Entscheidung nach 76:30 Minuten! Markus Vikingstad schießt die Eisbären Berlin ins Playoff-Halbfinale gegen die Kölner Haie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #42:

Playoff-Viertelfinale – Endstand: 4:2 (1:5/2:1/4:2/2:1/1:2 n.V./6:5 n.V.)

Jaaaaaaa!!!! Die Eisbären Berlin haben Spiel sechs gegen die Straubing Tigers mit 6:5 n.V. gewonnen und damit die Viertelfinalserie mit 4:2-Siegen für sich entschieden. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, welche bis spät in die erste Overtime ging und am Ende durch Markus Vikingstad entschieden wurde. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte heute wieder auf den Kapitän Kai Wissmann zurück greifen. Der kehrte zurück ins Line-up und verteidigte an der Seite von Jonas Müller. Eric Mik verteidigte zusammen mit Les Lancaster und Adam Smith mit Markus Niemeläinen. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
Auch in der Offensive gab es Umstellungen Ty Ronning rückte in die Reihe zu Leo Pföderl und Freddy Tiffels. Die Reihe von Jean-Sébastien Dea, Andreas Eder und Liam Kirk wurde komplett neu zusammengestellt. Yannick Veilleux und Markus Vikingstad stürmten zusammen mit Lean Bergmann. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Lennard Nieleck, Eric Hördler und Manuel Wiederer. Dafür fehlte heute Marcel Noebels im Line-up.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, als Back-up war heute aber Jake Hildebrand dabei.

Die Ausgangslage war klar: Den Eisbären fehlte ein Sieg zum Einzug ins Halbfinale gegen Köln. Straubing brauchte einen Sieg, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Für die Eisbären sprach, dass sie dieses sechste Spiel zuhause und somit die Fans als siebten Mann hinter sich hatten. Zudem der Fakt, dass die ersten beiden Spiele in der Hauptstadt in dieser Serie an Berlin gingen. Straubing kam aber mit dem Rückendwind des Siegtreffers in der Overtime vom Donnerstagabend in dieses Spiel. Wer hatte heute das bessere Ende auf seiner Seite?

Andreas Eder bejubelt das 2:1 im ersten Drittel gegen Straubing in Spiel sechs. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Wenige Sekunden nach Beginn des Spiels durften die Gäste direkt in Überzahl ran und hatten somit die große Chance zur frühen Führung in der Hauptstadt. Und direkt wurde es gefährlich vor dem Tor von Jonas Stettmer, aber der Straubinger Junge war von der ersten Sekunde an hellwach und ließ die Tigers früh im Spiel verzweifeln. Die Eisbären überstanden die ersten brenzligen Minuten ohne Gegentor.
Den Niederbayern gehörte hier die Anfangsphase, die Eisbären suchten noch so ein wenig ihre Form und waren noch nicht im Spiel angekommen. Auch die Pässe kamen nicht an. Mit dem aggressiven Forechecking der Tigers hatten die Berliner arge Probleme.
Mitte der Partie bot sich dann den Gastgebern die erste Chance in Überzahl, aber auch in diesem konnte man nicht für Gefahr sorgen. Die Eisbären wirkten, als wären sie noch gar nicht richtig wach und bereit für dieses sechste Viertelfinalspiel. Eigentlich unvorstellbar.
Auch das zweite Powerplay bot keine Verbesserung im Spiel der Eisbären. Alleine der Spielaufbau war ernüchternd. Das waren die Eisbären der ersten 47 Spieltage und nicht die aus den letzten fünf Hauptrundenspielen oder aus Spiel zwei bis vier.
Und so war das 0:1 nur eine Frage der Zeit: Marcel Brandt mit dem Konter, welchen er eiskalt abschloss – 0:1 (17.). Die Verteidigung suchte man dabei vergebens und auch Stettmer war ohne Chance.
Wie fiel die Reaktion der Eisbären darauf aus? Sie schüttelten sich kurz und ließen den gut gefüllten Gästeblock verstummen. Yannick Veilleux tauchte frei vor Henrik Haukeland und blieben ebenso cool wie Brandt und verlud den Straubinger Goalie – 1:1 (18.).
Kurz danach waren die Berliner erneut in Überzahl und hatten die Chance, direkt nachzulegen. Chancen waren auch da, aber Henrik Haukeland ließ keine weitere Scheibe durch. Zumindest nicht im Powerplay, denn 25,2 Sekunden vor der ersten Drittelpause drehte Andreas Eder die Partie komplett – 2:1 (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabinen.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine überragende Leistung gegen seine Heimatstadt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begannen die Eisbären deutlich besser und legten direkt das 3:1 nach. Adam Smith hatte zum Schlagschuss ausgeholt und Henrik Haukeland zum dritten Mal an diesem Nachmittag überwunden. (23.).
Die Eisbären spielten nun wieder ihr aggressives Forechecking und hatten generell zu ihrem Spiel gefunden. Für die Tigers wurde der Weg nun weiter, wollte man nicht bereits heute in die Sommerpause starten.
Ein Powerplaytor brachte die Niederbayern dann aber wieder zurück ins Spiel. Nick Halloran mit dem Onetimer auf Zuspiel von Tyler Madden – 3:2 (28.). Und es sollte noch schlimmer für die Berliner kommen. In der 30. Spielminute flog die nächste Scheibe von oben auf das Berliner Tor und schlug anschließend hinter Stettmer ein. Adrian Klein war der Torschütze gewesen – 3:3 (30.).
Die Eisbären waren in dieser Phase zu passiv, was die Niederbayern sofort ausnutzten. Somit ging dieses sechste Spiel wieder von vorne los und Straubing kam nun mit mächtig Rückendwind nach dem Doppelschlag.
Die Eisbären hingegen suchten nach einer Antwort auf diese beiden Gegentore, welche sie sichtbar geschockt hatten. Aber wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet, waren diese beiden Treffer auch mehr als verdient für die Tigers. Und diese verzweifelten in der Schlussphase mal wieder an Jonas Stettmer, der überragend hielt und die Eisbären vor einem Rückstand bewahrte.
Direkt im Gegenzug fuhr Ty Ronning den Konter, scheiterte aber an Haukeland. Die Scheibe kam aber wieder zu ihm und er suchte die Anspielstation, welche es aber nicht gab. Also zog Ronning direkt ab und düpierte damit den Straubinger Goalie – 4:3 (37.).
Straubing suchte noch im Mitteldrittel nach einer Antwort, aber Jonas Stettmer entwickelte sich immer mehr zum „Straubinger Endgegner“. Was der Junge für eine Playoff-Serie spielt, ist überragend. Und dann versetzte Jonas Müller den Niederbayern den nächsten Nackenschlag, denn acht Sekunden vor der zweiten Drittelpause flog sein Schuss ins Straubinger Tor – 5:3. Danach war dieses spektakuläre Drittel zu Ende.

Es war erneut eine hart umkämpfte Partie zwischen Berlin und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Schlussdrittel bot sich den Gästen die nächste Chance in Überzahl zu spielen und somit zum Anschlusstreffer zu kommen. Aber die Eisbären verteidigten das mit enorm viel Leidenschaft weg und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor. Direkt von der Strafbank kommend hatte Jean-Sébastien Dea die Entscheidung auf dem Schläger, doch er traf nur das Gestänge.
So blieben die Niederbayern drin im Spiel und investierten noch einmal alles, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Und sie bekamen das nächste Powerplay und diesmal nutzten sie es. Tim Fleischer brachte die Hoffnung für Straubing zurück – 5:4 (49.).
Respekt an die Tigers, welche sich hier nie aufgaben und für ein hochspannendes Playoff-Spiel sorgten, welches nichts für schwache Nerven war.
In Überzahl hätten die Eisbären den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen können, doch man spielte es einfach zu umständlich. So war weiterhin zittern angesagt in der Arena am Ostbahnhof. Erst recht, als Michael Connolly auf Straubinger Seite völlig frei zum Abschluss kam und nur den Pfosten traf.
In der Schlussphase war es eine hart umkämpfte Partie, weil beide Mannschaften wussten, was hier auf dem Spiel stand. Bei jedem Angriff blieb den Fans kurz die Luft weg. Das ist es, was Playoff-Eishockey ausmacht und beide Mannschaften lieferten sich hier eine sehr geile Viertelfinalserie.
Straubings Trainer Craig Woodcroft ging drei Minuten vor Spielende All-in. Er nahm seine Auszeit und zog zudem seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Und 1:48 Minuten vor dem Ende gelang den Niederbayern hier tatsächlich der 5:5-Ausgleich. Nick Halloran tauchte auf einmal komplett frei vor Jonas Stettmer auf und überwand diesen Teufelskerl doch noch. Bei den Eisbären stimmte nach dem Wechsel die Zuordnung überhaupt nicht.
Was für ein wildes Spiel und es war noch nicht zu Ende. 73 Sekunden vor dem Ende durften die Eisbären in Überzahl ran und hatten somit die große Chance zur Entscheidung. Chancen waren auch da, aber nun erwies sich Henrik Haukeland als unüberwindbar. Somit ging es hier tatsächlich in die Verlängerung.

