Kevin Nastiuk: Der neue (alte) Back-up für Petri Vehanen

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Ausleihe von Mathias Niederberger an Liga-Konkurrent Düsseldorfer EG kam für die Fans der Eisbären Berlin sehr überraschend. Alle fragten sich, was Manager Peter John Lee und der Sportliche Leiter Stefan Ustorf damit erreichen wollten. In erster Linie wollten Sie Niederberger mehr Spielpraxis beschaffen als es in Berlin hinter Petri Vehanen der Fall gewesen wäre. Ob Niederberger aber wirklich mehr Spielpraxis erhalten wird, bleibt abzuwarten. Denn wenn Bobby Goepfert wieder vollkommen fit ist, wird er mit Sicherheit ein heißer Anwärter auf die Nummer Eins im DEG-Tor sein.

So mussten sich die Eisbären also auf die Suche nach einem neuen Back-up machen. Und alle Fans fragten sich, wer könnte dieser werden? Die Frage beantworten Lee und Ustorf mit einem alten Bekannten: Kevin Nastiuk. Der 30-jährige kommt vom Zweitligisten und Kooperationspartner der Eisbären, den Dresdner Eislöwen in die Hauptstadt. Dort spielte er bereits von 2010 bis 2012 und bildete zusammen mit Rob Zepp das Goalie-Duo der Berliner.

Der Kanadier begann 2001/2002 seine Karriere in der WHL bei den Medicine Hat Tigers. Dort holte er auch seinen ersten Titel – 2003/2004 gewann er mit Medicine Memorial Cup. Bei den Medicine Hat Tigers blieb Nastiuk bis 2005.
Die Jahre danach pendelte er zwischen der AHL und der ECHL. Während der Saison 2009/2010 wechselte Kevin Nastiuk dann erstmals zu den Eisbären Berlin. Bei den Eisbären blieb Nastiuk bis 2012 und feierte während seiner Zeit in der Hauptstadt drei Titelgewinne. 2010 wurde er mit den Berlinern European-Trophy-Sieger, 2011 und 2012 feierte er mit dem EHC die DEL-Meisterschaft.
An Rob Zepp kam Nastiuk allerdings nicht vorbei und so verließ er 2012 die Eisbären in Richtung Heilbronner Falken. Beim Zweitligisten blieb er eine Saison, nach der er innerhalb der zweiten Liga zu den Dresdner Eislöwen wechselte, bei denen er bis vor kurzem noch unter Vertrag stand. Nun also seine Rückkehr in die Hauptstadt.

Der Sportliche Leiter Stefan Ustorf zur Rückkehr von Kevin Nastiuk nach Berlin:

Wir haben Kevin Nastiuk in den vergangenen Jahren immer mal wieder beobachtet. Er hat sich durch einen hohe Anzahl von Spielen weiterentwickelt und seine Leistungen sind konstanter geworden. Nasti war schon immer da, wenn man ihn brauchte.

In Berlin erhält Kevin Nastiuk die Rückennummer 30. Herzlichen Willkommen zurück, Kevin Nastiuk!

Kevin Nastiuk: „Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Torhüter-Duo der Eisbären Berlin für die kommende Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bilden Petri Vehanen und Kevin Nastiuk. Der Transfer von Nastiuk, der bereits von 2010-2012 für die Hauptstädter gespielt hatte, kam für viele doch sehr überraschend. Alle waren davon ausgegangen, dass die Berliner erneut mit dem Torhüter-Duo Petri Vehanen und Mathias Niederberger in die Saison gehen würden. Doch die Eisbären verliehen Niederberger an Liga-Konkurrent Düsseldorf, um ihm dort mehr Spielpraxis zu verschaffen als es in Berlin hinter Vehanen der Fall gewesen wäre. So kommt es also zum Comeback von Kevin Nastiuk bei den Eisbären, der nach seiner Zeit in Berlin in der 2. Bundesliga für die Heilbronner Falken und zuletzt für die Dresdner Eislöwen gespielt hat. 

Dass er in Berlin nur für die Rolle des Back-up-Goalies eingeplant ist, weiß Kevin Nastiuk. Doch das findet er nicht so schlimm, wie er gegenüber der Eishockey News (aktuelle Ausgabe 31 vom 28. Juli 2015) sagte:

Ich weiß natürlich, dass Vehanen ein Weltklasse-Torwart ist. Aber ich bin ein Team-Player. Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde. Natürlich muss ich bestimmt oft zugucken. Wenn ich aber zum Einsatz komme, werde ich mein Bestes geben, um die Mannschaft nicht zu enttäuschen.

