5:1-Heimsieg gegen Dresden! Die Eisbären machen das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #21:

Sechs-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin: Nach dem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Iserlohn folgte heute ein deutlicher 5:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Dresdner Eislöwen. Am Ende ein absolut verdienter Sieg, auch wenn sich die Berliner im zweiten Drittel eine kurze Auszeit nahmen und Dresden kurze Zeit am Ausgleich schnupperte. Doch letztendlich war es ein Klassenunterschied zwischen dem DEL-Rekordmeister und dem DEL-Aufsteiger.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Iserlohn. Im Tor stand heute Jonas Stettmer, während Lennart Neiße auf der Bank Platz nahm. Jake Hildebrand bekam eine Pause. Die Defensiv-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive gab es vier neue Reihen. Leo Pföderl, Liam Kirk und Freddy Tiffels stürmten in der ersten Reihe. Andreas Eder rotierte aus dieser Reihe raus und spielte zusammen mit Markus Vikingstad und Lean Bergmann in der zweiten Reihe. Blaine Byron und Marcel Noebels bekamen Yannick Veilleux in der dritten Reihe an die Seite gestellt. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Matej Leden, Manuel Wiederer und Eric Hördler.

Die Eisbären gingen als klarer Favorit ins Spiel gegen den Tabellenletzten. Dresden wollte aber den Aufschwung vom Trainerwechsel und dem Sieg in Augsburg mit ins heutige Spiel nehmen, um die Aufholjagd fortzusetzen. Nahmen die Eisbären die Eislöwen heute ernst oder gab es ein böses Erwachen gegen den Aufsteiger?

In dieser Szene traf Markus Vikingstad in Unterzahl zum 2:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Anfangsphase machte deutlich, dass man sich einiges vorgenommen hatte, denn bereits nach wenigen Sekunden wurde es brenzlig vor dem Tor von Janick Schwendener. Und so war der erste Treffer nur eine Frage der Zeit. 2:30 Minuten waren gerade einmal gespielt, da knipste Yannick Veilleux „Viva la Vida“ an – 1:0 (3.). Profitiert hatte die Nummer 38 von einem Fehler im Aufbau der Eislöwen, welche die Scheibe von hinter dem Tor durch den Slot klären wollten. Keine so gute Idee, wie sie selbst mitbekommen hatten.
Die Berliner hatten das Spiel in der Anfangsphase komplett im Griff und ließen den Aufsteiger nicht zur Entfaltung kommen. Auch nicht im ersten Überzahlspiel. Da ließen die Eisbären kaum etwas zu und schlugen sogar selbst in Unterzahl zu. Freddy Tiffels mit dem Auge für Markus Vikingstad und der war frei durch – 2:0 (9.).
Dresden machte es den Eisbären aber auch bei beiden Gegentoren zu einfach. Solche Geschenke darfst du in Berlin nicht verteilen, denn dann wirst du gnadenlos bestraft.
Fortan ließen die Eisbären ihr erstes Powerplay ungenutzt, obwohl die Defensive der Eislöwen einige Einladungen verteilte. Und so passierte drei Minuten vor der ersten Drittelpause das, was momentan immer passiert: Der Gegner kommt zum Anschlusstreffer. Travis Turnbull brachte den Aufsteiger nach einem Fehler von Norwin Panocha zurück ins Spiel – 2:1. Aber nur vom Ergebnis her, denn spielerisch war das ein Klassenunterschied und das Defensivverhalten der Gäste nicht DEL-tauglich.
Kurz vor der ersten Drittelpause ließen die Berliner auch das zweite Powerplay ungenutzt, nahmen aber neben der 2:1-Führung noch 36 Sekunden mit in die Kabine.

Erzielte gegen Dresden sein 10. Saisontor: Andreas Eder (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Diese konnte man aber auch zu Beginn des zweiten Drittels nicht nutzen. Danach wirkten die Eisbären defensiv sehr anfällig, was Dresden merkte und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. Die Eislöwen kamen teilweise zu leicht vor das Tor von Jonas Stettmer.
Das Spiel war inzwischen deutlich ausgeglichener als noch im ersten Drittel. Im Powerplay schnupperten die Gäste tatsächlich am Ausgleich, weil die Eisbären von ihrem Spiel mal wieder abgekommen waren. Ohne Jonas Stettmer hätte es hier gut und gerne schon 2:2 stehen können.
Nach dem zweiten Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und konnten so das Spiel mal wieder in die Hälfte der Eislöwen verlagern. Man fand zwar in die Formation und ließ die Scheibe gut laufen, aber Dresden stand sehr kompakt und überstand diese Unterzahl daher ohne Gegentor.
Kurz darauf ein kapitaler Fehlpass der Eisbären und Rourke Chartier kam zum Abschluss, zum Glück zielte der Dresdner Stürmer etwas zu ungenau.
Vier Minuten vor der zweiten Drittelpause hatten die Eisbären einen guten Wechsel und sorgten wieder für etwas mehr Erleichterung auf den Rängen. Andreas Eder hatte Janick Schwendener zum dritten Mal an diesem Abend überwunden – 3:1 (36.).
Nach einem unsportlichen Verhalten von Simon Karlsson unmittelbar nach dem Tor, hatten die Eisbären direkt das nächste Powerplay. Und dort lief die Scheibe wie am Schnürchen, nur wollte die Scheibe nicht ins Tor gehen. Ins Tor ging sie aber bei einem Alleingang von Freddy Tiffels 64 Sekunden vor dem Ende. Da umkurvte die Nummer 95 Janick Schwendener mustergültig und stellte auf 4:1 (39.). So gingen die Berliner mit einer beruhigenden Drei-Tore-Führung in die zweite Drittelpause.

Bekam einiges heute zu tun: Dresdens Goalie Janick Schwendener (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten war das letzte Drittel alt, da erhöhte Yannick Veilleux auf 5:1 (42.). Bereits sein drittes Tor an diesem Wochenende. Die Nummer 38 kommt immer besser in Fahrt.
Kurz vor dem letzten Powerbreak hatten die Eislöwen für 58 Sekunden ein doppeltes Powerplay, welches aber für den Ausgang des Spiels nicht mehr entscheidend sein sollte. Für die Eisbären hingegen war es nochmal ein gutes Unterzahlspiel-Training, welches man erfolgreich abschloss. Die Berliner ließen kaum etwas Gefährliches zu und holten bei der einfachen Überzahl am Ende sogar noch eine Strafe gegen Dresden heraus, womit das Powerplay frühzeitig beendet war. Gerade in diesem doppelten Powerplay merkte man, dass Dresden die DEL-Tauglichkeit in sehr vielen Belangen fehlt. Ob Gerry Fleming und Craig Streu das Rudel beim Aufsteiger umreißen können, bleibt fraglich.
Angesichts des deutlichen Spielstandes plätscherte das Spiel in der Folge natürlich vor sich hin. Dresden konnte nicht mehr zeigen, während die Eisbären nicht mehr zeigen mussten. Auf den Rängen war die Party längst in Gange, da wurde freudestrahlend gehüpft.
Dresden konnte derweil in der Schlussphase nochmal knapp vier Minuten lang in Überzahl spielen, aber wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. So machten die Hauptstädter das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und schickten den Aufsteiger mit einer 5:1-Packung wieder nach Hause.

5:3! Doppelpack von Andreas Eder beim glanzlosen Heimsieg gegen Iserlohn

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #20:

Die Eisbären Berlin haben das erste von zwei Heimspielen an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters feierte man am Ende einen 5:3-Heimsieg. Doch komplett überzeugen konnten die Hauptstädter nicht, verspielten zwischenzeitlich mal wieder eine Zwei-Tore-Führung und hatten ein Problem mit der Chancenverwertung. Im Schlussdrittel zog man das Spiel dann doch noch auf sein Seite, trotzdem sind die Eisbären derzeit weit davon entfernt, ein Top-Team in der PENNY DEL zu sein.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Da Matej Leden nicht dabei war, rückte Marcel Noebels in die dritte Reihe zu Lean Bergman und Blaine Byron. Eric Hördler rotierte aus dieser Reihe raus und stand mit Manuel Wiederer in der vierten Reihe. Im Tor stand Jake Hildebrand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären gingen als klarer Favorit gegen den Tabellenvorletzten ins Spiel. Aber genau darin lag heute die Gefahr. Denn gegen die vermeintlich kleinen Teams haben sich die Eisbären in der Vergangenheit öfters mal schwer getan. Nahmen die Eisbären Iserlohn heute ernst oder gab es am Ende ein böses Erwachen?

