16. DEL-Spieltag kompakt: Torflut am Mittwochabend – 50 Tore!

Was war das denn heute für ein torreicher Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)? Sieben Spiele fanden statt, satte 50 Tore fielen dabei. Das war der torreichste Spieltag der aktuellen Saison gewesen. Allerdings war es für Spitzenreiter Kölner Haie kein schöner Spieltag. Denn die Domstädter verloren bei den Thomas Sabo Ice Tigers mit 3:6 und kassierten damit die dritte Niederlage der Saison. Für Nürnberg war es der erste Sieg nach vier Niederlagen in Folge. Nach 28 Minuten lagen die Franken bereits mit 5:0 in Front. Köln kam zwar noch einmal auf 5:3 heran, doch drehen konnten die Haie das Spiel nicht mehr. Überragend auf Seiten der Ice Tigers war Yan Stastny gewesen, der gleich dreimal traf.

Verfolger Adler Mannheim hat sein Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG klar mit 6:1 gewonnen. Durch den Sieg verkürzten die Kurpfälzer den Rückstand auf Köln auf vier Punkte. Ronny Arendt traf doppelt beim Kantersieg gegen Düsseldorf.

Neuer Tabellendritter ist der ERC Ingolstadt. Der ERCI setzte sich in Wolfsburg mit 5:3 durch. Ingolstadt ging mit 1:0 in Führung, doch die Niedersachsen drehten die Partie – 3:1. Mehr kam dann aber nicht vom Tabellenletzten. Die Panther drehten in den letzten beiden Dritteln auf und machten aus dem 1:3 noch ein 5:3. Joe Motzko traf zweimal für Ingolstadt.

Auch die Eisbären Berlin haben sich in der Tabelle verbessert. Der DEL-Rekordmeister gewann mit 4:3 n.V. in Hannover und ist nun schon Vierter. Den Bericht zu dieser Partie findet Ihr hier.

Den dritten Sieg in Folge feierten die Hamburg Freezers. Die Hanseaten setzten sich beim EHC Red Bull München mit 3:2 durch. München lag zweimal vorne, doch am Ende jubelten die Freezers. Matchwinner war NHL-Star Jamie Benn gewesen, der gleich zwei Treffer erzielte – darunter das 3:2.

Weiter in der Krise stecken die Augsburger Panther. Die Panther unterlagen bei den Krefeld Pinguinen mit 3:6. Schon nach elf Minuten lagen die Seidenstädter mit 3:0 vorne. Boris Blank traf auf Seiten der Pinguine doppelt. Augsburg rutschte durch die Niederlage auf Platz Sechs ab. Krefeld hat als Siebter nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Panther.

Den dritten Sieg in Folge feierten die Iserlohn Roosters. Die Sauerländer gewannen bei den Straubing Tigers mit 3:2. Iserlohn führte bereits mit 2:0, doch die Niederbayern kamen im letzten Drittel noch einmal zurück – 2:2. Matt Tomassoni schoss den IEC mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel letztendlich zum Sieg. Die Roosters sind nun schon Achter und haben nur drei Punkte Rückstand auf den Vierten Berlin.

4:3 n.V. – Laurin Braun schießt die Eisbären zum Sieg

Die Eisbären Berlin haben am Mittwochabend ihr Auswärtsspiel gewonnen. Die Hauptstädter setzten sich vor 2.792 Zuschauern bei den Hannover Scorpions mit 4:3 (1:1, 2:1, 0:1/1:0) n.V. durch. Zum Matchwinner avancierte dabei Stürmer Laurin Braun. Der Youngster, der erst heute nach einer Verletzung zurück ins Team kehrte, erzielte den Siegtreffer in der Verlängerung und bereitete zudem noch zwei weitere Tore vor.

Den Start hatten die Berliner aber erst einmal wieder verschlafen. 64 Sekunden waren gespielt, als Gerrit Fauser zum 1:0 traf. Doch anders als am vergangenen Freitag in Straubing fanden die Eisbären sofort eine Antwort. Über T.J. Mulock und Laurin Braun kam der Puck zu Thomas Supis. Der überwand Scorpions-Goalie Dimitri Pätzold – 1:1. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur ersten Drittelpause.

