1:3 gegen Bremerhaven: Die Eisbären verlieren das direkte Duell um Platz sechs – Das Szenario Pre-Playoffs rückt näher denn je

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #33:

Rückschlag im Kampf um Platz sechs: Die Eisbären Berlin haben das direkte Duell um Platz sechs gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 1:3 (1:2,0:1,0:0) verloren und weisen nun vier Punkte Rückstand auf die Pinguins auf. Man versuchte zwar viel, aber letztendlich fehlte vor dem Tor einfach das nötige Quäntchen Glück sowie das Durchsetzungsvermögen. Jenes hatten die Gäste einfach mehr und sicherten sich dadurch die wichtigen drei Punkte. Das Szenario Pre-Playoffs rückt also immer näher für die Eisbären Berlin.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Verteidiger Eric Mik wieder zur Verfügung, dafür fehlte Adam Smith. Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel. Mitch Reinke rückte an die Seite von Markus Niemeläinen und nahm damit den Platz von Smith ein.
In der Offensive tauschten Lean Bergmann und Les Lancaster die Reihen. Der stürmende Verteidiger Lancaster, welcher gegen Iserlohn doppelt traf, stürmte in der ersten Reihe (!) an der Seite von Andreas Eder und Liam Kirk. Bergmann spielte in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Eric Hördler. 
Im Tor stand natürlich erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Heute stand das direkte Duell der beiden Kontrahenten um Platz sechs an. Bremerhaven hatte vor dem Spiel einen Punkt Vorsprung auf die Eisbären. Zudem sprach die Bilanz der letzten sechs Spiele klar für die Pinguins, denn die gewannen die letzten sechs Spiele in Folge gegen die Berliner. Um heute Platz sechs zu erobern, mussten die Hauptstädter diese Serie aber beenden und endlich wieder einen Sieg gegen die Bremerhavener einfahren. Damit das klappte, mussten die Berliner ihr bestes Spiel über die gesamte Spielzeit abrufen, denn nur mit 20 Minuten gutem Eishockey würde man gegen Bremerhaven keinen Erfolg haben. Gelang das den Eisbären oder holten die Gäste von der Küste den wichtigen Sieg im Kampf um Platz sechs?

Choreo der Eisbären-Fanszene für Florian Busch. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel stand natürlich ganz im Fokus von der ehemaligen Nummer 26 Florian Busch, welcher heute vor dem Spiel feierlich geehrt wurde. Im Rahmen der Bannerzeremonie wurde sein Trikot mit der Nummer 26 unter das Dach der Arena am Ostbahnhof gezogen. Vor fünf Jahren musste „Buschi“ seine einmalige Karriere aus verletzungsbedingten Gründen beenden. Er absolvierte in 18 Saisons für die Eisbären 793 Spiele und sammelte in diesen 477 Scorerpunkte (152 Tore/325 Assists). In Erinnerung blieb vor allem sein entscheidender Treffer in der Overtime in Köln, als er die Eisbären mit dem Treffer zum 2:1 zur Meisterschaft schoss und die LanxessArena verstummen ließ. Ebenso in Erinnerung blieb seine Ankunft am Flughafen Berlin damals, denn bis auf die Schlittschuh hatte „Buschi“ noch die komplette Ausrüstung an. Er war halt schon immer ein sehr spezieller aber unheimlich sympathischer Typ.
Bei der Ehrung gab es Videogrüße von ehemaligen Eisbären-Spielern wie Mark Beaufait, Sven Felski, Christoph Gawlik, Derek Dinger, Denis Pederson, Jimmy Sharrow, Stefan Ustorf, Alexander Weiß, Patrick Pohl und Steve Walker. Peter-John Lee hielt ebenso wie Florian Busch eine kurze Rede. Gänsehaut-Momente schon vor dem Spiel.

Nun hängt auch die Nummer 26 in Berlin unter dem Arenadach. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die große Frage war nun die, ob die Ehrung ein schlechtes Omen für die Eisbären war. Denn nach Ehrungen haben die Eisbären nur selten ein Heimspiel gewonnen. Die erste Antwort gab es nach nicht einmal zwei Minuten, denn da gingen die Gäste von der Küste mit 1:0 in Führung. Mit Nino Kinder traf zudem ein Ex-Eisbär – auch nichts Neues mehr. Die Gäste kamen wild entschlossen heraus und setzten die Hausherren in der Anfangsphase mit aggressiven Forechecking gehörig unter Druck.
Dank des ersten Powerplays im Spiel konnten sich die Eisbären zumindest mal im Angriffsdrittel festsetzen und somit selbst für Entlastung sorgen. Chancen zum Ausgleich waren da, aber letztendlich spielte man es zu kompliziert und dann hatte Bremerhaven auch noch Kristers Gudlevskis im Tor.
Das Powerplay tat dem Spiel der Hausherren aber gut, die nun deutlich besser drin waren und sich auch gute Chancen erspielten. Doch diese konnten sie nicht nutzen.
Was machte Bremerhaven eigentlich in dieser Phase? Die konterten und erhöhten durch C.J. Smith auf 2:0 (13.). Das war natürlich ein Nackenschlag für die Berliner, welche in dieser Phase eigentlich nah dran waren am Ausgleich.
Bei angezeigter Strafzeit konnten sich die Berliner aber endlich belohnen. Marcel Noebels mit dem Pass auf Leo Pföderl, der vor dem Tor lauerte und die Scheibe nur noch ins leere Tor schießen musste – 1:2 (15.). Wenn die Eisbären die Scheibe schnell laufen, hat jede Mannschaft große Probleme damit. Das Problem: sie zeigen es zu selten in dieser Saison.
Neben dem Anschlusstreffer war auch die Situation danach wichtig für das Selbstvertrauen, denn die Eisbären überstanden ein durchaus gefährliches Powerplay der Gäste. In dieser Phase standen die Berliner wieder einmal unter Druck und konnten sich bei Jonas Stettmer bedanken, dass man weiterhin nur mit einem Tor hinten lag und mit diesem Spielstand auch in die erste Drittelpause ging.

Immer wieder gerieten die Spieler beider Mannschaften aneinander. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

In der Anfangsphase des zweiten Drittels kassierte Christian Wejse eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ermöglichte den Berlinern somit eine dreiminütige Überzahl (die ersten zwei Minuten saß Lean Bergmann mit auf der Strafbank). Ganze zwei gefährliche Schüsse brachte man nur zu Stande und das ist für eine Mannschaft mit der Qualität, wie sie die Eisbären haben, einfach zu wenig und auch zu schlecht.
Die Eisbären erhöhten danach aber den Druck und drängten auf den Ausgleich. Aber teilweise wurde es auch zu kompliziert vor dem Tor gespielt oder aber es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück.
Special Teams können solche wichtigen Spiele entscheiden und das hatten die Fischtowns verinnerlicht. Denn im Gegensatz zu den Eisbären nutzten die ihr Powerplay und stellten auf 3:1. Miha Verlic schaltete im Gewühl vor dem Tor von Jonas Stettmer am schnellsten und sorgte für das dritte Bremerhavener Tor an diesem Nachmittag (34.). Das die Scheibe so vor das Tor sprang, war natürlich auch ein bisschen glücklich.
Jenes Glück hatten die Eisbären bei ihren Chancen nicht, denn da sprang die Scheibe eher zu Gunsten von Bremerhaven als für Berlin. Denn das Bemühen konnte man den Eisbären weiterhin nicht absprechen.
Die Gäste aus Bremerhaven überzeugten derweil vor allem durch ihre sehr unfaire und unsaubere Spielweise. Eine zweite Spieldauer verhinderten lediglich die Hauptschiedsrichter. Das macht Bremerhaven inzwischen zu einer sehr unsympathischen Mannschaft. Diese führte nach 40 Minuten mit 3:1.

Nur einmal konnten die Eisbären Kristers Gudlevskis überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor den Eisbären lag im letzten Drittel also noch ein weiterer Weg, wollte man Punkte aus diesem so wichtigen Spiel mitnehmen. Man kam zwar zu Schüssen, jedoch stellten diese Kristers Gudlevskis eher selten vor Probleme, da er freie Sicht bei diesen hatte.
Die Eisbären waren die deutlich aktivere Mannschaft und versuchten viel, aber es kam zu wenig Gefährliches bei raus.
Nach dem Powerbreak konnten die Gäste mal für Entlastung sorgen, denn man hatte das nächste Powerplay. Doch die Unterzahl unterstanden die Eisbären ohne große Mühe und hatten nun noch rund sechs Minuten für die Aufholjagd. Bereits 3:24 Minuten vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin seine Auszeit und zog Goalie Jonas Stettmer vom Eis. Aber auch mit sechs Mann schaffte man es nicht, sich eine Top-Chance nach der anderen herauszuspielen. So brachten die Gäste das 3:1 souverän über die Zeit und sicherten sich die drei Punkte in der Hauptstadt. Platz sechs rückt so in immer weitere Ferne.

5:2 gegen Iserlohn: Les Lancaster glänzt mit Doppelpack beim Arbeitssieg gegen die Roosters

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #32:

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 gewonnen. Komplett fehlerfrei war es zwar immer noch nicht, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn man hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Allen voran Les Lancaster, der heute seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. An diese Leistung gilt es nun in den nächsten Spielen anzuknüpfen und dabei die Fehler weiter zu minimieren.

Im Vergleich zum letzten Spiel blieben heute Eric Mik und Jean-Sébastien Dea draußen. Dafür kehrten Les Lancaster und Jonas Müller zurück ins Line-up. Trainer Serge Aubin rotierte einmal komplett durch. In der Defensive spielten Kai Wissmann/Jonas Müller, Mitch Reinke/Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Markus Niemeläinen zusammen.
In der Offensive bildeten Lean Bergmann, Andreas Eder und Liam Kirk die erste Reihe. Ty Ronning, Leo Pföderl und Marcel Noebels standen in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe bestand aus Frederik Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Les Lancaster, Manuel Wiederer und Eric Hördler.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße wieder als Back-up auf der Bak saß.

