4:2 vs. Straubing: Die Eisbären starten mit einem Heimsieg in die Ära nach Serge Aubin

WalkersBaerenNews 2026/2027Ausgabe – #3:

Der Titelverteidiger eröffnet die neue DEL-Saison mit einem Heimsieg. Gegen die Straubing Tigers setzten sich die Eisbären Berlin knapp mit 4:2 (1:0,2:0,1:2) durch, mussten am Ende aber nochmal um die ersten drei Punkte der neuen Saison zittern. Vermeintlich souverän führte man bis rund neun Minuten vor Spielende mit 3:0, ehe Straubing daraus nochmal eine richtig enge Kiste machte. Doch Eric Mik erstickte sämtliche Straubinger Hoffnung auf etwas Zählbares im Keim.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten (saß noch eine Sperre aus der letzten Saison ab), weshalb Eric Mik an die Seite von Korbinian Geibel rückte. Alles andere blieb in der Defensive unverändert.
In der Offensive änderte sich lediglich etwas in der vierten Reihe, weil Mik zurück in die Abwehr rotierte. So standen nur Manuel Wiederer und Rihards Griva in der vierten Reihe.
Im Tor vertraute Dubois Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Alles war angerichtet für den DEL-Saisonstart: Die Eisbären Berlin empfingen die Straubing Tigers zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinalserie. Während die Hauptstädter in den Playoffs der Angstgegner der Niederbayern sind, waren die Tigers in der vergangenen Saison in der Hauptrunde der Angstgegner der Eisbären. Drei der vier Duelle gingen an Straubing – darunter auch beide Spiele hier in der Arena am Ostbahnhof. Setzte sich diese Serie auch in der neuen Saison fort oder konnten die Hauptstädter direkt das erste Spiel gegen Straubing für sich entscheiden?

Vor Spielbeginn wurde es aber zunächst einmal noch emotional, denn die Meisterschaft 2026 wurde gebührend gefeiert. Neben einem Video wurde natürlich wie gewohnt das bereits zwölfte Meisterbanner unter das Dach der Arena gezogen.

Der erste Torjubel der neuen DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer eröffnet die neue DEL-Saison

Der Spielbeginn passte zur Stimmung in der Arena, wo beide Fanlager gegen Donnerstagsspiele protestierten. Diese sind den Fanszenen seit Jahren ein Dorn im Auge, weshalb bis zum ersten Powerbreak auf Stimmung verzichtet wurde. Die Straubinger Fans verließen sogar fast komplett den Gästeblock. Erst nach rund fünf Minuten musste Jack LaFontaine erstmals rettend eingreifen. Bis dahin war es noch recht ereignislos gewesen.
Man merkte beiden Mannschaften die Sommerpause noch so ein wenig an. Der Rost war noch nicht komplett runter und das Spiel wirkte bis hierhin sehr zäh. Immerhin kam aber nun wieder so ein wenig Eishockey-Feeling auf, als die Hartmut Nickel Kurve mit ihrem Support begann.
Die erste richtig gute Chance für die Eisbären gab es nach rund zwölf Minuten zu bestaunen. Ein schöner langer Aufbaupass, eine Ablage und Liam Kirk mit dem Schuss, doch Jakub Skarek lenkte die Scheibe über das Straubinger Tor. Kurz darauf leitete erneut ein langer Pass die nächste Chance ein, als Ty Ronning frei zum Abschluss kam. Doch auch der Berliner Torjäger konnte den neuen Straubinger Goalie nicht überwinden.
Ansonsten bestimmten vor allem Zweikämpfe das erste Drittel. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Doch drei Minuten vor der ersten Drittelpause fand Manuel Wiederer die Lücke in der Defensive der Niederbayern und versenkte die Scheibe im langen Eck – 1:0 (17.).
Kurz darauf hätten die Hausherren in Überzahl beinahe das 2:0 nach gelegt, doch die Tigers retteten sich mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause.

Das neue Meisterbanner hängt unter der Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk und Ty Ronning mischen Straubing auf

Im zweiten Drittel ging es ganz schnell. Über Jonas Müller und Ty Ronning kam die Scheibe zu Liam Kirk und der ließ sich nicht zweimal bitten – 2:0 (22.). Der britische Nationalstürmer knipste also direkt im ersten Spiel und zeigte, dass der Tor-Knoten auch mal ganz früh in der Saison platzen kann.
Die Niederbayern waren aber auf der Suche nach einer Antwort und bekamen die dicke Chance in doppelter Überzahl. Ganze 40 Sekunden war die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft mit zwei Mann mehr auf dem Eis und hatte das 2:1 auf dem Schläger. Doch Jack LaFontaine kratzte die Scheibe mit dem Schläger in letzter Sekunde von der Linie. Was für ein Save, der ihm natürlich viel Applaus von den Rängen einbrachte.
Und Straubing durfte direkt danach nochmal für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren. Schwierige Phase für den DEL-Rekordmeister, der aber mit allem verteidigte, was ihm zur Verfügung stand. Dazu wuchs Neuzugang Jack LaFontaine im Tor über sich hinaus und strahlte dabei eine unglaubliche Ruhe aus. Ohne Gegentor kamen die Eisbären aus diesem Unterzahlspiel raus – überragend!
Dafür nutzten die Hauptstädter ihre Chancen. Zwei-auf-eins-Konter von Liam Kirk und Ty Ronning, Letzterer erhöhte schlussendlich auf 3:0 (37.). Gegen diese beiden Top-Stürmer sieht jede DEL-Defensive alt aus, wenn sie Tempo aufnehmen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es anschließend in die Kabinen.

Weiß auch in der neuen Saison wo das Tor steht: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing macht es am Ende nochmal spannend

Im Schlussdrittel waren die Eisbären zunächst nicht nur auf Verwalten des Ergebnisses aus, sondern spielten weiterhin offensiv nach vorne. Defensiv ließ man nach wie vor nur wenig von den Gästen zu. Wenn doch ein Schuss durch kam, konnte man sich auf Jack LaFontaine verlassen, der ein mehr als gelungenes DEL-Debüt feierte.
Dennoch wurde es nichts mit einem Shutout, da Adrian Klein sich zu einfach vor das Tor spielen konnte und zum 3:1 verkürzte (51.). Wurde es hier nun also doch nochmal spannend? Die Chance für die Tigers war jedenfalls da, als man in der Schlussphase für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay hatte. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor.
Dennoch musste man hier tatsächlich nochmal zittern. 3:48 Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Niederbayern das 3:2 durch Stefan Loibl (57.). Für ihre Passivität in dieser Phase wurden die Eisbären eiskalt bestraft.
Doch 68 Sekunden vor dem Ende des Spiels nutzte Eric Mik das leere Straubinger Tor zur Entscheidung aus – 4:2 (59.). Damit feierten die Berliner ein am Ende verdienten Heimsieg gegen die Tigers, der nur am Ende nochmal kurz ins Wanken geriet.

2:1 vs. Herning: Die Eisbären dominieren lange Zeit das Spiel, müssen am Ende aber nochmal um die drei Punkte zittern

WalkersBaerenNews 2026/2027Ausgabe – #2:

Die Eisbären Berlin sind wieder voll im Rennen um die Plätze in der KO-Runde der Champions Hockey League (CHL). Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen den österreichischen Meister Graz gewann der deutsche Meister auch sein Heimspiel gegen den dänischen Meister Herning. Am Ende setzte man sich vor 3.315 Zuschauern im Wellblechpalast knapp und mit dem nötigen Quäntchen Glück mit 2:1 (0:0,2:0,0:1) durch und steht somit nun bei sechs Punkten aus vier Spielen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Liam Kirk setzen, der zuletzt gegen Graz fehlte. Der britische Nationalstürmer rückte in die Reihe zu Gabriel Fontaine und Ty Ronning. Eric Hördler rotierte aus der Reihe raus und stürmte mit Andreas Eder und Leo Pföderl zusammen. Eric Mik rückte dafür wieder in die Verteidigung. Ansonsten blieb in der Offensive alles andere unverändert.
In der Defensive änderte Dubois an den Verteidiger-Pärchen nichts. Nur im Tor gab es eine Änderung. Dort stand heute Jonas Neffin zwischen den Pfosten, während Jack LaFontaine auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären ging es heute darum, den zweiten Sieg in Serie einzufahren und sich somit eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Spiele im Oktober zu sichern. Gegen den dänischen Meister ging man als Favorit ins Spiel, hatte Herning doch seine ersten drei Spiele allesamt verloren und bisher nur einen Punkt eingefahren. Welcher Landesmeister behielt heute im altehrwürdigen Wellblechpalast die Oberhand?

