Erneut steht für die Eisbären Berlin ein Doppel-Heimspiel-Wochenende auf dem Programm. Am Wochenende empfangen die Berliner in der Mercedes-Benz Arena den EHC Red Bull München (Freitag, 19:30 Uhr) und die Hamburg Freezers (Sonntag, 17:45 Uhr, Servus TV live). Zwei Spiele mit unterschiedlichen Vorzeichen. Am Freitag das Spiel gegen München ist das absolute Spitzenspiel, denn der Erste empfängt den Zweiten. Am Sonntag kämpfen die Hanseaten um ihren Platz in den Pre-Play-Offs. Aktuell stehen die Freezers nur auf dem zwölften Platz. Das würde Saisonaus nach der Hauptrunde bedeuten, zu wenig für die hohen Ansprüche im Norden.
Die Eisbären sind zwar nach wie vor Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), überzeugend waren die Leistungen zuletzt aber nicht. Sechs der letzten zehn Ligaspiele wurden gewonnen. In den letzten sechs Spielen wechselten sich Sieg und Niederlage immer ab, morgen wäre demnach wieder eine Niederlage an der Reihe. Zu Hause hat man nur eins der letzten drei Spiele gewonnen und das auch noch hauchdünn mit 2:1. Spielerisch wissen die Eisbären momentan nicht zu überzeugen, zeigen zu selten über 60 Minuten eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung, immer wieder schleichen sich Fehler in die Defensive und Offensive ein. Das letzte perfekte Spiel über 60 Minuten liegt schon sehr lange zurück und so richtig erinnern tut sich auch keiner mehr daran. Doch nun, wo die Liga in der Hauptrunde auf die Zielgerade geht, müssen die Eisbären so langsam aber sicher wieder ihre Top-Form finden. Die beiden Gegner am Wochenende werden ihnen alles abverlangen und stellen daher eine gute Probe dar.
Der morgige Gegner München hat seine Form wieder gefunden. 13 Siege aus den letzten 17 Spielen sprechen eine klare Sprache. Bis auf Platz Zwei haben sich die Mannen von Ex-Eisbären-Coach Don Jackson vorgearbeitet. Nur noch zwei Punkte Rückstand sind es auf die Eisbären. Und Platz Zwei soll noch nicht das Ende der Aufholjagd der roten Bullen sein. Platz Eins ist das verkündete Ziel von Coach Don Jackson und in der derzeitigen Verfassung sind die Münchner ein heißer Anwärter auf den Spitzenplatz in der DEL. Zuletzt feierte München vier Siege in Folge und kassierte bei den beiden letzten Siegen jeweils nur ein Gegentor. In den bisherigen drei Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison gewann stets das Heimteam – Berlin mit 5:3, München mit 2:1 und 3:0. Vor allem bei den beiden Siegen in München stellte die Mannschaft von Don Jackson das Team von Uwe Krupp vor große Probleme. Mit aggressivem Forechecking störten die Münchner das Aufbauspiel sehr früh und vor dem eigenen Tor warfen sich die Münchner nahezu in jeden Schuss. Mit dieser Spielweise hatten die Berliner arge Probleme. Die Eisbären haben diese beiden Spiele in München aber genau analysiert und sind nun gut vorbereitet, wie Uwe Krupp via Medieninformation (vom 04.02.2016) mitteilen ließ:
Das wird morgen ein gutes Spiel. Ich glaube, in den letzten zwei Spielen waren die Münchner einen Tick besser. Jetzt hier zu Hause vor unserem Publikum, in unserer Halle und mit der Analyse der zwei Niederlagen im Gepäck sind wir gut vorbereitet und werden natürlich versuchen, uns von unserer besten Seite zu zeigen.
In Berlin sah München bisher nicht wirklich gut aus. Nur zwei von elf Spielen entschieden die roten Bullen für sich.
Am Sonntag stellen sich dann die Hamburg Freezers in der Arena am Ostbahnhof vor. Für die Hanseaten ist jedes Spiel jetzt ein Endspiel im Kampf um Platz Zehn. So auch das Bruderduell am Sonntag in der Hauptstadt. Von daher erwartet unsere Jungs auch am Sonntagabend ein sehr schweres Spiel. Die Hanseaten gewannen nur drei der letzten elf Ligaspiele und sind so aus den Top-10-Rängen der Liga gefallen. Die Ansprüche in der Hansestadt sind da ganz andere, da würde man gerne mal die Meisterschaft gewinnen. Nur von diesem Ziel sind sie in Hamburg aktuell sehr weit entfernt. Viel mehr kämpfen die Hanseaten zur Zeit um die Qualifikation für die Pre-Play-Offs. Und das wird bei der Konkurrenz alles andere als einfach. Hamburg hat bisher zwei der drei Duelle in dieser Saison gewonnen. Zu Hause gewannen die Freezers mit 3:0 und in Berlin mit 3:2 n.P. Das zweite Spiel in Hamburg gewannen die Eisbären mit 5:3. Der Hamburger Sieg in der Hauptstadt war aber ein seltenes Erfolgserlebnis. Es war erst der neunte Sieg in bisher 38 Gastspielen in Berlin.
