4:2 am Pulverturm: Die Eisbären gewinnen das intensive Spiel in Straubing und holen sich das Heimrecht in der Viertelfinalserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #40:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:2 (5:1/1:2/2:4)

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur minimal. Marcel Noebels und Yannick Veilleux tauschten die Reihen. Noebels stürmte an der Seite von Andreas Eder und Ty Ronning. Veilleux bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Jean-Sébastien Dea eine Reihe. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem Serienausgleich der Eisbären am Freitag stand uns nun eine Best-of-five-Serie bevor. Daher lag der Druck so ein wenig auf den Niederbayern, welche ihr Heimspiel gewinnen mussten, um nicht mit einem Rückstand nach Berlin zu fahren. Die Berliner hingegen hatten die Chance, mit einem Sieg das Heimrecht zu holen und hätten dann in Spiel vier zuhause die Chance, sich die ersten Matchpucks zu erspielen. Bestanden die Hauptstädter diesmal im Hexenkessel am Pulverturm oder gab es erneut ein böses Erwachen für den DEL-Rekordmeister?

Auch heute war es wieder eine sehr hart umkämpfte Partie zwischen Straubing und den Eisbären. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach den ersten beiden Spielen war klar, dass in dieser Serie viel Feuer drin steckte. Dementsprechend intensiv ging es vom ersten Bully weg zur Sache. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, nach Abpfiff gerieten beide Mannschaften immer wieder aneinander. Es war ein richtiger Playoff-Fight in Straubing. Die Eisbären erwischten dabei einen deutlich besseren Start als noch am Dienstag, als man nach nicht einmal zwei Minuten mit 0:3 hinten lag. Heute überstand man nicht nur die Anfangsphase, man konnte sogar selbst in Führung gehen. Der neue Torjäger Les Lancaster trat mal wieder in Erscheinung und sorgte für die erste Ekstase im gut gefüllten und lautstarken Gästeblock – 1:0 (4.). Egal, ob er in der Defensive oder Offensive spielt – er hat Gefallen am Toreschießen gefunden. Was für die Eisbären im weiteren Verlauf der Playoffs noch sehr wichtig werden kann.
Die Niederbayern wirkten jedoch keinesfalls geschockt und kamen schnell zum Ausgleich. Gewühl vor Jonas Stettmer und Mike Connolly drückte die Scheibe zum 1:1 über die Linie (7.).
Kam nun wieder die gefürchtete Drangphase der Tigers? Nein, weil die Eisbären weiterhin sehr geduldig spielten und sich an ihren Gameplan hielten. Und sie haben mit Les Lancaster einen Spieler, der weiß, wo das Tor steht. Denn der gelernte Verteidiger überwand Henrik Haukeland zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – 2:1 (11.).
Im weiteren Verlauf hatten die Berliner durchaus weitere Chancen, um das Ergebnis noch auszubauen. Da ihnen das nicht gelang, ging es mit einer knappen, aber verdienten 2:1-Führung in die erste Drittelpause.

Viermal konnten die Spieler der Eisbären Berlin am Pulverturm jubeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Mitteldrittel durften die Hausherren in Überzahl ran und prompt stand es 2:2. Marcel Brandt – der durchaus Glück hatte, heute überhaupt auf dem Eis zu stehen – staubte erfolgreich ab (23.).
Danach hatten die Niederbayern eine sehr gute Drangphase, in der das Spiel hätte durchaus kippen können. Die Eisbären überstanden diese aber ohne Gegentor und zeigten dann eindrucksvoll, wie eine Spitzenmannschaft spielt. Eric Hördler behauptete ganz stark die Scheibe, brachte sie dann von der blauen Linie auf das Tor, wo Lean Bergmann lauerte und entscheidend abfälschte – 3:2 (27.).
Und die Eisbären machten daraus einen Doppelschlag. Konter über Ty Ronning, welcher alleine den Abschluss suchte und auf 4:2 stellte (29.). Die Nummer neun läuft so langsam aber sicher richtig heiß.
Diese beiden Tore hatten die Tigers sichtlich getroffen, welche anschließend auf der Suche nach einer Antwort waren, sich aber die Zähne an der starken Berliner Defensive ausbissen. So führten die Eisbären nach 40 Minuten mit 4:2.

Jonas Stettmer ließ seinen Heimatverein mal wieder verzweifeln. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel war dann gefühlt ein Spiel auf ein Tor – und zwar das von Jonas Stettmer. Durch einige Überzahlspiele hatten die Niederbayern einige Torchancen und dadurch mehr Spielanteile. Straubing baute ordentlich Druck auf und belagerte das Tor von Jonas Stettmer. Die Eisbären warfen alles rein, verteidigten mit enorm viel Leidenschaft und überstanden somit sämtliche Druckphasen der Gastgeber. Diese schnupperten durchaus mehrmals am Anschlusstreffer. Doch entweder stand Jonas Stettmer im Weg oder aber der Schuss wurde geblockt oder aber die Scheibe rutschte knapp am Tor vorbei. So liefen die Niederbayern im Schlussdrittel vergeblich an und liegen nun mit 1:2 in der Viertelfinalserie hinten. Die Eisbären haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, was es braucht, um in den Playoffs erfolgreich zu sein. Eine leidenschaftliche Defensive mit einem starken Torhüter sowie eine Offensive, welche sich Chancen erarbeitet und diese am Ende auch nutzt. Insgesamt hat die gesamte Mannschaft in den letzten beiden Spielen vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugt. Alle Spieler haben sich gegenseitig unterstützt und belohnten sich damit mit der 2:1-Serienführung. Doch am Dienstag geht es wieder von vorne los und Straubing wird eine Antwort in Berlin geben wollen. Aber die Eisbären werden auch dann wieder bereit und ein unbequemer Gegner sein.

2:1 vs. Straubing! Ty Ronning gleicht die Serie zum 1:1 aus

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #39:

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:1 (1:5/2:1)

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion auf die deutliche Niederlage in Spiel eins gezeigt und Spiel zwei mit 2:1 gewonnen. Es war eine hart umkämpfte Partie zwischen beiden Mannschaften. Am Ende hatten die Eisbären das bessere Ende auf ihrer Seite und in Ty Ronning den Matchwinner. Die Nummer neun schnürte den Doppelpack und zeigte einmal mehr, wie wichtig er für seine Mannschaft ist. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf Verteidiger Markus Niemeläinen verzichten, da die Geburt seines Kindes kurz bevorstand. Für ihn rückte Les Lancaster zurück in die Defensive an die Seite von Eric Mik.
In der Offensive stellte der Chefcoach die Reihen um. Freddy Tiffels und Leo Pföderl bekamen Liam Kirk an die Seite gestellt. Yannick Veilleux und Andreas Eder stürmten zusammen mit Ty Ronning. Marcel Noebels und Jean-Sébastien Dea bildeten zusammen mit Markus Vikingstad eine Reihe. Und in der vierten Reihe nahm Lean Bergmann den Platz von Les Lancaster neben Eric Hördler und Manuel Wiederer ein.
Im Tor stand wie bereits am Dienstag Jonas Stettmer. Lennart Neiße war der Back-up.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären mussten eine Reaktion zeigen, nachdem man in Spiel eins mit 1:5 in Straubing untergegangen war. Aber das Gute an den Playoffs ist, dass es nur ein Spiel war und es da immer egal ist, ob du 0:1 oder 0:7 verlierst. Denn letztendlich ist es nur ein Spiel und heute haben die Berliner bereits die große Chance zur Wiedergutmachung. Und das sie nach Fehlstarts zurückschlagen können, ist allen Eisbären-Fans bekannt. Man erinnere sich nur mal an vor zwei Jahren und das erste Viertelfinale gegen Mannheim, welches die Eisbären zuhause mit 1:7 verloren hatten. Auch in Spiel zwei in der Kurpfalz lag man mit 0:2 zurück, ehe man die legendäre Aufholjagd startete und am Ende der Playoffs deutscher Meister wurde. Gab es heute den Serienausgleich zu bejubeln oder stand man nach diesem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand?

