3:1-Heimsieg gegen Schwenningen: Eisbären erobern vorübergehend Platz Eins

Ausgabe #8:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin hält an. Am Donnerstagabend gewannen die Hauptstädter ihr Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings mit 3:1 (1:1,2:0,0:0) und feierten damit den vierten Sieg in Folge. 8.841 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena konnten sich am Ende aber nicht nur über den vierten Sieg in Folge freuen sondern auch über die vorübergehende Tabellenführung. Denn durch den Heimsieg gegen die Schwäne eroberten die Berliner Eisbären vorübergehend Platz Eins von den Thomas Sabo Ice Tigers.

Neben den Youngsters musste Chefcoach Uwe Krupp heute auf Kapitän André Rankel sowie nach wie vor auf Constantin Braun verzichten. Ersatzkapitän war daher heute Florian Busch. Im Tor stand der inzwischen 40-jährige Petri Vehanen. An dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch an unsere Nummer 31, welche am Montag ihren 40. Geburtstag feierte.

Spielerisch war es im ersten Drittel größtenteils ein Spiel auf ein Tor. Die Eisbären dominierten die Partie, hatten viel Scheibenbesitz und hielten sich meistens im Angriffsdrittel auf. Dort brachten sie auch Schüsse auf das Tor von Dustin Strahlmeier, aber so was richtig hochkarätiges war dann aber doch nicht dabei gewesen. Was aber auch an der besten Abwehr der Liga lag, welche Schwenningen vor dem Spiel ja gestellt hatte. Denn die Mannen von Chefcoach Pat Cortina versuchten hinten kompakt zu stehen und nicht viel Platz für hochkarätige Chancen zu lassen. Klappte bis auf einmal ganz gut, denn in der fünften Spielminute hatte Blake Parlett die Scheibe auf das Tor geschossen und Thomas Oppenheimer kam an den Abpraller heran, traf aber nur den Pfosten.

Louis-Marc Aubry sorgte für den wichtigen und schnellen Ausgleich gegen Schwenningen. Nach dem Spiel wurde er dafür von der Fankurve gefeiert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Schwenningen kam nicht oft vor das Berliner Tor, aber auf einmal gingen sie in Führung. Die Eisbären vertändelten an der eigenen blauen Linie die Scheibe, Stefano Giliati zog vor das Tor, kam dabei jedoch zu Fall. In einer unübersichtlichen Situation lag dann auch Petri Vehanen auf dem Hosenboden, was Markus Poukkula ausnutzte, als er aus dem Slot heraus den Puck im Berliner Tor versenken konnte – 0:1 (19.).
Der Rückstand hatte jedoch nur 68 Sekunden Bestand. Blake Parlett kam über links ins Angriffsdrittel, legte die Scheibe zurück auf Louis-Marc Aubry und der sah just in dem Moment die kleine Lücke am kurzen Pfosten, welche Dustin Strahlmeier aufmachte. Genau da durch zielte Aubry und sorgte somit für den 1:1-Pausenstand in der Arena am Ostbahnhof. Angesicht von 20:8-Torschüssen für die Eisbären ein schmeichelhafter Spielstand für Schwenningen, welche aber eben wenige Hochkaräter zu ließen.

Im Mitteldrittel sahen die Zuschauer in der Arena dann in den ersten zehn Minuten eine ausgeglichene Partie. Schwenningen inzwischen besser drin im Spiel und auch mit Zug zum Tor. So erarbeiteten sich beide Mannschaften ihre Chancen, die größte hatten aber die Gäste. In Überzahl kam Giliati zum Abschluss, Petri Vehanen bekam noch seinen Fanghandschuh an den Puck und lenkte das Spielgerät somit an die Latte. Glück für die Eisbären.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels zogen die Eisbären dann aber merklich das Tempo wieder an

Powerplay Eisbären. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

und kreierten einige Torchancen, wovon sie zwei auch nutzen sollten. Es lief die 35. Spielminute, als Florian Busch mit der Scheibe hinter das Tor ging, dort kurzerhand wieder umdrehte und somit den Schwenninger Verteidiger abschüttelte, dann den Puck mustergültig vor das Tor passte, wo Thomas Oppenheimer im Slot schon lauerte und per sehenswerter Direktabnahme die erstmalige Führung herstellte – 2:1.
Nur 42 Sekunden später, die Eisbären-Fans bejubelten noch das Tor von Oppenheimer, schlenzte Jamie MacQueen den Puck Richtung Tor, wo Schwenningens Verteidiger Dominik Bittner den Puck unglücklich ins eigene Tor abfälschte – 3:1 (36.).
Die Eisbären hatten innerhalb weniger Sekunden per Doppelschlag für eine Zwei-Tore-Pausen-Führung gesorgt, welche inzwischen auch dem Spielverlauf entsprach.

Feiernde Eisbären nach dem Spiel. Ein Bild, das wir noch sehr oft in dieser Saison sehen wollen. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Im letzten Drittel waren nennenswerte Torchancen dann Mangelware. Es sollte bis zur 48. Spielminute dauern, ehe Schwenningen mal wieder für einen Aufreger sorgen konnte. Jussi Timonen scheiterte mit seinem Schuss am Pfosten. Schwenningen versuchte nun noch einmal alles, was den Eisbären Räume zum Kontern gab. Aber sowohl Schwenningen als auch die Eisbären hatten mit ihren Chancen kein Glück.
Kurz vor dem Ende probierte Pat Cortina noch einmal alles – Torwart raus und Auszeit. Was jedoch dazu führte, dass Sean Backman zwölf Sekunden vor der Schlusssirene zum 4:1 einnetzen konnte. Nur verflog die Freude über diesen Treffer recht schnell, war doch die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits unterbrochen. Stefano Giliati und Micki DuPont hatten sich im Berliner Drittel einen kleinen Fight geliefert, weshalb die Partie unterbrochen war.
Am Sieg der Eisbären änderte das aber nichts mehr, es blieb beim 3:1 für die Eisbären.

Ein am Ende verdienter Sieg für die Eisbären, die mehr investiert haben als Schwenningen. Die Gäste fanden erst im Mitteldrittel besser ins Spiel und konnten sich ab da auch Chancen erarbeiten, aber die meiste Zeit spielte sich das Geschehen im Drittel der Wild Wings ab. Und die Eisbären bewiesen auch heute wieder ihre unglaubliche Moral und ihren unbändigen Siegeswille. Im ersten Drittel war man deutlich überlegen, konnte sich nur leider keine richtigen Hochkaräter erspielen. Stattdessen geriet man plötzlich in Rückstand und so hatte Schwenningen das Spiel auf den Kopf gestellt. Aber das schockte die Eisbären keinesfalls, die direkt eine passende Antwort parat hatten und ausgleichen konnten. Danach war es zunächst eine Partie auf Augenhöhe, ehe die Eisbären das Tempo wieder anzogen und per Doppelschlag die Weichen auf Sieg stellten. Im letzten Drittel war dieser Sieg dann nie mehr gefährdet. So grüßen die Eisbären zumindest wieder für eine Nacht von ganz oben.

