5:1-Heimsieg gegen München: Mit fünf Siegen in Folge sichern sich die Eisbären Berlin das letzte direkte Viertelfinalticket

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #38:

Die Eisbären Berlin haben es am Ende tatsächlich geschafft und sich das letzte direkte Viertelfinalticket gesichert. Dank des fünften Sieges in Serie beendet man die Hauptrunde am Ende als Tabellensechster. Gegen Red Bull München feierte man einen verdienten 5:1-Sieg und trifft im Playoff-Viertelfinale nun auf die Straubing Tigers. Eine Playoff-Serie gegen gute, alte Bekannte also.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses doch zuletzt mehr als überzeugt und den Grundstein dafür gelegt, dass man mit einem Sieg heute direkt das Ticket für das Viertelfinale buchen konnte.

Für die Eisbären ging es darum, Platz sechs bis zum Ende der Hauptrunde zu verteidigen. Diesen hatte man sich zuletzt dank vier Siegen in Serie erobert und dabei vor allem spielerisch eine deutliche Verbesserung gezeigt. Der Schlüssel zum Erfolg war dabei, dass man das Spiel einfach hielt und hart in den Forecheck ging. Damit nahm man dem jeweiligen Gegner Raum und Zeit und ging ihm richtig auf die Nerven. Mit diesem Gameplan wollte man heute auch München in die Knie zwingen. Doch auch für die Mannschaft vom Oberwiesenfeld ging es um wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei.

Es war die erwartet intensive Partie zwischen Berlin und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn ähnlich wie am Freitagabend gegen Mannheim. Beide Teams spielten offensives Eishockey und hatten in der Anfangsphase ihre Momente in der Angriffszone. Vor allem die Eisbären sorgten zweimal für echte Gefahr vor dem Tor von Antoine Bibeau. Hätte man die Abpraller besser unter Kontrolle bekommen, wäre das frühe 1:0 möglich gewesen.
Die Eisbären waren in der Folge die aktivere Mannschaft, welche die Scheibe immer gut Richtung Tor brachte und dann darauf hofften, dass sie entscheidend vor dem Tor abgefälscht wird. Ein guter Auftritt bis hierhin von den Gastgebern.
Kurz vor dem Powerbreak dann zwei Aufreger: Zunächst trafen die Gäste nur den Pfosten, im Gegenzug sorgte Manuel Wiederer für die verdiente Führung – 1:0 (10.).
Dem Spiel der Eisbären war das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten Spielen anzuerkennen. Zudem überzeugte man durch ein sehr geduldiges Aufbauspiel. Auch in den Zweikämpfen wurde wieder hart gearbeitet.
Kurz vor der ersten Drittelpause durften die Hauptstädter erstmals in Überzahl ran, doch München ließ in Unterzahl wenig zu, weshalb es bei der 1:0-Führung nach dem ersten Drittel blieb.

Die Eisbären spielten sich im Mitteldrittel regelrecht in einen Rausch und erzielten drei Tore. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht denkbar schlecht. Nur 43 Sekunden dauerte es, ehe Chris DeSousa zum 1:1 traf (21.). Und München durfte wenig später auch noch für vier Minuten Überzahl spielen. Ein denkbar schlechter Start ins Mitteldrittel also für die Berliner. Aber das war den Hausherren egal, denn die schnappten sich die Scheibe und fuhren den Zwei-auf-Null-Konter in Unterzahl! Liam Kirk mit dem Querpass auf Freddy Tiffels und der verwandelte die Arena am Ostbahnhof in einen Party-Tempel – 2:1 (25.). Noch lauter wurde es, als die Eisbären die vier Minuten Unterzahl schadlos überstanden. Überragendes Penalty Killing der Hauptstädter!
Nach dem Powerbreak durften dann die Eisbären für 64 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren und hatten somit die dicke Chance auf 3:1 stellen. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass wollte nicht ankommen. Damit vergab man eine große Chance, hier auf zwei Tore davon zu ziehen.
Im nächsten Powerplay klappte es dann aber. Les Lancaster scheiterte noch, aber Andy Eder drückte die Scheibe anschließend über die Linie – 3:1 (37.).
Nun war das Viertelfinale sehr nahe. Und es musste ein Sieg nach 60 Minuten her, da Bremerhaven am Torverhältnis arbeitete. Denn gegen den sportlichen Absteiger Dresden führten die Pinguins nach 40 Minuten mit 5:0.
Aber die Eisbären erledigten ihre Hausaufgaben selbst und erzielten den vierten Treffer an diesem Nachmittag. Die Eisbären fuhren in der Schlussphase den nächsten Zwei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning eiskalt abschloss – 4:1 (38.). Mit einer souveränen Drei-Tore-Führung ging es dann in die zweite Drittelpause.

Auch Jonas Stettmer kommt immer besser in Form und ist der erhofft sichere Rückhalt im Eisbären-Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es für die Berliner nun darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und nicht mehr viel zuzulassen. Das klappte beim ersten Münchner Powerplay schon mal sehr gut. Auch das darauffolgende zweite Powerplay verteidigte man mit viel Leidenschaft und dank einem starken Jonas Stettmer weg.
Viele Fans rieben sich die Augen und fragten sich, ob das wirklich die Eisbären da unten auf dem Eis sind? Schließlich war es eine sehr schwere Hauptrunde, in der man lange um die direkte Playoff-Teilnahme bangen musste. Doch dank einer furiosen Siegesserie von fünf Spielen am Stück sicherte man sich doch noch das letzte direkte Viertelfinalticket. Vor allem spielerisch sah man eine komplett andere Mannschaft als in den ersten 47 Spielen. Man spielte endlich wieder Eisbären-Hockey und dominierte damit jeden Gegner. Egal ob Absteiger Dresden oder Hauptrundensieger Köln. Auch Mannheim und München fanden kein Mittel gegen die Eisbären, welche dem Gegner mit ihrem harten Forechecking unter die Haut fahren und wenig Raum und Zeit lassen. So sind die Berliner rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Top-Form und dürften für jeden Gegner sehr unbequem zu spielen sein. Denn dass die Mannschaft von Trainer Serge Aubin eine Playoff-Mannschaft ist, weiß jeder. Und wenn diese Mannschaft einmal ins Rollen kommt, wird es sehr schwer, sie viermal in einer Serie zu besiegen. Hinzu kommt, dass die Eisbären noch lange nicht ihr bestes Eishockey spielen, sondern laut Aubin noch besser werden können.
Spielerisch passierte im Schlussdrittel nicht mehr viel. München versuchte es zwar nochmal in Überzahl, aber Jonas Stettmer war stets hellwach und zur Stelle. Somit konnten die Eisbären im letzten Drittel vor allem nochmal ihr Unterzahlspiel üben und überzeugten dabei durchgehend. Die Berliner verteidigten das im letzten Drittel mit großer Leidenschaft und als Team zu Ende. Und sie legten am Ende sogar noch das 5:1 durch Yannick Veilleux nach (58.).
Die letzten fünf Spiele waren ein großer Vorgeschmack auf die Playoffs, welche jetzt endlich beginnen. Und somit lautet ab sofort auch wieder das Motto: „Keine Gnade bis ins Finale!“

Vier Siege in Folge: Serge Aubin, Kai Wissmann und Eric Hördler erklären den Aufschwung der Eisbären Berlin

Die Eisbären Berlin haben bisher keine leichte Saison erlebt. Viele Verletzungen haben den Verlauf der Hauptrunde geprägt. Morgen endet die Hauptrunde der DEL-Saison 2025/2026 mit dem Heimspiel gegen Red Bull München. Die Berliner gehen dabei als Sechster in das Rennen um das letzte direkte Viertelfinalticket. Zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf Konkurrent Bremerhaven, der mit dem sportlichen Absteiger Dresden jedoch die vermeintlich einfachere Aufgabe vor der Brust hat. Doch die Hauptstädter sind rechtzeitig zu den bevorstehenden Playoffs in Form gekommen und haben erstmals seit Mitte Oktober wieder vier Spiele am Stück gewonnen. Doch wie erklärt man sich beim Hauptstadtclub diesen Aufschwung? Trainer Serge Aubin hat die Antwort:

Wir halten das Spiel einfach und nicht zu kompliziert. Wir versuchen nicht zwangsläufig in jedem Shift ein Tor zu erzielen. Wir gehen sehr früh in den Forecheck, was sehr gut funktioniert. Wir nehmen dem Gegner Raum und Zeit weg. Zudem können wir mit vier vollen Reihen spielen.