Der Garant für den Halbfinaleinzug: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Verlängerung begannen die Eisbären in Überzahl und zwar für ganze 47 Sekunden. Die dicke Chance also zur schnellen Entscheidung, welche sie aber nicht nutzen konnten. Was bei dem bisherigen Powerplay in diesem Spiel auch stark verwundert hätte.
Und so ging diese Nervenschlacht immer weiter. Bei jedem Angriff der Eisbären stand die gesamte Arena, bei den Angriffen der Tigers ging ein Raunen durch die Arena. Große Chancen bekam man in der ersten Verlängerung bis hierhin aber nicht zu sehen. Beide Teams belauerten sich viel mehr und warteten auf den ersten Fehler, um diesen am Ende eiskalt zu bestrafen.
In der Schlussphase der ersten Overtime hatten die Eisbären dann zweimal die Chance zur Entscheidung, kamen aber an Henrik Haukeland nicht vorbei. In dieser Phase erhöhten die Berliner auf jeden Fall nochmal den Druck und wollten das Spiel entscheiden. Und sie taten es in der 77. Spielminute. Die Eisbären spielten Straubing im eigenen Drittel fest und entschieden das Spiel und die Serie am Ende durch Markus Vikingstad – 6:5. Der Rest war Ekstase pur auf Seiten der Eisbären und hängende Gesichter bei den Tigers, welche aber eine sehr starke Serie spielten und ein würdiger Viertelfinalgegner waren. Für die Eisbären heißt es nun Halbfinale gegen die Kölner Haie.

1:2 nach Verlängerung: Die Viertelfinalserie kommt zurück in die Hauptstadt

Playoff-Viertelfinale – Stand: 2:3 (5:1/1:2/2:4/1:2/2:1 n.V.)

Die Viertelfinalserie geht am Ostersamstag weiter: Die Eisbären Berlin haben Spiel fünf bei den Straubing Tigers mit 1:2 n.V. verloren und haben nun am Samstagnachmittag die zweite Chance, den Matchpuck zu verwandeln. Insgesamt war es heute einfach zu wenig, um am Ende als Sieger das Eis zu verlassen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dadurch rotierte Jean-Sébastien Dea zurück in den Kader. Das führte zu Änderungen im Line-up. Les Lancaster nahm den Platz von Wissmann neben Jonas Müller ein. Die beiden anderen Verteidiger-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive blieben die ersten beiden Reihen gleich. Dea rückte in die Reihe zu Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Lean Bergmann rotierte aus dieser Reihe raus und stürmte zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer.

Die Ausgangslage war klar: Mit einem weiteren Sieg würden die Eisbären den Halbfinaleinzug perfekt machen. Bei einer Niederlage würde die Serie noch einmal in die Hauptstadt zurückkehren. Von daher lag der Druck vollends auf Straubing. Konnten die Tigers noch einmal zurückschlagen oder sicherten sich die Berliner den entscheidenden vierten Sieg?

Sorgte für das 1:0 im ersten Drittel: Eric Mik (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die erwartete Druckphase der Tigers blieb zu Beginn des Spiels aus, weil die Eisbären selbst offensiv nach vorne spielten und hinten wie in den letzten drei Spielen sehr kompakt standen.
Erstmals nach rund neun Minuten gelang es den Niederbayern mal, sich im Angriffsdrittel festzusetzen und die Scheiben auf das Tor von Jonas Stettmer zu bringen. Vor größere Probleme stellte man den gebürtigen Straubinger Jungen damit aber nicht.
Probleme hatten dann aber die Tigers, denn Eric Mik brachte die Scheibe von oben auf das Tor und überwand Henrik Haukeland zum ersten Mal an diesem Abend. Die Scheibe wurde kurz vorher entscheidend abgefälscht – 1:0 (10.). Der erste Schritt Richtung Halbfinale war also gemacht und der Druck auf Straubing wurde immer größer.
Beide Teams konzentrierten sich bis hierhin vorrangig aufs Eishockey. Provokationen suchte man bisher vergebens. Hart umkämpft war die Partie trotzdem. Weitere Tore gab es nicht zu sehen und so nahmen die Eisbären eine knappe 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Wade Allison brachte die Tigers zurück ins Spiel. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Hausherren kamen wild entschlossen aus der Kabine und wollten den schnellen Ausgleich erzielen. Das Spiel verlagerte sich ins Drittel der Eisbären und die Tigers belohnten sich mit dem 1:1 durch Wade Allison (27.). Da hatten die Berliner zuvor die Scheibe schlecht geklärt.
Somit war die Hoffnung zurück am Pulverturm, dass man diese Serie doch noch ein letztes Mal nach Berlin schicken könnte. Aber die Eisbären wollten ihrerseits schnell eine Antwort auf den Ausgleich geben und erhöhten in der Folge den Druck auf das Tor der Tigers.
Für einen kurzen Moment mussten dann die Eisbären-Fans den Atem anhalten, denn Tim Fleischer war durch und wurde von Moritz Kretzschmar zu Fall gebracht. Die Hauptschiedsrichter ließen die Szene laufen, was die Straubinger Fans richtig wütend machte.
Nur kurze Zeit später kam Ryan Merkley zu einfach durch die Berliner Defensive und prüfte anschließend Jonas Stettmer, der die Eisbären vorm Rückstand bewahrte. Auch die Eisbären hatten nochmal ihre Chance, aber es blieb beim 1:1 nach 40 Minuten.

Beide Teams schenkten sich nichts. (Foto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel war also Hochspannung garantiert. Denn es stand vor allem für Straubing sehr viel auf dem Spiel. Die Niederbayern wollten die vorzeitige Sommerpause unbedingt verhindern, während die Eisbären ein freies Osterfest haben wollten. Die Spannung war zum Greifen nahe. Und die Hausherren schnupperten kurzzeitig am 2:1, doch Jonas Stettmer hatte etwas dagegen. Die Tigers waren in dieser Phase die bessere Mannschaft, konnten sich aber für den Aufwand nicht belohnen. Die Eisbären liefen nur hinterher und machten zu wenig für das Spiel. Bis zum Powerbreak wies die Torschussstatistik 6:1 für Straubing aus.
Acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kassierte Straubing die erste Strafzeit in dieser Partie und ermöglichte den Eisbären die große Chance zum 2:1. Aber das Berliner Powerplay erinnerte wieder an jenes aus der Hauptrunde, wo es das schlechteste der gesamten Liga war.
Inzwischen lief längst die Crunchtime und Straubing war erneut nah dran am Führungstreffer. Wade Allison hatte die dicke Chance, aber Stettmer rettete in höchster Not. Auf der Gegenseite hatten die Eisbären einen Zwei-auf-eins-Konter, welchen Liam Kirk vergab.
In der letzten Minute hatten die Hausherren nochmal dicke Chancen, aber die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation und so ging dieses fünfte Viertelfinalspiel in die Verlängerung.

Was in Playoff-Serien zwischen Straubing und Berlin nichts Neues ist. Und bisher gewannen stets die Eisbären am Ende die Verlängerung. Ging diese Serie auch heute weiter?
Den Niederbayern gehörten die ersten gefährlichen Aktionen, aber Jonas Stettmer behielt einmal mehr die Oberhand und ließ die Tigers wieder verzweifeln. Doch dann stand die Berliner Goalie noch mehr im Mittelpunkt, denn ausgerechnet in der Overtime bekamen die Straubinger ihr erstes Powerplay. Und dieses nutzten die Gastgeber durch Elis Hede in der 68. Spielminute. Damit bringen die Niederbayern die Viertelfinalserie zurück nach Berlin und beendeten zeitgleich den Overtime-Fluch gegen Berlin. Insgesamt gesehen haben die Eisbären heute zu wenig investiert, um die Serie bereits heute Abend zu beenden. Daher Glückwunsch an Straubing zum verdienten Sieg.

2:1 vs. Straubing: Die Eisbären sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #41:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 3:1 (1:5/2:1/4:2/2:1)

Die Eisbären Berlin haben Spiel vier der Viertelfinalserie gegen die Straubing Tigers verdient mit 2:1 (2:0,0:0,0:1) gewonnen und sich somit die ersten Matchpucks erspielt. Ty Ronning war wie im ersten Heimspiel der Matchwinner. Heute bereitete er das erste Tor vor und erzielte das zweite selbst. Danach spielte man es im Stile eine Spitzen-Mannschaft herunter und überzeugte vor allem durch leidenschaftlichen Kampfgeist in der Defensive. Auch die Hauptschiedsrichter konnten den Niederbayern heute nicht helfen, um die Serie auszugleichen. Was für eine miserable Leistung der „Unparteiischen“! Zum Glück blieb das ohne Folgen.

Bei den Eisbären gab es ein paar kleine Änderungen im Line-up. Verteidiger Markus Niemeläinen kehrte ins Line-up zurück. Auch Lennart Nieleck stand erstmals im DEL-Kader. Dafür rotierte Jean-Sébastien Dea raus aus dem Team. Niemeläinen nahm den Platz von Les Lancaster in der Defensive neben Eric Mik ein. Die anderen beiden Defensv-Pärchen blieben unverändert.
In der Offensive nahm Lean Bergmann den Platz von Dea in der Reihe mit Yannick Veilleux und Markus Vikingstad ein. Den Platz von Bergmann nahm Les Lancaster ein und stürmte somit wieder zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert.
So auch im Tor, wo erneut Jonas Stettmer stand, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Vor einer Woche sah die Eisbären-Welt noch ganz anders aus: Mit 1:5 hatten die Berliner Spiel eins am Pulverturm verloren und mussten darauf eine Reaktion zeigen. Diese zeigten sie in den Spielen zwei und drei und führen in der Viertelfinalserie nun mit 2:1. Die Eisbären haben dabei vor allem kämpferisch überzeugt, haben defensiv mit großer Leidenschaft verteidigt und sich vor dem gegnerischen Tor als äußerst effektiv erwiesen. Die Niederbayern hingegen dürften sich schon wieder an letztes Jahr erinnert fühlen. Denn die Tigers sind keinesfalls chancenlos und hatten in den Spielen genügend Chancen, aber die Chancenverwertung ist wie bereits im Vorjahr das große Manko der Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft. Konnten die Eisbären heute Abend den ersten Matchpuck holen oder kamen die Tigers zum 2:2 in der Serie?