Auf Nastiuk konnte man sich auch schon damals verlassen, wenn er im Tor der Eisbären stand. Auch bei den Fans war Nastiuk damals sehr beliebt und daran wird sich auch bis heute nichts geändert haben. Auf die EHC-Fans und die riesige Stimmung in der Arena freut sich Nastiuk auch wieder.

Mit Petri Vehanen und Kevin Nastiuk verfügen die Eisbären also auch in der kommenden Saison wieder über ein sehr starkes Torhüter-Duo. Gleiches wäre natürlich auch der Fall gewesen, wenn Mathias Niederberger der Back-up gewesen wäre. Nastiuk kam trotz der beiden schlechten Jahre zurück und das begründete er wie folgt:

Die Eisbären sind aus meiner Sicht trotzdem eine Spitzenmannschaft. Ich denke, solche Ausrutscher kommen in der bevorstehenden Saison nicht mehr vor. Aus meiner Sicht hat die Mannschaft weiterhin gute Perspektiven in Richtung Meisterschaft. Ich spüre es beim Training. Die Mannschaft hat wieder Selbstvertrauen.

Vielleicht kehrt mit Kevin Nastiuk ja der Erfolg zurück in die Hauptstadt. Denn Nastiuk feierte in seiner Zeit in Berlin zwei Meisterschaften mit den Eisbären. An diese Erfolge würde Nastiuk sicher gerne wieder anknüpfen. Und die Eisbären und deren Fans sowieso. 

Die Woche bei den Eisbären Berlin

Die Spieler der Eisbären Berlin sind wieder zurück auf dem Eis und hören auf die Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. (Foto: A. Rosenthal)

Die Spieler der Eisbären Berlin sind wieder zurück auf dem Eis und hören auf die Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. (Foto: A. Rosenthal)

Seit Montag sind die Eisbären Berlin wieder zurück auf dem Eis und bereiten sich auf die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und auf den Start der Champions Hockey League (CHL) in 20 Tagen vor. In der neuen Saison will man die letzten beiden schlechten Jahre vergessen machen, als es der DEL-Rekordmeister jeweils nur in die Pre-Play-Offs geschafft hatte und dort an Ingolstadt (2013/2014) bzw. Nürnberg (2014/2015) gescheitert war. In der Saison 2015/2016 wollen die Hauptstädter nun wieder den Einzug in die Play-Offs schaffen.

Dabei helfen soll u.a. der neue Verteidiger Bruno Gervais. Der 30-jährige wechselte aus der American Hockey League (AHL) nach Berlin und war begeistert nach seinem ersten Training:

Danny Briere hat mir nicht zu viel erzählt. Ein Traum, wie begeistert die Leute hier sind. Auch das Training war top. Und der Verein ist professionell aufgestellt. Darüber habe ich mich vorher aber auch schon bei Rob Zepp informiert.

Von Bruno Gervais erhofft man sich in Berlin sehr viel. Er ist einer von zwei Neuzugängen in der Defensive (Micki DuPont ist der zweite Neue) und soll dem Team mehr helfen, als es Casey Borer und Jimmy Sharrow im letzten Jahr getan haben. Trainer Uwe Krupp äußerte sich über Gervais wie folgt:

Er ist ein gestandener Spieler und wird der Mannschaft auch mit seinem Charakter helfen.

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Tschüss Sommerpause, Hallo neue Saison

Die So125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgmmerpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Die 14 Mannschaften nehmen nach und nach das Eis-Training wieder auf. So auch unsere Jungs aus der Hauptstadt, die morgen erstmals zurück auf das Eis des Berliner Wellblechpalastes kehren. Dort werden die alten und neuen Spieler erstmals zusammen unter Uwe Krupp auf dem Eis für die neue DEL-Saison 2015/2016 trainieren. In der Sommerpause war in Eishockey-Deutschland einiges los, was bei den Eisbären los war, darauf schauen wir nun noch einmal kurz zurück.