Für die Eisbären war es das nächste wichtige Spiel im Kampf um Platz sechs. Nach der enttäuschenden Leistung am Mittwoch gegen Straubing wurde heute eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Trainer Serge Aubin hatte gefordert, dass seine Mannschaft über die volle Spielzeit ihre Leistung abrufen muss und nicht nur für ein paar Minuten oder ein Drittel. Gab es die Reaktion gegen Iserlohn oder folgte der nächste ernüchternde Auftritt der Eisbären?

Es war die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den Eisbären und Iserlohn. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren von Beginn an bemüht und setzten sich auch immer mal wieder im Angriffsdrittel fest. Dort lief die Scheibe auch durchaus gut, aber im Abschluss mangelte es noch an der Genauigkeit. Doch man wusste die Defensive der Roosters gut zu beschäftigen. Iserlohn sorgte aber bei seinen Vorstößen auch immer mal wieder für Gefahr. Auf die erste Top-Chance der Partie mussten die Fans aber dennoch warten.
Im ersten Powerplay der Partie sorgten die Hausherren für gute Abschlüsse und belohnten sich am Ende mit der Führung. Die Eisbären ließen die Scheibe gut laufen und am Ende hämmerte Marcel Noebels seinen Onetimer ins Iserlohner Tor – 1:0 (17.).

Die Sauerländer hätten unmittelbar nach dem Rückstand antworten können, denn nun waren die Gäste vom Seilersee ein Mann mehr. Aber die Eisbären ließen nichts zu und überstanden die erste Unterzahl schadlos. Doch nur wenige Sekunden später kassierte man doch den Ausgleich. Man hatte Christian Thomas am langen Pfosten vergessen und der sagte artig „Danke“ – 1:1 (20.). Der Nackenschlag zum Drittelende, denn mit dem Unentschieden ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike bekam einiges zu tun. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Kontertor von Torjäger Liam Kirk. Der kam mit Speed über links ins Drittel und zog dann trocken ab. Andreas Jenike im Iserlohner Tor konnte der Scheibe nur noch hinterherschauen – 2:1 (22.).
Die Eisbären blieben auch danach am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohns Goalie bekam nun einiges zu tun. Defensiv mussten die Eisbären einmal aufpassen und hatten letztendlich Glück bei einer Iserlohner Chance.
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran, aber diesmal konnte man es nicht nutzen und diesmal merkte man auch, warum man in dieser Disziplin auf dem letzten Platz ist. Eigentlich unverständlich bei der ganzen Qualität im Kader der Berliner.
Rund sechs Minuten vor dem Ende herrschte wieder mal Chaos vor dem Berliner Tor, in dessen Folge Iserlohn zur XXL-Chance zum Ausgleich kam. Zum Glück ging die Scheibe aber nur an die Latte.
In der Schlussphase durften beide Mannschaften nochmal in Überzahl ran. Die Eisbären ließen die Scheibe sehr gut laufen, verpassten aber immer wieder den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Auch Iserlohn ließ die Scheibe gut laufen, fand aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. So nahmen die Hausherren eine knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Les Lancaster, hier im Zweikampf vor dem Tor, traf gegen Iserlohn doppelt.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im letzten Drittel erwischten die Eisbären den Traumstart. Der stürmende Verteidiger Les Lancaster hämmerte die Scheibe ins Iserlohner Tor und sorgte für eine erleichternde 3:1-Führung (42.).
Beruhigend war sie dennoch nicht, denn Iserlohn verkürzte nur wenige Augenblicke später in Überzahl auf 3:2. Colin Ugbekile war am Ende der Torschütze (44.).
So blieb die Partie spannend und beide Teams investierten nochmal alles. Die Eisbären hätten kurz vor dem Powerbreak für die Vorentscheidung sorgen können, doch den Drei-auf-eins Konter spielte man zu schlampig zu Ende. Der Pass von Noebels auf Ronning war zu ungenau, weshalb die Nummer neun den Schuss nicht im Iserlohner Tor unterbringen konnte.
Aber die Eisbären hatten ja heute Les Lancaster, der erneut den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte – 4:2 (51.). Ob man sich in München bereits ärgert, ihn nicht lizenziert zu haben?
In der Folge durften beide Mannschaften nochmal ihr Powerplay üben, wo beide Teams zu den schlechtesten der Liga gehören. Auch wenn beiden Mannschaften heute ein Treffer mit einem Mann mehr gelungen ist. Ein zweiter Treffer blieb beiden Teams in den Überzahlspielen zum Ende der Partie verwehrt.
Iserlohn riskierte am Ende nochmal alles – Auszeit und Goalie raus. Doch das nutzten die Hauptstädter zur endgültigen Entscheidung. Mit der Schlusssirene versenkte Markus Vikingstad die Scheibe im verwaisten Iserlohner Tor – 5:2 (60.). Danach war Schluss und die Erleichterung sichtbar zu spüren. Zumal Bremerhaven und Wolfsburg erneut für die Eisbären gespielt haben. Die Eisbären haben aktuell nur noch einen Zähler Rückstand auf den Sechsten Bremerhaven. Und die Pinguins sind am Sonntag der nächste Gegner. 

2:3 gegen Straubing: Mit dem ersten Gegentreffer kam die Verunsicherung ins Eisbären-Spiel

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #31:

Die Eisbären Berlin wollten ein erstes Zeichen im Kampf um Platz sechs setzen. Es endete jedoch in einer ernüchternden 2:3-Niederlage gegen die Straubing Tigers. Die Berliner wirkten anfällig in der Defensive, hatten zu viele Fehler in ihrem Spiel und spielten zu selten als Team zusammen. Zudem wirkte die Mannschaft nach dem ersten Gegentreffer komplett verunsichert und fiel in der Phase danach komplett auseinander. Zwar zeigte man anschließend durchaus das Bemühen, etwas drehen zu wollen, verzettelte sich jedoch zu sehr in Einzelaktionen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste am Anfang der Woche den Schock verdauen, dass Goalie Jake Hildebrand auf unbestimmte Zeit ausfällt und nach Patrick Khodorenko und Blaine Byron der nächste Langzeitverletzte beim Hauptstadtclub ist. Auch Jonas Müller fehlte heute gesperrt. Daher sahen die Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Kai Wissmann/Adam Smith, Eric Mik/Korbinian Geibel, Mitch Reinke/Markus Niemeläinen.
In der Offensive kehrten Manuel Wiederer und Markus Vikingstad zurück ins Line-up. Wiederer war Center zwischen Yannick Veilleux und Eric Hördler, Vikingstad zwischen Andreas Eder und Lean Bergmann. Ty Ronning, Liam Kirk und Freddy Tiffels bildeten die erste Reihe. Die zweite Reihe bestand aus Leo Pföderl, Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels.

Das erste von acht Endspielen stand für die Eisbären Berlin an. Während der Berliner jeden Punkt im Kampf um Platz sechs benötigten, kämpften die Niederbayern um wichtige Punkte im Kampf um Heimrecht im Viertelfinale. Für die Berliner ging es vor allem darum, endlich den vielen Worten auch Taten auf dem Eis folgen zu lassen. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf Bremerhaven, drei Punkte beträgt aber auch nur noch der Vorsprung auf den Achten Wolfsburg. Das Szenario Pre-Playoffs schwebt mehr denn je über der Hauptstadt. Und an diese hat man in Berlin nicht die allerbesten Erinnerungen. Konnte man heute ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um Platz sechs setzen oder musste man den nächsten Nackenschlag einstecken?

