1:3-Niederlage gegen Mannheim: Die Eisbären verlieren erneut gegen den Erzrivalen durch eine sehr fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin verlieren auch das zweite Duell gegen die Adler Mannheim. Nach hart umkämpften 60 Minuten stand es am Ende 1:3. Die Eisbären haderten heute mit der eigenen Chancenverwertung, während Mannheim die Fehler der Eisbären eiskalt ausnutzte. Am Ende sorgten auch die Schiedsrichter für den entscheidenden Aufreger des Spiels. Die Continous Play Regel wurde erneut zu Ungunsten der Eisbären ausgelegt. Daher bleibt ein fader Beigeschmack hängen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois änderte sein Line-up nur auf einer Position und das war die im Tor. Jonas Neffin kehrte zwischen die Pfosten zurück, wo in den letzten beiden Spielen Jack LaFontaine drin stand und seine Sache auch sehr gut machte.

Die Ausgangslage war klar: Es war mal wieder Zeit für den Klassiker zwischen den beiden Erzrivalen und erfolgreichsten Mannschaften in der PENNY DEL. Was hatte dieses Duell nicht schon für unzählige Geschichten geschrieben. Heute folgte der nächste Teil und die Eisbären hatten eine Mission vor Augen. Denn Mannheim war zusammen mit München bisher das einzige Team, welches die Eisbären in dieser Saison besiegen konnte. Das war beim 3:4 in Mannheim. Folgte heute die erfolgreiche Revanche oder gelang den Kurpfälzern der zweite Streich gegen den DEL-Rekordmeister?

Markus Vikingstad erzielte in dieser Szene das 1:1 kurz vor der ersten Drittelpause im Heimspiel gegen Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim nutzt Fehler eiskalt aus, Vikingstad antwortet kurz vor der ersten Drittelpause

Was bereits seit einigen Spielen auffiel, bestätigte sich auch heute wieder: Wenn die Gegner keine spielerischen Mittel gegen die Eisbären finden, werden sie unsportlich und provozieren die besten Spieler der Berliner. So war es auch heute, als Dan Renouf (der ja bekannt ist als einer der unsportlichsten Spieler der PENNY DEL) sich Ty Ronning in der Anfangsphase schnappte. Der gab ihm aber ein paar deftige Worte zurück.
Die Eisbären hatten früh das erste Powerplay und da ließen sie die Scheibe sehr gut laufen. Allerdings muss man auch sagen, einen Ticken zu gut, denn da wollte man es am Ende zu schön machen. So überstanden die Kurpfälzer das erste Unterzahlspiel ohne Gegentor. Kurz darauf auch die Eisbären erstmals in Unterzahl, welche sie leidenschaftlich weg verteidigten.
Die Eisbären waren hier die spielbestimmende Mannschaft, doch ein Fehler im Offensivdrittel leitete den Mannheimer Konter ein, den Luke Esposito zum 0:1 abschloss (14.). Jonas Neffin wurde dabei eiskalt verladen und konnte das Gegentor nicht verhindern.
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach dem Ausgleich und dieser sollte 66 Sekunden vor der ersten Drittelpause auch fallen. Da konnte Mannheim noch so viele Checks vor dem Tor auspacken, Markus Vikingstad blieb cool und sorgte für den mehr als verdienten Ausgleich – 1:1 (20.). Das war zugleich auch der Pausenstand.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen beiden Mannschaften. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dicke Chancen, keine Tore

Auch das zweite Drittel bot intensives Eishockey zwischen den beiden Erzrivalen. Die Kurpfälzer hatten früh das nächste Powerplay, aber erneut überzeugte das Penalty Killing der Eisbären und verteidigte die Unterzahl ganz stark und überstand diese somit erneut ohne Gegentor.
Due Kurpfälzer lauerten hier auf die Fehler der Eisbären, um dann schnell umzuschalten und ihre Angriffe einzuleiten. Im Mitteldrittel war die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins damit auch durchaus erfolgreich, Mannheim im Abschluss aber eher nicht so. Offensiv wirkten die Berliner in dieser Phase eher ideenlos, wie man das Mannheimer Bollwerk mal in Verlegenheit bringen konnte. Teilweise hatte man aber auch Probleme bei der Scheibenannahme.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels hatten beide dicke Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Sowohl Maximilian Franzreb als auch Jonas Neffin ließen die gegnerischen Spieler verzweifeln. Somit stand es auch nach 40 Minuten 1:1-Unentschieden.

John Gilmour brachte Mannheim spät im letzten Drittel in Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel bot vor allem hart umkämpfte Zweikämpfe. Beide Teams agierten aber zudem auch sehr vorsichtig, um nicht den einen entscheidenden Fehler zu machen. Mannheim konnte sich dann vor dem Powerbreak mal im Drittel der Eisbären festsetzen und den Druck auf das Berliner Tor erhöhen, aber Jonas Neffin ließ weiterhin keine Scheibe passieren.
Acht Minuten vor dem Ende rutsche dem Berliner Goalie jedoch eine Scheibe unglücklich ins Tor. John Gilmour konnte ungestört Richtung Berliner Tor marschieren, zog ab und hatte Glück, dass er Neffin auf dem falschen Fuß erwischte und somit düpierte – 1:2 (52.).
Die Eisbären hatten aber direkt danach die Chance zum Ausgleich, denn man hatte ein Powerplay. Und in diesem erzielten die Eisbären auch den vermeintlichen Ausgleich, welche jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da das Tor vor überqueren des Pucks verschoben wurde. Liam Kirk wurde aktiv von Dan Renouf ins Tor geschoben, weshalb es aus der Verankerung ging. Dafür kann dann Kirk recht wenig. So viel zum Thema Continious Play, welches wir gegen Nürnberg hatten und dort hat das Tor auch gezählt. Da kann man durchaus von einem Skandal sprechen, dieses Tor nicht zu geben, zumal jeder Schiedsrichter diese Regel anders auslegt und das ist dann ein Problem der PENNY DEL.
Die Berliner riskierten am Ende nochmal alles: Auszeit und Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Und man hatte auch nochmal die Riesenchance zum Ausgleich, bekam die Scheibe aber nicht über die Linie. Mannheim hingegen traf noch ins verwaiste Tor und stellte auf 1:3. So gelang Mannheim auch im zweiten Spiel ein Sieg gegen die Eisbären. Allerdings ein mehr als umstrittener Sieg, weshalb ein fader Beigeschmack am Ende beibt.

5:3-Auswärtssieg! Die Eisbären feiern in Ingolstadt den vierten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #12:

Die Eisbären Berlin bleiben weiterhin in der Erfolgsspur: Am Freitagabend gewann man das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:3 (1:1,2:2,2:0) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Insgesamt war es der elfte Saisonsieg im 13. Saisonspiel. Diese Mannschaft ist einfach unglaublich! Aber auch heute hat man wieder gesehen, dass die Mannschaft ihr Spiel über die volle Spielzeit abrufen muss, um erfolgreich zu sein. Denn wenn man nur ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel.

Eisbären-Trainer Éric Dubois veränderte sein Line-up im Vergleich zum Sieg in Schwenningen nicht. Somit stand zum zweiten Mal in Folge Jack LaFontaine im Tor, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank saß.

Traf heute auf seinen Ex-Verein: Eisbären-Trainer Éric Dubois (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen mit Ingolstadt auf eine Mannschaft, welche sich nach einem schwachem Saisonstart zuletzt gefangen hatte und mit Jonas Stettmer einen ehemaligen Eisbären im Tor zu stehen hatten. An die Saturn-Arena hatten die Berliner derweil keine so guten Erinnerungen, verlor man doch in der vergangenen Saison beide Spiele bei den Schanzern.

