4:1 in Spiel fünf! Die Eisbären Berlin sind zum zwölften Mal Deutscher Meister!

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #50:

Playoff-Finale-Endstand: 1:4 (3:7/1:5/1:5/4:3 n.V./1:4)

Was zum Jahreswechsel und auch zur Olympiapause noch unmöglich schien, ist am Ende doch Wirklichkeit geworden: Die Eisbären Berlin trotzten sämtlichen Verletzungspech und feierten nun doch noch ihre zwölfte deutsche Meisterschaft. Im fünften Finalspiel setzten sich die Hauptstädter mit 4:1 durch und sicherten sich damit zum dritten Mal in Folge die DEL-Meisterschaft. Eine, die das Prädikat Meisterstück erhält. Denn es war, neben 2012, die unerwartete Meisterschaft. Aber einmal mehr zeigte sich, dass die Eisbären eine echte Playoff-Mannschaft sind, gegen die es kaum möglich ist, vier Spiele in einer Serie zu gewinnen. Und gegen Serge Aubin kann man erst recht keine Playoff-Serie gewinnen, denn der Berliner Trainer feierte in seiner 15. Playoff-Serie mit den Eisbären den 15. Seriensieg. Was für unglaubliche Zahlen. Was für ein unglaublicher Trainer. Was für ein unglaubliches Team.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zu Spiel vier am Donnerstagabend nur auf einer Position. Adam Smith und Mitch Reinke tauschten die Verteidigerpärchen. Smith verteidigte an der Seite von Jonas Müller, Reinke an der Seite von Niemeläinen. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim musste gewinnen, um Spiel sechs in der Hauptstadt zu erzwingen, während die Berliner heute den zweiten Matchpuck hatten, um die zwölfte deutsche Meisterschaft perfekt zu machen. Spielten die Kurpfälzer erneut den Party-Crasher oder sorgten die Eisbären für die Demütigung beim Erzrivalen? Denn wer will schon seinen Erzfeind in eigener Arena zusehen, wie er die Meisterschaft feiert.

Erzielte das wichtige 1:0 im ersten Drittel in Mannheim: Ty Ronning (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ekstase in Mannheim, wo die Fans bereits vor dem ersten Bully alle standen. In der Kurpfalz waren die Adler-Fans heiß auf Finalspiel fünf. Und direkt war hier Feuer drin. Liam Kirk hatte die ersten beiden guten Abschlüsse, doch Zach Solow hatte die erste dicke Chance der Partie. Aber Jonas Stettmer blieb cool und fischte die Scheibe locker runter.
Die erwartete Mannheimer Drangphase blieb aus, weil die Eisbären den Spielaufbau der Adler durch ihr aggressives Forechecking früh störten. Dazu waren es die Mannen von Serge Aubin, welche hier dem 1:0 näher waren als die Hausherren. Diese hatten zwar auch ihre Abschlüsse, aber die der Eisbären waren in der ersten Phase des Spiels gefährlicher.
Danach entwickelte sich die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den beiden Erzrivalen. Den Adlern bot sich dann die erste Chance in Powerplay zu spielen, als Les Lancaster auf die Strafbank musste. Die Special Teams können in so einer Finalserie ein entscheidender Faktor sein. Und schon wurde es laut im Ufo, das muss man zugeben. Aber genauso schnell war es auch wieder ruhig, als man das erste Powerplay nicht nutzen konnte und sich beinahe noch den Shorthander gefangen hätte.
Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittels wurde es dafür im Gästeblock laut. Freddy Tiffels eroberte ganz stark die Scheibe, brachte sie weiter zu Ty Ronning, welcher das wichtige 1:0 erzielte. Das Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt für die Eisbären, denn diese Führung nahm der Titelverteidiger mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine überragende Vorstellung im Eisbären-Tor. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Der nächste Nackenschlag folgte unmittelbar nach Wiederbeginn. 77 Sekunden waren gespielt, da landete der Onetimer von Liam Kirk im leeren Adler-Tor – 2:0 (22.).
Mannheim hätte schnell eine Antwort finden können. Zweimal vergaben sie danach eine gute Chance, danach vertändelten sie ein Zwei-auf-null auf klägliche Weise. Die Eisbären waren wieder im Kopf der Kurpfälzer angekommen. Erst recht, als sie auch das nächste Unterzahlspiel ohne Gegentor überstanden.
Mannheim ließ aber nicht locker und hatte in dieser Phase für meinen Geschmack zu viele Spielanteile und Chancen, aber Jonas Stettmer bewarb sich mit Nachdruck für die MVP-Auszeichnung in den diesjährigen Playoffs. Die Eisbären liefen dem Spiel in diesen Momenten so ein wenig hinterher.
Das eine Zwei-Tore-Führung kein beruhigendes Polster ist, hatte man ja erst kürzlich in Spiel vier gesehen, als man am Ende noch eine 3:1-Führung verspielte. Und auch heute häuften sich in dieser Phase die Mannheimer Abschlüsse, doch bisher war kein vorbeikommen an Jonas Stettmer. Der Straubinger Junge wuchs einmal mehr über sich hinaus und wurde prompt von den eigenen Fans gefeiert.
Kurz vor der zweiten Drittelpause ließen die Eisbären dann aber die vermeintliche Vorentscheidung liegen und nahmen somit die 2:0-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Am Ende jubelten erneut die Eisbären Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel blieb der zu erwartende Ansturm der Hausherren aus, weil die Eisbären das hinten gut verteidigten und selbst nach vorne spielten, um für die endgültige Entscheidung in dieser Finalserie zu sorgen. Man hatte aus der verspielten 3:1-Führung von Spiel vier gelernt.
Ty Ronning versteckte sich in den letzten Spielen zunehmend, heute war der kleine Wirbelwind aber wieder voll da. Es lief der 44. Spielminute, da hämmerte die Nummer neun die Scheibe zum zweiten Mal an diesem Nachmittag ins Tor und schraubte das Ergebnis auf 3:0 hoch.
Mit diesem Treffer hatte man hier den Stecker aus der SAP-Arena gezogen – zumindest bei den meisten Adler-Fans. Im Gästeblock hingegen fingen bereits die Vorbereitungen zur Meisterparty an. Auch bei den Fans hatte man während dieser Seuchen-Saison bei weitem nicht mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft gerechnet. Auch der Schreiberling selbst oder aber wir als Podcast-Team haben niemals damit gerechnet, weil uns schlichtweg die Überzeugung fehlte, wie diese Mannschaft das noch schaffen will. Lange Zeit war es ja auch mehr als fraglich, ob man es überhaupt direkt in die Playoffs schaffen würde oder man nicht doch den ungeliebten Umweg über die Pre-Playoffs hätte gehen müssen. Doch die Eisbären fanden genau zur richtigen Zeit ihre Top-Form und beendeten die Hauptrunde mit starken fünf Siegen in Serie. Damit hatte man ein erstes Zeichen im Vorfeld der Playoffs an die Konkurrenz gesendet. In den Playoffs erwiesen sich die Berliner dann mal wieder als das allseits gefürchtete Playoff-Monster, welches erst Straubing, dann Köln und am Ende schließlich auch noch den Erzrivalen Mannheim aus dem Weg räumte und sich so am Ende die zwölfte Meisterschaft schnappte.
Aber nochmal zurück zum heutigen Spiel, wo Mannheim am Ende nochmal alles versuchte und Dallas Eakins auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch die Eisbären verteidigten das mit enorm viel Leidenschaft zu Ende und wollten ihrem Meister-Goalie die Krönung des Shutouts im entscheidenden Finalspiel ermöglichen. Er selbst arbeitete auch selbst daran, als er einen Penalty von Luke Esposito hielt. Was hat der Junge für Nerven, unglaublich! Am Ende wurde es ein 4:1-Auswärtssieg (Eric Mik traf ins leere Mannheimer Tor/Marc Michaelis machte in Überzahl den Shutout von Jonas Stettmer kaputt), welcher der Startschuss für eine lange Partynacht werden sollte. Die Eisbären krönten sich auf dem Eis des Erzrivalen Adler Mannheim und holten die dritte Meisterschaft in Folge. Eine bittere Demütigung für die Kurpfälzer, welche aber neidlos anerkennen müssen, dass die Eisbären Berlin ihnen in Sachen DEL-Titeln immer mehr enteilen. Die Adler-Fans zeigten nach der Schlusssirene ihre hässliche Seite, als sie den neuen Deutschen Meister ausbuhten. Anstand wird in der Quadratestadt eben klein geschrieben…

3:4 nach Verlängerung: Die Eisbären verspielen eine 3:1-Führung und lassen den ersten Matchpuck ungenutzt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #49:

Playoff-Finale-Stand: 3:1 (7:3/5:1/5:1/3:4 n.V.)

Ist das bitter! Die Eisbären Berlin verlieren Spiel vier der Finalserie mit 3:4 nach der zweiten Overtime und verpassen damit die erste Chance, die erneute Titelverteidigung perfekt zu machen. Im letzten Drittel lag man bereits mit 3:1 vorne, doch dann drehten die Adler nochmal auf und erkämpften sich die Verlängerung. In dieser waren die Eisbären die dominante Mannschaft, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen. Am Ende gelang Mannheim der goldene Treffer, der die Serie zurück nach Mannheim bringt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dessen Platz neben Jonas Müller nahm Mitch Reinke ein. Den Platz von Reinke neben Adam Smith nahm Markus Niemeläinen ein, welcher durch den Ausfall von Wissmann zurück ins Line-up kam. Alles andere blieb unverändert. Warum auch etwas ändern, schließlich hatte dieses Team eine souveräne 3:0-Führung in der Finalserie herausgespielt.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären waren einen Sieg von der zwölften Meisterschaft entfernt. Mannheim musste gewinnen, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Gab es am Ende die große Party in der Hauptstadt oder spielten die Kurpfälzer den Party-Crasher?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden war das Spiel alt, da hatte Ty Ronning den ersten Alleingang, scheiterte aber an Johan Mattsson, welcher heute für Maxi Franzreb im Tor stand. Aber auch Mannheim hatte direkt die erste gute Chance durch Matthias Plachta, aber auch Jonas Stettmer war von Beginn an hellwach.
Insgesamt war es ein munterer Beginn ins vierte Finalspiel. Kein Abtasten, beide Mannschaften suchten direkt den Weg vor das gegnerische Tor. Was aber auch zu erwarten war, schließlich musste Mannheim heute gewinnen, während die Eisbären den Sack vor den eigenen Fans zu machen wollte.
Die Gäste hatten früh das erste Powerplay im Spiel, doch die Eisbären überstanden dieses ohne größere Probleme. Mannheim blieb aber dran und war zu Beginn die aktivere Mannschaft. Doch die Berliner blieben konzentriert und ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Trotzdem fanden die Hausherren noch nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel aus den ersten drei Spielen. Da half auch das erste Powerplay nicht.
Danach blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, die Zweikämpfe waren dementsprechend hart umkämpft. Aber man merkte dem Spiel an, was hier auf dem Spiel stand, weshalb beide Teams noch nicht ins letzte Risiko gingen.
Kurz vor Ende hatten die Berliner durch Marcel Noebels das 1:0 auf dem Schläger, als er frei vor Mattsson zum Abschluss kam, doch die Nummer 92 konnte diese dicke Chance nicht nutzen. So blieb es beim 0:0 nach spannenden 20 Minuten.