War im ersten Drittel zur Stelle, als er gebraucht wurde: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein schlechtes Omen? Vor dem Spiel läuft normalerweise die Einlaufshow der Eisbären Berlin, doch heute streikte die Technik und somit gab es nur die legendäre Eisbären-Hymne zu hören.
Iserlohn brauchte ganze 18 Sekunden, da fuhren Daniel Fischbuch und Taro Jentzsch einen Zwei-auf-eins-Konter und es wurde erstmals gefährlich vor dem Berliner Tor. Jake Hildebrand war zum Glück schon hellwach und verhinderte den frühen Rückstand gegen die Sauerländer.
Nachdem Iserlohn das erste Powerplay vergab, gingen die Hausherren in Führung. Yannick Veilleux, der auch die erste Strafzeit kassierte hatte, staubte erfolgreich ab – 1:0 (6.).
Mehr Highlights bot dieses Spiel aber auch nicht. Beide Teams mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel. Hochkarätige Torchancen suchte man vergeblich. Beide Goalies wurden so vor keine größeren Probleme gestellt.
Lange Zeit plätscherte das erste Drittel so vor sich hin. Dann hatten die Eisbären mal kurz eine gute Phase, ehe Iserlohn Jake Hildebrand zu zwei starken Paraden zwang. In Überzahl schlugen dann die Eisbären fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause durch Andreas Eder zu – 2:0 (20.). Die Verteidigung der Roosters machte es den Berlinern aber auch sehr leicht. Mit dem 2:0 ging es anschließend in die Kabine.

Stellte auch gegen Iserlohn seine aktuelle Torgefahr unter Beweis: Liam Kirk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitete im zweiten Drittel am Anschlusstreffer, fand aber erneut in Jake Hildebrand seinen Meister. Doch in der 24. Spielminute war auch der Berliner Goalie geschlagen, als der Querpass auf Ex-Eisbär Daniel Fischbuch kam und der das leere Tor vor sich hatte – 2:1.
Doch die Antwort der Eisbären dauerte nicht lange. Liam Kirk bewies erneut seine derzeitige Top-Form und düpierte Hane zum 3:1 (26.). Allerdings hatte der Brite auch zu viel Platz und so etwas lässt sich die Nummer 94 nicht nehmen.
Auch danach blieb es ein eher durchschnittliches DEL-Spiel. Die großen Highlights fehlten auf beiden Seiten. Iserlohns Defensive wirkte ein ums andere Mal unsicher. Die Eisbären konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Fast aus dem Nichts verkürzten die Sauerländer rund drei Minuten vor dem Ende auf 3:2. Robin Norell wurde nicht wirklich angegriffen und hatte daher keine große Mühe, den Puck im Tor zu versenken.
Direkt im Gegenzug war Marcel Noebels frei durch, doch er scheiterte an Hane. So eine Chance in einem vom Spielstand her engen Spiel kann man auch mal nutzen. Doch so ein wenig passte diese Szene zur Saison von der Nummer 92.
Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt und auch aus den Patzern der Roosters kein Kapital schlägt, fängt man sich hinten einen. Kyle Wood stellte in der Schlussminute auf 3:3 (40.). Absolut unnötig, wie die Berliner die 3:1-Führung aus der Hand gegeben haben. So ging man mit einem Unentschieden in die zweite Drittelpause.

Freddy Tiffels scheitert in Unterzahl mit seinem Alleingang an Hendrik Hane. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun eine Reaktion der Eisbären kommen. In der Kabine dürfte es sicherlich auch laut geworden sein, denn Trainer Serge Aubin konnte nicht zufrieden sein. Und in Überzahl hätte Marcel Noebels beinahe die schnelle Antwort gegeben, doch er scheiterte an der Latte. Das Glück haftet bisher nicht am Schläger vom zweimaligen DEL-Spieler des Jahres. Gerade in solchen Spielen kann die Kaltschnäuzigkeit den Unterschied machen. Die Eisbären hatten sie bis hierhin nicht.
In Unterzahl hatte Freddy Tiffels die nächste XXL-Chance, doch Hendrik Hane gewann das Eins-gegen-Eins-Duell und hielt seiner Mannschaft weiterhin das Unentschieden fest.
Es blieb weiterhin das Drittel der Strafzeiten, denn nun waren wieder die Eisbären im Powerplay. Doch es sah weiter unbeholfen aus, was die Berliner in Überzahl spielten. Ja, man brachte die Scheiben auf das Tor und doch wirkte es teilweise sehr hektisch, was man versuchte.
Rund neun Minuten vor dem Ende sorgte Leo Pföderl dann für die erste Erleichterung auf den Rängen der Arena am Ostbahnhof. Sein Onetimer schlug hinter Hane ein und die Eisbären führten wieder – 4:3 (52.). Endgültig den Deckel auf dieses Spiel machte dann Andreas Eder drauf. Er wurde vor dem Tor angespielt und musste nur noch seine Kelle hinhalten – 5:3 (55.).
So sind die Eisbären am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben vor allem gesehen, dass man jeden Gegner über die gesamte Spielzeit ernst nehmen sollte, sonst gewinnt man auch gegen die Kellerkinder der PENNY DEL nicht so einfach.

3:4 n.P.! Die Eisbären Berlin verlieren den spannenden DEL-Klassiker gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #19:

Sieg und Niederlage wechseln sich weiterhin bei den Eisbären Berlin ab. Am 1. Advent verlor man sein Heimspiel gegen die Kölner Haie knapp mit 3:4 n.P. (1:2,2:0,0:1/0:0,0:1) und verpasste damit den zweiten Sieg an diesem Wochenende. Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und vergaben zwischenzeitlich beste Chancen. Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können, am Ende hatten die Kölner aber das bessere Ende auf ihrer Seite.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute der selben Mannschaft wie beim 6:1-Sieg in Wolfsburg. Verständlich, war doch dieser Auftritt einer der besten in dieser Saison. Heute galt es aber, genau an diese Leistung anzuknüpfen und mal eine Siegesserie zu starten, um sich weiter nach oben zu arbeiten in der Tabelle.

Die Eisbären trafen heute auf eine sehr starke Kölner Mannschaft, die an die erfolgreiche letzte Saison hat anknüpfen können. Während des Saisonverlaufs verpflichtete man mit Janne Juvonen zudem noch einen Goalie, der die Haie noch einen Tick stärker gemacht hat. Ihn zu bezwingen, ist nicht so einfach. Von daher sprach heute wenig für das fünfte Spiel in Folge, in denen die Eisbären sieben Tore gegen Köln schießen würden.
An der Eisbären-Bande stand heute der verletzte Kapitän Kai Wissmann. Ein gutes Omen? Schließlich hatte man in der Finalserie mit ihm an der Bande die drei 7:0-Siege eingefahren.

