der letzten Saison gescheitert war, verpflichteten die Berliner mit Jake Hildebrand wieder eine etatmäßige Nummer ein. Dazu holte man noch Jonas Stettmer aus Ingolstadt, welcher vor allem in den Playoffs auf sich aufmerksam machte. Die beiden Transfers wurden in der Fanszene im Sommer stark belächelt. Jake Hildebrand wäre nur ein zweitklassiger Torhüter, mit dem man die Meisterschaft in der DEL nicht gewinnen kann. Auch die Back-ups Stettmer und Quapp sorgten bei einigen Fans für Kopfschmerzen.
Nach 18 Spieltagen sollten auch die letzten Zweifler vom Torhüter-Trio der Eisbären überzeugt sein. Denn die Eisbären haben statistisch gesehen die beste Fangquote der gesamten Liga. Hildebrand kam bisher in 14 Spielen zum Einsatz, in denen er auf eine Fangquote von 93,52 Prozent, drei Shutouts und einem Gegentorschnitt von 1,77 pro Spiel kommt. Stettmer absolvierte drei Spiele, welche er alle gewann. Seine Fangquote ist nahezu identisch mit der von Hildebrand (93,51 Prozent). Sein Gegentorschnitt ist dagegen besser als der von Hildebrand (1,65). Und auch Nikita Quapp wusste bei seinem einzigen Einsatz in dieser Saison zu überzeugen. Was die Eisbären in dieser Saison also definitiv nicht haben, ist ein Torhüter-Problem.

Hat der Eisbären-Defensive gleich wieder mehr Sicherheit verliehen: Rückkehrer Kai Wissmann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch die Defensive der Eisbären erwies sich bisher als deutlich stabiler als in der Vorsaison. Schlechter ging aber auch gar nicht mehr. Was vor allem mit der Rückkehr von Kai Wissmann zu tun hat, welcher das Defensivspiel der Eisbären deutlich verbessert hat. Zusammen mit Jonas Müller bildet er wohl das beste Verteidiger-Paar der PENNY DEL. Mit +16 stehen Beide ganz oben in der Plus/Minus-Statistik. Auch Ben Finkelstein hat in den ersten 18 Spielen angedeutet, warum ihn die Eisbären im Sommer verpflichtet haben.
Morgan Ellis ist für mich in diesem Jahr auch eine echte Verstärkung für die Berliner, denn im letzten Jahr war er – wie eigentlich fast alle Leistungsträger – meilenweit von seiner eigentlichen Form entfernt. Dieses Jahr sehen wir endlich den „wahren“ Morgan Ellis.
Was mich persönlich besonders freut, ist die Entwicklung von Korbinian Geibel. Wer aufmerksam die Berichte von Jule über unsere Youngsters gelesen hat, dem war bereits vor Saisonbeginn klar, wie gut „Korbi“ eigentlich ist. Geibel hat sich in der Defensive der Berliner festgespielt und kam bisher auf eine Eiszeit von fast elf Minuten pro Spiel.

Ist derzeit mit zehn Saisontoren der Top-Torjäger der Eisbären: Zach Boychuk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Offensive der Eisbären hat endlich ihren Torriecher wiedergefunden. Wenn man mal vom Spiel gegen Köln vergangenen Freitag absieht. Aber 73 Tore in 18 Spielen macht ein Schnitt von vier Toren pro Spiel, was ordentlich ist. Waren die Eisbären in der Vergangenheit des Öfteren von einer oder maximal zwei Reihen abhängig, so sind die Berliner in dieser Saison enorm schwer auszurechnen. Denn von jeder der vier Reihen geht Torgefahr aus. Wenn in einem Spiel eine Reihe mal nicht so funktioniert wie in den Spielen zuvor, springt eben eine andere Reihe in die Bresche und führt die Mannschaft zum Sieg.
Acht Stürmer haben bereits zweistellig gepunktet, Marcel Noebels und Zach Boychuk haben dabei sogar schon 20 und mehr Scorerpunkte erzielt. Boychuk hat als einziger Stürmer bereits zweistellig getroffen (10).
Die Neuzugänge haben im Vergleich zur Vorsaison voll eingeschlagen. Jeder Spieler trägt seinen Teil zum erfolgreichen Saisonstart bei. Es gibt keine „Passagiere“, wie man immer so schön sagt. Auch die Youngsters sind gut integriert ins Spiel der Eisbären und liefern ebenso ihren Teil dazu. Maximilian Heim zum Beispiel hat sich genau wie Korbinian Geibel in der Defensive im Team festgespielt. Heim hat einen „unHEIMlichen“ Entwicklungssprung hinter sich. Bei manchen Aktionen auf dem Eis denke ich mir danach immer nur: „Wow, wo hat er das denn gelernt oder wie hat er den Gegenspieler denn stehen lassen!„. Einzig ein Tor fehlt ihm noch, was ihn selbst auch stört, aber wenn er so weiterspielt, wird der erste Saisontreffer nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und wenn wir gerade bei den Youngsters sind, dann kommt man in dieser Saison nicht an Eric Hördler vorbei. Sein Papa Frank ist zwar nicht mehr in Berlin, aber Hördler Junior schreibt die „Hördler-Dynastie“ in Berlin fort. Eric kam bisher in zehn Spielen zum Einsatz und konnte sich dabei auch schon mit seinem ersten DEL-Tor in Wolfsburg belohnen. Durchschnittlich etwas mehr als sieben Minuten Eiszeit pro Spiel sind Lohn seiner harten Arbeit.

Bisher haben die Spieler der Eisbären Berlin noch nicht die richtige Idee gefunden, um im Powerplay dauerhaft zu überzeugen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Arbeit ist das Stichwort, wenn wir auf die Special Teams der Berliner schauen. Dort hat man definitiv noch Verbesserungspotential. Das Penalty Killing liegt derzeit auf einem guten dritten Platz mit einer Erfolgsquote von 89,06 Prozent. Das Powerplay ist noch so eine Baustelle im Team, an der es zu arbeiten gilt. Dort rangieren die Eisbären aktuell nur auf dem sechsten Platz mit einer Erfolgsquote von 16,67 Prozent. Das ist definitiv noch ausbaufähig. Die Eisbären wollen es eben manchmal einfach zu schön machen und spielen dann lieber noch den letzten Pass statt einfach mal auf das Tor zu schießen. Aber dieses Problem kennen wir ja in Berlin schon ein paar Jahre.