Ist bisher der Mann dieser Viertelfinalserie: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Vergleich zu Spiel drei war es heute ein eher verhaltener Beginn ins Spiel. Die Intensität kam aber nach genau 3:09 Minuten in dieses Spiel, denn da gab es im Anschluss an eine Straubinger Chance die ersten Auseinandersetzungen in diesem Spiel. Man hatte ja nur darauf gewartet und zack waren die ersten vier Spieler auf der Strafbank: Adam Smith und Moritz Kretzschmar auf Berliner Seite, Simon Seidl und Danjo Leonhardt auf Straubinger Seite.
Während Straubing eher auf provozieren aus war, konzentrierten sich die Berliner auf Eishockey. Marcel Noebels mit dem schnellen 1:0 für die Hausherren (6.). Im Anschluss an das Tor gab es die nächste Rangelei zwischen Ty Ronning und Tyler Madden, welcher sich kurzerhand in den Jubel einmischen wollte. Ronning bekam 2+2-Minuten, Madden natürlich nur zwei Minuten. Dabei schreibt man provozieren in Straubing groß, was die Hauptschiedsrichter aber anders sahen. Zum Glück resultierte aus dieser falschen Entscheidung kein Powerplaytor der Niederbayern.
Nach dem Powerbreak waren dann die Eisbären in Überzahl und schlugen direkt zu. Liam Kirk mit dem Sahnepass auf Ty Ronning und der hatte das leere Tor vor sich – 2:0 (10.). Die Hauptstädter waren also schon wieder äußerst effektiv und nutzten die Straubinger Provokationen eiskalt aus.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken fingen die Eisbären auf einmal an zu zaubern, doch das war dann doch ein bisschen zu viel. Denn die Pässe kamen nicht an, trotzdem war es schön anzusehen.
Nicht schön anzusehen waren die beiden Hauptschiedsrichter, die eine sehr merkwürdige Linie fuhren. Markus Vikingstad bekam zwei Minuten wegen Beinstellen. Auf einmal ging es zum Videobeweis und daraus wurden dann 2+2-Minuten wegen eines hohen Stocks. Somit hatten die Niederbayern hier plötzlich vier Minuten lang einen Mann mehr auf dem Eis. So kann man Straubing auch zurück ins Spiel holen, doch die Eisbären ließen das nicht zu und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor. Das war überragend weg verteidigt. So nahmen die Berliner eine souveräne 2:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Auch heute gab es wieder die ein oder andere Auseinandersetzung zwischen beiden Mannschaften. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das Mitteldrittel begann relativ verhalten. Erst nach rund fünf Minuten wurde es wieder gefährlich, als die Eisbären im Powerplay ran durften. Da schnupperte man kurzzeitig am 3:0, konnte Henrik Haukeland aber nicht überwinden.
Kurz darauf durften die Niederbayern wieder in Überzahl ran, weil nur Ty Ronning auf die Strafbank musste. Der Stockcheck von Alex Green ins Gesicht eines Eisbären-Spielers wurde natürlich nicht geahndet – warum auch. Die PENNY DEL hat ein großes Schiedsrichterproblem und das nicht erst seit diesen Playoffs. Das Niveau wird immer schlechter. Aber auch dieses Powerplay blieb ohne Erfolg, weil die Berliner das mit großer Leidenschaft verteidigten und zudem mit Jonas Stettmer einen überragenden Goalie im Tor hatten.
Danach ging es hin und her, zwingende Torchancen erspielten sich aber beide Mannschaften nicht. Die Eisbären mussten auch nicht unbedingt, denn sie führten hier mit 2:0. Straubing musste eine Reaktion zeigen, aber diese blieb bis hierhin aus. Die Tigers wirkten so ein wenig ideenlos, wie man dieses Defensiv-Bollwerk mal knacken kann.
Fünf Minuten vor dem Ende war Lean Bergmann auf und davon, scheiterte aber mit seinem Alleingang und verpasste damit die Vorentscheidung in dieser Partie. Auch Leo Pföderl ließ einen Alleingang ungenutzt. So blieb es bei der 2:0-Führung nach 40 Minuten und dem Wissen, dass ein Straubinger Tor im letzten Drittel hier wieder für Spannung sorgen würde.

An Jonas Stettmer kamen die Tigers heute nur einmal vorbei. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch im Schlussdrittel änderte sich zu Beginn auch nichts. Straubing fand einfach kein Mittel gegen die Eisbären-Defensive. Und die Eisbären ließen weiterhin beste Chancen aus. Marcel Noebels vergab den nächsten Alleingang.
Die Niederbayern hatten aber noch den Schiedsrichter-Bonus in der Tasche. Ty Ronning wird hart gecheckt und rächt sich. Natürlich geht nur die Nummer neun auf die Strafbank. Im Powerplay winkt Jonas Stettmer, dass er vom Puck getroffen wurde und die Hauptschiedsrichter schütteln den Kopf. Junge, diese Leistung ist sowas von unfassbar schlecht und muss eigentlich von der PENNY DEL sanktioniert werden. Absolut nicht Playoff-würdig! Immerhin konnten die Tigers auch dieses Powerplay nicht nutzen.
Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die Eisbären mussten nicht mehr tun, Straubing konnte nicht mehr zeigen, als sie es bis hierhin getan haben. Deren Trainer Craig Woodcroft versuchte es am Ende aber natürlich nochmal mit sechs Mann und zog sehr früh Goalie Henrik Haukeland vom Eis. Auch seine Auszeit nahm der Straubinger Trainer. Und tatsächlich meldeten sich die Gäste hier nochmal zurück. Eine Minute vor Ende des dritten Drittels staubte Tyler Madden zum 2:1 ab.
Doch es sollte nur der Ehrentreffer sein, denn die Eisbären sicherten sich am Ende verdient den dritten Sieg in dieser Viertelfinalserie. Daran konnten auch die „Unparteiischen“ nichts ändern.

4:2 am Pulverturm: Die Eisbären gewinnen das intensive Spiel in Straubing und holen sich das Heimrecht in der Viertelfinalserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #40:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:2 (5:1/1:2/2:4)

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur minimal. Marcel Noebels und Yannick Veilleux tauschten die Reihen. Noebels stürmte an der Seite von Andreas Eder und Ty Ronning. Veilleux bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Jean-Sébastien Dea eine Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Serienausgleich der Eisbären am Freitag stand uns nun eine Best-of-five-Serie bevor. Daher lag der Druck so ein wenig auf den Niederbayern, welche ihr Heimspiel gewinnen mussten, um nicht mit einem Rückstand nach Berlin zu fahren. Die Berliner hingegen hatten die Chance, mit einem Sieg das Heimrecht zu holen und hätten dann in Spiel vier zuhause die Chance, sich die ersten Matchpucks zu erspielen. Bestanden die Hauptstädter diesmal im Hexenkessel am Pulverturm oder gab es erneut ein böses Erwachen für den DEL-Rekordmeister?

Auch heute war es wieder eine sehr hart umkämpfte Partie zwischen Straubing und den Eisbären. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach den ersten beiden Spielen war klar, dass in dieser Serie viel Feuer drin steckte. Dementsprechend intensiv ging es vom ersten Bully weg zur Sache. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, nach Abpfiff gerieten beide Mannschaften immer wieder aneinander. Es war ein richtiger Playoff-Fight in Straubing. Die Eisbären erwischten dabei einen deutlich besseren Start als noch am Dienstag, als man nach nicht einmal zwei Minuten mit 0:3 hinten lag. Heute überstand man nicht nur die Anfangsphase, man konnte sogar selbst in Führung gehen. Der neue Torjäger Les Lancaster trat mal wieder in Erscheinung und sorgte für die erste Ekstase im gut gefüllten und lautstarken Gästeblock – 1:0 (4.). Egal, ob er in der Defensive oder Offensive spielt – er hat Gefallen am Toreschießen gefunden. Was für die Eisbären im weiteren Verlauf der Playoffs noch sehr wichtig werden kann.
Die Niederbayern wirkten jedoch keinesfalls geschockt und kamen schnell zum Ausgleich. Gewühl vor Jonas Stettmer und Mike Connolly drückte die Scheibe zum 1:1 über die Linie (7.).
Kam nun wieder die gefürchtete Drangphase der Tigers? Nein, weil die Eisbären weiterhin sehr geduldig spielten und sich an ihren Gameplan hielten. Und sie haben mit Les Lancaster einen Spieler, der weiß, wo das Tor steht. Denn der gelernte Verteidiger überwand Henrik Haukeland zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – 2:1 (11.).
Im weiteren Verlauf hatten die Berliner durchaus weitere Chancen, um das Ergebnis noch auszubauen. Da ihnen das nicht gelang, ging es mit einer knappen, aber verdienten 2:1-Führung in die erste Drittelpause.