Auch für Jonas Stettmer war es ein besonderes Spiel, traf er doch auf seinen Ex-Verein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Berlin hadert mit der Chancenverwertung

Vom ersten Bully an war es eine Partie, die von sehr hohem Tempo geprägt war. Was aber an beiden Mannschaften lag, denn sowohl Ingolstadt als auch Berlin waren offensiv ausgerichtet. Ingolstadt ließ in der Anfangsphase direkt ein Powerplay ungenutzt. Danach erhöhten die Berliner immer mehr das Tempo und spielten die Hausherren zwischendurch gefühlt schwindelig. Mit ihrem aggressiven Forechecking setzten die Eisbären die Panther immer wieder unter Druck.
Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe die Eisbären in Führung gehen würden. Liam Kirk sah Leo Pföderl am langen Pfosten stehen und bediente ihn. Die Nummer 93 sagte „Danke“ und überwand seinen ehemaligen Teamkollegen Stettmer – 1:0 (12.).
Die Sicherheit, mit der die Eisbären am Puck agierten, war schon sehr schön anzusehen. Wie man durch das Angriffsdrittel wirbelte und die Scheibe laufen ließ. Ingolstadt wussten zwischendurch gar nicht, wie ihnen geschieht. Dabei erspielten sich die Berliner auch gute Torchancen, welche man aber nicht verwerten konnte. Weil dort eben mit Jonas Stettmer auch ein Top-Goalie im Tor stand.
Und was passiert, wenn du die Dinger vorne nicht machst? Dann klingelt es im eigenen Tor. Emil Wasenden probierte es einmal, blieb aber an Leo Pföderl hängen. Er probierte es ein zweites Mal und dabei kam ihm zu Gute, dass die Verteidiger und LaFontaine aus der Position waren und er so zum 1:1 traf (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Jack LaFontaine streckte sich vergebens und konnte das 3:3 nicht verhindern. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Erst dominieren die Eisbären, dann kommt Ingolstadt zurück

Die Eisbären kamen hoch motiviert aus der Kabine und drängten auf den erneuten Führungstreffer. Doch Ingolstadt wehrte sich mit allem, was sie zur Verfügung hatten. Doch dann blitzte die Klasse des Ausnahmestürmers Ty Ronning auf. Er setzte nach, holte die Scheibe, spielte unter Bedrängnis den Pass auf Manuel Wiederer und der sorgte für die 2:1-Führung (28.).
Die Eisbären nutzten den Rückenwind und legten nur zwei Minuten später das dritte Tor nach. Jean-Luc Foudy schaute Jonas Stettmer eiskalt aus und erhöhte auf 3:1 (30.).
Danach lassen beide Teams jeweils ein Powerplay liegen, doch Ingolstadt holte das Momentum auf seine Seite. Kaum war Riley Sheen zurück von der Strafbank, leitete er den Konter ein, hatte das Auge für Abbott Girduckis, der die Hoffnung nach Ingolstadt zurück brachte – 2:3 (35.).
Die Eisbären sind in jener Phase von ihrem Spiel abgekommen, während Ingolstadt nun neue Hoffnung witterte. Und das nächste Powerplay nutzten die Schanzer in ihrer starken Phase auch aus. Riley Barber zielte ganz genau und stellte auf 3:3 (39.).
So stand es nach zwei Dritteln weiterhin Unentschieden, obwohl es nach 30 Minuten nicht wirklich danach aussah. Zu dominant waren die Eisbären, jedoch haderte man mit seiner Chancenverwertung. Ingolstadt gab sich nicht auf und holte das Momentum zurück auf seine Seite.

Erzielte endlich sein erstes Saisontor: Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Hördler mit dem Gamewinner

Im Schlussdrittel waren beide Teams darauf bedacht, defensiv kompakt zu stehen und nicht zu viele Räume zu geben. Das klappte auch ganz gut – bis zur 49. Spielminute. Da kam Eric Hördler an die Scheibe und tankte sich ganz stark vor das Tor, wo er sein Solo erfolgreich mit dem 4:3 abschloss. Das erste Saisontor für den Youngster, dessen Erleichterung beim Jubel deutlich zu sehen war.
Nun waren die Hausherren wieder gefordert, wollten sie dieses Spiel nicht verlieren. Und die Mannschaft von Mark French versuchte nochmal alles. Auszeit und Goalie raus und zwei Minuten vor dem Ende tobte die Saturn Arena. Ingolstadt hatte zum vermeintlichen 4:4 getroffen, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da LaFontaine von Daniel Schmölz behindert wurde.
Nachdem die Berliner den Schock verdaut hatten, sorgte Freddy Tiffels in der Schlussminute für die endgültige Entscheidung und den 5:3-Auswärtssieg seiner Mannschaft (60.).
Am Ende gewann man ein Spiel, in dem man gesehen hat, dass die Eisbären nur sehr schwer zu stoppen sind, wenn sie ihr Spiel konsequent auf das Eis bringen. Und zwar enorm schnell und einen aggressiven Forecheck spielen. Damit wirbelt man die gegnerischen Abwehrreihen nur so durcheinander und erspielt sich jede Menge Chancen. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Spiel auch schon früher entschieden sein können. Wenn man dann aber mal ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel und muss wieder um die Punkte zittern.

4:1-Auswärtssieg in Schwenningen: Clevere Eisbären besiegen glücklose Wild Wings

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings mit 4:1 gewonnen und damit ihre Tabellenführung einmal mehr verteidigt. Die Wild Wings waren der erwartet unbequeme Gegner, schnupperten im zweiten Drittel durchaus am Ausgleich, am Ende erwiesen sich die Eisbären aber als die clevere und effektivere Mannschaft. Damit steht man nach zwölf Spieltagen bei unglaublichen zehn Siegen. Was für ein sensationeller Saisonstart.

Eisbären-Trainer Éric Dubois hatte nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Augsburg (2:1) Änderungen angekündigt und Wort gehalten. Während die Defensiv-Pärchen sowie die Veilleux-Vikingstad-Krestan-Reihe unverändert blieben, gab es drei neue Sturmreihen. Rückkehrer Gabriel Fontaine rückte in die erste Reihe zu Liam Kirk und Ty Ronning. Freddy Tiffels rotierte aus dieser Reihe raus und stürmte an der Seite von Jean-Luc Foudy und Andreas Eder. Leo Pföderl wurde in die vierte Reihe gesteckt und spielte dort zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer. Rihards Griva war als 13. Stürmer dabei.

Die Eisbären trafen heute auf die Wild Wings, welche sich nach schwachem Saisonstart inzwischen gefangen haben und drei Siege in Folge eingefahren haben. Dazu punktete man vier Spiele hintereinander. Einfach sollte es also im Schwarzwald nicht werden, konnten die Eisbären dennoch in der Helios Arena bestehen?

Ty Ronning sorgte für das frühe 1:0 in Schwenningen. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Ty Ronning eröffnet das Spiel

Die Eisbären legten jedenfalls einen Traumstart hin. Keine fünf Minuten waren gespielt, da unterlief den Hausherren ein Fehler im Spielaufbau, die Berliner fuhren den Drei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning zum 1:0 ausnutzte (5.). Das war zugleich der 200. Scorerpunkt von Ronning im Eisbären-Trikot!
Auch danach waren die Eisbären am Drücker und überzeugten mit ihrem typischen Eisbären-Hockey. Wie einfach die Berliner da teilweise ins Drittel der Gastgeber kamen, war schon beeindruckend.
Schwenningen versteckte sich aber keinesfalls und versuchte Jack LaFontaine im Berliner Tor auch zu beschäftigen. Doch bisher stellten die Versuche den Goalie vor keine größeren Probleme.
In der Folge ließen beide Mannschaften ein Powerplay liegen, was aber auch daran lag, dass beide Defensivreihen wenig zu ließen. Damit nahmen die Eisbären ihre verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Durfte erstmals seit dem dritten Spieltag wieder ins Tor: Jack LaFontaine (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Schwenningen verzweifelt an LaFontaine, Berlin eiskalt

