Erstes Heimspiel im Jahr 2017: „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Augsburg

Am Dienstagabend steht für die Eisbären Berlin das erste Heimspiel des neuen Jahres auf dem Programm. Und für die Hauptstädter ist diese Partie von großer Bedeutung. Denn der morgige Gegner, die Augsburger Panther, stehen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz (56 Punkte). Der letzte Platz, der noch zur direkten Viertelfinal-Qualifikation reichen würde. Die Eisbären, aktuell Tabellenachter, haben derzeit sieben Punkte Rückstand auf genau diesen Platz und auch schon zwei Spiele mehr absolviert als der AEV. Somit steht den Berlinern morgen Abend also ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel“ bevor. Mit einem Sieg könnte man den Rückstand auf vier Punkte verkürzen, bei einer Niederlage würde der Rückstand bereits auf zehn Punkte anwachsen und dann geht es wirklich nur noch um die Pre-Play-Offs.

Die Eisbären gehen mit keinem guten Gefühl ins erste Heimspiel des Jahres. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge. Immerhin ging man mit einem guten Gefühl aus dem Spiel in München, wo vor allem der Kampfgeist stimmte, man vor dem Tor aber nicht über das nötige Glück verfügte. Chefcoach Uwe Krupp äußerte sich am Tag vor dem Heimspiel gegen Augsburg wie folgt (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 02.01.2017):

Die Sachen, die wir selbst kontrollieren können, müssen wir jetzt so gut wie möglich ausführen. Da geht es vor allem um die Arbeitsmoral und wie viel du bereit bist zu investieren. Ich glaube, die Richtung, die wir diesbezüglich in den letzten beiden Spielen vorgegeben haben, die stimmt, jetzt müssen wir uns auch das Selbstbewusstsein zurückholen.

Stürmer Florian Busch gab auch gleich einmal die Marschroute für morgen Abend aus:

Ich wünsche mir mal wieder einen Erfolg für die Mannschaft. Wir müssen einfach mal mehr als ein Tor schießen. Derzeit läuft es vorne einfach nicht und wir können uns für manch gutes Spiel nicht belohnen.

Den Eisbären stehen bis zum Ende der Hauptrunde nun 17 Endspiele bevor. Dass man es noch kann, bewiesen sie ja bereits am Freitag in München. Da hielt man gegen den Liga-Primus München klasse mit und hätte mit etwas mehr Glück vor dem Tor das Spiel auch gewinnen können. Aber das Spiel zeigte halt auch den Unterschied zweier Mannschaften, die eine völlig unterschiedliche Gemütslage haben. München strotzte nur so vor Selbstvertrauen, da gelingen dann halt auch einmal solche Traumtore wie das von Verteidiger Konrad Abeltshauser. Und die Eisbären, denen momentan angesichts der Negativserie das nötige Selbstvertrauen fehlt, da verspringt dann schon mal ein Puck bei einem aussichtsreichen Konter, so wie bei Laurin Braun am Freitag.

Aber das Selbstvertrauen kommt nur durch Erfolgserlebnisse zurück. Und so ein Heimsieg gegen Augsburg würde den Eisbären daher also doppelt gut tun. Einmal im Hinblick auf Platz Sechs und einmal wegen dem fehlenden Selbstvertrauen. Und wenn die Eisbären weiterhin ihrer Serie treu bleiben, dann gewinnen sie morgen Abend. Denn mehr als drei Niederlagen in Folge kassierten unsere Jungs in dieser Saison bisher nicht. Diese Serie dürfen die Berliner morgen Abend gerne fortsetzen.

Nicht helfen können gegen Augsburg weiterhin die Verteidiger Frank Hördler und Jonas Müller sowie die beiden Stürmer Marcel Noebels und Darin Olver. Hinter dem Einsatz von Neuzugang Alex Roach steht noch ein Fragezeichen. Was es gegen eine starke Augsburger Mannschaft nicht leichter machen wird.

Beide Mannschaften treffen in dieser Hauptrunde zum dritten Mal aufeinander. Bisher setzte sich stets das Heimteam durch. Die Eisbären gewannen auf eigenem Eis mit 6:4, Augsburg mit 2:1. Die Partie wird wieder live von Telekom Eishockey übertragen.