Eisbären vs. Schwenningen: „Müssen von Beginn an hellwach sein“

Am ungewohnten Donnerstagabend empfangen die Eisbären Berlin die Schwenninger Wild  Wings zum Auftakt des 12. Spieltages. Es ist die Partie des Tabellenzweiten gegen den Tabellensiebten. Der aktuelle Tabellenplatz der Wild Wings verrät schon, dass man die Mannen von Chefcoach Pat Cortina nicht unterschätzen sollte. Zwar sind die Schwäne als Außenseiter in die DEL-Saison gegangen, doch bisher wusste Schwenningen mehr als zu überzeugen. Was auch den Eisbären nicht verborgen geblieben ist. Eisbären-Coach Uwe Krupp im Vorfeld der Partie (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 11.10.2017):

Schwenningen ist eine gefährliche Mannschaft, die schon einigen Favoriten in dieser Saison Punkte abgeknöpft hat. Sie stehen defensiv sehr gut, haben die wenigsten Gegentore kassiert und wir müssen von Beginn an hellwach sein.

Krupp hat es schon angesprochen, „von Beginn an hellwach sein„. Generell wird es wichtig sein, über 60 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen und sein Spiel durchzuziehen. Am vergangenen Wochenende hatten die Eisbären sowohl in Iserlohn als auch gegen Augsburg so ihre Probleme mit der Konzentration. Da spielte man es zwischenzeitlich zu leichtsinnig, leistete sich zu viele Scheibenverluste und lud den Gegner zu Chancen ein. Und vor dem Tor fehlte vor allem gegen Augsburg die nötige Kreativität, um sich hochkarätige Chancen zu erarbeiten.
Gegen Schwenningen sollten die Berliner nun von der ersten Sekunde an hellwach sein, so einfach wie möglich spielen, sehr diszipliniert auftreten, hinten sehr kompakt stehen und vor dem Tor endlich wieder die Kreativität finden, um Schwenningen so vor große Probleme zu stellen. Was aber nicht einfach wird, stellen die Mannen von Cortina doch die beste Defensive der DEL mit nur 25 Gegentoren. Schwenningen hat sich aktuell von einem Außenseiter zu einem Pre-Playoff-Kandidat gemausert. Auch wenn wir noch früh in der Saison sind, aber wenn Schwenningen seine Leistungen so durchziehen kann, muss man sie im Kampf um Platz Zehn auf der Rechnung haben. Zwar stellen die Wild Wings neben der besten Defensive auch den zweitschlechtesten Sturm der Liga, aber das stellt derzeit kein Problem dar, da die Defensive das Prunkstück der Schwenninger ist.

Die Eisbären müssen morgen auf Kapitän André Rankel verzichten. Die Nummer 24 der Berliner hat sich einen Muskelfaseranrisses im Adduktorenbereich zugezogen und steht somit am Donnerstagabend nicht zur Verfügung. Für Rankel rückt Sven Ziegler in den Kader. Ob Verteidiger Jens Baxmann spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Gegen Augsburg fehlte Baxmann aufgrund eines Magen-Darm Infektes. Heute konnte er wieder mit der Mannschaft trainieren und könnte damit morgen Abend im Kader stehen.

Die Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena werden sicherlich auf mehr Tore hoffen, als sie bei den letzten beiden Duellen dieser Teams in der Hauptstadt zu sehen bekamen. Denn die letzten beiden Heimspiele gegen Schwenningen gewannen die Eisbären denkbar knapp mit 1:0. Für ein Spiel am Donnerstagabend dürften es dann doch schon etwas mehr Tore sein. Von den letzten sieben Heimspielen gegen Schwenningen gewannen unsere Jungs sechs.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings am 12.10.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke (alle Weißwasser), Vincent Hessler (DNL), André Rankel (Adduktoren), Constantin Braun

Marcel Noebels: „Das war keine leichte Aufgabe“

Das war ein ganz schön hartes Stück Arbeit, aber am Ende konnten sich die Eisbären Berlin und ihre Fans doch noch über einen Sieg und zwei Punkte freuen. Wenn gleich die Partie sicherlich nicht wirklich schön anzusehen war, wie auch Stürmer Marcel Noebels nach dem Spiel beim Fantalk sagte:

Das war keine leichte Aufgabe. Wir sind in Unterzahl in Rückstand geraten. Aber man muss Augsburg viel Respekt aussprechen, sie haben uns das Leben echt schwer gemacht. Heute war leider so ein Fußball-Ergebnis mit 1:0 über fast 55 Minuten und sicherlich keines der schönsten Spiele für unsere Zuschauer. Aber für uns wirklich ein hartes Stück Arbeit und am Ende das glückliche Ende auf unserer Seite. 

Goalie Petri Vehanen war es klar gewesen, dass man gegen Augsburg nicht viele hochkarätige Chancen bekommen würde:

Wir haben sehr gut als Team gearbeitet. Und gegen die gute Defensive von Augsburg bekommst du eben auch nicht viele Chancen. 

Auch Matchwinner Jamie MacQueen wusste, dass es kein leichtes Spiel gegen den AEV werden würde, es sich aber eben lohnt, wenn man bis zum Schluss hart weiter arbeitet:

Wir wussten, dass Augsburg ein schwieriger Gegner sein wird. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, wenn man weiter hart arbeitet. Das hat die Mannschaft heute gemacht. 

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Fans waren mit dem Spiel der Eisbären jetzt nicht so zufrieden, aber am Ende zählen auch nur die Punkte und der Sieg. Chefcoach Uwe Krupp war dagegen sehr zufrieden mit dem Spiel seiner Jungs und war dementsprechend stolz auf sie, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte:

Wir haben heute ein sehr gutes Eishockeyspiel gesehen von zwei Mannschaften, die mit offenem Visier gespielt haben. Augsburg hat einen guten Start gehabt. Da konntest du sehen, dass sie einen Tag länger Pause hatten als wir. Wir hatten das Auswärtsspiel in Iserlohn noch in den Knochen. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Das war heute das fünfte Spiel in zehn Tagen. Sie haben heute einen guten Job gemacht. Es war sicherlich ein Spiel, in dem wir nicht so frisch waren und das konntest du in einigen Situationen auch merken. Da waren ein paar Unkonzentriertheiten dabei. Aber insgesamt haben wir unser Spiel durchgezogen. Wir haben auch nach dem langen 1:0-Rückstand nicht den Kopf hängen lassen, wir haben weiter Gas gegeben und weiter gearbeitet. Die zwei Punkte haben wir uns wirklich hart erarbeitet. Das ist ein Spiel, das kannst du gewinnen, das kannst du auch verlieren. Großes Kompliment an die Jungs, ich bin stolz darauf, wie sie gespielt haben.

Augsburgs Coach Mike Stewart war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, zeigte sich am Ende aber dennoch darüber enttäuscht, dass man die Punkte hat liegen lassen:

Unser Start war gut. Wir haben mit viel Energie gespielt. Jeder weiß, dass es nicht leicht ist, in Berlin zu spielen. Aber meine Mannschaft hat viel investiert. Unser Tor in Überzahl hat uns viel Selbstvertrauen und das Momentum gegeben. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir Punkte liegen gelassen haben. Aber letztendlich hat meine Mannschaft viel investiert und ein gutes Wochenende abgeliefert. 