Auch Kapitän Kai Wissmann betont, dass man zur Zeit viel einfacher spielt als davor:

Wir spielen ein bisschen einfacher durch die neutrale Zone und ein bisschen geradliniger nach vorne. Wir wollen unseren Forecheck nutzen, weil das eigentlich immer unsere Stärke war. Durch unseren harten Forecheck gehen wir dem Gegner immer auf die Nerven. Zudem sind wir eng am Mann und geben ihnen wenig Raum und Zeit. Ich denke, dass wir das seit der Pause sehr gut umsetzen.

Kapitän Kai Wissmann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Pause ist ein gutes Stichwort. Seitdem haben die Eisbären fünf der sieben Spiele gewonnen und liegen in diesem Zeitraum auf Platz drei. Nur Straubing und München haben eine bessere Punkteausbeute als der Titelverteidiger. Für den Hauptstadtclub kam die Pause zum richtigen Zeitpunkt, wie Trainer Aubin verrät:

Die ganze Saison war von vielen Verletzungen geprägt. Von daher war es gut für die Jungs, mal weg zu kommen und sich nicht um Eishockey kümmern zu müssen. So kam man auf andere Gedanken und konnte auch mal die Stadt verlassen. Das war für alle wie ein Neustart. Wir wissen aber, dass noch viel auf uns wartet und wir noch besser spielen können.

Trainer Serge Aubin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch der aktuelle Weg scheint der richtige zu sein. Denn der Spaß am Eishockey ist wieder zurück gekommen, wie Stürmer Eric Hördler sagt:

Zuletzt haben wir einfach und hart gespielt. Wir haben gezeigt, dass wir so noch spielen können. Diese Spiele haben wieder Spaß gemacht, weil wir wieder unser Hockey gespielt haben. Genauso müssen wir weiterspielen.

Gerade Hördler Junior und seine Reihe haben einen großen Anteil am Aufschwung. Zusammen mit Manuel Wiederer und Les Lancaster sorgte Eric Hördler zuletzt für Aufsehen auf dem Eis. Die Nummer 77 versucht das zu erklären:

Die Chemie zwischen uns ist sehr gut. Der Les ist ein brutaler Goalscorer geworden. Also ich habe noch nie so einen Verteidiger im Sturm gesehen. Das macht natürlich viel aus, wenn er da einen nach dem anderen einklinkt. Es macht brutal viel Spaß mit denen zusammenzuspielen. Wir spielen sehr einfach, arbeiten hart und daraus resultieren dann gute Ergebnisse.

Stürmer Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Für Trainer Serge Aubin ergeben sich dadurch natürlich viel mehr Möglichkeiten im Spielverlauf:

Die Drei harmonieren sehr gut und haben eine gute Chemie. Les Lancaster macht einen fantastischen Job. Manuel Wiederer und Eric Hördler verstehen einfach ihre Rolle, die sie in dieser Reihe erfüllen. Eric hat gegen Mannheim einen wichtigen Beitrag zum 1:0 geleistet. Ich habe überhaupt keine Sorge, diese Reihe auf das Eis zu schicken. Das gibt mir mehr Möglichkeiten.

Zudem dürfte auch eine große Rolle spielen, dass das Trainerteam seine vier Reihen gefunden hat. Denn in den letzten Spielen wurde nicht mehr rotiert. Die Mannschaft spielt sich immer mehr in Playoff-Form und dürfte so wieder für jede Mannschaft ein sehr unbequemer Gegner werden. Die Eisbären Berlin sind bereit für das erste Endspiel der Saison gegen München. Mit einem Sieg würde man das direkte Viertelfinalticket buchen.

4:2-Heimsieg gegen Mannheim: Die Eisbären feiern den vierten Sieg in Serie und haben die direkte Playoff-Qualifikation vor Augen

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #37:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auch gegen den Erzrivalen weiter. Gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg und gewannen damit auch das vierte Spiel in Folge. Die Hauptstädter scheinen also tatsächlich rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt ihre Top-Form zu erreichen, welche sie zur einer sehr unbequemen Mannschaft in den Playoffs macht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses Team doch zuletzt mehr als überzeugt und vor allem beim 1:0-Auswärtssieg in Köln mit großer Leidenschaft begeistert. Mit diesem Team will man es nun auch direkt ins Viertelfinale schaffen und den Umweg Pre-Playoffs vermeiden.

Wo wir bei der Ausgangslage wären. Während die Mannheimer bereits das Heimrecht für das Viertelfinale sicher hatten und nur noch um die Platzierungen spielten, ging es für die Eisbären um wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs. Vor dem Spiel lag man zwei Zähler vor dem Konkurrenten aus Bremerhaven, welcher heute zeitgleich in Nürnberg ran musste. Bei einem Sieg der Eisbären und einer Niederlage der Pinguins, würde bereits heute Abend die direkte Viertelfinal-Qualifikation feststehen. Gab es am Ende Grund zum Feiern oder steht am Sonntag der absolute Showdown im Heimspiel gegen München bevor?

Kai Wissmann sorgte für die frühe 1:0-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in den DEL-Klassiker. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und sorgten bereits in der Anfangsphase für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Beide Goalies mussten also vom ersten Bully weg hellwach sein.
Sieben Minuten waren gespielt, da erklang zum ersten Mal an diesem Abend „Viva la vida“. Eric Hördler behauptete überragend die Scheibe im Zweikampf, spielte sie dann hoch zum Kapitän Kai Wissmann, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und die Scheibe im Mannheimer Tor versenkte – 1:0.
Die Antwort der Kurpfälzer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Justin Schütz stellte auf 1:1 (9.). Kurz zuvor hatten die Berliner die Chance zum 2:0 ungenutzt gelassen. Was für ein Auftakt in das Duell der beiden Erzrivalen.
Die Eisbären zeigten im ersten Drittel schöne Kombinationen, welche an die letzten Jahre erinnerten und welche wir in dieser Saison bisher noch nicht so häufig zu sehen bekamen. Auch heute waren die Eisbären wieder konzentriert bei der Sache und fingen die Aufbaupässe der Adler ab.
Während die Eisbären am 2:1 arbeiteten, fiel es auf der anderen Seite. Mannheim fuhr den gefühlt zweiten Angriff und stocherte am Ende die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Marc Michaelis war der Torschütze (15.).
Im ersten Powerplay der Partie hatten die Hausherren die Chance zum Ausgleich, spielten es am Ende aber zu ungenau und so verpuffte diese Chance. So lag man nach dem ersten Drittel mit 1:2 hinten, obwohl man die aktivere Mannschaft war. Die Adler erwiesen sich bis hierhin aber als die effektivere Mannschaft.