Nach dem wir Fans die Eisbären beim letzten Heimspiel gegen Krefeld fast 30 Minuten lang verhöhnt haben, sollten wir ihnen morgen Abend zeigen, dass wir es auch wieder anders können. Denn unsere Jungs haben am Freitagabend in München eine starke Reaktion gezeigt. Also lasst uns die Mannschaft morgen von der ersten bis zur letzten Sekunde unterstützen. Die Mannschaft braucht in dieser Phase mehr denn je unsere Unterstützung. Und da sie am Freitag gezeigt haben, dass sie auch alles für den Sieg geben, sollten wir sie auch wieder voll unterstützen. Gemeinsam für den Erfolg und die drei Punkte.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Augsburger Panther am 03.01.2017 um 19:30 Uhr:

Tor:
Petri Vehanen, Marvin Cüpper
Abwehr:
Maximilian Adam, Kai Wissmann, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun, Bruno Gervais
Angriff:
Nick Petersen, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry
Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

1:3-Niederlage in München für eine kämpfende aber glücklose Eisbären-Mannschaft

Vor dem Auswärtsspiel der Eisbären Berlin heute Abend beim Tabellenführer Red Bull München stellte sich den Berliner Fans nur eine Frage? Wird es zweistellig? Angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen eine berechtigte Frage. Auch ich selbst habe heute mit einem weiteren Debakel gerechnet und von daher auch damit, den nächsten negativen Spielbericht schreiben zu müssen. Aber es wird keinen negativen Spielbericht geben. Die Berliner haben zwar mit 1:3 (1:0,0:2,0:1) in München verloren aber die heutige Niederlage ist angesichts der Leistung deutlich mehr zu verkraften als die vom Mittwoch gegen den Tabellenletzten Krefeld. Denn heute zeigten unsere Jungs großen Kampfgeist, hatten jedoch vor dem Tor nicht das nötige Glück, um am Ende Punkte mitnehmen zu können.

Die Voraussetzungen vor dieser Partie waren klar. München gewann die letzten neun Heimspiele in Folge. Gegen Berlin gewann man sieben der letzten acht Heimspiele. Die Eisbären gewann hingegen nur eins der letzten sechs Ligaspiele und erzielten nur zehn Tore in den letzten sechs Gastspielen. Aber so klar sollte es nicht werden.

München hatten aber dennoch die ersten Chancen. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Jason Jaffray und Michael Wolf Petri Vehanen aus dem Gewühl heraus prüften. Seine erste richtige Bewährungsprobe hatte der finnische Goalie jedoch eine Minute später, als John Matsumoto Derek Joslin mit einem Querpass klasse in Szene setzte. Doch an Petri Vehanen war kein vorbeikommen, Vehanen mit einem Big-Save in der Anfangsphase.
Vier Minuten waren gespielt, da erkämpften die Eisbären die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor, Daniel Fischbuch lauerte im Slot und kam zum Abschluss. Die erste gute Chance der Eisbären. Die hatten kurz darauf ihr erstes Powerplay der Partie. Was eigentlich nicht erwähnenswert ist. Denn unsere Jungs haben das schlechteste Überzahlspiel der gesamten Liga, waren seit fünf Spielen ohne Überzahltor und ließen dabei 18 Überzahlspiele aus.
Aber diese Serie sollte heute enden. Kyle Wilson brachte den Puck von außen auf das Tor, wo Nick Petersen die Scheibe unhaltbar für Danny Aus den Birken abfälschte – 1:0 (6.).
München wollte direkt antworten, doch Jerome Flaake fand in Petri Vehanen seinen Meister. Auf der Gegenseite erkämpfte der Torschütze die Scheibe und kam auch zu einer guten Chance, diesmal hatte aber der Goalie der Hausherren das bessere Ende auf seiner Seite.
In den zweiten zehn Minuten des Auftaktdrittels nahm der Druck des Tabellenführers zu. So traf Yannic Seidenberg bei angezeigter Strafe nur den Pfosten (12.), Jason Jaffray und Daryl Boyle hingegen scheiterten an Petri Vehanen.
Kurz vor Ablauf des ersten Drittels dann noch einmal die Berliner mit Chancen durch Spencer Machacek und André Rankel, aber es blieb beim 1:0 aus Berliner Sicht nach 20 Minuten. Continue reading