Trotz der bisher schlechtesten Saisonleistung: Jamie MacQueen rettet den Eisbären zwei Punkte gegen Augsburg

Ausgabe #7:

Die Eisbären Berlin setzen ihre Siegesserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) fort. Gegen die Augsburger Panther gewannen die Hauptstädter ihr Heimspiel knapp mit 2:1 (0:0,0:1,1:0/0:0,1:0) n.P. und feierten somit den dritten Ligasieg in Folge. Überzeugen konnten die Hausherren die 11.331 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena mit ihrer Leistung aber überhaupt nicht. Am Ende muss man schon sagen, sie haben das Spiel gewonnen und keiner weiß warum. Die Berliner zeigten heute wohl ihre schlechte Leistung in der noch jungen DEL-Saison. Nur weiß auch jeder, wer solche Spiele gewinnt, kann auch ganz andere Dinge am Ende gewinnen…

Chefcoach Uwe Krupp musste neben den Youngsters, welche für Weißwasser im Einsatz waren, auf die beiden Verteidiger Jens Baxmann und Constantin Braun verzichten. Baxmann fehlte aufgrund eines Magen-Darm-Infektes. Im Tor stand heute wieder Stammgoalie Petri Vehanen.

Die Eisbären im Angriff und alle suchen sie den Puck. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Das erste Drittel bot optisch überlegene Eisbären, die die meiste Zeit im Angriffsdrittel der Panther verbrachten, nur da dann aber nichts nennenswertes und hochkarätiges zu Stande brachten. Scheibenbesitz ist das eine und auch wichtig, um Spiel ezu gewinnen. Nur kommt es am Ende auch darauf an, was man mit der Scheibe macht. Und bei den Eisbären sah das heute bis ins Angriffsdrittel recht gut aus, nur dann passte man sich die Scheibe lieber wieder hin und her, machte den einen Kringel zu viel und wenn man dann doch mal auf das Tor von Jonathan Boutin schoss, waren die Schüsse kein großes Problem für den AEV-Goalie oder aber sie gingen weit am Gehäuse der Augsburger vorbei.
Zwei Überzahlspiele hatten die Berliner im Auftaktdrittel, aber dass das nicht die Parade-Disziplin der Eisbären ist, zeigte sich heute mal wieder mehr als deutlich. Die Eisbären schafften es tatsächlich, keinen gefährlichen Schuss in Überzahl auf das Augsburger Tor abzugeben. Weil sie es wieder zu schön spielen wollten, wenn sie denn mal in ihre Powerplay-Formation gefunden hatten. Hier noch ein Pass, da noch eine Drehung, aber ans Schießen dachte wohl keiner oder aber es traute sich keiner.
Augsburg war bei weitem nicht so präsent in der Offensive wie die Eisbären, dafür waren sie aber gefährlicher als die Berliner. Mit ihren wenigen Chancen schafften sie es, für mehr Gefahr zu sorgen als die Eisbären mit ihren vielen Spielanteilen. Die Eisbären waren eigentlich nur einmal gefährlich, 59 Sekunden vor dem Ende, als Daniel Fischbuch per Penalty an Boutin scheiterte. So stand es nach 20 Minuten 0:0 in der Hauptstadt.

Im Mitteldrittel hatten dann die Fuggerstädter ihrerseits gleich zweimal in den ersten fünf Minuten die

Augsburgs Spieler standen hinten sehr kompakt, blockten viele Schüsse oder aber hielten im entscheidenden Moemnt ihren Schläger dazwischen. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Chance, in Überzahl zu agieren. Und dass das Augsburger Powerplay eines der besten in der Liga ist, sollte sich auch bis nach Berlin herum gesprochen haben. Die erste Unterzahl überstanden die Berliner noch schadlos, bei der zweiten klingelte es dann aber im Gehäuse von Petri Vehanen. James Sheppard saß gerade einmal 22 Sekunden in der Kühlbox, da brachte Gabe Guentzel die Scheibe von hinter dem Tor an den linken Pfosten, wo Trevor Parkes lauerte und zum 0:1 einnetzen konnte (24.).
Vier Minuten später wohl die beste Chance der Hausherren im Mitteldrittel. Florian Busch kam mit der Rückhand zum Abschluss, traf dabei aber leider nur die Latte. Fortan das selbe Bild wie im ersten Drittel. Die Eisbären mit mehr Scheibenbesitz, aber es fehlte ihnen im Abschluss so ein wenig die Genauigkeit. Nicht alle Schüsse waren schlecht aber der Großteil sorgte einfach für zu wenig für Gefahr.
Fünf Minuten vor der zweiten Pause jubelten plötzlich die Eisbären über den Ausgleich in Überzahl. Micki DuPont hatte abgezogen, die Scheibe sprang hoch und Blake Parlett hämmerte sie in Baseball-Manier ins Tor, hatte dabei aber sein Arbeitsgerät zu hoch, weshalb der Treffer zu Recht nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde.
Nach 40 Minuten lagen effektive Augsburger also mit 1:0 in Berlin vorne. Die Eisbären nach wie vor mit keiner guten Partie, zu vielen Scheibenverlusten und zu ungenauen Schüssen.

Jamie MacQueen war am Ende mit zwei verwandelten Penaltys der Matchwinner. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Das letzte Drittel brauchte eine Weile, um in Fahrt zu kommen. Augsburg tat nicht mehr als nötig angesichts der Führung und die Eisbären konnten nicht mehr als sie zeigten. Je mehr den Hausherren die Zeit davon rannte, desto mehr probierten sie es mit der Brechstange. Sie belagerten das Augsburger Tor, die Panther standen aber sehr kompakt in der Defensive und machten die Schusswege gut zu. Augsburg verteidigte einfach mit Mann und Maus, wenn doch mal ein Schuss durch kam, war er eine sichere Beute von Boutin.
Es war also fast allen klar, dass hier nur ein dreckiges Tor den Ausgleich bringen kann – oder aber ein Penalty. Den ersten hatten die Berliner in der 20. Minute aber vergeben. Drei Minuten vor der Schlusssirene gab es die zweite Chance, diesmal lief Jamie MacQueen an. Und der fuhr auf das Tor zu, guckte vor dem Tor hoch und hämmerte den Puck ganz cool in die linke Torecke – 1:1 (57.).
Tatsächlich doch noch der Ausgleich für die Eisbären. Und beinahe hätten sich die Eisbären hier auch noch die drei Punkte gesichert, aber Louis-Marc Aubry scheiterte 29 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels am Pfosten. Es ging also in die Verlängerung.

In der Verlängerung ging es dann rauf und runter. Zunächst vergaben die Gäste die Chance zum Sieg, dann auf einmal die Berliner mit zwei großen Chancen. Beide vergaben jedoch. Die Eisbären spielten eine starke Verlängerung, auf jeden Fall waren die Angriffe deutlich zielstrebiger und gefährlicher als noch in den drei Dritteln zuvor. Aber der Siegtreffer gelang weder den Eisbären noch Augsburg in der Overtime. Das Penaltyschießen musste also die Entscheidung bringen.

Und in diesem vergaben beide Augsburger, aber beide Berliner Schützen trafen. Zunächst war es Jamie MacQueen, der Boutin klasse austanzte und per Rückhand einnetzte, was zugleich der Siegtreffer war. James Sheppard beseitigte die letzten Zweifel, als er Boutin umkurvte und den Puck eiskalt im Tor versenkte. Somit ging der Zusatzpunkt an die Eisbären.

