5:0-Heimsieg im Spitzenspiel! Der Eisbären-Express überrollt Wolfsburg

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #7:

Der Eisbären-Express rollt weiter durch die PENNY DEL: Im Spitzenspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg feierten die Berliner beim 5:0 den fünften Sieg in Serie. Erneut drückte die Top-Reihe um Liam Kirk, Ty Ronning und Freddy Tiffels dem Spiel den Stempel auf. Im Tor überzeugte einmal mehr Jonas Neffin, der im vierten Spiel bereits seinen dritten Shutout feierte. Wahnsinn!

Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Nürnberg musste Eisbären-Trainer Éric Dubois heute auf den angeschlagenen Leo Pföderl verzichten. Dafür kehrte Gabriel Fontaine zurück ins Line-up und stürmte anstelle von Pföderl in der Reihe mit Andreas Eder und Eric Hördler. Alles andere blieb unverändert. Somit stand zum vierten Mal in Folge in der PENNY DEL Jonas Neffin im Tor.

Für die Eisbären stand das nächste Spitzenspiel an. Gegner Wolfsburg startete überraschend stark in die neue Saison und liegt aktuell auf Platz drei. Gerade das ausgeglichene Scoring ist der Trumpf der Mannschaft von Trainer Tyler Haskins. Bei den Eisbären hängt derzeit viel von Ty Ronning und Liam Kirk ab. War das auch heute wieder so oder stoppten die Autostädter die Siegesserie der Eisbären?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Wolfsburg. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im ersten Drittel

Es ist Pinktober und beide Mannschaften setzten ein Zeichen im Kampf gegen den Brustkrebs. Berlin in seinen weißen Trikots, Hosen und Stutzen mit pinken Akzenten, Wolfsburg in pinken Trikots und Stutzen. Wie bereits vergangene Woche erwähnt, finde ich es großartig, wie viele Vereine sich inzwischen am Pinktober beteiligen!
Wolfsburg bestätigte hier zu Beginn des Spiels seinen guten Saisonstart und beschäftige Eisbären-Goalie Jonas Neffin schon recht ordentlich. Doch auch der neue Berliner Goalie bestätigte seine bisherige Top-Form im Trikot der Hauptstädter.
Die Eisbären hingegen fanden in der Anfangsphase kein Mittel gegen die sehr kompakte Defensive der Gäste. Die Wolfsburger waren eng dran am Mann und machten die gefährlichen Räume gut zu. Tobias Krestan fand Mitte des ersten Drittels mal die Lücke und hatte eine richtig gute Chance, doch die Scheibe flog knapp am Tor vorbei.
Insgesamt gesehen war es aber das von vornherein erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten. Inzwischen auch ein Duell auf Augenhöhe, in dem es vor allem auf die Geduld beider Mannschaften ankommen wird. Beide warten auf den ersten Fehler des Gegners, um zuzuschlagen. In den ersten 20 Minuten machte den noch kein Team, weshalb es beim Stand von 0:0 in die erste Drittelpause ging. Auch wenn Liam Kirk in der Schlussphase nochmal die gegnerischen Spieler als Slalomstangen benutzte, am Ende aber an Dustin Strahlmeier scheiterte.

Jean-Luc Foudy erhöhte per Penalty auf 2:0. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären stellen per Doppelschlag auf 2:0

Auch zu Beginn des zweiten Drittel das selbe Bild. Beide Teams ließen defensiv weiterhin wenig zu. Danach hatten beide Mannschaften ihr erstes Powerplay – zwar nicht für die vollen zwei Minuten – aber auch da wollte kein Treffer gelingen.
Die Eisbären wurden aber danach stärker und schnupperten am 1:0. Auch im zweiten Powerplay, doch bisher war Dustin Strahlmeier nicht zu überwinden. Jener Goalie, der bisher noch keine so überzeugende Saison gespielt hat. In der 34. Spielminute war es dann aber doch geschehen. Zwei-auf-eins-Konter der Eisbären, Liam Kirk auf Freddy Tiffels und der mit dem 1:0 für die Berliner. Die zu diesem Zeitpunkt mehr als verdiente Führung und mal wieder war es die Top-Reihe, nur dass statt Ty Ronning oder Kirk eben Tiffels zur Abwechslung mal das Tor traf.
Kurz darauf war Jean-Luc Foudy auf und davon, konnte nur unfair gestoppt werden, was zum Penalty führte. Dass der Neuzugang das kann, zeigte er erst vor kurzem in Köln und auch heute verwandelte er seinen Penalty eiskalt – 2:0 (36.).
Innerhalb kürzester Zeit stellten die Eisbären ihre Effizienz unter Beweis und lagen im Spitzenspiel mit zwei Toren vorne. Was zu diesem Zeitpunkt der Saison und unter neuem Trainer schon mehr als beeindruckend ist. Mit der Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Ein gewohntes Bild in den letzten Wochen: Jubelnde Eisbären-Spieler (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Top-Reihe macht es am Ende deutlich

Die Niedersachsen hatten früh im Schlussdrittel ein Powerplay und somit die große Chance auf den Anschlusstreffer. Und Jonas Neffin bekam in Unterzahl auch einiges zu tun, ließ aber weiterhin keine Scheibe durch. Starker Auftritt des Berliner Goalies.
Auf der anderen Seite waren es die Eisbären, welche die Partie frühzeitig entschieden. Mal wieder war es die Top-Reihe, die einen Angriff Richtung Wolfsburger Tor startete. Tiffels sein Schuss wurde geblockt, Liam Kirk schnappte sich die Scheibe und staubte erfolgreich ab – 3:0 (48.).
Die Autostädter hatten danach zwar nochmal ein doppeltes Powerplay, aber auch in diesem konnten sie die Eisbären-Defensive um Goalie Jonas Neffin nicht knacken. Wieder einmal ein starker Auftritt der Eisbären-Verteidigung.
Aber auch die Offensive lieferte heute wieder ab. Powerplay Berlin, die Scheibe lief sauber durch die Reihen und am Ende war es Andreas Eder, der die Scheibe im langen Eck versenkte. Die Vorarbeit kam unter anderem von Foudy, der damit seinen zweiten Scorerpunkt im heutigen Spiel verbuchte.
Im zweiten Spitzenspiel in Serie stellten die Eisbären damit erneut ihre derzeitige Top-Form unter Beweis. Man findet aktuell immer einen Weg, Spiele zu gewinnen, was auch ein Verdienst des neuen Trainerteams um Éric Dubois und Dan Lambert ist, welche bisher einen Top-Job in der Hauptstadt machen. Und kaum habe ich diesen Satz zu Ende geschrieben, klingelte es zum fünften Mal im Tor von Dustin Strahlmeier. Erneut war es Freddy Tiffels, der traf und das Ergebnis auf 5:0 schraubte (58.).
Während die Hauptstädter den fünften Sieg in Serie feierten, feierte Goalie Jonas Neffin im vierten DEL-Spiel für die Eisbären seinen dritten Shutout. Was für ein beeindruckender Saisonstart des DEL-Rekordmeisters!

4:3-Sieg in Salzburg: Nach einer 4:0-Führung machen es die Eisbären nochmal unnötig spannend

Die Eisbären Berlin haben den dritten Sieg in der Ligaphase der Champions Hockey League (CHL) eingefahren und damit das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Beim 4:3-Auswärtssieg in Salzburg machten es die Berliner aber nochmal unnötig spannend. Denn nach 20:27 Minuten führte man bereits mit 4:0 in der Mozartstadt und hatte alles im Griff. Doch danach schaltete man in den Verwaltungsmodus und brachte die Österreicher somit zurück ins Spiel. Diese kamen in der Folge bis auf 3:4 heran, konnten ihre Aufholjagd aber nicht mehr mit einem oder mehreren Punkten krönen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois verzichtete heute auf Verteidiger Mitch Reinke (Geburt steht kurz bevor) sowie die Stürmer Manuel Wiederer und Leo Pföderl (beide angeschlagen). Dafür kehrte Stürmer Gabriel Fontaine wieder zurück in den Kader und zudem füllten die Verteidiger Moritz Kretzschmar und Gregor Stocker den Kader für das CHL-Spiel auf.
Im Tor stand heute Jack LaFontaine, während Jonas Neffin nach drei Starts in Folge als Back-up auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Kai Wissmann/Jonas Müller, Brandon Davidson/Adam Smith, Korbinian Geibel/Gregor Stocker, Moritz Kretzschmar/Eric Mik. In der Offensive schickte der Head Coach folgende Reihen auf das Eis: Eric Hördler/Ty Ronning/Liam Kirk, Frederik Tiffels/Andreas Eder/Rihards Griva, Yannick Veilleux/Markus Vikingstad/Jean-Luc Foudy, Gabriel Fontaine/Tobias Krestand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären wollten mit einem Sieg die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen, während Salzburg unter Druck stand, wollte man noch Chancen auf die K.o.-Phase haben. Aktuell standen die Österreicher unter dem Strich und brauchten dringend Punkte. Die Hauptstädter reisten mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Mozartstadt, hatte man doch die letzten vier Spiele in der PENNY DEL in Serie gewonnen. Konnte man den Rückenwind mit in die CHL nehmen und den dritten Sieg in der Ligaphase einfahren?