Bekam gegen Herning den Start: Goalie Jonas Neffin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Eisbären beißen sich am dänischen Bollwerk die Zähne aus

Von Beginn an war es eine sehr hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften kämpften in den Zweikämpfen verbissen um jede Scheibe. Die Eisbären waren dabei die aktivere Mannschaft, die vermehrt den Weg vor das dänische Tor suchte. Doch bisher mangelte es noch an der Genauigkeit im Abschluss.
Herning bekam Mitte des ersten Drittels das erste Powerplay der Partie und konnte das Spiel mal auf andere Seite verlagern. Das taten die Dänen auch und kamen auch zu guten Abschlüssen, aber Jonas Neffin hatte damit keine größeren Probleme und somit blieb es weiterhin beim 0:0.
Danach wieder das selbe Bild wie zu Beginn: Die Hausherren spielten die Dänen im eigenen Drittel fest und ließen die Scheibe gut laufen. Aber nach wie vor fand man die Lücke im dänischen Bollwerk nicht und somit entwickelte sich hier ein echtes Geduldsspiel. Torlos endeten die ersten 20 Minuten.

Youngster Eric Hördler (rechts) überzeugte gegen Herning und erzielte zudem ein Tor. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Top-Scorer Leo Pföderl knackt das dänische Bollwerk

Auch zu Beginn des Mitteldrittels weiterhin Einbahnstraßen-Eishockey. Die Eisbären drängten weiter auf das 1:0, aber George Lago Bachmann Sörensen ließ nach wie vor keine Scheibe durch. Sein Gegenüber Jonas Neffin musste derweil die Konzentration hochhalten, da relativ wenig von Herning kam. Einmal wurden sie aber gefährlich, als Martin Brink Eskildsen vor seinem Tor auftauchte. Doch die neue Nummer 75 behielt in diesem Duell die Oberhand.
In Überzahl klingelte es dann aber endlich im dänischen Tor. Die Eisbären ließen die Scheibe geduldig laufen, Ty Ronning hatte aus dem hohen Slot abgezogen und vor dem Tor fälschte Top-Scorer Leo Pföderl unhaltbar ab – 1:0 (10.). Wahnsinn, diese Frühform der Nummer 93, der bereits zum dritten Mal an diesem Wochenende und insgesamt fünften Mal in der diesjährigen CHL-Saison traf.
Damit war der Bann gebrochen. Und die Eisbären legten kurze Zeit später nach. Eric Hördler setzte im Angriffsdrittel stark nach und vollendete seinen Alleingang mit dem Tor zum 2:0 (33.). Auf den Youngster sollte man diese Saison ganz genau achten, denn dem Sohn von Eisbären-Legende Frank Hördler wird der nächste Schritt in seiner Karriere zugetraut.
Im nächsten Powerplay hatte Neuzugang Tobias Krestan das 3:0 auf dem Schläger, aber er traf nur das Gestänge. So blieb es bei der mehr als verdienten 2:0-Führung nach 40 Minuten. Die Hausherren hatten hier alles im Griff.

Er trifft und trifft und trifft: Eisbären-Stürmer Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Coaches Challenge rettet am Ende den Sieg

Herning kam durchaus engagiert aus der Kabine und wollte hier den Anschlusstreffer markieren. Aber Jonas Neffin hatte etwas dagegen. Die Eisbären versuchten hingegen selbst für die Vorentscheidung zu sorgen und drängten auf das dritte Tor. So entwickelte sich ein letztes Drittel auf Augenhöhe, weil beide viel für das Spiel investierten.
Bis fünf Minuten vor dem Ende hielt die Eisbären-Defensive die Null, doch dann schlugen die Gäste in Überzahl zu. Hjalte Kruse Thomsen mit dem Anschlusstreffer – 2:1 (55.). Somit war hier also nochmal Spannung drin in diesem Spiel. Und mit gezogenem Torhüter und sechsten Feldspieler drängten die Dänen auch tatsächlich nochmal auf den Ausgleich. Dieser fiel 35,2 Sekunden vor dem Ende auch, aber Trainer Éric Dubois vermutete eine Torhüterbehinderung und nahm seine Coaches Challenge. Diese sollte Erfolg bringen, denn es lag tatsächlich eine Torhüterbehinderung vor, weshalb der Ausgleich aberkannt wurde. Glück für die Eisbären, welche in der Schlussphase einfach zu passiv agierten und dafür beinahe bestraft wurden. Am Ende kam man nochmal mit einem blauen Auge davon und behielt drei enorm wichtige Punkte in der Hauptstadt.

4:1-Heimsieg gegen Graz: Der doppelte Leo Pföderl führt die Eisbären zum ersten CHL-Sieg

WalkersBaerenNews 2026/2027Ausgabe – #1:

Perfekte Antwort auf das Schweiz-Wochenende: Die Eisbären Berlin sind in der Champions Hockey League (CHL) angekommen und haben ihren ersten Sieg gefeiert. Gegen den österreichischen Meister Graz 99ers feierte man einen souveränen 4:1-Heimsieg und sicherte sich damit die ersten drei Punkte in der CHL. Offensiv wusste man zu brillieren – vor allem Leo Pföderl mit zwei Toren. Defensiv wirkte man deutlich stabiler als noch in den beiden Spiel in Genf und Davos.

Eisbären-Trainer Éric Dubois stellte seine Reihe im Vergleich zum Spiel in Davos um. Kapitän Kai Wissmann bekam Korbinian Geibel an die Seite. Jonas Müller verteidigte dafür zusammen mit Adam Smith. Dessen Verteidigungspartner Mitch Reinke spielte zusammen mit Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Gabriel Fontaine Youngster Eric Hördler an die Seite gestellt. Liam Kirk, der in Davos in der Reihe stürmte, fehlte heute im Line-up. Den Platz von Hördler Junior in der Reihe mit Andreas Eder und Leo Pföderl nahm Allrounder Eric Mik ein. Der Rest blieb unverändert.
Im Tor startete Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für beide Mannschaften ging es darum, den kompletten Fehlstart in die CHL zu vermeiden. Denn sowohl die Eisbären als auch Graz starteten mit zwei Niederlagen in die neue CHL-Saison. Wem gelang heute der Turnaround und wer musste die dritte Niederlage in Serie einstecken?

Leo Pföderl schnürte gegen Graz den Doppelpack. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Leo Pföderl weiterhin in erstaunlicher Frühform

Vom ersten Bully weg war sie wieder zu spüren, die einmalige Welli-Atmosphäre. Gänsehaut-Feeling im altehrwürdigen Wellblechpalast. Da flog fast das Dach weg, so laut war es hier. Davon beflügelt starteten die Eisbären sehr druckvoll ins Heimspiel und suchten immer wieder direkt den Abschluss. Selbst im ersten Powerplay der Gäste waren die Hausherren gefährlich.
Es dauerte bis zur zehnten Spielminute, ehe Top-Scorer Leo Pföderl den Abend eröffnete – 1:0. Erstaunliche Frühform von der Nummer 93, die dafür bekannt ist, erst mit etwas Anlauf seine Tor-Produktion zu starten. Bereits jetzt stand Pföderl bei drei Toren und einer Vorlage nach noch nicht einmal drei gespielten CHL-Spielen.
Defensiv wirkten die Berliner bis hierhin sehr stabil. Kein vergleich zur löchrigen Abwehr am vergangenen Wochenende in der Schweiz, als es satte 14-mal hinter Jack LaFontaine und Jonas Neffin einschlug. Man arbeitete hart vor dem eigenen Tor und unterstützte sich gegenseitig. Man merkte, dass man unter der Woche vor allem am Defensivverhalten im Training gearbeitet hat.
Vorne sorgte man weiterhin für viel Gefahr und konnte auch erhöhen. Markus Vikingstad mit dem satten Schuss zum 2:0 (19.). Damit noch nicht genug, denn dass das Powerplay derzeit sehr gut läuft, wollte man auch heute beweisen. 39,5 Sekunden vor der ersten Drittelpause legte Leo Pföderl das 3:0 nach (20.).
Neben dieser souveränen und beruhigenden Drei-Tore-Führung nahmen die Eisbären auch noch 58 Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel.

Gabriel Fontaine scheitert in dieser Szene an Graz-Keeper Nicolas Wieser (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ex-Augsburger Chris Collins überwindet Jack LaFontaine

Doch dieses konnte man zu Beginn des Mitteldrittels nicht nutzen. Ebenso wenig konnte Neuzugang Tobias Krestan seinen Alleingang nutzen. Nicolas Wieser im Grazer Tor gewann das Eins-gegen-eins-Duell. Was heute vor allem auffiel, war das starke Penalty Killing, bei dem die Berliner auch immer wieder gefährliche Konter fuhren. Und trotzdem kassierte man einen Gegentreffer in Unterzahl. Der ehemalige Augsburger Stürmer Chris Collins sorgte für den Grazer Anschlusstreffer in Überzahl – 3:1 (28.).
Davon beflügelt drängten die Gäste im Anschluss auf den zweiten Treffer. Die Eisbären wurden nun ordentlich in der eigenen Defensive beschäftigt – mehr als ihnen lieb war. In dieser Phase wurden vermehrt die Zweikämpfe verloren, was Trainer Dubois durchaus geärgert haben dürfte.
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der es beiden Mannschaften nicht gelang, sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels erhöhten die Eisbären nochmal die Intensität und drängten auf den vierten Treffer. Dieser fiel nicht und somit nahm man eine 3:1-Führung mit in die Kabine.