Der neue Torjäger Les Lencaster (rechts) sorgte für die 3:2-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären die Mannschaft, welche das Spiel bestimmten und auf das 2:2 drängten. Man spielte es sehr geduldig und wurde dafür belohnt. Yannick Veilleux sorgte nach 24 Minuten für den erneuten Ausgleich.
Mitte des zweiten Drittels wurden dann natürlich auch „Zärtlichkeiten“ ausgetauscht. Leon Gawanke rammte Manuel Wiederer so lange den Schläger in den Rücken, bis es dem Berliner Stürmer reichte. Aber natürlich gab es für beide nur fünf Minuten wegen Fighting. Warum auch dem Mannheimer Verteidiger zwei Minuten wegen Verursachung des Fights geben. Typisch Andre Schrader mal wieder…
In der Folge mussten die Eisbären zweimal nacheinander in Unterzahl ran, überstanden aber beide Unterzahlspiele dank einer überragenden Leidenschaft. Das war ganz starke Teamarbeit von allen Spielern inklusive Jonas Stettmer auf dem Eis.
In den letzten vier Minuten des zweiten Drittels durften die Eisbären dann für vier Minuten mit einem Mann mehr ran. Und das nutzten die Berliner durch ihren neuen Torjäger Les Lancaster aus und drehten die Partie wieder zurück – 3:2 (38.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Zeigte auch heute wieder eine sehr starke Leistung: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzielen, aber Jonas Stettmer war hellwach und hielt sein Tor sauber. Die Eisbären kamen aber relativ schnell auch wieder ins Spiel und drängten ihrerseits auf das vierte Tor.
Die Partie lebte im Schlussdrittel vor allem von der Spannung. Rund neun Minuten vor dem Ende des dritten Drittels durften die Mannheimer erneut in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Doch erneut spielten die Eisbären ganz stark in Unterzahl und überstanden auch diese schadlos und konnten somit weiterhin vom wichtigen Heimsieg gegen den Erzrivalen träumen.
Es stand nun eine extrem spannende Schlussphase bevor. Mannheim machte hinten auf, um hier noch einen Zähler zu sichern. Das wollten die Berliner mit ihren Kontern jedoch verhindern. Als Mannheim den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzten das die Eisbären durch Marcel Noebels zur Entscheidung – 4:2 (58.). Damit feierten die Berliner den vierten Sieg in Serie und behielten die Pole Position im Kampf um Platz sechs gegenüber Bremerhaven. Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation lebt mehr denn je.

1:0-Sieg in Köln! Die Eisbären feiern den dritten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #36:

Die Eisbären Berlin haben erstmals seit Mitte Oktober mal wieder drei Spiele in Folge gewonnen. Beim Hauptrundensieger Kölner Haie setzten sich die Berliner mit 1:0 (1:0,0:0,0:0) durch und verteidigten damit Platz sechs. Die Mannschaft lieferte über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung ab und überzeugte mit enormer Leidenschaft. Rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt scheinen die Berliner in Fahrt zu kommen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtssieg in Nürnberg nicht. Anscheinend hat das Trainerteam endlich die Reihen gefunden, die zusammen harmonieren.

Die Ausgangslage war klar: Für Köln ging es maximal um das Einspielen für die Playoffs. Die Eisbären hingegen benötigen weiterhin Punkte, will man direkt ins Playoff-Viertelfinale einziehen.

Erzielte am Ende den Siegtreffer in Köln: Andreas Eder (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Ganze 27 Sekunden waren gespielt, da musste Markus Vikingstad direkt auf die Strafbank. Die Eisbären mussten also früh in Unterzahl ran, aber man verteidigte das mit viel Leidenschaft und überstand somit die erste brenzlige Situation in diesem Spiel.
Köln kam erwartet druckvoll ins Spiel und setzte die Eisbären früh unter Druck. Die Eisbären brauchten ein wenig, fanden dann aber auch ins Spiel. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe.
Fortan durften auch die Eisbären erstmals in Überzahl ran, von Erfolg war dieses aber nicht gekrönt. Dennoch gelang den Hauptstädtern noch im ersten Drittel ein Treffer. Über Yannick Veilleux und Markus Vikingstad kam die Scheibe zu Andreas Eder, welcher Janne Juvonen erstmals an diesem Nachmittag überwinden konnte – 1:0 (19.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Feierte in Köln sein erstes Shutout in dieser Saison: Jonas Stettmer(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel wollten die Haie den Ausgleich erzielen und erhöhten die Schlagzahl. Für die Eisbären hieß es daher im Mitteldrittel vermehrte Defensivarbeit. Nach vorne ging dafür kaum etwas.
Die Eisbären überzeugten durch eine sehr konzentrierte Spielweise und wirkten auch sehr kontrolliert in ihrem Spiel. Dazu spielte man als Mannschaft und die Spieler unterstützen sich gegenseitig. Dazu war Jonas Stettmer mit starken Saves zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
In der Schlussphase hatten die Domstädter nochmal ein Powerplay und setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor und führten auch nach 40 Minuten mit 1:0.

Am Ende jubeln die Eisbären über einen Auswärtssieg in Köln. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Somit standen den Eisbären noch 20 schwere Minuten bevor. Während Köln auf den Ausgleich drängte, hatten die Eisbären durchaus die Chance auf 2:0 zu erhöhen.
Den Gastgebern rannte so langsam aber sicher die Zeit davon. Aber Köln gab sich nicht auf und setze die Eisbären in den letzten zehn Minuten gehörig unter Druck. Die Berliner mussten alles geben, um das eigene Tor zu verteidigen. Wenn Köln aber zum Abschluss kam, war auf Jonas Stettmer Verlass.
Köln riskierte am Ende alles – Auszeit und Goalie raus. Der Druck wurde nochmal erhöht, aber die Eisbären verteidigten das stark zu Ende und entführten somit drei extrem wichtige Punkte.

Das Spiel heute war das Sonderzugspiel der Eisbären. Um kurz nach 5 Uhr ging es von Berlin-Lichtenberg aus Richtung Domstadt. Die Zugfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse, so dass wir 15 Minuten früher Köln erreichten. Dass es das heutzutage noch gibt, die Deutsche Bahn ist über pünktlich. Wahnsinn!
Angekommen in Köln ging es für über 1.000 Eisbären-Fans per Marsch zur Lanxess-Arena, welchen die Haie-Fans mit großen Augen verfolgten.
Dass über 1.000 Eisbären-Fans heute anreisen würden, hatte sich scheinbar nicht bis nach Köln herum gesprochen, denn es waren sage und schreibe nur zwei Türen geöffnet. Und das geht einfach nicht, da sollte Köln mal dran arbeiten.
Neben dem Sieg der Eisbären auf dem Eis, feierten auch die Fans einen klaren Punktsieg auf den Rängen. Die Stimmung von den Köln-Fans war ehrlich gesagt schlecht. Die Mannschaft spielt die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte und steht als Hauptrundensieger bereits fest. Doch anhand der Stimmung war davon nichts zu sehen. Erst in den letzten beiden Minuten erhob sich das Publikum und feuerte die Haie lautstark an.
Wie großartiger Support geht, haben dagegen die Eisbären gezeigt. Weiter geht’s am nächsten Wochenende mit den letzten beiden Spielen gegen Mannheim und München. Und für uns Fans im Sonderzug geht’s jetzt weiter Richtung Berlin.
Der Autor dieser Zeilen kommt somit mit drei Siegen aus drei Spielen von seiner Auswärtstour zurück. Ob ich jetzt der neue Glücksbringer bin?

Spielbericht – 3. Halbfinalspiel: Eisbärinnen vs. Budapest

Samstag 07.03.2026

Im Welli brennt noch Licht, HALBFINALE ist angesagt und wie immer geht es gegen Budapest.

1. Drittel

Die Eisbärinnen starteten wach und konzentriert in die Partie – deutlich präsenter als die Budapesterinnen, die zwar mit einzelnen guten Aktionen aufwarteten, aber durch viele Fehlpässe immer wieder den Spielfluss unterbrachen. Bereits in der 1. Minute mussten die Eisbärinnen in Unterzahl: #20 LAURENCE Ellen wurde wegen Beinstellen auf die Strafbank geschickt. Doch das scherte die Eisbärinnen wenig – im Gegenteil: #7 FELDMEIER Franziska (Assists: #34 HAIDER / #22 FIEDLER) nutzte die Situation eiskalt und erzielte das 1:0 in Unterzahl (SH1).