Les Lancaster (links) eröffnete Finalspiel vier mit dem 1:0 im zweiten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und diesmal schlug es im Adler-Tor ein. „Connor McLancaster“ mit dem 1:0 für die Eisbären, welches das Arenadach abheben ließ (23.). Diese Torgefährlichkeit der Verteidiger ist brutal und findet man so in dieser Liga kein zweites Mal.
Nun waren die Gäste gefordert, wollten sie nicht in die vorzeitige Sommerpause gehen. Doch diese rückte immer näher, denn Liam Kirk legte das 2:0 nach (28.). Der Weg für Mannheim wurde also immer weiter, während die Eisbären dem 12. Titelgewinn sehr nahe kamen.
Die Kurpfälzer hatten Mitte des Spiels das nächste Powerplay und damit die große Chance auf den Anschlusstreffer, der das Spiel hier nochmal spannend machen würde. Und dieser fiel auch. Nicolas Mattinen mit dem trockenen Schuss von der blauen Linie zum 2:1 (32.).
Alexander Ehl hätte fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels das Spiel wieder von vorne beginnen lassen können, als er frei zum Abschluss kam. Jonas Stettmer war aber zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Marcel Noebels das halbleere Tor vor Augen, doch auch diese Chance ließ er ungenutzt.
Ebenso ungenutzt ließen die Hauptstädter in Powerplay in der Schlussphase des Mitteldrittels. Auch Andy Eder hatte das 3:1 auf der Kelle, scheiterte aber mit seinem Tip-in-Versuch an Mattsson. So blieb es bei der knappen 2:1-Führung nach 40 Minuten.

Pure Erleichterung nach dem 3:1 durch Markus Vikingstad. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Schlussdrittels hatten beide Mannschaften je eine Minute lang Powerplay, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da hob das Dach zum dritten Mal an diesem Abend ab. Markus Vikingstad stellte auf 3:1 und brachte seine Mannschaft noch näher an den DEL-Pokal ran (47.). Nun waren die Adler gefordert, wollten sie die Finalserie nochmal in die Kurpfalz bringen. Doch es fiel schwer daran zu glauben, wenn man alle bisherigen Spiele betrachtet. Doch sie bekamen nochmal die Chance auf dem Silbertablett serviert, denn Markus Niemeläinen musste nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären warfen alles rein und verteidigten das enorm leidenschaftlich, trotzdem kassierte man in der 53. Spielminute den 3:2-Anschlusstreffer durch Zach Solow, der erfolgreich abstaubte.
Nun war hier also wieder Spannung drin im vierten Finalspiel und Mannheim hatte weiterhin Powerplay, da das Tor noch innerhalb der ersten Strafzeit fiel. Und Mannheim hatte Blut geleckt und wollte in Überzahl den Ausgleich erzielen, scheiterte aber an Teufelskerl Jonas Stettmer im Berliner Tor. Die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne ein weiteres Gegentor.
Die Partie steuerte immer mehr auf ihren Höhepunkt und die Crunchtime zu. Die Stimmung war überragend und das auf beiden Seiten. Die Spannung war zum Greifen nah und nun begann sie, die Zeit des Fingernägelkauen. Vor allem deswegen, weil Mannheim nochmal die zweite Luft bekam und die Berliner ins eigene Drittel drängte. Hut ab vor der Moral der Mannschaft von Trainer Dallas Eakins, die Spiel vier zur spannendsten der gesamten Finalserie machten. Erst recht, als Alexander Ehl drei Minuten vor dem Ende zum 3:3 traf (57.). Dieser Treffer sorgte für pure Ekstase im Gästeblock, während der Treffer für die Eisbären-Fans ein Stimmungsdämpfer war.
Denn nun begann die Partie wieder von vorne und das Momentum war auf Seiten der Adler. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel nur hinterher und wirkten angeknockt. Und beinahe hätte es den Lucky Punch durch die Adler gegeben, die nach Ablauf der Schlusssirene das vermeintliche 4:3 erzielten. Zum Glück für die Eisbären war die Zeit aber bereits abgelaufen, weshalb Spiel vier in die Verlängerung ging.

Ty Ronning konnte nicht glauben, dass die Eisbären in der ersten Overtime kein Tor erzielt haben trotz klarer Überlegenheit. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Dort entschied ein Tor über Meisterschaft und Sommerpause oder Spiel fünf in Mannheim. Spannender kann ein mögliches entscheidendes Finalspiel nicht sein. Die Eisbären waren zu Beginn die aktivere und gefährlichere Mannschaft und schnupperten mehrmals am Siegtreffer. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Jungs waren nun wieder deutlich besser drin im Spiel. Und die Overtime bestimmte letztendlich nur Berlin, was aber fehlte, war das erlösende Tor. Johan Mattsson ließ einfach keine Scheibe durch. Mannheim tauchte zwar auch ab und zu mal vor Jonas Stettmer auf, doch so gefährlich wie vor dem eigenen Tor wurde es nicht.
Zwei Minuten waren noch auf der Uhr, da hatten alle Eisbären-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch das Gestänge rettete für Mannheim. Und so endete die erste Overtime torlos und die Nerven wurden hier weiter strapaziert.

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Overtime gespielt, da war Jean-Sébastien Dea nah dran am 4:3, doch sein Schuss ging denkbar knapp am Pfosten vorbei. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, kassiert hinten einen. In der 84. Spielminute sorgte Luke Esposito für die Entscheidung und schickte die Serie zurück in die Kurpfalz. Dort haben die Berliner erneut die Chance, die Titelverteidigung perfekt zu machen.

5:1 in Spiel drei: Die Eisbären feiern den nächsten Kantersieg und sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #48:

Playoff-Finale-Stand: 0:3 (3:7/1:5/1:5)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Schritt von der erneuten Titelverteidigung entfernt. Auch Spiel drei der Finalserie gewann der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim mit 5:1 und sicherte sich damit den Matchpuck. Auch in Spiel drei fand die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins kein Gegenmittel gegen brutal effiziente und abgezockte Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat seine Top-Reihen gefunden und änderte daher nichts am Line-up. Warum auch, lief es doch in den ersten beiden Finalspielen hervorragend.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim wollte und musste eine Reaktion zeigen, um nicht die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Die Eisbären hingegen wollten genau den dritten Sieg in Serie einfahren, um sich den Matchpuck zu sichern. Gaben die Adler heute ein Lebenszeichen in der Finalserie ab oder feierten die Eisbären im dritten Spiel den dritten Sieg?

Erneut konnten die Mannheimer Jonas Stettmer nur einmal überwinden. Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann denkbar schlecht aus Eisbären-Sicht. 21 Sekunden waren gespielt, da war das Spiel für Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf von Maximilian Heim beendet. Da auch Dan Renouf mit auf die Strafbank musste, folgte das erste Powerplay der Kurpfälzer erst nach Ablauf der Strafe gegen die Nummer vier. Aber die Adler nahmen aus diesem Start viel Schwung mit und spielten druckvoll nach vorne. Marc Michaelis belohnte die Hausherren mit dem frühen 1:0 und sorgte so direkt für Hoffnung im Ufo (3.).
Die Eisbären schüttelten sich einen kurzen Moment, zogen danach aber ihren Gameplan strikt durch. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der es rasant hin und her ging. Die Eisbären fanden Mitte des ersten Drittels die Antwort durch Eric Mik – 1:1 (11.). Die Vorlage kam von Leo Pföderl, der damit seinen 30. Finalscorerpunkt einfuhr. Was für eine Statistik der Nummer 93!
Danach spielten beide Teams weiter offensiv nach vorne und kamen zu guten Chancen, doch sowohl Maximilian Franzreb auf Mannheimer Seite als auch Jonas Stettmer auf Berliner Seite ließen keine weiteren Scheiben ins Tor, weshalb es nach 20 Minuten 1:1 stand.