Am Sonntag, den 8. März 2015, endete eine erneut enttäuschende Saison für die Eisbären Berlin. Mit 2:3 n.V. verloren unsere Jungs das dritte und entscheidende Pre-Play-Off-Spiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers. Zum zweiten Mal in Folge verpasste der EHC also die Play-Offs. Für den Serienmeister eine Tatsache, die nicht zu akzeptieren ist. In der neuen Saison will man nun wieder angreifen, um am Ende der Saison im April 2016 wieder auf dem Eishockey-Thron in Deutschland zu stehen. Doch dieses Vorhaben wird nicht leicht umzusetzen sein, denn die Konkurrenz ist sehr groß und hat sich zudem sehr stark verstärkt.

Aber auch die Eisbären bzw. Peter-John Lee und Stefan Ustorf waren in der bisherigen Sommerpause nicht untätig auf dem Transfermarkt. Der von vielen Fans erhoffte große Umbruch ist es aber nicht geworden. Dennoch hat sich einiges im Kader getan. Aber der Reihe nach: Continue reading

[eisbaerlin.de_10] Heute vor zehn Jahren…

Heute vor zehn Jahren wurden die Eisbären Berlin zum ersten Mal deutscher Eishockey-Meister.

Heute vor 10 Jahren:
Die Eisbären Berlin gewinnen das dritte Finalspiel gegen die Adler Mannheim mit 4:1 (Serie 3:0) und werden erstmals Deutscher Meister in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Es war der Beginn der Berliner Dominanz. Es folgten bis 2013 sechs weitere Meisterschaften. Unglaublich, wie lange das schon wieder her ist.
Einmal Eisbär, Immer Eisbär!
In guten wie in schlechten Zeiten!!!
NUR DER EHC!
‪#‎walker‬

Quelle: https://www.facebook.com/eisbaerlin.fanclub/posts/10152897224608865

Hier noch einmal die letzten Sekunden des Spiel aus Sicht des F-Blocks:

Auch wurde an diesem Tag unser FanClub mit damals vier Mitgliedern gegründet. Hier im Blog gibt es bis zum Start der neuen Saison die eine oder andere Geschichte aus den letzten zehn Jahren zu lesen…

eisbaerlin_de_10

Die Eisbären spielen in der nächsten Saison in der …

Nachdem unser heutiger Betrag u.a. auf der Eisbären-Facebook-Seite für reichlich Gesprächsstoff gesorgt hat, möchten wir an dieser Stelle sagen: April, April! 🙂

Es stimmt zwar, dass die Eisbären Berlin in der nächsten Saison nicht mehr in der O2-World Berlin spielen, aber natürlich wird die MultiFunktionsHalle am Ostbahnhof auch weiterhin die Heimspielstätte der Eisbären sein – allerdings dann mit einem neuen Namen: Mercedes-Benz Arena Berlin.

Es trifft aber nicht zu, dass die Eisbären darüber nachdenken, den Welli für einige DEL-Spiele zu nutzen.

Hierzu erhielten wir heute das folgende offizielle Statement der Eisbären:

Das Spiel der 1. Playoff-Runde war für uns etwas Besonderes. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Derzeit ist es nicht geplant, weitere Ligaspiele im Wellblechpalast auszutragen. Es könnte aber durchaus sein, dass wir das eine oder andere Vorbereitungsspiel in Zukunft in Hohenschönhausen spielen werden. Unsere Heimspielstätte wird ab der kommenden Saison die dann ehemalige o2 World, also die Mercedes-Benz Arena sein. Der Welli bleibt allerdings unsere Trainingsstätte.

Quelle: Mail von Daniel Goldstein (Eisbären Berlin Öffentlichkeitsarbeit)

Vielen Dank an die Eisbären Berlin und die O2-World Berlin, dass sie den Spaß mitgemacht haben!

[3. Update] DEL: Die Eisbären spielen nie wieder in der O2-World

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgJetzt ist es offiziell:
Die Eisbären Berlin werden keine DEL-Spiele mehr in der O2-World Berlin austragen.
Dies gaben die Eisbären Berlin [Update](Statement der Eisbären mit Zitat von Peter John Lee auf der Eisbären-Facebook-Seite)[/Update] bekannt.