In der 9. Minute folgte eine starke Druckphase der Eisbärinnen, die direkt auf das 2:0 drängten. Eine Budapesterin hatte sich dabei kurz allein vor Torhüterin Lilly Ann durchgespielt – doch die parierte den Schuss bravourös. Ab der 11. Minute fanden beide Teams ihren Rhythmus: Die Kommunikation auf dem Eis stimmte, die Zweikämpfe an den Banden wurden intensiver, und die Eisbärinnen unterstützten sich hervorragend gegenseitig. Einzig ungenaue Pässe brachten die Eisbärinnen mitunter selbst in Bedrängnis – Chancen, die Budapest konsequent zu nutzen versuchte.

2. Drittel

Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhte Budapest den Druck, doch Lilly Ann stand erneut sicher im Tor und verhinderte den Anschlusstreffer. Die Sturmreihe um Franziska Feldmeier und Celina Haider, die bereits im ersten Drittel aufgefallen war, machte nahtlos weiter. In der 24. Minute nutzte Budapest dann ein Powerplay zum Ausgleich – 1:1.

Das Spiel wurde zwischenzeitlich etwas zerfahrener, geprägt von häufigen Icings und Fehlpässen auf Seiten der Budapesterinnen. Die Eisbärinnen agierten dagegen mit frühem Forechecking und erarbeiteten sich darüber immer wieder gute Einschussmöglichkeiten. In der 29. Minute drängten die Eisbärinnen im Powerplay auf die erneute Führung – und wurden belohnt: #20 LAURENCE Ellen traf mit Assist von #15 WALSH zum 2:1 (EQ, 32. Minute).

Kaum war das erste Powerplay beendet, durften die Eisbärinnen gleich wieder ran. Das hatte sich allerdings nach exakt zehn Sekunden erledigt: Mathilda Heine musste wegen unerlaubten Körperangriffs auf die Strafbank – weiter ging es 4-gegen-4, munter und offen.

Und dann: TOOOOOOOR! In der 36. Minute erzielte #54 BOTTHOF Tabea (Assists: #18 HEINE / #34 HAIDER) das 3:1. Tabea schnappte sich den Puck, nahm Fahrt über die neutrale Zone auf, hatte viel Eis vor sich und zog ab. Torhüterin TÓTH Zsófia konnte den ersten Schuss noch parieren – doch Tabea war zur Stelle, schnappte sich den Rebound und netzte zum 3:1 ein. Stark! Die Eisbärinnen erhöhten den Druck weiter, merkten: da geht noch mehr. Was zu Beginn des Drittels noch schleppend gewirkt hatte, wich nun Schnelligkeit und Passgenauigkeit.

3. Drittel

Das dritte Drittel begann mit Unterzahl Nummer drei für die Eisbärinnen – Celina Haider musste wegen Beinstellen runter. Das Penalty Killing funktionierte aber gut: Die Eisbärinnen schossen den Puck konsequent aus der eigenen Zone, Schläger und Beine waren zum Blocken zur Stelle – und im Ernstfall stand Lilly Ann im Tor. Direkt im Anschluss folgte die vierte Unterzahl, ehe in der 47. Minute Budapest ebenfalls eine Strafe kassierte und beide Teams wieder 4-gegen-4 spielten. Keine der beiden Mannschaften kassierte dabei ein Gegentor.

In den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein offenes, intensives Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. In der 54. Minute hatten die Budapesterinnen einen gefährlichen 3-gegen-2-Konter – den sie fast perfekt ausgespielt hätten. Doch erneut war Lilly Ann Riesner zur Stelle und parierte glänzend.

2:22 Minuten trennten die Eisbärinnen noch vom zweiten Sieg in dieser Serie. Budapest nahm eine Auszeit und zog die Torhüterin für einen zusätzlichen Feldspieler. In der 59. Minute gelang Budapest noch der Anschlusstreffer zum 2:3 – doch es war zu spät. Die Eisbärinnen brachten den Vorsprung über die Zeit und gewannen nach 60 Minuten verdient. Serienführung!

Ausblick

Im vierten Halbfinalspiel treffen die Eisbärinnen erneut im Wellblechpalast auf Budapest – und haben die Chance, den Finaleinzug perfekt zu machen! Also: Kommt und unterstützt unsere Frauen! Auch Memmingen steht bereits im Finale der DFEL – sie besiegten Ingolstadt am Samstag mit 4:0 und gewannen die Serie 3:0.

5:4 in Nürnberg! Die Eisbären gewinnen einen wilden Schlagabtausch und erobern Platz sechs

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #35:

Die Eisbären Berlin haben direkt nachgelegt und den zweiten Auswärtssieg in Serie eingefahren. Nach dem Sieg in Dresden feierten die Berliner heute einen knappen aber verdienten 5:4-Auswärtssieg bei den Nürnberg Ice Tigers. Durch die zeitgleiche Niederlage von Konkurrent Bremerhaven haben die Hauptstädter damit den sechsten Platz erobert, welcher zur direkten Viertelfinal-Qualifikation berechtigen würde.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste vor dem Spiel die nächste Hiobsbotschaft verkraften, denn Verteidiger Korbinian Geibel zog sich eine Schulterverletzung zu und wird diese Saison nicht mehr spielen können. Durch den Ausfall rückte Moritz Kretzschmar an die Seite von Adam Smith. Ansonsten ließ Aubin erstmals seit ewiger Zeit alles unverändert. Was bleibt ihm auch anderes übrig, bei der angespannten Personalsituation.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Die Eisbären wollten im Kampf um Platz sechs nachlegen, während die Franken um wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn kämpften. Dementsprechend stand viel auf dem Spiel und zudem ist es ja auch möglich, dass sich beide Mannschaften in den Pre-Playoffs gegenüber stehen.

Sammelte in Nürnberg seinen ersten Scorerpunkt in der PENNY DEL ein: Moritz Kretzschmar (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Vom ersten Bully weg merkte man beiden Mannschaften an, was hier auf dem Spiel stand. Dementsprechend intensiv ging es zur Sache. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft, auch nach dem Pfiff ging es immer rund. Beide Teams erspielten sich auch Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Was aber auch im ersten Drittel auffiel, waren die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten. Dadurch entstand auch die ein oder andere Chance. Doch das torlose Unentschieden nach 20 Minuten war durchaus gerecht.

Traf in Nürnberg nach langer Zeit mal wieder für die Eisbären: Jean-Sébastien Dea (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel sollten dann aber endlich auch Tore fallen. Marcel Noebels eröffnete den Torreigen, in dem er seinen eigenen Abstauber verwertete – 1:0 (23.).
Doch Nürnbergs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Eisbären bekamen die Scheibe nicht raus, die Zuordnung passte nicht so ganz und Evan Barratt glich zum 1:1 aus (25.).
In diesem Tempo ging es weiter und nun waren es wieder die Berliner, die trafen. Jean-Sébastien Dea kam im Slot zum Abschluss und überwand Evan Fitzpatrick – 2:1 (26.). Beim Torjubel war die Erleichterung der Nummer 17 zu sehen. Vielleicht ist ja bei ihm jetzt der Knoten geplatzt.
Die Eisbären waren kurze Zeit später in Überzahl und auch dort konnte man treffen – man glaubt es kaum, aber die Tendenz ist dort durchaus leicht steigend. Yannick Veilleux war am Ende der Torschütze und sorgte für eine vermeintlich beruhigende Zwei-Tore-Führung.
Spoiler: Es sollte nie Ruhe in dieses Spiel kommen, woran die beiden Hauptschiedsrichter nicht ganz unbeteiligt waren. Die Eisbären hatten nämlich fortan drei Unterzahlspiele in Folge und gerade die letzte Strafzeit gegen Markus Niemeläinen war sehr fraglich. Während die Eisbären die ersten beiden Unterzahlspiele stark weg verteidigten und ohne Gegentor blieben, führte genau die Strafzeit gegen den Finnen zum Anschlusstreffer. Und auch der war sehr fraglich, denn Jonas Stettmer wurde da klar behindert. Cole Maier war am Ende der Nutznießer – 2:3 (39.). Danach war dieses wilde Drittel zu Ende.