Munterer Beginn ins zweite Drittel. Beide Teams waren direkt offensiv ausgerichtet und suchten sofort den Weg vor das gegnerische Tor. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Folge Schwenningen das 1:1 erzielte. Der erste Schuss ging noch an den Pfosten, Gabriel Fontaine kratzte die Scheibe von der Linie weg, doch direkt auf die Kelle von Alexander Karachun, der ins leere Tor einschießen konnte. Jack LaFontaine war nach dem ersten Schuss noch aus der Position und konnte so den Gegentreffer nicht verhindern (26.).
Auch danach erspielten sich beide Teams richtig gute Möglichkeiten. Schwenningen nahm den Schwung vom Tor direkt mit, während die Eisbären sofort eine Antwort geben wollten. Und diese gaben sie Mitte des Spiels. Yannick Veilleux mit dem Rückhandschuss ins Glück – 2:1 (30.). Der vierte Scorerpunkt im dritten Spiel in Folge sowie sein zweites Saisontor von der Nummer 38. Beide Treffer erzielte Veilleux an diesem Wochenende.
In der Schlussphase investierten die Wild Wings nochmal richtig viel und nutzten dabei auch die überraschend große Unordnung in der Eisbären-Defensive aus. Die Berliner schwammen dort ein ums andere Mal und konnten sich mehrmals bei Jack LaFontaine bedanken, dass man hier noch die Führung inne hatte.
Diese baute man in der Schlussminute sogar noch aus. Liam Kirk mit dem Pass unter großer Bedrängnis auf Ty Ronning, der die Scheibe 41 Sekunden vor dem Ende nur noch ins Tor einschieben musste – 3:1 (40.). Das war zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten.

Erzielte in Schwenningen sein erstes Saisontor: Leo Pföderl (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Leo Pföderl erzielt sein erstes Saisontor

Im Schlussdrittel war es dann endlich so weit: Leo Pföderl hat sein erstes Saisontor erzielt. Lange hatte es gedauert und viele Chancen wurden in der Zwischenzeit vergeben. Doch heute düpierte er Joacim Eriksson, der unglücklich beim Gegentreffer aussah – 4:1 (44.).
Dieser Treffer war ein Stimmungsdämpfer – für Schwenningen und deren Fans. Es fehlte der Glaube daran, dass man hier noch einen Drei-Tore-Rückstand aufholen würde. Schließlich traf man auf die beste Defensive der PENNY DEL. Selbst ein Powerplay konnten die Hausherren nicht für sich nutzen, weil die Ideen fehlten, wie man Berlin hier nochmal überwinden wollte.
So plätscherte das Spiel zu Ende und die Eisbären nahmen einen verdienten 4:1-Auswärtssieg mit in die Hauptstadt. Man hatte eine Reaktion auf das Heimspiel gegen Augsburg gezeigt, zu hundert Prozent gut war es aber erneut nicht.

2:1-Arbeitssieg: Die Eisbären mühen sich zum Heimsieg gegen unbequeme Augsburger

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #11:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther nach hart umkämpften 60 Minuten knapp mit 2:1 gewonnen und damit die Tabellenführung verteidigt. In einem eher mäßigen DEL-Spiel war einmal mehr Goalie Jonas Neffin der Matchwinner für seine Mannschaft, in der durch Tore von Yannick Veilleux und Manuel Wiederer heute auch das Secondary Scoring funktioniert hat. 

Eisbären-Trainer Éric Dubois vertraute dem selben Line-up wie beim 4:0-Auswärtssieg in Krefeld. Somit begann also erneut Jonas Neffin im Tor und auch Gregor Stocker stand erneut im Kader. Ob es diesmal für Eiszeit reichte?

Die Eisbären gingen als klarer Favorit in das Spiel gegen die Fuggerstädter, welche am vergangenen Wochenende satte zwölf Gegentore kassiert hatten. Das Wochenende davor war es jedoch nur ein Gegentor, weshalb die Defensive der Panther durchaus als Wundertüte zu betrachten war. Welche bekamen die Eisbären heute zu sehen: die anfällige oder die, die Bollwerk anbaut?

Musste im ersten Drittel zwei-, dreimal bei Augsburger Chancen eingreifen: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zähes erstes Drittel

Das Spiel war keine 30 Sekunden alt, da musste Jonas Neffin schon zweimal eingreifen und gefährliche Schüsse abwehren. Kurz darauf hatten die Eisbären das erste Powerplay, welches aber noch nicht wie gewohnt funktionierte.
Danach ging es zwar hin und her, gefährliche Chancen kamen dabei aber nicht heraus. Daher entwickelte sich hier ein doch eher zähes erstes Drittel. Jonas Neffin riss die Fans dann nochmal kurz von ihren Sitzen, als er im ersten Augsburger Powerplay kurz mal gefordert wurde. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Auftaktdrittel torlos zu Ende ging.

Zum Ende des zweiten Drittels wurde es ziemlich ruppig zwischen Berlin und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Am Ende wurde es ruppig

Im zweiten Drittel war es erneut ein Augsburger Powerplay, in dem Jonas Neffin einmal entscheidend eingreifen musste, um seine Mannschaft vor dem Rückstand zu bewahren. Die Saves von Neffin sind einfach unglaublich – gefühlt hat der Neuzugang aus Regensburg mehrere Arme und Beine. Die gegnerischen Spieler verzweifeln jedenfalls reihenweise an ihm, wenn er das Berliner Tor hütet.
Die Gäste wirkten in dieser Phase deutlich aktiver als die Eisbären, von denen nach vorne wenig Produktives kam. Einzig Neffin hatte man es zu verdanken, dass es hier noch 0:0 stand. Und einmal auch Adam Smith, der für seinen bereits geschlagenen Goalie gerettet hatte.
Offensiv wirkte es von den Berlinern genauso ideenlos wie vor einer Woche bei der Heimniederlage gegen München. Das ist dann auch damit gemeint, wenn Kapitän Kai Wissmann sagt, dass man trotz Tabellenführung noch genügend Verbesserungspotential hat.
Fünf Minuten vor der ersten Drittelpause zeigten die Eisbären dann jedoch auch, was sie in dieser Saison auszeichnet: die gnadenlose Effektivität vor dem Tor. Yannick Veilleux versenkte die Scheibe per Onetimer im langen Eck – 1:0 (35.). Seinen ersten beiden Assists im Spiel in Krefeld ließ die Nummer 38 das erste Saisontor folgen. Da nimmt jemand gerade so richtig Fahrt auf.
Für die Pausenführung reichte es jedoch nicht, denn 24,8 Sekunden vor der zweiten Drittelpause sorgte Cameron Wright für den Ausgleich. Beim Stand von 1:1 ging es anschließend in die Pause. Begleitet von kleinen Raufereien, welche bereits beim Ausgleich angefangen hatten.

Sorgte für die 2:1-Führung im Schlussdrittel: Manuel Wiederer/2. v.l. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer mit dem Gamewinner

Auch im letzten Drittel entwickelte sich kein Eishockey-Leckerbissen. Das war hier weiterhin extrem schwere Kost und auch nicht schön zum anschauen. Aber immerhin gingen die Eisbären wieder in Führung. Manuel Wiederer stand im Slot und versenkte die Scheibe zum 2:1 im Augsburger Tor (46.).
Kurze Zeit später erhöhten die Eisbären auf 3:1, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde. So waren die Panther noch im Spiel und weiterhin auf Provokation aus. Mit ihrer Spielweise wollten sie den Eisbären unter die Haut fahren, welche sich aber gut zur Wehr setzten.
Im weiteren Spielverlauf blieb es angesichts des knappen Spielstandes eine hart umkämpfte Partie. Augsburg gab sich hier nicht geschlagen und wollte den Ausgleich erzwingen, während die Eisbären für die Vorentscheidung sorgen wollten.
Die Panther versuchten am Ende alles und zogen ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Augsburg machte auch nochmal ordentlich Druck, doch die Defensive der Eisbären ließ nichts mehr zu. Damit brachte man das knappe 2:1 über die Zeit und feierte einen hart erkämpften Arbeitssieg gegen die Fuggerstädter.