Damit geht eine erfolgreiche Ära zu Ende. Gleich in der ersten Saison in der neuen Halle holten die Eisbären die Meisterschaft. Weitere Titel sollten folgen. Doch in den letzten Spielzeiten konnten die Eisbären leider nicht mehr an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Um vielleicht durch den „Hexelkessel-Bonus“ des Wellis (siehe ServusTV-Beitrag ab Minute 3:30) doch noch eine Chance auf die PlayOffs zu haben und weil die Mehrzweckhalle am Ostbahnhof nicht exklusiv für die Eisbären-Spiele gebaut wurde, zogen die Eisbären in dieser Saison für das einzige Heimspiel der Pre-Play-Offs zurück in den Wellblechpalast und gewannen dort klar gegen die IceTigers aus Nürnberg – nicht zuletzt weil die grandiose Stimmung im Welli die Mannschaft motivierte.

In einer Umfrage (Frage: Hexenkessel Welli: Wünscht Ihr Euch, dass die Eisbären in der DEL öfter im Welli spielen?) sprach sich daraufhin mehr als die Hälfte (54%) der Umfrageteilnehmer dafür aus, dass ausgewählte DEL-Spiele im Wellblechpalast ausgetragen werden sollen:
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Quelle: Ergebnis der Umfrage am 07.03.2015 im eisbaerlin.de-Blog – Teilnehmeranzahl: 39

Da nun die O2-World Berlin in der nächsten Saison nicht mehr existiert, überlegt das Management der Eisbären Berlin, ob nicht einige Spiele in der Eisbären-Kult-Spielstätte ausgetragen werden können und wo die übrigen Spiele der Eisbären stattfinden. Eine Entscheidung über die zukünftige(n) Spielstätte(n) wird noch in diesem Monat bekanntgegeben. Wir sind gespannt und werden Euch hier über das Ergebnis informieren.

In diesem Sinne: Goodbye, O2-World Berlin – vielen Dank für die tollen Stunden (beispielsweise für das 11:0 der Eisbären gegen die Augsburger Panther beim Prämierenheimspiel).

P.S.: Damit Ihr uns Eure Spielort-Vorschläge (Welche/r Ort/e und warum?) schreiben könnt, haben wir eine E-Mail-Adresse eingerichtet (wunschspielort@eisbaerlin.de). Bitte schreibt in Eure Mail, ob wir Zitate aus Eurer Mail hier im Blog veröffentlichen dürfen.

Update 1 – 11:42 Uhr:
Ihr könnt uns auch gern via twitter Eure Meinung mitteilen:

Update 2 – 13:10 Uhr:
Auf der offiziellen Facebook-Seite der Eisbären Berlin wird Peter John Lee zum Thema wie folgt zitiert:

Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee äußerte wie sich wie folgt: „Ja, das stimmt, wir werden nie wieder in der o2 World spielen. Wir werden uns aber sehr gerne an die erfolgreichen Zeiten zurückerinnern.“

Quelle: https://www.facebook.com/eisbaeren/posts/10153179937410140

Update 3 – 22:06 Uhr

Die Heimspielstätte der Eisbären steht jetzt fest:
Die Eisbären spielen in der nächsten Saison in der …

Platz Neun und Aus in den Pre-Play-Offs: Die Eisbären Berlin mit einer erneut schlechten Saison

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Hoffnung auf eine bessere Saison war groß gewesen in der Hauptstadt. Die Eisbären Berlin hatten die DEL-Saison 2013/2014 als Achter der Hauptrunde abgeschlossen und waren in den anschließenden Pre-Play-Offs in drei Spielen gegen den späteren Meister Ingolstadt ausgeschieden. Als „Betriebsunfall“ hatte man die letzte Saison noch bezeichnet, weshalb man bei den Verantwortlichen der Eisbären keinen großen Handlungsbedarf während der Sommerpause sah. Schließlich hatte ein Großteil der Spieler zuvor drei Meisterschaften in Folge errungen. Man vertraute auf die Stärken der Meisterspieler und darauf, dass sie diese nach der verkorksten Saison wieder abrufen würden.

Im Kader gab es nur zwei gravierende Abgänge mit Torhüter Rob Zepp und Verteidiger Shawn Lalonde. Für Zepp verstärkten sich die Berliner mit dem Torhüter-Duo Petri Vehanen/Mathias Niederberger, was definitiv kein schlechter Griff sein sollte. In der Verteidigung besserte Manager Peter John Lee dagegen nicht nach und holte statt dessen lieber mit Petr Pohl einen neuen Angreifer, welcher sich am Ende als echter Glücksfall heraus stellen sollte. Während der Saison holte man dann mit Antti Miettinen und Marcel Noebels zwei weitere Stürmer, welche ihr Können angedeutet haben, jedoch nicht komplett überzeugen konnten

Der von vielen Experten und auch einigen Fans erwartete Umbruch blieb also abermals aus in der Hauptstadt. Weil man jene Saison 2013/2014 nur als „Betriebsunfall“ ansah und die Augen davor verschloss, dass man bereits in den Jahren zuvor deutliche Probleme hatte. Aber da man am Ende der drei Saisons davor die Meisterschaft gewann, sah man sich in Berlin anscheinend nicht zum Handeln gezwungen. Was sich im Nachhinein als falsch heraus stellen sollte. Auch an Trainer Jeff Tomlinson hielt man fest.