Nach dem starken Saisonstart sind die Eisbären Berlin inzwischen der Top-Favorit auf die Meisterschaft in der PENNY DEL. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Saisonstart der Eisbären Berlin sehr erfolgreich verlaufen ist und man sich vom Titel-Kandidaten zum Top-Favoriten gemausert hat. Der Umbruch im Sommer hat weniger Zeit benötigt, als angenommen. Die Neuzugänge wurden sehr gut ins Team integriert und haben das System von Trainer Serge Aubin relativ schnell verinnerlicht. Dass es so schnell so gut harmonieren würde, damit habe ich persönlich nicht gerechnet. Umso erfreuter bin ich jetzt natürlich, dass die Eisbären aktuell wieder so viel Spaß machen.
Und doch gibt es trotz des nahezu perfekten Saisonstarts noch Baustellen, an denen zu arbeiten gilt. Was die Konkurrenz eigentlich in Angst und Schrecken versetzten dürfte, denn wenn die Eisbären jetzt auch noch anfangen, konstant ihre Heimspiele zu gewinnen und das Powerplay ans Laufen bekommen, dann werden die Berliner in diesem Jahr nur sehr schwer zu schlagen sein.
Und doch sollte bei aller berechtigten Freude über den Saisonstart auch daran erinnert werden, dass in einer langen Hauptrunde jedes Team mal eine Schwächephase durchmachen muss. Mannheim und München scheinen sich gerade da drin zu befinden. Die Eisbären tun also gut daran, weiter in jedem Spiel konstant ihr Spiel zu spielen, um die nötigen Punkte bereits jetzt zu holen, damit eine mögliche Schwächephase im Laufe der Hauptrunde nicht zu schwer ins Gewicht fällt.

Das sagt Jule zum Saisonstart der Eisbären Berlin:

18 Spiele – beste Offensive – beste Defensive – sehr gute Fangquote, sind wir mal ehrlich, wer hätte das gedacht? Natürlich muss man dazu sagen, es waren „erst 18 Spiele“, jedoch zeigt es die Richtung an, die Serge Aubin und die Jungs angehen wollen. Die letzte Saison war ein Ausrutscher. In der Vorschau hatten wir einen Deal 😉 Wir geben Jake Hildebrand mindestens 15 Spiele um sich an die Mannschaft, Stadt und Umfeld zu gewöhnen. Die größten Kritiker hat Jake verstummen lassen, denn seine Fangquote und sein Gegentorschnitt sind unglaublich. „DIE WAND, DIE WAND, JAKE HILDEBRAND!“ Um auch hier realistisch zu bleiben, wird er wahrscheinlich nicht ganz diesen Schnitt halten können, er zählt dann aber trotzdem noch zu einem der besten in der Liga. Falls Jake mal eine „Pause“ braucht, haben wir da ja noch einen Stettmer und einen Quapp, die beide gute Jobs gemacht haben im Dress der Eisbären. Wer sich nicht direkt an alle Begegnungen erinnert, kann gerne nochmal im Youngsters Bericht nachschauen. Also Torwarts Problem in Berlin? Ganz klares NEIN!

Die Mannschaft an sich spielt wieder als Einheit, das merkt man richtig! Als Pföderl und Ronning verletzungsbedingt ausfielen, wurden die Youngsters durchgemixt in die Reihen gesteckt und wie Noebels meint: „die haben einen guten Job gemacht, wir alten Hasen müssen ihnen zeigen, wie es geht„. Das einzige Manko, wo ich unserem Trainer eine kleine Anmerkung lassen würde, wäre die Eiszeit der Youngsters. (Meckern auf hohem Niveau, ich weiß, aber ohne Eiszeit keine Verbesserungen) Die Mannschaft wächst zusammen und versteht gewisse Abläufe mittlerweile schon blind, das ist im Vergleich zur letzten Saison zu beobachten – das hat was aus den Jahren 2021 und 2022. Kevin hat schon die Neuzugänge angesprochen, die alle ihren Beitrag leisten, der Mannschaft zu helfen, Spiele zu gewinnen. Freddi Tiffels wurde oft als Überraschung betitelt, für uns jedoch keine gewesen ist, genauso wie ein Ty Ronning oder Tobi Eder etc. Die Transfers waren klug und mit Bedacht ausgesucht bzw. gewählt. Aubin und Richer haben alles in Bewegung gesetzt, dass so eine Saison wirklich nicht nochmal passiert. Die Chemie im Team scheint wieder richtig gut zu sein, die Jungs haben einfach Spaß auf dem Eis und das sieht man auch – Beste Offensive.

„Whizzy“ (Kai Wissmann) so ein herausragender Spieler, der uns an allen Ecken und Kanten letzte Saison gefehlt hat, nicht umsonst trägt er das „C“ auf der Brust, ich glaube er macht seinen Job schon richtig gut! Allgemein ist die Defensivleistung bei weitem nicht so anfällig wie letztes Jahr. Es werden kluge Entscheidungen auf dem Eis getroffen, Situationen richtig eingeschätzt und das Gefühl: „wo kann ich aggressiv“ reingehen z.B. Unterzahl, ist deutlich verbessert. Da wir gerade bei der Unterzahl sind fällt auf, dass die Jungs das ziemlich aggressiv spielen, d.h. starken Druck auf den puckführenden Spieler ausüben, um Fehlpässe zu erzwingen. Erinnert mich stark an die Unterzahl aus München vor ein paar Jahren. Diese Spielweise kann man nur so spielen, wenn man sich auf den Torhüter verlassen kann, dass falls es brenzlig wird, er da ist.
Genug geschwärmt. Sicherlich gibt es noch ein paar Baustellen, wie das Powerplay, welches noch nicht ganz so gut läuft. Wie Kevin schon schrieb, wird sich das sicherlich noch verbessern und dann müssen sich alle Gegner warm anziehen.

Fazit: Die Konstanz haben die Eisbären durchaus schon gefunden, zu Hause dürfen sie gerne mehr Tore schießen. Alle arbeiten für alle, egal welche Reihe, es macht unglaublich Spaß den Jungs zuzuschauen. Die Entscheidung bei Aubin zu bleiben, war auf jeden Fall die richtige. Es bleibt spannend, ob die Jungs weiterhin so stark ihre Rollen erfüllen können und hoffentlich bleiben lange Verletzungen aus. Also der Saisonstart ist geglückt! Wir freuen uns, dass die Eisbären wieder zur alten Stärke zurückgefunden haben. Forza EHC!