Les Lancaster erzielte am Ende den Gamewinner. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel drehten die Eisbären die Partie dann komplett. Im Anschluss an eine Drangphase brachte Torjäger Les Lancaster die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (25.).
Mannheim ließ in der Folge ein Powerplay ungenutzt und konnte auch danach weitere Chancen nicht nutzen, weil die Endstation immer wieder Jonas Stettmer hieß. Egal, was Mannheim versuchte, der Straubinger Junge war zur Stelle und ließ die Mannheimer Spieler reihenweise verzweifeln.
Und die Eisbären? Die erwiesen sich einmal mehr als äußerst effizient vor dem Tor und erhöhten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1. Freddy Tiffels behauptete die Scheibe sehr stark, spielte sie dann mit der Hacke (!) weiter zu Leo Pföderl, welcher erneut Mik in Szene setzte. Der Verteidiger hatte heute Bock auf Toreschießen und erzielte bereits sein zweites Tor an diesem Abend. Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Eric Mik schrieb DEL-Geschichte als erster Verteidiger, dem ein Hattrick in der Finalserie gelang. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel dominierten die Eisbären das Spiel weiterhin nach Belieben. Mannheim fiel nichts ein und musste hinten aufpassen, dass sie sich nicht das nächste Gegentor fingen. Unterstützung von den Rängen kam auch kaum noch, da sich viele Adler-Fans schon wieder auf den Heimweg gemacht hatten – wie in Spiel eins. Mitte des letzten Drittels gingen die nächsten Fans, als Eric Mik DEL-Geschichte schrieb. Die Nummer 12 erhöhte auf 4:1 und ist somit der erste Verteidiger, der einen Hattrick in einer DEL-Finalserie feierte (51.). Unglaublich, in diesen Playoffs funktioniert einfach alles. Mal treffen die Verteidiger, mal die Stürmer. Von allen vier Reihen geht große Gefahr aus. Jeder Spieler kann das Spiel entscheiden.
Nur 14 Sekunden später dachte sich Liam Kirk, dass hier auch mal ein Stürmer wieder treffen sollte und sorgte für den 5:1-Endstand (52.). Der Rest war Party pur im Gästeblock, während die noch da gebliebenen Adler-Fans ihre Mannschaft nochmal etwas feierten.
Aber was sagt man zu diesen Eisbären? Nach der Hauptrunde hatte niemand mit der erneuten Finalteilnahme gerechnet. Die Personalprobleme setzten sich in den Playoffs fort und am Ende fehlten satte fünf Spieler. Ausfälle, die eine Mannschaft normalerweise nicht wegstecken kann. Weil dort auch wichtige Leistungsträger dabei waren. Und heute fiel dann nach 21 Sekunden auch noch Wissmann aus und die Eisbären rannten einem 0:1-Rückstand hinterher. Beste Vorzeichen also für Mannheim, um den ersten Sieg in der Finalserie zu feiern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht, welche erneut mit großer Leidenschaft kämpften und sich am Ende den Sieg auch redlich verdienten. Eric Mik hatten die Kurpfälzer sicherlich auch nicht auf ihrer Bingo-Karte, dass er heute gleich dreimal treffen würde.
Diese Mannschaft lässt sich von keinen Widrigkeiten stoppen und in jedem Spiel drückt ein anderer Spieler dem Spiel den Stempel auf. Das macht es Mannheim so schwer, ein Gegenmittel zu finden. Dieses muss Dallas Eakins am Donnerstag aber finden, denn bei einer weiteren Niederlage droht bereits die Vizemeisterschaft, während die Eisbären Berlin kurz vor dem Gewinn der 12. deutschen Meisterschaft stehen. Und das nach dieser Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Nie war es für die DEL-Konkurrenz einfacher, die Eisbären vom Thron zu stoßen. Und am Ende nutzen sie nicht einmal das aus. Auch das spricht nicht gerade für die Konkurrenz, aber umso mehr für die Eisbären und vor allem für Trainer Serge Aubin. Der Berliner Trainer steht vor seiner 15. erfolgreichen Playoff-Serie. Auch das wäre eine Serie für die Ewigkeit.

5:1 in Spiel zwei! Die Eisbären demütigen Mannheim erneut

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #47:

Playoff-Finale-Stand: 2:0 (7:3/5:1)

Auch Spiel zwei geht an die Eisbären Berlin: Vor den eigenen Fans setzte sich der Titelverteidiger und DEL-Rekordmeister verdient mit 5:1 durch und führt in der Finalserie nun mit 2:0. Die Eisbären überzeugten erneut durch gnadenlose Effektivität vor dem Tor, während Mannheim zum einen an Jonas Stettmer scheiterte, zum anderen mal wieder seine Nerven nicht im Griff hatte. Der PENNY DEL droht erneut eine einseitige Finalserie, weil Mannheim bisher alles andere als ein würdiger Finalgegner ist.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Team wie in Finalspiel eins, welches Mannheim in eigener Arena gedemütigt hat.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hatten nach dem Auftaktsieg die große Chance auf den zweiten Sieg in der Finalserie. Aber Mannheim musste eine Reaktion auf das 3:7 in der eigenen Arena zeigen. Damit war auf jeden Fall auch zu rechnen. Aber reichte es, um das Heimrecht wieder in die Kurpfalz zu holen oder fuhren die Berliner den zweiten Sieg ein?

Starke Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve vor Spiel zwei der Finalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Adler starteten druckvoll ins Spiel und hatten auch schon bei einem Zwei-auf-eins-Konter eine gute Chance, doch Jonas Stettmer war zur Stelle. Generell fiel auf, dass Mannheim die Scheiben schnell auf das Tor brachte. Aber für den ersten Treffer sorgten die Hausherren durch Manuel Wiederer, der einmal mehr die Effektivität der Berliner unter Beweis stellte – 1:0 (3.). Zudem auch wieder ein Beweis für das Secondary Scoring, wo eben nicht alles nur an Ty Ronning hängt, wie noch im Vorjahr. Das macht die Mannschaft von Trainer Serge Aubin in diesem Jahr so schwer auszurechnen.
Was aber auch auffiel: Die Eisbären liefen in den ersten fünf Minuten zweimal in einen Mannheimer Konter, was dir gegen eine Mannschaft wie Mannheim nicht so oft passieren darf. Zum Glück war Jonas Stettmer beide Male hellwach.
Mannheim war zu Beginn die aktivere Mannschaft, was aber auch Freitag schon der Fall gewesen war. Aber auch da erwiesen sich die Eisbären als die effektivere Mannschaft. Im Laufe des ersten Drittels war es aber ein Duell auf Augenhöhe, in denen beide Teams ihre offensiven Momente hatten.
In der Schlussphase wurde es dann erstmals ruppig, denn Ty Ronning und Kris Bennett tauschten „Nettigkeiten“ aus. Wenn es spielerisch nicht klappt, muss man eben den Top-Scorer der Eisbären versuchen auszuschalten. Auch Dan Renouf versuchte sich einen Partner zum kämpfen zu suchen, weil auch er für nichts anderes im Team von Dallas Eakins zuständig ist. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung anschließend mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine starke Vorstellung im Berliner Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

2:25 Minuten dauerte es im ersten Drittel, ehe die Eisbären trafen. Im zweiten Drittel dauerte es ganze acht Sekunden länger, ehe Liam Kirk seine klasse Einzelleistung mit dem Tor zum 2:0 abschloss (23.).
Mannheim wollte kurz darauf die schnelle Antwort geben und hatte auch zwei Top-Chancen, aber Jonas Stettmer hatte bisher auch im zweiten Duell mit Maximilian Franzreb klar die Nase vorne. Der Straubinger Junge wächst in den Playoffs einmal mehr über sich hinaus.
Aber auch die Eisbären hatten in der Folge beste Chancen, welche sie nicht nutzen konnten. Es entwickelte sich in dieser Phase ein munteres Spiel, in dem es rasant hin und her ging. Zudem wurden die Zweikämpfe auch immer hart umkämpfter.
Mannheim bekam Mitte des zweiten Drittels ein Powerplay, aber auch in diesem gelang ihnen nicht der Anschlusstreffer. Der Berg für die Kurpfälzer wurde also immer steiler, wollte man die Finalserie heute noch ausgleichen. Doch sie hatten das große Problem, dass mit Jonas Stettmer ein Teufelskerl im Berliner Tor stand, der die Adler-Spieler reihenweise zur Verzweiflung brachte.
Währenddessen wuchs auch der Frust bei den Mannheimer Spielern, was in einer Disziplinarstrafe für Nicolas Mattinen mündete, der einfach so lange unsportlich agierte bis es den Hauptschiedsrichtern zu viel wurde. Wundern musste sich darüber keiner, denn das gehört zum Gameplan von Dallas Eakins, der selbst in Mannheim nicht bei allen Fans beliebt ist. Und für diese Spielweise hat er auch das richtige Personal im Kader. Zum Glück behielten die Eisbären ihre Nerven und konzentrierten sich auf das Wesentlich und das war Eishockey. Die 2:0-Führung nahm man mit in die zweite Drittelpause.

Leo Pföderl (vorne) stellte im Schlussdrittel auf 3:0.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel gab es diesmal kein frühes Eisbären-Tor zu bejubeln. Was angesichts des Spielstandes aber auch nicht schlimm war. Mannheim war gefordert, hier eine Reaktion zu zeigen. Doch bisher war wenig von den Kurpfälzern zu sehen. Was aber auch an einer starken Berliner Defensive lag, die wenig zuließ.
Leo Pföderl sorgte dann aber für die endgültige Entscheidung. In der 47. Spielminute fuhr er rein ins Angriffsdrittel, zog einfach mal ab und überwand Maximilian Franzreb zum dritten Mal an diesem Abend – 3:0.
Die Kurpfälzer hatten zwar nochmal ein Powerplay und somit die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Aber auch in diesem lief wenig bei Mannheim zusammen. Die Adler wirkten in den bisherigen zwei Spielen nicht finalwürdig – mal vom letzten Drittel in Spiel eins abgesehen. Aber auch das war nur möglich, weil die Eisbären den Fuß vom Gaspedal genommen hatten. Bisher dominierten die Berliner diese Finalserie deutlich, was Leo Pföderl auch nochmal unterstreichen wollte. Sein Hammer schlug hinter Franzreb ein – 4:0 (54.). Nur zehn Sekunden später erhöhte Eric Hördler sogar auf 5:0 (54.).
Die Arena am Ostbahnhof glich inzwischen einem Partyhaus, während es im Gästeblock sehr ruhig wurde. Das einzige Ziel, was die Eisbären nun noch haben konnten, war die Serie, die seit vier Spielen lief. Denn in den letzten vier Finalspielen traf man jeweils sieben Mal, heute waren es auch schon wieder fünf Tore.
Mannheim fiel nur noch durch Provokationen von Dan Renouf und Luke Esposito auf, deren Hauptaufgabe das zu sein scheint. Denn Eishockey spielten beide Spieler hier nicht.
Mannheim durfte in der Schlussphase nochmal Powerplay spielen und Dallas Eakins zog direkt seinen Goalie. Warum auch immer, das wird sein Geheimnis bleiben. Denn das Spiel war längst entschieden. Daran änderte der Ehrentreffer durch Zach Solow auch nichts mehr – 5:1 (58.). Die Eisbären gewinnen damit auch Spiel zwei in beeindruckender Manier und es fehlt aktuell der Glaube daran, dass diese Berliner Mannschaft viermal in den nächsten fünf Spielen gegen diese Mannheimer verlieren soll. Zu eindeutig dominiert die Mannschaft von Trainer Serge Aubin diese Finalserie. Der halbe Weg auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung ist gemacht, der zweite Teil wird aber genauso schwer. Aber die Eisbären haben alles in der eigenen Hand.