Nicht schön gespielt und trotzdem zwei Punkte geholt. Wer solche Spiele gewinnt, kann auch viel größere Dinge gewinnen… (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Puh, schön ist anders. Das Spiel war ganz schön zäh und auch nicht schön anzuschauen, wie selbst Marcel Noebels beim Fantalk nach dem Spiel zu gab. Optisch gesehen waren die Eisbären zwar die spielbestimmende Mannschaft, aber wirkten ihre Angriffe über weite Strecken doch eher ideenlos. Die Statistik wies daher auch jede Menge Schüsse der Berliner aus, nur waren dabei ganz wenige hochkarätige Chancen bei. Was zum einen sicher an einer kompakten Augsburger Defensive lag, aber zum anderen eben auch an der Ideenlosigkeit der Hausherren. Denn dass deren Defensive anfällig ist, hat man in dieser Saison schon mehrfach gesehen.
Letztendlich zählt aber nur das Ergebnis und die zwei gewonnenen Punkte, auch wenn keiner so richtig weiß, wie man diese Partie eigentlich gewinnen konnte. Das war so ein typisches Spiel, wo du bis morgen früh noch hättest weiter spielen können, es wäre kein Tor für die Eisbären gefallen. Aber zum Glück gibt es ja Penaltys und die Eisbären konnten drei von vier heute verwandeln, was ihnen am Ende den Heimsieg bescherte. Über mehr als die zwei Punkte sollten sie sich dann aber auch nicht freuen, denn spielerisch gibt es noch viel Luft nach oben.

Eisbären vs. Augsburg: Der Spitzenreiter trifft auf seinen Lieblingsgegner

Seit Freitagabend grüßt der DEL-Rekordmeister von der Tabellenspitze. Ein Anblick, welchen man in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr gewohnt war. Aber er fühlt sich gut an. Sehr gut sogar. Somit gehen die Eisbären Berlin morgen Nachmittag als Spitzenreiter in die Partie des 11. Spieltages gegen die Augsburger Panther, welche derzeit auf Platz Neun der DEL-Tabelle stehen.

Doch trotz des klaren 6:3-Sieges am Freitagabend in Iserlohn waren die Verantwortlichen nicht komplett mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Den Start hatte man völlig verschlafen und lag nach zwei individuellen Fehlern schnell mit 0:2 zurück. Dann bewies man einmal mehr seine großartige Moral und drehte die Partie komplett und führte zwischenzeitlich sogar mit 5:2 am Seilersee. Aber sowohl nach dem 3:2 als auch nach dem 5:2 ließen es die Berliner zu locker angehen, spielten es in Scheibenbesitz zu leichtfertig und leisteten sich dadurch zu viele Scheibenverluste, was Iserlohn viele Chance ermöglichte, um somit wieder zurück ins Spiel zu kommen. Und beinahe wurde man für diese leichtsinnige Spielweise auch noch bestraft, denn wenn Kevin Schmidt sein Treffer im letzten Drittel wegen zu hohen Stocks nicht aberkannt worden wäre, hätten sich die Eisbären auf eine heiße Schlussphase im Hexenkessel am Seilersee einstellen müssen. Stefan Ustorf, Leiter Spielerentwicklung und Scouting, war von daher zu Recht nach 40 Minuten enttäuscht, als er meinte, er sei nur mit dem Ergebnis zufrieden, jedoch nicht mit der Art und Weise, wie man gespielt hatte.

Morgen müssen die Eisbären aber über 60 Minuten eine hoch konzentrierte Leistung an den Tag legen, wollen sie die Augsburger Panther schlagen. Zwar haben die Panther nur eins der letzten fünf Spiele gewonnen und sind damit nach ihrem starken Saisonstart, wo sie zwischenzeitlich sogar mal Tabellenführer waren, bis auf Platz Neun der Tabelle abgerutscht, aber dennoch sind die Fuggerstädter ein Team, welches man nicht unterschätzen sollte. In der Offensive sind die Mannen von Coach Mike Stewart unheimlich torgefährlich, was 35 erzielte Treffer bestätigen, dafür sind sie aber hinten umso anfälliger, was 37 Gegentore in 10 Spielen mehr als beweisen.
Gegen Augsburg sollten die Eisbären auf jeden Fall zu viele Strafzeiten vermeiden, ist das AEV-Powerplay doch eines der besten in der Liga (25 Prozent Erfolgsquote).

In Augsburg traten die Hauptstädter zuletzt nicht wirklich gerne an, aber zu Hause spielten sie sehr gerne gegen die Panther aus Augsburg. Denn 13 der letzten 14 Heimspiele wurden gegen den AEV gewonnen. Die einzige Niederlage kassierte man jedoch im letzten Aufeinandertreffen in der Hauptstadt, als Augsburg mit 2:0 gewann. Aber das war in einer Phase, in der bei den Eisbären überhaupt nichts zusammen lief. Morgen stehen die Vorzeichen ganz anders. Die Eisbären sind voller Selbstvertrauen nach dem starken Saisonstart und grüßen von Platz Eins, während der AEV seine erste Krise der noch jungen Saison durchmacht und am Donnerstag beim 3:2 n.P. gegen Wolfsburg eine vier Spiele andauernde Niederlagenserie beendete. Und auswärts verbreitete der AEV zuletzt auch nicht wirklich Angst und Schrecken. Konnte man die ersten beiden Gastspiele der Saison noch gewinnen, setzte es in den letzten drei Auftritten auf fremden Eis drei Niederlagen. Was aber sicherlich auch am Gegner lag, ging es doch gegen Ingolstadt, Köln und München. Nur einfacher wird es für die Panther morgen Nachmittag auch nicht werden.

Los geht die Partie morgen um 14:00 Uhr in der Arena am Ostbahnhof. Telekom Sport überträgt wie immer live.

6:3-Sieg nach 0:2-Rückstand: Eisbären erobern am Seilersee die Tabellenführung

Die Niederlagenserie am Iserlohner Seilersee hat endlich ein Ende gefunden. Am Freitagabend gewannen die Eisbären Berlin vor 4.070 Zuschauern in der Eissporthalle am Seilersee mit 6:3 (1:2,2:0,3:1) bei den Iserlohn Roosters und feierten damit den ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge im Sauerland. Durch den Sieg eroberten die Berliner zugleich die Tabellenführung in der DEL, offenbarten aber einige Defizite in ihrem Spiel. 

Die Eisbären konnten auf die gestern noch angeschlagenen Frank Hördler und André Rankel zurückgreifen, im Tor bekam Marvin Cüpper mal wieder Spielpraxis. 