Die Youngsters der Eisbären Berlin im monatlichen Update – Oktober 2023

Das monatliche Update über die Youngsters ist wieder da! Hier schauen wir mal wieder auf die Zahlen, ihren Einsatz für die Lausitzer Füchse oder die Eisbären Berlin, viel Spaß beim Lesen.

1.Oktober EBB vs NIT 5:0

Eric Hördler hatte eine richtig gute Vorstellung, in seinem ersten Spiel in dieser Saison. War sehr auffällig, wenn er das Eis betrat und hatte viele gute Aktionen gezeigt. Energiegeladen zeigte er auf dem Eis, dass mit ihm zu rechnen ist. Maxi Heim und Korbi Geibel zeigten sich auch von einer sehr guten Seite und machten in ihren Shifts vieles richtig! Besonders ist mir der Aufbaupass von Geibel im Gedächtnis geblieben. Wird er der nächste Kai Wissmann?

Hat sich zum Stamm-Verteidiger bei den Eisbären Berlin entwickelt: Korbinian Geibel (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

3.Oktober IEC vs. EBB 2:8

Nikita Quapp im Tor, sein 1. Spiel für die Eisbären Berlin in dieser Saison. GAA: 2.00 (Gegentore) SV%: 89.47%. Eric Hördler mit seinem ersten Assist in dieser Saison! Maxi Heim unglaublich stark als Bumper* vorm Tor, hatte Kevin Reich gut die Sicht weggenommen und auch er mit einem Assists in diesem Spiel. Korbi Geibel auch hier wieder mit einem super starken Auftritt, viel Eiszeit, gute Defensiv-Aktionen, gefällt mir richtig gut und hat auch über den Sommer einen richtigen Schritt gemacht.

6.Oktober KEC vs. EBB 2:5

Im Line-Up: Bartuli, Hördler, Heim und Geibel. Auch hier wieder ein gutes Spiel von unseren Youngsters! Bald folgen die Punkte für die harte Arbeit, da bin ich mir sicher 🙂

8.Oktober WOB vs. EBB 0:5

Sehr schöne Aktionen vor dem Tor von Korbi Geibel, der Luca Dumont ordentlich aufzeigt, dass das hier sein Torraum ist! Sehr Stabil geblieben im Zweikampf. ERIC HÖRDLER mit dem ersten TOR. Michael Bartuli mit dem Schuss, den zunächst Dustin Strahlmeier abwehren konnte, doch Hördler mit einem wunderschönen Solo zum 5:0. Allgemein eine schöne Vorstellung von unseren Youngsters! Weiter so.

Erzielte beim Auswärtsspiel in Wolfsburg sein erstes DEL-Tor: Stürmer Eric Hördler (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

13.Oktober EBB vs. STR 3:4 n.P

Wieder einige gute Aktionen von unseren Youngsters. Im Line-Up: Eric Hördler, Maxi Heim und Korbi Geibel

15.Oktober EBB vs RBM 6:2

Im Line-Up: Maxi Heim, Michael Bartuli und Korbi Geibel

Maxi Heim mit knapp 11 Minuten Eiszeit, Korbi Geibel mit fast 16 Minuten, Michael Bartuli allerdings nur mit knapp 2 Minuten.

20.Oktober FRA vs. EBB 2:6

Jonas Stettmer mit einem überragenden Spiel gegen Frankfurt. Mit 31 Saves, einem Gegentorschnitt von 2 und einer Fanquote von 93,94% konnte Jonas die Eisbären im Spiel halten. Auch die anderen Youngsters waren sehr auffällig!

Konnte in seinen bisherigen Einsätzen überzeugen: Goalie Jonas Stettmer (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

22.Oktober EBB vs. BHV 2:4 

Kein gutes Spiel der gesamten Mannschaft, aber auch solche Spiele gibt es! Da war Bremerhaven schlicht und einfach besser, cleverer. Trotzdem gute Shifts der jungen Reihe!

27.Oktober EBB vs. SWW 5:3

Gute Aktionen von Geibel, Hördler, Heim und Bartuli. Machen ihre Sache gut in den „neuen“ Reihen. Sehr Auffällig auch hier besonders Geibel mit dem Bauerntick und Hördler, der viele Zweikämpfe gewonnen hat! Neben Noebels und Boychuk hat Hördler einen richtig guten Job gemacht, weiter so, Erik! (1 Assists gesammelt)

29.Oktober EBB vs. STR 3:2 n.V.

Jonas Stettmer startet gegen seine Geburtsstadt Straubing. Im Line-up: Geibel, Hördler, Heim. Heim hatte knapp 8 Minuten Eiszeit und 1 Shift im PP, Hördler hatte 08:30 min Eiszeit, Bartuli hatte knapp 6 min Eiszeit und Geibel mit über 12 Minuten die meiste Eiszeit der U23!

31.Oktober NIT vs. EBB 2:10

Was war das für ein Spektakel? Egal welche Reihe auf dem Eis war, es wurde gepunktet. Zur Schluss-Offensive durfte auch ein Eric Hördler im PP Eiszeit sammeln, allgemein ein brutales Spiel von allen vier Reihen. Da lief wirklich alles zusammen! Good Job, Boys

Abschlussstatistik aus dem Oktober in Zahlen EBB

Nikita Quapp 1 Spiel  SV% 90,0 GAA 2.0

Jonas Stettmer: 2 Spiel  SV% 93,2  GAA 1,9 

Korbi Geibel 11 Spiele; 0 Tore;  1 Assist; Punkt: 1

Maxi Heim 11 Spiele; 0 Tore;  3 Assists; Punkte 3

Eric Hördler 8 Spiele; 1 Tor;  2 Assists; Punkte: 3

Michael Bartuli 7 Spiele; 0 Tore;  1 Assists; Punkt: 1

Youngster des Monats: ERIC HÖRDLER! Herzlichen Glückwunsch zum ersten DEL Tor, die Energie die er auf dem Eis zeigt, ist einfach toll zu beobachten.
Wobei mir diesen Monat wirklich alle gut gefallen haben, starke Aktionen von allen U23 Spielern! Geibel hat sich mal eben zum Stammverteidiger entwickelt, Wahnsinn, wie unauffällig auffällig er spielt. Geballte Power, die den Eisbären bald noch viel mehr Spaß machen könnten 😉

Lausitzer Füchse Statistik aus dem Oktober

Jonas Stettmer 7 Spiele; 95,1 % ;GAA: 1,58; 2 Shutouts! 