5:2-Heimsieg gegen Köln: Die Eisbären Berlin holen sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #46:

Playoff-Halbfinale – Stand: 3:2 (6:3/1:5/4:2/3:4 n.V./5:2)

Matchpuck für die Eisbären Berlin: Der Titelverteidiger hat auch sein drittes Heimspiel in der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie gewonnen. Am Ende setzte man sich verdient mit 5:2 (0:0,2:1,3:1) durch und benötigt somit nur noch einen Sieg für den dritten Finaleinzug in Folge. Die Eisbären erwiesen sich über die 60 Minuten als die stärkere Mannschaft, welche ihre Chancen eiskalt nutzte und die zudem ihre Nerven im Griff hatte. Das galt für die Haie nicht, denn diese handelten sich am Ende noch jeweils zwei Disziplinarstrafen ein wegen unsportlichen Verhaltens.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Yannick Veilleux zurückgreifen, der zuletzt zwei Spiele gesperrt war. Dafür rotierte Norwin Panocha raus aus dem Kader. Es kam zu einigen Änderungen im Line-up.
In der Defensive verteidigte Moritz Kretzschmar an der Seite von Les Lancaster und ersetzte Eric Mik, welcher in die vierte Reihe zu Eric Hördler und Manuel Wiederer gestellt wurde. Veilleux stürmte in einer Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad. Im Tor begann Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es das letzte Heimspiel in dieser Halbfinalserie und es musste ein Sieg her, um am Montag mit dem Matchpuck im Gepäck in die Domstadt zu reisen. Bei einer Niederlage hätten die Haie diesen. Gelang den Eisbären der nächste Heimsieg oder gelang Köln der erste Auswärtssieg in dieser Serie?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die erwartete Drangphase der Eisbären zu Beginn des Spiels blieb aus, auch wenn sie bemüht waren, genau diese aufzuziehen. Aber die Haie-Defensive war sehr gut darauf eingestellt und ließ diese daher nicht so viel zu wie erhofft. Dennoch versuchten beide Mannschaften offensiv zu spielen, auf die erste hochkarätige Torchance musste man jedoch noch warten.
Die Eisbären hatten dann das erste Powerplay, aber die Domstädter störten mit einem aggressiven Forechecking früh den Spielaufbau der Berliner. So verpuffte dieses Powerplay, in dem Köln sogar die beste Chance hatte.
Das Spiel hatte bei weitem noch nicht die Intensität der letzten Spiele erreicht und war auch noch lange nicht so hochklassig. Weil beide Mannschaften aber auch wussten, wie wichtig Spiel fünf dieser Halbfinalserie war. Es ging schließlich um den Matchpuck in dieser Serie. Daher war die Partie auch hart umkämpft.
Da auf dem Eis nicht so viel passierte, konnte man derweil mal in den sozialen Netzwerken stöbern und stieß sofort auf zwei wichtige Jubiläen in diesem Spiel: Denn Leo Pföderl absolvierte heute sein 750. Spiel in der PENNY DEL und Andreas Eder sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Torlos endeten derweil die ersten 20 Minuten, was die Nerven der Fans definitiv nicht beruhigte.

Adam Smith eröffnete Halbfinalspiel fünf mit dem Tor zum 1:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

35 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da durften die Domstädter erstmals in Überzahl ran. Köln hatte in diesem auch eine gute Chance, aber Jonas Stettmer war hellwach. Auf der Gegenseite musste das aber auch Janne Juvonen sein, der gegen Yannick Veilleux rettete. Zwei Top-Chancen zu Beginn des zweiten Drittels.
Nun nahm die Partie so langsam aber sicher Fahrt auf und die Chancen wurden zwingender und gefährlicher. Und prompt erklang „Viva la Vida“ und es schallte der erste Jubelschrei durch die Arena am Ostbahnhof. Adam Smith marschierte locker durch die Haie-Defensive und zog trocken ab – 1:0 (25.).
Doch direkt danach durfte die Mannschaft von Kari Jalonen erneut in Überzahl ran und hatte somit die dicke Chance zur schnellen Antwort. Doch die gab es nicht, stattdessen der Doppelschlag der Eisbären, die erneut eine Top-Chance in Unterzahl hatten. Manuel Wiederer klaute sich die Scheibe und marschierte auf Janne Juvonen zu. Der Spieler des Jahres hatte keine Chance und fing sich den Shorthander – 2:0 (27.).
Nun flog hier fast das Dach der Arena weg, so euphorisch waren die Eisbären-Fans, während im Kölner Block bei den meisten Haie-Fans Schockstarre herrschte. Deren Mannschaft suchte derweil nach einer Reaktion, aber die Defensive der Eisbären ließ die Angriffe der Gäste im Keim ersticken. Aber in der 32. Spielminute fanden die Haie dann doch die Lücke im Berliner Tor. Ein starkes Zuspiel verwertete Dominik Bokk und erwies sich damit einmal mehr als Kölner Lebensversicherung in dieser Halbfinalserie – 2:1 (32.).
Der Treffer gab Köln neuen Rückenwind, denn plötzlich drängten die Haie auf den Ausgleich. Jonas Stettmer verhinderte diesen aber mit mehreren guten Paraden. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel so ein wenig hinterher und mussten versuchen, wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden.
Zum Ende des zweiten Drittels vergaben die Eisbären noch ein Powerplay und nahmen somit die knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Große Freude bei Marcel Noebels (links) und Jonas Müller (rechts) nach dem Treffer zum 3:1. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese bauten die Eisbären aber schnell aus. Es lief die 43. Spielminute, als Jonas Müller den Torjäger in sich erkannte und einmal rum ums Tor fuhr und die Scheibe anschließend im langen Eck versenkte – 3:1.
Nun musste eine Reaktion der Gäste kommen, die ungern mit einem Serienrückstand nach Hause fahren wollten. Denn damit wäre der Druck am Montag enorm, schließlich galten die Domstädter vor Beginn der Playoffs als der Top-Favorit auf die Meisterschaft.
Und die Haie gaben hier auch noch nicht auf und warfen nochmal alles nach vorne. Nur machte es ihnen die Eisbären-Defensive mehr als schwer, mal gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Wenn sich ihnen die Chance bot, spielten die Eisbären auch nach vorne und versuchten dort dann nachzulegen und das Spiel zu entscheiden. Das gelang ihnen aber nicht.
Den Domstädtern wurde in der Schlussphase dann noch ein Powerplay geschenkt, weil nur Markus Vikingstad auf die Strafbank musste, während Dominik Bokk machen durfte, was er wollte. Leider resultierte daraus auch das Gegentor zum 3:2 durch Gregor MacLeod (54.). So machte man das Spiel unnötig wieder spannend.
Rund zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Haie Janne Juvonen aus dem Tor, doch das nutzten die Eisbären zur Entscheidung. Liam Kirk mit dem Empty-Netter zum 4:2 (59.). Doch Kari Jalonen gab noch nicht auf und nahm direkt danach seine Auszeit. Auch Juvonen verließ sein Tor wieder. Marcel Noebels nutzte das aus und traf zum 5:2-Endstand. Ex-Eisbär Louis-Marc Aubry handelte sich danach noch eine Disziplinarstrafe ein, um die er das gesamte Spiel bereits gebettelt hatte. Auch Robin van Calster bekam noch eine Disziplinarstrafe. Beide Spieler erhielten diese wegen unsportlichen Verhaltens.
Nun fahren die Eisbären am Montag nach Köln und können den Einzug ins Finale perfekt machen. Aber der letzte Sieg ist wie immer der schwerste. Aber wenn eine Mannschaft die Nerven dafür hat, dann ist es die von Trainer Serge Aubin. Und dafür hat man sogar zwei Chancen in Köln. Eine davon werden die Jungs nutzen…

4:2 gegen Köln: Die Eisbären dominieren lange Zeit das Spiel, müssen aber am Ende nochmal zittern

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #45:

Playoff-Halbfinale – Stand: 2:1 (6:3/1:5/4:2)

Die Eisbären Berlin haben Spiel drei der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie mit 4:2 gewonnen und damit die Führung in dieser Serie wieder übernommen. Über 53 Minuten hatte man das Spiel klar im Griff und haderte lediglich mit seiner Chancenverwertung. Doch dann wachten die Domstädter auf und kamen noch auf 3:2 heran, ehe Leo Pföderl ihnen mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel den Stecker zog.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Yannick Veilleux verzichten, der zurecht für zwei Spiele gesperrt wurde. Dafür kehrten Mitch Reinke und Marcel Noebels zurück ins Line-up. Markus Niemeläinen musste weichen. Das führte zu Veränderungen im Line-up.
Les Lancaster nahm den Platz von Niemeläinen neben Eric Mik ein. Reinke verteidigte an der Seite von Adam Smith. Moritz Kretzschmar war siebter Verteidiger.
In der Offensive nahm Noebels den Platz von Lancaster in der Reihe mit Liam Kirk und Andreas Eder ein. Leo Pföderl nahm den Platz von Yannick Veilleux in der Reihe mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann ein. Und Lennart Nieleck rotierte in die vierte Reihe an die Seite von Eric Hördler und Manuel Wieder.
Im Tor begann heute Jake Hildebrand anstelle von Jonas Stettmer, der am Freitag während des zweiten Drittels ausgewechselt wurde. Puh, harte Entscheidung vom Trainerteam. Stettmer hatte die Eisbären schließlich erst ins Halbfinale geführt und ein schlechtes Spiel kann man immer mal haben – siehe Janne Juvonen. Hoffentlich keine Entscheidung, die man später bereuen wird.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Sieg der Haie am Freitag stand es in der Halbfinalserie 1:1, weshalb es heute wieder von vorne losging und es somit eine Best-of-Five-Serie wurde. Der Druck wanderte aus der Domstadt in die Hauptstadt, denn die Eisbären wollen ungern mit einem 1:2-Rückstand in der Serie am Mittwoch nach Köln reisen. Wenn es die Eisbären schaffen, an ihre Leistung aus den ersten vier Dritteln in dieser Halbfinalserie anzuknüpfen, kann ein Sieg klappen. Sieht man allerdings die Eisbären aus den letzten beiden Dritteln vom Freitag, drohte ein böses Erwachen. Welches Gesicht zeigten die Eisbären heute?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel, wo die Eisbären direkt deutlich machten, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren und eine Reaktion auf Freitagabend in Köln zeigen wollten. Die Defensive der Haie wurde gut beschäftigt, doch bisher ließen die Domstädter wenig zu. Köln lauerte auf Konter, um dann wieder blitzschnell umzuschalten. Insgesamt war es wieder ein Beginn auf Augenhöhe, denn beide Teams hatten ihre offensiven Momente.
Auf die erste große Torchance wartete man weiter vergebens. Beide Mannschaften verstanden es weiterhin sehr gut, defensiv kompakt zu stehen. Auch in der neutralen Zone war es eine hart umkämpfte Partie.
Die Domstädter hatten in der Schlussphase das erste Powerplay, aber auch in diesem ließ die Berliner Defensive nichts zu. So blieb es beim 0:0 nach dem ersten Drittel.