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp meinte vor der Partie, dass die Berliner ihr Spiel spielen müssen, vor allem diszipliniert sein müssen und hart arbeiten müssten, um hier am Seilersee zu gewinnen, wo es immer schwer ist. Egal, auf welchem Platz die Sauerländer stehen. Aber den Start in die Partie verpennten die Eisbären völlig. Was vielleicht der Chaos-Anfahrt geschuldet war. Denn statt vier Stunden Zugfahrt mussten die Eisbären acht Stunden mit dem Bus ins Sauerland fahren. Nach zwei Minuten kassierte Mark Olver bereits die erste Strafzeit. Doch da sollte ja eigentlich nicht viel passieren, dachte man sich, sind die Iserlohner doch genauso „gefährlich“ wie die Eisbären in Überzahl. Aber die Hausherren nutzten die numerische Überlegenheit aus. Jack Combs spielte die Scheibe zu Justin Florek, welcher vor dem Tor die Scheibe behaupten konnte, sie dann quer spielte und Travis Turnbull netzte letztendlich zum 1:0 ins halbleere Tor ein (3.).
Und nur ganze 15 Sekunden später durften die Fans des Tabellenletzten erneut jubeln. Iserlohn mit aggressiven Forechecking, erkämpfte sich den Puck an der Bande, Jack Combs spielte die Scheibe zu Marko Friedrich, der sie von rechts aus vor das Tor in den Slot brachte, wo dann Thomas Oppenheimer und Jason Jaspers den Puck gemeinschaftlich im Berliner Tor versenkten – 2:0 (4.).
Paukenschlag am Seilersee also, aber fortan waren die Eisbären bemüht, hier ins Spiel zu finden. Optisch waren die Berliner auch überlegen, jedoch fehlte es so ein bisschen an Ideen, die Defensive der Roosters zu knacken.
Acht Minuten waren gespielt, da gab es einen kleinen, schönen Fight zwischen Travis Turnbull und Mark Olver, welcher sich nach dem Bully schon angedeutet hatte und Turnbull ließ auch nicht locker, was ihm am Ende jedoch zwei Strafminuten mehr als Olver einbrachte. Und als Marko Friedrich auch noch auf die Strafbank musste, hatten die Eisbären für 75 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis. Sie fanden in ihre Powerplay-Formation, ließen die Scheibe gut laufen, aber kamen so gut wie gar nicht zu einem gefährlichen Torschuss. Erst, als Iserlohn wieder zu Viert war, ließen die Eisbären die Scheibe erneut gut laufen und konnten durch Sean Backman zum 2:1 verkürzen (10.).
Fortan blieb es eine muntere Partie, in der es hin und her ging. Beide Mannschaften suchten auch immer wieder den Abschluss, die Eisbären dabei mit einem Chancenplus nach 20 Minuten (13:6-Schüsse). Dennoch führten die Hausherren mit 2:1 nach dem ersten Drittel. Marcel Noebels äußerte sich nach dem Auftaktdrittel bei Telekom Sport wie folgt:

Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Nach dem 0:2 haben wir gut ins Spiel gefunden und auch gute Chancen gehabt. Es ist jetzt ein ausgeglichenes Spiel.

Auch ins Mitteldrittel starteten die Hausherren sehr druckvoll und suchten gleich den Weg vor das Tor von Marvin Cüpper. Jake Weidner stand auch auf einmal völlig frei im Slot, aber er konnte diese Chance nicht nutzen. Doch dann fanden die Eisbären besser ins Spiel und es entwickelte sich nun in den ersten Minuten ein schnelles Spiel, welches hin und her ging. Beide Mannschaften überbrückten die neutrale Zone sehr schnell und suchten dann den Abschluss vor dem gegnerischen Tor.
Aber es war nur eine Mannschaft im Abschluss erfolgreich. Sean Backman spielte die Scheibe an der blauen Linie rechts rüber zu Blake Parlett, der nahm die Scheibe mit, spielte sie quer vor das Tor, wo James Sheppard angerauscht kam und die Scheibe im halbleeren Tor versenken konnte – 2:2 (25.)
Und nur 50 Sekunden später machten die Hauptstädter den Paukenschlag perfekt. Daniel Fischbuch brachte die Scheibe von hinter dem Tor vor das Tor, wo Louis-Marc Aubry lauerte, einen kleinen Schlenker um Mathias Lange machte und den Puck zum 3:2 über die Linie schoss (26.).
Direkt nach dem Tor nahm Iserlohns Coach Jari Pasanen eine Auszeit, aber seine Mannschaft brauchte eine ganze Weile, um zurück ins Spiel zu kommen. So hatte Johann Larsson in der 29. Minute die große Chance zum Ausgleich, aber er scheiterte am Pfosten. Den Abpraller konnte Marvin Cüpper dann im Liegen mit einem Riesen-Save entschärfen.
Drei Minuten später tauchte Chad Bassen auf einmal frei vor Cüpper auf, aber der Berliner Goalie behielt die Ruhe und konnte diese Chance vereiteln.
Auf einmal waren die Roosters wieder im Spiel, machten hier viel Druck auf das Tor und drängten auf den Ausgleich. Gegen Ende des Mitteldrittels konnten die Eisbären das Spiel aber wieder beruhigen und hielten die Sauerländer vom Tor fern. Die letzte große Chance des zweiten Drittels hatten dann aber noch einmal die Eisbären, als Aubry völlig frei vor Lange an den Puck kam, ihn aber knapp links am Tor vorbei setzte. Somit führten die Eisbären mit 3:2 nach 40 Minuten am Seilersee. Vom Ergebnis her war Stefan Ustorf, Leiter Spielerentwicklung und Scouting, zufrieden, aber nicht mit der Leistung, wie er bei Telekom Sport in der Drittelpause sagte. Man leistete sich zu viele Scheibenverluste, ging im Scheibenbesitz mit der Scheibe viel zu fahrlässig um. Und dass die Eisbären so schnell mit 0:2 zurück lagen, lag laut Ustorf viel mehr an individuellen Fehlern als an der Chaos-Anreise.

Im letzten Drittel hatten die Gastgeber noch 58 Sekunden Überzahl, aber da waren sie nicht gefährlich, weshalb die Eisbären diese Unterzahl schadlos überstanden.
Und dann ging es ganz schnell. Bully im Drittel der Iserlohner, Aubry gewann dieses, Daniel Fischbuch brachte die Scheibe vor das Tor, wo Marcel Noebels lauerte und Mathias Lange austanzte – 4:2 (43.).
Dieser Gegentreffer schien die Hausherren endgültig geschockt zu haben, deren Ausgangslage als Tabellenletzter ja schon vor dem Spiel nicht gerade rosig aussah. Und nun hatten die Roosters in eigener Halle auch noch eine 2:0-Führung verspielt, was der Stimmung definitv nicht gut tat. Aber Iserlohn wagte ein zaghaftes Aufbäumen, dochr Alexander Bonsaksen schoss den Puck in der 48. Spielminute über das Berliner Tor.
Die Eisbären dagegen wirkten fast schon leichtfüßig im nächsten Angriff, welchen sie erfolgreich abschließen konnten. Noebels mit dem Querpass auf Aubry, welcher das lange Eck anvisierte und den Puck dort auch versenken konnte – 5:2 (49.).
Der Deckel auf diesem Spiel sollte nun also drauf sein, zumal die Eisbären nur wenige Sekunden später einen 3-auf-1-Angriff fuhren, doch Florian Busch schoss die Scheibe knapp daneben. Und direkt im Gegenzug – 23 Sekunden nach dem Berliner Tor – gelang Iserlohn der Anschlusstreffer. Travis Turnbull brachte die Scheibe ins Berliner Drittel, spielte dort mit Boris Blank Doppelpass und kam im Slot wieder an die Scheibe, welche er von dort aus letztendlich ins Tor beförderte – 3:5 (49.).
Auf einmal waren die Sauerländer also wieder da, aber auch deswegen, weil die Eisbären nach vorne kaum mehr etwas taten. Sie standen viel mehr in der eigenen Defensive und schauten den Roosters meistens zu, was sie da so im Angriff taten. Das war schon fast fahrlässig von den Berlinern, die es hier hätten ausnutzen müssen, dass Iserlohn nach dem 2:5 angeschlagen war. Aber nein, man versuchte Iserlohn wieder aufzubauen. Was auch beinahe geklappt hätte, denn acht Minuten vor dem Ende der Partie hatte Kevin Schmidt in „Baseball-Manier“ zum 4:5 getroffen, aber die beiden Hauptschiedsrichter Stephan Bauer und Elvis Melia gaben den Treffer zu Recht wegen eines zu hohen Stocks nicht. Aber da hätten die Eisbären ganz schön alt ausgesehen, wenn es hier auf einmal nur noch 4:5 gestanden hätte.
Doch zum Ende hin fuhren die Eisbären dann auch wieder ein paar Angriffe Richtung Iserlohner Tor und wollten so für die endgültige Entscheidung sorgen. Von Iserlohn kam in dieser Phase nicht mehr viel.
Als Iserlohn in der Schlussphase den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, schlug Mark Olver zu und traf zum 6:3-Endstand vier Sekunden vor der Schlusssirene.

