5:3-Auswärtssieg in Schwenningen: Ein Abend der Rekorde und Meilensteine

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings mit 5:3 (2:0,2:1,1:2) gewonnen und üben somit weiter Druck auf Bremerhaven auf Platz sechs aus. Offensiv war es ein starkes Spiel der Eisbären, welche aber in den nächsten Spielen dringend von der Strafbank fernbleiben müssen, denn alle Gegentore kassierte man heute in Unterzahl. Von daher ein Auftritt, auf dem man aufbauen kann, aber auch die richtigen Lehren ziehen muss.

Alle hofften auf das lang ersehnte Comeback von Kapitän Kai Wissmann, der von Bundestrainer Harold Kreis für den Olympia-Kader nominiert wurde. Doch Wissmann stand nicht im Line-up von Eisbären-Trainer Serge Aubin. Dafür kehrte Adam Smith in den Kader zurück, während Norwin Panocha und Jake Hildebrand aus dem Kader raus rotierten.
Während in der Defensive Markus Niemeläinen und Mitch Reinke erneut zusammen verteidigten, bekam Jonas Müller Eric Mik an die Seite und Rückkehrer Smith spielte zusammen mit Korbinian Geibel.
In der Offensive blieben die Reihen Kirk-Pföderl-Ronning sowie Noebels-Byron-Tiffels zusammen. Lean Bergmann und Jean-Sébastien Dea stürmten heute zusammen mit Yannick Veilleux. Die nominell vierte Reihe bestand aus Eric Hördler, Andreas Eder und Les Lancaster. Matej Leden war als 13. Stürmer dabei.
Jonas Stettmer stand im Tor, Anton Brandt nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Beide Teams trafen heute zum letzten Mal in der Hauptrunde aufeinander. Die ersten drei Spiele waren sehr eng. Nachdem Schwenningen das erste Spiel in der Hauptstadt gewann (2:1), gewannen die Eisbären die beiden folgenden Spiele. In Schwenningen setzte man sich mit 4:3 n.V. durch, das zweite Duell in der Hauptstadt gewann man mit 2:0.
Die Eisbären benötigten dringend Punkte im Kampf um Platz sechs, während die Wild Wings die Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze brauchten. Und mit einem Sieg gegen den Titelverteidiger würden die Gastgeber bis auf sieben Punkte an die Berliner heran rücken.

Traf auch im zehnten Spiel in Folge und stellte somit den Rekord von Steve Walker ein: Liam Kirk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Anfang in der Helios-Arena war durch viele Unterbrechungen noch recht zerfahren. Den Hausherren gehörte im weiteren Spielverlauf das erste Powerplay, so wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Gefährlich wurde es aber, als die Kirk-Reihe auf dem Eis war. Und natürlich wurde der Wechsel mit einem Tor belohnt. Liam Kirk trifft somit auch im zehnten Spiel in Serie – 1:0 (10.). Damit stellte er den Vereinsrekord von Eisbären-Legende und SERC-Trainer Steve Walker ein. Herzlichen Glückwunsch, Liam!
Nur 34 Sekunden später setzte sich Les Lancaster überragend per Spin-o-rama auf der linken Seite durch und spielte die Scheibe in den Slot, wo Korbinian Geibel stand und zum 2:0 traf (10.). Ein Doppelschlag der Eisbären, welcher Schwenningen weh tat.
Die Gastgeber versuchten aber darauf zu reagieren, doch die Defensive der Eisbären machte es ihnen enorm schwer. Als Tylor Spink jedoch die Lücke fand, stand den Wild Wings die Latte im Weg. Wenig später hatte Boasz Bassen die nächste dicke Chance für Schwenningen. Der Anschlusstreffer wäre mittlerweile vollkommen verdient gewesen.
Im zweiten Powerplay hatten die Wild Wings weitere gute Chancen, aber Jonas Stettmer und Adam Smith verwehrten ihnen weiterhin das Erfolgserlebnis. Letzter wischte die Scheibe mit der Hand kurz vor der Torlinie weg.
So führten eiskalte und effektive Eisbären nach den ersten 20 Minuten mit 2:0 bei glücklosen aber starken Wild Wings.

Erzielte in Schwenningen seinen zweiten Saisontreffer: Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel hatten die Berliner ihr erstes Powerplay und nach feinem Pass von Freddy Tiffels hatte Marcel Noebels die dicke Chance zum 3:0, aber Joacim Eriksson mit einem überragenden Save, der den dritten Gegentreffer gerade noch verhindern konnte. Wenig später war er aber beim Onetimer von Leo Pföderl machtlos – 3:0 (27.). Powerplytor!!!
Die Eisbären liebten heute Doppelschläge, denn auch dem dritten Treffer folgte blitzschnell der vierte. Diesmal ging es sogar drei Sekunden schneller und dauerte nur 31 Sekunden, ehe Eric Hördler auf 4:0 stellte.
Schwenningen blieb auch in der Folge glücklos vor dem Tor. Ein weiteres Powerplay blieb ungenutzt, während die Berliner in diesem beinahe den Shorthander erzielt hätten. Der Pfosten rettete aber für die Hausherren.
Trotz der souveränen 4:0-Führung ließen die Eisbären aber nicht locker und setzten Schwenningen immer wieder im eigenen Drittel fest. Man hatte aus vergangenen Spielen gelernt, als man nach Führungen immer zu passiv wurde und so am Ende noch Punkte verschenkte.
In der Schlussphase war Mirko Höfflin frei durch, doch auch er bekam die Scheibe nicht an Jonas Stettmer vorbei. Während bei den Eisbären vorne nahezu alles klappte, blieben die Wild Wings vorm Berliner Tor glücklos.
Bis 5,7 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels, da gelang Alexander Karachun der Anschlusstreffer in Überzahl zum 4:1. Jonas Stettmer blieb leider hängen und kam nicht mehr rechtzeitig in Position. Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Scorte zum 500. Mal im Trikot der Eisbären Berlin: Marcel Noebels (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die große Frage war nun natürlich, ob Schwenningen jetzt die Aufholjagd starten würde. Die Antwort gab es nach 49 Sekunden. Markus Niemeläinen mit dem Pass vor das Tor, wo Marcel Noebels sein Arbeitsgerät in den Schuss hielt und auf 5:1 stellte. Der 500. Scorerpunkt für die Nummer 92 im Trikot der Eisbären Berlin. Damit ist er erst der vierte Spieler in der Vereinshistorie, dem dieser Meilenstein gelingt. Die anderen drei Spieler sind Steve Walker, André Rankel und Sven Felski.
Liam Kirk hätte in der Folge beinahe das halbe Dutzend voll gemacht, aber der Brite zielte zu genau und traf nur das Lattenkreuz. Etwas genauer zielten die dann Tim Gettinger, der im Schwenninger Powerplay auf 5:2 verkürzte. Und dieser Treffer war auch verdient angesichts des starken Spiels der Wild Wings (49.).
Was in diesem Spiel überhaupt nicht passte, war die Disziplin im Spiel der Eisbären, denn man nahm deutlich zu viele Strafzeiten. Schwenningen war erneut ein Mann mehr und die beiden Treffer fielen schließlich in Überzahl. Und auch der dritte fiel im Powerplay, Alexander Karachun staubte vor dem Tor ab und sorgte hier wieder für Spannung – 5:3 (52.).
Schwenningen wollte nun natürlich mehr und wurde frenetisch von seinen Fans angefeuert. Die Eisbären mussten sich schleunigst wieder sammeln und konzentrieren. Zudem musste man sein Problem mit der Disziplin in den Griff bekommen.
Etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende nahmen die Gastgeber ihre Auszeit und zogen Goalie Joacim Eriksson zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Sozusagen also wieder ein „Powerplay“ für die Wild Wings, wo natürlich Alarmstufe Rot angesagt war. Aber die Eisbären verteidigten dass gut zu Ende und sicherten sich somit den wichtigen Auswärtssieg und die drei Punkte.

6:3-Heimsieg gegen Augsburg: Wichtige drei Punkte, aber im letzten Drittel wackeln die Eisbären trotz einer 5:0-Führung

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #29:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther mit 6:3 (2:0,2:0,2:3) gewonnen und damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze eingefahren. Die Art und Weise macht aber weiterhin Sorgen. Am Ende verspielte man fast noch eine 5:0-Führung. Während die Offensive mal wieder brillieren konnte, bleibt die Defensive das große Sorgenkind. Die Berliner kriegen einfach keine Konstanz in ihr Spiel hinein und liefern nach wie vor nicht über 60 Minuten ab.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up mal wieder. Man könnte fast meinen, damit war zu rechnen.
Jonas Stettmer stand im Tor, Jake Hildebrand bekam eine Pause. Alle Verteidiger-Pärchen wurden neu zusammengestellt: Mitch Reinke/Jonas Müller, Adam Smith/Markus Niemeläinen, Eric Mik/Korbinian Geibel.
In der Offensive blieb einzig die Pföderl-Kirk-Tiffels-Reihe zusammen. Yanncik Veilleux und Jean-Sébastien Dea bekamen Lean Bergmann an die Seite. Andreas Eder, Blaine Byron und Marcel Noebels wurden komplett neu zusammengestellt. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Les Lancaster, Matej Leden und Eric Hördler.