Der Welli war mit 4.227 Zuschauern gut besucht und ausverkauft. Die Fans sorgten für das einmalige Welli-Feeling. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Mik sorgt früh für die Vorentscheidung

35 Sekunden war das Schlussdrittel alt, da stellte Eric Mik den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Sein Nachschuss schlug im Grazer Tor ein und sorgte für den Traumstart ins letzte Drittel – 4:1 (41.).
Damit war die Partie hier im Endeffekt entschieden und die Luft so ein wenig raus aus dem Spiel. Bei Graz war dann auch Frust zu spüren, als Frank Hora und Eric Hördler in einem Gerangel mal kurz aneinander gerieten. Was den Berlinern ein Powerplay einbrachte, da Hora 2+2-Minuten bekam. Somit konnten die Hauptstädter weiter ihr bisher starkes Powerplay trainieren. Chancen erspielte man sich auch, aber man fand keinen Weg vorbei an Nicolas Wieser.
Defensiv ließ man in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr viel anbrennen und rundete damit den Gesamteindruck von diesem Spiel ab. Selbst im letzten Powerplay der Partie von Graz überzeugten die Eisbären mit harter Arbeit aller Spieler inklusive Goalie LaFontaine.
Am Ende feierte man einen nie gefährdeten 4:1-Heimsieg, der Balsam für Eisbären-Seele war und die Hoffnung in der CHL weiter am Leben hält.

2:8 in Davos: Der Schweizer Rekordmeister zeigt dem Deutschen Rekordmeister die Grenzen auf

Am ersten Wochenende in der Champions Hockey League (CHL) haben die Eisbären Berlin ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Nach dem 2:6 in Genf am Freitagabend setzte es am Sonntagnachmittag eine weitere derbe Niederlage in Davos. Beim Schweizer Rekordmeister verlor man am Ende mit 2:8 (0:3,1:3,1:2) und steht somit nach zwei Spieltagen mit null Punkten da.

Eisbären-Trainer Éric Dubois nahm nur in der Defensive Änderungen vor. Im Tor stand heute Jonas Neffin, während Jack LaFontaine als Back-up auf der Bank Platz nahm. Adam Smith verteidigte heute an der Seite von Mitch Reinke, Korbinian Geibel mit Eric Mik und Brandon Davidson mit Moritz Kretzschmar. In der Offensive blieb alles unverändert.

Es war das zweite Spiel für die Berliner in der diesjährigen CHL-Saison. Nach der Auftaktniederlage in Genf am Freitagabend wollten die Eisbären heute in Davos Wiedergutmachung betreiben. Man zeigte keine schlechte Leistung in Genf, haderte jedoch am Ende mit der eigenen Chancenverwertung. Wäre diese besser gewesen, hätte man durchaus was Zählbares mitnehmen können. Gelang beim Schweizer Rekordmeister heute der erste Sieg oder setzte es die zweite Niederlage?

Enzo Corvi eröffnete den Torreigen im ersten Drittel. (Archivfoto von City-Press GmbH Bildagentur)

Davos äußerst effektiv vor dem Berliner Tor

Munterer Auftakt in Davos, denn beide Teams spielten offensiv nach vorne. Eine traumhafte Kombination bei einem Konter der Hausherren führte zum 0:1 aus Eisbären-Sicht. Enzo Corvi schloss diesen eiskalt ab und traf ins leere Berliner Tor (4.).
Danach suchten die Hauptstädter eine schnelle Antwort und hatten auch ihre Möglichkeiten, doch erneut lief man in einen schnellen Angriff der Davoser und fing sich prompt das 0:2 durch Valentin Nussbaumer, der Neffin in der kurzen Ecke überwinden konnte (9.).
Auch im ersten Powerplay liefen die Eisbären an, konnten aber kein Kapital aus ihren Chancen schlagen. Kaum war Davos wieder komplett, netzten die Gastgeber zum dritten Mal ein. Brendan Lemieux kam von der Strafbank und stellte auf 0:3 (12.).
Während bei Davos gefühlt jeder Schuss ins Tor ging, liefen die Eisbären auch danach vergebens an. Dennoch war es positiv zu erwähnen, dass man sich hier nicht seinem Schicksal ergab sondern weiter nach vorne spielte und auf der Suche nach einer Antwort war. Davos konzentrierte sich angesichts des komfortablen Vorsprungs vorerst nur auf die Defensive und lauerte auf Umschaltmomente. In der Pause stand Trainer Dubois nun davor, Lösungen für die restlichen 40 Minuten zu finden, wollte man hier noch etwas Zählbares mitnehmen.

Leo Pföderl traf zweimal für die Eisbären in Davos. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Davos macht das halbe Dutzend voll

Doch besser wurde es nicht. Powerplay für Davos, dort spielten die Schweizer ihre Stärken aus und Adam Tambellini hatte keine großen Probleme, die Scheibe im leeren Tor zu versenken – 0:4 (24.).
Nur wenige Augenblicke später war Davos mit zwei Mann mehr auf dem Eis und Simon Ryfors überwand Neffin zum fünften Mal an diesem Abend – 0:5 (25.).
Zwei Schweizer Top-Teams zeigten der Eisbären-Defensive direkt zum CHL-Auftakt die Grenzen auf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Berliner bereits satte elf Gegentore kassiert und das Spiel in Davos lief ja noch über 30 Minuten. Mit dieser Vorstellung ist man natürlich Stand jetzt auch weit vom ersten Saisonziel entfernt, dass da heißt, die KO-Phase der CHL zu erreichen.
In eigener Überzahl sendeten die Gäste dann aber mal ein Lebenszeichen. Leo Pföderl mit dem Querpass vor das Tor, wo die Scheibe von einem Davoser Spieler entscheidend abgefälscht wurde – 1:5 (36.). Weitere Powerplayzeit ließ man ungenutzt liegen – auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis.
Stattdessen machte Calle Andersson zwölf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels das halbe Dutzend für den HC Davos voll – 1:6.

Jonas Neffin spielte 40 Minuten lang, Jack LaFontaine dann im Schlussdrittel. (Archivfoto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Davos hört einfach nicht auf mit dem Toreschießen

Zu Beginn des letzten Drittels wechselte Head Coach Éric Dubois auf der Torhüterposition. Jack LaFontaine ersetzte Jonas Neffin. Dieser überstand direkt ein Powerplay der Gastgeber.
Als die Eisbären in Überzahl waren, klingelte es im Schweizer Tor. Andreas Eder mit dem schönen Pass auf Leo Pföderl, welcher den Doppelpack schnürte – 2:6 (44.).
Aber mehr als Ergebniskosmetik war das nicht. Denn auf der Gegenseite ließ man Davos zu viel Platz, was Guus van der Kaaij zum 2:7 ausnutzte (47.). Nach diesem Wochenende sollte definitiv klar sein, woran man in der kommenden Woche vor dem CHL-Heimspiel-Doppelpack arbeiten muss: Die Defensive lässt einen schon mit Fragezeichen zurück, wenn gleich es natürlich auch zwei Schweizer Top-Teams waren. Dennoch kann man sich als DEL-Rekordmeister mit ambitionierten Zielen auch deutlich besser präsentieren.
Und es kam noch schlimmer: Nico Gross erhöhte Mitte des Schlussdrittels auf 2:8 (50.). Natürlich war in dem Spiel die Luft raus, aber trotzdem kann man das Spiel auch ordentlich zu Ende spielen und sich dann nicht so seinem Schicksal ergeben. Immerhin blieb es am Ende bei den acht Gegentoren. Nun gilt es an den Schwachstellen zu arbeiten.

2:6-Niederlage zum CHL-Auftakt in Genf: Eisbären hadern mit ihrer Chancenverwertung

Die Eisbären Berlin verlieren das erste Spiel in der Champions Hockey League (CHL) bei Servette Genf mit 2:6 (1:2,1:1,0:3). An sich war es eine gute Vorstellung der Berliner, am Ende haderte man aber vor allem mit der Chancenverwertung. 29:16 zeigte die Torschussstatistik am Ende an. Doch die Schweizer waren die effizientere Mannschaft. 