Ein Sieg, welcher am Ende sicherlich verdient war, aber die Eisbären haben sich das Leben dann doch wieder unnötig schwer gemacht. Den Start hatte man völlig verpennt und lag durch individuelle Fehler schnell mit 0:2 hinten. Danach zeigte die Mannschaft aber wieder, wie stark ihre Moral ist und kämpfte sich nicht nur zurück in die Partie, nein, sie drehten das Spiel gleich komplett und lagen zwischenzeitlich sogar mit 5:2 vorne. Aber wie schon nach dem 3:2 im Mitteldrittel spielten es die Berliner dann einfach zu locker, zu leichtfertig wurden die Scheiben verloren, nach vorne hatte man nicht mehr den Zug, um weitere Tore zu erzielen. Wohl in dem Gedanken, dass hier beim angeschlagenen Tabellenletzten nichts mehr schief gehen würde. Beinahe wurden die Hauptstädter für diese Nachlässigkeit noch bestraft. Aber am Ende ging es ja noch einmal gut aus und man nahm drei weitere Punkte mit in die Hauptstadt. Doch einige Worte dürfte sich die Mannschaft nach dem Spiel wohl noch angehört haben müssen, wenn man alleine schon gesehen hat, wie sauer Stefan Ustorf in der zweiten Drittelpause war. 

Iserlohns Stürmer Boris Blank sagte nach dem Spiel bei Telekom Sport:

Wir haben gut angefangen und 2:0 geführt. Dann bekommen wir zwei Strafzeiten und kassieren das 2:1, danach sind wir eingebrochen. Wir spielen zwar nicht schlecht, aber zwei bis drei Minuten passen wir nicht auf und dann kassieren wir die Tore. Wir müssen jetzt zusammenhalten und hart arbeiten.

Berlins starker Goalie Marvin Cüpper äußerte sich zum Sieg in Iserlohn so:

Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Iserlohn hat im ersten Drittel viel Druck gemacht, damit haben wir wohl nicht wirklich so gerechnet. Wir haben uns aber gut zurück gekämpft und die restlichen zwei Drittel gut gespielt

Morgen in Iserlohn: Zu Gast beim Tabellenletzten am Seilersee

Die Auswärtsreise in dieser Woche geht für die Eisbären Berlin weiter. Nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel in Düsseldorf vom Dienstagabend müssen die Berliner morgen Abend bei den Iserlohn Roosters antreten. Diese Partie ist die Partie des Tabellenletzten gegen den Tabellenzweiten. Unterschiedlicher könnten die Gefühlswelten der beiden Vereine also nicht sein. Während die Sauerländer derzeit in einer Krise stecken, können die Eisbären mit den bisherigen Ergebnissen und dem Tabellenplatz durchaus zufrieden sein. 

Dennoch nehmen die Eisbären den Tabellenletzten sehr ernst und auf keinen Fall auf die leichte Schulter, wissen die Berliner doch, wie schwer es am Seilersee sein kann. Chefcoach Uwe Krupp sagte im Vorfeld der Partie folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 05.10.2017):

In Iserlohn ist es immer hart zu spielen, egal wie die Tabellensituation ist. Wir wollen auch gegen die Roosters konstant, kontrolliert und diszipliniert auftreten.

Dennoch stehen die Siegchancen für die Hauptstädter morgen Abend denkbar gut, sind die Sauerländer doch aktuell das einzige noch sieglose Heimteam der noch jungen DEL-Saison. Nur einen Punkt aus drei Spielen konnten die Roosters bisher zu Hause einfahren, von der einstigen Heimstärke und dem gefürchteten Hexenkessel in der Eissporthalle am Seilersee sind die Iserlohner derzeit meilenweit entfernt. Da sorgen die Roosters derzeit mehr auswärts für Furore als auf eigenem Eis. Bestes Beispiel war da das vergangene Wochenende in der DEL, als Iserlohn durchaus überraschend in Augsburg mit 4:2 gewann, sich dann aber zu Hause von Düsseldorf mit 1:5 abschießen ließ. Und am „Tag der Deutschen Einheit“ folgte dann gleich der nächste Dämpfer für die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen, als man in Ingolstadt mit 0:5 unterging.

Aber angeschlagene Mannschaften sind immer noch am gefährlichsten und von daher tun die Eisbären gut daran, sich auf ihr Spiel zu konzentrieren und das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ziehen die Berliner ihr System durch, stehen sie hinten ähnlich sicher und kompakt wie am Dienstag gegen Düsseldorf und zeigen sich vor dem Tor so eiskalt, dann ist ein Sieg am Seilersee mehr als möglich und dann würde man auch eine Negativserie endlich beenden können. Denn die letzten fünf Gastspiele am Seilersee gingen verloren, zweimal allerdings erst in der Verlängerung bzw. im Penaltyschießen. Morgen ist der Zeitpunkt also eigentlich perfekt, um diese Negativserie ein für alle Mal zu beenden.

Ob Verteidiger Frank Hördler und Kapitän André Rankel allerdings bei diesem Unterfangen mithelfen können, steht noch nicht fest. Der Einsatz der beiden Spieler ist derzeit fraglich. Fehlen werden dagegen definitiv wieder die Youngsters, die für Weißwasser bzw. die DNL-Mannschaft im Einsatz sind sowie Constantin Braun. 

Los geht die Partie um 19:30 Uhr, Telekom Sport überträgt wie gewohnt live. Es ist an der Zeit, den ersten Sieg seit dem 21.09.2014 in Iserlohn einzufahren. Folgendes Team soll es richten:

Tor:

Marvin Cüpper, Petri Vehanen

Abwehr:

Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Einsatz fraglich:

Frank Hördler, André Rankel

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke (alle Weißwasser), Vincent Hessler (DNL), Constantin Braun

4:2-Sieg in Düsseldorf: Eisbären springen auf Platz Zwei

Die Eisbären Berlin sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurück in die Erfolgsspur gekehrt. Bei der Düsseldorfer EG gelang ein hochverdienter 4:2 (1:1,2:0,1:1)-Sieg und damit der Sprung auf Platz Zwei der Tabelle. Zugleich war es der insgesamt sechste Sieg gegen die Rheinländer in Folge. Die DEG entwickelt sich also nach Jahren als Angst- nun zum Lieblingsgegner der Eisbären. 