Erzielte das wichtige vierte Tor für die Eisbären: Eric Hördler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel bestimmten Nickligkeiten weiterhin das Spiel. Die Hauptschiedsrichter sorgten mit ihren merkwürdigen Pfiffen für einiges Unverständnis bei allen Beteiligten. Sportlich wurde es erst wieder in den letzten zehn Minuten, als die Youngsters in Erscheinung traten. Moritz Kretzschmar auf Eric Hördler und der düpierte Nürnbergs Goalie Fitzpatrick – 4:2 (52.). Der erste DEL-Scorerpunkt für Kretzschmar. Herzlichen Glückwunsch Moritz!
Die Entscheidung war das aber noch lange nicht, denn es stand den 7.672 Fans in der ausverkauften Nürnberger Arena eine wilde Schlussphase bevor. Zunächst spielte Owen Headrick einen Sahnepass auf Julius Karrer, welcher an der blauen Linie lauerte und Jonas Stettmer keine Chance ließ – 3:4 (57.).
Nürnberg hatte nun wieder Hoffnung und deren Trainer Mitch O´Keefe zog seinen Goalie vom Eis. Das nutzte Liam Kirk aber aus und erhöhte auf 5:3 (58.).
Als Nürnberg dann auch noch eine Strafzeit kassierte, dachten alle, dass das Spiel entschieden wäre. Aber Thomas Heigl wollte nicht aufgeben und verkürzte in Unterzahl auf 4:5 (59.).
Die Franken versuchten am Ende nochmal alles und warfen alles rein, am Ende retteten die Berliner aber das knappe 5:4 über die Zeit und sicherten sich drei extrem wichtige Punkte.
Offensiv wirkte es wieder sehr stark, was fünf Tore belegen. Denn diese erzielte man auch schon in Dresden und beim letzten Sieg gegen Iserlohn. Defensiv wackeln die Berliner aber nach wie vor und daran gilt es zu arbeiten, denn die nächsten drei Gegner haben es in sich. Es geht gegen Köln, Mannheim und München. Dort werden solche Fehler eiskalt bestraft. Der Ausfall von Geibel kommt da natürlich zur Unzeit, denn so wird die Personaldecke in der Defensive immer dünner.

Die Eisbären Berlin melden sich mit einem wichtigen 5:2-Sieg in Dresden im Kampf um Platz sechs zurück

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #34:

Die Eisbären Berlin haben ihr erstes von drei Auswärtsspielen in Folge gewonnen. Beim sportlichen Absteiger Dresdner Eislöwen setzten sich die Berliner verdient mit 5:2 durch und verkürzten dadurch den Rückstand auf Bremerhaven auf einen Punkt. Zwar war es erneut kein fehlerfreier Auftritt der Eisbären, aber zumindest ein konzentrierter über 60 Minuten.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste mit Mitch Reinke und Lean Bergmann auf die nächsten verletzten Spieler verzichten. Dafür rückte Eric Mik an die Seite von Markus Niemeläinen, während Adam Smith zurück in den Kader rotierte und an der Seite von Korbinian Geibel verteidigte.
Auch in der Offensive gab es Reihenumstellungen. Freddy Tiffels, Leo Pföderl und Ty Ronning bildeten die erste Reihe. Marcel Noebels, Rückkehrer Jean-Sébastien Dea und Liam Kirk stürmten in der zweiten Reihe. Yannick Veilleux, Markus Vikingstad und Andreas Eder spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Manuel Wiederer und Les Lancaster. Moritz Kretzschmar war zusätzlich mit im Line-up.
Und im Tor stand natürlich Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für Dresden war die Saison sportlich gelaufen, trotzdem wollte man diese anständig zu Ende spielen. Für die Eisbären hingegen ging es noch um Platz sechs und die direkte Playoff-Qualifikation. Dafür braucht es aber Siege und den ersten wollte man in Dresden einfahren.

Les Lancaster tritt immer mehr als Torjäger in Erscheinung. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel und dort machten die Eisbären von Beginn an deutlich, dass sie sich hier heute etwas vorgenommen hatten. Es dauerte keine zwei Minuten, da setzte Leo Pföderl Ty Ronning in Szene und der netzte ein zum 1:0.
Die Berliner wirkten von Beginn an sehr konzentriert und griffig in den Zweikämpfen. Zweikämpfe war auch das Stichwort, denn das Spiel war hart umkämpft. Wenn man bei den Eisbären zuletzt etwas kritisieren konnte, dann war es die Chancenverwertung. Doch im ersten Drittel war diese herausragend. Denn Les Lancaster stellte in der neunten Minute auf 2:0. Nach einem gewonnenen Bully stand er derart frei, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als zu treffen. Das ging so schnell, dass wir es im Gästeblock gar nicht mitbekommen haben.
Die Eislöwen gaben aber nicht auf und wurden im Verlaufe des ersten Drittels immer mutiger. Das erste Powerplay der Partie bot die erste Chance zum Anschlusstreffer, doch die Eisbären überstanden die erste Unterzahl schadlos. Jedoch nicht das erste Drittel ohne Gegentor. Die Eisbären waren zu weit aufgerückt und luden Dresden zum Konter ein. Sebastian Gorcik verwertete diesen und sorgte 24 Sekunden vor der ersten Drittelpause für Hoffnung in Elbflorenz – 2:1.

Während Kai Wissmann (links) traf, lieferte sich Korbi Geibel (rechts) eine Schlägerei. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein bisschen Nostalgie gab es in der Drittelpause, denn „Quaster“ von den Puhdys trat mit „Alt wie ein Baum“ auf. Emotional ging es weiter, denn in der 22. Spielminute wurde Tobi Eder gedacht, der an diesem Tag Geburtstag gehabt hätte. Wir vermissen dich, Tobi!
Sportlich gesehen legten die Hauptstädter nach. Der Kapitän selbst übernahm die Verantwortung und stellte auf 3:1 (26.).
Aber Ruhe kam trotzdem nicht rein, weil sich die Hausherren nicht aufgaben und auch ihre Chancen hatten. So blieb es eine enge Partie. Und diese sollte noch enger werden. Denn die Eislöwen ließen die Scheibe sehr gut laufen und am Ende musste Tomas Andres sie nur noch ins leere Tor schießen – 2:3 (35.).
Ein bisschen aus dem Nichts gab es dann kurz vor der zweiten Drittelpause noch einen Faustkampf zwischen Matthias Pischoff und Korbinian Geibel. Die Nummer 40 ist dafür ja nun weniger bekannt, hielt sich aber tapfer in diesem Fight. Anschließend war Drittelpause und die Eisbären lagen weiterhin mit einem Tor vorne.

Traf am Geburtstag seinen verstorbenen Bruders: Andreas Eder. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Einen klaren Punktsieg hatten derweil die Eisbären-Fans gefeiert, denn diese hatten das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht. Was aber nichts Neues ist, wenn die Eisbären auswärts von über 500 Fans unterstützt werden.
Im letzten Drittel wollten die Eisbären alle Zweifel am Ausgang dieses Spiels beseitigen und erhöhten dafür nochmal das Tempo. Und dann wurde es erneut emotional. Es lief die 48. Spielminute und Andreas Eder erhöhte am Geburtstag von Tobi Eder auf 4:2. Solche Geschichten schreibt nur der Sport!
Nur 26 Sekunden später sorgte Jonas Müller für die endgültige Entscheidung, als er zum 5:2 traf (49.).
Danach spielten es die Eisbären souverän zu Ende. Dresden versuchte zwar nochmal zum Anschlusstreffer zu kommen, aber letztendlich brannte hier nichts mehr an. Für die Eisbären waren es zum einen extrem wichtige drei Punkte, zum anderen war dieser Sieg aber auch wichtig für das Selbstvertrauen. Nichtsdestotrotz darf man aber nicht den Fehler machen, den Sieg zu hoch zu hängen. Denn es war am Ende „nur“ Dresden, was gar nicht negativ klingen soll. Aber von den verbleibenden vier Hauptrundenspielen treffen die Eisbären noch auf Köln, Mannheim und München. In diesen Spielen muss die Mannschaft von Trainer Serge Aubin ihr bestes Eishockey über 60 Minuten abrufen, die Fehler weiter abstellen und offensiv die Chancen eiskalt verwerten. Denn da warten andere Kaliber auf die Berliner. Bevor es aber gegen die drei genannten Teams geht, folgt am Freitagabend noch das Gastspiel im Frankenland bei den Nürnberg Ice Tigers.