3:4-Niederlage gegen München: Siegesserie und Shutout-Serie gerissen

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #9:

Siegesserie gerissen: Nach sechs Siegen in der PENNY DEL in Folge haben die Eisbären Berlin mal wieder verloren. Gegen Red Bull München verlor man am Ende mit 3:4 (2:1,0:1,1:2). Die Eisbären leisteten sich heute zu viele Fehler, wirkten fahrig im Spielaufbau und ließen zu viele Alleingänge zu. Nach vorne wirkte es ab dem zweiten Drittel ideenlos, weshalb es am Ende eine verdiente Niederlage war, aus der man seine Lehren ziehen wird.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf seine beiden Verteidiger Brandon Davidson und Mitch Reinke zurückgreifen. Während Davidson an die Seite von Adam Smith ging, stand Reinke als frisch gebackener Papa als siebter Verteidiger im Line-up. Im Tor stand natürlich Jonas Neffin. Gregor Stocker und Moritz Kretzschmar rotierten aus dem Kader wieder raus. Alles andere blieb im Vergleich zum Spiel gegen Klagenfurt am Mittwochabend unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären traten mit dem Selbstvertrauen von acht Pflichtspielsiegen in Serie an. Dazu kassierte man in den letzten fünf DEL-Spielen nur einen Gegentreffer. Damit war man natürlich Tabellenführer und traf auf die Mannschaft vom Oberwiesenfeld, welche bisher noch nicht zufrieden sein kann mit dem Saisonstart. Konnte München die Siegesserie der Eisbären durchbrechen oder setzte sich der Eisbären-Express auch gegen München durch?

Bereits in der vierten Spielminute gingen die Eisbären durch Ty Ronning in Führung. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Das „Duo Infernale“ liefert weiter

Munterer Beginn in dieses Spitzenspiel. Beide Mannschaften hatten keine Lust auf langes Abtasten und spielten direkt offensiv nach vorne und sorgten so früh für die ersten brenzligen Situationen vor dem gegnerischen Tor. Und so verwunderte es auch nicht, dass das „Duo Infernale“ direkt für das 1:0 sorgte. Liam Kirk vor das Tor auf Ty Ronning und der sorgte für die frühe Berliner Führung (4.). Diese hielt aber nur ganze 13 Sekunden, denn Ryan Murphy glich blitzschnell zum 1:1 aus (4.).
So frühe Gegentore oder generell Gegentore war man in Berlin in der letzten Zeit ja nicht wirklich gewohnt. Von daher war nun die Frage, wie die Hauptstädter mit der schnellen Münchner Antwort umgehen würden. Beinahe mit dem erneuten Führungstreffer in Überzahl, aber sowohl Leo Pföderl als auch Andreas Eder scheiterten mit ihren Onetimern am Ex-Eisbären Mathias Niederberger im Tor der Gäste.
Nach nicht einmal elf Minuten war die Partie für Stürmer Freddy Tiffels beendet, nachdem er für einen Stockcheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe bekommen hatte. Aber die Eisbären überzeugten einmal mehr mit einem überragenden Penalty Killing. Und nach etwas mehr als drei Minuten war die Unterzahl auch vorbei, weil München eine Strafzeit kassierte. Die Leistung der Eisbären in Unterzahl wurde mit tosendem Applaus von den Rängen gewürdigt.
Noch lauter wurde es bei noch verbleibenden 2:22 Minuten auf der Uhr in der Uber Arena, denn dort brachte Liam Kirk die Eisbären wieder in Führung – 2:1 (18.). Was wären die Eisbären nur ohne ihr „Duo Infernale“? Wahnsinn, diese zwei Ausnahmestürmer. Dank denen führten die Berliner knapp mit 2:1 nach dem ersten Drittel.

Kein Vorbeikommen an Mathias Niederberger. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Blitzschneller Ausgleich von München

18 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da glichen die Gäste durch Taro Hirose zum 2:2 aus (21.). Ein ungewohntes Bild für die Eisbären – zwei Gegentore in einem Spiel. Direkt gab es „Neffin, Neffin“-Rufe aus der Fankurve, um den Berliner Goalie wieder aufzumuntern.
Neffin war aber kurze Zeit später wieder hellwach, als Yasin Ehliz relativ frei von rechts außen zum Abschluss kam. Da kam die Stockhand blitzschnell raus.
Danach war es weiterhin ein hart umkämpftes Spiel mit Playoff-Charakter. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, was man an den Zweikämpfen sah. München jubelte dann zwischenzeitlich über das vermeintliche 3:2, welches aber aufgrund einer Kick-Bewegung aberkannt wurde.
Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels hatten beide Mannschaften ihre Chancen auf weitere Tore, doch sowohl Jonas Neffin als auch Mathias Niederberger ließen keine weiteren Scheiben durch. Somit ging es beim Stand von 2:2 in die zweite Drittelpause.

Es war ein äußerst nickliges Spiel zwischen den Eisbären und München. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

München zieht den Eisbären den Zahn

Im Schlussdrittel merkte man beiden Mannschaften an, dass sie hier nicht den wohlmöglich entscheidenden Fehler machen wollten. Dementsprechend vorsichtig agierten beide Teams.
München bekam dann die Chance in Überzahl in Führung zu gehen, nach einer Bankstrafe gegen die Eisbären. Und das nutzten die Gäste auch eiskalt aus. Elis Hede sorgte für die erstmalige Münchner Führung an diesem Abend – 2:3 (49.).
Nun waren die Eisbären gefordert, einen Weg zu finden, dieses Spiel noch in die Verlängerung zu retten oder aber noch in regulärer Spielzeit zu gewinnen. Die Chance zum Ausgleich bot sich nach dem Powerbreak, als Mathias Niederberger eine Strafzeit kassierte und den Eisbären ein Powerplay ermöglichte. Doch man spielte es zu kompliziert mit einem Mann mehr und konnte das Überzahlspiel nicht nutzen.
Den Eisbären rannte nun die Zeit davon und es mangelte zudem an Ideen, wie man hier zum Ausgleich kommen wollte. So hatte Münchens Defensive keine großen Probleme, die Führung zu verteidigen. Und in der Schlussphase bauten die Gäste diese auch noch aus. Yasin Ehliz mit dem Konter zum 4:2. Das 3:4 durch Liam Kirk kam am Ende leider zu spät. Damit endete nicht nur die Siegesserie der Eisbären sondern auch die Shutout-Serie von Jonas Neffin.

2:1! Die Eisbären erkämpfen sich drei Punkte gegen starke Klagenfurter


WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #8:

Die Eisbären Berlin haben das letzte Heimspiel in der Ligaphase der diesjährigen Champions Hockey League (CHL) gegen Klagenfurt knapp mit 2:1 gewonnen. Es war am Ende ein hart umkämpfter Sieg gegen einen richtig starken Gegner aus Österreich, für den es hier zwar um nichts mehr ging, der sich aber mit erhobenen Haupt aus der CHL verabschieden wollte. Und mit ein bisschen mehr Glück wäre hier sogar ein oder gar zwei Punkte drin gewesen. Doch am Ende blieben alle drei Punkte in der Hauptstadt bei den Eisbären, welche die Ligaphase damit auf einem sehr starken fünften Platz abschließen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Stürmer Leo Pföderl zurückgreifen. Dafür schonte er Verteidiger Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar und Gregor Stocker rückten ins Line-up. Pföderl rückte in die zweite Reihe an die Seite von Andreas Eder und Jean-Luc Foudy. Den Platz von Davidson neben Adam Smith nahm Stocker ein. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei. Im Tor stand erwartungsgemäß Jack LaFontaine. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären ging es lediglich um die Abschlussposition in der Ligaphase, denn für das Achtelfinale war man bereits qualifiziert. Klagenfurt hingegen hatte keine Chance mehr auf die K.o.-Phase. Holten die Hauptstädter den vierten Sieg in Folge in der CHL und nahmen somit ein gutes Gefühl mit ins Achtelfinale oder setzte es nach langem mal wieder eine Pflichtspielniederlage für die Berliner?