Starke Choreo der Eisbären-Fans. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Anfangsphase überstanden die Hausherren diesmal ohne frühe Gegentore. Das Spiel begann auch deutlich verhaltener als noch Spiel eins am Pulverturm. Den Eisbären war aber vor allem bei der Scheibenannahme leichte Nervosität anzumerken.
Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Eisbären aber den Druck und setzten sich immer mal wieder im Drittel der Tigers fest. Doch für echte Torgefahr reichte es trotzdem noch nicht.
Die Niederbayern gaben ihrerseits Mitte des ersten Drittels ihre ersten nennenswerten Schüsse ab, welche Jonas Stettmer aber vor keine großen Probleme stellten.
14 Minuten waren gespielt, da wurde Ty Ronning stark von Jonas Müller angespielt und netzte ein zum 1:0. Kurz darauf hätten die Berliner in Überzahl direkt nachlegen können, doch das Powerplay bleibt das Sorgenkind in dieser Saison. So überstand Straubing die erste Unterzahl ohne größere Probleme.
Und zwei Minuten vor der ersten Drittelpause glich Stefan Loibl zum 1:1 aus. Kurz darauf hatten dann die Tigers direkt ein Powerplay, doch in diesem schnupperten die Eisbären nach einem sehr gefährlichen Konter am Shorthander. Da auch die Niederbayern ihr Powerplay nicht nutzen konnten, stand es nach 20 Minuten 1:1.

Traf gegen Straubing gleich zweimal: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da traf erneut Ty Ronning für die Eisbären. Im Powerplay überwand die Nummer neun Henrik Haukeland zum zweiten Mal an diesem Abend. Die richtige Reaktion auf den Straubinger Ausgleich kurz vor der ersten Drittelpause.
In der Folge kamen die Niederbayern zu guten Abschlüssen, Jonas Stettmer behielt aber stets die Ruhe und fischte die Scheiben in aller Ruhe weg. Starker Auftritt bis hierhin vom Berliner Goalie.
Beide Teams hatten im weiteren Spielverlauf ihre offensiven Momente. Aber beide Defensivreihen arbeiteten unglaublich hart vor dem eigenen Tor und räumten ordentlich auf. Hochkarätige Torchancen gab es daher eher selten zu sehen. Auch nicht im Straubinger Powerplay in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels. Ganz starkes Penalty Killing der Berliner.
In der Schlussphase ließen zunächst die Eisbären das 3:1 liegen, wenig später verpassten die Gäste den Ausgleich. So standen uns hier noch 20 spannende Minuten bevor.

Die Partie war erneut hart umkämpft und von Nickligkeiten geprägt. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Während die Eisbären auf das 3:1 drängten, wollten die Niederbayern natürlich den Ausgleich erzwingen. So ging bei jedem Angriff ein Raunen durch das Stadion. Was auch nicht unerwähnt bleiben sollte: Beide Fans unterstützten ihre Teams lautstark, was für richtige Playoff-Atmosphäre sorgte.
Im Schlussdrittel fuhr dann Marcel Brandt einen überharten Check gegen Youngster Moritz Kretschmar, der ihm nur fünf Minuten ohne Spieldauer einhandelte. Martin Frano und Jackson Kozari hatten das Spiel zu keiner Zeit im Griff und ließen unfassbar viel laufen, was eigentlich hätte geahndet werden müssen – vor allem auf Straubinger Seite, die mal wieder ihre dreckige Seite zeigten. Playoff-würdig war diese Leistung der beiden Hauptschiedsrichter absolut nicht.
Das Schlussdrittel war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Denn nach wie vor trennte beide Mannschaften nur ein Tor und wie schnell im Eishockey ein Tor fällt, ist jedem Fan klar. Dementsprechend ging bei allen 14.200 Zuschauer der Blutdruck immer wieder hoch, wenn es zu gefährlichen Abschlüssen auf beiden Seiten kam. Straubing erhöhte in der Schlussphase den Druck nochmal und schnupperte sogar kurz am Ausgleich, aber die Scheibe rutschte knapp am Pfosten vorbei.
Tigers-Coach Craig Woodcroft versuchte am Ende nochmal alles, nahm seine Auszeit und zog Goalie Henrik Haukeland vom Eis. Straubing warf auch nochmal alles rein, aber am Ende verteidigten die Eisbären das mit enormer Leidenschaft zu Ende und glichen in der Viertelfinalserie zum 1:1 aus. Somit haben wir ab jetzt eine Best-of-five-Serie und am Sonntag geht es wieder von vorne los. Die Eisbären sind also nun auch endlich in den Playoffs angekommen.

1:5 in Spiel eins der Viertelfinalserie! Die Eisbären erleben ein Debakel am Pulverturm

Playoff-Viertelfinale – Stand: 1:0 (5:1)

Das hatten sich die Eisbären Berlin ganz anders vorgestellt: Nach fünf Siegen in Serie kam man mit viel Selbstvertrauen ins erste Viertelfinalspiel bei den Straubing Tigers. Doch am Ende erlebte man ein Debakel am Pulverturm und geriet arg unter die Räder. Am Ende setzte es eine hochverdiente 1:5-Niederlage, welche einige Fragen offen ließ. Doch letztendlich ist es nur ein Spiel in dieser Serie, dennoch erwartet man am Freitagabend in Spiel zwei eine deutliche Leistungssteigerung der Eisbären. Denn bei einer weiteren Niederlage stehen die Eisbären schon mit dem Rücken zur Wand.

Eisbären-Trainer Serge Aubin ließ auch im ersten Viertelfinalspiel sein Line-up unverändert. Warum sollte er dieses auch ändern, hatte der Titelverteidiger doch rechtzeitig zum Ende der Hauptrunde seine Form wiedergefunden und fünf Siege in Folge eingefahren. Das Jonas Stettmer das Tor hüten würde, war bereits vorher bekannt, da Jake Hildebrand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht.

Die Ausgangslage war klar: Es war Spiel eins der Viertelfinalserie zwischen den Niederbayern und den Hauptstädtern. Für beide Mannschaften ist das kein Neuland mehr, schließlich ist es bereits die sechste Playoff-Serie zwischen beiden Teams. Die ersten fünf Serien gingen allesamt an die Eisbären, welche überhaupt erst zum zweiten Mal nicht das Heimrecht in einer Serie gegen Straubing haben. Behielten die Eisbären im „Hexenkessel Pulverturm“ ihre Nerven im Griff und holten sich direkt das Heimrecht oder gab es im ersten Spiel nichts zu holen?

Satte dreimal durften die Straubing Tigers im ersten Drittel jubeln. Ein Auftaktdrittel zum vergessen für die Eisbären. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

43 Sekunden waren gespielt, da sorgte Tim Fleischer für den Traumstart der Niederbayern. Die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte für einen Moment nicht, was die Hausherren zur frühen Führung ausnutzten.
Und es sollte noch schlimmer kommen. Drei-auf-zwei-Konter der Tigers, welche die Scheibe wie am Schnürchen liefen lassen und durch Tyler Madden nach 88 Sekunden auf 2:0 stellten. Die zweite Minute war noch nicht mal zu Ende gespielt, da traf Tim Brunnhuber zum 3:0. Die Scheibe prallte von der Bande zurück vor das Tor, wo Brunnhuber lauerte und problemlos einnetzte. 1:57 Minuten waren da gerade einmal gespielt.
Die Eisbären hatten kurz darauf das erste Powerplay und somit die Chance zur schnellen Antwort. Aber die Verunsicherung war der Berliner Mannschaft deutlich anzumerken. So blieb die erste Überzahl ungenutzt.
Gerade die Anfangsphase muss man in Straubing überstehen, denn der Pulverturm kann ein richtiger Hexenkessel werden. Und die schnelle 3:0-Führung sorgte genau dafür und für die Eisbären galt es nun, so langsam aber sicher einen Fuß auf das Eis zu bekommen. Denn während sich die Tigers in einen wahren Rausch spielten, wirkten die Berliner komplett neben der Spur.
Danach wurden die ersten „Nettigkeiten“ ausgetauscht und zwischen Yannick Veilleux und Adrian Klein gab es den ersten Fight in dieser Serie zu sehen. So heizte man die Atmosphäre in Straubing nur noch mehr auf, womit man sich auch keinen Gefallen getan hat.
Die Niederbayern waren den Hauptstädtern in allen Belangen überlegen und sorgten durch Konter immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Jonas Stettmer. Das schafften die Eisbären bei ihren Angriffen nur zu selten. Die Schüsse stellten Henrik Haukeland kaum vor Probleme.
Straubing war dann ganz nah dran am 4:0, der Pfosten rettete für die Eisbären. Diese mussten in der Schlussphase noch ein Powerplay der Tigers überstehen, was ihnen zum Glück gelang. Danach durften sich die Berliner in der ersten Drittelpause erstmal sammeln, denn das war schon ein denkwürdiges erstes Drittel aus Berliner Sicht. Aber noch waren mindestens 40 Minuten zu spielen.