Nikita Quapp 8 Spiele; 89,9%; GAA: 2,96

Rayan Bettahar 13 Spiele; 0 Tore;  4 Assists;  Punkte: 4

Erik Hördler 8 Spiele; 1 Tor;  2 Assists; Punkte: 3

Michael Bartuli 3 Spiele; 4 Tore; 0 Assists; Punkte: 4

 

Alle Daten: https://www.leaffan.net/del/#!/del_stats/2023 oder von https://www.eliteprospects.com/

*diese Positionen erkläre ich euch bald in einem Artikel 🙂

Eisbären Berlin: Rund erneuert zurück in die Spitzengruppe der PENNY DEL?

Gestern Abend startete die PENNY DEL in ihre 30. Saison. Die Eisbären Berlin absolvieren heute Abend mit dem Heimspiel gegen Vizemeister ERC Ingolstadt ihr erstes Spiel der Jubiläumssaison. Für den Rekordmeister beginnt damit die Wiedergutmachung der vergangenen Saison, als man erstmals seit 22 Jahren die Playoffs verpasste und in die längste Sommerpause seitdem gehen musste. Man hat die Schlüsse aus dieser Chaos-Saison nach einer ausführlichen Analyse gezogen und im Sommer dafür gesorgt, dass man in der neuen Saison wieder mit einer schlagkräftigen Truppe an den Start geht. Eine, die am Ende der Saison wieder zu den Top-Teams der Liga zählen will. Das ist das Saisonziel der Berliner, welches Sportdirektor Stéphane Richer bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz am Montagnachmittag in der Mercedes-Benz Arena zu Protokoll gab. Wir schauen uns den Kader mal genauer an und geben unsere Prognose zur Saison 2023/2024 ab.

Soll das Berliner Tor wieder zu einer Festung machen: Jake Hildebrand (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Tor

Die Goalie-Position ist mit die wichtigste in einem Team und da waren die Eisbären in der letzten Saison nicht so gut besetzt. Mathias Niederberger hatte die Eisbären im letzten Sommer verlassen und die Verantwortlichen der Eisbären gaben das Vertrauen zwei jungen Goalies: Tobias Ancicka und Juho Markkanen. Beide standen somit von Beginn an unter Druck, denn die Fußstapfen, die der Nationaltorhüter hinterließ, waren einfach zu groß. Beide Goalies konnten die entstandene Lücke nicht schließen. Ancicka, der im Sommer nach Köln wechselte, absolvierte die Mehrzahl (39) aller Hauptrundenspiele und kam dabei auf eine Fangquote von 91,2 Prozent. Sicherlich kein schlechter Wert, aber am Ende wechselten sich beim Goalie – wie übrigens beim gesamten Team – Licht und Schatten ab und so kam es dazu, dass Ancicka kein Goalie war, der seiner Mannschaft mal im Alleingang ein Spiel gewann. Was man aber auch nicht vergessen darf, ist der Fakt, dass die Goalies auch sehr oft alleine gelassen wurden von ihren Vorderleuten. Dazu steckte die Verunsicherung der Spieler die Goalies an und am Ende kam eben das Verpassen der Playoffs bei heraus. Die Goalies sind aber nicht der Hauptgrund dafür, sondern viel mehr ein Teil vom Ganzen.

In der kommenden Saison setzen die Eisbären Berlin nun erneut auf zwei junge Goalies mit Nikita Quapp und Jonas Stettmer, welcher vom Vizemeister Ingolstadt nach Berlin wechselte. Aber im Vergleich zur letzten Saison holte man auch noch den erfahrenen US-Goalie Jake Hildebrand von Ligarivale Löwen Frankfurt.
Quapp und Stettmer sind aufstrebende Talente und durchaus vielversprechend für die Zukunft. Hildebrand hatte sein Können vor allem im Aufstiegsjahr der Löwen unter Beweis gestellt und konnte daran auch letzte Saison immer wieder anknüpfen. Er absolvierte 52 Spiele, in denen er auf eine Fangquote von 90,8 Prozent kam. Damit lag seine Quote also unter der von Ancicka. Und dennoch sehe ich den US-Goalie als Verstärkung an. Denn im Vergleich zur Frankfurt hat Hildebrand in Berlin nun eine durchaus sehr starke Verteidigung vor sich, was in Hessen nicht immer der Fall war. Wie gut das funktionieren kann, konnte man in den Testspielen schon erahnen.
Und neben Hildebrand hat man eben auch noch Quapp und Stettmer, der in den letztjährigen Playoffs für Furore sorgte. Auch die beiden Goalies haben in der Vorbereitung bereits ihren Einsatz erhalten und konnten ebenso wie Hildebrand überzeugen.

Viele Fans sehen in der Torhüter-Position schon wieder die Schwachstelle im Team. Das sehe ich nicht so, denn mit Hildebrand, Quapp und Stettmer haben die Eisbären ein durchaus sehr starkes Torhüter-Trio unter Vertrag. Gepaart mit der sehr guten Defensive kann da etwas großes zusammenwachsen.

Das sagt Jule: 

Das Torhüter-Trio aus Hildebrand, Stettmer und Quapp wird uns in der Hauptstadt viel Spaß bereiten. Wie Kevin schon geschrieben hat, durften alle in der Vorbereitung bereits ihr Können zeigen. Mit Quapp und Stettmer im Nacken wird es Hildebrand nicht einfach haben, denn die Beiden wollen unbedingt so viele Spiele wie möglich absolvieren. Gute Paraden und schöne Saves werden wir von allen dreien sehen werden in der kommenden Saison. Wer wie viel spielen wird, wird man sehen. Nichtsdestotrotz eine gute Verstärkung für diese Saison. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Goalies nur so gut sind wie die Mannschaft vorne zurück arbeitet. Man kann von dem Transfer von Hildebrand halten was man möchte, er bleibt ein guter Goalie, nicht umsonst hatte er das Spiel für die Löwen aus Frankfurt entscheiden können! Wartet ab, lasst uns die ersten 10-15 Spiele abwarten und erneut über die Statistiken reden. Deal? Prediction: Hildebrand mit einer SV% von 92%!