Die Spieler der Eisbären waren heute gefordert, endlich eine Reaktion zu zeigen. Sieben der letzten neun Spiele hatte man verloren. Trainer Serge Aubin forderte daher, dass seine Spiele in den Spiegel schauen und endlich ihre Leistung abrufen. Das sollte aber auch der Trainer mal selbst machen, denn es bleibt die Frage, inwiefern nützlich die ständigen Umstellungen vor und im Spiel sind. Das verunsichert die Spieler nur noch mehr. Und was die Mannschaft sowieso schon genügend hat, ist die pure Verunsicherung. Klappte heute der Turnaround oder rückten die Fuggerstädter bis auf sieben Zähler an die Eisbären heran?

Das 1:0 gegen Augsburg war das 19. Tor in den letzten 16 Spielen von Liam Kirk. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Start war jedenfalls schon mal sehr gut, denn nach gerade einmal 40 Sekunden gingen die Berliner in Führung. Augsburg war noch im Tiefschlaf und hatte vollkommen vergessen, wie torgefährlich Liam Kirk ist. Der stand komplett frei am langen Pfosten und drückte die Scheibe ohne Probleme über die Linie – 1:0. Was würden die Eisbären nur ohne ihren Briten machen? Das war das 19. Tor in den letzten 16 Spielen. Überragende Quote für die Nummer 94. Marcel Noebels gab die Vorlage und erreichte damit den Meilenstein von 500. Scorerpunkten in der PENNY DEL. Glückwunsch Noebi! Seinen ersten Scorerpunkt holte er ebenfalls mit einem Assist beim Spiel seiner Krefeld Pinguine gegen die Düsseldorfer EG am 27.11.2009. Ja, diese beiden Mannschaften haben mal in der DEL gespielt…
Aber auch die Gäste versteckten sich nicht und sorgten dafür, dass Jonas Stettmer nicht langweilig wurde. Defensiv wirkten die Eisbären weiterhin anfällig, die Pässe wurden nicht sauber raus gespielt und so konnte sich Augsburg mehr im Drittel der Berliner aufhalten, als den Eisbären lieb war.
Es war die erwartet hart umkämpfte Partie, schließlich wussten beide Mannschaften, dass es um wichtige Punkte für die Playoffs geht. Die Panther wirkten dabei deutlich aktiver und gefährlicher als die Eisbären. Deren Angriffe fühlten sich wieder an, als wolle man mit dem Kopf durch die Wand. Man konnte von Glück reden, dass Jonas Stettmer wenigstens hellwach war, sonst hätte man sich hier schon längst ein oder zwei Tore gefangen.
Zum Drittelende durften die Eisbären erstmals in Überzahl ran und schlugen dort nach 22 Sekunden eiskalt zu. Leo Pföderl hatte abgezogen und dessen Onetimer schlug hinter Peyton Jones ein – 2:0 (19.). Die Eisbären überzeugten somit wenigstens offensiv mit ihrer Effektivität und führten mit 2:0 nach 20 Minuten. Beruhigend ist so eine Führung in dieser Saison aber bisher nie gewesen.

Korbinian Geibel traf zum 3:0 gegen Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel bot zu Beginn wenig Highlights. Für das erste sorgte Eric Mik, der ohne Not den Puck in der eigenen Zone vertändelte und Anthony Louis zur Chance einlud. Zum Glück ging dessen Schuss am Tor vorbei (24.).
Markus Niemeläinen sorgte derweil für den ersten nennenswerten Schuss der Eisbären nach knapp 28 Spielminuten. Mitte der Partie fuhren die Eisbären dann einen Drei-auf-eins-Konter und Lean Bergmann hatte die dicke Chance zum 3:0, aber er scheiterte an Jones. Nur wenige Sekunden später bereiteten Bergmann und Veilleux das 3:0 von Korbinian Geibel vor. Der Verteidiger hatte zu viel Zeit und Platz und visierte die Ecke ganz genau an (30.).
Nun waren die Eisbären die aktivere Mannschaft und dafür belohnten sie sich mit dem 4:0, welches nach Ansicht des Videobeweises anerkannt wurde. Adam Smith hatte abgezogen, Peyton Jones ließ die Scheibe prallen und am Ende war es Andreas Eder, der die Scheibe per Rückhand ins Tor beförderte (33.).
Augsburg geriet nun richtig unter Druck und hätte sich beinahe direkt das fünfte Tor gefangen. Die Eisbären hatten zum Ende auch nochmal ein Powerplay, doch auch in diesem konnten sie nicht nachlegen und gingen somit mit einer 4:0-Führung in die zweite Drittelpause.

Durfte heute mal wieder das Berliner Tor hüten: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Was passiert, wenn man die Scheiben einfach mal auf das Tor bringt, hat man in der 42. Spielminute gesehen. Adam Smith hatte abgezogen, Blaine Byron hielt die Kelle in den Schuss und fälschte somit entscheidend zum 5:0 ab (42.). Sein 50. DEL-Tor, Glückwunsch Blaine!
Gerade in den letzten Spielen war dies ja ein großes Problem der Berliner, dass man einfach nicht geschossen hatte. Heute hatte man aber Lust auf Toreschießen und zog daher auch mehrfach ab.
Augsburg wollte hier aber nicht ohne Treffer nach Hause fahren und so gelang Riley Damiani der Anschlusstreffer – 5:1 (45.). Nur 46 Sekunden später durften die Fuggerstädter und ihr Anhang wieder jubeln, Alexander Blank hatte auf 5:2 verkürzt. Mal wieder eine Paradebeispiel dafür, wenn man sein Spiel nicht durchzieht und kurz abschaltet. Das bestraft jede Mannschaft in dieser Liga.
Freddy Tiffels musste wenig später nach einem Check gegen die Bande für fünf Minuten in die Kühlbox. Zum Glück mussten die Eisbären aber nur drei Minuten Unterzahl spielen, da Antony Louis wegen unnötiger Härte ihm für zwei Minuten auf die Strafbank folgte. Aus den drei Minuten Powerplay wurde am Ende sogar ein doppeltes Überzahlspiel für ganze 48 Sekunden. Dieses konnte der AEV nicht nutzen, dafür aber das einfache. Chaos vor dem Eisbären-Tor, Jonas Stettmer lag bereits am Boden und erneut war Riley Damiani der Torschütze – 5:3 (54.).
Nun war hier also wieder Spannung in der Arena und Augsburg bis auf zwei Tore dran. Rund drei Minuten vor dem Ende nahm AEV-Trainer Bill Peters seine Auszeit und zog zudem seinen Goalie vom Eis, um es fortan mit sechs Spielern zu versuchen. Doch das nutzte Freddy Tiffels für die endgültige Entscheidung – 6:3 (58.). Und für die Beruhigung der Nerven, denn die wurden in diesem letzten Drittel schon wieder ordentlich strapaziert.
Am Ende steht ein wichtiger 6:3-Heimsieg gegen Augsburg, über die Art und Weise gilt es aber im Team zu reden. Denn nach einem 5:0 darf man es nicht nochmal so spannend machen, wie es die Berliner heute gemacht haben. Und zudem muss man in den nächsten Spielen jetzt auf den guten Sachen aus dem Spiel aufbauen und endlich eine Siegesserie starten. Denn ansonsten war der heutige Sieg wieder nicht viel wert.

5:8 in Mannheim! Die Eisbären erneut mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel und mangelnder Disziplin

So haben sich das die Eisbären Berlin sicherlich nicht vorgestellt: Einen Abend vor Heiligabend kassiert der DEL-Rekordmeister eine derbe 5:8-Niederlage beim Erzrivalen Adler Mannheim. Die zweite in der Höhe auf fremden Eis in Folge. Und erneut hat man sich gefühlt wieder selbst geschlagen. Zu viele Fehler und unnötige Strafzeiten in den falschen Momenten werden von einem Top-Team wie es Mannheim nun mal ist, eiskalt bestraft. Von einem Top-Team sind die Eisbären derzeit meilenweit entfernt und das Interview von Freddy Tiffels nach dem Spiel lässt zudem tief blicken und erahnen, dass derzeit alles andere als eitel Sonnenschein in der Kabine der Eisbären herrscht

Eisbären-Trainer Serge Aubin stand heute Stürmer Manuel Wiederer nicht zur Verfügung. Dessen Platz neben Lean Bergmann und Andreas Eder nahm Verteidiger Les Lancaster ein. Der verteidigte gegen Köln noch an der Seite von Adam Smith, das tat heute Norwin Panocha. Ansonsten gab es nur noch eine weitere Änderung und die gab es im Tor: Jake Hildebrand stand im Tor, Jonas Stettmer nahm als Back-up auf der Bank Platz.

Es war wieder Zeit für den DEL-Klassiker zwischen Berlin und Mannheim. Dieses Duell hat bereits unzählige Geschichten geschrieben – sowohl auf als auch neben dem Eis. Auch in dieser Saison gab es schon wieder einigen Gesprächsstoff. In den ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gewann stets das Heimteam. An das erste Duell in Mannheim hatten die Berliner jedoch keine guten Erinnerungen, kam man doch mit 1:7 unter die Räder. Konnte man sich dafür heute revanchieren oder gab es die nächste Niederlage in der Kurpfalz?