Die Eisbären kamen sehr gut ins Spiel, machten vom ersten Bully an viel Druck und konnten sich gleich im Düsseldorfer Drittel festsetzen. Die Mannen von Coach Uwe Krupp spielten mit viel Zug zum Tor, aber es sollte bis zur 6. Spielminute dauern, ehe sich die Berliner für ihren guten Beginn belohnen konnten. Kai Wissmann schickte Mark Olver auf die Reise, der hatte auf der linken Seite zu viel Zeit und Platz, schoss einfach mal aufs Tor und DEG-Back-up Timo Herden rutschte der Puck auf der Stockhand-Seite durch und so führten die Hauptstädter verdient mit 1:0. Die DEG musste kurzfristig auf der Torhüterposition wechseln, da sich Stammgoalie Matthias Niederberger beim Warm-up verletzt hatte.
Die DEG wirkte aber nicht lange geschockt und hatte zwei Minuten später die Riesenchance zum Ausgleich, als Ex-Eisbär Spencer Machacek frei vor Petri Vehanen auftauchte. Und der DEG-Stürmer versuchte den finnischen Goalie auszuspielen, aber Vehanen bekam im lLegen noch die Fanghand an den Schuss und parierte stark.
Danach ging es hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss, aber so die hochkarätigen Torchancen fehlten. Entweder gingen die Schüsse am Tor vorbei oder aber stellten die Goalies vor keinerlei Probleme. Zum Ende des ersten Drittels dann wieder die Eisbären, welche sich im DEG-Drittel festsetzen konnten und auf das 2:0 drängten. Doch das konnten sie nicht erzielen und die DEG sorgte im Gegenzug für den Ausgleich. Zunächst lief John Henrion alleine auf Petri Vehanen zu, scheiterte jedoch am Pfosten. Aber Düsseldorf blieb dran, erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor, Jeremy Welsh mit dem Pass in den Slot, wo John Henrion stand und den Puck ins Tor schoss – 1:1 (20.).
So stand es nach 20 Minuten 1:1, die Eisbären zwar mit mehr Spielanteilen und Drangphasen zu Beginn und zum Ende des ersten Drittels, aber die DEG zeigte sich effektiv vor dem Tor. Jonas Müller sagte im Pauseninterview bei Telekom Sport, „wir hatten einen guten Start, haben mit viel Druck gespielt und haben genau das umgesetzt, was wir wollten„. Der Ausgleich war daher natürlich ärgerlich. 

Im Mitteldrittel hatten die Hausherren den ersten Torschuss durch Darryl Boyce zu verzeichnen, aber relativ schnell übernahmen die Eisbären die Kontrolle über das Spiel wieder und spielten weiter mit viel Druck auf das DEG-Tor. Blake Parlett hätte die Berliner dann auch beinahe in Führung gebracht, aber sein Schuss ging nur an den Pfosten.
In der 24. Spielminute gab es auf beiden Seiten richtig gute Chancen zu verzeichnen. Zunächst die Eisbären mit einem 2-auf-1-Angriff, aber Daniel Fischbuch schoss doch deutlich drüber. Im Gegenzug zwei richtig gute Einschussgelegenheiten für die DEG, da wurde es richtig brenzlig vor dem Berliner Tor, aber Düsseldorf bekam die Scheibe nicht über die Linie.
Es folgte die erste Strafe der Partie für die DEG und folglich das erste Powerplay für die Eisbären. Vor dem Spiel hatte Eisbären-Kapitän André Rankel bei Telekom Sport noch gesagt, „unser Powerplay könnte besser sein. Wir haben aber daran gearbeitet und wollen es heute besser machen„. Gesagt, getan. Die Eisbären zuvor schon mit drei guten Chancen, dann hielten sie die Scheibe gut im Drittel, Jens Baxmann mit dem Querpass an der blauen Linie auf Danny Richmond, der schlenzte den Puck einfach mal Richtung Tor, wo Nick Petersen die Kelle hin hielt und somit unhaltbar für Timo Herden abfälschte – 2:1 (26.).
Danach die Eisbären weiterhin die aktivere Mannschaft, aber Düsseldorf sorgte bei seinen Angriffen immer wieder für Gefahr. In der 30. Spielminute gab es die Riesenchance zum Ausgleich für die Gastgeber. Darryl Boyce wurde von zwei Eisbären zu Fall gebracht und es gab Penalty für die DEG. Boyce lief an, schoss jedoch rechts am Tor vorbei.
Praktisch im Gegenzug klingelte es erneut im DEG-Gehäuse. Sean Backman brachte den Puck von links scharf vors Tor, wo James Sheppard den Puck entscheidend abfälschen konnte – 3:1 (31.).
Nur eine Minute später hätte Henry Haase verkürzen können, aber der Ex-Eisbär, der zu viel Platz im Slot hatte, scheiterte an Petri Vehanen. Die DEG drückte fortan gehörig auf das Tempo und wollte den Anschlusstreffer erzielen, was ihnen jedoch nicht gelang. Zum Ende hin waren dann aber die Berliner wieder die bessere Mannschaft, hatten das Spiel im Griff und machten gut Druck auf das DEG-Tor, konnten den Vorsprung aber nicht weiter ausbauen. So stand es nach 40 Minuten 3:1 für die Hauptstädter.

Im letzten Drittel die DEG früh mit einer guten Chance durch Henry Haase, der aber erneut an Petri Vehanen scheiterte. Doch es war zu erkennen, dass Düsseldorf hier den Anschlusstreffer erzielen wollte. Und den sollten sie auch erzielen. Schneller Angriff der DEG, ein paar gute Pässe im Angriffsdrittel, die Scheibe kam zu John Henrion und der ließ Vehanen keine Chance – 2:3 (45.).
Doch direkt im Gegenzug die Eisbären mit der Chance, den alten Abstand wieder herzustellen, als sie einen 2-auf-1-Konter fuhren, doch Martin Buchwieser schoss die Scheibe über das Tor.
Der DEG gab das 2:3 neues Selbstvertrauen und sie machten nun ordentlich Druck, merkten, dass hier vielleicht doch noch was zu holen ist. Und erst recht, als sie dann auch noch ein Powerplay hatten. Aber die Hausherren konnten die numerische Überlegenheit nicht nutzen und verpassten somit den Ausgleich.
Es folgte die spielentscheidende Szene. Die DEG-Spieler waren schon lange auf dem Eis, leisteten sich hinter dem eigenen Tor einen Fehlpass, Martin Buchwieser kam an die Scheibe, zog vor das Tor, umkurvte Timo Herden und schoss den Puck zum entscheidenden 4:2 ins Tor (53.).
Dieser Treffer war letztendlich zu viel für Düsseldorf, die danach nicht mehr so viel Druck wie noch davor erzeugen konnten. Die Eisbären brachten das am Ende souverän über die Zeit und sicherten sich somit die drei Punkte.