Liam Kirk trumpfte auch in Salzburg auf und scorte alleine im ersten Drittel dreimal. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Drei Scorer-Punkte für Liam Kirk im ersten Drittel

Die Hausherren hatten früh das erste Powerplay der Partie, doch in diesem gingen die Berliner in Führung. Liam Kirk mit dem Zuspiel auf Rückkehrer Fontaine (zur Abwechslung mal nicht Ty Ronning) und der ließ David Kickert im Salzburger Tor keine Chance – 1:0 (6.).
Nur vier Minuten später legten die Eisbären das nächste Tor nach. Diesmal bekam Korbinian Geibel die Scheibe vom britischen Nationalstürmer Kirk und erhöhte auf 2:0 (10.).
Das Kirk gerade in einer absoluten Top-Form ist, bewies er weitere drei Minuten später. Denn da traf er dann auch noch selbst und stellte früh auf 3:0 (13.).
Zehn Torschüsse, drei Tore: Was für ein Start der Eisbären! Salzburg wusste gar nicht wie ihnen geschah und musste sich von diesem Horrorstart erst einmal erholen. Für die Stimmung in Österreich war dieser Spielstand zudem nicht wirklich gut, denn es rumorte bereits zuvor in der Mozartstadt.
Mit der souveränen 3:0-Führung endeten die ersten 20 Minuten, in denen die Berliner aber wirklich alles im Griff hatten und an die Leistungen der letzten Spiele nahtlos anknüpften.

Erhöhte nach nur 27 Sekunden im Mitteldrittel auf 4:0: Jean-Luc Foudy (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Foudy trifft nach 27 Sekunden

27 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da zog Jean-Luc Foudy nach einem gewonnenen Bully einfach mal direkt ab – 4:0 (21.). Was für eine Effizienz der Eisbären vor dem gegnerischen Tor. Und schön zu sehen, dass es eben nicht immer nur Kirk und Ronning sind, die treffen, sondern bis hierhin auch mal drei andere Spieler neben Kirk.
Salzburg gab hier trotzdem nicht auf und wollte den Anschlusstreffer erzielen. Die Eisbären standen defensiv aber sehr kompakt und ließen wenig zu. Einmal zappelte die Scheibe dann zwar im Berliner Netz, aber der Schläger war deutlich zu hoch, weshalb der Treffer der Gastgeber nicht gegeben wurde.
Aber die Österreicher schafften es, die Eisbären jetzt etwas mehr zu beschäftigen, als ihnen lieb war.
Ein Scheibenverlust von Kapitän Kai Wissmann an der gegnerischen blauen Linie leitete dann die Anschlusstreffer der Salzburger ein. Jayden Lee staubte am Ende erfolgreich ab – 4:1 (34.). Diesen Treffer hatten sich die Hausherren aber auch verdient.
Die Salzburger blieben auch danach weiterhin offensiv aktiv, hatten zudem auch noch ein weiteres Powerplay. Aber man konnte den Schwung des ersten Tores nicht mitnehmen und das zweite Tore nicht nachlegen.
So stand es nach 40 Minuten 4:1 für die Eisbären, welche im Schlussdrittel weiterhin konzentriert bleiben mussten, denn Salzburg gab dieses Spiel noch nicht verloren.

Kam in der CHL nach langer Zeit mal wieder für die Eisbären zum Einsatz: Moritz Kretzschmar (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Salzburg macht es am Ende nochmal richtig spannend

Die Anfangsphase des letzten Drittel plätscherte nur so vor sich hin. Es schien so, als ob die Eisbären sich das hier nicht mehr nehmen lassen würden angesichts der Drei-Tore-Führung. Doch auf einmal wurde daraus nur noch eine Zwei-Tore-Führung, denn Dennis Eamon Robertson verkürzte auf 4:2 (46.). Und es war nur genügend Zeit auf der Uhr für ein Comeback der Salzburger. Nun waren die Eisbären wieder mehr gefordert, wollte man sich die drei Punkte nicht mehr nehmen lassen.
Inzwischen war das hier ein Duell auf Augenhöhe. Damit hatte man nach den ersten 20 Minuten nicht wirklich mehr gerechnet, zu dominant war der Auftritt des deutschen Meisters. Aber mittlerweile war das hier sogar eine ganz knappe Kiste, denn die Salzburger verkürzten weiterhin. Mario Huber im Nachsetzen mit dem 3:4 aus Sicht der Gastgeber (53.). Die Eisbären wirkten aktuell immer einen Schritt langsamer als die Österreicher, die hier nun das Momentum klar auf ihrer Seite hatten.
Und nun mussten die Berliner auch noch um die eigentlich schon sicher geglaubten drei Punkte wieder zittern, welche im Kampf um einen Platz im Achtelfinale aber von großer Bedeutung wären. Doch am Ende retteten die Eisbären das 4:3 über die Zeit und atmeten nach der Schlusssirene einmal tief durch, denn damit löste man das Ticket für das Achtelfinale der CHL. Aber über die Phase nach dem 4:0 wird Éric Dubois im Vorfeld des DEL-Spitzenspiels gegen die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend nochmal reden. Denn da hatte man es einfach unnötig spannend gemacht. Das darf gegen die Niedersachen am Freitag nicht passieren.

2:0-Auswärtssieg in Frankfurt: Liam Kirk scort weiter und Jonas Neffin holt das nächste Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #5:

Dritter Sieg in Serie: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt mit 2:0 (0:0,2:0,0:0) gewonnen und feierten damit den vierten Sieg im fünften Ligaspiel. Goalie Jonas Neffin bestritt sein zweites Spiel für die Berliner und blieb erneut ohne Gegentor. 120 Minuten und null Gegentore: was für ein Start der Nummer 75 in Berlin!

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf den angeschlagenen Gabriel Fontaine verzichten. Dafür rückte Rihards Griva ins Line-up. Auch Korbinian Geibel wurde wieder eingesetzt und war als siebter Verteidiger dabei. Eric Hördler nahm den Platz von Fontaine in der Reihe neben Leo Pföderl und Andreas Eder ein. Griva rückte in die vierte Reihe zu Tobias Krestan und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert. Dass Jonas Neffin erneut im Tor stand, hatte ich bereits eingangs des Spielberichts erwartet.

Für die Hauptstädter stand die schwere Aufgabe in Hessen auf dem Programm, stellten die Löwen Frankfurt mit sieben Gegentoren doch die beste Defensive der Liga. Vergangene Saison hatten beide Mannschaften je ein Spiel in der Eissportshalle am Ratsweg gewonnen. Wer zog heute das erste Spiel?

Brandon Davidson knackte das Bollwerk der Hessen und erzielte das 1:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Andreas Eder trifft nur die Latte

Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel zweier Mannschaften, welche sich auf Augenhöhe begegneten. Der Respekt voreinander war auf beiden Seiten zu spüren. Die Löwen wollten mit den eigenen Fans im Rücken den Titelverteidiger ärgern, während die Eisbären an die beiden Siege vom vorigen Wochenende anknüpfen wollten.
Die Mannschaft von Trainer Tom Pokel hatte früh die erste dicke Chance, als die Scheibe kurz vor der Torlinie des Berliner Tores lang trudelte. Zum Glück für die Eisbären ging sie in dieser Szene nicht rein.
Beide Mannschaften erspielten sich in den ersten 20 Minuten gute Chancen, doch sowohl Adam Scheel auf Frankfurter Seite als auch Neffin auf Berliner Seite bewiesen, dass sie mit zu den besten Goalies der PENNY DEL zählen. Der Neuzugang der Löwen war im ersten Drittel zwar einmal schon geschlagen, die Latte (Schuss von Andreas Eder) rettete seine Mannschaft aber vor dem Rückstand.
Da die Hessen auch ein Powerplay nicht zur Führung nutzen konnten, endeten die ersten 20 Minuten torlos. Dennoch wurde den Zuschauern beste Unterhaltung geboten.

Liam Kirk scorte im 13. Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Davidson und Kirk schlagen zu

Zu Beginn des zweiten Drittels duellierten sich beide Teams weiterhin auf Augenhöhe. Schnell wurde die neutrale Zone überbrückt und dann direkt der Weg vor das gegnerische Tor gesucht. Die ersten sieben Minuten liefen dabei ohne Unterbrechung durch. Das Spiel hatte alles, was es für ein gutes Spiel braucht. Jedenfalls fast alles, denn das Wichtigste fehlte noch – ein Tor.
Dieses sollte in der 28. Spielminute fallen. Jeder Schuss auf das Tor ist ein guter – dachte sich auch Brandon Davidson, dessen Schuss am Ende den Frankfurter Goalie überwand und zum 1:0 für die Eisbären sorgte.
Die Löwen suchten danach nach einer Antwort, liefen jedoch in einen Berliner Konter. Eric Mik fing im eigenen Drittel ganz stark einen Pass der Hessen ab, schickte Ty Ronning auf den Weg, welcher seinem kongenialen Partner Liam Kirk in Szene setzte. Und wenn die beiden Ausnahmestürmer auf dem Eis sind, klingelt es meistens im Tor. So auch heute geschehen – 2:0 (36.).
Das „Duo Infernale“ sorgt weiterhin für Angst und Schrecken in der Liga. Der britische Nationalstürmer scorte saisonübergreifend im 13. Spiel in Folge. Die Eisbären können sich glücklich schätzen, dass diese beiden Spieler bei ihnen unter Vertrag sind. Denn solche Unterschiedsspieler wünscht sich jeder Trainer im Kader.