Bekam seinen zweiten Einsatz in der CHL in Folge: Jack LaFontaine (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im ersten Drittel

Früh im Spiel mussten die Eisbären in Unterzahl ran nach einer Strafzeit gegen Adam Smith, doch diese überstanden die Berliner ohne größere Probleme. Aber die Gäste aus Österreich dominierten die Anfangsphase, verlagerten das Spiel zunächst ins Drittel der Eisbären. Doch die Defensive der Hausherren hielt dem Druck der Gäste Stand und überstand den Beginn der Partie daher ohne Gegentor.
Danach entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Beide Teams arbeiteten hart vor dem eigenen Tor und ließen wenig Platz, um sich hochkarätige Chancen herauszuspielen.
Erst in der Schlussphase wurde es erstmals vor beiden Toren brenzlig, doch sowohl LaFontaine als auch Marek Mitens ließen keine Scheibe durch. Die Eisbären hatten dabei sogar ihr erstes Powerplay und Ty Ronning schnupperte am 1:0, doch er schoss knapp am Tor vorbei. So stand es 0:0 nach den ersten 20 Minuten.

Liam Kirk sorgte für das 1:0 gegen Klagenfurt. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Druck der Eisbären führt zu zwei Toren

Im zweiten Drittel waren es diesmal die Eisbären, welche früh in Überzahl ran durften. Es kamen auch ein paar gefährliche Schüsse auf das Tor, doch rein gehen wollten diese auch nicht, weshalb wir hier weiterhin auf das erste Tor an diesem Europapokal-Abend warten mussten.
Das Spiel wurde zudem etwas zerfahrener durch viele Unterbrechungen, was dem Spielfluss nicht gut tat. Beide Teams hatten im Verlauf des zweiten Drittels ihre Phasen. Mal waren die Berliner am Drücker, dann wieder die Klagenfurter. Für den ersten Treffer sorgten dann aber die Hausherren. Natürlich war es eine Co-Produktion des „Duo Infernales“. Ty Ronning auf Liam Kirk und schon führten die Eisbären mit 1:0 (34.).
Direkt danach die Eisbären wieder in Überzahl und mit der Chance auf 2:0 zu stellen, doch diese ließen sie ungenutzt. Aber der Druck der Hauptstädter wurde immer größer und somit war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe sie auf 2:0 stellen würden. Und das tat die Top-Reihe dann auch, diesmal war Freddy Tiffels der Torschütze gewesen – 2:0 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Wieder einmal ein großartiger Support der Eisbären-Fans im ausverkauften Wellblechpalast. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären wanken, fallen aber nicht

Das letzte Drittel bot noch einmal hohes Tempo und ein Spiel welches hin und her ging. Klagenfurt gab hier weiterhin nicht auf und drängte auf den Anschlusstreffer, welcher auch fallen sollte. In der 50. Spielminute war es Kapitän Thomas Hundertpfund, der zum 2:1 traf und hier nochmal ein ganz enges Spiel draus machte. Nun waren die Eisbären wieder gefordert, die Konzentration hochzuhalten und die Konter sauber zu Ende zu spielen. Denn Klagenfurt musste nun hinten aufmachen, wollten sie im letzten CHL-Spiel dieser Saison noch etwas Zählbares mitnehmen. Und die Gäste arbeiteten hier auch am Ausgleich. Jack LaFontaine bekam nun einiges zu tun und brauchte auch die Unterstützung seiner Vorderleute.
Die Eisbären bekamen aber auch ihre Angriffe, spielten diese aber nicht gut zu Ende. Und so lag der Ausgleich der Klagenfurter auch so ein wenig in der Luft. Denn der Druck war schon enorm, den sie entfachten. In der Schlussphase nahm deren Trainer Kirk Furey natürlich auch noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und seine Auszeit. Doch es half am Ende alles nichts mehr, denn die Eisbären zitterten das 2:1 dank eines starken kämpferischen Einsatzes am Ende über die Zeit und feierten damit den vierten Sieg in Serie in der CHL. Am Ende ist man also nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, denn Klagenfurt hätte sich den Ausgleich hier durchaus verdient gehabt.

5:0-Heimsieg im Spitzenspiel! Der Eisbären-Express überrollt Wolfsburg

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #7:

Der Eisbären-Express rollt weiter durch die PENNY DEL: Im Spitzenspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg feierten die Berliner beim 5:0 den fünften Sieg in Serie. Erneut drückte die Top-Reihe um Liam Kirk, Ty Ronning und Freddy Tiffels dem Spiel den Stempel auf. Im Tor überzeugte einmal mehr Jonas Neffin, der im vierten Spiel bereits seinen dritten Shutout feierte. Wahnsinn!

Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Nürnberg musste Eisbären-Trainer Éric Dubois heute auf den angeschlagenen Leo Pföderl verzichten. Dafür kehrte Gabriel Fontaine zurück ins Line-up und stürmte anstelle von Pföderl in der Reihe mit Andreas Eder und Eric Hördler. Alles andere blieb unverändert. Somit stand zum vierten Mal in Folge in der PENNY DEL Jonas Neffin im Tor.

Für die Eisbären stand das nächste Spitzenspiel an. Gegner Wolfsburg startete überraschend stark in die neue Saison und liegt aktuell auf Platz drei. Gerade das ausgeglichene Scoring ist der Trumpf der Mannschaft von Trainer Tyler Haskins. Bei den Eisbären hängt derzeit viel von Ty Ronning und Liam Kirk ab. War das auch heute wieder so oder stoppten die Autostädter die Siegesserie der Eisbären?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Wolfsburg. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im ersten Drittel

Es ist Pinktober und beide Mannschaften setzten ein Zeichen im Kampf gegen den Brustkrebs. Berlin in seinen weißen Trikots, Hosen und Stutzen mit pinken Akzenten, Wolfsburg in pinken Trikots und Stutzen. Wie bereits vergangene Woche erwähnt, finde ich es großartig, wie viele Vereine sich inzwischen am Pinktober beteiligen!
Wolfsburg bestätigte hier zu Beginn des Spiels seinen guten Saisonstart und beschäftige Eisbären-Goalie Jonas Neffin schon recht ordentlich. Doch auch der neue Berliner Goalie bestätigte seine bisherige Top-Form im Trikot der Hauptstädter.
Die Eisbären hingegen fanden in der Anfangsphase kein Mittel gegen die sehr kompakte Defensive der Gäste. Die Wolfsburger waren eng dran am Mann und machten die gefährlichen Räume gut zu. Tobias Krestan fand Mitte des ersten Drittels mal die Lücke und hatte eine richtig gute Chance, doch die Scheibe flog knapp am Tor vorbei.
Insgesamt gesehen war es aber das von vornherein erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten. Inzwischen auch ein Duell auf Augenhöhe, in dem es vor allem auf die Geduld beider Mannschaften ankommen wird. Beide warten auf den ersten Fehler des Gegners, um zuzuschlagen. In den ersten 20 Minuten machte den noch kein Team, weshalb es beim Stand von 0:0 in die erste Drittelpause ging. Auch wenn Liam Kirk in der Schlussphase nochmal die gegnerischen Spieler als Slalomstangen benutzte, am Ende aber an Dustin Strahlmeier scheiterte.