Florian Busch: „Jeder muss sich an die eigene Nase fassen und wieder anfangen, Eishockey zu spielen“

Florian Busch (Stürmer Eisbären Berlin):

Wenn man mehr Zweikämpfe gewinnt und mehr Hunger hat, kann man so ein Spiel auch gewinnen. Es fehlt viel zur Zeit. Vor allem das Selbstvertrauen nach dieser schwierigen Zeit, die wir aktuell durch machen. Wir können alle Eishockey spielen. Jeder muss sich an seine eigene Nase fassen und wieder anfangen, Eishockey zu spielen. Es ist kein schwerer Sport, man ist zu Fünft auf dem Eis und nicht allein. So Einen wie den Usti hätten wir heute gebrauchen können.

Constantin Braun (Verteidiger Eisbären Berlin):

Krefeld hat es uns schwer gemacht, zum Tor zu kommen. Sie haben gut vor dem Tor zugemacht. Es war ein getroffener Penalty gegen einen nicht getroffenen Penalty, der das Spiel vielleicht entschieden hat. Wenn ‚Ranks‘ den trifft, sind wir vorne mit einem Tor und das Spiel läuft in die andere Richtung. Jeder weiß, woran es liegt. Es sind ja keine großen Dinger, warum wir die Spiele verlieren. Es sind Kleinigkeiten.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Wir haben gut begonnen, sind gut aus der Kabine gekommen. Wir haben viel Druck gemacht, wir haben viel Scheibenbesitz gehabt und uns Torchancen heraus gespielt. Wir spielen mit viel Aufwand, aber im Moment fällt es uns schwer, Kapital aus den Torchancen zu schlagen. Die Jungs haben über 60 Minuten gekämpft. Insgesamt haben wir ein gutes Spiel gespielt, wenig zugelassen.

Rick Adduono (Trainer Krefeld Pinguine):

Unser Torwart Patrick Galbraith hat sehr gut gehalten unter Druck. Die Punkte sind wichtig für einen Play-Off-Platz. Die Mannschaft spielt sehr gut zusammen. Alle vier Reihen haben sehr gut zusammen gespielt.

 

2:3 n.V. gegen den Tabellenletzten: Eisbären werden von ihren Fans verhöhnt

Ausgabe #14:

Der Super-GAU ist eingetreten. Die Eisbären Berlin haben zwei Tage nach dem 1:7-Debakel beim ERC Ingolstadt ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten tatsächlich verloren. Am Ende stand es vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen die Krefeld Pinguine 2:3 n.V. (0:1,0:0,2:1/0:1). Einfach nur peinlich, was die Eisbären derzeit und eigentlich in der gesamten Saison abliefern. Nur heute hatte es ab Mitte des zweiten Drittels die Fans nicht mehr wirklich interessiert. Denn warum soll man sich dass da, was unsere Jungs auf dem Eis zeigen (Eishockey war es jedenfalls nicht) noch antun, wenn man so kurz vor Silvester auf den Rängen seine eigene Party feiern kann.

Alle hatten von den Eisbären eine Reaktion nach dem Debakel erwartet. Aber was kam? Nichts, rein gar nichts. Ein völlig verunsicherte Mannschaft, die kein System, keinen Willen, keinen Einsatz erkennen ließ. Und diese Jungs da auf dem Eis sollen tatsächlich den Ernst der Lage verstanden haben? Kann ich mir nicht vorstellen. Denn was uns zahlendem Fan da angeboten wurde, war eine bodenlose Frechheit. Puck tief spielen und zum wechseln fahren. Mit dem Puck ins Angriffsdrittel fahren, um dann wieder umständlich zu spielen. Warum schießen, wenn ich den schlechter postierten Nebenmann ja anspielen kann. Was machen die eigentlich im Training? Eishockey trainieren kann ich mir nicht vorstellen. Eher sich überlegen, wie man noch schlechter spielen kann. Continue reading

