Stimmen zum Spiel der Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers (2:4)

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11. DEL-Spieltag:

Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

Stimmen zum Spiel:


André Rankel (Eisbären-Kapitän):

„Wir haben gut angefangen, hätten das ein oder andere Tor mehr machen können. Danach haben wir komplett aufgehört, Eishockey zu spielen. Wir haben nicht mehr foregecheckt, haben unsere Füße nicht mehr bewegt. Haben in der Defensive wieder die Fehler gemacht. Es hat uns einfach runter gezogen. Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir von uns selber erwarten.“

Jeff Tomlinson (Trainer Eisbären):

„Wir sind sehr, sehr enttäuscht. Wir haben nicht genug investiert. Wir konnten nicht an den Sieg in Augsburg anknüpfen und eine Serie starten. Es frustriert mich, dass wir zu Hause verloren haben und dass die Jungs teilweise nicht gelaufen sind. Wir können im Moment nichts dazu sagen.“

Florian Busch (Eisbären-Stürmer):

„Es war erschreckend von unserer Seite, vor allem im letzten Drittel. Da haben wir nicht unser Eishockey gespielt, was wir spielen wollten. Ich bin teilweise ein bisschen sprachlos gewesen. Wir wollen natürlich anders Eishockey spielen. Das 1:2 am Ende des ersten Drittels war ein Dämpfer für uns. Straubing hat gut gespielt, die haben sich gut auf uns eingestellt.“

Dan Ratushny (Trainer Straubing):

„Ein Sieg in Berlin ist immer hart. Wir haben das letzte Spiel hier 0:8 verloren. Heute waren unser Torwart und unsere Special Teams stark. Und wir hatten auch ein bisschen Glück. Berlin hatte zwei sehr starke Torchancen in der letzten Minute. Da hat Bacashihua eine starke Parade gezeigt.“

2:4 – Nach der Meister-Zeremonie folgt der Absturz ans Tabellenende

logo_WBN_1314Ausgabe #8:

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Die Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag die dritte Heimniederlage in Folge kassiert. Vor 13 900 Zuschauern musste sich der DEL-Rekordmeister dem Tabellenletzten Straubing Tigers geschlagen. Am Ende stand ein 2:4 (1:2, 1:1, 0:1) auf dem Videowürfel der O2 World. Dabei hatten die Eisbären in diesem Spiel gezeigt, dass sie das Eishockey spielen durchaus nicht verlernt hatten. Sie erspielten sich gute Torchancen, doch im Abschluss fehte einfach das nötige Glück. Aber so ist es eben, wenn es bei einer Mannschaft nicht läuft. Da geht dann fast alles schief, was schief laufen kann. Durch die heutige Niederlage rutschten die Hauptstädter ans Tabellenende, haben also die „Rote Laterne“ von den Niederbayern übernommen.

Dabei hatte dieser Tag so feierlich begonnen. Vor dem Spiel gab es für die Eisbären-Spieler die Meisterringe aus den Händen von Anschutz-Ehefrau Nancy. Danach wurde der siebte Meisterbanner feierlich unter das Hallendach der Arena am Ostbahnhof gezogen. Als die Feierlichkeiten vorüber waren, kamen die Straubing Tigers ebenfalls auf das Eis und so konnte das DEL-Spiel des 11. Spieltages losgehen.

Und die Hausherren kamen gut aus den Startlöchern. Sie zeigten sich beflügelt vom Auswärtssieg in Augsburg und wollten heute gleich nachlegen. Jedenfalls wurde sofort der Weg zum Tigers-Tor von Jason Bacashihua gesucht. Und den Tigers-Schlussmann konnte man dann letztendlich auch in der 6. Spielminute überwinden. Nach einem Patzer der Straubinger Defensive kam Julian Talbot an den Puck und der ließ sich diese Chance nicht entgehen – 1:0.
Dieser Gegentreffer wirkte dann wie ein Weckruf für die Niederbayern, die fortan sich ebenfalls in der Offensive aktiv zeigten. Und in der 9. Spielminute gab es dann auch erstmals Grund zum Jubeln für die Gäste aus Straubing. In Überzahl war Tobias Wörle erfolgreich gewesen – 1:1.
Es entwickelte sich nun ein Spiel, welches hin und her ging, wobei die Eisbären bei den Torchancen leichte Vorteile hatten. Doch wer sie vorne nicht macht, bekommt sie eben hinten. Dieses Sprichwort kam auch heute wieder zur Geltung. Denn 28 Sekunden vor der ersten Drittelpause kam Blaine Down im Slot zum Torschuss, mit dem er die Niederbayern in Führung brachte – 1:2. Einen Torjäger wie Blaine Down soll man halt nicht so alleine vor dem Tor stehen lassen. Continue reading

Vorschau auf den 11. DEL-Spieltag: Spitzenspiel in Nürnberg – München erwartet Köln

DEL-LogoIn der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht es morgen mit dem 11. Spieltag weiter. Ein Spiel fand bereits heute Nachmittag statt. Krefeld setzte sich mit 3:1 gegen Wolfsburg durch. Morgen geht es dann mit dem Spitzenspiel Nürnberg gegen Mannheim weiter. Zudem treffen noch u.a. München auf Köln sowie die Eisbären auf Straubing. Der 11. DEL-Spieltag im Überblick:

 

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Adler-Mannheim-logo_svg2B790336Spitzenreiter Thomas Sabo Ice Tigers empfängt die Adler Mannheim zum Spitzenspiel des 11. Spieltages (live bei Servus TV). Die Franken mussten am Freitag beim 2:3 in Wolfsburg die erste Saisonniederlage hinnehmen. Mannheim hingegen fegte München mit 9:0 vom Eis und feierte dabei den zweiten Shutout in Folge. Nürnberg gewann drei der letzten vier Heimspiele gegen Mannheim. Letzte Saison in Nürnberg: 1:3/2:0

 

rbs_neg130px-Koelner-haie-logo_svgVerfolger Kölner Haie ist zu Gast beim EHC Red Bull München. Die Hausherren müssen morgen Wiedergutmachung betreiben nach dem 0:9-Debakel am Freitag in Mannheim. Köln hingegen kommt mit der Empfehlung eines 6:0-Sieges gegen Ingolstadt. München hat die letzten drei Heimspiele gegen Köln gewonnen. Letzte Saison in München: 4:1/2:1 n.P.