Viermal konnten die Spieler der Eisbären Berlin am Pulverturm jubeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften die Hausherren in Überzahl ran und prompt stand es 2:2. Marcel Brandt – der durchaus Glück hatte, heute überhaupt auf dem Eis zu stehen – staubte erfolgreich ab (23.).
Danach hatten die Niederbayern eine sehr gute Drangphase, in der das Spiel hätte durchaus kippen können. Die Eisbären überstanden diese aber ohne Gegentor und zeigten dann eindrucksvoll, wie eine Spitzenmannschaft spielt. Eric Hördler behauptete ganz stark die Scheibe, brachte sie dann von der blauen Linie auf das Tor, wo Lean Bergmann lauerte und entscheidend abfälschte – 3:2 (27.).
Und die Eisbären machten daraus einen Doppelschlag. Konter über Ty Ronning, welcher alleine den Abschluss suchte und auf 4:2 stellte (29.). Die Nummer neun läuft so langsam aber sicher richtig heiß.
Diese beiden Tore hatten die Tigers sichtlich getroffen, welche anschließend auf der Suche nach einer Antwort waren, sich aber die Zähne an der starken Berliner Defensive ausbissen. So führten die Eisbären nach 40 Minuten mit 4:2.

Jonas Stettmer ließ seinen Heimatverein mal wieder verzweifeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel war dann gefühlt ein Spiel auf ein Tor – und zwar das von Jonas Stettmer. Durch einige Überzahlspiele hatten die Niederbayern einige Torchancen und dadurch mehr Spielanteile. Straubing baute ordentlich Druck auf und belagerte das Tor von Jonas Stettmer. Die Eisbären warfen alles rein, verteidigten mit enorm viel Leidenschaft und überstanden somit sämtliche Druckphasen der Gastgeber. Diese schnupperten durchaus mehrmals am Anschlusstreffer. Doch entweder stand Jonas Stettmer im Weg oder aber der Schuss wurde geblockt oder aber die Scheibe rutschte knapp am Tor vorbei. So liefen die Niederbayern im Schlussdrittel vergeblich an und liegen nun mit 1:2 in der Viertelfinalserie hinten. Die Eisbären haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, was es braucht, um in den Playoffs erfolgreich zu sein. Eine leidenschaftliche Defensive mit einem starken Torhüter sowie eine Offensive, welche sich Chancen erarbeitet und diese am Ende auch nutzt. Insgesamt hat die gesamte Mannschaft in den letzten beiden Spielen vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugt. Alle Spieler haben sich gegenseitig unterstützt und belohnten sich damit mit der 2:1-Serienführung. Doch am Dienstag geht es wieder von vorne los und Straubing wird eine Antwort in Berlin geben wollen. Aber die Eisbären werden auch dann wieder bereit und ein unbequemer Gegner sein.

2:1 vs. Straubing! Ty Ronning gleicht die Serie zum 1:1 aus

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #39:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:1 (1:5/2:1)

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion auf die deutliche Niederlage in Spiel eins gezeigt und Spiel zwei mit 2:1 gewonnen. Es war eine hart umkämpfte Partie zwischen beiden Mannschaften. Am Ende hatten die Eisbären das bessere Ende auf ihrer Seite und in Ty Ronning den Matchwinner. Die Nummer neun schnürte den Doppelpack und zeigte einmal mehr, wie wichtig er für seine Mannschaft ist. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Verteidiger Markus Niemeläinen verzichten, da die Geburt seines Kindes kurz bevorstand. Für ihn rückte Les Lancaster zurück in die Defensive an die Seite von Eric Mik.
In der Offensive stellte der Chefcoach die Reihen um. Freddy Tiffels und Leo Pföderl bekamen Liam Kirk an die Seite gestellt. Yannick Veilleux und Andreas Eder stürmten zusammen mit Ty Ronning. Marcel Noebels und Jean-Sébastien Dea bildeten zusammen mit Markus Vikingstad eine Reihe. Und in der vierten Reihe nahm Lean Bergmann den Platz von Les Lancaster neben Eric Hördler und Manuel Wiederer ein.
Im Tor stand wie bereits am Dienstag Jonas Stettmer. Lennart Neiße war der Back-up.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären mussten eine Reaktion zeigen, nachdem man in Spiel eins mit 1:5 in Straubing untergegangen war. Aber das Gute an den Playoffs ist, dass es nur ein Spiel war und es da immer egal ist, ob du 0:1 oder 0:7 verlierst. Denn letztendlich ist es nur ein Spiel und heute haben die Berliner bereits die große Chance zur Wiedergutmachung. Und das sie nach Fehlstarts zurückschlagen können, ist allen Eisbären-Fans bekannt. Man erinnere sich nur mal an vor zwei Jahren und das erste Viertelfinale gegen Mannheim, welches die Eisbären zuhause mit 1:7 verloren hatten. Auch in Spiel zwei in der Kurpfalz lag man mit 0:2 zurück, ehe man die legendäre Aufholjagd startete und am Ende der Playoffs deutscher Meister wurde. Gab es heute den Serienausgleich zu bejubeln oder stand man nach diesem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand?

Starke Choreo der Eisbären-Fans. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Anfangsphase überstanden die Hausherren diesmal ohne frühe Gegentore. Das Spiel begann auch deutlich verhaltener als noch Spiel eins am Pulverturm. Den Eisbären war aber vor allem bei der Scheibenannahme leichte Nervosität anzumerken.
Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Eisbären aber den Druck und setzten sich immer mal wieder im Drittel der Tigers fest. Doch für echte Torgefahr reichte es trotzdem noch nicht.
Die Niederbayern gaben ihrerseits Mitte des ersten Drittels ihre ersten nennenswerten Schüsse ab, welche Jonas Stettmer aber vor keine großen Probleme stellten.
14 Minuten waren gespielt, da wurde Ty Ronning stark von Jonas Müller angespielt und netzte ein zum 1:0. Kurz darauf hätten die Berliner in Überzahl direkt nachlegen können, doch das Powerplay bleibt das Sorgenkind in dieser Saison. So überstand Straubing die erste Unterzahl ohne größere Probleme.
Und zwei Minuten vor der ersten Drittelpause glich Stefan Loibl zum 1:1 aus. Kurz darauf hatten dann die Tigers direkt ein Powerplay, doch in diesem schnupperten die Eisbären nach einem sehr gefährlichen Konter am Shorthander. Da auch die Niederbayern ihr Powerplay nicht nutzen konnten, stand es nach 20 Minuten 1:1.

Traf gegen Straubing gleich zweimal: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da traf erneut Ty Ronning für die Eisbären. Im Powerplay überwand die Nummer neun Henrik Haukeland zum zweiten Mal an diesem Abend. Die richtige Reaktion auf den Straubinger Ausgleich kurz vor der ersten Drittelpause.
In der Folge kamen die Niederbayern zu guten Abschlüssen, Jonas Stettmer behielt aber stets die Ruhe und fischte die Scheiben in aller Ruhe weg. Starker Auftritt bis hierhin vom Berliner Goalie.
Beide Teams hatten im weiteren Spielverlauf ihre offensiven Momente. Aber beide Defensivreihen arbeiteten unglaublich hart vor dem eigenen Tor und räumten ordentlich auf. Hochkarätige Torchancen gab es daher eher selten zu sehen. Auch nicht im Straubinger Powerplay in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels. Ganz starkes Penalty Killing der Berliner.
In der Schlussphase ließen zunächst die Eisbären das 3:1 liegen, wenig später verpassten die Gäste den Ausgleich. So standen uns hier noch 20 spannende Minuten bevor.

Die Partie war erneut hart umkämpft und von Nickligkeiten geprägt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Während die Eisbären auf das 3:1 drängten, wollten die Niederbayern natürlich den Ausgleich erzwingen. So ging bei jedem Angriff ein Raunen durch das Stadion. Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte: Beide Fans unterstützten ihre Teams lautstark, was für richtige Playoff-Atmosphäre sorgte.
Im Schlussdrittel fuhr dann Marcel Brandt einen überharten Check gegen Youngster Moritz Kretschmar, der ihm nur fünf Minuten ohne Spieldauer einhandelte. Martin Frano und Jackson Kozari hatten das Spiel zu keiner Zeit im Griff und ließen unfassbar viel laufen, was eigentlich hätte geahndet werden müssen – vor allem auf Straubinger Seite, die mal wieder ihre dreckige Seite zeigten. Playoff-würdig war diese Leistung der beiden Hauptschiedsrichter absolut nicht.
Das Schlussdrittel war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Denn nach wie vor trennte beide Mannschaften nur ein Tor und wie schnell im Eishockey ein Tor fällt, ist jedem Fan klar. Dementsprechend ging bei allen 14.200 Zuschauer der Blutdruck immer wieder hoch, wenn es zu gefährlichen Abschlüssen auf beiden Seiten kam. Straubing erhöhte in der Schlussphase den Druck nochmal und schnupperte sogar kurz am Ausgleich, aber die Scheibe rutschte knapp am Pfosten vorbei.
Tigers-Coach Craig Woodcroft versuchte am Ende nochmal alles, nahm seine Auszeit und zog Goalie Henrik Haukeland vom Eis. Straubing warf auch nochmal alles rein, aber am Ende verteidigten die Eisbären das mit enormer Leidenschaft zu Ende und glichen in der Viertelfinalserie zum 1:1 aus. Somit haben wir ab jetzt eine Best-of-five-Serie und am Sonntag geht es wieder von vorne los. Die Eisbären sind also nun auch endlich in den Playoffs angekommen.

