Spieltag kompakt #12 – 19.10.15

Schwenninger Wild Wings ringen als Tabellenletzter den Tabellenersten nieder. Eisbären übernehmen vorerst die Tabellenführung und Derbyzeit in Düsseldorf und Augsburg.


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Düsseldorfer EG : Kölner Haie 2:1

(1:0 / 0:1 / 1:0)

Es war Derby-Zeit im ISS-Dome in Düsseldorf. In der ausverkauften Halle konnten die insgesamt 13105 Zuschauer ein spannendes Spiel zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien beobachten, welches erstaunlich ruhig und fair ablief. Im ersten Drittel hatten die Düsseldorfer die besseren Chancen. Es dauerte nicht lange bis zu den ersten Möglichkeiten. Die erste dicke Chance hatte Fredrik Eriksson der in Minute neun von der Strafbank kam, einen langen Pass bekam und ein 1 vs. 1 gegen Mathias Niederberger vergab. Das erste Tor aber schossen die Düsseldorfer (11.). Daniel Kreuzer ist derjenige, der die Scheibe nach Vorarbeit von M. Kammerer und S. Daschner ins halb leere Tor einschieben konnte. Im zweiten Drittel waren die Haie besser im Spiel und setzten die Düsseldorfer mächtig unter Druck. Im ersten Powerplay der Kölner konnten sie sich auch belohnen. Per Aslund bringt die Scheibe in Richtung Tor und dann ist es Fredrik Eriksson (37.) der die hinterm Tor abprallende Scheibe ins leere Tor schießen konnte. Im letzten Drittel kamen kaum noch richtige Chancen zustande. Am Ende war es eine starke Einzelleistung von Travis Turnbull, der sich gegen drei Feldspieler plus den Torhüter durchsetzen konnte und am Ende den Puck durch die Beine von Gustav Wesslau setzen konnte.


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Augsburger Panther : Straubing Tigers 4:3

(2:2 / 1:1 / 1:0)

Von den Strafen her war das Spiel ein würdiges Bayern-Derby. Insgesamt wurden in dem Curt-Frenzel-Stadion, welches von 4716 Zuschauern besucht wurde, 19 Strafen verteilt. Und die Panther beginnen auch richtig stark, denn Braden Lamb (8.) zog einfach mal von der blauen Linie ab und der passte genau, da dem Straubinger Torhüter die Sicht genommen wird. Vier Minuten später, als die Augsburger eigentlich ein Unterzahlspiel hatten, konnten die Panther durch Jonathan Matsumoto, der ein starkes Solo hinlegte, auf 2:0 erhöhen. Es dauerte bis in die 15. Minute als die Straubinger ihre echte erste Chance bekamen. Denny Urban durchbrach die Augsburger Defensive und war frei durch, doch wurde dann von hinten von den Beinen geholt. Der Arm des Offiziellen ragte schon hoch, doch Denny Urban machte den Puck noch im liegen und konnte auf 2:1 verkürzen. Nur drei Minuten später konnte Sean O’Connor (18.) zum 2:2 Pausenstand ausgleichen. Das zweite Drittel begann dann mit der erneuten Führung der Panther durch Benjamin Hanowski (27.), der sich gegen die Defensive der Tigers durchsetzen konnte und dann den Puck durch die Schoner spielte. Doch Straubing hatte wieder eine Antwort parat und konnten durch, den sich frei in den Slot spielenden, Mike Hedden(33.) erneut ausgleichen. Im dritten Drittel schwächte sich Straubing selbst durch Maury Edwards der eine 5+Spieldauerstrafe wegen eines Checks mit dem Knie erhielt. Das darauf folgende Powerplay konnten die Panther erneut durch Benjamin Hanowski(48.) nutzen und zum dritten mal in Führung gehen. Und das sollte auch das entscheidende Tor sein, denn die Straubinger hatten zwar noch eine Riesenchance die aber Jeff Drouin-Deslauriers mit dem Stockende parieren konnte.


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Krefelder Pinguine : Iserlohn Roosters 1:2

(0:0 / 0:1 / 1:1)

Im Königspalast, in dem 4444 Leute die Partie sahen, wurde der geduldige Zuschauer gefragt. Denn im ersten Drittel passierte nicht viel, außer jeweils eine Großchance auf jeder Seite, die die beiden Torhüter Patrick Klein und Mathias Lange jeweils parieren konnten. Im zweiten Spielabschnitt wurde es kaum spannender. Es begann mit einer Strafe für Daniel Pietta wegen Stockschlags, doch es waren erst die Pinguine die in Unterzahl eine Riesenchance haben. Doch im selben Powerplay konnten die Iserlohner dann doch erhöhen und zwar durch Robert Raymond (23.). Die Rooster hatten im Mittelabschnitt noch eine Riesen Chance die sie aber nicht nutzen konnten. Und so ging es mit 0:1 aus Sicht der Krefelder ins letzte Drittel. Und jetzt drehten sie erstmal zu Beginn richtig auf und konnten durch Daniel Pietta (43.) ausgleichen. Doch dann konnten sie ihre Chancen nicht nutzen. Im Gegenzug konnten aber die Rooster in einem 2-1 Konter durch Jason Jaspers auf den Endstand von 2:1 erhöhen. Ein paar Sekunden vor Schluss hatten die Pinguine nochmal eine Riesenchance, aber diese konnten sie nicht nutzen.