Zweites Spiel, zweiter Shutout: Goalie Jonas Neffin feiert Traumstart in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Jonas Neffin hält Penalty und feiert zweiten Shutout im zweiten Saisonspiel

Trotz der 2:0-Führung nach 40 Minuten war von den Eisbären nochmal volle Konzentration für den Schlussabschnitt gefordert. Und Eric Hördler hätte unmittelbar nach Wiederbeginn für die Vorentscheidung sorgen können, ließ seinen Alleingang jedoch ungenutzt. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren die große Chance auf den Anschlusstreffer, als ihnen ein Penalty zugesprochen wurde. Anthony Romano lief an, fand aber ebenfalls seinen Meister in Jonas Neffin.
Danach hatten die Eisbären das Spiel weitestgehend im Griff. Defensiv ließ man kaum noch etwas zu. Wenn doch etwas durch kam, war Neffin zur Stelle. Nach vorne versuchte man nicht mehr als nötig. So brachte man das 2:0 souverän über die Zeit und liefert damit den Beweis, dass es auch unter dem neuen Trainer Éric Dubois bereits richtig gut läuft. Mit diesem Start hätten die wenigsten Fans und Experten gerechnet, aber Sportdirektor Stéphane Richer hat schon wieder eine starke Mannschaft zusammengestellt und mit Dubois und Dan Lambert auch die richtigen Leute hinter die Bande gestellt.
Am Sonntag folgt dann die schwere Aufgabe zuhause gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Nürnberg. Aber in dieser Form und mit einem Jonas Neffin in dessen Form im Tor, könnten die Eisbären das erste Team in dieser Saison sein, welches die Franken nach 60 Minuten bezwingt.

4:0-Heimsieg gegen Iserlohn: Liam Kirk und Ty Ronning treffen erneut, Jonas Neffin feiert beim Debüt einen Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #4:

Viertes Spiel, dritter Sieg: Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters setzte man sich am Ende problemlos mit 4:0 (1:0,3:0,0:0) durch. Während die Offensive wieder Tore produzierte, ließ die Defensive hinten nichts anbrennen. Wobei man dazu sagen muss, dass Iserlohn die Berliner Abwehr auch nicht vor die aller größten Probleme stellte.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Verteidiger Mitch Reinke zurückgreifen, dafür fehlte Korbinian Geibel in der Defensive. Was jedoch rein dem Zweck der Rotation galt. Reinke nahm dessen Platz an der Seite von Eric Mik ein. Dazu startete heute Jonas Neffin im Tor, während Jack LaFontaine als Back-up auf der Bank Platz nahm. Alles andere blieb unverändert im Line-up.

Die Eisbären trafen heute auf den Tabellenletzten aus dem Sauerland. Gerade gegen die Schlusslichter der PENNY DEL taten sich die Berliner in der Vergangenheit häufig schwer. In der vergangenen Saison konnte man aber beide Heimspiele gegen Iserlohn gewinnen. Setzte sich diese Serie heute fort oder konnten die Roosters in der Hauptstadt den ersten Saisonsieg einfahren?

Torjubel der Eisbären über das 1:0 von markus Vikingstad. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vikingstad trifft im Powerplay

Von Beginn an war es ein schnelles Spiel, in dem die Zweikämpfe hart umkämpft waren. Beide Mannschaften überbrückten schnell die neutrale Zone und zogen dann direkt vor das Tor. Die Eisbären hatten dann auch früh das erste Powerplay, doch das war zu Beginn noch nicht so gefährlich wie am Freitagabend in Köln.
Leo Pföderl hatte Mitte des ersten Drittels das 1:0 auf dem Schläger, aber IEC-Goalie Andreas Jenike rettete in höchster Not und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand in der Hauptstadt. Die Berliner dominierten das Spiel gegen den Tabellenletzten aber klar. Hinten ließ man wenig Gefährliches zu, während man vorne am Führungstreffer arbeitete. Diesen erzielte man im zweiten Powerplay der Partie. Die Eisbären zogen ihr Powerplay geduldig auf, Mitch Reinke und Jean-Luc Foudy spielten sich die Scheibe an der blauen Linie zu, Reinke hatte abgezogen und Markus Vikingstad fälschte vor dem Tor entscheidend ab – 1:0. Die hochverdiente Führung, was auch die Schussstatistik aussagte – 11:0 zu Gunsten der Eisbären.
Die Gäste aus dem Sauerland meldeten sich danach zwar auch mal an, aber Jonas Neffin hielt die 1:0-Pausenführung seiner Mannschaft fest.

Symbolbild: Die Eisbären bringen Iserlohn zu Fall. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Wiederer trifft erneut in Unterzahl

Früh im Mitteldrittel durften die Gäste aus dem Sauerland erstmals in Überzahl ran und hatten damit die Chance auf den schnellen Ausgleich. Doch daraus wurde nichts, denn es kam der große Auftritt von Manuel Wiederer: Er klaute einem Iserlohner Spieler stark die Scheibe, marschierte alleine auf Jenike zu und ließ den Iserlohner Goalie alt aussehen – 2:0 (22.). Bereits das dritte Saisontor der Nummer 21 – zwei davon erzielte der Stürmer in Unterzahl! Ein überragender Saisonstart von Wiederer.
Auch in der Folge wurde es immer wieder brenzlig vor dem Tor der Roosters. Die Effektivität der Eisbären ließ bis hierhin aber zu Wünschen übrig.
Was fehlte in diesem Spiel noch? Richtig, ein Tor von Liam Kirk oder Ty Ronning. Letzterer bediente Kirk und der britische Nationalstürmer spazierte ungestört durch die Iserlohner Defensive und stellte problemlos auf 3:0 (34.). Iserlohn muss sich die Frage gefallen lassen, wie man einen so torgefährlichen Spieler so schlecht verteidigen kann, wie es die Roosters bei diesem Gegentor gemacht haben. DEL-Niveau hatte das bei weitem nicht. Aber das traf auch insgesamt gesehen auf den Auftritt der Sauerländer zu. Was 18:6-Schüsse zu diesem Zeitpunkt auch statistisch gesehen noch einmal unterstrichen.
35,4 Sekunden vor dem Ende erhöhte die Top-Reihe der Eisbären auf 4:0. Über Liam Kirk und Freddy Tiffels kam die Scheibe zu Ty Ronning, der damit auch im vierten Spiel in Folge traf. Das „Duo Infernale“ liefert und liefert und liefert. Mit diesem souveränen Vorsprung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Feierte direkt im ersten Spiel für die Eisbären einen Shutout: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitet am Anschlusstreffer, aber Jonas Neffin feiert am Ende den Shutout

Damit war die Partie im Grunde genommen auch entschieden, denn Iserlohn erweckte in den ersten 40 Minuten nicht den Eindruck, dass sie im Schlussdrittel nun auf einmal vier Tore schießen würden. Dennoch gab sich die Mannschaft von Trainer Stefan Nyman nicht auf und arbeitete am Anschlusstreffer. Doch der ehemalige Iserlohner Goalie Jonas Neffin hatte etwas dagegen. Er hielt weiterhin die Null und wurde dabei auch sehr stark von seinen Vorderleuten unterstützt. Das galt auch für das Iserlohner Powerplay, in dem er keine Scheibe durch ließ.
Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Eisbären mussten nicht mehr tun als nötig war, Iserlohn arbeitete weiter am Anschlusstreffer. Doch es sollte nichts mehr passieren, weshalb die Eisbären das Spiel souverän mit 4:0 gewannen.

6:5 n.P. in Köln: Neuzugang Jean-Luc Foudy entscheidet Tor-Festival in der Domstadt

Die Eisbären Berlin haben ihren ersten Auswärtssieg der neuen DEL-Saison gefeiert. Am Ende setzte man sich bei den Kölner Haien in einem verrückten Spiel mit 6:5 nach Penaltyschießen durch. Es war ein wildes Spiel mit wechselnden Führungen, in dem die Eisbären bis zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eigentlich schon als der sichere Sieger aussahen. Doch am Ende holte man Köln wieder zurück ins Spiel, sicherte sich aber dank Jack LaFontaine und Jean-Luc Foudy den Zusatzpunkt in der Domstadt.

Bei den Eisbären gab Jean-Luc Foudy heute sein DEL-Debüt. Trainer Éric Dubois stellte ihn an die Seite von Yannick Veilleux und Markus Vikingstad. Gabriel Fontaine rückte in die Reihe zu Andreas Eder und Leo Pföderl. Eric Hördler spielte stattdessen in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Tobias Krestan. Rihards Griva stand dafür nicht im Kader. Auch Mitch Reinke fehlte heute im Line-up. Alles andere blieb unverändert. Somit stand auch heute wieder Jack LaFontaine im Tor. Jonas Neffin nahm erneut als Back-up auf der Bank Platz.

Nach dem man in den ersten beiden Saisonspielen bereits auf die Straubing Tigers (Viertelfinalgegner 2026) und die Adler Mannheim (Finalgegner 2026) traf, machten die Eisbären die Serie heute komplett und trafen auf ihren letztjährigen Halbfinalgegner Köln. Die Domstädter hatten natürlich noch jede Menge Wut im Bauch, ließen doch die Hauptstädter die Kölner Meisterträume in den letzten beiden Jahren (Finale 2025/Halbfinale 2026) wie eine Seifenblase platzen. Gelang den Kölnern heute die Revanche in der Hauptrunde oder triumphierten am Ende erneut die Eisbären in der Domstadt?