Das Bild zum ersten Drittel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 1:54 Minuten gab es die erste Schlägerei und natürlich war Yannick Veilleux involviert, der besonders „beliebt“ in Mannheim ist. Tobias Fohrler war sein Kontrahent und am Ende durften beide für fünf Minuten in die Kühlbox. Damit war natürlich zu rechnen heute nach der Vorgeschichte. Beide gerieten abseits des Spielgeschehens aneinander und lieferten sich eine handfeste Schlägerei. Vermutlich hatte man sich Veilleux absichtlich ausgesucht, wundern würde es mich nicht, so wie Fohrler danach auf der Mannheimer Bank gefeiert wurde.
Spielerisch setzten die Hauptstädter das erste Highlight. Die Eisbären konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen und gingen durch Blaine Byron vermeintlich in Führung. Doch der Treffer wurde aberkannt, da eine klare Kick-Bewegung vorlag und somit zurecht aberkannt wurde.
Aber die Eisbären waren die spielbestimmende Mannschaft und sorgten immer wieder für Gefahr vor Maximilian Franzreb. Doch das 1:0 gelang den Hausherren. Konter der Adler, Jake Hildebrand konnte den ersten Schuss nicht parieren und wusste für einen Moment nicht, wo die Scheibe ist. Zach Solow wusste es und drückte sie über die Linie (13.). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich dieser Treffer nicht angedeutet.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Mannheim nahm den Schwung des Führungstreffers mit, setzte sich im Drittel der Eisbären fest und erhöhte auf 2:0. Leo Gawanke hatte von der blauen Linie abgezogen und Maximilian Heim erfolgreich abgefälscht (15.).
Wie reagierten die Eisbären auf diesen Doppelschlag der Adler? Mit dem Anschlusstreffer nur 14 Sekunden später. Leo Pföderl mit der Rückhand von hinter dem Tor an den Schoner von Franzreb, wovon der Puck letztendlich ins Tor ging – 2:1 (15.).
Wenn Eisbären-Spiele derzeit eins nicht sind, dann langweilig. 13 Tore in Ingolstadt, sieben Tore gegen Köln und hier auch schon wieder drei nach noch nicht mal einem kompletten Drittel. Und es war ja noch lange nicht Schluss. Nun waren wieder die Kurpfälzer dran. Zach Solow behauptete die Scheibe ganz stark, brachte sie dann rüber zu Kris Bennett, der auf 3:1 stellte (17.).
Ein Wechselfehler der Eisbären (der dritte in Serie) sorgte für das erste Powerplay der Adler, welches Nicolas Mattinen zu nutzen wusste – 1:4 (19.). Puh, nach gutem Start fielen die Eisbären komplett auseinander und lagen deutlich hinten. Gefühlt war jeder Adler-Schuss ein Tor, weshalb das nächste Debakel in Mannheim drohte.

Kein schöner Anblick für Eisbären-Fans: Jubelnde Adler-Spieler (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Eisbären noch Powerplay, aber das man dieses nicht nutzen konnte, braucht man in dieser Saison auch nicht extra erwähnen. Danach hatten die Adler ein Powerplay und die Chance auf 5:1 davonzuziehen. Doch Lean Bergmann und Blaine Byron fuhren den Angriff und Letzterer verkürzte per Shorthander auf 4:2 (23.).
Es ging weiter mit den Strafzeiten, diesmal waren wieder die Adler an der Reihe und die Eisbären durften erneut in Überzahl ran. Für 53 Sekunden war es sogar ein doppeltes Powerplay, welches die Berliner zwar nicht nutzen konnten, aber eine Sekunde nachdem Mannheim wieder zu viert war, schlug Liam Kirk in einfacher Überzahl zu – 4:3 (28.).
Danach waren wieder die Adler ein Mann mehr auf dem Eis und dort schlugen sie zum 5:3 zu. Gewühl vor Jake Hildebrand und Matthias Plachta behielt die Übersicht (30.). Acht Tore zur Hälfte des Spiels, den Fans wurde hier einiges geboten einen Tag vor Heiligabend. Die beiden Trainer dürften derweil graue Haare bekommen haben bei dem Spielverlauf.
Die Eisbären hatten danach ihre Nerven nicht im Griff und kassierten weiterhin fleißig Strafen. Jonas Müller durfte vorzeitig duschen gehen nach einem unnötigen Check gegen die Bande. Die Spieldauer hatte er sich auch mehr als verdient. Trainer Serge Aubin dürften die Disziplinlosigkeiten seiner Mannschaft aber überhaupt nicht gefallen haben. Denn man kämpfte sich zurück ins Spiel, nahm sich durch dumme Strafzeiten aber selbst wieder raus aus dem Spiel.
Denn Mannheim wusste dieses Powerplay zu nutzen. Anthony Greco machte das halbe Dutzend voll und erzielte den dritten Powerplay-Treffer an diesem Abend – 6:3 (33.). Und noch waren über drei Minuten Powerplay auf der Uhr. Und daher war ein weiterer Treffer vorprogrammiert, Justin Schütz stellte auf 7:3 (34.). Mehr Gegentreffer kassierte man in den fünf Minuten zum Glück nicht.
Aber es war bereits das zweite Auswärtsspiel in Folge mit je vier Gegentoren in Unterzahl, was für eine Spitzenmannschaft einfach zu schlecht ist. Das beste an dem zweiten Drittel war die Schlusssirene, was einer Erlösung für die Eisbären-Fans gleich kam.

Zu Beginn des Spiels lieferten sich Tobias Fohrler und Yanncik Veilleux eine wilde Schlägerei. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Für das Schlussdrittel gab es eigentlich nur die Hoffnung, dass es nicht zweistellig in Mannheim wird. Denn das wäre die Höchststrafe für die Eisbären-Fans.
Die Berliner hatten früh im dritten Drittel das nächste Powerplay, konnten dieses aber nicht nutzen, um zu verkürzen. Die Eisbären blieben aber danach weiterhin bemüht und spielten offensiv nach vorne. Man wollte zumindest das Schlussdrittel für sich entscheiden, um wenigstens noch ein kleines positives Erfolgserlebnis zu haben.
Liam Kirk arbeitete daran, denn er traf zum zweiten Mal an diesem Abend in Überzahl – 7:4 (52.). Kurz zuvor liefen die Adler aber mit zwei Mann alleine auf das Berliner Tor zu, in Unterzahl, was einfach nicht geht. Zum Glück trafen die Mannheimer nur den Pfosten, das wäre die Krönung an diesem Abend gewesen.
In der Schlussphase hatten die Eisbären das nächste Powerplay und in diesem erzielten sie tatsächlich ihr drittes Powerplaytor. Eine klasse Kombination schloss Mitch Reinke mit dem Treffer zum 7:5 ab (56.).
Ging hier also doch noch was? Nein, weil man sich wieder selbst um die Aufholjagd brachte. Lean Bergmann mit der Strafzeit, welche die Schlussoffensive der Berliner verhinderte. Es passte zum gesamten Spielverlauf, denn wann immer man drauf und dran war, nahm man sich selbst durch unnötige Strafen aus dem Spiel. Immerhin kassierte man keinen weiteren Gegentreffer in Unterzahl.
Den kassierte man dann aber kurz vor Spielende, als Alexander Ehl die Scheibe im leeren Berliner Tor unterbrachte. Somit verloren die Berliner das zweite Auswärtsspiel in Folge mit 5:8. Mal wieder hat man sich am Ende selbst geschlagen, wie bereits in Ingolstadt. Aus diesem Spiel müssen die Eisbären ihre Lehren ziehen und es in Zukunft endlich besser machen. Und vor allem sollte man so langsam aber sicher wieder anfangen zu punkten, denn die Teams hinter den Eisbären rücken immer näher, während man für die Teams vor sich mittlerweile ein Fernglas braucht.

5:3! Doppelpack von Andreas Eder beim glanzlosen Heimsieg gegen Iserlohn

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #20:

Die Eisbären Berlin haben das erste von zwei Heimspielen an diesem Wochenende gewonnen. Gegen die Iserlohn Roosters feierte man am Ende einen 5:3-Heimsieg. Doch komplett überzeugen konnten die Hauptstädter nicht, verspielten zwischenzeitlich mal wieder eine Zwei-Tore-Führung und hatten ein Problem mit der Chancenverwertung. Im Schlussdrittel zog man das Spiel dann doch noch auf sein Seite, trotzdem sind die Eisbären derzeit weit davon entfernt, ein Top-Team in der PENNY DEL zu sein.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Da Matej Leden nicht dabei war, rückte Marcel Noebels in die dritte Reihe zu Lean Bergman und Blaine Byron. Eric Hördler rotierte aus dieser Reihe raus und stand mit Manuel Wiederer in der vierten Reihe. Im Tor stand Jake Hildebrand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären gingen als klarer Favorit gegen den Tabellenvorletzten ins Spiel. Aber genau darin lag heute die Gefahr. Denn gegen die vermeintlich kleinen Teams haben sich die Eisbären in der Vergangenheit öfters mal schwer getan. Nahmen die Eisbären Iserlohn heute ernst oder gab es am Ende ein böses Erwachen?