Jean-Luc Foudy erhöhte per Penalty auf 2:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären stellen per Doppelschlag auf 2:0

Auch zu Beginn des zweiten Drittel das selbe Bild. Beide Teams ließen defensiv weiterhin wenig zu. Danach hatten beide Mannschaften ihr erstes Powerplay – zwar nicht für die vollen zwei Minuten – aber auch da wollte kein Treffer gelingen.
Die Eisbären wurden aber danach stärker und schnupperten am 1:0. Auch im zweiten Powerplay, doch bisher war Dustin Strahlmeier nicht zu überwinden. Jener Goalie, der bisher noch keine so überzeugende Saison gespielt hat. In der 34. Spielminute war es dann aber doch geschehen. Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären, Liam Kirk auf Freddy Tiffels und der mit dem 1:0 für die Berliner. Die zu diesem Zeitpunkt mehr als verdiente Führung und mal wieder war es die Top-Reihe, nur dass statt Ty Ronning oder Kirk eben Tiffels zur Abwechslung mal das Tor traf.
Kurz darauf war Jean-Luc Foudy auf und davon, konnte nur unfair gestoppt werden, was zum Penalty führte. Dass der Neuzugang das kann, zeigte er erst vor kurzem in Köln und auch heute verwandelte er seinen Penalty eiskalt – 2:0 (36.).
Innerhalb kürzester Zeit stellten die Eisbären ihre Effizienz unter Beweis und lagen im Spitzenspiel mit zwei Toren vorne. Was zu diesem Zeitpunkt der Saison und unter neuem Trainer schon mehr als beeindruckend ist. Mit der Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Ein gewohntes Bild in den letzten Wochen: Jubelnde Eisbären-Spieler (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Top-Reihe macht es am Ende deutlich

Die Niedersachsen hatten früh im Schlussdrittel ein Powerplay und somit die große Chance auf den Anschlusstreffer. Und Jonas Neffin bekam in Unterzahl auch einiges zu tun, ließ aber weiterhin keine Scheibe durch. Starker Auftritt des Berliner Goalies.
Auf der anderen Seite waren es die Eisbären, welche die Partie frühzeitig entschieden. Mal wieder war es die Top-Reihe, die einen Angriff Richtung Wolfsburger Tor startete. Tiffels sein Schuss wurde geblockt, Liam Kirk schnappte sich die Scheibe und staubte erfolgreich ab – 3:0 (48.).
Die Autostädter hatten danach zwar nochmal ein doppeltes Powerplay, aber auch in diesem konnten sie die Eisbären-Defensive um Goalie Jonas Neffin nicht knacken. Wieder einmal ein starker Auftritt der Eisbären-Verteidigung.
Aber auch die Offensive lieferte heute wieder ab. Powerplay Berlin, die Scheibe lief sauber durch die Reihen und am Ende war es Andreas Eder, der die Scheibe im langen Eck versenkte. Die Vorarbeit kam unter anderem von Foudy, der damit seinen zweiten Scorerpunkt im heutigen Spiel verbuchte.
Im zweiten Spitzenspiel in Serie stellten die Eisbären damit erneut ihre derzeitige Top-Form unter Beweis. Man findet aktuell immer einen Weg, Spiele zu gewinnen, was auch ein Verdienst des neuen Trainerteams um Éric Dubois und Dan Lambert ist, welche bisher einen Top-Job in der Hauptstadt machen. Und kaum habe ich diesen Satz zu Ende geschrieben, klingelte es zum fünften Mal im Tor von Dustin Strahlmeier. Erneut war es Freddy Tiffels, der traf und das Ergebnis auf 5:0 schraubte (58.).
Während die Hauptstädter den fünften Sieg in Serie feierten, feierte Goalie Jonas Neffin im vierten DEL-Spiel für die Eisbären seinen dritten Shutout. Was für ein beeindruckender Saisonstart des DEL-Rekordmeisters!

4:1-Heimsieg gegen Nürnberg: Die Eisbären knacken den Spitzenreiter und feiern den vierten Sieg in Serie

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #6:

Vierter Sieg in Folge: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen Tabellenführer Nürnberg Ice Tigers mit 4:1 (0:1,2:0,2:0) gewonnen und bleiben den Franken damit dicht auf den Fersen. Erneut war es das „Duo Infernale“, welches maßgeblichen Anteil am Sieg der Berliner hatte. Liam Kirk bereitete drei Treffer vor, während Ronning einen Hattrick erzielte. Dazu kommt Jonas Neffin, der erneut stark hielt und nur einen Gegentreffer zu ließ.

Eisbären-Trainer Éric Dubois nahm keine Veränderungen am Line-up im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg in Frankfurt vor. Warum auch, zeigte seine Mannschaft doch eine sehr starke Leistung in Hessen. Somit stand zum dritten Mal in Folge Jonas Neffin im Tor, der in seinen ersten beiden Einsätzen jeweils einen Shutout feiern konnte. Letztmals gelang das einem Eisbären-Goalie in der Finalserie gegen Köln, als die letzten drei Spiele mit 7:0 gewonnen wurden. Im Tor stand damals Jake Hildebrand.

Es war das erste tabellarische Spitzenspiel für die Eisbären, trafen sie mit Nürnberg doch auf den überraschenden Spitzenreiter der PENNY DEL. Sechs Spiele, fünf Siege, eine Niederlage, nach 60 Minuten ungeschlagen. Mit 24 Toren die beste Offensive, mit zehn Gegentoren die zweitbeste Defensive. Da erwartete die Berlin eine enorm schwere Aufgabe, doch diese hatten sie auch am Freitag in Frankfurt zu bewältigen, was sie mit Bravour und einem 2:0-Sieg auch taten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Neffin kassiert erstes Gegentor im Eisbären-Trikot

Das Eröffnungsbully machte Eisbären-Legende Stefan Ustorf (Sportdirektor Nürnberg Ice Tigers) zusammen mit seiner Frau Jodie. Die ehemalige Nummer 14 war damals der Initiator der Pinktober-Kampagne, welche sich seitdem in Berlin und auch an anderen DEL-Standorten etabliert hat. Was von enormer Bedeutung ist im Kampf gegen den Krebs.
Von Beginn an war es die erwartet hart umkämpfte Partie. Beide Teams standen zudem ebenso erwartet defensiv sehr kompakt und ließen kaum Räume. Die erste Top-Chance hatten die Eisbären erst nach rund sechs Minuten, als Yannick Veilleux bei einem Zwei-auf-eins-Konter Jean-Luc Foudy in Szene setzte, der mit dessen Onetimer jedoch an Niklas Treutle scheiterte. Der Nürnberger Goalie mit einem sensationellen Save gegen den Berliner Neuzugang.
Nürnberg hatte die erste Top-Chance kurz vorm ersten Powerbreak, als zunächst Evan Barratt an Jonas Neffin scheiterte und der Nachschuss von Julius Karrer ans Außennetz ging. Wenig später gingen die Franken jedoch in Führung, als gegen die Eisbären eine Strafzeit angezeigt war. Evan Barratt hatte getroffen und damit Neffin das erste Gegentor zugefügt, was jedoch aus meiner Sicht nicht hätte zählen dürfen. Denn bevor der Puck die Linie überquert hat, war ein deutlicher Pfiff bis unter das Arenadach zu hören. Aber die „Unparteiischen“ entschieden sowohl auf dem Eis als auch nach Ansicht des Videobeweises auf „gutes Tor“ – 0:1 (12.). Puh, die PENNY DEL und ihre Schiedsrichter – ein leidiges Thema seit Jahren und man bekommt es einfach nicht in den Griff. Es gibt wohl eine Continuous Play Regel, nachdem das Tor zählt, wenn der Schuss vor dem Pfiff abgegeben wurde. Puh, was für eine schwachsinnige Regel der PENNY DEL. Zumal Nürnberg bereits zum zweiten Mal nach dem Heimspiel gegen Augsburg profitiert hat. Dann brauchen wir auch keine Schiedsrichter mehr, wenn Pfiffe egal sind…
Die Eisbären suchten danach nach der schnellen Antwort, doch fanden bis zum Drittelende keinen Weg an Treutle vorbei. Auch Nürnberg hatte noch gute Angriffe, fand aber ebenso keinen Weg an Neffin vorbei. So stand es nach 20 Minuten 0:1 aus Berliner Sicht.