1:3 gegen Bremerhaven: Die Eisbären verlieren das direkte Duell um Platz sechs – Das Szenario Pre-Playoffs rückt näher denn je

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #33:

Rückschlag im Kampf um Platz sechs: Die Eisbären Berlin haben das direkte Duell um Platz sechs gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 1:3 (1:2,0:1,0:0) verloren und weisen nun vier Punkte Rückstand auf die Pinguins auf. Man versuchte zwar viel, aber letztendlich fehlte vor dem Tor einfach das nötige Quäntchen Glück sowie das Durchsetzungsvermögen. Jenes hatten die Gäste einfach mehr und sicherten sich dadurch die wichtigen drei Punkte. Das Szenario Pre-Playoffs rückt also immer näher für die Eisbären Berlin.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Verteidiger Eric Mik wieder zur Verfügung, dafür fehlte Adam Smith. Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel. Mitch Reinke rückte an die Seite von Markus Niemeläinen und nahm damit den Platz von Smith ein.
In der Offensive tauschten Lean Bergmann und Les Lancaster die Reihen. Der stürmende Verteidiger Lancaster, welcher gegen Iserlohn doppelt traf, stürmte in der ersten Reihe (!) an der Seite von Andreas Eder und Liam Kirk. Bergmann spielte in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Eric Hördler. 
Im Tor stand natürlich erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Heute stand das direkte Duell der beiden Kontrahenten um Platz sechs an. Bremerhaven hatte vor dem Spiel einen Punkt Vorsprung auf die Eisbären. Zudem sprach die Bilanz der letzten sechs Spiele klar für die Pinguins, denn die gewannen die letzten sechs Spiele in Folge gegen die Berliner. Um heute Platz sechs zu erobern, mussten die Hauptstädter diese Serie aber beenden und endlich wieder einen Sieg gegen die Bremerhavener einfahren. Damit das klappte, mussten die Berliner ihr bestes Spiel über die gesamte Spielzeit abrufen, denn nur mit 20 Minuten gutem Eishockey würde man gegen Bremerhaven keinen Erfolg haben. Gelang das den Eisbären oder holten die Gäste von der Küste den wichtigen Sieg im Kampf um Platz sechs?

Choreo der Eisbären-Fanszene für Florian Busch. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel stand natürlich ganz im Fokus von der ehemaligen Nummer 26 Florian Busch, welcher heute vor dem Spiel feierlich geehrt wurde. Im Rahmen der Bannerzeremonie wurde sein Trikot mit der Nummer 26 unter das Dach der Arena am Ostbahnhof gezogen. Vor fünf Jahren musste „Buschi“ seine einmalige Karriere aus verletzungsbedingten Gründen beenden. Er absolvierte in 18 Saisons für die Eisbären 793 Spiele und sammelte in diesen 477 Scorerpunkte (152 Tore/325 Assists). In Erinnerung blieb vor allem sein entscheidender Treffer in der Overtime in Köln, als er die Eisbären mit dem Treffer zum 2:1 zur Meisterschaft schoss und die LanxessArena verstummen ließ. Ebenso in Erinnerung blieb seine Ankunft am Flughafen Berlin damals, denn bis auf die Schlittschuh hatte „Buschi“ noch die komplette Ausrüstung an. Er war halt schon immer ein sehr spezieller aber unheimlich sympathischer Typ.
Bei der Ehrung gab es Videogrüße von ehemaligen Eisbären-Spielern wie Mark Beaufait, Sven Felski, Christoph Gawlik, Derek Dinger, Denis Pederson, Jimmy Sharrow, Stefan Ustorf, Alexander Weiß, Patrick Pohl und Steve Walker. Peter-John Lee hielt ebenso wie Florian Busch eine kurze Rede. Gänsehaut-Momente schon vor dem Spiel.

Nun hängt auch die Nummer 26 in Berlin unter dem Arenadach. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die große Frage war nun die, ob die Ehrung ein schlechtes Omen für die Eisbären war. Denn nach Ehrungen haben die Eisbären nur selten ein Heimspiel gewonnen. Die erste Antwort gab es nach nicht einmal zwei Minuten, denn da gingen die Gäste von der Küste mit 1:0 in Führung. Mit Nino Kinder traf zudem ein Ex-Eisbär – auch nichts Neues mehr. Die Gäste kamen wild entschlossen heraus und setzten die Hausherren in der Anfangsphase mit aggressiven Forechecking gehörig unter Druck.
Dank des ersten Powerplays im Spiel konnten sich die Eisbären zumindest mal im Angriffsdrittel festsetzen und somit selbst für Entlastung sorgen. Chancen zum Ausgleich waren da, aber letztendlich spielte man es zu kompliziert und dann hatte Bremerhaven auch noch Kristers Gudlevskis im Tor.
Das Powerplay tat dem Spiel der Hausherren aber gut, die nun deutlich besser drin waren und sich auch gute Chancen erspielten. Doch diese konnten sie nicht nutzen.
Was machte Bremerhaven eigentlich in dieser Phase? Die konterten und erhöhten durch C.J. Smith auf 2:0 (13.). Das war natürlich ein Nackenschlag für die Berliner, welche in dieser Phase eigentlich nah dran waren am Ausgleich.
Bei angezeigter Strafzeit konnten sich die Berliner aber endlich belohnen. Marcel Noebels mit dem Pass auf Leo Pföderl, der vor dem Tor lauerte und die Scheibe nur noch ins leere Tor schießen musste – 1:2 (15.). Wenn die Eisbären die Scheibe schnell laufen, hat jede Mannschaft große Probleme damit. Das Problem: sie zeigen es zu selten in dieser Saison.
Neben dem Anschlusstreffer war auch die Situation danach wichtig für das Selbstvertrauen, denn die Eisbären überstanden ein durchaus gefährliches Powerplay der Gäste. In dieser Phase standen die Berliner wieder einmal unter Druck und konnten sich bei Jonas Stettmer bedanken, dass man weiterhin nur mit einem Tor hinten lag und mit diesem Spielstand auch in die erste Drittelpause ging.

Immer wieder gerieten die Spieler beider Mannschaften aneinander. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

In der Anfangsphase des zweiten Drittels kassierte Christian Wejse eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ermöglichte den Berlinern somit eine dreiminütige Überzahl (die ersten zwei Minuten saß Lean Bergmann mit auf der Strafbank). Ganze zwei gefährliche Schüsse brachte man nur zu Stande und das ist für eine Mannschaft mit der Qualität, wie sie die Eisbären haben, einfach zu wenig und auch zu schlecht.
Die Eisbären erhöhten danach aber den Druck und drängten auf den Ausgleich. Aber teilweise wurde es auch zu kompliziert vor dem Tor gespielt oder aber es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück.
Special Teams können solche wichtigen Spiele entscheiden und das hatten die Fischtowns verinnerlicht. Denn im Gegensatz zu den Eisbären nutzten die ihr Powerplay und stellten auf 3:1. Miha Verlic schaltete im Gewühl vor dem Tor von Jonas Stettmer am schnellsten und sorgte für das dritte Bremerhavener Tor an diesem Nachmittag (34.). Das die Scheibe so vor das Tor sprang, war natürlich auch ein bisschen glücklich.
Jenes Glück hatten die Eisbären bei ihren Chancen nicht, denn da sprang die Scheibe eher zu Gunsten von Bremerhaven als für Berlin. Denn das Bemühen konnte man den Eisbären weiterhin nicht absprechen.
Die Gäste aus Bremerhaven überzeugten derweil vor allem durch ihre sehr unfaire und unsaubere Spielweise. Eine zweite Spieldauer verhinderten lediglich die Hauptschiedsrichter. Das macht Bremerhaven inzwischen zu einer sehr unsympathischen Mannschaft. Diese führte nach 40 Minuten mit 3:1.