Endlich war es soweit: Das erste Pflichtspiel für das neue Trainerteam der Eisbären Berlin um Head Coach Éric Dubois und Associate Coach Dan Lambert stand an. Sie entschieden sich für folgende Aufstellung beim Auftakt in Genf: Jack LaFontaine stand im Berliner Tor. Kai Wissmann verteidigte wie gewohnt an der Seite von Jonas Müller, Neuzugang Brandon Davidson mit Adam Smith, Mitch Reinke mit Korbinian Geibel sowie Eric Mik mit Moritz Kretzschmar. In der Offensive sahen die Reihen wie folgt aus: Ty Ronning und Liam Kirk stürmten zusammen mit Rückkehrer Gabriel Fontaine. Leo Pföderl bildete eine Reihe mit Andreas Eder und Eric Hördler. Neuzugang Tobias Krestan bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Yannick Veilleux eine Rehe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Rihards Griva, Manuel Wiederer und Noel Saffran.

Für die Eisbären geht es in dieser CHL-Saison vor allem erst einmal darum, die Ligaphase zu überstehen und dann will man nach Aussagen der Verantwortlichen so weit wie möglich kommen. Vor zwei Jahren stand man schon einmal im Viertelfinale und scheiterte am späteren Sieger ZSC Lions. Bemerkenswert: In beiden Spielen führte man bereits mit 3:0, ehe man in beiden Spielen als Verlieren vom Eis ging.

Rückkehrer Gabriel Fontaine (rechts) erzielte das erste Pflichtspieltor der Eisbären-Saison 2026/27. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Fontaine belohnt die Eisbären mit dem Anschlusstreffer

Trotz eines guten Beginns der Gäste gingen die Hausherren in Führung. Nach rund drei Minuten klingelte es erstmals im Tor von LaFontaine. Vili Saarijärvi düpierte den neuen Berliner Goalie – 0:1 (3.). Keine zwei Minuten später legten die Schweizer das zweite Tor nach. Die Gastgeber eroberten die Scheibe in der Bandenrundung und spielten dann den Treffer schön heraus. Markus Granlund war der Torschütze gewesen – 0:2 (5.).
Trotz der zwei schnellen Gegentore ließen sich die Eisbären nicht von ihrem Spielplan abbringen und spielten weiter gutes Eishockey. In der Folge erspielte man sich auch weitere gute Chancen, konnte diese jedoch nicht verwerten. Bis zum ersten Powerplay in der Schlussphase. Leo Pföderl scheiterte noch, aber Gabriel Fontaine verkürzte 100 Sekunden vor dem Ende auf 1:2 (19.). Der verdiente Lohn für ein starkes erstes Drittel – abgesehen von der Phase, in der man beide Gegentore kassierte.

Ty Ronning sorgte für den 2:2-Ausgleich. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Drückende Überlegenheit, trotzdem Rückstand

Auch ins zweite Drittel fanden die Eisbären gut rein und waren die optisch gesehen überlegene Mannschaft. Hinten ließ man wenig zu, während man nach vorne das Spiel immer wieder ankurbelte. Auch das zweite Powerplay sah schon wieder vielversprechend aus. Mitte des Spiels konnte man sich dann auch ein weiteres Mal belohnen, als Ty Ronning aus der Drehung das 2:2 erzielte (31.). Inzwischen war der Ausgleich hochverdient. 16:3-Torschüsse zeigte die Statistik am Ende des Mitteldrittels. Und doch nahm man einen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause. Der Gegentreffer fiel 13 Sekunden vor Drittelende.

Jack LaFontaine gab sein Pflichtspiel-Debüt für die Eisbären. (Archivfoto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Chancenverwertung spricht am Ende klar für Genf

Direkt zu Beginn des Schlussdrittels hatte Leo Pföderl das 3:3 auf dem Schläger, ließ diese Chance aber liegen. Fortan ging es hin und her, aber getroffen haben nur die Hausherren. Erneut war Granlund der Torschütze – 2:4 (49.).
Die Chancenverwertung war hier in diesem Spiel der Knackpunkt. Während Genf weniger Torschüsse hatte, diese aber effektiv zu nutzen wusste, ließen die Eisbären Chance um Chance liegen. Das war aber auch das einzig schlechte an diesem Spiel, denn ansonsten war es ein sehr starker Auftritt der Hauptstädter. 31 Prozent zeigte die Schuss-Effizienz der Schweizer an, sieben Prozent waren es bei den Eisbären zu diesem Zeitpunkt.
In Überzahl entschieden die Gastgeber das Spiel mit dem Treffer zum 5:2. James Vesey überwand LaFontaine im Berliner Tor (54.). Deren Trainer Dubois nahm dann in den letzten fünf Minuten noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Das nutzte Noah Rod zum sechsten Treffer aus – 2:6 (58.).
Damit setzte es im ersten CHL-Spiel eine deutliche Niederlage. Am Ende setzte sich die Kaltschnäuzigkeit der Schweizer durch. Die Eisbären müssen die guten Ansätze aus diesem Spiel mitnehmen und am Sonntag in Davos eine bessere Chancenverwertung an den Tag legen.

4:1 in Spiel fünf! Die Eisbären Berlin sind zum zwölften Mal Deutscher Meister!

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #50:

Playoff-Finale-Endstand: 1:4 (3:7/1:5/1:5/4:3 n.V./1:4)

Was zum Jahreswechsel und auch zur Olympiapause noch unmöglich schien, ist am Ende doch Wirklichkeit geworden: Die Eisbären Berlin trotzten sämtlichen Verletzungspech und feierten nun doch noch ihre zwölfte deutsche Meisterschaft. Im fünften Finalspiel setzten sich die Hauptstädter mit 4:1 durch und sicherten sich damit zum dritten Mal in Folge die DEL-Meisterschaft. Eine, die das Prädikat Meisterstück erhält. Denn es war, neben 2012, die unerwartete Meisterschaft. Aber einmal mehr zeigte sich, dass die Eisbären eine echte Playoff-Mannschaft sind, gegen die es kaum möglich ist, vier Spiele in einer Serie zu gewinnen. Und gegen Serge Aubin kann man erst recht keine Playoff-Serie gewinnen, denn der Berliner Trainer feierte in seiner 15. Playoff-Serie mit den Eisbären den 15. Seriensieg. Was für unglaubliche Zahlen. Was für ein unglaublicher Trainer. Was für ein unglaubliches Team.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zu Spiel vier am Donnerstagabend nur auf einer Position. Adam Smith und Mitch Reinke tauschten die Verteidigerpärchen. Smith verteidigte an der Seite von Jonas Müller, Reinke an der Seite von Niemeläinen. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim musste gewinnen, um Spiel sechs in der Hauptstadt zu erzwingen, während die Berliner heute den zweiten Matchpuck hatten, um die zwölfte deutsche Meisterschaft perfekt zu machen. Spielten die Kurpfälzer erneut den Party-Crasher oder sorgten die Eisbären für die Demütigung beim Erzrivalen? Denn wer will schon seinen Erzfeind in eigener Arena zusehen, wie er die Meisterschaft feiert.