Ein Bild mit Symbol-Charakter: Jubelnde Straubinger und die Eisbären am Boden. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch es wurde auch im zweiten Drittel nicht besser. 2:18 Minuten dauerte es, da erhöhten die Niederbayern auf 4:0. Die Scheibe wurde im Fallen zu Danjo Leonhardt gespielt, welcher Jonas Stettmer zum vierten Mal an diesem Abend überwinden konnte (23.). Das ging eindeutig zu einfach, wie Straubing sich dort vor das Tor spielen konnte und dann diese Chancen auch eiskalt verwertete. Was aber auch daran lag, dass die Verteidigung einfach nicht anwesend war.
Es war schon erstaunlich, wie sehr die Pause die Eisbären verunsichert hatte. Denn davor hatte man jene Eisbären-Mannschaft gesehen, welche man diese Saison gerne öfters gesehen hätte. Aber heute war es jene Mannschaft, welche man über 47 Hauptrundenspiele zu sehen bekam. Straubing hingegen tat die Pause sehr gut, denn die Tigers hatten am letzten Hauptrundenwochenende satte 16 Gegentreffer kassiert.
Was auch zu sehen war: Wie viel Platz Straubing im Angriffsdrittel hatte. Das Zweikampfverhalten der Berliner war einfach sehr schlecht. Problemlos konnten sich die Tigers die Scheibe hin und her passen, ohne entscheidend gestört zu werden.
Das Bemühen war den Berlinern fortan nicht abzusprechen. Man schaffte es auch mal, sich im Straubinger Drittel festzusetzen, dort fand man aber die Lücke in der Tigers-Defensive nicht. Straubing machte die Räume gut zu und hielt die Eisbären vor allem außen. Das spielte die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft sehr stark und stellte die Berliner so vor sehr große Probleme.
Insgesamt hatten die Niederbayern hier alles im Griff und fuhren auch immer wieder gefährliche Konter. Das bekamen die Eisbären überhaupt nicht in den Griff. Dieses Spiel bot den Verantwortlichen der Eisbären bereits jetzt schon jede Menge Videomaterial, um etliche Verbesserungen vorzunehmen. In diesem Spiel galt es nun vor allem, ein anständiges Schlussdrittel zu spielen, um doch noch mit einem etwas guten Gefühl aus diesem Spiel zu gehen. Denn letztendlich ist es nur ein Spiel in dieser Viertelfinalserie und noch waren 20 Minuten zu spielen.

Die Viertelfinalserie zwischen Straubing und Berlin ist hart umkämpft. (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch daran sollte man in diesem Spiel einfach nicht denken. Zu einfacher Scheibenverlust der Eisbären, schneller Konter der Tigers und Nicholas Halloran erhöhte auf 5:0 nach 70 Sekunden im Schlussdrittel. Es war ein gebrauchter Abend in Spiel eins für die Eisbären. Und vor allem kamen die Eisbären immer völlig verschlafen in Drittel eins, zwei und drei. Während Straubing komplett bereit für die Playoffs war, wirkten die Eisbären komplett neben sich.
Nach dem fünften Straubinger Treffer war natürlich die Luft raus aus dem Spiel. Die Tigers schraubten einen Gang zurück, während die Eisbären in den Zweikämpfen nochmal eine Duftmarke setzen wollten. Manuel Wiederer übertrieb es dabei mit einem Check gegen den Kopf, hatte aber Glück, dass es nur eine zwei Minuten Strafzeit gab.
Fünf Minuten vor dem Ende gab es dann aber doch noch das Erfolgserlebnis für die Gäste. Kai Wissmann brachte die Scheibe in Überzahl von der blauen Linie Richtung Tor, wo sie noch entscheidend abgefälscht wurde – 5:1. Zumindest schaffte man es also doch noch, Henrik Haukeland einmal zu bezwingen, was sicherlich auch wichtig für den Kopf war. Mehr Positives gab es aber nicht von diesem Spiel zu berichten. Nun heißt es aus Berliner Sicht das Kurzzeitgedächtnis zu aktivieren und dieses Spiel so schnell wie möglich zu vergessen. Denn am Freitagabend geht es in Berlin wieder bei 0:0 los.

5:1-Heimsieg gegen München: Mit fünf Siegen in Folge sichern sich die Eisbären Berlin das letzte direkte Viertelfinalticket

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #38:

Die Eisbären Berlin haben es am Ende tatsächlich geschafft und sich das letzte direkte Viertelfinalticket gesichert. Dank des fünften Sieges in Serie beendet man die Hauptrunde am Ende als Tabellensechster. Gegen Red Bull München feierte man einen verdienten 5:1-Sieg und trifft im Playoff-Viertelfinale nun auf die Straubing Tigers. Eine Playoff-Serie gegen gute, alte Bekannte also.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses doch zuletzt mehr als überzeugt und den Grundstein dafür gelegt, dass man mit einem Sieg heute direkt das Ticket für das Viertelfinale buchen konnte.

Für die Eisbären ging es darum, Platz sechs bis zum Ende der Hauptrunde zu verteidigen. Diesen hatte man sich zuletzt dank vier Siegen in Serie erobert und dabei vor allem spielerisch eine deutliche Verbesserung gezeigt. Der Schlüssel zum Erfolg war dabei, dass man das Spiel einfach hielt und hart in den Forecheck ging. Damit nahm man dem jeweiligen Gegner Raum und Zeit und ging ihm richtig auf die Nerven. Mit diesem Gameplan wollte man heute auch München in die Knie zwingen. Doch auch für die Mannschaft vom Oberwiesenfeld ging es um wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei.

Es war die erwartet intensive Partie zwischen Berlin und München. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn ähnlich wie am Freitagabend gegen Mannheim. Beide Teams spielten offensives Eishockey und hatten in der Anfangsphase ihre Momente in der Angriffszone. Vor allem die Eisbären sorgten zweimal für echte Gefahr vor dem Tor von Antoine Bibeau. Hätte man die Abpraller besser unter Kontrolle bekommen, wäre das frühe 1:0 möglich gewesen.
Die Eisbären waren in der Folge die aktivere Mannschaft, welche die Scheibe immer gut Richtung Tor brachte und dann darauf hofften, dass sie entscheidend vor dem Tor abgefälscht wird. Ein guter Auftritt bis hierhin von den Gastgebern.
Kurz vor dem Powerbreak dann zwei Aufreger: Zunächst trafen die Gäste nur den Pfosten, im Gegenzug sorgte Manuel Wiederer für die verdiente Führung – 1:0 (10.).
Dem Spiel der Eisbären war das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten Spielen anzuerkennen. Zudem überzeugte man durch ein sehr geduldiges Aufbauspiel. Auch in den Zweikämpfen wurde wieder hart gearbeitet.
Kurz vor der ersten Drittelpause durften die Hauptstädter erstmals in Überzahl ran, doch München ließ in Unterzahl wenig zu, weshalb es bei der 1:0-Führung nach dem ersten Drittel blieb.

Die Eisbären spielten sich im Mitteldrittel regelrecht in einen Rausch und erzielten drei Tore. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht denkbar schlecht. Nur 43 Sekunden dauerte es, ehe Chris DeSousa zum 1:1 traf (21.). Und München durfte wenig später auch noch für vier Minuten Überzahl spielen. Ein denkbar schlechter Start ins Mitteldrittel also für die Berliner. Aber das war den Hausherren egal, denn die schnappten sich die Scheibe und fuhren den Zwei-auf-Null-Konter in Unterzahl! Liam Kirk mit dem Querpass auf Freddy Tiffels und der verwandelte die Arena am Ostbahnhof in einen Party-Tempel – 2:1 (25.). Noch lauter wurde es, als die Eisbären die vier Minuten Unterzahl schadlos überstanden. Überragendes Penalty Killing der Hauptstädter!
Nach dem Powerbreak durften dann die Eisbären für 64 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren und hatten somit die dicke Chance auf 3:1 stellen. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte Pass wollte nicht ankommen. Damit vergab man eine große Chance, hier auf zwei Tore davon zu ziehen.
Im nächsten Powerplay klappte es dann aber. Les Lancaster scheiterte noch, aber Andy Eder drückte die Scheibe anschließend über die Linie – 3:1 (37.).
Nun war das Viertelfinale sehr nahe. Und es musste ein Sieg nach 60 Minuten her, da Bremerhaven am Torverhältnis arbeitete. Denn gegen den sportlichen Absteiger Dresden führten die Pinguins nach 40 Minuten mit 5:0.
Aber die Eisbären erledigten ihre Hausaufgaben selbst und erzielten den vierten Treffer an diesem Nachmittag. Die Eisbären fuhren in der Schlussphase den nächsten Zwei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning eiskalt abschloss – 4:1 (38.). Mit einer souveränen Drei-Tore-Führung ging es dann in die zweite Drittelpause.