 

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDer ERCI Ingolstadt hat die Hamburg Freezers zu Gast. Genauso wie München muss auch der ERCI morgen Wiedergutmachung betreiben. Die Panther kamen am Freitag mit 0:6 in Köln unter die Räder. Hamburg mühte sich derweil zu einem 2:1-Sieg gegen DEL-Rückkehrer Schwenningen. Die Hanseaten hatten zuletzt nicht viel zu feiern in der Saturn-Arena, gewannen nur eins der letzten zehn Gastspiele in Ingolstadt. Der ERCI feierte zuletzt vier Siege in Folge gegen Hamburg auf eigenem Eis. Letzte Saison in Ingolstadt: 5:2/5:4 n.V.

 

RZ_DEG_BasisPartner_farbigRooster_1_E17_ig110307Die zuletzt so starke Düsseldorfer EG empfängt die schwächelnden Iserlohn Roosters. Die DEG sorgte am Freitag mit einem 6:2-Sieg in Straubing erneut für Furore und verließ dadurch das Tabellenende. Iserlohn verlor am heimischen Seilersee mit 2:6 gegen Krefeld. Die DEG hat die letzte drei Heimspiele gegen Iserlohn in Folge gewonnen. Letzte Saison in Düsseldorf: 3:2/4:1

 

150px-AEV_Panther_svgDEL-Rückkehrer Schwenninger Wild Wings trifft auf die Augsburger Panther. Die Wild Wings können mit ihren bisherigen Leistungen sehr zufrieden sein. Am Freitag musste sich der SERC ersr nach starkem kampf Hamburg knapp mit 1:2 geschlagen geben. Auch Augsburg verlor am Freitag sehr knapp gegen Berlin (3:4 n.P.).

 

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoDie letzte Partie des Tages steigt in Berlin, wo die Eisbären Berlin die Straubing Tigers zum Kellerduell erwarten. Die Eisbären stehen aktuell nur auf dem 12. Platz und holten aus den letzten acht Spielen nur vier Zähler. Straubing stürzte am Freitag nach dem 2:6-Debakel auf eigenem Eis gegen Düsseldorf ans Tabellenende. Vier der letzten sechs Heimspiele gegen die Niederbayern konnten die Berliner gewinnen. Letzte Saison in Berlin: 1:3/8:0

3:1 – Krefeld schlägt Wolfsburg und feiert Sechs-Punkte-Wochenende

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoDie Krefeld Pinguine haben das vorgezogene Spiel des 11. Spieltages in der DEL gegen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) gewonnen. Damit machten die Seidenstädter das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Denn keine 24 Stunden zuvor hatten die Pinguine mit 6:2 bei den Iserlohn Roosters gewonnen. Krefeld verbesserte sich durch den Sieg auf Platz Vier, während Wolfsburg (nun Fünfter) den Sprung auf Platz Zwei verpasst hat.

Krefeld begann stark, fand jedoch keinen Weg an der starken Defensive der Wolfsburger vorbei. Erst 35 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels gelang den Hausherren der verdiente Führungstreffer. Der KEV hatte zwei Mann mehr auf dem Eis und Mark Voakes brachte den Puck im Tor der Wolfsburger unter – 1:0.
Im Mitteldrittel bot sich den Niedersachsen zu Beginn die große Chance zum Ausgleich, als KEV-Stürmer Istvan Sofron wegen einen Checks von Hinten eine Spieldauer kassierte. Doch die Mannen von Coach Pavel Gross konnten diese fünfminütige Überzahl nicht nutzen.
Krefeld konnte dann in der 31. Spielminute das 2:0 nachlegen. Kevin Clark bediente Daniel Pietta und der netzte ein. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende des zweiten Drittels.
Im Schlussdrittel sollten die 4098 Zuschauer im KönigPalast noch zwei Tore zu sehen bekommen. Zunächst waren es die Hausherren, die durch David Fischer auf 3:0 erhöhen konnten. Der KEV-Verteidiger hatte von der blauen Linie abgezogen und sein Schuss fand den Weg ins Tor von Sebastian Vogl. In der 53. Minute gelang Wolfsburg dann immerhin noch der Ehrentreffer. Brett Palin traf zum 1:3 aus Wolfsburger Sicht.

Eishockey-Festtag am Sonntag: Gazprom-Spiel – Meisterringe – Meisterbanner – DEL-Spiel vs. Straubing

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoMorgen steigt in der Berliner O2 World ein wahrer Eishockey-Festtag. Denn am Sonntag finden in der Arena am Ostbahnhof gleich zwei Spiele statt. Zunächst treffen um 12:00 Uhr die Sven Felski Allstars auf Gazprom Export Hockey. Dieses Benefizspiel zugunsten des Eisbären-Nachwuchses findet inzwischen bereits zum siebten Mal statt. Nach diesem Spiel geht es dann mit dem DEL-Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers um 16:30 Uhr weiter. Doch das ist noch längst nicht alles, was morgen in der O2 World geschehen wird.