Leo Pföderl (links) erzielte das 1:0 gegen Köln und damit sein erstes Tor in den diesjährigen Playoffs. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften dann die Eisbären erstmals in Überzahl ran. Bisher konnten die Haie in den Playoffs in Unterzahl noch nicht bezwungen werden und bisher hatte Leo Pföderl noch kein Playofftor erzielt. Mit dem heutigen Spiel endeten beide Serien, denn die Nummer 93 netzte ein zum 1:0 (23.). Rückkehrer Mitch Reinke und Ty Ronning waren die Assistenten bei diesem Tor.
Kurz darauf hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay, doch diesmal überstanden die Haie die Unterzahl schadlos.
Die Berliner blieben auch danach gefährlich und sorgten für viel Arbeit für Janne Juvonen. Das einzige Manko der Eisbären war heute jedoch die Chancenverwertung, denn das 1:0 war aus Sicht der Haie noch das beste. Eigentlich hätten die Berliner hier gut und gerne 2:0 oder 3:0 führen können. So ließ man die Gäste aber im Spiel. Von Köln kam derweil kaum etwas im zweiten Drittel, weil die Berliner das Offensivspiel der Haie komplett kalt gestellt hatten.
In der Schlussphase hatten die Haie dann Glück, keine Strafzeit zu bekommen. Denn Jonas Müller bekam mit voller Wucht und Absicht was auf die Hand, die Hauptschiedsrichter hatten es aber nicht gesehen. Glück für Köln, denn das war eine klare Strafzeit.
Damit noch nicht genug, denn Juhani Tyrväinen sorgte für den nächsten Aufreger, als er einen Kniecheck gegen Lean Bergmann fuhr. Dafür gab es natürlich nur zwei Minuten. Ein Tyrväinen darf eben alles machen und wird dafür nicht groß bestraft. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung, aber auch zwei angeschlagene Spieler, mit in die zweite Drittelpause. Angesichts von 40:10-Torschüssen äußerst schmeichelhaft für Köln.

Auch heute gab es wieder eine Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Mannschaften. (Foto von Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels waren die Eisbären noch in Überzahl, konnten das aber nicht nutzen. Nur Sekunden später flog die Scheibe dann aber doch noch ein zweites Mal ins Tor von Janne Juvonen. Jonas Müller packte die ganze Wut über den Stockschlag in diesen Schuss und erhöhte auf 2:0 (42.).
Köln fand heute kein Mittel gegen das Spiel der Eisbären und war den Berlinern vor allem läuferisch deutlich unterlegen. Wenn es spielerisch nicht klappt, fängt man eben an zu provozieren. Das konnten die Kölner Spieler heute richtig gut.
Interessierte die Eisbären heute aber relativ wenig, denn die hatten ihre Nerven heute im Griff und konzentrierten sich lieber auf das Wesentliche im Eishockey. Les Lancaster stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis und erhöhte auf 3:0 (46.).
Köln hatte dann mal wieder ein Powerplay, aber in diesem fuhren die Eisbären den Konter. Liam Kirk verpasste bei diesem das 4:0. Die Arena am Ostbahnhof stand inzwischen und applaudierte ihrer Mannschaft, denn die Eisbären lieferten eine ganz starke Vorstellung und zeigten die erhoffte Reaktion auf das 1:5 in Köln.
Auch in der Folge hörten die Eisbären nicht auf, nach vorne zu spielen und sich weitere Chancen herauszuspielen. Zudem setzte man auch weiterhin auf aggressives Forechecking, um Köln nach wie vor nicht ins Spiel kommen zu lassen. Doch die Haie wehrten sich und kamen am Ende doch noch aufs Scoreboard. Dominik Bokk mit dem Treffer zum 3:1 (53.).
Kam hier nun also doch noch einmal Spannung auf, in einer Partie, die eigentlich entschieden war? Kölns Trainer Kari Jalonen glaubte jedenfalls dran. Denn 4:35 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm er seine Auszeit und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und fünf Sekunden später verkürzten die Domstädter auf 3:2 durch Oliwer Kaski (56.).
Nun wurde es also doch nochmal eine äußerst spannende Schlussphase und auf einmal schöpften die Haie-Spieler hier wieder neues Selbstvertrauen, dass man doch noch Spiel drei erfolgreich gestalten würde. Von den Eisbären kam in dieser Phase deutlich zu wenig.
Die Haie zogen erneut ihren Goalie und diesmal nutzten das die Eisbären aber eiskalt aus. Leo Pföderl machte den Doppelpack perfekt – 4:2 (58.) Aber Köln gab sich nicht geschlagen und nahm ein weiteres Mal Janne Juvonen aus dem Tor. Die Haie gaben auch nochmal alles, aber die Berliner verteidigten das stark zu Ende und sicherten sich so den zweiten Sieg in der Halbfinalserie. Am Ende hatte man es aber nochmal unnötig spannend gemacht. Aber daraus wird man seine Lehren ziehen, dass man Köln nur mit 100 Prozent schlagen kann.

1:5 in Spiel 2: Die Eisbären spielen nur ein gutes Drittel und werden dafür gnadenlos von Köln bestraft

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #44:

Playoff-Halbfinale – Stand: 1:1 (3:6/5:1)

Das haben sich die Eisbären Berlin ganz anders vorgestellt: Nach dem erfolgreichen Start in die Halbfinalserie setzte es im zweiten Spiel bei den Kölner Haien eine verdiente 1:5-Niederlage. Mal wieder wurde deutlich, dass 20 Minuten gutes Eishockey nicht reichen. Erst recht nicht in den Playoffs, wo du dein bestes Spiel abliefern musst. Das taten ab dem zweiten Drittel jedoch nur die Domstädter, weshalb sie am Ende verdient zum 1:1 in der Serie ausglichen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand Marcel Noebels heute nicht zur Verfügung, dafür kehrte Jean-Sébastien Dea zurück in den Kader. Während die Verteidiger-Pärchen unverändert blieben, gab es in der Offensive drei neue Reihen. Dea rückte in die erste Reihe zu Freddy Tiffels und Ty Ronning. Liam Kirk und Andreas Eder bekamen Les Lancaster an die Seite gestellt. Der Verteidiger nahm den Platz von Noebels ein. Eric Hördler und Manuel Wiederer stürmten zusammen mit Leo Pföderl. Einzig die Veilleux-Vikingstad-Bergmann-Reihe blieb zusammen.
Jonas Stettmer erhielt erneut den Vorzug vor Jake Hildebrand und hütete das Berliner Tor.

Die Ausgangslage war klar: Nach der Niederlage in Spiel eins standen die Haie heute zuhause bereits unter Druck. Denn bei einer weiteren Niederlage würden die Domstädter mit einem 0:2-Rückstand in der Serie am Sonntag nach Berlin fahren. Konnten die Eisbären an die Leistung vom Mittwoch anknüpfen oder schlugen die Hausherren in der Halbfinalserie zurück?

Hat das Torhüterduell gegen Janne Juvonen heute verloren: Jonas Stettmer (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel, in dem es zunächst ein Abtasten gab. Beide Teams stellten die Räume vor dem eigenen Tor sehr gut zu, weshalb es keine hochkarätigen Chancen zu sehen gab. Mitte der Partie hatten die Haie dann mal den ersten gefährlichen Abschluss zu verzeichnen, aber Jonas Stettmer konnten sie nicht bezwingen. Danach kamen die Eisbären zu ihrer ersten Drangphase im Spiel und daraus resultierte schlussendlich das 1:0. Markus Vikingstad eroberte stark die Scheibe, spielte sie zu Yannick Veilleux und der sorgte für den ersten Jubel im Gästeblock (15.). Da trat die Nummer 38 noch sportlich in Erscheinung – das sollte sich zum Ende des Spiels leider ändern.
Die Haie wollten darauf eine Antwort finden, fanden jedoch nur Jonas Stettmer und fingen wieder an, am Berliner Goalie zu verzweifeln. Die Eisbären hatten in der Schlussphase noch ein Powerplay, konnten dieses jedoch nicht nutzen, nahmen es aber neben der 1:0-Führung mit in die Kabine. Mit dem ersten Drittel konnte man aus Berliner Sicht sehr zufrieden sein, doch das sollte sich ab dem zweiten Drittel leider ändern.

Heute durften die Spieler der Kölner Haie gleich fünfmal jubeln. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Powerplay zu Beginn des Mitteldrittels ließen die Eisbären ungenutzt und ab da startete Köln aber mal so richtig durch. Maxi Kammerer scheiterte noch an der Latte, wenige Sekunden später zielte Patrick Russell genauer und glich zum 1:1 aus (22.).
Die Haie bekamen durch den Treffer Selbstvertrauen und setzten die Berliner immer wieder unter Druck. Die Eisbären standen komplett neben sich, liefen der Scheibe nur hinterher und verloren sämtliche Zweikämpfe. Ein Powerplay ließ Köln noch ungenutzt, aber die Drangphase danach ließ nur die Frage offen, wann die Haie das Spiel drehen würden. Erneut war es Russell, der Stettmer überwinden konnte – 1:2 (29.).
Nur 21 Sekunden später war Dominik Bokk unterwegs Richtung Jonas Stettmer und ließ sich auch von zwei Verteidigern (!) nicht stoppen. Da kam der Ex-Eisbär zu einfach durch und ließ anschließend dem Berliner Goalie keine Chance – 1:3 (30.).
Gegenwehr von den Eisbären? Fehlanzeige! Köln dominierte das Mitteldrittel und legte den vierten Treffer nach. Mit Louis-Marc Aubry traf der nächste Ex-Eisbär – 1:4 (34.). Danach war der Arbeitstag von Stettmer beendet und Jake Hildebrand kam für ihn ins Tor. Somit steht es nach Torhüterwechseln 1:1 in dieser Serie. Hatten wir am Mittwoch das Lachen noch auf unserer Seite wegen Janne Juvonen, hatten es die Domstädter heute auf ihrer Seite.
Die Eisbären hatten dann nochmal ein Powerplay im zweiten Drittel, aber reden wir nicht weiter drüber. Wenn das weiterhin so schlecht ist, wird das kein Schlüsselfaktor in dieser Serie. Daran muss man dringend arbeiten. Zum Glück war dann aber erst einmal das zweite Drittel vorbei und Zeit für Serge Aubin, seine Spieler wieder wachzurütteln. Denn war das erste Drittel noch stark, war das zweite Drittel eins zum Vergessen. Mit dem Tempo der Domstädter hatte man große Probleme und leistete sich in der Folge zu viele Turnover im eigenen Spiel.