Im Mitteldrittel waren es erneut die Hausherren, die vorlegten. Andreas Morczinietz brachte den Puck Richtung Eisbären-Tor. Dort war als letzter Spieler Eisbären-Stürmer Claude Giroux am Puck gewesen. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde Scott King das Tor gut geschrieben – 2:1 (26.). Doch auch diesmal schlugen die Berliner zurück. Und diesmal sogar per Doppelschlag. Zunächst gelang Top-Scorer T.J. Mulock der 2:2-Ausgleich (31.). Vorbereitet wurde dieser Treffer vom überragenden Laurin Braun und NHL-Star Claude Giroux. Nur 54 Sekunden später zappelte der Puck schon wieder im Netz der Gastgeber. Jamie Arniel hatte die Eisbären erstmals in Führung gebracht – 2:3 (32.).
Mit einem negativen Höhepunkt endete das Mitteldrittel. Scorpions-Spieler Sergej Janzen traf Eisbär Laurin Braun mit seinem Schläger im Gesicht. Janzen bekam wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Im Schlussdrittel waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft. Hannover drückte auf den Ausgleich. Und der sollte neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auch fallen. Morten Green war es gewesen, der zum 3:3 traf. Dabei blieb es bis zum Ende des dritten Drittels und somit ging es in die Verlängerung.

In dieser waren die Gäste aus Berlin die aktivere Mannschaft. Folgerichtig erzielten die Eisbären dann auch das Siegtor. Constantin Braun legte für seinen Bruder Laurin Braun auf und „Lolle“ versenkte den Puck im Tor – 4:3 (62.).

Hannover steht nach dem Spiel auf dem elften Tabellenplatz. Die Eisbären verbesserten sich durch den Sieg auf Platz Vier.

Vorschau auf den 16. DEL-Spieltag: Spitzenreiter Köln in Nürnberg – Klassiker in Mannheim

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht es morgen Abend bereits weiter mit dem 16. Spieltag. Alle 14 Mannschaften sind im Einsatz, somit finden also sieben Spiele statt. Spitzenreiter Köln gastiert dabei in Nürnberg. Setzen die Domstädter ihre Siegesserie fort oder beendeten die Franken ihre Pleitenserie? Köln gewann die letzten vier Gastspiele in Nürnberg, darunter auch das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison. (5:4)

Auf einen Patzer der Haie hofft Verfolger Mannheim. Die Kurpfälzer empfangen die Düsseldorfer EG zu einem echten DEL-Klassiker. Die Rheinländer waren in Mannheim zuletzt sehr erfolgreich, konnten fünf der letzten neun Spiele in der SAP-Arena gewinnen. Das erste Duell in dieser Saison gewannen aber die Adler daheim mit 2:1 n.V.

Zurück in die Erfolgsspur finden wollen die Augsburger Panther nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Die Panther treten bei den Krefeld Pinguinen an. Doch vieles spricht morgen für eine weitere Augsburger Niederlage. Denn bei den Pinguinen verlor der AEV 13 der letzten 14 Gastspiele. Krefeld gewann bereits das erste Spiel in dieser Saison mit 2:1 n.P. in Augsburg.

Oben dran bleiben will auch der ERC Ingolstadt, der beim Tabellenletzten Wolfsburg zu Gast ist. Der ERCI kassierte am Wochenende zwei Niederlage und will nun wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Wolfsburg gewann nur zwei der letzten vier Heimspiele gegen Ingolstadt. Die beiden Siege gelangen aber in der letzten Saison. Das erste Spiel in dieser Saison gewann Wolfsburg mit 3:0 in Ingolstadt.

Die Eisbären Berlin reisen morgen Abend zu den Hannover Scorpions. Die Vorschau auf diese Partie findet Ihr hier.

Der EHC Red Bull München empfängt die Hamburg Freezers. Können die Freezers an ihr gutes Wochenende anknüpfen? Die Hanseaten konnten beide Spiele am Wochenende gewinnen. In München gewann Hamburg aber nur eine von bisher vier DEL-Partien. Das erste Duell in dieser Saison ging in Hamburg an die Freezers – 1:0.

Die letzte Partie des 16. Spieltages steigt im Eisstadion am Pulverturm. Die Straubing Tigers empfangen die Iserlohn Roosters. Beide legten ein Sechs-Punkte-Wochenende hin und wollen nun an diese beiden Erfolge anknüpfen. Die Niederbayern gewannen drei der letzten fünf Heimspiele gegen die Sauerländer. Auch das erste Heimspiel in dieser Saison ging mit 4:2 an die Tigers.