Ist zurück in Berlin und verleiht der Berliner Defensive noch mehr Tiefe: Kai Wissmann (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Abwehr

In der Defensive waren die Hauptstädter auch zum handeln gezwungen. Denn wenn es in der Offensive mal hakt, dann erhofft man sich durchaus Gefahr von den Verteidigern. Doch in der vergangenen Saison erzielten die Berliner Verteidiger gerade einmal 18 Tore. Zum Vergleich: Kölns Star-Verteidiger Nicholas Bailen kam in 62 Spielen inklusive Playoffs alleine auf 20 Tore. Da galt es also für Verbesserung zu sorgen.

Doch es galt neben der Torgefahr auch noch eine andere Personalie zu ersetzen. Denn Urgestein und Legende Frank Hördler hat die Eisbären im Sommer Richtung Selb verlassen. Natürlich war der ehemalige Kapitän keine Scoring-Maschine, aber dennoch fehlt mit ihm enorm viel Erfahrung. Erfahrung, welche er immer wieder an die jungen Spieler weitergab. Diese fehlt nun in der Berliner Kabine.
Neben Hördler verließ auch Youngster Norwin Panocha die Eisbären, um sein Glück in der QMJHL zu versuchen. Viel Erfolg an dieser Stelle, Norwin!

Den Berliner Verantwortlichen ist es gelungen, die Lücken zu füllen. Königstransfer ist natürlich Rückkehrer Kai Wissmann, der dem Spiel der Eisbären wieder enorm viel Tiefe verleihen wird. Erst bei der WM hat man seine Fähigkeiten wieder gesehen. Diese werden das Defensivspiel der Eisbären nochmal deutlich verstärken.
Dazu konnten sich die Hauptstädter die Dienste vom US-Verteidiger Ben Finkelstein sichern, welcher aus Wien kommt. In der ICEHL absolvierte Finkelstein 25 Spiele, in denen er 25 Scorerpunkte erzielte. Zehn Tore und 15 Assists machen ein Scorerpunkt pro Spiel. Auch er kann dafür sorgen, dass von der Berliner Defensive wieder mehr Gefahr ausgeht als noch in der vergangenen Saison.
Der dritte Neuzugang in der Verteidigung ist Rio Kaiser, der im Oktober erst 17 Jahre jung wird. Ihm prophezeit man eine große Zukunft, er wird aber aller Voraussicht nach erst einmal Spielpraxis in der DEL2 beim Kooperationspartner Weißwasser sammeln.

Zu den Neuzugängen gesellen sich die altbekannten Verteidiger Rayan Bettahar, Morgan Ellis, Marco Nowak, Eric Mik, Jonas Müller, Korbinian Geibel und Julian Melchiori. Für Trainer Serge Aubin wird es enorm schwierig sein, dort die besten Verteidiger für jedes Spiel aufzustellen. Der Konkurrenzkampf in der Defensive der Eisbären ist enorm hoch und zudem gilt es ja auch noch die U23-Regel zu beachten, weshalb es einen Leistungsträger durchaus auch mal auf die Tribüne wehen kann. Wenn man im Training mal für einen Moment nachlässt, könnte das Konsequenzen für das darauffolgende Spiel haben. Aber Konkurrenzkampf belebt ja bekanntlich das Geschäft und von daher sorgt diese Tiefe im Kader auf jeden Fall wieder für eine starke Berliner Defensive, von der wieder mehr Fire-Power ausgehen wird.

Was mit dieser Defensive möglich ist, zeigte schon die Vorbereitung. Denn vier der insgesamt 22 Tore gingen auf das Konto eines Verteidigers. Wenig verwunderlich, dass Rückkehrer Kai Wissmann zwei dieser vier Tore erzielte. Dazu bereitete er auch noch zwei Tore vor. Auch Julian Melchiori machte mit drei Assists auf sich aufmerksam.

Das sagt Jule:

Kai Wissmann – endlich wieder im Eisbären-Trikot! Er ist einer der wichtigsten Verteidiger, den die Eisbären in ihrer Abwehr brauchten. Die Abwehr wurde deutlich verstärkt und wird diese Saison stärker und sicherer sein. Ich freue mich riesig über Ben Finkelstein, Kai Wissmann und Rio Kaiser! Es bleibt spannend, wen Aubin auswählt, zehn Verteidiger zu haben ist Luxus. Klar werden einige von den U 23-Spielern bei den Lausitzer Füchsen Spielpraxis sammeln, nichtsdestotrotz dürfen sich die gestanden Profis nicht auf ihren Erfolgen ausruhen! Die Defensive wird offensiv, sowie defensiv besser als letzte Saison dastehen. Wir werden kompaktes und gutes defensives, sowie offensives Eishockey von unseren Defendern sehen. Prediction: Kai Wissmann mit der besten +/- Statistik!

Soll den Offensiv-Motor der Eisbären wieder zum Laufen bringen: Rückkehrer Blaine Byron (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Angriff

Kommen wir zur Offensive. Auch die war mit ein Problem, weshalb es bereits Anfang März in die Sommerpause ging. Im Vergleich zur Meistersaison davor erzielten die Berliner Angreifer satte 34 Tore weniger. Tore, die am Ende fehlten, um einen der ersten zehn Plätze zu belegen. Kein Wunder also, dass es im Sturm den größten Umbruch im Kader gab. Gleich elf Spieler haben die Eisbären verlassen, darunter so wichtige Spieler wie Kevin Clark, Matt White und Giovanni Fiore. Ihn gegenüber stehen aber auch gleich sieben Neuzugänge.

Gerade auf dem deutschen Sektor haben die Verantwortlich dafür gesorgt, dass die Eisbären deutlich breiter aufgestellt sind. So konnte man Lean Bergmann (Mannheim), Tobias Eder (Düsseldorf) und Frederik Tiffels (München) an die Spree locken. Das allein unterstreicht schon die Ambitionen, welche die Eisbären in der neuen Saison haben. Vor allem auf Tobi Eder bin ich enorm gespannt, denn in der vergangenen Saison sammelte der 25-jährige satte 38 Scorerpunkte. Er erzielte 19 Tore selbst und bereitete 19 weitere Tore noch vor. Was für eine starke Statistik des ehemaligen DEG-Stürmers. In der Vorbereitung knüpfte er nahtlos an diese Leistungen an und sammelte bereits schon wieder vier Scorerpunkte (2T/2A).
Auch Bergmann (1/1) und Frederik Tiffels (1/3) deuteten ihr Können in der Vorbereitung mehr als an.