Denn bevor die Eisbären auf die Niederbayern treffen, bekommen die Berliner die Meisterringe für die siebte Meisterschaft, welche man im April gegen Köln gewann. Dazu reisen Klubboss Philip F. Anschutz und seine Frau Nancy an, um dann die Ehrung vorzunehmen. Danach wird in der O2 World noch das siebte Meisterbanner unter die Hallendecke gezogen. Ein wahrer Eishockey-Festtag also morgen in Berlin.

Für das Gazprom-Spiel hat Sven Felski eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. U.a. werden für Felles Team morgen Trainer Jeff Tomlinson, Manager Peter John Lee, Doc Jens Ziesche, Ex-Eisbär Richard Zemlicka und Niko Pyka auflaufen. Die kompletten Kader beider Mannschaften findet Ihr auf der Eisbären-Homepage.

Während beim dem Benefizspiel am Mittag der Spaß im Vordergrund steht, geht es beim DEL-Spiel des 11. Spieltages zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers um deutlich mehr. Denn beide Mannschaften können mit dem bisherigen Saisonverlauf überhaupt nicht zufrieden sein. Der DEL-Rekordmeister steht aktuell mit zehn Punkten nur auf dem 12. Platz. Man hinkt den eigenen Ansprüchen derzeit meilenweit hinterher. Nur zwei Siege gelangen in den letzten acht Ligaspielen. Diese allerdings erst im Penaltyschießen. Man holte aus den letzten acht Spielen gerade einmal vier Punkte. Der letzte Drei-Punkte-Sieg gelang am Saisonauftaktwochenende.

Besser sieht es beim morgigen Gegner aber auch nicht aus. Die Niederbayern stehen aktuell mit nur neun Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Ganze zwei Spiele konnte man in dieser Saison gewinnen, dreimal punktete man wenigstens bei einer Niederlage nach Penaltyschießen. Am Freitag stürzte man nach einer peinlichen 2:6-Heimniederlage gegen das bisherige Schlusslicht Düsseldorf ans Tabellenende.

Von daher gehen also beide morgen Nachmittag mit unterschiedlichen Gefühlen in diese Partie. Die Eisbären boten gestern Abend beim 4:3-Sieg n.P. in Augsburg eine starke kämpferische Vorstellung, zeigten, dass mit Ihnen noch zu rechnen ist. Vielleicht war der Sieg beim AEV ja die Wende zum Guten und die Jungs starten nun eine Siegesserie.

Die Chancen dafür stehen definitiv gut, denn die Niederbayern dürften nach der erschreckend schwachen Vorstellung gegen Düsseldorf gestern Abend völlig verunsichert sein. Insofern haben die Eisbären also die große Chance, diese Verunsicherung auszunutzen.

Von bisher 15 DEL-Heimspielen gegen Straubing gewannen die Eisbären elf. Im zweiten Aufeinandertreffen der vergangenen Saison beendete man eine zwei Spiele andauernde Niederlagenserie gegen die Tigers auf eigenem Eis mit einer beeindruckenden Vorstellung. Mit 8:0 hatten die Eisbären damals Straubing aus der Halle geschossen. Vielleicht gibt es morgen einen erneuten Kantersieg gegen die verunischerten Gäste.

Den Eisbären werden auch morgen wieder Matt Foy, Thomas Supis, Frank Hördler und Constantin Braun fehlen. Shawn Lalonde wird dagegen dabei sein. Seine zwei Disziplinarstrafen aus Augsburg gelten als Spieldauer, weshalb er morgen Nachmittag mitwirken kann. Bei der nächsten größeren Strafe muss der Verteidiger alleridngs ein Spiel aussetzen.

Bei Straubing fällt Jordan Hendry weiterhin für unbestimmte Zeit aus. Ansonsten stehen Tigers-Coach Dan Ratushny alle Spieler zur Verfügung.

Los geht es morgen Nachmittag um 16:30 Uhr in der Berliner O2 World. Hauptschiedsrichter sind die Herren Aumüller und Oswald.

4:3 n.P.: Julian Talbot und Barry Tallackson schießen kämpfende Eisbären zum Sieg in Augsburg

150px-AEV_Panther_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgWar das die Wende? Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend ihr Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern mit 4:3 n.P. (1:1, 1:1, 1:1/ 0:0, 1:0) gewonnen. Dabei wären sogar drei Punkte möglich gewesen für sehr stark kämpfende Berliner. Die Eisbären gaben in dieser Partie alles, um den Sieg aus Augsburg mit nach Hause zu nehmen. Es ist zwar ärgerlich, dass es am Ende „nur“ zwei statt der erhofften drei Punkte wurden, aber der Sieg war enorm wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft. Denn aus diesem Sieg kann man nun Mut für die nächsten Wochen schöpfen und den Angriff nach oben starten.

EHC-Coach Jeff Tomlinson standen für diese Partie die Verteidiger Thomas Supis, Frank Hördler und Constantin Braun sowie Stürmer Matt Foy nicht zur Verfügung. Im Tor stand erneut Stammgoalie Rob Zepp.

Hinein in ein Spiel, welches für die Berliner aber nicht wirklich gut begann. Nach drei Minuten kassierte Kris Sparre wegen Checks von Hinten eine 2+10-Minuten-Strafe. Es sollte nicht die letzte größere Strafe in diesem am Ende sehr ruppigen Spiel gewesen sein. Aus diesem Überzahlspiel konnten die Panther aber noch kein Kapital schlagen.
Das sollte sich jedoch in Minute Neun ändern, als Jimmy Sharrow für zwei Minuten wegen Spielverzögerung in der Kühlbox saß. Daryl Boyle nutzte die numerische Überlegenheit zum 1:0 aus.
Doch während die Eisbären in den letzten Wochen nach einem Gegentreffer meist auseinander fielen, zeigten sie sich heute von ihrer kämpferischen Seite. Die Jungs kämpften um jeden Zentimeter Eis und gaben keinen Puck verloren.
So viel Einsatz sollte dann auch belohnt werden. Julian Talbot überwand Ex-Eisbären-Goalie Markus Keller zum 1:1 (13.). Bei diesem Spielstand sollte es dann auch bis zur ersten Drittelpause bleiben.