Erzielte das wichtige 1:0 im ersten Drittel in Mannheim: Ty Ronning (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ekstase in Mannheim, wo die Fans bereits vor dem ersten Bully alle standen. In der Kurpfalz waren die Adler-Fans heiß auf Finalspiel fünf. Und direkt war hier Feuer drin. Liam Kirk hatte die ersten beiden guten Abschlüsse, doch Zach Solow hatte die erste dicke Chance der Partie. Aber Jonas Stettmer blieb cool und fischte die Scheibe locker runter.
Die erwartete Mannheimer Drangphase blieb aus, weil die Eisbären den Spielaufbau der Adler durch ihr aggressives Forechecking früh störten. Dazu waren es die Mannen von Serge Aubin, welche hier dem 1:0 näher waren als die Hausherren. Diese hatten zwar auch ihre Abschlüsse, aber die der Eisbären waren in der ersten Phase des Spiels gefährlicher.
Danach entwickelte sich die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den beiden Erzrivalen. Den Adlern bot sich dann die erste Chance in Powerplay zu spielen, als Les Lancaster auf die Strafbank musste. Die Special Teams können in so einer Finalserie ein entscheidender Faktor sein. Und schon wurde es laut im Ufo, das muss man zugeben. Aber genauso schnell war es auch wieder ruhig, als man das erste Powerplay nicht nutzen konnte und sich beinahe noch den Shorthander gefangen hätte.
Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittels wurde es dafür im Gästeblock laut. Freddy Tiffels eroberte ganz stark die Scheibe, brachte sie weiter zu Ty Ronning, welcher das wichtige 1:0 erzielte. Das Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt für die Eisbären, denn diese Führung nahm der Titelverteidiger mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine überragende Vorstellung im Eisbären-Tor. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Der nächste Nackenschlag folgte unmittelbar nach Wiederbeginn. 77 Sekunden waren gespielt, da landete der Onetimer von Liam Kirk im leeren Adler-Tor – 2:0 (22.).
Mannheim hätte schnell eine Antwort finden können. Zweimal vergaben sie danach eine gute Chance, danach vertändelten sie ein Zwei-auf-null auf klägliche Weise. Die Eisbären waren wieder im Kopf der Kurpfälzer angekommen. Erst recht, als sie auch das nächste Unterzahlspiel ohne Gegentor überstanden.
Mannheim ließ aber nicht locker und hatte in dieser Phase für meinen Geschmack zu viele Spielanteile und Chancen, aber Jonas Stettmer bewarb sich mit Nachdruck für die MVP-Auszeichnung in den diesjährigen Playoffs. Die Eisbären liefen dem Spiel in diesen Momenten so ein wenig hinterher.
Das eine Zwei-Tore-Führung kein beruhigendes Polster ist, hatte man ja erst kürzlich in Spiel vier gesehen, als man am Ende noch eine 3:1-Führung verspielte. Und auch heute häuften sich in dieser Phase die Mannheimer Abschlüsse, doch bisher war kein vorbeikommen an Jonas Stettmer. Der Straubinger Junge wuchs einmal mehr über sich hinaus und wurde prompt von den eigenen Fans gefeiert.
Kurz vor der zweiten Drittelpause ließen die Eisbären dann aber die vermeintliche Vorentscheidung liegen und nahmen somit die 2:0-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Am Ende jubelten erneut die Eisbären Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel blieb der zu erwartende Ansturm der Hausherren aus, weil die Eisbären das hinten gut verteidigten und selbst nach vorne spielten, um für die endgültige Entscheidung in dieser Finalserie zu sorgen. Man hatte aus der verspielten 3:1-Führung von Spiel vier gelernt.
Ty Ronning versteckte sich in den letzten Spielen zunehmend, heute war der kleine Wirbelwind aber wieder voll da. Es lief der 44. Spielminute, da hämmerte die Nummer neun die Scheibe zum zweiten Mal an diesem Nachmittag ins Tor und schraubte das Ergebnis auf 3:0 hoch.
Mit diesem Treffer hatte man hier den Stecker aus der SAP-Arena gezogen – zumindest bei den meisten Adler-Fans. Im Gästeblock hingegen fingen bereits die Vorbereitungen zur Meisterparty an. Auch bei den Fans hatte man während dieser Seuchen-Saison bei weitem nicht mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft gerechnet. Auch der Schreiberling selbst oder aber wir als Podcast-Team haben niemals damit gerechnet, weil uns schlichtweg die Überzeugung fehlte, wie diese Mannschaft das noch schaffen will. Lange Zeit war es ja auch mehr als fraglich, ob man es überhaupt direkt in die Playoffs schaffen würde oder man nicht doch den ungeliebten Umweg über die Pre-Playoffs hätte gehen müssen. Doch die Eisbären fanden genau zur richtigen Zeit ihre Top-Form und beendeten die Hauptrunde mit starken fünf Siegen in Serie. Damit hatte man ein erstes Zeichen im Vorfeld der Playoffs an die Konkurrenz gesendet. In den Playoffs erwiesen sich die Berliner dann mal wieder als das allseits gefürchtete Playoff-Monster, welches erst Straubing, dann Köln und am Ende schließlich auch noch den Erzrivalen Mannheim aus dem Weg räumte und sich so am Ende die zwölfte Meisterschaft schnappte.
Aber nochmal zurück zum heutigen Spiel, wo Mannheim am Ende nochmal alles versuchte und Dallas Eakins auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch die Eisbären verteidigten das mit enorm viel Leidenschaft zu Ende und wollten ihrem Meister-Goalie die Krönung des Shutouts im entscheidenden Finalspiel ermöglichen. Er selbst arbeitete auch selbst daran, als er einen Penalty von Luke Esposito hielt. Was hat der Junge für Nerven, unglaublich! Am Ende wurde es ein 4:1-Auswärtssieg (Eric Mik traf ins leere Mannheimer Tor/Marc Michaelis machte in Überzahl den Shutout von Jonas Stettmer kaputt), welcher der Startschuss für eine lange Partynacht werden sollte. Die Eisbären krönten sich auf dem Eis des Erzrivalen Adler Mannheim und holten die dritte Meisterschaft in Folge. Eine bittere Demütigung für die Kurpfälzer, welche aber neidlos anerkennen müssen, dass die Eisbären Berlin ihnen in Sachen DEL-Titeln immer mehr enteilen. Die Adler-Fans zeigten nach der Schlusssirene ihre hässliche Seite, als sie den neuen Deutschen Meister ausbuhten. Anstand wird in der Quadratestadt eben klein geschrieben…

3:4 nach Verlängerung: Die Eisbären verspielen eine 3:1-Führung und lassen den ersten Matchpuck ungenutzt

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #49:

Playoff-Finale-Stand: 3:1 (7:3/5:1/5:1/3:4 n.V.)

Ist das bitter! Die Eisbären Berlin verlieren Spiel vier der Finalserie mit 3:4 nach der zweiten Overtime und verpassen damit die erste Chance, die erneute Titelverteidigung perfekt zu machen. Im letzten Drittel lag man bereits mit 3:1 vorne, doch dann drehten die Adler nochmal auf und erkämpften sich die Verlängerung. In dieser waren die Eisbären die dominante Mannschaft, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen. Am Ende gelang Mannheim der goldene Treffer, der die Serie zurück nach Mannheim bringt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dessen Platz neben Jonas Müller nahm Mitch Reinke ein. Den Platz von Reinke neben Adam Smith nahm Markus Niemeläinen ein, welcher durch den Ausfall von Wissmann zurück ins Line-up kam. Alles andere blieb unverändert. Warum auch etwas ändern, schließlich hatte dieses Team eine souveräne 3:0-Führung in der Finalserie herausgespielt.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären waren einen Sieg von der zwölften Meisterschaft entfernt. Mannheim musste gewinnen, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Gab es am Ende die große Party in der Hauptstadt oder spielten die Kurpfälzer den Party-Crasher?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden war das Spiel alt, da hatte Ty Ronning den ersten Alleingang, scheiterte aber an Johan Mattsson, welcher heute für Maxi Franzreb im Tor stand. Aber auch Mannheim hatte direkt die erste gute Chance durch Matthias Plachta, aber auch Jonas Stettmer war von Beginn an hellwach.
Insgesamt war es ein munterer Beginn ins vierte Finalspiel. Kein Abtasten, beide Mannschaften suchten direkt den Weg vor das gegnerische Tor. Was aber auch zu erwarten war, schließlich musste Mannheim heute gewinnen, während die Eisbären den Sack vor den eigenen Fans zu machen wollte.
Die Gäste hatten früh das erste Powerplay im Spiel, doch die Eisbären überstanden dieses ohne größere Probleme. Mannheim blieb aber dran und war zu Beginn die aktivere Mannschaft. Doch die Berliner blieben konzentriert und ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Trotzdem fanden die Hausherren noch nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel aus den ersten drei Spielen. Da half auch das erste Powerplay nicht.
Danach blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, die Zweikämpfe waren dementsprechend hart umkämpft. Aber man merkte dem Spiel an, was hier auf dem Spiel stand, weshalb beide Teams noch nicht ins letzte Risiko gingen.
Kurz vor Ende hatten die Berliner durch Marcel Noebels das 1:0 auf dem Schläger, als er frei vor Mattsson zum Abschluss kam, doch die Nummer 92 konnte diese dicke Chance nicht nutzen. So blieb es beim 0:0 nach spannenden 20 Minuten.

Les Lancaster (links) eröffnete Finalspiel vier mit dem 1:0 im zweiten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und diesmal schlug es im Adler-Tor ein. „Connor McLancaster“ mit dem 1:0 für die Eisbären, welches das Arenadach abheben ließ (23.). Diese Torgefährlichkeit der Verteidiger ist brutal und findet man so in dieser Liga kein zweites Mal.
Nun waren die Gäste gefordert, wollten sie nicht in die vorzeitige Sommerpause gehen. Doch diese rückte immer näher, denn Liam Kirk legte das 2:0 nach (28.). Der Weg für Mannheim wurde also immer weiter, während die Eisbären dem 12. Titelgewinn sehr nahe kamen.
Die Kurpfälzer hatten Mitte des Spiels das nächste Powerplay und damit die große Chance auf den Anschlusstreffer, der das Spiel hier nochmal spannend machen würde. Und dieser fiel auch. Nicolas Mattinen mit dem trockenen Schuss von der blauen Linie zum 2:1 (32.).
Alexander Ehl hätte fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels das Spiel wieder von vorne beginnen lassen können, als er frei zum Abschluss kam. Jonas Stettmer war aber zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Marcel Noebels das halbleere Tor vor Augen, doch auch diese Chance ließ er ungenutzt.
Ebenso ungenutzt ließen die Hauptstädter in Powerplay in der Schlussphase des Mitteldrittels. Auch Andy Eder hatte das 3:1 auf der Kelle, scheiterte aber mit seinem Tip-in-Versuch an Mattsson. So blieb es bei der knappen 2:1-Führung nach 40 Minuten.