Für einen Spieler war es ein sehr besonderes Spiel: Marcel Noebels traf nach zwölf Jahren in der Hauptstadt erstmals auf seinen Ex-Verein. Wie torgefährlich die ehemalige Nummer 92 ist, wissen sie in Berlin nur allzu gut. Konnten die Eisbären ihren Ex-Spieler stoppen oder schenkte Noebels seinem Ex-Verein einen Puck ein?

Traf direkt im ersten Duell gegen seinen Ex-Verein: Marcel Noebels (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Ausgerechnet Marcel Noebels trifft zum 1:1 gegen die Eisbären

49 Sekunden war die Partie alt, da tauchte Tim Fleischer alleine vor Jack LaFontaine auf. Aber der Berliner Goalie behielt in diesem Duell die Oberhand und verhinderte somit den Kölner Traumstart.
Den legten dann aber die Eisbären hin. Powerplay für die Berliner und in einer etwas unübersichtlichen Situation lag auf einmal die Scheibe im Tor. Freddy Tiffels chippte die Scheibe vor das Tor, wo Ty Ronning als Letzter am Puck war – 1:0 (4.). Im dritten Spiel das dritte Saisontor vom kleinen Wirbelwind.
Die Antwort der Domstädter ließ aber nicht lange auf sich warten. Und diese Geschichten schreibt nur der Sport: Denn ausgerechnet Marcel Noebels sorgte für den 1:1-Ausgleich. Patrick Russell mit dem Pass auf Noebels, welcher viel zu viel Zeit im Slot hatte und per Onetimer auf 1:1 stellte (8.). Noebels verzichtete aber auf einen überschwänglichen Torjubel.
Die Freude währte jedoch nur 39 Sekunden, denn dann schlugen die Eisbären wieder zurück. Ty Ronning auf Liam Kirk und der britische Nationalstürmer brachte die Eisbären wieder in Führung – 2:1 (9.). Das „Duo Infernale“ schlug also auch in der Domstadt wieder zu.
Kirk hätte im nächsten Powerplay beinahe das 3:1 nachgelegt, doch bei seinem Alleingang traf er nur das Gestänge. Im selben Powerplay fuhren die Domstädter aber auch einen Zwei-auf-eins-Konter, bei dem Ryan MacInnis das 2:2 auf dem Schläger hatte. Freddy Tiffels rettete aber im letzten Moment und klärte kurz vor der Torlinie.
In der Schlussminute gelang den Hausherren bei angezeigter Strafzeit aber dann doch der Ausgleich. Brady Austin packte einen satten Handgelenkschuss aus und stellte 36,5 Sekunden vor dem Ende auf 2:2. So stand es auch nach furiosen 20 Minuten.

Nickligkeiten gehören zum Duell Köln vs. Berlin immer dazu. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln geht erstmals in Führung, aber Berlin dreht das Spiel zurück

Köln begann das Mitteldrittel mit einem Powerplay und wie zu Beginn des Spiels hatte Tim Fleischer die erste dicke Chance. Diesmal nutzte er diese aber aus und brachte die Haie erstmals an diesem Abend in Führung – 3:2 (21.). 46 Sekunden waren da gerade einmal im zweiten Drittel gespielt.
Wie in der Kurpfalz hatte der Titelverteidiger eine Führung verspielt. Aber noch war genügend Zeit, um etwas Zählbares aus Köln mit nach Berlin zu nehmen. Und die Eisbären spielten auch weiterhin nach vorne, fanden aber keinen Weg vorbei an KEC-Goalie Janne Juvonen.
Den fand dann aber Markus Vikingstad, der das nächste Powerplaytor für die Eisbären erzielte. Der Norweger staubte eiskalt vor dem Tor ab und schenkte Juvonen das dritte Tor ein. Somit ging der DEL-Klassiker wieder von vorne los.
Und die Eisbären drehten das Spiel wieder zurück. Andreas Eder mit dem Schuss und dem 4:3. Da sah Janne Juvonen überhaupt nicht gut aus (36.). Kurz darauf die große Chance, erstmals an diesem Abend eine Zwei-Tore-Führung herauszuspielen, als man erneut ein Mann mehr auf dem Eis war. Doch diese Chance konnte man nicht nutzen und nahm somit nur die 4:3-Führung mit in die Kabine.

Jack LaFontaine streckte sich nach jedem Puck. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln rettet sich dank furiosem Schlussspurt in die Verlängerung

Im Schlussdrittel kassierte Juvonen dann direkt das nächste krumme Gegentor. Neuzugang Foudy brachte die Scheibe aufs Tor, von Juvonen prallte sie an Juhani Tyrväinen und von dem aus ins Tor – 5:3 (42.)
Dieser Treffer zog den Haien so ein wenig den Zahn. Denn Köln tat sich in der Folge schwer, gefährliche Chancen zu kreieren. Die Eisbären waren in dieser Phase dem 6:3 näher als Köln dem 4:5.
Erst in der Schlussphase investierten die Domstädter nochmal alles, um hier das Unmögliche noch möglich zu machen. Man setzte die Eisbären stark unter Druck und kam auch zu guten Chancen. Aber Jack LaFontaine wurde zum Endgegner der Kölner und ließ sie reihenweise verzweifeln.
Als Juvonen zu Gunsten eines sechsten Feldspielers sein Tor verließ, schlugen die Hausherren aber doch noch zu. Und natürlich war es erneut Marcel Noebels, der gegen seinen Ex-Verein traf – 4:5 (58.).
Auf einmal war hier nochmal Spannung in der Lanxess Arena. Und Moritz Müller hatte kurz darauf die dicke Chance zum 5:5-Ausgleich, als er frei vorm Berliner Tor zum Abschluss kam, aber an LaFontaine nicht vorbei kam.
Kapitän Kai Wissmann nahm dann eine sehr ungünstige Strafzeit wegen Spielverzögerung, was Köln ein doppeltes Powerplay ermöglichte. Und das für satte 91 Sekunden. Diese Chance ließ sich Köln natürlich nicht nehmen und glich durch Patrick Russell tatsächlich noch aus – 5:5 (59.).
Dieser Schlussspurt der Haie sorgte für eine Verlängerung, die man bis zur 58. Spielminute nicht mehr für möglich gehalten hatte. Aber die Haie machten enormen Druck, von dem sich die Eisbären nicht mehr befreien konnten. Und da man zuvor die Entscheidung nicht erzwingen konnte, musste man sich vorerst mit einem Punkt begnügen.

In der Overtime bekam man dann aber die Chance zum Sieg auf dem Silbertablett serviert, da man ein Powerplay bekam. Und zweimal hatte man in dieser Partie ja schon mit einem Mann mehr getroffen, weshalb Trainer Éric Dubois die Auszeit nahm und Dan Lambert den Spielern letzte Anweisungen mit auf den Weg gab. Doch diese halfen nicht, denn die Haie überstanden diese Unterzahl ohne Gegentor. Da kein Treffer in den fünf Minuten fiel, kam es zum Penaltyschießen.

Erzielte im ersten DEL-Spiel direkt den Gamewinner im Penaltyschießen: Jean-Luc Foudy (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch in diesem kam es zur Verlängerung. Denn die ersten drei Schützen auf jeder Seite vergaben ihren Penalty jeweils. Erst der sechste Schütze auf Seiten der Eisbären sorgte für die Entscheidung. Und es war am Ende tatsächlich Neuzugang Jean-Luc Foudy, der als einziger Schütze seinen Penalty verwandelte. Somit sicherte er seiner neuen Mannschaft hier den wichtigen Zusatzpunkt.

4:2 vs. Straubing: Die Eisbären starten mit einem Heimsieg in die Ära nach Serge Aubin

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #3:

Der Titelverteidiger eröffnet die neue DEL-Saison mit einem Heimsieg. Gegen die Straubing Tigers setzten sich die Eisbären Berlin knapp mit 4:2 (1:0,2:0,1:2) durch, mussten am Ende aber nochmal um die ersten drei Punkte der neuen Saison zittern. Vermeintlich souverän führte man bis rund neun Minuten vor Spielende mit 3:0, ehe Straubing daraus nochmal eine richtig enge Kiste machte. Doch Eric Mik erstickte sämtliche Straubinger Hoffnung auf etwas Zählbares im Keim.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten (saß noch eine Sperre aus der letzten Saison ab), weshalb Eric Mik an die Seite von Korbinian Geibel rückte. Alles andere blieb in der Defensive unverändert.
In der Offensive änderte sich lediglich etwas in der vierten Reihe, weil Mik zurück in die Abwehr rotierte. So standen nur Manuel Wiederer und Rihards Griva in der vierten Reihe.
Im Tor vertraute Dubois Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Alles war angerichtet für den DEL-Saisonstart: Die Eisbären Berlin empfingen die Straubing Tigers zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinalserie. Während die Hauptstädter in den Playoffs der Angstgegner der Niederbayern sind, waren die Tigers in der vergangenen Saison in der Hauptrunde der Angstgegner der Eisbären. Drei der vier Duelle gingen an Straubing – darunter auch beide Spiele hier in der Arena am Ostbahnhof. Setzte sich diese Serie auch in der neuen Saison fort oder konnten die Hauptstädter direkt das erste Spiel gegen Straubing für sich entscheiden?