Im MItteldrittel suchten beide Mannschaften immer wieder den Weg zum Tor, beide wollten hier den Führungstreffer erzielen. Und dieser sollte den Eisbären gelingen. Erneut war es Julian Talbot, der für die Berliner traf. Er war in Überzahl erfolgreich und hatte die Partie somit alleine gedreht – 2:1 (27.).
Die Eisbären hatten danach durchaus Chancen, die Führung auszubauen, doch an Markus Keller kamen sie nicht vorbei. Augsburg wurde dann gegen Ende des Mitteldrittel wieder stärker und kam durch Peter MacArthur zum 2:2-Ausgleich in der 38. Minute. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.

Es folgte das Schlussdrittel, welches den 5017 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion jede Menge Unterhaltung bot. Zunächst legten die Eisbären einen Blitzstart hin. Barry Tallackson schoss die Eisbären in Minute 42 in Führung – 3:2. Das sollte es dann auch erst einmal gewesen sein mit Eishockey.
Denn die Partie wurde nun zunehmend ruppiger und zerfahrener. Die beiden Mannschaften schenkten sich nix und kämpften verbissen um jeden Puck. Bereits nach fünf Minuten im letzten Drittel flogen erstmals die Fäuste. Auslöser war ein Bandencheck von Daniel Weiß, der dafür sorgte, dass sich Sebastian Uvira Eisbär Shawn Lalonde griff. Was jedoch ein Fehler für den Augsburger war, denn Lalonde zeigte dem Panther seine Grenzen auf. Für beide Spieler war die Partie danach mit einer Spieldauer beendet.
Im letzten Drittel hagelte es nun immer wieder Strafzeiten, was einen geordenteten Spielablauf unmöglich machte. 50 Minuten waren rum, als es die nächste Schlägerei gab. AEV-Spieler Rob Brown schnappte sich Eisbär Darin Olver und wurde als „Belohnung“ dafür vom Ex-Augsburger vermöbelt. Beide kassierten eine 2+2+10-Minuten-Strafe.
Erst in den letzten fünf Minuten beruhigten sich die Gemüter wieder ein wenig und es wurde wieder etwas Eishockey gespielt. Was Augsburg mit mehr Erfolg tat, denn Stephen Werner sorgte zwei Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit für den 3:3-Ausgleich und letztendlich auch dafür, dass es in die Verlängerung ging.

Dort waren die Hauptstädter die aktivere Mannschaft und hatten 49 Sekunden vor Ablauf der Overtime auch noch einmal die Chance, in Überzahl zu agieren. Doch der Puck wollte nicht an Markus Keller vorbei gehen. Somit musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort hielt Rob Zepp beide Augsburger Penalty, während Barry Tallackson und T.J. Mulock für die Eisbären trafen und somit für den Zusatzpunkt sorgten. Durch diesen blieb den Eisbären auch der Sturz ans Tabellenende erspart. Stattdessen verbesserten sich die Mannen von Coach Jeff Tomlinson auf Platz Zwölf.

Ein für die Eisbären enorm wichtiger Sieg. Und dieser war am Ende auch verdient. Die Eisbären zeigten vor allem kämpferisch eine starke Leistung, haben deutlich gemacht, dass sie diesen Sieg unbedingt haben wollten. Und dafür haben sie am Ende auch alles getan. Dieser Sieg kann nun der Anfang von einer besseren Zeit sein. Nur dafür müssen die Jungs am Sonntag im Heimspiel gegen den neuen Tabellenletzten Straubing nachlegen. Denn ansonsten wäre der Sieg in Augsburg nur noch Schall und Rauch.

Vorschau auf den 10. DEL-Spieltag: Mannheim empfängt Geheimfavorit München – Baut Nürnberg den Startrekord aus?

DEL-LogoIn der Deutschen Eishockey Liga (DEL steht morgen der 10. Spieltag auf dem Programm. Und dabei kommt es zu einigen interessanten Duellen. So versucht z.B. Nürnberg seinen Startrekord in Wolfsburg auszubauen. Verfolger Köln erwartet derweil Ingolstadt zum Spitzenspiel, während Mannheim auf den Geheimfavoriten München trifft. Und in Augsburg wollen die Eisbären den Sturz ans Tabellenende verhindern. Der 10. Spieltag im Überblick:

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logo125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgNeun Siege in neun Spielen: Die Thomas Sabo Ice Tigers haben einen neuen Startrekord in der DEL aufgestellt. Diesen wollen die Franken morgen Abend bei den Grizzly Adams Wolfsburg ausbauen, was allerdings sehr schwer wird. Denn Nürnberg hat die letzten acht Gastspiele in Wolfsburg verloren, gewann letztmals im November 2009 bei den Niedersachsen (3:2 n.P.).

 

130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAuf einen Patzer des Liga-Primus hofft Verfolger Köln. Die Haie wollen mit einem Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt den Abstand zu Nürnberg verkürzen. Zuletzt lief es für die Domstädter auch gar nicht schlecht, schließlich gelangen sechs Siege in den letzten acht Ligaspielen. Allerdings verlor man die beiden einzigen Spiele ausgerechnet gegen die Kellerkinder Schwenningen (1:2) und Düsseldorf (2:4). Morgen Abend droht eine weitere Niederlage, denn der ERCI hat sich in den letzten Jahren als Angstgegner der Haie erwiesen. Nur zwei der letzten acht Heimspiele gegen den ERCI konnte der KEC gewinnen.