Pure Erleichterung nach dem 3:1 durch Markus Vikingstad. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Schlussdrittels hatten beide Mannschaften je eine Minute lang Powerplay, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da hob das Dach zum dritten Mal an diesem Abend ab. Markus Vikingstad stellte auf 3:1 und brachte seine Mannschaft noch näher an den DEL-Pokal ran (47.). Nun waren die Adler gefordert, wollten sie die Finalserie nochmal in die Kurpfalz bringen. Doch es fiel schwer daran zu glauben, wenn man alle bisherigen Spiele betrachtet. Doch sie bekamen nochmal die Chance auf dem Silbertablett serviert, denn Markus Niemeläinen musste nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären warfen alles rein und verteidigten das enorm leidenschaftlich, trotzdem kassierte man in der 53. Spielminute den 3:2-Anschlusstreffer durch Zach Solow, der erfolgreich abstaubte.
Nun war hier also wieder Spannung drin im vierten Finalspiel und Mannheim hatte weiterhin Powerplay, da das Tor noch innerhalb der ersten Strafzeit fiel. Und Mannheim hatte Blut geleckt und wollte in Überzahl den Ausgleich erzielen, scheiterte aber an Teufelskerl Jonas Stettmer im Berliner Tor. Die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne ein weiteres Gegentor.
Die Partie steuerte immer mehr auf ihren Höhepunkt und die Crunchtime zu. Die Stimmung war überragend und das auf beiden Seiten. Die Spannung war zum Greifen nah und nun begann sie, die Zeit des Fingernägelkauen. Vor allem deswegen, weil Mannheim nochmal die zweite Luft bekam und die Berliner ins eigene Drittel drängte. Hut ab vor der Moral der Mannschaft von Trainer Dallas Eakins, die Spiel vier zur spannendsten der gesamten Finalserie machten. Erst recht, als Alexander Ehl drei Minuten vor dem Ende zum 3:3 traf (57.). Dieser Treffer sorgte für pure Ekstase im Gästeblock, während der Treffer für die Eisbären-Fans ein Stimmungsdämpfer war.
Denn nun begann die Partie wieder von vorne und das Momentum war auf Seiten der Adler. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel nur hinterher und wirkten angeknockt. Und beinahe hätte es den Lucky Punch durch die Adler gegeben, die nach Ablauf der Schlusssirene das vermeintliche 4:3 erzielten. Zum Glück für die Eisbären war die Zeit aber bereits abgelaufen, weshalb Spiel vier in die Verlängerung ging.

Ty Ronning konnte nicht glauben, dass die Eisbären in der ersten Overtime kein Tor erzielt haben trotz klarer Überlegenheit. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Dort entschied ein Tor über Meisterschaft und Sommerpause oder Spiel fünf in Mannheim. Spannender kann ein mögliches entscheidendes Finalspiel nicht sein. Die Eisbären waren zu Beginn die aktivere und gefährlichere Mannschaft und schnupperten mehrmals am Siegtreffer. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Jungs waren nun wieder deutlich besser drin im Spiel. Und die Overtime bestimmte letztendlich nur Berlin, was aber fehlte, war das erlösende Tor. Johan Mattsson ließ einfach keine Scheibe durch. Mannheim tauchte zwar auch ab und zu mal vor Jonas Stettmer auf, doch so gefährlich wie vor dem eigenen Tor wurde es nicht.
Zwei Minuten waren noch auf der Uhr, da hatten alle Eisbären-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch das Gestänge rettete für Mannheim. Und so endete die erste Overtime torlos und die Nerven wurden hier weiter strapaziert.

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Overtime gespielt, da war Jean-Sébastien Dea nah dran am 4:3, doch sein Schuss ging denkbar knapp am Pfosten vorbei. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, kassiert hinten einen. In der 84. Spielminute sorgte Luke Esposito für die Entscheidung und schickte die Serie zurück in die Kurpfalz. Dort haben die Berliner erneut die Chance, die Titelverteidigung perfekt zu machen.

5:1 in Spiel drei: Die Eisbären feiern den nächsten Kantersieg und sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #48:

Playoff-Finale-Stand: 0:3 (3:7/1:5/1:5)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Schritt von der erneuten Titelverteidigung entfernt. Auch Spiel drei der Finalserie gewann der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim mit 5:1 und sicherte sich damit den Matchpuck. Auch in Spiel drei fand die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins kein Gegenmittel gegen brutal effiziente und abgezockte Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat seine Top-Reihen gefunden und änderte daher nichts am Line-up. Warum auch, lief es doch in den ersten beiden Finalspielen hervorragend.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim wollte und musste eine Reaktion zeigen, um nicht die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Die Eisbären hingegen wollten genau den dritten Sieg in Serie einfahren, um sich den Matchpuck zu sichern. Gaben die Adler heute ein Lebenszeichen in der Finalserie ab oder feierten die Eisbären im dritten Spiel den dritten Sieg?

Erneut konnten die Mannheimer Jonas Stettmer nur einmal überwinden. Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann denkbar schlecht aus Eisbären-Sicht. 21 Sekunden waren gespielt, da war das Spiel für Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf von Maximilian Heim beendet. Da auch Dan Renouf mit auf die Strafbank musste, folgte das erste Powerplay der Kurpfälzer erst nach Ablauf der Strafe gegen die Nummer vier. Aber die Adler nahmen aus diesem Start viel Schwung mit und spielten druckvoll nach vorne. Marc Michaelis belohnte die Hausherren mit dem frühen 1:0 und sorgte so direkt für Hoffnung im Ufo (3.).
Die Eisbären schüttelten sich einen kurzen Moment, zogen danach aber ihren Gameplan strikt durch. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der es rasant hin und her ging. Die Eisbären fanden Mitte des ersten Drittels die Antwort durch Eric Mik – 1:1 (11.). Die Vorlage kam von Leo Pföderl, der damit seinen 30. Finalscorerpunkt einfuhr. Was für eine Statistik der Nummer 93!
Danach spielten beide Teams weiter offensiv nach vorne und kamen zu guten Chancen, doch sowohl Maximilian Franzreb auf Mannheimer Seite als auch Jonas Stettmer auf Berliner Seite ließen keine weiteren Scheiben ins Tor, weshalb es nach 20 Minuten 1:1 stand.

Les Lancaster erzielte am Ende den Gamewinner. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel drehten die Eisbären die Partie dann komplett. Im Anschluss an eine Drangphase brachte Torjäger Les Lancaster die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (25.).
Mannheim ließ in der Folge ein Powerplay ungenutzt und konnte auch danach weitere Chancen nicht nutzen, weil die Endstation immer wieder Jonas Stettmer hieß. Egal, was Mannheim versuchte, der Straubinger Junge war zur Stelle und ließ die Mannheimer Spieler reihenweise verzweifeln.
Und die Eisbären? Die erwiesen sich einmal mehr als äußerst effizient vor dem Tor und erhöhten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1. Freddy Tiffels behauptete die Scheibe sehr stark, spielte sie dann mit der Hacke (!) weiter zu Leo Pföderl, welcher erneut Mik in Szene setzte. Der Verteidiger hatte heute Bock auf Toreschießen und erzielte bereits sein zweites Tor an diesem Abend. Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Eric Mik schrieb DEL-Geschichte als erster Verteidiger, dem ein Hattrick in der Finalserie gelang. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel dominierten die Eisbären das Spiel weiterhin nach Belieben. Mannheim fiel nichts ein und musste hinten aufpassen, dass sie sich nicht das nächste Gegentor fingen. Unterstützung von den Rängen kam auch kaum noch, da sich viele Adler-Fans schon wieder auf den Heimweg gemacht hatten – wie in Spiel eins. Mitte des letzten Drittels gingen die nächsten Fans, als Eric Mik DEL-Geschichte schrieb. Die Nummer 12 erhöhte auf 4:1 und ist somit der erste Verteidiger, der einen Hattrick in einer DEL-Finalserie feierte (51.). Unglaublich, in diesen Playoffs funktioniert einfach alles. Mal treffen die Verteidiger, mal die Stürmer. Von allen vier Reihen geht große Gefahr aus. Jeder Spieler kann das Spiel entscheiden.
Nur 14 Sekunden später dachte sich Liam Kirk, dass hier auch mal ein Stürmer wieder treffen sollte und sorgte für den 5:1-Endstand (52.). Der Rest war Party pur im Gästeblock, während die noch da gebliebenen Adler-Fans ihre Mannschaft nochmal etwas feierten.
Aber was sagt man zu diesen Eisbären? Nach der Hauptrunde hatte niemand mit der erneuten Finalteilnahme gerechnet. Die Personalprobleme setzten sich in den Playoffs fort und am Ende fehlten satte fünf Spieler. Ausfälle, die eine Mannschaft normalerweise nicht wegstecken kann. Weil dort auch wichtige Leistungsträger dabei waren. Und heute fiel dann nach 21 Sekunden auch noch Wissmann aus und die Eisbären rannten einem 0:1-Rückstand hinterher. Beste Vorzeichen also für Mannheim, um den ersten Sieg in der Finalserie zu feiern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht, welche erneut mit großer Leidenschaft kämpften und sich am Ende den Sieg auch redlich verdienten. Eric Mik hatten die Kurpfälzer sicherlich auch nicht auf ihrer Bingo-Karte, dass er heute gleich dreimal treffen würde.
Diese Mannschaft lässt sich von keinen Widrigkeiten stoppen und in jedem Spiel drückt ein anderer Spieler dem Spiel den Stempel auf. Das macht es Mannheim so schwer, ein Gegenmittel zu finden. Dieses muss Dallas Eakins am Donnerstag aber finden, denn bei einer weiteren Niederlage droht bereits die Vizemeisterschaft, während die Eisbären Berlin kurz vor dem Gewinn der 12. deutschen Meisterschaft stehen. Und das nach dieser Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Nie war es für die DEL-Konkurrenz einfacher, die Eisbären vom Thron zu stoßen. Und am Ende nutzen sie nicht einmal das aus. Auch das spricht nicht gerade für die Konkurrenz, aber umso mehr für die Eisbären und vor allem für Trainer Serge Aubin. Der Berliner Trainer steht vor seiner 15. erfolgreichen Playoff-Serie. Auch das wäre eine Serie für die Ewigkeit.