Sorgte für die 1:0-Führung in Überzahl: Ty Ronning (Mitte/Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Beide Teams versuchten von Beginn an offensiv zu spielen, beim Abschluss fehlte es aber noch an der Genauigkeit. Ebenso hatten beide Teams noch viele Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, weshalb die Partie auch sehr zerfahren wirkte in der Anfangsphase.
In der sechsten Spielminute führte eine dieser Ungenauigkeiten zur ersten Top-Chance. Straubing vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel, Lean Bergmann schnappte sie sich und versuchte Henrik Haukeland auszuspielen. Doch er scheiterte am Straubinger Goalie und ließ das 1:0 liegen.
Lange Zeit passierte nicht viel auf dem Eis. Zwar waren beide Teams weiterhin bemüht, aber eben auch nicht fehlerfrei. Konnte das erste Powerplay der Partie für etwas Positives sorgen? Das schlechteste Powerplay der Liga durfte ran und nach gerade einmal acht Sekunden erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Hausherren (14.). Er visierte die lange Ecke an und überwand Henrik Haukeland zum ersten Mal an diesem Abend.
Besonders aufmerksam agierte Lean Bergmann, der im ersten Drittel immer wieder für Torgefahr sorgte. Mit der Berliner Nummer zehn hatten die Niederbayern so ihre Schwierigkeiten. Mit der 1:0-Führung ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Gleich dreimal schlug es im Mitteldrittel hinter Jonas Stettmer ein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel hatten beide Teams die Ungenauigkeiten nicht abgestellt und luden damit den Gegner immer wieder zu Chancen ein. Diesmal waren es die Tigers, welche dadurch eine Zwei-auf-Null-Chance hatten, aber darüber zu überrascht und letztendlich zu verspielt vor dem Tor waren. Das hätte das 1:1 sein müssen!
Dieses fiel aber nur eine gute Minute später. Marcel Brandt hatte Jonas Stettmer überwunden und ließ das Spiel wieder von vorne beginnen – 1:1 (25.).
Und es sollte noch schlimmer kommen. Straubing kurz darauf mit dem ersten Powerplay und in diesem drehten die Tigers die Partie komplett. Erneut war es Marcel Brandt, der für die Gäste traf – 1:2 (27.). Das der torgefährlich ist, schien sich nicht bis nach Berlin herum gesprochen zu haben.
Mitten in das „Ost-Berlin“ hinein setzte Ryan Merkley den nächsten Nackenschlag für die Eisbären – 1:3. Die Defensive der Eisbären war überall und nirgendwo, aber nicht da, wo sie zu sein hat. Ein bitteres Mitteldrittel, welches noch lange nicht vorbei war.
Ein Powerplay hätte hier wieder für Spannung sorgen können, aber das man das schlechteste Powerplay der DEL hat, stellte man einmal mehr unter Beweis.
Vier Minuten vor Ende des zweiten Drittels arbeiteten die Berliner die Scheibe aber ins Tor und brachten die Hoffnung zurück in die Arena am Ostbahnhof. Andreas Eder war es am Ende gewesen, der die Scheibe eine klasse Kombination erfolgreich abgeschlossen hatte – 2:3. Genau solche Spielzüge sind es, welche die Eisbären in der Vergangenheit ausgemacht haben, doch diese sieht man in dieser Spielzeit einfach zu selten.
Die Tigers hatten in der Schlussphase in Überzahl nochmal die Chance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen, aber Jonas Stettmer verhinderte dieses und so ging es mit dem 2:3-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Zwischenzeitlich wurde es auch sehr ruppig zwischen Berlin und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun was von den Eisbären kommen, wollten sie dieses Spiel hier nicht verlieren. Man war auch bemüht, nach vorne was zu kreieren, aber es mangelte an der Genauigkeit im Abschluss. Straubing hingegen sorgte bei seinen Kontern immer wieder für Gefahr und schaffte es, die Eisbären im eigenen Drittel zu beschäftigen und so wertvolle Zeit von der Uhr zu nehmen.
Was die Berliner weiterhin nicht abgestellt hatten? Die Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, was immer wieder zu Fehlpässen führte. Zudem wirkte es weiterhin so, als wollte man es mit der Brechstange im Alleingang versuchen, statt wie beim 2:3 auf Kombinationsspiel zu setzen. So blieb auch heute der Eindruck hängen, dass den viele Worten im Vorfeld kaum Taten auf dem Eis folgten. Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese chaotische Saison.
Mitte des letzten Drittels durften die Berliner nochmal in Überzahl ran und da ließ man kurzzeitig die Scheibe auch gut laufen. Marcel Noebels hatte dann auch das 3:3 auf dem Schläger, sein Onetimer ging jedoch nur an den Pfosten. Doch insgesamt gesehen war es wieder kein gutes Powerplay. Auch das zieht sich durch diese Saison.
Den Eisbären rannten so ein wenig die Zeit davon und von einer Schlussoffensive war wenig zu sehen. Zu selten schaffte man es, sich mal im Angriffsdrittel festzusetzen. Und die Schüsse, welche man auf Henrik Haukeland abgab, stellten den Top-Goalie auch vor keine größeren Probleme.
Am Ende versuchte Trainer Aubin nochmal alles, zog seinen Goalie vom Eis und nahm die Auszeit. Man schmiss auch noch mal alles rein, doch am Ende wollte die Scheibe nicht über die Linie gehen. So blieb man im ersten Spiel nach der Olympiapause ohne Punkte und stellt fest: Es hat sich im Vergleich zu vor der Olympiapause rein gar nichts verändert. Den Worten sind also erneut keine Taten auf dem Eis gefolgt.

3:2 im Wintergame: Liam Kirk rettet die Eisbären und schießt sie zum Sieg in Dresden

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #30:

Die Eisbären Berlin haben das Wintergame bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 n.V. (0:0,1:1,1:1/1:0) gewonnen und damit im zweiten Wintergame ihren ersten Sieg eingefahren. Spielerisch war es alles andere als schön, aber man hat ja diesen Teufelskerl in seinen Reihen: Liam Kirk. Der Brite erzielte zwei Tore und war somit der Matchwinner für den Hauptstadtclub.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up leicht. Ty Ronning rückte in die Reihe mit Leo Pföderl und Liam Kirk. Dafür rückte Freddy Tiffels in die Reihe zu Marcel Noebels und Blaine Byron. Lean Bergmann und Jean-Sébastien Dea bekamen Andreas Eder in ihre Reihe. Eric Hördler und Yannick Veilleux stürmten mit Matej Leden. Die Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Jonas Müller/Les Lancaster, Markus Niemeläinen/Mitch Reinke, Korbinian Geibel/Eric Mik, Norwin Panocha. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. Adam Smith war überzählig.

Für beide Mannschaften galt in diesem Wintergame „Verlieren verboten!“. Die Eislöwen benötigten dringend Punkte für das „Wunder von Dresden“. Die Eisbären brauchten die Punkte im Kampf um Platz sechs. Zwar gingen die Eisbären als klarer Favorit in dieses Outdoorspiel, aber unterschätzen sollte man den Tabellenletzten keinesfalls.

Choreo der Eisbären-Fans. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Das Drumherum bei diesem Wintergame war einfach beeindruckend. Ein wunderschönes Stadion, eine atemberaubende Kulisse und eine überragende Choreo der Eisbären-Fans. Den Berlinern gehörte auch das erste Powerplay in diesem Spiel und somit bot sich den Eisbären früh die Chance zum perfekten Start in dieses Outdoorspiel. Die Eisbären ließen die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass war noch zu ungenau, weshalb die Eislöwen die erste Unterzahl ohne Gegentor überstanden.
Die Eisbären versuchten druckvolles Eishockey zu spielen, während die Gastgeber auf Fehler der Gäste warteten, um dann schnell umzuschalten.
Auch das zweite Powerplay gehörte dem Hauptstadtclub, der die Scheibe erneut gut laufen ließ. Doch wie im ersten Überzahlspiel wollte auch diesmal der letzte Pass noch nicht gelingen. Aber dennoch sieht das Powerplay im Vergleich zu den letzten Wochen schon deutlich verbessert aus, weil man die Scheibe auch schneller laufen lässt.
Kurz darauf durften auch die Eislöwen erstmals mit einem Mann mehr ran, aber die Defensive der Eisbären machten die Räume sehr gut zu und so konnten auch die Gastgeber ihr Powerplay nicht nutzen.
In der Schlussphase des ersten Drittels ging es munter hin und her. Dresden schnupperte dabei zweimal kurz an der Führung. Doch die ersten 20 Minuten endeten torlos, waren aber dennoch durchaus ansehnlich.

Die Eisbären bejubeln das 1:1 von Liam Kirk. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Viereinhalb Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, da gingen die Eislöwen in Führung. Und diese war nicht mal unverdient. Sekunden zuvor rutschte die Scheibe bereits knapp am Tor vorbei, wenig später traf Tomas Andres zum 1:0 für die Eislöwen.
Das Spiel der Eisbären wirkte längst nicht mehr so druckvoll wie noch zu Beginn des Spiels. Auch im Powerplay wirkte man auf einmal behäbig und nicht so schwungvoll wie noch zuvor. Erst zum Ende hin wurde man etwas gefährlicher, konnte aber nach wie vor Jannik Schwendener nicht überwinden.
Es dauerte bis zur 34. Spielminute, ehe die Eisbären auf dem Scoreboard ankamen. Wenn gar nichts läuft, dann hat man immer noch Liam Kirk. Der Brite staubte erfolgreich ab – 1:1. Kirk ist und bleibt die Lebensversicherung der Hauptstädter. Der einzige Eisbär in Topform, während alle anderen Spieler ihre Form noch suchen. Jedenfalls wenn es um die dauerhafte Konstanz geht.
Nach dem Ausgleichstreffer waren die Berliner wieder besser drin im Spiel, mussten aber weiterhin hellwach hinten sein. Denn Dresden blieb gefährlich bei seinen Angriffen. Beim Stand von 1:1 ging es fortan in die zweite Drittelpause und der Ausgang des Wintergames mehr denn je offen.

Es war ein hart umkämpftes Wintergame zwischen Dresden und Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des letzten Drittels wirkten die Eisbären wieder druckvoller und zielstrebiger. Trainer Serge Aubin dürfte in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn mit dem bisherigen Auftritt in diesem Wintergame konnte er überhaupt nicht zufrieden sein. Aber die Defensive der Eislöwen verteidigte mit allem, was ihnen zur Verfügung stand und machte es den Eisbären so sehr schwer.
Danach verflachte die Partie wieder und wurde zunehmend taktischer. Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie hier jetzt nicht den einen entscheidenden Fehler machen wollten. Denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr war allen klar, dass dem nächsten Tor eine große Bedeutung beikommen würde.
Und so fiel 6:43 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:1 für die Eislöwen durch Alec McCrea. Ein Tor des unbedingten Willens, weil Dresden nachsetzte, während die Defensive der Eisbären abschaltete.
Nun rannte den Eisbären die Zeit davon, aber eine Schlussoffensive war nicht zu erkennen. Eher drängten die Eislöwen auf das dritte Tor. Der Tabellenletzte wollte den Sieg mehr als die Eisbären und das sagte so ziemlich alles über dieses Spiel aus.
Doch man sollte den DEL-Rekordmeister nicht so einfach abschreiben, denn 1:54 Minuten vor dem Ende staubte Ty Ronning für die Berliner zum 2:2 ab. Ein enorm wichtiger Treffer des Final-MVP von 2025.
So ging es beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. Den 32.248 Zuschauern wurde hier also alles geboten beim Wintergame.

Und die Overtime dauerte nur ganze 14 Sekunden, dann schlug Liam Kirk zu und sorgte für Ekstase bei den Eisbären-Fans. Die Eisbären sind am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn spielerisch war es einfach wieder zu wenig, was die Berliner zeigten. Am Ende nimmt man aber die zwei Punkte mit, welche im Kampf um Platz sechs extrem wichtig sind.