Er trifft und trifft und trifft: Ty Ronning (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Eder und Ronning drehen das Spiel

Nun waren die Eisbären gefordert, eine Antwort zu geben. Man versuchte auch viel, tat sich aber bis hierhin sehr schwer gegen die kompakt stehende Nürnberger Defensive. Dazu spielte Nürnberg sehr ekliges Eishockey und fuhr den Berliner Spielern damit unter die Haut. Damit kamen sie bis hierhin nicht wirklich zu recht. Hinten musste man zudem auch aufpassen, weil Nürnberg immer wieder kleine Nadelstiche setzte. Jonas Neffin musste viel investieren, um das zweite Gegentor zu verhindern. In dieser Phase waren die Gäste aus Franken dem 2:0 deutlich näher als die Eisbären dem Ausgleich.
Die Eisbären spielten im Mitteldrittel auch viel zu unsauber, die Pässe kamen nicht wie gewohnt an, die Scheibenannahme klappte nicht wirklich so gut.
Aber das alles war für einen Moment vergessen, als Andreas Eder „Viva la vida“ erklingen ließ. Liam Kirk mit dem Zuspiel auf Eder, dessen Onetimer an Treutle vorbei in ins Tor ging – 2:1 (31.). Für Kirk übrigens das 14. Spiel in Folge mit einem Scorerpunkt.
Danach erhöhten die Eisbären mal das Tempo und drängten Nürnberg ins eigene Drittel. Man wollte den Schwung vom Ausgleichstreffer mitnehmen. Die große Chance dazu bot sich in der Schlussphase, als man für 55 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Leo Pföderl hatte das 2:1 auf der Kelle, das Gestänge rettete für Nürnberg. Wenig später legte Kirk rüber zu Ty Ronning und der netzte ein und drehte damit das Spiel – 2:1 (39.). Auch danach fiel Nürnberg wieder durch unsaubere Aktionen auf, was sich das gesamte Spiel schon durchzog. Aber danach war erst einmal Pause und die Gemüter konnten sich etwas beruhigen.

Immer wieder gerieten beide Mannschaften während des Spiels aneinander. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Ronning macht den Deckel drauf

Früh im Schlussdrittel folgte der nächste Aufreger, denn für Julius Karrer war nach einem Kniecheck gegen Manuel Wiederer das Spiel vorzeitig beendet. Es passte zur Spielweise der Nürnberger, dass am Ende auch noch ein Spieler frühzeitig zum duschen geschickt wurde. Die Eisbären fortan für fünf Minuten ein Mann mehr auf dem Eis. Doch Kapital konnte man aus dem Powerplay nicht schlagen, weshalb es hier weiterhin ein Spiel auf des Messers Schneide war. Nur ein Tor lag zwischen beiden Mannschaften. Während die Eisbären auf der Suche nach der Vorentscheidung waren, wollten die Ice Tigers den Ausgleich erzielen.
Die Uhr lief für die Eisbären, denn Nürnberg fand fortan keinen Weg vorbei an Jonas Neffin. Somit lief den Franken die Zeit davon, wollten sie ihre erste Niederlage nach 60 Minuten noch abwenden. Dafür bekam Nürnberg auch noch ein Powerplay in den letzten sieben Minuten, aber das Penalty Killing der Eisbären ließ nichts Gefährliches zu und somit stand es weiterhin 2:1 für die Eisbären.
Bis vier Minuten vor dem Ende. Zunächst scheiterte Leo Pföderl an der Latte, wenige Sekunden später zielte Ronning goldrichtig – 3:1 (56.). Eine erneute traumhafte Kombination der Nummer 94 und Nummer 9. Was wären die Eisbären nur ohne ihrem „Duo Infernale“. Am Ende wurde es ein 4:1-Heimsieg, weil Ronning den Hattrick perfekt machte. Damit sind es die Berliner, welche Nürnberg die erste Niederlage nach regulärer Spielzeit hinzufügten und das Spitzenspiel für sich entschieden.

2:0-Auswärtssieg in Frankfurt: Liam Kirk scort weiter und Jonas Neffin holt das nächste Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #5:

Dritter Sieg in Serie: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt mit 2:0 (0:0,2:0,0:0) gewonnen und feierten damit den vierten Sieg im fünften Ligaspiel. Goalie Jonas Neffin bestritt sein zweites Spiel für die Berliner und blieb erneut ohne Gegentor. 120 Minuten und null Gegentore: was für ein Start der Nummer 75 in Berlin!

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf den angeschlagenen Gabriel Fontaine verzichten. Dafür rückte Rihards Griva ins Line-up. Auch Korbinian Geibel wurde wieder eingesetzt und war als siebter Verteidiger dabei. Eric Hördler nahm den Platz von Fontaine in der Reihe neben Leo Pföderl und Andreas Eder ein. Griva rückte in die vierte Reihe zu Tobias Krestan und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert. Dass Jonas Neffin erneut im Tor stand, hatte ich bereits eingangs des Spielberichts erwartet.

Für die Hauptstädter stand die schwere Aufgabe in Hessen auf dem Programm, stellten die Löwen Frankfurt mit sieben Gegentoren doch die beste Defensive der Liga. Vergangene Saison hatten beide Mannschaften je ein Spiel in der Eissportshalle am Ratsweg gewonnen. Wer zog heute das erste Spiel?

Brandon Davidson knackte das Bollwerk der Hessen und erzielte das 1:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Andreas Eder trifft nur die Latte

Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel zweier Mannschaften, welche sich auf Augenhöhe begegneten. Der Respekt voreinander war auf beiden Seiten zu spüren. Die Löwen wollten mit den eigenen Fans im Rücken den Titelverteidiger ärgern, während die Eisbären an die beiden Siege vom vorigen Wochenende anknüpfen wollten.
Die Mannschaft von Trainer Tom Pokel hatte früh die erste dicke Chance, als die Scheibe kurz vor der Torlinie des Berliner Tores lang trudelte. Zum Glück für die Eisbären ging sie in dieser Szene nicht rein.
Beide Mannschaften erspielten sich in den ersten 20 Minuten gute Chancen, doch sowohl Adam Scheel auf Frankfurter Seite als auch Neffin auf Berliner Seite bewiesen, dass sie mit zu den besten Goalies der PENNY DEL zählen. Der Neuzugang der Löwen war im ersten Drittel zwar einmal schon geschlagen, die Latte (Schuss von Andreas Eder) rettete seine Mannschaft aber vor dem Rückstand.
Da die Hessen auch ein Powerplay nicht zur Führung nutzen konnten, endeten die ersten 20 Minuten torlos. Dennoch wurde den Zuschauern beste Unterhaltung geboten.

Liam Kirk scorte im 13. Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Davidson und Kirk schlagen zu

Zu Beginn des zweiten Drittels duellierten sich beide Teams weiterhin auf Augenhöhe. Schnell wurde die neutrale Zone überbrückt und dann direkt der Weg vor das gegnerische Tor gesucht. Die ersten sieben Minuten liefen dabei ohne Unterbrechung durch. Das Spiel hatte alles, was es für ein gutes Spiel braucht. Jedenfalls fast alles, denn das Wichtigste fehlte noch – ein Tor.
Dieses sollte in der 28. Spielminute fallen. Jeder Schuss auf das Tor ist ein guter – dachte sich auch Brandon Davidson, dessen Schuss am Ende den Frankfurter Goalie überwand und zum 1:0 für die Eisbären sorgte.
Die Löwen suchten danach nach einer Antwort, liefen jedoch in einen Berliner Konter. Eric Mik fing im eigenen Drittel ganz stark einen Pass der Hessen ab, schickte Ty Ronning auf den Weg, welcher seinem kongenialen Partner Liam Kirk in Szene setzte. Und wenn die beiden Ausnahmestürmer auf dem Eis sind, klingelt es meistens im Tor. So auch heute geschehen – 2:0 (36.).
Das „Duo Infernale“ sorgt weiterhin für Angst und Schrecken in der Liga. Der britische Nationalstürmer scorte saisonübergreifend im 13. Spiel in Folge. Die Eisbären können sich glücklich schätzen, dass diese beiden Spieler bei ihnen unter Vertrag sind. Denn solche Unterschiedsspieler wünscht sich jeder Trainer im Kader.