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Thomas Sbo Ice Tigers : Schwenninger Wild Wings 1:5

(1:1 / 0:3 / 0:1)

Es scheint wie eine klare Sache, doch 4497 Zuschauer konnten sich in der Arena Nürnberger Versicherung davon überzeugen, wie knapp es in der DEL zugeht. Den der Tabellenvorletzte erlaubte dem Tabellenersten kein leichtes Spiel. Aber am Anfang sah es so aus, als wenn das Spiel einseitig laufen würde. Denn erst hatten die Nürnberger eine Riesenchance die sie vergaben und dann sieben Minuten später, in einem Powerplay, konnten die Nürnberger durch Kyle Klubertanz (16.), der einfach mal von der blauen Linie abzog, auf 1:0 erhöhen. Doch nur eine Minute später, erneutes Powerplay der Nürnberger, konnte Schwenningen durch Damien Fleury (17.) ausgleichen. Doch dieses Tor war seltsam, denn erst zieht Will Acton vors Tor, legt zurück auf Damien Fleury. Dieser hielt auch aus Tor doch schoss über die Latte. Doch der Puck prallte von der Bande ab, landete auf der Latte und prallte vom Rücken des Torwarts ins Tor. Im zweiten Drittel machten die Wild Wings mächtig Druck. Und so konnten sie sich auch in einem Powerplay durch Andreé Hult (28.) belohnen und erhöhten auf 2:1. Und jetzt spielte nur noch Schwenningen. Sieben Minuten später in einem erneutem Powerplay, erhöhten die Schwenninger durch Philipp Schlager(35.), der nach einem Schuss von Toni Ritter nur noch den Stock hinhielt. Doch das reichte den Schwenninger Wild Wings noch nicht, denn nur 2 Minuten später erzielte Robert Brown(17.) den 4:1 Pausenstand. Und kurz nach beginn des dritten Abschnitts, machte Damien Fleury(45.), nach Riesenpatzer von Jenike, der sich den Puck selber reinhaute, nach Schuss von der Mittellinie, den Sack zu.


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ERC Ingolstadt : Grizzlys Wolfsburg 5:6 (SO)

(0:2 / 3:1 / 2:2 / 0:0 / 0:1)

In der Saturnarena konnten 3253 Zuschauer eine Partie zweier Mannschaften sehen, die nicht so wirklich in die neue Saison gekommen sind. Zudem war es eine sehr überraschende Partie. Im ersten Drittel passierte am Anfang nicht sehr viel. Die erste Chance war in der 15. Minute als Sebastian Furchner (15.) das erste Tor schoss. Und nur elf Sekunden später hämmerte Timothy Hambly (15.) die Scheibe humorlos ins Netz. Diese Führung kam sehr überraschend, da Ingolstadt eigentlich die bessere Mannschaft war. Und im zweiten Drittel ging es auch so weiter. Denn als Christoph Höhenleite (51.) aufs Tor schoss, prallte der Puck von der Fanghand ab und prallte vom Rücken Pielmeiers ab ins Tor und erzielte das zwischenzeitliche 3:0. Doch nur eine Minute später konnte Ingolstadt in doppelter Überzahl reagieren. John Laliberte (32.) konnte frei im Slot angespielt werden und dann über den Torwart den Puck ins Tor setzten. Ingolstadt hatte jetzt viel mehr vom Spiel und konnte dies auch nutzen. Petr Taticek (36.) konnte den Puck nach einem tollen Spielzug ins leere Tor einschieben. Und Brandon Buck (38.) ist nach einer Verletzungspause wieder da und verwandelt, nachdem er bereits einen Treffer vorbereitet hat, nach starker Einzelleistung und setzt das Spiel wieder auf Anfang. Und Ingolstadt kam mit Elan aus der Kabine und dann ist es Patrick McNeill (42.) der die Oberbayern in diesem Spiel, mit dem Bauerntrick, in Führung bringen konnte. Und nur vier Minuten später konnte John Laliberte (46.), in einem Powerplay, den Vorsprung der Hausherren ausbauen. Doch jetzt wachten die Gäste aus Wolfsburg wieder auf und konnten den Anschluss durch Daniel Widing (49.) finden. Die Grizzlys machten jetzt mächtig Druck und Gerrit Fauser(56.) brachte dann den verdienten Ausgleich. In der anschließenden Verlängerung passierte dann nichts spannendes mehr und so musste die Entscheidung im Penalty Schießen gesucht werden. Und erst im achten Penalty konnte Tyson Mulock (SO) den entscheidenden Treffer machen und Wolfsburg den zweiten Punkt bringen.