 

125px-Adler-Mannheim-logo_svgrbs_negIn der Kurpfalz kommt es zum Duell zwischen den Adler Mannheim und dem EHC Red Bull München. Die Adler wollen den Pokal endlich wieder mal gewinnen. Doch neben der üblichen Konkurrenz aus Berlin wächst auch mit dem morgigen Gegner München ein weiterer Konkurrent, der die Adler im Kampf um die Meisterschaft ärgern will. Mannheim war zuletzt richtig stark drauf, gewann die letzten vier Ligaspiele in Folge. Der MERC gewann fünf der letzten sechs Heimspiele gegen München.

 

Rooster_1_E17_ig110307125px-Krefeld_Pinguine_LogoDie Iserlohn Roosters empfangen die Krefeld Pinguine. Beim IEC war unter der Woche ordentlich was los. Stammkeeper Sébastien Caron wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Kader gestrichen. Mit Erik Ersberg konnten die Sauerländer schnell einen Ersatz verpflichten. Ob der Schwede bereits morgen Abend sein Debüt im Roosters-Trikot geben wird, entscheidet sich kurzfristig. Einen starken Goalie werden die Iserlohner morgen Abend aber auch brauchen, denn gegen Krefeld konnte man nur eins der letzten sechs Heimspiele gewinnen. Diese Partie wird von LAOLA1.tv live übertragen

 

150px-AEV_Panther_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIm Curt-Frenzel-Stadion treffen zwei kriselnde Mannschaften aufeinander. Die Augsburger Panther haben nur eins der letzten fünf Ligaspiele gewonnen, die Eisbären Berlin sogar nur eins der letzten sieben Ligaspiele. Für den DEL-Rekordmeister droht bei einer weiteren Niederlage sogar der Sturz ans Tabellenende. Eine Niederlage ist auch durchaus möglich für die Eisbären, die in Augsburg zuletzt dreimal in Folge als Verlierer vom Eis gingen. Eine ausführliche Vorschau auf diese Partie findet Ihr hier.

 

200px-Hamburg-freezers_svgKrise ist auch das Stichwort für die Hamburg Freezers, die morgen Abend die Schwenninger Wild Wings erwarten. Die Hanseaten verloren vier der letzten fünf Ligaspiele und stehen derzeit nur auf dem zwölften Tabellenplatz. Ein Platz, der den Erwartungen in Hamburg überhaupt nicht entspricht. Der morgige Gegner Schwenningen konnte dagegen in dieser Saison bisher voll überzeugen und steht aktuell auf Platz Zehn. Vielleicht können die Wild Wings ja morgen auch Hamburg ärgern.

 

125px-Straubing_tigers_logoRZ_DEG_BasisPartner_farbigDie letzte Partie des Spieltages steigt am Pulverturm, wo die Straubing Tigers die Düsseldorfer EG zu Gast haben. Die „jungen Wilden“ der DEG sorgten in der vergangenen Woche gleich zweimal für Aufsehen. Zunächst wurde am Mittwoch gegen Meister Berlin der erste Saisonsieg gefeiert (3:1). Am Samstag ließ man dann beim Vizemeister Köln im 200. Rhein-Derby den zweiten Saisonsieg folgen. Mit einem weiteren Erfolg morgen in Straubing und einer gleichzeitigen Eisbären-Niederlage würde Düsseldorf den letzten Platz verlassen. Die Niederbayern gewannen vier der letzten sechs Heimspiele gegen Düsseldorf.

Morgen in Augsburg: Ein Sieg oder es droht der Sturz ans Tabellenende

150px-AEV_Panther_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht für die Eisbären Berlin morgen Abend das vierte Auswärtsspiel in Folge an. Um 19:30 Uhr gastieren die Hauptstädter im Curt-Frenzel-Stadion bei den Augsburger Panthern. Man will die vier Spiele andauernde Auswärtsspielserie wenigstens mit einem Sieg beenden. Denn die Bilanz der ersten drei Gastspiele ist eher dürftig. In Düsseldorf verlor man mit 1:3, dann folgte ein hart erkämpfter 3:2-Sieg n.P. in Schwenningen, bevor man am Sonntag in Mannheim mit 0:1 unterlag.

Bei einer weiteren Niederlage morgen Abend würde dem DEL-Rekordmeister sogar der Sturz ans Tabellenende drohen. Das wäre nämlich dann der Fall, wenn gleichzeitig die Düsseldorfer EG bei den Straubing Tigers gewinnen sollte. Doch das wollen die Eisbären mit aller Macht verhindern. In Augsburg will man mit einem Sieg den ersten Schritt zurück in die Erfolgsspur machen.

Allerdings wird das nicht gerade einfach werden. Zwar stehen die Augsburger Panther aktuell auch nur auf dem 9. Platz mit 12 Punkten (die Eisbären sind mit acht Punkten Vorletzter), doch gewannen sie die letzten drei Heimspiele gegen die Hauptstädter in Folge. In der Saison 2011/2012 setzte man sich deutlich mit 5:1 durch, in der vergangenen Saison gewann man zweimal 3:2 gegen Berlin. Davor waren es aber die Eisbären, die vier Siege in Folge in Augsburg feiern konnten.