Vor Spielbeginn wurde es aber zunächst einmal noch emotional, denn die Meisterschaft 2026 wurde gebührend gefeiert. Neben einem Video wurde natürlich wie gewohnt das bereits zwölfte Meisterbanner unter das Dach der Arena gezogen.

Der erste Torjubel der neuen DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer eröffnet die neue DEL-Saison

Der Spielbeginn passte zur Stimmung in der Arena, wo beide Fanlager gegen Donnerstagsspiele protestierten. Diese sind den Fanszenen seit Jahren ein Dorn im Auge, weshalb bis zum ersten Powerbreak auf Stimmung verzichtet wurde. Die Straubinger Fans verließen sogar fast komplett den Gästeblock. Erst nach rund fünf Minuten musste Jack LaFontaine erstmals rettend eingreifen. Bis dahin war es noch recht ereignislos gewesen.
Man merkte beiden Mannschaften die Sommerpause noch so ein wenig an. Der Rost war noch nicht komplett runter und das Spiel wirkte bis hierhin sehr zäh. Immerhin kam aber nun wieder so ein wenig Eishockey-Feeling auf, als die Hartmut Nickel Kurve mit ihrem Support begann.
Die erste richtig gute Chance für die Eisbären gab es nach rund zwölf Minuten zu bestaunen. Ein schöner langer Aufbaupass, eine Ablage und Liam Kirk mit dem Schuss, doch Jakub Skarek lenkte die Scheibe über das Straubinger Tor. Kurz darauf leitete erneut ein langer Pass die nächste Chance ein, als Ty Ronning frei zum Abschluss kam. Doch auch der Berliner Torjäger konnte den neuen Straubinger Goalie nicht überwinden.
Ansonsten bestimmten vor allem Zweikämpfe das erste Drittel. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Doch drei Minuten vor der ersten Drittelpause fand Manuel Wiederer die Lücke in der Defensive der Niederbayern und versenkte die Scheibe im langen Eck – 1:0 (17.).
Kurz darauf hätten die Hausherren in Überzahl beinahe das 2:0 nach gelegt, doch die Tigers retteten sich mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause.

Das neue Meisterbanner hängt unter der Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk und Ty Ronning mischen Straubing auf

Im zweiten Drittel ging es ganz schnell. Über Jonas Müller und Ty Ronning kam die Scheibe zu Liam Kirk und der ließ sich nicht zweimal bitten – 2:0 (22.). Der britische Nationalstürmer knipste also direkt im ersten Spiel und zeigte, dass der Tor-Knoten auch mal ganz früh in der Saison platzen kann.
Die Niederbayern waren aber auf der Suche nach einer Antwort und bekamen die dicke Chance in doppelter Überzahl. Ganze 40 Sekunden war die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft mit zwei Mann mehr auf dem Eis und hatte das 2:1 auf dem Schläger. Doch Jack LaFontaine kratzte die Scheibe mit dem Schläger in letzter Sekunde von der Linie. Was für ein Save, der ihm natürlich viel Applaus von den Rängen einbrachte.
Und Straubing durfte direkt danach nochmal für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren. Schwierige Phase für den DEL-Rekordmeister, der aber mit allem verteidigte, was ihm zur Verfügung stand. Dazu wuchs Neuzugang Jack LaFontaine im Tor über sich hinaus und strahlte dabei eine unglaubliche Ruhe aus. Ohne Gegentor kamen die Eisbären aus diesem Unterzahlspiel raus – überragend!
Dafür nutzten die Hauptstädter ihre Chancen. Zwei-auf-eins-Konter von Liam Kirk und Ty Ronning, Letzterer erhöhte schlussendlich auf 3:0 (37.). Gegen diese beiden Top-Stürmer sieht jede DEL-Defensive alt aus, wenn sie Tempo aufnehmen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es anschließend in die Kabinen.

Weiß auch in der neuen Saison wo das Tor steht: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing macht es am Ende nochmal spannend

Im Schlussdrittel waren die Eisbären zunächst nicht nur auf Verwalten des Ergebnisses aus, sondern spielten weiterhin offensiv nach vorne. Defensiv ließ man nach wie vor nur wenig von den Gästen zu. Wenn doch ein Schuss durch kam, konnte man sich auf Jack LaFontaine verlassen, der ein mehr als gelungenes DEL-Debüt feierte.
Dennoch wurde es nichts mit einem Shutout, da Adrian Klein sich zu einfach vor das Tor spielen konnte und zum 3:1 verkürzte (51.). Wurde es hier nun also doch nochmal spannend? Die Chance für die Tigers war jedenfalls da, als man in der Schlussphase für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay hatte. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor.
Dennoch musste man hier tatsächlich nochmal zittern. 3:48 Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Niederbayern das 3:2 durch Stefan Loibl (57.). Für ihre Passivität in dieser Phase wurden die Eisbären eiskalt bestraft.
Doch 68 Sekunden vor dem Ende des Spiels nutzte Eric Mik das leere Straubinger Tor zur Entscheidung aus – 4:2 (59.). Damit feierten die Berliner ein am Ende verdienten Heimsieg gegen die Tigers, der nur am Ende nochmal kurz ins Wanken geriet.

4:1 in Spiel fünf! Die Eisbären Berlin sind zum zwölften Mal Deutscher Meister!

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #50:

Playoff-Finale-Endstand: 1:4 (3:7/1:5/1:5/4:3 n.V./1:4)

Was zum Jahreswechsel und auch zur Olympiapause noch unmöglich schien, ist am Ende doch Wirklichkeit geworden: Die Eisbären Berlin trotzten sämtlichen Verletzungspech und feierten nun doch noch ihre zwölfte deutsche Meisterschaft. Im fünften Finalspiel setzten sich die Hauptstädter mit 4:1 durch und sicherten sich damit zum dritten Mal in Folge die DEL-Meisterschaft. Eine, die das Prädikat Meisterstück erhält. Denn es war, neben 2012, die unerwartete Meisterschaft. Aber einmal mehr zeigte sich, dass die Eisbären eine echte Playoff-Mannschaft sind, gegen die es kaum möglich ist, vier Spiele in einer Serie zu gewinnen. Und gegen Serge Aubin kann man erst recht keine Playoff-Serie gewinnen, denn der Berliner Trainer feierte in seiner 15. Playoff-Serie mit den Eisbären den 15. Seriensieg. Was für unglaubliche Zahlen. Was für ein unglaublicher Trainer. Was für ein unglaubliches Team.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zu Spiel vier am Donnerstagabend nur auf einer Position. Adam Smith und Mitch Reinke tauschten die Verteidigerpärchen. Smith verteidigte an der Seite von Jonas Müller, Reinke an der Seite von Niemeläinen. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim musste gewinnen, um Spiel sechs in der Hauptstadt zu erzwingen, während die Berliner heute den zweiten Matchpuck hatten, um die zwölfte deutsche Meisterschaft perfekt zu machen. Spielten die Kurpfälzer erneut den Party-Crasher oder sorgten die Eisbären für die Demütigung beim Erzrivalen? Denn wer will schon seinen Erzfeind in eigener Arena zusehen, wie er die Meisterschaft feiert.