Erzielte gegen Köln sein erstes DEL-Tor: Matej Leden (Mitte) (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Hart umkämpfter Beginn in den DEL-Klassiker. Jeder Puck-führende Spieler wurde sofort angegriffen und zwar auf beiden Seiten. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen so zu Beginn wenig Gefährliches zu. Die erste dicke Chance gehörte den Eisbären, als Yannick Veilleux frei auf Juvonen zu fahren konnte. Doch der Kölner Goalie fischte die Scheibe relativ problemlos weg (6.).
Die Domstädter versuchten die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau zu stören, was meistens auch gelang. Doch einmal klappte es nicht und die Eisbären fuhren einen Angriff erfolgreich zu Ende. Gewühl vor dem Haie-Tor und Youngster Matej Leden staubte erfolgreich zum ersten DEL-Tor ab – 1:0 (9.).
Danach war es ein Spiel, in dem beiden gute Abschlüsse hatten. Doch es trafen nur die Haie. Den ersten Schuss von Brady Austin konnte Jake Hildebrand nicht festhalten, Kevin Niedenz schnappte sich die Scheibe, spielte sie rüber zu Maximilian Kammerer, welche das leere Tor traf – 1:1 (15.).
Kurz darauf hätten die Gäste das erste Powerplay der Partie gehabt und das wäre gefährlich geworden, haben die Haie doch das beste Powerplay der Liga. Doch nur neun Sekunden später folgte Nate Schnarr Matej Leden in die Kühlbox. Aber auch bei Vier-gegen-Vier schlugen die Domstädter zu. Patrick Russell mit einem klasse Move und dem Tor zum 1:2 (17.). Das war ganz stark gemacht, muss man zugeben. Und unverdient war die Führung auch nicht, waren die Haie doch die gefährlichere Mannschaft.
In der Schlussphase fuhren die Kölner einen Zwei-auf-Null-Konter, aber Jake Hildebrand rettete sensationell gegen Kammerer. Die Berliner wirkten in den letzten Minuten generell sehr anfällig und hatten Glück, dass Köln das nicht nutzen konnte. Somit blieb es beim knappen 1:2-Rückstand nach dem ersten Drittel.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Köln. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Eisbären aber wieder komplett bei der Sache und glichen nach nur 71 Sekunden zum 2:2 aus. Auf Zuspiel von Freddy Tiffels war Allrounder Eric Mik erfolgreich. Wichtiges Tor nach den schwachen letzten zehn Minuten im ersten Drittel.
Kurz darauf hatten die Eisbären die dicke Chance zur erneuten Führung, konnten diese aber nicht nutzen. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Eisbären fanden wieder zurück zu ihrem Spiel und erspielten sich beste Chancen.
Köln musste sich nach dem starken Start der Eisbären erstmal schütteln und suchte anschließend nach einer Antwort, fand aber keinen Weg vorbei an Jake Hildebrand.
Die Eisbären wirkten im Mitteldrittel immer einen Schritt schneller als die Haie und behielten zudem in den meisten Zweikämpfen auch die Oberhand. Ein weiterer Unterschied zu Köln war die Chancenverwertung, denn die Berliner glänzten wieder einmal durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Mitte des zweiten Drittels war es Yannick Veilleux, der Janne Juvonen das dritte Tor einschenkte – 3:2. Mit dem hohen Tempo der Eisbären hatte die Mannschaften von Kari Jalonen inzwischen große Probleme.
Nach dem Powerbreak bestimmten die Zweikämpfe das Spiel. Köln war auf der Suche nach einer Antwort, fand aber die Lücke nicht im Defensivverbund der Berliner. Wenn sie doch mal zum Abschluss kamen, war Jake Hildebrand zur Stelle. Auf der anderen Seite blieben die Eisbären gefährlich, aber Janne Juvonen ließ keine weitere Scheibe durch. So nahmen die Eisbären die knappe 3:2-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Sorgte für das zwischenzeitliche 3:2 gegen Köln: Yannick Veilleux (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Domstädter kamen schwungvoll aus der Kabine und machten deutlich, dass sie hier noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen wollten. Aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach.
Doch in der 47. Spielminute war auch der Berliner Goalie machtlos, als Frederik Storm zum 3:3 traf. Somit ging dieser DEL-Klassiker wieder von vorne los. Und die Eisbären hatten nach dem Powerbreak die große Chance in Überzahl wieder in Führung zu gehen. Allerdings traf das schlechteste Powerplay auf das beste Unterzahlspiel der Liga. Von daher verwunderte es auch nicht, dass man diese Chance ungenutzt ließ.
Fortan bestimmten die Defensivreihen das Spiel. Beide Mannschaften verstanden es nun, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. Das Spiel lebte in dieser Phase vor allem von der Spannung, denn es hätte in jede Richtung kippen können.
Zwei Minuten vor dem Ende hatte der KEC dann einen starken Wechsel und kam zu zwei richtig gefährlichen Chancen, welche sie letztendlich nicht nutzen konnten. Glück für die Eisbären in dieser Situation. So blieb es beim am Ende gerechten 3:3 nach 60 Minuten, womit beide Mannschaften schon mal einen Punkt sicher hatten.

In der Overtime hatte Lean Bergmann die Entscheidung auf dem Schläger, aber Janne Juvonen rettete im letzten Moment. Auch Mitch Reinke hatte kurz darauf freie Schussbahn, bekam die Scheibe aber ebenfalls nicht an Juvonen vorbei.
Die dickste Chance hatten aber die Gäste, denn Oliwer Kaski scheiterte am Gestänge. Direkt im Gegenzug liefen die Eisbären den Konter und spielten ihn fast perfekt aus, bekamen aber die Scheibe nicht am Kölner Goalie vorbei. Was für eine atemberaubende Verlängerung, welche dennoch torlos blieb. Eigentlich unglaublich bei den Chancen auf beiden Seiten.

Somit musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Auch in diesem ging es in die Verlängerung, nach dem Liam Kirk und Nate Schnarr zunächst getroffen hatten. Schnarr verwandelte anschließend auch seinen zweiten Penalty, während Kirk mit seinem zweiten Penalty an Juvonen scheiterte. Damit ging der Zusatzpunkt in die Domstadt.

6:1-Auswärtssieg in Wolfsburg: Eine ganz starke Mannschaftsleistung führt zu drei Punkten in der Autostadt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #18:

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim Lieblingsgegner Grizzlys Wolfsburg verdient mit 6:1 (2:0,1:0,3:1) gewonnen und damit die richtige Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt. Über 60 Minuten war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Defensiv stand man sehr kompakt, während man offensiv zu alter Torgefahr zurückfand. So hält man einen Konkurrenten in der Tabelle vorerst auf Abstand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtsspiel in Ingolstadt. Im Tor stand heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen blieben gleich. Die erste Reihe bildeten Liam Kirk, Andreas Eder und Leo Pföderl. Die zweite Reihe bestand aus Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Eric Hördler, Blaine Byron und Lean Bergmann stürmten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Manuel Wiederer und Matej Leden.

Die Eisbären trafen mit Wolfsburg heute auf einen Gegner, der zuletzt zweimal 4:0 gewonnen hatte. Die Eisbären hingegen waren so ein wenig auf der Suche nach ihrer Form. Einem desaströsen Auftritt gegen München folgte eine ganz starke Leistung in Straubing. Doch direkt danach konnte man in Ingolstadt nur im letzten Drittel sein gewohntes Eisbären-Hockey spielen. Welche Eisbären bekam man heute zu sehen?

Liam Kirk traf gleich zweimal im ersten Drittel und somit auch im dritten Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Partie. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und brachten die Scheiben direkt auf das gegnerische Tor. Und nach rund vier Minuten waren es die Eisbären, welche in Führung gingen. Liam Kirk setzte stark nach und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (4.). Das dritte Spiel in Folge mit einem Kirk-Treffer. Der Brite läuft so langsam aber sicher heiß. Nach zwei Zu-Null-Siegen musste Dustin Strahlmeier also mal wieder hinter sich greifen.
Auch danach blieb es ein wildes Spiel. Die Eisbären wirkten heute von Beginn an wach und entschieden viele Zweikämpfe für sich. Durchaus etwas, was Trainer Serge Aubin zuletzt kritisierte. Das führte dazu, dass man immer wieder für Gefahr vor dem Wolfsburger Tor sorgen konnte. Aber auch die Grizzlys hatten ihre offensiven Momente. So entwickelte sich hier eine muntere und sehr kurzweilige Partie.
Defensiv wirkten die Berliner sehr konzentriert und machten die gefährlichen Räume zu. Offensiv zog man immer wieder gefährliche Spielzüge auf, wirkte dabei aber manchmal auch etwas zu verspielt.
64 Sekunden vor dem Ende stellten die Eisbären dann aber doch auf 2:0. Erneut war es Liam Kirk gewesen. Wenn es einmal läuft, dann läuft es eben. Mit diesem Spielstand ging es anschließend auch in die erste Drittelpause.

Bekam im Mitteldrittel einiges zu tun: Eisbären-Goalie Jake Hildebrand. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel begannen die Grizzlys in Überzahl, konnten dieses trotz bester Chancen aber nicht nutzen. Kurz darauf folgte direkt das nächste Wolfsburger Powerplay, diesmal bekamen es die Eisbären aber besser verteidigt und ließen kaum etwas Gefährliches zu.
Die Hausherren wirkten in der Anfangsphase aktiver, wollten den Anschlusstreffer erzielen, aber die Berliner standen defensiv weiterhin sehr kompakt und gaben wenig ab. Nach vorne ging zu Beginn des zweiten Drittels nicht so viel von den Eisbären, was aber angesichts des Spielstandes auch nicht verwunderlich war.
Der Druck der Gastgeber wurde in der Folge größer, die Chancen zwingender, aber Jake Hildebrand war weiterhin hellwach und ließ keine Scheibe durch. Und die Eisbären? Die präsentierten sich anschließend als äußerst effektiv und gnadenlos vor dem Tor. Freddy Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, spielte sie zu Markus Vikingstad und der stellte in der 32. Spielminute auf 3:0. Ein Tor des unbändigen Willens der Eisbären. Genau das, was Trainer Aubin zuletzt vermisst hat. Umso mehr dürfte ihn dieser Auftritt heute gefreut haben. Und natürlich fiel dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Wolfsburger Anschlusstreffer lag schon so ein bisschen in der Luft.
Rund fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Niedersachsen in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer, denn die Eisbären kassierten eine Strafzeit wegen Spielverzögerung. Wolfsburg fand die Formation, ließ die Scheibe gut laufen und suchte auch den Abschluss. Aber die Eisbären verteidigten das heute extrem stark und hatten immer einen Schläger dazwischen.
Zum Ende hin hatten die Eisbären Powerplay. Man ließ die Scheibe geduldig laufen, verpasste es aber, im entscheidenden Moment zum Abschluss zu kommen. So blieb dieses Überzahlspiel ungenutzt und man führte nach 40 Minuten mit 3:0.