16. Spieltag: Eisbären reisen nach Hannover

Die Eisbären Berlin treten am 16. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) morgen Abend bei den Hannover Scorpions an. Es ist das Duell des Tabellenelften gegen den Tabellenfünften. Beide Mannschaften trennen aber nur fünf Punkte.

Die Niedersachsen gewannen von ihren letzten zehn Hauptrundenspielen fünf, die Eisbären gewannen sieben Spiele. Beide kamen nach schlechtem Saisonstart zuletzt immer besser in Fahrt und konnten auch überzeugende Leistungen zeigen. Hannover gewann die letzten beiden Heimspiele (gegen Ingolstadt und München), Berlin verlor sein letztes Gastspiel in Straubing.

Die Eisbären gewannen sechs der letzten zehn Hauptrundenspiele gegen Hannover. In der TUI-Arena ist die Bilanz der letzten vier Duelle ausgeglichen – beide gewannen je zweimal. Die beiden Siege holten die Hauptstädter aber in der vergangenen Saison.

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison ging an die Hannover Scorpions. Die Niedersachsen setzten sich in der O2 World mit 4:2 durch.

Hannover muss morgen auf Martin Hlinka und David Sulkovsky verzichten. Hinter dem Einsatz von Chris Herperger steht noch ein Fragezeichen. Die Eisbären müssen auch morgen wieder auf Dominik Bielke und Darin Olver verzichten. Mark Katic ist noch ein Spiel gesperrt. Die Rückkehr von Florian Busch und Laurin Braun scheint realistisch zu sein.

Los geht es morgen Abend in der TUI-Arena um 19:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Bauer und Steinecke.

Sven Felski hat seine Karriere beendet!

Heute war der Tag, vor dem sich alle Eisbären-Fans jahrelang gefürchtet haben. Eisbären-Urgestein Sven Felski hat am heutigen Montag bei einer Pressekonferenz sein Karriereende verkündet. Es war eine Entscheidung, die ihm nicht leicht fiel, aber eine, mit der man rechnen musste. Denn Sven Felski hat seit dem letzten DEL-Finalspiel der letzten Saison kein Spiel mehr bestritten und immer wieder gab es Gerüchte über ein baldiges Karriereende. Spätestens als die Eisbären am Wochenende zu einer Pressekonferenz mit Billy Flynn, Peter John Lee und Sven Felski geladen hatten, war allen klar, was am heutigen Tage verkündet werden würde. Und mit diesen Worten gab Felski sein Karriereende bekannt:

Das ist sicherlich heute mein schwerster Tag in meiner sportlichen Karriere. Ich liebe ja diesen Sport nicht nur, sondern lebe ihn auch. Leider muss ich aber aufgrund der ärztlichen Atteste und Berichte heute den Rücktritt von meiner aktiven sportlichen Laufbahn bekannt geben. Das fällt mir natürlich nicht leicht heute, denn ich habe ja 20 Jahre gespielt.Von den Ärzten wurde mir mitgeteilt, dass das Risiko einfach zu groß ist. Wenn das linke Knie aber nicht mehr mitmacht, muss man da vielleicht doch mal zurückstecken.

Damit endet also am 29.10.2012 eine einmalige Karriere. Sven Felski, der inzwischen 37 Jahre alt ist, war dem Verein 20 Jahre lang treu geblieben. Er absolvierte für „seine“ Eisbären insgesamt 1000 Spiele. Er gewann mit den Berlinern sechs DEL-Titel, den letzten genau in seinem 1000. Einsatz. Zudem wurde „Felle“ mit den Eisbären je einmal European Trophy Sieger und Deutscher Pokalsieger. Sechsmal wurde er ins DEL-All-Star-Team berufen. Continue reading

14. DEL-Spieltag kompakt: Köln siegt erneut – München gewinnt Bayern-Derby

Die Kölner Haie lassen sich nach wie vor nicht aufhalten. Der Tabellenführer gewann am 14. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit 4:3 (0:1, 1:1, 2:1/1:0) n.V. bei den Krefeld Pinguinen und bleibt damit souveräner Spitzenreiter. Dabei lagen die Domstädter zu Beginn des letzten Drittels noch mit 1:3 zurück, gewannen aber am Ende nach einer tollen Aufholjagd noch mit 4:3 in der Seidenstadt. Charlie Stephens schoss den KEC in der 64. Minute zum Auswärtssieg.