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Adler Mannheim : Hamburg Freezers 2:1 (SO)

(0:0 / 1:1 / 0:0 / 0:0 / 1:0)

Die 10091 Zuschauer in der Mannheimer SAP-Arena haben heute eher eine einseitige Partie gesehen, welche aber ihre Chancen nicht nutzen konnte. Die Freezers begannen, im ersten Abschnitt, gut und hatten auch die erste Chance die Aber Denis Endras vereiteln kann. Auch die Mannheimer hatten im ersten Drittel ihre erste Großchance, aber auch diese konnte nicht genutzt werden. Im ersten Drittel ist nichts weitet passiert. Aber im zweiten Drittel ging es rasant los. Die Mannheimer hatten ein Bully im Drittel der Freezers gewonnen und dann ist es Christoph Ullmann der die Scheibe im dritten Versuch hinter die Linie bringen kann. In der Mitte des dritten Drittels hatten die Hamburger eine kleine Druckphase. Und dieses konnten sich auch nutzen. Thomas Oppenheimer (31.) ist derjenige, der die Scheibe ins Netz befördern kann und so das Spiel wieder ausglich. In der restlichen Partie spielten eigentlich nur noch die Mannheimer, aber sie konnten ihre Chancen nicht nutzen. Und so musste eine Entscheidung im Penaltyschießen her. Dort ist es dann Jamie Tardif (SO) der den Mannheimern den zweiten Punkt einbringt.


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Eisbären Berlin : Red Bull München 5:3

(1:0 / 2:0 / 2:3)

 

Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier:

Walkers Baeren News #9

Presseschau | Eisbären Berlin vs. EHC Red Bull München

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Ab sofort lest Ihr bei uns nach jedem Eisbären-Spiel eine Presseschau – präsentiert von @HockeyOnMedia.
Das Spiel nachlesen könnt Ihr hier: http://eisbaerlin.de/eisbaerlin_live

Spencer Machachek: „Wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt“

Spencer Machacek (Stürmer Eisbären Berlin/erzielte das 2:0 gegen München):

Wir haben 1:0 geführt und 3:0 nach 40 Minuten. Aber es war immer ein hart umkämpftes Spiel. München ist mit zwei Powerplaytoren zurück ins Spiel gekommen. Aber Petri hat wahnsinnig gute Saves gemacht, hat uns damit im Spiel gehalten. Wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt. Wir sind sehr froh über die drei Punkte.

Barry Tallackson (Stürmer Eisbären Berlin/erzielte drei Scorerpunkte gegen München):

Die Spannung am Ende war natürlich unnötig. Aber man sollte niemals vergessen, dass München eine sehr, sehr gute Mannschaft ist. Die haben auch sehr hart gekämpft. Wir müssen die hochkonzentrierte Leistung, die wir anfangs gezeigt haben, 60 Minuten durchziehen. Wir haben geschlossen, wie eine Mannschaft, weiter gekämpft. Wir haben an uns geglaubt und sind dafür belohnt worden. 

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin/eine Torvorlage gegen München): 

Wir sind zufrieden mit diesem Wochenende. Wir haben viele Tore geschossen, was wir in den drei Spielen zuvor nicht gemacht haben. Wir haben gut gearbeitet. Wir haben vorne unsere Chancen genutzt, was wir in den Spielen zuvor nicht gemacht haben. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Wir haben sehr gut begonnen. Das erste Drittel war sehr gut. Wir haben München im ersten Drittel unter Kontrolle gehabt. Im zweiten Drittel fand ich München sehr stark. Wir haben zwar die Tore gemacht, aber ich fand das Drittel sehr ausgeglichen. Im letzten Drittel ist das Spiel nochmal viel spannender geworden, als wir uns das gewünscht hatten. Aber am Ende hat die Mannschaft unheimlich viel Moral bewiesen und Kampfgeist. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es war eine gute Leistung dieses Wochenende. 

Don Jackson (Trainer EHC Red Bull München):

Wir sind sauer. Wir müssen besser anfangen. Die Eisbären waren die bessere Mannschaft über 60 Minuten.

5:3 – Eisbären kämpfen München nieder und erobern die Tabellenführung

logo_WBN_1516Ausgabe #9:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgrbs_negDie Arena am Ostbahnhof bleibt in dieser Saison weiterhin eine Festung. Am Sonntagnachmittag war der EHC Red Bull München zu Gast und wurde mit 5:3 (1:0, 2:0, 2:3) nach Hause geschickt. Damit haben die Eisbären ihre bisherigen fünf Heimspiele allesamt gewonnen. Aber heute musste man am Ende noch ordentlich um den Sieg und die drei Punkte zittern. Aber am Ende konnte man sich über weitere drei Punkte freuen. Das Sechs-Punkte-Wochenende war somit perfekt. Und noch viel besser: Die Eisbären haben die Tabellenführung erobert. 12.107 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sahen eine sehr spannende und nervenaufreibende DEL-Partie. 

Wie bereits am Freitag gegen Augsburg fehlten auch heute wieder Kevin Nastiuk, Mark Bell, Florian Busch, Jonas Schlenker und Kai Wissmann. Petri Vehanen stand erneut im Tor.