Das Spitzenspiel gegen München am Freitagabend leiten die Herren Bauer und Steinecke. Das Bruderduell gegen Hamburg am Sonntagabend wird von den Herren Daniels und Piechaczek geleitet. Diese Partie wird von Servus TV live im Free-TV übertragen.
Der voraussichtliche Eisbären-Kader für das Spitzenspiel gegen München am 05.02.2016:
Tor:
Petri Vehanen, Kevin Nastiuk
Abwehr:
Henry Haase, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Kai Wissmann, Constantin Braun
Angriff:
Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Mark Bell, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Mark Olver, Marcel Noebels
Verletzt:
Bruno Gervais (Knie), Frank Hördler (Handgelenk), Shuhei Kuji
In Dresden im Einsatz:
Marvin Cüpper, Vladislav Filin
Im DNL-Team:
Maximilian Adam

In den letzten beiden Jahren war der ERC Ingolstadt zweimal im DEL-Finale, wurde 2014 Deutscher Meister und 2015 Vizemeister. In diesem Jahr haben die Schanzer aber Probleme, sich überhaupt für die Pre-Play-Offs zu qualifizieren. Erstmals in dieser Saison steht der ERCI unter den ersten zehn Mannschaften der Liga und wäre damit für die Pre-Play-Offs qualifiziert. Die Saisonziele waren aber ganz andere in Ingolstadt. Genau wie die Eisbären haben auch die Schanzer Panther sieben der letzten zehn Spiele gewonnen. In den ersten beiden Aufeinandertreffen dieser Teams in dieser Saison waren Tore Mangelware. Die Eisbären gewannen sowohl zu Hause als auch in Ingolstadt mit 2:1. Zuvor hatte es noch drei Niederlagen in Folge für die Berliner in der Saturnarena gesetzt.
Meister Adler Mannheim hinkt ebenso den eigenen Erwartungen weit hinter her. Platz Sieben würde aktuell Pre-Play-Offs bedeuten, was eine herbe Enttäuschung für die Kurpfälzer darstellen würde. Die Bilanz der letzten Spiele macht den Verantwortlichen der Adler aber wenig Hoffnung auf Besserung. Denn nur drei der letzten zwölf Ligaspiele konnten die Adler gewinnen. Zwei dieser drei Siege gelangen den Mannheimern am vergangenen Wochenende, als man sowohl gegen Iserlohn als auch in Wolfsburg mit 2:1 n.V. gewann. Bisher gewannen die Heimteams die Duelle in dieser Saison – Mannheim mit 2:1, Berlin mit 6:2. Mannheim gewann vier der letzten fünf Heimspiele gegen die Eisbären und punktete auch bei der einzigen Niederlage.
Der morgige Gegner der Eisbären Berlin, die Düsseldorfer EG, steht nach acht Spieltagen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf dem elften Tabellenplatz. In der Liga verloren die Rheinländer die letzten drei Spiele in Folge bei einem Torverhältnis von 3:9. Auch in der CHL verlor die DEG am Dienstag das Rückspiel bei Kärpät Oulu mit 0:3. Die DEG ist also sicherlich auf Wiedergutmachung aus und wird die Niederlagenserie beenden wollen. Mit den eigenen Fans im Rücken wollen die Düsseldorfer gegen die Eisbären bestehen. Von den bisherigen drei Heimspielen in dieser Saison gewann die Mannschaft von Chefcoach Christof Kreutzer zwei (4:1 vs. Hamburg / 3:1 vs. Krefeld). Die einzige Niederlage setzte es im letzten Heimspiel gegen Augsburg, als man mit 2:4 verlor.
Am Sonntag reisen die Berliner dann weiter in die Domstadt, wo man am Abend im Servus-TV-Livespiel auf die Kölner Haie treffen wird. Die Haie haben ihre Mannschaft im Sommer rund erneuert und sind gut in die Saison gekommen. Aktuell steht Köln auf einem guten fünften Platz. Nach dem man am Doppel-Heimspiel-Wochenende zwei Niederlagen einstecken musste, konnte man sich am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen in Folge wieder rehabilitieren. Viermal trat der KEC in dieser Saison bereits auf eigenem Eis an, nur zweimal verließ man das Eis als Sieger. Dabei holte man nur einmal die volle Punktzahl beim 5:2 gegen Mannheim, während man sich gegen München erst nach Penaltyschießen durchsetzen konnte (3:2 n.P.)