War im ersten Drittel zur Stelle, als er gebraucht wurde: Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein schlechtes Omen? Vor dem Spiel läuft normalerweise die Einlaufshow der Eisbären Berlin, doch heute streikte die Technik und somit gab es nur die legendäre Eisbären-Hymne zu hören.
Iserlohn brauchte ganze 18 Sekunden, da fuhren Daniel Fischbuch und Taro Jentzsch einen Zwei-auf-eins-Konter und es wurde erstmals gefährlich vor dem Berliner Tor. Jake Hildebrand war zum Glück schon hellwach und verhinderte den frühen Rückstand gegen die Sauerländer.
Nachdem Iserlohn das erste Powerplay vergab, gingen die Hausherren in Führung. Yannick Veilleux, der auch die erste Strafzeit kassierte hatte, staubte erfolgreich ab – 1:0 (6.).
Mehr Highlights bot dieses Spiel aber auch nicht. Beide Teams mit zu vielen Fehlern im eigenen Spiel. Hochkarätige Torchancen suchte man vergeblich. Beide Goalies wurden so vor keine größeren Probleme gestellt.
Lange Zeit plätscherte das erste Drittel so vor sich hin. Dann hatten die Eisbären mal kurz eine gute Phase, ehe Iserlohn Jake Hildebrand zu zwei starken Paraden zwang. In Überzahl schlugen dann die Eisbären fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause durch Andreas Eder zu – 2:0 (20.). Die Verteidigung der Roosters machte es den Berlinern aber auch sehr leicht. Mit dem 2:0 ging es anschließend in die Kabine.

Stellte auch gegen Iserlohn seine aktuelle Torgefahr unter Beweis: Liam Kirk (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Iserlohn arbeitete im zweiten Drittel am Anschlusstreffer, fand aber erneut in Jake Hildebrand seinen Meister. Doch in der 24. Spielminute war auch der Berliner Goalie geschlagen, als der Querpass auf Ex-Eisbär Daniel Fischbuch kam und der das leere Tor vor sich hatte – 2:1.
Doch die Antwort der Eisbären dauerte nicht lange. Liam Kirk bewies erneut seine derzeitige Top-Form und düpierte Hane zum 3:1 (26.). Allerdings hatte der Brite auch zu viel Platz und so etwas lässt sich die Nummer 94 nicht nehmen.
Auch danach blieb es ein eher durchschnittliches DEL-Spiel. Die großen Highlights fehlten auf beiden Seiten. Iserlohns Defensive wirkte ein ums andere Mal unsicher. Die Eisbären konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Fast aus dem Nichts verkürzten die Sauerländer rund drei Minuten vor dem Ende auf 3:2. Robin Norell wurde nicht wirklich angegriffen und hatte daher keine große Mühe, den Puck im Tor zu versenken.
Direkt im Gegenzug war Marcel Noebels frei durch, doch er scheiterte an Hane. So eine Chance in einem vom Spielstand her engen Spiel kann man auch mal nutzen. Doch so ein wenig passte diese Szene zur Saison von der Nummer 92.
Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt und auch aus den Patzern der Roosters kein Kapital schlägt, fängt man sich hinten einen. Kyle Wood stellte in der Schlussminute auf 3:3 (40.). Absolut unnötig, wie die Berliner die 3:1-Führung aus der Hand gegeben haben. So ging man mit einem Unentschieden in die zweite Drittelpause.

Freddy Tiffels scheitert in Unterzahl mit seinem Alleingang an Hendrik Hane. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Schlussdrittel musste nun eine Reaktion der Eisbären kommen. In der Kabine dürfte es sicherlich auch laut geworden sein, denn Trainer Serge Aubin konnte nicht zufrieden sein. Und in Überzahl hätte Marcel Noebels beinahe die schnelle Antwort gegeben, doch er scheiterte an der Latte. Das Glück haftet bisher nicht am Schläger vom zweimaligen DEL-Spieler des Jahres. Gerade in solchen Spielen kann die Kaltschnäuzigkeit den Unterschied machen. Die Eisbären hatten sie bis hierhin nicht.
In Unterzahl hatte Freddy Tiffels die nächste XXL-Chance, doch Hendrik Hane gewann das Eins-gegen-Eins-Duell und hielt seiner Mannschaft weiterhin das Unentschieden fest.
Es blieb weiterhin das Drittel der Strafzeiten, denn nun waren wieder die Eisbären im Powerplay. Doch es sah weiter unbeholfen aus, was die Berliner in Überzahl spielten. Ja, man brachte die Scheiben auf das Tor und doch wirkte es teilweise sehr hektisch, was man versuchte.
Rund neun Minuten vor dem Ende sorgte Leo Pföderl dann für die erste Erleichterung auf den Rängen der Arena am Ostbahnhof. Sein Onetimer schlug hinter Hane ein und die Eisbären führten wieder – 4:3 (52.). Endgültig den Deckel auf dieses Spiel machte dann Andreas Eder drauf. Er wurde vor dem Tor angespielt und musste nur noch seine Kelle hinhalten – 5:3 (55.).
So sind die Eisbären am Ende nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen und haben vor allem gesehen, dass man jeden Gegner über die gesamte Spielzeit ernst nehmen sollte, sonst gewinnt man auch gegen die Kellerkinder der PENNY DEL nicht so einfach.

4:2-Heimsieg gegen Frankfurt: Leo Pföderl führt die Eisbären mit einem Doppelpack zum Sieg

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #16:

Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gewonnen. Gegen die Löwen Frankfurt setzte man sich am Sonntagabend mit 4:2 (1:0,1:1,2:1) durch und behauptete damit den sechsten Tabellenplatz. Das Spiel brachte vor allem die Erkenntnis, dass die Eisbären weiterhin große Probleme im Powerplay haben. Und auch Zwei-Tore-Führungen bringen derzeit keine Sicherheit ins Spiel der Eisbären.

Eisbären-Trainer Serge Aubin änderte sein Line-up nur minimal. Er zog Manuel Wiederer wieder zurück in die Defensive, wo er an der Seite von Jonas Müller verteidigte. Les Lancaster und Eric Mik sowie Norwin Panocha und Adam Smith hießen die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei.
In der Offensive tauschten Leo Pföderl und Liam Kirk die Reihen. Kirk stürmte zwischen Ty Ronning und Freddy Tiffels. Pföderl bildete eine Reihe mit Blaine Byron und Marcel Noebels. Matej Leden – am Freitag noch 13. Stürmer – rückte für Wiederer in die Reihe mit Eric Hördler und Yannick Veilleux.
Im Tor stand erneut Jake Hildebrand, während Jonas Stettmer als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Der heutige Gegner Frankfurt kam mit seinem neuen Trainer Tom Pokel nach Berlin. Zum Einstand feierte der Ex-Trainer der Straubing Tigers einen 3:2-Derbysieg gegen Mannheim. Daher reisten die Löwen heute mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Hauptstadt und wollten dort das erste Wochenende unter Tom Pokel krönen. Aber auch die Eisbären feierten am Freitag einen wichtigen 5:4-Sieg in Nürnberg und wollten zudem Wiedergutmachung betreiben für die 1:4-Heimniederlage gegen Bremerhaven vor der Deutschland-Cup-Pause. Welcher Mannschaft gelang der zweite Sieg an diesem Wochenende?

In dieser Szene erzielte Ty Ronning das 1:0 für die Eisbären. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach gerade einmal 32 Sekunden kassierten die Gäste ihre erste Strafzeit und ermöglichten den Eisbären das erste Powerplay. Wohlwissend, dass die Berliner das schlechteste Powerplay der Liga haben. So sah es dann aber auch aus. Zu ungenaue Pässe und zwei Icings in Überzahl.
Die Eisbären waren danach die aktivere Mannschaft und hatte auch die ersten Chancen, jedoch konnte man Löwen-Goalie Mirko Pantkowski nicht überwinden. Die dickste Chance gehörte aber den Löwen, bei denen Maksim Matushkin in einem guten Wechsel nur den Pfosten traf.
Nachdem ersten Powerbreak hatten die Berliner das zweite Powerplay der Partie, doch auch dieses blieb ungenutzt. Zwar hatte man in diesem durchaus ein, zwei gute Chancen, doch wirkte das Powerplay weiterhin einfach nicht gut genug. Also dachte sich Frankfurt, sie spielen einfach mit sechs Spielern und ermöglichen den Hausherren direkt das dritte Powerplay. Wird ja sowieso nicht gefährlich und damit hatten sie auch recht. Die Eisbären wirkten ideenlos mit einem Mann mehr und es sah nicht danach aus, als hätte man daran in der Pause gearbeitet.
Aber als Frankfurt wieder komplett war, schlugen die Berliner dann doch zu. Liam Kirk hielt die Scheibe im Angriffsdrittel, spielte sie rüber zu Freddy Tiffels, welcher Ty Ronning vor dem Tor sah – 1:0 (14.).
In der Schlussphase durften dann aber auch mal die Hessen mit einem Mann mehr ran, aber auch die Löwen wurden nicht wirklich gefährlich. So nahmen die Hauptstädter die verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Hat weiterhin das Pech am Schläger kleben: Liam Kirk von den Eisbären Berlin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im zweiten Drittel waren es wieder Liam Kirk und Freddy Tiffels, welche das 2:0 einleiteten. Kirk hatte das Auge für Leo Pföderl und der musste nur noch einnetzen (22.).
Frankfurt konnte aber in Überzahl verkürzen. Maksim Matushkin hatte zu viel Zeit und traf in die lange Ecke zum 2:1 (26.). Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden zunächst auf kein Tor, änderten ihre Meinung aber nach Ansicht des Videobeweises. Jake Hildebrand wurde zwar behindert, allerdings außerhalb des Torraumes und somit ist es ein reguläres Tor.
Die Eisbären hätten direkt antworten können, aber Liam Kirk bekam die Scheibe nicht am bereits am Boden liegenden Frankfurter Goalie vorbei. Diese Saison hat der Brite aber auch Pech am Schläger kleben, unglaublich!
Auch danach blieben die Berliner am Drücker und wollten das dritte Tor nachlegen, man fand aber keinen Weg vorbei an Mirko Pantkowski.
Es folgte das vierte Powerplay der Eisbären, zum dritten Mal verschuldet durch Matthew Wedman, dem es auf der Berliner Strafbank zu gefallen schien. Aber viel mehr wusste er von der Berliner Schwäche in Überzahl, denn auch dieses Powerplay blieb ungenutzt.
Frankfurt vergab in der Folge ein weiteres Powerplay und somit die Chance zum Ausgleich. Und Liam Kirk seine Torflaute geht auch weiter. Er fuhr alleine auf Pantkowski zu, bekam die Scheibe aber erneut nicht am Frankfurter Goalie vorbei. So blieb es beim knappen 2:1 nach dem zweiten Drittel.