Die Wolfsburger bejubeln den Anschlusstreffer zu Beginn des dritten Drittels. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel war aber nochmal mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Wolfsburger Mannschaft zu rechnen. Und so verwunderte es auch nicht, dass Justin Feser früh dank einer starken Einzelaktion auf 1:3 verkürzen konnte (42.).
Dieser Treffer gab den Gastgebern aber nochmal kurz Rückenwind und die Grizzlys blieben dran. Jake Hildebrand war in dieser Phase nun mehr denn je gefordert und bisher war er auch der erwartet sichere Rückhalt im Berliner Tor.
Wie reagiert man auf einen Gegentreffer? Genau, mit dem 4:1. Freddy Tiffels überwand Dustin Strahlmeier und stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (47.). Nach diesem Treffer waren die Eisbären wieder am Drücker und wollten das Spiel endgültig entscheiden. Andreas Eder tat dies sieben Minuten vor dem Ende. Wolfsburg griff nicht richtig an und so hatte Eder keine große Mühe, die Scheibe an Strahlmeier vorbei ins Tor zu schießen – 5:1.
Die Eisbären hatten also die erhoffte Reaktion auf die ersten beiden Drittel in Ingolstadt gezeigt und heute mal wieder über 60 Minuten eine starke und konzentrierte Leistung abgeliefert. Defensiv ließ man wenig Gefährliches der Niedersachsen zu, offensiv kreierte man eine Vielzahl an Chancen und nutzte diese dann auch sehr effektiv. Nun gilt es für die Berliner, diese Leistung konstant in den nächsten Spielen abzurufen. Denn genau das war zuletzt das große Problem, denn die Leistungen schwankten arg von Spiel zur Spiel.
In der Schlussminute machten die Eisbären dann das halbe Dutzend noch voll. Mitch Reinke mit dem 6:1 in Überzahl. An so einem Abend klappt es selbst im Powerplay. Ganz starke Leistung, Jungs. Am Sonntag sollte man gegen die Kölner Haie genau daran anknüpfen, dann kann man mal eine Siegesserie starten.

1:3 vs. München! Ernüchternder Auftritt der Eisbären Berlin

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #17:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen Red Bull München verdient mit 1:3 (0:1,1:1,0:1) verloren und dabei ihre eigenen Fans enttäuscht. Der Auftritt wirkte über weite Strecken doch arg ideenlos und auch das Powerplay war einmal mehr miserabel. So reicht es nach wie vor weiter nicht in Spielen gegen die Top-Teams der DEL. Die Baustellen für das Trainerteam der Eisbären Berlin werden nicht kleiner.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur auf einer Position. Mitch Reinke rückte in der Defensive an die Seite von Adam Smith, dafür war Norwin Panocha als siebter Verteidiger dabei. Alles andere blieb unverändert. Somit stand also erneut Jake Hildebrand im Tor.

In der vergangenen Saison hatte jeweils das Auswärtsteam die Oberhand behalten. In dieser Saison gab es bereits ein Duell am Oberwiesenfeld, wo diesmal aber München die drei Punkte dank eines 3:2-Sieges zuhause behielt. Die Auswärtsbilanz von München in dieser Saison sieht aber eher dürftig aus, hatte man doch nur drei der bisherigen zehn Auswärtsspiele für sich entschieden. Konnten die Eisbären die Serie der Red Bulls ausbauen und ihrerseits den ersten Saisonsieg gegen München einfahren?

Ließ sich im ersten Drittel nicht überwinden: Goalie Mathias Niederberger (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine muntere Partie, in der beide Teams schnell die neutrale Zone überbrückten und immer wieder direkt den Torabschluss versuchten. Dabei konnten sich sowohl Jake Hildebrand auf Berliner als auch Mathias Niederberger auf Münchner Seite im Tor früh auszeichnen. Die Anfangsphase war so sehr kurzweilig und ohne größere Unterbrechungen. Erwähnenswert war auch ein sehr guter Wechsel der vierten Reihe von Matej Leden, Eric Hördler und Yannick Veilleux, deren schöne Kombination beinahe mit dem Führungstreffer belohnt worden wäre.
Nach dem ersten Powerbreak waren die Gäste vom Oberwiesenfeld die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Auch das erste Powerplay der Partie gehörte München und dort belohnten sie sich für die gute Phase zuvor. Ryan Murphy hatte abgezogen und Patrick Hager fälschte entscheidend ab – 0:1 (14.).
Die Eisbären hatten in der zweiten Hälfte des ersten Drittels so ein wenig ihren Schwung verloren. München machte es den Berlinern aber auch schwer, mal gefährlich vor das Tor zu kommen. Erst in der Schlussphase fanden die Eisbären die Lücken und kamen durch Ty Ronning und Marcel Noebels zu guten Chancen, welche Niederberger aber parieren konnte. So blieb es beim 0:1-Rückstand nach 20 Minuten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

München war zu Beginn des zweiten Drittels die bessere Mannschaft und sorgte gleich zweimal für große Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand. Der Berliner Goalie musste zweimal in höchster Not retten.
Die Eisbären brauchten wieder etwas, bis sie die Lücke in der Münchner Defensive fanden. Andreas Eder war es, der in der 26. Spielminute zu viel Platz hatte und diesen auch zu nutzen wusste – 1:1.
Keine Minute später schlugen die Gäste aber wieder zurück. Patrick Hager hatte die Scheibe einfach mal Richtung Tor geschossen, Markus Eisenschmid hielt die Kelle rein und plötzlich stand es 1:2 (27.). Der Treffer kam so unerwartet, dass ihn nicht mal alle in der Arena mitbekommen hatten.
München blieb auch danach am Drücker und verlagerte das Spiel weiter in die Hälfte der Eisbären. Diese taten sich schwer, mal für Gefahr vor dem Tor von Mathias Niederberger zu sorgen. Das es aus Berliner Sicht nur 1:2 stand, hatte man auch Jake Hildebrand zu verdanken, der in der Folge einen Konter von Veit Oswald entschärfen konnte.
Sechs Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels durften die Eisbären dann mal in Überzahl ran. Daran wollte man ja unter der Woche arbeiten, doch gebracht hat es auch nichts. Man ließ die Scheibe zwar laufen, dennoch sah die Formation arg wild und planlos aus.
2:27 Minuten vor dem Ende ein Schockmoment für München, denn deren Goalie Mathias Niederberger fuhr verletzt vom Eis. Antoine Bibeau kam für ihn ins Tor. Gute Besserung an der Stelle an den ehemaligen Eisbären-Goalie.
Die Eisbären intensivierten die Bemühungen in den letzten Minuten nochmal, aber zu einem weiteren Tor kamen sie nicht. Somit lag man auch nach 40 Minuten weiterhin mit einem Tor zurück.

Verletzte sich im zweiten Drittel und konnte nicht weiterspielen: Goalie Mathias Niederberger (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im letzten Drittel liefen die Eisbären weiter an, taten sich aber schwer, die Lücke in der kompakten Münchner Defensive zu finden. Die Gäste wiederum verlagerten sich angesichts des knappen Spielstandes auf Konter, denn die Berliner mussten hinten irgendwann die Räume aufmachen, wollte man aus diesem Spiel noch etwas Zählbares mitnehmen.
Rund fünf Minuten waren gespielt, da durften (mussten) die Eisbären wieder in Überzahl ran, das Sorgenkind der Berliner in dieser Saison. Wie Powerplay sah das aber überhaupt nicht aus, gefühlt war es noch schlechter als letzte Woche. Ich dachte, das geht gar nicht mehr…
Fortan schaffte München das, was den Eisbären nicht gelang: Sie setzten sich immer mal wieder im Drittel der Berliner fest und sorgten so einerseits für Gefahr, nahmen aber vor allem Zeit von der Uhr. Die Eisbären wirkten nach vorne ideen- und ratlos. Wenn man die Scheibe hatte, überlegte man gefühlt immer viel zu lange, ehe man eine Entscheidung traf. Und dann war es meist schon zu spät, da München die Scheibe bereits erobert hatte.
Alle Eisbären-Fans erwarteten zum Ende hin nochmal eine Schlussoffensive der Hausherren, nur die wollte irgendwie nicht kommen. Weil die Eisbären weiter kopflos anrannten und München das so problemlos weg verteidigen konnte.
1:46 Minuten vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin seine Auszeit und zog zudem Goalie Hildebrand vom Eis, doch genau das nutzten die Gäste zur Entscheidung. Markus Eisenschmid mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend – 1:3 (59.). Somit sicherten sich die Gäste mehr als verdient die drei Punkte in der Hauptstadt.