T.J. Mulock lauert auf das Zuspiel vor dem Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

T.J. Mulock (links) lauert auf das Zuspiel vor dem Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Im ersten Drittel waren beide Mannschaften darauf bedacht, hinten sicher zu stehen. Die Defensivreihen beider Teams waren gut sortiert und machten es dem anderen Team schwer, zu Chancen zu kommen. In einem an sich ausgeglichenen Auftaktdrittel waren es die Eisbären, die sich trotzdem ein kleines Chancenplus erarbeiten konnten. Und dieses konnten die Hausherren am Ende auch in die Führung ummünzen. In der siebten Spielminute war eine Strafzeit gegen München angezeigt, die Eisbären waren aber noch in Scheibenbesitz. Und am Ende kam Julian Talbot an den Puck und beförderte ihn an Danny Aus den Birken vorbei ins Tor – 1:0.
Fortan München noch einmal mit zwei Überzahlspielen und somit der Chance zum Ausgleich. München fand zwar in die Powerplay-Formation, aber das Penaltykilling der Eisbären funktionierte hervorragend und so ließen sie keinen Gegentreffer zu. Beim Spielstand von 1:0 blieb es letztendlich bis zur Schlusssirene der ersten 20 Minuten.

Das zweite Drittel begannen die Gäste aus München sehr druckvoll. Sie nahmen Petri Vehanen sofort unter Beschuss, doch der Finne hielt seinen Kasten sauber. Die Eisbären kassierten dann auch noch in der ersten Minute eine Strafzeit und mussten somit erneut in Unterzahl ran. Aber erneut die Berliner mit einem sehr starken Penaltykilling, München fand einfach kein Mittel dagegen und so konnten sie auch dieses Powerplay nicht nutzen.
In der 25. Spielminute dann wieder die Eisbären mit einer guten Chance und prompt dem nächsten Tor. Spencer Machacek hatte abgezogen und Danny Aus den Birken keine Chance gelassen – 2:0.
Doch dieser Treffer schien München nicht geschockt zu haben. Ganz im Gegenteil. Die Gäste wurden nun minütlich stärker und setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Immer wieder kamen die Münchner zum Abschluss, doch entweder warf sich ein Eisbären-Spieler in den Schuss, oder aber Petri Vehanen war zur Stelle. Der Finne bewies mehrfach seine absolute Spitzenklasse im Mitteldrittel. Vehanen brachte die Spieler der Gäste reihenweise zur Verzweiflung.
Die Eisbären zeigten sich in den zweiten 20 Minuten eiskalt vor dem Tor. Zweieinhalb Minuten vor der zweiten Drittelpause die Eisbären in Überzahl. Und kurz vor Ablauf dieses Überzahlspiels konnten die Eisbären den dritten Treffer nachlegen. Die Eisbären mit einer klasse Kombination über DuPont, Tallackson, Olver und Gervais. Letzterer bekam den Puck in den Lauf gespielt und hämmerte den Puck ins Gehäuse der Gäste. Danny Aus den Birken war da ohne Chance gewesen – 3:0 (38.).
So kann es im Eishockey gehen. Die eine Mannschaft baut gehörig Druck auf und erspielt sich gute Torchancen, die andere Mannschaft hält mit viel Kampf und Leidenschaft dagegen, verteidigt das Tor mit allen möglichen Mitteln und erweist sich vor dem Tor des Gegner als eiskalt. Continue reading

Spieltag kompakt #11

Die Thomas Sabo Ice Tigers retten die Tabellenführung, die Eisbären Berlin kraxeln wieder auf Platz 3 und der ERC Ingolstadt ist nun Tabellenletzter. Doch schauen wir uns den 11. Spieltag genauer an.


 

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Iserlohn Roosters : Thomas Sabo Ice Tigers 2:3(SO)

(2:0 / 0:1 / 0:1 / 0:0 / 0:1)

4347 Zuschauer konnten ein ziemlich spannendes Spiel in der Eissporthalle Iserlohn sehen. Im ersten Drittel haben die Hausherren ihre Chancen einfach besser genutzt. Chris Connolly ist dann derjenige der die Roosters 11 Sekunden nach Beginn eines Powerplays in Führung bringt (10.). Fast genau zehn Minuten später erhöhte er auf das zwischenzeitliche 2:0 (19.). Im zweiten Drittel konnten die Gäste aus Nürnberg ihre Chancen besser nutzen. Insgesamt hatte die Nürnberger 48 Schüsse während die Hausherren nur 28 Schüsse hatten. Nach 25 Minuten schossen die Ice Tigers durch Matthew Murley den 2:1 Anschlusstreffer. Am Anfang vom 3.Drittel machten sich die Ice Tigers selbst das Leben schwer. Kurtis Foster bekam nach 46 Minuten eine 2+2+10+Spieldauer wegen Stockschlags, Stock-Checks und Beleidigung der Schiedsrichter. Trotzdem konnten sich die Ice Tigers in einem Powerplay in der 55. Minute durch Steven Reinprecht belohnen. Da in der Verlängerung keine Tor fiel kam es zum Shootout. Dort war es Daniel Heatley, der den entscheidenden Penalty rein machte.