Nach dem Debakel in Ingolstadt: Die Eisbären müssen gegen den Tabellenletzten Krefeld eine Reaktion zeigen

Weihnachten ist vorbei und in Berlin brennt der Baum. Nach dem 1:7-Debakel beim ERC Ingolstadt am zweiten Weihnachtsfeiertag ist die Stimmung in der Hauptstadt entsprechend schlecht. Die Fans sind nach dem Desaster verständlicherweise angefressen und erhoffen sich von ihren Lieblingen morgen Abend im letzten Heimspiel des Jahres eine entsprechende Reaktion. Zu Gast sein werden dann die Krefeld Pinguine, ihres Zeichen aktueller Tabellenletzter. Für die Berliner also ein Pflichtaufgabe? Angesichts der Ansprüche, die man in Berlin hat, auf jeden Fall. Und nach dem Ingolstadt-Debakel jetzt erst recht.

Nur wie will man Krefeld besiegen? Mit der Leistung vom Montag wird es auch gegen dem Tabellenletzten nicht mit einem Sieg klappen. Zu ideenlos, ohne Zweikampfhärte, mit eklatanten Fehlern in der Defensive und zudem nicht als Einheit waren die Eisbären in Ingolstadt aufgetreten. So kannst du in dieser Liga nicht bestehen, so holst du nicht einen einzigen Punkt. Das war ab dem zweiten Drittel nach vorne zu harmlos und hinten war man gehörig anfällig und lud die Schanzer förmlich zum Tore schießen ein. Die nahmen die Einladungen natürlich dankend an.

Hat man in Berlin nach dem 1:7 nun den Ernst der Lage erkannt? Laut dem Sportlichen Leiter Stefan Ustorf anscheinend ja, wie die ehemalige Nummer 14 der Eisbären gegenüber dem Tagesspiegel erklärte: Continue reading

Daniel Fischbuch: „Defensiv war heute der Knackpunkt bei uns“

Tommy Samuelsson (Trainer ERC Ingolstadt):

Wir hatten einen sehr guten Start im ersten Drittel. Das waren vielleicht die besten 20 Minuten der Saison, vor allem in unserer Arena. Wir haben oft offensiv gut gespielt, aber heute haben wir auch defensiv gut gespielt. Ein großes Kompliment an die Mannschaft, wie sie es das ganze Spiel durchgespielt hat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Thomas Oppenheimer (Stürmer ERC Ingolstadt):

Wir haben gleich im ersten Drittel alles reingelegt und gleich zwei Tore erzielt. Das war auch enorm wichtig, denn beim letzten Heimspiel gegen Berlin lagen wir gleich 3:0 hinten. Heute haben wir es besser gemacht. Wir waren heute sehr laufstark.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Ingolstadt hat stark begonnen und im ersten Drittel den Grundstein für die drei Punkte gelegt. Wir waren nicht so wach vor unserem Tor. Zwei Rebounds unmittelbar vor unserem Torwart. Das sind Zweikämpfe, die musst du gewinnen. Und wir haben die im ersten Drittel nicht gewonnen. Im zweiten Drittel sind dann zwei Fernschüsse rein gegangen. Und damit war das Ergebnis recht deutlich. Das eine Tor war dann nur noch Korrektur. Insgesamt war Ingolstadt heute besser, sie haben mit dem Rückenwind der Führung sehr gut gespielt. Wir hatten einige Chancen, die wir uns erspielt haben. Eisenhut war sehr gut, hat viele Chancen vereitelt. Jetzt geht es darum, die Ärmel hochzukrempeln und in zwei Tagen geht es weiter.

Daniel Fischbuch (Stürmer Eisbären Berlin):

Wir haben in der Defensive einfach zu viele Chancen zugelassen. Defensiv war heute der Knackpunkt bei uns. Ingolstadt hat seine Chancen eiskalt genutzt. Wir waren heute der Chancentod.