Erzielte gegen Frankfurt zwei Tore: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Wie im zweiten Drittel dauerte es auch im dritten Drittel nur 1:39 Minute, ehe die Eisbären das 3:1 erzielten. Wobei es eigentlich Linus Fröberg war, der die Scheibe in bester Stürmermanier über die eigene Torlinie drückte. Torschütze war am Ende aber Leo Pföderl, der damit sein zweites Tor an diesem Abend bejubeln konnte.
Die Eisbären blieben danach die spielbestimmende Mannschaft, von Frankfurt kam nach vorne fast gar nichts mehr. Bis zur 49. Spielminute, denn da verkürzte Noah Dunham auf 3:2 und sorgte hier nochmal für Spannung in der Hauptstadt.
Nur in der Folge mangelte es an richtig guten Torchancen auf beiden Seiten. Zweikämpfe bestimmten das Spiel in dieser Phase. 2:11 Minuten vor dem Ende des dritten Drittels nahm Löwen-Coach Tom Pokel seine Auszeit und wenig später auch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis. Doch das nutzten die Eisbären durch Yannick Veilleux zur Entscheidung – 4:2 (59.).
Pokel nahm trotzdem nochmal seinen Goalie vom Eis und wollte nochmal alles versuchen, um hier vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Aber die Eisbären ließen nichts mehr zu und feierten am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt.

4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand: Ty Ronning sorgt für Ekstase in der Arena am Ostbahnhof

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #14:

Was für ein Spiel: Die Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker gegen die Adler Mannheim mit 4:3 n.V. (1:2,0:1,2:0/1:0) gewonnen. 40 Minuten tat man sich sehr schwer gegen effektive Mannheimer. Doch im Schlussdrittel spielten nur noch die Eisbären und feierten am Ende einen verdienten Sieg in der Verlängerung. Siege gegen Mannheim schmecken immer besonders gut! Gerade nach so einem Spielverlauf.

Eisbären-Trainer Serge Aubin setzte heute wieder Norwin Panocha als siebten Verteidiger ein und ließ somit Moritz Kretzschmar draußen. Ansonsten blieb die Defensive unverändert. Jake Hildebrand hütete erneut das Berliner Tor.
In der Offensive blieb einzig die Reihe um Andreas Eder, Markus Vikingstad und Lean Bergmann zusammen. In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Freddy Tiffels heute Leo Pföderl als Center an die Seite gestellt. Die zweite Reihe wurde komplett neu zusammengestellt und bestand aus Yannick Veilleux, Jean-Sébastian Dea und Liam Kirk. Und die nominell vierte Reihe bildeten Eric Hördler, Matej Leden und Marcel Noebels.

Die Ausgangslage war klar: Nach dem 1:7 am dritten Spieltag in Mannheim wollten die Eisbären Revanche nehmen. Das aber rein auf sportliche Art und Weise, denn keiner wollte mehr so ein Skandalspiel erleben wie an jenem Freitagabend in der Kurpfalz. Da rückte das Sportliche und auch das erste DEL-Tor von Max Penkin in den Hintergrund. Konzentrierten sich beide Mannschaften heute lieber auf das Sportliche und boten den Zuschauern in der Uber Arena ein klasse Eishockeyspiel oder gab es die nächste Schlacht zwischen den beiden Erzrivalen?

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den Eisbären und Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Zumindest begann das Spiel ganz normal und ohne Schlägerei nach dem ersten Bully. Ein Fortschritt zum ersten Spiel in Mannheim. Kein Fortschritt war das schnelle Gegentor nach nur 25 Sekunden. Lukas Kälble mit der kalten Dusche für die Eisbären – 0:1 (1.).
Die Hausherren hatten aber unmittelbar danach das erste Powerplay und somit die Chance zum schnellen Ausgleich, man konnte dieses aber nicht nutzen, weil Mannheim das insgesamt gut weg verteidigte.
Danach war es das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen den beiden Erzrivalen. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen wenig zu. Mitte des ersten Drittels war es aber Lean Bergmann, der mal den Turbo zündete und die Lücke in der Adler-Defensive aufriss. Er fand Markus Vikingstad und der ließ die Arena am Ostbahnhof erstmals an diesem Abend beben – 1:1 (10.).
Aber Mannheim war keinesfalls geschockt und schlug im Stile einer Spitzenmannschaft direkt zurück. Max Penkin war der Torschütze. Jener Penkin also, der im ersten Duell sein erstes DEL-Tor überhaupt erzielt hatte. Das 2:1 war sein zweites Saisontor. Die Eisbären scheinen dem Youngster also zu liegen.
Man merkte beiden Mannschaften an, dass es hier um viel mehr als nur um drei Punkte ging. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, um jede Scheibe verbissen gekämpft. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen in der Offensive. Nach 20 Minuten führten die Adler mit 2:1 in Berlin.

Erzielte auch im zweiten Spiel gegen die Eisbären ein Tor: Youngster Max Penkin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren zu Beginn des Mitteldrittels sichtlich bemüht, sich Torchancen zu erspielen. Mannheim machte aber die gefährlichen Räume gut zu und es den Berliner so schwer. Auch ein Powerplay konnte man in dieser Anfangsphase nicht nutzen. Doch die Berliner blieben weiter dran, während Mannheim sich eher auf Konter konzentrierte.
Erstmals für Gefahr sorgten die Kurpfälzer nach dem Powerbreak, als sie in Überzahl agierten. Mannheim setzte sich im Angriffsdrittel fest und kam auch zu Chancen, welche Jake Hildebrand jedoch allesamt zunichte machte. Aber just in dem Moment, als die Berliner wieder vollzählig waren, schlug es hinten ein. Anthony Greco hatte zum 1:3 getroffen (31.).
Das Problem lag auf der Hand: Mannheim nutzte seine Chancen effektiv, die Eisbären hingegen nicht. Nach einem feinen Pass auf Liam Kirk kam der zum Abschluss, Johan Mattsson war jedoch zur Stelle. Ein Mannheimer Spieler rutschte aus und Freddy Tiffels war durch, überlegte vor dem Tor jedoch zu lange. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte den Eisbären in dieser Partie, aber auch generell in letzter Zeit.
Auch mit einem weiteren Powerplay zum Ende des zweiten Drittels fand man keinen Weg an Mattsson vorbei, weshalb es nach 40 Minuten 1:3 stand.

Markus Vikingstad (rechts) düpierte die Mannheimer mit seinem Solo im Schlussdrittel zum 3:3. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären hatten also einen weiten Weg vor sich, wollten sie hier noch etwas Zählbares mitnehmen. Aber Mannheim schaffte es weiterhin, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen. So zwang man die Berliner zu Schüssen von außen, was natürlich für weniger Gefahr vor Mattsson sorgte.
In der 48. Spielminute fand man dann aber die Lücke und konnte auf 2:3 verkürzen. Leo Pföderl brachte die Hoffnung zurück nach Berlin.
Und in der 50. Spielminute eskalierte die Arena am Ostbahnhof komplett, als Markus Vikingstad die Adler-Spieler wie Slalomstangen benutzte und am Ende auch Johan Mattsson alt aussehen ließ – 3:3!
Mannheim verlor daraufhin mal kurz die Nerven – wie sollte es auch anders sein. Anthony Greco und Eric Mik lieferten sich eine kurze aber heftige Schlägerei, welche Mik für sich entscheiden konnte. Kurz darauf die Eisbären mit einem Mann mehr und der großen Chance, das Spiel zu drehen. Mannheim wirkte angeknockt und konnte sich kaum noch befreien. Aber die Berliner ließen diese Chance ungenutzt.
Doch hier lag inzwischen der Führungstreffer für die Hauptstädter in der Luft. Diese hatten das Schlussdrittel komplett im Griff gegen einen wankenden Tabellenführer, der hier erst in den letzten Minuten auch mal wieder für Torgefahr vor Jake Hildebrand sorgte.
In der Folge sollte kein weiterer Treffer mehr fallen, weshalb beide Mannschaften nach 60 Minuten einen Punkt sicher hatten. Dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel verdienten sich die Eisbären diesen auch redlich, bei besserer Chancenverwertung wären sogar drei Punkte möglich gewesen. Aber dennoch Hut ab vor der Moral und dem Kampfgeist dieser Mannschaft!

Und dieses Spiel hatte noch nicht den Höhepunkt erreicht: Es lief die 62. Spielminute, Mannheim scheiterte an Jake Hildebrand, die Eisbären fuhren den Konter und Ty Ronning sorgte für den nächsten Jubel-Orkan in der Arena am Ostbahnhof – 4:3! Und dieser Sieg war am Ende dank des Schlussdrittels auch mehr als verdient, da von Mannheim nichts mehr kam. Ganz starke Leistung, Jungs!