Das Verfolger-Duell ging an die Adler Mannheim, die mit 4:1 gegen die Augsburger Panther gewannen. Die Kurpfälzer stellten im Mitteldrittel mit zwei Toren die Weichen auf Sieg. Im Schlussdrittel konnte man auf 3:0 erhöhen. Auf den Augsburger Anschlusstreffer fand man die passende Antwort mit dem Tor zum 4:1. NHL-Star Marcel Goc bereitete zwei Treffer vor. Die Kurpfälzer haben als Zweiter nun drei Punkte Vorsprung auf den Dritten Augsburg.

Neuer Tabellenvierter ist der ERC Ingolstadt. Die Panther verloren allerdings das Bayern-Derby gegen den EHC Red Bull München mit 4:5 n.P. (2:1, 0:0, 2:3/0:0, 0:1), sicherten sich aber durch den einen Punkt den vierten Tabellenplatz. Dreimal lag der ERCI an diesem Abend vorne (2:0, 3:2, 4:3), dreimal schlugen die Münchner zurück. Das 4:4 durch Martin Hinterstocker fiel erst 56 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels. Im Penaltyschießen verwandelte Klaus Kathan den entscheidenden Penalty. Ingolstadts Thomas Greilinger und Münchens Lubor Dibelka trafen jeweils doppelt in der regulären Spielzeit.

DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin verlor bei den Straubing Tigers mit 3:5. Den Bericht zu dieser Partie findet Ihr hier.

Die Hamburg Freezers haben ihr Heimspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers knapp mit 4:3 n.P. (2:0, 0:2, 1:1/0:0, 1:0) gewonnen. Dabei verschenkten die Hanseaten drei Punkte, denn der Ausgleich der Franken fiel erst drei Sekunden vor Ende des dritten Drittels durch Connor James. Zuvor hatten die Freezers schon eine 2:0-Führung verspielt. Den entscheidenden Penalty verwandelte Thomas Oppenheimer. Hamburg verbesserte sich durch den Sieg auf den sechsten Platz, während Nürnberg auf den neunten Platz zurück fiel.

Eine deutliche 2:5 (1:1, 0:2, 1:2)-Heimniederlage kassierte die Düsseldorfer EG gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. Düsseldorf ging zwar mit 1:0 in Führung, doch Wolfsburg drehte danach das Spiel und machte aus dem 0:1 ein 5:1. Sebastian Furchner traf dabei doppelt. Ein unglückliches DEL-Debüt legte DEG-Neuzugang Ashton Rome hin. Er kassierte nach 4:56 Minuten eine Matchstrafe wegen Checks von Hinten. Wolfsburg bleibt trotz des Sieges Letzter, Düsseldorf ist Elfter.

Einen 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)-Heimsieg feierten die Iserlohn Roosters gegen die Hannover Scorpions. Bell, Giluiano und Danielsmeier trafen für die Sauerländer, bei denen Torhüter Sébastien Caron einen Shut-out feierte. Iserlohn ist nun Zwölfter, Hannover Dreizehnter.

3:5 – Eisbären verlieren auch das zweite Spiel gegen Straubing

Die Eisbären Berlin scheinen einen neuen Angstgegner zu haben. Am Freitagabend verloren die Berliner bei den Straubing Tigers mit 3:5 (1:2, 1:0, 1:3) und kassierten damit auch im zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison eine Niederlage gegen die Niederbayern. In den letzten elf Ligaspielen verloren die Hauptstädter siebenmal gegen Straubing.

Die Hausherren erwischten einen Traumstart und lagen nach nur vier Minuten bereits mit 2:0 in Front. Daniel Sparre (3.) und Grant Lewis (4.) hatten Eisbären-Keeper Rob Zepp überwunden. Die Eisbären konnten sich jedoch von dem Schock erholen und kamen durch Constantin Braun in Überzahl zum 2:1-Anschlusstreffer. Die Vorlage zu diesem Treffer kam u.a. von Claude Giroux. Beim Stand von 2:1 für Straubing ging es dann in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel war es weiterhin eine spannende Partie mit vielen Torraumszenen gewesen. Doch diesmal fiel nur ein Treffer. Diesen erzielten die Mannen von Don Jackson. Barry Tallackson erzielte in der 31. Minute den Ausgleich. Die Vorarbeit kam von Daniel Briére.