Erzielte das wichtige 1:0 im ersten Drittel in Mannheim: Ty Ronning (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ekstase in Mannheim, wo die Fans bereits vor dem ersten Bully alle standen. In der Kurpfalz waren die Adler-Fans heiß auf Finalspiel fünf. Und direkt war hier Feuer drin. Liam Kirk hatte die ersten beiden guten Abschlüsse, doch Zach Solow hatte die erste dicke Chance der Partie. Aber Jonas Stettmer blieb cool und fischte die Scheibe locker runter.
Die erwartete Mannheimer Drangphase blieb aus, weil die Eisbären den Spielaufbau der Adler durch ihr aggressives Forechecking früh störten. Dazu waren es die Mannen von Serge Aubin, welche hier dem 1:0 näher waren als die Hausherren. Diese hatten zwar auch ihre Abschlüsse, aber die der Eisbären waren in der ersten Phase des Spiels gefährlicher.
Danach entwickelte sich die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den beiden Erzrivalen. Den Adlern bot sich dann die erste Chance in Powerplay zu spielen, als Les Lancaster auf die Strafbank musste. Die Special Teams können in so einer Finalserie ein entscheidender Faktor sein. Und schon wurde es laut im Ufo, das muss man zugeben. Aber genauso schnell war es auch wieder ruhig, als man das erste Powerplay nicht nutzen konnte und sich beinahe noch den Shorthander gefangen hätte.
Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittels wurde es dafür im Gästeblock laut. Freddy Tiffels eroberte ganz stark die Scheibe, brachte sie weiter zu Ty Ronning, welcher das wichtige 1:0 erzielte. Das Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt für die Eisbären, denn diese Führung nahm der Titelverteidiger mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine überragende Vorstellung im Eisbären-Tor. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Der nächste Nackenschlag folgte unmittelbar nach Wiederbeginn. 77 Sekunden waren gespielt, da landete der Onetimer von Liam Kirk im leeren Adler-Tor – 2:0 (22.).
Mannheim hätte schnell eine Antwort finden können. Zweimal vergaben sie danach eine gute Chance, danach vertändelten sie ein Zwei-auf-null auf klägliche Weise. Die Eisbären waren wieder im Kopf der Kurpfälzer angekommen. Erst recht, als sie auch das nächste Unterzahlspiel ohne Gegentor überstanden.
Mannheim ließ aber nicht locker und hatte in dieser Phase für meinen Geschmack zu viele Spielanteile und Chancen, aber Jonas Stettmer bewarb sich mit Nachdruck für die MVP-Auszeichnung in den diesjährigen Playoffs. Die Eisbären liefen dem Spiel in diesen Momenten so ein wenig hinterher.
Das eine Zwei-Tore-Führung kein beruhigendes Polster ist, hatte man ja erst kürzlich in Spiel vier gesehen, als man am Ende noch eine 3:1-Führung verspielte. Und auch heute häuften sich in dieser Phase die Mannheimer Abschlüsse, doch bisher war kein vorbeikommen an Jonas Stettmer. Der Straubinger Junge wuchs einmal mehr über sich hinaus und wurde prompt von den eigenen Fans gefeiert.
Kurz vor der zweiten Drittelpause ließen die Eisbären dann aber die vermeintliche Vorentscheidung liegen und nahmen somit die 2:0-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Am Ende jubelten erneut die Eisbären Berlin. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel blieb der zu erwartende Ansturm der Hausherren aus, weil die Eisbären das hinten gut verteidigten und selbst nach vorne spielten, um für die endgültige Entscheidung in dieser Finalserie zu sorgen. Man hatte aus der verspielten 3:1-Führung von Spiel vier gelernt.
Ty Ronning versteckte sich in den letzten Spielen zunehmend, heute war der kleine Wirbelwind aber wieder voll da. Es lief der 44. Spielminute, da hämmerte die Nummer neun die Scheibe zum zweiten Mal an diesem Nachmittag ins Tor und schraubte das Ergebnis auf 3:0 hoch.
Mit diesem Treffer hatte man hier den Stecker aus der SAP-Arena gezogen – zumindest bei den meisten Adler-Fans. Im Gästeblock hingegen fingen bereits die Vorbereitungen zur Meisterparty an. Auch bei den Fans hatte man während dieser Seuchen-Saison bei weitem nicht mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft gerechnet. Auch der Schreiberling selbst oder aber wir als Podcast-Team haben niemals damit gerechnet, weil uns schlichtweg die Überzeugung fehlte, wie diese Mannschaft das noch schaffen will. Lange Zeit war es ja auch mehr als fraglich, ob man es überhaupt direkt in die Playoffs schaffen würde oder man nicht doch den ungeliebten Umweg über die Pre-Playoffs hätte gehen müssen. Doch die Eisbären fanden genau zur richtigen Zeit ihre Top-Form und beendeten die Hauptrunde mit starken fünf Siegen in Serie. Damit hatte man ein erstes Zeichen im Vorfeld der Playoffs an die Konkurrenz gesendet. In den Playoffs erwiesen sich die Berliner dann mal wieder als das allseits gefürchtete Playoff-Monster, welches erst Straubing, dann Köln und am Ende schließlich auch noch den Erzrivalen Mannheim aus dem Weg räumte und sich so am Ende die zwölfte Meisterschaft schnappte.
Aber nochmal zurück zum heutigen Spiel, wo Mannheim am Ende nochmal alles versuchte und Dallas Eakins auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch die Eisbären verteidigten das mit enorm viel Leidenschaft zu Ende und wollten ihrem Meister-Goalie die Krönung des Shutouts im entscheidenden Finalspiel ermöglichen. Er selbst arbeitete auch selbst daran, als er einen Penalty von Luke Esposito hielt. Was hat der Junge für Nerven, unglaublich! Am Ende wurde es ein 4:1-Auswärtssieg (Eric Mik traf ins leere Mannheimer Tor/Marc Michaelis machte in Überzahl den Shutout von Jonas Stettmer kaputt), welcher der Startschuss für eine lange Partynacht werden sollte. Die Eisbären krönten sich auf dem Eis des Erzrivalen Adler Mannheim und holten die dritte Meisterschaft in Folge. Eine bittere Demütigung für die Kurpfälzer, welche aber neidlos anerkennen müssen, dass die Eisbären Berlin ihnen in Sachen DEL-Titeln immer mehr enteilen. Die Adler-Fans zeigten nach der Schlusssirene ihre hässliche Seite, als sie den neuen Deutschen Meister ausbuhten. Anstand wird in der Quadratestadt eben klein geschrieben…

3:4 nach Verlängerung: Die Eisbären verspielen eine 3:1-Führung und lassen den ersten Matchpuck ungenutzt

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #49:

Playoff-Finale-Stand: 3:1 (7:3/5:1/5:1/3:4 n.V.)

Ist das bitter! Die Eisbären Berlin verlieren Spiel vier der Finalserie mit 3:4 nach der zweiten Overtime und verpassen damit die erste Chance, die erneute Titelverteidigung perfekt zu machen. Im letzten Drittel lag man bereits mit 3:1 vorne, doch dann drehten die Adler nochmal auf und erkämpften sich die Verlängerung. In dieser waren die Eisbären die dominante Mannschaft, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen. Am Ende gelang Mannheim der goldene Treffer, der die Serie zurück nach Mannheim bringt.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten. Dessen Platz neben Jonas Müller nahm Mitch Reinke ein. Den Platz von Reinke neben Adam Smith nahm Markus Niemeläinen ein, welcher durch den Ausfall von Wissmann zurück ins Line-up kam. Alles andere blieb unverändert. Warum auch etwas ändern, schließlich hatte dieses Team eine souveräne 3:0-Führung in der Finalserie herausgespielt.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären waren einen Sieg von der zwölften Meisterschaft entfernt. Mannheim musste gewinnen, um die vorzeitige Sommerpause abzuwenden. Gab es am Ende die große Party in der Hauptstadt oder spielten die Kurpfälzer den Party-Crasher?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

57 Sekunden war das Spiel alt, da hatte Ty Ronning den ersten Alleingang, scheiterte aber an Johan Mattsson, welcher heute für Maxi Franzreb im Tor stand. Aber auch Mannheim hatte direkt die erste gute Chance durch Matthias Plachta, aber auch Jonas Stettmer war von Beginn an hellwach.
Insgesamt war es ein munterer Beginn ins vierte Finalspiel. Kein Abtasten, beide Mannschaften suchten direkt den Weg vor das gegnerische Tor. Was aber auch zu erwarten war, schließlich musste Mannheim heute gewinnen, während die Eisbären den Sack vor den eigenen Fans zu machen wollte.
Die Gäste hatten früh das erste Powerplay im Spiel, doch die Eisbären überstanden dieses ohne größere Probleme. Mannheim blieb aber dran und war zu Beginn die aktivere Mannschaft. Doch die Berliner blieben konzentriert und ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Trotzdem fanden die Hausherren noch nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel aus den ersten drei Spielen. Da half auch das erste Powerplay nicht.
Danach blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, die Zweikämpfe waren dementsprechend hart umkämpft. Aber man merkte dem Spiel an, was hier auf dem Spiel stand, weshalb beide Teams noch nicht ins letzte Risiko gingen.
Kurz vor Ende hatten die Berliner durch Marcel Noebels das 1:0 auf dem Schläger, als er frei vor Mattsson zum Abschluss kam, doch die Nummer 92 konnte diese dicke Chance nicht nutzen. So blieb es beim 0:0 nach spannenden 20 Minuten.

Les Lancaster (links) eröffnete Finalspiel vier mit dem 1:0 im zweiten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel durften die Eisbären erneut in Überzahl ran und diesmal schlug es im Adler-Tor ein. „Connor McLancaster“ mit dem 1:0 für die Eisbären, welches das Arenadach abheben ließ (23.). Diese Torgefährlichkeit der Verteidiger ist brutal und findet man so in dieser Liga kein zweites Mal.
Nun waren die Gäste gefordert, wollten sie nicht in die vorzeitige Sommerpause gehen. Doch diese rückte immer näher, denn Liam Kirk legte das 2:0 nach (28.). Der Weg für Mannheim wurde also immer weiter, während die Eisbären dem 12. Titelgewinn sehr nahe kamen.
Die Kurpfälzer hatten Mitte des Spiels das nächste Powerplay und damit die große Chance auf den Anschlusstreffer, der das Spiel hier nochmal spannend machen würde. Und dieser fiel auch. Nicolas Mattinen mit dem trockenen Schuss von der blauen Linie zum 2:1 (32.).
Alexander Ehl hätte fünf Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels das Spiel wieder von vorne beginnen lassen können, als er frei zum Abschluss kam. Jonas Stettmer war aber zur Stelle. Auf der Gegenseite hatte Marcel Noebels das halbleere Tor vor Augen, doch auch diese Chance ließ er ungenutzt.
Ebenso ungenutzt ließen die Hauptstädter in Powerplay in der Schlussphase des Mitteldrittels. Auch Andy Eder hatte das 3:1 auf der Kelle, scheiterte aber mit seinem Tip-in-Versuch an Mattsson. So blieb es bei der knappen 2:1-Führung nach 40 Minuten.