In den letzten Spielen lief es für beide Mannschaften nicht rund. Augsburg gewann nur eins der letzten fünf Spiele, die Eisbären sogar nur eins der letzten sieben Spiele. Beide Mannschaften wollen die sportliche Krise nun beenden, doch nur einer Mannschaft wird dies vorübergehend gelingen. Wenn man die letzten Auftritte der Eisbären so gesehen hat, kann man daran zweifeln, dass es die Berliner sein werden, die morgen Abend den Sieg einfahren werden.

Personell muss Chefcoach Jeff Tomlinson am Wochenende erneut auf Verteidiger Frank Hördler und Stürmer Matt Foy verzichten. Bei Hördler wurde zum Glück „nur“ eine Prellung und Überdehnung des Handgelenkes festgestellt. Ein Einsatz morgen Abend scheint aber noch zu früh zu sein. Foy wird wegen seines Syndesmosebandrisses wohl noch bis Ende Oktober ausfallen.

Auch AEV-Coach Larry Mitchell kann nicht aus dem Vollen schöpfen. Ihm werden definitiv Verteidiger Michael Bakos (Schultereckgelenksprengung) und Stürmer John Zeiler (Knieprobleme) fehlen. Hinter dem Einsatz von Verteidiger und Ex-Eisbär Tobias Draxinger (Hexenschuss) steht noch ein Fragezeichen.

Los geht es morgen Abend um 19:30 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion. Die Herren Aicher und Schimm werden diese Partie als Hauptschiedsrichter leiten.

Thomas Sabo Ice Tigers: Die Franken dominieren die Liga

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgIn der Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind aktuell erst neun Spieltage absolviert. Doch bereits jetzt hat es in der 20. DEL-Saison schon einen neuen Rekord gegeben. Für den sind die Thomas Sabo Ice Tigers zuständig. Die Franken haben die ersten neun Ligaspiele gewonnen, holten 26 von 27 möglichen Punkten und sind derzeit Spitzenreiter mit neun Punkten Vorsprung auf den Zweiten Köln. Der Startrekord der DEL lag zuvor bei acht Siegen in Folge zum Saisonauftakt. Diesen hatte in der zweiten DEL-Saison 1995/1996 der EV Landshut aufgestellt. Dieser ist seit Sonntag nun Geschichte.

Der erfolgreiche Saisonstart der Thomas Sabo Ice Tigers kommt aber schon ein wenig überraschend. Die Franken galten in der vergangenen Saison als Geheimfavorit, konnten die Erwartungen aber überhaupt nicht erfüllen. Die Hauptrunde beendete man auf dem siebten Platz und in den Pre-Play-Offs scheiterte man in drei Spielen an den Grizzly Adams Wolfsburg.

Den Kader hat man im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert. Die wichtigste Änderung fand auf der Trainerposition statt. Da gab man Tray Tuomie das Vertrauen. Der war zuvor noch Co-Trainer gewesen. Seine Beförderung zum Chefcoach sorgte für große Verwunderung in der Nürnberger Fangemeinde. Und auch die Experten sahen dieses Schritt der Nürnberger als sehr mutig an.

Doch die Franken haben es nun allen gezeigt. Sie legten einen furiosen Saisonstart hin und dominieren aktuell die Deutsche Eishockey Liga (DEL) nach Belieben. Nur am ersten Spieltag gab man beim 3:2-Sieg n.P. in Köln einen Zähler ab, danach folgten acht Siege in Folge nach regulärer Spielzeit. Darunter waren Siege gegen so manch einen Titelfavoriten bzw. Titelkandidaten – Köln, Hamburg, Ingolstadt, Berlin, München.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Ice Tigers von Verletzungsproblemen geplagt sind und kaum in Bestbesetzung antreten konnten, stellt sich die Frage, wohin der Weg der Franken in dieser Saison gehen soll, wenn dann auch noch alle Spieler wieder fit sind.

Die große Frage, die sich alle stellen: Warum läuft es in diesem Jahr bei den Nürnbergern so gut? Der Kader hat sich doch im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert und da hatten die Franken während der Hauptrunde so manches Problem gehabt.
In erster Line liegt es wohl auch an der Erwartungshaltung, die im Vergleich zur Vorsaison deutlich zurück gegangen ist. Denn letztes Jahr galten die Ice Tigers als der Geheimfavorit. Das war für die Spieler der Franken wohl eher eine zu große Last gewesen, weshalb man im Spiel meist verkrampfte.
In dieser Saison wurden die Erwartungen im Nürnberger Umfeld wegen der letzten Saison deutlich zurückgeschraubt. Das ist wohl ein Grund dafür, dass es derzeit so gut läuft. Man erwartet keine große Sachen und die Franken können befreit aufspielen. Was ja bisher sehr gut klappt.

Vielleicht hat die Mannschaft aber auch dieses eine Jahr zum einspielen gebraucht. Die Spieler konnten sich nun besser aufeinander einstellen nach dem großen Umbruch im Vorjahr. Der Mix aus erfahrenen und sehr jungen, talentierten Spielern stimmt. In Nürnberg wächst wieder eine erfolgreiche Mannschaft heran, der ich durchaus zutraue, in diesem Jahr um die Meisterschaft mitzuspielen. Denn wenn die verletzten Spieler alle zurückkehren, sind die Ice Tigers nochmal en wenig stärker als sie es derzeit ohnehin schon sind.

Die Spieler selbst können sich den Unterschied zwischen dem diesjährigen Start und dem der letzten Saison nicht so recht erklären. Youngster Leo Pföderl, der am Wochenende doppelt gegen Schwenningen traf, erklärte es gegenüber der Eishockey NEWS (aktuelle Ausgabe Nr. 41 vom 08.10.2013) wie folgt:

Auch im letzten Jahr hatten wir eigentlich keine schlechte Stimmung. Aber insgesamt wird jetzt vielleicht schon ein bisschen mehr gelacht.