Auch Jonas Stettmer kommt immer besser in Form und ist der erhofft sichere Rückhalt im Eisbären-Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel ging es für die Berliner nun darum, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und nicht mehr viel zuzulassen. Das klappte beim ersten Münchner Powerplay schon mal sehr gut. Auch das darauffolgende zweite Powerplay verteidigte man mit viel Leidenschaft und dank einem starken Jonas Stettmer weg.
Viele Fans rieben sich die Augen und fragten sich, ob das wirklich die Eisbären da unten auf dem Eis sind? Schließlich war es eine sehr schwere Hauptrunde, in der man lange um die direkte Playoff-Teilnahme bangen musste. Doch dank einer furiosen Siegesserie von fünf Spielen am Stück sicherte man sich doch noch das letzte direkte Viertelfinalticket. Vor allem spielerisch sah man eine komplett andere Mannschaft als in den ersten 47 Spielen. Man spielte endlich wieder Eisbären-Hockey und dominierte damit jeden Gegner. Egal ob Absteiger Dresden oder Hauptrundensieger Köln. Auch Mannheim und München fanden kein Mittel gegen die Eisbären, welche dem Gegner mit ihrem harten Forechecking unter die Haut fahren und wenig Raum und Zeit lassen. So sind die Berliner rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Top-Form und dürften für jeden Gegner sehr unbequem zu spielen sein. Denn dass die Mannschaft von Trainer Serge Aubin eine Playoff-Mannschaft ist, weiß jeder. Und wenn diese Mannschaft einmal ins Rollen kommt, wird es sehr schwer, sie viermal in einer Serie zu besiegen. Hinzu kommt, dass die Eisbären noch lange nicht ihr bestes Eishockey spielen, sondern laut Aubin noch besser werden können.
Spielerisch passierte im Schlussdrittel nicht mehr viel. München versuchte es zwar nochmal in Überzahl, aber Jonas Stettmer war stets hellwach und zur Stelle. Somit konnten die Eisbären im letzten Drittel vor allem nochmal ihr Unterzahlspiel üben und überzeugten dabei durchgehend. Die Berliner verteidigten das im letzten Drittel mit großer Leidenschaft und als Team zu Ende. Und sie legten am Ende sogar noch das 5:1 durch Yannick Veilleux nach (58.).
Die letzten fünf Spiele waren ein großer Vorgeschmack auf die Playoffs, welche jetzt endlich beginnen. Und somit lautet ab sofort auch wieder das Motto: „Keine Gnade bis ins Finale!“

4:2-Heimsieg gegen Mannheim: Die Eisbären feiern den vierten Sieg in Serie und haben die direkte Playoff-Qualifikation vor Augen

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #37:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auch gegen den Erzrivalen weiter. Gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg und gewannen damit auch das vierte Spiel in Folge. Die Hauptstädter scheinen also tatsächlich rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt ihre Top-Form zu erreichen, welche sie zur einer sehr unbequemen Mannschaft in den Playoffs macht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses Team doch zuletzt mehr als überzeugt und vor allem beim 1:0-Auswärtssieg in Köln mit großer Leidenschaft begeistert. Mit diesem Team will man es nun auch direkt ins Viertelfinale schaffen und den Umweg Pre-Playoffs vermeiden.

Wo wir bei der Ausgangslage wären. Während die Mannheimer bereits das Heimrecht für das Viertelfinale sicher hatten und nur noch um die Platzierungen spielten, ging es für die Eisbären um wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs. Vor dem Spiel lag man zwei Zähler vor dem Konkurrenten aus Bremerhaven, welcher heute zeitgleich in Nürnberg ran musste. Bei einem Sieg der Eisbären und einer Niederlage der Pinguins, würde bereits heute Abend die direkte Viertelfinal-Qualifikation feststehen. Gab es am Ende Grund zum Feiern oder steht am Sonntag der absolute Showdown im Heimspiel gegen München bevor?

Kai Wissmann sorgte für die frühe 1:0-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in den DEL-Klassiker. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und sorgten bereits in der Anfangsphase für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Beide Goalies mussten also vom ersten Bully weg hellwach sein.
Sieben Minuten waren gespielt, da erklang zum ersten Mal an diesem Abend „Viva la vida“. Eric Hördler behauptete überragend die Scheibe im Zweikampf, spielte sie dann hoch zum Kapitän Kai Wissmann, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und die Scheibe im Mannheimer Tor versenkte – 1:0.
Die Antwort der Kurpfälzer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Justin Schütz stellte auf 1:1 (9.). Kurz zuvor hatten die Berliner die Chance zum 2:0 ungenutzt gelassen. Was für ein Auftakt in das Duell der beiden Erzrivalen.
Die Eisbären zeigten im ersten Drittel schöne Kombinationen, welche an die letzten Jahre erinnerten und welche wir in dieser Saison bisher noch nicht so häufig zu sehen bekamen. Auch heute waren die Eisbären wieder konzentriert bei der Sache und fingen die Aufbaupässe der Adler ab.
Während die Eisbären am 2:1 arbeiteten, fiel es auf der anderen Seite. Mannheim fuhr den gefühlt zweiten Angriff und stocherte am Ende die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Marc Michaelis war der Torschütze (15.).
Im ersten Powerplay der Partie hatten die Hausherren die Chance zum Ausgleich, spielten es am Ende aber zu ungenau und so verpuffte diese Chance. So lag man nach dem ersten Drittel mit 1:2 hinten, obwohl man die aktivere Mannschaft war. Die Adler erwiesen sich bis hierhin aber als die effektivere Mannschaft.

Der neue Torjäger Les Lencaster (rechts) sorgte für die 3:2-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären die Mannschaft, welche das Spiel bestimmten und auf das 2:2 drängten. Man spielte es sehr geduldig und wurde dafür belohnt. Yannick Veilleux sorgte nach 24 Minuten für den erneuten Ausgleich.
Mitte des zweiten Drittels wurden dann natürlich auch „Zärtlichkeiten“ ausgetauscht. Leon Gawanke rammte Manuel Wiederer so lange den Schläger in den Rücken, bis es dem Berliner Stürmer reichte. Aber natürlich gab es für beide nur fünf Minuten wegen Fighting. Warum auch dem Mannheimer Verteidiger zwei Minuten wegen Verursachung des Fights geben. Typisch Andre Schrader mal wieder…
In der Folge mussten die Eisbären zweimal nacheinander in Unterzahl ran, überstanden aber beide Unterzahlspiele dank einer überragenden Leidenschaft. Das war ganz starke Teamarbeit von allen Spielern inklusive Jonas Stettmer auf dem Eis.
In den letzten vier Minuten des zweiten Drittels durften die Eisbären dann für vier Minuten mit einem Mann mehr ran. Und das nutzten die Berliner durch ihren neuen Torjäger Les Lancaster aus und drehten die Partie wieder zurück – 3:2 (38.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Zeigte auch heute wieder eine sehr starke Leistung: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzielen, aber Jonas Stettmer war hellwach und hielt sein Tor sauber. Die Eisbären kamen aber relativ schnell auch wieder ins Spiel und drängten ihrerseits auf das vierte Tor.
Die Partie lebte im Schlussdrittel vor allem von der Spannung. Rund neun Minuten vor dem Ende des dritten Drittels durften die Mannheimer erneut in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Doch erneut spielten die Eisbären ganz stark in Unterzahl und überstanden auch diese schadlos und konnten somit weiterhin vom wichtigen Heimsieg gegen den Erzrivalen träumen.
Es stand nun eine extrem spannende Schlussphase bevor. Mannheim machte hinten auf, um hier noch einen Zähler zu sichern. Das wollten die Berliner mit ihren Kontern jedoch verhindern. Als Mannheim den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzten das die Eisbären durch Marcel Noebels zur Entscheidung – 4:2 (58.). Damit feierten die Berliner den vierten Sieg in Serie und behielten die Pole Position im Kampf um Platz sechs gegenüber Bremerhaven. Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation lebt mehr denn je.