4:2-Heimsieg gegen Frankfurt: Leo Pföderl führt die Eisbären mit einem Doppelpack zum Sieg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #16:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gewonnen. Gegen die Löwen Frankfurt setzte man sich am Sonntagabend mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) durch und behauptete damit den sechsten Tabellenplatz. Das Spiel brachte vor allem die Erkenntnis, dass die Eisbären weiterhin große Probleme im Powerplay haben. Und auch Zwei-Tore-Führungen bringen derzeit keine Sicherheit ins Spiel der Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Er zog Manuel Wiederer wieder zurück in die Defensive, wo er an der Seite von Jonas Müller verteidigte. Les Lancaster und Eric Mik sowie Norwin Panocha und Adam Smith hießen die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Liam Kirk die Reihen. Kirk stürmte zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Pföderl bildete eine Reihe mit Blaine Byron und Marcel Noebels. Matej Leden – am Freitag noch 13. Stürmer – rückte für Wiederer in die Reihe mit Eric Hördler und Yannick Veilleux.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Der heutige Gegner Frankfurt kam mit seinem neuen Trainer Tom Pokel nach Berlin. Zum Einstand feierte der Ex-Trainer der Straubing Tigers einen 3:2-Derbysieg gegen Mannheim. Daher reisten die Löwen heute mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Hauptstadt und wollten dort das erste Wochenende unter Tom Pokel krönen. Aber auch die Eisbären feierten am Freitag einen wichtigen 5:4-Sieg in Nürnberg und wollten zudem Wiedergutmachung betreiben für die 1:4-Heimniederlage gegen Bremerhaven vor der Deutschland-Cup-Pause. Welcher Mannschaft gelang der zweite Sieg an diesem Wochenende?

In dieser Szene erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Eisbären. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 32 Sekunden kassierten die Gäste ihre erste Strafzeit und ermöglichten den Eisbären das erste Powerplay. Wohlwissend, dass die Berliner das schlechteste Powerplay der Liga haben. So sah es dann aber auch aus. Zu ungenaue Pässe und zwei Icings in Überzahl.
Die Eisbären waren danach die aktivere Mannschaft und hatte auch die ersten Chancen, jedoch konnte man Löwen-Goalie Mirko Pantkowski nicht überwinden. Die dickste Chance gehörte aber den Löwen, bei denen Maksim Matushkin in einem guten Wechsel nur den Pfosten traf.
Nachdem ersten Powerbreak hatten die Berliner das zweite Powerplay der Partie, doch auch dieses blieb ungenutzt. Zwar hatte man in diesem durchaus ein, zwei gute Chancen, doch wirkte das Powerplay weiterhin einfach nicht gut genug. Also dachte sich Frankfurt, sie spielen einfach mit sechs Spielern und ermöglichen den Hausherren direkt das dritte Powerplay. Wird ja sowieso nicht gefährlich und damit hatten sie auch recht. Die Eisbären wirkten ideenlos mit einem Mann mehr und es sah nicht danach aus, als hätte man daran in der Pause gearbeitet.
Aber als Frankfurt wieder komplett war, schlugen die Berliner dann doch zu. Liam Kirk hielt die Scheibe im Angriffsdrittel, spielte sie rüber zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning vor dem Tor sah – 1:0 (14.).
In der Schlussphase durften dann aber auch mal die Hessen mit einem Mann mehr ran, aber auch die Löwen wurden nicht wirklich gefährlich. So nahmen die Hauptstädter die verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Hat weiterhin das Pech am Schläger kleben: Liam Kirk von den Eisbären Berlin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel waren es wieder Liam Kirk und Freddy Tiffels, welche das 2:0 einleiteten. Kirk hatte das Auge für Leo Pföderl und der musste nur noch einnetzen (22.).
Frankfurt konnte aber in Überzahl verkürzen. Maksim Matushkin hatte zu viel Zeit und traf in die lange Ecke zum 2:1 (26.). Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden zunächst auf kein Tor, änderten ihre Meinung aber nach Ansicht des Videobeweises. Jake Hildebrand wurde zwar behindert, allerdings außerhalb des Torraumes und somit ist es ein reguläres Tor.
Die Eisbären hätten direkt antworten können, aber Liam Kirk bekam die Scheibe nicht am bereits am Boden liegenden Frankfurter Goalie vorbei. Diese Saison hat der Brite aber auch Pech am Schläger kleben, unglaublich!
Auch danach blieben die Berliner am Drücker und wollten das dritte Tor nachlegen, man fand aber keinen Weg vorbei an Mirko Pantkowski.
Es folgte das vierte Powerplay der Eisbären, zum dritten Mal verschuldet durch Matthew Wedman, dem es auf der Berliner Strafbank zu gefallen schien. Aber viel mehr wusste er von der Berliner Schwäche in Überzahl, denn auch dieses Powerplay blieb ungenutzt.
Frankfurt vergab in der Folge ein weiteres Powerplay und somit die Chance zum Ausgleich. Und Liam Kirk seine Torflaute geht auch weiter. Er fuhr alleine auf Pantkowski zu, bekam die Scheibe aber erneut nicht am Frankfurter Goalie vorbei. So blieb es beim knappen 2:1 nach dem zweiten Drittel.

Erzielte gegen Frankfurt zwei Tore: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wie im zweiten Drittel dauerte es auch im dritten Drittel nur 1:39 Minute, ehe die Eisbären das 3:1 erzielten. Wobei es eigentlich Linus Fröberg war, der die Scheibe in bester Stürmermanier über die eigene Torlinie drückte. Torschütze war am Ende aber Leo Pföderl, der damit sein zweites Tor an diesem Abend bejubeln konnte.
Die Eisbären blieben danach die spielbestimmende Mannschaft, von Frankfurt kam nach vorne fast gar nichts mehr. Bis zur 49. Spielminute, denn da verkürzte Noah Dunham auf 3:2 und sorgte hier nochmal für Spannung in der Hauptstadt.
Nur in der Folge mangelte es an richtig guten Torchancen auf beiden Seiten. Zweikämpfe bestimmten das Spiel in dieser Phase. 2:11 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm Löwen-Coach Tom Pokel seine Auszeit und wenig später auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären durch Yannick Veilleux zur Entscheidung – 4:2 (59.).
Pokel nahm trotzdem nochmal seinen Goalie vom Eis und wollte nochmal alles versuchen, um hier vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Aber die Eisbären ließen nichts mehr zu und feierten am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt.

1:4-Niederlage gegen Bremerhaven: Ein gebrauchter Nachmittag für die Eisbären Berlin

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #15:

Die Eisbären Berlin verabschieden sich mit einer Niederlage gegen Bremerhaven in die Deutschland-Cup-Pause. Am Ende hieß es 1:4 (0:2,1:1,0:1). Die Eisbären waren zwar sichtbar bemüht und haben viel versucht, aber es mangelte an den nötigen Mitteln, um die Defensive der Pinguins zu knacken. So war es auch für deren Neuzugang Julius Hudacek im Tor ein einfaches Spiel, der ja mit den Eisbären bisher keine so guten Erfahrungen gemacht hatte. Zu allem Überfluss konnten mit Eric Hördler und Jean-Sébastien Dea zwei Stürmer das Spiel nicht beenden. Hoffen wir mal, dass sich da nicht die nächsten Spieler für längere Zeit verabschiedet haben.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf Lean Bergmann zurückgreifen. Dafür fehlte Marcel Noebels im Line-up. Bergmann nahm direkt den Platz von Noebels in der Reihe mit Andreas Eder und Markus Vikingstad ein. Zudem wechselten Matej Leden und Norwin Panocha ihre Positionen – zumindes auf dem Spielberichtsbogen. Leden stand in der nominell vierten Reihe mit Eric Hördler und Blaine Byron, Panocha war als siebter Verteidiger gelistet. Im Tor begann heute Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Eisbären trafen heute auf ihren Angstgegner, schließlich hatte man die letzten vier Spiele gegen Bremerhaven verloren. Darunter war auch das erste Duell an der Küste, welches mit 1:5 deutlich verloren ging. Damals traten die Berliner aber auch nur mit einem Rumpfkader an. Heute hatte man ein volles Line-up dabei und wollte endlich mal wieder ein Sieg gegen Bremerhaven einfahren. Klappte das oder setzte es die fünfte Niederlage in Serie?