Sorgte am Ende wieder für negative Schlagzeilen: Yannick Veilleux (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel hieß es nun Schadensbegrenzung aus Berliner Sicht, doch Köln wollte da nicht mitspielen. Die Eisbären zunächst noch im Angriff, Köln blockte die Scheibe und dann fuhren die Haie den Zwei-auf-eins-Konter. Der heute überragende Russell mit dem Querpass auf Gregor MacLeod und der überwand Hildebrand zum ersten Mal an diesem Abend – 1:5 (44.).
Spätestens jetzt hatten auch die Optimisten unter den Eisbären-Fans festgestellt, dass das heute nichts mehr werden würde. Dafür war das heute einfach zu wenig von den Eisbären und von Köln zu stark. Die Haie spielten sich am Ende in einen echten Rausch und ließen die Eisbären für ihre Fehler eiskalt bezahlen.
Bei den Eisbären machte sich derweil Frust breit. Angesichts des Spielstandes auch kein Wunder. Manuel Wiederer leistete sich das erste Frustfoul, das Powerplay konnten die Domstädter aber nicht nutzen. Immer wieder gerieten jetzt auch Spieler beider Mannschaften aneinander. Bei den Eisbären provozierten vor allem Lean Bergmann und Yannick Veilleux. Auch die Kölner waren aber keine Kinder von Traurigkeit und machten da auch munter mit. Es ist eben Playoff-Zeit und da geht es etwas härter zur Sache. Veilleux übertrieb es aber am Ende mit einem Crosscheck weit nach Abpfiff einer Szene gegen Juhani Tyrväinen, wofür er eine Spieldauer erhielt und damit als Wiederholungstäter durchaus gesperrt werden könnte. Da hatte man mal wieder die beiden Gesichter der Nummer 38 gesehen. Einerseits überzeugt er durch spielerische Akzente und seine Torgefährlichkeit, andererseits knallen Veilleux zu oft die Sicherungen durch, was er am Ende vielleicht als „Zeichen setzen“ beschreiben würde. Aber mit solchen Aktionen leistet er seiner Mannschaft lediglich einen Bärendienst, der sie in den nächsten Spielen dezimiert antreten lässt. Die Personalsituation ist ja nicht ohnehin schon angespannt genug.
Das Tyrväinen danach noch Kraft hatte, vor der Eisbären-Bank zu „pöbeln“, war ebenso unnötig.
So nahm dieses Spiel noch ein unnötiges Ende und sorgt für zusätzlich Feuer in dieser Halbfinalserie. Am Sonntag liegt es nun an den Eisbären, eine sportliche Antwort auf dem Eis zu geben und die eigenen Nerven im Griff zu haben. Der Druck liegt nun bei unseren Jungs, die ungern mit einem 1:2-Rückstand am Mittwoch nach Köln fahren wollen.

6:3 in Spiel eins: Die Eisbären Berlin legen den Traumstart hin – Moritz Kretzschmar trifft doppelt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #43:

Playoff-Halbfinale – Stand: 1:0 (6:3)

Traumstart ins Playoff-Halbfinale: Am Mittwochabend gewannen die Eisbären Berlin Spiel eins gegen die Kölner Haie hochverdient mit 6:3 und setzten damit das erste Ausrufezeichen in dieser Serie, in der die Domstädter als Favorit gelten. Jonas Stettmer gewann jedoch das Duell gegen seinen Kontrahenten Janne Juvonen recht deutlich und spielte im Gegensatz zum Kölner Torhüter das Spiel zu Ende. Zudem überzeugten die Verteidiger der Berliner mit fünf Toren. Zwei davon erzielte Youngster Moritz Kretzschmar, der sogar doppelt traf.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute wieder Marcel Noebels zur Verfügung, der bekanntlich seine letzten Playoffs für die Eisbären spielt und Gerüchten zufolge in dieser Halbfinalserie auf seinen kommenden Arbeitgeber trifft. Er rückte in die Reihe zu Liam Kirk und Andreas Eder. Jean-Sébastien Dea, der am Samstag noch in der Reihe gespielt hat, stand gar nicht im Kader. Eine weitere Änderung gab es noch in der vierten Reihe, wo Lennart Nieleck raus rotierte und als 13. Stürmer im Line-up stand. Torjäger Les Lancaster rückte an seiner Stelle an die Seite von Manuel Wiederer und Eric Hördler. Die anderen beiden Reihen blieben unverändert.
In der Defensive gab es durch Lancasters Wechsel in die Offensive auch wieder Veränderungen. Markus Niemeläinen nahm dessen Platz neben Eric Mik ein. Den Platz des Finnen neben Adam Smith nahm Youngster Moritz Kretzschmar ein.
Die spannendste Frage war aber die, wer das Berliner Tor hüten würde. Aubin entschied sich für Jonas Stettmer und gegen Jake Hildebrand. Nach den starken Auftritten von Stettmer im Viertelfinale gegen seine Heimatstadt auch eine nachvollziehbare Entscheidung.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären war es die schwerstmögliche Aufgabe im Halbfinale der DEL-Playoffs. Mit Köln traf man auf den Hauptrundenmeister und auf den letztjährigen Finalgegner. Allen Fans war natürlich klar, dass die Domstädter Revanche nehmen wollten und dass es keinesfalls wieder so einfach werden würde wie in der Finalserie 2025, als die Berliner die letzten drei Spiele mit 7:0 gewannen. Die Haie sind eine komplett andere Mannschaft, die viel tiefer besetzt ist als noch im Vorjahr und die mit Janne Juvonen den besten Goalie der gesamten Liga in ihren Reihen hat. Konnten die Eisbären den Hauptrundensieger heute ein Bein stellen oder wurden die Domstädter ihrer Favoritenrolle gerecht?

Erzielte gegen Köln seine ersten beiden DEL-Tore: Moritz Kretzschmar (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Traumstart für die Eisbären, denn bei Vier-gegen-Vier brachte Adam Smith die Scheibe auf das Tor und Janne Juvonen rutschte sie durch und schon stand es 1:0 (5.). Genau der Start, den sich die Berliner gewünscht hatten und man sah direkt, dass der Kölner Goalie auch nur mit Wasser kocht.
Und gegen Juvonen darf man auch mal sein erstes DEL-Tor schießen. Moritz Kretzschmar wurde klasse frei gespielt und hatte anschließend sehr viel Platz, welchen der Youngster eiskalt nutzte – 2:0 (7.).
Da waren sie plötzlich wieder, die Final-Vibes aus dem letzten Jahr. Mit diesem Start hatte hier keiner gerechnet und Köln dürfte sie auch gehabt haben, die Flashbacks aus der Finalserie 2025.
Aber dass es nicht die Domstädter aus dem letzten Jahr waren, sah man direkt nach dem Powerbreak. Die Haie in Überzahl und ein Schuss von der blauen Linie flog ins Berliner Tor. Valtteri Kemiläinen hatte erfolgreich abgezogen – 2:1 (9.).
Danach war es ein Duell auf Augenhöhe, in der beide Mannschaften ihre Phasen in der Offensive hatten und auch zu Chancen kamen. Die Haie drängten dabei auf den Ausgleich, während die Eisbären auf 3:1 stellen wollten. Es entwickelte sich nun eine rasante Partie zwischen zwei absoluten Top-Mannschaften. Die Eisbären nahmen schließlich die 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause.

Jubelnde Eisbären und Janne Juvonen am Boden – das Symbolbild von Spiel eins der Halbfinalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln kam wild entschlossen aus der Kabine und drängte die Hausherren direkt ins eigene Drittel. Jonas Stettmer musste von der ersten Sekunde des Mitteldrittels hellwach sein, um den Ausgleich der Gäste zu verhindern.
Auf der Gegenseite klingelte es dann aber zum dritten Mal im Tor von Janne Juvonen. Marcel Noebels tauchte frei vor dem Kölner Tor auf und ließ Juvonen keine Chance – 3:1 (24.). Nur eine Minute später fand auch Jonas Müller eine Lücke und schenkte Juvonen das vierte Tor ein – 4:1 (25.). Diese Effektivität und Kaltschnäuzigkeit der Eisbären war schon wieder beängstigend und hatten die Domstädter so sicherlich auch nicht erwartet. Bereits im ersten Spiel schafften es die Eisbären in den Kopf der Haie-Spieler und vor allem in den von Janne Juvonen, der zweifelsfrei der beste Goalie der Liga ist. Nur davon war heute mal so gar nichts zu sehen, viel mehr war es Jonas Stettmer, der deutlich die Nase im Torhüterduell vorne hatte.
Auch in Überzahl gelang es den Gästen aus der Domstadt nicht, den deutschen Goalie ein zweites Mal an diesem Abend zu bezwingen. Dafür aber in Unterzahl. Scheibenverlust im Angriffsdrittel der Eisbären und dann zündeten die Haie den Turbo. Patrick Russell vollendete den Konter und traf ins halbleere Berliner Tor – 4:2 (34.).
Doch die Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten, denn Moritz Kretzschmar hatte Gefallen gefunden am Toreschießen und überwand Juvonen zum zweiten Mal an diesem Abend – 5:2 (36.). Was für ein Spiel des Youngsters, der seine ersten beiden DEL-Tore gegen den besten DEL-Goalie erzielte. Kann man mal machen, Moritz – Glückwunsch dazu! Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende des zweiten Drittels.