4:3 am Seilersee! Die Eisbären erkämpfen sich drei Punkte in Iserlohn und feiern den sechsten Sieg in Serie

Diese Mannschaft ist einfach unglaublich: Die Eisbären Berlin trotzen erneut ihrer Personalsituation und erkämpfen sich am Ende drei enorm wichtige Punkte am Seilersee. Bei den Iserlohn Roosters setzte man sich mit 4:3 durch und feierte damit den sechsten Sieg in Serie. Man hat immer zum richtigen Zeitpunkt getroffen und am Ende konnte man sich bei Jake Hildebrand bedanken. Auch der Kampfgeist und die Leidenschaft stimmten heute wieder. 

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up nur minimal. Moritz Kretzschmar rückte in der Defensive an die Seite von Adam Smith. Norwin Panocha stand als siebter Verteidiger im Kader. In der Offensive tauschten Freddy Tiffels und Yannick Veilleux die Reihen. Tiffels stürmte in einer Reihe mit Leo Pföderl und Markus Vikingstad. Veilleux ging in die Reihe mit Ty Ronning und Liam Kirk. Alles andere blieb unverändert im Vergleich zum Heimsieg gegen Wolfsburg. Somit stand auch heute wieder der zuletzt bärenstarke Jake Hildebrand im Tor.

Die Eisbären kamen mit fünf Siegen im Gepäck ins Sauerland und hatten zudem auch noch eine Siegesserie gegen Iserlohn vorzuweisen. Denn gegen Iserlohn gewannen die Berliner zuletzt sechs Spiele in Serie. Konnte man diese Serie heute weiter ausbauen oder schlugen die zuletzt schwächelnden Roosters zurück?

Sorgte für das 1:1 im Sauerland: Yannick Veilleux (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Zumindest legten die Hausherren einen Traumstart hin. Christian Thomas wurde im Slot angespielt, hatte zu viel Platz, welchen er zu nutzen wusste – 0:1 (2.).
Dieser frühe Führungstreffer gab den Sauerländern Aufschwung und sie spielten weiter offensiv nach vorne. Auch das erste Powerplay der Partie hatten die Roosters und dabei für 1:27 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis. Iserlohn machte auch Druck, doch die Eisbären verteidigten das mit viel Leidenschaft und überstanden somit diese brenzlige Situation ohne ein weiteres Gegentor.
Die Eisbären hatten bis hierhin Probleme mit dem sehr guten Auftritt der Roosters, welche die Eisbären immer wieder früh im Spielaufbau störten.
Als die Berliner ihr erstes Powerplay hatten, kamen sie zu den ersten guten Abschlüssen, aber Hendrik Hane ließ sich nicht bezwingen. Zumindest nicht im Powerplay, denn als Iserlohn wieder komplett war, schlug Yannick Veilleux zu. Ty Ronning sein Schuss ging noch an den Pfosten, doch Veilleux stand goldrichtig und staubte erfolgreich ab – 1:1 (14.).
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften weiter nach vorne spielten, doch die Defensivreihen ließen im Auftaktdrittel nichts mehr zu. Verteidiger Eric Mik war im Pauseninterview bei Magenta Sport nicht zufrieden und meinte, dass sich die Eisbären in allen Bereich verbessern müssten.

Spielte im zweiten Drittel sehr auffällig und traf zum 2:1 für die Eisbären: Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Es dauerte bis zur 25. Spielminute, ehe die Eisbären durch Markus Vikingstad die erste gute Chance im Mitteldrittel hatten. Leo Pföderl hatte ihn klasse vor dem Tor angespielt, doch er scheiterte am starken Hane im Iserlohner Tor.
Kurz darauf die Eisbären mit dem nächsten Powerplay und Leo Pföderl machte es diesmal alleine. Die Nummer 93 hatte zu viel Platz im Slot und ließ Hane mit seinem Handgelenkschuss keine Chance – 2:1 (26.).
Iserlohn tat sich in diesem Drittel schwer, mal für Gefahr vor dem Tor von Jake Hildebrand zu sorgen. Was aber auch daran lag, dass die Berliner defensiv sehr kompakt standen und wenig Räume für Iserlohn gaben, um mal gefährlich zum Abschluss zu kommen.
Als die Sauerländer aber in Überzahl waren, kam der große Auftritt von Daniel Fischbuch. Der Ex-Eisbär sah, dass Jake Hildebrand außer Position war, machte den Bauerntrick und bezwang den Berliner Goalie – 2:2 (31.).
Nach dem Tor waren die Roosters wieder deutlich besser drin im Spiel und hatten in der Folge weitere gute Abschlüsse. Doch das Tor machten die Eisbären. Mitch Reinke kam von der blauen Linie zum Abschluss und sorgte für die erneute Führung der Hauptstädter – 3:2 (36.). Bereits das zweite Tor des Verteidigers an diesem Wochenende, der erst am Freitag zurück ins Line-up gekehrt war. Mit dieser knappen Führung ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Sorgte früh im Schlussdrittel für die Vorentscheidung: Andreas Eder (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Früh im Schlussdrittel hatten die Berliner das nächste Powerplay und prompt legten die Eisbären nach. Mitch Reinke sein Schuss von der blauen Linie ging noch am Tor vorbei, Andreas Eder lauerte am Pfosten und schaltete am schnellsten – 4:2 (44.). Bereits das zweite Powerplaytor an diesem Nachmittag und auch das 1:1 war gefühlt ein Powerplaytreffer, weil Iserlohn gerade wieder komplett war. Wichtig für die Eisbären, dass es endlich auch im Überzahl klappt, denn da lief es zuvor nicht wirklich rund.
Die Hauptstädter hatten im Schlussdrittel alles im Griff, bis zur Mitte des letzten Drittels zeigte die Torschussstatistik 11:0 für die Eisbären an.
Im Powerplay kamen die Sauerländer dann aber zu guten Chancen, doch Jake Hildebrand unterstrich einmal mehr seine aktuelle Topform und verhinderte den Iserlohner Anschlusstreffer. Die Roosters blieben aber dran, gaben das Spiel hier noch nicht verloren. Und rund drei Minuten vor dem Ende war es Julian Napravnik, der die Hoffnung an den Seilersee zurück brachte – 4:3 (58.).
Iserlohn versuchte am Ende nochmal alles – Auszeit und Torhüter raus. Die Eisbären wurden hinten rein gedrängt, mussten hellwach sein und das gut zu Ende verteidigen. Das taten sie, man erkämpfte sich am Ende die drei Punkte und feierte damit den sechsten Sieg in Serie.

Vierter Sieg in Folge! Die Eisbären ringen Nürnberg nieder und gewinnen mit 3:2

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #11:

Die Eisbären Berlin bleiben weiter in der Erfolgsspur: Die Berliner gewannen am Sonntagnachmittag ihr Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 (0:0,2:1,1:1) und feierten damit den vierten Sieg in Folge. 14.055 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof sahen ein hart umkämpftes Spiel, an deren Ende sich die Berliner die drei Punkte sicherten. Dank einer starken kämpferischen Mannschaftsleistung und einem erneut überragenden Jake Hildebrand im Berliner Tor.

Eisbären-Trainer Serge Aubin konnte aufatmen, kehrten mit Marcel Noebels (nach Verletzung) und Yannick Veilleux (nach Sperre) doch zwei wichtige Leistungsträger wieder zurück ins Line-up. Noebels stürmte auch direkt in der ersten Reihe an der Seite von Ty Ronning und Leo Pföderl. Veilleux spielte in der zweiten Reihe zusammen mit Markus Vikingstad und Liam Kirk. Lean Bergmann, Andreas Eder und Eric Hördler bildeten die dritte Formation. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Matej Leden, Manuel Wiederer und Moritz Kretzschmar.
In der Defensive blieb alles beim alten, somit war Freddy Tiffels auch heute wieder Verteidiger. Und im Tor stand erneut Jake Hildebrand.

Die Eisbären trafen auf ihren Lieblingsgegner, hatte man doch in der vergangenen Saison alle vier Spiele gegen die Franken gewonnen. Und auswärts tat sich Nürnberg in dieser Saison sehr schwer, gewann einzig in Frankfurt. Konnten die Eisbären also heute ihre Serie aufrecht erhalten und den vierten Sieg in Serie einfahren?

Von Beginn an war es ein hart umkämpftes Spiel. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war die Partie hart umkämpft, jeder Check wurde zu Ende gefahren. Nach rund sechs Minuten durften dann erstmals die Special Teams ran, Korbinian Geibel kassierte die erste Strafzeit der Partie. Die Franken konnten sich in Überzahl festsetzen und kamen zu den ersten gefährlichen Chancen, doch Jake Hildebrand bewies einmal mehr seine zurzeit exzellente Form im Berliner Tor.
Nach dem Powerbreak waren dann die Hausherren mit einem Mann mehr auf dem Eis, aber in diesem fanden die Berliner überhaupt nicht in ihre Formation.
Das erste Drittel bot wenig Highlights vor den Toren, dafür mal ein Angriff der Eisbären über Eric Hördler und Andreas Eder, der richtig gut herausgespielt war, doch Evan Fitzpatrick konnte den Schuss mühelos parieren.
In den letzten Minuten ließen sich die Eisbären ganz schön von Nürnberg hinten rein drängen und hatten alle Hände voll zu tun, diese Phase zu überstehen. Trotzdem gab man nur wenig Räume für gefährliche Abschlüsse. Und in den letzten Sekunden des ersten Drittels hatten dann die Berliner nochmal zwei gute Chancen, konnten diese aber ebenso nicht nutzen. Torlos endete somit das Auftaktdrittel in der Hauptstadt.