Pure Erleichterung nach dem 3:1 durch Markus Vikingstad. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des Schlussdrittels hatten beide Mannschaften je eine Minute lang Powerplay, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da hob das Dach zum dritten Mal an diesem Abend ab. Markus Vikingstad stellte auf 3:1 und brachte seine Mannschaft noch näher an den DEL-Pokal ran (47.). Nun waren die Adler gefordert, wollten sie die Finalserie nochmal in die Kurpfalz bringen. Doch es fiel schwer daran zu glauben, wenn man alle bisherigen Spiele betrachtet. Doch sie bekamen nochmal die Chance auf dem Silbertablett serviert, denn Markus Niemeläinen musste nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge für vier Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären warfen alles rein und verteidigten das enorm leidenschaftlich, trotzdem kassierte man in der 53. Spielminute den 3:2-Anschlusstreffer durch Zach Solow, der erfolgreich abstaubte.
Nun war hier also wieder Spannung drin im vierten Finalspiel und Mannheim hatte weiterhin Powerplay, da das Tor noch innerhalb der ersten Strafzeit fiel. Und Mannheim hatte Blut geleckt und wollte in Überzahl den Ausgleich erzielen, scheiterte aber an Teufelskerl Jonas Stettmer im Berliner Tor. Die Eisbären überstanden diese brenzlige Situation ohne ein weiteres Gegentor.
Die Partie steuerte immer mehr auf ihren Höhepunkt und die Crunchtime zu. Die Stimmung war überragend und das auf beiden Seiten. Die Spannung war zum Greifen nah und nun begann sie, die Zeit des Fingernägelkauen. Vor allem deswegen, weil Mannheim nochmal die zweite Luft bekam und die Berliner ins eigene Drittel drängte. Hut ab vor der Moral der Mannschaft von Trainer Dallas Eakins, die Spiel vier zur spannendsten der gesamten Finalserie machten. Erst recht, als Alexander Ehl drei Minuten vor dem Ende zum 3:3 traf (57.). Dieser Treffer sorgte für pure Ekstase im Gästeblock, während der Treffer für die Eisbären-Fans ein Stimmungsdämpfer war.
Denn nun begann die Partie wieder von vorne und das Momentum war auf Seiten der Adler. Die Eisbären rannten in dieser Phase dem Spiel nur hinterher und wirkten angeknockt. Und beinahe hätte es den Lucky Punch durch die Adler gegeben, die nach Ablauf der Schlusssirene das vermeintliche 4:3 erzielten. Zum Glück für die Eisbären war die Zeit aber bereits abgelaufen, weshalb Spiel vier in die Verlängerung ging.

Ty Ronning konnte nicht glauben, dass die Eisbären in der ersten Overtime kein Tor erzielt haben trotz klarer Überlegenheit. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Dort entschied ein Tor über Meisterschaft und Sommerpause oder Spiel fünf in Mannheim. Spannender kann ein mögliches entscheidendes Finalspiel nicht sein. Die Eisbären waren zu Beginn die aktivere und gefährlichere Mannschaft und schnupperten mehrmals am Siegtreffer. Trainer Serge Aubin schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Jungs waren nun wieder deutlich besser drin im Spiel. Und die Overtime bestimmte letztendlich nur Berlin, was aber fehlte, war das erlösende Tor. Johan Mattsson ließ einfach keine Scheibe durch. Mannheim tauchte zwar auch ab und zu mal vor Jonas Stettmer auf, doch so gefährlich wie vor dem eigenen Tor wurde es nicht.
Zwei Minuten waren noch auf der Uhr, da hatten alle Eisbären-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch das Gestänge rettete für Mannheim. Und so endete die erste Overtime torlos und die Nerven wurden hier weiter strapaziert.

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Overtime gespielt, da war Jean-Sébastien Dea nah dran am 4:3, doch sein Schuss ging denkbar knapp am Pfosten vorbei. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, kassiert hinten einen. In der 84. Spielminute sorgte Luke Esposito für die Entscheidung und schickte die Serie zurück in die Kurpfalz. Dort haben die Berliner erneut die Chance, die Titelverteidigung perfekt zu machen.

5:1 in Spiel drei: Die Eisbären feiern den nächsten Kantersieg und sichern sich den Matchpuck

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #48:

Playoff-Finale-Stand: 0:3 (3:7/1:5/1:5)

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Schritt von der erneuten Titelverteidigung entfernt. Auch Spiel drei der Finalserie gewann der DEL-Rekordmeister bei den Adler Mannheim mit 5:1 und sicherte sich damit den Matchpuck. Auch in Spiel drei fand die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins kein Gegenmittel gegen brutal effiziente und abgezockte Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin hat seine Top-Reihen gefunden und änderte daher nichts am Line-up. Warum auch, lief es doch in den ersten beiden Finalspielen hervorragend.

Die Ausgangslage war klar: Mannheim wollte und musste eine Reaktion zeigen, um nicht die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Die Eisbären hingegen wollten genau den dritten Sieg in Serie einfahren, um sich den Matchpuck zu sichern. Gaben die Adler heute ein Lebenszeichen in der Finalserie ab oder feierten die Eisbären im dritten Spiel den dritten Sieg?

Erneut konnten die Mannheimer Jonas Stettmer nur einmal überwinden. Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Das Spiel begann denkbar schlecht aus Eisbären-Sicht. 21 Sekunden waren gespielt, da war das Spiel für Kapitän Kai Wissmann nach einem Check gegen den Kopf von Maximilian Heim beendet. Da auch Dan Renouf mit auf die Strafbank musste, folgte das erste Powerplay der Kurpfälzer erst nach Ablauf der Strafe gegen die Nummer vier. Aber die Adler nahmen aus diesem Start viel Schwung mit und spielten druckvoll nach vorne. Marc Michaelis belohnte die Hausherren mit dem frühen 1:0 und sorgte so direkt für Hoffnung im Ufo (3.).
Die Eisbären schüttelten sich einen kurzen Moment, zogen danach aber ihren Gameplan strikt durch. So entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der es rasant hin und her ging. Die Eisbären fanden Mitte des ersten Drittels die Antwort durch Eric Mik – 1:1 (11.). Die Vorlage kam von Leo Pföderl, der damit seinen 30. Finalscorerpunkt einfuhr. Was für eine Statistik der Nummer 93!
Danach spielten beide Teams weiter offensiv nach vorne und kamen zu guten Chancen, doch sowohl Maximilian Franzreb auf Mannheimer Seite als auch Jonas Stettmer auf Berliner Seite ließen keine weiteren Scheiben ins Tor, weshalb es nach 20 Minuten 1:1 stand.

Les Lancaster erzielte am Ende den Gamewinner. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel drehten die Eisbären die Partie dann komplett. Im Anschluss an eine Drangphase brachte Torjäger Les Lancaster die Berliner erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (25.).
Mannheim ließ in der Folge ein Powerplay ungenutzt und konnte auch danach weitere Chancen nicht nutzen, weil die Endstation immer wieder Jonas Stettmer hieß. Egal, was Mannheim versuchte, der Straubinger Junge war zur Stelle und ließ die Mannheimer Spieler reihenweise verzweifeln.
Und die Eisbären? Die erwiesen sich einmal mehr als äußerst effizient vor dem Tor und erhöhten vor der zweiten Drittelpause auf 3:1. Freddy Tiffels behauptete die Scheibe sehr stark, spielte sie dann mit der Hacke (!) weiter zu Leo Pföderl, welcher erneut Mik in Szene setzte. Der Verteidiger hatte heute Bock auf Toreschießen und erzielte bereits sein zweites Tor an diesem Abend. Mit einer Zwei-Tore-Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Eric Mik schrieb DEL-Geschichte als erster Verteidiger, dem ein Hattrick in der Finalserie gelang. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel dominierten die Eisbären das Spiel weiterhin nach Belieben. Mannheim fiel nichts ein und musste hinten aufpassen, dass sie sich nicht das nächste Gegentor fingen. Unterstützung von den Rängen kam auch kaum noch, da sich viele Adler-Fans schon wieder auf den Heimweg gemacht hatten – wie in Spiel eins. Mitte des letzten Drittels gingen die nächsten Fans, als Eric Mik DEL-Geschichte schrieb. Die Nummer 12 erhöhte auf 4:1 und ist somit der erste Verteidiger, der einen Hattrick in einer DEL-Finalserie feierte (51.). Unglaublich, in diesen Playoffs funktioniert einfach alles. Mal treffen die Verteidiger, mal die Stürmer. Von allen vier Reihen geht große Gefahr aus. Jeder Spieler kann das Spiel entscheiden.
Nur 14 Sekunden später dachte sich Liam Kirk, dass hier auch mal ein Stürmer wieder treffen sollte und sorgte für den 5:1-Endstand (52.). Der Rest war Party pur im Gästeblock, während die noch da gebliebenen Adler-Fans ihre Mannschaft nochmal etwas feierten.
Aber was sagt man zu diesen Eisbären? Nach der Hauptrunde hatte niemand mit der erneuten Finalteilnahme gerechnet. Die Personalprobleme setzten sich in den Playoffs fort und am Ende fehlten satte fünf Spieler. Ausfälle, die eine Mannschaft normalerweise nicht wegstecken kann. Weil dort auch wichtige Leistungsträger dabei waren. Und heute fiel dann nach 21 Sekunden auch noch Wissmann aus und die Eisbären rannten einem 0:1-Rückstand hinterher. Beste Vorzeichen also für Mannheim, um den ersten Sieg in der Finalserie zu feiern. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Eisbären gemacht, welche erneut mit großer Leidenschaft kämpften und sich am Ende den Sieg auch redlich verdienten. Eric Mik hatten die Kurpfälzer sicherlich auch nicht auf ihrer Bingo-Karte, dass er heute gleich dreimal treffen würde.
Diese Mannschaft lässt sich von keinen Widrigkeiten stoppen und in jedem Spiel drückt ein anderer Spieler dem Spiel den Stempel auf. Das macht es Mannheim so schwer, ein Gegenmittel zu finden. Dieses muss Dallas Eakins am Donnerstag aber finden, denn bei einer weiteren Niederlage droht bereits die Vizemeisterschaft, während die Eisbären Berlin kurz vor dem Gewinn der 12. deutschen Meisterschaft stehen. Und das nach dieser Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Nie war es für die DEL-Konkurrenz einfacher, die Eisbären vom Thron zu stoßen. Und am Ende nutzen sie nicht einmal das aus. Auch das spricht nicht gerade für die Konkurrenz, aber umso mehr für die Eisbären und vor allem für Trainer Serge Aubin. Der Berliner Trainer steht vor seiner 15. erfolgreichen Playoff-Serie. Auch das wäre eine Serie für die Ewigkeit.