Mit Michael Bartuli gelang es den Eisbären noch einen vierte deutschen Stürmer unter Vertrag zu nehmen. In der abgelaufenen Saison war er für Bad Nauheim in der DEL2 aktiv. Dort machte er auf sich aufmerksam und die Eisbären schlugen zu. Dass das kein Fehlgriff ist, bewies er in der Vorbereitung, wo er bereits auf starke drei Scorerpunkte (1/2) kam. Ein durchaus vielversprechender Spieler, der in dieser Saison überraschen kann.

Kommen wir zu den letzten drei Neuen im Sturm. Und das sind alles drei richtige Kanten mit Scorer-Potential. Ty Ronning kam aus Ingolstadt, wo er in seinen nur 29 Spielen zu überzeugen wusste. Mehrere Vereine waren an ihm dran, am Ende hat er sich aber für den Hauptstadtclub entschieden.
Mit Blaine Byron kehrt ein alter Bekannter zurück. Was er kann, ist allen Eisbären-Fans noch bekannt und nicht wenige träumen von der Re-Union der alten Paradereihe mit Marcel Noebels und Leo Pföderl.
Und dann wäre da noch Patrice Cormier, welcher aus der KHL nach Berlin wechselte. Mit ihm haben die Eisbären einen guten Bullyspieler bekommen, der dazu auch noch scoren kann. Auch auf ihn bin ich enorm gespannt.

Dazu kommen noch die altbekannten Spieler aus der letzten Saison: Manuel Wiederer, Yannick Veilleux, Eric Hördler, Maximilian Heim, Zach Boychuk, Marcel Noebels und Leo Pföderl. Gleiches wie in der Defensive gilt auch hier: Die Tiefe in der Offensive ist groß und auch hier wird es einen Konkurrenzkampf um die Plätze im Spieltags-Kader geben. Auch immer unter der Berücksichtigung der U23-Regel. Alle Spieler müssen im Training alles geben, sonst winkt im nächsten Ligaspiel nur der harte Tribünenplatz.

Das sagt Jule:

Diesen Sommer ist einiges passiert in der Offensive der Eisbären. Große Namen sind an die Spree gewechselt. Mit Milan vom trashalk habe ich vor meinem Interview über Kevin Clark viel über Tobi Eder gesprochen. Er beneidet uns, dass wir Tobi an die Spree locken konnten. Toller Spieler und super Mensch! Mit den richtigen Reihenpartnern eine absolute Verstärkung fürs Team! Ty Ronning – Ach, diesem Spieler gucke ich einfach gerne zu. Ideen, Kreativität und Schnelligkeit beschreibt Ronning so ziemlich am besten, top Flügelstürmer. Lean Bergmann hingegen hatte etwas schwierige Jahre hinter sich, aber auch eine Verstärkung für die Offensive der Eisbären. Er ist ebenfalls ein schneller Spieler und hart arbeitender Stürmer – er wird den Eisbären in der Offensive weiter helfen. Freddi Tiffels, hatte ebenfalls eine etwas „schlechtere“ Saison beim EHC Red Bull München, dennoch ein absoluter Top Spieler. Es macht ebenfalls Freude ihm zu zuschauen, wie er die Scheibe gewinnt oder einfach trocken abzieht und das Ding im Tor landet. Offensiv ergibt das auf dem Papier schon eine richtig starke Formation. Dazu kommen noch unsere starken U-23 Stürmer mit Maxi Heim, Eric Hördler und Michael Bartuli, die sich nicht verstecken und ihr Können immer wieder beweisen. 

Prediction: an Toren mangelt es den Eisbären diese Saison wohl nicht!

Auf dem Weg zurück zum Top-Team in der PENNY DEL? (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)

Fazit

Im Vergleich zur Chaos-Saison hat sich bei den Eisbären Berlin einiges im Kader getan. Was aber auch dringend notwendig war, damit die letzte Saison ein Betriebsunfall bleibt. Dafür hat man in den Kader investiert und wie Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz sagte, auch den Etat leicht erhöht. Damit hat man Kai Wissmann und Blaine Byron zurückgeholt, wo man weiß, was sie können. Man hat sich aber auch deutsche Nationalspieler wie Lean Bergmann, Tobias Eder und Frederik Tiffels gesichert. Auch diese Spieler wissen, wo das Tor steht.
Insgesamt sorgen alle Transfers, die Sportdirektor Stéphane Richer getätigt hat, für deutlich mehr Tiefe und vor allem Konkurrenzkampf im Kader. Auch die Goalie-Position ist aus meiner Sicht besser besetzt als im vergangenen Jahr, weil man wirklich drei starke Goalies unter Vertrag hat. Zwei davon sind zudem noch aufstrebende Talente, denen die Zukunft gehören kann.
Natürlich bedarf das Ganze auch einer gewissen Zeit, um sich einzuspielen, damit ein Rädchen in das andere greift. Dafür hatte man schon die Vorbereitung, die ordentlich aber nicht gut verlaufen ist. Doch mit zunehmenden Spielen wird sich das alles verfestigen und die neuen Spieler werden das System von Trainer Serge Aubin verinnerlichen. Wenn das passiert ist, dann sind die Eisbären für mich wieder ein ernstzunehmender Titelkandidat.
Dafür muss man am Ende aber eins hinbekommen und zwar das Disziplin-Problem. Man darf sich nicht zu viele Strafzeiten wie noch in der Vorbereitung leisten. Denn auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Schon gar nicht in so einer ausgeglichenen Liga wie der PENNY DEL.

Das sagt Jule:

Letzte Saison ist zum Vergessen. Viele Faktoren hatten nicht gepasst, ein bisschen Pech kam dazu. Die Saison ist vergessen. Es hat sich eine Menge im Sommer getan und Richer und Aubin, sowie das ganze Team hinter den Eisbären hat das bestmögliche aus allem rausgeholt. Wir werden eine starke Mannschaft zu sehen bekommen, die als Einheit aufs Eis geht. Geblockte Schüsse, Saves, Tore und Asissts werden wieder als Team gefeiert. Das ist eine wirklich gute Mischung aus „Veteranen“ und jungen Spielern, die hungrig auf die Meisterschaft sind. Lassen wir der Mannschaft trotzdem 10 – 15 Spiele um zu sehen, wohin die Reise geht! Deal?

Prediction: Platz 1-4 ist drin! Die Konkurrenz ist diese Saison hoch!

Eisbären Juniors Frauen: Wellblechpokal

Jule war am Samstag beim Wellblechpokal bei den Eisbären Juniors Frauen (EbjF) Aber wer sind die Eisbären Juniors Frauen eigentlich und wie haben sie bei ihrem „eigenen“ Pokal abgeschnitten?