1:0-Sieg in Köln! Die Eisbären feiern den dritten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #36:

Die Eisbären Berlin haben erstmals seit Mitte Oktober mal wieder drei Spiele in Folge gewonnen. Beim Hauptrundensieger Kölner Haie setzten sich die Berliner mit 1:0 (1:0,0:0,0:0) durch und verteidigten damit Platz sechs. Die Mannschaft lieferte über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung ab und überzeugte mit enormer Leidenschaft. Rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt scheinen die Berliner in Fahrt zu kommen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Auswärtssieg in Nürnberg nicht. Anscheinend hat das Trainerteam endlich die Reihen gefunden, die zusammen harmonieren.

Die Ausgangslage war klar: Für Köln ging es maximal um das Einspielen für die Playoffs. Die Eisbären hingegen benötigen weiterhin Punkte, will man direkt ins Playoff-Viertelfinale einziehen.

Erzielte am Ende den Siegtreffer in Köln: Andreas Eder (Foto von Alex Butscher / City-Press GmbH Bildagentur)

Ganze 27 Sekunden waren gespielt, da musste Markus Vikingstad direkt auf die Strafbank. Die Eisbären mussten also früh in Unterzahl ran, aber man verteidigte das mit viel Leidenschaft und überstand somit die erste brenzlige Situation in diesem Spiel.
Köln kam erwartet druckvoll ins Spiel und setzte die Eisbären früh unter Druck. Die Eisbären brauchten ein wenig, fanden dann aber auch ins Spiel. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe.
Fortan durften auch die Eisbären erstmals in Überzahl ran, von Erfolg war dieses aber nicht gekrönt. Dennoch gelang den Hauptstädtern noch im ersten Drittel ein Treffer. Über Yannick Veilleux und Markus Vikingstad kam die Scheibe zu Andreas Eder, welcher Janne Juvonen erstmals an diesem Nachmittag überwinden konnte – 1:0 (19.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Feierte in Köln sein erstes Shutout in dieser Saison: Jonas Stettmer(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel wollten die Haie den Ausgleich erzielen und erhöhten die Schlagzahl. Für die Eisbären hieß es daher im Mitteldrittel vermehrte Defensivarbeit. Nach vorne ging dafür kaum etwas.
Die Eisbären überzeugten durch eine sehr konzentrierte Spielweise und wirkten auch sehr kontrolliert in ihrem Spiel. Dazu spielte man als Mannschaft und die Spieler unterstützen sich gegenseitig. Dazu war Jonas Stettmer mit starken Saves zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
In der Schlussphase hatten die Domstädter nochmal ein Powerplay und setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor und führten auch nach 40 Minuten mit 1:0.

Am Ende jubeln die Eisbären über einen Auswärtssieg in Köln. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Somit standen den Eisbären noch 20 schwere Minuten bevor. Während Köln auf den Ausgleich drängte, hatten die Eisbären durchaus die Chance auf 2:0 zu erhöhen.
Den Gastgebern rannte so langsam aber sicher die Zeit davon. Aber Köln gab sich nicht auf und setze die Eisbären in den letzten zehn Minuten gehörig unter Druck. Die Berliner mussten alles geben, um das eigene Tor zu verteidigen. Wenn Köln aber zum Abschluss kam, war auf Jonas Stettmer Verlass.
Köln riskierte am Ende alles – Auszeit und Goalie raus. Der Druck wurde nochmal erhöht, aber die Eisbären verteidigten das stark zu Ende und entführten somit drei extrem wichtige Punkte.

Das Spiel heute war das Sonderzugspiel der Eisbären. Um kurz nach 5 Uhr ging es von Berlin-Lichtenberg aus Richtung Domstadt. Die Zugfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse, so dass wir 15 Minuten früher Köln erreichten. Dass es das heutzutage noch gibt, die Deutsche Bahn ist über pünktlich. Wahnsinn!
Angekommen in Köln ging es für über 1.000 Eisbären-Fans per Marsch zur Lanxess-Arena, welchen die Haie-Fans mit großen Augen verfolgten.
Dass über 1.000 Eisbären-Fans heute anreisen würden, hatte sich scheinbar nicht bis nach Köln herum gesprochen, denn es waren sage und schreibe nur zwei Türen geöffnet. Und das geht einfach nicht, da sollte Köln mal dran arbeiten.
Neben dem Sieg der Eisbären auf dem Eis, feierten auch die Fans einen klaren Punktsieg auf den Rängen. Die Stimmung von den Köln-Fans war ehrlich gesagt schlecht. Die Mannschaft spielt die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte und steht als Hauptrundensieger bereits fest. Doch anhand der Stimmung war davon nichts zu sehen. Erst in den letzten beiden Minuten erhob sich das Publikum und feuerte die Haie lautstark an.
Wie großartiger Support geht, haben dagegen die Eisbären gezeigt. Weiter geht’s am nächsten Wochenende mit den letzten beiden Spielen gegen Mannheim und München. Und für uns Fans im Sonderzug geht’s jetzt weiter Richtung Berlin.
Der Autor dieser Zeilen kommt somit mit drei Siegen aus drei Spielen von seiner Auswärtstour zurück. Ob ich jetzt der neue Glücksbringer bin?

5:4 in Nürnberg! Die Eisbären gewinnen einen wilden Schlagabtausch und erobern Platz sechs

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #35:

Die Eisbären Berlin haben direkt nachgelegt und den zweiten Auswärtssieg in Serie eingefahren. Nach dem Sieg in Dresden feierten die Berliner heute einen knappen aber verdienten 5:4-Auswärtssieg bei den Nürnberg Ice Tigers. Durch die zeitgleiche Niederlage von Konkurrent Bremerhaven haben die Hauptstädter damit den sechsten Platz erobert, welcher zur direkten Viertelfinal-Qualifikation berechtigen würde.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste vor dem Spiel die nächste Hiobsbotschaft verkraften, denn Verteidiger Korbinian Geibel zog sich eine Schulterverletzung zu und wird diese Saison nicht mehr spielen können. Durch den Ausfall rückte Moritz Kretzschmar an die Seite von Adam Smith. Ansonsten ließ Aubin erstmals seit ewiger Zeit alles unverändert. Was bleibt ihm auch anderes übrig, bei der angespannten Personalsituation.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Die Eisbären wollten im Kampf um Platz sechs nachlegen, während die Franken um wichtige Punkte im Kampf um Platz zehn kämpften. Dementsprechend stand viel auf dem Spiel und zudem ist es ja auch möglich, dass sich beide Mannschaften in den Pre-Playoffs gegenüber stehen.

Sammelte in Nürnberg seinen ersten Scorerpunkt in der PENNY DEL ein: Moritz Kretzschmar (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Vom ersten Bully weg merkte man beiden Mannschaften an, was hier auf dem Spiel stand. Dementsprechend intensiv ging es zur Sache. Die Zweikämpfe waren hart umkämpft, auch nach dem Pfiff ging es immer rund. Beide Teams erspielten sich auch Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Was aber auch im ersten Drittel auffiel, waren die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten. Dadurch entstand auch die ein oder andere Chance. Doch das torlose Unentschieden nach 20 Minuten war durchaus gerecht.