Eric Hördler (links) und Lean Bergmann bejubeln das 1:0 durch Bergmann. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel blieb es eine hart umkämpfte Partie zwischen Berlin und Nürnberg. Torchancen blieben ebenso Mangelware. Weil es beide Mannschaften weiterhin verstanden, die gefährlichen Räume vor dem Tor zuzumachen.
Es dauerte bis zur 27. Spielminute, ehe Lean Bergmann den Bann brach und erfolgreich zum 1:0 abstauben konnte (27.).
Nürnberg hatte direkt danach die Chance in Überzahl zum Ausgleich zu kommen, aber die Eisbären überstanden auch dieses Unterzahlspiel schadlos. Kurz danach waren die Berliner selbst ein Mann mehr auf dem Eis, taten sich aber schwer, die Lücke im Defensiv-Bollwerk der Ice Tigers zu finden.
Diese fand dann aber Leo Pföderl sechs Minuten vor der zweiten Drittelpause, als die Eisbären mal schnell umschalteten und er Evan Fitzpatrick zum zweiten Mal an diesem Abend überwinden konnte – 2:0 (34.).
Aber Nürnberg gab sich nicht auf und verkürzte relativ schnell auf 2:1. Und wer konnte nur treffen? Natürlich Constantin Braun (36.). Ist ja Gang und Gebe, dass Ex-Eisbären gegen die Berliner treffen. „Tine“ machte die Partie also wieder spannend. Und die Ice Tigers liefen auch weiter an und wollten nachlegen, aber die Eisbären verteidigten das sehr stark weg und nahmen somit die 2:1-Führung mit in die zweite Drittelpause.

Absolvierte auch heute wieder ein sehr starkes Spiel: Goalie Jake Hildebrand (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Franken blieben auch im Schlussdrittel weiter engagiert und wollten den Ausgleich erzielen. Die Scheibe ging auch ein-, zweimal knapp am Tor von Jake Hildebrand vorbei. Nach vorne kam zu Beginn des letzten Drittels wenig von den Eisbären, die viel mehr hinten beschäftigt waren.
Mit zunehmender Spieldauer kamen aber auch die Hausherren mal wieder zu Abschlüssen. Und ungefährlich waren die auch nicht, aber es fehlte am nötigen Zielwasser.
Das fand dann aber Ty Ronning nach drei Sekunden in Überzahl. Bullygewinn von Leo Pföderl, die Scheibe kam zu Ronning in den Slot, der zu viel Platz hatte und diesen zu nutzen wusste. Danach folgte ein erleichternder Jubelschrei – 3:1 (50.).
Nun wurde der Weg für die Ice Tigers also weit, wollten sie hier noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen. Aber die Franken gaben sich nicht auf. Exakt acht Minuten vor dem Ende verkürzte Nürnberg durch Tyler Spezia auf 3:2 (52.). Jake Hildebrand konnte den ersten Schuss nicht festhalten und Spezia staubte erfolgreich ab.
Nürnberg war also wieder voll drin im Spiel und bekam kurz darauf das nächste Powerplay. Die große Chance also, um den Ausgleich zu erzielen. Und die Gäste machen jede Menge Druck, aber Jake Hildebrand ließ die Gäste erneut verzweifeln.
Die Schlussphase wurde dann wild. Die Eisbären wollten für die Entscheidung sorgen, Nürnberg den Ausgleich erzielen. Eric Hördler war dicht dran an seinem ersten Saisontor, aber er scheiterte an der Latte. Gerade dem Youngster würde man diesen Torerfolg so sehr gönnen, gerade für all den Aufwand, den er in dieser Saison betreibt.
Nürnberg riskierte am Ende alles – Auszeit und Goalie raus. Die Spannung war zum Greifen nahe. Nürnberg versuchte alles, aber die Eisbären verteidigten das ganz stark zu Ende. Und Jake Hildebrand machte seinem Namen „The Wall“ wieder alle Ehre. Am Ende retteten die Eisbären das 3:2 über die Zeit und feierten damit den vierten Sieg in Folge. Stark, Jungs!

3:2 n.P.! Arg dezimierte Eisbären erkämpfen sich zwei Punkte in Frankfurt

Die Eisbären Berlin setzten ihre Siegesserie in der PENNY DEL fort: Am Freitagabend gewann man ein hart umkämpftes Spiel bei den Löwen Frankfurt mit 3:2 n.P. (0:0,1:0,1:2/0:0,1:0). Dabei verspielte man im Schlussdrittel noch eine 2:0-Führung, kämpfte sich aber mit einem arg dezimierten Team noch zu zwei Punkten. Ein wichtiger Sieg für die Moral!

Eisbären-Trainer Serge Aubin ist derzeit nicht zu beneiden. Zu den vielen verletzten Spielern gesellte sich mit Mitch Reinke heute ein neuer Spieler hinzu. Nach Aussagen der Eisbären fehlte der Verteidiger angeschlagen. Somit musste mal wieder Freddy Tiffels in der Defensive aushelfen und an der Seite von Jonas Müller verteidigen. Korbinian Geibel/Eric Mik sowie Norwin Panocha/Adam Smith waren die beiden anderen Verteidiger-Pärchen. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
Dadurch, dass Tiffels in der Defensive spielen musste, hatte Aubin nur noch drei Sturmreihen zur Verfügung. Liam Kirk, Leo Pföderl und Ty Ronning bildeten dabei die erste Formation. Die zweite Reihe bestand aus Eric Hördler, Markus Vikingstad und Andreas Eder. Und in der nominell dritten Reihe stürmten Matej Leden, Manuel Wiederer und Lean Bergmann.
Im Tor bekam Jake Hildebrand den Vorzug vor Jonas Stettmer, dem nur der Platz als Back-up auf der Bank blieb.

Die Hessen hatten nach einem katastrophalem Saisonbeginn ausgerechnet im Derby bei den Adler Mannheim die Niederlagenserie beendet und stehen mittlerweile bei drei Siegen in Serie. Auch die Eisbären beendeten am vergangenen Wochenende ihre Niederlagenserie und stehen aktuell bei zwei Siegen in Folge. Wessen Serie ging heute weiter, wessen Serie fand heute ein jähes Ende?

Ließ sich im ersten Drittel nicht überwinden: Löwen-Goalie Cody Brenner. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Löwen kamen druckvoll und mit viel Selbstvertrauen aus der Kabine, doch die erste XXL-Chance gehörte den Eisbären. Liam Kirk fuhr alleine auf Cody Brenner zu, ließ diese dicke Chance jedoch liegen.
Nach einer eher ereignisarmen Phase waren es erneut die Eisbären, welche Mitte des ersten Drittels die nächste große Chance hatten. Drei-auf-eins-Konter der Berliner, aber Cody Brenner war selbst im Liegen nicht zu bezwingen. Den Hauptstädtern fehlt weiterhin die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.
Die Löwen ließen nach dem Powerbreak in Überzahl ebenfalls beste Chancen liegen. Es hätte hier auch gut und gerne 2:1 für die Eisbären stehen können, so aber stand weiterhin die Null auf beiden Seiten.
Auch fortan suchten beide Mannschaften immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor, beide Goalies ließen aber nach wie vor keine Scheibe durch. So blieb es nach 20 unterhaltsamen Minuten beim 0:0.

Sorgte für das erlösende 1:0 in der 40. Spielminute: Markus Vikingstad (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch das zweite Drittel blieb hart umkämpft. Auf Torchancen und einen echten Spielfluss mussten die Zuschauer in der Eissporthalle aber lange warten. Selbst ein Powerplay der Eisbären früh im Mitteldrittel blieb ohne Torgefahr.
Es dauerte bis zur 28. Spielminute, ehe es erneut die Eisbären waren, die eine Riesenchance hatten. Eric Hördler wurde vor dem Tor angespielt und kam ohne Bedrängnis zum Abschluss. Leider ging sein Schuss aber knapp am Tor vorbei. Das hätte das 1:0 sein müssen!
Mitte des zweiten Drittels die Löwen mit ihrer bis dahin besten Phase, setzten die Eisbären gehörig unter Druck. Aus dieser Phase resultierte eine Strafe gegen Eric Hördler, weshalb die Frankfurter nun in Überzahl waren. Und in diesem wurde es wild. Zunächst Frankfurt an den Pfosten, im Gegenzug scheiterte Kirk mit dem Break in Unterzahl an Brenner.
Es war der Auftakt in eine vogelwilde Phase in Frankfurt. Es ging rauf und runter, beide ließen Chancen liegen. Und die Eisbären sogar zwei weitere Powerplays.
46,2 Sekunden vor dem Ende belohnten sich die Eisbären dann aber doch noch. Markus Vikingstad arbeitete die Scheibe förmlich über die Linie. Cody Brenner hielt den ersten Schuss, dann entstand ein Gewühl vor seinem Tor, in dem der aus Bremerhaven gekommene Stürmer die Übersicht behielt und das erste Tor in diesem Spiel erzielte – 1:0. Was zugleich der Pausenstand nach 40 Minuten war.