Samstag 12:00 Uhr, 30 Grad Außentemperatur. 6€ für zwei Tage eines aufregenden Turniers und für kühle Getränke und Speisen wurde auch gesorgt. Perfektes Wetter um in den Wellblechpalast zu gehen. Auf der Pressetribüne im Welli sah ich einige bekannte Gesichter. Ein Vorbereitungsturnier der Frauen konnte ich mir so also nicht entgehen lassen! Fünf Spiele waren für den Samstag angesetzt dabei waren: HC Ambri Piotta (SUI), EC Bergkamen, HC Poudnice (CZE), Oilers Stravanger  (NOR) und die Eisbären Juniors Frauen.

Premiere war zudem: ein eigener Auflauf Song, welcher dort zum ersten Mal gespielt worden ist.

Das Turnier begann um 10 Uhr mit dem ersten Spiel HC Roudnice vs. Oilers Stravanger. Die Oilers Stravanger setzen sich mit 2:1 durch. Um 12 Uhr waren dann die EbJF vs. EC Bergkamen dran und pünktlich zum Warm Up nahm ich Platz.

Das erste Drittel war  ziemlich ausgeglichen und es gab einige sehr schöne Spielzüge! Im zweitenDrittel fielen auf beiden Seiten Tore und man merkte, dass da Feuer drin war. Das dritte Drittel war unfassbar spannend, denn die EbjF verteidigten alles was ging, bis sie dann in der letzten Minute den Ausgleich kassierten. Komisch diese Flashbacks, da war ja letzte Saison was? Leider hatte danach Bergkamen das Momentum auf ihrer Seite und gewannen 3:4 n.P.  Die Eisbärinnen nahmen etwas zu viele Strafen, nichtsdestotrotz ein tolles Spiel von beiden Seiten. Bergkamen mit dem Last Minute Ausgleich und dann im Penaltyschießen etwas kaltschnäuziger als die Eisbärinnen.

Ab da an fand ich das Turnier schon super und war total froh, im Welli zu sein.  Nichtsdestotrotz eine gute Leistung von beiden Mannschaften. Eine kleine Pause und die Zamboni  fuhr fleißig übers Eis. 

HC Roudnice vs. Ambri Piotta

Ambri mit einer sehr starken Performance. Die Frauen flitzten über das Eis und kombinierten, es fiel ein schönes Tor nach dem anderen. WOW! Im letzten Drittel stand es 9:1 und es waren noch fünf Minuten zu spielen. HC Poudnice versucht dagegenzuhalten. Sie hatten auch einige gute Chancen, aber die Nr. 44 im Tor bei Ambri verhinderte alles, bis auf einen Gegentreffer. Und kurz vor dem Ende stand es dann doch 10:1.

Bergkamen vs Stravanger Oilers 

1:1 im ersten Drittel und zwei richtig schön kombinierte Tore. Spannend! Hier fand ich von Bergkamen die Nr. 27 sehr auffällig. Gute Pässe, gute Bewegungen, schiebt richtig an! Im 2. Drittel waren beide Mannschaften bemüht, einen Führungstreffer zu erzielen, jedoch war es auf beiden Seiten sehr ausgeglichen. Es gab viele Chancen auf beiden Seiten, am Ende leichte Tendenz für Stravanger. Im zweiten Drittel schoss Stravanger dann auch das 1:2. Das dritte Drittel war wieder richtig spannend, da auf beiden Seiten Chancen kreiert wurden. Bergkamen versucht den Ausgleich zu schießen, jedoch schafften sie es nicht trotz größer Mühe. Endstand 1:2.

Foto: eisbaerlin.de/Jule

Eisbärinnen gegen Ambri

Die Partie wurde auch von den Zuschauern am meisten erwartet. Ambri war davor schon sehr gut unterwegs und ich freute mich riesig, beide Teams gegeneinander spielen zu sehen. Im ersten Drittel legten beide Mannschaften gut los und zeigten beide auf, was sie zu bieten haben.  Ambri nach acht Minuten mehr am Drücker, schossen aus fast allen Ecken. Bis dahin hatet die Torhüterin der EbjF (Lasis Karmena) mehr zu tun als die Torhüterin für Ambri. Nach knapp zehn Minuten stand es immer n0ch 0:0. Die EbjF verteidigten alles was ging, blockten Schüsse, nahmen wichtige Schläger weg. Am meisten jedoch konnten sie sich bei ihrer Torhüterin bedanken, die immer wieder starke Saves zeigte! Ambri macht ordentlich Druck. 

Das zweite Drittel versprach weitere tolle Spielzüge von beiden Mannschaften und richtig gute Saves, wieder von der Nummer 41 im Berliner Tor. Ambri versucht das 1:0 zu schießen, aber die EbjF verstecken sich nicht und nutzten jede Chance, die sie bekamen. Die EbjF erspielten sich richtig gute Chancen! Trotz starker Leistung im Tor und geblockten Schüssen gelang es Ambri kurz vor dem Ende des zweiten Drittels das 1:0 zu schießen. 

Im letzten Drittel dieses Spiels und an diesem Nachmittag Abend wurden die Strafzeiten deutlich geringer. Ambri hatte eine Dtei-auf-Null-Situation, doch Lassis konnte zweimal gut abwehren! Die EbjF schossen aus allen Rohren, Sie wollten unbedingt das 1:1 erzielen. Leider wurden die Mädels nicht belohnt für ihre harte Arbeit.  Ambri hat mit 1:0 gewonnen! Ein richtig geiles Spiel von beiden Seiten. Hätte den Mädels durchaus ein Tor gegönnt.

Ihr wollt mehr über die Eisbären Juniors Frauen wissen? Dann beleibt gespannt, was demnächst so auf euch zu kommt.

 

Die Youngsters der Eisbären: Korbinian Geibel

Kommen wir zum letzten Youngster der Eisbären Berlin, er trägt Nummer 40 ist 21 Jahre jung und linksschießender Verteidiger. Es geht heute um Verteidiger Korbinian Geibel (Foto).

Korbinian Geibel während des Spiels gegen die San José Sharks. (Foto von Florian Pohl/City-Press GmbH)

Die Anfänge bei ESV Kaufbeuren U16

Korbi Geibels Reise im Eishockey begann in den Reihen der ESV Kaufbeuren U16, wo er bereits in jungen Jahren sein Talent unter Beweis stellte. In der Saison 2016-17 sammelte er 11 Punkte in 34 Spielen und ließ dabei seine Fähigkeiten auf dem Eis aufblitzen.