5:1 in Spiel zwei! Die Eisbären demütigen Mannheim erneut

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #47:

Playoff-Finale-Stand: 2:0 (7:3/5:1)

Auch Spiel zwei geht an die Eisbären Berlin: Vor den eigenen Fans setzte sich der Titelverteidiger und DEL-Rekordmeister verdient mit 5:1 durch und führt in der Finalserie nun mit 2:0. Die Eisbären überzeugten erneut durch gnadenlose Effektivität vor dem Tor, während Mannheim zum einen an Jonas Stettmer scheiterte, zum anderen mal wieder seine Nerven nicht im Griff hatte. Der PENNY DEL droht erneut eine einseitige Finalserie, weil Mannheim bisher alles andere als ein würdiger Finalgegner ist.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Team wie in Finalspiel eins, welches Mannheim in eigener Arena gedemütigt hat.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hatten nach dem Auftaktsieg die große Chance auf den zweiten Sieg in der Finalserie. Aber Mannheim musste eine Reaktion auf das 3:7 in der eigenen Arena zeigen. Damit war auf jeden Fall auch zu rechnen. Aber reichte es, um das Heimrecht wieder in die Kurpfalz zu holen oder fuhren die Berliner den zweiten Sieg ein?

Starke Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve vor Spiel zwei der Finalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Adler starteten druckvoll ins Spiel und hatten auch schon bei einem Zwei-auf-eins-Konter eine gute Chance, doch Jonas Stettmer war zur Stelle. Generell fiel auf, dass Mannheim die Scheiben schnell auf das Tor brachte. Aber für den ersten Treffer sorgten die Hausherren durch Manuel Wiederer, der einmal mehr die Effektivität der Berliner unter Beweis stellte – 1:0 (3.). Zudem auch wieder ein Beweis für das Secondary Scoring, wo eben nicht alles nur an Ty Ronning hängt, wie noch im Vorjahr. Das macht die Mannschaft von Trainer Serge Aubin in diesem Jahr so schwer auszurechnen.
Was aber auch auffiel: Die Eisbären liefen in den ersten fünf Minuten zweimal in einen Mannheimer Konter, was dir gegen eine Mannschaft wie Mannheim nicht so oft passieren darf. Zum Glück war Jonas Stettmer beide Male hellwach.
Mannheim war zu Beginn die aktivere Mannschaft, was aber auch Freitag schon der Fall gewesen war. Aber auch da erwiesen sich die Eisbären als die effektivere Mannschaft. Im Laufe des ersten Drittels war es aber ein Duell auf Augenhöhe, in denen beide Teams ihre offensiven Momente hatten.
In der Schlussphase wurde es dann erstmals ruppig, denn Ty Ronning und Kris Bennett tauschten „Nettigkeiten“ aus. Wenn es spielerisch nicht klappt, muss man eben den Top-Scorer der Eisbären versuchen auszuschalten. Auch Dan Renouf versuchte sich einen Partner zum kämpfen zu suchen, weil auch er für nichts anderes im Team von Dallas Eakins zuständig ist. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung anschließend mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine starke Vorstellung im Berliner Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

2:25 Minuten dauerte es im ersten Drittel, ehe die Eisbären trafen. Im zweiten Drittel dauerte es ganze acht Sekunden länger, ehe Liam Kirk seine klasse Einzelleistung mit dem Tor zum 2:0 abschloss (23.).
Mannheim wollte kurz darauf die schnelle Antwort geben und hatte auch zwei Top-Chancen, aber Jonas Stettmer hatte bisher auch im zweiten Duell mit Maximilian Franzreb klar die Nase vorne. Der Straubinger Junge wächst in den Playoffs einmal mehr über sich hinaus.
Aber auch die Eisbären hatten in der Folge beste Chancen, welche sie nicht nutzen konnten. Es entwickelte sich in dieser Phase ein munteres Spiel, in dem es rasant hin und her ging. Zudem wurden die Zweikämpfe auch immer hart umkämpfter.
Mannheim bekam Mitte des zweiten Drittels ein Powerplay, aber auch in diesem gelang ihnen nicht der Anschlusstreffer. Der Berg für die Kurpfälzer wurde also immer steiler, wollte man die Finalserie heute noch ausgleichen. Doch sie hatten das große Problem, dass mit Jonas Stettmer ein Teufelskerl im Berliner Tor stand, der die Adler-Spieler reihenweise zur Verzweiflung brachte.
Währenddessen wuchs auch der Frust bei den Mannheimer Spielern, was in einer Disziplinarstrafe für Nicolas Mattinen mündete, der einfach so lange unsportlich agierte bis es den Hauptschiedsrichtern zu viel wurde. Wundern musste sich darüber keiner, denn das gehört zum Gameplan von Dallas Eakins, der selbst in Mannheim nicht bei allen Fans beliebt ist. Und für diese Spielweise hat er auch das richtige Personal im Kader. Zum Glück behielten die Eisbären ihre Nerven und konzentrierten sich auf das Wesentlich und das war Eishockey. Die 2:0-Führung nahm man mit in die zweite Drittelpause.

Leo Pföderl (vorne) stellte im Schlussdrittel auf 3:0.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel gab es diesmal kein frühes Eisbären-Tor zu bejubeln. Was angesichts des Spielstandes aber auch nicht schlimm war. Mannheim war gefordert, hier eine Reaktion zu zeigen. Doch bisher war wenig von den Kurpfälzern zu sehen. Was aber auch an einer starken Berliner Defensive lag, die wenig zuließ.
Leo Pföderl sorgte dann aber für die endgültige Entscheidung. In der 47. Spielminute fuhr er rein ins Angriffsdrittel, zog einfach mal ab und überwand Maximilian Franzreb zum dritten Mal an diesem Abend – 3:0.
Die Kurpfälzer hatten zwar nochmal ein Powerplay und somit die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Aber auch in diesem lief wenig bei Mannheim zusammen. Die Adler wirkten in den bisherigen zwei Spielen nicht finalwürdig – mal vom letzten Drittel in Spiel eins abgesehen. Aber auch das war nur möglich, weil die Eisbären den Fuß vom Gaspedal genommen hatten. Bisher dominierten die Berliner diese Finalserie deutlich, was Leo Pföderl auch nochmal unterstreichen wollte. Sein Hammer schlug hinter Franzreb ein – 4:0 (54.). Nur zehn Sekunden später erhöhte Eric Hördler sogar auf 5:0 (54.).
Die Arena am Ostbahnhof glich inzwischen einem Partyhaus, während es im Gästeblock sehr ruhig wurde. Das einzige Ziel, was die Eisbären nun noch haben konnten, war die Serie, die seit vier Spielen lief. Denn in den letzten vier Finalspielen traf man jeweils sieben Mal, heute waren es auch schon wieder fünf Tore.
Mannheim fiel nur noch durch Provokationen von Dan Renouf und Luke Esposito auf, deren Hauptaufgabe das zu sein scheint. Denn Eishockey spielten beide Spieler hier nicht.
Mannheim durfte in der Schlussphase nochmal Powerplay spielen und Dallas Eakins zog direkt seinen Goalie. Warum auch immer, das wird sein Geheimnis bleiben. Denn das Spiel war längst entschieden. Daran änderte der Ehrentreffer durch Zach Solow auch nichts mehr – 5:1 (58.). Die Eisbären gewinnen damit auch Spiel zwei in beeindruckender Manier und es fehlt aktuell der Glaube daran, dass diese Berliner Mannschaft viermal in den nächsten fünf Spielen gegen diese Mannheimer verlieren soll. Zu eindeutig dominiert die Mannschaft von Trainer Serge Aubin diese Finalserie. Der halbe Weg auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung ist gemacht, der zweite Teil wird aber genauso schwer. Aber die Eisbären haben alles in der eigenen Hand.