Sorgte mit seinem ersten DEL-Tor für das 1:2: Frankfurts Timo Kose (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Ein spätes Tor zum Ende des zweiten Drittels, ein frühes Tor zu Beginn des dritten Drittels. Liam Kirk hatte von oben abgezogen, Leo Pföderl parkte vor dem Tor und fälschte die Scheibe entscheidend ab – 2:0 (43.). Die Eisbären mit den Toren zum psychologisch richtigen Zeitpunkt.
Aber die Hessen ließen sich davon nicht schocken und kamen zum schnellen Anschlusstreffer. Timo Kose wurde perfekt am langen Pfosten angespielt und verkürzte auf 1:2 (46.). So blieb es also weiterhin eine extrem spannende Partie.
Und Frankfurt gab dieser Treffer noch mal Aufschwung, denn plötzlich waren die Löwen dicht dran am Ausgleich. Aber ihr ehemaliger Goalie Jake Hildebrand ließ sich in dieser Phase kein zweites Mal überwinden.
Das arg dezimierte Team von Serbe Aubin musste nun nochmal alle Kraftreserven bündeln und sich dagegen stemmen. Vor allem, als Ty Ronning für zwei Minuten in die Kühlbox musste und ihm wenig später auch noch Jonas Müller folgte. Frankfurt war also für 50 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und mit Ablauf der Strafe gegen Ronning gelang den Hausherren der 2:2-Ausgleich durch Michael Joyaux (53.).
Nun waren die Eisbären wieder gefordert, aber die große Frage war natürlich, wieviel Sprit dieses Team noch im Tank hatte? Schließlich hatte man unter der Woche noch in der CHL gegen Göteborg gespielt.
Frankfurt hatte jetzt natürlich Oberwasser und brachte jede Scheibe auf das Tor von Hildebrand. Doch der ließ sich in der regulären Spielzeit kein weiteres Mal überwinden und somit ging es in die Overtime.

Und auch in dieser ging es hin und her. Beide Mannschaften wollten nun für die Entscheidung sorgen, Frankfurt wirkte frischer als die Berliner. Doch die Eisbären hatten erneut die besseren Chancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Cody Brenner. Daher ging es ins Penaltyschießen. Keine Lieblingsdisziplin der Berliner. Bis heute: denn Ty Ronning, Leo Pföderl (ja, wirklich!) und Liam Kirk verwandeln alle drei Penaltys auf Seiten der Eisbären. Bei Frankfurt trafen nur zwei der drei Schützen, weshalb der Zusatzpunkt an die Berliner ging.

Am Ende ein hart erkämpfter, aber enorm wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat alles gegeben und nochmal die letzten Kräfte mobilisiert, was am Ende mit zwei Punkten belohnt wurde. Hoffen wir mal, dass kein weiterer Spieler ins Lazarett dazukommt und sich dieses bald etwas lichtet. 

1:4 gegen Frölunda! Göteborg eine Nummer zu groß für die Eisbären

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #10:

Das Abenteuer Champions Hockey League (CHL) wird für die Eisbären Berlin in der nächsten Woche wohl Geschichte sein. Am fünften Spieltag unterlag man Frölunda Göteborg mit 1:4 (0:0,1:3,0:1). Die Schweden machten deutlich, warum sie zu den Top-Teams in Europa zählen. Nichtsdestotrotz haben sich die Berliner teuer verkauft, mussten aber am Ende einfach die Klasse des Gegners anerkennen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin musste heute leider die Hiobsbotschaft verkraften, dass Neuzugang Patrick Khodorenko für den Rest der Saison verletzungsbedingt ausfallen wird. Die Berliner reagierten aber umgehend und statteten Lennard Nieleck von Kooperationspartner Lausitzer Füchse mit einer Förderlizenz aus. Er, Moritz Kretzschmar und Yannick Veilleux standen zudem heute auch mit im Line-up. Die Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Jonas Müller/Eric Mik, Korbinian Geibel/Adam Smith, Norwin Panocha/Mitch Reinke, Moritz Kretzschmar.
In der Offensive sahen die vier Reihen so aus: Freddy Tiffels, Leo Pföderl, Ty Ronning/Eric Hördler, Markus Vikingstad, Liam Kirk/Lean Bergmann, Andreas Eder, Manuel Wiederer/Yannick Veilleux, Matej Leden, Lennard Nieleck.
Endlich also mal wieder ein volles Line-up für die Berliner. Im Tor begann übrigens Jonas Stettmer.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären brauchen Siege, wollen sie das erste Saisonziel nicht frühzeitig aus den Augen verlieren. Mit Göteborg traf man allerdings auf ein absolutes Top-Team, welches zudem in den letzten Jahren immer wieder für Furore in der CHL gesorgt hatte. Die Hauptstädter gingen als klarer Außenseiter in dieses Duell. Konnte der DEL-Rekordmeister den CHL-Rekordsieger trotzdem ärgern?

Hatte im ersten Drittel gerade zu Beginn alle Hände voll zu tun: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach 24 Sekunden schon der erste Aufreger, denn Göteborgs Trainer nahm die Coaches Challenge, da er der Meinung war, die Scheibe wäre im Tor gewesen. Dem war aber nicht so. Das wäre natürlich der denkbar ungünstigste Start für die Eisbären gewesen.
Danach merkte man, dass es Europapokal-Eishockey war, denn das Tempo war hoch und das Spiel sehr intensiv. Göteborg war auch der erwartet schwere Gegner, der Jonas Stettmer früh im Spiel zur ersten Glanzparade zwang. Generell musste der Berliner Goalie hellwach sein, denn die Schweden spielten sehr druckvolles Eishockey. Die Eisbären hatten gut zu tun und wirkten zwischenzeitlich defensiv auch überfordert.
Die Eisbären versuchten zwar zwischendurch auch mal Entlastungsangriffe zu fahren, doch diese missglückten eher, weil Frölunda defensiv nichts zu ließ. Zum Ende hin kamen die Eisbären dann aber doch mal zu guten Abschlüssen, wo allerdings das Zielwasser noch fehlte. Immerhin konnte man in den letzten Minuten Göteborg vom eigenen Tor fernhalten. Torlos ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Erik Thorell eröffnete den CHL-Abend in Berlin mit dem Tor zum 1:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im zweiten Drittel klingelte es dann aber doch im Berliner Tor. Knappe fünf Minuten waren gespielt, als Erik Thorell die Lücke fand und zum verdienten 0:1 traf (25.).
Aber die Reaktion der Eisbären war sehr gut, denn unmittelbar danach hatte man zwei gute Chancen, aber die Schüsse waren eine leichte Beute für Lars Johansson.
Doch Göteborg ist eben ein Top-Team, was der Angriff zum 0:2 unter Beweis stellte. Schneller Angriff, Pass in die Mitte, wo Henrik Tömmernes zu viel Platz hatte und Jonas Stettmer keine Chance ließ (28.).
Die Eisbären-Fans sorgten dennoch für eine grandiose Stimmung, weil auch sie wussten, auf was für einen starken Gegner ihre Mannschaft heute traf und auch, dass die diesjährige CHL-Reise aller Voraussicht nach bereits nächste Woche beendet sein dürfte.
Selbst als die Eisbären in Überzahl waren, überzeugten die Gäste durch aggressives Forechecking, womit sie die Eisbären nicht in die Formation kommen ließen und so das Unterzahlspiel schadlos überstanden.
Es war ein Genuss, Göteborg hier zuzuschauen. Auch unter größtem Druck kamen die Pässe an und am Ende lag die Scheibe ein drittes Mal im Tor. Jacob Peterson war der Torschütze gewesen, aber Eisbären-Trainer Serge Aubin zog seine Coaches Challenge, da er der Meinung war, dem Treffer ging ein Abseits voraus. Doch dieses lag nicht vor, somit zählte dieser Treffer – 0:3 (34.).
Die Eisbären waren aber weiterhin bemüht und belohnten sich in der Schlussphase mit dem Anschlusstreffer zum 1:3. Leo Pföderl war mit einer feinen Einzelleistung erfolgreich (38.). Nur kurze Zeit später ließen die Hausherren zwei weitere dicke Chancen liegen. Auf einmal musste Göteborg gehörig aufpassen, denn die Eisbären hatten jetzt eine richtig starke Phase.
Und die Gäste aus Schweden schlossen das zweite Drittel mit einer 2+2-Minuten-Strafzeit ab, weshalb die Eisbären zu Beginn des letzten Drittels also Powerplay hatten.

Am Ende rang Göteborg die Eisbären verdient nieder. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Doch diese XXL-Chance konnten die Eisbären nicht nutzen, weil Göteborg es schlichtweg nicht zugelassen hatte. Starkes Penalty Killing der Schweden. Danach plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Eisbären zwar weiterhin bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Und Göteborg konzentrierte sich angesichts des Spielstandes nun eher auf die Defensive und lauerte wenn überhaupt nur noch auf Konter.
Im Schlussdrittel wurde dann auch die Zuschauerzahl bekanntgegeben. 6.221 Zuschauer waren in der Arena am Ostbahnhof – ein würdiger Rahmen für dieses CHL-Spiel.
Was im Schlussdrittel weiterhin auffiel, war die Stärke von Göteborg in Unterzahl. Egal, was die Eisbären versuchten, es war immer ein gegnerischer Spieler zur Stelle und störte die Eisbären.
Auch danach die Eisbären weiterhin engagiert, Trainer Serge Aubin nahm noch seine Auszeit und Goalie Jonas Stettmer vom Eis. Doch das nutzten die Gäste zum 1:4 durch Erik Thorell. Danach war das Spiel vorbei und Göteborg feierte einen verdienten Sieg in Berlin.