Trotz Überlegenheit konnten die Eisbären Julius Hudacek im ersten Drittel nicht überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären traten heute mit ihrem dritten Trikot an. Dieses erinnerte an die erste Meistersaison 2005, als die Eisbären im Finale gegen den Erzrivalen Mannheim gewannen. Sehr schickes Jersey!
Die Hausherren dominierten die Anfangsphase ganz klar. Dazu hatte man auch zweimal die Chance in Überzahl zu agieren. Man drückte Bremerhaven ins eigene Drittel, ließ die Scheibe sehr gut laufen, tat sich aber im Abschluss sehr schwer. Es hat halt Gründe, warum die Eisbären das schlechteste Powerplay der Liga haben. Aber immerhin zeigte man sich sehr bemüht und engagiert, daran etwas zu ändern.
Von Bremerhaven kam hier rein gar nichts, die Eisbären beschäftigten sie ausnahmslos im eigenen Drittel.
Als sich Bremerhaven aber auch mal vor dem Berliner Tor zeigte, klingelte es. Rayan Bettahar hatte die Scheibe unter die Latte genagelt – 0:1 (12.). Mit dem ersten Torschuss und dann auch noch ein Ex-Eisbär. Kannst du dir nicht ausdenken, aber wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird eben hinten bestraft.
Die Pinguins waren danach besser drin im Spiel und bekamen selbst ihr erstes Powerplay, welches die Eisbären problemlos überstanden. Das 0:1 hatte so ein wenig den Schwung aus dem Berliner Spiel genommen.
In der Schlussphase die Gäste mit dem nächsten Powerplay und dieses nutzten sie zum 0:2. Alex Friesen hatte getroffen und sorgte so für eine überraschende Pausenführung der Pinguins, welche sich so in den ersten zehn Minuten nicht angedeutet hatte. Nun waren einmal mehr die Comeback-Qualitäten der Eisbären gefragt.

Bremerhaven machte den Eisbären das Leben enorm schwer. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch zu Beginn des zweiten Drittels drückten die Eisbären Bremerhaven wieder ins eigene Drittel und wollten den Anschlusstreffer erzwingen. Doch es mangelte weiterhin an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor der Gäste. Die Pinguins verteidigten das aber auch sehr stark und gaben den Berlinern nur wenig Raum, um die gefährlichen Spielzüge aufzuziehen.
Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Angriffsbemühungen der Eisbären prallten an der Pinguins-Defensive ab. Bremerhaven tat nicht mehr als nötig, das Ergebnis spielte ihnen da in die Karten.
Auch im nächsten Powerplay fanden die Eisbären keine Lücke in dem Abwehr-Bollwerk. Und wenn doch was durchkam, war es leichte Beute für Julius Hudacek. Der trumpfte heute Nachmittag gegen seinen persönlichen Angstgegner auf.
Und Bremerhaven spielte das weiterhin eiskalt und effektiv. Schneller Konter, Querpass und 0:3 (35.). Nicolas Krämmer war der Torschütze. Das war heute wieder so ein Nachmittag, an dem du noch so viel investieren kannst, am Ende geht keine Scheibe rein.
Kaum schreibe ich das, arbeiteten die Eisbären die Scheibe ins Tor und bezwangen endlich Julius Hudacek. Rückkehrer Blaine Byron hatte die Scheibe am Ende über die Linie gedrückt – 1:3 (37.). Liam Kirk war klasse mit der Scheibe hinters Tor gefahren und brachte sie dann gefährlich vor das Tor, wo Byron zur Stelle war.
Damit brachte er die Hoffnung nochmal zurück, aber die Eisbären waren nun im letzten Drittel gefordert, wollte man die fünfte Niederlage in Serie gegen Bremerhaven abwenden.

Vor dem Tor erwies sich Bremerhaven heute als sehr effektiv und äußerst eiskalt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im Schlussdrittel änderte sich nicht viel. Die Eisbären weiterhin bemüht, aber ebenso weiterhin sehr ungenau im Spielaufbau. Die Strapazen der letzten Wochen merkte man der Mannschaft doch deutlich an. Die Deutschland-Cup-Pause kommt da genau zum richtige Zeitpunkt.
Bremerhaven lauerte auf Konter, um das Spiel zu entscheiden. Andy Miele war dann auch mal durch, scheiterte aber an Jake Hildebrand.
Egal, was die Eisbären im Anschluss versuchten, es war immer ein Schläger oder sonst etwas im Weg. Bremerhaven verteidigte das wirklich mit enorm viel Leidenschaft und machte es den Berlinern somit sehr schwer, hier zum Torerfolg zu kommen.
So stand am Ende eine Heimniederlage gegen Bremerhaven, welche am Ende sogar 1:4 ausging. Bennet Roßmy (ein weiterer Ex-Eisbär) traf. Aber das war auch eher ein Slapsticktor, die Scheibe spielte Ping-Pong und ging am Ende über die Linie. Das Gegentor passte irgendwie zu diesem Nachmittag. Vermutlich hätten die Eisbären auch noch weitere drei Drittel spielen können, sie hätten kein weiteres Tor mehr erzielt. Die Pause kommt jetzt wirklich zum besten Zeitpunkt. Die Spieler können ihre Akkus wieder aufladen und nach der Deutschland-Cup-Pause wieder angreifen. Mit den ersten 17 Saisonspielen und der Punkteausbeute kann man angesichts der großen Personalsorgen mehr als zufrieden sein. Und dafür gilt nach wie vor der aller größte Respekt, wie sie diese schwierige Phase gemeistert haben.

4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand: Ty Ronning sorgt für Ekstase in der Arena am Ostbahnhof

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #14:

Was für ein Spiel: Die Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker gegen die Adler Mannheim mit 4:3 n.V. (1:2,0:1,2:0/1:0) gewonnen. 40 Minuten tat man sich sehr schwer gegen effektive Mannheimer. Doch im Schlussdrittel spielten nur noch die Eisbären und feierten am Ende einen verdienten Sieg in der Verlängerung. Siege gegen Mannheim schmecken immer besonders gut! Gerade nach so einem Spielverlauf.

Eisbären-Trainer Serge Aubin setzte heute wieder Norwin Panocha als siebten Verteidiger ein und ließ somit Moritz Kretzschmar draußen. Ansonsten blieb die Defensive unverändert. Jake Hildebrand hütete erneut das Berliner Tor.
In der Offensive blieb einzig die Reihe um Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann zusammen. In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Freddy Tiffels heute Leo Pföderl als Center an die Seite gestellt. Die zweite Reihe wurde komplett neu zusammengestellt und bestand aus Yannick Veilleux, Jean-Sébastian Dea und Liam Kirk. Und die nominell vierte Reihe bildeten Eric Hördler, Matej Leden und Marcel Noebels.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem 1:7 am dritten Spieltag in Mannheim wollten die Eisbären Revanche nehmen. Das aber rein auf sportliche Art und Weise, denn keiner wollte mehr so ein Skandalspiel erleben wie an jenem Freitagabend in der Kurpfalz. Da rückte das Sportliche und auch das erste DEL-Tor von Max Penkin in den Hintergrund. Konzentrierten sich beide Mannschaften heute lieber auf das Sportliche und boten den Zuschauern in der Uber Arena ein klasse Eishockeyspiel oder gab es die nächste Schlacht zwischen den beiden Erzrivalen?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zumindest begann das Spiel ganz normal und ohne Schlägerei nach dem ersten Bully. Ein Fortschritt zum ersten Spiel in Mannheim. Kein Fortschritt war das schnelle Gegentor nach nur 25 Sekunden. Lukas Kälble mit der kalten Dusche für die Eisbären – 0:1 (1.).
Die Hausherren hatten aber unmittelbar danach das erste Powerplay und somit die Chance zum schnellen Ausgleich, man konnte dieses aber nicht nutzen, weil Mannheim das insgesamt gut weg verteidigte.
Danach war es das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den beiden Erzrivalen. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen wenig zu. Mitte des ersten Drittels war es aber Lean Bergmann, der mal den Turbo zündete und die Lücke in der Adler-Defensive aufriss. Er fand Markus Vikingstad und der ließ die Arena am Ostbahnhof erstmals an diesem Abend beben – 1:1 (10.).
Aber Mannheim war keinesfalls geschockt und schlug im Stile einer Spitzenmannschaft direkt zurück. Max Penkin war der Torschütze. Jener Penkin also, der im ersten Duell sein erstes DEL-Tor überhaupt erzielt hatte. Das 2:1 war sein zweites Saisontor. Die Eisbären scheinen dem Youngster also zu liegen.
Man merkte beiden Mannschaften an, dass es hier um viel mehr als nur um drei Punkte ging. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, um jede Scheibe verbissen gekämpft. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen in der Offensive. Nach 20 Minuten führten die Adler mit 2:1 in Berlin.

Erzielte auch im zweiten Spiel gegen die Eisbären ein Tor: Youngster Max Penkin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren zu Beginn des Mitteldrittels sichtlich bemüht, sich Torchancen zu erspielen. Mannheim machte aber die gefährlichen Räume gut zu und es den Berliner so schwer. Auch ein Powerplay konnte man in dieser Anfangsphase nicht nutzen. Doch die Berliner blieben weiter dran, während Mannheim sich eher auf Konter konzentrierte.
Erstmals für Gefahr sorgten die Kurpfälzer nach dem Powerbreak, als sie in Überzahl agierten. Mannheim setzte sich im Angriffsdrittel fest und kam auch zu Chancen, welche Jake Hildebrand jedoch allesamt zunichte machte. Aber just in dem Moment, als die Berliner wieder vollzählig waren, schlug es hinten ein. Anthony Greco hatte zum 1:3 getroffen (31.).
Das Problem lag auf der Hand: Mannheim nutzte seine Chancen effektiv, die Eisbären hingegen nicht. Nach einem feinen Pass auf Liam Kirk kam der zum Abschluss, Johan Mattsson war jedoch zur Stelle. Ein Mannheimer Spieler rutschte aus und Freddy Tiffels war durch, überlegte vor dem Tor jedoch zu lange. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte den Eisbären in dieser Partie, aber auch generell in letzter Zeit.
Auch mit einem weiteren Powerplay zum Ende des zweiten Drittels fand man keinen Weg an Mattsson vorbei, weshalb es nach 40 Minuten 1:3 stand.