1:7 – Eisbären-Debakel in Ingolstadt

Einen Abend vor Heiligabend hatten die Eisbären Berlin ihren Fans mit einem knappen 2:1-Sieg gegen Wolfsburg ein Vorweihnachtsgeschenk gemacht, dabei vor allem kämpferisch eine klasse Leistung über 60 Minuten gezeigt. Zum Ende des Weihnachtsfestes haben die Berliner ihre Fans nun aber maßlos enttäuscht. In einer richtungsweisenden Partie beim direkten Konkurrenten ERC Ingolstadt kamen die Hauptstädter unter die Räder. Vor 4.030 Zuschauern in der Saturn-Arena setzte es eine herbe 1:7 (0:2,1:2,0:3)-Klatsche. Die höchste Saison-Niederlage für unsere Jungs in so einem wichtigen Spiel.

Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel gab es eine Änderung im Line-up. Kyle Wilson fehlte aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung, dafür stand Daniel Fischbuch wieder im Kader. Im Tor begann Petri Vehanen.

Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo ins Spiel, es ging sofort hin und her. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da hatten sich die Berliner bereits das erste Mal im Drittel der Gastgeber festgesetzt und durch Spencer Machacek die erste Chance gehabt, welcher per Rückhand an Marco Eisenhut scheiterte. 90 Sekunden brauchte der ERCI für seine erste Chance. Einen Schuss von Petr Taticek konnte Petri Vehanen nur prallen lassen, Ex-Eisbär Petr Pohl hatte das halbleere Tor vor sich, schoss den Puck aber knapp am Tor vorbei.
Ingolstadt spielte unglaublich druckvolles Eishockey, setzte den scheibenführenden Berlinere Spieler immer sofort unter Druck. Micki DuPont sorgte dann mit einem Fehlpass im Spielaufbau für die nächste Chance der Schanzer. Diese hatten nun eine Drangphase mit guten Chancen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis hier das erste Tor fallen würde. Gewühl vor dem Berliner Tor, Danny Irmen behielt den Überblick und schoss den Puck ins Tor – 1:0 (7.).
Nur eine Minute später die Eisbären in der Offensive, Daniel Fischbuch wurde klasse freigespielt, stand frei vor Eisenhut, vertändelte aber die Scheibe. Sven Ziegler scheiterte im Nachschuss am Torhüter der Panther. Erneut nur eine Minute später Kapitän André Rankel mit einer gelungenen Aktion, aber sein Schuss verfehlte das Tor.
Gut fünf Minuten vor der ersten Drittelpause die Hausherren mit einer Drangphase, die Eisbären hatten Probleme, sich zu befreien. Und erneut nutzten die Hausherren solch eine Drangphase, konnten das zweite Tor an diesem Nachmittag erzielen. John Laliberte mit Zug zum Tor, schoss auf das Berliner Tor, Vehanen parierte den Schuss, war beim Nachschuss von Thomas Oppenheimer aber machtlos – 2:0 (16.). Zugleich auch der Pausenstand. Continue reading

Alex Roach: „Es war cool“

Julian Talbot (Stürmer Eisbären Berlin/ein Assist gegen Wolfsburg):

Es war unheimlich wichtig, dass wir diesen Sieg einfahren konnten nach zuletzt drei Niederlagen in Folge. Man hat gesehen, die hatten ihre Chancen gehabt, wir hatten unsere Chancen gehabt. Wolfsburg ist eine sehr gute Mannschaft. Aber Kompliment an die Mannschaft, wir sind mannschaftlich aufgetreten und haben mannschaftlich gewonnen.

Alex Roach (Verteidiger Eisbären Berlin/DEL-Debüt gegen Wolfsburg):

Es war cool. Ich habe von einigen Leuten gehört, was auf mich zukommt. Es war super, die Lichter, die Effekte, wie Laut die Fans gesungen haben. Es war wunderbar. Es hat mich etwas überrascht, aber ich habe es genossen. Es war ein guter Sieg. Wolfsburg ist eine gute Mannschaft, das hat man gesehen. Aber für uns war es wichtig, zu gewinnen. Und auf diesem Sieg wollen wir aufbauen und weitere Siege in Folge einfahren.

André Rankel (Stürmer und Kapitän Eisbären Berlin)

Wir haben heute die ganzen 60 Minuten defensiv sehr, sehr gut gespielt. Gerade im letzten Drittel waren wir sehr gut, Wolfsburg hat vier Schüsse aufs Tor gehabt. Das ist schon eine gute defensive Leistung, auf die wir aufbauen können und wollen. Das haben wir in den letzten Wochen besprochen, dass wir ohne die Scheibe besser arbeiten müssen und das haben wir heute definitiv viel besser gemacht als vorher.