1:5 in Spiel eins der Viertelfinalserie! Die Eisbären erleben ein Debakel am Pulverturm

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:0 (5:1)

Das hatten sich die Eisbären Berlin ganz anders vorgestellt: Nach fünf Siegen in Serie kam man mit viel Selbstvertrauen ins erste Viertelfinalspiel bei den Straubing Tigers. Doch am Ende erlebte man ein Debakel am Pulverturm und geriet arg unter die Räder. Am Ende setzte es eine hochverdiente 1:5-Niederlage, welche einige Fragen offen ließ. Doch letztendlich ist es nur ein Spiel in dieser Serie, dennoch erwartet man am Freitagabend in Spiel zwei eine deutliche Leistungssteigerung der Eisbären. Denn bei einer weiteren Niederlage stehen die Eisbären schon mit dem Rücken zur Wand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin ließ auch im ersten Viertelfinalspiel sein Line-up unverändert. Warum sollte er dieses auch ändern, hatte der Titelverteidiger doch rechtzeitig zum Ende der Hauptrunde seine Form wiedergefunden und fünf Siege in Folge eingefahren. Das Jonas Stettmer das Tor hüten würde, war bereits vorher bekannt, da Jake Hildebrand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht.

Die Ausgangslage war klar: Es war Spiel eins der Viertelfinalserie zwischen den Niederbayern und den Hauptstädtern. Für beide Mannschaften ist das kein Neuland mehr, schließlich ist es bereits die sechste Playoff-Serie zwischen beiden Teams. Die ersten fünf Serien gingen allesamt an die Eisbären, welche überhaupt erst zum zweiten Mal nicht das Heimrecht in einer Serie gegen Straubing haben. Behielten die Eisbären im „Hexenkessel Pulverturm“ ihre Nerven im Griff und holten sich direkt das Heimrecht oder gab es im ersten Spiel nichts zu holen?

Satte dreimal durften die Straubing Tigers im ersten Drittel jubeln. Ein Auftaktdrittel zum vergessen für die Eisbären. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

43 Sekunden waren gespielt, da sorgte Tim Fleischer für den Traumstart der Niederbayern. Die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte für einen Moment nicht, was die Hausherren zur frühen Führung ausnutzten.
Und es sollte noch schlimmer kommen. Drei-auf-zwei-Konter der Tigers, welche die Scheibe wie am Schnürchen liefen lassen und durch Tyler Madden nach 88 Sekunden auf 2:0 stellten. Die zweite Minute war noch nicht mal zu Ende gespielt, da traf Tim Brunnhuber zum 3:0. Die Scheibe prallte von der Bande zurück vor das Tor, wo Brunnhuber lauerte und problemlos einnetzte. 1:57 Minuten waren da gerade einmal gespielt.
Die Eisbären hatten kurz darauf das erste Powerplay und somit die Chance zur schnellen Antwort. Aber die Verunsicherung war der Berliner Mannschaft deutlich anzumerken. So blieb die erste Überzahl ungenutzt.
Gerade die Anfangsphase muss man in Straubing überstehen, denn der Pulverturm kann ein richtiger Hexenkessel werden. Und die schnelle 3:0-Führung sorgte genau dafür und für die Eisbären galt es nun, so langsam aber sicher einen Fuß auf das Eis zu bekommen. Denn während sich die Tigers in einen wahren Rausch spielten, wirkten die Berliner komplett neben der Spur.
Danach wurden die ersten „Nettigkeiten“ ausgetauscht und zwischen Yannick Veilleux und Adrian Klein gab es den ersten Fight in dieser Serie zu sehen. So heizte man die Atmosphäre in Straubing nur noch mehr auf, womit man sich auch keinen Gefallen getan hat.
Die Niederbayern waren den Hauptstädtern in allen Belangen überlegen und sorgten durch Konter immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Jonas Stettmer. Das schafften die Eisbären bei ihren Angriffen nur zu selten. Die Schüsse stellten Henrik Haukeland kaum vor Probleme.
Straubing war dann ganz nah dran am 4:0, der Pfosten rettete für die Eisbären. Diese mussten in der Schlussphase noch ein Powerplay der Tigers überstehen, was ihnen zum Glück gelang. Danach durften sich die Berliner in der ersten Drittelpause erstmal sammeln, denn das war schon ein denkwürdiges erstes Drittel aus Berliner Sicht. Aber noch waren mindestens 40 Minuten zu spielen.

Ein Bild mit Symbol-Charakter: Jubelnde Straubinger und die Eisbären am Boden. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch es wurde auch im zweiten Drittel nicht besser. 2:18 Minuten dauerte es, da erhöhten die Niederbayern auf 4:0. Die Scheibe wurde im Fallen zu Danjo Leonhardt gespielt, welcher Jonas Stettmer zum vierten Mal an diesem Abend überwinden konnte (23.). Das ging eindeutig zu einfach, wie Straubing sich dort vor das Tor spielen konnte und dann diese Chancen auch eiskalt verwertete. Was aber auch daran lag, dass die Verteidigung einfach nicht anwesend war.
Es war schon erstaunlich, wie sehr die Pause die Eisbären verunsichert hatte. Denn davor hatte man jene Eisbären-Mannschaft gesehen, welche man diese Saison gerne öfters gesehen hätte. Aber heute war es jene Mannschaft, welche man über 47 Hauptrundenspiele zu sehen bekam. Straubing hingegen tat die Pause sehr gut, denn die Tigers hatten am letzten Hauptrundenwochenende satte 16 Gegentreffer kassiert.
Was auch zu sehen war: Wie viel Platz Straubing im Angriffsdrittel hatte. Das Zweikampfverhalten der Berliner war einfach sehr schlecht. Problemlos konnten sich die Tigers die Scheibe hin und her passen, ohne entscheidend gestört zu werden.
Das Bemühen war den Berlinern fortan nicht abzusprechen. Man schaffte es auch mal, sich im Straubinger Drittel festzusetzen, dort fand man aber die Lücke in der Tigers-Defensive nicht. Straubing machte die Räume gut zu und hielt die Eisbären vor allem außen. Das spielte die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft sehr stark und stellte die Berliner so vor sehr große Probleme.
Insgesamt hatten die Niederbayern hier alles im Griff und fuhren auch immer wieder gefährliche Konter. Das bekamen die Eisbären überhaupt nicht in den Griff. Dieses Spiel bot den Verantwortlichen der Eisbären bereits jetzt schon jede Menge Videomaterial, um etliche Verbesserungen vorzunehmen. In diesem Spiel galt es nun vor allem, ein anständiges Schlussdrittel zu spielen, um doch noch mit einem etwas guten Gefühl aus diesem Spiel zu gehen. Denn letztendlich ist es nur ein Spiel in dieser Viertelfinalserie und noch waren 20 Minuten zu spielen.

Die Viertelfinalserie zwischen Straubing und Berlin ist hart umkämpft. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch daran sollte man in diesem Spiel einfach nicht denken. Zu einfacher Scheibenverlust der Eisbären, schneller Konter der Tigers und Nicholas Halloran erhöhte auf 5:0 nach 70 Sekunden im Schlussdrittel. Es war ein gebrauchter Abend in Spiel eins für die Eisbären. Und vor allem kamen die Eisbären immer völlig verschlafen in Drittel eins, zwei und drei. Während Straubing komplett bereit für die Playoffs war, wirkten die Eisbären komplett neben sich.
Nach dem fünften Straubinger Treffer war natürlich die Luft raus aus dem Spiel. Die Tigers schraubten einen Gang zurück, während die Eisbären in den Zweikämpfen nochmal eine Duftmarke setzen wollten. Manuel Wiederer übertrieb es dabei mit einem Check gegen den Kopf, hatte aber Glück, dass es nur eine zwei Minuten Strafzeit gab.
Fünf Minuten vor dem Ende gab es dann aber doch noch das Erfolgserlebnis für die Gäste. Kai Wissmann brachte die Scheibe in Überzahl von der blauen Linie Richtung Tor, wo sie noch entscheidend abgefälscht wurde – 5:1. Zumindest schaffte man es also doch noch, Henrik Haukeland einmal zu bezwingen, was sicherlich auch wichtig für den Kopf war. Mehr Positives gab es aber nicht von diesem Spiel zu berichten. Nun heißt es aus Berliner Sicht das Kurzzeitgedächtnis zu aktivieren und dieses Spiel so schnell wie möglich zu vergessen. Denn am Freitagabend geht es in Berlin wieder bei 0:0 los.