So sprach man vor der Saison von der direkten Play-Off-Qualifikation als Saisonziel, welches man zwischenzeitlich auf die Top-4 veränderte. Stefan Ustorf, seines Zeichen Sportlicher Leiter der Eisbären, sprach sogar vor der Saison von der Meisterschaft. Alle Ziele wurden deutlich verfehlt. Am Ende der Hauptrunde fand man sich nur auf Platz Neun wieder und damit einen Platz schlechter als in der Vorsaison. Das Saisonende war dann dasselbe wie im Vorjahr. In Spiel Drei der Pre-Play-Offs nach Verlängerung endete die Saison der Eisbären Berlin.

Eine Saison, die eigentlich nicht unbedingt schlecht begann. Man verlor zwar zum Saisonauftakt in Augsburg mit 1:4, gewann danach aber drei Spiele in Folge und zeigte sich dabei vor allem in der Offensive als sehr hungrig (5:1 vs. Straubing / 7:3 vs. Hamburg / 5:2 in Iserlohn).
Doch die Eisbären hatten in der Hauptrunde ein großes Problem – die Konstanz. Selten gelang mal eine Siegesserie, welche länger als drei Spiele andauerte. Lediglich im Dezember gelangen den Berliner mal sieben Siege in Folge. Aber es konnte ja auch keine Siegesserie zu Stande kommen, weil die Mannschaft zu Hause und Auswärts zu oft unterschiedliche Leistungen zeigte. Während der Hauptrunde wurde man Auswärts immer mehr zum Punktelieferanten der Deutschen Eishockey Liga (DEL). 18 Heimsiegen und acht Niederlagen stehen nur acht Siege und 18 Niederlagen auf fremden Eis gegenüber. Mit ein Problem für das Verpassen der direkten Play-Off-Qualifikation. Aber bei Weitem nicht der einzige Grund dafür. Continue reading

2:3 n.V. – Eisbären scheiden erneut in den Pre-Play-Offs aus

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgSchade, die Saison 2014/2015 ist für die Eisbären Berlin beendet. Am Sonntagnachmittag verloren die Hauptstädter das alles entscheidende dritte Pre-Play-Off-Spiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers mit 2:3 n.V. (0:0, 0:2, 2:0/ 0:1). Die Eisbären zeigten eine bessere Leistung als noch im ersten Spiel, kämpften sich nach einem 0:2 wieder zurück in die Partie und waren eigentlich drauf und dran, die Partie für sich zu entscheiden. Doch am Ende machten zwei Strafzeiten in der Verlängerung alles zu Nichte und sorgten für die erneut frühe Sommerpause.

Die Eisbären hatten das Ziel, das erste Drittel nicht wieder zu verschlafen wie noch am Mittwoch in Spiel Eins. Was den Eisbären auch gelang. Sie waren präsent in den Zweikämpfen und nahmen diese vor allem auch an. Von Beginn an war es eine intensiv geführte Partie. Beide Mannschaften wussten, worum es heute ging. Dementsprechend gingen sie auch zu Werke. Nürnberg war jedoch die aktivere Mannschaft, suchte immer wieder den Weg zum Tor und kam auch zum Abschluss. Doch Petri Vehanen zeigte heute mal wieder seine Klasse. Die Eisbären waren auf eine gute Defensive bedacht und lauerten immer wieder auf Konterchancen. Diese hatten sie auch, doch wie Vehanen auf der einen Seite bewies auch Jochen Reimer im Nürnberger Tor auf der anderen Seite seine Extra-Klasse. Gegen Ende des ersten Drittel Nürnberg dann noch mit einer doppelten Überzahl, aber das Penaltykilling der Eisbären war sehr gut und so überstanden die Eisbären auch diese Situation. Torlos endete das erste Drittel trotz eines Übergewichts der Nürnberger bei den Torschüssen (15:9). Continue reading

Showdown in Nürnberg: Sommerpause oder Viertelfinale?