Das Torhüterduell ging ganz klar an Jonas Stettmer. Sein Kontrahent Janne Juvonen beendete das Spiel nicht einmal.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels kam Felix Brückmann ins Tor, für Juvonen war der Arbeitstag also beendet. Erinnerungen an Julius Hudacek wurden wach. Damit war jedenfalls vor dem Spiel nicht zu rechnen, dass der Torhüter des Jahres Spiel eins nicht beenden würde.
Für die Domstädter wurde es derweil ein weiter Weg, wollte man Spiel eins der Halbfinalserie nicht verlieren. Ein Powerplay hätte die Haie zurück ins Spiel bringen können, aber Jonas Stettmer ließ nichts durch und Freddy Tiffels hätte beinahe den Shorthander erzielt.
Den Haien unterliefen in diesem Spiel ungewohnt viele Fehler, welche die Eisbären zu Chancen einluden. Köln wirkte nicht bereit für das Halbfinale, während die Eisbären im Gegensatz zu Spiel eins der Viertelfinalserie in Straubing von Beginn an da waren. Aber letztendlich ist es nur ein Spiel in einer langen Serie und Köln wird nicht noch einmal so auftreten wie heute Abend.
Diesem Spiel merkte man derweil an, dass so ein wenig die Luft raus war. Köln konnte hier keine Aufholjagd starten und die Eisbären mussten nicht mehr fürs Spiel tun, da man deutlich vorne lag. Trotzdem nahm Kölns Trainer Kari Jalonen rund sechs Minuten vor dem Ende des Spiels nochmal seine Auszeit und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären dazu, um das halbe Dutzend voll zu machen. Les Lancaster versenkte die Scheibe im halbleeren Tor – 6:2 (58.).
Der Schlusspunkt war das aber noch nicht, denn Gregor MacLeod hatte das letzte Wort in diesem Spiel – 6:3 (59.). Danach war Spiel eins vorbei und die Eisbären wurden mit sehr großem Applaus verabschiedet.

Entscheidung nach 76:30 Minuten! Markus Vikingstad schießt die Eisbären Berlin ins Playoff-Halbfinale gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #42:

Playoff-Viertelfinale – Endstand: 4:2 (1:5/2:1/4:2/2:1/1:2 n.V./6:5 n.V.)

Jaaaaaaa!!!! Die Eisbären Berlin haben Spiel sechs gegen die Straubing Tigers mit 6:5 n.V. gewonnen und damit die Viertelfinalserie mit 4:2-Siegen für sich entschieden. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, welche bis spät in die erste Overtime ging und am Ende durch Markus Vikingstad entschieden wurde. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf den Kapitän Kai Wissmann zurück greifen. Der kehrte zurück ins Line-up und verteidigte an der Seite von Jonas Müller. Eric Mik verteidigte zusammen mit Les Lancaster und Adam Smith mit Markus Niemeläinen. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
Auch in der Offensive gab es Umstellungen Ty Ronning rückte in die Reihe zu Leo Pföderl und Freddy Tiffels. Die Reihe von Jean-Sébastien Dea, Andreas Eder und Liam Kirk wurde komplett neu zusammengestellt. Yannick Veilleux und Markus Vikingstad stürmten zusammen mit Lean Bergmann. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Lennard Nieleck, Eric Hördler und Manuel Wiederer. Dafür fehlte heute Marcel Noebels im Line-up.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, als Back-up war heute aber Jake Hildebrand dabei.

Die Ausgangslage war klar: Den Eisbären fehlte ein Sieg zum Einzug ins Halbfinale gegen Köln. Straubing brauchte einen Sieg, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Für die Eisbären sprach, dass sie dieses sechste Spiel zuhause und somit die Fans als siebten Mann hinter sich hatten. Zudem der Fakt, dass die ersten beiden Spiele in der Hauptstadt in dieser Serie an Berlin gingen. Straubing kam aber mit dem Rückendwind des Siegtreffers in der Overtime vom Donnerstagabend in dieses Spiel. Wer hatte heute das bessere Ende auf seiner Seite?

Andreas Eder bejubelt das 2:1 im ersten Drittel gegen Straubing in Spiel sechs. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Wenige Sekunden nach Beginn des Spiels durften die Gäste direkt in Überzahl ran und hatten somit die große Chance zur frühen Führung in der Hauptstadt. Und direkt wurde es gefährlich vor dem Tor von Jonas Stettmer, aber der Straubinger Junge war von der ersten Sekunde an hellwach und ließ die Tigers früh im Spiel verzweifeln. Die Eisbären überstanden die ersten brenzligen Minuten ohne Gegentor.
Den Niederbayern gehörte hier die Anfangsphase, die Eisbären suchten noch so ein wenig ihre Form und waren noch nicht im Spiel angekommen. Auch die Pässe kamen nicht an. Mit dem aggressiven Forechecking der Tigers hatten die Berliner arge Probleme.
Mitte der Partie bot sich dann den Gastgebern die erste Chance in Überzahl, aber auch in diesem konnte man nicht für Gefahr sorgen. Die Eisbären wirkten, als wären sie noch gar nicht richtig wach und bereit für dieses sechste Viertelfinalspiel. Eigentlich unvorstellbar.
Auch das zweite Powerplay bot keine Verbesserung im Spiel der Eisbären. Alleine der Spielaufbau war ernüchternd. Das waren die Eisbären der ersten 47 Spieltage und nicht die aus den letzten fünf Hauptrundenspielen oder aus Spiel zwei bis vier.
Und so war das 0:1 nur eine Frage der Zeit: Marcel Brandt mit dem Konter, welchen er eiskalt abschloss – 0:1 (17.). Die Verteidigung suchte man dabei vergebens und auch Stettmer war ohne Chance.
Wie fiel die Reaktion der Eisbären darauf aus? Sie schüttelten sich kurz und ließen den gut gefüllten Gästeblock verstummen. Yannick Veilleux tauchte frei vor Henrik Haukeland und blieben ebenso cool wie Brandt und verlud den Straubinger Goalie – 1:1 (18.).
Kurz danach waren die Berliner erneut in Überzahl und hatten die Chance, direkt nachzulegen. Chancen waren auch da, aber Henrik Haukeland ließ keine weitere Scheibe durch. Zumindest nicht im Powerplay, denn 25,2 Sekunden vor der ersten Drittelpause drehte Andreas Eder die Partie komplett – 2:1 (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabinen.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine überragende Leistung gegen seine Heimatstadt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begannen die Eisbären deutlich besser und legten direkt das 3:1 nach. Adam Smith hatte zum Schlagschuss ausgeholt und Henrik Haukeland zum dritten Mal an diesem Nachmittag überwunden. (23.).
Die Eisbären spielten nun wieder ihr aggressives Forechecking und hatten generell zu ihrem Spiel gefunden. Für die Tigers wurde der Weg nun weiter, wollte man nicht bereits heute in die Sommerpause starten.
Ein Powerplaytor brachte die Niederbayern dann aber wieder zurück ins Spiel. Nick Halloran mit dem Onetimer auf Zuspiel von Tyler Madden – 3:2 (28.). Und es sollte noch schlimmer für die Berliner kommen. In der 30. Spielminute flog die nächste Scheibe von oben auf das Berliner Tor und schlug anschließend hinter Stettmer ein. Adrian Klein war der Torschütze gewesen – 3:3 (30.).
Die Eisbären waren in dieser Phase zu passiv, was die Niederbayern sofort ausnutzten. Somit ging dieses sechste Spiel wieder von vorne los und Straubing kam nun mit mächtig Rückendwind nach dem Doppelschlag.
Die Eisbären hingegen suchten nach einer Antwort auf diese beiden Gegentore, welche sie sichtbar geschockt hatten. Aber wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet, waren diese beiden Treffer auch mehr als verdient für die Tigers. Und diese verzweifelten in der Schlussphase mal wieder an Jonas Stettmer, der überragend hielt und die Eisbären vor einem Rückstand bewahrte.
Direkt im Gegenzug fuhr Ty Ronning den Konter, scheiterte aber an Haukeland. Die Scheibe kam aber wieder zu ihm und er suchte die Anspielstation, welche es aber nicht gab. Also zog Ronning direkt ab und düpierte damit den Straubinger Goalie – 4:3 (37.).
Straubing suchte noch im Mitteldrittel nach einer Antwort, aber Jonas Stettmer entwickelte sich immer mehr zum „Straubinger Endgegner“. Was der Junge für eine Playoff-Serie spielt, ist überragend. Und dann versetzte Jonas Müller den Niederbayern den nächsten Nackenschlag, denn acht Sekunden vor der zweiten Drittelpause flog sein Schuss ins Straubinger Tor – 5:3. Danach war dieses spektakuläre Drittel zu Ende.

Es war erneut eine hart umkämpfte Partie zwischen Berlin und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Schlussdrittel bot sich den Gästen die nächste Chance in Überzahl zu spielen und somit zum Anschlusstreffer zu kommen. Aber die Eisbären verteidigten das mit enorm viel Leidenschaft weg und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor. Direkt von der Strafbank kommend hatte Jean-Sébastien Dea die Entscheidung auf dem Schläger, doch er traf nur das Gestänge.
So blieben die Niederbayern drin im Spiel und investierten noch einmal alles, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Und sie bekamen das nächste Powerplay und diesmal nutzten sie es. Tim Fleischer brachte die Hoffnung für Straubing zurück – 5:4 (49.).
Respekt an die Tigers, welche sich hier nie aufgaben und für ein hochspannendes Playoff-Spiel sorgten, welches nichts für schwache Nerven war.
In Überzahl hätten die Eisbären den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen können, doch man spielte es einfach zu umständlich. So war weiterhin zittern angesagt in der Arena am Ostbahnhof. Erst recht, als Michael Connolly auf Straubinger Seite völlig frei zum Abschluss kam und nur den Pfosten traf.
In der Schlussphase war es eine hart umkämpfte Partie, weil beide Mannschaften wussten, was hier auf dem Spiel stand. Bei jedem Angriff blieb den Fans kurz die Luft weg. Das ist es, was Playoff-Eishockey ausmacht und beide Mannschaften lieferten sich hier eine sehr geile Viertelfinalserie.
Straubings Trainer Craig Woodcroft ging drei Minuten vor Spielende All-in. Er nahm seine Auszeit und zog zudem seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Und 1:48 Minuten vor dem Ende gelang den Niederbayern hier tatsächlich der 5:5-Ausgleich. Nick Halloran tauchte auf einmal komplett frei vor Jonas Stettmer auf und überwand diesen Teufelskerl doch noch. Bei den Eisbären stimmte nach dem Wechsel die Zuordnung überhaupt nicht.
Was für ein wildes Spiel und es war noch nicht zu Ende. 73 Sekunden vor dem Ende durften die Eisbären in Überzahl ran und hatten somit die große Chance zur Entscheidung. Chancen waren auch da, aber nun erwies sich Henrik Haukeland als unüberwindbar. Somit ging es hier tatsächlich in die Verlängerung.