2:3 gegen Straubing: Mit dem ersten Gegentreffer kam die Verunsicherung ins Eisbären-Spiel

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #31:

Die Eisbären Berlin wollten ein erstes Zeichen im Kampf um Platz sechs setzen. Es endete jedoch in einer ernüchternden 2:3-Niederlage gegen die Straubing Tigers. Die Berliner wirkten anfällig in der Defensive, hatten zu viele Fehler in ihrem Spiel und spielten zu selten als Team zusammen. Zudem wirkte die Mannschaft nach dem ersten Gegentreffer komplett verunsichert und fiel in der Phase danach komplett auseinander. Zwar zeigte man anschließend durchaus das Bemühen, etwas drehen zu wollen, verzettelte sich jedoch zu sehr in Einzelaktionen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste am Anfang der Woche den Schock verdauen, dass Goalie Jake Hildebrand auf unbestimmte Zeit ausfällt und nach Patrick Khodorenko und Blaine Byron der nächste Langzeitverletzte beim Hauptstadtclub ist. Auch Jonas Müller fehlte heute gesperrt. Daher sahen die Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Kai Wissmann/Adam Smith, Eric Mik/Korbinian Geibel, Mitch Reinke/Markus Niemeläinen.
In der Offensive kehrten Manuel Wiederer und Markus Vikingstad zurück ins Line-up. Wiederer war Center zwischen Yannick Veilleux und Eric Hördler, Vikingstad zwischen Andreas Eder und Lean Bergmann. Ty Ronning, Liam Kirk und Freddy Tiffels bildeten die erste Reihe. Die zweite Reihe bestand aus Leo Pföderl, Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels.

Das erste von acht Endspielen stand für die Eisbären Berlin an. Während der Berliner jeden Punkt im Kampf um Platz sechs benötigten, kämpften die Niederbayern um wichtige Punkte im Kampf um Heimrecht im Viertelfinale. Für die Berliner ging es vor allem darum, endlich den vielen Worten auch Taten auf dem Eis folgen zu lassen. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf Bremerhaven, drei Punkte beträgt aber auch nur noch der Vorsprung auf den Achten Wolfsburg. Das Szenario Pre-Playoffs schwebt mehr denn je über der Hauptstadt. Und an diese hat man in Berlin nicht die allerbesten Erinnerungen. Konnte man heute ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um Platz sechs setzen oder musste man den nächsten Nackenschlag einstecken?

Sorgte für die 1:0-Führung in Überzahl: Ty Ronning (Mitte/Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Beide Teams versuchten von Beginn an offensiv zu spielen, beim Abschluss fehlte es aber noch an der Genauigkeit. Ebenso hatten beide Teams noch viele Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, weshalb die Partie auch sehr zerfahren wirkte in der Anfangsphase.
In der sechsten Spielminute führte eine dieser Ungenauigkeiten zur ersten Top-Chance. Straubing vertändelte die Scheibe im eigenen Drittel, Lean Bergmann schnappte sie sich und versuchte Henrik Haukeland auszuspielen. Doch er scheiterte am Straubinger Goalie und ließ das 1:0 liegen.
Lange Zeit passierte nicht viel auf dem Eis. Zwar waren beide Teams weiterhin bemüht, aber eben auch nicht fehlerfrei. Konnte das erste Powerplay der Partie für etwas Positives sorgen? Das schlechteste Powerplay der Liga durfte ran und nach gerade einmal acht Sekunden erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Hausherren (14.). Er visierte die lange Ecke an und überwand Henrik Haukeland zum ersten Mal an diesem Abend.
Besonders aufmerksam agierte Lean Bergmann, der im ersten Drittel immer wieder für Torgefahr sorgte. Mit der Berliner Nummer zehn hatten die Niederbayern so ihre Schwierigkeiten. Mit der 1:0-Führung ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Gleich dreimal schlug es im Mitteldrittel hinter Jonas Stettmer ein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel hatten beide Teams die Ungenauigkeiten nicht abgestellt und luden damit den Gegner immer wieder zu Chancen ein. Diesmal waren es die Tigers, welche dadurch eine Zwei-auf-Null-Chance hatten, aber darüber zu überrascht und letztendlich zu verspielt vor dem Tor waren. Das hätte das 1:1 sein müssen!
Dieses fiel aber nur eine gute Minute später. Marcel Brandt hatte Jonas Stettmer überwunden und ließ das Spiel wieder von vorne beginnen – 1:1 (25.).
Und es sollte noch schlimmer kommen. Straubing kurz darauf mit dem ersten Powerplay und in diesem drehten die Tigers die Partie komplett. Erneut war es Marcel Brandt, der für die Gäste traf – 1:2 (27.). Das der torgefährlich ist, schien sich nicht bis nach Berlin herum gesprochen zu haben.
Mitten in das „Ost-Berlin“ hinein setzte Ryan Merkley den nächsten Nackenschlag für die Eisbären – 1:3. Die Defensive der Eisbären war überall und nirgendwo, aber nicht da, wo sie zu sein hat. Ein bitteres Mitteldrittel, welches noch lange nicht vorbei war.
Ein Powerplay hätte hier wieder für Spannung sorgen können, aber das man das schlechteste Powerplay der DEL hat, stellte man einmal mehr unter Beweis.
Vier Minuten vor Ende des zweiten Drittels arbeiteten die Berliner die Scheibe aber ins Tor und brachten die Hoffnung zurück in die Arena am Ostbahnhof. Andreas Eder war es am Ende gewesen, der die Scheibe eine klasse Kombination erfolgreich abgeschlossen hatte – 2:3. Genau solche Spielzüge sind es, welche die Eisbären in der Vergangenheit ausgemacht haben, doch diese sieht man in dieser Spielzeit einfach zu selten.
Die Tigers hatten in der Schlussphase in Überzahl nochmal die Chance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen, aber Jonas Stettmer verhinderte dieses und so ging es mit dem 2:3-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Zwischenzeitlich wurde es auch sehr ruppig zwischen Berlin und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun was von den Eisbären kommen, wollten sie dieses Spiel hier nicht verlieren. Man war auch bemüht, nach vorne was zu kreieren, aber es mangelte an der Genauigkeit im Abschluss. Straubing hingegen sorgte bei seinen Kontern immer wieder für Gefahr und schaffte es, die Eisbären im eigenen Drittel zu beschäftigen und so wertvolle Zeit von der Uhr zu nehmen.
Was die Berliner weiterhin nicht abgestellt hatten? Die Ungenauigkeiten in ihrem Spiel, was immer wieder zu Fehlpässen führte. Zudem wirkte es weiterhin so, als wollte man es mit der Brechstange im Alleingang versuchen, statt wie beim 2:3 auf Kombinationsspiel zu setzen. So blieb auch heute der Eindruck hängen, dass den viele Worten im Vorfeld kaum Taten auf dem Eis folgten. Es zieht sich wie ein roter Faden durch diese chaotische Saison.
Mitte des letzten Drittels durften die Berliner nochmal in Überzahl ran und da ließ man kurzzeitig die Scheibe auch gut laufen. Marcel Noebels hatte dann auch das 3:3 auf dem Schläger, sein Onetimer ging jedoch nur an den Pfosten. Doch insgesamt gesehen war es wieder kein gutes Powerplay. Auch das zieht sich durch diese Saison.
Den Eisbären rannten so ein wenig die Zeit davon und von einer Schlussoffensive war wenig zu sehen. Zu selten schaffte man es, sich mal im Angriffsdrittel festzusetzen. Und die Schüsse, welche man auf Henrik Haukeland abgab, stellten den Top-Goalie auch vor keine größeren Probleme.
Am Ende versuchte Trainer Aubin nochmal alles, zog seinen Goalie vom Eis und nahm die Auszeit. Man schmiss auch noch mal alles rein, doch am Ende wollte die Scheibe nicht über die Linie gehen. So blieb man im ersten Spiel nach der Olympiapause ohne Punkte und stellt fest: Es hat sich im Vergleich zu vor der Olympiapause rein gar nichts verändert. Den Worten sind also erneut keine Taten auf dem Eis gefolgt.

3:5 in Straubing: Zehn schwache Minuten im zweiten Drittel sorgen am Ende für die Niederlage am Pulverturm

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Eisbären Berlin schaffen es weiterhin nicht über 60 Minuten konstant ihre Leistung abzurufen. Auch beim Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war das wieder der Fall und man verlor aufgrund der letzten zehn Minuten im Mitteldrittel das Spiel am Pulverturm mit 3:5 (1:1,1:3,1:1). Im Schlussdrittel stemmte man sich nochmal mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage, am Ende jedoch leider vergebens. So warten die Eisbären weiter auf den Start einer richtigen Siegesserie.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur auf zwei Positionen. Im Tor kehrte Jake Hildebrand zurück, weshalb der Straubinger Junge Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm. In der Offensive tauschten Liam Kirk und Markus Vikingstad die Reihen. Vikingstad stürmte in der ersten Reihe zwischen Freddy Tiffels und Leo Pföderl, Kirk bildete zusammen mit Andreas Eder und Lean Bergmann die zweite Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Der heutige Gegner Straubing stürzte nach einem sehr starken Saisonstart bis auf Platz fünf ab und blieb in drei der letzten vier Spiele ohne eigenes Tor. Zwei dieser drei Spiele fanden übrigens am heimischen Pulverturm statt. Die Eisbären hatten die letzten fünf Auswärtsspiele in Straubing gewonnen. Setzten die Berliner diese Serie auch heute fort?