Nur einmal konnten die Eisbären Kristers Gudlevskis überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor den Eisbären lag im letzten Drittel also noch ein weiterer Weg, wollte man Punkte aus diesem so wichtigen Spiel mitnehmen. Man kam zwar zu Schüssen, jedoch stellten diese Kristers Gudlevskis eher selten vor Probleme, da er freie Sicht bei diesen hatte.
Die Eisbären waren die deutlich aktivere Mannschaft und versuchten viel, aber es kam zu wenig Gefährliches bei raus.
Nach dem Powerbreak konnten die Gäste mal für Entlastung sorgen, denn man hatte das nächste Powerplay. Doch die Unterzahl unterstanden die Eisbären ohne große Mühe und hatten nun noch rund sechs Minuten für die Aufholjagd. Bereits 3:24 Minuten vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin seine Auszeit und zog Goalie Jonas Stettmer vom Eis. Aber auch mit sechs Mann schaffte man es nicht, sich eine Top-Chance nach der anderen herauszuspielen. So brachten die Gäste das 3:1 souverän über die Zeit und sicherten sich die drei Punkte in der Hauptstadt. Platz sechs rückt so in immer weitere Ferne.

5:2 gegen Iserlohn: Les Lancaster glänzt mit Doppelpack beim Arbeitssieg gegen die Roosters

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #32:

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 gewonnen. Komplett fehlerfrei war es zwar immer noch nicht, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn man hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Allen voran Les Lancaster, der heute seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. An diese Leistung gilt es nun in den nächsten Spielen anzuknüpfen und dabei die Fehler weiter zu minimieren.

Im Vergleich zum letzten Spiel blieben heute Eric Mik und Jean-Sébastien Dea draußen. Dafür kehrten Les Lancaster und Jonas Müller zurück ins Line-up. Trainer Serge Aubin rotierte einmal komplett durch. In der Defensive spielten Kai Wissmann/Jonas Müller, Mitch Reinke/Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Markus Niemeläinen zusammen.
In der Offensive bildeten Lean Bergmann, Andreas Eder und Liam Kirk die erste Reihe. Ty Ronning, Leo Pföderl und Marcel Noebels standen in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe bestand aus Frederik Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Les Lancaster, Manuel Wiederer und Eric Hördler.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße wieder als Back-up auf der Bak saß.

Für die Eisbären war es das nächste wichtige Spiel im Kampf um Platz sechs. Nach der enttäuschenden Leistung am Mittwoch gegen Straubing wurde heute eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Trainer Serge Aubin hatte gefordert, dass seine Mannschaft über die volle Spielzeit ihre Leistung abrufen muss und nicht nur für ein paar Minuten oder ein Drittel. Gab es die Reaktion gegen Iserlohn oder folgte der nächste ernüchternde Auftritt der Eisbären?

Es war die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den Eisbären und Iserlohn. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren von Beginn an bemüht und setzten sich auch immer mal wieder im Angriffsdrittel fest. Dort lief die Scheibe auch durchaus gut, aber im Abschluss mangelte es noch an der Genauigkeit. Doch man wusste die Defensive der Roosters gut zu beschäftigen. Iserlohn sorgte aber bei seinen Vorstößen auch immer mal wieder für Gefahr. Auf die erste Top-Chance der Partie mussten die Fans aber dennoch warten.
Im ersten Powerplay der Partie sorgten die Hausherren für gute Abschlüsse und belohnten sich am Ende mit der Führung. Die Eisbären ließen die Scheibe gut laufen und am Ende hämmerte Marcel Noebels seinen Onetimer ins Iserlohner Tor – 1:0 (17.).

Die Sauerländer hätten unmittelbar nach dem Rückstand antworten können, denn nun waren die Gäste vom Seilersee ein Mann mehr. Aber die Eisbären ließen nichts zu und überstanden die erste Unterzahl schadlos. Doch nur wenige Sekunden später kassierte man doch den Ausgleich. Man hatte Christian Thomas am langen Pfosten vergessen und der sagte artig „Danke“ – 1:1 (20.). Der Nackenschlag zum Drittelende, denn mit dem Unentschieden ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike bekam einiges zu tun. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Kontertor von Torjäger Liam Kirk. Der kam mit Speed über links ins Drittel und zog dann trocken ab. Andreas Jenike im Iserlohner Tor konnte der Scheibe nur noch hinterherschauen – 2:1 (22.).
Die Eisbären blieben auch danach am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohns Goalie bekam nun einiges zu tun. Defensiv mussten die Eisbären einmal aufpassen und hatten letztendlich Glück bei einer Iserlohner Chance.
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran, aber diesmal konnte man es nicht nutzen und diesmal merkte man auch, warum man in dieser Disziplin auf dem letzten Platz ist. Eigentlich unverständlich bei der ganzen Qualität im Kader der Berliner.
Rund sechs Minuten vor dem Ende herrschte wieder mal Chaos vor dem Berliner Tor, in dessen Folge Iserlohn zur XXL-Chance zum Ausgleich kam. Zum Glück ging die Scheibe aber nur an die Latte.
In der Schlussphase durften beide Mannschaften nochmal in Überzahl ran. Die Eisbären ließen die Scheibe sehr gut laufen, verpassten aber immer wieder den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Auch Iserlohn ließ die Scheibe gut laufen, fand aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. So nahmen die Hausherren eine knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Les Lancaster, hier im Zweikampf vor dem Tor, traf gegen Iserlohn doppelt.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im letzten Drittel erwischten die Eisbären den Traumstart. Der stürmende Verteidiger Les Lancaster hämmerte die Scheibe ins Iserlohner Tor und sorgte für eine erleichternde 3:1-Führung (42.).
Beruhigend war sie dennoch nicht, denn Iserlohn verkürzte nur wenige Augenblicke später in Überzahl auf 3:2. Colin Ugbekile war am Ende der Torschütze (44.).
So blieb die Partie spannend und beide Teams investierten nochmal alles. Die Eisbären hätten kurz vor dem Powerbreak für die Vorentscheidung sorgen können, doch den Drei-auf-eins Konter spielte man zu schlampig zu Ende. Der Pass von Noebels auf Ronning war zu ungenau, weshalb die Nummer neun den Schuss nicht im Iserlohner Tor unterbringen konnte.
Aber die Eisbären hatten ja heute Les Lancaster, der erneut den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte – 4:2 (51.). Ob man sich in München bereits ärgert, ihn nicht lizenziert zu haben?
In der Folge durften beide Mannschaften nochmal ihr Powerplay üben, wo beide Teams zu den schlechtesten der Liga gehören. Auch wenn beiden Mannschaften heute ein Treffer mit einem Mann mehr gelungen ist. Ein zweiter Treffer blieb beiden Teams in den Überzahlspielen zum Ende der Partie verwehrt.
Iserlohn riskierte am Ende nochmal alles – Auszeit und Goalie raus. Doch das nutzten die Hauptstädter zur endgültigen Entscheidung. Mit der Schlusssirene versenkte Markus Vikingstad die Scheibe im verwaisten Iserlohner Tor – 5:2 (60.). Danach war Schluss und die Erleichterung sichtbar zu spüren. Zumal Bremerhaven und Wolfsburg erneut für die Eisbären gespielt haben. Die Eisbären haben aktuell nur noch einen Zähler Rückstand auf den Sechsten Bremerhaven. Und die Pinguins sind am Sonntag der nächste Gegner. 