Internationale Erfahrungen

Geibels Talent führte ihn auch auf die internationale Bühne. Er vertrat Deutschland in den Altersklassen U16, U17 und U20 und trug das Trikot seines Landes. Diese internationalen Erfahrungen halfen ihm dabei, sein Spiel weiter zu verfeinern und sich auf höchstem Niveau zu messen.

Der Weg zu den Eisbären Juniors und darüber hinaus

In der Saison 2018-19 folgte ein wichtiger Schritt in Geibels Karriere, als er zu den Eisbären Juniors Berlin U17 wechselte. Hier setzte er seine Entwicklung fort und sammelte wertvolle Erfahrungen. In den darauffolgenden Spielzeiten machte er sich einen Namen in der DNL U20 und konnte sogar schon für die Profimannschaft der Eisbären Berlin auflaufen.

Der Durchbruch bei den Profis

Die Saison 2020-21 war ein entscheidender Wendepunkt für Geibel. Er hatte die Gelegenheit, in zwei Spielen für die Eisbären Berlin in der DEL anzutreten. Darüber hinaus absolvierte er beachtliche 30 Spiele für die Lausitzer Füchse in der DEL2. Dieser Schritt in den Profibereich war ein Meilenstein in seiner Karriere, und Geibel nutzte diese Gelegenheit, um seine Fähigkeiten auf höchstem Niveau zu zeigen.

Korbi Geibel steht erst am Anfang seiner Reise, und in den kommenden Jahren wird sich zeigen, wohin die Reise für ihn geht.

Persönlicher Kommentar

Geibel war die Saison über bei den Eisbären Berlin durchweg gut unterwegs. Ich fand sowohl seinen Schuss als auch sein körperliches Auftreten sehr präsent. Zudem hatte er eine +- Statistik von 3, was für einen jungen Verteidiger nach dieser Saison schon gut ist! Ich hoffe, Korbi hat fleißig trainiert und zeigt sich weiterhin gut im Trikot der Eisbären und der Lausitzer Füchse.

Frank Hördler: „Die Eisbären Berlin sind ein Unikat!“

Lieber Franky,

Bild von Jule

Frank Hördler, Jule, Jonas Hördler (Foto: Privat)

es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden, während wir uns von einer wahren Legende der Eisbären-Familie verabschieden. Frank Hördler, der Mann, der unser Team jahrelang mit Herzblut und Leidenschaft vertreten hat, wird neue Wege gehen.

Franky, du warst nicht nur ein Spieler auf dem Eis, du bist ein toller Mensch. Deine Hingabe zum Spiel, deine ständige Bereitschaft, über dich hinauszuwachsen, und deine Loyalität zu den Eisbären haben uns Jahr für Jahr inspiriert. Du hast uns Momente beschert, die wir nie vergessen werden – unvergessliche Tore, atemberaubende Pässe und Siege, die uns in Euphorie versetzt haben.

Was du für diesen Club getan hast, wird dir so schnell keiner nachmachen. 20 Jahre Eisbären Berlin, 9 Meisterschaften, Olympia-Silber 2018, über 1000 DEL-Spiele und so vieles mehr. 2005 wurdest du zu den Profis geholt und hast dich durchsetzen können, was sicherlich auch damals am Coach lag, der dir das Vertrauen schenkte. Wir von den Eisbärliner 2005 sind stolz, dass du unser Ehrenmitglied bist und dir für uns Zeit genommen hast.

Eine meiner Lieblingsszenen ist es, wo du die Scheibe in der Mercedes Benz Arena zerschossen hast. Ich blicke gerne auf diesen Moment zurück und dachte: „Wow was für ein krassen Schlagschuss Hördler doch hat“.  Auch für uns Fans war es absolut schön zu sehen, dass du mit deinem eigenen Sohn (Eric Hördler) zusammen auf dem Eis standest. Die Atmosphäre war atemberaubend und wir sind mehr als stolz gewesen, dass ihr diesen Meilenstein auch erreicht habt!

Dein 1000. Spiel war ein besonderer Moment und nicht nur bei dir hat man die Tränen gesehen. Es gibt selten Spieler, die so lange bei einem Verein bleiben und durchweg alles für diesen Club tun. Du bist unser Verteidigungsminister gewesen, der immer voran gegangen ist.

Ein weiterer sehr schöner Moment an diesem Abend war, dass du den Meisterring von 2012 mitgebracht hast und wir ihn uns angucken und anstecken durften.

Meisterring 2012 (Foto: Privat)

Den Legenden Status hast du jedenfalls mehr als verdient und wir warten sehnlichst darauf, dass deine #7 niemand mehr anderes tragen wird. (abgesehen von deinen Söhnen natürlich ;))

Nicht nur Vorbild auf dem Eis sondern auch abseits des Eises warst du immer (jedenfalls mein Eindruck) für alle da. Ob es junge Spieler oder alte Bekannte waren, du hast dir immer die Zeit genommen, jeden Fehler zu bemerken und Tipps zu geben, wie man sich in der Situation verbessern kann.

Leader – Teammitglied – Kapitän – Loyal – Vorzeigeprofi

Der Abschied tut weh, das können wir nicht leugnen. Doch inmitten der Traurigkeit sollten wir auch die Dankbarkeit fühlen – Dankbarkeit für jeden Moment, den wir mit dir erleben durften, Dankbarkeit für dein Engagement, deine Leidenschaft und deine bedingungslose Liebe zum Spiel. Einmal Eisbär – Immer Eisbär!

Mit einem weinenden und einem lächelnden Auge verabschieden wir uns von dir, Franky. Danke für alles. Viel Erfolg in Selb und bis Bald!

Eisbärliner 2005 mit Frank Hördler (Foto: Privat)

Deine Eisbärliner 2005 und alle anderen Eisbären Fans.

Jonas Hördler war an diesem Abend auch dabei und hat sehr viel über seinen Bruder Eric, seinen Papa und seinen Hobbys erzählt! Zudem haben wir natürlich auch über die NHL, Lieblingsspieler und seinen weiteren Werdegang gesprochen. Er wird zusammen mit seinem Papa nach Selb wechseln, für ihn geht´s in die Jugend. Wir wünschen dir viel Erfolg und hoffentlich sehen wir dich bald wieder im Eisbären-Dress. Vielleicht auch zusammen mit Eric?