 


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Grizzlys Wolfsburg : Krefeld Pinguine 1:4

(0:1 / 1:2 / 0:1)

Bei den Bären aus Wolfsburg läuft es zur Zeit überhaupt nicht gut. Und das merkt man auch bei den Spielen, denn nur 1765 Zuschauer waren in der EisARENA Wolfsburg. Das ist die bis jetzt niedrigste Zuschauerzahl der Saison. Und auch in diesem Spiel lief es für die Wolfsburger nicht gut. Nach 5 Minuten traf Herberts Vasiljevs in Unterzahl zum 1:0. Doch der Schein trügt. Denn die Grizzlys sind die spielbestimmende Mannschaft. Im ersten Drittel hatten beide Mannschaften ein Schussverhältnis von 11:3 zu Gunsten der Wolfsburger. Das zweite Drittel war dann aber ausgeglichener, aber die Grizzlys konnten doch dann schließlich in Überzahl durch Sebastian Furchner ausgleichen (26./PP). Doch die Pinguine spielten unbeeindruckt weiter und konnten 6 Minuten später durch Martin Schymainski erneut in Führung gehen (32.). Vier Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels erhöhten die Pinguine sogar ihre Führung, in Folge eines Powerplays,erneut durch Martin Schymainski (40.). Doch danach ist das Spiel noch nicht vorbei, denn Timothy Hambly und Scott Valentine bekamen sich nach dem Pausensignal noch ordentlich in die Haare. Beide Spieler bekamen eine 2+2+10 Min. Strafe. Im dritten Drittel sah es genau so aus wie im ersten Drittel. 11:3 Schüsse für die Gastgeber und ein Unterzahl-Empty-Net-Tor von Mike Collins für Krefeld (58.).


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Hamburg Freezers : Kölner Haie 3:4(OT)

(2:0 / 1:3 / 0:0 / 0:1)

9033 Zuschauer sahen heute bei der knappen Niederlage der Hamburger in der Barclaycard-Arena zu. Das Spiel ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell ein Spiel im Eishockey kippen kann. Dabei haben die Freezers richtig gut begonnen. Sie gingen mit 12:6 Schüssen aus dem ersten Drittel und mit einer verdienten 2:0 Führung durch Philippe Dupuis (8.) und Michael Davies(14.). Das zweite Drittel war dann schon ausgeglichener, doch die Kölner konnten ihre Chancen besser nutzen. Zuerst traf Ryan Jones in der 31. Spielminute. Sieben Minuten späterr trafen die Rheinländer zweimal innerhalb von 30 Sekunden. Zuerst traf Philip Gogulla in Überzahl und danach legte Sebastian Uvira nach. Eineinhalb Minuten vor Schluss des zweiten Drittels traf Samuel Klassen zum Ausgleich. Im dritten Drittel waren es die Hamburger, die das Spiel bestimmten. Aber sie nutzten ihre Chancen nicht und so ging es in die Verlängerung. Und die kurze Pause zwischen dem letzten Drittel und der Overtime schien den Hamburgern nicht gut getan zu haben. Die Kölner brachten innerhalb von zwei Minuten vier Schüsse aufs Tor und am Ende war es Pascal Zerressen, der mit dem vierten Schuss den zweiten Punkt für die Rheinländer brachte.


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Red Bull München : ERC Ingolstadt 6:3

(1:2 / 3:1 / 2:0)

In der Olympia-Eishalle München konnten 4230 ein spannendes Eishockeyspiel mit einem Kampfsieg der Bullen bestaunen. Das Spiel war die ganze Zeit ausgeglichen und am Ende sind es 38 Schüsse auf beiden Seiten. Im ersten Drittel konnte der ERC nach Toren von Tomas Kubalik (13′) und Thomas Greilinger (14′) innerhalb einer Minute kurzzeitig 2:0 in Führung gehen. Doch in der 19 Minute konnte Daniel Sparre im Powerplay auf 1:2 aus Sicht der Münchner verkürzen. Im zweiten Drittel konnten die Hausherren nach einer Minute ebenfalls in Überzahl durch Dominik Kahun ausgleichen. Thomas Greilinger traf dann in der 30. Spielminute, auch hier wieder in Überzahl, zur erneuten Führung der Gäste. Doch eineinhalb Minuten später die Hausherren wieder in Überzahl und wieder trafen sie, diesmal durch Ex-Eisbär Richie Regehr. Komplett alle Tore bisher in Überzahl bei den Münchnern. Das zeigt auf einer Weise konsequentes Hockey auf Seiten der Hausherren und gleichzeitig Undisziplinheit der Gäste. Im 2. Drittel konnten die Gastgeber jedoch noch einmal nachlegen. Dominik Kahun ist derjenige der in der 34 Minute die Münchner das erste Mal in Führung brachte. Nach der letzten Pause konnten die Bullen ihre Chancen besser nutzen. Daryl Boyle baute den Vorsprung in der 52 Minute auf zwei Tore aus. Die Ingolstädter riskierten nochmal alles und Jason Jaffray nahm die Gelegenheit dankend an in der 58 Minute, die Scheibe ins leere Tor zu schieben.