Markus Vikingstad (rechts) düpierte die Mannheimer mit seinem Solo im Schlussdrittel zum 3:3. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären hatten also einen weiten Weg vor sich, wollten sie hier noch etwas Zählbares mitnehmen. Aber Mannheim schaffte es weiterhin, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. So zwang man die Berliner zu Schüssen von außen, was natürlich für weniger Gefahr vor Mattsson sorgte.
In der 48. Spielminute fand man dann aber die Lücke und konnte auf 2:3 verkürzen. Leo Pföderl brachte die Hoffnung zurück nach Berlin.
Und in der 50. Spielminute eskalierte die Arena am Ostbahnhof komplett, als Markus Vikingstad die Adler-Spieler wie Slalomstangen benutzte und am Ende auch Johan Mattsson alt aussehen ließ – 3:3!
Mannheim verlor daraufhin mal kurz die Nerven – wie sollte es auch anders sein. Anthony Greco und Eric Mik lieferten sich eine kurze aber heftige Schlägerei, welche Mik für sich entscheiden konnte. Kurz darauf die Eisbären mit einem Mann mehr und der großen Chance, das Spiel zu drehen. Mannheim wirkte angeknockt und konnte sich kaum noch befreien. Aber die Berliner ließen diese Chance ungenutzt.
Doch hier lag inzwischen der Führungstreffer für die Hauptstädter in der Luft. Diese hatten das Schlussdrittel komplett im Griff gegen einen wankenden Tabellenführer, der hier erst in den letzten Minuten auch mal wieder für Torgefahr vor Jake Hildebrand sorgte.
In der Folge sollte kein weiterer Treffer mehr fallen, weshalb beide Mannschaften nach 60 Minuten einen Punkt sicher hatten. Dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel verdienten sich die Eisbären diesen auch redlich, bei besserer Chancenverwertung wären sogar drei Punkte möglich gewesen. Aber dennoch Hut ab vor der Moral und dem Kampfgeist dieser Mannschaft!

Und dieses Spiel hatte noch nicht den Höhepunkt erreicht: Es lief die 62. Spielminute, Mannheim scheiterte an Jake Hildebrand, die Eisbären fuhren den Konter und Ty Ronning sorgte für den nächsten Jubel-Orkan in der Arena am Ostbahnhof – 4:3! Und dieser Sieg war am Ende dank des Schlussdrittels auch mehr als verdient, da von Mannheim nichts mehr kam. Ganz starke Leistung, Jungs!

3:4 n.V.! Die Eisbären verlieren das hart umkämpfte Spitzenspiel gegen Augsburg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin haben das Spitzenspiel gegen die Augsburger Panther knapp mit 3:4 n.V. verloren und damit auch das zweite Spiel an diesem Wochenende. Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel, in dem die Eisbären Licht und Schatten in ihrem Spiel hatten. Selbst eine 2:0-Führung sorgte nicht für die nötige Sicherheit gegen eine zurzeit sehr starke Augsburger Mannschaft. Somit war dieser Sieg der Panther am Ende auch nicht unverdient.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute direkt die beiden Neuzugänge einsetzen. Jean-Sébastien Dea stürmte in der ersten Reihe zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Les Lancaster bildete ein Verteidiger-Duo mit Adam Smith. Alles andere blieb in der Defensive gleich. Jedoch fehlte heute Norwin Panocha. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei, während Jake Hildebrand erneut das Tor hütete.
In der Offensive bildeten Leo Pföderl, Liam Kirk und Marcel Noebels die zweite Reihe. Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Matej Leden und Yannick Veilleux.

Eisbären gegen Augsburg, Spitzenspiel in der PENNY DEL. Denn der Tabellenfünfte empfing den Tabellenvierten. Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet, aber der AEV legte ein starkes erstes Saisonviertel hin und feierte zuletzt sechs Siege in Serie. Die letzte Niederlage kassierten die Fuggerstädter derweil gegen den heutigen Gegner. Es wurde also Zeit, dass die Eisbären die Serie der Panther heute wieder beendeten.

Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Eisbären im ersten Drittel gleich zwei Tore bejubeln. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann mit einer sensationellen Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve. Wieder einmal überragend, Jungs und Mädels!
Und nach rund fünf Minuten gab es bereits Grund zum Jubeln, denn der Neuzugang Jean-Sébastien Dea netzte im Slot stehend zum frühen 1:0 ein. Traum-Einstand der neuen Nummer 17 und anscheinend wieder mal ein glückliches Händchen von Sportdirektor Stéphane Richer.
Die Hausherren blieben dran, drückten Augsburg immer wieder ins eigene Drittel und arbeiteten in der achten Spielminute die Scheibe förmlich über die Linie. Am Ende war es Markus Vikingstad, der auf 2:0 stellte. Die Eisbären hatten sich hier richtig was vorgenommen gegen die zuletzt so starken Panther. Aber man merkt, wie schwer es ist gegen die Eisbären zu spielen, wenn sie in voller Stärke sind. Nach langer Zeit konnte Trainer Aubin heute wieder mit dem vollen Line-up spielen, was man sofort sah.
Die Gäste aus Augsburg hatten große Probleme mit dem aggressiven Forechecking der Berliner und mussten sich von dem Doppelschlag erstmal erholen. Das taten sie erfolgreich, denn Alexander Blank verkürzte in der 13. Spielminute auf 2:1.
Augsburg schaffte es in der Folge, den Schwung aus dem Spiel der Eisbären zu nehmen und selbst mal gefährlich vor das Berliner Tor zu kommen. Nun waren es die Panther, welche die Eisbären früh im Spielaufbau störten. Inzwischen war es das erwartet hart umkämpfte Spitzenspiel zwischen Berlin und Augsburg.
Die Panther hatten in der Schlussphase das erste Powerplay der Partie und somit die Chance zum Ausgleich. Aber die Eisbären mit einem starken Penalty Killing. Daran hatte man also in der kurzen Zeit zwischen dem Auswärtsspiel in München am Donnerstag und heute gearbeitet, denn am Oberwiesenfeld hatte man kein Mittel parat gehabt in Unterzahl und verlor am Ende das Spiel knapp mit 2:3. So nahmen die Eisbären eine knappe 2:1-Führung mit in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel blieb es ein munterer Schlagabtausch. Die Panther bekamen im Mitteldrittel das zweite Powerplay der Partie, diesmal konnten sie es nutzen. D.J. Busdeker hatte abgezogen und für das 2:2 gesorgt (28.). Somit ging das Spitzenspiel wieder von vorne los und Augsburg bewies, dass es derzeit zurecht weit oben in der Tabelle steht.
Die Eisbären wirkten in dieser Phase völlig unsortiert in der Defensive, was Augsburg beinahe zum 3:2 nutzte. Querpass auf Riley Damiani und der bekam die Scheibe nicht im leeren Tor unter. Glück für die Eisbären. Damiani konnte es selbst nicht fassen, dass er diese dicke Chance liegen ließ.
Danach war es wieder ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor suchten. Dabei waren die Augsburger die gefährlichere Mannschaft. Zweimal rettete Jake Hildebrand in höchster Not. Defensiv wirkten die Eisbären längst nicht mehr so stabil wie noch im ersten Drittel.
Den Eisbären bot sich in der Schlussphase die dicke Chance zur erneuten Führung, denn man hatte für 1:36 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis. Die Berliner ließen die Scheibe gut laufen und suchten nach der Lücke in der AEV-Defensive, welche man jedoch nicht fand und so diese XXL-Chance ungenutzt ließ. Doch direkt danach die Eisbären erneut in Überzahl, da Alexander Blank einen auf „Schwalbe“ machte und dafür zwei Minuten in die Kühlbox durfte. Liam Kirk hätte es beinahe bestraft, doch seine starke Aktion vor dem Tor endete mit dem Pfostenschuss. So stand es nach 40 Minuten 2:2 im Spitzenspiel.