7:3-Sieg! Die Eisbären demütigen Mannheim im ersten Finalspiel in eigener Arena

Playoff-Finale-Stand: 0:1 (3:7)

Die Eisbären Berlin setzten direkt im ersten Finalspiel ein dickes Ausrufezeichen und sichern sich damit das Heimrecht. In der SAP-Arena setzten sich die Berliner hochverdient mit 7:3 (3:0,2:0,2:3) bei den Adler Mannheim durch und haben damit direkt einmal ihre Titel-Ambitionen untermauert. Gerade die ersten 40 Minuten waren pure Dominanz und gnadenlose Effektivität. Dagegen hatte die Mannschaft von Dallas Eakins kein Gegenmittel und muss jenes nun bis zu Spiel zwei am Sonntagnachmittag entwickeln, um nicht den nächsten Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft zu erleiden.

Eisbären-Trainer Serge veränderte sein Line-up im Vergleich zu Spiel sechs der Halbfinalserie bei den Kölner Haien überhaupt nicht und vertraute somit dem selben Line-up, welches den Finaleinzug perfekt gemacht hatte.

Die Ausgangslage war klar: Es war Spiel eins der Finalserie und beide Teams wollten direkt die erste Duftmarke setzen. Während es für die Eisbären kein Neuland mehr war, absolvierten die Kurpfälzer ihr erstes Endspiel seit 2019. Setzte sich am Ende die Final-Erfahrung der Eisbären durch oder konnte Mannheim sein erstes Heimspiel für sich entscheiden?

Liam Kirk erzielte das erste und das letzte Tor in Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine sehr intensive und hart umkämpfte Partie. Was aber auch zu erwarten war, schließlich geht es ab sofort um die deutsche Meisterschaft in der PENNY DEL. Die Adler hatten früh im Spiel das erste Powerplay, machten aber direkt Bekanntschaft mit dem drittbesten Penalty Killing der Playoffs, welches nichts Gefährliches zu ließ.
Special Teams können in dieser Finalserie von enormer Bedeutung sein und sie sollten es auch direkt im ersten Drittel werden. Denn die Eisbären nutzten im Gegensatz zu Mannheim ihr erstes Powerplay. Die Scheibe wurde auf das Tor gebracht, blieb dort hängen und am Ende war es Liam Kirk, welcher zum 1:0 traf (8.).
Die Berliner legten genau den Start hin, den man sich gewünscht hatte. Mannheim war zwar äußerst aktiv in Sachen Torschüsse, doch diese wurden eher aus ungefährlichen Positionen abgegeben und stellten Jonas Stettmer daher auch vor keine großen Probleme.
Diese bekamen aber so langsam aber sicher die Hausherren. Maximilian Franzreb konnte den ersten Schuss nur prallen lassen und Jean-Sébastien Dea staubte erfolgreich ab – 2:0 (11.). Trotz 12:4-Torschüssen nach 14 Minuten stand es hier 0:2, was einmal mehr die Kaltschnäuzigkeit der Eisbären in den Playoffs unter Beweis stellte.
Und diese agierten im ersten Drittel äußerst effektiv, denn kurz vor der ersten Drittelpause nutzten sie auch noch einen Konter durch Marcel Noebels und Les Lancaster aus. Letzterer netzte erfolgreich ein zum 3:0 (19.). Danach war dieses Auftaktdrittel zu Ende und alle Fans rieben sich verwundert die Augen. Denn man hatte ja mit allem gerechnet, aber definitiv nicht mit so einem ersten Drittel.

Spiele zwischen Mannheim und Berlin sind immer sehr hitzig. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Mitteldrittel war dann pure Dominanz der Eisbären, welche das so einfach aussehen ließen, wie sie Gegner und Puck laufen ließen. Das sah nicht einmal nach großer Anstrengung aus, wie man hier das Spiel dominierte. Von Mannheim kam erschreckend wenig für ein Finalspiel und vor allem für ein Heimspiel. Was die Eisbären aber überhaupt nicht interessierte, da sie sich nur auf sich konzentrierten. Der heute sehr auffällige Dea ließ die Scheibe stark durch zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning in Szene setzte. Der kleine Wirbelwind erhöhte anschließend auf 4:0 (35.).
Nur 70 Sekunden später legten die Eisbären direkt das fünfte Tor nach. Wieder ließ Franzreb die Scheibe nur prallen, was Markus Vikingstad dankend annahm – 5:0 (36.).
Damit war Finalspiel eins bereits nach 40 Minuten entschieden, denn das die Kurpfälzer hier noch einmal zurück ins Spiel kommen würden, war doch eher unwahrscheinlich.

Im letzten Drittel kamen auch die Adler Mannheim zum Torerfolg und konnten Jonas Stettmer dreimal überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dass Mannheim aber noch einmal alles versuchen würde, war jedoch klar. Und so verwunderte das schnelle Anschlusstor nach 42 Minuten auch nicht wirklich. Kris Bennett ließ die eigenen Fans zum ersten Mal in dieser Finalserie jubeln – 5:1.
Kurz darauf kam dann schon eine sehr diskutable Szene im dritten Drittel. Kai Wissmann fuhr einen durchaus harten Check gegen Leo Gawanke und bekam dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe für einen Check gegen die Bande. Puh, auch nach mehrmaligen Anschauen kann ich da keine Spieldauer erkennen. Ja, der Check war hart, aber Gawanke hatte kurz zuvor noch den Puck und somit geht Wissmann erwartungsgemäß in den Zweikampf. Der Mannheimer Verteidiger schien damit jedoch nicht gerechnet zu haben und hatte daher keine Körperspannung, was den Aufprall durchaus spektakulär aussehen ließ. Dafür Wissmann aber zum Duschen zu schicken, ist für mich eine sehr harte Entscheidung.
Zum Glück überstanden die Eisbären die fünfminütige Unterzahl ohne Gegentor, was aber auch an Teufelskerl Jonas Stettmer lag, der einmal mehr ein überragendes Spiel zeigte.
Kurz nach dem die Berliner wieder komplett waren, schlug es aber doch noch hinter Stettmer ein. Alexander Ehl verkürzte auf 2:5 (48.).
Ging hier nun doch noch was für die Hausherren? Die Eisbären ließen es im Schlussdrittel etwas zu ruhig angehen und stellten das Offensivspiel fast komplett ein. Und Dallas Eakins ging früh All-in und zog rund fünf Minuten vor dem Ende des dritten Drittels seinen Goalie, der inzwischen Mattson hieß, vom Eis. 16 Sekunden später fälschte Mitch Reinke einen Schuss von John Gilmour unglücklich ab und schon stand es nur noch 5:3 (56.).
Eakins nahm kurz darauf erneut seinen Goalie vom Eis, weil was einmal klappt, klappt ja auch zweimal. Aber nicht mit Marcel Noebels, der die Scheibe einfach mal blind auf das leere Tor brachte und auf 6:3 stellte (57.). Danach war auch wieder Ruhe im „Ufo“, die Hoffnung war ganz schnell wieder verflogen. Erst recht, als Liam Kirk auch noch den nächsten Empty-Netter nachlegte – 7:3 (58.).
Damit eröffnete der Brite das Spiel und beendete es auch. Und viel wichtiger: Er setzte die Serie der Eisbären fort, die nun im vierten Spiel in Folge sieben Tore in einem Finalspiel erzielt haben. Ein Rekord für die Ewigkeit, den wohl keine Mannschaft mehr knacken wird. Außer vielleicht die Eisbären selbst, denn was die in den Playoffs für gnadenloses Eishockey spielen, ist fast schon beängstigend. Die ersten 40 Minuten waren eine reine Machtdemonstration des Titelverteidigers. Aber ebenso waren die letzten 20 Minuten Warnung genug, dass man gegen Mannheim über 60 Minuten sein Spiel durchziehen muss, egal wie hoch man auch führt. Aber nach diesem Spiel ist bereits klar, dass in auch in dieser Saison der Meistertitel erneut nur über die Eisbären Berlin führt. Damit hätte man im Verlaufe der Hauptrunde auch nicht mit gerechnet.