6:3-Heimsieg gegen Augsburg: Wichtige drei Punkte, aber im letzten Drittel wackeln die Eisbären trotz einer 5:0-Führung

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #29:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther mit 6:3 (2:0,2:0,2:3) gewonnen und damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze eingefahren. Die Art und Weise macht aber weiterhin Sorgen. Am Ende verspielte man fast noch eine 5:0-Führung. Während die Offensive mal wieder brillieren konnte, bleibt die Defensive das große Sorgenkind. Die Berliner kriegen einfach keine Konstanz in ihr Spiel hinein und liefern nach wie vor nicht über 60 Minuten ab.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up mal wieder. Man könnte fast meinen, damit war zu rechnen.
Jonas Stettmer stand im Tor, Jake Hildebrand bekam eine Pause. Alle Verteidiger-Pärchen wurden neu zusammengestellt: Mitch Reinke/Jonas Müller, Adam Smith/Markus Niemeläinen, Eric Mik/Korbinian Geibel.
In der Offensive blieb einzig die Pföderl-Kirk-Tiffels-Reihe zusammen. Yanncik Veilleux und Jean-Sébastien Dea bekamen Lean Bergmann an die Seite. Andreas Eder, Blaine Byron und Marcel Noebels wurden komplett neu zusammengestellt. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Les Lancaster, Matej Leden und Eric Hördler.

Die Spieler der Eisbären waren heute gefordert, endlich eine Reaktion zu zeigen. Sieben der letzten neun Spiele hatte man verloren. Trainer Serge Aubin forderte daher, dass seine Spiele in den Spiegel schauen und endlich ihre Leistung abrufen. Das sollte aber auch der Trainer mal selbst machen, denn es bleibt die Frage, inwiefern nützlich die ständigen Umstellungen vor und im Spiel sind. Das verunsichert die Spieler nur noch mehr. Und was die Mannschaft sowieso schon genügend hat, ist die pure Verunsicherung. Klappte heute der Turnaround oder rückten die Fuggerstädter bis auf sieben Zähler an die Eisbären heran?

Das 1:0 gegen Augsburg war das 19. Tor in den letzten 16 Spielen von Liam Kirk. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Start war jedenfalls schon mal sehr gut, denn nach gerade einmal 40 Sekunden gingen die Berliner in Führung. Augsburg war noch im Tiefschlaf und hatte vollkommen vergessen, wie torgefährlich Liam Kirk ist. Der stand komplett frei am langen Pfosten und drückte die Scheibe ohne Probleme über die Linie – 1:0. Was würden die Eisbären nur ohne ihren Briten machen? Das war das 19. Tor in den letzten 16 Spielen. Überragende Quote für die Nummer 94. Marcel Noebels gab die Vorlage und erreichte damit den Meilenstein von 500. Scorerpunkten in der PENNY DEL. Glückwunsch Noebi! Seinen ersten Scorerpunkt holte er ebenfalls mit einem Assist beim Spiel seiner Krefeld Pinguine gegen die Düsseldorfer EG am 27.11.2009. Ja, diese beiden Mannschaften haben mal in der DEL gespielt…
Aber auch die Gäste versteckten sich nicht und sorgten dafür, dass Jonas Stettmer nicht langweilig wurde. Defensiv wirkten die Eisbären weiterhin anfällig, die Pässe wurden nicht sauber raus gespielt und so konnte sich Augsburg mehr im Drittel der Berliner aufhalten, als den Eisbären lieb war.
Es war die erwartet hart umkämpfte Partie, schließlich wussten beide Mannschaften, dass es um wichtige Punkte für die Playoffs geht. Die Panther wirkten dabei deutlich aktiver und gefährlicher als die Eisbären. Deren Angriffe fühlten sich wieder an, als wolle man mit dem Kopf durch die Wand. Man konnte von Glück reden, dass Jonas Stettmer wenigstens hellwach war, sonst hätte man sich hier schon längst ein oder zwei Tore gefangen.
Zum Drittelende durften die Eisbären erstmals in Überzahl ran und schlugen dort nach 22 Sekunden eiskalt zu. Leo Pföderl hatte abgezogen und dessen Onetimer schlug hinter Peyton Jones ein – 2:0 (19.). Die Eisbären überzeugten somit wenigstens offensiv mit ihrer Effektivität und führten mit 2:0 nach 20 Minuten. Beruhigend ist so eine Führung in dieser Saison aber bisher nie gewesen.

Korbinian Geibel traf zum 3:0 gegen Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel bot zu Beginn wenig Highlights. Für das erste sorgte Eric Mik, der ohne Not den Puck in der eigenen Zone vertändelte und Anthony Louis zur Chance einlud. Zum Glück ging dessen Schuss am Tor vorbei (24.).
Markus Niemeläinen sorgte derweil für den ersten nennenswerten Schuss der Eisbären nach knapp 28 Spielminuten. Mitte der Partie fuhren die Eisbären dann einen Drei-auf-eins-Konter und Lean Bergmann hatte die dicke Chance zum 3:0, aber er scheiterte an Jones. Nur wenige Sekunden später bereiteten Bergmann und Veilleux das 3:0 von Korbinian Geibel vor. Der Verteidiger hatte zu viel Zeit und Platz und visierte die Ecke ganz genau an (30.).
Nun waren die Eisbären die aktivere Mannschaft und dafür belohnten sie sich mit dem 4:0, welches nach Ansicht des Videobeweises anerkannt wurde. Adam Smith hatte abgezogen, Peyton Jones ließ die Scheibe prallen und am Ende war es Andreas Eder, der die Scheibe per Rückhand ins Tor beförderte (33.).
Augsburg geriet nun richtig unter Druck und hätte sich beinahe direkt das fünfte Tor gefangen. Die Eisbären hatten zum Ende auch nochmal ein Powerplay, doch auch in diesem konnten sie nicht nachlegen und gingen somit mit einer 4:0-Führung in die zweite Drittelpause.

Durfte heute mal wieder das Berliner Tor hüten: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Was passiert, wenn man die Scheiben einfach mal auf das Tor bringt, hat man in der 42. Spielminute gesehen. Adam Smith hatte abgezogen, Blaine Byron hielt die Kelle in den Schuss und fälschte somit entscheidend zum 5:0 ab (42.). Sein 50. DEL-Tor, Glückwunsch Blaine!
Gerade in den letzten Spielen war dies ja ein großes Problem der Berliner, dass man einfach nicht geschossen hatte. Heute hatte man aber Lust auf Toreschießen und zog daher auch mehrfach ab.
Augsburg wollte hier aber nicht ohne Treffer nach Hause fahren und so gelang Riley Damiani der Anschlusstreffer – 5:1 (45.). Nur 46 Sekunden später durften die Fuggerstädter und ihr Anhang wieder jubeln, Alexander Blank hatte auf 5:2 verkürzt. Mal wieder eine Paradebeispiel dafür, wenn man sein Spiel nicht durchzieht und kurz abschaltet. Das bestraft jede Mannschaft in dieser Liga.
Freddy Tiffels musste wenig später nach einem Check gegen die Bande für fünf Minuten in die Kühlbox. Zum Glück mussten die Eisbären aber nur drei Minuten Unterzahl spielen, da Antony Louis wegen unnötiger Härte ihm für zwei Minuten auf die Strafbank folgte. Aus den drei Minuten Powerplay wurde am Ende sogar ein doppeltes Überzahlspiel für ganze 48 Sekunden. Dieses konnte der AEV nicht nutzen, dafür aber das einfache. Chaos vor dem Eisbären-Tor, Jonas Stettmer lag bereits am Boden und erneut war Riley Damiani der Torschütze – 5:3 (54.).
Nun war hier also wieder Spannung in der Arena und Augsburg bis auf zwei Tore dran. Rund drei Minuten vor dem Ende nahm AEV-Trainer Bill Peters seine Auszeit und zog zudem seinen Goalie vom Eis, um es fortan mit sechs Spielern zu versuchen. Doch das nutzte Freddy Tiffels für die endgültige Entscheidung – 6:3 (58.). Und für die Beruhigung der Nerven, denn die wurden in diesem letzten Drittel schon wieder ordentlich strapaziert.
Am Ende steht ein wichtiger 6:3-Heimsieg gegen Augsburg, über die Art und Weise gilt es aber im Team zu reden. Denn nach einem 5:0 darf man es nicht nochmal so spannend machen, wie es die Berliner heute gemacht haben. Und zudem muss man in den nächsten Spielen jetzt auf den guten Sachen aus dem Spiel aufbauen und endlich eine Siegesserie starten. Denn ansonsten war der heutige Sieg wieder nicht viel wert.

2:3-Niederlage gegen Frankfurt: Die Eisbären Berlin sind endgültig in der Krise angekommen

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #28:

Neues Jahr, alte Gewohnheiten: Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 2:3 (1:0,0:2,1:1) verloren und damit die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen kassiert. Dabei enttäuschten die Eisbären einmal mehr auf ganzer Linie. Die pure Verunsicherung ist weiterhin zu spüren. Statt auf Platz sechs zu schauen, sollte man viel lieber nach unten schauen und die Pre-Playoffs sichern.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur minimal. Jonas Müller und Adam Smith sowie Korbinian Geibel und Eric Mik waren neue Verteidiger-Pärchen. Alles andere blieb unverändert.

Gab es heute eine Reaktion der Eisbären auf zuletzt fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen? Die Zeit der vielen Worte ist vorbei, es werden nun Taten verlangt, will man wenigstens Platz sechs nach der Hauptrunde erreichen. Und vor allem will man endlich ein Team da unten auf dem Eis sehen, welches zusammen für den Erfolg kämpft. Man hat immer wieder die vielen Fehler im Spiel angesprochen, konnte sie aber bisher nicht abstellen. Startete das neue Jahr mit einem Sieg oder gab es erneut die Story von „und täglich grüßt das Murmeltier“?

Die gewöhnliche Einlaufshow fiel aus, weil die Eisbären den 70. Geburtstag von EHC-Legende Peter-John Lee gebührend feierten. Herzlichen Glückwunsch auch von uns, Pete! Und die Gratulanten auf dem Videowürfel ließen sich auch sehen: u.a. Jens Baxmann, Sven Felski, Campino, die DEL-Geschäftsstelle, Georg Friedrichs von der GASAG, Gerry Fleming und Craig Streu, Stefan Ustorf, Jason Dunham, Duanne Moeser und Larry Mitchell sowie Florian Busch.