 

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Schwenninger Wild Wings : Düsseldorfer EG 3:1

(1:1 / 0:0 / 2:0)

Dass die Torhüter wichtig sind, konnte man heute in der Heliosarena unter 3436 Augenpaaren besonders beobachten. Bereits in der 9 Minute konnten die Düsseldorfer in Überzahl durch Bernhard Ebner in Führung gehen. Bis dahin hatten sich die Düsseldorfer selbst geschwächt. Nachdem Christopher Minard bereits eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten hatte, beleidigte Maximilian Kammerer einen Ofiziellen und bescherte den Hausherren eine doppelte Überzahl, die Sascha Goc dankend annahm und einnetzte. Im zweiten Drittel konnte man dann das Spiel der Torhüter sehen. Ingesamt wurden in diesem Drittel 20 Schüsse abgefeuert, wovon aber keiner ins Ziel führte. Im letzten Spielabschnitt kamen die Gastgeber wie neu beflügelt aus der Kabine und netzten nach 45 Sekunden durch Will Acton ein und führten an diesem Abend das erste Mal. Danach spielten sie weiterhin richtig guten Eishockey, aber die Torhüter waren fast unüberwindbar. Doch in der 56 Minute machte Marcel Kurth alles klar und erhöhte auf das Endergebnis von 3:1.


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Straubing Tigers : Adler Mannheim 1:4

(0:1 / 0:1 / 1:2)

4603 Zuschauer besuchten das Spitzenspiel des 11. Spieltages im Straubinger Eisstadion. Im ersten Drittel war Straubing die eindeutig bessere Mannschaft. Mit doppelt so vielen Schüssen als die Mannheiner blieb den Niederbayern aber das Glück verwert. Im Gegenzug konnten die Mannheimer in der 18 Minute aber durch ein Powerplaytor von Christoph Ullmann in Führung gehen. Im zweiten Drittel wurde es sogar noch deutlicher. Straubing im gesamten Mittelabschnitt mit 21:7 Torschüssen. Aber wieder waren es die Mannheimer, die hier sogar in Unterzahl durch Jonathan Rheault in der 22 Minute ihre Führung ausbauen konnten. Den Straubingern fehlte hier eindeutig die letzte Genauigkeit oder das Quäntchen Glück. Im dritten Drittel gab es in der 45 Minute einen riesen Aufreger, als Sean O’Connor erst ein komplettes Frustfoul auspackte und sich anschließend noch mit Nikolai Goc prügelte. Er sah dafür eine 2+5+20 min. Strafe. Zusammen mit Dylan Yeo, der kurz danach 2 Minuten wegen Spielverzögerung kassierte, luden sie Mannheim förmlich ein, den Sack zuzumachen. Das machte dann Ryan MacMurchy auch in der 48. Minute. In der 51. Minute trafen auch die Straubinger nach dem 39. Schuss das erste Mal. Jetzt riskierte Straubing nochmal alles und nahm den Torwart raus. Diese Gelegenheit nutzte Ronny Arendt 26 Sekunden vor Schluss und schoss das 1:4.


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Eisbären Berlin : Augsburger Panther 7:3

(1:1 / 2:1 / 4:1)

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Spiel findet ihr hier:

Walkers Baeren News #8

Zurück in Berlin: Die Eisbären wollen auf eigenem Eis zurück in die Erfolgsspur finden

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgZwei Wochen nach ihrem letzten Heimspiel kehren die Eisbären Berlin in die Arena am Ostbahnhof zurück. Und nach insgesamt vier Auswärtsspielen in Folge (inklusive CHL) dürfen die Eisbären am kommenden Wochenende gleich zweimal auf eigenem Eis antreten. Zu Gast in der Hauptstadt sind die Augsburger Panther (Freitag/19:30 Uhr) und der EHC Red Bull München (Sonntag/16:30 Uhr). Die eine Mannschaft (Augsburg) steht in der Tabelle direkt vor, die andere (München) direkt hinter den Eisbären. Während man mit Augsburg punktgleich (17) ist, hat man aktuell einen Punkt auf München Vorsprung.

Nach drei Liga-Niederlagen in Folge mit 1:11-Toren wollen die Eisbären in der heimischen Arena wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Und die Chancen stehen ja auch nicht so schlecht, ist man doch zu Hause nach drei Spielen noch ungeschlagen (5:2 vs. Nürnberg/7:5 vs. Straubing/2:1 vs. Ingolstadt). Mit der Leistung am vergangenen Wochenende war Chefcoach Uwe Krupp nicht zufrieden. Für die beiden Spiele am Wochenende hofft er auf Besserung, wie er im Vorfeld des Heimspiel-Doppelpacks sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 15.10.2015):

Wir waren mit dem letzten Wochenende natürlich nicht zufrieden. Wir haben jetzt einige Spiele auswärts gespielt und wollen uns jetzt zu Hause natürlich so gut wie möglich präsentieren. Wir wollen zwei gute Spiele spielen, aber natürlich mit dem ersten anfangen. Wir freuen uns, dass wir jetzt etwas mehr trainieren können und zu Hause spielen.