Am Ende jubeln die Augsburger Panther in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

30 Sekunden dauerte es im Schlussdrittel nur, ehe Andreas Eder den Hammer auspackte und bei angezeigter Strafzeit das 3:2 erzielte (41.). Die perfekte Reaktion der Hauptstädter auf das nicht so gute Mitteldrittel.
Aber Augsburg kombinierte sich wenig später zum Ausgleich. Am Ende schloss Cody Kunyk ab und stellte auf 3:3 (44.). Die Moral der Gäste ist einfach unglaublich, sie steckten hier nie auf, egal wie es stand.
Im Augsburger Powerplay tanzte sich auf einmal Andreas Eder bis zum Tor durch, scheiterte aber an Peyton Jones. Das wäre die perfekte Antwort auf den Ausgleich der Gäste gewesen.
Kurz vor dem Powerbreak die Gäste mit einer guten Drangphase, aber die Eisbären konnten diese ohne ein weiteres Gegentor überstehen.
Die Panther wirkten auch nach dem Powerbreak griffiger, wollten weiter das Führungstor erzielen. Die Eisbären waren zwar auch bemüht, nach vorne zu spielen, fanden aber nur selten den Weg vorbei an der AEV-Defensive.
Am Ende blieb es nach 60 Minuten beim 3:3 und somit ging auch das zweite Duell zwischen Berlin und Augsburg in die Verlängerung. Absolut leistungsgerecht.

Im ersten Spiel in Augsburg dauerte es nur fünf Sekunden, ehe Freddy Tiffels das Spiel in der Overtime entschieden hatte. Heute sollte es aber länger dauern. Beide Teams suchten in der Verlängerung die Entscheidung, auf Seiten der Eisbären wäre beinahe Neuzugang Les Lancaster der Matchwinner geworden, doch er scheiterte mit seinem Schuss denkbar knapp. Und so kam es, wie es kommen musste. Zwei-auf-eins-Konter der Panther und am Ende war es Alexander Blank, der die Scheibe im leeren Tor versenkte – 3:4 (63.). Das war überragend ausgespielt und Ex-Eisbär Alex Grenier gab die Vorlage. Am Ende kein unverdienter Sieg der Fuggerstädter, die damit den siebten Sieg in Serie eingefahren haben.

3:2 gegen Wolfsburg: Die Eisbären feiern den fünften Sieg in Serie!

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #12:

Die Erfolgsserie geht weiter: Die Eisbären Berlin haben auch ihr Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg gewonnen. Am Ende bezwang man die Niedersachsen knapp aber verdient mit 3:2 (0:0,2:1,1:1) und feierte damit den fünften Sieg in Serie. Erneut überzeugte die arg dezimierte Mannschaft mit einer sehr leidenschaftlichen Leistung. Man sucht derzeit eben nicht das Spektakel, sondern spielt es lieber konzentriert und abgeklärt zu Ende.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute zusätzlich zu den bereits bekannten Ausfällen auch noch auf Korbinian Geibel (fällt mehrere Monate aus) und Marcel Noebels (krank) verzichten. Dementsprechend musste Aubin wieder kräftig rotieren. In der Defensive half Manuel Wiederer aus und verteidigte an der Seite von Jonas Müller. Immerhin kehrte Mitch Reinke zurück ins Line-up und bildete zusammen mit Eric Mik ein Verteidigerpaar. Das letzte Verteidigerpärchen blieb unverändert zusammen (Adam Smith/Norwin Panocha).
In der Offensive kehrte Freddy Tiffels zurück, nachdem er zuletzt in der Defensive ausgeholfen hatte. Er stürmte zusammen mit Ty Ronning und Liam Kirk. Leo Pföderl spielte zusammen mit Markus Vikingstad und Yannick Veilleux in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe um Lean Bergmann, Andreas Eder und Eric Hördler blieb zusammen. Dazu standen Matej Leden und Moritz Kretzschmar im Kader.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Die Eisbären waren zuletzt sehr gut drauf und gewannen vier Spiele in Serie. Dabei trotzte man der weiterhin sehr angespannten Personalsituation. Wolfsburg kam mit drei Niederlagen in Folge im Gepäck in die Hauptstadt. Dazu hatte man auch alle vier Spiele in der vergangenen Saison gegen die Berliner verloren. Setzte sich diese Serie auch heute fort?

Parierte im ersten Drittel sehr stark gegen Eric Hördler: Wolfsburgs Goalie Hannibal Weitzmann (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach einer kleinen Abtastphase nahm das Spiel so langsam an Fahrt auf. Beide Teams versuchten schnell umzuschalten und dann zum Abschluss zu kommen. Die erste große Chance gehörte dabei den Hausherren, welche Hannibal Weitzmann aber nicht überwinden konnten.
Es war eine sehr hart umkämpfte Partie – wie eigentlich immer zwischen Berlin und Wolfsburg. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Defensiv versuchten beide Mannschaften die Räume so eng wie möglich zu machen.
Elf Minuten waren gespielt, da kam die Scheibe durch zum langen Pfosten, wo Eric Hördler lauerte. Hannibal Weitzmann lag bereits am Boden, parierte den Schuss von Hördler Junior aber sensationell. Somit wartet die Nummer 77 weiter auf das erste Saisontor. Die Eisbären waren im ersten Drittel die engagiertere Mannschaft, konnten sich aber einfach nicht mit einem Tor belohnen.
Wolfsburg blieb vor allem bei Kontern gefährlich. So entwickelte sich hier eine sehr abwechslungsreiche DEL-Partie. Auf Tore mussten die Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof aber weiter warten, denn das erste Drittel endete torlos. Wolfsburg ließ dabei noch ein Powerplay zum Ende ungenutzt.

Jonas Müller sorgte im Mitteldrittel für das 2:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

In der 23. Spielminute war es aber endlich soweit. Mitch Reinke wurde mustergültig angespielt und sorgte für das 1:0 gegen Wolfsburg und ließ „Viva la vida“ erklingen. Freddy Tiffels und Leo Pföderl hatten den Verteidiger perfekt in Szene gesetzt und der vollendete dann nur noch.
Es waren die Verteidiger, welche Verantwortung übernahmen. Konter der Eisbären und Jonas Müller schloss eiskalt ab – 2:0 (24.). Der perfekte Doppelschlag für die Hauptstädter, von dem sich Wolfsburg nun erstmal erholen musste.
Aber das taten sie und versuchten direkt den Anschlusstreffer zu erzielen. Aber Jake Hildebrand ließ keine Scheibe durch. Die Eisbären spielten auch weiter nach vorne und ließen die Scheibe richtig gut laufen. Den Berlinern war hier nicht anzumerken, dass sie unter der Woche noch in Salzburg gespielt hatten.
Die beste Wolfsburger Chance hatte Rückkehrer Luis Schinko, aber auch da war Hildebrand zur Stelle. Doch nur wenige Augenblicke später zielte Schinko genauer und verkürzte auf 2:1 (32.). Direkt danach hatten die Grizzlys auch noch ein Powerplay und somit die Chance zum schnellen Ausgleich. Wolfsburg setzte sich auch im Berliner Drittel fest, fand aber keinen Weg vorbei an Jake Hildebrand.
Die Eisbären waren danach dicht dran am 3:1, Leo Pföderl kam im Slot zum Abschluss, aber Hannibal Weitzmanns Fanghand kam blitzschnell raus und fischte die Scheibe weg. So blieb es beim 2:1 nach 40 Minuten.

In dieser Szene packte Hannibal Weitzmann seine Fanghand aus und verhinderte einen Treffer von Leo Pföderl. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Somit war also Spannung für das letzte Drittel vorprogrammiert. Doch die Eisbären hatten keine Lust auf Spannung und erhöhten stattdessen lieber auf 3:1. Lean Bergmann behauptete die Scheibe, drehte sich kurz und spielte sie dann auf die Kelle von Andreas Eder. Der fackelte nicht lange und netzte ein (44.).
So ein bisschen aus dem Nichts brachte Janik Möser die Grizzlys aber wieder zurück ins Spiel. Sein Schuss von links oben schlug im langen Eck ein – 3:2 (47.). Dieser Treffer gab den Niedersachsen nochmal Rückenwind und sie liefen weiter an. Die Eisbären mussten weiter konzentriert spielen und hellwach sein.
Wolfsburg rannte so ein wenig die Zeit davon, aber die Eisbären ließen erst gar keine richtige Schlussoffensive der Grizzlys aufkommen und hielten sie stattdessen sehr gut vom eigenen Tor fern. Erst in den letzten zwei Minuten konnte sich die Mannschaft von Trainer Mike Stewart mal im Drittel der Eisbären festsetzen. Die Niedersachsen versuchten es nun natürlich ohne Goalie und zogen zudem ihre Auszeit. Aber die Eisbären verteidigten es weiter sehr stark und ließen Wolfsburg nicht mehr in aussichtsreicher Position zum Abschluss kommen. Somit brachte man das 3:2 über die Zeit und feierte den fünften Sieg in Serie.