Matej Leden brachte die Eisbären früh in Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine drei Minuten waren gespielt, da beschenkten auch die Spieler Peter-John Lee mit dem Führungstor. Eric Mik hatte vom rechten Bullykreis abgezogen und Matej Leden entscheidend abgefälscht. Bereits sein zweites Saisontor.
Die Hessen meldeten sich erst nach rund sieben Minuten mit dem ersten gefährlichen Abschluss an. Doch Jake Hildebrand war hellwach und parierte den Schuss. Danach wirkte es für eine kurze Zeit wieder etwas wackelig in der Defensive, Frankfurt konnte das aber nicht nutzen.
Nach dem Powerbreak hatten die Berliner das erste Powerplay der Partie, wirkten in diesem auch sehr bemüht, aber um am Ende erfolgreich zu sein, fehlte noch ein ganzes Stück.
Während man offensiv durchaus bemüht war, für Gefahr zu sorgen, wirkte man in einigen Situation vor dem eigenen Tor wieder anfällig.
Kurz vor Ende des ersten Drittels durften die Frankfurter auch zum ersten Mal in Überzahl ran. Jake Hildebrand wurde auch mehrmals geprüft, hielt die Null aber bis zum Drittelende fest.

War mal wieder die ärmste Sau auf dem Eis: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des zweiten Drittels wurden die Eisbären mehr im eigenen Drittel beschäftigt, als ihnen lieb war. Daher verwunderte der Ausgleich durch Maksim Matushkin auch nicht (26.). Der Verteidiger (!) hatte aber auch zu viel Platz beim Abschluss. Generell waren da alle Frankfurter frei.
Es sollte aber noch schlimmer kommen. Powerplay für die Hessen und Daniel Pfaffengut sorgte für die erstmalige Frankfurter Führung – 2:1 (28.).
Nun musste eine Reaktion der Eisbären kommen, aber diese kam nicht. Defensiv wirkte man weiterhin verunsichert, die Angriffe nach vorne wirkten ideenlos. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Tor von Jake Hildebrand, der einem mal wieder nur Leid tun konnte.
Da auf dem Eis wenig Spannendes passierte, habe ich mir mal die Spielerbank der Eisbären angeschaut. Da war kaum eine Reaktion zu erkennen – weder bei den Spielern noch beim Trainerteam. Außer bei einem Icing-Pfiff. Das wirkt alles schon sehr merkwürdig gerade…
Und was kommt von der Hartmut-Nickel-Kurve? Lustige Wechselgesänge mit Frankfurt! Sorry, aber da unten läuft gerade so einiges schief und die Mannschaft könnte vielleicht mal einen Wachmacher von außen gebrauchen. Aber wem eine Fanfreundschaft wichtiger ist als der Erfolg der eigenen Mannschaft… Mit dem 1:2-Rückstand ging es in die zweite Drittelpause.

Liam Kirk traf auch gegen Frankfurt und bleibt die Lebensversicherung der Eisbären. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des Schlussdrittels war keine Besserung in Sicht. Das Bemühen will ich der Mannschaft nicht absprechen, aber es fehlte einfach an allem vor dem Tor. Die Pässe kamen nicht an, der Schuss wurde im falschen Moment gesucht und wenn er doch rechtzeitig kam, war ein Frankfurter Spieler oder Goalie Mirko Pantkowski zur Stelle. Ein Mix aus Pech und Unvermögen.
Was aber gerade zu diesem Zeitpunkt der Saison und bei dem straffen Spielplan vor der Olympiapause große Sorgen bereitet. Und dann noch gegen den Tabellenvorletzten, dem man ansah, dass er hier um die Punkte kämpfte.
Als die Eisbären aber in Überzahl waren, gelang ihnen der Ausgleich. Und es konnte nur Liam Kirk sein, der trifft – 2:2 (48.). Der Brite wird mehr denn je zur Lebensversicherung der Eisbären.
Doch die Freude währte nicht lange, denn die Löwen fuhren den Konter, Matthew Wedman spielte die Scheibe quer rüber auf Jakob Lilja und der brachte die Hessen wieder in Führung – 2:3 (50.).
Nun waren die Hausherren wieder gefordert, wollten sie die Niederlage im ersten Spiel des neuen Jahres noch abwenden. Man lief zwar an, aber man fand einfach kein Mittel gegen die sehr kompakt stehende Abwehr der Frankfurter. Das wirkt aber halt alles sehr einfallslos, was die Jungs da unten auf dem Eis versuchen.
Trainer Serge Aubin versuchte derweil nochmal alles und zog seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Half aber auch alles nichts mehr. Frankfurt brachte das 3:2 über die Zeit und fügte den Eisbären die nächste schmerzvolle Niederlage zu.

4:6-Niederlage in Bremerhaven: Zu viele unnötige Fehler führen am Ende zur Niederlage und den Absturz auf Platz sieben

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #27:

Die Eisbären Berlin haben das so wichtige Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:6 (1:2,3:1,0:3) verloren und mussten damit dem heutigen Gegner Platz sechs überlassen. Mal wieder waren die Berliner nicht bereit und haben vor allem ihren Worten vor dem Spiel keine Taten folgen lassen. Zu viele unnötige Fehler und zu komplizierte Angriffe. Was mir nach wie vor auffällt, die Eisbären spielen zu selten als Team und verzetteln sich in Einzelaktionen. Einige Leistungsträger laufen ihrer Normalform hinterher, man hat nach wie vor zu viele Passagiere im Team, wie es Serge Aubin immer beschreibt. Goalie Jake Hildebrand im Tor ist die ärmste Sau und wenn man Liam Kirk nicht hätte, würde es vermutlich noch düsterer aussehen. Da treffen die Aussagen von Serge Aubin und Marcel Noebels von vergangener Woche mehr denn je zu, als beide unabhängig voneinander sagten, dass man nur gemeinsam aus diesem Schlamassel herauskommt und einer alleine nicht reicht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste im Vorfeld die nächsten Hiobsbotschaften verkraften, gaben die Berliner doch die Ausfälle von den Stürmern Manuel Wiederer und Markus Vikingstad bekannt. Die Seuche zieht sich gefühlt durch die komplette Saison der Eisbären. So kam es natürlich zu Veränderungen im Line-up.
In der Defensive kehrte Jonas Müller nach seiner Sperre zurück und verteidigte an der Seite von Adam Smith. Die anderen beiden Verteidiger-Pärchen blieben unverändert. Norwin Panocha war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive blieb die Pföderl-Kirk-Tiffels-Reihe zusammen. In der zweiten Reihe bekamen Marcel Noebels und Jean-Sébastien Dea Yannick Veilleux an die Seite gestellt. Die dritte Reihe bildeten Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann. Die vierte Reihe bestand aus Matej Leden, Andreas Eder und Les Lancaster.
Jake Hildebrand hütete das Tor, während Jonas Stettmer erneut nur der Platz als Back-up auf der Bank blieb.

Colt Conrad war einer der auffälligsten Spieler von Bremerhaven. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war beiden Mannschaften anzumerken, was hier auf dem Spiel stand. Dementsprechend hart umkämpft und taktisch geprägt war die Partie. Beide Mannschaften versuchten zunächst einmal defensiv sicher zu stehen und so wenig Fehler wie möglich zu machen. Man fuhr zwar auch Angriffe, die Schüsse stellten beide Goalies aber vor keine großen Probleme.
In solch engen Duellen entscheiden dann meistens die Special Teams und so verwunderte es auch nicht, dass das 1:0 in Überzahl fallen sollte. Lean Bergmann kassierte die erste Strafzeit der Partie, Bremerhaven hatte das erste Powerplay und schlug nach gerade einmal zehn Sekunden zu. Die Pinguins fanden direkt ihre Formation, sahen die Lücken in der Berliner Defensive und Alex Friesen sorgte für das 1:0 (12.).
Nach dem Gegentreffer merkte man den Eisbären wieder die pure Verunsicherung an. Bremerhaven wollte den Schwung des Führungstreffers nutzen und deckte die Abwehrschwächen der Berliner schonungslos auf. Die Eisbären mit zu wenig Bewegung, Bremerhaven überspielte die Abwehr mit einem einfachen Pass und Colt Conrad erhöhte auf 2:0 (16.). Das ging viel zu einfach und es ist auch nicht das erste Mal. Solche zu einfachen Gegentreffer schluckte man zuletzt immer wieder. Man lernt einfach nicht daraus und begeht diese Fehler immer wieder.
Die Berliner gaben aber nur 24 Sekunden später die richtige Antwort. Liam Kirk schloss seinen Angriff blitzsauber ab und brachte die Eisbären zurück ins Spiel – 2:1 (17.).
Dieser Treffer gab den Eisbären nochmal neuen Schwung und man spielte druckvolle letzte Minuten, konnte sich aber nicht mit dem Ausgleich belohnen.

Im Moment die Lebensversicherung der Eisbären Berlin: Liam Kirk (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Dieser gelang den Hauptstädtern dann aber nach nur 37 Sekunden im Mitteldrittel. Und wo würden die Eisbären stehen, wenn sie diesen genialen Briten nicht in ihren Reihen hätten? Liam Kirk glich zum 2:2 aus und ließ die Partie wieder von vorne beginnen (21.).
Aber die Eisbären konnten das Momentum nicht für sich nutzen und kassierten viel zu schnell wieder das 2:3. Miha Verlic ließ die Pinguins wieder jubeln und sorgte für Frust bei den Eisbären-Fans, welche heute übrigens mit vier Bussen und etlichen Selbstfahrern angereist waren und somit für einen überragenden Support gesorgt hatten (24.).
Bremerhaven war in der Folge die gefährlichere Mannschaft und hätte durchaus nachlegen können, ließen ihre Chancen jedoch ungenutzt. Lean Bergmann versuchte seine Mannschaft dann mit einem Faustkampf gegen Justin Büsing wachzurütteln. Was Wirkung zeigte, denn nur 30 Sekunden später gelang den Eisbären der Ausgleich zum 3:3. Und wer konnte nur treffen? Natürlich! Liam Kirk machte seinen Hattrick perfekt (36.)
In der Schlussphase drehten die Eisbären dann etwas überraschend die Partie und gingen erstmals in Führung. Andreas Eder schloss einen Konter eiskalt ab – 4:3 (37.). Damit lagen die Berliner nach 40 Minuten vorne, was aus Sicht von Trainer Aubin unverdient war. Das sagt eigentlich schon alles über das Spiel aus.