Der Garant für den Halbfinaleinzug: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Verlängerung begannen die Eisbären in Überzahl und zwar für ganze 47 Sekunden. Die dicke Chance also zur schnellen Entscheidung, welche sie aber nicht nutzen konnten. Was bei dem bisherigen Powerplay in diesem Spiel auch stark verwundert hätte.
Und so ging diese Nervenschlacht immer weiter. Bei jedem Angriff der Eisbären stand die gesamte Arena, bei den Angriffen der Tigers ging ein Raunen durch die Arena. Große Chancen bekam man in der ersten Verlängerung bis hierhin aber nicht zu sehen. Beide Teams belauerten sich viel mehr und warteten auf den ersten Fehler, um diesen am Ende eiskalt zu bestrafen.
In der Schlussphase der ersten Overtime hatten die Eisbären dann zweimal die Chance zur Entscheidung, kamen aber an Henrik Haukeland nicht vorbei. In dieser Phase erhöhten die Berliner auf jeden Fall nochmal den Druck und wollten das Spiel entscheiden. Und sie taten es in der 77. Spielminute. Die Eisbären spielten Straubing im eigenen Drittel fest und entschieden das Spiel und die Serie am Ende durch Markus Vikingstad – 6:5. Der Rest war Ekstase pur auf Seiten der Eisbären und hängende Gesichter bei den Tigers, welche aber eine sehr starke Serie spielten und ein würdiger Viertelfinalgegner waren. Für die Eisbären heißt es nun Halbfinale gegen die Kölner Haie.

2:1 vs. Straubing: Die Eisbären sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #41:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 3:1 (1:5/2:1/4:2/2:1)

Die Eisbären Berlin haben Spiel vier der Viertelfinalserie gegen die Straubing Tigers verdient mit 2:1 (2:0,0:0,0:1) gewonnen und sich somit die ersten Matchpucks erspielt. Ty Ronning war wie im ersten Heimspiel der Matchwinner. Heute bereitete er das erste Tor vor und erzielte das zweite selbst. Danach spielte man es im Stile eine Spitzen-Mannschaft herunter und überzeugte vor allem durch leidenschaftlichen Kampfgeist in der Defensive. Auch die Hauptschiedsrichter konnten den Niederbayern heute nicht helfen, um die Serie auszugleichen. Was für eine miserable Leistung der „Unparteiischen“! Zum Glück blieb das ohne Folgen.

Bei den Eisbären gab es ein paar kleine Änderungen im Line-up. Verteidiger Markus Niemeläinen kehrte ins Line-up zurück. Auch Lennart Nieleck stand erstmals im DEL-Kader. Dafür rotierte Jean-Sébastien Dea raus aus dem Team. Niemeläinen nahm den Platz von Les Lancaster in der Defensive neben Eric Mik ein. Die anderen beiden Defensv-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive nahm Lean Bergmann den Platz von Dea in der Reihe mit Yannick Veilleux und Markus Vikingstad ein. Den Platz von Bergmann nahm Les Lancaster ein und stürmte somit wieder zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert.
So auch im Tor, wo erneut Jonas Stettmer stand, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Vor einer Woche sah die Eisbären-Welt noch ganz anders aus: Mit 1:5 hatten die Berliner Spiel eins am Pulverturm verloren und mussten darauf eine Reaktion zeigen. Diese zeigten sie in den Spielen zwei und drei und führen in der Viertelfinalserie nun mit 2:1. Die Eisbären haben dabei vor allem kämpferisch überzeugt, haben defensiv mit großer Leidenschaft verteidigt und sich vor dem gegnerischen Tor als äußerst effektiv erwiesen. Die Niederbayern hingegen dürften sich schon wieder an letztes Jahr erinnert fühlen. Denn die Tigers sind keinesfalls chancenlos und hatten in den Spielen genügend Chancen, aber die Chancenverwertung ist wie bereits im Vorjahr das große Manko der Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft. Konnten die Eisbären heute Abend den ersten Matchpuck holen oder kamen die Tigers zum 2:2 in der Serie?

Ist bisher der Mann dieser Viertelfinalserie: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Vergleich zu Spiel drei war es heute ein eher verhaltener Beginn ins Spiel. Die Intensität kam aber nach genau 3:09 Minuten in dieses Spiel, denn da gab es im Anschluss an eine Straubinger Chance die ersten Auseinandersetzungen in diesem Spiel. Man hatte ja nur darauf gewartet und zack waren die ersten vier Spieler auf der Strafbank: Adam Smith und Moritz Kretzschmar auf Berliner Seite, Simon Seidl und Danjo Leonhardt auf Straubinger Seite.
Während Straubing eher auf provozieren aus war, konzentrierten sich die Berliner auf Eishockey. Marcel Noebels mit dem schnellen 1:0 für die Hausherren (6.). Im Anschluss an das Tor gab es die nächste Rangelei zwischen Ty Ronning und Tyler Madden, welcher sich kurzerhand in den Jubel einmischen wollte. Ronning bekam 2+2-Minuten, Madden natürlich nur zwei Minuten. Dabei schreibt man provozieren in Straubing groß, was die Hauptschiedsrichter aber anders sahen. Zum Glück resultierte aus dieser falschen Entscheidung kein Powerplaytor der Niederbayern.
Nach dem Powerbreak waren dann die Eisbären in Überzahl und schlugen direkt zu. Liam Kirk mit dem Sahnepass auf Ty Ronning und der hatte das leere Tor vor sich – 2:0 (10.). Die Hauptstädter waren also schon wieder äußerst effektiv und nutzten die Straubinger Provokationen eiskalt aus.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken fingen die Eisbären auf einmal an zu zaubern, doch das war dann doch ein bisschen zu viel. Denn die Pässe kamen nicht an, trotzdem war es schön anzusehen.
Nicht schön anzusehen waren die beiden Hauptschiedsrichter, die eine sehr merkwürdige Linie fuhren. Markus Vikingstad bekam zwei Minuten wegen Beinstellen. Auf einmal ging es zum Videobeweis und daraus wurden dann 2+2-Minuten wegen eines hohen Stocks. Somit hatten die Niederbayern hier plötzlich vier Minuten lang einen Mann mehr auf dem Eis. So kann man Straubing auch zurück ins Spiel holen, doch die Eisbären ließen das nicht zu und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor. Das war überragend weg verteidigt. So nahmen die Berliner eine souveräne 2:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Auch heute gab es wieder die ein oder andere Auseinandersetzung zwischen beiden Mannschaften. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das Mitteldrittel begann relativ verhalten. Erst nach rund fünf Minuten wurde es wieder gefährlich, als die Eisbären im Powerplay ran durften. Da schnupperte man kurzzeitig am 3:0, konnte Henrik Haukeland aber nicht überwinden.
Kurz darauf durften die Niederbayern wieder in Überzahl ran, weil nur Ty Ronning auf die Strafbank musste. Der Stockcheck von Alex Green ins Gesicht eines Eisbären-Spielers wurde natürlich nicht geahndet – warum auch. Die PENNY DEL hat ein großes Schiedsrichterproblem und das nicht erst seit diesen Playoffs. Das Niveau wird immer schlechter. Aber auch dieses Powerplay blieb ohne Erfolg, weil die Berliner das mit großer Leidenschaft verteidigten und zudem mit Jonas Stettmer einen überragenden Goalie im Tor hatten.
Danach ging es hin und her, zwingende Torchancen erspielten sich aber beide Mannschaften nicht. Die Eisbären mussten auch nicht unbedingt, denn sie führten hier mit 2:0. Straubing musste eine Reaktion zeigen, aber diese blieb bis hierhin aus. Die Tigers wirkten so ein wenig ideenlos, wie man dieses Defensiv-Bollwerk mal knacken kann.
Fünf Minuten vor dem Ende war Lean Bergmann auf und davon, scheiterte aber mit seinem Alleingang und verpasste damit die Vorentscheidung in dieser Partie. Auch Leo Pföderl ließ einen Alleingang ungenutzt. So blieb es bei der 2:0-Führung nach 40 Minuten und dem Wissen, dass ein Straubinger Tor im letzten Drittel hier wieder für Spannung sorgen würde.

An Jonas Stettmer kamen die Tigers heute nur einmal vorbei. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch im Schlussdrittel änderte sich zu Beginn auch nichts. Straubing fand einfach kein Mittel gegen die Eisbären-Defensive. Und die Eisbären ließen weiterhin beste Chancen aus. Marcel Noebels vergab den nächsten Alleingang.
Die Niederbayern hatten aber noch den Schiedsrichter-Bonus in der Tasche. Ty Ronning wird hart gecheckt und rächt sich. Natürlich geht nur die Nummer neun auf die Strafbank. Im Powerplay winkt Jonas Stettmer, dass er vom Puck getroffen wurde und die Hauptschiedsrichter schütteln den Kopf. Junge, diese Leistung ist sowas von unfassbar schlecht und muss eigentlich von der PENNY DEL sanktioniert werden. Absolut nicht Playoff-würdig! Immerhin konnten die Tigers auch dieses Powerplay nicht nutzen.
Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die Eisbären mussten nicht mehr tun, Straubing konnte nicht mehr zeigen, als sie es bis hierhin getan haben. Deren Trainer Craig Woodcroft versuchte es am Ende aber natürlich nochmal mit sechs Mann und zog sehr früh Goalie Henrik Haukeland vom Eis. Auch seine Auszeit nahm der Straubinger Trainer. Und tatsächlich meldeten sich die Gäste hier nochmal zurück. Eine Minute vor Ende des dritten Drittels staubte Tyler Madden zum 2:1 ab.
Doch es sollte nur der Ehrentreffer sein, denn die Eisbären sicherten sich am Ende verdient den dritten Sieg in dieser Viertelfinalserie. Daran konnten auch die „Unparteiischen“ nichts ändern.