Am kommenden Wochenende wollen die Mannen von Tray Tuomie den frisch aufgestellten Startrekord weiter ausbauen. Es stehen Spiele in Wolfsburg und gegen Mannheim auf dem Programm. Keine leichten Aufgaben für Nürnberg, gewann man doch z.B. in Wolfsburg seit 2009 kein Spiel mehr. Bei den Niedersachsen setzte es zuletzt acht Pleiten in Folge. Und mit Mannheim wartet ja dann auch noch ein Titel-Favorit auf die Ice Tigers, welcher zuletzt richtig in Fahrt kam. Die Adler gewannen die letzten vier Spiele in Folge und haben sich durch die Siegesserie bereits auf Platz Drei der Tabelle vorgekämpft.

Sollten die Thomas Sabo Ice Tigers auch die beiden schweren Spiele am Wochenende gewinnen, würden sie ein weiteres Ausrufezeichen in der Jubiläumssaison setzen. Damit würde man der Konkurrenz dann eindrucksvoll beweisen, dass mit Nürnberg in diesem Jahr mehr denn je zu rechnen ist.

Es würde den Thomas Sabo Ice Tigers nach Jahren der Enttäuschung mal wieder richtig gut tun. Denn seit der letzten Final-Teilnahme in der Saison 2006/2007 kamen die Franken nie weiter als ins Viertelfinale. In den letzten drei Jahren schied man sogar zwei Mal in den Pre-Play-Offs aus und erreichte ein Mal sogar überhaupt nicht die Play-Offs. Diese Zeiten sollen in Nürnberg nun der Vergangenheit angehören. Und die Thomas Sabo Ice Tigers befinden sich zur Zeit auf dem richtigen Weg.

Frank Hördler: „Wir verstehen, was der Trainer will“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn der neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind inzwischen neun Spieltage absolviert. Für DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin verlief der Start denkbar schlecht. Nur drei Siege gelangen in den ersten neun Spielen. Mit acht Punkten steht man aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt setzte es sechs Niederlagen in sieben Spielen. In Berlin hinkt man derzeit den eigenen Ansprüchen meilenweit hinter her. Am Wochenende droht sogar der Sturz ans Tabellenende, wenn man am Freitag in Augsburg verlieren und gleichzeitig Düsseldorf gewinnen sollte.

Dass es eine schwere Saison werden würde, war allen klar gewesen. Mit Don Jackson hat der erfolgreichste Coach der Vereinsgeschichte den Verein verlassen. Sein Nachfolger wurde Jeff Tomlinson, der bei seiner letzten Trainerstation in Nürnberg entlassen wurde. Die ersten Rufe nach einer Trainernetlassung werden derweil in Berlin auch schon wieder laut. Viele Fans sehen in Tomlinson den Schuldigen für die aktuelle Krise bei den Eisbären. Doch Verteidiger Frank Hördler sieht das nicht so, viel mehr ist er mit der bisherigen Arbeit von „Tommer“ zufrieden:

Wir haben im Augenblick so eine Phase, in der wir das Tor nicht treffen. Da müssen wir durch. Ich bin mir sicher, dass die Pucks irgendwann wieder reingehen werden. Vielleicht wollen wir vor dem Tor ein wenig zu kreativ sein. Wir verstehen, was der Trainer will. Er hat ein paar Sachen im System verändert. Das braucht Zeit.

Es ist der übliche Werdegang im Sport. Wenn es bei einem Verein nicht läuft, ist der Trainer der Erste, der gehen muss. Jüngstes Beispiel ist Michael Wiesinger in der Fussball-Bundesliga, der nach einer 0:5-Niederlage des 1. FC Nürnberg gegen den Hamburger SV entlassen wurde.

Aber ich würde die ganze Schuld nun nicht gleich Jeff Tomlinson geben. Klar, er ist dafür verantwortlich, wie die Jungs auf das Eis gehen. Er muss sie richtig einstellen und motivieren für die bevorstehenden Aufgaben. Doch auf dem Eis sind es letztendlich die Spieler, die die Leistung bringen müssen. Und da kommt bisher eindeutig zu wenig. Von Barry Tallackson, Darin Olver, T.J. Mulock, Jimmy Sharrow und Co. ist in dieser Saison nicht viel zu sehen. Statt als Mannschaft gemeinsam zusammen zu spielen, verrennen sich die Spieler meistens in Einzelaktionen, die nur äußerst selten Erfolg bringen. Nichts ist zu sehen von der so einst gefürchteten Offensive. Mit aktuell 17 Treffern hat man den zweitschlechtesten Angriff der Liga. Düsseldorf hat drei Treffer weniger als die Eisbären erzielt, aber auch ein Spiel weniger absolviert.

Jeff Tomlinson äußerte sich zur Frage, warum die Angreifer die Gefahrenzone meiden, gegenüber der Berliner Morgenpost wie folgt:

Weil die Verantwortung in einer Situation, in der wir uns befinden, gern abgegeben wird. Normal sollten wir viele Pucks zum Tor bringen, so wie Mannheim das vorgemacht hat. Bei uns trauen sich die Spieler das gerade nicht, weil jeder denkt, er schießt sowieso kein Tor. Keiner will einen Fehler machen.