Stefan Ustorf (Sportlicher Leiter Eisbären Berlin):

Bei 43:19-Schüssen und nur vier zugelassenen Torschüssen im letzten Drittel kann man glaube ich schon von einem verdienten Sieg sprechen. Ein enger Sieg. Wir haben defensiv sehr gut gespielt. Wolfsburg ist eine gute Mannschaft, alle Spiele in dieser Saison waren entweder Overtime, Penalty oder aber heute ein Tor. Wir waren bereit, 60 Minuten mindestens genauso hart oder sogar härter zu arbeiten als Wolfsburg.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Spiele gegen Wolfsburg sind enge und schnelle Eishockeypartien. Da geht es hoch und runter mit Torchancen auf beiden Seiten. Ich freue mich für die Jungs. Wir waren in den letzten Spielen nah dran, da haben wir hart gearbeitet, aber am Ende mit einem Tor verloren. Heute haben wir mit einem Tor gewonnen. Wir haben uns für unsere Arbeit belohnt.

Pavel Gross (Trainer Grizzlys Wolfsburg):

Drei Spiele gegen die Eisbären, drei sehr ausgeglichene Spiele. Gratulation an Uwe und seine Mannschaft, die heute ein paar Prozent mehr gegeben hat als wir. Du musst dir das Glück im Spiel erarbeiten und das haben die Berliner heute gemacht. Wir wollten defensiv gut stehen und das haben wir teilweise auch gemacht. Aber wenn man sich die beiden Gegentore anschaut, stellt man fest, dass beide gleich waren. Es kommt ein Schuss aufs Tor, den konnte Sebastian Vogl noch parieren, aber dann kommt ein zweiter Berliner Spieler und der schießt das Tor. Das geht nicht, der erste Schuss muss für den Torwart sein, der zweite muss unserer sein. Das war die ein oder andere Kleinigkeit, die die Berliner heute besser gemacht haben. Der Sieg geht verdient an die Berliner.

2:1 gegen Wolfsburg: Die Eisbären beschenken ihre Fans zu Weihnachten mit einem wichtigen Sieg

Ausgabe #13

Wann hatte man als Eisbären-Fan die Arena am Ostbahnhof das letzte mal gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht verlassen? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Aber heute Abend war es nach langer Zeit endlich mal wieder so weit. Ich bin gut gelaunt und freudestrahlend aus der Arena gegangen. Warum? Weil die Eisbären Berlin die vierte Niederlage in Folge verhindern konnten. Gegen die Grizzlys Wolfsburg gelang am Abend vor Heiligabend ein knapper aber verdienter 2:1-Sieg (1:0,0:1,1:0). Die Eisbären zeigten heute vor allem kämpferisch eine sehr starke Vorstellung. Somit verdiente man sich diesen Sieg am Ende redlich.

Die Fans in der Arena am Ostbahnhof gedenken der Opfer des Anschlages auf dem Breitscheidplatz. (Foto: Holli)

Bevor die Partie aber losging, gedachten erst einmal alle 11.110 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof während einer Schweigeminute den Opfern des Anschlages vom Breitscheidplatz am Montagabend. Während der Schweigeminute lief ein Video auf dem Würfel der Arena mit dem Song „Hallelujah“ im Hintergrund. Ein bewegender und ergreifender Moment, der wohl dem ein oder anderen Gänsehaut beschert hatte. Auch die mitgereisten Wolfsburger Anhänger zeigten eine klasse Aktion, als sie ein Banner mit der Aufschrift „Wir sind Berlin – #19.12.2016“ hoch hielten.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp musste heute auf Frank Hördler, Jonas Müller, Marcel Noebels, Daniel Fischbuch, Vincent Hessler, Charlie Jahnke und Maximilian Franzreb verzichten. Dafür gab der 23-jährige Verteidiger Alex Roach sein Debüt im Eisbären-Trikot. Und der Neuzugang stand auch gleich einmal in der Starting Six.