Im Schlussdrittel legte Straubing erneut vor. Daniel Sparre brachte die Niederbayern in der 44. Minute mit 3:2 in Führung. Aber die Eisbären kamen auch diesmal zurück. In Überzahl war es Julian Talbot, der auf Zuspiel von Claude Giroux zum 3:3 einnetzte (49.). Für die Vorentscheidung sorgte dann Eisbären-Schreck Blaine Down. Er schoss die Tigers drei Minuten vor dem Ende des Spiels abermals in Führung – 4:3 (57.). Down hatte schon beim 3:1-Sieg der Tigers in Berlin doppelt getroffen. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Laurent Meunier. Der Franzose hatte keine Probleme, den Puck im leeren Berliner Tor unterzubringen. Rob Zepp hatte das Tor längst zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen. Straubing nutzte das zur Entscheidung aus.

Durch den Sieg verbessern sich die Straubing Tigers in der Tabelle auf den achten Platz. Die Eisbären Berlin rutschten durch die Niederlage vom vierten auf den fünften Platz ab.

Vorschau auf den 14. DEL-Spieltag: Verfolger-Duell in Mannheim – Bayern-Derby in Ingolstadt

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht morgen der 14. Spieltag auf dem Programm. Erneut sind alle Mannschaften im Einsatz. Wir haben also auch morgen wieder sieben Spiele, die statt finden.

Tabellenführer Köln will dabei seine Tabellenführung ausbauen. Die Domstädter treten bei den Krefeld Pinguinen (6.) an. Es kommt also zum kleinen rheinischen Derby. Köln erwartet dabei keine leichte Aufgabe in Krefeld, denn die Seidenstädter zählen bisher zu den postiven Überraschungen der Saison. Krefeld punktete in den letzten vier Heimspielen gegen die Haie, verlor dabei aber zweimal nach Penaltyschießen gegen den KEC. Das erste Duell in dieser Saison gewann Köln auf eigenem Eis mit 3:2 n.P.

Die beiden Verfolger der Kölner Haie treffen im direkten Duell aufeinander. Die Adler Mannheim (2.) empfangen die Augsburger Panther. Mannheim gewann nur vier der letzten acht Heimspiele gegen Augsburg. Drei dieser vier Siege gelangen aber in den letzten vier Duellen gegen die Panther. Augsburg gewann das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison im heimischen Curt-Frenzel-Stadion mit 4:3.

Der Deutsche Meister Eisbären Berlin (4.) gastiert bei den Straubing Tigers (11.). Die Vorschau auf diese Partie findet Ihr hier. Continue reading

Morgen in Straubing: Gelingt den Eisbären das nächste Offensiv-Festival?

Für die Eisbären Berlin steht an diesem Wochenede nur ein Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf dem Programm. Morgen Abend treten die Berliner bei den Straubing Tigers an. Es ist das Duell des Tabellenelften gegen den Tabellenvierten. Beide Mannschaften treffen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Am 1. Spieltag setzten sich die Niederbayern überraschend mit 3:1 in Berlin durch. Es war bereits der zweite Straubinger Sieg in Folge in der Hauptstadt gewesen.

Doch morgen Abend (19:30 Uhr) erwartet Straubing eine sehr schwere Partie. Denn der Deutsche Meister war zuletzt richtig gut drauf. Sechs der letzten sieben Ligaspiele wurden gewonnen. Durch die Erfolgsserie haben sich die Hauptstädter aus dem Mittelfeld der Tabelle nach oben vorgekämpft. Zuletzt feierten die Eisbären drei Siege in Serie und legten dabei jeweils ein Offensiv-Festival hin – 6:2 in Wolfsburg, 5:1 gegen Augsburg, 7:1 gegen Iserlohn.

Die Offensive der Berliner zeigte sich zuletzt bärenstark. Seit dem die beiden NHL-Stars Claude Giroux und Daniel Briére in Berlin sind, läuft es richtig rund im Angriff der Eisbären. Auch alle anderen Spieler haben noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Und die Defensive der Eisbären zeigte sich stark verbessert. Nur vier Gegentore in den letzten drei Spielen kassierte der EHC. So langsam aber sicher kommt der DEL-Rekordmeister in Fahrt. Am Dienstag setzte man sich zudem noch in Lulea mit 2:0 durch und feierte den Einzug ins Finalturnier der European Trophy.

Während es bei den Eisbären also derzeit richtig gut läuft, ist man in Niederbayern mit den zuletzt gezeigten Leistungen alles andere als zufrieden. Nur zwei Siege aus den letzten sieben Spielen stehen für die Mannschaft von Coach Dan Ratushny zu Buche. Die beiden Siege feierte man aber im heimischen Eisstadion am Pulverturm und das nicht gegen irgendwelche Gegner – 4:2 gegen Ingolstadt und 3:1 gegen Hamburg.