Traf in Nürnberg nach langer Zeit mal wieder für die Eisbären: Jean-Sébastien Dea (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel sollten dann aber endlich auch Tore fallen. Marcel Noebels eröffnete den Torreigen, in dem er seinen eigenen Abstauber verwertete – 1:0 (23.).
Doch Nürnbergs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Eisbären bekamen die Scheibe nicht raus, die Zuordnung passte nicht so ganz und Evan Barratt glich zum 1:1 aus (25.).
In diesem Tempo ging es weiter und nun waren es wieder die Berliner, die trafen. Jean-Sébastien Dea kam im Slot zum Abschluss und überwand Evan Fitzpatrick – 2:1 (26.). Beim Torjubel war die Erleichterung der Nummer 17 zu sehen. Vielleicht ist ja bei ihm jetzt der Knoten geplatzt.
Die Eisbären waren kurze Zeit später in Überzahl und auch dort konnte man treffen – man glaubt es kaum, aber die Tendenz ist dort durchaus leicht steigend. Yannick Veilleux war am Ende der Torschütze und sorgte für eine vermeintlich beruhigende Zwei-Tore-Führung.
Spoiler: Es sollte nie Ruhe in dieses Spiel kommen, woran die beiden Hauptschiedsrichter nicht ganz unbeteiligt waren. Die Eisbären hatten nämlich fortan drei Unterzahlspiele in Folge und gerade die letzte Strafzeit gegen Markus Niemeläinen war sehr fraglich. Während die Eisbären die ersten beiden Unterzahlspiele stark weg verteidigten und ohne Gegentor blieben, führte genau die Strafzeit gegen den Finnen zum Anschlusstreffer. Und auch der war sehr fraglich, denn Jonas Stettmer wurde da klar behindert. Cole Maier war am Ende der Nutznießer – 2:3 (39.). Danach war dieses wilde Drittel zu Ende.

Erzielte das wichtige vierte Tor für die Eisbären: Eric Hördler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel bestimmten Nickligkeiten weiterhin das Spiel. Die Hauptschiedsrichter sorgten mit ihren merkwürdigen Pfiffen für einiges Unverständnis bei allen Beteiligten. Sportlich wurde es erst wieder in den letzten zehn Minuten, als die Youngsters in Erscheinung traten. Moritz Kretzschmar auf Eric Hördler und der düpierte Nürnbergs Goalie Fitzpatrick – 4:2 (52.). Der erste DEL-Scorerpunkt für Kretzschmar. Herzlichen Glückwunsch Moritz!
Die Entscheidung war das aber noch lange nicht, denn es stand den 7.672 Fans in der ausverkauften Nürnberger Arena eine wilde Schlussphase bevor. Zunächst spielte Owen Headrick einen Sahnepass auf Julius Karrer, welcher an der blauen Linie lauerte und Jonas Stettmer keine Chance ließ – 3:4 (57.).
Nürnberg hatte nun wieder Hoffnung und deren Trainer Mitch O´Keefe zog seinen Goalie vom Eis. Das nutzte Liam Kirk aber aus und erhöhte auf 5:3 (58.).
Als Nürnberg dann auch noch eine Strafzeit kassierte, dachten alle, dass das Spiel entschieden wäre. Aber Thomas Heigl wollte nicht aufgeben und verkürzte in Unterzahl auf 4:5 (59.).
Die Franken versuchten am Ende nochmal alles und warfen alles rein, am Ende retteten die Berliner aber das knappe 5:4 über die Zeit und sicherten sich drei extrem wichtige Punkte.
Offensiv wirkte es wieder sehr stark, was fünf Tore belegen. Denn diese erzielte man auch schon in Dresden und beim letzten Sieg gegen Iserlohn. Defensiv wackeln die Berliner aber nach wie vor und daran gilt es zu arbeiten, denn die nächsten drei Gegner haben es in sich. Es geht gegen Köln, Mannheim und München. Dort werden solche Fehler eiskalt bestraft. Der Ausfall von Geibel kommt da natürlich zur Unzeit, denn so wird die Personaldecke in der Defensive immer dünner.

Die Eisbären Berlin melden sich mit einem wichtigen 5:2-Sieg in Dresden im Kampf um Platz sechs zurück

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #34:

Die Eisbären Berlin haben ihr erstes von drei Auswärtsspielen in Folge gewonnen. Beim sportlichen Absteiger Dresdner Eislöwen setzten sich die Berliner verdient mit 5:2 durch und verkürzten dadurch den Rückstand auf Bremerhaven auf einen Punkt. Zwar war es erneut kein fehlerfreier Auftritt der Eisbären, aber zumindest ein konzentrierter über 60 Minuten.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste mit Mitch Reinke und Lean Bergmann auf die nächsten verletzten Spieler verzichten. Dafür rückte Eric Mik an die Seite von Markus Niemeläinen, während Adam Smith zurück in den Kader rotierte und an der Seite von Korbinian Geibel verteidigte.
Auch in der Offensive gab es Reihenumstellungen. Freddy Tiffels, Leo Pföderl und Ty Ronning bildeten die erste Reihe. Marcel Noebels, Rückkehrer Jean-Sébastien Dea und Liam Kirk stürmten in der zweiten Reihe. Yannick Veilleux, Markus Vikingstad und Andreas Eder spielten in der dritten Reihe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Manuel Wiederer und Les Lancaster. Moritz Kretzschmar war zusätzlich mit im Line-up.
Und im Tor stand natürlich Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Die Ausgangslage war klar: Für Dresden war die Saison sportlich gelaufen, trotzdem wollte man diese anständig zu Ende spielen. Für die Eisbären hingegen ging es noch um Platz sechs und die direkte Playoff-Qualifikation. Dafür braucht es aber Siege und den ersten wollte man in Dresden einfahren.

Les Lancaster tritt immer mehr als Torjäger in Erscheinung. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Hinein ins Spiel und dort machten die Eisbären von Beginn an deutlich, dass sie sich hier heute etwas vorgenommen hatten. Es dauerte keine zwei Minuten, da setzte Leo Pföderl Ty Ronning in Szene und der netzte ein zum 1:0.
Die Berliner wirkten von Beginn an sehr konzentriert und griffig in den Zweikämpfen. Zweikämpfe war auch das Stichwort, denn das Spiel war hart umkämpft. Wenn man bei den Eisbären zuletzt etwas kritisieren konnte, dann war es die Chancenverwertung. Doch im ersten Drittel war diese herausragend. Denn Les Lancaster stellte in der neunten Minute auf 2:0. Nach einem gewonnenen Bully stand er derart frei, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als zu treffen. Das ging so schnell, dass wir es im Gästeblock gar nicht mitbekommen haben.
Die Eislöwen gaben aber nicht auf und wurden im Verlaufe des ersten Drittels immer mutiger. Das erste Powerplay der Partie bot die erste Chance zum Anschlusstreffer, doch die Eisbären überstanden die erste Unterzahl schadlos. Jedoch nicht das erste Drittel ohne Gegentor. Die Eisbären waren zu weit aufgerückt und luden Dresden zum Konter ein. Sebastian Gorcik verwertete diesen und sorgte 24 Sekunden vor der ersten Drittelpause für Hoffnung in Elbflorenz – 2:1.

Während Kai Wissmann (links) traf, lieferte sich Korbi Geibel (rechts) eine Schlägerei. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein bisschen Nostalgie gab es in der Drittelpause, denn „Quaster“ von den Puhdys trat mit „Alt wie ein Baum“ auf. Emotional ging es weiter, denn in der 22. Spielminute wurde Tobi Eder gedacht, der an diesem Tag Geburtstag gehabt hätte. Wir vermissen dich, Tobi!
Sportlich gesehen legten die Hauptstädter nach. Der Kapitän selbst übernahm die Verantwortung und stellte auf 3:1 (26.).
Aber Ruhe kam trotzdem nicht rein, weil sich die Hausherren nicht aufgaben und auch ihre Chancen hatten. So blieb es eine enge Partie. Und diese sollte noch enger werden. Denn die Eislöwen ließen die Scheibe sehr gut laufen und am Ende musste Tomas Andres sie nur noch ins leere Tor schießen – 2:3 (35.).
Ein bisschen aus dem Nichts gab es dann kurz vor der zweiten Drittelpause noch einen Faustkampf zwischen Matthias Pischoff und Korbinian Geibel. Die Nummer 40 ist dafür ja nun weniger bekannt, hielt sich aber tapfer in diesem Fight. Anschließend war Drittelpause und die Eisbären lagen weiterhin mit einem Tor vorne.