Endstation Sebastian Vogl. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Hinein ins Spiel. Beide Mannschaften waren hier zunächst einmal auf eine kompakte Defensive bedacht, weshalb es Torraumszenen in der Anfangsphase nicht viele zu bestaunen gab. Mit der ersten richtig gefährlichen Chance klingelte es dann aber gleich im Kasten der Gäste aus Wolfsburg. Julian Talbot brachte die Scheibe vor das Tor, wo André Rankel im Slot lauerte, jedoch an Sebastian Vogl scheiterte. Spencer Machacek war zur Stelle und staubte eiskalt ab – 1:0 (6.).
Fortan die Eisbären immer wieder mit guten Aktionen in der Wolfsburger Offensive. Unsere Jungs erarbeiteten sich auch Chancen, konnten aber keine davon nutzen. Hinten versuchte man weiter kompakt zu stehen, konnte Wolfsburg aber nicht gänzlich vom Tor fern halten. Gerade in Unterzahl hatte man so seine Probleme. Die beste Wolfsburger Chance im ersten Drittel hatte Mark Voakes, dessen Knaller am Pfosten landete.
Beim Stand von 1:0 für die Eisbären ging es in die erste Drittelpause. Continue reading

1:2 – Harmlose Eisbären blamieren sich in Schwenningen

Selbst gegen ihren Lieblingsgegner können die Eisbären Berlin nicht gewinnen. Neun der letzten zehn Gastspiele hatten die Hauptstädter bei den Schwenninger Wild Wings zuletzt gewonnen, zudem auch bei der einzigen Niederlage gepunktet. Heute Abend jedoch blamierte man sich beim Tabellenvorletzten und verlor mit 1:2 (1:1,0:0,0:1). Die dritte Niederlage in Folge, die fünfte Niederlage aus den letzten sieben Ligaspielen. Das wird langsam aber sicher immer peinlicher, Eisbären.

Ebenso peinlich war der Auftakt in die Partie, als man nach nur 30 Sekunden die erste Strafzeit des Spiels kassierte. Eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Zum dritten Mal in Folge. Unglaublich, das ist einfach nur noch peinlich und wenn man es noch drastischer ausdrücken will – das ist einfach nur dumm. Zum Glück konnten die Hausherren das folgende Powerplay nicht nutzen.
Das erste Drittel bot den 3.880 Zuschauern in der Helios-Arena ein munteres hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Es gab immer wieder Phasen, wo eine Mannschaft das Spiel für kurze Zeit bestimmte. So die Eisbären, die in der sechsten Spielminute die erste gute Chance des Spiels hatten. Aber André Rankel scheiterte vor dem Tor stehend nach einem klasse Pass von Micki DuPont an Dustin Strahlmeier im SERC-Tor. Eine Minute später sprang die schwarze Hartgummischeibe von der Bande zurück vor das Tor, wo es Kyle Wilson mit der Rückhand probierte, aber ebenso an Strahlmeier scheiterte. Erneut nur eine Minute später war dann abermals Kyle Wilson in Aktion. Laurin Braun mit einem Querpass durch die SERC-Defensive auf Kyle Wilson, welcher den Puck per Rückhand im linken oberen Eck versenken konnte – 1:0 (8.). Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Berliner Führung, da sich der Führungstreffer die Minuten zuvor angedeutet hatte.
Aber die Hausherren fanden zurück ins Spiel und waren Mitte des ersten Drittels nun am Drücker. 13 Minuten waren gespielt, als Simon Danner von Rechtsaußen abgezogen hatte, in Petri Vehanen jedoch seinen Meister fand. Noch in der selben Minute Uli Maurer mit einem Schuss von Rechtsaußen, Vehanen konnte diesmal nur nach rechts prallen lassen, wo Ex-Eisbär Alex Trivellato zur Stelle war und den Puck im leeren Berliner Gehäuse unterbringen konnte – 1:1 (13.).
Nur wenige Sekunden später bekam Daniel Schmölz die Scheibe vor dem Tor, war alleine vor Vehanen, doch der finnische Goalie verhinderte mit einem Wahnsinns-Reflex den Berliner Rückstand. Vehanens rechter Schoner parierte den Schuss von Schmölz.
Schwenningen danach im ersten Drittel noch einmal mit einer weiteren guten Chance durch Jerome Samson, aber auch er scheiterte am finnischen Torhüter. Somit blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Das zweite Drittel bot dann nicht mehr so munteres Eishockey wie noch im Auftaktdrittel. Beide Mannschaften waren nun auf eine kompakte Defensive bedacht, worunter das Offensivspiel litt. Wenn überhaupt mal eine Mannschaft nach vorne etwas probierte – wenn auch nicht oft – dann waren es die Hausherren.
Glück hatten die Eisbären in der 24. Spielminute, als Kyle Wilson beim herausschießen des Pucks aus dem eigenen Drittel Jerome Samsom mit seinem Schläger im Gesicht traf. Der Schwenninger ging blutend zu Boden, Wilson jedoch kam ungestraft davon. Da hätten sich die Berliner nicht über eine Strafzeit beschweren können.
Auch nach 40 Minuten zeigte der Spielstand ein 1:1 an.