In so einer schiwerigen Situation ist nun natürlich Jeff Tomlinson gefragt. Er muss versuchen, die Jungs zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Wie er das schaffen will, verriet er auch:

Es gibt den Moment und es gibt das große Bild. Als Trainer muss man beides sehen. Das große Bild ist: Es gibt schlechte Phasen in jeder Saison, und ich hoffe, dass unsere jetzt fast durch ist. Im Moment müssen wir aber Lösungen finden. Wir haben die Verantwortung, den Spielern ein paar Antworten zu geben und ihnen zu helfen. Und wir müssen diejenigen, die kämpfen, genügend anspornen, damit sie nicht aufgeben. Wenn ein Torjäger keine Tore schießt, weiß er nicht mehr, wie er helfen kann. Dagegen ist mit netten Worten schwer anzukommen, um das Selbstvertrauen wieder aufzubauen, helfen nur Tore. Wenn die Freude am Spiel zurückkehrt, lässt auch die Verkrampfung nach, die sich mit jedem Spiel ohne Treffer steigert. Ich muss die Jungs jetzt laufen lassen, ihnen die kindliche Freude am Spielen wiederbringen, ich werde ihnen Freiraum geben.

Doch man sollte nicht alles schlecht reden in der aktuellen sportlichen Krise. Denn es gibt auch einige wenige Lichtblicke. So zum Beispiel Torhüter Rob Zepp, ohne den die Eisbären wohl so manches Spiel sehr hoch verloren hätten. Er hat seine Mannschaft zuletzt mehrfach vor zu hohen Niederlagen bewahrt und sie ständig im Spiel gehalten, ihr somit die Chance gegeben, das Spiel doch noch zu gewinnen. Aber wenn es vorne nicht läuft, die Stürmer eine Blockade vor dem gegnerischen Tor haben, hilft auch der beste Torhüter nichts.

Bei den Spielern muss man zwei heraus heben. Neuzugang Shawn Lalonde und Laurin „Lolle“ Braun. Beide haben bisher drei Treffer erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet. Die Beiden sind damit die Top-Scorer der Eisbären. Doch auch hier gilt dasselbe wie bei Rob Zepp, wenn keine anderen Spieler mitziehen, wird es schwer, Erfolg zu haben.

Für die Eisbären Berlin ist es die schwerste Zeit seit der Saison 2006/2007. Damals kassierten die Berliner unter Coach Pierre Pagé sogar acht Niederlagen in Folge. Am Ende einer Katastrophen-Saison schied man in den Pre-Play-Offs gegen die Frankfurt Lions in drei Spielen aus, wobei man das dritte Spiel in Frankfurt sang- und klanglos mit 0:6 verlor. Es war das letzte Spiel von Pierre Pagé als Trainer der Eisbären.

Für Jeff Tomlinson ist so ein schlechter Start nichts Neues. Bei seinen bisherigen DEL-Stationen als Trainer kamen seine Mannschaften nie gut aus den Startlöchern. Mit Düsseldorf holte er in der Saison 2010/2011 aus den ersten zehn Spielen nur elf Punkte und war Tabellenvorletzter. Am Ende der Hauptrunde stand die DEG auf Platz Zwei.
Eine Saison später waren es für Düsseldorf nach den ersten zehn Spielen nur zehn Punkte und Platz Zwölf. Am Ende der Hauptrunde belegte man den siebten Platz.
Und in der letzten Saison startete Nürnberg mit Tomlinson als Coach mit fünf Siegen und fünf Niederlagen in die Saison. Mit 16 Punkten standen die Franken damals nach zehn Spieltagen auf dem 7. Platz. Im Dezember wurde „Tommer“ dann nach einer anhaltenden Niederlagenserie in Nürnberg entlassen.

Angst vor einer Entlassung in Berlin hat Jeff Tomlinson aber derzeit nicht:

Nein, dann würde mir die Energie fehlen, meine Arbeit zu machen. Ich weiß, dass die Spieler Vertrauen haben in mich, sie hören mir zu. Peter hat Vertrauen. Das ist für mich wichtig. Unser großes Ziel ist nicht geplatzt wegen dieser schlechten Phase. In Düsseldorf hatte ich in meiner ersten Saison auch so eine Phase, dort wurde das Vertrauen belohnt. Von den ersten elf Spielen verloren wir sieben, am Ende wurden wir Zweiter. Wir müssen jetzt kleine Schritte machen, weil alles so komplex ist.

Dem Trainer und auch den Spielern sind die Fehler bekannt, die man in den letzten Spielen gemacht hat. Sie wissen, weshalb es derzeit überhaupt nicht gut läuft. Die Spieler reden auch immer davon, dass man die Fehler kennt, sie abstellen will und es im nächsten Spiel besser machen will. Nun ist es aber an der Zeit, dass den Worten auch mal Taten folgen. Wir sind zwar noch sehr früh in der Saison, aber je länger die Krise andauert umso schwerer wird es später, sich wieder nach oben zu kämpfen. Auf einen Platz, der den eigenen Ansprüchen genügt. Und das sind nun einmal die ersten vier Plätze. Da wollen die Eisbären am Ende der Hauptrunde stehen, um im Viertelfinale Heimrecht zu haben.

Vielleicht hilft ja auch ein neuer Spieler der Mannschaft, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. Denn die Rufe nach Verstärkung werden immer lauter, weil viele Experten und auch einige Fans halten den Kader für zu dünn, um am Ende ein Wörtchen im Meisterkampf mitzureden. Doch auch zum Thema Neuzugänge hat Tomlinson seine eigene Meinung:

Mit Manager Peter John Lee habe ich noch nicht über neue Spieler gesprochen. Er macht sich darüber ab und zu Gedanken, aber ich als Trainer möchte lieber unsere guten Spieler wieder in die Spur bringen.

Was die Mannschaft aber in jedem Fall gerade jetzt braucht, sind die eigenen Fans. In dieser schweren Zeit müssen wir die Mannschaft nach allen Kräften unterstützen. Denn nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam kann man aus dieser sportlichen Krise heraus kommen. In diesem Sinne:

Gemeinsam. Lautstark. NUR DER EHC.