Gegen die Eisbären Berlin verloren die Straubing Tigers die letzten drei Heimspiele in Folge. Dabei gelang den Tigers nie mehr als ein Treffer (1:2, 1:4, 2:4). Von den letzten zehn DEL-Hauptrundenspielen gegen Berlin gewann Straubing deren sechs.

Die Niederbayern müssen morgen Abend auf Markus Hundhammer und Sandro Schönberger verzichten. Hinter dem Einsatz von Benedikt Brückner steht noch ein Fragezeichen.

Bei den Eisbären kehren André Rankel und Daniel Briére zurück ins Team. Beide hatten am Dienstag in Lulea noch gefehlt. Dagegen fallen Darin Olver, Sven Felski und Dominik Bielke weiterhin aus. Auch Florian Busch und Laurin Braun stehen Coach Don Jackson verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Und auch Mark Katic steht morgen nicht zur Verfügung. Er sitzt noch seine Vier-Spiele-Sperre ab.

Los geht es morgen Abend um 19:30 Uhr. Die Hauptschiedsrichter sind die Herren Brill und Daniels.

Der Eisbären-Kader für das morgige Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers:

Tor: Rob Zepp, Sebastian Elwing

Verteidigung: Jimmy Sharrow,  Thomas Supis,  Frank Hördler, Jens Baxmann, Julian Talbot, Constantin Braun

Angriff: Henry Haase, Jamie Arniel, TJ Mulock, Vincent Schlenker, Barry Tallackson, André Rankel, Claude Giroux, Daniel Weiß, Mads Christensen, Tyson Mulock, Matt Foy, Daniel Brière

T.J. Mulock: Im Schatten der NHL-Stars

Alle reden derzeit in Berlin nur über die beiden NHL-Stars Claude Giroux und Daniel Briére. Die beiden NHL-Stars haben einen wahren Hype in Berlin ausgelöst. Mit ihren Leistungen verzauberten „Brioux“ die deutschen Eishockeyfans. In vier Spielen sammelten beide Jungs bisher 21 Scorerpunkte (6 Tore/15 Vorlagen). Doch in dem ganzen Trubel um Giroux und Briére werden die anderen Eisbärenspieler fast vergessen. So zum Beispiel Stürmer T.J. Mulock. Denn der jüngere Mulock-Bruder spielt derzeit eine überragende Saison.

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sammelte T.J. Mulock in 13 Spielen bisher 16 Scorerpunkte (4 Tore/12 Vorlagen). Nur der Mannheimer Stürmer Yanick Lehoux ist mit 18 Scorerpunkten (2/16) besser als der Eisbären-Angreifer. T.J. ist also momentan Top-Scorer bei den Berlinern.

Doch nicht nur in der DEL spielte Mulock überragend auf. Auch in der European Trophy zeigte er bisher überragende Leistungen. Mit 12 Scorerpunkten (1/11) führt er auch im Europapokal die Scorer-Liste der Hauptstädter an. Auch in der European Trophy ist nur ein Spieler noch besser als er. Josh Holden vom EV Zug sammelte 13 Scorerpunkte (4/9).

T.J. Mulock ist damit auf einem sehr guten Weg, eine neue persönliche Bestmarke in der DEL aufzustellen. 16 Scorerpunkte hat er nach 13 Spielen schon gesammelt. Seine bisherige Bestmarke datiert aus der Saison 2009/2010, als er am Ende 42 Scorerpunkte (20/22) gesammelt hatte.

Bisher hat T.J. Mulock 173 Spiele in der DEL absolviert. Dabei erzielte er starke 54 Tore und bereitete weitere 83 Tore vor.

In dieser Saison konnte T.J. Mulock oftmals überzeugen, ohne dabei jedoch wirklich auf dem Eis aufzufallen. Er steht zur Zeit einfach immer am richtigen Platz, um zu treffen oder den letzten entscheidenden Pass zu spielen. Vielleicht ist er jetzt in der Form seines Lebens.

An T.J. Mulock werden die Eisbären auf jeden Fall noch sehr viel Spaß haben. Man sieht eben auch, dass nicht nur NHL-Stars am Erfolg der Berliner zuletzt ihren Anteil hatten sondern auch ein gestandender DEL-Spieler wie T.J. Mulock.