Im letzten Drittel ging es ähnlich wie im zweiten Drittel weiter, Offensiv-Aktionen waren weiterhin Mangelware. Das Spiel lebte viel mehr von der Spannung. Fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als es Will Acton mal probierte, aber auch hier war Vehanen zur Stelle. Kurz darauf die Eisbären in Unterzahl, Jens Baxmann saß wegen Spielverzögerung. Das Powerplay konnten die Wild Wings zwar nicht nutzen, direkt nach Ablauf der Strafe aber schlugen die Hausherren zu. Tim Bender kam an die Scheibe und hämmerte sie direkt ins Berliner Tor – 2:1 (47.).
Der Führungstreffer verlieh den Hausherren Rückenwind, Schwenningen mit viel Druck in der Folgezeit auf das Berliner Tor. André Hult hatte gleich zweimal die Chance zu erhöhen. Einmal ging die Scheibe knapp am Tor vorbei, beim zweiten Versuch war Vehanen zur Stelle. Die Hausherren hatten noch weitere gute Chance während der Drangphase.
Und was kam von den Eisbären? Entwickelten sie noch einmal so etwas wie eine Schlussoffensive, um hier doch noch Punkte mitzunehmen? Sie versuchten zwar nach vorne etwas, aber wirklich zwingend war das nicht. Bezeichnend, das ein Schuss von Spencer Machacek ans Außennetz noch mit das Gefährlichste war, was die Eisbären in der Schlussphase zu bieten hatten (57.).
Uwe Krupp nahm dann zwar noch einmal eine Auszeit und 103 Sekunden vor dem Spielende Petri Vehanen vom Eis, aber auch das brachte keinen Erfolg mehr. Schwenningen stand hinter kompakt, kämpfte mannschaftlich geschlossen um den Sieg und die drei Punkte, was ihnen am Ende auch glückte. Der Sieg ging am Ende auch in Ordnung.

Die nächste Niederlage für die Eisbären Berlin, der nächste herbe Rückschlag im Kampf um die Play-Off-Plätze. Und ich will Schwenningen auch nicht zu nahe treten, die haben nach ihren Möglichkeiten heute ein gutes Spiel, vor allem kämpferisch, hingelegt. Aber solche Spiele gegen die vermeintlichen kleinen Teams musst du gewinnen. Aber wie willst du ein Spiel gewinnen, wenn deine Offensive so dermaßen harmlos ist? Im ersten Drittel, als es munter hin und her ging, hatte man ja durchaus Chancen gehabt. Aber ab dem zweiten Drittel ging nach vorne aus Berliner Sicht so gut wie gar nichts mehr. Hier und da mal ein harmloser Schuss, das war es dann aber auch gewesen. Der Auftritt war einmal mehr erschreckend und hatte keine Punkte verdient. Und so muss man am Ende halt von einer Blamage reden, denn wer in die Play-Offs will und dringend Punkte benötigt, der muss so ein Spiel gewinnen. Aber dafür fehlte heute der nötige Wille, Schwenningen hatte diesen Siegeswillen an den Tag gelegt und am Ende verdient gewonnen.