WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #5:

Dritter Sieg in Serie: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt mit 2:0 (0:0,2:0,0:0) gewonnen und feierten damit den vierten Sieg im fünften Ligaspiel. Goalie Jonas Neffin bestritt sein zweites Spiel für die Berliner und blieb erneut ohne Gegentor. 120 Minuten und null Gegentore: was für ein Start der Nummer 75 in Berlin!
Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf den angeschlagenen Gabriel Fontaine verzichten. Dafür rückte Rihards Griva ins Line-up. Auch Korbinian Geibel wurde wieder eingesetzt und war als siebter Verteidiger dabei. Eric Hördler nahm den Platz von Fontaine in der Reihe neben Leo Pföderl und Andreas Eder ein. Griva rückte in die vierte Reihe zu Tobias Krestan und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert. Dass Jonas Neffin erneut im Tor stand, hatte ich bereits eingangs des Spielberichts erwartet.
Für die Hauptstädter stand die schwere Aufgabe in Hessen auf dem Programm, stellten die Löwen Frankfurt mit sieben Gegentoren doch die beste Defensive der Liga. Vergangene Saison hatten beide Mannschaften je ein Spiel in der Eissportshalle am Ratsweg gewonnen. Wer zog heute das erste Spiel?

Brandon Davidson knackte das Bollwerk der Hessen und erzielte das 1:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Andreas Eder trifft nur die Latte
Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel zweier Mannschaften, welche sich auf Augenhöhe begegneten. Der Respekt voreinander war auf beiden Seiten zu spüren. Die Löwen wollten mit den eigenen Fans im Rücken den Titelverteidiger ärgern, während die Eisbären an die beiden Siege vom vorigen Wochenende anknüpfen wollten.
Die Mannschaft von Trainer Tom Pokel hatte früh die erste dicke Chance, als die Scheibe kurz vor der Torlinie des Berliner Tores lang trudelte. Zum Glück für die Eisbären ging sie in dieser Szene nicht rein.
Beide Mannschaften erspielten sich in den ersten 20 Minuten gute Chancen, doch sowohl Adam Scheel auf Frankfurter Seite als auch Neffin auf Berliner Seite bewiesen, dass sie mit zu den besten Goalies der PENNY DEL zählen. Der Neuzugang der Löwen war im ersten Drittel zwar einmal schon geschlagen, die Latte (Schuss von Andreas Eder) rettete seine Mannschaft aber vor dem Rückstand.
Da die Hessen auch ein Powerplay nicht zur Führung nutzen konnten, endeten die ersten 20 Minuten torlos. Dennoch wurde den Zuschauern beste Unterhaltung geboten.

Liam Kirk scorte im 13. Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)
Davidson und Kirk schlagen zu
Zu Beginn des zweiten Drittels duellierten sich beide Teams weiterhin auf Augenhöhe. Schnell wurde die neutrale Zone überbrückt und dann direkt der Weg vor das gegnerische Tor gesucht. Die ersten sieben Minuten liefen dabei ohne Unterbrechung durch. Das Spiel hatte alles, was es für ein gutes Spiel braucht. Jedenfalls fast alles, denn das Wichtigste fehlte noch – ein Tor.
Dieses sollte in der 28. Spielminute fallen. Jeder Schuss auf das Tor ist ein guter – dachte sich auch Brandon Davidson, dessen Schuss am Ende den Frankfurter Goalie überwand und zum 1:0 für die Eisbären sorgte.
Die Löwen suchten danach nach einer Antwort, liefen jedoch in einen Berliner Konter. Eric Mik fing im eigenen Drittel ganz stark einen Pass der Hessen ab, schickte Ty Ronning auf den Weg, welcher seinem kongenialen Partner Liam Kirk in Szene setzte. Und wenn die beiden Ausnahmestürmer auf dem Eis sind, klingelt es meistens im Tor. So auch heute geschehen – 2:0 (36.).
Das „Duo Infernale“ sorgt weiterhin für Angst und Schrecken in der Liga. Der britische Nationalstürmer scorte saisonübergreifend im 13. Spiel in Folge. Die Eisbären können sich glücklich schätzen, dass diese beiden Spieler bei ihnen unter Vertrag sind. Denn solche Unterschiedsspieler wünscht sich jeder Trainer im Kader.

Zweites Spiel, zweiter Shutout: Goalie Jonas Neffin feiert Traumstart in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Jonas Neffin hält Penalty und feiert zweiten Shutout im zweiten Saisonspiel
Trotz der 2:0-Führung nach 40 Minuten war von den Eisbären nochmal volle Konzentration für den Schlussabschnitt gefordert. Und Eric Hördler hätte unmittelbar nach Wiederbeginn für die Vorentscheidung sorgen können, ließ seinen Alleingang jedoch ungenutzt. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren die große Chance auf den Anschlusstreffer, als ihnen ein Penalty zugesprochen wurde. Anthony Romano lief an, fand aber ebenfalls seinen Meister in Jonas Neffin.
Danach hatten die Eisbären das Spiel weitestgehend im Griff. Defensiv ließ man kaum noch etwas zu. Wenn doch etwas durch kam, war Neffin zur Stelle. Nach vorne versuchte man nicht mehr als nötig. So brachte man das 2:0 souverän über die Zeit und liefert damit den Beweis, dass es auch unter dem neuen Trainer Éric Dubois bereits richtig gut läuft. Mit diesem Start hätten die wenigsten Fans und Experten gerechnet, aber Sportdirektor Stéphane Richer hat schon wieder eine starke Mannschaft zusammengestellt und mit Dubois und Dan Lambert auch die richtigen Leute hinter die Bande gestellt.
Am Sonntag folgt dann die schwere Aufgabe zuhause gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Nürnberg. Aber in dieser Form und mit einem Jonas Neffin in dessen Form im Tor, könnten die Eisbären das erste Team in dieser Saison sein, welches die Franken nach 60 Minuten bezwingt.



