In dieser Szene erzielte Manuel Wiederer das wichtige 1:1 in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Rasanter Beginn in Straubing. Von Abtasten keine Spur, denn beide Teams überbrückten die neutrale Zone relativ schnell und suchten direkt den Weg vor das Tor, wo es auch gleich die ersten gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten gab.
Die Eisbären hatten in der Folge das erste Powerplay, es waren aber die Tigers, welche zweimal durch Stephan Daschner und Justin Scott frei vor Hildebrand auftauchten. Der Berliner Goalie verhinderte dort bereits den Rückstand. Kaum waren die Tigers aber wieder komplett, beendete Adrian Klein die Torlosserie der Niederbayern – 0:1 (9.). Ein Tor mit Ansage, denn die Eisbären waren in dieser Phase überhaupt nicht bei der Sache und das Gegentor die Folge.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Fehler der Hausherren, Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären und Manuel Wiederer mit dem 1:1 (12.).
Im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels war es eine hart umkämpfte Partie der beiden Tabellennachbarn. Die Tigers hatten in der letzten Minute nochmal ein Powerplay, doch Jake Hildebrand ließ keine weitere Scheibe durch. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Niederbayern noch in Überzahl, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Die Eisbären drehten wenig später dann das Spiel komplett. Leo Pföderl wurde vor dem Tor angespielt, drehte sich kurz und spielte die Scheibe dann hoch zu Markus Vikingstad, welcher zum 2:1 einnetzte (24.). Ganz stark von den Berlinern gespielt.
In der Folge ließen die Hausherren ein weiteres Powerplay ungenutzt, weil das Penalty Killing der Eisbären aber auch rein gar nichts zuließ. Das Unterzahlspiel läuft seit sechs Spielen richtig gut bei den Berlinern.
Nach einem Zuckerpass von Nicolas Beaudin auf Justin Scott war dieser frei durch und nutzte diesmal den Alleingang eiskalt aus und stellte auf 2:2 (30.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht.
Und es sollte noch schlimmer kommen, denn Straubing drehte das Spiel wieder zurück. Marcel Brandt sein Schuss ging über das Tor, die Scheibe sprang aber wieder zurück. Tyler Madden schaltete am schnellsten und brachte seine Mannschaft wieder in Führung – 2:3 (31.). 1:31 Minuten lag zwischen den beiden Gegentoren.
Auch nach den schnellen beiden Toren hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und sorgten immer wieder für brenzlige Situationen vor dem Tor von Jake Hildebrand. Daher war es nur eine Frage der Zeit, ehe Treffer Nummer vier folgen musste. Danjo Leonhardt mit einer überragenden Vorarbeit und dem Pass vor das Tor, wo Skyler McKenzie lauerte und auf 4:2 erhöhte (39.).
Nach der Führung sind die Eisbären von ihrem Spiel abgekommen, während Straubing minütlich mehr Selbstvertrauen aufbaute und so eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause nahm.

Am Ende jubeln die Straubing Tigers über den Heimsieg gegen die Eisbären Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Schlussdrittel begannen die Berliner mit einem Mann mehr, aber das Powerplay bleibt weiterhin das große Sorgenkind des DEL-Rekordmeisters.
Dafür klappte es bei Fünf-gegen-Fünf. Yannick Veilleux wurde vor dem Tor angespielt, spielte Henrik Haukeland aus und verkürzte auf 4:3 (44.). Die Hoffnung bei den Eisbären war also wieder zurück und noch war genügend Zeit auf der Uhr.
Da Straubing zu viele Spieler auf dem Eis hatte, durften die Hauptstädter weiter an ihrem Powerplay üben. Die Eisbären hatten dicke Chancen. Straubing geriet richtig ins Schwimmen hinten, Henrik Haukeland saß ein ums andere mal auf dem Eis, aber die Berliner schafften es nicht, die Scheibe über die Linie zu drücken.
Die Eisbären blieben weiter druckvoll, schnürten die Niederbayern immer wieder ins eigene Drittel und brachten die Scheiben auf das Tor. Nur war das Scheibenglück nicht auf Seiten der Berliner.
In Überzahl konnten die Hausherren mal für Entlastung sorgen und hatten durchaus die Chance zur Vorentscheidung, aber Jake Hildebrand war zur Stelle.
Wenig später sah der Berliner Goalie aber nicht so gut aus. Adrian Klein hatte abgezogen, Hildebrand konnte die Scheibe nicht festhalten, Josh Melnick brachte sie Richtung Tor, wo Nick Halloran sie nur noch über die Linie schieben musste – 3:5 (56.).
Nun wurde der Weg wieder sehr weit für die Eisbären, wollte man noch etwas Zählbares vom Pulverturm mit nach Hause nehmen. Man versuchte zwar nochmal alles und zog auch Jake Hildebrand vom Eis, doch Straubing ließ sich diese drei Punkte nicht mehr nehmen. Und für die Eisbären bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass es nach wie vor nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten reicht. Das Spiel hat man im Mitteldrittel verloren.

4:2-Auswärtssieg in Straubing: Liam Kirk und der Ketchupflaschen-Effekt

Trainer Serge Aubin hatte nach der Niederlage gegen München eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert und diese hat sie am Sonntag geliefert. Die Eisbären Berlin feierten einen überraschend deutlichen 4:2-Auswärtssieg bei den Straubing Tigers. Matchwinner war ganz klar Liam Kirk mit einem Hattrick. Beim Briten gab es heute den Ketchupflaschen-Effekt, nachdem es bei ihm zuletzt vor dem Tor so gar nicht laufen wollte. Dazu trafen die Berliner auch in Überzahl. Ein rundum gelungener Nachmittag also am Straubinger Pulverturm.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Stürmer Ty Ronning (angeschlagen) verzichten. Dadurch stellte er sein Line-up komplett um. Angefangen im Tor, wo fast schon erwartungsgemäß Jonas Stettmer den Start gegen Straubing bekam. Gegen die Niederbayern sah der gebürtige Straubinger immer sehr gut aus. Jake Hildebrand bekam eine Pause und nahm als Back-up auf der Bank Platz.
In der Defensive sahen die drei Verteidiger-Pärchen wie folgt aus: Jonas Müller/Mitch Reinke – Eric Mik/Adam Smith – Norwin Panocha/Les Lancaster.
In der Offensive stürmten Liam Kirk, Andreas Eder und Lean Bergmann in der ersten Reihe. Freddy Tiffels, Markus Vikingstad und Leo Pföderl bildeten die zweite Reihe. Manuel Wiederer kehrte in die Offensive zurück und war der Center der dritten Reihe zwischen Eric Hördler und Yannick Veilleux. Die nominell vierte Reihe bestand aus Marcel Noebels, Blaine Byron und Matej Leden.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen auf das Top-Team der Liga, welches von bisher zehn Heimspielen nur eins verloren hatte. Dreimal kassierte man zuhause kein Gegentor, viermal nur ein Gegentor. Keine einfache Aufgabe also für die Berliner, von denen Trainer Aubin eine andere Einstellung als zuletzt forderte. Es ist nun an der Zeit, das eigene Level weiter hochzufahren. Klappte es heute ausgerechnet beim Liga-Primus oder setzte es die nächste Niederlage?
Grund zum Feiern hatte Stürmer Freddy Tiffels, der am Pulverturm sein 400. DEL-Spiel absolvierte. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, Freddy!

Beendete in Straubing seine Torflaute: Liam Kirk (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine zwei Minuten waren gespielt, da überraschte Straubing die Eisbären mit einem feinen Pass von hinten raus auf Tyler Madden, der frei vor Stettmer auftauchte und dem Berliner Goalie keine Chance ließ – 0:1 (2.).
Genau der Start, den du in Straubing nicht haben willst. Aber früh bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich, denn man bekam das erste Powerplay. Zuletzt lief es dort aber überhaupt nicht, doch heute fand man direkt in die Formation und ließ die Scheibe sehr gut und vor allem geduldig laufen. Zum Torerfolg reichte es aber dennoch nicht, aber zumindest sah das Überzahlspiel schon besser aus als am Freitag. Auch nach dem Powerplay blieben die Eisbären am Drücker.
Jonas Stettmer ermöglichte Straubing dann das erste Powerplay, aber das Penalty Killing der Berliner zeigte sich auch verbessert und überstand die erste Unterzahl relativ problemlos. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, nutzten sie einen Konter durch Liam Kirk zum 1:1 (13.). Damit traf der Brite erstmals seit dem 21. September wieder in einem Ligaspiel für die Eisbären. Seine letzten beiden Treffer resultierten aus dem Penaltyschießen.
Auch das zweite Powerplay der Eisbären sah sehr vielversprechend aus und sorgte für Gefahr vor Henrik Haukeland. Leider konnte man es aber erneut nicht nutzen. So blieb es beim 1:1 nach einem sehr guten ersten Drittel der Eisbären, welche die bessere Mannschaft waren. Aber bei Straubinger Kontern war stets Vorsicht geboten.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen Straubing und Berlin. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären schockten die Tigers früh im Mitteldrittel. Lean Bergmann brachte die Scheibe auf das Tor, Haukeland bekam sie nicht unter Kontrolle und Liam Kirk staubte ab – 2:1 (22.). Damit passierte genau das, was Aubin zuletzt angekündigt hatte. Wenn Kirk mal wieder trifft, werden die Scheiben danach auch wieder einfacher reingehen. Heute platzte die Ketchupflasche und die Nummer 94 legte sein zweites Tor direkt nach.
Fortan wurde das Spiel hitziger. Inzwischen hat ja auch dieses Duell genügend Geschichten in der DEL geschrieben. Beide Teams ließen anschließend je ein Powerplay ungenutzt.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels erspielten sich beide Mannschaften richtig gute Torchancen und sorgten somit immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, welcher jedoch ohne weitere Tore blieb. Die Eisbären nahmen also die knappe 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause. Nur 2:1, weil Liam Kirk die XXL-Chance freistehend vor Haukeland in der Schlussminute liegen ließ.