Traf am Geburtstag seinen verstorbenen Bruders: Andreas Eder. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Einen klaren Punktsieg hatten derweil die Eisbären-Fans gefeiert, denn diese hatten das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht. Was aber nichts Neues ist, wenn die Eisbären auswärts von über 500 Fans unterstützt werden.
Im letzten Drittel wollten die Eisbären alle Zweifel am Ausgang dieses Spiels beseitigen und erhöhten dafür nochmal das Tempo. Und dann wurde es erneut emotional. Es lief die 48. Spielminute und Andreas Eder erhöhte am Geburtstag von Tobi Eder auf 4:2. Solche Geschichten schreibt nur der Sport!
Nur 26 Sekunden später sorgte Jonas Müller für die endgültige Entscheidung, als er zum 5:2 traf (49.).
Danach spielten es die Eisbären souverän zu Ende. Dresden versuchte zwar nochmal zum Anschlusstreffer zu kommen, aber letztendlich brannte hier nichts mehr an. Für die Eisbären waren es zum einen extrem wichtige drei Punkte, zum anderen war dieser Sieg aber auch wichtig für das Selbstvertrauen. Nichtsdestotrotz darf man aber nicht den Fehler machen, den Sieg zu hoch zu hängen. Denn es war am Ende „nur“ Dresden, was gar nicht negativ klingen soll. Aber von den verbleibenden vier Hauptrundenspielen treffen die Eisbären noch auf Köln, Mannheim und München. In diesen Spielen muss die Mannschaft von Trainer Serge Aubin ihr bestes Eishockey über 60 Minuten abrufen, die Fehler weiter abstellen und offensiv die Chancen eiskalt verwerten. Denn da warten andere Kaliber auf die Berliner. Bevor es aber gegen die drei genannten Teams geht, folgt am Freitagabend noch das Gastspiel im Frankenland bei den Nürnberg Ice Tigers.

1:3 gegen Bremerhaven: Die Eisbären verlieren das direkte Duell um Platz sechs – Das Szenario Pre-Playoffs rückt näher denn je

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #33:

Rückschlag im Kampf um Platz sechs: Die Eisbären Berlin haben das direkte Duell um Platz sechs gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 1:3 (1:2,0:1,0:0) verloren und weisen nun vier Punkte Rückstand auf die Pinguins auf. Man versuchte zwar viel, aber letztendlich fehlte vor dem Tor einfach das nötige Quäntchen Glück sowie das Durchsetzungsvermögen. Jenes hatten die Gäste einfach mehr und sicherten sich dadurch die wichtigen drei Punkte. Das Szenario Pre-Playoffs rückt also immer näher für die Eisbären Berlin.

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Verteidiger Eric Mik wieder zur Verfügung, dafür fehlte Adam Smith. Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel. Mitch Reinke rückte an die Seite von Markus Niemeläinen und nahm damit den Platz von Smith ein.
In der Offensive tauschten Lean Bergmann und Les Lancaster die Reihen. Der stürmende Verteidiger Lancaster, welcher gegen Iserlohn doppelt traf, stürmte in der ersten Reihe (!) an der Seite von Andreas Eder und Liam Kirk. Bergmann spielte in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Eric Hördler. 
Im Tor stand natürlich erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Heute stand das direkte Duell der beiden Kontrahenten um Platz sechs an. Bremerhaven hatte vor dem Spiel einen Punkt Vorsprung auf die Eisbären. Zudem sprach die Bilanz der letzten sechs Spiele klar für die Pinguins, denn die gewannen die letzten sechs Spiele in Folge gegen die Berliner. Um heute Platz sechs zu erobern, mussten die Hauptstädter diese Serie aber beenden und endlich wieder einen Sieg gegen die Bremerhavener einfahren. Damit das klappte, mussten die Berliner ihr bestes Spiel über die gesamte Spielzeit abrufen, denn nur mit 20 Minuten gutem Eishockey würde man gegen Bremerhaven keinen Erfolg haben. Gelang das den Eisbären oder holten die Gäste von der Küste den wichtigen Sieg im Kampf um Platz sechs?

Choreo der Eisbären-Fanszene für Florian Busch. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel stand natürlich ganz im Fokus von der ehemaligen Nummer 26 Florian Busch, welcher heute vor dem Spiel feierlich geehrt wurde. Im Rahmen der Bannerzeremonie wurde sein Trikot mit der Nummer 26 unter das Dach der Arena am Ostbahnhof gezogen. Vor fünf Jahren musste „Buschi“ seine einmalige Karriere aus verletzungsbedingten Gründen beenden. Er absolvierte in 18 Saisons für die Eisbären 793 Spiele und sammelte in diesen 477 Scorerpunkte (152 Tore/325 Assists). In Erinnerung blieb vor allem sein entscheidender Treffer in der Overtime in Köln, als er die Eisbären mit dem Treffer zum 2:1 zur Meisterschaft schoss und die LanxessArena verstummen ließ. Ebenso in Erinnerung blieb seine Ankunft am Flughafen Berlin damals, denn bis auf die Schlittschuh hatte „Buschi“ noch die komplette Ausrüstung an. Er war halt schon immer ein sehr spezieller aber unheimlich sympathischer Typ.
Bei der Ehrung gab es Videogrüße von ehemaligen Eisbären-Spielern wie Mark Beaufait, Sven Felski, Christoph Gawlik, Derek Dinger, Denis Pederson, Jimmy Sharrow, Stefan Ustorf, Alexander Weiß, Patrick Pohl und Steve Walker. Peter-John Lee hielt ebenso wie Florian Busch eine kurze Rede. Gänsehaut-Momente schon vor dem Spiel.

Nun hängt auch die Nummer 26 in Berlin unter dem Arenadach. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die große Frage war nun die, ob die Ehrung ein schlechtes Omen für die Eisbären war. Denn nach Ehrungen haben die Eisbären nur selten ein Heimspiel gewonnen. Die erste Antwort gab es nach nicht einmal zwei Minuten, denn da gingen die Gäste von der Küste mit 1:0 in Führung. Mit Nino Kinder traf zudem ein Ex-Eisbär – auch nichts Neues mehr. Die Gäste kamen wild entschlossen heraus und setzten die Hausherren in der Anfangsphase mit aggressiven Forechecking gehörig unter Druck.
Dank des ersten Powerplays im Spiel konnten sich die Eisbären zumindest mal im Angriffsdrittel festsetzen und somit selbst für Entlastung sorgen. Chancen zum Ausgleich waren da, aber letztendlich spielte man es zu kompliziert und dann hatte Bremerhaven auch noch Kristers Gudlevskis im Tor.
Das Powerplay tat dem Spiel der Hausherren aber gut, die nun deutlich besser drin waren und sich auch gute Chancen erspielten. Doch diese konnten sie nicht nutzen.
Was machte Bremerhaven eigentlich in dieser Phase? Die konterten und erhöhten durch C.J. Smith auf 2:0 (13.). Das war natürlich ein Nackenschlag für die Berliner, welche in dieser Phase eigentlich nah dran waren am Ausgleich.
Bei angezeigter Strafzeit konnten sich die Berliner aber endlich belohnen. Marcel Noebels mit dem Pass auf Leo Pföderl, der vor dem Tor lauerte und die Scheibe nur noch ins leere Tor schießen musste – 1:2 (15.). Wenn die Eisbären die Scheibe schnell laufen, hat jede Mannschaft große Probleme damit. Das Problem: sie zeigen es zu selten in dieser Saison.
Neben dem Anschlusstreffer war auch die Situation danach wichtig für das Selbstvertrauen, denn die Eisbären überstanden ein durchaus gefährliches Powerplay der Gäste. In dieser Phase standen die Berliner wieder einmal unter Druck und konnten sich bei Jonas Stettmer bedanken, dass man weiterhin nur mit einem Tor hinten lag und mit diesem Spielstand auch in die erste Drittelpause ging.