2:3 gegen Straubing: Mit dem ersten Gegentreffer kam die Verunsicherung ins Eisbären-Spiel

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #31:

Die Eisbären Berlin wollten ein erstes Zeichen im Kampf um Platz sechs setzen. Es endete jedoch in einer ernüchternden 2:3-Niederlage gegen die Straubing Tigers. Die Berliner wirkten anfällig in der Defensive, hatten zu viele Fehler in ihrem Spiel und spielten zu selten als Team zusammen. Zudem wirkte die Mannschaft nach dem ersten Gegentreffer komplett verunsichert und fiel in der Phase danach komplett auseinander. Zwar zeigte man anschließend durchaus das Bemühen, etwas drehen zu wollen, verzettelte sich jedoch zu sehr in Einzelaktionen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste am Anfang der Woche den Schock verdauen, dass Goalie Jake Hildebrand auf unbestimmte Zeit ausfällt und nach Patrick Khodorenko und Blaine Byron der nächste Langzeitverletzte beim Hauptstadtclub ist. Auch Jonas Müller fehlte heute gesperrt. Daher sahen die Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Kai Wissmann/Adam Smith, Eric Mik/Korbinian Geibel, Mitch Reinke/Markus Niemeläinen.
In der Offensive kehrten Manuel Wiederer und Markus Vikingstad zurück ins Line-up. Wiederer war Center zwischen Yannick Veilleux und Eric Hördler, Vikingstad zwischen Andreas Eder und Lean Bergmann. Ty Ronning, Liam Kirk und Freddy Tiffels bildeten die erste Reihe. Die zweite Reihe bestand aus Leo Pföderl, Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels.

Das erste von acht Endspielen stand für die Eisbären Berlin an. Während der Berliner jeden Punkt im Kampf um Platz sechs benötigten, kämpften die Niederbayern um wichtige Punkte im Kampf um Heimrecht im Viertelfinale. Für die Berliner ging es vor allem darum, endlich den vielen Worten auch Taten auf dem Eis folgen zu lassen. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf Bremerhaven, drei Punkte beträgt aber auch nur noch der Vorsprung auf den Achten Wolfsburg. Das Szenario Pre-Playoffs schwebt mehr denn je über der Hauptstadt. Und an diese hat man in Berlin nicht die allerbesten Erinnerungen. Konnte man heute ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um Platz sechs setzen oder musste man den nächsten Nackenschlag einstecken?

Sorgte für die 1:0-Führung in Überzahl: Ty Ronning (Mitte/Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Beide Teams versuchten von Beginn an offensiv zu spielen, beim Abschluss fehlte es aber noch an der Genauigkeit. Ebenso hatten beide Teams noch viele Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, weshalb die Partie auch sehr zerfahren wirkte in der Anfangsphase.
In der sechsten Spielminute führte eine dieser Ungenauigkeiten zur ersten Top-Chance. Straubing vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel, Lean Bergmann schnappte sie sich und versuchte Henrik Haukeland auszuspielen. Doch er scheiterte am Straubinger Goalie und ließ das 1:0 liegen.
Lange Zeit passierte nicht viel auf dem Eis. Zwar waren beide Teams weiterhin bemüht, aber eben auch nicht fehlerfrei. Konnte das erste Powerplay der Partie für etwas Positives sorgen? Das schlechteste Powerplay der Liga durfte ran und nach gerade einmal acht Sekunden erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Hausherren (14.). Er visierte die lange Ecke an und überwand Henrik Haukeland zum ersten Mal an diesem Abend.
Besonders aufmerksam agierte Lean Bergmann, der im ersten Drittel immer wieder für Torgefahr sorgte. Mit der Berliner Nummer zehn hatten die Niederbayern so ihre Schwierigkeiten. Mit der 1:0-Führung ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Gleich dreimal schlug es im Mitteldrittel hinter Jonas Stettmer ein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel hatten beide Teams die Ungenauigkeiten nicht abgestellt und luden damit den Gegner immer wieder zu Chancen ein. Diesmal waren es die Tigers, welche dadurch eine Zwei-auf-Null-Chance hatten, aber darüber zu überrascht und letztendlich zu verspielt vor dem Tor waren. Das hätte das 1:1 sein müssen!
Dieses fiel aber nur eine gute Minute später. Marcel Brandt hatte Jonas Stettmer überwunden und ließ das Spiel wieder von vorne beginnen – 1:1 (25.).
Und es sollte noch schlimmer kommen. Straubing kurz darauf mit dem ersten Powerplay und in diesem drehten die Tigers die Partie komplett. Erneut war es Marcel Brandt, der für die Gäste traf – 1:2 (27.). Das der torgefährlich ist, schien sich nicht bis nach Berlin herum gesprochen zu haben.
Mitten in das „Ost-Berlin“ hinein setzte Ryan Merkley den nächsten Nackenschlag für die Eisbären – 1:3. Die Defensive der Eisbären war überall und nirgendwo, aber nicht da, wo sie zu sein hat. Ein bitteres Mitteldrittel, welches noch lange nicht vorbei war.
Ein Powerplay hätte hier wieder für Spannung sorgen können, aber das man das schlechteste Powerplay der DEL hat, stellte man einmal mehr unter Beweis.
Vier Minuten vor Ende des zweiten Drittels arbeiteten die Berliner die Scheibe aber ins Tor und brachten die Hoffnung zurück in die Arena am Ostbahnhof. Andreas Eder war es am Ende gewesen, der die Scheibe eine klasse Kombination erfolgreich abgeschlossen hatte – 2:3. Genau solche Spielzüge sind es, welche die Eisbären in der Vergangenheit ausgemacht haben, doch diese sieht man in dieser Spielzeit einfach zu selten.
Die Tigers hatten in der Schlussphase in Überzahl nochmal die Chance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen, aber Jonas Stettmer verhinderte dieses und so ging es mit dem 2:3-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Zwischenzeitlich wurde es auch sehr ruppig zwischen Berlin und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun was von den Eisbären kommen, wollten sie dieses Spiel hier nicht verlieren. Man war auch bemüht, nach vorne was zu kreieren, aber es mangelte an der Genauigkeit im Abschluss. Straubing hingegen sorgte bei seinen Kontern immer wieder für Gefahr und schaffte es, die Eisbären im eigenen Drittel zu beschäftigen und so wertvolle Zeit von der Uhr zu nehmen.
Was die Berliner weiterhin nicht abgestellt hatten? Die Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, was immer wieder zu Fehlpässen führte. Zudem wirkte es weiterhin so, als wollte man es mit der Brechstange im Alleingang versuchen, statt wie beim 2:3 auf Kombinationsspiel zu setzen. So blieb auch heute der Eindruck hängen, dass den viele Worten im Vorfeld kaum Taten auf dem Eis folgten. Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese chaotische Saison.
Mitte des letzten Drittels durften die Berliner nochmal in Überzahl ran und da ließ man kurzzeitig die Scheibe auch gut laufen. Marcel Noebels hatte dann auch das 3:3 auf dem Schläger, sein Onetimer ging jedoch nur an den Pfosten. Doch insgesamt gesehen war es wieder kein gutes Powerplay. Auch das zieht sich durch diese Saison.
Den Eisbären rannten so ein wenig die Zeit davon und von einer Schlussoffensive war wenig zu sehen. Zu selten schaffte man es, sich mal im Angriffsdrittel festzusetzen. Und die Schüsse, welche man auf Henrik Haukeland abgab, stellten den Top-Goalie auch vor keine größeren Probleme.
Am Ende versuchte Trainer Aubin nochmal alles, zog seinen Goalie vom Eis und nahm die Auszeit. Man schmiss auch noch mal alles rein, doch am Ende wollte die Scheibe nicht über die Linie gehen. So blieb man im ersten Spiel nach der Olympiapause ohne Punkte und stellt fest: Es hat sich im Vergleich zu vor der Olympiapause rein gar nichts verändert. Den Worten sind also erneut keine Taten auf dem Eis gefolgt.