Zweites Spiel, zweiter Shutout: Goalie Jonas Neffin feiert Traumstart in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Jonas Neffin hält Penalty und feiert zweiten Shutout im zweiten Saisonspiel

Trotz der 2:0-Führung nach 40 Minuten war von den Eisbären nochmal volle Konzentration für den Schlussabschnitt gefordert. Und Eric Hördler hätte unmittelbar nach Wiederbeginn für die Vorentscheidung sorgen können, ließ seinen Alleingang jedoch ungenutzt. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren die große Chance auf den Anschlusstreffer, als ihnen ein Penalty zugesprochen wurde. Anthony Romano lief an, fand aber ebenfalls seinen Meister in Jonas Neffin.
Danach hatten die Eisbären das Spiel weitestgehend im Griff. Defensiv ließ man kaum noch etwas zu. Wenn doch etwas durch kam, war Neffin zur Stelle. Nach vorne versuchte man nicht mehr als nötig. So brachte man das 2:0 souverän über die Zeit und liefert damit den Beweis, dass es auch unter dem neuen Trainer Éric Dubois bereits richtig gut läuft. Mit diesem Start hätten die wenigsten Fans und Experten gerechnet, aber Sportdirektor Stéphane Richer hat schon wieder eine starke Mannschaft zusammengestellt und mit Dubois und Dan Lambert auch die richtigen Leute hinter die Bande gestellt.
Am Sonntag folgt dann die schwere Aufgabe zuhause gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Nürnberg. Aber in dieser Form und mit einem Jonas Neffin in dessen Form im Tor, könnten die Eisbären das erste Team in dieser Saison sein, welches die Franken nach 60 Minuten bezwingt.

4:0-Heimsieg gegen Iserlohn: Liam Kirk und Ty Ronning treffen erneut, Jonas Neffin feiert beim Debüt einen Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #4:

Viertes Spiel, dritter Sieg: Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters setzte man sich am Ende problemlos mit 4:0 (1:0,3:0,0:0) durch. Während die Offensive wieder Tore produzierte, ließ die Defensive hinten nichts anbrennen. Wobei man dazu sagen muss, dass Iserlohn die Berliner Abwehr auch nicht vor die aller größten Probleme stellte.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Verteidiger Mitch Reinke zurückgreifen, dafür fehlte Korbinian Geibel in der Defensive. Was jedoch rein dem Zweck der Rotation galt. Reinke nahm dessen Platz an der Seite von Eric Mik ein. Dazu startete heute Jonas Neffin im Tor, während Jack LaFontaine als Back-up auf der Bank Platz nahm. Alles andere blieb unverändert im Line-up.

Die Eisbären trafen heute auf den Tabellenletzten aus dem Sauerland. Gerade gegen die Schlusslichter der PENNY DEL taten sich die Berliner in der Vergangenheit häufig schwer. In der vergangenen Saison konnte man aber beide Heimspiele gegen Iserlohn gewinnen. Setzte sich diese Serie heute fort oder konnten die Roosters in der Hauptstadt den ersten Saisonsieg einfahren?

Torjubel der Eisbären über das 1:0 von markus Vikingstad. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vikingstad trifft im Powerplay

Von Beginn an war es ein schnelles Spiel, in dem die Zweikämpfe hart umkämpft waren. Beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone und zogen dann direkt vor das Tor. Die Eisbären hatten dann auch früh das erste Powerplay, doch das war zu Beginn noch nicht so gefährlich wie am Freitagabend in Köln.
Leo Pföderl hatte Mitte des ersten Drittels das 1:0 auf dem Schläger, aber IEC-Goalie Andreas Jenike rettete in höchster Not und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand in der Hauptstadt. Die Berliner dominierten das Spiel gegen den Tabellenletzten aber klar. Hinten ließ man wenig Gefährliches zu, während man vorne am Führungstreffer arbeitete. Diesen erzielte man im zweiten Powerplay der Partie. Die Eisbären zogen ihr Powerplay geduldig auf, Mitch Reinke und Jean-Luc Foudy spielten sich die Scheibe an der blauen Linie zu, Reinke hatte abgezogen und Markus Vikingstad fälschte vor dem Tor entscheidend ab – 1:0. Die hochverdiente Führung, was auch die Schussstatistik aussagte – 11:0 zu Gunsten der Eisbären.
Die Gäste aus dem Sauerland meldeten sich danach zwar auch mal an, aber Jonas Neffin hielt die 1:0-Pausenführung seiner Mannschaft fest.

Symbolbild: Die Eisbären bringen Iserlohn zu Fall. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Wiederer trifft erneut in Unterzahl

Früh im Mitteldrittel durften die Gäste aus dem Sauerland erstmals in Überzahl ran und hatten damit die Chance auf den schnellen Ausgleich. Doch daraus wurde nichts, denn es kam der große Auftritt von Manuel Wiederer: Er klaute einem Iserlohner Spieler stark die Scheibe, marschierte alleine auf Jenike zu und ließ den Iserlohner Goalie alt aussehen – 2:0 (22.). Bereits das dritte Saisontor der Nummer 21 – zwei davon erzielte der Stürmer in Unterzahl! Ein überragender Saisonstart von Wiederer.
Auch in der Folge wurde es immer wieder brenzlig vor dem Tor der Roosters. Die Effektivität der Eisbären ließ bis hierhin aber zu Wünschen übrig.
Was fehlte in diesem Spiel noch? Richtig, ein Tor von Liam Kirk oder Ty Ronning. Letzterer bediente Kirk und der britische Nationalstürmer spazierte ungestört durch die Iserlohner Defensive und stellte problemlos auf 3:0 (34.). Iserlohn muss sich die Frage gefallen lassen, wie man einen so torgefährlichen Spieler so schlecht verteidigen kann, wie es die Roosters bei diesem Gegentor gemacht haben. DEL-Niveau hatte das bei weitem nicht. Aber das traf auch insgesamt gesehen auf den Auftritt der Sauerländer zu. Was 18:6-Schüsse zu diesem Zeitpunkt auch statistisch gesehen noch einmal unterstrichen.
35,4 Sekunden vor dem Ende erhöhte die Top-Reihe der Eisbären auf 4:0. Über Liam Kirk und Freddy Tiffels kam die Scheibe zu Ty Ronning, der damit auch im vierten Spiel in Folge traf. Das „Duo Infernale“ liefert und liefert und liefert. Mit diesem souveränen Vorsprung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Feierte direkt im ersten Spiel für die Eisbären einen Shutout: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitet am Anschlusstreffer, aber Jonas Neffin feiert am Ende den Shutout

Damit war die Partie im Grunde genommen auch entschieden, denn Iserlohn erweckte in den ersten 40 Minuten nicht den Eindruck, dass sie im Schlussdrittel nun auf einmal vier Tore schießen würden. Dennoch gab sich die Mannschaft von Trainer Stefan Nyman nicht auf und arbeitete am Anschlusstreffer. Doch der ehemalige Iserlohner Goalie Jonas Neffin hatte etwas dagegen. Er hielt weiterhin die Null und wurde dabei auch sehr stark von seinen Vorderleuten unterstützt. Das galt auch für das Iserlohner Powerplay, in dem er keine Scheibe durch ließ.
Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Eisbären mussten nicht mehr tun als nötig war, Iserlohn arbeitete weiter am Anschlusstreffer. Doch es sollte nichts mehr passieren, weshalb die Eisbären das Spiel souverän mit 4:0 gewannen.