Immer wieder gerieten die Spieler beider Mannschaften aneinander. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

In der Anfangsphase des zweiten Drittels kassierte Christian Wejse eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ermöglichte den Berlinern somit eine dreiminütige Überzahl (die ersten zwei Minuten saß Lean Bergmann mit auf der Strafbank). Ganze zwei gefährliche Schüsse brachte man nur zu Stande und das ist für eine Mannschaft mit der Qualität, wie sie die Eisbären haben, einfach zu wenig und auch zu schlecht.
Die Eisbären erhöhten danach aber den Druck und drängten auf den Ausgleich. Aber teilweise wurde es auch zu kompliziert vor dem Tor gespielt oder aber es fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück.
Special Teams können solche wichtigen Spiele entscheiden und das hatten die Fischtowns verinnerlicht. Denn im Gegensatz zu den Eisbären nutzten die ihr Powerplay und stellten auf 3:1. Miha Verlic schaltete im Gewühl vor dem Tor von Jonas Stettmer am schnellsten und sorgte für das dritte Bremerhavener Tor an diesem Nachmittag (34.). Das die Scheibe so vor das Tor sprang, war natürlich auch ein bisschen glücklich.
Jenes Glück hatten die Eisbären bei ihren Chancen nicht, denn da sprang die Scheibe eher zu Gunsten von Bremerhaven als für Berlin. Denn das Bemühen konnte man den Eisbären weiterhin nicht absprechen.
Die Gäste aus Bremerhaven überzeugten derweil vor allem durch ihre sehr unfaire und unsaubere Spielweise. Eine zweite Spieldauer verhinderten lediglich die Hauptschiedsrichter. Das macht Bremerhaven inzwischen zu einer sehr unsympathischen Mannschaft. Diese führte nach 40 Minuten mit 3:1.

Nur einmal konnten die Eisbären Kristers Gudlevskis überwinden. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor den Eisbären lag im letzten Drittel also noch ein weiterer Weg, wollte man Punkte aus diesem so wichtigen Spiel mitnehmen. Man kam zwar zu Schüssen, jedoch stellten diese Kristers Gudlevskis eher selten vor Probleme, da er freie Sicht bei diesen hatte.
Die Eisbären waren die deutlich aktivere Mannschaft und versuchten viel, aber es kam zu wenig Gefährliches bei raus.
Nach dem Powerbreak konnten die Gäste mal für Entlastung sorgen, denn man hatte das nächste Powerplay. Doch die Unterzahl unterstanden die Eisbären ohne große Mühe und hatten nun noch rund sechs Minuten für die Aufholjagd. Bereits 3:24 Minuten vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin seine Auszeit und zog Goalie Jonas Stettmer vom Eis. Aber auch mit sechs Mann schaffte man es nicht, sich eine Top-Chance nach der anderen herauszuspielen. So brachten die Gäste das 3:1 souverän über die Zeit und sicherten sich die drei Punkte in der Hauptstadt. Platz sechs rückt so in immer weitere Ferne.

5:2 gegen Iserlohn: Les Lancaster glänzt mit Doppelpack beim Arbeitssieg gegen die Roosters

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #32:

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 gewonnen. Komplett fehlerfrei war es zwar immer noch nicht, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn man hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Allen voran Les Lancaster, der heute seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. An diese Leistung gilt es nun in den nächsten Spielen anzuknüpfen und dabei die Fehler weiter zu minimieren.

Im Vergleich zum letzten Spiel blieben heute Eric Mik und Jean-Sébastien Dea draußen. Dafür kehrten Les Lancaster und Jonas Müller zurück ins Line-up. Trainer Serge Aubin rotierte einmal komplett durch. In der Defensive spielten Kai Wissmann/Jonas Müller, Mitch Reinke/Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Markus Niemeläinen zusammen.
In der Offensive bildeten Lean Bergmann, Andreas Eder und Liam Kirk die erste Reihe. Ty Ronning, Leo Pföderl und Marcel Noebels standen in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe bestand aus Frederik Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Les Lancaster, Manuel Wiederer und Eric Hördler.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße wieder als Back-up auf der Bak saß.

Für die Eisbären war es das nächste wichtige Spiel im Kampf um Platz sechs. Nach der enttäuschenden Leistung am Mittwoch gegen Straubing wurde heute eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Trainer Serge Aubin hatte gefordert, dass seine Mannschaft über die volle Spielzeit ihre Leistung abrufen muss und nicht nur für ein paar Minuten oder ein Drittel. Gab es die Reaktion gegen Iserlohn oder folgte der nächste ernüchternde Auftritt der Eisbären?

Es war die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den Eisbären und Iserlohn. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren von Beginn an bemüht und setzten sich auch immer mal wieder im Angriffsdrittel fest. Dort lief die Scheibe auch durchaus gut, aber im Abschluss mangelte es noch an der Genauigkeit. Doch man wusste die Defensive der Roosters gut zu beschäftigen. Iserlohn sorgte aber bei seinen Vorstößen auch immer mal wieder für Gefahr. Auf die erste Top-Chance der Partie mussten die Fans aber dennoch warten.
Im ersten Powerplay der Partie sorgten die Hausherren für gute Abschlüsse und belohnten sich am Ende mit der Führung. Die Eisbären ließen die Scheibe gut laufen und am Ende hämmerte Marcel Noebels seinen Onetimer ins Iserlohner Tor – 1:0 (17.).

Die Sauerländer hätten unmittelbar nach dem Rückstand antworten können, denn nun waren die Gäste vom Seilersee ein Mann mehr. Aber die Eisbären ließen nichts zu und überstanden die erste Unterzahl schadlos. Doch nur wenige Sekunden später kassierte man doch den Ausgleich. Man hatte Christian Thomas am langen Pfosten vergessen und der sagte artig „Danke“ – 1:1 (20.). Der Nackenschlag zum Drittelende, denn mit dem Unentschieden ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike bekam einiges zu tun. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Kontertor von Torjäger Liam Kirk. Der kam mit Speed über links ins Drittel und zog dann trocken ab. Andreas Jenike im Iserlohner Tor konnte der Scheibe nur noch hinterherschauen – 2:1 (22.).
Die Eisbären blieben auch danach am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohns Goalie bekam nun einiges zu tun. Defensiv mussten die Eisbären einmal aufpassen und hatten letztendlich Glück bei einer Iserlohner Chance.
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran, aber diesmal konnte man es nicht nutzen und diesmal merkte man auch, warum man in dieser Disziplin auf dem letzten Platz ist. Eigentlich unverständlich bei der ganzen Qualität im Kader der Berliner.
Rund sechs Minuten vor dem Ende herrschte wieder mal Chaos vor dem Berliner Tor, in dessen Folge Iserlohn zur XXL-Chance zum Ausgleich kam. Zum Glück ging die Scheibe aber nur an die Latte.
In der Schlussphase durften beide Mannschaften nochmal in Überzahl ran. Die Eisbären ließen die Scheibe sehr gut laufen, verpassten aber immer wieder den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Auch Iserlohn ließ die Scheibe gut laufen, fand aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. So nahmen die Hausherren eine knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Les Lancaster, hier im Zweikampf vor dem Tor, traf gegen Iserlohn doppelt.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im letzten Drittel erwischten die Eisbären den Traumstart. Der stürmende Verteidiger Les Lancaster hämmerte die Scheibe ins Iserlohner Tor und sorgte für eine erleichternde 3:1-Führung (42.).
Beruhigend war sie dennoch nicht, denn Iserlohn verkürzte nur wenige Augenblicke später in Überzahl auf 3:2. Colin Ugbekile war am Ende der Torschütze (44.).
So blieb die Partie spannend und beide Teams investierten nochmal alles. Die Eisbären hätten kurz vor dem Powerbreak für die Vorentscheidung sorgen können, doch den Drei-auf-eins Konter spielte man zu schlampig zu Ende. Der Pass von Noebels auf Ronning war zu ungenau, weshalb die Nummer neun den Schuss nicht im Iserlohner Tor unterbringen konnte.
Aber die Eisbären hatten ja heute Les Lancaster, der erneut den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte – 4:2 (51.). Ob man sich in München bereits ärgert, ihn nicht lizenziert zu haben?
In der Folge durften beide Mannschaften nochmal ihr Powerplay üben, wo beide Teams zu den schlechtesten der Liga gehören. Auch wenn beiden Mannschaften heute ein Treffer mit einem Mann mehr gelungen ist. Ein zweiter Treffer blieb beiden Teams in den Überzahlspielen zum Ende der Partie verwehrt.
Iserlohn riskierte am Ende nochmal alles – Auszeit und Goalie raus. Doch das nutzten die Hauptstädter zur endgültigen Entscheidung. Mit der Schlusssirene versenkte Markus Vikingstad die Scheibe im verwaisten Iserlohner Tor – 5:2 (60.). Danach war Schluss und die Erleichterung sichtbar zu spüren. Zumal Bremerhaven und Wolfsburg erneut für die Eisbären gespielt haben. Die Eisbären haben aktuell nur noch einen Zähler Rückstand auf den Sechsten Bremerhaven. Und die Pinguins sind am Sonntag der nächste Gegner.