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben am Freitagabend im altehrwürdigen Wellblechpalast die richtige Antwort auf Spiel Eins (2:6 in Nürnberg) gegeben. Im ausverkauften Welli besiegten unsere Jungs die Thomas Sabo Ice Tigers hochverdient mit 6:3 und machten somit das „Endspiel“ um den Einzug ins Play-Off-Viertelfinale perfekt. Morgen Nachmittag (14:30 Uhr/Servus TV live) treten die Eisbären nun zum alles entscheidenden dritten Spiel in der Pre-Play-Off-Serie im Frankenland an. Und dort wartet eine sehr schwere Aufgabe auf die Eisbären.

Denn Nürnberg gewann in der eigenen Arena zuletzt zehn Spiele in Folge. Und die Eisbären verloren ihre letzten sieben Gastspiele in Folge. Von daher spricht also einiges für Nürnberg. Doch Serien sind da, um gebrochen zu werden. Und wann wäre der Zeitpunkt dafür besser als morgen. Mit einem Sieg in Nürnberg würden die Eisbären ihre Auswärts-Niederlagenserie genau zum richtigen Zeitpunkt beenden und den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.

Was unseren Jungs Hoffnung machen sollte, ist der Auftritt von gestern Abend. Im Wellblechpalast fanden die Eisbären zurück zu alter Stärke und gaben die passende Antwort auf die klare Niederlage in Spiel Eins. Die Eisbären standen sicher in der Defensive, erspielten sich jede Menge gute Torchancen und konnten davon auch einige nutzen. Und zudem nahmen die Eisbären endlich die Zweikämpfe an und fuhren die Checks endlich auch zu Ende. Mit so einer Leistung ist auch morgen in Nürnberg was möglich.

Sieht auch Kapitän André Rankel so:

Ich hatte das Gefühl, dass dieses Spiel genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist, dass wir es gebraucht haben. Es war ein Hexenkessel. Emotion. Leidenschaft. Wir sind so aufgetreten, wie wir eigentlich in der ganzen Saison spielen wollten. Mit dieser Einstellung wird es schwer, uns zu schlagen. Wir haben auch in den Zweikämpfen Zeichen gesetzt, gezeigt: Mit uns nicht!

Vielleicht hat die Rückkehr in den Welli neue Kräfte frei gesetzt. Vielleicht haben die Jungs nun neues Selbstvertrauen tanken können und gesehen, was sie zu Leisten im Stande sind, wenn es drauf ankommt. Die Mannschaft kann Eishockey spielen, sie hat es in dieser Saison leider nur zu selten getan. Doch wenn sie jetzt damit anfängt, ist es nicht zu spät. Sondern es wäre genau der richtige Zeitpunkt, um endlich wieder das so gefürchtete „Eisbären-Eishockey“ zu zeigen. Und jede DEL-Mannschaft weiß, dass die Eisbären in den Play-Offs zu allem fähig sind.

Morgen Nachmittag werden vor allem die ersten zehn Minuten wichtig sein. Nürnberg wird wie die Feuerwehr zu Hause los legen. Die Franken wollen den Heimvorteil nutzen und die Heimserie auf elf Siege in Serie ausbauen. Wenn die Eisbären die ersten zehn Minuten, wenn möglich sogar das gesamte erste Drittel, ohne Gegentor überstehen und man vorne vielleicht ein Tor erzielen kann, ist alles möglich. Auf keinen Fall darf das erste Drittel noch einmal so wie am Mittwoch laufen. Marcel Noebels dazu:

Wir dürfen auf keinen Fall wie im ersten Spiel das erste Drittel verschlafen, als wir 0:3 zurückgelegen haben.

Die Eisbären-Spieler dürften inzwischen den Ernst der Lage erkannt haben. Alle Spieler sollten bereit sein für das alles entscheidende dritte Spiel in Nürnberg. Man muss von der ersten Sekunde an bereit sein. Man muss von Beginn an zeigen, dass man das Spiel gewinnen will. Nur wenn die Eisbären mindestens 100 Prozent geben und hoch konzentriert zu Werke gehen, hinten sicher stehen und vorne zum Abschluss kommen, dann ist etwas möglich.