Ein komplett verdienter Sieg der Eisbären, der bei einer besseren Chancenverwertung auch noch hätte höher ausfallen können. 40 Minuten lang hatten unsere Jungs das Spiel im Griff, mussten nach dem 2:3 aber plötzlich einige Minuten lang zittern, ehe Martin Buchwieser mit seinem klasse Tor die Nerven wieder beruhigen konnte. Und die Nummer 56 der Eisbären äußerte sich nach Spiel bei Telekom Sport wie folgt:

Wir haben unsere Chancen zu wenig genutzt, dadurch ist Düsseldorf immer wieder ins Spiel zurück gekommen. Wir haben viel Druck gemacht. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wäre das Spiel einfacher gewesen als es am Ende war.

Ex-Eisbär Henry Haase fand, dass seine Mannschaft trotz der Niederlage nicht den Köpf hängen lassen muss:

Es war ein intensives Spiel. Wir haben ein paar individuelle Fehler gemacht. Wir hatten Chancen, diese aber nicht genutzt. Uns hat ein bisschen das Glück gefehlt. Dennoch ist das kein Grund, dass jetzt irgendjemand den Kopf hängen lässt.

Eisbären reisen zu starken Düsseldorfern

Niederlagen gegen den Erzrivalen aus Mannheim sind nie schön, aber das Gute ist, die Eisbären haben gar nicht so viel Zeit, sich darüber zu ärgern. Denn bereits morgen Abend sind die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder im Einsatz. Der 9. Spieltag der Saison 2017/2018 steht an und für die Berliner geht es zur Düsseldorfer EG. Es ist die Partie des Tabellensiebten gegen den Tabellendritten. Ganze drei Punkte stehen zwischen den beiden Mannschaften.

Um die Partie bei der DEG morgen Abend für sich zu entscheiden, müssen die Eisbären eigentlich kaum etwas im Vergleich zum Mannheim-Spiel ändern, denn die Leistung der Mannschaft war trotz der Niederlage sehr ansprechend. Einzig der Start ins Spiel wurde verschlafen und war am Ende vielleicht auch ausschlaggebend für die Niederlage gegen die Kurpfälzer. Aber ansonsten zeigten die Eisbären eine starke Partie, spielten mit viel Druck auf das Mannheimer Tor und konnten sich auch jede Menge guter Torchancen erspielen. Leider konnte man aber nur drei davon nutzen. Ansonsten stand entweder der Pfosten oder aber der überragende Dennis Endras im Weg. Mit mehr Glück im Abschluss wäre ein Sieg gegen die Adler durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

Nur wird es morgen Abend nicht einfach werden, im ISS-Dome zu gewinnen. Denn die Rheinländer sind derzeit gut drauf und haben am Wochenende ein Sechs-Punkte-Wochenende gefeiert. Gegen Meister München gewann man am Freitag mit 6:4 (zwischenzeitlich lag die DEG sogar mit 5:1 vorne) und in Iserlohn feierte man am Sonntag einen deutlichen 5:1-Kantersieg. Die DEG strotz also nur so vor Selbstvertrauen. Und die letzten beiden Heimspiele gegen Top-Teams hat Düsseldorf auch gewonnen, denn vor dem Sieg gegen München gelang der DEG ein 4:3-Sieg gegen Mannheim.
Aufpassen sollten die Eisbären vor allem auf die Düsseldorfer Torjäger Alexej Dmitriev (5 Tore), Ex-Eisbär Spencer Machacek sowie John Henrion (beide 4 Tore). Sollten die Eisbären ein Überzahlspiel gegen die DEG bekommen, ist ein Treffer durchaus möglich, liegt die Unterzahl-Erfolgsquote der DEG doch aktuell bei nur 74 Prozent.

Dass es gleich morgen wieder auf das Eis geht, ist kein Problem für die Spieler, sagte Neuzugang Sean Backman gestern beim Fantalk (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 01.10.2017):

Wir sind daran gewöhnt, so viele Spiele in kurzer Zeit zu absolvieren. Bei so einer engen Spielfolge muss man gut auf seinen Körper Acht geben, nach den Spielen die Muskeln lockern. Grundsätzlich mag es jeder aber lieber zu spielen, als zu trainieren.

Im Kader der Eisbären wird es keine Änderung im Vergleich zum Mannheim-Spiel geben. Los geht die Partie um 17:00 Uhr, Telekom Sport und Sport 1 übertragen die Partie live.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG am 03.10.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke (alle Weißwasser), Vincent Hessler (DNL), Frank Hördler (Zerrung), Constantin Braun

Uwe Krupp: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“

Niederlagen gegen den Erzrivalen sind nie schön, aber trotzdem kann man heute mit der Leistung der Eisbären Berlin gegen die Adler Mannheim sehr zufrieden sein. Denn am Ende war Mannheim halt einfach das effektivere Team und vor dem Tor eiskalt, was auch Thomas Oppenheimer nach der Partie sagte:

Mannheim hat einfach ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Sie haben hinten gut gestanden und die Chancen, die sie hatten, eiskalt ausgenutzt. Aber ich denke trotzdem, dass wir erhobenen Hauptes hier raus gehen können, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben.

Natürlich wissen auch die Spieler, dass der Start nicht der beste war, man danach aber sehr gut zurück ins Spiel gefunden hat. Sah Nick Petersen genauso:

Wir haben vieles heute richtig gemacht. Mannheim hat den besseren Start erwischt. Aber wir konnten danach ein Comeback starten. Daraufhin hatten wir unsere Chancen, welche wir aber nicht nutzen konnten. 

(Foto: eisbaerlin.de/walker)

Was in dieser Saison auffällt: Die Eisbären haben bisher drei Spiele in dieser Saison verloren und jedes Mal vier Gegentore kassiert. Folglich daher das Statement von Uwe Krupp nach dem Spiel auf der Pressekonferenz:

Fakt ist, wenn du vier Tore zulässt, ist es schwer, Punkte zu gewinnen. Aber insgesamt gesehen kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben das gemacht, was man gegen Mannheim machen muss. Wir wollten Mannheim unter Druck setzen und viele Scheiben zum Tor bringen. Wir haben gutes Eishockey gespielt. Das Einzige, was nicht geklappt hat, ist das Ergebnis. Vielleicht hätten wir heute einen Punkt verdient gehabt. Beide Mannschaften haben gut gespielt, Mannheim hat gut verteidigt. Und Dennis Endras hat in den entscheidenden Momenten die Saves gemacht, was am Ende der Unterschied war. 

Matthias Plachta sagte nach dem Spiel, was das Ziel der Adler heute war:

Wir haben gegen Köln taktisch undiszipliniert gespielt. Unser Ziel war es daher gerade mit einem Stürmer weniger kompakt zu stehen, wenig zuzulassen und vorne eiskalt zuzuschlagen. Ich denke, das haben wir gut gemacht. 

Mannheims Coach Sean Simpson war natürlich sehr zufrieden mit dem Ausgang des Spiels:

Ich bin natürlich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben eine gute Reaktion auf die Niederlage vom Freitag gezeigt. Wir haben ein sehr gutes Eishockeyspiel von beiden Seiten gesehen.