5:1 in Spiel zwei! Die Eisbären demütigen Mannheim erneut

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #47:

Playoff-Finale-Stand: 2:0 (7:3/5:1)

Auch Spiel zwei geht an die Eisbären Berlin: Vor den eigenen Fans setzte sich der Titelverteidiger und DEL-Rekordmeister verdient mit 5:1 durch und führt in der Finalserie nun mit 2:0. Die Eisbären überzeugten erneut durch gnadenlose Effektivität vor dem Tor, während Mannheim zum einen an Jonas Stettmer scheiterte, zum anderen mal wieder seine Nerven nicht im Griff hatte. Der PENNY DEL droht erneut eine einseitige Finalserie, weil Mannheim bisher alles andere als ein würdiger Finalgegner ist.

Eisbären-Trainer Serge Aubin vertraute dem selben Team wie in Finalspiel eins, welches Mannheim in eigener Arena gedemütigt hat.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären hatten nach dem Auftaktsieg die große Chance auf den zweiten Sieg in der Finalserie. Aber Mannheim musste eine Reaktion auf das 3:7 in der eigenen Arena zeigen. Damit war auf jeden Fall auch zu rechnen. Aber reichte es, um das Heimrecht wieder in die Kurpfalz zu holen oder fuhren die Berliner den zweiten Sieg ein?

Starke Choreo der Hartmut-Nickel-Kurve vor Spiel zwei der Finalserie. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Adler starteten druckvoll ins Spiel und hatten auch schon bei einem Zwei-auf-eins-Konter eine gute Chance, doch Jonas Stettmer war zur Stelle. Generell fiel auf, dass Mannheim die Scheiben schnell auf das Tor brachte. Aber für den ersten Treffer sorgten die Hausherren durch Manuel Wiederer, der einmal mehr die Effektivität der Berliner unter Beweis stellte – 1:0 (3.). Zudem auch wieder ein Beweis für das Secondary Scoring, wo eben nicht alles nur an Ty Ronning hängt, wie noch im Vorjahr. Das macht die Mannschaft von Trainer Serge Aubin in diesem Jahr so schwer auszurechnen.
Was aber auch auffiel: Die Eisbären liefen in den ersten fünf Minuten zweimal in einen Mannheimer Konter, was dir gegen eine Mannschaft wie Mannheim nicht so oft passieren darf. Zum Glück war Jonas Stettmer beide Male hellwach.
Mannheim war zu Beginn die aktivere Mannschaft, was aber auch Freitag schon der Fall gewesen war. Aber auch da erwiesen sich die Eisbären als die effektivere Mannschaft. Im Laufe des ersten Drittels war es aber ein Duell auf Augenhöhe, in denen beide Teams ihre offensiven Momente hatten.
In der Schlussphase wurde es dann erstmals ruppig, denn Ty Ronning und Kris Bennett tauschten „Nettigkeiten“ aus. Wenn es spielerisch nicht klappt, muss man eben den Top-Scorer der Eisbären versuchen auszuschalten. Auch Dan Renouf versuchte sich einen Partner zum kämpfen zu suchen, weil auch er für nichts anderes im Team von Dallas Eakins zuständig ist. Die Eisbären nahmen die 1:0-Führung anschließend mit in die erste Drittelpause.

Jonas Stettmer zeigte erneut eine starke Vorstellung im Berliner Tor. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

2:25 Minuten dauerte es im ersten Drittel, ehe die Eisbären trafen. Im zweiten Drittel dauerte es ganze acht Sekunden länger, ehe Liam Kirk seine klasse Einzelleistung mit dem Tor zum 2:0 abschloss (23.).
Mannheim wollte kurz darauf die schnelle Antwort geben und hatte auch zwei Top-Chancen, aber Jonas Stettmer hatte bisher auch im zweiten Duell mit Maximilian Franzreb klar die Nase vorne. Der Straubinger Junge wächst in den Playoffs einmal mehr über sich hinaus.
Aber auch die Eisbären hatten in der Folge beste Chancen, welche sie nicht nutzen konnten. Es entwickelte sich in dieser Phase ein munteres Spiel, in dem es rasant hin und her ging. Zudem wurden die Zweikämpfe auch immer hart umkämpfter.
Mannheim bekam Mitte des zweiten Drittels ein Powerplay, aber auch in diesem gelang ihnen nicht der Anschlusstreffer. Der Berg für die Kurpfälzer wurde also immer steiler, wollte man die Finalserie heute noch ausgleichen. Doch sie hatten das große Problem, dass mit Jonas Stettmer ein Teufelskerl im Berliner Tor stand, der die Adler-Spieler reihenweise zur Verzweiflung brachte.
Währenddessen wuchs auch der Frust bei den Mannheimer Spielern, was in einer Disziplinarstrafe für Nicolas Mattinen mündete, der einfach so lange unsportlich agierte bis es den Hauptschiedsrichtern zu viel wurde. Wundern musste sich darüber keiner, denn das gehört zum Gameplan von Dallas Eakins, der selbst in Mannheim nicht bei allen Fans beliebt ist. Und für diese Spielweise hat er auch das richtige Personal im Kader. Zum Glück behielten die Eisbären ihre Nerven und konzentrierten sich auf das Wesentlich und das war Eishockey. Die 2:0-Führung nahm man mit in die zweite Drittelpause.

Leo Pföderl (vorne) stellte im Schlussdrittel auf 3:0.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel gab es diesmal kein frühes Eisbären-Tor zu bejubeln. Was angesichts des Spielstandes aber auch nicht schlimm war. Mannheim war gefordert, hier eine Reaktion zu zeigen. Doch bisher war wenig von den Kurpfälzern zu sehen. Was aber auch an einer starken Berliner Defensive lag, die wenig zuließ.
Leo Pföderl sorgte dann aber für die endgültige Entscheidung. In der 47. Spielminute fuhr er rein ins Angriffsdrittel, zog einfach mal ab und überwand Maximilian Franzreb zum dritten Mal an diesem Abend – 3:0.
Die Kurpfälzer hatten zwar nochmal ein Powerplay und somit die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Aber auch in diesem lief wenig bei Mannheim zusammen. Die Adler wirkten in den bisherigen zwei Spielen nicht finalwürdig – mal vom letzten Drittel in Spiel eins abgesehen. Aber auch das war nur möglich, weil die Eisbären den Fuß vom Gaspedal genommen hatten. Bisher dominierten die Berliner diese Finalserie deutlich, was Leo Pföderl auch nochmal unterstreichen wollte. Sein Hammer schlug hinter Franzreb ein – 4:0 (54.). Nur zehn Sekunden später erhöhte Eric Hördler sogar auf 5:0 (54.).
Die Arena am Ostbahnhof glich inzwischen einem Partyhaus, während es im Gästeblock sehr ruhig wurde. Das einzige Ziel, was die Eisbären nun noch haben konnten, war die Serie, die seit vier Spielen lief. Denn in den letzten vier Finalspielen traf man jeweils sieben Mal, heute waren es auch schon wieder fünf Tore.
Mannheim fiel nur noch durch Provokationen von Dan Renouf und Luke Esposito auf, deren Hauptaufgabe das zu sein scheint. Denn Eishockey spielten beide Spieler hier nicht.
Mannheim durfte in der Schlussphase nochmal Powerplay spielen und Dallas Eakins zog direkt seinen Goalie. Warum auch immer, das wird sein Geheimnis bleiben. Denn das Spiel war längst entschieden. Daran änderte der Ehrentreffer durch Zach Solow auch nichts mehr – 5:1 (58.). Die Eisbären gewinnen damit auch Spiel zwei in beeindruckender Manier und es fehlt aktuell der Glaube daran, dass diese Berliner Mannschaft viermal in den nächsten fünf Spielen gegen diese Mannheimer verlieren soll. Zu eindeutig dominiert die Mannschaft von Trainer Serge Aubin diese Finalserie. Der halbe Weg auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung ist gemacht, der zweite Teil wird aber genauso schwer. Aber die Eisbären haben alles in der eigenen Hand.