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3:6 in München: Eisbären verpassen endgültig direkte Play-Off-Qualifikation

rbs_neg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben ihr Ziel Platz Sechs und die direkte Play-Off-Qualifikation verpasst. Am Sonntagnachmittag verlor der DEL-Rekordmeister mit 3:6 (1:1, 0:3, 2:2) beim EHC Red Bull München und hat somit keine Chance mehr auf den sechsten Platz. Die Berliner rutschten in der DEL-Tabelle sogar auf Platz Neun ab, was aktuell nicht einmal Heimrecht in den Pre-Play-Offs bedeuten würde. Bei der Auswärtsschwäche der Eisbären in dieser Saison sieht derzeit vieles nach einem Saisonende nach den Pre-Play-Offs aus.

Eisbären-Trainer Uwe Krupp musste gleich auf sechs Stammspieler verzichten. Casey Borer, Mark Bell, Constantin Braun, Henry Haase, Florian Busch und Jimmy Sharrow fehlten dem DEL-Rekordmeister in München, der so nur mit 16 Feldspielern und zwei Torhütern nach München reiste. Da nur fünf gelernte Verteidiger zur Verfügung standen, wurde Julian Talbot kurzfristig in die Verteidigung gestellt. Die Eisbären spielten so nur mit drei Reihen und Sven Ziegler als zehnten Angreifer.

Die Eisbären trotzten den vielen Ausfällen jedoch und gingen früh in der Partie in Führung. Kapitän André Rankel sorgte für die Führung der Eisbären – 1:0 (3.). Doch mit zunehmender Spieldauer nahm der Druck der Hausherren zu. Durch Strafzeiten schwächten sich die Eisbären dann noch mehr, weshalb der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit war. In der dritten Überzahl gelang München der längst überfällige und hochverdiente Ausgleichstreffer. Dominik Kahun war 16 Sekunden vor der ersten Drittelpause erfolgreich – 1:1 (20.). Eisbären-Goalie Petri Vehanen war in den ersten 20 Minuten unter Dauerbeschuss, 19 Schüsse gab München auf das Tor der Eisbären ab. Die Berliner kamen dagegen nur zu ganzen fünf Torschüssen. Dennoch stand es 1:1-Unentschieden nach dem ersten Drittel.

Im Mitteldrittel sorgten die Hausherren dann schnell für klare Verhältnisse. Keine zwei Minuten waren gespielt, da sorgte Yannic Seidenberg für die erstmalige Münchner Führung in dieser Partie – 2:1 (22.). Als Laurin Braun auf der Strafbank saß, nutzten das die Hausherren erneut aus. David Meckler mit dem zweiten Überzahltreffer der Gastgeber – 3:1 (24.). Meckler war es auch gewesen, der knapp drei Minuten vor der zweiten Drittelpause den vierten Treffer von München erzielen konnte – 4:1 (38.). München hatte die Partie also gedreht und lag nach 40 Minuten klar und deutlich mit 4:1 in Führung.

Im Schlussdrittel keimte dann noch einmal Hoffnung bei den Hauptstädtern auf. Denn innerhalb von nur 51 Sekunden konnten die Berliner auf 3:4 verkürzen. Zunächst war es Frank Hördler gewesen, der in Überzahl das 2:4 erzielen konnte (48.). Kapitän André Rankel legte dann 51 Sekunden später das 3:4 nach und plötzlich waren die Eisbären wieder drin in dieser Partie (49.). Doch München machte alle Hoffnung zu Nichte. David Meckler gelang in der 56. Spielminute sein dritter Treffer der Partie – 5:3. Den Schlusspunkt setzte dann Michael Wolf, der den Puck im verwaisten Berliner Tor versenken konnte – 6:3 (58.).  

Nach peinlicher Niederlage in Schwenningen: Letzte Chance für die Eisbären im Kampf um Platz Sechs morgen in München

rbs_neg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn der Deutschen Eishockey Liga (DEL) läuft das vorletzte Hauptrunden-Wochenende. Nur noch drei Spieltage sind es, dann stehen die sechs Viertelfinal-Teilnehmer sowie die vier Pre-Play-Off-Teilnehmer fest. Und die Anzeichen verdichten sich, dass die Eisbären Berlin am Ende der Hauptrunde zu den vier Pre-Play-Off-Mannschaften zählen werden. Und daran sind die Berliner selbst schuld. Man hatte während der Saison Platz Vier als Ziel ausgegeben. Gegen Ende der Hauptrunde hatte man dieses Ziel auf Platz Sechs korrigiert. Man scheint aktuell beide Ziele zu verpassen. Und um ehrlich zu sein, hat es diese Mannschaft auch nicht verdient, sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Die Eisbären wussten vor den letzten vier Hauptrundenspielen, worum es geht. Man wollte alle vier Spiele gewinnen, um sich den Umweg über die Pre-Play-Offs zu ersparen. Und gestern Abend sah es nach 26 Minuten in Schwenningen auch stark danach aus, als ob die Eisbären den ersten Schritt erfolgreich machen würden. Man führte da bereits mit 3:0 beim Tabellenletzten Schwenningen. Alles sah nach drei sicheren Punkten aus. Doch am Ende stand der DEL-Rekordmeister nur mit einem Punkt da. Man hatte in Schwenningen eine 3:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben. Und damit wohl auch die Chance auf Platz Sechs nach dem 52. Spieltag verspielt. Trainer Uwe Krupp mit einer Erklärung für den Ausgang des Spiels in Schwenningen:

Nach unserer zwischenzeitlichen 3:0-Führung wollten wir den Gegner spielerisch besiegen und wurden nachlässig. Das führte zu Kontern, mit denen Schwenningen Schwung bekam.