Die Eisbären Berlin bejubeln einen verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer in Straubing. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ließen die Eisbären erst zwei gute Chancen liegen, aber aller guten Dinge sind ja auch drei. Mitch Reinke mit dem Hammer von oben zum 3:1 (44.).
Nun war der Liga-Primus gefordert, wollte er die zweite Heimniederlage in dieser Saison noch abwenden. Aber die Eisbären spielten das weiterhin sehr gut und standen defensiv sehr kompakt. Straubing tat sich schwer und fand kein Mittel dagegen.
Nach dem Powerbreak waren die Eisbären erneut in Überzahl und endlich konnte man auch dort wieder treffen. Und es konnte nur Liam Kirk sein, der auch dort den Bann brach. Mit seinem dritten Treffer stellte er auf 4:1 (52.). Was für ein Spiel von Kirk!
Straubing gab das Spiel aber noch nicht verloren und verkürzte durch Nicolas Beaudin auf 2:4 (54.). Die Niederbayern warfen nun nochmal alles rein und setzten die Eisbären unter Druck. Trainer Craig Woodcroft nahm zudem seine Auszeit und seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Aber die Eisbären verteidigten das mit großer Leidenschaft zu Ende und feierten einen am Ende wichtigen und verdienten Auswärtssieg beim Tabellenführer. Weil man zurück zu den Basics gefunden hat und wieder Eisbären-Hockey gespielt hat. Genau das, was Trainer Aubin gefordert hatte. Daran gilt es nun am Mittwoch in Ingolstadt anzuknüpfen, denn die haben zuletzt acht Siege in Serie gefeiert. Die nächste schwere Aufgabe also für den Hauptstadtclub.

2:3 n.V. gegen Straubing: Die Eisbären zeigen eine Reaktion, stehen am Ende aber doch nur mit einem Punkt da

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #6:

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion auf das vergangene Wochenende gezeigt, stehen aber am Ende doch nur mit einem Punkt da. Am Ende unterliegen die Berliner den Straubing Tigers mit 2:3 nach Verlängerung. Bis 14,3 Sekunden vor dem Ende hatten die Eisbären noch geführt, doch dann verlor man das Spiel noch auf unnötige Weise. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte aufatmen, kehrten doch mit Ty Ronning und Markus Niemeläinen zwei wichtige Leistungsträger zurück ins Line-up. Dazu gab Neuzugang Patrick Khodorenko sein Debüt. Dadurch gab es natürlich komplett neue Reihen – bis auf die Reihe von Leo Pföderl, Markus Vikingstad und Freddy Tiffels, welche die zweite Reihe bildeten. Ronning stürmte zusammen mit Khodorenko und Liam Kirk in Reihe eins. Die dritte Reihe bestand aus Manuel Wiederer, Andreas Eder und Lean Bergmann. Matej Leden und Eric Hördler waren die weiteren Stürmer.
In der Defensive hießen die Pärchen wie folgt: Eric Mik/Jonas Müller, Adam Smith/Korbinian Geibel, Mitch Reinke/Markus Niemeläinen. Dazu stand Norwin Panocha im Kader.
Jonas Stettmer stand im Tor, während Jake Hildebrand auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären ging es darum, Wiedergutmachung zu betreiben nach dem miserablen letzten Wochenende mit null Punkten und 2:12-Toren. Dazu kam mit Straubing aber ein äußerst unbequemer Gegner, der zuletzt drei Siege in Folge einfuhr und gut in Form war. Und die Niederbayern hatten ja auch noch eine offene Rechnung mit den Eisbären, wenn man an das letztjährige Viertelfinale denkt. Wer hatte am Ende die Nase vorn?

Torraumszenen gab es wenige im ersten Drittel zu sehen. (Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die ersten Minuten boten wenig Highlights. Beide Teams tasteten sich erst einmal ab und auch die ersten Powerplays sorgten für keine Gefahr, weil beide Mannschaften auch noch zu viele Fehler im eigenen Spiel hatten und nicht in die Powerplay-Formation fanden.
Funfact: Die ersten vier Strafzeiten gab es alle wegen Beinstellens. Das Regelbuch der beiden Hauptschiedsrichter Andre Schrader und Bastian Steingross war wohl sehr dünn…
Auch danach wollte die Partie keine Fahrt aufnehmen. Beide Teams waren noch zu ungenau in ihren Angriffen und leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau. Für den Zuschauern kein wirklicher Leckerbissen, den man hier zu sehen bekam.
In einem weiteren Powerplay der Niederbayern sah es dann aber mal nach Eishockey aus. Straubing konnte sich festsetzen und auch ein paar Schüsse abgeben, die hundertprozentige Chance war aber weiterhin nicht da.
Was Trainer Serge Aubin nicht gefreut haben dürfte, waren die zu vielen Strafzeiten im ersten Drittel. Adam Smith nahm bereits die vierte Zwei-Minuten-Strafzeit der Hausherren im Auftaktdrittel – deutlich zu viel! Und in diesem Powerplay gab es dann auch prompt die beste Chance der Tigers. Michael Connolly mit dem Onetimer, aber Jonas Stettmer mit einem sehr starken Save, der das fast sichere 0:1 verhinderte.
In der Schlussphase hatten dann die Eisbären nochmal zwei gute Abschlüsse, dennoch ging es torlos in die erste Drittelpause. Die Torschussstatistik? 3:13 aus Sicht der Eisbären!

Ty Ronning trifft zum 1:1. Der Beginn einer neuen Rekordserie? (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

71 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da gingen die Tigers in Führung. Die vierte Reihe mit dem Angriff, Filip Varejcka traf nur den Pfosten, die Scheibe sprang direkt vor die Kelle von Tim Fleischer und für den war das wahrscheinlich eines der leichtesten DEL-Tore – 0:1 (22.).
Aber die schnelle Antwort der Eisbären ließ nicht lange auf sich warten. Und wieder einmal sah man, wie wichtig Ty Ronning für die Eisbären ist. Auf Zuspiel von Patrick Khodorenko fuhr die Nummer neun alleine auf Florian Bugl zu und ließ dem jungen Goalie keine Chance – 1:1 (23.).
Danach nahm die Partie endlich ein wenig Fahrt auf und es ging hin und her. Genau so, wie man es vom ersten Bully weg eigentlich schon erwartet hatte. Auch die Zweikämpfe wurden härter und die Intensität nahm zu.
In Überzahl war dann Khodorenko dicht dran an seinem ersten DEL-Tor, einzig das Aluminium hatte etwas dagegen. Aber die Chancen häuften sich im zweiten Drittel für die Eisbären, aber noch stand Florian Bugl dem Torerfolg im Weg.
Defensiv die Berliner mit einer sehr starken kämpferischen Leistung, weshalb sich Abschlüsse der Tigers im Mitteldrittel in Grenzen hielten. Am Ende blieb es beim 1:1 nach 40 Minuten.

Es war erneut ein hart umkämpftes Spiel zwischen den Eisbären und Straubing. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Schlussdrittels dann die Fankurve (nicht alle!!!) mit einer „Glanzleistung: „Yannick-Veilleux-Sprechchöre“. Muss nun wirklich nicht sein nach der Szene am letzten Freitag in Mannheim. Manche lernen es einfach nie…
Aber zurück zum Spiel, welches weiterhin viel Spannung bot. Schön war zu sehen, dass die Eisbären ihre Defensive wieder besser in den Griff bekommen hatten und auch über das Spiel gesehen die Strafen minimiert haben. Offensiv versuchte man heute enorm viel Chancen zu kreieren, doch entweder stand Florian Bugl oder aber das Aluminium im Weg.
Aber dann die Eisbären mit einer blitzsauberen Kombination, welche zum 2:1 durch Leo Pföderl führte – 2:1 (46.). Eric Mik mit dem Auge für Pföderl am langen Pfosten und der netzte ein. Wichtig auch für das Selbstvertrauen nach dem letzten Wochenende, dieses Spiel nach Rückstand gedreht zu haben.
Und die Eisbären wollten nun mehr und die Vorentscheidung erzielen. Straubing machte verständlicherweise auf, was den Eisbären Platz für schnelle Angriffe bot. Aber auch die Niederbayern gaben sich noch nicht geschlagen und versuchten nochmal alles, um den Ausgleich zu erzielen.
Die Tigers zogen in der Schlussphase dann ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. Straubing schnürte die Berliner im eigenen Drittel ein, spielte es mit sehr viel Geduld und 14,3 Sekunden vor dem Ende knackten die Tigers das Abwehr-Bollwerk der Eisbären. Erneut war Tim Fleischer erfolgreich gewesen, der eine unübersichtliche Situation vor dem Tor von Jonas Stettmer nutzte. Somit ging dieses Spiel tatsächlich noch in die Verlängerung.

In dieser unterlief Jonas Müller der spielentscheidende Fehler. Nicholas Halloran nutzte diesen und vollendete seinen Alleingang mit dem Treffer zum 2:3. Bitter für die Eisbären, welche am Ende zwei Punkte verschenkt haben. Am Ende hätte man es in der Schlussphase des dritten Drittels vielleicht etwas energischer verteidigen müssen, statt nur in der Box zu stehen. So steht man am Ende mit nur einem Punkt da.