Im Moment die ärmste Sau im Team: Goalie Jake Hildebrand (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Diese Führung, mit der man ins Schlussdrittel startete, hätte der Mannschaft doch nun Aufschwung geben müssen und man hätte diesen im letzten Drittel sehen müssen. Aber die Berliner tauchten einfach zu selten vor dem Tor von Leon Hungerecker auf, während Bremerhaven immer mehr den Druck erhöhte. Folgerichtig fiel das 4:4 durch Ziga Jeglic, der das auch überragend gemacht hatte – muss man einfach mal anerkennen (45.).
Die Hausherren erhöhten fortan den Druck und setzten die Berliner mit aggressiven Forechecking immer wieder stark unter Druck. Während Bremerhavens Angriffe gefühlt immer gefährlich waren, verzettelten sich die Eisbären in ihren Angriffen in Einzelaktionen. Zu oft verpasste man den richtigen Zeitpunkt zum Passen oder zum Abschluss, drehte im Angriff wieder ab und fuhr planlos hinter das Tor. Da merkte man deutlich, dass dieser Mannschaft ein Plan fehlt, wie man für Torgefahr sorgen kann. Bremerhaven hatte es ja vorgemacht.
Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, schockten die Pinguins die Eisbären. Colt Conrad setzte sich trotz Druck vom Gegner stark durch, legte die Scheibe schlau auf Nicolas Krämmer ab, welcher sie über die Linie stolperte – 4:5 (58.).
Nun waren die Berliner wieder gefordert, zogen ihren Goalie zu Gunsten des sechsten Feldspielers vom Eis, was Bremerhaven jedoch zur Entscheidung ausnutzte. Nino Kinder hatte abgezogen, Lean Bergmann wollte auch mal Torhüter „spielen“ und fälschte die Scheibe entscheidend ab – 4:6 (59.). Geht Bergmann da nicht in den Schuss, geht die Scheibe vermutlich vorbei. Aber das passt eben ins Bild der zu einfachen Fehler im Spiel der Eisbären, womit man immer wieder für Gegentore sorgt. Man weiß um dieses Problem, spricht die Fehler immer wieder an und sagt, dass man daran arbeitet und es dann besser macht. Doch die Mannschaft lässt diesen Worten einfach zu selten Taten auf dem Eis folgen. Und das nervt mich persönlich einfach zu sehr. Heute hatte man die dicke Chance, Bremerhaven vorerst auf Abstand zu halten und leistet sich dann wieder einmal diese unnötigen Fehler.
Ich habe nichts gegen Niederlagen, weil sie zum Sport dazugehören. Aber es kommt immer wieder auf das Wie an und das stört mich einfach. 22 Gegentore in den letzten drei Auswärtsspielen sind einfach zu viel. Man schenkt diese Gegentore immer wieder zu leicht her. Man unterstützt sich einfach zu selten auf dem Eis. Auch die Kommunikation untereinander war schon mal deutlich besser.
Gefühlt hat diese Mannschaft mit nur drei Reihen besser gespielt als jetzt mit vier Reihen. Das Fehlen von Spielern wie Kai Wissmann und Ty Ronning wiegt dann doch zu sehr. Aber man selbst sagt immer wieder, dass man sich darauf nicht ausruhen will und man genügend Spieler im Kader hat, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Doch im Moment sind es einfach zu viele Passagiere im Team und ein Liam Kirk alleine kann dich nicht auf Dauer retten.
Nach dem Spiel liest man dann wieder die selben Worte vom Trainer und fühlt sich an „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Weil es immer wieder dieselben Floskeln sind, man dann aber nur in einem Spiel eine Verbesserung sieht. Im nächsten Spiel verfällt man wieder in den alten Trott. Ich bin gespannt, wie man auf das heutige Spiel in den beiden Heimspielen am Wochenende reagieren wird. Die Mannschaft muss nun langsam mal Taten folgen lassen, sonst geht der Blick in der Tabelle nur noch nach hinten, aber nicht mehr nach vorne.

5:2-Heimsieg gegen Nürnberg: Die Eisbären zeigen eine starke Reaktion und beenden die Niederlagenserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #26:

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gezeigt und einen 5:2-Kantersieg gegen die Nürnberg Ice Tigers gefeiert. Der DEL-Rekordmeister brillierte mit tollen Spielzügen in der Offensive und überzeugte mit starker Defensivarbeit. Darauf muss man in den nächsten Spielen aufbauen und vor allem daran anknüpfen, um die lang ersehnte Siegesserie zu starten. Mit Bremerhaven wartet am Dienstag bereits der nächste direkte Konkurrent, wo ein Sieg sehr wichtig wäre

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Wolfsburg nur minimal. Eric Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel, Les Lancaster zusammen mit Adam Smith. In der Offensive tauschten Blaine Byron und Markus Vikingstad die Reihen. Byron rückte als Center in die Reihe zu Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels, Vikingstad in die Reihe zu Yannick Veilleux und Eric Hördler. In der vierten Reihe kehrte Matej Leden zurück in den Kader und stürmte an der Seite von Lean Bergmann und Andreas Eder.

Für die Eisbären ging es heute darum, den Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Top-5 scheinen unerreichbar, stattdessen ist der Vorsprung auf die Teams hinter den Berliner zusammen geschrumpft und der heutige Gegner Nürnberg nur noch vier Zähler entfernt. Daher war diese Partie heute besonders wichtig, da man mit einem Sieg einen direkten Konkurrenten auf Abstand halten konnte. Bei einer Niederlage wäre der Vorsprung aber nur noch ein Punkt. Und generell wäre es für das Selbstvertrauen wichtig, nach vier Niederlagen in Serie mal wieder einen Sieg zu holen.

Les Lancaster nach seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor dem Spiel wurde erst einmal noch Verteidiger Marco Nowak nach 713 DEL-Spielen verabschiedet. Die ehemalige Nummer acht wechselt bekanntlich in die Geschäftsstelle der Eisbären. Herzlichen Glückwunsch zu einer einmaligen Karriere Marco und viel Erfolg bei deiner neuen Aufgabe!
Die Eisbären hatten sich viel vorgenommen für dieses Spiel und kamen druckvoll aus der Kabine. Dennoch merkte man in den Angriffen, dass derzeit das Selbstvertrauen fehlt, was nicht verwunderlich ist. Eric Hördler hatte nach rund vier Minuten die erste Top-Chance, als er alleine auf Niklas Treutle zu fuhr, ihn aber nicht überwinden konnte. Wenige Sekunden später Gewühl vor dem Nürnberger Tor und am Ende war es Verteidiger Les Lancaster, der mit dem 1:0 sein erstes Tor im Eisbären-Trikot erzielte (4.).
Die dezimierte Nürnberger Mannschaft hatte sichtbar Probleme mit der druckvollen Spielweise der Berliner. Das führte am Ende auch zur ersten Strafzeit der Partie und somit dem ersten Powerplay, welches die Hausherren nach gerade einmal sechs Sekunden nutzen konnten. Liam Kirk erhöhte auf 2:0 (7.).
Traumstart der Eisbären, welche die erhoffte Reaktion auf das Spiel gegen Wolfsburg zeigten. Danach tauchten aber auch die Franken erstmals vor dem Tor von Jake Hildebrand auf, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Nach einer Schlägerei zwischen Evan Barratt und Blaine Byron hatten die Gäste aber ihr erstes Powerplay, da Byron zusätzlich zwei Minuten wegen Stockschlags kassierte. Aber das Penalty Killing der Hauptstädter funktionierte sehr gut und so überstand man die erste Unterzahl ohne große Probleme.
Die Brisanz der Partie merkte man an den vielen Nickligkeiten nach Abpfiff. Marcus Weber und Lean Bergmann waren die nächsten Spieler, die aneinander gerieten. Die Eisbären nahmen eine 2:0-Führung mit in die Kabine, aber auch die Erkenntnis, dass noch nicht alles wieder rund läuft. Aber der erste Schritt war gemacht.

Zwischendurch wurde es auch ruppig zwischen Berlin und Nürnberg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel legte Freddy Tiffels das 3:0 nach. Er schnappte sich die Scheibe an der blauen Linie, fuhr auf Treutle zu und ließ ihn klasse aussteigen. Starkes Tor von der Nummer 95 (23.)!
Die Berliner hatten hier alles im Griff. Nürnberg hatte große Probleme mit der Spielweise der Eisbären und war zumeist einen Schritt langsamer als die Berliner. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Nürnberger Tor. Die Offensive der Eisbären kreierte gefährliche Chancen, während die Defensive hinten sehr kompakt stand und wenig Lücken ließ.
Als Nürnberg in Überzahl war, hätten sie mal für Entlastung sorgen können, aber die Berliner fuhren den Konter, zogen in diesem eine Strafzeit für Nürnberg und hatten durch Liam Kirk sogar die Chance zum Shorthander, welchen man jedoch nicht nutzen konnte. Man hatte aber noch 90 Sekunden Powerplay, nachdem man wieder komplett war. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss.
Rund fünf Minuten vor dem Ende erhöhten die Gastgeber dann aber auf 4:0. Blaine Byron scheiterte noch, aber Jean-Sebastien Dea drückte die Scheibe über die Linie (35.).
Genau so ein Spiel braucht es in so einer Phase mal, wo man sich den Frust von der Seele schießen und neuen Selbstvertrauen tanken kann. Dennoch muss man es richtig einschätzen und berücksichtigen, dass Nürnberg nur mit drei Reihen gespielt hat. Und trotzdem muss man seine Chancen dann erst einmal nutzen.
Nutzen war auch das Stichwort für Nürnberg, die im Powerplay auf 4:1 verkürzten. Owen Headrick hatte die Scheibe an der blauen Linie für Evan Barratt liegen lassen und der schlenzte sie ins Tor – 4:1 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabine, die Eisbären nahmen zudem noch 66 Sekunden Powerplay mit ins letzte Drittel.