Es fällt in letzter Zeit immer mehr auf, dass die Eisbären ein Problem haben, über 60 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen. Über 60 Minuten eine gute Leistung durchgezogen haben die Berliner schon lange nicht mehr. Immer wieder kassierte man in dieser Saison Gegentore in der Schlussphase. Was auch eine Kopfsache ist. Man muss es einfach mal hin bekommen, eine Ein-Tore-Führung über die Zeit zu bringen.
Die letzten vier Spiele waren da praktisch ein Sinnbild dieser Saison. Gegen Augsburg hatte man das erste Drittel komplett verschlafen und lag mit 2:4 hinten. Gegen Nürnberg vergab man in der Schlussphase eine 2:0-Führung und somit drei eigentlich sichere Punkte. Gleiches gilt für die Spiele in Mannheim und Schwenningen, als man gegen Ende noch die Führung abgab und am Ende mit leeren Händen (bzw. einem Punkt in Schwenningen) da stand. Auf diese Art und Weise haben die Mannen von Uwe Krupp in dieser Saison schon so einige Punkte liegen lassen. Punkte, mit denen man vielleicht schon die direkte Play-Off-Qualifikation sicher hätte.

Bei noch drei ausstehenden Spielen haben die Eisbären (75 Punkte) als Achter aktuell fünf Punkte Rückstand auf den Sechsten Iserlohn (80). Noch sind neun Punkte zu holen, doch selbst wenn die Eisbären alle drei Spiele gewinnen sollten, könnte es am Ende nichts werden mit einem Platz unter den ersten Sechs der Tabelle. Denn die Konkurrenz muss da auch mitspielen.

Morgen Nachmittag müssen die Eisbären Berlin die minimale Chance auf Platz Sechs am Leben erhalten. Man ist zu Gast beim Tabellenzweiten Red Bull München. Angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen ist dort ein Sieg aber eher unwahrscheinlich. Auch wenn man sich die Auswärts-Statistik anschaut, hat man wenig Hoffnung auf einen Sieg. Nur eins der letzten zehn Auswärtsspiele konnten die Eisbären gewinnen. Warum sollte da also ausgerechnet in München ein Sieg gelingen? Man sollte sich also so langsam aber sicher mit dem Gedanken anfreunden, nach der Hauptrunde in den Pre-Play-Offs an den Start gehen zu müssen.

Und personell wird es für die Eisbären nicht besser. Denn in München wird nun auch noch Jimmy Sharrow fehlen, der nach seine Spieldauer gestern Abend vom DEL-Disziplinarausschuss für zwei Spiele gesperrt wurde. Damit sieht die Defensive für das Spiel in München sehr dünn aus.

Die Eisbären konnten in dieser Saison zwei der bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison für sich entscheiden. Beim ersten Duell in München gewann Berlin mit 3:1. Den zweiten Sieg feierte man in der Hauptstadt, als man München mit 5:0 besiegen konnte. München feierte beim ersten Duell in Berlin einen 3:2-Sieg.

Los geht die Partie morgen Nachmittag um 16:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Brüggemann und Schütz.

Uwe Krupp: „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt“

Jimmy Sharrow (Verteidiger Eisbären Berlin/Torschütze zum 1:0):

Ja, das war ein schöner Sieg. Aber wichtig sind die drei Punkte. Egal ob man 1:0 oder 5:0 gewinnt. Was auch wichtig war ist die Tatsache, dass die Mannschaft die richtige Antwort auf die Niederlage in Krefeld gegeben hat. 

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin/Torschütze zum 2:0):

Es war ein verdienter Sieg. Wir haben 60 Minuten genau das gemacht, was wir wollten und das auch durch gezogen. Wir haben auch Geduld gezeigt, weil es am Anfang mit den Toren noch nicht klappen wollte. 

Darin Olver (Stürmer Eisbären Berlin/Torschütze zum 5:0):

Es hat sich gut angefühlt, das Tor zu schießen. Denn offensiv läuft es momentan in diesem Jahr bei mir nicht ganz so gut und deshalb war es schön, überhaupt mal wieder ins gegnerische Tor zu treffen. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Ich glaube, wir haben heute ein sehr gutes Spiel gespielt von der ersten Minute an. Mit viel Entschlossenheit, sind viel Schlittschuh gelaufen. Und ich glaube auch, die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt. Wir haben uns meines Erachtens in Krefeld ein bisschen zu billig verkauft und wollten das heute besser machen. Und das ist uns gelungen. Es war ein gutes Spiel von uns gegen eine gute Mannschaft.