Jean-Sébastien Dea feiert das Tor zum 4:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Kapital konnte man daraus aber nicht schlagen. Trotz der souveränen Führung hieß es weiterhin, die Konzentration hochzuhalten. Das taten die Berliner einmal nicht, vertändelten vor dem eigenem Tor die Scheibe, was Nürnberg eine gute Chance bescherte. Jake Hildebrand war aber hellwach und parierte den Nürnberger Schuss.
In der 45. Spielminute beseitigten die Eisbären auch die letzten Zweifel am heutigen Sieg. Liam Kirk traf bereits zum zweiten Mal an diesem Abend – 5:1. Kurz darauf hatten die Eisbären beste Chancen in Überzahl für Treffer Nummer sechs, aber Niklas Treutle hatte etwas dagegen.
Die Partie plätscherte danach so vor sich hin, bis fünf Minuten vor dem Ende. Da verkürzte Greg Meireles für die Gäste auf 5:2, was den Nürnberger Anhang nochmal kurz aufweckte, denn die waren inzwischen komplett verstummt und verfolgten das Geschehen regungslos im Gästeblock. Manche Fans hatten diesen aber auch schon vorher verlassen. Nach dem Treffer gab es dann aber doch nochmal Gesänge von den Fans der Franken.
Die Eisbären-Fans feierten derweil den Heimsieg ihrer Mannschaft und somit einen versöhnlichen Ausklang aus dem Heimspieljahr 2025. In den folgenden Spielen gilt es nun daran anzuknüpfen.

1:2-Niederlage gegen Wolfsburg: Pfiffe nach der vierten Niederlage in Serie!

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #25:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 1:2 verloren und kassierten damit die vierte Niederlage in Folge. Die Eisbären leisteten sich erneut zu viele Fehler und wirkten im Offensivspiel zu fahrig, spielten es schlichtweg zu kompliziert und unterstützten sich auch nicht gegenseitig. So muss man mehr denn je den Blick nach unten in der Tabelle richten. Bis zur Olympiapause folgen die Spiele jetzt Schlag auf Schlag und die Eisbären müssen zusehen, dass sie wieder in die Erfolgsspur finden, sonst gibt es ein böses Erwachen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste auf den gesperrten Jonas Müller verzichten, dafür kehrte Markus Niemeläinen ins Line-up zurück. Der Finne nahm auch direkt den Platz neben Mitch Reinke in der Verteidigung ein. Adam Smith verteidigte zusammen mit Korbinian Geibel und Les Lancaster mit Eric Mik. Norwin Panocha war als siebter Verteidiger dabei.
Auch in der Offensive gab es Umstellungen. Liam Kirk und Freddy Tiffels bekamen Leo Pföderl als Center in die Reihe gestellt. Marcel Noebels und Jean-Sébastien Dea bekamen Markus Vikingstad als Center in die Reihe gestellt. Die dritte Reihe wurde komplett neu zusammengestellt und bestand aus Yannick Veilleux, Blaine Byron und Eric Hördler. Andreas Eder und Lean Bergmann standen dazu als Stürmer im Kader.
Im Tor stand Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären war es ein wichtiges Spiel, denn man traf mit Wolfsburg auf einen direkten Konkurrenten, der nur noch zwei Plätze und sechs Punkte hinter den Berlinern war. Mit einem Sieg würde man die Niedersachsen auf Abstand halten, während man bei einer Niederlage den Atem der Grizzlys deutlich im Nacken spüren würde. Hielt die Serie der Eisbären, welche die letzten fünf Duelle mit Wolfsburg gewannen, oder endete sie am zweiten Weihnachtsfeiertag?

Ex-Eisbär Spencer Machacek traf zum 1:1 in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Munterer Beginn ins Spiel. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und suchten immer wieder den Abschluss auf das Tor. Beide Defensivreihen wirkten dabei noch nicht so richtig sortiert und ließen ordentlich Lücken. Aber noch konnten sowohl die Eisbären als auch Wolfsburg diese Lücken nicht nutzen.
Nach dem Powerbreak erhöhten die Hausherren den Druck und wurden zielstrebiger im Abschluss, aber noch war Dustin Strahlmeier nicht zu überwinden. Jedenfalls bis zur 12. Spielminute, dann ließ Wolfsburg zu viel Platz, welchen Liam Kirk zu nutzen wusste. Im Rücken der Abwehr ließ sich der Brite zurückfallen und schloss am Ende eiskalt ab – 1:0.
Doch die Niedersachsen antworteten relativ schnell. Tyler Gaudet ließ die Scheibe klug für Spencer Machacek liegen und der überwand Jake Hildebrand zum 1:1 (15.). Angedeutet hatte sich der Ausgleich jedoch nicht, denn eher waren die Eisbären am zweiten Tor dran, dann unterlief ihnen aber der entscheidende Fehler. So begann die Partie wieder von vorne.
Die Grizzlys hatten dann das erste Powerplay und da war Vorsicht geboten. Zum einen, weil Wolfsburg das drittbeste Team in Überzahl ist und zum anderen, weil die Eisbären am Dienstag gleich vier Gegentore in Unterzahl kassiert hatten. Aber heute überstand man die erste Unterzahl schadlos.
Kurz vor der ersten Drittelpause durften dann die Eisbären in Überzahl heran. Das zweitschlechteste Überzahlspiel forderte das beste Unterzahlspiel. Bis zur Pausensirene konnten es die Eisbären nicht nutzen, nahmen aber neben dem 1:1 noch 71 Sekunden Überzahl mit in die Kabine.

Justin Feser überwindet Jake Hildebrand zum 1:2. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

In den 71 Sekunden sah man, warum das eine Team so schlecht in Überzahl und das andere so gut in Unterzahl ist. Da haben die Eisbären noch jede Menge Arbeit vor sich, um dort wieder eine gefährliche Mannschaft zu werden.
Die Eisbären wirkten zu Beginn des Mitteldrittels noch im Tiefschlaf, denn man war gefühlt einen Schritt langsamer als Wolfsburg und leistete sich in der Defensive teils haarsträubende Fehler.
Generell war es aber ein Drittel mit Fehlern auf beiden Seiten. Sowohl den Hausherren als auch den Gästen fehlte es an der nötigen Sicherheit im eigenen Spiel.
Mitte des zweiten Drittels sorgte Rückkehrer Markus Niemeläinen für die vermeintliche 2:1-Führung, aber nach Ansicht des Videobeweises entschieden die beiden Hauptschiedsrichter auf Torhüterbehinderung und gaben den Treffer nicht.
Ein Scheibenverlust der Eisbären im Spielaufbau führte zum Konter der Gäste, welchen Justin Feser eiskalt verwertete – 1:2 (34.). So einfach darfst du die Tore nicht herschenken, wie es die Eisbären zuletzt immer wieder tun.
Wenn die Eisbären Angriffe fuhren, wurde es viel zu oft zu kompliziert und der letzte Pass kam nicht an, weil er einfach schlecht gespielt wurde.
Die Niedersachsen durften in der letzten Minute nochmal in Überzahl ran, konnten diese aber bis zum Drittelende nicht nutzen. 75 Sekunden Überzahl nahmen die Grizzlys neben der 2:1-Führung aber noch mit in die Kabine.

Es war eine hart umkämpfte Partie zwischen den beiden Tabellennachbarn Berlin und Wolfsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im Schlussdrittel konnten die Gäste das Powerplay nicht nutzen und ließen die Eisbären somit im Spiel. Von denen war aber eine Leistungssteigerung nötig, wollte man die Punkte hier in Berlin behalten.
Doch diese kam bisher nicht. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Tor von Jake Hildebrand. Aber auch nur, weil die Eisbären zu halbherzig verteidigten und die Zweikämpfe nicht richtig annahmen. Das man überhaupt noch im Spiel war, hatte man Wolfsburg zu verdanken, die hier definitiv nicht deutlich besser waren. Die Niedersachsen machten halt nicht mehr als nötig. Top-Teams wie Mannheim oder Ingolstadt hätten den Eisbären bei der Spielweise schon die Bude vollgeschossen. Und das sollte eigentlich große Sorgen machen.
Das galt aber auch für den Auftritt der Eisbären, die sich weiterhin sehr schwer taten gegen kompakt stehende Wolfsburger. Es mangelte am nötigen Selbstvertrauen vor dem Tor. Die Pässe wurden zu spät gespielt, die Abschlüsse genau dann gesucht, wenn man sie nicht hätte nehmen müssen. Es wurde einfach zu kompliziert gespielt und falsche Entscheidungen getroffen, es mangelte an der Unterstützung untereinander. Man lief nicht in die freien Räume. Man könnte noch viel mehr aufzählen, aber das alleine reichte schon, um zu sehen, dass derzeit viel im Argen liegt beim Hauptstadtclub.
Sieben Minuten vor dem Ende durften die Eisbären in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Aber auch da fehlte es einfach an der Bewegung. Der puckführende Spieler hatte Probleme, eine geeignete Anspielstation zu finden. Wolfsburg verteidigte das aber auch sehr gut und überstand die Unterzahl daher schadlos.
Den Hausherren rannte die Zeit davon und eine Schlussoffensive deutete sich nicht an. Knapp eine Minute vor dem Ende des Spiel zog Trainer Aubin seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, doch auch das half nicht mehr. Die Eisbären kassierten gegen Wolfsburg die vierte Niederlage in Serie, was am Ende zu den ersten Pfiffen in der Uber Arena führte. In Berlin wird es langsam aber sicher unruhig, schließlich ist über die Hälfte der Saison gespielt und die Eisbären wieder mit vier Reihen unterwegs. Aber auf dem Eis sieht man vor allem eins: pure Verunsicherung!

5:8 in Mannheim! Die Eisbären erneut mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel und mangelnder Disziplin

So haben sich das die Eisbären Berlin sicherlich nicht vorgestellt: Einen Abend vor Heiligabend kassiert der DEL-Rekordmeister eine derbe 5:8-Niederlage beim Erzrivalen Adler Mannheim. Die zweite in der Höhe auf fremden Eis in Folge. Und erneut hat man sich gefühlt wieder selbst geschlagen. Zu viele Fehler und unnötige Strafzeiten in den falschen Momenten werden von einem Top-Team wie es Mannheim nun mal ist, eiskalt bestraft. Von einem Top-Team sind die Eisbären derzeit meilenweit entfernt und das Interview von Freddy Tiffels nach dem Spiel lässt zudem tief blicken und erahnen, dass derzeit alles andere als eitel Sonnenschein in der Kabine der Eisbären herrscht

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Stürmer Manuel Wiederer nicht zur Verfügung. Dessen Platz neben Lean Bergmann und Andreas Eder nahm Verteidiger Les Lancaster ein. Der verteidigte gegen Köln noch an der Seite von Adam Smith, das tat heute Norwin Panocha. Ansonsten gab es nur noch eine weitere Änderung und die gab es im Tor: Jake Hildebrand stand im Tor, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es war wieder Zeit für den DEL-Klassiker zwischen Berlin und Mannheim. Dieses Duell hat bereits unzählige Geschichten geschrieben – sowohl auf als auch neben dem Eis. Auch in dieser Saison gab es schon wieder einigen Gesprächsstoff. In den ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gewann stets das Heimteam. An das erste Duell in Mannheim hatten die Berliner jedoch keine guten Erinnerungen, kam man doch mit 1:7 unter die Räder. Konnte man sich dafür heute revanchieren oder gab es die nächste Niederlage in der Kurpfalz?

Das Bild zum ersten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 1:54 Minuten gab es die erste Schlägerei und natürlich war Yannick Veilleux involviert, der besonders „beliebt“ in Mannheim ist. Tobias Fohrler war sein Kontrahent und am Ende durften beide für fünf Minuten in die Kühlbox. Damit war natürlich zu rechnen heute nach der Vorgeschichte. Beide gerieten abseits des Spielgeschehens aneinander und lieferten sich eine handfeste Schlägerei. Vermutlich hatte man sich Veilleux absichtlich ausgesucht, wundern würde es mich nicht, so wie Fohrler danach auf der Mannheimer Bank gefeiert wurde.
Spielerisch setzten die Hauptstädter das erste Highlight. Die Eisbären konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen und gingen durch Blaine Byron vermeintlich in Führung. Doch der Treffer wurde aberkannt, da eine klare Kick-Bewegung vorlag und somit zurecht aberkannt wurde.
Aber die Eisbären waren die spielbestimmende Mannschaft und sorgten immer wieder für Gefahr vor Maximilian Franzreb. Doch das 1:0 gelang den Hausherren. Konter der Adler, Jake Hildebrand konnte den ersten Schuss nicht parieren und wusste für einen Moment nicht, wo die Scheibe ist. Zach Solow wusste es und drückte sie über die Linie (13.). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich dieser Treffer nicht angedeutet.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Mannheim nahm den Schwung des Führungstreffers mit, setzte sich im Drittel der Eisbären fest und erhöhte auf 2:0. Leo Gawanke hatte von der blauen Linie abgezogen und Maximilian Heim erfolgreich abgefälscht (15.).
Wie reagierten die Eisbären auf diesen Doppelschlag der Adler? Mit dem Anschlusstreffer nur 14 Sekunden später. Leo Pföderl mit der Rückhand von hinter dem Tor an den Schoner von Franzreb, wovon der Puck letztendlich ins Tor ging – 2:1 (15.).
Wenn Eisbären-Spiele derzeit eins nicht sind, dann langweilig. 13 Tore in Ingolstadt, sieben Tore gegen Köln und hier auch schon wieder drei nach noch nicht mal einem kompletten Drittel. Und es war ja noch lange nicht Schluss. Nun waren wieder die Kurpfälzer dran. Zach Solow behauptete die Scheibe ganz stark, brachte sie dann rüber zu Kris Bennett, der auf 3:1 stellte (17.).
Ein Wechselfehler der Eisbären (der dritte in Serie) sorgte für das erste Powerplay der Adler, welches Nicolas Mattinen zu nutzen wusste – 1:4 (19.). Puh, nach gutem Start fielen die Eisbären komplett auseinander und lagen deutlich hinten. Gefühlt war jeder Adler-Schuss ein Tor, weshalb das nächste Debakel in Mannheim drohte.

Kein schöner Anblick für Eisbären-Fans: Jubelnde Adler-Spieler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Eisbären noch Powerplay, aber das man dieses nicht nutzen konnte, braucht man in dieser Saison auch nicht extra erwähnen. Danach hatten die Adler ein Powerplay und die Chance auf 5:1 davonzuziehen. Doch Lean Bergmann und Blaine Byron fuhren den Angriff und Letzterer verkürzte per Shorthander auf 4:2 (23.).
Es ging weiter mit den Strafzeiten, diesmal waren wieder die Adler an der Reihe und die Eisbären durften erneut in Überzahl ran. Für 53 Sekunden war es sogar ein doppeltes Powerplay, welches die Berliner zwar nicht nutzen konnten, aber eine Sekunde nachdem Mannheim wieder zu viert war, schlug Liam Kirk in einfacher Überzahl zu – 4:3 (28.).
Danach waren wieder die Adler ein Mann mehr auf dem Eis und dort schlugen sie zum 5:3 zu. Gewühl vor Jake Hildebrand und Matthias Plachta behielt die Übersicht (30.). Acht Tore zur Hälfte des Spiels, den Fans wurde hier einiges geboten einen Tag vor Heiligabend. Die beiden Trainer dürften derweil graue Haare bekommen haben bei dem Spielverlauf.
Die Eisbären hatten danach ihre Nerven nicht im Griff und kassierten weiterhin fleißig Strafen. Jonas Müller durfte vorzeitig duschen gehen nach einem unnötigen Check gegen die Bande. Die Spieldauer hatte er sich auch mehr als verdient. Trainer Serge Aubin dürften die Disziplinlosigkeiten seiner Mannschaft aber überhaupt nicht gefallen haben. Denn man kämpfte sich zurück ins Spiel, nahm sich durch dumme Strafzeiten aber selbst wieder raus aus dem Spiel.
Denn Mannheim wusste dieses Powerplay zu nutzen. Anthony Greco machte das halbe Dutzend voll und erzielte den dritten Powerplay-Treffer an diesem Abend – 6:3 (33.). Und noch waren über drei Minuten Powerplay auf der Uhr. Und daher war ein weiterer Treffer vorprogrammiert, Justin Schütz stellte auf 7:3 (34.). Mehr Gegentreffer kassierte man in den fünf Minuten zum Glück nicht.
Aber es war bereits das zweite Auswärtsspiel in Folge mit je vier Gegentoren in Unterzahl, was für eine Spitzenmannschaft einfach zu schlecht ist. Das beste an dem zweiten Drittel war die Schlusssirene, was einer Erlösung für die Eisbären-Fans gleich kam.

Zu Beginn des Spiels lieferten sich Tobias Fohrler und Yanncik Veilleux eine wilde Schlägerei. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel gab es eigentlich nur die Hoffnung, dass es nicht zweistellig in Mannheim wird. Denn das wäre die Höchststrafe für die Eisbären-Fans.
Die Berliner hatten früh im dritten Drittel das nächste Powerplay, konnten dieses aber nicht nutzen, um zu verkürzen. Die Eisbären blieben aber danach weiterhin bemüht und spielten offensiv nach vorne. Man wollte zumindest das Schlussdrittel für sich entscheiden, um wenigstens noch ein kleines positives Erfolgserlebnis zu haben.
Liam Kirk arbeitete daran, denn er traf zum zweiten Mal an diesem Abend in Überzahl – 7:4 (52.). Kurz zuvor liefen die Adler aber mit zwei Mann alleine auf das Berliner Tor zu, in Unterzahl, was einfach nicht geht. Zum Glück trafen die Mannheimer nur den Pfosten, das wäre die Krönung an diesem Abend gewesen.
In der Schlussphase hatten die Eisbären das nächste Powerplay und in diesem erzielten sie tatsächlich ihr drittes Powerplaytor. Eine klasse Kombination schloss Mitch Reinke mit dem Treffer zum 7:5 ab (56.).
Ging hier also doch noch was? Nein, weil man sich wieder selbst um die Aufholjagd brachte. Lean Bergmann mit der Strafzeit, welche die Schlussoffensive der Berliner verhinderte. Es passte zum gesamten Spielverlauf, denn wann immer man drauf und dran war, nahm man sich selbst durch unnötige Strafen aus dem Spiel. Immerhin kassierte man keinen weiteren Gegentreffer in Unterzahl.
Den kassierte man dann aber kurz vor Spielende, als Alexander Ehl die Scheibe im leeren Berliner Tor unterbrachte. Somit verloren die Berliner das zweite Auswärtsspiel in Folge mit 5:8. Mal wieder hat man sich am Ende selbst geschlagen, wie bereits in Ingolstadt. Aus diesem Spiel müssen die Eisbären ihre Lehren ziehen und es in Zukunft endlich besser machen. Und vor allem sollte man so langsam aber sicher wieder anfangen zu punkten, denn die Teams hinter den Eisbären rücken immer näher, während man für die Teams vor sich mittlerweile ein Fernglas braucht.